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Vinschgerwind ausgabe 18-15 Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 18 (259) 10.09.15 I.P. 11 Jg.

www.vinschgerwind.it

Klartext

Roland Pircher vom KVW-ACLI-Patronat Mals im „Wind“-Gespräch

i


2 /pr-info/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Schluderns/Taufers i. M. Die Energiegenossenschaft SEG mit den Werken in Schluderns und Taufers i. M. versorgt 681 Mitglieder der Gemeinden Schluderns, Glurns und Taufers i. M. mit kostengünstiger Energie aus erneuerbaren Wärmeträgern. Die SEG mit übergemeindlicher Struktur ist ein Vorzeigemodell für ganz Südtirol. Am Samstag, 12. September wird das 15-jährige Bestehen gefeiert.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Nachhaltig, bürgernah und effizient: Die SEG – Energieversorgung – eine Erfolgsgeschichte

Die fünf Mitarbeiter: Rita Kofler, Ulrike Stricker, Peter Blaas, Markus Malloth und Franz Platter

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Aus der vor 15 Jahren geborenen Idee ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Die Energiegenossenschaft SEG schafft lokale Wertschöpfung, wirtschaftet nachhaltig, bürgernah und effizient. Gegründet wurde die SEG in Schluderns im Jahre 2000 mit 34 Mitgliedern. 2003 ging die Fernwärme auch an Mitglieder in Glurns. Es folgte 2008 der Bau des Fernheizwerkes der SEG in Taufers i. M. 2009 begann auch dort die Wärmelieferung. In den beiden Werken werden jährlich ca 15 Millionen kWh Wärme und 3,5 bis 4 Millionen kWh Strom erzeugt. (Detaillierte Informationen liefert eine zum Jubiläum erschienene Broschüre) Heute ziehen die Mitglieder der Energiegenossenschaft SEG aller drei Gemeinden in der Wärmeversorgung, bei der Stromproduktion und beim Ausbau des Glasfasernetzes an einem Strang. Mit der übergemeindlichen Ausrichtung haben die Gründer der SEG großen Weitblick gezeigt. Visionär, Vordenker und treibende Kraft für eine eigenständige – von fossilen Brennstoffen unabhängige- Energieversorgung mit erneuerbaren Energien aus heimischen Ressourcen war Sigfried Stocker. Er ist ein Verfechter des Genossenschaftswesens, das nicht spekulativ wirtschaftet, das für alle Mitglieder gleichermaßen Vorteile bringt und Arbeitsplätze vor Ort schafft. In den Werken der SEG sind derzeit fünf Mitarbeiter beschäftigt. (mds) Der derzeitige Verwaltungsrat und Kontrollausschuss von Links: Leo Stecher, Josef Trafoier, Lorenz Wallnöfer, Sigfried Stocker, Johann Thaler, Christoph Prader, Lorenz Fliri, Elmar Koch, Siegfried Warger, Johann Alois Spieß, Elmar Stecher;

Einladung: „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 12. September 2015 in den Fernheizwerken der SEG anlässlich des 15-jährigen Bestehens Programm im Werk Taufers: -10.00 Uhr: Begrüßung durch Obmann Sigfried Stocker - Werksführungen bis 12.00 Uhr mit Umtrunk und kleinem Imbiss Programm im Werk Schluderns: - ab 10.00 Uhr: Werksführungen (laufend) - 11.00 Uhr: Begrüßung durch Obmann Sigfried Stocker - Ansprache von Landesrat Richard Theiner (Raumentwicklung, Umwelt und Energie) - Grußworte durch Präsident Hanspeter Fuchs vom Südtiroler Energieverband (SEV) Anschließend: Grillfest mit musikalischer Unterhaltung durch die „Obervinschger Böhmische“ (bis ca.17.00 Uhr) Hinweis: Zwischen Schulplatz Taufers, Heizwerk Taufers, den Bushaltestellen in Glurns und dem Werk Schluderns besteht ab 9.30 Uhr ein Shuttle-Dienst. Parkplätze stehen im Umfeld der Werke zur Verfügung.


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Inhalt

Vinschgerwind 18-15

/inhalt/ 3

Kommentar Roland Pircher vom Patronat KVW-ACLI in Mals im „Wind“Gespräch“

„Bienen sind für die Natur wichtiger als der Bär“, sagt Josef Thanei

Seite 6

Seite 4

Mals: Egon Alber tritt als Gemeinderat zurück

Seite

4

Schlanders/Vinschgau: Bezirksausschuss ohne Prad

Seite

5

Vinschgau: Wechsel bei Gemeindesekretären

Seite

5

Graun: Der neue Weg der Gemeinde

Seite

8

Vinschgau: Auf der Straße der Romanik vom 4. bis 10. Oktober

Seite

9

Schluderns: Die VizeBM Astrid Reinstadler tritt zurück

Seite 10

Schlanders: Fürst Hans-Adam II in der Diskussion mit LH Kompatscher

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Porträt: Alois Folie, Naturns: Tüftler und Denker

Seite 17

Sonderthema: Das neue Café Greta in Laas

Seite 30

Sonderthema: Der neue Schießstand in Goldrain

Seite 33

Nationalpark Stilfserjoch: Rostpilze an Fichten

Seite 28

Hosch keart: I konn frainemmen unt kriag Geld, wenn i af dr kronk Muatr oudr afn kronkn Votr schaugn mechat.

Wennas nor tuasch a! Lai mitn Pflegegeld in Urlaub fohrn, sell geat it. Sellm isch niamat kolfn. Sell war zan Schamen.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Dem Kloster zugeneigt Markus Spanier, seit 2011 Abt von Marienberg, hat keine Berührungsängste. Er ist kein Geheimniskrämer. Er versteckt sich nicht. Im Gegenteil. Fragt man den Abt, gibt er gern Auskunft (sh. Vinschgerwind Nr. 13/2013). Auskunft darüber, was er und der Konvent vorhaben, welche Bauten anstehen, welche Ziele er verfolgt. Abt Markus und der klösterliche Konvent fügen sich mit ihrem Tun - mit Renovierungen, Um-, Ausund Neubauten - im Grunde nahtlos in die mehr als 900-jährige Klostergeschichte ein. In dieser Geschichte haben sich bauende Äbte mit kontemplativen immer wieder abgewechselt. Für das Kloster waren solche Wechsel für den Fortbestand wichtig. Es gab tüchtige Äbte und weniger tüchtige. Den Abt Markus zähle ich - trotz bisher kurzer Amtszeit - zu den tüchtigen. Die Äbte in der Gründungszeit des Klosters Marienberg kamen aus dem Mutterkloster in Ottobeuren. Abt Markus kommt ebenfalls aus dem Kloster Ottobeuren. Ein Abt hat neben vielen anderen - auch die Aufgabe, die Belange des Klosters abzusichern. Das Kloster Marienberg gehört mit seiner seelsorglichen Tätigkeit, mit seinen schulischen Leistungen, mit seinen wirtschaftlichen Verflechtungen zur Kultur-, Schul- und Wirtschaftsgeschichte nicht nur des oberen Vinschgaus, sondern weit darüber hinaus. Letzte Woche hatte die Neue Südtiroler Tageszeitung über einen anonymen Brief geschrieben. Anschuldigungen gegenüber dem Kloster, gegenüber dem Abt in Richtung Verschwendung mit der Nennung von völlig aus der Luft gegriffenen Zahlen - feiger und infamer geht’s nicht. Frust und Neid? Wahrscheinlich. Verwerflich auf jeden Fall. Auch solche Dinge gehören zur Geschichte des Klosters. Tüchtige Äbte brachte so etwas nicht aus der Bahn.

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4 /politik/

Vinschgerwind 18-15

Bettenburgen

10.09.15

Wind - online

Von den insgesamt 804.325 Gästebetten zwischen dem Tessin und Salzburg entfällt ein Viertel (25,0%) auf das Bundesland Tirol. Es folgt Südtirol mit einem Anteil von 18,8%.

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Sollen Leibchen mit der Aufschrift „Dem Land Tirol die Treue“ in Schulen verboten werden? Neue Umfrage: Sind Bienen für die Natur wichtiger als der Bär?

78,6 %

NEIN

21,4 % JA

„Der Bär gehört weg“

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Foto: Erwin Bernhart

gon Alber ist seit kurzem als technischer Direktor beim Vinschgauer Energiekonsortium VEK angestellt. Alber ist seit kurzem nicht mehr im Gemeinderat von Mals und scheint auf der Homepage der Gemeinde Mals auch nicht mehr als solcher auf. Alber ist für die Offene Gemeindeliste Mals, als Opposition zu BM Ulrich Veith und der SVP, im Mai in den Rat gewählt worden und hat nun das Handtuch geworfen. Als technischer Direktor steht Alber in vielen anstehenden Verhandlungen im Namen des VEK BM Veith gegenüber. Da könne er nicht gleichzeitig Opposition im Gemeinderat betreiben, gibt Alber dem Vinschgerwind offenherzig seine Beweggrün-

de für den Rückzug zu. Eine Unvereinbarkeit in statutarischem Sinne sei nicht gegeben. In den Reihen der Offenen Liste für Mals stößt Albers Rückzug nicht bei allen auf Verständnis. War man doch mit großem Elan und mit noch größeren Erwartungen in den Wahlkampf gezogen. In den Gemeinderat für die Offene Liste Mals nachrücken wird der Schliniger Agronom und Erdbeerbauer Eduard Bernhart. Bernhart hat sich als Sprecher der „Plattform bäuerliche Zukunft“ auch als scharfer Kritiker des Pestizidverbotes in der Gemeinde Mals gezeigt. (eb)

Tartsch - Ein Jungbär hat kürzlich im oberen Vinschgau mehrere Bienenstöcke zerstört. Josef Thanei, der Obmann der Imker von Laatsch und Tartsch, sagt, dass Bären bei uns keinen Platz haben.

zerstörte Bienenstände, rechts: der Obmann der Imker von Laatsch und Tartsch Josef Thanei:

Vinschgerwind: Die Imker in Laatsch und Tartsch haben ein Problem. Josef Thanei: Zur Varroa-Milbe ist in neues Problem jüngst hinzugekommen und das ist der Bär. Ein Bär hat kürzlich mehrere Bienenvölker überfallen und ausgeraubt. Da sind nicht nur die Bienen tot sondern auch die ganzen Aufbauten. Wo sind die Schäden entstanden? Der Bär hat sich im Bereich Calvawald aufgehalten und dort sind zwei Bienenstöcke geplündert worden, einer dazu am Prader Berg und einer bei der Glurnseralm. In Calvawald hat der Bär zuerst zwei Völker ausgeräumt und am nächsten Tag hat er die restlichen zerstört. Insgesamt sind 8 Völker an verschiedenen Standorten zerstört. Kann man den Schaden beziffern? Der Schaden ist zum einen der Verlust der Bienenvölker. Ein gutes Wirtschaftsvolk von Bienen kostet im Frühjahr um die 200 Euro. Dazu kommt die Bienenbeute, die Bienenkiste, die rund 300 Euro kostet, wenn sie

Wo sollen wir mit Vieh und Bienen hingehen?

aus Naturholz in Eigenregie hergestellt wird. Was in dieser Zeit dazukommt ist, dass die Imker ab August Ableger von Völkern machen für das kommende Jahr machen. eine Königin für ein Jungvolk kostet 25 Euro, eine Reinzuchtkönigin 40 Euro. Das Futter für das Jungvolk und die ganze Arbeit kommen hinzu, damit die Brut gut wachsen kann. Wie gehen die Imker mit diesen Schäden um? Die Schänden werden, so habe ich gehört, vom Amt für Jagd und Fischerei bezahlt. Momentan passt dies. In Summe erhält man als Schadensauszahlung pro Volk um die 400 bis 500 Euro, die Beute eingerechnet. Eines ist aber sicher: Dem Imker ist das Volk lieber als das Geld. Wie geht man in Imkerskreisen mit dem Bären um? Man muss ehrlich sagen, dass der Bär bei uns keinen Lebensraum hat. Wir sind zu dicht besiedelt. In jedem Tal stehen Höfe. Man kann nicht sagen, dass ganze Landstriche leer sind, wo der Bär Platz hätte. Der Bär benötigt, so wie ich informiert bin, ein großes Territorium. Der

Bär sucht sich seinen Lebensraum und auch Nahrung. Und die nimmt er sich, wo er sie am leichtesten erbeuten kann. Bienenvölker sind so eine leichte Beute. In der Brut ist viel Eiweiß enthalten. Das benötigt der Bär. Honig ist eher Nebensache. Den lässt der Bär meist hinten. Auch die ganzen Kleintierzüchter werden nicht begeistert sein. Schafe, Ziegen? Richtig. Es sind sogar schon Kälber, auch ein Pferd gerissen worden. Was fordern die Imker? Von mit aus gehört der Bär weg. Der Bär hat bei uns nicht den Platz, er hat nicht den Lebensraum. Von den Umweltschützern aus mag der Bär eine gute Sache sein, er ist auch nett anzuschauen, auf Bildern, in Büchern. Bei uns sind allerdings Höfe und Almen bewirtschaftet. Wo sollen wir mit Vieh und Bienen hin? Dann müssen wir sagen, wir überlassen das Tal dem Bären und wandern abwärts. Meiner Meinung nach sind die Bienen für die Natur wichtiger als der Bär. Interview: Erwin Bernhart

Foto: Erwin Bernhart

Rückzug

Foto: „Wind“-Archiv

Mals


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Vinschgerwind 18-15

/politik/ 5

Schlanders/Vinschgau

Bezirksrat mit Leidenschaft ie Sitzung hätte eine halbe Stunde dauern können: die Konstitution des Bezirksrates und die Wahl des Bezirkspräsidenten samt seinem Ausschuss. Mit Andreas Tappeiner hat sich nur einer als Bezirkspräsident beworben, mit Programm schrift für die Amtsperiode 2015-2020, mit den designierten Mitgliedern des Bezirksausschusses Dieter Pinggera, Roselinde Gunsch Koch, Helmut Fischer und Ulrich Veith. Die Sitzung hat dann 2,5 Stunden gedauert. Der Grauner BM Heinrich Noggler hat im Namen seines Tourismusvereines eine Aussichtsplattform am Ragweg, auch einen Themenweg an der Via Claudia Augusta auf Grauner Gebiet vorgeschlagen, mit Finanzierung über die Bezirksgemeinschaft. Er solle da selbst Vorarbeit leisten, sagte Tappeiner. Eine Kooperation mit Nauders schlug der Malser BM Ulrich Veith in dieser Sache vor. Mit politischer Leidenschaft brachte sich der Prader BM Karl

Foto: Erwin Bernhart

D

Bezirks-Präsident Andreas Tappeiner und sein Ausschuss Helmut Fischer, Roselinde Gunsch Koch, Dieter Pinggera und Ulrich Veith wurden doch einstimmig bestätigt Bernhart ein. Er finde es schade, dass im Ausschuss weder Stilfs noch Prad vorgesehen sei. Er sei für eine Aufwertung des Bezirksrates, es könne nicht sein, dass der Ausschuss alles alleine beschließe. Für das angedachte Kompetenzzentrum für Demenz in Prad regte Bernhart an, dass eine mögliche Erweiterung der St. Antonius-Einrichtung mitgedacht werden könnte. Eine Brücke beim Spondiniger Bahnhof für den Radweg sei anzudenken, ebenfalls eine Rad-

wegvariante über Lichtenberg. Es wäre eine tolle Sache, wenn der Visnchger Höhenweg hufeisenförmig an der Nörderseite wieder retour verlaufen könnte. Bei der Umfahrung im oberen Vinschgau sei ein einvernehmliche Lösung anzustreben. „Ich bestehe aber darauf, dass keine große Umfahrung kommen wird“, sagte Bernhart wörtlich. Die Stilfserjochstraße müsse mit verschärftem Tempo angegangen werden. Für das Krankenhaus Schlanders schlägt

Bernhart eine neue Abteilung für Geriatrie vor. „Mir gefällt deine Leidenschaft“, sagte Dieter Pinggera zu Bernhart und verwies auf die Bürgermeisterrunden, in denen strategische Entscheidungen getroffen würden. Gegen Ideen rund um den Radweg trat der Marteller BM Georg Altstätter auf. Es sei beschlossen worden, dass nach dem Radweg-Hauptstrang Reschen-Kastelbell die Seitentäler berücksichtigt werden sollen. Wenn dem nicht sei, werde er seinen Gemeinderat auffordern, vom Beitrag der Marteller für die Erhaltung des Radweges Abstand zu nehmen. Zu geschlossenem Auftreten rief der Kastelbeller BM Gustav Tappeiner auf, um mehr Gewicht gegenüber Bozen zu haben. Dem pflichtete auch der Stilfser BM Hartwig Tschenett bei. Tschenett verwies darauf, dass in der Vergangenheit bei 7 Ausschussmitgliedern Stilfs und Prad vertreten waren. Diesmal habe man Bauchweh. (eb)

Vinschgau

Das Sekretärskarussel N

amen will Andreas Tappeiner keine nennen. Der Bezirkspräsident sagt nur soviel: „Es sind einige Namen gefallen und diese Personen werden wir nun kontaktieren.“ Und weiter: „Wunsch ist das eine, wen wir dann bekommen etwas anderes.“ In der Tat gestaltet sich die Suche nach einem neuen Generalsekretär für die Bezirksgemeinschaft Vinschgau nicht einfach. Ohne Bewerberin oder Bewerber ist die erste Ausschreibung geblieben: Vinschgaus Gemeindesekretärinnen und -sekretäre scheinen wenig Machthunger zu haben oder aber die Stelle in der Bezirksgemeinschaft ist eine unattraktive. Wie auch immer, nun ist der Bezirksausschuss am Zug. Tappeiner: „Wir übernehmen jetzt die aktive Rolle und suchen

geeignete Leute, die entweder über eine Einstufung in einer Bezirksgemeinschaft verfügen oder aber in einer Gemeinde in der 2. Klasse eingestuft sind oder in einer niedrigeren Stufe auf eine entsprechende Berufserfahrung verweisen können.“ Daneben bestimmt die Suche auch die Frage: Wer das nötige Charisma für den Posten als Generalsekretär mitbringt. Als mögliche Aspiranten sind vor allem zwei im Gespräch: Monika Platzgummer Spiess, die Malser Generalsekretärin und - in der Favoritenrolle – Georg Schuster. Der Latscher Gemeindesekretär sieht sich in der eigenen Gemeinde mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Denn die Marteller Amtskollegin Elisabeth Puintner räumt überraschend ihren Posten.

Wer kommt anstelle von Generalsekretär Konrad Raffeiner (Bild r.): Monika Platzgummer Spiess oder Georg Schuster? „Ich habe meine Kündigung eingereicht, das ist korrekt“, sagt Puinter dem Vinschgerwind. Dass Georg Schuster - wechselt er nicht in die Bezirksgemeinschaft - im kommenden Jahr Chef zweier Gemeindestuben werden müsste, wird zumindest angedacht. Nicht aus der Deckung wagte sich hingegen Georg Sagmeister. Die Nachfol-

ge vom Glurnser Stadtsekretär, Schlanderser Generalsekretär und Göflaner Fraktionssekretär ist in der Stadt Glurns gesichert: Ein frisches Gesicht - der Malser Max Polin - ist einsamer Bewerber des ausgeschriebenen Doppelsekretariates Glurns und Taufers. Für den Rest dreht sich das Karussell weiter und wer aufsitzt ist noch offen. (ap)


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Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Ich fordere eine andere

Familienpolitik!

Roland Pircher ist seit knapp 30 Jahren im Patronat KVW-ACLI im Vinschgau tätig, seit Jahren im Patronat von Mals. Pircher hat viel erlebt und gesehen. Er hat mit Grenzpendlern zu tun, mit Ansuchen um Pflegegeld, mit Rentenansuchen, mit Familiengeld. Man habe die letzten Monate über Griechenland geredet und so von Problemen in Italien abgelenkt. „Es ist höchst an der Zeit, Hausaufgaben auf Landes- und Staatsebene zu erledigen“, sagt Pircher und nimmt sich im Gespräch mit dem Vinschgerwind kein Blatt vor dem Mund. dere Familienpolitik machen. Das gesamte „Familienpaket“ ist zu überarbeiten. Anstatt wie bisher ein Landes- und eine regionales Familiengeld auszubezahlen, sollte nur ein einziges Paket geschnürt werden. Das würde auch Kosten in der Verwaltung einsparen. Ich empfehle, den Müttern, bis das Kind drei Jahre alt ist, monatlich 400 Euro zu zahlen, damit sie sich der Kindererziehung widmen können. Die Kitas können als zweite Schiene in größeren Gemeinden verwirklicht werden. Auf der anderen Seite muss der Staat, und das ist ein Aufruf an unsere Parlamentarier, das Kindergeld erhöhen und zwar bis zum 26. Lebensjahr bei studierenden Kindern. Auch der Steuerfreibetrag für zu Lasten lebender Familienmitglieder muss unbedingt auf 5.000 Euro erhöht werden. Seit rund 30 Jahren ist dieser Freibetrag mit 2.840 Euro gleich. Das kann es nicht sein.

Vinschgerwind: Auch die Offenlegung der Konten in der Schweiz ist schon länger ein Thema. Pircher: Richtig. Ein letzter Aufruf ergeht von meiner Seite an alle, die freiwillige Offenlegung der Konten in der Schweiz, das wird „Voluntary Disclosure“ genannt, bis zum 30.09.2015 vorzunehmen. Das ist der vom Staat vorgegebene Endtermin.

Vinschgerwind: Ist Arbeitslosigkeit im Raum Mals, im Raum Vinschgau ein brennendes Thema? Pircher: Es herrscht Arbeitslosigkeit, gewiss. Deshalb sage ich, wer eine Arbeit vor der Haustür hat, sollte das zu schätzen wissen. Unsere „Klein- und Mittelbetriebe“ haben große Schwierigkeiten, sich über Wasser zu halten. Deshalb ergeht mein Appell an die Arbeitnehmer, mehr zum Betrieb hinzuschauen und ab und zu auch mal eine halbe Stunde „gratis“ arbeiten. Nur wenn es den Betrieben gut geht, geht’s den Arbeitern auch gut. Ich sage nicht, dass man sich ausnutzen lassen soll. Die Betriebe, ich kenne die Lage ziemlich gut, müssen steuerlich entlastet werden, damit sie mehr Luft für Investitionen und für Neueinstellungen bekommen. Bei den „Arbeitslosen“ ist, das ist meine Meinung, strengere Handhabung vonnöten. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass Arbeitslose aufgrund der Qualifikation und im Umkreis von 50 km dem Betrieb, der

Vinschgerwind: Wechseln wir zur Familienpolitik. Sie kennen die Unterschiede zwischen Italien und der Schweiz? Pircher: In der Schweiz ist es so, dass werdende Mütter bis zur Geburt, bis zur Entbindung arbeiten müssen. Dann sind 14 Wochen Mutterschaft vorgesehen. Italien hat ein rigoroses Mutterschaftsgesetz mit obligatorischen und fakultativen Mutterschaftsurlaub. Das ist in dieser Form zu erhalten. Aber die Familienpolitik ist bei uns eine Katastrophe. Der Staat, die Region und unser Land müssen, bin ich der Meinung eine an-

diese entsprechende Qualifikation sucht, zur Verfügung stehen. Ansonsten verliert man den Arbeitslosenstatus. Das muss rigoroser angewandt werden.

