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SEEDS for Education: Anstiftungen für eine gelingende Bildung

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Ci omnimpo raturiant. Sedi il

SEEDS for Education Anstiftungen für eine gelingende Bildung

Ein Positionspapier avec le soutien de

A


INHALT

Ci omnimpo raturiant. Sedi il

Vorwort

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Einleitung

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SEEDS for Education

1.

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Anstiftungen für eine gelingende Bildung

2.

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SEEDS

Ein Positionspapier

B

3.

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4.

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5.

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Resümee

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Quellen

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Ci omnimpo raturiant. Sedi il

Kinder sind eigenständige Personen und haben Rechte

SEEDS for Education Eine Welt voller Unikate

Anstiftungen für eine gelingende Bildung

Ein Positionspapier Kompetenzen für eine Welt im Wandel

Mitreden, mitentscheiden, mitwirken

Nur gemeinsam schaffen wir es!

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Vorwort

Bildung, DIE treibende Kraft einer Gesellschaft Bildung kann dem Kind den Rahmen und die Werkzeuge geben, die es ihm*ihr ermöglichen, sich zu einem verantwortungsvollen und selbstbestimmten Wesen zu entwickeln, auch wenn sein*ihr Umfeld dafür nicht die besten Startbedingungen bietet. Bildung ist und bleibt somit ein wichtiger Schutzfaktor. Nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns Erwachsene und somit unsere gesamte Gesellschaft. Simone Flammang, Premier avocat général und Mitglied des Verwaltungsrats der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte Let'sTalk Education; 24.05.2023, Luxemburg-Stadt, neimënster

Bildung ist immer der Anfang. Seit der Gründung der UP_FOUNDATION im Jahre 2018 fühlen sich alle Gründer*innen, Mitarbeiter*innen und Partner*innen darin bestätigt, dass Bildung DIE treibende Kraft unserer Gesellschaft ist. DIE treibende Kraft, um sicherzustellen, dass wir uns als Gesellschaft kontinuierlich den Herausforderungen unserer Zeit anpassen können. Bildung findet nicht nur im schulischen Kontext statt, sondern überall dort, wo Menschen miteinander interagieren, Neues entdecken und Ideen entwickeln. Oder wie Tim Fargo es ausdrückt:

Bildung gibt es jeden Tag und überall; das einzige, was es dich kostet, ist Aufmerksamkeit. Sowie im gleichen Sinne William Butler Yeats:

Bildung ist nicht das Füllen eines Eimers, sondern der Blitz des Feuers.

Bildung braucht Zivilgesellschaft. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, ehrenamtlich Engagierte, Vereine, Stiftungen und Initiativen bilden eine gesellschaftliche Kraft, die für eine starke Demokratie, den sozialen Zusammenhalt und die individuelle Teilhabe an der Gesellschaft unverzichtbar ist. Erst durch dieses Engagement vor Ort werden vielfältige Bildungsbeiträge ermöglicht. Netzwerk Stiftungen und Bildung

Als UP_FOUNDATION setzen wir uns seit Beginn vor allem für Chancengerechtigkeit und Bildungssolidarität in unserer Gesellschaft ein, und zwar: politisch unabhängig, frei von jeglichen Normen und Linien und im Sinne aller Kinder und Jugendlichen. Wir sind eine Plattform für Dialoge über Bildung, engagieren uns für eine Stärkung der Kinderrechte sowie für die erfolgreiche Förderung und Umsetzung von innovativen Projekten und Programmen mit vielfältigen Akteuren und Partner*innen. Nach 5 Jahren sind wir besonders stolz sagen zu können, dass diese Plattform von unseren Partner*innen sowie Begünstigten mehr als geschätzt wird! Raymond Schadeck, Präsident der UP_FOUNDATION

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Einleitung

Einleitung

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ie halten die SEEDS FOR EDUCATION in Ihren Händen, die nach fünfjähriger Tätigkeit im luxemburgischen Bildungsbereich eine erste Bilanz der UP_FOUNDATION bilden. Und dies in einer Zeit, in der die Welt durch Pandemien, Kriege und die Klimakrise aus den Fugen zu geraten droht. Die letzten Jahre haben nicht nur bei Erwachsenen, sondern vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen und uns deutlich vor Augen geführt, dass die Welt in stetem Wandel und zerbrechlich ist. Dabei ist nochmals deutlich geworden, wie bedeutsam Bildung für Einzelne und für die Gesellschaft ist, um Täuschungen zu widerstehen, Anpassungen möglich zu machen und für Veränderungen offen zu bleiben.

Eine Bildungsreise durch Luxemburg Wir sind in den letzten fünf Jahren viel in Luxemburg herumgekommen, haben viele Kinder und Jugendliche getroffen und erlebt, haben mit ganz unterschiedlichen Bildungsakteuren und politisch Verantwortlichen zusammengarbeitet, Projekte in die Wege geleitet oder aktiv unterstützt. Wir haben zugehört, mitgestaltet, mitgearbeitet und unsere Erkenntnisse und Erfahrungen in FÜNF SEEDS in Form eines Positionspapiers zusammengefasst, mit dem wir die luxemburgische Gesellschaft zum Dialog und Diskurs über gelingende Bildung und damit über unsere Zukunft einladen.

Was ist Bildung? Bildung oder das Verb „bilden” bedeutet auch „sich formen”. „Ich forme mich, ich bilde mich, ich gestalte mein Leben, ich entwickle mich weiter, ich werde jemand...” Ist Bildung also nun ein Zustand oder ein nie endender Prozess? Dr. phil. Nora Schleich, Philosophin und Referentin, Projektkoordinatorin bei ErwuesseBildung asbl Let‘s Talk Education, 03.03.2023, Marnach, Cube 521

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Wo gelebt wird, wird auch gelernt Am Anfang steht das ganzheitliche Verständnis von Bildung, das den Fokus nicht nur auf Schule legt, sondern Bildung in all ihren Facetten berücksichtigt. Hier orientieren wir uns an der Definition der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die in ihrem Praxishandbuch von 2012 bereits beschrieb: Bildung hat nicht nur ein Gesicht, sondern viele – genauer genommen vier: die formale Bildung, die non-formale Bildung, die informelle Bildung und die wilde Bildung. Kinder und Jugendliche durchqueren im Laufe ihrer Entwicklung all diese Felder; auf ihrem Weg werden sie von Menschen begleitet, die alle eine wesentliche Rolle in ihrem Leben spielen und ihnen auf irgendeine Weise Halt geben.

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Heraklit

Seit 2018 arbeiten wir mit zirka 12.500 Kindern und Jugendlichen, 500 Bildungsakteuren, 100 Institutionen und mehr als 25 Gemeinden und Städten zusammen. Wir haben zusammen mit Kindern und Jugendlichen über 40 Projekte und 80 „Ideas of Change“ entwickelt, 50 partizipative Workshops und Fortbildungen durchgeführt und in zahlreichen öffentlichen Foren, Konferenzen und „Let‘s Talk Education”-Formaten mit über 50 Akteuren aus der Zivilgesellschaft über Bildung diskutiert und viel dazu gelernt.

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1.

Ci omnimpo raturiant. Sedi il

Erwachsene sehen uns oft nur als Schüler*innen; dabei sind wir so viel mehr. Wir sind eigenständige Persönlichkeiten mit Rechten und ohnehin die Zukunft der Gesellschaft.

Lasst uns die Rechte der Kinder noch viel bekannter machen und dafür sorgen, dass sie als Individuen mit eigenen Rechten wahrgenommen werden.

Die Kastanie hat einen schönen, behüteten Kern. Ihre Blätter wachsen niemals allein, sondern meist zu fünft an einem Stiel, wie die Finger einer Hand. Die Früchte werden beschützt von der stacheligen Schale, so dass sie in Ruhe gedeihen und heranwachsen können.

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1. Kinder sind eigenständige Personen und haben Rechte

1. Kinder sind eigenständige Personen und haben Rechte

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inder werden oft nur als die „Kleinen“ wahrgenommen und ihnen wird dabei unterstellt, dass sie nicht wissen können, was das Beste für sie ist – schließlich können sie noch nicht richtig laufen, reden oder lesen, stimmt‘s? Aber Kinder sind keine unfertigen Erwachsenen – sie sind Menschen mit eigenen Fähigkeiten und Rechten, die es genauso verdienen, ernst genommen zu werden, wie wir. Ihre Identität beschränkt sich weder auf Schulnoten, noch auf jene Rollen, die Erwachsene ihnen zuschreiben. Und wenn wir morgen Erwachsene mit Verantwortungsbewusstsein und Integrität in unserer Gesellschaft haben wollen, dann sind wir heute gefordert, Kindern mit Achtung und Würde zu begegnen.

