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Vinschgerwind Ausgabe 11-16

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

Nr. 11 (277) 26.05.16 I.P. 12 Jg.

www.vinschgerwind.it

Aus für das Skiparadies Reschenpass

Der Präsident der Schöneben AG Oswald Folie im „Wind“-Gespräch


2 /WANDERN/

Vinschgerwind 11-16

WANDERTOUR

HÖHENWEG

Fotos: Angelika Ploner

BERGTOUR

26.05.16

Wanderinfos: Dauer: rund eine Stunde Start: Parkplatz beim Gasthof Enzian Tipp: perfekte Familienwanderung – auch mit Kinderwagen ALTERNATIVE: Aufstieg über die Zufritthütte: Vom Gasthof Zufritt am Stausee (Parkplätze vorhanden) der Beschilderung „Lyfi-Alm“ und der Markierung 10 folgend durch Wald mittelsteil hinauf zu einer Viehweide und zuletzt wieder durch Wald (nun Markierung 6/10) zur Lyfi-Alm (2.165 m). Aufstieg: eine knappe Stunde.

Zur Lyfi Alm im Martelltal: Traumhafte Familien- und Genusswanderung Eine Wanderung zur Lyfi Alm im Martelltal auf 2.165 Höhenmeter ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern für Wanderer fast schon ein Muss. Der breite Forstweg ist auch kinderwagentauglich. Die Wanderung auf die Lyfialm ist deshalb auch für Familien besonders geeignet. TOURENINFO: Start der Wanderung ist der Parkplatz im Talschluss des Martelltals, unweit vom Gasthof Enzian. Auf der geteerten Straße geht es ein kurzes Stück talauswärts bis links der Forstweg mit der Markierung Nummer 8 abbiegt. Nach einem kurzen Anstieg errreicht man die nicht bewirtschaftete Enzianalm. Für rund eine Stunde geht’s dann den breiten Forstweg entlang, der vorbei an Kiefern- und Lärchenwald führt und sich abwechslungsreich – mal ansteigend, dann wieder abschüssig – zeigt. Auf der Alm selbst werden die Gäste von der Familie Eberhöfer bestens bewirtschaftet . „Familiär und herzlich, urig und gmiatlich“: Das Motto auf der Lyfialm wird in jedem Winkel und in jeder Ecke gelebt, hier lässt sich’s wunderbar entspannen und genießen. Und das kulinarische Angebot? Das Schöpserne der Lyfialm ist als Spezialität des Hauses weitum bekannt. Und auch der Apfelstrudel schmeckt. Im Erdbeertal dürfen natürlich die Erdbeermilch und das Erdbeer-Halbgefrorene nicht fehlen. Ansonsten lockt Tiroler Küche, Rindsgulasch, Knödel .... Hausgemachtes eben. (ap)


26.05.16

Inhalt

Vinschgerwind 11-16

/INHALT/ 3

Kommentar Der Kartenverbund am Reschenpass ist gesprengt. Was nun?

In St. Valentin ärgern sich die Leute: Über eine Bausünde eines Hoteliers

Seite 6

Seite 5

Mals: War die Gemeinde Mals in der Pestizidfrage gar nicht zuständig?

Seite

4

Vinschgau: Zäune als Todesfallen

Seite

4

Mals: Viehbauern haben nichts zu befürchten

Seite

5

Martell: Gastwirte fordern schnelles Internet

Seite

8

Schlanders: Die Bauern und BM Ulrich Veith

Seite

9

Schnals: Wintergast willkommen

Seite 10

Tanas: Tanaser werden angebunden

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: Cilli Reisinger Telser, Eyrs

Seite 17

Kultur: Eduard Thöny - Gottfried Masoner

Sonderthema: Wirtschaftsstandort Schlanders

ab Seite 40

Nationalpark Stilfserjoch: Fotowettbewerb 2015 - die Sieger Hoteliers bauen oftramol, wia’s ina passt. Ohne Baukonzession. Unt wenn i a Fenschtr a bissl breatr moch, nor....

...unterstea di. Dr Tourismus isch holt amol inzr „Zugpferd der Wirtschoft“. Derawegn welln si a in Flughofn in Boazn.

Seite 38 Seite 48

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Beruhigend, vorerst Was hat die Präsidentschaftswahl in Österreich mit uns zu tun? Einiges: Zum einen konnte man sich der aufgeblähten Politshow, welche auch zu uns herübergeschwappt ist, nicht entziehen. Auch wenn man die völlige Übertreibung dieser Wahlen in der Berichterstattung, also in der öffentlichen Wahrnehmung, irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Man hat sich gefragt, ob denn in Österreich ein neuer Kaiser zur Wahl steht. Mit einigem Befremden musste man zur Kenntnis nehmen, wie die Alt-Parteien nur noch zu Randfiguren geschrumpft sind, wie diese Altparteien atemlos nach Luft geschnappt haben: Der Kanzler (Walter oder Werner?)Feymann musste gehen, Christian Kern - bei uns völlig unbekannt - wurde als neuer Kanzler installiert, einige Regierungsmitglieder ausgewechselt - Götterdämmerung in Austria. Da ist es von wenig Belang, wenn bislang treue ÖVP-Wähler jenen Alexander Van der Bellen aus den Reihen der Grünen gewählt haben, nur um den FPÖ-Mann Norbert Hofer zu verhindern. Österreich hat das Zerbröckeln alteingefahrener Wahl- und Politstrukturen vorgelebt. Und genau das hat auch mit uns zu tun. Da tauchen viele Fragen auf: Werden die Freiheitlichen in Südtirol durch den Wahlerfolg der FPÖ gestärkt? Die Süd-Tiroler Freiheit mit ihrer Selbstbestimmungsforderung in die Mitte der Gesellschaft gestellt? Wie wird sich unsere Alte Dame Südtiroler Volkspartei verhalten, um nicht einer plötzlichen Zerbröckelung anheimzufallen? Und die städtischen Grünen? Vorerst ist Beruhigung angesagt: In Österreich hat - den Erwartungen vieler Auguren widersprechend - Alexander Van der Bellen gewonnen - aufgewachsen im Kaunertal - moderat, besonnen, europäisch. Vorerst beruhigend, auch für uns.


4 /POLITIK/

Vinschgerwind 11-16

Filmpremiere

26.05.16

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Erlebenswert: Am Freitag, 10. Juni 2016 um 20.30 Uhr findet auf dem Dorfplatz in Karthaus die Filmpremiere des neuen Films über die Schaftriebe vom Vinschgau ins Ötztal statt.

Ist Ihnen die von den Bauern gestaltete Kulturlandschaft im Vinschgau wichtig? Neue Umfrage: Alexander Van der Bellen ist Bundespräsident von Österreich und hat Norbert Hofer knapp hinter sich gelassen. Sind Sie mit dem Ausgang der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich zufrieden?

Vinschgau

Ist der „Malser Weg“ eine Sackgasse?

W

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

enn sich der Bär ein Lamm greift, ist das Geschrei groß. Wenn sich ein Lamm in den Plastikzäunen qualvoll stranguliert, ist nichts zu hören. So bringt es ein Tierschützer auf den Punkt. Vor allem Jungtiere verheddern sich in Zäunen, die oft noch dazu am Stromkreis hängen. Und die Schlinge zieht sich zu. Zur Falle werden Zäune vor allem, wenn sie nicht richtig gespannt sind. Ein Kleintierzüchter sagt, dass er wegen des Plastikzaunes „die Lämmer nicht aufgebracht habe“. Glück haben jene Tiere, die rechtzeitig gefunden und befreit werden. Auf ihren täglichen Wanderungen mit dem Hund hat die Schludernserin Inge Donner im Jahr 2015 zwei Lämmer, zwei Kitze und eine Gans befreit – die ersten Male mit bloßen Händen. Mittlerweile hat sie immer ein Taschenmesser mit dabei. Dass sie beim Zerschneiden der Seile auf den Unmut der Zaunbesitzer stoßen könnte, nimmt sie in Kauf. Auf einer Weide bei Mals drohte ein Bauer einer Frau, die sein Lamm aus dem Zaun geschnitten hatte, sie wegen Sachbeschädigung zu verklagen. Um den Zaun sei es schade. Ein Lamm weniger sei kein Problem. So denken wohl auch andere Tierhalter, denn die orangen Zäune werden immer mehr. Das bedeutet, immer mehr Fallen für die Tiere. Man nimmt deren Tod durch Strangulation einfach hin. Aber wehe, wenn ein Tier von einem Raubtier geholt wird. (mds)

11,8 %

NEIN

Mals/Bozen - Wie ein Lauffeuer ist das Urteil des Landesgerichts Bozen am vergangenen Dienstag durch’s Land gerauscht: Die Gemeinde Mals sei gar nicht zuständig, die Pestizidfrage auf Gemeindeebene zu klären. v.l.: die Rechtsberater der Gemeinde Mals Andrea Manca, Marino Marinelli und BM Ulrich Veith: Alle roten Ampeln missachtet?

Foto: Erwin Bernhart

Todesfallen

88,2 % JA

von Erwin Bernhart

F

ür helle Aufregung dürfte das am vergangenen Dienstag bekannt gewordene Gerichtsurteil vor allem in der Gemeinde Mals sorgen: Mals sei in der Causa Pestizidfragen gar nicht zuständig. Auch habe sich der Rechnungshof bereits in die Causa eingeklinkt - mit der Frage, wenn auf dem Gemeindegebiet Mals die Pestizidfrage gar nicht zulässig bzw. die Gemeinde Mals gar nicht zuständig ist, welche Spesen wurden durch die Volksbefragung verursacht und wer hat diese möglicherweise nachträglich zu berappen. Zur Erinnerung: Schon bevor das Dreiergremium damals die Frage nach einem Pestizidverbot für eine Volksbefragung zugelassen hat, war in der Gemeinde Mals jenes Gutachten der Staatsadvokatur von Trient bekannt, in welchem erklärt wurde, dass die Gemeinde gar nicht zuständig sei. Das Gutachten wurde sogar

aus der Gemeindestube selbst in Auftrag gegeben. Auch die Warnungen von Seiten des Regierungskommissariates in Bozen und von Seiten des Präsidiums des italienischen Ministerrates waren den Promotoren und BM Ulrich Veith bestens bekannt. Diese Warnungen wurden alle ausgesprochen, bevor das Referendum im August/September 2014 über die Bühne gegangen ist. Die Ampeln standen im Vorfeld also alle auf Rot. Auch der Vinschgerwind hat des Öfteren darauf hingewiesen und wurde in dieser Form der Berichterstattung angefeindet. Anfang August wurde beim Landesgericht in Bozen vom Bozner Rechtsanwalt Arthur Frei der Antrag gestellt, das Gericht möge die Frage der Zuständigkeit klären. Rund 150 Malser BürgerInnen haben diesen Antrag unterschrieben. Das Gericht hat nun geurteilt, mit dem Ergebnis, die Gemeinde Mals sei gar nicht zuständig.

Über den Ausgang des Verfahrens wurde im Vorfeld einiges spekuliert. Denn mit einer authentischen Interpretation im Gemeinderat - kurz vor der Volksabstimmung - hat man die bis dahin zirkulierende Fragestellung rechtlich zurechtgestutzt und zwar mit dem Zusatz „im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten“ ergänzt. Und genau dieser Zusatz hat es dann ermöglicht, dass die Gemeinde Mals die Pestizidfrage nicht mit einem generellen Verbot, sondern mit einer großzügigen Abstandsregelung versehen hat. Jedenfalls hat das Urteil am vergangenen Dienstag rasch die Runde gemacht. Arnold Schuler sagt, dass das Urteil angeblich vernichtend sei. Ist der „Malser Weg“ nun eine Sackgasse? Ein Rekurs gegen die Verordnung, die der Gemeinderat beschlossen hat, ist auch unterwegs. Wenn Mals aber gar nicht zuständig ist, hat auch der Rekurs gute Chancen angenommen zu werden.


26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/POLITIK/ 5

St. Valentin

V

on einer Bausünde spricht man dann, wenn jemand ein Fenster zuviel ausgebrochen, ein paar Zentimeter zuviel Maß genommen oder ein klein wenig zu hoch gebaut hat. Dann hagelt es Strafen. Von einer Bausünde in St. Valentin auf der Haide zu sprechen, wäre völlig untertrieben. Hinter der Villa Waldkönigin hat der Besitzer des 4-Sterne Hotels schätzungsweise 1500 bis 2000 Kubikmeter verbaut (das entspricht 3 bis 4 Einfamilienhäuser), ohne Baukonzession, sogar ohne entsprechende Bauleitplanänderung. Völlig illegal also. Drei Tage nach einer Anzeige von Christoph Hofer hat der Grauner BM Heinrich Noggler den Bau eingestellt. Das war letzte Woche. Der Hotelier Konstantin Punt hatte eine Baukonzession und zwar für eine unterirdisch angelegte Wellnessanlage. Punt ließ allerdings auf dieser Anlage hinter dem

denkmalgeschützen Waldkönigin-Gebäude einfach jene Kubikmeter hochziehen, aus Fertigbetonteilen, für eine rasche Fertigstellung. Im Dezember 2015 hatte der Grauner Gemeindeausschuss per Beschluss das Verfahren für eine Bauleitplanänderung eingeleitet: Bei der Villa Waldkönigin sollte, so der Antrag der Besitzer, die Baudichte erhöht werden. Punt hat, ohne das Verfahren der Bauleitplanänderung abzuwarten, einfach gebaut oder bauen lassen. Demnächst soll es, so kündigt es Hofer an, eine auch von der Gemeinde unabhängige Expertise über die Vorgänge rund um die Villa Waldkönigin geben, in der Daten und Fakten aneinandergereiht werden sollen. Am Donnerstag verschickte BM Noggler die Einladung zu einer Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates für Freitag, den 20. Mai. Einziger Tagesordungspunkt: Bauleitplanänderungen.

Foto: Andreas Waldner

Mehr als eine Bausünde

Gebaut ohne Genehmigungen: Villa Waldkönigin in St. Valentin Neben anderen kam auch die Villa Waldkönigin zur Sprache. Genehmigt wurde,nach einem positiven Gutachten der Raumordnungskommission, die Aufstockung der Baudichte von 1,6 auf 2,0 m3/m2 und die Aufstockung der Versiegelung von 70 auf 80 Prozent. Einstimmig. Dieser Beschluss geht nun in die Landesregierung und erst nach deren Beschluss kann um eine Baukonzession angesucht

werden. Das kann dauern. BM Noggler sagt, dass man den Leuten helfen wolle, schließlich handle es sich um einen Leitbetrieb, um das einzige 4-Sterne Hotel in der Gemeinde Graun. Eine Abrissverfügung kommt demnach nicht in Frage. Für Punt wird die Sache teuer. Nach einem Sanierungskonzept wird es eine verdammt hohe Verwaltungsstrafe geben. (eb)

Mals

„Viehbauern haben nichts zu befürchten“

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Sie sind Landwirtschaftsreferent der Gemeinde Mals. Viele Viehbauern sind verunsichert. Wohin soll sich die Viehwirtschaft in der

Gemeinde Mals entwickeln? Günther Wallnöfer: Der Viehwirtscahft in der Gemeinde Mals machen wir keine Vorschriften, außer dass der Pestizideinsatz beim Maisanbau in zwei Jahren verboten sein wird. Wir werden in unseren Mensen den Einsatz von heimischen Fleisch unterstützen. Was in unserer Macht steht, das werden wir unterstützen. Natürlich können wir keine biologische Käserei eröffnen. Wir haben kürzlich in Deutschland die Methode der mechanischen Unkrautbekämpfung besich-

Günther Wallnöfer ist Biobauer in Laatsch. Seit Mai 2015 ist er Referent unter anderem für die Landwirtschaft in der Gemeinde Mals

tigt. Das werden wir unterstützen. Vinschgerwind: Begonnen hat die Debatte in Mals vor allem wegen mit Pestiziden verunreinigtem Heu. Dies wurde auch in Ihrem Biobetrieb gemessen. Die Viehbauern, die rund 30 Prozent ihrer Futtermittel, sei es Kraftfutter oder Heu, hinzukaufen, stellen sich die Frage, ob diese Zukäufe auf Pestizidrückstände untersucht werden müssen. Sollen solche Kontrollen gemacht werden? Wallnöfer: Ob konventionelles Kraftfutter verunreinigt ist, das soll sich jeder konventionelle Bauer selbst kontrollieren. Dieses Kraftfutter fügt ja dem Nachbarn und der Natur keinen Schaden zu. Es stellt sich in diesem Fall zum Beispiel nicht die Frage, ob ich Holunderblüten sammeln kann oder nicht, wie sie sich in der Nähe einer Apfelwiese stellt. Uns

geht es um die Gesundheit der Bevölkerung und darum, dass die biologische Wirtschaftsweise ohne Abdrift weiterhin im oberen Vinschgau wachsen kann. Vinschgerwind: Außer beim Maisanbau werden die konventionell arbeitenden Viehbauern in der Gemeinde Mals weiterhin so arbeiten können wie bisher? Wallnöfer: Die Viehbauern haben nichts zu befürchten, die können gleich weiterarbeiten wie bisher. Was jetzt nicht unmittelbar mit der Gemeinde Mals zu tun hat, das ist der Milchpreis. Nur ein Beispiel: Bei unserer Besichtigung eines Hofes in Deutschland hat uns der Bauer mit 60 Schwarzbunten Kühen gesagt, dass er auf Bio umstellt. Derzeit erhält er für den Kilo Milch 25 Cent und bei Bio wird er 49 Cent erhalten. Interview: Erwin Bernhart


6 /TITEL/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

„Das ist fahrlässig“ Reschen - Nauders - Oswald Folie ist als Präsident der Schöneben AG der dienstälteste Skiliftpräsident Südtirols. 17 Jahre lang hat am Reschenpass ein unvergleichliches, weil grenzüberschreitendes Projekt funktioniert: der Kartenverbund Skiparadies Reschenpass. Die Skigebiete Bergkastel Nauders, Schöneben und die Haideralm haben darin zusammengearbeitet. Nun steigt Nauders aus. Interview: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Seit 17 Jahren gibt es das Skiparadies Reschenpass. Das ist ein Kartenverbund zwischen Nauders, Schöneben und der Haideralm. Nauders hat diese Zusammenarbeit 2014 gekündigt und kürzlich diese Kündigung bestätigt. Damit wird es diesen Skipass in der Saison 2016/2017 nicht mehr geben. Oswald Folie: Das ist richtig. Den Skipass wird es im kommenden Winter nicht mehr geben. Der ist definitiv von den Nauderern gekündigt worden. Nach der Kündigung im Jahr 2014 wurden auf Initiative der Schöneben AG Verhandlungen geführt. Mittlerweile hat es mindestens sechs Verhandlungsrunden gegeben, in denen man versucht hat, den Kartenverbund doch noch weiterführen zu können. Aber das war nicht möglich. Trotz außergewöhnlich guter Angebote von Seiten der Schöneben AG. Vinschgerwind: Der Kartenverbund Skiparadies Reschenpass ist ein kompliziertes Gebilde. Ist es auch ein guter Kompromiss? Es profitieren doch alle Beteiligten davon. Folie: Natürlich profitieren alle Beteiligten. Deshalb ist es ja völlig unverständlich, dass Nauders diesen Kartenverbund aufgekündigt hat, und zwar definitiv. Die Nauderer haben ein leistungsbezogenes Abrechnungssystem gefordert. Sie haben für sich ein solches System ausgearbeitet, welches allerdings ausschließlich zum Vorteil von Nauders gewesen wäre. In diesem System war nur die Größe des Skigebietes berücksichtigt, keine Qualitätskriterien. Dabei ist die Größe eines Skigebietes weder für die Qualität noch für das, was am Ende der Saison abgerechnet wird, ausschlaggebend. Wo der Gast eine Leistung in Anspruch nimmt, dort muss diese auch bezahlt werden. Das ist unsere Ansicht von einem leistungsbezogenen Abrechnungssystem. Das ist nicht nur unsere Ansicht, sondern so wird es bei den Fahrtenabrechnungen in den großen Skigebieten mit Kartenverbund - zum Beispiel bei Superski Dolomiti und anderen - gehandhabt. Da wird nach Fahrten abge-

rechnet unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien, Förderleistungen, Höhenunterschiede usw.. All diese Kriterien haben die Nauderer in ihrem Vorschlag nicht berücksichtigt. Vinschgerwind: Bisher war es so, dass jenes Skigebiet, in dem z.B. eine Wochenkarte gekauft worden ist, grundsätzlich 26 Prozent des Verkaufspreises behalten konnte, unabhängig davon, wo der Gast dann effektiv skigefahren ist. In den Verhandlungen sind Sie den Nauderern mit diesem „Selbstbehalt“ soweit entgegengekommen, dass der Prozentsatz auf 38 erhöht werden sollte. Nauders hat trotzdem abgelehnt. Wie erklären Sie sich das? Folie: Wir können uns alle diese Ablehnung nicht richtig erklären. Das könnte auch aus einer bestimmten Notsituation entstanden sein, das wissen wir nicht. Jedenfalls ist es so, dass Nauders unser gutes Angebot abgelehnt hat. Vinschgerwind: Die Schöneben AG hat bisher die Skibusse im Oberland, also die Verbindungen St. Valentin – Schöneben – Nauders, zu 68 Prozent finanziert. Folie: Das ist richtig. Die Skibusse wurden im Verhältnis zu den Gästewanderungen von den Skigebieten finanziert. Die Schöneben AG hat aufgrund dieser Berechnungen 68 Prozent dieser Finanzierung zu übernehmen. Dies ist zusätzlich zum „Selbstbehalt“, also ein wesentlicher Vorteil für Nauders. Es waren in der Wintersaison täglich zwei Busse zwischen St. Valentin - Reschen und Nauders im Einsatz. Das ist ein Dienst für die Gäste von St. Valentin, von Graun, von Reschen und von Nauders. Vinschgerwind: Klar ist, dass die Gäste im Oberland das Skigebiet Schöneben lieben und gern frequentieren. Vor allem Gäste aus Nauders kommen nach Schöneben. Kommt dieser Gästestrom mit der Auflösung des Kartenverbundes nun zum Erliegen? Folie: Das hoffen wir natürlich nicht. Wir

sind überzeugt, dass ein Teil dieser Gäste weiterhin nach Schöneben kommen wird. Das war auch vor dem Kartenverbund schon so. Mittlerweile sind viele Stammgäste in Nauders daran gewöhnt, nach Schöneben zu fahren. Deshalb sind auch viele Bettenbetriebe in Nauders nicht zufrieden, dass der Kartenverbund von den Verantwortlichen in Nauders aufgekündigt worden ist. Weil sie eben viele Gäste haben, die nach Schöneben zum Skifahren kommen. Vinschgerwind: Wie schauen die Gästestromanalysen aus? Folie: Natürlich haben wir genaue Analysen über die Gästebewegungen. Die Angaben von Nauders , daß bisher 10 Mio. Euro nach Süden abgewandert sind, sind nur zum Teil richtig. In den vergangenen 16 Jahren seit Bestehen des Skipassverbundes, ist ein Betrag von 6.287.181,78 Euro nach Schöneben bezahlt worden, also ein jährlicher Betrag von durchschnittlich Euro 392.948,86, der Differenzbetrag von Euro 3.712.818,22 ist nur angenommen und deshalb unrealistisch. Dass aber verhältnismäßig mehr Gäste von Nauders nach Schöneben kommen ist eine Tatsache und hängt nur zum Teil mit dem größeren Bettenangebot von Nauders zusammen. Nauders behauptet stets, dass sie der Bettenlieferant sind, aber wie das folgende Beispiel, welches realistische Zahlen der letzten Wintersaison sind, zeigt, ist dem nicht so: Die Gemeinde Graun hat 2420 Gästebetten. Davon wandert eine Wertschöpfung von ca. 350.000 Euro nach Nauders ab. Die Gemeinde Nauders hat 4.200 Gästebetten davon wandert eine Wertschöpfung von ca. 1.190.000 Euro nach Schöneben ab. Effektiv bezahlt Nauders an Schöneben nach Verrechnung der Gästewanderungen und nach Abzug der 26% Vorweganteil lediglich ca Euro 590.000,00 als in etwa die Hälfte von dem was effektiv von Nauders nach Schöneben wandert. Wenn die Abwanderung im Verhältnis zur Bettenzahl auf beiden Seiten gleich hoch wäre, dürfte von Nauders „nur“ eine Wertschöpfung von


26.05.16

Euro 607.500,00 nach Schöneben abwandern. Effektiv sind es aber Euro 1.190.000,00 – also etwa das Doppelte. Woran liegt diese Diskrepanz bzw. Differenz? Vinschgerwind: Ja, woran liegt diese Differnez? Folie: Es ist augenscheinlich, daß das Skigebiet Schöneben für die Gäste durch die hohe Qualität der Aufstiegsanlagen und der hervorragend präparierten Pisten- die Familienfreundlichkeit – und die Freundlichkeit der Mitarbeiter attraktiv und sehr beliebt ist. Dies ist auch der Beweis, daß die Größe des Skigebietes für die Frequenzen nicht ausschlaggebend ist, vielmehr ist dies die allgemeine Qualität im Skigebiet. Dies bestätigen uns die großen Skiportale wie Skiressort, Skiareatest, Skigebiete-Test usw. wobei besonders unser Pistengütesiegel in Triple Gold von Skiareatest hervorzuheben ist. Auch unser großer Snowpark mit Funslope in hervorragender Qualität, haben als ergänzendes Angebot dazu beigetragen, die Angebotspalette und die Qualität im Skigebiet Schöneben zu steigern und einfach mehr Abwechslung in den Skialltag zu bringen.

