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Quartierinformation der Universit채t St.Gallen

Erweiterung der Universit채t St.Gallen Interview mit dem Rektor 10 Jahre Kinder-Uni

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Universität St.Gallen soll mehr Raum erhalten Aufgrund ihres dringenden Raumbedarfs soll die Universität St. Gallen (HSG) bis ins Jahr 2025 erweitert werden. Am heutigen Standort sollen die Universitätsbibliothek vergrössert und mehr Lernplätze für Studierende geschaffen werden. Am Platztor soll ein neuer Standort für Lehre und Forschung entstehen. Kanton und Stadt unterstützen dieses strategische Vorhaben, da es der HSG den nötigen Raum für ihre künftige Ent­wick­lung gibt, das Quartier Rotmonten entlastet sowie das östliche Stadt­zentrum städtebaulich aufwertet.

Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartementes, strich im Rahmen einer Medienorientierung vom 3. November die Bedeutung der HSG hervor. Als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas geniesse sie einen ausgezeichneten internationalen Ruf und sei dank ihres weltweiten Netzwerkes für Kanton und Region St.Gallen ein wichtiges Aushängeschild. Eine zentrale Rolle komme ihr damit auch in der Standortförderungspolitik des Kantons zu. Überdies leiste sie mit jährlich über 200 Millionen Franken einen beträchtlichen Beitrag zum regionalen Volkseinkommen. Infrastruktur hält mit Wachstum nicht Schritt   Dieser gute Ruf habe in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Wachstum der Studierendenzahl geführt, sagte HSG-Rektor Thomas Bieger. Weniger erfreulich sei die damit verbundene, sich weiter verschärfende Raumnot. Zeitlich befristete Provisorien sowie ausgedehnte Nutzungszeiten könnten das Missverhältnis von vorhandener Infrastruktur und Anzahl Studierender nicht mehr ausgleichen.

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Gelindert werden konnten die Platzprobleme im Jahr 2011 mit der Eröffnung der sanierten und erweiterten Universität, wodurch die Raumkapazität auf rund 5000 Studierende stieg. Dieser Ausbauschritt konzentrierte sich auf die Sanierung und Erweiterung der «Förderer-Bauten» aus den 1960er Jahren. Das bestehende Bibliotheksgebäude aus dem Jahr 1989 mit einer Kapazität für 3500 Studierende blieb hingegen unverändert. Gegenwärtig studieren jedoch insgesamt rund 8000 Studierende an der HSG (Stand September 2014). Der Universitätsrat rechnet damit, dass sich bis ins Jahr 2020 das Wachstum verflachen und die Studierendenzahl bei 8000 bis 9000 einpendeln wird. Die akute Raumnot an der HSG betrifft nicht nur die Lehre und Forschung, sondern in besonderem Masse auch die Bibliothek, wo es nicht genügend Lernplätze für Studierende gibt, sowie die Verwaltung. Vor diesem Hintergrund wurden laut HSG-Verwaltungsdirektor Markus Brönnimann ein systematischer Planungsprozess gestartet und Strategien entwickelt. Für den nächsten

Erweiterungsschritt wurden folgende Grundsätze definiert: Entwicklungsgrösse: 8000 bis 9000 Studierende und rund 3000 Mitarbeitende Campus-Gedanke: Alle Räumlichkeiten sollen innerhalb eines Perimeters von 15 Gehminuten erreichbar sein. Konsolidierung: Das Raum­a ngebot der HSG soll in wenigen grösseren Liegenschaften konzentriert werden. Forschungsnahes Lernen: Die Universität ist Denkplatz und Forum. Forschungs- und ­Lehr­raum sollen soweit möglich in unmit­t elbarer Nähe liegen, sodass der Austausch zwischen diesen Bereichen gefördert wird. Zeitlicher Horizont: Die Erweiterung soll spätestens im Jahr 2025 bezugsbereit sein. Zwei Standorte als ideale Lösung Auf Basis dieser Grundsätze wurde der Raumbedarf der HSG ermittelt. Es zeigte sich, dass eine Erweiterung ausschliesslich am Standort Girtannersberg (Rosenberg) nur mittels einer hochverdichteten Bauweise und unter voller Ausschöpfung sämtlicher dort verfügbaren Landreserven möglich wäre. Um dies zu vermeiden, auch damit künftige Generationen noch über Landreserven verfügen, sowie um das Quartier Rotmonten zu entlasten, wurde für die Erweiterung ein zweiter Standort am Platztor (beim Unteren Graben) geprüft, wie Regierungsrat Willi Haag, Vorsteher des Baudepartementes, festhielt. Dies führte zu folgendem Lösungs-


