Regional vielfältig engagiert für Mitglieder und Sicherheit
32 Corporate Governance und Organe
Grundsätze und Strukturen
Liebe Club-Mitglieder
Liebe Mitarbeitende Geschätzte Leserinnen und Leser
Der Jahresbericht 2025 des Touring Club Schweiz TCS steht unter dem Titel «Dynamisch unterwegs». Dass dieser Titel nicht einfach eine leere Floskel ist, zeigt sich bei der Lektüre des Jahresrückblicks der TCS-Gruppe. Konsolidierung und Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen im Stammgeschäft der Mobilität, Diversifizierung in den Bereichen Gesundheit und Home, alles getragen von einer soliden Organisation, engagierten Mitarbeitenden und einer stets wachsenden Basis an Mitgliedern. Trotz dieser wichtigen Dynamik darf die Kohärenz nicht verloren gehen. Jede Anpassung, Weiterentwicklung und Diversifizierung muss für unsere Mitglieder nachvollziehbar und verständlich bleiben. In diesem Sinne gehen wir auch einen Weg der Evolution – vom Veloclub über den Autoclub zum Mobilitätsclub – mit einer Entwicklung hin zur allgemeinen Notfallorganisation im Visier. Dynamik eben.
Diese Dynamik – man könnte es auch Anpassungsund Entwicklungsfähigkeit nennen – hat sich im Berichtsjahr auch am Beispiel des Engagements des TCS für die Verkehrssicherheit bewährt. Was vor über 100 Jahren als «Verkehrserziehung» begann, hat sich über die Jahrzehnte hin entwickelt, angepasst, modernisiert und 2025 für die Schulwegkampagne gar die Perspektive gewechselt und ist konsequent an die Automobilistinnen und Automobilisten gerichtet: «Luege. Brämse. Halte.» Selbstverständlich werden die Schulkinder damit nicht aus der Verantwortung gezogen, es soll aber ganz klar aufgezeigt werden, dass die Verkehrssicherheit eine gemeinsame Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer ist.
Eine gemeinsame Verantwortung – die haben wir auch innerhalb des TCS – von den Mitarbeitenden über die Kader bis hin zur Direktion und den Organen. Nur gemeinsam schaffen wir es, diese Dynamik aufrechtzuerhalten. Sie bedingt nämlich nicht nur neue Ideen und ein ständiges Hinterfragen der eigenen Dienstleistungen und Produkte, sondern im Besonderen auch Offenheit und Anpassungsfähigkeit, Wille und Vertrauen.
Auf all dies können wir im TCS aufbauen und so das von unseren Vorgängern gelegte Fundament weiter konsolidieren – damit der TCS auch morgen und übermorgen rund um die Uhr den Mitgliedern in Not helfen kann.
Peter Goetschi Zentralpräsident
Jürg Wittwer Generaldirektor
Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung Ein über 100-jähriges Engagement
Die Sicherheit von Kindern auf ihren Schulwegen nachhaltig erhöhen, gehört zu den Grundanliegen des TCS im Rahmen seines Engagements zur Verhütung von Unfällen. Traditionell wird besonders zum Schulanfang auf die Gefahren im Strassenverkehr hingewiesen. Es sind aber nicht nur die Kleinsten, die jeweils lernen müssen – für ihre Sicherheit auf den Strassen tragen in erster Linie die Erwachsenen die Verantwortung.
Das Bekenntnis zur Verkehrssicherheit ist seit langer Zeit in den Statuten des Touring Club Schweiz verankert und zählt bis heute zu seinen wichtigsten Engagements zugunsten des Schweizer Gemeinwohls. Ein besonderes Augenmerk galt dabei schon früh den schwächsten Verkehrsteilnehmenden: den Kindern. Bereits 1908 forderte der TCS den Bundesrat auf, einen obligatorischen Verkehrsunterricht an den Schulen einzuführen. Mit der Kampagne «Sind Sie vorsichtig?» wandte sich der TCS 1930 an Kinder und Eltern und thematisierte sechs häufige Fehlverhaltensweisen, etwa das Anhängen an Fahrzeuge oder das Spielen auf der Strasse. Mit der Einführung der ersten reflektierenden Bänder im Jahr 1975 wurde zudem das Thema Sichtbarkeit im Strassenverkehr aufgegriffen.
Pädagogische Programme für alle Altersgruppen In den letzten Jahrzehnten hat der TCS umfassende pädagogische Programme zur Verkehrsbildung von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter entwickelt.
Das Konzept des TCS richtet sich an alle Akteure, welche bei der Verkehrsbildung des Kindes Einfluss nehmen: zum einen an die Eltern in ihrer Rolle als Vorbilder für ihre Kinder. Sie fördern die Mobilität, verankern das Gelernte im Alltag, üben mit ihren Kindern, motivieren sie und stärken ihr Vertrauen. Zum anderen an Lehrpersonen, die Themen rund um den Verkehr in den Unterricht integ-
rieren. Und schliesslich an Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Polizeistellen, die Kinder durch Beobachtung, Erfahrung und Praxis mit der Realität des Strassenverkehrs vertraut machen und zentrale Botschaften zur Verkehrssicherheit mit der nötigen Glaubwürdigkeit vermitteln.
Wertvolle Hilfsmittel wie Onlinetools und didaktisches Material stehen zur Verfügung. Zudem vermittelt der TCS über spezialisierte Webseiten und Social-MediaKanäle Wissen und praktische Tipps zum richtigen Verhalten im Strassenverkehr.
Unterstützt vom Fonds für Verkehrssicherheit gibt der Touring Club Schweiz über seine Sektionen jährlich über 100’000 Leuchtbänder für Kindergartenkinder sowie rund 90’000 Leuchtwesten an Schülerinnen und Schüler der ersten bis dritten Klasse ab.
Bedeutende Präventionskampagne zur Schulwegsicherheit Jahr für Jahr verunfallen immer noch zu viele Kinder auf dem Weg zur Schule. 453 Kinder waren es 2024 laut Bundesamt für Strassen ASTRA. Die Wachsamkeit der Fahrzeuglenkenden und damit die Gewährleistung eines sicheren Schulwegs für Kinder bleiben von zentraler Bedeutung, denn jedes verunfallte Kind ist eines zu viel.
Achtung Schulweg
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Aus diesem Grund gehört es zu einem Grundanliegen des TCS, für die Sicherheit von Kindern auf ihren Schulwegen zu sorgen. Traditionell wird besonders zum Schulanfang auf die Gefahren im Strassenverkehr hingewiesen. Der Eintritt in die Schule bedeutet für Kinder eine Erweiterung ihres Lebensraums und ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung ihrer Mobilität.
Zu Beginn des Berichtsjahres übertrug der Fonds für Verkehrssicherheit dem TCS die gesamtschweizerisch bedeutende Präventionskampagne zur Schulwegsicherheit. Das eingereichte Konzept hatte überzeugt und wurde zum Schulstart unter dem Merkspruch «Luege. Brämse. Halte.» lanciert. Die Kampagne ist auf drei Jahre angelegt, mit einer Option der Verlängerung.
Ziel der Kampagne ist es, motorisierte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu einem vorsichtigeren und verantwortungsbewussteren Fahrverhalten zu sensibilisieren, um Kinder auf ihrem Schulweg besser zu schützen.
Eltern, Lehrpersonen und Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Polizeistellen werden ebenfalls mithilfe von verschiedenen Sensibilisierungsmaterialien einbezogen, um die Präventionsbotschaften ausgedehnt zu verbreiten. Damit macht die Kampagne auch deutlich: Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung.
Im Berichtsjahr wurden nicht nur Tausende Plakate, Banner und Flyer eingesetzt, sondern auch Bastelkits und Give-aways, dies in drei Sprachen in der ganzen Schweiz.
Gemeindeverwaltungen waren dafür besorgt, das Material entsprechend prominent rund um Schulen anzubringen. Auch in den Medien erhielt die Schulwegkampagne grosse Aufmerksamkeit.
Engagement für eine sichere Mobilität aller Das Ziel, eine sichere Mobilität für alle zu ermöglichen und Unfälle zu verhüten, verfolgt der TCS auch mit verschiedenen weiteren Aktionen und Dienstleistungen. Er ist Ratgeber in allen Fragen der Verkehrssicherheit und testet Autos, Assistenzsysteme, Reifen, Kindersitze, Helme, E-Bikes oder Trendfahrzeuge, damit alle Verkehrsteilnehmenden sicher unterwegs sein können. Hinzu kommen Tests und Audits von Infrastrukturen wie Schulwegen und Fussgängerstreifen. Und nicht zuletzt trägt die obligatorische und freiwillige Weiterbildung für professionelle Fahrerinnen und Fahrer sowie Privatpersonen mit verschieden ausgerichteten Kursen in den TCS Fahrtrainingszentren dazu bei, dass Fahrzeuglenkende sicher durch den Strassenverkehr kommen.
Damit deckt der TCS alle wesentlichen Pfeiler der Verkehrssicherheit ab – Mensch, Verkehrsmittel und Infrastruktur. Der Einsatz für weniger Unfälle in der Schweiz bleibt eine zentrale und unermüdliche Aufgabe.
TCS-Gruppe
TCS-Gruppe
Dynamisch unterwegs
Der Touring Club Schweiz blickt auf ein erfreuliches Jahr des weiteren Wachstums und Weiterentwicklungen in verschiedenen Bereichen zurück. Als Notfallorganisation im Bereich Mobilität, Gesundheit und Zuhause war der TCS in der Schweiz wie auch weltweit 2025 rund um die Uhr für seine Mitglieder im Einsatz, und er engagierte sich vergangenes Jahr wiederum gesellschaftlich wie politisch.
Verschiedene Faktoren führen in diesen Zeiten zu Unsicherheiten bei Konsumentinnen und Konsumenten. Die Mitgliedschaft beim TCS sowie die ergänzenden Angebote und Dienstleistungen geben das beruhigende Gefühl, gut abgesichert zu sein. Der Mitgliederbestand des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz hat sich im Berichtsjahr um 34’000 erhöht, womit nunmehr rund 1,65 Millionen Menschen dem TCS vertrauen.
Neben der Hilfe für Mitglieder stand das Berichtsjahr im Zeichen grosser Projekte zur Digitalisierung und Modernisierung der Systemlandschaft, um neuen Marktanforderungen zu entsprechen, die Effizienz zu erhöhen und die Stabilität eines 24/7-Services langfristig sicherzustellen. Die digitalen Kanäle ermöglichen es, neue Mitglieder zu gewinnen und bei bestehenden eine effiziente Dienstleistung zu erbringen. Rund 2’200 Mitarbeitende sind beim TCS-Zentralclub im Einsatz.
