P.b.b. 14Z039972 M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien
Competence Center for Dental Materials – 07 4 | 2015
Endodontie aus mehreren Blickwinkeln – 12 Drei neue HabilitandInnen – 18
Das Journal der Universitätszahnklinik Wien
Mundhygiene Neue Ausbildung für zahnärztliche AssistentInnen
Editorial
Sehr geehrte LeserInnen!
U
nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.
Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien. Ein Fokus dieser Ausgabe liegt in der neuen Mundhygieneausbildung, die ab dem Frühjahr 2016 an der Universitätszahnklinik berufsbegleitend angeboten wird. Der Lehrgang beinhaltet neun Module, soll zwei Semester dauern und deckt sämtliche Bereiche der Mundhygiene ab.
Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand
Die Ausbildung findet mit modernstem Equipment statt. An Phantomköpfen soll einerseits das richtige Sondieren erlernt werden, wie beispielsweise das Erheben von Plaqueund Zahnsteinbefall und die professionelle Zahnreinigung. Andererseits kann mithilfe dieser die ergonomische Arbeitshaltung der Studierenden geübt werden, um so Haltungsschäden vorzubeugen.
Wir möchten Sie mit unserem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der PatientInnen.
Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43-1-40 070, Fax: +43-1-40 070-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 5.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Clemens Nechansky (Leitung), Mag. Marianne Kitzler, Bettina Benesch, Mag. Andrea Fallent, Mag. Jutta Maucher, Carina Weinstabl, Carina Mezensky Grafik & Produktion: Julia Proyer (Leitung), Doreen Agbontaen Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz Designkonzept: Julia Proyer Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: NÖ Pressehaus, 3100 St. Pölten Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert ZahnärztInnen, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.
02 DentUnique 4/2015
Inhalt
Inhalt
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Forschung 04 Habilitation DDr. Ulrike Kuchler: Die kompromittierte Knochenregeneration – Implikationen in der dentalen Implantologie 07 Vorstellung des Competence Center for Dental Materials: Mehr Wissen über Dentalmaterialien
Praxis 08 Die neue Mundhygieneaus bildung an der Universitäts zahnklinik ab dem Frühjahr 2016
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12 Endodontie aus mehreren Blickwinkeln: Die Wurzel kanalbehandlung im Fokus der dreidimensionalen bildgebenden Verfahren
Menschen 14 Die Kunst in der Medizin: Über die Ausstellungen von Krayem Awad an der Universitäts zahnklinik Wien
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16 Facts über die Universitäts zahnklinik Wien: Fachbereiche, Ambulanzen, Öffnungszeiten 17 Kluge Köpfe
Lehre 18 Historisches aus dem Zahnmuseum Wien 18 Drei neue HabilitandInnen an der Universitätszahnklinik Wien
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20 Feierliche Skulpturenenthüllung im Garnisonshof der Universitätszahnklinik Wien 21 Buchtipp: Notfallmedizin für Zahnärzte 22 Mikrobiologische Analysen
In den Kalender Endodontie 2016 In Zusammenarbeit mit dem ZAFI Die Mikrobiologie in der Endodontie Datum: 8. 4. 2016, 14. 10. 2016 Uhrzeit: 9.00–18.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: Sekretariat ZAFI, www.zafi.at ZFP-Fortbildung: 10 Punkte
Update Refresher Forum für medizinische Fortbildung Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 15.–16. 4. 2016 Ort: Aula der Wissenschaften Wien, Wollzeile 27a, 1010 Wien Anmeldung: info@fomf.at Informationen: www.fomf.at, 02252/263 263 10 ZFP-Fortbildung: 16 Punkte Basiskurs Implantologie Einführung in die Implantat behandlung mit Live-OPs Leitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm Datum: 15. 4. 2016 Uhrzeit: 7.30–16.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Fachbereich Orale Chirurgie, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: oralechirurgie-kurse@meduniwien.ac.at, 01 40 070 4101 ZFP-Fortbildung: 11 Punkte Digitale Zahnheilkunde 2016 CAD/CAM In Zusammenarbeit mit dem ZAFI Datum: 17. 6. 2016, 7. 10. 2016 Uhrzeit: 9.00–18.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: Sekretariat ZAFI, www.zafi.at ZFP-Fortbildung: 10 Punkte DentUnique 4/2015 03
Fotos: Kuchler & Schwarzer 2014
Forschung
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Forschung
Augmentationsstudie (Kuchler et al., 2014)
Über Knochenimplantationen Eine Nachwuchswissenschaftlerin stellt ihre Habilitationsschrift zur dentalen Implantologie vor.
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ie Einheilung von Implantaten unter kompromittierten systemischen Bedingungen – das ist der Schwerpunkt der Arbeiten von DDr. Ulrike Kuchler. Sie habilitierte mit dem Thema „Die kompromittierte Knochenregeneration – Implikationen in der dentalen Implantologie“. „Klinischer Hintergrund meiner Forschungsarbeiten ist die Orale Implantologie, die sich aufgrund des operativen und materialtechnischen Fortschrittes zu einer etablierten Therapieform entwickelt hat. In meinen wissenschaftlichen Arbeiten, die In-vitro-, präklinische und klinische Studien umfassen, habe ich das Hauptaugen merk auf den Kieferknochen, die kompromittierte Knochenheilung und deren Behandlungsmöglichkeiten gelegt“, so die frisch gekürte Wissenschaftlerin.
Therapiestrategien und operative Techniken Der Großteil der Arbeiten, die zur Habilitation führten, beschäftigte sich einerseits mit dem Einfluss von Erkrankungen auf die Einheilung von Implantaten, andererseits mit Therapie- strategien und operativen Techniken, die das implantologische Outcome optimieren. Beispielsweise leiden Diabetespatienten unter einer schlechteren Einheilung von Implantaten. Die intermittierende Gabe von Parathormon (PTH) ist für die Osteoporosetherapie zugelassen und steigert die Implantateinheilung in präklinischen Modellen. Es stellte sich also die Frage, ob dies auch im diabetischen Kontext gilt. Als Maß dafür wurden die KnochenImplantat-Kontakte und die Knochenfläche im kortikalen und medullären Kompartiment vermessen. Dieser ana- bole Effekt blieb jedoch unter diabe-
tischen Bedingungen aus (Kuchler et al., 2011b). In der darauf folgenden klinischen Studie erhielten 24 zahnlose Patienten neben den indizierten vier interforaminalen Implantaten im Unterkiefer zusätzlich zwei Mini schrauben. Die Behandlungsgruppe verabreichte sich in den ersten vier Wochen nach Implantation eine der Osteoporosetherapie entsprechende Dosierung von rhPTH 1-34 (Teriparatide). Die Kontrollgruppe blieb unbehandelt. Nach neun Wochen Heilungs- zeit konnten die Minischrauben histologisch und histomorphometrisch untersucht werden. Es zeigte sich eine tendenzielle Steigerung der Knochenneubildung durch Teriparatide (Kuchler et al., 2011a). „An der Medizinischen Universität Wien wurde ich im März 2012, basierend auf dieser Arbeit, mit dem Titel ,Researcher of the Month‘ ausgezeichnet“, so Kuchler. ‣ DentUnique 4/2015 05
Forschung
Osteozyten sind wesentlich Ebenfalls Teil der Habilitationsschrift war die Untersuchung der morphologischen Veränderungen von Osteozyten durch Knochenersatzmaterialien. Dabei wurden die Anzahl und die Fläche dieser Zellen nach dem Knochenaufbau in der Kieferhöhle untersucht und analysiert. „Es konnte gezeigt werden, dass Knochenersatzmate06 DentUnique 4/2015
rialien die Anzahl und Größe dieser Knochenzellen beeinflussen. Diese Studie unterstützt die Bedeutung der Osteozyten und die Erkenntnisse, welche Schlüsselrolle den Osteozyten im Knochenumbau zukommt“, erklärt Kuchler. Außerdem stellte sie fest, dass der Verlust von Sklerostin neben einer deutlichen Zunahme des Volumens des Kieferknochens auch zu einer Zunahme von Zahnzement führt. (Kuchler und Schwarze et al., 2014)
Langzeitveränderungen im Knochenmaterial Ein Stipendium des ITI (International Team for Implantology) ermöglichte Kuchler 2011 den Aufenthalt
In der nächsten Ausgabe von DentUnique wird die Habilitation von Assoc. Prof. Priv.-Doz. DDr. Barbara Cvikl zum Thema „Zahnerhaltung – ein weitgefächertes Forschungsgebiet“ vorgestellt.
