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EDITION Vol. 17 | Kunde: BRAUN Hamburg

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Das Stilmagazin von BRAUN Hamburg Vol. 17

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Liebe Leserin, lieber Leser, was geschieht, wenn Tradition und Moderne in einem Augenblick zusammentreffen?

EDITORIAL

FALL | WINTER 2025

In dieser Ausgabe führt uns die Reise nach Salzburg, eine Stadt, die seit Jahrhunderten Bühne und Inspirationsquelle zugleich ist. Im Festspielhaus entfaltet sich die ganze Energie der Kunst, während das Hotel Rosewood Fuschl, umgeben von der malerischen Naturkulisse des Fuschlsees, einen Kontrast aus Ruhe und Grandezza setzt. Orte, die mit Architektur, Atmosphäre und Aura begeistern. Die Mode dieser Saison nimmt diese Haltung auf: Sie ist klar, aber niemals kühl. Raffiniert, aber geerdet. Marken wie Santaniello und Agnona zeigen, wie sich Handwerk und Gegenwart zu einer Sprache verweben, die Schönheit nicht im Spektakel, sondern im Detail sucht. Im Zentrum dieser Ausgabe stehen auch Begegnungen. In einem Gespräch mit Andrea Lardini spüren wir dem Wert echter Visionen nach. Kim-Eva Wempe, die das Erbe eines Hauses mit unverwechselbarer Eleganz weiterträgt, erzählt von Verantwortung, Leidenschaft und Beständigkeit.

LARS BRAUN HERAUSGEBER

Doch Salzburg lebt nicht nur von Tradition, sondern auch vom Wagnis. Wenn Künstler wie Georg Baselitz, Daniel Richter und Jonathan Meese die Bühnenbilder der Festspiele prägen, geraten Sehgewohnheiten ins Wanken. Malerei wird zu Raum, Musik zur Farbe, Theater zur Bewegung – Grenzen verschwimmen, und aus der Reibung entsteht ein neues Sehen. Diese Ausgabe soll Impulse geben: zum Nachdenken, zum Staunen, zum Entdecken. Herzlichst, Ihr

Lars Braun

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Liebe Leserin, lieber Leser, was geschieht, wenn Tradition und Moderne in einem Augenblick zusammentreffen?

EDITORIAL

FALL | WINTER 2025

In dieser Ausgabe führt uns die Reise nach Salzburg, eine Stadt, die seit Jahrhunderten Bühne und Inspirationsquelle zugleich ist. Im Festspielhaus entfaltet sich die ganze Energie der Kunst, während das Hotel Rosewood Fuschl, umgeben von der malerischen Naturkulisse des Fuschlsees, einen Kontrast aus Ruhe und Grandezza setzt. Orte, die mit Architektur, Atmosphäre und Aura begeistern. Die Mode dieser Saison nimmt diese Haltung auf: Sie ist klar, aber niemals kühl. Raffiniert, aber geerdet. Marken wie Santaniello und Agnona zeigen, wie sich Handwerk und Gegenwart zu einer Sprache verweben, die Schönheit nicht im Spektakel, sondern im Detail sucht. Im Zentrum dieser Ausgabe stehen auch Begegnungen. In einem Gespräch mit Andrea Lardini spüren wir dem Wert echter Visionen nach. Kim-Eva Wempe, die das Erbe eines Hauses mit unverwechselbarer Eleganz weiterträgt, erzählt von Verantwortung, Leidenschaft und Beständigkeit.

LARS BRAUN HERAUSGEBER

Doch Salzburg lebt nicht nur von Tradition, sondern auch vom Wagnis. Wenn Künstler wie Georg Baselitz, Daniel Richter und Jonathan Meese die Bühnenbilder der Festspiele prägen, geraten Sehgewohnheiten ins Wanken. Malerei wird zu Raum, Musik zur Farbe, Theater zur Bewegung – Grenzen verschwimmen, und aus der Reibung entsteht ein neues Sehen. Diese Ausgabe soll Impulse geben: zum Nachdenken, zum Staunen, zum Entdecken. Herzlichst, Ihr

Lars Braun

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I N H A L T

WOHNKULTUR AUF HÖCHSTEM NIVEAU Japandi-Villa trifft auf nachhaltigen Luxus.

08

EIN GESPRÄCH MIT KIM-EVA WEMPE Familien, Tradition und Zeitgeist

12

Objekt-ID 6210

62

FASHION STORY #1 Fall in Love with Fall Favorites

34

Die Ästhetik des Auftritts

82

EIN GESPRÄCH MIT ANDREA LARDINI Im Dialog liegt Lebendigkeit

38

88

FASHION STORY #2

SANTANIELLO Leise Innovation

90

KUNST DER SALZBURGER FESTSPIELE Die Bühne im Bann der Kunst

FASHION STORY #4 The Art of Loafers

94

SALZBURGS SCHRIFTSTELLER Sehnsuchtsort und perfide Fassade

EINZIGARTIGE IMMOBILIEN IN MÜNCHEN, DEM VORALPENLAND UND WELTWEIT. München | Sotheby‘s International Realty | Maximilianstraße 13 | 80539 München Tegernsee | Sotheby‘s International Realty | Seestraße 10 | 83700 Rottach-Egern muenchen-sothebysrealty.com | +49 (0)89 744 241 890 4

AGNONA Die Alchemie des Fühlens

Linien der Präsenz

60

FASHION STORY #3

5


I N H A L T

WOHNKULTUR AUF HÖCHSTEM NIVEAU Japandi-Villa trifft auf nachhaltigen Luxus.

08

EIN GESPRÄCH MIT KIM-EVA WEMPE Familien, Tradition und Zeitgeist

12

Objekt-ID 6210

62

FASHION STORY #1 Fall in Love with Fall Favorites

34

Die Ästhetik des Auftritts

82

EIN GESPRÄCH MIT ANDREA LARDINI Im Dialog liegt Lebendigkeit

38

88

FASHION STORY #2

SANTANIELLO Leise Innovation

90

KUNST DER SALZBURGER FESTSPIELE Die Bühne im Bann der Kunst

FASHION STORY #4 The Art of Loafers

94

SALZBURGS SCHRIFTSTELLER Sehnsuchtsort und perfide Fassade

EINZIGARTIGE IMMOBILIEN IN MÜNCHEN, DEM VORALPENLAND UND WELTWEIT. München | Sotheby‘s International Realty | Maximilianstraße 13 | 80539 München Tegernsee | Sotheby‘s International Realty | Seestraße 10 | 83700 Rottach-Egern muenchen-sothebysrealty.com | +49 (0)89 744 241 890 4

AGNONA Die Alchemie des Fühlens

Linien der Präsenz

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FASHION STORY #3

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FA MI LI E N TRADITION UND ZEITGEIST INTERVIEW: Martina Müllner, FOTOS: © Christian Barz, BRAUN Hamburg

Z W E I U N T E R N E H M E R P E R S Ö N L I C H K E I T E N , Z W E I FA M I L I E N N A M E N M I T

EIN GESPRÄCH

G E W I C H T – U N D E I N G E S P R ÄC H , DAS VO N F R E U N D S C H A F T U N D G E G E N ­

Z WISC HE N KIM - E VA WEMPE

S E I T I G E M V E R S TÄ N D N I S G E T R AG E N I S T. K I M - E VA W E M P E U N D L A R S B R A U N

UND LARS BRAUN

K E N N E N S I C H S E I T V I E L E N JA H R E N , V E R B U N D E N N I C H T N U R D U R C H D I E T R A D I T I O N I H R E R H Ä U S E R, S O N D E R N A U C H D U R C H DAS V E RT R A U E N S VO L L E V E R H Ä LT N I S I H R E R FA M I L I E N . I M G E S P R ÄC H E R I N N E R N S I E S I C H A N P R ÄG E N D E M OM E N T E , R E F L E KT I E R E N Ü B E R W E RT E U N D V E R A N T W O RT U N G U N D DARÜBER, I NWIEFERN EIN NAME V ER P FL I C HTE T.

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FA MI LI E N TRADITION UND ZEITGEIST INTERVIEW: Martina Müllner, FOTOS: © Christian Barz, BRAUN Hamburg

Z W E I U N T E R N E H M E R P E R S Ö N L I C H K E I T E N , Z W E I FA M I L I E N N A M E N M I T

EIN GESPRÄCH

G E W I C H T – U N D E I N G E S P R ÄC H , DAS VO N F R E U N D S C H A F T U N D G E G E N ­

Z WISC HE N KIM - E VA WEMPE

S E I T I G E M V E R S TÄ N D N I S G E T R AG E N I S T. K I M - E VA W E M P E U N D L A R S B R A U N

UND LARS BRAUN

K E N N E N S I C H S E I T V I E L E N JA H R E N , V E R B U N D E N N I C H T N U R D U R C H D I E T R A D I T I O N I H R E R H Ä U S E R, S O N D E R N A U C H D U R C H DAS V E RT R A U E N S VO L L E V E R H Ä LT N I S I H R E R FA M I L I E N . I M G E S P R ÄC H E R I N N E R N S I E S I C H A N P R ÄG E N D E M OM E N T E , R E F L E KT I E R E N Ü B E R W E RT E U N D V E R A N T W O RT U N G U N D DARÜBER, I NWIEFERN EIN NAME V ER P FL I C HTE T.

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Wie haben Sie Ihre Kinder an das Unternehmen herangeführt?

K. E. W. Ganz behutsam. Chiara war schon immer zahlenaffin, sie hat Finanzwesen in Frankfurt studiert und liebt das Controlling. Scott ist der Kreative, er macht Musik und hat ­European Thoughts in London studiert. Heute sind beide im Unternehmen und bringen ihre Ideen mit Begeisterung ein. Und das Großartige: Die beiden arbeiten komplett unterschiedlich und harmonieren doch sehr miteinander.

Frau Wempe, Herr Braun: Gibt es ein Schmuckstück in Ihrem Leben, das eine ganz persönliche Geschichte erzählt?

Kim-Eva Wempe Oh ja. Als junges Mädchen habe ich von meinem Vater einen Diamanten geschenkt bekommen, der in Form eines Schmetterlings geschliffen worden war. Der Anhänger war winzig, noch kleiner als mein „K”, das ich heute trage. Ich finde ihn immer wieder in meinem Schmuckkasten. Ich trage ihn heute noch, gern am Wochenende. Das Schmuckstück ­begleitet mich seit Jahrzehnten.

Aus einer dreireihigen Perlenkette habe ich eine sehr lange Perlenkette kreiert, die ich auch doppelt oder geknotet tragen kann. Und meine Tochter wird sie auch tragen. Das ist für mich Nachhaltigkeit. Und das ist es, was Schmuck ausmacht: Er überdauert. Im besten Sinne.

L. B. Bei uns ist es noch offen. Ich finde, man muss den Kindern auch die Freiheit lassen, Nein zu sagen. Es soll nicht das vierte Kind in die Firma müssen, nur weil die drei anderen sich anders entschieden haben. Wenn, dann aus Begeisterung. ­Alles andere wäre ungesund.

Und was treibt Sie beide täglich an, wenn es nicht um den Bedarf geht, sondern um die Begeisterung?

K. E. W. Lebensfreude. Unsere Produkte machen Glück sichtbar. Sie sind für besondere Momente. Für Verbindungen. Für Erinnerungen. Sie haben Gewicht. Und ja: Sie knistern, wenn man sie auspackt.

Wie sieht Ihre Philosophie im Umgang mit der nächsten Generation aus?

Lars Braun Und der Ring, den du heute trägst: Ich kann ihn von hier aus erkennen – wunderschön. K. E. W. Das ist eine andere Geschichte: Der Rubin stammt aus meinem Verlobungsring. Mein Mann Fritz hat mir den Ring, der aus seiner Familie stammt, geschenkt. Er bestand aus einem wunderschönen Rubin, umgeben von Brillanten. Später habe ich mir selbst einen klassischen Vorsteck-Ring mit einem Diamant-Solitär im Tropfenschliff geschenkt. Vor einigen Jahren habe ich dann beschlossen, die beiden außergewöhnlichen Edelsteine, den Rubin und den Diamanten, in einem Ring zu verheiraten. Die Idee des Two-Stone war geboren. Ich habe stundenlang mit Papierschnipseln experimentiert, wie sie am besten mit ihren unterschiedlichen Schliffarten an der Hand aussehen.

Von der Tochter des Visionärs zur Architektin der Marke: Kim-Eva Wempe.

ganz eigenen, wertigen Diamanten. Dafür wird Rohmaterial in höchster Qualität benötigt. Die Marke W 137 mit dem Ring Splendora ist heute ein Herzstück.

L. B. Das ist eben das Schöne an eurem Haus. Geschichten.

Hat sich Ihr Schmuckgeschmack im Laufe der Jahre verändert?

Handschrift. Substanz.

K. E. W. Ja, das würde ich sagen. Als Teenager mochte ich große Ohrringe, gerne mit langen Federn. Später habe ich dann gewichtige, goldene Ohrringe getragen. Inzwischen sind sie mir zu schwer geworden und beim Telefonieren sind sie nicht sehr praktisch.

empfinden das so. Und wir auch. Ein Schmuckstück ohne ­Geschichte ist nur edles Material. Aber mit der ihm eigenen Geschichte wird es zu einem emotionalen Begleiter.

K. E. W. Danke für das Kompliment. Auch unsere Kunden

Beide Unternehmen tragen Ihre Namen. Wann wurde Ihnen klar, was das bedeutet?

L. B. Deshalb sprechen manche Damen ja direkt in ihr Telefon.

L. B. Ich habe eine Visitenkarte ohne Titel: Lars Braun. Das war gleichzeitig einfach und herausfordernd. Denn mit dem Namen ist man sofort gesetzt, aber nicht automatisch legitimiert. Ich musste mir alles erarbeiten, wie jeder andere. Der Name öffnet Türen, aber er verpflichtet.

K. E. W. (lacht) Ja! L. B. Ich trage noch immer meinen ersten Ehering. Von Wempe, natürlich. Seit dem ersten Aufstecken nicht mehr abgenommen.

K. E. W. Ich wusste als Kind nicht, was der Name Wempe bedeutet. Mein Vater ging morgens zur Arbeit und kam am Abend wieder. Mein Nachname war mir, auch nachdem ich verheiratet war, nicht wichtig. Erst mit meinen eigenen Kindern wurde mir bewusst, welchen Wert der Name hat. Ich wollte eigentlich den Namen meines Mannes, Ahrens, behalten, aber er sagte zu mir: Unsere Kinder sollten Wempe heißen. Und ich wusste: Ja, er hatte recht.

