EDITION
Das Stilmagazin von BRAUN Hamburg Vol. 16
I. MODE II. STILWELTEN III. THE ART OF DISCOVERY
STIL KENNT KEINE ÖFFNUNGSZEITEN. WWW.BRAUN-HAMBURG.COM
DREI WELTEN UNTER EINEM DACH
KA ISER GALER IE 04651/ A TRIP IN A BAG—AG ADRIANO GOLDSCHMIED—BELVEST—BERWICH—BOGLIOLI—BORRELLI—BRIONI—BRUNELLO CUCINELLI—CARUSO—CELLAR DOOR CESARE ATTOLINI—CITIZENS OF HUMANITY—COLOMBO—CROCKETT & JONES—CRUCIANI—DONDUP—DOPPIAA—DRUMOHR—FABI—FAY—FEDELI—FINAMORE GIAMPAOLO—GRAN SASSO—GUGLIELMINOTTI—HAND PICKED—HARRIS WHARF LONDON—HENDERSON—HERNO—HERNO LAMINAR—HILTL—HOGAN—INCOTEX JACOB COHËN—LARDINI—MANDELLI—MARCO PESCAROLO—MEY BUSINESS CLASS—MEY STORY—MOORER—NEIL BARRETT—OFFICINE CREATIVE ORLEBAR BROWN—PIACENZA—PT TORINO—PT TORINO DENIM—RICHARD J. BROWN—RIFUGIO—SANTANIELLO—SANTONI—SEAFARER—SEALUP—SERAPIAN STILE LATINO—TAGLIATORE—TOD'S—TOMBOLINI—TOM FORD—VON BRAUN—ZANONE—ZEGNA
M Ö N C KEB ER GST R ASSE 04651/ A TRIP IN A BAG—7 FOR ALL MANKIND—AMI PARIS—A.P.C.—ARMA—AXEL ARIGATO—BELSTAFF—BOGLIOLI—BRIGLIA 1949—CANADA GOOSE CIRCOLO 1901—CLOSED—CORNELIANI—DELLA CIANA—DOUCAL’S—EDDY MONETTI—FABIANO RICCI—FILIPPO DE LAURENTIIS—FTC—GHERARDI—GRAN SASSO GRIFONI—GTA—HAIKURE—HERNO—HILTL—HINDUSTRIE—JACOB COHËN—KIEFERMANN—LANEUS—MAISON KITSUNÉ—MAJESTIC FILATURES—MALO MASON’S—MAURIZIO BALDASSARI—MC2 SAINT BARTH—MONTECORE—MOOSE KNUCKLES—NN.07—PARAJUMPERS—PEOPLE OF SHIBUYA—PHILIPPE MODEL POLO RALPH LAUREN—PORTER-YOSHIDA & CO.—PT TORINO—SANTONI—SONRISA—STEFAN BRANDT—STONE ISLAND—SUNDEK—UBR—VEJA—VILEBREQUIN WINDSOR—ZEYBRA PORTOFINO 1962
WWW.DONDUP.COM
EDITION / VOL. 16 – EDITORIAL
EDITIO N Das Stilmagazin
Liebe Leserin, lieber Leser! Was, wenn Entdecken selbst zur Kunstform wird? In dieser Ausgabe nehmen wir Sie mit an einen Ort, der auf unvergleichliche Weise Architektur, Farbe und Emotion miteinander verschmelzen lässt – La Muralla Roja, das visionäre Bauwerk von Ricardo Bofill an der spanischen Mittelmeerküste. Wie ein Ensemble aus Terrakotta, Himmelblau und kräftigem Pink erhebt sich dieses Meisterwerk über die Klippen Calpes – geometrisch streng, aber sinnlich in seiner Wirkung. Ein Ort, der nicht nur den Rahmen für unser Modeshooting bildet, sondern selbst Teil der Erzählung ist. Denn in einer Saison, in der Licht und Leichtigkeit dominieren, wird Mode wieder zum Erlebnis. Die Kollektionen, die wir für Sie kuratiert haben, spiegeln dieses Gefühl von Neuanfang und Entfaltung wider – in klaren Schnitten und einer Farbwelt, die vom Süden inspiriert ist. Hier weht eine Brise des Aufbruchs – raffiniert, modern und zugleich tief verwurzelt im Geist handwerklicher Präzision. Unser Ressort The Art of Discovery richtet den Blick auf das, was diese Region besonders macht – leise Eindrücke, besondere Orte, feine Entdeckungen abseits der bekannten Pfade. Und genau darum geht es: um den Luxus des Authentischen, des Echten, des mit Bedacht Gewählten. Diese Ausgabe versteht sich als Einladung. Zum Innehalten, zum Staunen, zum Neu-Sehen. Mode als Ausdruck der Entdeckung – von Orten, Kulturen, und vielleicht auch ein Stück weit von uns selbst. Lassen Sie sich treiben. Zwischen Licht und Linie. Zwischen Stoff und Statement.
Herzlichst, Ihr
LARS BRAUN, HERAUSGEBER
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EDITION / VOL. 16 – CONTENT
CONTEN T
78 FASHION STORY III: Edle Smart Fabrics mit funktionalem Kern.
MODE 18
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FASHION STORY I: REFINED AESTHETICS Guter Stil ist mehr als nur Kleidung: es ist eine Haltung, ein Lebensgefühl und ein Bekenntnis. FASHION STORY II: NICE TO HAVE Accessoires mit Haltung schaffen den Spagat zwischen klassischer Eleganz und moderner Perspektive. FASHION STORY III: URBAN CODE Zwischen Funktion und Form entsteht ein Stil, der Regeln neu definiert.
STILWELTEN 38 SANTONI: IM HERZEN EINE FAMILIE Wo Handwerk Wurzeln hat und Vision Raum bekommt – Guiseppe Santoni lebt den Spagat zwischen Tradition und Zukunft. 62
BLUE(S) Aus Protest geboren, im Stil verankert – Denim bleibt dynamisch.
66 SHORT STORY Entspannt angezogen und doch präzise im Ausdruck.
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LINES OF LEISURE Perfektes Tailoring trifft auf entspannte Baumwoll- und Leinenstoffe in Kurzform.
90 MASCHE(N) Garn, Struktur, Muster und Material – Zutaten für den Strick des Sommers. 94 LA FAMIGLIA Brunello Cucinelli, längst Synonym für guten Stil, schreibt seine Erfolgsgeschichte mit Haltung und dem Blick für das Wesentliche.
THE ART OF DISCOVERY 51
PEÑÓN DE IFACH Calpes Wahrzeichen im Mittelmeer
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FISCHAUKTION AM HAFEN Ein lebendiges Stück Tradition in Calpe
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FLAMINGOS AM SALZSEE LA SALINAS Vom Salz zur Stille – Flamingos im spiegelnden Naturreservat
EDITION / VOL. 16 – CONTENT
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BAÑOS DE LA REINA Die „Königinnenbäder“ der Römer
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TERROIR UND TIMING Das Olivenöl Masía El Altet High End
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CALLE DE PUCHALT Farben in Stufen – Calpes Treppenstraße mit Charakter
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DER LUXUS DES RÜCKZUGS Ruhe neu definiert im Hotel VIVOOD
INTERVIEW 10
ARCHITEKTUR WEITERDENKEN Bühne, Bewegung, Bofill – ein Kollektiv über Räume, die mehr sind als nur Gebäude.
100 DER ROTE FADEN Maßarbeit mit Haltung – Sven Fischer verleiht Stil eine Persönlichkeit und macht Schneiderkunst fühlbar.