Zur Person Ass.-Prof. Priv.-Doz. DDr. Ulrike Kuchler Orale Chirurgie Bildquellen: Augmentationsstudie: Kuchler et al., 2014 SOST-Arbeit: Kuchler und Schwarze, 2014 PTH-Histologie: Kuchler et al., 2011
Foto: Kuchler & Schwarzer 2014
Zahnheilung bei M.-Crohn-PatientInnen Eine weitere systemische Erkrankung, mit der sich die zweifache Doktorin beschäftigt hat – Kuchler hat sowohl Zahnmedizin als auch Humanmedizin studiert –, war die Auswirkung des M. Crohn auf die Implantateinheilung. Klinisch ist bekannt, dass es bei solchen PatientInnen zu hohen Implantatverlusten kommt. Es lag die Vermutung nahe, dass neben dem kompromittieren Knochenumbau auch die Knochenregeneration betroffen ist. Die Studie kam jedoch zu dem Schluss, dass eine simulierte entzündliche Veränderung des Darmes die Implantateinheilung nicht unmittelbar negativ beeinflusst. (Kuchler et al., 2013a)
an den Zahnmedizinischen Kliniken in Bern. Dort untersuchte sie – ihrem Habilitationsschwerpunkt entsprechend – die Möglichkeiten und Risiken der Implantation im ästhetischsensitiven Frontzahnbereich (Buser et al., 2013): „Die Arbeit verdeutlichte, dass die Implantation mit simultanem Aufbau der bukkalen Knochenlammelle auch im Langzeitverlauf zu hervorsehbaren ästhetischen Ergebnissen führt und unterstreicht somit diese Operationsmethode“, so die Wissenschaftlerin. Darüber hinaus studierte sie in Bern im Rahmen einer Expertengruppe auch die klinische Langzeitstabilität von Knochenersatzmaterialien im ästhetischen Frontzahnbereich (Kuchler und von Arx, 2014). In Bern war Kuchler an einer weiteren Studie beteiligt, die sich im Zeitraum von zehn Jahren mit Sofortimplantationen beschäftigte. Das Ergebnis: Trotz stabiler Weichgewebsverhältnisse bei einem Viertel der Patienten fehlte die darunterliegende stützende Knochenlamelle. (Kuchler et al., 2015) Auch wenn die Habilitation erfolgreich abgeschlossen worden ist, klinische und präklinische Studien liegen Ulrike Kuchler weiterhin am Herzen. „Der Fokus liegt dabei auf der Rolle von Knochenersatzmaterialien unter kompromittierten Bedingungen und der Anwendung möglicher anabolen therapeutischen Strategien“, so die habilitierte Wissenschaftlerin. •
Fokus Forschung
Mehr Wissen über Dentalmaterialien Sind neue Dentalmaterialien für Füllungen und technische Versorgungen sicher und funktional? Diese Frage beschäftigt das Team des Competence Center for Dental Materials tagtäglich. Seine Ant worten kommen ZahnärztInnen zugute, die in Sachen Handling neuer Materialien auf dem Laufenden sein möchten.
Fotos: Fuchs
Ao. Univ.-Prof. DDr. Andreas Schedle mit seinem Team des Competence Center for Dental Materials
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eit gut 20 Jahren beschäftigt sich Ao. Univ.-Prof. DDr. Andreas Schedle mit Fragen der Funktionalität von Dentalmaterialien und deren Sicherheit. Seit 2013 leitet er das Competence Center for Dental Materials an der Universitätszahnklinik Wien. Gemeinsam mit seinem Team erforscht und prüft er neue Materialien der zahnmedizinischen Industrie. „Unser Ziel ist es, dass wir für neue Materialien klare Aussagen treffen können hinsichtlich Sicherheit, Ver-
arbeitbarkeit und Langlebigkeit“, sagt Schedle. Denn die Angaben der Hersteller sind teilweise ungenügend – oder enthalten fragwürdige Werbeversprechen: „Ende der 1990er Jahre kamen beispielsweise laut Hersteller biokompatible Alternativen zu Amalgam auf den Markt. Diese Substanzen reduzierten in unseren Zellkulturuntersuchungen das Zellwachstum ähnlich wie Amalgam, einige sogenannte ,biokompatible Alternativen‘ waren stärker zytotoxisch als Amalgam.“
Kunststoff, Zement, Zirkon unter der Lupe Aktuelle Untersuchungen des Competence Centers umfassen sowohl Materialien für direkte Füllungen als auch solche für technische Versorgungen. Ein Schwerpunkt sind Alternativen zu Amalgam. Mithilfe des akkreditierten Zytotoxizitätstests prüft das Team unter anderem neue Kunststoffe, die als Amalgamersatz auf den Markt kommen. Ebenso werden die Sicherheit und die Haftkraft von Zementen für die technische Versorgung untersucht. Auch dem Handling der verschiedenen Materialien kommt große Bedeutung zu: So zeigte das Team beispielsweise, dass mit sehr starken Lichtquellen für entsprechend kurze Zeit ausgehärtete Kunststofffüllungen geringere Härte aufweisen als mit schwächeren Lampen für längere Zeit gehärtete Materialien. „Das ist ein wesentlicher Punkt für die Praxis: Es zahlt sich aus, einige Sekunden länger zu warten“, erklärt Schedle. Aktuell läuft überdies eine Untersuchung zum Thema CAD/CAM, in deren Rahmen die Qualität von CAD/ CAM-gefertigten Versorgungen mit konventionell gefertigten verglichen wird. Ziel der Studie ist auch, die adhäsive Befestigung von Zirkon zu verbessern. Die Ergebnisse der Studien werden laufend auf Kongressen, im Rahmen von Weiterbildungen oder in international renommierten Fachmagazinen präsentiert. •
Das Team Leitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Andreas Schedle. Mitarbeit: Priv.-Doz. Mag. Dr. Alexander Franz, BMA Sonia Arellano Im PhD-Programm befinden sich derzeit vier DissertantInnen, ein Student arbeitet an seiner Masterthesis. Zudem betreut das Competence Center derzeit 27 DiplomandInnen.