Hilfe aus dem Stammgeschäft
2025 herrschten in der Schweiz ausgeglichene Wetterbedingungen, was sich auf die Einsätze der Pannen- und Unfallhilfe auswirkte. Es war ein Sommer ohne grosse Hitzetage und auch – im Vergleich zum Vorjahr – mildere Temperaturen zum Jahresanfang wie auch zum Start in den Winter im November und Dezember. Ebenfalls blieb ein extremer Schneefall aus. Trotzdem kam die Unfallund Pannenhilfe rund 368’000-mal (2024: 377’000) zum
Einsatz, wovon gut 12’300-mal (2024: 13’700) Hilfe bereits am Telefon abschliessend gegeben werden konnte. Die Entwicklung ist dahingehend, dass moderne Fahrzeuge Anomalien frühzeitig melden, sodass Automobilistinnen und -mobilisten entsprechend rechtzeitig eine Werkstatt aufsuchen und sich die Pannenzahl auch dadurch reduziert.
Die Zahl der Elektrofahrzeuge in der Schweiz nimmt stetig zu und damit auch der Anteil der Mitglieder, die ein E-Fahrzeug besitzen. Dies führt zu neuen Problemen wie etwa Ausfällen an Ladeeinrichtungen (Wallboxen), die zu Hause installiert sind. Deshalb hat der TCS 2025 einen neuen Service in der Mitgliedschaft integriert: die Wallbox-Assistance. Dieser Service soll schnelle Hilfe leisten, wenn die Ladestation zu Hause, unabhängig vom Modell, nicht funktioniert.
Die Elektromobilität wird auch bei der Patrouille selbst getestet. Ein ID. Buzz als Elektropannenfahrzeug mit einer Reichweite von 250 bis 350 Kilometern kam erstmals zum Einsatz. Für den Alltagsbetrieb bewies er sich als ein zuverlässiger Partner für den Pannendienst. Die vertieften Analysen werden Ende 2026 abgeschlossen.
Im Jahr 2025 ereigneten sich glücklicherweise keine grösseren Katastrophen in Reisedestinationen, bei denen gleichzeitig eine grosse Anzahl von Reisenden betroffen war. Trotzdem stand die ETI-Zentrale den eine Million Mitgliedern mit ETI-Schutzbrief das ganze Jahr über bei
zahlreichen medizinischen Zwischenfällen und komplexen Situationen im Ausland zur Seite. Auffällig waren Reisen in neue, ferne Zielländer. Die Hochsaison für Hilfeleistungen hat sich deutlich verlängert und erstreckte sich von Anfang Juni bis Ende Oktober. Dies erforderte eine ständige Anpassung der Organisation, der Ressourcen und der Prozesse.
Bei den Personendossiers waren es rund 8’950 Fälle, davon 3’700 medizinische Evaluationen durch das eigene Ärzteteam und gut 1’350 Repatriierungen. Hinzu kamen aus dem ETI-Schutzbrief-Portfolio 29’000 Versicherungsleistungen, hauptsächlich im Zusammenhang mit Reiseannullationen. Bei den medizinischen Rückführungen, die vorwiegend in enger Zusammenarbeit mit der Rega stattfinden, werden Mitglieder in den meisten Fällen am Flughafen für den Weitertransport von TCS Ambulance in Empfang genommen. Mitglieder mit dem TCS-Reiseschutz konnten insbesondere bei den Überschwemmungen in Spanien und Australien, dem Taifun auf den Philippinen sowie bei verschiedenen Unwettern, politischen oder sozialen Unruhen wie in Griechenland und Kanada auf die Unterstützung des TCS zählen.
«Ich bin stolz, auf den Plakaten zu sein. Jetzt passen die Autos hoffentlich besser auf uns auf.»
Lyo E., 8 Jahre
Auch wer mit seinem Fahrzeug im Ausland in den Ferien unterwegs ist und eine Panne hat, kann mit dem TCS-Reiseschutz auf Unterstützung zählen. In 39’000 Fällen war der TCS im Berichtsjahr durch die internationale Vernetzung mit seinen Partnerorganisationen hier mit Hilfe zur Stelle.
Aus dem Portfolio der ergänzenden Produkte und Dienstleistungen
Das Leben wird komplexer, und Mitglieder müssen in verschiedenen Bereichen auf Hilfe zählen können, längst nicht mehr nur auf einen Pannendienst. Zudem sind die Interessen und die Freizeitgestaltung vielfältiger geworden. Entsprechend wurde das Angebot des TCS in den letzten Jahren immer diverser ausgebaut, stets mit dem Fokus auf die Lebensbereiche Mobilität, Gesundheit und Zuhause.
Erste Anlaufstelle für Mitglieder ist das Contact Center, das fast rund um die Uhr zur Verfügung steht. 436’000 Anrufe wurden hier im Berichtsjahr entgegengenommen. Über 315’000 schriftliche Kontakte wurden Auskünfte, Hilfe oder der Verkauf von TCS-Dienstleistungen erbracht.
Seit Frühjahr 2025 können Mitglieder nach der Onlineschadenmeldung über das Kundenportal «E-Care» zu-
sätzlich Dokumente einreichen und ihr Schadendossier einsehen. Täglich werden etwa 30 Schadenfälle über tcs.ch gemeldet. Technische Entwicklungen des bestehenden Schadenfallbearbeitungssystems, Optimierungen bei den digitalen Fallanmeldungen sowie Automatisierungen, besonders in der Fallannahme, unterstützen die Effizienz und setzen Kapazitäten sowie Kompetenzen frei, um die hohe Qualität und Kundenzufriedenheit trotz steigender Komplexität im Rechtsalltag der Kundschaft sicherzustellen. Gesamthaft galt es, rund 82’000 Schadenfälle zu bewältigen. Dazu gehörten unter anderem rund 49’000 Schadenfälle aus dem Rechtsschutz, etwa 2’100 Schadenfälle aus der Veloversicherung sowie rund 1’500 Fälle aus den übrigen Versicherungsprodukten. Das telefonische Fallannahme-Center der Rechtsschutzabteilung beantwortete im Berichtsjahr ausserdem über 35’000 Anrufe von Mitgliedern und Versicherten. Das Rechtsauskunftsportal TCS Lex4you wurde technisch erneuert sowie die verschiedenen Angebote optisch und funktional nutzerfreundlicher zusammengeführt. Der Zugang zu den mittlerweile über 3’000 Artikeln rund um Rechtsthemen aus dem Alltag wird damit auch über das Smartphone erleichtert. Das Portal verzeichnete mit gut 48’200 aktiven Konten ein Wachstum von rund 13%. Die Anzahl der telefonischen Rechtsauskünfte stieg um 10% auf knapp 11’000, die Anzahl der schriftlichen Rechtsberatungen um gut 130% von 26 auf 61. TCS lex4you verzeichnete rund 310’000 registrierte Besuche.
Ein sich häufendes juristisches Thema ist die Cyberkriminalität. Deshalb wurde im Februar 2025 der neue TCS Cyber-Schutzbrief lanciert. Er passt sich den aktuellen Cyberthemen mit ihren sich stetig verändernden und schnell weiterentwickelnden Risiken an. Dabei bietet er Leistungen bei relevanten Themen wie Hacking, Phishing und Malware. Mitglieder und Kunden werden mit dem neuen Produkt dank eines Präventionstools und der Rundum-die-Uhr-Unterstützung noch besser geschützt.
Die Anzahl Karten der TCS Mastercard, die Mitglieds-, Bezahl- und Sparkarte in einem ist, konnte in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld weiter gesteigert werden. Die Marke von 100’000 wurde im Berichtsjahr geknackt. Ein Cashback von 1% auf ausgewählte grosse Reiseunternehmen sowie weitere Vorteile kommen bei den Mitgliedern sehr gut an.
Die Reiselust der Mitglieder spiegelt sich auch auf der Mietautoplattform wider. Die Buchungen bei TCS Mietauto lagen 27% über dem Vorjahr. Im August wurde mit 2’155 Buchungen ein neuer Monatsrekord erzielt. Andere bevorzugen, auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Auf der zum TCS gehörenden grössten Verkaufsplattform velocorner.ch fanden gegenüber Vorjahr erfreuliche 40% mehr C2C-Transaktionen von Velos statt. Im B2CBereich hielten sie sich weitgehend stabil (Rückgang von 5%). Im Jahr 2025 erzielte die Plattform über 110 Millionen
Impressions auf Google sowie 11 Millionen Impressions auf velocorner.ch bei 1,5 Millionen Unique Clients. Dies bedeutet ein Wachstum von 18% gegenüber Vorjahr. Ob Freizeit oder Ferien – ein verlässlicher Partner für unterwegs ist die TCS-App. Eine Aktualisierung der TCSApp fand zu Beginn des Berichtsjahres statt. Neu wurde die Echtzeitvisualisierung des Verkehrs auf dem gesamten Strassennetz der Schweiz und im Ausland integriert. Dank einer intuitiven Farbcodierung erkennen Nutzerinnen und Nutzer auf einen Blick, wo der Verkehr flüssig läuft und wo es Verkehrsbehinderungen oder Störungen gibt. In der Schweiz können ausserdem Benachrichtigungen bei Vorkommnissen auf selber gewählten Streckenabschnitten aktiviert werden. Die App bietet detaillierte Informationen zu den 13 wichtigsten Tunneln des Landes sowie zum Status der Alpenpässe. Temporär gesperrte Strassen, Standort und die geplante Dauer aktueller Baustellen sowie Verkehrsbeschränkungen in Bezug auf Fahrzeuggewicht oder -abmessungen können ebenfalls eingesehen werden. Auch die Autoverladestationen sind eingebunden und mit Direktlinks zu den Ticketplattformen versehen. Durchschnittlich zählt die TCS-App 163’000 Nutzerinnen und Nutzer pro Monat.
«Ich habe erfahren, dass die Mitarbeitenden in der ETI-Einsatzzentrale
Anrufe von Menschen aus aller Welt erhalten, die Hilfe benötigen.»
Léonie G., 13 Jahre
Ebenfalls intensiv genutzt wird die App TCS eCharge Hier wurden die registrierten Nutzerinnen und Nutzer um 33% gesteigert. Dies geht mit dem Wachstum des Marktes einher, hat sich doch der Bestand an Elektroautos (BEV) in der Schweiz um 24% gesteigert. Mit der App stehen über 15’000 Lademöglichkeiten in der Schweiz und mehr als 382’000 Ladepunkte in Europa zur Verfügung. Rund 260’000 Ladevorgänge wurden über TCS eCharge registriert. Zur Bündelung von Kräften ist der TCS neu auch auf der App von EchoSOS präsent. Die beiden Akteure in der Notfallhilfe gingen im Berichtsjahr eine neue Partnerschaft ein. EchoSOS hat sich in den vergangenen Jahren als führende Alarmierungs-App in der Schweiz etabliert. Sie umfasst die Notrufnummern aus über 130 Ländern und zeigt dank Standortdaten stets die relevanten Nummern an. Die EchoSOS-App ist kostenlos und finanziert sich über Gönnerschaften sowie über Partnerschaften mit Notrufzentralen, Gesundheitsämtern, Skigebieten, Sanitätsdiensten, Spitälern und Veranstaltern.
