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No.1/sEpTEMBER 2010

RECYCLING 4 TIPPS

FÜR EIN gRÜNERES LEBEN

iFaT EnTsoRga 2010 das dürfen sie dieses Jahr nicht verpassen Kunststoffe und ihr zweites leben zukunftshoffnung Recycling braucht Transparenz Kompetenzverteilung Kommunal gewährleisten, privat durchführen

SO WIRD DIE WELT RECYCLEBAR Experten sprechen über die neuesten Innovationen und Trends 2011.

fOtO: ShUttErStOCK


2 · 2010

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

VORWORT Wir Empfehlen

Überall auf der Welt wächst die Bedeutung der Rohstoff versorgung. Dabei werden wichtige Rohstoff e aus Primärquellen nur noch bedingt zur Verfügung stehen.

Deutschland wird zum Rohstoffland

A

ktuelle Prognosen besagen, dass es schon in 20 Jahren keine Bleivorkommen mehr geben wird, in 22 Jahren sind die Zinkvorräte erschöpft. In 31 Jahren wird die letzte Kupfermine schließen müssen. Dieses Szenario geht einher mit steigenden Preisen für Primärrohstoffe. Eine Entwicklung, die für ein Land wie Deutschland, das zwar arm an Primärrohstoffen ist, aber dennoch zu den großen Industriestaaten der Welt zählt, Besorgnis erregend ist. Erst vor wenigen Tagen hat die deutsche Industrie vor massiven Rohstoffengpässen gewarnt.

Neue Primärrohstoff-Lösungen

Es gibt ein ganzes Bündel von Lösungen für das Problem der immer teurer werdenden und in naher Zukunft versiegenden Primärrohstoffe. Die Verwendung von Sekundärrohstoffen, die aus dem Abfall gewonnen und hochwertig aufbereitet werden, gehört dazu. Die Unternehmen der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft entlasten schon heute die deutsche Industrie von kostspieligen Rohstoffimporten in einer Größenordnung von 7 Milliarden Euro jährlich – Tendenz steigend.

330 Millionen Tonnen Abfall

”Deutschland gilt in der Mülltrennung weltweit als vorbildlich, gibt es noch Reserven.” Peter Kurth, Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.

Ist Deutschland wirklich ein rohstoffarmes Land? Ganz und gar nicht. Der Abfall – und davon fallen zwischen Rügen und Regensburg pro Jahr rund 330 Millionen Tonnen an - ist eine ergiebige Rohstoffquelle. Ein Beispiel: Aus einer Tonne Golderz lassen sich 5 Gramm reines Gold gewinnen. In einer Tonnen Alt-Handys dagegen stecken 250 Gramm Gold.Hochmoderne Sortier-, Aufbereitungs- und Recyclingverfahren und –anlagen, in die vor allem die privaten Unternehmen der Branche investiert haben, ermöglichen die Gewinnung sortenreiner Sekundärrohstoffe – von diversen Kunststoffarten über Glas und Papier bis hin zu den unterschiedlichsten Metallen. Auf den Punkt gebracht: Unsere Unternehmen machen Deutschland zum Rohstoffland.

Neues Kreislaufwirtschaftsgesetz

Gegenwärtig ist die Politik dabei, die gesetzliche Grundlage für die Branche neu zu ordnen. Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz soll hier in Deutschland die vom Europäischen Parlament beschlossene Abfallrahmenrichtlinie umsetzen. Diese Richtlinie sieht u.a. vor, dass die stoffliche Verwertung von Abfällen – also das Recycling –

künftig absolute Priorität gegenüber der Abfallverbrennung genießt.Aus unserer Sicht ist das der einzig richtige Weg. Die vorhandenen Wertstoffe sollten recycelt und als Sekundärrohstoffe zurück in den Kreislauf geführt werden.

Recycling-Weltmeister

Obwohl unser System der Mülltrennung weltweit als vorbildlich gilt und Deutschland daher völlig zu Recht den Titel „Recycling-Weltmeister“ trägt, gibt es noch Reserven. Wir wollen künftig nicht nur Papier, Glas und Verpackungsmaterialien aus den privaten Haushalten gewinnen. Wir wollen Metalle, alte Elektrogeräte, Kunststoffe,Textilien,Leder- und Holzgegenstände in der gelben Tonne mit einsammeln und wiederverwerten, statt sie zu verheizen. Das neue Gesetz sieht vor, dass spätestens im Jahr 2015 die Wertstofftonne in Deutschland eingeführt wird. Jetzt ist es an der Politik, dafür zu sorgen, dass diese Wertstofftonne in den Wettbewerb gestellt wird. Damit sich wirtschaftlich tragfähige Strukturen für die Erfassung, Sortierung, Aufbereitung und Vermarktung dieser Wertstoffe entwickeln können, die eine stabile Versorgung der Industrie mit Sekundärrohstoffen sicherstellen.

Seite 10 Eugen Egetenmeir Geschäftsführer der Messe München

“Darum gehört dem Recycling die Zukunft.” Dosen sind besser als ihr RufS. 5 Neue RecyclingtechnologienS. 6

We make our readers succeed! recycling, erste Ausgabe, september 2010 Print Director: Christian Züllig Editorial Manager: Franziska Manske Verantwortlich für den Inhalt dieser Ausgabe, Project Manager: Karolina Lampka T:  +49 30 88711 29 36 F:  +49 30 88711 29 37 E:  karolina.lampka@mediaplanet.com Adresse: Münzstrasse 15, 10178 Berlin Bernhard-Nocht-Strasse 89-91, 20359 Hamburg Business Development Manager: Anna Penseler Text: Markus Wallbrecher, Klaus Schirmer, Barbara Schmitz Layout: Triin Voss Vertriebspartner: Financial Times Deutschland Druck: Verlagszentrum GmbH & Co.KG. 58099 Hagen www.mediaplanet.com Mediaplanet’s business is to create new customers for our advertisers by providing readers with high-quality editorial content that motivates them to act.

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Recycling gibt es hier bereits seit 4,6 Milliarden Jahren. Wir haben es etwas professioneller gemacht.

Unsere Welt verändert sich kontinuierlich, alles ist im Werden, Sein und Vergehen begriffen. Aus Alt entsteht immer wieder Neu: Nichts wird wirklich verbraucht, keine Energie geht verloren, ein endloser natürlicher Kreislauf. Diesen Prozess des Recyclings intelligent zu unterstützen und die positiven Effekte nutzbar zu machen, ist die Aufgabe der ALBA Group: Mit 140 Unternehmen an über 200 Standorten weltweit sind wir die Recycling Company.

www.albagroup.de


Die Zukunft der deutschen Hightech-Wirtschaft liegt im Recycling Der Wettbewerb um die besten Zugänge zu den Rohstoffen dieser Welt ist zwischen Unternehmen, ganzen Märkten und Ländern längst entbrannt. In Zeiten der Globalisierung sieht Dr. Gerd Slotta, Geschäftsführer der Reverse Logistics Group (RLG), große Herausforderungen auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Einer seiner Lösungsansätze ist genauso pragmatisch wie revolutionär: Die Rohstoffgewinnung vor allem von HightechMetallen sollte in jedem Haushalt Normalität werden, denn so werden Marktanteile in wichtigen Wirtschaftsbereichen gesichert. Ein Gespräch über die Notwendigkeit, bei Themen wie Recycling, Rohstoffgewinnung und Rückführung international zu denken. DIE REvERSE LoGISTIcS GRoUp GILT aLS DER EURopaWEIT füHRENDE SpEZIaLIST füR DaS REvERSE cHaIN MaNaGEMENT UND DIE RückfüHRUNGSLoGISTIk. WaS IST DaRUNTER ZU vERSTEHEN?

fakTEN üBER DIE REvERSE LoGISTIcS GRoUp Ziel der RLG ist es, das umfassendste angebot im Bereich der Reverselogistik im Markt zu platzieren. Dies bedeutet internationale onestop-shopping Lösungen für kunden von c2B über B2B bis hin zu B2c. Dazu kann RLG bereits jetzt auf eine hervorragende Blue chip kundenbasis verweisen. Die führungsgesellschaft ist die Reverse Logistics GmbH Dornach bei München, eine indirekte Tochtergesellschaft von Monitor clipper Equity partners II L.p. und weiteren Eigentümern. Derzeit hat Reverse Logistics GmbH drei Beteiligungsunternehmen, die ccR

WELcHE BEDEUTUNG HaT DaS REvERSE cHaIN MaNaGEMENT füR DIE RoHSToffGEWINNUNG IN DEUTScHLaND? Das kann man im Grunde nicht hoch genug einschätzen. Sehen Sie, früher sind Recyclingprozesse aufgesetzt worden, um die Umwelt zu schonen. Heute geht es darum, der Industrie wichtige Metalle wie beispielsweise Gallium, Neodym und Indium zur verfügung zu stellen. Gallium ist wichtig für die produktion von Mikrochips und Leuchtdioden, Neodym für die Lasertechnik und ohne Indium ist die fertigung von LcD-Displays nicht möglich. Das problem sind die Monopole, die Unternehmen und Länder in der Gewinnung dieser Rohstoffe bereits haben. WELcHE koNSEQUENZEN HaT DaS aUf DIE DEUTScHE WIRTScHafT? Die Schlüsseltechnologien der Zukunft hängen an diesen Rohstoffen. Ein Beispiel dafür ist die E-Mobility. aber nicht nur die Weiterentwicklung von Elektroantrieben für fahrzeuge kann ins Stocken geraten, sondern auch der fortschritt in der Informations- und kommunikationstechnik, bei Solar-, Brennstoffzellen-, Turbinen-, Glasfaser- und Lasertechnik, katalyse, Supraleitung sowie leichten Metalllegierungen – und der angestrebte Umschwung von der fossilen zur regenerativen Energie. Nur ein langfristig gesicherter Zugriff auf diese Metalle gewährleistet der hiesigen Wirtschaft entsprechende Märkte.

als führendes Unternehmen in Europa managen und betreiben wir europaweit Rücknahmesysteme für produkte, komponenten und Rohstoffe. Wir können beispielsweise altöl in Werkstätten sicher und gesetzeskonform entsorgen und die Retourenabwicklung von Bestellungen im Einzelhandel eines Unternehmens sicherstellen – demnächst auch für Unternehmen, die in china sitzen und in Deutschland über das Web artikel verkaufen. Das ist in der form einzigartig. Mit unseren individuellen Lösungen für unsere kunden WIE kaNN DaS UMGESETZT WERDEN? können wir eine logistische kette zu jedem auf politischer Ebene muss dafür gesorgt werpunkt dieser Welt knüpfen. den, dass diese Metalle Europa, Deutschland und WIE köNNEN SIE EIN So BREITES SpEkT- hier insbesondere dem Mittelstand langfristig zur RUM aNBIETEN, oHNE DaBEI IN DER QUa- verfügung stehen. Dazu sind wir mit politikern LITäT IHRER DIENSTLEISTUNGEN aBSTRI- und verbänden in ganz Europa im Gespräch, um neue konzepte anzustoßen. Denn in Zukunft wird cHE MacHEN ZU MüSSEN? es darum gehen, dem verbraucher die RückfühUnter unserem Dach bündeln wir mit den rung beispielsweise seines alten Handys oder drei firmen ccR, cycleon und vfw ein breites Rasierers so einfach wie möglich zu machen. know-how. Jede hat ihren eigenen Spezialbe- Es geht um gereich. Die ccR managt und betreibt für ihre schlossene Rekunden europaweite Rücknahme- und Recyc- cycling-ketten, lingsysteme insbesondere für die automobil- damit diese Meund Elektronikindustrie. cycleon mit Sitz in talle nicht einfach Utrecht ist Spezialist für Rücknahmelogistik- „verschwinden“. und Dienstleistungen im after-Sales-Bereich Die Zukunft des der Investitions- und konsumgüterindustrie. modernen RecyUnd die vfw entwickelt und betreibt gesetz- clings fängt im lich vorgeschriebene Rückführungssysteme Haushalt an, da bin ich mir ganz für verpackungen, Elektro- bzw. sicher. Elektronikaltgeräte sowie Batterien.

