MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ
#5 | MAI 2021 | FR. 4.50
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CO2-EMISSIONEN MÜSSEN SINKEN Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Interview
VELOTOUREN UNTER STROM
gbikes: E-Trekkin dell Sie Mo Welches ringt b r e it we
GELUNGENE VERWANDLUNG Der elektrische Citroën C4 im grossen TCS-Test
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INHALT
Das E-Bike wird zum Feriengefährt
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Ziel: emissionsfreie Baustellen
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Gestylt: Citroën ë-C4
36 EDITORIAL
MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ
Dossier Der E-Bike-Boom hält auch in diesem Jahr verstärkt an
12 Hilfe für Velofahrer
er hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass aktuell fast jedes zweite verkaufte Velo ein E-Bike sein würde? Befeuert von der Pandemie wurden im letzten Jahr gemäss Sportfachhandel über 171 000 E-Fahrräder verkauft, was im Vergleich zum 2019 einer Zuwachsrate von 28,5 Prozent entspricht. Kein Wunder, dass der Velohandel von einem Nachfrageüberschuss spricht. Inzwischen ist jeder Velotyp als E-Variante erhältlich. Mit vielen Innovationen warten unter anderem die Schweizer Hersteller Stromer, Scott oder Flyer auf. Das geeignete Bike zu finden, ist gar nicht so einfach. Hier bieten der TCS und das Touring-Magazin mit Beratung, Produkten wie der TCS Velo Versicherung und ausführlichen Tests Unterstützung.
14 Mit Velo in die Ferien
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Mobilität 27 Arbeitsplätze schaffen
Wie der TCS seinen Mitgliedern auch auf zwei Rädern hilft
Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga zum CO2-Gesetz
31 Diesel war gestern
Darauf müssen Sie beim Veloselbstverlad achten
Wie ein Start-up mit Erfolg Bagger elektrifiziert
16 Rund um die Hauptstadt Sechzig Kilometer Erlebnistour mit dem E-Bike
34 Mobilität und Kaufkraft Warum die Pilotprojekte zu Mobility-Pricing unfair sind
19 Langstreckenbikes Zehn E-Trekkingbikes auf dem Prüfstand. Welches überzeugt?
Simonetta Sommaruga im Interview
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Felix Maurhofer Chefredaktor
COVER-CREDITS: Foto: Emanuel Freudiger Models: Marc, Andrea, Ylenia und Moana Schenk Location: Huttwil (BE)
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INHALT
Elektrifizierter Mythos: Fiat 500e
Frühling im Thurgau
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Ranger erklären den Schwarzwald
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TCS und ADAC bieten Wohnmobile zur Miete an
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Meine Club-Vorteile 26 Alles fürs Velo im Touring Shop 55 Hotelrabatte zum Jubiläum 67 TCS Benefits: sparen bei SPAR 74 «Touring»-Leserspiel
Technik 36 Der Unkonventionelle Die gelungene Verwandlung des Citroën ë-C4
40 Brillante Limousine Die S-Klasse von Mercedes bleibt eine Klasse für sich
44 Elektroauto für alle Mit dem Spring zeigt Dacia sein erstes E-Fahrzeug
Club
Rubriken
60 TCS-Reisebarometer So ist die Schweiz im schwierigen Jahr 2020 gereist
62 Im neuen Kleid Die Verkehrsinfos in der TCS-App sind jetzt noch praktischer
64 Mit Rabatt übers Wasser Über «TCS Ferry» lassen sich Fähren in ganz Europa buchen
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Der TCS-Experte Digitales Radio
59 69 69 71 72
Gesundheit Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit …
Freizeit 49 Auf der Tour der Bäume Der Schwarzwald besteht nicht nur aus Tannen
52 Eine besondere Jugi In Burgdorf kann man jetzt im Schloss übernachten
54 Im Blütenmeer «Bluescht» im Thurgau und Hotelrabatte für Mitglieder
Die Sondermarke zum Jubiläum
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Touring Nr. 6
Im nächsten «Touring»: Menschen in mobilen Berufen, der TCS-Kindersitztest, der Honda Jazz Hybrid im grossen Test und ein Hessen-Spezial Erscheinungsdatum: 27.5.2021
Mai 2021 | touring
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Das Jubiläumsmagazin ist an allen Standorten und Events des TCS erhältlich
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Der TCS lanciert ein Magazin zum grossen Jubiläum Holen Sie sich jetzt das Jubiläumsheft beim TCS in Ihrer Nähe ab, und tauchen Sie ein in die grosse, vielfältige, gelbe Welt des TCS.
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nekdoten aus längst vergangenen Tagen, prominente Gratulanten, imposante Zahlen sowie spannende Blicke in die Gegenwart und Zukunft des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz: Zum 125-Jahr-Jubiläum lanciert der TCS ein sechzig Seiten starkes Magazin, welches den Club in all seinen Facetten zeigt. Das Heft kann digital auf tcs125.ch gelesen oder in gedruckter Form an sämtlichen Standorten, Kontaktstellen, Technischen Zentren, Campings, Fahrtrainingszentren und Veranstaltungen des TCS kostenlos abgeholt werden. Ausserdem liegt das Magazin jeweils an den zwölf Standorten der Erlebnis-
tournee auf, dessen Start aufgrund der Pandemie verschoben werden musste. Folgend die neuen, voraussichtlichen Daten.
Erlebnistournee 4.–6. Juni: Bellinzona 11.–13. Juni: Freiburg 17.–19. Juni: St. Gallen 14.–16. August: Basel 20.–22. August: Aarau 27.–29. August: Neuenburg 10.–12. September: Sitten 24.–26. September: Vevey 1.–3. Oktober: Genf 22.–24. Oktober: Bern 12.–14. November: Zürich Luzern: neues Datum folgt
Kampf gegen Benzinzoll
FOTOS TCS, ZVG
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Alles zum Jubiläum unter tcs125.ch
RÜCKSCHAU «TOURING» 1960
Die «Touring»-Zeitung feierte 1960 ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jahr stand im Zeichen des TCS-Referendums gegen den Benzinzollrappen. Es verlangte drei statt sieben Rappen Aufschlag. Während die Swissair ihr erstes Düsenflugzeug in Verkehr setzte, betrieb der TCS im Winter 32 Schneeketten-
Die TCS Mastercard ist die zweitbeste Kreditkarte der Schweiz
Leihstationen. In Genf fand der dreissigste Autosalon statt, und der Berner Robert Bauder wurde neuer Zentralpräsident. Mit markanten Mahnwänden verstärkte der Club die Verkehrserziehung und subventio subventionierte 10 000 Sicherheitsgurte.
TCS informiert über aktuelle Corona-Lage Auf seiner Website stellt der TCS laufend aktualisierte Informationen über die derzeitige Lage in Bezug auf die Corona-Pandemie zur Verfügung. Eine hilfreiche und frei zugängliche Übersicht über die Massnahmen und Reisebestimmungen in der Schweiz und Europa. Alle Infos auf tcs.ch/corona
Mai 2021 | touring
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Geld für Autobahn
DIE ZAHL
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Der Bund wird in diesem Jahr rund 2,9 Milliarden Franken für Unterhalt, Betrieb, Verbesserung und Bau des Autobahnnetzes investieren. Im Rahmen des Bundesbudgets hat das Parlament für 2021 die folgenden Beträge verabschiedet: 1,826 Milliarden Franken werden für Ausbau und Unterhalt des bestehenden Nationalstrassennetzes eingesetzt sowie 396 Millionen Franken für grössere Projekte im Rahmen des strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen (STEP). Weitere rund 439 Millionen Franken investiert der Bund in den Betrieb der Nationalstrassen. 249 Millionen Franken fliessen in die Fertigstellung des 1960 beschlossenen Nationalstrassennetzes. Die insgesamt rund 2,9 Milliarden Franken stammen aus dem Nationalstrassenund Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF). Gestützt auf das Budget hat das UVEK nun die Bauprogramme für das Nationalstrassennetz für das Jahr 2021 bewilligt. Zweite Gotthardröhre Die Hauptarbeiten beginnen dieses Jahr
Zweite Gotthardröhre
Wohnmobile sind auch im ersten Quartal 2021 gefragt: Die Anzahl Neuimmatrikulationen ist laut Auto-Schweiz um 33 Prozent auf 1839 Einheiten gestiegen. Der Nutzfahrzeugmarkt verzeichnet insgesamt einen Zuwachs um 13,1 Prozent. Nur die schweren Nutzfahrzeuge büssen 7,7 Prozent ein. Auto-Schweiz geht jedoch davon aus, dass sich dieser Bereich bald erholen wird.
In diesem Jahr starten die Hauptarbeiten für die folgenden Ausbau- und Unterhaltsprojekte: A1, Etoy – Ecublens (VD); A1, Yverdon – Arrissoules (VD); A2, Sissach – Eptingen (BL); A2, Sentibrücken (LU), Lärmschutz; A6, Bern Wankdorf – Muri (BE), Pannenstreifenumnutzung; A14, Buchrain–Rütihof (ZG). Ausserdem beginnen 2021 die Hauptarbeiten an der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Für Projekte im Rahmen des STEP und für grössere Vorhaben stehen 2021 total 396 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Gelder werden hauptsächlich in den Sechsspurausbau der Nordumfahrung Zürich (A1) und in die zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels investiert.
DAS BILD
Service- und Infrastrukturstollen mit Verbindungen
Bestehender Tunnel 250 m Zweite Röhre
Fahrstreifen Pannenstreifen
Pannenstreifen Fahrstreifen
70 m
Elektroautos auf lange Sicht im Vorteil Die TCS-Auswertung der fünf meistverkauften Elektro- und Verbrennerfahrzeuge im Jahr 2020 ergibt, dass die geringeren Treibstoff- und Wartungskosten von Elektrofahrzeugen über einen Zeitraum von zehn Jahren den höheren Anschaffungspreis ab einer bestimmten Laufleistung kompensieren – obwohl die Strompreise letztes Jahr gestiegen und die Preise für fossile Brennstoffe gefallen sind. Je höher die jährliche Fahrleistung, desto grösser 8 touring | Mai 2021
ist das Einsparungspotenzial der Treibstoff kosten bei einem Elektroauto. Laut TCS-Berechnungen sind 2021 die durchschnittlichen Kilometerkosten für einen Mittelklassebenziner (Kaufpreis: 35 000 Fr.; bei 15 000 Kilometern pro Jahr) mit siebzig Rappen pro Kilometer einen Rappen günstiger als 2020. Wer die Betriebskosten eines Fahrzeugs berechnen will, kann jetzt den TCS-USBStick «Kilometerkosten 2021» bestellen: ratgeber.tcs.ch
▲ — N
Pegasus Fliegende Pferde wurden Anfang April über Saignelégier (JU) gesichtet. Es handelte sich dabei aber mitnichten um die geflügelten Pferde aus der griechischen Mythologie, sondern um eine nicht ganz alltägliche Übung der Luftwaffe mit der veterinärmedizinischen Fakultät Vetsuisse Zürich und dem Veterinärdienst der Armee. Dabei wurden der Transport und die schnelle Evakuierung von verletzten Pferden geübt.
DAS WORT
Ragusa war vom siebten bis ins neunzehnte Jahrhundert ein Stadtstaat an der dalmatinischen Adriaküste – und Namensgeberin der Schweizer Schokolade. Seit 1921 heisst die Stadt offiziell Dubrovnik und gehört heute politisch zu Kroatien. Auf Sizilien liegt die spätbarocke Stadt Ragusa, und zwar im Val di Noto – seit 2002 Unesco-Welterbe.
NEWS
Oldtimer- und Teilemarkt 2021 light
Abkommen mit Frankreich
Am 16./17. Oktober findet eine kleinere Version des auf 2022 verschobenen Oldtimerund Teilemarkts (OTM) während der «Retro-Technica» im «Forum Fribourg» statt. Dann dreht sich wieder alles um Oldtimer und Ersatzteile. Das Jo-Siffert-Memorial wird ebenfalls vertreten sein.
Die Schweiz und Frankreich haben ein bilaterales Abkommen zur gemeinsamen Finanzierung der Renovation der Zollplattform an der Autobahn zwischen Saint-Louis (F) und Basel unterzeichnet. So sollen der Verkehr auf der Autobahn verflüssigt und die Sicherheit auf der Anlage erhöht werden.
FOTOS KEYSTONE, ASTRA, ZVG
oldtimer-teilemarkt.ch
E-Occasion: Wie viel Wert hat sie noch? Der Restwert der E-Autos liegt nahe an jenem der Verbrenner. Ältere Modelle verlieren aber schneller an Wert.
Weniger Kontrollen
Ein Zoe für Russikon
2020 wurden 138 848 Lastwagen, Sattelschlepper, Lieferwagen und Busse kontrolliert. Dabei kam es zu 22 519 Beanstandungen, in 4207 Fällen wurden die Fahrzeuge stillgelegt oder den Chauffeuren die Weiterfahrt verwehrt, schreibt das Bundesamt für Strassen in einer Mitteilung. Wegen der CoronaPandemie konnten weniger Fahrzeuge kontrolliert werden als im Vorjahr.
Seit Mitte März steht der Renault Zoe zur Verfügung und wird gut angenommen. Damit ist Russikon (ZH) die 32. Gemeinde in der Schweiz, die zusammen mit CarsharingAnbieter Sponti-Car ihren Frau auf dem Gipfel 1871 bestieg Lucy Walker als Einwohnern einfach und erste Frau das Matterhorn. günstig (eine Stunde für fünf Zum Jubiläum zeigt das MatFranken) die Nutzung eines terhorn-Museum eine AusE-Autos ermöglicht. Interessierte registrieren sich auf der stellung über Frauen in Zermatt – gestern und heute. Sponti-Car-Seite, laden die zermatt.ch App runter und buchen. Mai 2021 | touring
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Familie Schenk beim Veloausflug im Emmental. Beim Hersteller Flyer in Huttwil können verschiedene Modelle gemietet werden
Mietstation Selbst Kinderanhänger und Kindersitze kann man vor Ort mieten
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Hügelig Das Emmental bietet die perfekte Umgebung zum E-Biken für die ganze Familie
DOSSIER
Mit Unterstützung in die Velosaison E-Bikes brechen derzeit alle Verkaufsrekorde. Kein Wunder: Egal, ob eintägiger Familienausflug oder längere Reise, mit einem E-Bike kommen Sie garantiert weiter. Tipps für Ausflüge, Wissenswertes zu Trekkingbikes und wie der TCS hilft, erfahren Sie in diesem Dossier. → TEXT DINO NODARI | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
Luxuriöse Feuerstelle Nur die Würste muss man mitbringen, Feuerholz liegt bereit
Rückgabe bei der Mietstation. So genial und einfach war der Testausflug
Mai 2021 | touring
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DOSSIER
Der Club für Velofahrer Ja, Sie lesen richtig: Auch Velofahrerinnen und Velofahrer sind beim TCS bestens aufgehoben – und das längst nicht nur wegen der besten Pannenhilfe der Schweiz. TEXT DOMINIC GRAF
D
ie 205 Velofreunde, die den Touring-Club vor 125 Jahren gründeten, würden heute wohl nicht schlecht staunen, was aus ihrem Club geworden ist. Sie würden sich sicher besonders darüber freuen, dass der TCS dem Veloziped, wie man 1896 zu sagen pflegte, grosse Bedeutung beimisst. Dass sich das Velo einmal zum vielseitigsten Gefährt überhaupt entwickeln wird und schliesslich
dank des Elektroantriebs von fast allen als alltags- und reisetaugliches Verkehrsmittel genutzt werden kann, hätte man beim TCS von damals nicht zu träumen gewagt. Der Club von heute ist sich der wichtigen gesellschaftlichen Rolle des Velos bewusst und unterstützt die Nutzer auf allen Ebenen – von der Hilfe im Notfall bis zur professionellen Beratung und massgeschneiderten Dienstleistungen. ◆
Vom Drei- zum Zweirad?
Der TCS stützt
Das Engagement des TCS für Velofahrer beginnt bereits bei den Jüngsten. Die Abteilung Verkehrssicherheit setzt sich seit vielen Jahren auf verschiedensten Ebenen für Kinder im Strassenverkehr ein. Zum Beispiel mit hilfreichen Broschüren, Merkblättern und Präventionsmaterial, dem jährlichen Verkehrserziehungstag oder mit der App «Weelo», mit der Kinder die Verkehrsregeln spielerisch kennenlernen. Ausserdem engagiert sich der TCS mit «Made Visible» für mehr Sichtbarkeit bei Gross und Klein und zeigt auf, wie man mit leuchtenden und reflektierenden Kleidungsstücken stylish und zugleich sichtbarer unterwegs sein kann.
EMANUEL FREUDIGER, ZVG
tcs.ch/verkehrssicherheit
12 touring | Mai 2021
Auswahl zu gross?
Diebstahl oder Defekt?
Viel Gepäck?
Der TCS orientiert
Der TCS schützt
Der TCS bewegt
tcs.ch/ratgeber
tcs.ch/velo
carvelo2go.ch
Velo und Zubehör gesucht?
Platter Reifen?
Mit dem Velo in die Ferien?
Der TCS hat’s
Der TCS hilft
Der TCS reist mit
touringshop.ch
tcs.ch/velo-pannenhilfe
e-bike-tours.ch
Welches Produkt ist das sicherste? Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Mobilitätsberatung klärt diese und viele andere Fragen. Mit unabhängigen und objektiven Tests schaffen die Spezialisten des TCS Orientierung, Übersicht und Sicherheit für die Konsumentinnen und Konsumenten. Zu den regelmässig getesteten Fahrzeugen zählen auch E-Bikes: Vom Speed-Pedelec bis zum E-Mountainbike prüfen die TCS-Experten verschiedene Arten und Modelle auf ihre Zuverlässigkeit, Betriebskosten und Praxistauglichkeit. Ebenso werden Velozusatzprodukte wie Helme, Lampen oder Anhänger für die Öffentlichkeit getestet, verglichen und bewertet.
Im Touring Shop finden TCS-Mitglieder eine erlesene Auswahl an Produkten, die den Alltag leichter, sicherer und dank der attraktiven Mitgliederrabatte auch günstiger machen. Das gilt im Besonderen für Velo- und E-Bike-Fahrer: Das regelmässig wechselnde Sortiment reicht von der Akkupumpe und dem Fingerprintschloss über den Veloträger und Veloanhänger für den Kindertransport bis zu diversen hochwertigen Elektrovelos. Zudem können sich auch die Velohelme im Touring Shop im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen: Ausgewählt vom TCS-Modelabel «Made Visible» bieten sie dank integriertem LED-Licht noch höhere Sicherheit.
