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Nr. 13 (179) 28.06.12 I.P. 8 Jg.

www.vinschgerwind.it

In der Warteschleife

Taxe percue/Tasse ricossa - Postamt Schlanders Sped. im P.A. - 45 % - Art. 2, Absatz 20/b, Gesetz 662/96 - Bozen

Arnold Arnold Schuler Schuler im im „Wind“-Gespräch „Wind“-Gespräch

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Freitag, 29. Juni Samstag, 30. Juni SCHLANDERS • SULDEN • PRAD


Inhalt

Kommentar

Inhalt Partschins: Gemeinderäte diskutieren über wunden Punkt

Seite 4

Vinschgau/Italien: Wird bei der IMU Südtirol abgezockt?

Seite 4

Mals: Der Bürgermeister stellt richtig

Seite 4

Laatsch: Fraktion ist in Position

Seite 5

Naturns: Das SVP-Kandidatennest

Seite 5

Langtaufers: Titanzink für Weißkugelhütte

Seite 5

Titel (Bild): Arnold Schuler im Gespräch

Seite 6

Martell: Erdbeerwelt

Seite 8

Tschars: Weinsommer ist eröffnet

Seite 8

Martell: Das Tal auf der Suche nach Lösungen

Seite 9

Leserbriefe

Seite 10

Partschins: Das Sportzentrum ist eingeweiht

Seite 12

Vinschgau: Mit dem Bezirksspiel wird’s ernst

Seite 12

Obervinschgau: Obervinschger Böhmische ist auf CD gebrannt

Seite 13

Menschen: Hildegard Elsler Spornberger, Staben-Naturns

Seite 15

Burgeis: Partner zu Gast

Seite 16

Naturns: Neue ChorleiterInnen gekürt

Seite 18

Kortsch: Von wichtigen und richtigen Namen

Seite 18

Eyrs: Kutschenparade bei der Mutter der Zeltfeste

Seite 19

Kultur: Der Tod eines Hirten

Seite 20

tagraum

Sonderthemen: Schwimmbad Schlanders; Industriezone Prad

ab Seite 28

von Chefredakteur Erwin Bernhart

VEKisch Was ist beim Vinschger Energiekonsortium (VEK) los? Sind wie die aufgescheuchten Hühner plötzlich und tun so, als ob die Zukunft der Vinschger Energie ausschließlich von den zwei Windrädern auf der Malser Haide abhängen würde. Den bisher eher schlafenden Haufen aufgeschreckt haben die Aussagen vom Noggler Sepp, dass die Windräder irgendwie bleiben sollen. A bissl versetzt und das Landesgesetz könne man dann ja a bissl biegen. Und zuvor machen wir irgendwie eine Bürgerbefragung. Nach jahrelanger Abstinenz und nachdem sich der Schludernser Stocker Siegfried - von den Windraddebatten mehr als erzürnt aus der ersten Reihe zurückgezogen hat, sitzt Noggler wieder im VEK-Vorstand. Und der Präsident, der Plangger Albrecht, muss dann irgendwie Nogglers Aussagen öffentlich revidieren, herumdrehen, rückgängig machen ...gar in Mals zu Kreuze kriechen. Dabei ist in Sachen Windräder alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Die Leute einzubeziehen, die provisorische Ermächtigung zu verlängern - man hat das alles versäumt. Visionen, anzustrebende Ziele, grad im Bereich Energie, sehen anders aus.

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Bernhard Stocker, Sohn Michael und Bäckermeister Peter Schuster

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Politik & Lokales

Mals - Richtigstellung

BM Albert Gögele und Gemeindereferent Stephan Ganterer; „Ihr habt selbst Strafen vom Gemeindepolizisten erhalten und bezahlt“, sagt Matthias Fleischmann (Freiheitliche)

„Die Gemeinde Mals hat nach wie vor alle Entwicklungsmöglichkeiten“ Vor Ausstellung der Baukonzession für den Abriss des alten ENAL-Gebäudes haben wir Gutachten beim Amt für Landesplanung und beim Rechtsamt des Landes eingeholt. Beide kommen zu einem eindeutigen Schluss: In einer Friedhofsbannzone können öffentliche Gebäude erweitert bzw. neu errichtet werden. Geregelt ist die Sachlage im Artikel 1 Absatz 4 des Landesgesetzes Nr. 55 vom 24. Dezember 1975. Ich zitiere: „Die Erweiterung von öffentlichen Bauten oder deren neue Errichtung ist gestattet. Dazu muss ein Gutachten der Sprengelkommission für Friedhöfe eingeholt werden.“ Durch den Abriss des ENAL-Gebäudes hat sich der Gestaltungsfreiraum für den Peter-Glückh-Platz nicht verändert. Auch die zweite Mutmaßung in Ihrem Artikel ist falsch. Bei der Übergabe von Gebäuden und Grundstücken vom Land an die Gemeinde wird eine Bindung im Grundbuch vermerkt. Diese wird im Artikel 20 Absatz 1 des Landesgesetzes Nr. 2 vom 21. Januar 1987 geregelt. Dort steht, dass Vermögensgüter unentgeltlich an Gemeinden übertragen werden können, „sofern diese die betreffenden Vermögensgüter zur Wahrnehmung ihrer institutionellen Ziele nutzen.“ Der Bau und die Führung von öffentlichen Parkplätzen gehört zu den institutionellen Aufgaben einer Gemeinde. Es braucht somit keine Erlaubnis der Landesregierung. Seit drei Jahren bin ich Bürgermeister der Gemeinde Mals. Ich hatte aber bereits in meinem vorherigen Beruf die Verantwortung, Entscheidungen mit weitreichenden Folgen zu treffen. Dabei habe ich gelernt Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken abzuwägen. Sie können also beruhigt sein: Die Führung der Gemeinde Mals liegt in erfahrenen Händen. Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it Halten Sie einen Zubringerlift Langtaufers - Kauntertal für sinnvoll? (166 abgegebene Stimmen) 79,5 %

(132 Stimmen)

20,5 %

(34 Stimmen)

JA

NEIN

Neue Umfrage: Ein Beispiel: Martell macht (Erdbeer)Marmelade. Wie wichtig sind Produktveredelungen für den Vinschgau?

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28.06.12

Partschins

Wunder Punkt D

ie Jahresabschlussrechnung des Geschäftsjahres 2011 (5,1 Mio. laufende Ausgaben, 9,7 Mio. Euro an Investitionen) wurde vom Gemeinderat in Partschins am Dienstag vor einer Woche genehmigt, diverse Fondsumbuchungen auch. Auch die aufgrund eines Regionalgesetzes längst fällige Neugründung des Betriebes „Seniorenheim Partschins Johann Nepomuk Schöpf“. Die Vereinbarung über die Gemeindepolizei mit den Gemeinden Algund und Dorf Tirol wurde genehmigt und war gleichzeitig Auslöser für eine Debatte, die man wohl als wunden Punkt in der Gemeinde Partschins bezeichnen wird müssen. Sigmund Kripp (BürgerInnen Partschins) brachte das Thema Gemeindepolizist mit viel Diplomatie auf’s Tapet. Er sei dafür, dass zuerst das Gefährliche, das heißt der fließende Verkehr bei Übertretungen bestraft werden solle, erst dann der ruhende Verkehr. „Ich glaube nicht,

dass Gefahr von parkenden Autos ausgeht“, sagte Kripp. Matthias Fleischmann (Freiheitliche) hieb in dieselbe Kerbe. Die Gemeindeverwaltung solle Richtlinien für das Verhalten des Partschinser Gemeindepolizisten vorgeben. Es sei Aufgabe auch der Gemeindepolizei, so Kripp, die Bürger zu schützen und zu erziehen. Fehlende Überrollbügel bei Traktoren etwa, die im übrigen Pflicht seien, bedeuten Lebensgefahr und so etwas gehöre verwarnt und bestraft. Der Durchzugsverkehr zwischen Töll und Rabland sei eine Gefahrenquelle. Tatsächlich, so BM Albert Gögele, sei mit einem Radar beim Vereinsheim in Rabland (bei der Apotheke) ein Verkehrsteilnehmer mit 160 km/h gemessen worden. Nun erhoffe man sich mit der Vereinbarung mit den Nachbargemeinden grundsätzlich einen positiven Einfluss auf bestimmte Verhaltensweisen, wenn ein zweiter Gemeindepolizist zugegen sein wird. (eb)

Südtirol/Italien

Abzocke in Südtirol?

W

erden bei der IMU, bei der Gemeindeimmobiliensteuer die Südtiroler vom italienischen Staat abgezockt? Diese Frage stellen sich nicht nur Bürger, Hoteliers und Wirtschaftstreibende, diese Frage kann tatsächlich an einem konkreten Beispiel aufgemacht werden. Ein Bürger aus dem Vinschgau, der anonym bleiben will, besitzt zwei Zweitwohnungen - eine in Goldrain und eine andere in einem Tourismuszentrum nicht weit von der Hauptstadt Rom entfernt. Die Wohnungen haben je eine Fläche von rund 60 Quadratmetern, mit dem einzigen Unterschied - die Wohnung in Goldrain hat eine Garage, die andere in Italien hat einen Autoabstellplatz. Nun

die Überraschung und die große, mit Ärger verbundene Verwunderung für den Bürger: In Goldrain wurden für die erste IMU-Rate 540 Euro berechnet, während für die gleich große Wohnung in Italien 254 Euro fällig waren. Der Bürger fragt sich nun, ob in der Autonomen Provinz Südtirol die Bürger um das Doppelte abgezockt werden. Vom Staat? Von den Gemeinden? Denn aus dem Unterschied für die IMU bei beiden Wohnungen geht klar hervor, dass im Stiefelstaat mit zweierlei Maß gemessen wird. Blechen sollen die Älpler im Norden. Also scheint demnach der Slogan der Bewegung „SüdTiroler Freiheit“ ‚Südtirol ist nicht Italien’ auch aus diesem Blickwinkel zu stimmen. (eb)


Politik & Lokales

Laatsch

Fraktion bringt sich in Position D ie Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Laatsch (Fraktion Laatsch) unter dem Fraktionsvorsteher Paul Erhard hat am Dienstag vor zwei Wochen zu einer Informationsveranstaltung für die eigenen Mitglieder geladen. Thema: Rambach. Der Ingenieur Walter Gostner hat den Laatschern nochmals die Möglichkeiten am Rambach erklärt. Der Rambach, so Gostner, sei naturnahe, nicht naturbelassen, weil er zahlreiche Sperren zwischen Galvabrücke und Rifair aufweise. Es sei durchaus möglich, eine hydroelektrische Nutzung mit dem Naturschutz zu verbinden. Bei einer Leistung von 3 Megawatt und einer jährlichen Stromproduktion von rund 20 Millionen Kilowattstunden könnten Einkünfte von rund 2 Millionen Euro jährlich generiert werden. Mindestens 40 Prozent der derzeitigen Wassermenge würden das gesamte Jahr über als Restwasser bestehen bleiben. Zudem sei ein Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro als nicht zu verachtende Wirtschaftsförderung anzusehen. „Wenn wir von fossiler und atomarer Stromerzeugung loskommen wollen, müssen wir die Wasserkraft nutzen“, schloss Gostner seinen Vortrag. „Uns als Fraktion geht es darum, alles zu tun und nicht zu schlafen“, begründete Albert Hutter die Veranstaltung. Die Fraktionsverwaltung will wissen, wie die Laatscher zum Thema Rambach stehen, um Entscheidungen treffen zu können. Es kam zu einer regen Diskussion mit einigen Fragestellungen. Was machen die Tauferer? Was wird ein Helmuth Frasnelli machen? Wie verhält

sich die SEL? Ob es möglich ist, ein Werk allein auf Laatscher Fraktionsgrund zu errichten? Technische Antworten gab Gostner: Es sei möglich, ein Werk ausschließlich auf Laatscher Fraktionsgrund zu errichten. Die offizielle Haltung der SEL sei, dass man sich bei Kleinkraftwerken (Leistung bis zu 3 Me- Die Gemeinderäte Egon gawatt) raushalten werde. Was Alber und Erich Stocker Helmuth Frasnelli machen will, begalubigen die Laatscher wisse man nicht. Allerdings, Unterschriften sagte Gostner, sei bei der Stromproduktion dieser Größenordnung mit Konkurrenzprojekten zu rechnen. Gostner verglich das Potenzial des Rambaches (20 Mio. Kilowattstunden) mit dem Werk an der Puni (12 Mio. kWh), dem geplanten Werk in Matsch (ebenfalls 12 Mio. kWh) und mit der Produktion der Seledison (240 Mio. kWh). Sucht man mit einem Projekt an, werde man sich sehr anstrengen müssen, sagte Gostner. „Wir wollen uns ein gewichtiges Mitspracherecht sichern“, sagte Hutter, „und nicht den Kopf einziehen. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung wurden Unterschriften gesammelt. Für eine Volksbefragung ausschließlich in der Fraktion Laatsch.

Naturns

Bozen/Langtaufers

Landtags-Kandidaten?

Titanzink für Langtaufers

I

Eine Jury unter dem Vorsitz von Bauten-Ressortdirektor Josef March hat den Sieger des Planungswettbewerbs für die Weißkugelhütte gekürt. Die Entwürfe der Architektenteams Stephan Marx und Elke Ladurner (Schlanders) sowie Thomas Höller und Georg Klotzner (Meran) wurden im Mai ex aequo auf Platz zwei gereiht, beide hatten vier Wochen Zeit, ihre Entwürfe noch einmal zu überarbeiten. Nach der Überarbeitung hat die Jury der angepasste Entwurf der Architekten Höller und Klotzner (Bild) überzeugt. „Insgesamt überzeugt bei diesem Projekt der Baukörper durch seine kompakte Form und seine einheitliche Fassadengestaltung in Titanzink. Den Architekten ist es gelungen, auf die Anregungen der Jury gekonnt einzugehen“, so Juryleiter March. Nach dem ersten „Durchgang“ haben die Panoramaterrasse und die vorgesehenen unterirdischen Räume Fragen bei der Jury aufgeworfen, weil die dafür vorgesehenen Lösungen für das Preisgericht weder finanziell, noch zeitlich machbar schienen. Was die Kosten für den Neubau angeht, so hat das Land einen Rahmen von etwa zwei Millionen Euro vorgesehen.

n den SVP-Parteigremien laufen die Vorbereitungen für die Landtagswahlen 2013 so langsam warm. Weniger im Bezirk Vinschgau, dafür umso mehr im Bezirk Burggrafenamt. Interesse bekunden mehrere und zwar vor allem auf den Verbandslistenplätzen. So hat vor einiger Zeit auch der Naturnser Vize-BM und Bauernbundobmann Helmuth Müller (Bild) mit einem Startplatz auf der Liste der Bauern geliebäugelt. In Naturns ist das ein offenes Geheimnis. Müller bestreitet sein grundsätzliches Interesse nicht. Da rinne aber noch einiges Wasser die Etsch hinunter. Es sei noch zu früh, etwas zu sagen. Im Übrigen komme es darauf an, welche

Kandidaten auf der Bauernliste aufscheinen werden. „Wenn die die Hoffnung erfüllen, dass man gut vertreten ist, muss ich nicht kandidieren“, sagt Müller dem Vinschgerwind. Wenn er kandidiere, mache er das aus Überzeugung. Jedenfalls hätte er schon eine Wahlkampfstrategie in der Tasche, die nicht mehr als 20.000 Euro kosten werde. Naturns bringt noch einen zweiten Kandidaten in Stellung. Der Sozialausschuss Naturns hat im Bezirkssozialausschuss des Burggrafenamtes Zeno Christanell vorgeschlagen. Und Arnold Schuler wohnt in Plaus quasi um die Ecke. Der Untervinschgau entpuppt sich als SVPLandtags-Kandidatennest. (eb)

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Titel

„...Zeit für

Veränderungen“ Interview - Arnold Schuler - Der Landtagsabgeordnete Arnold Schuler wird als möglicher Landesrat-Nachfolger von Michl Laimer in die Warteschleife geschickt. Im Interview geht Schuler mit der Politik von LH Luis Durnwalder hart ins Gericht, mahnt Reformen in vielen Bereichen an und verknüpft einen möglichen Wahlerfolg der SVP mit neuen, „interessanten“ Landtagskandidaten. Interview und Fotos: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Herr Schuler, spielen Sie Schach? Ab und zu.

Auf Ihrer Facebookseite ist ein Schachspiel zu sehen, einige Figuren tragen Köpfe aus dem Landtag. Was hat es damit auf sich? Politik ist wie ein Schachspiel, weil auch in der Politik Figuren bewegt werden, um bestimmte Interessen durchzusetzen. Anhand dieses Beispiels wollen wir zeigen, wie das politische System eigentlich funktioniert. Manche Parteistrategen denken immer mehrere Züge voraus. Der Landeshauptmann ist in Ihrem Schachspiel als König dargestellt. Der König bewegt sich auf dem Schachbrett allerdings kaum. Aber er ist die entscheidende Figur. Sieg oder Niederlage hängen beim Schach davon ab, ob der König matt gesetzt werden kann. Der König ist die wichtigste und die stärkste Figur im Schachspiel. Wie wichtig sind die neuen Medien, Facebook usw. für den Politiker Schuler? Ich finde die sehr wichtig und sie werden immer wichtiger. Man kann damit auch junge Leute erreichen. Man hat die Möglichkeit, Botschaften zu vermitteln, auch über einfache Bilder. Wie wichtig ist Humor in der Politik? Es gibt den Ausspruch: Wenn du in der Politik etwas weiterbringen willst, benötigts du vier Hs. Das erste H steht für Hirn, das zweite für Herz, das dritte für Hände und das vierte für Humor. Je länger ich in der Politik bin, sehe ich den Humor immer wichtiger werden. Wenn man bestimmte Sachen nicht mir Humor sehen kann, hat man es sehr schwer in der Politik. 6

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Dass Sie als Nachfolger für den zurückgetretenen Landesrat Michl Laimer von den SVP-Bezirken Burggrafenamt und Vinschgau gefordert werden, dürfte für Sie eine späte Genugtuung sein. Laimer bekam bei den Landtagswahlen 2008 knapp 12.000 Vorzugsstimmen und Sie schafften auf Anhieb mehr als 17.000. Von einer späten Genugtuung gegenüber Michl Laimer kann man sicher nicht reden. Es wäre damals möglich gewesen, zwei neue Landesräte zu berufen. Das hat man nicht getan. Um nicht jemand Neues nehmen zu müssen, das möchte ich klar sagen, hat man die Landesregierung von 11 auf 9 reduziert. Es wäre insofern eine späte Genugtuung, weil ich im Laufe der Legislatur auf einige Posten oder Ämter verzichtet habe. Damit bin ich eine riskante Strategie gefahren, weil mich, wenn schon, die Landesregierung interessiert hat, weil man als Landesrat etwas bewegen kann. Sollte ich nun in die Landesregierung berufen werden, hätte ich es mit meiner Strategie richtig gemacht. Es schaut so aus, als ob es gelingen könnte... Es schaut zumindest danach aus. Der Kompromiss im Parteiausschuss, im Jänner nachzubesetzen, hat eben zur Folge, dass der Landtag diese Woche vorerst eine Reduzierung der Landesregierung beschließen wird. Über die tatsächliche Nachbesetzung beziehungsweise über eine Regierungsumbildung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Ist dann die Nachbesetzung im Jänner ein fauler Kompromiss? Aus meiner Sicht wäre es wichtig, die Stelle des Landesrates sofort nachzubesetzen. Die Bereiche Raumordnung und Energie sind sehr wichtige Bereiche. Wenn man daran

denkt, dass der Landesraumordnungsplan, eines der wichtigsten Instrumente im Lande, seit 2004 verfallen ist. Derzeit ist ein neues Raumordnungs-Gesetz in Ausarbeitung. Im Bereich Energie liegen Hunderte von Ansuchen auf, die nicht behandelt werden, Spitzenbeamte sind in Pension gegangen. Deshalb wäre es wichtig, die Position, unabhängig von meiner Person, rasch zu besetzen. Das Hinauszögern ist rein aus Sicht der Verwaltung alles andere als eine gute Lösung. LH Luis Durnwalder tut sich schwer mit Veränderungen. Wie beurteilen Sie dieses Zaudern? Was die Zusammensetzung der Regierungsmannschaft anbelangt, hat er wenig Veränderungen vorgenommen beziehungsweise zugelassen. Durnwalder hat seine Art von Politik. Diese hatte über Jahre ihre Vorzüge und die hat sie noch. Es ist eine neue Zeit angebrochen, vieles ist im Umbruch. Die Haushaltspolitik etwa. Der Haushalt wird zurückgefahren werden müssen. Da braucht es Reformen. Sie werben auf Ihrer Webseite mit „Es ist Zeit für Veränderung“. Sie sind seit knapp vier Jahren im Landtag. Haben Sie etwas verändert und was meinen Sie konkret mit Veränderungen? Im Bereich der Gemeinden, des Wohnbaus, der Ortskerne, des schnellen Internets, des Bürokratieabbaus ist es gelungen, einiges zu bewegen. Ich meine aber auch insgesamt eine offenere, transparentere Politik. Große Bereiche wie die Raumordnung, die Wohnbaupolitik müssen von Grund auf hinterfragt werden. Aber auch die ganze Haushaltspolitk. In den Gemeinden war es auch so, dass Kapitel einfach aufgestockt worden sind, weil Geld vorhanden war.