Frau Wempe, Sie haben gesagt, Schmuckstücke wachsen mit einem. Gibt es bei Ihnen Signature Pieces?

K. E. W. Absolut. Unser Wempe-Schliff etwa. Ein eigener Diamantschliff mit 137 Facetten – das war ein Traum meines Vaters. Ich kam mit der Idee aus Amsterdam zurück, dann wurde es zu seiner Vision. Wir wollten keinen „schlauen Schliff” im Sinne von „weniger Karat, mehr Wirkung”, sondern einen

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K. E. W. Wenn jemand nicht mit Herzblut dabei ist, leidet nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Person selbst. Ich konnte es bei einem jungen Mann, dem Sohn eines Anwalts, beobachten. Seine Begeisterung für Uhren konnte er bei uns einbringen. Sein Vater war anfangs sehr enttäuscht, dass er nicht in seine Kanzlei eingestiegen ist. Im Nachhinein hat er aber verstanden, dass sein Sohn die richtige Entscheidung ­getroffen hat.

L. B. Ich sehe es genauso. Wir verkaufen Dinge, die niemand zum Überleben braucht, aber zum Glücklichsein. Und das macht sie so wertvoll. Wenn wir das nie vergessen, bleiben wir auch relevant.

L. B. Unbedingt. Es braucht Freude, Haltung, ein Gefühl für Verantwortung. Nur dann kann man ein Familienunternehmen in die Zukunft tragen. Lassen Sie uns über Stil sprechen: Gibt es eine Ikone bei BRAUN Hamburg und bei Wempe?

L. B. Früher hätte ich gesagt: der blaue Blazer. Heute ist es das dunkelblaue Sakko. Zeitlos, aber immer wieder neu interpretiert. Genau wie das weiße Hemd. Die Form des Kragens, die Manschette – alles unterliegt einer gewissen Entwicklung. Aber: ein echter Klassiker ist nie fehl am Platz. K. E. W. Bei uns ist es der Solitaire. Ein Diamant geht immer. Und die Iron Walker – eine sportliche Uhr mit integriertem Stahlband – ist unser Statement für Zeitgeist. Und natürlich der Wempe-Schliff. Alle Schmuckstücke sowie die Uhr sind nicht laut, aber substanziell. Wie ein blauer Anzug eben. Wempe, Braun – beide Namen stehen für Werthaltigkeit. Welche Rolle spielt das Thema Dauerhaftigkeit für Ihre Kundschaft? Zwei Namen, zwei Traditionen, die durch Freundschaft und

L. B. Eine sehr große. Menschen wollen heute bewusster

Verantwortung verbunden sind: Kim-Eva Wempe und Lars Braun.

konsumieren. Nicht mehr, sondern besser. Ich glaube, das ist unser großer Vorteil: Wer bei uns kauft, will behalten. Da geht es nicht um Trends, sondern um Stil. Um Qualität.

K. E. W. Ja, das sehe ich auch so. Ich trage Schmuckstücke meiner Mutter weiter, wenn auch in umgearbeitetem Design.

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Wie haben Sie Ihre Kinder an das Unternehmen herangeführt?

K. E. W. Ganz behutsam. Chiara war schon immer zahlenaffin, sie hat Finanzwesen in Frankfurt studiert und liebt das Controlling. Scott ist der Kreative, er macht Musik und hat ­European Thoughts in London studiert. Heute sind beide im Unternehmen und bringen ihre Ideen mit Begeisterung ein. Und das Großartige: Die beiden arbeiten komplett unterschiedlich und harmonieren doch sehr miteinander.

Frau Wempe, Herr Braun: Gibt es ein Schmuckstück in Ihrem Leben, das eine ganz persönliche Geschichte erzählt?

Kim-Eva Wempe Oh ja. Als junges Mädchen habe ich von meinem Vater einen Diamanten geschenkt bekommen, der in Form eines Schmetterlings geschliffen worden war. Der Anhänger war winzig, noch kleiner als mein „K”, das ich heute trage. Ich finde ihn immer wieder in meinem Schmuckkasten. Ich trage ihn heute noch, gern am Wochenende. Das Schmuckstück ­begleitet mich seit Jahrzehnten.

Aus einer dreireihigen Perlenkette habe ich eine sehr lange Perlenkette kreiert, die ich auch doppelt oder geknotet tragen kann. Und meine Tochter wird sie auch tragen. Das ist für mich Nachhaltigkeit. Und das ist es, was Schmuck ausmacht: Er überdauert. Im besten Sinne.

L. B. Bei uns ist es noch offen. Ich finde, man muss den Kindern auch die Freiheit lassen, Nein zu sagen. Es soll nicht das vierte Kind in die Firma müssen, nur weil die drei anderen sich anders entschieden haben. Wenn, dann aus Begeisterung. ­Alles andere wäre ungesund.

Und was treibt Sie beide täglich an, wenn es nicht um den Bedarf geht, sondern um die Begeisterung?

K. E. W. Lebensfreude. Unsere Produkte machen Glück sichtbar. Sie sind für besondere Momente. Für Verbindungen. Für Erinnerungen. Sie haben Gewicht. Und ja: Sie knistern, wenn man sie auspackt.

Wie sieht Ihre Philosophie im Umgang mit der nächsten Generation aus?

Lars Braun Und der Ring, den du heute trägst: Ich kann ihn von hier aus erkennen – wunderschön. K. E. W. Das ist eine andere Geschichte: Der Rubin stammt aus meinem Verlobungsring. Mein Mann Fritz hat mir den Ring, der aus seiner Familie stammt, geschenkt. Er bestand aus einem wunderschönen Rubin, umgeben von Brillanten. Später habe ich mir selbst einen klassischen Vorsteck-Ring mit einem Diamant-Solitär im Tropfenschliff geschenkt. Vor einigen Jahren habe ich dann beschlossen, die beiden außergewöhnlichen Edelsteine, den Rubin und den Diamanten, in einem Ring zu verheiraten. Die Idee des Two-Stone war geboren. Ich habe stundenlang mit Papierschnipseln experimentiert, wie sie am besten mit ihren unterschiedlichen Schliffarten an der Hand aussehen.

Von der Tochter des Visionärs zur Architektin der Marke: Kim-Eva Wempe.

ganz eigenen, wertigen Diamanten. Dafür wird Rohmaterial in höchster Qualität benötigt. Die Marke W 137 mit dem Ring Splendora ist heute ein Herzstück.

L. B. Das ist eben das Schöne an eurem Haus. Geschichten.

Hat sich Ihr Schmuckgeschmack im Laufe der Jahre verändert?

Handschrift. Substanz.

K. E. W. Ja, das würde ich sagen. Als Teenager mochte ich große Ohrringe, gerne mit langen Federn. Später habe ich dann gewichtige, goldene Ohrringe getragen. Inzwischen sind sie mir zu schwer geworden und beim Telefonieren sind sie nicht sehr praktisch.

empfinden das so. Und wir auch. Ein Schmuckstück ohne ­Geschichte ist nur edles Material. Aber mit der ihm eigenen Geschichte wird es zu einem emotionalen Begleiter.

K. E. W. Danke für das Kompliment. Auch unsere Kunden

Beide Unternehmen tragen Ihre Namen. Wann wurde Ihnen klar, was das bedeutet?

L. B. Deshalb sprechen manche Damen ja direkt in ihr Telefon.

L. B. Ich habe eine Visitenkarte ohne Titel: Lars Braun. Das war gleichzeitig einfach und herausfordernd. Denn mit dem Namen ist man sofort gesetzt, aber nicht automatisch legitimiert. Ich musste mir alles erarbeiten, wie jeder andere. Der Name öffnet Türen, aber er verpflichtet.

K. E. W. (lacht) Ja! L. B. Ich trage noch immer meinen ersten Ehering. Von Wempe, natürlich. Seit dem ersten Aufstecken nicht mehr abgenommen.

K. E. W. Ich wusste als Kind nicht, was der Name Wempe bedeutet. Mein Vater ging morgens zur Arbeit und kam am Abend wieder. Mein Nachname war mir, auch nachdem ich verheiratet war, nicht wichtig. Erst mit meinen eigenen Kindern wurde mir bewusst, welchen Wert der Name hat. Ich wollte eigentlich den Namen meines Mannes, Ahrens, behalten, aber er sagte zu mir: Unsere Kinder sollten Wempe heißen. Und ich wusste: Ja, er hatte recht.

Frau Wempe, Sie haben gesagt, Schmuckstücke wachsen mit einem. Gibt es bei Ihnen Signature Pieces?

K. E. W. Absolut. Unser Wempe-Schliff etwa. Ein eigener Diamantschliff mit 137 Facetten – das war ein Traum meines Vaters. Ich kam mit der Idee aus Amsterdam zurück, dann wurde es zu seiner Vision. Wir wollten keinen „schlauen Schliff” im Sinne von „weniger Karat, mehr Wirkung”, sondern einen

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K. E. W. Wenn jemand nicht mit Herzblut dabei ist, leidet nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Person selbst. Ich konnte es bei einem jungen Mann, dem Sohn eines Anwalts, beobachten. Seine Begeisterung für Uhren konnte er bei uns einbringen. Sein Vater war anfangs sehr enttäuscht, dass er nicht in seine Kanzlei eingestiegen ist. Im Nachhinein hat er aber verstanden, dass sein Sohn die richtige Entscheidung ­getroffen hat.

L. B. Ich sehe es genauso. Wir verkaufen Dinge, die niemand zum Überleben braucht, aber zum Glücklichsein. Und das macht sie so wertvoll. Wenn wir das nie vergessen, bleiben wir auch relevant.

L. B. Unbedingt. Es braucht Freude, Haltung, ein Gefühl für Verantwortung. Nur dann kann man ein Familienunternehmen in die Zukunft tragen. Lassen Sie uns über Stil sprechen: Gibt es eine Ikone bei BRAUN Hamburg und bei Wempe?

L. B. Früher hätte ich gesagt: der blaue Blazer. Heute ist es das dunkelblaue Sakko. Zeitlos, aber immer wieder neu interpretiert. Genau wie das weiße Hemd. Die Form des Kragens, die Manschette – alles unterliegt einer gewissen Entwicklung. Aber: ein echter Klassiker ist nie fehl am Platz. K. E. W. Bei uns ist es der Solitaire. Ein Diamant geht immer. Und die Iron Walker – eine sportliche Uhr mit integriertem Stahlband – ist unser Statement für Zeitgeist. Und natürlich der Wempe-Schliff. Alle Schmuckstücke sowie die Uhr sind nicht laut, aber substanziell. Wie ein blauer Anzug eben. Wempe, Braun – beide Namen stehen für Werthaltigkeit. Welche Rolle spielt das Thema Dauerhaftigkeit für Ihre Kundschaft? Zwei Namen, zwei Traditionen, die durch Freundschaft und

L. B. Eine sehr große. Menschen wollen heute bewusster

Verantwortung verbunden sind: Kim-Eva Wempe und Lars Braun.

konsumieren. Nicht mehr, sondern besser. Ich glaube, das ist unser großer Vorteil: Wer bei uns kauft, will behalten. Da geht es nicht um Trends, sondern um Stil. Um Qualität.

K. E. W. Ja, das sehe ich auch so. Ich trage Schmuckstücke meiner Mutter weiter, wenn auch in umgearbeitetem Design.

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FALL IN LOVE

WITH FALL FAVORITES 12

Mantel | HARRIS WHARF LONDON

Rollkragenpullover | B.F. KNITWEAR

Sakko | Hose | WINDSOR

Loafer | STURLINI

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FALL IN LOVE

WITH FALL FAVORITES 12

Mantel | HARRIS WHARF LONDON

Rollkragenpullover | B.F. KNITWEAR

Sakko | Hose | WINDSOR

Loafer | STURLINI

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Mantel | DOPPIAA

Rollkragenpullover | FEDELI

Hose | BERWICH

Loafer | OFFICINE CREATIVE

Sakko | CIRCOLO 1901

Hemd | GHERARDI

14

Hose | GTA

Tasche | SERAPIAN

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Mantel | DOPPIAA

Rollkragenpullover | FEDELI

Hose | BERWICH

Loafer | OFFICINE CREATIVE

Sakko | CIRCOLO 1901

Hemd | GHERARDI

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Hose | GTA

Tasche | SERAPIAN

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Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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Overshirt | T-Shirt | Hose | Sonnenbrille | THOM BROWNE

Loafer | OFFICINE CREATIVE

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Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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Overshirt | T-Shirt | Hose | Sonnenbrille | THOM BROWNE

Loafer | OFFICINE CREATIVE

18

Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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KLEIDUNG ALS KULTUR

STIL DURCH ELEGANZ

FORM MIT AUSDRUCK Anzug | STILE LATINO

Hemd | FINAMORE

20

Krawatte | ZEGNA

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KLEIDUNG ALS KULTUR

STIL DURCH ELEGANZ

FORM MIT AUSDRUCK Anzug | STILE LATINO

Hemd | FINAMORE

20

Krawatte | ZEGNA

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Pullover | PIACENZA

Sakko | SIPARIO

22

Poloshirt | AURÉLIEN

23


Pullover | PIACENZA

Sakko | SIPARIO

22

Poloshirt | AURÉLIEN

23


IN DER STRUKTUR LIEGT DER CHARAKTER

Cardigan | PIACENZA

Rollkragenpullover | FTC

24

Hose | PT TORINO

Sakko | ZEGNA

Rollkragenpullover | FIORONI

Hose | BRIGLIA 1949

Boots | OFFICINE CREATIVE

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IN DER STRUKTUR LIEGT DER CHARAKTER