Der TCS steht jedoch nicht nur über seine Plattformen mit Mitgliedern und der Öffentlichkeit im Kontakt,
sondern auch persönlich. Um die grosse Produktepalette zu präsentieren, bieten Messen die beste Gelegenheit. Der Zentralclub unterstützte die TCS-Sektionen an der ersten Ausgabe der AutoXperience in Genf sowie an der seit Jahrzehnten gut etablierten Auto Zürich, um die nationale und regionale Sichtbarkeit zu stärken. Traditionell ist schon die Teilnahme am Suisse Caravan Salon, der eine hervorragende Promotionsfläche für die TCS-Campingplätze bietet. Erneut war der TCS auch als Road Safety Partner aktiv an der Tour de Suisse beteiligt. 100 Sicherheitsmatten entschärften Gefahrenstellen entlang der Strecke und trugen damit massgeblich zur Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer bei. Die Präsenz der Patrouille und von TCS Velocorner in der Werbekolonne stärkte die Markenpräsenz.
Das E-Cargobike-Sharing-Angebot TCS Carvelo, das aus einer Idee der Mobilitätsakademie hervorgegangen ist, feierte 2025 sein zehnjähriges Bestehen. Als Pionier im Bereich des nachhaltigen Lastentransports hat sich das innovative Angebot in über 100 Städten und Gemeinden der Schweiz etabliert. Über 45’000 Nutzerinnen und Nutzer sind bei TCS Carvelo registriert.
Mit dem Shared Mobility Booster profitieren Gemeinden, die ihr Angebot im Bereich geteilter Mobilität ausbauen möchten, von einem Beratungsangebot der Mobilitätsakademie. 15 Gemeinden und Regionalverbünde nahmen die Beratung in Anspruch.
Die Mobilitätsakademie des TCS lancierte auch eine neue Veranstaltungsreihe: FAMOSA. An den Mittagsveranstaltungen werden in kurzen Inputreferaten verschiedenste Themen der neuen urbanen Mobilität behandelt, gefolgt von einer Fragerunde und einem Networking-Mittagessen. Weiterhin ein wichtiges Kommunikationsmittel zu den Mitgliedern ist das TCS-Mitgliedermagazin «Touring» Obwohl der Printmarkt unter hohem Druck steht und viele Titel seit Jahren an Leserschaft verlieren, konnte das Magazin diesem Trend standhalten. Auch dank der wachsenden Zahl an Mitgliedern konnte es gar eine wachsende Zahl an Leserinnen und Lesern gewinnen. Laut der WEMF-Umfrage erreichte das Magazin 1,45 Millionen Personen, 51’000 mehr als im vorherigen Halbjahr. Das Redaktionskonzept deckt ein breites Spektrum ab – relevante Mobilitätsthemen, darunter Elektromobilität, Verkehrssicherheit, Verkehrspolitik, Fahrzeug- und Produktetests, sowie Reisereportagen – und trifft damit das Interesse der Mitglieder. An die Stelle des bisherigen Touringshops trat der neue TCS Clubshop. Das Sortiment beinhaltet Produkte zur Sichtbarkeit beim Unterwegssein sowie Reise-, Camping- und Fanartikel. Ebenfalls ist der neue TCS Microcorner integriert, der auf hochwertige E-Mikromobilitätslösungen spezialisiert ist. TCS Microcorner konnte im Berichtsjahr zudem in Regensdorf bei Zürich sowie in Bern zwei Shop-in-Shop-Auftritte eröffnen. Damit unterstreicht der TCS einmal mehr, dass er bei allen Mobilitätsformen für seine Mitglieder da ist.
Anrufe im
TCS Contact Center
42’000 Teilnehmende an Fahrtrainings
TCS-Reiseschutz
77’000
Fälle und Einsätze 436’000 1 ,65 Millionen Mitglieder
368’000 Pannen- und Unfalleinsätze
2’200 Mitarbeitende
Logiernächte auf TCS-Campings 942’000
Abgabe von 190’000 Leuchtwesten und Trikis an Schülerinnen und Schüler
Patrouilleure
Seit acht Jahren ist der TCS auch bei Gamerinnen und Gamern über die eigene TCS eSports League bekannt. Die TCS eSports League 2025 umfasste drei vollständig online ausgetragene Cups (Frühling, Sommer, Winter). Sie verzeichnete ein starkes Wachstum unter anderem durch eine gezielte Ansprache der Generation Z über TikTok. Ergänzend wurden im Sommer wiederum erfolgreich Gamingabende auf ausgewählten TCS-Campingplätzen durchgeführt. Im Berichtsjahr waren es Sion, Solothurn, Sempach und Gwatt am Thunersee.
«Auch wenn es mein Traum ist, Astronautin zu werden, habe ich beim TCS entdeckt, dass es Freude machen kann, anderen zu helfen.»
Kelsy G., 12 Jahre
Reisen ungebrochen beliebt Campen ist kein Trend mehr – es hat sich fest in der Ferienkultur verankert. Das Jahr 2025 entwickelte sich für TCS Camping wie aus dem Bilderbuch: Nach einer starken Vorsaison folgte ein buchungsintensiver Sommer, und die sonnigen Herbstwochen sorgten für volle Plätze bis fast Ende September. Campinggäste liessen sich auch durch eine Regenperiode im Juli nicht beirren.
Die verzeichneten über 942’000 Logiernächte bedeuten die drittbeste Saison, und dies, obwohl der grosse Campingplatz Gampelen weggefallen war. Die hohe und steigende touristische Nachfrage bescherte auch einen Höchststand an Campingmitgliedschaften. Sie steigerten sich um 4% auf 29’118 Mitglieder, die von Rabatten und Vorteilen profitieren.
Das Berichtsjahr wurde zur Weiterentwicklung verschiedener Projekte genutzt. Dazu gehören die grösseren Konzepte für die Modernisierung des TCS Camping Flims sowie den neu geplanten Campingplatz im Verzascatal. In La Tène am Neuenburgersee wurde im Herbst 2025 die erste Etappe des Umbaus in Angriff genommen.
Des Weiteren wurden auf verschiedenen der 26 TCS-Campingplätze Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten vorgenommen, erwartet der moderne, mobile Gast heute doch auf dem Campingplatz hotelähnliche Infrastrukturen. Nicht zu unterschätzen sind bei allen Projekten die Auflagen, die es zu erfüllen gilt. Bedürfnisse und Vorstellungen der Standortgemeinde, Zonenordnungen sowie Umweltthemen müssen berücksichtigt werden.
Fernreisen und Kreuzfahrten stiess bei den TCS-Mitgliedern auf grosse Resonanz.
Der TCS stellt ausserdem auf seiner Website zahlreiche und hilfreiche Reiseinformationen zur Verfügung. Dafür bestehen Partnerschaften, insbesondere mit dem EDA, Healthy Travel und Crisis24. Einreisebestimmungen für rund 200 Länder werden automatisch aktualisiert. In der Travel-Safety-App wurden direkte Links zu den Länderseiten eingeführt.
Für eine umfassende Hilfe: Geschäftspartnerschaften Die Vernetzung des TCS in seinem Kerngeschäft ist auf dem Schweizer Markt essenziell, weshalb das Unternehmensgeschäft kontinuierlich gepflegt und ausgebaut werden muss. Auch im Versicherungsbereich ist der TCS ein geschätzter Partner, und auf verschiedenen Ebenen werden Synergien genutzt.
Die TCS Motorfahrzeugversicherung wurde in Partnerschaft mit der Baloise im Jahr 1995 lanciert. Damit feiert dieses Produkt sein 30-jähriges Bestehen und stellt eine einmalige Erfolgsgeschichte dar. In 30 Jahren wurde gemeinsam ein übergreifendes Portfolio von rund 400’000 Kunden aufgebaut, weiterentwickelt und gepflegt. Beide Partner profitierten in diesen Jahren von einer besseren Wertschöpfung, indem sie ihre Geschäftsmodelle öffneten und ihre Kompetenzen dem anderen Partner zur Verfügung stellten.
Im Automarktgeschäft sind es Hersteller, Autoimporteure sowie Leasing-, Flotten- und Serviceunternehmen, die auf den TCS vertrauen. Trotz intensivem Preiskampf konnten im B2B-Bereich für die Pannenhilfe diverse Neuakquisitionen, darunter auch von neuen Marken auf dem Markt, und wichtige Vertragsverlängerungen erreicht werden. Dazu zählen nicht nur Autoimporteure, sondern auch Schweizer Unternehmen respektive Institutionen. Bei den Importeuren und Herstellern steigt das Bedürfnis nach höherer Qualität, Geschwindigkeit und Transparenz. Ein seit der Covid-19-Pandemie stagnierender Automobilmarkt, neue Marktplayer aus China, Unsicherheit der Konsumenten und neue Mobilitätsformen zwingen Autoimporteure gleichzeitig zu einer hohen Kosteneffizienz.
Hilfe im Gesundheitsbereich
Der TCS ist seit über 60 Jahren im medizinischen Bereich tätig. Dazu gehört die medizinische Beratung des hauseigenen Ärzteteams, insbesondere bei Rückführungen im Zusammenhang mit dem Reiseschutz, sowie die professionellen Inhalte und Hilfestellungen der unabhängigen, medizinischen Informationsseite tcs-mymed.ch rund um das Thema Gesundheit und Krankheit. Auch die Errichtung einer Assistenzprofessur für Telenotfallmedizin an der Universität Bern wurde vom TCS unterstützt. 45’000 Einsätze von TCS Ambulance
Die grosse Reisefreudigkeit kann auch TCS Reisen mit der stärksten Performance seit Beginn der Tätigkeit im 2019 bestätigen. Das erweiterte Portfolio der inhouse ausgearbeiteten Gruppenreisen mit Fokus auf Europa,
Mit der Gründung von TCS Ambulance trat der TCS 2021 in die Notfallrettung und den Krankentransport ein und wurde innert kürzester Zeit zum grössten privaten Akteur in diesem Bereich.
Im Berichtsjahr setzte TCS Ambulance durch die Übernahme des Ambulanz und Rettungsdienstes Sense im Kanton Freiburg sowie mit einem neuen Stützpunkt in der Stadt Bern seine Wachstumsstrategie fort. Neue Kunden wie etwa das Hôpital Riviera Chablais, Hirslanden Waadt oder das Spital Bülach konnten hinzugewonnen werden.
Per Ende 2025 beschäftigte der Ambulanzbereich des TCS etwa 400 Mitarbeitende und erbrachte rund 45’000 Einsätze von 23 Stützpunkten in neun Kantonen. Dazu zählten etwas mehr als 15’000 Notfalltransporte über die Notrufnummer 144 sowie 28’000 Patiententransporte. Im Zusammenhang mit Repatriierungen nach einem medizinischen Notfall im Ausland leistete TCS Ambulance rund 1’200 Einsätze. Zum einen handelt es sich um die Entgegennahme von Patientinnen und Patienten am Flughafen für den Transport in ein Spital, zum anderen werden Rückführungen auch direkt aus dem Ausland, etwa aus Frankreich oder Italien, per Ambulanz durchgeführt. Diese Einsätze werden im Auftrag der ETI-Zentrale erbracht, aber auch für verschiedene externe Auftraggeber wie die Rega. Ein weiterer Teil der Einsätze von TCS Ambulance fällt unter anderem auf die sanitätsdienstliche Betreuung von Anlässen.