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Sie gelten als erfahrener Patronats-Betreuer. Sie kennen Termine und Verfallsdaten. Was steht demnächst, bei den Grenzpendlern etwa, an? Roland Pircher: Heuer müssen alle Grenzpendler, die in der Schweiz von der Krankenversicherung befreit sind, die staatliche Krankenversicherung in Italien leisten. Die Grenzpendler erhalten in diesen Tagen ein diesbezügliches Schreiben von der „Krankenkasse Südtirol“. Die Grenzgänger, die Rentner mit alleiniger Pension von der Schweiz und deren Familienangehörigen werden wählen können, ob sie in der Schweiz oder in Italien krankenversichert sein wollen. In Italien sind 7,5 Prozent des Gesamteinkommens bis 20.658,28 Euro zu zahlen. Progressiv plus 4 Prozent kommen bis zu einem Einkommen von 51.645 Euro hinzu.


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Vinschgerwind: Sie machen viele Rentengesuche. Mit welchen Erfahrungen und Beobachtungen können Sie da aufwarten? Pircher: Mit 40 Dienstjahren ist die Luft bei der Arbeiterschaft draußen. Aus meiner Erfahrung heraus mache ich den Vorschlag, dass Frauen etwa mit 35 bis 40 Dienstjahren selbst wahlweise entscheiden können, wann sie in Rente gehen möchten - natürlich mit entsprechendem Abschlag. So wird es in der Schweiz gehandhabt. Bei den Männern würde ich dasselbe mit 40 bis 43 Dienstjahren empfehlen, natürlich mit entsprechendem Abschlag. Damit könnte auch der Arbeitslosigkeit entgegengewirkt werden. Und ein Weiterarbeiten nach der Rente? Meine Idee ist, dass bis zu vier Monaten mit „Voucher-Gutscheinen“ auch nach der Rente gearbeitet werden könnte. Alles, was darüber ist, ist meiner Meinung nach mit der Rente nicht vereinbar. Ich erlaube mir auch einen Aufruf an die jungen Menschen: Ich empfehle, sich mit einer privaten Vorsorge zusätzlich abzusichern. Es ist nämlich nur eine „minimale Realrente“ aufgrund der gearbeiteten Versicherungs-

jahre vorgesehen, sollte jemand krank oder gar invalide werden. Vinschgerwind: Haben Sie schon absurde Situationen bei den Rentenberechnungen erlebt? Pircher: Unglaubliche sogar. Ein Beispiel nur: Ein Monat Unterschied beim Arbeitseintritt haben vier längere Arbeitsjahre ergeben. Vinschgerwind: Sie haben auch mit dem Ansuchen um Pflegegeld zu tun. Wie schaut es da aus? Pircher: Ich bin der Meinung, dass das Pflegegeld, so wie es jetzt gesetzlich verankert ist, sofort überarbeitet werden muss. Auch damit es länger funktionieren kann. Ich bin der Meinung, dass jeder Bürger in Südtirol auf der Basis seiner wirtschaftlichen Situation einen Beitrag für die Pflegesicherung leisten sollte. In Deutschland, einem der reichsten Länder, leisten sogar die Rentner einen Pflegesicherungsbeitrag. Mit diesem Pflegebeitrag würden bei uns Geldmittel frei, die für die Erhaltung der Krankenhäuser eingesetzt werden könnten. Ich bin auch der Meinung, dass das Pflegegeld aufgrund der wirtschaftlichen Situation, auf

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der Basis der EEVE-Erklärung etwa, ausbezahlt werden sollte. Ich trete für soziale Gerechtigkeit ein und bin deshalb der Meinung, dass in bestimmten Fällen kein Pflegegeld ausbezahlt werden sollte. Dann nämlich, wenn ein Familienmitglied aufgrund des Gesetzes 104/92, welches dem Arbeitnehmer volle soziale Absicherung zusichert, einen Pflegefall zu Hause betreut. Wenn eine Tochter oder Sohn oder ein sonstiges Familienmitglied einen Pflegefall betreuen und dabei keine soziale Absicherung haben, soll das Pflegegeld natürlich ausbezahlt werden. Vinschgerwind: Die Patronate des KVWACLI beklagen in letzter Zeit mangelnde Finanzierung. Pircher: Damit die Rechte der Bürger in Italien und in Südtirol, für Informationen aller Art, für die Gesuchsstellung verschiedner Anträge, weiterhin gewahrt werden können, müssen die Patronate weiterhin finanziell vom Staat, von der Region und von der autonomen Provinz Bozen unterstützt werden. Interview: Erwin Bernhart

Roland Pircher leitet das Patronat des KVW-ACLI in Mals. Da Staat und Land derzeit die Haushaltspläne für das nächste Jahr erarbeiten und demnächst beschließen werden, möchte Pircher einige Dankanstöße geben:

Es müssen so schnell wie möglich Gesetze verabschiedet werden, damit die Wirtschaft in Schwung kommt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen an einem Strang ziehen, damit sich der Erfolg bzw. der Aufschwung einstellt.


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Der neue Weg in Graun Graun - Der Gemeinderat von Graun hat beschlossen, Verbindungen von Skigebieten ergebnisoffen studieren zu wollen. Es geht um Hü oder Hott. Franz Prieth wurde einstimmig zum Delegierten der Gemeinde für die Liftgesellschaften bestimmt. Prieth will Offenheit.

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Mit einem einstimmigen Die Gemeinde ist da mit ca. 60 Prozent beGemeinderatsbeschluss sind Sie als Geteiligt... Die Gesetzeslage ist im Moment so, dass wir meindereferent zum Ausschuss-Deleals Gemeinde aufgefordert sind, zu handeln. gierten für die Skigebiete Haideralm und Muss die Gemeinde aus der Gesellschaft Schöneben ernannt worden. Bisher war aussteigen? dies bürgermeisterliches Hoheitsgebiet. Genau das ist der Punkt. Wir kommen aufWie ist dieses Signal zu deuten? Franz Prieth: In einer Ausgrund der negativen Bilanzen der letzten Jahre mit dem Stabilischusssitzung vor dem Gemeinderat wurden die Namen für die tätsgesetz in Konflikt. Es gibt die vielen Kommissionen genannt. Möglichkeit des Ausscheidens, es Darunter ist auch die Vertretung gibt die Möglichkeit, Rücklagen der Gemeinde in den Skiliftgesellzu schaffen. Es gibt die Möglichschaften zur Sprache gekommen. keit, Wege aufzuzeigen, wie man Ich wurde da aus heiterem Himwirtschaftlich aus dieser Situatimel vom Gemeindereferenten on herauskommt und genau da Josef Thöni für diese Funktion müssen wir ansetzen. vorgeschlagen. Der Vorschlag Welche Perspektiven sehen Sie? wurde im Ausschuss von allen In erster Linie muss die Gemeingut angenommen. Ich habe dann de wissen, wie genau die wirteinige Bedenk- und Sondieschaftliche Situation der Haiderungszeit gefordert, um mit den ralm ist. Der Gemeindeausschuss einzelnen Gruppierungen in der ist noch zu wenig informiert. Gemeinde Gespräche zu führen. Auch für die Leute ist es wichtig, Es gibt zu diesem Thema auf GeInformationen zu haben. Eine zweite Beschlussfassung meindeebene ja bekanntlich verim Gemeinderat betrifft die schiedene Ansichten. Ich habe Projekte - einen möglichen Zudas Gefühl, einen guten Zugang zu allen gefunden zu haben. sammenschluss St. ValentinWar das gute Gefühl dann ausSchöneben und eine mögliche Verbindung Langtaufers-Kauschlaggebend, dass sie zugesagt haben? nertal. Da zeigt man sich offen. Genau. Ich kann mit allen gut Richtig. Die Verbindung St. Vareden und das ist einen Versuch lentin-Schöneben kann eine der wert, die unterschiedlichen Po- Gemeindereferent Möglichkeiten sein, die Haidesitionen auf einen gemeinsamen Franz Prieth: „Alle ralm aus ihrer schwierigen PosiNenner zu bringen - ohne dass Möglichkeiten seriös tion zu befreien – das kann eine da wieder gewisse Fronten aufge- studieren, dann Lösung sein. Da muss allerdings einiges noch geklärt werden. Es baut werden. Natürlich waren die entscheiden.“ kann sicher nicht so sein, dass Positionen in den Gesprächen die Gemeinde gemeinsam mit unterschiedlich. Festzuhalten ist Schöneben eine Verbindung baut, und das aber, dass das Hauptproblem der Gemeinde Problem Haideralm für die Gemeinde bedie Situation der Haideralm ist und wir da nur rauskommen, wenn wir alle gemeinsam stehen bleibt – es gilt in diesem Zusammenan einem Strang ziehen – Gemeinde, Gesellhang ein entsprechendes Paket zu schnüren, das alle Beteiligten befriedigt. Auch ist im schaften und Bürgerinnen und Bürger.

Vorfeld noch zu prüfen, inwiefern die Gemeinde rechtlich überhaupt die Möglichkeit hat, sich an einem solchen Projekt finanziell zu beteiligen. Erhält dieser Weg eine positive Bescheinigung, kann die bereits von den Gesellschaften in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie von der Gemeinde genehmigt und ans Land weitergereicht werden – zu hoffen ist dann auf entsprechende Landesbeiträge - ohne die für uns sicher nichts zu machen ist. Nicht zu vergessen ist die Bürger rechtzeitig über Entscheidungen zu informieren und die Wege verständlich und offen darzulegen – nur so können dann Entscheidungen nachvollzogen und mitgetragen werden. Im Gemeinderat wurden auch klare und unmissverständliche Beschlüsse von Seiten der Vollversammlungen der Liftgesellschaften gefordert. Bei der möglichen Verbindung zum Skigebiet Kaunertal erwartet man eine Studie? Der Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, dass dieses Projekt studiert werden kann. Dies wird von den Promotoren in der Gemeinde begleitet - allerdings ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Die Kaunertaler bringen eine Studie? Der Entwurf zum Grundsatzbeschluss zu den Studien wurde von den Promotoren gemeinsam mit den Kaunertalern erarbeitet. Es ist richtig und wichtig, dass man die Materie seriös studieren kann, die Auswirkungen auf den Tourismus im Gemeindegebiet, die Auswirkungen auf die bestehenden Skigebiete. Bis wann sollen Ergebnisse vorliegen? Einen zeitlichen Rahmen haben wir uns im Beschluss nicht gegeben. Wünschenswert ist eine relativ kurze Zeitspanne. Die Zeit drängt nämlich und man spürt es auch bei den Leuten, die erwarten, dass bald etwas passiert. Primär für die Gemeinde ist verständlicherweise die Lösung des Problems rund um die Haideralm. Mit etwas mehr Mut und offenen Gesprächen auf Augenhöhe in alle Richtungen können wir da einiges erreichen. Interview: Erwin Bernhart


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Vinschgau - Stiegen zum Himmel

Unterwegs auf der Straße der Romanik R

und 20 Kulturdenkmäler eingebettet in eine kontrastreiche Kulturlandschaft geben Einblick in den künstlerischen Reichtum des Mittelalters, in die Welt vor beinahe 1.000 Jahren. Die Reise durch das Mittelalter streift die kleine Stadt Glurns, umschließt die Kirchen St. Benedikt in Mals, St. Johann in Taufers im Münstertal und in Prad am Stilfserjoch, St. Nikolaus in Burgeis und St. Veit am Tartscher Bühel. Eine besondere Atmosphäre strahlen die Benediktinerklöster St. Johann in Müstair (CH) und Marienberg aus. Der Fröhlichsturm in Mals und Schloss Tirol lassen die Macht des Adels erahnen. St. Prokulus in Naturns und St. Peter bei Dorf Tirol gehören ebenso zu den frühesten Zeugnissen der alpenländisch christlichen Kultur wie weitere kleine, jedoch nicht minder wertvolle Stätten in Latsch, Lana, Grissian bei Tisens und in Kastelaz bei Tramin. Gerade der Aufstieg zu kleineren und kaum bekannten Stätten wird mit Überraschungen belohnt.

Unterwegs auf der Strasse der Romanik Im Rahmen von „Stiegen zum Himmel – Alpine Strasse der Romanik“ findet vom 04. bis 10. Oktober 2015 die vielseitig gestaltete Veranstaltungswoche „Unterwegs auf der Straße der Romanik“ mit Besichtigung der romanischen Kulturstätten und einem abwechslungsreichen Programm statt. Die Veranstaltungswoche auf den Spuren der Romanik beginnt am Sonntag, 04. Oktober mit einer Wanderung rund um

Naturns zum Thema Architektur, von der Moderne über den mittelalterlichen Burgenbau bis zur steinzeitlichen Felsenhöhle. Am Dienstag beleuchtet Museumsdirektor Leo Andergassen in seinem Vortrag auf Schloss Tirol die „Bilder der Endzeit im Mittelalter“ am Beispiel der steinernen Portale. Der Mittwoch ist den Fresken in St. Johann in Müstair und in Taufers im Münstertal gewidmet. Höhepunkt ist der „Tag der Romanik“ am 10. Oktober 2015, an dem die Partnerstätten frei zugänglich sind. Das detaillierte Programm finden Sie unter www.stiegenzumhimmel.it Informationen: Ferienregion Obervinschgau St. Benediktstr. 1 I-39024 Mals +39 0473 831190

pr-info Gilgen Door Systems www.gilgendoorsystems.it

Sicher und ästhetisch Gilgen Door Systems hat zwei Automatiktürtypen nach der neuen europäischen Einbruchnorm (EN 1627 – EN 1630) geprüft. Gebäude, Anlagen und Einrichtungen mit erhöhtem Einbruchrisiko (z.B. Banken, Juweliere usw.) benötigen einen sicheren und ästhetischen Zugang. Viele Bankkonzepte verlangen für Ihre Gebäude bereits heute einen Mindeststandard von RC2 bzw. RC3 (Resistance Class). Trotzdem soll der Eingang elegant und einladend aussehen. Gemäss dem Motto „protected by design“ hat sich Gilgen Door Systems dem Thema angenommen und kann nun die automatischen Schiebetürsysteme SLX-M RC2 und SLX-M RC 3 anbieten.

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10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Schluderns-Rücktritt

Engadin/Landeck/Vinschgau

Die VizeBM Astrid Reinstadler tritt zurück

Terra Raetica Almbegegnung im Engadin

Ü

Kastelbell

7. Kastelbeller Weinsommer M

ittlerweile gehört der Weinsommer in Angebot wurden. In diesem Sommer luden Kastelbell als fixer Bestandteil zum die Bauern vom Josmoar Hof in Galsaun Sommerprogramm. Organisatoren sind und vom Marinushof in Kastelbell ein. Im die Mitgliedsbetriebe des Vinschger WeinGespräch mit Heiner Pohl vom Marinushof bauvereins. In den letzten sieben Jahren unterstreicht er, dass in den letzten Jahren haben die Weinbauern (Köfelgut, Rebhof, vor allem Einheimische die Feste stärker Himmelreich, Josmoar und Mariunshof) besuchen, sie guten Anklang in der Dorfgeabwechselnd ihre Höfe geöffnet und lumeinschaft finden und somit der Weinsomden zum gemütlichen Beisammensein. mer eine Ergänzung für das Dorfleben ist. Jedes Hoffest hat seinen eigenen Flair und Gutes Essen, passende Weine, Verkostung lebt vom Charakter des Hofes. Jeder Bauer von lokalen Produkten, Unterhaltung und präsentiert sich mit eigenem Rahmenprovor allem das gemütliche Beisammensein, gramm, von Kulinarischen Köstlichkeiten machen die Erfolgsformel aus. (bw) bis hin zu Musik und Unterhaltung. Kastelbell – Tschars ist im Vinschgau mit das größte Weinbaugebiet und bietet eine Vielfalt von guten Weinen. Bei den Hoffesten werden der neue Jahrgang präsentiert, Edelbrände verkostet und hofeigenen oder lokale Produkte angeboten. Grundidee war es in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein ein gemeinsames Angebot zu schaffen, das für Gäste und Einheimische zum attraktiven Gemütliches Beisammensein ist die Erfolgsformel

Foto: Barbara Wopfner

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

den Einzugsgebieten der Region Unterengadin/Val Müstair, des Vinschgaus und den Bezirken Landeck und Imst. Organisiert wird sie von den Regionalmanagementeinrichtungen von Scuol, Landeck und Spondinig in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Almwesens- und der Landwirtschaftsverbänden. Diskutiert wurde heuer unter anderen über mögliche zukünftige grenzüberschreitende Projekte. Großraubtiere, der Auftrieb von genügend Tieren und Konflikte Kuhglocken erlaubt– „Terra Raetica Empfang“ auf der mit dem Tourismus betreffen Alp Laret oberhalb von Ftan (Unterengadin) das Almwesen grenzüberschreitend. Neben interessanten Ausber 100 Bauern aus dem Dreiländereck führungen über das Engadiner Almwesen trafen sich Ende August zu einem Erwurde bei der Besichtigung der Käserei fahrungsaustausch auf der Alp Laret oberFtan die Herausforderung angesprochen, halb von Scuol/Ftan. Mit dabei waren auch eine Balance zwischen Produktion und 25 Vertreter der Almen und der BauernjuErwartung der Konsumenten bei den Almgend aus dem Vinschgau. Das INTERREGprodukten zu finden. Die Tagung endete Terra Raetica Projekt „Almbegegnung“, mit dem Bekenntnis der Regionsvertreter das heuer zum vierten Mal stattgefunden zur Fortsetzung der grenzüberschreitenden hat, dient dem Erfahrungsaustausch zwiKooperationen und Weiterführung der geschen den Landwirten/Landwirtinnen aus meinsamen Projektarbeit. (lu) Foto: Ludwig Fabi

I

n Schluderns ist die VizeBM Astrid Reinstadler aus dem Ausschuss zurückgetreten. Nach der mündlichen Ankündigung im Ausschuss ist der schriftliche Rücktritt erfolgt. Das Rücktrittsschreiben vollinhaltlich: „Rücktritt aus dem Gemeindeausschuss Im Herbst 2014 habe ich darauf hingewiesen, dass ich zurücktreten werde, sollte sich die politische Arbeitsweise in Schluderns nicht verändern. Damals hat sich der Bürgermeister nicht an die Vereinbarungen des Ausschusses gehalten. Was braucht Schluderns? Einen Kindergarten, ein Altersheim, ein Probelokal für die Musikkapelle. Der Gemeinderat hat sich für die Realisierung dieser Projekte ausgesprochen. Seit einem Jahr wird in den Arbeitsgruppen „Kindergarten“ und „Altersheim“ intensiv gearbeitet. Alle Fraktionen sind an den Planungen beteiligt. Ergebnisse wurden geliefert. Aber: Wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen von Seiten des Bürgermeisters respektiert? Nein. Getroffene Entscheidungen wurden immer wieder in Frage gestellt bzw. nicht ernst genommen. Die Planung und Weiterführung der Projekte wurde somit verhindert. Wurden den Beteiligten alle nötigen Informationen, die für die Planung der Projekte notwendig waren, mitgeteilt? Nein. Im Gegenteil sogar: Wichtige Informationen wurden gezielt vorenthalten und dazu verwendet andere Interessen und Pläne zu verfolgen. Gab es eine gute Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen mit dem Bürgermeister? Nein. Obwohl eine Zusammenarbeit der Parteien beschlossen wurde, stand nicht die sachliche Arbeit im Vordergrund. Durch die ständigen Alleingänge war ein produktives Arbeiten nicht möglich. Zusammenhalt zwischen Beteiligten, Teamarbeit, ein produktives, konstruktives Miteinander ohne Alleingänge von Einzelnen würde die Planung von Kindergarten, Altersheim und Probelokal erleichtern, weiterbringen und endlich zur Umsetzung der Projekte führen – leider ist dies derzeit nicht möglich. In einem solchen Umfeld kann ich meiner Verantwortung nicht weiter nachkommen. Deshalb erkläre ich meinen Rücktritt aus dem Gemeindeausschuss. Astrid Reinstadler“


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Vinschgerwind 18-15

/Wirtschaft/ 11

Schlanders/Lichtenstein

Salutschüsse für Fürst Hans-Adam II

Foto: Heinrich Zoderer

m l A r e d i a H

Auf dem Kulturhausplatz wird Fürst Hans-Adam II mit Salutschüssen und Blasmusik empfangen. Im voll besetzten Kulturhaus gibt es nach der Buchvorstellung eine angeregte Diskussion

A

sein Territorium muss dem Staat entzogen werden. Die direkte Demokratie sollte ausgebaut und die Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, das Selbstbestimmungsrecht auszuüben, um über die Staatszugehörigkeit zu entscheiden. Bei der Diskussion im voll besetzten Kultursaal verteidigte LH Kompatscher die Autonomiepolitik des Landes hin zu mehr Regionalismus und Eigenverantwortung in Europa. Er sprach sich gegen Nationalismus aus, warnte aber auch vor politischen Experimenten. Im Artikel 5 der italienischen Verfassung ist die Unteilbarkeit des Staates festgeschrieben und daher eine Abstimmung über eine Lostrennung vom Staat gar nicht möglich. In den Menschenrechten ist das Selbstbestimmungsrecht verankert, doch das bedeutet nicht das Recht auf Sezession, sondern für die meisten Staaten und Völkerrechtler bedeutet das nur das Recht auf eine innerstaatliche Selbstbestimmung, d.h. auf Autonomie. Wolfgang Niederhofer stellte die Internetplattform Brennerbasisdemokratie vor. Auf einem Blog wird über ein Unabhängigkeitsmodell für Südtirol als mehrsprachiges, postethnisches, weltoffenes Land diskutiert. Ein Anschluss an Österreich lehnt die Gruppe ab, weil sich damit nicht grundlegend etwas ändern würde. Anstatt der deutschen Sprachgruppe wären dann die Italiener die Minderheit im neuen Staat. (hzg)

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en Frühschopupsik und Live-M ausch mit Almenr

Almfest

-

m 5. September gab es auf dem Kulturhausplatz einen landesüblichen Empfang mit Salutschüssen für den Regenten des Fürstentums Lichtenstein, Hans-Adam II. Zuvor marschierten die Schützen von Schlanders, Kortsch und Göflan, die Bürgerkapelle Schlanders, der Landeshauptmann und Vertreter der Gemeinde Schlanders mit dem Fürsten durch die Fußgängerzone zum Kulturhausplatz. Im Kulturhaus stellte der Fürst sein Buch „Der Staat im dritten Jahrtausend“ vor und darauf gab es eine Diskussion mit dem LH Kompatscher und Wolfgang Niederhofer von der Internetplattform Brennerbasisdemokratie. Harald Stauder, der BM von Lana, moderierte die Diskussion. Nach den Vorstellungen des Fürsten ist der Staat der Zukunft ein Dienstleistungsunternehmen, welches den Frieden, den Rechtsstaat, die Demokratie und den Wohlstand der Bevölkerung sichern soll. Es soll ein schlanker Staat mit lediglich vier Aufgaben sein: Außenpolitik, Aufrechterhaltung des Rechtsstaates, Bildungswesen und Staatsfinanzen. Alle anderen derzeitigen Aufgaben, wie das Gesundheitswesen, die Sozialpolitik, die Umweltpolitik, das Verkehrswesen, die Rentenpolitik, kann nach den Vorstellungen des Fürsten die Privatwirtschaft oder die Gemeinde besser und billiger lösen. Auch das Monopol über

13.09.'15

ZIEL Haider Alm

START St. Valentin (Talstation)

Ausgangspunkt: St. Valentin (Talstation) * Ziel: Haideralm Länge: 17,2 km Maximale Steigung: 39,5%, - 43% Durchschnittliche Steigung: 14%, - 11,5% Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer 2513 m Höhendifferenz: 1195 m, -520 m 2504 m

* Für nicht so geübte und Kinder besteht eine verkürzte Strecke!

