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Magazin für Medienmacher

Mit MarathonMann

24 / 09 / 10

stell dir vor, Erika Steinbach schreibt ein Buch und niemand berichtet darüber

! R E H C A M U H C S Rüdiger Safranskis Buch „Romantik – eine deutsche Affäre“ beschreibt klug das Volk der Dichter und Denker. Wir glauben, dass Fantasie über Wirklichkeit gewinnen kann, dass das Leben tendenziell behaglich ist und Yoga gegen die anstrengende Moderne hilft. Womit wir bei den Grünen wären. Diese Partei, gerade mal 30 Jahre alt, berührt die Romantiker-Seele ohne krampfig zu wirken wie die Sozialdemokratie. Die Frage lautet: Mit wem würden Sie lieber einen Dinkelburger essen: Andrea Nahles oder Claudia Roth? Unentschieden, sagt der Wähler. Und wie lange geht der grüne Höhenflug? Genau bis zum ersten großen Wahlsieg, wenn etwa Renate Künast ins Rote Rathaus zieht. Dann trifft Romantik auf Realität und die Krötenstreichler müssen erklären, wie sie mit Bio-Kartoffeln, Wind- und Fahrrädern einen Industriestandort betreiben wollen. Es ist das Privileg der Opposition, Hoffnungen zu wecken. Und es ist das Elend einer Regierung, den Absturz zu erleben.


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Okay, Kollegen, wir haben jetzt einen guten Monat Sarrazin-Debatte hinter uns – Zeit nach vorne zu blicken. Da erscheint zum Beispiel ein Buch mit dem Titel „Die Macht der Erinnerung“ – ursprünglich sollte es „Die Wahrheit“ heißen. Die Autorin: Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und hessische CDU-Bundestagsabgeordnete mit leichtem Rechtsdrall. Auf Politik und Medien kommt sehr wahrscheinlich etwas zu, das im Internet Shitstorm genannt wird, ein Begriff, der die Angelegenheit auch in der großen Druck-, Radio- und Fernsehwelt recht gut auf den Punkt bringt. Lange kann es nicht mehr dauern: Beim Universitas-Verlag, der zur stellenweise rechtsextremen Fleissner-Verlagsgruppe gehört, heißt es, das Buch werde in diesen Tagen ausgeliefert. Wir erwarten eine Debatte nach bewährtem Muster: Gezielte Provokationen, die gern Bezug auf Holocaust und Weltkrieg nehmen, zu überdrehten Gegenreden einladen und sich mit freundlicher Unterstüt-

zung von Kommentatoren und Analysten aus den Medien in rasender Geschwindigkeit zu einem medialen Wirbelsturm entwickeln. Da hilft nur Kopf zwischen die Knie und in eine Ecke hocken, bis das Ganze vorbei ist. Muss das so sein? Geht es nicht auch anders? Wäre es denkbar, dass die Vernunft den Sensationismus ausschaltet? In den Vereinigten Saaten kam anlässlich der angekündigten Koran-Verbrennungen die Frage auf, wer für die erwarteten gewaltsamen Proteste eigentlich verantwortlich sei. Der verrückte Pastor? Oder die Medien, die ihn zum Star gemacht haben? „Stop giving idiots so much attention and only their neighbors will have to deal with their shit, instead of the whole world“, schreibt eine Freundin bei Facebook. „If a Koran burns in Florida and the media doesn‘t cover it, does it still make a sound?“ Genauso sollte man fragen: Wenn Erika Steinbach ein Buch herausbringt, und niemand schreibt darüber, ist es dann immer noch eine Provokation?

„Bartoszewski hat einen schlechten Charakter.“ „Das sagen Sie hier heute Morgen so ohne wenn und aber?“ „Das sage ich ohne wenn und aber.“

Frau Steinbach jedenfalls schmiert ihren Propaganda-Apparat. Sie bricht gerade die Brücken hinter sich ab, um sich auf eine größere Schlammschlacht vorzubereiten. So nutzte sie die Sarrazin-Debatte für einen Eklat in einer CDU-Fraktionssitzung. Sie könne nun mal nicht ändern, sagte sie, dass Polen schon im März 1939 mobil gemacht habe. Wenige Tage später, während eines ARD-FrühstücksfernsehenGeplauders mit Werner Sonne im

Café Einstein, ließ sie nebenbei den Satz fallen, der ehemalige polnische Außenminister und DeutschlandBeauftragte Wladyslaw Bartoszewski habe einen schlechten Charakter. Sonne fragte entgeistert nach, aber Steinbach bestätigte die Beleidigung des 88-jährigen AuschwitzÜberlebenden zufrieden grinsend ein weiteres Mal. Eine Begründung wollte sie nicht geben, verwies aber gern auf ihr Buch, das demnächst erscheine und in dem alles nachzulesen sei.