Titel

Die Schulden im Lande haben aber die Gemeinden gemacht. Das stimmt nur zum Teil. Das Finanzierungssystem der Gemeinden war auf Verschuldung aufgebaut. Sogenannte Landesbeiträge für Bauten waren in Wirklichkeit Darlehen, die die einzelnen Gemeinden oder die Gemeinden insgesamt zurückzaheln. Das war ein Teufelskreis. Das hat soweit geführt, dass ausgerechnet jene Gemeinden, die keine Schulden gemacht haben, schlechte Verwalter waren, weil sie den anderen Gemeinden die Schulden abzahlen helfen. Die Sache ist etwas kompliziert. Tatsache ist, dass wir die am meisten verschuldeten Gemeinden in Italien haben, mit einer Restschuld von insgesamt 1,2 Milliarden Euro, mit allein 60 Millionen Euro an Zinsen pro Jahr. Dieser Umstand wird in den nächsten Jahren noch zu einigen Schwierigkeiten

führen. Dass es soweit gekommen ist, wäre bei den Landeshaushalten der letzten Jahre sicher nicht notwendig gewesen. Zurück zur Raumordnung und Energie. Beide Ressorts sind schwierig. Wo würden Sie Ihre Schwerpunkte setzen? Es ist Kennzeichen der Politk in der Vergangenheit, dass man auf weitreichende Planungsinstrumente, wie es der Raumordnungsplan einer sein könnte, keinen großen Wert gelegt hat. Man hat dies sogar als Hemmschuh angesehen. Die Stärke unseres Landeshauptmannes waren und sind ja die ad hoc Entscheidungen. Die kann er wie kein anderer. Das passt allerdings mit langfristigen Planungen nicht zusammen. Was würde der Landesraumordnungsplan regeln? Die gesamte Entwicklung - Baugrund, Verkehrsnetz bis zu den Bauleitplänen der Gemeinden - würde sehr umfangreich geregelt. Strategische Ziele würden besser formuliert werden müssen, beim Sportstättenplan zum Beispiel, bei Schwimmbädern und in vielen anderen Bereichen. Bisher war es ein regelrechter Wettbewerb zwischen den Gemeinden. Zur Energie: „Das Wasser gehört dem Land. Nur wer ist das Land?“ Diese Frage stellen Sie auf Ihrer Homepage. Wer ist denn nun das Land? Wir alle. Es kann doch nicht sein, dass gesagt wird, „wir Land“, „ihr Gemeinden“ und dort die Bürger. Diese drei gehören zusammen. Die Argumentation, dass das „Land“ entscheidet, oder dass dem „Land“ irgendetwas gehört, habe ich nie verstanden. Da muss sich auch in der Denkweise etwas ändern.

Der Landtagsabgeordnete Arnold Schuler ist einer der Kritiker von LH Luis Durnwalder und mahnt Reformen in vielen Bereichen an

Welche Änderungsvorschläge haben Sie konkret im Energiebereich? Man hat eines total verkannt: Man hat auf das böse Rom geschimpft und vergessen, dass nicht nur Wunden in die Natur geschlagen worden sind, sondern auch Wunden in die Seelen der Leute. Man hat die Chance verpasst, die Leute miteinzubeziehen, man hat stattdessen die SEL aufgebaut. Ich will nicht die SEL als solche in Frage stellen, aber die Art und Weise, wie man vorgegangen ist. Auf dem hohen Ross ist man dahergekommen, auch die SEL-Spitze. Das hat dazu beigetragen, dass die SEL eine der Gesellschaften ist, die am negativsten gesehen wird, obwohl sie eine große Chance gewesen wäre. Das hat man total vermasselt. Über die Gemeinden, über Genossenschaften und ähnliche Strukturen hätte man andere Wege beschreiten können. Das wieder gut zu machen ist sicher sehr schwer.

Aber möglich? Möglich sicher. Über die Verträge mit ENEL und mit Edison sind zwar viele Vorentscheidungen gefallen und Spielräume sind eingeengt. Einiges ist aber sicher noch machbar. In Sachen Direkte Demokratie hat es den Anschein, als ob Arnold Schuler für die SVP nach außen den Kopf hinhalten muss. Macht Ihnen die Partei- oder Fraktionsdisziplin zu schaffen? In diesem Punkt nicht so sehr. Politik ist ein Ringen um Kompromisse. Da hat mir gefallen, was der Grüne EU-Parlamentarier Gerald Häfner gesagt hat, dass in Sachen Direkte Demokratie zum Beipiel in den Bundesländern Deutschlands, wenn nicht 100 Prozent, so doch etwas erreicht werden konnte. Die Meinungen gehen bei dieser Materie zwangsläufig auseinander, auch innerhalb der SVP. Leider war kein Handreichen von Seiten der Initiativgruppe für die Direkte Demokratie in Aussicht. Es hätte parteiintern jenen Kräften helfen können, die noch einen Schritt weiter gegangen wären. Wie geht es in Sachen Direkte Demokratie weiter? Die Generaldebatte hat im Landtag stattgefunden. Es wurde die Entscheidung getroffen, dass von den vier Gesetzesvorschlägen jener der SVP in dieser Woche in die Artikeldebatte gehen wird und ich gehe davon aus, dass das Gesetz im Juli verabschiedet wird. Dann soll das Volk entscheiden, ob dieses Gesetz gut gehen wird. Ich sage, dass es, außer in der Schweiz, kein weitreichenderes Gesetz zur Direkten Demokratie in Europa gibt. Noch eine Frage zur Parteianalyse: Abgesehen von einem möglichen für die SVP maßgeschneiderten Wahlgesetz und abgesehen davon, dass Luis Durnwalder als Zugpferd möglicherweise nicht mehr zur Verfügung steht – wie kann die SVP 2013 die absolute Mehrheit an Mandaten im Landtag halten? Es gibt einen entscheidenden Faktor: Wenn es gelingt, rechtzeitig vor den Wahlen eine Aufbruchstimmung zu erzeugen und mit interessanten Kandidaten Spannung in die Vorwahlen und dann in den Wahlkampf zu bringen, dann ist die absolute Mehrheit ohne weiters nochmals zu schaffen. Inhaltlich? Das eine hat mit dem anderen zu tun. Die Politik lebt immer von neuen Hoffnungsträgern. Wenn es gelingt, mit neuen Hoffnungsträgern zu starten, auch in der Frage der Nachfolge des Landeshauptmannes, auch in der Frage einer neuen Landesregierungsmannschaft, und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, dann geht’s.

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Wirtschaft

Vinschgau/Südtirol/USA

Tschars/Kastelbell

Ein Hauch Vinschgau in den USA

Weinsommer ist eröffnet D

V

on 17. bis zum 19.Juni 2012 fand in Washington DC die „Summer Fancy Food Show“, Nordamerikas größte Fachmesse für Lebensmittelund Getränke-Spezialitäten statt. Mit 2.250 Ausstellern aus 80 Ländern und 180.000 Produkten konnte der Pflichttermin für die Lebensmittelindustrie auch heuer wieder mehr als 20.000 Fachbesucher verzeichnen. Die EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen - war dieses Jahr zum ersten Mal mit einem Gemeinschaftsstand und vier Südtiroler Lebensmittel-Produzenten präsent. „Die Summer Fancy Food ist im Lebensmittelsektor zum Gipfeltreffen für Ein- und Verkäufer avanciert. Die Themen Qualität und gesunde Ernährung liegen auch in den Staaten voll im Trend“, sagt Hansjörg Prast, Direktor der EOS. „Nachdem wir in

en 4. Kastelbeller Weinsommer hat Tschars, diesmal in weltlicher Mission, das der Himmelreich-Hof von Markus Fest musikalisch umrahmt. Am 27. Juli Fliri am vergangenen Freitag eröffnet. Im 2012 werden im Marinushof von Heiner beschaulichen, von Weinreben beschatteten Pohl und am 17. August 2012 im KöfelInnenhof konnten neben Hausspezialitäten gut von Martin Pohl zwei weitere Hoffeste verschiedene Weine verkostet und genos- im Rahmen des Weinsommers Kastelbellsen werden. „Wir sind eine kleine Gemein- Tschars über die Bühne gehen. (eb) de, aber gerade in der Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft bewegen wir etwas“, sagte Manfred Prantl, der Präsident des Tourismusvereines Kastelbell-Tschars. Die Idee, vom Weinbauverein Vinschgau unter Präsident Leo Forcher für die Vinschger Weinbauern erdacht und in Kastelbell umgesetzt, kommt bei Gästen v.l.: BM Gustav Tappeiner, Heiner Pohl, Leo Forcher, und Einheimischen gut an. So Manfred Prantl, Martin Pohl und Gastgeber Markus hat der Kirchenchor Kastelbell- Fliri; „Die Zusammenarbeit funktioniert.“

Martell

Im Zeichen der Erdbeeren D

v.l.: Aniello Musella (ICE New York), Christoph Tribus (Loacker), Lorenzo Galanti und Luca Franchetti Pardo (italienische Botschaft), Paul Jörg (Recla)

den letzten Monaten mit unseren Verkostungsaktionen für die Südtiroler Qualitätsprodukte in Chicago ein sehr positives Feedback erhalten haben, wollten wir die Bekanntheit und den Mehrwert unserer regionalen Lebensmittel weiter unterstreichen und uns auch an den B2B-Bereich wenden.“ Von 17. bis zum 19.Juni stellten die Südtiroler Firmen Loacker, Milkon, Preiss und Recla amerikanischen Spezialitätenhändlern, Supermarktketten sowie einzelnen Lebensmittelgeschäften und Naturkostläden ihre Waffeln, Käse, Schüttelbrot und Speck vor. Die Qualität der Südtiroler Produkte und die enge Verbundenheit mit dem Herkunftsland in ihrer Herstellung und Verarbeitung fungierten als Aushängeschild bei dem gemeinsamen Auftritt. 8

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as Südtiroler Erdbeerfest hat am vergangenen Wochenende tausende Besucher nach Martell gelockt. Volksmusik mit bekannten Interpreten, darunter „Volxrock“ und „Trio Alpin“, ein Bauernmarkt mit einheimischen Produkten, Erdbeerspezialitäten in allen Variationen, ein kulinarsiches Potpourri und herrliches Wetter bildeten das Rahmenprogramm für das 14. Fest dieser Art in der Freizeitanlage Trattla. Dabei haben die Marteller auch Bleibendes geschaffen. Neben dem Anschnitt der Riesenerdbeertorte mit viel Politprominenz am Samstag, dem Einzug der Königinnen mit LH Luis Dunwalder am Sonntag war die Eröffnung des „Erdbeer-Weges“ einer der Höhepunkte des Festes. Der Erdbeer-Weg ist etwas Bleibendes. Der rund 8 Kilometer lange und in zwei Stunden bewältigbare

Weg führt von der „Trattla“ vorerst talauswärts zum Salthof, am Waldrand taleinwärts am Tasahof und Rainhof vorbei bis zur Soyreit Mühle und dann im Talboden wieder talauswärts, am Gandhof vorbei bis zur „Trattla“. Mit mehreren Schautafeln und den Einkehrmöglichkeiten in den Höfen lassen sich so bei einer Wanderung Kultur und Wirtschaft, Natur und bäuerlliche Spezialitäten erkunden und genießen. Viele Ideen und viel Arbeit wurden von der Konzeptgruppe um VizeBM Josef Maschler, Helene Gamper, Leander Regensburger und Arnold Karbacher in den das ganze Jahr über begehbaren Weg eingebracht. Fazit: Wenn zu jedem Erdbeerfest in Martell etwas Bleibendes geschaffen wird, wird damit auch außerhalb der Festivitäten nach Martell gelockt werden können. (eb)

Einweihung des Erdbeer-Weges, v.l. Erdbeerkönigin Kathrin, VizeBM Josef Maschler, Leander Regensburger, Helene Gamper, Arnold Karbacher und BM Georg Altstätter; rechts: Kuchenanschnitt durch LR Richard Theiner, sekundiert von Maria Kuenzer und Heidi Gamper


Wirtschaft

Martell

Was braucht das Martelltal? W

as braucht das Martelltal? Was passt? Was ist einzigartig? Mit solchen und ähnlichen Fragen haben sich die Marteller in fünf Arbeitstreffen (Zukunftsforen) seit Herbst 2011 unter der Anleitung der Vorarlberger Beraterfirma „Innovate Holding“ auseinandergesetzt. Kaufleute, Touristiker, Handwerker, die SVP-Ortsgruppe und Bauern sind zusammengesessen und haben gekopft. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Nationalparkhaus „culturamartell“ vorgestellt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte der Marteller BM Georg Altstätter, nachdem Petra Schneider von der Innovate die Ergebnisse vorgetragen hatte. Die Marteller wollen demnach ihre Identität wahren, regionaltypische Erzeugnisse in den Vordergrund stellen, regionale Wirtschaftskreisläufe fördern - in der Gastronomie und auch bei der Energie - und die Marteller wünschen sich, dass das Hotel Paradiso landschaftsschonend ausgebaut wird. Modern ausgedrückt: Die Marteller wollen eine Art „slow valley“. Angeschoben konnte das Denkprojekt auch mit Landesrat Thomas Widmann werden, der Martell im Projekt

v.l.: LR Thomas Widmann, SVP-Ortsobmann Roland Gluderer und Petra Schneider (Innovate Holding Bregenz)

„lebendige Orte“ mit 30.000 Euro finanziell unterstützt hat. „Mit Abstand die beste Präsentation“, lobte Widmann. Weil wir abwanderungsgefährdet und strukturschwach sind, werden wir auch in Zukunft Unterstützung brauchen, sagte Altstätter. Von der Phase des Denkens sind die Marteller schon draußen. Denn MEG-Geschäftsführer Peter Gamper gab Einblick in das Tun. Um die Freizeitanlage „Trattla“, als Tor zum Martelltal, entsteht die „Südtiroler Erdbeerwelt“, mit Bauernladen, mit dem Nationalparkhaus „culturamartell“, mit einem Schauproduktionsraum für die Produktveredelung im Bereich Früchte, Gemüse, Kräuter und

Fleisch. Mit Michl Seibstock sollen die veredelten Produkte in einem Gastronomiebetrieb angeboten werden. Zudem soll mit dem neu angelegten und kürzlich eröffneten „Erdbeerthemenweg“ Einblick in die bäuerliche Arbeitsweise gewährt werden. Und: Das Betriebsgründerzentrum, im Jahr 2003 angestoßen, konnte mit Hilfe von Widmann vom ursprünglichen Standort Gand in die Erdbeerwelt von Trattla verlegt werden. 1,2 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Martell hat demnach Weichen gestellt. Der SVP- Ortsobmann Roland Gluderer sagte dazu: „Träume gehören dazu, nun sollen sie umgesetzt werden.“ (eb)


Leserbriefe

Leserbriefe Malser Fußgängerzone Mehr Unsinn denn Sinn !

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Gemeinderäte und Gemeinderätinnen Ich bitte Sie sehr darum, diesen Brief in der nächsten Gemeinderatssitzung zu diskutieren; wir haben uns sicher schon in Mals gesehen. Meine Frau und ich sind sehr oft oben, weil wir in Müstair ein Ferienhaus besitzen und so regelmäßig den ganzen Vinschgau, der uns sehr am Herzen liegt, genießen können! Erst vor kurzem waren wir in der Malser Einkaufsmeile und erfreuten uns, am Dorfleben teilnehmen zu dürfen und in allen Geschäften willkommen zu sein. Es war sehr einfach, einen Parkplatz zu bekommen, in der Steile links zum Lampl hinauf, beim Grauen Bären, beim Greif, beim Spar oder im unteren Bereich auf dem großen Platz gegenüber der Apotheke. Weiter unten links findet man dann noch die kleine Tiefparkgarage. Die Malser scheinen das zu schätzen, dass man überall, wo man etwas konsumieren möchte, sofort einen Parkplatz zur Verfügung hat. Von den Touristen hören wir Gleiches: Alle genießen gerade diesen Vorzug eines kleinen Dorfes, keine langen Fußmärsche machen zu müssen, um ans Ziel zu gelangen. Meine Frau und ich sind zusammen mit etlichen Liechtensteinern und Liechtensteinerinnen seit über 10 Jahren treue Freunde und Gäste von Mals. Es ist uns allen ans Herz gewachsen und wir möchten keine Minuten missen von dem, was wir dort in den Ferien oder an Wochenenden erlebt haben. Die Herzlichkeit der Malser ist bewundernswert, ihre Gastfreundlichkeit ist vorbildlich, die Geborgenheit im Städtchen ist einmalig. Das Leben spielt sich als eine große Einheit ab und man unterscheidet nicht zwischen Einheimischen und Touristen – wir waren so integriert, dass man von einer wahren Idylle reden konnte. Umso mehr schockiert waren

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wir, als wir vom Bauprojekt FUZO und den damit zusammenhängenden Konsequenzen für das Dorfleben erfuhren. Wir empfinden den Entscheid des Bürgermeisters und Gemeinderates als unsinnig und unüberlegt. Da scheinen offensichtlich Interessen im Spiel zu sein, von denen wir nichts wissen. Es macht doch keinen Sinn, eine gut gehende und strukturierte Gemeinschaft auseinanderzureißen. Wer wird nun auf einem Parkplatz in der Höhe oder unten bei der Apotheke oder bei der Parkhalle sein Auto abstellen, nur um schnell etwas einzukaufen, einen Espresso zu trinken oder kurz ein paar Worte mit Bekannten zu wechseln. Während man vor kurzem noch sein Auto irgendwo im Zentrum parkieren durfte, muss man sich nun allenfalls mit schwerem Gepäck aufwärts oder abwärts kämpfen, da im Zentrum keine Plätze mehr zur Verfügung stehen. Zu einer Dorfberuhigung wird das wohl führen – unserer Meinung nach sogar zu einem Dorfsterben. Sehen wir doch eine Parallele zu unserem Wohnort Vaduz in Liechtenstein. Hier florierte alles und stand zum Besten: Ebenfalls ein überkluger Gemeinderat hatte die glorreiche Idee, die Qualität des Zentrums nochmals zu verbessern und dies durch eine Fußgängerzone zu erwirken. Das Resultat war, dass seither Vaduz tot ist. Ein Geschäft nach dem anderen schließt die Tore, die Touristen kommen mit einem Bus, sind eine Stunde im „Städtle“ und fahren nach einer Stunde wieder weg. Davon kann kein Dorf leben. Gegen 18.00 Uhr wird es so ruhig, dass sich die Füchse aus dem benachbarten Schlosswald ins Zentrum wagen, um nach Nahrung zu suchen. Menschen hat es keine mehr, nur noch Füchse – Vaduz als Haupstadt wurde zum Gespött im ganzen Land und im benachbarten Rheintal und Vorarlberg, wo überall Leben herrscht, weil ja die Autos die Menschen auch dorthin transportieren. Fehlt diese Möglichkeit, fehlen auch die

Menschen: Es wird eine Frage der Zeit sein und Mals wird das gleiche Schicksal erleiden wie Vaduz und viele andere, die Gemeinderäte und Bürgermeister haben, die zwar das Wohl des Bürgers im Blickwinkel haben – jedoch sich selten der längerfristigen Konsequenzen ihrer Entscheidungen bewusst sind. Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bauarbeiten bereits begonnen haben, raten dennoch dringend zu einem Umdenken, zu einer Neuorientierung, zu einer neuen Planung, die nicht das Ergebnis schon vorausnimmt, nämlich den Tod von Mals, sondern es sollte die Planung eines profunden ortskundigen Dorfplaners sein, der weiss, wovon er redet! In diesem Sinne empfehlen wir allen Mitbeteiligten, nochmals hinter die Bücher zu gehen, die Konsequenzen abzuwägen und sich tatsächlich für eine innovative Bereicherung von Mals einzusetzen; alles andere wäre der sichere Untergang von Mals als attraktiver Touristenstandort! Mit freundlichen Grüßen aus Vaduz Rainer Marock

Rettung? Wie bereits in der letzten Ausgabe des Vinschgers vom VEK richtiggestellt wurde, enthält der Leitartikel vom Sepp Laner im Vinschger 23/12 eine Reihe von Fehlern und Verunglimpfungen. Die von Sepp Noggler zitierten Zahlen sind schlichtweg falsch – so auch die Kritik aus den eigenen Reihen. Außerdem widersprechen sich die verschiedenerorts veröffentlichten Zahlen und Unsummen, die die Windräder angeblich einbringen sollen. Von Brutto-Summen war ohnehin nie die Rede. Die Gemeinden im Oberen Vinschgau können froh sein, dass die beiden Windräder auf der Malser Haide nicht ihr Eigentum sind, denn sonst müssten sie tief in die Tasche greifen, um die Defizite zu stopfen! Ob man angesichts der maroden Finanzlage Italiens wirklich mit

einer Staatsförderung für 20 Jahre in dieser Form rechnen kann, bleibt dahingestellt! Auch der vom Landtagsabgeordneten neu vorgeschlagene Standort liegt innerhalb der Malser Haide, also in der Talsohle und in der Landschaftsschutzzone. Die Windgeschwindigkeiten dort (laut Studie) entsprechen nicht dem Landesgesetz. Sie sind also nicht „gut“ - wie Noggler vorgibt. Bürgerbefragungen können nicht einfach so vom Zaun gebrochen werden. Sie sind sorgfältig zu planen und dürfen nicht leichtfertig instrumentalisiert werden. Es ist mehr als bedenklich, ausgerechnet von einem Landtagsabgeordneten zu hören, wie „problemlos“ es (ihm nach jedenfalls) sein könnte, ein Landesgesetz zu revidieren bzw. zurechtzubiegen. Immerhin räumt Noggler ein, dass „bei d­er Errichtung der Windräder seinerzeit Fehler begangen wurden“. Da hat er allerdings Recht! Schon damals wurde der Bevölkerung vorgemacht, es „geht nur um das eine Testrad“, „nicht um weitere Windkrafträder“ und um eine „Testphase von 3-5 Monaten“ (vgl. Mitteilung von BM Plangger, 2003), während zur selben Zeit bereits Pläne schriftlich, aber nicht öffentlich, vorlagen, mehrere Windräder zu errichten und diese auch langfristig zu betreiben (mit dabei auch der damalige BM Noggler). Parallelen zu heute drängen sich auf. Noch dazu, wo letzterer sich kurz zuvor klar geäußert hat, „lieber noch mehrere zu errichten als die bestehenden abzubauen“ (Vingscher 19/12). Ein weiteres pikantes Detail: Bereits zur Amtszeit Nogglers als BM von Mals waren die beiden Windräder illegal! Schlagzeilen bringen Aufmerksamkeit, das ja. Aber ob sie aufgrund der äußerst fragwürdigen Aussagen auch tatsächlich Wählerstimmen bringen, gilt zu bezweifeln! die Bürgerinitiative Malser Haide


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Foto: Gianni Bodini

Ich finde keinen besseren Kommentar zu diesem Bild als dieses Gedicht.