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Praxis
Neue Mundhygieneausbildung Im Frühjahr 2016 startet die Universitäts zahnklinik Wien eine berufsbegleitende Mundhygieneausbildung für zahnärztliche AssistentInnen.
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Praxis
M
undhygiene nimmt in der Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein; immer mehr PatientInnen entscheiden sich für professionelle Zahnpflege in der Zahnarztpraxis. Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, bietet die Universitätszahnklinik Wien ab dem Frühjahr 2016 eine zweisemestrige Mundhygieneausbildung für zahnärztliche AssistentInnen an. Der Lehrgang wird in neun Modulen berufsbegleitend geführt und entspricht den bundeseinheitlichen Richtlinien. AbsolventInnen des Kurses tragen die Berufsbezeichnung „Prophylaxe-AssistentIn“. „Unser Ziel ist es, die zahnärztlichen AssistentInnen zu starken PartnerInnen für die ZahnärztInnen zu machen“, erklärt Dr. Arabella Jelinek-Gaugusch, MSc, stellvertretende Leiterin des Kurses. „Sie leisten wertvolle Vorarbeit und ergänzen die Arbeit des Teams. Die ZahnärztInnen haben eine zusätzliche ausgebildete Fachkraft im Praxis team.“
Dauer und Umfang Die Mundhygieneausbildung dauert zwei Semester und umfasst 64 Stunden theo retischen und 80 Stunden praktischen Unterricht. Zusätzlich müssen 30 Pa tientenfälle dokumentiert werden. Unterrichtszeit ist jeweils Freitag und Samstag.
Einzigartige Ausstattung Während der Ausbildung steht den Studierenden einer der modernsten Schulungsräume in Europa zur Verfügung. Jeder der 40 Plätze verfügt über einen eigenen Phantomkopf und einen eigenen Monitor, der unter anderem für Live-Demonstrationen genützt wird. ‣
ZAHNMEDIZIN
Update Refresher 15. – 16. April 2016 Wissenschaftliche Leitung: Univ. Prof. DDr. Andreas Moritz, Universitätszahnklinik Wien
Aula der Wissenschaften Wien Information / Anmeldung Tel.: 02252 263 263 10 Fax: 02252 263 263 40 info@fomf.at www.fomf.at
Praxis
Die Phantomköpfe lassen sich mit Ober- und Unterkiefern bestücken, die wiederum austauschbare Kunststoffzähne besitzen. Die Zähne werden für die Ausbildung mit künstlichem Zahnstein und Konkrement präpariert. Die zahnärztlichen AssistentInnen erlernen auf diese Weise das korrekte Sondieren, insbesondere im Rahmen der parodontalen Grunduntersuchung (PGU), sowie das Reinigen aller sichtbaren Zahnoberflächen mit Ultraschall, Scalern und Küretten. Die zahnärztlichen AssistentInnen erlernen darüber hinaus die richtige Lagerung der PatientInnen, um überall im Mund gut arbeiten zu können. Ein wichtiges Thema ist auch die ergonomische Arbeitshaltung der ProphylaxeAssistentInnen selbst, um Beschwerden und Haltungsschäden vorzubeugen. „Durch das intensive Training an den Phantomköpfen bekommen sie das optimale Rüstzeug für die spätere Behandlung echter PatientInnen“ sagt Arabella Jelinek-Gaugusch. „Die meisten der TeilnehmerInnen sind geschult, zu assistieren. Es ist für sie eine neue Aufgabe, unter Aufsicht des Arztes selbstständig an den PatientInnen zu arbeiten.“ Mundhygiene von A–Z Die Inhalte der Weiterbildung decken sämtliche Bereiche der Mundhygiene ab und entsprechen den Bestimmungen der Zahnärztlichen Assistenz-Ausbildungsverordnung (ZASS): • Erheben von Plaque- und Zahnsteinbefall • Plaqueindizes, Blutungsindizes • Beurteilen und Dokumentation der gingivalen Entzündung • Durchführen von Speicheltests • Erheben von PGU und im Bedarfsfall eines Parodontalstatus • Mund- und Gesichtsfotografie • Dokumentation des parodontalen Entzündungsgrads • Sensibilitätstest im Recall • Abnahme und Durchführung mikrobiologischer Untersuchungen und Risikotests • Aufzeichnen von Veränderungen an der Zahnhart substanz und den parodontalen Geweben, Beurteilung und Meldung an den Zahnarzt/die Zahnärztin • Erkennen von Veränderungen der Mundschleimhaut und Meldung an den Zahnarzt/die Zahnärztin • Aufklärung der PatientInnen über Ursachen, Verlauf und Folgen von Karies, Gingivitis und parodontalen Erkrankungen • patientenspezifische Motivation zur Verhaltensänderung • bedarfsorientierte Instruktion von karies- und parodontalprophylaktischen Maßnahmen • oralprophylaktische Ernährungsberatung • Durchführung und Kontrolle des bedarfsorientierten, individuellen Prophylaxeprogramms • professionelle Zahnreinigung 10 DentUnique 4/2015
Die zahnärztlichen AssistentInnen bei der fachkundig betreuten Praxisausbildung
Voraussetzung für den Besuch der Weiterbildung Berufsberechtigung und mindestens zweijährige Praxis in der zahnärztlichen Assistenz sowie ein aufrech tes Dienstverhältnis
• Herstellen von sauberen Verhältnissen in der Mundhöhle • prophylaktische Maßnahmen (z. B. Ernährung, Anleitung zur Interdentalraumreinigung) • lokale Anwendung von zahnhalsdesensibilisierenden Mitteln • fachgerechte Wartung und Entsorgung von Apparaten und Materialien • Organisation und Durchführung des individuellen Recall-Systems • Korrespondenz • Beschaffung und Lagerhaltung von Prophylaxehilfs mitteln
Schau mal! Ich kann meine Zähne selbständig putzen.
Prüfungsvoraussetzungen Zur kommissionellen Abschlussprüfung sind alle TeilnehmerInnen berechtigt, die die theoretischen und praktischen Stunden des Kurses erfolgreich absol viert und 30 Patientenfälle entsprechend den Vorgaben dokumentiert haben.
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Auf alles gut vorbereitet: MAM Oral Care Produkte für gesunde Kinderzähne von Anfang an.
Das Team Die Leitung des Kurses übernimmt Assoc. Prof. Univ.-Doz. Dr. Xiaohui Rausch-Fan, Stellvertreterinnen sind Dr. Arabella Jelinek-Gaugusch, MSc. und Dr. Corinna Bruckmann, MSc. In die Lehre eingebunden ist das Team Parodontologie des Fachbereichs Zahnerhaltung und Parodontologie der Universitätszahnklinik Wien. Fragen zu Ausbildung und Anmeldung richten Sie bitte an pass-zmk@meduniwien.ac.at.
