Österreichische Post AG MZ14Z039972M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien
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Wirksame Therapie bei Plattenepithelkarzinom – 4 Langzeiterfolg bei Zahnimplantaten – 7
Das Journal der Universitätszahnklinik Wien
AUSZEICHNUNG Erfolgreiche Akkreditierung des Zahnmedizin-Studiums an der Universitätszahnklinik Wien
Univ.-Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, PhD, im Interview – 9
Sehr geehrte LeserInnen!
U
nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.
Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien. In dieser Ausgabe dürfen wir über die erfolgreiche Akkreditierung des Diplomstudiums Zahnmedizin an der Universitätszahnklinik Wien durch das Akkreditierungs-, Zertifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut (ACQUIN) berichten. Das verliehene Gütesiegel bescheinigt dem Curriculum internationale Qualität und Einhaltung qualitätssichernder Kriterien. Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand
Ein weiteres wichtiges Thema an der Universitätszahnklinik Wien ist die Erforschung einer optimalen Implantatoberfläche für die Heilung von Knochen und Weichgewebe rund um das Implantat. Derzeit wird der wissenschaftlichen Frage nachgegangen, ob hydrophile Keramikoberflächen die Heilung des Weichgewebes fördern können. Dieses Pionierprojekt ist eines der ersten dieser Art weltweit. In einem Praxisbericht wird über die erfolgreiche Behandlung eines Plattenepithelkarzinoms berichtet, das zum häufigsten malignen Neoplasma der Mundhöhle zählt. Das Problem in der Diagnose ist, dass das klinische Bild auch einer chronischen lokalisierten Parodontitis entspricht und mit dieser sehr oft verwechselt werden kann. Wir möchten Sie mit dem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der PatientInnen!
Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätszahnklinik Wien GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43 1/400 70, Fax: +43 1/400 70-3039, E-Mail: office-unizahnklinik@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 4.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Erika Hofbauer (Leitung), Sabine Koller Grafik & Produktion: Albatros Media GmbH Verlagsleitung: Otto Koller Designkonzept: Albatros Media GmbH Lektorat: Mag. Eva Kainrad Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: Druckerei Janetschek GmbH, 3860 Heidenreichstein Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert ZahnärztInnen, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.
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In den Kalender
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Digitaler Dentalkongress & Expo Nach dem Kick-off am 20. April 2021 können hochkarätige Vorträge, spannende Diskussionen und interessante Live-Chats zu Innovationen und interdisziplinären Methoden gestreamt werden. Weitere Infos: show.aglivecon.digital
Workshop: TADs – der digitale Weg – von Bohrschablonen bis zu metallisch gedruckten Apparaturen (Achtung: limitierte Plätze!) Kursleitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Vortragender: PD Dr. Björn LUDWIG (Deutschland) Datum: 17. September 2021, 9–17.30 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Information: Maria Strobl, +43 1/40070-4301 oder maria.strobl@meduniwien.ac.at Anmeldung: www.kfo-wien.at ZFP-Fortbildung: 9 Punkte
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Inhalt
15. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Implantologie (ÖGI): Implantologisches Update – Behandlungsempfehlungen Datum: 12. bis 13. November 2021 Ort: Medcampus Graz, Weitere Infos: www.oegi2021.org
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Wirksame Therapie bei Plattenepithelkarzinomen
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Wie Zahnimplantate erfolgreich einheilen
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Erfolgreiche Akkreditierung des Diplomstudiums Zahnmedizin
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Wie hoch soll beim Sinuslift „geliftet" werden?
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Parodontitis und Periimplantitis – Therapien im Vergleich
Dentistry 4.0 – International, Interdisciplinary Conference of Innovative Technologies in Dentistry Datum: 6. und 7. Mai 2022 Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien, Van-Swieten-Saal Weitere Infos: www.unizahnklinik-wien.at
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Damals: Doramad-Zahncreme 1940
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Wie die Covid-19-Impfung als Game-Changer wirkt
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Tumor-Früherkennung Orale maligne Tumore sind ein globales Problem. Jährlich erkranken über 300.000 Menschen an einer Art der oralen Malignitäten, die auch mit gravierenden Auswirkungen auf das PatientInnenerscheinungsbild und höherer Mortalität verbunden sind. Das Plattenepithelkarzinom ist das häufigste maligne Neoplasma der Mundhöhle.
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ie wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Platten epithelkarzinoms sind Nikotinund Alkoholabusus. Zusätzlich wird das Vorliegen einer parodontalen Erkrankung mit erhöhtem Risiko für die Entstehung des Plattenepithelkarzinoms in der Literatur diskutiert. Laut einer Übersichtsarbeit von Casiglia et al. (2001) ist das Platten epithelkarzinom das häufigste maligne Neoplasma der Mundhöhle. Die meistbetroffenen Bereiche der Mundhöhle sind die Unterlippe (etwa 35 %), Zunge (20 %) und der Mundboden (15 %), während die Frequenz des Platten epithelkarzinoms, des Alveolarkammes oder der Gingiva bei unter 2 % liegt. Dabei tritt das Plattenepithelkarzinom signifikant häufiger im Unterkiefer als im Oberkiefer auf (etwa 70 % zu 30 %). Ein „gingivales“ Plattenepithelkarzinom zeigt sich klinisch als eine erythematöse, granulomatöse, papillomatöse und/oder verruköse Läsion mit oder ohne nekrotische Komponente. Radiologisch ist ein Knochenverlust in der Region der gingivalen Läsion ersichtlich und die meisten PatientInnen klagen über Schmerz. Krankheitsbeginn In frühem Stadium der Krankheit zeigt sich meistens nur eine gingivale Schwellung mit einem radiologisch sichtbaren Knochenverlust. Dieses klinische Bild entspricht auch einer chronischen lokalisierten Parodontitis und ist mit dieser sehr oft zu verwechseln. Spätestens nach der
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Zahnentfernung sollten die Alarmglocken läuten, wenn die gingivale Läsion trotz der Zahnentfernung nicht kleiner, sondern noch größer und schmerzhafter wird. Fallpräsentation Ein 72-jähriger Patient wurde mit einer schriftlichen Überweisung vom niedergelassenen Zahnarzt mit Verdacht auf Epulis in der Region von 34 im März 2020 auf der Notfallambulanz der Universitätszahnklinik in Wien vorgestellt. Der Patient gab zusätzlich an, dass er seit Jänner bereits mehrere zahnärztliche Ambulatorien besucht habe. Im Jänner wurde aufgrund starker Schmerzen bei einem niedergelassenen Zahnarzt eine Wurzelkanalbehandlung am Zahn 34 begonnen und der Patient wurde antibiotisch abgeschirmt (1 g Augmentin für zehn Tage wurde eingenommen), jedoch brachten Wurzelkanalbehandlung und Antibiotika-Gabe keine Besserung hinsichtlich der Schwellung zwischen Zahn 33 und 34. Zum Zeitpunkt der Erstaufnahme (März 2020) in der Notfallambulanz der Universitätszahnklinik berichtete der Patient nicht von Schmerzen, jedoch von einer seit mehreren Wochen zunehmenden Schwellung, bukkal- und lingualseitig zwischen Zahn 33 und 34. Beim Patienten wurde eine detaillierte klinische Untersuchung durchgeführt und eine sehr starke Klopfdolenz des Zahnes 34 sowie Sondierungstiefen von über 12 mm, Blu-