Kinder haben Rechte! Aber wer kennt sie und engagiert sich für sie? Kinder haben Rechte und diese wurden vor über 30 Jahren auf Initiative der Vereinten Nationen schriftlich formuliert. 1993 hat Luxemburg als eines der ersten Länder die Internationale Kinderrechtskonvention von 1989 unterzeichnet. Wir sind damit eines von insgesamt 196 Ländern, in denen die Bedürfnisse Minderjähriger im Gesetz verankert sind und eine Missachtung strafrechtliche Konsequenzen haben kann. Am 1. Juli 2023 wurden die Kinderrechte offiziell in die luxemburgische Verfassung eingetragen und zwar unter dem Kapitel Bürgerrechte – sie sind damit ein Grundrecht, das niemand mehr anfechten kann. Vor diesem Hintergrund ist für uns nicht nur jedes Jahr der Internationale Tag der Kinderrechte am 20. November zu feiern, sondern an allen 365 „Weltkindertagen“ an die Rechte der Kinder zu erinnern.

Jedes Kind hat die gleichen Rechte. Jeder sollte diese Rechte kennen, damit sie besser respektiert werden und jedes Kind, jede*r Jugendliche gehört wird. Je veux avoir les informations, mes parents et Madame [l’institutrice] ne me disent rien. Je ne sais pas si demain je peux venir à l’école ou si j’habite dans un autre foyer.

OKaJu, Ombudsmann für Kinder und Jugendliche, Luxemburg

Evan*, Centre d‘Acceuil Atelier Design for Change, 2023

Der Ombudsmann für Kinder und Jugendliche (OKaJu) sorgt für die Förderung, Wahrung und den Schutz der Kinderrechte in Luxemburg und überreicht seinen Jahresbericht dem Parlament. Aber die notwendige Kraft werden die Rechte der Kinder erst dann erfahren, wenn jede*r Bürger*in Luxemburgs für die Rechte der Kinder eintritt.

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Die Stadt Ettelbrück stand im November 2023 ganz im Zeichen der Kinderrechte, indem das Projekt Kannerrechter (er)liewen die ganze Stadt mobilisierte. Hier wurden von vielen örtlichen Bildungsakteuren zahlreiche Workshops für Grundschulkinder zu den Kinderrechten organisiert. Das Ganze wurde in einer Ausstellung dokumentiert und am 20. November von allen gefeiert.

2022 hat das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend den Nationalen Aktionsplan „Zesumme fir d‘Rechter vum Kand“ 2022-2026 herausgegeben. Unter den 64 geplanten Aktionen, die auf Basis der Empfehlungen der Vereinten Nationen (UN) konzipiert wurden, werden acht Schwerpunkte besonders hervorgehoben, die die UN für Luxemburg als dringend einstuft.

Wir fragen uns, ob es neben den bereits bestehenden Kampagnen und Aktionen nicht auch Indikatoren zu den Rechten der Kinder, die erfolgreiche Umsetzungen messbar machen, oder ein Label „Gemeinde der Kinderrechte“ (Arbeitstitel), das Initiativen im Sinne der Kinderrechte auf lokaler Ebene sichtbar macht und belohnt, braucht?

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1. Kinder sind eigenständige Personen und haben Rechte

1. Kinder sind eigenständige Personen und haben Rechte

Um ein Kind zu erziehen, braucht man Zeit, Verständnis, Fürsorge und Geduld.

Kinder sind Persönlichkeiten – von Anfang an.

Carla Carvalho, Sozialpädagogin

Lange Zeit galt die Kindheit als schnell zu überbrückende Phase, in der man Kinder nach den Interessen der Erwachsenen formte, damit sie zügig Verantwortung übernahmen und sich bei der Arbeit oder im Krieg nützlich machten. Erst im 18. Jahrhundert setzte ein breites Interesse an der Kindheit als eigenständige Lebensphase ein, die es zu schützen und zu fördern gilt (z.B. Jean-Jacques Rousseaus Roman Émile). Im 19./20. Jahrhundert, dem „Jahrhundert des Kindes”, erreichten diese Erkenntnisse ihren Höhepunkt und leiten uns auch heute noch. Das in Luxemburg verankerte Grundrecht auf Bildung garantiert jedem Kind das Recht zu lernen. Zu seinen*ihren Rechten gehört jedoch auch das Recht auf Spiel, Erholung, Freizeit, Geborgenheit, ein sicheres Zuhause und elterliche Fürsorge.

Die Förderung positiver Bindungen, der Aufbau gesunder Beziehungen und die Vermittlung von Bildung sind drei Schlüsselkomponenten, die in der Entwicklung eines Kindes ineinandergreifen. Bildung kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf einer starken Erziehung und Beziehung basiert. Gilbert Pregno, Vorsitzender der Beratenden Kommission für Menschenrechte in Luxemburg Let‘sTalk Education, 19.04.2023; Esch an der Alzette, FerroForum

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Der nationale Rahmenplan zur non-formalen Bildung im Kindes- und Jugendalter wurde 2021 vom Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend herausgegeben und beschreibt die grundlegenden pädagogischen Zielsetzungen sowie die Prinzipien und Merkmale der non-formalen Bildung in den Kindertagesstätten, in der Jugendarbeit und bei Tageseltern. Zudem bietet der Rahmenplan Anhaltspunkte für die pädagogische Arbeit von Pädagog*innen, Erzieher*innen und Tageseltern.

Let‘s Talk Education ,,Zoom sur la Petite Enfance‘‘: 9.11.2023; Luxemburg-Stadt, Belairer Schule

Kinder brauchen Wurzeln und Flügel für eine gesunde Entwicklung ihrer selbst, aber auch unserer Gesellschaft. Die Erkenntnis, dass kleine Kinder von ihren Eltern „Wurzeln“ und größere Kinder „Flügel“ erhalten sollen, wird Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben. Damit wird die notwendige Spannung zwischen behüten und loslassen in eine verständliche Metapher gekleidet, deren Kern die Entwicklungspsychologie heute bestätigt. Kinder brauchen das Gefühl, selber etwas bewirken zu können, um Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu entwickeln; ein Schutzfaktor, der das ganze Leben wirkt. Dies setzt jedoch voraus, dass Kinder alltägliche Erfahrungen sammeln können, an denen sie sich ausprobieren, entdecken und entwickeln können. Um sich jedoch selbst etwas zuzutrauen, benötigen sie zuerst das Zutrauen der Erwachsenen. Erst ein vertrauensvoller Halt von außen lässt ihre Neugierde, Neues zu entdecken, und dadurch inneren Halt wachsen. Eigenschaften, die wir nicht nur bei jedem*er Einzelnen, sondern auch als Gesellschaft im Ganzen für unsere Zukunft gut gebrauchen können.

Anstatt Kindern einen teuren Spielplatz zu bauen, schenkt ihnen lieber Matsch-Hosen, damit sie darin draußen herumtollen können. Dr. Fernand Pauly, Kinderarzt Let‘s Talk Education ,,Zoom sur la Petite Enfance‘‘: 9.11.2023; Luxemburg-Stadt, Belairer Schule

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2.

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Wir sehen Vielfalt als Gewinn, denn nichts ist schöner, als eine Welt voller Unikate!

Lasst uns Unterschiede als Chance sehen und eine Bildung fördern, die für unterschiedliche Kinder und Jugendliche spürbar gerechter ist.

Sät man den Kern eines Apfels, wächst daraus immer eine andere (wilde) Sorte und nicht die, die man gesät hat. Bei Kindern und Jugendlichen ist es ähnlich: Jedes Mädchen, jeder Junge ist einzigartig und auch wenn alle dasselbe Schulsystem durchlaufen, werden aus ihnen dennoch ganz unterschiedliche und individuelle Persönlichkeiten und Erwachsene.

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2. Eine Welt voller Unikate

2. Eine Welt voller Unikate

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uxemburg ist Heimat und Aufnahmeland für viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen, die die vielfältige Kultur sowie den Wohlstand des kleinen Großherzogtums im Herzen Europas ermöglichen. Unter diesen Bedingungen steht Bildung in Luxemburg vor einer Herausforderung: einerseits die demografische Vielfalt der multikulturellen und multilingualen Gesellschaft widerspiegeln zu wollen und andererseits gefordert zu sein, inklusiv und integrativ zu wirken, damit Gemeinsames und Verbindendes entsteht, welches ein „Wir-Gefühl“ ermöglicht, ohne Diversität zu gefährden.

Jedes Kind ist ein einmaliges Wesen. Nicht nur wegen der unterschiedlichen Erfahrungen, die es macht. Es ist auch in seiner Anlage einmalig.