Logistics Systems aG, die cycleon Netherlands B.v. und die vfw GmbH.

Dr. Gerd Slotta Geschäftsführer der Reverse Logistics Group (RLG)


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EinE ThEmEnzEiTung von mEdiaplanET

NEWs Frage: Warum ist Recycling so wichtig? Antwort: Weil die Menschheit sonst an ihrem Abfall zu Grunde geht.

TIPP

1 uMWELTBEWuSST SEIN

RECYCLINGEUROPAMEISTER: DEUTSCHLAND ■■Recycling ist notwendig, die Menschheit würde sonst in ihrem eigenen Abfällen zu Grunde gehen. Die Idee, Ressourcen zu schonen und aus altem wieder etwas verwendbares zu machen, ist dabei so alt, wie die moderne Gesellschaft selbst. Schon im antiken Rom gab es Lumpensammler und Händler, die sich um das Einsammeln, Sortieren und Weiterleiten von Abfällen kümmerten. Selbst Leonardo da Vinci erkannt die Notwendigkeit einer sauberen Stadt. Er organisierte in Mailand eine Müllabfuhr und ließ Kanäle für Transportkähne zur Abfallbeseitigung bauen.In der Industriezeit entwickelte sich eine „Wegwerf-Mentalität“, die dazu führte, dass die Menge und Zusammenstellung des Mülls sich rasant verändert. Die Industrieländer schafften es so sehr schnell, sich in einen Müllnotstand zu manövrieren.

heute an, jeder EU-Bürger produziert im Schnitt über eine halbe Tonne Abfall pro Jahr. Jedoch bieten sich heute eine Reihe von Möglichkeiten, mit diesem Müll umzugehen. Laut Angaben der Europäischen Union werden diese Abfälle zu 40 Prozent deponiert, zu 20 Prozent verbrannt sowie 23 Prozent recycelt und 17 Prozent kompostiert. Die höchste Recyclingrate haben dabei Deutschland (48 Prozent der behandelten Abfälle) sowie Belgien und Schweden (je 35 Prozent). Die Kompostierung kommunaler Abfälle ist dagegen in Österreich (40 Prozent) und Italien (34 Prozent) am meisten verbreitet. Allerdings unterscheidet sich das jeweilige Aufkommen kommunaler Abfälle in den Mitgliedsstaaten erheblich.

Deutschland mit der höchsten Recyclingquote

Die Statistiker fanden heraus, dass der Grund dafür neben unterschiedlichem Konsumverhal-

Diese Abfallproduktion hält bis

Pro Jahr und Person über eine Tonne Müll

ten zu einem kleinen Teil auch darin liegt, dass einige Mitgliedsstaaten neben Haushaltsabfällen den Müll kleinerer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen in die Erhebung mit einbeziehen. Während in Dänemark, Irland, Zypern und Luxemburg den Angaben zufolge mehr als 700 Kilogramm Abfall pro Person erzeugt wurden, fielen in der Tschechischen Republik, Lettland, Polen, Rumänien und der Slowakei weniger als 400 Kilogramm je Einwohner an. In Deutschland sind es pro Jahr rund 581 Kilogramm.

Bald steht die vierte Tonne vor der Tür

Dieser Trend wird sich nach dem Willen der Politiker vor allem in Deutschland fortsetzen. Denn ab 2015 kommt zur grauen Tonne für Hausmüll, der blauen für Papier und der gelben für Verpackungen wohl noch eine grüne für Biomüll dazu. Das geht aus eine Gesetzentwurf des Bundesumweltministeriums hervor.

Demnach sollen die Kommunen ab dann verpflichtet sein, ihren Bürgern flächendeckend Tonnen für Bioabfall anzubieten. Aus den gelben Tonnen, in denen bisher nur Verpackungen mit dem „grünen Punkt“ hinein gehören, werden dann so genannte Wertstofftonnen. In die dürfen die Bürger dann auch sonstiges Plastik, Metalle, Textilien, Leder und kleine elektrische Geräte wie Toaster werfen.

Wichtiges Industriesegment

Heute ist die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. So haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2008 über 47.000 Beschäftigte in 418 Unternehmen im Bereich der Abfallsammlung einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das hat das Statistische Bundesamt in einer neuen Kostenstrukturerhebung festgestellt. markuS WallBrecher redaktion.de@mediaplanet.com ANZEIGE

L A N D B E L L®

››Danke, Jacob!‹‹

Jacob? Jacob Christian Schäffer erfand 1767 die Rührflügelmaschine, den Vorreiter der späteren Waschmaschine. Ohne ihn würde die Scheidungsrate wahrscheinlich heute noch ein bisschen höher liegen. Auf jeden Fall aber hat sein Pioniergeist die Welt ein Stück weit verändert. Auch Verpackungsrecycling funktionierte nicht immer so, wie Sie es heute kennen. Es gab lange Zeit nur einen Anbieter, der konkurrenzlos die Regeln bestimmte. Erst LANDBELL ® beendete im Jahr 2003 das Monopol und öffnete damit den Markt für den Wettbewerb der dualen Systeme. Man könnte deshalb sagen: Danke, LANDBELL ®! Auch für die individuellen und marktgerechten Lösungen, auf die heute bereits mehr als 22.000 Kunden vertrauen.

www.landbell.de


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

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Besser als ihr Ruf: Die Dose hat im Recycling die Nase ganz weit vorn Wenn eine Branche gute Absatzzahlen vermeldet, ist das eine gute Nachricht. Das gilt auch für die Getränkedose, obwohl ihr immer noch nachgesagt wird, sie sei keine „grüne“ Verpackung. Dass dieses Vorurteil von gestern ist, hat sich mittlerweile auch bei den Verbrauchern rumgesprochen.

Wachsen und gedeihen Mit Recycling tun wir alle etwas für die Umwelt . Foto: istcickphoto

Das belegen insgesamt 435 Millionen Getränkedosen, die allein bis Ende Juni in Deutschland verkauft worden sind. 100 Millionen mehr als im ersten Halbjahr 2009, dank schönem Wetter und Fußballweltmeisterschaft. „Wo die Getränkedose angeboten wird, greift der Verbraucher gerne zu, das sehen wir als eindeutiges Signal“, so Uwe Stoffels, Sprecher von BCME Deutschland, dem Branchenverband hierzulande. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage und der positive Trend anhalten werden und rechnen mit etwa einer Milliarde verkaufter Getränkedosen bis Ende des Jahres.“ Dosen liegen also im Trend und das zu Recht. Schließlich wird jede einzeln produzierte Getränkedose wiederverwertet und das ohne Quali-

tätsverlust. Damit ist die Getränkedose nicht nur die am meisten recycelte Verpackung, sondern auch die ressourcenschonenste, weil das Ausgangsmaterial immer wieder in den Materialkreislauf gelangt. Weil die Wiederverwertung von Metall und Aluminium so leicht möglich ist, sparen die Hersteller bei der Produktion neuer Getränkedosen aus recycelten Rohstoffen darüber hinaus viel Energie.

tränkedose eine ebenso umweltfreundliche Verpackung.“ Dass die größte Stärke der Getränkedose in der überregionalen Distribution liegt, zeigen außerdem neue Studien. Das unabhängige, ökologische Forschungsinstitut IFEU stellt dies in einer aktuellen Studie fest. Bei sehr großen Distributionsstrecken gleichen sich die Ökobilanzergebnisse von Getränkedosen und Glas-Mehrwegflaschen zunehmend an.

Jede Lebenssituation hat ihre Verpackung

Ohne Getränkedosen fährt man zweimal

Getränkedosen haben noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Eine 0,33 Aluminium-Dose wiegt heute nur noch 10 Gramm. Das sind 40 Prozent weniger als noch 1970. Ein einziges Gramm weniger Gewicht bei jeder in Europa produzierten Getränkedose spart im Jahr rund 20.000 Tonnen Aluminium oder 30.000 Tonnen Stahl – genug für den Bau von vier Eifeltürmen. „Es gibt für bestimmte Konsumsituationen einfach jeweils optimale Verpackungsmittel“, erläutert Welf Jung, ebenfalls Sprecher von BCME Deutschland. „Die Mehrweg-Glasflasche ist sehr gut für lokale Märkte. Für überregionale Produkte oder auf Reisen und unterwegs ist die Ge-

Die Getränkedose punktet außerdem in Sachen Transport. Denn sie ist klein, kompakt, sehr leicht und lässt sich daher perfekt stapeln. Das bedeutet: Ein Lastwagen voll mit Getränkedosen transportiert im Schnitt doppelt so viel Flüssigkeit wie einer, der die Getränke in anderen Verpackungen von A nach B befördert. So sorgt die Dose für weniger Verkehr auf den Straßen – und schont so die Umwelt. Im Vergleich zu PET oder Glas ist der CO-Ausstoß beim Transport von Getränkedosen sogar um durchschnittlich 57 Prozent geringer. Barbara Schmitz redaktion.de@mediaplanet.com ANZEIGE

Sie und GRS Batterien: Gemeinsam für eine saubere Zukunft. Wir sind der kompetente Partner beim Geräte- und Industriebatterie-Recycling: Als Europas größtes Rücknahmesystem für Batterien sorgen wir mit über 170.000 Sammelstellen und 1.300 Vertragspartnern dafür, dass jedes Jahr 14.000 Tonnen Altbatterien fachgerecht und umweltfreundlich recycelt werden. So helfen wir, eine lebenswerte Zukunft zu sichern.

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EinE ThEmEnzEiTung von mEdiaplanET

TIPP

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NEWs

Das zweite Leben der Kunststoffe Die moderne Gesellschaft erzeugt Tag für Tag tausende Tonnen Plastikabfall. Seit dem Deponierungsverbot 2005 wird in Deutschland der nicht recycelfähige Teil meist verbrannt, mit sehr geringem Energiegewinn. Ein neues Verfahren bietet eine sinnvolle Alternative,an der sogar Normalbürger noch verdienen können: Der Öko-Energie Umweltfonds 1 hat ein Projekt auf den Weg gebracht, mit dem aus Plastik Öl gewonnen wird.

