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Matiaske bereitet sich auf Einstieg ins Landratsamt vor
Kisten packen für die neue Aufgabe: Breubergs Bürgermeister Frank Matiaske hat in diesen Tagen einiges damit zu tun, sein Büro im Sandbacher Rathaus zu räumen. Schließlich übernimmt er zum 1. September das Amt des Odenwälder Landrats und hat seinen Dienstsitz dann in Erbach. Foto: Gabriele LErmann Von Birgit Reuther ODENWALDKREIS Obwohl es "ein stressiger und hektischer Wechsel" wird, trübt das die Vorfreude Frank Matiaske auf die neue Herausforderung nicht. Der Abschied aus Breuberg aber wird ihm nicht leicht fallen bringt sich Matiaske doch seit rund 32 Jahren in verschiedenen Sparten der Kommunalverwaltung für seine Heimatstadt ein. Die inzwischen fast greifbar vor der Tür stehende Herausforderung, Landrat im Odenwaldkreis zu werden, hatte der Sozialdemokrat und DiplomVerwaltungsfachwirt ins Visier genommen, als er sich im Oktober 2014 entschloss, für eben diesen Posten zu kandidieren. Das Ergebnis der Direktwahl gab ihm recht: Wie seinerzeit berichtet, stimmten 58,9 Prozent der Wähler für den verheirateten Familienvater und gebürtigen Breuberger. Er wird Dietrich Kübler (ÜWG) ablösen, der die Geschicke des Landkreises seit September 2009 lenkt und bei der Wahl mit 41,1 Prozent abgeschnitten hat.
VERABSCHEIDUNG UND ERNENNUNG Frank Matiaskes Abschied aus dem Breuberger Bürgermeisteramt wird am Donnerstag (27.) ab 19 Uhr in der Breuberghalle im Stadtteil Neustadt gewürdigt. Vier Tage später, am Montag (31.), folgt ab 18 Uhr in der Erbacher WernerBorchersHalle die feierliche Verabschiedung von Landrat Dietrich Kübler und die Ernennung Matiaskes; Forum ist eine Sitzung des Odenwälder Kreistages. Ihren neuen Bürgermeister oder gar erstmals eine Bürgermeisterin werden die Breuberger wegen der einzuhaltenden Fristen erst am 8. November wählen. Eine mögliche Stichwahl wäre am 22. November. Ab Matiaskes Abschied Ende August bis zu dem Zeitpunkt, an dem die gewählte Person ihren Job antritt, führt Erster Beigeordneter Werner Seibert die Geschäfte. Dass der Wechsel vom Sandbacher Rathaus in den altehrwürdigen Buntsandsteinbau in der Kreisstadt kein Spaziergang sein wird, war Matiaske von Anfang an bewusst. Galt und gilt es doch, einige der in Breuberg anstehenden Infrastrukturthemen zumindest soweit voranzubringen, dass es während der Phase des vorübergehend unbesetzten Bürgermeisterpostens keine großen Stolpersteine für die Kommune im Nordkreis geben kann. Rundum gefordert sieht sich der künftige Landrat seit Wochen aber auch deshalb, weil NochAmtsinhaber Kübler ein Versprechen wahr gemacht hat: Er sei bereit, hatte dieser nach der Wahl am 15. März angekündigt, seinen Nachfolger in die vielfältigen Aufgaben und Themen des Berufsfeldes "Landrat im Odenwaldkreis" weitestmöglich einzuarbeiten. Ein Angebot, das Matiaske gern annimmt. "Das bedeutet jedoch, dass ich derzeit drei bis fünf Mal am Tag nach Erbach fahre", schildert der Breuberger seinen Alltag. In vielen Themen stecke er dank dieser Vorbereitung "schon drin". Doch gerate der Spagat zwischen den Amtsgeschäften in Breuberg und der Vorbereitung für Erbach "gerade ziemlich anstrengend" und gehe langsam an die Substanz. So heißt es auch, sich bei wichtigen Terminen und Veranstaltungen im Flächenkreis zu informieren und sehen zu lassen. "Gestern ging es beispielsweise nach Beerfelden, Hinterbach und Olfen", erzählt der Kommunalpolitiker. "Und der Terminkalender ab 1. September ist schon prächtig gefüllt."