tung auf Sondierung und Mobilitätsgrad II diagnostiziert. Im Kleinröntgenbild wurde ein Knochenverlust beobachtet (Abbildung 1). Der Patient wurde über Nichterhaltungswürdigkeit des Zahnes 34 aufgeklärt und der Zahn wurde in derselben Sitzung restlos entfernt. Das Granulationsgewebe aus der „Tasche“ wurde sorgfältig exkochleiert, die Extraktionsalveole mit Betaisodona und Kochsalzlösung gespült und es wurde ein 300-%-Jodoformstreifen gelegt. Schlussendlich wurde die Wunde mit einer Situationsnaht und einem Aufbisstupfer versorgt. Zur Schmerzmedikation wurden Novalgin-Tropfen aufgeschrieben, die Mundhygiene-Instruktionen erteilt und eine Chlorhexidin-Spülung für zehn Tage empfohlen. Aufgrund kürzlich danach eingeführter Covid-19-Maßnahmen wurde der Patient angewiesen, den Jodoformstreifen in vier Tagen selbstständig zu Hause zu entfernen und die Entwicklung der Schwellung zu beobachten. Eine Kontrolle sollte in zwei bis drei Monaten stattfinden oder bei Bedarf, wenn die Schwellung nicht abklingen sollte. Entwicklung Zwei Wochen nach dem Erstbesuch und der Zahnentfernung kam der Patient erneut in die Universitätszahnklinik und gab an, dass die Schwellung in der Region 34 nach wie vor vorhanden ist und die Schmerzen seit der Zahnentfernung noch stärker geworden sind. Der diensthabende Arzt beschrieb die Schwellung
Abb. 2 und 3: Vestibuläre (links) und okklusale (rechts) Aufnahme; granulomatöse Schleimhautveränderung in Region 34; 14 Tage nach der Zahnentfernung
Abb. 1: Kleinbild-Aufnahme mit sichtbarem Knochenverlust in Region 33 und 34
Abb. 4 und 5: Status nach Probebiopsie, teilweise Exzision und Wundversorgung mit einem Hämostyptikum (Tabotamp®)
als granulomatös und hyperplastisch. Die Extraktionswunde wurde mit Wasserstoff gereinigt und eine klinische Kontrolle und Begutachtung durch einen oral chirurgischen Dienststand in einer Woche empfohlen. Der Patient wurde ausführlich über Prothesenkarenz im Unterkiefer aufgeklärt. Am 16. April 2020, nur drei Wochen nach der Erstaufnahme in der Univer sitätszahnklinik, wurde der Patient in der Abteilung für Orale Chirurgie begut achtet. Er gab an, trotz der Zahnextraktion und Nachbehandlung zunehmende Schmerzen und Schwellungen in der Region von 34 zu haben. Die granu lomatöse Schwellung in der Region von 34 wurde fotodokumentiert (Abbildung 2 und 3) und der Patient wurde über eine sofortige Biopsie aufgeklärt. Nach Gabe einer Lokalanästhesie wurde mit einem Kauter eine teilweise Exzision der gra nulomatösen Schleimhautveränderung und Biopsie durchgeführt. Die Wunde wurde mit einem Hämostyptikum (Tabotamp®) versorgt (Abbildung 4 und 5) und der Patient wurde in einer Woche
zur Kontrolle inklusive Nahtentfernung und histologischer Befundbesprechung einbestellt. Tumorklassifizierung Eine Woche nach der Biopsie war der histologische Befund verfügbar. Dieser zeigte mikroskopisch die Anteile eines exulzerierten, mäßig differenzierten Plattenepithelkarzinoms der Stufe G2 nach Weltgesundheitsorganisation (WHO-)Klassifizierung. Generell sind alle Tumore nach dieser Klassifizierung in vier Graden je nach Abnormalität bzw. Unregelmäßigkeit der Tumorzellen aufgeteilt: 1. GX, Grad nicht definierbar 2. G1, gut differenzierbare Zellen (niedrige Abnormalität) 3. G2, mäßig differenzierbare Zellen (mittelmäßige Abnormalität) 4. G3, schlecht differenzierbare Zellen (hohe Abnormalität) 5. G4, nicht differenzierbare Zellen (hohe Abnormalität)
Nach telefonischer Rücksprache mit der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Allgemeinen Krankenhauses in Wien wurde der Patient am gleichen Tag stationär auf genommen. Weitere Behandlung Etwa zwei Wochen nach der histologischen Befundbesprechung mit dem Patienten und zehn Tage nach der Vorstellung bei der Tumorsprechstunde wurde durch die Empfehlung des Tumorboards ein Operationstermin vereinbart. Zusätzliche Untersuchungen inklusive Computertomographie (CT) der Kopfund Halsregion sowie des Abdomens ergaben folgende TNM-Klassifizierung des Tumors: 1. T2 (große Ausdehnung des Tumors, T0−T4) 2. N0 (Ausdehnung des Tumors in regionale Lymphknoten, N0−N3) 3. M0 (0 − keine, 1 − Metastasen vorhanden)
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Das Tumorboard empfahl eine chirur gische Tumorresektion, seitliche Halsdissektion (links) und die Deckung mit einem Zungenlappen. Ein Teil des Alveolarfortsatzes mit dem Tumor inklusive dreier Zähne (31, 32, 33) wurde reseziert. Makroskopisch zeigte sich ein maximal 1 cm breiter, bis an das Periost reichender Tumor, ohne Infil tration des Kieferknochens. Insgesamt sechs resezierte regionale Lymphknoten zeigten reguläre Architektur. Mikroskopisch zeigte sich ein eindeutiger Übergang des regulären Epithels mit Formationen eines invasiv wachsenden malignen epithelialen Tumorgewebes mit nest- und strangartiger Architektur. Der Tumor zeigte eine maximale Ausdehnung von 2,2 cm bei einer Tiefenausdehnung von 1 cm.
Detailerhebung Erst nach einer detaillierten Erhebung der anamnestischen Daten gab der Patient an, dass er über 20 Jahre geraucht hatte, jedoch die letzten 20 Jahre nicht mehr. Alkohol trank er nur gelegentlich. Die Mundhygiene wurde als mäßig beschrieben. Obwohl eine hohe Malignität und schnelles Wachstum der Tumorzellen üblicherweise auftreten, wurde in diesem Fall durch schnelles Handeln einer Tumorinfiltration des Kieferknochens vorgebeugt. Nach erfolgreicher Tumor resektion wurde der Patient auf die Universitätszahnklinik zurücküberwiesen. Fazit für den zahnärztlichen Alltag Die gingivalen Hyperplasien mit einem radiologisch nachweisbaren Knochenverlust werden sehr häufig mit lokaler
Parodontitis verwechselt, da das klinische und radiologische Bild im Frühstadium der Krankheiten kaum zu unterscheiden ist. Falls die klassische ParodontitisBehandlung nicht anschlägt oder die gingivale Hyperplasie trotz der Zahn extraktion sich nicht bessern sollte, muss die ursprüngliche Diagnose kritisch betrachtet werden und differenzialdiagnostisch an eine maligne Erkrankung gedacht werden. Eine schnelle Biopsie kann in diesem Fall eine entscheidende Rolle für die Überlebensrate der PatientInnen spielen. •
Teil 2 dieses Fallberichts widmet sich in einer der nächsten Ausgaben von DentUnique der prothetischen Versorgung.
Plattenepithelkarzinom •
Jährlich erkranken über 300.000 Menschen an einer Art der oralen Malignitäten, das Plattenepithelkarzinom ist das häufigste maligne Neoplasma der Mundhöhle.
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Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms sind Nikotin- und Alkoholabusus.
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In frühem Stadium des gingivalen Plattenepithelkarzinoms zeigt sich meistens nur eine gingivale Schwellung mit einem radiologisch sichtbaren Knochenverlust. Dieses klinische Bild entspricht auch einer chronischen lokalisierten Parodontitis und ist mit dieser sehr oft zu verwechseln.
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Falls die klassische Parodontitis-Behandlung keine Besserung bringt, muss die ursprüngliche Diagnose kritisch betrachtet und differenzialdiagnostisch an eine Malignität gedacht werden.
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Eine schnelle Biopsie kann in diesem Fall eine entscheidende Rolle für die Überlebensrate der PatientInnen spielen.
Zur Person Dr. med. dent. Danijel Domic Fachbereich Orale Chirurgie Universitätszahnklinik Wien
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Wie Zahnimplantate erfolgreich einheilen An der Universitätszahnklinik Wien wird an der optimalen Implantatoberfläche für die Heilung von Knochen und Weichgewebe rund um das Implantat geforscht.
