Zeitschrift des VCP | Verband Christlicher PfadďŹ nderinnen und PfadďŹ nder 1 P 1963 Nr. 4/2014 | ISSN 1651-2441
anp Gemeinschaft
Leben
Jugend
Besinnung
auf neuem Pfad
Nervenkitzel
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Stellenausschreibung Wir suchen zum 1. Mai 2015 eine oder einen
Pädagogische/n Mitarbeiter/in (Vollzeit)
Das Aufgabengebiet umfasst: • Konzeption, Organisation und Durchführung von natur-, kultur- und erlebnispädagogischen Programmangeboten für Kinder und Jugendliche, Einbindung von pfadfinderischen Grundsätzen in das Programmangebot • Organisation und Verwaltung der Infrastruktur, Medien und Materialien für das Programmangebot • Ausbildung, Begleitung und operative Personalplanung der jungen Mitarbeitenden im Freiwilligen Sozialen Jahr • Vertretung des Burgleiters bei Abwesenheit insbesondere in der Gästebetreuung, der Reservierung, dem Abrechnungswesen und der Führung der Mitarbeitenden • Mitarbeit bei der Organisation von Sonderveranstaltungen • Inhaltliche und technische Mitarbeit bei der Erstellung von Publikationen und der Pflege des Internet-Auftritts. Der/die Mitarbeiter/in soll Atmosphäre und Programm der Burg Rieneck mitprägen und -gestalten.
Das Bildungs- und Erholungswerk Burg Rieneck e. V. ist als Rechtsträger für den Bestand und die Arbeit der Pfadfinderburg Rieneck verantwortlich. Der Verein ist durch seine Satzung eng mit dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) verknüpft und ist Mitglied im Diakonischen Werk Bayern. Die Burg wird überwiegend von Jugendgruppen für Freizeiten, Seminare und Begegnungen genutzt. Dafür stehen 134 Übernachtungsplätze sowie ein Zeltplatz zur Verfügung.
Wir erwarten eine pädagogische Ausbildung (Erzieher/in oder vergleichbar), Kreativität und organisatorisches Geschick sowie eine selbständige Arbeitsweise. Der/Die Mitarbeiter/in hat intensiven Kontakt mit den Gästen der Burg, deshalb setzen wir ein offenes Wesen und sicheres Auftreten voraus,
ebenso wie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Er/Sie sollte Erfahrungen aus der Jugendarbeit mitbringen, vorzugsweise aus einem Pfadfinderverband. Idealerweise fördert die Bewerberin/ der Bewerber spirituelle/geistliche Angebote für die Gäste der Burg. Gute englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sind Voraussetzung, ebenso wie solide Kenntnisse gängiger Bürosoftware. Die Burg Rieneck ist während des Jahres unterschiedlich stark belegt, eine flexible Handhabung der Arbeitszeit setzen wir daher voraus. Die Anstellung ist auf 3 Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach AVR und umfasst die im kirchlichen Dienst üblichen Leistungen. Dafür ist die Mitgliedschaft der Bewerberin/des Bewerbers in einer christlichen Kirche (ACK) Voraussetzung. Eine Dienstwohnung befindet sich unmittelbar bei der Burg und muss bezogen werden. Interessentinnen und Interessenten bewerben sich bitte bei Pit Kallmeyer, Burg Rieneck Schlossberg 1, 97794 Rieneck Mail: pit.kallmeyer@vcp.de Web: www.burg-rieneck.de
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vcp aus dem Verband
EDITORIAL 3
Impressum
Vorneweg
ISSN 1615-2441 anp (seit 1921) ist die Zeitschrift des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Sie erscheint viermal im Jahr. Anschrift: VCP-Bundeszentrale Wichernweg 3 D-34121 Kassel Tel.: 0561/7 84 37-10, Fax: 05 61/7 84 37-40 E-Mail: anp@vcp.de, Internet: www.vcp.de Verleger: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e. V. Herausgegeben im Auftrag des Vorstandes von Hanno Terbuyken Chefredaktion: Diane Tempel-Bornett Ständige Redaktionsmitglieder: Christian van den Boom (Kellertreppe), Peter Brümmer, Jascha Buder, Marc Forkmann, Sandra Grünewald (KrimsKrams), Verena Kunberger, Chris Pollak, Andreas Witt (Himmelsleiter), Philipp Zedelius. Mitarbeit an dieser Ausgabe: Ricarda Rattay und Peter Diehl Illustration: Jascha Buder (www.jabu.de) Fotoredaktion: Peter Brümmer Satz und Layout: Chris Pollak (chrispollak.com) und Peter Brümmer (drazilgraphix.de) Druck: Druckerei Strube, Felsberg Anzeigenverwaltung: Dirk Rumpff Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nicht immer die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich die Kürzung von Artikeln und Leserbriefen vor. Die Redaktion behält sich in Einzelfällen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlage entsprechende Bearbeitungen von Veröffentlichungen vor. (Informationen: www.vcp.de) Der Umwelt zuliebe wird anp auf 100 % Recyclingpapier gedruckt, das mit den Umweltzeichen „Blauer Engel“ und „Nordischer Schwan“ ausgezeichnet ist. Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung und Förderung unserer Arbeit.
FOTO: PETER BRÜMMER
Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, kurz vor Weihnachten erreicht euch wieder eine gut gefüllte Ausgabe der anp. Es gibt viele Informationen über den Verband: politische, wirtschaftliche und personelle. Ihr erfahrt, wo VCPerinnen und VCPer aktiv sind und wie sie sich beteiligen. Ihr erfahrt aber auch Erstaunliches aus Japan – das ist sicher nicht nur für Jamboreefans interessant. Ganz bestimmt kennt ihr alle die Weihnachtsgeschichte des Lukas. Aber ist euch schon mal aufgefallen, wie viele brenzlige Situationen Maria und Josef meistern mussten? In der Himmelsleiter könnt ihr die Hintergründe dazu erfahren. Nervenkitzel – das ist das Schwerpunktthema dieser Ausgabe. Und ein bisschen Nervenkitzel gehört doch auch zum Pfadfinden. Aber wie immer haben wir zu diesem Thema einiges recherchiert: Wie fühlt sich eigentlich der freie Fall an? Das erzählt euch ein Fallschirmspringer. Eine Redakteurin lässt sich auf ein schmerzhaftes Computerspiel ein und ein Zivilrichter gibt euch Tipps und Hinweise für unangenehme Situationen, in die Gruppenleiterinnen und -leiter geraten können. Und noch viel mehr Spannendes könnt ihr auf diesen 40 Seiten lesen. Dazu wünschen wir euch Zeit und Muße, wunderschöne freie Tage im Kreise eurer Lieben und freuen uns, euch im nächsten Jahr wiederzutreffen. Gut Pfad und viel Spaß beim Lesen
Titelbild: Foto: Andreas Kläger
Diane Tempel-Bornett, Chefredakteurin
Hanno Terbuyken, Herausgeber
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vcp aus dem Verband
4 RÜCKBLICK
go.vcp.de/anp1404burg
FOTO: ANNE OVERBECK
Große Runde – große Pläne. Zuversichtlich: Julia Flötemann, nachdenklich: Max Zeterberg.
Starthilfe geben
FOTO: HERMAN KRIEGEL
Der Scouting Train hat den Zielbahnhof erreicht
Lichtergrenze an der ehemaligen Mauer
Berliner Pfadis waren Ballonpaten Vom 7. bis 9. November 2014 feierte ganz Berlin 25 Jahre friedliche Revolution und den Fall der Mauer, die Berlin und Deutschland geteilt hatte. Entlang des Verlaufes der ehemaligen Grenze waren rund 8000 leuchtende Heliumballons auf 15 Kilometern installiert worden.
go.vcp.de/anp1404berlin
go.vcp.de/anp1404train
Berlin Am Abend des 9. Novembers sollten diese dann vom Brandenburger Tor ausgehend nach und nach mit einer Botschaft in den Himmel aufsteigen. Jeder Ballon hatte einen Paten. Und 25 Ballonpaten kamen aus dem VCP Berlin-Brandenburg. Die VCPerinnen und VCPer standen am Berliner Nordbahnhof. Dort hatten sie auch im Park eine Jurte aufgebaut. Es gab ein wärmendes Lagerfeuer, Gitarrenmusik, Stockbrot und Marshmallows. Viele Spaziergänger nutzen an diesem kalten Abend die Gelegenheit, sich am Feuer aufzuwärmen. Gegen 19:15 Uhr standen die Ballonpaten dann an ihren Ballons – und eine Viertelstunde später kam das Signal. Während am Brandenburger Tor die „Ode an die Freude“ erklang, ließen die jüngsten Ballonpaten aus dem VCP unterstützt von ihren Gruppenleitungen unter tosendem Jubel die Ballons in den Berliner Himmel aufsteigen.
Nach Tausenden von Kilometern hat der Scouting Train wieder Berlin erreicht. Im Sommer waren Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Mittel- und Osteuropa zu einer gemeinsamen Zugfahrt von Berlin bis nach Irkutsk an den Baikalsee aufgebrochen. Wichtigstes Ziel war die internationale Verständigung. Darüber wurde in anp 03|14 berichtet. Berlin Nun trafen knapp dreihundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer Anfang November in Berlin ein. Bei einer dreitägigen Open-Space-Conference reflektierten und werteten sie aus – und überlegten neue Ideen für internationale Begegnungen. Vielleicht ein Stadtspiel in Budapest? Oder ein Scouting boat, eine gemeinsame Segelaktion? Es gab und gibt unendlich viele gute Ideen, wie sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt begegnen und internationale Freundschaften erleben können. Ein Höhepunkt war der offizielle Festakt am Samstagnachmittag. Rund 350 Pfadis aus vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Unterstützer und Spender feierten in der Berliner Colonia Nova. Für die musikalische Begleitung sorgten auch die Musikerinnen und Musiker des Orkestar. Sonntags nahmen noch etliche Pfadis an der Feier zum 25. Jahrestages des Mauerfalls als Ballonpaten teil und ließen – gemeinsam mit 8000 anderen Ballonpaten die leuchtenden Heliumballons steigen – leuchtende Symbole für die Überwindung von Grenzen. Noch mehr Infos und Bilder findet ihr unter: www.scoutingtrain.de
Die „Große Runde“ tagte auf Rieneck Die Bürgerschaft hat getagt! Und diskutiert, beraten, zugehört, gewählt, gebastelt, gefilmt, geplant und und und. Vom 10. bis 12. Oktober 2014 kamen die Bürgerinnen und Bürger zu ihrem 13. Rück- und Ausblick-Wochenende zur Großen Runde 2014 zusammen. Rieneck Wie immer stand die Burg Rieneck im Mittelpunkt des Treffens: Was ist im letzten Jahr passiert? Wie hat sich das Programm weiterentwickelt? Wo hat die Bürgerschaft wie unterstützt und an welchen Stellen kann sie sich zukünftig einsetzen? Beeindruckend dabei ist die Vielfalt der Projekte, die jedes Jahr fortgeführt bzw. neu angestoßen werden. 2014 war die Bürgerschaft mit einer Team-Challenge auf dem Bundeslager vertreten: ein Programmangebot, das viel Spaß gemacht hat. Weniger offensichtlich, aber genauso wichtig sind die Koordinations- und Gremienarbeit, die Julia, Maggy, Meike und Max als ‚Kleiner Rat‘ der Bürgerschaft übernehmen und über die sie beispielsweise die Bundesversammlung über das Engagement für Burg Rieneck informieren. Die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Kleinen Rat drückte sich dann auch in der Wiederwahl der vier aus. Die Planungen für das neue Jahr waren ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Aktuell gibt es elf AGs, die zum Mitmachen einladen. Auf dem Programm stehen die Gestaltung der Kapelle, die Unterstützung der energetischen Sanierung der Burg, die Produktion eines Imagefilms, die Zukunft der Bürgerschaft und, ganz wichtig: die Mittelalterwoche 2015. Vorbereitet von einem kleinen Orga-Team haben hier Ranger und Rover und junge Erwachsene die Möglichkeit, sich vom 2. bis 9. August auf der Burg auszuprobieren, neue Leute kennenzulernen und Programm zu gestalten – allerdings kann auch der Luxus genossen werden, „nur“ teilzunehmen und nicht verantwortlich zu sein. Mehr Infos unter www.buergerschaft.net und www.mittelalterwoche.de
vcp aus dem Verband
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Die neue Referentin im rdp-Hauptstadtbüro stellt sich vor Ich bin Anne Moll und seit Mitte Mai die neue Referentin für Kinder- und Jugendpolitik im RingeBüro in Berlin. Diese Stelle bedeutet für mich die Kombination zweier Themen, die mir sehr am Herzen liegen: Jugendverbandsarbeit und Politik.
Außerordentliche Bundesversammlung
meinschaft für Jugendhilfe oder die National Coalition zur Umsetzung der Kinderrechte. Auch die Organisation der Verteilung des Friedenslichtes an Bundesinstitutionen gehört zu meinen Aufgaben. Auf einer Veranstaltung, auf der ich neulich war, wurde der Wunsch ausgesprochen: „Mögest Du in spannenden Zeiten leben!“. Ich bin mir sicher, dass dieser Wunsch schon in Erfüllung gegangen ist. Gerade in der Kinder- und Jugendpolitik gibt es viele wichtige und spannende Themen. So haben wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder beispielsweise in die letzte DBJR-Vollversammlung einen Antrag miteingebracht, in dem wir uns zur Situation junger Flüchtlinge in Deutschland positionieren. Der Antrag wurde schließlich einstimmig angenommen, was zeigt, wie drängend diese Fragen sind. Wir müssen erreichen, dass Jugend und Jugendpolitik überall bei jeder Entscheidung mitgedacht wird. Und genau daran möchte ich mitarbeiten.
Die außerordentliche Bundesversammlung des VCP beschließt die Organisation als eingetragener Verein. Kassel Die Mitglieder der Bundesversammlung des VCP setzten am 8. November 2014 in Kassel im Rahmen einer außerordentlichen Bundesversammlung Beschlüsse der letzten Bundesversammlungen zur Veränderung der Verbandsstruktur um. Um das Ziel zu erreichen, die Doppelstruktur von Jugendverband und Rechtsträger aufzuheben, muss der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) ins Vereinsregister Kassel eingetragen werden. „Aufgabe und Ziel“ sowie die Ordnungen „Kinder und Jugendliche“ und „Erwachsene“ aus der bisherigen Bundesordnung wurden in die Arbeitsund Geschäftsordnungen des Verbandes aufgenommen. Bundesleitung und Bundesrat wurden beauftragt, die weiteren Schritte für die Aufhebung der Doppelstruktur vorzubereiten. Die Bundesvorsitzenden Julia Lumma und Thomas Kramer wurden entlastet. Julia Lumma, Gero Beisel und Thomas Kramer wurden als neuer Bundesvorstand gewählt.
www.pfadfinden-in-deutschland.de
Der Große hilft... VCPer belegt den 3. Platz beim weltweiten WOSM-Fotowettbewerb Essen Olaf Eybe, Fotograf und PR-Redakteur aus Essen gewann den 3. Preis beim „Scout Photo Missions Contest“ in der Sparte „Pfadfinden in der Natur“ mit dem nebenstehenden Bild. Der Fotograf sagt dazu: Hier wird das pfadfinderische Prinzip „Der Große hilft dem Kleinen“ besonders deutlich. Olaf Eybe ist nicht nur Fotograf, sondern auch einer der Leiter des Stammes Eberhard Wittgen in Essen-Überruhr. anp-Leserinnen und Leser erinnern sich an das Titelbild der Ausgabe 02|14 zum Thema Müll. Auch in den VCP- und Ringe-Publikationen rund um das Friedenslicht sorgen Olafs Fotos für Aufmerksamkeit. Ein Porträt von Olaf und eine Auswahl seiner Bilder sind im Blog (vcp.de/pfadfinden) zu finden.