55 GESCHICHTE & MEER: Ein Ort, an dem sich Zeit in Stein und Wasser spiegelt und wo einst Königinnen gebadet haben sollen.
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Foto: unsplash.com/Lena Polishko
EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
„Ohne es zu wissen, bist du gekommen, um dich selbst zu finden.“ Auszug aus José Agustín Goytisolos Gedicht über La Muralla Roja
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Architektur weiterdenken Der visionäre Architekt Ricardo Bofill und seine Arbeitsgruppe von der Taller de Arquitectura schufen einst den ikonischen Bau La Muralla Roja, der bis in die Gegenwart kreative Köpfe aus aller Welt inspiriert. Heute führt der Bofill Taller de Arquitectura das Erbe weiter. Im Interview mit EDITION spricht das multidisziplinär arbeitende Team als Kollektiv über Architektur als Bühne, Nomadentum als Prinzip und Neugier als Antrieb. INTERVIEW: Nicoletta Schaper. FOTOS: Gregori Civera und Bofill Taller de Arquitectura.
Die formale Sprache von La Muralla Roja entstand aus ihrer geometrischen Organisation, ihren historischen Bezügen sowie den zu jener Zeit verfügbaren Materialien und Techniken.
Über Ricardo Bofill ist vieles und auch sehr Widersprüchliches gesagt worden. War er nun ein Fantast, ein Idealist oder am Ende doch ein Realist? Er war keines von alldem. Er war kein Fantast, denn er hat tatsächlich gebaut, statt Dinge nur zu erträumen, kein Idealist, weil er alle praktischen Aspekte rigoros geprüft hat, und kein Realist, da er den Status quo ablehnte. Jedenfalls wäre es eine zu starke Vereinfachung, ihm nur ein einziges Etikett aufzudrängen. Wie übersetzen Sie das Erbe der Bofill Taller de Arquitectura in die Gegenwart und wie füllen Sie es mit neuem Leben? Zunächst ist es wichtig zu erkennen, dass die Geschichte bereits mit Emilio Bofill beginnt. Es ist also nicht das erste Mal, dass der Taller einen Generationswechsel erlebt. Ricardo lernte von seinem Vater, der eng mit der katalanischen modernistischen Architekturbewegung GATEPAC verbunden war und dieses Wissen an seine Söhne weitergab. Zudem gibt es viele Personen beim Taller, die eine Schlüsselrolle beim Überbrücken dieses jüngsten Übergangs gespielt haben, und wir pflegen ein Archiv von Bauprojekten, auf das wir in unserer neuen Arbeit aktiv Bezug nehmen. So stellen wir sicher, dass die Kernwerte und Prozesse, die vom ursprünglichen Team etabliert wurden, auch heute noch im Taller fortbestehen. Unsere Richtung und unser Antrieb bleiben dabei unverändert. Jedes Projekt ist anders und erfordert einen einzigartigen Ansatz, doch das übergeordnete Prinzip, das uns leitet, ist Transformation.
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Der Bofill Taller de Arquitectura arbeitet als multidisziplinäres Kollektiv in La Fábrica, einer ehemaligen Zementfabrik in der Nähe Barcelonas. Offene wie geschlossene Strukturen auf vier Ebenen verbinden und schaffen Raum für ungestörtes Arbeiten sowie produktiven Austausch.
EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Welche Projekte zeigen diese Transformation besonders? Zum Beispiel das Centre de Congrès an der Université Mohammed VI Polytechnique in Rabat. Dieses Gebäude spielt eine zentrale Rolle im Masterplan des neuen Campus, indem es als Scharnier fungiert, das seine beiden „Arme“ miteinander verbindet. Auf der einen Seite eine offene Allee und auf der anderen ein kompakter Gebäudekomplex. Auf wieder ganz anderer Ebene steht der von uns in New York City entworfene Runway für die Fashionshow von Gabriela Hearst, die unsere 1970er-Jahre-These für das visionäre Architektur- und Stadtplanungskonzept La Ciudad en el Espacio neu kontextualisiert. Ursprünglich als modulare, autarke Struktur für neue Lebensweisen kreiert, wurde das Konzept für die Kollektion „Now as Future“ als Bühnenbild neu interpretiert und spiegelt damit im wahrsten Sinne des Wortes seine futuristischen Ideen wider.
sammenhang könnte ihre Reaktion auf La Muralla Roja auf unsere Beziehung zu Inszenierung und Performance zurückzuführen sein. Architektur wird seit jeher als Bühne des öffentlichen Lebens verstanden und im Laufe der Jahre haben wir Filme und Konzerte produziert, oft von Teammitgliedern, die aus den darstellenden Künsten stammen.
Das markante rosafarbene Gebäude La Muralla Roja wird heute vielfach als Kulisse für Filme oder Modeshootings genutzt. Warum ist das so? Vielleicht ist es die interessantere Frage, warum Filmemacher und Fotografen sich zu dem Ort hingezogen fühlen. Sie haben die Freiheit, das Gebäude auf jede Art zu interpretieren. In diesem Zu-
Besonders die früheren Projekte wie La Muralla Roja zeigen eine klare, vereinfachte Formsprache. Könnte es etwas mit unserer Sehnsucht nach Vereinfachung oder Reduktion in einer gerade sehr herausfordernden Welt zu tun haben, dass das Gebäude auch heute noch als so zeitgemäß empfunden wird? Wir können hier kein solches Urteil über unser eigenes Projekt fällen; die Ausrichtung an den heutigen Zeitgeist war ja nicht die Intention. Vielmehr entstand die formale Sprache von La Muralla Roja aus ihrer geometrischen Organisation, ihren historischen Bezügen sowie den zu jener Zeit verfügbaren Materialien und Techniken.
La Fábrica: von der Zementfabrik zum kreativen Architekturtempel Die ehemalige Zementfabrik La Fábrica in Sant Just Desvern, Barcelona entstand in den 1920er-Jahren und wurde 1973 von der Bofill Taller de Arquitectura umgebaut. Heute wird La Fábrica als Hauptsitz des Architekturstudios Bofill Taller de Arquitectura genutzt und bietet außerdem Raum für private Wohnungen. La Fábrica gilt als ein Symbol für kreative Umnutzung und nachhaltige Architektur.
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EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Ein weiteres neues Projekt des Architektenteams ist das Centre de Congrès an der Université Mohammed VI Polytechnique in Rabat. Das Campusgebäude fungiert als Scharnier zwischen einem kompakten Gebäudekomplex und einer offenen Allee.
Sie arbeiten nach wie vor in einem multidisziplinären Kollektiv – früher zählten sogar Dichter, Soziologen und Ökonomen zum Team. Was muss man heute mitbringen, um dazuzugehören? Fachlich hängt das natürlich stark von der Natur des jeweiligen Projekts ab. Wir arbeiten in verschiedenen Ländern, Kontexten, Sektoren und Größenordnungen. Deshalb schätzen wir Eigenschaften wie Neugier, kulturelle Sensibilität und eine starke Bereitschaft, sich interdisziplinär einzubringen. Die Idee des Nomadentums war grundlegend für Ricardo Bofill. Bleibt diese Idee für den Taller zentral? Ja. Die Menschen des Tallers kommen aus aller Welt zusammen, um sich in La Fábrica zu treffen. Hier sind wir alle Nomaden. Und wir heißen jeden willkommen, so wie wir von Freunden und Kollaborateuren auf der ganzen Welt aufgenommen wurden.