D
er Langzeiterfolg von Zahn implantaten hängt von zahlreichen Faktoren ab. Zunächst muss das Implantat vom Körper der Patientin/des Patienten akzeptiert werden und sich in verschiedene Gewebe inte grieren können. Anschließend muss zum einen das Implantat einen engen Kontakt mit dem Knochen herstellen, der sogenannten Osseointegration. Zum anderen spielt die Bildung von Weichgewebe rund um das Zahnimplantat eine wichtige Rolle, da es als biologische Barriere fungiert und somit die Funktion des Schutzes vor Implantatverlust hat. Interaktion zwischen Zelltypen Die Osseointegration und Weichgewebe heilung rund um das Zahnimplantat sind äußerst komplexe Prozesse. Sie sind gekennzeichnet durch eine faszinierende Interaktion zwischen verschiedenen Zelltypen wie Stammzellen, knochenbildenden Osteoblasten und Zellen des Immunsystems. All diese Zellen kommen in Kontakt mit der Oberfläche des Zahnimplantats. Die Struktur der Implantatoberfläche muss dabei so gestaltet sein, dass sich die Zellen auf ihr wohlfühlen. Eine Oberfläche zu finden, die allen Zelltypen gerecht wird, ist eine ausgesprochen schwierige Aufgabe. Aus diesem Grund werden Implantatmaterialien und -oberflächen immer wieder weiterentwickelt, um die bestmögliche Einheilung des Zahnimplantats zu gewährleisten. Heutzutage bestehen die
meisten Zahnimplantate aus Titan, da es keine überschüssige Immunreaktion im Gewebe auslöst und in der Lage ist, mit dem Knochen zu fusionieren. In den letzten Jahren steigt jedoch das Interesse an Keramikimplantaten, die gerade aus ästhetischer Sicht als wertvolle Alternative zu Implantaten aus Titan angesehen werden. Optimale Oberfläche Die Forschungsgruppe rund um Assoz. Prof. Dr. Oleh Andrukhov hat sich zum Ziel gesetzt, die optimale Implantatober-
fläche für die Heilung von Knochen und Weichgewebe rund um das Implantat zu finden. So wurden in enger Kooperation mit den ExpertInnen des StraumannInstituts bereits mehrere Forschungsprojekte durchgeführt, die durch die ITI Foundation unterstützt wurden. In den Projekten wurden verschiedene Zellen von extrahierten Zähnen isoliert und auf Implantatoberflächen kultiviert, die ihnen vom Straumann-Institut zur Verfügung gestellt wurden. Dabei wurden sowohl
Auf verschiedenen Oberflächen gewachsene Zellen werden mit Fluoreszenzfarbstoffen visualisiert und unter dem modernen Mikroskop beobachtet.
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Implantate aus Titan als auch aus Keramik getestet. Die Oberflächen wurden zuvor in verschiedener Art und Weise bearbeitet und wiesen somit eine unterschiedliche Rauigkeit auf. Darüber hinaus unterschieden sich die Implantatoberflächen in ihrer Hydrophilität, also ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit anzuziehen. Es wurde untersucht, wie die Zellen auf den unterschiedlichen Oberflächen wachsen und reifen. Die Resultate dieser Studien helfen dabei, eine Vorhersage zu treffen, ob diese Implantatoberflächen für den Einsatz bei PatientInnen geeignet sind. Im Zuge der Forschungsprojekte konnte gezeigt werden, dass eine Implantat oberfläche mit moderater Rauigkeit und hoher Hydrophilität die optimale Wahl für die Osseointegration darstellt. Eine grobe und schwammartige Oberfläche ahmt die Rauigkeit des natürlichen Knochens nach und regt Stammzellen dazu an, sich in knochenbildende Zellen umzuwandeln. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Titan implantate nur einen gewissen Grad an Oberflächenrauigkeit aufweisen dürfen, um eine optimale Unterstützung für die Knochenheilung zu bieten. Um die Knochenbildung anzuregen, sollten demnach weder zu glatte noch zu raue Oberflächen verwendet werden. Bildung von Weichgewebe Interessanterweise konnte bisher nicht
Die Zellkultur ist eine wichtige Technik, um die Reaktion der Zellen auf verschiedene Implantatoberflächen zu verstehen.
geklärt werden, welche Implantat oberfläche am besten für die Bildung von Weichgewebe geeignet ist. Um diese Prozesse zu verstehen, wurden verschiedene Zellarten untersucht, die im Weichgewebe vorgefunden w erden. Auch hier wurden die Zellen auf Titanund Keramikimplantatoberflächen mit unterschiedlichen Modifikationen kultiviert. Überraschenderweise konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass nicht nur die Rauigkeit und die Hydrophilität von Bedeutung für die Weichgewebeheilung sind, sondern auch das
Material selbst eine entscheidende Rolle spielt. Demnach mögen Zellen aus dem Zahnfleisch den Kontakt zu Keramik oberflächen mehr als zu solchen aus Titan. Insbesondere konnten deutliche Unterschiede in der Entzündungsreaktion der Zellen gefunden werden, welche auf der Keramikoberfläche deutlich geringer ausfiel. Derzeit wird erforscht, ob hydrophile Keramikoberflächen die Heilung des Weichgewebes fördern können. Dieses Projekt leistet weltweit gerade Pionier arbeit. •
Zahnlücken versorgen
Zur Person Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov Competence Center for Periodontal Research Universitätszahnklinik Wien
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Orale Krankheiten wie Karies und Zahnfleischerkrankungen sind weitverbreitet und können in schweren Fällen zum Zahnverlust führen. Die dadurch entstehenden Zahnlücken wurden früher hauptsächlich mithilfe von Brücken oder Prothesen versorgt. Der Ersatz von Zähnen mittels Zahnimplantaten wurde etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeführt und gilt als eine der größten Innovationen in der Zahnmedizin.
Erfolgreiche Akkreditierung des Diplomstudiums Zahnmedizin Das verliehene Gütesiegel bescheinigt dem Curriculum internationale Qualität und Einhaltung qualitätssichernder Kriterien.
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ie Akkreditierung erfolgte im Dezember 2020 nach Einreichen der geforderten Unterlagen durch die Universität und nach einem Peer-Review durch eine internationale Gutachterkommission. Durchgeführt wurde das Verfahren vom Akkreditierungs-, Zertifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut (ACQUIN), das Begutachtungen und Akkreditierungen im deutschsprachigen Hochschulbereich durchführt und damit einen Beitrag zur Gestaltung des Europäischen Hochschulraums (EHEA) leistet. Die Programmakkreditierung bezieht sich auf Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung einzelner Studiengänge mit externer Beteiligung. Insbesondere in Bachelor- und Masterstudiengängen muss die Qualität in Hinblick auf die Einhaltung bestimmter Kriterien und die Berufsrelevanz der Abschlüsse gewährleistet werden. Ziel des Programmakkreditierungsverfahrens ist die Bewertung (Evaluation) und Feststellung (Akkreditierung) der Qualität des Studiengangs durch ein GutachterInnengremium auf Basis eines Selbstberichtes der Hochschule und von Gesprächen während einer Vor-Ort-Begehung an der Hochschule. Das Akkreditierungsinstitut hat zehn verschiedene Kriterien bewertet und als erfüllt befunden: 1. die Strategie für die Qualitätssicherung, Gestaltung und Genehmigung von Studiengängen, 2. eingesetzte Maßnahmen für studierendenzentriertes Lernen, Lehren und Prüfen,
3. Reglements zu Zulassung, Studienverlauf, Anerkennung und Studienabschluss, 4. die Situation für Lehrende und 5. die Lernumgebung für Studierende, 6. Maßnahmen zum Informations management, 7. öffentliche Informationen, 8. fortlaufende Beobachtung und 9. regelmäßige Überprüfung der Studiengänge sowie 10. Schritte zur regelmäßigen externen Qualitätssicherung. Die Prüfungskommission kam zu einer für die Universitätszahnklinik Wien erfreulichen Gesamtbeurteilung, die hier auszugsweise zitiert wird: Der Diplom-Studiengang „Zahnmedizin“ legt großen Wert auf den Aufbau eines zielführenden und nachhaltigen Qualitätsmanagements, das sich stets weiterentwickelt und welches den „Triple Track“-Ansatz zu seiner Kernaufgabe erhebt: Forschung, Lehre und Patientenbehandlung tragen hierbei gleichwertig zur medizinischen und wissenschaftlichen Qualität der Universität bei. Jeder dieser drei Pfeiler wird von Maßnahmen der internen Qualitätssicherung begleitet. Dabei sind die Qualitätssicherungsmaßnahmen basaler Bestandteil des Entwicklungsplans. Die Rahmenbedingungen sowie die personellen, sächlichen und finanziellen Ressourcen sind als sehr gut zu bewerten. Das Studienprogramm wendet sich an eine definierte Zielgruppe, die ein sehr attraktives Studienangebot vorfindet, um die erforderlichen Fähigkeiten und
Fertigkeiten zur Ausübung aller Tätigkeiten der Verhütung, Diagnose und Behandlung von Anomalien und Krankheiten von Zähnen, Mund und Kiefer sowie der dazugehörenden Gewebe zu erwerben. Das Curriculum ist stringent und sinnvoll konzipiert und Theorie und Praxisbildung sind sehr gut ausbalanciert. Der sehr positive Gesamteindruck ist ein Resultat des sehr guten Zusammenwirkens aller Akteure miteinander und zeichnet sich durch ein hohes Engagement der Hochschulleitung, der Programmverantwortlichen und der Studierenden aus. Der Diplom-Studiengang „Zahnmedizin“ setzt die „Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area“ (ESG) und „Global Standards for Quality Improvement of Basic Medical Education“ (WFME, 2015) angemessen um.