Fast achtzig Prozent aller gestohlenen Fahrzeuge in der Schweiz sind Velos – weit über 30 000 werden jedes Jahr geklaut. Mit dem europaweiten Diebstahlschutz der TCS Velo Versicherung ist man für diesen Fall gewappnet und erhält bis zu hundert Prozent des Neupreises zurück. Ebenfalls in ganz Europa gilt der Kaskoschutz: Nach einem Unfall werden nicht nur die Kosten für die Reparatur, sondern auch für die defekte Ausrüstung wie Helme, Kleidung oder Sportbrillen übernommen. TCS-Mitglieder profitieren doppelt: einerseits von der vergünstigten Prämie, andererseits sind mit nur einer Versicherung alle Velos und E-Bikes im ganzen Haushalt gedeckt.
Die Pannenhilfe für Velos und E-Bikes ist Bestandteil der neuen TCS Mitgliedschaft sowie der TCS Velo Versicherung. Egal, ob platter Reifen, leerer Akku oder Defekt – die TCS Patrouille kann zu jeder Zeit in der Schweiz und in Liechtenstein um Hilfe gerufen werden. Mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 35 Minuten lässt die Hilfe auch nicht lange auf sich warten, und die Fahrt kann in den meisten Fällen fortgesetzt werden. Ist die Reparatur vor Ort nicht möglich, wird das Velo in die Wunsch-Reparaturwerkstatt oder nach Hause transportiert. Zudem übernimmt der TCS die Kosten für die Beförderung des Betroffenen an sein Ziel.
Sie gelten schon heute als eine echte Alternative zum Auto in der Stadt: Die elektrischen Lastenfahrräder von Carvelo2go sind praktisch, wendig und einfach zu fahren. Sie eignen sich beispielsweise ideal für einen Ausflug mit den Kindern, den Transport des Wocheneinkaufs oder für Entsorgungen aller Art. Bis zu hundert Kilogramm Last lassen sich damit bis zu sechzig Kilometer weit bewegen. Mittlerweile können schweizweit bereits 350 Carvelos in achtzig Städten und Gemeinden gemietet werden. Das Angebot wurde im Jahr 2015 von der Mobilitätsakademie des TCS ins Leben gerufen und ist die weltweit erste und grösste SharingPlattform für elektrische Cargobikes.
Die Vorteile des Elektrovelos kommen auf Reisen ganz besonders zum Tragen. Eine längere Etappe oder eine Steigung? Dank der Unterstützung des Elektromotors kein Problem. Dadurch bleibt Zeit für die Schönheiten am Wegesrand und das Reiseerlebnis wird intensiver. Mit e-Bike-tours.ch bietet der TCS zusammen mit Gössi Carreisen, dem grössten Carunternehmen der Zentralschweiz, und dem Reiseveranstalter car-tours.ch massgeschneiderte Reisen mit dem Elektrovelo an. Begleitet von erfahrenen Radreiseprofis und ohne Leistungsdruck in der Gruppe führen die Routen an die schönsten Ziele Europas.
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Tipps für den Veloselbstverlad
TEXT JULIANE LUTZ | UMFRAGE STEFAN EICHENBERGER
H
err und Frau Schweizer sind mit dem Veloselbstverlad im Zug wie auch in anderen Verkehrsmitteln grundsätzlich recht zufrieden. Das ergab eine Umfrage der TCS Mobilitätsberatung unter ÖV-Nutzern aus der ganzen Schweiz zum Thema. Ihr zufolge werden Räder vor allem im Zug mitgenommen, während der Veloverlad in Trams, Stadtund Überlandbussen, in Schiffen und
Seilbahnen eine geringe oder nur sehr lokale Rolle spielt.
Hürden bei der Velomitnahme im Zug Die Resultate der Umfrage zeigen, dass der Kauf der Billetts und die Organisation der Reise bisher recht problemlos funktionierte. Allerdings gelten beim Velotransport bei den SBB neu angepasste Regeln (siehe Box). Somit ist bei
Ausreichend Platz für Velos in den Waggons war laut der TCSUmfrage in der Vergangenheit eher ein Knackpunkt
Aufgrund des Velobooms werden die SBB die Kapazitäten beim Transport von Rädern ausweiten
14 touring | Mai 2021
der Planung der Veloreise künftig mehr Aufmerksamkeit gefordert. Ein Tipp: Um bei Ihrer Veloreise nicht versehentlich einen Zug ohne Velotransport einzuplanen, wählen Sie im Onlinefahrplan oder in der SBB-App unter «Erweiterte Suche» die Option «Mit Velomitnahme». So werden Ihnen nur jene Verbindungen angezeigt, bei denen Velos im Selbstverlad mitgeführt werden können. Achten Sie zusätzlich auf das Velosymbol, welches eine Reservationspflicht für die gewählte Verbindung anzeigt, und lösen Sie gegebenenfalls eine Reservation. Laut Umfrage hatten Nutzer Probleme beim Einladen von Velos und schweren E-Bikes bei Zügen ohne Niederflureinstieg. Leider ist derzeit im Onlineplan
FOTOS SBB
Mehr Platz, leichterer Einstieg, bessere Fixierungsmöglichkeiten und tiefere Kosten, das wünschen sich Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie Velos im Zug mitnehmen, so eine Umfrage* der TCS Mobilitätsberatung. Wir zeigen auch, worauf man beim Veloselbstverlad achten muss.
DOSSIER oder in der SBB-App nicht zu erkennen, ob die gewählte Verbindung über einen Niederflureinstieg verfügt.
zutage, dass zehn Prozent aller Nutzer des Veloselbstverlads, die auf längeren Strecken unterwegs waren, mit einer Velotageskarte billiger gefahren wären. Empfehlung: Lösen Sie für kurze Strecken ein Halbtax-Streckenbillet für Ihr Fahrrad. Bei Strecken, auf denen dieses mehr als vierzehn Franken kostet, fahren Sie günstiger mit der Velotageskarte. Für Vielfahrer bieten die SBB den Velopass an – das GA fürs Velo.
Ein weiterer Tipp: Falls Sie Ihr Velo oder E-Bike keine Stufen hochtragen können, klären Sie mit dem SBBKundendienst (0848 44 66 88) telefonisch ab, bei welchen Verbindungen ein stufenloser Einstieg möglich ist. Während der Reise zeigten sich laut Umfrage zwei Hauptprobleme. Vertikale Aufhängevorrichtungen für Velos, die gerade für ältere Nutzer schwer zu bedienen sind. Ausserdem beklagten sich über zehn Prozent der Befragten über zu wenig Platz in den Waggons. Wichtig: Beachten Sie bei der Planung Ihrer Reise die Auslastungsprognose der SBB, und wählen Sie, wenn möglich, Verbindungen mit geringer Auslastung. Die TCS-Umfrage brachte ausserdem
Übrigens – kennen Sie den Veloversand der SBB? Damit können Sie Ihr Rad einfach vom Bahnhof an Ihrem Wohnort an fast jeden Bahnhof in der Schweiz verschicken lassen (auf sbb.ch). Und wenn Sie das Vorderrad Ihres Velos abmontieren und das Velo in einem BikeBag verpacken, reist es gratis im Zug. ◆ * Die Umfrage «Veloselbstverlad im öffentlichen Verkehr der Schweiz» fand vom 29.11. bis 11.12.2020 statt. Detaillierte Informationen dazu finden Sie online unter tcs.ch/veloverlad.
Testkriterien Zug ■ Total ■ Information
90
Prozent Zufriedenheit
70 60
vor der Reise
82,1
80 71,4 61,8
73,4
■ Reservation
75,3
erforderlich
70,7
■ Ersichtlichkeit, wo einladen
61,3
■ Komfort
58,9
beim Einsteigen
50 44,7
40 34,2
30
45,9
■ Komfort während der Fahrt
■ Ausreichend Platz vorhanden
■ Transport vom Veloanhänger
20
■ Familienfreundlichkeit ■ Einschätzung
10
der Kosten
■ Art des Billetts
0 Testkriterien
Quelle: TCS Mobilitätsberatung Bei linearer Gewichtung aller Testkriterien erreichte der Veloverlad im Zug eine Gesamtbewertung von 61,8 Prozent, d. h., die Nutzenden sind damit zufrieden. Grosse Unterschiede gab es bei den diversen Kriterien. So bewerteten die Befragten etwa den Punkt Familienfreundlichkeit mit einer Zufriedenheit von 44,7 Prozent eher schlecht
Im Grossen und Ganzen aber sind Nutzende mit dem Veloverlad im Zug recht zufrieden
SBB REAGIEREN AUF NACHFRAGE Bis Ende Oktober 2021 verdreifachen die SBB, wann immer möglich, die Kapazitäten für den Velotransport auf wichtigen Linien des Freizeitverkehrs. Damit reagiert das Unternehmen auf die stark gestiegene Nachfrage im letzten Jahr. Mehr Räder sollen vor allem auf den Strecken Bern–Brig und Zürich– Chur, aber auch ins Tessin, nach Interlaken und an den Jurasüdfuss mitgenommen werden können. Allerdings erweitert das Unternehmen während der Velosaison jeweils von Freitag bis Sonntag auch die Reservationspflicht – sie galt bisher nur für Intercity-Züge entlang dem Jurasüdfuss und durch den GotthardBasistunnel ins Tessin – auf alle Intercity-Züge. Dies soll der besseren Planbarkeit für Kunden und Unternehmen dienen. In mit einem Velosymbol gekennzeichneten Zügen ist nun die Mitnahme von Velos im Selbstverlad nur mit einer Reservation und gültigem Velobillett möglich. Dafür beträgt der Preis für die Reservation einer durchgängigen Verbindung nur noch zwei statt fünf Franken. Für die Mitnahme von Velos im Regionalverkehr und in Interregio-Zügen genügt nach wie vor ein gültiges Veloticket. Und: Faltvelos werden ab dieser Saison auch ohne Verpackung gratis transportiert.
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Die andere Seite von Bern Viel zu entdecken und erleben gibt es auf der Veloroute Grünes Band 888 rund um Bern. Wer die Route unter die Räder nimmt, trifft auf acht Erlebnisorte, kann in zahlreichen Hofläden einkaufen oder einem urchigen Restaurant essen. Eine Symbiose aus Velosport, Kulinarik und Bildung. TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER
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on Stettlen her steigt die Velo route Grünes Band 888 leicht an. Auf dem Weg passiert man das Ortsschild Flugbrunnen – ein spezieller Name. Mitten in diesem klei nen Weiler, der zur Gemeinde Bolligen gehört, liegt der stattliche Hof von Wal ter Stettler. Dass er Obst anbaut, wird bei der üppigen Auslage sofort klar. Auf vier Hektaren kultiviert hier der Obst bauer über vierzig Apfelsorten, Birnen, Zwetschgen und viele Früchte mehr. Eine gute Gelegenheit, das Obst zu verköstigen und gleich Proviant einzu kaufen. Stettlers Hof ist eine der vielen Stationen auf der 59 Kilometer langen Erlebnisroute rund um Bern. Unter wegs vermitteln die grünen Tafeln Wis senswertes über Natur und Landwirt schaft, bei einigen Hofläden können die Radler Köstlichkeiten aus der Re gion einkaufen, im Kaffeehaus Stettler in Deisswil die fünf Kaffeesorten von Fabienne Stettler degustieren oder in einem urchigen Landgasthof wie dem Restaurant Bären in Oberbottigen oder dem Rössli in Habstetten ein üppiges Mahl geniessen.
Von den Giessen zum Hüenliwald Es spielt keine Rolle, wo man in die Rundtour einsteigt. Wer kein eigenes EBike oder Velo hat, kann im Bahnhof Bern bei RentaBike eines mieten und gleich lospedalen. Übrigens vermietet auch der TCS Camping Bern Eymatt, welcher nahe am Grünen Band liegt, Velos. Zuerst folgt man vom Bahnhof her der Veloroute 8, die quer durch die Stadt und Wabern führt. Bei Kehrsatz mündet man in die 888 ein und erreicht bald einmal die erste Erlebnisstation bei der Vehweid und den Giessen bächen. Es lohnt sich, die Velos abzu stellen und einen kurzen Spaziergang entlang der glasklaren Giessen durchs Naturschutzgebiet der Aarelandschaft zu machen. Nach der Exkursion wird bei Rubigen die Aare überquert, und die 888 führt hinauf nach Allmendin gen. Am Waldrand stehen eine weitere Infotafel und eine Holzbank. Wer sich beim Hüenliwald hinsetzt, hat bei klarer Sicht eine geniale Aussicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch, und Jungfrau.
Bräteln mit Panorama Es geht nun immer ein bisschen auf und ab – übrigens sind auf der gesam ten Strecke 950 Höhenmeter zu über winden – weiter via Deisswil, dem bereits bekannten Flugbrunnen ab wechslungsreich zum Inforama bei Zol likofen, wo sich die Berufsschule für Landwirte befindet. Man kann sich hier auf dem Betriebsgelände umsehen und Interessantes über Viehzucht oder Pferdehaltung erfahren. Der Weiter weg ist in Bezug auf das Panorama vom Gantrisch bis zu den Berner Viertau sender schlicht einmalig. Und wem der Magen knurrt, der legt beim Löhrmoos auf der Herrenschwanderhöhe eine Pause ein. Hier ist ein Grillplatz mit allem Drum und Dran eingerichtet. Während die Würste auf dem Feuer brutzeln, können die flauschigen Alpa kas der Familie Rüedi bestaunt werden.
Beim Inforama kann das Wissen über die Landwirtschaft getestet werden
Über die Wohleibrügg geht es auf der Route weiter Richtung Niederwangen und Köniztal
Obstbauer Walter Stettler bietet in Flugbrunnen über vierzig Apfelsorten an
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DOSSIER Die grünen Infotafeln, hier bei Allmendingen, vermitteln Wissenswertes zur Region
Biber und Käse Wälder und Lichtungen säumen die Route hinunter zum Wohlensee. Bei dieser Station können die Ausflügler entweder ein Bad nehmen oder aber auf der Infotafel lesen, warum im achtzehnten Jahrhundert die Biber fast ausgerottet wurden. Über die Wohleibrügg quert die Route den See und führt die Velofahrer in Richtung Niederwangen. Eine Infotafel erklärt, warum der Weiler vor dem Dorf den Namen «Chäs u Brot» erhalten hat – eine amüsante Geschichte. Durchs malerische Köniztal leiten die Wegweiser nach Kehrsatz, und vor der Landepiste des Flughafens Belp geht es zurück auf der Route 8 ins Zentrum von Bern. Einen Zusatztag in Bern zu verbringen, ist bestimmt eine gute Idee. Die historische Altstadt, der Bärengraben, das Marzili und die Museen sollten keinesfalls ausgelassen werden. ◆
GUT ZU WISSEN Routeninformationen: gruenesband.ch
Velomiete: rentabike.ch
Anreise: sbb.ch
Velorouten allgemein: schweizmobil.ch
Stadt Bern: bern.com Die Belper Giessen laden zu einem Spaziergang in der Auenlandschaft ein
Übernachten und Velomiete TCS Camping Bern Eymatt: tcs-camping.ch/bern Veloroute
Zollikofen
Wohlen Ostermundigen Bern Köniz
Belp 4 km
Münsingen
KARTE KEYSTONE
Rund um Bern Distanz: 59 Kilometer; 950 Höhenmeter
Mai 2021 | touring
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DOSSIER
TIPPS FÜR STARTER
1.
Die Tour stets dem Können und der Kraft anpassen. Das höhere Eigengewicht eines E-MTB führt auf Steilabfahrten zu grösserer Beschleunigung. Deshalb unbedingt kontrolliertes Bremsen und Dosieren des Tempos vor dem ersten Einsatz üben.
E-Mountainbikes haben sich zum Riesentrend entwickelt. Entsprechend gibt es auch immer mehr ausgewiesene E-MTB-Touren
2.
Die passende Route für E-MTB-Fans Strecken für herkömmliche Mountainbikes taugen nicht immer für Velosportler, die mit Motorkraft unterwegs sein wollen. Hilfreich ist da die Webversion von Schweiz Mobil, die zahlreiche Routen für E-MTB-Fahrerinnen und -Fahrer auflistet.
Genügend Proviant, Getränke, aber auch Ersatzteile wie Schlauch, Ersatzbremsbeläge, Reifenpumpe und Werkzeug mitnehmen. Wer mehr als 1200 Höhenmeter bewältigen will, packt einen zweiten Akku ein.
3.
Auf Reichweiten und Höhenleistung des E-MTB achten. Den Akku nicht völlig leeren, da das Fahren eines E-Mountainbikes ohne Motorunterstützung sehr kräftezehrend ist.
TEXT JULIANE LUTZ
18 touring | Mai 2021
gepassagen und nur kurze Abschnitte, in denen das Bike geschoben werden muss. Technisch sind sie nicht zu anspruchsvoll und können mit einer Akkuladung bewältigt werden (max. 1000 bis 1200 Höhenmeter). Es sind 39 Routen im ganzen Land verzeichnet. In bewährter Schweiz-Mobil-Manier werden die Streckenlänge, die Anzahl der Etappen, die Art der Strassen und Wege, die zu bewältigenden Auf- und Abstiege sowie der Grad der erforderlichen Technik und Kondition angegeben. Natürlich sind auch Infos zu finden, an welchen Orten man vorbeikommt, welche Sehenswürdigkeiten sozusagen am Trail liegen oder wo man übernachten könnte. Bis auf eine Strecke werden nur mittlere bis leichte Ansprüche an das technische Können gestellt. Bei der Kondition sieht
es etwas anders aus. Fünfzehn Routen werden in der Hinsicht als schwer eingestuft, 22 als mittel und nur zwei als leicht. Die Bandbreite ist gross. Wer sich etwa für «Le Grand Risoud Bike» entscheidet, fährt viele der 31 Kilometer durchs einsame Vallé de Joux und fühlt sich bald wie in den Weiten von Kanada. Eher dichter bevölkert geht es beispielsweise auf der vierzehn Kilometer langen Rona-Bike-Tour ab dem Parkplatz der Bergbahnen Savognin zu, die als Feierabendstrecke gilt und auch bei Familien beliebt ist. ◆ Noch mehr Höhenmeter und Panorama Auch diverse Tourismusregionen haben auf ihren Seiten für E-MTB geeignete Strecken aufgelistet, zum Beispiel gstaad.ch; davos.ch; engadin.ch; praettigau.info; luganoregion.com; ticino.ch; andermatt.ch; valais.ch
DAVIDE ADAMOLI
D
as E-Mountainbike (E-MTB) ist gekauft, und nun soll’s losgehen. Mountainbikerouten gibt es in der Schweiz unzählige, doch welche eignen sich? Wer mit Motor die Berge erobern will, hat eher wenig Freude, wenn er das Bike tragen muss. Selbst wenn es sich um ein PerformanceE-MTB handelt, kommen schnell um die zwanzig Kilo herum zusammen. Und wer ein besonders leistungsstarkes Power-E-MTB sein eigen nennt, müsste noch einige Kilo mehr stemmen. Hilfe bietet da die Webversion von Schweiz Mobil. Im Menüpunkt Mountainbikeland sind bei den ausgewählten Biketouren auch solche aufgelistet, die von Tourismusorganisationen speziell für E-MTB-Fahrerinnen und -Fahrer ausgewiesen wurden. Sie enthalten keine Tra-
DOSSIER
Kilometerfresser Was taugen die E-Trekkingbikes?