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Jedem Politiker und Berichterstatter mit etwas Routine war klar, dass diese Äußerungen Köder waren, die im Westentlichen dazu dienten, Aufmerksamkeit zu erlangen und Empörung zu provozieren. Jeder, der entschied, darauf zu antworten oder darüber zu berichten, traf die Entscheidung, Steinbachs Spiel mitzuspielen oder vielmehr sich selbst zur Figur in diesem Spiel zu machen. Verantwortung zu übernehmen hätte bedeutet, still zu halten. Nun, das hat nicht geklappt. Die Empörung, echt oder kalkuliert, war groß. Eine „Widerlichkeit“ und ein „Skandal, wie ich ihn in internationalen Beziehungen sonst nur von Rechtsradikalen kenne“, sagte Kurt Beck und forderte Steinbach zum Verzicht auf ihr Bundestagsmandat auf. Die nahm nach einiger Zeit und auf sehr herablassende Art ihre Äußerung zurück – was immer das bedeuten soll. Zwischenergebnis: Die Sache läuft. Die traurigste Rolle in dem immer öfter aufgeführten Stück „Man wird doch wohl noch sagen dür-

fen“ spielen wir Journalisten. Statt eine Inszenierung, deren Zweck es ist, politisches Kapital zu schlagen oder auch nur viel Geld zu verdienen (Sarrazins Werk liegt bei 650.000 Exemplaren), als eben solche zu beschreiben – oder besser noch: zu ignorieren –, wirken Zeitungen und Fernsehsender aktiv daran mit, die Hysterie anzufeuern. Sie rechtfertigen sich mit Hinweis auf journalistische Kriterien: Relevanz, Interesse, Aktualität. Aber wie relevant ist der Verband der Vertriebenen, wie interessant ist eine weitere beleidigende Äußerung seiner Vorsitzenden und wie aktuell sind abseitige Terminfragen von 1939? Es gibt natürlich andere Anreize, absichtsvoll inszenierte Debatten groß zu machen – im Fall Sarrazin besonders deutlich in der Doppelmoral des SPIEGELs, der durch den Vorabdruck sich selbst einen Anlass lieferte, zwei Wochen später zu analysieren: „Warum so viele Deutsche einem Provokateur verfallen“. Diese Ausgabe verkaufte sich angeblich 20 Prozent öfter als sonst üblich. Die Quoten von „Hart

» Jetzt ist für Journalisten exakt der richtige Zeitpunkt, sich ein paar Dinge vorzunehmen: Ruhe bewahren. Kurt Beck einfach mal nicht zitieren. Und überlegen, ob es nicht Ereignisse auf dieser Welt gibt, über die zu berichten sich tatsächlich lohnen würde. « aber fair“ waren noch nie höher. Und so weiter. Das alles muss diesmal nicht so sein. Noch ist es nicht zu spät, neue journalistische Tiefpunkte wie Eva Herman bei Kerner – „Autobahnen geht gar nicht!“ – zu verhindern. Niemand muss Frau Steinbach zu einer noch einflussreicheren und wohlhabenderen Frau machen.

Es wäre so einfach. Jetzt ist für Journalisten exakt der richtige Zeitpunkt, sich ein paar Dinge vorzunehmen: Ruhe bewahren. Kurt Beck einfach mal nicht zitieren. Und überlegen, ob es nicht Ereignisse auf dieser Welt gibt, über die zu berichten sich tatsächlich lohnen würde. Text: Sebastian Esser


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Hape Kerkeling wird erneut die Goldene Kamera moderieren. Das ZDF überträgt die Verleihung der Hörzu-Preise im Februar. Doris Brückner wird neue Stellvertreterin von Chefredakteur Walter Mayer bei BILD AM SONNTAG. Sie bleibt auch weiterhin Nachrichtenchefin. Uwe Wittstock geht als Literaturchef zu FOCUS. Er war lange bei der FAZ, dann gemeinsam mit seinem neuen Chef Wolfram Weimer bei der WELT. Christian Ankowitsch wird journalistischer Berater bei Tempus Corporate (ZEIT-Verlag). Moritz Müller-Wirth wird neuer Vize-Chef der ZEIT, Vorgänger Matthias Nass „internationaler Korrespondent“.