Selma Mahlknecht aus „Vinschger Impressionen“ Tappeiner Verlag

Br-br-br-br-Breegner dr-dr-dr-dr-draahnen dr-dr-dr-dr-draahnen bis in dr-dr-dr-dr-dr-dr fr-fr-fr-fr-fr-fr-friah

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Br-br-br-br-Breegner spr-spr-spr-spr-spritzn af dr dr dr Str-str-str-str-Strooß

Br-br-br-br-Breegner br-br-br-br-breegner die gr-gr-gr-gr-gr-grgriane Wies.

Breegner


Lokales

SeitenWind

Partschins/Rabland

Laas/Staben. Freunde der

Sportzentrum ist eingeweiht

Eisenbahn für ie Schrägbahn: Bei der jüngsten Jahresversammlung der Freunde der Schrägbahn sprach sich der Präsident des Vereins Freunde der Eisenbahn, Weiss, für die Erhaltung und Restaurierung der Laaser Schrägbahn aus. Die Schrägbahn, die seit nunmehr vielen Jahrzehnten dem Marmortransport dient, gehört zu den schönsten Bahnen Europas, vergleichbar mit der Emessonbahn in der Schweiz. Auf dem Naturnser Erlebnisbahnhof in Staben hat der

Verein eine kleine ständige Ausstellung dieser Schrägbahn eingerichtet. Diese kann bis Ende Oktober jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr kostenlos besichtigt werden.

S

eit 9. Juni 2012 ist das Partschins und Rabland verbindende und neu errichtete Sportzentrum eingeweiht. Weil auch die einzelnen Sektionen in die Planung miteinbezogen waren, sei ein gelungenes Werk entstanden, lobte Alt-BM Robert Tappeiner. Dem schloss sich LH Luis Durnwalder an. In Partschins habe man die Verantwortung übernommen, für eine sinnvolle Freizeitgestaltung in die Jugend zu investieren. Von einem mehr als zehnjährigen Kampf sprach der amtierende Präsident des Gesamtsportvereines Andreas Gerstgrasser. Vor zehn Jahren hat der damalige Sportvereinsvorstand unter Präsident Hugo Pixner und Vize Oswald Gufler wegen der Diskussionen um ein neues Sportzentrum zermürbt neuen Kräften Platz gemacht, die das Ziel in Richtung

Reservierung: Tel. 0041 (0)81 858 53 17

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Neubau beharrllich weiterverfolgt haben. Als Konstante fungierte damals Sportreferent Karl Moser. Das Projekt Dreifachturnhalle, sagte der jetzige Sportreferent Stefan Ganterer bei der Einweihung im Rückblick, habe sich bei einem Kostenvoranschlag von 7,5 Mio. Euro schnell erledigt. Mit einer realistischeren Version um die 5 Millionen Euro sei man dann

2007 konkret gestartet. Neben einem Kunstrasenplatz sind Kegelbahnen, Tennisplätze und sämtliche Baulichkeiten neu und mit einer Pizzeria versehen. „Um die laufenden Kosten in Schach zu halten“, sagte Ganterer. Er selbst wurde zusammen mit Heinz Unterthurner und Leo Reiner von LH Durnwalder bei der Einweihung geehrt. (eb)

Theaterbezirk Vinschgau

Valchava - Chasa Jaura.

Am Donnerstag, 5. Juli 2012, 20:30 Uhr lädt das Museum Chasa Jaura Valchava zu einem Lichtbildervortrag ein. Unter dem Titel SPIEGEL GELEBTEN LEBENS wird die Kunsthistorikerin MarieTheres Scheffczyk berühmte Altersbildnisse vorstellen. Viele Maler haben sich mit dem Thema Alter schöpferisch auseinandergesetzt, darunter so bedeutende Künstler wie Tizian, Dürer, Goya, Klimt, Dix, Klee, Chagall. Zu den Malern, die das Alter am häufigsten in ihren Bildern thematisierten, gehören Rembrandt und Picasso. Der Vortrag zeigt nicht nur, welch vorzügliches Medium Gemälde sind, um das Phänomen Alter anschaulich zu machen, er spannt auch einen Bogen durch die Kunstgeschichte von der Renaissance bis zur Moderne.

v.l.: Sportvereins-Präsident Andreas Gerstgrasser, BM Albert Gögele, Alt-BM Robert Tappeiner, LH Luis Durnwalder und Sportreferent Stefan Ganterer

Mit Bezirksspiel wird’s ernst

D

er Theater-Bezirk Vinschgau rüstet zum Bezirksspiel, das am 24. Mai 2013 im Kulturhaus von Schlanders Premiere feiern wird. Gewählt wurde das Stück „Don Quijote“, frei bearbeitet von Christoph Brück. Vorlage ist der 1605 geschriebene Roman von Miguel de Servantes, ein Stoff, der im Laufe der Jahrhunderte oftmals bearbeitet wurde. Es gibt auch Filme. Die Inszenierung auf der Bühne gilt als sehr schwierig. Brücks Version war bei der Uraufführung in München vor gut einem Jahrzehnt erfolgreich. Brück hat die Regie beim Bezirksspiel übernommen und will sein Stück auch im Vinschgau zum Erfolg führen. Bezirksobman Arnold Pirhofer stellte das Theaterprojekt Anfang Juni beim Spielleitertreffen in Prad den Vertretern

Bezirksobmann Arnold Pirhofer

Koordinator Konrad Lechthaler

der zahlreich erschienenen Vertreter der Vinschger Bühnen vor. Die Koordination hat der Kortscher Regisseur Konrad Lechthaler übernommen. Nun sind alle theaterbegeisterten Vinschgerinnen und Vinschger aufgerufen, sich zum Workshop mit Regisseur Christoph Brück am 21. und 22. Juli in Kortsch zu melden. Brück wird im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung überlegen, mit welchen Schauspielerinnen und Schauspielern er die Rollen besetzen kann und alle Details zu den Proben klären. Die Anmeldung sollte über die einzelnen Bühnen erfolgen. Das wünscht sich Pirhofer, denn es ist ihm ein großes Anliegen, alle einzubinden. (mds) Infos und Anmeldung: 3892703220 (Arnold Pirhofer)


Lokales

Mals/Vinschgau

Obervinschger Böhmische stellt CD vor D

ie Musik der Obervinschger Böhmischen ist ein Ohrenschmaus und lässt vor allem die Herzen der Egerländer-Musik-Liebhaber höher schlagen. Nun gibt es den ersten Tonträger, auf dem 13 schwungvolle Musiktitel (Polkas, Märsche und Walzer) festgehalten sind. Aus der Taufe gehoben wurde die Obervinschger Böhmische 2007 auf Anregung von Gottlieb Gamper, dem heutigen Kapellmeister. Er sah es als seine Aufgabe an, begeisterten Bläsern auch nach einem Ausscheiden aus den Musikkapellen ein Betätigungsfeld zu schaffen. „Durch die hohen Ansprüche, die sich manche Kapellen stellen, sind ältere Bläser oft überfordert“, meint Gamper. „Wir gehen den volkstümlichen Weg, der nicht minder anspruchsvoll ist“. Seine Gruppe ist mittler-

Die Bläser der Obervinschger Böhmischen servieren zuerst eine musikalische Kostprobe der CD-Stücke und anschließend eine Festessen als Dank für Gönner, Förderer und Familienmitglieder

weile bestens bestückt. Viele Bläser sind zusätzlich in ihren Kapellen aktiv. „Diese hat immer Vorrang, wenn es darum geht, Auftritte zu planen“, so Gamper. Weiterbildung wird bei der Obervinschger Böhmischen groß geschrieben. Es ist Gamper gelungen, den einstigen Bläser bei Ernst Mosch, Freek Maestrini, als Refernt zu gewinnen. Zwei WorkShops sind der CD Produktion

vorausgegangen. Bei ihren Auftritten berühren die Bläser die Zuhörerinnen und Zuhörer. Das war kürzlich auch bei der offiziellen Vorstellung der CD so. Die Musikanten hatten zu einem geselligen Fest im Gasthof Iris geladen, wo sie ihre Gäste musikalisch begrüßten und ihnen eine Kostprobe der Stücke servierten. „Wir feiern ein dreifaches Fest: 1. zu unseren 1.000 Jahren, die wir ge-

meinsam anschreiben können; 2., um die CD vorzustellen und 3., um uns bei allen Gönnern, Förderern und bei unseren Frauen und Kindern zu bedanken, die immer tatkräftig hinter uns stehen“, sagt Sprecher Peppi Moriggl. Humorvoll ließ er Erinnerungen aufleben. Für Erheiterung sorgten mehrere Videoaufnahmen, gedreht vom ORF-Team und von Andreas Wiesler. (mds)

pr-info Schnolser Summerfest

Das musikalische Highlight Fans der volkstümlichen Unterhaltungsmusik treffen sich zum 6. Schnolser Summerfest am 7. und 8. Juli in Unser Frau. Im Festzelt werden zahlreiche namhafte Gruppen und Interpreten für ein musikalisches Feuerwerk sorgen. Am Samstag sind alle Fans der Ziehharmonika von 15-18 Uhr zum „Internationalen Ziachorgler-Treffen“ eingeladen, das von Südtirols Stimmungskanone Alex Pezzei umrahmt wird. Um 18 Uhr erfolgt der obligatorische „Bieranstich“. Die „Salten Oberkrainer“ aus Jenesien, der Schlagerstar Gilbert und die „Freddy Pfister Band“ mit dem legendären „Schürzenjäger“ als Bandleader sorgen für Riesenstimmung. Am Sonntag erfolgt um 10 Uhr mit dem slowenischen Ziehharmonikavirtuosen Franc Mihelic und seinem Ensemble der Auftakt. Flott weiter geht’s mit der „Freddy Pfister Band“, den slowenischen Volksmusikstars „Saso Avsenik und seine Oberkrainer“, dem Zillertaler Urgestein Erwin Aschenwald und „Die Mayrhofner“ und den „Südtiroler Spitzbuam“. Erstmals im Schnalstal sind die „Ursprung Buam“ aus dem Zillertal, die wegen ihrer unverwechselbaren Musik zu den erfolgreichsten Volksmusikgruppen Österreichs zählen. Finale mit der „Kultgruppe“ aus Osttirol, dem „Goldried Quintett“. Auch 2012 geht ein Teil des Erlöses an die Südtiroler Kinderkrebshilfe „Peter Pan“: Unter diesem Motto steht auch die Wanderung mit Norbert Rier von den „Kastelruther Spatzen“ wandert am 5. Juli von Kurzras zur Lazaun-Hütte. Anmeldung: Tel. 331 7827275

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Lokales

SeitenWind

Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL

Meister Petz im Paragraphenwald

Goldrain. Der Kiwanis-

Club Vinschgau organisiert am 8. Juli 2012 gemeinsam mit dem Kräuterschlössl in Goldrain eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Schmetterlingskinder. Beginn ist um 9.00 Uhr mit einem Frühstück im Liebesgarten. Für Speis und Trank ist bis zum Abend gesorgt. Ab 13.30 Uhr gibt es ein Blütenerntegewinnspiel. Nach den Grußworten um 17.00 Uhr von LH Luis Durnwalder wird Reinhold Messner eine Festrede mit Referat zu den Themen „Direktvermarktung lokaler landwirtschaftlicher Produkte, Zusammenarbeit Landwirtschaft und Tourismus und über die Zukunft der Bio-Landwirtschaft“ halten. Anschließend Parfümvorstellung „Mount Everest“.

Bruno Svaldi aus Naturns hatte bei allem Pech auch ein unverschämtes Glück. Ist ihm doch vor ein paar Wochen auf der Mebo ein leibhaftiger Bär vor das Auto gelaufen. Nur durch sein geistesgegenwertiges Fahrverhalten gelang es ihm nach dem Zusammenstoß mit dem Wildtier nicht auch noch gegen eine Mauer zu prallen, denn dann wäre es ohne schwerere Verletzungen wahrscheinlich nicht abgegangen und wäre wohl buchstäblich „der Bär los“ gewesen. Nachdem der Unfall noch glimpflich verlaufen ist, blieben auch größere Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der Haltung von Bären außerhalb von eingegrenzten Parkgebieten aus. Ein paar rechtliche Überlegungen drängen sich trotzdem auf. Wer ist für die Schäden ver-

W.T.H. Trio

Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Mittwoch, 4. Juli 2012 - 20.30 Uhr Eintritt frei

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antwortlich, welche das Wild anrichtet? Wem gehören überhaupt die freilebenden Tiere? Solange das Wild „nur“ Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, also an Äckern und Wiesen anrichtet, fühlt sich das Land Südtirol dafür verantwortlich, weshalb es mit seinem Amt für Jagd und Fischerei für die Entschädigung der betroffenen Bauern sorgt. Ebenso verhält es sich, wenn Meister Petz aus dem Winterschlaf erwacht und im Frühling bei seinen ausgedehnten Streifzügen ein paar Schafe reißt oder Bienenstöcke ausräumt. Doch rechtlich komplizierter wird die Sache dann, wenn ein Bär sich in menschliche Siedlungsgebiete vorwagt und zu nächtlicher Stunde Straßen überquert. Die Rechtsprechung musste eine längere Strecke zurücklegen bis sie sich zur Bejahung der Verantwortung

der öffentlichen Hand durchrang. Das Wild wurde nämlich ursprünglich als eine „res nullius“, also als niemandem gehörig angesehen, weswegen ein durch ein Wild angerichteter Schaden als „höhere Gewalt“ angesehen wurde. Heute ist auch der Oberste Gerichtshof der Meinung, dass das Land Südtirol eine Art „Oberaufsicht“ über die Wildtiere hat. Bezogen auf den Bären aus dem Trentino, der sich auf die Mebo verirrt hat, wird sich also das Land seiner Verantwortung nicht entziehen können. Und vielleicht nimmt man dort den Fall des Herrn Svaldi zum Anlass, frei herumlaufende Bären in einem Naturpark einzusperren statt sie in einem Paragraphenwald herum laufen zu lassen. Tappeiner Peter, Rechtsanwalt

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Jazz aus dem Vinschgau Das Südtiroler Jazz-Festival macht auch heuer wieder im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Halt, und zwar am Mittwoch, 4. Juli 2012 um 20.30 Uhr mit dem W.T.H. Trio (Eintritt frei). Hinter dem W.T.H. Trio verstecken sich nicht irgendwelche Jazz-Exoten aus den Vereinigten Staaten, sondern ein waschechter Vinschger und ein Innichner. Der Bassist Klaus Telfser aus Schlanders hat am Konservatorium in Bozen studiert und ist bereits mit namhaften Musikern wie mit Helga Plankensteiner (sax), mit dem Gitarristen Hubert Dorigatti oder mit Gerd Hermann Ortler (sax) aufgetreten. In Innsbruck hat er sich mit dem Pianisten Christian Wegscheider und dem aus Innichen stammenden Schlagzeuger Peter Paul Hofmann zu einem

Trio zusammengetan. Im Rahmen des Südtirol Jazzfestivals kann man W.H.T zum ersten Mal überhaupt hören. Das Repertoire der Combo reicht, laut eigenen Angaben, von „harten Beats“ bis zu einer melodiebetonten Esoterik. Das Konzert des W.T.H.Trios wird von der Raiffeisenkasse Schlanders gefördert.


Menschen

„Jedn Sunnti a guate Saure“

J

edn Sunnti a guate Saure“ wurde von Hildegard Elsler, Witwe Spornberger, mit Liebe gekocht und serviert, als sie noch Wirtin im Gasthof „Bad Kochenmoos“ war, und sie erinnert sich daran ebenso gerne wie an weitere bedeutsame Lebensabschnitte. Hildegard wurde im Mai 1922 in Terlan geboren. Die Rückbesinnung auf ihre Kinder- und Jugendzeit wird von gemischten Gefühlen begleitet und bleibt immer wieder an der unseligen Zeit des Faschismus hängen. Ihrer Familie lag die Pflege des Volksliedgutes am Herzen, und so trafen sich hinter der schweren, gut verschließbaren Tür des eigenen Felsenkellers immer wieder Sangesfreudige, um deutsche Lieder zu singen. Die Liederbüchlein wurden dann im Schweinestall versteckt, so konnten diese bei einer Hausdurchsuchung durch zwölf Carabinieri nicht gefunden werden. Als „Bauernmadl“ musste sie am Heimathof alle anfallenden Arbeiten verrichten, betätigte sich aber zwischenzeitlich, ihrer Neigung folgend, als Saisonangestellte. Im Hotel Steger-Dellai auf der Seiser Alm wurde sie dann zweite Köchin und konnte die Erfolge ihrer Chefin, der Bergsteigerin Paula Wiesinger miterleben, die damals eine der besten Kletterinnen und Schirennläuferin ihrer Zeit war. Hildegard lernte dort weltbekannte Persönlichkeiten kennen, und auch Weltoffenheit, Ausdauer, Kraft und richtige Selbsteinschätzung zu ihrem Lebensprinzip zu machen. Nachdem Hildegard im Juni 1957 geheiratet hatte, führte sie den Haushalt bei der Fürstin von Wittgenstein auf dem Hochplatterhof bei Katzenstein in Obermais. Hildegards Mann war dort Gutsverwalter, und sie führten ein Leben wie in einem kleinen Paradies. „Wir wären“, so sagt sie, „fürs Leben gern auf diesem Hof geblieben.“ Doch da bekamen sie die Missgunst anderer zu spüren und so verließen sie den Hof. Für kurze Zeit betrieben beide eine Bar in Vahrn. Ein neues soziales Umfeld tat sich auf. Hildegards offene und humorvolle Wesensart lockte die Gäste und deren Herzen flogen ihr zu. Als ein Kaffeevertreter erzählte, dass der Gasthof „Bad Kochenmoos“ zu verkaufen wäre, nahm das Ehepaar dann dieses Pro-

jekt in Angriff. Bad Kochenmoos war als Mineral-Heilbad und Gasthof altbekannt. Durch die heilbringende Kraft dieses schwefelhaltigen Wassers hatte sich das Haus seit Bestehen mit Badegästen gefüllt. Das Wissen um die Geschichte des Bades und dessen wohltuende Auswirkung auf die Gesundheit war für Hildegard Auftrag genug, es noch länger aufrecht zu erhalten und gewissenhaft zu führen. Für den Kurgast in Vollpension war jeden zweiten Tag ein Bad vorgesehen. Öfters musste sie die Badedirne vertreten. Sie stellte Liegestühle zur Verfügung und ließ im Garten Lindenbäume pflanzen sowie einen Steg über den Graben zum Etschdamm hin errichten. Sie war überzeugt, dass der Aufenthalt im schat- Hildegard Elsler Spornberger, eine Wirtin mit tigen Garten und das Hinhö- Leib und Seele ren auf das sanfte Rauschen der Etsch die Heilwirkung des Bades gewiss unterstützten. Heute noch schichtsträchtige Orte und vertiefte sich strahlt ihr Gesicht, wenn sie viele Ort- in deren Vergangenheit, um ihre Arbeiten schaften von Mals bis über Bozen hinaus traditionsgerecht zu erfüllen, sie hatte aufzählen kann, aus denen die Badegäste aber auch den Mut zu Neuem, wenn ihr angekommen sind. Bis Ende der 60er etwas zeitgemäß und angepasst schien. Jahre enthielt das Badhaus noch drei Ba- Nachdem ihr Mann gestorben war und dewannen. Es kam seit jeher vor, dass sich die Frage um die Weiterführung des Gäste mit dem Frühzug angereist kamen, Betriebes ergab, wurde der Gastbetrieb ein Bad nahmen und dann wieder heim- verpachtet. Dem Sohn wollte sie, nach ihfuhren, oder, dass der eine oder andere, in rer Aussage, „den Lebensweg nicht vorErmangelung einer Badewanne zu Hause, schreiben“. Überaus beglückend war für sich um die Reinlichkeit seines Körpers Hildegard die Geburt des Enkelkindes. sorgte. Sie selbst besuchte jedes Treffen im SeAuch der Ruf der guten Küche war vor der niorenverein, zuerst in Naturns, dann Übernahme durch das Ehepaar Spornber- in Staben. Fehlte sie krankheitsbedingt, ger über die Grenzen des Landes hinaus- wurde dies von der versammelten Rungedrungen. Hildegard, die Unermüdliche, de sehr bedauert, weil sich jeder in ihrer kochte die „Saure“ so gut, dass sonntags Gegenwart wohl fühlt und sich auch gern viele deswegen bei ihr einkehrten. Durch auf ein „Karterle“ mit ihr einließ. Als ihre Mundpropaganda kamen Urlauber und Körperkräfte zusehends schwanden, fand Einheimische , auch von auswärts, eigens sie im Altenheim St. Zeno in Naturns lieher, um ein gediegenes Mahl einzuneh- bevolle Aufnahme. Die heute 90-Jährige men. Viele Arbeiter fanden monatelang, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus, und besonders in der kalten Jahreszeit, ein jeder hört ihr gern zu, wenn sie aus ihrem kräftiges Mittagessen, und der Speise- Leben erzählt und Ortsgeschichte mit hisaal war geöffnet für festliche Anlässe neinpackt. und Feiern aller Art. Hildegard liebte geMaria Gerstgrasser

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Gesellschaft

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Burgeis/Lohr am Main

Glurns. Glurns Art Point ist ein Zusammenschluss von jungen Künstlern zur Förderung junger Künstler in Form einer offenen Werkstatt mit Ausstellungsraum. Das Atelier bietet auf Anfrage die Möglichkeit die Werkstätten oder den Ausstellungsraum zu nutzen, sodass Künstler ihrer Aussage uneingeschränkten Ausdruck verleihen können. Im Ausstellungsraum können Gastkünstler aus dem In-/ Ausland nach Anfrage exponieren. Gründungsmitglieder von Glurns Art Point, mit starker Unterstützung der Stadt Glurns sind Julia Frank, Harald Punter, Andy Tappeiner, Simon Troger, Angelika Ziernheld. Das Atelierhaus im Winkel Nr. 4 wid am 30. Juni 2012 um 19.00 Uhr in Glurns eröffnet.