2250 m 2000 m

1920 m

1750 m

lm .i t w w w8,38.hkma id e ra 2,5 km

5 km

7,5 km

1500 m 8m 1409 2 6 4 3 6 3 7 4 0 Te10l.km+3912,5 km 15 km 17,8 km 16,1 km


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Wind - Klick-Tipps

„Alm an eine Naturschutzorganisation verkaufen“

Jugendschutz

Sehr geehrter Herr Bernhart, Ich möchte mitteilen, dass Sie mit dem Artikel über die Rifairer Alm eine ziemlich schlechte Leistung erbracht haben. Sie informieren nicht fundiert; es ist klar, dass Sie es nur fertig bringen, alle Beteiligten (auch Naturschutz) in ein schlechtes Licht zu rücken. Sie erwähnen Namen , welche in so einem Artikel nicht hin gehören. Haben schlechte Informanten. Wenn jemand blöd redet, druckt man das doch nicht einfach ab! Und die Drohung, dass „dann halt“ die Alm vergandet und zuwächst, wenn nicht etwas passiert, ist ganz einfach primitiv. Im Prinzip bin ich dafür, dass es noch Refugien gibt, wo niemand mit dem Auto hinfahren kann, und dafür, dass man die letzten naturnahen Alpen erhält. Wenn die Eigentümer der Rifaireralm nichts gegen die Verbuschung unternehmen können oder wollen, sollte man sie zwingen, die Alm an eine Natuschutzorganisation zu verkaufen. Thomas Dunn, Valchava

von Roland Sprenger, Online-Berater

E

in wichtiges Thema ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Inhalten, die für sie ungeeignet sind. Dazu gehören pornographische, gewalttätige, extremistische Inhalte aber auch unerwünschte Werbeanzeigen, die u.a. zum Abschluss eines Abonnements führen. Da jeder heute ganz einfach und unkompliziert über Smartphone, Tablet oder PC ins Internet kommt, ist es wichtig, sich über den Jugendschutz Gedanken zu machen. Betriebssysteme wie Windows bieten mittlerweile Möglichkeiten und Einstellungen an, um zeitliche und inhaltliche Einschränkungen zu machen. Ebenso gibt es für Tablet und Handy Apps, die Funktionen und Seiten sperren können. Jedoch kann nicht so einfach alles gesperrt werden, da bereits in der Grundschule auf Lerninhalte aus dem Internet hingewiesen wird, die dann Zuhause erreichbar sein müssen. Zudem gibt es Programme und Filter, die zeitliche Einstellungen ermöglichen, d.h. pro Tag oder Woche nur bestimmte Stunden die Nutzung von PC und Internet ermöglichen und unpassende Seiten sperren. Auch Online Plattformen wie Youtube oder Facebook haben das Thema Jugendschutz groß geschrieben, doch es gelingt ihnen nicht immer, daher sollten Eltern die Kinder auch in Bezug auf den Umgang mit dem Internet erziehen und sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Der beste Jugendschutz sind Eltern und ihre Kinder, die sich mit Vernunft und Hausverstand im Internet bewegen.

Müssen sich die Schlanderser fürchten? Es ist schon sehr verwunderlich, dass neuerdings Leserbriefe im „VinscherWind“ unter falschem Namen einlangen und man herzliche Gratulationen von Schlanderser Bürgerinnen und Bürgern entgegennehmen darf für etwas, was man gar nicht geschrieben hat! Es ist ja nicht so, dass ich als Anrainer des Neubaus „Palabirnhaus“ nicht einverstanden wäre mit den treffenden Zeilen „Was soll das?...“ in der vergangenen Ausgabe des „VinschgerWinds“. Trotzdem muss ich klar stellen, dass ich mich gegebenenfalls

selbst dazu äußern kann, und mir diesbezüglich niemand unter die Arme greifen muss! Lieber Schreiber, schreibe weiter, aber bitte unter deinem eigenen Namen! Oder muss man sich als Schlanderser davor fürchten? August Oberegelsbacher,, Schlanders

Stilfser-Joch Tunnel Als ich den Artikel vom StilfserJoch-Tunnel gelesen habe, dann habe ich die Hände vor meinem Gesicht zusammengeschlagen. In unserer Landesregierung sind nur noch Dilettanten am Werk –ob Landehauptmann oder Umweltlandesrat. Wie kann man nur? Vor 40/50 Jahren hat Hans Lunger mit seiner PDU-Partei die UlmMailand-Autobahn mit OrtlerDurchstich verhindert. Und jetzt kommen wieder eine Handvoll Möchtegernpolitiker, die unseren Hausberg durchlöchern wollen. Herr Landeshauptmann, ich will niemanden beleidigen, aber sie haben von einem Berg-Durchstich wohl keine Ahnung. Ich kann nur abraten, Ökosondierungen zu beauftragen, weil das hinausgeschmissenes Geld ist. Ich erinnere nur daran, dass Geologen Proben gemacht haben, bei denen am Ende nichts herausgekommen ist, dass sich im Ortler gewaltig große Wasserstuben befinden. Wenn eine Luft bekommt, dann könnten gewaltige Mengen an Wasser und Geröll talauswärts donnern. Die Massen einer zweiten und dritten Kammer könnten folgen. Die Gefahr hat sich auch nach Jahrzehnten nicht vermindert. Meine Herren, sollt Ihr meinen Brief nicht ernst nehmen, dann könnt Ihr gerne zu mir kommen und ich gebe euch gratis eine Lehrstunde über Tunnelbau. Ich war sechs Jahre

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beim längsten Tunnel der Welt (57 km Gotthard-Basis-Tunnel) und neun Jahre bei anderen Tunnelbauprojekten in der Schweiz tätig und habe viel zu erzählen. Was die Transparenz betrifft, sollt ihr Politiker Euch schämen. Aus verlässlicher Quelle habe ich erfahren, dass die Anlieger-Gemeinden aus der Tageszeitung über die Pläne erfahren haben. Lebt man so die Demokratie? Bevor so etwas an die Öffentlichkeit kommt, müssten Bürgermeister, Gemeinderäte und Bevölkerung der Gemeinde Stilfs, Prad, Schluderns zu Podiumsdiskussionen eingeladen werden. Es stellt sich die Frage an die Politiker: Wie wollt Ihr das überhaupt finanzieren? Ihr habt nicht einmal das Geld für die Umfahrung Kastelbell beisammen. Und dann wollt ihr auch noch die Zugverbindung Mals-Scuol. Die Vinschger sind halt so blöd und lassen sich von Bozen hinhalten und seit Jahren verarschen. Man muss nicht immer über Rom schimpfen. Auch in unserem Land stinkt es gewaltig. Mein Vorschlag: nicht zu weit nach vorne und über die Grenzen planen. Vom Reschen bis Kaselbell gib`s noch viel zu tun. Herbert Marseiler, Prad

Drei Familien durch einen Grossbrand obdachlos. Eine unglaubliche Katastrophe. Feuer und Wasser, das ist so ziemlich etwas vom schlimmsten das uns treffen kann. Das Elend und Schicksal anderer macht uns hilflos und sprachlos. Wir tun uns schwer in einem solchen Fall tröstende Worte zu finden. Unsere Betroffenheit und unser Mitgefühl als Val Müstairer ist gross. Plötzlich wird es einem Bewusst, dass die Möglichkeit in einer solchen schwierigen Situation zu kommen sehr viel näher ist. Wenn es unsere Freunde im Nachbardorf Taufers getroffen hat, dann könnten wir auch dasselbe Schicksal erleiden. Ich wünsche allen Betroffenen, besonders unserem ehemaligen „Postin“ Werner Christandel mit seiner lieben Gattin, die wir alle sehr gut gekannt haben, alles Gute und viel Zuversicht, dass ihr so schnell wie möglich wieder ein neues Daheim findet. Sonnenschein und Freude sollen Euch dann wieder begleiten und alles Schöne damit ihr bald wieder auf glückliche Tage zurückschauen könnt! Giacumin Bass, Müstair


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Eine Schnapsidee. Zur Zeit wird nach einem Alternativ-Treibstoff f체r die Vinschgerbahn gesucht: Weg von umweltbelastendem Diesel, hin zu Strom oder gar zu Wasserstoff. Wie w채re es mit destilliertem Obst, sprich Obstler? Selbstverst채ndlich Bio!

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Vinschgerwind 18-15

/Impressionen/ 13


14 /Lokales/

Vinschgerwind 18-15

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Vinschgau

Ein poetischer Spaziergang

Kolping im Vinschgau

„Ein poetischer Spaziergang auf dem Boulevard der Lieder“: Unter diesem Motto lädt die Bibliothek Partschins zu einer Musiklesung mit dem Trio Dakapo. „An diesem Abend öffnen wir für Sie die Schatzkiste der Texte. Wir übersetzen große Hits italienischer, amerikanischer und brasilianischer Liedermacher des vergangenen Jahrhunderts und erzählen Ihnen Hintergründiges und Vergnügliches über die Komponisten und Interpreten großer Songs. Lassen Sie sich überraschen - so haben Sie so manchen Hit sicher noch nie verstanden...“ Am Donnerstag, 17.09.2015, um 20.00 Uhr.

n den letzten Ausgaben „Kolping im Vinschgau“ haben wir uns häufig intern mit uns beschäftigt. Nun wollen wir heute den Blick nach außen richten. Und zwar zu einem Ereignis, das sich vor einigen Tagen zugetragen hat. In der Ukraine ist der 46. Nationalverband des Internationalen Kolpingwerkes gegründet worden. Seit 1997 ist der katholische Sozialverband Kolping im Südwesten des Landes aktiv. Am „Hochunserfrauentag“ (15.08.) wurde in Czernowitz – in Anwesenheit von Kolping Generalpräses Dillenburg – offiziell der Nationalverband Ukraine gegründet. Dabei sagte Dillenburg: „Menschen warten auf uns Christen und dürfen erwarten, dass wir für sie Partei ergreifen.“ Fast 700 Mitglieder hat das Kolpingwerk in der Ukraine. Ihr Ziel ist es, zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen und sich vor allem für diejenigen einzusetzen, die am Rande der immer noch vom kommunistischen Menschenbild geprägten Gesellschaft leben. Wir sehen, es ist auch möglich in einem Land, das von Unruhen, fast von Krieg bedroht ist, etwas Positives zu leisten! Kolping Südtirol hat schon vor Jahren in Lemberg/Lviv eine erfolgreiche Initiative für autistische Kinder und Jugendliche und ihre Familien finanziell unterstützt. Wir sehen also, durch zivilgesellschaftliches Engagement ist es möglich, Menschen in Not - von innen aus - zu helfen. Das ist ein Zeichen der kolpingschen Arbeit! Das neueste Aufgabengebiet der Kolpingmitglieder der Ukraine ist die Betreuung von Binnenflüchtlingen, die vor dem Bürgerkrieg im Osten des Landes fliehen müssen. Der Einsatz lohnt sich! Vielleicht eine Aufforderung an uns!

Lehrfahrt ins Wein- und Waldviertel Vinschgau/Niederösterreich - Die Umweltschutzgruppe Vinschgau macht seit ihrem über 30-jährigen Bestehen immer wieder für Mitglieder und interessierte Personen Lehrfahrten ins In- und Ausland, um interessante Betriebe, Landschaften und Menschen kennen zu lernen.

Im Naturkosmetikbetrieb ComumNatura in Ernstbrunn wurden die 30 Teilnehmer der Lehrfahrt auch vom Bürgermeister Horst Gangl begrüßt. Er berichtete über die Bemühungen der Gemeinde im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes, sowie der Energie- und Verkehrspolitik

von Heinrich Zoderer

D

ieses Jahr organsierten Rudi Maurer und Ingrid Karlegger eine Lehrfahrt nach Niederösterreich ins Weinund Waldviertel. Dort wurde ein Naturkosmetikbetrieb, ein Wolfforschungszentrum und die Kräuterhandelsgesellschaft Sonnentor besichtigt. Außerdem machte die Reisegruppe eine Bahnfahrt mit dem Nostalgieexpress in die Leiser Berge. Das erste Ziel der Gruppe war der Naturkosmetikbetrieb CulumNatura von Willi Luger und Astrid Holzhauer in Ernstbrunn, rund 40 km nordwestlich von Wien. ColumNatura ist ein Ausbildungszentrum für Naturfriseure und Naturkosmetiker, welche für die Hautund Haarpflege nur natürliche Stoffe verwenden. ColumNatura

stellt eigene Haarbürsten und eine breite Produktlinie von Haut- und Haarpflegemitteln her, welche nur die ausgebildeten Naturfriseure verwenden und verkaufen. In Ernstbrunn, dem Zentrum des Weinviertels, wurde im Naturpark Leiser Berge auch der Wildpark mit dem Wolfforschungszentrum besichtigt. Die Gemeinsamkeiten zwischen Wolf und Hund, sowie die Intelligenzleistung und Kooperationsfähigkeit von Wölfen und Hunden werden dort erforscht. Auf der Lokalbahn Korneuburg nach Ernstbrunn wurde 1988 der Personenverkehr eingestellt. Derzeit fahren einige Erlebnisund Nostalgiezüge. Die Initiativgruppe „Regionalbahn Leiser Berge“ setzt sich für die Reaktivierung der Bahn ein. Eine Fahrt mit dem Erlebniszug und Gespräche mit Vertretern der Ini-

tiativgruppe gab es am zweiten Tag. Die Umweltschutzgruppe will die Initiativgruppe unterstützen und eigene Erfahrungen einbringen. Ein Verkauf der Vinschger Züge nach der Elektrifizierung an die Regiobahn Leiser Berge wurde bereits angesprochen. Am letzten Tag der dreitägigen Lehrfahrt ging es ins Waldviertel in den Bezirk Zwettl. In Sprögnitz wurde die Firma Sonnentor, dem österreichischer Marktführer im Bereich des Biofachhandels mit Kräutern, Tees und Gewürzen besichtigt. Die Firma wurde 1988 von Johannes Gutmann gegründet und beschäftigt heute 260 Mitarbeiter. 180 Biobauern in Österreich, Tschechien, Rumänien, Albanien und anderen Ländern auf der Welt beliefern Sonnentor. Mehr als 700 Produkte werden von der Firma Sonnentor verkauft.

Foto: Heinrich Zoderer

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10.09.15

Vinschgerwind 18-15

/Lokales/ 15

Martell

Hundert Jahre unvergessen enau zum hundertsten Mal jährte sich der Todestag von Julius von Payer am 29.08.2015. Diesen Tag nahm sich die Gemeinde Martell, gemeinsam mit verschiedenen Privatpersonen wie etwa Manfred Haringer und die aus Halle stammende Jenny Bredow zum Anlass, um sich auf die Fußspuren dieses großartigen Mannes zu begeben, welcher unsere Berge mit so viel Leidenschaft und Ehrgeiz erforscht hat, aber dennoch weitgehend unbekannt ist. Ihm zu Ehren wurde deshalb die Ausstellung im „Payer Stadel“ unterhalb der Zufallhütte eröffnet. Der Ausstellungsort wurde nicht zufällig ausgewählt: Julius Payer hat 24 Tage im „Stadel“ genächtigt, ihn als Ausgangspunkt für seine Exkursionen in die umliegenden Bergwelt genutzt und den Raum mit lebhaften Geschichten über den Nordpol gefüllt, welchen er nur

Fotos: Pia Tscholl

G

Zu Ehren von Julius Payer wurde die Ausstellung im „Payer Stadel“ eröffnet ein Jahr später selbst während einer Expedition besuchen wird. Er war ein Polar-und Alpenforscher, Offizier, Kartograph, Maler sowie auch Professor einer Militärakademie. Vor allem aber war er eins: Ein Abenteurer. Über 70 Gipfel der Ortlergruppe hat Julius von Payer erklommen, 38 davon gelten als Erstbesteigungen. Aus seiner Feder stam-

Sorbisches NationalEnsemble

men die ersten brauchbaren, im Maßstab gehaltenen Karten unserer Berge, auch viele Namen gehen auf Julius von Payer zurück. „Es geht im Payer Stadel um Begegnung“, meint Manfred Haringer, welcher maßgeblich am Ausstellungsprojekt beteiligt war. Ihm ist es wichtig, die Erinnerung an Julius von Payer und

seinen großen Einsatz für unser Gebiet am Leben zu erhalten. Jenny Bredow war für die künstlerische Note der Ausstellung verantwortlich. Der Payer Stadel mitsamt Ausstellung wurde im neuen Plima-Schluchtenweg integriert und ist rund um die Uhr für jedermann kostenlos zugänglich. (pia)

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16 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Leserbriefe 1. Die Spritzung erfolgte auf jenem Grundstück, welches direkt an unser Wohnhaus angrenzt und nicht an unsere Kräuterfelder. Zwischen Wohnhaus und Nachbarsgrundstücksgrenze wachsen einige Pflanzen, u.a. auch Malve, welche nicht geerntet werden, weil es dort keinerlei Schutzmaßnahmen gegen Pestizidabdrift gibt. Grund der Anzeige war vor allem, weil die Abdrift des Nachbargrundstücks direkt an unser Wohnhaus wehte. Dass der Bauer noch ein Schaf es Nachbarn anspritzte und die Abdrift auf eine angrenzende Grünlandfläche wehte, kam noch dazu. 2. Unsere Bio-Kräuter sind dank unserer Schutzmaßnahmen, sprich kompletten Einhausung der Kräuterfelder, unversehrt geblieben. 3. Unsere direkt an die Kräuterfelder angrenzenden Obstbau-

ern, Fuchs Ulrich, Thaler Othmar und der Arbeiter, welcher das Grundstück der Fuchs Johanna bearbeitet, verhalten sich vorbildhaft beim Ausbringen der Pestizide auf deren Grundstück. Weitere Fehler im Bericht: Wir benachrichtigten den Bürgermeister auf dem Handy, da die Gemeindeämter noch geschlossen waren. Nachdem wir den Bürgermeister auch nicht sofort erreicht haben, verständigten wir jene Carabinieristreife, welche außerhalb der normalen Dienstzeiten ihren Dienst im ganzen Vinschgau macht. (Nucleo Operativo e Radiomobile). Diese haben dann im Laufe des Vormittags auch den Komandanten der Carabinieristation Latsch hinzugezogen, Herr Dr. Markus Joos entnahm die Beweisproben. Der Bürgermeister von Latsch ist nicht zum Tatort geeilt, hat sich allerdings telefonisch zurückgemeldet. Die einzige Dorfpolizistin von Latsch,

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Frau Tanja Plörer war an diesem Tag im Urlaub und Herr Schwarz Karl war seit kurzem pensioniert (so die Auskunft im Sekretariat der Gemeinde Latsch). Die Videos wurden nicht mit einer Überwachungskamera, sondern mit einem einfachen Fotoapparat aufgenommen. Annemarie Gluderer, Kräuterschlössl Latsch

Anschluss in Meran Leider kommt es regelmäßig vor, dass die Bahn der Trenitalia von Bozen kommend Verspätung hat und der Anschluss in Meran nach Mals nicht gewährleistet ist oder der Vinschger Zug mit Verspätung fährt. Dies wirkt sich auch negativ auf Busverbindungen aus, die zeitlich auf die Züge abgestimmt sind. Erst kürzlich kam der Vinschger Zug verspätet in Mals an. Das Schweizer PostAuto wartete nicht auf die Ankunft der Bahn. Ich beschwerte mich bei PostAu-

to und war sehr überrascht über die Antwort der Fahrgastmanagerin S. Jäckle: „…Wir können nachvollziehen, wie ärgerlich es ist, wenn es zu einem Anschlussbruch kommt und bitten – auch im Namen des Fahrers – um Entschuldigung. Nach dem ärgerlichen Erlebnis möchten wir Ihnen eine Freude bereiten. Sie werden deshalb in den nächsten Tagen per Briefpost zwei PostAuto-Tageskarten von uns erhalten. Damit geniessen Sie einen Tagesausflug auf dem gesamten PostAuto-Liniennetz der Schweiz. Wir setzen uns dafür ein, dass Sie künftig wieder über erfreuliche Erlebnisse im Zusammenhang mit PostAuto berichten können und heissen Sie herzlich willkommen an Bord.“ Fazit: Trenitalia hat sehr viel Nachholbedarf was Pünktlichkeit und Kundendienst anbelangt, PostAuto könnte ein gutes Vorbild sein! Karin Tschenett, Taufers i. M.

I.P.

