Skip to main content

Vinschgerwind ausgabe 18-14

Page 1

Nr. 18 (235) 04.09.14 I.P. 10 Jg.

www.vinschgerwind.it

In die Parteispitze geschlüpft Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

SVP-Obmann Philipp Achammer und SVP-Sekretär Manuel Massl im „Wind“-Gespräch Die Zukunft ist Heute! Wir bieten innovative Lösungen in den Bereichen Solar, Heizung, Entlüftung und Sanitär. Besuchen Sie unsere neue homepage.

Kiefernhainweg 71, Prad am Stilfserjoch

www.ebensperger.com


PALABIRNHAUS Neue Wohnungen mit besonderer Kulis-

se entstehen im Zentrum von Schlanders. Am sogenannten Palabirnanger (gegenüber der Feuerwehrhalle) vereint das neue Gebäude Wohnmöglichkeiten, Büro- und Handelsräume. Der Anger mit den alten Birnbäumen bleibt erhalten und bietet den Bewohnern eine besondere Kulisse. Pohl Immobilien setzt bei diesem Projekt auf beste Bauqualität, auf Wohnkomfort sowie Funktionalität und Ästhetik. Wir laden Sie zur Projektpräsentation am Freitag, 12. September 2014 von 11.00 - 13.00 Uhr unter den Bäumen beim Palabirnanger in Schlanders ein.

PROJEKTPRÄSENTATION

POHL IMMOBILIEN baut auf über 30 Jahre Erfahrung und auf ein Team von hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern. Pohl Immobilien setzt auf ausgewählte Lagen, eine hochwertige Bauweise und Bauausführung sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Dadurch gewährleisten wir eine sichere Investition in Ihre Immobilie. Hauptstraße 60, Latsch, T +39 0473 622196. www.pohl-immobilien.it

1

2

3

1-3 Das Palabirnhaus entsteht im Zentrum von Schlanders am sogennanten Palabirnanger (gegenüber der Feuerwehrhalle) mit (1) Blick auf die Berggipfel des Nörderbergs. (2) Die Loggia dient als herrlicher Wohnraum im Freien. (3) Ansicht Süd- sowie Ostfassade. 4+5 Weitere Objekte in Schlanders: (4) Wohnanlage Feldweg: Gelegenheit: 2 Wohnungen stehen noch zur Verfügung. (5) Wohnanlage Maneid/Kortsch: 3-Zimmer Gartenwohnung mit Südblick im Verkauf. Weitere Objekte in Südtirol: Laas, Meran, Bozen, Tramin, Eppan.

4

5


04.09.14

Inhalt

Vinschgerwind 18-14

/inhalt/ 3

Kommentar Die „SVP-Küken“: Die 29 Jahre junge Seilschaft an den Schalthebeln der Macht Seite 6

Partschins/Rabland: Umfahrung in Rabland neu geplant Seite 4

Latsch: Die VIVALatsch ist derzeit ohne Präsident

Seite

4

Schlanders/Südtirol: Der Preisvergleich

Seite

5

Mals: Nur die halbe Wahrheit

Seite

5

Schlanders: Zwischenbilanz beim Schwimmbad

Seite

5

Schluderns: Neuer Besucherrekord bei Ritterspielen

Seite

8

Vinschgau: Erste Bewertungsplattform für Arbeitnehmer

Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Partschins: Einen Hektar Grund kaufen

Seite 14

Naturns: Elke Messmers „Sommerfrisch“

Seite 20

Burgeis: Jakobi, Laurenzi, Bartlmäh und Schutzenglsunnta

Seite 18

Sonderthema: Herbstmode - Unser Hochzeitsfoto

ab Seite 32

Nationalpark Stilfserjoch: Der Schluchtenweg an der Plima

Seite 40

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften

www.vinschgerwind.it

übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Es lebe der Besen Die EU-Kommission liefert mitunter dankbare Themen. Eines davon: Seit 1. September dürfen nur noch Staubsauger mit einer Leistung von höchstens 1600 Watt verkauft werden. Aber in der EU-Vorschrift, im Anhang der „Ökodesign-Vorschriften“, steht noch etwas anderes. Dort steht nämlich, dass - und ich zitiere aus dem vom damaligen Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso persönlich unterzeichneten Dokument wörtlich - „Der jährliche Energieverbrauch muss weniger als 62,0 kWh/ Jahr betragen“. Im Dokument „Verordnung der EU 666/2013 der Kommission vom 8. Juli 2013“ ist doch tatsächlich ausgerechnet worden, wie man diesen Stromverbrauch einhalten „muss“: 50 Mal darf ich demnach im Jahr für jeweils eine Stunde saugen (87 Quadratmeter). Einmal die Woche also und höchstens eine Stunde. Die EU-Kommission hält also die Menschen in Europa für ziemlich dumm. Die EU traut offensichtlich ihrer eigenen Etikettierung und deren Wirkung nicht. Diese Etikettierung von Kühlschränken und Waschmaschinen mit A+, A, B, C, D... hat durchaus Erfolg gehabt, aber den Leuten immerhin die Entscheidung überlassen, welches Gerät sie kaufen wollen. Den Leuten Entscheidungen überlassen zu wollen, davon rücken die EU-Technokraten immer weiter ab. Auf der Basis einer zweifelhaften Energieeinsparung sollen also nur noch Staubsauger mit einer Leistungsaufnahme von 1600 Watt auf den Markt kommen. Diese Richtung soll die EU mal auf dem Automarkt versuchen. Nach dem Motto: Ab 1. September dürfen nur noch Autos mit höchstens 100 PS (Pferdestärken) auf den Markt kommen. Möcht’ wissen, was dann los sein wird. Aber das ist eine andere Lobby. Staubsauger haben keine Lobby. Die Konkurrenz ist der Besen. Der lebe hoch!


4 /politik/

Vinschgerwind 18-14

Für Berggebiete

Latsch

VivaLatsch ohne Präsident

H

Foto: Erwin Bernhart

annes Gamper (Bild) ist kürzlich als Präsident der VivaLatsch zurückgetreten. Mündlich und schriftlich hat er dies BM Helmut Fischer mitgeteilt. Gamper führt private Gründe an, denn der Job als VivaPräsident hat sich im Laufe der Zeit nicht mehr mit seinem GoldschmiedBetrieb zeitlich vereinbaren lassen. Gamper verlässt die VivaLatsch ohne Streit. Im Gegenteil. Die Viva sei mittlerweile gut aufgestellt und von daher sei es ein guter Zeitpunkt zu gehen, sagt Gamper dem Vinschgerwind. Gerade erst im heurigen Frühjahr hat man durch interne Umstrukturierung den Geschäftsführerposten einsparen können. Zudem übernimmt die Gemeinde Latsch für die Viva-Anlagen sämtliche Energiekosten. Seit 2007 ist Gamper Präsident des Verwaltungsrates der VivaLatsch, welche als gemeindeeigene Gesellschaft mittlerweile das Eisstadion (IceForum), das Hallenbad (AquaForum) und die Sportanlagen in Latsch (SportForum) managet und leitet. Seit 2010 sind Annelies Aufderklamm als Vize und Roman Schwienbacher mit im Verwaltungsrat. Die drei Jahre zuvor waren es Walter Theiner und Rosa Lamprecht-Stampfer. Derzeit werde überprüft, sagt BM Helmut Fischer, ob die Vize-Präsidentin die Geschäfte weiterführen kann oder ob es notwendig sein wird, Hannes Gamper mit Ratsbeschluss ersetzen zu müssen. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

82,4 % sehr wichtig

Sind Sportevents, wie der Reschenseelauf oder die Radtour aufs Stilfserjoch, für den Vinschgau wichtige Ereignisse? (74 abgegebene Stimmen) Neue Umfrage: Hypothetische Frage ausschließlich an verheiratete Paare: Würden Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin nochmals heiraten?

(61 Stimmen)

16,2 % wichtig (12 Stimmen) 1,4 % unwichtig (1 Stimme)

Umfahrung konkreter Partschins/Rabland - Ungebrochen ist im Gemeinderat von Partschins die Zustimmung zu einer Umfahrung für Rabland. Allerdings ist die Umfahrung auf der vor 6 Jahren im Bauleitplan eingetragenen Trasse aufgrund hydrogeologischer Bedenken nicht machbar. Die Partschinser bessern nach. von Erwin Bernhart

B

reiten Raum für Diskussionen ließ BM Albert Gögele bei der Ratssitzung vom 26. August 2014 für die Umfahrung in Rabland zu. Der Raum wurde rege genutzt, gar für das Publikum geöffnet. Bei der geplanten Umfahrung von Rabland gibt es Änderungen. Die 2008 im Bauleitplan eingetragene Trasse unterhalb der Hauptstraße eignet sich für eine Unterflurtrasse nicht. Dies haben ausgedehnte und detaillierte hydrogeologische Untersuchungen, erstellt von Sonja Pircher (AlpinGeologie), ergeben. Mit der Bewertung der Ergebnisse hat das Land den Ingenieur Markus Schwalt beauftragt, zusätzlich hat die Gemeinde Partschins Schwalt mit der Optimierung der Trassenführung beauftragt. Schwalt hat den Gemeinderat die neue, grundsparende und optimierte Lösung vorgestellt, die nach groben Schätzungen sogar weniger kosten wird als die bislang geplante: die neue Trasse würde demnach direkt unterhalb des Vereinsheimes im Westen verlaufen (in Bergmannbauweise vorgesehen) und nicht mehr den großen Bogen um den Moarhof machen. Dass es die Umfahrung brauche, darin ist sich der Gemeinderat einig. Eine Grundsatzentscheidung über die

neue Trassenführung hat BM Albert Gögele allerdings vertagen lassen. Grund dafür war die Kurzfristigkeit der Änderungen, von denen die neu betroffenen Grundeigentümer erst kurz vor der Ratssitzung in Kenntnis gesetzt worden sind. Allerdings wurden im Rat die Fragen konkreter: Wie lange wird die Bauzeit sein? Zwei Jahre, schätzt Schwalt. Lärm, Staub, Betriebsausfall für die Hotelbetriebe? „Wir Betriebe vertrauen darauf, dass ihr als Verwalter alles tun werdet, dass wir das ohne größere Schäden schaffen“, mahnte der Hotelier Hanspeter Weiss vom Hotel Weiss an. Von den untersuchten Trassen s e i

die vorliegende das kleinste Übel. Für die Betriebe sei ein genauer Zeitplan wichtig, man müsse den Umsatzausfall sehen. Schließlich machen die drei Betriebe (die Hotels Hanswirt, Rössl und Weiss) rund 10 Prozent des Umsatzes des Tourismusvereines aus. Die mögliche Staubbelastung sei auch in der Landwirtschaft ein großes Problem, sagte der Bauer Walter Laimer. Einig war man sich im Gemeinderat, dass genau definierte Arbeitsschritte - auch was Lärm, Staub und Arbeitszeiten betrifft - in den Ausschreibungen vorgesehen werden müssen, damit sensitive Betriebe und die Bevölkerung größtmöglichen Schutz erhielten. Bei der kommenden Ratssitzung wird es dann die 3. Änderung des Bauleitplanes, die Umfahrung in Rabland betreffend, geben. Damit ein Jahrzehnte lang gehegter Wunsch in die Zielgerade einbiegen kann.

Foto: Erwin Bernhart

Der Sommer nass und kühl: Die Bergbauern sind in Schwierigkeiten. Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler leitet ein Unterstützungsprojekt für extremes Berggebiet in die Wege.

04.09.14

Markus Schwalt von der Fa. ILF Beratende Ingenieure mit Sitz in Zürich (CH) wurde von der Gemeinde Partschins für die Optimierung der Anschlussknoten Ost und West für die „Variante Vereinsheim“ beauftragt. Fazit: „Die Ausführung der Variante V wird vom Amt für Straßen aufgrund der überschaubaren Risiken für den Bau und die angrenzenden Gebäude empfohlen.“


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/politik/ 5

Schlanders/Meran/Brixen/Bruneck

Teure Eier, billige Mozzarella

D

ie Beobachtungsstelle für Preise und Tarife der Autonomen Provinz Bozen vergleicht im Dreimonatsrhythmus Preise und Tarife zwischen den größeren Städten und ausgewählten größeren Ortschaften. Der Juni 2014 war der Zeitraum des letzten Preisvergleichs. In der Tabelle (einige vom Vinschgerwind ausgewählte Lebensmittel-Waren aus dem vom ASTAT genau definierten „Landeswarenkorb“) werden „Durchschnittspreise der meist verkauften Produkte“ angegeben. Bei den Lebensmittelbetrieben wurden, so die Beobachtungsstelle, folgende Kriterien angewandt: Jedes Produkt wird in 8 Handelsbetrieben erhoben (4 kleine und große Supermärkte, 2 Discounts, 2 traditionelle Geschäfte). Die Betriebe sind bestmöglich auf Zentrum und Peripherie verteilt. Der Vergleich soll zeigen, wie sich der Vinschger Hauptort bei den angeführten Preisen gegenüber den drei angeführten Städten positioniert. Wie günstig oder wie teuer im Bereich Lebensmittel lebt es sich in Schlanders gegenüber Meran, Brixen und Bruneck? Interessant ist die Tatsache, dass Äpfel - die Vinschger Domäne - in Schlanders billiger sind als in den drei angeführten

Produkt Schlanders Brot 4,65 Nudeln aus Hartweizengries 0,78 Reis 2,38 Frisches Rindfleisch, zweiter Schnitt 9,96 Salami 19,74 Speck 16,83 Schinken 14,60 H-Milch 1,15 Frische Vollmilch 1,19 Joghurt 0,43 Mozzarella aus Kuhmilch 0,99 Eier 2,11 Butter 2,12 Kartoffeln 1,05 Äpfel 1,52 Kaugummi 2,96 Fruchtsäfte 1,18 Schokoladetafel 1,05 Mineralwasser 0,28 Kohlensäurehaltiges Getränk 1,82 Städten und noch interessanter ist, dass auch die Pusterer Domäne, die Kartoffeln, in Schlanders am billigsten zu haben sind. Dafür wird im Vinschger Hauptort teurer gekaut als im Burggrafenamt, im Eisacktal

Meran 4,12 0,70 2,33 14,31 17,36 17,70 15,77 0,87 1,26 0,36 1,27 1,53 1,88 1,25 1,93 2,61 1,38 0,94 0,32 1,49

Brixen 4,63 0,67 2,29 11,65 19,14 15,79 14,01 0,98 1,20 0,42 1,39 1,71 1,97 1,29 1,71 2,60 1,23 1,04 0,38 1,50

und im Pustertal. Teuer sind auch die Eier in Schlanders. Die Mozzarella hingegen ist in Schlanders wieder günstig. Die restliche Beurteilung des Preisvergleichs überlassen wir gerne den LeserInnen. (eb)

Mals

Das Freibad-Experiment

Die halbe Wahrheit

Freibad Schlanders: Die Tore sind für heuer geschlossen

B

ürgermeister Dieter Pinggera und der Wirtschaftsreferent Kurt Leggeri sind sich einig: Für ein Resümee ist es noch zu früh. „Wir haben leider keine Daten oder Zahlen, die auf dem Tisch liegen.“ Man ist vorsichtig in der Wortwahl, auch in der Rhetorik. Mit gutem Grund. Drehen sich die Debatten doch seit Beginn der Freibad-Saison in Schlanders darum, ob es eine sinnvolle Entscheidung war, jene, das Freibad

B

M Ulrich Veith hat bei einer vor kurzem stattgefundenen Gemeinderatssitzung die GemeinderätInnen über Bilanzen von Gesellschaften mit Gemeindebeteiligung informiert. Auffallend dabei war das geringe Defizit der Touristik und Freizeit AG, die demnach im Jahr 2013 gut gearbeitet haben muss. Veith hat als Bilanzdefizit der Touristik und Freizeit über das Jahr 2013 rund 81.000 Euro angegeben (sh. Vinschgerwind Nr. 17). Das stimmt so nur bedingt. Denn die Vollversammlung der Touristik und Freizeit AG, die zu rund 80 Prozent in Besitz der Gemeinde Mals ist, hat im Frühjahr 2013 beschlossen, das Geschäftsjahr mit 31. Mai enden zu lassen. Will heißen, dass sich das Bilanzdefizit von rund 81.000 Euro auf die ersten fünf Monate des Jahres 2013 beziehen. BM Veith bestätigt dies dem Vinschgerwind gegenüber. Was im Gemeinderat wie ein halbes Wunder erschien, war demnach nur die halbe Wahrheit. Verluste aus dem Jahr 2012 von Gesellschaften mit öffentlicher Beteiligung, darunter auch die Malser Touristik und Freizeit AG, hat jüngst die Regierung Renzi, genauer der Spending-Review-Kommissar Carlo Cottarelli im Internet veröffentlicht und so sind die Zahlen in die „Dolomiten“ gelangt. 608.259 Euro hat demnach die Touristik und Freizeit AG im Jahr 2012 an Verlusten gebaut. (eb) Foto: Erwin Bernhart

Foto: Angelika Ploner

Schlanders

heuer als Gemeindeverwaltung selbst zu führen. Zu gegebener Zeit, wenn Generalsekretär Georg Sagmeister Daten und Zahlen aufbereitet hätte, wird man dem Gemeinderat diese vorlegen, sagt Pinggera. Von ihm, Sagmeister, stammt auch die Idee das Freibad selbst zu führen. Und Sagmeister wird – so ist es zumindest zu erwarten – den Schlanderser Gemeinderäten eine Erfolgsbilanz präsentieren. Dem schlechten Wetter und den Startschwierigkeiten zum Trotz. Denn, dass man vom eingeschlagenen Kurs abrückt, ist unwahrscheinlich. Und doch werden Pinggera und Sagmeister sich fragen lassen müssen, ob es richtig war, die Freibad-Führung zu übernehmen oder nicht. Oder zumindestens ob sich das FreibadExperiment gelohnt hat. (ap)

Bruneck 4,59 0,77 2,56 10,37 19,08 18,20 13,11 0,89 1,13 0,40 1,29 1,50 1,89 1,13 1,84 2,79 1,26 0,98 0,34 1,55


6 /Titel/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

v.l.: SVP-Obmann Philipp Achammer und SVP-Sekretär Manuel Massl: „Nicht ein Karrieresprung steht im Mittelpunkt, sondern es geht darum, eine gute Arbeit in dieser Position zu leisten.“

Junge Seilschaft Philipp Achhammer ist seit Herbst 2013 Landesrat für Schule und Kultur und seit Mai 2014 Obmann der SVP. Im Juni 1914 hat er Manuel Massl aus Schlanders zum SVP-Landessekretär gekürt.Beide sind 29 Jahre alt. Sie stehen vor einem Schuldenberg, haben gegen Vertrauensverlust, Mitgliederschwund und zentralistische Kräfte in Rom zu kämpfen. In der Partei wollen sie längst fällige Strukturreformen einleiten. Interview: Magdalena Dietl Sapelza I Fotos: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Gab es in den vergangenen Monaten Momente, in denen Sie sich für die SVP fremdgeschämt haben? Philipp Achammer: Es gab schwierige Momente ohne Zweifel, für die SVP fremdschämen - sicher nicht, obwohl es Fehler gegeben hat, die alles andere als zuträglich für die Partei waren, die weh getan haben und für die Politik kein gutes Bild gemacht haben. Es gibt für mich nur ein Zusammenreißen und ein Bessermachen. Wir kämpfen jetzt darum, Vertrauen zurückzugewinnen. Man merkt, wo man vorher ein gewisses Grundvertrauen gegenüber der Politik gespürt hat, ist jetzt Skepsis da. Man gibt den Jungen zwar eine Chance und sagt: ihr müsst beweisen und müsst zeigen, dass es auch anders geht. Man kann jetzt nichts anderes tun, als aus diesen Situationen etwas lernen. Manuel Massl: Ich war enttäuscht, von

einzelnen Mandataren, vor allem von ehemaligen Mandataren. Enttäuscht war ich, wie einige Sachen aufgearbeitet worden sind, wie auf Bekanntmachungen in der Öffentlichkeit reagiert worden ist. Und das betrifft jetzt nicht nur die SVP allein. Ich war verwundert über das Verhalten der Oppositionsparteien und die Aussagen der Spitzenexponenten. Die SVP hat in der Rolle als Regierungspartei gleich wie die Oppositionsparteien viel an Vertrauen verspielt. Die SVP ist offensichtlich nicht mehr attraktiv. Ihnen laufen die Mitglieder davon. Achammer: Wie gesagt, die verschiedenen Vorfälle haben uns sehr viel gekostet. Ich würde nicht sagen, dass die SVP nicht mehr attraktiv ist. Nun kommt es darauf an, dass die SVP-Exponenten das verkörpern, was die SVP an Werten vorgibt. Wenn wir hart

daran arbeiten, dann ist die SVP auch wieder attraktiv. Die SVP genießt ein gewisses Grundvertrauen als Partei. Ich glaube, dass die Leute der SVP wieder eine Chance geben, wieder aufzustehen. Aber dafür braucht es - und dessen sind wir uns bewusst - eine harte und ehrliche Arbeit. Die SVP kämpft gegen einen Schuldenberg von rund 5 Millionen Euro an. Massl: Wir sind momentan in der Situation, dass wir über den Verkauf von Vermögen, wie Immobilien in Bozen und Bruneck, und über andere Einsparungen nachdenken. Das Ganze soll in einem Konzept konkretisiert und angegangen werden, damit der laufende Betrieb weiter finanzierbar bleibt. Achammer: Wir müssen kurzfristige Schritte setzen, um Schulden abzubauen. Es braucht auch unpopuläre Maßnahmen und eine Reform in der Struktur der Par-


04.09.14

tei. Sie muss moderner gestaltet werden. Einiges ist - um es selbstkritisch zu sagen – überholt. Die Leute verlangen Reformen. Auch das hängt mit Glaubwürdigkeit zusammen. Gibt es Entlassungen? Achammer: Es wird keine Nachbesetzungen mehr geben. Es wird notwendig sein, bei den Personalspesen zu sparen. Es braucht eine Neustrukturierung. Es muss ein glaubhaftes Konzept her. Und daran arbeiten wir. Herr Achammer, Sie sind als Landessekretär gestartet und nun Schullandesrat und SVP-Obmann. Ist der Posten des Landessekretärs das politische Sprungbrett für Kollege Manuel Massl? Achammer: Das Amt des Landessekretärs ist eines, das viel Verantwortung verlangt und viel Aufwand mit sich bringt. Ich bin überzeugt, dass Manuel die Herausforderung gut meistern wird, sonst hätte ich ihn nicht als Sekretär gewählt. Nicht ein Karrieresprung steht im Mittelpunkt, sondern es geht darum, eine gute Arbeit in dieser Position zu leisten. Alles Weitere entscheiden die Bürgerinnen und Bürger. Kollege in der Studienzeit, Kollege im Leben, Kollege in der Politik. Wir erkennen noch keine neue Linie. Wo bleibt der viel gepriesene Neustart? Massl: Im Grunde sind wir politische Kollegen. Wir kennen uns seit wir 16 Jahre alt sind, seit wir in der Jungen Generation angefangen haben. Wir haben uns gut kennengelernt und festgestellt, welche Meinung der andere hat, welche Ideale man vertritt, welche Art man als politisch denkender und aktiver Mensch hat. Das ist wesentlich. Gegenseitige Sympathie, eine gleiche Linie sind sicher gegeben. Von dem her ist die Übereinstimmung groß. Zum Thema Sprungbrett: Ein Faktor ist das Vertrauen. Der Parteiobmann braucht einen Landessekretär, dem er voll vertrauen kann. Das ist gegeben und war sicher ausschlaggebend für die Nominierung. Eine neue junge Seilschaft? Achammer: (lacht) Sicherlich ist es untypisch für eine Partei. Wenn man vor Jahren daran gedacht hätte, dass zwei 29-Jährige die SVP führen, hätten viele den Kopf geschüttelt. Ich habe den Manuel nicht gewählt, um einen Kollegen von mir unterzubringen, sondern weil ich ihn lange politisch kenne und weil ich weiß, dass er das der Überzeugung willen tut. Die neue Linie wird man erkennen, wenn wir jetzt einige sehr große Reformen in der hauptamtlichen, in der ehrenamtlichen Struktur, im Parteistatut und im Grundsatzprogramm umsetzen. Das steht im nächsten Jahr an. Wenn wir das gut meistern, dann wird einiges an Neuem auf die Partei zukommen.