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Aufgrund Ihrer Ausführungen dürfte Schöneben für die kommen-

de Wintersaison nichts zu befürchten haben. Folie: Wir haben auch keine sehr großen Befürchtungen. Ob wir damit richtig liegen, wird sich in einem Jahr, also nach der Wintersaison 2016/2017 zeigen. Aus meiner Sicht ist die Kündigung des Kartenverbundes allerdings fahrlässig. Einen seit 16 Jahren funktionierenden, grenzüberschreitenden Kartenverbund mit guter Zusammenarbeit einfach zu kündigen, das ist fahrlässig. Wir sollten viel mehr einen Schritt nach vorne machen, um über Möglichkeiten eines effektiven skitechnischen Zusammenschlusses zu diskutieren – wie von der Schöneben AG schon lange angedacht und vorgeschlagen wird – und nicht über eine Trennung. Vinschgerwind: Hat die Kündigung der Nauderer auch etwas damit zu tun, dass Sie kein Befürworter der Verbindung LangtaufersKaunertal sind, während diese Verbindung in Nauders befürwortet wird? Folie: Das hat damit nichts zu tun. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Vinschgerwind: Sie sind ein Befürworter der lifttechnischen Verbindung St. ValentinSchöneben. Wird damit Schöneben attraktiver?

Vinschgerwind 11-16

/TITEL/ 7

Folie: Die Machbarkeitsstudie liegt derzeit in Bozen auf und wird technisch überprüft. Demnächst ist auch eine Begehung vorgesehen. Diese Machbarkeitsstudie beinhaltet ja nicht nur die Liftverbindung von St. Valentin nach Schöneben. Diese Studie beinhaltet auch einen neuen Lift, den sogenannten Panoramalift, von Schöneben in Richtung Reschen. Laut Aussagen von Fachleuten soll dies ein Lift mit einer wunderbaren Piste werden. Wegen der Liftverbindung St. Valentin-Schöneben wird Schöneben nicht attraktiver. Dieser Verbindugnslift ist für St. Valentin von großem Nutzen. Die Haider haben mit ihrem Skigebiet Probleme. Ich weiß nicht wie es heuer weitergeht. Es ist allerhand im Gange, da müssen Sie die Gemeindeverwaltung fragen. Jedenfalls ist es meiner Meinung nach so, dass der Verbindungslift von St. Valentin nach Schöneben für die Bettenbetriebe in St. Valentin die richtige Lösung ist. Vinschgerwind: Wird es demnächst eine Fusion zwischen der Schöneben AG und der Haider AG geben? Folie: Das kann ich heute nicht sagen. Das hängt davon ab, wie sich die Haider AG entwickelt und natürlich auch von der Realisierung des Liftes St. Valentin-Schöneben. Nur um die Haideralm zu halten, kann ich mir eine Fusion nicht vorstellen. Vinschgerwind: Wäre es nicht sinnvoller, zuerst zu fusionieren und dann den Verbindungslift zu bauen? Folie: Eine Fusion kann nur dann stattfinden, wenn die Haider AG ihre Hausaufgaben gemacht hat. Für mich heißt das, die Lifte soweit abzubauen, dass das Skigebiet wirtschaftlich arbeitet. Wenn es so weitergeht, ist ein Fusion aus wirtschaftlicher Sicht nicht machbar. Es kann nicht sein, dass sich Schöneben in Schwierigkeiten begibt. Vinschgerwind: Sind die Verhandlungen mit den Nauderern endgültig gescheitert oder gibt es noch Spielräume? Folie: Die Verhandlungen sind endgültig gescheitert. Die Schöneben AG hat ja den Antrag gestellt, dass die Nauderer die Kündigung noch um ein Jahr hinausschieben mögen. Das wurde abgelehnt, wie Sie aus dem Kündigungsschreiben ersehen können. Wir sind schon gewillt, mit den Nauderern weiterhin zu reden, damit der Kartenverbund aufrecht bliebe, aber nicht um jeden Preis. Vinschgerwind: Wird sich die Schöneben AG anderweitig um einen Kartenverbund bemühen? Folie: Wir werden uns um einen Kartenverbund mit St. Valentin und mit Waltes bemühen, vielleicht darüber hinaus, das weiß man noch nicht. Da laufen erste Gespräche.


8 /WIRTSCHAFT/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

von Albrecht Plangger

Gabriel-Grüner-Schülerpreis

Rom-Infos ins Tal

Den Gabriel-Grüner-Schülerpreis, den der Bildungsausschuss Mals 2016 zum zweiten Mal gemeinsam mit der Agentur Zeitenspiegel und dem Südtiroler Wochenmagazin ff verleiht, erhalten die Schülerinnen Clara Schönthaler (Text) und Eva Maria Frank (Fotos) vom Oberschulzentrum Schlanders für die Reportage „Bewusst im Leben“. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 26. Mai 2016 um 19.00 Uhr im Kulturhaus Mals statt - im Rahmen der Verleihung des Gabriel-Grüner-Stipendiums 2016.

Martell fordert schnelles Internet Martell - Die Mitglieder der Ortsgruppe Martell des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) haben sich kürzlich im Cafè-Bistro „Martell Mountains“ zu ihrer alljährlichen Versammlung eingefunden. Diksutiert wurde über die mangelnde Internetverbindung und das Wanderwegenetz im Tal.

Von links: Die Mitglieder des Ortsausschusses mit Bürgermeister Georg Altstätter (3.v.r.) und Ortsobmann Alexander Mair (rechts außen).

O

rtsobmann Alexander Mair berichtete über eine Reihe sportlicher Veranstaltungen, durch die zusätzliche Nächtigungen erzielt werden konnten, so etwa durch den internationalen Skitourenwettbewerb um die Marmotta-Trophy. Ein weiteres wichtiges Event sei das Marteller Erdbeerfest, das jedes Jahr Tausende Besucher ins Tal locke. Darüber hinaus erklärte Mair, dass die mangelnde Internetverbindung ins Hintermartell nach wie vor problematisch sei. „Die dortigen Betriebe haben mit einem beträchtlichen Wettbewerbsnachteil zu kämpfen, der in der heutigen Zeit durch nichts wett zu machen ist. Daher brauchen wir möglichst bald eine schnelle Internetverbindung“, erklärte Ortsobmann Mair. Bürgermeister Georg Altstätter erklärte, dass man vonseiten der Gemeindeverwaltung den Stellenwert des Tourismus schätze und alles tun werde, damit sich Martell auf dem touristischen Markt noch besser positionieren könne. Insofern versicherte er, dass man sich bemühen werde, möglichst bald einen marktgerechten Inter-

netzugang für alle Unternehmen im Tal zu verwirklichen. Darüber hinaus berichtete er, dass ein Großteil des Schluchtenweges fertiggestellt sei und bereits jetzt als besondere Attraktion von Touristen und Einheimischen geschätzt werde, genauso wie die Winterwanderwege, die man zu erweitern versuche. Gerhard Eberhöfer, Marketingleiter des Verbandes der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VI.P), informierte über das Konzept der Beerenvermarktung vor Ort und bot in diesem Zusammenhang eine noch engere Zusammenarbeit mit der lokalen Gastronomie an. Verbandssekretär Helmuth Rainer hob die Bedeutung des Regionalflughafens in Bozen hervor und erklärte, dass diese Verkehrsinfrastruktur ein wesentlicher Teil der Südtiroler Mobilität sei, die Chancen mit sich bringe. Im Fachteil der Versammlung referierte Marlies Andergassen, Mitarbeiterin der Abteilung IT / Online Marketing im HGV, über die Sichtbarkeit und die Vermarktung der Betriebe über die neuen Medien und gab einige wertvolle Tipps.

Foto: „Wind“-Archiv

Die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sind Gesetz. Unabhängig vom Inhalt, der viele Mängel aufweist, hat das Parlament seine Aufgabe erfüllt und mit 10 bis 20 Jahren Verspätung im Vergleich zu den meisten europäischen Staaten die Materie gesetzlich geregelt und nicht dem Zufall und Gutdünken der Gerichte ausgeliefert. Dies spricht eindeutig für den Ministerpräsidenten, der „auch macht“ und nicht nur ankündigt. Zur Zeit ist sonst „totale Flaute“ in der engen Parlamentsarbeit. Alle fiebern auf die Gemeindewahlen in Rom, Mailand und Neapel hin. In den Kommissionen geht die Arbeit aber weiter. Jetzt kommen die Umsetzungsdekrete zur Madia-Reform (Ministerin für Öffentliche Verwaltung und Vereinfachung) vom Vorjahr. Die öffentlichen Gesellschaften oder die Beteiligungen von Land und Gemeinden an Gesellschaften sollen neu geregelt werden. Aus allen Gesellschaften deren Gesellschaftszweck nicht ureigene oder strategische Aufgaben einer Gemeinde verfolgt, sollen diese nun ausscheiden. Von 8.000 Gesellschaften mit öffentlicher Beteiligung sollen 1.000 – 2.000 übrig bleiben. In den letzten drei Jahren wurde dies immer wieder - ohne großen Erfolg – versucht. Nun wird es aber ernst. Der Herr Staatspräsident selbst hat sich der Sache angenommen und übe massiv Druck auf die Regierung aus, bei den Gemeindegesellschaften - die vielfach nur gegründet wurden um den Stabilitätspakt zu umgehen und Leute einzustellen, die man als Gemeinde wegen Aufnahmestopp nicht einstellen dürfte - „Nägel mit Köpfen zu machen“. Diesmal wird es ernst für die Beteiligung der Gemeinden in den Liftgesellschaften und in den vielen KonsortialGesellschaften, die für die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen gegründet worden sind. Wir müssen nun beweisen, dass im Berggebiet – an welchem der „sog. Markt“ kein Interesse hat – die Beteiligung der Gemeinde an einer Liftgesellschaft strategischen Charakter hat und diese unverzichtbar ist bzw. dass unsere Gemeinden zusammen mit anderen öffentlichen oder privaten Partnern Konsortialgesellschaften gründen, um erneuerbare Energiequellen wirtschaftlich zu nutzen, nicht um Posten und „poltrone“ zu schaffen. Die Einnahmen für die Gemeinde und die Dienstleistung am Bürger will man bei uns steigern. Es wird aber eine harte Nuss werden. Allzugern wird das „Kind mit dem Bade“ ausgeschüttet.


Schlanders

BM Veith und der Malser Weg

U

lrich Veith blieb ruhig, aber klar, obwohl mehrere Diskussionsteilnehmer ihm Vorwürfe machten und den Malser Weg als falschen Weg bezeichneten. „Lasst uns diesen Weg hin zu einer biologischen Landwirtschaft gehen, bei uns ist die Umstellung leichter und schneller möglich“, meinte Veith. Er erklärte, wie es zur Abstimmung kam und warum man diesen Weg gehen will. In Mals gab es die Angst, dass neben dem integrierten Obstanbau kein Platz mehr sein würde für die Grünlandwirtschaft und besonders für die Biolandwirtschaft. Durch die Kleinparzellierung und den Oberwind, der 300 Tage im Jahr weht, ist die Abdrift ein großes Problem. Außerdem soll die Vielfalt in der Landwirtschaft erhalten und gefördert werden. Es gab Gespräche mit Bauern und bäuerlichen Organisationen, aber man wurde nur ausgelacht. Die Anliegen der Biobauern und die Ängste der Bürger wurden nicht ernst genommen. Daraufhin hat sich ein Promotorenkomitee gebildet und die Volksabstimmung durchgezogen. 75% haben sich klar für den Malser Weg ausgesprochen. Nun muss die Politik diesen Wählerwillen umsetzen. Die Gemeindesatzung wurde bereits geändert und das

Reglement verabschiedet. International hat dieser Schritt viel Aufmerksamkeit gefunden. Mals erhielt mehrere Preise. Karl Dietl, der Obmann der Obstgenossenschaft GEOS betonte, dass Verbote grundsätzlich der falsche Weg sind. Er und auch der anwesende LR Arnold Schuler erinnerten an den nationalen Aktionsplan, die neuen Landesrichtlinien, die neuen Spritztechniken und auch an die Weiterentwicklung bei den Bauern. Eine Vereinbarung mit den Biobauern wurde geschlossen, die Verwirrungsmethode wird eingesetzt, aber ohne Pflanzenschutzmittel geht es nicht, meinte Dietl, obwohl die naturorientierten Methoden verstärkt angewendet werden. Das Ziel muss es sein, dass Biobauern und integrierte Bauern zusammen kommen. „Aber gebt uns die Zeit, damit wir uns entwickeln können“, so Dietl. Der LR Schuler kritisierte im Reglement der Gemeinde Mals, dass die Abstandsregelung nur für chemischsynthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel gilt, nicht aber für Schwefelkalk. Die Gefährlichkeit muss das Kriterium sein und nicht die Art der Herstellung, meinte Schuler. Er befürchtete, dass es zu Prozessen kommen wird und betonte, den Obervinschgau zu unterstützen, wenn er sich zu einer Bioregion entwickeln will. In der teilweise sachlich, teilweise recht emotional geführten Diskussion gab es Lob und Kritik. Die Schwarz-Weiß-Malerei wurde kritisiert. Bio darf nicht aufgezwungen werden, sondern muss aus Überzeugung gemacht werden, meinte Leonhard Wellenzohn, der Obmann vom Verein Bio-Vinschgau. (hzg)

Fotos: Heinrich Zoderer

Ulrich Veith, der Bürgermeister von Mals, erläuterte den vielen Obstbauern und interessierten Bürgern in der Bibliothek Schlandersburg den Malser Weg in eine pestizidfreie Zukunft. In der total überfüllten Schlandersburg gab es heftige Diskussionen, Vorwürfe und Lob.

Die Volksabstimmung und die Beschlüsse in Mals führten am 10. Mai auch in Schlanders zu langen, aber sehr interessanten Diskussionen. Der Malser BM Ulrich Veith erklärte ausführlich den Malser Weg.

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10 /WIRTSCHAFT/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Schnals

Foto: „Wind“-Archiv

„Wintergast muss mehr umworben werden“

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ie Mitglieder der Ortsgruppe Schnals des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) haben sich kürzlich im Berghotel „Grawand“ zur ihrer Jahresversammlung eingefunden. Diskutiert wurde über die Aktivitäten der Ortsgruppe sowie über geplante Investitionen im Schnalser Skigebiet. Ortsobmann Andreas Götsch zeigte sich angesichts der leichten Zunahme an Übernachtungen vorsichtig optimistisch. Er hob hervor, dass es wichtig sei unter Touristikern zusammenzuhalten und in diesem Sinne gemeinsam den Tourismus zu gestalten. Götsch nutzte auch die Gelegenheit, sich bei der Gemeindeverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit zu bedanken.

v.l.: Ortsausschussmitglied Matthias Gamper, TV-Präsident Alexander Rainer, Ortsausschussmitglied Dietmar Weithaler, Ortsausschussmitglied Benjamin Raffeiner, Ortsobmann Andreas Götsch, Elmar Pichler Rolle, Geschäftsführer Schnalstaler Gletscherbahnen, Ortsausschussmitglied Karoline Gurschler und Bezirksobmann Hansi Pichler

Obmannstellvertreter Benjamin Raffeiner berichtete über eine Reihe von Tätigkeiten der Ortsgruppe so etwa die Mitgestaltung des Ötzi Alpin Marathon und das Gaudifaxn mit der Schischule Schnals. Zudem hob er hervor, dass die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft intensiviert wurde und für den Zeitraum rund um die Transhumanz (Schafübertrieb) das erste Mal eine Spezialitätenwoche zum Thema Schnalser Lamm organisiert wurde, die großen Zuspruch fand. HGV-Bezirksobmann Hansi Pichler erläuterte das Entwicklungskonzept für den Bozner Flughafen und betonte, dass es beim Referendum am 12. Juni darum gehe, ob das Land diese wertvolle Verkehrsinfrastruktur

weiterhin finanzieren solle. Darüber hinaus informierte er über die Reform der Tourismusorganisationen. Elmar Pichler Rolle, Geschäftsführer der Schnalstaler Gletscherbahnen, ging auf durchgeführte und geplante Investitionen für die Aufstiegsanlagen und Pisten im Schnalser Schigebiet ein. Zudem berichtete er, dass der Ausbau und die teilweise Neutrassierung des unteren Teiles der Talabfahrt demnächst umgesetzt werden soll. Weiters erklärte er, dass die Erweiterung und Potenzierung der Kunstschneeanlage in Zukunft einen noch sicheren und ausgedehnteren Schibetrieb ermöglichen soll. Alexander Rainer, Präsident des Tourismusvereines Schnals, betonte, dass man den Wintergast noch mehr umwerben müsse. Lobend erwähnte er, dass in Schnals neben den bekannten Stammmärkten auch bereits viele andere Nationen vertreten seien. Im Fachteil der Versammlung referierte Klaus Schmidt, Leiter der Unternehmensberatung im HGV, über die rentable Preisgestaltung für Beherbergungsbetriebe und veranschaulichte dies über interessante Zahlenvergleiche. Verbandssekretär Helmuth Rainer informierte untere anderem über diverse Steuerbegünstigungen und Fördermöglichkeiten von Seiten des Landes.

Raiffeisenkasse Obervinschgau

Einstimmige Entscheidungen roßer Andrang herrschte kürzlich bei der ordentlichen Vollversammlung der Mitglieder der Raiffeisenkasse Obervinschgau im Kulturhaus von St.Valentin. Grund dafür waren neben der Genehmigung des Jahresabschlusses die Neuwahlen für den Verwaltungsund den Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse und die Ehrung langjähriger Mitglieder. Das Geschäftsjahr 2015 der Raiffeisenkasse konnte wiederum erfolgreich abgeschlossen werden. Die Bilanz weist folgende betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus: Kundenausleihungen: 89.267.000 Euro; direkte Kundeneinlagen: 120.844.000 Euro; Indirekte Kundeneinlagen: 18.445.226 Euro; Bilanzsumme: 146.433.000 Euro; Gewinn Geschäftsjahr 2015 829.128 Euro. Die Tätigkeit der Vereine und Institutionen in den Gemeinden Graun und Mals wurde auch im abgelaufenen Jahr wiederum mit 133.512 Euro unterstützt. Der neue Verwaltungsrat des 1.816 Mitglieder zählenden Geldinstitutes setzt sich zusammen aus: Karl Schwabl (Obmann),

Simon Patscheider (Stellvertreter), Paul Blaas, Mathias Dilitz, Gerhard Malloth, Tiziana Sarah Scisci und Michael Stecher. Folgende Personen bilden den neuen Aufsichtsrat: Lothar Agethle (Präsident), Ferdinand Köllemann und Roland Reinalter. Als Ersatzmitglieder fungieren Kurt Ziernhöld und Carmen Zwick. Hermann Blaas aus St.Valentin, Richard Patscheider aus Langtaufers und Heinrich

Foto: Andreas Waldner

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Lechthaler aus Reschen wurden für ihre fünfzigjährige Mitgliedschaft und Kundentreue geehrt. Weitere zehn verdiente Mitglieder erhielten die Ehrung für ihre vierzigjährige Mitgliedschaft. Thomas Moriggl, Präsident der Südtiroler Jungunternehmer, referierte über: „local und global“. Die Vollversammlung wurde von der „Obervinschger Böhmischen“ mit dem richtigen Musikmix umrahmt. (aw) v.l.: Lothar Agethle, Aufsichtsratspräsident; Karl Schwabl, Obmann Verwaltungsrat; Plangger Martin, scheidender Verwaltungsrat (6 Jahre); Christiane Patscheider, scheidende Aufsichtsrätin (15 Jahre); Rudolf Stecher, scheidender Verwaltungsrat (21 Jahre); Markus Moriggl, Direktor der Genossenschaftsbank


26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/WIRTSCHAFT/ 11

Tanas

Fotos: Ludwig Fabi

Tanaser erhalten Nahverkehrsanbindung

I

m Gasthaus Paflur bei Tanas wurde kürzlich über das Projekt „Dörfer entwickeln – Gemeinschaft stärken“ des Bildungsausschuss Laas Bilanz gezogen. Ein Jahr lang machten sich die Bewohner von Tanas Gedanken darüber, wie sie der schleichenden Abwanderung entgegenwirken und das Dorf lebenswerter machen können. Federführend waren dabei Raimund Niederfriniger und Ludwig Fabi, welche gemeinsam diese Initiative begleiteten. Nach einer halbtägigen Auftaktveranstaltung wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet,

welche sich begleitet von Fachreferenten mit den Themen Mobilität, Erholungs- und Lebensraum, Wahrung des Kulturerbes und lokale Kreisläufe mit Produktvermarktung in Tanas, aber auch mit möglichen Strategien des Scheiterns auseinandersetzten. Dem Ziel des Projektes, das Dorf Tanas als Lebens- und Naherholungsraum mit einer besonderen Natur- und Kulturgeschichte in den Mittelpunkt zu stellen und die Eigeninitiative der Bevölkerung zu aktivieren, kam man rückblickend ein deutliches Stück näher. Bürgermeister Andreas Tappeiner

Aufmerksame Zuhörer bei der Abschlusspräsentation Haben die Aufwertung und Entwicklung von Tanas im Auge: Der Tanaser Gemeinderat Raimund Niederfriniger, Wilfried Stimpfl/Bildungsausschuss Laas und Bürgermeister Andreas Tappeiner konnte sogar als erste konkrete Maßnahme den Tanasern mitteilen, dass sie mit Änderung zum Winterfahrplan 2016-2017 eine Busanbindung an das öffentliche Verkehrsnetz am Bahnhof Laas erhalten. Details dazu werden derzeit noch verhandelt, aber aller Voraussicht nach wird die Anbindung dreimal täglich verkehren. Land (70%) und Gemeinde (30%) teilen sich die Kosten. Sollte nach einer ein- bis zweijährigen Probephase die angepeilten Nutzungszahlen erreicht werden, steht einer zukünftigen fixen Busverbindung nichts im Wege. (lu)