José Agustín Goytisolo hat ein Gedicht über La Muralla Roja als Hommage geschrieben. Es beginnt mit den Worten: „Ohne es zu wissen, bist du gekommen, um dich selbst zu finden.“ Er beschreibt das Gebäude als einen Tempel, in dem man die Helligkeit des Tages findet, der weder Zeit noch Uhren kennt. Trifft das Gedicht für Sie das Wesen oder die Essenz von La Muralla Roja? Ja, absolut. Das „du“ von Goytisolo spricht jeden an. Er beschreibt nicht den Traum selbst, sondern den Ort, an dem sich Träume entfalten können, und lädt dazu ein, diesen Raum zu betreten. Von dort an liegt die weitere Reise in Ihrer eigenen Hand.
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EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Minimalismus trifft Licht
Das Centre de Congrès der Université Mohammed VI Polytechnique in Rabat besticht durch klare Linien und ein beeindruckendes Spiel aus Licht und Schatten. Die geometrischen Formen und die sanften Farbnuancen verschmelzen mit der Umgebung und schaffen eine Atmosphäre zeitloser Eleganz.
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Refined Aesthetics
Stil ist keine Frage der Lautstärke, sondern der Haltung. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, liegt wahre Eleganz oft in der Reduktion – in feinen Materialien, durchdachten Silhouetten und einer Ästhetik, die nicht dem Moment, sondern dem Anspruch folgt.
Sakko TAGLIATORE Pullover FEDELI T-Shirt und Sonnenbrille von TOM FORD
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Anzug und Sonnenbrille von TOM FORD Hemd FINAMORE 1925 Krawatte ZEGNA Loafer OFFICINE CREATIVE
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Sakko LARDINI, Poloshirt DRUMOHR, Hose PT TORINO, Gürtel und Schuhe von SANTONI
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Mantel MOORER Poloshirt FEDELI
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Stil ist kein lauter Auftritt, sondern eine leise Entscheidung für Qualität über Quantität, für Substanz über Moment.
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Vergessen Sie die alten Spielregeln – wer Sakkos heute modern interpretiert, denkt über klassische Kombinationen hinaus. Ein Hemd? Nicht zwingend. Stattdessen setzen Strick und Jersey neue Maßstäbe für eine lässige, aber dennoch anspruchsvolle Eleganz. Ein leichtes Strickpolo mit schmalem Kragen, ein edles Shirt mit Rundhalsausschnitt aus hochwertigem Jersey oder ein luxuriöser Feinstrick-Pullover – die Optionen sind vielfältig, das Ergebnis immer zeitgemäß. Es geht um Kontraste, um den Balanceakt aus Formalität und Gelassenheit, zwischen Tradition und Innovation. Ein Look, der bewusst Regeln bricht, aber niemals seinen Stil verliert.
Sakko TAGLIATORE, Pullover FEDELI, T-Shirt und Sonnenbrille von TOM FORD, Hose GTA, Loafer SANTONI
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Sakko STILE LATINO, Shirt MALO, Hose INCOTEX
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Das Wesentliche braucht keinen Applaus. Es überzeugt im Stillen.
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Cabanjacke SEALUP, Hemd GHERARDI, Hose PT TORINO
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Sakko CARUSO Hemd FINAMORE 1925 Hose PT TORINO Gürtel SANTONI Schuhe OFFICINE CREATIVE
Gelebte Schneiderkunst aus Neapel. Cesare Attolini arbeitet mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. So vereinen die Sakkos die typisch weiche Schulterkonstruktion, luxuriöse Stoffe und eine perfekte Balance aus Struktur und Beweglichkeit. Cesare Attolini vermag es, all die Raffinesse der Sartoria ganz mühelos und selbstverständlich wirken zu lassen. Ein leiser, sinnlicher Luxus, der makellose Qualität in den Mittelpunkt stellt.
Sakko CESARE ATTOLINI Poloshirt FEDELI Hose PT TORINO Gürtel SANTONI
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Das Doppel Schon an der Liebe zu Doppelreihern mit auffälligen, meist goldenen Knöpfen hätte man es erkennen können. Hinter der italienischen Marke Seafarer steht ein Designduo, das bereits eine italienische Legende gegründet und zu internationaler Anerkennung geführt hat.
Hinter dem Revival der ursprünglich 1896 in Brooklyn gegründeten Marke Seafarer stehen zwei namentlich unbekannte Fashion-Insider, mit ihrem Schaffen aber jedem ein Begriff: Manuela Mariotti und Massimo Berloni haben das Denim-Label Dondup gegründet und bis zum Verkauf an eine Beteiligungsgesellschaft erfolgreich geführt. Mit Seafarer haben die beiden einer Legende neues Leben eingehaucht. Schon in den 1970ern leuchtete dieser Stern hell, als Stilikonen wie Brigitte Bardot oder Jane Birkin in den Seafarer Marlenejeans das perfekte Abbild einer Generation verkörperten. Jetzt steuern die neuen Kapitäne der Marke in ihnen bekannten Gewässern: Seafarer ist eine Kollektion, die auf lässige Art und Weise maritimes Erbe, Denimkultur und italienische Schneiderkunst verbindet. Doppelreihige Sakkos mit markanter Schulterpartie, fließende Silhouetten und eine subtile Farbpalette aus Navy, Sand und gedeckten Erdtönen verleihen den Looks eine selbstverständliche Raffinesse. Jedes Detail ist bewusst gewählt, jedes Stück ein Statement zeitloser Lässigkeit.
Sonnenbrille TOM FORD
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Sakko und Hose von SEAFARER, Hemd GIAMPAOLO, Sonnenbrille TOM FORD, Loafer OFFICINE CREATIVE
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Sakko BOGLIOLI Poloshirt FILIPPO DE LAURENTIIS Hose PT TORINO Gürtel SANTONI
Pure Italianità: Wenn Menswear nicht steif wirkt, sondern sich fließend und selbstverständlich in den Alltag integriert. Voll müheloser Lässigkeit, hochwertig und modern: Das gründet auf einer unnachahmlichen Balance aus handwerklicher Perfektion und der Kunst, dann doch nicht alles so genau zu nehmen. So entsteht eine unvergleichliche Leichtigkeit, die Elevated-CasualLooks geschmacklich so anspruchsvoll sein lässt.
Overshirt ZEGNA Shirt ZANONE Hose INCOTEX Loafer TOD'S
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Ciao, Pino! Ein echter italienischer Charakterkopf: Pino Lerario, kreative Seele hinter Tagliatore und bereits in dritter Generation im Familienunternehmen, folgt weder Normen noch Konventionen. Als Meister des stilvollen Widerspruchs stellt er sich bewusst gegen den Massengeschmack. Während andere auf dekonstruierte Wohlfühlsakkos setzen, bleibt Lerario der bewährten Sakko-Konstruktion treu – jedoch mit einer derart präzisen und rasanten Schnittführung, dass klassische Eleganz selten so modern wirkte. Sakko TAGLIATORE Hemd GIAMPAOLO Hose PT TORINO Gürtel SANTONI Schuhe TOD'S
Jacke FAY
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY I
Jacke MOORER, Shirt MALO, Hose PT TORINO, Sonnenbrille TOM FORD
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Sakko und Hose von CIRCOLO 1901, Shirt FILIPPO DE LAURENTIIS, Schuhe SANTONI
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Giuseppe Santoni, der Sohn des Firmengründers und Oberhaupt einer Familie, die mit Leidenschaft und Liebe für das Handwerk Schönheit erschafft.