Jedes Kind ist einzigartig! Nur, wie ermöglichen wir allen Kindern, sich selbst zu entdecken und sich auch wertzuschätzen? Wenn im Zentrum der Aufmerksamkeit das Kind mit seinen individuellen Stärken, Fähigkeiten und Interessen und nicht der Lehrplan oder das Curriculum steht, dann können sich Kinder wahr- und angenommen fühlen. Auf dieser Grundlage können vielfältige Lernangebote unterschiedlichen Lerntypen und Interessen (sog. multiple Intelligenzen nach Howard Gardner) gerecht und eigene Talente und Vorlieben entdeckt werden. Hierzu gehört auch, die eigene sexuelle und kulturelle Identität zu erkunden und schätzen zu lernen. Indem die Selbstreflexion der Kinder gezielt gefördert wird, können diese ihre individuellen Stärken und Schwächen, aber auch ihre Gefühle erkennen, darüber sprechen lernen und daraus neue Herausforderungen ableiten. Hierfür sind offene und unterstützende Kommunikationsräume bedeutsam, in denen sich Kinder ohne Angst vor Kritik frei ausdrücken und ihre Gedanken, Gefühle und Ideen teilen können.

Prof. Dr. Remo Largo, Schweizer Kinderarzt

Nous sommes tous pareils ! Mais moi j’aime bien danser et pas elle. Norah*, Maison Relais C2.2, Betzdorf Atelier Design for Change, 2023

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LALA ist ein wissenschaftlich erprobtes Konzept zur Förderung von Sprache und früher Literacy, das an der Universität Luxemburg über 12 Jahre entwickelt wurde. Das LALAProgramm, mit der interaktiven Lern-App „LALA und die Buchstaben“, entführt die Kinder in die faszinierende Welt der Sprache und Laute. Hier entdecken sie spielerisch die Grundlagen des Lesenlernens und die Magie der Buchstaben. LALA zielt darauf ab, die sprachliche Entwicklung bei Kindern ganzheitlich zu unterstützen, indem Kinder spielend lernen und ihre Fantasie entfalten können. LALA begleitet Kinder auf der Reise zum Lesen und stellt auch Eltern wertvolle Ressourcen zur Verfügung, mit denen sie ihre Kinder zu Hause in ihrer Mehrsprachigkeit unterstützen können. LALA wurde an der Universität Luxemburg wissenschafltich evaluiert und von der gemeinnützigen gesellschaft LUMI (SIS) verwaltet.

Die Förderung der „Health Literacy“ (Gesundheitskompetenz) von klein auf hilft einem später, Gesundheitsinformationen besser zu verstehen und zu bewerten, und somit Entscheidungen zur eigenen Gesundheit besser treffen zu können.

Eine Idea of Change der Jugendlichen des Lycée Mathias Adam: Um gegen Rassismus vorzugehen und Tabus zu durchbrechen, sieht ihr Plan vor, einen „No-Racism-Day" an ihrer Schule zu veranstalten. An diesem Tag möchten sie verschiedene Workshops organisieren, die das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede stärken sollen. Dazu gehört auch ein besonderes Event, nämlich ein Speed-Dating.

Dr. Françoise Berthet, Präsidentin des Observatoire National de la Santé

Klasse 5P4 Lycée Mathias Adam, Pétange

Let'sTalk Education; 24.05.2023, Luxemburg-Stadt, neimënster

Atelier Design for Change, 2021

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2. Eine Welt voller Unikate

Alle Kinder brauchen Erfolgserlebnisse, damit sie wachsen und aufblühen können. Selbstverständlich müssen Kinder Fehler, Verluste, Niederlagen oder Misserfolge annehmen, einen guten Umgang damit finden und lernen, Folgerungen daraus abzuleiten. Die wirkungsvollen Treiber einer gesunden Entwicklung von Kindern bilden jedoch Erfolgserlebnisse, in denen Kinder ihre Potenziale entfalten, daran wachsen und ihr Selbstwertgefühl stärken. Der Schlüssel dafür sind klare und erreichbare Ziele in Form angemessener Herausforderungen, die weder zu leichte noch zu schwierige Aufgaben darstellen sowie positive Verstärkungen durch Lob und Anerkennung von Eigenschaften und Leistungen. Kooperative Lernumgebungen, in denen Kinder miteinander arbeiten und voneinander lernen können, fördern zudem das Gefühl der Gemeinschaft und des gemeinsamen Erfolgs; nämlich der Selbst- und Gemeinschaftswirksamkeit.

Vielfalt ist der Kern unserer Gesellschaft! Aber wer definiert, was in Schule und Ausbildung von allen gelernt und wie dieses Wissen und Können zertifiziert wird? Chancengerechtigkeit ist ein zentraler Anspruch, wenn es um Bildung geht. Dabei ist die Idee leitend, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen oder wirtschaftlichen Herkunft, ihren persönlichen Merkmalen oder individuellen Fähigkeiten, Neigungen und Potenzialen, gleiche Möglichkeiten und Ressourcen für ihre Bildung erhalten sollen. Allerdings wird häufig übersehen, dass eine gerechte Verteilung von Bildungschancen nicht nur zu individuellen Erfolgen beiträgt, sondern auch das gesamte soziale und wirtschaftliche Gefüge einer Gesellschaft stärkt, indem diese von einem breiten Spektrum individueller Fähigkeiten profitiert und sich so eine Zukunft in Wohlstand sichern kann.

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2. Eine Welt voller Unikate

In den letzten Jahren sind zahlreiche spezialisierte psychopädagogische Kompetenzzentren in Luxemburg entstanden, in denen Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterstützt und begleitet werden – immer mit dem Ziel, ein inklusives und integriertes Lernen in Einrichtungen der formalen Bildung zu gewährleisten. Inzwischen stellen nicht nur wir uns die Frage, ob diese Angebote eigentlich nicht auch darauf hinweisen, dass das formale Bildungssystem entweder an seine Grenzen der bisherigen Integrations- und Inklusionsfähigkeit stößt oder gar ganz neu für ein Lernen in Vielfalt zu denken ist?

Die immer noch stark vorherrschenden Gender-Stereotypen beeinflussen die schulische und berufliche Orientierung von Jugendlichen. Jedes Kind sollte das Recht haben, sich seinen Weg auszusuchen, egal welches Geschlecht es hat und ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Paloma Rodriguez, Co-Geschäftsführerin von Glow Let‘s Talk Education, 15.05.2023, Bech-Kleinmacher, Caves des vignerons de Wellenstein

Nicht jeder Fehler ist fatal, sondern hilft dabei, sich weiterzuentwickeln und neue Wege einzuschlagen. Während des Studiums, einer Lehre oder dem Beruf muss man Fehler machen dürfen, denn nur so findet man wirklich heraus, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen und was einen erfüllt und glücklich macht. Daniel Mac Lloyd, Künstler und Besitzer der Kunstgalerie Kamellebuttek Let‘sTalk Education, 19.04.2023; Esch an der Alzette, FerroForum

Der schulische Bildungskanon weist eine lange Tradition in Bezug auf seine Fächer und Schwerpunkte auf. Zwar fördert er vielfältige Intelligenzen, jedoch gewichtet er die Fächer und Schwerpunkte sehr unterschiedlich und räumt nicht allen die gleiche Bedeutung für das Erreichen eines erfolgreichen Abschlusses ein. Außerdem repräsentieren diejenigen, die diesen Kanon definieren, nur einen sehr geringen Ausschnitt der Gesellschaft. Für uns stellt sich die Frage, wie der Bildungskanon den gesellschaftlichen und globalen Entwicklungen gerechter werden kann und wie diejenigen, die über diesen bestimmen, repräsentativer für die Gesellschaft werden können. Das vom SCRIPT (Abteilung für die Koordinierung der pädagogischen und technologischen Forschung und Innovation der Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend) im September 2023 vorgestellte Weißbuch für einen neuen Lehrplan in der Grundschule ist ein willkommenes Beispiel für einen neuen Ansatz. Es beruht auf einer groß angelegten Befragung von über 1200 Schulakteuren und weist 4 Säulen auf: das Wohlbefinden der Schüler*innen, Partizipation, Mehrsprachigkeit und Digitalisierung. Der neue Lehrplan wird im Schuljahr 2025-2026 in Kraft treten.

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3.

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In einer Welt, die sich schneller dreht, als so manches Spiel der Schueberfouer, brauchen wir Freiräume für unsere Neugierde, damit wir uns immer wieder neu erfinden können.

Lasst uns spielerischer und experimentierfreudiger werden, um Unbekanntes zu entdecken, Neues zu erproben und zugleich toleranter gegenüber Fehlern zu sein.

Der Ahorn hat verspielte Samen, die wie kleine Propeller vom Baum segeln und neugierig die Welt erkunden. Sie verpflanzen sich am Ort ihrer Wünsche falls sie nicht vorher an kindliche Nasen verklemmt wurden.

