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DentUnique 2016

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P.b.b. 14Z039972 M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

2 | 2016

Neue Wege in der Parodontologie – 07

Das Journal der Universitätszahnklinik Wien

Revolutionär PIPS® vereint Vorteile des Erbium-Lasers und der Laser-activated Irrigation

Behandlung der Aplasie – 11 Weltweit führend: MR in der Zahnmedizin – 18


Editorial

Sehr geehrte LeserInnen!

U

nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.

Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.

Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf der PIPS®-­Methode. PIPS® steht für Photon Induced Photoacoustic Streaming. ­Diese neue Technik in der endodontischen Behandlung vereint die Vorteile des Lasers und der Activated Irrigation.

Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand

Ein weiteres Thema dieser Ausgabe ist die Behandlung von Aplasie. Zahnaplasie zählt zu den häufigsten Anomalien, in Österreich liegt ihre Prävalenz bei 9,6 Prozent. Für die Therapie gibt es kein Patentrezept, jedoch einige Richtlinien als Entscheidungshilfe für die BehandlerInnen.

Wir möchten Sie mit unserem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der ­PatientInnen.

Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätszahnklinik Wien GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43-1-40 070, Fax: +43-1-40 070-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 5.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Marianne Kitzler (Leitung), Bettina Benesch, Mag. Andrea Fallent, Mag. Jutta Maucher, Alissa Hacker Grafik & Produktion: Julia Proyer Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz Designkonzept: Julia Proyer Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: NÖ Pressehaus, 3100 St. Pölten Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert ZahnärztInnen, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.

02 DentUnique 2/2016


Inhalt

Inhalt

04

Forschung 04 PIPS – Revolution in der Endodontie ®

07 Neue Wege in der Parodonto logie: Competence Center for Periodontal Research

Praxis 08 Erste Hilfe im Notfall: Die Universitätszahnklinik ist auf lebensbedrohliche Zwischen- fälle gut vorbereitet 11 Behandlung der Aplasie: vielschichtig und individuell

11

13 Historisches aus dem Zahnmuseum Wien

Menschen 14 Facts über die Universitäts zahnklinik Wien: Fachbereiche, Ambulanzen, Öffnungszeiten 15 Kluge Köpfe

16

16 Von Karate bis Kanufahren – die MitarbeiterInnen sind auch sportlich gut unterwegs

Lehre

Foto: Schwoab/fotolia.com

18 Weltweit führend: In Wien starten Forschungsarbeiten mit Magnetresonanz in der Zahnmedizin

18

22 Implantologie: Basiskurs kompakt für ZahnärztInnen und Studierende 23 Rückblick: die „Lange Nacht der Forschung“

In den Kalender 41. Österr. Zahnärztekongress „ZAHNHEIL•KUNST – vom Misserfolg zum Erfolg“ Datum: 22.–24. 9. 2016 Ort: Kongresszentrum Hofburg Wien, Heldenplatz, 1014 Wien Information: www.oezk2016.at Digitale Zahnheilkunde 2016 CAD/CAM In Zusammenarbeit mit dem ZAFI Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 7. 10. 2016 Uhrzeit: 9.00–18.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: Sekretariat ZAFI, www.zafi.at ZFP-Fortbildung: 10 Punkte Endodontie – Theorie und Hands-on für die Ordination In Zusammenarbeit mit dem ZAFI Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 14. 10. 2016 Uhrzeit: 9.00–18.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: Sekretariat ZAFI, www.zafi.at ZFP-Fortbildung: 10 Punkte 37. Burgenländische Herbsttagung „Spezialgebiete im Fokus: Kiefergelenk, Chirurgie, Parodontologie“ Kongresspräsident: Prof. Dr. Herbert Haider, Landeszahnärztekammer Burgenland Datum: 10.–12. 11. 2016 Ort: Seehotel Rust, Am Seekanal, 7071 Rust Information: www.zukunft-zahn.at

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Forschung

Mit PIPSÂŽ (Photon Induced Photoacoustic Streaming) steht eine Technik zur VerfĂźgung, die die Vorteile des Erbium-Lasers und der Laser-activated Irrigation vereint.

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Forschung

PIPS : Revolution in der Endodontie ®

Die Desinfektion des Wurzelkanalsystems gehört zu den größten Herausforderungen in der Endodontie. Mit PIPS® (Photon Induced Photoacoustic Streaming) steht eine Technik zur Verfügung, die die Vorteile des ErbiumLasers und der Laser-activated Irrigation vereint.

P

Fotos: Fotona

hoton Induced Photoacoustic Streaming, kurz PIPS®, stellt einen Forschungsschwerpunkt an der Universitätszahnklinik Wien dar. Seit ungefähr zehn Jahren steht PIPS® zur Verfügung und wird seit diesem Jahr in der Spezialambulanz Endodontie als neue Behandlungsmethode angeboten, vor allem dann,

Spezielle Tip-Designs – hier zwei Tips der Firma Fotona – ermöglichen den spezifischen „Photon Induced Photoacoustic Streaming“-Effekt.

wenn die Desinfektion im Therapieregime von besonderer Bedeutung ist.

Wie funktioniert PIPS®? Alle wesentlichen endodontischen Behandlungsschritte müssen so wie bei der konventionellen endodontischen Behandlung beibehalten werden. Als entscheidender Schritt kommt jedoch die Laseraktivierung der Spülflüssigkeiten zur Desinfektion des Wurzelkanals hinzu. Dominierten bis jetzt der Diodenlaser (ca. 800 bis 1000 nm) und der Nd:YAG-Laser (1064 nm) in der laser­ unterstützten Endodontie, so kommt nun ein neuer Festkörperlaser hinzu. Die PIPS®-Technologie verwendet einen Er:YAG-Laser mit einer Wellenlänge von 2940 nm. Bis jetzt wurden Laser­systeme der Erbium-Familie vorwiegend für die Hartgewebspräparation eingesetzt. Mit PIPS® erweitert sich nun das Indikationsspektrum für diese Lasergruppe. Zu dieser Technologie gehören spezielle Tip-Designs, die den spezifischen „Photon Induced Photoacoustic Streaming“-Effekt ermöglichen (zwei Tips der Firma Fotona – siehe Abb. links). Die Wirksamkeit der Reinigung hängt entscheidend von der Geometrie der Tips ab. Bei der Laseractivated Irrigation können je nach Form des Tips kugelförmige oder elliptische Dampfblasen, sogenannte „Bubbles“ entstehen (siehe Fig. 1 und