Überragende Qualität

Es hat lange Jahre der Forschung gebraucht, heute ist es möglich: Mit der so genannten Kunststoffverölung kann aus Plastikabfällen Öl hergestellt werden. Der energetische Wirkungsgrad steigt von 20 auf 90 Prozent. Möglich macht das ein bereits erprobtes ThermolyseVerfahren. Das Produktöl kann als leichtes Heizöl wieder verkauft oder nach weiterer Bearbeitung und Veredelung für andere Zwecke genutzt werden. Aus 1000 Kilogramm Kunststoff können mit dieser Methode circa 850 Liter Öl gewonnen werden. Unabhängige Prüfer, wie die DEKRA,sind von der Qualität des erzeugten Produktöls überzeugt. Die ersten Produktionsanlagen in Deutschland sollen in Mannheim zum entstehen.

hoher Wirkungsgrad

Dieses Projekt sorgt gleich für mehrere positive Effekte. Der CO2-Ausstoß wird verringert, bei dem hohen Wirkungsgrad geht kaum Energie verloren und das produzierte Öl wird in Form von beispielsweise Heizöl wieder als Energieträger genutzt. Wertvolle Ressourcen werden geschützt und schädlicher Plastikmüll

ökologisch wertvoll recycelt. Was wie eine schöne Utopie klingt ist ein reales Projekt des Bremer Emissionshauses Ventafonds mit dem ÖkoEnergie Umweltfonds 1. Ein wichtiger Schritt, schließlich sind die Entwicklungen auf dem Energiemarkt dramatisch: Bereits für 2013 prognostizieren Experten dramatische Engpässe in der Ölversorgung und damit einhergehend extreme Preissteigerungen.

Recycling bedeutet Recourcen zu nutzen.

Oskar Edler von Schickh, als Geschäftsführer der Ventafonds für den Öko-Energie Umweltfonds 1 verantwortlich,zu den Hintergründen und Erfolgsaussichten. ■■ In ein sinnvolles Projekt investieren und dabei auch noch eine sehr gute Rendite erwirtschaften – das ist ein Traum für jeden Investor. Können Sie mit einfachen Worten erklären, warum das gerade bei diesem Projekt funktioniert?

Recycling bedeutet Ressourcen zu nutzen. Die geplanten Syntrol-Anlagen zur Ölrückgewinnung aus Plastikmüll in Mannheim bieten diesen Vorteil. Die Anlagen sind geplant für mindestens 20.000 Tonnen im Jahr.Das „Angebot“ an Plastikmüll in Deutschland welches für die Anlagen geeignet sind, liegt bei mehr als dem hundertfachen. ■■ Wie sind Sie auf die Idee für dieses Projekt gekommen?

Seit Ende 2004 haben wir diesen faszinierenden Ansatz verfolgt. Es handelt sich um eine erprobte Technologie, die erstmalig in Deutschland im größeren Maßstab

aufgebaut werden kann. Für diese Technik setzen wir Spezialisten, die sich im Maschinenbau, in der Kunststoffindustrie und in der Projektplanung auskennen. Wir verfügten über fachliches Wissen und das Team. So konnte der Fonds den bisher einzigen Erfinder, mit einer nach industriellen Maßstäben funktionieren Technik, exklusiv gewinnen. Die Begleitung der ersten Anlage durch den TÜV Süd und die DEKRA-Gutachten über das erzeugte Produktöl war das ausschlaggebende Argument, das Projekt zu planen und schließlich in Mannheim umzusetzen. ■■ Für wen ist dieser Fonds besonders interessant und warum?

Beteiligen sollten sich Kapitalanleger, die ökologisch und ökonomisch investieren wollen. Die direkte Beteiligung an einer solchen Industrieanlage hat deutliche Vorteile. Fachleute raten zudem zu Sachwertinvestitionen, weil diese der Inflation trotzen. Der Inves-

AN DEuTSchLAND gLAuBEN

tor ist über seine Beteiligung direkt am Gewinn und an den steigenden Ölpreisen beteiligt. Die geplanten Ausschüttungen sorgen für einen schnellen Rückfluss des investierten Kapitals schon bei der konservativen Kalkulation. Steigt der Ölpreis weiter,so gehen die Ausschüttungen zudem schnell in Höhen, die bei anderen Investments kaum noch realisierbar sind. Anders als bei einer Beteiligung im Aktienmarkt gibt es dann bei einer direkten Beteiligung keine Schwankungen der Kurse. ■■ Welche Entwicklungen gab es in der Vergangenheit, gegenwart? Welche wird es in Zukunft geben?

Recycling rechnet sich nur, wenn der Preis der im „Müll“ enthaltenen Stoffe so hoch ist, dass sich eine Wiederaufbereitung lohnt. Das war beim Papier so,das gilt für viele andere Stoffe und eben auch Kunststoffmüll. Fachleute gehen davon aus, dass unsere Müllhalden in den nächsten Jahrzehnten wieder ge-

fAKtEn

Das Projekt ■■ Mit dem Öko-Energie Umweltfonds 1 werden im mannheimer hafen vier Anlagen zur Umwandlung von Kunststoffabfällen in produktöl fi nanziert, dessen Output-Qualität und Zusammensetzung dem handelsüblichen heizöl entspricht. ■■ Die geplanten vier produktlinien sollen über 17 millionen liter produktöl umfassen, das vergleichbar mit heizöl nach Din 51603-1 aus recyclingfähigem Kunststoff erzeugt wird. Die planlaufzeit im 3-Schicht-Betrieb beträgt dafür

300 tage im Jahr. Die verbleibenden 65 tage je linie werden aus vorsichtsgründen für Wartungen, mögliche reparaturen und notwendige Kontrollen einkalkuliert. Eine pilotanlage in der Schweiz ist seit 2005 in Betrieb und die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Dauerbetrieb lassen den hersteller diese Werte garantieren. Diese geplanten Anlagen werden die ersten in Deutschland sein. Das projekt wird über einen reinen Eigenkapitalfonds generiert.

öffnet werden. Die früher einfach verbuddelten Materialien werden so wertvoll, dass sich die kostenintensive Trennung lohnt. Die heutige Technik, die heute ganz andere Separierungsmöglichkeiten bietet als früher, macht es möglich. Kunststoffabfälle,die die nicht mehr recycelt werden können sind für uns interessant. Also Plastikabfälle, die außer dem Vernichten durch Verbrennen seit dem Verbot der Deponierungen nicht mehr anders entsorgt werden können. Hier bietet unsere Technik einen extrem wirtschaftlichen Nutzen. ■■ Was raten Sie einem Anleger, der sein geld in umweltschonende Projekte investieren möchte? Welche Entwicklungen wird es in Zukunft geben?

Ökologische Investments haben eindeutig eine Zukunft. Rentabel sind sie aber nur dann, wenn beispielsweise die Energiepreise eine rentable Nutzung erlauben. Staatliche Förderungen, wie bei der Solartechnik oder bei der Windenergie waren notwendig. Doch die Förderung kostet Geld und so sind Recyclingthemen, die auch ohne Förderung rentabel sind – wie die Verölung von Kunststoffmüll - dann ökologisch und ökonomisch wirklich wertvoll. Eine Streuung auf alle Anlageklassen ist grundsätzlich immer sinnvoll. Die erfolgreichen Fonds der Yale Universität setzen beispielsweise neben Aktien- und Fondsinvestments auf direkte Beteiligungen – vermehrt in ökologisch sinnvolle Investments. markuS WallBrecher redaktion.de@mediaplanet.com

Bei neuen Technologien Recycling frühzeitig im Blick behalten Neue Technologien werden dringend benötigt. Wie sonst ließen sich künftig die gewaltigen herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung wie Klima- und Ressourcenschutz, Ernährung oder Trinkwasserversorgung bewältigen? Dr. Wolfgang Luther (Zukünftige Technologien consulting der VDI Technologiezentrum gmbh, Düsseldorf) schreibt über die Entwicklung neuer Technologien.

Um sich bei der Entwicklung neuer Technologien keine unerwünschten Folgeprobleme einzuhandeln, investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in erheblichem Umfang in Begleitforschung, die sich beispielsweise mit Sicherheitsaspekten und Recyclingkonzepten neuer Technologien wie der Nanotechnologie befasst. Selbst die innovativste Technologieentwicklung wird langfristig keinen Erfolg haben, wenn keine nachhaltige Rohstoffbasis für

deren Umsetzung sicher gestellt werden kann. Fragen der Ressourcen- und Energieeffizienz, des Ersatzes knapper Rohstoffe und des Recyclings besitzen daher gerade bei Zukunftstechnologien eine hohe Priorität.

1 Million E-Autos 2020

Ein Beispiel ist hierfür ist die Elektromobilität, die derzeit noch in den Kinderschuhen steckt, aber in den nächsten Jahren eine hohe Dynamik entfalten wird. Nach dem Willen der Bundesregierung werden in Deutschland bereits im Jahr 2020 eine Million Elektroautos über die Straße rollen.Um dabei von vorne herein mögliche Rohstoffengpässe zu vermeiden, wird bei der Entwicklung der Schlüsselkomponente der Elektromobilität, der Lithiumionenbatterie, ein Teil der 60 Mio. Euro Fördermittel der BMBF Innovationsallianz „LIB2015“ für die Entwicklung geeigneter Recyclingverfahren eingesetzt. Auch das Umweltministerium fördert mit dem Projekt „LithoRec“ ent-

LIThIuMIONENBATTERIE Foto: QueLLe: eVoNik

sprechende Forschungsansätze, um wertvolle Rohstoffe der Batterien,die neben rund 3 kg Lithium auch andere Metalle wie Kupfer,Kobalt und Nickel enthalten, in den Stoffkreislauf zurück speisen zu können. Wenngleich in absehbarer Zeit keine gravierenden Rohstoffengpässe bei Batteriewerkstoffen zu erwarten sind, ist ein Recycling aus Umwelt- und Kostengründen unerlässlich,um zukünftig weltweit eine nachhaltige Elektromobilität zu ermöglichen.

Nanostrukturierte Füllstoffe

Auch bei der der Entwicklung von Nanomaterialien spielen Recyclin-

gaspekte eine wesentliche Rolle. Nanostrukturierte Füllstoffe und Beschichtungen verleihen Kompositwerkstoffen besondere Eigenschaften wie herausragende Härte, Festigkeit, Verschleiß- oder Korrosionsbeständigkeit. Gleichzeitig stellen Sie aber auch eine besondere Herausforderung für das Recycling dar. Nanomaterialien werden oftmals nur in geringer Konzentration verwendet und liegen fein verteilt in der Werkstoffmatrix vor. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Stofftrennung und Rückgewinnung von wertvollen Inhaltsstoffen wie Edelmetallen. Auch mit unvorhergesehenen

Wirkungen ist zu rechnen,etwa dass die Nanokomponente die Qualität des Sekundärrohstoffes beeinträchtigt oder Probleme bei der Weiterverarbeitung verursacht. „Die Schwierigkeit für den Recycler besteht vor allem darin,dass er mit Nanomaterialien versehene Produkte nicht oder nur sehr selten erkennen kann“, so Carsten Eichert, Geschäftsführer der ENCROS GmbH aus Lüneburg.