Die kniffligste Aufgabe? Achammer Im Moment ist es sicher, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, Motivation in die Struktur hinein zu bringen - wieder nach Rückschlägen. Eine Hauptaufgabe, die wir uns gestellt haben, ist es, soviel als möglich draußen bei den Leuten zu sein- in den Ortsgruppen. Unsere Aufgabe ist es, für die Leute da zu sein und nichts anderes. Herr SVP-Obmann Achammer. Vorgänger Richard Theiner, dem Sie als Parteisekretär gedient haben, hat die Vollautonomie propagiert. Sie sprechen von Autonomiekonvent. Achammer: Es ist Ziel der Vollautonomie, alle möglichen Bereiche zu übernehmen. Autonomiekonvent beschreibt die Form, wie man zur Vollautonomie hin kommt. Nun soll ein Gremium eingesetzt werden, das an der Autonomie und deren Weiterentwicklung arbeitet und Vorschläge vorlegt. Es stellt sich die Frage, wie soll unser Autonomiestatut ausschauen? Welche Bereiche sollen wir zusätzlich übernehmen. Die Vorschläge wird man dann in Rom vorlegen mit der Hoffnung, dass es auch entsprechend akzeptiert wird und dass es weitergeht. Es wird aber nicht leicht sein, denn wir haben zwar eine Regierung, die uns gut gesinnt ist, aber der Staat richtet sich leider zentralistisch aus und nicht föderalistisch. Rom behält Gelder zurück, streicht Kompetenzen und Südtirol zieht laufend vor das Verfassungsgericht. Fühlen Sie sich von der italienischen Regierung um Renzi verschaukelt? Massl: Verschaukelt… das wäre zu vereinfacht dargestellt. Es geht im Wesentlichen darum, dass sich Italien in einer schwierigen Lage befindet, auch finanzieller Natur. Bei der Suche nach Geldern versuchen sie es auch bei uns. Und wir sind hin und wieder Opfer der Sparmaßnahmen, wobei der gute Kontakt zu Renzi auch wieder Früchte trägt beim Bemühen, die Sonderautonomie zu schützen. Und man bleibt bei einigen Sparmaßnahmen auch wieder verschont. Trotzdem sind Fragen da, die der Verfassungsgerichtshof entscheidet. Zum Beispiel: Was passiert mit den geschuldeten Geldern an Südtirol? Wie verschafft man sich mehr Sicherheit. Da ist der LH zusammen mit den Parlamentariern auch in Absprache mit uns als Partei schon sehr bemüht, eine sichere Lösung zu finden. Achammer: Es geht darum, dass man trotz widriger Umstände des Staates versucht in gutem Kontakt mit der Regierungsmehrheit zu bleiben und in Verhandlungen Lösungen zu finden. Bei der jüngsten Verfassungsreform ist uns trotz widriger Umstände einiges gelungen. Wie gehen Sie mit folgendem Widerspruch um: Einerseits will die EU die Regionen stärken, andererseits sollen Ausschrei-

Vinschgerwind 18-14

/Titel/ 7

bungen europaweit erfolgen. Achammer: Im Grunde muss die EU erst mehr darum bemüht sein, die Regionen zu stärken. Der Schritt dorthin muss erst gemacht werden. Die Zukunft liegt sicher im Europa der Regionen und nicht der Nationalstaaten. Es gibt viele, die die EU unterschätzen. Es gibt Richtlinien, die eingehalten werden müssen. Beim Ausschreibungsrecht, aber auch in anderen Bereichen müssen sich alle Mitgliedsstaaten daran halten. Die EU ist eine Entscheidung, die man getroffen hat, eine bewusste. Nun muss man die Folgen, die vielen positiven aber auch negativen auch tragen. Massl: Man muss bedenken. Die EU ist ein Zusammenschluss von unterschiedlichsten Interessensgruppen. Und was das Thema Regionen stärken anbelangt, haben viele Nationalstaaten kein Interesse. Es gibt aber auch Kräfte, die für die Vielfalt und Stärkung der Regionen eintreten. Es ist vieles in Bewegung. Man muss bedenken, dass die EU ein Wirtschaftsraum ist und vor allem ein Friedensprojekt. Herr Schullandesrat Achammer, Sie sprechen von „Bildungspolitischer Freiheit“ für die Schulen. Was meinen Sie damit konkret? Achammer: In erster Linie, dass wir versuchen müssen, im Rahmen einer Bildungshoheit mehr bildungspolitische Bereiche nach Südtirol zu holen. Wir haben in der Bildung keine primäre Gesetzgebungskompetenz und müssen uns staatlichen Vorgaben unterwerfen. Wir möchten mehr Spielraum haben. Im System der Lehrbefähigungen ist ein Chaos. Für junge Lehrpersonen ist die Situation derzeit fast unerträglich, weil sie nicht wissen, wie und wo sie eingestuft werden. Wir müssen in Verhandlung mit Rom, um für unsere spezielle Situation als Minderheit mehr Freiräume erhalten. Personalrechtliche Kompetenzen zu erhalten, wäre der große Wunsch. Ich war bereits in Rom und habe mit der Bildungsministerin Gespräche geführt. Leider wechseln die Regierungen oft und es ist schwierig, Erfolge bis zur letzten Konsequenz zu erzielen. Wir hoffen und arbeiten auf den günstigen Moment hin. Herr Kulturlandesrat Achammer: Sie wollten Förderungsgelder für Verlage streichen. Sind Sie ein Freund des Verlagsund Medienmonopols? Achammer: Nein. Die Frage stimmt so nicht. Es ist anders. Wir führen die Verlagsförderung ein. Südtirol braucht eine Vielfalt an Verlagen, auch an kleinen Verlagen. Wenn wir nicht wollen, dass kleine Verlage sterben, brauchen diese Möglichkeiten und wir müssen diese schaffen. Erstmals können die kleinen Verlage beim Land ansuchen. Das war bisher nicht möglich. Unter der Verantwortung von LH Arno Kompatscher wird es auch eine Neuausrichtung in der Medienförderung geben.


Vinschgerwind 18-14

04.09.14

An die Zuständigen

Raika Obervinschgau sponsert ASV Mals

Die SVP-Frauen Vinschgau ersuchen die Zuständigen alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die Schließung der Geburtenabteilung zu verhindern, so dass Frauen ihre Babys auch in Zukunft im KH Schlanders zur Welt bringen können.

Kürzlich wurde der Sponsorvertag für das laufende Jahr zwischen der Raika Obervinschgau und dem ASV Mals im Garberhof unterschrieben. Die gute Zusammenarbeit zwischen den zwei Institutionen wird damit fortgesetzt. Bei der Unterzeichnung waren der Direktor der Raiffeisenkasse Obervinschgau Markus W. Moriggl, der Präsident des ASV Mals Helmut Thurner, die Kassierin Sarah De March und die zwei Ausschussmitglieder Dietmar Waldner und Erich Schütz dabei.

Rom-Info ins Tal Die Sommerpause in der römischen Politik neigt sich zu Ende. Jetzt sollten die Medien wieder über konkrete Fakten berichten können, statt Sommerlöcher auszufüllen. Für Südtirol war es sicher gut, dass uns Staatspräsident Napolitano und sein Vorgänger Ciampi in dieser schwierigen Zeit, in der alle die Abschaffung der Sonderautonomien verlangen, die Stange gehalten und wieder in Südtirol geurlaubt haben. Bei der Diskussion um die Verfassungsreform haben wir gesehen, dass sich die großen und auch wirtschaftsstarken Regionen des Nordens vor der Eigenverantwortung drücken und sich nicht um Verwaltungsautonomie und Eigenverwaltung bemühen, sondern lieber nur das Geld des Staates verteilen wollen. Dies ist für uns gänzlich unverständlich, aber wir müssen es akzeptieren. Nun muss sich unser Ministerpräsident aber endlich konkret mit den Wirtschaftsthemen befassen und Lösungen anbieten, damit die Jugendarbeitslosigkeit gestoppt und das Wirtschaftskarussell wieder in Schwung gebracht werden kann. Die Ansätze bei der jüngst verkündeten Justizreform sind gut, aber sie müssen auch umgesetzt werden .Die Hälfte der italienischen EU-Ratspräsidentschaft ist schon fast vorbei, ohne dass man im Lande etwas Weltbewegendes bemerkt hätte. Südtirol wartet auf verbindliche Antworten beim Brennerbasistunnel, bei der Autobahnkonzession und beim Verlängerungsmodus für die Großwasserableitungen. Italiens direkte Nachbarn Österreich und Frankreich habe Wege gefunden, wie man dieses wertvolle Kapital gegen „auswärts“ schützt. Italien hätte jetzt die Gelegenheit für Gleichbehandlung zu sorgen und aus dem totalen Stillstand im Energiebereich auszubrechen.

Ritterspiele: neuer Rekord Schluderns/Vinschgau - Die neunten Südtiroler Ritterspiele sind Geschichte. Die Großveranstaltung hat, laut Edwin Lingg, mit 13.500 Besuchern einen neuen Rekord erreicht. Das sind 500 Personen mehr als im Vorjahr. Die Ritterspiele sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Der spektakuläre Umzug am Samstag

von Magdalena Dietl Sapelza

D

er Wettergott muss ein Ritter sein. So scherzten Besucher der Südtiroler Ritterspiele in Anbetracht des verregneten Sommers. Die dreitägige Großveranstaltung auf dem ehemaligen Flugplatzgelände blieb von Nässe verschont. Auch der große Umzug konnte im Trockenen durch den Ort ziehen. Pünktlich zum Start um 10.30 Uhr hörte der Nieselregen auf und die zahlreichen Schaulustigen konnten ihre Regenschirme schließen. Die Besucherzahlen im Gelände waren am Samstag allerdings geringer als am Freitag. Denn es regnete in vielen Teilen des Landes. „Der sonnige Sonntag hat dann mit dem riesigen Besucherandrang wieder alles wettgemacht“, freut sich der Präsident des Vereins Südtiroler Ritterspiele, Edwin Lingg. Am Sonntag musste erstmals die Parkzone erweitert werden. Abgesehen von einigen kleinerer Pannen bei Wasser- und Stromzuleitungen sei alles reibungslos über die Bühne gegangen, so Lingg. „Wir versuchen, uns

ständig zu verbessern und haben auch heuer wiederum einen Qualitätssprung gemacht.“ Für die Programmgestaltung mit einer Fülle von Attraktionen erhielten die Veranstalter viel Lob. Komplimente gab es für die sauber geputzten Toiletten. Zufrieden waren die Betreiber der Marktstände, darunter auch mehrere einheimische Händler. Die Südtiroler Ritterspiele sind als wichtiger Wirtschaftsfaktor nicht mehr wegzudenken. Die Gästebetten waren beispielsweise vom Reschen bis in den Untervinschgau belegt. In Bevölkerungskreisen hat die Diskussion rund um eine langfristige Verfügbarkeit des Flugplatzgeländes als Grünfläche für Großveranstaltungen begonnen. Das Areal gehört dem Land. Die alte Forderung wird wieder laut: der einst enteigneten Flugplatzes müsse an die Gemeinde Schluderns zurück gegeben werden. Viele hoffen auf das Entgegenkommen des neuen LH Arno Kompatscher. In erster Linie braucht es jedoch den politischen Willen der Gemeindeverwalter vor Ort und die Bereitschaft, um das Areal zu kämpfen.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

von Albrecht Plangger

Foto: „Wind“-Archiv

8 /Wirtschaft/


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Wirtschaft/ 9

Vinschgau/Pfalzen

Laas

Freunde aus dem Vinschgau

Schuh versteigert

L

uis Durnwalder ist eine lebende Legende. Darüber sind sich alle einig. Seine Erfahrung ist geschätzt, sein Temperament ungebrochen. Davon konnte sich auch die Gruppe von Wirtschaftsvertretern aus dem Vinschgau überzeugen, die den langjährigen Landeshauptmann von Südtirol am 21. August 2014 in Pfalzen besuchte. Es geht ihm gut, er ist bestens informiert und freut sich täglich über zahlreiche Gespräche und Kontakte. So auch über die Begegnung mit den „Freunden aus dem Vinschgau“, die das traditionelle Sommertreffen beibehalten möchten. Im Treffen ging es sowohl um die generelle Wirtschaftsentwicklung im Lande, die leidige Bürokratie, Energie, Verkehrsbelastungen als auch um heiße „Vinschger

Eisen“ wie Pestizide in Mals und die Geburtenstation im Krankenhaus Schlanders. Luis Durnwalder hat zu allem seine klare Meinung. Zurückhaltung übt er in der Bewertung der aktuellen Politik. Dafür begeisterte „der Luis“ seine Freunde mit seinen Jagderlebnissen, ebenso wie mit der Erklärung kultureller Unterschiede zwischen Vinschgern und Pusterern. Eine reichhaltige Pusterer Marende sorgte für das leibliche Wohl, dazu der Siegerwein aus der Laimburg Barbagol 2004, serviert mit viel Herzlichkeit von Angelika Pircher. Der Gastgeber selbst pflegt in seinem Garten auf 1.030 Metern Reben und produziert Wein im Eigenbau. Sieben Liter, wie Luis Durnwalder stolz ergänzt. Rita Egger

D

er Hobbykünstler Alfred Mevissen (D) hatte beim Fest „Marmor & Marille“ in Laas einen Marmorschuh geschaffen und diesen für die „Kinderkrebshilfe Südtirol Regenbogen“ zur Verfügung gestellt. Dietmar Spechtenhauser leitete die Versteigerung auf dem Hauptplatz. Inklusive der 20 Prozent, die der Künstler drauflegte, konnte dem anwesenden Vorsitzenden von „Re-

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

Luis Durnwalder mit den Freunden aus dem Vinschgau

genbogen, Pepi Larcher, die Summe von 1.500 Euro übergeben werden. Mit seinem Vorstand verwaltet Larcher die Spenden transparent und leistet unbürokratische Hilfe. Das Geld wird beispielsweise für Sonder-Therapien verwendet, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Der Marmorschuh ging an ein Naturnser Ehepaar. (mds)

5HVLGHQFH Klimahaus A

:LHODQGHU Martin-Teimer-Straße, Schlanders

Josef Aichner Mobil 340 4103928 156.000,- € =LPPHU :RKQXQJ

178.000,- € =LPPHU :RKQXQJ

255.000,- €

AIMO IMMOBILIEN GMBH Cadornastraße 17-A 39100 Bozen T. 0471 401 818 Fax 0471 401 826 www.aimo.bz immobilien@aimo.bz

=LPPHU :RKQXQJ

189.000,- € =LPPHU :RKQXQJ

247.000,- € =LPPHU :RKQXQJ


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Vinschgau

Erste Bewertungsplattform fĂźr Arbeitnehmer

Fotos: „Wind“-Archiv

ie Internetplattformen zur Bewertung von Hotels, wie „Holiday Check“ und andere sind vielen bekannt. „Was bisher gefehlt hat, ist eine Internetplattform fĂźr Arbeitnehmer. Und die haben wir nun mit Hilfe von Sponsoren geschaffen“, sagt Rudi Wellenzohn aus Schluderns. Die innovative Idee hatte Wellenzohn zusammen mit Manuel Pazeller aus Mals und Martin Stampfl aus LĂźsen im vergangenen Sommer entwickelt. Das Projekt befindet sich in der Startphase, und die RĂźckmeldungen sind sehr positiv. Arbeitnehmer kĂśnnen auf „Check the Job“ anonym Informationen Ăźber ihren derzeitigen Arbeitsplatz, oder Ăźber einen ehemaligen, verĂśffentlichen. Es kĂśnnen verschiedene Kriterien wie Arbeitsbedingungen, Gehalt, Chancengleichheit, Betriebsklima und einiges mehr bewertet werden. Die Grundgedanken sind einerseits, kĂźnftigen Arbeitnehmern/Jobsuchenden Informationen bereitzustellen, andererseits den Unternehmern die Stärken und Schwächen des Betriebes aufzuzeigen. Nicht nur die Arbeitnehmer profitieren, sondern auch die Arbeitgeber. Denen werden Verbesserungspotentiale aufgezeigt. Das kann die Zufrie-

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

D

Die Initiatoren der ersten Internet-Bewertungsplattform fĂźr Arbeitnehmer v.l.: Martin Stampfl aus LĂźsen, Manuel Pazeller aus Mals und Rudi Wellenzohn aus Schluderns denheit der Mitarbeiter stärken, was sich dann positiv auf das Arbeitsklima auswirkt, auf die Qualität der Produktion, auf die Kundenzufriedenheit und vieles mehr. „Die Erfahrungen und das Wissen der Arbeitnehmer soll zum Wohle aller eingesetzt werden, als Bereicherung fĂźr Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Kunden“, sagt Wellenzohn. Aussagekräftig wird die Internetplattform „Check the Job“ erst, wenn viele Bewertungen eingehen. Und daran arbeiten die Initiatoren. Mit einer

Unser Angebot zur Klauberzeit! Speck nach hauseigenem Rezept Kaminwurzen mild geräuchert Feine Wurstwaren )ULVFKà HLVFK Direktverkauf fßr Gastronomie und Privat! 'HWDLOJHVFKlIW *HZHUEHJHELHW 9HW]DQ ‡ 7HO gIIQXQJV]HLWHQ 0R )U YRQ XQG 8KU

www.recla.it

Spendenaktion schaffen sie einen Anreiz mitzumachen. Fßr jede abgegebene Bewertung erhält die Sßdtiroler Krebshilfe oder das Sßdtiroler Kinderdorf einen Euro. Der Nutzer entscheidet darßber, wem er spenden will. Der aktuelle Spendenstand wird ständig verÜffentlicht. Die Plattform-Betreiber achten streng darauf, dass Bewertungen nicht unter die Gßrtellinie gehen. (mds) Ein Klick lohnt sich: www.checkthejob.net


pr-info Haideralm

06.09.: „Auf zum Saligen-Marsch 2014“

A

Foto: Andreas Waldner

m l A r e d i a H Jeden Freitag ütte HaiderAlm-H bis 22 Uhr offen!

Hier finden sie...

s und viele neue Biketrail bikestrecken. in ta n u o M e bewährt iele . viele Kindersp und Trampolin rg u fb p ü H it m ichelzoo. ein lieber Stre n bernachtunge ien. angenehme Ü pen und Famil p ru G r fü h c u a eiten che Köstlichk is im e h in n. e le vie n nahen Hütte e d d n u lm A r auf de

06.09.'14

Anmeldung igen-marsch.it www.sal

0473 634 628

h c s r a M n e Salig

-

Almfest

-

m Samstag heißt es zum ersten Mal: „Auf zum SaligenMarsch!“ Auf Strecken mit zwei Schwierigkeitsgraden gilt es, das Zerzertal mit den unverwechselbaren Bijussen und den Osthang der Seebodenspitze zu erwandern und sich ein FinisherAndenken von der Veranstaltung zu verdienen. Der vielzitierte Weg, der das eigentliche Ziel ist, gab dem Präsidenten der Haider AG Roman Hohenegger den Anstoß, mit Hilfe verschiedener Dorfvereine und engagierter Einzelpersonen die Wanderveranstaltung zu planen und durchzuführen. Um dem Motto des Marsches gerecht zu werden, wurde auf eine Zeitnehmung verzichtet. Wer wandert, läuft vor nichts davon, sondern macht sich auf den Weg – nicht selten zu sich selbst. Bergsteigerlegende Reinhold Messner pflegt zu sagen: „…. ein Spaziergang über die Außenwelt in die Innenwelt.“ Der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste. Dass dieser Schritt gemacht wird, ist ein weiteres Ziel der Veranstaltung. Wer wandert, senkt nachweislich seinen Blutdruck, stärkt Knochen und Gelenke, verbessert die Koordination und kurbelt seinen Fettstoffwechsel an. Wandern verwandelt – auf körperlicher und seelischer Ebene. Sie werden spüren, dass es auch beim Wandern die kleinen Dinge sind, die Großes in Ihnen bewirken. Es beginnt mit dem ersten Schritt. Der Saligen-Marsch fängt bei der Talstation der Haideralmbahn an. Über die Seepromenade erreichen wir das Kortscherhaus mit der historischen Absetzbrücke. Beim Ölbergknott zweigen wir nach Fischgader ab, gelangen dann zum Faulen-See. Anschließend führt der Almweg durch dichten Fichtenwald zum schneeweißen Zerzer-Kirchl mit traumhaftem Panoramablick auf das Seenplateau des Oberlandes, einem der vielen Highlights dieses Marsches. Wir gelangen nun ins naturgeschützte Zerzertal. Es gehört zur Malser Fraktion Burgeis und liegt geografisch noch im Oberland. Das naturbelassene Hochtal gilt als eines der schönsten Täler des Vinschgaus. Das kleine Tal hat viel zu erzählen. Zahlreiche Legenden, Mythen, Sagen und auch mysteriöse wahre Begebenheiten über dieses Tal werden immer noch mündlich weitergegeben. Fast jedes Kind von St.Valentin kennt die Saligen Fräulein von Zerz. Sie haben den Ehrenschutz dieses Volksmarsches übernommen. Am Zerzer-Kirchl, so nennt man die Martins-Kapelle am Taleingang, sind zwei Tafeln mit Schaubildern der Sagen und Legenden angebracht. Auf der Brugger Alm zweigt die verkürzte Strecke in Richtung Haideralm ab. Die lange Strecke führt über einen Waalweg zur Kircheralm, dann gegen Nordwesten in das Schaf-Tal bis zur Schäferhütte. In luftiger Höhe geht’s hinaus durch die drei Bijussen und die Schafleger zum Grünsee, hinab zum Panoramalift und schließlich zur Haideralm. Ziel für alle ist die Haider-Alm, wo zwischen 11,30 und ca. 15,00 Uhr im Zielgelände die Finisher empfangen werden. Dort können sich die Teilnehmer mit lokalen Köstlichkeiten, begleitet von passender Musik, ihren Energiespeicher wieder auffüllen. Mit einer Gratis-Talfahrt beenden Sie den unvergesslichen Saligen-Marsch.

mit Spiel und Spaß für alle

ZIEL Haider Alm

START St. Valentin (Talstation)

Ausgangspunkt: St. Valentin (Talstation) * Ziel: Haideralm Länge: 17,2 km Maximale Steigung: 39,5%, - 43% Durchschnittliche Steigung: 14%, - 11,5% Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer 2513 m Höhendifferenz: 1195 m, -520 m 2504 m

* Für nicht so geübte und Kinder besteht eine verkürzte Strecke!