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Die Universitätszahnklinik Wien hat für das Diplomstudium Zahnmedizin eine Akkreditierung ohne Auflagen erhalten.
Akkreditierungsverfahren Das Akkreditierungsverfahren in Österreich hat allgemein das Ziel, die Qualität des Studiengangs und die Einhaltung europäischer Standards zu überprüfen. Bei internationalen Verfahren im Europäischen Hochschulraum stellen die „Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area“ (ESG) in der jeweils gültigen Fassung den zentralen
Bewertungsmaßstab dar. Für die humanmedizinische Ausbildung werden zusätzlich die „Global Standards for Quality Improvement of Basic Medical Education“ (2015) der World Federation for M edical Education (WFME) zugrunde gelegt. Darüber hinaus sind die jeweiligen landes spezifischen rechtlichen Vorgaben im Akkreditierungsverfahren zu berücksichtigen. Über die Akkreditierung des Studiengangs in Österreich wird eine Urkunde mit
dem Siegel von ACQUIN vergeben. Für das Akkreditierungsverfahren wurde eine GutachterInnengruppe gebildet, welche die Begutachtung aller für das Prüfverfahren relevanter Bereiche (z. B. fachliche Aspekte, studienstrukturelle und formale Aspekte, soziale Aspekte) gewährleistet. Die GutachterInnengruppe besteht aus mehreren professoralen FachvertreterInnen, aus VertreterInnen der Berufspraxis und studentischen VertreterInnen.
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Das umfangreiche Angebot an Übungsplätzen für das Fertigkeitstraining sowie die Ressourcenausstattung insgesamt sind laut GutachterInnenkommission sehr gut zur Durchführung des Studienprogramms geeignet.
Studieren an der Universitätszahnklinik Wien Der Studiengang „Zahnmedizin“ wird an der MedUni Wien als Diplomstudiengang angeboten, nach dessen erfolgreichem Abschluss Studierende den Grad „DoktorIn der Zahnmedizin, Doctor medicinae dentalis (Dr. med. dent.), erhalten. Der Studiengang ist auf eine Regelstudienzeit von 12 Semestern angelegt, in denen 362,8 ECTS-Punkte erworben werden. In den gebührenfreien Studiengang können in jedem Wintersemester 80 Studierende neu aufgenommen werden. Das Curriculum des Diplomstudiums Zahnmedizin ist in drei Abschnitte gegliedert und entspricht in den ersten beiden Studienjahren im
Die hochwertige Ausstattung ermöglicht den Studierenden eine fundierte Ausbildung.
Wesentlichen dem Curriculum der Humanmedizin. Klinik- und Praxisbezug Charakteristisch für das aktuelle Curriculum ist neben der integrierten Vermittlung der verschiedenen medizinischen Fächer in themenbezogenen Blöcken der Klinikund Praxisbezug vom ersten Semester an. Im Rahmen der Praktika der Blöcke und insbesondere der Line-Elemente werden klinische Fertigkeiten und Fähigkeiten im Kleingruppenunterricht von Anbeginn des Studiums trainiert. In den zahnspezifischen Curriculumselementen erwerben die Studierenden klinisch-praktische Fertigkeiten, die sie ins 72-Wochen-Praktikum mitbringen. Das dritte Studienjahr ist zusammengesetzt aus zahnmedizinisch orientierten Lehrveranstaltungen. Die Struktur der Curriculumselemente (Blöcke, Lines etc.) ist interdisziplinär ausgerichtet. Die „Ärztliche Gesprächsführung“ kann hier als Beispiel für ein disziplinenübergreifendes Lehrangebot genannt werden: Eine hypothesengeleitete, patienten- und patientinnenzentrierte Diagnostik und Anamneseführung setzt ausreichendes Fachwissen, adäquate Kommunikation, Reflexionskompetenz und professionelle Haltung voraus. Diese Grundbestandteile werden im Zahnmedizinstudium in der ärztlichen Gesprächsführung trainiert. Geschichte der Universitätszahnklinik Wien In den historischen Mauern des ehe-
maligen „K. u. k. Garnisons-Spitals No. 1“ wurde zwischen 2006 und 2013 eines der modernsten Gesundheits- und Ausbildungszentren für Zahnheilkunde in ganz Europa errichtet, welches durch den Ausbau des sogenannten „Van Swieten 3“-Trakts auch um den wichtigen Teil der Kinderzahnheilkunde erweitert wurde. Im Zuge des Umbaus erfolgte auch die komplette Neuorganisation des gesamten Klinikablaufs, hierbei sind anzuführen: die Etablierung digitaler Behandlungsabläufe (z. B. Einführung der vollelektronischen Krankengeschichte mit Röntgen, Scans und CTs, sowie Präparation), die Ausbildung der Studierenden im integrierten Curriculum mit Simulation an Phantomköpfen und die Einführung des „Unit“Konzeptes (mit derzeit 110 Behandlungseinheiten).
Universitätszahnklinik Wien •
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Die Universitätszahnklinik ist 2019 mit rund 310 Vollzeitäquivalenten (über 90 ZahnärztInnen, UniversitätsprofessorInnen, rund 220 allgemeines Personal) eine der größten und modernsten Universitätszahnkliniken Europas. 2019 wurden an 40.614 PatientInnen 146.476 Behandlungen durchgeführt. Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der MedUni Wien und somit Teil der Medizinischen Universität Wien.
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Wie hoch soll beim Sinuslift „geliftet“ werden?
Foto: © Universitätszahnklinik Wien
Der Sinuslift ist eine Therapiemöglichkeit, um das Knochenangebot im OberkieferSeitenzahnbereich erhöhen zu können. Im Folgenden sollen Gradienten in der Knochenregeneration histomorphometrisch bestimmt werden.
Abb. 1: Computertomographie mit insuffizientem Knochenangebot im zweiten Quadranten und intraoperative Darstellung des Sinus maxillaris nach Elevation der Schneider’schen Membran und Auffüllung mit Eigenknochen/Knochenersatzmaterial ( : bukkale/laterale Sinuswand; *: palatinale Sinuswand)
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ie Sinusbodenelevation, wie sie von Boyne und James 1980 erstmals beschrieben wurde, stellt ein wissenschaftlich etabliertes und weltweit angewandtes operatives Augmentationsverfahren dar, wenn unterhalb des Kieferhöhlenbodens ein zu geringes Knochenangebot zur Verankerung von Implantaten vorhanden ist (Boyne und James 1980, Tatum 1986, Raghoebar et al. 2019). Ziel ist die knöcherne Einheilung und Durchwachsung des unterhalb der Schneider’schen Membran eingebrachten Augmentationsmaterials, welches zumeist aus gleichen Teilen lokal entnommenen Eigenknochens und eines Knochenersatzmaterials besteht. Nach einer durchschnittlichen Einheilzeit von vier bis sechs Monaten sollte das Sinuslift-Augmentat durch neu gebildeten Eigenknochen durchwachsen sein und somit ein optimales Knochenlager zur Verankerung enossaler Implantate darstellen (s. Abb. 1). Wesentlich für die Verknöcherung
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des Augmentats ist das Einwachsen von Blutgefäßen, welche die Bildung und das Wachstum knochenbildender Zellen ermöglichen, wodurch schließlich der gesamte augmentierte Bereich mit neu gebildetem Knochen durchwachsen werden soll. Zwei wesentliche Fragen wurden im Rahmen einer groß angelegten histomorphometrischen Studie an der Universitätszahnklinik Wien abgeklärt: 1. Bis zu welcher Augmentationshöhe und in welchem Ausmaß ist eine Mineralisation zu erwarten? 2. Geht die Mineralisation nur vom ortsständigen Knochen (Kieferhöhlenboden) aus oder hat die nach kranial angehobene Schneider’sche Membran ebenfalls ein osteogenes Potenzial, welches von kranial her wirksam wird („die bidirektionale Mineralisation, ausgehend vom Kieferhöhlenboden sowie von der Schneider’schen Membran“)
Im Rahmen dieser Studie wurden nach lateralem Sinuslift insgesamt 85 Knochenbiopsien von 55 PatientInnen (Alter: Ø 51,82 Jahre) histomorphometrisch in Hinblick auf einen Gradienten im Sinuslift nachuntersucht. Das verwendete Knochenersatzmaterial war deproteinisierter Rinderknochen (Bio-Oss®, Geistlich Pharma, Wolhusen, Schweiz). Nach einer Einheilzeit von 6±1 Monaten erfolgte die Biopsieentnahme entlang der Längsachse bei der Implantatbohrung. Nach der Herstellung der histologischen Präparate entsprechend der „TrennDünnschliff-Technik“ nach Donath (1988) und/oder mittels Elektronen mikroskop wurden die Knochenbiopsien anschließend digitalisiert. Digitalisierte Präparate Für die Auswertung wurden die digitalisierten Präparate „semiautomatisch“ segmentiert, das bedeutet, dass die histologischen Bilder von einer Software gescannt
und entsprechend dem Restknochen (Kieferhöhlenboden), dem neu gebildeten Knochen, dem Knochenersatzmaterial sowie dem Knochenmark/Weichgewebe farbkodiert klassifiziert wurden (siehe Abb. 2). Der Gradient wurde anhand des neu gebildeten Knochens beginnend vom Kieferhöhlenboden nach kranial in Richtung der Schneider’schen Membran bestimmt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten eindeutig einen negativen Gradienten, der im Prämolaren- und Molarenbereich unterschiedlich stark ausgeprägt war. In der Prämolarenregion zeigte sich ein milder negativer Verlauf: Die durchschnittliche Knochenneubildung ist von 20,4 % beim Kieferhöhlenboden auf 17,7 % in einer Höhe von 8 mm zurückgegangen. Im Vergleich dazu war der Gradient in der Molarenregion innerhalb der gleichen Strecke deutlich stärker ausgeprägt: Die Knochenneubildung ging von 18,7 % auf 12,8 % zurück. © Beck, F, Reich, KM, Lettner, S, et al. The vertical course of bone regeneration in maxillary sinus floor augmentations: A histomorphometric analysis of human biopsies. J Periodontol. 2021; 92: 263–272. https://doi.org/10.1002/JPER.19-0656 (Verlag John Wiley & Sons, Inc.)
