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Vinschgerwind ausgabe 19-15 Vinschgau Südtirol

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Nr. 19 (260) 24.09.15 I.P. 11 Jg.

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Kristine Bilkau

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Die Gewinnerin des 5. Franz-TumlerLiteraturpreises

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Kiefernhainweg 71, Prad am Stilfserjoch

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www.nika-gmbh.com NIKA GmbH

Industriezone 1/C I - 39021 Latsch Tel. 0473 73 96 99 info@nika-gmbh.com


2 /wandern/

Vinschgerwind 19-15

Bergtour

24.09.15

Wandertour

Höhenweg

Der Algunder Waalweg: Von der Töll bis Gratsch Wanderinfos: Dauer: ca. 2h Länge: ca. 6 km Höhenmeter: 130 m

Der Algunder Waalweg ist für alle Altersklassen und auch für Familien geeignet.

TOURENINFO: Vom Vinschgau kommend - mit Zug oder Bus - ist der Ausgangspunkt die Töll. Vom Bahnhof geht es zuerst über die Etschbrücke, dann den Radweg entlang bis zur Etschschleuse, um dort die Staatstraße zu überqueren, weiter dem Radweg entlang bis nach der Töllgrabenbrücke, wo der Einstieg des gut beschilderten „Algunder Waalweges“ erfolgt, welcher weiter in Richtung Oberund Mitterplars bis hin zum Dorf Algund führt. Man wandert durch die Weinberge, Obstbäume, Zypressen und auch Palmen hindurch mit einem atemberaubenden Blick auf den gesamten Meraner Kessel bis man kurz vor der Hängebrücke rechts vom Weg abgeht und nach ca. 200 m den Abstieg Gratsch und die St. Magdalena Kirche erreicht, wo der Weg dann auch endet. Dort befindet sich das gut bekannte Restaurant Pizzeria „Kircher“, welches naheliegend an dem Magdalena Kirchlein mit seinem prächtigen Garten, überdacht von schönen Weinpergeln nicht zu übersehen ist. Bei einer Einkehr wird der Gast mit einer guten Küche und Bewirtung überrascht. In der Herbstzeit Oktober – November ideal zum „Törggelen“ mit schmackhaften Gerichten, Kastanien, Krapfen und Apfelkiacheln. Anschließend ist es jedem selbst überlassen, ob er weiter über den Tappeinerweg in die Altstadt von Meran (ca. 50 min), zurück über den Waalweg (ca. 2h) oder direkt zum naheliegenden Meraner Bahnhof (ca. 20 min) wandert, oder den stündlichen Bus mit Haltestelle vor dem Gasthaus „Kircher“ in die Stadt oder zum Bahnhof nimmt.


24.09.15

Inhalt gelegene, deshalb aber nicht weniger wertvolle Stätten. Die Bezeichnung Romanik weist auf die Verwandtschaft zur römischen Baukunst hin, von der sie den Rundbogen übernahm. Nicht zu übersehen sind Rundbogenfriese und -fenster an zahlreichen Kirchtürmen. Die Rundbogenportale von Schloss Tirol, Meisterleistungen der Bildhauerkunst, sind die hervorragendsten und am besten erhaltenen Beispiele romanischer Bauplastik in Tirol. All diese Schätze in den Mittelpunkt zu rücken und ein Besichtigungs- und Führungsprogramm zu organisieren hat sich das Projekt „Stiegen zum Himmel - Alpine Straße der Romanik“ zum Ziel gesetzt.

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omanikwoche 2015 Naturns, Beginn 13.00 Uhr am Rathausplatz: Wanderung zum Thema „Architektur, von der Moderne über den mittelalterlichen Burgenbau bis zur steinzeitlichen Felsenhöhle“ 15.00 Uhr auf Schloss Tirol: Vortrag von Museumsdirektor Leo Andergassen „Bilder der Endzeit im Mittelalter“ am Beispiel der steinernen Portale.

Die Gewinnerin des 5. Franz-TumlerLiteraturpreises

14.00 Uhr Kulturwanderung von Müstair (CH) nach Taufers im Münstertal (I). (Mit Anmeldung) Highlight ist der Tag der offenen Tür. 21 außergewöhnliche Kulturstätten können mit Führung besichtigt werden.

Zum 5. Mal: Der Franz-TumlerLiteraturpreis für Deütromane

Der Gefahrenzonenplan in Schlanders: Wallburgen

von Chefredakteur Erwin Bernhart

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Schlafmützen?

te Programm finden Sie unter www.stiegenzumhimmel.it

st Kirchen, sind unter „Stiegen zum Himmel“ vereint:

üstair (CH) · St. Johann in Taufers im Münstertal · Stadt Glurns · Kloster MarienSt. Nikolaus in Burgeis · St. Benedikt in Mals · Fröhlichsturm in Mals · St. Veit am ann in Prad am Stj. · St. Karpophorus in Tarsch · St. Stephan bei Obermontani und r · Unsere Liebe Frau auf dem Bühel und St. Nikolaus in Latsch · St. Prokulus in Meran/Romstraße · St. Peter und Schloss Tirol in Dorf Tirol · St. Margareth in Lana · Tisens · St. Jakob in Kastelaz bei Tramin.

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Mals: In Erwartung von Flüchtlingen aus Afrika

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Göflan/Laas: Der Vorschlag von LH Kompatscher für den Marmortransport

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St. Valentin: Leserfoto - „Der See der Stummen“

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Vinschgau: Der Wechsel im SWR-Bezirk

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Tschengls: Der vergrabene Müll im Nationalpark

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Schluderns/Glurns/Taufers: 15 Jahre SEG

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Müstair: Unistudium für Handwerker

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Leserbriefe und Stellungnahmen

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Partschins: Großes Echo an den Brunnen

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Menschen: Josef Kofler „Tumpaschin Sepp“ aus Matsch

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Sonderthemen: Heiraten - Heizen - Herbstmode

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Kommentar

Nr. 19 (260) 24.09.15 I.P. 11 Jg.

m Himmel – Alpine Straße der Romanik“

anstaltungswoche auf mittelalterlichen Spuren.

wir wieder ein den Blick lalter zu werfen. Wir bees Burgen- und Kirchenündungen. Nirgends sonst viele Bauwerke aus jener . Hinter unscheinbaren ich hochwertige Wandhervorragenden Qualität berdauert haben. Denken n St. Prokulus in Naturns, Ausschmückung von St. Johann in Müstair (CH). in Südtirol stellen einen von europäischem Wert sich um kleine, abseits

Vinschgerwind 19-15

Industriezone 1/C I - 39021 Latsch Tel. 0473 73 96 99 info@nika-gmbh.com

Nationalpark Stilfserjoch: Archäologie in der Valle Camonica I trenn main Müll: Glos, Papier, Karton, Metall, Organisches. Unt eppas blaib ollm ibri: Sell isch der Reschtmüll.

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I vergrob ollz zomm. Norr brauch i it trennen unt a nicht zohln. Sechn tuats a niamat unt nor stearts a niamat.

Seitdem bekannt ist, dass die SEL um die Übernahme der 42-Prozent-Anteile am Reschenstausee mit der Edison verhandelt, tut sich im Vinschgau wenig. Zumindest hört man aus dem Kreis der Vinschger Bürgermeister nichts. Kein Kampfgeist, schon gar nicht ein leidenschaftlicher, ist auszumachen. Waren es doch vor Jahren die damaligen Vinschger Bürgermeister, die sich in einem erbitterten Kampf gegenüber der Bozner Zentrale, gegenüber einem damals breitschultrigen LH Luis Durnwalder, jene 8 Prozent an der Stromproduktion am Reschenstausee erstritten haben. Der Vinschger Stromkampf ist legendär. Wenn auch viele Dinge am Reschenstausee und im Oberland immer noch ungelöst sind und längst gelöst sein könnten. Die Ableitungen aus dem Zerzerbach, aus dem Metzbach (Schlinigerbach) und aus dem Arundabach etwa. Ein Teil dieser Gewässer wird in den Stausee gepumpt und im Schludernser Werk und dann im Kastelbeller E-Werk verstromt und zu Geld gemacht - aber bis dato ohne Vinschger Beteiligung. Oder das Hydros E-Werk in Graun - bis dato ohne Vinschger Beteiligung. Und nun stehen möglicherweise jene 42 Prozent an der Reschenstauseekonzession zur Verteilung an. Es mag schon sein, dass da erst Verhandlungen laufen. Aber dass der Vinschgau Ansprüche stellt, ist mehr als legitim. Einzig der SVP-Landtagsabgeordnete Sepp Noggler hat dies bisher getan (sh. Vinschgerwind Nr 18). Eine Gefolgschaft ist, bislang, nicht auszumachen. Obwohl auch die neuen Bürgermeister genau wissen, dass die Einnahmen über den Stromverkauf für die Gemeindekassen - und so auch für die Vinschgerinnen und Vinschger - Gold wert sind.


4 /politik/

Vinschgerwind 19-15

Essen wir gesund?! Cristina Tomasi, Fachärztin für innere Medizin, wird am 27. Oktober 2015 um 20 Uhr im Kulturhaus von Schluderns einen Vortrag mit Buchvorstellung zu „Essen wir gesund?!“ halten.

24.09.15

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Sind Bienen für die Natur wichtiger als der Bär? Neue Umfrage: Würden Sie einen Flüchtling bei sich zu Hause für einige Monate aufnehmen?

96,8 %

JA

3,2 % NEIN

Flüchtlinge aus Afrika kommen

Fotos: Heinrich Zoderer

Rund 40 Flüchtlinge werden noch in diesem Monat nach Mals kommen. Bei der sehr gut besuchten Informationsversammlung war eine große Hilfsbereitschaft von Seiten der Bevölkerung spürbar.

von Heinrich Zoderer

F

ranz Kripp von der Caritas erinnerte an die Bosnienflüchtlinge vor 20 Jahren. Das war damals eine große Herausforderung, welche die Gemeinde zusammen mit der Bevölkerung gut gemeistert hat. Derzeit sind rund 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, meinte die Landesrätin Martha Stocker. Aus Afrika und Vorderasien strömen Tausende täglich über die Mittelmeerroute bzw. die Balkanroute zu uns nach Europa. Viele wollen weiter nach Deutschland oder Schweden, rund 800 Flüchtlinge sind derzeit in Südtirol in den verschiedenen Strukturen untergebracht. Luca Critelli, der Abteilungsdirektor im Amt für Soziales, erklärte, dass die Flüchtlinge, die bei uns einen

Groß war das Interesse der Bevölkerung beim Informationsabend im neuen Martinsheim von Mals. Matteo Contegiacomo (im kleinen Bild) aus Bozen wird die Flüchtlingseinrichtung in Mals leiten.

Asylantrag stellen, zuerst rund ein Monat in der Erstaufnahmeeinrichtung in Bozen untergebracht werden und dann an eine der Zweitaufnahmeeinrichtungen im Lande überwiesen werden. Dort bleiben sie rund 15 bis 20 Monate, bis der Asylantrag behandelt wird. In Mals werden vor allem Männer aus Afrika kommen. Nach 15 bis 20 Monaten ziehen viele weiter nach Deutschland oder in eine andere Stadt in Italien, einige werden auch im Vinschgau bleiben und hier eine Arbeit und Unterkunft suchen. In Mals werden die Flüchtlinge im alten Martinsheim (Haus Ruben) untergebracht, sobald die Adaptierung der Gebäude abgeschlossen ist. Die Caritas übernimmt die Führung des Hauses und wie der Caritas-Direktor Franz Kripp mitteilte, wird Matteo

Contegiacomo aus Bozen der Leiter des Hauses. Die Flüchtlinge erhalten 8 Euro Tagesgeld. Jeder Flüchtling muss selber einkaufen und kochen, er wird zum Putzdienst eingeteilt und muss auch Sprachkurse besuchen. In den ersten sechs Monaten dürfen sie nicht arbeiten, später dürfen sie kleine Arbeitsaufträge übernehmen. Michael Peintner, der Caritas Verantwortliche für das Haus Arnika in Meran und Alexander Nitz vom Haus der Solidarität aus Brixen berichteten über die konkrete Arbeit in einer Flüchtlingsstruktur. Es gibt eine Hausordnung, jeder muss um 23 im Haus sein und darf das Haus erst um 6:30 verlassen. Die meisten Flüchtlinge kommen mit wenigen Sachen, viele sind traumatisiert. Neben Sprachkursen, werden auch Einführungskurse in die

Kultur und Gewohnheiten unseres Landes angeboten. Das Zusammenleben ist nach Nitz nicht leicht, aber wenn es Konflikte gegeben hat, dann nicht wegen der unterschiedlichen Religionen oder Kulturen, sondern wegen alltäglicher Dinge. Ein wichtiger Schlüssel für die Integration sind neben der Sprache auch die Arbeit und die Vereine, sowie die Mithilfe der Bevölkerung. BM Ulrich Veith und die zuständige Sozialreferentin Gertrud Telser Schwabl bedankten sich bei der Bevölkerung für die vielen bereits angebotenen Hilfestellungen. Auch in der Diskussion wurde die Bereitschaft für konkrete Hilfen deutlich. Abt Markus Spanier vom Kloster Marienberg kündigte an, eine 80m² große Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie zur Verfügung zu stellen.


24.09.15

Vinschgerwind 19-15

/politik/ 5

Schlanders

Die Gefahrenzone as Gute vorneweg: Man hat vorwärts gemacht in der Gemeindestube von Schlanders und unverzüglich sämtliche Maßnahmen beschlossen. Denn das Thema ist äußerst heikel: Das Franziskusviertel in Schlanders ist erheblich durch Block-, und Steinschlag gefährdet. Die Zone zwischen dem Lyzeum und dem Eingang des Schlandrauntales liegt in der roten Zone des Gefahrenzonenplanes, der seit wenigen Wochen auf dem Tisch liegt. „Rot in einer Zone heißt sehr hohe Gefahr für Mensch und Gebäude“, erklärt Geologin Maria Schmidt, die den Gefahrenzonenplan für die Gemeinde Schlanders ausgearbeitet hat. Hinter dem sperrigen Begriff steht nichts anders als eine Karte, die Gefahren und Risiken identifiziert und die nun Sofortmaßnahmen fordert. Im Fall Franziskusviertel Schlanders sehen diese Sofortmaßnahmen zwei Dämme in der Nähe des Lyzeums, doppelte SteinschlagSchutzzäune, Vernetzungen, Vernagelungen und Veranke-

Foto: Ingenieurbüro Pohl Siegfried

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oben: Bestand: Das Franziskusviertel in Schlanders ist erheblich durch Block-, Steinschlag und Felssturz gefährdet, unten: Neue Ansicht nach den Sicherungsmaßnahmen rungen vor, die den Hang sichern und das darunterliegende Gebiet schützen sollen. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den einstimmigen Beschluss dazu. Bauchweh hat man trotzdem, vor allem deshalb, weil ein Gutteil der für Schlanders typischen Stehlen – ein weltvolles Kulturgut – den Dämmen weichen müssen bzw. von Steinschlagzäunen umzingelt werden. Doch der Schutzgedanke geht vor. Volkmar Mair: „Wir haben da

Schlanders/Laas/Bozen

Meter, der Zweite wird immerhin 55 Meter lang werden. „Wir werden beide Dämme mit versetzten Natursteinmauern verkleiden, damit empfinden wir die Stehlen des Sonnenberges nach“, erklärt Pohl. Rund ein halbes Jahr werden die Arbeiten beanspruchen. Es ist die erste rote Zone, die man in Südtirol angeht. Das Land übernimmt deshalb mindestens 70 Prozent der Kosten. Diese belaufen sich auf immerhin 3,5 Millionen Euro. (ap)

Leserfoto

Das Marmorangebot

Alla Muta?

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LH Arno Kompatscher: Alle Marmorbruchbetreiber sollen über die Straße abtransportieren

lungsversuche gescheitert, auch verschmäht worden. Ob sich das nun ändert, wird sich zeigen: Vergangenen Freitag gab es ein erstes Treffen mit LR Arnold Schuler. Mit Spannung wird indes das Urteil vom Rekurs der Gemeinde Schlanders erwartet. Zur Erinnerung: Im März hat das Verwaltungsgericht die Abbaukonzession von LR Thomas Widmann aus dem Jahr 2013 annulliert, und auch die Genehmigung des Nationalparks für nichtig erklärt. (ap) Foto: Angelika Ploner

s ist ein sehr interessantes Angebot“, nimmt Dieter Pinggera vorweg. Der Schlanderser BM meint damit den jüngsten Vorstoß von LH Arno Kompatscher in Sachen Marmor: Die Straße für alle. Vor dem Hintergrund, dass der Nationalpark Stilfserjoch zum Land übergeht, sollen alle drei Betreiber über die Straße durch den Nationalpark den Marmor abtransportieren können. 10 Euro pro Kilometer soll der Abtransport kosten, rund 12 Kilometer der Straße befinden sich im geschlossenen Nationalparkgebiet, will heißen: 120 Euro pro Abtransport muss jeder berappen. Bisher sind alle Vermitt-

oben Blöcke mit einem Volumen von 150 Kubikmeter und mehr. 2,6 Tonnen wiegt ein Kubikmeter-Block.“ Aufgeschreckt wurde man in Schlanders bereits durch drei Steinschlagereignisse in den vergangenen Jahren: In genau dieser Zone. Siegfried Pohl vom gleichnamigen Ingenieurbüro ist mit dem Projekt betraut worden: „Es ist eine sehr schwierige Lage da, wo wir die Dämme bauen müssen.“ Zehn Meter hoch werden diese, ein Damm misst 95

„Der See der Stummen“ (ital. la muta = die Stumme) Text und Foto: Martin Fliri Dane


6 /Titel/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

„Herrlich trauriger Angstroman“ Literatur hautnah beim Franz-Tumler-Literaturpreis Alle zwei Jahre wird in Laas der Franz-Tumler-Literaturpreis für Debütromane vergeben. Mit dem 5. Mal im heurigen Jahr ist es ein kleines Jubiläum. Mit frischer, zeitgenössischer Literatur, der öffentlichen Debatte über die Romane in einer fachkundigen Jury wird Laas, wird der Vinschgau, für einige Tage mondän.

v.l.: Jurorin Daniela Strigl, Preisträgerin Kristine Bilkau, Bürgermeister Andreas Tappeiner, Landesrat Philipp Achammer, Gemeindereferentin Verena Tröger, Geschäftsführer der Raika Laas Ludwig Platter, Josef Ruffa

von Maria Raffeiner I Fotos: Franz Grassl

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sabells Leiden fesselt das Publikum. Ihre Angst und Anspannung bedrücken. Jemand seufzt. Isabell schreibt sich zur Beruhigung Zettelchen und steckt sie in die Hosentasche: „Meine Hände werden nicht zittern.“ So versucht sie die Unruhe zu steuern, die aufkommt, sobald sie im Orchestergraben sitzt und als Musikerin ihren Beruf ausüben soll. Doch nicht nur dann entgleitet sie sich, auch im Alltag verliert Isabell Halt und sie und ihr Mann Georg werden von existenziellen Ängsten zermürbt. Das klingt höchst aktuell – und doch ist Isabell an diesem Freitag im Laaser Josefshaus nur eine ausgedachte Figur. Am Podium sitzt die 41-jährige Autorin Kristine Bilkau, flankiert von den Juroren. Sicher reiht sie die Worte aneinander, verleiht ihnen durch die Stimme mehr oder weniger Gewicht, streicht mit den Fingerspitzen über die Seiten ihres Romanes „Die Glücklichen“. Der Umschlag des Buches schimmert blau, zwischen den Buchdeckeln steht die Geschichte von Isabell und Georg geschrieben.

Mit ihrem Debütroman wurde die Hamburger Schriftstellerin zum Franz-TumlerLiteraturpreis nach Laas eingeladen. Der Namensgeber Franz Tumler (1912-1998) war ein in Bozen geborener und in Oberösterreich und Berlin wohnhafter Autor mit starkem Bezug zu Südtirol und Laas. Die erste Phase seines Schreibens war von der NS-Ideologie geprägt. Nach 1945 entfernte er sich davon und entwickelte eine neue Art des Schreibens, er zählt zu den Wegbereitern der literarischen Moderne. In den 60er und 70er Jahren war er in Berlin auch Förderer von jungen Schriftstellern. Daran und an seine Verbindung zu Laas und seinen Bewohnern soll dieser Literaturpreis erinnern und zur Förderung von jungen Schreibenden beitragen. Während Kristine Bilkau liest, macht sich die Jury letzte Notizen. Ein Fotoapparat klickt leise, der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige Oberschulklassen nützen die Gelegenheit, jungen Autorinnen zu begegnen. An der Wand lehnt eine großformatige Fotografie, sie zeigt Franz Tumler, er blickt den Betrachter fragend an und zieht an einer Zigarette.