Cardigan | PIACENZA

Rollkragenpullover | FTC

24

Hose | PT TORINO

Sakko | ZEGNA

Rollkragenpullover | FIORONI

Hose | BRIGLIA 1949

Boots | OFFICINE CREATIVE

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Tasche | TOM FORD

Mütze | FEDELI

Anzug | SANTANIELLO

Hemd | BORRELLI

26

27


Tasche | TOM FORD

Mütze | FEDELI

Anzug | SANTANIELLO

Hemd | BORRELLI

26

27


Cabanjacke | MONTECORE

Rollkragenpullover | FILIPPO DE LAURENTIIS

Boots | DOUCAL’S

Hose | BRIGLIA 1949

Sakko | WINDSOR

Hemd | BORRELLI

Tasche | TOM FORD

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Hose | MARCO PESCAROLO


Cabanjacke | MONTECORE

Rollkragenpullover | FILIPPO DE LAURENTIIS

Boots | DOUCAL’S

Hose | BRIGLIA 1949

Sakko | WINDSOR

Hemd | BORRELLI

Tasche | TOM FORD

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29

Hose | MARCO PESCAROLO


Blouson | MOORER

Hemd | BORRELLI

Hose | MARCO PESCAROLO

Kurzmantel | UBR

Boots | DOUCAL’S

Rollkragenpullover | FTC

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Blouson | MOORER

Hemd | BORRELLI

Hose | MARCO PESCAROLO

Kurzmantel | UBR

Boots | DOUCAL’S

Rollkragenpullover | FTC

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S T I L V O L L

Alles | 04651/ A TRIP IN A BAG

Cardigan | FILIPPO DE LAURENTIIS

T-Shirt | STEFAN BRANDT

Hose | PT TORINO

Schuhe | PARABOOT

Boots | DOUCAL’S

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S T I L V O L L

Alles | 04651/ A TRIP IN A BAG

Cardigan | FILIPPO DE LAURENTIIS

T-Shirt | STEFAN BRANDT

Hose | PT TORINO

Schuhe | PARABOOT

Boots | DOUCAL’S

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IM DIALOG LIEGT LEBENDIGKEIT

VO N D R E I G E S C H W I S T E R N G E G R Ü N D E T, S PÄT E R K A M N O C H D I E V I E RT E SCHWESTER HINZU, UND HEUTE WIRKEN SCHON DEREN KINDER IM U N T E R N E H M E N M I T : 1978 I N S L E B E N G E R U F E N , I S T L A R D I N I E I N PA R A D E B E I S P I E L E I N E S I TA L I E N I S C H E N FA M I L I E N U N T E R N E H M E N S . LO K A L I N F I LO T T R A N O V E R A N K E RT, I N T E R N AT I O N A L O R I E N T I E RT. U N V E R K E N N B A R D U R C H DAS B LÜ T E N - E M B L E M A M R E V E R S . E D I T I O N H AT E I N G E S P R ÄC H Z W I S C H E N C E O A N D R E A L A R D I N I U N D L A R S B R A U N B E G L E I T E T – Ü B E R G E M E I N S A M E W E RT E , U N V E R R Ü C K B A R E H A LT U N G U N D D E N R E I Z D E R Z U KU N F T.

INTERVIEW MIT LARDINI CEO ANDREA LARDINI VON LARS BRAUN

INTERVIEW-ÜBERTRAGUNG: Martina Müllner, FOTOS: © Lardini Corporate

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IM DIALOG LIEGT LEBENDIGKEIT

VO N D R E I G E S C H W I S T E R N G E G R Ü N D E T, S PÄT E R K A M N O C H D I E V I E RT E SCHWESTER HINZU, UND HEUTE WIRKEN SCHON DEREN KINDER IM U N T E R N E H M E N M I T : 1978 I N S L E B E N G E R U F E N , I S T L A R D I N I E I N PA R A D E B E I S P I E L E I N E S I TA L I E N I S C H E N FA M I L I E N U N T E R N E H M E N S . LO K A L I N F I LO T T R A N O V E R A N K E RT, I N T E R N AT I O N A L O R I E N T I E RT. U N V E R K E N N B A R D U R C H DAS B LÜ T E N - E M B L E M A M R E V E R S . E D I T I O N H AT E I N G E S P R ÄC H Z W I S C H E N C E O A N D R E A L A R D I N I U N D L A R S B R A U N B E G L E I T E T – Ü B E R G E M E I N S A M E W E RT E , U N V E R R Ü C K B A R E H A LT U N G U N D D E N R E I Z D E R Z U KU N F T.

INTERVIEW MIT LARDINI CEO ANDREA LARDINI VON LARS BRAUN

INTERVIEW-ÜBERTRAGUNG: Martina Müllner, FOTOS: © Lardini Corporate

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Lars Braun Lardini als Familie ist Herzstück und Antrieb Ihrer Marke. Wie evident sind diese familiären Bindungen bei Lardini im Alltag – und wo sehen Sie Parallelen zu uns bei BRAUN Hamburg? Andrea Lardini Dass wir eine Familie sind, das ist die Seele unseres Unternehmens. Bei Lardini ist die Familienstruktur nicht bloß ein organisatorisches Modell – sie ist eine Haltung, eine Arbeitsweise und eine Perspektive auf die Zukunft. In unserer Zentrale in Filottrano begegnen wir einander täglich mit der Selbstverständlichkeit einer Familie, die Werte, Visionen und Verantwortung teilt. Es herrschen ein tiefes Vertrauensverhältnis, ein kontinuierlicher Dialog – und diese emotionale Energie, die dazu antreibt, mit besonderer Sorgfalt zu handeln, so, als täte man es für jemanden, den man liebt. Dieses Miteinander verleiht unserem Tun Authentizität. Ähnliches spüren wir in der Zusammenarbeit mit Ihnen: Ihr Blick auf Produkt, Mensch und Kundenerlebnis ist dem unseren zutiefst verwandt. Unsere persönliche Verbindung hat sich über die Jahre gefestigt – getragen von gegenseitigem Respekt, einer gemeinsamen Leidenschaft für Ästhetik und einem ehrlichen Gespür für Details. Wir sind zwei Unternehmer, die das Unternehmen primär als menschlichen, nicht nur als wirtschaftlichen Raum begreifen. Eine solche Partnerschaft entsteht aus dem Selbstverständnis, dass sich nicht nur zwei Unternehmen, sondern zwei Familien begegnen. L. B. Mit mehreren Generationen in einem Unternehmen zu arbeiten, bedeutet auch, verschiedene Perspektiven zu vereinen. Inwiefern unterscheidet sich „Ihr“ Lardini vom Lardini der Generation Ihrer Eltern oder Kinder? A. L. Unsere Firma ist auf tragenden

Werten erbaut: auf handwerklicher Integrität, täglichem Engagement und dem Respekt vor der Arbeit. Die neue Generation bringt einen digitaleren, internationaleren Blick ein – und einen natürlichen Drang zur Weiterentwicklung. Sicher gibt es auch Unterschiede, aber sie bereichern einander. Wir bewahren die Wurzeln, die nächste Generation öffnet neue Wege. In diesem Dialog liegt die Lebendigkeit unserer Marke.

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L. B. Lardinis Handschrift ist, italienische Leichtigkeit mit internationalem Anspruch zu vereinen. Wie entwickelt man daraus eine stilistische Signatur, die von den USA bis Japan – von Filottrano bis Hamburg – verstanden wird? L. B.

Lardini steht für traditionelles Handwerk ebenso wie für eine zeitgemäße, elegante Interpretation. Wie gelingt Ihnen dieses Gleichgewicht – und welche Rolle wird uns als Partner, der diese Philosophie zum Kunden bringt, zuteil?

A. L. Wir bei Lardini pflegen eine fei-

ne Balance zwischen handwerklicher Tradition und moderner Ästhetik: Auf der einen Seite das tief verwurzelte Schneiderhandwerk, auf der anderen ein zeitgemäßer Blick auf Silhouetten, Materialien und Konstruktion. Jedes Lardini-Kleidungsstück entspringt dem Können erfahrener Hände, geformt mit einem Sinn für Details – und spricht zugleich die Sprache des Jetzt: in der Leichtigkeit, im Stoffbild, in der Proportion. Gerade deshalb ist ein Partner wie BRAUN Hamburg von unschätzbarem Wert – ein Haus, das unsere Auffassung von authentischer Eleganz und modernem Stilverständnis teilt. Auf diesem gemeinsamen Wertefundament entstehen Beziehungen, die stabil und zukunftsfähig sind.

L. B. Kontinuität und Vertrauen sind

Werte, auf die wir beide viel geben. Wie lassen sich diese Werte in einer zunehmend schnelllebigen Modewelt bewahren?

A. L. Unsere Branche ist manchmal

atemlos. Da gewinnen Werte wie Kontinuität und Vertrauen an Bedeutung. Unsere Antwort ist Beständigkeit – in der Qualität, in der Integrität, in den langjährigen Beziehungen. Unser Verhältnis ist für mich ein leuchtendes Beispiel: Eine Partnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht und gerade dadurch über die Jahre immer stärker wird.

A. L.

Italienische Leichtigkeit ist tief in unserer DNA verankert: weiche Formen, natürliche Materialien, eine Eleganz, die niemals beschwert. Der internationale Geist entspringt dem ständigen Dialog mit unterschiedlichen Märkten und Kulturen. Das bereichert unsere Sichtweise und Stilistik. Ob in New York, Tokio oder Hamburg – wir bemühen uns um eine universelle Formensprache, die lokale Ästhetiken aufnimmt, ohne unsere Identität zu verwässern. In einer globalisierten Welt gewinnt lokales Verständnis an Bedeutung. Partner wie Sie bei BRAUN Hamburg besitzen die Fähigkeit, tief in ihre Stadt, ihre Kultur, ihre Kundschaft einzutauchen – und dennoch einen souveränen Dialog mit einem internationalen Publikum zu führen. Diese Kombination ist für uns wertvoll, weil sie Nähe schafft und zugleich den globalen Kontext nicht aus den Augen verliert.

Mit BRAUN Hamburg stehen Sie exemplarisch für dieses Verständnis: ein Sortiment, das mit Bedacht und aus Überzeugung kuratiert ist – getragen von substanziellen Werten. Solche Kooperationen sind mehr als geschäftlich – es ist für mich eine Form von Kultur. Sie bewahren den Sinn für das Schöne.

L. B. Jeder kennt Ihr Symbol, den Blütenanstecker. Welches Symbol würden Sie BRAUN Hamburg zuordnen? A. L. Unsere Blume ist ein leises, aber kraftvolles Zeichen – sie steht für die Überzeugung, dass im Detail die Identität liegt. Wenn ich Ihrem Unternehmen ein Symbol zuweisen müsste, wäre es eine Kompassnadel: Denn Sie verstehen es, sicher zwischen Tradition und Innovation, zwischen lokalem Gespür und internationalem Anspruch zu navigieren – und Ihre Kunden auf diesem Weg stilsicher zu begleiten.

L. B. Als Marke haben Sie das Credo „Luxury in Everyday Life“ formuliert. Wie interpretieren Sie das konkret? A. L. „Luxury in Everyday Life“ steht

für uns nicht für ostentativen Luxus, sondern für eine stille Exzellenz: für Sorgfalt, für die Auswahl feinster Materialien, für die Geste. Ein Kleidungsstück von Lardini ist nicht bloß etwas, das man trägt – es ist ein Statement für eine Haltung: Stil und Bewusstsein, selbst im Alltäglichsten.

L. B. Liegt der wahre Luxus in der Auswahl, der Kuration? A. L. Exklusivität misst sich für uns an der Echtheit der Auswahl: den Stoffen, den Details, den Menschen, die sie verarbeiten. Sie bedeutet, kompromisslose Produkte mit klarer Handschrift zu kreieren – und diese mit Partnern zu teilen, die sie mit derselben Haltung vermitteln.

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Lars Braun Lardini als Familie ist Herzstück und Antrieb Ihrer Marke. Wie evident sind diese familiären Bindungen bei Lardini im Alltag – und wo sehen Sie Parallelen zu uns bei BRAUN Hamburg? Andrea Lardini Dass wir eine Familie sind, das ist die Seele unseres Unternehmens. Bei Lardini ist die Familienstruktur nicht bloß ein organisatorisches Modell – sie ist eine Haltung, eine Arbeitsweise und eine Perspektive auf die Zukunft. In unserer Zentrale in Filottrano begegnen wir einander täglich mit der Selbstverständlichkeit einer Familie, die Werte, Visionen und Verantwortung teilt. Es herrschen ein tiefes Vertrauensverhältnis, ein kontinuierlicher Dialog – und diese emotionale Energie, die dazu antreibt, mit besonderer Sorgfalt zu handeln, so, als täte man es für jemanden, den man liebt. Dieses Miteinander verleiht unserem Tun Authentizität. Ähnliches spüren wir in der Zusammenarbeit mit Ihnen: Ihr Blick auf Produkt, Mensch und Kundenerlebnis ist dem unseren zutiefst verwandt. Unsere persönliche Verbindung hat sich über die Jahre gefestigt – getragen von gegenseitigem Respekt, einer gemeinsamen Leidenschaft für Ästhetik und einem ehrlichen Gespür für Details. Wir sind zwei Unternehmer, die das Unternehmen primär als menschlichen, nicht nur als wirtschaftlichen Raum begreifen. Eine solche Partnerschaft entsteht aus dem Selbstverständnis, dass sich nicht nur zwei Unternehmen, sondern zwei Familien begegnen. L. B. Mit mehreren Generationen in einem Unternehmen zu arbeiten, bedeutet auch, verschiedene Perspektiven zu vereinen. Inwiefern unterscheidet sich „Ihr“ Lardini vom Lardini der Generation Ihrer Eltern oder Kinder? A. L. Unsere Firma ist auf tragenden

Werten erbaut: auf handwerklicher Integrität, täglichem Engagement und dem Respekt vor der Arbeit. Die neue Generation bringt einen digitaleren, internationaleren Blick ein – und einen natürlichen Drang zur Weiterentwicklung. Sicher gibt es auch Unterschiede, aber sie bereichern einander. Wir bewahren die Wurzeln, die nächste Generation öffnet neue Wege. In diesem Dialog liegt die Lebendigkeit unserer Marke.

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L. B. Lardinis Handschrift ist, italienische Leichtigkeit mit internationalem Anspruch zu vereinen. Wie entwickelt man daraus eine stilistische Signatur, die von den USA bis Japan – von Filottrano bis Hamburg – verstanden wird? L. B.

Lardini steht für traditionelles Handwerk ebenso wie für eine zeitgemäße, elegante Interpretation. Wie gelingt Ihnen dieses Gleichgewicht – und welche Rolle wird uns als Partner, der diese Philosophie zum Kunden bringt, zuteil?