Abb. 2: Histomorphometrische Bestimmung des Gradienten über die gesamte Augmentathöhe: A) Histologisches Präparat B) Farbkodiertes Bild von A) nach Segmentierung C) Elektronenmikroskopische Aufnahme D) Farbkodiertes Bild von C) nach Segmentierung (blau: Kieferhöhlenboden, rot: neu gebildeter Knochen, gelb: Knochenersatzmaterial, weiß: Knochenmark/Weichgewebe, grün: Grenze zwischen Kieferhöhlenboden und Augmentat). Für die Bestimmung des Gradienten wurde der neu gebildete Knochen im Abstand von 100 μm beginnend vom Kieferhöhlenboden gemessen.
Schlussfolgerungen Ein osteogener Einfluss der Schneider’schen Membran in vivo kann auf Basis dieser Studie nicht restlos ausgeschlossen werden, jedoch dürfte ihr osteogenes Potenzial im Vergleich zum ortsständigen Knochen deutlich reduziert sein. Während eine Augmentathöhe bis zu 10 mm (gemessen ohne lokalen Restknochen) ausreichend dicht ossifiziert, erscheint eine Elevationshöhe der Schneider’schen Membran von deutlich über 10 mm in Anbetracht der limitierten Knochenregeneration kaum sinnvoll. Höhere Augmentationen tragen also kaum zur Osseointegration des Implantats bei, da hier das Knochen ersatzmaterial vermehrt bindegewebig eingekapselt wird und das osteogene Potenzial des lokal noch vorhandenen Alveolar knochens erschöpft sein dürfte. • Der ganze Artikel ist im Internet frei verfügbar
Das Team Dr. Florian Beck Fachbereich für Orale Chirurgie, Universitätszahnklinik Wien Dr.in Karoline Reich Core Facility Hard Tissue and Biomaterial Research, Karl Donath Laboratory
Mag. Stefan Tangl Leiter der Core Facility Hard Tissue and Biomaterial Research, Karl Donath Laboratory Ao. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm Leiter des Fachbereichs für Orale Chirurgie, Universitätszahnklinik Wien DentUnique 1/2021 13
em. o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass Herr em. o. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon im Alter von 70 Jahren von uns gegangen ist. Er war emeritierter Professor und ehemaliger Leiter der kieferorthopädischen Abteilung der Universitätszahnklinik Wien, Medizinischen Universität Wien. Nach seinem Studienabschluss 1979 wurde er 1992 zum ordentlichen Professor für Kieferorthopädie ernannt. Von 1996 bis 2014 war er Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kieferorthopädie. Von 1997 bis 2004 war er stellUniv.-Prof. DDr. Andreas Moritz Leiter der Universitätszahnklinik Wien Medizinische Universität Wien
vertretender Leiter der Universitätszahnklinik der Medizinischen Universität Wien. Von 2005 bis 2006 war er Präsident der Europäischen Gesellschaft für Kieferorthopädie. 2016 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen. Prof. Bantleon war außerdem Mitglied in zahlreichen internationalen kieferorthopädischen Organisationen und Gesellschaften. Die Universitätszahnklinik Wien wird sich immer an einen großartigen Kieferorthopäden und einen leidenschaftlichen Lehrer erinnern. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Leiter des Fachbereichs Kieferorthopädie Medizinische Universität Wien
Parodontitis und Periimplantitis – Therapien im Vergleich Parodontalchirurgie versus chirurgische Periimplantitistherapie: Um zwei chirurgische Therapien gegenüberstellen zu können, müssen vorab Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Erkrankungen erörtert werden. Ätiologie und Pathogenese Ätiologischer Faktor der perimplantären Erkrankungen und der Parodontitis ist der Biofilm. Bei beiden Erkrankungen spielen lokale und systemische Risikofaktoren eine Rolle und bestimmen den Verlauf und die Schwere der Erkrankung. Aufgrund anatomischer und histopathologischer Unterschiede hat man gesehen, dass periimplantäre Läsionen aggressiver sind, sich rascher ausbreiten und unverzüglich behandelt werden müssen. Beide Erkrankungen verlaufen für PatientInnen nahezu symptomlos.
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Therapie Parodontitis kann in vielen Fällen mit konservativer Therapie langfristig erfolgreich behandelt werden. Dagegen stellt die konservative Therapie der Periimplantitis eine größere Heraus forderung dar, da es nur wenige gesicherte, wissenschaftliche Daten für oder gegen eine Therapieoption gibt. In vielen Fällen ist das konservative Vorgehen nur als Vortherapie für ein chirurgisches Vorgehen zu sehen. Die Ziele der chirurgischen Therapie bei beiden Erkrankungen sind Entzündungsfreiheit und eine Re duktion der Sondierungstiefen sowie
im Idealfall Attachmentgewinn bzw. Reosseointegration. Open Flap Debridement (OFD) Im Falle einer Periimplantitis können durch ein OFD Blutung, Suppuration und Sondierungstiefen reduziert und der Knochenabbau an 58 % der Stellen über 5a lang gestoppt werden. Dabei stellt die mechanische und chemische Dekontamination der Implantatoberflächen die größte Herausforderung dar. Im Gegensatz dazu führt bei Parodontitis schon das alleinige mechanische Debridement der Wurzeloberfläche im Rahmen
eines OFD, vor allem bei initial tiefen Taschen, zu vorhersehbar guten Ergebnissen bezüglich Reduktion der Sondierungstiefen. Resektive chirurgische Therapie – apikal positionierter Lappen Bei Paradontitis mit horizontalem Knochenabbau reduziert und stabilisiert die resektive Parodontalchirurgie mit/ ohne Knochenchirurgie die Sondierungstiefen und verändert das mikrobiologische Taschenmilieu. Resektives, chirurgisches Vorgehen ist aber auch im Rahmen der Periimplantitistherapie effektiv und wird in Kombination mit Oberflächendekontamination und
Abb. 1: Periimplantäre Mukositis und Periimplantitis mit horizontalem Knochenabbau, erhöhten Sondierungstiefen (6 mm) und Blutung bei Implantat regio 33 im Rahmen einer abnehmbaren Implantatbrücke
Implantoplastik angewendet (siehe Abbildungen 1–4). Regenerative chirurgische Therapie Parodontale Regeneration bedeutet die Wiederherstellung aller parodontalen Gewebe. Es gibt Evidenz, dass parodontale Regeneration an vormals erkrankten Wurzeloberflächen möglich und langzeitstabil ist. Schmelzmatrix proteine oder GTR in Kombination mit Papilla Preservation Flaps sind die Mittel der Wahl bei vertikalen knöchernen Defekten. Im Gegensatz dazu bedeutet periimplantäre Regeneration „nur“ Reosseointegration, d. h. periimplantäre Knochenneubildung. Die
Abb. 2: Apikaler Verschiebe lappen und resektive Implantoplastik mit Glättung der kontaminierten Windungen
Herausforderung hier besteht darin, die kontaminierte Implantatoberfläche vor einer Augmentation zu dekontaminieren. Defektauffüllung mit Knochen oder Ersatzmaterialien ist möglich und Resultate können über längere Zeit stabil sein. Es gibt kaum Evidenz, dass Membranen einen zusätzlichen Nutzen haben. Die Konfiguration des Knochendefektes ist bei beiden regenerativen, chirurgischen Verfahren das wichtigste Kriterium für ein voraussagbar gutes Resultat, wobei enge, infraalveoläre, gegebenenfalls zirkumferente Defekte zu favorisieren sind. In beiden Fällen soll die Weichteilmanschette stabil und ausreichend keratinisiert sein.