12 /LESERBRIEFE/ Gemeinderatswahlen in Schluderns - Richtigstellung im Sinne des Pressegesetzes Ich nehme Bezug auf die „Vinschgerwind“ Ausgabe Nr. 10 vom 12.05.2016, in der, unterzeichnet vom Chefredakteur Herrn Bernhart, unter der Rubrik – POLITIK/Schluderns 1. Spalte folgende UNWAHRHEITEN niedergeschrieben wurden und die folgend richtiggestellt werden: „... nicht ganz ohne externe Schützenhilfe: Es sei, so wird es aus Schluderns gemeldet, ExBürgermeister Wegmann selbst gewesen, der für Franz Kofler im letzten Moment gehörig die Werbetrommel gerührt haben soll (...) es war der einstige SVPler Franz Kofler gemeinsam mit Wegmann, der – möglicherweise ungewollt – mit seiner neuen Dorfliste der SVP zum BM-Sessel verholfen hat…“ Diese Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit. Ich habe mich zwar momentan aus der aktiven Politik zurückgezogen, stehe aber nach wie vor politisch zur Bürgerliste Schluderns, dessen Mitbegründer ich auch war. Ich stelle fest, dass die Berichterstattung ohne ausreichende Recherchen oder zumindest einen Versuch einer persönlichen Kontaktaufnahme erfolgt ist, was keineswegs einer seriösen und professionellen Berichterstattung entspricht. Was nun „diese Meldungen aus Schluderns“ angeht, möchte ich diese Person/en an ihre Verantwortung für das friedliche Zusammenleben in der Schludernser Bevölkerung erinnern, welches in den vergangenen Jahren schon genug strapaziert

Vinschgerwind 11-16

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worden ist. Üble Nachrede qualifiziert diejenigen, die sie verbreiten und fällt früher oder später immer auf diejenigen zurück, welche sie zu verantworten haben. Im Sinne dieser Verantwortung fordere ich diese Person/ en auf, den Mut aufzubringen, sich einer sachlichen, offenen und persönlichen Diskussion zu stellen! Für die Zukunft wünsche ich mir eine sachlichere und persönlich korrektere Berichterstattung von Seiten der Bezirkszeitung „Vinschgerwind“, was leider auch in meiner aktiven Zeit als Bürgermeister nicht immer der Fall war. Erwin Wegmann, Bürgermeister a. D., Schluderns

Frauenfeindlichkeit in Stilfs? Antwort auf Leserbrief mit dem Titel: „Sehr geehrte Verwaltung Gemeinde Stilfs“ (Ausgabe Nr.10). Eine mutige Mutter aus Stilfs kämpft. Sie kämpft bislang erfolglos für die letzte Ruhe ihres verstorbenen Sohnes. Denn dessen Totenruhe wird seit geraumer Zeit empfindlich gestört. Die Gemeinde Stilfs versagt der Mutter den nötigen Beistand. Stört das eigentlich niemanden sonst? Worum geht’s hier? Das Grab ihres Sohnes liegt genau unter einem Dachvorsprung, welcher Schmutz, Schnee, etc. aufs Grab ergießt. Die Gemeinde will besagter Mutter nicht helfen bei dieser Problemlast. Die Ehre dieser Mutter wird hier befleckt. Auch der Touristengemeinde Stilfs gereicht dieses entehrte Grab nicht zur Ehre. Die Gemeinde Stilfs führt die trauernde Mutter öffentlich vor. Das Ehrgefühl der verwaisten Frau wird mit

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Füßen getreten. Hier geschieht ganz offiziell unterlassene Hilfeleistung einem Verstorbenen gegenüber. Unsere verehrten Toten haben keine Lobby. Wo sind all die traditionellen, potenten Südtiroler Mannsbilder, wenn es darum geht, einer trauernden Frau die Last abzunehmen???? Frage: sind sie vielleicht mit Misogynie (Frauenhass) beschäftigt und daher außerstande der Frau zu helfen? Diese Frage ist nötig, gerade hier im sonnigen Südtirol, wo gelebtes Patriarchat seine Schatten auf Frauen wirft. Deswegen: Männer von Stilfs, los, ermannt Euch und schnürt Euren verdammten blauen Schurz um und helft in Herrgotts Namen dieser Mutter und ihrem verstorbenen Sohn. Das wäre Männlichkeit und nicht nur das übliche sinnentleerte Muskelspiel. Mit Verlaub: bei Euch in Stilfs ist das Ideal einer guten Dorfgemeinschaft nur eine leere Floskel, nur eine Worthülse. Männer es isch Zeit!! Oder seid ihr im wahren Leben das schwache Geschlecht?! Eines dürfte klar sein: diese Sohnesmutter ist eine sehr starke Mitbürgerin der Gemeinde Stilfs, sie hat ihr Anliegen artikuliert. Ihr gebührt meine Hochachtung; solch starke Frauen braucht das Land, das Land Südtirol, wo die Anliegen von Frauen gewöhnlich nicht ernst genommen werden. Frage: warum wird diese Stilfser Frau nicht ernst genommen? Warum?? Emanzipierte Bewohnerinnen von Stilfs (sofern vorhanden), solidarisiert Euch bitte mit dieser Mutter, denn wo Frauen einander beistehen, verliert die Männervorherrschaft an Macht. Frauen müssen sich ihre Rechte stets erkämpfen!!!Nur Mut! Wir Frauen schaffen das. Wir sind keine Mädels, wie man uns so gerne verniedlichend nennt. Wir sind echte Frauen, erwachsene Menschen, genauso erwachsen wie die Männer, die uns so gerne bevormunden. Frauenrechte sind Menschenrechte, bedenken Sie das gefälligst Herr Bürgermeister von Stilfs. Susanne Clemens-Wurzer, Latsch

Flughafen für den Vinschgau? Liebe Vinschger, mit den 130

Millionen Euro in den vergangenen 20 Jahren für das marode Bozner „Luftschloss“ muss genug sein! Bis 2035 würde der Flughafen weitere 200 Millionen Euro verschlingen. Steuergeld soll nutzbringender auch zur Sicherung der Gesundheitsversorgung für die Vinschgauer Bevölkerung verwendet werden. Regionalflughäfen lassen sich laut einer von der Deutschen Bank in Auftrag gegebenen Studie erst ab 700.000 Fluggästen wirtschaftlich betreiben. Laut Konzept würden bei einem Mindestpassagieraufkommen von 170.000 bereits durchschnittlich 5 bis 6 Flugbewegungen von 6.30 bis 23.00 Uhr erforderlich sein. An Wochenenden erfolgen Starts und Landungen in verkürzten Abständen. Für die Bevölkerung des Bozner Talkessels und des Unterlandes, welche schon jetzt an den Auswirkungen der Autobahn, des Zugverkehrs, des Müllverbrennungsofens und des Fahrsicherheitszentrums leidet, würde dies eine weitere Verschlimmerung der Situation durch Zunahme des Lärms und der Luftschadstoffe bedeuten. Am 12. Juni wird auch entschieden, ob die Lebensqualität und ein gesunder Lebensraum auch in diesem Gebiet Südtirols gewährleistet ist. Zum Schutz unserer Gesundheit rufen wir euch Vinschger zur Solidarität auf! Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland Erika Rinner Hauser, Kurtatsch

Bergbauern aufgepasst Hallo liebe Leser des VinschgerWindes und liebe Bergbauern. Wie ihr alle mitbekommen habt, sind die Käsekeller der Genossenschaften überfüllt und das Butter- und Yogurtregal voll. Und der Absatz an Milch und Milchprodukten an unserer Gastromonie und Hotelerie wird immer weniger. Deshalb fordere ich euch auf geschlossen zum Flughafenreferendum hinzugehen und mit einem überzeugenden NEIN zu stimmen. Denn wenn die Hoteliere unsere Bergbauernprodukte nicht brauchen, dann brauchen wir Bergbauern auch keinen Flughafen. Nutzt diese Chance und setzt ein Kreuzchen!! Werner Perkmann, Bergbauer aus St. Martin i. K.


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Mondsüchtig? Wie oft habe ich schon den Vollmond fotografiert und beobachtet. Dennoch, wenn es soweit ist, kann ich nicht schlafen. „Muss“ ich zeitig aufstehen, auf den Berg gehen, um das Spektakel zu erleben. Monat für Monat, seit Jahren...

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Vinschgerwind 11-16

Kolping – weltweit vernetzt Das Internationale Kolpingwerk, zu dem auch wir als Südtiroler gehören, ist ein weltweites Netzwerk und es lenkt den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus und lässt uns global denken und handeln. Kolping arbeitet mit Menschen in und aus anderen Ländern ideell, personell und materiell zusammen. Wir sind durch dieses Netzwerk verbunden! Unser Ansatz – Kolpingansatz – ist dabei „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Dies tun wir durch verschiedene Aktionen, beispielsweise durch unsere Hilfe an die Mitglieder. Heuer engagieren wir uns zum Thema „Frauen stärken, die Armut besiegen“. Diese jährlich abgehaltene Aktion für die Eine Welt, ist für uns wichtig und die Bitte an die Mitglieder, dieses Projekt zu unterstützen. Jedes Jahr wird versucht, ein neues Kolpinganliegen weiterzutragen und zwar ideell und finanziell. „Frauen stärken, die Armut besiegen“ bedeutet: wer eine Frau unterstützt, hilft der ganzen Familie, die Armut zu überwinden. Dieses Jahr für Indien, als zweitgrößtes Kolpingland, nach Deutschland. Wir geben und erhalten Hilfe und Anregungen für die jeweilige Arbeit. Wir sind aber nicht nur weltweit als Netzwerk verbunden, sondern auch weltweit im Gebet vernetzt. Dies zeigt sich darin, dass wir jedes Jahr im Oktober und zwar als Stichtag 27.10. – Seligsprechungstag unseres Verbandsgründers Adolph Kolping – den weltweit gestalteten Internationalen Weltgebetstag für Kolping abhalten. Damit stellen wir unter Beweis: wir sind weltweit vernetzt, auch im Gebet! Wir beten darum, immer mutig mitzuarbeiten an der Entwicklung unseres Kolpingwerkes und am Aufbau einer geschwisterlichen Kirche und einer guten Zukunft für alle Menschen mitzuwirken.

Vortrag: Sterbebilder im Wandel der Zeit Der Heimatpflegeverein Latsch lädt in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Latsch zum Vortrag: Sterbebilder im Wandel der Zeit am 27. Mai 2016 um 20 Uhr in der Bichlkirche in Latsch. Die Referenten: Maria Fliri Gerstgrasser, Chronistin aus Naturns, das Bestattungsunternehmen Tonezzer aus Schlanders und der Sammler Helmuth Pfanzelter aus Terlan. Musikalische Umrahmung: Viergesang des Kirchenchors Latsch. Zudem wird der Heimatpflegeverein eine kleine Ausstellung vorbereiten.

Sagenhafter Museums-Tag Schluderns-Vintschger Museum - Am 20. März startete das Vintschger Museum in die Sommersaison. Am 22. Mai, dem „Internationalen Museumstag 2016“, drehte sich alles um Sagen und Märchen. Anziehungspunkt ist die Sonderausstellung „Urgetreide im Portrait“ links: der Zwerg am Riesen Ortler auf dem Gedenkstein für den Erstbesteiger Josef Pichler, genannt „Jager Josele“ vor dem Vintschger Museum; unten: die saligen Waldfrauen

von Magdalena Dietl Sapelza

D

er Zwerg am Riesen Ortler, die drei überlebensgroßen saligen Waldfrauen unter dem Torbogen und der schlafende „Jörg der Träumer“ auf der Bank machten als Blickfang mehrere Tage lang auf das bunte Veranstaltungsprogramm am internationalen Museumstag 2016 im Vintschger Museum in Schluderns aufmerksam. Und die symatische Geste hatte ihre Wirkung. Große und vor allem kleinen Gäste kamen sehr zahlreich und genossen einen Nachmittag lang das spannende Märchen- und Sagenprogramm mit Workshops Bastelecke und Führungen durch das „liebgoldene Schluderns“. Uralte SagenGestalten aus dem Ort und der näheren Umgebung lebten auf, und es herrschte reges Kommen und Gehen. Erzählt wurde vom den dargestellten Figuren vom Riesen Ortler, von den saligen Waldfrauen, vom Murlorgg, vom Mäuseprozess in Glurns und vieles mehr. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die Ausstellungen „Archaischer Vinschgau“, „Wasser Wosser“, „Schwabenkinder“ zu besuchen. Sie schauten sich Film-Dokumentationen an oder besuchten den archäoligischen Park Ganglegg oder den Lehrwaal „Quairer Waal“. Im Mittelpunkt des diesjährigen Museums-Programmes steht im

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Kolping im Vinschgau

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die Sonderausstellung „Urgetreide im Portrait – Vom Wildgras zur Kulturform“. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Edith und Robert Bernhard. Das Burgeiser Ehepaar hat im Laufe der Jahre in Eigeninitiative über hundert alte Getreidesorten gesammelt und angebaut. Ihre umfangreiche Sammlung zu der nicht nur Getreide zählt, ist eine „Arche Noah“ für Samen. Die Bernhards versuchen die Menschen zur Natur, zu regionalen Kreisläufen zurück zu führen. Sie sensibilisieren für den Erhalt des alten Saatgutes und warnen davor, von den großen Saatgutherstellern abhängig zu werden. Die Sonderausstellung über das Urgetreide ist bis zum 6. November 2016 zu sehen. Im Eingangsbereich des Vintschger Museums ist auch das Tourismusbüro beheimatet. Die Synergie, die 2015 zwischen dem Vintschger Museum und der Ferienregion Obervinschgau genutzt wird, hat sich mittlerweile bewährt und wird weiterentwickelt. Infos: Vintschger Museum Schluderns, Telefon 0473 615 590 Montag ist Ruhetag www.vintschgermuseum.com


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Vinschgerwind 11-16

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Marienberg

Tag der offenen Tür im Kloster Marienberg A

Vorhalle zu den Werkstätten, mit Stiege zum Klostertrakt; aus dem Klosterschatz: hl. Benedikt und hl. Scholastika Fotos: Andreas Waldner

m Samstag (07.05) öffnete Marienberg sowohl die Türen des Museums als auch die Klosterpforte für Einheimische und Gäste. Die Besucherzahl lag heuer mit 250 ungefähr gleich wie im vergangenen Jahr. Die Gäste zeigten großes Interesse, sei es für das Museum wie auch für die gebotenen Sonderprogramme. „Die Stimmung war gut, es gab viele Rückmeldungen“ bestätigt Museumsleiterin Annemarie Schwarz. Zum ersten Mal gab es heuer Sonderführungen „Museumsschätze“. Eine innovative Museumsführung: Nicht die Geschichte, das Alltagsleben oder die Krypta standen im Vordergrund, sondern einzelne, besondere Schätze aus dem Klosterbestand, die heute im Museum ausgestellt sind. So sind im Benediktsraum zwei ungewöhnliche, vergoldete Statuen aus dem 18. Jahrhundert zu bestaunen, die den hl. Bene-

dikt und seine Schwester Scholastika von Nursia darstellen. Der hl. Benedikt ist hier in Pilgerkleidung dargestellt, mit Stiefeln, Hosen und Mantel. Ein neuer Programmpunkt war diesmal auch die Architekturführungen. Kein geringerer als Arch. Werner Tscholl hat die Führung im Abt Hermann Haus und im Klostergebäude übernommen und gezeigt und erklärt: Was ist alt? Was ist

tarblätter. Ein Klassiker beim Tag der offenen Tür ist immer auch die Kryptaführung. Gefehlt haben heuer die italienischen Gäste, obwohl vier Sonderprogramme auch in italienischer Sprache angeboten wurden. „Diese Zielgruppe müssen wir im kommenden Jahr über eine andere Schiene bewerben“ hat sich Frau Schwarz und ihr Team vorgenommen. (aw)

neu? Wie wurden beide Elemente verbunden? Welche Beweggründe von ihm stecken hinter diese Bauweise? Was bedeutet sie für Geschichte und Zukunft? Die Kirchenführung mit Rückblick auf die Restaurierung kam heuer besonders gut an. Bestaunt wurde der „schwebende“, in einem Guss mit Weißbeton geschaffene Volksaltar und die restaurierten Gemälde und Al-

Partschins

ber die Kunst hat das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer einen etwas anderen Zugang zu der Schreibmaschine gewählt. 33 Künstler haben ihre Werke auf die Schreibmaschine fokussiert und damit eine Welt jenseits der Technik erschlossen.

Die vom Römer Paolo Pancaldi kuratierte und sehenswerte Ausstellung wurde am Pfingstwochenende anlässlich des 10. Schreibmaschinensammlertreffens eröffnet und bleibt bis Ende Oktober 2016 zugänglich. Ewald Lassnig, BM Albert Gögele und der für die Museen zuständige

Foto: „Wind“-Archiv

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Foto: Erwin Bernhart

Zugang über die Kunst

LR Florian Mussner zeigten sich angetan von der von Museumsleiterin Maria Mayr organisierten Ausstellung. Die kleine Per-

formance von Jakob De Chirico in Richtung DADA erheiterte und bildete den Abschluss der Ausstellungseröffnung. (eb)


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Vinschgerwind 11-16

Über 20 Jahre Mai-Eintanzen

oben: die neu gegründete Kinder-Schuhplattlergruppe u. links: Auch wenn es auf dem Bild nicht so scheint, sind die Kinder begeistert dabei. u. rechts: Benedikt an der Harfe

A

m vergangenen 30. April wurde in Eyrs, wie bereits seit Jahren, volkstümlich in den Mai gefeiert. Ursprünglich wurde der Maitanz vom Bildungssausschuss organisiert. Seit über 20 Jahren organisiert diesen der Kirchenchor Eyrs in Eigenregie. Eine große Aufwertung erfährt der Maitanz seit einigen Jahren durch die Miteinbeziehung der Eyrser Volksschüler. Die Lehrerinnen und Volkstänzerinnen Martha und Claudia Zangerle studieren mit den Schulkindern einfache Volkstänze ein, welche dann zum Maitanz im Eyrser Kultursaal aufgeführt werden. Ein besonderer Auftritt war dieses Jahr jener der neu gegründeten Kinder-Schuhplattlergruppe. Insgesamt sind viele Kinder und Jugendliche begeistert in die Maifeierlichkeiten involviert und leisten ihren musikalischen Beitrag, worauf die Organisatoren sehr stolz sind. Nach dem traditionellen „Goaslschnöllen“ und Volkstänzen auf dem Dorfplatz und dem Einzug in das Kulturhaus, wurde zu verschiedenen Bläser- Ziehharmonika und Tanzeinlagen bis in den Mai gefeiert. Der Eyrser Kirchenchor ist stolz auf die Erhaltung dieser Tradition und freut sich über die gelungene Veranstaltung. (uno)

§ Der Matscher Wildererschmaus Aus dem Gerichtssaal

Die Matscher stehen vielleicht nicht zu Unrecht im Ruf, in der Vergangenheit passionierte Wilderer gewesen zu sein. An dieser ihrer Leidenschaft scheint sich erst seit dem Zeitpunkt etwas geändert zu haben, da ihr Tal vom Malser Jagdbezirk abgetrennt wurde und sie ihr eigenes Revier bekamen. Es bestätigt sich also die landläufige Meinung, dass die Jäger sich am besten selbst beaufsichtigen! In der Zeit, als die Matscher ihren Jagdtrieb noch hauptsächlich auf verbotene Weise auslebten, hatten sie zwei geschworene Feinde: den Jagdaufseher Ludwig Blaas, auch Ludi genannt, und den Polizeiwachmeister Gioacchino Crestelli aus Mals. Die Kämpfe zwischen Aufsehern und „Gejagten“ sind Legende. Einer davon gipfelte in einer besonders geistreichen Aktion. Da wurden eines Nachts vor der Polizeistation Mals hek-

tographierte Flugblätter ausgestreut, auf denen folgendes zu lesen stand: Im Gasthof „Glieshof“ im Matschertal findet am 05. Dezember 1985 ein großes Wildereressen statt. Dazu eingeladen sind aktive und pensionierte Wilderer, deren Freunde und Sympathisanten. Speisekarte: Gruß aus der Küche: Wildschwein Rosmarinspießchen, Flamkuchen „Wilde Sau“; Vorspeisen: Rehsulze nach Jungjägerart; Wildleber nach Ludi’s Art; Suppen: Wildsuppe mit Hühneraugen, Fasanbouillon; Hauptspeisen: Hase im Jägerrock, gefüllte Wildenten à la Cristelli, Rehrücken in Wurmentenfett geschmort; Nachspeise: Wachteleier in Schokolademousse. Von diesen Leckerbissen angelockt fuhr der Wachmann Cristelli zum angegebenen Zeitpunkt am Glieshof vor, auch in der Hoffnung, dort die ganze illustre Matscher Wilderer-

gesellschaft „in flagranti“ zu erwischen. Dass ihm mit dem ausgestreuten Flugblatt ein übler Streich gespielt worden war, merkte er erst, als er an der verschlossenen Tür des „Glieshofes“ das Schild gewahrte: “Wegen Ferien geschlossen.“ Einige Zeit später legte er das Flugblatt dem Bezirksrichter von Schlanders vor mit der Frage, ob nicht Grund zum Einschreiten bestünde, weil damit doch das Ansehen der Ordnungshüter herabgesetzt worden war. Der Richter schaute ihn etwas nachsichtig an und riet ihm:“Lasci perdere, Cristelli!“ Von gut informierter Seite war dann allerdings zu erfahren, dass das Wildereressen wie angekündigt doch stattgefunden hat, allerdings einige Kilometer weiter talauswärts in einem Lokal am Ufer des Saldurbaches! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Volksbühne Laas

Psychothriller in der Garage

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Eyrs

26.05.16

D

ie Spannung steigt in der Tiefgarage des Pflegeheims St.Sisinius in Laas. Die Premieren-Besucherinnen und Besucher nehmen alle zum selben Zeitpunkt ihre Plätze ein. Ein Oldtimer fährt herein. Reifen quietschten. Die Türen öffneten sich. Ein Paar stieg aus. Die Frau schimpft und verschwindet zum Einkaufen. Ihr Mann, ein erfolgreicher Projekt-Manager, ist zum Warten verdammt. Er öffnet den Kofferraum und er-

schrickt. Ein (Alp)Traum beginnt, der ihn in Abgründe seiner Lebensgeschichte blicken lässt. Seine bizarren Gedanken drehen sich um Benachteiligung, um die Schönheit im Keller, um Mord und Totschlag, um Verfolgung, Verführung und um seinen einstigen Musiklehrer und dessen „Goldbergvariationen“. So nennt sich auch der Psychothriller von Dietmar Gamper, den dieser mit den zehn Schauspielerinnen und Schauspielern

Gänsehaut in der Tiefgarage von St Sisinius in Laas; Der wartende Ehemann (Heinz Köfler) erlebt einen Alptraum

der Volksbühne Laas als Uraufführung inszeniert hat. Es ist ein besonderes Theaterstück - ungewöhnlich, spannend, tiefsinnig und gut gespielt. Außergewöhnlich sind die Lichteffekte und die Musik, die Simon Gamper passend zu den dramatischen Szenen komponiert hat. Die Aufführung bietet unterschiedliche Interpretationsformen und damit viel Gesprächsstoff. (mds) Nächste Aufführungen: siehe Theaterwind