Fig. 2 Seite. 6.). Weitere wichtige Parameter sind die Energie und die Pulsrate, mit der die laseraktivierte Wurzelkanalspülung durchgeführt wird. Vor der Laserbehandlung wird das Pulpencavum mit Spülflüssigkeit geflutet. Man verwendet die in der Endodontie etablierten Spüllösungen wie NaOCl (Natriumhypochlorit) und EDTA (Ethylendiamintetraacetat). Anschließend wird der PIPS®-Tip in das Pulpencavum eingebracht. Der gepulste Laserstrahl wird nahezu vollständig von den Wassermolekülen absorbiert, was zu einer starken Erhitzung der Spülflüssigkeit und der Ausbildung der o. g. „Bubbles“, führt. Die „Bubbles“ entstehen explosions­ artig und verdrängen das umgebende Wasser. Mit zunehmender Ausdehnung der „Bubbles“ findet eine Abkühlung statt und die Blasen fallen in sich zusammen (Implosion). Durch Wiederholung dieses Vorganges entstehen in der Spülflüssigkeit Schockwellen bzw. Kavitationseffekte. Dies ist ein sehr energiereicher Prozess, der starke Flüssigkeitsbewegung im gesamten Wurzelkanalsystem ­hervorruft. Sowohl Isthmen als auch laterale Kanäle und Dentintubuli werden erreicht. PIPS® ermöglicht in vitro eine fast vollständige Entfernung von Bakterien, Smear Layer und Biofilm, und das ohne den Hinweis auf Extrusion von Spülflüssigkeit. • DentUnique 2/2016 05


Forschung

Fig. 1

Fig. 2 PIPS® ermöglicht in vitro eine fast vollständige Entfernung von Bakterien, Smear Layer und Biofilm, und das ohne den ­Hinweis auf Extrusion von Spülflüssigkeit.

Laser-Wasser-Interaktion – dargestellt mit High-SpeedKamera. Fig. 1: Mit einem abgeflachten Tip entstehen elliptische „Bubbles“. Fig. 2: Mit einem konischen Tip entstehend kugelförmige „Bubbles“.

Wissenschaftliche Kooperation Wien-Gent Ein wichtiges Ziel der Universitätszahnklinik Wien ist es, die Forschung und internationale Kooperationen rund um PIPS® zu forcieren – dasselbe gilt für die klinische Anwendung der Methode. Um dieses Ziel zu erreichen, starteten die Universitätszahnkliniken Wien und Gent Anfang des Jahres eine Kooperation. Die Mitglieder der Forschungsgruppe: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Leiter der Universitätszahnklinik Wien Univ.-Prof. Dr. Roeland J. G. De Moor, Universität Gent, Faculty of Medicine and Health Sciences, Department of Restora­ tive Dentistry and Endodontology – Ghent Dental Laser Center Mag. Hassan Shokoohi-Tabrizi, Universitätszahnklinik Wien Dr. Katharina Giannis, Leiterin der Spezialambulanz Endodontie, Universitätszahnklinik Wien Im Rahmen seines postgradualen Studiums beschäftigt sich Christoph Kurzmann mit der weitergehenden wissenschaftlichen Erforschung von PIPS®. Hassan Shokoohi-Tabrizi unterstützt die Realisierung des Projekts im Rahmen seiner Aufgaben als Leiter des Competence Centers of Applied Physics, Laser and CAD/CAM Technology an der Universitätszahnklinik Wien. Katharina Giannis ist für die klinische Implementierung von PIPS® verantwortlich.

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Fotos: Univ.-Prof. Dr. Roeland J. G. De Moor

Dr. Christoph Kurzmann, Universitätszahnklinik Wien


Forschung

Neue Wege in der Parodontologie Die parodontale Forschung hat einen großen Stellenwert an der Universitätszahnklinik Wien und ist seit Jahren sehr erfolgreich. Mit dem Competence Center for Periodontal Research wird diese Position künftig weiter ausgebaut.

Das Stammteam des Competence Centers for Periodontal Research an der Universitäts­zahnklinik Wien mit Leiterin Assoc.-Prof. Univ.-Doz. DDr. Xiaohui RauschFan (vorne, 3. v. re) und ihrem nationalen und internationalen ÄrztInnenteam.

P

arodontitis ist eine sehr verbreitete Volkskrankheit, die nicht nur die Lebensqualität verschlechtert, sondern auch die allgemeine Gesundheit betrifft, wie z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen und ­Diabetes sowie das Risiko für Frühgeburten erhöht. Das Team des Competence Centers for Periodontal Research an der Universitätszahnklinik Wien unter der Leitung von Assoc.-Prof. Univ.Doz. DDr. ­Xiaohui Rausch-Fan ist seit

Jahren auf die Erforschung der verschiedenen Aspekte der parodontalen Erkrankung fokussiert. Zu den wichtigsten Schwerpunkten des Competence Centers gehören die Erforschung der Pathogenese und des Zusammenhangs zwischen lokaler und systemischer Immunantwort bei parodontaler bakterieller Infektion sowie die Frühdiagnostik und Prophylaxe bei Parodontitis. Dazu zählt auch die Analyse verschiedener Biomarker im

Speichel. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung der Mechanismen der Zerstörung des parodontalen Gewebes sowie dessen Regeneration. Diese Aspekte werden sowohl auf klinischer als auch auf zellulärer Ebene untersucht und sind auf die modernsten Verfahren in der Zahnmedizin fokussiert. Hierzu gehören die Anwendung von verschiedenen Biomaterialien und Stammzellen in der parodontalen regenerativen Therapie sowie die Verbesserung der Charakteristik von dentalen Implantaten für eine schnelle und vollständige Heilung des parodontalen Gewebes.

Internationales Netzwerk Einen wesentlichen Anteil am Erfolg haben die intensiven internationalen Kooperationen mit Universitäten und Instituten aus dem In- und Ausland. Gemeinsam mit dem Team betreuen Prof. Rausch-Fan und Ass.-Prof. Priv.Doz. Dr. Oleh Andrukhov DiplomandInnen, DoktorandInnen, Post-Docs, Jungärztinnen und -ärzte und Gastärztinnen und -ärzte aus dem In- und Ausland bei ihren Studien auf dem Gebiet der Paro­dontologie. Daraus entstanden 2015 insgesamt 17 internationale Publikationen. Die Arbeiten der WissenschaftlerInnen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. „Ohne das Team wäre der Erfolg des Competence Centers for Periodontal Research unmöglich“, so Rausch-Fan. Ihr Ziel für die kommenden Jahre: „In Österreich sind wir bereits an der ­Spitze im Fachbereich Parodontologie, was unsere wissenschaftlichen Publikationen betrifft. Jetzt geht es darum, auch international ganz nach vorne zu kommen.“ •

Das Stammteam

Leiterin: Assoc.-Prof. Univ.-Doz. DDr. Xiaohui Rausch-Fan Stv. Leiter: Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov Labormanagement: BMA Phuong Quynh Nguyen und BMA Hedwig Rutschek

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Praxis

Erste Hilfe im Notfall Ein lebensbedrohlicher Zwischenfall im zahnärztlichen Umfeld ist zum Glück ein eher seltenes Ereignis. Die Universitätszahnklinik ist dafür gut ausgerüstet und vorbereitet.