A. L. Wir bei Lardini pflegen eine fei-

ne Balance zwischen handwerklicher Tradition und moderner Ästhetik: Auf der einen Seite das tief verwurzelte Schneiderhandwerk, auf der anderen ein zeitgemäßer Blick auf Silhouetten, Materialien und Konstruktion. Jedes Lardini-Kleidungsstück entspringt dem Können erfahrener Hände, geformt mit einem Sinn für Details – und spricht zugleich die Sprache des Jetzt: in der Leichtigkeit, im Stoffbild, in der Proportion. Gerade deshalb ist ein Partner wie BRAUN Hamburg von unschätzbarem Wert – ein Haus, das unsere Auffassung von authentischer Eleganz und modernem Stilverständnis teilt. Auf diesem gemeinsamen Wertefundament entstehen Beziehungen, die stabil und zukunftsfähig sind.

L. B. Kontinuität und Vertrauen sind

Werte, auf die wir beide viel geben. Wie lassen sich diese Werte in einer zunehmend schnelllebigen Modewelt bewahren?

A. L. Unsere Branche ist manchmal

atemlos. Da gewinnen Werte wie Kontinuität und Vertrauen an Bedeutung. Unsere Antwort ist Beständigkeit – in der Qualität, in der Integrität, in den langjährigen Beziehungen. Unser Verhältnis ist für mich ein leuchtendes Beispiel: Eine Partnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht und gerade dadurch über die Jahre immer stärker wird.

A. L.

Italienische Leichtigkeit ist tief in unserer DNA verankert: weiche Formen, natürliche Materialien, eine Eleganz, die niemals beschwert. Der internationale Geist entspringt dem ständigen Dialog mit unterschiedlichen Märkten und Kulturen. Das bereichert unsere Sichtweise und Stilistik. Ob in New York, Tokio oder Hamburg – wir bemühen uns um eine universelle Formensprache, die lokale Ästhetiken aufnimmt, ohne unsere Identität zu verwässern. In einer globalisierten Welt gewinnt lokales Verständnis an Bedeutung. Partner wie Sie bei BRAUN Hamburg besitzen die Fähigkeit, tief in ihre Stadt, ihre Kultur, ihre Kundschaft einzutauchen – und dennoch einen souveränen Dialog mit einem internationalen Publikum zu führen. Diese Kombination ist für uns wertvoll, weil sie Nähe schafft und zugleich den globalen Kontext nicht aus den Augen verliert.

Mit BRAUN Hamburg stehen Sie exemplarisch für dieses Verständnis: ein Sortiment, das mit Bedacht und aus Überzeugung kuratiert ist – getragen von substanziellen Werten. Solche Kooperationen sind mehr als geschäftlich – es ist für mich eine Form von Kultur. Sie bewahren den Sinn für das Schöne.

L. B. Jeder kennt Ihr Symbol, den Blütenanstecker. Welches Symbol würden Sie BRAUN Hamburg zuordnen? A. L. Unsere Blume ist ein leises, aber kraftvolles Zeichen – sie steht für die Überzeugung, dass im Detail die Identität liegt. Wenn ich Ihrem Unternehmen ein Symbol zuweisen müsste, wäre es eine Kompassnadel: Denn Sie verstehen es, sicher zwischen Tradition und Innovation, zwischen lokalem Gespür und internationalem Anspruch zu navigieren – und Ihre Kunden auf diesem Weg stilsicher zu begleiten.

L. B. Als Marke haben Sie das Credo „Luxury in Everyday Life“ formuliert. Wie interpretieren Sie das konkret? A. L. „Luxury in Everyday Life“ steht

für uns nicht für ostentativen Luxus, sondern für eine stille Exzellenz: für Sorgfalt, für die Auswahl feinster Materialien, für die Geste. Ein Kleidungsstück von Lardini ist nicht bloß etwas, das man trägt – es ist ein Statement für eine Haltung: Stil und Bewusstsein, selbst im Alltäglichsten.

L. B. Liegt der wahre Luxus in der Auswahl, der Kuration? A. L. Exklusivität misst sich für uns an der Echtheit der Auswahl: den Stoffen, den Details, den Menschen, die sie verarbeiten. Sie bedeutet, kompromisslose Produkte mit klarer Handschrift zu kreieren – und diese mit Partnern zu teilen, die sie mit derselben Haltung vermitteln.

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LINIEN PRÄSENZ

DER

Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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LINIEN PRÄSENZ

DER

Alles | BRUNELLO CUCINELLI

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Lederjacke | BELSTAFF

Alles | BRUNELLO CUCINELLI

Rollkragenpullover | STEFAN BRANDT

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Lederjacke | BELSTAFF

Alles | BRUNELLO CUCINELLI

Rollkragenpullover | STEFAN BRANDT

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Blouson | MANDELLI

Pullover | FIORONI

Hose | DONDUP

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Blouson | MANDELLI

Pullover | FIORONI

Hose | DONDUP

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Lederjacke | RIFUGIO

Hose | PT TORINO

Schuhe | PARABOOT

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Lederjacke | RIFUGIO

Hose | PT TORINO

Schuhe | PARABOOT

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Pullover | IRIS VON ARNIM

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Mantel | Jeans | CLOSED

Boots | DOUCAL’S

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Pullover | IRIS VON ARNIM

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Mantel | Jeans | CLOSED

Boots | DOUCAL’S

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Alles | STONE ISLAND

Lammfelljacke | ARMA

Pullover | 04651/ A TRIP IN A BAG

Jeans | DONDUP

Schuhe | PARABOOT

Boots | FABI

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Alles | STONE ISLAND

Lammfelljacke | ARMA

Pullover | 04651/ A TRIP IN A BAG

Jeans | DONDUP

Schuhe | PARABOOT

Boots | FABI

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Mantel | FAY

Sneaker | AXEL ARIGATO

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Hose | PT TORINO

Pullover | LUNARIA CASHMERE

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Mantel | FAY

Sneaker | AXEL ARIGATO

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Hose | PT TORINO

Pullover | LUNARIA CASHMERE

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DIE KUNST MODERNER ELEGANZ Sakko | TAGLIATORE

Hemd | FINAMORE

Hose | PT TORINO

Es beginnt ganz elementar: beim Stoff, beim Garn, bei der Qualität und der versteckten Noblesse, die in allem liegt, was keine Kompromisse macht. Danach die Farbe: eine neue Palette des Understatements mit saisonalen Newcomern wie Kühlgrau, Winterweiß oder Cognacbraun. In dieser eleganten Zurückhaltung kann die Textur voll zum Tragen kommen: Luxuriöse Fasern wie Wolle und Cashmere entfalten ihre Sinnlichkeit und flüstern die Erzählung ihrer Exklusivität. Wie schön es jetzt ist, zu layern und in gekonnter Harmonie ganze Looks zu bauen. Mit jedem Teil mehr beweist man sein Verständnis von Stil und Können. Wenn Layering auf Tailoring trifft, ist Modernität nicht weit. Fehlt noch die Silhouette: Schultern, so selbstbewusst wie nie, ein neues Gegengewicht zur Weite in Hosen oder dem Volumen von Strick. Akzentuiert durch die Accessoires: Ein Finish, das die smarte Eleganz zuverlässig krönt.

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DIE KUNST MODERNER ELEGANZ Sakko | TAGLIATORE

Hemd | FINAMORE

Hose | PT TORINO

Es beginnt ganz elementar: beim Stoff, beim Garn, bei der Qualität und der versteckten Noblesse, die in allem liegt, was keine Kompromisse macht. Danach die Farbe: eine neue Palette des Understatements mit saisonalen Newcomern wie Kühlgrau, Winterweiß oder Cognacbraun. In dieser eleganten Zurückhaltung kann die Textur voll zum Tragen kommen: Luxuriöse Fasern wie Wolle und Cashmere entfalten ihre Sinnlichkeit und flüstern die Erzählung ihrer Exklusivität. Wie schön es jetzt ist, zu layern und in gekonnter Harmonie ganze Looks zu bauen. Mit jedem Teil mehr beweist man sein Verständnis von Stil und Können. Wenn Layering auf Tailoring trifft, ist Modernität nicht weit. Fehlt noch die Silhouette: Schultern, so selbstbewusst wie nie, ein neues Gegengewicht zur Weite in Hosen oder dem Volumen von Strick. Akzentuiert durch die Accessoires: Ein Finish, das die smarte Eleganz zuverlässig krönt.

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Overshirt | Pullover | KIEFERMANN

Hose | DONDUP

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Sneaker | GOLDEN GOOSE

Sakko | CESARE ATTOLINI

Rollkragenpullover | FIORONI

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Overshirt | Pullover | KIEFERMANN

Hose | DONDUP

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Sneaker | GOLDEN GOOSE

Sakko | CESARE ATTOLINI

Rollkragenpullover | FIORONI

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Sneaker | ZEGNA TRIPLE STITCH™

Tasche | 04651/ A TRIP IN A BAG

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Sneaker | ZEGNA TRIPLE STITCH™

Tasche | 04651/ A TRIP IN A BAG

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Cardigan | IRIS VON ARNIM

T-Shirt | STEFAN BRANDT

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Lederjacke | RIFUGIO

Rollkragenpullover | BRUNO MANETTI

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Hose | DONDUP


Cardigan | IRIS VON ARNIM

T-Shirt | STEFAN BRANDT

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Lederjacke | RIFUGIO

Rollkragenpullover | BRUNO MANETTI

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Hose | DONDUP


DIE BÜHNE IM BANN DER KUNST Provokative Dekonstruktion des klassischen Mythos: Jonathan Meese entwarf 2010 Bühnenbild und Kostüme für die Uraufführung von Wolfgang Rihms Nietzsche-Oper „Dionysos“. Jonathan Meese, Ruth Walz, Dionysos, 2010 © Bildrecht, Wien 2025

WERDEN MALER ZU BÜHNENBILDNERN, G E R AT E N S E H G E W O H N H E I T E N I N S WA N K E N . B E I D E N S A L Z B U R G E R F E S T S P I E L E N H A B E N KÜ N S T L E R W I E G E O R G B AS E L I T Z , DA N I E L R I C H T E R U N D J O N AT H A N M E E S E DAS M U S I KT H E AT E R M I T P O L A R I S I E R E N D E N B I L D W E LT E N KO N G E N I A L G E P R ÄG T – U N D S O D I E G R E N Z E N Z W I S C H E N M U S I K , T H E AT E R U N D B I L D E N D E R KU N S T A U F G E LÖ S T.

TEXT: Nicoletta Schaper

FOTOS: © Bildrecht, Wien 2025 | © Bernhard Müller

Zwischen barocken Kulissen und internationalem Flair entfalten sie jedes Jahr ihre magnetische Wirkung: Die Salzburger Festspiele sind ein vielgerühmtes und legendäres Festival der Hochkultur. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer barocken Aura haben sie sich in den letzten Jahrzehnten auch als Bühne für radikale künstlerische Grenzgänge geöffnet.

Die Kooperationen mit bildenden Künstlern setzen sich bis heute fort. In diesem Jahr mit Georg Baselitz. In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Marionettentheater gestaltete er die Figuren für Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“. Seine Marionetten erscheinen wie Mahnmale, reduziert, roh und entindividualisiert.

Jörg Immendorf, Achim Freyer, Daniel Richter oder Jonathan Meese sind nur einige der großen Namen bildender Künstler, die Bühnenräume für die Salzburger Festspiele gestaltet haben. Dabei lag ihnen nichts ferner als bloßer Dekor. Als Daniel Richter im Jahr 2008 gemeinsam mit Regisseur Jürgen Flimm und Dirigent Kent Nagano an einer Doppelinszenierung arbeitete – Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und Carl Orffs Oratorienoper „De temporum fine comoedia“ – entstand ein Bühnenbild, das zwischen apokalyptischer Comicwelt und postexpressionistischem Farbrausch oszillierte. „Psychedelische Bildräume, die eine ganz eigene erzählerische Ebene erzeugten“, nannten es die Veranstalter der Festspiele.

Georg Baselitz, der sich einen Namen mit monumentalen Kopfstand-Bildern gemacht hat und bis heute weltweit hoch gehandelt wird, richtet auch auf das Figurentheater seinen unorthodoxen Blick. „Ich habe viele Marionettentheater angesehen und festgestellt, dass sie ästhetisch immer sehr schön sind“, so Baselitz. „Aber weil Schönheit abzubilden nicht mein Anspruch ist, war meine Arbeit ein erster Angriff auf die schönen Puppen.“ Statt detailreicher Charakterisierung dominieren abstrahierte Farbcodes: „Der Teufel ist rot, der König ist gelb – diese Farben bestimmen die Figur. Das Übrige zur Identifikation macht der Erzähler.“

Auch Jonathan Meese hat die Bühne für seine eigene Bildsprache beansprucht. 2010 entwarf er Bühnenbild und Kostüme für die Uraufführung von Wolfgang Rihms Nietzsche-Oper „Dionysos“. Unter der Regie von Pierre Audi wurde das Werk zu einer bildgewaltigen Dekonstruktion des klassischen Mythos, überladen mit Totenschädeln, Runen, Zitaten und Schriftzügen.

Was diese Künstler abgesehen von den Salzburger Festspielen eint? Nicht nur ein Misstrauen gegenüber allzu Gefälligem. Sie stehen für Kunst, die nicht illustriert, sondern interpretiert und auf diese Weise einen eigenständigen Resonanzraum entstehen lässt: Daniel Richter bringt eine flirrende Pop-Melancholie ein, Meese einen exzessiven Overkill – und Baselitz eine ungeschliffene, symbolhafte Formensprache. Sie schaffen bewusst gesetzte Interventionen, auch Störmomente. Doch statt wie Fremdkörper zu wirken, scheinen sie die Kernidee der Salzburger Festspiele nur zu verstärken – die Hochkünste in ihrer Bandbreite zu zelebrieren und die Festspiele als Ort interdisziplinärer Gesamtkunst zu etablieren.

Meese, bekannt für seine provokativen Inszenierungen von Macht und Ideologie, schuf ein Bühnenbild wie ein überdimensionales Manifest; oder wie die Festspiele es formulierten: „ein Gesamtkunstwerk, das die Bühne in ein dionysisches Kraftfeld verwandelte.“

Das Bühnenbild wird selbst zum Akteur, der das Publikum ­irritiert, fordert und manchmal auch überfordert. Zugleich wird die Bühne zum Ort der Verhandlung, für einen Diskurs zwischen Musik und Bild, Klang und Raum. Und das öffnet eine weitere, völlig neue Dimension.