FOTO: OLAF EYBE
Ich bin davon überzeugt, dass ich ohne mein langjähriges Engagement in einem Jugendverband nicht die Persönlichkeit wäre, die ich heute bin. Ich bin zwar nicht bei den Pfadfindern großgeworden, aber in der Evangelischen Jugend. In meiner Heimatgemeinde habe ich – ganz klassisch – als Gruppenstundenteilnehmerin angefangen und war sofort begeistert. Nichts hat mich so entscheidend geprägt wie das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde, beispielsweise als wir in der Elternzeit der Gemeindediakonin die komplette Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde ehrenamtlich aufrecht erhalten haben. Meine zweite Leidenschaft und mein Beruf ist die Politik, ich bin studierte Politologin. In der Jugendverbandsarbeit hat mich am meisten das System der Interessenvertretung interessiert. Und dass man verstehen muss, wie das politische System tickt und wie man Einfluss darauf nehmen kann, um als Jugendverband auch weiterhin gut aufgestellt zu sein. Ich freue mich sehr, dass ich bei den Ringen nun beides miteinander verbinden kann. In meinen ersten Monaten im rdp habe ich mir Zeit genommen, die Verbände und vor allem die zahlreichen aktiven Menschen dort kennenzulernen. Ich habe fast alle Geschäftsstellen besucht und war im August eine Woche lang auf Fahrt zu verschiedenen Lagern. Auch das VCP-Bundeslager hat mich tief beeindruckt und von meinen ersten Nächten in einer Jurte war ich sehr begeistert! Ich hatte viele tolle Begegnungen mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern und habe sogar Nähen gelernt. Hier in Berlin sitze ich zwar eher im Büro, habe aber trotzdem sehr spannende Aufgaben. Ich organisiere beispielsweise die Sitzungen der Jugendpolitischen Kommission des rdp, in der die jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der einzelnen Verbände sich auf eine gemeinsame Linie einigen. Vertreten wird diese Linie dann vor allen Dingen im Deutschen Bundesjugendring, aber auch in anderen Vereinigungen, bei denen wir als Ringe Mitglied sind, wie beispielsweise die Arbeitsge-
Konzentration ist gefragt.
Dieses Bild überzeugte die Jury
RÜCKBLICK
Anne Moll
FOTO: SANDRA GRÜNEWALD
RÜCKBLICK 5
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vcp aus dem Verband
6 RÜCKBLICK
FOTO: ROMAN HEIMHUBER
Der aej-Vorstand Der aej-Vorstand führt die laufenden Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft und vertritt sie gegenüber ihren Mitgliedern und nach außen. Neben dem Vorstand wählte die Mitgliederversammlung drei Rechnungsprüfende. Für die Säule der Werke und Verbände wurde die VCPerin Annette von Stockhausen als Rechnungsprüferin gewählt.
Jan Behrendt
VCPer im aej-Vorstand Jan Behrendt, VCP-Generalsekretär in den Vorstand der aej gewählt
Annette von Stockhausen
Annette von Stockhausen wird Vorsitzende des CPGS Helsinki (Finnland)/Wittenberg Auf der Generalversammlung des CPGS (Council of Protestants in Guiding and Scouting), die Ende Oktober in der Lutherstadt Wittenberg tagte, wurde Annette von Stockhausen (VCP Bayern, Kontingentsleitung für das Jamboree 2015 in Japan und Vertreterin des VCP im CPGS) für die kommenden drei Jahre zur Vorsitzenden gewählt. Zentrale Aufgabe in ihrer Amtszeit wird es sein, einen lebendigen Protestantismus innerhalb der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung weltweit sichtbar zur machen. Dies soll zum einen durch die Gewinnung neuer Mitgliedsverbände für den CPGS, zum anderen durch den intensiven inhaltlichen Austausch der Verbände untereinander verwirklicht werden. Ein Highlight ihrer Amtszeit wird das Reformationsjubiläum 2017 mit dem VCPBundeslager sein.
Thinking Day 2015: Gemeinsam... In dieser Ausgabe findet ihr den Flyer für die Thinking Day Aktion 2015! „Gemeinsam sind wir stark! Durch Partnerschaften können wir Frieden schaffen!“ lautet dieses Mal das Thema. Kassel/Berlin Im Mittelpunkt stehen dabei die Partnerschaften der beteiligten Verbände. Macht euch auf die Reise und lernt die Partnerländer kennen! Ihr findet sie alle im Innenteil des Flyers. Per QR-Code könnt ihr mit einem Spiel, Quiz oder Bastelidee mehr über das jeweilige Land erfahren. Diese Informationen sind so kurz gehalten, dass ihr in einer Gruppenstunde durch alle sieben Länder reisen könnt. Und wie immer gibt es auch nächstes Jahr die Postkartenaktion. Ihr macht sicher mit?! Alle Infos dazu findet ihr auf dem Flyer oder auf der Homepage www. thinkingday.de.
Berlin Die 125. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) tagte vom 20. bis 23. November in Berlin. Dort wählten die Delegierten einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist Landesjugendpfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Bernd Wildermuth. Unser Generalsekretär Jan Behrendt wird als 1. stellvertretender Vorsitzender die evangelischen Werke und Verbände im Vorstand vertreten. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. anp: Zuerst einmal ganz herzlichen Glückwunsch. Kannst du schon abschätzen, ob deine neue Funktion auch auf und in den VCP wirken wird? Jan: Das hoffe ich sehr! Ein großes gemeinsames Thema der aej und des VCP ist beispielsweise das Reformationsjubiläum 2017. Hier hoffe ich, dass VCP und aej voneinander profitieren können. Da werde ich mich sehr aktiv einbringen, denn da passt auch mein persönlicher Hintergrund und meine Erfahrungen im Bereich des Kirchentages dazu. Daneben gibt es natürlich auch einige andere interessante Themen, beispielsweise die geschlechtergerechte Besetzung von Gremien und Leitungsfunktionsbereichen. Wir haben z. B. nur eine Frau im neu gewählten Vorstand und das bei einem elf-köpfigen Vorstand! Das ist heutzutage peinlich und eigentlich nicht vermittelbar. Zum Glück hat die Mitgliederversammlung bereits darauf reagiert und uns einen Arbeitsauftrag mitgegeben. anp: Deine Amtszeit wird drei Jahre betragen. Welche Pläne hast du? Jan: Neben den genannten Themen wünsche ich mir für die aej strukturell eine Weiterentwicklung, damit sie zukunftsfähig bleibt. Es muss gelingen, dass die Teilnahme- und Mitwirkungsmöglichkeiten den Lebensbedingungen von Ehrenamtlichen in der heutigen Zeit angepasst werden. anp: Herzlichen Dank für das Gespräch.
Hilfe! Teddy muss ins Rathaus
Teddys Herz schmerzt Plüschiger Protest gegen Kürzungen in der Jugendarbeit Hannover Mitte Oktober bot sich den Fahrgästen der Hannoveraner Straßenbahnen ein erstaunliches Bild: Hunderte von Teddys, zum Teil verkleidet als Hippies, Punks oder Rocker saßen auf den Sitzplätzen. Die Teddys hielten einen Brief in den Pfoten. Darin baten sie, zum Oberbürgermeister von Hannover gebracht zu werden, um ihm ihre Sorgen wegen geplanter Kürzungen bei der Förderung von Jugendverbänden mitzuteilen. Ein paar Tage vorher war durchgesickert, dass die Stadt die Förderung der hannoverschen Verbände, darunter auch der Pfadfinderinnen und Pfadfinder um die Hälfte kürzen wollte. Die plüschigen Demonstranten baten deshalb die Fahrgäste um Hilfe, weil sie es wegen ihrer „kurzen Beine nicht alleine ins Rathaus schaffen könnten“. In der Nacht zuvor hatten alle Hannoveraner Ratsmitglieder Besuch von Teddys bekommen. Auch sie hatten Briefe dabei, in denen sie berichteten, dass sie gerade von Maßnahmen hannoverscher Jugendverbände kommen. Auf den Zeltlagern und Seminaren, Schulungen, und internationale Begegnungen hätten sie erschreckende Geschichten über Streichungen in der Jugendarbeit gehört. Sie baten dann die Ratsfrauen und Ratsherren, sich dafür einzusetzen, dass keine Mittel in der Jugendarbeit gestrichen werden sollen. Die Teddys wurden in der Stadt sehr freundlich
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RÜCKBLICK/AUSBLICK 7
go.vcp.de/anp1404kongress Frischluftpause für Fabienne und Alexander
Einfach empfehlenswert:
aufgenommen, viele Menschen halfen ihnen dabei, zum Oberbürgermeister zu kommen. Alle hannoverschen Zeitungen und viele aus dem Umland bis nach Bremen und Braunschweig / Wolfsburg haben über den „Teddyprotest in Hannover“ berichtet. Besorgte Eltern starteten eine Online-Petition „Hannover spart seine Jugendarbeit“. Die Teddys haben eine Hotline und eine facebook-Seite („Teddys Herz schmerzt“), mit inzwischen fast 1000 „Likes“ – viel für eine regionale soziale Aktion. Noch heute wird in Hannover gerätselt, wer eigentlich hinter diesem Teddyprotest gestanden hat und steht. Die Teddys selbst schweigen dazu. Am Tag nach der Aktion berieten die hannoverschen Parteien über den Haushalt der Stadt für 2015. Sie beschlossen, das Geld für die Jugendverbände nicht in dem geplanten Umfang zu kürzen. In den Medien wurde das als ganz großer Erfolg gefeiert. Die Teddys trauen dem Frieden noch nicht und sind weiterhin wachsam. Rund vier Wochen später berichteten die hannoverschen Zeitungen, dass der Zweite Bürgermeister fast 100 Teddys in den Flüchtlingsheimen der Stadt an die Kinder dort verteilt hat. So konnten sie noch ein zweites Mal Gutes tun. So sahen es die Teddys. Einige Sozialpolitiker fanden das zwar nett, wiesen aber drauf hin, dass es bestimmt noch andere Sachen gibt, die für Flüchtlinge mindestens genauso wichtig sind wie Teddys. Aber trotzdem: Viele Menschen in Hannover sind sich einig, dass „Teddys Herz schmerzt“ eine kleine Aktion mit einer großen Wirkung war.
FOTO: C. SCHNAUBELT
Prora Fabienne Brucker und Alexander „Paris“ Schrickel, VCP Rheinland-Pfalz/Saar besuchten im September den Jugendkongress Biodiversität in Prora auf Rügen. Veranstalter waren das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Was bedeutet Biodiversität eigentlich? Kurz: die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Damit sie erhalten bleibt, müssen die Lebensbedingungen, also die verschiedenen Ökosysteme erhalten werden. Auf dem Kongress wurde vieles geboten: Bei einer Podiumsdiskussion mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, der Präsidentin des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel und des Generalsekretärs der DBU, Dr. Heinrich Bottermann konnten Fragen zu Landwirtschaft, Naturschutz und Klimawandel gestellt werden. Nachmittags wurden viele Workshops zu Themen wie „Wildnis in Deutschland“, „Global denken – lokal handeln“, oder „Konsum und biologische Vielfalt“ angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten anschließend eigene Projekte vorzustellen oder mit anderen Interessierten neue Projekte entwickeln. Die Bandbreite war groß: Baumpflanzaktionen mit Kindern und Senioren, Dachbegrünung in Städten, Bau von Naturlehrpfaden oder einfach nur Veranstaltungen, bei denen Plastiktüten gegen Stoffbeutel getauscht werden konnten. Die interessantesten Projekte sollten finanziell unterstützt werden. Dazu erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils 35 Euro in Papiermarken, die sie verteilen konnten – insgesamt 6000 Euro, die der Veranstalter zur Verfügung gestellt hatte. Fast alle Projekte wurden gefördert. Neben dem theoretischen Input gab es aber auch Exkursionen, einen Grillabend am Strand, Livemusik und Poetry Slam. Nächstes Jahr im Herbst soll es einen Jugendkongress zum Thema Nachhaltigkeit geben. Fabienne und Alexander sind sicher: Sie werden wieder dabei sein.
Da leuchtet das Friedenslicht
Das Friedenslicht ist unterwegs Ende November hat das Friedenslichtkind, der neunjährige Tizian Ronacher aus Linz, das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Betlehem entzündet. Kassel/Berlin Das Licht wird am Samstag, den 13. Dezember in Wien von Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Ringeverbände abgeholt und weitergereicht. Macht mit: Holt das Friedenslicht ab und verteilt es in eurer Umgebung: Bringt es in die Schule, zu den Nachbarn, zu allen, für die Frieden wichtig ist.
Auf zur Bundesfahrt Hopp auf, merr gehn wannre im Pälzer Wald!“ oder … Allons faire de la marche aux Vosges!” Fremde Sprachen, Natur, Land und Leute kennenlernen auf der VCP-Bundesfahrt 2015! Eine Wanderfahrt in Pfälzer Wald und französischen Nord-Vogesen für Pfadfinderinnen und Pfadfinder und ihre Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter. Bundesfahrt 2015 01. – 15.08.2015 – zehn Tage Wandern und vier Tage Nachlager mit bis zu 300 VCPerinnen und VCPern 17. – 19.04.2015 – Fahrtenschulung Alle Infos sowie die Voranmeldung (bis 31.12.2014) auf bundesfahrt.vcp.de
RÜCKBLICK/AUSBLICK
FOTO: WILLI DUCKSTEIN
der Jugendkongress Biodiversität
go.vcp.de/anp1404fahrt
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8 AUSBLICK
Feuergötter, Tee und Hakenkreuze… Erstaunliches aus japanischen Religionen
Nächstes Jahr fahren 465 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zum Jamboree nach Japan. Eine Reise voller Nervenkitzel. Philipp von Stockhausen aus der Kontingentsleitung war
FOTO: FERDINAND LIEFERT
2004 schon in Japan und hat sich mit japanischen Religionen beschäftigt.
Feuerfest: Kurama no Hi-Matsuni
Es kitzelt ein bisschen in der Wade. Langsam kribbelt es auch im Oberschenkel. Und es breitet sich aus, jetzt kitzelt, zwickt und kribbelt es im ganzen Bein. Ich würde es gerne ausstrecken und nicht mehr im Schneidersitz sitzen müssen, aber das geht nicht. Auf keinen Fall bewegen, wenn die Beine einschlafen, so lautete der Tipp. „Der größte Fehler ist es, wenn du deine Beine bewegst, dann kribbelt, kitzelt und zwickt es nur noch mehr.“ so hat es mir mein Gastgeber gesagt. Tom kommt aus England und lebt schon lange in Japan. Er hat mich zu einer japanischen Teezeremonie eingeladen. Dabei kniet man gemeinsam in einem tradi-
tionell japanisch gestalteten Raum auf dem Fußboden. Ich durfte im Schneidersitz sitzen, das ist schon bequemer als auf den Knien. Der Gastgeber oder die Gastgeberin ist meistens in einen Kimono festlich gekleidet und bereitet für jeden Gast den Tee zu. Ganz langsam und kunstvoll wird jede einzelne Bewegung ausgeführt. Jeder Schritt ist genau festgelegt: Wo die einzelnen Gegenstände, wie die Teeschale, der Löffel für das Teepulver oder der Teebesen stehen, wann welches Gerät benutzt wird und auch, wie es sauber gemacht wird. Das ist sehr schön anzusehen, aber es dauert. Und je länger es dauert, umso mehr schlafen mir
die Beine ein. Zum Glück sind wir nur drei Gäste, so dass die Teezeremonie schon nach etwa einer Stunde zu Ende geht. Ich habe meine Beine nicht ganz still halten können, aber es war auszuhalten. Jetzt wird es schwieriger: Ich muss wieder aufstehen. Langsam gehe ich erst auf alle viere und will mich hinstellen, doch da geben meine Beine einfach nach und ich falle wieder auf den Boden. Aber das war nicht die einzige irritierende Situation. Auf dem Eingang eines buddhistischen Tempels ist ein riesiges Hakenkreuz zu sehen. Oder auf dem Weg zu einem Tempel schaut man auf die
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FOTO: FERDINAND LIEFERT
AUSBLICK 9
Die Swastika ist ursprünglich ein Glückssymbol aus dem Hinduismus.