«Am TCS gefällt mir, dass sie den Verkehrsteilnehmern das Fahren beibringen, weil es dann weniger Unfälle gibt.»
Quentin R., 12 Jahre
Die Lancierung des Notfall-Schutzbriefes war das Resultat von Marktanalysen in der Notfallhilfe und des Bestrebens des TCS nach Verbesserungen im Gesundheitswesen. Mit dem Notfall-Schutzbrief wurde eine Lücke der eingeschränkten Mobilität nach einem medizinischen Ereignis und der Ambulanzkosten geschlossen. Dass diese Absicherung einem Bedürfnis der Mitglieder nachkommt, zeigen die gesteigerten Verkäufe und der fünfstellige Bestand nach weniger als zwei Jahren.
Hilfe für Zuhause
Neben der Mobilität und dem Gesundheitsbereich bildet das Zuhause den dritten Hauptbereich, bei dem auf die Hilfe des TCS gezählt werden kann.
Seit der Lancierung in 2020 wird TCS Home immer mehr in Anspruch genommen. Im Berichtsjahr wurden
rund 2’400 Einsätze in der Schweiz geleistet. In Anlehnung an das Patrouillenmodell, das bei Autopannen erste Hilfe leistet, lancierte der TCS in Genf in einem Pilot seine erste Handwerkerpatrouille, die bei Pannen zu Hause rasch für die dringlichsten Fälle zur Stelle ist. Die übrigen Einsätze und Reparaturen werden von externen Handwerkern erledigt. Für den Einsatz steht der Handwerkerpatrouille ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug zur Verfügung, welches das notwendige Material für eine effiziente und schnelle Abwicklung vor Ort bereithält.
Das Zuhause gilt es jedoch auch zu schützen. Nebst der Hilfe bei Pannen im Haushalt wird mit TCS Home Security das Eigenheim von Mitgliedern geschützt. Dabei sorgen professionelle Alarmsysteme in Kombination mit der Überwachungskompetenz des Partners Securitas Direct für einen Rund-um-die-Uhr-Schutz der eigenen vier Wände.
Nachdem Ende 2024 Genf und Waadt als Pilotkantone für die Lancierung von TCS Home Security ausgewählt worden waren – eine strategische Entscheidung, da diese Regionen am stärksten von Einbrüchen betroffen sind –, wurde aufgrund der erfolgreichen Testphase das Angebot von TCS Home Security 2025 auf die gesamte Schweiz ausgeweitet.
Vertikale Mobilität: Ausbau des Drohnenbereichs Der TCS ist in der Schweiz der grösste Anbieter im Bereich Ausbildung von Drohnenpilotinnen und -piloten, insbesondere in der professionellen Anwendung. Diese Kurse werden seit mehreren Jahren auf den Anlagen der Fahrtrainingszentren durchgeführt.
Aufbauend auf der Überzeugung, dass die vertikale Mobilität in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen wird, wurden im Berichtsjahr neue Dienstleistungen im Drohnenbereich lanciert. TCS Drone Operations Services (DROPS) führen Inspektionsflüge und Transportflüge mit Lasten bis 40 Kilogramm mit Drohnen aus. Das neue Angebot wurde in Zusammenarbeit mit der Drone & Vertical Mobility Academy und der Mobilitätsakademie des TCS entwickelt. Drohnen können Bauvorhaben erleichtern, etwa beim Transport von Solarpanels, oder in der Logistik eingesetzt werden, insbesondere für Transporte in abgelegene Berggebiete oder ökologisch sensible Regionen. Im Berichtsjahr konnte DROPS bereits einige wichtige Kunden gewinnen.
Überzeugt von der Wichtigkeit dieser Einsätze war auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Bereits in der zweiten Jahreshälfte erteilte es dem TCS eine erweiterte Betriebsbewilligung für den Einsatz von Lastendrohnen auch in dicht besiedelten Gebieten. Damit können die Transportflüge in der gesamten Schweiz auch im urbanen Raum stattfinden. Die Genehmigung bedeutet einen wesentlichen Schritt für die Weiterentwicklung des Drohnengeschäfts.
Auch Fotoaufnahmen zu Versicherungszwecken sind Teil des Angebots von DROPS. Nach dem verheerenden Bergsturz in Blatten dokumentierte TCS Drone Operations Services im Auftrag und unter der Führung der Schadenorganisation Erdbeben mithilfe einer eigens dafür entwickelten digitalen Plattform alle noch stehenden Gebäude. Die präzisen Drohnenaufnahmen unterstützen Versicherer bei der Schadensabwicklung, was Betroffenen zugutekommt.
«Der TCS ist gut, weil er Menschen hilft. Wenn es dir schlecht geht, schickt er dir zum Beispiel eine Ambulanz.»
Gabriel P., 7 Jahre
Tests, Studien und Forschung von TCS-Experten
Das Expertenteam von Test & Technik des TCS realisierte im Berichtsjahr 52 Projekte für Tests, Forschung und Beratung rund um Mobilität, Sicherheit, Umwelt und Konsumentenschutz. Ein starker Fokus lag auf Elektromobilität, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsaspekten.
Im Bereich der Elektromobilität wurden Studien zu Ladeverlusten, Ladeverhalten und Parkhausladen realisiert sowie ein Praxistest zur Alltagstauglichkeit von EAutos ohne eigene Wallbox. Weiter wurde eine Analyse des Schweizer Ökosystems zum Recycling von Elektroautobatterien durchgeführt. Für eine detaillierte Studie, wie sich die Lärmpegel von E-Autos und Verbrennern unterscheiden, arbeiteten die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der TCS erstmals gemeinsam an einem wissenschaftlichen Projekt.
Im Bereich Verkehrssicherheit und Konsumentenschutz wurden 2025 unter anderem Produktetest über Dashcams, Hundeboxen, Veloträger, Velokinderanhänger, Motorradgepäck sowie Waschboxen durchgeführt. Lebenswichtige Erkenntnisse zur Selbstrettung ergab der Auto-im-Wasser-Test in Zusammenarbeit mit dem ADAC. Umfangreiche Tests zu Sommer-, Winter-, Ganzjahressowie All-Terrain-Reifen wurden ebenfalls realisiert. Der Kindersitztest wurde weiterentwickelt und in den Kriterien verschärft. Aufgrund einzelner schlechter Testergebnisse gab der TCS Kaufwarnungen ab. Die Onlineportale für Reifen und Kindersitze wurden mit den neuen Produkten auf den neuesten Stand gebracht. Das Portal der TCS Autosuche, welches Transparenz bezüglich der Daten, Kosten sowie der Energie- und Klimabilanz von Schweizer Neuwagen gibt, erhielt 2025 ein Redesign. Veröffentlichungen aller Studien- und Testergebnisse erfolgten über Medienmitteilungen sowie auf der Website des TCS mit Texten, Tabellen und in Videobeiträgen.
Immer wieder haben Mitglieder konkrete fachliche Fragen rund um die Mobilität, die vom Expertenteam direkt beantwortet werden. Im vergangenen Jahr waren es rund 600 an der Zahl.
Unfallreduktion durch Prävention und Ausbildung Nicht nur durch seine Tests, sondern auch durch Verkehrsbildung, Aufklärung und Kampagnen sowie Fahrsicherheitstrainings setzt sich der TCS seit Jahrzehnten für die Verkehrssicherheit ein. Dem Engagement für einen sicheren Schulweg für Kinder und der Verkehrsbildung ist auf den Seiten 8 und 9 ein spezieller Artikel gewidmet. Ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit bilden die Schulwegaudits, welche im Berichtsjahr wiederum in zehn Gemeinden durchgeführt wurden. Ziel ist es, in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinde nach der ausgiebigen Analyse konkrete Massnahmen für eine optimale Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg vorzuschlagen.
Die TCS-Fahrtrainings zielen darauf ab, die Unfallzahlen durch verbesserte Fahrzeugbeherrschung und vorausschauendes Fahren zu senken. Das erste TCS-Fahrtrainingszentrum feierte im Berichtsjahr sein 25-jähriges Bestehen. Im Stockental im Berner Oberland begann im Jahr 2000 die Professionalisierung und Institutionalisierung von Fahrkursen. Das Jubiläum wurde anlässlich des traditionellen Youngtimer-Events gefeiert. Rund 900 ausgestellte Fahrzeuge aus den Jahren 1970 bis 2000 konnten an den Eventtagen bewundert werden.
Über alle Fahrtrainingszentren bewegten sich die Kurs- und Teilnehmerzahlen der obligatorischen wie der freiwilligen Weiterbildung 2025 insgesamt auf Vorjahresniveau. Nach wie vor gestaltete sich das 2-Phasen-Kursgeschäft gegenüber den Vorjahren schwierig. Der Rückgang von 8% in diesem Segment konnte durch eine sehr erfreuliche Entwicklung der freiwilligen Weiterbildung (+9%), sowohl im Zwei- wie auch im Vierradsegment, ausgeglichen werden.
Immer mehr innovative Unternehmen setzen beim Fuhrpark auf alternative Antriebstechnologien. Einerseits, weil sie Interesse haben, die Emissionen zu senken, und einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten wollen. Andererseits gehen mit einem Umstieg auf alternative Antriebe auch Vergünstigungen einher, die bei hohen Treibstoffkosten interessant sein können. Entsprechend entstand die Nachfrage nach spezialisierten Fahrtrainings, der TCS Training mit einem neuen Kurs «ElectDrive» für Personenwagen nachkam und der sich in kurzer Zeit gut etablierte. Sehr erfreulich war auch die Entwicklung der Sportfahrtrainings in Lignières. Gesamthaft verzeichneten die rund 5’000 Kurse 42’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bei den weiteren Veranstaltungen in den Fahrtrainingszentren waren die Töff-Testtage in Derendingen sowie das Supermoto in Lignières gut besucht. Alle Veran-
staltungen sind auf gute Partnerschaften und auf Sponsoring angewiesen. Bedauerlicherweise mussten die traditionellen Drive-In Movies aufgrund fehlender Sponsoren abgesagt werden.
Engagiert in neue Mobilitätsformen
In seiner Geschichte hat der TCS seit jeher Entwicklungen begleitet, wenn es um Innovationen und Pionierprojekte für neue Mobilitätsformen ging. So war es keine Frage, sich auch am Projekt «AmiGo» zu beteiligen.
Das zukunftsweisende Angebot mit automatisierten Fahrzeugen auf Abruf steht unter der Federführung von PostAuto. «AmiGo» wird von den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Strassen (Astra), den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau, dem TCS sowie weiteren Partnern unterstützt.
Das Angebot soll künftig das heutige Angebot dort ergänzen, wo Gebiete mit dem klassischen Linienverkehr nicht optimal erschlossen sind, zum Beispiel in ländlichen und weniger gut erschlossenen Regionen oder zu Randzeiten. Ziel ist es, ein reguläres Mobilitätsangebot mit automatisierten Fahrzeugen im Einsatzgebiet aufzubauen und sukzessive weiterzuentwickeln.
«In der Schule macht uns die Verkehrssicherheit des TCS auf die Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam.»