Das Platztor Areal

ansatz: Am heutigen Standort soll der Campus künftig für rund 5500 Studierende angelegt sein. Die Universitätsbibliothek soll vergrössert werden, damit die Studierenden mehr Arbeits- und Lernplätze erhalten. Auf dem städtischen Areal Platztor ist ein neuer Standort für Lehre und Forschung geplant mit einer Kapazität für rund 3000 Studierende. Auch soll es dort für das Vollzeit-MBA-Programm der Weiterbildung sowie für Drittnutzungen Raum geben. Aufgrund des aktuellen Projektstandes können die Gesamtkosten des genannten Bauvorhabens noch nicht näher beziffert werden. Neben Kanton und Bund sollen sich auf jeden Fall auch Donatoren sowie Dritte an der Finanzierung beteiligen. In der kantonalen Investitionsplanung ist für die Erweiterung der Universität zurzeit ein kantonaler Beitrag von 140 Millionen Franken eingestellt. Universität in die Stadt integrieren Um das Projekt zu ermöglichen, beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament, das Areal Platztor dem Kanton für die universitäre Nutzung zu verkaufen. Für St.Gallen bedeute ein Universitätscampus inmitten der Stadt eine interessante Entwicklungsperspektive, sagte Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Das neue Universitätsareal mit den vielfältigen Nutzungen werde das östliche Stadtzentrum aufwerten. Es entstehe darüber hinaus die Chance, die Universität stärker in das städtische Leben zu integrieren. Stadträtin Patrizia Adam betonte, dass das Projekt selbstverständlich auch städtebaulich und gestalterisch hohen Ansprüchen genügen müsse.

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Das Areal Platztor soll als neuer Standort der Universität St.Gallen für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen. Der westliche Teil des Gebietes ist im Eigentum der Stadt St.Gallen (grün umrandet), die Parzellen im östlichen Teil bis Magniberg befinden sich in privatem Eigentum. Im Sinne einer städtebaulich aufwertenden Überbauung soll eine gemeinsame und ganzheitliche Planung erfolgen. Das zentral gelegene Areal ist heute stark unternutzt und geprägt durch fragmentarische Einzelbauten und den markanten Kirchenbau, der sich nicht im Inventar der schützenswerten Bauten befindet. Für die heutigen Nutzungen werden je nach Bedürfnis Lösungen gesucht.


Der Girtannersberg in Rotmonten

Der neue Universitätscampus werde standortgerecht mit hoher Dichte, markanten Volumen, urbanem Charakter, aber auch mit attraktiven Freiräumen zu realisieren sein. Beurteilungen des Sachverständigenrates für Städtebau und Architektur hätten gezeigt, dass die Raumprogramme mit guten und quartierverträglichen Lösungen realisierbar sind. Im Rahmen der späteren Sondernutzungsplanung und vor allem der Zonenplanänderungen sei die weitere Mitsprache des Stadtparlamentes und der Bürgerschaft zu den konkreten Rahmenbedingungen gewährleistet. Der Standort Platztor bringe zudem Vorteile für die Quartiere Rotmonten und Rosenberg, die vom Verkehr entlastet würden. Zudem könnten universitär genutzte Liegenschaften für Wohnzwecke zurückgegeben werden,