Die Wiener Literaturkritikerin Daniela Strigl hat die Autorin Kristine Bilkau für den Preis nominiert. In ihrem Plädoyer unterstreicht sie die Brisanz der im Roman geschilderten Situationen. „Die Glücklichen ist ein erstaunliches Beispiel für ein sehr düsteres Buch, das keinen hoffnungslosen Eindruck beim Lesen hinterlässt.“, spricht sie ins Mikrofon. Die Autorin schaut gespannt in die Runde, senkt dann wieder den Blick, die


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Juroren hören konzentriert zu. Nacheinander besprechen sie das Werk, Manfred Papst, Journalist aus der Schweiz, zeigt sich von den „Schilderungen der Angst“ beeindruckt. Er bescheinigt dem Roman „Schönheit und Präzision“. Mit einem Winken macht Juror Gerhard Ruiss den Moderator auf seinen Redebeitrag aufmerksam. Die Worte prasseln in großer Geschwindigkeit auf die Zuhörer ein, Ruiss widerspricht den Vorrednern und weist auf die „bejahenden, spritzig-witzigen Elemente“ des Romanes hin. Bei aller Düsternis und Depression habe eine Sinnkrise auch ermutigende Kraft. Dem pflichtet auch Juror Toni Bernhart, Literaturwissenschaftler aus Prad/Berlin, bei. Der Roman sei beides, deprimierend und bejahend zugleich, ein „herrlich trauriger Angstroman“ mit dem Verschwimmen von Wirklichkeit, Möglichkeit und Traum. Der Juror Gregor Sander, Autor aus Berlin, war 2007 mit seinem Erstlingswerk zum Franz-Tumler-Literaturpreis nominiert. Er kennt die Situation des In-derMitte-Sitzens und Geduldig-Zuhörens, was die Fachleute über den eigenen Roman denken. Aufmerksam verfolgt er die Debatte der Kollegen, dann schaltet er sich mit seinen Beobachtungen ein. Die Zuhörer murmeln, als sich die Diskussion etwas zuspitzt, die Juroren sind sich nicht einig, ob und in welchem Ausmaß die Protagonisten in Lügen verstrickt seien. Eine kontroverse Diskussion über die Gegenwartsliteratur scheint dem jungen Saalpublikum zu gefallen. Kristine Bilkau hat die Lesereihe eröffnet, nacheinander folgen die Schriftstellerinnen Sandra Gugic´ („Astronauten“), Petra Hofmann („Nie mehr Frühling“), Margit Mössmer („Die Sprachlosigkeit der Fische“) und Gesa Olkusz („Legenden“). So unterschiedlich wie die gewählten Erzählweisen, Themen und Figuren der Romane sind auch die Anmerkungen der Jury. Es werden Vergleiche mit anderen Werken oder Filmen gezogen, formale und inhaltliche Schwächen und Stärken aufgezeigt, stilistische

Feinheiten nachgewiesen. Großteils zeigen sich die Experten fasziniert von den fünf Romanen, die Debatte bleibt freundlich. Auch am Nachmittag, die Schulklassen sind längst nach Hause, finden sich an die achtzig Literaturinteressierte in Laas ein. Sie applaudieren anerkennend, einige halten die gelesenen Bücher in der Hand, andere kaufen sie sich beim Büchertisch im Foyer. Die Autorinnen signieren und plaudern mit den Anwesenden. Auf dem Weg durch Laas gelangen die Gäste an Geschäften und Lokalen vorbei. In den Schaufenstern entdecken die Autorinnen und Juroren Bilder von sich, Manfred Papst schießt belustigt Fotos. Die Kaufleute präsentieren jeweils eine Person und weisen so auf das Wettlesen in ihrem Dorf hin. Abends füllt sich die profanierte MarkusKirche in Laas. Die Autorinnen schauen erstaunt, als sie die Stühle in der Apsis sehen. „Autorinnen sind doch oft scheue, zurückgezogene Menschen“, raunt eine Finalistin. Eine Literaturbloggerin aus Essen fragt, wie es denn dazu käme, dass dieser Raum für eine Literaturveranstaltung genutzt werde. Ihr Blick schweift über die Fresken und bleibt an der Holzkonstruktion im Dachbereich hängen. Blasmusik hallt durch den Raum, die Klänge vermischen sich mit dem Glockenläuten der Pfarrkirche nebenan. Der Bürgermeister der Gemeinde Laas, Andreas Tappeiner, erläutert den Hintergrund des Literaturpreises, der heuer zum fünften Mal stattfindet. Tappeiner spricht von der organisatorischen Herausforderung und dankt dem Südtiroler Künstlerbund und dem Bildungsausschuss Laas sowie der Referentin für Bildung und Kultur der Gemeinde Laas, Verena Tröger, für die geleistete Arbeit. Dann ergreift Landesrat Philipp Achammer das Wort. Seine Hochachtung gelte den Debütantinnen, die sich mit ihren Romanen an die Öffentlichkeit gewagt haben, und der fachkundigen Jury.

Vinschgerwind 19-15

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Zunächst wird der Publikumspreis bekannt gegeben. Aus mehreren Bibliotheken des Landes sind Stimmzettel nach Laas gelangt und auch das Saalpublikum konnte nach den Lesungen mitentscheiden. „Nie mehr Frühling“ hat die Leserschaft am meisten beeindruckt. Petra Hofmann freut sich sichtlich über die Auszeichnung, die ihr von Raimund Rechenmacher (Verein der Vinschger Bibliotheken) und Margit Kuntner (Bibliothek „Franz Tumler“, Laas) überreicht wird. Sie hält das Bild eines Gehöftes in den Händen, es handelt sich um den Rimpfhof am Vinschger Sonnenberg, dort darf die Autorin zwei Wochen lang wohnen. Schon zum zweiten Mal hat Jurorin Daniela Strigl in Laas den richtigen Spürsinn bewiesen, denn die Entscheidung der Jury fiel auf die von Strigl nominierte Autorin Kristine Bilkau. Sie darf sich über das Preisgeld von 8000 Euro, gestiftet von der Südtiroler Landesregierung, und einen Schreibaufenthalt in Laas freuen und Franz-Tumler-Literaturpreisträgerin nennen. Die Autorin strahlt, als sie die Marmorplatte mit goldener Aufschrift entgegennimmt. Mit klarer Stimme richtet sie einige Worte an die Anwesenden, sie spricht von der Wichtigkeit dieses Literaturpreises, der einerseits die Debütantinnen ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücke und andererseits eine Auseinandersetzung mit dem Namensgeber Franz Tumler anrege. Sein Werk und seine Biographie, die auch dunkle Flecken enthalte, seien so weiterhin präsent. Für einige Minuten gewährt die Gewinnerin noch einmal ein Abtauchen in die Welt von Isabell und Georg, indem sie die ersten Seiten ihres Siegerromans vorliest. Einige Zuhörer nicken anerkennend, viele sind der Einladung in die Markus-Kirche gefolgt. Nach der Veranstaltung tauschen sie sich noch aus, sprechen über die Eindrücke des intensiven Tages voller Geschichten und Bilder. Josef Feichtinger, Kenner der nominierten Romane und selbst Autor, freut sich im Vorbeigehen: „Mein Tipp hat gewonnen!“

unten links: Die internationale Jury, v.l.: Toni Bernhart, Gerhard Ruiss, Gregor Sander, Daniela Strigl, Manfred Papst; Die Publikumspreisträgerin Petra Hofmann; das aufmerksame Publikum während der Lesungen im Josefshaus von Laas


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

von Albrecht Plangger

Unterstützung mit vielen Vereinen

Rom-Infos ins Tal

Helga und Helmut Spiess konnten viele Projekte mit finanzieller Hilfe ihres Heimatdorfes Taufers i. M. in Rumänien, Indien und Nepal aufbauen. Mit dem “Westbound” – Konzert leisten sie in Zusammenarbeit mit vielen Vereinen einen Beitrag für ihr Dorf und unterstützen die Opfer der Brandkatastrophe. Tolle Musik, gute Stimmung, Hotdogs und verschiedene Getränke. Samstag, 26. September, 20.30 Uhr, Schulturnhalle Taufers i. M.; Freiwillige Spende

Netzwerk Wirtschaft Vinschgau - Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Sitzung des Bezirksausschusses Vinschgau des Südtiroler Wirtschaftsringes erfolgte gemäß dem statutarisch geregelten Rotationsprinzip die Übergabe der Bezirkspräsidentschaft. Auf Johann Wallnöfer, Vertreter des Südtiroler Bauernbundes, folgt in Vertretung des Unternehmerverbandes Südtirol Hans Moriggl.

Der neue Bezirkspräsident Hans Moriggl (links) ist stellvertretender Bezirksvertreter des Unternehmerverbandes Südtirol und Seniorchef des Unternehmens Moriggl GmbH; SWR-Präsident Philipp Moser und der scheidende SWR-Bezirkspräsident Johann Wallnöfer

D

er Austausch zwischen den Wirtschaftstreibenden ist auch auf Bezirksebene sehr wichtig. Dadurch können wirtschaftsrelevante Themen aufgegriffen und konkrete Projekte, die die Entwicklung unseres Bezirkes positiv beeinflussen, gemeinsam angeregt und verfolgt werden“, betonte der neue Bezirkspräsident Hans Moriggl in seiner Antrittsrede. Gemeinsam wurden dann auch jene Themen definiert, die der Bezirksausschuss in den nächsten beiden Jahren konkret verfolgen möchte: Die Schaffung von attraktiven Mobilitätslösungen für den Vinschgau, wie beispielsweise die Anbindung an die Schweiz durch die Vinschgerbahn und die Aufwertung der Stilfser Jochs, wurden ebenso genannt wie eine angemessene Verankerung der Wirtschaftsfächer in den Oberschulen und die Arbeitssicherheit. Mit den Vertretern der Wirtschaftskammer Tirol, Bezirksstelle Landeck, soll der regelmäßige Austausch fortgeführt werden. Der scheidende Bezirkspräsident Johann Wallnöfer ging in seinem Rückblick auf die zahlreichen Tätigkeiten des Bezirksaus-

schusses in den letzten beiden Jahren ein. „Mir war es immer ein Anliegen, den Austausch zwischen den lokalen Wirtschaftstreibenden und den Vertretern der verschiedenen Institutionen zu fördern, denn nur durch einen aktiven Austausch kann eine positive Entwicklung stattfinden“, so Wallnöfer. So sind zahlreiche Treffen und Aussprachen mit politischen Vertretern – sowohl auf Landesebene, als auch auf staatlicher und europäischer Ebene - und lokalen Ansprechpartnern der verschiedenen Institutionen organisiert worden. Ein besonders intensiver und regelmäßiger Austausch wurde mit den Wirtschaftsvertretern der Nachbarregion Landeck gepflegt. SWR-Präsident Philipp Moser nutzte den Anlass und dankte dem scheidenden Präsidenten Johann Wallnöfer für seinen Einsatz im Zuge seiner zweijährigen Bezirkspräsidentschaft. „Der SWR bietet den Wirtschaftstreibenden aller Sektoren die Chance, den Austausch zu praktizieren und wirtschaftsrelevante Themen gemeinsam weiterzubringen. Auch auf Bezirksebene wird dies immer wichtiger werden“, ist Moser überzeugt.

Foto: „Wind“-Archiv

der „heiße“ Sommer ist vorbei…. Nun kommt ein ebenso „heißer“ politischer Herbst. Alle wetzen die Messer und machen sich bei der - in die Endphase kommenden Verfassungsreform - wichtig, um den Preis nach oben zu drücken. Viele verlieren keinen Gedanken darüber, jetzt dagegen zu stimmen, obwohl sie vor 6 Monaten schon dafür gestimmt haben. Persönlich bin ich überzeugt, daß die Reform kommt, Ende März endgültig genehmigt und im Spätherbst 2016 dann einer Volksbefragung unterzogen wird. Dazwischen wird gefeilscht, gepokert und viel „Stroh gedroschen“ werden…. Wichtig ist, daß Italien fähig ist, sich zu reformieren. Ob die Reform gut ist wird sich sowieso erst in den Folgejahren zeigen. Neben der Verfassungsreform haben wir uns jetzt in der Abgeordnetenkammer mit einer Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechtes zu befassen. In Zukunft genügt es, unter bestimmten Bedingungen in Italien zur Welt gekommen zu sein, bzw. in Italien die Schule und somit die „italienische Kultur“ kennengelernt zu haben. Angesichts der – durch den Flüchtlingsnotstand – gewaltig veränderten Ausgangssituation, dürfte sich der Ton in der zuständigen Kommission sicherlich verschärfen und die Diskussion zu anderen Ergebnissen führen, als noch vor der Sommerpause für sicher angesehen. Anfangs Oktober werden wir uns dann schon wieder mit dem Stabilitätsgesetz 2016 befassen müssen. Fürs Berggebiet und klimatisch benachteiligte Gebiete sind schon den ganzen Sommer über einige Maßnahmen und deren Haushaltsdeckung in Bearbeitung: Mehrwertsteuer von Pellets zurück auf 10%, Fixgebühr bei landschaftlichen Immobilienübertragungen oder Grundzusammenlegungen auch durch Nebenerwerbsbauern, Festschreibung Steuerguthaben beim Kauf von Heizöl oder beim Anschluß an Biomasse-Fernheizwerke. Daneben gilt es endlich die Geburtenstationen in den periphären kleinen Krankenhäusern, das Landesprojekt „Post zum Land“ und die „reifen“ Durchführungsbestimmungen wie Nationalpark Stilfser Joch und Verwaltungspersonal des Landes- und Verwaltungsgerichts zur Region endlich „in die Scheune“ zu bringen.


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Vinschgerwind 19-15

/Wirtschaft/ 9

Tschengls

Müll vergraben - Staatsanwalt ermittelt ynisch und dreist geht die Fraktionsverwaltung von Tschengls auf der oberen Tschenglser Alm vor: Die Alm ist neu gebaut und an der Außenseite hat man das Schild „bitte die Abfälle ins Tal mitnehmen“ in drei Sprachen angebracht. Was für Gäste gelten soll, gilt nicht für die Almverantwortlichen. Denn die alte Alm ist abgebrochen worden und vor Ort - vermutlich samt Matratzen, Duschkabine, Gasherd, Nägel usw - vergraben worden. Es war der Sonntag, der 30. August 2015, als auf der oberen Tschenglser Alm zuerst mit einem großen Feuer die alte Almausstattung so gut es ging eingeäschert und dann vergraben wurde. Am darauffolgenden Mittwoch erschien im „AthesiaVinschger“ eine Titelgeschichte, in der die Fraktionsverwaltung um Fraktionsvorsteher Christian Tscholl unter anderem wegen der Eigenleistungen einiger Tschenglser beim Neubau der Alm hochgelobt wurde. Mit von der Partie war auch der Laaser ExVizeBM Markus Hauser. Ein Zufall? Wohl kaum. Wenn der Zeitpunkt des Abrisses und des Vergrabens der alten Alm mitgedacht wird. Der dreiste Akt hat den Zimmerer Konrad Blaas mehr als geärgert.

Fotos: Konrad Blaas

Z

links: Die Aufforderung auf dem Schild auf der oberen Tschengleser Alm gilt wohl nur für Auswärtige ; rechts: der Staatsanwalt hat die Stelle, an der die alte Alm stand und samt Inhalt vergraben worden ist, beschlagnahmt Er wurde im „Athesia-Vinschger“ als „Zimmerei-Unternehmer aus Tschengls“ zwar nicht namentlich genannt, aber in Tschengls gibt es nur ein Zimmerei-Unternehmen. Blaas hatte im Vorfeld des Baues auf Ungereimtheiten bei der Ausschreibung hingewiesen und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen „Wettbewerbsverzerrung“ erstattet. Die Voruntersuchungen in dieser Causa laufen noch. Und weil ihm und seiner Familie daraufhin gedroht wurde, hat er zwei Strafanzeigen gestellt.

Waldheim

Und nun kommt das Müllvergraben hinzu. Blaas hat bei den Carabinieri Anzeige erstattet. Der Staatsanwalt hat sofort reagiert und am Montag, den 14. September 2015, die Stelle, an der der Müll vergraben wurde, beschlagnahmen lassen. Die Ermittlungen laufen. Zum Akt des Müllvergrabens kommt hinzu, dass der Abbruch und der Abtransport der alten Alm zu 70 Prozent mit einem Landesbeitrag der Tschenglser Fraktionsverwaltung seit längerem zugesagt ist. (eb)

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10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

Energiegenossenschaft Schluderns, Glurns, Taufers SEG

15 Jahre SEG

Eine Vision ist Wirklichkeit geworden Mit einem „Tag der offenen Tür“ in den Heizwerken Schluderns und Taufers i. M. feierte die Energiegenossenschaft SEG am Samstag, 12. September das 15-jährige Bestehen. Die SEG ist als übergemeindliche Struktur mit 681 Mitgliedern in den Gemeinden Schluderns, Glurns und Taufers i. M. ein Vorzeigemodell für ganz Südtirol. Ein besonderer Dank galt dem Visionär und Kämpfer SEG-Obmann Sigfried Stocker.

v.l. Energie-Pionier Georg Wunderer, Präsident des Südtiroler Energieverbandes Hanspeter Fuchs, SEG- Obmann Sigfried Stocker, LA Josef Noggler und Obmann des SEG-Kontrollausschusses Josef Trafoier

A

m Anfang war die Idee. Und aus dieser Idee wurde vor 15 Jahren ein Vorhaben gestartet, welches von vielen als zum Scheitern verurteilt angesehen wurde. Mit diesen Worten beginnt Sigfried Stocker sein Vorwort in der Festbroschüre, die anlässlich der Feier erschienen ist. Als treibende Kraft hatte Stocker die Gründung der SEG voirangetrieben. Denn er ist der Überzeugung, dass die Nutzung von umweltfreundlicher Energie aus erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse, Sonne, Wind, Biogas und Wasser für die eigenständige Entwicklung der Region von großer Bedeutung ist. Und er kämpfte für die Genossenschafts-Form, die nicht gewinnorientiert wirtschaftet, die den einzelnen Mitgliedern Vorteile bringt und nicht zuletzt Arbeitsplätze vor Ort schafft. Mit 34 Gründungsmitgliedern wurde im Jahr 2000 in Schluderns gestartet. 2001 war Baubeginn. Die einstigen Kritiker wurden eines Besseren belehrt. Die Zahl der Mitglieder stieg ständig an. 2002 kamen Mitglieder aus Glurns und 2007 aus Taufers i. M. dazu. 2008 entstand dort das Heizwerk. Die SEG wurde in der Stromproduktion tätig, ging Kooperation mit der Biogasanlage LSG ein und übernahm die Verwirklichung der „letzen Maile“ des Glasfasernetzes in Taufers und jüngst auch in Schluderns. Mit Stocker

zogen und ziehen die Verwaltungs- und Aufsichtsräte sowie die Beschäftigten der SEG an einem Strang. Stocker dankte allen für das Vertrauen und die Mitarbeit. Die Festredner der Obmann des SEG Kontrollausschusses, Sepp Trafoier, Landesrat Richard Theiner und der Präsident des Südtiroler Energieverbandes Hanspeter Fuchs gratulierten der SEG zur Erfolgsgeschichte und würdigten Stockers Leistung. „Eine Vision ist Wirklichkeit geworden“, so Fuchs. Beifall zollten zahlreicher Gäste darunter der Energie-Pionier Georg Wunderer, der LA Josef Noggler, der VEK Vertreter Alexander Telser, die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden Roselinde Gunsch Koch - Taufers, Ulrich Veith

- Mals, Karl Bernhard - Prad, Hartwig Tschenett - Stilfs. Zur späten Stunde gesellten sich auch die BM`s aus Schluderns und Glurns Erwin Wegmann und Luis Frank dazu. Umrahmt von den Klängen der Obervinschger Böhmischen wurde zünftig gefeiert. Feuerwehrmänner aus Taufers und Schluderns sorgten für Speis und Trank. „Die Kosten der Feier tragen nicht die SEG Mitglieder, sondern dankenwerterweise die Firmen, die mit der SEG in Geschäftsbeziehung stehen“, erklärte Stocker. Sein Leitspruch: „Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern. Weitere Bilder unter www.vinschgerwind.it

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

von Magdalena Dietl Sapelza


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/Wirtschaft/ 11

Müstair/Vinschgau

Laatsch

Studienlehrgang für Material und Form im Handwerk

Gut besuchtes Almfest

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Foto: „Wind“-Archiv

m Kloster Müstair wurde am 12. September das Unterrichtsprogramm des zweijährigen Studienlehrgangs „Konzeptuelle Denkmalpflege“ abgeschlossen. 2 Nordtiroler, 3 Schweizer und 7 Südtiroler haben den praktischen Teil der Prüfung für den Master of Science der DonauUniversität Krems erfolgreich bestanden. Der Studienlehrgang ist eine Kooperation zwischen Josef Perger, der Studienlehrgangsleiter (ganz links) mit der Landesberufsschule Schlan- den Kursteilnehmern, dem Geschäftsführer der Bauhütders, der Bauhütte Müstair und te Kloster St. Johann, Ulrich Veith (dritter von rechts), sowie 3 Dozenten des Lehrgangs der Donau-Universität Krems. Es ist für viele ungewöhn600 Stunden des Lehrgangs ausmachte, lich, dass auch Handwerker ohne Matura beschäftigten sich die Lehrgangsteilnehmer einen Universitätslehrgang belegen und auch mit der Kunst, Kunstgeschichte und ein Masterstudium abschließen können. Kulturgeschichte der Region. Das Ziel des Josef Perger, Dozent für Philosophie an Lehrgangs ist es, die Wahrnehmung und der Universität Innsbruck und Mitglied im Formgebung im Handwerk zu schulen und Forschungsteam Architektur und Entwurf ein unver¬wechselbares Produkt mit einem der ETH Zürich bei Gion A. Caminada, war regionalen Bezug zu schaffen. Die 14-täder Studienleiter dieses Lehrgangs und gigen Unterrichts¬einheiten fanden immer hat in Zusammenarbeit mit der Donauam Freitag und Samstag in Laas, Müstair Universität Krems diesen Masterlehrgang oder Krems statt. Im zweiten Jahr arbeiteten konzipiert. Nach zwei Jahren konnten nun die Teilnehmer vor allem an ihren ganz die ersten Teilnehmer zur praktischen Prüunterschied¬lichen Abschlussarbeiten. Dafung antreten und in einer Ausstellung ihre bei ging es u. a. um die Restaurierung eines Abschlussarbeiten präsentieren. Dieser beKeller¬gewölbes, das Ausarbeiten von konrufsbegleitende Lehrgang hat in erster Linie kreten Ideen für einen Wald¬kindergarten, den Handwerkern den kreativen Umgang die Bestands¬analyse und Restaurierung mit verschiedenen Naturmaterialien aus der eines 500 Jahre alten Specksteinofens oder Region vermittelt und die Möglichkeit geboein Raumkonzept für einen alten Bauernten, unterschiedliche Arbeitstechniken zu hof. Bei der Ab¬schluss¬feier betonten die 6 erlernen. Gearbeitet wurde mit Stein, Glas, Frauen und 5 Männer vor allem die WichtigLehm, Kalk, Gips, Holz, Metall und auch mit keit des Austausches von Ideen und ErfahTextilien. Neben Handwerkern besuchten rungen zwi¬schen den Lehrgangsteilnehauch 2 Kindergärtnerinnen und Personen mern, sowie die Stärkung der Sensibilität aus sozialen Berufen diesen Studienlehrfür das Material, die Gestaltungsmöglichgang. Ergänzend zur praktischen Ausbilkeiten und den Bezug zur Landschaft. (hzg) dung, welche rund die Hälfte der insgesamt