Zum Artikel „Bauer straft Bauer“ bedarf es einiger Richtigstellungen:

Gewinner

Herzlichen Glückwunsch! Als Abonnent haben Sie einen Gutschein gewonnen, der Ihnen demnächst per Post zugestellt wird. Mit dieser Aktion belohnt der Vinschgerwind treue Abonnenten mit Hilfe jener Betriebe, die uns Gutscheine zur Verfügung gestellt haben. Lothar Stecher, Mals; Gottlieb Maas, Reschen; Hubert Haas, Reschen; Georg Piffrader, St. Valentin a.d.H.; Horst Hermanns, Mals; Nikolaus Spechtenhauser, Burgeis; Margherita Theiner, Burgeis; Luis Pichler, Laatsch; Gebhard Erhard, Laatsch; Anna Spechtenhauser, Schluderns; Arnold Abart, Schleis; Georg Lindenthaler, Mals; Wilhelm Gunsch, Mals; Monika Angerer Thanei, Tartsch; Leonhard Gunsch, Matsch; Hedwig Telser Thanei, Mals; Markus Parth, Schluderns/Tanas; Magdalena Lobis, St. Valentin a.d.H.; Maximilian Rainalter, Schluderns; Karin Gunsch, Schluderns; Sieglinde Maria Platter, Schluderns; Anna Riedl, Glurns; Alfred Wolf, Glurns; Hermann Christandl, Taufers i.M.; Alfons Fliri, Taufers i.M.; Dietrich Spiess, Taufers i.M.; Helga Helene Wallnöfer, Prad a.Stj:; Hermann Tumler, Prad a.Stj.; Karl Stecher, Lichtenberg; Wolfram Norbert Matscher, Agums;

Herbert Marseiler, Prad a. Stj; Anna Nischler, Prad a.Stj.; Frieda Platzer Moser, Stilfs; Franz Niederegger, Stilfs; Friedrich Kuntner, Sulden; Johann Alber, Eyrs; Alberto und Brigitte Andretta, Eyrs; Notburga Gaiser, Tschengls; Michael Kneissl, Laas; Paul Traut, Laas; Alois Tschenett, Laas; Maximilian Kuntner, Laas; Josef Hauser, Laas; Eberhard Gerstl, Schlanders; Hermann Wenin, Schlanders; Rosa Wieser, Schlanders; Stefan Mayr, Vetzan; Christoph Franz Schuster, Vetzan; Christian Werth, Kortsch; Thomas Erich Hickmann, Kortsch; Hildegard Pratzner, Glurns; Erwin Steiner, Schlanders; Dietmar Telfser, Schlanders; Anna Überbacher, Schlanders; Bernhard Garber, Schlanders; Johann Pichler, Tarsch; Alois Hanni, Tarsch; Mainrad Lampacher, Latsch; Herbert Mazagg, Goldrain; Karin Mitterer, Latsch;

Antonia Tscholl, Morter; Roman Raffeiner, Latsch; Anton Fuchs, Martell; Klaus Kofler, Kastelbell; Eduard Hauser, Tschars; Erwin Volgger, Tschars; Alois Weithaler, Naturns; Sonja Tumler, Naturns; Martin Stecher, Naturns; Anneliese Tappeiner, Tabland; Marianne Nischler Duschek, Naturns; Josef Gamper, Schnals/Katharinaberg; Rosa Zwischenbrugger, Schnals/Unser Frau; Herta Tappeiner, Partschins; Bernhard Ellemunt, Partschins; Karl Trafoier, Rabland; Irene Bacher, Töll; Oswald Folie, Reschen; Karl Schwabl, Matsch; Elmar Luggin, Schluderns; Eva Sommavilla Fritz, Glurns; Christian Christandl, Taufers; Walter Obwegeser, Prad a.Stj.; Johann Telser, Eyrs; Karl Lechthaler, Allitz; Gabriella Überegger, Göflan; Leo Fischer, Latsch; Oswald Mantinger, Latsch; Erwin Nischler, Naturns; Josef Weithaler, Partschins

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10 Freikarten für die Seilbahn Unterstell 10 Essensgutscheine „Schupferwirt“ Schlanders 10 Tageskarten im Skigebiet Watles 10 Tageskarten im Skigebiet Sulden 10 Eintrittskarten Kulturhaus Schlanders 10 Freikarten Freizeitbad & Sauna AquaForum Latsch 10 Freikarten Erlebnisbad Naturns 10 Freikarten Sportwell Mals 10 Essensgutscheine Restaurant Kronenwirt Partschins


10.09.15

Vinschgerwind 18-15

/Menschen/ 17

Klein gewachsen und groß geworden Klein gewachsen und groß gewordenist der 1926 in Mals geborene Alois Folie. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend hat er sich mit viel Fleiß und Arbeitswillen in Naturns zum Großknecht emporgearbeitet und sich dann als langjähriger Tankstellenwärter einen großen Bekanntenkreis geschaffen. Infolge seiner besonderen Beobachtungsgabe konnte er die Entdeckung eines „Wundermittels“ zur Reinigung der dritten Zähne für sich beanspruchen. Die Presse wurde auf ihn aufmerksam, und Alois Folie wurde als Tüftler und Denker in Südtirol bekannt. von Maria Gerstgrasser

S

o titelte die Tageszeitung Dolomiten am 12.03.1997 „Das Kukident ist nichts dagegen“, als seine Erfindung, oder besser gesagt Entdeckung, bekannt wurde. Ein aus Früchten hergestelltes Reinigungsmittel vor allem für die Dritten Zähne, aber auch für andere Gebrauchsgegenstände, sollte den Markt revolutionieren. Nicht einmal dem Patentanwalt verriet er die Zusammensetzung: „Wenn jemand kommt und sich dafür interessiert, dann ist es gut, sonst nehme ich das Geheimnis mit ins Grab“, sagte er damals. Heute, nachdem sich der erhoffte Durchbruch nicht eingestellt hatte, spricht er ohne Wehmut offener darüber und verrät auch, wie sein „Wundermittel“ angewendet werden soll. Mit offenen Augen und ausgeprägter Beobachtungsgabe durchlebte Alois Folie auch schon seine entbehrungsreiche Kindheit mit vier Geschwistern. Der Vater war Taglöhner, der nicht immer eine Beschäftigung hatte. Die Mutter versuchte durch Brotaustragen zum Erhalt der Familie beizusteuern. Alois half ihr dabei und versorgte acht Familien und den Widum mit frischen Brötchen, noch bevor er zur täglichen Schulmesse ging. Der Besuch der italienischen Schule wurde für ihn manchmal zum Albtraum. „A scuola non si parla tedesco“, musste er hundertmal schreiben, weil er mit einem Mitschüler einige Worte in deutscher Sprache wechselte. Das Anliegen der Mutter wäre es gewesen, ihren Kindern eine gediegene Schulbildung zu ermöglichen, und so hatte sie daheim eine Katakombenschule eingerichtet. Doch als Alois zwölf Jahre alt war, starb die Mutter, und es begann für den Vater mit den fünf Kindern wohl eine harte Zeit, von der Alois nichts erzählen möchte, beteuert aber: “I honn die beschte Muatr va dr gonzn Welt kopp.“ Erkennend, dass es für ihn keine freie Berufswahl gab, verdingte er sich mit vierzehn Jahren als Jungknecht bei einem Bauern in Allsack, bei dem er neun Jahre verblieb. Ein weiteres Dienstbotenjahr verbrachte er in Laatsch. Trotz Zufriedenheit

Alois Folie nimmt auch heute noch mit wachen Augen hinter der Hornbrille die kleinsten Veränderungen wahr mit den Arbeitsbedingungen, suchte er eine Stelle im unteren Vinschgau, weil er sich für den Obstbau zu interessieren begann. In Schlanders fand der junge Mann nicht die erhoffte Berücksichtigung seiner Interessen. So trat er nach zwei Jahren in Naturns seinen Dienst an. Dort wurde er gleich in den Stand des Großknechtes erhoben. Der Kleinste wurde da der Größte, wie er, verschmitzt lächelnd, berichtet. Der Großknecht war der höchste in der Gesindehierarchie, eine Respektperson am Hof, der den Bauern auch zu vertreten hatte. Auch stand er dem Bauern beratend zur Seite, wenn es um Lohnangelegenheiten, Kündigung oder Sittsamkeit ging. In dieser Stellung verbrachte er fünf Jahre beim Niedermair in Tschirland und dreizehn Jahre

am Hof Oberhilb bei Dornsberg, wo neben Mägden durchwegs sieben bis acht Knechte bedienstet waren. In penibler Genauigkeit trug er selbst Sorge, dass Traktoren und Maschinen immer sauber waren und geordnet abgestellt wurden. Er behandelte fremdes Eigentum wie sein eigenes. Dieses und andere Vorzüge erkannte auch die Haushälterin am Hof Oberhilb, und auch Alois Folie verliebte sich in das tüchtige Mädchen aus Pfunders. 1961 wurde in Brixen geheiratet, und im Erdgeschoss des Bauernhauses konnten die Neuvermählten wohnen. Beide arbeiteten fleißig weiter, und so gelang es ihnen, in Tschirland mit viel Eigenarbeit ein Heim zu errichten. Der Oberhilbbauer bedauerte dies sehr, da er nun Fina als tüchtige Haushälterin und Alois als langjährigen Großknecht verlor. Im neuen Zuhause vermietete die Frau Fremdenzimmer, und Alois übernahm die Stelle als Tankwart in Naturns. Manchmal überschritt der Tankwart auch die vorgesehene Öffnungszeit, denn an eine permanente Dienstbereitschaft war er ja gewöhnt. Dreizehn Jahre lang versah er mit Erfolg diese Tankstelle. Inzwischen hat sich die einzige Tochter verheiratet. Als fürsorglicher Vater hatte er ihr eine Wohnung gekauft. Nun aber erbte der Schwiegersohn ein Grundstück in Dorf Tirol. Dort errichtete Alois ein Haus, nachdem er kurzerhand sein Anwesen in Naturns verkauft hatte. Alois zog nun mit seiner Frau ins neue Heim. Das Wegkreuz, das in seiner Nähe an der Hauptstraße steht, fand er im erbärmlichen Zustand vor, und „der Herrgott tat ihm leid“, sagte er. So ließ er von fachkundiger Hand ein neues Kreuz erstellen und scheute dafür keine Auslagen. Nun wohnt er dort mit seiner Frau, neben seiner Tochter und deren Familie. Die zwei Enkelkinder sind ihm sehr ans Herz gewachsen, aber zur Ruhe gesetzt hat er sich noch lange nicht. Das verwahrloste Grundstück gestaltete er um und pflanzte Marillen, Erdbeeren und Himbeeren an. Unter seiner fachkundigen Hand gedeihen acht verschiedene Apfelsorten und nach wie vor schwört er auf die Heilkraft dieser Frucht.


18 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-15

Kastelbell

Notfallübung im Stollen des Wasserkraftwerks Kastelbell Um die Sicherheit im SELEDISON-Wasserkraftwerk Kastelbell stetig zu verbessern, ist im Zugangsstollen der Anlage kürzlich eine Notfallübung organisiert worden. Simuliert wurde ein Unfall im Inneren des Stollens mit einem Verletzten, der mit Atemschutzgerät geborgen und durch den 200 Meter langen unbeleuchteten Tunnel über Hindernisse nach draußen transportiert werden musste. Die Simulierung des Ernstfalls im SELEDISON-Kraftwerk Kastelbell wurde von Hydros, einer Gesellschaft der SEL Gruppe und Betreiber der Anlage, gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Morter organisiert. Beteiligt waren zudem die Freiwilligen Feuerwehren von Goldrain, Latsch, Martell und Tartsch sowie das Weiße Kreuz Schlanders und die Verantwortlichen für Arbeitsschutz der beiden Gesellschaften SELEDISON und Hydros. Durch die Notfallübung können zum einen die Gesellschaften Hydros und SELEDISON die Sicherheitsaspekte laufend verbessern, zum anderen lernen die beteiligten Rettungskräfte die Anlagen ganz genau kennen, um im Ernstfall koordiniert eingreifen zu können.

10.09.15

Spielräume für Geburtenabteilungen gelten für Südtirol und das Trentino In enger Zusammenarbeit streben Bozen und Trient eine Klärung für die Geburtenabteilungen an den kleineren und mittleren Krankenhäusern der beiden Länder an. „Die definitive Antwort aus Rom steht noch aus und wird für Südtirol und das Trentino gleichermaßen gelten“, erklärt Landesrätin Stocker. „Ergeben sich im Rahmen der gemeinsamen Auslotung Änderungen und Spielräume, so haben diese eine generelle Wirksamkeit und gelten somit auch für beide Länder Südtirol und Trentino gleichermaßen“, erklärt Stocker entgegen anders lautender Medienmeldungen.

Gefühlt zu wahr, um schön zu sein L

iebe, Eifersucht, Neid, Alltagsängste, gesellschaftliche Zwänge: Davon erzählen die Theaterstücke der neuen Spielzeit des Südtiroler Kulturinstituts. Und manches davon ist „zu wahr, um schön zu sein.“ Doch die Gefühle sollen nicht nur auf der Bühne gespielt, sondern vor allem im Publikum entstehen. „Niemand soll unberührt bleiben“, sagte deshalb Georg Mühlberger, der Präsident des Südtiroler Kulturinstituts jüngst im Kulturhaus Schlanders, „wir laden zum kulturellen Kräftemessen.“ Dieses beginnt im Oktober in Schlanders mit einem Gastspiel des Maxim Gorki Theaters Berlin und dem Stück „Es sagt mir

nichts, das sogenannte Draußen“. Peter Silbernagl, der Direktor ist von der Autorin Sibylle Berg begeistert: „Sibylle Berg hat schon viele Preise bekommen, sie stellt alles in Frage, dreht die Frauenbilder durch den Fleischwolf.“ Der Höhepunkt in der neuen Spielzeit ist aber zweifelsohne „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr am Mittwoch, den 25. November mit den drei bekannten deutschen Schauspielern Christine Kaufmann, Alexander Radszun und Daniel Buder. Der Präsident des Kulturhauses Karl Schönherr Martin Trafoier ist stolz: „Es ist ein Glücksfall und das zweite Mal, dass ein Karl-SchönherrStück im Karl-Schönherr-Haus

v.l.: Peter Silbernagl, Georg Mühlberger und Martin Trafoier aufgeführt wird.“ Eine Premiere. 2016 folgen ein Gastspiel des Staatstheaters Kassel – „Drei Mal Leben“ – von Yasmina Reza und „Die 39 Stufen“ (Gastspiel Stadttheater Ingolstadt) von John Buchan und Alfred Hitchcock. Was bleibt sind der Publikumspreis, der Kulturbus Obervinschgau und das vorteilhafte Abonnement (vier Aufführungen zum Preis von drei). Der Auftritt der neuen Spielzeit stammt heuer von einem Schnalser: Josef Rainer hat das Programmheft gestaltet und eine Art Strippenzieher, einen Impresario geschaffen. (ap) Info: Kulturhaus Schlanders 0473/732052 oder Südtiroler Kulturinstitut 0471/ 313800

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10.09.15

Vinschgerwind 18-15

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Stellungnahme - Sepp Noggler

„Operation Edison“ und Vinschger Stromkrieg: „Gelegenheit zur Wiedergutmachung nutzen“ Pressemitteilung Südtiroler Volkspartei/Sepp Noggler - Bei Übernahme der Edison-Anteile an Vinschger Kraftwerken der Seledison auch Gemeinden verhältnismäßig beteiligen „Das Land holte sich am Reschen-Stausee die Butter vom Brot“, erinnert sich der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler an die Anfänge des Vinschger Stromkriegs rund um die Wasserkraftwerke im Vinschgau. In den 60er-Jahren sei zwar „der Staat beim Kraftwerksbau mit einer Präpotenz über die Bevölkerung drübergefahren“. Doch der Umstand, dass damals just das Land bei der Heimholung der Energie der Vinschger Bevölkerung „nur ein paar Brosamen von der Tischkante zuwerfen wollte, und dafür auch noch Applaus erwartete“, sei

in Wahrheit das unrühmlichste Spektakel im politischen Aspekt der Südtiroler Energiegeschichte. Das Land habe „quasi Staat gespielt und die Geschichte hat sich für die Vinschger wiederholt“. Nun verabschiedet sich die Edison aus Südtirol: „Das Land hätte schon damals die Edison in die Wüste schicken sollen.“ Deshalb sollte es nun zur „Wiedergutmachung für das Unrecht, das die Bevölkerung erlitten hat,“ kommen, und zwar indem das EdisonAktien-Paket auf alle Südtiroler Aktionäre aufgeteilt wird, also auch auf die Gemeinden. Mit der (anscheinend) geplanten Übernahme der Edison-Anteile an den Vinschger Kraftwerken eröffne sich also

die Gelegenheit „das Unrecht um ein weiteres Stück wieder gut zu machen“. Und eine Gelegenheit für die jetzige Landesregierung, „die Fehler der Vorgänger zu vermeiden.“ Insofern müssten die Gemeinden zumindest im selben Ver-

hältnis an den Edison-Aktien beteiligt werden, „wie das aktuelle Gleichgewicht zwischen Land und Gemeinden in der Seledison jetzt ist. „ Also sollte das 42%-Paket der Edison nicht alleine an die SEL gehen. Derzeit halten die Aktien an der Seledison: Edison mit 42%, SEL mit 27%, Selfin mit 15%, Etschwerke mit 8% und Vinschger Gemeinden mit 8%. Die Seledison betreibt die Wasserkraftwerke in Glurns und Kastelbell. Sepp Noggler hat bereits eine Landtagsanfrage eingereicht (siehe Anlage), um in Erfahrung zu bringen, welche Richtung die Landesregierung gehen wird, falls es tatsächlich zur „Operation Edison“ kommen sollte.

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20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Oberland/St. Valentin

Neue Kompaniefahne feierlich geweiht m Sonntag (23.08) wurde beim Fernheizwerk in St.Valentin die Weihe der neuen Vereinsfahne der Oberländer Schützen vollzogen. Schützenkommandant Daniel Stecher hieß die Gäste herzlich willkommen. Pfarrer Siegfried Pfitscher zelebrierte anschießend die hl. Messe. Die Ehrensalve wurde von der Ehrenkompanie Telve aus dem Trentino abgefeuert. Nach der Messfeier, welche von der Musikkapelle Reschen musikalisch mitgestaltet wurde, wurde die neue Fahne geweiht. Die Fahnenpaten Helmuth Stecher und Hubert Waldner übergaben sodann die Fahne der Kompanie „Feldpater Fructuos Padöller“. Die offizielle Festansprache hielt Thobias Hölbling. BM Heinrich Noggler sagte im Rahmen seiner Begrüßung unter anderem: „ Zur Tradition, die unsere Schützenkompanie bewahrt, gehört das Hochhalten

und dass ihr mit der Fahne eine Freude habt“. Landeskommandant Elmar Thaler gratulierte die Oberländer Schützen für die tolle Fahne und wünschte sich, dass sie als Zeichen sehr, sehr lange vorangehen werde und uns hoffentlich auch in die Unabhängigkeit und in die Freiheit führen werde. Er rief die Schützen aus allen Tiroler Landesteilen auf, zu prüfen, ob sie dazu stehen: zu „Treue“, zu „Glauben“, zu „Heimat“ und zu „Ehrlichkeit“. „ Die Fahne ist ein Symbol für Zusammenhalt und der Auftrag der Schützen ist klar: Volk und Heimat, Glaube und Kultur und unerschütterlicher Wille zur Freiheit“ sagte Bezirksmajor Peter Kaserer. „Nur einig und zusammen können wir unsere Heimat verFoto: Andreas Waldner

A

von Werten, die Pflege der Geselligkeit und des Brauchtums, die Erhaltung der Heimat und die Wahrung von Nachbarschaftsgeist und Gemeinsinn“. Die Fahne stehe für Gemeinschaft und sei ein Zeichen, wohin man gehört. So sei sie Mittelpunkt und Symbol. In der heutigen Zeit sei es nicht immer einfach, eine entsprechende Richtung zu zeigen. Kammerabgeordneter Albrecht Plangger lobte die neue Fahne, welche die Landeseinheit als Symbol zeigt und in den Mittelpunkt stellt. „Ich wünsche euch eine flotte Kameradschaft

Göflan

teidigen, auch wenn wir verschiedene Sprachen sprechen. Wir haben eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Identität und gemeinsame Wurzeln“ sagte der Sprecher der Ehrenkompanie aus Telve. Nur einig und zusammen könne man die Gegenwart und vor allem die Zukunft Tirols aufbauen, eine Zukunft ohne Italien, eine Zukunft in Freiheit und Unabhängigkeit von Kufstein bis Borghetto. „Tirol ist lei oans. Schützen Heil!“. Abschließen erfolgte der Abmarsch der Schützen durch das Dorf zum Waldfestplatz. Begleitet wurden sie von den Musikkapellen Reschen und St.Valentin und den geschmückten Festwägen, die aufwändig von verschiedenen Vereinen gestaltet wurden. Nach der gelungenen Fahnenweihe wurde dort noch kräftig gefeiert. (aw) Bilder auf www.vinschgerwind.it

Glurns

Warum in die Ferne schweifen... Werbeträger für Glurns Almmeister Martin Oberdörfer, seinem Bruder Sepp und dessen Sohn Alexander sei an dieser Stelle herzlich für ihre Hilfe gedankt. Bei herrlichem Wetter wurde gegessen, getrunken und wie immer eifrig Karten gespielt. Gegen Abend mussten die Senioren und Seniorinnen die Heimreise antreten, auch wenn gar einige von ihnen lieber noch ein Weilchen die gute Luft, die Natur und die nette Gesellschaft genossen hätten. (bmp) Die Senioren und Seniorinnen der Ortsgruppe Göflan und Nördesberg auf der Göflaner Alm

Oswald Angerer, Anna Maria Betuzzi, Leo Leoni, Margherita Perkmann und BM Luis Frank Foto: Magdalena Dietl Sapelza

arum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah? Diesem Leitgedanken gemäß ging der heurige Sommer-Ausflug der Seniorenvereinigung auf die Göflaner Alm. Die Senioren erschienen zahlreich und viele von ihnen freuten sich besonders darauf, waren sie doch schon seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten nicht mehr auf der Göflaner Alm gewesen. Ein Zubringerdienst brachte alle heil hinauf und wieder zurück. Dem

Foto: „Wind“-Archiv

W

S

eit dreißig Jahren verbringen Leo Leoni und seine Frau Anna Maria Betuzzi aus Mulinella bei Bologna ihren jährlichen Urlaub in Glurns. Und ebenso lange sind sie Gäste im „Haus Angerer“ bei Margherita Perkmann und Oswald Angerer. Die Gastgeber organisierten zum runden Jubiläum einen kleinen Umtrunk für ihre treuen Gäste. Auch BM Luis Frank war dabei und drückte ihnen seine Wertschätzung bei der Über-

reichung einer Dankesurkunde aus. Das Ehepaar aus Mulinella fühlt sich in Glurns nach wie vor wie zu Hause. Und es hat im Laufe der Zeit unzählige Verwandte und Bekannte animiert hier her zu kommen. Mittlerweile ist im Juli und August sehr oft der Dialekt aus Bologna zu hören. „Die kleine Stadt hat sich in 30 Jahren zum Glück nicht oder nur wenig verändert und so seinen besonderen Charme erhalten, den wir so lieben“, sagt Leoni. (mds)


10.09.15

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pr-info Lasa Marmo GmbH

Eyrs

Treue zum Betrieb

Eyrser Kinder helfen

D

Die geehrten Mitarbeiter der Lasa Marmo GmbH. Im Bild fehlen: Hubert Tscholl, Alfred Angerer, Alberto Dell’Antone, Giorgio Bonora, Gustav Gurschler, Gottfried Angerer, Peter Alber edes Jahr bevor die Mitarbeiter der Lasa Marmo in die wohlverdienten „Ferragosto“ Ferien starten, gibt es eine kleine gemeinsame Grillfeier. Verbunden heuer war diese mit der Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Bei den 21 Geehrten bedankte sich Betriebsdirektor Erich Tscholl für die Treue und die Bereitschaft den persönlichen Einsatz in die Gunst der Firma zu stellen. Eine Urkunde, Anstecker aus Gold, Silber, Bronze und Kupfer sowie eine persönlich gravierte Weinflasche konnte folgenden Mitarbeitern überreicht werden: 50 Jahre: Fabiano Dell’Antone, 30 Jahre: Hubert Tscholl, Christine Rieger, Markus Gander,

Experte

Ziel

Adriano Speranza, Elmar Verdross, Walter Alber, 20 Jahre: Kurt Renner, Alfred Angerer, Alberto Dell’Antone, Giorgio Bonora, Konrad Schönthaler, Peter Zueck, Oskar Winkler,

helfen, das Unterstützung benötigt und stießen bei ihrer Suche auf den 14jährigen Philip Zoderer aus Prad, der seit seiner Geburt schwer behindert ist. Seit einigen Jahren macht Philip Zoderer eine Reittherapie. Um diese Therapie finanziell zu unterstützen, übergaben die Kinder ihm den Erlös aus ihrem Projekt bei einer Reitstunde in Allitz. Gleichzeitig konnten sie so eine Reittherapiestunde für Philip Zoderer miterleben.