Praxis
Abb. 1: Ausgeprägte chronisch apikale Parodontitis zum Zeitpunkt der Aufnahme
Abb. 4: Zustand 14 Monate nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung (komplette Remineralisation)
Abb. 2: Zustand sechs Monate nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung (unklare interradikuläre Aufhellung)
Abb. 3a–b: DVT-Aufnahme apical und mittleres Wurzeldrittel zum gleichen Zeitpunkt wie in Abb. 2
Abb. 5a–b: DVT-Aufnahme zum gleichen Zeitpunkt wie in Abb. 4
Endodontie aus mehreren Blickwinkeln Die Wurzelkanalbehand lung im Fokus der drei dimensionalen bild gebenden Verfahren.
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ie endodontische Behandlung erfordert bildgebende Verfahren in drei Phasen der Behandlung: zur Diagnostik, während der Behandlung (Mess- und MasterpointRöntgen) und zur Verlaufskontrolle. Konventionelle radiologische Untersuchungen (2D-Bilder) haben gewisse Einschränkungen, wenn es um die Darstellung der dreidimensionalen Kieferanatomie geht. Wegen des Summationseffekts bei der Entstehung eines zweidimensionalen Bildes sind besonders im Oberkiefer periapikale
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und interradikuläre Bereiche schwer darzustellen. Das Ausmaß der Läsionen in diesen Kieferregionen ist nicht leicht beurteilbar. Dies spielt für die Prognose und den Behandlungserfolg einer Wurzelkanalbehandlung (WB) eine bedeutende Rolle. Eine zusätzliche Einschränkung der konventionellen Paralleltechnik ist die Darstellung der oft versteckten Kanäle oder sogar Wurzeln (mb2-Kanal des OberkieferMolaren etc.), Isthmen zwischen zwei Kanälen, Einziehungen, Wurzelresorptionen und -frakturen etc., die auch bei exzentrischen Aufnahmen nicht immer erfolgt. Die Volumentomographie ist nicht Standard Hierbei kommt der Einsatz eines dreidimensionalen bildgebenden Verfah-
rens, wie DVT (Dental-Volumentomographie), zum Tragen. Besonders bei vorangegangenen misslungenen Wurzelkanalbehandlungen ohne scheinbare Ursache spielt die DVT-Untersuchung eine entscheidende Rolle in der Eruierung des Misserfolgs. DVT bietet optimale Voraussetzungen für die Planung einer Wurzelkanalbehandlung und für ein auf den radiologischen Fakten basierendes Aufklärungsgespräch. Obwohl die Strahlenexposition der DVT bei korrekter Verwendung niedriger ist als bei der konventionellen Computertomographie, darf sie nicht vernachlässigt werden. Dies ist der Grund, warum die DVT trotz vieler Vorteile nicht als Standarduntersuchung angesehen wird. Die effektive Dosis liegt nach Literaturangaben für die DVT zwischen 11–674 μSv (zum Vergleich CT 180–2.100 μSv, intraoraler Status 35–388 μSv). Die DVT-Untersuchung kann durch den Einsatz eines Opera
Praxis
Abb. 6a–c: DVT-axiale Schichtebenen der interradikulären Läsion
Abb. 6d: DVT orthoradiale Schichtebene, dentogene Sinusitis
Abb. 7a–c: DVT-äquivalente Schichtebenen wie in Abb. 6, zwölf Monate nach erfolgter Revision
tionsmikroskops in einigen Situationen (Wurzelkanalanatomie, koronale Perforationen …) ersetzt werden.
Fallberichte Im folgenden Beispiel (Abb. 1) ist die sehr ausgedehnte periapikale Läsion Regio 46 sichtbar, die durch Konfluation beider mesialer und distaler Läsionen besonders an Prominenz gewinnt. Sechs Monate nach abgeschlossener WB (Abb. 2) sind Remineralisationszeichen distal erkennbar, mesial und interradikulär ist der Knochen noch aufgelockert. Eine DVTUntersuchung zum Ausschluss einer Fraktur wurde durchgeführt und zeigt (Abb. 3a–b) periapikale Parodontalspalterweiterung mesial sowie nach distal gerichtet, mit Ausläufern bis zum Furkationsbereich. Die Läsion zeigt eine Verbindung zu einer diskreten apikalen Parodontalspalterweiterung am distalen Apex, die bukkalen und lingualen Knochenlamellen sind
intakt, und mäßige reaktive sklerosierende Ostitis in der Umgebung ist anzutreffen ohne direkte Zeichen einer Fraktur. Die Heilung eines ausgeprägten osteolytischen Prozesses kann sich über einige Monate bis sogar Jahre erstrecken. 14 Monate nach der Wurzelkanalbehandlung (Studienpatientin) ist die komplette Remineralisation sowohl in der konventionellen periapikalen Aufnahme (Abb. 4) als auch im DVT erkennbar (Abb. 5a–b), sodass man von einer Restitutio ad integrum sprechen kann. Die Größe der interradikulären Läsionen der Oberkiefer-Molaren ist besonders schwer beurteilbar. Die Abbildungen 6a–c zeigen das Ausmaß der interradikulären Osteolyse mit fehlender knöcherner Begrenzung zum Sinus und Schleimhautproliferation (Abb. 6d). Ein Jahr nach erfolgter Revision sind im apikaleren Furkationsbereich Knochenneubildung (Abb. 7c)
Abb. 7d: DVT orthoradiale Schichtebene
sowie die Wiederherstellung der Sinus-Alveolarknochen-Trennwand mit Ausheilung der Sinusitis feststellbar (Abb. 7d). Der Furkationsbereich befand sich zu dem Zeitpunkt noch im Ausheilprozess (Abb. 7a–b).