Foto: Heinrich Zoderer

I

as Almfest in Laatsch erfreut sich jährlich zunehmender Beachtung. Heuer kamen am 6. September 2015 viele Besucher, um mit den Mitgliedern der Alminteressentschaft Arunda den abgelaufenen Almsommer und die Almprodukte zu feiern. „Es war eine guter Sommer“, sagt der Obmann der Alminteressentschaft Albert Hutter. Der Fraktionsvorsteher Paul Erhard hat die 50 Melkkühe und die 85 Stück Galtvieh ohne Schaden als Hirte durch den Sommer geführt und die junge Sennin Anna Seidl aus Matsch hat einen super Käse hergestellt. Der Almabtrieb erfolgte mit dem Einzug der geschmückten Wägen, dieses Jahr noch mit der Musikkapelle Schluderns. Mittlerweile ist der zum 14. Mal veranstaltete Almabtrieb mit angeschlossenem Almfest zu einem wahren Besuchermagent herangewachsen. „2001 haben wir beim Platzl beim Mala-Peppi klein angefangen“, erinnert sich Hutter. Mit 1937 Litern Milch ist eine Kuh von Arthur Bertagnolli Maßprodlerin geworden,

Alt-LH Luis Durnwalder, Albert Hutter und Sepp Noggler die Kuh von Friedrich Moriggl erreichte Platz 2 und Hutter-Freund Sepp Noggler hatte die 3. beste Kuh während der 12 Wochen auf der Laatscher Alm. Als Ehrengast konnte Hutter Alt-LH Luis Drunwalder begrüßen und im Namen der Alminteressentschaft wurde Durnwalder für das „Wohlwollen für’s Dorf“ ein Aufenthalt auf Maseben mit Familie geschenkt. (eb)


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24.09.15

Wind - Klick-Tipps

Septemberende

Klarnamen

Nun hängt die letzte Palabir am Aste, Jetzt Palabirdieb, setz dich jetzt hin und raste. Martin Fliri Dane, Taufers i.M.

Dart ist kein „Sport“ in Glurns

von Roland Sprenger, Online-Berater

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n den letzten Wochen und Monaten hört und liest man immer wieder den Begriff “Klarnamen”. Der “Klarname” einer Person ist der amtliche Name, der auch im Ausweis und in anderen Dokumenten steht. In den verschiedensten Portalen im Internet werden aber in Profilen oder Kommentaren oft anstatt des offiziellen Namens, Pseudonyme oder Abkürzungen verwendet. Der jeweiligen Nutzer glaubt dadurch eine gewisse (oft auch vermeindliche) Anonymität zu erreichen und manchmal wird mit teils abfälligen oder beleidigenden Posts und Kommentaren, die Gürtellinie deutlich unterschritten. Da man beim Anlegen eines Profils im Regelfall “Vorname” und “Nachname” eingeben muss, macht man mit Abkürzungen oder Pseudonymen eigentlich “Falschangaben”. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, daher versuchen immer mehr Portale eine Klarnamen-Pflicht einzuführen. Bekanntester Fall ist Facebook, welches damit begonnen hat, Profile die keinen Klarnamen aufweisen, zu löschen, auch wenn diese unter Umständen als AdminKonto einer UnternehmensSeite genutzt werden. Oftmals werden Nutzer von Facebook auch aufgefordert eine Kopie des Ausweises oder eines anderen Dokuments zu senden, dadurch kann die Identität der Nutzer überprüft werden. Fazit: Am besten ist es, sich online so zu verhalten, dass man auch im Internet mit ruhigem Gewissen seinen “echten” Namen angeben kann.

Seit einiger Zeit haben wir 5 „Glurnser“ entschieden wir möchten eine Dartmannschaft gründen und bei den Mannschaftsmeisterschaften, organisiert vom Dartverband – FEDI, mitspielen. Für die Verwirklichung dieses Vorhabens braucht es zum einen Geld für Anmeldung und Sportgeräte und zum zweiten ein Lokal für die Ausübung. „Die Anmeldung und sämtliche finanzielle Lasten übernehmen wir selber und die LEERSTEHENDE (mit wenigen Ausnahmen) Glurnser SPORTBAR wäre für unsere Zwecke ideal“. So dachten wir zumindest. Die Sportbar wäre dann am Mittwoch für Training und jeden zweiten Freitag für Heimspiele nicht mehr LEERSTEHEND. Alles kein Problem? Nicht in Glurns, Dart hat mit dem Sportverein nichts zu tun so die Begründung

der Abweisung des Gesuches für die Benutzung der Sportbar. Als ich die Antwort des Ausschusses des Sportvereins Glurns hörte war ich sehr verwundert darüber: Eine leerstehende Räumlichkeit für sportliche Zwecke zur Verfügung zu stellen liegt nicht im Interesse des Sportvereins Glurns? Das wollte ich nicht glauben und habe mich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Glurns, die Eigentümer der Sportanlage ist, getroffen. Dieser bot uns an, wenn wir einen Dartverein gründen dann kann uns die Stadtgemeinde eine Räumlichkeit zur Verfügung stellen. Da die Gründung eines Vereins aus bürokratischen und zeitlichen Gründen nicht machbar ist, müssen wir dieses Angebot ausschlagen. Enttäuscht stellen wir fest, dass die Arbeit die man für einen Verein getan hat, nichts zählt. (ehemalige Fußballjugendtrainer, aktive Mitglieder im Sportverein, freiwillige Helfer bei unzähligen Veranstaltungen....). Vielen Dank SPORTVEREIN GLURNS, weiter so! Christandl Peter, Mirko de Bon,

Karabacher Stefan, Christandl Michael, Karabacher Jürgen, Glurns

Staatenorchester Mit seinen 203 Hektar ist das Fürstentum Monaco nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Erde. Von der Gesamtbevölkerung sind 78 Prozent Ausländer ohne monegassischen Pass. Als einziges Land der Welt unterteilt Monaco seine Bevölkerung in drei Kategorien: gebürtige Monegassen, Landeskinder (enfants du pays) und wohlhabende Ausländer. Jährlich beantragen mehr als 500 Personen die monegassische Staatsbürgerschaft. Die Entscheidung über Zuteilung und Ablehnung der monegassischen Staatsangehörigkeit obliegt ausschließlich Fürst Albert II. Auch deshalb ist es ein ungenügender Verdienst, die Thematik doppelte Staatsbürgerschaft mit Vorurteilen gegenüber einer nationalen Zugehörigkeit zu überhäufen, welcher allein darauf abzielt die Nachteile den Vorteilen aufzuwiegen. Weithaler Dietmar, Partschins

Nachgedacht von Don Mario Pinggera

Europa ist derzeit etwas aus den Fugen geraten. Es ist in der Tat unruhig. Zunächst beunruhigten die Ereignisse um Griechenland, welche aber bald durch die Tragödien um die vielen Flüchtlinge in den Hintergrund traten. Das Thema Flüchtlinge polarisiert: Oft ist der Vorwurf zu hören, dass sowieso alles „Wirtschaftsflüchtlinge“ seien und deshalb nur wegen des Wohlstandes zu uns drängen. Vorsicht: In Syrien herrscht Krieg, und das seit Jahren. Fast niemand erwähnt, dass sich bereits über eine Million Flüchtlinge im Libanon oder der Türkei befinden. Schon seit längerer Zeit. In Ländern wie z.B. Albanien herrscht immer noch die „Blutrache“. D.h., wenn sich eine junge Frau aus einem strenggläubigen muslimischen Elternhaus mit einem Nichtmuslim liiert, hat sie zwei Möglichkeiten: Entwe-

der vorher auswandern, oder sie wird liquidiert (z.B. vom Vater oder Bruder). Solche und ähnliche Zustände gibt es übrigens auch im Berliner Stadtteil Neukölln. Wer darüber mehr wissen will, dem seien die teils erschütternden Bücher des zuständigen Berliner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky wärmstens empfohlen. Wir können uns selbst die Frage stellen: kann man von vor allem jungen Menschen ernsthaft erwarten, in solchen Ländern auszuharren, ohne jegliche Perspektive? Deshalb sind derzeit so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Auch die internationale Politik, die der EU natürlich eingeschlossen, scheint vor dem Krieg in Syrien längst kapituliert zu haben. Zu viele Interessen überschneiden sich, Waffenlieferungen eingeschlossen. Da wird, wie das Sprichwort sagt, eine Krähe der anderen kein Auge aushacken. Glücklicherweise werden die mutigen Bürgerinnen und Bür-

ger immer mehr, die anpacken, in Österreich, Deutschland, der Schweiz und anderswo. Räumlichkeiten werden frei gemacht, Lebensmittel geteilt, mit Kleidern wird ausgeholfen. Zahllose erteilen Deutschunterricht. Das Wichtigste überhaupt – ohne Sprache keine Kommunikation. Im Idealfall wurde schon der eine oder andere Arbeitsplatz mit einem qualifizierten Asylanten besetzt (die Erfahrung durfte ich selbst schon machen!). Brennende Asylantenheime wie in Deutschland sind mehr als ein Armutszeugnis, abgewiesene Flüchtlinge an den Grenzen ebenfalls. Wir als Christinnen und Christen sollten immer Weihnachten vor Augen haben. Die Heilige Familie ist auf der Flucht. Wie die vielen Menschen jetzt auch. Wie heisst es beim Evangelisten Markus: Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. (Mk 9,37).


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/Impressionen/ 13

Das Haus auf dem Mond. Einer meiner Kindertr채ume war, in einem Haus auf dem Mond zu wohnen. Das ist mir nicht gelungen, aber wenigstens habe ich ein Haus auf dem Mond fotografiert... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

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..zum Rücktritt der VizeBMin Frau Reinstadler Astrid hat den schon des öfters von ihr angekündigten Rücktritt als Referentin und Bmstv.in, zu unserer aller Überraschung im Ausschuss, doch eingereicht. Im Namen der Bevölkerung von Schluderns danke ich ihr für die geleistete Arbeit. Mir wurde von A. Reinstadler vorgeworfen, mich nicht an die Vereinbarungen des Ausschusses gehalten zu haben, und die vielen Alleingänge. Dazu Folgendes: - die von der Mehrheit erwirkte vier Listen bzw. Parteien – Koalition verpflichtete sich zu vollständiger, ehrlicher Offenheit gegenüber den Bürgern und zum Grundsatz, die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in die Entscheidungsfindungen einzubinden:“ wie kann man von Alleingängen sprechen, wenn alle vier Listen/Parteien jeweils im Ausschuss, in den Ratskommissionen, in allen Arbeitsgruppen usw. vertreten sind….?! meint sie vielleicht dies als Alleingang, als ich die Bürgerversammlung VOR einer wichtigen Beschlussfassung im Gemeinderat einberufen habe, anstatt sie wie gewollt DANACH abzuhalten, ist das Transparenz? - ein Gemeindeausschuss, in dem alle Listen/Parteien vorhanden sind und bei einer Abstimmung dieselbe Gewichtung haben, befindet sich im Besitze derselben, einheitlichen Informationen/ Auskünfte usw. wie alle Ausschussmitglieder …‚vorausgesetzt jemand ist nicht zu oft abwesend…!‘ - ob schlussendlich Mitglieder der Arbeitsgruppen mit mir gut oder schlecht zusammenarbeiten konnten, sollte jedem Mitglied selbst überlassen werden, darüber zu entscheiden… …somit ist meine Sichtweise zu den Anschuldigungen von Frau Reinstadler vorerst für mich ausreichend dargestellt. Erwin Wegmann

Christian Stecher - Werkschau Die Ausstellung „Panorama“ von Christian Stecher ist vom 27. September bis zum 31 Oktober in Schloss Kastelbell zu sehen. Öffnungszeiten:14-18 Uhr DiSa; 11-18 Uhr sonn- und feiertags. Die Werkschau bildet einen Querschnitt der Arbeiten von Christian Stecher. Groß- und Kleinformatiges auf Papier und Leinwand; Malerei, vereinzelte Collagen, Zeichnungen; in Kohle, Druckerschwärze oder Graphit.

Partschins fließt... Töll/Partschins/Rabland - Drei Brunnen in drei Dörfern: Gemeinsam mit mehreren Vereinen aus dem Gemeindegebiet hat der Bildungsausschuss von Partschins Treffen und Gespräche an Brunnen veranstaltet. Unter dem Motto „Partschins fließt...“ fand die Veranstaltungsreihe große Beachtung. von Erwin Bernhart

D

er Künstler Matthias „Hiasi“ Schönweger stellte mit einer Performance am Weirachtrog auf der Töll das Wasser und die Brunnen in den Mittelpunkt. Zu diesem viel beachteten, zum Schmunzeln anregenden auch irritierenden künsterlischen Geschehen fanden viele Leute am 26. August 2015 den Weg zum Vertigner Buschen. Schönweger malte ein Aquarell, spielte mit der Aussage „Das Boot ist voll“ auf die derzeitigen Migrationen an, machten aus dem „Wasserfall“ eine Wasserfalle und vieles mehr. Schönweger ist ein WortKünstler, der Begriffen und Zusammenhänge mit nur einer kleinen Veränderung, des bestimmten Artikels etwa, eine völlig neue Bedeutung geben kann. Die Präsidentin des Bildungausschusses Partschins, Hanni Laimer Schönweger, war über den Zuspruch bei der Eröffnung sehr erfreut. Die Musikgruppe „Zielergluat“ streute Musikstücke in die Gruppe und Diskussionen ergaben sich bei anschließender Marende bei Hermann Schönweger im Buschenschank. Am 1. September bereiteten die Bäuerinnen von Partschins mit Speckbrettl und die FF Partschins mit Sonnenschutz Bewohnern des Seniorenheimes und Interessierten einen gemütlichen Rahmen für Gespräche am Kaltenbochertrog im Oberdorf. Geschichten über „oxnige“ Kühe am Brun-

Aquarelll mit Brunnenwasser: Matthias Schönweger entlockt Brunnen und Wasser neue Bedeutungen

nen, über das Wäschewaschen, über Wasserholen... Auch über das Hineinfallen eines Kindes in den Waal. Die Partschinser Senioren ließen sich nicht lange bitten, Erfahrungen, Lustund Leidvolles nach dem Motto „Woasch nu friar...“ zu erzählen. Musik von Hubert und Ulli beflügelten zu Gesang. Mit Bildern von mehr als 20 Brunnen und Trögen aus dem Gemeindegebiet wurde die Bedeutung der Brunnen eindrucksvoll dokumentiert. Der Verein für Heimatpflege hatte diese Veranstaltung ermöglicht und dessen Vorsitzende Hanni Laimer wies auf die Verwendung des Troges hin, der einem Neubau

und der Neugestaltung des unteren Platzls weichen musste. Der Kirchenchor St. Jakob Rabland und die Rablander Schützen brachten eine besondere Stimmung zum Jakobsbrunnen am Kirchplatz von Rabland am 6. September. Der Chor ließ Wasserlieder erklingen, die Schützen sorgten für ein herzhaftes Frühstück. Der Künstler Friedrich Gurschler erläuterte den von ihm gestalteten Jakobsbrunnen - einer das Leben versinnbildlichen Lotosblüte aus Granit. Auch Gurschlers Erläuterungen seiner Werke in der ChristkönigPfarrkirche fand große Beachtung.

Foto: Erwin Bernhart

Stellungnahme

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24.09.15

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Schlanders

/Lokales/ 15

Schlanders

Die Genussmeile

Großes Interesse für Ausstellung

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er Erfolg blieb aus, die Veranstaltung selbst hinter den Erwartungen. Nur wenige fanden am vergangenen Wochenende den Weg in den Plawennpark in Schlanders. Hier reihten sich Büffelmozzarella an Scamorza, Foccaccia an Tarralli. Der Balsamico-Essig stand einträchtig neben dem kaltgepressten nativen Olivenöl und Bomboloni und Cassata gesellten sich zu sizilianischem Käse und sizilianischer Wurst. Der Name verriet es bereits: Der Genuss stand im Mittelpunkt der ersten sogenannten Genussmeile in Schlanders im Plawennpark. Rund 15 Aussteller aus verschiedenen Regionen Italiens sollten

sich einfinden, um typische italienische Produkte zum Verkosten an- und feilzubieten. Von den angekündigten Ausstellern kamen nur rund die Hälfte. Romano Cavini, der Organisator der „Via dei sapori“ sagte bei der Vorstellung: „Für zwei Dinge ist Italien weltbekannt: Für die Kunst und für die Küche.“ Veranstaltungen dieser Art hat Cavini in Italien bereits einige organisiert und abgehalten. Die Idee dahinter ist, die Sinne der Gäste für die Küche – die Gastronomie – Italiens zu schärfen. Potential hätte die Veranstaltung zweifelsohne. Drei Filme, zusammengefasst unter dem Namen „La Val Venosta e i suoi

tesori“ flankierten das kulinarische Angebot am ersten Tag der Veranstaltung, am Freitag, den 18. September: Ein Beitrag widmete sich dem Mann aus dem Eis, der zweite den Kirchen im Vinschgau und der dritte den Waalwegen. Ob die „Via dei sapori“ auch in Zukunft ihren Weg nach Schlanders finden wird, bleibt dahingestellt. Karin Meister, die Marketingleiterin in Schlanders sorgte bei der diesjährigen Genussmeile jedenfalls für den gebührenden Auftritt, die – ganz nebenbei erwähnt – für die Referentin Dunja Tassiello gleichbedeutend mit der Expo in Mailand zu sehen ist, nur eben kleiner. (ap)

Foto: Leonardo Pellisetti

Große Erwartungen setzten die Organisatoren in die erste Genussmeile, die in Schlanders am vergangenen Wochenende stattfand: Der Erfolg blieb aber aus

lle drei sind Autodidakten, und alle drei lassen sich von der Natur und der Landschaft - ein stückweit auch vom religiösen Glauben - inspirieren. Hubert Piccolruaz (im Bild r.), Christine Wielander Schuster (Mitte) und Herbert Tappeiner (im Bild l.) stellen derzeit ihre Werke in der MittelpunktBibliothek Schlandersburg aus. Nicht nur Bilder schmücken die Steinmauern der Bibliothek, auch Ikonen von Piccolruaz. Viel Interesse haben die Eröffnungsfeier am 5. September und die darauffolgenden Ausstellungstage geweckt: Ausdruck einer besonderen Wertschätzung für die drei Schlanderser Künstler. Harmonie strahlen die Bilder aus, harte Konturen dominieren hingegen bei den Kohlezeichnungen. Es sind Bilder für die Sinne, und: Unikate. Die Ausstellung ist noch bis morgen, den 25. September geöffnet. (ap)

Allitz/Innsbruck

Gratulation an Walter Pircher

Foto: „Wind“-Archiv

Verdienstmedaille für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Fraktion Allitz, entgegennehmen. Er war unter anderem 33 Jahre Kommandant der FF Allitz, Gründungsmitglied der Südtiroler Bauernjugend Ortsgruppe Allitz, Funktionär der Alpe Laas und viele Jahre arbeitete ehrenamtlich bei der Höfekommission. Vom Jahre 1987 bis 1999 war er Obmann des Bauernbundes Ortsgruppe Allitz. Zu seiner Auszeichnung gratuliert ihm die FF Allitz.

Am 15. August dem Hochunserfrauentag werden in der Hofburg in Innsbruck die Verdienstkreuze und Verdienstmedaillen des Landes Tirols vergeben. Walter Pircher (Foto dritter v. links) langjähriger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von Allitz konnte die

Südtiroler KULTURinstitut Maxim Gorki Theater Berlin Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen ⋅ Theatergastspiele Fürth Der Weibsteufel ⋅ Staatstheater Kassel Drei Mal Leben ⋅ Stadttheater Ingolstadt Die 39 Stufen Karten bei Athesia-Ticket und www.kulturinstitut.org Gefördert von

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Saulus zu Paulus

§ Herilu - auf ein Neues!