Alicia Tigui D., 10 Jahre
Erfolge und Auszeichnungen
Bei allen Bestrebungen nach ausgezeichneter Dienstleistung und Qualität ist es für ein Unternehmen und für Organisationen, aber vor allem für die Mitarbeitenden eine schöne Bestätigung, wenn die Arbeit ausgezeichnet wird. Auch im Berichtsjahr konnten wieder Erfolge gefeiert werden.
Die deutsche Vereinigung der Caravaning- und Touristik-Journalisten (CTJ) verlieh TCS Camping auf der Reise- + Camping-Messe in Essen den «Meilenstein». Die Auszeichnung würdigte das 75-Jahr-Jubiläum von 2024 und die kontinuierlichen Verbesserungen bei TCS Camping. Die CTJ zeichnet jährlich Personen oder Organisationen aus, die sich im Campingtourismus verdient gemacht haben.
Bei einer repräsentativen Umfrage von Moneyland im Frühjahr 2025 zur Kundenzufriedenheit mit Reiseversicherungen erreichte der TCS mit dem ETI-Schutzbrief mit herausragenden 8,4 Punkten die höchste Wertung aller Anbieter und erhielt die Bestnote «sehr gut». Dies übertraf den Branchendurchschnitt von 7,6 Punkten deutlich.
Ebenfalls führte
Moneyland eine repräsentative Umfrage unter 1’500 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zur Motorfahrzeugversicherung durch. Bei einer Skala von 1 bis 10 erhielt der TCS zusammen mit der Baloise die hervorragende Note von 8,1; sie belegten damit gemeinsam den ersten Platz.
Die Assista wiederum wurde vom Schweizer Institut für Qualitätstests (SIQT) mit dem «Schweizer B2B Award 2025/2026» für herausragenden Kundenservice sowie als Branchenchampion unter den Rechtsschutzversicherern geehrt.
Kommunikation nach aussen und Politik Der TCS hat eine Stimme in der Öffentlichkeit. Testergebnisse, Statistiken und Experten gelten als verlässliche Quelle. Die sehr aktive Medienarbeit trägt dazu bei, die Leistungen des TCS über die Medien in der Öffentlichkeit zu verbreiten. 93 Medienmitteilungen wurden im Berichtsjahr veröffentlicht, womit eine sehr hohe Coverage erreicht wurde.
Die Diversität des TCS auf seinen Social-MediaKanälen darzustellen, erfordert eine minutiöse Planung. Die Umsetzung der neuen Social-Media-Strategie zeigt sichtbare Erfolge: Die Community ist auch im Jahr 2025 gewachsen. So wurden die Reichweiten von Instagram (25’000 Follower), Facebook (über 4 Millionen Reichweite) und TikTok (2,5 Millionen Views) wiederum markant erhöht. Der YouTube-Kanal entwickelte sich besonders erfreulich. Per Ende 2025 zählte dieser über 46’000 Abonnenten. Dies ist auch ein Verdienst des hausinternen, professionellen Videoteams und dessen qualitativ hochwertiger Bewegtbilder.
Im Berichtsjahr wurde ebenfalls das Mammutprojekt des geplanten neuen Auftritts der TCS-Website tcs.ch fortgeführt. Über 40 Mitarbeitende vertieften das Konzept und arbeiteten an der Erstellung von über 200 klickbaren Modellen. Das Projekt wird auch im Jahr 2026 noch stark beschäftigen, ist doch das Go-live für 2027 geplant. Dann dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf ein modernisiertes Design und eine stark verbesserte Nutzerfreundlichkeit freuen.
Politisch verfolgte der TCS 2025 seinen statutarischen Auftrag, die Rechte und Interessen seiner Mitglieder im Strassenverkehr – und der Mobilität im Allgemeinen – zu wahren. Mit den von der Delegiertenversammlung festgelegten politischen Leitlinien als Kompass hat er hierzu im Rahmen von Vernehmlassungen geantwortet, an Anhörungen der parlamentarischen Kommissionen teilgenommen, sich in Gesprächen und Sitzungen mit Verwaltung und Politik eingebracht und medial mit gezielten Auftritten im Interesse der Mitglieder gewirkt. Zu den zentralen Dossiers gehörte «Verkehr ’45» Damit will der Bundesrat nach dem Nein zum Autobahnausbau und den Mehrkosten bei der Bahninfrastruktur in Milliardenhöhe die Verkehrsinfrastrukturen politisch wie-
der auf Kurs bringen. Es braucht einen breit abgestützten und koordinierten politischen Entscheid, welche Infrastrukturprojekte bis 2045 prioritär zu verwirklichen sind. Der TCS teilt die Beurteilung des Bundesrates und des unabhängigen ETH-Gutachtens («Bericht Weidmann»), dass die koordinierte Weiterentwicklung aller Verkehrsinfrastrukturen zentral für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft bleibt. «Verkehr ’45» wird den TCS deshalb auch in den nächsten Jahren prioritär beschäftigen: Die Vernehmlassung für den nächsten Ausbauschritt ist für Juni 2026 angekündigt, darauf folgt die parlamentarische Beratung 2027 und eine mögliche Volksabstimmung im Jahr 2028.
Ebenso wichtig ist die gesicherte Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturen. 2025 hat der Bundesrat einen ersten Vorschlag unterbreitet, wie er die Elektromobilität zukünftig einbinden möchte. Konkret will er eine den Mineralölsteuern gleichwertige Ersatzabgabe einführen, da diese Steuereinnahmen über Treibstoffe langfristig zurückgehen werden. Das macht die Ersatzabgabe auf Elektrofahrzeuge zu einer der wichtigsten Finanzierungsquellen für die Nationalstrassen, die Agglomerationsprogramme und die Bundesbeiträge an die Kantonsstrassen. Der TCS hält die finanzielle Beteiligung der Elektrofahrzeuge für zwingend, um Investitionen auch in Zukunft zu gewährleisten. Er zeigt sich offen für eine Übergangsphase, um sicherzustellen, dass die Abgabe sich technisch sinnvoll umsetzen lässt und die Elektrifizierung der Mobilität nicht vorzeitig ausgebremst wird. Mit diesem Geschäft wird sich der TCS nach der im Januar 2026 abgeschlossenen Vernehmlassung auch im Rahmen der weiteren politischen Arbeiten weiterhin befassen.
Parallel zur zukünftigen Ersatzabgabe positionierte sich der TCS entschieden gegen Sparmassnahmen innerhalb des Entlastungspakets 27, welche den bewährten, vom Schweizer Stimmvolk angenommenen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) betreffen und den Handlungsspielraum für die nötigen Investitionen einschränken.
Schliesslich hat der TCS sein Engagement für eine konstruktive Lösung bei der Geschwindigkeitsregelung innerorts im 2025 fortgesetzt. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Umsetzung der Motion Schilliger hat er die Vorschläge des Bundesrates weitestgehend begrüsst. Diese sollen dazu beitragen, die Möglichkeiten für eine Einführung von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen einzuschränken und so die Netzhierarchie des innerörtlichen Strassennetzes zu wahren. Auch dieses Dossier wird den TCS noch einige Zeit auf Trab halten.
Internationale Zusammenarbeit
Dank der Mitgliedschaft in zahlreichen internationalen Verbänden und der engen Zusammenarbeit mit Partnern
inner- und ausserhalb Europas kann der TCS seinen Mitgliedern auch jenseits der Landesgrenzen helfen. Im Rahmen seines Engagements in der Region I der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) nahm der TCS im Berichtsjahr wieder an den statutarischen Sitzungen teil, die auf Einladung des Gastgeberclubs Mobilité Club Maroc (MCM) in Marrakesch stattfanden. TCSZentralpräsident Peter Goetschi wurde dort als 5. Vizepräsident und Mitglied des Euroboards wiedergewählt. Ende des Jahres nahmen Vertreter des TCS zudem an der Generalversammlung der FIA in Taschkent in Usbekistan teil. Das traditionelle Vierertreffen der Clubs aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz fand in Berlin statt und festigte die Zusammenarbeit zwischen dem TCS und den wichtigsten europäischen Akteuren im Bereich der Mobilität weiter. Die operative Zusammenarbeit mit Partnerclubs wurde auch durch mehrere strukturierende Initiativen verstärkt. So wurde die Plattform ARC Air Ambulance im Rahmen einer Partnerschaft zwischen vier europäischen Clubs (TCS, Touring, ÖAMTC, ANWB) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Anfragen für Sanitätsflüge zu bündeln und die verfügbaren Ressourcen zu optimieren.
Auch das Projekt Road Patrol Alliance stärkte die internationale Zusammenarbeit der Clubs, damit Pannenhilfe grenzüberschreitend effizienter gestaltet werden kann. Ziel ist es, durch den Einsatz von Patrouilleuren verschiedener Clubs die Reaktionszeit zu verkürzen, die Reparaturquote zu erhöhen und Standkosten sowie Repatriierungen zu reduzieren. Im Sommer 2025 startete einen Pilotversuch in der Region Genf/Thonon-les-Bains, bei dem TCS-Patrouilleure mit ihren Fahrzeugen Einsätze in Frankreich übernahmen. Die Disposition erfolgte über ARC France.
Nachdem das Schweizer Patrouillenteam am europäischen Wettbewerb «Road Patrol Training for Excellence» 2024 als Sieger hervorgegangen war, hatte der TCS die Ehre, Gastgeber für die Austragung 2025 zu sein. Vier Tage lang empfing der TCS im Verkehrssicherheitszentrum in Cossonay die besten europäischen Pannendienste. 16 Teams traten gegeneinander an und zeigten ihr technisches Know-how, das von Elektroautos bis hin zu Motorrädern reichte. Das TCS-Team mit Pius Kramer und Stefan Überschlag (Stützpunkte Luzern und Thun) erreichte einen guten 6. Platz. Der TCS konnte mit dem Anlass einen ausgezeichneten Eindruck auf der europäischen Bühne hinterlassen.
Eine Auswahl der Ereignisse 2025
April
TCS Ambulance übernimmt den Ambulanz & Rettungsdienst Sense AG im Kanton Freiburg.
TCS Drone Operations Services nimmt seine Dienste für Inspektionsflüge und Lastentransporte von Gütern bis 40 Kilogramm auf.
Die TCS Sektion Biel/Bienne-Seeland feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum.
Juni
Das erste TCS-Fahrtrainingszentrum Stockental im Berner Oberland feiert sein 25-jähriges Bestehen.
Die Delegiertenversammlung findet in Lugano statt.
Dezember
TCS Ambulance nimmt einen neuen Stützpunkt in Bern in Betrieb und verfügt nunmehr über 23 Stützpunkte in der Schweiz.
November
PostAuto lanciert mit dem Projekt «AmiGo» und dem TCS als einer der Partner ein zukunftsweisendes Angebot mit automatisierten Fahrzeugen auf Abruf.
Oktober
Vertreter von 16 europäischen Pannendiensten treffen sich im TCSZentrum in Cossonay (VD) für den Wettbewerb «Road Patrol Training for Excellence».