Feuerfest
Karte und findet überall kleine Hakenkreuze. Wir als Deutsche verbinden Hakenkreuze mit dem Nationalsozialismus. Wenn ihr aber genauer hinschaut, dann entdeckt ihr, dass diese Hakenkreuze sich voneinander unterscheiden. Das Hakenkreuz oder besser die Swastika ist in Japan ein buddhistisches Symbol. In ganz Ostasien taucht sie auf: Ursprünglich ein Glückssymbol aus dem Hinduismus, ist sie mit der Ausbreitung des Buddhismus bis nach Japan gewandert. Swastikas findet man auf Tempeln, an Statuen oder Verzierungen von Gebäuden. Ganz normal für Menschen in Japan, doch wir Deutsche zucken beim Anblick eines Hakenkreuzes zusammen. Doch in Japan gibt es nicht nur den Buddhismus. Die meisten Gläubigen in Japan sind sowohl Buddhisten als auch Shintoisten. Für uns ist das schwer zu begreifen. Sie gehen in einen buddhistischen Tempel, um für ihre Verstorbenen zu beten, und in einen shintoistischen Schrein, um für ihre
Kinder, Erfolg oder eine gute Note zu beten. Stellen wir uns den Buddhismus oft ganz still vor, so wie die Teezeremonie, die durch den Zen-Buddhismus geprägt ist, so lebt der Shintoismus auch besonders von seinen großen Festen, den Matsuri. Bei einem Matsuri wird die Gottheit in einer Sänfte durch die Straßen getragen. Das ist dann nicht ruhig und gemessen, sondern diese Sänfte, die wie ein kleines Haus aussieht, wird geschüttelt und gerüttelt, es wird laut geschrien: „Saireya sairyo“ (Habt ein gutes Fest!) Ein ganz besonderes Fest ist das Kurama no Hi- Matsuri. Es findet jedes Jahr am 22. Oktober in einem kleinen Dorf bei Kyoto statt. Da wird auch die Gottheit durch das Dorf getragen, doch diese Gottheit verteilt ihren Segen auf besondere Weise, denn es ist eine Feuergottheit: Die Holzhäuser werden mit brennenden Fackeln gesegnet. Das geht ganz klein los: Ein einzelner Mann läuft bei Sonnenuntergang durch die Straße mit
einer Fackel, ganz still und leise. Später folgt ihm der Omikoshi, die Sänfte für die Gottheit, die zu ihrem Schrein gebracht wird. Alles ist ganz still, bis die Sonne untergegangen ist. Dann geht das Fest los. Es beginnt mit den Kindern, die mit Fackeln in ihrer Größe durch die Straßen laufen, dann folgen die Jugendlichen mit etwas größeren Fackeln, dann die Frauen und zum Schluss die Männer. Bei den Männern sind die Fackeln dann bis zu 5 m groß und bis zu 80 kg schwer. Sie werden brennend bis zu den Haustüren getragen und jedes Mal habe ich geglaubt, jetzt fängt das Haus Feuer. Doch bisher ist noch nie was passiert. Doch der Nervenkitzel, das Feuer inmitten all der Holzhäuser, der bleibt.
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vcp aus dem Verband
10 HIMMELSLEITER
Helfen ist aufregend | Wir brauchen euch auf dem Kirchentag
von Lisa Prox und Neals Nowitzki
In wenigen Monaten ist es wieder soweit. Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart erwartet über 100.000 Dauerteilnehmende. Das bedeutet Nervenkitzel pur, denn neben den Teilnehmenden reisen auch rund 5.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland an. DIE HELFENDEN kommen nicht nur aus dem VCP, sondern auch aus anderen Pfadfinderbünden und Vereinen, aus der evangelischen Jugend und noch vielen anderen Organisationen. Lange vorher bereiten die Hauptamtlichen in der Geschäftsstelle schon die Absprachen zu den Unterkünften und das Verpflegungskonzept für Helferinnen und Helfer vor. Auch das ist Nervenkitzel: Welche Schule ist die Richtige? Finden alle den Weg? Sind die Klassenzimmer groß genug, um jeder und jedem einen guten Schlafplatz zu bieten? Und verlassen die Helferinnen und Helfer die Schule anschließend wieder ordentlich? Bei der Verpflegung sorgen neben der Menge, den besonderen Wünschen und Unverträglichkeiten
auch der Anspruch, es für alle Geschmäcker lecker und für die Umwelt nachhaltig und ökofair zu gestalten für Spannung. Nervenkitzel gibt es für alle Helfenden dann bei den unterschiedlichen Aufgaben: die Menschenmassen, die alle noch zur Veranstaltung in den Saal wollen, obwohl dieser schon längst überfüllt ist; die Bühne, vor der tausende Menschen rocken, während die Bands ihr Bühnenprogramm spielen; die Prominenz, die von Helferinnen und Helfern empfangen wird; die Hauptstraße, die für einen Abend mitten im Veranstaltungsgebiet liegt und an der Helferinnen und Helfer für die Straßensperre zuständig sind. Der Lohn dafür: ein Lächeln als Dankeschön fürs Helfen und das geniale Gefühl,
die Aufgabe gemeinsam und als Teil der großen Helfergemeinschaft gemeistert zu haben. Natürlich bringen sicher auch die vielen neuen Bekanntschaften mit anderen Helferinnen und Helfern an eurem Einsatzort oder in eurem Quartier den einen oder anderen Nervenkitzel mit sich. Wer weiß, ob und wann man sich wieder sieht und in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen wird. Zur Verwirklichung der Stuttgarter Kirchentagslosung „damit wir klug werden“, die ein Vers aus Psalm 90 ist, tragen die Helferinnen und Helfer mit ihrem langjährigen Wissen und Einsatz einen riesigen Teil bei. Kirchentage sind für alle Teilnehmenden, Helfenden und Mitwirkenden die Chance, sich als Christen in die Gesellschaft einzumischen,
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35. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart 3. – 7. Juni 2015 www.helfen2015.de www.facebook.com/helfenbeimkirchentag E-Mail: helfer@kirchentag.de Telefon: Lisa Prox (BdP): 0711 69949 - 333 – Gruppenhelfer Anna Körner (Pfadfinderschaft Grauer Reiter): 0711 69949 - 332 – Hakas Eva Rathgeber (evangelische Jugend): 0711 69949 - 331 – Einzelhelfer Neals Nowitzki (VCP): 0711 69949 – 330 – Teamleitung Helferdienste
sich dort für die Verbreitung christlicher Werte einzusetzen, die Annäherung der Gläubigen untereinander und die Gleichstellung aller Menschen weltweit zum Thema zu machen. Helferinnen und Helfer setzen dabei durch ihre tätige Toleranz und Hilfsbereitschaft christliche Werte lebhaft um. Mit Fingerspitzengefühl sollen die Veranstaltungen am Puls der Zeit sein, Aktuelles thematisieren, Raum für Diskussion bieten – aber natürlich nicht außer Kontrolle geraten. Wir, die Abteilung Helferdienste, erwarten in den nächsten Monaten nun die Anmeldungen der
Helferinnen und Helfer und hoffen, dass der Nervenkitzel nicht zu lange anhält, schnell wieder 5.000 Helfende zu finden. Darum seid ihr jetzt gefragt: Meldet euch mit euren gruppen, als einzelhelfende oder HaKas wieder zahlreich an. Der VCP stellt seit vielen Kirchentagen das größte Kontingent an Helferinnen und Helfern. Das soll doch so bleiben. Vielleicht werden es sogar mehr als die über 1 300 Helferinnen und Helfer, die zuletzt den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg unterstützten…
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NERVENKITZEL in der Weihnachtsgeschichte des Lukas
Jesu Geburt
von Andreas Witt, Hamburg
NERVENKITZEL STEUERSCHÄTZUNG Was beabsichtigen die Römer mit dieser Steuerschätzung? Was passiert mit den Steuern? Sicher werden sie wieder steigen. Sind die römischen Beamten korrekt oder korrupt? Die Römer sind schließlich Besatzungsmacht – und von Varus, der in der Provinz Syrien von 7/6 v. Chr. bis 5/4 v. Chr. die Interessen des römischen Kaisers vertrat, heißt es: Er betrat als armer Mann das reiche Syrien, und er verließ als reicher Mann das arme Syrien! Dies ist übrigens derselbe Varus, der in der berühmt-berüchtigten Schlacht vom Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. von den Germanen vernichtend geschlagen wurde.
NERVENKITZEL REISEWEG Wir kennen dieses Kribbeln, bevor es endlich losgeht: Was wird uns erwarten? Abenteuer? Probleme? Nazareth, die Heimatstadt von Josef und Maria liegt circa 130 Kilometer Luftlinie von Bethlehem entfernt. Zu Fuß brauchten Maria und Josef dafür rund acht bis zehn Tage. Und unterwegs lauerten viele Gefahren: räuberische Überfälle, aber auch wilde Tiere. Seit dem Jahr 2000 gibt es den circa 160 km langen „Nativity Trail“, einen Wanderweg, der Nazareth und Bethlehem miteinander verbindet. Allerdings folgten bisher nur wenige Pilger den Spuren von Maria und Josef. Da Nazareth in Israel und Bethlehem im Westjordanland/Palästina liegt, führt der Weg nicht nur durch scheinbar unberührte Natur, sondern auch an den Schauplätzen des israelisch-palästinensischen Konflikts wie Kontroll- und Militärstützpunkten entlang. Also: Ähnlich wie damals auch heute eine Nervenkitzel-Route.
Lukas 1.1.
Nervenkitzel: Steuerschätzung
Nervenkitzel: Reiseweg
Nervenkitzel: Schwangerschaft
Nervenkitzel: Geburt Nervenkitzel: Quartiersuche
Nervenkitzel: Engelsvision
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
NERVENKITZEL SCHWANGERSCHAFT Eine junge Frau erfährt, dass sie schwanger ist. Wie wird ein Partner sich verhalten, der wie Josef genau weiß, dass er eigentlich nicht der biologische Vater sein kann? Wie wird die Schwangerschaft ablaufen? Und welches Risiko bedeutet diese Reise für eine hochschwangere Frau?
NERVENKITZEL GEBURT Verläuft die Geburt ohne Komplikationen? Ist das Kind gesund? Für Maria war es die erste Geburt. Damals war die Säuglingssterblichkeit, die heute in Deutschland bei 4-5 von 1000 Säuglingen liegt aufgrund mangelhafter Hygiene, fehlenden medizinischen Kenntnissen und Epidemien erheblich höher Schätzungen gehen von 30 bis 60% aus.
NERVENKITZEL QUARTIERSSUCHE Maria und Josef haben offensichtlich keine Freunde und Verwandte in Bethlehem, bei denen sie unterkommen können. Sie sind Fremde in einer fremden Stadt. Von orientalischer Gastfreundschaft ist hier wenig zu spüren, die Lage von Maria und Josef erinnert eher an die aktuelle Situation von Flüchtlingen, die auch nicht wissen, wo sie unterkommen werden. Auch wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder wissen, wie es sich anfühlt, wenn man bei einem Hajk keinen passenden Schlafplatz findet.
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Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.
Nervenkitzel: Überraschungsbesuch
NERVENKITZEL ÜBERRASCHUNGSBESUCH
Nervenkitzel: Beschneidung
NERVENKITZEL ENGELSVISION Umfragen zufolge glauben in Deutschland rund 40 % der Menschen an Schutzengel. In der Antike war der Glaube an Engel und Dämonen sicher weiter verbreitet. Nach der Erzählung des Lukas müssen die Hirten große Angst gehabt haben, als der Engel des Herrn mit den Worten: „Fürchtet euch nicht!“ zu ihnen trat. Wir können uns vorstellen, wie diese Erscheinung auf sie gewirkt haben mag. Die Hirten diskutieren über das Gesehene und Gehörte. Schließlich beschließen sie, in Bethlehem das Jesuskind zu suchen.
Wer freut sich über unerwarteten Besuch mitten in der Nacht? Maria und Josef und die Hirten kannten sich bestimmt nicht. Auch waren Hirten damals keine besonders angesehene Berufsgruppe, sondern sie standen eher am Rande der Gesellschaft.
NERVENKITZEL BESCHNEIDUNG Die Beschneidung am 8. Tag des Lebens ist auch heutzutage gängige jüdische Praxis. Sie ist die erste große Station im Leben eines männlichen Juden: das sichtbare Zeichen für den Bund, den Gott und Abraham einst geschlossen haben (1. Mose 17.10). Bei der Beschneidung wird das Baby nicht betäubt. Während der Beschneidungsfeier wird auch der Name des Kindes verkündet: Welcher Name ist der richtige für das neugeborenen Kind? Ein moderner Name? Ein alter, traditioneller Name, oder doch vielleicht ein möglichst exotischer? - Der aramäische Name Jeshua (=Jesus) war damals in Israel/Palästina weit verbreitet und bedeutet „Gott hilft/rettet“. Ein Name, der gut zur Weihnachtsgeschichte passt, denn Gott hat offensichtlich Maria und Josef und dem Jesuskind trotz aller widrigen Umstände und brenzligen Situationen stets beigestanden und geholfen.
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Nichts für schwache Nerven
Mit 180 Sachen zurück zur Erde Viele Menschen haben den Traum vom Fliegen. Aber nur wenige können ihn realisieren. Zu ihnen gehören Fallschirmspringer. anp hat einen befragt.
Das Interview führte Marc Forkmann, Mainz-Kastel Fotos: Ulrich Kammertöns und Reinhold Hertel
anp: Hajo, wann hast du dich fürs Fallschirmspringen entschieden? Hajo: Als ich zur Bundeswehr eingezogen wurde, konnte ich meinen Wunsch bei der Musterung angeben. Dem wurde entsprochen und ich kam zu einer Fallschirmspringereinheit. Diesen Sport betreibe ich heute zivil weiter. anp: Wie war deine Ausbildung bei der Bundeswehr? Hajo: Zunächst muss man wissen, dass die Fallschirme bei der Bundeswehr anders
sind als beim zivilen Sport. Sie haben eine Rundkappe und werden beim Sprung vom Flugzeug ausgelöst. Reißleine heißt das im Volksmund. Wir hatten zwei Wochen lang umfangreiche Bodenübungen und dann ging es ins Flugzeug. anp: Wie wird heute zivil ausgebildet? Hajo: Als Sprungschüler wird man von zwei Lehrern begleitet. Sie halten dich beim Sprung fest, stabilisieren dich und führen dich in die Haltung, wie du fallen sollst. Dazu kommen theoretische und
praktische Prüfungen. Wer alles bestanden hat, bekommt eine Lizenz ausgestellt, die mittlerweile ein Leben lang gültig ist. anp: Wie war dein erster Sprung alleine? Hajo: Der fand bei der Bundeswehr statt. Dank der intensiven Ausbildung war ich so gedrillt, dass alles automatisch ablief. anp: Welche Vorbereitungen sind vor jedem Sprung notwendig? Hajo: Das Prüfen eines Fallschirms ist nicht so kompliziert, wie sich manche vorstel-
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len. Es gibt keine Checklisten und wer will kann professionellen Packern vertrauen. Ich packe meinen Hauptschirm selbst. Anschließend ziehe ich mein Equipment an und steige ins Flugzeug. anp: Was kostet ein Fallschirm? Hajo: Der Hauptschirm kostet um die 1.500 bis 2.000 €. Dazu kommt noch ein Reservefallschirm, der um die 1.000 bis 1.500 € kostet. Ich habe noch einen Öffnungsautomaten dabei, der etwa 1.200 € kostet. Zum Schluss kommt noch das „Gurtzeug“ – also die Verpackung … im Wert von 2.000 €.
anp: Aus welcher Höhe springt ihr und wie kalt ist es da oben? Hajo: Die reguläre Absprunghöhe beträgt 4.000 Meter. Im Winter kann es dort unangenehm werden, -24°C oder noch weniger. Im Sommer ist es angenehm. anp: Gibt es Kleidervorschriften? Hajo: Nein. Aber eine Grundausstattung aus Kopfschutz, Augenschutz und feste Schuhe sollte man haben. anp: Woher weißt du, wann der Schirm geöffnet werden muss? Hajo: Im Kopfschutz befindet sich ein Höhenmesser. Dieser fängt in einer Höhe von 1.000 bis 800 Meter an zu piepen. Ferner trage ich am Armgelenk einen weiteren Höhenmesser.
anp: Wie muss das Wetter sein? Hajo: Als normale Teilnehmer am Luftverkehr sind wir an den gesetzlich vorgeschriebenen Sichtflugbedingungen gebunden. Daher brauchen wir größtenteils wolkenfreien Himmel für eine uneingeschränkte Sicht. Dies gilt auch für Flugzeugführer.
anp: Wie fühlt sich der freier Fall und der anschließende Gleitflug an? Hajo: Der freie Fall ist wie wenn du auf einem Luftpolster liegst...
anp: Sieht man euch auf einem Radar? Hajo: Nein wir sind auf einem Radar unsichtbar. Daher muss man vor einem Sprung sich umschauen. anp: Sind eure Sprunggebiete ausgewiesen? Hajo: Die Sprungplätze sind auf den Luftfahrerkarten ausgewiesen. Die Flugzeugführer wissen das.