Z

u den häufigsten Zwischenfällen zählen Kollaps, epileptischer Anfall, Hypoglykämie und Hyperventila­ tion. Der überwiegende Teil der Notfallsituationen ist meist schnell unter Kontrolle, wie z. B. Kollaps oder ein akuter Angstzustand während der Behandlung. Einige dieser Zwischenfälle können jedoch ernste Hintergründe haben und sich sogar zu einem lebensbedrohlichen Zwischenfall entwickeln. So ein interventionspflichtiger bzw. ein schwerer Notfall kann sich jederzeit ereignen. Die Universitätszahnklinik Wien ist mit modernen Erste-Hilfe-Geräten ausgestattet. Alle Assistenzärztinnen und -ärzte sowie die wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen sind im Umgang mit diesen Geräten geschult, um im Ernstfall rasch helfen zu können. Die sofortige und zielgerichtete Anforderung weiterer Hilfe in Form des Rettungsdienstes der Gemeinde Wien/Rotes Kreuz (Notruf 144 bzw. 112) stellt bei einem lebensbedrohlichen Zwischenfall sicher, dass in kürzester Zeit zusätzliches Personal sowie Equipment eintreffen. In Wien beträgt dieser Zeitrahmen durchschnittlich zehn Minu­ten. Damit ist der erste Schritt zur Entschärfung der vorliegenden Situation getan. Die ersten Maßnahmen bis zum Eintreffen der Notärztin bzw. des Notarztes gelten vor allem der Stabilisierung der vitalen Funktionen der Patientin oder des Patienten (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf). Anhand der Anam­nese der PatientInnen wird natürlich versucht, es gar nicht so weit kommen zu lassen: PatientInnen mit einer entsprechenden Vorgeschichte (z. B. Diabetes, Herzerkrankung, Epilepsie) werden nach Möglichkeit vorgezogen, um die Wartezeit auf die Behandlung zu ­minimieren.

Notfall 1: Atemstillstand Ein 89-jähriger Patient bricht plötzlich vor dem Röntgen zusammen, Vorerkrankungen waren nicht bekannt. Es kommt zu einem Atemstillstand, der Ersthelfer alarmiert den Notarzt. Der Patient ist nicht ansprechbar, der ­Defibrillator 08 DentUnique 2/2016


Praxis

hängt in der Nähe und wird sofort angelegt. Der Patient wird stabilisiert und nach Eintreffen des Notarztes weiter versorgt und in ein Spital gebracht.

Notfall 2: Hypoglykämie Eine 65-jährige Patientin sitzt in der Cafeteria im Rollstuhl und trinkt ein Glas Limonade. Plötzlich fällt das Glas aus ihrer Hand und die Patientin fällt benommen mit dem Kopf auf den Tisch. Mithilfe des Anamnesebogens kann schnell herausgefunden werden, dass es sich um eine Diabetikerin mit vermutlicher Unterzuckerung handelt. Ihr wird Glucose in Gelform aus dem Notfallrucksack verabreicht, fünf Minuten später geht es der Frau schon wieder besser. Anschließend wird das Klinik-Notfallprotokoll mit allen wichtigen Informationen für den weiterbehandelnden Notarzt ausgefüllt und der Rettung übergeben.

Notfall 3: hypertensive Krise Eine 46-jährige Frau kommt mit Zahnschmerzen und Schwindel wie auch Übelkeit in die Ambulanz. Als erste Maßnahme wird von einer zahnärztlichen Behandlung abgesehen und der Blutdruck gemessen. Als vorläufige Diagnose wird eine unbehandelte arterielle Hypertonie (Akutbluthochdruck) festgestellt. Würde man in diesem Fall im Zuge der Zahnbehandlung ein Lokalanästhetikum mit Adrenalin applizieren, würde sich der Zustand verschlimmern. Der Patientin werden rechtzeitig Sauerstoff und ein blutdrucksenkendes Medikament in Form eines Sprays unter die Zunge verabreicht. Eine sitzende Position ist bei diesem Krankheitsbild notwendig, der Defibrillator wird bereitgestellt. Bis zum Eintreffen des Notarztes bessert sich der Blutdruckwert auf akzeptable Werte und die Patientin wird zur weiteren Behandlung mit dem herbeigerufenen Notarzt ins Spital eingeliefert. •

Gut gerüstet für den Notfall Die Universitätszahnklinik Wien ist mit zehn modernen halbautomatischen Defibrillatoren ausgestattet, die im Falle einer Anwendung genaue Anweisungen für die korrekte Vorgangsweise geben. Zusätzlich stehen Notfallrucksäcke, Verbandkästen, Löschdecken und Sauerstoff auf allen Ebenen zur sofortigen Verfügung. Alle Assistenzärztinnen und -ärzte, das wissenschaftliche und das nichtwissenschaftliche Personal sind im Umgang mit diesen Geräten geschult. Jeder Fachbereich stellt zudem gemäß der gesetzlichen Vorgabe sogenannte ErsthelferInnen. Durch jährliche Fortbildungen wird praktisches und theoretisches Wissen regelmäßig aufgefrischt.

O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon Kieferorthopädie Universitätszahnklinik Wien www.unizahnklinik-wien.at

Do. 29. 9. 2016 (8:30-17:30 Uhr) Fr. 30. 9. 2016 (8:30-13:30 Uhr)

Dr. Roland Männchen, PhD / SCHWEIZ

KFO - Biegekurs

HANDS ON COURSE • HANDS ON COURSE • HANDS ON COURSE • HANDS ON COURSE In diesem Kurs werden die grundlegenden Techniken erlernt, wie gezielte individuelle Biegungen in der ersten, zweiten und dritten Bogendimension ausgeführt werden können. Anhand des Utility Arches, des Coplaners und des geloopten Lückenschlussbogens

werden diese Techniken in einen klinischen Zusammenhang gestellt. Dabei wird auch das Tarieren von Bögen erörtert, wenn das Setup einem statisch nicht determinierten Kraftsystem entspricht und somit die voraussichtliche Wirkung nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Online-Registrierung: http://kfo-biegekurs.ivos.at

LIMITIERTE TEILNEHMERANZAHL! Kursort:

Kurssprache: Deutsch

Anmeldeschluss: 15. 9. 2016

Universitätszahnklinik Wien, Ebene 1 Seminarraum B1+B2 ; C1+C2 Sensengasse 2a, 1090 Wien

Teilnahmegebühr:

Informationen:

EUR 450,– pro Teilnehmer (exkl. 10 % MwSt.)

Maria Strobl, Tel.: +43 1 40 070-4301 maria.strobl@meduniwien.ac.at

Der Kurs ist mit 15 Fortbildungspunkten der Österreichischen Zahnärztekammer approbiert.