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3. Kompetenzen für eine Welt im Wandel

3. Kompetenzen für eine Welt im Wandel

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ir leben in einer globalisierten Leistungs- und Informationsgesellschaft, die nicht nur demografisch erheblichen Schwankungen unterliegt, sondern sich auch in Bezug auf neue Möglichkeiten, Anforderungen und Technologien im Minutentakt verändert. VUKA lautet die Beschreibung des aktuellen Zeitalters, das uns zunehmend Volatil (unbeständig), Unsicher, Komplex und Ambivalent (zweideutig) erscheint. Und die aktuellen Nachrichten konfrontieren uns täglich damit. Aber was bedeutet das für Kinder und Jugendliche? Was sollten sie heute lernen, um in einem Unvorhersehbaren morgen gut und gesund leben zu können?

Prognosen besagen, dass etwa 2/3 aller Kinder, die heute die Grundschule besuchen, später in Berufen arbeiten werden, die es derzeit noch gar nicht gibt. Und ebenfalls ca. 2/3 der luxemburgischen Unternehmen befinden sich aktuell im Wandel, mehrheitlich nach dem Motto: „digital statt manual“.

Kinder sind von Natur aus neugierig. Wir behindern diese Neugier, wenn wir ihnen das Gefühl geben, dass alle Antworten bereits bekannt sind.

Die Initiative Schule im Aufbruch arbeitet aktuell mit luxemburgischen Schulen an einer neuen Lernkultur in der Schüler*innen neue Räume und Zeitfenster sowie Unterstützung erhalten, um mit ihren Fragen als aktive Gestalter*innen einer nachhaltigen Zukunft konkrete Antworten zu finden.

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Sir Ken Robinson, britischer Bildungsexperte, Autor und Theaterpädagoge

Lernen ist Vorfreude auf sich und die Welt – und die kindliche Neugierde ihr Treiber. Kinder beginnen ihre Bildungsreise mit Neugierde und Freude, sich selbst und die Welt zu entdecken. Diese wichtigste Ressource gilt es für eine gelingende Bildung wirkungsvoll zu halten, wissen wir doch bereits von Heraklit, dem vorsokratischen Philosophen, dass „Bildung nicht das Abfüllen von Fässern, sondern das Entfachen von Feuer“ ist. Wenn Kinder ermutigt werden, selber Fragen zu stellen, wenn sie Zeit und Raum bekommen, in ihrer je eigenen Lerngeschwindigkeit sich und die Welt zu entdecken, wenn sie angeregt werden, neue Perspektiven und Kulturen zu erfahren, wenn sie experimentieren, Neues erproben oder künstlerische Mittel bekommen, um sich kreativ auszudrücken und wenn sie dabei unterstützt und begleitet werden, dann kann Neugierde als treibende Kraft für erfolgreiches Lernen und persönliche Entwicklung immer wieder neu stimuliert werden.

Junge Menschen sind einer Welt ausgesetzt, die sich ständig verändert, unsicher, ambivalent und komplex ist. Bildung spielt eine entscheidende Rolle dabei, ihnen Kompetenzen zu vermitteln, um die aktuellen Krisen zu bewältigen. Wie wäre es, wenn wir Schule einmal anders denken würden? Marion Zenner, Professorin beim Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum Perl Let‘s Talk Education, 15.05.2023, Bech-Kleinmacher, Caves Coopératives des Vignerons de Wellenstein

Das Projekt Léieren duerch Engagement (LdE) des Zentrum fir politesch Bildung (ZpB) ermöglicht es, Schüler*innen aller Klassenstufen und Schulformen, im Unterricht erworbenes Wissen und Kompetenzen mit ausserschulischem Engagement und Partizipation zu verknüpfen. Die Methode fördert Eigenverantwortlichkeit, Kooperationsbereitschaft, kritisches Denken sowie Kreativität und öffnet Wege zu einer neuen Lernkultur.

Im Konzept der spielzeugfreien Kindergärten wird der traditionelle Einsatz vorgefertigter Spielzeuge phasenweise stark eingeschränkt oder ganz vermieden, um das freie und kreative Spielen zu beflügeln. Dabei sind Lerneffekte nachweisbar, die mit verbesserten motorischen, sozialen und Problemlösefähigkeiten sowie mit gestärkter Selbstregulation und Resilienz einhergehen.

Standardisierte Lehr- und Stundenpläne mit getakteten Lernzeiten (Prinzip „one-for-all“) wirken für Kinder wie Schubladen, in die sie sich passend einzufügen haben. Kein Wunder, wenn hierbei immer mehr Kinder und Jugendliche aus dem „Takt“ fallen, sich mit ihren Fragen nicht gehört, sich in ihrem Tempo über- oder unterfordert fühlen und folglich das Interesse am Lernen verlieren.

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3. Kompetenzen für eine Welt im Wandel

3. Kompetenzen für eine Welt im Wandel

Niemand ist perfekt. Und zum Lernen brauchen wir Fehler! Während früher Fehler als zu vermeidende Hindernisse gewertet und fett rot markiert wurden, gelten sie heute als bedeutsamer Treiber des Lernens. Wer nicht stolpert oder fällt, lernt nie laufen und wer keine „dummen“ Fragen stellt, erhält nie Antworten. Erst die Anerkennung unserer Unvollkommenheit, der Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen, die Freiheit, dabei Fehler machen und auch scheitern zu können sowie die Bereitschaft, aus Fehlern lernen zu wollen, sind entscheidende Momente einer fehlerfreundlichen und effektiven Lernkultur. „Fehler sind unsere Freunde“ ist die Grundhaltung für diejenigen, die nicht nur aus Fehlern in Form eines Feedbacks, sondern mit Fehlern lernen, indem sie darüber nachdenken, wie sie zu ihren Antworten und Lösungen gekommen sind, um etwas über ihre Denkmuster und -prozesse (Metakognition) zu erfahren und Folgerungen daraus abzuleiten.

Schüler*innen müssen Resilienz erfahren, damit sie lernen, mit den aktuellen Krisen umzugehen. Sie wollen sich fürs Klima und soziale Ungerechtigkeiten engagieren und diesen Einsatz mit in die Schule nehmen. Aus diesem Grund muss Bildung für nachhaltige Entwicklung das Zentrum von Schulentwicklung werden. Cédric Metz, Verantwortlicher für politische Projekte bei Mouvement Écologique Let‘s Talk Education, 26.04.2023, Beckerich, D‘Millen

Die Zukunft ist unvorhersehbar. Deshalb brauchen wir Antworten auf die Frage: Was Kinder und Jugendliche heute lernen sollten, um im unbekannten Morgen zu bestehen. Fehler treiben das Lernen voran. Sie sind nicht nur das Salz des Lernens, sondern des Lebens. Reinhard Kahl, deutscher Journalist und Erziehungswissenschaftler

Nee so du, wann ech soen ass et falsch. Oh mee ass jo amfong egal, fanne meng Iddi awer cool! Oder Joffer? Ben*, Grundschule Widdem C4.1, Kayl Atelier Design for Change, 2021

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Kinder und Jugendliche sollten selbstständiges Arbeiten lernen, indem sie ihre Neugierde nutzen, um eigene Ideen und Ziele zu verfolgen, die passenden Mittel dafür einsetzen, um neues Wissen zu erwerben und sich selber dabei gut zu strukturieren. Hierzu gehört auch, nicht nur medienkompetent, sondern auch medienmündig zu werden. Dabei gilt es, kritisches Denken zu lernen, Informationen analysieren und bewerten zu können und mit unterschiedlichen Perspektiven innovative Lösungen zu finden. Kinder und Jugendliche sollten dabei lernen, mit anderen wirkungsvoll zusammenzuarbeiten, Erkenntnisse und Ideen zu teilen und konstruktives Feedback zu geben, aber auch einzufordern. Dabei sind gelernte Blick- und Perspektivwechsel ebenso wichtig, wie Empathie und interkulturelle Sensibilität. Kinder und Jugendliche sollten auch lernen, ihre Emotionen zu erkennen, zu verstehen und zu regulieren, um mit Erfolgen und Misserfolgen resilient umgehen zu können. Schlussendlich ist ein starkes ethisches Fundament wichtig, um verantwortungsbewusste und moralische Entscheidungen treffen zu können, die von Toleranz und Mitverantwortung getragen sind.

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4.

Ci omnimpo raturiant. Sedi il

Unsere Köpfe sprudeln nur so vor Ideen, deshalb gebt uns mehr Möglichkeiten, diese zu entfalten und selbst aktiv zu werden. Vielleicht kommt dabei mehr heraus, als ihr uns zutraut.

Lasst uns mutiger werden und Macht abgeben, damit bereits die Jüngsten unserer Gesellschaft ermutigt werden und ihre Selbstwirksamkeit erleben.