Schlussfolgerungen Die Erfahrung zeigt, dass unklare Verhältnisse im Wurzelbereich einwandfrei im DVT dargestellt werden können und somit die Planung, die Prognose und die Verlaufskontrolle auf eindeutige, bildlich präsentierte Fakten gestützt werden. Wegen der Strahlenbelastung muss die Indikation noch immer eng gestellt werden und der Nutzen dem Risiko überlegen sein. Ausgedehnte osteolytische Läsionen erfordern einen ausreichenden Heilungszeitraum von bis zu vier Jahren, sodass der vermeintliche Misserfolg einer endodontischen Therapie häufig verfrüht festgestellt wird. •
Zur Person Dr. Mladen Regoda, Unit-Bereich Spezialambulanz für Endodontie, Leiter der Spezialambulanz für ästhetische Zahnheilkunde
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Menschen
Kiss, 40 x 60 cm, PM/Leinen
Die Kunst in der Medizin Über die Ausstel lungen von Krayem Awad an der Uni versitätszahnklinik Wien und die Motive des Künstlers. Mother’s Love, 150 x 90 cm, PM/Leinen
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Frau mit Kindern, 150 x 90 cm, PM/Leinen
Menschen
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as Leben ist ein Augenblick der Liebe“, das ist das Credo von Krayem Awad. Der in Syrien geborene Künstler lebt seit vielen Jahrzehnten in Europa, den Großteil davon in Wien. Seit er Ende der 1960er-Jahre hierher gekommen war, faszinierte ihn die Verbindung von Kunst und Medizin, insbesondere Zahnmedizin: „Fast alle meine Freunde haben Medizin studiert, nur ich war der Verrückte, der an die Kunstakademie gegangen ist“, so der Künstler, der weiter ausführt: „In der Humanmedizin wird das Humane vernachlässigt. Aber für mich steht die Beziehung zwischen Arzt und Patient im Mittelpunkt meiner Arbeiten oder überhaupt die Beziehung der Menschen zueinander.“ Das gilt auch für jene Arbeiten, die aktuell an der Universitätszahnklinik Wien ausgestellt sind. Zahnschmerz und Geburtswehen Darüber hinaus ist ihm aber die Frau ein Anliegen und die Rolle der Frau in der europäischen Gesellschaft. „Die Frau ist für mich das Symbol von Heilung, sowohl psychisch als auch physisch. Sie ist die erste, die unsere Seele und unseren Körper berührt“, meint Awad und verweist dann auf die Synergie zur Medizin: „Man sagt, dass der Zahnschmerz den Geburtswehen ähnlich sei. Und diese Passion, aber
auch die dahinterstehende Mythologie stelle ich in meinen Bildern dar.“
Tradition und Verbindungen Die syrische Herkunft hilft ihm, die Medizin und ihre Wirkung umfassender zu verstehen. „In meiner Kindheit gab es Gesundheitszentren, in denen Musik und Malerei als Mittel der Heilung eingesetzt worden sind. Das ist eine altorientalische Tradition, die in Europa fehlt“, so Awad. Aber es gab einige Menschen, insbesondere an der Zahnklinik, die ihn und seine Ideen unterstützt haben und es ihm immer wieder ermöglichten, an der Zahnklinik auszustellen. In den 1990erJahren hat Awad auch Vorträge über die Verbindung von Kunst und Medizin gehalten, im Besonderen auch mit Bezug auf die Zahnmedizin. Dazu kommt: „Ich habe auch eine persönliche Verbindung zur Zahnmedizin. Mein Sohn ist Zahnarzt, er hat hier studiert. Auch er hat gelernt, dass es nicht nur um eine sehr gute Behandlung geht, sondern auch um eine umfassende Heilung.“ •
Krayem Maria Awad und Andreas Moritz
Familie, 150 x 150 cm, PM/Leinen
La Madre, 100 x 100 cm, PM/Leinen
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Menschen
Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anfahrt: Öffentliche Verkehrsmittel: • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto: Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Bitte beachten Sie, dass im gesamten 9. Bezirk Kurzparkzone ist. Fachbereiche: • Zahnerhaltung und Parodontologie • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Kieferorthopädie • Orale Chirurgie • Prothetik • Radiologie • Kinderzahnheilkunde
Spezialambulanzen: • Spezialambulanz für Laserzahnheil kunde Ansprechpartner: Monika Dangl Tel.: +43 1 40 070 2323
• Spezialambulanz für Endodontie Ansprechpartner: Selma Sulejmanovic Tel.: + 43 1 40 070 2145 • Spezialambulanz für ästhetische Zahnheilkunde Ansprechpartner: Monika Dangl Tel.: +43 1 40 070 2323
• Spezialambulanz für Funktions störungen Ansprechpartner: Alexandra Wolfer Tel.: + 43 1 40 070 4930 16 DentUnique 4/2015
• Spezialambulanz für Bulimie Ansprechpartner: Katalin Máté Tel.: +43 1 40 070 4935
• Spezialambulanz für Mund- und Schleimhauterkrankungen Ansprechpartner: Kathrin Fröschl Tel.: + 43 1 40 070 4121 Ansprechpartner/Innen – Kontakte: Zentrale Aufnahme Stefanie Brandner, Agnes Font, Bettina Lackner, Monika Saffer, Cornelia Schmid, Katharina Celar-Vojtechovsky Tel.: +43 1 40 070 2000 E-Mail: aufnahme-zmk@ meduniwien.ac.at Allgemeine Ambulanz Gabriele Pleininger, Karoline Schweinberger, Irene Horvath Tel.: +43 1 40 070 2020 E-Mail: ambulanz-zmk@ meduniwien.ac.at
Klinische Bereiche • Zahnerhaltung und Parodontologie Sekretariat: Edda Gsell Tel.: +43 1 40 070 2101 E-Mail: zahnerhaltung-zmk@ meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Leitstelle: Nina Filzwieser Tel.: +43 1 40 070 4720 E-Mail: zahnerhaltung-zmk@ meduniwien.ac.at • Prophylaxecenter Leitstelle: Tamara Hauptmann Tel.: +43 1 40 070 4725 E-Mail: prophylaxecenter@ meduniwien.ac.at
• Kieferorthopädie Leitstelle: Katrin Wychera, Evelyne Marchsteiner Tel.: +43 1 40 070 4320 Sekretariat: Maria Strobl Tel.: +43 1 40 070 4301 E-Mail: kfo-zmk@meduniwien.ac.at • Orale Chirurgie Leitstelle, OP-Organisation: Kathrin Fröschl Tel.: +43 1 40 070 4121 Sekretariat: Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1 40 070 4101 E-Mail: oralchir-zmk@ meduniwien.ac.at
• Prothetik Sekretariat: Bettina Haruksteiner Tel.: +43 1 40 070 4901 E-Mail: prothetik-zmk@ meduniwien.ac.at • Radiologie Leitstelle: Christine Niziolek Tel.: +43 1 40 070 2420 E-Mail: radiologie-zmk@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Leitstelle Tel.: +43 1 40 070 2820 Organisation: Susanne Preis Tel.: +43 1 40 070 2825 E-Mail: kinder-zmk@ meduniwien.ac.at
Öffnungszeiten: Immer nach Terminvereinbarung! • Aufnahme von PatientInnen Zentrale Aufnahme und Notbehand lungen: Montag–Freitag 7.30–13 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 8–13 Uhr • Behandlungszeiten in den klinischen Bereichen Montag–Donnerstag 8–18 Uhr, Freitag 8–16 Uhr nach Terminvereinbarung • Kieferorthopädie: Montag–Donnerstag 8–17 Uhr, Freitag 8–13 Uhr
Menschen
Kluge Köpfe Hier stellen wir Ihnen einige MitarbeiterInnen des äußerst kompetenten Teams der Universitätszahnklinik vor:
Fotos: Universitätszahnklinik/Roman Fuchs
Ao. Univ.-Prof. Dr. med. univ. André Gahleitner
Das Medizinstudium absolvierte Ao. Univ.-Prof. Dr. med. univ. André Gahleitner in Graz und Wien und promovierte 1986. Im Jahr 1991 hat Gahleitner seine Turnus- und 1996 seine Facharztausbildung in der Radiologie an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik in Wien abgeschlossen. Seit 1996 ist er dort Staffmitglied und leitet den Kooperationsbereich Schnittbilddiagnostik an der Universitätszahnklinik Wien, wo er auch den zahnärztlichen Lehrgang belegte. 2009 übernahm er hier zusätzlich den Fachbereich Radiologie von Prof. Ertl. Zu seinen aktuellen Arbeitsschwerpunkten zählen die Forschung, Lehre und Routineversorgung in der Dentalradiologie sowie dentale Schnittbildverfahren und die radiologische Notfallabklärung.