Praxis

Illustration Poster

Zur Person

Leitlinien Reanimation, Oktober 2015: Basismaßnahmen/Basic Life Support (BLS)

Univ.-Ass. DDr. Oliver Jandrasits

Als Download über: www.aerztezeitung.at/service/informationen

Aktiver Notarzt beim Wiener Roten Kreuz

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Fachbereich Prothetik Verantwortlich für die interne notfallmedizinische Fortbildung der Universitätszahnklinik Wien


Praxis

Behandlung der Aplasie: vielschichtig und individuell Für die Therapie von Zahnaplasien gibt es kein Patentrezept; sie ist immer individuell. Allerdings ­dienen einige Richtlinien als Entscheidungshilfe für die BehandlerInnen.

Abb. 1a

Abb. 1b

Abb. 2

Abb. 3a

Abb. 3b

Abb. 3c

Abb. 4a

Abb. 4b

D

ie Zahnaplasie zählt zu den häufigsten Anomalien, ihre Prävalenz liegt bei zwei bis zehn Prozent, in Österreich sind es 9,6 Prozent. Sie wird unterteilt in: • Hypodontie: Fehlen von ein bis fünf Zähnen, • Oligodontie: Fehlen von sechs oder mehr Zähnen, • Anodontie: keine Zahnanlagen vorhanden, was jedoch sehr selten ist. Die Zahnaplasie entsteht aus einer frühen embryonalen Entwicklungsstörung des Ektoderms. Sie kann isoliert auftreten oder als Begleitsymptom eines Syndroms, etwa bei ektodermaler Dysplasie, bei LippenKiefer-Gaumen-Spalten oder beim Down-Syndrom. Die Therapie der Zahnnichtanlagen erfordert oft eine Kombination aus Kieferorthopädie, Prothetik und Implantologie mit oder ohne Knochenaugmentationsverfahren. Sie ist stets individuell und richtet sich nach der Anzahl und der Region der Zahnnichtanlagen, nach dem Alter der Patientin oder des Patienten und dem vorliegenden Knochenangebot. Fehlen nur wenige Zähne, gibt es mehrere Möglichkeiten, wobei die letzten vier meist miteinander kombiniert werden: • Keine Therapie, • Kieferorthopädie: Lückenschluss, Lückenöffnung, Platzhalter etc., • autologe Zahntransplantation, • herausnehmbare/fixierte prothetische Lösung ohne Behinderung des jugendlichen Wachstums, • dentale Implantate. Wichtig ist, die skeletodentale Entwicklung nicht durch fest sitzende Prothetik und dentale ‣ DentUnique 2/2016 11


Praxis

Implantate zu beeinträchtigen. Implantate bei Kindern sind wegen des zu erwartenden Wachstums kontraindiziert. Sind sehr viele Zähne nicht angelegt, baut die Therapie auf den oben genannten Methoden auf. Zusätzlich kann eine Implantation auch im wachsenden Kiefer sinnvoll sein. Laut Konsensus aus dem Jahr 1996 können dentale Implantate bei einer sehr hohen Anzahl von Zahnaplasien auch vor Wachstumsende in Erwägung ­gezogen werden. Case Report 1 Der folgende Case Report präsentiert ein weibliches Lückengebiss mit zwölf angeborenen Nichtanlagen (fehlende Zähne: 15, 14, 12, 22, 24, 25, 37, 35, 31, 41, 45, 47; Abb. 1a und 1b). Die Patientin kam im Alter von zwölf Jahren an die Klinik. Die zahnmedizinische Anamnese ergab unter anderem eine väterliche genetische Prädisposition der Zahnnichtanlage, eine bimaxilläre Retrognathie und ­einen horizontalen Wachstumstyp. Im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung durch ­KieferorthopädInnen, ProthetikerInnen und OralchirurgInnen wurde eine Kombinationstherapie aus Kieferorthopädie, interimistischer Lückenversorgung und Implantation nach Wachstumsende gewählt.

Die kieferorthopädische Vorbehandlung war nach zwei Jahren beendet. Danach wurden die Milchzähne 71 und 81 extrahiert und durch Implantate ersetzt. Dies ist im Unterkiefer-Frontzahnbereich ausnahmsweise möglich, weil die Unterkiefer-Symphyse bereits im ersten Lebensjahr ossifiziert1. Daher sind in dieser Region keine Wachstumsprozesse zu erwarten, außer durch die Eruption der Zähne. Daher wurden in Regio 31/41 im Alter von 14,5 Jahren zwei Implantate zum Erhalt des Knochenniveaus gesetzt und mit provisorischen Kronen versorgt (Abb. 2). Als Platzhalterfunktion der restlichen Zahnlücken und zum Halten der Restbezahnung wurden die Ober- und Unterkiefer interimistisch mit Marylandbridges versorgt (Abb. 3a–3c). Mit 19 Jahren, also zum skelettalen Wachstumsende, wurde in Regio 12 und 22 extern augmentiert und in ­Regio 14 und 24 ein Sinuslift gemacht. Das Oberkiefer-Lippenbändchen wur­de mit einer Z-Plastik operiert. Nach vier Monaten Einheilungszeit wurden in Regio 14, 12, 22, 24 insgesamt vier Implantate gesetzt. Einen Monat später wurden auch die Lücken in Regio 35/45 mit Implantaten versorgt. Die gesamte Behandlungsdauer inklusive des Pausierens bis zum Wachstumsende betrug sie-

ben Jahre. Die Patientin beendete die Therapie mit 20 Jahren, die Unterkiefer-Front-Implantate waren zu dieser Zeit bereits seit 5,5 Jahren in situ. Die Patientin ist jetzt 31 Jahre alt und die Implantatversorgung nach wie vor stabil (Abb. 4a und 4b).

Case Report 2 Der 1996 geborene Patient kam Ende 2012 im Alter von 16 Jahren erstmals zur Behandlung an die Universitätszahnklinik. Es zeigten sich multiple Nichtanlagen, vorhanden waren nur 16, 26, 36, 46, 11, 21, ansonsten persistierte Milchzähne (Abb. 1, 2a+2b). Die präprothetische kieferorthopädische Versorgung erfolgte ab Februar 2013. Die Milchzähne im Oberkiefer wurden extrahiert, die Immediatprothese mit Vertikalisierung im Mai 2014 gesetzt. Die Augmentation im Oberkiefer erfolgte im Juni 2014, einen Monat später die Implantation im Oberkiefer. Es folgten die Extraktion der Milchzähne im Unterkiefer und die Implantation ebendort im Februar 2015 (Abb. 3). Die Implantatfreilegung und erste Schritte der prothetischen Versorgung wurden im Mai 2015 vorgenommen. Die Implantate wurden mit Brücken versorgt, die Molaren mit Kronen, die Schneidezähne mit Veneers (Abb. 4a+4b, 5a+5b). •