2250 m 2000 m

Anmeldung und detaillierte Informationen unter www.saligen-marsch.it

1920 m 1750 m

Andreas Waldner

t .h a id e ra lm .i

634 628 Tel. +39 0473

w w w8,38 km 2,5 km

5 km

7,5 km

10 km

12,5 km

16,1 km

15 km

1500 m 1409 m

17,8 km


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 18-14

Versteckte Beiträge In der Ausgabe Nr. 17 vom 21.08.2014 zitiert Erwin Bernhart und TABULA RASA - Beteiligungen der Gemeinde Mals - den Bürgermeister mit folgender Aussage: „Wir finden versteckte Beiträge an die Touristik und Freizeit AG über die Fernwärme nicht richtig.“ Wie kann eine Aktiengesellschaft, deren Anteile zu 100 Prozent im Besitz der Gemeinde Mals sind, versteckte Beiträge an eine zweite Aktiengesellschaft zahlen, deren Anteile ebenfalls mehrheitlich im Besitz der Gemeinde sind. Die Gemeinde Mals ist für ihre Transparenz bekannt. Um Aufklärung wird gebeten. Horst Gufler, Schlanders

Die „Aufwertung“ des Fußabdrucks Unsere Wissensgesellschaft bietet dem Einzelnen viele Freiräume, was aber durchaus auch zu Ängsten und Orientierungslosigkeit führen kann. Viele Menschen suchen deshalb nach Rückhalt in Gruppierungen mit einer anscheinend klaren und eindeutigen Ideologie. In dieselbe Kerbe schlägt die Diskussion rund um die zurzeit stattfindende Volksbefragung in Mals. Die Schaffung einer Bioregion und einhergehend die Reduzierung des ökologischen Fußabdruckes stehen einem wesentlichen Grundproblem gegenüber. Das angestrebte Nachhaltigkeitskonzept darf nicht zu Lasten der betroffenen Menschen vor Ort gehen. Fatal für Mensch und Umwelt wirkt sich die Tatsache aus, wenn

04.09.14

das ökologische Wohlwollen als Vorwand für ökonomische Belange missbraucht wird. Es gibt bereits genügend Negativbeispiele. Gerade deshalb ist es mehr als zweifelhaft, ob ein Reinwaschen der grünen Weste nicht doch schwarze Flecken hinterlassen könnte. Dietmar Weithaler, Partschins

Sammelgesetz: Familien müssen künftig jahrelang um Wohnbauförderung zittern „Künftig werden Südtirols Familien jahrelang um die Wohnbauförderung zittern müssen, die Familienplanung sowie Wohnungsbau oder -kauf werden kaum mehr planbar sein.“ Diese Überzeugung äußert der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, nach der heutigen Genehmigung des Omnibusgesetzes durch den 4. Gesetzgebungsausschuss des Landtages. „Die Landesregierung und die SVP-Vertrerter im Gesetzgebungsausschuss haben heute einen Passus genehmigt, mit dem die Landesregierung künftig auch in jeder Hinsicht berechtigte Familien von der Wohnbauförderung ausschließen kann. Im Wohnbauförderungsgesetz ist vorgesehen, dass jeder Berechtigte zu jedem Zeitpunkt ein Gesuch um Wohnbauförderung einreichen kann und auch die Rechtssicherheit hat, diese Förderung zu erhalten, wenn er die Voraussetzungen erfüllt. Mit der heute beschlossenen Änderung kann die Landesregierung fak-

FURNITURE / DESIGN / PROJECT

DESIGNKÜCHE VARENNA AB CA. 18.000 €

tisch das Einreichen von Gesuchen willkürlich einschränken, zeitliche Begrenzungen einführen oder ganze Familiengruppen von der Wohnbauförderung ausschliessen, obwohl sie eigentlich berechtigt wären und die Voraussetzungen erfüllen. Damit wird das System der Wohnbauförderung mit einem einzigen Absatz völlig verändert, ohne dass das gesamte Wohnbauförderungsgesetz neu überarbeitet und angepasst wird“, kritisiert Pöder. „In der Praxis wird es so sein, dass eine Familie ein Gesuch um Wohnbauförderung einreicht, alle Voraussetzungen erfüllt, zum Schluss aber doch keine Förderung erhalten wird und im Folgejahr alle Unterlagen neu einbringen muss, mit dem Risiko, über Jahre hindurch immer wieder von der Förderung ausgeschlossen zu werden, obwohl sie eigentlich zustehen würde“, so Pöder. Diese Änderung will die Landesregierung einfügen, um drohender Geldknappheit im Landeshaushalt entgegenzuwirken. Pöder bezeichnet die Form jedoch als undenkbar und gerade für einheimische Familien als absolut benachteiligend und demütigend. „Wenn man knappen Zeiten entgegen geht, dann muss man das Wohnbauförderungsgesetz insgesamt überarbeiten, mit sicheren Bestimmungen, damit Familien ihre Zukunft planen können. Man kann nicht einfach der Landesregierung die Möglichkeit geben, mit einfachem Beschluss ganze Kategorien von Familien, obwohl sie alle Voraussetzungen besitzen und reguläre Gesuche vorlegen können, von der Förderung auszuschliessen. Diese Form der Gesetzgebung ist in jeder Hinsicht abzulehnen, die Regierung Kompatscher schafft die Wohnbauförderung faktisch ab und nimmt sich das Recht, relativ willkürlich zu entscheiden oder nicht.“ Pressemitteilung - L.Abg. Andreas Pöder

Guten Weltruf bewirken und erhalten Malser INTERIORARCHITECTURE Tartsch 17, 39024 Mals im Vinschgau, Tel 0473 835152 www.mobiliar.it

Siehe „Die europäische Dimension“ vom Chefredakteur Erwin Bernhart in Nr. 15: der Vergleich

in genannter Reportage, vom Sperren der Autobahn infolge einer Gemeinde-Volksbefragung durchzuführen, kann mit einer Pestizidablehnung, wie dies gesundheits- und naturfreundliche Malser auch durch eine Volksabstimmung erreichen möchten, nicht gleichgesetzt werden. Warum? Eine übergemeindliche Straßenverbindung ist eine lebensnotwendige Einrichtung für alle, so wie es eine Leitung für Trinkwasser oder Beregnung ist. Auch wird die Grundverfügbarkeit vor den Bauarbeiten ausgehandelt. Wir müssen alle im gleichen Boot fahren, und dieses geht in absehbarer Zeit unter, wenn wir weiterhin den schlimmsten und dritten Weltkrieg gegen die Natur führen. Die Erzeugung von Lebensmitteln mit Hilfe und im Sinne der Natur ist kostengünstiger und ergibt zudem bessere Qualität und größere Quantität. Das haben gewissenhafte Wissenschaftler längst schon festgestellt. Warum das heute nicht auch Politiker kapieren, zeugt von ihrer schlechten Beschaffenheit. Sie alle kommen aus Parteihöhlen heraus den Wählern vorgeschossen. Die „Wahler“ haben demnach keine Wahl, außer den „Spitzenkandidaten“ anzukreuzen. Ich wiederhole es: Das Parteiwahlsystem hat ausgedient; das Personenwahlrecht muss eingeführt werden! Jeder muss das gleiche Recht haben, gewählt zu werden! So gibt es auch keine Kandidatur-Trennung mehr. Die gewählte Person hat so viele Machtanteile, wieviel sie Wählerstimmen erhalten hat. Bei Ratsbeschluss-Abstimmungen zählt also proportional jeweils das Stimmpotenzial, nicht nur eine Stimme. Was wichtig auch ist: Die Politikergehälter müssen den Beamtengehältern angepasst werden. Ich finde die heutigen Gehälter immer noch um ein Drittel zu hoch. Folglich wird ein Sanitätsdirektor oder ein Bankmanager auch nicht mehr so hohe Forderungen stellen können. Nur diese Lösung bringt mit sich, dass fähige, charismatische Obrigkeiten gewählt werden können. Auch über dieses Thema soll ein Referendum in Mals stattfinden! Paul Gruber, Mals


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Zaytal. Es werden immer mehr teure Erlebniswege, ErlebnisstraĂ&#x;en, Erlebnisbäder, Erlebniswelten,... gebaut. Boh!? Ich ziehe es vor, eine Wanderung in der intakten Natur zu machen. Da gibt es noch genug zu erleben, kostenlos.

04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Impressionen/ 13


Vinschgerwind 18-14

Am Samstag, 6. September 2014 bieten wir Golfinteressierten eine tolle Möglichkeit, den Club und Golfsport kennenzulernen. Ab 10 Uhr in der Golfübungsanlage in Lichtenberg.

Schluderns

Klassik-Popet-cetera

E

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

s soll ein außergewöhnlicher Liederabend werden, ein Konzert, das Klassik- und Pop-Liebhaber, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Das wünscht sich der Schludernser Chorleiter Robert Ruepp. Begleitet von der Pianistin Astrid Amico am klassischen Klavier wird Ruepp unter anderem Lieder der bekannten Komponisten Robert Schuhmann und Franz Schubert singen. Amico wird auch als Solistin aufspielen, genauso wie die junge Pianistin Flora Stecher Alonso Lillo, bekannt durch die Erfolge bei „Prima la musica“. Den Pop-Part übernehmen Annabell Malter sowie die Gruppe „Einklang“ mit Michaela Rainer Lingg, Stefanie Eberhöfer, Martina Sapelza und Urban Spechtenhauser. Für einen bunten Pop-Mix ist also gesorgt. „Mit dem Klassik-PopKonzert möchte ich den vielen jungen Musiktalenten, den Sängern und Sängerinnen die Möglichkeit geben, sich auf der Bühne zu zeigen. Das Konzert findet am Freitag, den 12. September mit Beginn um 20 Uhr im Kulturhaus von Schluderns statt. Die organisatorischen Fäden ziehen die Mitglieder des Kirchenchors Schluderns. (mds)

Chorleiter Robert Ruepp

Tag der offenen Tür in Marienberg Am Samstag, den 13. September 2014, lädt das Kloster Marienberg zu einem Tag der offenen Tür. Ab 10 Uhr werden stündlich Führungen angeboten (10 Uhr Führung im Museum; 11 Uhr Führung in der Krypta; 11 Uhr Spazieren mit Pater Philipp, von der Sennerei Burgeis über den Benediktssteig zum Kloster; 13 Uhr Führung im Klostergarten; 14 Uhr Führung in der Krypta; 14 Uhr Kirchen- und Orgelführung; 15 Uhr Führung im Kreuzgang; 14-17 Uhr Kinderecke). Das Klostermuseum ist von 10 bis 18 Uhr frei zugänglich. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei.

Einen Hektar kaufen Partschins - Die Gemeinde Partschins hat die Gelegenheit, einen knappen Hektar Grund von einem Bauern zu kaufen. Der Gemeindeausschuss soll dieses Vorhaben vorantreiben, sagt die Mehrheit des Gemeinderates. Die Opposition warnt vor dem Rechnungshof und enthält sich bei diesem Grundsatzbeschluss. v.l.: VizeBM Luis Forcher, BM Albert Gögele, Gemeindesekretär Hubert Auer, die Referenten Stefan Ganterer, Hartmann Nischler und Hannes Pföstl: Gelegenheit beim Schopfe packen

Foto: Erwin Bernhart

Golfclub Vinschgau

04.09.14

Foto: „Wind“-Archiv

14 /Lokales/

von Erwin Bernhart

D

er Fall ist verlockend und heikel zugleich: Die Gemeinde Partschins hat die Möglichkeit, rund 9.000 Quadratmeter Grund vom Hanswirt kaufen zu können, direkt vor dem Grundschulgebäude von Rabland, quasi mitten im Dorf. Das Verlockende: Wann bekommt eine Gemeinde schon mit einer bestimmten Freiwilligkeit von Seiten des Eigentümers Grund angetragen, von dem ein Teil als „Grund für öffentliche Einrichtung“, und ein Teil als landwirtschaftliches Grün im Bauleitplan eingetragen ist? Zudem ist die Gemeinde dabei, die Sanierung des Grundschulgebäudes anzugehen und dazu noch eine Turnhalle für die Schule dazuzubauen. Derzeit ist es der Plan, so hat es der zuständige Referent für die Schulen Hartmann Nischler ausgeführt, dass die Turnhalle unterhalb des Pausenhofes, also unterirdisch, gebaut wer-

den könnte: 600 Quadratmeter groß und auf der Oberfläche wieder begrünt. Nur wenig Grund würde von der angrenzenden Hanswirt-Wiese benötigt. Auf die Anfrage der Gemeinde um den Grund wurde dann die gesamte Wiese angeboten, samt einem kleinen Grundtausch: die Gemeinde bekäme den Weg zur Jakobskirche und dafür der Hanswirt ein Stückchen Grund angrenzend an seinem Parkplatz am Dorfeingang. Und noch ein Argument: „Wenn wir den Grund kaufen, würden wir uns beim Bau der Turnhalle rund 1 Million Euro einsparen können, weil wir dann die Turnhalle oberirdisch bauen könnten“, sagte BM Albert Gögele bei der Ratssitzung am 26. August 2014. Die Warnschüsse blieben nicht aus. Sigmund Kripp (BürgerInnen Partschins) griff zu drastischen Formulierungen: „Sind wir wahnsinnig, ohne Zweckbestimmung Grund anzukaufen?“ Kripp begründete

seine Enthaltung damit, dass für den angedachten Grundkauf keine Kosten-Nutzen-Rechnung vorliege. Er verlangte zuerst ein urbanistisches Konzept. Man könne etwa die Zone „Linter“ über diese Wiese mit der Jakobsstraße verbinden. Auch Matthias Fleischmann (Freiheitliche) warnte vor dem Ankauf und vermutete, dass auf dem Grund eine neue Feuerwehrhalle errichtet werde. Schließlich sei der Rechnungshof bei solchen Operationen nicht weit. Eine Standortdiskussion für das Altersheim, von Alber Gufler eingebracht, ließ die dafür zuständige Referentin Evelyn Tappeiner gar nicht aufkommen. BM Albert Gögele und seine Mannschaft ließen sich nicht beirren. Man müsse solche Möglichkeiten beim Schopfe packen. Der Ausschuss soll Schätzungen machen lassen und den Kauf vorbereiten, so stimmte die Mehrheit für den Grundsatzbeschluss.


04.09.14

pr-info Südtiroler Bauernbund

Jetzt um das regionale Familiengeld ansuchen

Vinschgerwind 18-14

/Lokales/ 15

ͳ͵ǤͲͻǤʹͲͳͶ ò Ú Ǩ Y ϐ Ǩ

Ab 1. September kann wieder um das regionale Familiengeld für 2015 angesucht werden. Der Südtiroler Bauernbund bietet den Dienst allen Interessierten (und somit auch Nicht-Mitgliedern) kostenlos an. Wer 2015 das regionale Familiengeld beziehen möchte, muss ab 1. September dafür ansuchen. Neben einem entsprechenden Gesuch ist auch die Erfassung der EEVE, der „Einheitliche Einkommensund Vermögenserklärung“, erforderlich. Gesuch und EEVE erhalten alle Bürgerinnen und Bürger in den Patronaten ENAPA in den Bauernbund-Bezirksbüros. Der Dienst ist kostenlos! Das Familiengeld der Region steht Familien mit mindestens 2 minderjährigen Kindern oder mit einem einzigen Kind unter 7 Jahren zu. Anrecht auf das Familiengeld haben auch Familien mit einem behinderten Kind (auch nach dessen Volljährigkeit) oder einem minderjährigen Kind mit einem mitlebenden volljährigen Bruder bzw. einer mitlebenden volljährigen Schwester. Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter des Patronates ENAPA in den Bauernbund-Bezirksbüros allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Außerdem sind alle Informationen sowie die benötigten Unterlagen unter www.sbb.it/patronat abrufbar. Interessierte können sich an das Bezirksbüro Schlanders werden: Bezirksbüro Schlanders: Dr.-H.-Vögele-Str. 7, 39028 Schlanders Tel.: 0473 746 053, enapa.schlanders@sbb.it

EEVE? Familiengeld?

www.sbb.it/patronat

Ǩ ǦǦǦǦǦ ò ͵ͲǤͲͻǤͳͶ

Ǥ Ǥ

ϐ Ǥ Ǥ Ȁ Ǥ

Ǧ ǣ ͲͶ͹͵ ͸ʹ͵ ͷ͸Ͳ

Kostenlos für alle beim SBB-Patronat


16 /Lokales/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Schlanders

Mittendrin im Theater ie GroĂ&#x;mutter Ăźberlebt das KZ und wird Kommunistin. Die Tochter interessieren weder Judentum noch Kommunismus. Und die Enkelin will nach New York. Eine Familiengeschichte – politisch, pointiert und witzig.... Muttersprache Mameloschn – ein Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin - wird die Spielzeit im Kulturhaus Schlanders erĂśffnen. Vier Inszenierungen stehen insgesamt fĂźr den Spielort Schlanders auf dem Programm des SĂźdtiroler Kulturinstituts. Das haben die Verantwortlichen – Vorsitzender Georg MĂźhlberger und Direktor Peter Silbernagl – bei einer Pressekonferenz die Anwesenden jĂźngst wissen lassen. Zu Gast im Kulturhaus Schlanders sind auch heuer wieder herausragenden Inszenierungen und hochkarätige BĂźhnen: Muttersprache Mameloschn - ein Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin - am Donnerstag, 16.

Foto: Erwin Bernhart

D

v.l.: der Direktor des Kulturinstitutes Peter Silbernagl, Manfred Tappeiner (Direktor Volksbank Schlanders), Martin Trafojer (Präsident Kulturhaus Schlanders), Georg MĂźhlberger (Präsident des SĂźdtiroler Kulturinstitutes und der Schlanderser BM Dieter Pinggera Oktober. Veronika beschlieĂ&#x;t zu sterben – ein Gastspiel des a.gon Theaters MĂźnchen - am Freitag, 12. Dezember. Der letzte Vorhang – ein Gastspiel des Renaissance Theaters Berlin - am Donnerstag, 29. Jänner 2015. Und The Black Rider – The Casting oft he Magic Bullets - ein Gastspiel des Metropo-Theaters MĂźnchen

Vinschger

Palabira Tage in Glurns

r 4B m m 6IS Markttag in den Lauben mit regionalen Produkten r 4B Publikumsverkostung von kĂśstliche Destillaten aus heimischen Gärten; (im Gemeindehaus) 6IS Verkostung; 6IS Preisverleihung r 4P m 6IS tMorgenerwachen“ (Frauenkirche) 6IS Schaukochen auf dem Stadtplatz r %J m 6IS SĂźĂ&#x;es von der Palabirne Gemeinsame Zubereitung von kreativen SĂźĂ&#x;speisen (KĂźche Kindergarten Glurns) r .J Glurnser Flurnamen 6IS Wanderung (Treffpunkt TourismusbĂźro) 6IS Vortrag (Gemeindehaus 3. Stock) r 'S m 6IS Konzert der Musikkapelle der Stadt Glurns (Stadtplatz) r 4P Palabirasunnta mit FrĂźhschoppen der FF Glurns auf dem Stadtplatz *OGPT m XXX HMVSOT FV

13. – 21. September 2014

- am Montag, 20. April 2015. An Altbewährtem hält man fest: Die vier AuffĂźhrungen kĂśnnen mit einem Abonnement vergĂźnstigt erworben werden. Und: Der kostenlose „Kulturbus Obervinschgau“ vom Reschen nach Schlanders und zurĂźck wird auch heuer angeboten. (telefonische Anmeldung bis späte-

stens zwei Tage vor der AuffĂźhrung beim TourismusbĂźro Mals 0473/831190). (ap) Info: Neue Abonnements kĂśnnen am 17. September vormittags in der Ferienregion Obervinschgau in Mals und am Nachmittag im Kulturhaus in Schlanders erworben werden.