Abb. 3: Verdickung der periimplantären Mukosa mittels eines freien Schleimhauttransplantates vom Gaumen
Abb. 4: Stabile radiologische und entzündungsfreie klinische Verhältnisse drei Jahre postoperativ
Zusammenfassung Parodontale Regeneration an vormals erkrankten Wurzeloberflächen ist möglich und zeigt stabile Ergebnisse in Bezug auf Reduktion der Sondierungstiefen, Attachmentgewinn und Veränderung des mikrobiologischen Taschenmilieus. R esektive Parodontalchirurgie reduziert die Sondierungstiefen besser als jegliche andere Therapie und ist langfristig stabil. Die nichtregenerative, chirurgische Periimplantitistherapie kann die Entzündung nur kurzfristig reduzieren. Jedoch können die Resultate nach Defektauffüllung mit Knochen oder über eine längere Zeit stabil bleiben. In der Parodontitistherapie braucht es in vielen Fällen keine Chirurgie, wenn die konservative Therapie adäquat ausgeführt wird. Hingegen ist die konservative Periimplantitistherapie nur als Vorbehandlung zu sehen und in den meisten Fällen ist anschließend ein chirurgisches Vor gehen notwendig. •
Zur Person Ass.-Prof. DDr.in Gerlinde Durstberger Fachbereich Zahnerhaltung und Parodontologie, Universitätszahnklinik Wien
(Quellenhinweis: Literatur bei der Verfasserin)
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Professur für klinische Forschung Schwerpunkt digitale Forschung
D
ie Liste der Erfolge von Univ.Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, PhD, ist lang: Von 2003 bis 2017 erhielt sie insgesamt zehn wissenschaftliche Preise von nationalen und internationalen Dentalgesellschaften und publizierte 110 wissenschaftliche Artikel in internationalen Fachjournalen. Von 2011 bis 2020 wurde sie als Gastprofessorin an acht verschiedenen Universitäten in China ausgezeichnet und erhielt 2011 die Rosthorn-Medaille für Verdienste um die Beziehungen zwischen Österreich und China. Heute ist die Forscherin und Praktikerin der Zahnmedizin unter anderem Leiterin der Spezialambulanz Parodontalchirurgie und Leiterin des Klinischen Forschungszentrums. Im Gespräch mit DentUnique erzählt sie von ihrem Karriereweg, ihren Förderern und davon, wie sie die Zukunft der Zahnmedizin mitgestalten will. Wie würden Sie Ihre beruflichen Auf gaben beschreiben? Univ.-Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, PhD: Meine beruflichen Aufgaben sind die klinische Behandlung von PatientInnen, Forschungs- und Lehrtätigkeiten und zusätzlich die Verwaltungsaufgaben als Führungskraft. Meine klinischen Schwerpunkte liegen in der interdisziplinären Behandlung von Parodontitis-PatientInnen zwischen Parodontologie und Kieferorthopädie, um damit gute ästhetische und funktionelle Ergebnisse erreichen zu können. Als Forschungsschwerpunkt ist mir insbesondere der Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung sehr wichtig. Als Professorin im klinischen Forschungszentrum habe ich im Bereich der digitalen
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Zahnmedizin die Forschungsinfrastruktur aufgebaut und Projekte entwickelt. Im Bereich der Lehre erstellte ich als Leiterin des Masters der Universitätslehrgänge Clinical Dentistry – Periodontology and Implantology (MClinDent) und Clinical Dentistry Esthetic Dentistry (MClinDent) das Curriculum und zurzeit läuft eine aufwendige Planung für eine digitale Lehre, die eine wichtige Plattform der postgraduierten und klinisch-fachlichen Ausbildung darstellen wird. Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit besondere Freude? Rausch-Fan: Als Führungskraft in der klinischen Forschung und im Fach Paro dontologie versuche ich mein Bestes, um eine junge Generation dabei zu unterstützen, ihre individuelle Karriere als gute SpezialistInnen und WissenschaftlerInnen zu erreichen. Ich freue mich jeden Tag über den Erfolg meiner Arbeit, obwohl dies auch anstrengend ist. Besonders schön ist es, wenn von mir betreute PhDs und andere junge KollegInnen danach Erfolge in ihren Karrieren erzielen. Wenn Sie an Ihre berufliche Anfangszeit denken: Was war zu Beginn anders? Rausch-Fan: Wenn ich auf den Beginn meiner Universitätskarriere zurückblicke, war es im Vergleich zu den jungen KollegInnen heute damals etwas einfacher. Da das derzeitige Universitätssystem vorschreibt, dass in den ersten sechs Jahren des Postdoc-Vertrages der Grad eines PhD abgeschlossen sein muss, ist eine definierte Anzahl und Qualität von Veröffentlichungen erforderlich, um an der Universität einen Kollektivvertrag als unbefristete/-r Assistenz-Professor/-in erhalten zu können. Dies muss allerdings neben einer intensiven klinischen
Tätigkeit geschafft werden. Somit ist eine Universitätskarriere bereits am Beginn für junge KollegInnen eine große Heraus forderung. Was wird gerade für Frauen in Zukunft in Ihrem beruflichen Feld (noch) wichtiger werden? Rausch-Fan: Ich denke, auf dem Gebiet der Zahnmedizin haben Frauen wie Männer gleiche Chancen, Frauen brauchen jedoch immer mehr Energie, um gleiche Positionen zu erreichen. Hatten Sie MentorInnen oder UnterstützerInnen? Wie wurden Sie unterstützt? Rausch-Fan: Wenn ich auf meine Karriere in Österreich zurückblicke, darf ich besonders einigen MentorInnen und KollegInnen für ihre Unterstützung herzlich danken. In der frühen Phase meiner Zahnmedizinausbildung war es Prof. Slavicek, der mich in das zahnmedizinische Fach einführte. Meine Habilitation erfolgte an der Paro-Abteilung. Eine Forschungstätigkeit braucht immer die Zusammenarbeit mit guten KollegInnen. Diese fand ich in Prof. DDr. Schedle und Assoz. Prof. Dr. Andrukhov. Unerlässlich über die letzten zehn Jahre war Klinikvorstand Univ.-Prof. DDr. Moritz, der meine Aktivitäten stark förderte, damit ich als Höhepunkt meiner wissenschaftlichen Laufbahn diese Professur erreiche. Möchten Sie selbst auch gerne Vorbild sein? Rausch-Fan: Ja, als gute Professorin und Ärztin mit Verantwortung. Auch um zu zeigen, was man als gebürtige Ausländerin aus einem völlig anderen Kulturkreis und einem langen Ausbildungsweg in Österreich erreichen kann. Ich bin zwar kein sehr außergewöhnlicher Mensch,
Univ.-Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, PhD, mit ihrem Team: „Ich versuche mein Bestes, um eine junge Generation dabei zu unterstützen, ihre individuelle Karriere als gute SpezialistInnen und WissenschaftlerInnen zu erreichen.“
aber ich habe ein klares persönliches Karriereziel und hohe Ausdauer. Meine Schwäche ist, dass ich versuche, menschlich zu entscheiden, und damit manchmal als Führungskraft harte Entscheidungen nicht leicht treffen kann.