Das Team (Case Report 1) Spezialambulanz Aplasie: Univ.-Ass. Dr. Simone Heuberer, Fachbereich Orale Chirurgie Ao. Univ.-Prof. DDr. Georg Watzak, Fachbereich Orale Chirurgie Ass.-Prof. DDr. Kostantin Zauza, Fachbereich Zahnärztliche Ausbildung Zahnärztliche Betreuung des präsentierten Case Reports: KFO-Betreuung: Ass.-Prof. DDr. Erwin Jonke, Fachbereich für Kieferorthopädie Prothetische Betreuung: Dr. Martin Krainhöfner, Fachbereich Zahnärztliche Ausbildung

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Praxis

Damals Abb. 1

Foto: Peter Tuma

Abb. 2a+2b

Zahnschmerz-Kunst

Abb. 3

Abb. 4a+4b

Abb. 5a+5b

Das Team (Case Report 2) Kieferorthopädie: Dr. Fanny Feltl, Supervisor Doz. Dr. Frank Weiland Chirurgie: Priv.-Doz. DDr. Christoph Vasak Prothetik: Ass.-Prof. DDr. Konstantin Zauza (im interdisziplinären studentischen Ausbildungsbetrieb)

1 Op Heij, D. G., Opdebeeck, H., van Steenberghe, D., Quirynen, M.: Age as compromising factor for implant insertion. Periodontol 2000. 2003; 33: 172–84.

Die Darstellung von ­Zahnschmerzen ist in der Kunst weitverbreitet. Typisch sind die mit einem Tuch eingewickelte Backe und das durch die Schwellung der Wange verschlossene Auge. Ängstlich, vergrämt und zugleich aggressiv zeigt sich der Patient dem Betrachter. Zahnkaries gilt nach Erkältungen als die zweithäufigste Krankheit der Menschheit, und das nicht nur heute. Wie wir bei König Salomo lesen, war es bereits im alten Israel das Los alter Menschen, nur noch wenige Zähne zu haben. Selbst die Königin von England, Elisabeth I., kannte Zahnschmerzen. Im Dezember 1578 quälten sie diese Tag und Nacht. Den kranken Zahn ziehen zu lassen, lehnte sie jedoch aus Angst vor dem Eingriff ab. Der Bischof von London, John Aylmer, ließ sich vor ihren Augen einen – wahrscheinlich – kariösen Zahn ziehen, um sie zu bewegen, es ihr gleichzutun, obwohl er selbst nicht mehr viele Zähne hatte. Das nennt man ein Vorbild der Nächstenliebe. Im Altertum glaubte man, Zahnschmerzen würden durch Würmer verursacht – eine Theorie, die sich bis in das 18. Jahrhundert hielt. 1890 entdeckte der amerikanische Zahnarzt Willoughby Miller an der Berliner Universität, dass Zahnkaries, eine Hauptursache von Zahnschmerzen, tatsächlich durch eine von Zucker „liebenden“ Bakterien produzierte Säure, die die Zähne angreift, entsteht.• DDr. Johannes Kirchner, Kustos des Zahnmuseums Wien

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Menschen

Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anfahrt: Öffentliche Verkehrsmittel: • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto: Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Bitte beachten Sie, dass im gesamten 9. Bezirk Kurzparkzone ist.

Fachbereiche: • Zahnerhaltung und Parodontologie • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Kieferorthopädie • Orale Chirurgie • Prothetik • Radiologie • Kinderzahnheilkunde

Spezialambulanzen: • Spezialambulanz für Laserzahnheil kunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1 40 070 2323 • Spezialambulanz für Endodontie Ansprechpartnerin: Selma Sulejmanovic Tel.: + 43 1 40 070 2145

• Spezialambulanz für ästhetische Zahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1 40 070 2323

• Spezialambulanz für Funktions störungen Ansprechpartnerin: Alexandra Wolfer Tel.: + 43 1 40 070 4930 14 DentUnique 2/2016

• Spezialambulanz für Bulimie Ansprechpartnerin: Katalin Máté Tel.: +43 1 40 070 4935

• Spezialambulanz für Mund- und Schleimhauterkrankungen Ansprechpartnerin: Kathrin Fröschl Tel.: + 43 1 40 070 4121

Ansprechpartner/Innen – Kontakte: Zentrale Aufnahme Stefanie Brandner, Agnes Font, Bettina Lackner, Monika Saffer, Cornelia Schmid, Katharina Celar-Vojtechovsky Tel.: +43 1 40 070 2000 E-Mail: aufnahme-zmk@ meduniwien.ac.at Allgemeine Ambulanz Gabriele Pleininger, Karoline Schweinberger Tel.: +43 1 40 070 2020 E-Mail: ambulanz-zmk@ meduniwien.ac.at

Klinische Bereiche • Zahnerhaltung und Parodontologie Sekretariat: Edda Gsell Tel.: +43 1 40 070 2101 E-Mail: zahnerhaltung-zmk@ meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Leitstelle: Nina Filzwieser Tel.: +43 1 40 070 4720 E-Mail: zahnerhaltung-zmk@ meduniwien.ac.at • Prophylaxecenter Leitstelle: Tamara Hauptmann Tel.: +43 1 40 070 4725 E-Mail: prophylaxecenter@ meduniwien.ac.at

• Kieferorthopädie Leitstelle: Katrin Wychera, Evelyne Marchsteiner Tel.: +43 1 40 070 4320 Sekretariat: Maria Strobl Tel.: +43 1 40 070 4301 E-Mail: kfo-zmk@meduniwien.ac.at • Orale Chirurgie Leitstelle, OP-Organisation: Kathrin Fröschl Tel.: +43 1 40 070 4121 Sekretariat: Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1 40 070 4101 E-Mail: oralchir-zmk@ meduniwien.ac.at

• Prothetik Sekretariat: Bettina Haruksteiner Tel.: +43 1 40 070 4901 E-Mail: prothetik-zmk@ meduniwien.ac.at • Radiologie Leitstelle: Christine Niziolek Tel.: +43 1 40 070 2420 E-Mail: radiologie-zmk@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Leitstelle Tel.: +43 1 40 070 2820 Organisation: Susanne Preis Tel.: +43 1 40 070 2825 E-Mail: kinder-zmk@ meduniwien.ac.at

Öffnungszeiten: Immer nach Terminvereinbarung! • Aufnahme von PatientInnen Zentrale Aufnahme und Notbehand lungen: Montag–Freitag 7.30–13 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 8–13 Uhr • Behandlungszeiten in den klinischen Bereichen Montag–Donnerstag 8–18 Uhr, Freitag 8–16 Uhr nach Terminvereinbarung • Kieferorthopädie: Montag–Donnerstag 8–17 Uhr, Freitag 8–13 Uhr


Menschen

Kluge Köpfe Hier stellen wir Ihnen einige MitarbeiterIn­nen der Universitäts­ zahnklinik Wien vor:

Foto: Corinna Bruckmann

MTA Sonia Arellano

Sonia Arellano schloss ihre Ausbildung zur Biomedizinischen Analytikerin 1993 auf den Philippinen ab. 1996 übersiedelte sie nach Österreich, 2006 erfolgte die Nostrifizierung ihrer Ausbildung. Seit 2007 ist Arellano an der Universitätszahnklinik Wien beschäftigt. Sie ist im „Competence Center for Dental Materials“ tätig und befasst sich vor allem mit der Zytotoxizitätstestung von Dentalmaterialien. Arellano ist an der Vorbereitung und Durchführung einer Lehrveranstaltung des Curriculums Zahnmedizin beteiligt und bringt Studierenden verschiedene Techniken der Gewebekultur bei. Weiters überwacht sie als Qualitätskontrollassistentin die Durchführung eines Zytotoxizitätstests.