MAGAZINWECHSEL Dominik Wichmann geht zum STERN. Der Chefredakteur des SZ-MAGAZINS wird Mitte 2011 Vize-Chef der Illustrierten und damit zum Kronprinzen des Führungspärchens Petzold/ Osterkorn. Das SZ-Magazin führt er seit zehn Jahren.

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DIE MEDIENWOCHE

Das Medientagebuch FREITAG: Burda stellt nach wenigen Ausgaben CHATTER ein, ein Klatschlatt auf Zeitungspapier in hoher Auflage, das sich nicht ansatzweise in gewünschter Höhe verkaufen ließ. MONTAG: Apple plant einen virtuellen Kiosk für digitale Zeitungen und Zeitschriften. Viele Verlage sind aber offenbar skeptisch. DIENSTAG: Die katholischen Bischöfe beschließen das Ende des RHEINISCHEN MERKURs als eigenständige Wochenzeitung. Aus dem Kirchenblatt wird eine Beilage der ZEIT. MITTWOCH: Mit der FRANKFURTER RUNDSCHAU (ausgerechnet!) bringt zum ersten Mal eine deutsche Zeitung eine brauchbare iPadApp heraus.

Hannah Herzsprung, weil die Hauptdarstellerin der nicht großen, aber doch ziemlich guten ARD-DDRSerie „Weissensee“ auch als Wessi unter lauter Ossis glaubwürdig ist.

» Ich kann die einschlägigen Lokale von Mitte schon nicht mehr sehen «

Gewinner

Regierungssprecher Steffen Seibert hat schon keinen Bock mehr auf Berlin (Zitat aus dem SPIEGEL)

305.682 Euro verdient Wolf-Dieter Ring, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Seine Kollegen verdienen meist nur die Hälfte oder weniger.

Verlierer

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LIEBLING der wochE Liebes slowenisches Fernsehen, bisher wussten wir nicht viel über Dich, aber seit dieser YouTube-Clip zeigt, dass Deine Nachrichtensprecher unter dem Tisch nur Boxer-Shorts tragen, sind wir Fans. Sind Claus Klebers und Peter Kloeppels Hosen etwa virtuell per Computer ins Bild hineingerechnet?

Peter Hahne, weil die Interviews dieses glitschigen ZDF-Menschen über seine neue Sendung noch schlimmer sind als die Sendung ohnehin schon ist.


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Mehr als nur laufen

Danke der Nachfrage, ich schlafe tief und fest - nur zu René Hiepen produziert für N-TV wenig. Morgens mache ich und Eurosport die Übertragung einen lockeren Lauf durch des Berlin-Marathons am Sonnden Tiergarten. Unser Team tag. Der ehemalige ZDF-Modera- ist hochmotiviert. Ohne soltor hat damit mit der RTL-Gruppe che Top-Leute wie Achim Jengdes die ARD ausgestochen, wo das (TopVision), Thomas Strobl (Regie), Sportereignis in den vergangenen Frank Thomas Sippel (ChefredaktiJahren zu sehen war. on) wäre eine solche große Produktion niemals zu realisieren. Wir freuen Herr Hiepen, 2006 haben Sie dem uns, dass es endlich losgeht. ZDF bei laufender Kamera die Brocken hingeworfen, nun jagen Sie der Was machen Sie denn besser als die ARD den Berlin-Marathon ab. Spüren ARD? Sie Genugtuung darüber, den Öffent- Wir sehen den Berlin-Marathon als lich-Rechtlichen eins auswischen zu globales TV-Event und produzieren können? hier eine internationale Sport-LiveIch habe nach wie vor ein sehr gutes Show mit der modernsten Technik. Verhältnis zu vielen meiner ehema- Wir übertragen in 67 Länder live. Inligen Kollegen. Marathon ist meine haltlich setzen wir auf die Säulen Leidenschaft und deshalb steckt hier Weltrekordjagd an der Spitze, die nain diesem Projekt sehr viel Herzblut tionale Farbe mit Mockenhaupt bei drin. ARD und ZDF berichten ja aus- den Frauen, die tolle Stimmung bei führlich über den Marathon. Wir wer- den Massenläufern und wir featuren den den Öffentlich-Rechtlichen ein die Metropole Berlin – mit kurzen tolles Produkt anbieten können. Clips zu den Themen Historie, Kultur, Lifestyle, ohne dabei den Live-Sport Sie stemmen als Produzent quasi im aus den Augen zu verlieren. Alleingang diese Mega-Übertragung. Beim Marathon passiert zu Anfang Schlafen Sie noch gut? nicht wahnsinnig viel. Wie halten Sie