Dr. med. dent. Karin Jäger
MR Univ.Lektor Dr. med. univ. et Dr. med. dent. Johannes Kirchner
Univ.-Lektor Dr. Johannes Kirchner studierte Medizin und Gesang im Doppelstudium. 1982 promovierte er zum Dr. med. univ. Schon während seiner zahnärztlichen Ausbildung in Wien betreute er das zahnärztliche Museum, was er auch nach seinem Ausscheiden aus dem Dienststand weiter ehrenamtlich tat. 2003 promovierte er zum Dr. med. dent. Seit 1985 ist er Kustos des Zahnmuseums, das in Kooperation zwischen der Universitätszahnklinik Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGZMK Wien) betrieben wird. 1987 gründete er die ARGE Geschichte der Zahnheilkunde der ÖGZMK. Seine Beschäftigung mit der Geschichte der Zahnheilkunde führte ihn zu Vorträgen nach Deutschland, Island, Dänemark und in die USA. Ausstellungen, Kooperationen mit internationalen Organisationen und Auszeichnungen – so ist er z. B. Ehrenmitglied der American Academy of the History of Medicine – begleiten seine Laufbahn. Dass er dabei auch nie auf die Musik vergessen hat, beweist er mit den seit 28 Jahren jährlich stattfindenden Zahnärztekonzerten, bei denen Kollegen aus der ganzen Welt mitwirken.
Dr. med. dent. Karin Jäger ist seit Oktober 2013 Assistenzärztin im Fachbereich Kieferorthopädie der Universitätszahnklinik Wien. Sie befindet sich derzeit im dritten Ausbildungsjahr des NEBEOP-Programmes (Network of Erasmus Based European Orthodontic Programmes). Neben einer nationalen Vortragstätigkeit am Zahnärztekongress 2014 und 2015 arbeitet sie unter anderem gemeinsam mit Univ.-Lektor Dr. Michael Bertl an einer Studie zu zwei unterschiedlichen Adhäsivtechniken zur Befestigung von Keramikbrackets.
Gerlinde Pfund
Gerlinde Pfund ist seit 2005 an der Universitätszahnklinik Wien als Kliniksekretärin im Bereich „Verwaltung und Service“ tätig. Sie ist Assistentin des kaufmännischen Geschäftsführers und wirtschaftlichen Leiters Thomas Stock. Zu ihren aktuellen Tätigkeiten zählen unter anderem Terminkoordination, allgemeine Sekretariatstätigkeiten und Protokollierung bei Meetings. Außerdem erstellt sie Präsentationsunterlagen und verwaltet das interne Kontrollsystem. Als zusätzliche Funktion hat sie das Amt der Brandschutzbeauftragten inne. DentUnique 4/2015 17
Lehre
Foto: Peter Tuma
Damals
Scherenschnitte Scherenschnitte gibt es seit der Erfindung des Papieres in China 105 n. Chr. Um 1600 kam das Schnittbild über Indonesien, Persien und den Balkan nach Mittel europa. In Deutschland fand man den ersten Scherenschnitt 1612.
Es gibt zwei Techniken: den Weißschnitt und den Schwarzschnitt. Der Weißschnitt mit weltlichen Themen bei Frauen der gebildeten Schicht, bei Klosterfrauen als Umrahmung von Heiligenbildern. Den um 1750 aufkommenden Schwarzschnitt assoziiert man heute mit Scherenschnitt, wobei der Weißschnitt weiter existierte. Die Porträtsilhouette war ein frühes Massenmedium, ein Kulturdokument der deutschen Klassik. Goethe hielt Freunde in Silhouetten fest. Auch erwähnte er in Gedichten diese volkstümliche Kunst. Schattenrisse wurden auch für wissenschaftliche Studien der menschlichen Charaktere eingesetzt. Im 19. Jahrhundert gehörte der Scherenschnitt wie das Klavierspiel und Malen zur Bildung der „höheren“ Töchter. In Bürgerfamilien pflegte man ihn als abendlichen Zeitvertreib. Aber auch professionelle Künstler arbeiteten mit Papier und Schere. Im Jugendstil wurde er an der Wiener Kunstgewerbeschule zu einem künstlerisch eigenständigen Ausdrucksmittel. Auch satirisch wurde diese Kunst eingesetzt. So findet sich im Zahnmuseum Schnitte, die vom Zahnziehen handeln. • DDr. Johannes Kirchner, Kustos des Zahnmuseums Wien
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Priv.-Doz. Dr. Markus Hof, PhD
Ass.-Prof. Priv.-Doz. DDr. Ulrike Kuchler
Assoc. Prof. Priv.-Doz. DDr. Barbara Cvikl
Drei neue HabilitandInnen Schönheit zählt immer: Über Implantatfunktionen und Implantatästhetik Der 1981 in Wien geborene Priv.-Doz. Dr. Markus Hof, PhD, hat 2007 sein Studium der Zahnmedizin abgeschlossen. Es folgte ein mit Auszeichnung abgeschlossenes PhD-Studium an der Medizinischen Universität Wien. Parallel dazu hat sich Hof in Sachen Zahnmedizin auf Orale Chirurgie und Implantologie spezialisiert. In seiner Habilitationsschrift fokussiert er sich dementsprechend auf Implantatfunktion und -ästhetik, die in einem inhaltlichen Kontext betrachtet werden, um ein optimales Endresultat zu erzielen. Dabei stellt die Implantat-Insertionstiefe einen wesentlichen Einflussfaktor auf den periimplantären Knochenverlust im ersten Jahr funktioneller Belastung dar. Trotz unterschiedlicher Implantatprotokolle (Sofort-, verzögerte-, Spätimplantation) können vielversprechende ästhetische Endergebnisse erzielt werden. „Patienten sind hinsichtlich der Implantatästhetik weniger kritisch und bevorzugen
kürzere Behandlungszeiten. Die Sofortimplantation sollte aufgrund des erhöhten Risikos des Papillenverlustes, der Rezession und farblichen Weichgewebsveränderungen nur bei ausgewählten Patienten angewandt werden“, erklärt Hof. Und er führt weiter aus: „Die peri-implantäre Weichgewebsästhetik nach autologen Kieferkammaugmentationen ist vergleichbar mit Literaturergebnissen nach erfolgten Sofort- und verzögerten Implantationen.“
Regeneration der Knochen: Über Implikationen in der dentalen Implantologie DDr. Ulrike Kuchler habilitierte sich im Juni dieses Jahres mit dem Thema „Die kompromittierte Knochenregeneration – Implikationen in der dentalen Implantologie“. Bereits nach Studienende – die zweifache Doktorin hat sowohl Zahnmedizin als auch Humanmedizin studiert – startete sie ihre wissenschaftliche Karriere an der Abteilung für Orale Chirurgie der Universitätszahnklinik Wien. Zahlreiche Fortbildungen, unter anderem das Curriculum für Nach-
Lehre
wuchswissenschaftlerInnen an der Medizinischen Universität Wien 2008/2009 und die Sommerakademie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in Kiel 2009 waren förderlich für die klinisch-wissenschaftlichen Projekte. Einen Aufenthalt in der Schweiz nützte sie dazu, ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Oralen Chirurgie und der Implantologie zu verbessern und konnte darüber auch einige Fachpublikationen verfassen, wie etwa klinisch-radiologische Studien im Bereich der Implantologie und eine Arbeit über die Histomorphometrie unterschiedlicher Zirkonimplantate. Parallel dazu beschäftigte sie sich regelmäßig mit der Auswirkung von Knochenersatzmaterialien auf die Veränderung von Osteozyten und das Einheilen von Knochenersatzmaterialien unter hypoxischen Bedingungen bei Diabetes. Die jetzige Richtung ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Resorption von Knochen und Biomaterialien unter entzündlichen Bedingungen.