Die IFAT Entsorga

Ohne Frage ein wichtiges Thema, mit dem sich der BMBF-Branchendialog NanoCleantech am 14. September auf der Messe IFAT Entsorga in München befassen wird. Informationen im Internet: nanotechnologieförderung des BmBf: www.bmbf.de/de/nanotechnologie.php innovationsallianz liB2015: www.lib2015.de/ Branchendialog nanoCleantech: www.zukuenftigetechnologien.de/ nanocleantech/

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Ohne Tantal keine Handys. > Rohstoffknappheit

Mobiltelefone gehören zum Alltag. Schon ein Tag ohne Handys ist kaum vorstellbar – geschweige denn die ganze Zukunft. Dabei ist diese gar nicht so weit entfernt: Die technischen Wunderwerke benötigen als eines von vielen seltenen Materialien Tantal – ein Element, dessen statische Reichweite noch 94 Jahre beträgt. Doch die rasante Entwicklung in der Elektround Elektronikindustrie sorgt für stetig steigende Nachfrage. REMONDIS entwickelt Verfahren, mit denen sich der wichtige Rohstoff wieder in den Produktionskreislauf zurückführen lässt. Weltweit, auf höchstem Niveau. Für eine gesicherte Zukunft. German Qualität. Quellen: United States Geological Survey (USGS); Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

REMONDIS AG & Co. KG, Brunnenstraße 138, 44536 Lünen, Deutschland, Telefon: +49 2306 106-515 Telefax: +49 2306 106-533, www.remondis.de, info@remondis.de

72,5 % des vom IW als besonders kritisch eingestuften Tantals werden in gerade einmal drei Ländern produziert.


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EinE ThEmEnzEiTung von mEdiaplanET

TIPP

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INspIRATION Frage: Wissen Sie nicht, wie Sie ihre Energiesparlampe richtig entsorgen? Antwort: Niemals in den Hausmüll! Nutzen Sie Rücknahmesysteme.

RIchTIg ENTSORgEN

so kommt die Energiesparlampe zurück in den Wertstoffkreislauf

zahl oder den Wohnort eingeben. Insgesamt gibt es in Deutschland mittlerweile mehr als 2.200 aktiv beworbene Sammelstellen, davon befinden sich über 725 im Handel und mehr als 1.400 im kommunalen Bereich. Wer mehr als 50 ausgediente Lampen zurückzugeben hat, kann diese zu Großmengensammelstellen bringen. Werden die unverpackten und ungebündelten Altlampen dort selbständig in die Sammelbehälter einsortiert, können Altlampen in unbeschränkter Menge abgegeben werden.

rEpOrt Ausgediente Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Nach dem Gesetz gelten sie als Elektronik-Altgeräte und müssen daher fachgerecht entsorgt werden. Damit die Materialien ressourcenschonend der Wiederverwertung zugeführt werden können wurde ein deutschlandweites Rücknahmesystemaufgebaut. Dadurch verbleibt auch das in Energiesparlampen in geringen Mengen enthaltene Quecksilber in einem geschlossenen Kreislauf. Das größte Rücknahmesystem ist Lightcycle, ein nicht gewinnorientiertes Unternehmen, das 2005 von den führenden deutschen Lampenherstellern gegründet wurde und sich um die Sammlung ausgedienter Lampen, den Transport zu den Verwertungspartnern sowie den kontinuierlichen Ausbau des Sammelstellennetzes kümmert. Zudem ist Lightcycle Träger der Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt“, deren Ziel es ist, das Bewusstsein der Verbraucher für einen richtigen Umgang mit Energiesparlampen vom Einsatz bis zur Entsorgung zu schärfen.

Information und Aufklärung

Recycling

INFORMATIONEN wie Sie Energiesparlampen entsorgen, erklären ihnen Berater. Foto: LichtZeicheN

Aktuell ist „Sauberes Licht, sauber recycelt!“ die einzige Initiative, die auf freiwilliger Basis führender Hersteller, mit der Kampagne „Setze Lichtzeichen“ umfassende Informations- und Aufklärungsarbeit zur richtigen Entsorgung von Altlampen leistet. Viele Energiesparlampenimporteure tragen diesbezüglich nichts bei. Schätzungen zufolge

sind dies Inverkehrbringer, die für ca. 50 Prozent der in Verkehr gebrachten Energiesparlampen verantwortlich sind. Nicht zuletzt durch die Aktivitäten der Initiative wissen inzwischen 2/3 der Deutschen, dass ausgediente Energiesparlampen gesondert entsorgt werden müssen. Die Herausforderung für die Zukunft ist es, dieses Wissen in

Aktivität für den tatsächlichen Entsorgungsfall umzuwandeln.

Sammelstellen

Private Nutzer können ihre Energiesparlampen (in LED-Technik und in Kompaktleuchtstofflampenform) als auch Leuchtstoffröhren in handelsüblichen Mengen kostenfrei bei kommunalen Sammelstellen (Wertstoff- und

Recyclinghöfen sowie Schadstoffmobilen) abgeben. Vermehrt bieten auch Handelsgeschäfte und Elektrohandwerker die Rücknahme von ausgedienten Energiesparlampen an. Wo sich die nächstgelegene Sammelstelle befindet, finden Verbraucher ganz bequem unter www.lichtzeichen.de/sammelstelle, indem sie dort ihre Postleit-

Nachdem die Altlampen auf die verschiedenen Weisen zurückgeholt wurden, werden sie zu den Recycling-Unternehmen gebracht und so einem fachgerechten Recycling zugeführt. Für das Recycling von Altlampen gibt es verschiedene Verfahren, um die Lampen in ihre Einzelbestandteile zu zerlegen, das Quecksilber zu separieren und Wertstoffe wie Glas und Metall zurückzugewinnen. Für das Recycling von Gasentladungslampen werden in Deutschland das Zentrifugal-Separationsverfahren,das Glasbruchwaschverfahren, das Schredder-Verfahren oder das Kapp-Trenn-Verfahren angewendet. Alle Verfahren finden unter Unterdruck sowie streng überwachten Abluftreinigungssystemen statt, so dass keine Stoffe entweichen können – auch das unter Normalbedingungen flüchtige Quecksilber nicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.lichtzeichen.de

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Eine Themenzeitung von Mediaplanet

2010 · 9

Frage: Kann ich Batterien einfach überall entsorgen? Antwort: Nein, denn die Rücknahme von Batterien ist Vertrauenssache.

Entsorgen Sie Batterien richtig interview grs batterien

Der falsche Umgang mit Batterien kann zu erheblichen Umweltschäden führen. Die Rücknahme in Deutschland funktioniert, 2009 gab jeder Deutsche circa acht Batterien zurück. Über 14.400 Tonnen gebrauchte Batterien und Akkus sammelte im vergangenen Jahr allein die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien) ein, und hat diese nahezu vollständig stofflich verwertet. Durch das Recycling gebrauchter Batterien und Akkus werden vor allem Zink, Eisen, Nickel, Blei und Cadmium zurückgewonnen. Die Rückgabe erfolgt an rund 170.000 Sammelstellen – im Handel, auf Recyclinghöfen, in vielen Universitäten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen ist die Rückgabe möglich. Über 110.000 Tonnen Altbatterien und Akkus wurden von der Stiftung seit 1998 in Deutschland zurückgenommen. Neben dem Gemeinsamen Rücknahmesystem existieren auch herstellereigene Systeme. Es gelten grundsätzlich für alle Systeme die gleichen gesetzlichen Vorgaben. Dr. Imke Schneider von der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien über das richtige Entsorgen von Batterien. ■■ GRS steht als Abkürzung für „Gemeinsames Rücknahme System Batterien“. Was ist darunter zu verstehen?

Hersteller von Gerätebatterien sind nach dem Batteriegesetz verpflichtet, Altbatterien von Vertreibern und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern unentgeltlich zurückzunehmen und ordnungsge-

mäß zu verwerten. Sie stellen die Erfüllung ihrer Pflichten dadurch sicher, dass sie ein gemeinsames, nicht gewinnorientiertes und flächendeckend tätiges Rücknahmesystem für Gerätebatterien eingerichtet haben und sich an diesem beteiligen. Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien hat in den letzten zwölf Jahren ein umfangreiches Logistiknetz mit über 170.000 Sammelstellen für Altbatterien im Handel, bei Kommunen und Gewerbebetrieben aufgebaut. Rund 14.000 Tonnen Altgerätebatterien werden jährlich vom GRS Batterien gesammelt, davon rund 46 Prozent in den grünen Boxen beim Handel, vor allem in Discountmärkten. ■■ Welchen ­Marktanteil hat GRS Batterien in ­Deutschland und Europa?

Der genaue Marktanteil in Deutschland kann nicht beziffert werden, da die aktuellen Marktanteile anderer Rücknahmesysteme nicht bekannt sind. Aufgrund der Anzahl der Sammelstellen für Batterien ist jedoch davon auszugehen, dass GRS Batterien mit Abstand den Großteil aller Sammelstellen entsorgt.   ■■ Worauf sollten Verbraucher achten, wenn sie leere Batterien zurückgeben wollen?

Die Entsorgung ist völlig unproblematisch. Alte Batterien können einfach in die grünen Boxen bei der Sammelstelle gegeben werden. Lediglich bei Lithiumbatterien, beispielsweise aus Digitalkameras und Notebooks, müssen die Pole durch Abkleben oder Umwickeln mit Folie gegen Kurzschluss gesichert werden.

14.400 Tonnen Batterien werden jedes Jahr verbraucht Foto: grs

■■ Ist Batterie gleich Batterie oder gibt es Unterschiede?

Die Verwertungsverfahren und Verwertungskosten sind für jedes Batteriesystem unterschiedlich. Zudem unterliegen Lithiumbatterien ab gewissen Mengengrenzen gefahrgutrechtlichen Vorschriften beim Transport. ■■ Was passiert mit den Batterien, die GRS Batterien sammelt? Können alle vollständig recycelt werden?

Die Batterien, die GRS Batterien sammelt, werden sortiert und an-

schließend über verschiedene Verwertungsverfahren nahezu vollständig einer stofflichen Verwertung zugeführt. Auf diese Weise werden Eisen, Zink, Nickel und Kobalt zurückgewonnen. ■■ Woran kann ein seriöser „Batterie-Einsammler“ erkannt werden?

Alle am Markt tätigen Rücknahmesysteme bedürfen einer Genehmigung und sind auf der Internetseite des Umweltbundesamtes veröffentlicht. Alle Systeme müssen ausreichende Sammelkapazitäten und

Rücknahmequoten (Sammelziele) nachweisen. Nach dem Batteriegesetz unterliegen alle Rücknahmesysteme gesetzlichen Sammelzielen von mindestens 35 Prozent. Ab September 2016 ist das Sammelziel von 45 Prozent dauerhaft sicherzustellen. Mit einer jährlich abzugebenden Erfolgskontrolle kann überprüft werden, ob die Sammelziele erreicht wurden. GRS Batterien erzielt schon jetzt eine Rücknahmequote in Höhe von 44 Prozent. Markus Wallbrecher redaktion.de@mediaplanet.com ANZEIGE

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10 · 2010

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

NEWS Das Kreislaufwirtschaftsgesetz nimmt Form an Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) soll das deutsche Abfallrecht stärker am Klima- und Ressourcenschutz ausgerichtet, rechtssicherer gestaltet und durchgreifend modernisiert werden. Die ersten Schritte zur Umsetzung stehen kurz bevor.