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Menschen/ 17

„S’Gwehr hon i nochgstraaft…“ Brunos neuestes Werk ist eine „Teufelsgeige“. Im Laufe der Jahre hat er in seiner Freizeit unzählige Kreationen aus Geweihen und Tierzähnen geschaffen, die vor allem in Jägerkreisen begehrt sind. Er sammelt neuerdings auch Mineralien und erzählt gerne heitere Episoden aus seiner Militärzeit. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

B

runo war einer der vielen Südtiroler, die einst ihren Militärdienst in Cuneo antreten mussten, ohne Italienisch zu beherrschen. Seine Reise dorthin begann im November 1971 mit einer dreitägigen Irrfahrt. Bis Verona und Mailand verlief die Fahrt unproblematisch. Doch dann war Bruno mit dem Umsteigen überfordert und erwischte einen Zug nach Domodossola. Wieder in Mailand stieg er erneut in den falschen Zug und kam nach Verona zurück. Es begann alles von vorne. „Zun Glück hon i in main Kofferle an Speck unt a Brot drin kopp“, scherzt er. „Obr koschtn lossn hon i niamat kennt, weil i nit gwisst hon, wia long i ummerfohr.“ Ein Kartenzwicker, dem Bruno mehrere Male begegnet war, wurde stutzig und schaute sich den Einberufungsschein genauer an. In Mailand packte er Bruno am Ärmel und setzte ihn in den richtigen Zug. „Resta là“, befahl er ihm. Ein Militär-Jeep, der zufällig am Bahnhof in Cuneo stand, brachte ihn schließlich zur Kaserne. Sofort wurden ihm seine schulterlangen Haare abrasiert, und er bekam die Militärkleidung. Uniform und Hut waren ihm viel zu groß. „I bin mit 1,65 Meter z’kloan gweesn“, lacht er. „S’ Gwehr hon i nochgstraaft, unt in Huat hon i gmiaßt mit Papier ausschoppn.“ Bruno wurde der Küche zugeteilt, wo er sich wohl fühlte. Er lernte nach und nach auch recht gut Italienisch. Von der ersten obligatorischen Impfung für Soldaten hatte Bruno kaum etwas gespürt. Doch die zweite Spritze setzte ihm so zu, dass er daraufhin von einem Krankenhaus ins nächste kam und letztendlich in einem Sanatorium in Varese landete. Dort schlich er sich mit Kollegen über ein Loch im Zaun öfters für einige Stunden in die Stadt. Einmal warfen sie ihn ins

Bruno Althaler, Jg. 1952, Taufers i. M., zeigt in seinem Keller die „Teufelsgeige“, eine Schnupftabakdose aus Horn und vieles mehr städtische Schwimmbad, weil sie ihm nicht glauben wollten, dass er Nichtschwimmer war. Sie mussten ihn retten. „I hon fa di 15 Monat Militär lai ocht Monat Dienst gmocht“, erklärt er. Bruno wuchs mit sechs Stiefgeschwistern in Rifair auf. Seinen biologischen Vater lernte er trotz späterer Suche nie kennen. „Dr Stiefvotr isch olm guat zu miar gwesn“, bekräftigt er. Den Kindergarten und die Schule in Taufers erreichte er mit anderen Kindern über einen halb-

stündigen Fußweg. Kälte, Nässe setzten ihnen oft zu. Doch sie hatten auch viel Spaß. Als Elfjähriger lernte Bruno das Schweizer Alm-Leben kennen. Oft durchstreifte er Wälder und stieß auf abgestoßene Hirschgeweihe. Daraus entwickelte sich seine Sammlerleidenschaft. Den Lohn als Jungvieh-Hirte auf Brail musste er daheim abgeben. Mit dem Geld von „Buffalora“ durfte er sich einen „Fiffi“ kaufen. Oft brach er heimlich mit Kollegen zu Spritztouren nach Prad auf,

zum Bierkeller oder zur Discothek Ladum. Bruno wollte Maurer werden, doch seine Mutter hatte wegen seiner schmächtigen Statur Bedenken. Er lernte Tischler, zuerst in Schlanders, dann in Taufers. „Es hot miar nit gfolln“, sagt er. Dann durfte er Maurer lernen. Noch bevor er den Führerschein erworben hatte, kaufte er sich einen FIAT 600, den er auf den Wiesen bei Rifair ausprobierte. „Pa dr Fohrschual hon i norr schun fohrn kennt“, meint er. Die 150.000 Lire für den Führerschein bezahlte ihm sein Stiefvater, denn dieser brauchte einen Fahrer für den Traktor. Dann begann Brunos Militärdienst. Zwei Monate nach seiner Heimkehr im Jahr 1973 war plötzlich nichts mehr, wie es war. Denn seine Mutter starb. Die jüngsten Geschwister waren drei und vier Jahre alt. Der Schmerz war groß. Bruno und die älteren Schwestern kümmerten sich um die Kleinen, während der Vater in der Schweiz arbeitete. Erst vier Jahre später konnte auch Bruno dort seinen Maurerberuf wieder aufnehmen. Im Winter 1978 lernte er in Sulden Hermine Alber aus Kortsch kennen. Ein Jahr später folgte die Hochzeit. Hermine schenkte ihm zwei Töchter. Nach Jahren in Mietwohnungen zog die Familie ins Eigenheim in Pradatsch. Seit 2012 arbeitet Bruno in der Firma Polyfaser in Prad. Vor Jahren hat er damit begonnen, aus Geweihen und Tierzähnen kleine Schmuckstücke anzufertigen, darunter Edelweiß-Anstecker, Hirschknöpfe, Ringe, Schnupftabakdosen und vieles mehr. Da er mittlerweile auch zu den Mineralien-Sammlern zählt, tüftelt er neuerdings auch an Horn-Stein-Verbindungen. Immer wieder fällt ihm etwas Neues ein. Vor kurzem hat er erstmals eine „Teufelsgeige“ gebastelt. „Ob dia richtig funktioniert, wos i nit“, lacht er.


18 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Burgeis

A

m ersten Sonntag im September feiern viele Kirchen in Tirol den Schutzengelsonntag. Für die Burgeiser ist der „Schutzenglsunnta“ der Kirchtag. Das Patrozinium der Pfarrkirche ist zwar der 8. Dezember, die unbefleckte Empfängnis, aber die Burgeiser haben ihre Kirchtagsfeier seit langem auf den Schutzengelsonntag vorverlegt. Das gesellige Beisammensein bei Musik, Krapfen, Kaffee und Kuchen und allerhand anderer Leckereien lässt sich unter frei-

em Himmel in den milden Septembertagen besser genießen, als im kalten Dezember. Eröffnet wird der Feiertag bereits am Samstag, den 6. September ab 20 Uhr mit dem mittlerweile traditionellen Open Air der Schützen im Schulhof von Burgeis. Für den Sonntag - nach dem Amt in der Pfarrkirche - haben die Organisatoren der Musikkapelle und des Sportvereines von Burgeis - heuer neu - das Fest auf dem Oberdörferplatz, bei der oberen Etschbrücke also, vor-

Foto: Erwin Bernhart

Schutzenglsunnta

bereitet. Viele freiwillige Hände werden Gäste und Freunde mit Speis und Trank verwöhnen und auch den Kindern wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Zum Auftakt am Vormittag werden die Weinberg Musi-

kanten aus der Burgeis in langer Freundschaft verbundenen Stadt Weingarten aufspielen. Am Nachmittag wird diese Aufgabe die Miskkapelle Kortsch übernehmen, bevor das Duo Bergkristall am Abend zum Tanzen laden wird.

Burgeis/St. Martin in Zerz

E

inen schönen Brauch pflegen die Burgeiser in der Kirche St. Martin in Zerz. Zu Jakobi (25. Juli), zu Laurenzi (10. August) und zu Bartlmäh (24. August) wird im malerisch gelegenen Kirchlein jeweils eine hl. Messe gefeiert. Am Vorabend zu Bartlmäh (Apostel Bartholomäus), am 23. August, fand die letzte Messe im heurigen Sommer statt. Die Feier in der Kirche, zelebriert von Pater Martin Angerer, dem Dorfpfarrer von Burgeis, hat etwas Heimeliges, etwas Familiäres. Die Burgeiser Singgemeinschaft hat mit ihren Liedern zur

... dort, wo die Symbiose von Natur und Tradition zu einem besonderen Genuss führt!

Feierlichkeit beigetragen und damit für Festlichkeit gesorgt. Viele Burgeiser und auch viele Leute von auswärts ließen es sich nicht nehmen, zum Eingang des Zerzertales mit herrlichem Ausblick auf den Haider- und Reschensee zu kommen und an der Messe teilzunehmen. Das Wetter spielt bei den drei Feiertagen in Zerza keine Rolle. Dass viele Leute kommen, ist auch ein Verdienst des Messners zu Zerz. Valentin Kuenrath, dessen Familie seit Jahrzehnten den Messnerdienst für das St. Martins-Kirchlein versieht, bemüht sich jedes

Fotos: Erwin Bernhart

Jakobi, Laurenzi und Bartlmäh

Andächtig und in familiärer Atmosphäre: Die traditionelle Messe zu Bartlmäh in der Kirche zum hl. Martin in Zerz; rechts: Pater Martin Angerer vor dem Altarbild Jahr aufs Neue, Freunde und Bekannte zu den kirchlichen Feiern einzuladen. Im Anschluss an die hl. Messe haben sich Sängerinnen und Sänger, viele Kirchenbesucher zur Bruggeralm begeben, wo ein

herzhafter Halbmittag auch mit Almkäse und Almbutter, aufgetragen von den Alm-Pächtern Ernst Patscheider und Sonja Gerstgrasser, zu Geselligkeit, Ziechorgelmusik und Gesang anregte. (eb)


09.01.14

Vinschgerwind 1-14

/Gesellschaft/ 19


20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Naturns

Burgeis/Vinschgau

„Sommerfrisch“

Musikalischer Ohrenschmaus

assend zur Urlaubszeit, gab Elke Messmer nach zwei beachteten Kinderbüchern ihren ersten Roman mit dem Titel „Sommerfrisch“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die Lesung aus dem Buch fand am Freitag, den 1. August in der Bibliothek Naturns statt. Die angebotenen Sitzplätze waren bald besetzt. So konnte die Bibliothekarin Gaby Hofer die Anwesenden bei vollem Auditorium begrüßen. Das Bild auf der Umschlagseite des Buches macht schon etwas neugierig. Es zeigt eine „Glutsch“ neben einem vollbepackten Reisekoffer. Sie gilt als Symbol für eine Frau, die ihre Mutterrolle in Aufopferung und Hingabe für Familie und Haushalt durchlebt. Doris, die Hauptprotagonistin des Romans, beginnt an der Sinnhaftigkeit Elke Messmer bei der Lesung in der Bibliothek Naturns

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

P

Junge Musikantinnen sind in den Musikapellen auf dem Vormarsch, v.l.: Anna Rechenmacher aus Kortsch, Sarah Stark aus Allitz, Lena Stocker aus Tschars und Katja Trafoier aus Kortsch

D

ie Musikkapellen im Vinschgau brauchen sich um ihren Nachwuchs keine Sorgen machen. Das unterstrichen die 65 motivierten Jungbläserinnen und Jungbläser mit ihrem erfrischenden Konzert im Burgeiser

Tschengls

Vinschger Hoangart in der Tschenglsburg in angenehmer Sommerabend in einer traumhaften Umgebung bot für zahlreiche Interessierte die entsprechende Kulisse beim vierten Vinschger Hoangart im Kulturgasthaus Tschenglsburg. Der Obmann des Südtiroler Volksmusikkreises, Gernot Niederfriniger und Elisabeth Menghin von der ARGE Volkstanz in Südtirol eröffneten die Veranstaltung. Der Hausherr Karl Perfler verglich den Abend

„KAIROS- ZEIT“, was so viel bedeutet wie die „bewusst gelebte Zeit“. In diesem Sinne, wurde bewusst zu den Klängen der Schüler der Musikschule Oberer Vinschgau und den Weisenbläsern aus Taufers im Münstertal gelauscht. Zum Tanz spielte die neu gegründete „Storchamusi“ sowie die „Bichlmusi“ auf. Die Prader Volkstänzer führten verschiedene Tänze vor und erklärten einfache Volkstänze zum

Mitmachen. Der Tschenglser Kirchenchor gab einige Lieder zum Besten. Goaßelschnöller aus Prad sorgten für Akustisches über die Tschenglsburg hinaus. Unterstützt werden die Vinschger Hoangarts von den Bildungsausschüssen des Tales, in diesem Fall jenem von Laas. „Gsungn und tonzt“ wird wieder am Freitag, den 03. Oktober 2014 im Gasthaus Lamm in Laatsch. (lu)

Fotos: Ludwig Fabi

Foto: Ingrid Hohenegger

E ihrer bisherigen Bemutterung zu zweifeln und möchte ihr zukünftiges Leben ändern. Von merkwürdigen Fantasien und heimlichen Begierden geleitet, beschließt sie für einige Zeit auszubrechen und eine Reise nach Rom zu unternehmen. Die Autorin wusste, Textabschnitte im Tonfall und jeweiliger Mundart exakt wiederzugeben. Ihre Stimme und Gebärden untermauerten die Erlebniswelten im Roman, sodass diese nahezu fühlbar wurden. Elke Messmer schaffte es, durch die szenische Lesung, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und auf die vielen Anspielungen und Pointen hinzuführen.

Kultursaal zum Abschluss der Jungbläserwoche. Diese war in der Fürstenburg vom 18. bis 23. August 2014 über die Bühne gegangen. Organisatoren waren die Verantwortlichen des Verbandes Südtiroler Musikkapel-

len Bezirk Vinschgau unter der Leitung von Manfred Horrer. Das Publikum im Saal bekam zuerst Kostproben der einzelnen Instrumente-Gruppen wie Schlagzeug, Klarinetten, Saxophone, Posaunen… serviert. Nach einem volkstümlichen Z iehharmonika-Intermezzo beeindruckte das Gesamtorchester unter der Leitung von Daniel Götsch und Benjamin Blaas mit einem Melodienreigen zum Thema „The castl of Burgeis“ (Kees Vlak), mit „Skyfall“ (Adele Adkins), „Phantom der Oper“ ( Andwew Lloyd Webber) und „21 Guns“ (Green Day). Die Jungbläserwoche bestand aus einer Mischung zwischen Musikunterricht, Exerzierkurs, Orchesterprobe und Freizeitaktivitäten. „Es hat großen Spaß gemacht und ich bin im kommenden Jahr wieder dabei“, sagt die junge Saxophonistin Katja Trafoier. (mds)

Storchamusi – Singen in der Abenddämmerung


Naturns

Fotos: Fotostudio 2000

Ausstellung „La ciafita“

rechts: die Künstlerin Elfriede Runggaldier Polverino; links: zahlreiche Besucher kamen zur Vernissage

L

niedergelassen hat. Sie ist Gründungsmitglied des Amateurmalervereines in Naturns, der seit 1982 besteht. Die Ausstellung ihrer Werke wurde am 1. August eröffnet, zu der, trotz immer wieder einsetzenden Regens, Interessierte aus der Dorfbevölkerung und aus ihrem Heimatort gekommen sind. Unter den Anwesenden waren auch Erich Stecher und Hubert Piccolruaz als fachkundige Künstler und derzeitige Begleiter

a ciafita“ nennt sich eine Ausstellung, die vom 1. August bis 31. Dezember 2014 in Naturns in der Bahnhofstraße 26 , jeweils am Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr, zu besichtigen ist. Die ladinische Bezeichnung „ciafita“ bedeutet „Eule“. Eulen sind nämlich beliebte Motive der Künstlerin Elfriede Runggaldier, die aus Gröden stammt und sich vor Jahren als Kunstlehrerin an der Mittelschule in Naturns

der Amateurmaler in Naturns und Mitglieder dieses Vereines. Für große Überraschung sorgten Sänger aus dem „Cor Sasslong“ aus St. Christina mit ihren Liedern. Ilse Thuile ließ durch Edith Schweitzer Grußworte, verpackt in einer aufschlussreichen Laudatio an die Künstlerin, überbringen. Die Themen der kunstschaffenden Elfriede Runggaldier sind sehr vielfältig. Nicht nur Eulen und Clowns, sondern auch Gebrauchsgegenstände wie Vasen, Krüge, Teller und Krippenfiguren zählen zu ihren Werkstücken durch die Töpferarbeiten. An den Wänden des Ausstellungsraumes sind Bilder in Aquarellmalerei zu bewundern, die in ausgeprägter Farbigkeit Blumen, Gebirge, Landschaften und Stillleben zeigen. Auch abstrakte Malereien in Acrylfarben sind vertreten und erregen die Bewunderung der Betrachter. (ria)

METZGEREI · CATERING

GAUMENFREUDEN FEIN GESCHNITTEN

Nährwertangaben je 100g Schinkenwurst Energie

Latsch/Schloss Goldrain

Reise durch die Musikgeschichte

21,36 g 9,11 g

Kohlenhydrate davon Zucker

0,042 g 0,042 g

Ballaststoffe

0,012 g

Eiweiß

14,1 g

Salz

2,4 g

Foto: Sarah Mitterer

E

ine musikalische Zeitreise bekamen die Besucher des „Colours of Centuries“Konzertes in der Pfarrkirche von Latsch zu hören, das zu Gunsten der Kinderkrebshilfe Südtirol aufgeführt wurde. Von Barock und Spätromantik bis hin zur Moderne war bei dieser besonderen Vorstellung für jede Musikgeschmacksrichtung etwas dabei. Eine Woche lang waren deutsche Sänger und Instrumentalisten der Musica Viva Musikwoche, ein Ferienmusikprogramm für erwachsene Hobbymusiker, auf Schloss Goldrain bei einem Chor- und Orchesterkurs zu Gast und stellten unter der Anleitung von Martin Winkler und Hans Joachim Greiner ein Konzert auf die Beine. „ In dieser Woche haben die Musiker unser Schloss mit viel Musik erfüllt“, so die Direktorin Claudia Santer. Die musikalische Reise begann

246 kCal / 1031 kJ

Fett davon gesättigte Fettsäuren

Streich- und Chormusik erfüllten die Latscher Pfarrkirche mit einer Orgelimprovisation im Stile von Georg Friedrich Händel, anschließend erfüllten die Klänge der Streichinstrumente und die Stimmen der Chorsänger die Kirche, die das perfekte Ambiente für ein Konzert dieser Art bietet. Neben den Stücken von Händel wurden Werke von

Carl Loewe, Edward Elgar und John Taverner vorgetragen. Mit den Liedern „Yesterday“ von den Beatles und „How deep is your love“ von den Bee Gees reisten die Zuhörer schließlich zurück in die Moderne und spendeten den Musikern großen Applaus. (sam)

Hauptstraße 109, Schlanders T. +39 0473 73 00 87 www.metzgerei-leggeri.it


Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

04.09.14

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 18-14

Schluderns

22 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Glurns

Vinschger Palabiratage in Glurns 2014 13. – 21. September Markttag in den Lauben mit regionalen Produkten Samstag, 13.09.2014 – 10.00 bis 17.00 Uhr

Palabir & Co

Publikumsverkostung von köstlichen Destillaten aus heimischen Gärten Samstag, 13.09.2014, Gemeindehaus Verkostung ab 16.00 Uhr 20.30 Uhr Preisverleihung Teilnahmegebühr: 15 Euro (inklusive ein Suppengericht, Glas Wein und Süßes von der Palabirne) In einem ruhigen gepflegten Ambiente können ausgewählte Edelbrände und Liköre, nach kurzer Einweisung durch eine Fachperson, verkostet werden. Durch die Abgabe eines Stimmzettels kann jeder einzelne Besucher seinem Favoriten zum Tagessieger der jeweiligen Kategorie verhelfen.

Kultur & Natur

„Morgenerwachen“ – Krieg und Frieden Sonntag, 14.09.2014 – 7.00 Uhr Eine musikalisch-literarische Wanderung zum Sonnenaufgang Musik: Judith Felderer Texte: Christof Anstein Treffpunkt: 7.00 Uhr Frauenkirche Glurns (Ortszentrum) Nach einem besinnlichen Einstieg ruhige Wanderung – begleitet von Musik und Texten, abschließend Frühstück unter Palabirnenbäumen! Bei schlechter Witterung Lesung mit Musik in der Frauenkirche! Nicht vergessen: passende Kleidung und gutes Schuhwerk!

Schaukochen

Sonntag, 14.09.2014 – 15.00 Uhr Stadtplatz - Rosa gebratenes Wild mit Palabirnenmeerrettich und Frischkäsebällchen in getrockneten Palabirnen gerollt, dazu Nussbrotscheibe - Schwarzplentenknödel auf Palabirnen - Speck - Ragout mit Parmesan - Süßes von der Palabirne “Während der Erntezeit der Palabirnen kann der Arzt Urlaub machen” (Volksmund) Glurnser Köche kochen Palabiragerichte auf dem Stadtplatz in Glurns. Alle Gerichte können gegen ein Entgelt verkostet werden. Der Weinbauer und Sommelier des Weinguts & Hofbrennerei Unterortl, Schloss Juval, wird uns dazu die passenden Weine vorstellen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Petra Gruber und Gigi Mongelli (Gitarre).

„Süßes von der Palabirne“ Gemeinsame Zubereitung von kreativen Süßspeisen

Dienstag, 16.09.2014 – 19.00 Uhr Küche Kindergarten Glurns Referent: Fachlehrerin der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung, Kortsch Anmeldung & Info: Tourismusbüro Glurns, Tel.: 0473 831 097 Unkostenbeitrag: € 15 (Rezepte inbegriffen)

Glurnser Flurnamen Wanderung und Vortrag

Mittwoch, 17.09.2014 – 16.00 Uhr Treffpunkt Tourismusbüro In den Glurnser Flurnamen spiegelt sich die Erlebniswelt des bäuerlichen Menschen wider: bevorzugte ebene Weideplätze (Plazutt, Platzmetz), drohende Murengefahr (Rawein, Rufer, Rufinatsch), der Salzhandel in der Stadt (Söles) und die Feldbestellung (Quadra, Radont). Wie überall im Obervinschgau legen die Namen Zeugnis für die ehemals mehrheitlich romanisch sprechende Bevölkerung ab. In einer knapp zweistündigen nachmittäglichen Wanderung erfahren wir mehr über Herkunft und Bedeutung der Flurnamen direkt vor Ort. Im Rahmen eines abendlichen Vortrags wird zudem auf den Stadtnamen und die zahllosen Flur-, Wald- und Almnamen von Glurns eingegangen - eingebettet in das kulturhistorische Panorama des oberen Vinschgaus! Von und mit Alexander Ortner

Mittwoch, 17.09.2014 – 20.00 Uhr Gemeindehaus 3. Stock Vortrag – Glurnser Flurnamen

Konzert der Musikkapelle der Stadt Glurns Freitag, 19.09.2014 – 19.00 Uhr Stadtplatz

Palabirasunnta

Sonntag, 21.09.2014 Stadtplatz


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Bildungszug/ 23

Bildungsausschuss Glurns

Palabir-Zeit in Glurns M it der Erhebung des Bestandes der „Palabirnenbäume“ im Jahre 2007 durch die Stadtgemeinde Glurns wurde der Startschuss verschiedener Initiativen getätigt, damit diese einzigartige Obstsorte nicht nach und nach von der Bildfläche verschwindet. Der Kartografierung der damals gezählten 142 Palabirnbäume in und um Glurns folgten baumpflegerische Maßnahmen zur Erhaltung derselben. Der Bildungsausschuss Glurns griff im Jahr 2008 das Thema auf und wollte einen Beitrag zur Erhaltung des einmaligen Landschaftsbildes in und um der Stadt Glurns, der Sensibilisierung der Baumbesitzer und der Bevölkerung sowie der Erhaltung und Aufwertung der alten Palabirabäume leisten. Nach mehreren Treffen und der Suche nach Gleichgesinnten und Finanzierungsmöglichkeiten fanden vom 10. bis 14. September 2008 die 1. „Vinschger Palabiratage“ statt. Im Jahr 2010 gründete sich eine weitere Ar-

beitsgruppe, die dem Bildungsausschuss zur Seite stand. Im Jahr 2014 wurde aus organisatorischen Gründen die Trägerschaft an das Glurnser Laubenkomitee übertragen. Eine Gruppe mit Petra Windegger, Stefan Winkler, Christl Niederholzer, Elmar Prieth, Leo Stecher, Rosa Pichler, Philipp Niederholzer, Silvia Niederholzer und An-

links: Postkarte mit Palabir-Motiv von Philipp Niederholzer – Weitere Postkarten werden bei der Preisverleihung der Edelbrandverkostung am Samstag, den 13.09.2014 vorgestellt. Anschließend sind sie bei allen Veranstaltungen der Palabiratage und im Tourismusbüro Glurns erhältlich

drea Sagmeister kümmert sich nun um die Weiterführung der Vinschger Palabiratage in Glurns. Diese lädt alle recht herzlich zur Teilnahme am heurigen Programm ein und bedankt sich auf diesem Wege bei den vielen freiwilligen Helfern und den Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. (lu)

Bildungsausschuss Mals

„Krieg ist schrecklich schön“ 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Die Volksbühne Naturns und die Gruppe kWerTheater nehmen in ihrem neuen Stück „Unser schrecklich schöner Krieg“ das Gedenkjahr zum Anlass, sich mit den Kriegen der Gegenwart auseinanderzusetzen.