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„Miar hoobm olz ausgwougn, sogor s’Waschpulver“ Frau Cilli Reisinger Telser war als Geschäftsfrau bekannt und geschätzt. Sie bediente ihre Kundinnen und Kunden im „Laden“ in Tschengls und später in der Eisen- und Haushaltswaren-Handlung in Eyrs. Sie war Mitbegründerin der ersten Kaffee-Bar im Ort, der so genannten KVW-Bar. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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on klein auf steht Cilli im „Laden“ ihrer Eltern in Tschengls, zuerst im „Flederbacherhaus“ und später im „Pandlhof“, der auch Gasthof ist. Cilli erinnert sich noch gut an die „Paradeispasta“, die löffelweise verkauft worden ist, oder an die „Öl-Maßlen“. Die Leute können sich meist nur kleine Ölmengen leisten. Etwas mehr Absatz finden Zucker, Mehl und Salz. „Miar hoobm olz ausgwougn, sogor s‘ Waschpulver“, sagt sie. „Lai s‘ Persil`isch in di Schochlen gweesn“. Im Laden gibt es auch Stoffe und Kurzwaren. Im Balilla-Kleid besucht Cilli die italienische Schule. Lehrpersonen und Schüler verstehen sich kaum. Ein Lehrer geht deshalb mit den Kindern tagtäglich spazieren. „Gfolln hotts inz, obr glearnt hoobmer nicht“, meint sie. Eine Lehrerin unterrichtet die Kinder heimlich in Deutsch. „Wenn jemand auftaucht isch, sein miar blitzschnell verschwundn.“ Nachdem ihre Eltern 1938 für Deutschland optiert haben, schikanieren italienische Beamte den Vater, dass er erzürnt den „Laden“ und die Gastwirtschaft schließt. Die Familie lebt nur noch von der Landwirtschaft. Kurz darauf holen faschistische Schergen zwei der vier Pferde und einen Teil der Ernte. Damals graben Bauern Löcher in den Erdkeller, um Kartoffelhaufen kleiner erscheinen zu lassen. „Miar hoobm olm z‘ Essn kopp, obr viele ondre hoobm glittn“, erklärt sie. Cillis älterer Bruder zieht in den Krieg, und der Vater bewacht das Pulverlager, das die Faschisten auf dem Gelände des „Schgumser Badls“ errichtet haben. Dessen Abriss hat Cilli beobachtet. Sie bringt ihrem Vater täglich das Essen zur Wachhütte und begegnet Frauen aus der

Cilli Reisinger Telser, Jahrgang 1928, Eyrs. Die rüstige Seniorin kocht gerne, ist sehr belesen, verfolgt das Zeit-Geschehen im Fernseher, besucht die Kirche und geht regelmäßig spazieren. Besonders freut sie sich über den Besuch ihrer acht Enkel und fünf Urenkelkinder Umgebung, die im Munitionslager Säckchen für das Schießpulver nähen. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1943 wird Deutsch unterrichtet. Auf dem Stundenplan stehen meist Körperertüchtigung und Nazi-Ideologie. „Glearnt hoobmer selm a nit viel. Miar hoobm nit amol s` Onmol Oans kennt“, betont sie. Erst in der „Feirtaschual“ am Sonntag lernt sie rechnen. Tagelang transportiert Cilli für die Deutschen Munitionskisten mit einem Pferdegespann aus

dem Pulverlager zum Laaser Bahnhof. Lohn gibt es keinen. „Weil miar an flochn Gummiwoogn kopp hoobm, sein miar oft drounkemman“, sagt Cilli. Kurz vor Kriegsende sorgen Tiefflieger für Angst und Schrecken. „Wenn si s`Pulverloger drwuschn hattn, war olz in t`Luft gongan“, sagt sie. Nach dem Krieg lernt Cilli Verkäuferin bei ihrer Tante in Leifers. Vier Jahre bleibt sie dort. Dann besucht sie Haushaltsschule in Dietenheim und eröffnet wieder den Laden im Heimathof. Der

junge Schmied Toni Telser aus Eyrs besucht sie oft mit seinem Motorrad und erobert ihr Herz. Im Mai 1955 führt er Cilli im weißen Kleid vor den Traualtar. Eine Braut in Weiß ist damals etwas Besonderes. „In Stoff hon i miar in Lodn bstellt“, erklärt sie. Die Hochzeitsreise nach München nutzt das Paar zum Besuch der Handwerksmesse. Es bezieht ein neues Haus an der Eyrser Staatstraße, in dem Toni eine Schmiedewerkstatt betreibt. Cilli eröffnet in einem Anbau mit ihrer Schwägerin die legendäre KVW-Bar. Durch die hohe KVW Mitgliederzahl ist es gelungen, eine Lizenz zu erhalten. Die damals einzige Bar im Ort ist gut besucht. Etwas Besonderes ist der „Espresso“. „Frauen sain koane kemman“, erinnert sich Cilli. 1956 krönt ein Mädchen das Eheglück. Doch das Glück wird zwei Jahre später getrübt. Die Kleine stirbt an Diphterie. „Wenn s`erschte Kind stirbt, bricht di Welt zomm“, meint Cilli. Die KVW-Bar schließt. Ein Jahr später bringt eine Tochter das Glück wieder zurück. Schließlich tummelten sich vier Mädchen und ein Bub im Haus. Cilli umsorgt ihre Lieben und bedient ihre Kunden im Eisenund Haushaltswaren-Geschäft. Ihr Mann ist oft unterwegs und verkauft Landmaschinen. Freude macht dem Paar das Singen im Kirchenchor. Und Freude bereiten ihnen auch ihrer Kinder, die alle eine Schul-Ausbildung genießen und später in der Arbeitswelt überzeugen. Schwer trifft Cilli die Krankheit und der Tod der ihres Mannes 2009. Ihre Kinder fangen sie auf, sind für sie da. Mittlerweile hat der Sohn das Geschäft übernommen. Und Cilli freut sich, dass dieser genauso gerne seine Kundinnen und Kunden bedient, wie sie einst in ihrem „Laden“.


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Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Richtig gestellt

„Olls hondgmocht“

Beim letzten Leserbrief von Paul Gruber ist uns ein Fehler beim Abschreiben des Handgeschriebenen unterlaufen: Aus einem Bienenbaum haben wir einen Birnenbaum gemacht.

Dass pARTschins die Kunst im Namen trägt, kommt nicht von ungefähr - Peter Mitterhofer, Friedrich Gurschler, Matthias Schönweger, Rudolf Stingel... So werden am 28.05.2016 von 10.00-18.00 Uhr im historischen Ansitz Gaudententurm Handtaschen und Accessoires aus Traktorschlauch, Produkte aus Holz, Blumen & Arrangements, Bilder, nützliche Dinge aus Filz und Babysachen aus Stoff, Schmuck, Papier, Objekte aus Keramik u.v.m. angeboten. Käse- und Weinverkostung um 16.00 Uhr im Knottnkeller. Hondgmochte Musi gibt’s von 11.00-14.00 Uhr.

Gutscheine für Italienischkurse

Seit Februar gibt es für arbeitslose Menschen die Möglichkeit, einen Gutschein von € 250,00 zu erhalten, um einen Italienischkurs zu besuchen. So können sie sich auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereiten. Die Gutscheine sind für alle in Südtirol eingetragenen Arbeitslosen einlösbar, die aus den EU-15-Ländern kommen (Beitrittsländer vor 2004). Gutscheine gibt es, solange der Vorrat reicht. Diese Gutscheine werden vom Amt für Weiterbildung finanziert und von den Arbeitsvermittlungszentrum (Arbeitsämtern) verteilt. In Schlanders ist das Arbeitsvermittlungszentrum in der Schlandersburg untergebracht. Mit dem Geld können die Gebühren für den Italie-

Weiss Kreuz Jugend: 24 Stunden „harte Realität“ erleben Vinschgau - Der 24-h-Dienst, fand von Samstag, 30.04. bis Sonntag, 01.05. auf Landesebene statt. Auch Jugendgruppen vom Vinschgau waren dabei wie Prad, Vinschger Oberland und Naturns. Die Fallbeispiele bedienten sich einer großen Bandbreite: von Fingeramputationen, Herzinfarkt, Kindernotfällen, Bienenstich usw. war alles dabei. Besonders eindringlich für die Jugendlichen waren die Großeinsätze, wie beispielsweise ein Verkehrsunfall mit sieben Verletzten in Rabland

Fotos: Anna Alber

Vinschgau

von Anna Alber

nischkurs und für die Kursbücher gedeckt werden. Weiters können auch EU-Bürger und EU-Bürgerinnen aus den 13 Beitrittsländern ab 2004 und die Nicht-EU-Bürgerinnen und – Bürger Italienischkurse zu € 30,00 besuchen, auch wenn sie nicht arbeitslos sind. Weitere Informationen bekommen Sie im Arbeitsvermittlungszentrum oder im Amt für Weiterbildung (Tel. 0471 413394). Wenn Sie jemanden kennen, der gerne einen Italienischkurs besuchen möchte, sagen Sie ihm/ihr die Informationen weiter.

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4 Stunden lang leisteten die Jugendlichen den Dienst als „Sanitäter“ an gestellten Fallbeispielen. „Es wirkte in der Anspannung alles so real“, schilderte eine Jugendliche des 24-Stunden-Dientses bewegt. Die „Realistische Unfalldarstellung“, eine Gruppe des Weißen Kreuzes, die sich auf wirklichkeitsgetreues Schminken und Darstellen von Verletzungen und dergleichen spezialisierte, leistete sorgfältige Arbeit. Ihre Requisiten dabei: Kunstblut und weiße Schminke. Durch das Miteinbeziehen der Freiwilligen Feuerwehr, der Bergrettungsund Wasserrettungsdienste und unzähligen freiwilligen Helfern gelang es den Organisatoren Schauplätze zu schaffen, die die Jugendlichen in ihrer täuschen-

den Echtheit mitrissen und sofortiges fachkundiges Handeln erforderte. „Die Schwierigkeit dabei lag darin, dass so ziemlich alle Themenbereiche, die in den Gruppenstunden behandelt wurden, vermischt und spontan unter „realen“ Bedingungen vorkamen“, so eine Organisatorin des Weißen Kreuzes Naturns. In Bozen wurde eine Notrufzentrale eingerichtet. Hier konnten die „Patienten“ bzw. deren Angehörige den Notruf absetzen. Sofort wurden dann die geforderten Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens geschickt. Die Betreuer, die die jungen Erwachsenen auf die Einsätze begleiteten, griffen – Ausnahmen vorbehalten – nicht ein. Damit allerdings möglichst alle von den Einsätzen profitierten, wurden die Einsätze nachbe-

sprochen. Dies diente dazu, das Erlebte zu verarbeiten, die Einsätze zu analysieren und mögliche Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Für die „jungen Helfer“ waren die 24 Stunden sicherlich keine einfache Situation, alleine schon die Müdigkeit sei nicht leicht zu überwinden; ließ die Nachbesprechung durchblicken. Doch wenn die „Theorie „Farbe“ bekommt“ -und das Adrenalin steigt- sei man plötzlich physisch und psychisch hellwach. „War’s für euch interessant und lehrreich?“ Die Antwort fiel eindeutig aus: „Ja, sehr. Vor allem die Großeinsätze waren äußerst interessant. Durch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Wasserrettung usw. wurde auch ein Einblick in deren Tätigkeitsfelder ermöglicht“, so die jungen „Weiss Kreizler“.


26.05.16

Innsbruck/Mals

Glyphosat – Nein Danke!

A

stände durch die übermächtige Obstbaulobby, sowie die höflich ausgedrückte „NichtUnterstützung“ seitens des Landes Südtirol. Veith erklärte auch, dass die Geschichte noch nicht ausgestanden sei und man noch einige Klagen gegen die getroffene Neuregelung erwartet. Nichts desto trotz wird man das „de facto“ Verbot mit allen Mitteln verteidigen, denn in punkto Schädlichkeit von Pestiziden und deren Verbreitung könnten noch Informationen zum Vorschein kommen, welche die Problematik bezüglich Glyphosat bei weitem übersteigen. Der Landesbeamte Tschöll zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung in Mals und sprach dem Malser BM sowie vor allem den Malser Bürgern seinen Respekt dafür aus, wobei er betonte, dass Glyphosat in Nordtirol kaum eine Rolle aufgrund des geringen Obstanbaus spiele. Auch als Ackergift würde es kaum eingesetzt. Bemerkenswert in der anschließenden Diskussion war die Aussage einer offensichtlich aus Deutschland stammenden älteren Dame, welche wohl häufig in Südtirol ihren Urlaub verbringt. Sie lobte Veith für seinen „Mumm“, denn von Salurn bis Mals könne man nirgends mehr sein, „durchwegs wird gesprüht und die schöne Landschaft wurde ruiniert“. BM Veith meinte abschließend: Bio ist überall möglich, aber die Bürger müssen sich aktivieren! Bruno Telser

Foto: Bruno Telser

m vergangenen 3. Mai referierte der Malser Bürgermeister Ulrich Veith im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema „Glyphosat in aller Munde“ im Haus der Begegnung in Innsbruck. Neben dem BM referierten die Journalistin Jane Kathrein, sowie Andreas Tschöll vom Tiroler Landesamt für Landwirtschaftliches Versuchswesen und Boden- und Pflanzenschutz. Den Anlass dazu gaben Medienberichte, denen zufolge jeder zweite in Deutschland das Pflanzengift Glyphosat bereits in sich trägt und die Einstufung der Wetlgesundheitsorganisation WHO wonach es wahrscheinlich Krebs erregt. Kathrein wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche zu den am meisten belasteten zählen, bei einzelnen Personen wurden bereits Glyphosatrückstände gemessen die sogar 5-200mal höher sind als etwa die zugelassene Höchstmenge im Trinkwasser. Glyphosat ist der Hauptwirkstoff des Totalherbizids „Roundup“, welches hierzulande vor allem im konventionellem Obstbau eingesetzt wird. BM Veith erklärte den rund 40 Interessierten, unter ihnen Vertreter der Tiroler Landwirtschaftskammer, die Problematik bezüglich des Einsatzes von Pestiziden in der Gemeinde Mals und wie es dazu kam, dass nun eine dem Bürgerwillen entsprechende Neuregelung gefunden werden konnte. Dabei verwies er auch auf die zähen Wider-

BM Ulrich Veith im Haus der Begegnung in Innsbruck: „Bio ist überall möglich, aber die Bürger müssen sich aktivieren!“

Vinschgerwind 11-16

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26.05.16

Vinschgau

Infrastrukturen zur Unterstützung der Wirtschaft E

in Austausch zu zwei Infrastrukturprojekten – die Aufstiegsanlagen im Obervinschgau und der Flughafen - stand auf der Tagesordnung der kürzlich abgehaltenen Sitzung des Bezirksausschusses von Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige (swr-ea) im Vinschgau. Für die Wirtschaft im Obervinschgau spielt der Wintertourismus eine wichtige Rolle. Um die Attraktivität der Urlaubsdestination zu steigern sei es höchst an der Zeit, dass in Bezug auf die Aufstiegsanlagen eine zukunftsgerichtete Lösung gefunden werde, so der Tenor der Wirtschaftstreibenden. Der Zusammenschluss des Skigebietes Langtaufers mit dem Kaunertaler Gletscher über eine Gletscherbahn wird dabei von den Wirtschaftstreibenden grundsätzlich als positiv be-

gen wird, vorgestellt. Das im Landesgesetz festgeschriebene Entwicklungsziel für den Flughafen Bozen sieht eine finanzielle Investition von 2,5 Mio. Euro jährlich in den nächsten fünf Jahren durch das Land Südtirol vor. Ab dem Jahr 2022 wird die Investition dann 1,5 Mio. Euro jährlich betragen, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass bis zum Jahr 2022 170.000 Passagiere erreicht werden. Dies entspreche durchschnittlich fünf Starts und Landungen täglich. Um dieses Ziel zu erreichen sieht das Konzept eine Pistenverlängerung auf 1462m (d.h. 168m länger als die bereits bestehende Piste), gezieltes Marketing und einen Mix aus Linien- und Charterflügen vor. Werden die im Gesetzentwurf vorgesehenen Zahlen nicht erreicht, wird das Land die Finanzierung stoppen. „Ein

wertet, da die Attraktivität des Skigebietes dadurch gestärkt werden könne. Gleichzeitig müsse jedoch sichergestellt werden, dass alle Skigebiete der Gemeinde Graun – d.h. auch das Skigebiet Haideralm in St. Valentin und das Skigebiet Schöneben am Reschen – und das Skigebiet Watles in die Überlegungen eingebunden und mit gezielten Maßnahmen unterstützt werden. Im zweiten Teil der Sitzung wurde das Entwicklungskonzept zum Regionalflughafen Bozen, welches am 12. Juni einer Volksbefragung unterzo-

NEIN bedeutet jedoch nicht, dass der Flughafen geschlossen wird, sondern dass das Land die Flughafenbetreibergesellschaft ABD verkaufen oder liquidieren wird und die Flughafenkonzession an die nationale Zivilluftfahrtbehörde ENAC zurückgeht, die die Konzession europaweit ausschreiben wird“, unterstrich Moriggl. Diesbezüglich gebe es noch Aufklärungsbedarf innerhalb der Bevölkerung. „Auch wenn die Bezirke den unmittelbaren Nutzen des Flughafens nicht immer sehen, profitiert doch der Standort Südtirol davon: Mit einer Passagieranzahl von 170.000 Personen wird eine Wertschöpfung von 14,2 Mio Euro generiert. Der Flughafen ist eine wichtige Infrastruktur für Südtirol“, unterstrich Bezirkspräsident Moriggl abschließend.

Mals/Vinschgau

D

as Projekt „Hond in Hond – Freizeit mitnond“ wurde heuer zum siebten Mal durchgeführt und größtenteils von allen Teilnehmern als sehr gut bewertet. Am Dienstag (10.04) fand im Oberschulzentrum Mals das Abschlussfest des Projektes statt. Es wurde dieses Mal von den Sozialdiensten der

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des Nischler Georg & Co.

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Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Zusammenarbeit mit den Oberschulen aus dem Vinschgau, dem Arbeitskreis Eltern Behinderter (AEB) und dem Sprachenzentrum Schlanders entwickelt. Ziel des Projektes war: Inklusion der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung bzw. mit Migrationshintergrund durch Freizeitangebote, Entlastung der Eltern und das Schaffen eines Angebotes für Oberschülerinnen und -Schüler, sich im sozialen Bereich engagieren zu können. Die meisten begründeten ihre Teilnahme am Projekt damit, neue Erfahrungen zu sammeln, sich sozial engagieren zu können und eine Berufsorientierung zu erhalten. Jeweils im Zweierteam fanden von Oktober 2015 bis Mai 2016 regelmäßige Treffen zwischen den volljährigen OberschülerInnen und dem zugeteilten Kind bzw.Jugendlichen statt. Bei diesen Treffen wurden je nach Interesse und

Foto: Andreas Waldner

Hond in Hond – Freizeit mitnond

Schülerbar im Oberschulzentrum Mals. Ziel des Sozialprojektes der Bezirksgemeinschaft: Nicht Assimilation (Anpassung) sondern Inklusion (Einschluss von Menschen in die Gesellschaft) und Integration (Einbeziehung) Fähigkeit des Kindes bzw. Jugendlichen und der OberschlülerInnen unterschiedliche Freizeitaktivitäten umgesetzt, wie beispielsweise Bibliotheksbesuche, Kekse backen oder ein gemeinsames Pizza- Essen und vieles mehr. Die einzelnen Treffen zwischen Familien und Ju-

gendlichen wurden individuell vereinbart, wobei die Projektmitarbeiter sowohl den Familien, als auch den OberschülerInnen unterstützend zur Seite standen. Die Oberschülerinnen bekamen Teilnahmebestätigungen, die als Bildungsguthaben zählen. (aw)


26.05.16

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/GESELLSCHAFT/ 25 Schluderns

Leuchtende Bilder von Hans Seifert

Vespas im Mittelpunkt

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in blauer Hintergrund, rote Dächer und rote Gewänder, weiße Hausfassaden und gelbe Lichtstrahlen, die auf das Dorf fallen, aber nur einen Teil erhellen, so präsentieren sich die Bilder von Hans Seifert. Die Bilder leuchten in kräftigen Farben. Durch die alten Steinmauern in der Schlandersburg wird die Kraft der Bilder noch verstärkt. Aber wer genau hinschaut, sieht nicht nur das Leuchten der Farben, sondern auch die Schatten, die dunklen Seiten, die Risse und Furchen in den Bildern. Rote Blutspuren und schwarze Tusche fließen von den Bildern. Marienberg, das alte Kloster, steht da wie ein Fels, die Kirchtürme ragen stolz in die Höhe und doch liegt das Kloster verlassen wie auf einer Insel, ausgesetzt den Stürmen der Zeit, einsam dahinschwebend im Ozean des Weltalls. Winde und Stürme verwischen manche Bilder, Wörter und Texte ergänzen die Bildsprache. Hans Seifert ist ein Nordtiroler Künstler, 1947 in Pfunds geboren, lebt er heute in Absam. Mehrmals war er auf den Rimpfhöfen, um zurückgezogen, mitten in der Natur, in der Stille, zu malen. In seinen Bildern werden Bergdörfer aus dem Vinschgau dargestellt, das Kloster

Mit Harfenmusik, einer philosophischen Ansprache und einem „Rimpferbuffet“ wurde die Ausstellung von Hans Seifert aus Nordtirol am 7. Mai eröffnet; v.l.: Gernot Niederfriniger, Karl Perfler, Hans Seifert, Raimund Rechenmacher

Marienberg und das versunkene Graun, aber auch Menschen auf der Flucht, den Stürmen des Lebens ausgesetzt und immer wieder behandelt er in seinen Bildern religiöse Themen, welche er kritisch aufarbeitet. „Anteile“ heißt die Ausstellung. Es ist eine Einladung, um Anteil zu nehmen, aber auch um zu verstehen, dass wir nur ein Teil einer größeren Einheit sind, dass wir nur Teile wahrnehmen und andere zugedeckt bleiben. Karl Perfler, Kulturwirt der Tschenglsburg, hat Seifert oft auf den Rimpfhöfen besucht. Er meinte in seiner Einführung, dass wir heute die Hilfe der Kinder brauchen, um den Verführungen durch die Macht und durch die Technik zu entkommen. Wir müssen wieder lernen das Empfinden unserer Seele zu spüren. Die Leichtigkeit und die Neugier der Kinder können uns wieder zu selbstbewussten Menschen machen, die keine Angst haben. Die Ausstellung ist eine Einladung, um über unser Sein nachzudenken und soll uns bestärken, unsere hellen und dunklen Seiten zu zeigen, so der Künstler Hans Seifert bei der Eröffnung. Bis am 28. Mai kann die Ausstellung in den Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden. (hzg)

I

n Reih und Glied standen die Vespas im Schludernser Park umringt von Interessierten aus nah und fern und ihren stolzen Besitzern in den blauen Pullis mit der Aufschrift „ Wir erhalten den Kult“. 44 Mitglieder hat der Schludernser Vespa-Club. Das Vespa-Treffen in Schluderns zog kürzlich unzählige Besucherinnen und Besucher an. „So viele Leute haben wir uns nicht erwartet“, freut sich Organisator Benni Tragust. Zu betrachten gab es eine Vielzahl an KultZweirädern, von einer 50er Vespa aus dem Jahre 1966 bis hin zu neuesten Modellen. Nach der Segnung der bunten Fahrzeuge durch Ortspfarrer Paul Schwienbacher setzten sich ein langer Vespas Corso in Bewegung. Die Rundfahrt führte über Spondinig, Prad, Glurns wieder in den Park zurück. Für die musikalische Unterhaltung sorgte

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Heinrich Zoderer

Schlanders/Ausstellung

Vespas und interessierte Betrachter das Duo Alpsound. Im Rahmen des Festes wurden auch kleine Geschäfte gemacht, und die eine und andere Vespa wechselte ihren Besitzer. (mds)

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26 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 11-16

Oberschulzentrum Mals

„Mein Europa“

26.05.16

Rampenlicht Lootsch

Auftakt im „Rampenlicht“ geglückt

D

ie Abschlussklasse der FOWI des Oberschulzentrums Mals realisiert ein Projekt zum aktuellen Europa am Beispiel der politischen und ökonomischen Situation in Polen. Im Mittelpunkt des Interesses standen Recherchen in der Hafenstadt Danzig. Die Schülerinnen und Schüler befragten die Jugend Polens und die ältere Generation zur fehlenden Solidarität in der Flüchtlingskrise, zum Arbeitsmarkt in Polen, zur EU-Identitätskrise und zum Rechtsruck durch die regierende PiS-Partei. „Wir besuchten auch historische Orte in Danzig. Neben