Die richtige wählen Recycling gehört in jeden Kopf und Müll in die richtige Tonne. Foto: shutterstock

Recycling bleibt eines der bestimmenden Themen der Zukunft Die IFAT ENTSORGA ist die weltweit wichtigste Fachmesse für Innovationen, Neuheiten und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfallund Rohstoffwirtschaft. Sie schaut auf eine lange Tradition zurück, denn die Veranstaltung setzte bereits 1966 als Internationale Fachmesse für Abwassertechnik Maßstäbe. Der Geschäftsführer der Messe München, Eugen Egetenmeir, über die Bedeutung der IFAT für die Branche. ■■ Die IFAT meldet seit Jahren gute Besucherzahlen, 2008 konnten Sie sogar Rekordzahlen vermelden. Wie erklären Sie sich das?

Umwelt ist eines der Kernthemen unserer Zeit geworden. Die IFAT ENTSORGA hat diese Entwicklung von Anfang an sehr konsequent aufgenommen und als Messe für Umweltlösungen umgesetzt. Sie konnte dadurch zur weltweit

größten und bedeutendsten Messe für Umwelttechnologien und Umweltdienstleistungen entwickelt werden.

Eugen Egetenmeir Geschäftsführer der Messe München

■■ Welche Schwerpunkte gibt es in diesem Jahr?

Zum breit aufgestellten Wasser-, Abwasser- und Abfallbereich werden für die kommende Veranstaltung das Produktsegment Rohstoffmanagement sowie die Energiegewinnung aus Abwasser und Abfallstoffen weiter ausgebaut. Darüber hinaus rücken die Themen Energiemanagement und -effizienz, Urban Mining, also die Nutzung von Sekundärrohstoffen, in den Fokus. ■■ Welche Bedeutung hat die Messe für die Branche und für die Gesellschaft?

Für die Branche ist die Messe der wichtigste Marktplatz weltweit. Wie keine andere Messe des Umweltsektors erschließt sie den Anbietern von Umwelttechnologie und Umweltdienstleistungen die Nachfrage nicht nur aus den In-

dustrieländern, sondern zunehmend auch aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Dies spiegelt sich wider in der kräftig gewachsenen Internationalität der Messe. Zukunftsentwicklungen und Trends im Umweltbereich werden in ihrem Konferenzprogramm von Experten aus Umweltwirtschaft, Universitäten und Forschungseinrichtungen, von Umwelt- und Fachverbänden und internationalen Organisationen aufgezeigt. So sind dieses Jahr auch erstmals die Vereinten Nationen vertreten. ■■ Wagen Sie einen Ausblick, wie wird sich die Branche weiterentwickeln?

Einer Studie von Roland Berger zu Folge wird der weltweite Umweltmarkt bis zum Jahr 2020 auf die

gewaltige Summe von 3.200 Milliarden Euro anwachsen. Das sind sicherlich gute Aussichten für die Branche, die übrigens von der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich weniger getroffen wurde als andere Wirtschaftssektoren. Die Branche wird weiterhin auf Innovationen setzen,vor allem für den Bedarf aus den hochentwickelten Industrieländern sowie aus den Metropolregionen auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Nachfrage nach sekundären Rohstoffen aus Abfällen für die Industrieproduktion, die Nutzung von Abfall wie auch Abwasser zur Energiegewinnung - all diese Mosaiksteine aus einem viel größeren Bild von Umweltlösungen eröffnen gerade den Anbietern aus den westlichen Industrieländern, darunter natürlich auch Deutschland, in der Zukunft interessante Exportchancen für Technologie wie auch für betriebliches Know how.

Das Bundesumweltministerium wird den Referentenentwurf zur Novelle des Gesetzes mit den betroffenen Wirtschafts- und Umweltverbänden, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden in einer mündlichen Anhörung vom 20. bis 23. September 2010 diskutieren. Kern der Novelle ist die neue fünfstufige Abfallhierarchie. Sie legt eine differenzierte Folge fest: Abfallvermeidung, Vorbereitung der Abfälle zur Wiederverwendung, Recycling, sonstiger, insbesondere energetischer Verwertung der Abfälle und schließlich die Abfallbeseitigung. Die neue Hierarchie soll zu einer Verstärkung von Abfallvermeidung und Recycling führen.

Bioabfall soll noch besser genutzt werden

Zur Verbesserung der Ressourcennutzung sieht der Gesetzentwurf außerdem die Einführung von anspruchsvollen Recycling- und Verwertungsquoten vor, die über die EU-rechtliche Vorgabe hinausgehen. Ab dem Jahr 2020 sollen mindestens 65 Prozent aller Siedlungsabfälle recycelt und mindestens 80 Prozent aller Bau- und Abbruchabfälle recycelt oder stofflich verwertet werden. Zur Stärkung der Nutzung des Bioabfalls soll zudem bis zum Jahr 2015 eine flächendeckende Getrenntsammlung eingeführt werden.

Die Wertstofftonne steht in den Startlöchern

Um das Ressourcenpotenzial werthaltiger Abfälle aus privaten Haushaltungen effektiver und hochwertiger zu nutzen, schafft der Gesetzentwurf die rechtlichen Grundlagen für die Einführung einer „Wertstofftonne“, mit der Verpackungen und stoffgleiche Nicht-Verpackungen gemeinsam erfasst und einem Recycling zugeführt werden sollen. Die Zuständigkeit kommunaler und privater Entsorgung wird klarer ausgestaltet und stärker an den Anforderungen des Ressourcenschutzes ausgerichtet. Markus Wallbrecher

Markus Wallbrecher redaktion.de@mediaplanet.com

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EinE ThEmEnzEiTung von mEdiaplanET

INspIRATION

Aus Alt mach Neu

2010 · 11

TIPP

4 NAchhALTIg SEIN

Ein brach liegendes grundstück ist für den Wirtschafts- und Naturkreislauf eine ziemliche Katastrophe. Mit der Nutzbarmachung solcher Flächen wird in einem erheblichen Maße der ökologischen Dimension des Nachhaltigkeitsprinzips Rechnung getragen. Dafür gibt es zum glück das so genannte Flächenrecycling. Wenn ungenutzte Gewerbe- und Industriebrachen für neue Ideen der kommunalen Stadtentwicklung und privater Investoren aufbereitet werden, dann geht es um Flächenrecycling. Das bedeutet, dass vorhandene Gebäudekomplexe und Flächen immer möglichst dann erhalten werden, wenn kontaminierte Bereiche gezielt abgetragen werden. Insbesondere die Wirtschaftsförderungsabteilungen der Städte beklagen Gewerbeflächenengpässe, denen durch eine Neunutzung der Brachflächen entgegengewirkt werden kann, ohne weitere Fläche zu versiegeln. Flächenrecycling bietet Chancen zur Verbesserung der Umweltqualität durch bodenschonende Gewerbe- und Wohnflächen und durch den Wiederaufbau von Landschaft. Weiteres Potential liegt in einer positiven Veränderung des Stadtbildes, welches nicht nur für die Bürger von Bedeutung ist, sondern ein effektives Standortmarketing ermöglicht. Zurückgebliebene Gebäude werden häufig als Restriktion aufgefasst, obwohl sich in ihnen ein erhebliches Entwicklungspotential birgt. Sie sind Zeitzeugen einer vergangenen Epoche. Die Nutzung historischer Industriearchitektur lässt auf diesen Flächen aber ein besonderes Ambiente entstehen. Auf vielen Revitalisierungsstandorten wird aus den industriegeschichtlichen Bauten Identität gezogen. Oft gelten ausgediente Fördertürme als Wahrzeichen dieser Flächen. Häufig hat sich in den alten Fabrikhallen, insbesondere im Ruhrgebiet, eine Kulturszene etabliert: Stadtteiltheater, Kinos, Diskotheken oder Musicals. In letzter Zeit gewinnen diese Relikte der Industrialisierungsepoche an Wertschätzung. Als eine strukturpolitische Maßnahme verfolgen solche Projekte das Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung. Neue Wege in der Stadtplanung wurden durch sie reali-

BEBAuuNg grundstücke müssen genutzt werden, brach liegende Flächen helfen niemandem. Foto: MAX WiLD gMBh ANZEIGE

siert. Bekanntes Beispiel für die Verbindung von Landschaft, Kultur, Wirtschaft und Industriedenkmälern sind der Landschaftspark Duisburg-Nord und der Gasometer in Oberhausen. Wieder verwendbare Abfälle werden für die erneute Nutzung zur Schonung von Primärrohstoffen nach den neusten Richtlinien der Güteüberwachung aufbereitet. Die wieder gewonnenen Sekundärrohstoffe finden ihre Anwendung als güteüberwachte Recycling-Baustoffe im Tief- und Straßenbau. Mit verantwortungsvoller Sanierung von Altlasten und der Aufbereitung von Abfällen zu RC-Baustoffen leistet Max Wild einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes. Hierdurch werden Ressourcen von Primärrohstoffen geschont und können nachhaltig für die nachfolgenden Generationen gesichert werden. Christian Bilger von der Max Wild GmbH sagt: „Flächenrecycling als komplexer Begriff bedeutet für uns im Baugewerbe den gesamten Kreislauf von der Erkennung und Erkundung der Altlast oder Brache über die gutachterlich begleitete Beurteilung und anschließender Projektentwicklung, bis Sanierung, Stoffstrommanagement, Entsorgung, Wiederaufbereitung, Recycling und Wiederverwendung von ehemaligen „unbrauchbaren“ Abfällen als RC-Baustoffe in verschiedenster Art und Weise. Was den Effekt ergibt, dass Primärrohstoffe wie Kies, Boden und Schotter oder natur belassene Flächen nicht vergeudet und der Natur entrissen werden, sondern durch bewusst und kontrolliert eingesetzte RC-Produkte geschont werden.“

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13.–17. SEPTEMBER 2010 IN MÜNCHEN D A S I N T E R N AT I O N A L E A N G E B O T F Ü R D I E G E S A M T E U M W E LT T E C H N O L O G I E

tippS fÜr nAChhAltiGES flÄChEnrECYClinG: Der Endkunde muss in erster Linie davon überzeugt sein, dass er alternativ zu den bisherigen Methoden, beispielsweise bei der Verwendung von einem Primärrohstoff, auch einen Sekundärrohstoff benutzen kann. Der Endkunde sollte seine teilweise festgefahrene, konservative Denkweise überdenken und offen sein für Neues und Alternativen. Der Endkunde sollte nicht grundsätzlich misstrauisch sein. Hinter der Herstellung von RC-Baustoffen ist sehr viel Fachwissen und Kompetenz gefordert. Der Endkunde sollte sich über den Qualitätsstandard des Unternehmens erkundigen, mit welchem er eine „Partnerschaft“ nicht zuletzt zum Vorteil der Natur eingehen möchte.