Februar
Mai
Zentralpräsident Peter Goetschi wird als 5. Vizepräsident der FIA Region I und als Mitglied des Euroboards wiedergewählt.
Der Fonds für Verkehrssicherheit überträgt dem TCS die gesamtschweizerische Präventionskampagne für den Schulbeginn.
Der Cyber-Schutzbrief für technische, rechtliche und finanzielle Unterstützung wird lanciert.
TCS Camping erhält die Auszeichnung «Meilenstein 2025» der deutschen Vereinigung der Caravaning- und Touristik-Journalisten für herausragende Leistungen.
August
Der TCS lanciert die neue Schulwegkampagne unter dem Motto «Luege. Brämse. Halte.».
Mit dem «Tag der Mobilität» feiert die TCS Sektion Zug ihr 75-Jahr-Jubiläum.
Der TCS geht eine neue Partnerschaft für die Notfall-App EchoSOS ein.
September
Marcel Aebischer wird zum Nachfolger des abgetretenen Vize-Präsidenten Thomas Lüthy gewählt.
10 Jahre Carvelo: Das von der Mobilitätsakademie des TCS lancierte erste SharingAngebot für eCargobikes ist in 100 Städten und Gemeinden etabliert.
Der «Touring» gewinnt 51‘000 Leserinnen und Leser und ist mit einer Leserschaft von 1’451‘000 leserstärkstes Monatsmagazin der Schweiz.
TCS-Sektionen
TCS-Sektionen
Regional vielfältig engagiert für Mitglieder und Sicherheit
Dank ihrer lokalen Verankerung kümmern sich die 23 Sektionen des Touring Club Schweiz vor Ort um die Anliegen der Mitglieder, bieten ihnen Betreuung, Beratung sowie lokale Dienstleistungen und gestalten das Clubleben. In ihrem Sektionsgebiet engagieren sie sich auch verkehrs- und mobilitätspolitisch und fördern die Verkehrssicherheit.
Über ihre Aktivitäten legen die 23 TCS-Sektionen vor ihren Jahresversammlungen und in ihren Jahresberichten Rechenschaft ab. Die folgenden Angaben geben einen kleinen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Sektionen im Jahr 2025.
Politische Interessensvertretung
Im Berichtsjahr brachten sich die Sektionen an relevanten Vernehmlassungen sowie in den Diskussionen um Verkehrskonzepte und Gesetzesentwürfe ein und nahmen Einsitz in verschiedenen Gremien.
Die Sektion Appenzell Ausserrhoden beteiligte sich an der Velowegnetzplanung und unterstützte die Standesinitiative für den Rosenbergtunnel. Die Sektion Thurgau ist Gründungsmitglied von «Vernetzung Velo TG». Die Sektion Genf schloss eine Partnerschaft mit Pro Velo Genf ab und legte einen konkreten Vorschlag für die Gestaltung von Velowegen rund um die Mont-Blanc-Brücke vor. Die Sektion Wallis äusserte sich zum kantonalen Plan für Langsamverkehr und zur Veloinitiative.
Die Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden ist in der IG Engpassbeseitigung – «Ja zu einem leistungsfähigen Verkehrsnetz Region Appenzell–St. Gallen–Bodensee» engagiert und setzt sich für die Beseitigung des Verkehrsengpasses auf der A1 ein.
Die Ostschweizer Sektionen unterstützten das Standesbegehren der Kantone Appenzell Innerrhoden, Ap-
penzell Ausserrhoden, Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen für die Weiterverfolgung der Ostschweizer Infrastrukturprojekte.
«Nach zehn Jahren Bauzeit und Anpassungen können wir unseren Mitgliedern nun endlich ein hochmodernes Zentrum bieten.»
Die Sektion beider Basel lancierte im Berichtsjahr eine kantonale Volksinitiative, welche die Einführung einer Spezialfinanzierung Strasse verlangt und langfristig die überhöhten Motorfahrzeugsteuern für die Baselbieter Haushalte senken soll. Nachdem die Sektion beider Basel bereits im Jahre 2023 eine Initiative «Tempo 30 auf Hauptstrassen – nur mit Zustimmung des Volkes» lanciert hatte, hat der Baselbieter Landrat nun einen Gegenvorschlag angenommen. Die automatische Durchfahrtskontrolle (ADK) in Birsfelden bescherte der Sektion zahlreiche Zuschriften von Mitgliedern und gebüssten Personen. Die Sektion Genf setzte sich bei den Gemeinde- und Kantonsbehörden für die Verbesserung des Verkehrsflusses bei Grossbaustellen ein. Sie schlug ausserdem vor,
1% der Oberflächenparkplätze der Stadt Genf für die Installation von Ladestationen zu reservieren. Zur Bekämpfung des «Autosolismus» und Reduktion des Pendlerverkehrs setzte sie sich ausserdem aktiv für die Roadmap für Pendlermobilität ein.
Die TCS Sektion Biel/Bienne-Seeland wirkte Anfang 2025 im Forum von Espace Biel/Bienne Nidau (EBBN) mit und engagierte sich bei der Unterschriftensammlung für die Bieler Parkinginitiative «Erste Stunde gratis». Die Petition der Sektion beider Basel gegen Willkürpreise bei den Parkkarten in Basel-Stadt wurde dem Regierungsrat überwiesen.
Die Sektion Schaffhausen initiierte einen Runden Tisch der Präsidenten der Verkehrs- und Gewerbeverbände. Die Sektion Wallis organisierte ihrerseits einen Runden Tisch zum Thema Mobilität für Gemeindevertreter.
Die Sektion Uri beteiligte sich an der Diskussion um das Siedlungsleitbild Altdorf und reichte eine Vernehmlassungsantwort zum Spar- und Massnahmenpaket 2027 ein. Sie kritisierte unter anderem die spätere Passöffnung und die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer. Die Sektion Glarus nahm an der Vernehmlassung zum Gesetz über die Strassenverkehrsabgaben teil.
Im Rahmen der Vernehmlassung zum Agglomerationsprogramm 5. Generation verlangte die Sektion Uri die Gleichbehandlung aller Verkehrsmittel und bemängelte die ungenügende verkehrstechnische Erschliessung des
Gebiets Werkmatt in Altdorf. Die Sektion Bern engagierte sich in der Arbeitsgruppe Anschluss Wankdorf.
Die Sektion Waadt beteiligte sich an den Debatten über die Revision des Strassengesetzes und die kantonale Mobilitätsstrategie. Sie äusserte sich zu einem Autobahnprojekt und nimmt aktiv an den Sitzungen von VaudRoutes teil. Die Sektion Neuenburg beteiligte sich ihrerseits an NeuchâtelRoutes.
Die Sektion Waldstätte beteiligte sich an der Vernehmlassung zur Teilrevision der Strassenverkehrsordnung und konnte einen Gesetzesentwurf erwirken, damit für verkehrsorientierte Strassen in Luzern grundsätzlich Tempo 50 gilt. Die Sektion Zürich engagierte sich stark im Abstimmungskampf für ein Ja zur kantonalen Mobilitätsinitiative. Dank des positiven Resultats bleibt Tempo 50 die Norm auf den Zürcher Kantonsstrassen.
Die Sektionen Bern und Waldstätte organisierten TCS-Verkehrskonferenzen. In Luzern war sie der «Mobilität aus Sicht der Frauen» und in Bern der Stärkung der Verkehrssicherheit gewidmet. Die Sektion Solothurn ihrerseits führte erstmals einen Mobilitätstreff durch. Die Themenwahl (Tempo 30 und Autobahnausbau auf sechs Spuren) wurde aufgrund einer Umfrage bei den Mitgliedern getroffen. Die Sektion Waldstätte führte im Juni 2025 eine Mitgliederbefragung zu deren Bedürfnissen und Wünschen durch.
Förderung der Verkehrssicherheit
Die Sektionen nehmen jedes Jahr – zusammen mit der Polizei und der TCS Patrouille – am Tag des Lichts (6. November) teil. Dabei werden kostenlose Lichtchecks an Autos, Motorrädern und Velos vorgenommen. Sie unterstützten die Verkehrssicherheit mit zahlreichen Aktivitäten in den Schulen und gaben wieder Tausende von reflektierenden Leuchtwesten und -gürtel an Schulkinder ab. Die Sektion Tessin traf sich mit der Gemeinde- und Kantonspolizei zu den Sensibilisierungsaktivitäten in den Schulen.
Am Bahnhof Ilanz organisierte eine Regionalgruppe der Sektion Graubünden eine Standaktion zum Thema «Sichtbarkeit», und im Schulhaus Florentini in Chur führte die Sektion Graubünden eine Leuchtwerkstatt für Kinder durch. An der «Corrida bulloise» organisierte die Sektion Freiburg eine Sensibilisierungskampagne zur Sichtbarkeit.
«Das 100-Jahr-Jubiläum unserer Sektion und das 50-Jahr-Jubiläum des Technischen Zentrums: ein ganzjähriges Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!»
Die Sektion Biel/Bienne-Seeland gab reflektierende Kleber bei Heimspielen des EHC Biels und des FC Biel ab, und die Sektion Solothurn tat dies bei einem Spiel des EHC Olten. Die Sektion Neuenburg verteilte ihrerseits während eines Spiels des Hockey Club La Chaux-deFonds (HCC) reflektierende Aufkleber. Im Rahmen der «Mach dich sichtbar»-Aktion mit dem HC Thurgau gab auch die Sektion Thurgau Reflektierkleber ab. Die Sektion Bern war am YB Kids Day mit einem Verkehrssicherheitsstand präsent.
Die Sektionen haben auch an den durch den Zentralclub durchgeführten Schulwegaudits mitgewirkt und beteiligten sich an der nationalen Schulwegkampagne «Luege. Brämse. Halte.» In Luzern machte die Sektion Waldstätte Buswerbung für die Sichtbarkeit im Verkehr. An den Sicherheitstag der Sektion beider Basel kamen über 3’000 Besucherinnen und Besucher. Die Sektion Waldstätte organisierte für ihre Mitglieder eine Kindersitzund Velohelmberatung sowie eine Infoveranstaltung zu den Ladestationen. Die Sektion Tessin führte eine Veranstaltung zu den Risiken bei falscher Verwendung von Kindersitzen und ein Event für Eltern und Sekundarschüler in Locarno zu den Gefahren von E-Trottinetten durch.
Die Sektion Appenzell Ausserrhoden ermöglichte es Viertklässlern, im Verkehrsgarten das Velofahren zu üben, während die Eltern von der Verkehrsexpertin über die Si-
cherheit beim Velofahren unterrichtet wurden. Die Sektion Schwyz pflegt die 23 TCS-Verkehrsgärten in ihrem Kanton, insbesondere durch Nachzeichnung und Anpassung an den Schulraum. Die Sektion Waldstätte finanzierte einen neuen Verkehrsgarten in Meierskappel und die Erneuerung der Anlage in Wauwil.
Bis Ende 2025 standen in der Schweiz fast 100 «TCS bike repAIR»-Stationen. Das Projekt wird von der Sektion Bern mit Unterstützung seitens des Zentralclubs betreut.