Schlanders. Ein Clown

- Hut, rote Nase, vergnügt - steht in der Schlanderser Fußgängerzone. Ein Wanderclown. Roland Grundheber alias Frolando machte auf seinem Weg von Trier nach Rom in Schlanders vor einer Woche Halt. Auf Schusters Rappen geht Frolando auch die Via Claudia Augusta. Am 5. Mai ist er in Trier gestartet, seit acht Wochen unterwegs. „Ich bin als Reisegruppe unterwegs“, sagt Frolando, „als Kunstmaler, als Zeichner, als Karikaturist und als Clown.“ Der Clown lernt die Menschen an der Via Claudia Augusta kennen. Ein Kompliment fällt für den Vinschgau: „Hier sehen die Leute mehr mit dem Herzen. Mit weniger Argwohn, wie es nördlich der Alpen zu spüren sei.“

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Partner zu Gast Personalrat Stephan Morgenroth, Geschäftsführer Anton Punt, Fraktionsvorsteher Florian Punt, Obmann Peter Moriggl

A

m Freitag, den 15. Juni 2012, waren die Gemeindeämter von Lohr am Main, der Partnerstadt von Burgeis, geschlossen. Der Betriebsausflug der Belegschaft, der seit 1982 im 5jahres-Rhythmus nach Burgeis führt, sah neben der Begegnung mit den Burgeisern eine Betriebsbesichtigung der Sennerei, eine Dorfführung, Wanderungen und zum Abschied einen Frühschoppen am Hauptplatz vor. Die 48 Teilnehmer wurden vom Fraktionsvorsteher Florian Punt herzlich willkommen geheißen. Die Führung durch die Sennerei konnte aus hygienischen Gründen nicht zugelassen werden. Stattdessen schilderte Obmann Peter Moriggl gekonnt die Geschichte der Genossenschaft mit ihren Höhen und Tiefen.

Eine Gründung gehe auf 1890 zurück. Bis 1953 gab es zwei Sennereien in Burgeis, deren Mitglieder die heutige Sennereigenossenschaft gründeten. 1982 bezog man das heutige Betriebsgebäude. Die alte Sennerei wurde der Raiffeisenkasse Graun verkauft. Damals wurden 1 Mio. Liter Milch von 130 Landwirten zu 100 Tonnen Käse verarbeitet, heute produzieren 50 Bauern 3 Mio. Liter Milch. Die 400 Kühe werden silofrei gefüttert, um Qualitäts-Käse und Butter herstellen zu können. Der beliebte Stilfser Käse hat zum Beispiel 2007 als erster Südtiroler Käse die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) erhalten, die sowohl seine ausgezeichnete Qualität als auch seine legendäre Echtheit und

regionale Bedeutsamkeit bestätigt. Der Geschäftsführer der Sennereigenossenschaft Anton Punt hatte inzwischen ein reichhaltiges Buffet mit prämierten Käsesorten, mit Speck und Wurst und Rotwein bereit gestellt. Nach der Jause begleitete die bekannte Kulturführerin Helene Dietl die Gruppe durch die Gassen von Burgeis. Einige Lohrer besuchten anschließend noch die Ausstellungseröffnung der Mineraliensammlung in Marienberg. Dieser gelungene Betriebsausflug, organisiert von Personalrat Stephan Morgenroth, hat bestimmt dazu beigetragen, die Partnerschaft von Burgeis und Lohr a. Main zu vertiefen und in die nächsten Generationen fortzuführen. (aw)

Burgeis

Burgeis ist ihr zweites Zuhause

D

ie Famile Lehmann aus Köln kommt seit 40 Jahren mit Kind und Kegel regelmäßig nach Burgeis. Ihre Gastgeber Emma und Hans Moriggl luden sie kürzlich zu einem Fest mit Freunden, darunter die erste Gastgeberin der Lehmanns Wilhelmine Habicher und auch Mitglieder des einstigen PilaClubs, den die Lehmanns mit aus der Taufe gehoben hatten. Es handelt sich dabei um eine Gruppe, die miteinander einiges

Eine Urkunde für Familie Lehmann von ihrer Gastgeber-Familie Moriggl

unternommen hat. Für Stimmung sorgte die Obervinschger Böhmische. Hans Moriggl übergab an Frau Anni Lehmann eine Ehrenurkunde als Dank und Anerkennung. Er erinnerte auch an ihren inzwischen ver-

storbenen Ehemann Heinz. „Mit diesen Gästen ist es schön zu feiern“, so Moriggl. Die Nachkommen des Paares folgen den Spuren der Eltern. „Burgeis ist unser zweites Zuhause“, sagt Angela Lehmann. (mds)


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Programm - Vinschgau Juli 2012

1 SO

Mals Bergstation Watles

4 MI

Schlanders / Kulturhaus

7 SA

Glurns / Zentrum - Schulhof

Uhr

Karl Schönherr

Le rex

11.00

W.T.h. Trio

20.30

céline Bonacina Trio

20.30

Infos: Tel. +39 0471

AUTONOME PROVINZ BOZEN SÜDTIROL

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO ALTO ADIGE

STADTGEMEINDE MERAN COMUNE DI MERANO

98 23 24


Gesellschaft

Marienberg

Naturns

„Aura des Göttlichen“

Neue ChorleiterInnen gekürt

D

er Konvent von Marienberg lud am Freitag (15. Juni) zur Eröffnung der Wechselausstellung „Einblick in die Sammlungen des Klosters“ ein. Heuer werden Paradestücke aus der Mineraliensammlung der Konventsmitglieder, der Hinterlassenschaft von Josef Schguanin und aus der Lehrmittelsammlung des ehemaligen Meraner Gymnasiums gezeigt. Abt Markus Spanier begrüßte neben zahlreichen Gästen und Freunden von Marienberg AbtPräses Benno Malfér, Hubert Zwick, den Direktor der Abteilung für Museen in Südtirol Othmar Parteli, die Vizebürgermeisterin Sibille Tschenett, den Vorsitzenden des Freundes-

v.l.: Laimer Peter, Hofer Maria Theresia, Brugger Hubert, Warger Heidi und Schenk Isabella; ganz rechts: Direktorin des Instituts für Musikerziehung Irene Vieider

A

n der Musikschule Naturns konnten kürzlich im Rahmen des Abschlusskonzertes drei frischgebackene Chorleiterinnen und zwei Chorleiter aus dem Chorbezirk Vinschgau/Burggrafenamt ihre Diplome in Empfang nehmen. Die Musikschule Naturns hatte ein Pilotprojekt gestartet, um dem Chorleitermangel entgegenzuwirken. Heidi Warger (Taufers i.M.), Isabella Schenk

(Meran), Maria Theresia Hofer (Mölten), Hubert Brugger (Meran) und Peter Laimer (Schlanders) meldeten sich an. Zwei jahre lang drückten sie zweimal wöchentlich abends die Musikschulbank und folgten den Ausführungen der Musikfachlehrer Stefan Gstrein, Julia Perkmann und Helmut Verdross. Der theoretische Teil umfasste Harmonielehre, Gehörbildung, Musikge-

schichte. Im praktischen Teil beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Probentechnik, Dirigieren, Einsingen, Stimmbildung, Tonangabe mit Stimmgabel. Zweimal wöchentlich übten sie an der Orgel und am Klavier. Sie gestalteten beispielsweise auch ein Rorateamt und eine Orchestermesse zusammen mit dem Kirchenchor in Dorf Tirol mit. Zum Abschluss der Ausbildung absolvierten sie eine theoretische Prüfung, eine interne praktische Prüfung in der Musikschule und eine öffentliche praktische Prüfung in Form eines Kirchenkonzertes in Dorf Tirol. In der bewertenden Fachjury saßen neben den unterrichtenden Fachlehrern Gstrein, Perkmann und Verdross auch Theodor Riffeser und Armin Mitterer. (mds)

Kortsch

Von richtigen und wichtigen Namen Die Äbte Benno Malfér und Markus Spanier, Volkmar Mair, Sibille Tschenett und Othmar Parteli bei der Ausstellungseröffnung in Marienberg

kreises von Marienberg Andreas Folie und Landesgeologen Volkmar Mair, der das Konzept dieser Ausstellung erarbeitet hat. Mair führte durch die Ausstellung und erklärte mit Begeisterung anschaulich die Wunderwelt der Gesteine und Mineralien. Die Auswahl der 120 ausgestellten Exemplare war nicht einfach. Die Mineraliensammlung hat nämlich einen Umfang von über 1.000 Stück, alle penibel geordnet und beschriftet. (aw) Öffnungszeiten Klosterladen und Museum: 02.04.2012 bis 03.11.2012; Montag bis Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr www.marienberg.it

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üdtirols politisches System rühmt sich, eine vorbildliche Autonomie erkämpft zu haben. Noch aber findet sich auf seiner Agenda das alte Versprechen, den Gebrauch von Orts- und Flurnamen entsprechend zu regeln. Einer der Akteure in der Debatte um die richtige Regelung ist der Südtiroler Schützenbund. Regelmäßig veranstaltet er Veranstaltungen zu diesem Thema, so auch am Abend des 14. Juni im Kulturhaus von Kortsch. Die Positionen, die bei der Diskussionsrunde bezogen wurden, sind nicht neu. Neu ist die Anzahl der Gäste: Insgesamt sieben Geladene, fünf Politiker

ein Internetblogger sowie ein Vertreter der Schützen teilten sich mit Moderator Harald Stauder das Podium. In den Abend führten Schützenhauptmann Arno Rainer mit einem Bibelzitat und bedeutungsschwangeren Vergleichen, sowie die Historikerin Margareth Lun mit einem Impulsreferat über das Werk von Ettore Tolomei ein. Am Podium propagierten dann Sven Knoll für die Südtiroler Freiheit und Peter Kaserer für den Veranstalter ihre „historische Lösung“. Sie forderten die Abschaffung aller nicht historisch gewachsenen italienischen Namen. Den Kontrapunkt bildete Landtagsabge-

ordneter Alessandro Urzí, der sich für die Beibehaltung aller Namen aussprach. Die Position der Übrigen lag irgendwo dazwischen und wurde mit Prozentrechnungen, den Hinweisen auf mögliche Volksentscheide und der nötigen Suche nach einem gesellschaftlichen bzw. politischen Konsens ausgedrückt. Dem zahlreichen Publikum war aber nicht nach Konsens. Es reagierte mit Stellungnahmen, deren Angriffspunkte vorwiegend Alessandro Urzí sowie Brigitte Foppa von den Grünen waren. Der Abend endete wie er begonnen hatte mit einem Bibelzitat. (jan)

v.l.: Brigitte Foppa (Grüne), Alessandro Urzí (futuro e libertá), Martha Stocker (SVP), Peter Kaserer (Schützen Bezirksmajor), Harald Stauder (Moderator), Simon Constantini (Blog Brennerbasisdemokratie), Pius Leitner (Freiheitliche) und Sven Knoll (Südtiroler Freiheit)


Gesellschaft

Eyrs

Schlanders/Frankfurt

Kutschenparade in Eyrs

Konzertreise

D

Historische Kostüme (links oben Hertha Zangerle und Franz Waldner), Enthüllung der Gedenktafel an der ehemaligen Poststation (BM Andreas Tappeiner und LR Richard Theiner); rechts oben: Kaiserjäger Hermann Pegger und Dietmar Weithaler; links: Prominenz in der Kutsche (Senator Man-

fred Pinzger, Richard Theiner, LA Sepp Noggler und Manfred Zangerle): die Musikkapelle und die Schützenkompanie Eyrs haben einiges auf die Beine gestellt

D

as Zeltfest in Eyrs ist die Mutter aller Zeltfeste. Weil es den Reigen dieser Art Festlichkeiten im Vinschgau im späten Frühling jährlich eröffnet. Heuer war das Rahmenprogramm in Eyrs ein besonderes. Just in der Zeit, in der die Poste Italiane den Postschalter in Eyrs geschlossen haben, haben die veranstaltende Musikkapelle und die Schützenkompanie Eyrs die Erhebung von Eyrs zur Poststation im Jahr 1822 zum Anlass genommen, um auf den damaligen Aufschwung

des Vinschgaus im Allgemeinen und von Eyrs im Besonderen aufmerksam zu machen. Der Obmann der Musikkapelle von Eyrs, Manfred Zangerle, hat sich mit anderen ins Zeug gelegt, und eine einmalige Kutschenparade durch Eyrs organisiert. Am Pfingstsonntag sind bei großem Publikumsandrang historische Kutschen vom Eyrser Dorfplatz bis zum Festzelt in die Sportzone gezogen, begleitet von der Musikkapelle Eyrs, einer Abordnung der Kaiserjäger, den Musikkapellen

Matsch, Tschengls und Schluderns, k.k. Reitergarden, berittenen Husaren und den Schützenkompanien von Mieming in Tirol und jener von Eyrs. Prächtige Kostüme bei einem prächtigen Umzug. Mit einem Buch „Eyrs in der Postkutschenzeit“ (Projektleiter Manfred Zangerle, Redaktionsleiter Franz Waldner und Mitarbeiter Ignaz Egger, Sebastian Felderer, Theodora Kuntner und Christine Trafoier) wird an die Erhebung der Poststation Eyrs im Jahr 1822 erinnert. (eb)

ie Konzertreise 2012 führte den Männergesangverein Schlanders nach Frankfurt am Main. Anlass war die Teilnahme am Deutschen Chorfest 2012, zu dem der Deutsche Chorverband vom 7. bis 10. Juni geladen hatte. Ca. 500 Chöre verschiedenster Musikrichtungen mit rund 20.000 Sängern und Sängerinnen, darunter auch internationale Teilnehmer aus Venezuela, China und Japan, bevölkerten die bekannte Finanzmetropole am Main und boten 4 Tage Gesang und Chormusik vom Feinsten. Der MGV Schlanders trat in der Kategorie /Jazz/Pop/Gospel B im großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zum Wettbewerb an. Groß war die freudige Überraschung: der Auftritt des MGV Schlanders ist „mit sehr gutem Erfolg“ bewertet worden und der Chor belegt mit 20,2 Punkten den guten 9. Platz in seiner Kategorie.

Erfolg in Frankfurt: der MGV Schlanders

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Kultur

Tod eines Hirten von Georg Mühlberger, Bozen

Im Sterberegister der Pfarre Unser Frau in Schnals findet sich zum 21. Juli 1942 folgender Vermerk zum Tod eines Mannes namens Johann Spechtenhauser aus Unser Frau:1 Er wurde von einem 18jährigen Grenzmilizler ohne Grund erschossen. Die ältere Bevölkerung bewahrt diesen Vorfall, der sich im Pfossental bei Mitterkas zugetragen hat, im Gedächtnis bis heute. Aber die Zahl derer, die noch davon wissen, wird immer kleiner. Die Suche nach dokumentarischen Nachweisen des Vorfalls hat eigentlich gar nie begonnen und jedenfalls bis heute kaum Erfolg gehabt.2 Die Geschichte, die sich vor genau 70 Jahren zugetragen hat, verdient es, dem Dunkel des Vergessens entrissen zu werden, denn es handelt sich offensichtlich um die Geschichte eines Unrechts. Eines Unrechts, das sich in der Einsamkeit eines Gebirgstales zugetragen hat. Eines Unrechts, das ein unbeteiligtes Leben ausgelöscht hat. Warum? Ist der Verdacht begründet, dass es aus der Anmaßung, aus der Willkür menschenverachtender Gewaltausübung geschehen ist, zu der das faschistische Italien seine Exekutive ermächtigt hat? Wir schreiben das Jahr 1942. Südtirol, 1919 von Italien als Kriegsgewinn annektiert, wird nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 unmittelbarer Grenznachbar des Deutschen Reiches. Hitler und Mussolini sind seit 1939 im Stahlpakt miteinander verbündet. Das faschistische Italien misstraut dem expandierenden Deutschland und ist seit 1938 dabei, seine Nordgrenze in Südtirol durch die Errichtung des Vallo 20 Der Vinschger Wind 13-12

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Alpino, eines gewaltigen Befestigungswerkes, zu sichern. Es ist Dienstag, der 21.Juli 1942, vermutlich früh am Tag, als Johann Spechtenhauser, im Tal Jochenweber Hans genannt, von der Alm Mitterkas aufbricht, um die im Almgebiet weidenden Schafe zu „salzen“. Dafür hat er wohl im Rucksack oder in der sogenannten Miettasche die benötigte Menge Lecksalz bei sich, das er in sorgsamer Hirtenpflicht – üblicherweise werden je zwei Hände voll gegeben - unter den Schafen verteilen will. Er muss von Mitterkas zuerst westwärts, dann nordwärts noch höher ansteigen, ein Stück den Bach entlang, dann rechter Hand dem Bachgraben ausweichend und in Richtung Pfaßer Scharte hinauf bis zu den Hängen, wo die Schafe weiden. Es ist Hochsommer und die Schafe suchen ihre Weideplätze bis in höhere Lagen. Ganz oben am Kamm verläuft die Staatsgrenze. Irgendwo auf diesem Anstieg, den der 72-jährige Junggeselle Johann Spechtenhauser in gewohntem Schritt beginnt, irgendwo in dieser stillen, einsamen, archaischen Welt, die seit Jahrtausenden den Kreislauf der Jahreszeiten mit den bescheidenen wirtschaftlichen Möglichkeiten der Gegend bewältigt, irgendwo oberhalb von Mitterkas auf etwa 2300 m Höhe zerreißt ein Schuss das trügerische Bild des Friedens mit den blühenden Almböden und den darauf weidenden Schafen. Ein Schuss, der nicht aus einem Jagdgewehr stammt. Ob Johann Spechtenhauser jemals eine Bekanntschaft mit den politischen Ereignissen in der Welt gemacht hatte? Ja, vielleicht, drei Jahre zuvor, 1939, als man

sich entscheiden musste zu bleiben oder zu gehen, wie es das Aussiedlungsabkommen für die Südtiroler Bevölkerung wollte, das Hitler und Mussolini vereinbart haben. Als ihn die Schüsse treffen, macht der Hirte, ohne es zu begreifen, die Bekanntschaft mit dem Faschismus, mit dem in der Welt tobenden Krieg, mit der Vernichtung des Respekts vor dem Leben, mit entmenschlichten Milizen, denen das politische System den Freibrief zum Töten gibt, mit der aus dem Wahn nationalistischer Anmaßung erwachsenen Lust an der Zerstörung all dessen, was nicht italienisch ist. Was sich genau zugetragen hat, ist nicht durch Zeugenaussagen belegt. Der Jagdaufseher Alois Kofler († 1958) soll, als er den Schuss gehört hat, nach dem Rechten gesehen haben und dem Sterbenden zu Hilfe geeilt sein. Wir wissen nicht, wer der oder die Urheber der Tat waren, die nichts anderes als ein Mord gewesen sein kann. Johann Spechtenhauser war Hirte. Er lebte von den Schafen, wie es im Schnalstal seit Jahrhunderten üblich war, wo die Transhumanz bis nach Vent im Ötztal nach alter Weiderechtsordnung gepflegt wurde. Der Hirte besaß keine Waffe. Er wollte, weil es wieder fällig war, seine Schafe „salzen“. Er war schon betagt, aber doch rüstig genug, um den Weg ins Steilgelände zu bewältigen. Hat er Anlass gegeben, dass der Grenzmilizler (sie waren laut üblicher Dienstvorschrift sicher mindestens zu zweit) auf ihn geschossen hat? Hat er vielleicht auf den Zuruf in italienischer Sprache, die er sicher nicht beherrschte, nicht geachtet? Oder hat er ihn, schwerhörig, wie er gewesen sein soll, gar nicht ge-


Kultur

hört? Widersetzlichkeit gegenüber Bewaffneten ist unwahrscheinlich. Noch lebende Ohrenzeugen der Schüsse, Karl Rainer aus Unser Frau, der auf der Alm als Hütbub beschäftigt war, und seine Schwestern Josefine und Katharina bestätigen, es habe zwei Schüsse gegeben. Hatte der erste Schuss schlecht getroffen? Befanden sich also Schütze und Opfer in größerer Entfernung voneinander? Wurde der Schuss, wie man vermutet, vom Damm aus abgefeuert, der den Bachlauf von den Mitterkaser

Der Schnalser Kamm Die italienisch- österreichische Grenze verläuft im Pfossental seit 1920 über den 3000 m hohen Schnalser Kamm, auf dessen Nordseite sich riesige Gletscher ausdehnen, so auch der Gurgler Ferner. Auf dem Bild sichtbar ist die Hintere Schwärze (3634m), die Roten Spitze (3393m) und die Karles Spitze (3393). Das Pfossental bohrt sich durch gewaltige Gebirgsmassen; der Name wird abgeleitet aus der vorrömisch-romanischen Wurzel „rovena“ und  bedeutet „Gelände mit vielen Geröllhalden“. Übergänge gibt es nur über das  2872 m hohe Eisjöchl ins Pfossental in Richtung Passeier und in Richtung Vinschgau über das 2900 m hohe Grubjöchl ins Zieltal nach Partschins. Demnächst soll unter der Roten Spitze im Talgrund bei der Mitterkaseralm ein Erinnerungszeichen, ein Bildstöckl für den erschossenen Schäfer aufgestellt werden.