„Ich wollte keine Illustration zur Musik machen“, hat Daniel Richter in einem Interview mit „Die Zeit“ erklärt. „Die Bühne muss ihre eigene Haltung haben, und wenn das bedeutet, dass sie gegen die Musik arbeitet, ist das legitim.“

Für die Doppelinszenierung von Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Orffs „De temporum fine comoedia“ ließ Daniel Richter im Jahr 2008 psychedelische Bildräume entstehen. Daniel Richter, Monika Rittershaus, Herzog Blaubarts Burg, 2008 © Bildrecht, Wien 2025

Für die diesjährige Inszenierung von „Die Geschichte des Soldaten“ entwarf Georg Baselitz in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater die Puppen – geprägt von archaischer Strenge, reduzierter Formensprache und bewusstem Verzicht auf Individualität. © Bernhard Müller

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DIE BÜHNE IM BANN DER KUNST Provokative Dekonstruktion des klassischen Mythos: Jonathan Meese entwarf 2010 Bühnenbild und Kostüme für die Uraufführung von Wolfgang Rihms Nietzsche-Oper „Dionysos“. Jonathan Meese, Ruth Walz, Dionysos, 2010 © Bildrecht, Wien 2025

WERDEN MALER ZU BÜHNENBILDNERN, G E R AT E N S E H G E W O H N H E I T E N I N S WA N K E N . B E I D E N S A L Z B U R G E R F E S T S P I E L E N H A B E N KÜ N S T L E R W I E G E O R G B AS E L I T Z , DA N I E L R I C H T E R U N D J O N AT H A N M E E S E DAS M U S I KT H E AT E R M I T P O L A R I S I E R E N D E N B I L D W E LT E N KO N G E N I A L G E P R ÄG T – U N D S O D I E G R E N Z E N Z W I S C H E N M U S I K , T H E AT E R U N D B I L D E N D E R KU N S T A U F G E LÖ S T.

TEXT: Nicoletta Schaper

FOTOS: © Bildrecht, Wien 2025 | © Bernhard Müller

Zwischen barocken Kulissen und internationalem Flair entfalten sie jedes Jahr ihre magnetische Wirkung: Die Salzburger Festspiele sind ein vielgerühmtes und legendäres Festival der Hochkultur. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer barocken Aura haben sie sich in den letzten Jahrzehnten auch als Bühne für radikale künstlerische Grenzgänge geöffnet.

Die Kooperationen mit bildenden Künstlern setzen sich bis heute fort. In diesem Jahr mit Georg Baselitz. In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Marionettentheater gestaltete er die Figuren für Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“. Seine Marionetten erscheinen wie Mahnmale, reduziert, roh und entindividualisiert.

Jörg Immendorf, Achim Freyer, Daniel Richter oder Jonathan Meese sind nur einige der großen Namen bildender Künstler, die Bühnenräume für die Salzburger Festspiele gestaltet haben. Dabei lag ihnen nichts ferner als bloßer Dekor. Als Daniel Richter im Jahr 2008 gemeinsam mit Regisseur Jürgen Flimm und Dirigent Kent Nagano an einer Doppelinszenierung arbeitete – Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und Carl Orffs Oratorienoper „De temporum fine comoedia“ – entstand ein Bühnenbild, das zwischen apokalyptischer Comicwelt und postexpressionistischem Farbrausch oszillierte. „Psychedelische Bildräume, die eine ganz eigene erzählerische Ebene erzeugten“, nannten es die Veranstalter der Festspiele.

Georg Baselitz, der sich einen Namen mit monumentalen Kopfstand-Bildern gemacht hat und bis heute weltweit hoch gehandelt wird, richtet auch auf das Figurentheater seinen unorthodoxen Blick. „Ich habe viele Marionettentheater angesehen und festgestellt, dass sie ästhetisch immer sehr schön sind“, so Baselitz. „Aber weil Schönheit abzubilden nicht mein Anspruch ist, war meine Arbeit ein erster Angriff auf die schönen Puppen.“ Statt detailreicher Charakterisierung dominieren abstrahierte Farbcodes: „Der Teufel ist rot, der König ist gelb – diese Farben bestimmen die Figur. Das Übrige zur Identifikation macht der Erzähler.“

Auch Jonathan Meese hat die Bühne für seine eigene Bildsprache beansprucht. 2010 entwarf er Bühnenbild und Kostüme für die Uraufführung von Wolfgang Rihms Nietzsche-Oper „Dionysos“. Unter der Regie von Pierre Audi wurde das Werk zu einer bildgewaltigen Dekonstruktion des klassischen Mythos, überladen mit Totenschädeln, Runen, Zitaten und Schriftzügen.

Was diese Künstler abgesehen von den Salzburger Festspielen eint? Nicht nur ein Misstrauen gegenüber allzu Gefälligem. Sie stehen für Kunst, die nicht illustriert, sondern interpretiert und auf diese Weise einen eigenständigen Resonanzraum entstehen lässt: Daniel Richter bringt eine flirrende Pop-Melancholie ein, Meese einen exzessiven Overkill – und Baselitz eine ungeschliffene, symbolhafte Formensprache. Sie schaffen bewusst gesetzte Interventionen, auch Störmomente. Doch statt wie Fremdkörper zu wirken, scheinen sie die Kernidee der Salzburger Festspiele nur zu verstärken – die Hochkünste in ihrer Bandbreite zu zelebrieren und die Festspiele als Ort interdisziplinärer Gesamtkunst zu etablieren.

Meese, bekannt für seine provokativen Inszenierungen von Macht und Ideologie, schuf ein Bühnenbild wie ein überdimensionales Manifest; oder wie die Festspiele es formulierten: „ein Gesamtkunstwerk, das die Bühne in ein dionysisches Kraftfeld verwandelte.“

Das Bühnenbild wird selbst zum Akteur, der das Publikum ­irritiert, fordert und manchmal auch überfordert. Zugleich wird die Bühne zum Ort der Verhandlung, für einen Diskurs zwischen Musik und Bild, Klang und Raum. Und das öffnet eine weitere, völlig neue Dimension.

„Ich wollte keine Illustration zur Musik machen“, hat Daniel Richter in einem Interview mit „Die Zeit“ erklärt. „Die Bühne muss ihre eigene Haltung haben, und wenn das bedeutet, dass sie gegen die Musik arbeitet, ist das legitim.“

Für die Doppelinszenierung von Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Orffs „De temporum fine comoedia“ ließ Daniel Richter im Jahr 2008 psychedelische Bildräume entstehen. Daniel Richter, Monika Rittershaus, Herzog Blaubarts Burg, 2008 © Bildrecht, Wien 2025

Für die diesjährige Inszenierung von „Die Geschichte des Soldaten“ entwarf Georg Baselitz in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater die Puppen – geprägt von archaischer Strenge, reduzierter Formensprache und bewusstem Verzicht auf Individualität. © Bernhard Müller

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DIE ÆSTHETIK DES AUFTRITTS. DIE KUNST, PRÆSENZ ZU ZEIGEN.

Sakko | Hose | BRUNELLO CUCINELLI

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Smokinghemd | FINAMORE

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Schleife | TOM FORD


DIE ÆSTHETIK DES AUFTRITTS. DIE KUNST, PRÆSENZ ZU ZEIGEN.

Sakko | Hose | BRUNELLO CUCINELLI

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Smokinghemd | FINAMORE

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Schleife | TOM FORD


Smoking | Schleife | TOM FORD

Smokinghemd | FINAMORE

Anzug | LARDINI

Schuhe | CROCKETT & JONES

Rollkragenpullover | FIORONI

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Smoking | Schleife | TOM FORD

Smokinghemd | FINAMORE

Anzug | LARDINI

Schuhe | CROCKETT & JONES

Rollkragenpullover | FIORONI

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Sakko | BRIONI

Hemd | BORRELLI

Hose | PT TORINO

Krawatte | ZEGNA

Loafer | G.H.BASS

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Sakko | BRIONI

Hemd | BORRELLI

Hose | PT TORINO

Krawatte | ZEGNA

Loafer | G.H.BASS

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Sakko | BOGLIOLI

Rollkragenpullover | VON BRAUN

Hose | PT TORINO

Tasche | SERAPIAN

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Sakko | BOGLIOLI

Rollkragenpullover | VON BRAUN

Hose | PT TORINO

Tasche | SERAPIAN

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Anzug | CARUSO

Hemd | FINAMORE

Krawatte | ZEGNA

Schuhe | CHURCH’S

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Anzug | CARUSO

Hemd | FINAMORE

Krawatte | ZEGNA

Schuhe | CHURCH’S

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Blouson | AGNONA

Pullover | AURÉLIEN

Sakko | T-Shirt | EMPORIO ARMANI

Hose | GTA

Loafer | HENDERSON

Gürtel | FAUSTO COLATO

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Hose | BERWICH

Schuhe | CHURCH’S

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Blouson | AGNONA

Pullover | AURÉLIEN

Sakko | T-Shirt | EMPORIO ARMANI

Hose | GTA

Loafer | HENDERSON

Gürtel | FAUSTO COLATO

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Hose | BERWICH

Schuhe | CHURCH’S

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Cardigan | FILIPPO DE LAURENTIIS

T-Shirt | STEFAN BRANDT

Hose | MASON’S

Boots | FABI

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Cardigan | FILIPPO DE LAURENTIIS

T-Shirt | STEFAN BRANDT

Hose | MASON’S

Boots | FABI

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Sakko | CARUSO

Hemd | GIAMPAOLO

Hose | GTA

Gürtel | SANTONI

Loafer | OFFICINE CREATIVE

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Sakko | CARUSO

Hemd | GIAMPAOLO

Hose | GTA

Gürtel | SANTONI

Loafer | OFFICINE CREATIVE

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Sakko | SANTANIELLO

Pullover | COLOMBO

Jeans | PT TORINO DENIM

Boots | HENDERSON

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Sakko | SANTANIELLO

Pullover | COLOMBO

Jeans | PT TORINO DENIM

Boots | HENDERSON

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Jacke | AMI PARIS

Rollkragenpullover | BRUNO MANETTI

Hose | PT TORINO

Loafer | G.H.BASS

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Mantel | AGNONA

Rollkragenpullover | FEDELI

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Jacke | AMI PARIS

Rollkragenpullover | BRUNO MANETTI

Hose | PT TORINO

Loafer | G.H.BASS

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Mantel | AGNONA

Rollkragenpullover | FEDELI

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AGNONA DIE ALCHEMIE DES FÜHLENS

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G L AU BW ÜRDIG ER KÖNNTE N D I E W U R Z E L N N I C HT S E I N : AG N ON A WAR Z U N Ä C H S T EINE DER EXKLU S I VS T E N WO L L S P I N N E R E I E N ITALIENS , DEREN GARNE U ND S TOF F E Z U D E N KO S T BA R S T E N D E R W E LT Z Ä H LTEN . B IS DAS REN OM M IER T E HAU S I M LU X U S MA R K T MI T EINER EIG ENEN KOLLEK TION F U S S FAS S T E . S O S P Ü R BA R BE S O N D E R S , DAS S AG N ON A B IS H E U T E AU F L AU T E S MA R K E T I N G V ERZ IC H TEN KANN . EINE MA R K E W I E E I N E E R K E N N T N I S .

TEXT: Martina Müllner, FOTOS: © Agnona

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AGNONA DIE ALCHEMIE DES FÜHLENS

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G L AU BW ÜRDIG ER KÖNNTE N D I E W U R Z E L N N I C HT S E I N : AG N ON A WAR Z U N Ä C H S T EINE DER EXKLU S I VS T E N WO L L S P I N N E R E I E N ITALIENS , DEREN GARNE U ND S TOF F E Z U D E N KO S T BA R S T E N D E R W E LT Z Ä H LTEN . B IS DAS REN OM M IER T E HAU S I M LU X U S MA R K T MI T EINER EIG ENEN KOLLEK TION F U S S FAS S T E . S O S P Ü R BA R BE S O N D E R S , DAS S AG N ON A B IS H E U T E AU F L AU T E S MA R K E T I N G V ERZ IC H TEN KANN . EINE MA R K E W I E E I N E E R K E N N T N I S .

TEXT: Martina Müllner, FOTOS: © Agnona

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Die Formel ist bekannt: Familie und Herkunft prägen viele italienische Heritagemarken. Auch Agnona verdankt seinen Namen einem kleinen Ort in der Gemeinde Borgosesia. Diese Region im Piemont, zu Füßen des Monte Rosa, war und ist bis heute die Wiege der italienischen Garn- und Stoffproduzenten. Im Valsesia-Tal und rund um Biella entfalteten sich Namen wie Zegna, Loro Piana oder Piacenza 1733 – eine dichte Kultur von Garnspinnereien, Webereien und Wollmühlen. Im Vergleich zu diesen Traditionshäusern, deren Geschichte teils bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht, wirkte Agnona bei seiner Gründung 1953 wie der junge Herausforderer.

Francesco Ilorini Mo, der Gründer von Agnona, aus der Gemeinde Borgosesia zu Füßen des Monte Rosa im Piemont.

Nicht dass Francesco Ilorini Mo, der Gründer, je diesen Gestus gesucht hätte. Doch zwischen den Schwergewichten der Region war der Weg fast vorgezeichnet: An der Spitze war noch Platz. Mit Garnen aus den erlesensten Rohmaterialien – Cashmere, Kamelhaar sowie der Wolle von Vikunja und Alpaka – erlangte Agnona rasch die Aufmerksamkeit der Haute Couture. Von Beginn an waren Balenciaga, Dior und Valentino diesen kostbaren Garnen nahezu verfallen.

Ein Klassiker ohne viel Aufhebens: AgnonaStrick aus reinem Cashmere, leise im Ausdruck, kompromisslos in der Qualität.

84

Das Materialspektrum von Agnona ist so exquisit wie beeindruckend: mehr als 5.000 Varianten feinster Fasern – eine textile Schatzkammer, welche die Manufaktur bis heute definiert.