Die Abschlussklasse der FOWI des Oberschulzentrums Mals in Danzig am Eingangstor zur Werft, in der die Freiheitsbewegung in Polen ihren Anfang nahm der Westerplatte, wo der Zweite Weltkrieg begann, wird mir ein Erlebnis lange in Erinnerung bleiben“, so der Schüler Andrè Schöpf. Die Projektbetreuer und Reisebegleiter Jarek Kaczanowski, Heinrich Zwischenbrugger und Werner Oberthaler freuten sich über die Ergebnisdichte des Projektes: „Die Vorbereitungen haben sich gelohnt. Die Schülerinnen und Schüler haben aus der Auseinandersetzung mit politischen und wirtschaftlichen Themen am Beispiel Danzig konkrete Erfahrungen sammeln und mit ihren eigenen Sichtweisen als Europäerinnen und Europäer abgleichen können. So lernten sie sich in der Begegnung mit anderen selbst besser kennen und manche festgefahrene Meinung zu korrigieren.“ An das Projekt „Mein Europa“ in Danzig schloss die Abschlussklasse ihre Maturareise nach Amsterdam an.

links: Andreas Paulmichl glänzt als Erbonkel aus Kurtatsch; rechts: Brunhilde Sandbichler als Kellnerin, David Hilpold als Wirt und Manuela Thöni als dessen Frau

M

it viel Begeisterung und Einsatz haben die frisch gebackenen Schauspielerinnen und Schauspieler der neu gegründeten Theatergruppe „Rampenlicht Lootsch“ monatelang unter der Regie von Pankratius Eller am humorvollen Schwank „Der Hallodri“ geübt und gefeilt. Eller ist Regisseur der Theatergruppe in Stilfs. Da diese in dieser Saison wegen Umbauarbeiten des Saales pausieren muss, erklärte er sich bereit,

den Laatscher Theaterspielern/ Innen auf die Sprünge zu helfen. Am vergangenen Wochenende bespielten die Akteure erstmals die Bühne im Mehrzwecksaal vor zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Und diese amüsierten sich köstlich bei den lustigen Szenen, die ihnen rund um die Lügengeschichten des Hallodri Toni, beherzt gespielt von Egon Reinstadler, serviert wurden. Mit kräftigem Applaus dankten die Zuschauer/Innen für die zwei

heiteren Stunden. Der Neustart auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, ist bestens geglückt, auch Dank der Vielzahl an engagierten Helferinnen und Helfern hinter und vor der Bühne sowie der Sponsoren, die finanziell mitgeholfen haben, das Rampenlicht Lootsch zum Leuchten zu bringen. Eines ist unverkennbar: Die Theatergruppe hat riesen Spaß am Spielen. (mds) Nächste Aufführungen: siehe Theaterwind

Naturns

Der Jahrgangsbaum 2015 D

as Familienressort des Landes startete anlässlich des Internationalen Tages der Familie, erstmals eine Initiative zu der sie auch die Gemeinden zur Teilnahme aufriefen. Eine Woche für die Familie, mit Programm, Information und Unterhaltung. Ziel dieser Initiative ist es, auf die Bedeutung der Familie hinzuweisen und gemeinsam den Familien ein abwechslungsreiches Angebote zu präsentieren. Naturns dehnte diese Woche auf drei Wochen aus und wird in diesen Maiwochen den Familien in Zusammenarbeit mit den Vereinen ein spannendes Programm bieten. Die Auftaktveranstaltung dazu organisierte das Elki. Sie setzten ein symbolträchtiges Zeichen mit einem alten Ritual, dem neues Interesse geschenkt wurde. Es wurde ein Lebensbaum gepflanzt und eingeweiht, der symbolisch für alle Kinder steht, die 2015

v. l. n. r.: Barbara Wieser Pratzner, Michael Ganthaler (Gemeindereferenten), Bürgermeister Heidegger Andreas, Astrid Pichler (Gemeindereferentin), Karin Zöschg, Andrea Egger, Carmen Etzthaler (Präsidentin) und Sarah Gögele vom Elki Naturns geboren wurden. Der Baum als Symbol für Wachstum, Wandlung und Verwurzelung hat lange Tradition und wurde nun auch in Naturns aufgegriffen. Dieser Baum, ein Feldahorn auch Baum den Jahres 2015, hat seinen Platz vor dem Tourismusbüro erhalten und zukünftig soll jedes Jahr ein Baum gepflanzt werden, versehen mit einer Plakette, die auf Jahrgang

und Kinder hinweisen soll. Der Vorstand des Elki Naturns setzt damit ein sichtbares und nachhaltiges Zeichen, für Familie, Kinder und Gemeinschaft. (bw) Öffnungszeiten des „offenen Treffs“ im Elki Naturns: Dienstag, 9.00-11.00 Uhr; Mittwoch, 9.30-11.00 Uhr empfohlen für Babys bis zu 12 Monaten; Freitag, 9.00-11.00 Uhr


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WIR SAGEN DANKE, DASS SIE UNS ZUR NUMMER

GEMACHT HABEN. Kultur hat bei uns einen besonders hohen Stellenwert. Theater, Bildungsausschüsse, Ausstellungen, Konzerte, Vorträge… … unsere unvergleichlichen Kulturseiten von Hans Wielander … … und die einmaligen Fotos von Gianni Bodini.

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28 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Kastelbell

Genussmarkt in Kastelbell A

Foto: Barbara Wopfner

m Samstag den siebten Mai fand in Kastelbell der traditionelle Jahrmarkt statt. In diesem Rahmen hat sich der Bildungsausschuss von Kastelbell ein zusätzliches Programm überlegt und veranstaltete dazu auf dem Parkdeck eine kleine Genussmeile. Lokale Produzenten boten ihre Produkte an, darunter Weine, Spirituosen, Käse, Speck und Hausgemachtes. Einige Vereine, wie die PfoffagonderTuifl, die Bauernjugend, der Jugendtreff oder die Bäuerinnen sorgten mit Knödeltris, Spargelsuppe, Säften und Kuchen für das leibliche Wohl. Andreas Modery übernahm den Part der Unterhaltung. Der Gartenexperte aus Deutschland, bei uns bekannt durch die Radio Sendungen auf Südtriol1 und Radio Tirol, sprach in zwei Vorträgen über die kleinen und größeren Todsünden beim „Garteln“. Sein Fachwissen, verpackt

Andreas Modery zu den Todsünden beim „Garteln“:

in feinem Witz, unterhielt die Besucher und gab so manchen Anreiz, seinem Garten etwas Gutes zu tun: Die Bierfalle für Schnecken: die kennt so mancher Hausgarten. Von dieser rät Herr Modery ab, denn auch wenn die Schnecken darin verenden, lädt sie zusätzlich die Schnecken der umliegenden Nachbarn ein, denn den Duft des Bieres riechen sie bis auf über 90m. Das kalte Wasser aus dem Gartenschlauch: Es hemmt das Wachstum unserer Pflanzen im Garten, man sollte zuvor am Abend die Gießkannen füllen, das Wasser stehen lassen und am nächsten Tag die Blumen damit gießen. Die Rasenpflege: Wer vor dem Urlaub mäht, nimmt dem Rasen einen gewissen Schutz. Und wer nicht zu viel Moos haben möchte, sollte ausgiebig gießen, damit die Erde auch noch in 5cm Tiefe feucht ist, denn dort

beginnen die Wurzeln des Rasens. Zum Düngen: rät er Komposterde, doch nicht zu viel, überdüngt ist rasch und auch hier gilt es „Weniger ist Mehr“. Für die Tomaten: empfiehlt er sie in schwarze Töpfe zu pflanzen, die Tomate mag warme Füße. Der schwarze Kübel absorbiert die Wärme und somit kann die Pflanze in der Frucht ihr gesamtes Aroma entfalten. Gegen Läuse empfiehlt er: Einen Liter lauwarmes Wasser, vermengt mit etwas Spülmittel und das Wichtigste: Zwei Esslöffel Spiritus. Diese Mischung auf die befallene Pflanze mehrmals über Tage sprühen und die Läuse verschwinden. Wer Andreas Modery persönlich kennen lernen möchte, der wird im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit dafür bekommen, denn der nächste Vortrag wurde bereits gebucht. (bw)

Schlanders

Filmabend: das Fass – la botte D

Azzarone waren ein wichtiger Beitrag dazu. Im letzten Jahr ist Paolo Azzarone gestorben und in Erinnerung an seine Filmprojekte wurde am 6. Mai im Oberschulzentrum Schlanders der Film „Das Fass – la botte“ in deutscher und italienischer Sprache vorgeführt. Azzarone hat in dem Film die Komödie „Der Krug – La giara“ von Luigi

Pirandello aus dem Jahre 1916 an die Vinschger Verhältnisse angepasst und viele Schlanderser Bräuche eingebaut. Witz und Humor und schöne Aufnahmen von Schlanders und dem Vinschgau durften natürlich nicht fehlen. Peppi Noggler, Sepp Unterlechner und Günther Vanzo sind die Hauptakteure im Film. Mitgespielt haben auch Brigitte

Foto: Heinrich Zoderer

ie „Italiener“ im Vinschgau sind nicht eine Minderheit, sondern viele Minderheiten, weil sie aus verschiedenen Regionen Italiens abstammen und nicht einfach Italiener sind, sondern sich stärker nach ihrer Herkunftsregion identifizieren: Sizilien, Apulien, Latium, Piemont, Veneto, Friaul… So unterschiedlich die Herkunft, so unterschiedlich sind auch die Lebensläufe der einzelnen Personen. Deshalb ist es nicht einfach für den „Circolo culturale Val Venosta“ all diese Menschen zusammenzuführen. Leonardo Pellissitti, seit 35 Jahren Präsident des Circolo, bemüht sich seit Jahrzenten durch die Organisation von Ausstellungen und Theaterfahrten das Zusammenleben zwischen den Sprachgruppen zu verbessern und das Verständnis für die italienische und deutsche Kultur zu wecken. Auch die verschiedenen Filmprojekte von Paolo

Ein Filmabend in Erinnerung an Paolo Azzarone, der im Auftrag des Circolo culturale Val Venosta und mit Unterstützung der öffentlichen Hand vier Filme gedreht hat: v.l. Renato Gallo, Sepp Unterlechner, Leonardo Pellissetti, Peppi Noggler

Pircher, Michi Theiner, Tatiana Kaserer, Georg Waldboth, Franco Ceol, Ernst Steinkeller, Renato Gallo, der Vizepräsident des Circolo und Eduard Reinstadler, welcher mit der Ziehharmonika spielte. Es geht im Film nicht um einen Krug, wie in der Geschichte von Pirandello, sondern um ein Fass. Das Fass wird beschädigt und muss repariert werden. Und damit beginnt die Katastrophe. Poalo Azzarone und Alfred Habicher, welche Regie führten, haben im Film auch die Maria-Namen-Prozession, den Maitanz der Volkstanzgruppe, ein Konzert der Bürgerkapelle, die Krampusse um Nikolaus und das bunte Treiben beim Faschingsumzug eingebaut, sowie mehrere italienische und deutsche Lieder. Pellissetti kündigte beim Filmabend an, dass Manuel Koch, der Enkel von Paolo Azzarone, im nächsten Jahr einen neuen Film präsentieren wird. (hzg)


C

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Bildungsausschuss Laas

KASTELBELL/ TSCHARS

TARSCH

LATSCH

MARTELL

GOLDRAIN

SCHLANDERS

/BILDUNGSZUG/ 33

KORTSCH

LAAS

Vinschgerwind 11-16

STILFS

PRAD

SCHLUDERNS

GLURNS

MALS

BILDUNGSAUSSCHÜSSE VINSCHGAU

GRAUN

26.05.16

Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

Einladung zum Vortrag

GEFAHRENZONE Tschenglser Tal

Zwischen

den

Schlössern

Der Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars lädt ein zum

Zeitzeugenabend Alois

Kuperion

im Rahmen der Ausstellung „Drei Maler-drei Menschenkinder“

Datum: Freitag, 27. Mai 2016

Beginn: 19.00 Uhr Ort: Kultursaal Tschengls Referent: Volkmar Mair/Landesgeologe Moderator: Raimund Prugger Bildungsausschuss Laas im Rahmen des Projektes „Weißwasser“

Die Bibliothek Laas lädt am Freitag, 27. Mai 2016 um 20:00 Uhr

zur Bibliotherapie Es werden neue Romane für alle Lebenslagen vorgestellt.

Zeitzeugen aus der Gemeinde Kastelbell-Tschars erzählen über das Leben des einfachen Wandermalers Alois Kuperion, der von 1949 bis 1957 im Öttlhof in Galsaun lebte.

Samstag, 28. Mai 2016, um 17.00 Uhr, Schloss Kastelbell • Moderation: DDr.in Eva Baur, Meran; • Musikalische Umrahmung; • Umtrunk Wir freuen uns auf alle Interessierten. Freier Eintritt Bildungsausschuss Kastelbell

Was Boden und Eis erzählen

fotoausstellung

9.6. | Donnerstag | 20:30 Uhr | Schnals,

Ludwig Schöpf

Unser Frau 163 | Vortrag | kostenlos | keine Anmeldung erforderlich mit den Archäologen Dr. Hubert Steiner und Dr. Andreas Putzer Bildungsausschuss Stilfs

Kräuter Literaturliebhaber greifen seit Jahrhunderten – bewusst oder unbewusst – zur Linderung aller möglichen Leiden zu Romanen. Wenn Sie also wieder einmal ein Stärkungsmittel brauchen oder sich in einem emotionalen Durcheinander befinden, greifen Sie zu einem Buch. Die Romane, die zur Therapie empfohlen werden, helfen bei Verwirrung, Identitätskrisen oder falls Sie Angst vor dicken Romanen haben. Markus Fritz schlüpft in die Rolle des Büchertherapeuten und bietet Medizinen in Form von Romanen zu allen möglichen Leiden und Lebenslagen an. Donatella Gigli liest ausgewählte Passagen aus den vorgestellten Romanen. Christian Hofer und Thomas Piazza spielen dazu auf der Klarinette.

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bildungsausschuss Graun

... auch fels + wand Vernissage am 02.06.2016

um 18 Uhr Bunker 20 in Reschen Intro: Florian Eller und Wolfgang Thöni

Geöffnet am 03., 04., und 05. Juni

von 18 bis 20 Uhr

Vortrag & Wanderung 2.0 mit dem Kräuterexperten Gottfried Hochgruber vom „Moarleitnerhof“ bei St. Lorenzen

Bildungsausschuss Schlanders

Freitag, 03.06.16: Vortrag um 20.00 Uhr Ort: E-Werk-Saal in Gomagoi

Samstag, 04.06.16: Kräuterwanderung

Treffpunkt: 09.00 Uhr auf dem Trushof – Gomagoi Wichtig: Anschließend gemeinsames Mittagessen - Trushof (Grillteller > Bauernjugend Stilfs) – Anmeldung am Vortag! Kosten Vortrag: 5 € pro Person Kontakt: Roland Angerer, 3498389770 organisiert von den Stilfser Vereinen: Bauernjugend, Bildungsausschuss, Bibliothek

LITERATURRUNDE Wir sprechen mit Dr. Josef Feichtinger über den Roman von Ralf Rothmann

„Im Frühling sterben“ Montag, 30.05.2016 um 20:00 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


34 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Schlinig - alte Pfozheimer Hütte

Foto: Reinhold Ebner

Förderverein saniert und sucht Unterstützer

Die „Alte Pforzheimer Hütte“ am Schlinigpass

A

der Sache angenommen und mit Unterstützung insbesondere der Gemeinde Mals, der Stiftung Südtiroler Sparkasse und des Landesdenkmalamtes mit der Instandsetzung und Restaurierung begonnen. Inzwischen sind die Außenarbeiten abgeschlossen, das Mauerwerk ist gereinigt und verfugt, das Dach neu mit Lärchenschindeln gedeckt und die Fenster sind ausgetauscht worden. Im Innern wurde das Erdgeschoss erneuert, und dort

uf gut 2.200 m Meereshöhe entsteht in der Sesvennagruppe ein Ort der Begegnung für Nutzer wie Künstler oder Unternehmen. Die Restaurierung kann mit 5 Promille aus der Steuererklärung unterstützt werden. Die 1901 erbaute Pforzheimer Hütte an der Grenze zwischen dem Vinschgau und dem Engadin war längere Zeit dem Verfall preisgegeben. Dann hat sich aber der im Jahr 2005 gegründete Förderverein „Cunfin“

hat bereits eine erste Ausstellung stattgefunden. Im Obergeschoss soll ein Raum für Gruppen zum Treffen und Arbeiten geschaffen sowie eine Teeküche eingerichtet werden, im Dachgeschoss soll ein kleiner Wohnbereich entstehen. Das Konzept des Fördervereins für die Zeit nach der Fertigstellung der denkmalgeschützten Hütte umfasst deren Nutzbarmachung für Ausstellungen, Klausuren, Workshops, Projekte oder als temporäre Künstlerwerkstatt. Sepp Saurer, Jürgen Wallnöfer, Reinhold Ebner und mit ihnen der gesamte Vorstand des Vereins „Cunfin“, welche mit an der Aufwertung des Schutzhauses arbeiten, sind überzeugt, dass es für Unternehmen reizvoll sein müsste, an diesem ganz besonderen Ort in der Abgeschiedenheit der Berge ein Team zu versammeln, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten oder

Mitarbeiter zu schulen. Die „Alte Pforzheimer Hütte“ bietet Platz zum Arbeiten für 20 bis 30 Personen. Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung gibt es in der wenige Gehminuten entfernten Sesvennahütte. Die Mittel der bisherigen Sponsoren für den Förderverein sind vorerst erschöpft, so dass sich dessen Mitglieder um die Erschließung neuer Geldquellen bemühen und neue Mitglieder werben, um die restlichen Arbeiten durchführen und die „Alte Pforzheimer Hütte“ für Weiterbildung, künstlerische Aktivitäten und Gruppen zur Verfügung stellen zu können. Sie können unseren Verein im Rahmen der Abfassung der Steuererklärung mit 5 Promille unterstützen. Vielen Dank! Unsere Steuernummer: 910 380 30 218 Kontakt: cunfinsuedtirol@gmail.com

Laas

Ölbilder im Wohn- und Pflegeheim D

Das Wohn und Pflegeheim St. Sisinius öffnet sich und schafft Raum für Kunst und Begegnung. V.l. Sibille Tschenett, Rosamunde Patscheider, BM Andreas Tappeiner, Paula Spechtenhauser und Herbert Raffeiner

Foto: Heinrich Zoderer

ie erste Bilderausstellung im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius in Laas gab es vor acht Jahren zur Eröffnung des Hauses. Damals zeigten Heimbewohner ihre künstlerischen Arbeiten. Und damals entstand auch die Idee, das Haus zu öffnen und Künstlern die Räume für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen. Es hat einige Jahre gedauert, aber nun ist es wieder so weit. Vom 13. Mai bis 11. Juni sind die Ölbilder von Paula Spechtenhauser im sehr geräumigen Eingangsbereich des Wohn- und Pflegeheims zu sehen. Paula Spechtenhauser stammt aus Allitz und wohnt mit ihrer Familie in Latsch. Es ist die erste Einzelausstellung von Paula Spechtenhauser im Vinschgau, gezeigt werden Landschaftsund Blumenbilder. Wie Herbert Raffeiner in seiner Laudatio ausführte, malt die Freizeitkünstlerin seit ihrer Kindheit. Seit einigen

Jahren hat sie angefangen Ölbilder zu malen. Karl Grasser aus Kortsch und Elmar Kopp aus Imst, die bei der Ausstellungseröffnung auch anwesend waren, sind ihre Lehrmeister, ebenso wie Erich Stecher. Zu sehen sind farbenfrohe Bilder, die Ruhe und Harmonie ausstrahlen und die Stilnähe zu den beiden bekannten Künstlern verraten. Paula Spechtenhauser sucht nicht die Entfremdung, sondern die Annäherung

an das Alltägliche und schafft einen Wiedererkennungswert. Sie begibt sich ins Freie, sucht ihre Motive und trägt geduldig Schicht für Schicht auf, vergleicht und malt, korrigiert und übermalt, bis das Motiv erfasst, Farbabstufungen, Licht und Schatten passen. Es sind lange und intensive Prozesse. Für die Künstlerin sind es die schönsten Momente. Dass es durch diese Ausstellung gelungen ist, das Pflegeheim zu

öffnen und zu einer Stätte der Begegnung zu machen, darüber freute sich nicht nur der BM Andreas Tappeiner, sondern auch Rosamunde Patscheider, die Präsidentin des Hauses und Sibille Tschenett, die Direktorin des Wohn- und Pflegeheimes. Für die musikalische Umrahmung bei der Eröffnungsfeier sorgte Verena Tröger, die Kulturreferentin, zusammen mit drei Sängerinnen aus Laas. (hzg)


26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/GESELLSCHAFT/ 35

Naturns

Vinschgau

Sind unsere Kinder im Internet im Gefahr?