Gute und transparente Referenzen mit Benennung der Ansprechpartner des Kunden für Nachrecherchen sind sehr wichtig. Gerade in dieser Branche, in welcher es wirklich noch einige „schwarze Schafe“ gibt, die sich „Recycler“ nennen, ist ein Offenlegen der Arbeit und der Vorgehensweise und des Qualitätsstandards in Verbindung mit der kontinuierlichen Qualitätsprüfung von wesentlicher Bedeutung. Nur so kann das Vertrauen des Endkunden gewonnen werden und dieses Vertrauen sollte dann auch durch die Qualität der Leistung bestätigt werden. Der Endkunde sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass Rohstoffe, bzw. Primärrohstoffe endlich sind und er einen kleinen Teil zur Schonung jener Rohstoffe beitragen kann.

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12 · 2010

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

news

Klirr Das Geräusch beim Flaschenentsorgen kennt jeder, der richtig trennt Foto: shutterstock

Recycling braucht Transparenz ■■ Deutschland ist weltweit Vorreiter in Sachen Recycling. Der Markt hierzulande hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Was bedeutet das für die Kunden?

Seit der Liberalisierung des Marktes der Dualen Entsorgungssysteme 2003 hat sich viel getan: Die Aufhebung des Monopols hat sich positiv auf die Preise ausgewirkt, auf den Markt sind immer mehr innovative Ideen und Recyclingkonzepte gekommen. Der Wettbewerb ist sehr groß geworden, deshalb sind hohe Qualitätsstandards, die für alle Akteure bindend sind und auf die sich Kunden verlassen können, besonders wichtig. Daher setzt sich unser Unternehmen gemeinsam mit verschiedenen Branchenverbänden für

umfassende Beratung und rechtssichere Freistellungsleistungen zu marktgerechten Preisen bieten. Denn wir entscheiden uns unabhängig von Interessengruppen für die besten Angebote im Markt und geben diese an unsere Kunden weiter. Darüber hinaus spielt auch die internationale Präsenz eine immer größere Rolle, um Kunden auch grenzüberschreitend von den Recyclingpflichten zu befreien.

Richtlinien, maximale Fairness und hohe Transparenz beim Verpackungsrecycling ein – im Sinne der Umwelt und der Kunden. Zudem sollten aktuelle Diskussionen um neue Recyclingsysteme wie die Wertstoff- oder die Biotonne möglichst konstruktiv verlaufen, um machbare Wege für die Zukunft aufzeigen zu können. ■■ Was können die Kunden von Entsorgungsdienstleistern erwarten?

Kunden benötigen unkomplizierte und praktikable Lösungen sowie transparente Verträge und faire Abrechnungssysteme, die auf ihre Recyclinganforderungen zugeschnitten sind. Als einziger wirklich unabhängiger Systembetreiber können wir ihnen eine

■■ Welche Trends sehen Sie künftig in der Recyclingwirtschaft? Jan Patrick Schulz, Vorstandsvorsitzender des Mainzer Umwelt- und Entsorgungsspezialisten Landbell AG, über den Wettbewerb in der Branche und die berechtigte Erwartungshaltung der Verbraucher.

Die Recyclingprozesse müssen für Kunden möglichst überschaubar gestaltet werden, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. OnlineAngebote spielen daher eine im-

mer größere Rolle. So ermöglichen webbasierte Lösungen wie unser neues Online-Abrechnungsportal eine besonders einfache Bearbeitung von Mengenmeldungen in Deutschland und Europa. Speziell für Inverkehrbringer von Kleinstmengen wie Online-Händler gibt es mit EASyShop – der ersten Online-Lösung für Entsorgungsdienstleistungen – eine einfache Möglichkeit, die Vorgaben der Verpackungsverordnung zu erfüllen. Nach der Registrierung im Internet können sich die Hersteller und Händler schnell und sicher nach nur wenigen Klicks von ihren Entsorgungsleistungen befreien. Klaus Schirmer redaktion.de@mediaplanet.com

„Das geht auch anders“: Interview mit Marc Affüpper, Geschäftsführer Sims M+R GmbH, zum Thema Metall- und Elektronikschrott ■■ Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie auf einer Mülldeponie von Schrott umgeben sind?

Zum Glück hat sich in Deutschland innerhalb der letzten 25 Jahre die Erkenntnis durchgesetzt, dass Eisenschrotte und Metalle mit vergleichsweise geringem Aufwand zurück gewonnen werden können – auf den aktuellen Deponieflächen lagern also zumindest sichtbar gar nicht mehr so viele Metalle. In den tieferen Schichten sieht es aber ganz anders aus. Hier sind nennenswerte Mengen an Wertstoffen jegMarc Affüpper, Geschäftsführer Sims M+R GmbH

licher Art vergraben und das ist ein Jammer! Denn die Herstellung von Metallen aus Erzen ist sehr energieaufwendig. Darüber hinaus fördert die Produktion den Treibhauseffekt und die Verschmutzung der Umwelt durch die Freisetzung von Schadstoffen. Das geht auch anders: Indem Metalle wie Aluminium, Kupfer, Messing und Zink im Recyclingprozess zurück gewonnen werden, werden Ressourcen geschont. Und es wird nur ein Bruchteil der Energie aufgewandt, die notwendig wäre, um Primärrohstoffe zu erzeugen. Laut der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA verringert beispielsweise die Verwendung von Recyclingstahl anstelle von Primärerz bei der Stahlproduktion den Energieverbrauch um 74 Prozent und die Luftverschmutzung sogar um 86 Prozent.

■■ Moderne elektronische Geräte wie Spülmaschinen, Handys und PCs bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien wie Metallen, Glas, Kunststoffen. Das Recycling gestaltet sich da sicherlich relativ komplex, oder?

Das ist richtig. Dabei gibt es zwei wesentliche Schritte. In der ersten Stufe werden die Elektrogeräte auf Schadstoffe überprüft. Dies muss möglichst frühzeitig erfolgen, um eine unkontrollierte Schadstofffreisetzung und Verteilung in den verschiedenen Stoffströmen zu vermeiden. Bei älteren Geräten können beispielsweise PCB-Kondensatoren, Asbest-Dichtungen oder FCKWKältemittel enthalten sein. Es kommen aber auch neue Problemfelder hinzu: Beispielsweise setzen Verbraucher aufgrund des stufenweisen Verbots konventio-

neller Glühbirnen jetzt verstärkt quecksilberhaltige Energiesparlampen ein. Diese landen dann oft gemeinsam mit der Lampe, in der sie stecken, im Elektronikschrott und sorgen für entsprechende Verunreinigung. Ein anderes Beispiel sind moderne Akkus: Sie sind zwar leistungsstärker, aber nicht unbedingt weniger problematisch – denn sie steigern das Brandrisiko beim Verwertungsprozess. Der zweite wichtige Schritt ist die Trennung der verschiedenen Materialverbunde in verwertbare Stoffströme. Die wesentlichen Metalle wie Kupfer, Messing,Aluminium oder auch Gold, Silber und Palladium werden nach der Zerkleinerung durch moderne Separationstechniken weitgehend sortenrein zurück gewonnen und stehen dann den Metallhütten wieder als Rohstoffe zur Verfügung.

■■ Wie gestalten sich die Vorteile von Recycling für Verbraucher und Unternehmen?

Für Privathaushalte ist die Entsorgung von Elektronikschrotten seit Einführung des Elektroaltgerätegesetzes kostenfrei – das Material kann einfach beim örtlichen Wertstoffhof abgegeben werden. Gleiches gilt für Metalle, wobei insbesondere Gewerbeunternehmen dafür in der Regel noch eine Vergütung erzielen. Je höher die Metallpreise an den internationalen Metallbörsen,desto interessanter wird das Recycling für die metallverarbeitende Industrie.Auch im produzierenden Gewerbe und bei großen Unternehmen und Behörden gibt es ein nicht unerhebliches wirtschaftliches Potenzial – beispielsweise indem ausgemusterte IT-Geräte wieder vermarktet werden. Barbara Schmitz redaktion.de@mediaplanet.com


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

2010 · 13

inspiration

So wird Gewährleistung kommunal und Durchführung privat Ein Interview über die Kompetenzverteilung in der deutschen Kreislaufwirtschaft. Die öffentliche Debatte über eine mögliche Rekommunalisierung kreislaufwirtschaftlicher Dienstleistungen ist oft eher von ideologischer Verklärung als von sachlicher Kenntnis der Materie geprägt. Wie es wirklich um die Kompetenzverteilung bei der Sammlung, Sortierung, Verwertung und Beseitigung der Abfallströme in Deutschland bestellt ist, wissen die wenigsten. Mediaplanet sprach mit Herwart Wilms, REMONDISGeschäftsführer, über die Frage, wer macht eigentlich was beim deutschen Abfall. ■■ Herr, Wilms, in der Öffentlichkeit fehlt in der Regel das Bewusstsein über Abfallmengen und Zuständigkeiten. Woraus setzen sich eigentlich die Abfallströme zusammen und wer ist dafür zuständig?

In Deutschland fallen jährlich rund 3.600 kg Abfälle pro Einwohner an, insgesamt also etwa 295 Millionen Tonnen pro Jahr. Der größte Teil davon sind Bau- und Abbruchabfälle. Die Haushalte produzieren lediglich 456 kg pro Einwohner, was in etwa nur rund 13 % des gesamten Abfallaufkommens ausmacht. ■■ Und wer kümmert sich im Einzelnen darum?

Entgegen der weit verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung sind es

„In Deutschland fallen jährlich rund 3.600 Kilogramm Abfälle pro Eiwohner an, insgesamt also etwa 295 Millionen Tonnen pro Jahr.“ Herwart Wilms REMONDIS-Geschäftsführer

vor allem die privaten Unternehmen, die sich um die Sammlung der Abfälle kümmern. Es geht ja hier nicht nur um die Mülltonne vor der Haustür, sondern neben diesem Siedlungsabfall auch um Sonderabfälle, Gewerbeabfälle, Bauschutt und Industrieabfälle. Bezogen auf die Gesamtmenge erfassen die Privaten etwa 94, 3 % aller Abfälle in Deutschland.Aber selbst,wenn man nur die klassischen Haushaltsabfälle betrachtet, haben die kommunalen Unternehmen lediglich einen Anteil von 38,9 %. Und dabei reden wir hier nur von der Erfassung. ■■ Wie sieht es denn bei der Sortierung und Aufbereitung der Abfälle aus?

In diesem Segment ist die Situation mit einem privaten Marktanteil von 97,6 % noch viel eindeutiger. Die Wahrheit ist: kaum eine Kommune besitzt die notwendige Infrastruk-

tur und Anlagentechnik, um eine umweltgerechte Kreislaufwirtschaft mit möglichst hohen Recyclingquoten überhaupt zu leisten. Deutschland profitiert hier fast ausschließlich vom Know-How der Privatunternehmen in der Branche, ein Know-How das - nebenbei gesagt - auch noch zu einem echten Exportschlager geworden ist. ■■ Heißt das, die vergleichsweise hohen Verwertungsquoten in Deutschland verdanken wir vornehmlich der Privatwirtschaft?