Aufführung im Schulzentrum von Mals: Samstag, 20. September, 20 Uhr

Kartenvorverkauf: Tel. 334 7027027 von 15 - 19 Uhr „Unser schrecklich schöner Krieg“ und 45 Min. vor Beginn an der Theaterkasse von Selma Mahlknecht thematiE-Mail an info@volksbühne-naturns.it siert die Zwiespältigkeit, mit der Eintritt: 10 Euro wir den zur Gewohnheit gewordenen „ewigen Kriegen“ unseres So., 14.09.2014, 11 bis 16 Uhr Alltags begegnen. Zum einen beThema: Freiheit in den Bergen - Wanderung, herrschen wir die korrekte Rheto Lesung, Ausstellung rik: Krieg ist schrecklich, Krieg ist Autor: Team Sesvenna Hütte, Cla Rauch (Sent, CH), Raimund Spiess furchtbar, Krieg sollte es nicht geOrt: Schlinig, Sesvenna Hütte ben. Doch es gibt auch die andere Information: Keine Anmeldung notwendig, kein Eintritt Seite: Krieg fasziniert in der Zerstörungskraft immer neuer Waffen. Krieg ändert Machtverhältnisse zu Gunsten pischen Rollen verschiedener Positionen zum bestimmter Interessensgruppen. Krieg macht Krieg auf: Der Pazifist demonstriert für Freireich. Und Krieg sorgt für Einschaltquoten – heit und Demokratie, während die besorgte bis er langweilig wird. Ja: Krieg ist schreckBürgerin von der humanitären Verpflichtung lich. Schrecklich schön. Und deswegen der internationalen Gemeinschaft spricht. sorgen wir dafür, dass er in der Welt bleibt. Es gibt die Helferin, die nicht tatenlos zuseIm Stück treten die Schauspieler in archetyhen will, die Mutter, die sich um ihren Sohn

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

sorgt, oder die Fremde, die aus ihrer Heimat fliehen musste, den Experten, der keine einfachen Antworten findet, die Journalistin, die zum Spenden aufruft, aber auch den Kriegsgewinnler, der Sicherheit für alle verspricht. Und dann sind da noch der Politiker, der das Gefühl hat, alles richtig gemacht zu haben, und der Söldner, der keine Fragen stellt. Am Ende gibt es jedoch keine Gewinner, sondern nur Verlierer. Das Stück geht unter die Haut, gerade weil es auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet. Gespielt wird es von einem hervorragenden Ensemble erfahrener Laiendarsteller, das sich schon seit Jahren mit aktuellen Themen und Uraufführungen einen Namen gemacht hat. „Unser schrecklich schöner Krieg“ zeigt auf uns selbst, auf unsere Verlogenheit, auf unsere Ahnungslosigkeit, auf unsere Hilflosigkeit. Es fragt danach, wie wir leben und weiterleben in einer Zeit, in der das Bachmann-Wort längst Realität geworden ist: „Der Krieg wird nicht mehr erklärt, sondern fortgesetzt“. Die Antworten könnten uns nicht immer gefallen.

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


24 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Naturns

Stimmungsvolles Sommernachtskonzert ls hätte Petrus es gewusstdieses Konzert durfte nicht ins Wasser fallen – und das tat es auch nicht. Der Wettergott hatte ein Einsehen und schenkte dem Publikum und den Ausführenden einen von wenigen schönen und milden Abenden in diesem Sommer. Zahlreich waren die Besucher in die stimmungsvolle Freilichtarena von Naturns geströmt und begleiteten die Musikantinnen und Musikanten auf eine musikalische Reise in die Film- und Musicalwelt. Kapellmeister Dietmar Rainer hatte mit seiner Programmauswahl wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen und sämtliche Register gezogen. Verstärkt durch EPiano (Judith Wellenzohn) und E- Bass (Anna Weithaler) und mit einem fein abgestimmten Ton –und Lichtdesign gaben alle Musikerinnen und Musiker ihr Bestes. Mit humorvollen und spritzigen Dialogen führte das Moderatorenpaar Judith

Foto: Klaus Huber

A

Ein strahlender Kapellmeister Dietmar Rainer mit den Solisten Veronika Schnitzer, Anna Platzgummer, Thomas Moriggl und Emma Nischler Leiter und Daniel Götsch durch den Abend. Der musikalische Bogen spannte sich von Soundtracks berühmter Filmkomponisten wie John Williams, Ennio Morricone, Phil Collins, Michael Kamen bis hin zu Ohrwürmern aus bekannten Musicals wie „Elisabeth“ oder „The Lion King“.

Beeindruckend und überzeugend waren sämtliche Gesangseinlagen- wohlgemerkt alles Solisten aus den eigenen Reihen: Anna Platzgummer begeisterte bei ICH GEHÖR NUR MIR und im Duett mit dem hervorragenden Thomas Moriggl bei BOOTE IN DER NACHT aus dem Erfolgsmusical „Elisabe-

th“ das Publikum mit ihrer erstaunlichen Gesangskunst. Wie ein wahrer Entertainer präsentierte Thomas Moriggl cool und souverän den Song ON MY WAY (from Brother Bear) von Phil Collins. Auch die Marketenderin Emma Nischler, ebenfalls ein Gesangstalent, meisterte ihren schwierigen Solopart bei I WILL ALWAYS LOVE YOU aus dem Film „The Bodyguard“ außergewöhnlich und löste Gänsehautfeeling aus. Bei der Zugabe I BELIEVE I CAN FLY überzeugte Veronika Schnitzer mit ihrer wunderbaren Stimme, so dass beim Publikum alle Dämme brachen. Der tosende Schlussapplaus brachte zum Ausdruck, dass das Experiment Sommernachtskonzert der Musikkapelle Naturns ausgezeichnet gelungen war und wahrscheinlich in einem Sommer, der den Namen verdient, eine Fortsetzung erfahren wird. Rudi Mair

pr-info Moriggl GmbH

Moriggl - die saubere Lösung seit 3 Generationen Die Technik ist für den Menschen da - und nicht umgekehrt. Darum steht für die Firma Moriggl der Mensch immer im Mittelpunkt. Diese Philosophie spiegelt sich auch im Einsatz nachhaltiger, regenerativer Energiequellen wider, die den Einklang zwischen Mensch und Natur erhalten. Als führender Anbieter schlüsselfertiger Energie- und Wasserkonzepte messen wir unseren Erfolg daran, wie gut wir Ihren Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden. Standardlösungen finden Sie bei Moriggl nicht, dafür maßgeschneiderte Lösungen, von unseren qualifizierten Mitarbeitern individuell für Sie entwickelt. Darüber hinaus erwartet Sie ein kompetenter und persönlicher Kundenservice, der keine Wünsche offen lässt:

Ein zentraler Ansprechpartner, zuverlässige Terminabsprachen, sowie transparente Kosten- und Projektplanung von Anfang an. Über 80 engagierte Mitarbeiter, darunter Ingenieure, Architekten, Techniker und spezialisierte Installateure, sorgen für saubere Lösungen im In- und Ausland.

Referenz-Interview Telser OHG Bitte stellen Sie kurz Ihr Unternehmen vor. Unser Unternehmen ist die Tischlerei Telser OHG, bekannt als die Telser Tür. Wir produzieren Türen aus dem ganzen Sektor, also Haustüren, Innentüren, Schallschutztüren oder Objekttüren. Wir decken alles, was mit Türen zu tun hat, ab. Wir sind ein mittelständisches

Unternehmen mit ca. 100 Mitarbeitern und hauptsächlich im Raum Südtirol, Tirol, Vorarlberg und der Schweiz tätig. Wie sind Sie auf das Unternehmen Moriggl aufmerksam geworden? Das Unternehmen Moriggl ist uns schon seit jeher bekannt, da wir aus derselben Ortschaft stammen. Wir arbeiten mit Moriggl bereits seit 30 Jahren zusammen. Welche Arbeiten hat die Firma Moriggl bei Ihnen ausgeführt? Die Firma Moriggl hat bei den elektrischen Anlagen immer alles zu

100% ausgeführt und wir sind sehr zufrieden, was das anbelangt. Vor einigen Jahren wurde über die Firma Moriggl unsere Photovoltaikanlage installiert. Auch die aktuelle Holzvergasungsanlage wird von Moriggl betreut. Waren Sie mit der Ausführung und Betreuung zufrieden? Von den Ausführungen und der Betreuung sind wir sehr zufrieden. Unsere Zusammenarbeit zieht sich nun schon über 30 Jahre hin. Würden Sie das Unternehmen Moriggl weiterempfehlen? Das Unternehmen Moriggl ist unbedingt weiterzuempfehlen. JOHANN TELSER Inhaber „Telser Türen“


Vinschgerwind 18-14

/PR-Info/ 25

Foto: Gabriel Vikoler

04.09.14

Die Honigbiene zu Gast im Naturparkhaus Texelgruppe Nach den Ausstellungen „Alpenkönig Steinbock“ und „Wasserlebensräume“ ist im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns vom 12. September bis 31. Oktober 2014 die Ausstellung „Faszination Honigbiene“ zu Gast.

dende Honigbiene (Apis mellifera). Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine sehr große Gruppe mit unterschiedlichsten Arten: Weltweit wird die Zahl der Bienenarten auf rund 20.000 Arten geschätzt, davon leben etwa 700 Arten in Europa. Gleichzeitig mit der Sonderausstellung werden verschiedene Aktionen mit den örtlichen Imkern angeboten. Das Naturparkhaus Texelgruppe befindet sich in Naturns, Feldgasse 3. Es ist bis zum 31. Oktober von Dienstag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, im September auch am Sonntag. Der Eintritt ist frei, bei Voranmeldung sind geführte Besichtigungen möglich; Telefon: 0473 668201, E-Mail: info.tg@provinz.bz.it. Jeden Dienstag wird unter dem Motto „Daksys Spurensuche im Naturparkhaus“ ein Kinder-Quiz veranstaltet. Wer die richtigen Antworten weiß, darf sich auf einen kleinen Preis freuen. Foto: Landesamt für Naturparke

Foto: Franz Müller

„Wenn die Bienen vom Globus verschwinden, hat die Menschheit nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen, keine Befruchtung, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen.” Dieses frei übersetzte Zitat wird meist Albert Einstein zugeschrieben. Selbstverständlich lässt sich über die Wahrscheinlichkeit dieses Zukunftsszenarios diskutieren. Tatsache ist aber, dass die Bestäubungsleistung der Bienen viel höher einzuschätzen ist als die Produktion von Honig, Wachs und anderen wertvollen Produkten aus der Imkerei. Bienen sind ein Garant für Biodiversität und schon deshalb sehr wertvoll. Beim Wort „Biene“ denken die meisten Menschen nur an eine einzelne Art, und zwar die Staaten bil-

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.provinz.bz.it/ natur-raum/themen/ naturparkhaustexelgruppe.asp

Das Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns


LATSCH

einkaufen, genießen, erleben Sommernacht im Zeichen der Mode

Abendkonzert der Bürgerkapelle Latsch 04.09.2014 Kapellmeister Wolfgang Schrötter 20.30 Uhr Ort: Latsch - Pavillon Veranstalter: Bürgerkapelle Latsch 05.09.2014

Choreographic Dance Ort: Aula Magna - Mittelschule

05.09.2014 13.09.2014 19.09.2014 27.09.2014 20.30 Uhr

Großer Tanzabend des Tanzclubs Latsch - Vinschgau Hast du Lust zum Tanzen? ...dann bist du bei uns genau richtig,... komm und tanze mit uns durch das ganze Jahr. Tanzabend für die Clubmitglieder des Tanzclubs Latsch - Vinschgau Tanzmusik für folgende Tänze wird geboten: Foxtrott, Discofox, Standard, Latein, volkstümliche Tänze, usw. Von 19.00 bis 20.30 Uhr wird eine Lernstunde angeboten Ort: Latsch - CulturForum Info: 324 6088000 od. 388 8474470

30.09.2014

Zumba Ort: Aula Magna - Mittelschule

Bei der Modenschau war für jeden Geschmack etwas dabei; unten: Die Tänzerinnen sorgten für Abwechslung

Fotos: Sarah Mitterer

Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin

Veranstaltungen

Latsch - Bei der zweiten heurigen Sommernacht, die von den Eisfix des AHC Vinschgau organisiert wurde, stand nicht etwa der Eissport im Mittelpunkt, sondern die Mode. In Zusammenarbeit mit Geschäften aus Latsch und Umgebung wurden die zahlreichen Besucher im CulturForum in einer fast zweistündigen Show in Sachen Mode auf den neuesten Stand gebracht. Von eleganter Mode und stilvoller Alltagsbekleidung (Marions Fashion, Modetreff, Alpin Lifestyle), Dirndln und Lederhosen (Mode Galerie Leo), Arbeitsbekleidung (Workershop Schlanders) bis hin zu Radsportmode (Maxx Bike) wurde dem Publikum ein vielfältiges Modeprogramm präsentiert. Zudem sorgten vor Beginn und zwischen der Modenschau Tanzeinlagen der Tanzgruppen des ASV Latsch unter der Leitung von Lotte Gamper für ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Für musikalische Unterhaltung sorgten DJ Pläntsch und DJ Fips sowie die Band „Stolen Brothers“ aus Steinegg. (sam)

Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsc


02.05.13

Der Vinschger Wind 9-13

/TERRA RAETICA/ 11

Ihr Traditionsgeschäft in Latsch, seit über 50 Jahren für Sie da. Mit hauseigener Schneiderei.

Bei uns finden Sie klassische Damen- und Herrenbekleidung sowie Unterwäsche. Beim Kauf eines Kleidungsstücks ist das Ändern gratis.

modetreff 39021 Latsch - Marktstr. 20/A T+F 0473 623 522

15 - 18 Uhr

Trainer & Unterwäsche zum Schulanfang!

39020 Goldrain – Vinschgaustr. 7 - Tel. 0473 74 26 94

• Frühstück ab 6 Uhr • Restaurant mittags 12 – 14 Uhr • Pizza abends 17 – 22 Uhr • Geeignet für Familienfeiern • Arbeitermenü

Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin

Konfektion Trafoier

ch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain


28 /Jugend/

Vinschgerwind 18-14

JuZe Freiraum Schlanders Ö ab Mo 8.09.14 Mo. + Do. 19.30 Uhr – 21.00 Uhr ZumbaKurs für Mütter und Töchter Info & Anmeldung im JuZe JuZe Naturns Ö Öffnungszeiten Herbst Mo., Di., Mi., 17.00 – 21.00 Uhr, Fr. 15.00 – 21.00 Uhr, Sa. 15.00 – 19.00 Uhr Eigene Öffnungszeiten Unter 16 Jahren: Mo. + Mi. 15.00 – 17.00 Uhr Ö So. 07.09.14 von 16 bis 20 Uhr JuZe Sunntig Ö Mi. 10.09.14 ab 15.00 Uhr U16 – Volleyballturnier Kosmo Plaus Ö Öffnungszeiten Herbst: Mo. + Mi. 15.00 – 19.00 Uhr, Fr. 15.00 – 20.00 Uhr Ö Mi. 03.09.14 ab 15.00 Uhr Calcettoturnier Ö Mo. 08.09. 14 ab 15.00 Uhr Billardturnier Jugendtreff La:Ma Mals Ö Fr. 05.09.14 Schießstand Laas Treffpunkt Treff um 18.00 Uhr Ö Fr. 12.09.14 von 19.00 bis 22.00 Uhr Schulbeginn Party Jugendzentrum JuMa Mals Ö Fr. 05.09.14 ab 18.00 Uhr Sommerferienabschlussgrillen Ö Mi. 17.09.14 ab 16.00 Uhr Mittelschultreffen mit Spielen & Planung Citytreff Glurns Ö Öffnungszeiten ab 09.09.14 Mi. 20.00 – 22.00 Uhr Fr. 15.30 – 18.00 Uhr für Mittelschüler jeden 2. Fr. 18.00 – 22.00 Uhr 1x im Monat Sa. 18.00 – 22.00 Uhr Ö Fr. 12.09. ab 19.00 Uhr Burgernight Phönix Schluderns Ö Öffnungszeiten ab 09.09.14 Mi. 15.00 – 17.00 Uhr für Mittelschüler Mi. + Do 17.00 – 20.00 Uhr Fr. 18.00 – 22.00 Uhr Sa. 18.00 – 23.00 Uhr Ö Di. 16.09. ab 16.00 Uhr Schokofondue Jugendcafé Chillout Latsch Ö Do. 04.09.14 ab 19.30 Uhr Sommerschmaus Piadina Night Ö Fr. 12.09.14 ab 17.00 Uhr Calcettoturnier Info & Anmeldung im Chillout Jugendtreff Tschengls Ö Do. 18.09.14 ab 17.00 Uhr Schokofondue Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Sa. 06.09.14 ab 18.00 Uhr Playstationturnier Jugendtreff Eyrs Ö Di. 09.09.14 ab 17.00 Uhr Filmnachmittag für Mittelschüler Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Achtung: Ab Schulbeginn wieder neue (alte) Öffnungszeiten (Siehe Anschlagetafel!) Ö Sa. 06.09.14 ab 17.00 Uhr Einweihung Jugendtreff Chill House

04.09.14

EtschSide Open Air 2014 Das 13. Open Air des JuZe Naturns ganz im Zeichen von Reggae- und Rockmusik ist schon wieder Geschichte.

Die monatelange Vorbereitungsphase der Jugendlichen vom Organisationsteam „OAAG“ unter der Leitung des Jugendarbeiters Lukas Erlacher hat sich rundum gelohnt. Rund 500 Besucher zählte das diesjährige Open Air, welches eine gute Mischung aus feinsten Reggaeklängen und rockigen HardcoreSlams bot. Auch das kulinarische Angebot wurde in diesem Jahr durch einige Neuheiten bereichert. So bot unser Küchenteam (nebenbei gesagt, das Beste, das die Südtiroler Open Air Szene zu bieten hat) neben ihren leckeren Fleischspezialitäten auch erstmals einen Veggieburger an, der bei den Besuchern sehr gut ankam. Der Fanta-Lustig-Stand verwandelte sich in diesem Jahr in eine Cocktailbar, bei dem die Gäste leckere alkoholische und analkoholische Getränke von Top Drinks genießen konnten. Bereits ab 16.00 Uhr öffnete das Open Air seine Tore und lockte die Musikbegeisterten mit rockigen Songs der Naturnser Band FAULTY SYSTEM auf das Festgelände. Danach spielte der Special Guest RED HAZE groovige Reggae Songs. Die Jungs von CELLAR

HEAD heizten das Publikum mit ihren alternativen Metalsongs an. Weitere harte Riffs boten DAMN CITY aus Bologna, die die Bühne ordentlich rockten. THE KOALAS boten Psychodelic Reggae und zeigten, dass sie die zurzeit beste Reggaeband aus Meran sind. Den Abschluss der härteren Bands des Abends bildeten die Österreicher LEONS MASSACRE. Mit feinstem Metalcore brachten sie das Publikum zum Headbangen. Als vorletzte Band betrat die 14-köpfige Reggaekombo SHANTI POWA die Bühne und stimmte die Menge vor der Bühne mit ihrem speziellen Mix auf den Headliner des Abends ein. Das Brüderduo Paco Mendoza und Don Caramello von RAGGABUND sorgten mit ihren Reggae-Hymnen für einen gelungenen Abschluss des Open Airs. Unser Dank gilt den freiwilligen Helfern, allen Sponsoren und natürlich den Besuchern, die alle das Gelingen des Open Airs erst möglich machen. Insbesondere möchten wir neben unseren Unterstützern Marktgemeinde Naturns, Volksbank Naturns, JuPa und Ivoclar auch der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, Abt. Deutsche Kultur, für die freundliche Unterstützung danken. Das Organisationsteam ist schon wieder in der Planungsphase für das nächste Jahr und wir freuen uns schon auf das EtschSide 2015.

Mehr vom Meer Jugendtreff Burgeis & Jugendzentrum JuMa

Einfach immer mehr vom Meer haben die Jugendlichen, welche mit nach Bibione gefahren sind. Vom 29. Juni bis 5. Juli ging’s mit zwei Kleinbussen ans Meer, aber nicht nur Schwimmen im Meer stand auf dem Programm – eben mehr, dank einer Woche gutem Wetter, welches heuer wohl nicht überall garantiert ist: Tretbootfahren, Tandemfahren, Nachtschwimmen, Luna Park, Markt, pooball-battles, beachvolley, Sonnenaufgang…

E IN W E IH U N G 06. 09. 2014

JUGENDTREFF STILFS BEGINN 17.00 UHR

MIT FESTREDEN UND SEG NUNG ANSCHLIESEND BUFFET

AB 20.00 UHR

FETE !

MIT DJ

JEDER IST HERZLICH WILLKOMMEN


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Jugend/ 29

Naturns

Vintschger Museum

Kinderferien im Wald

Kleine Menschen tragen große Lasten

S

D

ie kleinen Menschen, die große Lasten tragen“, so titelt Robert Lessman seinen Bildband. Der Politologe, Autor und Fotograf wird am Donnerstag, den 11. September um 20 Uhr im Vintschger Museum darüber referieren. „Es ist ein Einstieg für die Sonderausstellung, die wir für das kommende Jahr planen“, erklärt Museumspräsident Michael Böttner. Lessmann hat Lastenträger in den Bergregionen in Asien, Afrika und Südamerika begleitet, fotografiert und ihr Leben dokumentiert. Für Hungerlöhne arbeiten die Menschen für TrekkingGruppen. Es ergeben sich Parallelen zum Leben der einstigen Schwabenkinder, denen das Vintschger Museum eine Dauerausstellung gewidmet hat. „Auch die Schwabenkinder haben für Hungerlöhne bei Großbauern in der Bodenseegegend gearbeitet“, so Böttner. (mds) Foto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

pielen, erleben und lernen mitten in der Natur: Unter diesem Motto standen auch dieses Jahr die VKE-Kinderferien in Naturns. Von Mitte Juni bis Ende Juli nahmen unter der Obhut von zwei Betreuerinnen wöchentlich jeweils 12 Kinder zwischen drei und sechs Jahren das Angebot wahr. Dafür wurde ein Waldstück am Dorfrand ausgewählt. Seit rund eineinhalb Jahren steht dort nahe des Restaurants Waldschenke ein ausrangierter, aber liebevoll VKE-Kinderferien in Naturns: Sommer im Wald hergerichteter Wohnwagen, den aus Papier versuchen. Überdies fand jeden die VKE Waldorf-Spielgruppe im Frühjahr Freitag eine Schatzsuche statt. Bei einund im Herbst als gemütlichen Rückzugsfachen Spielen und mithilfe von Liedern ort nutzt. Davor machen ein selbstgebautes wurde den Kindern der Erlebnisort Wald, „Waldsofa“, zwei Schaukeln, ein kleines aber auch die italienische Sprache nähervorwiegend aus Ästen bestehendes Haus gebracht. Zu Mittag versorgte das nahegesowie eine Holzrutsche die unmittelbare legene Restaurant Waldschenke die Gruppe Umgebung zum Tollplatz. Neben dem freimit leckerem Essen. Finanziell unterstützt en Spiel konnten sich die Kinder am Schnitwurde das Projekt vom Amt für Schulfürzen und Bemalen von Wanderstöcken und sorge der Autonomen Provinz Bozen und Zauberstäben, am Filzen von Bällen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Kordeln oder am Falten von Windrädern

Vinschgau/Schnalstal

Jungschützen in schwindelerregenden Höhen m Juli trafen sich Vinschger Jungschützen und Jungmarketenderinnen aller Altersstufen zu einem Abenteuertag im Hochseilgarten. Treffpunkt war in der Früh in Schnals beim Ötzi Rope Park am Vernagter Stausee. Nachdem alle Jungschützen angekommen waren, wurde jedes Kind und auch einige schwindelfreie Betreuer mit Sicherungsgurten ausgestattet. Nach einer kurzen Einfüh-

rung wurden die jungen Schützen in kleine Gruppen eingeteilt. Einige wagten sich sofort an die schwereren Schwierigkeitsgrade, andere hingegen tasteten sich lieber langsam voran. Auf Balken, Seilen, Brücken und Schaukeln balancierten und kletterten Groß und Klein von einer Plattform zur nächsten. Dank der fachkundigen Anleitung der Vereinsmitglieder des Ötzi Rope Parks wurden

Die Jungschützen in Schnals

Foto: „Wind“-Archiv

I

die jungen Schützen immer trittsicherer und verloren schon bald die letzte Angst vor der Höhe. Ein Highlight für die besonders Mutigen war der Flying Fox über den Schnalser Bach. Dabei fährt man an einer Seilrutsche in 50 Metern Höhe von einer Bachseite zur anderen. Mehrere Stunden in luftigen Höhen machten die Buben und Mädchen zu Mittag natürlich besonders hungrig. Zum Glück hatten die Betreuer in der Zwischenzeit ein leckeres Mittagessen gegrillt. Feuerstelle und Tische wurden freundlicherweise vom Hochseilgarten bereitgestellt. Bei gemütlichem Beisammensein ließ man den abenteuerlichen Tag noch lustig ausklingen. Wenige Tage später gab es für die Jungschützen ein Wiedersehen beim Jungschützenzeltlager in Sand in Taufers. Hier standen vier Tage Spiel und Spaß auf dem Programm. Nächstes Mal geht es vielleicht wieder zum Bogenschießen oder im Winter zum Rodeln. Bei den Jungschützen ist eben immer was los. Die Mitgliedschaft bei den Jungschützen steht allen Buben und Mädchen bis 16 Jahren offen. Informationen gibt es bei der örtlichen Schützenkompanie.