unter Kollegen

die Zuschauer bei der Stange? Ich finde gerade zu Beginn diese Spannung, Energie und große emotionale Stimmung der Massen fantastisch. 40.000 Menschen aus 122 Ländern machen sich auf die gleiche, ungewisse Reise über 42,195 Kilometer. Zudem unterhalten wir die Zuschauer mit einer kurzweiligen bildlichen Inszenierung zur Metropole Berlin, die mehr zu bieten hat als nur laufen. Was ist Ihre eigene Berlin-MarathonBestzeit? 3.42 bei meinem Debüt hier 1997. Ich kann mich noch gut erinnern, als der Ex-Werder-Manager Willi Lemke mich auf der Zielgeraden überholt hat. Das konnte ich mir dann wochenlang in jedem Bundesligastadion anhören, denn bei Kilometer 30 hatte ich noch zehn Minuten Vorsprung auf Willi. Das ist Marathon: Abgerechnet wird erst am Schluss.

„Der Tod lauert im Kühlschrank“ lautete der Titel eines Interviews in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG mit dem Autor des Buches „Lexikon der Gefahren“, Alexander Marguier. Was der Leser nicht erfuhr: Marguier war bis vor Kurzem Leiter des Gesellschaftsressort der FAS. Man hätte doch immerhin „Schleichwerbung“ drüberschreiben können, oder?

Maxeiner plant ZEItung Der Journalist Dirk Maxeiner kündigt an, auf der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober eine neue Zeitung vorzustellen. NEUGIER.DE soll das Blatt heißen und zu den Autoren zählen weitere Mitglieder der Seite „Achse des Guten“, unter anderem Henryk M. Broder. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit Indien. Näheres war zunächst nicht zu erfahren.


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Der Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) ist der größte Befürworter eines neu zu schaffenden Leistungsschutzrechts, also einer Art Subvention für die gebeutelten Verlage – wobei die Herren das Wort Subvention unter keinen Umständen hören wollen. Beim Zeitungskongress ging es natürlich unter vielem Anderen wieder darum – genauso wie beim wenige Tage zuvor stattfindenden Kongress des Berufsverbands Freischreiber in Hamburg (nicht im Bild). Die freien Journalisten tauschten sich unter dem Motto „Mach‘s Dir selbst“ wider Erwarten nicht über Masturbation aus, sondern suchten nach Wegen, sich von den im BDZV vertretenen Verlagen unabhängiger zu machen, deren Publikationen sie für immer niedrigere Hungerlöhne Tag für Tag füllen. Einfacher wäre es vielleicht, miteinander zu reden.

Peter Boudgoust (ARD), Frank Schirrmacher (FAZ), Mathias Döpfner (Axel Springer)

Frauen fragen: »wie bin ich?« – Männer fragen: »wie war ich?« Roman Maria Koidl – Autor Scheisskerle

© Jim Rakete

DIENSTAG ZEITUNGSKOnGRESS, Essen

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Die Leserinnen sagen: »Endlich ein Mann, der es wagt, die Wahrheit zu sagen.« Anita

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»Volltreffer!« Annika »Ich war gefesselt, das war viel tiefer und ernster, als der Titel erwarten ließ.« Daniela

Schnücker, Asmussen, Herbst, Nienhaus, Heinen, Pleitgen

»Das Buch beantwortet die quälende Frage nach dem ›Warum‹.« Elke

Moderator Plasberg, Staatssekretär Stadler, Boudgoust, Mercedes Bunz, Schirrmacher, Döpfner

© Jim Rakete

»Das Buch ist der Hammer!« Eveline

| Hoffmann und Campe |


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Die Presse sagt: »Ein gnadenlos ehrliches Buch« BLICK, Schweiz

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FREITAG RADIO-PREIS, HAMBURG

»Koidl beschreibt ein Phänomen.« Hamburger Abendblatt »Roman Koidl hat gute Antworten.« WOMAN, Österreich

Zum ersten Mal wurde der Deutsche Radio-Preis verliehen. Wie beim Fernsehpreis hatten sich dazu die öffentlich-rechtlichen Sender mit den privaten zusammengetan. Phil Collins, Jason Derulo, Ich + Ich, Lena und Silbermond traten auf – also das beste der Siebziger, Achtziger, Neunziger und von heute.