Die Fruchthülsen des gelben Springkrauts springen bei der kleinsten Berührung auf und schleudern ihre Samen heraus. Wo sie landen, ist ihnen nicht bewusst, doch das hält die mutigen Saatkörner nicht davon ab, weit in die Welt hinauszuspringen und ihrem Gelingen zu vertrauen.

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4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

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edes Kind und jede*r Jugendliche in Luxemburg hat das Recht, seine*ihre Meinung zu äußern, ohne dafür anders oder schlecht behandelt zu werden. Dieses Recht gilt nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im öffentlichen Raum. Eine aktive Mitsprache in Kindergruppen oder eine Wahl der Klassenvertretung in Schulen sind erste Schritte auf dem Weg zur Partizipation als Bürger*in, also der Teilhabe und Mitwirkung an gruppen- oder gesellschaftsrelevanten Angelegenheiten. Werden junge Menschen bereits von klein auf Schritt für Schritt an Entscheidungsprozessen beteiligt, so lernen sie, sich zu engagieren und sind später auch bereit, Verantwortung zu übernehmen – für sich und für andere.

Beteiligung ist ein Kinderrecht. Aber warum ist das für die Entwicklung von Kindern wichtig und worauf kommt es dabei an? Das Recht auf Beteiligung, Mitbestimmung und Mitwirkung ist ein essenzieller Grundstein für eine gesunde, eigenständige und gemeinsame Entwicklung. Kinder und Jugendliche, die früh gefordert sind, sich Gedanken zu aktuellen und sie selbst betreffenden Herausforderungen zu machen, in der Gruppe nach Lösungen zu suchen und diese gemeinsam zu finden, lernen dabei, ihre Meinung zu äußern, anderen zuzuhören, Sachverhalte zu verstehen, aber auch kompromissbereit zu sein. Dadurch wird für sie Selbstwirksamkeit spürbar, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und ihre Selbst- und Mitverantwortung gefordert und gefördert. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf ihre individuelle Entwicklung und Charaktere aus, sondern schafft das Fundament für ein friedliches Zusammenleben in einer lebendigen Demokratie.

Beteiligung ist nicht gleich Beteiligung. Achtung: Mogelpackungen gibt es überall. „Partizipation“ ist Schlüsselbegriff und Worthülse zugleich. Keine neuen Projekte ohne gemeinsame Ideenfindung, keine Ferienprogramme ohne Feedbackschleifen und keine Bildungsorganisation ohne Mitsprachemöglichkeiten. Aber ist das alles bereits schon Partizipation, wie sie für eine positive Kinder- und Jugendentwicklung bedeutsam ist? Auf der folgenden Doppelseite ist mit den „Stufen der Partizipation“ ein differenzierter Blick möglich, der von unten nach oben den Grad und die Qualität der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erhöht, wobei die ersten 2-3 Stufen kaum partizipativ zu nennen sind. Erst mit der Teilhabe an Konsultationen und vor allem der Möglichkeit zur Mitbestimmung und Mitwirkung auf den Stufen 4 und 5 wird „Beteiligung“ ihrem Anspruch gerecht, wie wir sie als UP_FOUNDATION verstehen. Mit zunehmender Selbstbestimmung (Stufe 6) oder sogar Selbstverwaltung und Selbstorganisation (Stufen 7 und 8) wird ein Niveau erreicht, das sogar weit über den eigentlichen Begriff der Partizipation hinausweist.

Jugendliche müssen wissen, weshalb sie lernen. Dies geschieht vor allem durch Engagement, denn Lernen macht nur dann Sinn, wenn man weiß, wofür man es tut. Wat solle mir maachen? Déi Grouss wëssen et och net. Mee vläicht kënne mir jo probéieren.

Michèle Schilt, stv. Direktorin des Zentrum fir politesch Bildung (ZpB) Let‘s Talk Education, 26.04.2023, Beckerich, D‘Millen

Nour*, Lycée Edward Steichen 5CLS2, Clerf Atelier Design for Change, 2021

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4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

Stufen der Partizipation 8: Selbstorganisation

Kinder oder Jugendliche etablieren eigene Strukturen und Prozesse einer selbstverwalteten Organisation (z.B. Schüler*innen-Firmen, Jugend-Parlament/Schüler*innen-Vertretung mit eigener Geschäftsstruktur/-ordnung).

Weil Partizipation „flüchtig“ ist, sind Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gut beraten, einen verlässlichen Rahmen zur Beteiligung in Form von Ritualen für kleine Kinder und in Form von tragfähigen Strukturen für größere Kinder (z.B. gewählte Gruppenvertretungen) und Große (z.B. Kinder- und Jugendparlamente oder Räte) zu schaffen.

7: Selbstverwaltung

über Partizipation hinaus

Kinder oder Jugendliche tragen in definierten Feldern der schulischen und außerschulischen Bildung die volle Selbstverantwortung für Entscheidungen und deren Umsetzung und Ausgestaltung (inkl. Budgethoheit).

6: Selbstbestimmung

Kinder oder Jugendliche nehmen direkt oder indirekt (z.B. durch gewählte Interessenvertretungen) an Entscheidungen teil und tragen Mit-Verantwortung für deren Umsetzung und Ausgestaltung.

5: Mitbestimmung und Mit-Wirkung

4: Teilhabe durch Konsultation

Schülerkomitees, die Nationale Schülerkonferenz (CNEL), das Jugendparlament sowie der Jugendrot/CGJL stellen Sprachrohre für die Bedürfnisse und Belange der Jugendlichen im Allgemeinen dar. Die Teilnahme von Kindern wird durch Initiativen wie das Kannermusée PLOMM, das Zentrum fir politesch Bildung, Kinderräte in Schulen, Maison Relais, Gemeinden und auch Städten gefördert. Diese Initiativen sind herausragende Beispiele im formalen und non-formalen Bereich und es ist lohnenswert, sie weiter in die breitere Gesellschaft zu tragen.

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3: Alibi-Teilhabe

adäquat in die Entscheidungsprozesse im Bildungsbereich einbezogen. Deshalb wurde für die nachweisbare Umsetzung der Kinderrechte in Luxemburg die Information und Partizipation von Minderjährigen von den Vereinten Nationen als dringender Punkt eingestuft.

Partizipation

Kinder oder Jugendliche nehmen aktiv Einfluss in praktischen Bereichen der Kinder-, Jugend- und Bildungspolitik, treffen Entscheidungen mit und tragen in Teilbereichen Mit-Verantwortung.

Kinder oder Jugendliche nehmen an relevanten Konsultationen teil (Befragungen oder Diskussionen), um meinungsbildend und ideengebend zu wirken, haben jedoch kein eigenes Entscheidungs- oder Einspracherecht.

Kinder und Jugendliche haben dank der von Luxemburg unterschriebenen Internationalen Kinderrechtskonvention auch das Recht auf Beteiligung (Artikel 12, 13 und 17). Laut dem Nationalen Bericht 2022 zur Situation der Kinder in Luxemburg fühlen sich jedoch etwa die Hälfte der befragten Acht- bis Zwölfjährigen nicht

Vorstufe von Partizipation

Der nationale Aktionsplan „Zesumme fir d’Rechter vum Kand“ (2022-2026) setzt einen deutlichen Akzent auf die Erziehung von „starken Kindern“, deren Meinung bei Entscheidungen, die sie direkt betreffen, gefragt und in diese integriert wird.

Kinder oder Jugendliche nehmen an Befragungen teil, deren Ergebnisse intransparent bleiben oder nehmen an Anhörungen teil, die keinen bzw. kaum Einfluss auf Veränderungen haben.

2: Fremdbestimmung und Anweisung

Kinder oder Jugendliche erhalten von Erwachsenen Anweisungen zu neuen Regelungen oder geben Entscheidungen an die Politik ab, ohne Mit- oder Einsprachemöglichkeiten zu bewahren.

1: Desinformation und Manipulation

Kinder oder Jugendliche erhalten von Erwachsenen gezielte oder manipulierte Fehlinformationen, um ihre Beteiligung zu be- oder verhindern.

NichtPartizipation

Die TO GO Tool-Box der UP_FOUNDATION soll Kindergruppen die nötigen Mittel liefern, um in der Gruppe neue Ideen und Projekte zu initiieren, ganz nach der international anerkannten Design for Change - Methode. Hierbei werden Kinder in vier „design thinking“ Etappen dazu angeregt, zunächst Probleme

durch ihr eigenes Empfinden zu identifizieren („feel“), gemeinsam eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie sie sich eine bessere Situation wünschen („imagine“), Lösungsansätze konkret umzusetzen („do“) und diese mit anderen zu teilen, um so neue Initiativen zu inspirieren („share“).