30 /Kultur/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

TonKunst Hans Wielander In Wien war die Idee klar: Keramik. Mehr machen kann man da, mit den Händen arbeiten. Schauen und in die Hand nehmen. In der Akademie mit der Scheibe umgehen gelernt. Die Begeisterung war groß damals. Aber dann. Du kannst einfach nichts mehr Neues machen, mit der Drehscheibe. Darauf begann die Erstellung von Kleinserien in Porzellan. In Guss. Die Elfi erinnert sich an ihre Ausbildung an der Wiener Akademie für Angewandte Kunst. Inzwischen hat sie mit ihren Händen viele Formen entwickelt. Etwas herstellen, das man in Serie machen kann. Die Gipsform, auch Gussform genannt. Daran arbeitet die Künstlerin gerne. Am Anfang war der Lehm, der sandhaltige Ton, der durch Eisenverbindungen gelb bis braun gefärbte Rohstoff für Töpferwaren. Schon zur Erschaffung des Menschen diente der Lehm, wie es die Bibel weiß. Die Verwendung von Lehm gehört zu den ältesten Kulturzeugnissen. Lehm diente auch medizinischen Künsten, so etwa in der Behandlung von Knochenbrüchen. Was heute der Gipsverband leistet, wurde früher mit lehmgefüllten Tüchern erreicht. So kann vermutet werden, dass sich in der Ratitscher Lehmgrube auch Heilpraktiker betätigt haben. Damit sind wir bei Elfis Apothekerfamilie in Schlanders. Die vielen Schubladen, die Töpfe, Gläser, Stampfer, Löffel und Siebe, die einst zur selbstverständlichen Einrichtung einer Apotheke gehörten, haben sich im Atelier eingenistet, als Erinnerung, als wären sie immer noch vom Dienst. „Ich sehe fertige Arbeiten und Fotos. Eckig, spitzig, lang und wieder gekrümmt. Sehr helle und sehr dunkle Stellen und dünne Schatten. Wolkenkratzer, die aus dem Boden kommen“, lese ich in einer älteren Besprechung ihrer Kunst und weiter: „Fliesen als Wandgestaltung, neue Formen und Funktionen in der Keramik. Ohne Funktion, einen Kuss von Heinz, für Elfi“. Keramik und Fliesen verwandeln sich zum Kuss … ein Freund aus der Wiener Zeit hat diese Zeilen geschrieben.


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Kultur/ 31

Arbeiten aus Ton, mit „Vetzaner Luam“ haben auch andere Künstlerinnen versucht, so etwa für Ofenkacheln, reich geschmückt. Was früher üblich war, kommt jetzt wieder. Überhaupt schauen unsere Künstler immer mehr auf die heimischen Werkstoffe, unter denen der feine, der gewaschene, vom Sand befreite, im Wasser aufgeschwemmte, wolkenhauchige Lehm alle Kräfte unserer Erde in sich vereint. Die Elfi setzt die Tradition der Apotheker, die Kunst des Bewahrens in Gefäßen, fort. Uraltes Gerät, Behälter, Vasen, Töpfe, Brotkörbe, Flaschen, alles leicht zerbrechlich … deshalb hat sich fast nichts erhalten, was in ältesten Zeiten entstanden ist. Es wird in Museen gezeigt, aber aus Vetzan ist nichts bekannt, was in die Frühgeschichte zurückreicht. Dabei hat sich gerade hier sehr viel abgespielt. Geblieben sind die weißen Lehmmauern, vom Regen und Wind gestaltet, gekerbt, gerillt und gestreichelt wie Elfis Keramik. Der „Knotten Hans“, der Hans Kobler, erinnerte sich daran, dass auf einem Schleifweg zur Burg Schlandersberg zerbrochene Ziegel lagen, links und rechts vom alten Schlittenweg. Da wurden Ziegel transportiert, erzählte er, die hoch droben am Berghang in der Nähe von Lehmgruben hergestellt und auch ins Tal hinunter geliefert wurden. Sie wurden dort oben gebrannt, brauchten viel Holz, eine der möglichen Erklärungen für den rücksichtslos abgeholzten Sonnenberg. Immer wieder neue Einfälle entstehen durch das Betrachten der Tonarbeiten. Woher kommt das Material? Welchen Weg hat es zurückgelegt? Was ist durch Feuer entstanden und wie klingt das Gefäß, wenn daran geklopft wird? Und wie klingen die zarten Wände, wenn sich der Wind darin vergreift? Der Lehm muss erst geschwemmt, vom groben Sand befreit, an der Luft getrocknet und im Feuer gehärtet werden … Erde, Wasser, Luft und Feuer …alle Elemente helfen bei der TonKunst.

mittendrin Ausstellung mit Tonarbeiten von Elfi Sommavilla im Weingarthäusl zwischen Schlanders und Vetzan: geöffnet nur am Freitag und Samstag 6. und 7. September 2014 von 11.00 bis 18.00h. Wegbeschreibung: Schlanders Osteinfahrt > Schwimmbadstraße > Vogelsangstraße > Brücke > Parkplatz Sporthalle, weiter zu Fuß bis zum Weingarthäusl - ca. 10 Minuten. Die Künstlerin (www.elfi-sommavilla.com T+39 3356054146) bedankt sich herzlich bei den Gastgebern Gerda und Leonhard Wellenzohn. oben links: Der Ratitscher Lehmbruch oberhalb von Vetzan. Der jahrhundertlange Abbau fraß Grund und Boden und näherte sich bedrohlich dem Hof Ratitsch. Eisenzeitliche Werkspuren in der zugewachsenen Abbaumulde lassen auf bereits frühgeschichtliche Nutzung schließen. Künstler und Baubiologen schätzen wiederum die Vielseitigkeit des bodenständigen Lehms. links unten: Die Ratitscher „Luamer“ belieferten einst eine große Ziegelei in der heutigen Industriezone; die Vetzaner Ziegel wurden vielseitig, aber zuletzt nur mehr für den Mauerbau verwendet. Ähnliche „Luamer“ befinden sich überall in den Seitenmoränen der Gletschertäler und sind Zeugen ältester Geräte- und Baukultur; auch als „heilende Erde“ wird der Tonlehm wieder entdeckt. rechts: Elf Sommavilla mit würfelförmigen Tongebilden vor ihrem Atelier in Schlanders; die vielen Gefäße erinnern an die Einrichtung der alten Apotheke, aus der die Künstlerin stammt.


32 /Sonderthema/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Vinschgerwind

Sonderthema Herbstgefühle 2014

von Angelika Ploner

Die neue Herbst- und Wintermode tritt in kuscheliger Strickmode, grafischen Mustern und Kleidern in warmen und kräftigen Herbstfarben auf. Die Schuhmode variiert von klassisch bis ausgefallen. Ein kleiner Einblick. RISSKIO - Italienische Mode mit Stil. Strickjacke gemustert in Weiß-Schwarz und Brauntönen mit Kragen. Kuschelige Mode für kühle Abende und Herbsttage. Gesehen bei Konsumgenossenschaft in Laas.

Hingucker: Stieflette mit Absatz und Krokoprägung sowie Reißverschluss-Verzierung samt passender Handtasche. Gesehen bei Schuhe Reporter in Schluderns.

Elegantes, orientalisch anmutendes Kleid mit farblich passender Lederjacke: Für den perfekten Auftritt. Label: RISSKIO. Gesehen bei Konsumgenossenschaft in Laas.

Rotes, klassisch geschnittenes Kleid mit passender Handtasche. Weißer eleganter Wintermantel mit Reißverschluss.: feminin, schick und exklusiv. Gesehen bei Konsumgenossenschaft in Laas.

Bequeme und lässige Schuhmode für Kinder. Stiefel und lässige Sneakers tragen nicht nur die Großen, sondern auch die Kleinen und gehören zum absoluten Muss. Gesehen bei Schuhe Reporter in Schluderns.


04.09.14

Schluderns Tel. 0473 61 51 05

Vinschgerwind 18-14

/Sonderthema/ 33

HERBSTGEFĂœHLE


34 /Spezial Heiraten/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

g a T r e t s n ö h c Unser s r hzeitsfoto unte s schönste Hoc 96. 21 73 73 04 Wählen Sie da l. Te erwind.it oder sen im www.vinschg kt ein Abendes in w ar pa ut ra Latsch. -B in er eg es Si di Dem otel Para H s de t an ur ta Gourmet-Res

2

3

Sonja Gerstgrasser & Ernst Patscheider am 17. Mai 2014 in der Pfarrkirche von Mals

Claudia Viertler & Manfred Gurschler am 31. Mai 2014 in Schlanders

4

Elisabeth Trafoier & Stefan Klotz am 25. Jänner 2014 in Naturns

Fotograf: Oppitz Foto

1

Katherina Alber & Andreas Pianezzi am 24. Mai 2014 in der St. Martinskirche in Göflan

5

Sandra Platzgummer & Siegmar Stampfer am 14. Juni 2014 in Goldrain/Tiss.


Vinschgerwind 18-14

/Spezial Heiraten/ 35

Fotograf: Fotostudio 2000

04.09.14

Daniela Gerstgrasser & Reinhard Kaserer am 24. Mai 2014 in Tschars

7

Ulrike Tscholl & Siegmar Ennemoser am 24. Mai 2014 in der Spitalkirche in Latsch

8

Jessica & Ulrich am 12. Oktober 2013 in Reschen

Fotograf: Julia Staschitz

6

9

Silke Lamprecht & Florian Fritz am 19. Juli 2014 in Tabland/Naturns

10

Sonja Wenger & Erwin Moser am 12. Juli 2014 in Kastelbell

11

Manuela Tondelli & Thomas Gamper mit Sarah am 23. August 2014 in Schlanders


36 /Spezial Heiraten/

04.09.14

Fotograf: Fotostudio 2000

Vinschgerwind 18-14

Julia Tappeiner & Hannes Plagg am 5. Oktober 2013 am Tartscher BĂźhel

13

Carolin Kaserer & Alexander Marx am 9. August 2014 in Schluderns

15

Elisabeth Gufler & Dominik Telser am 10. Mai 2014 im Kloster Marienberg

Fotograf: Julia Lesina Debiasi

12

14

Daniela Hanny & Benjamin Pelaez am 26. Juli 2014 in der Sankt-Valentin-Kirche in Meran

Seehotel

+RWHO ‡ 5HVWDXUDQW ‡ &DIp ‡ %DU )DPLOLH $OEHUW )ROLH ‡ , 5HVFKHQ 7HO LQIR#VHHKRWHO LW ‡ ZZZ VHHKRWHO LW

)HLHUQ XQG JHQLH‰HQ 6LH GHQ VFK|QVWHQ 7DJ LQ ,KUHP /HEHQ EHL XQV DP 5HVFKHQVHH ‡ JUR‰HU 3DQRUDPDVSHLVHVDDO ‡ VHKU JXWH . FKH ‡ ELV ]X 3HUVRQHQ ‡ 7HUUDVVH PLW 3DQRUDPDEOLFN

:LU IUHXHQ XQV DXI ,KUH $QIUDJH )DPLOLH $OEHUW )ROLH XQG GDV 6HHKRWHO 7HDP

16

Tanja Gluderer & Markus Traut am 24. Mai 2014 in Goldrain


Vinschgerwind 18-14

/Spezial Heiraten/ 37

Fotograf: Foto-Motiv, Mals

Fotograf: Fotostudio 2000

04.09.14

17

Glücksmomente

Julia Hanni & Roland Zischg am 2. August 2014 in der Pfarrkirche in Tarsch

Krönen Sie Ihre Traumhochzeit mit einer außergewöhnlichen Hochzeitstorte aus unserer Konditorei.

18

19

Katrin Marseiler & Gerold Erhard am 21. Juni 2014 in der Veitskirche auf dem Tartscher Bühel

Elisabeth Reich & Manuel Alber am 14. Juni 2014 in der St. Johannkirche in Prad am Stilfserjoch

20

Anna Magdalena Burger & Armin Christandl am 26. April 2014 in der St. Johannkirche in Prad am Stilfserjoch

Q Q Q Q

Zentrum, Rennweg 50 Obermais, Dantestr. 21 Untermais, Matteottistr. 40 West, Enrico Toti Str. 43

www.erbbrot.it/de/hochzeitstorten-meran.htm

Tel. 0473 230655 facebook.com/erbbrot


38 /Spezial Heiraten/

04.09.14

Fotograf: Foto-Motiv, Mals

Vinschgerwind 18-14

Silvia & David Pircher am 22. Februar 2014 in Tarsch

24

Brigitte Tscholl & Stefan Prieth am 15. Juni in Glurns

22

25

Barbara Theiner & Christian Kuppelwieser mit Simon am 10. Mai 2014 im Kloster Marienberg

Barbara Telser & Max Nart am 30. April 2014 in Schlanders

23

Sarah Lösch & Florin Lösch am 26. Juli 2014 in Vetzan

26

Anja & Christian Eberhart am 3. Mai 2014 in der Pfarrkirche von Graun

29

Patty & Matzi am 9. August 2014 in Partschins

Fotograf: Foto-Motiv, Mals

Fotograf: Florian Peer

21

27

Karin Saurer & Dietmar Gluderer am 26. April 2014 in Prad am Stilfserjoch

28

Nathalie Steiner & Markus Telser am 28. Juni 2014 in der St. Veitskirche auf dem Tartscher Bühel


04.09.14

30

31

Marion Telser & Bernd Hauser am 5. Juli 2014 am Tartscher Bühel

Katrin Stecher & Hannes Pobitzer am 24. Mai 2014 im Kloster Marienberg

32

33

Monika Höllrigl & Renè Thaler am 14. Juni 2014 in Vernagt/Schnals

Katrin Gamper & Markus Nischler am 22. Februar 2014 in Katharinaberg im Schnalstal

Vinschgerwind 18-14

/Spezial Heiraten/ 39


40 /Nationalpark/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Nationalpark Stilfserjoch

Der Schluchtenweg an der Plima in Hintermartell Foto: Arch. Heike Pohl

Die Erschließung eines Naturdenkmals für verschiedene Zielgruppen liche Projekt wurde im Auftrag der Gemeinde Martell von Dr. Arch. Heike Pohl und Dr. Ing. Siegfried Pohl erarbeitet. Grundüberlegung war dabei, dass die Schlucht ein grandioses Naturdenkmal ist, das nicht als „Disneyland“ vermarktet, sondern dem interessierten und rücksichtsvollen Wanderer mit Bedacht erschlossen werden sollte. Hierfür wurden vier Erlebnispunkte entlang des Schluchtenweges ausgewählt. Eine Anbindung an die Wanderwege Nr. 150 orographisch links der Plima und Nr. 31 und 40 rechts des Baches ist vorgesehen. Das Projekt sieht vier Variationen des Erlebens an und in der Schlucht vor. In seiner Kostenabdeckung wird das Projekt mit Finanzmitteln der Gemeinde Martell, der Umweltplangelder aus den Wasserkonzessionen, des Leader-Programmes Hinterulten, Martell und Deutschnonsberg und des Konsortiums Nationalparks Stilfserjoch abgedeckt.

Die Projektidee

Blick in die Schlucht der Plima in Hintermartell.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Augustinus, 28. August 2014

D

ie Plimaschlucht in Hintermartell ist ein Naturdenkmal von beeindruckender Schönheit und großer Anziehungskraft. Das Eis und das Schmelzwasser der Marteller Gletscher haben sie in Jahrtausenden ausgetieft. Schon vor Jahren bestand das Ansinnen, die Schlucht zu erschließen und zugänglich zu machen. Ein erstes Projekt des Tourismusvereines Latsch Martell wollte die Schlucht für die Sportkletterer und Extremsportler erschließen. Dieses Vorgän-

gerprojekt ist wegen der fehlenden Finanzierung nicht umgesetzt worden. Nach einer Nachdenkpause ist das Projekt in seiner aktuellen Version von der Gemeinde Martell übernommen und in Abstimmung mit den Südtiroler Landesabteilungen Landschaftsschutz und Raumplanung sowie Wasserschutzbauten und dem Nationalpark Stilfserjoch konzeptionell auf eine breitere Zielgruppe als die Sportkletterer ausgelegt worden. Im heutigen Beitrag möchte ich das Konzept zur Erschließung des Schluchtenweges in der Plima näher vorstellen. Das diesbezüg-

In ihrem technischen Bericht schreibt Arch. Heike Pohl: „Die Schlucht ist eng, schmal und tief. Entweder ist man „unten“ – da wo das Wasser ist, wo kein Weg ist, wo nur ein Extremsportler mit besonderen Fähigkeiten gut aufgehoben ist; oder man ist „oben“, wo die hochalpine Vegetationsdecke sich erstreckt, wo Wanderwege sind, wo man sich mit Bergschuhen und Hausverstand sicher bewegen kann. Wenn man „oben“ ist, dann kommt man an die Schlucht heran, indem man sich an die „Kante“ heranwagt. Da wo die hochalpine Vegetation abrupt aufhört, wo das Gelände steil abfällt, wagt man sich trippelnd vor bis man – sich behutsam hinauslehnend – einen Blick in die unten gurgelnden Fluten erspäht. Der Schluchtenweg führt den Wanderer gezielt an den dafür geeigneten Punkten an diese Kante heran, er begleitet und sichert ihn dabei und setzt die notwendigen baulichen Maßnahmen, um das Erleben so stark wie möglich zu gestalten“.

Vier Variationen des Erlebens Arch. Heike Pohl erörtert in ihrer Projektbeschreibung weiter: „Das Herantreten an die Kante muss sicher sein. Und es muss differenziert im Erlebnis sein: wenn ich vier Mal an die Schlucht, an die Kante herangeführt werde, dann soll dies vier Mal eine andere Begegnung mit der Schlucht ermöglichen: 4 Variationen des Erlebnisses“


04.09.14

„Kelle in der Klamm“ Der erste bauliche Eingriff ist bei km 0+200 ab der Brücke über die Plima am Ende der Fahrstraße und ab Zustieg zum Hotel „Paradies“ vorgesehen. Heike Pohl: „An dieser Stelle geht es darum, über die Kante hinunterzusteigen. Durch eine Stahlkonstruktion, die wie eine Kelle in die hier sehr enge Schlucht hinuntergreift, kann der Besucher über sichere Stufen hinuntersteigen und vom „Kellenrand“, also von der Brüstung gesichert, das Tosen des Wassers, das Spritzen der Gischt, die Flanken der blankgescheuerten Felswände erleben. Hinuntersteigen, dem Wasser nahe kommen“.

„Panoramasichel“ Der zweite bauliche Eingriff ist bei km 0+450 ab der Brücke zum Hotel Paradies vorgesehen. „An diesem Punkt geht es darum, sich an die Kante vorzuwagen und an dieser entlangzuwandern. Dieser Ort befindet sich an einem ebenen Geländevorsprung, den die Plima umfließt. Es bietet sich ein offener Rundblick zu den gegenüberliegenden Berggipfeln, zur Zufallhütte, Richtung Hotel Paradiso und talauswärts. Um dieses Panorama genießen zu können, den Blick schweifen zu lassen, stellt die Panoramasichel eine reduzierte aber effiziente Konstruktion dar, um die Kante zu befestigen, die Absturzsicherung auszubilden und durch das leichte Hineinschneiden ins Gelände, zwei Sitzstufen entstehen zu lassen, von denen man – leicht erhöht – über das

Kelle in der Klamm in der Süd-West-Ansicht

Vinschgerwind 18-14

Geländer hinweg einen freien Blick auf das Bergpanorama hat. Hier kann man nach Lust und Laune zum Guck-in die-Luft und Schauins-Land werden. Der Kante entlangstreifen, schauen und sehen.“

„Aussichtskanzel“ Bei km 0+660 ab der Brücke beim Hotel Paradies vorgesehen. „An diesem Punkt geht es darum, über die Kante hinaufzusteigen. Wer noch weiter hinaufsteigt, kann noch weiter hinunterschauen! Es ist ein uns innewohnender Trieb, uns einen erhöhten Punkt zum Spähen zu suchen. Die bauliche Maßnahme gleicht einem Podest oder einer Kanzel. Vom Vegetationsboden ausgehend, führt die Stahlkonstruktion einige Stufen empor und hinaus über die Kante. Und dann kann man plötzlich senkrecht hinunterschauen, unter sich nur Luft und Tiefe. Ein mulmiges Gefühl im Bauch und doch genau das, was man wollte: Noch weiter raus, um noch weiter runter zu sehen, die Senkrechte wahrzunehmen. Weiter hinaus, weiter hinauf, die Schlucht unter sich haben“.