VOM GARN ZUR MARKE

In den 1970er-Jahren wagte das Unternehmen den nächsten Schritt. Aus der Rolle des stillen Zulieferers wurde ein Label mit eigenem Anspruch. Strick und Ready-to-Wear kamen hinzu, ergänzt durch Heimtextilien – ein erweitertes Verständnis von Luxus, das nicht nur kleidet, sondern auch begleitet. 1999 erfolgte die Eingliederung in die Ermenegildo Zegna Group, 2020 übernahm Stefano Aimone, Enkel von Ermenegildo Zegna, die Führung. Dass ausgerechnet er heute an der Spitze steht, ist folgerichtig: Schon sein Großvater hatte Agnona in früheren Jahren unterstützt. Mit Kreativdirektoren wie Stefano Pilati oder Simon Holloway rückte Agnona schon vor der Zeit von Aimones Ägide in die erste Reihe der internationalen Luxusmarken. Die „slouchy sophistication“ gab dem Label ein modernes Gesicht: weich fallende Silhouetten, lässige Eleganz, subtile Farbpaletten.

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Heute führt Stefano Aimone die Marke auch in kreativen Belangen: Mit einer ausgewogenen Balance aus Klassikern und deren Neuinterpretation hat Agnona eine verlässliche Designhandschrift geschaffen, welche stets die spektakulär schönen Garne, Stoffe und Texturen in den Vordergrund stellt. Die Fasern, die Agnona verarbeitet, gehören auch heute zu den edelsten der Welt. Ob Cashmere, Vikunja- oder Alpakawolle: Stets zeichnen sie sich durch außergewöhnliche Weichheit, Leichtigkeit und Wärme aus. In sorgfältiger Handarbeit, die in den spezialisierten Ateliers Norditaliens gepflegt wird, entstehen daraus Kleidungsstücke, die Ausdruck eines stillen Luxus sind. Getragen von einem Sinn für Reduktion und Understatement. Viele Arbeitsschritte werden nach wie vor manuell ausgeführt; ein Qualitätsmerkmal, das man spürt, noch bevor man es sieht. Hinter den Kulissen setzte man parallel auf eine stille, aber konsequente Nachhaltigkeitsstrategie: Recyclinganteile wurden erhöht, die edlen und langlebigen Rohstoffe werden heute so lange wie möglich im Kreislauf gehalten. So entstand ein Selbstverständnis, das bis heute unverkennbar ist: Agnona verkörpert die seltene Verbindung aus taktiler Raffinesse und unprätentiöser Form. Ein Investmentpiece dieser Marke ist nicht modisches Statement, sondern stiller Favorit. Und bleibt es – über Jahre, oft Jahrzehnte.


Die Formel ist bekannt: Familie und Herkunft prägen viele italienische Heritagemarken. Auch Agnona verdankt seinen Namen einem kleinen Ort in der Gemeinde Borgosesia. Diese Region im Piemont, zu Füßen des Monte Rosa, war und ist bis heute die Wiege der italienischen Garn- und Stoffproduzenten. Im Valsesia-Tal und rund um Biella entfalteten sich Namen wie Zegna, Loro Piana oder Piacenza 1733 – eine dichte Kultur von Garnspinnereien, Webereien und Wollmühlen. Im Vergleich zu diesen Traditionshäusern, deren Geschichte teils bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht, wirkte Agnona bei seiner Gründung 1953 wie der junge Herausforderer.

Francesco Ilorini Mo, der Gründer von Agnona, aus der Gemeinde Borgosesia zu Füßen des Monte Rosa im Piemont.

Nicht dass Francesco Ilorini Mo, der Gründer, je diesen Gestus gesucht hätte. Doch zwischen den Schwergewichten der Region war der Weg fast vorgezeichnet: An der Spitze war noch Platz. Mit Garnen aus den erlesensten Rohmaterialien – Cashmere, Kamelhaar sowie der Wolle von Vikunja und Alpaka – erlangte Agnona rasch die Aufmerksamkeit der Haute Couture. Von Beginn an waren Balenciaga, Dior und Valentino diesen kostbaren Garnen nahezu verfallen.

Ein Klassiker ohne viel Aufhebens: AgnonaStrick aus reinem Cashmere, leise im Ausdruck, kompromisslos in der Qualität.

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Das Materialspektrum von Agnona ist so exquisit wie beeindruckend: mehr als 5.000 Varianten feinster Fasern – eine textile Schatzkammer, welche die Manufaktur bis heute definiert.

VOM GARN ZUR MARKE

In den 1970er-Jahren wagte das Unternehmen den nächsten Schritt. Aus der Rolle des stillen Zulieferers wurde ein Label mit eigenem Anspruch. Strick und Ready-to-Wear kamen hinzu, ergänzt durch Heimtextilien – ein erweitertes Verständnis von Luxus, das nicht nur kleidet, sondern auch begleitet. 1999 erfolgte die Eingliederung in die Ermenegildo Zegna Group, 2020 übernahm Stefano Aimone, Enkel von Ermenegildo Zegna, die Führung. Dass ausgerechnet er heute an der Spitze steht, ist folgerichtig: Schon sein Großvater hatte Agnona in früheren Jahren unterstützt. Mit Kreativdirektoren wie Stefano Pilati oder Simon Holloway rückte Agnona schon vor der Zeit von Aimones Ägide in die erste Reihe der internationalen Luxusmarken. Die „slouchy sophistication“ gab dem Label ein modernes Gesicht: weich fallende Silhouetten, lässige Eleganz, subtile Farbpaletten.

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Heute führt Stefano Aimone die Marke auch in kreativen Belangen: Mit einer ausgewogenen Balance aus Klassikern und deren Neuinterpretation hat Agnona eine verlässliche Designhandschrift geschaffen, welche stets die spektakulär schönen Garne, Stoffe und Texturen in den Vordergrund stellt. Die Fasern, die Agnona verarbeitet, gehören auch heute zu den edelsten der Welt. Ob Cashmere, Vikunja- oder Alpakawolle: Stets zeichnen sie sich durch außergewöhnliche Weichheit, Leichtigkeit und Wärme aus. In sorgfältiger Handarbeit, die in den spezialisierten Ateliers Norditaliens gepflegt wird, entstehen daraus Kleidungsstücke, die Ausdruck eines stillen Luxus sind. Getragen von einem Sinn für Reduktion und Understatement. Viele Arbeitsschritte werden nach wie vor manuell ausgeführt; ein Qualitätsmerkmal, das man spürt, noch bevor man es sieht. Hinter den Kulissen setzte man parallel auf eine stille, aber konsequente Nachhaltigkeitsstrategie: Recyclinganteile wurden erhöht, die edlen und langlebigen Rohstoffe werden heute so lange wie möglich im Kreislauf gehalten. So entstand ein Selbstverständnis, das bis heute unverkennbar ist: Agnona verkörpert die seltene Verbindung aus taktiler Raffinesse und unprätentiöser Form. Ein Investmentpiece dieser Marke ist nicht modisches Statement, sondern stiller Favorit. Und bleibt es – über Jahre, oft Jahrzehnte.


SANTANIELLO

LEISE I N N OVAT I O N

EIN MANIFEST

TEXT: Martina Müllner, FOTOS: © Santaniello

Am Anfang stand eine Liebesgeschichte: Ein Herrenschneider und eine Hosenschneiderin verlieben sich und vereinen ihre Talente: Biagio Santaniello und Carmela Forino. Diese Liaison bildet bis heute die DNA des Unternehmens, das seit den 1990er-Jahren von der zweiten Generation mitgestaltet und aus der stillen Anfänglichkeit eines Produzenten zur eigenen Marke geführt wird.

Die Familie Santaniello führt Tradition mit Leidenschaft in eine moderne Zukunft.

SANTANIELLO IST EINER DER VERBORGENSTEN SCHÄTZE DER ITALIENISCHEN MODE. 1968 IN KAMPANIEN GEGRÜNDET, KULTIVIERT DAS FAMILIENUNTERNEHMEN EINE SELTENE BALANCE AUS HANDWERKLICHER STRENGE UND KREATIVER ERNEUERUNG.

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Von den drei Kindern des Ehepaares ist Antonio Santaniello als Creative Director prägend: Seine Handschrift ist ästhetisches Feingefühl, sein Steckenpferd das Verfeinern klassischer Silhouetten. Mit einem besonderen Blick für Innovation und Nachhaltigkeit: So werden für die typischen Stückfärbungen Santaniellos vorrangig natürliche Farbpigmente verwendet, Knöpfe aus recyceltem Papier und andere Besonderheiten machen die Nachhaltigkeit der Looks so leicht und niederschwellig.

Neue Formalität, lässig, aber niemals nachlässig – im Stil so facettenreich wie die heutige Heimat Santaniellos, Mailand. Eine neue Lesart klassischer Männermode, die sich von überkommenen Dresscodes löst, ohne an Haltung zu verlieren. Urban, elegant, überzeugend im Detail, ohne jemals laut zu werden. Die Marke vereint fünf Eigenschaften, die Antonio Santaniello in seinem Selbstverständnis, einem Manifesto, niedergeschrieben hat: Einzigartigkeit, Essenz, Langlebigkeit, Konsistenz und Attraktivität – Begriffe, die zugleich Produktversprechen und gestalterischer Rahmen sind. Santaniellos Silhouetten bewegen sich zwischen formeller Präzision und entspannter Kontur: Sakkos mit leicht

verkürzten Längen, Doppelreiher mit markantem Spitzrevers oder Hosen mit präziser Linienführung sind Ausdruck dieses gestalterischen Konzepts. In der Farbgebung zeigt sich Santaniello dem hanseatischen Gedanken nahe. Für Antonio Santaniello ist Blau die zentrale Farbe jeder Kollektion; ergänzt wird sie durch warme Sand- und Brauntöne. Die Stoffe reichen von gewaschenem Baumwoll-Twill bis zu technischen Woll-Microfaser-Mischungen oder reinen Wollstoffen; Knöpfe aus Perlmutt oder Horn setzen dezente Akzente. Die Fertigung: italienisch hochwertig, mit all den versteckten Schneiderdetails, die über Sitz und Passform entscheiden. Zudem perfekt in das Gesamtbild eingefügt: Kein äußerlich sichtbares Logo oder Emblem; unterhalb der Innenbrusttasche ein Etikett, das nicht nur Santaniellos Namen, sondern auch den Zusatz „per BRAUN Hamburg“ trägt. Ein perfektes Sinnbild, wie hoch das Familienunternehmen seine Geschäftspartner schätzt.

Der konsequente Ansatz „Made in Italy“ – bei Rohstoffen, Materialien und Produktion –, wie ihn Santaniello verfolgt, ist längst eine Besonderheit geworden: Für die Santaniellos ist es ein ganz selbstverständliches Bekenntnis zu Qualität, Herkunft und Verantwortung, das sich bewusst gegen den Mainstream richtet. Moderne Funktionalität ohne ästhetische Konzessionen ist das Ziel, das über allem steht. Bestes Beispiel ist die Linie „Il Viaggiatore“ mit bequemen, halbgefütterten Sakkos und Anzügen, die durch Waschbarkeit, Elastizität und Strapazierfähigkeit auf den Alltag heutiger Träger ausgerichtet sind.

Handwerk und Herkunft als Ausgangspunkt einer stilprägenden Reise.

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SANTANIELLO

LEISE I N N OVAT I O N

EIN MANIFEST

TEXT: Martina Müllner, FOTOS: © Santaniello

Am Anfang stand eine Liebesgeschichte: Ein Herrenschneider und eine Hosenschneiderin verlieben sich und vereinen ihre Talente: Biagio Santaniello und Carmela Forino. Diese Liaison bildet bis heute die DNA des Unternehmens, das seit den 1990er-Jahren von der zweiten Generation mitgestaltet und aus der stillen Anfänglichkeit eines Produzenten zur eigenen Marke geführt wird.

Die Familie Santaniello führt Tradition mit Leidenschaft in eine moderne Zukunft.

SANTANIELLO IST EINER DER VERBORGENSTEN SCHÄTZE DER ITALIENISCHEN MODE. 1968 IN KAMPANIEN GEGRÜNDET, KULTIVIERT DAS FAMILIENUNTERNEHMEN EINE SELTENE BALANCE AUS HANDWERKLICHER STRENGE UND KREATIVER ERNEUERUNG.

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Von den drei Kindern des Ehepaares ist Antonio Santaniello als Creative Director prägend: Seine Handschrift ist ästhetisches Feingefühl, sein Steckenpferd das Verfeinern klassischer Silhouetten. Mit einem besonderen Blick für Innovation und Nachhaltigkeit: So werden für die typischen Stückfärbungen Santaniellos vorrangig natürliche Farbpigmente verwendet, Knöpfe aus recyceltem Papier und andere Besonderheiten machen die Nachhaltigkeit der Looks so leicht und niederschwellig.

Neue Formalität, lässig, aber niemals nachlässig – im Stil so facettenreich wie die heutige Heimat Santaniellos, Mailand. Eine neue Lesart klassischer Männermode, die sich von überkommenen Dresscodes löst, ohne an Haltung zu verlieren. Urban, elegant, überzeugend im Detail, ohne jemals laut zu werden. Die Marke vereint fünf Eigenschaften, die Antonio Santaniello in seinem Selbstverständnis, einem Manifesto, niedergeschrieben hat: Einzigartigkeit, Essenz, Langlebigkeit, Konsistenz und Attraktivität – Begriffe, die zugleich Produktversprechen und gestalterischer Rahmen sind. Santaniellos Silhouetten bewegen sich zwischen formeller Präzision und entspannter Kontur: Sakkos mit leicht

verkürzten Längen, Doppelreiher mit markantem Spitzrevers oder Hosen mit präziser Linienführung sind Ausdruck dieses gestalterischen Konzepts. In der Farbgebung zeigt sich Santaniello dem hanseatischen Gedanken nahe. Für Antonio Santaniello ist Blau die zentrale Farbe jeder Kollektion; ergänzt wird sie durch warme Sand- und Brauntöne. Die Stoffe reichen von gewaschenem Baumwoll-Twill bis zu technischen Woll-Microfaser-Mischungen oder reinen Wollstoffen; Knöpfe aus Perlmutt oder Horn setzen dezente Akzente. Die Fertigung: italienisch hochwertig, mit all den versteckten Schneiderdetails, die über Sitz und Passform entscheiden. Zudem perfekt in das Gesamtbild eingefügt: Kein äußerlich sichtbares Logo oder Emblem; unterhalb der Innenbrusttasche ein Etikett, das nicht nur Santaniellos Namen, sondern auch den Zusatz „per BRAUN Hamburg“ trägt. Ein perfektes Sinnbild, wie hoch das Familienunternehmen seine Geschäftspartner schätzt.