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4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

4. Mitreden, Mitentscheiden, Mitwirken

Bildung muss Grundkompetenzen vermitteln, die es Kindern später erlauben, sich in der Welt von heute und morgen zurechtzufinden. Zu diesen Grundkompetenzen gehören auch Gestaltungskompetenzen und Mut. Kinder müssen lernen, die Welt, in der sie leben, selbst zu gestalten und zu verändern. Vicky Witry, stellvertretende Direktorin der Grundschulbildung Diekirch Let‘s Talk Education, 03.03.2023, Marnach, Cube 521

Beteiligung braucht Freiräume! Nur mit Verantwortung kann aus Spiel Ernst werden. Je höher Kinder und Jugendliche auf der Treppe der Partizipation steigen, desto größer wird ihre Selbst- und Mit-Verantwortung, die es für sie zu lernen und zu tragen gilt. Dies kann jedoch nur dann gelingen, wenn Erwachsene loslassen lernen, weil eine Zunahme von Beteiligungsmöglichkeiten auf Seiten der Kinder und Jugendlichen mit einer Abgabe von Vorgaben und Macht auf Seiten der Erwachsenen einhergeht. Loslassen bedeutet jedoch nicht, den Kindern und Jugendlichen das Feld im Sinne eines „laissez-faire“ zu überlassen, sondern sie in ihrer Übernahme von Verantwortung verantwortungsvoll zu begleiten, ihnen die nötigen Werkzeuge zu vermitteln und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Dies kann sich auf notwendige Räume und Zeiten, aber auch auf hilfreiche Methoden oder Werkzeuge beziehen, die benötigt werden, um Mitreden, Miteintscheiden und Mitmachen wirkungsvoll werden zu lassen.

Viele junge Menschen besitzen versteckte Potenziale. Um diese zu erkennen und ihnen so eine bessere berufliche Eingliederung zu ermöglichen, müssen wir ihnen erlauben, ihre Geschichte zu erzählen. Jugendliche müssen selbst zu Akteuren der Veränderung werden, also müssen wir uns als Professionnelle zurückziehen und ihnen zuhören. José de Jesus, Projektkoordinator der Fondation EPI Let‘sTalk Education, 19.04.2023; Esch an der Alzette, FerroForum

Mega cool kënne matzemaachen, vill méi cool wéi an der Schoul sëtzen, do ass et voll langweileg. Ech wëll dass mir mat anere kënnen iwwer eis Erliefnisser schwätzen an eis Geschichten deelen. Lucas*, Grundschule Gare C4, Luxemburg-Stadt Atelier Design for Change, 2022

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5.

Ci omnimpo raturiant. Sedi il

Wir lernen nicht nur in der Schule, Crèche und Maison Relais, sondern überall und jederzeit: voneinander, miteinander und untereinander.

Lasst uns Bildung als Gemeinschaftsaufgabe verstehen, denn Bildung braucht die Gesellschaft und die Gesellschaft braucht Bildung.

Die flexiblen Zweige der Hasel sind leicht zu verflechten und werden häufig für das Flechten von Körben und Zäunen genutzt. Außerdem bietet die Hasel Lebensraum und Nahrung für verschiedene Tierarten und trägt so zur Stärkung ökologischer Systeme bei.

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5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

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enn Lernen überall und nicht nur in der Schule stattfindet, dann bedarf es einer transparenten Übersicht über die Vielfalt unterschiedlicher Bildungsund Unterstützungsangebote. Und wenn eine positive Kinder- und Jugendentwicklung gelingen soll, dann bedarf es einer guten Vernetzung vielfältiger Bildungsakteure einer Stadt, Gemeinde oder Region, um die Bildungsangebote professionell und abgestimmt planen, koordinieren und auswerten zu können. Das Zauberwort heißt „Bildungslandschaften“, die als lebendige Netzwerke gemeinsam das Ziel verfolgen, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen umfassend zu fördern.

Mir gefält dass mir bëssen d’Géigend besiche vun Esch an eise Quartier bësse besser kenneléieren. Mir sinn amgaangen opzeschreiwen wat mir fillen, wat mir richen a wat mir gesinn.

Non-formales und insbesondere informelles Lernen prägen den Menschen ein Leben lang. Studien verweisen darauf, dass der menschliche Lernprozess bzw. die Art und Weise, wie das Gelernte verinnerlicht und angewandt wird, mit der 70/20/10-Formel beschrieben werden kann:

Ava*, Grundschule Brill C3, Esch an der Alzette Atelier Design for Change, 2022

Bildung ist überall und jederzeit möglich. Schaffen und nutzen wir Gelegenheiten! Bildung findet nicht nur formal in der Schule statt, wo Curricula und Bildungsziele den Alltag diktieren und Leistungen mit formalen Abschlüssen zertifiziert werden, sondern auch im non-formalen Bereich, wo in freiwilligen Gruppen, Vereinen oder Organisationen mehr oder minder strukturierte Lehr-Lernprozesse ihren Lauf nehmen und nur selten Zertifikate vergeben werden. Die informelle Bildung nährt sich hingegen aus Alltagserfahrungen bei der Arbeit, in der Freizeit, Familie oder mit Freund*innen: immer ungeplant und zufällig. In Bereichen, in denen Grenzen ausgelotet, Illegales erprobt oder der Umgang mit Geheimnissen zur Mutprobe werden, wird Bildung als „wild“ bezeichnet.

Im Kontext der Globalisierung ist es wichtig, in der Bildung Raum zu schaffen für Erfahrungen und Erlebnisse in und mit der Natur. Lokale Bildungsprojekte und ortsbasierte Pädagogik ermöglichen es Kindern, mehr Zeit draußen zu verbringen, ihre Umgebung zu erkunden und neue Herausforderungen zu meistern.

70% lernen wir im täglichen Leben, im beruflichen Alltag und beim Lösen von Problemen und Herausforderungen, 20% lernen wir aus Rückmeldungen, aus Beobachtungen und von Vorbildern, 10% lernen wir in formalen Lernsettings.

Kris Clees, Gründer von Natur · Beweegung · Entwécklung Let‘s Talk Education, 03.03.2023, Marnach, Cube 521

Außerschulische Aktivitäten sind einer der Lösungsansätze, um Jugendkriminalität vorzubeugen. Kinder, die nicht an solchen teilnehmen, haben oftmals weniger Selbstbewusstsein, fühlen sich nicht wertgeschätzt und empfinden weniger Sinnhaftigkeit in ihrem Alltag. Simone Flammang, Premier avocat général und Mitglied des Verwaltungsrats der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte

Dank interdisziplinärem Lernen und außerschulischen Aktivitäten weiß ich, wo meine Interessen, Stärken und Schwächen liegen. Dies hat mir dabei geholfen, Entscheidungen zu Studium und Beruf sicherer zu treffen. Lara Bertemes, ehemalige UN-Youth Delegate für Luxemburg Let‘s Talk Education, 03.03.2023, Marnach, Cube 521

Let'sTalk Education; 24.05.2023, Luxemburg-Stadt, neimënster

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5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

Kinder und Jugendliche brauchen Bildungslandschaften – für ihre Entwicklung und für die Gemeinschaft. Eine Vernetzung verschiedener Bildungsakteure einer Stadt, Gemeinde oder Region kann eine ganzheitliche Bildung für Kinder und Jugendliche ermöglichen, indem individuelle Bedürfnisse besser erkannt, adressiert und gefördert werden. Solche Netzwerke von Akteuren der frühkindlichen Bildung, schulischen Bildung, außerschulischen Aktivitäten, kulturellen Institutionen, Jugendarbeit, Sozialdiensten und lokalen Gruppen und Gemeinschaften ermöglichen nicht nur umfassendere Förderund Unterstützungsangebote, sondern tragen nachweislich dazu bei, Chancenungleichheiten zu reduzieren. Langfristig kann eine derartig positive Entwicklung zu besser ausgebildeten, sozial kompetenteren und engagierteren Bürger*innen führen, die ein erfüllteres und für die Gesellschaft aktiveres Leben führen.

Bildung ist eine gemeinsame Sache, die voraussetzt, dass die Formulierung und Umsetzung der öffentlichen Politik ein integrativer Prozess ist. Die Zivilgesellschaft, die Lehrkräfte, der Privatsektor, die Gemeinden, die Familien, die Jugendlichen und die Kinder spielen alle eine wichtige Rolle bei der Festlegung und Einhaltung von Standards. Bildung 2030 (Erklärung von Incheon und Aktionsrahmen zur Umsetzung des Ziels für nachhaltige Entwicklung 4: „Allen Menschen eine gerechte, integrative und hochwertige Bildung und Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen bieten.“ UNESCO)

Bildung braucht Gesellschaft, weil Gesellschaft Bildung braucht.