Regina Klaus

Dr. med. univ. Corinna Bruckmann, MSc

Dr. med. univ. Corinna Bruckmann, MSc, ist die Leiterin des Hochschul­ lehrgangs für Parodontologie an der Medizinischen Universität Wien. Sie ist für die Entwicklung, Organisation und Betreuung des Studiengangs verantwortlich. Außerdem ist Bruckmann Universitätsassistentin an der Universitätszahnklinik Wien. Sie leitet das Prophylaxe-Center, ist wissenschaftlich tätig und unterrichtet. 1988 schloss sie ihr Studium der Humanmedizin und 1995 die Facharztausbildung der Zahn-, Mundund Kieferheilkunde ab. Von 2000 bis 2003 absolvierte Bruckmann die postgraduale Ausbildung „­Periodontology and Implantology“ in den Niederlanden. Seit 2007 ist sie Oberärztin im Fachbereich Zahnerhaltung und Parodontologie. Außerdem ist sie Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie. Sie arbeitet auch bei der Etablierung der Prophylaxe-AssistentInnenWeiterbildung (PAss) an der Universitätszahnklinik mit. 2014 erhielt die Ärztin gemeinsam mit vier Kollegen den ODV-Wissenschaftspreis des Zahnärztlichen Interessenverbandes Österreich, 2015 gemeinsam mit Dr. Regoda den Posterpreis der SIdO (italienische KFO-Gesellschaft).

Regina Klaus ist seit 2015 im Sekretariat der Universitätszahnklinik beschäftigt. Sie ist für die administrative Betreuung der neuen internationalen Masterlehrgänge verantwortlich. Zu ihren Tätigkeiten zählen außerdem die Koordination und Bearbeitung von ­internationalen Anfragen im post­ graduellen Bereich, die Organisation von Workshops, Konferenzen und Kongressen sowie internationale Korrespondenz. Regina Klaus ist auch die Assistentin des Klinikvorstands beziehungsweise des Kliniksekretariats.

Markus Stiedl

Markus Stiedl ist Mitarbeiter der ITAbteilung. Zuvor absolvierte er die Lehrausbildung „Informationstechnologie-Technik“ an der Universitätszahnklinik, anschließend war er dort neun Monate lang Zivildiener. Seit Ende 2013 arbeitet Stiedl nun als Angestellter im IT-Bereich. Er ist mitverantwortlich für die BenutzerInnen­verwaltung und die Rechtevergabe. ­Außerdem betreut Stiedl das Netzwerk und die Serverlandschaft der Klinik. Stiedls Job umfasst auch die Hardware- und Softwarebeschaffung, die Administra­tion des elektronischen Schließsystems sowie die Instandhaltung und ­Erweiterung der IT-Infrastruktur. DentUnique 2/2016 15


Menschen

Von Karate bis Kanufahren

Für die Zahnärztin Csenge Szepesi (links) bedeutet Karate Selbstverwirklichung.

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s ist ein sportliches Jahr: 2016. Im Juni beginnt die FußballEuropameisterschaft, im August die Olympischen Sommerspiele. Auch an der Universitätszahnklinik ist Platz für SportlerInnen.

Schlagfertigkeit Eine Karriere als Zahnärztin reicht Dr. Csenge Szepesi nicht: Sie ist näm-

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lich auch Karate-Weltmeisterin. Letztes Jahr holte sich die 27-Jährige Gold bei der Weltmeisterschaft. Szepesi blickt auf eine sehr positive Laufbahn zurück: „Ich habe bisher kaum einen Wettkampf ohne Medaille verlassen“, erzählt die Zahnärztin stolz. Für ihre Wettkämpfe opfert Szepesi einen großen Teil ihrer Freizeit. Das sei für sie aber kein Problem, denn Karate mache

ihr wahnsinnigen Spaß. „Wenn man einen Sport ernst nimmt, gehören Wettkämpfe dazu“, meint Szepesi. Um fit für Meisterschaften zu bleiben, trainiert die engagierte Zahnärztin zehnmal pro Woche. Karate bedeutet für Csenge Szepesi Selbstverwirklichung. „Karate kann man in jedem Alter machen – und sich immer neue Ziele setzen.“

Abenteuerlust Roman Fuchs, Mitarbeiter der Foto­ abteilung, hat eine abenteuerliche Leidenschaft: Er unternimmt selbst organisierte Outdoor-Touren mit dem Kanu, Faltkajak und Faltrad. Vorzugsweise in „amphibischer“ Kombination entdeckt er so aus eigener Kraft zu Wasser und zu Lande die Welt. Dabei kommt es zu starken Naturerfahrungen, spontanen Begegnungen mit interessanten Menschen und daraus resultierenden aufregenden Fotomotiven. Der Globetrotter hält über seine intensiven Reiseerlebnisse, über Land und Leute kreative Fotovorträge. Fuchs’ Expeditionen, welche ihn schon in die entlegensten Winkel auf vier Kontinenten geführt haben, sind nicht immer ungefährlich: Als er mit einem Freund im Faltboot die Ostsee von Stockholm nach Helsinki durchquerte und nur mehr Wasser zu sehen war, zeigte das GPS-Gerät plötzlich eine Geschwindigkeit von null km/h an! Schockstarre: War das GPS, mit dem sie durch hohe See navigierten, kaputt? Bald aber war klar, dass die beiden gegen eine Strömung paddelten – was sie im offenen Meer ohne dieses technische Hilfs­ mittel nicht erkannt hätten. Teamgeist Dr. Thomas Gravogl ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Fußballer. Damals spielte er bei Rapid, später in einem Unterligaverein – bis ihm eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung machte. Trotz einer ­Pause

Fotos: Fekete T._2015, Roman Fuchs

Die MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien sind nicht nur medizinische Profis, sondern auch sportlich top.


Menschen

Stockerlplatz im Dental Cup Das Fußballteam der Universitätszahnklinik Wien holte sich den dritten Platz im Hallenfußballturnier.