Weideböden trennte und als Gewehrauflage für einen gezielten Schuss dienen konnte? Hat der Hirte in seinem bereits begonnenen Aufstieg der Aufforderung, stehenzubleiben oder sich zu stellen, nicht Folge geleistet? War damit für die Miliz der Vorwand gegeben zu schießen, wollten sie ein Exempel statuieren, oder ging es dem jugendlichen Milizler vielleicht gar nur darum, die Treffsicherheit zu erproben? Wie es sich tatsächlich zugetragen hat, können wir im Einzelnen nicht rekonstruieren. Allfällige Zeugen, wie der oben erwähnte Jagdaufseher Alois Kofler, sind nicht mehr am Leben. Das, was in der Erinnerung der Geschwister Rainer und im Gedächtnis der Schnalstaler Bevölkerung bewahrt ist, bestätigt sich als schwerer Verdacht: Es war Mord. Daran ändert nichts, dass sich die näheren Umstände im Dunkel der Geschichte verlieren: Es findet sich kein Protokoll zu diesem Vorfall, auch sonst gibt es anscheinend nirgendwo eine Notiz, geschweige denn einen Bericht in der geknebelten Lokalpresse. Von einem Prozessverfahren in Bozen, von dem Zeitzeugen im Tal noch wissen, haben sich bisher keine Gerichtsakten gefunden. So gibt es nur den eingangs erwähnten Vermerk im Sterberegister der Pfarre Unser Frau, der ein historisches Dokument ist, - und es gibt ein Sterbebild von der Beerdigung des Hirten, auf dem die Todesumstände im Text vorsichtig verschleiert sind: „Christliche Erinnerung zum Gebete für die Seele des Jünglings Johann Spechtenhauser, welcher am 25. Juni 1870 in Unserfrau (Schnals) geboren und am 22.

Juli3 1942 bei Ausführung seiner treuen Hirtenpflicht plötzlich verschieden ist. Er ruhe in Frieden!“ Johann Spechtenhauser war wohnhaft in Mitterreindl 51. Sein Vater hieß ebenfalls Johann, seine Mutter Maria Gstrein.

1

2 Überliefert ist ein Bericht dazu, enthalten in der Publikation: Rudolf Baur, Die Kartause Allerengelberg im Schnalstal, Bozen 1970, Seite 81. Rudolf Baur war nach dem 2.Weltkrieg Pfarrer in Karthaus. 3 Das auf dem Sterbebild angegebene Datum des Todes stimmt nicht ganz. Wie im Sterbebuch der Pfarre Unser Frau und nachträglich auch im Taufbuch festgehalten, war es der 21.Juli 1942.

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Gesellschaft

Mals/Müstair

Literatur an der Grenze „Literatur an der Grenze“ war heuer das Motto der „Literaturtage Mals 2012“, die mittlerweile einen guten Ruf weit über die Gemeindegrenzen hinaus genießen. Vinschgerwind: Herr Perting, haben Sie das Publikum überfordert? Hans Perting: Das glaube ich nicht. Alle Autorinnen und Autoren, die eingeladen waren, haben ihre Lesungen und Performances so gestaltet, dass diese nicht für ein Sachpublikum, sondern für ein breites Publikum gedacht waren. Aber es waren natürlich auch gewagte Experimente dabei, etwa die Literatur-Performance von Lissy Pernthaler.

War nicht die gesamte Veranstaltung ein Experiment? Hans Perting: Ein geplantes Experiment, ja. Und jede Veranstaltung dieser Art entwickelt immer eine Eigendynamik, sodass man bei aller Planung nie genau sagen kann, wo man landen wird. Wenn Sie das Publikum charakterisieren würden... Hans Perting: Das ist schwierig. Ein Kern von rund 50 Leuten war bei fast allen Veranstaltungen dabei. Zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer, und dann sind noch zu jeder Veranstaltung weitere oft nur sachbezogen interessierte Leute gekommen. Bei der Hochgebirgswanderung waren es allerdings nur 10 Leute, weil ich diese literarische Wanderung ins Hochgebirge als extrem anspruchsvoll ausgeschrieben hatte, und zwar aufgrund der Ausgesetztheit gewisser Passagen und aufgrund der heurigen Schneeverhältnisse. Diese 10 Teilnehmer waren dann aber total begeistert, sowohl von der Wanderung als auch vom ExWilderer Horst Eberhöfer, der ja ein besonderer Typ sui generis ist. Frau Tschenett, als Vorsitzende des Bildungsausschusses haben Sie das Organisatorische übernommen. War es schwie22 Der Vinschger Wind 13-12

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rig, die Ideen von Hans Perting und das Auftreten der Autorinnen und Autoren organisatorisch zu begleiten? Sibille Tschenett: Hans Perting und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das sich gegenseitig gut ergänzt. Wenn der Inhalt vorgegeben ist und die Begeisterung überschwappt, dann kann man auf viele freiwillige Helfer zählen. Das freut mich besonders. Und das hat alles geklappt. Das ganze Dorf hat mitgeholfen.

Hans Perting hat für „Literatur an der Grenze“ Ideen geliefert, Literaten begeistert und nach Mals gebracht und Sibille Tschenett hat die organisatorische Umsetzung übernommen

Hans Perting hat die Gabe der Begeisterungsfähigkeit... Hans Perting: Ich stecke die Leute mit meinem Überschwang oft an, ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Den blauen Streifen mit der Aufschrift „Literatur an der Grenze“ haben die Geschäftsleute gern in ihre Schaufenster gestellt. Ich habe dann überdies berufsbezogene Inputs für besondere Sprüche gegeben, und dann hat sich eine tolle Eigendynamik entwickelt, sodass z.T. ganze Kunstwerke von Schaufenstern entstanden sind. Aber das ganze Dorf ist letztlich hinter der Veranstaltung gestanden. Die Menschen im Dorf haben sozusagen die eigenen Grenzen übersprungen und mitgemacht. Sibille Tschenett: Die Literaturabende fanden zudem in einem sehr familiären Rahmen statt, in einem von Steiner Karlheinz perfekt arrangierten Kulturhaus, mit hochwertiger Musik, mit viel Kulinarischem.

Hans Perting: Und so sind die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung nicht sofort heimgegangen, sondern sie sind sitzen geblieben, haben gemütlich mit den Autorinnen und Autoren geplaudert, haben untereinander diskutiert, etwas gegessen, etwas getrunken, z.T. bis weit nach Mitternacht. Sibille Tschenett: Wären es ausschließlich Lesungen oder Vorträge gewesen, wären, so glaube ich, weniger Leute gekommen. Mit Musik, gemütlichem Sitzen und gutem Essen wurde die Hemmschwelle der Literatur gegenüber gesenkt.

Wie waren die Erfahrungen mit der Schweiz und im Münstertal? Hans Perting: Ich habe die tägliche Begrüßung immer dreisprachig gehalten und dafür auch einige Sätze auf Rätoromanisch gelernt, eine Sprache, die ja bis ca. 1600 zum Großteil im oberen Vintschgau gesprochen worden ist. Und noch immer sind die meisten unserer Flurnamen rätoromanisch. Ewiger Dank und Lob ohne Ende gebührt dem evangelischen Pfarrer von St. Maria, HansPeter Schreich, der nicht nur zwei Veranstaltungen selber bestritten hat, sondern mir in allen „rätoromanischen Dingen“ wichtiger Berater war. Ein bisschen enttäuscht war ich aber von der Teilnahme der rätoromanischen Nachbarn aus dem Münstertal. So sind z.B. vom Vinschgau etwa 20 Leute

ins Münstertal zum Vortrag über die rätoromanische Geschichte und Literatur von Pfarrer Hans-Peter Schreich nach Valchava gefahren, aber es ist kein einziger Rätoromane aus dem Münstertal zu diesem Vortrag gekommen. Da war ich schon etwas baff. Zu den Vorträgen und Veranstaltungen im tirolerischen Vinschgau sind allgemein nur wenige Bewohner des rätoromanischen Münstertales gekommen, fast kamen mehr Rätoromanen aus Zernez und Scuol. Also etwas „an Grenze“, etwas an „Distanz“ zwischen deutschsprachigen und rätoromanischen Vintschgern habe ich da schon noch empfunden. Die Literaturtage Mals 2014. Was wird da kommen? Hans Perting: Viele Leute sagten am Ende der heurigen Literaturtage, dass sie sich schon auf 2014 freuen! Das ist natürlich eine Rückmeldung, die große Freude macht. Gedanken und Ideen in merito habe ich schon viele. Für 2014 sind die Überlegungen, auch die Fraktionen der Großgemeinde Mals, die ja von der österreichischen bis zur Schweizer Grenze reicht, mehr miteinzubeziehen. Warum, zum Beispiel, nicht Lyrik aufm Tartscher Bühel, Bergliteratur in Matsch und erotische Literatur in Planeil? (lacht). Ideen sind viele vorhanden, die Aus- und Brütung hat bereits begonnen. Und wir als Veranstalter sollten uns auch überlegen, Begriffe wie „Literatur an der Grenze“ dauer-schützen zu lassen. Es wurde uns auch geraten, die dreisprachigen Literaturtage in Mals ähnlich wie die Toblacher Gespräche als einen Fixpunkt in Südtirol zu installieren. Sibille Tschenett: Ich finde das eine gute Idee. Das wäre eine Klammer, innerhalb derer vieles Platz hätte. Interview: Erwin Bernhart


Mals

Schulprojekt „Die Hoache“

A

rtenvielfalt, Trockenmauern, Lebensräume, Naherholung Hecken, mit diesen und weiteren Begriffen beschäftigten sich die SchülerInnen der 1C, 1D und 2C der Mittelschule Mals, die zweiten Klassen der Grundschule Mals und die Grundschüler von Tartsch im vergangenen April und Mai beim Projekt „Hoache“. Die „Hoache“, das Gebiet westlich von Mals, sind Hochäcker, welche durch ihre Artenvielfalt schützenswert sind. In der Freiarbeit, welche von Brigitte Höller geleitet wurde, lernten die Jugendlichen das Gebiet kennen, erarbeiteten in Gruppen die Begriffe, gestalteten Plakate, Spiele und Texte. Der Biologe Joachim Winkler besuchte die Schule am 28. April, anhand schöner Bilder von Tieren und Vögeln in den Hecken und Trockenmauern verdeutlichte er die

Präsentation im Dorfanger von Mals am 01. Juni 2012

Artenvielfalt. Eine Pressegruppe der beiden ersten Klassen der Mittelschule, begleitet auch von Brigitte Thoma, hielt die Projektarbeit in Bildern und Berichten fest, veröffentlichte das Erarbeitete in verschiedenen Zeitungen und Foren. Am Samstag, 12. Mai fand eine Begehung statt. Anhand verschiedener Stationen in den „Hoachen“ lernten die Kinder und Lehrpersonen die Standpunkte der Bauern, Förster, Biologen, Touristiker, Direktvermarkter und Imker kennen. Im Dorfanger von Mals, am Freitag 1. Juni, fand eine Präsentation statt. Der BM

Ulrich Veith, VizeBM Sibille Tschenett, der Direktor Andreas Bordiga, Lehrer des Schulsprengels Mals und viele Eltern und Interessierte nahmen trotz des starken Vinschgerwindes und Nieselregens daran teil. Plakate, Kurzreferate, Spiele, Lieder und Gedichte, ein „Pressebaum“ wurde von den Schülern vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion der Mittelschüler, welche die Meinungen der Touristiker, Bauern, Umweltschützer und Lebensmittelhändler vertraten, moderiert vom BM Ulrich Veith, rundete die Veranstaltung ab. (bbt)

Schlanders

Geleistete Arbeit präsentiert L

assen wir die Musik sprechen.“ Mit diesen Worten eröffnete Direktor Stefan Gstrein das Abschlusskonzert der Musikschule Unterer Vinschgau kurz vor Schulschluss und überließ den Sieben- und Achtjährigen der Singklassen die Bühne. Ein geglückter Landler und ein missglückter Jodler sollten dem Publikum in der weiteren Konzertfolge Bodenständiges zu Gehör bringen, bevor das Flötenensemble mit zwei amerikanischen Liedern in fremdes Liedgut eintauchte und ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nach einem klassischen Block mit GitarrenTrio, Klavier-Solo und Variationen von den Altblockflöten führte die weitere musikalische Reise nach Mexico (Mexican Hat Dance), nach Brasilien (Garota de Ipanema) und schließlich in das „Bella Napoli“. Aus

Bühne frei für die sieben- und achtjährigen SchülerInnen

dem Trompeten-Quartett wurde – krankheitsbedingt – ein Trompeten-Trio, das tat dem Erfolg des Titels „Sketch 1“ aber keinen Abbruch. Posaune (T-Bone Blues) und Trompete (Mira) stimmten schließlich auf Mozart ein, den der Chor, der unterm Jahr die Vokalausbildung absolvierte, zusammen mit einem zeitgenössischen Stück – Lichtwechsel I – dar-

bot. Der Abschluss des Konzertes gehört seit vielen Jahren den Schlagzeugern, das ist mittlerweile lieb gewordene Tradition an der Musikschule Unterer Vinschgau. Mit „Wooden Boogie“ beschlossen diese denn auch das Abschlusskonzert und entließen das Publikum nach klangvollen anderthalb Stunden im Kulturhaus Schlanders nach Hause. (ap)


Gesellschaft

Laas/Schluderns

Glurns

Die Suche nach guten Worten

Antrisches

W

ie spreche ich zu den alten Menschen? Welche Wörter verwende ich? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenheime Laas und Schluderns ein Jahr lang unter der Leitung von Sandra Wiesner-Mantz. Der Fachfrau für Supervision und Kommunikation war von der Direktorin Sibille Tschenett verpflichtet worden, nachdem sie ein Referat gehört hatte, das sie berührte. 18 Interessierte meldeten sich und waren bereit, auch einen Großteil ihrer Freizeit in die Ausbildung zu investieren. Wörter können Menschen streicheln oder sie verletzen. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie ihre Sprache wirkt“, so WiesnerMantz kürzlich bei der Abschlussveranstaltung in Laas. „Sprechen ist eine Pflegekom-

Mitarbeiterinnen der Altenheime von Laas und Schluderns lassen das Sprachseminar bei der Abschlussfeier mit AngehörigenRevue passieren.

petenz, die meist keine große Aufmerksamkeit erfährt. Viele verwenden oft eine raue Sprache, weil sie es nicht anders gelernt haben“, so Wiesner-Mantz. Sie kämpft dafür, dass sich das ändert. Mit den KursteilnehmernInnen arbeitete sie an zwei Zielen: 1. Es wurde bewusst gemacht, welcher Sprache sich jede/jeder bediente. Das heißt, die Ausdrücke wurden kritisch beleuchtet. 2 Es wurde der Ausdrucksform gefeilt. Das war harte Arbeit. Wiesner Mantz

verwies darauf, dass der Dienst an alten Menschen neben viel Herz voraussetzt. Menschen haben oft beklemmende Lebensgeschichten hinter sich, folgen alten Mustern und schimpfen. Wenn jene, die sie betreuen, ebenfalls schimpfen, kostet das beiden Seiten unnötig viel Kraft. „Diese Kraft solle besser in die Suche nach guten Worten investiert werden“, so WiesnerMantz. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch „in seinem Innersten brillant ist.“ (mds)

A

m Donnerstag, den 5. Juli 2012 wird am Schludernser Tor in Glurns eine „antrische Lesung“ stattfinden. Der „gläserne Hofnarr“ Hans Perting wird ein neues Buch vorstellen, Gedichte lesen. Jedenfalls überraschen. Begleitet wird die Lesung vom Glurnser Hannes Ortler auf der Klarinette. Anlass ist die Ausstellungs-Eröffnung der Buchillustrationen (vergrößerte Digitaldrucke) von Lara Domeneghetti. Die Ausstellung bleibt dann bis September 2012 frei zugänglich.