Zumindest übernehmen private Unternehmen seit jeher einen Großteil der Aufgaben. So werden 86,3 % der Gesamtabfallmenge entweder stofflich oder thermisch verwertet. In den Müllverbrennungsanlagen oder auf Deponien landen an Mengen zur Beseitigung nur noch 12,3 %. Die Abfallsammlung ist also nur der Anfang

einer umfassenden Verwertungskette, quasi das Mittel zum Zweck einer verbesserten Rohstoffausbeute in unserem rohstoffarmen Land. Und bei der eigentlichen Verwertung der Abfälle leisten die privaten Unternehmen schon heute den allergrößten Teil, wie zum Beispiel bei Altpapier,Glas und Metall. ■■ Wo bleibt denn da die viel zitierte kommunale Daseinsvorsorge?

Die sogenannte kommunale Daseinsvorsorge beschränkt sich im Wesentlichen auf die 38,9 Prozent Marktanteile bei der Sammlung von Abfällen. Die Gewährleistung kreislaufwirtschaftlicher Dienstleistungen setzt aber erst einmal umfassende Investitionen und größtmögliche Effizienz voraus. Genau das hat die Privatwirtschaft in den letzten Jahrzehnten geleistet und sich damit ein Höchstmaß an Kompetenz und technologischem Know-How erworben, von dem jetzt alle profitieren. Den Kommunen mangelt es demgegenüber in der Regel an eigenen Anlagen.Und selbst die Sammelleistung wird sehr oft an Private vergeben. Das zeigt schon die Arbeitsplatzverteilung in der Branche. Von den insgesamt 250.000 Arbeitsplätzen in der Kreislaufwirtschaft sind 160.000 in der Privatwirtschaft. Es darf also in Zukunft nicht um ideologische Scheindebatten gehen, sondern darum, wie wir gemeinsam die Rohstoffversorgung und den Umweltschutz im Land noch weiter ver-

bessern können. Und dabei liegt die Betonung durchaus auf „gemeinsam“, denn gerade im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und den Privaten hervorragend. ■■ Wie dürfen wir uns in Zukunft diese Zusammenarbeit vorstellen?

Es muss eine klare Arbeitsteilung geben, bei der jeder das tut, wofür er nachweislich die größte Kompetenz besitzt. Nur so können wir unsere rohstoffwirtschaftlichen Ziele erreichen und die Anforderungen der europäischen Abfallrahmenrichtlinie effektiv umsetzen. So sollte die abfallwirtschaftliche Kontrolle, also die Gewährleistungsverantwortung auch weiterhin bei den Kommunen liegen. Darin liegt ihre unbestrittene Kernkompetenz. Die Durchführungskompetenz liegt auf allen Stufen von der Erfassung,Sortierung bis zur Verwertung schon heute überwiegend bei der Privatwirtschaft mit ihren 160.000 Mitarbeitern. Das sollte auch in Zukunft so bleiben. ■■ Was kann der Gesetzgeber dafür tun?

Wir gehen davon aus, dass die privatwirtschaftliche Durchführungskompetenz im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz festgeschrieben wird. Klaus Schirmer redaktion.de@mediaplanet.com ANZEIGE


14 · 2010

Eine Themenzeitung von Mediaplanet

PROFESSIONELLER EINBLICK Ein Gespräch mit Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der INTERSEROH SE und Mitglied des Vorstandes der ALBA AG, beide führend unter der Marke ALBA Group im Bereich Umweltdienstleistungen und Rohstoffhandel tätig, über Bedeutung und Aussichten der Recyclingbranche in Deutschland.

Die Recyclingbranche als Eckpfeiler der ökonomischen Zukunft Deutschlands

I

n den letzten Wochen kam das Thema Recycling häufig in den Zeitungen vor. Auch der kürzlich vom Bundesumweltministerium vorgelegte Referentenentwurf zur geplanten Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist auf breites Medienecho gestoßen.

zurzeit in der deutschen Abfall- und Recyclingwirtschaft – Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass die Abfall- und Recyclingbranche mittlerweile ein positives Image hat.

■■ Herr Dr. Schweitzer können Sie uns sagen woran das liegt? Hat sich die Müllbranche plötzlich zu einem positiven Imageträger gemausert?

Die deutsche Recyclingtechnologie ist ein Exportschlager, der von der Bundesregierung als einer der Wachstumsmärkte der Zukunft identifiziert wurde. Die Branche entlastet schon heute die deutsche Volkswirtschaft um jährlich mehr als fünf Milliarden Euro durch die Bereitstellung von Sekundärrohstoffen, die teure Primärrohstoffe ersetzen und uns damit unabhängiger von Importen machen. Gleichzeitig hat allein die Abfallwirtschaft seit 1990 rund 56 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart. Das entspricht etwa einem Viertel der Minderungspflichten, die Deutschland nach dem Kyoto-Protokoll übernommen hat. Der Umsatz der gesamten Green Technology in Deutschland wird sich in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln und rund 470

Diese Vermutung ist gar nicht so falsch. Tatsache ist, dass Recycling und Abfalltrennung von der Mehrheit der Bevölkerung als wichtigster Beitrag zum Umweltschutz angesehen werden. Diese Themen sind also schon wesentlich positiver besetzt als noch vor 20 Jahren. Gleichzeitig haben wir eine enorme Entwicklung im Bereich der Recycling- und Umwelttechnologie vollzogen. Deutschland ist zu Recht weltweiter Marktführer auf diesem Gebiet. Das führt natürlich auch dazu, dass hier die größte Arbeitsplatzentwicklung zu sehen ist. Allein 250.000 Menschen arbeiten

■■ Wie wird sich diese Branche in den kommenden Jahren weiter entwickeln?

”Die deutsche Recyclingtechnologie ist ein Exportschlager, der von der Bundesregierung als einer der Wachstumsmärkte der Zukunft identifiziert wurde.” Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der INTERSEROH SE und Mitglied des Vorstandes der ALBA AG

Millionen Euro ausmachen und damit circa ein Drittel größer sein als die gesamte deutsche Automobilindustrie. Die grünen Technologien entwickeln sich damit zu dem wichtigsten Eckpfeiler der ökonomischen Zukunft Deutschlands. ■■ Woher rührt diese Entwicklung?

Vor allem von der immer deutlicheren Rohstoffverknappung. Nehmen Sie nur mal das Beispiel Fernost: In knapp 20 Jahren wird China rund 90 Prozent der Weltproduktion an Papier und Stahl verbrauchen, bei Rohöl steigt der Bedarf sogar auf rein rechnerisch 110 Prozent. Aus diesem Grund hat China auch schon 2008 den größten Teil seiner Direktinvestitionen im Ausland – 58 Milliarden Dollar – in die Sicherung von Rohstoffquellen investiert. Und seien wir realistisch: Sollten China und Indien in den kommenden Jahren ihren ProKopf-Energieverbrauch auch nur in die Nähe des Niveaus der USA oder Europa entwickeln, wovon auszugehen ist, brauchen wir zwei Planeten, um die Nachfrage zu stillen.

■■ Wie können wir dieser Nachfrage Herr werden?

Wir brauchen eine nationale Rohstoffstrategie. Das heißt, wir müssen neben höherer Roh­stoffeffizienz vor allem für neue Rohstoffquellen sorgen, um einerseits die steigende Nachfrage auf dem Markt bedienen zu können und andererseits – gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland – Abhängigkeiten zu vermeiden. Abfall ist die bedeutendste Rohstoffquelle, die uns zur Verfügung steht. Das „Urban Mining“ – also die Nutzung der Siedlungsabfälle zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen – muss in Zukunft in die strategische Rohstoffpolitik mit einbezogen werden. Wesentlich hierbei ist, dass die Innovationskraft der deutschen Recyclingindustrie weiter gefördert wird, insbesondere durch freien Wettbewerb zwischen privaten und kommunalen Entsorgungsträgern. Ziel muss es sein, das Recycling weiter zu forcieren, zum Beispiel durch die bundesweite Einführung der Wertstofftonne, und damit die deutsche Entsorgungswirtschaft als künftige Versorgungswirtschaft zu begreifen.

Alternative Fahrkonzepte vor dem Durchbruch ■■ Herr Dr. Kirchhoff, wie lange beschäftigen Sie sich bereits mit dem Thema Recycling?

Schon mein ganzes Berufsleben. Unser Unternehmen hat bereits 1922 einen manuell zu beschickenden Mehrkammerseitenlader in einfachster Form dargestellt, um aus der haushaltsnahen Sammlung Altstoffe, dazu gehörte nicht nur Hausmüll, sondern auch Schrotte, zu erfassen. Heute geht es darum, möglichst wirtschaftlich, beispielsweise zwei oder auch drei Stoffarten, wie Papier, Glas und Restmüll, in einem Auto in einer Tour einsammeln zu können. ■■ Die Schonung von Ressourcen ist in der modernen Gesellschaft ein wichtiges Thema. Was kann Ihre Branche dazu beitragen?

Wir arbeiten heute verstärkt an Abfallsammelfahrzeugen, die in

der Lage sind, die bei dem häufigen Stop-and-Go eines Sammelfahrzeuges vorkommende Bremsenergie zu gewinnen, um somit kraftstoffsparend und emissionsarm Stoffe sammeln zu können. Bereits 2002 haben wir eine große Anzahl von dieselelektrischen Fahrzeugen für die Stadt Bordeaux geliefert. ■■ Welche Rolle spielt Recycling in der heutigen Zeit?

Die Nutzbarmachung von aus dem Konsum- und Produktionsprozess ausgeschleusten Stoffen zur Wiedereinführung in die Rohstoffkreisläufe ist heute zwingend erforderlich. Hierfür müssen Stoffe, die am Entstehungsort nicht mehr gebraucht werden, aus logistischer Sicht am kostengünstigsten einer Wiederaufarbeitung zugeführt werden, damit Sammlung und Aufbereitung nicht teurer dargestellt werden als die Gewinnung des Rohstoffes an sich.

■■ Die Sammlung und Weiterverarbeitung von Altpapier und Gelben Tonnen sollte möglichst wenig CO2 verbrauchen, damit Aufwand und Ergebnis im Einklang stehen. Wie kann das gelingen?

Nicht nur Altpapier und die „Gelbe Fraktion” müssen mit wenig Aufwand den Rohstoffkreisläufen zur Verfügung gestellt werden, sondern wesentlich mehr brauchbare Stoffe,die im heutigen Konsumprozess anfallen. Die in unserer Branche entwickelten Fahrzeugkonzepte sind in der Lage, die Bremsenergie mit hydraulischen oder elektrischen Hybridkonzepten zurückzugewinnen. Diese Fahrzeugkonzepte müssen eingeführt werden. ■■ Was ist für die Zukunft zu erwarten, worauf müssen sich Entsorger und Verbraucher einstellen?