Roman Fuchs entdeckt seit fast 35 Jahren per Kanu, Falt­ kajak und Rad die Welt. Der Fotoapparat dient dabei als Logbuch.

Foto: Robert Simon/ dental journal, Roman Fuchs

von über einem Jahr hat Gravogl seine Begeisterung für das Kicken nicht verloren. Der Stürmer spielt immer noch hobbymäßig in einem Verein. Auch wenn abends die Motivation, zum Training zu fahren, nicht immer allzu groß ist – sobald er am Spielfeld steht, überwiegt die Freude am Fußball. An dem Teamsport gefällt ihm am besten, dass man gemeinsam in der Mannschaft versucht, das Spiel zu gewinnen: „Fußball ist kein Einzelsport. Man braucht eine Mannschaftsleistung, um das Match für sich zu entscheiden“, berichtet er. Seine Ausbildung als Arzt ist Gravogls Mitspielern auch schon einmal zugute gekommen. „Während eines Matches habe ich dem Tormann den Daumen eingerenkt“, erzählt Gravogl lachend. Durchhaltevermögen DDr. Andreas Schedle hat heuer ein Jubiläum zu feiern: Er läuft seit 30 Jahren Marathon. Seine persönliche Bestzeit von zwei Stunden und 54 Minuten kann sich sehen ­lassen. „Ich schätze, ich bin schon etwa hundert Marathons gelaufen“, erzählt Schedle. Seine jährlichen Fixstarts sind der Wien- und der Graz-Marathon. Früher reiste er auch, um in anderen Städten zu laufen: „Der Wien-Marathon hat ­früher Mitte Mai stattgefunden – da ist es schon zu warm zum Laufen.“ Deshalb ist er beispielsweise nach Hamburg ausgewichen. Wenn sich der Zahnarzt auf einen Marathon vorbereitet, zieht er zehn Wochen lang konsequent sein Trainingsprogramm durch. In dieser Zeit läuft er nicht wie sonst zwei- bis dreimal pro Woche, sondern viermal. ­Schedle trainiert gerne gemeinsam mit einem Freund: „Das ist sehr wichtig, um sich zu motivieren.“ Besonders gut gefällt ihm am Laufen, dass er in die Natur kommt und dass ihm oft während des Laufens Lösungen und Ideen von selbst ­einfallen, über die er sich im Alltag den Kopf zerbrochen hat. •

A

m 29. April fand erstmals der Austria Dental Cup statt, der von List + Mausser Zahntechnik veranstaltet wurde. Acht Teams, bestehend aus ZahnärztInnen, ZahntechnikerInnen, Studierenden und VertreterInnen der Industrie, nahmen an dem Hallenfußballturnier im Wiener Sportzentrum Marswiese teil.

Platz drei für Universitätszahnklinik Wien Nach vier Stunden voller sportlicher Anstrengungen bei ausgelassener Stimmung wurden die Sieger des ersten Dental Cups geehrt. Das Team der Studierenden der Universitätszahnklinik Wien holte sich die Bronzemedaille. Auf Platz eins schaffte es das „Zahnärzteteam Stadtpark“, dahinter folgte das Team „Zahntechnik 1“. Alle Teilnehmenden waren überzeugt: Nächstes Jahr muss unbedingt eine Fortsetzung stattfinden. Dann geht sich vielleicht auch eine Goldmedaille aus. Bis dahin heißt es, fleißig weiterzutrainieren. •

Der erste Dental Cup: Acht Teams kämpften um den Sieg.

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Lehre

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In Wien starten Forschungsarbeiten rund um die Einsatzmöglichkeiten von Magnetresonanz in der Zahnmedizin.

L

ange Zeit war man davon ausgegangen, dass aufgrund von Metallen im Kiefer eine Darstellung via Magnetresonanz (MR) nicht möglich sein kann. Daher gab es weltweit bislang keine Zahnklinik, die ein eigenes solches Gerät zur Verfügung hatte. „Mittlerweile wurden Sequenzen entwickelt, um Artefakte zu minimieren. Außerdem werden paramagnetische Zahnfüllungen zunehmend weniger. Alles das erleichtert die Darstellung im MR“, so der Leiter der Radiologie der Wiener ­Zahnklinik, Univ.-Prof. Dr. André Gahleitner. Daher wurde in Wien eine Kooperation unterschiedlicher universitärer Einrichtungen gestartet, die es ermöglichte, ein MR-Gerät am Institut für Radiologie an der Universitätsklinik für Zahnmedizin aufzustellen. „Im Besonderen gibt es eine Kooperation mit der Abteilung für Radiodiagnostik am AKH Wien unter der Leitung von Professor Christian Herold“, sagt Gahleitner. Darüber hinaus im Boot sind: die Universität Wien, die Medizinische Universität Wien (Prof. Dr. Rupert Lanzenberger), das MR-Exzellenzzentrum (Univ.-Prof. Dr. Siegfried ­Trattnig) und die Veterinärmedizinische Universität (Univ.-Prof. Dr. Ludwig Huber). Das Gerät wird sieben Tage in der Woche benützt, zu den üblichen Arbeitszeiten steht es an der Zahnklinik für Forschungsarbeiten zur Verfügung. „Diese Forschungen haben soeben begonnen, die MitarbeiterInnen sind bereits eingeschult“, so Gahleitner, der weiter ausführt: „Das bedeutet: Das MR-Gerät steht derzeit ausschließlich ProbandInnen für Studien zur ­Verfügung.“ Denn noch muss einiges getan werden: ‣

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Derzeit steht das neue MR-Gerät ausschließlich ProbandInnen für Studien zur Verfügung.

„Ziel der Forschungen ist es, Erkrankungen im Kiefer­ bereich zu diagnostizieren, und zwar ohne Strahlenbelastung, wie dies bislang notwendig ist“, erklärt ­Gahleitner, der über die Möglichkeiten von MR meint: „Wir erwarten uns eine frühzeitige Darstellung von entzündlichen Veränderungen z. B. im Kiefergelenk und eine vereinfachte Differenzierung von tumorösen ­Prozessen, und zwar ohne Strahlenbelastung.“ Die Forschungen sind vorerst für zehn Jahre angelegt, wobei einige Prozesse schon frühzeitig auch bei RoutinepatientInnen angewendet werden können. „Der größte Vorteil daran, dass das MR-Gerät direkt bei uns an der Universitätszahnklinik Wien steht, ist jener, dass Grundlagenforschung einfach möglich ist und gleich­ zeitig keine PatientInnen gefährdet sind, da sich am ­klinischen Alltag nichts ändert“, so Gahleitner. „Wir sind schon bislang technisch bestens ausgestattet gewesen, das MR-Gerät ergänzt unsere bisherigen Topgeräte.“ Die Universitätszahnklinik Wien verfügt über neueste Technologie in Sachen Kleinbild- und Panoramaröntgen, bei Teleradiografie, bei Scanora-Geräten, bei Conbeam-CT und Multislice-CT, bei Sonografie und Kernspintomografie – und seit Kurzem eben auch über ein MR-Gerät. •

46. Internationale Kieferorthopädische Fortbildungstagung

Kitzbühel 4. – 11. März 2017 Tagungsleiter: o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon Information: Maria Strobl E-Mail: [maria.strobl@meduniwien.ac.at]

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Implantologie: Basiswissen kompakt

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Am 11. November startet unter der Leitung von Univ.-Prof. DDr. Ulm der nächste ImplantologieBasiskurs an der Universitätszahnklinik Wien. In rund neun Stunden erhalten Zahnärztinnen und -ärzte und Studierende der Zahnmedizin eine ­Einführung in die Implantatbehandlung.

