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Valentin Ruf | Cliffhanger Portugal | Design Project 2023

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CLIFFHANGER

An Portugals südwestlichstem Punkt entsteht in Cabo De Sao Vicente ein Besucherzentrum für Touristen aus aller Welt. Das Gebäude an der Steilküste beherbergt neben einem Museum und einem Restaurant auch Büros und Labore für die Meeresforschung. Dem Entwurf liegt das Konzept zugrunde, ein kompaktes Gebäude zu schaffen, welches alle Nutzungen effizient beherbergt und sein Volumen minimal hält, um einen kleinstmöglichen Eingriff in die natürliche Umgebung zu… Das Gebäude fügt sich subtil in seine Umgebung ein und ist von der Straße aus beinahe unsichtbar. Es wird ebenerdig über einen gläsernen Würfel auf dem Dach des Gebäudes erschlossen, welcher die Besucher anlocken und deren Neugier wecken soll. Im inneren führt ein massiver Erschließungskern mit Treppe und Fahrstuhl durch das Gebäude, wodurch alle Bereiche schnell, einfach und barrierefrei erreicht werden können. Ein zentrales Thema des Entwurfs ist das Thema „Licht & Ausblick“. Dies lässt sich bereits anhand der visuellen Erscheinung des Besucherzentrums erahnen. Dieses weißt ausschließlich eine Glasfassade auf, welches das Volumen inklusive Tragwerk vollständig umschließt. Die Kubatur weißt zwei markante Gesten auf, die sich ebenfalls im Grundriss erkennen lassen. Zum Einen öffnet sich das Gebäude in einem radialen Raster nach vorne hin und ermöglicht den Besuchern dadurch, das Panorama vollständig erleben zu können. Zeitgleich neigt sich das Gebäude nach vorne und schafft dadurch einen Bezug zum Atlantik, welcher aufgrund der Klippe nicht erreichbar, aber somit dennoch erlebbar ist.

LAGEPLAN M 1:500

NORDATLANTIK

VILA
FAROL DO CABO DE SÃO VICENTE
CABO DE SÃO VICENTE

NUTZUNGEN

Das Besucherzentrum in Cabo De Sao Vicente‭ soll neben dem benachbarten Leuchtturm ein weiteres Highlight für Besucher aus aller Welt darstellen. Wesentlicher Bestandteil bildet dabei die museale Ausstellung über die portugiesische Seefahrt-Geschichte. Sie gliedert sich in eine Dauerausstellung, ein kleines Museumskino mit Sitzsäcken und eine Wechselausstellung, welche alternativ als Veranstaltungsfläche genutzt werden kann. Ergänzt wird das Angebot im Besucherzentrum zusätzlich durch ein Restaurant, bei dem die Gäste während dem Essen den spektakulären Blick in die Weite des Atlantiks genießen können. Das Gebäude bietet im Untergeschoss zudem Flächen für die Meeresforschung. So können die Büros, das Besprechungszimmer und das Labor von internationalen Forschern im Sinne der Wissenschaft genutzt werden. Die verschiedenen Nutzungen im Gebäude sind räumlich voneinander getrennt und stets um den Erschließungskern orientiert. Dies ermöglicht eine kompakte Raumgestaltung und kurze Wege. Die Nutzungen nehmen nach oben hin an Öffentlichkeit zu. So ist die Dachterrasse jederzeit und für jedermann zugänglich. Das Restaurant und das Museum sind hingegen lediglich während den Öffnungszeiten zugänglich. Zu den Räumlichkeiten der Forschung haben lediglich ein kleiner Personenkreis Zutritt. lediglich ein kleiner Personenkreis Zutritt.

TRAGWERKSKONZEPT

Das Tragwerk des Besucherzentrums entspringt dem Gedanken, ein Gebäude zu schaffen, das trotz seines Volumens und seines konstruktiven Gewichts eine gewisse Leichtigkeit vermittelt. Dabei soll es auf den ersten Blick lediglich am Felsen hängen und von diesem auskragen. Das Haupttragwerk bilden insgesamt vier Fachwerkträger, die sich über alle Geschosse erstrecken und fächerartig in die Landschaft zeigen. Dazwischen befinden sich weitere Träger, die im Radius gebogen sind und das Sekundärtragwerk darstellen. Auf ihnen liegen die jeweiligen Geschossdecken auf. Ausgesteift wird das Gebäude durch seinen massiven Kern und die Querverbindungen. Im unteren Bereich liegt das Gebäude mit seinen Fachwerkträgern mit entsprechenden Auflagern am Felsen auf. Im oberen Bereich wird das Gebäude mit insgesamt 16 Verpressankern im Gelände fixiert. Als Gebäudehülle dient eine vorgehängte Pfosten-Riegel-Fassade, welche sich selbst trägt. Ihre Profile sind dabei auf das Minimum reduziert und unterstreichen den Anspruch der Leichtigkeit. Auch wenn das Gebäude ringsherum verglast ist, wird der Blick im Gebäude durch die markanten Fachwerkträger bewusst auf das Meer gelenkt. Die Träger stehen entlang der Achsen teilweise frei im Raum.

SCHNITT A-A
SCHNITT B-B
ANSICHT OST
ANSICHT WEST
ANSICHT
ANSICHT

DETAILS

D 01: Anschluss Primärtragwerk Fachwerkträger | M 1:10

SEKUNDÄRTRAGWERK

HEA 280 gebogen

AUSSTEIFUNG Zugstäbe

PRIMÄRTRAGWERK

HEA 400 & HEA 220 Fachwerkträger

D 02: Anschluss Sekundärtragwerk | M 1:10

D 03: Anschluss Aussteifung mittels Zugstab | M 1:10

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