Lara Domeneghetti und Hans Perting (Foto: Angelika Gander)

Schluderns

Sympathie für Fledermäuse

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as Dachgeschoss der Schludernser Pfarrkirche beherbergt einen Schatz der besonderen Art. 80 weibliche Fledermäuse ziehen dort ihre Jungen groß. Es handelt sich um die „Große Hufeisennase“, die in ihrer Art sehr bedroht ist. Die Kolonie ist einzigartig und

Christian Drescher erklärt das Fledermaus-Projekt

sie soll ihren Nistraum behalten. Ein entsprechendes Projekt ist gestartet worden. Kürzlich machten die zuständigen Biologen Christian Drescher und Eva Ladurner die Schludernserinnen und Schludernser mit ihren Fledermäusen vertraut. Groß und Klein beobachteten die Tiere auf dem Bildschirm, der mit einer Kamera im DachgeschossInneren verbunden war und verfolgten deren Ausflug, als es dunkel war. Die Sympathie für die nächtlichen Jäger ist groß. Fledermäuse brauchen allerdings nicht nur einen Unterschlupf, sondern auch einen intakten Lebensraum. Zurückgedrängt wurden die Fledermäuse vielerorts durch die ausgedehnten Intensivkulturen. Dass die Tiere in Schluderns überlebt haben, zeigt, dass sie dort noch alles finden, was sie brauchen. (mds)

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ACTION DAY

Jugend JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 29.06.12 ab 18.00 Uhr Grill & Music Ö Sa. 30.06.12 um 7.00 Uhr Ausflug – Zoo Safari in Lignano Kosten: 50 € + Mitgliederkarte 5 € Treffpunkt: Juze Anmeldung im Juze oder unter Tel. 329 854 70 70 Ö Mi. 04.07.12 ab 16.00 Uhr Spielnachmittag Ö Fr. 06.07.12 ab 19.00 Uhr Pasta & OpenAirKinos Ö Sa. 07.07.12 um 9.00 Uhr RaftBuilding – In Zusammenarbeit mit www.acquaterra.it Anmeldung im Juze oder unter Tel. 329 854 70 70 Kosten: 45 € + Mitgliederkarte 5 € Ö Mi. 11.07.12 ab 16.00 Uhr Spielnachmittag JuZe Naturns Ö Do. 28.06.12 ab 15.00 Uhr Turniertriathlon Calcetto, Darts, Billard Ö So. 01.07.12. ab 16.00 Uhr JuZe Suntig. Chillen… Ö Öffnungszeiten Juli – August Mo, Di, Mi, Do, Fr: 16.00 – 22.00 Uhr Sa: 16.00 – 20.00 Uhr Komso Plaus Ö Öffnungszeiten Juli – August Mi und Fr: 16.00 – 20.00 Uhr Do: 15.00 – 18.00 Uhr Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 06.07.12 ab 21.30 Uhr Freilichtkino Malser Dorfplatz (freier Eintritt) Ö Di. 10.07.12 Grill & Chill, Fleisch selbst mitbringen Ö Do. 12.07.12 + Fr. 13.07.12 Zelten!!! Anmeldung erforderlich! Ö Sa. 14.07.12 Caneva!!! Anmeldung erforderlich! Cityteff Glurns Ö Fr. 29.06.12 um 18.00 Uhr Kochkurs Anmeldung erforderlich Kosten ca. 10 € Phönix Schluderns Ö Do. 28.06.12 ab 20.45 Uhr Em Fußballabend: Halbfinale Ö So.01.07.12 – Sa. 07.07.12 wegen Ferien geschlossen Ö Do. 12.07.12 + Fr. 13.07.12 Zeltlager auf der Ausserer Alm in Schluderns, ab 11. Jahren Anmeldung erforderlich Jugendtreff St. Valentin & Reschen, Jugendraum Graun Ö Fr. 01.06.2012 ab 15.00 Uhr Schnupperkurs Klettern mit dem Bergführer Josef Plangger, Start: Melag/Langtaufers, Infos und Anmeldung bei Jutta (Tel. 320 48 49 198), 3 € Kursgebühr Ö Sa. 09.06.2012 ab 17.00 Uhr Abschlussgrillen, Spielplatz Reschen, (alle Ehrenamtliche + Jugendlichen des Jugendtreffs Reschen + St. Valentin, Jugendraum Graun)

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im Jugendzentrum Freiraum Schlanders ZOO SAFARI

Ein spannender Ausflug, bei dem man sich auf die Spuren von seltenen und wilden Tieren begibt. Teile des Ausflugs werden zu Fuß zurückgelegt, andere im Auto. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche Wann: Samstag,30.06.2012 Treffpunkt: Juze Freiraum Start: 7.00 Uhr Rückkehr: ca. 20.00 Uhr Kosten: 50 Euro (Eintrittskarte + Fahrt) + Mitgliedskarte 5 Euro Anmeldung erforderlich Veranstalter: Jugendzentrum Freiraum Schlanders

RAFT BUILDING

Mit allem Nötigen ausgestattet für den Bau eines eigenen Bootes, mit dem danach an einem Rennen auf dem Fluss teilgenommen wird. In Zusammenarbeit mit www.acquaterra.it Zielgruppe: Jugendliche Wann: Samstag, 07.07.2012 Treffpunkt: Juze Freiraum Start: 9.00 Uhr Rückkehr: ca 16.00 Uhr Kosten: 45 Euro Eintrittskarte + Fahrt+ Mitgliedskarte 5 Euro Anmeldung erforderlich (min. 6 Personen) Veranstalter: Jugendzentrum Freiraum Schlanders

KITEKURS

Schnupper-Kurs am Reschen Sa.14.07.2012 Kitesurfen ist ein junger Trendsport, bei dem man einen Kite (Lenkdrachen) für die Fortbewegung auf dem Wasser mit Hilfe eines Kiteboards verwendet. Der Sportler befindet sich dabei auf dem „Board“ und wird durch einen „Kite“, auch Windschirm oder Schirm genannt, gezogen. In Zusammenarbeit mit www.adrenalinakiteschool.com Zielgruppe: Jugendliche Wann: Samstag, 14.07.2012 Treffpunkt: Juze Freiraum Start: um 8.45 Uhr Rückkehr: ca. 18.00 Uhr Kosten: 50 Euro + Mitgliedskarte 5 Euro Anmeldung erforderlich (min. 6 Personen) Veranstalter: Jugendzentrum Freiraum Schlanders

Beim Organisieren

Gruppenfoto

SCHOOL OUT KONZERT Zu Schulende wurde auch im JuMa noch einiges geboten, am 9.Juni spielten drei Bands ein Konzert im JuMa. Musikalisch einiges zu bieten hatten die Bands „MundTod“ aus Lana, die „Dead like Juliet“ aus Meran und die „Ashes of my memory“ aus Bruneck. Das letzte Konzert vor der Sommerpause wurde gut besucht. Gleich am nächsten Tag ging es für die Jugendarbeiterinnen Veronika und Franziska (JA in Schluderns & Glurns) und die beiden Jugendlichen Stefan und Alessandra auf ins Ötztal zum Vorbereitungstreffen für das Sommercamp „Teens go wild“ im August. Dort wurde zwei Tage lang mit weiteren Jugendarbeiterinnen und Jugendlichen intensiv am Programm für die Campwoche Ende August gearbeitet, Ziele beabsichtigt, Programme erstellt und vieles mehr.

Ein großes Dankeschön gilt den beiden Jugendlichen, welche das Camp fleißig mitorganisieren. Wenige Plätze sind noch frei für das Camp, welches vor allem an Jugendliche der Gemeinde Mals gerichtet ist, welche wenig mit der Natur am Hut haben und am liebsten zu Hause sitzen. „Teens go wild“ soll die Lust an der Natur wecken, denn die hat einige Abenteuer zu bieten (Campen im Freien, Rafting, Survivaltraining uvm.). Außerdem wird ein weiteres Camp im Juli (16. bis20.) angeboten, bei dem mit dem Zug durch Südtirol gefahren wird, und dabei andere Jugendzentren angeschaut und unterschiedliche Orte besucht werden (Sommerrodelbahn, Hochseilgarten Pragser Wildsee, Badesee Montiggl… )

Mädls aufgepasst!! Mädchencamp vom 23.07. – 25.07. für Mädchen von 11 – 14 Jahren Gemeinsam mit allen Jugendtreffs aus dem Obervinschgau werden wir 3 Tagen verbringen, in denen wir chillen, Action erleben und einfach nur Spaß haben. Am Montag geht es zur Sesvennahütte auf den Watles, am Dienstag machen wir es uns im Schwimmbad gemütlich und am Mittwoch werden wir den Tag im Hochseilgarten von Laas verbringen. Übernachtet wird in den Jugendtreffs, wo es auch abends ein buntes Programm wie Naturkosmetik machen, Bodypainting, Filzen und vieles mehr geben wird. Anmeldungen werden bis spätestens 11.Juli entgegengenommen. Die Kosten betragen 60 Euro für Mitglieder der Jugendtreffs und 65 Euro für Nichtmitglieder. Infos und Anmeldung unter: Jugendtreff Burgeis und Juma Mals: Evelyn 388 79 78 864 Jugendtreff Ju!P Prad: Sieglinde 389 51 95 833 Jugendtreffs Oberland: Jutta 320 48 49 198 Jugendtreff Phönix Schluderns und Citytreff Glurns: Franziska 329 721 52 36


Gesellschaft

Naturns

Bibliothek Partschins-Rabland

Die Naturnser Firmung

Viel Aktivität

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I

m Jahre 2003 wurde in Naturns das Projekt »Jugendfirmung« geboren. Nach einer Idee des damaligen Dekan Georg Peer sollte die Firmung nicht wie gewöhnlich schon in der Mittelschule, sondern im Jugendalter von 18 Jahren erfolgen. Die Vorbereitung auf die Firmung sollte somit in einem Zeitraum von ca. 5 Jahren erfolgen, sodass sich die Firmlinge in den GSG (Glaubenssafarigruppen) intensiv mit »ihrer« Firmung auseinandersetzen können. Mit der Idee ist man radikal gestartet; und

hat keine Alternative angeboten. Als dann Kritik laut wurde und sogar einige Mittelschüler auswärts zur Firmung gingen, ist man einen Schritt zurückgerudert und bietet zusätzlich die konventionelle Mittelschulfirmung mit 14 Jahren an. Mit der Anstellung von Thomas Weithaler als Pastoralassistent in Teilzeit soll eine konstante Begleitung gewährleistet werden. Nach der mittlerweile zehnten Jugendfirmung wurden am Dreifaltigkeitssonntag die Firmkandidaten durch ein »Aufbruchfest« auf ihren

Firmweg geschickt. Während die ca. zehn Kandidaten der Jugendfirmung durch verschiedene Aktionen und Fahrten konkret Gemeinschaft durch Abenteuer den Heiligen Geist entdecken sollen, werden die ca. fünfzig Mittelschulfirmlinge in Kleingruppen von Tischmüttern betreut. Bis jetzt waren die Firmlinge bei beiden Alternativen in etwa gleich groß; aufgrund von geplanten Neuerungen vonseiten der Amtskirche lassen viele Eltern die Kinder noch schnell firmen. (klab)

Klassenbesuch der Grundschule Partschins

Latsch

„Petri Heil“ im Schulsprengel Latsch

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ass Schüler auch mit Begeisterung, Engagement und Ausdauer bei der Sache sein können, davon konnte man sich im heurigen Frühjahr beim Thema „Fische und Angeln“ ein Bild machen. An die 40 Mittel- und Grundschüler aus dem gesamten Schulsprengel Latsch hatten sich zu diesem Wahlfach angemeldet. Die Lehrpersonen wurden dabei durch die Beamten der Forstbehörde und durch die Mitglieder des Fischervereins Goldrain unterstützt, welche durch ihre fachliche und praktische Kompetenz und Hilfestellung ebenfalls maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Und die zum Teil bereits erstaunlich routinierten Fischer unter den Schülern, aber auch jene, die es noch werden wollen, bekamen in diesem Wahlfach

ie Bibliotheken Partschins und Rabland als Ort des Lesens, Lernens und der Freizeitgestaltung wurden auch in diesem Jahr wieder von zahlreichen Schulklassen und Kindergartengruppen besucht: Die 3 Schulen und 2 Kindergärten der Gemeinde Partschins nutzten die Möglichkeit, nach Vereinbarung mit der Bibliotheksleiterin Barbara, die Bibliothek auch außerhalb der regulären Öff-

„Ich würde mich wieder zu einem solchen Wahlfach anmelden und könnte auch länger als vier Stunden bleiben.“ (Schaller Tobias, MS)

einiges geboten: von den fundierten und interessanten Führungen in Aquaprad durch die Förster über die Durchwatung der Schmelzwasser führenden Flussarme in der Prader Sand bis zu den gemeinsamen Fischgängen und einer tollen Grillparty am Goldrainer See. Von der Theorie bis zur Praxis war vieles dabei und auch die Lehrer haben einiges gelernt und vor allem manche Schüler von einer anderen Seite kennen gelernt.

Die jeweiligen Nachmittage waren stets zu früh zu Ende und manchen war auch nach vier Stunden die Lust am Fischen noch nicht vergangen. Die teilnehmenden Schüler haben sich mit Begeisterung, Engagement, Disziplin und ausgeprägter Teamfähigkeit bei ihren begleitenden Lehrpersonen revanchiert und sich bereits nach einer Neuauflage dieses schulischen Angebotes erkundigt. Helene Eberhöfer, Werner Hanni

nungszeiten zu besuchen, um dort Bücher und andere Medien auszuleihen, Geschichten vorgelesen zu bekommen, spielerisch in die Nutzung der Bibliothek eingeführt zu werden (z.B. Bibliotheks-Ralley, Bibliotheks-Quiz, Einführungen in die Bibliotheksnutzung und Katalogrecherche) usw. - Ein Angebot , das auch in diesem Schuljahr, vor allem in der Bibliothek Partschins, sehr viel genutzt wurde. Allein seit Jänner 2012 wurden über 110 Besuche von Schulklassen gezählt! Ebenfalls gut genutzt wurde auch das Angebot der Bibliothek auf Wunsch der Kindergärtnerinnen bzw. Lehrpersonen zu einem bestimmten Thema oder zu einem Projekt Buchpakete zusammenzustellen und immer wieder wurden die Räumlichkeiten der Bibliothek für Buchvorstellungen, Vorlesestunden, Gruppenarbeiten und Schulstunden genutzt. 28.06.12

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Gewerbezone Prad

Stimmen aus der Gewerbezone Prad Die Gewerbezone Prad auf 25 Hektar Fläche ist die größte im Obervinschgau und hat großes Potential. Handwerk- Dienstleistungs- und Industriebetriebe bieten rund 500 Arbeistplätze, von denen rund 75 Prozent im Handwerk zu finden sind. Betriebsinhaber sind innovativ unterwegs, setzen auf Qualität und schauen über die Grenzen. Das festigt den Wirtschaftsstandort Prad auch in der derzeit angespannten Lage mit großem Steuerdruck. Der Vinschgerwind hat Stimmen von Prader Wirtschaftstreibenden eingefangen. Interviews: Magdalena Dietl Sapelza

„Es braucht stabile gesetzliche Regelungen“ Vinschgerwind: Frau Zoderer, wie geht´s dem Bausektor in Prad? Elke Zoderer: Die Auftragslage ist angespannt, speziell im öffentlichen Bereich, auch bedingt durch den neuen Ausschreibungsmodus und das Pauschalsystem. Es hat zwar durch ein Landesgesetz eine Erleichterung gegeben, aber nur bis zu einer gewissen Ausschreibungssumme. Überregionale Großunternehmen haben nach wie vor die Nase vorn. Elke Zoderer, Zoderer BauKG des Zoderer Franz&Co Prad

Die Firma Zoderer Bau KG steuert mit einer Bietergemeinschaft dagegen, die sie 2011 mit den Unternehmen Holzbau Lechner, Kuntner GmbH, Metallbau und Elektro Reinstadler gegründet hat? Ja, ohne Bietergemeinschaft ist es fast nicht mehr möglich, bei öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen. Denn bereits die Teilnahme kostet 12.000 bis 15.000 Euro. In der Bietergemeinschaft teilt man sich das auf. Kleine Betriebe haben keine Chance und viele denken darüber nach aufzugeben. Was müsste passieren, um das zu verhindern?

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Der Ausschreibungsmodus muss wieder so gestaltet werden, wie er vor der Neuregelung war, das heißt, es braucht eine Ausschreibung in Gewerken, unabhängig von der Ausschreibungssumme. Es braucht stabile gesetzliche Regelungen. Derzeit ändern sich die Richtlinien laufend, sodass kaum noch Kalkulationen möglich sind. Diese können beispielsweise in kürzester Zeit wieder auf Null sein, auch weil laufend neue Steuern eingehoben werden. Überall wird genommen, wir bekommen fast keine Luft mehr. Dazu kommen noch die übertriebenen Kontrollen, die oft an Schikanen grenzen. Es ist nicht zu wundern, dass vielen Unternehmern die Freude an der Selbständigkeit vergeht. Es braucht also neue Rahmenbedingungen? Ja, die Politik ist dringend gefordert zu handeln. Sie muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass klein- und mittelständische Traditionsbetriebe nicht zusperren und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause schicken müssen. Und es braucht Konjunkturprogramme. 


Gewerbezone Prad

„Die Auftragslage ist zurzeit in Österreich und der Schweiz gut“ Vinschgerwind: Herr Koch Waldner, mit Ihrem Unternehmen Internform arbeiten Sie viel in Österreich und der Schweiz. Wie ist Ihre Auftragslage derzeit? Robert Koch Waldner: Die Auftragslage ist zurzeit in Österreich und der Schweiz gut, schwierig ist sie im oberen Vinschgau. Hier wäre ich nicht in der Lage, meine 30 Mitarbeiter zu beschäftigen. Unser Unternehmen hat sich im Bereich der Hotelerie spezialisiert. Wir sind also stark von der Entwicklung des Tourismus abhängig. Dessen Auslastung und Zukunftsperspektiven sind für uns sehr wichtig.

Sie bewegen sich zwischen unterschiedlichen Gesetzgebungen. Wo lässt sich’s am besten arbeiten? Jedes der drei Länder hat seine Eigenheit – über die italienischen Verhältnisse zu sprechen würde den Rahmen sprengen. Die Situation in der Schweiz ist für uns zur Zeit sehr schwierig. Das heißt: Den Südtiroler Unternehmen werden große Auflagen in den Bereichen Arbeitsbewilligungen und Mitarbeiterentlohnung aufgehalst. In Österreich ist es zurzeit sicherlich am einfachsten als ein EU-Unternehmen zu arbeiten und Aufträge abzuwickeln.

Was hat Sie bewogen, über die Grenzen zu schauen und was bedeutet das für ein Prader Unternehmen? Bin davon überzeugt, dass man als Unternehmen auf mehreren Beinen stehen muss, um anstehende Krisen ausgleichen zu können. Zudem vermarkten wir typisch italienische Produkte und meine Mitarbeiter erbringen eine qualitativ hochwertige Dienstleistung, die von unseren Kunden in den Nachbarregionen sehr geschätzt wird. Wichtig war für mich immer, die Arbeitsplatzsicherheit meiner Mitarbeiter zu garantieren und das ist bis jetzt durch den Blick über die Grenzen und unterschiedlichen Märkte auch gelungen.

Sie waren jahrelang Chef der obervinschger Handwerker, in dieser Funktion zuständig im Bereich Regionalentwicklung. Wie sehen Sie die heutige Entwicklung und die Zukunftsperspektiven in Krisenzeit? Die wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven für den Vinschgau sehe ich als nicht sehr rosig, vor allem für jene, die sich nicht auch außerhalb unseres Bezirkes bewegen. Die Auftragslage hier ist für alle zu dünn. Es schmerzt mich sehr, wenn ich mitansehen muss, was vom einstigen Gedanken der Regionalentwicklung übrig geblieben ist. Ich kann jedem Handwerkskollegen empfehlen, über den Bezirk hinaus Aufträge einzuholen und abzuwickeln. 

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Robert Koch Waldner, Firma Internform GmbH in Prad

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Gewerbezone Prad

„Flexibel und schnell auf Marktänderungen reagieren“

Leo Berger TTM GmbH Prad

Vinschgerwind: TTM ist europaweit führend im Bereich Ummantelungen für technische Isolierungen, der Standort Gewerbezone Prad eine ideale Drehscheibe? Leo Berger: Die ideale Drehscheibe definitiv nicht! Logistisch gesehen liegen wir im oberen Vinschgau klar im Abseits was die klassischen Verkehrsrouten betrifft. Mitbewerber haben hier klare Vorteile. Lokale Logistikpartner sind sehr engagiert und flexibel, zaubern können aber auch diese abseits der großen Ballungszentren nicht. Auf eine schnelle und stabile Internetverbindung warten wir bereits seit 10 Jahren. Endlich hat es ein lokaler Anbieter, das E-Werk Prad, in die Hand genommen und mit Mitte Juli wird auch die Gewerbezone Prad direkt in ein Glasfasernetz eingebunden. Was sicher für Prad bzw. den Vinschgau spricht, sind die lokalen Mitarbeiter, die mit Loyalität, Einsatzwillen und Flexibilität überzeugen. Für Südtirol generell spricht natürlich die geographische Lage zwischen dem Exportweltmeister Deutschland und dem Süden Europas, dies war auch der Grund für die Unternehmensgründung vor über 30 Jahren.

Wird in Krisenzeiten weniger isoliert? Krisenzeiten haben länderspezifisch unterschiedliche Auswirkungen auf die Baubranche. In manchen Ländern wird aufgrund der Unsicherheit wieder mehr in die Immobilie investiert bzw. renoviert, was zur Folge hat, dass auch mehr isoliert wird. Andere Länder wiederum gelangen fast zum Baustillstand, siehe Spanien, Italien, Griechenland, usw.. Generell befindet sich die Isolierbranche in einem Wachstumsmarkt und dies hat mehrere Gründe. Zum Hauptgrund gehören sicherlich der Anstieg der Energiekosten und der Trend hin zu besserer Energieeffizienz. Weitere steuerrechtliche Anreize in anderen Ländern für z.B. Solarkollektoren haben dann auch direkte Umsatzauswirkungen auf unsere Produkte.

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TTM ist eine Erfolgsgeschichte. Seit über 30 Jahren geht´s ständig aufwärts. Wie krisensicher ist das Unternehmen? 100 Prozent krisensicher gibt es nicht! Wir versuchen mit verschiedenen Strategien und Dienstleistungen, wie z.B. einer Exportkreditversicherung das Unternehmen auf eine solide Basis zu setzen. Sollten aber einige große internationale Industriekunden in der Baubranche die Tore schließen, hätte dies auch Auswirkungen bis in den oberen Vinschgau. Eine Hauptstrategie vom Senior-Chef, welche auch vom jungen Team umgesetzt wird, ist es, eine gut kontrollierte und kleine Kostenstruktur beizubehalten, um somit flexibel und schnell auf Marktänderungen reagieren zu können- ozusagen bestmöglich fixe in variable Kosten umzuwandeln. Das Geheimnis des Erfolgs? Es ist sicherlich die Historie, auf die das Unternehmen als solide Basis zurückgreifen kann. Dazu kommen Internationalität, kontinuierliche Investitionen in neue Märkte und neue Exportländer, ständige Produktentwicklung und Umsetzung der neuen Ideen von Marktseite. Sozusagen, wir nutzen Erfolge von gestern, um neue Ideen und Wege für die Zukunft zu gestalten. Die Steuersituation in Italien ist derzeit sehr angespannt. Es wird immer mehr abverlangt. Wie kommt Ihr Unternehmen damit zurecht? Es ist natürlich kein Geheimnis, dass wir in Italien in den oberen Top5 der OECD Länder rangieren, was die effektive Steuerbelastung betrifft und man international ganz klare Wettbewerbsnachteile dadurch hat. Uns Unternehmern bleibt klarerweise weniger Spielraum für Neuinvestitionen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft. Schlimmer hingegen finde ich aber die Komplexität und Kreativität der italienischen Steuergesetzgebung, die sich ja teilweise in jedem Quartal ändert. Der Wunsch nach einer Steuererklärung, die auf einem Bierdeckel Platz findet, wird weitergeträumt. 