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was einer Forderung der Stadt entspreche. Die nächsten Schritte Das Stadtparlament berät den Grundstücksverkauf des Areals Platztor voraussichtlich an seiner Sitzung vom 18. November 2014. Stimmt es dem Verkauf zu, wird der Kanton bis Ende 2015 die Projektdefinition erstellen. Im Herbst 2016 soll die auf dieser Basis erarbeitete Botschaft an den Kantonsrat vorliegen. Bis Herbst 2017 erfolgen das parlamentarische Verfahren sowie die Volksabstimmung. Bei einem zustimmenden Volksentscheid kann im Jahr 2018 das Wettbewerbsverfahren beginnen. Nach diesem Fahrplan soll die erweiterte Universität im Jahr 2025 bezugsbereit sein.

Die Skizze zeigt das Areal Girtannersberg, das für die Erweiterungen am Rosenberg zur Verfügung steht (grün umrandet). Das Gebiet umfasst die gesamte Geländekammer inklusive der bestehenden Familiengärten und des Naturgartens. Ziel ist es, ein für die gesamte Campus­a nlage betrieblich sowie für das Quartier ortsbaulich verträgliches Projekt zu entwickeln. Die Projektentwicklung hat gezeigt, dass eine Erweiterung ausschliesslich am Standort Girtannersberg nur unter Ausschöpfung aller verfügbaren Landreserven möglich wäre. Eine nachhaltige räumliche und quartierverträgliche Entwicklung ist nur unter Einbezug eines zweiten Standortes möglich. Der Kanton als Grund­e igentümer und Bauherr bekennt sich zu einer naturnahen und gehaltvollen Aussenraumgestaltung, um die Gesamtanlage aufzuwerten. Teile des Naturgartens sollen in das Aussenraumkonzept integriert werden. Der Kanton ist zusammen mit der Stadt St.Gallen bestrebt, die ­B etreiber der Familiengärten bei der Suche nach anderen Standorten in der Stadt zu unterstützen.

Auf der gemeinsamen Plattform

wollen Kanton, Stadt und Universität laufend über das Bauprojekt informieren und das Gespräch mit der Bevölkerung pflegen.

www.zukunftHSG.ch


« Eine Investition in die Zukunft »

Thomas Bieger

Interview mit Thomas Bieger, Rektor der Universität St.Gallen Herr Bieger, weshalb braucht die HSG eine Erweiterung? Die HSG hat gesamthaft eine Kapazität für rund 5000 Studierende, die Bibliothek ist nur für 3500 Studierende ausgelegt, und dies bei aktuell rund 8000 Studierenden. Mit Provisorien und Anmietungen können wir heute den Platzbedarf der Universität im Bereich der Lehrräume über­brücken. Ungelöst sind die Kapazitätsprobleme bei der Bibliothek und den Arbeitsplätzen für die Studierenden. Die Bewilligungen für die Provisorien in der Lehre laufen in rund zehn Jahren aus. Zudem gibt es den Wunsch des Quartiers und der Stadt, dass sich die HSG aus Wohnraum im Quartier zurückzieht, der heute durch Institute genutzt wird. Bei der Erweiterung der Universität St.­Gallen streben wir eine integrierte Lösung der Raumfragen mit Flexibilität und Optionen für die nächsten Generationen an.