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15 Jahre: Bernhard Rinner, Gustav Gurschler, Kathrin Hilpold, Chiara Frenademez, Julius Stieger, 10 Jahre: Gottfried Angerer, Peter Alber.

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Erfahrung

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ie 5te Klasse der Grundschule Eyrs hat zum Ende des vergangenen Schuljahres das Projekt „Große Pause“ veranstaltet. Anstatt die Pause von Zuhause mitzubringen, konnten die Schulkinder ihre Pause bei den Fünftklässlern kaufen und aus einem vielfältigen Pausenangebot wählen. Die Eltern der Fünftklässler hatten dieses vorbereitet und damit das Projekt tatkräftig unterstützt. Mit dem Erlös wollten die Schüler einem Kind aus der Umgebung

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Bildungsausschuss Schlanders

Kastelbell/ Tschars

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LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

10.09.15

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

22 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Schluderns

Kurs

Begegnung mit der Fotografie

mit Oliver Wieser und Gianni Bodini

Freitag, 11.09.2015 von 20.00 bis 22.00 Uhr

Samstag, 12.09.2015 von 14.30 bis 17.30 Uhr im Jugendzentrum Schlanders/ Mehrzwecksaal Information: J ede/r bringt ihre/seine eigene Kamera mit Anmeldung: Innerhalb 10.09.2015 unter Tel. 333 320 3093 oder ba.schlanders@rolmail.net

Die Kunst der Erziehung Ein praktischer Kurs für Mütter und Väter von Kindern zwischen 3 und 12 Jahren sowie Großeltern Trotzanfälle beim Einkaufen, Fernsehen ohne Ende, Unordnung im Kinderzimmer, „Muss ich dir immer alles hundert Mal sagen…“ Das Leben mit Kindern kann gelegentlich nervenaufreibend sein. Manchmal reicht eine Kleinigkeit und in einer Alltagssituation gehen die Gefühle mit uns durch.

Termine: 1., 8., 15. und 22. Oktober 2015 Uhrzeit: jeweils donnerstags von 19 bis 22 Uhr Ort: Grundschule Schlanders Referentinnen: Elisabeth Hickmann und Heike Rainer, FamilienTeam® Trainerinnen Information und Anmeldung innerhalb 21. September 2015 KFS-Büro, Tel. 0471 974 778, info@familienverband.it; www.familienverband.it

Bildungsausschuss Stilfs Vortrag & Wanderung

Kräuter – für alles das richtige Kraut mit dem Kräuterexperten Gottfried Hochgruber vom „Moarleitnerhof“ bei St. Lorenzen „... wenn es nirgendwo zwickt, hilft Gottfried mit natürlichen Mitteln ...“ „... 680 Essenzen lagern auf seinem Hof ...“ „... er hält Vorträge & ist Gastdozent an der Uni Wien ...“

Freitag, 11.09.2015, Vortrag um 20.00 Uhr, Ort: Haus der Dorfgemeinschaft in Stilfs Samstag, 12.09. 2015, Kräuterwanderung um Stilfs - 9.00 Uhr Kosten: 5 Euro pro Person; Kontakt: Roland Angerer, 349 8389770 organisiert von den Stilfser Vereinen Bildungsausschuss, Bauernjugend, Bibliothek


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Bildungsausschuss Glurns

Vinschger Palabira Tage in Glurns 11. – 20.09.2015 - Programm Eröffnung der Palabiratage und Vorstellung des Leseund Kochbuches „Die Palabirne“

Freitag, 11.09.2015, Eröffnung 19.30 Uhr Vorstellung des Koch- und Lesebuches durch die Vorsitzende OK Palabir und durch die Vertreter des Folio Verlages Ort: Gemeindehaus Glurns, 1. Stock

Markttag in den Lauben mit regionalen Produkten Samstag, 12.09.2015 – 10.00 bis 17.00 Uhr Die Stadtmühle ist für Besichtigungen geöffnet

Raben Spur

Samstag, 12.09.2015 – 19.00 Uhr Glurns – seine Geschichte und die Raben Eine besondere Stadtführung auf den Spuren Paul Floras, anschließend kleine Verkostung. (Nur in deutscher Sprache) Treffpunkt: Informationsbüro Glurns Beitrag: 6,00 €

Kultur & Natur „Morgenerwachen“ – „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde!“ – Natur und Schöpfung

Sonntag, 13.09.2015 – 7.00 Uhr Musikalische Meditation, dann ruhige Wanderung, begleitet von Gedanken und Texten, Stimmen, Klängen und Stimmungen. Texte und Gedanken: Christof Anstein Musik: Gernot Niederfriniger und Lukas Punter Abschluss mit Frühstück unter Palabirnenbäumen. Bei schlechter Witterung Lesung und Musik in der Frauenkirche. Treffpunkt: Frauenkirche im Stadtzentrum Beitrag €15,00 (für Lesung mit Musik und Frühstück) – Kinder frei Anmeldung erwünscht im Tourismusbüro Glurns unter Tel. 0473 831 097

Glurnser Köche kochen Palabiragerichte

Sonntag, 13.09.2015 – 15.00 Uhr Glurnser Köche kochen Palabiragerichte aus dem neuen Kochbuch „Die Palabirne“ auf dem Stadtplatz in Glurns. Alle Gerichte können gegen ein Entgelt verkostet werden. Das Weingut „Befehlhof “, wird uns dazu die passenden Weine vorstellen. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt.

Bunte herbstliche Tischdekoration

Dienstag, 15.09.2015 – 19.30 Uhr Ort: KVW Seniorenraum Glurns Beitrag: 15,00 € Anmeldung bis 11. September 17.00 Uhr im Informationsbüro Glurns Tel. 0473 831 097. Begrenzte Teilnehmerzahl

Führung – Glurns und seine Kirchen

Donnerstag, 17.09.2015 – 17.00 Uhr Kirchengeschichtliche und kunsthistorische Führung. Anschließend kleiner Imbiss. Kirchenführung mit Christof Anstein Treffpunkt: Schludernser Torturm Glurns, 17.00 Uhr Beitrag: 6,00 € (nur in deutscher Sprache)

Palabirasunnta

Sonntag, 20.09.2015 Frühschoppen der FF Glurns auf dem Stadtplatz 08.30 Uhr Gottesdienst mit Prozession ab 10.00 Uhr Festbetrieb auf dem Stadtplatz mit Kaiserschmarrn, Palabirn und Musik Die Glurnser Gastbetriebe und Geschäfte bieten Palabiraprodukte und Kulinarisches von der Palabirne während der Palabiratage.

www.glurns.eu

Marketing

Bildungsausschuss Mals

„Der große Krieg vor der Haustür“ S

eit dem 09. August ist die Ausstellung „Der große Krieg vor der Haustür“ im Malser Kulturhaus zu sehen. Im Sommer 1914 ausgebrochen, verwickelte dieser Krieg in Europa im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder. Die Initiative dazu kam von der Schützenkompanie Mals. Kommandant Gottfried Lechthaler schaute sich nach Partnern um, die den Verein inhaltlich und organisatorisch bei diesem Vorhaben unterstützen könnten. Der Bildungsausschuss hat daraufhin die Koordination übernommen und es ist entstand eine umfangreiche lokale Gemeinschaftsaktion bei der auch die Alpini Vereinigung des Vinschgaus eingebunden wurde. Mehrere Einzelpersonen

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Schützenhauptmann Gottfried Lechthaler und Sammler Renato Ferrai sind mit dem Verlauf der Ausstellung sichtlich zufrieden

stellten private Erinnerungsstücke für die Ausstellung zur Verfügung; der Großteil davon stammt von Renato Ferrai. Das Konzept zur Ausstellung verfasste die Kulturexpertin Helene Dietl. Sie führte die Gäste bei der Ausstellungseröffnung kompetent in das Thema ein und stellte interessante Bezüge zum Dorf und seiner Umgebung her. Dieser und weitere Themenabende mit Historikern wurden vorbildhaft in deutsch-italienisch gestaltet. Die Vorsitzende des Bildungsausschusses Sibille Tschenett brachte bei ihrem Statement das Ziel der Ausstellung auf den Punkt: „ ...den ersten Weltkrieg erinnern, entdecken, verstehen“.

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24 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Glurnser Laubenmarkt

Franz-Tumler-Literaturpreis: die Nominierungen Teil 5

Altes und traditionelles Handwerk

Gesa Olkusz: Legenden D

ie sechs Glurnser Laubenmärkte, welche heuer zum 4. Mal in der Zeit von Mai bis Oktober in Glurns stattfinden, locken sehr viele Besucher an. So fand am zweiten Wochenende im August im Rahmen dieser Themenmärkte der Markt „Altes und traditionelles Handwerk“ statt. Drechsel, Wagner, Schmied, Korbflechter, Töpfer, Wollverarbeiter, Hutmacher, Steinmetz, Holzschnitzer zeigten das alte Handwerk und versetzten manchen Besucher ins Staunen. Der nächste Glurnser Laubenmarkt, zum Thema Palabirn, findet am 12. September statt.

Stanis kommt mit seiner Lebenslüge nicht mehr zurecht und wendet sich in seinen alten Tagen an Aureliusz Karkoche, einen „Wahrheitssucher“. Diese märchenhafte und animalische Figur hält die Erzählfäden in der Hand und plant, die Familiengeschichte und Erinnerung mit einem waghalsigen Projekt umzuschreiben. Dafür braucht er aber Filberts Hilfe – und Leser, die sich auf eine besondere Erzählsituation einlassen Sämtliche Informationen zum Franz-TumlerLiteraturpreis finden Sie in der Beilage zum heutigen Vinschgerwind

können. Gekonnt wechseln die Erzählperspektiven, die Räume, Figuren, Zeiten und Geschichten. Aus Reue, Rache oder aus Sehnsucht nach Ruhe gibt sich Filbert dem Spuk und den Rätseln der Vergangenheit hin, manchmal ohne zu wissen, was sich in seinem Kopf abspielt, und was für real gehalten werden kann. Gesa Olkusz hat es mit ihrem ersten Roman LEGENDEN in die Finalrunde des Franz-TumlerLiteraturpreises geschafft, der am 18.9.15 in Laas ausgetragen wird. Maria Raffeiner

Schluderns

„Olp-Fockn“ sind sehr gefragt D

ie 45 Kühe der Schludernser Upi-Alm mussten heuer bereits am 30. August (nach 80 Alm-Tagen) heimkehren. Der frühe Almabtrieb war wegen der Futterknappheit erforderlich geworden. Die lange Trockenperiode im Juli hatte der Weide arg zugesetzt. Doch links: Die Kühe und Hirten kommen von der „Schafgasse“ zum „Peerenplatz“; nichts desto trotz rechts: kleine und große Zaungäste wurde der Almabca 100 Kilogramm Käse und ca ser hat die Geschicke der Alm trieb gefeiert. Zahlreiche Zaun15 Kilogramm Butter geliefert“, zusammen mit Stephan Stocker, gästen und Musikantinnen und sagt Alpmeister Georg Telser. Daniel Klotz, Kurt Klotz und AlMusikanten der Musikkapelle Für die 22 Schweine, die von der bert Hilber geleitet. Im Herbst empfingen die bekränzten Kühe Alminteressentschaft im Früh- läuft die dreijährige Amtsperisamt Senner und Hirten auf dem jahr als Ferkel angekauft worden ode aus, und es wird gewählt. „Peeraplatzl“. Dann ging es in waren, interessierten sich un- Der neue Vorstand wird dann den Schludernser Park, wo bei zählige Käufer. Eine neue Markt- die Weichen für den Alpsommer Speis und Trank gefeiert wurlücke hat sich aufgetan. „Die 2016 stellen und auch darüber de. „Jede der 45 Kühe, davon 12 Nachfrage war überaus groß, entscheiden, ob die neue Marktvon auswärts wie zum Beispiel und wir mussten viele Kaufwil- lücke besser genutzt werden sechs aus Passeier und eine aus lige enttäuschen“, so Telser. Die- kann. (mds) Kortsch, haben im Durchschnitt

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

D

ie Geister der Vergangenheit quälen Filbert, einen jungen Mann, der im Berlin unserer Zeit lebt. Träume und Alpträume halten die verstorbenen Vorfahren in ihm wach, die viel zu erzählen gehabt hätten, doch so manches ist im Unklaren geblieben. Um seinen Großvater Stanis ranken sich die Legenden, er soll in einem Dorf im Osten Gefangene aus einem Lasters befreit und vor der Deportation bewahrt haben, ist dann aber verraten und abgeholt worden. Dass ihm dabei die Flucht vor den Nazis gelungen ist, war seiner Familie nicht bekannt, denn er hat sich gegen ein Wiedersehen entschieden und in Kanada ein neues Leben begonnen.


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Ladurn/Naturns

Schlanders

Spuren in die Vergangenheit

Von Senioren für Senioren

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Trotz regnerischen Wetters fanden sich zahlreiche Interessierte zur Einweihung der Pestkapelle ein

Fotos: Johanna Weithaler

m Sonntag, 16. August fand die Segnung der renovierten Pestkapelle bei Ladurn statt. Der Hof Ladurn ist der Stammsitz des Geschlechtes der Ladurner. Nach der vielseitig bekannten Hedwigssage soll sich der Name von „Leidturn“ ableiten lassen. Er befindet sich am Eingang des Schnalstales an der linken Talseite. Im Jahre 1636 blieb der Hof von der Pest verschont und der damalige Besitzer Hanns Ladurner ließ aus Dankbarkeit dafür eine Kapelle errichten. Sie befindet sich am Rande der ausgedehnten Felder auf dem sogenannten „Fuiregg“, der den einzig möglichen Durchblick auf Tschirland gewährt und somit wie durch ein Fenster geeignet war, Feuer-und Lebenszeichen in den Vinschgau zu schicken. Hier führte bis zur Errichtung der Schnalserstraße auch der „verbotene Steig“ vorbei, der durch schwindelnde Felsabhänge taleinwärts führte. Am Kapellengewölbe und an den Darstellungen nagte der Zahn der Zeit, und so wurde mit dem heutigen Besitzer und dem Heimatpflegeverein Naturns Plaus eine Renovierung beschlossen. Hermann Müller und Heinrich Oberhofer aus Naturns haben das Gewölbe wieder aufgemauert. Der Eigentürmer Kurt Ladurner und sein Vater Konradin, Michael Lochmann, Martin Wenter und Josef Gasser standen

Kurt Ladurner mit einem seiner Söhne vor der frisch restaurierten Kapelle ihnen zur Seite. Der Maler Georg Thuile aus Algund gab den beiden Pestheiligen Sebastian und Rochus den neuen Glanz. Hermann Wenter hatte die Renovierung organisiert und bis zum Ende mitgetragen. Daher war er es, der alle, die an der Arbeit beteiligt waren, sowie die Sponsoren und Vertreter der Großfamilie, den Dekan Rudolf Hilpold, Mitglieder des Heimatpflegevereines und interessier-

te Anwesende begrüßte. Nach einem Rückblick auf die vollzogenen Arbeiten nahm Dekan Rudolf Hilpold die Segnung vor. Der Obmann des Heimatpflegevereines Josef Pircher erinnerte an den Sinn der Renovierung solcher Denkmale für die heutige Zeit. Solche Objekte sind wie kleine Fenster, die viel zu erzählen haben. Sie sind Boten eines starken Glaubens, der Dankbarkeit und Zufriedenheit und stellen zugleich auch Schmuckstücke in der Landschaft dar. Kleindenkmäler müssen also als Botschafter für uns und die Zukunft erhalten bleiben. Kulturreferent Michael Ganthaler überbrachte die Grüße der Gemeindeverwaltung. Matthias Ladurner Parthanes, ließ den Abschnitt „Der verbotene Steig“ aus dem Buch „Die Ladurner“, das sein Vater verfasst hatte, vorlesen. Die Naturnser Alphornbläser und ein Klarinettentrio der Musikkapelle Naturns verschönerten die Feierlichkeit mit ihren Weisen. Zum Schluss lud Kurt Ladurner die Anwesenden zu einer Marende aus hofeigenen Produkten ein. (ria)

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er Seniorenrat der Gemeinde Schlanders organisierte in Zusammenarbeit mit der Mittelpunkt Bibliothek Schlandersburg am 20. August das traditionelle Schlossfestl. Im Innenhof der Schlandersburg gesellten sich über 70 Seniorinnen und Senioren zusammen und verbrachten einen kurzweiligen Nachmittag bei Gesang, begleitet von den Zitterklängen von Franz Mairösl. In fröhlicher Runde erlebten alle gemütliche Stunden, man plauderte und genoss das Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und Getränken. Dem Gastgeber, dem Seniorenrat, halfen viele freiwillige Helfer, die dafür sorgten, dass alles reibungslos über die Bühne ging. Die Seniorinnen und Senioren waren sehr zufrieden und dankbar für die schönen, gemütlichen Stunden, was für den Seniorenrat wiederum Auftrag ist, im nächsten Jahr das traditionelle Schlossfestl zu veranstalten. (ap)

Foto: Wind-Archiv

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26 /Jugend/

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Jugendtreff Reschen Ö Fr. 11.09.15 ab 18.00 Uhr Mädelstreff: Was gibt’s Neues? Ö Sa. 19.09.15 ab 19.00 Uhr „My Design“ im Treff Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Sa. 12.09.15 ab 19.00 Uhr Flugdrachen – selbst gemacht (Teil 1), Kosten: 5€ Ö Fr. 18.09.15 ab 18.00 Uhr 1. Klasse Mittelschultreff, danach Treff für alle Citytreff Glurns Ö Fr. 11.09.2015 ab 19.00 Uhr Lekido Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Mi. 09.09.2015 ab 16.00 Uhr Schokofondue Ö Do. 17.09.2015 ab 18.00 Uhr Geburtstagskalender basteln Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 11.09.15 ab 18.00 Uhr Schulbeginn Party mit Grillen Verpflegung selbst mitbringen Ö Sa. 19.09.15 ab 18.00 Uhr Ballspiele JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 11.09.15 ab 18.30 Uhr Alkoholfreie Cocktail Bar @ Ethiopia Benefizkonzert; Treff geschlossen Ö Sa. 12.09.15 von 20.00 bis 23.00 Uhr Selfieparty! – School opening! Jugendtreff All In Kastelbell / Tschars Ö Fr. 11.09.15 ab 15.00 Uhr Spielenachmittag Ö Fr. 18.09.15 ab 15.00 Uhr Kinofahrt nach Bozen Infos und Anmeldungen bei Magdalena Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 12.09.2015 Geöffnet nur für dich Ö Sa. 19.09.2015 ab 16.00 Uhr Kinofahrt nach Bozen Infos und Anmeldungen bei Magdalena Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Mi. 16.09.15 ab 15.00 Uhr Start U 16 Programm immer mittwochs heute Calcettoturnier Ö Mi. 23.09.15 ab 15.00 Uhr U 16 Flipperturnier Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Fr. 18.09.15 ab 17.00 Uhr First online PC-Turnier Ö Mo. 21.09.15 ab 17.00 Uhr Film schauen

Jugendtreff „All In“ KastelbellTschars und „Chillout“ Latsch:

„Äktienweek“ – Klappe 2 Nachdem die erste Aktionwiek super anlief, stand auch die zweite Woche unter dem Motto „Ein Sommer voll mit -> Äktien <- . Rasant gestartet wurde mit der Sommerrodelbahn in Meran 2000, gefolgt von spannenden Tagen beim Trampolinspringen und Goldfischen auf dem Watles, beim Schwimmen im Montiggler See, dem berühmten Bagjump in Ulten sowie dem Besuch des CANEVA WORLD in Lazise. Es war wieder eine tolle, heiße und aufregende Woche !!

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Reisebericht New York (ein Auszug) von Franziska Tschenett und Eva Schwienbacher

Vom 08.07.15 bis zum 15.07.15 waren wir, eine Gruppe von 20 Jugendlichen mit 3 Beteuern, in New York. Wir besuchten viele Sehenswürdigkeiten und auch die wichtigsten Touristenmagneten: Den Times Square, die Freiheitstatue, den Central Park, den Broadway, den Columbus Circle, das Empire State Building und das Chrysler Building. Am Ende eines jeden Tages fielen wir todmüde, mit schmerzenden Füßen, aber glücklich, ins Bett. Das Wetter war Großteiles warm und extrem schwül, bis zu dem Punkt wo man nicht mehr zwischen Schweiß und allgemeiner Feuchtigkeit auf der Haut unterscheiden konnte. Deshalb war eine tägliche Dusche sehr nötig, die auch Entspannung für unsere platt gelaufenen Füße bot. Denn trotz dass wir mit U-Bahn, Bussen, Helikopter, Aufzügen, Limousinen und Booten gefahren sind, haben wir dennoch über 150 km (ca. Meran-München) zu Fuß zurückgelegt. New York ist eine Stadt der extremen Gefühle. Sie reichten vom Staunen und Ehrfurcht, die wir auf Top of the Rock erfuhren als wir die Stadt nachts von 260 m Höhe erblickten, über den Ekel, den die Gerüche auf New Yorks Straßen auslösten bis hin zur Trauer, die einem eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken jagte im 9/11 Memorial Museum. Wir fühlten uns winzig umgeben von den Wolkenkratzern und groß als wir im Hubschrauber saßen und die ganze Stadt auf einem Blick sahen. Zusammenfassend kann man sagen, dass New York eine fantastische Stadt ist, die wir alle unbedingt nochmals besuchen möchten. Wir haben tolle Erinnerungen gesammelt, tausende Fotos gemacht und viel zu viel eingekauft.

Der Jugendtreff „All In“ Kastelbell-Tschars schnitzt wieder Krampusmasken aus Holz Bereits zum dritten Mal organisiert der Jugendtreff „All In“ dieses Jahr das Krampusmaskenschnitzen für Jugendliche ab 11 Jahren. Geschnitzt wird 1–2 mal pro Woche und auch ein Schnitzlehrer steht dieses Jahr dank der Zusammenarbeit mit dem Bildungsverein Kastelbell-Tschars zur Verfügung.