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Im Herzen bleiben ” wir eine Familie“ In nur 50 Jahren von einer kleinen Schuhmanufaktur in der heimischen Garage zur weltweit geachteten Luxusinstanz in Sachen Schuhe – das muss Santoni erst mal jemand nachmachen. Im Interview mit EDITION erzählt Giuseppe Santoni, wie die Marke den Spagat zwischen Vorwärtsdenken und traditionellem Handwerk meistert. INTERVIEW: Martina Müllner. FOTO: Santoni.
Was für ein Meilenstein, 50 Jahre Santoni! Dazu gratulieren wir herzlich und wollen wissen: Was war Ihr emotionalster Moment in dieser Geschichte? Guiseppe Santoni: Es gibt so viele Erinnerungen, die mein Herz mit Stolz erfüllen. Ich sehe noch lebhaft vor mir, wie mein Vater 1975 seine Werkstatt gründete – eine kleine Garage, randvoll mit Werkzeugen, das Leder stapelte sich bis unter die Decke. In dieser Atmosphäre bin ich aufgewachsen, geprägt von seinem Streben nach höchster Qualität. Dieser Geist inspiriert mich bis heute. Mein Ziel ist es, dieses Savoir-faire zu bewahren und weiterzuentwickeln, während ich gleichzeitig darauf hinarbeite, unsere Marke noch weiter zu vergrößern. Wenn Sie nach besonderen Momenten fragen, dann war es vielleicht die Eröffnung unserer ersten Santoni-Boutique im Ausland – 1997 in New York. Das war nicht nur ein Schritt in unserer Expansion, sondern ein selbstbewusstes Bekenntnis zu unserem Handwerk und unserer unverwechselbaren Identität. Ein weiterer bewegender Meilenstein war die Gründung unserer Accademia dell’Eccellenza, in der erfahrene Schuhmacher ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben. Santoni ist gewachsen, hat sich weiterentwickelt und beeindruckende Erfolge erzielt – aber im Herzen bleiben wir eine Familie. Eine Familie, die mit Leidenschaft und Liebe für das Handwerk Schönheit erschafft. Und das wird sich niemals ändern. Ihr Vater Andrea Santoni hat mit den einfachsten Mitteln begonnen. Wie bringt man heute Handwerk und Innovation auf einen Nenner? Handwerk und Technologie müssen Hand in Hand gehen. Würden wir die Vorteile neuer Entwicklungen ignorieren, hätten wir keine Zukunft. Dennoch bleibt die Essenz unserer Marke das Bewahren und Weitergeben von Know-how. Mein Vater hatte die visionäre
Schuhe SANTONI
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Loafer sind die stilvolleAntwort auf die Frage, welche Schuhe ein Mann mit Geschmack an warmen Tagen tragen soll.
Schuhe SANTONI
Idee, unser handwerkliches Können in eine industriellere Fertigung zu überführen, ohne dabei Kompromisse bei Design, Materialqualität oder handwerklicher Präzision einzugehen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Trotz modernster Maschinen und technologischer Fortschritte sind es nach wie vor unsere Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen. Sie erwecken jedes Modell – ob klassisch oder avantgardistisch – zum Leben. Unser Ziel ist es, weiterhin alle Produkte inhouse zu fertigen und dabei gezielt in Digitalisierung und Innovation zu investieren. Gleichzeitig erfüllen wir höchste Ansprüche unserer Kunden und sichern uns so unsere Position im globalen Wettbewerb. Dass uns dieser Balanceakt gelingt, darauf sind wir besonders stolz: Wir vereinen Qualität, Design und Innovation und werden dafür gleichermaßen als zeitlos wie zukunftsorientiert geschätzt.
Welche Rolle nehmen in dieser Philosophie Partnerschaften wie die mit BRAUN Hamburg ein? Unsere Zusammenarbeit mit BRAUN Hamburg basiert auf einer gemeinsamen Leidenschaft für Qualität, Handwerkskunst und Innovation. Was diese Partnerschaft so besonders macht, ist die starke Übereinstimmung in unseren Werten. BRAUN Hamburg ist einer der besten Multibrand-Stores in Europa – ein Ruf, der unser eigenes Engagement für höchste Standards widerspiegelt. Santoni-Neuigkeiten, die man im Frühjahr 2025 nicht versäumen sollte? Die Kunden lieben unseren dekonstruierten Loafer, aus besonders weichem Veloursleder in Goodyear-Reverse-Machart. Diese Konstruktion zählt zu unseren Markenzeichen: Sie verleiht dem Schuh ein Maximum an Komfort und sorgt für Langlebigkeit. Ein weiterer
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Meilenstein ist der neue Easy Boot, Speerspitze der neuen Easy Collection. Eine Stiefelette, die sich ganz flexibel und leicht anfühlt. Ein neuer Zugang zu unserem Handwerk – es war eine Freude, so experimentell heranzugehen! Der Luxusmarkt ist in Bewegung – welche Rolle nimmt der edle Schuh in einem sich so stark wandelnden Zeitalter ein? Wenn alles schnelllebig und austauschbar wird, ermutigt uns das bei Santoni umso mehr, zu unseren Prinzipien zu stehen, die uns seit 50 Jahren prägen. Wir sind voll Stolz eine Luxusmarke, definiert durch Qualität. Unser Credo ist simpel: Wir wollen Schuhe kreieren, die Trends überstehen und lange schön bleiben. Die Frage sollte nicht sein, ob man Mode oder Klassiker kreiert, sondern ob man Produkte herstellt, die einen bleibenden Wert darstellen. Das ist unsere Stärke, darauf gründet unser Ruf. Farben und Materialität sind eine Säule der Santoni-Identität, welche Inspiration stand hinter der aktuellen Kollektion? Mit unserer Farbpalette feiern wir stets die Schönheit der Natur unserer Heimat, die Marken. Unsere Spezialität nennt sich „Velatura“, es beschreibt die Art, wie die Farbe in Schichten aufs Leder aufgetragen wird, so dass ein tiefer, lebendiger Farbton entsteht. Sehen Sie Santoni eigentlich als Teil der sogenannten „Sprezzatura“, ein Begriff, der einen nonchalanten italienischen Chic propagiert? Das ist bestimmt ein spannendes Konzept, aber wir bei Santoni sehen uns nicht zwingend in diesem Kontext. Für mich braucht es noch ein modernes Element in einem Outfit: Eine Brücke zwischen Eleganz und Funktionalität. Mehr Raffinesse, mehr Leichtigkeit. Wir sind überzeugt, dass wahre Eleganz durch Liebe zum Detail entsteht. Ob das dann zwingend diese Nonchalance haben muss, weiß ich nicht: Wir fokussieren uns auf die Idee, dass wahrer Luxus durch Zeitlosigkeit und Qualität definiert wird. Was sollen die nächsten 50 Jahre für Santoni bringen? Das ehrgeizigste Ziel ist zweifelsohne, das Handwerk „Made in Italy“ zu bewahren. Unsere Kreationen werden mit Techniken zum Leben erweckt, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Mitarbeitende, die das Unternehmen seit der Gründung begleiten, betreuen bei uns die Jüngeren. Mit der Zeit wird aus diesen Neulingen die nächste Generation von Experten. Seit März 2023 haben wir diesen Prozess mit der Accademia dell’Eccellenza institutionalisiert, das Bildungsprogramm begleitetet die angehenden Schuhmachermeister sowohl theoretisch als auch praktisch. Neben den hauseigenen Auszubildenden arbeiten wir eng mit Schulen im Umkreis zusammen, weil es eine lokale Anstrengung braucht, das Handwerk zu bewahren. Drei Worte, die Santoni beschreiben? Schönheit, Qualität, Innovation. Danke für das Gespräch.