Zähne müssen erhalten werden: Über den Einfluss von Speichel Die 1977 in Wien geborene DDr. Barbara Cvikl beschäftigte sich in ihrer Habilitation mit dem Thema der Zahnerhaltung, unter anderem dem Effekt von Speichel auf Zellen des oralen Gewebes. Speichel wurde bislang nur mit Entzündungen und Nekrosen in Verbindung gebracht, aber auch mit der Wundheilung. Dabei liegt ständiger Kontakt vor, und zwar über den Speichel sowie die Zellen des oralen Gewebes. Zudem kann es bei zahnmedizinischen Eingriffen, nach Traumata oder durch Zahnhartsubstanzdefekte auch zum Kontakt von Speichel und der Zahnpulpa kommen. Cvikl stellte in genetischen und morphologischen Untersuchungen fest, dass Filter-sterilisierter Speichel eine starke proinflammatorische Reaktion provoziert. „Für die Praxis geht es dabei um Fragen wie: Bewirkt Speichel eine lokale Entzündungsreaktion bei Kontakt mit
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Fibroblasten, was zum Beispiel bei Verletzungen der Epithelschicht der Fall ist? Und wenn ja, unterstützt diese Reaktion die Regeneration?“, hebt Cvikl die klinische Relevanz hervor. Sie stellte sich außdem in ihrer Habilitation die Frage, ob diese Reaktion auch durch das Pellikel verursacht wird. Das Ergebnis nach Untersuchungsmethoden wie Microarrays, RT-PCR oder Luminex: Das Pellikel provoziert keine pro-inflammatorische Antwort im Gegensatz zu einem mit Filter sterilisierten Speichel, der eine starke Entzündungsreaktion in oralen Fibroblasten provoziert. Und was bedeutet das Ganze für die Zahnpulpa? Auch hier stellte Cvikl eine Reihe an genetischen und morphologischen Untersuchungen an, ebenso jene auf Protein-Ebene. Das Ergebnis war eindeutig: In den Explant-Kulturen der Zahnpulpa lässt sich im Gegensatz zur 2D-Zellkultur mit Pulpafibroblasten keine Entzündungsreaktion feststellen. •
Die natürliche Barrieremembran lässt sich dank ihrer hohen Reißfestigkeit hervorragend in Form bringen. Das einfache Handling reduziert die Behandlungszeit und gewährleistet die sichere Abdeckung der Knochendefekte. creos™ eignet sich für Verfahren der gesteuerten Knochen- (GBR) sowie Geweberegeneration (GTR). – – – –
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Lehre
Feierliche Skulpturenthüllung Zwei Skulpturen des Künstlers Rob Krier wurden beim jährlich stattfindenden Sommerfest der Universitäts zahnklinik Wien enthüllt.
I
m Rahmen des traditionellen Sommerfestes der Universitätszahnklinik Wien wurden im Juli zwei Skulpturen im Garnisonshof der Klinik zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Zur Enthüllung und zum Sommerfest waren insgesamt rund 500 MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien sowie geladene Gäste der MedUni Wien gekommen, anwesend waren außerdem Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz, und der Rektor der Medizinischen Universität Wien. 20 DentUnique 4/2015
Kunst mit architektonischem Hintergrund Die Skulpturen stammen von dem in Luxemburg geborenen Künstler Rob Krier. Er absolvierte sein Architekturstudium in München. Nach Lehrtätigkeiten in Stuttgart und Lausanne war er von 1976 bis 1998 Professor an der TU Wien und 1986 Gastprofessor an der Yale Universität in den USA. Die neuen Skulpturen der Medizinischen Universität Wien verkörpern die Themen „Aufbruch“ und „Einkehr“. „Die gewählten Titel der beiden Skulpturen erfassen Momentaufnahmen, die
jeder Betrachter in die Geschichte eines persönlichen Lebensabschnitts projizieren kann“, erklärt der Künstler, der die beiden Werke 2014 in Gips erschaffen hat und später in der Gießerei Venturi Arte in Bologna fertigstellen ließ. Neben seiner Bautätigkeit im Inund Ausland versuchte er immer wieder, die Skulpturen mit Architektur in Dialog zu setzen. Die Werke wurden der Medizinischen Universität Wien als Leihgaben zur Verfügung gestellt.