Der konsequente Ansatz „Made in Italy“ – bei Rohstoffen, Materialien und Produktion –, wie ihn Santaniello verfolgt, ist längst eine Besonderheit geworden: Für die Santaniellos ist es ein ganz selbstverständliches Bekenntnis zu Qualität, Herkunft und Verantwortung, das sich bewusst gegen den Mainstream richtet. Moderne Funktionalität ohne ästhetische Konzessionen ist das Ziel, das über allem steht. Bestes Beispiel ist die Linie „Il Viaggiatore“ mit bequemen, halbgefütterten Sakkos und Anzügen, die durch Waschbarkeit, Elastizität und Strapazierfähigkeit auf den Alltag heutiger Träger ausgerichtet sind.

Handwerk und Herkunft als Ausgangspunkt einer stilprägenden Reise.

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THE ART OF LOAFERS

Manchmal sind es die leiseren Formen, die am lautesten sprechen. In einer Welt voller plakativer Statements wirkt der Loafer fast wie ein modisches Paradoxon: traditionsbewusst und doch zeitgemäß. Kein Schnürsenkel, kein Aufruhr – nur eine elegante Silhouette, fließende Linien und eine Haltung zwischen Understatement und Selbstbewusstsein. Entstanden in der Mitte des 20. Jahrhunderts als komfortabler Slipper der britischen Oberschicht, wurde er durch den amerikanischen Pennyloafer ikonisch – benannt nach dem Schlitz im Sattel, in den einst Münzen gesteckt wurden. Heute erlebt der Loafer eine Renaissance, die weniger mit Nostalgie zu tun hat als mit einem neuen Bewusstsein für Authentizität, Qualität und Form.

Loafer | AURÉLIEN

Loafer | TOD’S

Loafer | G.H.BASS

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THE ART OF LOAFERS

Manchmal sind es die leiseren Formen, die am lautesten sprechen. In einer Welt voller plakativer Statements wirkt der Loafer fast wie ein modisches Paradoxon: traditionsbewusst und doch zeitgemäß. Kein Schnürsenkel, kein Aufruhr – nur eine elegante Silhouette, fließende Linien und eine Haltung zwischen Understatement und Selbstbewusstsein. Entstanden in der Mitte des 20. Jahrhunderts als komfortabler Slipper der britischen Oberschicht, wurde er durch den amerikanischen Pennyloafer ikonisch – benannt nach dem Schlitz im Sattel, in den einst Münzen gesteckt wurden. Heute erlebt der Loafer eine Renaissance, die weniger mit Nostalgie zu tun hat als mit einem neuen Bewusstsein für Authentizität, Qualität und Form.

Loafer | AURÉLIEN

Loafer | TOD’S

Loafer | G.H.BASS

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Was den Loafer so besonders macht, ist seine Wandelbarkeit. In klassischen sartorialen Kontexten – etwa zum Anzug, zu Cashmere und maßgeschneidertem Mantel – verleiht er eine gewisse Lässigkeit, die das Strenge auflöst, ohne an Seriosität einzubüßen. In der neuen Generation von Streetstyles hingegen tritt der Loafer als bewusster Stilbruch auf: getragen zu weiten Hosen, Cropped Denim, hochgekrempelten Socken oder gar Shorts. Plötzlich wird er zum Code der Coolness, der nicht laut ruft, sondern andeutet. Unaufgeregt, aber entschieden. Dabei zeigt sich die Vielfalt dieses Klassikers gerade in seinen Spielarten: Der Pennyloafer bleibt ein Archetyp – schlicht, geradezu grafisch, mit klarer Silhouette. Der Tassel-Loafer bringt ein Moment von Dekor hinein, ein Augenzwinkern, das dennoch stilistisch kontrolliert bleibt. Und dann wäre da noch die italienische Interpretation: leichter, oft aus weichem Veloursleder gefertigt, mit flexibler Kreppsohle – ideal für Übergangszeiten, in denen das Wetter unentschieden bleibt, der Look aber klar sein soll. Vielleicht liegt genau darin seine Relevanz: Der Loafer ist kein Trend, er ist ein Begleiter – einer, der sich anpassen kann, ohne sich zu verbiegen. Er steht für ein Verständnis von Stil, das jenseits von Effekten operiert. Für eine Eleganz, die leise spricht, aber lange nachhallt. Und für eine neue Männlichkeit, die sich nicht scheut, klassische Formen mit kreativer Freiheit zu verbinden.

A QUESTION OF QUALITY Loafer | OFFICINE CREATIVE

Loafer | STURLINI

Loafer | HENDERSON

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Was den Loafer so besonders macht, ist seine Wandelbarkeit. In klassischen sartorialen Kontexten – etwa zum Anzug, zu Cashmere und maßgeschneidertem Mantel – verleiht er eine gewisse Lässigkeit, die das Strenge auflöst, ohne an Seriosität einzubüßen. In der neuen Generation von Streetstyles hingegen tritt der Loafer als bewusster Stilbruch auf: getragen zu weiten Hosen, Cropped Denim, hochgekrempelten Socken oder gar Shorts. Plötzlich wird er zum Code der Coolness, der nicht laut ruft, sondern andeutet. Unaufgeregt, aber entschieden. Dabei zeigt sich die Vielfalt dieses Klassikers gerade in seinen Spielarten: Der Pennyloafer bleibt ein Archetyp – schlicht, geradezu grafisch, mit klarer Silhouette. Der Tassel-Loafer bringt ein Moment von Dekor hinein, ein Augenzwinkern, das dennoch stilistisch kontrolliert bleibt. Und dann wäre da noch die italienische Interpretation: leichter, oft aus weichem Veloursleder gefertigt, mit flexibler Kreppsohle – ideal für Übergangszeiten, in denen das Wetter unentschieden bleibt, der Look aber klar sein soll. Vielleicht liegt genau darin seine Relevanz: Der Loafer ist kein Trend, er ist ein Begleiter – einer, der sich anpassen kann, ohne sich zu verbiegen. Er steht für ein Verständnis von Stil, das jenseits von Effekten operiert. Für eine Eleganz, die leise spricht, aber lange nachhallt. Und für eine neue Männlichkeit, die sich nicht scheut, klassische Formen mit kreativer Freiheit zu verbinden.

A QUESTION OF QUALITY Loafer | OFFICINE CREATIVE

Loafer | STURLINI

Loafer | HENDERSON

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Georg Trakl Büste am Waagplatz in Salzburg

SEHNSUCHTSORT UND PERFIDE FASSADE

© Tourismus Salzburg | M. Appesbacher

In der frühen Zeit lobte er wohl auch die ästhetische Schönheit der Stadt. Es gebe „nichts Schöneres als den Blick vom Mönchsberg hinunter auf die Festspielstadt“, schrieb er; und man fühlt sich unweigerlich an den Lyriker Georg Trakl erinnert, der seiner Liebe zu Salzburg recht wahrscheinlich mit dem Gedicht „Die schöne Stadt“ ein Denkmal setzte, wo er das Lachen schöner Damen und den Duft von Weihrauch, Teer und Flieder beschwor.

Georg Trakl wurde in Salzburg geboren, Thomas Bernhard wuchs hier auf. Peter Handke und H. C. Artmann erkoren die Stadt zu ihrer Wahlheimat, und Stefan Zweig verlebte hier seine erfolgreichsten Jahre. Salzburg hat für seine Größe eine beachtliche Anzahl an Schriftstellern hervorgebracht und es wirkte mit seinen Prachtbauten und dem Festspiel-Charme offenbar auch anziehend auf die schreibende Zunft.

© unsplash.com | Patrick Langwallner

SA L ZBURG UND SE INE SC H R IFT S TE LLE R – DA S WA R EI N O F T LIE B E VOLLE S, IMME R SPANNE NDES , MA N C HM A L A BER AU C H SC H WIE RIGE S VE R H ÄLTNIS .

TEXT: Markus Deisenberger

Manche stieß es aber auch ab, allen voran Thomas Bernhard: „Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit […]“ schrieb er 1975 in „Die Ursache“ über die Stadt, in der er aufgewachsen war und in der seine ersten Werke veröffentlicht und aufgeführt worden waren. Bernhard schildert im folgenden Text, dass Menschen in eine Art von lebensfeindlicher Umgebung hineingeboren oder dort hineingezogen würden. Wer diesen Ort nicht rechtzeitig verlässt, bliebe den dort herrschenden zerstörerischen Bedingungen ausgeliefert. Dies führe letztlich dazu, dass die Bewohner langsam und qualvoll zugrunde gehen. Bernhards Beziehung zu der Stadt war eine, wie er in fünf autobiographischen Erzählungen1 nachvollziehbar machte, wechselvolle, von Demütigungen und Unglück geprägte: Ab 1944 ging er in Salzburg ins Internat. Er erlebte die Bombenangriffe der Alliierten, absol1

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vierte eine ihm verhasste Lehre, starb mit 18 Jahren fast an einer Rippenfellentzündung und wurde deshalb monatelang in einer Lungenheilanstalt isoliert. In den 1950ern schließlich begann er, als Journalist zu arbeiten.

Trakl wuchs mit fünf Geschwistern in Salzburg auf. Von 1905 bis 1908 absolvierte er sein pharmazeutisches Praktikum in der Apotheke „Zum weißen Engel“ in der Linzer Gasse und arbeitete anschließend in derselben als „Rezeptarius“, bevor er nach Wien ging, um sich als Dichter zu versuchen – ein Unterfangen, dem der Erste Weltkrieg ein jähes Ende bereitete. Doch zurück zu Bernhard: Kaum zu glauben, dass der verliebte Blick vom Stadtberg hinunter auf die Stadt der gleichen Feder entstammt wie der

Befund, dass Salzburg eine „perfide Fassade“ sei und vor diesem Hintergrund schöpferische Kräfte keine Chance hätten zu gedeihen – sie würden geschwächt, verfälscht und müssten schließlich zugrunde gehen, so der Schriftsteller. Mit dem Wort „Hassliebe“ destillieren Biographen dieses ambivalente Gefühl Bernhards gegenüber seiner Heimatstadt Salzburg treffend. Auch er selbst sprach von dieser widersprüchlichen Bindung, da für ihn jede Beziehung zu Salzburg unweigerlich von innerer Spannung geprägt war. Eine vorbehaltlose Anpassung hätte bedeutet, sich vollständig von der Stadt vereinnahmen zu lassen, die Oberflächlichkeit anzunehmen und dabei die eigene Integrität aufzugeben. Dies lehnte Bernhard entschieden ab.

Der Salzburger Dom aus der Perspektive des Flaneurs. © unsplash.com | Laura Chouette

„Die Ursache“, „Der Keller“, „Der Atem“, „Die Kälte“ und „Ein Kind“

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Georg Trakl Büste am Waagplatz in Salzburg

SEHNSUCHTSORT UND PERFIDE FASSADE

© Tourismus Salzburg | M. Appesbacher

In der frühen Zeit lobte er wohl auch die ästhetische Schönheit der Stadt. Es gebe „nichts Schöneres als den Blick vom Mönchsberg hinunter auf die Festspielstadt“, schrieb er; und man fühlt sich unweigerlich an den Lyriker Georg Trakl erinnert, der seiner Liebe zu Salzburg recht wahrscheinlich mit dem Gedicht „Die schöne Stadt“ ein Denkmal setzte, wo er das Lachen schöner Damen und den Duft von Weihrauch, Teer und Flieder beschwor.

Georg Trakl wurde in Salzburg geboren, Thomas Bernhard wuchs hier auf. Peter Handke und H. C. Artmann erkoren die Stadt zu ihrer Wahlheimat, und Stefan Zweig verlebte hier seine erfolgreichsten Jahre. Salzburg hat für seine Größe eine beachtliche Anzahl an Schriftstellern hervorgebracht und es wirkte mit seinen Prachtbauten und dem Festspiel-Charme offenbar auch anziehend auf die schreibende Zunft.

© unsplash.com | Patrick Langwallner

SA L ZBURG UND SE INE SC H R IFT S TE LLE R – DA S WA R EI N O F T LIE B E VOLLE S, IMME R SPANNE NDES , MA N C HM A L A BER AU C H SC H WIE RIGE S VE R H ÄLTNIS .

TEXT: Markus Deisenberger

Manche stieß es aber auch ab, allen voran Thomas Bernhard: „Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit […]“ schrieb er 1975 in „Die Ursache“ über die Stadt, in der er aufgewachsen war und in der seine ersten Werke veröffentlicht und aufgeführt worden waren. Bernhard schildert im folgenden Text, dass Menschen in eine Art von lebensfeindlicher Umgebung hineingeboren oder dort hineingezogen würden. Wer diesen Ort nicht rechtzeitig verlässt, bliebe den dort herrschenden zerstörerischen Bedingungen ausgeliefert. Dies führe letztlich dazu, dass die Bewohner langsam und qualvoll zugrunde gehen. Bernhards Beziehung zu der Stadt war eine, wie er in fünf autobiographischen Erzählungen1 nachvollziehbar machte, wechselvolle, von Demütigungen und Unglück geprägte: Ab 1944 ging er in Salzburg ins Internat. Er erlebte die Bombenangriffe der Alliierten, absol1

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vierte eine ihm verhasste Lehre, starb mit 18 Jahren fast an einer Rippenfellentzündung und wurde deshalb monatelang in einer Lungenheilanstalt isoliert. In den 1950ern schließlich begann er, als Journalist zu arbeiten.

Trakl wuchs mit fünf Geschwistern in Salzburg auf. Von 1905 bis 1908 absolvierte er sein pharmazeutisches Praktikum in der Apotheke „Zum weißen Engel“ in der Linzer Gasse und arbeitete anschließend in derselben als „Rezeptarius“, bevor er nach Wien ging, um sich als Dichter zu versuchen – ein Unterfangen, dem der Erste Weltkrieg ein jähes Ende bereitete. Doch zurück zu Bernhard: Kaum zu glauben, dass der verliebte Blick vom Stadtberg hinunter auf die Stadt der gleichen Feder entstammt wie der

Befund, dass Salzburg eine „perfide Fassade“ sei und vor diesem Hintergrund schöpferische Kräfte keine Chance hätten zu gedeihen – sie würden geschwächt, verfälscht und müssten schließlich zugrunde gehen, so der Schriftsteller. Mit dem Wort „Hassliebe“ destillieren Biographen dieses ambivalente Gefühl Bernhards gegenüber seiner Heimatstadt Salzburg treffend. Auch er selbst sprach von dieser widersprüchlichen Bindung, da für ihn jede Beziehung zu Salzburg unweigerlich von innerer Spannung geprägt war. Eine vorbehaltlose Anpassung hätte bedeutet, sich vollständig von der Stadt vereinnahmen zu lassen, die Oberflächlichkeit anzunehmen und dabei die eigene Integrität aufzugeben. Dies lehnte Bernhard entschieden ab.