Mit Freuden nehmen wir zur Kenntnis, dass sich der Herr Ltabg. Noggler Josef um die Anwendung von Pestiziden nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch im privaten Bereich Sorgen macht. Wie Recht er hat, ersieht man auch am Ergebnis einer groß angelegten Meta-Analyse, die soeben am EASD Kongress in Stockholm vorgestellt worden ist und an der 66.714 Testpersonen beteiligt waren: Der Kontakt mit jedem Typ von Pestizid erhöht das Risiko um 61% an Diabetes zu erkranken. Frauen, die während einer Schwangerschaft Pestiziden ausgesetzt sind, haben sogar das nochmals 4,4-fache höhere Risiko an Schwangerschafts-Diabetes zu erkranken. Nochmals herzlichen Dank an Herrn Noggler für die Sensibilisierung zum Thema „Pestizide“. Hoffen wir, dass seine begonnene Wandlung vom Saulus zum Paulus nachhaltig ist und reiche Frucht trägt. Johannes Fragner Unterpertinger für das Promotorenkomitee für eine pestizidfreie Gemeinde Mals

Vor kurzem hat sich das Verwaltungsgericht in Bozen neuerlich mit dem Einkaufszentrum Herilu in Latsch befasst. Anlass dafür war dieses Mal der Raumordnungsvertrag mit der Gemeinde, mit welchem sich Fuchs Heinz durch Bezahlung von 250.000 Euro von der Verpflichtung freikaufen wollte, die Hälfte des Areals, auf welchem das Herilu steht, für die Errichtung von Sozialwohnungen abtreten zu müssen. Dazu muss man wissen, dass es ausgerechnet die jetzigen Betreiber des Herilu waren, die vor ca. 20 Jahren die Ausweisung auf dem Gelände der früheren „Fuchs-Säge“ einer Wohnbauzone beantragt hatten. Auf der für den freien Wohnbau bestimmten Fläche errichteten sie das Einkaufszentrum, der Bau der Sozialwohnungen ließ dann allerdings auf sich warten. Um das Jahr 2005 erhielten sie für die Eröffnung des Herilu eine Teilbenützungsgenehmigung, die allerdings mit der Auflage verbunden war, die Sozialwohnungen auch zu bauen. Seither ist viel Wasser in die

Leserbrief

Aus dem Gerichtssaal

heitssatz. Dieser besagt, dass tatbestandlich Gleiches auch rechtlich gleich zu behandeln ist. Für eine öffentliche Verwaltung bedeutet die Bindung an den Gleichheitssatz, dass sie sich selbst an das Gesetz halten muss und auch ihr Ermessen nicht willkürlich ausüben darf. Auf den konkreten Fall übertragen hätte die von der Gemeinde akzeptierte Möglichkeit, sich von gesetzlich auferlegten Verpflichtungen freizukaufen, eine verheerende Signalwirkung. Denn dann müsste man sich fragen, ob in Latsch die altrömische Redensart gilt, wonach:“quod licet Jovi, non licet bovi“, die man frei etwa so übersetzen könnte: Wer sich an das Gesetz hält, ist ein Ochse! Es liegt nun am Bürgermeister, das Vertrauen der Bürger in das rechtsstaatliche Handeln der Verwaltung nicht zu enttäuschen und auf Einhaltung der Auflagen der Benützungsgenehmigung zu bestehen, notfalls durch deren Widerruf. Auf ein Neues! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Etsch hinuntergeflossen. Fuchs Heinz machte seinem Namen Ehre und brachte im Gemeinderat eine Mehrheit zustande, welche bereit war, auf seinen Vorschlag einzugehen, die Bindung als gefördertes Bauland aufzuheben und dessen Umwidmung als Erweiterungsfläche für das Herilu zu gestatten. Der „Handel“ wurde jedoch von der Landesregierung abgelehnt, gegen deren Beschluss das Verwaltungsgericht bemüht wurde, welches nun die Entscheidung des Landes bestätigte. Und damit wäre der Ball wieder in der Gemeindestube von Latsch. Die Idee, ein zwingendes Landesgesetz durch einen Urbanistikvertrag „auszuhebeln“, stammt wahrscheinlich aus „Fuchs’ens Küche“ und ist Ausdruck von schöpferischer Phantasie. Doch dass die Gemeinde auf dieses „unanständige“ Angebot eingehen wollte, zeugt von unterentwickeltem Rechtsempfinden. Denn ein fundamentaler Grundsatz aller europäischen Verfassungen ist der Gleich-

Schlanders/Vinschgau

b 1. Oktober 2015 wird in den Reihen des Weißen Kreuzes auch im Vinschgau ein organisatorischer Leiter (ORG) für Rettungseinsätze operativ sein. Landesweit ist das bereits der Fall. 12 Freiwillige vom Weißem Kreuz Schlanders haben dazu eine Spezialausbildung bei Fortbildungskursen absolviert. Aufgabe des organisatorischen Leiters ist die Koordination eines Rettungseinsatzes und die organisatorische Unterstützung des leitenden Notarztes. Der ORG wird um einige Beispiele zu nennen bei Evakuierungen, länger währenden Einsätzen, Bränden etc. ausrücken. Vor allem ist eine solche Koordination bei MANV (bei einem

links: die gut erkennbare ORG-Weste; rechts: Alexander Peer ist Leiter der ORGGruppe in der WK-Sektion Schlanders Massenanfall von Verletzten, der ab 5 Verletzte gegeben ist) zweckmäßig und ein organisatorischer Fortschritt. Bislang hat der ersteintreffende Rettungswagen den Einsatz koordiniert. Ab 1. Oktober soll dies der „organisatorische Leiter“

übernehmen, der mit eigenem, mit Funkgeräten, Defibrillator, Rettungsrucksack, Dokumentationsunterlagen speziell ausgerüstetem Fahrzeug (blaugelb-karierte Beklebung) und eigener, gut erkennbarer Weste ausrücken wird. Der organisato-

Fotos: „Wind“-Archiv

„ORG“ koordiniert Rettungseinsätze A

rische Leiter ist das Bindeglied zwischen der Notrufzentrale 118 und den vor Ort operierenden Rettungsdiensten. Für den Vinschgau, von Reschen bis Staben, ist der Hauptstützpunkt der organisatorischen Leiter in der Sektion Schlanders. Leiter der ORGGruppe ist Alexander Peer. „Für den Rettungsdienst ändert sich nichts“, sagt Peer. Die Qualität der Einsätze könne gesteigert werden. Auch die Vorbereitungen und die Koordination für Großveranstaltungen könne so in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Rettungsorganisationen optimiert werden. Der ORG-Einsatz ist mit den Freiwilligen 7 Tage die Woche und 24 Stunden einsatzbereit. (eb)


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/Menschen/ 17

„Deis Unglück hot ma olm in Kopf“ von Magdalena Dietl Sapelza

I

m Mai 2003 sind Planierarbeiten nahe dem Tumpschinhof im Gange. Während Sepp mit der Schaufel hantiert, startet der 12-jährige Enkel Michael den Traktor. Kurz darauf steigt er ab, um einen Stein zu entfernen. Das schwere Gefährt schlittert. Der Junge gerät unter die Planierschaufel. Sepp eilt herbei, doch er kann nicht mehr helfen. Sein Enkel ist tot. „Deis Unglück hot ma olm in Kopf“, sagt Sepp. Er macht sich große Vorwürfe. „I hatn nit olloan lossn terft.“ Michael wollte eines Tages Bauer auf dem Hof werden und war der ganze Stolz seines Großvaters. „Ma konns nit ändern, ma muaß schaugn, dass es weitergeat“, meint er. Sepp verbrachte seine ersten Lebensjahre auf dem Schlosshof bei Matsch, den seine Eltern vom Grafen Trapp gepachtet hatten. Er war der älteste von neun Kindern. Wenn der Graf zu Besuch kam, versteckten sie sich, denn der hohe Gast sollte die ärmlichen Kleidern nicht sehen. Jede Lire wurde gespart, um einen eigenen Hof kaufen zu können. Nach Vermittlung des legendären Pfarrers Anton Reisigl ersteigerte der Vater 1936 den Tumpaschinhof um 15.000 Lire. Das Gebäude befand sich in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach war undicht und die Stallmauern mussten gestützt werden. Der Vater begann mit den notwendigen Renovierungsarbeiten. Sepp half überall mit, im Stall, auf den Feldern, als Hirte. Für den Weg zur Schule benötigte er eine dreiviertel Stunde. Oft kam er zu spät. „Norr hot`s fa dr Walschlehrerin 10 Potzn af di gfrorenen Händ gebm“, klagt

er. Vom aufgezwungenen Italienisch-Unterricht blieb nicht viel hängen. Die Kinder wehrten sich dagegen. 1939 optierten Sepps Eltern für Deutschland. „Selm isch a Propaganda gweesn, unt olle hoobm gmoant, in Deutschlond fliagn oam di brotntn Vögel in Mund inni“, erinnert er sich. Italienische Beamte schätzten den Hof für den Verkauf. Doch Sepps Familie wartete ab. Der Krieg stoppte schließlich die Auswanderung. Kurz darauf musste der Vater einrücken und Sepp übernahm zusammen mit der Mutter und den Geschwistern die Geschicke auf dem Hof. Im April 1945 wurde auch er zur SED-Wache gerufen. Eine Woche lang bewachte er das Kraftwerk St. Anton bei Bozen, und eine Woche lang war er bei Schloss Annaberg stationiert. Danach war der Krieg zu Ende und er kehrte heim. „Di Noat isch groß gweesn, obr miar afn Hof hobm zumindest z`essn kopp“, erzählt er. Jedes Teil eines geschlachteten Tieres wurde damals verwendet. „Ocht Tog long hotts olm lai mea Broatpfarflsupp geebm“, lacht er. Als Ältester übernahm Sepp den Hof. Seine drei jüngeren Brüder wanderten in die Schweiz beziehungsweise nach Lichtenstein aus. Die vier Schwestern heirateten und zogen weg. Sepp fand sein Glück mit der neun Jahre jüngeren Maria Heinisch. Mit dem klapprigen Traktor brachte er sie nach der Hochzeitsfeier in Matsch zum Hof. Sie schenkte ihm fünf Kinder. „Oa Bua isch seit dr Geburt inser Sorgenkind“, bekennt er. Die Familie lebte sparsam. Nach und nach sanierte Sepp den Hof und richtete Ferienwohnungen ein. Sein Bruder baute in unmittelbarer Nähe zum Hof ein Haus, das Sepp später

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Der Altbauer Sepp Kofler lebt seit seinem siebten Lebensjahr auf dem Tumpaschinhof im hinteren Matschertal. Der humorvolle Senior erzählt gerne, von den „Patzen“ in seiner Schulzeit, von schwerer Arbeit, von Sparsamkeit und von seinem größten Schicksalsschlag, dem Unfalltod seines Enkels.

Josef Kofler, bekannt als Tumpaschin Sepp, Jahrgang 1929, Matsch: „Gelt hoobmer weani kopp. S` Viech af dr Olp isch dr Geltbeitl fa di Baurn gweesn“ auch übernahm und an Gäste vermietete. Heuer steht dieses erstmals leer. „Di Bürokratie gib oam in Rest“, betont er Sepp war 51 Jahre lang aktives Mitglied der Musikkapelle Matsch. Er liebte die Geselligkeit. Mit dem Traktor fuhr er zu den Proben genauso wie zu den Märkten im Tal. „Pan Gollimorkt hot ma di Genossenschafts-Stier ausghandelt“, sagt er. „Denn friaer isch ma in gonzn Wintr mit di Kia zun Stier unterwegs gweesn.“ 1991 übergab Sepp den Hof an Sohn Alfred. Dieser ließ sich mit der Familiengründung Zeit und Sepp befürchtete schon,

dass es auf dem Hof kein Kinderlachen mehr geben würde. Doch es kam glücklicherweise anders. Mit den drei Enkelsöhnen ist es lebendig geworden. Sepp hilft mit sogut er kann. „Eppas muas ma tian“, meint er. Bei der Feldarbeit ist er nur noch selten zu sehen. Oft sitzt er auf der Bank vor dem Haus und schaut auf die planierte Wiese. Dann denkt er an Michael und an den tragischen Unfall. Er fragt nach dem Warum und bekommt keine Antwort. Er versucht sich zu trösten: „Wenn`s Unglück will, derstellt ma`s nit aus, obr olz muas weitr gean.“


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Alles Wild – Latscher Waldele mit Kulinarik & mehr: 26. und 27. September in Latsch Highlight Modeschau: 26. September um 20 Uhr auf dem Lacusplatz in Latsch Am Samstag, den 27. September haben die Geschäfte in Latsch von 9 - 12 und auch am Nachmittag von 15 - 18 Uhr geöffnet.

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20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 19-15

Am 4. Dezember 1865 starb Adolph Kolping in Köln. Somit ist das heurige Jahr 2015 ein Gedenkjahr aus Anlass seines 150. Todestages. Wir versuchen in diesem Jahr die Person Adolph Kolpings besonders in Vordergrund zu stellen. Dabei wird versucht, durch Aktionen und Veröffentlichungen den Bekanntheitsgrad unseres Verbandsgründers Adolph Kolping zu vergrößern und das Wissen um sein Leben und Werk und damit die Identifizierung mit dem Gründer unseres Verbandes auszubauen. Schon seit vielen Jahrzehnten wird der 4. Dezember als Kolpinggedenktag gefeiert. Heuer aus Anlass der 150. Wiederkehr seines Todestages, in besonders festlicher Form. Feiern und Feste sind feste Bestandteile im Gemeinschaftsleben einer Kolpingsfamilie. Sie bieten dem Einzelnen Kommunikationsund Kontaktmöglichkeiten, Begegnung und Unterhaltung. Ich denke heute noch ist es gut in unseren Kolpingsfamilien, auch in unserem Verband Kolping Südtirol, den Kolpinggedenktag - besonders heuer - zu feiern. Ihn zu einem Höhepunkt im verbandlichen Leben werden zu lassen. So soll dieser Gedenktag zu einem Fest am 4. Dezember werden: am Nachmittag in Brixen, wo wir uns mit Adolph Kolping und seinem Werk beschäftigen und zwar zum Thema „Adolph Kolping – Gerechtigkeit statt Almosen“. Der Journalist und Kolpingexperte Christian Feldmann aus Regensburg wird referieren. Wir können gerade heuer uns an diesem Gedenktag mit verschiedenen Facetten der sozialen Tätigkeit des Verbandsgründers auseinandersetzen: Gerechtigkeit statt Almosen, dies im Hintergrund der derzeitigen Diskussion über die Flüchtlingsthematik.

Bananen sind immer gut

Foto: Angelika Ploner

Kolping im Vinschgau

Schlanders

„Woody Black 4“ eröffnete den Kulturherst im Kulturhaus in Schlanders

S

ogar in der Titelwahl steckt Improvisation: Bananen sind immer gut. Freistunde. Tu lorn. Und dass eine der Eigenkompositionen den Namen Blauspitze trägt, hat ganz einfach damit zu tun, dass man zufällig einen Ausflug auf eben diese machte. „Woody Black 4“ - die vier jungen Musiker Daniel Moser (Pustertal), Oscar Antoli (Katalanien), Stephan Dickbau-

er und Leonhard Skorupa (beide Wien) haben sich beim Musikstudium in Wien kurzerhand zu einem Jazz-Bassklarinettenquartett zusammengeschlossen. Sie verehren Eric Dolphy, der die Bassklarinette in den Jazz holte und genau diese – die Bassklarinette, das schwarze Holz – spielte die Hauptrolle beim Konzert von „Woody Black 4“ im Kulturhaus in Schlanders

am 11. September. Es waren schräge Töne, die dem Publikum da entgegenkamen, dazwischen auch harmonische Melodien, oft waren es auch nur Geräusche, Klänge, Laute, die dem schwarzen Holz entlockt wurden. Außergewöhnliches in jedem Fall, Standards und Eigenkompositionen, eigentümliche Kompositionen. Türkische Musik vereinte sich mit Jazz genauso wie der Puschtra Jodler. Experimentierfreudig sind sie, dass muss man „Woddy Black 4 lassen“, alles andere ist eben auch Frage des Geschmacks. Im Mai 2014 hat die Vierer-Formation den ersten Platz beim European Jazz Contest geholt. „Woody Black 4“ haben den Kulturherbst im Kulturhaus in Schlanders eröffnet, weitere Veranstaltungen – eine Tanznacht, das Sorbische Nationalensemble und ein Musical - machen den Schlanderser Kulturherbst komplett. (ap)

Laatsch

Mit viel Gefühl und Herz E

s war eine Kirchenwanderung mit viel Gefühl und mit dem Gespür für das, was im Leben wirklich zählt. Es ging um die menschlichen und religiösen Werte, um das Innehalten, um Gemeinschaft, um Freude und Unterhaltung, um Erinnerung an wertvolle Begegnungen mit Menschen und um einen guten Zweck. Über hundert Interessierte aus nah und fern waren am Sonntag, den 5. September, der Einladung von Wolfgang Schöpf alias DJ Hamala und seiner Familie gefolgt und hatten sich um 5 Minuten nach fünf Uhr in der Pfarrkirche St. Luzius von Laatsch versammelt. Schöpf erzählte im Rahmen der Wanderung, die über Hinterhöfe und Palapir-Anger zu den Kirchen St. Leonhard und St. Cäsarius führte, von den besonderheiten der Gotteshäuser, von den Heiligen an den Altären und von Menschen, die er kennenge-

lernt uns sehr geschätzt hatte. Er würdigte die Verstorbenen Valentin Asam und Martina Sapelza, deren Gruppe Einklang den musikalischen Spaziergang begleitete, wie auch die Singgruppe aus Schleis, die Musiker des Duos ALPSOUND und die Bläser Peter Peer und Luis Dietl. Wolfi erzählte unterhaltsame Geschichten und erfreute mit seinen humorvollen und teils kritischen Raps. Gefeiert wurde anschließend in seinem Stadel. Unterstützung bei der Verpflegung hatte die Familie Schöpf von mehreren Sponsoren erhalten. Der Reinerlös ging an die drei kleinen Kinder der an Krebs gestorbenen Cornelia Wilhalm Lechner. (mds) Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgau

24.09.15

oben. Slavica und Wolfgang Schöpf alias DJ Hamala; unten: die Gruppe Einklang in der St. Leonhard-Kirche


24.09.15

Vinschgerwind 19-15

/Gesellschaft/ 21

Laas

Foto: Ludwig Fabi

Ein Abend in Rot

Das Team „Rot“ sorgte für einen unvergesslichen Benefizabend; freuten sich gemeinsam über die stolze Summe von 6.420,00 Euro v.l. BM Andreas Tappeiner, Sibille Tschenett und Gerti Telser (Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas), Rebekka Wallnöfer und Helga Schönthaler (Südtiroler Krebshilfe Vinschgau), Elmar Horrer (Fraktion Laas)

A

uf Anregung der Köchin Gerti Telser vom Wohnund Pflegeheim St. Sisinius in Laas fand kürzlich ein ganz besonderer Genuss- und Benefizabend in Laas statt. Der Funke, aus einer Selbstzufriedenheit heraus entfacht, auch anderen Menschen vom eigenen Lebensglück etwas ab zu geben, entwickelte sich zu einem Lauffeuer im positiven Sinne. Der

Vorstand des Wohn- und Pflegeheimes in Laas, Verantwortliche der Krebshilfe Vinschgau, die Verwalter von Gemeinde und Fraktion Laas und viele lokale Betriebe und Einrichtungen ließen sich vom Feuer ebenfalls erwärmen und unterstützen diese Initiative, welche als „Abend in Rot - Genuss und Benefiz“ umgesetzt wurde. Bei einem 10-Gänge-Degustations-

geheim von Laas glich einem Nobelrestaurant und die gute Stimmung übertrug sich dementsprechend auf die Gäste. Deren Großzügigkeit schlug sich monetär bei der Scheckübergabe an die Südtiroler Krebshilfe – Bezirks Vinschgau in der stolzen Summe von 6.420,00 € nieder und wird für Menschen im Vinschgau verwendet, denen es nicht so gut geht. (lu)

menü mit regionalen Zutaten und Weinen und einer feiner Musik fanden sich viele Gäste ein, um für einen guten Zweck einem angenehmen Abend zu verbringen. Für die Gestaltung und die Essenszubereitung hat sich ein Team rund um MitarbeiterInnen des Heimes in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden vorbereitet. Der Speisesaal im Wohn- und Pfle-

Marienberg

A

m 14.Oktober 2015 startet der neue Veranstaltungszyklus in Kloster Marienberg mit dem Informationsvortrag von Frau Traudi Schwienbacher. Sie erzählt alles Wissenswerte und Interessante zur Wolle und zum Spinnen. Wer das Spinnen selbst erlernen will, hat die Gelegenheit dazu beim Spinnkurs mit Frau Maria Eller im November 2015, bei dem auch die neu restaurierten Spinnräder des Klosters zum Einsatz kommen. Mit dem Tagesseminar „Bewegt und gehalten sein – Palliative Care, Sterbe-und Trauerbegleitung“ am 27.11.2015 soll die Öffentlichkeit für diese wichtigen Themen sensibilisiert und auch Fachpersonal angesprochen werden. Palliative Care, Sterbeund Trauerbe-gleitung gehören untrennbar zusammen und sind gerade als Ganzes für viele Menschen eine wertvolle Unterstützung und Begleitung. Die Hoff-

nung auf ein menschenwürdiges Lebensende unter guter Betreuung wird für immer mehr Menschen Realität. Dazu bedarf es der Mitarbeit aller Berufsgruppen, eines multiprofessionellen Teams, der Ehrenamtlichen, der Angehörigen und der Patienten. Die Referentinnen Irene Volgger und Evelin Tollenaere bringen neben der hochqualifizierten Ausbildung jahrelange Erfahrung aus der Praxis mit. „Advent-Ankunft Gottes beim Menschen…“ in der Adventszeit 2015 und „Orte der Kraft-Orte der Stille“ am 22.-25.4.2016 laden zu Besinnung und Rückzug ein, zu Stille und Ruhe. Nicht erreichbar sein für die Hektik des Alltags, abschalten, Achtsamkeit üben und die wesentlichen Dinge in den Mittelpunkt stellen. Dazu lädt auch wieder das traditionelle Silvesterkonzert in Marienberg ein, der etwas