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Loafer OFFICINE CREATIVE
Nice to have
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY II
Schönheit liegt in den perfekten Proportionen – bei Accessoires umso mehr. Was eine außergewöhnliche Tasche, ein besonderes Paar Schuhe oder die ideale Sonnenbrille ausmacht? Eine ausbalancierte Formensprache, die zwei Dinge zugleich beherrscht: klassische Sehgewohnheiten bedienen und sie zugleich herausfordern. Mehr finden Sie unter: braun.hamburg/edition
Loafer TOD'S
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY II
Schuhe TOD'S
Schuhe DOUCAL'S
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Sonnenbrille TOM FORD
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY II
Sonnenbrille TOM FORD
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY II
Tasche SERAPIAN
Tasche SANTONI
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EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
The Art of Discovery Jenseits des Gewöhnlichen. Ein offener Blick auf die Welt hält die Sinne wach und den Geist neugierig. Wanderlust – die Sehnsucht nach neuen Horizonten und Momenten, die bleiben. Sieben besondere Orte zeigen: Reisen bedeutet mehr als Ankommen. Es ist die Kunst, Erinnerungen zu sammeln, die uns prägen. Begegnungen, die inspirieren, Erlebnisse, die nachwirken – und Orte, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis schreiben. Wer sich auf den Weg macht, sucht nicht nur das Neue, sondern das Gefühl, wirklich zu erleben.
EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
Foto: unsplash.com/Daniele Colucci
Steinernes Monument der Zeit
Peñón de Ifach Der Peñón de Ifach ist einer der imposantesten Kalksteinfelsen im Mittelmeerraum. Mit 332 Metern Höhe ragt der titanische Riese majestätisch aus dem Meer und prägt die Skyline der Costa Blanca. Er ist wahrlich der Fels in der Brandung, ein Ort der Kontemplation und des Staunens. Seit Jahrtausenden trotzt er den Wellen und bewahrt die Geschichte der Region. Einst strategischer Punkt und natürlicher Leuchtturm für Seefahrer, ist er heute ein Paradies für Naturliebhaber. Wer den steilen Aufstieg wagt, wird mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt, der das Gefühl vermittelt, über die Welt zu blicken. In seinen Felswänden nisten Vögel, Eidechsen huschen über das Gestein, widerstandsfähige Pflanzen wurzeln in den Rissen. Bei Sonnenuntergang taucht sanftes Licht den Felsen in magische Farben. Der Peñón ist nicht nur ein geologisches Wunder, sondern auch ein Symbol für Beständigkeit, Widerstandskraft und die unermessliche Macht der Natur.
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Fischauktion im Hafen Der Fischmarkt mit Fischauktion im Hafen von Calpe ist ein lebendiges Spektakel, das den Puls des Mittelmeeres in sich trägt. Von Montag bis Freitag am späten Nachmittag treffen die Boote in Scharen am Hafen ein, ehe die Fischer gegen 17 Uhr für mehrere Stunden ihre frischen Fänge anbieten. Rotbarben, Seebrassen, Sardinen, Tintenfische oder Krabben, direkt aus den Netzen der Fischerboote, werden von Hand zu Hand gereicht, während sich der salzige Duft des Meeres mit den wilden, lauten Rufen der Auktionatoren mischt. Den besten Blick in das Innere des Marktes erlangt man vom Besucherlaufsteg aus. Es ist ein Fest der Sinne, ein wilder Rhythmus der Wellen und das Leben der Küste, die sich allesamt in der Halle vereinen. Die Auktion ist ein lebendiges Stück Tradition, das die Seele von Calpe widerspiegelt.
Foto: Sumaid pal Singh Bakshi
EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
Foto: unsplash.com/Gwen Weustink
EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
Flamingos am Salzsee La Salinas Wie stille Tänzer auf einer einsamen Bühne wirken die Flamingos im Salzsee von Calpe. Mit ihren schmalen Beinen und dem zartrosa Gefieder stolzieren sie durch das seichte Wasser auf der Suche nach Nahrung. Ihr Reich ist die weitläufige Lagune, in der einst im großen Stil Salz abgebaut wurde. Sie entstand durch die Bildung einer doppelten Sandbank. Seinerzeit war das Salz in Calpe ein existenzielles Produkt, um Lebensmittel wie den frisch gefangenen Fisch haltbar zu machen. Seit 1993 sind die Salinas de Calpe ein 250 Hektar großes Naturreservat. Der Lebensraum beeindruckt mit einer individuellen Vegetation, die sich in diesem eigentümlichen Ökosystem entwickelt hat und zu Heimat und Rastplatz vieler Vogelarten wurde.
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Foto: MiniMoon Photo / Alamy Stock Photo
Baños de la Reina Ein faszinierendes historisches Erbe, das die Zeit überdauerte. Diese antiken römischen Ruinen sind als „Königinnenbäder“ bekannt. Sie sind steinerne Zeugen einer Zeit, in der Calpe als ein bedeutender Ort für das römische Heilbad galt. Überreste von Bädern, Mosaiken und einer durchdachten Wasserleitung erinnern noch heute an die römische Architektur und ihre fortschrittliche Technologie. Derzeit steht die Entwicklung in Calpe symptomatisch für die Herausforderungen moderner Küstenstädte im Spannungsfeld zwischen Wachstum, Natur- und Kulturerhalt sowie wirtschaftlichen Interessen. Während der Peñón de Ifach seit jeher majestätisch über der Stadt thront, entscheidet sich zu seinen Füßen, ob das „neue Calpe“ noch Raum für seine natürlichen Schätze haben wird.