23.800 m² Zahngesundheit und Forschung Der denkmalgeschützte, 14.000 Quadratmeter umfassende Bestand der Universitätszahnklinik Wien für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Medizinischen Universität Wien wurde im Jahr 2013 durch das Büro NMPB Architekten modernisiert, saniert und deutlich erweitert. Als zweiter wichtiger Teil des Bauprojekts wurde im Hof des denkmalgeschützten Komplexes ein rund 9.800 Quadratmeter großer Zubau errichtet. Hier befindet sich im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß der in einzelne Kojen unterteilte Behandlungsbereich, in dem jährlich mehr als 25.000 Patienten behandelt werden. Im Sockelgeschoß sind ein Seminarraumzentrum und ein Hörsaal für 200 Personen untergebracht. •
Foto: Fuchs
Von links nach rechts: Manfred Nehrer, Thomas Stock, Andreas Moritz, Rob Krier
Lehre
Buchtipp
Notfallmedizin für Zahnärzte
D
as Lehrbuch über Notfall medizin für Zahnärzte hebt sich besonders durch Checklisten, Algorithmen und Rechtsgrundlagen von Fachliteratur mit vergleichbaren Themengebieten ab. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von älteren, multimorbiden PatientInnen, die sich neben Routinebehandlungen auch aufwendigeren Eingriffen wie
Implantaten und Ähnlichem unterziehen, wird die Zahnarztpraxis immer häufiger vor notfallmedizinische Herausforderungen gestellt. Mit diesem Lehrbuch sollen Zahn ärzte und -ärztinnen sowie zahnmedizinische Angestellte auf solche Zustände vorbereitet werden. Es werden Maßnahmen zur Prävention einschließlich der notwendigen
Ausrüstung beschrieben, um Notfälle in der Zahnpraxis von vornherein zu vermeiden. Falls so eine Lage dennoch eintritt, bietet dieses Buch dank des kompetenten internationalen Fachautorenteams eine solide Grundlage, um in so einer Stresssituation ruhig und korrekt handeln zu können. Von der einfachen initialen Diagnostik über die Alarmierung des Rettungsdienstes bis zur richtigen Patientenpositionierung und der Applikation von Medikamenten wird in dieser Lektüre jeder einzelne wichtige Aspekt beleuchtet. Mit mehreren Checklisten, unter anderem für eine zweckmäßige Notfallausrüstung, soll die Arbeit in einer Notlage erleichtert und routiniert werden. Einzelne Kapitel thematisieren die Punkte Kindernotfälle und bieten außerdem umfassende Informationen zu Notsituationen im Zusammenhang mit Sedierung, Lachgas, intravenösen Sedativa und der Lokalanästhesie. Ein weiterer großer Vorteil dieses Lehrbuches ist die Berücksichtigung aller behandelten Punkte unter deren rechtlichen Aspekten. • Autor: Dr. med. Frank G. Mathers, Deutscher Zahnärzte Verlag, 406 S., 121 Abb. ISBN: 978-3-7691-3572-5
KFO-Intensivseminar I und II Foto: Deutscher Ärzte-Verlag GmbH
mehr PRAXIS weniger THEORIE Seminarleitung: O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon
Erlernen der Grundlagen von Techniken der festsitzenden kieferorthopädischen Therapie. Mit der Kursteilnahme werden Ihnen 80 Punkte für das Diplomfortbildungsprogramm der Österreichischen Zahnärztekammer angerechnet. Anzeige_KFO_180x53_03.indd 1
Kursort
Termin auf Anfrage
Kieferorthopädie der Universitätszahnklinik Wien Sensengasse 2a, 1090 Wien www.unizahnklinik-wien.at
Mi., 9.00 – 14.00 Uhr Gesamtdauer je Seminar: 10 Termine á 5 Std. 1 Mittwoch pro Monat
Auskunft: Maria Strobl Tel. : + 43 1 40070 4301
Fax: + 43 1 40070 4309 E-Mail: maria.strobl@meduniwien.ac.at 10.09.15 09:01
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Lehre
Mikrobiologische Analysen Eine Hilfestellung zur mikrobiologischen Diagnostik bei Erkrankungen in der Mundhöhle.
Fotos kommen von Herrn Fuchs
D
ie natürliche Mikroflora, also das Zusammenleben der Mikroorganismen, ist in der Mundhöhle wie auch in anderen Körperbereichen mit dem Makroorganismus in Harmonie. Das kann sich in der Mundhöhle jedoch sehr schnell ändern, sogar schneller als an allen anderen Körperstellen, und zwar durch exogene wie auch endogene Faktoren und Mikroorganismen. Diese haben dadurch ein großes Potenzial, Krankheiten zu verursachen. Mikroorganismen leben in der Mundhöhle als freie, nicht miteinander gebundene Formen
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oder viel häufiger in einer zellulären Matrix an oralen Oberflächen.
Mikroorganismen Diese Lebensgemeinschaften mit unterschiedlichen Keimspezies oder Biofilmformationen, die seit Millionen von Jahren bekannt sind, ermöglichen den Mikroorganismen, vielfältig zu agieren. Durch horizontalen bzw. vertikalen kanalikulären Informationsaustausch können sich die Mikroorganismen in diesen Biofilmen vor dem Wirt schützen, und zwar sowohl durch äußere Noxen wie auch durch
immunologische Abwehrmechanismen. In den Biofilmen können auch genetische Informationen, wie etwa Resistenzfaktoren zwischen gleichen und unterschiedlichen Keimspezies durch Transduktion, Transformation oder Konjugation, ausgetauscht werden. Bakterien in Biofilmformen können sehr schwer mit Antibiotika behandelt werden. Eine kompetente Mundhygiene zerstört die Biofilmformationen der Bakterien und verbessert die antibakterielle Wirkung der verabreichten Antibiotika.
Fotos: Fuchs
Das Diagnosegerät Vitek® 2 identifiziert Erreger und prüft ihre Resistenz
Lehre
Automatische (oben) und manuelle (unten) Antibiogramm-Platte
Ungleichgewicht in der Mundhöhle Kommt es zu einer Disharmonie oder nimmt die Biofilmbildung mengenmäßig zu, kann das ökologische Gleichgewicht zugunsten der Mikroorganismen gestört werden, vor allem durch anaerobe Keime. Dann steigt ihr pathogenes Potenzial drastisch. Die häufigsten Folgen eines solchen Ungleichgewichts in der Mundhöhle sind parodontale Erkrankungen, Karies und andere Stomatitiden. Alle diese Erkrankungen sind selten direkt lebensbedrohend, in den industrialisierten Ländern jedoch weit verbreitet und in den Entwicklungsländern stark im Zunehmen, vor allen Gingivitis, Parodontitis oder Stomatitis. Eine frühzeitige Diagnose derartiger oraler Erkrankungen durch mikrobiologische Untersuchungen ist entscheidend, um ein erfolgreiches Therapiekonzept bei den PatientInnen individuell abstimmen und einsetzen zu können.
Die orale Mikrobiologie und Hygiene der Universitätszahnklinik Wien erstellt mikrobiologische Diagnosen und versorgt PatientInnen aus allen Bereichen der Zahnmedizin.
Unterschiedliche Verfahren Neben der molekularbiologischen DNA-Methode – spezifischer oder PCR-gestützter Nachweis – werden je
nach Problemstellung unterschiedliche Verfahren angewendet, wie etwa der mikrobiologische Direktnachweis des Erregers als Schnelldiagnostik (Bakterien, Pilze), die Kultivierung von Bakterien unter aeroben und anaeroben Bedingungen oder die Identifikation und Empfindlichkeitsprüfung (Antibiogramm) von Erregern gegenüber Antibiotika und Antimykotika. Mit dem Einsatz einer automatisierten, computergesteuerten Identifikation und gleichzeitiger Resistenzprüfung der kultivierten Erreger durch die Anlage „Vitek® 2“ (siehe Bild linke Seite) ist eine frühzeitige Diagnose oraler Erkrankungen und die Erstellung eines auf den Patienten abgestimmten Behandlungskonzepts möglich. •
Das Team Univ.-Prof. Dr. Apostolos Georgopoulos, Leiter des Competence Centers für Orale Mikrobiologie und Hygiene der Universitätszahnklinik Wien Claudia Jakovou, MTA
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Die neue Generation in der Röntgendiagnostik Die Morita-Gruppe zählt zu den bedeutendsten Herstellern von medizinisch-technischen Produkten. Führend in der Röntgendiagnostik und der Endodontie zeigt das Produktportfolio leistungsstarke bildgebende Systeme bis hin zur 3D-Volumentomographie, Behandlungseinheiten, Turbinen, Handund Winkelstücke, Instrumente sowie endodontische Messund Präparationssysteme.
Pluradent Austria GmbH Kompetenzzentrum Wien • Goldschlagstraße 172/1 • A-1140 Wien Tel. 01/5 44 15 94 • Fax 01/54 41 59 42 29 • E-Mail wien@pluradent-austria.at
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