Foto: Erwin Bernhart

Veranstaltungsreihe 2015/2016

andere Jahresausklang zum Entspannen und Loslassen am 31.12.2015. Achte auf deinen Körper, damit sich die Seele darin wohlfühlt – das ist das Motto bei der Fastenwoche nach Hildegard von Bingen von 7.-12-3-2016. Hildegard-Fasten ist ein gemäßigtes Fasten und es werden weder Kalorien gezählt noch Tabellen geführt, sondern Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz gelegt. Kurze Morgengymnastik, leichte Wanderungen und Informationsvorträge zur Hildegardmedizin stehen ebenso im Angebot wie die Möglichkeit

an den Stundengebeten der Mönche teilzunehmen. Tanz als Gebet – meditativer und sakraler Tanz an drei Terminen, die auch einzeln besucht werden können, ist eine Möglichkeit die Wirkung von Musik und Tanz auf unser Innerstes zu erleben. Nicht als Kunst, sondern als religiöses Handwerk gilt das Ikonenmalen, das vom 2.6.5.2016 wieder im Angebot steht. Teilnehmer beschreiben es als Meditation oder auch als geistliche Übung, die zu Ruhe und Entspannung führt. Die Veranstaltungsreihe wird wieder in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig organisiert. Information und Anmeldung: Kloster Marienberg – Museum Tel. 0473 843989; email: info@marienberg.it


Bildungsausschuss Schlanders

Bildungsausschuss Stilfs Wanderung

LITERATURRUNDE mit Dr. Josef Feichtinger Besprochen werden die Romane der Franz Tumler Literaturpreis Finalistinnen 2015

Die Glücklichen von Kristine Bilkau und

Legenden

von Gesa Olkusz

Montag, 28.09.2015 Beginn: 20.00 Uhr Bibliothek Schlandersburg

Kräuter – für alles das

richtige Kraut

mit dem Kräuterexperten Gottfried Hochgruber vom „Moarleitnerhof“ bei St. Lorenzen „... wenn es nirgendwo zwickt, hilft Gottfried mit natürlichen Mitteln ...“ „... 680 Essenzen lagern auf seinem Hof ...“ „... er hält Vorträge & ist Gastdozent an der Uni Wien ...“

Freitag, 09. Oktober 2015 Kräuterwanderung um Stilfs - 9.00 Uhr Kontakt: Roland Angerer, 349 8389770 organisiert von den Stilfser Vereinen Bildungsausschuss, Bauernjugend, Bibliothek

Bildungsausschuss Schluderns

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

24.09.15

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 19-15

Schluderns

22 /Bildungszug/


24.09.15

Bildungsausschuss Mals

Vinschgerwind 19-15

/Bildungszug/ 23

Bildungsausschuss Graun

Hoangart G’sungen, g’spielt und tonzt

Oberländer

Am Freitag, 2. Oktober 2015 20.00 Uhr im Gasthaus Lamm in Laatsch

Aktionstage 2015

15

Jahre

Vortrag

Kann man Darmkrebs vermeiden, heilen? Darmkrebs, oft auch als „Krebs der westlichen Welt bezeichnet“, trifft Männer und Frauen gleichermaßen. In Südtirol ist er mit 11,8% die zweithäufigste Tumorart. Der Darmtumor wächst normalerweise sehr langsam, da er aber meist keine ausgeprägten Symptome aufweist, sind Vorsorgeuntersuchungen und Aufklärung sehr wichtig. Dr. Bernhard Spechtenhauser wird uns ausführlich über Vorsorge, Verlauf und Therapiemöglichkeiten informieren. Nach dem Vortrag haben Sie Gelegenheit Fragen an Dr. Spechtenhauser zu stellen und sich über Hilfsmöglichkeiten durch die Südtiroler Krebshilfe zu informieren.

Referent: Primar Dr. Bernhard Spechtenhauser Termin: Dienstag, 06.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinshaus Organisation: Südtiroler Krebshilfe – Bezirk Vinschgau

Bildungsausschuss Laas

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars Einladung zur

Messe in slowakischer Sprache POZVÁNKA NA SVÄTÚ OMSU V SLOVENCINE

Samstag, sobotu 03.10.2015 um 20.30 Uhr hodine Milí priatelia, prajeme Vám všetkým zdravie a veľa radosti vo Vašej práci. Na svätú omšu môžete pozvať aj tých, ktorí aspoň trochu rozumejú slovenskej reči. So srdečným pozdravom Maslák Rudolf – turistický farár v Mníchove Pán farár Arthur Werth v Laase a pani Liseotte Parth Tscholl

Schnitzkurs mit Josef Stricker (Martell) Ort: Grundschule Kastelbell Jeweils Samstags von 14.30-17.30 Uhr Kursgebühren: 80 € für Erwachsene 50 € für Jugendliche

Start: Samstag, 10. Oktober 2015, 14.30-17.30 Uhr Weitere Termine: 17.10.; 24.10.; 31.10.; 7.11.; 14.11.; 21.11.2015 Anmeldungen: bis 01. Oktober 2015 bei Platzgummer Annemarie Handy: 335 56 82 247

Anschließend Filmvorführung: Der Vinschgau

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


24 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

Naturns

Ausdruck der Farben A

oben und links: eindrucksvolle Darstellungen in kräftigen Farben unten Links: Josef Winkler erklärt den Anwesenden die Entstehung seiner Werke; unten rechts: der Künstler Josef Winkler mit Valenti Stocker bei der Eröffnungsrede

Fotos: Siegi Lercher

usdruck der Farben: So nannte sich die Ausstellung des Hobbymalers Josef Winkler in der Galerie des Bürger- und Rathauses von Naturns. Sie wurde von Naturns Kultur&Freizeit GmbH in Zusammenarbeit mit dem Bildungssausschuss und der Gemeinde veranstaltet und hauptsächlich von Kathrin Schaller organisiert. Die Vernissage fand am vierten September mit Beginn um 19 Uhr statt. Valentin Stocker begrüßte den Künstler, Freunde und Bekannte und wünschte der Ausstellung einen erfolgreichen Verlauf. In seiner Ansprache erzählte er auch von der sportlichen Karriere und den Schiffsreisen des Malers. Die Erinnerungen daran spiegeln sich auch in den Ölgemälden wieder. Zahlreiche Interessierte waren der Einladung gefolgt und staunten über die farb- und ausdrucksstarken Bilder und

über die große Anzahl, die in vielfältigen Motiven Geschichten des Lebens erzählen. Der Reigen führt über den Lebensbaum von der Geburt bis ins hohe Alter. Dabei erfahren das Seelenleben, Gefühlsausbrüche und Eigenheiten eine ein-

drucksvolle Darstellung. Starke leuchtende Farben und streng geometrische Formen fesseln das Auge. Einige Motive sind eingebettet in heimatkundliche Gefilde, und gern erläutert Josef Winkler seine eigene Betrachtungsweise und die Herstellung

der Bilder, indem er die Besucher durch den Ausstellungsraum begleitet. Nach einem von der Familie zubereiteten Imbiss verabschiedeten sich die Besucher, beeindruckt durch des „Ausdruck der Farben“ und Formen. (ria)

Schluderns/Südtirol

Sensibilisierung für Organspende G

des Südtiroler Nierenkrankenvereins Nierene wird Kofler nun nicht müde, die Menschen für die Organspende zu sensibilisieren. Kofler pflegt die Zusammenarbeit mit der Organisation für Organspende AIDO. Kürzlich lud er unterstützt von Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ustav Kofler kennt das beschwerliche Leben als Dialysepatient und jenes mit einer gut funktionierenden Spenderniere. Seiner Schwester hat ihm eine Niere und damit neue Lebensqualität geschenkt. Als Vinschger Ansprechpartner

v.l. Ulderico Squeo, Tiziana Scisci, Gustav Kofler, Irene Heinisch, Landesrätin Martha Stocker und Egon Blaas

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Egon Blaas zu einem Benefizfest in Schluderns. Zahlreiche Sponsoren unterstützten die Veranstaltung. Ehrengast im Kultursaal war die Gesundheitslandesrätin Martha Stocker. Sie machte darauf aufmerksam, dass es mittlerweile im Zuge der Erneuerung des Personalausweises möglich ist, eine Willenserklärung zur

Organspende abzugeben. Möglich ist wie bisher die Hinterlegung einer entsprechenden Erklärung beim Hausarzt oder bei der Vereinigung AIDO. Stocker appelliert an die Solidarität. Rund 90 Südtiroler Patienten warten auf ein Spenderorgan. Lediglich 20 Organe aus Südtirol wurden 2014 gespendet. (mds)


24.09.15

Vinschgerwind 19-15

/Gesellschaft/ 25

Schluderns

Glurns

24. Eduard Wallnöfer Wandertag

Lese- und Kochbuch „Die Palabirne“ vorgestellt

A

A Foto: Magdalena Dietl Sapelza

uf dem Schludernser Rathausplatz strömten sie am Samstag 12. September zusammen, um gemeinsam im Gedenken an den Tiroler Landeshauptmann Eduard Wallnöfer zu wandern. Begrüßt wurden sie von BM Erwin Wegmann. Rund 250 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, der SVP Seniorenbewegung und des Tiroler Seniorenbundes gefolgt. Die Wanderung wird seit 1992 abwechslungsweise in Südtirol und Nordtirol organisiert. Dass diese heuer im Geburtsort des großen Politikers stattfand, gab dem Gedenktag eine besondere Note. Denn die Senioren wanderten im wahrsten Sinne des Wortes auf Wallnöfers Spuren. Denn dieser hatte die ersten sieben Jahre seines Lebens (von 1913 bis 1920) dort verbracht. Nachdem sein Vater im 1. Weltkrieg

Die seniorinnen und Senioren aus Nord und Südtirol auf dem Schludernser Rathausplatz vor ihrem Start der Wanderung gefallen war, heiratete seine Mutter einen Bauern aus Telfs und verließ Schluderns. Zwei unterschiedlich lange Strecken (1 Stunde oder 1,5 Stunden) über bequeme Wander- und Waalwege rund um Schluderns standen zur Auswahl. Mit dabei waren mehrere Spitzenvertreter der einzelnen Verbände und aus der Politik. Um ca 13

Uhr trafen sich die Wanderer zum gemeinsamen Mittagessen im Kulturhaus, wo die „Schludernser Tanzlmusi“ aufspielte und die Bäuerinnen des Ortes Köstlichkeiten servierten. Die Ehrengäste richteten Grußworte an die Anwesenden. Immer wieder wurde auch an den verstorbenen Altlandeshauptmann erinnert. (mds)

nlässlich der Eröffnung der 8. Vinschger Palabirtage in Glurns präsentierte Petra Windegger, Vorsitzende des Bildungsausschuss und des OK „Palabir“ das neue Kochund Lesebuch „Die Palabirne“, welches im Folio-Verlag erschienen ist. Dieses wohl weltweit einmalige Koch- und Lesebuch ist den Kochkursen zu verdanken, welche Küchenchef Manfred Ziernheld im Rahmen der Palabiratage abhielt und dabei verschiedene Rezepte entwickelte. 51 davon sind im Buch angeführt, exzellent ins Bild gerückt von den Glurnser Hobbyfotografen Philipp Niederholzer und Fritz Wielander. Bei allen Essensfolgen, sei es vom Aperitif, über die Vor- und Hauptspeise und natürlich die

Mals

V

or zwei Jahren gab es einen Harfenbaukurs in Mals. Robert Hohenegger aus Langtaufers baute damals eine Böhmische Harfe für seinen kleinen Bruder Benedikt. Dieses Jahr gab es wieder einen Instrumentenbaukurs in der Mittelschule Mals, organisiert vom Südtiroler Volksmusikkreis und der Klangwerkstatt Markt Wald aus dem Allgäu. Unter der Anleitung von Eva Füger bauten 13 Personen aus Südtirol, Österreich und Deutschland in vier Tagen eine Harfe und in einem weiteren Kurs 10 Personen zusammen mit Andrè Schubert ein Raffale. Die beiden Kurse begannen am 3. September um 18 Uhr und am Sonntag, den 6. September um 18 Uhr konnten alle Kursteilnehmer ihr selbst gebautes Instrument nach Hause nehmen und darauf spielen. Dies war nur möglich weil die Klangwerkstatt Markt Wald in

einem Baukastensystem die Hackbrett und nun wollen sie einzelnen Elemente des Instru- mit den selbst gebauten Harfen mentes vorfertigt und die Kurs- ihrer Freunde das Harfenspiel teilnehmer die einzelnen Teile erlernen. Neben den beiden nur mehr zusammenstellen, Instrumentenbaukursen gab leimen, sowie die Klanglöcher in dieser Zeit in Mals noch eiausschneiden und die Saiten nen Harfenspielkurs und einen einspannen müssen. Einige Raffelespielkurs unter der Gebauen das Instrument für sich, samtleitung von Gernot Niederviele Erwachsene bauen für ihre friniger vom Südtiroler VolksKinder eine Harfe, einige Väter musikkreis. (hzg) und Mütter bauen zusammen mit dem Sohn oder der Tochter das Instrument. Robert Hohenegger und sein Arbeitskollege Dennis Eller beteiligten sich dieses Jahr am Instrumentenbaukurs, um für ihre Freundinnen eine Harfe zu bauen. Die beiden Robert Hohenegger aus Langtaufers und Zwillingsschwestern Dennis Eller aus Reschen bauten in vier Daniela und Sabine Tagen beim Instrumentenbaukurs in Mals für Joos spielen bereits ihre Freundinnen eine Böhmische Harfe

Foto: Heinrich Zoderer

Eine Harfe für die Freundin

Nachspeise hat Manfred Ziernheld die Palabirne hervorragend mit anderen Lebensmitteln kombiniert. Textbeiträge von Christof Anstein, Johannes Fragner-Unterpertinger, Ludwig Fabi und Olaf Wessel sorgen als literarische Beilage für das entsprechende Lesevergnügen. Bürgermeister Alois Frank appellierte bei der kurzweilig und gelungen Buchpräsentation nachdrücklich an die Glurnser, ihre Palabirabäume zu erhalten und zu pflegen. Umrahmt wurde der Abend von der Bläsergruppe der Musikkapelle Glurns. Finanzielle Unterstützung kam von der Raiffeisenkasse Prad-Taufers, der Stadtgemeinde Glurns und Glurns Marketing sowie der Autonomen Provinz Bozen und der Autonomen Region Trentino Südtirol. Das Lese- und Kochbuch „Die Palabirne“ kann im Buchhandel oder in Glurns um 14.90 Euro erworben werden. (lu)


26 /Jugend/

Vinschgerwind 19-15

Citytreff Glurns Ö Fr. 02.10.15 ab 13.00 Uhr Treffrunde für Erstklässer Ö Sa.10.10 um 16.00 Uhr Tag der öffenen Tür Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Mi.30.09.15 um 18.00 Uhr Ideen sammeln Ö Fr. 02.10.15 ab 13.00 Uhr Treffrunde für Erstklässer Jugendtreff Reschen Ö Fr. 25.09.15 ab 18.00 Uhr Infoabend für Kids + Eltern der 1. Klasse Mittelschule Ö Sa. 03.10.15 Fahrt Kino Schlanders „Fack ju Göhte2“ (mit Anmeldung) Jugendtreff „JuZe“ Hoad Ö Fr. 02.10.15 ab 18.00 Uhr „Juze“ Hoads 1. Mädelstreff Ö Sa. 03.10.15 Fahrt Kino Schlanders „Fack ju Göhte2“ (mit Anmeldung) Jugendzentrum JuMa Mals Ö Do.17.09.15 um 18.00 Uhr Kochtreff Ö Sa. 19. 09.15 ab 18.00 Uhr Hangover Trilogie Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Öffnungszeiten Dienstag: von 16.30 bis 19.30 Uhr Freitag: von 18.00 bis 22.00 Uhr Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 25.09.15 ab 19.00 Uhr Prollabend (Info bei Andy) JuZe Freiraum Schlanders Ö Mi. 30.09.15 von 15.00 – 17.00 Uhr JuZe Nachmittag für Mittelschüler Ö Fr. 02.10.15 ab 15.00 Uhr „On the Road“ Young Jam Session @ Dorfplatz Tag der Offenen Jugendarbeit Jugendtreff All In Kastelbell/ Tschars Ö Mi. 30.09.15 ab 14.00 Uhr Krampusmaskenschnitzen Ö Fr. 02.10.15 ab 15.00 Uhr Tag der offenen Tür Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 26.09.15 Geöffnet ab 17.30 Uhr Ö Sa. 03.10.15 Geöffnet ab 17.30 Uhr Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 26.09.15 ab 16.00 Uhr Naturns Rockt IX Mit: Maitschokläät – Akustik Pop; LRS – Punk Rock; Rockingfactory – Rock’n Roll; Dirty Lovers – Acustic Rock and Blues; Ö Mi. 30.09.15 15.30 – 17.00 Uhr Start Skateboardkurs auf dem neuen Funpark Anmeldeschluss: 25.09.15 Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Mi. 30.09.15 ab 15.00 Uhr Kuchen backen

24.09.15

Citytreff Glurns In Glurns haben wir den Jugendtreff Citytreff. Jeden Mittwoch, Freitag sowie einen Samstag im Monat hat der Citytreff geöffnet. Franziska Staffler, die Jugendarbeiterin von den Jugendhäusern Glurns und Schluderns, stellt monatlich ein Programm zusammen: z.B. Pizza machen, Burgernight, im Sommer Schwimmbad gehen oder Gardaland. Aber wir machen auch verschiedene Aktionen, z.B. sammelten wir Sachen für die unzähligen Flüchtlinge die unsere Hilfe gut gebrauchen können. Alle 2 Monate veranstaltet der Citytreff eine Party, z.B. Frühjahrs-, Faschings- und Winterparties….! Es kommen Jugendliche aus dem ganzen Vinschgau: Schluderns, Mals und Umgebung, vom Oberland und Naturns…. Für mich ist das Jugendhaus ein fester Punkt in meinem derzeitigen Leben. Wir treffen unsere Freunde und lernen neue kennen, wir können als Gruppe vieles erleben. Durch den Jugendtreff habe ich schon viele Freunde gewonnen. Ich glaube viele sehen das genauso wie ich und freuen sich auf viele, neue gemeinsame Erlebnisse. Carmen Wieser (13 J.)

Alles im Griff?! Das Jugendzentrum JuZe Naturns organisiert heuer Präventionstage zum Thema Drogen. Es werden verschiedenste Veranstaltungen für Jugendliche, Schulklassen, Eltern, Pädagogen und Interessierte angeboten. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht der Workshop „Alles im Griff?!“ mit der Referentin Schrott Petra vom Forum Prävention Bozen. Er findet am Freitag, 9. Oktober von 18 bis 20 Uhr im JuZe Naturns statt und richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren. Anmeldungen werden im JuZe Naturns 0473 673 297 bis 3. Oktober entgegen genommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden sich auf der Homepage des Jugendzentrum www.juze-naturns.it

Jugendtreffs Reschen und „Juze“ Hoad Ab dem 11. September starteten auch in den Jugendtreffs in St. Valentin und Reschen wieder ein neues Jahr. Alle Mädchen und Buben ab der 1. Klasse Mittelschule sind herzlich willkommen. Es erwartet sie wieder ein cooles, abwechslungsreiches und kunterbuntes Programm. Mit Freunden treffen, chillen, Spaß haben, kochen und herumtollen? Diese Aktionen kommen sicher auch nicht zu kurz! Samstags sind beide Treffs von 19 – 22 Uhr geöffnet und an den Freitagen sind beide jeweils 2 mal im Monat ab 18 Uhr für die Kids offen: Freitagsöffnungszeiten: Jugendtreff „Juze“ Hoad: jeder 1. und 3. Freitag im Monat Jugendtreff Reschen: jeder 2. und 4. Freitag im Monat Wann, was und wo steht in den jeweiligen Schautafeln. Weitere Infos gibt es direkt in den Treffs, bei den BetreuerInnen oder der Jugendarbeiterin Jutta.