anp: ...als würde man gegen starken Wind laufen? Hajo: Ja... aber es gibt nichts vergleichbares, was am Boden stattfindet. Du kannst auch mit Armen und Beinen steuern und somit deine Freifallposition verändern. Man kann nach links oder nach rechts drehen, vorwärts und rückwärts fahren, seitwärts schieben und seine
Fallgeschwindigkeit anpassen. anp: Der Gleitflug? Er ist ruhiger? Hajo: Ja, ich hänge wie eine Marionette an Gurten und steuere den Schirm. anp: Welche Geschwindigkeiten werden erreicht? Hajo: Im freien Fall um 180 Stundenkilometer. Am Schirm beträgt die Sinkgeschwindigkeit je nach Typ um die fünf bis sechs Meter pro Sekunde. Flächenfallschirme sind noch langsamer. anp: Wie orientierst du dich in der Luft? Hajo: Vor dem Absprung muss ich nach Bodenmarken schauen. Bei Windstille springe ich direkt über den Sprungplatz ab. Weht Wind, muss ich diesen einberechnen, da ich ansonsten abgetrieben werde. Mit der Zeit kennt man die Plätze und ich weiß, woran ich mich orientiere. anp: Schon mal verflogen? Hajo: Ja. Wenn man den Wind falsch kalkuliert hat, kann es mal schon vorkommen, dass man nicht am vorgesehenen Ort landet. Ich versuche irgendwo auf einer freien Wiese oder freiem Gelände zu landen. anp: Wie kommst du dann nach Hause? Hajo: Zu Fuß... Normalerweise bekommen
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Was bedeutet Nervenkitzel? àà
die Leute am Sprungplatz das mit und schicken ein Auto los. anp: Das ist nicht weit weg? Hajo: Nein, lass das mal einen oder zwei Kilometer sein. anp: Hattest du schon mal eine kritische Situation? Hajo: Ja, ich musste ein paar Mal den Reservefallschirm ziehen. anp: Warum? Hajo: Es könnte ein Packfehler sein oder einfach nur Pech. Gelegentlich öffnet sich der Hauptschirm nur teilweise, eine Leine reißt durch Überbeanspruchung oder eine Leine hat sich mit dem Schirm verwickelt. Dann ist dieser nicht mehr steuerbar und ich muss Reserve ziehen. anp: Der Hauptschirm ist praktisch weg? Hajo: Den trenne ich vom Gurtzeug und lass mich ein paar Meter durchfallen. Dann ziehe ich den Reserveschirm. Der zeitliche Abstand ist deshalb wichtig, damit sich der Hauptschirm und der Reserveschirm nicht ineinander verheddern. anp: Danke fürs Gespräch. Danke an den Fallschirmsport Marl e. V. für den Support. Weitere Infos gibt es unter www.fallschirmsport-marl.de
Die Definition im Duden lautet: „mit angenehmen Gefühlen verbundene Erregung der Nerven durch die Gefährlichkeit, Spannung einer Situation“. Nervenkitzel bedeutet also: Man begibt sich also absichtlich in Gefahr, um hinterher positive Gefühle zu erfahren. Wie lässt sich sonst der Erfolg von Geisterbahnen, Freifalltürmen und Achterbahnen auf Rummelplätzen erklären?
von Verena Kunberger, Stuttgart
Kinder erleben Nervenkitzel recht häufig. Das Stück Wald, das sie durchqueren müssen, die Sportstunde, die sie vielleicht hassen, der riesige kläffende Nachbarhund, an dem sie vorbeigehen müssen – viele Ängste müssen überwunden und Situationen überstanden werden, vor denen sie Angst haben. Mutproben gehören zur Kindheit dazu, denn dadurch lernen Kinder mit ihren Ängsten umzugehen und ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Je älter wir werden, desto besser wir uns und unsere Umwelt kennen, desto weniger Dinge machen uns Angst. Trotzdem möchten wir uns beweisen und Mut zeigen. Manche gehen dafür zum Bungee- oder Fallschirmspringen. Der kurze Kick lässt einen für einen Moment spüren, dass das Leben endlich ist und nur an einem Gummiseil hängt. Doch auch andere Extremsituationen fordern unseren Nerven alles ab. Ein Hajk beispielweise fordert uns in Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen heraus. Auf halber Strecke möchten wir vielleicht auch mal aufgeben, aber wir quälen uns weiter bis zum Ziel. Am Ende werden wir jedoch nicht mit nur mit Endorphinen und Adrenalin belohnt, sondern mit einer Erfahrung, auf die wir stolz sein können.
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Leiden kann Laune machen: Pain Pong Von Sandra Grünewald, Berlin
Im Computerspielemuseum in Berlin steht ein großer Kasten mit einem Warnschild: „Spiel ab 18 Jahren. Vor Gebrauch mit dem Museumspersonal sprechen.“ Man sieht immer ein paar Kinder an diesem Kasten vorbeischleichen – solange, bis sich zwei Spieler gefunden haben, die sich gegenüber hinstellen und auf zwei eingelassene Bildschirme starren. Die rechte Hand bedient einen runden Knopf, der sich um 360° drehen lässt. Die linke Hand liegt auf einem Metallknopf. Sofern beide Spieler die linke Hand auf den Knopf gelegt haben, geht es los. Was man tun muss? Simples Balkenverschieben mit dem runden Knopf, so dass ein Ball zum Gegner herübergespielt wird. Und bloß nicht den Ball verfehlen, sonst gibt es einen Punkt für den Gegner. Klingt einfach, ist es auch – bis dann kleine Quadrate auf dem Bildschirm auftauchen. Sie beinhalten drei verschiedene Symbole: eine Flamme, einen Blitz und einen dunklen Stab. Zunächst trifft der erste Spieler die Flamme, unter seiner linken Hand wird es rot und warm. Unangenehm. Der AdrenalinSpiegel steigt. Was wird bei den anderen Symbolen passieren? Das einfache Pong-Spiel scheint gar nicht mehr so simpel. Und schon trifft der Ball das Quadrat mit dem Blitz. Der Gegenspieler spürt ein leichtes elektrisches Kribbeln in der linken Hand – aber
nicht schlimm genug, um sie vom Metallknopf wegzuziehen. Je öfter die Quadrate getroffen werden, desto stärker wird die linke Hand malträtiert. Der Nervenkitzel wird stärker. Soll man lachen, schreien oder sich weiter konzentrieren? Und wofür steht denn nun dieser schwarze Stab? Der taucht jetzt im Spiel auf. Die Verlockung ist zu groß und ein Spieler spielt das Quadrat an. Ein kleines Gummiband löst sich und klatscht mit Wucht auf den linken Handrücken des Spielers. Er schreckt auf, nimmt aber die linke Hand nicht weg. Wer lässt sich schon von einer Peitsche das Spielvergnügen nehmen? Konzentration ist gefragt und dieses Kribbeln im Bauch macht es nur noch aufregender. Beide Spieler schauen gebannt auf die Bildschirme und bewegen ihre Knöpfe. Je länger das Spiel dauert, desto mehr Quadrate tauchen auf den Bildschirmen auf. Und da passiert es! Der Ball trifft alle drei Quadrate auf einmal. Unter der linken Hand wird es schlagartig heiß, das elektrische Kribbeln ist zu stark und die Peitsche haut mit voller Wucht auf den Handrücken. Jetzt sind die Reflexe stärker als der Willen zu gewinnen – die linke Hand zuckt vom Metallknopf und … Game over! Verloren. Doch was sind schon Computerspiele ohne Revanche. Und so laufen die meisten Leute zwar mit ein paar blauen Flecken auf den Händen aus dem Museum heraus, aber grinsen über beide Ohren...
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Lachen und leiden – bist du kitzelig?
FOTO: CAROLINE HOLSTEIN
von Sandra Grünewald, Berlin
Ist das lustig oder lästig? Kitzelig zu sein ist eine echte Strafe.
Früher habe ich Kampfsport trainiert und eigentlich dachte ich, dass ich mich gut verteidigen könne. Doch bei meinen Gruppenkids war ich wehrlos. Sobald sie sich auf mich stürzten, mir in die Seiten und in die Kniekehlen griffen und kitzelten, konnte ich nur noch lachen. Manchmal wurde ich sogar so nervös, dass ich schon loslachen musste, bevor sie überhaupt anfingen, mich zu kitzeln. Für mich war schnell klar, dass sich das ändern muss. Doch wie soll das funktionieren?! Vielleicht kann man sich immunisieren, wenn man sich selbst kitzelt? Das klappt leider nicht, dabei bleibt der Lachreflex aus. Grund: Das Kleinhirn ist beim Selbstkitzeln weniger aktiv als wenn man von anderen gekitzelt wird. Schon Aristoteles und Darwin beschäftigten sich mit diesem Phänomen. Die Menschen lernten schnell, dass Kitzeln nicht nur lustig ist, sondern auch richtig schmerzen kann. Aus diesem Grund wurde Kitzeln bis ins Mittelalter als Foltermittel eingesetzt, denn nach längerem Kitzelreiz kommen zum Lachen- und Bewegungsre-
flex Lungen- und Muskelschmerzen hinzu. Zur Demütigung wurden Menschen auf Marktplätzen am Pranger festgebunden und mit einer bestimmten Apparatur konnten Passanten deren nackte Füße kitzeln. Im 30-jährigen Krieg wurde das „Kitzelfoltern“ perfektioniert. Die Füße des Opfers wurden mit Salz eingerieben und eine Ziege leckte die Füße ab. Ähnliche Foltermethoden wurden während des II. Weltkrieges von den Nazis genutzt. Warum sind manche Menschen kitzelig und andere nicht? Dazu hat die Wissenschaft noch keine Antwort gefunden. Allerdings empfinden die meisten es nur witzig, von Freunden oder Familienmitgliedern gekitzelt zu werden. Von Fremden lässt man sich nicht kitzeln – das wäre übergriffig oder sogar ein Angriff. Bleibt also nur eins übrig: Kitzeln ist eine gesellschaftliche Interaktion. Als Gruppenleiterin muss ich sie über sich ergehen zu lassen und meinen Gruppenkindern ihren Spaß lassen. Die Gruppenstunde geht ja auch wieder vorbei.
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von Hanno Terbuyken, Frankfurt
FOTO: PETER BRÜMMER
Noch kein Geschenk gefunden?
Eilig durch die Läden streifen, panisch in Regale greifen. Suche hier jetzt schon seit Stunden, leider wieder nichts gefunden. Drehe immer gleiche Runden, Füße sind total zerschunden, der Kopf ist leer, die Liste voll – Weihnachtseinkauf, ach wie toll!
Endlich!
Da ist es! Das wollte sie doch schon immer haben. Von diesem Buch hat sie schon im Juli geschwärmt. Aber... wirklich? Ein Buch? Ist das nicht viel zu langweilig? Sollte es nicht lieber was besonderes sein zu Weihnachten? Handgestrickte Wandersocken aus Merinowolle vielleicht. Aber bis Weihnachten lerne ich nicht mehr stricken. Also doch das Buch. Oder doch nicht? Gehe ich doch nochmal im anderen Laden gucken, suche ich doch nochmal in einer anderen Kategorie auf Amazon? Eigentlich machen wir uns viel zu viele Gedanken um Geschenke. Dem Nervenkitzel „Ich hab noch kein Geschenk!“ folgt die Euphorie des „Ich habe eins gefunden!“, und dann
am Heiligabend die adrenalingeladene Frage: Gefällt meinem Freund, meiner Freundin, meinen Eltern das Geschenk auch wirklich? Gute Geschenke zu finden kann furchtbar stressig sein. Andererseits: Ein gutes Geschenk zu finden kann richtig fröhlich stimmen. Dabei ist es am Ende nicht das Geschenk selbst, das für die Freude am Auspacken sorgt. Mindestens genauso schön ist, dass da jemand ganz lange an einen anderen Menschen gedacht hat. Es muss kein großes, teures oder besonderes Geschenk sein, solange es mit Liebe ausgesucht und geschenkt wird.
Endlich ein Geschenk entdeckt, dass in mir die Freude weckt, es mit Liebe einzuschnüren und mit Schleife zu verzieren. Dieses Ding, wie klein auch immer, wird schon bald im Weihnachtszimmer ausgepackt ein Lächeln zaubern. Und ob‘s sich dann noch reimt, ist auch egal. :-)
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Mit einem Bein im Knast? Der Nervenkitzel Gruppenleitung Ohne ehrenamtliche Gruppenleitungen wäre Pfadfinden im VCP nicht möglich. Eine Gruppe zu leiten ist eine tolle Aufgabe. Man kann aber auch in ziemlich unangenehme Situationen kommen. Wir haben einige Fälle konstruiert und Oliver Kiel, Jugendrichter in Wiesbaden* und Stammesführer des Stammes Eldar in Pfungstadt, Hessen gefragt. FOTO: ROMAN HEIMHUBER
Ich, 18-jährige Gruppenleiterin unternehme eine Wochenendfahrt mit meiner Gruppe von vier 13-jährigen Jungen. Morgens liegen zwei Jungs mit einer Alkoholvergiftung im Schlafsack, sie haben nachts zu zweit eine Flasche Wodka getrunken. Ich muss den Krankenwagen rufen. Wieder zuhause machen mir die Eltern schwere Vorwürfe, dass ich meiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen wäre. Ein Vater will mich sogar anzeigen, weil ich die Rucksäcke der Jungs nicht auf Alkohol untersucht habe. Er sagte, mit so was müsse ich bei Jungs in diesem Alter rechnen. Stimmt das? Olli: Als Gruppenleiter habe die Aufsichtspflicht über meine Sipplinge. Das heißt, ich muss nach besten Kräften dafür sorgen, dass die Kinder keinen Schaden nehmen und anderen keinen Schaden zufügen. Eine Gruppenleiterin muss aber nur dann damit rechnen, dass Kinder Alkohol mitbringen, wenn sie vorher entsprechende Hinweise hatte (z. B. Mitbringen von Alkohol zu früheren Fahrten). Die Rucksäcke von Kindern darf man ohne konkrete Hinweise jedenfalls nicht durchsuchen! Andererseits muss sich die Gruppenleiterin hier auch fragen lassen, wie es dazu kommen konnte, dass zwei Kinder eine ganze Flasche Wodka trinken, ohne dass sie es merkt. Da könnte eine Aufsichtspflichtverletzung schon in Betracht kommen.
Auf dem Kirchentag hat ein 16-jähriger aus meiner Gruppe ein gleichaltriges Mädchen geschwängert. Das Mädchen möchte das Kind bekommen. Ihre Eltern fordern mich als volljährigen Gruppenleiter auf, Unterhalt für das Kind zu bezahlen. Können sie das? Bin ich verantwortlich? Olli: Zur Aufsichtspflicht eines Gruppenleiters während einer Freizeit (wie der Teilnahme am Kirchentag) gehört auch, sexuelle Handlungen der ihm anvertrauten Minderjährigen und insbesondere Schwangerschaften zu verhindern. Meiner Aufsichtspflicht als Gruppenleiter genüge ich aber schon dann, wenn ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Thema bespreche, Verhaltensregeln aufstelle und deren Einhaltung in angemessenem Rahmen überwache. Ein Gruppenleiter muss nicht unbedingt immer mit jedem 16-jährigen Teilnehmer seiner Gruppe auf dem Kirchentag Sichtkontakt haben. Wenn man aber merkt, dass sich während der Freizeit zwischen zwei Personen eine Beziehung oder gar ein intimes Verhältnis „anbahnt“, muss der Gruppenleiter handeln!
Auf einem Hajk kommen wir an einer Pferdeweide vorbei. Meine 12-jährigen Mädels sind völlig pferdeverrückt und gehen auf die Weide, trotz meines Verbotes. Eine vergisst, den Strom am Weidezaun wieder anzustellen. Die Pferde büchsen aus. Dabei beschädigen sie mehrere Autos, der finanzielle Schaden ist enorm. Die Eltern des Mädchens weigern sich, die Haftpflichtversicherung in Anspruch zu nehmen und fordern mich auf, den Schaden zu bezahlen, da ich meine Aufsichtspflicht verletzt hätte. Stimmt das? Olli: Hier hat sich der Gruppenleiter leider wirklich sehr ungeschickt verhalten. Jedem Gruppenleiter muss es möglich sein, während eines Hajks das Verbot, ein bestimmtes Grundstück zu betreten, auch durchzusetzen. Sonst sollte er nicht mit den Kindern hajken gehen. Wenn es aus irgendwelchen Gründen doch zum Betreten der Weide gekommen ist, muss er sich davon überzeugen, dass diese wieder genauso gut gesichert ist wie zuvor. Der Gruppenleiter haftet für den Schaden, eventuell zusammen mit dem Mädchen, das den Strom am Weidezaun nicht wieder eingeschaltet hat.