Priv.-Doz. Dr. Georg Strbac Univ.-Prof. DDr. Georg Watzak DDr. Alexander Fügl

Basiskurs Implantologie – Eckdaten Der Kurs findet am 11. November 2016 statt. Kursort ist die Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien, Fachbereich Orale Chirurgie, Besprechungs­ zimmer Orale Chirurgie. Die TeilnehmerInnen erwerben im Rahmen des Zahnärztlichen Fortbildungsprogramms der Österreichischen Zahnärztekammer (ZFPÖZÄK) elf Fortbildungspunkte. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf maximal 15 begrenzt. Anmeldungen jederzeit gerne per Mail via oralechirurgiekurse@meduniwien.ac.at oder telefonisch unter 01/40 070-4101 (Fr. Kneidinger).

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Die TeilnehmerInnen sind bei zwei bis drei Operationen dabei und können auch via Monitor jeden einzelnen Arbeitsschritt beobachten.

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ie Ausbildung richtet sich an Zahnärztinnen und -ärzte und Studierende der Zahnmedizin, die die Grundlagen der Implantologie erlernen möchten. Als Referenten stehen habilitierte Implantologen der Universitätszahnklinik zur Verfügung, die ihre langjährige Erfahrung weitergeben. Die TeilnehmerInnen erfahren, welche Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung bestehen, welche Indikationen und Kontraindikationen es gibt, sie erlernen die Grundlagen der implantatspezifischen Anamnese, erhalten Know-how in Sachen PatientInnenauswahl und diagnostische Verfahren. Überdies

werden sie mit den chirurgischen Abläufen bei der Implantation mit dem Straumann-Implantatsystem ver­traut gemacht. Im praktischen Teil stehen chirur­ gische Techniken im Mittelpunkt, dazu Tipps und Tricks aus der Praxis. Die TeilnehmerInnen sind bei zwei bis drei Operationen dabei und können dabei auch via Monitor jeden einzelnen Arbeitsschritt beobachten. Darauf folgen praktische Übungen am Kunststoffkiefer und die Einführung in prothetische Versorgungskonzepte. Ebenso am Kursplan stehen das Komplikationsmanagement sowie verschiedene Möglichkeiten des Knochenaufbaus. •


Lehre

Im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ konnten BesucherInnen bei der Station der Universitätszahnklinik einmal selbst Zähne füllen.

Forschung als Publikumsmagnet Mit der „Langen Nacht der Forschung“ zeigte sich ­Österreich von seiner wissenschaftlichen Seite und lockte damit über 180.000 BesucherInnen an.

B

ei der „Langen Nacht der Forschung“ am 22. April wurden der Bevölkerung bei freiem Eintritt wieder die Leistungen der heimischen Institutionen zugänglich gemacht – vom Neusiedler See bis zum Bodensee. Insgesamt präsentierten rund 500 AusstellerInnen Erkennt-

nisse der Wissenschaft. Erstmals war auch die Universitätszahnklinik Wien im Rahmen der medizinischen Forschungsmeile vertreten. Forschung zum Anfassen In Kooperation mit der MedUni Wien wurden rund um den MedUni-Cam-

Foto: MedUni Wien/Russmann

Krebsforschungslauf: mit Bewegung gegen Krebs „Go the extra Mile“ – so lautet das Motto des zehnten Krebsforschungslaufs der MedUni Wien. Am 8. Oktober 2016 laufen zwischen zehn und 14 Uhr wieder zahlreiche UnterstützerInnen durch den Universitätscampus beim Alten AKH. Die Strecke ist eine Meile (1.609 Meter) lang. Ziel ist es, das Thema Krebs stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und Spenden für die Krebsforschung zu sammeln. Im Vorjahr wurden 7.706 Meilen gelaufen und rund 130.000 Euro gesammelt. Die Start- und

pus AKH mehr als 50 Stationen zu medizinischen Themen angeboten. An der Universitätszahnklinik konnte man sehen, wie Zähne „gezüchtet werden“ – also wie ein Zahnersatz im Labor hergestellt wird. Die Station „Zahn Wars“ informierte über die vielfältigen Anwendungsbereiche des Lasers in der Zahnheilkunde. BesucherInnen erfuhren zudem, wie man Zahnun­fälle behandelt und vermeidet, und im Forschungstrakt ging man der Frage nach, wie Implantate funktionieren. Interessierte durften auch selbst Hand anlegen und z. B. eigenständig Zähne füllen. Vor allem Kinder arbeiteten – ausgestattet mit weißen Mänteln und Laborhandschuhen – begeistert mit. Wissbegierig experimentierten und pipetierten die jungen ForscherInnen von morgen unter fachkundiger Anleitung und nahmen sich stolz selbst gefärbte histologische Schnitte mit nach Hause. Auch eine Führung durch das Zahnmuseum der ­Universitätszahnklinik begeisterte ­viele BesucherInnen. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, freute sich über die große TeilnehmerInnenzahl und dankte den Einrichtungen für die Präsentation ihrer Arbeiten. „Die Erkenntnisse, die an den Hochschulen, den Forschungseinrichtungen und in den Unternehmen gewonnen werden, haben direkte Auswirkungen auf unsere Lebensqualität und Wettbewerbs­ fähigkeit.“ •

Runden­spenden werden in aussichtsreiche Forschungsprojekte von WissenschaftlerInnen an der MedUni Wien investiert. Unternehmen können mit Firmenteams teilnehmen, „Rundenpartnerschaften“ für andere LäuferInnen übernehmen oder unterschiedliche Leistungspakete sponsern. Individuelle SportlerInnen können gegen eine Spende von mindestens 20 Euro jederzeit zwischen zehn und 14 Uhr starten. Jede Person läuft beliebig lang – nach ihren individuellen Möglichkeiten (auch Walken ist erlaubt!). Dabei erhält jede/r LäuferIn eine Rundenkarte, die beim Start/ Ziel abgestempelt wird. Neben ­Erfrischungen und Verpflegung erhalten die TeilnehmerInnen eine Urkunde über die gelaufenen Runden. • DentUnique 2/2016 23


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