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Wo hat die HSG heute den ­d ringendsten Handlungsbedarf? Aktuell ist die Platznot in der Bibliothek unser grösstes Problem. Die Studierenden stehen oft schon eine Stunde vor der Öffnung an, um einen der Arbeitsplätze zu ­sichern. Besonders gravierend ist die Platznot vor der Prüfungsphase, weil die Bibliothek ein beliebter Lernort ist. Nachdem in den letzten Jahren das Wachstum der Studierendenzahlen durch die «Echo Boomers» getrieben wurde – die Kinder der ­geburtenstarken «Baby-Boom-Generation» kamen ins Studienalter – erwarten wir aufgrund der demo­g rafischen Entwicklung eine Abflachung. Mit dem Projekt soll deshalb kein Kapazitätsaufbau auf Vorrat betrieben werden, wir richten uns auf eine Gesamtkapazität von 8000 bis 9000 Studierenden aus. Weshalb wird an zwei Standorten eine Erweiterung angestrebt? Der Campus auf dem Rosenberg wird mit einem Ausbau der Bibliothek inklusive Lernplätzen für ­Studierende ergänzt. Mit dem Standort Platztor und dem Campus auf dem Rosenberg werden in Zukunft die heutigen Provisorien wieder ­abgebaut. Wir werden auch Mietliegenschaften im Quartier sukzessive abgeben können. Ziel der Erweiterung der Universität ist es, das Raumangebot der HSG in wenigen, aber dafür grösseren Liegenschaften zu konzentrieren. Dies führt zu einer Entlastung im Quartier. Der Campus auf dem Rosenberg wird nach der ­Erweiterung eine Kapazität für rund 5500 Studierende aufweisen. Die ­Erweiterung auf dem PlatztorAreal ist eine Investition in die Zukunft und wird rund 3000 Studierenden Platz bieten.

Was bringt ein Ausbau der Region? Die HSG ist die Universität des Kantons St.Gallen und die einzige Universität der Ostschweiz. Als Universität für Wirtschafts-, Rechts-, Sozialwissenschaften und Internationale Beziehungen bietet sie nicht nur S ­ tudierenden der Region eine qualitativ herausragende Möglichkeit für Aus- und Weiterbildung, sie ist auch ein wichtiges Aushängeschild für das Standortmarketing. Des Weiteren generiert die HSG dank der Studierenden, die sie von ausserhalb anzieht, wesentliche wirtschaftliche Effekte. Aus jedem investierten ­Franken des Kantons schafft die HSG einen Beitrag von fünf Franken zum Volkseinkommen. Schon 2010 ergab dies einen Betrag von rund 200 Mio. Franken. Rund 2700 Personen arbeiten voll- und teilzeitlich an der HSG. Die Erweiterung der Universität St. Gallen ist eine wichtige Investition in den Bildungsstandort St.Gallen. Der neue Standort Platztor ist zudem als Stadtentwicklungsprojekt anzu­ sehen, welches das Areal aufwerten wird. Zusätzlich ermöglicht dies eine weitere Annäherung von Stadt und Universität. Nicht zuletzt werden durch einen Neubau in der Stadt die Quartiere Rotmonten und Rosenberg entlastet.


Entwicklung der Studierendenzahlen Die Zahl der Studierenden an der Universität St.Gallen ist in den vergangenen fünf Jahren von 6418 (Herbst 2009) auf 7666 (Herbst 2013) gestiegen. Für das Herbstsemester 2014 haben sich rund 8000 Studierende angemeldet – die definitive Zahl der Immatrikulierten wird im Dezember 2014 feststehen. Bis ins Jahr 2020 wird erwartet, dass sich dieses Wachstum verflachen und die Studierendenanzahl auf 8000 bis 9000 einpendeln wird. Es gibt mehrere Gründe für das Wachstum der Studierendenzahlen: An Schweizer Universitäten sind grundsätzlich alle Personen, die eine eidgenössisch anerkannte Maturität bestanden haben, zu einem Studium zugelassen. Das Schweizer Hochschulsystem möchte so allen die ­g leichen Start-Chancen ermöglichen.