Der Jugendbericht 2020 zeigt, dass eine ressortübergreifende Zusammenarbeit, die den*die Jugendliche*n in den Mittelpunkt stellt, sowie ihn*sie als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft versteht und auch als kompetente*n und handlungsmächtige*n Akteur*in wahrnimmt, eine starke Vernetzung und Kooperation der Praxisstrukturen braucht. Insbesondere bei der Unterstützung von Risikogruppen ist eine transversale, vernetzte sowie koordinierte Zusammenarbeit erforderlich, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen im Sinne der betroffenen Jugendlichen effizient einzusetzen.

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Wir müssen lernen, gemeinsam als Gesellschaft zu agieren und zu funktionieren, um Bildung voranzutreiben und zu verändern. Lehrer*innen, Eltern und Politik müssen Hand in Hand als Gemeinschaft zusammenarbeiten, damit die Bildung von morgen für jedes Kind die gleichen Chancen bietet. Allal Boussata, Vorsitzender von Luxembourg-Rif Let'sTalk Education; 24.05.2023, Luxemburg-Stadt, neimënster

Bürger*innen können für Kinder und Jugendliche einen bedeutsamen Beitrag zu ihrer Bildung leisten, indem sie Angebote des formellen Bildungssystems ergänzen, sich sozial engagieren, für Vielfalt und Inklusion eintreten oder Eltern-CommunityPartnerschaften entwickeln. Kinder und Jugendliche erleben durch die Initiativen und Bemühungen der Zivilgesellschaft die Möglichkeit, ihre individuelle Entwicklung zu entfalten, aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und demokratische Prinzipien zu erleben. Damit kann die Zivilgesellschaft einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass Bildung im 21. Jahrhundert relevant, vielfältig und für alle zugänglich ist.

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Afrikanisches Sprichwort

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5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

5. Nur gemeinsam schaffen wir es!

10 Qualitätsmerkmale einer Bildungslandschaft Eine Bildungslandschaft erkennt alle Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen an und spiegelt ihre Lebenswelt wider.

Vervielfältigung der Lernorte: Integration außerschulischer Lernorte für vielfältige Erfahrungen und Perspektiven.

Ganzheitliche Betrachtung von Bildung: Berücksichtigung formaler, non-formaler und informeller Lernmöglichkeiten jenseits des Klassenraums.

Stabiler gemeinsamer Nenner für Zusammenarbeit: Erarbeitung eines gemeinsamen Fundaments für die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Erleichterung biografischer Übergänge: Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei reibungslosen Übergängen zwischen Bildungsstufen und Lebensphasen.

Förderung der Zusammenarbeit: Schaffung eines Umfelds, das Lehrer*innen, Eltern, Schüler*innen und andere Akteure zur gemeinsamen holistischen Bildung motiviert.

In einer Bildungslandschaft arbeiten alle Beteiligten zusammen, um Kinder und Jugendliche zu fördern. Durch Austausch, gemeinsame Planung und systematische Zusammenarbeit soll eine gerechte Chance auf umfassende Bildung geschaffen werden. Das Ziel ist es, ihre Kompetenzen zu fördern, damit sie aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft teilnehmen können.

Verteilung von Verantwortlichkeiten: Entlastung der Akteure durch die Verteilung von Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen.

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Ermöglichung flexibler Wege: Ermöglicht flexiblere Wege durch das Bildungssystem, um individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Das Projekt Cap Futur des Lycée Guillaume Kroll fördert neben schulischer Leistung auch soziales Engagement im sportlichen und kulturellen Bereich. Schüler*innen der Cap Futur-Klassen werden während drei Jahren von einem*r Coach begleitet und engagieren sich in einem von ihnen selbst gewählten Verein, zusätzlich zum regulären Unterricht. Hierdurch soll Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und gesellschaftliches Engagement gefördert werden.

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Chancengerechtigkeit durch Entwicklungsmöglichkeiten: Bietet allen Kindern und Jugendlichen Entwicklungschancen für tatsächliche Chancengerechtigkeit.

Das Programm BILDUNGSLANDSCHAFTE LËTZEBUERG der UP_FOUNDATION fördert die Entwicklung lokaler Bildungslandschaften und deren nationale Vernetzung durch die Einrichtung einer nationalen Inspirations- und Koordinationsstruktur. Bestehende Kooperationen werden organisiert, neu geschaffen und dauerhaft in die lokale Bildungspolitik integriert. Diese dynamischen lokalen Netzwerke basieren auf systematischen Partnerschaften und Strukturen zwischen lokalen Akteuren und tragen dazu bei, den Herausforderungen zu begegnen und die positive Kinder- und Jugendentwicklung auf lokaler Ebene zu stärken.

Bildungsgemeinschaft und Verantwortung: Integration und Bürgernähe: Beitrag zur Integration und Bürgernähe in der Stadt, Gemeinde oder Region, indem die Bildungslandschaft in die Gesellschaft eingebettet ist und soziale Bindungen stärkt.

Der Service Enfance Ettelbruck agiert als lokaler Akteur auf mehreren Ebenen. Einerseits werden lokale pädagogische Projekte ausgearbeitet und begleitet, die Kindern Mitsprache und Mitwirkung am Gemeindeleben ermöglichen und ihren Bedürfnissen Sichtbarkeit verschaffen. Andererseits bietet die Dienststelle Netzwerk-Möglichkeiten, sodass durch Partnerschaften weitere Initiativen entstehen können.

Schaffung einer echten Gemeinschaft, in der alle Akteure sich gemeinsam für Bildung und Entwicklung engagieren.

Verschiedene Anlaufstellen für Eltern bieten zahlreiche Ressourcen, um Eltern und werdenden Eltern zu helfen. Durch Treffs, Kurse, Aktivitäten und Konferenzen entsteht nicht nur ein Informationsaustausch, sondern auch direkte Verbindungen zwischen Privatpersonen und Fachkräften. Auf lokaler Ebene können Eltern Kontakte knüpfen, Ideen sammeln und sich füreinander einsetzen. Es sind Orte der Zusammenkunft und des Austauschs. Auf nationaler Ebene sensibilisieren diese Anlaufstellen die Gesellschaft für die zentrale Rolle der Eltern bei der Kindererziehung und übernehmen eine wichtige Aufgabe bei der Unterstützung und Vernetzung von Eltern.

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Resümee & Perspektiven:

Schlüssel zum Gelingen Kinder- und Jugendliche entwickeln sich positiv, wenn sie zunehmend selbstbestimmt und verantwortungsbewusst handeln, ihre Kompetenzen bewusst erweitern, verlässliche Bindungen erleben und gesellschaftlich aktiv integriert sind. Karina Weichold und Anja Blumenthal

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Resümee & Perspektiven: 10 Schlüssel zum Gelingen

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enn wir als Gesellschaft das gemeinsame Ziel teilen, durch Erziehung und Bildung eine positive Kinder- und Jugendentwicklung zu ermöglichen, dann sollte es gelingen, sich auf wesentliche Faktoren zu einigen, die diese Entwicklung nachweisbar fördern. Trotz einer Vielzahl von Faktoren und Bedingungen, die sich zudem wechselseitig beeinflussen, schlagen wir folgende Aspekte vor, die es als Gesellschaft gemeinsam zu unterstützen und, wo immer möglich, zu sichern gilt:

Ein förderliches Familienumfeld mit engen Bezugspersonen trägt mit verlässlichen Bindungen und Beziehungen, die Nähe, Vertrauen, Sicherheit und Liebe erleben lassen, maßgeblich zu einer positiven Entwicklung der Kinder bei. Deshalb sind Angebote für Eltern wichtig, die sie in ihrer Rolle und ihrem Erziehungsauftrag stärken, unterstützen und ergänzen.

Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten und ein sicherer erster Spracherwerb im familiären, freundschaftlichen und nachbarschaftlichen Umfeld, ergänzt durch eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung, erzeugen gute Voraussetzungen für einen chancengerechten Start in die Schulbildung. Hierbei können Entwicklungsprobleme frühzeitig erkannt und gelindert werden.

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SEEDS for Education

Schulen und andere Bildungseinrichtungen, die mit gut qualifiziertem Fachpersonal, in multiprofessionellen Teams und mit einem fördernd-positiven (statt problemorientiert-selektiven) Blick vernetzt zusammenarbeiten, werden Kindern und Jugendlichen positive Lernerfahrungen und -erfolge ermöglichen. Insbesondere dann, wenn durch differenzierte Bildungsangebote nicht nur unterschiedliche Lernstile und -geschwindigkeiten berücksichtigt, sondern vor allem individuelle Talente gefördert werden.