„Auf der Hängebrücke“ bei km 0+850 ab der Brücke beim Hotel Paradies vorgesehen. „An diesem Punkt geht man über die Brücke hinüber, von einer Kante zur anderen. Der Weg hebt ab, verläuft in der Luft, trägt von Kante zu Kante, und eine Schar von fliegenden Geländerelementen schützt. Die Brücke ist so konzipiert, dass sie grund-

/Nationalpark/ 41 sätzlich das ganze Jahr über benützt werden kann. Dabei sind die Geländerelemente im unteren Bereich – wo im Sommer Kinder, ältere Menschen und ungeübte Wanderer – entlang gehen, eng angeordnet, sodass absolut keine Absturzgefahr besteht. Im höheren Bereich , wo Skitourengeher die Brücke im Winter benutzen, sind die Sprossen weiter gesetzt. Da die zwei Brückenauflager auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, ist die Brücke in einem Teilbereich mit Stufen ausgebildet. Zwischen den Ufern, in luftiger Höhe, die Schlucht queren.“

Ergänzende Maßnahmen Am jeweiligen Erlebnispunkt wird eine Infotafel angebracht werden, welche das intuitiv Wahrgenommene auch mit Erklärungen untermauert.

Arbeitsausführung Das Vorhaben „Schluchtenweg Plima“ ist in zwei Baulose aufgeteilt. Im heurigen Sommer wird nach der entsprechenden Vergabe der Bauarbeiten durch die Gemeinde Martell von einem Firmenzusammenschluss zwischen Seilbahnbauern und Stahlschlossern als 1. Baulos die spektakuläre und in ihrer Machart technisch anspruchsvolle Hängebrücke zur Verbindung der zwei Ufer ausgeführt. Das zweite Baulos mit den drei talseitigen Erlebnispunkten soll im Jahr 2015 realisiert werden, wenn die Finanzierung gelingt.

Panoramasichel in der Schnittzeichnung

Hängebrücke in der Schnittzeichnung

Alle Zeichnungen: Dr. Arch. Heike Pohl

Aussichtskanzel in der Nord-Ost-Ansich


42 /Sport/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Der Vinschger Raftingexperte

Der Name DRD4 steht nicht für eine Abkürzung eines Begriffes. DRD4 ist ein Gen, das Dopamin im Gehirn erkennt und durch Schmecken, Riechen oder auch Sehen im menschlichen Körper verteilt wird. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Hochleistungssportler über ein größer entwickeltes DRD4-Gen verfügen, als „einfache“ Sportler. (sam)

Der Tarscher Felix Pirhofer (links im Bild) ist nicht nur Athlet beim DRD4-Team, sondern betreut auch die Vinschger Paddlerinnen. Der erfahrene Rafter übernimmt bei den Mädchen neben dem Krafttraining auch die Regie beim Wassertraining und hat innerhalb kürzester Zeit ein starkes Nachwuchsteam zusammengestellt. (sam)

Auftakt in die Turnsaison

A

Foto: „Wind“-Archiv

m 1. Oktober heißt es für die Kunstturnerinnen wieder ran an die verschiedenen Sportgeräte. Zwischen 17 und 18 Uhr findet in der Turnhalle Latsch die Anmeldung für die neue Turnsaison für Mädchen ab 6 Jahren statt. Trainiert wird zwei Mal in der Woche (Mittwoch und Freitag) von 17 bis 18 Uhr. Unter der Anleitung von Carla Wieser und ihrem Team werden die kleinen Turnerinnen professionell betreut und gefördert. Neben Bodenübungen lernen die Kinder auch Übungen an den Turngeräten und erhalten so die perfekte Schulung in Sachen Koordination, Kraft und Beweglichkeit. Neben dem sportlichen Aspekt werden den Mädchen zudem auch Eigenschaften wie Disziplin und Fleiß vermittelt. Wer also seinem Kind Freude an Bewegung zeigen will, der ist beim Kunstturnen genau richtig. (sam)

6 Kunstturnerinnen in einer optisch originellen Kombination

Könige der Wellen Mit den Italienmeisterschaften in Sterzing und Aosta, bei denen einige nationale Titel in den Vinschgau gingen, ist für die Rafterinnen und Rafter des DRD4-Teams eine erfolgreiche Wassersaison zu Ende gegangen. Vor allem die Tatsache, dass einige Athletinnen erst seit Jahresbeginn diesen Wassersport ausüben, zeigt, wie viel Talent in den Vinschger Nachwuchspaddlern steckt.

Foto: Werner Tumler

Kunstturnen

Foto: „Wind“ Archiv

Das Sportler Gen

Von Sarah Mitterer

M

ensch gegen Wasser - diesem Kampf setzen sich sieben junge Vinschger aus, wenn sie sich im Neoprenanzug, Schwimmweste und mit einem Paddel in ein Schlauchboot setzen und mit diesem durch wilde Gewässer gleiten. „Rafting“, abgeleitet vom englischen Wort „Raft“, welches „Floß“ bedeutet, nennt sich diese Sportart, die sich auch hierzulande immer mehr an Beliebtheit erfreut. Neben der Ausübung als Freizeitsport gibt es im Vinschgau auch eine Mannschaft, die regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt. Es handelt sich hierbei um das DRD4-Team, zu dem auch Athleten aus dem Burggrafenamt gehören. Dass die

DRD4-Nachwuchspaddler zu den stärksten Wasserbezwingern Italiens zählen, stellten sie in der abgelaufenen Saison einige Male unter Beweis. Nachdem sie bereits bei den Italienmeisterschaften im Slalom und in der Abfahrt einige Titel und Podiumsplätze einheimsen konnten, zeigten sie im Juli und im August bei den nationalen Meisterschaften im Vierer-Rafting in Sterzing und Aosta in den Disziplinen Head to Head (Kopf an Kopf) und Sprint ebenfalls, dass sie zu den Besten ihrer Zunft gehören. Auf dem Eisack und der Dora Baltea kämpften die Vinschger Nachwuchsrafter gegen Mannschaften aus ganz Italien um den Titel. Im Sprint und Head to Head in der Kategorie der Frauen holten sich Melanie Kobald und

Dorothea Oberhofer mit ihren Teamkolleginnen dank einer starken Leistung die Goldmedaille. Damit trugen sich die beiden Martellerinnen in die Geschichtsbücher ein. Erstmals konnte eine Südtiroler Frauenmannschaft im Rafting den Italienmeistertitel gewinnen. Auch den Nachwuchspaddlerinnen gelang der Sprung auf das höchste Treppchen. Lena Kobald, Raphaela Oberhofer, Pia Tumler und Sarah Oberhofer krönten sich in ihrer ersten Raftingsaison zum Italienmeister. Bei den Männern beendete der Tarscher Felix Pirhofer mit seinen Mannschaftskameraden den letzten Wettkampf der Saison mit einem starken fünften Platz. Die nächsten Bewerbe, die Italiencups, finden im Frühjahr 2015 statt.


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Sport/ 43

Reschen

enn beim Lernen sogar Theorie Spaß macht, dann liegt das nicht nur am interessierten Schüler, sondern vor allem am Lehrer. Dem Jugendtrainer im SV-Reschensee Peter Oberhofer ist es gelungen, den theoretischen Teil beim zweiten Grundkurs auf Optimisten (kleines und leichtes Segelboot für Kinder und Jugendliche) für Kinder ab 7 Jahren in 4 Lektionen zu bündeln. Dabei ging es um die Himmelsrichtungen und Windstärken, Manöverkreis und Sicherheit, Knotenlehre und Boot. Die Neulinge wissen nun, was anluven und abfallen, Amwind-, Halbwind- und Vorwindfahren bedeutet, was eine Wende oder eine Halse ist und was Kurse mit Backbordschoten oder Steuerbordschoten sind. Während der Knotenlehre übten

sie fleißig an einer Übungsleine Kreuzknoten, Achterknoten, Palstek, Schotstek, Mastwurf und weitere. Am zweiten Tag wurde ein Optimist im Trockenen aufgetakelt und gleichzeitig das SeglerABC geübt. Da ging es um Bug und Heck, Mast und Grossbaum, Schwertkasten und Auftriebskörper und viele weitere Bezeichnungen von Boot und Rigg. Dann begann der lustige und spannende Teil des Segelkurses. Die Anfänger schlüpften in Neoprenanzüge und Schwimmwesten, begaben sich auf das Motorboot und fuhren auf den See hinaus. Dort zeigten drei erfahrene Optisegler bei gutem Wind alle Segelmanöver, welche im theoretischen Unterricht behandelt wurden. Tobias demonstrierte sogar eine Havarie

v.l.: Gabriel Blaas, Zegg Martino, Patscheider Felix, Zegg Samuele, Patscheider Noa und Fasolt Stephan; rechts: Martin Waldner hat seine Opti gekentert und wieder aufgestellt mit Kenterung seines Bootes. Diese Kenterübung probierten anschließend alle Kursteilnehmer. Jeder Schüler musste vom Motorboot ins Wasser springen, zum Boot schwimmen und einsteigen. Nach der Kenterung musste das Boot samt Segel mit eigener Kraft wieder aufgerichtet und zum Motorboot zurückgefahren werden. Höhepunkt und Abschluß der Jüngstenschulung wird aber das Wochenende am 06. und 07. September sein. Jedes Kind erhält dann einen Opti

für sich alleine zum Üben. Ziel dieses Einsteigerkurses ist es, einen Opti sicher und entspannt segeln zu können und zum Abschluss eine selbständige Überquerung des Reschensees durchzuführen. „Dr Peatr konn guat drklearn“, erzählte Martin zu Hause mit Begeisterung seinem Vater. Peter Oberhofer wurde von Hans-peter Zischg, Christoph Koch, Andreas Waldner und Tobias Piesch unterstützt. Andreas Waldner

Kortsch

Schlanders/Latsch

Der feine Beobachter

Altherren

ohann Metz aus Kortsch war überzeugter und bekannter Fußballer in Schlanders, Kortsch, Prad, Kastelbell. Der 47-jährige Sportler war energischer Trainer in Kortsch, Schlanders, Laas, Burgeis, Kastelbell/Junioren und Goldrain, wo er noch Trainer ist. Obwohl er nicht besonders gerne redet, stellen wir ihm einige Fragen, um seine Meinung über die Lage des heurigen Vinschger Fußballs zu hören. Johann Metz: Ich sehe den Vinschger Fußball etwas in Schwierigkeit, es fehlt an Qualität und an Leidenschaft. Das Publikum und die Stimmung? Es ist natürlich klar, dass die traditionsreicheren Mannschaften wie Laas, Latsch, Schlanders und Mals immer viel Publikum haben. Die weniger wichtigen Mannschaften, das heißt Mannschaften, die in niedrigeren Kategorien spielen, haben in diesem Bereich immer Probleme. Klarerweise hängt der Publikumsandrang viel von

Foto: Leonardo Pellissetti

J

Metz beim Fest 30 Jahre Sportverein Kortsch den Ergebnissen und von der mehr oder weniger Homogenität der Gruppe ab. Wenn eine Mannschaft wenig diszipliniert ist, kommt weniger Publikum, weil sich die Leute Freude und gute Atmosphäre beim Fußball wünschen. Allerdings gibt es mehr als die Spielkategorie, nämlich den Jungen die Möglichkeit geben zu spielen. Junge Spieler bringen Publikum und Stimmung. Eine ganz wichtige Sache, weil Fußball Kontakte schafft und somit eine soziale Sache ist, was mehr als die Re-

sultate zählt. Und wie ist die Lage in der 3. Liga, wo Goldrain in der letzten Saison eine gute 3. Stelle holte? Im letzten Jahr war die Meisterschaft sehr interessant, bis zum Ende nämlich im Gleichgewicht. Ein Grund für die gute Leistung der Goldrainer Mannschaft? An erster Stelle kommt, dass wir Glück in Bezug auf Unfälle hatten. Die Mannschaft spielte mit viel Leidenschaft, im Mittelfeld bewegten sich die zwei erfahrenen Spieler Udo Kuppelwieser und Markus Steinkeller konstruktiv. Daneben gab es interessante junge Spieler mit Qualität, welche viel Leidenschaft ausströmen und sicher wachsen werden. Ihr Verhalten als Trainer? Ich versuche, während des Spiels nicht zu viel zu intervenieren, um die Spieler nicht durcheinander zu bringen. Vor und nach dem Spiel gibt es Platz genug für die Kommentare. Interview Leonardo Pellissetti

R

obert Pitscheider (unten im Bild) war geschätzter Fußballer in Glurns, Schluderns und Mals. Mit 43 Jahren hat der starke Verteidiger wieder Sehnsucht nach Fußball und er hat entschieden, sich dem Fußball der Altherren widmen zu wollen. Er hätte in der Mannschaft in Schlanders mitspielen wollen, aber - laut seiner Meinung - nachdem im Vinschger Hauptort das Interesse für Altherren nicht vorhanden ist, hat Pitscheider sich entschlossen, mit ungebrochener Begeisterung in der Mannschaft der Altherren in Latsch als Spieler teilzunehmen. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

W

Fotos: Andreas Waldner

Früh übt sich …!


44 /Sport/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Schnals

Norbert und Leo

Sommer-Sonne-Ice Bears

D

A

Foto: Leonardo Pellissetti

er historische Linienrichter Leo Marchegger rechnet, bei nicht weniger als 600 Spielen die Linienfahne fest im Griff gehalten zu haben. Norbert Spechtenhauser (Jg. 1956) ist ein prominenter Sportler der Vergangenheit und Gegenwart. Er gewann nämlich heuer in der Kategorie Master III das Ski-Vereinsrennen des ASV Schnals. Als Fußballer war er ein geschätzter Spieler in Naturns, Partschins, Kastelbell und in Schnals. (lp)

v.l.: Leo und Norbert in Karthaus

m 19. Juli organisierte die Eishockey Mannschaft der Ice Bears Schnals das fast vergessene Kleinfeldfußballturnier der Schnalser Vereine und nicht Vereine. Bei traumhaftem Wetter kämpften 12 Mannschaften aus dem Tal um die berüchtigte „ICEBEARS Trophy“. Nach unterhaltsamen Spielen konnten die „Gamsnjager“ das Turnier für sich entscheiden. Highlight des Turnieres war jedoch die Mannschaft „hoaß seinmr weck seinmr!“, welche ausschließlich aus Frauen bestand und sogar das Patzer Finale gegen „Durstlos“ für sich entscheiden konnten. Mit Calcetto, Torwandschießen, Schätzspielen und „Dj Funmaster“ wurde ein unterhaltsames Rahmenprogramm von den Ice Bears organisiert, welches die zahl-

Foto: „Wind“-Archiv

Schnals

im Gange. Für das Projekt „ The Next Generation“ wurde mit der Sektion Ski im ASV ein Sommercamp für Kinder und Jugendliche organisiert. Unter der fachlichen Obhut von Nico Stricker trainieren die Jugendlichen zwei Mal wöchentlich in der Sportzone TEXEL, und halten sich so für den Winter fit. Die 1. MannHighlight des Turniers war die Damenmannschaft der Ice Bears schaft „hoaß seinmr weck seinmer“ bestreitet im heurigen Jahr wieder reichen Spieler und Zuschauer eine Freizeitmeisterschaft, die mit großer Ausdauer bis in die zurzeit in Planung ist. späten Abendstunden genutzt Fotos des Turniers und anhaben. Auch die sportliche Vor- dere News sind natürlich auf bereitung für die nächste Sai- unserer Facebook Seite (Ice Beson ist bei den Ice Bears schon ars - ASV Schnals) zu finden.

Latsch: Fußballcamp

35 U 10 Mannschaften

Das Ballfieber ist wieder da

U

P

kommentiert Schuster. Einige Vereine und zwar Goldrain, Laas, Oberland, Schlanders und Schluderns haben 2 U10 Mannschaften, Mals und Prad sogar 3. Das bedeutet einen klaren Blick in Richtung Zukunft von Fußball und Freizeit. Die U10 Mannschaften sind nach dem entsprechend errungenen Niveau in 3 Gruppen unterteilt: Vinschgau L.kl.C, Obervinschgau, Untervinschgau. Bei der Rückrunde werden die ersten 4 Klassifizierten vom Obervinschgau und Untervinschgau die Leistungsklasse A und jene vom 5. bis 8. Platz die Leistungsklasse B bestreiten. Die nächste VSSFußball-Versammlung bezüglich der Vinschger U8 Mannschaften wird am 12. September in der Tennisbar in Schlanders stattfinden. (lp) Foto: Magdalena Dietl Sapelza

nter dem Vorsitz von VSSObmann Karl Schuster versammelten sich am Montag, den 25.08.14, in Laas die Vetreter von 34 Sportvereinen, praktisch alle Sportvereine des Vinschgaus plus 4 Sportvereine aus dem Burggrafenamt, die der Organisation des VSS-Vinschgau unterstellt sind. 5 U11 Mannschaften werden in der kommenden Saison sein und 35 U10. Die Zahl der Mannschaften ist wie im Vorjahr geblieben, trotz schwächerer Jahrgänge. Das Niveau ist somit geblieben,

Finalspiele Juni 2014 in Glurns

ässe, Dribbletricks und Hochschüsse. - Ende August grassierte in Latsch das Fußballfieber. Unzählige Bälle wurden von Kindern und Jugendlichen über den Sportplatz gejagt. Der Grund dafür war das Vorbereitungscamp, das heuer zum achten Mal ausgetragen wurde. Mittlerweile gehört das Camp landesweit zu den größten Fußballvorbereitungsprogrammen im Nachwuchs. 103 Nachwuchskicker der Jahrgänge 2000 bis 2008 aus den Reihen der Spielgemeinschaft Latsch, Goldrain, Morter, Martell und Kastelbell/ Tschars sowie die Spielerinnen der Red Lions Tarsch wurden bei diesem viertägigen FußballIntensivprogramm unter der Leitung von Andreas Lechner und seinem Trainerteam professionell auf die neue Saison vorbereitet. Eingeteilt in kleineren Gruppen erhielten die Fußballer an den verschiedenen Stationen sportartspezifische Trainingseinheiten und den Kids

Foto: Sarah Mitterer

Laas - VSS Versammlung der Vertreter von U10 und U11

Andreas Lechner mit den beiden jüngsten Teilnehmern wurde gleichzeitig die Freude am Fußball und an der Bewegung vermittelt. Das Abschlussturnier bildete schließlich den Höhepunkt der intensiven Fußballzeit und das anschließende Grillen war der Start für die Zusammenarbeit der Trainer, Spieler und Angehörigen in eine neue, erfolgreiche Saison. (sam)


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Sport/ 45

Yoseikan Budo – Schlanders

oseikan Budo ist eine moderne Kampfkunst, die an den traditionellen Werten nach wie vor festhält. Die technische Vielfältigkeit im Yoseikan Budo ermöglicht es jedem, im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten, Fortschritte zu machen. Körper und Geist werden gleichermaßen geschult und vom kampfsportbegeisterten bis zum körperbewussten Menschen ist im Yoseikan Budo für jeden etwas dabei. „Yoseikan Budo ist ein Kampfsport bzw. Kampfkunst auf hohem Niveau. Körperbeherrschung, Geist und Koordination werden bestens geschult. Ich bin dankbar, diesen Sport kennengelernt zu haben“, sagt Christian Zischg. Er war auch heuer wieder, zusammen mit vier weiteren Vinschger Budokas, im August in Bruneck beim traditionellen Sommer-Stage mit Roman Patuzzi (7. Dan) und Meister Kyoshi Mochizuki (Sohn des Begründers von Yoseikan Budo). Vom 13. bis 17. August pilger-

Foto: SVYB

„…dankbar, diesen Sport kennengelernt zu haben“ Y

v.l.: Emmanuel Maschler, Christian Zischg, Kyoshi Mochizuki, Marion Fritz, Raffaele D’Ambra, Klaus Schwienbacher in Bruneck ten Kampfsportler aus nah und fern wieder zum gemeinsamen Training. Über 30 Teilnehmer kamen u.a. aus ganz Südtirol, dem Trentino, der Schweiz und aus Belgien. Jeder von ihnen wurde reich belohnt. So empfindet es auch Zischg: „Neben dem umfangreichen technischen Training kam auch der Spaß in der Gemeinschaft nicht zu kurz. Mit den neuen Erfahrungen und

Freundschaften bildet diese kostbare Zeit des Sommer-Stages immer ein Highlight und einen krönenden Übergang von einer zur nächsten Trainingssaison.“ Sektionsleiter Heinz Fritz zum Start des Trainingsjahres 2014/15: „Auch heuer ist es uns wieder gelungen, den erfahrenen, langjährigen Profi-Trainer Florian Spechtenhauser für uns zu verpflichten. Er leistet wert-

volle Arbeit und befindet sich, als Mitglied der internationalen Teacher School, immer auf dem neuesten technisch-didaktischen Stand der Dinge. Dies ist für unsere Athleten ein großer Vorteil, nicht nur für jene, die an den Wettkämpfen teilnehmen.“ Spechtenhauser wird wieder die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenkurse leiten, sowie das Y-Cardio-Training anbieten. Wie im Vorjahr, wird in den verschiedenen Kursen für jeden etwas geboten: Die Jüngsten – ab 4 Jahren – können beim Mini-Gym (sektionsübergreifend) teilnehmen; Für Kinder bis 9, Jugendliche bis 14 Jahren und Erwachsene werden die beliebten Yoseikan Budo Kurse angeboten. Zudem runden Y-Cardio-Training, Aikido, Shaolin Qi Gong und Self Defence das breite Angebot ab. Die Kurse starten mit 30. September. Infos bei SL Heinz unter 349 5839070 oder heinz.fritz@ yoseikan.it. Anmeldungen ab sofort unter 0473 730020 vormittags.


46 /Sport/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

St. Valentin

Warum abgesagt?

Antrag von Kitzbühel eingelöst

Ü

V

ber die Gründe der Absage der für Freitag, den 29. August 2014 vorgesehenen 14. Auflage der Schlanderser Veranstaltung „Stabhochsprung auf dem Platz“ ist viel Neugier entstanden. Wie von gut informierten Fachleuten des organisatorischen Teams geklärt wurde, sind die Gründe der unangenehmen Entscheidung finanzielle Natur oder genauer gesagt von der Zeit der möglichen Finanzierung entstanden. Die Finanzierung der Veranstaltung hätte vielleicht - wie es in ähnlichen Fällen schon passiert ist - doch noch im letzten Moment zugestanden werden können. Um so eine Veranstaltung zu organisieren, ist es allerdings notwendig frühzeitig mit den Athleten in Kontakt zu treten, um sie verpflichten zu können, welche sich ansonsten für andere Veranstaltungen entscheiden. (lp)

or laufender Kamera und einem Millionen-Publikum hatte der Skitrainer Hans Daniel Fahrner im Jänner 2013 in Kitzbühl seiner Sonja den Heiratsantrag gemacht. Dazu beflügelt hatte ihn der dritte SlalomPlatz seines Schützlings Patrick Thaler. Am 14. Juni 2014 gab sich das Paar nun vor BM Heinrich Noggler das Ja-Wort. Die kirchliche Hochzeit mit Gästen aus dem internationalen Skizirkus folgt im nächsten Jahr. Hans Daniel Fahrner sorgte in Vergangenheit öfters für Aufmerksamkeit, so als SkiHerren-Trainer für Moldawien, für Aserbaidschan und als Damentrainer in Liechtenstein. Die Ski-Saison 2014/15 starten er und sein Sohn Martin als Techniktrainer (Slalom und Riesenslalom) der Tschechischen Herren-Nationalmannschaft. Unter ihren Fittichen bereitet sich derzeit unter anderen der

Foto: „Wind“-Archiv

Schlanders

Der Heiratsantrag von Kitzbühel wird eingelöst. Hans Daniel Fahrner steckt seiner Sonja im Standesamt von Graun den Ring an bekannte Spitzenläufer Ondrey Bank auf die Weltcup-Saison vor. „Ich fühle mich heuer besonders wohl und habe eine Riesengaudi mit meinen Athleten. Sie sind alle hoch motiviert und haben großes Potential.“ Parallel zu dieser Aufgabe betreuen die beiden Fahrners in ihrer Rennschule weiterhin Patrick Thaler, Ricardo Tonetti

(beide Italien), sowie Philipp Schmitt (Deutschland) und Marco Tumler (Schweiz). Hans Daniel Fahrner entdeckt immer wieder talentierte Athleten. Und er gibt auch jenen eine Chance, die sich das Skifahren kaum leisten können. Deshalb bastelt er derzeit zusammen mit Georg Ortler (Maler Schorsch) aus Glurns an einem Unterstützer-Pool. (mds)


04.09.14

Wandertouren

/Wandern/ 47 Höhenwege

Fotos: H.Grüner - Schnals

Bergtouren

Vinschgerwind 18-14

Wanderinfos:

Zur Lazaunhütte

Strecke: 6,8 km Gehzeit: insgesamt rund 3 Stunden Aufstieg: 458 m

Die Lazaunhütte liegt auf 2.427 Meter Höhe und ist bis Oktober geöffnet. Erreichbar ist das lohnende Ausflugsziel mitten in der alpinen Lazaun-Hochebene einmal über einen Fußweg oder aber bequem mit dem Lazaun-Sessellift. Christian und Lori bewirten die Gäste auf der Lazaunhütte mit Köstlichkeiten aus der Südtiroler Küche.