Aufgrund dieser Voraussetzungen und demografischen Entwicklungen gab es in den vergangenen Jahren auch an der HSG zum einen mehr Studienanfänger, zum anderen mehr Quereinsteiger auf der Masterstufe. Eine Beschränkung wäre nur über einen Numerus Clausus (Kontingent­ierung der Studierendenzahl) möglich und würde einen Bruch im Schweizer Bildungssystem bedeuten. Für aus­l ändische Studierende besteht an der HSG seit den 1960er Jahren eine ­B egrenzung auf 25 Prozent. Deren Umsetzung läuft über eine Zulassungsprüfung. Doktorat

*Anmeldung für das

Master

Herbstsemester 2014

Bachelor

(provisorisch)

Assessment

Konzentration der Liegenschaften als Ziel Die Universität St.Gallen ist seit 1963 auf dem Rosenberg beheimatet. Mit der Sanierung und Erweiterung von 2006 bis 2011 konnte die Raum­ kapazität auf rund 5000 Studierende erhöht werden. Um den universitären Betrieb für die aktuell rund 8000 ­Studierenden sowie die über 2700 Mit­a rbeitenden sicherzustellen, wich die HSG bisher auf Provisorien auf dem Campus sowie teils auch auf abgelegene Mietliegenschaften im Quartier und in Bahnhofsnähe aus. Diese Massnahmen zeigten sich als mittelfristig wirksam.

nicht ideal und belegen zudem Wohnraum im Quartier. Einige Institute sind heute in kleinere und voneinander abgelegene Liegenschaften verstreut. Das erschwert den Wissensaustausch zwischen den Disziplinen und lässt die Mitarbeitenden nicht gleichermassen am Campusleben teilhaben. Eine räum­liche Konzentration der Institute macht aus wirtschaftlicher und logistischer Sicht Sinn. Für einen Teil der Institute wurde diese Idee bereits im Zentralen Institutsgebäude (ZIG) umgesetzt, das sich zwischen Bibliothek und Helvetia befindet.

Wirtschaftlich sinnvoll Provisorien und Anmietungen im Quartier bieten sich allerdings nicht als langfristige Lösungen an. Abgelegene Mietliegenschaften sind logistisch sowie wirtschaftlich aufwändig, von der Nutzung her

Langfristige Lösung Langfristig verfolgt die HSG das Ziel, eine Verdichtung der weiter aussen gelegenen Mietliegenschaften nach innen zu bewirken. Lehr-, Forschungs- und Büroräume sollen möglichst nah beieinander liegen

und einen Austausch ermöglichen. Es wird langfristig eine Konzentration auf grössere Standorte angestrebt sowie die Abgabe von abgelegenen kleineren Mietliegenschaften. Durch die Auflösung der zahlreichen Mietverhältnisse wird in Zukunft Wohnraum freigegeben und das Quartier am Rosenberg entlastet werden können.

Neues Institutsgebäude An der Müller-Friedberg-Strasse 6 und 8 ist ein Ausbau des bestehenden, von der Forschung genutzten Gebäudes geplant. Mit dem Ausbau soll ein Institutsgebäude in der Stadt realisiert werden, welches voraussichtlich im Jahr 2017 in Betrieb genommen werden kann. Damit soll ein

weiterer Schritt zur Konzentration der bisher im Quartier Rotmonten verteilten Institutsliegen­s chaften vollzogen werden.

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HSG als Wertschöpfungsmotor Die regionale Wertschöpfung gibt Auskunft über den Wertzuwachs in der Region, der durch die Universität St.Gallen entsteht. Die Universität leistet gemäss dem Regionalisierungsbericht 2010 einen Beitrag für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee von 201 Mio. Franken. Dies entspricht 874 Franken pro Einwohner. Zum Vergleich: Pro Kantonsein­ wohner werden 80 Franken in die Universität investiert.