Klavier-Nachwuchs spielt in Linz

I

D

Hannes Waldner beim Vortrag in Naturns regelmäßig schriftlich aus. Dabei interessiert es die Jugendlichen nur begrenzt, was auf „facebook“ steht; vielmehr werden Inhalte kommentiert und geteilt. Es stimmt somit nicht, dass die Jugend heute weniger sozial ist und weniger kommuniziert. Es hat sich nur die Methode geändert. Der Austausch erfolgt über Computer bzw. Smartphone. Schließlich gibt es Netzwerke, welche rein vom Verhalten der Nutzer leben: was wäre youtube, wenn nicht täglich Dateien weltweit von den Nutzern hochgeladen würden? Die Frage der modernen Medienwelt ist, wie man diese sinnvoll nutzen und Gefahren erkennen kann; schließlich geht es im weltweiten Netz um das Wissen der gesamten Menschheit. So wie die Eltern Vorbilder stets Vorbilder waren und sind, stellen die Jugendlichen den Spiegel der Gesellschaft dar. Schließlich tun sie nichts, was ihnen die Erwachsenen vorleben und nutzen nur jene Sachen, welche Erwachsene erschaffen haben. Wenn sich schließlich Jugendliche beim Computerspiel teilweise „eigenartig“ verhalten: so haben sie es ja schließlich auch von uns abgeschaut und widerspiegeln das Verhalten einiger Fußballfans. Waldner, der auch Jugendarbeiter ist, stellt fest, dass Eltern teilweise überfordert sind. Trotzdem dürfen sie die Verantwortung nicht abgeben. Es nutzt nichts ,sich der Thematik abzuwenden. Die Jugendlichen (und bereits Kinder) soll gelernt werden, sich kritisch mit den Quellen ausein-

andersetzen, sie sollen begleitet werden. Es können bestimmte Zugriffe und Installationen auf PC und Smartphones gesperrt werden. Es sollte die Nutzungsdauer eingeschränkt werden: am besten ein Wochenkontingent, welches sich die Jugendlichen dann selber einteilen müssen. Schließlich sollen die Eltern die eigenen Gewohnheiten hinterfragen: Handys können auch mal ausgeschaltet werden, selber soll man nicht permanent auf das Handy schauen, den Kindern soll man nicht das Handy übergeben um sie ruhig zu stellen. Leider haben Kinder in Wohnungen selten die Möglichkeit sich auszutoben, sodass der Computer eine Alternative ist, da man dann auch weiß wo die Kinder umgehen. Kinder und Jugendliche brauchen einem dem Alter entsprechenden Rahmen; es muss auch entsprechende Konsequenzen geben. Waldner zeigt anhand von Statistiken, dass es nicht stimmt, dass Kinder, welche 24 Stunden vor dem PC sind und aus diesen potentielle Amokläufer würden und dass Kinder durch Computerspiele gefährdet sind, da nachweislich Alkohol und Drogen eine höhere Gefährdungsrate haben. Bereits Platon hat sich bereits 400 Jahre vor Christus über das Verhalten der Jugendlichen beklagt. Trotzdem steht es nicht so schlecht um die Jugend: mit dem permanenten Ausloten der Grenzen wollen sie schließlich feststellen, wie weit sie gehen können. (klab)

ie drei jungen Vinschger Musikerinnen Flora Stecher Alonso Lillo, Carolin Heinisch und Anja Theiner (alle Jahrgang 2001 und Oberschülerinnen) überzeugen am Klavier längst das heimische Publikum. Ende Mai nehmen sie am Bundeswettbewerb „Prima la musica 2016“ in Linz teil. Das Ticket dafür haben sie beim Bundeswettbewerb anfangs des Jahres im Zillertal gelöst. „Prima la musica“ ist der größte österreichische Jungendwettbewerb und richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, die Freude am Musizieren und am musikalischen Wettstreit haben und die etwas Besonderes in der Musik leisten wollen. Der Bewerb findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Neben Österreichern sind auch Südtiroler teilnahmeberechtigt. Die jungen Vinschgerinnen wollen etwas leisten

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Stefan Prieth

m Zuge der Naturnser Familienaktionstage hatten der Jugenddienst, der KVW und der Bildungsausschuss zum Vortrag „Kinder im Netz… und wir?“ geladen. Der Informatiker Hannes Waldner berichtete über die Entwicklung des Internets seit seiner Geburtsstunde im Jahre 1981. War das Netz ursprünglich für rein militärischer Nutzung gedacht (gleichzeitiger Start von Raketen) nutzten das erste „world wide web“ in der Folge Wissenschaftler im Forschungsreaktor „Cern“, um Forschungsergebnisse weltweit auszutauschen. Mittlerweile haben 40% der Weltbevölkerung Zugang zum Internet; in Südtirol dürften es ca. 90% der Bevölkerung sein. Der durchschnittliche Internetnutzer besucht maximal zehn der 1,2 Milliarden registrierter Webseiten (an der Spitze liegen hierbei google, facebook, youtube, wikipedia). Waldner stellt anhand von Statistiken das Internetverhalten der verschiedenen Generationen dar. Nachdem die derzeitige Elterngeneration mit dem Fernseher aufgewachsen ist, hat diese einen anderen Zugang und begegnet dem weltweiten Netz mit Angst und Ehrfurcht. Jugendliche dagegen haben weniger Angst, haben keine Berührungsängste, machen sich auf die Suche, verkennen aber allzu leicht die Gefahren, geben ihre Privatsphäre preis und unterschätzen die Auswirkung von Beleidigungen und Verletzungen der Menschenwürde und missachten des Urheberrecht (indem sie beispielsweise Fotos weiterschicken). Vielfach machen sich Betroffene selber zum „gläsernen“ Mensch. Jugendlichen ist „facebook“ zu altmodisch: nachdem das Durchschnittsalter der Nutzer über vierzig Jahre ist, und folglich von der Elterngeneration genutzt wird, ist dieses mittlerweile uninteressant. Laut Waldner wurde noch nie so viel geschrieben wir in der heutigen Zeit: zwar werden die 2,3 Millionen e-mails pro Sekunde hauptsächlich von den Erwachsenen geschrieben, trotzdem tauschen sich die Jugendlichen in den soziale Netzwerken

v.l. Anja Theiner, Carolin Heinisch und Flora Stecher Alonso Lillo und wissen was sie erwartet, denn sie haben bereit zum wiederholten Male am Bundeswettbewerb teilgenommen. Hoch motiviert werden sie auch dieses Mal ihr Bestes geben. Anja Theiner und Carolin Heinisch sind Schülerinnen von Lehrerin Irina Kyrylowska (Musikschule Meran), Flora Stecher Alonso Lillo wirg von der Lehrerin Christina Mayes Plieger (Musikschule Obervinschgau) betreut. (mds)


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Vinschgerwind 11-16

Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 28.05.16 ab 19.00 Uhr Your fResch - your summer Ö Sa. 04.06.16 ab 17.00 Uhr Abschlussgrillen für alle – auf dem Spielplatz in Reschen Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Ö Fr. 27.05.16 ab 17.00 Uhr Mädelstreff: selbstgemachtes Eis Ö Sa. 04.06.16 ab 17.00 Uhr Abschlussgrillen für alle auf dem Spielplatz in Reschen Jugendzentrum JuMa Mals Ö Mi. 25.05.16 um 15.30 Uhr MOSAIK Steine machen Mit dem IVHS Anmeldung erforderlich Ö Sa. 28.05.16 um 19.00 Uhr Kinoabend mit gratis Pop Corn Jugendraum Revoluzer Taufers Ö Fr. 27.05.16 um 18.00 Uhr Sommerprogramm anmelden Ö Mi. 01.06.16 um 13.30 Uhr Eisbecher kreieren 4 Girls Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Ö Fr. 03.06.16 um 19.00 Uhr „Reid mit“ – Sommerplanung Ö Mi. 08.06.16 um 18.00 Uhr Traumfänger basteln Anmeldung erforderlich Jugendhaus Phönix Schluderns Ö Do. 02.06.16 – Di. 21.06.16 geschlossen Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 27.05.16 ab 16.00 Uhr Fischen Treffpunkt im Jugendtreff La:Ma Jugendtreff JU!P Explosiv Ö Sa. 28.05.16 ab 16.00 Uhr Grillen, Anmeldung erforderlich Ö Do. 02.06.16 – Di. 21.06.16 geschlossen Jugendtreff Tschengls Ö Sa. 04.06.16 ab 19.00 Uhr Grillabend Fleisch bitte selber bringen Jugendtreff Tarsch Ö Mi. 08.06.16 ab 13.00 Uhr Kinofahrt ins Cineplexx Bozen Info & Anmeldung bei Myri im Treff JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 28.05.16 ab 20.00 Uhr Jugendversammlung „Freiraum Aktiv“ Ö Mi. 01.06.16 15.00 – 17.00 Uhr JuZenachmittag für Mittelschüler Kosmo Plaus Ö Mo. 06.06.16 ab 16.00 Uhr Calcettoturnier JuZe Naturns Ö Mi. 01.06.16 ab 17.00 Uhr Volleyballturnier

26.05.16

Ein schöner Tag mit guten Säften Der Garten und Genussmarkt in Kastelbell am 07. Mai war für die ganze Gemeinde eine Bereicherung und so natürlich auch für den Jugendtreff All In Kastelbell Tschars. Auch wir waren mit einem Stand am Marktplatz vertreten und haben dort unsere mühsam in Handarbeit hergestellten Säfte zur Schau gestellt. In das Thema Garten und Genuss wollten wir uns voll eingliedern und haben uns dazu entschlossen frische Birnen und Pfirsich Säfte einzukochen. Nach langer Vorbereitung waren schnell einige Jugendliche gefunden die mit Begeisterung bereit waren beim saftmachen zu helfen. Zwei Tage vor dem Markt ging es dann sprichwörtlich ans Eingemachte. 15 Kilo Pfirsiche und 17 Kilo Birnen. Nachdem wir uns die Hände schon fast wund geschält hatten ging es ans Entkernen und Zerkleinern der Früchte. Dies war eine sehr mühsame Arbeit, jedoch konnten wir dies gemeinsam schaffen und so ging es ans Einkochen. Mit ein wenig Hilfe (ein wenig viel Hilfe) von einer Frau die bereits jahrelang viele Liter Saft macht, konnten wir dann alles zu Ende bringen. Ein großer Dank dafür an dieser Stelle. Nach Stunden des Aufkochens und Pürierens wurde der Saft abgefüllt und zum Abkühlen im Treff verstaut. Geschafft aber glücklich gingen wir nach Hause und konnten schon kaum den Markt abwarten. Endlich war es so weit. Ausgerüstet mit unseren All In Bannern, 45 Liter Birnen und Pfirsichsaft und viel guter Laune, boten wir unser eigenes Erzeugnis auf dem Markt

Vollversammlung 2016 Jugendtreff La:Ma Laas

Dieses Jahr waren viele informative Punkte auf der Tagesordnung für die Vollversammlung 2016. Unter anderem, einen der größten Punkte, das Jahresthema, das sich dieses Jahr auf Kreativität im Allgemeinen bezieht. Im Zuge dessen bietet der Jugendtrerff La:Ma unterschiedliche Aktionen an, wie z.B Malworkshops, Projekte zu Bildhauerei und Design, im Treff und um den Treff. Ziel ist die Verschönerung der Räumlichkeiten und des Geländes, aber auch die Förderung des künstlerischen Zugangs sowie die Entfaltung der Jugendlichen. Die Jugendlichen sind mit der allgemeinen Situation im Jugendtreff La:Ma sehr zufrieden und bringen sich stark in alle geplanten Aktionen des Treffs ein. Wir danken allen Teilnehmern der Sitzung als auch dem ganzen Vorstand für die Hilfe, Rat – und Vorschläge und vielen Meinungen.

Der Sommer kann kommen!!!

Das 15. (!) Open Air des Jugendzentrums t JuZe Naturns steh in diesem Jahr ganz im Zeichen des „Spirits of Reggae“!

an. Wieder waren viele Jugendliche vorbeigekommen um direkt hinterm Stand mitzuhelfen. Mit Sicherheit waren wir das Jüngste Team das vertreten war. Wir ernteten viele Komplimente und waren bereits zu früher Stunde komplett leergetrunken. Ein Beweis dafür, dass sich die viele Mühe bezahlt gemacht hat. Einen weiteren Dank möchten wir hiermit den Organisatoren und all jenen aussprechen die diesen Markt zu etwas ganz besonderes für uns und für die ganze Gemeinde gemacht haben. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal. Danke.

Die Chillhouse erobern das Twenty-Center Am 23.04.2016 fuhren die Chillhouser gemeinsam mit dem Zug nach Bozen, um das Twenty-Center zu erobern. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, starteten wir unsere Shoppingtour. Wir schlenderten durch Kleidungsgeschäfte, durchstöberten Kosmetikläden und tankten wieder Energie mit einem Frozen-Joghurt. Müde und mit vollen Einkaufstaschen fuhren wir um 17:00 Uhr wieder nach Hause und erholten uns noch ein wenig im Chillhouse vom anstrengenden Shoppingtag.


26.05.16

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Vinschgau

Im Lande einzigartig - Mathematikolympiade A

Die ersten 15 konnten sich über Sachpreise freuen

Foto: Erwin Bernhart

m 19. April sind 29 Schüler und 23 Schülerinnen für die 12. Mathematik-Olympiade in knifflige Aufgaben hineingetaucht. In der Aula Magna der Mittelschule Schlanders haben die Köpfe geraucht. SchülerInnen der Mittelschulen von St. Valentin, von Mals, von Glurns, von Prad, Laas, Schlanders, Latsch und von Naturns sind von den jeweiligen Lehrpersonen, ergänzend zum Unterricht, im Fach Mathematik gefördert worden und es stand den Mittelschulen frei, 4 bis 8 SchülerInnen für den Wettbewerb namhaft zu machen. Im Schnitt haben die SchülerInnen der Mittelschule St. Valentin am besten abgeschnitten, gefolgt von SchülerInnen der Mittelschule Latsch und die drittbesten waren die MittelschülerInnen von Schlanders. Dies verkündete Christian Köllemann, der Direktor des Schulsprengels Naturns, bei der Siegerehrung am 18. Mai in der Aula Magna der MS Schlanders. Fast alle Direktoren der Schulsprengel, die Inspektorin für Mathematik und Naturkunde Martha Herbst, die Direktorin des Oberschulzentrums Schlanders Verena Rinner, viele Eltern und die am Wettbewerb teilnehmenden SchülerInnen sind der Einladung gefolgt. Ebenso die Initiatoren der Vinschger Mathematikolympiade, darunter der entscheidende Ideengeber,

der damalige MS-Direktor Gallus Kuenrath, der 2005 die Olympiade ins Rollen gebracht hat. Und wie in der Vergangenheit auch hat es Zeremonienmeister Köllemann spannend gemacht und der Preisverleihung bzw. den SchülerInnen gegenüber große Wertschätzung und große Anerkennung entgegengebracht. Musikalische Einlagen von SchülerInnen des musikalischen Zweiges an der MS Schlanders (Katharina Rinner, Manuel Kurz, Raffael Tappeiner) unter der Leitung von Dietmar Rainer und ein Film von Thomas Gurschler, seines Zeichens Mathematiklehrer an der MS Latsch, lockerten die Veranstaltung auf. Erhard Grasser, Vizedirektor der Raika Schlanders, lobte die gute Zusammenarbeit mit den Schulen. Die Raiffeisenkassen des Tales spendierten tolle Sachpreise.

Der im Lande einzigartigen MathematikOlympiade im Vinschgau haben sich andere Begabtenförderungen hinzugesellt: Seit drei Jahren messen sich SchülerInnen der 2. Klassen beim „Splesch“(Sprechen-LesenSchreiben), seit mehreren Jahren gibt es das Leichtathletikmeeting für SchülerInnen der 1. Klassen. Mit großem Applaus wurden die SchülerInnen von Platz 20 bis zum 1. Platz bedacht. Gewonnen hat die 12. Mathematikolympiade Johannes Höllrigl von der Mittelschule Naturns. Er hat alle Aufgaben richtig gelöst, was bislang nur im Jahr 2007 gelungen ist. Platz zwei ging an Jonas Hitter von der Mittelschule Glurns und Platz drei an Lukas Hölzl von der MS Latsch. (eb)

Schlanders - Real- und Sprachengymnasium

Fünf Städte in fünf Tagen as sonst nur japanische oder amerikanische Touristen schaffen, ist kürzlich auch 30 Schülern des Real- und Sprachengymnasiums Schlanders gelungen. Begleitet von den Lehrkräften Maria Raffeiner und Martin Trafoier haben sie zum Abschluss zweier schulischer Leistungskurse in fünf Tagen fünf Städte im Herzen Europas kennengelernt. Nach dem Besuch in der malerischen holländischen Universitätsstadt Maastricht stand in Brüssel eine Begegnung mit dem Südtiroler EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann (SVP) auf dem Programm. Vier Stunden Gruppenbild in Aachen nahm sich der wortgewandte Brüssel erinnerten Blumen am Eingang Politiker Zeit, um mit den wissbegierigen zur U-Bahn-Station Maelbeek an die Terjungen Vinschgern Themen wie Grenzzäuroranschläge vom 22.März, ansonsten ne, Flüchtlingsströme, Brexit oder TTIP füllten Menschen wie eh und je die Schoausführlich zu diskutieren. Beim anschliekoladenläden, den Großen Markt und die ßenden Rundgang durch das Zentrum von

Lokale rund um Manneken Pis. Wie ungezwungen europäische Werte wie Freiheit, Offenheit und Toleranz gelebt werden, erfuhr die Gruppe hautnah im Getümmel und bunten Treiben in den Straßen, Seitengassen und entlang der Grachten von Amsterdam. In Aachen, von wo aus seinerzeit Karl der Große eine Art Vereintes Europa regierte, besuchten die jungen Vinschger den Kaiserdom. Letzte Station dieser europäischen Lehrfahrt, die von der Raiffeisenkasse Schlanders unterstützt wurde, war Stuttgart: Dort genossen die Schüler eine Musicalaufführung („Rocky“ bzw. „Tarzan“) und besuchten das Mercedes-Museum oder die Wilhelma, wo die blütenprächtigen Magnolienbäume und die verspielten Eisbären besonders oft fotografiert wurden. (mt) Foto: „Wind“-Archiv

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38 /KULTUR/

Vinschgerwind 11-16

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Eduard Thöny. Konturen Figuren Naturen

Sonderausstellung in der Hofburg Brixen (19.03.–30.06.2016) von Andreas Waldner

Z

u seinem 150. Geburtstag würdigt die Hofburg Brixen den Künstler Eduard Thöny (1866–1950) mit einer Ausstellung seiner Zeichnungen und Gemälde. Thöny war einer der bedeutendsten Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift Simplicissimus. Er schuf für all den Jahrgängen ihres Erscheinens über dreitausend Karikaturen. Seine Haltung war liberal-kirchenkritisch. Bevorzugt in Tusche und Deckweiß - häufig mit Kohle oder Bleistift bearbeitet – ist sein photographischer Blick charakteristisch. In seiner Malerei zeigt Thöny mit den bevorzugten Darstellungen von Jagd- und Reitsportbildern hingegen einen ästhetischer Spätimpressionismus. Im Jahr 1915 meldete sich Thöny, obwohl nie beim Militär gewesen, 48-jährig als „Kriegsmaler“ an die Front. Der Krieg erschreckte ihn, und die Erfahrungen an den Fronten in Galizien, in den Dolomiten und am Isonzo fanden den Niederschlag in seinen Zeichenblättern. 1933 wird der „Simpl“ gleichgeschaltet. Th. Heine und der Redakteur Franz Schönberner emigrieren. Es war das Ende der bedeutenden satirischen Zeitschrift. Thöny war in der NS-Zeit ein hochgeschätzter Künstler. Er erhielt Ehrungen und Auszeichnungen. 1933 wurde er von der Münchner Kunstakademie zum Ehrenmitglied und am 20. April 1938 von Adolf Hitler zum Professor ernannt, ein Ehrentitel ohne Amt und

Besoldung. 1941 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Er war mit insgesamt 38 Werken auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen im Münchner Haus der Deutschen Kunst vertreten, darunter 1940 mit dem Ölgemälde Westwallarbeiter und 1943 mit dem Ölgemälde Waffen-SS im Einsatz. In der Endphase des Zweiten Weltkrieges nahm ihn Hitler im August 1944 in die Gottbegnadeten-Liste auf. Anders als sein berühmter Sohn ist der Va-

v.l.: Kassian, Helmuth, Anna mit der Münchner Tante Elisabeth

ter Christian Thöni (y) (1836–1902) heute vergessen. Er stammte aus dem Dörfl in St. Valentin auf der Haide, war Holzbildhauer, arbeitete für kurze Zeit in Paris und in bischöflichem Dienst in Brixen. Auf Anregung seines Freundes Franz Defregger übersiedelte er 1873 samt seiner Familie nach München. Die Ausstellung in der Hofburg berücksichtigt in besonderem Maße das Schaffen Christian Thönis, zeigt eine Auswahl seiner Skulpturen, die erstmals in Südtirol zu sehen sind. Eduard Thöny blieb Südtirol, der Heimat seines Vaters Christian, zeit seines Lebens verbunden. Originale Fotos, Briefe, Postkarten und Schriftstücke dokumentieren diese Verbindung in der Ausstellung. Anna Thöny (geb. 1958) erinnert sich an die Erzählung ihres Vaters Johann, dass Eduard, ihr Urgroßonkel 3. Grades, mit seiner Frau Rosa beim letzten Heimatbesuch (1949) mit seinem Auto wegen Schneefall nur bis zur „Post“ gekommen sei. Er wollte das Dörfl das nächste Mal besuchen. Dazu kam es aber nicht mehr. Der Künstler starb am 26. Juli 1950 im Alter von 84 Jahren. Die Tochter Elisabeth, sie war für die Dörfler Thönys die „Münchner Tante“, pflegte den Kontakt mit der Verwandtschaft bis in die späten sechziger Jahre. „Es war eine noble Frau, mit Haarnetz. Sie hat uns „Zuckrlan“ und Schokolade mitgebracht. Das war für uns etwas ganz Neues. Und zur Marende gab es Bohnenkaffee mit Sahne“ erinnert sich Anna.

links: Das Elternhaus im Dörfl, 1885, Bleistiftzeichnung von Eduard Thöny; rechts: Das Geburtshaus des Christian Thöny (Vater des Eduard Thöny) im Dörfl nach dem Umbau 1958 im heutigen Zustand


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„Er malte wie ein Verliebter“ schrieb Hans Karl Peterlini im Nachruf auf Gottfried Masoner. Er war, ähnlich seinen Zeitgenossen Mahlknecht und Kuperion, autodidaktischer Landschaftsmaler, ein Original, viel unterwegs im Vinschgau, und hier dem ARUNDA Kreis nahe. Masoner und Kuperion werden in Gemeinschaft mit dem Priestermaler Josef Mahlknecht ausgestellt. Durch seine Liebe zum Vinschgau verträgt er sich thematisch gut mit den beiden anderen. Paul Preims und Anna Adler haben im ganzen Land, von Haus zu Haus gehend, die Werke als Leihgabe für diese Ausstellung anvertraut bekommen. Also „Drei Maler - drei Menschenkinder“, drei durch äußere Lebensumstände ähnliche Künstler. Gottfried Masoner arbeitete in jungen Jahren in der väterlichen Bäckerei, geht um 1960 zum Kirchenmusikstudium nach Wien, studiert beim Orgelvirtuosen Anton Heller, ist Freund des Kirchenmusikers Oswald Jaeggi vom Kloster Muri-Gries. Masoner ist ein Meister des Lichtes, des transparenten Aquarelles, Zeichner, Orgelspieler und gefürchteter Musikkritiker. Wegen seiner satirischen Glossen und Sinnsprüche in der Presse kennt ihn das ganze Land als - allerdings gutmütigen - Giftzahn. Gottfried Masoner stirbt 1991 in einer Veroneser Klinik infolge eines Treppensturzes im geliebten Kloster MuriGries, wo er oft beherbergt wurde. Über sein Werk und sein Leben hat die ARUNDA 1992 eine Biographie herausgebracht, aus der hier Textproben - Variationen - abgedruckt sind. Hans Wielander Oben links: Gottfried Masoner im Gespräch mit Hans Wielander auf der Arunda-Alm ca. 1990. Unten: Anna Adler und Paul Preims, die Organisatoren der gut besuchten, beliebten Ausstellung auf Schloss Kastelbell. Noch zu besichtigen bis 5. Juni 2016 , geöffnet Di-Sa 14-18 Uhr, sonn- und feiertags 11-18 Uhr.


40 /SPEZIAL-SCHLANDERS/

Vinschgerwind 11-16

Text & Fotos: Angelika Ploner

E

in breit gefächerter Wirtschaftsstandort mit Krankenhaus, zahlreichen öffentlichen Einrichtungen und vielen kleineren und wenigen großen Unternehmen: Das ist kurz

und knapp Schlanders, Vinschgaus Mittelpunktgemeinde. Einer der Wirtschaftspfeiler ist - unübersehbar - die Landwirtschaft. Über 300 landwirtschaftliche Betriebe sind in der GEOS - der Genossenschaft der Obsterzeuger Schlanders - versammelt. Von den 68.000 Ton-

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nen Äpfeln spielt Bio mit rund sieben Prozent eine vergleichsweise kleine Rolle. Doch Bio ist auch oder vor allem in Schlanders auf dem Vormarsch. Der öffentliche Dienstleistungssektor kann brillieren: Nach dem Krankenhaus mit rund 400 Beschäftigten, finden ein

Gutteil der Beschäftigten von Schlanders und darüber hinaus ihren Arbeitsplatz in der Bezirksgemeinschaft, in Landesämtern oder in Schulen. Das Rückgrat der Wirtschaft bilden aber Klein- und Mittelunternehmen im Bereich Handwerk und Industrie, überschaubar ist hier


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Wirtschaftsraum

die Zahl der Großen: Allen voran die Firma Recla, der Speckfabrikant im Gewerbegebiet Vetzan mit 230 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 80 Millionen Euro, gefolgt von den Unternehmen Mair Josef & Co. mit über 100 Mitarbeitern und der Marx AG mit 96. Abseits

davon sind in den drei Gewerbegebieten Betriebe beheimatet, die zusammen einen bunten Branchenmix bilden und sich zum produzierenden Gewerbe zählen: Tischler, Schlosser, Hydrauliker, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. 22,4 Hektar nehmen die drei Gewerbegebiete -Vetzan, Schlanders und Kortsch - zusammen an Fläche ein. Und: 2-10 Angestellte haben die Firmen im Schnitt, äußerst produktive und arbeitswillige Mitarbeiter. Es ist kein Zufall, dass Schlanders eine Marketingleiterin und -strategie hat: Man will sich als attraktiver Lebensraum präsentieren. Das Herz des Handels sitzt in der Fußgängerzone und Göflanerstraße. Eine bunte Mischung aus alteingesessenen Geschäften und „jungen Küken“ reihen sich hier aneinander und bilden mit der Gastronomie ein harmonisches Paar. Zugegeben: Wo es noch etwas hapert ist der Tourismus, erstklassige Hotelerie ist dünn gesät. Die Gäste, die in Schlanders logieren stammen traditionell aus Deutschland und Italien und bleiben drei bis vier Tage. Zum Apfel und dem Speck gesellt sich ein besonderer Schatz: Der Göflaner Marmor, der am Eingang von Schlanders seinen Auftritt hat. Die Sorgenkinder der Unternehmer sind seit Jahren dieselben geblieben: Bürokratie und Steuern drü-

Schlanders

cken enorm und lassen kaum Spielraum für Investitionen. Und: Bessere Infrastrukturen, eine unternehmerfreundlichere

Politik und die Möglichkeiten sich - auch räumlich - weiterzuentwicklen stehen ebenfalls auf der Wunschliste.