Am Samstag den 1. August war es wieder soweit! 6 Teams traten wieder beim alljährlichen „JuZe“ Fußballturnier in Staben gegeneinander an. Heuer sogar mit zwei Teams bestehend aus Afrikanischen Flüchtlingen und ihrem „ Fanclub“. Es war ein riesen Spaß und sicher ein sehr positives Ereignis für unsere neuen Freunde. Einige von ihnen kannten wir schon von anderen Aktionen des Jugendzentrums Naturns. Jeder spielte mit Herz und Seele und war mit vollem Elan bei der Sache. Aus dem Spielverhalten der verschiedenen Teams ergaben sich immer wieder neue Aufstellungen und Strategien wodurch jedes Team versuchte seine Stärken bestmöglich in den Vordergrund zu bringen. In manchen Momenten hielt man es vor Spannung kaum aus. Auch wenn wir den „Kouta Diomboulou“ den Sieg gegönnt hätten gewannen die „Los Promillos“. Das Turnier strotzte nur so vor Zufriedenheit und Spaß an der Freude. (Luca Zander, Praktikant, 05.08.2015)


24.09.15

Vinschgerwind 19-15

/Jugend/ 27

Schluderns

Kindergartensprengel Schlanders

Igel und Hase im Dorflodn

1080 Kinder

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

ine große bunte Kinderschar begleitet von Eltern und Geschwistern versammelte sich am Freitag, den 11. September im Hof des Schludernser Dorflodns und verfolgten gespannt den Wettstreit zwischen Igel und Hase auf der improvisierten, kleinen Bühne. Das Theaterstück frei interpretiert von Darstellerinnen und Darsteller der Theatergruppe Maulwürfe aus Meran – erntete viel Applaus, denn es gab ein Happy-End. Der betrogene Hase starb nicht an Erschöpfung wie im Märchen der Gebrüder Grimm, sondern er lebte quicklebendig weiter. Bereits des Öfteren gab es Kindertheater am Fuße

der Churburg. Denn Harald und Karoline Trafoier vom „Dorflodn“ sind sehr darum bemüht, ihren kleinen und großen Kunden wertvolle kulturelle Veranstaltungen zu bieten. Die freiwilligen Spenden gehen an den Verein Volontarius, der Flüchtlinge betreut. (mds)

Lenny Patscheider aus Mals (Bild) ist 3 Jahre und hat vor einigen Tagen seinen Bildungsweg begonnen. Er strahlt über das ganze Gesicht auf dem Weg in den Kindergarten. Ihm gefällt es, mit den anderen zu spielen. „Wir können auch Puzzle machen und rasten“, erzählt er. Lenny gehört zu den 1080 Kindern von 2,5 bis 6 Jahren, die in diesem Schuljahr im Kindergartensprengel Schlanders den Kindergarten besuchen. Der Sprengel umfasst 30 Kindergärten von Reschen bis Tschars mit 50 Abteilungen. Die Kindergärten talabwärts gehören dem Sprengel Meran an. Diesen Sprengel leitet mit Beginn dieses Kindergartenjahres Frau Renate Herbst, während es in Schlanders für Frau Direktor Bauer ihr letztes Arbeitsjahr vor der Pensionierung ist. Das Jahr hat das Erfahrungsfeld „Sinn und Werte“ als Schwerpunkt. (ba) Foto: Brigitte Alber

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Naturns

„Refugees welcome“ – mehr als nur ein Slogan ls heuer am 6. Juni das Etschside-Open Air vom JuZe Naturns über die Bühne ging, wurde ordentlich gefeiert. Neben und nach der akuten super Stimmung, hat die Etschside-Crew sich wieder Gedanken gemacht, wie der Erlös des erfolgreichen Abends dieses Mal verwendet werden könnte. Bereits in den Jahren zuvor war es den Organisatoren möglich, zum Beispiel die „Eine-Welt-Gruppe“ oder „Ärzte ohne Grenzen“ in ihren Projekten zu unterstützen. Aufgrund der Aktualität, und da dieses Thema den jungen Leuten sehr am Herzen liegt, war bald klar, dass heuer etwas zusammen mit den in Meran untergebrachten Flüchtlingen gemacht werden sollte. Die Arbeitsgruppe Etschside-Crew, bestehend aus dem pädagogischen Leiter des JuZe, Lukas Erlacher, acht Jungs und einem Mädchen, wollte auch aktiv ihren Beitrag leisten und beteiligte sich durch den Ankauf von Werkzeugen, aber auch, und vor allem, durch die persönliche, tatkräftige Anwesenheit, beim Bau von Möbeln aus alten Paletten. Zusammen mit den jungen Männern von den „ExArbeiterhäusern“, zahlreichen freiwilligen Helfern und dem Verein Volontarius, wurde auf der Terrasse ein gemütliches OutdoorWohnzimmer errichtet. Durch Gespräche bei der gemeinsamen Arbeit entstand die Idee, den jungen, sportbegeisterten Afrikanern auch die Möglichkeit zu bieten, beim alljähr-

Fotos: Maria Gerstgrasser

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Peter Wellenzohn, Jakob Putzer, Johannes Huber und Anna Maria Gurschler standen den Flüchtlingen beim gemeinsamen Möbel bauen tatkräftig zur Seite; rechts: Schwindelfrei auf der Untersteller Aussichtsplattform lichem JuZe Fußballturnier am 1. August in Staben teilzunehmen. Das Startgeld für die zwei teilnehmenden Mannschaften wurde von der Arbeitsgruppe Etschside-Crew übernommen. Zahlreiche Fans vervollständigten die Veranstaltung und feierten den 2. und 4. Platz der Flüchtlingsmannschaften. Als weitere Aktion wandten sich die Jugendlichen an die Bewohner des von der Caritas geführten Haus Arnika in Meran. Dort lernten sie zwei Familien mit insgesamt fünf Kindern kennen, die sie zu einem gemeinsamen Ausflug an den Naturnser Sonnenberg einluden. Die, laut eigener Aussage, aus dem Jemen und Irak stammenden IS-Flüchtlinge

fuhren mit der Seilbahn auf den Sonnenberg und wagten sich auch auf die dortige neue Aussichtsplattform. Am Unterstellhof wurde gemeinsam gegessen und während die Kinder sich am Spielplatz vergnügten, versuchten sich die Erwachsenen im „Goaslschnöllen“. Wieder zurück im Dorf, und nach einem Aufenthalt im JuZegarten, konnten die Familien mit dem Zug wieder nach Meran begleitet werden. Die Jugendlichen der Arbeitsgruppe Etschside-Crew planen auch weiterhin Kontakte mit den neuen Mitbürgern und leisten somit einen wertvollen, nachahmenswerten Beitrag zum gelebten Miteinander. (ria)


28 /Kultur/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

Santiago de Compostela

Finis terrae, das Kap an der Nordwestspitze von Spanien; der Name bedeutet soviel wie „End der Welt“. Wir stehen also vor dem Ozean, der bis Amerika reicht, am westlichsten Zipfel von Europa, den auch unser Dichter Oswald von Wolkenstein vor einem halben Jahrtausend in einem seiner Lieder erwähnt. „Durch Berberland, Arabien/ durch Armenien und Persien ...von Portugal und Spanien bis zum Finstern Stern.“Oswald verwandelt also das Finis terrae in einen „finsteren Stern“. Tatsächlich gleicht die sturmgepeitschte Gegend in den kalten Monaten einem finsterer Stern. Mit beginnendem Herbst branden die erregten Gewässer mit wütender Kraft an die Granittürme der Küste. Sie formen, schleifen, brechen Schluchten und Höhlen aus dem Gestein, das über dem aufgewühlten Grund zusammenbricht. Die Atlantikküste wird zernagt wie ein riesiger Knochen; das Meer reißt unersättlich Stücke des felsigen Ufers in die Tiefe. Aus diesem Granit bestehen auch die meisten alten Bauten: Stadtmauern, Kirchen, Klöster, aber auch die einfachen Landhäuser, so zum Beispiel die in Galizien häufigen Kornspeicher: Alles gefügt aus sorgfältig behauenem Granit.

Die Fassaden der Gebäuden zeigen sich mit düsterem, würdigem Ernst. Nur in den Kirchen, da prunkt das Gold. Ähnlich den alles umspülenden, wütenden Wassermassen, die sich in den Felswänden der Atlantikküste spielerisch brechen und zurücksinken, umfließt hier das Gold die Säulen, die Heiligen, die Putten, die Früchte, den ganzen Altar. Es hört nicht auf, prunkt wütend, sich wiederholend, sammelt sich im Bereich des Allerheiligsten und steigert sich zum Fortissimo. Und hinter so einem Goldrausch, in einem Altartabernakel, werden die Gebeine des Heiligen Jakob aufbewahrt. Um dem Pilgerpatron besonders nahe zu sein, erklimmen die Betenden eine Stiege, die sich um den Altar windet. Jetzt wird der Reliquienschrein mit ausgebreiteten Armen berührt und geküsst. Dem so innig Betenden wird alles gelingen, was er auf dem Herzen hat. Die Geschichte dieses Pilgerortes ist mehr als tausend Jahre alt und wird von Zeit zu Zeit immer wieder neu gedeutet. Im Mittelalter galt Santiago neben Rom und Jerusalem als gleichwertiges Wallfahrtsziel. Wer diese Pilgerfahrt - zu Fuß natürlich - erfolgreich durchbetet hat, war von aller Sündenlast befreit und hat sich einen Platz


24.09.15

Der Vinschger Wind 19-15

/Kultur/ 29

Ganz links: Oswald von Wolkenstein (1377 bis 1445) war ein weitgereister Minnesänger, der auf seinen Fahrten auch bis Santiago und zum Ende der Welt gelangte, das er als „finsteren Stern“ bezeichnet. Die Entdeckung Amerikas 1492 und der damit verbundene Goldrausch steht erst noch in den Sternen. Unter der prächtigen Kathedrale mit dem barocken Überschwang verbirgt sich eine schlichte romanische Kirche. Fruchtbarkeit und die Verehrung der Frau dürfte bereits in vorchristlicher Zeit als Wallfahrtsort das Ziel der Verehrung gewesen sein. Mitte: Das Wasser des Meeres umspült flehentlich die Felsen, vergleichbar den Gebeten der Bittenden am Grabe des heiligen Jakobus. Finis terrae, das Ende der Welt im Aufruhr eines Herbststurmes, Aufnahme von Josef Huber, Kufstein. Jakob der Ältere, auf spanisch „Santiago“, gehört zu den erstberufenen Jüngern. Er und sein Bruder Johannes trugen den Beinamen „Donnersöhne“ wegen ihres ungestümen Wesens. Im Jahre 44 n. Chr. wurde Jakobus mit dem Schwert hingerichtet. Unten: Zum Marien-Symbol wurde die Muschel, weil Maria Jesus, die „köstliche Perle“ in ihrem Schoß trug.

im Himmel gesichert. Heute denkt man darüber anders. Der Erlösungsgedanke aber ist geblieben. Geblieben ist auch der Stolz auf die Leistung. Italienische Pilger haben sich auf dem Rückflug im Flugzeug gegenseitig die abgetragenen Wanderschuhe gezeigt. Triumphierend wurde die dünngetretene Schuhsohle gezeigt, die als schlaffe Zunge vom Schuhwerk baumelte. Der Pilgerheilige, der vielfach mit Trinkmuschel, mit langem Stab, Reisetasche und Kürbisflasche dargestellt wird, hilft bei allerlei Anliegen, unter anderem auch beim Kinderwunsch der Frauen. Die Muschel gleicht in ihrer Form dem weiblichen Geschlechtsorgan und so kann angenommen werden, dass es sich ursprünglich bei Santiago um ein vorchristliches Frauenheiligtum handelte. Jakobus der Ältere - so der Name des heiligen Apostels -, hat angeblich den heidnischen Spaniern gepredigt. Der heilige Jakob wird Symbol des Kampfes gegen die Mohammedaner und den Islam; seine Gebeine kamen erst im hohen Mittelalter nach Santiago. Und ich, was habe ich als Flugzeugpilger mit dieser Wallfahrt zu tun? Man weiß sich zu helfen. Alle Wanderungen auf die vielen Bergspitzen und Jöcher, am Meer oder in der Wüste, die auch mit Mühe und Schweiß

verbunden waren, zusammen gestückelt... die Summe ergibt vielleicht die Strecke von Schlanders nach Santiago. Die Hingabe bei einer Bergtour, die aufmerksame Andacht bei einer Dünenwanderung, bei einem Waldspaziergang ist durchaus vergleichbar dem Gebet frommer Pilger. Der Wandernde betet immer. In der goldschimmernden Kathedrale von Santiago de Compostela hängt aus dem Kirchenschiff, in der Kuppel mitten über der Vierung, ein großes Weihrauchfass, das bei besonderen Anlässen zum Schwingen gebracht wird und den ganzen Kirchenraum mit berauschendem Duft erfüllt. Himmlische Musik, goldene Feste für das Ohr, berauschende Farbenpracht, tröstende und jubelnde Worte des Priesters, der Rausch gemeinsamer Frömmigkeit, das Mysterium der Wandlung... welche Festlichkeit habe ich vergessen?... in diesem Gesamtkunstwerk spielt auch der Geruch, des Weihrauchs eine wichtige Rolle. Die Hinwendung zum Schönen, das Staunen, das Erkennen, alles ist Befreiung, Läuterung, ist immer auch Gotteslob. Auch der Dialog mit der Natur ist ein Gebet. Man kann eigentlich gar nicht anders, als immerzu zu beten, oder, wie man heute sagt, zu meditieren. Hans Wielander


30 /Heiraten/

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Vinschgerwind 19-15

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Vinschgerwind 19-15

24.09.15

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/spezial-heizen/ 37

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38 /Spezial-heizen/

Vinschgerwind 19-15

24.09.15

Heizen mit Holz – Interview mit Kaminkehrer Hanspeter Schwemm

„Kein Papier oder Karton verbrennen“ Vinschgerwind: Welche Vorteile hat Heizen mit Holz? Hanspeter Schwemm: Heizen mit Holz ist umweltfreundlich, die Brennstofforganisation erfolgt in heimischen Wäldern und Heizen mit Holz verursacht geringe Kosten. Das sind die drei wichtigsten Vorteile.

Können oder sollen Anzündhilfen verwendet werden? Am Besten eignet sich kleines Material zum Anfeuern, also „Spanlen“. Auch genormte Anzündhilfen können verwendet werden, Zeitungspapier hingegen ist tabu. Wichtig ist auch, dass der Brennstoff von oben nach unten verbrennt: Die größeren Holzscheite kommen nach unten geschichtet und die „Spanlen“ mit der Anzündhilfe werden drauf gesetzt. Mit diesem neuen Brennsystem optimiere ich meine Verbrennung: Der Holzstock brennt von oben nach unten, was zu einer verbesserten Verbrennung führt, zu einer erhöhten Energieausbeute und zu einer verminderten Rauchentwicklung. Dieses System funktioniert eigentlich bei jeder Feuerstelle einwandfrei und ist optimal. Holz ist nicht gleich Holz. Welche Unterschiede gibt es beim Holz? Lärche, Fichte und Apfelbaumholz, diese

Papier, Zeitungen und Kartons: Dürfen diese verbrannt werden? Nein. Papier, Zeitungen und Kartone sind mit Chemikalien behandelt und bei der Verbrennung werden diese höchstgefährlichen Stoffe freigegeben. Diese Stoffe sind gefährlich für Mensch, vor allem für Kinder, für Tier und auch für die Anlage selbst. Was sind die häufigsten Fehler beim Heizen mit Holz? Müll verbrennen, nasses Holz anfeuern und – wie eingangs bereits erwähnt – falsches Bedienen der Feuerungsanlage.

Foto: Angelika Ploner

Gerade das Anheizen ist das Um und Auf beim Heizen mit Holz. Wie heizt man richtig an? Grundvoraussetzung für richtiges Anheizen und richtiges Verbrennen ist das Einlegen des Brennstoffes, sprich des Holzes, die Handhabung. Man sollte das Holz gitterähnlich aufschichten, mit genügend Abstand dazwischen. Es ist wichtig, dass das Holz luftumspült und nicht in sich verkeilt ist, denn nur so kann eine saubere Verbrennung gelingen und ein optimaler Wirkungsgrad erzielt werden.

Was tun, wenn der Ofen nicht zieht und raucht? (lacht) Da hilft nur den Kaminkehrer oder den Techniker zu rufen.

Hanspeter Schwemm, Kaminkehrer in der dritten Generation heimischen Holzarten kommen bei uns am meisten zum Einsatz. Und natürlich gibt es Unterschiede in der Wärmeausbeute: Das Apfelbaumholz, überhaupt das Laubholz, liefert am meisten Wärme, gefolgt von Lärche und Fichte. Nur mit trockenem Holz heizen lautet eine Regel: Drei wichtige Dinge, die für ein optimales Heizen sorgen. Das Holz sollte 2 Jahre lang luftgetrocknet sein, richtig. Wichtig ist auch die richtige Größe der Scheite. Kleinere Scheite verbrennen besser als große Holzprügel und haben die größere Wärmeausbeute. Der dritte Punkt ist der, dass die Gefahr einer KohlenmonoxidVergiftung mit trockenem, nicht morschem Holz durch eine saubere Verbrennung um ein Vielfaches geringer ist. Und nicht zu vergessen: Die Anlage selbst, die Feuerungsanlage bleibt weniger beansprucht.

Stichworte: Wartung und Pflege. Ich empfehle mindestens 1 Mal im Jahr alle Anlagen zu reinigen und zu überprüfen, nur so kann gewährleistet werden, dass die Anlagen sicher funktionieren und keine Kohlenmonoxid-Unfälle passieren. Diese enden leider meist tödlich. Außerdem kann man mit einer sauberen und gewarteten Anlage bares Geld sparen. Wartungsdienst und Kaminkehrerdienst – eine Verständnisfrage: Was ist der Unterschied? Der Wartungsdienst ist verantwortlich für die Funktionstüchtigkeit der Anlage und überprüft diese auf Herz und Nieren. Der Kaminkehrer hingegen sorgt dafür, dass die Anlage brennstoffsparend betrieben werden kann und sorgt für einen ungehinderten Abzug des Rauchgases durch den Kamin. Danke für das Gespräch. Interview: Angelika Ploner


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Gold für Speck und Kaminwurzen Metzgerei Mair Kuenrath Roland & Co.OHG - Glurns - Die Familie Kuenrath von der Metzgerei Mair in Glurns hat allen Grund zur Freude. Gleich dreimal gab`s den „Goldenen Preis 2015“ für Spitzenprodukte – zweimal für Speck unterschiedlicher Reife und einmal für Kaminwurzen. Qualitätsprüfer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG in Frankfurt am Main haben getestet und die Auszeichnung vergeben. von Magdalena Dietl Sapelza

Das DLG-Testzentrum liefert den Verbrauchern neutrale und unabhängige Ergebnisse über die Qualität der Lebensmittel. Experten führen die Produkttests nach anerkannten wissenschaftlichen Qualitätsstandards und Methoden durch, ganz im Sinne des Verbraucherschutzes. Zwei Speck-Sorten (einmal fünf und einmal sechs Monate gereift) und die Kaminwurzen der Metzgerei Mair erhielten mit Gold die höchste Auszeichnung. Der verstorbene Gründer Adolf Mair hätte seine Freude daran, denn ein guter Speck war stets sein ganzer Stolz. Diesem Vermächtnis und der Tradition fühlt sich die Familie Kuenrath mit Ernst, Margit, Roland und Karoline verpflichtet. Hochwertiger, milder und handwerklich hergestellter Speck ist neben Kaminwurzen und unterschiedlichen Fleisch- und Wurstwaren nach wie vor das Hauptprodukt des Betriebes. Der Tüftler bei der Rezeptur ist Juniorchef Roland. Das Geheimnis liegt in der richtigen Mischung und im richtigen Räuchern. Und

dass er richtig liegt, bestätigt Roland Kuenrath ihm die Auszeichnung. (rechts) mit seinen Die Familie Kuenrath führt Jungs Max Telfser und die Metzgerei Mair in dritter Julian Kuenrath Generation und beschäftigt 12 Mitarbeiter/Innen. Neben der Produktionshalle mit kleinem Geschäft in der Glurnser Gewerbezone betreibt sie Verkaufsstellen im Glurnser Stadtkern, in Mals und in Taufers. Die Auswahl ist groß und jederzeit werden Sonderwünsche erfüllt. Die Metzgerei bietet Fertiggerichte, Fonduefleisch mit hausgemachten Soßen, Platten-Service, Salate, Spanferkel, heiße Schinken Sie beliefert Vereine, Festgesellschaften und vieles mehr. Seit 10 Jahren zum Verarbeiten bringen. Auch Tiere aus führt die Familie den Schlachthof in Mals. dem nahen Münstertal kommen nach Mals. Dort herrscht im Winter Hochbetrieb. Für Diese müssen allerdings wieder als ganze den eigenen Betrieb werden Rinder, Schafe, Teile über die Grenze zurück gebracht werKälber geschlachet sowie heimisches Wild den. Wer Speck selbst einsalzen will, findet verarbeitet. Auch Bauern und Jäger können in der Metzgerei Mair das richtige Stück ihre Tiere zum Schlachten beziehungsweise Fleisch für die eigene Räucherkammer.

So schmeckt der Vinschgau! Il sapore della Val Venosta!

METZGEREI - MACELLERIA

Kuenrath R.

& Co. OHG

Florastr. 32 Via Flora · 39020 Glurns - Glorenza Tel. 0473 83 12 07 · info@metzgerei-mair.it

www.metzgerei-mair.it

Mit dem Goldenen Preis für Schinken und Kaminwurz 2015 der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft wird der Metzgerei Mair höchste Lebensmittelqualität bescheinigt. Il Premio d’Oro per Prosciutti e Salumi 2015 dell’Associazione Tedesca per l’Agricoltura attesta alla macelleria Mair la massima qualità dei prodotti alimentari.


Das Törggelen Einst bäuerliche Tradition, heute kulinarischer Höhepunkt: Das Törggelen. Varianten woher das Törggelen stammt, gibt es viele. Geblieben ist wohl die Einfachheit der Speisen, Surfleisch und Sauerkraut, Knödel in allen Variationen, Würste.. alles zusammengefasst unter einem Begriff, nämlich der Schlachtplatte. Und zum Abschluss, als süßen Abgang sozusagen gibt es Krapfen oder Keschtn. Nicht fehlen darf aber der Wein, die edlen Tropfen der Umgebung. Die Geselligkeit wird beim Törggelen hochgehalten: Es wird gegessen, getrunken, geplaudert und gelacht....