Zukünftig wird sicher die Erfassung potentieller Rohstoffe aus

Dr. Johannes F. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der FAUN Gruppe, über moderne Fahrzeugkonzepte in der Recycling-Industrie.

dem Konsumprozess deutlich verstärkt. Schon heute wird für den Bürger kostenfrei die Sammlung

von Altpapier in der Blauen Tonne angeboten. Mit der Verpackungsfraktion beschäftigen sich die Dualen Systeme. Der Wettbewerb um die potentiellen Rohstoffe, um die sich private wie kommunale Organisationen kümmern,wird weiter zunehmen. Die Rohstoffwirtschaft wird aufgrund der gestiegenen Preise ihre Bemühungen verstärken, die aus dem Konsum- und Produktionsprozess stammenden potentiellen Rohstoffe mit neuen Technologien aufbereiten zu können, um unabhängiger vom eigentlichen Rohstoff zu werden. Für die Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftens ist dies insgesamt positiv. Werden die Anstrengungen, potentielle Rohstoffe aus den Abfallströmen zu gewinnen, gut gesteuert, sollten sich auch für den Verbraucher preisliche Vorteile zeigen. Markus Wallbrecher redaktion.de@mediaplanet.com


EinE ThEmEnzEiTung von mEdiaplanET

2010 · 15

Nur jede achte Druckerpatrone findet den Weg zurück in den Handel Druckerpatronen sind auch leer wertvoll. Nach diesem Motto verwertet die geld für Müll gmbh aus dem fränkischen hilpoltstein Leergut aus Druckern, Kopierern und Faxgeräten und schont somit natürliche Ressourcen. ■■ Wie sind Sie auf die Idee für Ihr geschäftsmodell gekommen?

Nach meinem Zivildienst habe ich mir mit dem Verkauf neuwertiger Originalpatronen ein kleines Zubrot verdient. Wo aber landen die verbrauchten Druckermodule? Für Glas, Metall oder Papier gibt es ja auch einen Rohstoffmarkt. Während meiner Suche nach Abnehmern stieß ich dann auf diverse Leerguthändler und verlagerte mein Geschäft auf verbrauchte Exemplare. Heute zählt unser Unternehmen zu den größten Recyclingdienstleistern für Ingo Wegner, Geschäftsführer der Geld für müll Gmbh (www.geldfuermuell.de)

Tintenpatronen und Tonerkartuschen in Deutschland.

wir rund 371 Tonnen Büroabfälle vermeiden.

■■ Was ist das Kernanliegen Ihrer Dienstleistung?

■■ Was sollte ein Verbraucher mit seinen Kartuschen und Patronen machen?

Die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs bildet die Absicht,aktiven Umweltschutz auch im Kleinen profitabel zu gestalten. Druckerpatronen und Tonerkartuschen fallen schließlich in allen Büros und vielen Haushalten an. Da kann jeder seinen Beitrag leisten,den Müllberg langfristig abzutragen. Bedenken Sie nur, dass alleine in Deutschland rund 90 Prozent der verbrauchten Druckermodule im Müll landen,obwohl Tintentank und Druckkopf in den meisten Fällen noch einwandfrei funktionieren. ■■ Wie erklären Sie sich Ihren Erfolg?

Alleine im vergangenen Jahr zahlten wir über eine Million Euro für leere Druckerpatronen an unsere Kunden aus. Damit schaffen wir einen Anreiz für den Verkauf leerer Patronen und Kartuschen. So reduzierten wir den anfallenden Müll und schonen wichtige, nicht erneuerbare Ressourcen wie Öl, Kupfer oder Zink. 2009 konnten

Erst einmal gehören verbrauchte Tintenpatronen und Tonerkartuschen nicht in den Müll. Bei Batterien weiß das jedes Kind.Egal,ob Sie eine einzelne Patrone oder eine Kiste leerer Kartuschen loswerden möchten,können Sie uns das Leergut in jedem Fall schicken. Anhand unserer monatlich aktualisierten Ankaufpreisliste sehen Sie,ab wann sich der Versand für Sie lohnt.Im Zweifelsfall sammeln Sie eben die verbrauchten Module über das Jahr hinweg. Anschließend freuen Sie sich über den vermiedenen Abfall und unsere Leergutvergütung. ■■ haben Sie Tipps für Endkunden für den umgang mit diesem Material?

Zuallererst müssen Sie wissen, dass Druckerpatronen einen wertvollen Rohstoff darstellen. Aus diesem Grund sollten Sie mit den Modulen sorgsam umgehen. Schließlich können wir nur intakte Patronen wiederaufbereiten und vergüten. Also

REcYcLINg Mit dem Recycling von verbrauchten Tintenpatronen vermied die geld für Müll gmbh 2009 über 371 Tonnen Büroabfälle. Foto: christiAN BArth

nicht in den Müll, sondern ab in die Post. Anschließend können Sie die Erlöse aus dem Patronenverkauf für sich oder als Leergutspende für einen guten Zweck verwenden. ■■ Für welche Art von Kunden ist Ihr geschäftsmodell interessant? Für wirklich jeden?

Unser Kundenkreis aus heute über 18.000 Leergutlieferanten umfasst von der Privatperson bis zum Großkonzern tatsächlich die gesamte Bandbreite. Wir erleben es, dass einzelne Menschen ihr Einkommen mit dem Leergutverkauf aufbessern.Andere wiederum handeln aus rein altruistischen Motiven und sind froh, etwas Gutes für die Umwelt zu leisten. Zudem können unsere Kunden mit einer Leergutspende ein fränkisches Kinder- und Elternhaus unterstützen. Damit bewirken Sie in mehrfacher Hinsicht etwas Gutes.

■■ Welche Pläne gibt es für Sie und die Branche für die Zukunft?

Derzeit verwerten wir rund 90 Prozent der Kartuschen- und 100 Prozent der Tintenpatronenbestandteile. Unser Ziel ist es, sowohl den Anteil der recycelfähigen Patronenbestandteile wie Kunststoffe und Metalle auf annähernd 100 Prozent zu erhöhen, als auch den Gesamtanteil wiederbefüllter Kartuschen aufzustocken.Derzeit findet nur jede achte Patrone den Weg zurück in den Handel. Die weitere Entwicklung hängt zugegeben vom technischen Fortschritt ab. Stellen Sie sich vor, morgen würde das erste Druckermodell vorgestellt, dass ohne Patronen auskommt.Dann hätte sich die gesamte Branche schlagartig überlebt. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. markuS WallBrecher redaktion.de@mediaplanet.com ANZEIGE

Umweltfreundliche Erfrischung aus der Getränkedose

Wie modernes Verpackungsrecycling das Klima schützt Gebrauchtes Material sammeln, aufbereiten und es wieder in den Produktionskreislauf integrieren – eine Aufgabe, die seit jeher in der Getränkedosenindustrie mit Erfolg praktiziert wird. Mit gutem Grund: Die Getränkedose kann unendlich oft und ohne Qualitätsverlust recycelt werden und ist die am häufigsten wiederverwertete Getränkeverpackung der Welt. Dank kontinuierlicher Reduzierung des Materialeinsatzes bei der Herstellung und hoher Recyclingraten in Deutschland braucht sie – je nach Konsumsituation – den Vergleich mit anderen Verpackungen nicht mehr zu scheuen. Grund genug, sich das Leichtgewicht einmal genauer anzuschauen. Wer als Verbraucher vor dem Getränkeregal steht, hat nicht nur bezüglich der Markenvielfalt die Qual der Wahl, sondern auch was die Verpackung angeht. Bei welchen Verpackungen kann der Verbraucher mit gutem Umweltgewissen zugreifen? Mehrwegglasflasche, PET oder Getränkedose? Die Antwort ist: Bei allen Verpackungen. Es kommt einfach darauf an, in welcher konkreten Konsumsituation ein Produkt gekauft wird. So sind lokal abgefüllte und angebotene Biere in der Mehrwegglasflasche mit hohen Umlaufzahlen am umweltfreundlichsten. Doch beispielsweise bei Biermarken, die bundesweit verkauft werden und lange Transportwege haben, kann der Konsument mit gutem Gewissen zur Dose greifen. Denn in diesem Fall ist die Getränkedose heute eine ebenso umweltfreundliche Verpackungswahl. Einer der Hauptgründe für diese positive Entwicklung bei der Dose ist der Fortschritt in Sachen Gewichtsreduzierung. Die Getränkedosenindustrie hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich daran gearbeitet, den Materialeinsatz bei der Dosenherstellung zu reduzieren.

DIE DOSE – ALLES IST DRIN! Eine Initiative der BCME - Beverage Can Makers Europe

Die ökologische Zukunft ist leicht Das Gewicht etwa einer Halbliterdose ist heute um bis zu 25 Prozent geringer als vor 15 Jahren. Eine 0,5-Liter-Aluminiumdose – inklusive Deckel - bringt heute nicht einmal 16 Gramm auf die Waage. Die Industrie hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten fortlaufend in die Forschung und Entwicklung investiert sowie in die Weiterentwicklung der Maschinen und Werkzeuge, um Getränkedosen mit immer geringerer Wandstärke und damit mit immer weniger Material zu produzieren. Heute ist eine Dosenwand sogar dünner als ein menschliches Haar. Die Dose gehört damit zu den leichtesten Getränkeverpackungen. Neben der Einsparung an Material und Ressourcen senkt die Gewichtsreduzierung auch den Energieverbrauch beim Transport. Da die Dose zudem stapelbar ist und aufgrund ihrer typischen Form eine optimale Raumausnutzung ermöglicht, verursacht sie von allen Getränkeverpackungen für kohlensäurehaltige Getränke die geringsten CO2-Emissionen beim Transport. Höhere Recyclingraten Ein weiterer wichtiger Fortschritt ist die deutliche Steigerung der Recyclingraten seit Mitte der 90er Jahre. Heute werden in Deutschland 95 von 100 verkauften Dosen recycelt. Dank reduziertem Materialeinsatz und hoher Recyclingraten wird für die Herstellung von Getränkedosen immer weniger Neumaterial benötigt. Getränkedosen werden heute in Europa aus Metall hergestellt, das zu mindestens 50 Prozent aus recyceltem Material besteht. Die Verwendung von recyceltem Material spart bis zu 95 Prozent der Energie, die zur Herstellung von Neumaterial benötigt wird und senkt damit auch den CO2-Ausstoß. Deshalb werden Getränkedosen auch als „Energietresore“ bezeichnet. Da sie aus Metall (Aluminium oder Stahl) besteht, lässt sich die Dose ohne Qualitätsverlust unendlich oft einschmelzen und wiederverwerten. Das heißt, egal wie häufig die Metalle recycelt werden – das Material kann immer wieder zur Herstellung hochwertiger neuer Produkte eingesetzt werden. Und: Das recycelte Metall hat eine ebenso hohe Qualität und die gleichen Eigenschaften wie Primärmaterial. Das heißt, das aus recycelten Getränkedosen gewonnene Material ersetzt 1:1 die Nachfrage nach Primärmaterial, führt also zu einer Einsparung von Rohstoffen. Der Vorteil beim Recycling von Metallen ist einfach gesagt die Einsparung von Neumaterial. Der wirtschaftliche und nicht zuletzt ökologische Wert der Metalle ist daher ein lohnender Anreiz für das Recycling von Getränkedosen. Kein Wunder, dass die Getränkedose heute weltweit die meist recycelte Getränkeverpackung ist.

Weitere interessante Informationen zur Getränkedose gibt es auf www.forum-getraenkedose.de.



So wird die Welt recyclebar