42 /SPEZIAL-SCHLANDERS/

Vinschgerwind 11-16

Interessante Zahlen: Der öffentliche Sektor spielt in Schlanders eine große Rolle. Im Krankenhaus, in der Bezirksgemeinschaft, in Landesämtern oder in den Schulen finden viele von Schlanders und vom Vinschgau ihren Arbeitsplatz.

400

Über Arbeitsplätze sind im Krankenhaus Schlanders gesichert.

130

Rund Personen arbeiten in der Bezirksgemeinschaft, Schulen, wie das Oberschulzentrum, die Landesberufsschule oder der SSP Schlanders bieten zudem wichtige und weit über 100 Arbeitsplätze.

230

Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz bei der Firma Recla. Die Recla ist der größte private Arbeitgeber in der Gemeinde Schlanders.

26.05.16

Ferriplast – der kompetente Partner. Man müsste eher das auflisten, was es bei der Ferriplast GmbH nicht gibt. Denn Lücken kennt das Eisenwarengeschäft im Gewerbegebiet Vetzan im Sortiment kaum. Im neuen, Die Eckdaten: übersichtlich gestalMitarbeiter: 4 teten und erweiSortiment: Eise nwaterten Fachgeschäft renfachgeschäf t mit lagert in den Regalen alles, was man im Bereich Eisenwaren und BeregnungsEisenwaren, W material braucht. Beregnungs- und Trinkwasseranlagen sind die Neulinge im erkzeuge n und Beregnun Sortiment und auf Nachfrage der Kunden dazugekommen. Kundenwünsche g- und Trinkwasseranl versteht man bei Ferriplast als Auftrag. Verlassen kann man sich hier auch agen Gründung: 2013 auf die Beratung, zur Seite stehen Florian Primisser die engagierten Mitarbeiter Veronika, Jürgen, Georg und Stefan. Heuer, 2016, sind’s bereits 13 Jahre, seitdem die Ferriplast GmbH als kompetenter Partner im Gewerbegebiet Fuß gefasst hat. Adresse: Gewerbegebiet Vetzan, Tel. 0473 740165

Handwerkskunst + Qualität + Erfahrung = Vanzo

Metall

Der Name verrät bereits den Schwerpunkt der Firma: Metall. Über 60 Jahre Erfahrung zeichnet die Kunstschlosserei Vanzo aus. Albin Vanzo gründete den Betrieb im Jahre 1950. 1987 – vor fast 30 Jahren – übernahm Enkel Georg Vanzo die Geschicke. Der Name Vanzo ist gleich geblieben, das Angebot wurde jedoch stark erweitert: Seit über zwei Jahrzehnten werden Stahlkonstruktionen, Glasfassaden, Geländer und vieles mehr geplant, produziert, geliefert und montiert. Vanzo Metall ist im öffentlichen-, sowie im Die Eckdaten: privaten Bausektor vertreten und durch neueste Maschinen, qualifizierte Gründung: 1950 Mitarbeiter und fachspezifischem Know-How werden auch die anspruchs1.500 Tonnen vollsten Projekte souverän realisiert. Der Spagat zwischen Qualität, terverarbeiteter mingerechter Lieferung und Zuverlässigkeit gelingt durchwegs jeden Tag Stahl, 250 real iaufs Neue. Beeindruckend: Über 1.500 Tonnen verarbeiteter Stahl und 250 sierte Projekte realisierte Projekte sind nur einige Eckdaten von Vanzo Metall. Adresse: Protzenweg 31, Gewerbegebiet Kortsch, Tel. 0473 620073

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26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/SPEZIAL-SCHLANDERS/ 43

Die Fuchs AG – Für einen besonderen Auftritt...

Täuschend echt: Fliesen in Holzimitation, die Wärme, Vertrautheit und Harmonie vermitteln. Die Vorteile der modernen Fliese verbinden sich mit der Schönheit des Holzes. Wand aus Laaser Marmor, der Boden in Luserna: Wer Inspiration sucht, der ist hier richtig. In den hellen, großen Ausstellungs- und Beides Materialien aus den Alpenraum Verkaufsräumen der Fuchs AG in Vetzan und des Keramarket in Sinich haben verschiedene Natursteine, Fliesen und auch Holzböden ihren Auftritt. Ein Querschnitt der Bereiche Stein – Fliesen – Holzböden wird auf den verschiedenen Etagen gezeigt. Für jede Geldbörse lagert hier das richtige Produkt. Restposten und Lagerware stehen bequem und ohne Wartezeiten zum Mitnehmen bereit. Die Welt Die Eckdaten: ist hier, bei der Fuchs AG Zuhause, denn die Natursteine werden aus der ganzen Welt importiert. Das AuMitarbeiter (in Sinich genmerk liegt aber auf einheimischen Steinen: Marteller Granit Plima, Passeirer Stein und Laaser Marmor. und Vetzan): 34 Wünsche bleiben keine offen, soviel versteht sich von selbst: Für Kunden ist die Fuchs AG seit Jahren die Sortiment: Natur stein – beste Adresse, wenn es um Produkte, Erfahrung und Ideen geht. Denn Kompetenz heißt Erfahrung und Fl iesen – Holzböd Kontinuität und mit beidem ist das Familienunternehmen seit den 70ern ausgestattet. en Gründung: 70er Adresse: Gewerbegebiet 41, Vetzan und Keramarket Fuchs, Staatstraße 100, Sinich, Tel. 0473 741741 Jahren

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44 /SPEZIAL-SCHLANDERS/

Vinschgerwind 11-16

Schlanders Einwohner Die Entwicklung 1930 4.080 Einwohner 1961 4.330 Einwohner 1971 4. 682 Einwohner 1981 4.825 Einwohner

26.05.16

Tappeiner Umwelt, Reinigung- & Textilservice Das Familienunternehmen Tappeiner aus Schlanders ist seit über 35 Jahren im Umwelt -und Reinigungsbereich tätig. Durch die stetige Weiterentwicklung und den Ausbau seiner Dienste hat sich das einstige Ein-Mann- Unternehmen zum Arbeitgeber für nun mittlerweile 50 Mitarbeiter entwickelt. Der Standort in Schlanders in der Mitte des Vinschgaus war von Beginn an stets entscheidend und wichtig für die positive Entwicklung des Unternehmens, welches auch in Zukunft neue Projekte und Erweiterungen seiner Leistungen plant. „Als geeigneter Standort für eine unternehmerische Tätigkeit spielen nicht nur primäre Standortfaktoren wie Lage und Preis, sondern auch sekundäre Standortfaktoren wie Infrastrukturen, eine unternehmerfreundliche Politik sowie die Möglichkeiten zur Betriebserweiterung eine wichtige Rolle. Betrachtet Die Eckdaten: man diese Gegebenheiten jenseits des Reschenpasses auf Mitarbeiter: 50 österreichischer Seite, so muss man sagen, dass hier bei uns noch einiges verbesGründung: 1981 sert werden könnte“, sagt Martin Tappeiner, Junior im Familienbetrieb. Adresse: Gewerbegebiet Vetzan 37, Tel. 0473 742488

1991 5.366 Einwohner 2001 5.725 Einwohner 2011 6.025 Einwohner 2012 5.950 Einwohner 2013 5.970 Einwohner 2014 5.995 Einwohner 2015 6.016 Einwohner

Malermeister Wieser: Der Farbtupfer Malermeister Wieser – der Name verrät unmissverständlich, was die Kunden erwarten dürfen. Sein 50-Jahr-Jubiläum vor zwei Jahren zeugt von Tradition. Ein respektables Leistungsspektrum ist über die Jahre zusammengekommen: Zu den Maler-, Gips- und Spritzarbeiten gesellen sich Spezialarbeiten wie Boden- oder Harzbeschichtungen. 1964 hat Seniorchef Walter Wieser den Malerbetrieb gegründet und mit einem Gesellen angefangen: Die Mannschaft ist seitdem gewachsen und mittlerweile zehn-Mann stark. Heute blicken Walter und Sohn Günther stolz auf die Entwicklung, die der Betrieb durchlaufen hat. Die Auftragsbücher sind jedes Jahr gefüllt, der Aktionsradius geht über den Vinschgau hinaus. Die Die Eckdaten: Philosophie klingt einfach, ist aber nicht alltäglich: Einen Auftrag ordnungsMitarbeiter: 10 gemäß und verlässlich zu Ende führen. Referenzen sind bekanntlich die beste Gründung: 1964 Werbung und Referenzen hat der Betrieb Malermeister W. Wieser jede Menge. Adresse: Handwerkerzone Kortsch 247, Tel. 0473 730036


26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/SPEZIAL-SCHLANDERS/ 45

Handytreff -

Für Betriebe & Privatpersonen die richtige Adresse. Die neue Adresse in der Göflanerstraße teilen sich WIND und VODAFONE. Die Kundinnen und Kunden profitieren davon: Über 200 Smartphones und Tablets stehen zur Auswahl. Die Räume sind hell und groß, für Geschäftsführer Francesco Paesano ein großer Quantensprung. Die Angebote beider Anbieter hängen im Schaufenster und sind auch innen übersichtlich präsentiert. Aus diesen können Kundinnen und Kunden - je nach Bedürfnis - den besten Tarif und das beste Angebot auswählen. Keine Frage bleibt ohne Antwort. Und Fragen gibt es zweifelsohne viele in diesem Sektor zu beantworten. Hinter den Theken stehen kompetente, freundliche und engagierte Mitarbeiter und helfen bei allen möglichen Problemen rund um Smartphone oder aber bei neuen Angeboten und Verträgen. Interessant: Für Betriebe steht man - auch außerhalb der Geschäftszeiten - für eine umfangreiche Beratung bereit (siehe Werbung auf Seite 40 in diesem VinschgerWIND).

Das Team vom Handytreff: v.l. Thomas, Loreto, Francesco und Angela im neuen Geschäft in der Göflanerstraße 17 in Schlanders. Die Verkaufsfläche hier teilen sich Vodafone und Wind.

Wichtige Info: Das Roaming für Betriebe und Privatkunden ist bei den neuen Prepaid Verträgen bereits abgeschafft. Adresse: Göflanerstraße

Die Eckdaten:

Mitarbeiter: 4 Über 200 Smar tphones und Tabl ets


46 /SPEZIAL-SCHLANDERS/

Vinschgerwind 11-16

Die GEOS:

70

Jahre GEOS: Am 2. März 1946 gründeten zehn vorausschauende Schlanderser Bauern die GEOS - die Genossenschaft der Obsterzeugergenossenschaft Schlanders. Namentlich waren das: Anton Noggler (Obmann), Franz Wellenzohn, Johann Frischmann, Johann Schuster, Josef Gurschler, Karl Verdross, Franz Marx, Josef Altstätter, Josef Kaserer und Jakob Wieser.

132

Mitarbeiter beschäftigt die GEOS.

310

Mitglieder hat die GEOS.

980

ha Obstbaufläche

68.000

Tonnen Äpfel wurden 2015 angeliefert, davon

4.600 Bio.

Tonnen

26.05.16

Im Doppelpack:

Kaminkehrer- und Reinigungsservice Schwemm Hanspeter Schwemm verlässt gern ausgetretene Pfade. Deshalb hat er zum Kaminkehrer-Betrieb Schwemm ein zweites Standbein gesucht und gefunden: Den Reinigungsservice Schwemm. Jene Flächen, die bei der Reinigung vernachlässigt werden - Photovoltaik-, Solaranlagen, Glasfassaden und Wintergärten – stehen bei Schwemm im Mittelpunkt. Und das Beste daran: Regelmäßig gereinigte Photovoltaikanlagen bringen Geld. Denn je höher der Grad der Verschmutzung, desto niedriger die Leistung und das zeigt sich unterm Strich im Ertrag. 2011 fiel der Startschuss für den Reinigungsservice, der Kaminkehrerbetrieb hingegen wird bereits in der 3. Generation geführt. Das Bild des Kaminkehrers hat sich stark gewandelt. Das spürt Hanspeter Schwemm ganz besonders: Beratungen im Allgemeinen und energetische Beratungen im Besonderen sind stark gefragt. Die Eckdaten: Vorrangiges Thema hier: Kaminsanierungen bei Umbauten und HaussaEin Betrieb, zw nierungen.Unverändert ist der Service bei Schwemm: Auf die freundliche ei Standbeine. Tel. 340 und gut gelaunte Beratung können sich Kunden verlassen. 9832859 Adresse: Malaunstraße 113

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26.05.16

Vinschgerwind 11-16

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Die Marx AG – Betonte Qualität

Das nächste Jubiläum steht vor der Tür: 60 Jahre feiert der Hoch- und Tiefbauer Marx im kommenden Jahr. 1957 gründete Albrecht Marx die gleichnamige Firma und gab den Startschuss als Einzelbetrieb. Das Unternehmen wuchs schnell, vor allem auch deshalb weil öffentliche Aufträge des Straßenbaus im Vinschgau die Die Eckdaten: Auftragsbücher füllten. Doch Erfolg kommt nicht von alleine. Harte Arbeit, Fleiß, Durchhaltevermögen und Mitarbeiter: 96 auch Beharrlichkeit: Diese Erfolgsfaktoren haben bei der Firma Marx AG seit fast 60 Jahren Gültigkeit und Gründung: 1957 setzen sich nun auch in der zweiten Generation – bei Alfred und Franz Marx – fort. Und auch der UmweltAutotransporte , Hochgedanke greift nicht zu kurz. Viel Geld wird in einen umweltfreundlichen Fuhrpark investiert. Beispiel: Tiefbau, Straße narDurch die Umstellung auf Photovoltaik wird seit Jahren ein großer Anteil des benötigten Strombedarfs bei beiten, Fertigbe der Schotterverarbeitungsanlage und der Fertigbetonanlage selbst abgedeckt. An die 80.000 Liter Dieton, Sc hotterwerk und seltreibstoff für die Stromgeneratoren werden dadurch nicht mehr benötigt. Seit Anfang dieses Jahres wird Bauschuttrecyc auch bei der Betonanlage in Lana der Großteil des benötigten Stroms mit einer neuen Photovoltaikanlage ling... selbst erzeugt bzw. abgedeckt. Euro 5 und Euro 6 klassifizierte LKWs und Betonmischer gehören zum Standard und wirken sich natürlich positiv auf die Umweltbilanz aus. Adresse: Gwerbegebiet Vetzan, 15, Tel.: 0473 742172, Betonwerk Schlanders: 0473 742214.


Vinschgerwind 11-16

Foto: Gianpiero Verlucca

48 /NATIONALPARK/

26.05.16

Denis Bertanzetti, Idro (BS): „Balzender Spielhahn“

Nationalpark Stilfserjoch

Die Sieger des Fotowettbewerbes 2015 2.500 Einsendungen bei der 11. Auflage Wolfgang Platter, am Tag des Heiligen Konstantin des Großen, 21. Mai 2016

E

nde April d.J. hat die internationale Jury des Fotowettbewerbes „Den Park fotografieren“ die Sieger der 11. Auflage (Einsendungen 2015) ermittelt. Von mehr als 300 Fotographen, Profis und Amateuren, waren in den fünf zugelassenen Kategorien mehr als 2.500 Digitalfotos eingereicht worden. Die zugelassenen Kategorien waren: Landschaften im Nationalpark, Wildtierfauna des Nationalparks, die Pflanzenwelt, Digiscoping-Aufnahmen sowie Makrofotos. Digiscoping ist eine Technik des Fotografierens, bei der ein vergrößerndes Beobachtungsspektiv über einen Adapter mit einer Pockett-Digitalkamera kombiniert und verwendet wird. Bekanntlich wird der Wettbewerb von den vier Nationalparks Stilfserjoch, Gran Paradiso, Abruzzen Latium Molise sowie La Vanoise (F) unter der Schirmherrschaft des Netzwerkes der alpinen Schutzgebiete alparc gemeinsam ausgelobt. Die Organisation, Koordination und Betreuung auch der 11. Auflage lagen in den bewährten Händen von Frau Dr. Loredana Dresti vom Nationalpark Stilfserjoch. Sponsoren, Sachpreisstifter und Medienpartner des Wettbewerbes sind Swarovski Optik Italien, Nital-Nikon, Photolabor Photogem und die Naturzeitschrift „La rivista della Natura“.

Nachstehend die Sieger: Absolute Sieger quer über alle Klassen: 1. Denis Bertanzetti, Idro (BS) mit dem Foto „Balzender Spielhahn“ 2. Matteo Riccardo De Nicola, Mailand: „Untergetauchte Liebe – Erdkröten in Paarung“ 3. Lorenzo Shoubridge, Lido di Camaiore (LU): „Kämpfende Hirschkäfer“

Kategorie Landschaften:

„Haselmaus an Brombeeren“ 3. Davide Ferretti, Atri (TE): „Dort, wo sich Gämsen aufhalten“

Kategorie Makrofotos: 1. Lorenzo Shoubridge: „Kreuzottern im Paarungstanz“ 2. Massimo Arcaro: „Lauernde Gottesanbeterin“ 3. Paolo Mignosa: „Marienkäfer im Abflug von den Blüten des Frühlingskrokus“

Beste Landschaftsaufnahme: Marco Ferrando, Mombercelli (AT): „Das letzte Abendlicht am Perin-See“ Für den NP Abruzzen Latium Molise: Alessandro Baldetti, Ariccia (RM): „Die Ortschaft Opi im Morgennebel“ Für den NP Gran Paradiso: Andrea Bazzarone, Caluso (TO):“Augenblicke der Spiegelung“ Für den NP Stilfserjoch: Mauro Lanfranchi, Lecco.“Das Gletschertor am Forni-Gletscher Für den NP La Vanoise: Fabrice Ygrie: „Polynesiches Blau am Oberen See von Mout Cona“.

Kategorie D: Pflanzenwelt

Kategorie: Wildtierfauna

Alle Siegerfotos können auf der Web-Seite www.fotografareilparco.it abgerufen werden.

1. Valter Pallaoro, Auer (Südtirol): „Konkurrent im Anflug“ 2. Fabrizio Moglia, Moncucco (AT):

1. Massimo Arcaro: „Frühlingsküchenschellen“ 2. Franco Fratini: „Blumenwiese im Wind“ 3. Roberto Zuolo: „Trollblume“

Kategorie Digiscoping Andrea Roverselli: „Schneehase“

Spezialpreise der Jury: 1. Franco Paolinelli: „Der Sprung des Kauzes“ 2. Giancarlo Giudici: „Das Paar von Schwarzspechten“


1. Preis: Valter Pallaoro, Auer

Kategorie Wildtierfauna 2. Preis: Fabrizio Moglia, Moncucco (AT)

3. Preis: Davide Ferretti, Atri (TE)

1. Preis: Massimo Arcaro

Kategorie Pflanzenwelt 2. Preis: Franco Fratini

3. Preis: Roberto Zuolo

1. Preis: Lorenzo Shoubridge

Kategorie Makrofotos 2. Preis: Massimo Arcaro

3. Preis: Paolo Mignosa

NP Stilfserjoch: Mauro Lanfranchi, Lecco

Kategorie Landschaften NP Abruzzen Latium Molise: Alessandro Baldetti

NP Gran Paradiso Andrea Bazzarone

Spezialpreis der Jury Franco Paolinelli

Absolute Sieger 2. Preis: Matteo Riccardo De Nicola, Mailand 3. Preis: Lorenzo Shoubridge, Lido di Camaiore


50 /SPORT/

Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Martin Noggler, Betreuer der Kampfmannschaft: „Wir bemühen uns, die Meisterschaft bestmöglich abzuschließen. Die Meisterschaft ist noch nicht fertig. Wir verfügen über nicht viele erfahrene Spieler und versuchen somit die jungen Junioren einzusetzen. Die Stimmung ist nicht schlecht, obwohl gute Ergebnisse fehlen.

Gegen Gargazon haben wir gut gespielt und das Ergebnis sicher nicht gestohlen. Heute (gegen Aldein) werden wir unser Bestes geben. Das Problem ist, dass man in jedem Dorf eine Mannschaft will, deswegen bleibt der Kader klein.“ (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Betreuer Noggler über die aktuelle Lage

Martin Noggler

Schwäche und Stärke

Die Malser Mannschaft vor dem Spiel gegen Aldein

von Leonardo Pellissetti

D

ie Lage der Malser Kampfmannschaft in der 1. Liga ist bekanntlich sehr schwierig: letzter Tabellenplatz, die meisten kassierten und die wenigsten erzielten Tore. Es ist nicht nur Mals in Schwierigkeiten. Schlanders liegt auf dem vorletzten Platz (mit dem Sieg in Kastelbell hat die Mannschaft des Vinschger Hauptortes inzwischen einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht), Schluderns ist drittletzte, Kastelbell ist mit 11 Punkten mehr als Schluderns auf Platz 7 und somit die beste Vinschger Mannschaft. Eine Stärke hat allerdings Mals und das ist die Stimmung. Viel Publikum und gute Laune begleiten die Spiele. Die Stellungnahme der führenden Sportpersönlichkeiten, anwesend auf der Tribüne im Spiel gegen Aldein, bestätigen diese Feststellung.

Helmut Thurner, Präsident seit knapp 3 Jahren, antwortet auf die Frage über seine Funktionen in schwieriger Zeit ruhig: „Wenn man etwas anfängt, muss man es auch fertig machen!“

Der prominente Zuschauer Raimund Lingg in Mals: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten und laufen! Man muss für den Fußball bereit sein, viel körperlichen Einsatz zur Verfügung zu stellen.“ Dann kommt Alfred Lingg, aktives Denkmal des Malser Sportvereines: 22 Jahre Präsident und 22 Jahre Leiter von Sport-

well. Die von ihm ausgestrahlte Energie ist beeindruckend. Über die Lage des Vinschger Fußballs beginnt er mit der Feststellung: „Ich respektiere, was der Kastelbeller Fußball-Sektionsleiter Mengon im letzten Interview im Vinschgerwind gesagt hat und zwar, dass man Investitionen tätigen muss. Zu viele haben nämlich aus vielen Gründen den Fußball verlassen und viele Dörfer, was auch verständlich ist, wünschen ihre eigene Mannschaft. In der Malser Mannschaft hat sich Ulli Christandl verletzt.“ Die von Alfred Lingg trainierte Mannschaft verfügt über 18 junge Spieler und drückt Integration aus: 2 schwarze Flüchtlinge und ein Albaner gehören dem Kader an. Alfred schließt in Anlehnung an ein Zitat des amerikanischen Präsidenten Lincoln: „Auch in schlechten Zeiten kann man Charakter zeigen!“ Wie bereits betont, ist die Stimmung in Mals imponie-

rend. Die Leistung gegen Aldein zeigte eine gewisse Schwäche. Allerdings ist die Rolle von Torman Simon Kofler lobenswert, welcher mit zwei sensationellen Paraden sein Tor gegen zwei entkommene gegnerische Stürmer sauber halten konnte.