Deshalb der Aufruf an alle Interessierten:

Hast du Lust deine eigene Krampusmaske aus Holz zu schnitzen? Zu Feilen und Hämmern, zu bohren und zu schnitzen bis alles passt? Willst du was neues machen und deine eigene Krampusmaske schnitzen? Dann bist du bei uns genau richtig!!! Meld dich an und komm vorbei. ACHTUNG: Begrenzte Teilnehmerzahl!!

Jugendtreff „Time Out“ Schnals Den Jugendraum „Time Out“ Schnals gibt es seit 2008; er befindet sich in Unser Frau in Schnals oberhalb der Feuerwehrhalle im Unterdorf. Sei es für Mädels oder Jungs wird ein tolles Programm angeboten. Besonders toll finden die Jugendlichen die Ausflüge, wie die Gardalandfahrt, Kinoausflüge oder die Sommercamps. Aber auch die tollen Kochexperimente, in denen kulturelle Gerichte aus anderen Ländern gezaubert werden, sind flott. Emely: „Ich komme gerne ins „Time Out“, weil ich hier mal abschalten und chillen kann!“


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Vinschgerwind 18-15

/Jugend/ 27

Prad

Schlanders/Prad

Kreativsommer in Prad

Alles Zeltlager

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um wiederholten Male fand in Prad der „Kreativsommer“ statt. Mehrere Kinder und Jugendliche konnten einige Tage und Wochen betreut werden. Mit Tobias Thialer (Erlebnispädagoge und Naturcoach), Alexandra Thialer (Kunstlehrerin), Ruth Zanolin (Waldpädagogin) und Eva Holzer (Assistentin) wurden sie von sehr guten „Lehrkräften“ begleitet. Sie durften sich am (und im) Wasser aufhalten, den Wald erkunden und Instrumente basteln. Den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde viel Wissenswertes über Wasser und Wald gezeigt. Es wurden mehrere „Erkundungstouren“ unternommen, Flüsse durchquert, Bäume bestiegen und mit „ungewöhnlichen“ Materialien experimentiert. Aus Dingen, die sonst oft im Papierkorb landen, stellten die Kinder Instrumente her, auf denen bei der Abschlussfeier ein „Ständchen“

gespielt wurde. In einer eindrucksvollen Fotoschau wurde den Eltern, Geschwistern und anderen Anwesenden das „Erlebte“ vorgeführt. Die Allermeisten waren mit großer Begeisterung dabei, einigen wenigen wurde mit viel Kompetenz und Einfühlungsvermögen die „Angst vor dem Unbekannten“ genommen. Durch die bewährte Zusammenarbeit mit Gemeinde, Bildungsausschuss und der Landesregierung war es möglich, diese Veranstaltung erfolgreich durzuführen. Ausdrücklich zu erwähnen ist der großzügige finanzielle Beitrag der Raiffeisenkasse Prad-Taufers, der es ermöglichte, die Spesen für die Familien gleich hoch zu lassen, wie letztes Jahr. Allen Beteiligten an diesem Projekt sei auf diesem Weg herzlich gedankt. Für den KFS-Zweigstelle Prad: Kofler Norbert

Schlanders

Aus für Radau in der Au us für das Kinderfest „Radau in der Matscher Au“: Nach 15 Jahren fand heuer die Veranstaltung der VKE-Sektion Schlanders nicht statt. „Wir hatten zu wenige freiwillige Helfer, um eine Veranstaltung dieser Größenordnung stemmen zu können“, erklärt Elke Kofler. Die Vorsitzende des Ausschusses – der ganz nebenbei bemerkt 140 Mitgliedsfamilien zählt – hat in einem Rundmail anfangs August bei den Mitgliedern um Hilfe geworben. Die ist aber leider ausgeblieben. „Der Ausschuss der VKE-Sektion Schlanders besteht aus acht Müttern, zu wenige um dieses Kinderfest abhalten zu können. Außerdem haben die meisten von ihnen kleine Kinder“, sagt die Vorsitzende dem Vinschgerwind. Unter dem Thema Piraten stand bereits einiges in Planung: Bastelecken, Spielstationen, Wasserrutsche und, und, und. Viel Zeit und Mühe wurden bereits investiert. Die Reaktionen auf das Ausbleiben des heurigen Kinderfestes reichten von Bedauern bis hin zu

Foto: Angelika Ploner

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Zu wenige freiwillige Helfer: Das Kinderfest „Radau in der Matscher Au“ fiel heuer aus Zusagen für ein nächstes Mal. Am Samstag, 19. September (8:30 - 12 und 14 - 16 Uhr) steht nun der Tauschmarkt mit Kinderbekleidung, - ausstattung bis hin zu Spielsachen an: Auch hierfür sind wiederum freiwillige Helferinnen und Helfer gefragt. (ap)

ie sommerlichen Zeltlager des Vereins „newlife“ aus Schlanders in Zusammenarbeit mit „Christengemeinden Südtirol“ blicken mittlerweile auf eine lange Tradition und Erfahrung zurück. Der Countryfestplatz in Prad wurde für 2 Wochen ein Abenteuerplatz für Groß und Klein. Jedes Camp stand unter einem besonderen Motto: Im Hellas-Zeltlager tauchten 80 Kinder aus ganz Südtirol mit ihren Betreuern in die Welt der Griechen ein. Ein Höhepunkt war die Olympiade und das große Hellas Fest, das die Kinder selbst mit verschiedenen Beiträge gestaltet haben. Zum Tagesausklang

Fotos: Barbara Wopfner

Foto: „Wind“-Archiv

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wurden gerne am Lagerfeuer Marshmallows gebraten oder ein paar Löffel Muas aus der großen Muaspfanne gekostet. Im darauffolgenden CreAction-Camp trafen sich 40 Jugendliche ein, die sich themenmäßig mit verschiedenen Weltanschauungen und deren Folgen für das gesellschaftliche Leben auseinander setzten. Anschließend wurden die Inhalte in Aktionsgruppen auf kreative Weise vertieft. Natürlich kamen auch Sport und Spiel trotz den hochsommerlichen Temperaturen nicht zu kurz. Wasserschlachten und Wasserspaß im Suldenbach sorgten für Abkühlung. Im direkten Anschluss wurde heuer über das Wochenende zum ersten Mal ein FamilyCamp geboten. Es fanden sich zum Thema „Wertschätzendes Miteinander der Generationen“ nochmals ca. 70 Personen zwischen 4 Wochen und 50+ Jahren ein. „Es war ein besonderes Erlebnis für uns als Familie, dieses Wochenende gemeinsam zu verbringen. Wir haben etwas von dem, was uns als Familie ausmacht, bewusst angeschaut, dabei einen Blick zurück auf die Generation vor uns geworfen und „Schätze“ entdeckt, die wir heute bewusst wertSchätzen!“ (Rückmeldung einer Familie) Barbara Wopfner


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Vinschgerwind 18-15

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UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe im Zentrum der Alpen Der Schweizer Nationalpark und der Stilfserjoch Nationalpark als gemeinsames Weltnaturerbe. Die Stadt Glurns und die Stilfserjochstraße als Weltkulturerbe von Heinrich Zoderer

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n der UNESCO Liste des Welterbes gibt aktuell 1031 Denkmäler in 163 Ländern, davon zählen 802 zum Weltkulturerbe und 197 zum Weltnaturerbe. Alle diese Denkmäler haben aufgrund ihrer Einzigartigkeit eine weltweite Bedeutung. Das Kloster St. Johann in Müstair zählt seit 1983 zum Weltkulturerbe, die Rhätische Bahn ist es seit 2008. Eine Arbeitsgruppe bemüht sich die Stilfserjochstraße zum Weltkulturerbe zu erheben. Die Stadt Glurns ist klein, aber in seinem Erscheinungsbild einmalig in den Alpen und auf der Welt. Seit 1914 gibt es den Schweizer Nationalpark als einzigen Nationalpark der Schweiz in unserer Nachbarschaft und seit 1935 gibt es den Stilfserjoch Nationalpark im Zentrum der Alpen, aufgeteilt auf die beiden Provinzen Trient und Südtirol und die Region

Lombardei. Die beiden Nationalparks sollen auch in Zukunft ihre Selbständigkeit bewahren und die Autonomie besonders im Stilfserjoch Nationalpark noch ausbauen und die Verwaltung weiter nach unten delegieren, aber sie müssen sich auch stärker vernetzen und kooperieren. Ein Zusammenschluss als Weltnaturerbe unter dem Dach der UNESCO wäre eine Möglichkeit und würde die globale Bedeutung der vielfältigen Naturräume in den Zentralalpen mit einer beeindruckenden Gebirgsbahn, der höchsten Passstraße der Ostalpen, einem alten Kloster und einer mittelalterlichen Stadt in ein neues Licht setzen.

Eine verrückte Idee? Eine Vision? Vielleicht! Vielleicht aber auch nicht! Seit 2009 sind Teile der Dolomiten UNESCOWeltnaturerbe und damit neben dem Ötzi in Bozen das Aushängeschild Südtirols in der Welt. Ein Zusammenschluss des Stilfserjoch Nationalparks mit dem Schweizer Nationalpark als Weltnaturerbe mit kulturellen Perlen im Park bzw. der unmittelbaren Umgebung könnte zum dritten Aushängeschild Südtirols werden. Es beinhaltet ein unschätzbares Potential. Im Zentrum der Alpen findet man alles vor, was eine Gebirgsregion anbieten kann: Gletscher, Berggipfel, Täler, Seen, Flüsse, Wälder, Schluchten, Felsen, Klettersteige, Wanderwege, Höhenwege, Radwege, Bahnlinien, Pässe, Übergänge, Straßen, Seilbahnen, Schutzhütten, Almen, Weiler, Dörfer, Burgen, Ruinen, Klöster, Kirchen, Ansitze, Museen, Bauernhöfe, Handwerksbetriebe, Bergbau, kirchliche und weltliche Bräuche, Feste, Musik,


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Vereine, Genossenschaften und Interessentschaften, Sprachen, Dialekte, Kriegsschauplätze (Ortlerfront), Sportarten, Wiesen, Blumen, Wein, Äpfel, Kastanien, Erdbeeren, Käse, Haustiere und Wildtiere, Landstriche nach Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen, Lawinenverbauungen …Hier präsentiert sich eine Jahrtausende alte Lebensweise in den Bergen, es ist eine Begegnung mit der Natur, der Kultur, der Geschichte und der Technik. In einer globalisierten Welt müssen wir Grenzen überschreiten und uns mit den umliegenden Räumen vernetzen. Durch eine stärkere Vernetzung kann aus heutigen Randregionen eine interessante Region im Zentrum der Alpen entsteht, eine Region vielleicht mit der größten Vielfalt auf der Welt, Vielfalt in der Natur und Vielfalt in der Kultur. Dabei werden wir unseren Raum und unsere Kultur nicht verlieren, im Gegenteil. In der Begegnung mit den anderen gewinnt jeder Raum an Bedeutung und Wert. Durch die Vernetzung und eine stärkere Zusammenarbeit und Profilbildung kann sich ein neues Zentrum im Herzen der Alpen bilden. Ein Zentrum an kultureller und natürlicher Vielfalt von Sprachen, Staaten, Lebensweisen, Tälern, Orten und Naturschönheiten. Der Stilfserjoch Nationalpark ist mehr als eine Zwangsjacke, den Gemeinden übergestülpt durch den Faschismus, er ist mehr als nur ein Gebiet mit einem Jagdverbot bzw. einer besonderen Jagdregelung. Es liegt an uns, aus diesem Park mehr zu machen. Das Potential ist vorhanden.

Die Stadt Glurns und die Stilfserjoch Straße – mehr als nur eine Stadt und eine Straße Die Stadt Glurns ist mehr als eine mittelalterliche Stadt. Sie war ein altes Handelszentrum mit weit verzweigten Handelswegen, wobei nicht nur das Salz eine wichtige Rolle spielte. Hier gab es Machtkämpfe, Kriege, Plünderungen und Brände. Stadtrechte, die städtische Lebensweise und die Verteidigungsstrategie einer kleinen Bevölkerung versteckt sich hinter den Stadtmauern. Und vieles mehr. Die Stilfserjoch Straße war 1825 bei seiner Fertigstellung die höchste Passstraße Europas, ein technisches Wunderwerk, erbaut in nur fünf Jahren. Die effektive Bauzeit betrug wegen der Winterpausen weniger

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als zwei Jahre. Carlo Donegani, ein Bauingenier aus Brescia, wurde mit der Projektierung und der Bauleitung beauftragt. Zweitweise waren bis zu 2.000 Arbeiter am Straßenbau beschäftigt. Wir sehen die Stilfserjochstraße meistens nur bis zum Joch. Tatsächlich aber geht sie von Spondinig bis Bormio, das sind insgesamt 49,2435 km, von Spondinig bis zur Passhöhe sind es 27,45 km und von der Passhöhe bis Bormio 21,7935 km. 48 kehren gibt es auf Südtiroler Seite und 34 bis Bormio. Die maximale Steigung beträgt nur 10%. Wie viele Straßen, wurde sie in erster Linie aus strategischen und militärischen Gründen gebaut. Die Lombardei gehörte damals zur Habsburgermonarchie. Wie in der Festschrift anlässlich des hundertjährigen Bestandes der Stilfserjochsrtaße, herausgegeben von Hermann Pernter nachzulesen ist, sollte ursprünglich der Weg von St. Maria im Münstertal über das Wormser Joch (Umbrailpass) ausgebaut werden. Diese Variante wäre technisch einfacher gewesen. Da sich St. Maria auf Schweizer Gebiet befindet, wollten die Österreicher einen Gebietstausch vornehmen. Die Schweizer lehten dies ab und so musste eine neue Verbindung gesucht werden. Donegani fand einen Weg über das Stilfser Joch. Und er baute in kurzer Zeit eine Prachtstraße im Zentrum der Alpen.


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Vinschgerwind 5-15

05.03.15

Verwöhn-Momente im neuen Cafè Greta in Laas


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Das Cafè Greta in Laas zeigt sich seit seinem Umbau hell, schick und modern. Wunderbare Kreationen haben in der neuen Tortenvitrine ihren Auftritt: Eis, Torten und Pralinen laden zum Genuss. von Angelika Ploner Fotos: Angelika Ploner, Felix Pinggera

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er Duft von frischgebackenem Kuchen und Kaffee umspielt die Nasen der Gäste. VerwöhnMomente liegen hier im Cafè Greta quasi in der Luft. Platz nehmen, den Alltagsstress kurz vergessen und sich einfach wohlfühlen, das dürfen Gäste im Cafè Greta in Laas seit kurzem in einem neuen, frischen Ambiente. Modernisiert und optimiert: Hell, schick und modern zeigt sich das Cafè nach nur wenigen Wochen, in denen umgebaut wurde. Gemütliche Ledersessel laden zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen. Leder, Holz und – wie könnte es im Marmordorf Laas anders sein - Marmor schaffen ein harmonisches Miteinander, ein stilvolles Innenleben - mit Lokalkolorit. Denn der Marmor tritt hier nicht nur in Backwaren, sondern auch in Kunst und Dekoration auf. Es ist perfekt komponierte Harmonie, mit der das

Cafè Greta im Herzen von Laas aufwartet, charmantes Interieur, in jeder Ecke liebevolle Arrangements. Walter und Claudia Pinggera, die Hausherren haben ein Händchen fürs Detail, mit Liebe und Sorgfalt wird gearbeitet. Diese Philosophie geht nahtlos ins gastronomische Angebot über, und hat auch dort Erfolg. Erdbeertorte, Nusstorte, Karottenkuchen, Rouladen ... und nicht zuletzt die Spezialität hier im Cafè Greta, die Laaser Marmortorte ..... weit über ein Dutzend Kuchenkreationen locken aus der neuen Tortenvitrine, die übrigens im Zuge des Umbaus zum Herzstück des Cafès geworden ist und im Interieur unübersehbar ihren Platz behauptet. Hier hinter einer Glasscheibe, wunderbar präsentiert – liest das zuckersüße kulinarische Angebot die Wünsche der Gäste von den Augen ab. Alles ist hausgemacht, stammt aus der eigenen Konditorei, wohlfühlen und genießen steht hier quasi auf

der Karte. Die Auswahl der Zutaten trifft die Jahreszeiten und das, was Laas zu bieten hat, in erster Linie die Marille, die in ganz wunderbaren Kreationen ihren Auftritt hat. Die Vinschger Marille steckt nämlich in Torten, im Marmeladenglas, im Eis, in Keksen, in Pralinen, Schokolade, und und und. Neben der großen Auswahl an Backwerk, lädt auch Naschwerk zum Genuss: Pralinenkreationen des Hauses, Haselnusstrüffel, Amarettoherzen, Mandelsplitter .... handwerklich hergestellter Genuss von einem eingespielten Konditorteam, das auf die Qualität von Pralinen, Kuchen und seinen verschiedenen Eiskreationen streng achtet. Letztere gehören im Sommer zur Königsdisziplin des Hauses und haben ihren Auftritt in Eisbechern, die die unterschiedlichen Geschmäcker der Gäste treffen, in Erdbeer-, Früchte- oder Kinderbechern. Denn auch die Kleinen

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Leder, Holz und - wie könnte es im Marmordorf Laas anders sein - Marmor schaffen ein harmonisches Miteinander, ein stilvolles Interieur - mit Lokalkolorit.

kommen beim Angebot im Cafè Greta nicht zu kurz, im Gegenteil, sind herzlich willkommene und gern gesehene Gäste. Serviert werden die Köstlichkeiten in familiärer Atmosphäre, dazu zählt auch der kleine Gastgarten im Freien. Und auch hier steigt manchmal der Duft von frischgebackenem Kuchen in die Nase und riecht wie eine Einladung: Nehmen Sie Platz und lassen Sie sich verwöhnen ....im neuen Cafè Greta in Laas.


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Die Gesichter, die hinter dem Cafè Greta stecken, l. Claudia und Walter Pinggera mit ihrem geschätzten Konditorei- und Serviceteam Bilder links: Die Eiskreationen, handwerklich hergestellter Genuss und süße Verführungen, verschiedene Pralinen und Konfekte, die auch als exklusive Mitbringsel und Geschenksidee mit Sicherheit Freude bereiten.


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Der neue Schießstand in Goldrain:

Offen, hell und einladend Es war ein lang gehegter Wunsch der Sportschützen Goldrain, der neue Schießstand. Seit Juni ist er eingeweiht und voll in Betrieb. Die Freude darüber ist groß. Die moderne Technik gewährt nun einen zeitgemäßen Schießbetrieb. von Angelika Ploner

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r stand lange auf der Wunschliste der Sportschützen Goldrain, der neue Schießstand Goldrain. „Ja, wir haben lange gewartet, mindestens zehn Jahre“, sagt Oberschützenmeister Kurt Platzgummer. Seit 1991, also fast ein viertel Jahrhundert steht er der Sportschützengilde Goldrain als Präsident vor. „Wir sind lange zwischen Neubau und Sanierung geschwankt“, erklärt er. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile sei man dann zum Schluss gekommen, ein Neubau sei die beste Lösung. Stark abgenutzt war die alte Kleinkaliberanlage, alt und in die Jahre gekommen. Seit Juni ist die KK-Anlage (KK für Kleinkaliber, Anmerkung der Redaktion) nun offiziell eröffnet und eingeweiht. Die Zielscheiben gehören der Vergangenheit an, der neue 50-Meter-Schießstand führt zehn Linien mit zehn elektronischen Messanlagen. Jede Linie ist mit einem Monitor ausgestattet, der das Ergebnis in sekundenschnelle auf dem Bildschirm aufblitzen lässt. Vollautomatisch läuft nun der Betrieb, so wie es sich für eine moderne Anlage gehört, die dem Zeitgeist und gesetzlicher Bestimmungen Rechnung zu tragen hat. Zudem hat man in die Zukunft geplant: Der Schießstand kann nämlich auch als 25-Meter-Anlage genutzt werden, „weil die Linien verschiebbar sind“, erklärt Platzgummer.

Die technische Baubeschreibung Architekturbüro Rinner, Latsch: Der bestehende veraltete 50-Meter-Schießstand wurde abgebrochen und den Erfordernissen entsprechend laut den geltenden Richtlinien neu errichtet. Der neue Schießstand verfügt über eine bewegliche Schießscheibenanlage, welche auf 25m und 50m Entfernung eingerichtet bzw. verschoben werden kann. Im neu errichteten Schießstandgebäude sind folgende Räumlichkeiten untergebracht: der sogenannte Schießraum, ein Büroraum, ein Aufenthaltsraum/Vorraum mit Theke, ein Abstellraum und ein Umkleideraum. Die Wände wurden als Ziegelmauerwerk ausgeführt, die Dachstruktur in Holzbauweise mit Brettschichtholz. An Wänden und Decken wurden Celenit-Platten – Faserzementplatten – als Schallschutz angebracht. Beim Schießraum wurde ein Industrieboden mit Kunstharzbeschichtung eingebracht. Die Sicherheitsblenden entlang der Schusslinien wurden mit Brettschichtholz-Binder in der gesamten Breite des Schießstandes freitragend ausgeführt. Die Zielscheiben wurden jeweils bei 50 m und 25 m Entfernung überdacht, damit die elektronische Anlage von Witterungseinflüssen geschützt bleibt. Der Schießstand ist mit einer komplett elektronischen Schießanlage ausgestattet, über Monitore können die Schüsse ausgewertet und bei Wettkämpfen auf einem großen Flachbildschirm dargestellt werden. Der Bereich der Schusslinien wurde begrünt und mit einer Beregnungsanlage und mit einem Rasenroboter ausgestattet. Weiters musste man die statische Situation im Bereich des Vereinssaales verbessern. Der Pistolenschießstand wurde saniert, indem das Dach ausgetauscht wurde, die Innenverkleidung saniert, eine neue Trennwand zum Schießraum errichtet, die Außenmauer unterfangen und der Sand beim Schussfang ausgetauscht wurde. Beim Luftgewehrstand wurde zusätzlich eine neue elektronische Schießanlage und diverse Schutzblenden eingebaut. Die Heizungsanlage wurde ausgetauscht, der Außenbereich neu gestaltet, der Eingangsbereich begrünt und der Parkplatz angeebnet.


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Schießstand Goldrain – Ein Überblick über die Anlagen: 25 Meter 5 Linien Großkaliber Pistolenschießstand kann auf Papierscheiben oder auch auf elektronischen Scheiben geschossen werden 25 und 50 Meter 10 Linien elektronische Scheibenanlagen für Kleinkaliber und Vorderlader 10-Meter 16 Linien elektronische Scheibenanlagen für Luftgewehr und Luftpistole 100-Meter 5 Linien Seilzuganlagen für jagdliches Schießen und Vorderlader 30-Meter 1 Linie laufender Kipphase

Entlastet wird dadurch der bereits bestehende 25-Meter-Pistolenschießstand, der im Zuge des Neubaus saniert und mit fünf elektronischen Meyton-Anlagen ausgestattet wurde.