Gewerbezone Prad

„Angespannte Wirtschaftslage lässt sich gemeinsam besser meistern“ Vinschgerwind: Sie beschäftigen 44 Mitarbeiter. keine Sorge vor der Zukunft in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage? Luis Lechner: Prinzipiell nein, wenn auch teils gemischte Gefühle da sind, wenn ich die derzeitige Marktlage betrachte. Wir weichen zurzeit in die Schweiz und nach Österreich aus. Von Vorteil ist unser breit gefächertes Angebot. Derzeit sind wir voll ausgelastet.

Das will heißen? Wir decken fünf bis sechs Handwerksberufe im Bausektor ab. Im Trockenbau sind wir in Zusammenarbeit mit Nachbarbetrieben in der Lage, schlüsselfertige Bauten zu erstellen. Wir arbeiten im Unterengadin und sogar in Wien, wo wir eine Hotelanlage mitbauen. Die Zusammenarbeit in der Gewerbezone Prad funktioniert also? Teilweise funktioniert sie gut, teilweise wäre die Zu-

sammenarbeit auszubauen, um das Potential, das die Handwerksbetriebe in der Prader Gewerbezone produktiver nutzen könnten. Zur Halbzeit der Legislaturperiode im kommenden Jahr übernehmen Sie das Wirtschaftsreferat in der Gemeinde Prad. Eine gute Möglichkeit die Zusammenarbeit zu forcieren? Grundsätzlich schon, aber es ist noch verfrüht, etwas dazu zu sagen. Visionen sind sicherlich da. Die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Sozialpartnern ist mir sehr wichtig. Die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage lässt sich gemeinsam besser meistern.

Luis Lechner, Holzbau Lechner & CO.OHG Prad

Wie rüsten Sie sich als einer der größten Arbeitgeber in der Gewerbezone für die Zukunft? Wir setzen auf fachliche Kompetenz, auf den Teamgeist im Betrieb, sorgen für ideale Betriebsstrukturen. Wir bieten innovative Dienstleistungen und Qualität. 

Wein und Getränke aus einer Hand Gewerbegebiet - Kiefernhainweg 74 Prad am Stilfserjoch - Südtirol Tel. +39 0473 616 012 • www.karner.it

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Freibad Schlanders

Eintauchen in ein neues Badevergnügen Freibad Schlanders - Verschnaufpause gab es ob des eng getakteten Terminkalenders keine. Im Hochdruck arbeiteten die Handwerker bis zur letzten Minute; bis am 13. Juni. Das war dann auch der erste Badetag im neuen Freibad Schlanders. Badegäste und Handwerker drückten sich sozusagen die Klinke in die Hand, mit den ersten Gästen gingen die letzten Handwerker. Text: Angelika Ploner | Fotos: Rene Riller

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as Provisorium der vergangenen zwei Jahre hat ein Ende. Pünktlich zu den Sommerferien öffnete das Schwimmbad Schlanders seine Türen - so wie vom Zeitplan vorgegeben. Die zweite Etappe – das Baulos Nummer zwei – ist damit geschafft und ein weiterer Schritt in Richtung Familien- Erlebnisbad gemacht. 32 Der Vinschger Wind 13-12

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Ein Familien-Erlebnisbad soll nämlich am Ende der über Jahre andauernden Projektund Bauphase stehen. Der Entwurf, dem die alten und neuen Gemeindeverwalter den Vorzug gegeben haben, stammt vom Vinschger Architekt Jürgen Wallnöfer. Die Meinungen über das neue Freibad gehen auseinander. Bei einem öffentlichen

Großprojekt ist das ganz normal, sagt der Architekt Jürgen Wallnöfer. „Jeder soll sich selbst ein Bild machen und dann eine eigene Meinung bilden.“ Und um es gleich vorneweg zu nehmen: Der zweite Stock des Gebäuderiegels, eine immerhin über 800 Quadratmeter große Fläche, wird - bis voraussichtlich 2014 - in Rohbau bleiben.


Freibad Schlanders

Denn 2014 soll das Freibad Schlanders in seine dritte und letzte Bauphase gehen und mit einer Wellness-Anlage in eben diesem zweiten Geschoss seinen Abschluss finden. Weil eine Photovoltaikanlage auf dem Dach bereits jetzt Strom einbringen soll, hat man das zweite Geschoss oben drauf gesetzt – und in Rohbau belassen. „Die Photovoltaikanlage hätten wir bei der Realisierung des dritten Bauloses wieder abmontieren und neuerdings anbringen müssen“, sagt Kurt Leggeri, der zuständige Referent, „es war eine rein wirtschaftliche Entscheidung.“ Die Orientierung im neuen Freibad Schlanders gelingt auf Anhieb, denn die Zufahrtsstraße führt unmittelbar ins Schwimmbad, in den neuen Eingangsbereich. Die Natursteinmauer vor dem Eingang grenzt Tennisanlagen und Schwimmbad ab und wirkt wie eine der Stelen, der Trockenmauern, die für den Sonnenberg typisch sind. Der Eingangsbereich selbst ist überdacht und mit einer Holzbank ausgestattet. Wallnöfer: „Dieser Eingangsbereich ist so konzipiert, dass er Schutz vor Regen bietet oder einfach nur zum Ausruhen dient.“ Ihr

Kinderbereich mit Wellenrutsche

Ticket lösen die Badegäste an der rechts angelegten Kasse, die sich den Raum mit der Küche teilt. Auf der gegenüberliegenden Seite sorgt dann ein Drehkreuz für Ordnung und verschafft einmal Zugang zum Freibad und führt auch direkt in den Umkleidebereich. Entlang eines Ganges reihen sich Umkleiden und Spinte – nicht zu wenige -, Toiletten und Duschen und gliedern sich in einen Damen- und Herrenbereich. Die Anzahl der Umkleiden ist gesetzlich

vorgeschrieben und wird pro Quadratmeter Wasser errechnet. Die ungeteilte Aufmerksamkeit im neuen Freibad in Schlanders gehört aber der großen Wellenrutsche und zwei Beachvolleyball-Feldern. Die Wellenrutsche nimmt jenen Platz ein, den einst der in die Jahre gekommene Umkleideriegel eingenommen hat und macht sich gleichzeitig den Nachteil der Hanglage zu Nutze, nimmt den Hang auf. Betonstiegen führen hinauf zum nassen Vergnügen, zum Einstieg in die Wellenrutsche. 

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Freibad Schlanders

Gleichzeitig gelangen die Badegäste auf diesem Weg auch zu den drei Stelen, die zwar im Zuge der Arbeiten, aber in einem separatem Baulos entstanden sind und als Sonnenterrassen zusätzliche Liegemöglichkeiten bieten. Die Wellenrutsche ist in Edelstahl gehalten und bietet gleich mehrere Vorteile: Hohe Lebensdauer, optimale hygienische Bedingungen und fugenlose und glatte Oberflächen. Und: vor allem viel Vergnügen für die Kinder. Den zwei Beachvolleyball-Feldern wurde ein großzügiger Platz eingeräumt. Das Publikum sitzt auf der Zuschauertribüne, die - in Fichtenholz gehalten – wie eine Nische in der grauen Betonwand wirkt und aus einer Vertiefung in die Mauer entstanden ist. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Regenschutz und kühlende Verschattung gibt’s dadurch inklusive. Etwas geschützt liegt auch die Boulderwand – gleich angrenzend - , mit der ein lang gehegter Wunsch der Sportkletterer in der Gemeinde Schlanders in Erfüllung geht.

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Blick in die Bar

„Die Sportkletterer sind von der Boulderwand begeistert“, sagt Leggeri. Nahtlos in das Konzept des Familienschwimmbads fügt sich der Barbereich ein. Großzügige Fensterflächen ermöglichen Müttern Blickkontakt zu ihren Kindern. Schiebetüren garantieren der Pächterin Doris Kolleritsch Flexibilität. Je nach Wetter können die Türen geöffnet oder

Terrassenbereich Bar

geschlossen werden. Dahinter liegen mehrere Nebenräume, die entsprechend ihrer Funktion ihre Anordnung finden. Auf der davor gelagerten Liegewiese direkt am Kinder-Plantschbecken sorgen fest montierte Sonnenschirme für Schatten und schützen vor direkter Sonneneinstrahlung. Fichtenholz und grauer Naturstein – Sarner Porphyr - sind jene zwei Materialien, die


Freibad Schlanders

Boulderbereich mit Beachvolleyballplatz

im neuen Freibad Schlanders ihren unverwechselbaren Auftritt haben. Sarner Porphyr ist bereits im ersten Teil der Sanierung und Erweiterung des Freibades Schlanders , als die Schwimmbadtechnik erneuert und der Kinderbereich realisiert wurde, zum Einsatz gekommen. Rutschfest, druckfest, kompakt und ästhetisch anspruchsvoll sind seine Eigenschaften, sagt Jürgen

Wellenrutsche in Aktion

Umkleide und Sanitärbereich

Wallnöfer. Und: Es ist ein heimisches Material, für Wallnöfer von besonderer Wichtigkeit. Daneben bestimmt Cortenstahl das Erscheinungsbild, der, wenn er über die Jahre gerostet ist, dem Farbton der Stelen nahe kommt. Dann wird vielleicht schon der Sauna- und Wellnessbereich realisiert und eine der größten Baustellen der Gemeinde Schlanders beendet sein. 

Lieferung und Montage der Theke und Küche.

I-39100 Bozen, Galvanistraße 35, Tel. +39 0471 935 935, www.winkler.bz.it

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Wolfgang Platter, an Sonta Hons, St. Johannes der Täufer, 24. Juni 2011, Kirchtag in Laas

Nationalpark Stilfserjoch:

Kleiber und Spechte Untermieter und Wohnungsbauer

Der Kleiber (ital.: Picchio muratore, wissensch.: Sitta europaea) ist ein Höhlenbrüter. Er verkleinert das Flugloch von Spechthöhlen  mit Erde, um das Eindringen von Fraßfeinden und Nistplatzkonkurrenten zu verhindern. Auf dem Foto trägt der Altvogel ein Kotbällchen eines Jungvogels aus dem Nest, um das Nest vor Verschmutzung sauber zu halten. Foto: Walter Anselmi, Archiv Nationalpark Stilfserjoch.

Dass Spechte Nisthöhlen in Baumstämmen aushöhlen, ist Allgemeinwissen. Dass es Nutzer dieser Bruthöhlen, Untermietern gleich, in den nachfolgenden Jahren gibt, möchte ich heute am Beispiel des Kleibers ausführen.

Kleiber

Im Italienischen heißt der Kleiber „picchio muratore“. Und dieser Name gibt die Eigenart des Kleibers wieder, das Einflugloch der benützten Spechthöhle auf seinen Körperdurchmesser zu verkleinern. Der Kleiber, zu Deutsch auch Spechtmeise genannt, ist ebenfalls wie die Spechte ein Höhlenbrüter, der als Standvogel ganzjährig in unserer Klimazone verweilt. Er bewohnt 36 Der Vinschger Wind 13-12

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vor allem Laubwälder und erreicht seine größte Dichte in Kastanienhainen. Dort gibt es in den alten und großkronigen Bäumen mit Hochstämmen für den Kleiber das reichste Angebot an Bruthöhlen. Der Verbreitungsschwerpunkt des Kleibers reicht bis ca. 1.500 Meter Meereshöhe, er kommt aber auch in größeren Höhen in LärchenBeständen und Zirben-Wäldern noch vor. Im Martelltal ist die Vogelart bis auf 2.300 Metern MH nachgewiesen worden.

Nahrungsanpassung

Im Frühjahr und im Sommer ernährt sich der Kleiber vor allem von Insekten und Spinnen, die er manchmal auf kopfunter kletternd unter den Baumrinden hervorsto-

chert. Ab dem Spätsommer nimmt der Kleiber auch Samen von Koniferen, Haselnüsse und Samen von Laubbäumen an. Eine ähnliche saisonale Anpassung in der Ernährung von Insekten im Sommerhalbjahr zu öl- und fetthaltigen Samen im Winter gibt es bei den Meisen. So schaffen es diese Vogelarten, bei uns den Winter als insektenlose Zeit zu überstehen. Der Kleiber trommelt nicht wie die Spechte, hackt aber an Nussschalen, um sich deren Samen als Nahrung zu erschließen.

Maurermeister

Der Kleiber ist in seinem Körperbau zu klein, um sich eigenständig eine Nisthöhle aus einem Baumstamm zu schlagen. Er


avimundus Schlanders Alles über die Vogelarten Südtirols erfahren Sie in unserem Informationszentrum avimundus in Schlanders. Diese Struktur des Nationalparks Stilfserjoch und der Gemeinde Schlanders befindet sdich in der Kapuzinergasse am Beginn der Fußgängerzone im Zentrum von Schlanders. Die Naturwissenschaftlerin Dr. Lucia Villa erwartet Sie gerne. Der Infopoint hält an folgenden Wochentagen für Sie offen: Dienstag bis Samstag, 10.00 – 12.00 und 15.00 – 18.00 Uhr Sonntag, Montag und Feiertage: Ruhetag Der Eintritt ist frei.

nimmt daher aufgelassene Spechthöhlen als Brutstuben an. Dabei mauert er das Einflugloch mit Erde bis auf seinen Körperdurchmesser zu. Diese, vor allem auch evolutionsgeschichtlich interessante Anpassung, dient vordergründig zwei Zwecken: • das eingeengte Einschlupfloch verhindert den Zugriff von Fraßfeinden auf die Brut; • es verhindert auch, dass Mietkonkurrenten in die Bruthöhle eindringen und diese dem Kleiber für die Aufzucht der eigenen Jungen streitig machen. Der Star etwa ist ein wichtiger Höhlenkonkurrent für den Kleiber. Er ist gegenüber einer Kleiber-Mauer, die etwa nach einem Tag getrocknet ist, bereits machtlos. Gegenüber dem Buntspecht allerdings nutzt die Vorsorge des Kleibers nichts. Der Specht meißelt ohne Probleme das verkleinerte Flugloch auf. Buntspechte gehören somit zu den potentiellen Feinden einer Kleiber-Brut, den sie nehmen auch Junge heraus. Der deutsche Name Kleiber kommt von „kleben“. Die Klebearbeit des Kleibers beginnt im Inneren einer einmal ausgewählten Bruthöhle und zwar über dem Flugloch. Das Kleben ist vorwiegend Aufgabe des Weibchens. Ein Klumpen feuchter Erde wir im Schnabel eingetragen, an die Höhlenwand gedrückt und dann mit kräftigen Schnabelhieben breitgehämmert. Auch alle Fugen, Unebenheiten, Kanten, Ritzen und Spalten innerhalb der Bruthöhle oder auch eines künstlichen Nistkastens werden verklebt und geglättet.

Brutzeit und Fütterungszeit

Unser Mitarbeiter und Fotograf Walter Anselmi konnte beobachten, dass das Einflugloch in die Bruthöhle in seinem

Buntspecht (Picchio rosso maggiore, Dendrocops major). Das Weibchen füttert ein Junges kurz vor dem Flüggewerden. Der Buntspecht ist mit anderen Specht-Arten ein Stubenbauer für den Kleiber, der die Spechthöhlen gleichsam als Wohnung zweiter Hand nutzt. Foto: Walter Anselmi, Archiv Nationalpark Stilferjoch.

Durchmesser während der verschiedenen Phasen der Brut in seinem Durchmesser sogar mehrfach verändert wird. Wenn das Gelege voll ist und das Kleiber-Weibchen die Eier erbrütet, wird das Flugloch auf einen winzigen Spalt verengt, durch den das Männchen das Weibchen von außen mit Nahrung versorgt. So wird das Eindringen von Fraßfeinden und Nest-

konkurrenten verhindert. Sind die Jungen einmal geschlüpft, wird das Flugloch wieder erweitert, damit die Eltern zur Fütterung problemlos ein- und ausfliegen können. Übrigens, Kleiber machen nur eine Jahresbrut und legen dabei zwischen 5-9 Eier, welche weiß sind und rötliche und bräunliche Flecken und Punkte aufweisen.

Info An den beiden langen Freitagen, 20. Juli und 3. August 2012 halte ich bei freiem Eintritt im Raum von avimundus in Schlanders jeweils einen Kurzvortrag mit Bildern zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen seit dem Jahre 1986, zum bisherigen Verlauf dieses Projektes zum Artenschutz, den Freilassungen, den Naturbruten und dem heutigen Bestand von Bartgeiern in den Alpen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorträge beginnen jeweils um 20.00 Uhr.

Foto Dimitri Pozzi

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Sport

Sportjubiläum

ASV Kortsch/Raiffeisen feiert 30 Jahre

v.l.: Thomas Wellenzohn, Christian Rechenmacher und Präs. Andreas Gemassmer

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ndreas Gemassmer, Barbara Metz, Anita Schwienbacher, Valentin Malfertheiner, Jürgen Geiser und Kurt Kienzl bilden den neuen Ausschuss des ASV Kortsch/ Raiffeisen. Schnell, unkompliziert und einstimmig sind die Wahlen bei der jüngsten Vollversammlung über die Bühne gegangen. Revue passieren lassen hat man ein intensives Sportjahr. Für die Mountain-

biker gilt die Landesmeisterschaft als einer der Höhepunkte im abgelaufenen Tätigkeitsjahr. „Insgesamt haben wir 14 von 18 Rennen bestritten, bei denen sich mehrere Athleten hervorgetan haben“, sagte Jürgen Geiser. Die Sektion Fußball fasste Manfred Pritzi kurz und bündig zusammen. Rund 140 Kinder aus Kortsch, Schlanders, Göflan und Vetzan traten in Spielgemeinschaften

auf und bestritten VSS- oder Lega-Meisterschaften. Die drei U8-Mannschaften, drei U10-Mannschaften – eine vierte musste im Frühjahr nachgemeldet werden – die U11-Mannschaft, die U13Mannschaft, die C-Jugend-, die A-Jugend-und die Junioren-Mannschaft haben die abgelaufene Saison mit durchwachsenen Erfolgen beendet. Außerdem lief unter dem ASV

Kortsch/Raiffeisen eine Seniorenmannschaft auf, die in der dritten Amateurliga spielte und von Bernhard Stark trainiert wurde. Mit Frauen- und Männerturnen, Preiskarten, einem Skirennen auf dem Watles und einem Läufer- und NordicWalking-Kurs hat sich der ASV Kortsch Raiffeisen von einer vielfältigen sportlichen Seite gezeigt. Als Höhepunkte im kommenden Jahr seien zwei genannt: Die Night-Race, die nach einer längeren Pause heuer wieder am 14. Juli stattfindet und die 30-Jahr-Feier im August. Der ASV-Kortsch feiert heuer nämlich ganz nebenbei sein 30 -jähriges Bestehen. Den unzähligen Grußworten bei der Vollversammlung im zum Bersten gefüllten Sportlokal war eines gemeinsam: Lob für die vorbildliche Arbeit. (ap)

pr-info Erlebnisbad Prad

Ab ins Schwimmbad Was gibt es Schöneres, als an heißen Tagen ins kühle Nass zu tauchen. Das Schwimmbad in Prad ist der ideale Ort, um den Wasserspaß oder die Sonne auf der riesigen Liegewiese zu genießen. Im Kinderbereich stehen den Kleinen Plantschbecken und zwei Rutschen zur Verfügung. Die etwas Älteren vergnügen sich auf der hohen Rutsche. Ideale Maße (33 x 15 Meter) hat das große Schwimmbecken mit Höhenabstufungen. Mit rund 26 Grad ist das Wasser angenehm. Ab Juli ist die Schwimmbadanlage jeden Mittwoch bis 22.00 Uhr zugänglich. In Schuss gehalten wird die Anlage von Mitarbeitern der Kiefernhain GmbH, die heuer ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Was Pioniere einst aufgebaut haben, führt der heutige Vorstand um Präsident Andreas Nigg engagiert weiter. Die Tageskarten sind unverändert: 2,50 Euro für Kinder bis 14 Jahren und 4,50 Euro für Erwachsene. Die Feierabendkarten kosten 1,50 bzw. 2,50 Euro. Kleine bis vier Jahre bezahlen nichts. (mds) Die Vorstandsmitglieder der Kiefernhain GmbH Prad mit dem Präsidenten Andreas Nigg (rechts im Bild)

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Sport

LR Richard Theiner übergibt dem EM Sieger die in Laaser Marmor ausgeführte, schöne und 17 kg schwere Trophäe