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Terroir und Timing: Das Olivenöl Masía El Altet High End TEXT: Nicoletta Schaper. FOTOS: Masía El Altet, unsplash.com/Allison Saeng
Mit seinen intensiven, fruchtigen Noten zählt das Masía El Altet High End zu den exklusivsten Olivenölen Spaniens. Was es so besonders macht? „Vor allem das Terroir und der ideale Erntezeitpunkt“, sagt Jorge Petit Jr., der die Ölmanufaktur als Familienunternehmen leitet. Laut Jorge Petit Jr. gibt es zwei entscheidende Faktoren für die Entstehung eines herausragenden Olivenöls: „Einer davon lässt sich kontrollieren, der andere nicht“, erklärt er. Nicht vollständig steuern lässt sich das Terroir, ein französischer Begriff, der mehrere Aspekte umfasst, wie Lage, Bodenbeschaffenheit und klimatische Bedingungen. Olivenbäume gedeihen in Höhenlagen zwischen 0 und 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Je höher die Lage, desto besser sind die Voraussetzungen für eine Premiumqualität. Im Polop-Tal bei Alcoy, Alicante gedeihen die Olivenbäume für das Masía El Altet High End auf einer Höhe von 800 bis 950 Metern. Dort können im Sommer die Temperaturen tagsüber auf 35 ºC steigen und nachts auf 12 ºC fallen – Temperaturschwankungen, die sich direkt auf die Qualität des Olivenöls auswirken. Der zweite Faktor ist der ideale Erntezeitpunkt der Früchte, der sich besser steuern lässt. Allerdings gibt es für Jorge Petit Jr. und sein Team nur einen kurzen Zeitraum von 10 bis 15 Tagen, in denen das gewünschte fruchtige Aroma erreicht wird. Und auch nach der Ernte kommt es auf das Timing an: Wie bei einer frisch aufgeschnittenen Avocado setzt bei der Olive sofort der Oxidationsprozess ein. Je schneller die Oliven verarbeitet werden, desto höher die Qualität; bei Masía el Altet geschieht das innerhalb weniger Stunden. Auch dass die Maschinen täglich gesäubert werden, garantiert Reinheit und Frische. Wenn alles perfekt zusammenspielt, erreicht das extra native Olivenöl seinen vielschichtigen Charakter. „Es duftet nach Tomate, Artischocke, grüner Mandel, tropischen Früchten, und im Mund lässt sich eine feine Bananennote wahrnehmen“, schwärmt Jorge Petit Jr. „Das sind Aromen, wie sie die Küche bereichern. Ein wahres Tuttifrutti!“ Seit 2006 hat die Olivenölmanufaktur über 600 Auszeichnungen erhalten, seit 2018 nimmt sie nicht mehr an Wettbewerben teil. Die Qualität spricht für sich. Carretera Alcoy a Banyeres de Mariola. Kilometro 8 a 9. Alcoy, Alicante, Spanien. masiaelaltet.com
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Made with Kindness. INSERAT
HÄNDE, DIE DEN WERT DER ZEIT SCHÄTZEN, UND HERZEN, DIE SICH DER SUCHE NACH VOLLENDETER EXZELLENZ VERSCHRIEBEN HABEN Tief in der Tradition verwurzelt, doch mit dem Blick auf Horizonte jenseits von Zeit und Moden. Seit Generationen verfeinern wir unser Handwerk mit Hingabe und Präzision, stets auf der Suche nach Perfektion. Wahre Eleganz braucht Zeit – und diese nehmen wir uns. Unsere Kreationen sind mehr als Objekte der Begierde; sie verkörpern Wissen, Erfahrung und die Seele jener, die sie mit Leidenschaft geschaffen haben. FRÜHLING SOMMER 25
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EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
Calle de Puchalt Prächtige Altstadthäuser in Pastellfarben säumen die bunte Treppenstraße im historischen Zentrum von Calpe. Doch die einladenden Fassaden sind nicht das eigentliche Highlight. Wirklich berühmt ist die Straße wegen ihrer bemalten Treppenstufen. Jede einzelne erstrahlt in den Farben der spanischen Flagge Rot-Gelb-Rot. Bereits im ersten Stadtplan aus dem Jahr 1746 war sie eingezeichnet. Als sich der 1793 in Catarroja geborene und 1856 in Calpe verstorbene Pfarrer Don Juan Bautista Puchalt um die Urbanisierung der Stadt kümmerte, ließ er auf eigene Kosten in einer der ältesten Straßen Pflaster verlegen. Zuvor war es schier unmöglich, die Calle de Puchalt wegen ihres steilen Anstiegs zu durchqueren. Seither trägt die Straße seinen Namen und gehört zu den meistfotografierten der Stadt.
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RÜCKGRAT ERKENNT MAN AM HANDGELENK. Die Iron Walker von Wempe ist die Essenz einer zeitlos modernen und zugleich sportlichen Uhr. Reduziert auf das Wesentliche und kompromisslos in der Verarbeitung, wird sie höchsten Ansprüchen gerecht, weil sie an einem Ort gefertigt wurde, der wie kein zweiter in Deutschland für exzellente Uhrmacherkunst steht: Glashütte in Sachsen.
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EDITION / VOL. 16 – HIGHLIGHTS
Der Luxus des Rückzugs Völlige Entspannung in unberührter Natur: Inmitten des landschaftlich spektakulären Guadalest-Tals mit Pinienwäldern, Oliven- und Mandelbäumen findet sich das Hotel VIVOOD, das Luxus mit minimalistischer Einfachheit zu verbinden weiß. Die 35 Wohneinheiten versprechen viel Privatsphäre und verschmelzen auch architektonisch mit der Natur, mit zwei Infinity Pools, weitläufigem Garten und zwei Restaurants mit SlowFood-Küche auf höchstem Niveau. Alles im VIVOOD ist darauf ausgerichtet, Körper und Geist zu entschleunigen. Am besten gelingt das mit dem Fünf-Elemente-Ritual im Spa-Bereich, das mit Sauna, Hamam, einem bithermalen Tunnel, Flotarium und beheiztem Pool durch fünf wohltuende Phasen führt. Ein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis? Den Sonnenuntergang im beheizten Privatpool genießen, zum Beispiel mit einem Glas Cava. Es ist einzigartig, wie das ganze Tal in ein warmes Orange getaucht zu sein scheint, während die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Carretera, Ctra. d'Alcoi, 10, 03516 Benimantell, Alicante, Spanien. vivood.com
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Blue(s) Arbeiterkleidung, die Uniform der Rebellen, Zeichen des Widerstands: Die Geschichte der Jeans ist die eines sozialen Aufstiegs. Beeindruckend, wie es die Mode schafft, jede noch so starre Kategorie aufzulösen. Diese Kraft der Veränderung ist es, was die Beschäftigung mit Mode so spannend macht. Sie ist ein Spiegel von Gesellschaft und Zeitgeist. Sie lädt zu vielfältigen Interpretationen ein – doch kann sie eines auch ganz ohne die dahinterstehende Philosophie: einfach gut aussehen. Mehr finden Sie unter: braun.hamburg/edition
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Alles von AMI PARIS.
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Overshirt BELSTAFF, Shirt STEFAN BRANDT, Jeans CITIZENS OF HUMANITY
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Hemd und Hose von CLOSED Schuhe OFFICINE CREATIVE
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Kurzarmhemd und Shorts von 04651/ A TRIP IN A BAG, Schuhe CASTAÑER
EDITION / VOL. 16 – STILWELTEN
Lines of Leisure Halb, aber mit vollem Stil. Bermudas haben längst ihren festen Platz in der Sommergarderobe erobert – mühelos, vielseitig, souverän. Perfektes Tailoring trifft auf entspannte Baumwoll- und Leinenstoffe, die kurz über dem Knie enden und dabei nichts dem Zufall überlassen. Ihr Charakter? Wandelbar: Mit einem luftigen Bowling-Hemd zelebrieren sie Nonchalance, mit einem klassischen Hemd setzen sie einen raffinierten Kontrast. Shorts, die mehr sind als nur lässig – sie sind die Essenz sommerlicher Eleganz. Mehr finden Sie unter: braun.hamburg/edition
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Alles von STONE ISLAND.
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Overshirt MAURIZIO BALDASSARI, Shirt ZANONE, Shorts DONDUP
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Shirt MC2 SAINT BARTH Bermudas GTA Schuhe CASTAÑER
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Nicht zu eng, nicht zu weit, klassischer Schnitt, dezente Farben Das Ideal einer Hose in Bermuda-Länge!
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Urban Code
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Jacke MANDELLI, Hemd FINAMORE 1925, Hose PT TORINO
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Mantel oder Sakko? Shirt oder Blouson? Was früher klare Kategorien kannte, ist heute Teil einer souveränen Haltung. Ehemals reine Outerwear wird zum festen Bestandteil urbaner Silhouetten. Form folgt Stil – und Ausdruck wird zur Freiheit. Zurückgenommen im Design, präzise in der Aussage.
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Formsache Statt Sakko: Overshirt – vertraut und doch immer im Wandel. Ein Meister der Vielseitigkeit, mal Jacke, mal smarter Blazer-Ersatz. Leicht zu kombinieren, wenn das Wesentliche stimmt. Und das wäre? Kompromisslose Qualität.