Welche berufliche oder persönliche Herausforderung würde Sie (noch) reizen? Rausch-Fan: Ich hoffe, dazu Gelegenheit zu haben, die digitale Zahnmedizin in
ihrer Forschungsinfrastruktur aufzubauen. Deren Projektentwicklung sehe ich als Herausforderung. Persönlich denke ich, dass man neben der Arbeit auch einer privaten Lebensqualität ihren Platz einräumen soll.
Zur Person Univ.-Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, PhD
Ausbildung 2004–2010 Postgraduate course for orthodontics in craniofacial dysfunction, Donau- Universität Krems, Abschluss „Specialist of Orthodontics“. Advanced course for orthodontics in craniofacial dysfunction, Abteilung für interdisziplinäre Zahnmedizin und Technologie, Donau-Universität Krems. 2002 Dr. med. dent. und Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universität Wien 1998 Dr. med. Universität Wien 1992 Doctor Degree of Medical Science, Nippon Medical School, Tokio, Japan (PhD) 1987 Master Degree of Medicine, Bethune Medical University Changchun City, Jilin Province, China (MD)
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Wichtige Karrierestationen 2016–2019 Leitung der Weiterbildung zur Prophylaxeassistenz für zahnärztliche AssistentInnen 2013–2018 Leiterin des Competence Center for Periodontal Research, Universitätszahnklinik, Medizinische Universität Wien 2012 Assoz. Professorin Fachbereich Kieferorthopädie, Universitätszahnklinik, Medizinische Universität Wien 2005 Habilitation: Univ.-Dozentin an der Abteilung für Parodontologie und Prophylaxe 2002 Universitätsassistentin an der Abteilung für Parodontologie und Prophylaxe, Universitätszahnklinik, Medizinische Universität Wien 1993–1996 Postdoc-Forschung, Abteilung Allergie und Immunologie, Institut für experimentelle Pathologie, Allgemeines Krankenhaus Wien (AKH), Universität Wien Aktuelle Aufgabenbereiche
Seit 2020 Universitätsprofessur im Fachbereich Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Medizinische Universität Wien Leiterin des Klinischen Forschungszentrums, Universitätszahnklinik Wien, Medizinische Universität Wien Seit 2018 Stv. Leiterin des Competence Center for Periodontal Research Leiterin des Masters des Universitätslehrgangs Clinical Dentistry – Periodontology and Implantology (MClinDent) Leiterin des Masters des Universitätslehrgangs Clinical Dentistry – Esthetic Dentistry (MClinDent) Seit 2014 Stellvertretende Leiterin der Sektion Parodontologie und Prophylaxe, Division für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie
Dentistry 4.0 International, Interdisciplinary Conference of Innovative Technologies in Dentistry - Vienna, Austria in cooperation with OCMR (Austrian Consortium for Oral Surgery, Medicine and Radiology) OEGED (Austrian Society for Esthetic Dentistry) ÖGI (Austrian Society for Implantology) ÖGKiZ (Austrian Society for Pediatric Dentistry) ÖGMKG (Austrian Society for Maxillofacial Surgery) ÖGP (Austrian Society for Periodontology) SOLA (International Society for Laser Applications)
Top Speakers have been invited
Save the Date May 6 – 7, 2022 18 DentUnique 1/2021
Preliminary Program • Workshops • Cadaver Course • Keynote Lectures • Young Investigator Session • Live-Surgeries • Postersession • Company Exhibition www.unizahnklinik-wien.at
Foto: Quelle: Archiv Technisches Museum Wien, Abdruck/Verwendung honorarfrei.,
Vom Glühstrumpf zur Zahncreme
Das Bild (Plakat Zahnpasta Doramad, 1940er-Jahre) findet übrigens Verwendung in der kleinen Ausstellung „geliebt – gelobt – unerwünscht“ im Kaffeehausbereich des Museums. Das Bild dient in der Ausstellung als eines der Beispiele für eine Innovation, die später infrage gestellt wird. Link zur AUSSTELLUNG:
Als ich dieses Plakat vor vielen Jahren auf dem Portobelloflohmarkt in London fand, hielt ich es für einen Fake zur Zahnpflege. Doch nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass es diese Zahnpaste wirklich gegeben hat. 1892 wurde die Deutsche Gasglühgesellschaft-Aktiengesellschaft (DGA), die spätere Auergesellschaft, in Berlin gegründet. Der Name der Gesellschaft geht auf den Österreicher Carl Auer von Welsbach zurück (1885 erfand dieser den Glühstrumpf (auch Auerstrumpf), der die damalige Gasbeleuchtung wesentlich effizienter machte. Durch die Verwendung von Thorium- und Ceroxid war das Auerlicht allen damals bekannten Lichtquellen in Helligkeit und Kosten überlegen (1895 als Straßenbeleuchtung in Berlin, 1896 bei der Preußischen Eisenbahngesellschaft eingeführt). Die Auerwerke reicherten Uranoxid aus Südamerika an und waren in Hitlers geheime Bombenpläne (Uranprojekt) verstrickt. Da sich die Bombenherstellung verzögerte, entschied man sich, das radioaktive Material für eine Zahncreme zu verwenden. Von 1940 bis 45 produzierte die Auergesellschaft die Zahncreme Doramad, die Thorium X enthielt. Auf der Verpackung stand: „Besondere biologische Heilwirkungen durch Radium-Strahlen. Tausendfach ärztlich verordnet und empfohlen.“ Und weiter: „Was leistet Doramad? Durch ihre radioaktive Strahlung steigert sie die Abwehrkräfte von Zahn u. Zahnfleisch. Die Zellen werden mit neuer Lebensenergie geladen, die Bakterien in ihrer zerstörenden Wirksamkeit gehemmt. Daher die vorzügliche Vorbeugungs- und Heilwirkung bei Zahnfleischerkrankungen. Poliert den Schmelz aufs Schonendste weiß und glänzend. Hindert Zahnsteinansatz. Schäumt herrlich, schmeckt neuartig, angenehm, mild u. erfrischend. Ausgiebig im Gebrauch.“ Doramad verschwand allerdings von einem Tag auf den anderen nach dem Bekanntwerden der Schädlichkeit ionisierender Strahlung durch die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. DDR. Johannes Kirchner, Kustos des Zahnmuseums Wien
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Wie die Covid-19-Impfung als Game-Changer wirkt Die Impfung gilt als wesentlicher Schlüssel zur Rückkehr zu einem annähernd normalen Leben. Die MedUni Wien will durch verschiedene Initiativen – nicht nur zum Thema Impfen – informieren und aufklären.
Preiswürdige Vermittlerin „Wissenschafterin des Jahres 2020“ – diese Auszeichnung bekam Elisabeth Puchhammer-Stöckl, Leiterin des Zentrums für Virologie der MedUni Wien, Anfang des Jahres 2021 vom Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen verliehen. Um diese Auszeichnung zu unterstreichen, ehrte Rektor Markus Müller im Rahmen des Tages der Medizinischen Universität Wien am 12. März 2021 Elisabeth PuchhammerStöckl mit einer Urkunde für ihre Forschung und Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Virologie. Seit dem Jahr 2018 leitet Puchhammer-Stöckl das Zentrum für Virologie und im Dezember 2020 übernahm sie auch eine Professur im Fachbereich Virologie der MedUni Wien. Puchhammer-Stöckl zeigt sich über die Ehrung sehr erfreut: „Diese Auszeichnung, die ich stellvertretend für das gesamte Team des Zentrums für Virologie entgegennehme, freut mich sehr. Wir alle haben unter hohem persönlichen Aufwand daran mitgewirkt, das Virus und die Immunantwort gegen das Virus besser zu verstehen.“
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Foto: © BioNTech
N
ur wenige Wochen nach der molekularen Beschreibung des Virus im Jänner des Vorjahres konnte aufgrund moderner medizinischer Technologien mit der Entwicklung von Corona-Impfstoffen begonnen werden. Heute stehen diese Impfstoffe als zugelassene Arzneimittel zur Verfügung und sind weltweit bereits millionenfach zur Anwendung gekommen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir jetzt in der Situation sind, dem Virus die Stirn bieten zu können“, sagt Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Zentrums für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Mitglied im Nationalen Impfgremium des Gesundheits ministeriums sowie Mitglied in der Ständigen Impfkommission (STIKO) des deutschen Robert-Koch-Instituts. Die Impfung ist Game-Changer und ein wesentlicher Schlüssel zur Rückkehr zu einem annähernd normalen Leben. Deshalb sieht es die MedUni Wien auch als ihre gesellschaftliche Verpflichtung, die Öffentlichkeit über die Impfung im Rahmen diverser Initiativen (s. Info-Kasten) aufzuklären.