Diese Bikes bringen Sie weiter Ferien mit dem E-Bike anstatt mit dem Auto. Wer Kilometer bolzen und auch Gepäck transportieren will, setzt auf ein Trekkingbike. Der TCS hat zehn häufig verkaufte E-Bikes aus diesem Segment getestet. Hier erfahren Sie, welches Bike überzeugt. TEXT DINO NODARI | TEST STEFAN EICHENBERGER | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
D
ie Verkaufszahlen sprechen eine klare Sprache: E-Bikes werden zunehmend als Alternative zum öffentlichen Verkehr, aber auch zum Auto wahrgenommen. Insbesondere die Verkaufszahlen von E-Bikes sind beeindruckend. Im Jahr 2005 wurden in der Schweiz 1792 Elektrovelos verkauft, und 2020 waren es schon 171 132. In diesem Jahr dürfte sich dieser Trend sicherlich weiter fortsetzen. Denn mit dem E-Bike ist
fast jede Strecke machbar. Das zeigt sich nicht nur beim Pendeln, auch als Feriengefährt wird das Velo mit elektrischer Unterstützung für viele neue Benutzer interessant. Der TCS hat dies zum Anlass genommen, um zehn häufig verkaufte Elektrobikes bis 25 km/h aus dem Trekkingsegment ausführlich zu testen. Bei der Auswahl der Bikes wurde neben der Marktrelevanz berücksichtigt, dass alle fünf grossen Motorenhersteller Bosch, Yamaha, Shi-
mano, Brose und Panasonic im Test präsent sind. Zusätzlich wurde mit dem Shengyi ein weiterer Motorenhersteller berücksichtigt. Alle getesteten Bikes sind mit Mittelmotor konzipiert. In einem ersten Schritt wurden die Bikes auf dem Prüfstand getestet, bevor der Veloexperte Marius Graber die einzelnen Komponenten bewertete. In einem letzten Schritt wurde noch ein subjektiver Praxistest durchgeführt. Hier wurden alle Bikes von sieben Testpersonen gefahren und bewertet. Dabei wurden das Antriebssystem, die Fahreigenschaften, die Sicherheit und die Handhabung der Bikes auf die Probe gestellt. Die Reichweite der Bikes wurde auf dem Prüfstand und in der Realität gemessen, indem alle Bikeakkus leergefahren wurden. Mai 2021 | touring
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→
Kein Detail entgeht den TCS-Experten bei den zehn getesteten E-Bikes
Komponenten Auch die einzelnen Bauteile wurden ausgiebig beurteilt
TCS-Vergleichstest E-Trekkingbikes
Marke / Modell Motor Nenndauerleistung Preis (Stand Dezember 2020) Tretunterstützung Rahmengrössen erhältlich Leergewicht des Testbikes Zulässiges Gesamtgewicht Akkukapazität gemäss Hersteller Reichweite Preis für Ersatzakku Bewertung Antriebssystem Sicherheit Qualität Fahreigenschaften Handhabung TCS-Bewertung TCS-Empfehlung TCS-Bewertung Stärken Schwächen
¹ Auch mit 630 Wh erhältlich.
20 touring | Mai 2021
Cresta eGiro Neo+
Diamant Zing
Flyer Upstreet5 7.12 XC
Tour de Suisse Traveler
Bosch Performance Line CX 250 W 4498 Fr. bis 25 km/h S, M, L 28 kg 138 kg 625 Wh 77 km 929 Fr.
Cube Kathmandu Hybrid Pro 625 Bosch Performance Line CX 250 W 3449 Fr. bis 25 km/h 50, 54, 58, 62 26 kg 135 kg 625 Wh 72 km 929 Fr.
Bosch Performance Line CX 250 W 3399 Fr. bis 25 km/h M, L, XL 23 kg 136 kg 500 Wh 52 km 769 Fr.
Panasonic GX Ultimate
Shimano EP 800
250 W 4399 Fr. bis 25 km/h S, M, L, XL 26 kg 149 kg 630 Wh 68 km 1190 Fr.
250 W 4448 Fr. bis 25 km/h 48, 53, 58 26 kg 130 kg 504 Wh¹ 50 km 769 Fr.
71% 62% 67% 73% 63% 68% sehr empfehlenswert
72% 61% 62% 68% 63% 67% sehr empfehlenswert
67% 64% 59% 64% 71% 65% sehr empfehlenswert
67% 65% 70% 53% 66% 64% sehr empfehlenswert
61% 66% 69% 65% 58% 64% sehr empfehlenswert
★★★★☆
★★★★☆
Grosser Fahrkomfort Sehr kraftvolle Untermit Sattelstütze und stützung; gutes Fahrverguter Federung; ausge- halten; Display einfach wogene, sportliche und intuitiv; grosse Motorenunterstützung; Reichweite; grosse Spitgrosse Reichweite; zenleistung und hohes grosse Spitzenleistung Drehmoment und hohes Drehmoment Motorengeräusch; Motorengeräusch; eher grosses Leergrosses Leergewicht; nur gewicht; Details wie 160-mm-Bremsscheibe Plastikpedale und fehhinten lende Klingel
★★★★☆
★★★★☆
Angenehmes Fahrgefühl; gutes Handling durch sein geringes Gewicht; einfache Handhabung von Akku und Display; grosse Spitzenleistung und hohes Drehmoment Motorengeräusch; Details wie Plastikpedale
Gute Komponenten und Ausstattung; gute Verarbeitung; gutes Akkuhandling; grosse Spitzenleistung und hohes Drehmoment Motorgeräusch; etwas unberechenbare Motorenunterstützung; teuerster Akku im Testfeld
² Das Tour de Suisse und das Cilo entladen den Akku weniger tief als die anderen E-Bikes.
★★★★☆
Gutes Gesamtpaket mit angenehm unterstützendem Motor und guten Komponenten; informatives Display; gute Bremsen und Beleuchtung; recht grosse Spitzenleistung und hohes Drehmoment Bedienung des Displays nicht vom Lenker aus möglich; nur knapp über 100 kg Zuladung für Fahrer und Gepäck; 10% geringere Akkukapazität als angegeben²
DOSSIER
Auf dem Prüfstand
Nach dem Prüfstand mussten sich die Bikes auch in der Praxis beweisen
Auf dem Prüfstand schneiden alle Bikes mit Bosch-Motoren (Cube, Cresta, Scott und Diamant) überdurchschnittlich gut ab. Sie haben nicht nur hohe Werte für die Spitzenleistung, sondern erreichen die angegebenen, recht hohen Werte für das Drehmoment auch annähernd. Die Bosch-Antriebe benötigen pro Kilometer verhältnismässig wenig Energie, was ihnen eine überdurchschnittliche Reichweite ermöglicht. Der Panasonic-Antrieb im Flyer überzeugt ebenfalls mit hoher Spitzenleistung und dem grössten gemessenen Dreh moment von 87 Newtonmetern. Die beiden Bikes mit Shimano-Antrieben (Cilo und Tour de Suisse) unterscheiden sich in der Gesamtbetrachtung nur geringfügig. Das
Cilo hat weniger Dreh moment, erreicht dafür eine grössere Reichweite. Beide Shimano-Antriebe erreichen die angegebenen Werte für die Akkukapazität nicht. Der Brose-Motor (Beeq) erreicht zwar die angegebenen neunzig Newtonmeter in unserem Test nicht, überzeugt aber trotzdem mit guten Werten für Leistung und Drehmoment. Der Shengyi-Motor (Trelago) erreicht relativ geringe Spitzenleistungen und die angegebenen Werte für das Drehmoment bei weitem nicht. Er ist in etwa vergleichbar mit dem YamahaMotor (Wheeler) mit Spitzenleistungen knapp über 400 Watt und einem Drehmoment um die sechzig Newtonmeter. Bei allen Bikes entsprach die Akkuladezeit den Angaben der Her→ steller recht genau.
Video zum Test tcs.ch/ videoportal
Beeq Roadster TB1500
Scott Sub Sport eRide 20
Brose Drive S 250 W 3590 Fr. bis 25 km/h 50, 56 26 kg 120 kg 504 Wh 47 km 790 Fr.
Bosch Performance Line CX 250 W 3499 Fr. bis 25 km/h S, M, L, XL 27 kg 128 kg 625 Wh 77 km 929 Fr.
61% 61% 67% 66% 63% 63% sehr empfehlenswert
69% 59% 66% 55% 60% 63% sehr empfehlenswert
Cilo Aglotour CTL°06 / CTM°06 Shimano DU-E6100
Wheeler i-Finity hybrid 28, 48 cm Yamaha PW Series TE
Trelago Glider Gray 28
250 W 3590 Fr. bis 25 km/h 52, 56, 60 26 kg 130 kg 504 Wh 54 km 799 Fr.
250 W 3199 Fr. bis 25 km/h 48 25 kg 130 kg 410 Wh 47 km 790 Fr.
250 W 1649 Fr. bis 25 km/h 48 27 kg 120 kg 630 Wh 75 km 573 Fr.
59% 63% 64% 57% 56% 59% empfehlenswert
55% 59% 64% 64% 57% 59% empfehlenswert
53% 53% 56% 57% 58% 55% empfehlenswert
Shengyi
★★★★☆
★★★★☆
★★★☆☆
★★★☆☆
★★★☆☆
Angenehme, sportliche Motorenunterstützung; kaum Motorengeräusche; farbiges, informatives Display; recht grosse Spitzenleistung und hohes Drehmoment Geringe Reichweite; sehr geringe Gewichtszuladung; Akkustecker relativ schwer verwendbar
Sehr kraftvolle Unterstützung; gutes Design; grosse Reichweite; grosse Spitzenleistung und hohes Drehmoment Motorengeräusch; grosses Leergewicht und nur knapp über 100 kg Zuladung; nur 160-mmBremsscheibe hinten; Fahrradständer in der Mitte unpraktisch
Gutes Display; gute Federgabel; angenehme Sitzposition; Motorenunterstützung sehr einfach kontrollierbar Schwacher Motor mit geringer Spitzenleistung und niedrigem Drehmoment; 20% geringere Akkukapazität als angegeben²; nur knapp über 100 kg Zuladung für Fahrer und Gepäck
Grosser Fahrkomfort mit Federgabel und gefederter Sattelstütze; schönes Design; einfach bedienbares Display; relativ geringes Gewicht Schwacher Motor mit geringer Spitzenleistung und niedrigem Drehmoment; altmodisches Display; nur knapp über 100 kg Zuladung für Fahrer und Gepäck
Grosses, informatives Display; grosse Reichweite; günstigster Ersatzakku im Testfeld Schwacher Motor mit geringer Spitzenleistung und niedrigem Drehmoment; unberechenbare Motorenunterstützung; nicht einmal 100 kg Zuladung für Fahrer und Gepäck; umständliches Akkuhandling; zweitschwerstes Bike im Testfeld
Mehr zum E-Trekkingbike-Test unter tcs.ch/etrekking-bike
EMPFEHLUNGEN In der Stadt reicht die Unterstützung bis 25 km/h in vielen Fällen. Wenn Sie Ihr E-Bike zum Pendeln auf Überlandstrassen verwenden, kann eine Unterstützung bis 45 km/h von Vorteil sein. Planen Sie längere Touren oder ist es Ihnen wichtig, den Akku möglichst selten zu laden, sollten Sie ein Modell mit einer Akkukapazität mit mindesten 500 Wattstunden wählen. Vor dem Kauf das Bike ausgiebig testen. Passen Rahmengeometrie und Motor zu Ihnen? Überlegen Sie sich gut, ob Sie ein E-Bike online kaufen wollen. Bei einem Defekt fehlt der Ansprechpartner, und die Lieferbarkeit von Ersatzteilen kann beschränkt sein.
Mai 2021 | touring
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Testsieger Das Cresta eGiro Neo+ kostet 4498 Franken
Die Komponenten
Der Praxistest
Eine allgemeine Aussage der Komponentenbewertung ist, dass die Motoren in den letzten Jahren immer stärker wurden, die eingebauten Bremsen mit dieser Entwicklung aber nicht mitgehalten haben. Dies resultiert in unterdurchschnittliche Bewertungen der Bremsen mit einzig dem Tour de Suisse und dem Flyer, welche in der Komponente Bremsen einigermassen zu überzeugen wussten.
Die Testfahrten fanden im Januar statt. Alle Testteilnehmer erhielten ein Bewertungsblatt pro Bike und beschäftigten sich einen Tag lang intensiv mit den zehn Testbikes. Die beste Bewertung erreichte das Cresta, gefolgt vom Beeq und vom Cube. Am schlechtesten bewertet wurde das mit Abstand preisgünstigste Bike, das Trelago.
Am besten schneidet bei der Komponentenbewertung der Flyer ab, gefolgt von den beiden Bikes mit ShimanoAntrieb Tour de Suisse und Cilo. Die besten neun Bikes unterscheiden sich in der Komponentenbewertung nur in acht Prozentpunkten. Einzig das Trelago fällt in der Bewertung etwas ab.
Die generelle Wahrnehmung aller Testbikes im Praxistest war durchwegs positiv. Qualitative Unterschiede zwischen den Bikes bestehen, grundsätzlich muss das Bike aber zum Fahrer passen. So empfanden es einige Fahrer als positiv, wenn der Motor stark unterstützte, andere waren froh um weniger Motorenunterstützung, die einfacher zu kontrollieren war. •
Preis-Leistungs-Sieger Das Trelago Glider Gray 28 gibt es für 1649 Franken
22 touring | Mai 2021
DOSSIER
Lausanne, das perfekte Paradies fürs E-Bike Die legendären Steigungen der Waadtländer Hauptstadt begünstigen die Elektromobilität auf zwei Rädern. Der Boom ist offensichtlich, befördert durch die von den Behörden eingeführten finanziellen Fördermassnahmen. Das schont die Geldbeutel der Nutzerinnen und Nutzer. TEXT JÉRÔME LATHION | FOTOS OLIVIER VOGELSANG, ZVG
F
ahren Sie täglich die Strecke Ouchy–La Sallaz, und Sie werden sich rasch für ein E-Bike entscheiden!», scherzt Nicolas Berger, Leiter der Lausanner Zweigstelle von Veloland an der Place de la Riponne, die 2015 eröffnete. In der
auf Stadtvelos ausgerichteten Filiale machen E-Bikes derzeit etwa achtzig Prozent des Absatzes aus, gegenüber zwanzig Prozent bei den sogenannten «Muskelvelos». «Der Verkauf von EBikes wird eindeutig durch die Topografie der Stadt begünstigt», fährt er fort. Und die Newcomer in der Welt des Zweirads sprechen eine breite Kundschaft an: «Sie reicht vom Studenten bis zur Rentnerin, die nicht mehr vom
Das Wachstum bei den E-Bikes wird durch die hügelige Topografie der Waadtländer Hauptstadt klar begünstigt
öffentlichen Verkehr abhängig sein möchten und wieder mit Velofahren anfangen und sich bewegen wollen.» Zwischen 2017 und 2019 nahm der Anteil der Velofahrer an fünf Zählstellen der Innenstadt um 54 Prozent zu, was mit einer Abnahme des motorisierten Individualverkehrs von 2,4 Prozent einherging. Lausanne hat sich also auf den Sattel geschwungen, zur grossen Zufriedenheit der lokalen Behörden, die sich für eine Politik der Förderung der sanften Mobilität entschlossen (siehe Kasten). «Dieses Verkehrsmittel hat nicht nur den Vorteil, seine Anhänger fit zu halten, sondern es kommt durch die Reduzierung von Luftverschmutzung und Lärmbelastung der gesamten Bevölkerung zugute», freut sich Florence Germond, Stadträtin in der Direktion Finanzen und Mobilität.
Cargobikes im Trend Unter den Highlights der letzten Legislaturperiode: der Wille, die Lücken im Velonetz zu beheben; die Eröffnung des ersten Abschnitts der «Voie verte» – der «grünen Route» – im Jahr 2018, welcher schliesslich Lutry mit Saint-Prex verbinden soll; die Installation von zehn →
Die Sharing-ECargobikes der TCS Mobilitätsakademie sind seit 2017 in Lausanne im Einsatz
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DOSSIER öffentlichen Velopumpen. Und: Eine Investition über 70 000 Franken für die Nutzung elektrischer Cargobikes, wie sie von der TCS Mobilitätsakademie angeboten werden. Im September 2017 war Lausanne unter den ersten Städten der Westschweiz, die sich der SharingPlattform Carvelo2go anschlossen. Soeben hat sie ihre Unterstützung um drei Jahre verlängert. «Wir zählen rund 3000 Nutzer», so Arnaud Nicolay, der die Plattform in der Westschweiz betreut. «Im Jahr 2020 lagen die Vermietungen bei 1800, haben also gegenüber 2019 trotz des teilweisen Lockdowns leicht zugenommen.»
«Der Anteil der Elektrovelos nimmt zu, insbesondere bei denen, die aufs Velo umsteigen.» Florence Germond, Stadträtin, Lausanne
Dennoch ist es momentan schwierig, den E-Bike-Anteil an der Gesamtflotte in Lausanne genau zu beziffern. Die Zählungen erfolgen im Rahmen von «Lausanne Région», und die Zählung, die 2020 – sechs Jahre nach der letzten – hätte stattfinden sollen, wurde wegen der Pandemie abgesagt. «Doch eine kürzlich durchgeführte Stichprobe beim Geländeeinschnitt Languedoc (Anm. d. Red.: der erste städtische Abschnitt der ‹Voie verte›) ergab etwa einen Drittel E-Bikes. Und es sieht so aus, dass dieser Anteil zunimmt, insbesondere bei denjenigen, die aufs Velo umsteigen», sagt Florence Germond.
Zuschüsse beim Kauf In Lausanne wird den einheimischen Käufern eines E-Bikes kräftig unter die Arme gegriffen. Die Stadt verwaltet nämlich einen Energiefonds, den Fonds pour l’efficacité énergétique (FEE), finanziert durch eine obligatorische Abgabe auf Strom (1,15 Rp./kWh). Im Gegenzug wird den Einwohnern beim Kauf eines E-Bikes auf Antrag eine Subvention von rund fünfzehn Prozent des Kaufpreises (max. 400 Fr.) gewährt. Für unter 25-Jährige und Personen, die Unterstützung für die Bezahlung ihrer Krankenversicherung erhalten, gilt der doppelte Betrag. Der FEE gewährt auch einen Beitrag von 300 Franken beim Kauf einer neuen Batterie. Der starke Anstieg der Anträge in den letzten beiden Jahren veranlasste die Behörden, die Aktion bis 2023 zu verlängern. «Die Kunden sind in der Regel ziemlich gut über die Subvention informiert», sagt Nicolas Berger. «Sie ist zudem mit dem Zuschuss, den gewisse Arbeitgeber wie beispielsweise das Unispital CHUV gewähren, kumulierbar. Das ist sehr interessant bei einem Velo, dessen Mindestpreis bei rund 2000 Franken liegt.» •
AKTUELLE ZAHLEN 10,5 Länge in Kilometern der im Jahr 2020 angelegten Velowege von insgesamt mehr als 111 Kilometern (+27% in vier Jahren). 420 Anzahl der im letzten Jahr neu eingerichteten Veloabstellplätze, insgesamt 38 210 (+88% in vier Jahren). 20 Zunahme in Prozent des in der Waadtländer Hauptstadt erhobenen Veloverkehrs im Jahr 2020. Zwischen 2017 und dem letzten Jahr betrug sie rund 84 Prozent. 1372 Anzahl der im Jahr 2020 für den Kauf eines E-Bikes gewährten Subventionen. Im Jahr 2016 bewilligte die Stadt deren 460. Im Jahr 2019 waren es 891.