*ab 1. Januar 2015: Zivilrichter in Darmstadt
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Buchtipp: Aufsichtspflicht, Haftung, Versicherung für Jugendgruppenleiter Ratgeber für Jugendorganisationen und Eltern; Richtig handeln, wenn etwas passiert. 6. Aktualisierte Auflage, Walhalla Fachverlag, Regensburg, 2014
àà Weitere Informationen auf Seite 32 in diesem Heft. Bei so braven Gruppenkindern kann natürlich nichts passieren. Aber was wäre, wenn...
Drei Rover nehmen beim Bundeslager (ohne ihren Gruppenleiter) gemeinsam an einem Ausflug teil. Unterwegs klauen sie in einem Supermarkt Zigaretten. Hat der Gruppenleiter seine Aufsichtspflicht verletzt? Olli: Es ist nicht jedes Mal eine Aufsichtspflichtverletzung, wenn „etwas passiert.“ Wenn der Gruppenleiter die Rover schon lange kennt, sie sich ansonsten immer besonnen und richtig verhalten haben und auf sonst keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten bestehen, darf er sie auch „alleine“ an einem Ausflug teilnehmen lassen. Wenn dann wider Erwarten doch etwas passiert, muss der Gruppenleiter nicht haften. Hinweis: Diese Fallbeispiele sind grob vereinfacht und mit meinen Anmerkungen greife ich aus der eigentlich erforderlichen rechtlichen Würdigung nur einige Stichpunkte auf, um die Problemkreise zu verdeutlichen. Eine umfassende Gruppenleiterschulung insbesondere zum Thema Aufsichtspflicht sollte sich jede Gruppenleiterin und jeder Gruppenleiter „gönnen“, um sich in der täglichen Arbeit „rechtlich sicher“ bewegen zu können! Bei konkreten Problemen sollte man fachliche Hilfe von Spezialisten (Rechtsanwälte) in Anspruch nehmen. Zudem empfiehlt sich der vorsorgliche Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.
Sturm auf dem Landeslager: Bei einem Gewitter ist der Gruppenleiter draußen unterwegs, um die Zelte zu sichern. Währenddessen wird der Schlafsack eines Gruppenkindes nass, das sagt aber nichts. Das Kind kühlt aus. Als der Gruppenleiter nach dem Gewitter drei Stunden später nach den Kindern sieht, bemerkt er den nassen Schlafsack und gibt dem Kind seinen eigenen, noch trockenen Schlafsack. Trotzdem trägt das Kind eine schlimme Erkältung mit Fieber davon. Hat der Gruppenleiter sich haftbar gemacht? Olli: Der Gruppenleiter hat alles richtig gemacht: Er war unterwegs, um die Zelte zu sichern und um zu verhindern, dass alle Kinder nass werden. Dass das Kind mit dem nassen Schlafsack sich nicht meldet, damit musste der Gruppenleiter nicht rechnen. Als er dann nach dem Sturm nach den Kindern schaute, hat er sofort alles Erforderliche veranlasst, um das Kind zu versorgen. Auch wenn es dann zu einer Erkrankung kommt, haftet der Gruppenleiter nicht.
Überfall auf dem Lagerplatz: Während eines Sippenlagers will sich eine andere Pfadfindergruppe, die auf einem weiter entfernt liegenden Zeltplatz lagert, einen Spaß machen und nachts die Kohte über den Köpfen der Sippe abbauen und mitnehmen. Bei der Aktion rutscht einem der „Angreifer“ die Zweibockstange aus der Hand, der Bock fällt auf ein schlafendes Gruppenkind, das am Kopf eine Platzwunde erleidet. Weil der Gruppenleiter nachts nicht weiß, wie er ärztliche Hilfe erreichen kann, verschiebt er das auf den nächsten Tag. Durch die Verzögerung verheilt die Wunde nicht folgenlos. Es bleibt eine Narbe zurück. Die Eltern des Kindes meinen, der Gruppenleiter hätte nachts Wachen aufstellen und sofort nach der Verletzung ein Krankenhaus aufsuchen müssen. Sie verlangen Schmerzensgeld für das verletzte Kind. Zu Recht? Olli: Hier muss man unterscheiden: Nicht vorwerfen kann man dem Gruppenleiter, dass er keine Nachtwachen aufgestellt hat. Mit einem nächtlichen Überfall und derartigen Folgen konnte er nicht rechnen. Anders sieht es mit der verzögerten ärztlichen Behandlung aus. Bei einer solchen Verletzung hätte er sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Soweit durch die zeitliche Verzögerung ein Schaden eingetreten ist, muss der Gruppenleiter dafür haften.
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Die Dunkelheit taucht die Umgebung in finstere Farben. Bäume werden zu großen Schatten. Es knackt im Geäst: Flattern, Knirschen, ein Fiepen. Mit der Finsternis kommen der Hunger und die Müdigkeit, Erschöpfung macht sich breit. Ein geeigneter Lagerplatz wird im Wald gesucht. Doch wo soll die Kohte am besten aufgebaut werden? Am Wegesrand oder lieber tiefer im Dickicht? „Wir zelten schwarz“. Das Risiko, erwischt und mit lauten Vorwürfen eines Jägers oder Försters vom Platz verjagt zu werden, ist ein ständiger Begleiter.
Wir zelten schwarz... Pfadfinden ist einfach aufregend.
Von Ricarda Rattay, Lüneburg
FAST JEDE PFADFINDERISCHE AKTIVITÄT IST MIT NERVENKITZEL VERBUNDEN. Pfadfinden bedeutet Herausforderung, an seine eigenen Grenzen kommen. Sich selbst unbequemen Erfahrungen stellen und im Nachhinein stolz darauf zu sein, sie gemeistert zu haben. Während einige die Kohte aufbauen, macht sich einer in der Dunkelheit auf die Suche nach Feuerholz und muss sich dafür von der Gruppe entfernen. Zwei andere machen sich auf den Weg, um nach Wasser zu suchen oder zu fragen. Von ihnen ist die warme Mahlzeit am Abend abhängig, deshalb hoffen alle auf eine erfolgreiche Wassersuche. Während in der Ferne ein Gewitter aufzieht, kommt die Gruppe wieder zusammen, versucht mit
feuchtem Holz ein Feuer zu entfachen. Es ist kalt, die Laune am Tiefpunkt. Der Sturm nähert sich, die Pfadis ziehen sich in die Kohte zurück und hören dem dumpfen Donnern zu, während sie hoffen, dass das Zelt den Regen erfolgreich abhält und kein Blitz einschlägt.
NICHT NUR AUF FAHRTEN BEGLEITET PFADFINDERINNEN UND PFADFINDER DIE UNGEWISSHEIT, WAS PASSIEREN WIRD. Ein junger Gruppenleiter, der vor seinem ersten Heimabend steht, wird gewiss gespannt sein, ob er die neuen Kinder begeistern und sein Programm einwandfrei umsetzen kann. Nervenkitzel bedeutet aber auch Stress, beispielsweise mit einer großen Gruppe am Freitag zur Haupt-
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FOTO: JAN-HENDRIK HELM
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ZURÜCK ZU UNSERER GRUPPE:
FOTO: ROMAN HEIMHUBER
verkehrszeit quer durch das Land Zug zu fahren und zu hoffen, dass niemand verloren geht…
ES ERFORDERT MUT, PFADI ZU SEIN. Sich an die Seile der Jurte zu hängen, damit das Zelt im Sturmgebraus nicht davon fliegt. Trotz Erschöpfung das Geröllfeld hinunter zu klettern, weil dies der kürzeste Weg ist. Im Kletterpark die Höhenangst zu bezwingen, vor dem Stammesrat ein Anliegen hervorzubringen, sich dem Lampenfieber vor dem Auftritt bei einem Singewettstreit zu stellen. Dies sind kleinere und größere Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen – denn im Nachhinein können wir stolz darauf sein, diese gemeistert zu haben.
Nach der stürmischen Nacht wärmen die ersten Sonnenstrahlen die schwarzen Zeltbahnen auf. Die Pfadis erwachen nach und nach. Geschwind werden die Sachen zusammen gesammelt. Ohne einen Hinweis auf ihre Übernachtung zu hinterlassen, verlassen sie den Platz und machen sich auf den Weg. Nach ihrer Fahrt werden sie ihren Freunden und Familien eine Menge zu erzählen haben. Wie sich einer den Knöchel verletzte und die anderen sein Gepäck über ein weites Stück trugen. Von der Nacht, in der sie in den See sprangen und die Sternschnuppen vom Wasser aus zählten. Wie eine Gruppe lauter Jugendlicher an einem anderen Abend auf dem Parkplatz eine große Feier veranstaltete und sie die Kohte abbauen und zu einem ruhigeren Ort weiter wandern mussten. Von der Kuhherde, die neugierig am Zelt herum knabberte und es beinahe umwarf. Oder wie sie von netten Dorfbewohnern zum Essen eingeladen wurden und bei ihnen im Wohnzimmer schlafen durften.
DIE MÜNZE ENTSCHEIDET ALLES Andere Pfadfinderinnen und Pfadfinder eroberten mit der Brigantine „Falado von Rhodos“ die Meere, paddelten mit Kajaks durch einen Industriehafen an Containerschiffen vorbei, schmuggelten das Friedenslicht über weite Strecken in der Deutschen Bahn oder machten sämtliche Entscheidungen auf einer Fahrt von dem Zufallswurf einer Münze abhängig. Sie waren bei Räumungsaktionen großer Zeltlager dabei, übernahmen erste Aufgaben in der Gruppe oder im Stamm, trauten sich alleine ohne Gruppenleitung in eine andere Stadt zu fahren und dort im Pfadfinderheim zu übernachten.
NERVENKITZEL – GEHÖRT EINFACH ZUM PFADFINDEN. Er macht nicht nur Veranstaltungen zu etwas Besonderen, an die man sich noch lange erinnern wird. Er stärkt uns, unsere Fähigkeiten und den Gruppenzusammenhalt. Schließlich schweißen solche Erfahrungen zusammen. Er lässt uns mutig sein, indem wir uns zum Beispiel trauen, jemanden um Hilfe zu bitten oder unsere Unterstützung anzubieten. Trotz all dieser aufregenden Erlebnisse und Momente, die nicht immer nur toll sind, stellen wir uns weiteren Abenteuern. Nie wissend, was als Nächstes passieren wird.
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ILLUSTRATION: FREEPIK.COM
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WITZE
Essen zwei Kannibalen einen Clow n. Sagt der Eine: „Der schmeckt abe r komisch.“ ss du nett, da t h ic n t. ber ckt has s war a sgestre ah: „Da u r a a r S e r g u un az r, Oma. en die Z Die Om , lass nu rade eb h e c g A n „ r : r rah !“ dem He ht!“ Sa s gerne sich nic t r ö h r hat da e e D . t z Das g r Hausa r unser Das wa „... se hr dun kel di seehh e and hhr du ere Se n ite ist k e l“ „Sei s , till, Yo d a, und Toast! iss dei “ nen
Fragt die eine Gans eine andere: „Glaubst du an ein Leben nach Weihnachten?“
GRUPPENSTUN DEN IDEEN • Besuch einer Süßwarenfabrik • Probiert ungewöhnliche Geschmackskombinationen aus. • Plätzchen backen • Gewürze nach Geruch erkennen • Veranstaltet ein Dinner im Dunkeln.
ZITATE
Der W eise ab er ent bei de scheid r Wah et sich l d e r S für die peisen größe n icht re Mas für de se, son n Woh dern lgesch mack.
Warum rülpset und furzet ihr nich
t, cket?
hat es euch etwa nicht geschme
Martin Luther
Epikur
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ahren kse Skif e K i e w z Gehen lt es ... erbröse z einen
ist vorübergeAber kein Genuss druck, den er hend, denn der Ein nd. hinterlässt, ist bleibe Johann Wolfgang von
Goethe
er, er darüb s t h ic n ie g ihm aus, d „Es gin n Schm e d je oft er ihn leert‘ ber, so ü m s.“ n ih darau ginge trank Augen e,
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1 Eine Empfindung beim Essen, 9
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die bei jedem Menschen unterschiedlich ist 2 Ein asiatisches, oftmals gelbes, Gericht 3 Was ist die Zunge? 4 Ein anderes Wort für Nachtisch 5 Ein anderes Wort für gutes Essen oder Festessen 6 Der fünfte Geschmackssinn für würzig 7 In der Adventszeit wird dieses Obst gerne mit Rosinen, Nüssen oder Marzipan gefüllt im Ofen gebacken. 8 Sie ist wichtig, damit du überhaupt schmecken kannst.
9 Das traditionelle Pfadfindergetränk 1 0 Eine grüne, sehr scharfe Paste aus Japan 11 Ein rotes paprikaähnliches Gewürz, nur viel schärfer 1 2 Ein bestimmter Duft oder Geschmacksstoff; beim Backen wird er in Form von Vanille oder Bittermandel dazugegeben. 1 3 Keine Weihnachtsgans ohne... 1 4 Sie sind die Verbindung von deiner Zunge zum Gehirn, damit du weißt was du schmeckst. 1 5 Eine Abkürzung für die Universität von Iowa (USA)
1 6 Ein braunes Gewürz, das in der Weihnachtszeit oft genutzt wird. Es gibt es auch in Stangenform. Umlaute wie ä, ü, ö werden im Kreuzworträtsel als ae, ue und oe geschrieben. Das Lösungswort des Kreuzworträtsels aus anp 03|14 war Kegelfeuer! Gewinnerin und Gewinner waren Marie Gottschall und Noah Dörr – Herzlichen Glückwunsch :-)
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REZEPTE
DE OKOLA H C S E ICH WÖHNL E G R E AUSS
VERRÜCKTES HUHN MIT COLA
(z. B. rten Kuvertüre rschiedene So Ve : st ch ne au br Du üre), verschiede , weiße Kuvert er tt bi rt Za h, Vollmilc , Basilikum, r, Curry, Vanille fe ef Pf r te ro itGewürze (z. B. nz klein geschn ete Früchte, ga kn oc tr ge , z) Meersal blumenöl mfolie, Sonnen ten, Aluminiu
Du brauchst: 30
0 g Hähnchenb rustfilet, 3 EL Margariikaschote, 1 ge lb e Paprikaschot Champignons, e, 250g 1 kleine Stange Porree, 250 m 200 g Ketchup l Cola, ne, 1 rote Papr
So geht’s: Zuerst das Flei
mer So geht’s: Kuvertüre (im e zerkleinerte di du t ilz hm stellst Zuerst sc . Das heißt, du im Wasserbad e) rt So ne ei r ac nu einen fl hen hohen Topf in n ne ei kl n ne ist. Schön dafür ei Wasser gefüllt em iß he it m r de er breiten Topf, cht anbrennt od e Kuvertüre ni di it m da , en umrühr hmolzen ist, üre dann gesc rt ve Ku e di n n und klumpt. Wen ze herein gebe leinerte Gewür rk ze n nu du kannst verrühren.
sch abwaschen , trockentupfe n und dann hte Stücke schn eiden. Danach und entkernst wäschst die Paprikas un d sc hn ei de st sie ebenfalls in Stückche n. Die Porreest ange der Läng aufschlitzen, w e nach aschen und in Scheiben schn Champignons ei de n. Die putzt du mit einen Küchen tuch sauber und schneidest sie auch in Sche iben. Dann ve die Cola mit de rrührst du m Ketchup in einem Messbec her. Jetzt lässt du di e Margarine in der Pfanne he den, gib dann iß werdie Fleischstück e in di e Pf anne und brate sie rund herum an. Dan n gießt du vo die Cola-Ketch rsichtig up-Soße darübe r – A ch tu ng , das kann spritzen. Bei mittlerer Hitz e soll dein Co nun 20 Minut la Huhn en vor sich hi n schmoren. Dann gibst du am Paprika, Porree und Pilze dazu. La ss alles nun zehn Minuten ungefähr schmoren, bis alles gar und di e Soße dickflüs sig ist. Deine wunderb are Cola HuhnPfanne kannst du am besten mit Reis genießen . Viel Spaß beim kochen und schmause n. in mundgerec
nnenblumenlie mit etwas So fo m iu in m lu A kolade Spanne nun dann die Scho Brett und lass n ei f au t cht el ns öl bepi ne dünne Schi , so dass sie ei en uf la uf ra ten vorsichtig da grob zerkleiner du noch deine st nn ka un N . ue bildet lade stre n. auf die Schoko n io at or ek D s fest Gewürze al hokolade dann d wenn die Sc un en hl kü ab . Lass sie htig abziehen die Folie vorsic rsalz ist, kannst du kolade mit Mee al weiße Scho nm ei ch do rt et Probie it getrockn en Schokolade m le nk du , um und Basilik mit Vanille. ilchschokolade llm Vo er od en Frücht in kleine zerbrecht und e Schokolade di r ih n en W : Tipp sie eine schöne verpackt, sind n he tc Tü e ig durchsicht en. für Weihnacht Geschenkidee
RÄTSEL umen und Kehl1. Um an Zunge, Ga wahrzunehmen, deckel Geschmack macksknospen. benötigt man Gesch ospen besitzt ein Wie viele solche Kn sch? erwachsener Men a) 100 – 400 b) 2000 – 5000 c) 300 – 900 d) über 10 000
2. Wie heißen die Schärfe, w
die Rezeptoren
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ie etwa die vo
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Chilischoten, m
itteilen?
a) Nozizeptore n b) Chilizeptoren c) Schmerzzep tor d) Mechanono zizeptoren
r Frühzeit haben seit de n he sc en M 3. trem bittere ng gegen ex eine Abneigu um? Speisen. War eckt bitter. s Fleisch schm ne be or rd Ve a) zrezeptoren en die Schmer b) Sie sprech an. viel zu stark machen den ttere Speisen c) Zu viele bi putt. Geschmack ka ken bitter. anzen schmec d) Giftige Pfl
Lösung: 1b) 2a) 3d)
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EXPERIM T EN AUGEN UND N ASE „ESSEN“ MIT Du brauchst: Verschiedenfarbige Obst - und Gemüsesäfte, eine Augenbinde, Strohhalme, Trink becher, eine Wäscheklammer Verbinde einem Freund die Augen und fülle die Säfte in verschiedene Trinkbecher. Mithilfe des Strohhalms soll dein Freund nun jeweils einen Schluck nehm en und raten, um welchen Saft es sich handelt. Schafft er es, alle richtig zu benennen? Wenn es noch schwieriger sein soll, kannst du das gleiche Experiment mit zu geklammerter Nase ausprobieren. Wie viele Säfte kann dein Freund daraufhin noch erkennen?