Christoph Huber, Mitbegründer BioNTech
Tag der Medizinischen Universität Wien Mit dem Tag der Medizinischen Universität Wien unter dem Motto „Für eine gesündere Zukunft“ wurde am Freitag, 12. März 2021, der Jahrestag der MedUni Wien mit einem vielfältigen Programm online gefeiert. Eines der Highlights war die Universitätsvorlesung von Christoph Huber, Mitbegründer von BioNTech – jenem Unternehmen, das die RNA-basierte Schutzimpfung gegen das Sars-CoV-2 Virus entwickelt hat. Sein Vortrag „Forschung in Leben verwandeln“ und das anschließende Gespräch mit Rektor Markus Müller können online abgerufen werden: www.meduniwien.ac.at/tagderuniversitaet
Info Corona-Schutzimpfung
Foto: © MedUni Wien/Houdek
www.corona-schutzimpfung.at Die MedUni Wien ist mit einem eigenen Informationsangebot zum Thema Impfen online. Sie leistet mit Antworten auf häufig gestellte Fragen und mit ExpertInnen-Videos einen wesentlichen Beitrag dazu, dass sich Menschen ein umfassendes und auf wissenschaftlichen Fakten basiertes Bild zur CoronaImpfung machen können. Die Inhalte werden laufend aktualisiert.
PD Dr. Björn LUDWIG / Deutschland TADs - der digitale Weg - von Bohrschablonen bis zu metallisch gedruckten Apparaturen
Kursleitung:
17. September 2021
Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Fachbereich Kieferorthopädie Universitätszahnklinik Wien www.unizahnklinik-wien.at
WORKSHOP
WORKSHOP
(9:00 – 17:30 Uhr) WORKSHOP
WORKSHOP
WORKSHOP
PD Dr. Björn LUDWIG / Deutschland TADs - der digitale Weg von Bohrschablonen bis zu metallisch gedruckten Apparaturen Die Vorteile der Verwendung von skelettal verankerten Apparaturen wurde in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich und die Verwendung dieser kleinen Schrauben ist weit verbreitet. Viele gut funktionierende Workflows haben sich etabliert und gut funktionierende Biomechaniken wurden identifiziert. Wissenschaftlich wurden zahlreiche evidente Studien zu Verlustraten, Insertionsstellen und Risikofaktoren veröffentlicht.
LIMITIERTE PLÄTZE
LIMITIERTE PLÄTZE
WORKSHOP
WORKSHOP
WORKSHOP
WO
Aber die Entwicklung bei der Anwendung dieser kleinen Schrauben hört nicht auf! Insbesondere das digitale Zeitalter bringt neue und vielversprechende Funktionen mit sich. In diesem Workshop wird ein vollständiger digitaler Workflow bei der Verwendung von TADs vorgestellt. Ausgehend vom intraoralen Scan, digitaler Röntgenaufnahme, virtueller Schrauben-Platzierung bis hin zum Design digitaler Geräte und schließlich dem 3D-Druck. Es werden viele klinische Beispiele gezeigt - aktuelle Literatur wird diskutiert und eine kritische Bewertung dieser neuen Verfahren wird den Workshop abschließen. Alle Teilnehmer*innen dürfen am zur Verfügung gestellten Laptop mitdesignen!
LIMITIERTE PLÄTZE
LIMITIERTE PLÄTZE
Kursort:
Kurssprache: Deutsch
Informationen:
Universitätszahnklinik Wien Großer Hörsaal Sensengasse 2a, 1090 Wien www.unizahnklinik-wien.at
Teilnahmegebühr: EUR 880,– pro Teilnehmer*in
Maria Strobl Tel.: +43 1 40 070-4301 maria.strobl@meduniwien.ac.at
LIMITIERTE PLÄTZE
LIMIT
Online-Registrierung: www.kfo-wien.at
Der Workshop ist mit 9 Fortbildungspunkten der Österreichischen Zahnärztekammer approbiert. DentUnique 1/2021 21
Info Österreich impft
www.meduniwien.ac.at/expertcheck Kampf gegen Fake News: Im Rahmen der MedUni-Wien-Kurzvideoserie #expertcheck kommen Expertinnen und Experten der MedUni Wien zu Wort und bieten der Öffentlichkeit wissenschaftlich fundierte Informationen rund um Covid-19, nicht nur zum Thema Impfen.
www.österreich-impft.at Die MedUni Wien beteiligt sich an der Initiative „Österreich impft“ des Roten Kreuzes. Rektor Markus Müller und MedUni-Wien-Expertin Ursula Wiedermann-Schmidt sind SprecherInnen der Kampagne, mit der die Bevölkerung über die Impfstoffe, die Impfung und die damit verbundenen Chancen und Risiken informiert und aufgeklärt werden soll.
goes hybrid
15. jahrestagung der ögi implantologisches Update Behandlungsempfehlungen 12. - 13. November 2021 MED CAMPUS Graz
E E DAT r H T E e SAV ovemb N . 3 1 g 12. 021.or 2 I G E O www.
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Foto: © MedUni Wien/shutterstock/ YAKOBCHUK VASYL
Info Expertcheck
online: Prof. F. Beuer Prof. K. Grötz
on-site: Doz. G. Benic Prof. F. Schwarz u.v.m.
Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien ANFAHRT: Öffentliche Verkehrsmittel • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Beachten Sie die Kurzparkzone im gesamten 9. Bezirk! KONTAKTE: Zentrale Aufnahme Tel.: +43 1/400 70-2000 E-Mail: aufnahme-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at Notambulanz mit Traumaversorgung Tel.: +43 1/400 70-2023 E-Mail: notfallambulanz-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at KLINISCHE FACHBEREICHE: • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Unit 1: Tel.: +43 1/400 70, DW: 2111, 2112, 2113 • Unit 2: Tel.: +43 1/400 70, DW: 2114, 2115, 2116 • CCUnit: Tel.: +43 1/400 70-2117 • Kieferorthopädie Tel.: +43 1/400 70-4321 Tel.: +43 1/400 70-4301 E-Mail: kfo-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Tel.: +43 1/400 70-2820 Tel.: +43 1/400 70-2825 E-Mail: kinder-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at
• Orale Chirurgie Tel.: +43 1/400 70-4121 Tel.: +43 1/400 70-4101 E-Mail: oralechirurgie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: parodontologie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Prophylaxe-Center Tel.: +43 1/400 70-4725 E-Mail: prophylaxecenter unizahnklinik@meduniwien.ac.at • Prothetik Tel.: +43 1/400 70-4930 E-Mail: prothetik-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Radiologie Tel.: +43 1/400 70-2420 E-Mail: radiologie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Zahnerhaltung und Parodontologie Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: zahnerhaltung-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at
• Spezialambulanz Digitale Zahnheilkunde Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Endodontie Tel.: +43 1/400 70-2145 • Spezialambulanz Funktionsstörungen Tel.: +43 1/400 70-4930 • Spezialambulanz Implantologie Tel.: +43 1/400 70-4121 • Spezialambulanz Laserzahnheilkunde Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Mikroskopische Zahnheilkunde Tel.: +43 1/400 70-4540 • Spezialambulanz Mineralisationsstörungen Tel.: +43 1/400 70-2825 • Spezialambulanz Mundschleimhauterkrankungen Tel.: +43 1/400 70-4121 • Spezialambulanz Parodontalchirurgie Tel.: +43 1/400 70-4720
SPEZIALAMBULANZEN: • Spezialambulanz Aplasie Tel.: +43 1/400 70-4121
• Spezialambulanz Zahntraumatologie Tel.: +43 1/400 70-4121
• Spezialambulanz Ästhetische Zahnheilkunde Tel.: +43 1/400 70-2148
ÖFFNUNGSZEITEN: Immer nach Terminvereinbarung! • Zentrale Aufnahme: Mo.–Fr., 7.30–13 Uhr
• Spezialambulanz Bleaching Tel.: +43 1/400 70-21160 • Spezialambulanz Bulimie Tel.: +43 1/400 70-49350
• Notambulanz mit Traumaversorgung: Mo.–So., 8–13 Uhr • Kieferorthopädie: Mo.–Do., 8–17 Uhr, Fr., 8–12 Uhr, nach Terminvereinbarung
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