© Jim Rakete

Heute kommt nix NDR-Intendant Lutz Marmor (re.) und Martin Willich (Vorstand von Studio Hamburg) mit Ehefrauen, Stefan Aust mit Ehefrau Katrin – und Lena!

»Koidl entlarvt die Strategien der Beziehungsneurotiker.« Berliner Kurier

| Hoffmann und Campe |


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Unternehmer als Bestsellerautor Roman Maria Koidl wurde 1967 geboren. Der Unternehmer ist unter anderem Inhaber der Marke »MOST Schokolade« Er war mehrere Jahre Dozent für Kommunikation und Wissenstransfer in Wien. Als private Passion betreibt er die »Kunsthalle Koidl« in Berlin, eine Ausstellungshalle für Sammlungen zeitgenössischer Kunst. 2001 wurde er zum Entrepreneur des Jahres nominiert, 2006 für das neue MOST-Design vom Art Directors Club ausgezeichnet und 2008 für den Innovationspreis der Union Mittelständischer Unternehmen nominiert. Nach Radio Business, Convenience Stores und Museum Management ist Scheißkerle sein erstes erzählerisches Sachbuch. Roman Maria Koidl lebt in Zürich.

In der Bütt: Preisträgerin Christine Westermann („Bestes Interview“), Laudatio von Reiner Calmund, Preisträger für die „Beste Innovation“: Michael Bartlewski und Kaline Thyroff, Preisträgerin Valerie Weber für Antenne Bayern (Sonderpreis) mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein

Ich will einfach nur einen Kaffee

© Jim Rakete

www.scheisskerle.de

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POSTSCRIPTUM Magazin für Medienmacher

Toll! Eine neue Botschaft von Richard Wagner. Aber was soll sie bedeuten? Bitte helfen Sie uns

IMPRESSUM

Vor drei Wochen haben wir FAZ-Redakteur Richard Wagner und seiner Kolumne „Das war‘s“ Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen. Das Thema scheint den Mann weiterhin zu beschäftigen. Am Sonntag schrieb er uns zum zweiten Mal eine versteckte Botschaft: „[Alice] Schwarzer wusste früher immer wortreich [...] von sogenannter Zwangsheterosexualität zu berichten, unter der nun Kachelmann nicht zu leiden scheint, handelt es sich in seinem Falle doch eher um eine überpointierte Heterosexualität, die nach Gerüchten aus der Deutschen Phobophobischen Gesellschaft aber starke Züge einer subkutanen, also für keines Menschen Auge sichtbare Homophobie trägt.“ Wir haben keine Ahnung was das bedeuten soll. Können Sie, liebe Leser, helfen? Bitte schreiben Sie Ihre Interpretation an info@visdp.de. Für die plausibelste Übersetzung gibt es einen Preis: Wir spielen dem Gewinner am Telefon wahlweise „Er gehört zu mir“ oder eine Arie aus „Lohengrin“ vor.

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Herausgeber Dr. Hajo Schumacher Chefredakteur Sebastian Esser Stellvertreter des Chefredakteurs Wendelin Hübner Stellv. Chefredakteure Susan Mücke, Frank Joung Leitender Redakteur Patrick Weisbrod Leiterin Lektorat Carla Mönig Adresse Lietzenburger Straße 51, 10789 Berlin Telefon 030 2196 27287

Inbox (1) Andreas Maisch schreibt: „Peinlich ist aber, dass Sie sich über einen Schreibfehler der FAZ mokieren, aber im Aufmachertext gleich zwei große Fehler haben. „Die Bedeutung der DPA wird größer, obwohl ihre Zukunft unsicherer ist also je zuvor“ findet sich leider gleich zweimal, sogar als Zwischentitel im Text. Applaus! „152 Meter lang ist der neue DPA-Newsroom, den Büchner am Mittwoch offiziell dem Bundespräsidenten und dem halben Kabinett vorgestellte.“ Da hat wohl der Autor beim Schreiben eine neue Zeitform erfunden.“ Herr Maisch hat recht, das ist peinlich. Das Lektorat trifft keine Schuld, es war in Urlaub. Diese Woche ist die gesamte Abteilung übrigens krank. Gute Besserung! FOTOS: S.1: BdV; S.5: Susanne Schleyer; S.4: Süddeutscher Verlag, RTL. Axel Springer, Burda, privat; S.5: Erzdiözese Köln, ZDF, Mathias Bothor; S.6: SCC-RUNNING/Sailer; S.7/8: BDZV; S.9/10: NDR/Marco Maas.

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