NG DECKU NT E Der Geschmackssinn ist im Vergleich
zu den
anderen Sinnen einfach strukturiert.
Wir
besitzen nur fünf verschiedene Gesc
hmacks-
sinne, jedoch mehr als 10.000 verschie dene Geruchssinne. Darum entscheidet sich der Geschmack vor allem in der Nase, denn er ist tatsächlich zu 80 Prozent Geruch. Auch das Auge ist beim Essen beteiligt, weil es als Erstes einschätzt, ob wir etwas esse n wollen oder nicht. Wenn etwas, das du nicht kennst, kom isch riecht, würdest du das essen wollen?
WISSENSW ERTES Die Zunge
ist ein krä ftiger Mu skel, der ng im Mu n d raum sorg Sprache fo t, die rmt und N ahrung ert astet. Mit ihr kö nnen wir fünf versch Geschmack iedene srichtung en wahrn süß, salzig e hmen: , sauer, bit te r u n d Umami is umami. t der soge nannte w Fleischgesc ürzige hmack. für Ordnu
Das sind die Beriche, in denen unser Geschmackssinn liegt.
1942 vers tand der Brite Edw ard Boring ein e deutsch e U n te rsuchung falsch. De shalb ersch ien über Ja zehnte ein hre falsche Darstellun bestimmte g über Geschmack szonen de Zunge in r vielen Bio logiebüch ern.
finden sich Am Rand der Zunge be toren als im mehr Geschmacksrezep cksrichtungen Zentrum, die Geschma ich verteilt. sind aber ungefähr gle d Zellen, Geschmacksknospen sin n erneuern. die sich alle paar Woche sammensetDabei kann sich die Zu damit der zung auch ändern und Geschmackssinn.
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„Viele Leute denken, dass ,Vergnügen‘ das gleiche ist wie ,Glück‘. Das ist es, warum sie die falsche Abzweigung nehmen.“ Robert Baden-Powell
Auch auf der Kellertreppe dreht sich heute alles ums Thema Nervenkitzel. Los geht es mit einem aufregenden Fahrtentipp aus Übersee. Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr!
Heute:
Quicklebendig um Quebec
von Philip Chinery (chip), Barmstedt Kanada, der hohe Norden? Fehlanzeige. Wir landen in Montreal, das ungefähr auf einer Höhe mit Mailand liegt. Es sind über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Ich musste beruflich nach Kanada und was bietet sich da mehr an, als in dem Land noch etwas auf Fahrt zu gehen… Auf Großer Fahrt Kanada ist sehr vielfältig und einfach riesig. Allein Quebec reicht vom hohen Norden mit Tundra bis an die Grenze zur USA. Im Sommer können es in Montreal an die 40° C werden, im Winter auch unter –30° C. Wir wollen ein kleines Stück auf dem „Trans Canada Trail“ laufen und beginnen nördlich von Montreal bis in den Nationalpark Mont Tremblant. Im Vorfeld gibt es kaum Informationen. Es wird nicht klar, wie sich die Macher des Weges, der immerhin 17.000 km durch Kanada führt, die Wanderung vorstellen. Darf man Feuer machen? Oder wild zelten? Es gibt aber nur alle paar hundert Kilometer einen Zeltplatz. Wir haben es einfach ausprobiert. Wo es durch Schilder nicht eindeutig verboten ist, ist Feuermachen erlaubt. Unser Wegstück führte entlang einer ehemaligen Eisenbahntrasse, die meiste Zeit auf einer angenehmen Schotterpiste, go.vcp.de/anp1404kanada die man sich mit Radfahrern teilt. Es geht häufig an kleineren
Und noch etwas... Auf der Kellertreppe der letzten Ausgabe haben wir euch Tipps zum Schneewandern und Schneezelten gegeben. Vielleicht habt ihr Lust bekommen, das mal auszuprobieren. Wir bedanken uns bei Sören Köpke, der den Text und die Bilder dazu geliefert hat.
und größeren Flüssen mit Stromschnellen oder Seen vorbei. Trinkwasser gibt es alle 10 – 20 km an den ehemaligen Bahnstationen, die nun als Anlaufstellen auf dem Weg genutzt werden. Vereinzelt gibt es auch die Möglichkeit , Lebensmittel zu kaufen, aber das ist eher selten. Ganz anders ist es im Nationalpark. Wild zelten ist streng verboten. Die Nationalparks kosten Eintritt, dabei wird auch erfasst, wer rein geht, wo man schlafen will, etc. Es gibt aber auch einfache und relativ günstige Zeltplätze, die man sich nicht mit voll ausgestatteten Wohnmobilen mit Strom-, Wasser- und Gasanschluss teilen muss. Überall wird geraten, Lebensmittel nicht im Zelt zu lagern, sondern sie in den Baum zu hängen, damit man keinen Besuch von Schwarzbären bekommt. Das sollte man durchaus ernst nehmen, aber auf keinen Fall in Panik verfallen. Die Bären sind sehr scheu und nähern sich Menschen nur an, wenn sie nicht genügend Beeren und Früchte im Wald finden. Aggressiv sind sie nur, wenn man sie bedrängt. Es gibt aber noch jede Menge anderer Tiere: Adler, Spechte, Rehe, Füchse und vieles mehr. Die zwei Wochen können leider nur einen kleinen Eindruck geben, was Kanada und selbst Quebec alles zu bieten hat. Beim nächsten Besuch muss das Land weiter erkundet werden. Literaturhinweis zum Fahrtentipp: Yves Seguin: The Trans Canada Trail in Quebec. Ulysses Travel Pubn: ISBN: 97828946-4688-5 Wart ihr mit der Sippe oder dem Stamm unterwegs und habt Abenteuer erlebt? Dann sendet euren Fahrtentipp an anp-kellertreppe@vcp.de.
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FOTOS: © THESCRUBBA.COM
Kurioses fürs moderne Pfadfinden
Fragen aus der Gruppe Heute: Warum
taut Eis durch Salz?
Überfrieren die Straßen und Gehwege werden Autofahrt und Spaziergang schnell zum Nervenkitzel. Vielerorts wird dann gestreut. Nicht immer mit Sand und Streu, sondern auch oft mit Salz. Doch warum schmilzt das Eis, wenn man mit Salz streut, selbst bei Minustemperaturen? Das liegt daran, dass Salzwasser einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser besitzt, nämlich -21°C anstatt 0°C. Auf jeder Eisschicht befindet sich ein dünner Wasserfilm, der in Verbindung mit dem Streusalz taut. Dadurch lässt sich durch Streusalz Schicht für Schicht der vereisten Fläche auflösen, sofern die Außentemperatur nicht auf unter -21°C fällt. Aber Vorsicht ist geboten: ist das Eis erst einmal getaut kann zu viel Salz Pflanzen, Tiere und Nährstoffe im Boden schädigen und das Gleichgewicht von Flora und Fauna stören. Deshalb ist das Streuen von Sand in der Regel umweltfreundlicher und deshalb vorzuziehen.
Heute:
Nervenkitzel Waschen auf Fahrt
Waschzwang, Waschzwang, alle waschen mit. Waschzwang, Waschzwang, waschen ist der Hit. Wer schon einmal die 14-Tagesfrist auf Fahrt oder Lager überschritten hat, kennt die Problematik: die Handwaschcreme ist im Rucksack ausgelaufen, die Salzränder werden als Batik 2.0 verkauft und die Wandersocken sollte man immer am Ende waschen, um den T-Shirts keine besondere Note zu geben. Kurzum: Es ist ein Nervenkitzel mit der Lagerwäsche.
Zum Glück gibt es ein neues Produkt auf dem Markt, das alle Probleme der Lagerhygiene weglächelt: der Scrubba Wash Bag ist ein Waschbeutel, der sich als kleinste Waschmaschine der Welt bezeichnet und bis zu sechs Liter Wäsche und Wasser pro Waschgang in Windeseile bearbeitet. Einfach füllen, rollen, entlüften und rubbeln, am Ende einmal durchspülen, entleeren und aufhängen. Nach erfolgreicher Trocknung kann die Großfahrt sauber fortgesetzt werden. Gesehen auf http://thescrubba.com
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Wollt ihr eure Lieblingsbücher mal vorstellen oder uns alle vor purer Zeitverschwendung warnen? Dann schickt eure Buchvorstellungen an anp@vcp.de. Die Eselsohren: 1 = absoluter Schrott! 2 = naja! 3 = ganz nett! 4 = echt gut! 5 = Das müsst ihr lesen!
Günter Mayer
Alf Kjetil Walgermo
Anna Seidl
Aufsichtspflicht, Haftung, Versicherung für Jugendgruppenleiter
GOTT, DU SAG MAL
Es wird keine Helden geben
Gabriel Verlag, Stuttgart/Wien 2013
Verlag Friedrich Oetinger GmbH, Hamburg 2014
Ratgeber für Jugendorganisationen und Eltern; Richtig handeln, wenn etwas passiert. 6. Aktualisierte Auflage. Walhalla Fachverlag, Regensburg, 2014
„Gott, heut bin ich wieder zur Schule gegangen. Es war merkwürdig, wieder zur Schule zu gehen. Alle waren irgendwie merkwürdig. So still. Die Jungs haben auf die Tischtennisplatte gestarrt. Die Mädchen haben Blicke getauscht. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. In den Pausen haben wir Hinkelkasten gespielt, ohne uns zu streiten oder zu lachen.“ In diesen ersten Sätzen, mit denen das Kinderbuch „Gott, du sag mal“ des norwegischen Autors Alf Kjetil Walgermo beginnt, lässt sich die Thematik der Geschichte erahnen: Es geht um das Tabuthema Tod und Trauer. Maria, ein aufgewecktes Mädchen im Grundschulalter, berichtet aus der Ich-Perspektive – ähnlich wie in einem Tagebuch – über ihre Gefühle und Gedanken. Dabei hat Maria ganz viele Fragen an Gott, denn ihre Eltern sind beide kurz zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die Großeltern helfen Maria, ihre Trauer zu verarbeiten und in den Alltag und ins Leben zurückzukehren. Dabei werden im Laufe der Geschichte die anfangs eher düsteren Gedanken und Fragen von hoffnungsvollen, tröstenden Vorstellungen abgelöst, so dass Maria dann beim Weihnachtsfest „so froh“ und „so traurig“ zugleich ist: Sie wünscht sich, dass ihre Eltern am Weihnachtsabend da sind. In der Weihnachtsnacht glaubt Maria, Mama und Papa singen zu hören – und singt leise mit. Insofern ist die Geschichte auch eine Weihnachtsgeschichte, die zwischen den Zeilen feinfühlig und kindgerecht die christliche Botschaft von der Überwindung des Todes thematisiert. Marias Eltern leben in Marias Herzen und Gedanken weiter – im Himmel bei Gott. Das Symbol „Engel“ als Verbindung zwischen Himmel und Erde bzw. Gott und den Menschen durchzieht die gesamte Geschichte – vom Schutzengel bis hin zu den Engeln in Bethlehem. Auch in den phantasievollen Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov lassen sich mehrfach Engelsdarstellungen entdecken. Das warmherzig geschriebene Buch kann Kindern helfen, Tod und Trauer besser zu verstehen, und lädt ein, über die Fragen nach dem „Warum?“, und „Wohin?“ nachzudenken.
Miriam ist 15 Jahre alt und hat alles, was sich ein Teenager wünschen kann. Einen tollen Freund, in den sie sehr verliebt ist und eine wunderbare Mädchenclique, einschließlich ihrer bester Freundin. Doch an einem völlig normalen Schultag wird dieses glückliche Leben komplett zerstört – und zwar durch einen Amokläufer. Sie kann mit ihrer besten Freundin noch auf das Jungenklo flüchten. Aber dort muss sie hilflos erleben, wie ihr Freund Tobi von dem Amokläufer erschossen wird. Starr vor Todesangst traut sie sich nicht, irgend etwas zu tun. Kurz bevor sie selbst ins Visier des Amokläufers gerät, wird er von einem Sondereinsatzkommando erschossen. Miriam muss sich nun mit etwas Schlimmeren auseinander setzen als dem Tod. Nämlich mit dem Weiterleben. Aber wie soll das überhaupt funktionieren? Ihre beste Freundin will nicht mehr mit ihr reden. Ihre große Liebe ist tot. Die erst 16-jährige Autorin hat ein brisantes Thema angefasst und zu einer berührenden und spannenden Geschichte entwickelt. Dabei hat sie kein Blatt vor den Mund genommen. Die Geschichte wirkt sehr authentisch und gibt einen guten Einblick in die Lebenssituation von Jugendlichen. Beeindruckend ist auch, wie sich Miriam die Schuldfrage stellt. Vielleicht hätte das alles nicht passieren müssen, wenn sie sich anders verhalten hätte. Der Amokläufer war ein typisches Opfer. Miriam und Tobi, aber auch alle anderen Jugendlichen hatten ihn verspottet und gemobbt. Was, wenn Miriam freundlicher gewesen wäre? Wenn Tobi ihn nicht so fies geärgert hätte? Hätte Miriam Tobi retten können, wenn sie sich nur getraut hätte? An einigen Stellen wirkt das Buch etwas zäh. Trotzdem wird gut gezeigt, wie Miriam innerhalb kürzester Zeit wird zum Erwachsenwerden gezwungen wird. Das Buch ist keine leichte Kost, mich hat es teilweise zu Tränen gerührt hat. Für empfindliche Gemüter eher nicht geeignet.
Auf Fahrt und Lager, in der Gruppenstunde, im Inoder Ausland: Passieren kann immer etwas. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist und im Vorfeld aber auch in der Situation richtig handelt: Was tun im Schadensfall? Welche Versicherungen sind notwendig? Wann und wie hafte ich als Gruppenleitung? Wann haften Vorstand und Verein? Wie lassen sich Haftungsrisiken vermeiden? Über welche Lageraktivitäten muss ich die Eltern vorab informieren? Was tun, wenn eine Brille im Spiel zerbricht? Das Buch liefert einen verständlichen und konzentrierten Überblick über die wichtigsten rechtlichen Themen für Jugendgruppen. Die große Leistung dieses Buches ist es, Sachverhalte einfach und verständlich auszudrücken und nicht im Juristendeutsch. Das Buch setzt kein Fachwissen voraus und ist für alle Leitungen, Vorstände, aber auch Eltern geeignet. Hilfreich ist, dass viele Beispiele gegeben werden, die auch aus dem pfadfinderischen Alltag kommen könnten. Hilfreich sind außerdem Musterformulierungen wie beispielsweise ein rechtssicher formulierter Elternbrief vor einem Lager. Dem Autor, der selbst aus der Jugendarbeit kommt, gelingt es hervorragend, Gefahren und Fallstricke aufzuzeigen, aber gleichzeitig die Wichtigkeit und Bedeutung ehrenamtlichen Engagement niemals in Frage zu stellen. Schade ist einzig, dass an manchen Stellen nicht immer deutlich wird, was nun tatsächlich gesetzlich begründete Pflicht ist und was die – meist durchaus sinnvolle – Empfehlung des Autors. Dennoch, auch wegen des geringen Preises, eine klare Kaufempfehlung.
vergibt Tim Gelhaar Sandra Grünewald vergibt Andreas Witt
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FOTO: PETER BRÜMMER (BULA 2010)
STÄMME VOR ORT 31
Und wie heißt euer Stamm? Viele Stämme im VCP haben sich nach bedeutenden Persönlichkeiten benannt, darunter finden sich oft auch Reformatoren und Personen, die die Reformation unterstützt haben. Martin Luther – den kennt man. Und Jan Hus vielleicht auch noch. Aber wer sind eigentlich Johannes Bugenhagen, Hans Riesser oder Michael Stifel? Wir möchten die Gelegenheit nutzen, euch gerade in der Reformationsdekade einige wichtige und interessante Persönlichkeiten vorzustellen. Und wenn euer Stamm nach einer Persönlichkeit der Reformationszeit benannt wird – stellt euren Stamm doch auch gleich vor.