Die Sportschützengilde. Die Sportschützengilde Goldrain ist eine Sektion des Nationalen Sportschützenverbandes, die auf eine lange Tradition zurückblickt. Heuer, vor genau 60 Jahren gründete Luis Kaserer die Goldrainer Gilde (siehe Interview mit

Oberschützenmeister Platzgummer). Der Schießstand Goldrain seinerseits behauptet seit 1958 seinen Platz als Bezirksschießstand im Vinschgau. Er steht nicht nur den Sportschützen offen, sondern auch den Jägern. Diese üben auf der 100-MeterAnlage, die ebenfalls auf dem Areal des Schießstandes ihren festen Platz hat. Die Bedürfnisse der Jäger räumlich besser zu integrieren, das wird in Zukunft die Herausforderung sein, erklärt Platzgummer dem Vinschgerwind. Rund 380 Mitglieder stark ist die Schützengilde Goldrain, eine

stolze Zahl, die viele junge Mitglieder miteinschließt. Die neue Anlage wird nicht nur von diesen genutzt. „Auf dem neuen Schießstand werden Schießprüfungen absolviert, auch die Abschuss-Spezialisten des Nationalparks und die Reviere im Vinschgau nutzen den Schießstand Goldrain für die obligatorischen Schießübungen“, erklärt der Oberschützenmeister. Mit einem Satz: Die Struktur ist ausgelastet und ausgebucht, der Neubau der Kleinkaliberanlage war deshalb nicht zuletzt eine Investition in die Zukunft.


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Eine Investition in die Zukunft Interview mit Oberschützenmeister Kurt Platzgummer

Welches waren die Höhepunkte in der Vereinsgeschichte? 1958, also drei Jahre nach der Gründung, wurde hier in Goldrain der erste Schießstand auf 100 Meter eröffnet und eingeweiht. Dieser war damals der erste Schießstand Italiens mit elektrischen Zuganlagen auf zehn Linien. Dann später, 1972 wurde der neue Schießstand (KK für Kleinkaliber, Anmerkung der Redaktion) eingeweiht. Dieser war praktisch bis heuer in Betrieb und hat eben nicht mehr den heutigen Erfordernissen und auch Bestimmungen standgehalten und entsprochen. Deshalb fiel die Entscheidung für einen Neubau.

Wieviele Mitglieder werden derzeit bei den Sportschützen in Goldrain betreut? Das sind so um die 380 Mitglieder. In rund sechs Monaten wurde der neue Schießstand Goldrain gebaut. Auf wieviel belaufen sich die Baukosten? Die Kosten belaufen sich auf rund 790.000 Euro, für die das Land und die Gemeinde aufkommen und zu einem Teil auch der Verein und der Nationale Sportschützenverband UITS Rom. Sind Sie zufrieden mit dem neuen, modernisierten Schießstand? Ein Resümee. Ich muss sagen, die Resonanz, die wir von außen bekommen ist sehr, sehr gut. Alle sind begeistert. Der neue Schießstand ist offen, hell, einfach einladender. Früher hatten wir ein „dunkles Loch“, es wirkte schwer und nieder. Also ich bin sehr zufrieden und ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei allen Firmen für die termingerechte Ausführung der Arbeiten und gute Zusammenarbeit recht herzlich bedanken.

Foto: Leonardo Pellisetti

Vinschgerwind: Wann und von wem wurde die Sportschützengilde Goldrain gegründet? Kurt Platzgummer: Die Sportschützengilde wurde im Jahr 1955 gegründet. Wir feiern heuer deshalb unser 60-Jahr-Jubiläum. Luis Kaserer war es damals, der die Sportschützen Goldrain aus der Taufe hob.

Allgemein gefragt: Welche Rolle spielt der Schießsport im Vinschau? Es gibt im Vinschgau elf Schützenvereine mit einer sehr starken Jugendtätigkeit. Der aktiven Jugend kommt die neue Kleinkaliberanlage natürlich sehr zugute und ist demnach auch eine Investition in die Zukunft.


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Bilder oben: Die neue KK-Schießanlage in Goldrain: Mit viel Mühe und Aufwand, sowie mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Latsch und der Südtiroler Landesregierung ist in nur sechsmonatiger Bauzeit der neue Kleinkaliberschießstand gebaut worden, der den heutigen Erfordernissen entspricht. Darunter die alte Anlage, die aus den 70er Jahren stammte.

Fotos: Kurt Platzgummer, Architekturbüro Rinner

Bilder unten: Auch das Innere der KKSchießanlage hat sich verändert. Aus dem alten, in die Jahre gekommenen Raum, einem „dunklen Loch“ (Präsident Kurt Platzgummer) ist ein offenes, helles und einladendes Ambiente geworden, das ein aktives Vereinsleben zulässt und fördert.


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Architektur. Sie fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein, die neue Kleinkaliberanlage in Goldrain. „Wir haben den neuen, modernisierten Schießstand so rationell wie möglich gebaut, laut Norm, und uns innerhalb der klaren Richtlinien des Nationalen Verbandes der Sportschützen bewegt“, sagt Uwe Rinner, der Architekt dem Vinschgerwind. Der Schießstand liegt eingebettet in einer Wald-Wiesenlandschaft am Rande des Gemeindegebietes von Goldrain. Rinner wählte deshalb eine traditionelle Architektursprache. Holz hat in der Dachkonstruktion, in Vordach und Eingangsbe-

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reich seinen Auftritt, dominiert überhaupt als Baustoff, flankiert die Kleinkaliberanlage. Die Farben Grün und Orange wurden gezielt eingesetzt. Rinner: „Diese beiden Farben beruhigen die Augen, deshalb haben wir vermehrt Grün und in kleinem Maße auch Orange im Inneren der Anlage und im Schießbereich eingesetzt. Die Technik ist auf den neuesten Stand gebracht, die elektronische Zielscheibe zum Herzstück geworden.“ Eine der Herausforderungen war die Akustik, der gesamte Bereich wurde mit Akustikplatten gedämmt, damit der Schall nicht reflektiert oder gar nach außen dringt.

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INFO Am 9., 10. und 11. Oktober findet am Schießstand Goldrain das 22. Internationale Vorderladerschießen der Schützen aus vier Nationen statt. Der Wettkampf ist öffentlich.

RINNER ARCHITEKTURBÜRO

Arch. Rinner Uwe Hauptplatz 12 / Latsch Tel. 0473 / 623 132 info@archrinner.com

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Nationalpark Stilfserjoch

Rostpilze an Fichten Fotos: Wolfgang Platter

Schädigung des heurigen Nadeljahrganges

Vom Fichtennadelblasenrost befallene Zwergfichten mit verbuschtem Wuchs aus Wildverbiss in der Almrosenstufe im Laaser Tal.

Wolfgang Platter, am Tag der Seligen Mutter Teresa von Kalkutta, 5. September 2015

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ie gelbe bis rostbraune Verfärbung der diesjährigen Fichtennadeln ist im heurigen Sommer sicher schon zahlreichen Wanderern und Berggehern aufgefallen. Ursache dafür ist eine Pilzerkrankung der Fichten, welche besonders intensiv in der Höhenstufe des Almrosengürtels auftritt. Bei der Pilzerkrankung handelt es sich um den Fichtennadelblasenrost. Der auslösende Rostpilz heißt mit wissenschaftlichem Namen Chrysomyxa rhododendri.

Zur Systematik der Rostpilze Rostpilze gehören zur Klasse der Ständerpilze (Basidiomyceten) und zur Ordnung der Rostpilze (Uredinales). Sie sind weltweit mit etwa 5.000 Arten vertreten. Alle Rostpilze sind auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert. Selten findet ihre Entwicklung auf ein

und derselben Pflanzenart statt; meist läuft ihr Entwicklungszyklus auf zwei verschiedenen Wirtspflanzen ab, welche systematisch nicht miteinander verwandt sind. Fichtenrostpilze (Gattung Chrysomyxa) leben auf Fichten-Arten und oft auf Blütenpflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). In Europa gibt es 6 verschiedene Fichtenrostpilz-Arten.

Der Fichtennadelblasenrost Der häufigste Rostpilz an den Bergfichten im Alpenbogen ist der Fichtennadelblasenrost (Chrysomyxa rhododendri) . Diese Art wechselt zwischen den Wirtspflanzen Alpenrose und Fichte. Auf den beiden einheimischen Alpenrosenarten Rostrote Alpenrose (auf sauren Böden) und Behaarte Alpenrose (auf kalkigen Böden) vermag der Pilz zu überdauern und sich zu vermehren. Die immergrünen Blätter der Alpenrosen sind der Überwinterungsort des Pilzes. Der zweite

Wirt ist die Fichte, wobei ausschließlich die frischen, soeben aus den Knospen austreibenden Nadeln des diesjährigen Triebes infiziert werden.

Der Entwicklungszyklus Kurz vor oder während der Blütezeit der Almrosen werden die reifen Sporen des Rostpilzes an der Blattunterseite der Almrosenblätter entlassen und bei trockenem Wetter vom Wind über weite Strecken verweht. Wenn diese Sporen auf frisch austreibende Fichtennadeln treffen, keimen sie bei feuchter Witterung (Tau, Regen, Nebel). Einund mehrjährige Nadeln der Fichten werden vom Rostpilz nicht befallen. Nach der Keimung wächst der Pilz im Nadelinneren zu einem vielfach verzweigten Pilzgeflecht oder Myzel heran. Der Pilz ernährt sich dabei von den Inhaltsstoffen in den Zellen der Fichtennadeln. Ende Juli, in höheren Lagen auch erst im August und September, bilden


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die Pilzgeflechte an der Oberflädie Trockenmasse gar um etwa che der Nadeln Fruchtkörper in 60%. Form von orange-gelben Pusteln. Ältere Fichten verkraften eine In der Fachsprache werden diese Infektion mit Chrysomyxa rhoFruchtkörper Aecidienlager oder dodendri wesentlich besser. Bei Aecidien genannt. In diesen erwachsenen Fichten mit bis zu Fruchtkörpern bilden sich tauzehn photosynthetisch aktiven send- bis millionenfach Sporen. Nadeljahrgängen an den Ästen Bei starkem Befall wird die Zahl ist der Anteil der neuen diesjähder Sporen so groß, dass Fichrigen Nadeln im Verhältnis zur tenäste etwa bei Erschütterung gesamten Nadelmasse relativ durch den Wind in rostrote Spogering. Deshalb beeinträchtigt renwolken eingehüllt werden. ein einmaliger Rostpilzbefall des Nach der Entleerung der letzten Nadeljahrganges das GeSporen bleiben die leeren Aeci- Ältere Bäume überstehen die Rostpilzinfektion besser als Jungfichten. samtwachstum des alten Baumes dienlager als auffallend weiße, kaum. Auch weil die nicht befalaufgerissene Häufchen an den lenen Nadeln der vorigen Jahre diesjährigen Nadeln zurück. Inihre Stoffproduktion um bis zu fizierte Nadeln der Triebenden 50% steigern und so den Produksind leuchtend gelb gefärbt und tionsverlust aus dem Absterben fallen im Herbst, manchmal der diesjährigen Nadeln teilweise auch erst im Winter, ab. An stark kompensieren können. befallenen Bäumen kann so ein Der Rostpilzbefall in ganzer Nadeljahrgang ausfalSüdtirols Wäldern len, zurück bleiben die kahlen Im Südtiroler Agrar- und ForstTriebe. Die noch geschlossenen bericht 2014 kann man in jenem und verharzten Knospen für das Teil, welcher der Forst- und Almnächste Frühjahr werden nicht wirtschaft gewidmet ist, im Kapibefallen und können im nächtel „Forstschutz-Überwachungssten Frühjahr wieder austreiben. dienst“ zur Befallshäufigkeit des Die vom Wind aus den FichFichtennadelblasenrostes in den tennadeln über große Flächen Die Blätter der Almrose sind der zweite Wirt im Entwicklungszyklus letzten Jahren folgende Informaverbreiteten Sporen infizieren des Fichtennadelblasenrostes. tionen lesen: „Nach jahrelangem nunmehr wieder die Blätter der schwachen Verlauf war es 2010 Almrose als zweitem Wirt. An der und 2011 zu einer starken Befallszunahme Sind mehr als ein Drittel der jungen Nadeln Blattunterseite erscheinen etwa 10 -14 Tage gekommen (mit Vervielfachung der Befallsbefallen, führt dies zu einer bedeutsamen nach der Infektion Sommerlager in gelb flächen und betroffenen Baumzahlen). DieEinbuße der Vitalität und des Wachstums - grün gefärbten Gruppen. Die in ihnen heser folgte 2012 wieder ein Rückgang auf den des Baumes. Entsprechend vermindert ist ranreifenden Uredosporen (Sommersporen) vormaligen Stand des Jahres 2008. Auch die Zunahme an Trockengewicht von Spross dienen ausschließlich der Weiterverbreitung 2013 kam es zu einem weiteren Rückgang und Wurzeln. Forschungen an der Universides Pilzes auf den Almrosen. Im Herbst entum 20%: auf einer Waldfläche von 5.300 ha tät Innsbruck haben ergeben, dass bei einer wickeln sich auf den Almrosenblättern dann (red. 1.370 ha) wurde Befall auf 725.000 Ficheinmaligen starken Infektion von Rostpildickwandige Sporen, welche weitestgehend ten registriert. Im Jahre 2014 folgte ein neuer zen die Trockenmasse um 30-50% reduziert widerstandsfähig sind gegen Trockenheit Befallsanstieg auf einer Fläche von 7.355 ha wird. Solche Verluste können durch ein und Frost und die Funktion von Dauerspo(red. 2.324 ha) und 1.400.000 Fichten mit nachfolgendes rostfreies Jahr nicht ausgeren haben. Der Pilz überwintert also in den Chrysomyxa-Befall; dies bedeutet fast eine glichen werden. Eine Rostpilz-Infektion in Almrosenblättern in Form dieser DauerspoVerdoppelung des Vorjahresbefalls.“ zwei aufeinanderfolgenden Jahren reduziert ren. Im kommenden Frühjahr bildet der Pilz einige Wochen nach der Schneeschmelze erneut Frühjahrsporen, welche unmittelbar wieder junge Fichtennadeln infizieren. Damit beginnt der Entwicklungszyklus des Fichtennadelblasenrostes von neuem.

Befall von jungen und alten Fichten Bei jungen Fichtenbäumen (weniger als 6 Jahre alt) hat der diesjährige Neutrieb einen wesentlich größeren Anteil an der gesamten Nadelmasse als bei den ausgewachsenen Bäumen. Deshalb sind die Jungbäume im größeren Ausmaß von der Photosynthese-Leistung ihrer neu gebildeten Nadeln abhängig.

links: Lager oder Fruchtkörper des Rostpilzes an diesjährigen Fichtentrieben nach der Sporenentleerung. rechts: Nur die diesjährigen Nadeln der Fichten werden vom Rostpilz befallen. Die vorjährigen Nadeln werden nicht infiziert, bleiben chlorophyllhaltig grün und photosynthetisch aktiv.


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Freude am Laufsport

Die zwei 9-jährigen (v.l. im Bild) Florentine Obkircher und Loredana Fonto, beide aus Tartsch, gehören zu den jungsten Läuferinnen.

Sophia Blaas und Chiara Schütz (v.l. im Bild) praktizieren den Laufsport mit Überzeugung. In Übereinstimmung mit ihrer Freundin Chiara sagt Sophia auf die Frage über die Bedeutung des Laufsports: „Das Wichtigste beim Laufen ist die Freude am Sport, der Erfolg ist Nebensache.“ (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Foto: Leonardo Pellissetti

Die ganz Jungen

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Miteinander laufen Nach der Gründung der Sektion Laufen in Laatsch ist daraus vor 6 Jahren die Laufgemeinschaft Laatsch/Taufers entstanden. Die Gruppe besteht aus 55 jungen LäuferInnen im Alter von ca. 5 bis 20 Jahren aus Burgeis, Laatsch, Mals, Matsch, Tartsch, Taufers und Müstair aus der naheliegenden Schweiz. Es wird an allen Dorfläufen und anderen Rennen teilgenommen.

Fotos: Leonardo Pellissetti

Eine Gruppe der Läufer der Laufgemeinschaft nach dem Training in Mals

Von Leonardo Pellissetti

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er Laufsport genießt viel Erfolg in Südtirol und im Vinschgau, wie die vielen und viel besuchten Laufveranstaltungen auch bestätigen. Ein beredtes Beispiel davon ist der Reschenseelauf, an dem heuer 3771 Läuferinnen und Läufer teilgenommen haben. Die vor 6 Jahren gegründete Laufgemeinschaft Laatsch/Taufers erhält viel Zuspruch, wie von den fröhlichen Gesichtern der jungen Läufer und Läuferinnrn abzulesen ist. Die Trainer der Laufgemeinschaft sind Werner Rufinatscha, Konrad Schwalt, Günther Tragust mit seiner Frau Resi und Anna Stecher Noggler. Die Sektionsleiter sind für Laatsch Werner Rufinatscha und für Taufers Konrad Schwalt.

Die Trainingstätigkeit wird von Mitte März bis Anfang Oktober durchgeführt. Das Programm sieht vor, dass am Montag auf dem Gelände sowie in der freien Natur, am Donnerstag auf der schönen Malser Leichtathletikanlage gelaufen wird. Im Vinschgau, sagen die Sektionsleiter Rufinatscha und Schwalt mit Überzeugung, gebe es viele Kinder und Jugendliche, die Freude am Laufsport haben. Es wird an allen VSS-Dorfläufen, im Jahr 2015 waren es 10 in Südtirol, teilgenommen. Der Laufsport wird von der VSS-Führung, besonders vom Obmann Günther Andergassen, sehr gefördert und geschätzt, vor allem für die körperliche

Entwicklung, sowie für die Lebensqualität. Laufen im Sportverein bzw. in der Gruppe bedeutet nämlich, wichtige soziale Beziehungen aufbauen zu können. Im Vinschgau werden schon seit Jahren beliebte und deshalb auch stark besuchte Dorfläufe in Laas, St. Valentin, Glurns und auf der Bahn in Mals organisiert, Es gibt allerdings auch andere Läufe wie jene in Innsbruck, in Kastelbell und am Reschensee. Die Jugendlichen nehmen regelmäßig und mit Freude am Training und an den Läufen teil. Die zwei Sektionsleiter Werner Rufinatscha und Konrad Schwalt

Natürlich sind auch Einzel- und Mannschaftserfolge. zu verzeichnen. Beweis des Erfolges ist etwa die Vereinsgesamtwertung im Jahr 2014, als der ASC Laas die Führung mit 15.810 Punkten vor LF Laatsch/Taufers mit 11.870 Punkten eroberte. Am Wochenende des 22. und 23. Augusts wurde der Laufsport mit Urlaubstimmung verbunden: Es wurde nämlich in Hafling gezeltet, gegrillt und am Sonntag am Lauf teilgenommen. Wenn man die Atmosphäre bei einem Rennen erlebt oder direkt mit den Läufern und Läuferinnen ins Gespräch kommt, wie beim Training in Mals passierte, sieht man, dass das Klima in der Läufergruppe sehr erfreulich ist. Man sieht, dass Laufen ein angenehmer Ausdruck der Persönlichkeit ist.


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Schlanders - Peking

Latsch - Kunstturner

Schlanderser Sieger gewinnt Weltmeister im Pekinger Vogelnest

Turnsaison in den Startlöchern

Foto: Michael Traut

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s ist wieder soweit; die neue Diese Komponenten gehören Saison der Kunstturnezu den Grundvoraussetzungen rinnen der Sektion Turnen des einer jeden Sportart und sie zu ASV Latsch startet in Kürze. Bebeherrschen erleichtert den treut werden die NachwuchsaKindern den Einstieg in andere krobatinnen von Carla Wieser. Sportdisziplinen. (sam) Einschreibetermin für die neue Saison ist der 2. Oktober zwischen 17 und 18 Uhr in der Turnhalle von Latsch. Trainiert wird zwei Mal in der Woche (Mittwoch und Freitag). Der Turnsport ist eine Sportart, bei der die Kinder nicht nur Übungen an verschiedenen Sportgeräten erlernen, sondern er eignet sich perfekt um den Nachwuchs in Sachen Beweglichkeit, Koordination und Kraft zu schulen. Carla Wieser betreut eine Athletin

AmateurSportClub

Schlanders-Raiffeisen

Kursangebot 2015-16

Sektion YOSEIKAN BUDO

Montag / Lunedì

Dienstag / Martedì

Mittwoch / Mercoledì

Foto: ASV Latsch

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ereits mit seinem letzten hat außer den Weltmeistertitel, Sprung in Schlanders über und bei 5,50m noch mit einem die 6,00m, den Shawnacy Bardoppelten Backfilp über die ber nur haarscharf riss, sorgte Latte springen kann (YouTube), der Kanadier weltweit für Furozeigte daraufhin keine Nerven re. Der Publikumsliebling von mehr und scheiterte dreimal Schlanders wäre bei 5,90m. Raphael damit der bisher Holzdeppe, der von jüngste sechs Meter den Deutschen im Springer, davon gibt Vorfeld schon zu ihes nur 18 Menschen, rem WM Star erkoren aller Zeiten gewesen. wurde, schaffte dieMit 21,3 Jahren sogar se Höhe im dritten noch jünger als AltVersuch. Somit trat weltrekordler Serhij Holzdeppe, der auch Bubka, der schon mit schon in Schlan19 Jahren Weltmei- Shawnacy Barber ders dabei war, gester wurde. Aber vom gen Barber an, der Konjunktiv zurück zur Realität. ohne Fehlversuche, die bessern Und diese ist der Hammer. Denn Karten hatte. Keiner der beiden bei den Weltmeisterschaften in konnte dann bei sechs Meter eiPeking schaffte Shaw alle Höhen nen Sprung über die Latte sprinbis sechs Meter astrein im ergen. Somit ist Shawnacy Barber sten Versuch. Weltrekordhalter neuer Weltmeister und belässt Renaud Lavillenie aus Frankseinen bisher besten Sprung in reich, der alles schon gewonnen Schlanders. (ah)

Kursbeginn, Donnerstag 1. Oktober Änderungen vorbehalten! SL Heinz Fritz I 349 5839070 Florian Spechtenhauser I 338 9341901

Donnerstag / Giovedì

Freitag / Venerdì

16.30 - 17.20 Uhr MINI-BUDO 4 - 6 Jahre YB-Tennis-Rückengym-Fussball

17.30 - 18.20 Uhr KAMPFSPORT FÜR JUGENDLICHE

17.30 - 18.20 Uhr YOSEIKAN BUDO KINDER

10 - 14 Jahre

7 - 9 Jahre

18.30 - 19.20 Uhr Y-CARDIO TRAINING

18.30 - 19.20 Uhr KAMPFSPORT FÜR JUGENDLICHE

ab 14 Jahre

10 - 14 Jahre

19.30 - 21.00 Uhr SHAOLIN QI GONG

19.30 - 21.00 Uhr YOSEIKAN BUDO

19.30 - 21.00 Uhr AIKIDO YOSEIKAN

19.30 - 21.00 Uhr YOSEIKAN BUDO

Kursbeginn noch zu definieren

ab 14 Jahre

ab 14 Jahre

ab 14 Jahre

19.30 - 21.30 Uhr YOSEIKAN BUDO OMOTE-TRAINING ab 1. Kyu

Die Kurstage richten sich nach dem Schulkalender des Schulsprengels Schlanders. Keine Schule kein Yoseikan!