Aktivitäten zur Mitgliederbindung und sektionseigene Angebote
Die Sektionen betreuen TCS-Mitglieder persönlich, organisieren Veranstaltungen und lancieren Aktionen für Mitglieder und die interessierte Bevölkerung. Diese Angebote werden teils kostenlos oder zu sehr attraktiven Vorteilspreisen für TCS-Mitglieder zur Verfügung gestellt. Manche Angebote werden von den Sektionen über ihre Kanäle in den sozialen Medien verlost. Alle Sektionen vermittelten ihren Mitgliedern Rabatte des lokalen Gewerbes und sind an regionalen Messen, Ausstellungen und Sportveranstaltungen präsent.
Über 1’000 Mitglieder nahmen an der Verlosung der Sektion Thurgau für zwei Sitzplätze inklusive Parkplatz und Abendessen für einen Heimmatch des HCTG teil. Die Sektion Neuenburg vergab Eintrittskarten für Spiele des HCC und von Xamax.
Für die Mitgliederversammlung der Sektion Appenzell Ausserrhoden fanden über 300 Mitglieder den Weg auf den Säntis, und die Sektion Schwyz erreichte mit 600 Teilnehmenden an ihrer Generalversammlung eine schweizweite Rekordzahl. Die TCS Sektion Zug feierte ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Tag der Mobilität. Anlässlich ihres 100-Jahr-Jubiläums konnte die Sektion Biel/ Bienne-Seeland beim traditionellen Old-Wheels-Anlass als Hauptsponsor die doppelte Fläche belegen. Der von der Sektion Appenzell Ausserrhoden organisierte Oldtimertreff auf der Schwägalp erfuhr eine Rekordbeteiligung. Das Oldtimerrallye «Angel Ride» stand dieses Jahr unter dem Patronat der Sektion Schwyz. Zur Eröffnung des Bikeparks Airolo profitierten 100 Personen von einem Rabatt der Sektion Tessin.
Die Sektion Graubünden trat als Hauptsponsor der «Pässechallenge» in der Sommerserie der «Bündner Woche» auf und war Mitorganisator der Jubiläumsaktivitäten «100 Jahre Automobil in Graubünden». Die Sektion Wallis verschenkte Eintrittskarten für den Familientag in der Western City in Martigny und war mit zwei Ständen auf der Fugue Chablaisienne vertreten.
Unter dem Motto «Bewegung, Begegnung und Genuss!» lockte der Velo- und Skatingplausch der Sektion Schwyz zahlreiche Mitglieder an. Ein voller Erfolg waren auch die ersten Camper-Days der Sektion Schwyz. Die Sektion Genf war erneut Sicherheitspartnerin bei Volks-
läufen und war an der autoXperience sowie an der Velomesse präsent. Die Sektion Freiburg war im Zielgelände des Murtenlaufs vertreten. Die Sektion Glarus verteilte Wasserflaschen mit TCSLogo am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest im Glarnerland. Bei einem Velowettbewerb gab es Gutscheine der Sektion Tessin für eine Übernachtung im TCS Camping Olivone zu gewinnen.
«Eine einzigartige Gelegenheit, der Zuger Bevölkerung die breite Palette der Mobilität zu präsentieren.»
Paul Weller, OK-Präsident 75-Jahr-Jubiläum, Sektion Zug
Anlässlich der Tour de Romandie 2025 wurden die UCI-Profiteams am Standort der Sektion Waadt in Cossonay empfangen. Das Zentrum war auch Austragungsort der Kids Bike Challenge und des Road Patrol Training for Excellence.
In den Technischen Zentren der Sektionen werden zahlreiche Tests und Kontrollen angeboten. Mit tcsdispo.ch führte die Sektion Bern eine neue Plattform zur Buchung und Verwaltung von Terminen für Kontrollen ein. Die Sektion Zürich hat in ihren vier Mobilitätszentren erstmals die Marke von 50‘000 Fahrzeugprüfungen übertroffen.
Die Sektionen bieten Kurse verschiedenster Art an: E-Bike-Kurse, Fahren im Alter, Kreiselfahren, Wohnmobilund Wohnwagenkurs, aber auch Anfängerkurs für KI als Reise- und Alltagshelfer und vieles mehr.
Bauten und Gebäude
Die Sektion Aargau hat ihr Technisches Zentrum in Birr per Ende Oktober 2025 geschlossen und die Liegenschaft verkauft. Sie bezog einen neuen Hauptsitz in Aarau am Schlossplatz 1 und erweiterte ihre Öffnungszeiten. Die Sektion Bern weihte ihr neues Mobilitätszentrum in ThunAllmendingen mit einem Tag der offenen Tore ein. Das Zentrum verfügt neu über eine Waschanlage und ist mit Solaranlage und Wärmepumpe ausgestattet.
Das Neubauprojekt für ihre neue Geschäftsstelle an der Engadinstrasse 33 in Chur wurde von der Sektion Graubünden in Angriff genommen, und die Eröffnung ist im Mai 2026 geplant. Die Sektion Solothurn baute ein Reifenlager für rund 400 Räder und schaffte zehn zusätzliche Parkplätze für den TCS Autoverkauf.
Die Sektion Genf renovierte die Halle ihres Technischen Zentrums. Die Sektion Waadt asphaltierte die FT3Bahn neu, und durch die Aufwertung des Standorts in Cossonay erhielt sie das Label «Entreprise engagé vers un
avenir durable» («Für eine nachhaltige Zukunft engagiertes Unternehmen»). Der Standort der Sektion Waldstätte in Luzern ist nach 61 Jahren von der Burgerstrasse 22 an den Hirschgraben 7 in Luzern verlegt worden. Die Sektion Biel/Bienne-Seeland erwarb einen modernen Leistungsprüfstand, und die Sektion Tessin baute den Leistungsprüfstand für Autos und Motorräder im Hinblick auf den Bau einer neuen Prüfstrecke zurück.
Organe der Sektionen
Nach dem Rücktritt ihres Präsidenten Christoph Erb wählte die Sektion Bern ein Co-Präsidium: Sibylle Plüss-Zürcher und Lars Guggisberg leiten seit dem 10. Mai 2025 gemeinsam die Sektion. Lars Guggisberg vertritt die Sektion im Verwaltungsrat des TCS-Zentralclubs. Der Präsident der Sektion Zürich – und Vizepräsident des TCS-Zentralclubs –, Thomas Lüthy, gab sein Amt ebenfalls ab, und sein Nachfolger, Roman Lehmann, wurde an der Delegiertenversammlung der Sektion gewählt. Die Generalversammlung der Sektion Schwyz ihrerseits wählte Christian Schnyder aus Brunnen als Nachfolger von Markus Reichmuth. Der Präsident der Sektion Biel/Bienne-Seeland, Peter Bohnenblust, trat per Ende 2025 zurück. Sein Nachfolger, Markus Jordi, wurde in Anbetracht seines Amtsantritts per 1. Januar 2026 bereits anlässlich der Mitgliederversammlung der Sektion im Mai 2025 gewählt. Im Hinblick auf den 2026 geplanten Rücktritt des amtierenden Präsidenten der Sektion beider Basel, Christophe Haller, stellte die Sektion den vorgeschlagenen neuen Präsidenten, Andreas Zbinden, bereits im Juni 2025 als ihren Vertreter in den Verwaltungsrat des TCS-Zentralclubs zur Wahl. Die Sektion Thurgau passte ihre Statuten an, löste dabei insbesondere ihre Regionalgruppen auf und schaffte die Stelle einer Geschäftsführung.
Corporate Governance und Organe
Corporate Governance und Organe Grundsätze und Strukturen
Die TCS-Gruppe besteht aus dem Touring Club Schweiz (TCS) – ein im Jahre 1896 in Genf gegründeter Verein mit Sitz in Vernier (GE) – sowie dessen Tochtergesellschaften.
Der Verein ist nicht gewinnorientiert und gemäss Artikel 60 ff. ZGB im Handelsregister eingetragen. In einem transparenten Regelwerk sind die Grundsätze betreffend Organisation, Führung, Verhalten und Kontrolle festgehalten. Die Organe des TCS bestehen aus der Delegiertenversammlung, dem Verwaltungsrat und der Revisionsstelle.
Delegiertenversammlung
Die Delegiertenversammlung ist das oberste Organ des TCS. Sie besteht aus dem Zentralpräsidenten, 145 Sektionsdelegierten, den Mitgliedern des Verwaltungsrates und dem Delegierten der TCS Camping Clubs. Die Delegiertenversammlung wird vom Zentralpräsidenten geleitet. Die Wahl der Sektionsdelegierten und ihrer Stellvertreter erfolgt durch die Mitgliederversammlungen bzw. Delegiertenversammlungen der Sektionen.
Anlässlich der ordentlichen Delegiertenversammlung des TCS vom 27. Juni 2025 in Lugano genehmigten die Delegierten gemäss den statutarischen Kompetenzen den Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2024 und erteilten dem Verwaltungsrat Decharge für das Jahr 2024. Weiter wurde die Obergrenze der jährlichen Zentralbeiträge für das Jahr 2026 festgelegt und die Firma PricewaterhouseCoopers AG als statutarische externe Revisionsstelle der TCS-Gruppe für das Jahr 2026 wiedergewählt.
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat wird von der Delegiertenversammlung gewählt und hat die Oberleitung der TCS-Gruppe (Zentralclub und Tochtergesellschaften) inne. Er stellt insbesondere die Übereinstimmung von Strategie und Ressourcen sowie deren kontinuierliche Überwachung und Umsetzung sicher. Er genehmigt das von der Geschäftsleitung unterbreitete Budget und validiert die Jahresrechnung zuhanden der Delegiertenversammlung. Der Verwaltungsrat wird vom Zentralpräsidenten geleitet. Er organisiert sich in einem Präsidium und vier ordentlichen Ausschüssen.
Die Verwaltungsräte Christoph Buser (beider Basel), Christoph Erb (Bern), Markus Reichmuth (Schwyz) und Thomas Lüthy (Zürich) traten von ihrem Amt zurück. An ihrer Stelle wurden Lars Guggisberg (Bern), Roman Lehmann (Zürich), Christian Schnyder (Schwyz) und Andreas Zbinden (beider Basel) von der Delegiertenversammlung gewählt. In ihrem Amt als Mitglieder des Verwaltungsrates wurden François Membrez (Genf), Livio Zanetti (Graubünden), David Erard (Neuenburg) und Michael Meier (Uri) bestätigt.
Zentralpräsident Peter Goetschi Freiburg
Vizepräsident Marcel Aebischer Abtwil Sektion St. Gallen-Appenzell I.Rh.
Vizepräsidentin Fabienne Bernard Chemin-Dessous Sektion Wallis
Vizepräsident Thomas Lüthy Feldmeilen Sektion Zürich (bis Juni 2025)
Mitglied Daniel Bitterli Rickenbach Sektion Solothurn
Mitglied Christoph Buser Füllinsdorf Sektion beider Basel (bis Juni 2025)
Mitglied Eric Collomb Lully Sektion Freiburg
Mitglied Laurence Cretegny Denens Sektion Waadt
Mitglied David Erard La Chaux-de-Fonds Sektion Neuenburg
Mitglied Christoph Erb Ittigen Sektion Bern (bis Juni 2025)
Mitglied Pierre-Arnauld Fueg Porrentruy Sektion Jura
Mitglied Patrick Gosteli Kleindöttingen Sektion Aargau
Mitglied Lars Guggisberg Kirchlindach Sektion Bern (seit Juni 2025)
Mitglied Patrick Kessler Teufen Sektion Appenzell A.Rh.