Mit mehr als 2700 Beschäftigten gehört die Universität St.Gallen zu den zehn grössten Arbeitgebern im Kanton St.Gallen. Mehr als zwei Drittel der Angestellten wohnen in der Region. Durch Auftrags­ vergaben an regionale Unternehmen generiert die HSG indirekt weitere Arbeitsplätze. Effekte auf den Tourismus entstehen durch Übernachtungen dank Kongressen, Tagungen,

Seminaren und Weiterbildungs­ angeboten. In ­St.Gallen und der Region wird jede fünfte Logiernacht durch die Universität ausgelöst. Weitere Informationen über die regionalen Effekte der HSG finden Sie unter folgendem Link:

www.unisg.ch/region

Die öffentliche Universitäts­bibliothek

Prof. Elgar Fleisch an der Kinder-Uni im Jahr 2013

10 Jahre Kinder-Uni Im Wintersemester 2003/04 startete die HSG als erste Universität der Schweiz eine Kinder-Uni mit der ­Vorlesung zum Thema «Woher kommt das Geld?». Die Idee hinter der Kinder-Uni liegt darin, Kindern gesellschaftsrelevante Themen in Ergänzung zum Schulstoff näher zu bringen. Die Vorlesungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in wirtschaftliche und juristische Themen, den Kern­fächern der HSG. Die Kinder-Uni wird jährlich an vier Mittwochnachmittagen ange­boten und feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Im Herbst­ semester 2014 referieren HSGProfessorinnen und HSG-Professoren über Themen wie: «Macht der

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Computer dumm oder schlau?» oder «Wie entsteht eine Erfindung? Daniel Düsentrieb und der iPod». Das grosse Interesse zeigt sich in den Besucherzahlen: das Jahr 2013 war mit über 2000 Schülerinnen und Schülern ein Rekordjahr.

Die Universitätsbibliothek ist hauptsächlich auf Medien zu Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Kulturwissenschaften ausgerichtet. Die HSG-­Bibliothek hat aber auch sprachund literaturwissenschaftliche Werke, Belletristik, Hörbücher, DVDs mit klassischen und aktuellen Filmen und sogar eine kleine ComicSammlung. Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften stehen für alle Interessierten im Eingangsbereich der Bibliothek zur Verfügung. Für die Ausleihe von Büchern und anderen Medien ist ein Bibliotheksausweis nötig. Dieser kann nach Vorweis eines gültigen Personal­ ausweises kostenlos vor Ort bezogen werden. Falls Hilfe für die Recherche nötig ist, bietet die Bibliothek eine Einführung an.

Weitere Informationen zur Kinder-Uni finden Sie unter folgendem Link:

Bibliothek Dufourstrasse 50 9000 St.Gallen Telefon: 071 224 22 70 bibliothek@unisg.ch www.biblio.unisg.ch

www.kinderuni.unisg.ch


Geschätzte Nachbarn Die HSG hat eine grosse Bedeutung für den Bildungsstandort St.Gallen und ist ein wirtschaftlicher Faktor für die Region. Die HSG ist erfolgreich und zieht Studierende an. Dies hat zusätzlich zur Demografie die Folge, dass sie in den vergangenen Jahren markant gewachsen ist und mehr Raum benötigt. Für Sie, liebe Nachbarn, macht sich das Wachstum natürlich bemerkbar: es «menscheled», es wird lauter und lebendiger im Quartier. Bisher haben wir versucht, unseren Raumbedarf mit provisorischen ­L ösungen zu überbrücken. Nun steht eine langfristige Lösung in Aussicht, mit der unsere Raumsituation dauerhaft und für künftige Genera­ tionen sichergestellt werden kann. Konkret entscheidet nun zunächst die Politik und in einem zweiten Schritt die Bevölkerung über eine

St.Gallen ist für mich… eine traditionsreiche Stadt, der seit jeher eine über­­regionale Bedeutung zuge­schrieben wird.