Stadträtin Florence Germond ist für sanfte Mobilität
24 touring | Mai 2021
578 Anzahl der Personen, welche die Lausanner Polizei im Jahr 2020 im Rahmen ihrer Präventionskampagne für Verkehrsteilnehmer gemischter Zonen sensibilisierte, mit dem Ziel, ein sicheres Miteinander zwischen Fussgängern, Velofahrern und Benutzern fahrzeugähnlicher Geräte zu gewährleisten.
MARINO TROTTA – STADT LAUSANNE
25 Anzahl der Cargobikes von Carvelo2go (TCS), die in Lausanne verkehren. Dazu kommen sieben weitere in den Gemeinden im Westen von Lausanne.
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MOBILITÄT
«Das Gesetz kommt genau zum richtigen Zeitpunkt» Am 13. Juni wird über das neue CO2-Gesetz abgestimmt. Im Interview mit dem «Touring» nimmt Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga Stellung zu Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. → INTERVIEW DINO NODARI | FOTO BEAT MUMENTHALER
Mai 2021 | touring
27
Die Elektromobilität boomt, Wohnungen und Häuser werden immer weniger mit Öl und Gas geheizt, und während der Pandemie wird kaum geflogen. Braucht es das CO2-Gesetz, über das am 13. Juni abgestimmt wird, überhaupt noch?
Simonetta Sommaruga: Ja, das Gesetz braucht es, obwohl die Fortschritte bei der Mobilität und beim Heizen erfreulich sind. Die CO2Emissionen müssen aber stärker sinken, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen. Das CO2-Gesetz setzt dafür nicht auf Verbote, sondern auf finanzielle Anreize, auf Investitionen in den Klimaschutz und auf den technologischen Fortschritt. Das bringt uns vorwärts. Den einen geht das neue Gesetz zu wenig weit, die anderen sprechen von einem teuren, aber planlosen Aktivismus. Ist das neue Gesetz letztlich nicht ein Kompromiss, der dem Klima wenig hilft, dafür aber den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger trifft?
Nein. Mit dem Gesetz geht der CO2-Ausstoss deutlich zurück, was dem Klima hilft. Gleichzeitig ist das Gesetz fair und sozial ausgestaltet. Gerade Familien profitieren davon, dass die Abgaben mehrheitlich an die Bevölkerung zurückverteilt werden. Eine vierköpfige Familie, die einmal pro Jahr in Europa in die Ferien fliegt, ein Benzinauto hat und mit Öl heizt, bezahlt mit dem Gesetz bis 2030 durchschnittlich hundert Franken pro Jahr mehr als heute. Diese hundert Franken lassen sich reduzieren. Heizt die Familie nicht mit Öl, stellt sie in den nächsten Jahren auf ein Elektroauto um oder fliegt sie ein Jahr lang nicht, zahlt sie weniger oder unter dem Strich gar nichts. Klimaschutz lohnt sich also nicht nur für 28 touring | Mai 2021
die Umwelt, sondern auch für das Portemonnaie. Ist dieses Gesetz – gerade während einer Jahrhundertkrise – finanziell überhaupt zu verantworten?
Das Gesetz kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Wenn wir Häuser isolieren, Heizungen ersetzen und Fernwärmenetze ausbauen, gibt das Aufträge für zahlreiche KMU wie Elektroinstallateure und Heizungsfachleute sowie für das Baugewerbe. Damit schaffen wir über die Pandemie hinaus Arbeitsplätze in der Schweiz. Deshalb unterstützt die Wirtschaft das Gesetz auch so breit. Der Baumeisterverband ist dafür, die Gebäudetechniker, aber auch die Maschinenindustrie, Econonomiesuisse oder die Bankiervereinigung. Sie alle sehen die Chancen, die der Klimaschutz für die Schweiz bringt. Wer klimafreundliche Lösungen hat, dem steht ein riesiger Absatzmarkt offen. Unsere Firmen bringen sich deshalb jetzt in Position, bevor dies die Konkurrenz im Ausland tut. Mit dem CO2-Gesetz erhalten die Firmen attraktive Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Für die Landbevölkerung und in Randregionen bleibt das Auto wichtig, auch für das Gewerbe. Wird das Gesetz dieser Tatsache gerecht?
Es ist allen klar, dass der Plattenleger oder die Malerin ihr Material nicht mit dem Velo zur Kundschaft bringen können. Und es ist dem Bundesrat auch bewusst, dass die Bevölkerung in den Bergen stärker aufs Auto angewiesen ist. Darum sieht das Gesetz weiterhin keine CO2-Abgabe aufs Benzin vor. Damit die Autos dennoch umweltfreundlicher werden, verlangt das Gesetz von den Autohändlern, dass sie Neuwagen auf den Markt brin-
gen, die weniger Benzin verbrauchen. Mit effizienteren Neuwagen sinken die Ausgaben fürs Benzin. Davon profitieren jene, die das Auto oft brauchen. Das Gesetz nimmt also Rücksicht auf die Land- und Bergbevölkerung. Darum wird das CO2-Gesetz auch vom Gemeindeverband und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete unterstützt. Nebst der CO2-Abgabe sollen auch Gelder, die eigentlich in den NAF gehen sollten, in den Klimafonds fliessen. Der NAF wurde 2017 geschaffen, um Geld für die Strasse zu haben. Ist diese Entnahme von Geldern nicht eine Missachtung des Volkswillens?
Nein. Der NAF verfügt auch in den kommenden Jahren über genügend Mittel, um den Unterhalt und den Ausbau des Nationalstrassennetzes sicherzustellen. Und die Haupteinnahmequellen des NAF, welche die Autofahrer bezahlen – der Mineralölsteuerzuschlag, die Automobilsteuer und die Autobahnvignette – gehen weiterhin zu hundert Prozent in den NAF. In den Klimafonds fliesst lediglich ein Teil des Geldes, das von den Autoimporteuren kommt. Mit diesem Geld werden dann zum Beispiel in den Bergregionen Schutzbauten finanziert, weil die Berggebiete vom Klimawandel besonders stark betroffen sind. Der TCS hat ausgerechnet, dass die Auswirkungen des CO2-Gesetzes für einen Durchschnittsautofahrer etwa hundert Franken im Jahr betragen. Mit welchen finanziellen Auswirkungen für Autofahrer rechnet der Bund?
Ob der Benzinpreis mit dem Gesetz steigt, entscheiden die Treibstoffimporteure. Sie dürfen an der Zapfsäule einen Zuschlag erheben, wenn sie
in den Klimaschutz investieren. Ob die Treibstoffimporteure den Benzinpreis tatsächlich erhöhen, ist aber offen und hängt insbesondere von den Margen ab, die sie erzielen möchten. Eigentlich müssten Sie darum bei der Erdölbranche nachfragen, ob sie die Autofahrer zusätzlich belasten wollen. Sicher ist: Wer ein Elektroauto hat, ist vom Zuschlag der Treibstoffhändler nicht betroffen. Und wer ein effizientes Auto hat, spart Geld. Der TCS unterstützt das CO2-Gesetz, fordert aber auch Massnahmen und Anreize von Bund, Kantonen und Gemeinden, etwa bei der Ladeinfrastruktur. Damit auch die breite Masse auf die Elektromobilität umsteigen kann, müssen zum Beispiel auch Mieter und Laternenparkierer die Möglichkeit haben, zu Hause zu laden. Was hat der Bund da vor?
Ich bin froh um die Unterstützung des TCS für dieses Gesetz – und ich freue mich, dass er bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität mitzieht. Wir hatten 2020 einen Boom bei den Elektroautos. Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Infrastruktur mithalten kann. Es braucht mehr Ladestationen. Das revidierte CO2Gesetz sieht deshalb vor, dass der Bau von Ladestationen in Mehrfamilienhäusern und Wohnsiedlungen finanziell unterstützt wird. Und auch mit der «Roadmap Elektromobilität» wollen wir gemeinsam mit den rund fünfzig Akteuren die Zahl der Elektrofahrzeuge und der Ladestationen erhöhen. Auch das Stromtanken daheim soll einfacher werden. Müssen wir in Zukunft vermehrt auf lieb gewonnene Dinge verzichten – zum Beispiel beim Autofahren?
Nein. Wir werden aber viele Dinge klimafreundlicher tun.
MOBILITÄT
Beim Auto zum Beispiel wird sich das Elektroauto durchsetzen. Das sagen mir auch die Autohändler. Vor zehn Jahren wurden in der Schweiz 234 Steckerfahrzeuge neu zugelassen. 2020 waren es 34 204. In zehn Jahren werden wohl die allermeisten Neuwagen elektrisch sein. Beim Heizen ist es genau gleich: Schon heute heizen vier von zehn Haushalte CO2frei. Statt mit Erdöl heizen wir künftig noch mehr mit Wärmepumpen, Fernwärme, Holz oder Sonnenenergie. Die Lebensqualität bleibt also hoch – gleichzeitig wird unser Alltag klimafreundlicher.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga will die CO2-Emissionen senken
Elektromobilität ist – vor allem in der Anschaffung – teurer. Sind Kaufanreize oder Steuerbefreiungen, wie sie in anderen Ländern bestehen, vorgesehen?
Elektrofahrzeuge sind bereits jetzt von der Automobilsteuer befreit. Mehrere Kantone unterstützen das Umsteigen mit einer Umweltprämie oder bezahlen Beiträge an die Ladeinfrastruktur. Zudem gibt es schon heute verschiedene Elektrofahrzeuge für weniger als 25 000 Franken. Und selbst dort, wo jemand ein Elektrofahrzeug mit höheren Anschaffungskosten wählt, ist dafür der Gebrauch günstiger als bei Benzinautos. Unter dem Strich lohnt sich deshalb ein Elektroauto. Dies zeigen auch die Berechnungen des TCS. Die individuelle Mobilität verändert sich gerade rasant. Die Fahrzeuge werden sauberer, aber auch autonomer. Ist die Schweiz regulatorisch darauf vorbereitet?
Es wird künftig möglich sein, mit einem Auto zu fahren, ohne das Fahrgeschehen permanent überwachen zu müssen. Nun geht es darum, die Pflichten der Lenkerinnen und Lenker in autonomen
«Wir hatten 2020 einen Boom bei Elektroautos. Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Infrastruktur mithalten kann.» Simonetta Sommaruga, Bundesrätin und Verkehrsministerin
Fahrzeugen zu regeln. Der Bundesrat schlägt deshalb neue Regeln vor. Die Vernehmlassung dazu wird derzeit ausgewertet. Was würde ein Nein am 13. Juni bedeuten?
Ein Nein wäre eine verpasste Chance für die Schweiz. Ich
kann mich nicht an ein Umweltschutzgesetz erinnern, das je so breite Unterstützung gehabt hat: Die Wirtschaft steht dahinter, ebenso die Umweltschutzverbände, der TCS, aber auch die Kantone, der Städteverband und der Gemeindeverband. Und im Parlament haben
alle Parteien ausser der SVP die Vorlage unterstützt. Das zeigt mir: Die Zeit für das Gesetz ist reif. Mit dem CO2-Gesetz schaffen wir Arbeitsplätze mit Zukunft, und wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber unseren Enkelkindern wahr. ◆ Mai 2021 | touring
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MOBILITÄT
Diesel war gestern Suncar-Chef Stefan Schneider mit einem Elektrobagger
SERIE START-UPS, DIE MAN KENNEN SOLLTE, FOLGE 2
Ziel: emissionsfreie Baustelle Das Start-up Suncar will die Energiewende mal in einem anderen Bereich vorantreiben: auf Baustellen. Mit seinen elektrifizierten Baggern gehört das junge Unternehmen weltweit zu den Vorreitern. Doch das ist noch längst nicht alles, was bei Suncar entwickelt wird. TEXT JULIANE LUTZ | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
B
eim «Touring»-Besuch im Februar fährt Daniel Vincenz auf dem Hof der Oberbürener Niederlassung der österreichischen Firma Huppenkothen mit einem kleinen Bagger vor. Was diesen auszeichnet, sind Batterien im Heck und ein Elektromotor. Er wurde vom Bündner Vincenz und dem aus Zürich stammenden → Stefan Schneider entMai 2021 | touring
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wickelt. Die Geschäftsführer des Ingenieurbüros Suncar HK wollen die Energiewende durch elektrische Baumaschinen und Nutzfahrzeuge vorantreiben.
Erst Lotus, dann Bagger Getroffen hatten sich die Maschinenbaustudenten bei einem Suncar-Fokusprojekt an der ETH Zürich, bei dem ein Lotus elektrifiziert wurde. Stefan Schneider schrieb die Software dazu. 2013/2014 betreuten sie im Masterstudiengang ein Projekt, in dem der weltweit erste kabellos betriebene Sechzehn-TonnenElektrobagger entstand. Daniel Vincenz entwickelte die Batterie. Die Resonanz war so gross, dass ein ETHProfessor eine Geschäftsidee sah und 2015 die Firma Suncar HK gründete. Das Kürzel steht für Huppenkothen. Der
Händler und Vermieter von Baumaschinen ist als Investor mit an Bord. Zu ihm kamen die zwei Ingenieure durch Zufall, da Huppenkothen als Hauptsponsor des damaligen ETH-Fokusprojekts der zu elektrifizierende Bagger der Marke Takeuchi gehörte. Vincenz und Schneider, die heute 32 und dreissig Jahre alt sind, waren die ersten Mitarbeiter von Suncar. Als der Professor 2017 das Startup verliess, wurden sie Geschäftsführer. Finanziellen Druck, wie ihn andere Gründer in den Anfangsjahren spüren, hatten sie dank des Partners an ihrer Seite nie. «Dennoch war es zu Beginn nicht einfach, grosse Hersteller davon zu überzeugen, dass man auch als Jungunternehmer, der bisher vor allem studiert hat, etwas Sinnvolles anzubieten hat», sagt Vincenz.
Blick ins Innere Hydraulik und Axialfluss-Elektromotor eines Sieben-Tonnen-Baggers auf Takeuchi-Basis
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MOBILITÄT Anfänglich hatten sie im Auftrag von Huppenkothen die E-Versionen dreier TakeuchiDieselbagger (1,6 t, 7 t, 16 t) erarbeitet. Je nach Typ beträgt die Laufzeit zwischen fünf und neun Stunden – viel mehr als bei E-Baggern anderer Firmen. Im deutschsprachigen Raum sind ihre kleineren Modelle gefragt, während etwa in Norwegen aufgrund der Umsetzung strenger Vorgaben punkto Emissionen 2020 geradezu ein Run auf grosse Elektrobagger einsetzte.
Geld vor Umwelt Geringerer Ressourcenverbrauch bei 2,5-facher Effizienz und bis zu neunzig Prozent weniger CO2-Emissionen bezogen auf die ganze Lebensdauer im Vergleich mit Dieselmaschinen, dazu weniger Lärm und niedrigere Unterhaltskosten – bei all den
auf der Suncar-Webseite genannten Vorteilen muss doch die Bauwelt Schlange stehen? «Geld regiert die Welt. Der ‹Return on Investment› soll möglichst schnell erfolgen, nach zwei bis drei Jahren. Es ist nicht einfach, zu überzeugen, warum eine längerfristige Anschaffung lohnt», räumt Schneider ein. Kostet ein 1,6-Tonnen-Dieselbagger rund 35 000 Franken, ist die E-Version von Suncar doppelt so teuer und muss bis zu sechs Jahre im Einsatz sein, bis sie sich amortisiert. Vor allem die Batterien schlagen zu Buche. Vincenz und Schneider sind sich einig, dass ein Umdenken in der Baubranche und bei Verkäufern einsetzen muss – weg vom Diesel, hin zur Elektromobilität. Die Überzeugungsarbeit der beiden trägt Früchte. Mittlerweile entwickeln sie auch für Hitachi, Ca-
terpillar und Liebherr. Zwanzig Personen zählt ihre Firma nun. Und Bagger sind nicht alles. Die Entwicklungen der beiden reichen vom elektrifizierten Flughafengepäckschlepper über Produkte für Hochvoltsysteme bis zu dem Insight-Remote-System, das in Fuhr- und Maschinenparks schnell einen Überblick über Ladestand oder Leistungsverbrauch von Fahrzeugen und Geräten bringt. Neu haben sie für sich den Bereich Assistenzsysteme für Bagger und Co. entdeckt, denn smarte Baumaschinen seien die Zukunft, sagen sie. Die Welt der Start-ups dreht sich besonders schnell. Bei Redaktionsschluss hatte Daniel Vincenz Suncar verlassen und Stefan Schneider alle Aufgaben der Geschäftsführung übernommen. ◆ suncar-hk.com
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Mai 2021 | touring 33 Pionier für weltweite Flusskreuzfahrten
STANDPUNKT
Spitzen brechen mit MobilityPricing: unfair und unsozial Mit einem neuen Gesetz soll die Grundlage geschaffen werden, dass Pilotprojekte zu Mobility-Pricing durchgeführt werden können. Doch damit wird der Schlagbaum am Stadttor ermöglicht. TEXT PETER GOETSCHI | FOTO EMANUEL FREUDIGER
M
obility-Pricing ist seit Jahren nicht nur ein Modewort, sondern wird gar als Allheilmittel herumgereicht: Wenn die Rede davon ist, Probleme im Zusammenhang mit der Mobilität anzugehen, so wird immer wieder der Begriff Mobility-Pricing strapaziert. Die einen wollen damit lenken (oder gar verhindern), die anderen finanzieren, wieder andere wollen beides zusammen. Schliesslich gibt es auch noch die Gruppen, die unter dem Deckmantel eines Mobility-Pricings nichts anderes als ein ausschliessliches Road-Pricing (Weggebühren mit dem Ziel der Einschränkung des Autoverkehrs) einführen wollen.
dividuelles Mobilitätsverhalten – unabhängig von Stosszeiten – steuern und lenken können. Auch wenn das Ganze unter dem Deckmantel von Mobility-Pricing – das heisst Bepreisung der gesamten Mobilität – präsentiert wird, so sollen auch Pilotprojekte für nur einen Verkehrsträger möglich sein, was den Schlagbaum am Stadttor nicht nur ermöglicht, sondern geradezu ankündigt. Und den Flickenteppich unterschiedlicher Verkehrsgebühren, in welchen eine Umsetzung des Gesetzes die Schweizer Landschaft zu verwandeln droht, kann man sich auch sehr plastisch vorstellen.