Voranmeldung erwünscht:

TÖRGGELEN ab Ende September

Donnerstag - Sonntag ab 14.00 Uhr • auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten

von Angelika Ploner

Für Feinschmecker: Eine Genießer-Adresse: Der Himmelreichhof in Tschars. Wer schon Mal hier war, sagt er habe das Himmelreich auf Erden erlebt. Gemütlich und heimelig ist’s in der getäfelten Stube im Hofschank des Himmelreich-Hofes in Tschars/Kastelbell. Jutta und Markus Fliri bewirten ihre Gäste mit besonderen Spezialitäten. Alles wird hier frisch zubereitet, das ist Ehrensache am Himmelreich-Hof, eine Voranmeldung ist deshalb erwünscht. Zu Südtiroler Hausmannskost gesellt sich natürlich der Wein. Neben den sortenreinen Weinen, dem Vernatsch, dem Zweigelt, dem Blauund Weißburgunder und dem Riesling keltert Markus Fliri zwei Weinverschnitte ein. Der Malea ist ein Cuvèe vom Gewürztraminer und Müller-Thurgau, der Rosè, Morgenrot genannt, ein gemischter Satz vom Zweigelt, vom Blauburgunder und vom Lagrein Geöffnet ist der Hofschank von Donnerstag bis Sonntag ab 14 Uhr, auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten.

....die Metzgerei Leggeri in Schlanders. Bereits in der 2. Generation steht der Gaumenkitzel bei der Metzgerei Leggeri im Mittelpunkt. Das Familienunternehmen ist über Schlanders hinaus bekannt für gute und kontrollierte Qualität und Frische. Ein Streifzug durch das Sortiment: Geboten werden neben dem herkömmlichen Wurstsortiment hausgemachte Spezialitäten, die nach alter handwerklicher Tradition hergestellt und mit edlen Gewürzen und erlesenen Zutaten verfeinert werden. Speziell im Herbst: Geselchtes, Hauswürste, Kraut, Surfleisch, Knödel, Speck, Kaminwurzen und alles was noch zum Herbst und zum Törggelen dazu gehört...

Tipp: Törggelen am Himmelreich-Hof mit einer Wanderung am Tscharser Schnalswaal verbinden...

INFO: Der Begriff „Törggelen“ geht auf den Lateinischen Begriff „torquere“ - „pressen“ zurück. Woher die Tradition des Törgglens wirklich kommt, ist nicht bekannt. Eine Theorie behauptet das Törggelen sei als Dank für die fleißigen Erntehelfer bereitet worden. Infos: www.toerggelen.org


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24.09.15

Spezial Mode 2015 Der Herbst hält einiges bereit: Die schönsten Trends und Neuheiten haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zusammengestellt .... von Angelika Ploner

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Nationalpark Stilfserjoch

Die Höhensiedlung Tor de Pagà Fotos: Wolfgang Platter

Archäologie in der Valle Camonica

Die Hügelkuppe „Tor de Pagà“ (Turm der Heiden) in der Gemeinde Vione (BS) als frühmittelalterliche Höhensiedlung einer langobardischen Sippe mit Siedlungskontinuität im 11. und 12. Jahrhundert n. Chr. auf 2.236 m MH mit Ausblick auf die Talsohle bei Ponte di Legno und auf die Berge der Adamello-Gruppe.

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Hildegard von Bingen, 17. September 2015

D

ie Valle Camonica ist das ca. 90 km lange Tal zwischen dem Tonale-Pass und dem Iseosee in der Provinz Brescia. Die Valle Camonica wird vom Fluss Oglio entwässert. Die Südseite des Tales ist von den Bergen der Adamello-Gruppe eingerahmt. Die nördlichen Seitentäler zwischen den Ortschaften Edolo und Ponte di Legno sind Teil des Nationalparks Stilfserjoch: die Valgrande, die Valle di Canè und die Valle di Viso. Die Südseite des Tales ist als regionales Naturschutzgebiet Parco dell´Adamello ausgewiesen. Verwaltungspolitisch umfasst die Valle Camonica insgesamt 120.000 Einwohner in derzeit 41 Gemeinden. Überregional bekannt ist die Valle Camonica wegen der Felsritzzeichnungen. 1983 hat die Region

Lombardei das Schutzgebiet „Riserva Naturale Incisioni Rupestri Ceto – Cimbergo – Paspardo“ ausgewiesen. Auf bisher 450 aufgefundenen Steinmonolithen und Porphyrfelsen sind Einritzungen mit Symbolen und figuralen Darstellungen der Urzeitmenschen als Jägerkultur dokumentiert. In Capo di Ponte gibt es ein archäologisches Museum zu den Felsritzungen der Valle Camonica. Die Steineinritzungen in der Valle Camonica ähneln in der Wahl der Motive und in der Art der Darstellung stark jenen auf dem marmornen Latscher Menhir. Die Erkenntnisse der Archäologen lehren uns, dass es schon in der Urzeit Kontakt und Tauschhandel unter den Menschen und deren Sippen in den Alpentälern über weite Räume gegeben hat: Die Silex-Steine an den Waffen des Mannes vom Tisenjoch (Ötzi) sollen aus der Valle Camonica stammen.

Die archäologische Grabungsstätte „Tor de Pagà“ In der Gemeinde Vione unweit von Ponte di Legno liegt auf einer Meereshöhe von 2.236 Metern an der oberen Waldgrenze zwischen den Eingängen in die Täler Valgrande und Valle di Canè die Hügelkuppe „Tor de Pagà“ (Turm der Heiden). Der Legende nach haben sich hier herauf die letzten Heiden vor der Zwangschristianisierung durch Karl den Großen in eine versteckte Höhensiedlung zurückgezogen. Bei den Resten dieser Siedlung handelt es sich um viereckige Mauereinfassungen von vormaligen Wohnhäusern und Reste von Wehr- und Aussichtstürmen. Diese Reste haben erstmals im Jahre 1977 das Interesse der Archäologen erweckt, als von Prof. Mario Mirabella Roberti erste Sondierungen vorgenommen wurden. Mario Mirabella Roberti (geboren 1909 in Venedig und dort 2002 verstorben)


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war Universitätslehrer und Forscher für Archäologie zuerst in Triest, dann in Mailand. Von 1953 bis 1973 leitete er die Abteilung für Denkmalschutz der Region Lombardei in Mailand. Wahrscheinlicher als die mit der Legende kolportierte Deutung der Höhensiedlung „Tor de Pagà“ ist eine andere Erklärung der Archäologen: Tor de Pagà könnte ein Rückzugsort eines Geschlechtes oder einer Sippe im Frühmittelalter gewesen sein, als sich verschiedene Familiensippen um die territoriale Vormacht im Gebiet der Alta Valle Camonica stritten. Interessant ist die Grabungs- und Fundstätte auch deshalb, weil es sich mit ihrer Höhenlage auf 2.230 m MH um eine der höchstgelegenen Siedlungsstätten im Alpenraum handelt. Ob die Siedlung ganzjährig oder nur saisonal bewohnt war, ist noch abzuklären. Jedenfalls ist Haustierhaltung von Schweinen als Form der Vorratswirtschaft aus den bisherigen Funden an der Grabungsstätte belegt.

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rechts: Metallfibel als Beifund aus der Höhensiedlung Tor de Pagà unten: Wohngeviert mit umfriedeter Feuerstelle

Das archäologische Sommercamp Vione Auf Initiative des derzeitigen Bürgermeisters der Gemeinde Vione Ing. Mauro Testini, seines Zeichens Bauingenieur mit großem Interesse und profundem Wissen zur Geschichte und Frühgeschichte, wurde ab dem Sommer 2011 das Projekt „Archeologia Vione“ gestartet. Im abgelaufenen Sommer 2015 hat das Vorhaben das fünfte Jahr von sommerlichen Grabungskampagnen an der Siedlung „Tor de Pagà“ erreicht. Unter der Koordination des archäologischen Institutes der Universität „Cattolica“ von Mailand und unter der Direktion des Amtes für Bodendenkmäler der Region Lombardei graben Berufsarchäologen, Mitarbeiterinnen der Universitäten Mailand und Pavia und Archäologie-Studenten in Ausbildung die Höhensiedlung aus. Das Konsortium Nationalpark Stilfserjoch beteiligt sich im Rahmen einer Konvention mit einem bescheidenen finanziellen Beitrag an der Abdeckung der Kosten für die Grabungskampagnen.

oben: Diese Mauertechnik wird von den Archäologen als langobardisches Fischgrätmuster bezeichnet. Der Südtiroler Archäologe Dr. Hans Nothdurfter hat dieses Muster auch für die Mauern an der St. Markus-Kirche in Laas dokumentiert. links: Archäologiestudenten der Universitäten Pavia und Mailand haben Reste eines Wehr- und Aussichtsturmes freigelegt.

Bisherige Erkenntnisse Bis jetzt konnten auf zwei benachbarten Hügelkuppen an diesem markanten Aussichtspunkt an der oberen Waldgrenze der Sonnseite in der Alta Valle Camonica Reste von zwei Wehr- und Aussichttürmen in trocken gestockter und teilweise mit Mörtel verfestigten Natursteinmauern freigelegt werden. Ebenfalls freigelegt werden konnten in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Turmresten Mauern von Behausungen mit Feuerstellen, Vorratskammern und Viehunterständen. Die Knochenfunde um die Feuerstellen belegen den Verzehr sowohl von Haus-, als auch von Wildtieren. Unter anderem wurden Bärenknochen gefunden.

Schweineknochen gelten unter Archäologen als Zeichen für einen relativen Wohlstand der Siedler bei Haltung von Haustierarten, welche zu ihrer Fütterung und Überwinterung auch der Vorratshaltung bedurften. Als Gesamtbild der bisherigen Ausgrabungen und der Beifunde, worunter sich beispielsweise auch Metallfibeln befinden, lässt sich eine frühmittelalterliche, langobardische Besiedlung des Höhenstandortes „Tor de Pagà“ mit Siedlungskontinuität im 11. und 12. Jahrhundert n. Chr. vermuten.

Die Besiedlung könnte mit der Eroberung des Gebietes und dessen Einverleibung in die Seerepublik Venedig geendet haben. Gegen Ende der diesjährigen Grabungskampagne 2015 konnte als Sensationsfund in tieferen Bodenschichten noch ein Brandopferplatz gefunden werden, der laut bisherigen Datierungen der Archäologen auf das 6. Jahrhundert vor Christi Geburt zurückgehen soll. Dieser Fund lässt das Interesse der archäologischen Fachwelt an der Grabungsstätte „Tort de Pagà“ auch für die nächste Zeit hoch bleiben.


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24.09.15

Er gehörte zu den emotionalsten Momenten der heurigen Ausgabe: die Zielankunft in Sulden. Nachdem sie sieben Tage lang um den Gesamtsieg fighteten, schlossen die drei Top-Teams der Gesamtwertung auf der achten und letzten Etappe, die von St. Valentin auf der Haide nach Sulden führte, einen Nichtangriffspakt und überquerten zu sechst die Ziellinie. Anschließend fielen sie sich in die Arme, ließen ihren Emotionen freien Lauf und sorgten für Gänsehaut unter den vielen Zuschauern. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

Transalpine Run: Nichtangriffspakt auf der Schlussetappe

Spektakuläre Alpenüberquerung Vier Länder, acht Orte, über 260 Kilometer, fast 16000 Höhenmeter – und das zu Fuß in acht Tagen. Diese Strecke bewältigten die Teilnehmer des diesjährigen Gore-Tex Transalpine-Runs, einem der spektakulärsten Trailrunning-Events weltweit. Dabei gelang den Vinschgern Daniel Jung und Ivan Paulmichl, die das Team Gore Running Wear bildeten, der hervorragende zweite Platz in der Endwertung. Von Sarah Mitterer

Michaela von Schoenebeck und Herald Mitterer bildeten das Team Sulden

Ivan Paulmichl und Daniel Jung kämpften bis zum Schluss um den Gesamtsieg

sieg war bis zum letzten Tag ein Dreikampf. Darin mit involviert waren auch zwei Vinschger. Daniel Jung und Ivan Paulmichl vom Team Gore Running Wear konnten gleich zwei Mal einen Tagessieg feiern, in den anderen sechs Etappen landeten sie zudem stets auf dem Podest. Fünf Tage lang durften sie sich das Leadertrikot überziehen und vom Sieg träumen. Am Ende mussten sie sich dem Brüderpaar Oscar und Marc Casal aus Andorra geschlagen geben und belegten Rang zwei in der Endabrechnung. Pech hatten hingegen die bei-

den anderen Vinschger Teams. Anton Steiner und Thomas Hellrigl vom Team Reschenpass lagen gut im Rennen, bei den ersten beiden Etappen gelang ihnen jeweils der dritte Platz in der Master Men Kategorie. Auf der dritten Etappe brach sich Hellrigl zwei Zehen, ein Weiterlaufen war somit unmöglich und Steiner meisterte die restlichen Etappen als Individual Finisher, wobei er der beste der „Alleinkämpfer“ war. Ebenfalls nicht gemeinsam ins Ziel kam das Team Sulden, bestehend aus Herald Mitterer und Michaela von Schoenebeck.

Auch von Schoenebeck musste den harten Anforderungen Tribut zollen und so beendete Mitterer die Alpenüberquerung ebenfalls im Alleingang. Am Ende war die Platzierung jedoch egal. Jeder der Zielankömmlinge durfte sich bei seiner Ankunft in Sulden feiern lassen und als Sieger fühlen. Spätestens beim Erhalt der begehrten Finisher-Medaillen waren die Strapazen der vergangenen Tage vergessen. Auch die Schmerzen werden mit der Zeit vergehen, was jedoch bleibt ist der Stolz auf sich und seine Leistung.

Fotos: Sarah Mitterer

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o manch einer würde die Idee, an solch einem Bewerb mitzumachen, als verrückt bezeichnen, doch für diejenigen, die es tatsächlich tun und ins Ziel gelangen, ist es ein Lebenstraum: der Gore-Tex Transalpine-Run. Um an solch einem extremen Wettkampf teilzunehmen, erfordert es nicht nur Kondition und Kraft, sondern vor allem eins: eisernen Willen. Und wer trotz dieser körperlichen und psychischen Strapazen bis zum Schluss durchhält, der ist ein echter Sieger. Über 300 Zweierteams aus 30 Nationen, darunter drei Vinschger Teams, brachen am 29. August in Oberstdorf auf. um sich über acht Etappen ins Ziel nach Sulden zu kämpfen. Acht Tage lang spielten die Emotionen verrückt: Freude, Schmerzen, Tränen - alles kam in dieser kurzen Zeit zusammen. Nur wer bis an seine Grenzen und darüber hinaus ging, der schaffte es ins Ziel. Das Rennen um den Gesamt-


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Was macht eigentlich ... Hagen Patscheider?

Orientierung und Pläne nach der Schikarriere agen Patscheider fuhr 30 Weltcup- Rennen und über 100 Europacup-Rennen in den Disziplinen Abfahrt, Riesentorlauf, Super-G und Kombination. Er stand fünf Mal auf dem Siegerpodest: 2008 als JuniorenWeltmeister, dann als Europacupsieger im Riesentorlauf und in Kitzbühel war er schließlich der 23-schnellste der Welt. 2012/2013 musste der Skistar aus Langtaufers seine Schikarriere aufgrund einer komplizierten Rückenoperation unterbrechen, im Frühjahr 2014 beendete er sie endgültig. „Ich konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr das geben, was ich eigentlich wollte, daher fiel mir der Abschied leichter“. Er beginnt das Studium „Sport und Technik“ an der Universität Magdeburg. Ein Ingenieurzweig, an dem er zum einen Sportinformatik, Maschinenbau, technische Mechanik, Physik und Mathematik

studiert, zum anderen Anatomie und Sportwissenschaften. Er lernt Sportgeräte zu entwickeln und zu bauen, sowie Sportkleidung zu entwickeln. „Um das zu können, muss ich wissen wie der menschliche Körper funktioniert“, erklärt er. „Der neue Lebensweg fühlt sich gut an, obwohl ich das Schifahren manchmal vermisse “, teilt Hagen mit. „Wenn ich vor dem Fernseher sitze und weiß, die ehemaligen Rennkollegen sind in Argentinien...“. Einige Freundschaften sind aus dieser Zeit geblieben. Außerdem wollte er immer schon studieren. Beim Sport genießt er es, das zu tun, woran er Spaß hat: Schitouren, Kraftraum, … derzeit lernt er kyten. „Beim Trainieren gab es immer einen strengen Plan und es erforderte viel Disziplin.“ Im September durfte ich Hagen Patscheider bei seinem Urlaub zu Hause in Langtaufers

besuchen. Das Leben hat es nicht immer gut mit ihm gemeint und Ereignisse gebracht, die große Herausforderungen waren. Sein Vater Reinhard, der ihm mit zweieinhalb Jahren das Schifahren beigebracht hatte, verunglückte tödlich, als er 10 Jahre war. Doch Hagen ist zuversichtlich und schafft es, die sonnige Seite des Lebens zu finden. Er ist offen, fleißig und dankbar. Ein Email schickt er mir nach: „Wenn du im Artikel Platz findest, würde ich mich auf diesem Wege nochmal beim SC Reschen und besonders bei meinem Trainer Stefan Thöni für die jahrelange Unterstützung bedanken!“ Brigitte Alber

Foto: Brigitte Alber

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Hagen Patscheider am Reschensee mit Freundin Giovanna

Naturns - Fußball der Oberliga

Vinschgau/Unterengadin

Naturnser Glanzstart

Unterengadiner Sommerlauf

Foto: Leonardo Pellissetti

ach dem Aufstieg in die Oberliga hat die Naturnser Mannschaft die neue Meisterschaft mit einem ausgezeichneten Ergebnis angefangen. Die Mannschaft der Brüder Engl und Gustav Grünfelder hat nämlich gegen St. Georgen gewonnen, eine Mannschaft die im Vorjahr mit dem zweiten Tabellenplatz die Meisterschaft abgeschlossen hatte. Das Spiel war ausgeglichen und bis zu 81. Minute schien ein Unentschieden das mögliche Ergebnis. Naturns überzeugte etwas mehr und zwar mit der Fähigkeit mit seinen Stürmern die Verteidigung der Gäste zu durchbrechen. Das Ergebnis wurde von „Pepe“

Freude der Naturnser nach dem Tor von Stephan Lanpacher

so kommentiert: „Die Fußballstärke bewegt sich von Ost nach West.“ Der Glanzstart der Naturnser setzte sich weiter fort: zweiter Sieg (4:1)! in Tramin und 2:1 gegen Rotaliana. Dieses Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seite war sehr spektakulär. In der zweiten Halbzeit gab es in den ersten Minuten mindestens fünf riesige Torchancen für die Naturnser. Mit 2 Toren von Peter Mair ging der Sieg an die Hausherren, die mit 8 Toren in 3 Spielen zu Recht an der Spitze der Tabelle liegen. (lp)

A

m 9. August fand der Unterengadiner Sommerlauf statt. Zahlreiche Mitglieder vom Rennerclub Vinschgau nahmen daran teil. Auf der Distanz von 18 km und 280 Höhenmeter waren in der jeweiligen Altersklasse erfolgreich: 1. Ilse Schütz, Helmut Platz-

gummer; 2. Walter Alber; 3. Andrea Riedl, Verena Pratzner, Petra Pircher; Auf der Distanz von 5,2 km wurden: 1. Roswitha Tragust, Werner Rufinatscha und Günther Tragust; 2. Simone Tragust. (r)

Foto: „Wind“-Archiv

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Der Großteil der Mitglieder vom Rennerclub Vinschgau


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Mals

„Schwerpunkt Fußball“ am Oberschulzentrum Mals H

Porträt

Foto: Leonardo Pellissetti

euer startet das Oberschulzentrum Mals mit Schwerpunkt Fußball zum zweiten Mal mit einer Fußballklasse. 17 Schüler des Jahrgangs 2000 und 2001 besuchen heuer die 1. Klasse, 6 Schüler die zweite und 5 Schüler die 3. Klasse. Somit sind zwei Fußballtrainingsgruppen (eine Trainingsgruppe aus der 1. Klasse und die zweite Trainingsgruppe aus der 2. und 3. Klasse) am Oberschulzentrum in Mals. Jede Trainingsgruppe hat pro Woche zwei Fußballtrainings-

Manuel Horrer ist Sportlehrer. Er hat in Innsbruck Sport studiert und ist jetzt 5 Jahre in der Sportoberschule in Mals als Sportlehrer und Konditionstrainier tätig. Seit letztem Jahr ist er zudem Koordinator und Sportlehrer vom SchulSchwerpunkt Fußball. Manuel hat bis im Alter von 22 Jahren in Schlanders Fußball gespielt, konnte aber wegen eines Kreuzbandrisses nicht mehr weitergespielen. Ab Herbst macht er den Fußballtrainerschein an der Sportschule Oberhaching bei München.