Wer war Michael Stifel? Wer von euch in einem Sportverein aktiv ist, kennt vielleicht das Ritual, einen „Stiefel“ ausgeben zu müssen. Wer es nicht kennt: Das ist ein Bierglas in Stiefelform, das mindestens einen Liter Flüssigkeit fasst. Und dieser Stiefel ist nach dem Reformator Michael Stifel, einem Freund von Luther benannt. Michael Stifel wurde 1487 in Esslingen geboren und starb 1567 in Jena. Im Augustinerkloster in Esslingen wurde Stifel zum Priester geweiht. Er fand Gefallen an den Ideen der Reformation – und Martin Luther brachte ihn als evangelischen Prediger beim Grafen von Mansfeld unter. Nach einer Stippvisite in Österreich – er war der erste evangelische Prediger in Österreich und in Wittenberg – vermittelte ihn Martin Luther als Pfarrer nach Lochau.
MATHEMATIKER UND PROPHET Seine Liebe zur Mathematik und sein Glauben an die Apokalypse wären ihm dort fast zum Verhängnis geworden. Er versuchte nämlich mit der „Wortrechnung“ Buchstaben und Texte der Bibel aufzuschlüsseln. So kam er zu dem Ergebnis, dass die Welt am 19. Oktober 1533 um 8.00 Uhr untergehe. Das predigte er am Neujahrstag erst seiner Gemeinde und dann allen aufregten Menschen, die nach Lochau kamen, um seinen Prognosen zum Weltuntergang zu lauschen. Nun bereiteten sich die
Gläubigen auf den Weltuntergang vor. Sie hörten auf zu arbeiten, verschenkten Hab und Gut, manche brachten sich ums Leben und alle beichteten. Die beiden Wirtshäuser waren Tag und Nacht gut besucht, die ganze Stadt war außer Rand und Band und das über Monate.
Stiefele muss sterben
WARTEN AUF DIE APOKALYPSE Dann kam der Tag der Apokalypse – und nichts geschah. Die Gläubigen warteten erst geduldig, dann ungeduldig und dann wurden sie wirklich wütend. Sie zerrten ihren Prediger von der Kanzel und hätten ihn sicher gelyncht, wenn ihm nicht aus Wittenberg eine schnelle berittene Eingreiftruppe zur Hilfe gekommen wäre, die ihn nach Wittenberg brachte. Dort wurde er in Schutzhaft genommen. Nach Lochau kehrte er nicht mehr zurück. Studenten dichteten ein Spottlied auf ihn „Stifel muss sterben, er ist noch so jung, jung jung“ und die Redewendung „einen Stifel rechnen“ stammt ebenfalls daher. Das Spottlied wurde verboten, aber als Trinklied durfte es weiter gesungen werden. Passend dazu wurden große Gläser in Stiefelform geblasen, so dass man große Mengen alkoholische Getränke aus einem „Stiefel“ trinken konnte.
ERFINDER DER LOGARITHMENTAFEL Zurück zu unserem Reformator: Luther, der Stifel
vor seinen apokalyptischen Prophezeiungen immer wieder gewarnt hatte, blieb ihm trotzdem ein treuer Freund. Er besorgte ihm eine neue Pfarrstelle, nahm ihm aber das Versprechen ab, nie mehr als Prophet aufzutreten. Stifel hielt sich daran und widmete sich von nun an der Mathematik. Er entwickelte die „Arithmetica integra“, den Vorläufer der heutigen Logarithmentafel und wurde mit 71 Jahren erster Mathematikprofessor der neugegründeten Universität in Jena. Dort unterrichtete er noch zehn Jahre bis zu seinem Tod. Leider kennen wir keinen VCP-Stamm, der sich nach Michael Stifel genannt hat. Dabei ist er eine interessante Person. Oder was haltet ihr von ihm?
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32 SERVICE / REAKTIONEN
Wir wünschen Euch ein … FO TO :P E
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ER MM RÜ RB TE
ch ns p @ ü F ir ra g e , W an n f re g en : u e n , M ei n u n s t a n u n s ü b e r Po
Diebstahl auf dem Bundeslager
ICON: FREEPIK.COM
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Wie vielleicht einige noch nicht wissen, wurde in der Nacht vom 13./14. August auf dem Bundeslager einiges gestohlen. Dabei wurden aus dem International Service Centre (ISC) im Treibriemen, dem Infozelt der Burg Rieneck sowie aus dem Büro der Lagerzeitung Smartphones, Digitalkameras, TabletComputer sowie viele internationale Halstücher entwendet. Unabhängig vom Wert der gestohlenen Gegenstände hat uns der Umstand des Diebstahls auf dem Bundeslager sehr getroffen. Hier wurden Mitarbeitende bestohlen, die innerhalb des letzten Jahres einen großen Teil ihrer Freizeit für die Organisation des Bundeslagers verwendet haben. Zudem sind einige der gestohlenen Gegenstände, insbesondere die internationalen Halstücher, mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Nicht zuletzt wurden die gestohlenen Gegenstände für die Organisation und Dokumentation des Bundeslagers verwendet. Es war für viele ein herausforderndes Lager, das aber aufgrund der Vielfalt und des Engagements der Beteiligten letztendlich einen schönen Eindruck hinterlassen hätte – wenn da nicht zum Schluss dieser Diebstahl gewesen wäre. Es ist auf einem Zeltlager unmöglich, immer alle Wertsachen wegzuschließen bzw. zu bewachen. Entweder man kann sich darauf verlassen, dass der Zusammenhalt so weit geht, dass nichts gestohlen wird, oder man muss ständig misstrauisch sein und Angst haben (… )
Diebstahl ist absolut unpfadfinderisch. Daher bitten wir die Diebe eindringlich, die gestohlenen Gegenstände an die Bundeszentrale zu schicken. Falls du, liebe Leserin, lieber Leser, etwas zur Aufklärung der Diebstähle beitragen kannst, wende dich ebenfalls bitte an die Bundeszentrale. Die Bestohlenen Carla Singer, Katja Bärschneider, Jobst Liebau, Urs Liebau, Simon Schutz, Kai Knorpp Liebe Redaktion, mit Interesse habe ich den Artikel „Auf der Suche nach...“ gelesen. Hier eine kleine Ergänzung, die ich loswerden wollte: In dem Artikel heißt es, dass Reutlingen als einzige süddeutsche Stadt die C.A. unterschrieben habe. Als gebürtiger Kemptner und Lutheraner weise ich darauf hin, dass auch die freien Reichsstädte Heilbronn, Kempten, Weißenburg und
Windsheim in Augsburg unterzeichnet haben. Und beim Reichstag in Speyer (1529) hat Kempten u.a. auch die „Protestatio“ unterzeichnet. Gerne lese ich die anp – macht weiter so! Gut Pfad Hanns Michael Kennerknecht, Kempten
Hier noch ein Hinweis von Camillo Nuss aus Wolfsburg zum Grillen auf dem heißen Stein aus anp 03|14: Vorsicht vor nassen Steinen Beim Grillen auf dem heißen Stein vorher vergewissern, ob der Stein länger vom Regen durchnässt wurde und man sollte auch keinen Stein aus irgendeinem Gewässer dafür entnehmen. Beim Erhitzen besteht höchste Explosionsgefahr. anp 03|14
24 KRIMSK RAM
RAMS
anp 03|14
12
vcp christliches
vcp Pfadfi
nden
Leben
REZ
HIMMELSLEITER
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Auf de
eslager
hajk auf dem Bund
Der Reformations Text: Esther Koch,
Kassel; Fotos:
Carsten Meier
GRILLEN AUF DEM HEISSEN STEIN Du brauchst: Fleisch, Einen großen flachen Stein, ein Lagerfeuer, Fisch oder Gemüse zum braten So geht´s: gemacht Nachdem du den großen flachen Stein sauber Lege ihn hast, kannst du ihn super als Pfanne nutzen. geworden ins Feuer und warte. Wenn er richtig heiß oder Gemüist, kannst du einfach etwas Fleisch, Fisch es schön se darauf legen und ab und an drehen, bis angebraten ist. heiß genug Tipp: Um herauszubekommen, ob der Stein den Stein ist, lass einfach ein paar Wassertropfen auf verdampfallen. Wenn die Wassertropfen zischen und fen, ist der Stein heiß genug.
03luther
go.vcp.de/anp14
BAST
ELN
fragt Welt liegt das?“ um alles in der „Wittenberg? Wo te sind ratlos. Vier Städ Hajk-Gruppe ist Theo. Auch seine en. Hinter Nam ohne ezeichnet – aber auf der Karte eing eine iert, befindet sich eine Stadt mark das jedem Kreuz, das t Wittenberg ist dinate der Stad Koor Die te Koordina h St dt
nder aus nen und Pfadfi rDie Pfadfinderin en am „Refo Jan Hus nehm dem Stamm ist anders DER FRE teil. Dieser Hajk ILUFT-KER mationshajk“ ZENSTÄNDE en BuLa-Hajks. R ander die Du brau VCP gemeinals : nimmt derchst Denn damit Stöc er spartn ration ke von Koope Laubbä sam mit seinemkerz umen, ein Bunr“ schon das Taschenmes en zu Luthe in „DenkWege ser, Stab Blick. Es wird den in deslager 2017 matilich des Refor anläss Mit dem Witte nberg t der Tasc stimm So hen messer stattfinden. onsjubiläums Stocks, dam thematisch spaltest du eine it dort eine Seite des hajk 2014 schon Stabkerz Reformationswerden ein. e kan hine slager n Di i h t Bunde
LOW-F Du br RÜCHT auchst: E-SPIE Einen dünn SSE en Sto Früch ck, Ma te (z.B. rshma Äpfel llows, , Bana verschie nen Tra dene So ge uben, ht´s: Anan as) Schne ide die Früch man sie te in mu leicht ndgerec auf ein dann hte Stü en Sto abwe cke, so chselnd ck spieß auf de dass die Ma en ka n Stock nn. Sp rshma . Wenn das Fe ieße llows du fer uer ha und die tig bis lte Früch n, bis Früch t, kann te die Ma te wa st du rm we rsh ihn an ma rden. llows weich und die
SICHERHE
ITSTIPPS
Wenn ma n ein Feu er macht zunäch st über , muss man sich ein paa Gedan r wichti ken ma ge Din chen: ge • Hast du eine gute Feu • Bläst erstelle der Wi ausges nd nicht ucht? • Liegen zu stark? Steine um das • Hast Feuer her du Wa um? sser ode r Sand Feuer zu greifbar löschen? ,um das • Habt ihr euc h über die Wa inform ldbran iert? dgefah • Ist gen r ügend Holz in der Nä he?
vcp Pfadfinden
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SERVICE 33
anp 01|15 Gemeinschaft | Gemein Fröhlichkeit und Festtagsschmaus. Chor und Christmette. Plätzchen und Punsch. Gemeinde und Gottesdienst. Weihnachtsbaum und Weihnachtspost. Singen und Schenken. Engel und Evangelium. Lebkuchen und Lametta. Familie und Freunde. Krippenspiel und Kerzenschein.
Für das kommende Jahr geben wir Euch eine große Portion Neugier, viel Vorfreude, eine Ladung Energie, Gesundheit und ein herzliches Gut Pfad mit auf den Weg. Eure VCP-Bundesleitung
FOTOS: FABRIZIO BRANCA
Wir wünschen Euch und Euren Angehörigen ein gesegnetes Weihnachtsfest und friedvolle Feiertage.
Die nächste anp ist gemein. Ja, ihr lest richtig. In dem schönen Motto „Gemeinschaft“ steckt nicht nur das Wort gemein drin, auch in der vielbeschworenen Gemeinschaft ist es nicht nur kuschelig. Es kann sogar ziemlich grässlich sein. Mobbing unter Pfadis? Gibt’s das? Wo kommen eigentlich die merkwürdigen Initiationsriten her, die manche Stämme pflegen? Ist das lustig oder nur Quälerei für die Neuen? Ist Schummeln tricky oder unfair? Warum werden immer die Helden aus dem Hinterhalt besungen
und gefeiert? Robin Hood, Klaus Störtebecker? Waren das nicht einfach nur Räuber und Mörder? Wo hört lustig auf, wo fängt gemein an? Und – was würdet ihr verzeihen, was nicht mehr? Wir freuen uns auf eure Beiträge zum Thema „gemein“. Redaktionsschluss ist am 7. Februar 2015. Den Redaktionsbriefkasten erreicht ihr über: VCP-Bundeszentrale, Wichernweg 3, 34121 Kassel oder anp@vcp.de
Termine auf Bundesebene ab dem 15. Dezember 2014
Nachruf
Aljaž Gaberšek 1985 – 2014 „Caring about others is caring for oneself“ aus seinem Blog
Viel zu früh ist unser IMWe Teamkollege, Pfadfinderbruder und guter Freund Aljaž von uns gegangen. Aljaž war slowenischer Pfadfinder und hatte seit diesem Jahr das IMWe-Team bereichert. Im Sommer hatte Aljaž tatkräftig im Whatt‘s Pub mitgearbeitet. Wir vermissen ihn sehr und werden ihn als einzigartige Persönlichkeit in Erinnerung behalten. Für viele Menschen war er Inspiration, Vorbild, Motivator oder einfach ein sehr guter und treuer Freund. Aljaž, in unseren Gedanken singen, tanzen, musizieren, feiern, spielen wir und haben gute Gespräche mit dir – du bist nie vergessen. Deine internationalen Freunde der IMWe.
Veranstaltungen/Schulungen/Seminare Name der Veranstaltung
Datum
Ort
Veranstalter
anp Redaktionssitzung 1
13.02.-14.02.
Bundeszentrale
anp Redaktion
IMWe Rattlesnake Creek
29.03.-06.04.
Burg Rieneck
FG IMWe
IB-Seminar
10.04.-12.04.
Bundeszentrale
International Commissioners
KL-TL Treffen WSJ 2015
17.04.-19.04.
Sager Schweiz
Kontingentsleitung WSJ
Fahrtenschulung Bundesfahrt
17.04.-19.04.
Bad Nauheim
Beauftragte Bundesfahrt
Gremien Name des Gremiums
Datum
Ort
Veranstalter
Bundesleitung 01
09.01.-11.01.
Bundeszentrale
Bundesleitung
Bundesrat I
23.01.-25.01.
Burg Rieneck
Bundesratsvorsitz
Fachgruppentagung 01
06.02.-08.02.
Burg Rieneck
Bundesleitung
Bundesleitung 02
27.02.-01.03.
Bundeszentrale
Bundesleitung
Ringeausschuss 1
06.03.-07.03.
Neuss
Ringe
Bundesrat II
20.03.-22.03.
Burg Rieneck
Bundesratsvorsitz
anp 04|14
vcp Pfadfinden
FOTO: CHRIS POLLAK
BUCHECKE DEM VERBAND 34 AUS
Was ist eigentlich myVCP.de? myVCP.de ist der Mitgliederbereich für alle VCP-Mitglieder auf unserer Homepage www. vcp.de
nderinnen und ristlicher Pfadfi
P) | Wichernweg
Pfadfinder (VC
l, Germany
3, 34121 Kasse
FOTO: MAREIKE WIDDERICH
Verband Ch
Wenn ihr noch kein myVCP.de-Benutzerkonto angelegt habt, könnt euch einfach mit eurem Namen und eurer Mitgliedsnummer registrieren. Benutzername und Passwort könnt ihr frei wählen. Nach dem Einloggen habt ihr dann einen exklusiven Zugang zu Materialien, Online-Anmeldungen, Formularen und Informationen aus dem Verband. Und wo findet ihr eure Mitgliedsnummer? Natürlich auf dem Mitgliedsausweis oder aber auf dem Postaufkleber auf eurer anp.