14.06 – 16.06.2012 - Mini EM

Jugend-Fußball auf der Vinschger Bühne D

ie Begeisterung bei der Mini-EM im Vinschgau war groß. Die jungen Fußballer, ihre Eltern und Begleiter, die ganze VSS-Führung, die Zuschauer, alle lobten die Veranstaltung und wünschen sich eine Fortsetzung. VSSObmann Günter Andergassen, von Klaus von Dellemann, Michael Walcher und Walter Debiasi begleitet, definiert die Mini-EM als eine Fabrik von Emotionen und sie fördert die Fähigkeit, in der Gruppe zu leben. Sehr gelungen der Fest-Abend im Aquaprad mit Musik, mit riesigem Applaus wurde die Tanzgruppe Latsch bedacht, und die Zaubereien von Edi 2000. Das Turnier. 16 Mannschaften (8 davon aus Südtirol), 300 Spieler, 32 EM-Spiele und 8 Spiele um die Raiffeisen Trophäe. 3 Südtiroler Mannschaften haben die Viertelfinals erreicht, Beweis eines guten Niveaus unseres Fußballs. EU-Meister wurde Frankreich

(ungarische Mannschaft aus Budapest), vor Griechenland (von ASVÖ-Tirol vertreten), 3. Kroatien und 4. Deutschland. Bei der Raiffeisen Trophäe holte Spanien (Südtirol 1) Silber nach einem spannenden Elfmeterduell (7:8) gegen Schweden (Slowenien), Dänemark (Auswahl Vinschgau) wurde 3. und Tschechien (Südtirol 2) 4.. Die Spiele waren faire und, wie von OK-Präsident Karl Schuster unterstrichen, keine rote und nur 2 gelbe Karten im ganzen Turnier. Mit OK-Chef Karl Schuster haben Hartwig Tschenett, Arnold Moser, Raimund Lingg, Sonja Platzer und Sekretär Tobias Hofer im Team mitgearbeitet. VSS-Schiri-ObmannWalter Debiasi berichtet dem Wind: „Der VSS verfügt über 554 Mannschaften (435 Jugend und die restlichen Freizeitmannschaften). Für die 4400 Spiele im Jahr - 235 in der Woche - stehen 166 Schiedsrichter zur Verfügung, manchmal

ist einer aus Krankheits- oder Familiengründen verhindert. Ich habe aber gute Mitarbeiter, in erster Linie die 6 Obmänner, im Vinschgau ist dies Walter Holzknecht.“ Der Alleinunterhalter, Zauberer Edi 2000. Der aus Maribor gebürtige Slowene war langjähriger Knecht in Malanz, war Fußballer in Schlanders, wohnt seit 40 Jahren in Lustenau (Voralberg) und kommt immer gerne in den schönen Vinschgau. Er hat im Aquaprad seine Zauberkunst vorgestellt. (lp)

Hannes Kiem war auch dabei, im Bild mit Jan und Elia Bernhart sowie Lukas Mazagg

Walter Debiasi (links) mit Sprecher und ehemaligem Schiedsrichter-Obmann Josef Platter

Die Tanzgruppe

Vinschger Auswahl

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Sport

SportWind

Fußball

Schlanders. Radfahren Tag und Nacht. Nach drei

Latscher steigen in Landesliga auf

Jahren Pause (Bild vom Jahr 2009) findet heuer – am 14. Juli - die 5. Night-Race statt. Organisiert wird das Event, das mit seiner spektakulären Strecke durch das Dorfzentrum von Schlanders führt, vom ASV Kortsch unter der Leitung von Andreas Gemassmer. Das Programm hält einiges bereit: Um 14 Uhr stattet die VSS-JugendTrophy mit teilnehmenden Kindern aus ganz Südtirol. Ab 16:30 Uhr geht’s um den Südtirol Cup bei den Masters und Junioren. Gegen 20 Uhr gehen Prominente aus Sport und Politik bei der VIP-Race an den Start und um 20:30 Uhr beginnt der Höhepunkt, das Eliterennen. Am Start steht nicht nur die gesamte italienische Nationalmannschaft um Eva Lechner und Marco Aurelio Fontana, sondern auch die Schweizer MTBNationalmannschaft und

N

ach zwei Versuchen hat der Latscher Sportverein am dritten Jahr verdienstvoll den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Das Spiel gegen Milland gewannen die Jungen von Sigi Ortwein am 20. Juni. Die entscheidenden Tore des 2 zu 0 Sieges wurden von Mattia Lo Presti und Michael Tscholl erzielt. Die Latscher waren spielerisch den doch kampferischen Milländern überlegen. Sportpublikum aus

Laas, Kastelbell, Naturns und Schlanders besetzte die Tribüne. Es schien deutlich, dass die Schlanderser besonders Aufstiegsfeste lieben. Bei den Zuschauern war auch Davide Penasa (Bild), der neue Latscher (Spieler-)Trainer dabei. Dass die Latscher feiern können ist bekannt, es wurde somit ganz intensiv gefeiert. Der

Aufstieg bildet die Krönung einer seit Jahren gewissenhaft durchgeführten Jugendarbeit und Suche nach Qualitätspiel. Um das Zusammenspiel der Mannschaft zu verbessern bleibt doch noch Arbeit. In der ersten Spielhälfte wurde spielerisch nämlich bei beiden Mannschaften vom Schlanderser Sektl. Gambaro Mängel festgestellt. (lp)

Schluderns

weitere Nationalteams, kurz alles was Rang und Namen in der Mountainbike-Szene hat kommt nach Schlanders. (ap)

Richtigstellung:

Im Vinschgerwind Nr. 12 ist der Redakteurin der Ball unbeabsichtigt etwas zu weit vorgerollt. So wurde im Artikel fälschlicherweise der ASV Stilfs als Meister des Kleinfelds angeführt. Dieser Titel gebührt natürlich verdientermaßen Real Kamasutra aus Schlanders, während dem ASV Stilfs lediglich der Titel des Meisters der (Stilfser) Herzen zusteht! Der Präsident des ASV Prad Raiffeisen Werbering heißt Josef Gritsch und nicht Ritsch, wie es im letzen Wind geheißen hat.

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Rennrad-Spektakel in Schluderns

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s ist ein Erlebnis, junge blitzschnelle Radsportler in Aktion zu erleben. Das nationale Damenrennen für die Kategorien „Donne Esordienti“, „Donne Allieve“, „Junior“ und Handbiker um die „2. Trophäe der Gemeinde Schluderns“ bietet am Sonntag, den 15. Juli eine gute Gelegenheit dazu. Organisator Manfred Nussbaumer erwartet rund 250 Radsportlerinnen aus Italien, Deutschland und Österreich. Das Rennen zählt zur Meisterschaft „Tre Venezie“. In diesem Rahmen wird auch der Landesmeisterschaftstitel vergeben. Unter den Teilnehmerinnen befinden sich die Spitzenathletinnen Nicole Nussbaumer (Schluderns) und Valentina Ortler (Prad). Erstmals nehmen auch Handbiker teil, darunter der Schludernser Roland Ruepp. Gestartet wird

um 11 Uhr am Schludernser Sportplatz. Die Rennstecke führt von Schluderns über Glurns und über den „Flugplatz“,wieder nach Schluderns zurück. Je nach Kategorie werden vier bis acht Runden gefahren, (32, 48, oder 64 Kilometer). Das Ziel befindet sich auf dem Gelände vor der Firma HOPPE. Der organisatorische Aufwand ist groß. Straßensperren mussten erwirkt werden. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sind im Einsatz, darunter Freiwillige vom Sportverein Schluderns, Ordnungskräfte der Carabinieri und der

Polizei, der Freiwilligen Feuerwehren von Schluderns und Glurns. Einsatzbereit ist auch das Team vom Weiße Kreuz und ein Ärzte-Team. Ohne die vielen Kräfte wäre es mir nicht möglich, das Rennen zu organisieren“, sagt Nussbaumer. Zu den Sponsoren zählen die Gemeinde Schluderns und zahlreiche Gewerbetreibende. Das Radrennen hat einen positiven wirtschaftlichen Nebeneffekt: Es bringt zahlreiche Besucher in den Vinschgau, die möglicherweise als Gäste wiederkommen. (mds) v.l. Roland Ruepp, Valentina Ortler, Nicole Nussbaumer, Manfred Nussbaumer und Georg Ortler


Schluderns

Nacht-Beach-Fete steigt

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as Schludernser NachtBeach-Fest wird heuer am Freitag, 13. und am Sonntag, 14. Juli zum fünften Mal gefeiert. Derzeit sind die Organisatoren mit den Vorbereitungen beschäftigt. Geplant wird mit Begeisterung und mit Sinn für die vielen kleinen Details. Das Festgelände hinter dem Schludernser Park wird sich wiederum in eine „Südseeoase“mit weißem Strand“ verwandeln. Der feine Beach-Sand im Spielfeld wurde erst kürzlich aufgefrischt. Das Faszinierende am BeachNacht-Fest ist die Mischung zwischen sportlicher Betätigung und Feier-Stimmung. Einerseits genießen Sportler und Zuschauer spannende Volleyballbegegnungen, andererseits können sie sich bei Musik und Tanz vergnügen. Angeboten werden wiederum auch raffiniert gemixte Cocktails ohne Alkohol.

Finalrunde zu kommen, die am Samstag über die Bühne gehen wird. Heuer erwartet die Besucher ein vergrößertes Festgelände. Auf zwei Bühnen werden am Freitag ab 20 Uhr drei DJs ihr Bestes geben. „Wir konnten DJ Erazer, DJ Deegray und DJ LR verpflichten und haben einige Überraschungen vorbereitet“, erklärt Chef-Organisatorin Martina Sapleza, die unterstützt von einem starken Team um Stefan Schöpf die Fäden zieht. In engem Kontakt stehen die Organisatoren mit den Vorstandsmitgliedern des Sportvereins Sandra Lingg (Sektion Volleyball), Heiko Hauser (SVS Präsindent) und Raimund Lingg (Vizepräsident). Denn der Erlös des Festes geht ausschließlich an den Sportverein, der damit seine vielfältige Tätigkeit für Kinder und Jugendliche finanziert. Viele weitere Mitglieder des

Die Beach-Organisatoren sorgen für Stimmung

32 Mannschaften zu je vier Feldspielerinnen oder Feldspielern sind zum Beach-Turnier zugelassen. Ersatzspieler sollten ebenfalls dabei sein. Derzeit laufen bei den Anmeldungen die Drähte heiß. Einige Plätze sind noch frei. Für 60 Euro ist eine Mannschaft dabei. Die Mannschaften kämpfen Freitag Nacht bis in die Morgenstunden gegeneinander und versuchen in die

Sportvereins helfen mit. Als Ordnungshüter sind die Männer der Feuerwehr und die Mitglieder der Carabinieristation im Einsatz. Die Organisatoren des Beachfestes danken den Anrainern für ihr Verständnis für die eine turbulente Nacht. (mds) Infos und Anmeldung info@beachfete.com Telefon: 348 010 67 13


Sport

Interview mit Sonja Platzer – Präsidentin des Trainingszentrums Vinschgau

„Gut unterwegs“ Vinschgerwind: 2009 ist das Trainingszentrum Vinschgau gegründet worden. Das Ziel: Jungen Ski alpin-Sportlern ein Sprungbrett zu bieten. Das Trainingszentrum Vinschgau ist ein Zusammenschluss der Gemeinde und der Sportvereine von Latsch, Kastelbell und Schlanders. Die Vorarbeit dazu hat die Ski alpin Sektion des ASV Morter geleistet, von der Erfahrung dürfen wir profitieren und gleichzeitig weitergeben.

Wie viele Athleten wurden im vergangenen Winter betreut? Wir haben im vergangenen Jahr zwei Gruppen betreut. In

der VSS-Raiffeisen-Gruppe haben wir fünf Athleten betreut und in der Grand-Prix-Gruppe ebenfalls fünf Athleten. Zudem haben acht Kinder einen Fortgeschrittenen-Kurs besucht, wo der Schwerpunkt auf mehreren Dingen liegt: Sicherheit auf der Piste, Gefahren frühzeitig erkennen, sinnvolle Freizeitgestaltung in der Natur. Gleichzeitig ist dieser Kurs für jene, die in eine Wettkampfgruppe einsteigen möchten, ein Anfang, ein Sprungbrett. Der Breitensport soll auch beim Skifahren nicht zu kurz kommen. Außerdem sammeln Kinder Erfahrungen und lernen mit Niederlagen umzugehen, ent-

Dreisprung Rekord

Noch Meisterin

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m Jahr 2012 ist Monika Müller wieder Regionalmeisterin im Dreisprung (11 Meter) geworden. Die 28-jährige Schlanderser Athletin, welche Konditionstrainerin der Italienischen Nationalmannschaft von Ski alpin (Europacup Frauen) ist, behält mit 11,84 Metern immer den Vinschger Rekord im Dreisprung. (ah)

hat auch Patrick Prantl bei der Italienmeisterschaft in Tarvisio mit einem neunten Platz im Slalom erbracht. Auch die Kleinsten haben bei Skirennen Erfahrungen gesammelt.

wickeln Kampfgeist, was sich später im Leben auf mehreren Ebenen auswirkt. Die Ergebnisse vor allem der abgelaufenen Saison können sich sehen lassen. Wir sind bei zonalen Rennen gut unterwegs. Zonal heißt Vinschgau, Ultental, Psaiertal und Burggrafenamt. Großer Erfolg beim Landescup, das ist gleichzustellen mit einer Landesmeisterschaft. Im VSS-Raiffeisen Slalom eine Erstplatzierte Nina Bachmann, die auch in Abetone beim Pinocchio-Finale einen vierten Platz erzielt hat. In der GrandPrix-Gruppe hat Lukas Kiem mit einem dritten Platz im Riesentorlauf und einem fünften Platz im Slalom aufhorchen lassen. Eine tolle Leistung

Das Trainingszentrum Vinschgau hat – finanziell - keinen leichten Stand. Wir spüren die Wirtschaftskrise. Viele Betriebe nehmen eine abwartende Haltung ein. Doch Mühe wird belohnt und wir haben doch den ein oder anderen Sponsor gefunden, bei denen ich mich auf diesem Weg bedanken möchte. Sie investieren in die Jugendarbeit und damit in die Zukunft. Das Skigebiet Tarscher Alm ist geschlossen. Wo trainieren die Betreuer des TZV ihre Rennläufer? Die Schließung der Tarscher Alm hat uns vor neue Herausforderungen gestellt. Wir haben eine Zusammenarbeit mit dem Skiclub Schnals aufgebaut. Trainiert wird im Skigebiet Schnals. Das klappt sehr gut. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen muss in Zukunft überhaupt verstärkt werden. Interview: Angelika Ploner

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Anzeiger

Allfälliges

Jahrestag/Danksagungen Fürsorglichkeit, Arbeit, Mühe und Liebe zum Wohle deiner Familie haben dein Leben erfüllt. Dies ist uns Trost und Hilfe. In unseren Herzen lebst du weiter.

Werden Sie bei uns Mitglied Info: 0473 621 721

Wir danken allen, die unseren lieben Vater, Schwiegervater und Opa, Herrn

Ernst Eberhart „Gaber Ernst“

* 29.02.1936 † 07.06.2012

Jahrestag/Danksagungen

auf seinem letzten Weg begleitet haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott der Geistlichkeit, Pfarrer Paul Schwienbacher, Altpfarrer Alfred Gander, Kooperator Konrad Gasser, Diakon Norbert Punter und dem Kirchenchor Schluderns für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Danke der Vorbeterin und den Frauen für die Gestaltung des Rosenkranzes. Danke allen, die einen Dienst bei der Beerdigung übernommen haben. Danke für die Beileidsbekundungen, mündlich und schriftlich und für die Gedächtnisspenden. Danke allen, die unseren Vater in Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Die Kinder mit Familien

Es ist nicht mehr so, wie es einmal war und wird wohl nie mehr so sein, weil wir ohne dich leben müssen.

1. Jahrestag

Johann Paulmichl * 03.04.1932 † 03.07.2011 Schluderns Wir gedenken deiner besonders bei der Hl. Messe am Samstag, 7. Juli um 19.30 Uhr in die Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Frieda

Oft fällt dein Name, überall sind Spuren deines Lebens… Bilder, Gedanken, Augenblicke und Gefühle… so spüren wir dich ganz fest und nah… als wärst du noch da…

Herbert Stecher

09.07.2006

Flitter Herbert – Schluderns * 02.02.1940 † 30.06.2010

Sei sempre vicino a noi Gianluca Gallo

Wie gedenken deiner am Samstag, 30. Juni um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Deine Familie

Du bist immer bei uns

Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders

2. Jahrestag

* 30.04.1957 † 4.07.2010 Wir vermissen dich so oft und hatten doch so oft gehofft, die Tür geht auf, du kommst herein und alles wird wie früher sein. Die Zeit ist schnell vergangen, doch unsere Sehnsucht nicht. Du bist von uns gegangen, aber aus unserem Herzen nicht. Was wir an dir verloren, versteht so macher nicht. Nur die, die wirklich lieben, wissen, wovon man spricht.   Wir gedenken deiner ganz besonders am So., 1. Juli bei der hl. Messe um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Planeil.   Deine Waltraud und deine Kinder Katherina und Emanuel

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Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451

Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Sigrid Zagler (sig), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Sarah Stecher (sar), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Dagmar Telfser (dag), Andreas Waldner (aw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 50.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen


Anzeiger

Allfälliges/Weiterbildung

Laaser

Wind-Termine

Jahrestag/Danksagungen

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Dorffest

Sommerfeierabend

mit kulinarischen Köstlichkeiten und musikalischer Unterhaltung: Telfser Klaus mit Band Banty R. Wann: am Samstag, 30.06.2012 ab 20.30 Uhr Wo: im Innenhof des Kulturhauses von Schluderns

Wir machen Ferien! Von Mo., 2. bis einschl. Fr., 6. Juli 2012

am Sa. 7. + So. 8.

Juli 2012

Stickkurs

Südtirol Jazzfestival Alto Adige

für Kinder mit Mimi

Jazz on the Mountains

Wann: Sonntag, 1. Juli 2012 um 11.00 Uhr Wo: Watles Bergstation auf der Sonnenterrasse Wer: Schweizer Quintett „Le Rex“ Eintritt frei

Mittwoch, 11.07.2012 bis Mittwoch, 08.08.2012 (8 Treffen) mediamacs design: unibz.it | boiger & roiger

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Jeweils von 09.00 – 11.30 Uhr im Jugendzentrum Schlanders (JUZE Freiraum)

Südtirol Jazzfestival Alto Adige Jazz Night

Wann: Mittwoch, 4. Juli 2012 um 20.30 Uhr Wo: im Kulturhaus von Schlanders Wer: W.H.T. Trio mit Klaus Telfser, Christian Wegscheider und Peter Paul Hofmann Eintritt frei

bis 15.bisNovember ab April 15. November2012 2012 Landhotel Anna/Schlanders Landhotel Anna/Schlanders 

Kosten: 25,00 Euro Ganzheitliche Lebensberatung

Anmeldung: Innerhalb 06.07.2012 unter Tel. 333 32 03 093 oder strickart@gmx.com

Südtirol Jazzfestival Alto Adige Jazz Cities

TAROT Liebe – Beruf – Finanzen Germana Fleischmann Questico Beraterin (Astro TV) Beratercode 5781 Tel. 0039 348 22 84 161 germana.fleischmann@gmail.com

Programm - Vinschgau

Wann: Samstag, 7. Juli 2012 um 20.30 Uhr Wo: im Schulhof in Glurns Wer: Celine Bonacina mit einer Trio-Formation Eintritt frei

Juli 2012 Mals Bergstation Watles

4 MI

Schlanders / Kulturhaus

7 SA

Uhr

Karl Schönherr

Glurns / Zentrum - Schulhof

Le rex

11.00

W.T.h. Trio

20.30

céline Bonacina Trio

20.

Infos: Tel. +39 0471

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Allgemeine Weiterbildung KREATIV UNTERWEGS LANDARTKÜNSTLERN AUF DER SPUR REFERENT/IN Martina Thanei Beschreibung Wir brechen auf zu einer Entdeckungsreise und verbringen eine Woche in der „Prader Sand“. Aus Steinen, Sand, Ästen, Wurzeln,... gestalten wir interessante Bilder und Konstrukte, aber auch fantastische Tiere und vieles mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Landart“ schafft bei den Kindern ein Bewusstsein für das eigene Handeln und stärkt ihr Verantwortungsgefühl gegenüber der Natur! TERMINE Mo, 30.07. – Fr, 03.08.2012 UHRZEIT 08.30 – 12.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Prader Sand – Treffpunkt Bahnhof Spondinig Kursbeitrag 50 Euro ZIELGRUPPE Kinder und Jugendliche (6 bis 12 Jahre) ANMELDESCHLUSS Mo, 16.07.2012

20.06.12 10:14

Peter Zöschg +39 335.5778335 Via S.Francesco, 23/3 - 35010 Limena (PD) - Italien Tel.:+39/049.88.43.669 - Fax +39/049.88.41.025 www.siriobluevision.it - info@siriobluevision.it

NEU! Vorbereitung auf die zweisprachigkeitsprüfung (internationales sprachenzertifikat b2 – entspricht laufbahn B) REFERENT/IN Cristina Baldi TERMINE Fr, 04.07. – Fr, 31.08.2012 (jeweils Mi und Fr) UHRZEIT 18.30 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 12 Treffen ORT Fachoberschule für den wirtschaftlichen Bereich Schlanders (HOB Schlanders) Kursbeitrag 180 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 02.07.2012

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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Vinschgerwind Ausgabe 13-12 vom 28. Juni 2012

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