Der Malser Totti Noch eine Merkwürdigkeit: einer der besten Spieler ist Mirko Stecher, der Malser „Totti“. Mirko präzisiert, dass der Römer Kapitän ein Jahr jünger als er ist. Mit 40 Jahren ist Mirko noch eine tragende Säule der Mannschaft. Seine 3 Kinder Eliah, Laurin und Tizian spielen alle Fußball mit Begeisterung. (lp)

Fotos: Leonardo Pellissetti

In der 1. Liga ist die Lage der Vinschger Mannschaften schwierig. Insbesonders für den Tabellenletzten Mals, die schon in die 2. Liga absteigen werden. Die Gründe sind verschiedene, wie Trainer Alfred Lingg erklärt. Die Stimmung ist dennoch nicht schlecht und die Mannschaft versucht jedenfalls ihre sportliche Pflicht zu erfüllen.


26.05.16

Vinschgerwind 11-16

/SPORT/ 51

Fußballjugend

Zur Fußballförderung mit Begeisterung

Fotos: Leonardo Pellissetti

nellen Trainern sehr nützlich sind.“ Im Herbst wird wieder mit der ersten Schulwoche das Training beginnen und neue Spieler werden auch aufgenommen. Am Montag, den 2. Mai wurde auch ein Schnupperkurs organisiert. Wer interessiert ist, könnte sich für einen Schnupperkurs anmelden.

Die jungen Fußballer am 2. Mai in Latsch am Ende des Trainings mit ihren Trainern

S

eit 3 Jahren ist Latsch Sitz des Förderzentrums West, welches vom VSS durchgeführt wird. Einmal pro Woche, jeden Montag Nachmittag von 15 bis 18 Uhr, treffen sich junge Fußballer ab 10 Jahren (5. Klasse der Grundschule) für ein zusächliches Fördertraining. Der Vinschger VSS-Fußball Obmann Karl Schuster hat seit 3 Jahren Raimund Lingg als Koordinator beauftragt. Die Förderungsgruppe in Latsch wurde von Arnold Schwellensattl, Andre-

as Lechner, Giampaolo Morabito und Marcus Casaril trainiert. In der Rückrunde wurden die Trainings vom Förderzentrum am 18. Januar wieder aufgenommen und am 23. Mai wird das Ab s c h lu s s t u r n i e r des Förderzentrum West und Mitte mit dem FC Südtirol in Kastelbell abgeschlossen. Die 60 anwesenden jungen Fußballer trainieren mit Disziplin und Motivation. Der Turnlehrer und ehemalige Fußballer Hannes Platzgummer (kleines Bild), schon aktiv als Spieler in

Latsch und Obermais, und auch Trainer im Förderzentrum Latsch, erklärt, dass „für unser Tal das Förderzentrum eine gute Initiative ist, weil zusätzliche Trainings mit professio-

Mini Europameisterschaft Vom Förderzentrum Latsch werden 2 Mannschaften - SpG Latsch und SpG Naturns - vom 1. bis 3. Juli im Bayerischen Wald an der Mini-EM teilnehmen. Zudem wird auch eine Mannschaft vom Leistungszentrum Terlan, SpG Bozen, teilnehmen. An der Mini-EM nehmen die Jahrgänge 2003 und 2004 teil. (lp)

Die Spieler der Mini-Europa Meisterschaft (2 Spieler fehlen) mit den Trainern v.l.: Raimund Lingg, Andreas Lechner und Marcus Casaril

Goldrain-Morter

Derby der Revanche Goldrain-Morter

D

energisch war er sicher. In der Hinrunde - erinnerte er - hatten die Morterer 4:0 gewonnen. „Heimwärts sind sie sehr stark und haben nur ein Spiel verloren.“ Der 17-jährige Sohn Jonas spielt auch als Mittelfeldspieler in Goldrain. Die Tochter Maria war U8 Spielerin

und Sohn Hannes spielt U11. Die Goldrainer gingen schnell in Führung mit 2 Toren von Gabriel Mair Buono, je eines von Jonas Steinkeller und von Youssef Luobadi in der ersten Halbzeit. In der Pause kommentierte Präsident Klaus Gluderer mit Humor, dass jetzt, wie von ihm

gewünscht, ein neuer Präsident zu finden leichter wäre. In der zweiten Hälfte sch0ss Kevin Pacitti das Ehrentor für Morter und Loubadi das 5. Tor für Goldrain. Zagler kommentierte, dass Goldrain in der 1. Halbzeit schneller und stärker war. Nach dem 4:0 wurde es ruhiger. (lp)

Elmar Zagler und Jonas

Hannes und Maria Zagler

Fotos: Leonardo Pellissetti

as letzte Derby der Latscher Fraktionen Goldrain und Morter könnte man - wie Elmar Zagler sagte - als „Derby der Revanche“ definieren. Zagler war langjähriger Mittelfeldspieler in Goldrain, ein Jahr auch in Latsch. Er hatte immer die stärkste Spieler zu decken,

Die Torschützen v.l.: Loubadi, Mair, Steinkeller, Pacitti


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Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Latsch/Naturns

Fotos: Lotte Gamper

Tolle Erfolge auf dem Tanzparkett

oben: SSV Naturns Raiffeisen links: ASV Latsch Raiffeisen

D

isziplin, Kreativität und Training, das verlangt der Tanzsport. Und zudem eine professionelle Trainerin. Während beim ASV Latsch Raiffeisen Lotte Gamper alle Geschicke bei der Sektion „Tanzen“ leitet, ist beim SSV Naturns ihre Tochter Vera Holzer die erste Ansprechpartnerin. Beide sind ausgebildete Lehrerinnen und zudem als Kampfrichterinnen bei der

Fussball&TormannCamp in Schlanders

D

ie Spielgemeinschaft Marktgemeinde Schlanders organisiert vom 03. - 06. August 2016 ein Fußball Camp für junge Fußballer/innen im Alter von 5 bis 15 Jahren in der Sportzone „Gröbn“ in Schlanders.. Das Hauptaugenmerk liegt dabei in der Verbesserung und Intensivierung der Jugendtätigkeit. Wir möchten eine Menge SPASS während dieser Woche vermitteln. Das Training wird nach der Coerver-Methode abgehalten, die vor allem auf exellente Ballbeherrschung und die dafür grundlegende Technik ausgerichtet ist. Die Woche wird vom zertifizierten Trainer Christian Gruber geleitet. Anmeldeschluss ist der 16. Juni 2016 beim „WORKERSHOP“ in Schlanders. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 3482728238.

FIDS (Federazione Italiana Danza Sportiva) eingetragen. Seit einiger Zeit arbeiten die beiden Vereine nun auch eng zusammen, machen sich gemeinsam auf dem Weg zu den verschiedenen Wettkämpfen und feiern immer wieder Erfolge auch auf regionaler Ebene. Bei den Regionalmeisterschaften in Brendola, bei denen man in den Kategorien Synchro Modern und Choreographic Dance teilnahm, heimsten die Latscher in der Kategorie „U“ alle Titel ein, während die Naturnser in der Kategorie „C“ alle Titel mit nach Hause nahmen. Das nächste Highlight sind die Italienmeisterschaften, die Anfang Juli in Rimini ausgetragen werden. Gamper und Holzer trainieren bereits intensiv mit ihren Schützlingen, um auch dort vorne dabei zu sein. Am 10. Juni um 19.30 Uhr findet in der Turnhalle von Latsch eine gemeinsame Aufführung statt, zu der alle Tanzbegeisterten eingeladen sind. (sam)

Naturnser Einradfahrer

Saisonsstart beim Riegersburglauf A

m 24. April fand in Fürstenfeld (Österreich) der Riegersburglauf statt. Rund 60 Einrad-Fahrer aus drei Nationen (Österreich, Deutschland und Italien) nahmen am Wettbewerb teil. Auf der anspruchsvollen, 15 km langen Strecke, die von den Sportlern eine Menge Kraft und Ausdauer verlangt, konnten die Südtiroler Einrad-Fahrer in ganzer Linie überzeugen. Florian Rabensteiner aus Villanders holte sich mit einer Zeit von 41:48 Min. den Sieg in der Kategorie „Schlumpf“, also mit Schaltung. Stefan Rabensteiner hingegen fuhr eine Zeit von 47:22 Min. ohne Schaltung und erreichte den Sieg bei den Herren. Anna-Maria Perkmann und Nadia Perkmann des SSV Naturns Raiffeisen konnten ihre Vorjahreszeit um fast 10 Minuten verbessern. Anna-Maria erreichte mit einer Zeit

v.l. Janine Felderer, Annalena Götsch, Leonie Mengon, Sabrina Kind, Greta Kofler, Nadia und Anna-Maria Perkmann, Lukas Hanny, Annalena Kofler, Emma Hanny von 55:35 Min. sowohl in ihrer Altersklasse als auch in der Gesamtwertung den 2. Platz. Somit platzierte sie sich hinter der Weltmeisterin Laura Baumgartner aus Villanders, welche sich mit einer Zeit von 51:38 Min. den Sieg holte. Nadia Perkmann erreichte mit einer Zeit von 58:38 Min. das Ziel. Damit holte sie sich Gold in ihrer Altersklasse und den 4. Platz in

der Gesamtwertung der Damen. Lukas Hanny holte sich Gold in der Kategorie Herren unter 15. Bei den Damen unter 15 holte sich Leonie Mengon Silber, Greta Kofler Bronze und Janine Felderer erreichte den 4. Platz. Weitere gute Ergebnisse erzielten Annalena Götsch, Annalena Kofler, Emma Hanny und Sabrina Kind. Elisabeth Perkmann


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Kortsch

Schwimmen

Radfest mit vielen Teilnehmern

Weitere Talentprobe

Die Frauensiegerin Eva Lechner am Start (3. v.l.)

F

ür einen Beobachter war es bei den VSS-Jugendtrophy Bike Mann Rice und Mountain Bike Landesmeisterschaft beeindruckend, wie die Sportradler durch den Radsport menschliche Kontakte schaffen können. Die Veranstaltung, welche glücklicherweise unfallfrei verlief, wurde vom ASV KortschRaiffeisen organisiert. Kortsch ist nämlich der einzige Sportverein im Vinschgau (ausgenommen Naturns) mit einer Sektion Rad, von Andreas Gemassmer gegründet. 184 RadlerInnen bildeten die Radfahrer-Schar der VSS Raiffeisen Jugend-Trophy. Zu erwähnen sind der 2. Platz

Mara Rainalter mit Mutter Monika von Emma Kofler bei den Baby, der 3. Platz von Manuel Rainalter bei den Kinder 2, der 1. Platz von Alan Telfser bei den Schüler 1, der 2. Platz von Katharina Stricker bei den Schüler 3. Bei der Landesmeisterschaft

Stricker Katharina am Podium von Andreas Gemassmer geehrt sind neben AthletInnen aus Südtirol auch jene aus dem Trentino, der Lombardei, Piemont, Veneto, Aosta, Friaul und Toscana nach Kortsch gekommen. Insgesamt waren es 207 RadfahrerInnen. Besonders gute Leistungen erbrachten die Vinschger: Mara Rainalter mit ihrem 3. Platz, sowie Freddy Wallnöfer, Klaus Rechenmacher, Hannes Rechenmacher und Manuel Heinisch. Für die Organisation danken Christian Lanthaler und Helmut Rechenmacher den vielen sehr nützlichen freiwilligen Helfern, den Sponsoren und der Gemeinde Schlanders. (lp)

inmal mehr lieferten die Vinschger Schwimmerinnen und Schwimmer bei den FINMeisterschaften, an denen sowohl die deutsch- als auch italienischsprachigen Vereine des Landes teilnehmen, eine Talentprobe ab. Simon Jungdolf sicherte sich über 50 Meter Rücken die Bronzemedaille, David Alber schrammte als Fünfter knapp an den Podesträngen vorbei. In der Freistildisziplin, die die beiden Vinschger sowohl über 50 als auch über 100 Meter bestritten, gelangen ihnen starke Zeiten, welche bei den nächsten Wettkämpfen mit Sicherheit noch verbessert werden. Auch im Einsatz waren Lisa Maringgele, Emma Rainer, Jana Ausserer, Hannes Tscholl, Karoline Wielander, Carmen Wieser und Celine Gerstl, die alle tolle Ergebnisse erzielten. (sam) David Alber beim Rückenstart

Foto: Sarah Mitterer

Fotos: Leonardo Pellissetti

E

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen – SSV Naturns

Zwei Mal Silber, zwei Mal Blech T

links: Der Schwimmnachwuchs

Foto: Veronika Stillebacher

raditionell finden am 1. Mai die VSS-Frühjahrsmeisterschaften statt, an denen die deutschsprachigen Schwimmvereine des Landes teilnehmen. Auch die Vinschger Schwimmerinnen und Schwimmer machten sich einmal mehr auf den Weg nach Meran um sich mit der Konkurrenz auf Landesebene zu messen. Auf Podestplätze abonniert ist Simon Jungdolf. Der Laaser belegte über 100 Meter Rücken den zweiten Platz und musste sich auf der Krauldistanz, die er in einer starken Zeit von 56, 6 Sekunden bewältigte, mit Blech zufrieden geben. Für eine weitere Silbermedaille

sorgte Noah Trojer. Max Ausserer schlüpfte als 4. knapp am Podium vorbei.

Evi Platzgummer, Gabriel Höller, Tobias Mantinger, Paul Obwexer, David Mair, Maxi-

milian Pichler, Simon Niederfriniger, Alissa Scherer, Lea Gemassmer, Tobias Geneth, Amelie Pixner, Zaccharia El Miroun, Michaela Holzer, Laura Ilmer, Simon Holzer, Eliah Trojer, Sophie Abler, Emma Rainer, Jana Ausserer, Valentina Wild, Hannes Tscholl, Lisa Maringgele und Martin Karnutsch zeigten einen guten Einsatz, wobei einigen auch Platziernungen unter den besten 8 gelangen. In der Teamwertung sammelten die Vinschger insgesamt 24 Punkte. (sam)


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Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Glückwünsche

10 jähriges Jubiläum in Meran:

„ASFALTART“ internationales Straßenkünstlerfestival am 10. – 11. – 12. Juni in Meran Eine bunte Palette meisterhafter Artistik und Akrobatik definiert leichtfüßig die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens neu. Das ist „Alsfaltart“-Straßenkunstfestival in Meran, das heuer vom 10. bis 12. Juni 10- jähriges Jubiläum feiert. Magie, Pantomime, unglaubliche Jonglier-Acts gilt es zu bewundern und wenn sich des Abends die Dunkelheit über Meran senkt wird es Zeit den Feuerkünstlern und Künstlerinnen Platz zu machen für ihre atemberaubenden Shows. Organisiert wird das Festival vom Kunstverein Kallmünz in Zusammenarbeit mit Mairania 857 und dem Verein Animativa. Am Freitag 10. Juni um 16.00 Uhr: Offizielle Eröffnung des Festivals. Am Samstag 11. Juni findet die Veranstaltung von 11.00 bis 24.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 21.00 Uhr statt. Bei schlechter Witterung finden einige Aufführungen im Theater in der Altstadt, im Zirkuszelt auf dem Parkplatz Kallmünz und im Kulturzentrum in der Cavourstraße 1 statt. Zudem gibt es einen Festivalmarkt auf der Passerpromenade. Auch für das Kulinarische ist bei unserem Gastrostand an der Passerpromenade/Postbrücke bestens gesorgt.

Detailliertes Programm & Info: www.asfaltart.it Der Kunstverein Kallmünz, das Asfaltart-Team wünscht Ihnen viele schöne und unvergessliche Momente bei diesem kunterbunten Treiben in unserer Stadt Meran. Highlights: Cirq’ulation Locale (B) Im vergangenen Jahr trat diese belgische Truppe in 22 Ländern und auf drei verschiedenen Kontinenten auf! Die Artisten kombinieren Luftakrobatik, Jonglage und waghalsige Trampolinsprünge und begeistern das Publikum mit einer rasanten und einzigartigen Darbietung. Dabei überwinden die Akrobaten lässig alle Hindernisse und laufen eine Wand hoch – ganz wie Spider-Man! www.ciloc.com Ein Balanceakt hoch über den Dächern von Meran! Slackline Eines unserer Highlights ist heuer eine 160 Meter lange Slackline die vom Pulverturm bis zum Meraner Dom gezogen wird. Ein Balanceakt hoch über den Dächern von Meran auf einer 2,5 cm schmalen Slackline! Benjamin Kofler wird versuchen die längste urbane Highline weltweit erfolgreich zu begehen! www.ethiclines.blogspot.it


26.05.16

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Vinschgerwind 11-16

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26.05.16

Vinschgerwind 11-16

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Wind-Termine Tageswanderung: Geist, Kultur, Natur

Von Mönchen und Rittern Von Klöstern und Burgen

Referent: P. Philipp V. Kuschmann OSB Wann: Sa, 04.06.2016 – 10.00 bis ca. 16.30 Uhr Wo: Kloster Marienberg und Churburg Anmeldung: bis Fr. 28. Mai 2016 Tel. 0473 843 980 info@marienberg.it

( Raum Rabland – Kastelbell )

Berg & Sport Unterholzner Naturns

des Orchesters - Konservatorium C. Monteverdi

Tel. 0473 667 794

Wann: Freitag, 27. Mai 2016 um 20.00 Uhr Wo: im Sparkassensaal des Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Karten sind im Kulturhausbüro erhältlich Vormerkungen: Tel. 0473 732 052 oder kulturhaus@schlanders.it www.schlanders.it

Langlauftrainer/in gesucht: Die Sektion Langlauf des ASV Latsch sucht einen Trainer/in für die kommende Wintersaison (November bis März) nach Vereinbarung 2-3 mal wöchentlich plus Begleitung zu den Rennen. Informationen unter Tel. 333 2934395 (Michl)

Barist/in

für Hausgäste ab 25. Juni gesucht. Hotel Marlet, Sulden Tel. 0473 613 075

Wir sind immer auf der Suche nach engagierten und innovativen Mitarbeitern.

It’s your turn!

Familienfest

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Wann: Sonntag, 29. Mai 2016 – ab 10.00 Uhr Wo: Gelände d. Pferdefreunde bei Söles/Glurns Programm: Gratis: Kinderanimation, Kinderreiten, Kinderschminken, Spiele, Musik, Unterhaltung mit Speis und Trank Alle sind herzlich eingeladen. Eintritt frei

· von Mai bis Oktober geöffnet · durchgehend warme Küche bis 19.00 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch Tarscher Almlounge & Tarscher Almhütte

Servicekraft

Lehrjunge gesucht

Abschlusskonzert

Saisonsstart im Wander- & Bikeparadies Tarscher Alm

Cafè Greta Laas: Wir suchen eine tüchtige in Jahresstelle Info unter: 348 7961086

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Stellenmarkt Zur Weiterentwicklung unserer Niederlassung im Allgäu suchen wir im Fachbereich Elektrotechnik neue Mitarbeiter für folgende Stellen:

Sucht Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams: motivierten

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für unseren Innen- und Außendienst mit Office-Kenntnissen und technischen Grundkenntnissen.

· Mitarbeiter m/w in Teilzeit für unser Büro in Schlanders.

Schriftliche Bewerbungen unter info@sonnenschutz-kofler.com für Info 0473 740 019 vormittags

Fleißiger Mitarbeiter

für Bestellungen und Verpackungsarbeiten gesucht Tel. 0473 667 130 Metzgerei Christanell, Naturns

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(Vollzeit) Ihr Profil: · Offene, freundliche Art im Umgang mit Kunden · Gute organisatorische Fähigkeiten, sowie eine selbstständige, zuverlässige Arbeitsweise · Gute Computerkenntnisse · Gute Sprachkenntnisse Deutsch/ Italienisch Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung www.garageziernheld.it Harald 335 45 99 24

Einheimische Bedienung

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Vinschgerwind 11-16

26.05.16

Stellenmarkt

Jahrestag/Danksagungen Wenn Ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir, und traut euch, zu LACHEN, lasst mir einen Platz zwischen EUCH, so wie ich ihn im Leben hatte.

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2. Jahrestag

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Andreas Blaas Andi

*25.12.1992 † 05.06.2014 Mals In Dankbarkeit, Liebe, Hoffnung und Zuversicht; ERINNERN WIR UNS ...... immer und immer wieder... Ich bin gegangen, nur einen kleinen Schritt und gar nicht mal weit. Und wenn du dorthin kommst, wo ich jetzt bin, wirst du dich fragen warum du geweint hast.

Alois Gurschler * 3.11.1937 † 18.04.2016 Schlanders

Jahrestag/Danksagungen Wenn die Liebe einen Weg zum Himmel fände und die Erinnerungen Stufen hätten, würden wir hinaufsteigen und dich herunterholen. 1. Jahrestag

Leonhard Alber – Lele –

*11.04.1969 † 30.05.2015 Göflan

Wir denken an dich am Sonntag, 5. Juni um 8.15 Uhr bei der hl. Messe in der St. Martin Kirche in Göflan. Wir danken allen, die am Jahresgedenken teilnehmen und unseren Leonhard in lieber Erinnerung behalten. Deine Lieben Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben. Rainer Maria Rilke

5. Jahrestag

Leo Rechenmacher Moar-Leo

*29.01.1939 † 28.05.2011 Marein In lieber Erinnerung gedenken wir ganz besonders deiner bei der Abendmesse am Samstag, den 28. Mai um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Marein. Du fehlst uns so sehr. DeineIMST Familie AUSGABE

Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren, aber es gibt Kraft zu erfahren wie viel Liebe, Freundschaft und Achtung ihm entgegen gebracht wurde. DANKE für die vielen Beileidsbekundungen, Kerzen, Blumen und Spenden, für jeden Händedruck sowie jede Umarmung mit tröstenden Worten. Für das überwältigende Geleit auf deinem letztem Weg sagen wir von Herzen Vergelt’s Gott.

Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung. Und immer wieder sind sie da, die Spuren deines Lebens. 5. Jahrestag

Hubert Stocker „Kruschtn Hubert“ Laatsch * 31.08.1942 † 06.06.2011

Wir denken an dich ganz besonders am Samstag, 4. Juni 2016 um 19.00 Uhr bei der Hl. Messe in St. Luzius, Laatsch. Danke allen, die daran teilnehmen. Deine Maria


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Vinschgerwind 11-16

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Allfälliges/Weiterbildung

Volksbühne Laas „Goldbergvariationen“ Psychothriller von Dietmar Gamper; Musik: Simon Gamper Ort: Tiefgarage – Pflegeheim St. Sisinius Laas Aufführungstermine: Fr. 27.05.16, 21.00 Uhr; Sa. 28.05.16, 21.00 Uhr; Reservierung: Tel. 377 18 69 082 (15.00 – 18.00 Uhr) Ängstlichen Personen und Jugendlichen unter 16 Jahren ist diese Produktion nicht zu empfehlen.

Rampenlicht Lootsch

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„Der Hallodri“

Ihr Zahnarzt im Vinschgau!

Schwank in 3 Akten von Peter Knarr Regie: Pankratius Eller Ort: Mehrzweckgebäude Laatsch Aufführungstermine: Sa. 28.05.16, 20.00 Uhr; So. 29.05.16, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 371 14 03 892

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Schlanders: täglich Laas: 2 mal wöchentlich

unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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