Der Salzburger Dom aus der Perspektive des Flaneurs. © unsplash.com | Laura Chouette

„Die Ursache“, „Der Keller“, „Der Atem“, „Die Kälte“ und „Ein Kind“

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Der Kapuzinerberg ist ein stilles Gegengewicht zur barocken Opulenz der Salzburger Innenstadt. © unsplash.com | Kateryna Ivasiva

Viele, die nicht wie Trakl und Bernhard (oder der erst 2024 verstorbene Büchner-Preisträger Walter Kappacher) in Salzburg geboren oder aufgewachsen waren, suchten die Nähe zur Stadt. Der wohl Bekannteste war Stefan Zweig. Und seine Beweggründe mehr seinem kosmopolitischen Wesen geschuldet als der Liebe zu Salzburg: Die Stadt sei einfach, schrieb er, „durch die geographische Lage die idealste, weil am Rande Österreichs gelegen.“ Dennoch sollte er ganze 15 Jahre seines Lebens hoch über den Dächern der Stadt im Paschinger Schlössl am Kapuzinerberg verbringen, einem villenartigen Bau, den er liebevoll sanieren ließ. Das Gebäude selbst indes war nicht nur alt, sondern ist auch bis heute historisch bedeutsam: Maria Anna Walpurga Ignatia (Nannerl) Mozart, die ältere Schwester des wohl berühmtesten Musikers und Komponisten der Stadt, ging Ende des 18. Jahrhunderts als Klavierlehrerin der Töchter des Hauses ein und aus. Und auch in den „Zweigjahren“ tummelte sich dort einiges an intellektueller Prominenz: So ist überliefert, dass Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Franz Werfel, H. G. Wells und James Joyce zu Gast waren. Erst 1934 sollte Zweig der Stadt nach antisemitischen Anfeindungen und einer politisch motivierten Hausdurchsuchung den Rücken kehren. Der Rest ist pure Tragik: In der Nacht vom 22. auf

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den 23. Februar 1942 nahm er sich zusammen mit seiner Frau Lotte im brasilianischen Petrópolis mittels einer Überdosis Schlafmittel das Leben. Der Grund für seinen Suizid war eine tiefgreifende, durch die Zerstörung seiner „geistigen Heimat Europa“ hervorgerufene Depression. Die ganze Wehmut über den Untergang, dessen Nahen er schon in Salzburg spürte, floss in sein Jahrhundertwerk „Die Welt von gestern“: „Mit wem haben wir dort nicht herzliche Stunden verbracht, von der Terrasse hinausblickend in die schöne und friedliche Landschaft, ohne zu ahnen, dass gerade gegenüber auf dem Berchtesgadener Berg der eine Mann saß, der all dies zerstören sollte?“, heißt es da. Heute erinnern eine am StefanZweig-Weg in Salzburg aufgestellte Büste und ein Stolperstein, der seinen Namen trägt, an das Unrecht, das ihm und vielen anderen Menschen vor und während des Zweiten Weltkrieges widerfuhr. Dass Salzburg im November 2008 endlich ein „Stefan Zweig Zentrum“ bekam, indem Universität, Stadt und Land Salzburg in der prächtigen Edmundsburg einen lebendigen Ort für kulturelle und wissenschaftliche Projekte und internationale Begegnungen errichteten, kann wohl als eine Art späte Gerechtigkeit bezeichnet werden.

Einer fehlt noch in der Liste berühmter Autoren mit Salzburgbezug: H. C. Artmann. Den gebürtigen Wiener, der die österreichische Literatur in den Nachkriegsjahren mit seinen Mundart-Gedichten revolutionierte, zog es von 1974 bis Mitte der 1990er-Jahre nach Salzburg. Sein erstes Buch, das legendäre „med ana schwoazzn dintn“ wurde hier verlegt, als ihn noch kaum jemand kannte – der Beginn einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte. Wer in den 1990ern jung war in Salzburg, konnte dem Bohemien zu vorgerückter Stunde oft in Altstadtlokalen, vor allem in der Humboldt Stubn – damals ein Stadtheuriger, also ein Weinlokal, der ihn an Wien erinnert haben muss – über den Weg laufen, wenn er dem Wein zusprach. Heute ist die Stubn ein Restaurant mit „Organic Food“, aber bei weitem nicht der einzige Ort, an dem man sich in Salzburg auf Spurensuche nach berühmten Dichtern begeben kann. Insgesamt zehn Tafeln mit Trakl-Gedichten wurden an Orten angebracht, die prägend für den Dichter waren. Und anlässlich des 100. Todestages von Georg Trakl im Jahr 2014 schuf der Salzburger Künstler Alexander Steinwendtner ein Kunstprojekt mit 14 Stelen aus Untersberger Marmor, die Georg-Trakl-Allee, wie ein begehbares Gedicht.

Andere folgten dem Beispiel Zweigs und erkoren Salzburg zu ihrer zweiten Heimat: Nobelpreisträger Peter Handke etwa, der schon in seinen Zwanzigern zu einer Art Popstar der deutschen Literaturszene geworden war, zog es von 1979 bis 1987 hierhin. Auch er lebte über den Dächern der Stadt in einem kleinen Schlösschen. Auch er schrieb hier Weltliteratur. So entstand in seiner Salzburger Zeit nicht nur der berühmte „Chinese des Schmerzes“, sondern auch das gemeinsam mit Wim Wenders verfasste Drehbuch zum Kultfilm „Der Himmel über Berlin“. Auch heute noch ist Handke, obwohl schon Jahrzehnte in Frankreich wohnhaft, der Stadt verbunden: zum einen als Ehrendoktor der örtlichen Universität und zum anderen, weil er von Anfang an jene Bücher, von denen er ausging, sie würden auf kein so großes Echo stoßen, nicht bei einem der großen, sondern bei kleinen Salzburger Verlagen herausgeben ließ.

Die Edmundsburg indes ist nicht nur für Stefan-Zweig-Fans ein Pflichtbesuch, sondern für alle Literaturfreunde. Und wem das noch nicht genug ist, möge

Die Edmundsburg beheimatet heute das Stefan Zweig Zentrum. © Alamy | Terence Waeland

das Buch „Salzburger Orte der Weltliteratur“ des Salzburger Schriftstellers Peter Simon Altmann lesen: Darin werden in zwölf Essays Orte beschrieben, die für Literaten von Weltrang eine Rolle spielten. Vergangene Stätten, wie etwa der Ganshof in Maxglan, der Thomas Bernhard als Schauplatz seines Romans „Der Untergeher“ diente oder solche, die es heute noch gibt: Mirjams Pub etwa, wo Peter Handke bei dem einen oder anderen Drink Abstand vom Schreiben suchte. Wer es edler mag, dem sei das Café Bazar ans Herz gelegt, in dem Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Stefan Zweig viele Stunden verbrachten und das aus dem Ort machten, was es heute noch ist: Ein mondänes Kaffeehaus mit Kult-Status.

Das Café Bazar ist seit Generationen Salzburgs Salon für Gedanken und Gespräche. © Café Bazar

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Georg Trakls Tafel am Friedhof St. Peter. © Tourismus Salzburg | M. Appesbacher


Der Kapuzinerberg ist ein stilles Gegengewicht zur barocken Opulenz der Salzburger Innenstadt. © unsplash.com | Kateryna Ivasiva

Viele, die nicht wie Trakl und Bernhard (oder der erst 2024 verstorbene Büchner-Preisträger Walter Kappacher) in Salzburg geboren oder aufgewachsen waren, suchten die Nähe zur Stadt. Der wohl Bekannteste war Stefan Zweig. Und seine Beweggründe mehr seinem kosmopolitischen Wesen geschuldet als der Liebe zu Salzburg: Die Stadt sei einfach, schrieb er, „durch die geographische Lage die idealste, weil am Rande Österreichs gelegen.“ Dennoch sollte er ganze 15 Jahre seines Lebens hoch über den Dächern der Stadt im Paschinger Schlössl am Kapuzinerberg verbringen, einem villenartigen Bau, den er liebevoll sanieren ließ. Das Gebäude selbst indes war nicht nur alt, sondern ist auch bis heute historisch bedeutsam: Maria Anna Walpurga Ignatia (Nannerl) Mozart, die ältere Schwester des wohl berühmtesten Musikers und Komponisten der Stadt, ging Ende des 18. Jahrhunderts als Klavierlehrerin der Töchter des Hauses ein und aus. Und auch in den „Zweigjahren“ tummelte sich dort einiges an intellektueller Prominenz: So ist überliefert, dass Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Franz Werfel, H. G. Wells und James Joyce zu Gast waren. Erst 1934 sollte Zweig der Stadt nach antisemitischen Anfeindungen und einer politisch motivierten Hausdurchsuchung den Rücken kehren. Der Rest ist pure Tragik: In der Nacht vom 22. auf

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den 23. Februar 1942 nahm er sich zusammen mit seiner Frau Lotte im brasilianischen Petrópolis mittels einer Überdosis Schlafmittel das Leben. Der Grund für seinen Suizid war eine tiefgreifende, durch die Zerstörung seiner „geistigen Heimat Europa“ hervorgerufene Depression. Die ganze Wehmut über den Untergang, dessen Nahen er schon in Salzburg spürte, floss in sein Jahrhundertwerk „Die Welt von gestern“: „Mit wem haben wir dort nicht herzliche Stunden verbracht, von der Terrasse hinausblickend in die schöne und friedliche Landschaft, ohne zu ahnen, dass gerade gegenüber auf dem Berchtesgadener Berg der eine Mann saß, der all dies zerstören sollte?“, heißt es da. Heute erinnern eine am StefanZweig-Weg in Salzburg aufgestellte Büste und ein Stolperstein, der seinen Namen trägt, an das Unrecht, das ihm und vielen anderen Menschen vor und während des Zweiten Weltkrieges widerfuhr. Dass Salzburg im November 2008 endlich ein „Stefan Zweig Zentrum“ bekam, indem Universität, Stadt und Land Salzburg in der prächtigen Edmundsburg einen lebendigen Ort für kulturelle und wissenschaftliche Projekte und internationale Begegnungen errichteten, kann wohl als eine Art späte Gerechtigkeit bezeichnet werden.

Einer fehlt noch in der Liste berühmter Autoren mit Salzburgbezug: H. C. Artmann. Den gebürtigen Wiener, der die österreichische Literatur in den Nachkriegsjahren mit seinen Mundart-Gedichten revolutionierte, zog es von 1974 bis Mitte der 1990er-Jahre nach Salzburg. Sein erstes Buch, das legendäre „med ana schwoazzn dintn“ wurde hier verlegt, als ihn noch kaum jemand kannte – der Beginn einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte. Wer in den 1990ern jung war in Salzburg, konnte dem Bohemien zu vorgerückter Stunde oft in Altstadtlokalen, vor allem in der Humboldt Stubn – damals ein Stadtheuriger, also ein Weinlokal, der ihn an Wien erinnert haben muss – über den Weg laufen, wenn er dem Wein zusprach. Heute ist die Stubn ein Restaurant mit „Organic Food“, aber bei weitem nicht der einzige Ort, an dem man sich in Salzburg auf Spurensuche nach berühmten Dichtern begeben kann. Insgesamt zehn Tafeln mit Trakl-Gedichten wurden an Orten angebracht, die prägend für den Dichter waren. Und anlässlich des 100. Todestages von Georg Trakl im Jahr 2014 schuf der Salzburger Künstler Alexander Steinwendtner ein Kunstprojekt mit 14 Stelen aus Untersberger Marmor, die Georg-Trakl-Allee, wie ein begehbares Gedicht.

Andere folgten dem Beispiel Zweigs und erkoren Salzburg zu ihrer zweiten Heimat: Nobelpreisträger Peter Handke etwa, der schon in seinen Zwanzigern zu einer Art Popstar der deutschen Literaturszene geworden war, zog es von 1979 bis 1987 hierhin. Auch er lebte über den Dächern der Stadt in einem kleinen Schlösschen. Auch er schrieb hier Weltliteratur. So entstand in seiner Salzburger Zeit nicht nur der berühmte „Chinese des Schmerzes“, sondern auch das gemeinsam mit Wim Wenders verfasste Drehbuch zum Kultfilm „Der Himmel über Berlin“. Auch heute noch ist Handke, obwohl schon Jahrzehnte in Frankreich wohnhaft, der Stadt verbunden: zum einen als Ehrendoktor der örtlichen Universität und zum anderen, weil er von Anfang an jene Bücher, von denen er ausging, sie würden auf kein so großes Echo stoßen, nicht bei einem der großen, sondern bei kleinen Salzburger Verlagen herausgeben ließ.

Die Edmundsburg indes ist nicht nur für Stefan-Zweig-Fans ein Pflichtbesuch, sondern für alle Literaturfreunde. Und wem das noch nicht genug ist, möge

Die Edmundsburg beheimatet heute das Stefan Zweig Zentrum. © Alamy | Terence Waeland

das Buch „Salzburger Orte der Weltliteratur“ des Salzburger Schriftstellers Peter Simon Altmann lesen: Darin werden in zwölf Essays Orte beschrieben, die für Literaten von Weltrang eine Rolle spielten. Vergangene Stätten, wie etwa der Ganshof in Maxglan, der Thomas Bernhard als Schauplatz seines Romans „Der Untergeher“ diente oder solche, die es heute noch gibt: Mirjams Pub etwa, wo Peter Handke bei dem einen oder anderen Drink Abstand vom Schreiben suchte. Wer es edler mag, dem sei das Café Bazar ans Herz gelegt, in dem Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Stefan Zweig viele Stunden verbrachten und das aus dem Ort machten, was es heute noch ist: Ein mondänes Kaffeehaus mit Kult-Status.

Das Café Bazar ist seit Generationen Salzburgs Salon für Gedanken und Gespräche. © Café Bazar

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Georg Trakls Tafel am Friedhof St. Peter. © Tourismus Salzburg | M. Appesbacher


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