Einige Fragen an Koordinator Manuel Horrer Vinschgerwind: Herr Horrer, was möchten Sie mit diesem Projekt erreichen? Manuel Horrer: Dieses Projekt ist in Südtirol einzigartig in dieser Form. Generell möchten wir talentierten jungen Fußballern eine professionelle Förderung ihrer sportlichen Begabung in einem schulischen Umfeld anbieten. Neben einer fundierten Schulausbildung möchten wir, dass sie auch ihre sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten stark erweitern. Was sind speziell im sportlichen Bereich die Ziele? Jeder Fußballer bzw. jede Fußballerin, welcher die Aufnahmeprüfung schafft, wird eine optimale sportliche Förderung durch unser Trainerteam erfahren, sei es im fußballerischen und auch im konditionellen Bereich. Das Ziel ist also, das größtmögliche Potenzial aus jedem Spieler herauszuholen. Die Spieler trainieren und spielen weiterhin auch bei ihrem Heimverein und kommen somit durch Schul- und Vereinstraining auf eine hohe Anzahl an Trainingseinheiten, vergleichbar mit derer vom Profimannschaften. Es war schon beeindruckend zu sehen, wie sich die Spieler während des letzten Jahres sportlich entwickelt haben. Ich denke, die

Vereine werden in Zukunft sehr von diesem Projekt profitieren, da die Spieler durch die gemeinsame Ausbildung das Niveau in den Mannschaften, in denen sie spielen, anheben werden. Die Spieler absolvieren auch gemeinsame Spiele mit der Schulmannschaft? Ja genau. Sie Schüler spielen für die Schulmannschaft die Schulmeisterschaft sowie Testspiele. Es ist auch wieder geplant, bei einem Turnier von Profinachwuchsmannschaften mitzuspielen. Ob wir das, wie im letzten Jahr, selber ausrichten oder ob wir zu einem Turnier fahren, werden wir erst entscheiden. Diese Spiele bringen den Spielern sehr viel, da sie sich auf einem hohen Niveau spielerisch beweisen müssen. Hier können sie wertvolle Erfahrungen sammeln. Unsere Spiele beeinflussen den regulären Meisterschaftsbetrieb der Heimvereine nicht, sodass sie in ihren Mannschaften normal zum Einsatz kommen. Zum Abschluss noch eine generelle Frage. Wie sehen sie den Vinschger Fußball? Die Antwort würde jetzt den Rahmen sprengen. Ich verfolge den Vinschger Fußball natürlich genau. Generell möchte ich sagen, dass es wichtig ist, den jungen Spielern in den ersten

Mannschaften die Chance und vor allem das Vertrauen zu geben, sich zu beweisen. Denn sie sind die Zukunft. Die jungen Spieler müssen aber auch die Geduld, Ausdauer und den Willen mitbringen, auch wenn sie einmal weniger Einsatzzeiten bekommen. Fußball ist Lebensschule. Wenn es einmal nicht so gut läuft, kann man nicht immer gleich alles hinschmeißen. Man muss auch einmal durchbeißen. Wenn ein Spieler das Potenzial hat, sich in einer höheren Liga zu beweisen, sollte man ihm diese Chance geben und nicht unnötig kompliziert sein. Wenn man im Guten auseinander geht, kommen die Spieler sicher immer wieder gerne zum Heimverein zurück. Die Vinschger Vereine müssen ein bisschen mehr zusammenschauen, wenn wir das Niveau erhöhen wollen. Das ist aber meine persönliche Meinung. Zum Schluss möche ich noch anmerken, dass ich von den Zuschauern in den Amateurligen teilweise sehr enttäuscht bin. Anstatt die eigene Mannschaft anzufeuern, werden die gegnerischen Spieler, Trainer und der Schiri beschimpft und beleidigt. Fairplay und Respekt sollten auch auf den Tribünen stattfinden. Wer das nicht versteht, sollte besser zu Hause bleiben. Interview: Leonardo Pellissetti

einheiten (jeweils 3 Stunden) am Vormittag auf dem Sportplatz in Mals, sowie eine Krafttrainingseinheit pro Woche am Nachmittag. Dazu finden regelmäßig Testspiele gegen Mannschaften der umliegenden Vereine oder gegen Mannschaften des F.C. Südtirol statt. Ab dem heurigen Schuljahr haben die Schüler auch die Möglichkeit, eine Nachmittagstrainingseinheit zu besuchen. Das Fußballtraining der jungen Fußballer wird vom bekannten Nachwuchstrainer Arnold Schwellensattl geleitet. Koordiniert wird der sportliche Bereich vom Sportlehrer Manuel Horrer, welcher auch das Krafttraining leitet und ab Herbst an der Sportschule Oberhaching die Fußballtrainerlizenz in Angriff nimmt. Daniel Ortler aus Glurns und Andreas Lechner aus Latsch werden heuer den Trainerstab erweitern und Schwellensattl als Co-Trainer (Ortler) bzw. als Tormanntrainer (Lechner) zur Seite stehen. Mit Dino Filipovic (Mals) konnte heuer ein zuverlässiger Betreuer für das Projekt dazugewonnen werden. Helfen wird auch wieder Othmar Tribus, Trainerikone im Naturbahnrodeln. Der Mathematiklehrer Heiko Hauser koordiniert die schulischen Belange der Fußballer.

Martelltal

Sommerbiathlon Die neue Rollerbahn in Martell lockt für das Sommertraining hochprofilierte Athleten. Vom 9. bis 14. September kam die norwegische Biathlon-Nationalmannschaft der Herren zum Training, im Oktober werden die Damen kommen. Derzeit trainieren die Schweizer National-Damen in Martell, gemeinsam mit den italienischen Junioren, die von Alexander Inderst trainiert werden, und dann die jungen Athleten des Hochalpinen Instituts von Ftan. Martin Gamper koordiniert die Sommertrainigs der Mannschaften in Martell. (lp)


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Partschins

Neue Bestleistungen in Rosenheim

Tennis-News

Die Athleten des LAC Vinschgau

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twas zu hurtig ging der 15 Jahre alte Prader Moritz Graf sein einziges 5000m Rennen auf der Bahn an. Beim Herbstmeeting in Rosenheim darf der Athlet des Lac Vinschgau nämlich in der absoluten Männerklasse starten. Die ersten 1000m lief er

in 3:23 Minuten durch, was ihm bei relativ heißen Temperaturen viel Kraft kostete. Dennoch fand er dann seinen Rhythmus und kam nach 17:50 Minuten ins Ziel. Damit wurde er glänzender Sechster. Spannend verlief der Weitsprung der Knaben. Mirko

Lepir traf kurz vorher über die 100m auf das Bayrische Talent Nic Kocevar. Der Deutsche gewann mit deutlichem Vorsprung in 11,35 Sekunden vor Mirko mit 11,85 Sekunden. Im Weitsprung trafen die beiden fünfzehn Jahre alten Knaben wieder aufeinander. Der Deutsche setzte zwar gleich gute 6,28m in den Sand, zeigte sich aber derart von Mirkos Sprungtechnik beeindruckt, dass er sich nicht mehr verbessern konnte. Mirko begann mit 6,11m und steigerte sich im vierten Versuch auf 6,54m. Nur einen Zentimeter trennten am Ende Franziska Marsoner von Nora Rinner aus Latsch. Die Naturnserin wurde zweite mit 4,88cm und die Latscherin kam auf 4,87cm. Fabian Waldner konnte eine neue Bestleistung im Diskuswurf mit 35,02m aufstellen. (ah)

Reschen

Fotos: Andreas Waldner

Zwölf neue Segler ausgebildet – Optikurs 2015

Unter der Leitung von Jugendtrainer und Ausbilder Peter Oberhofer erfuhren 11 Jungen und ein Mädchen alles über die Jugendjolle Optimist und wie sie zu führen ist; Die Kinder werden spielerisch an das Segeln herangeführt. Niemand soll gezwungen werden. So finden sie schon von alleine den Spaß an diesem Sport

E

lf Buben und ein Mädchen im Alter von 7 bis 13 Jahren haben am Jüngstensegelkurs des Segelvereines Reschensee teilgenommen. In der Theorie lernten sie die Grundlagen zum Segeln wie die Knoten, Vorfahrtsregeln und Manöver und setzten diese dann auf dem Wasser in die Praxis um. Spielerisch lernten die angehenden Segler unter Anweisung des Jugendtrainers Peter Oberhofer

Wende, Halse, Kurssegeln und Boje über Bord (hiermit ist das Aufnehmen von Gegenständen, die im Wasser treiben, gemeint). Sehr beliebt und unterhaltsam ist immer auch das Kentertraining, bei dem das Boot samt aufgetackeltem Segel gekentert und wieder aufgerichtet wird. Das Erlernte stellten die Segelneulinge am Sonntag unter Beweis. Es galt, bei mäßigem

Südwind von der Startrampe in Reschen zum Grauner Turm aufzukreuzen und den Kirchturm zu umrunden. Der dreitägige Unterricht von je sieben Stunden hat sich gelohnt. Die Kinder sind nun berechtigt, unter Aufsicht mit den clubeigenen Optis alleine zu segeln. Die Segelboote werden ihnen vom Segelverein Reschensee kostenlos zur Verfügung gestellt. (aw)

D

iesen Sommer war einiges los im Tennisclub Partschins. Die Herrenmannschaft der 3. Liga, bestehend aus Max Gerstgrasser, Tobias Gurschler, Andreas Gerstgrasser, Gufler Peter, Alexander und Peter Reiner (im Bild), schaffte den Aufstieg in die 2. Liga. Damit wird Partschins im nächsten Jahr sogar mit zwei Mannschaften in der 2. Liga vertreten sein. Tolle Ergebnisse im Jugendbereich: Manuel Stuefer, Nata-

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

LAC Vinschgau Raiffeisen

lie Vaccaro und Lea Schweitzer konnten in den Kategorien U13 bzw. U18 einige Turniersiege holen und qualifizierten sich alle für das Landesfinale in St. Ulrich, wo Natalie und Manuel jeweils den 3. Platz erreichten. Tolle Leistungen zeigten die Athleten außerdem beim Nationalen Tennisturnier in Gargazon: Katharina Mazoll gewann die Damenkonkurrenz und Max Gerstgrasser musste sich bei den Herren erst im Finale geschlagen geben. Daneben richtete der ASV Partschins Tennis die gemeinsame Vereinsmeisterschaft mit dem SSV Naturns aus. Über einen Monat lang kämpften an die 50 Teilnehmer in den verschiedenen Kategorien um die Vereinsmeistertitel. Bevor die Schule begann, fand noch der erste Family Day im Spotti Partschins statt. Dabei maßen sich die Kids im Doppel mit jeweils einem Elternteil auf dem Tennisplatz, am CalcettoTisch und beim Mensch-ärgeredich-nicht. Dabei konnten Noah und Lea Schweitzer gemeinsam mit ihrem Tata Germar die meisten Punkte holen. Nach einem spannenden und lustigen Nachmittag wurden alle Teilnehmer belohnt. (r)


Vinschgerwind 19-15

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Wir danken herzlich:

den Freiwilligen Feuerwehren Taufers, Müstair, Laatsch, Glurns, Mals, Schluderns, den vielen Menschen für die spontane Hilfe, den Nachbarn, Verwandten, Freunden und Bekannten, den Gemeindeverwaltern, den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die beim Aufräumen tatkräftig mitgeholfen haben, der Bevölkerung, den Betriebsinhabern und Privatpersonen aus nah und fern für die Unterstützung in Form von Dienstleistungen, Zuspruch, Sach- und Geldspenden, den Vereinen und Verbänden für die Organisation von Benefiz-Veranstaltungen wie zum Beispiel jene der AlmInteressentschaft Mitteralm. Danke allen, die uns und in irgendeiner Form beigestanden sind und weiterhin beistehen. Die betroffenen Familien

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Vinschgerwind 19-15

/Kleinanzeiger/ 57

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Vinschgerwind 19-15

24.09.15

Jahrestag/Danksagungen

Valentin Asam * 02.11.1958 † 02.09.2015 Laatsch

Überall, wo wir sind, sind Spuren deines Lebens. Gedanken, Augenblicke, sie erinnern uns an dich.

3. Jahrestag

Alfred Schwienbacher *12.11.1946 † 26.09.2012 Schlanders

VERGELT’S GOTT Überwältigt von der großen Anteilnahme, die wir in diesen schweren Tagen von so vielen Menschen erfahren durften und außerstande jeden einzelnen persönlich ansprechen zu können, ist es uns ein Herzensanliegen, uns auf diesem Weg zu bedanken. Die Wertschätzung, die unserem lieben Valentin in so großen Maße entgegengebracht wurde, ist uns Trost und hat uns durch die erste schwere Zeit getragen. Besonders danken wir: - für jeden Händedruck und für jede stille Umarmung, - für jedes tröstende Wort, gesprochen oder geschrieben, -d em Herrn Dekan Stefan Heinz, dem Pfarrer Don Klaus, Robert Wolf, dem Mesmer, den Ministranten und dem Chor für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier, -d em Rettungs- und Notarztteam des weißen Kreuzes Mals und Schlanders, -d er freiwilligen Feuerwehr Laatsch, den Sarg-, Kerzenund Kranzträgern, - f ür die schönen Blumen, Kerzen und Spenden und allen, die in irgendeiner Weise mitgewirkt haben, unseren lieben Valentin auf seinem letzten Weg zu begleiten. Die Trauerfamilien

In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 27.09.2015 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Deine Familie

Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

10. Jahrestag

Rosa Ungericht geb. Blaas Ganz besonders denken wir an dich beim Gottesdienst am Sonntag, 04. Okt. um 8.45 Uhr in der Pfarrkirche von Tabland. Wir danken allen, die daran teilnehmen, dein Andenken ehren und dich in lieber Erinnerung behalten. Tabland, 04. Oktober 2015 Adolf mit Heidi und Erwin

Eigentlich war alles selbstverständlich: dass wir miteinander sprachen, gemeinsam nachdachten und diskutierten, zusammen lachten, weinten, stritten und liebten. Eigentlich war alles selbstverständlich – nur das Ende nicht –

Obwohl wir dir die Ruhe gönnen, ist voller Trauer unser Herz. Dich leiden sehen und nicht helfen können, das war unser größter Schmerz.

Armin Gansbiller *20.04.1943 † 04.09.2015 Eyrs

Patrick Paulmichl

Danke dem Hochw. Pfarrer Alois Oberhöller für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes, den Ministranten, den Sarg-, Licht- und Kranzträgern, dem Chor, der Vorbeterin, dem Mesner, für Blumen, Kerzen und Gedächtnisspenden, für die vielen schriftlichen und mündlichen Beileidsbekundigungen. Danke dem Hausarzt Dr. J. Plangger und dem Pflegeteam des Alten-und Pflegeheimes St. Sisinius in Laas. Vergelts’ Gott allen, die unseren Armin weiterhin in lieber Erinnerung behalten.

Die Trauerfamilie

* 7.05.1990 † 29.09.2011 Laatsch

Wir gedenken unserem lieben Patrick am Sonntag, 27. September um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laatsch. In Liebe Mama, Tata und Marica Aber wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen, der so lebendig unserem Herzen innewohnt.

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Vinschgerwind 19-15

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Gesundheit

Freies Malen für Personen ab der Lebensmitte REFERENT/IN

Martina Thanei und Hans Thöni TERMINE Mo, 28.09. – Mo, 07.12.2015 (jeweils Mo) UHRZEIT 10.00 Uhr – 11.30 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT Alten- und Pflegeheim Schluderns Kursbeitrag 60 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 28.09.2015 bis 12.00 Uhr

Duft-Qigong REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Gesundheit

REFERENT/IN

Treibholz. Fasziniert REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Freizeit

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Gesundheit

TERMINE UHRZEIT GRUPPE 1 UHRZEIT GRUPPE 2 ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Martina Wienchol Di, 06.10. – Di, 15.12.2015 (jeweils Di) 09.00 Uhr – 09.45 Uhr, insgesamt 10 Treffen 09.50 Uhr – 10.35 Uhr, insgesamt 10 Treffen Musikschule Mals 56 Euro (pro Erwachsenen-Kind-Paar) Do, 01.10.2015

Freies Malen in Latsch REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Info – Anmeldung:

IVHS – Freizeit

IVHS – Freizeit

Martina Thanei Mi, 07.10. – Mi, 25.11.2015 (jeweils Mi) 16.15 Uhr – 18.45 Uhr, insgesamt 8 Treffen Pflege- und Altenheim Latsch 60 Euro (inkl. Materialspesen) Do, 01.10.2015

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

REFERENT/IN

Birgit Seissl TERMINE Do, 08.10. – Do, 17.12.2015 (jeweils Do) UHRZEIT 20.00 Uhr – 21.30 Uhr, insgesamt 11 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 05.10.2015

Entspannen und Malen REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Beruf

Heike Haller Sa, 10.10. – Sa, 28.11.2015 (jeweils Sa) 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen Mittelschule Naturns 48 Euro Di, 06.10.2015

Heißer Draht! Löten bei Nacht. REFERENT/IN

Sprachen

Birgit Seissl Do, 08.10. – Do, 17.12.2015 (jeweils Do) 18.30 Uhr – 19.30 Uhr, insgesamt 11 Treffen Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas 75 Euro Mo, 05.10.2015

Tai Chi + Qi Gong

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Martina Thanei Sa, 03.10., Sa, 10.10., Sa, 17.10.2015 09.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen Jugendzentrum Schlanders 20 Euro (inkl. Materialspesen) Di, 29.09.2015

Eltern-Kind-Musizieren REFERENT/IN

IVHS – Freizeit

Johanna Wassermann Do, 01.10. – Do, 26.11.2015 (jeweils Do) 09.00 Uhr – 11.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen Sozialsprengel Mals OSZ Mals 90 Euro Mo, 28.09.2015

Basics für Frauen - Beckenboden Training und Energieübungen REFERENT/IN

Yoga für Männer und Frauen TERMINE UHRZEIT VORMITTAG UHRZEIT ABEND ORT VORMITTAG ORT ABEND Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

IVHS – Freizeit

Birgit Seissl Mi, 30.09. – Mi, 16.12.2015 (jeweils Mi) 18.30 Uhr – 20.00 Uhr, insgesamt 12 Treffen Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas 120 Euro Mo, 28.09.2015 bis 12.00 Uhr

Gesundheit

Tobias Thialer Sa, 10.10., + Sa, 17.10.2015 17.30 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen JUZE Schlanders 25 Euro Di, 06.10.2015

Englisch für alle REFERENT/IN

Elisabeth Zwick TERMINE Mo, 12.10. – Mo, 23.11.2015 (jeweils Mo und Mi) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 140 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 08.10.2015

Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer - niederes bis hohes Risiko (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN

Johann Unterthurner TERMINE Di, 13.10. + Mi, 14.10.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 150 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 08.10.2015

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


„Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik“ Eine Veranstaltungswoche auf mittelalterlichen Spuren. Anfang Oktober laden wir wieder ein den Blick ins geheimnisvolle Mittelalter zu werfen. Wir bewegen uns in der Zeit des Burgen- und Kirchenbaues und der Klostergründungen. Nirgends sonst sind auf engem Raum so viele Bauwerke aus jener Zeit erhalten geblieben. Hinter unscheinbaren Gemäuern verbergen sich hochwertige Wandmalereien die Dank ihrer hervorragenden Qualität 1000 Jahre und mehr überdauert haben. Denken wir nur an die Fresken in St. Prokulus in Naturns, an die einst prunkvolle Ausschmückung von St. Benedikt in Mals oder St. Johann in Müstair (CH). Die romanischen Stätten in Südtirol stellen einen kunsthistorischen Schatz von europäischem Wert dar. Teilweise handelt es sich um kleine, abseits

gelegene, deshalb aber nicht weniger wertvolle Stätten. Die Bezeichnung Romanik weist auf die Verwandtschaft zur römischen Baukunst hin, von der sie den Rundbogen übernahm. Nicht zu übersehen sind Rundbogenfriese und -fenster an zahlreichen Kirchtürmen. Die Rundbogenportale von Schloss Tirol, Meisterleistungen der Bildhauerkunst, sind die hervorragendsten und am besten erhaltenen Beispiele romanischer Bauplastik in Tirol. All diese Schätze in den Mittelpunkt zu rücken und ein Besichtigungs- und Führungsprogramm zu organisieren hat sich das Projekt „Stiegen zum Himmel - Alpine Straße der Romanik“ zum Ziel gesetzt.

Programm Romanikwoche 2015 Sonntag, 4. Oktober

Naturns, Beginn 13.00 Uhr am Rathausplatz: Wanderung zum Thema „Architektur, von der Moderne über den mittelalterlichen Burgenbau bis zur steinzeitlichen Felsenhöhle“

Dienstag, 6. Oktober 15.00 Uhr auf Schloss Tirol: Vortrag von Museumsdirektor Leo Andergassen „Bilder der Endzeit im Mittelalter“ am Beispiel der steinernen Portale.

Mittwoch, 7. Oktober 14.00 Uhr Kulturwanderung von Müstair (CH) nach Taufers im Münstertal (I). (Mit Anmeldung)

Samstag, 10. Oktober Highlight ist der Tag der offenen Tür. 21 außergewöhnliche Kulturstätten können mit Führung besichtigt werden.

Das detaillierte Programm finden Sie unter www.stiegenzumhimmel.it Folgende Stätten, meist Kirchen, sind unter „Stiegen zum Himmel“ vereint: Kloster St. Johann in Müstair (CH) · St. Johann in Taufers im Münstertal · Stadt Glurns · Kloster Marienberg oberhalb Burgeis · St. Nikolaus in Burgeis · St. Benedikt in Mals · Fröhlichsturm in Mals · St. Veit am Tartscher Bühel · St. Johann in Prad am Stj. · St. Karpophorus in Tarsch · St. Stephan bei Obermontani und Vigilius-Blasius in Morter · Unsere Liebe Frau auf dem Bühel und St. Nikolaus in Latsch · St. Prokulus in Naturns · Maria-Trost in Meran/Romstraße · St. Peter und Schloss Tirol in Dorf Tirol · St. Margareth in Lana · St. Jakob in Grissian bei Tisens · St. Jakob in Kastelaz bei Tramin. Informationen: Ferienregion Obervinschgau · St. Benediktstraße 1 · I-39024 Mals · Tel. +39 0473 83 11 90


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