Alles von 04651/ A TRIP IN A BAG. Schuhe CASTAÑER
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Edle Smart Fabrics mit funktionalem Kern: dezent, aber wirkungsvoll. Leicht, schützend bei Regen und Wind, durchzogen von feinsten Details und hochwertigen Materialien. Ein Erlebnis, das Luxus spürbar macht – leise, unaufdringlich, unverkennbar.
Mantel ZEGNA Pullover FEDELI Hose INCOTEX
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Overshirt SANTANIELLO, T-Shirt FILIPPO DE LAURENTIIS, Hose PT TORINO
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Overshirt TOMBOLINI
Lederjacke RIFUGIO Shirt CRUCIANI Hose PT TORINO
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Jacke und Poloshirt von COLOMBO Hose MARCO PESCAROLO Gürtel SANTONI Schuhe ZEGNA
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Jacke ARMA, Pullover FEDELI, Jeans PT TORINO, Loafer DOUCAL'S
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EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Alles von A.P.C., Schuhe CASTAÑER
EDITION / VOL. 16 – FASHION STORY III
Alles von A.P.C.
A.P.C. – Understatement in Perfektion. Die Pariser Marke zeichnet aus, wie gekonnt sie zeitlose Eleganz mit unangestrengtem Minimalismus verbindet. Klare Linien, hochwertige Materialien und ein bewusster Verzicht auf überflüssige Details machen jedes Stück zu einem Statement der Zurückhaltung. Ob perfekt sitzender Denim, puristische Mäntel oder Strick mit subtiler Raffinesse – A.P.C. meistert die Kunst, Mode auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne an Ausdruck zu verlieren. Die Farbpalette bleibt bewusst neutral, sodass sich jedes Design nahtlos in eine anspruchsvolle Garderobe einfügt. Bei all dem Sinn für Klassik vergisst A.P.C niemals die Modernität: Ein dezenter Stilcode, der von Menschen verstanden wird, die Kleidung als Ausdruck ihrer Individualität betrachten – unaufgeregt, aber unverkennbar.
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Pullover MAURIZIO BALDASSARI, Hose PT TORINO, Schuhe SANTONI
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Masche(n) Zwischen traditioneller Handwerkskunst und technischer Präzision liegt das perfekte Maß für Strick. Garn, Struktur, Muster und Material – jede Entscheidung ist ein sorgsames Abwägen, Masche für Masche ein feines Spiel der Balance. Das Ergebnis? Kein Kunstwerk, sondern pure Selbstverständlichkeit. Ein Hauch von Luxus, jeden Tag. Mehr finden Sie unter: braun.hamburg/edition
Cardigan MAURIZIO BALDASSARI, Poloshirt MALO, Hose INCOTEX
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Strickjacke MAURIZIO BALDASSARI, Hemd GIAMPAOLO, Hose INCOTEX
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Cardigan DRUMOHR, Shirt ZANONE, Hose MARCO PESCAROLO
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La Famiglia Ein Familienunternehmen, das in einer Generation von einem kleinen Cashmere-Abenteuer zur globalen Luxusmarke wuchs: In seiner beeindruckenden Erfolgsgeschichte ist Brunello Cucinelli immer Mensch geblieben, der seinen geschätzten Partnern auch mal einen persönlichen Brief schreibt. Die nächste Generation ist seit vielen Jahren an seiner Seite. Beide Töchter arbeiten im Unternehmen, in der Famiglia Cucinelli gilt eine eiserne Regel: Zu Hause wird nicht über die Firma gesprochen, verriet CoKreativdirektorin Carolina Cucinelli in einem Vogue-Interview. Mehr finden Sie unter: braun.hamburg/edition
Alles von BRUNELLO CUCINELLI.
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Alles von BRUNELLO CUCINELLI, Hemd rechts FINAMORE 1925
EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Gemeinsame Werte, gewachsene Verbundenheit mit Brunello Cucinelli eint uns mehr als eine Partnerschaft. Lars Braun
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EDITION / VOL. 16 – STILWELT
Alles von BRUNELLO CUCINELLI.
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EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Der rote Faden – mit Meisterschneider Sven Fischer
INTERVIEW: Jasmin Lohse.
Das Maß aller Dinge
Ein Anzug, der nicht nur perfekt sitzt, sondern Ihre Persönlichkeit und Vorzüge betont – exklusive Maßkonfektion vereint handwerkliche Präzision mit individuellem Stil. Im Interview verrät unser erfahrener Meisterschneider Sven Fischer, worauf es bei Made to Measure wirklich ankommt, welche Feinheiten den Unterschied machen und warum ein Maßanzug ein Statement von Eleganz und Individualität ist.
Maßarbeit mit Gefühl – Sven Fischer
EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Mögen Sie sich kurz vorstellen? Ich heiße Sven Fischer, bin 41 Jahre alt, komme aus dem schönen Süden aus München, und habe dort viele Jahre als Made-toMeasure-Spezialist gearbeitet. Jetzt leite ich hier bei BRAUN in der Kaisergalerie die Maßanfertigung für unsere Kunden. Ich freue mich sehr über diese neue Herausforderung. Welche handwerklichen Fähigkeiten oder Techniken sind in der Luxusmaßschneiderei unerlässlich? Für mich ist es wichtig, dass man unabhängig von Trends den passenden Hersteller für die jeweilige Anforderung findet. Anatomie spielt dabei eine große Rolle. Ich glaube, die beste Eigenschaft eines Maßschneiders ist es, ein Gespür für den Kunden und dessen Anatomie zu haben, um die bestmögliche Passform zu erreichen. Wie unterscheiden sich Maßanfertigungen von industriell gefertigten Anzügen im Luxussegment? Bei Made to Measure oder Su Misura haben wir die Möglichkeit, das Design individuell anzupassen. Wir können die Passform exakt auf den Kunden abstimmen. Der Kunde hat eine viel größere Auswahl an Stoffen, Knöpfen, Innenfuttern und vielen weiteren Details, die bei einer industriellen Fertigung nicht in dieser Vielfalt zur Verfügung steht. Bei der industriellen Produktion wird meist „von der Stange“ gekauft, während wir bei Made to Measure alles individuell nach Kundenwunsch zusammenstellen können.
Gibt es bestimmte Stoffe oder Materialien, mit denen Sie besonders gerne arbeiten? Für mich sind die besten Stoffhersteller unter anderem Zegna und Loro Piana, im Kaschmir-Bereich – vor allem Colombo. Das sind wirklich die feinsten Stoffe. Und das sieht man dann an den fertigen Produkten – sie wirken einfach sehr edel. Welche Rolle spielen traditionelle handwerkliche Methoden in Ihrer Arbeit, und wie kombinieren Sie diese mit modernen Ansätzen? Der Anzug ist nach wie vor ein sehr wichtiger Bestandteil, sowohl in der klassischen Konfektion als auch im Made-to-MeasureBereich. Was sich allerdings verändert hat, ist das Spektrum der Sachen, die wir anfertigen können. Heute bieten wir auch Strickwaren, Jeans, Joggpants, Shirtjackets an – also wirklich alles Mögliche. Auch Ledertaschen und Ledergürtel gehören mittlerweile dazu. Das Ganze orientiert sich auch ein bisschen an den Trends von Ready to Wear. Jeder denkt immer an den klassischen Anzug mit Sackhose, doch wir fertigen auch äußerst lässige Teile. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen klassischen Anzügen und moderneren Stücken wie Joggpants und Shirtjackets? Ich glaube, dass der klassische Anzug noch immer bei etwa 60 bis 70 Prozent liegt, während die anderen modernen Stücke wie Joggpants oder Shirtjackets bei etwa 30 bis 40 Prozent sind. Es verlagert sich aber, und wir gehen mit dem Trend.