FOTO: ROMAN HEIMHUBER
SWEIS MITGLIEDSAU
Es gibt einen neuen Mitgliedsausweis
Wir haben einen neuen Mitgliedsausweis. Alle, die ab Juli 2014 Mitglied im VCP geworden sind, erhalten nun eine umweltverträgliche Kunststoffkarte mit ihrem Namen, dem Geburtsjahr und der Mitgliedsnummer. Die Karte wird aus einem besonderen Kunststoff auf Zellstoffbasis (aus Holzabfällen) produziert. anp: Wozu braucht der VCP einen neuen Mitgliedsausweis? Peter: In diesem Jahr stand die Nachproduktion der VCP-Mitgliedshefte an. Unsere Recherche hat ergeben, dass das Konzept dieses Heftes überholt ist. Nur wenige VCPerinnen und VCPer kleben jährlich ihre Beitragsmarken ein und noch weniger haben ihren Ausweis bei den Auslandsaktivitäten dabei.
Wir finden einen Mitgliedsausweis in Kartenform einfach handlicher und auch zeitgemäßer. anp: Können die Mitglieder, die noch die alten Mitgliedsausweise haben, auch so eine neue Mitgliedskarte bekommen? Peter: Einen Mitgliedsausweis erhalten die neuen Mitglieder beim Eintritt in den Verband. Ein Austausch von alten Mitgliedsausweisen gegen neue ist aus Kostengründen nicht vorgesehen. Dies würde den Haushalt des VCP doch sehr belasten. anp: Wie kann ich zum Beispiel im Ausland beweisen, dass ich (noch) VCP-Mitglied bin? Peter: Alle VCP-Mitglieder, die noch das alte VCP-Mitgliedsheft haben, können wie bisher die Beitragsmarken aus der anp verwenden. Diese Beitragsmarken wird es auch in den nächsten Jah-
Peter Scheffler vom Referat Mitglieder in der Bundesleitung gibt Auskunft zum neuen Mitgliedsausweis.
ren noch geben. VCP-Mitglieder, die bereits eine Mitgliedskarte bekommen haben, können sich auf www.vcp.de in den Mitgliederbereich „myVCP” einloggen und dort – ab Januar 2015 – eine aktuelle Mitgliedsbestätigung als PDF herunterladen. Sie dient, zusammen mit der VCP-Mitgliedskarte als Bestätigung einer aktuell gültigen Mitgliedschaft. anp: Dann gibt es auch weiterhin Beitragsmarken? Peter: Ja. Da wir nur an neue Mitglieder die VCPMitgliedskarte ausgeben, werden wir weiterhin jährlich Beitragsmarken der anp beilegen. Die bisherigen VCP-Mitgliedsausweise können genutzt werden wie bisher. Außerdem gibt es doch viele Leute, die die Beitragsmarken einfach gerne sammeln, die wollen wir nicht enttäuschen.
vcp Pfadfinden
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AUS DEM VERBAND 35
Jahresabschluss per 31.12.2013 – alle Beträge in Euro Wie alljährlich veröffentlichen wir den Jahresabschluss des Vorjahres. Die Treuhandstelle der Diakonie Hessen und interne Kassenprüfer haben Buchhaltung und Zahlen geprüft. Damit wird gewährleistet, dass die Einnahmen, die sich aus Mitgliedsbeiträgen, aus kirchlichen und staatlichen Zuschüssen sowie Spenden zusammensetzen, ordnungsgemäß verwendet werden. Die Sonderhaushalte „Jamboree“ und „Bundeslager“, die sich jeweils über mehrere Jahre erstrecken, sind in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt. Im Folgenden wird der gesamte Jahresabschluss veröffentlicht:
Bilanz Aktiva
2013
2012
2.720,00
747,00
Sachanlagen (Kassel und Großzerlang) der aktuelle Wert der Immobilien und Dinge, die dem VCP gehören
974.704,21
1.002.683,67
Finanzanlagen insbesondere die Beteiligung an der F&F GmbH
183.837,14
246.837,14
27.780,33
4.031,10
A. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände z. B. für mehrere Jahre gekaufte Software oder zeitlich begrenzte Schutzrechte am VCP-Zeichen, die jedes Jahr an Wert verlieren
Gewinn und Verlustrechnung Erträge
2013
2012
908.947,72
918.994,21
13.691,15
34.102,95
Teilnehmendenbeiträge (ohne Bundeslager und Jamboree)
117.222,18
52.949,25
Kostenerstattungen sind Kosten, die erst der VCP übernimmt, dann aber erstattet bekommt; z. B. Eigenanteile zu Veranstaltungen
29.694,57
37.444,44
Sonstige Erträge sind u. a. die Zeltplatzgebühren für den Bundeszeltplatz
169.120,96
155.396,43
Kirchliche Mittel Zuschüsse der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
173.200,00
183.600,00
Öffentliche Mittel (z.B. Kinder- und Jugendplan des Bundes)
172.068,91
149.434,79
13.457,01
18.148,20
1.597.402,50
1.550.070,27
Mitgliedsbeiträge Spenden
Sonstige Zuschüsse (z.B. Aktion Mensch, Integrationsamt) Gesamt
B. Umlaufvermögen Forderungen sind Gelder, die dem VCP zustehen, die er aber noch nicht hat; z. B. offene Rechnungen/Zuschüsse Flüssige Mittel sind alle Kassen (Bargeldbestand) und Konten (laufende Konten und Festgelder)
693.399,91
21.032,32
23.492,39
Gesamt
2.040.635,30
1.971.191,21
Passiva
2013
2012
Vereinskapital
826.537,38
826.537,38
Rücklagen
480.182,73
700.406,31
Sonderposten für nicht verbrauchte Spenden z.B. für den 2. Bauabschnitt Großzerlang
287.621,66
0,00
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen z.B. zweckgebundene Spenden für Investitionen; diese werden entsprechend dem Werteverzehr der finanzierten Anlagen verbraucht
228.715,00
251.443,00
Rückstellungen sind Aufwendungen des Bilanzjahres, für die noch keine Rechnungen vorliegen
108.800,00
Kurzfristige Verbindlichkeiten sind Rechnungen, die ins Bilanzjahr fallen, aber noch nicht bis zum Stichtag bezahlt wurden
108.310,53
A. Eigenkapital
B. Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungen sind hier analog zur Aktiva-Seite schon erhaltene Zahlungen, für das folgende Jahr Gesamt
2013
2012
-669.316,67
-681.855,67
Raumkosten sind Gas-, Strom-, Wasser-, Müllkosten etc. für die Bundeszentrale und den Bundeszeltplatz
-57.053,49
-34.802,15
Versicherungen/Beiträge/Lizenzen z.B. Mitgliedsbeiträge, die der VCP an rdp, WOSM, WAGGGS, aej und die Diakonie zahlt, oder alle Versicherungen, die der VCP für seine Mitglieder abgeschlossen hat
-171.495,96
-135.356,70
Werbe- und Reisekosten sind alle Reisekosten, aber auch z. B. Druckkosten
-392.067,82
-378.401,13
Abschreibungen sind der Wertverlust der Investitionen (Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung, …)
-83.650,63
-80.088,94
Instandhaltung sind z. B. Handwerkerkosten für die Instand-haltung der Immobilien
-35.608,56
-47.475,73
-132.953 ,43
-161.842,42
-1.542.123,56
-1.519.822,74
55.255,94
30.247,53
Personalkosten 830.561,30
Rechnungsabgrenzungen sind vom VCP für die Zukunft geleistete Zahlungen; z. B. für BahnCards die noch im Folgejahr gültig sind
Aufwendungen
Sonstige Kosten sind Honorare für Dienstleister, Kosten für Verbrauchsgüter wie Büromaterialien, Portokosten, … Gesamt Betriebsergebnis
77.600,00 Erträge aus Beteiligungen (insbesondere F&F) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
222,87
0,00
4.253,28
8.580,04
59.732,09
38.827,57
-59.732,09
-38.827,57
0,00
0,00
115.012,52 Jahresüberschuss
468,00
192,00
2.040.635,30
1.971.191,21
Einstellung in die Rücklagen Bilanzergebnis
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vcp Pfadfinden
Beitragsmarke 2015
Beitragsmarke 2015
Beitragsmarke 2015
Beitragsmarke 2015
Beitragsmarke 2015
BUCHECKE DEM VERBAND 36 AUS
2015
FOTO: ANNETTE VON STOCKHAUSEN
Beitragsmarken
2015 ist wieder ein JAMBOREE-Jahr. über 40.000 junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus fast allen Ländern der Erde treffen sich – diesmal in Japan. Wer je ein Jamboree erlebt hat, wird es nicht vergessen: Die ganze Welt auf einem Platz, ein beeindruckendes Erlebnis.
!!!
Hinweise zur Beitragsermäßigung Beitragsermäßigungsanträge für das Jahr 2015 müssen umgehend beim zuständigen Landesbüro eingereicht werden. Anträge, die uns nach dem 31. Januar 2015 erreichen, können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Der Beitragseinzug erfolgt über SEPALastschriftmandat am ersten Banktag im März (2. März 2015).
Ausführliche Informationen zur Mitgliedschaft beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder finden sich auch auf der Website www.vcp.de/mitgliedschaft. Dort sind auch alle Anträge als PDF-Datei erhältlich.
vcp Pfadfinden
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AUS DEM VERBAND SERVICE 37
VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
ANTRAG AUF BEITRAGSERMÄSSIGUNG | Beitragsjahr Möglichst umgehend an das zuständige Landesbüro senden. Absender:
An das VCP-Landesbüro
VCP-Mitgliedsnummer:
Für das Jahr beantrage ich folgende Beitragsermäßigung (Zutreffendes bitte ankreuzen; Mehrfachermäßigungen – z. B. Familienermäßigung und Ermäßigung als Student/in – sind laut Beitragsordnung nicht möglich): ❍ Kinder- und Jugendbeitrag Ich bin/ werde in diesem Jahr älter als 20 Jahre und bin: ❍ Auszubildende/r ❍ Schüler/in ❍ Student/in ❍ Freiwillige/r (z. B. Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst, Wehrdienst)
❍ Ermäßigter Beitrag Ich bzw. meine Eltern sind in diesem Jahr nicht in der Lage, meinen vollen Beitrag zu zahlen, weil…
(Stichwort zur Begründung, z. B. Heimunterbringung, Empfänger/in von Sozialhilfe, Arbeitslosenunterstützung, etc.)
Die aktuelle Beitragsordnung mit den jeweiligen Bundesbeiträgen ist unter www.vcp.de/mitgliedschaft zu finden. Zusätzlich zum Bundesbeitrag kann ein Landesbeitrag, ein Regionsbeitrag und ein Stammesbeitrag erhoben werden, über deren Höhe das jeweilige Landesbüro Auskunft gibt.
Ich bin darüber informiert, dass Anträge auf Beitragsermäßigung jährlich neu zu stellen sind. Belege (Kopien – keine Originale!), die meine Angaben bestätigen, habe ich beigefügt.
Ort und Datum
Unterschrift
Bearbeitung durch das Landesbüro: Angaben geprüft und Landesbeitrag genehmigt bzw. geändert auf € f.d.R.
Eingang Bundeszentrale:
Erledigt: Datum, Stempel, Unterschrift
ANTRAG AUF FAMILIENBEITRAG . VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder | Wichernweg 3 | 34121 Kassel | Tel.: 0561-78437-0 | Fax: 0561-78437-40 | E-Mail: info@vcp.de | V1.13
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vcp Pfadfinden
38 AUS DEM VERBAND
VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
ANTRAG AUF FAMILIENBEITRAG Dieser Antrag muss nur einmalig gestellt und nur bei Veränderungen erneuert werden. Möglichst umgehend an die VCP-Bundeszentrale senden. Absender:
VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Wichernweg 3 34121 Kassel
VCP-Mitgliedsnummer:
• Wir möchten von dem Familienbeitrag Gebrauch machen und zahlen für das unter 1. genannte Familienmitglied den vollen und für das unter 2. genannte den halben VCP-Mitgliedsbeitrag. Alle übrigen VCP-Mitglieder zahlen keinen Beitrag. • Wir verzichten dafür auf den Mehrfachbezug der VCP-Zeitschrift. Das heißt: Wir erhalten für die Familie nur eine Zeitschrift. • Die Beantragung des Familienbeitrages schließt weitere Beitragsermäßigungen aus. • Die Zahlung des Gesamtbeitrages erfolgt durch das 1. Familienmitglied. Folgende Familienmitglieder gehören dem VCP an: (unter 1. bitte das älteste Mitglied und unter 2. das zweitälteste Mitglied angeben)
Name, Vorname
Mitgliedsnummer
Geburtsdatum
1 2 3 4 5 6 7
Ort und Datum
Unterschrift
ANTRAG AUF FAMILIENBEITRAG . VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder | Wichernweg 3 | 34121 Kassel | Tel.: 0561-78437-0 | Fax: 0561-78437-40 | E-Mail: info@vcp.de | V1.13
vcp Pfadfinden
anp 04|14
FOTOS: OLAF EYBE, ROMAN HEIMHUBER, ANDRÉ JÖRG, ANDREAS KLÄGER, SÖREN KÖPKE
AUS DEM VERBAND 39
Wir wünschen euch besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2015. VCP | Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
anp 04|14
Adress-Etikett bitte hier anbringen
Besinnung | Nervenkitzel
Inhalt
v AUS DEM VERBAND BERLINER PFADIS WAREN BALLONPATEN ……………………… 04 AUSSERORDENTLICHE BUNDESVERSAMMLUNG ……………… 05 VCPER IM AEJ-VORSTAND ……………………………………… 06 JUGENDKONGRESS BIODIVERSITÄT …………………………… 07 FEUERGÖTTER, TEE UND HAKENKREUZE ……………………… 08
c CHRISTLICHES LEBEN
„Stellen wir uns den Buddhismus oft ganz still vor, so wie die Teezeremonie, die durch den Zen-Buddhismus geprägt ist, so lebt der Shintoismus auch besonders von seinen großen Festen, den Matsuri.“ P. von Stockhausen: Feuergötter, Tee und Hakenkreuze. S. 8
HELFEN IST AUFREGEND… …………………………………… 10 NERVENKITZEL IN DER WEIHNACHTSGESCHICHTE ……………… 12
p PFADFINDEN NERVENKITZEL: NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN ……………………………… 14
„Eine junge Frau erfährt, dass sie schwanger ist. Wie wird ein Partner sich verhalten, der wie Josef genau weiß, dass er eigentlich nicht der biologische Vater sein kann?.“ A. Witt: Nervenkitzel in der Weihnachtsgeschichte des Lukas. S.12
LEIDEN KANN LAUNE MACHEN ………………………………… 17 LACHEN UND LEIDEN: BIST DU KITZLIG? ……………………… 18 NOCH KEIN GESCHENK GEFUNDEN? …………………………… 19
FOTO: ULRICH KAMMERTÖNS
MIT EINEM BEIN IM KNAST?
………………………………… 20
WIR ZELTEN SCHWARZ ………………………………………… 22 KRIMSKRAMS ……………………………………………… 24
KELLERTREPPE ………………………………………………… 28 BUCHECKE …………………………………………………… 30 UND WIE HEISST EUER STAMM? ……………………………… 31 SERVICE/REAKTIONEN/TERMINE ……………………………… 32
NEUER MITGLIEDSAUSWEIS …………………………………… 34 JAHRESABSCHLUSS …………………………………………… 35 BEITRAGSMARKEN/HINWEISE ZUR BEITRAGSERMÄSSIGUNG … 36
FOTO: ANDREAS KLÄGER
ANTRÄGE ZUR BEITRAGSERMÄSSIGUNG ……………………… 37 BEITRAGSORDNUNG …………………………………………… 39
„Die Rucksäcke von Kindern darf man ohne konkrete Hinweise jedenfalls nicht durchsuchen!“ O. Kiel: Mit einem Bein im Knast? Nervenkitzel Gruppenleitung. S. 20
„Er stärkt uns, unsere Fähigkeiten und den Gruppenzusammenhalt. Schließlich schweißen solche Erfahrungen zusammen.“ R. Rattay: Wir zelten schwarz. S. 22