Ein gesellschaftliches Umfeld, das Diversität schätzt, inklusive Werte teilt, Respekt lebt und Integration fördert, wird diese Haltungen auch und vor allem in Institutionen der formalen und non-formalen Bildung tragen. Hierdurch wird ein Lernen in Vielfalt möglich, das allen Kindern und Jugendlichen ihre individuellen Lernwege und -erfolge mit persönlichen Profilen chancengerecht offen hält.

Eine angemessene medizinische und psychosoziale Gesundheitsversorgung, die auch gesunde Lebensstile fördert und die psychische Gesundheit stärkt, wird Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, agil und widerständig (resilient) mit Stress sowie mit den Herausforderungen und Verführungen des Alltags gesund umgehen zu lernen. Resilienz mit der Fähigkeit zur Selbstregulierung sind Schlüsselkompetenzen im 21. Jahrhundert.

Naturbezogene, kulturelle sowie handwerklichpraktische Aktivitäten und Teilhabe, wie z.B. durch Kunst, Musik und Sport, ermöglichen ganzheitlich sinnliche Zugänge zu sich und zur Welt. Das eröffnet nicht nur Einblicke in Kulturen und Traditionen, sondern fördert vielfältig kreative Ausdrucksmöglichkeiten als Quelle für ein positives Selbstbild, und stärkt auch soziale Kompetenzen und ein erlebtes „Wir-Gefühl“.

Partizipation bietet Gelegenheiten zur Mitbestimmung, Mitwirkung und Verantwortungsübernahme, sei es in der Familie, Schule oder in freien Organisationen. Sie lässt eigene Selbstwirksamkeit erleben, stärkt das Selbstbewusstsein, fördert aber auch Blick- und Perspektivenwechsel, inklusiv der Fähigkeit, eine lösungsorientierte Konflikt- und Streitkultur zu lernen. Partizipation ist die Wiege sozialen Engagements und der Demokratie.

Medienbildung fördert nicht nur Kompetenzen für einen sicheren und mündigen Umgang mit vielfältigen analogen und digitalen Medien, sondern unterstützt auch einen reflektierten Zugang zu Wissen und zu kritischem Denken. Das sind Schlüsselkompetenzen in einer Informations- und Wissensgesellschaft, in der Fakten von Fakes zu unterscheiden und Phasen von gesunder Distanz aus den Informationsfluten (über-)lebenswichtig sind.

Differenzierte und vielfältige Bildungs- und Unterstützungsangebote sowie faire Zugänge für alle Kinder und Jugendlichen zu finanziellen und fachlichen Ressourcen der Bildung sind Voraussetzung für Chancengerechtigkeit. Dies schließt insbesondere auch spezifische Angebote der Prävention, Förderung und Unterstützung für kulturell und sozial benachteiligte Gruppen und Individuen ein.

Auf der Grundlage eines umfassenden Bildungsbegriffs, der formale und non-formale sowie informelle und wilde Sphären der Bildung umfasst und nutzbar macht, können die o.g. Bedingungen für eine positive Kinder- und Jugendentwicklung nur in professionellen Netzwerken unterschiedlicher Akteure und Partner*innen geschaffen werden. Diese Bildungslandschaften gilt es Schritt für Schritt auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene als Gemeinschaftsaufgabe zu etablieren.

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Danke!

QUELLEN Berichte und Aktionspläne aus Luxemburg Bousselin, A./Hekel, N./Neumann S. (2022): Nationaler Bericht 2022 zur Situation der Kinder in Luxemburg: Wohlbefinden von Kindern in Luxemburg. Luxemburg: MENJE.

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ieses Positionspapier wurde in Zusammenarbeit und Konsultation mit zahlreichen Akteuren erstellt: Kindern und Jugendlichen, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Politiker*innen, Verantwortlichen in Ministerien, Behörden und Vereinen, Speaker*innen unserer „Let‘s Talk Education“Abenden, Mitglieder*innen des Kuratoriums und des wissenschaftlichen Beirats, Mitarbeiter*innen unserer Stiftung und nicht zuletzt unseren Stifter*innen. All diesen Akteuren möchten wir an dieser Stelle recht herzlich für ihre Mitarbeit und Unterstützung unserer Arbeit im Sinne einer chancengerechten Bildung danken, denn sie bilden eine große Gemeinschaft, regen eine positive Bildungsdebatte an und helfen uns, unsere FÜNF SEEDS in Luxemburg für die nächste Generation zu säen. Nur gemeinsam können wir eine Bildung schaffen, die es allen Kindern und Jugendlichen ermöglicht, gut aufzuwachsen und die Welt von morgen zu gestalten. Bildung betrifft uns alle, denn wie unser Stiftungsmotto so schön sagt: „Bildung brauch d’Gesellschaft an d’Gesellschaft brauch Bildung“ (Bildung braucht die Gesellschaft und die Gesellschaft braucht Bildung).

Was wären wir Erwachsene ohne die Kinder, die uns helfen, aufzuwachsen? Welche Welt werden wir unseren Kindern hinterlassen? Das ist eine ernste Frage. Und welche Kinder werden wir der Welt überlassen? Auch das ist eine ernste Frage, mit der wir alle konfrontiert sind. Philippe Meirieu, Professor emeritus für Erziehungswissenschaften, Forscher, Schriftsteller und Politiker.

Muniken, C. (2022): Plan d’action national pour la jeunesse 2022-2025 : Ensemble pour le bien-être des jeunes. Luxemburg: MENJE.

Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (2023): Nationaler Aktionsplan für die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Luxemburg. Luxemburg: MENJE. L’Observatoire national de l’enfance, de la jeunesse et de la qualité scolaire (OEJQS) (2020): Le rôle de l’éducation dans la préparation des jeunes aux défis du 21e siècle. Walferdange: OEJQS.

Ausgewählte Literatur Fokken, S. (2022): Krisenkinder. Wie die Pandemie Kinder und Jugendliche verändert hat und was sie jetzt brauchen. München: Deutsche Verlags-Anstalt. Geene, R./Höppner, C./Lehmann,F.(2013): Kinder stark machen: Ressourcen, Resilienz, Respekt. Ein multidisziplinäres Arbeitsbuch zur Kindergesundheit. Bad Gandersheim: Verlgag Gesunde Entwicklung. Weichold, K./Blumental, A. (2019): Positive Jugendentwicklung. In: B. Kracke, P. Noack (Hrsg.), Handbuch Entwicklungs- und Erziehungspsychologie. Berlin: Springer Reference Psychologie. Bischof-Schiefelbein, K./Petersen, A./Schuch, J. (2019): Partizipation ist Kinderrecht. Ein Reflexions- und Methodenbuch für die Kitapraxis. Köln: Carl Link. Rieker, R./Mörgen, R./Schnitzer, A./Stroezel, H. (2017): Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Formen, Bedingungen sowie Möglichkeiten der Mitwirkung und Mitbestimmung in der Schweiz. Wiesbaden: Springer.

Huffmann, J.-F./Pesch, L./Scheffler, A. (Hg.)(2022): Gelingende Partizipation. Ein Praxisbuch zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Frankfurt/M.: Debus Pädagogik, Wochenschau-Verlag. Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Hg.) (2012): Wie geht`s zu Bildungslandschaften? Hannover: Klett/ Kallmeyer. Bleckmann/Durdel (Hg.) (2014): Lokale Bildungslandschaften. Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen. Wiesbaden: Springer/VS. Meirieu, P. (2021): Dictionnaire inattendu de pédagogie. Paris : ESP éditeur.

Weitere inspirierende Beispiele: upfoundation.lu/projects/ seeds-for-education/

Konferenz „Welche Pädagogik braucht es, um die Herausforderungen von morgen anzugehen?”; 26.04.2022, Luxemburg-Stadt, neimënster

* Die Namen der in „SEEDS for Education“ zitierten Kinder wurden von der Redaktion geändert.

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UP_FOUNDATION ist eine Bildungsstiftung, die sich für den Erfolg und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in Luxemburg sowie für Chancengerechtigkeit in der Bildung einsetzt. Wir verstehen Bildung als einen ganzheitlichen Begriff, da der Mensch kontinuierlich und überall lernt. Wir engagieren uns in vier Schlüsselbereichen: im NET vernetzen wir unterschiedliche Akteure und ihre Ideen; im LAB entwickeln wir neue Ideen und Perspektiven;

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im FORUM tauschen wir Ideen aus und debattieren über Bildungsthemen und Herausforderungen;

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partizipativ: Wir bringen vielfältige Akteure zusammen und beteiligen Kinder und Jugendliche; nachhaltig: Wir entwickeln unsere Projekte so, dass sie beispielhaft sind und in andere Orte oder Einrichtungen in Luxemburg übertragen werden können.

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Ech wëll d’Welt verbesseren! Ech muss awer nach erausfanne wéi. Carolina*, Foyer Scolaire Gare C3, Luxemburg-Stadt Atelier Design for Change, 2022

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