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EDITION / VOL. 16 – INTERVIEW
Maßarbeit mit Gefühl – Sven Fischer über Stil, Passform und Handwerkskunst
Gibt es bestimmte Stilregeln, die Sie für unverzichtbar halten – oder bewusst brechen? Für mich ist das Wichtigste, dass der Anzug oder das Kleidungsstück wirklich zum Kunden und zu dessen Körper passt – unabhängig von Trends. Bei Trends kann es sein, dass man manchmal Stilregeln bricht, etwa wenn Hosen plötzlich extrem weit werden oder man Oversized trägt, wie es gerade trendy ist. Welche Fragen stellen Sie Ihren Kunden, um deren persönlichen Stil und Anforderungen zu verstehen? Die ersten Fragen dienen dazu, den Bedarf des Kunden zu ermitteln und ihm zu zeigen, was möglich ist. Es geht darum, herauszufinden, was der Kunde will und was wir ihm bieten können. Wie läuft der komplette Prozess von der Terminvergabe bis zum fertigen Anzug ab? Der Kunde vereinbart einen Termin. Dann treffen wir uns und ich beginne schon, ihn ein wenig einzuschätzen, um herauszufinden, welcher Hersteller oder welche Anzugart am besten zu ihm passt. Dann machen wir eine Bedarfsermittlung und ich erkläre ihm, welche Möglichkeiten wir haben. Der Kunde wählt dann Stoffe und Accessoires aus. Danach nehmen wir die Maße und ich erkläre dem Kunden, wie der Prozess abläuft. Wenn alles geklärt ist, nennen wir den Preis, und wenn der Kunde einverstanden ist, geht der Auftrag an die Produktion. Nach etwa vier bis sechs Wochen treffen wir uns wieder, machen eine Endanprobe und stellen sicher, dass alles passt.
Wie sehen Sie die Zukunft der Maßschneiderei im Luxussegment? Welche Trends und Entwicklungen finden Sie besonders interessant? Ich denke, dass wir wieder mehr in Richtung klassischer Anzüge gehen werden. Der Anzug, das Sakko, wird immer ein Bestandteil der Maßkonfektion bleiben. Momentan sind leichte Teile wie Chalkpants oder Shirtjackets im Trend, aber ich glaube, dass wir wieder mehr in die Richtung „Klassik“ gehen werden – auch die Krawatte wird wiederkommen. Welche oft übersehenen Details machen Ihrer Meinung nach einen exzellenten Maßanzug aus? Eines der schönsten Details ist für mich das handgemachte Knopfloch, das mit einem Gimpenfaden gearbeitet wird, bei dem ein Faden nochmals in das Knopfloch eingearbeitet wird. Dieses wird anschließend mit einem Kreuzstich übernäht. Es ist ein kleines, aber sehr schönes Detail für Kenner, das oft übersehen wird. Brioni und Attolini machen das – und es ist einfach etwas Besonderes. Was ist für Sie ein „Masterpiece“, ein absolutes Muss im Kleiderschrank? Für mich ist das ein dunkelblauer Anzug – ein Zwei-Knopf-Modell mit zwei Schlitzen. Das ist ein Klassiker, der in jeden Kleiderschrank gehört. Und was macht einen Maßanzug für Sie zu etwas Besonderem? Für mich ist es wirklich die Kombination aus der perfekten Passform und den kleinen Details, die den Anzug zu einem absoluten Unikat machen. Die Handwerkskunst und die Individualität des Stücks – das ist es, was ihn so besonders werden lässt.
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HOTEL & RESTAURANT TIPPS HAMBURG
GASTWERK HOTEL HAMBURG Im Gastwerk Design Hotel trifft Loft-Ambiente auf historische Architektur. Die lichtdurchfluteten Lofts bieten ein beeindruckendes Raumgefühl mit warmen Farben, edlem Holz und feinen Stoffen, ergänzt durch die sachliche Kühle von Metall und Beton. Im Restaurant Mangold verschmelzen regionale und internationale Aromen zu kreativen Genusserlebnissen – sei es beim Langschläferfrühstück, BusinessLunch oder Dinner. Das stilvolle Flair mit weitläufiger Terrasse lädt zum Verweilen ein und macht jede Mahlzeit zu einem besonderen Moment. Die Bar Mangold besticht durch eine edle Atmosphäre und raffinierte Drinks. Der imposante Tagungsbereich stellt den perfekten Rahmen für Tagungen und Events. Für eine wohltuende Auszeit sorgt das Spa mit Sauna, Dampfbad und revitalisierenden Behandlungen.
www.gastwerk.com
www.thegeorge-hotel.de
THE GEORGE HOTEL HAMBURG Im The George Hotel eröffnet sich eine ganz eigene Welt: glamourös, zeitgemäß und stilvoll zurückhaltend. Die lichtdurchfluteten Zimmer und Suiten überzeugen mit warmen Tönen, klaren Linien und bodentiefen Fenstern, die beeindruckende Ausblicke auf die Alster, St. Georg oder den Garden bieten. Die Lage vereint ruhige Spaziergänge am Wasser mit dem pulsierenden Stadtleben. Im Restaurant DaCaio vereinen sich mediterrane Raffinesse und italienische Herzlichkeit – von hausgemachter Pasta bis zu in Wodka flambierten Scampi. Besonders beliebt: die Tagliatelle DaCaio, direkt am Tisch im Parmesanlaib zubereitet. Mit erlesenen Weinen und einer weitläufigen Außenterrasse wird jeder Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Die mondäne Bar DaCaio verführt mit exklusiven Drinks, SignatureCocktails und stilvollem Ambiente.
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EDITION VOL. 16 / 2025
HERAUSGEBER / FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH Lars Braun BRAUN Hamburg Mönckebergstraße 17, 20095 Hamburg, Kaisergalerie, Große Bleichen 27, 20354 Hamburg. T +49 (0)40/33 44 7-0, F +49 (0)40/33 44 7-103, www.braun-hamburg.com VERLEGER UCM Werbe- und Verlagsagentur, B2C Corporate Publishing GmbH, Michael-Walz-Gasse 37, A-5020 Salzburg, www.ucm-verlag.at KONZEPTION UND ENTWICKLUNG UCM Werbe- und Verlagsagentur PROJEKT- UND REDAKTIONSLEITUNG Alexandra Hawel ARTDIRECTION Jan Blumentritt / BRAUN Hamburg Irmgard Fitzga / UCM Werbe- und Verlagsagentur TEXTCHEFIN MODE Martina Müllner MITARBEITENDE DIESER AUSGABE Eva Goldschald, Barbara Lackerbauer, Melanie Lindner, Nicoletta Schaper, Anouk Schönemann, Pia Telebuh
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LEKTORAT Nadine Hutarew (www.luxt.at) / BRAUN Hamburg FOTOGRAF Alex Waltl STYLING BRAUN Hamburg HAIR & MAKE-UP Aurora Asunción MODELS Do Bygungwook, Nikola Jovanovic, Bastian Thiery LOCATION La Muralla Roja DRUCK Samson Druck GmbH, A-5581 St. Margarethen im Lungau ANZEIGEN Sara Hatje (s.hatje@braun-hamburg.com)