Mitglied Edwin Koller Näfels Sektion Glarus
Mitglied Roman Lehmann Pfäffikon Sektion Zürich (seit Juni 2025)
Mitglied Michael Meier Altdorf Sektion Uri
Mitglied François Membrez Collonge-Bellerive Sektion Genf
Mitglied Stefan Mühlemann Guntershausen Sektion Thurgau
Mitglied Markus Reichmuth Schwyz Sektion Schwyz (bis Juni 2025)
Mitglied Roger Roth Hallau Sektion Schaffhausen
Mitglied Peter Schilliger Udligenswil Sektion Waldstätte
Mitglied Christian Schnyder Brunnen Sektion Schwyz (seit Juni 2025)
Mitglied Fabio Stampanoni Lugano Sektion Tessin
Mitglied Thomas Ulrich Oberägeri Sektion Zug
Mitglied Urs Wüthrich Biel Sektion Biel/Bienne-Seeland
Mitglied Livio Zanetti Landquart Sektion Graubünden
Mitglied Andreas Zbinden Liestal Sektion beider Basel (seit Juni 2025)
Präsidium
Das Präsidium ist ein mit teilweise abschliessenden Kompetenzen und Aufgaben versehener Ausschuss des Verwaltungsrats. Es setzt sich aus dem Zentralpräsidenten, den Vorsitzenden der ordentlichen Ausschüsse sowie deren Stellvertreter zusammen. Seine Kompetenzen sind im Organisationsreglement festgelegt und beinhalten u.a. die Vorbereitung und Überwachung der Ausführung der Beschlüsse des Verwaltungsrats, die Erteilung der nötigen Weisungen gegenüber dem Generaldirektor und die Aufsicht über die allgemeine Geschäftsführung sowie über den Geschäftsgang. Das Präsidium bestimmt auch die Vertretung der Interessen des TCS als Aktionär von dritten Gesellschaften und bereitet die Anstellung und Entlassung des Generaldirektors sowie der Direktoren vor und be-
stimmt deren Entschädigung. In dringlichen Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit des Verwaltungsrats fallen und in denen dieser nicht rechtzeitig Beschluss fassen kann, ist das Präsidium zur Beschlussfassung befugt.
Vorsitz: Peter Goetschi
Stellv. Vorsitz: Fabienne Bernard und Thomas Lüthy (bis Juni 2025), Marcel Aebischer (ab September 2025)
Mitglieder: Eric Collomb, Christoph Erb (bis Juni 2025), François Membrez, Markus Reichmuth (bis Juni 2025), Peter Schilliger, Fabio Stampanoni (ab September 2025), Thomas Ulrich (ab September 2025), Livio Zanetti (ab September 2025)
Ausschüsse des Verwaltungsrats
Aus seiner Mitte setzt der Verwaltungsrat Ausschüsse ein, die bestimmte Bereiche vertieft analysieren und dem Präsidium oder dem Verwaltungsrat zur Vorbereitung ihrer Beschlüsse oder zur Wahrnehmung ihrer Aufsichtsfunktion Bericht erstatten. Die Ausschüsse haben grundsätzlich keine abschliessende Entscheidkompetenz. Vier ordentliche Ausschüsse sind konstituiert:
Strategischer Ausschuss
Dem strategischen Ausschuss sind die folgenden Kompetenzen und Aufgaben zugeordnet: Vorgaben von strategischen Zielen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mitteln; Überprüfung der Ausrichtung der TCSGruppe und Auswirkungen von Umfeld und Entwicklungen im Hinblick auf Mitgliedernutzen sowie kurz-, mittelund langfristigen Erfolg; Entwicklung der Sektionsaufgaben sowie Zusammenarbeit und Koordination zwischen Sektionen und TCS-Zentralclub.
Vorsitz: François Membrez
Stellv. Vorsitz: Thomas Lüthy (bis Juni 2025), Fabio Stampanoni (ab September 2025)
Mitglieder: Peter Goetschi, Patrick Kessler, Roman Lehmann (ab September 2025), Michael Meier
Entschädigungsausschuss
Der Entschädigungsausschuss legt die Grundsätze für die Entschädigung und der Entschädigungspolitik betreffend der Mitglieder des Verwaltungsrats des TCS-Zentralclubs, des Generaldirektors und der Mitglieder der Direktion fest. Er legt auch die Grundsätze für die Auswahl eines Zentralpräsidenten und der Mitglieder des Verwaltungsrats fest. Der Ausschuss kann zugewiesene Aufgaben im Zusammenhang mit der Personalpolitik sowie Auswahl und Beurteilung von Kandidaten für das oberste Kader übernehmen.
Vorsitz: Fabienne Bernard
Stellv. Vorsitz: Marcel Aebischer
Mitglieder: David Erard, Peter Goetschi, Edwin Koller, Thomas Ulrich (bis September 2025), Andreas Zbinden (ab September 2025)
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss beurteilt die Ausgestaltung des Rechnungswesens der TCS-Gruppe und des Jahresabschlusses, die Wirksamkeit der externen Revision (Revisionsstelle) und der internen Revision sowie die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems. Der Ausschuss überprüft die Jahresrechnungen und gibt eine Empfehlung bezüglich deren Genehmigung ab. Er bereitet die Wahl der externen Revision vor.
Vorsitz: Markus Reichmuth (bis Juni 2025), Livio Zanetti (ab September 2025)
Stellv. Vorsitz: Eric Collomb (bis September 2025), Thomas Ulrich (ab September 2025)
Mitglieder: Daniel Bitterli, Peter Goetschi, Roger Roth, Christian Schnyder (ab September 2025)
Das interne Audit untersteht dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates. Die Tätigkeiten des internen Audits werden gemäss den Berufsnormen des IIA (Institute of Internal Auditors) durchgeführt. Das interne Audit wird von Jordy Sudan geführt.
Politischer Ausschuss
Der politische Ausschuss behandelt Fragestellungen der Politik und der Gesetzgebung sowie Beschlüsse der Schweiz und gegebenenfalls der EU. Er erarbeitet die politischen Leitlinien des TCS und prüft Geschäfte im Anwendungsbereich der politischen Leitlinien des TCS sowie Stellungnahmen. Der Ausschuss beurteilt mögliche Initiativen und Referenden zuhanden des Verwaltungsrats bzw. der Delegiertenversammlung und nimmt das Lobbying gegenüber dem Parlament und den Behörden wahr.
Vorsitz: Peter Schilliger
Stellv. Vorsitz: Christoph Erb (bis Juni 2025), Eric Collomb (ab September 2026)
Mitglieder: Christoph Buser (bis Juni 2025), Laurence Cretegny, Pierre-Arnauld Fueg, Peter Goetschi, Patrick Gosteli, Lars Guggisberg, (ab September 2025), Stefan Mühlemann, Urs Wüthrich
Revisionsstelle
Die Amtsdauer der von der Delegiertenversammlung gewählten Revisionsstelle beträgt gemäss Statuten ein Jahr. Die Wiederwahl ist möglich. Die Revisionsstelle prüft, ob die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes Gesetz und Statuten entsprechen. Die Revisionsstelle erfüllt ihre Aufgaben nach den Grundsätzen über die Rechnungslegung in den Aktiengesellschaften. Sie berichtet der Delegiertenversammlung über das Ergebnis ihrer Prüfung. Für die Prüfung der Jahresrechnungen 2025 wurde PricewaterhouseCoopers AG von der Delegiertenversammlung gewählt.
Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat delegiert die gesamte operative Leitung der TCS-Gruppe an die Geschäftsleitung. Letztere wird vom Verwaltungsrat ernannt. Der Geschäftsleitung obliegt die operative Führung des TCS-Zentralclubs und dessen Tochtergesellschaften sowie die Vorbereitung der strategischen Entscheide und die Überwachung der finanziellen Entwicklung der TCS-Gruppe. Der Generaldirektor stellt die Führung der Geschäftsleitung sicher. Seit 1. Juli 2016 ist Jürg Wittwer Generaldirektor des TCS.
Direktor Finanzen & Accounting Alessandro Marci 2017
Direktor Assistance Markus Kummer 2018
Direktor Corporate Communications Moreno Volpi 2020
Direktorin Shared Services Center Emmanuelle Badu 2025
Direktor Corporate Center (Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung) Daniel Steiner
Pensionskasse des TCS
Die Pensionskasse des TCS ist eine Stiftung nach den Artikeln 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches. Sie wurde 1955 gegründet. Ihr Ziel ist es, das Personal des TCS, seiner Tochtergesellschaften und der angeschlossenen Sektionen durch reglementarisch festgelegte Vorsorgeleistungen zu unterstützen. Die Pensionskasse hilft bei der Finanzierung von Altersleistungen und schützt vor den wirtschaftlichen Folgen von Invalidität und Tod.
Vertreter des Arbeitgebers
Präsidentin: Fabienne Bernard
Mitglieder: Peter Goetschi, Alessandro Marci, Stéphanie Hausherr
Vertreter der Begünstigten
Vizepräsident: Martin Minten
Mitglieder: Daniel Egger, Elena Ramos, Martin F. Tschannen
Geschäftsführerin der Pensionskasse: Sylvie Colombara
Vorsorgestiftung des TCS
Präsidentin: Fabienne Bernard
Mitglieder: Peter Goetschi, Alessandro Marci
Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften
Der Konsolidierungskreis der TCS-Gruppe umfasst 17 Tochtergesellschaften, in denen der TCS-Zentralclub die Stimmen- und die Kapitalmehrheit innehat. Die Vertreter des TCS in diesen Gremien werden vom Präsidium nominiert.
P Präsident/in
VP Vizepräsident/in
D Delegierte/r
M Mitglied
Assista Rechtsschutz AG P VP M M D
TAS Versicherungen AG P VP M M D
TCS Services AG P M M
TCS Reisen AG P VP M M D
Mobilitätsakademie AG P VP M M D
TCS Training & Freizeit AG P VP M M D
TCS Swiss Ambulance Rescue SA P M M M M
Camping Bella Riva AG*
velocorner AG (79,02%)
* Tochtergesellschaft der TCS Training & Freizeit AG.
Tochtergesellschaften der TCS Swiss Ambulance Rescue SA
P Präsident/in
M Mitglied
TCS Ambulance Genève SA (100%)
Ehemals TCS Swiss Ambulance Rescue Genève SA P M M M M
TCS Swiss Ambulance Rescue Vaud SA (100%) P M M M M
TCS Ambulance Services AG (100%) P M M M M
TCS Ambulance Aargau AG (86,36%) P M M M M
ASV Ambulances Sàrl (60%) P M M M M M
TCS Ambulance Services Mittelland AG (66,7%) P M M M M