Tipp: besonders für Familien geeignet

Toureninfo: Der Start der Wanderung zur Lazaunhütte liegt oberhalb von Kurzras auf 2.011 Höhenmeter. (Parkmöglichkeit vor Kurzras auf einem großen Parkplatz). Der Weg mit der Markierung Nr. 1 führt hinein ins sogenannte Langgrubtal. Nach rund einer viertel Stunde stößt man auf eine Kupferstehle, die auf einen Schalenstein aus der Zeit von Ötzi hinweist. Im hinteren Tal, nach Überquerung des Baches, führt der Weg wieder talauswärts. Hier zweigen Wanderer auf den Weg Nr. 11A ab, der hinauf auf die Lazaunalm und die Lazaunhütte auf 2.427 Meter Höhe führt. Kurz vor Erreichen des Ziels trifft man auf der Hochebene auf die seltene Flora eines alpinen Hochmoores, umgeben von einer einmaligen Gletscherlandschaft. Hier steht etwa der kleinste Baum der Welt und Murmeltiere und Stein- und Schneehühner haben hier oben ihre Heimat. Auf der Lazaunhütte dürfen sich Wanderer an typischen Südtiroler Gerichten laben und für den Abstieg stärken. Der Abstieg erfolgt auf dem Weg Nr. 11 über Almböden und einen typischen Zirbenwald hinunter ins Tal. Oder aber man wählt die bequeme Variante und nutzt den Sessellift, dessen Station direkt neben der Lazaunhütte liegt.


48 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Kaufen/Verkaufen/Immobilien DEINE TRAUMWOHNUNG

Elektronik-Service Lösch

Immobiliensuche leicht gemacht

Heizlüfter und Heiz-Konvektoren

im Zentrum von Mals zu vermieten Tel. 349 00 28 553

Bürolokal/Arztpraxis

80 m2 mit Parkplatz im Zentrum von Naturns ab Januar 2015 zu vermieten Tel. 0473 666 279 (mittags und abends)

JETZT BESTELLEN!!! STOCKBETTEN MIT MATRATZEN FÜR ERNTEHELFER

ZU AKTIONSPREISEN!!! ALBER MÖBEL – SCHLANDERS TEL. 0473 73 02 55

Alte Stuben, Truhen, Kommoden, Tische, Stühle, Speissekästen, Bilder, ganze Nachlässe zu kaufen gesucht. Tel. 338 32 00 159

Verkaufe gut erhaltenen

5er-Pelletwagen

jetzt zur Übergangszeit

Hauptstraße 11 – Schlanders (nähe Despar Rungg)

Roman Lösch 335 7041971

Totalausverkauf wegen Geschäftsschließung

Boutique Nova Schlanders

Auf die neue Herbst- Wintermode

– 50 %

zu verpachten Interessierte melden sich unter Tel. 0473 842 697 oder 335 67 32 575

Zimmer mit Dusche und WC

in Algund an Student/in oder Lehrperson zu vermieten. Bahnhof und Bushaltestelle in direkter Nähe (Autoabstellplatz vorhanden) Tel. 340 53 59 085

Zu verkaufen:

600 Stück Dachziegel (Tonziegel) um € 450

2 Dachfenster

(0,75 x 1,25 m) um € 380 Tel. 338 44 97 542

Rollo - Fenster Türen - Service • Umrüstung von manuell auf motorbetriebenen Rollos • Energieeinsparung bis zu ca. 40% durch: Abdichtung von Fenstern und Einbau von Isoliergläsern • verschiedene Reparaturen Tel. 340 675 84 53

Glückwünsche

BIS 18. September

Gutscheine können bis 18.09. eingelöst werden

• Goldrain:

Wohnhaus

(ca. 110 m2) mit Garten zu vermieten. •V erkauf aus Erbmasse: Grosszügige 3-Zimmer-

Mansardenwohnung

in Schlanders mit unverbaubarem Blick um € 185.000 zu verkaufen. Tel. 338 732 1828

2,5-Zi-Wohnung

3-Zi-Wohnung

Tel. 347 56 32 324 (nachmittags)

Tel. 335 59 10 871

Alles

Auskunft unter Tel. 335 67 97 000

mit Kochnische und Balkon in Schluderns zu vermieten

in Burgeis zu vermieten

Bar in Matsch

www.immoweb.it

Geschäftslokal 200 m2 und Lagerraum 60 m2

Wohnung

in Stilfs möbliert mit Keller, Balkon und Sonnenterrasse zu vermieten Tel. 338 44 97 542

Zu verkaufen:

Schlanders: Geschlossener Hof 2,7 ha Apfelwiesen Schlanders Tel. 0473 73 20 99 Mobil 335 67 86 680 Termin nach Vereinbarung info@tschenett.com www.tschenett.com

Morter: schöne 2 Zimmerwohnung in guter Wohnlage, absolut ruhig, EK G, komplett möbliert, % 132.000,00 Schlanders: sehr schöne, große 3 Zimmerwohnung im letzten Stock, separate Küche, EK G, % 180.000,00 Gelegenheit/Schlanders: Dachwohnung, Monolokal, zu sanieren, mit ausreichend Parkplatz, EK G, % 69.000,00 Mals/Laatsch: neuwertige 3 Zimmerwohnung mit traumhaftem Ausblick, Keller, Garage, KH B, % 168.000,00 Sulden: großes Wohnhaus/Pension, zu sanieren, 1.000 m² Baugrund in traumhafter Lage, EK G, % 450.000,00 und viele weiteren Objekte auf www.tschenett.com

Außerdem erledigen wir für Sie: Vermittlungen, Schätzungen, Kaufverträge, Mietverträge, Grundbuchangelegenheiten und wir suchen für unsere Kunden ständig Wohnungen, Häuser, Wiesen, Baugründe usw.


04.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Kleinanzeiger/ 49

Stellenmarkt Erfahrene Äpfelklauber für Anfang Oktober in Allitz gesucht Tel. 348 76 34 424

Fleißige Apfelpflücker

suchen Arbeit

mit Unterkunft und Verpflegung im Raum Vinschgau

Tel. 389 78 92 690

Suche Teilzeitarbeit

Erntehelfer mit Erfahrung

(Führerschein CE und B-CAB) Tel. 335 10 50 252

ab 20.9.14 für ca. 12 Tage für Obstanlage in Latsch gesucht Tel. 348 64 07 433

Suche Reinigungsfrau für Samstag Vormittag, ca. 2 Stunden für Büroräume in Eyrs Tel. 338 85 39 304

und Bedienung im Mittelvinschgau gesucht

Gasthof Lamm Laatsch sucht

Suche einheimische

ab Mitte September bis Anfang November Tel. 0473 831 336

Schlanders ab ca. 20. September Tel. 338 59 16 495 (mittags oder abends)

Küchenhilfe

Gebäudereinigung

Mechaniker-Lehrling Tel. 0473 831 447 Erfolg mit Kleinanzeigen

Tel. 349 33 79 581

Äpfelklauber im Raum

Maturantin

sucht Arbeit im Raum

Vinschgau oder Burggrafenamt. Tel. 349 70 29 220

Knofelkeller in Tarsch sucht ab sofort einheimische

Bedienung Tel. 0473 623 503

Einheimische

Pflegekraft/Haushaltshilfe für Frau im Rollstuhl und 2 Kinder in Naturns gesucht. Tel. 339 12 34 347

oder 329 36 73 703

Immobilien

Kleinwohnung in Schlanders von privat

zu vermieten oder zu verkaufen. Tel. 338 732 1828

4-Zi-Wohnung

mit möblierter Küche, Keller und Garten in Prad ab sofort zu vermieten Tel. 349 56 61 939

Allfälliges

sucht einheimische

Gesucht wird ab 1.11.2014

Reinigungskraft

in Teilzeit (Jahresstelle) im Gemeindegebiet Schnals. Infos unter Tel. 336 62 94 02 oder 0473 742 488

mit Führerschein in Jahresstelle Bewerbungen an: info@windegger.net Tel. 335 69 15 002

fleißige Reinigungskraft

Baristen 20-jährige

1 Modul (44 mm x 21 mm) Euro 20 + MwSt. Rufen Sie an: 0473 73 21 96 Fax: 0473 73 24 51 info@vinschgerwind.it

Einheimische Äpfelklauber

Eurobar Prad sucht erfahrenen, selbständigen, verantwortungsvollen, deutsch und italienischsprachigen für nachmittags und abends Tel. 347 29 20 500 eurobar.prad@gmail.com

Langlaufzentrum Celerina / St.Moritz sucht für die Wintersaison 2014/15 (20. Dezember 2014 – 20. März 2015)

1 MITARBEITER / IN FÜR DAS BÜRO (Skivermietung / Inkasso / Einteilung der LL-Lehrer usw.)

LANGLAUFLEHRER / INNEN (für Privat – und Gruppenunterricht)

Wir erwarten:

Sehr gute Deutsch- und Italienisch Kenntnisse Motivierte, belastbare und aufgestellte Bewerber

Wir bieten:

Zeitgemässe Entlöhnung Gutes Arbeitsklima Selbständiges Arbeiten

Auskunft und weitere Informationen: Curdin Kasper 0041 78 637 33 64 Langlaufzentrum 0041 81 833 76 41 CH - Celerina barbara.kasper@bluewin.ch

THE COLOUR OF GRAND MUSIC Konzert mit der Joe Smith Band und Chris Haller (Saxophon)

Donnerstag, 18. September 2014 um 20.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Eintrittskarten sind im Büro des Kulturhauses Karl Schönherr in der Göflanerstr. 27 (Schlanders) sowie an der Abendkasse ab 19.00 Uhr erhältlich.

03.10.2014

09.10.2014

16.10.2014

ADJIRI ODAMETEY: AFRIKANISCHE WELTMUSIK

PATRICK 1,5: KOMÖDIE DER THEATERGASTSPIELE FÜRTH

DEUTSCHES THEATER BERLIN: MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN

Foto: Arno Declair

als Ausfahrer

Auto Sagmeister in Glurns sucht motivierten

18.10.2014

ZEITLIEDER: KONZERT MIT DEM TRIO GEORG CLEMENTI


50 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 18-14

04.09.14

Wind-Termine Die kleinen Menschen, die groĂ&#x;e Lasten tragen

Jahrgangstreffen 1974 Auf zum Jahrgangstreffen fĂźr alle 1974er nach Tschengls

Vortrag von Robert Lessmann Wann: Wo:

am Do. 11. Sept. 2014 um 20.00 Uhr im Vintschger Museum, Schluderns Eintritt frei

Wann: am Sonntag, den 07. September 2014 Festbetrieb ab 10.00 Uhr in der Freizeitanlage „Trattla“ Was: Eintreffen der geschmĂźckten KĂźhe von der Alm um ca. 13.00 Uhr; GlĂźckstopf, typische SĂźdtiroler Spezialitäten, Almbutter und Almkäse; Marteller GoaĂ&#x;lschnĂśller; FĂźr Stimmung und Unterhaltung sorgt „Sauguat“

Wann: am Fr. 12. Sept. 2014 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Schluderns Mitwirkende: Gruppe Einklang, Annabell Malter, Flora Stecher, Astrid Amico Leitung: Robert Ruepp Eintritt: freiwillige Spende

Modeschau

volXklang hoangart

Boutique Magic – Schlanders

-

P

UB

Herbst- Winterkollektion

DIS

CO

Boutique

Wann: am Freitag, 19. September 2014 ab 22.00 Uhr Wo: Disco Fix in Laas

-

P

UB

Magic DIS

Tel. 335 58 73 528

VKE-Sektion Mals

FLOHMARKT

UB

„Rund ums Kind“ (bis 12 Jahre)

P

incl. gratis Abholdienst

CO

-

vom Fachbetrieb

sein miar jung‌

Traditioneller Almabtrieb in Martell

Konzert

Sommerangebot: 20 ₏ – 50 ₏ pro losem Teppich, je nach GrĂśĂ&#x;e

1974

Wann: am Samstag, 6. Sept. 2014 Letzter Anmeldetermin: Fr. 5. Sept. bis 17.00 Uhr Infos: unter Tel. 366 99 13 587

Klassik-Pop-et-cetera

Teppichreinigung

Wind-Termine

CO

Wann: Fr. 19.09.14 von 15-19 Uhr Sa. 20.09.14 von 09-12 Uhr Wo: Kulturhaus Mals Annahme der Ware: Do. 18.09.14 von 09-11.30 und 16-18 Uhr Weitere Infos: abends Tel. 347 53 22 175 (Nadia) DIS

Mit dem Thomas Lamprecht Quartett und dem GroĂ&#x;mĂźtterchen Hatz Salon Orkestar. Vinschger Spezialitäten aus KĂźche und Keller. Wann: am So. 7. Sept. ab 14 Uhr (bis ca. 18.30 Uhr) Wo: auf Schloss Goldrain Eintritt: 14.- Euro, Kinder/Jug. bis 14 frei www.volxklang.eu - info@volxklang.eu BENUTZT DIE VINSCHGERBAHN!

Die Kluftinger Krimi-Show

Die Liveshows von Klßpfel & Kobr sind ein kabarettistisches Erlebnis. In dieser multimedialen Krimishow bieten beide mit vollem KÜrpereinsatz eine beeindruckende Mischung aus komischen Texten und handfester Allgäuer Comedy. Wann: Mittwoch, 10. September 2014, 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl SchÜnherr, Schlanders Kartenvorverkauf: im Bßro des Kulturhauses in der GÜflanerstr. 27 und an der Abendkasse ab 19.00 Uhr

ŠFinepic Helmut Henkensiefken

Kloster (er)leben

Tag der offenen Tßr im Kloster Marienberg Wann: am Sa. 13. Sept. 2014 10.00 – 18.00 Uhr Was: Neben dem angebotenen Sonderprogramm (u.a. Fßhrung in der Krypta, Benediktsteig zum Kloster, Fßhrung im Klostergarten, Kirchen- und Orgelfßhrung, Kinderecke, Fßhrung im Kreuzgang, Vesper in der Krypta) ist auch das Museum von 10.00 – 18.00 Uhr frei zugänglich. Info: 0473 843 980 / www.marienberg.it

Ich schaff das! Jahrestag/Danksagungen Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, ein einziges Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt war Teil von unserem Leben. Drum wird dies eine Blatt alleine uns immer wieder fehlen.

Wann: am Sa. 20.09.2014 von 9 bis 17 Uhr Wo: Meran Infos/Anm.: Tel. 333 322 97 97 www.renate-gluderer.com

T r a i ni ng&C oa c hi ng

*2/' 81' 6,/%(5+$1'(/

Zum Gedenken an deinen 3. Todestag

Karl Gluderer

* 14.10.1945 †12.09.2011 – Prad Wir denken an dich, ganz besonders am Sonntag, den 14. September bei der Hl. Messe um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Prad.

Seminar – Kraft und Mut schÜpfen, Strategien entwickeln, Herausforderungen meistern

Deine Familie

6WHIDQ +RKHQHJJHU $Q 9HUNDXI YRQ $OWJROG 6LOEHU =DKQJROG 6FKPXFN 6RIRUWDXV]DKOXQJ QDFK 7DJHVNXUV 6FKODQGHUV .LUFKEUHLWVWU 7HO +DQG\ ZZZ KRKHQHJJHU LW

INFOGAY 6342 0471 97

INFO + BERATUNG VON SCHWULEN FĂœR SCHWULE, BISEX UND FREUNDE > JEDEN DI. 20–22 UHR > INFOGAY@CENTAURUS.ORG


14.09.14

Vinschgerwind 18-14

/Kleinanzeiger/ 51

Weiterbildung/Allfälliges

POHL TREPPENBAU

d. Ernst Pohl, Tischlerei u. Zimmerei

• Holztreppen • Trittstufen für Beton- u. Metallkonstruktionen • Treppengeländer u. Handläufe

Schluderns – Tel. 0473 615 237

Angebot: robuste Stockbetten um nur 290,00 € inkl. Mwst.

www.pohltreppen.com Tel. 0473 62 23 98 – 333 59 27 391

Naturns • Hauptstraße 37

Weiterbildung vor Ort Gesundheit

Qi Qong und Meditation mit dem chinesischen Meister Ming

REFERENT/IN Birgit Seissl TERMINE Sa, 06.09. – So, 07.09.2014 UHRZEIT Sa, 09.00 Uhr – 18.00 Uhr, So, 09.00 Uhr – 13.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Josefshaus Laas Kursbeitrag 120 Euro Anmeldung Birgit Seissl 0473 626705 oder seissl@gmx.net Sprachen

IVHS – Freizeit

REFERENT/IN Irene Steiner TERMINE Fr, 19.09. – Fr, 17.10.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 15.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Allitz Kursbeitrag 70 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.09.2014 Gesundheit

Luana Ivana Cavalet

REFERENT/IN IN Schlanders Cristina Baldi

TERMINE B1 MALS Do, 11.09. – Do, 13.11.2014 (jeweils Do) TERMINE B2 MALS Mo, 08.09. – Mo, 17.11.2014 (jeweils Mo) TERMINE B2 Schlanders Di, 09.09. – Di, 18.11.2014 (jeweils Di) TERMINE C1 Schlanders Fr, 12.09. – Fr, 14.11.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 18.30 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 12 Treffen ORT MALS OSZ Mals – Staatsstraße 9 ORT Schlanders WFO Schlanders – Plawennpark 3 Kursbeitrag 180 Euro (ohne Prüfungsgebühren) ANMELDESCHLUSS Mo, 08.09.2014 bis 12.00 Uhr

IVHS – Freizeit

Beruf

Auffrischungskurs Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008)

REFERENT/IN Jürgen Hafner TERMIN Mo, 15.09.2014 UHRZEIT 08.30 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 11.09.2014 Gesundheit

Computerkurs 50+

REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 19.09. – Sa, 11.10.2014 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals – Staatsstraße 9 Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.09.2014

Info – Anmeldung:

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Zehn Finger Schreiben – So lerne ich das schnelle Tippen REFERENT/IN Marion Stecher TERMINE Mi, 24.09. – Mi, 19.11.2014 (jeweils Mi) UHRZEIT 17.30 Uhr – 18.30 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT WFO Schlanders – Plawennpark 3 Kursbeitrag 40 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 22.09.2014

IVHS – EDV

Keine Angst vor PC und Internet!

REFERENT/IN Marion Stecher TERMINE Mi, 24.09. – Mi, 19.11.2014 (jeweils Mi) UHRZEIT 18.30 Uhr – 19.30 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT WFO Schlanders – Plawennpark 3 Kursbeitrag 40 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 22.09.2014 IVHS – Freizeit

Der Malspur folgen

REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Mi, 24.09. – Mi, 12.11.2014 (jeweils Mi) UHRZEIT 16.15 Uhr – 18.45 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT Pflege- und Altenheim Latsch Kursbeitrag 60 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 22.09.2014

Tai ji quan / Tai Chi Chuan

REFERENT/IN Birgit Seissl TERMINE Vormittag Mi, 17.09. – Mi, 17.12.2014 (jeweils Mi) TERMINE Abend Do, 18.09. – Do, 18.12.2014 (jeweils Do) UHRZEIT Vormittag 09.30 Uhr – 11.00 Uhr, insgesamt 14 Treffen UHRZEIT Abend 19.30 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 14 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 145 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.09.2014 EDV

IVHS – EDV

Alles rund ums Essen – Oder: Was Essen alles beinhaltet

REFERENT/IN Eva Runggaldier TERMINE Sa, 13.09. – 18.10.2014 (jeweils Sa) UHRZEIT 13.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT OSZ Mals – Staatsstraße 9 Kursbeitrag 60 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 10.09.2014

Duft-Qigong

REFERENT/IN Birgit Seissl TERMINE Mo, 22.09. – Mo, 22.12.2014 (jeweils Mo) UHRZEIT 10.00 Uhr – 11.00 Uhr, insgesamt 14 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 95 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 18.09.2014

Vorbereitungskurs auf die Zweisprachigkeitsprüfung Internationales Sprachenzertifikat „Plida“ REFERENT/IN IN Mals

Just fun! – Reiten

Gesundheit

Wertschätzende Kommunikation und Umgang in der Arbeit mit alten Menschen REFERENT/IN

Elisabeth Hickmann TERMINE Kurs 1 Do, 25.09., Do, 09.10., Di, 04.11.2014 UHRZEIT 09.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen TERMINE Kurs 2 Do, 25.09., Do, 09.10., Di, 04.11.2014 UHRZEIT 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen TERMINE Kurs 3 Di, 30.09., Di, 14.10., Do, 06.11.2014 UHRZEIT 09.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen TERMINE Kurs 4 Di, 30.09., Di, 14.10., Do, 06.11.2014 UHRZEIT 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim Laas Kursbeitrag 45 Euro pro Kurs ANMELDESCHLUSS Mo, 22.09.2014

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


Vom Wasser und vom Licht

Naturparks Südtirol Naturpark Texelgruppe

Mehr Infos Amt für Naturparke I-39100 Bozen, Rittner Straße 4 Tel. +39 0471 417770 www.provinz.bz.it/naturparke

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung

Naturparkhaus Texelgruppe I-39025 Naturns, Feldgasse 3 Tel. +39 0473 668201 Geöffnet: Anfang April bis Anfang November, dienstags bis samstags, Juli, August und September auch sonntags Infostelle Bunker Mooseum I-39013 Moos in Passeier

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE Ripartizione Natura, paesaggio e sviluppo del territorio


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Vinschgerwind ausgabe 18-14 by Vinschgerwind - Issuu