SPEDITION MAYR MANUELA

Wollen auch SIE uns unterstützen?

Die Teilnahme ist nur möglich, wenn innert 18.09.2015 das Anmeldeformular vollständig und leserlich bei Druck & Papier FRITZ, Schlanders abgegeben oder an heinz.fritz@yoseikan.it verschickt wird. Wir bitten um Verständnis, wenn nur angemeldete Athleten auf Grund gesetzlicher Notwendigkeit teilnehmen dürfen.

Begrenzte Teilnehmer bei allen Kursen: Rangliste: es gilt das Einzahlungsdatum

Anmeldeformulare als Download auf www.ascschlanders.it, Papier & Druck Fritz - Schlanders oder über heinz.fritz@yoseikan.it erhältlich!


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Mals

Andreas Strimmer neuer Präsident

Fußballferien im Fokus

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Foto: Leonardo Pellissetti

s hat lang gedauert bis der langjährige Präsident Alois Josef Klotz seinen Nachfolger an der Spitze des ASC Laas feststellen konnte. Nach 16 Jahre engagierter Führung hat Klotz endlich einen „Erben“ gefunden: Andreas Strimmer (Bild). Interessant ist, dass Klotz und Strimmer für sich unterschiedliche Sportarten bevorzugen: Klotz hatte Fußball gespielt, er war auch Trainer des neuen Präsidenten. Strimmer ist Läufer wie auch seine Frau Mirka Lorenzani. Er habe, wie er selber erzählt, das Laufen mit einem Paarlauf in Kaltern begonnen. Tochter und Sohn haben auch mit Laufen angefangen. Die Vorstellungen von Strimmer über seine neue verant-

ario Götze, welcher das entscheidende Tor im Finale bei der Fußball-WM in Brasilien 2014 erzielte, ist heuer Pate für die Hansi-Dorfner-Fußballcamps und bringt das Konzept in seinen Interneteintrag auf den Punkt: „Das allerwichtigste beim Fußball ist der Spaß, zu trainieren, zu spielen und gemeinsam mit seiner Mannschaft und Freunden Erfolge zu feiern, aber auch Niederlagen zu verarbeiten. Ich finde die Möglichkeit der Hansi DorfnerFußballschule super.“ 112 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und vierzehn Jahren aus Mals und Umgebung nahmen heuer am Fußballcamp am Malser Sportplatz teil, welches auf Initiative und unter Federführung des ASV Mals/Sektion Fußball bereits zum sechsten Mal organisiert wurde. Die Trainingsinhalte wurden ausschließlich von Sportlehrern und ausgebildeten

Foto: Ludwig Fabi

Laas

Ingo Pitscheider (Koordinator Fußballjugend Mals) mit begeisterten Camp-Teilnehmern Fußballtrainern vermittelt. Sie sind Gewähr dafür, dass den Kindern der Fußballsport pädagogisch wirkungsvoll nahegebracht wird. Für die Organisation und Verköstigung der Kinder waren wieder fleißige Helfer der Fußball-Sektion vor Ort. Der gemeinsame Abschluss bildet im-

mer den Höhepunkt und dabei wurden die Erinnerungsfotos, Bälle und Sachpreise verteilt. Eine besondere Auszeichnung ist neben dem Trikot des „Champ of the Camp“ auch das „Fair-Play-Trikot“, welches nach drei intensiven Tagen „Fußballferien“ verliehen wird. (lu)

Vinschgau/Trient

Mittelstrecken am Abend W

ährend der Reschenseelauf mit über 3000 Teilnehmern glänzte, brillierten zur selben Zeit drei Vinschger NachwuchsMittelstreckler bei den Abendmeetings in Trient. Bei den äußerst beliebten Bahnrennen gibt es in drei Etappen knapp 2500 Starts von Athleten aus dem gesamten ober- und mittelitalienischen Raum. Über die 600m Strecke konnte Strint- Ass Mirko Lepir noch von seiner Schnelligkeit profitierten, über die 1000m zeigte sich dann ein ganz anderes Bild. Hier konnten die beiden Ausdauerläufer Mortiz Graf und David Giusti, Jahrgang 2001, schon aufschließen. Welch gewaltiges Niveau in Italien bei den 15 jährigen Knaben über die zweieinhalb Stadionrunden herrscht, zeigt ein Blick auf die Ergebnislisten. Mattia Mannia von der Finanzwache Jugendgruppe gewann in 2:40,69 Minuten haarscharf vor

Foto: Michael Traut

wortungsvolle Rolle: „Es handelt sich sicher um eine große Verpflichtung. Eine neue Sache schafft doch Motivation, besonders wenn man mit pflichtbewussten Personen mitarbeitet in einem gut strukturierten Sportverein, wie er in Laas ist. Ich habe für die Sektion Athletik schon gearbeitet und bin sehr zufrieden mit der Mitarbeit mit Eyrs, Tschengls und Prad. Die Prader Läufer laufen mit Laas und im Winter fahren die Laaser Langläufer im Prader Sportverein. Ich werde versuchen, alle Sportarten zu unterstüzten und finde es besonders wichtig, die Jugendarbeit zu fördern. Vor zwei Wochen fand ein interner Fußballcamp in Laas statt, an dem 79 Buben und Mädchen teilnahmen. In der Sektion Athletik gibt es mehr als 30 SportlerInnen und auch im Rodelsport gibt es ein gute Anzahl von aktive SportlerInnen. Zum Schluss: Ich möchte meinen Einfluss geltend machen, damit mehr Leute aktiv Sport betreiben.“ (lp)

v.l. Moritz Graf, Mirko Lepir und David Giusti vor dem Start Matteo Salvioni aus Como mit 11 Hundertstel Sekunden Vorsprung. Mirko Lepir kam mit sehr guten 2:56.48 auf den 25., Mortiz Graf mit neuer Bestzeit von 2:58.02 bereits auf den 33. und David Giusti mit 3:05.01 auf den 49. Rang. Nicht nach Plan liefen am letzen Tag die 2000m. Hier blieben fast alle Läufer unter ihren Möglich-

keiten. Bester war Moritz Graf mit 6:34.63 Minuten. Im Training schaffte der junge Prader bereits 6:18Minuten. Am Start waren auch Othmar Habicher vom Rennerclub Vinschgau Raiffeisen. Mit der Zeit von 9:59.89 blieb er ganz knapp unter der Mauer von 10 Minuten über 3000m. Heinrich Thöni lief sehr gute 10:25.49. (ah)


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Prad

Der Vinschgau ist meine zweite Heimat en 19. Februar 2014 wird der Pusterer Biathlet Dominik Windisch mit Sicherheit nie vergessen. Es war der Tag, an dem er sich eine Olympiamedaille um den Hals legen lassen durfte. Beim Mixed-Bewerb der Olympischen Winterspiele in Sotschi belegte er mit der italienischen Staffel den 3. Platz. Auf dem Weg zu seinem bisher größten sportlichen Erfolg spielte auch der Vinschgau eine wichtige Rolle. Drei Jahre lang besuchte der Biathlonprofi die Sportoberschule in Mals, legte dort wichtige Grundsteine für seine sportliche Laufbahn und baute sich einen engen Freundeskreis auf. „Die Vinschger sind sehr herzliche Leute. Ich komme immer wieder gerne hierher. Für mich ist der Vinschgau meine zweite Heimat geworden“, so der 25-Jährige, der oft in den Obervinschgau reist und dort Trainingseinheiten absolviert.

Foto: Sarah Mitterer

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Vor allem der Radweg bietet ihm optimale Bedingungen für das Rollertraining. Spätestens nach seinem Olympiaauftritt waren sich seine Vinschger Freunde und Fans einig: ein Champion wie er verdient sich einen Fanclub. So machten sich Andreas Bernhart, Gerald Burger, Rudi Hölbling, Caroline Theiner und ihre Eltern im vergangenen November auf den Weg nach

Rasen und gründeten dort den Dominik-Windisch Fanclub, der mittlerweile über 70 Mitglieder zählt. Gemeinsame Fahrten zu den Weltcups nach Hochfilzen, Antholz und Ruhpolding um Dominik an der Strecke und im Stadion anzufeuern, stehen wie in der vergangenen Saison auch heuer wieder auf dem Programm. Auch das erste Fanclubtreffen fand vor kurzem statt. In

der Sportzone Prad konnten die Fans gemeinsam mit ihrem Olympiaheld ein Rollertraining sowie Schießübungen absolvieren, Autogramme erhalten und Fotos knipsen. Windisch befindet sich bereits voll im Training für die neue Saison. Ende November fällt der Startschuss für die Weltcupsaison 2015/16, deren Höhepunkt die Weltmeisterschaften in Oslo anfangs März sind. (sam)

ASV Mals Sektion YOSEIKAN BUDO MEMBER OF WORLD YOSEIKAN FEDERATION

Montag

Mittwoch

Yoseikan Budo Jugend (10. – 14. Lebensjahr) 18.00 – 19.00 Uhr (8 Monate)

Mini-Gym (4. – 6. Lebensjahr) 17.00 – 18.00 Uhr (8 Monate)

Freitag Yoseikan Budo Kinder (7. – 9. Lebensjahr) Gruppe 1: 16.00 – 17.00 Uhr (8 Monate) Gruppe 2: 17.00 – 18.00 Uhr (8 Monate)

Y-Cardio-Training 20.00 – 21.15 Uhr (12 Treffen + folgende)

Yoseikan Budo für Erwachsene (ab dem 14. Lebensjahr) 19.30 – 21.00 Uhr (8 Monate)

Yoseikan Budo Jugend (10. – 14. Lebensjahr) 18.00 – 19.00 Uhr (8 Monate)

Wir bitten um Verständnis, wenn nur angemeldete Athleten mit ärztlichem Attest auf Grund gesetzlicher Notwendigkeit teilnehmen dürfen. Begrenzte Teilnehmer bei allen Kursen: es gilt das Abgabe-/Eingangsdatum.

Info & Anmeldung:

Yoseikan Fighting System (ab dem 14. Lebensjahr) 19.30 – 20.30 Uhr (12 Treffen + folgende)

Yoseikan Budo Vinschgau Tel. 347 67 49 499 ASV Mals Sektion Yoseikan Budo SPORT Kursbeginn: 28. Sept. 2015 – Alle Kurse finden im Sport&Well in Mals statt. FOLIE

Eco-Therm

SPORT

www.wiffa.it

FOLIE

Anmeldeformulare sind auch online unter www.yoseikan-mals.jimdo.com

zu erhalten oder über E-Mail an thomas.mair@yoseikan.it und vollständig und leserlich ausgefüllt bei:

• Bäckerei Riedl – Glurns • Sport Folie – Reschen • Sport Schuhe Veith – Mals termingerecht abzugeben. Anmeldungen ab Mo. 7. September 2015 möglich Anmeldeschluss 25. Sept. 2015


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Mals

Prad/Schluderns/Roth

Interclub Vinschgau

Zwei „eiserne“ Vinschger

ei den Feierlichkeiten für das 50 Jahre Jubiläum des ASV Mals am 2. August war natürlich auch Dino Filipovic dabei. In Kroatien geboren war er bei der Finanzwache in Mals, wo er auch seine Ehefrau kennen lernte. Er spielte in der Malser Fußballmannschaft, nachdem er bei den Allievi der Triestina tesseriert gewesen war. Nachher besuchte er den Trainerkurs in Lana und wurde Trainer in Mals. Mit der Malser Mannschaft gewann Filipovic drei Mal die Meisterschaft, zuletzt als SpielerTrainer. Es bleibt noch zu erwähnen, dass auch sein Sohn Marcel als geschätzter linker Verteidiger mit der Malser Mannschaft in der Landesliga spielte. Als überzeugter Inter-Mailand FußballFan gründete Filipovic im Jahr 2013 den Interclub Vinschgau. Seither ist er ClubPräsident. Dino Filipovic Wie Filipovic bestätigt, zählt dieser Club 60 Mitglieder, die jedes Jahr auch zu manchen Meisterschaftsspielen reisen und als Zuschauer teilnehmen. (lp)

ning. Erste Marathons folgten u.a. In Rom, auf das Jungfraujoch..... Vor zwei Jahren begannen sie dann mit dem Schwimmtraining und im letzten Jahr

widmeten sie sich intensiv dem Radfahren. Beide hatten sich ein hohes Ziel gesteckt: den Ironman Roth (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen), welches sie mit hartem, zeitintensiven und kräftezehrendem Training verfolgten. Am 12.Juli war es dann soweit. Mit einem ausgezeichneten Ergebnis passierten beide die Ziellinie. Sabine erreichte bei den Frauen den 75. Rang in 11:12:27 Stunden. Rainer schloss mit einer Zeit von 10:53:19 Stunden ab. Wir beglückwünschen euch zu eurer überragenden Leistung. Auf dass ihr euch noch vielen sportlichen Herausforderungen stellt. Eure Kollegen

Rainer Stecher

Sabine Mall

v.l. . Sabine Mall, Prad am Stilfserjoch, Guillaume Baldy und Timo Gläss, Münchner Trainingskollegen, Rainer Stecher, Schluderns

A

m 12. Juli fand in Roth (Deutschland) der alljährliche Ironman statt, an welchem unsere Kollegen Sabine Mall und Rainer Stecher teilnahmen. Beide leben berufsbedingt in München. Die Liebe zu ihren Familien und den Bergen zieht sie aber immer wieder für ein Wochenende in den Vinschgau. Vor etwa fünf Jahren entwickelte sich aus den Hobbies für das Wandern und das Laufen eine Leidenschaft. Lange, über Tage andauernde Bergtouren und Dauerläufe folgten. Sabine und Rainer schlossen sich in München einem Läuferclub an und forcierten ihr Trai-

Laas

Schluderns/Stilfserjoch

Volleyball-Sektion gegründet Mit Ton-Elefant zum Joch

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arkus Niederegger aus Schluderns (im Bild) war einer der 12.100 Radfahrer, die kürzlich das Stilfserjoch erstürmten. Und weil das Wetter so schön war, bezwang er die Passstraße gleich zweimal. Um 9.00Uhr startete er das erste Mal in Prad, um 12.30 Uhr das zweite Mal.. Den ersten Ausstieg schaffte er in einer Stunde und 31 Minuten. Beim zweiten Mal Foto: „Wind“-Archiv

interressierte Volleyballspielern aus. Unterstützung fanden sie durch Vertretern des Sportvereins. Sektionsleiter ist Günne Luggin. Mitmachen können alle Interessierte alDas Laaser Volleyball-Gründungsteam ler Alterklassen. Ab Oktober wird in der er ASC Laas ist um eine Turnhalle Laas mit den Spielen Sektion reicher. Neben den gestartet - und zwar jeden DonSektionen Fußball, Rodeln, nerstag um 20.00 Uhr und jeden Leichathletuk, Tennis und Freitag um 18.00 Uhr. (mds) Skisport gibt es seit kurzem Anmeldung bei Luggin unter auch die Sektion Volleyball. der Nummer 340 8026058 Die Initiative ging von einige Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Leonardo Pellissetti

B

benötigte er 7 Minuten mehr. Mit im Gepäck trug er einen kleinen Ton-Elefanten aus der Sammlung der im Mai gestorbenen Martina Sapelza. „Di Matschgi unt i hobm huir gwellt mitnond afn Joch oui fohrn“, erklärt er. Vor Jahren war er mit ihr schon einmal oben. Nun war es ihm wichtig, etwas von ihr mitzunehmen. Den kleinen Elefanten legte er dann auf’s Grab. (mds)


10.09.15

Vinschgerwind 18-15

/Sport/ 49

ASV Latsch

Foto: Sarah Mitterer

Erfolgreiches Camp für Nachwuchskicker

Teilnehmer und Betreuer beim Camp in Latsch

K

urz vor Beginn der neuen Fußballsaison grassiert im ganzen Land das Fußballfieber und an vielen Orten wurden Fußballcamps ausgetragen. Auch Latsch wurde vom „Ballfieber“ nicht verschont und

bot ein Vorbereitungscamp für Nachwuchskicker der Jahrgänge 2001 bis 2009 an. Rund 85 Kinder aus den Reihen der Spielgemeinschaft Latsch, Goldrain, Morter, Martell und Kastelbell sowie die Spiele-

rinnen der Red Lions Tarsch wurden unter der Leitung von Philipp Pirhofer, Andreas Lechner und ihrem Trainerteam vier Tage lang in die Kunst des Fußballspielens eingewiesen. Eingeteilt in kleinen Gruppen

lernten die Kinder den Umgang mit dem Ball und vor allem der Spaß durfte nicht zu kurz kommen. Den Abschluss des Camps bildeten das Turnier am letzten Tag sowie das gemeinsame Grillen im Anschluss. (sam)

VSS-Jugend-Fußball

Fußball 1. Liga: Schlanders und Schluderns

U-10 Meisterschaften

Guter Start

er von vielen Jungen mit Begeisterung und mit Erfolg praktizierte Jugendfußball steht vor dem Start. Mit dem ersten Spieltag am kommenden Samstag, den 12. September 2015, wird nämlich die Vinschger VSS-U-10 Meisterschaft starten. In den Tabellen sind die 25 Mannschaften (im vorigen Jahr waren es 24) aufgelistet.

Kreis Obervinschgau FC Oberland „blau“ ASV Mals „gelb“ ASV Mals „blau“ SpG Glurns/Schluderns „rot“ ASV Taufers ASV Prad „wieß“ ASV Prad „gelb“ SpG Glurns/Schluderns „weiß“

Laut den Ergebnissen der Hinrunde wird von der Bezirksleitung die Leistungsklasse A, B, C für die Rückrunde neu zusammengestellt.(lp)

Kreis Untervinschgau SpG Laas/Eyrs/Tsch. „weiß“ SpG M.G.Schlanders „weiß“ SpG M.G.Schlanders „blau“ SpG Laas/Eyrs/Tsch. „blau“ ASV Martell ASV Latsch ADF Red Lions ASV Kastelbell/Tschars

Leistungsklasse „C“ Vinschgau FC Oberland „weiß“ ASV Mals „rot“ ASV Burgeis ASV Laatsch ASV Stilfs ASV Prad „blau“ SpG Glurns/Schluderns „blau“ SpG Laas/Eyrs/Tsch „grün“ ASV Goldrain

Foto: Leonardo Pellissetti

D

Der erfahrene 39-jährige Torman Andreas Punter kann den hohen Ball nach Kopfball vom Schlanderser Felix Telser nur nachschauen. Das Tor trug zum Untentschieden bei

I

n der 1. Liga sind Schlanders und Schluderns gut gestartet, beide als Sieger. Schlanders in Riffian und die Schludernser mit einem prestigevollen 4:1 gegen Mals. In den letzten 15 Minuten verloren die Malser die Konzentration und konnten einen Elfmeter nicht verwandeln. Die

Mannschaft von Rainer Dengg bestätigte ihre gute Form auch mit dem auswärtig eroberten Pokalsieg gegen Schluderns. Die jungen Spieler von Perkmann hatten beim Hinspiel in Schlanders gut gespielt und gingen zweimal in Führung. Schlanders konnte aber ausgleichen. (lp)


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Vinschgerwind 18-15

10.09.15

Laas

Marmorcup für Allievi in Laas

Die Siegermannschaft von Naturns mit Naturnser Begeiter, rechts, die Schiedsrichter und Josef Stark, Koordinator der Jungen in Laas

A

m Sonntag, 23. August organisierte der ASC Laas Raiffeisen auf dem Sportplatz Trai zum ersten Mal ein AllieviTurnier (Jahrgänge 1999-2001). Sechs Mannschaften, darunter Laas, Latsch, Mals, Na-

turns, Schenna und Schlanders, spielten in zwei Dreier-Gruppen gegeneinander. Nach der Gruppenphase folgten die Platzierungsspiele. Bei der Siegerehrung wurde der Wanderpokal, eine Mar-

morkugel mit dem Aussehen eines Fußballs an die spielstarke Mannschaft aus Naturns übergeben. Auf den Plätzen folgten Schenna, Latsch, Mals, Schlanders und Laas. Der ASC Laas Raiffeisen be-

Glückwünsche

dankt sich recht herzlich bei ihrem Sponsor Lasa Marmo GmbH, welche den Wanderpokal zur Verfügung gestellt hat. Siegrid Zagler


10.09.15

/Kleinanzeiger/ 51

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unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Vinschgerwind 18-15

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I ch erhalte den „Vinschger Wind“ mehrfach (Anruf genügt!) Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.

Neue Anschrift: Vorname und Name:

Maria Etzthaler

Straße und Nr.:

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* 24. 2. 1930

† 5. 8. 2015

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die Anteilnahme in Wort und Schrift, die zahlreiche Beteiligung an den Abendrosenkränzen und an der Begräbnisfeier. Ein herzliches Vergelt’s Gott für die vielen Gedächtnisspenden. Weiters danken wir Hochw. Dekan Rudolf Hilpold, dem Kirchenchor, den vielen Ministranten, den Kranz-, Kreuz- und Lichtträgerinnen, dem Mesner Vinzenz für das Vorbeten, sowie allen, die einen Dienst verrichtet haben. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Altenheim von Latsch für die liebevolle Betreuung.

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Zum Gedenken an deinen 4. Todestag

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Kartenlegerin Anna wieder in Schlanders!

Wo früher dein Leben war, ist jetzt Stille. Wo früher dein Platz war, ist jetzt Leere. Jedoch behalten wir dich in unserem Herzen, als wärst du nie von uns gegangen.

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Vinschgerwind 18-15

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Vorbereitungskurs auf die Zweisprachigkeitsprüfung - Internationales Sprachenzertifikat „Plida“ REFERENT/IN

TERMINE B2 TERMINE C1 UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Info – Anmeldung:

Luana Ivana Cavalet Mo, 14.09. – Mo, 23.11.2015 (jeweils Mo) Mi, 16.09. – Mi, 25.11.2015 (jeweils Mi) 18.30 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 12 Treffen OSZ Mals 185 Euro (ohne Prüfungsgebühren) Mo, 14.09.2015 bis 12.00 Uhr

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Die Weiterbildungsbroschüre des GWR für den Zeitraum September bis Dezember 2015 liegt heute Ihrem Vinschger Wind bei. Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

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