Kurzum: Eine Umsetzung des Gesetzes Auch der Bundesrat hat das Thema aufwürde Tür und Tor für willkürliche genommen. Im Jahre 2016 hat er seine Einschränkungen und eine unsoziale diesbezüglichen Vorstellungen in einem Verteuerung unserer persönlichen Konzeptbericht veröffentlicht, und 2019 Mobilität öffnen. Die Schweiz würde folgte eine theoretische Wirkungssich ganz einfach von der Errungenanalyse am Beispiel der Region Zug. schaft der freien und fairen BeHeute will der Bundesrat einen Schritt nützung von Strasse und Schiene weiter gehen: Mit einem verabschieden. Es neuen Gesetz soll die würde nicht gelenkt, «Die Mobilität Grundlage geschaffen sondern bestraft. würde von werden, dass Kantone, Diejenigen, die Städte und Gemeinden feste Arbeits- oder der Kaufkraft Pilotprojekte zu MobiliSchulzeiten haben abhängig ty-Pricing durchführen und nicht auskönnen. weichen können, gemacht.» Peter Goetschi, müssten eine Zentralpräsident TCS Pendlersteuer entNun soll man sich bekanntlich neuen Dingen richten, die Mobinicht einfach verwehren, und neue lität würde von der Kaufkraft Wege mit Pilotprojekten auszuprobieren, abhängig gemacht. tönt ja – zumindest auf den ersten Blick – ganz vernünftig. Wenn dann noch die Dabei gibt es für den Umgang Möglichkeit des Spitzenbrechens, also mit Verkehrsspitzen viel bessere weniger überfüllte Züge und Strassen, Alternativen, das hat uns die in Aussicht gestellt wird, dann darf man Corona-Krise gezeigt: Flexibilija wohl kaum Nein sagen. Oder doch? sierung von Arbeits- und SchulWenn man den Gesetzesentwurf näher zeiten, Telearbeit und vermehrter anschaut, so kommen rasch grössere Be- Einsatz von virtuellen Sitzungen denken auf. Die Behörden sollen ein sind Ansätze, die es nicht 1:1 zu Werkzeug erhalten, mit welchem sie inübernehmen gilt, aber das Poten34 touring | Mai 2021
WER STANDPUNKT HAT RECHT
Verkehrsrowdies – ab zum «Idiotentest» Wer im Strassenverkehr extrem negativ auffällt, muss mit einem Fahreignungstest rechnen. Die im Volksmund auch «Idiotentest» genannte Untersuchung soll zeigen, ob jemand für den Verkehr (noch) geeignet ist. TEXT URS-PETER INDERBITZIN
zial haben, Überlastungen im Verkehr zu reduzieren. Dort muss die öffentliche Hand ansetzen und – wieso nicht? – auch Pilotprojekte durchführen. Es wäre sicher interessant, zu sehen, wie sich eine Verschiebung des Unterrichtsbeginns um eine Stunde «Verschwenden in den Schulen einer grösseren wir keine Zeit Stadt auf deren Verkehr ausdamit, mit wirkt …
unfairen und unsozialen Pilotprojekten zu versuchen, unsere Mobilität zu steuern.»
In diesem Sinne: Verschwenden wir keine Zeit damit, mit unfairen und unsozialen PilotPeter Goetschi, projekten zu Zentralpräsident TCS versuchen, unsere Mobilität zu steuern. Dies führt einzig zu einer Beeinträchtigung und Verteuerung eben dieser Mobilität. Das wollen wir nicht – die Schweiz soll keine Zweiklassengesellschaft werden!
PS: Die Ablehnung eines Mobility-Pricing zum Zwecke der Verkehrslenkung und der in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen Pilotprojekte ist nicht gleichzusetzen mit einer allgemeinen Ablehnung neuer Modelle. Langfristig besteht zum Beispiel Handlungsbedarf bei der Strassenfinanzierung. Der stetige Rückgang des Treibstoffverbrauchs und die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte lassen die Mineralölsteuer als ein zu ersetzendes Auslaufmodell erscheinen. Eine diesbezügliche Lösung über eine einheitliche Kilometerabgabe scheint ein absolut prüfenswerter Ansatz. Sie muss jedoch zwingend ohne Einbau einer Verkehrslenkung über unterschiedliche Preise je nach Ort und Zeit aufgegleist werden. •
G
ründe für eine verkehrspsychologische Untersuchung können beispielsweise charakterliche Defizite, schwere Geschwindigkeitsdelikte, aggressives Verhalten im Strassenverkehr oder aber auch Fahren trotz Entzug des Führerausweises sein. Ebenfalls zur verkehrspsychologischen Untersuchung muss, wer dreimal an der praktischen Führerprüfung durchgefallen ist. Das Führen eines Fahrzeugs in nicht fahrfähigem Zustand wie beispielsweise unter Einfluss von Alkohol und/ oder Drogen führt zu einem verkehrsmedizinischen Test, wobei in solchen Fällen zusätzlich auch eine verkehrspsychologische Untersuchung stattfinden kann.
Autobahnrennen
solches Verhalten ist laut Bundesgericht verantwortungslos und legt nahe, dass der Betreffende charakterliche Defizite aufweist und keine Gewähr dafür bietet, seinen Pflichten als Lenker jederzeit zuverlässig nachzukommen (Urteil 1C_298/2020).
Alkohol und Drogen Einer verkehrspsychologischen bzw. verkehrsmedizinischen Untersuchung unterziehen musste sich auch ein Lenker, der unter Einfluss von Kokain und Alkohol (1,2‰) bei dichtem Nebel auf der Autobahn die erlaubte Geschwindigkeit um 46 km/h überschritten hatte. Wer ein solches Verhalten an den Tag legt, bietet möglicherweise keine Gewähr dafür, den Konsum von Alkohol und Drogen und die Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr zuverlässig zu trennen, meint das Bundesgericht (Urteil 1C_224/2016). Unzulässig war es demgegenüber, einen Mann zur verkehrspsychiatrischen Begutachtung zu schicken, der stark alkoholisiert (2,27 g/kg) auf einem Trottoir stürzte und sich dabei ein Bein brach. Aufgrund dieses isolierten Ereignisses und weil der Mann zu Fuss unterwegs war, rechtfertigte es sich nicht, eine anzuord Fahreignungsabklärung anzuordnen. Dass der Mann in früheren Jahren mehrmals wegen Alkohol am Steuer den Ausweis hatte abgeben müssen, ändert nichts daran (Urteil 1C_144/2017). •
Das Bundesgericht musste sich schon mehrmals damit auseinandersetzen, ob die Anordnung einer Fahreignungsprüfung nach rücksichtslosem Verhalten gerechtfertigt war. Keine Bedenken hatte das Bundesgericht, einen Mann zum Psychiater zu schicken, der im süddeutschen Raum an einem illegalen Rennen auf einer Autobahn teilgenommen hatte. Sechs Fahrzeuge hatten sich in zwei Reihen mit je drei Fahrzeugen nebeneinander aufgestellt und auf weniger als 100 km/h abgebremst, bevor das Beschleunigungsrennen begann. Ein am Rennen unbeteiligtes Fahrzeug, das sich von hinten mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h näherte, konnte eine Kollision nur knapp vermeiden. «Wer ohne Bewilligung auf einer öffentlichen, für den allgemeinen Verkehr nicht gesperrten Strasse ein Autorennen veranstaltet URS-PETER oder daran teilnimmt, erINDERBITZIN weckt ernsthafte Zweifel an Verkehrsexperte seiner Fahreignung.» Ein
Mai 2021 | touring
35
TECHNIK
CITROËN Ë-C4 SHINE
Kompakter
mit unkonventionellem Stil
Esynchron, 136 PS; Batterie: 50 kWh W19,0 kWh/100 km (Testdurchschnitt), Energieetikette A VReichweite: 263 km kGewicht: 1730 kg (Testfahrzeug) P0–100 km/h in 9,6 s L43 400 Fr. Dem neuen Citroën C4 ist die Verwandlung in einen Cross-over gelungen. Ein absichtlich unkonventionelles Styling, zu dem der gewohnte Fahrkomfort hinzukommt – wie bei dieser elektrischen Version.
Attraktives Styling Fahrkomfort / Federung Gute Ausstattung Fülle von Staufächern Kräftige, ansprechende Bremsen
TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
Preise der Benzinversionen Bescheidene Unterhaltskosten (ë-C4)
36 touring | Mai 2021
N Nüchtern und gestylt präsentiert sich das Cockpit
Guillochiertes Metall Durchgestylt, die Wippenschaltung
TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Citroën ë-C4 Shine: 5 Türen, 5 Plätze; 43 400 Fr. (Testfahrzeug: 47 500 Fr.); Varianten: Live Pack, 1,2 l, 102 PS (23 800 Fr.), bis ë-C4 Shine Pack, 136 PS (46 700 Fr.); Optionen: MetallicFarbe (750 Fr.), Massageledersitze (2800 Fr.), adaptiver Tempomat, elektrische Parkbremse (250 Fr.); Garantien: 3 Jahre / 80 000 km ab Werk, 3 Jahre Mobilität, 12 Jahre Rostschutz (mit Auflagen); Importeur: AC Automobile Schweiz AG, 8952 Schlieren, citroen.ch TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN
Es lebe der Unterschied Citroën hat bewusst einen Cross-over-Stil gewählt
Motor: synchron, 136 PS, 260 Nm; 1-Gang-Getriebe, Frontantrieb; Lithium-IonenBatterie: 50 kWh; eingebautes Dreiphasen-Ladegerät: 11 kW; Gewicht: 1730 kg (Testfahrzeug); Gesamtgewicht: 2000 kg; Anhängelast: 0 kg (Benziner: 1200 kg)
70%
Beschränkte Reichweite 152 cm
Sanftes Fahrverhalten Platzangebot und Kofferraum Eingeschränkte Kopffreiheit hinten Keine neuartigen Assistenten Eingegrenzte Sicht nach hinten Keine Anhängelast (ë-C4)
Radstand 267 cm Länge 436 cm Breite 180 cm Kofferraum: 380–1250 l Reifen: 195/60 R18
ach den Irrungen des C4 Cac tus, dem es dennoch nicht an Qualitäten fehlte, hat Citroën seine Sichtweise des Kompaktautos grundsätzlich geändert. Folglich weist dieser neu inter pretierte C4 eine grössere Bodenfreiheit (16 cm), Flankenschutz an der Karosserie und eine stark nach hinten geneigte Dach linie auf. Eigentlich alle Attribute, die zum Erfolg der Crossover beitragen. Dabei bewahrt er sich die Etikette einer Limousine. Ausser seiner gewachsenen Stattlichkeit (+19 cm in der Länge) gibt sich der C4 aufreizend, vor allem durch seine farbigen Einlagen und seine vförmige Lichtsignatur.
Das Interieur ist von derselben Art. Mit dem Unterschied, dass ästhetische Appli kationen aus satiniertem Chrom und schwarzem Lack an, zumindest optisch, weniger wertige Bezüge grenzen. Die Version ëC4 unterscheidet sich durch ihre minimalistische Instrumentierung. Diese wird von einem grossen Touch screen und einem HeadupDisplay unterstützt. Trotz der hohen Einstiegs schwelle bietet das Interieur genügend Platz, auch wenn der Beinraum auf der Sitzbank für einen grossen Kompakten mit 4,36 Metern nicht zu überzeugen vermag. Ähnliche Feststellung für die Kapazität des Kofferraums mit prakti scher Architektur. Im Gegensatz weist der C4 unzählige Staumöglichkeiten auf.
Traditioneller Komfort Als echter Citroën gibt die Version ëC4 dem Fahrkomfort den Vorzug. Die herr schende Stille geht einher mit der sehr progressiven Filterung durch die Fede rung mit hydraulischen Anschlägen. Im Übrigen ist dieser Kompakte für flüssige Fahrweise konzipiert. Denn, wenn man ihn fordert, führt die erhöhte Boden freiheit zu leichtem Wanken. Hinzu kommt eine Lenkung mit mittelmässiger Präzision und Rückmeldung. Auf jeden Fall verlocken die 136 PS des Synchron motors nicht zu sportlicher Fahrweise. In der Agglomeration bewahrt die ab gesenkte Leistung im EcoModus die Reichweite der LithiumIonenBatterie mit fünfzig Kilowattstunden. Bei Auto bahngeschwindigkeit wird die Reich weite deutlich geringer. Versionsabhän gig verbucht die gut ausgestattete elek trische Ableitung ëC4 einen Aufschlag von 5000 bis 8000 Franken. Ein angrif figer Preis, was bei den Benzinmodellen noch mehr der Fall ist. • Mai 2021 | touring
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TECHNIK
TCS-EXKLUSIV
TCS MoBe: Andrea Scuderi
FAHRDYNAMIK
SERVICEKOSTEN
Beschleunigung (0–100 km/h): 9,6 s Elastizität 60–100 km/h (Fahrstufe D): 5,3 s 80–100 km/h (Fahrstufe D): 3,1 s Wendekreis: 11,4 m Bremsweg (100–0 km/h): 33,8 m Innenlärm 60 km/h: 60 dB (A) 120 km/h: 66 dB (A)
Wartung (km / Mte) Stunden Kosten (Fr.) 1 25 000 / 24 0,9 316.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 25 000 km/Jahr 11,8 2253.– 1
Inklusive Servicematerial.
BETRIEBSKOSTEN km/Jahr Rp./km
Fr./Monat feste variable 15 000 67 603.– 232.– 30 000 43 603.– 464.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS) TCS AUTOVERSICHERUNG Jahresprämie (Fr.)2:
721.–
Offertbeispiel für 36-jähriges TCS-Mitglied, wohnhaft in Bern; Haftpflicht inklusive Vollkasko; Jahreskilometerleistung: 10 000 km; Tiefgarage; Jahresprämie exklusive Abgaben.
Citroën ë-C4 Shine im Detail KAROSSERIE Dieser Cross-over-inspirierte Kompakte zeigt ein attraktives Styling. In Anbetracht der Länge von 4,36 Metern ist der Platz für die Beine auf der Sitzbank nur in Ordnung. Gleiches gilt für die Kapazität des Kofferraums, dem ein doppelter Boden zugutekommt. Der Innenraum weist Ablagemöglichkeiten im Überfluss auf. INNENRAUM Die minimalistische Instrumentierung wird von einem grossen Touchscreen und einem klassischen PSA-Head-upDisplay unterstützt, welches auf eine abnehmbare Scheibe projiziert wird. Die unterschiedliche Materialanmutung wechselt zwischen gestylten satinierten Einlagen und einfachem Plastik.
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NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND Korrekt, aber nicht mehr, der Platz hinten
Werk (WLTP): 16,6 kWh/100 km Reichweite (Werk, WLTP): 350 km CO2-Emissionen: 0 g/km CO2, Schweizer Durchschnitt: 169 g/km Energieetikette (A–G): A TESTVERBRAUCH 19,0 kWh/100 km Batterie: 50 kWh
Reichweite: 263 km Video zum Test tcs.ch/ videoportal
Der Kofferraum mit doppeltem Boden
KOMFORT Das zuvorkommende Schluckvermögen der Federung, die weichen Ledersitze und das bescheidene Geräuschniveau sorgen für Fahrkomfort. Das so sehr, dass man auf der Autobahn bloss einige Windgeräusche vernimmt. PREIS / LEISTUNG Die elektrische Version entspricht der Norm der Konkurrenz, während die Benzinmodelle erschwinglich sind. Die Ausrüstung ist ab dem Ausstattungsniveau Shine sehr vollständig. FAHREIGENSCHAFTEN Dieser ë-C4 ist für eine ruhige Fahrweise bestimmt. Ansonsten sorgt die leicht erhöhte Bodenfreiheit für etwas Wanken in Kurven. Auch die fehlende Präzision bei der Spurhaltung ist zu beklagen. Der tiefe Schwerpunkt verleiht dem E-Auto aber einen sicheren Anstrich. MOTOR / ANTRIEB Der Synchronmotor mit 136 PS sorgt für genügend Schwung. Das gilt auch für die Beschleunigung, die jedoch nichts Sportliches hat. Die Getriebebedienung lässt die Wahl zwischen drei Fahrmodi: Eco, Normal, Sport. VERBRAUCH Der Testdurchschnitt belief sich auf 19,0 Kilowattstunden. Die Reichweite liegt bei 263 Kilometern, sinkt aber bei Autobahngeschwindigkeit beträchtlich. Zum Glück ist die Lithium-Ionen-Batterie von fünfzig Kilowattstunden mit einem Elf-Kilowatt-Bordladegerät verbunden und kann an Schnellladesäulen mit hundert Kilowatt geladen werden.
Das absinkende Heck sorgt für eine kecke Linie
38 touring | Mai 2021
SICHERHEIT Der adaptive Geschwindigkeitsregler und das Head-up-Display sind ab dem Niveau Shine Serie. Der aktive Spurverlassenswarner ist eine Option (250 Fr.). Schnell ansprechende und kräftige Bremsen.
TECHNIK
FIAT 500E LA PRIMA
Perfekte energetische Mauser Der kleine Fiat ist ein automobiler Mythos, der sich nun der Energieelektrische Floh seiner natür wende angepasst hat. Das hat der elektrische Fiat 500 auf exemplarische lichen Lebhaftigkeit freien Lauf lassen. Und auch wenn Art mit einem Touch Fun umgesetzt. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTO EMANUEL FREUDIGER
A
uf den ersten Blick scheint die dritte Auf lage des Fiat 500 ein fach nur von einer Nachimpfung zu profitieren, die seine Abmessungen auf gebläht hat. Denn trotz mehr Stattlichkeit teilt dieser Micro wagen eine unleugbare Fami lienähnlichkeit mit seinen zwei illustren Vorgängern. Es gelingt ihm, das Konzept zu modernisieren und dabei einen unsagbaren Hauch von Charme zu erhalten, wie seine eiförmigen, anomal grossen Scheinwerfer, die im mer noch genauso reisserisch sind. Der klar identifizierbare Fiat 500e ist länger und viel breiter.