Erweiterung der HSG sowohl auf dem bestehenden Campus als auch neu auf dem Platztor-Areal am Unteren Graben. Diese Erweiterung wird für die Quartiere Rotmonten und Rosenberg positive Effekte bezüglich der Studierendenzahlen haben: Der künftige Campus am « Girtannersberg» soll für rund 5500 Studierende ausgelegt sein, der Standort am «Platztor» für rund 3000 Studierende. Somit wird der neue Standort das Quartier ent­l asten und das östliche Stadtzentrum aufwerten. Die Erweiterung an zwei Standorten wirft viele Fragen auf, die wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht alle beantworten können. Zum Beispiel: wo wird was gebaut und wie wird es aussehen? Mir ist ­b ewusst, dass dies auch bei Ihnen zu Fragen führt. Es ist mir deshalb ein Anliegen, dass

die Öffentlichkeit und insbesondere unsere Nachbarn über den Stand der Dinge informiert sind. Gemeinsam mit ­Kanton und Stadt haben wir die Website www.zukunftHSG.ch ­geschaffen, welche aktuelle Infor­ mationen über dieses Bauvorhaben liefert. Sie bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen zu Themen, die Sie verunsichern, ärgern oder Sie einfach brennend interessieren. Wir versuchen Ihnen, so gut es geht, Antworten zu ­l iefern und mit Ihnen zudem über die Quartierinformation im Austausch zu bleiben.

Markus Brönnimann Universität St. Gallen Dufourstrasse 50 9000 St.  Gallen markus.broennimann@unisg.ch

Agenda Eine Auswahl

Abschiedsvorlesungen Zukunft der Altersvorsorge:

Öffentliche Vorlesung

Haben wir auf Sand gebaut?

Wissenschaft und Gesellschaft:

Prof. Dr. Walter Ackermann

Von St.Gallen hinaus in die Welt

Dienstag, 18.11.2014, 18.15 Uhr,

Dr. Dieter Imboden

Raum HSG 09-010 (Audimax)

Donnerstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-114 Für den Besuch der Öffentlichen Vorlesungen

Sophie Kwisda (23), Studentin

6.11., 13.11., 20.11. und 27.11.2014

Die Uni hat für mich… eine doppelte ­Bedeutung: Sie ist mein Arbeitsort und ein belebender Bestandteil des Quartiers.

Öffentliche Podiumsdiskussion

werden. Diese berechtigt zum Besuch aller

über Themen zum Abstimmungssonntag

Öffentlichen Vorlesungen im Herbst­s emester

vom 30.11.2014

2014. Hörerkarten können an der Kasse

Mit Jacqueline Fehr (SP), Brigitte Häber-

des Info-Desk im Hauptgebäude 01 gekauft

li-Koller (CVP), Karin Keller-Sutter (FDP)

werden oder per Einzahlungsschein,

und Natalie Rickli (SVP), Moderation

welcher sich in der Broschüre befindet, erwor-

Christine Maier

ben werden.

Dienstag, 11.11.2014, 20.15 Uhr, Raum HSG

Der Einzahlungsschein gilt als Hörerkarte.

09-010 (Audimax), Eintritt frei

Bestellungen Broschüre:

Öffentliche Vorlesung

kommunikation@unisg.ch

Jürg Roggenbauch (40), wohnt und arbeitet in Rotmonten

Innovation: Wie Neues geschaffen, genutzt

Telefon: +41 (0)71 224 22 25

kann eine Hörerkarte für 20.— Franken gelöst

Universität St. Gallen (HSG), Kommunikation Dufourstrasse 50, CH-9000 St. Gallen Telefon: +41 (0) 71 224 22 25 kommunikation@ unisg.ch , www.unisg.ch www.facebook.com/HSGUniStGallen Titelbild: Hans Arp «Schalenbaum», beim Hauptgebäude

Universität St.Gallen (HSG), Kommunikation

und geschützt wird Prof. Dr. Caspar Hirschi u.a.

Die vollständige Agenda finden Sie unter

Dienstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-012

folgendem Link:

11.11., 18.11., 25.11. und 2.12.2014 Öffentliche Vorlesung Russlands Aussenpolitik. Eine neoimperiale Macht in Europas Friedensordnung Dr. Benno Ennker Dienstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-112 11.11., 18.11. und 25.11.2014

www.unisg.ch/oeffentlichesangebot

Stand: November 2014

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Quartierinformation Ausgabe 2/2014  

Quartierzeitung der Universität St.Gallen

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