Einmal an Bord erscheint die Energiewende vollendet. Das kleine runde, in die digitale Ära übernommene Kombi
instrument grenzt an eine Ge und der kleine Wendekreis triebebedienung, die aus gros im Stadtverkehr Wunder wir sen, auf der Mittelkonsole ken. Man bedauert nur leichte angebrachten Tasten besteht. Poltergeräusche von der Vor Kein Motorenlärm, aber voll derachse. Im Prinzip schaltet tönende Pieps man in den künden an, Modus Range, Perfekte Neuinterpretation dass der sprit der, ausser Lebhafter Elektromotor zige Vier Strom zu spa Spielerisches Fahrverhalten plätzer bereit ren, auch als Korrekte Reichweite ist, sein Un virtuelles Ausstattung (La Prima) wesen zu trei Bremspedal ben. Die Stille dient. Viel Hartplastik wird aller Antikollisionsassistent dings durch Ausserhalb Neue Preiskategorie den Fuss der Agglome Werksgarantie (zwei Jahre) gängerwarner ration macht unterbrochen, die Fügsam der durch kurze Akkorde aus keit des Synchronmotors der Musik zum Film «Amar einer begeisternden Reak cord» verbreitet wird. Dieses tionsschnelligkeit Platz. Die Augenzwinkern zu Fellini ist 118 PS sorgen für kräftige ein bisschen BlingBling, wird Beschleunigung und Durch aber rasch vom Talent dieses zug. Wenn die aufdringliche Kleinwagens überdeckt, des Schlupfregelung einmal ab sen knappe Abmessungen geschaltet ist, kann dieser
die Lenkung kein Vorbild be züglich Rückmeldung ist, zeigt der Fiat 500e ein spiele risches Fahrverhalten.
Schnelles Aufladen Langstrecken sind nicht sein Ding, denn die Batterie mit 42 Kilowatt (37,3 kW nutz bar) erlaubt es kaum, die Grenze von 200 Kilometern zu überschreiten. Aber ande rerseits verfügt der Fiat 500e über eine für seine Kategorie mehr als passende Reich weite. Auch wenn diese mit Fahrassistenten vom Level 2 ausgestattete Version La Prima quasi ein Allesinbe griffenAngebot ist, werden die Preise der anderen Ver sion durch die Optionen aufgeblasen. Es stimmt, dass die Preise böse gestiegen sind im Vergleich zur Benzin version des Fiat 500, der nach dem Auslaufen seiner brillanten Karriere keinen Nachfolger erhalten wird. •
NLänge: 3,63 m; Kofferraum: 185 l Esynchron, 118 PS, 220 Nm; 1 Gang; Batterie: 42 kW; 0–100 km/h in 9,0 s; Testverbrauch: 16,6 kWh/100 km; Reichweite: 225 km L36 990 Fr.
Reifer Fiat 500 Er hat eine natürliche Sprachsteuerung und vegane Materialien an Bord
Mai 2021 | touring
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Die langgestreckten Züge lassen die S-Klasse weniger gigantisch wirken
MERCEDES-BENZ S 500 4MATIC LANG
Immer für Superlative gut NLänge: 5,29 m; Kofferraum: 550 l E3-l-V6-Turbo, 435 PS, 520 Nm; aut. 9-Gang-Getriebe, 4×4; 0–100 km/h in 4,9 s; Testverbrauch: 9,2 l/100 km; Reichweite: 706 km L152 400 Fr. Allen Hindernissen zum Trotz profiliert sich die S-Klasse als Technologieträger von Mercedes-Benz. Eine brillante Limousine. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
M
itten im Niedergang der Limousinen gibt die opulente S-Klasse weiter den Ton an. Sie, die zum Beispiel 1978 die ABSBremsanlage einführte, nutzt heute als Erste einen Airbag für hintere Passagiere, ein System zur Projektion von Symbolen auf die Fahrbahn oder autonomes Parken in zugelassenen Parkings. Dieses Auto, das in der Breite und der Länge noch ein paar Zentimeter zugelegt hat, wird die Statistiken zwar nicht durcheinanderbringen, bleibt aber fest auf seinem Sockel verankert. Das ist bei dieser langen Version, deren Radstand von 3,22 Metern einen Smart verschlingen könnte, noch mehr der Fall. Die unendli40 touring | Mai 2021
che Motorhaube, die niednen einige eine 3-D-Ansicht rige Dachlinie und die kurbieten. Die unzähligen Feazen Überhänge verbünden tures können die Aufmerksich harmonisch, um diesen samkeit des Fahrers durchGigantismus abzumildern. aus ablenken. Gleiches gilt Und dann für die sensiverfügt die blen Lenk radTechnologieträger S-Klasse über tasten, deren Komfort ein GeheimReaktionsFahrverhalten rezept in Form schnelligkeit Reihensechszylinder der lenkbaren nach VerbesWendekreis Hinterachse, serung verwelche den langt. Hier Grössere Abmessungen Wendekreis greift die Unangebrachte Alarme auf den eines hoch entwiGefahr von Ablenkung Kompakten ckelte SprachInflationäre Preise reduziert. steuerung ein, die in der Im Innenraum thront ein mo- Lage ist, Akzente zu erkennumentaler Touchscreen, der nen. Sie übernimmt die meisgeeignet ist, einen Tesla ins ten Anliegen, und das in der Lächerliche zu ziehen. Dieses Regel mit Genauigkeit. Interface wirkt zu zweit mit einem digitalen Kombiinstru- Auf jeden Fall wird sich der ment, das sich in mehrere Fahrer von den neunzehn Bilder aufteilen lässt, von de- Motoren verwöhnen lassen,
welche die aktiven Sitze bewegen. Oder besser noch durch das Revitalisierungsprogramm, das den Innenraum in eine Wohlfühloase verwandelt. Sanfte Musik, Lichtspiele und Massage als Zugabe. Selbstverständlich werden auch die hinteren Passagiere mit Vierzonenklimatisierung verhätschelt.
Punch bleibt erhalten Fans der S-Klasse werden verstimmt sein, angesichts des Verschwindens der V12Motoren und des Rückgangs der V8. Jedoch verfügt auch der aufgeladene Reihensechszylinder über unvermutete Brillanz. Der «kleine» Dreiliter ist fügsam und wird punktuell durch einen Startergenerator mit 22 PS gedopt. Er verfügt über einen gestählten Charakter, der
TECHNIK Platz, wenn man dieses 5,29-Meter-Schiff hart beschleunigt. Wahnsinn.
Zurück zur Zukunft
Die Oled-Technik ohne Hintergrundbeleuchtung nimmt die futuristische Instrumentierung in Besitz
Das Navigationssystem wird durch auf die Frontscheibe projizierte Pfeile ergänzt. Es lebe die virtuelle Realität
sich durch ein cholerisches Hochdrehen und einen mit Racingakzenten vermischten Klang äussert. Unerwartet an Bord einer so erhabenen Limousine. Gleiches gilt für das von der Luftfederung geprägte Fahrverhalten. Die an einstige Amerikaner erinnernde, leicht schaukelnde Federung bei normaler Fahrweise macht Straffheit und sogar einer relativen Agilität
Als Krönung beansprucht die S-Klasse ihre Armada an Radars, Kameras und Sensoren. So führt etwa das Navigationssystem den Fahrer mit virtueller Realität durch Projektion von Pfeilen auf die Frontscheibe, was ein Bild liefert, das sich zehn Meter entfernt zu befinden scheint. Man wird ebenso bestärkt durch die Vielfalt von Assistenten, weniger aber durch die zahlreichen Alarme, welche dieses Fahrzeug mit Level 3 ausgibt. Diese müssen ausgemerzt werden, wenn eines Tages das volle Potenzial zum autonomen Fahren genutzt werden soll. Kleines Detail: Die Preise sind gestiegen, während gewisse Optionenpakete dem Preis eines Dacia Sandero entsprechen. •
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Mai 2021 | touring TouringGesamt_2021-04-29_07_Akku_Compact_Range_Text_DE_189x129 1
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31.03.21 14:49
PUBLIREPORTAGE
Individuelle Mobilität dank Fremdfinanzierung Die meisten Fahrzeuge in der Schweiz sind fremdfinanziert. Die häufigste Form dieser Finanzierung ist das Leasing. Eine andere Möglichkeit mit diversen Vorteilen stellt der Barkredit dar.
I
m vergangenen Jahr waren in der Schweiz 6,2 Millionen motorisierte Strassenfahrzeuge registriert (ohne Motorfahrräder), darunter 4,7 Millionen Personenwagen und 800’000 Motorräder. Mobilität ist der Bevölkerung in der Schweiz überaus wichtig. Dies geht auch aus einer Online-Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes moneyland.ch aus dem Jahr 2019 hervor. Sie ergab, dass rund 85 Prozent der Schweizer schon mindestens einmal einen Kredit, ein privates Darlehen oder eine andere Finanzierungsform in Anspruch genommen haben. Bei den Verwendungszwecken steht die Fahrzeugfinanzierung mit 44 Prozent an erster Stelle. Die häufigste Finanzierungsform für motorisierte Fahrzeuge ist das Leasing – fast die Hälfte aller neuzugelassenen Autos und Motorräder hierzulande ist geleast. Das Leasing eignet sich
für Kunden, die ihr Kapital nicht in den Kauf eines Fahrzeugs investieren möchten. Sie verfügen somit über ausreichend finanziellen Spielraum, um sich zusätzliche Wünsche erfüllen zu können. Beim Leasing lässt sich das individuelle Budget dank gleichbleibender Monatsraten verlässlich kalkulieren. Am Vertragsende gibt der Kunde dem Händler das Fahrzeug zurück oder entscheidet sich, ein neues Modell zu leasen.
Als grosse, markenunabhängige Anbieterin von Fahrzeugfinanzierungen bietet Cembra diverse auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnittene Finanzierungslösungen an. Sie trägt damit zur Mobilität im Land bei und ist ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfungskette im Schweizer Fahrzeugbereich.
Eine andere Art der Finanzierung ist ein Barkredit. Der Barkredit bietet andere Vorteile: einen breiten Kreditrahmen, eine flexible Laufzeit, Kreditraten, die ins Monatsbudget passen, und Zinsen, die vielerorts von den Steuern abgezogen werden können. Zudem ist das Fahrzeug das Eigentum des Kunden und die Wahl der Versicherung ist frei, es gibt bei dieser Finanzierung kein Vollkasko-Obligatorium.
VERLÄSSLICH UND SERIÖS Die Cembra Money Bank AG ist eine führende Schweizer Anbieterin von Finanzierungslösungen und -dienstleistungen. Ihre Produktepalette umfasst Konsumkreditprodukte wie Privatkredite und Fahrzeugfinanzierungen, Kreditkarten, den Vertrieb von damit zusammenhängenden Versicherungen, KMU-Kredite sowie Rechnungsfinanzierungen, Einlagen und Anlageprodukte. Cembra zählt über 1 Million Kunden und Kundinnen. Im Bereich der Fahrzeugfinanzierung verkauft sie ihre Produkte über ein Vertriebsnetz von rund 4’000 Autohändlern, die als Vermittler fungieren. Die 25 Mitarbeitende umfassende Verkaufsabteilung von Cembra sorgt mit den Angestellten in ihren vier Servicezentren für einen individuellen, flexiblen und effizienten Kundendienst. Zudem ist Cembra die Herausgeberin der beliebten TCS Mastercard Kreditkarten, die regelmässig Bestnoten in der Kundenzufriedenheit erhalten (bonus.ch, moneyland.ch).
Die Fremdfinanzierung von Fahrzeugen ist in der Schweiz beliebt und vielfältig. Gute Fahrt!
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TECHNIK
MCLAREN ARTURA
SUV-Look mit fünfzehn Zentimetern Bodenfreiheit. Der Spring weist das Dacia-Styling auf, unterscheidet sich aber durch rechteckige Tagfahrlichter
Die Hybridisierung im entfesselten Modus Auch McLaren passt sich der Zeit an. Die Briten haben mit dem Artura den ersten Spitzensportler mit Plug-in-Antrieb im Programm.
W DACIA SPRING
Das Elektroauto fürs kleine Budget Nach dem Beispiel von Citroën 2 CV und dem Fiat 500, bringt nun auch Dacia mit dem Spring ein Elektroauto für alle auf den Markt. TEXTE MARC-OLIVIER HERREN
I
m Gegensatz zu den oft aufwendigen elektrischen Modellen macht der Dacia Spring bei der Verarbeitung und der Ausstattung einen Schritt zurück. Kein verstell bares Lenkrad, Vordersitze mit beliebigem Halt und viel Hartplastik: Gewisse Konzes sionen mussten gemacht wer den, um ihn für 20 490 Fran ken anbieten zu können, Klimaanlage, Navigationssys tem und MetallicLack inbe griffen! Verlockend, zumal man dem StadtSUV zum Schockpreis den Lowcost Ansatz nicht ansieht.
Um das zu erreichen, gibt’s den in China auf einer ur sprünglich für Schwellenlän der vorgesehenen Plattform produzierten Spring mit einer LithiumIonenBatterie von mittlerer Kapazität und einer Reichweite, die ihn auf den Agglomerationsverkehr be 44 touring | Mai 2021
schränkt. Eher als Zweitwagen gedacht, bringt er beschei dene Fahrleistungen, die ge nügen, um sich in den Ver kehrsfluss einzuordnen. Trotz seines Gewichts von etwa einer Tonne erweist er sich an Steigungen etwas kurzatmig und nimmt sich Zeit, um auf der Autobahn 120 km/h zu erreichen. Das ist aber normal mit einem 44PSMotor. Obwohl er sehr kompakt ist, bietet der Spring hinten an ständig Platz und einen recht geräumigen Kofferraum. Das Innenraumambiente mit blauen Einfassbändern ist einladend. Die Komfortaus stattung bietet das Wesent liche, und sechs Airbags sind vorhanden. Mit einem 6,6 KilowattBordladegerät aus gerüstet, kann der Spring an DreissigKilowattDCStatio nen angeschlossen werden. Im Herbst soll er anrollen. •
Doch das wird rasch verzie hen beim Lesen der Fahrleis tungen dieses Biturbos, der bis auf 8500 U/min hochdreht und der durch einen Elektro motor mit 95 PS aufgeblasen wird. Die 680 Pferde genügen bei weitem, um den Heck triebler in 8,3 Sekunden auf 200 km/h zu katapultieren. Der V6 unterscheidet sich durch einen Öffnungswinkel von 120 Grad. Genug, um ihn mit zwei Turboladern auszu rüsten und den Schwerpunkt abzusenken. Diese nahe beim Boxermotor liegende Architek
tur dürfte auch dem metalli schen Klang, den einander flach gegenüberliegende Zy linder ausstossen, zuzwin kern. Wer hat gesagt, wie ein Porsche 911? Diese Dekarbonisierungskur schliesst mit einem Verbrauch von unter 5,7 Litern auf hun dert Kilometern ab. Dank der elektrischen Reichweite von dreissig Kilometern, welche die 7,4KilowattstundenBat terie sicherstellt. Ein neues MonocoqueChassis wurde entwickelt, um sie in der Wa genmitte einpflanzen zu kön nen. Der kompaktere Motor und diverse Erleichterungs massnahmen beschränken das Gewicht auf rund 1,5 Ton nen. Neu ist auch, dass der Artura der erste McLaren mit Fahrassistenten ist, darunter ein adaptiver Tempomat. Die ser Hybrid, der die Linien sei ner Markenbrüder aufnimmt, dürfte die Hälfte des Volumens der Marke ausmachen. •
N4,54 m E3-l-V6-Biturbo, 585 PS, elektrisch 95 PS, 680 PS kumuliert, 720 Nm; 8-Gang-SSG, Heckantrieb; 0–100 km/h: 3,0 s; 330 km/h; CO : 129 g/km L243 800 Fr. 2
Ein echter McLaren, der bis zu 130 km/h schnell im Elektromodus fahren kann
FOTOS ZVG
NLänge: 3,73 m; Kofferraum: 290 l E44 PS, 125 Nm; 0–100 km/h: 19,1 s; max. Tempo: 125 km/h; Batterie: 27,4 kWh; Reichweite (WLTP): 230 km L18 990–20 490 Fr.
ie andere Her steller von Super sportwagen musste auch McLaren seinen donnernden Benzinmotoren einen Elektromotor aufpfrop fen, um seine CO2Bilanz zu entschärfen. Hierbei tauscht der erste Sprössling dieser Reihe, der Artura, den unab setzbaren V8 des Hauses ge gen einen DreiliterV6.
ZVG
DER TCS-EXPERTE
DAB+-Nachrüstung im Auto, wie? REDAKTION TOURING
Bereits drei Viertel der Radionutzung erfolgt digital. Auch im Auto wird deutlich mehr über DAB+ und Apps gehört als analog über UKW. Deshalb schaltet die SRG ihre UKW-Sender im August 2022 ab. Die Privatradios tun dies spätestens im Januar 2023. Hat UKW noch eine Funktion?
Wie derzeit in der Schweiz wird Radio noch in vielen Ländern Europas für längere Zeit über UKW ausgestrahlt, während DAB+ aufgebaut wird. Abgesehen von Norwegen, das bereits 2017 mit Abschalten begonnen hat, ist die Schweiz am weitesten fortgeschritten. Eine Neuverwendung der UKW-Frequenzen wird international abgestimmt. Das kann dauern. Warum UKW abschalten?
Die Radioausstrahlung über mehrere Vertriebswege ist teuer. DAB+ ist ein Fortschritt. Es ermöglicht einen massiven Ausbau des Programmangebots. Viele Privatradios können im gesamten Sprachgebiet empfangen werden, ohne dass alle paar Kilometer die Frequenz ändert, und die Tonqualität ist besser als bei UKW.
Wie kann ich mein Auto nachrüsten?
Für Laien am einfachsten nachrüstbar sind Autos mit einem Aux-in-Anschluss am Radio oder in der Mittelkonsole. Die Aux-Verbindung mit einem gekauften DAB+Receiver bietet optimale Klangqualität. Ebenfalls leicht nachrüstbar sind Autos mit einem USB-Anschluss, vorausgesetzt, dass dieser nicht nur das Handy laden, sondern auch MP3-Dateien vom Musikplayer ins Autoradio übertragen kann. Für diesen Fall gibt es DAB+Adapter, die dem Radio vorgeben, sie seien ein USBStick mit Musikdateien. Der Nachteil: Beim Senderwechseln vergehen mehrere Sekunden. Was, wenn das Auto gar keinen Anschluss hat?
DAB+-Receiver übertragen das Programm mittels eingebautem FM-Transmitter ins Autoradio, wenn kein AuxKabel angeschlossen ist. Zum Koppeln wird zuerst das Radio und dann das gekaufte DAB+-Gerät eingeschaltet. Letzteres sucht dann auto-matisch eine freie UKWFrequenz, zum Beispiel
107,7 Megahertz. Diese Frequenz muss dann auch am Autoradio eingestellt werden. Das Gerät wandelt DABProgramme in UKW-Signale um und überträgt sie auf der eingestellten Frequenz 107,7 zum Autoradio. Vereinfacht die UKWAbschaltung den Gebrauch von FM-Transmittern?
Ja, laut Bakom werden die UKW-Frequenzen in der Schweiz nicht neu vergeben. Fährt man heute in eine andere Region, dann funken immer wieder reguläre Radiosender in die Übertragung hinein. Man muss anhalten und eine neue, unbesetzte Frequenz suchen. Nach der UKW-Abschaltung besteht dieses Problem nicht mehr. •
Digitales Radio Schon heute wird im Auto deutlich mehr über DAB+ und Apps gehört als analog über UKW
EMPFEHLUNGEN ▪
Um Ablenkung zu vermeiden, wählen Sie einen DAB+-Empfänger mit gut lesbarem Display, griffigen Bedienungselementen und einem Drehregler für die Senderwahl.
▪
Wird das Auto lange in der Sonne parkiert, entfernen Sie das Gerät oder decken es ab, damit es nicht Schaden nimmt.
▪
Wenn Sie eine sauber integrierte Nachrüstlösung ohne sichtbare Kabel bevorzugen, fragen Sie eine Autoelektrik-Fachwerkstatt oder Ihre Markengarage.
▪
Beim Kauf eines Navigationsgerätes fragen Sie, ob das neue Gerät auch DAB+ bzw. TPEG unterstützt. Mit der UKW-Abschaltung fällt nämlich auch TMC weg. Verkehrsmeldungen werden mit dem neuen, ebenfalls fortschrittlicheren Standard der «Transport Protocol Experts Group» (TPEG) übertragen. ERICH SCHWIZER Funktion: Experte Mobilitätsberatung Beruf: Automobilingenieur Alter: 59 Jahre Kontakt:
tcs.ch/experte
Mai 2021 | touring
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Tagträume
Wir alle sehnen uns in diesen Tagen nach Abwechslung, netten Leuten und guten Gesprächen! Genau das bieten wir Ihnen mit unseren Tagträumen! Verbringen Sie zum einmaligen Aktionspreis einen herrlichen Tag in guter Gesellschaft an einem der schönsten Orte der Schweiz. Die perfekte Kurzauszeit vom grauen Alltag!
hrrt hrt sfah ageesfa TTag Tagesausflug ab nur nur agessenage inkl. Mittinkl ssen . Mitt
Jungfraujoch Jura Naturerlebnis
x.-9.Fr. x Frx. 9
Auf dem Doubs zum geheimnisvollen Wasserfall Faszination «Top of Europe»
aum Tagestr Tagtraum xx Nr. 7
Tagesausflug nur inkl. Mittagessen
Fr. 129.-
Faszination Brienzer Rothorn
Tagtraum Nr. 9
Traumhaftes Bergbahn-Duo zum Aktionspreis
Vorbei an La Chaux-de-Fonds erreichen wir das malerische Grenzörtchen Les Brenets. Nach dem
Gemütliche Fahrt nach Sörenberg im Entlebuch. Von hier schweben wir mit der Seilbahn spielend aufs
feinen Mittagessen starten wir unser unvergessliches Naturerlebnis mit einer wildromantischen
Brienzer Rothorn. Die Aussicht ist gewaltig - Pilatus, Titlis, Rigi, Eiger, Mönch, Jungfrau & bis 687 wei-
Panorama-Schifffahrt auf dem Doubs. Später unternehmen wir einen kurzen Spaziergang zum 27
tere Gipfel! Wir geniessen ein typisches Luzerner 3-Gang-Menü im schönen Gipfelrestaurant bevor es
Meter hohen Wasserfall, der spektakulär in den malerischen Lac de Moron fällt – fantastisch!
mit der legendären Dampfbahn wie zu Grossvaters Zeiten nach Brienz geht.
LEISTUNGEN: * romantische Schifffahrtmit auf dem LEISTUNGEN:**Fahrt Fahrtimimkomfortablen komfortablenExtrabus Extrabus* 3-Gang-Mittagessen * Unvergessliche Bahnfahrt aufs Jungfraujoch dem neuen Doubs * geführter Spaziergang zum Wasserfall * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Eiger Express * Erlebnisrundgang «Alpine Sensation» * Besichtigung Eispalast * Schokoladenschau im Lindt Swiss Fr. 30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch Chocolate Heaven * Feines 3-Gang Mittagessen inkl. Kaffee oder Tee im Gletscherrestaurant * Eigene Schweizer
LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Seilbahnfahrt Sörenberg - Brienzer Rothorn * Feines 3-Gang-Mittagessen auf dem Brienzer Rothorn * Dampfbahnfahrt Brienzer Rothorn – Brienz * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr.30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch * Zusätzlich: Reduktion für GA- oder Halbtax-Inhaber Fr. 28.-
Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch EINSTEIGEORTE DATEN EINSTEIGEORTE & & DATEN St. Gallen- -Wil/SG Wil/SG - Winterthur: 17. Mai | 14.12. 13. September St. Gallen – Winterthur: JuniJuli | 26.| Juli | 6. Sept. Zürich Flughafen - Zürich - Aarau: 18. Mai | 15.13. 14. September Zürich Flughafen – Zürich – Luzern: JuniJuli | 27.| Juli | 7. Sept. Sargans Pfäffikon - Affoltern a.A.: 15. September Sargans --Pfäffikon SZSZ – Zug: 19. Mai | 16.14. JuniJuli | 28.| Juli | 8. Sept.
EINSTEIGEORTE & DATEN
Luzern - Thun - Bern: Basel - Egerkingen – Bern: Basel Liestal–- Sarnen: Solothurn: Aarau -- Sursee
16. September 20. Mai | 17.15. JuniJuli | 29.| Juli | 9. Sept. 17. September 21. Mai | 18.16. JuniJuli | 30.| Juli | 10. Sept.
St. Gallen - Wil/SG - Winterthur:
21. Juni | 30. Juli
Zürich Flughafen - Zürich - Affoltern a.A.:
23. Juni | 23. August
Sargans - Pfäffikon SZ - Luzern:
26. Juli | 25. August
Bern - Münsingen - Thun:
28. Juli | 26. August
Basel - Aarau - Olten:
29. Juli | 27. August
Tagesausflug nur inkl. Mittagessen
Legendäre Furka Dampfbahn Ein unvergesslicher Tag in den Bergen
Fr. 119.Tagtraum Nr. 5
Tagesausflug nur inkl. Mittagessen
Fr. 89.-
Lugano & Monte Bré
Traumhafte Aussichten in der Sonnenstube!
Tagtraum Nr. 6
Via Brünig & Haslital fahren wir zum Grimselpass, wo wir im bekannten Hotel Alpenrösli ein gemüt-
Gemütliche Fahrt nach Lugano, wo wir mit der Standseilbahn den Monte Brè erreichen. Der sonnigste
liches Mittagessen geniessen. In Oberwald beginnt dann unser Bahnerlebnis der Superlative. Ein-
Aussichtsberg der Schweiz erwartet uns mit einer Traumaussicht über Lugano & die Alpen! Geniessen
drücklich wie die liebevoll renovierte Furka-Dampfbahn die spektakuläre Bergstrecke nach Realp
Sie das feine Mittagessen auf der schönen Sonnenterrasse und unternehmen Sie danach ein geführter
überwindet! Ein kurzer Aufenthalt in Andermatt beschliesst den unvergesslichen Tag.
Spaziergang ins malerische Dorf Brè oder flanieren Sie an Luganos Seepromenade.
LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Feines 3-Gang-Mittagessen im Hotel Alpenrösli auf dem Grimselpass * Fahrt mit der Furka-Dampfbahn (Oberwald-Realp) * Besuch in Andermatt * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Fahrt mit der Standseilbahn Lugano–Monte Bré * Feines 3-Gang-Mittagessen auf dem Monte Brè * Geführter Spaziergang nach Brè * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
EINSTEIGEORTE & DATEN
EINSTEIGEORTE & DATEN
St. Gallen - Wil/SG - Winterthur:
16. Juli | 18. September
St. Gallen - Sargans - Chur:
31. Mai | 30. August
Zürich Flughafen - Zürich - Aarau:
17. Juli | 24. September
Winterthur - Zürich - Affoltern a.A.:
1. Juni | 31. August
Sargans - Pfäffikon SZ - Zug:
18. Juli | 25. September
Pfäffikon SZ - Zug - Luzern :
2. Juni | 1. September
Basel - Aarau - Luzern:
24. Juli | 1. Oktober
Bern - Thun - Erstfeld:
3. Juni | 2. September
Biel - Bern - Thun:
31. Juli | 2. Oktober
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4. Juni | 3. September
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Ein Tag in der fantastischen Welt aus Schnee & Eis!
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Leistungen - Alles schon dabei! nur inkl. Mittagessen
Grand Canyon der Schweiz
✓ 1 x Übernachtung in gehobenen gtraum TaRegion Mittelklassehotel in der Aigle
Nr. 2 Faszination Creux du Van & Val de Travers ✓ 2 Übernachtungen im gehobenen
Erleben Sie mit uns zum Sensationspreis die Faszination Jungfraujoch! Geniessen Sie die atem-
Mittelklassehotel im Piemont Ein wunderbarer Ausflug zum eindrücklichsten Naturwunder der Schweiz: dem Creux du Van. Der Bus-
beraubend schöne Fahrt zum höchsten Bahnhof Europas und die unvergesslichen Ausblicke auf
Blumenriviera fahrer bringt Fantastische uns sicher ins wunderschöne Val de Travers. Nach feinen Mittagessen tauchen wir ✓ 2einem Übernachtungen im gehobenen
die majestätische Bergwelt & das ewige Eis. Ein toller Tag in guter Gesellschaft inkl. 3-Gang Mit-
Mittelklassehotel an der Riviera in die Faszination des Grand Canyon der Schweiz ein. Sie werden von der spektakulären Felsenarena
tagessen im Gletscherrestaurant und vielem mehr!
mit 360-Grad-Rundsicht Mittellandseen & Juratäler sein.Frühstücksbuffet ✓ 5 xbegeistert ausgiebiges Zweisimmen Montreuxüber Alpen,
LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Unvergessliche Bahnfahrt aufs Jungfraujoch mit dem neuen Eiger Express * Erlebnisrundgang «Alpine Sensation» * Besichtigung Eispalast * Schokoladenschau im Lindt Swiss Chocolate Heaven * Feines 3-Gang Mittagessen inkl. Kaffee oder Tee im Gletscherrestaurant * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
✓ 5 x feines Nachtessen im Hotel Aigle LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Feines 3-Gang-Mittagessen beim Creux duVan * freie ✓ Fahrt mit dem GoldenPass PanoramicMartigny Chamonix Besichtigung Creux du Van * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr.30.- für eine Express Zweisimmen-Montreux (2. Klasse) künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch ✓ Fahrt mit dem Mont-Blanc-Express Martigny-Châtelard
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Zürich - Affoltern a.A. - Luzern:
18. Mai | 15. Juni | 27. Juli | 7. Sept.
Sargans - Pfäffikon SZ – Zug:
19. Mai | 16. Juni | 28. Juli | 8. Sept.
Sargans - Pfäffikon SZ - Affoltern a.A.:
Basel - Egerkingen – Bern:
20. Mai | 28. Juni | 29. Juli | 9. Sept.
Luzern - Thun - Bern:
Aarau - Sursee – Sarnen:
21. Mai | 27. Juni | 30. Juli | 10. Sept.
Herrliches Piemont
Monaco
San Remo
Ventimiglia Basel - Liestal - Solothurn:
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Vom beschaulichen Zweisimmen gleiten wir mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express durchs Berner Oberland, vorbei an den fantastischen Weinbergen des Genfersees bis nach Montreux. Wir bezwingen mit dem Mont-Blanc Express die spektakuläre Bergstrecke nach Châtelard und mit der atemberaubenden Standseilbahn den Staudamm des Lac d’Emosson. Über den Nobelskiort Chamonix erreichen wir das Piemont, wo wir es uns bei vorzüglichem Wein des fruchtbaren Bodens gutgehen lassen. Schliesslich durchqueren wir mit der weltbekannten Tendabahn die wildromantischen Seealpen ehe wir herrliche Tage an der italienischen und französichen Riviera verbringen – eine grossartige Reise! Tagesausflug nur inkl. Mittagessen
Fr. 99.-
Mont-Blanc inklusive. Nach der französiIhr tolles Reiseprogramm: schen Grenze erreichen wir wieder mit dem Bus den bekannten Wintersportort Chamo1. Tag – Anreise nach Zweisimmen & nix. Nach etwas Freizeit fahren wir weiter GoldenPass Panoramic-Express Tagtraum ins Piemont. Bieler, und Murtensee Fahrt im Neuenburgerkomfortablen Extrabus nach Nr. 3
3-Seen-Paradies
Zweisimmen, unserem Ausgangspunkt für Ein herrlicher Tag im zauberhaften 3-Seenland! Genüsslich gleiten wir bei Alba einer romantischen 3. Tag – Langhe, & Barolo die Fahrt mit dem legendären GoldenPass Heute lernen wir mit der Schifffahrt über den Bieler-, Neuenburgerund den Murtensee und werden an Bord mitLanghe-Region einem Panoramic-Express. Vorbei an Gstaad und das Piemont von seiner allerschönsten Seifeinen Mittagessen verwöhnt. bestaunenund die unfassbar schöne Postkartenidylle am Ufer Château-d’Oex erreichen wirWir Montreux te kennen. Wir zeigen Ihnen das herrliche damit die wunderschöne Waadtländer Riund erobern zum Abschluss das historische Städtchen Murten! Alba, die „Stadt der hundert Türme“. Weiter viera mit ihren Weinbergen. Zeit zur freien geht es durch das weltbekannte Barolo WeiVerfügung. LEISTUNGEN: * Fahrt im komfortablen Extrabus * Romantische 3-Seen-Schifffahrt (Bieler-,die könignanbaugebiet – hier gedeihen lichsten Italiens.* Besuch Wir besuchen eine & Murtensee) * FeinesLac 3-Gang-Mittagessen währendWeine der Schifffahrt von 2.Neuenburger Tag – Mont-Blanc-Express, d‘Emosrenommierte Weinkellerei erfahren bei son & Chamonix Murten mit freiem Aufenthalt * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutscheinund Fr. 30.InfürMartigny erwartet uns heute eine künftige Mehrtagesreise vonmorgen car-tours.cheiner Führung alles über die Herstellung der edlen Tropfen. der Mont-Blanc-Express. Auf kühner Streckenführung durchquert der Zug die wilde EINSTEIGEORTE & DATEN Trientschlucht und klettert über eine einSt. Gallen - Wil/SG - Winterthur: drückliche Steigung, vorbei an tosenden Zürich Flughafen Zürich - Aarau: Wassern und tiefen -Schluchten. In Châtelard geht es- Pfäffikon mit total 3 SZ Bahnen bis hoch zur Sargans - Affoltern a.A.: beeindruckenden Krone des Staudamms Luzern - Thun - Bern: von Emosson – grossartige Blicke auf den Basel - Liestal - Solothurn:
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FREIZEIT
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CLAUS GILLER
Im Bannwald Schwarzahalden wird die Natur sich selber überlassen
Auf Entdeckungstour im Schwarzwald Der deutsche Forst leidet unter Monokulturen, Trockenheit und Borkenkäfern. Doch es gibt noch Vielfalt zu bestaunen, zum Beispiel bei einer Durchquerung des Schwarzwalds. REPORTAGE CHRISTOPH WEYMANN
ie Wutachschlucht ist ein Naturpara dies. Geniessen lässt sie sich vor allem, wenn Regenwolken am Himmel hängen und nicht zu viele Besucher den Abstieg in die feuchten Fluss täler am östlichen Rand des Südschwarzwalds wagen. Nicht nur zahlreiche Orchi deen und Schmetterlinge, auch ganz unterschiedliche Baumarten gibt es hier zu bestaunen – vom Tannen BuchenWald oben am Rand der Schlucht bis zu Auen wäldchen in der Talsohle mit Weiden und Erlen. Auf der Nordseite herrscht, der Son neneinstrahlung von Süden wegen, ein anderes Klima als am kühleren Südufer. So stiess der WutachRanger Martin Schwenninger an ei nem Februartag auf einen vereisten Wasserfall – und am anderen Ufer, gerade 150 Meter entfernt «haben die Märzenbecher geblüht». Wer sich vom Ranger durch die Schlucht führen lässt, wird auf die Spuren von Biberzähnen aufmerksam gemacht und sieht die seltene Lungenflechte – eine Art pflanzliches Gütesiegel für intakte Natur, das in der wechselvollen Geschichte der Schlucht wohl nicht immer zu sehen war. Um die Mitte des achtzehnten Jahr hunderts war die Wutach schlucht zur Energiegewin nung für ein flussabwärts gelegenes Eisenwerk voll ständig abgeholzt worden, wie zeitweise fast der ge samte Schwarzwald. In der ersten Hälfte des zwanzigs ten Jahrhunderts waren es die Abwässer einer Fabrik → und ein geplanter Stau Mai 2021 | touring
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damm, die das Tal beinahe in eine halb vertrocknete Kloake verwandelt hätten. So steht die romantisch verwu cherte Schlucht auch symbo lisch für den mystifizierten «Deutschen Wald»: Der Urzu stand ist verloren gegangen, aber ein «Zurück zur Natur» ist möglich.
Diesen Weg zwischen Feldsee und Feldberg lohnt es sich zu gehen
Urwaldreste und verknotete Baumriesen Im Bannwald Schwarza halden, dem grössten Wald schutzgebiet des Schwarz walds, bietet Förster Claus Giller regelmässig eine Rund tour für Schwindelfreie an, die auch ein Stück auf dem wildromantischen Rappen felsensteig verläuft. Auf dem Felsen herrscht ein Inver sionsklima mit warmen Hö henlagen, nur Eichen halten es hier oben aus. Der herr liche Mischwald ringsherum komme nahe heran, an die ursprüngliche Baumarten mischung des Schwarzwalds aus Tannen und Buchen, er klärt Claus Giller. Am Feldsee sind sogar noch die Nachfahren echter Ur waldbäume erhalten geblie
Wer mit FeldbergRanger Achim Laber unterwegs ist, erfährt viel
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ben, weil die Holzfäller hier schwächere und zur Vermark tung ungeeignete Bäume hatten stehen lassen. Die Ur fichte, die mit ihrer Säulen form weniger Angriffsfläche für schwere Schneelasten bietet, ist am Feldberg noch häufig zu entdecken. Nicht weit vom Feldsee gibt es ein Moor, in dem vereinzelt auch mickrige Bäume wachsen. Doch die vermeintlichen Jungspunde sind tatsächlich jahrzehntealt. «Im nährstoff armen Moorboden wachsen sie nur zwei Zentimeter im
Jahr», sagt FeldbergRanger Achim Laber. Ähnlich erging es anfangs auch den alten Weidbuchen, die man etwa oberhalb von Schönenberg bei Schönau im Wiesental bestaunen kann. Vom Weidevieh abgenagt, blieben sie über Jahrzehnte nur Büsche – bis sie so breit geworden waren, dass einige Stämmchen bissgeschützt in die Höhe treiben konnten. Dabei haben sie sich mitein ander verflochten, sodass mit der Zeit ein kurzer dicker
FREIZEIT
Bei Wieden sieht der Schwarzwald so aus, wie man ihn sich typischerweise vorstellt
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Stamm und eine imposante Krone entstand. Wenn die Bäume nach ein paar hundert Jahren langsam absterben, wird wieder deutlich, dass die beeindruckenden Riesen stämme eigentlich ein wilder Zopf aus schmaleren Bäumen sind. Im Hochsommer blüht das Heidekraut neben dem bergan führenden Weid buchenpfad, es duftet nach Thymian und die Grillen zir pen, während man staunend von einem Baumkunstwerk zum nächsten geht.
Kiefern aus USA und mediterrane Eichen Freiburg glänzt auch als Stadt des Waldes, vor allem
im Vorort Günterstal. Die zum Arboretum (Baum schaugarten) gehörenden Exoten stehen hier nicht wie üblich in einem botanischen Garten, sondern im Stadt wald. Die hügelige Landschaft des Kaiserstuhls gehört zu den heissesten Gegenden Deutschlands, deshalb gibt es auf dem Büchsenberg bei Achkarren das letzte grös sere Vorkommen der medi terranen Flaumeiche. Die Bäume mit den flauschig behaarten Blättern und der tief gefurchten, schuppigen Rinde wurden früher zeitig als Brennholz gefällt. Der
trockene Buschwald war deshalb hell genug, um zu ei nem Zufluchtsort für seltene Pflanzen wie den «Brennen den Busch» (Diptam) zu wer den. Nur ein paar hundert Meter weiter westlich beginnt der Auenwald um die früheren Altrheinarme. Bei einer Tour mit einem einheimischen Fischer durch das Natur schutzgebiet Taubergiessen ist die Chance relativ gross, auch einmal einen Eisvogel zu sehen. Auf jeden Fall kann man einen überschwemmten Schwarzerlenwald durch queren – mit dem Boot, ver steht sich. •
GUT ZU WISSEN Übernachten: Im Baumzelt schlafen, schwarzwaldcamp.com
Weitere Angebote: hochschwarzwald.de, schwarzwald-tourismus.info
Einkehren: Biorestaurant Alpenblick, Höchenschwand, alpenblick-hotel.de
Aktivitäten: Führung mit dem WutachRanger (Juli bis Sep.); Fernwanderweg Schluchtensteig, z. B. die sechste Etappe (Todtmoos–Wehr), schluchtensteig.de
Försterwanderung am Rappenfelsensteig, natuerlich-waldshut.de
Wolfspfad(e) Höchenschwand, wolfswege-schwarzwald.de
Haus der Natur auf dem Feldberg (Ausstellung und Führungen), naturpark-suedschwarzwald.de
Weidbuchenpfad bei Schönenberg (Broschüre in der Touristinfo Schönau), schwarzwald-tourismus.info
Informationszentrum Waldhaus und Arboretum Freiburg-Günterstal, waldhaus-freiburg.de
Kaiserstuhl (u. a. Blütenkalender), naturgarten-kaiserstuhl.de Der überschwemmte Schwarzerlenwald im Naturschutzgebiet Taubergiessen
Bootsfahrten Taubergiessen, rheinhausen.de («Tourismus & Freizeit» / «Bootsfahrer»)
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Übernachten wie ein Zähringer Die neue Jugendherberge im Schloss Burgdorf ist ein idealer Ausgangspunkt, um die schmucke Stadt und das Emmental zu entdecken. Als Attraktionen warten etwa das Schlossmuseum, der Detektiv-Trail durch den Ort oder die Schaukäserei in Affoltern i. E. REPORTAGE FELIX MAURHOFER
L
angsam senkt sich die Nacht über das Schloss Burgdorf. Das Licht der Scheinwerfer verbreitet auf dem 800 Jahre alten Gemäuer eine etwas unheimliche Stimmung. Über Jahrhunderte wohnten und arbeiteten im Zähringerschloss Herzöge,
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Schultheissen und zuletzt die kantonale Verwaltung inklusive Gefängnis. Die ehrwürdigen Zähringer hätten sich wohl nie träumen lassen, dass dereinst ihre Residenz zum «Schloss für alle» würde. Hinter der grossen Glasfensterfront, dort, wo einst Gefangene ihre
Stilvoll eingerichtetes Familienzimmer im Schloss Abendlicher Ausblick auf das schmucke Städtchen Burgdorf
FREIZEIT Ein Schloss für alle mit der Jugendherberge und dem Museum
Strafe absassen, sitzen die Gäste der Burgdorfer Jugendherberge beim Abendessen. Der Verdauungsspaziergang durch die Burg mit Blick auf die Stadt ist einmalig. Danach können die Gäste in der stilvoll eingerichteten Lobby den Abend ausklingen lassen oder sich in einem der 31 Zimmer zur Ruhe legen. 115 Betten, vom Doppelübers Familien- bis zum Mehrbettzimmer stehen zur Verfügung. Die Pforten des Schlosses sind für jedermann offen. Hier können Feste gefeiert, Bankette abgehalten oder gar Trauungen vollzogen werden.
Durch die Wunderkammern Wer in der Jugi Burgdorf übernachtet, hat freien Zutritt zum Museum. Der Rundgang beginnt in der Lobby und führt durchs halbe Schloss bis in den Dachstuhl hinauf. In den Wunderkammern und Themenkabinetten gibt es vieles zu bestaunen. Hautnah und spannend werden Exponate der Zähringer, Sammelstücke der Burgdorfer Auswanderer, die Bedeutung der Milchprodukte im Emmental oder die Goldsuche am Napf präsentiert. Auch Kinder kommen
im Museum auf ihre Rechnung: Sie können an einer der Mitmachstationen Schattenfiguren basteln und Theater spielen. Kurzum, ein kleines Museum für neugierige Besucher.
Rätsel in der Stadt Vom Schloss ist der Weg hinunter in die schmucke Altstadt von Burgdorf nur kurz. In den alten Gassen, aber auch in der Umgebung gibt es viel zu sehen. Wer das spielerisch tun möchte, dem ist der spannende Detektiv-Trail zu empfehlen. Gegen Gebühr lädt man die Trailkarte aufs Smartphone oder druckt sie zu Hause aus. Beim Bahnhof beginnt der 4,5 Kilometer lange Weg, auf dem es fünfzehn Rätsel zu lösen gibt. Auf diese Weise erfahren die Detektive so manches über den Ort. Etwa über Bernhard Luginbühls Skulpturen, den Lauf der Emme oder welcher bekannte Lehrer hier unterrichtete. Einige Rätsel fordern eine gute Beobachtungsgabe und auch viel Spürsinn. Nach rund zwei Stunden ist das letzte Rätsel gelöst, und man hat spezielle Blickwinkel auf den Ort erhaschen können.
Gertsch bis Käse Sollte sich das Wetter einmal von der garstigen Seite zeigen, lohnt sich ein Besuch im Museum Franz Gertsch. Die monumentalen und fotorealistischen Bilder des Künstlers sind beeindruckend. Wer genug Zeit hat, sollte einen halben Tag einplanen, um nach Affoltern i. E. in die Schaukäserei zu reisen. Nebst ihr ist der Frischkäse-Workshop im Stöckli oder der digitale Käse-Königsweg sehr zu empfehlen. Von hier sollte man nicht weg, ohne ein Stück köstlichen Emmentaler gekauft zu haben. •
Rätselhafte Blickwinkel auf dem Detektiv-Trail Multimediales Käseerlebnis auf dem Königsweg
GUT ZU WISSEN Jugendherberge Schloss Burgdorf: eine Übernachtung inklusive Frühstück ab 43 Franken, schloss-burgdorf.ch Königsweg in der Emmentaler Schaukäserei in Affoltern i. E., emmentaler-schaukaeserei.ch
Detektiv-Trail Burgdorf ab neun Franken, detektiv-trails.ch Museum Franz Gertsch: Eintritt sechzehn Franken, museum-franzgertsch.ch Essen: Stadthaus Burgdorf, stadthaus.ch Schloss Burgdorf, schloss-burgdorf.ch
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uf den zwölf Kilometern Radweg von Romanshorn nach Arbon ist der See immer im Blick. Die knapp 15 000 Einwohner grosse Stadt bezirzt mit hübschen Häusern im historischen Zentrum und ihrem grosszügigen Seepark. Eine Möglichkeit wäre, sich für eine Weile auf eine Bank zu setzen und in aller Ruhe die Aussicht aufs Wasser, die Berge in Vorarlberg und das deutsche Ufer gegenüber zu geniessen. Aber dann gibt es in Arbon auch einiges zu sehen, etwa das Saurer-Museum mit alten Postbussen, Lastwagen und Militärfahrzeugen. Dass der Thurgau der Kanton der schönen alten Riegelhäuser ist, zeigt sich in der Gemeinde Roggwil unweit von Arbon. Auf ihren Strassen sind viele Radfahrer unterwegs, was nicht verwundert, führen doch viele Velowege durch die Region Roggwil. Den Säntis zur Linken und den Bodensee zur Rechten führt der Weg Richtung Hagenwil hügelauf und hügelab vorbei an nicht enden wollenden Obstplantagen und ist daher ideal für E-Bikes und Rennvelos. Bei den Apfel- und Birnbäumen beginnt die «Bluescht» Mitte April. Der Thurgau ist immer hinreissend,
Einer der unzähligen Apfelbäume im Obstbaukanton
Blütenzauber am Bodensee Der Thurgau ist ein hinreissender Kanton und ganz besonders dann, wenn alles spriesst und sich die Natur von ihrer schönsten Seite zeigt. Seine ländliche Schönheit lässt sich gut auf dem Velo bei einer Fahrt durch kleine Städte und Dörfer entdecken. TEXT JULIANE LUTZ Blick auf Arbon, einmal von einem Boot aus gesehen
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Roggwil bietet einige schöne Riegelhäuser
FREIZEIT Hagenwil überrascht mit einem Wasserschloss
JubiläumsHotelrabatte für TCS-Mitglieder
Im Frühling verwandelt sich der Thurgau in ein Blütenmeer
aber besonders dann, wenn weisser und rosafarbener Schaum das Land förmlich überzieht. Mit etwas Wetterglück ist er auch noch später im Monat zu erleben.
FOTOS SCHWEIZ TOURISMUS, JULIANE LUTZ
Das 242 Einwohner zählende Dorf Hagenwil überrascht mit einem trutzigen Wasserschloss aus dem dreizehnten Jahrhundert, einem der besterhaltenen seiner Art in der Schweiz. In normalen Zeiten ist es ein beliebtes Restaurant, das sich seit über 200 Jahren im Besitz der Familie Angehrn befindet. Wer wissen will, wie aus den unzähligen Äpfeln Most oder Schaumwein werden, dem sei in Post-Corona-Zeiten eine Führung in der Mosterei Möhl in Arbon empfohlen. Hier wird auf spannende Weise Wissen vermittelt. Im 2018 eröffneten Museum können in einem Bistro auch alle Getränke der Marke probiert werden, und ein Saftladen lockt mit Artikeln rund um den Apfel. Das war jetzt nur ein kleiner Teil des Thurgaus. Gottlieben, Schloss Arenenberg oder Steckborn – es gibt am See noch so viel mehr zu entdecken. • Infos: thurgau-bodensee.ch
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Gemütlichkeit auf insgesamt zehn Quadratmetern. Genügt doch
Klein, aber clever Den Rollladen von Hand runterlassen, das war gestern. In automatisierten Unterkünften lassen sich solche Vorgänge mit der Stimme steuern. Aber unser Autor hat in einem «tiny» Ferienhaus, das man mieten kann, noch mehr erlebt. Zum Beispiel Witze vom Computer. REPORTAGE MARKUS FÄSSLER
FOTOS M. FÄSSLER, ZVG
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nschuldig steht es da, auf 1300 Metern über Meer, unweit der Bergstation der Sesselbahn Mattstock und der Piste Bärenfall in Amden (SG) – ein Tiny House mit heller Holzverkleidung und einem dunklen Dach. Meine Bleibe für die nächsten zwei Tage und zwei Nächte. Das ist an und für sich noch nichts Spezielles. Schliesslich er freut sich diese Wohnform und das mit ihr verbundene Leben auf kleinem Raum schon seit längerer Zeit einer grossen Beliebtheit. Auch weil damit gleich mehrere Sehnsüchte, insbesondere von Städtern, befriedigt wer den: weg vom Lärm, hin zur
Natur, endlich die zwanzig Kaffeetassen sowie fünfzig Paar Socken hinter sich las sen und sich dem Minimalis mus zuwenden. Meine Unter kunft aber hat noch weit mehr zu bieten. Sie ist näm lich digitalisiert. Will heis sen: Licht, Musik, Heizung und Fensterläden lassen sich mit der Stimme oder über ein Tablet steuern, die Tür mit dem eigenen Smartphone öffnen.
Vorsicht ist geboten Geht es um automatisierte Vorgänge in einem Haus, er innere ich mich immer an eine Folge von der Serie «Die Simpsons», in der die gelbe Familie aus Springfield in
einem vollautomatisierten Heim lebt, der Computer am Ende Jagd auf den Hausherrn macht und diesen gar beseiti gen will. Und da die Macher der Serie schon vor Jahren in einer der Episoden Donald Trump als Präsidenten der USA vorausgesagt haben, ist Vorsicht geboten. Bin ich etwa durch die zum Inventar ge hörende NespressoMaschine in Gefahr? Wird sie mich plötzlich hinterrücks mit Kaf feekapseln beschiessen?
Im digitalen Chalet wird das Licht mit der Stimme oder über das Tablet gesteuert
«Blödsinn», denke ich mir und mache es mir auf dem Sofa gemütlich – die Nespresso Maschine mit einem Auge immer im Blickfeld. Auf ins → gesamt zehn Quadrat Mai 2021 | touring
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FREIZEIT Aussen eher unauffällig, innen hübsch und automatisiert
Nichts fehlt, aber die Digitalisierung kann speziell sein
Licht an! … Befehle beginnen stets mit «Computer, …»
metern Fläche hat es im Mini haus alles, was es zum Leben braucht: ein ausklappbares Bett hinter der mit Bildern be hängten Wand versteckt, WLAN, ein Tablet mit TVApp, eine Küche mit grossem Kühl schrank, Induktionskochherd, Geschirr und Kochutensilien ausgestattet. Nur der Back ofen fehlt. Es folgen erste zaghafte Versuche, mit dem Computer zu kommunizieren. Etwas doof komme ich mir dabei definitiv vor. «Compu ter, schliesse Rollo Wohn zimmer!», lautet mein Befehl. «Okay», bekomme ich als Ant wort von einer Frauenstimme. Und schon setzt sich der Vor hang in Bewegung und findet seinen Weg nach unten. Für ganz einsame Zeiten kann man sich sogar einen Witz er zählen lassen. Etwa diesen hier: «Was kann man einfach nicht mit Worten ausdrücken? Einen nassen Schwamm.» Dieses Mal bin ich es, der «okay» sagt …
Ein Schreck zum Abschluss des Tages Weniger entspannt ist dann allerdings das Einschlafen. «Computer, gute Nacht!», lau tet der Befehl und schon übernehmen Dunkelheit und Ruhe das Zepter. Während
ich auf der Suche nach der optimalen Schlafposition bin, ertönt plötzlich Musik. Ich schrecke hoch. Was ist denn jetzt passiert? «Musik aus!», nichts passiert. Nächster Ver such: «Musik leiser!», wiede rum nichts. In der allgemei nen Verwirrung versuche ich es mit weiteren Befehlen, bis mir einfällt, dass ich zuerst «Computer» sagen muss. Da nach ist es wieder still. Wieso genau es zum Abschluss des Tages Musik gibt, ist mir bis heute unklar. Am nächsten Morgen ist der Schrecken vergessen. Ich liege eingerollt in der Decke auf dem Bett und weise den Computer an, den Rollladen zu öffnen. Noch eine ganze Weile geniesse ich so die Sicht auf das Bergpanorama und die Landschaft, die mit ihren vielen grünen Flecken ein bisschen an das Muster des weissschwarzen Holstein Rinds erinnert. Frühstück im Bett wäre jetzt toll, aber das kann das Tiny House dann eben doch noch nicht. Und das finde ich irgendwie auch ganz gut so. • Das Tiny House steht ab 30. April bis 31. Oktober auf dem Nollen im Bezirk Weinfelden (TG) und kann über thurgau-bodensee.ch gebucht werden. Das Tiny House an seinem Winterstandort oberhalb von Amden (SG)
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GESUNDHEIT
Sport treiben während der Schwangerschaft?
nicht genügend wächst oder die Frau Blutarmut (Anämie) hat.
INTERVIEW SANDRA EGLI
Darf auch während einer Schwangerschaft Sport getrieben werden? Deivis Strutas: Ja, unbedingt! Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine leichte sportliche Aktivität in der Schwangerschaft zur verbesserten Gesundheit der Mutter und auch des ungeborenen Kindes beiträgt. Gemäss der Erfahrung wird durch eine moderate sportliche Aktivität die Häufigkeit von Schwangerschaftsdiabetes, übermässiger Gewichtszunahme, Auftreten einer Schwangerschaftsvergiftung sowie zu hohem Geburtsgewicht reduziert. Kann Sport in der Schwangerschaft zu einer Frühgeburt führen?
Früher dachte man, dass vermehrte sportliche Aktivität die Frühgeburtenrate erhöht. Gemäss diversen Untersuchungen konnte aber gezeigt werden, dass – sofern keine Kontraindikationen kindlicher- und mütterlicherseits vorliegen – kein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit oder Frühaborte besteht. Gibt es Fälle, bei denen von Sport abgeraten wird? Ja, es gibt auch Einschränkungen, wonach das Treiben von Sport nicht empfohlen wird, zum Beispiel wenn die Schwangere blutverdünnende Medikamente einnehmen muss oder wenn aufgrund der Verkürzung des Gebärmutterhalses eine Frühgeburt droht. Auch dann, wenn das Kind
Welche Sportarten empfehlen Sie Schwangeren, und auf welche sollte besser verzichtet werden? Insbesondere aerobe Ausdauersportarten wie Radfahren und Schwimmen sowie leichtes bis moderates Krafttraining sind gut geeignet. Auf ein intensives Krafttraining sollte aufgrund der möglichen Erhöhung des intraabdominalen Druckes und der damit verbundenen fetalen Minderdurchblutung verzichtet werden. Sportarten mit einer erhöhten Gefahr eines Zusammenpralls wie Rodeln, Bobfahren, Fussball und so weiter sollten aufgrund der Gefahr eines vorzeitigen Blasensprungs oder einer Plazentalösung vermieden werden. ◆ Das ausführliche Interview finden Sie auf tcs-mymed.ch Welche Themen rund um Gesundheit interessieren Sie? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge: med@tcs.ch
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Reisen im Corona-Zeitalter Die fünfte Ausgabe des TCS-Reisebarometers steht ganz im Zeichen der Pandemie. Dabei zeigen sich unter anderem deutliche Unterschiede im Reiseverhalten zwischen der Bevölkerung und den Mitgliedern des TCS. TEXT DOMINIC GRAF
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ie Corona-Krise trifft die Reisebranche besonders hart. Die Reisepläne von über zwei Dritteln (68 Prozent) der Schweizer Bevölkerung sind seit Ausbruch des Virus beeinflusst worden – dies vor allem durch Stornierungen, gefolgt von Reisebeschränkungen und Quarantänen. Bei den TCS-Mitgliedern sind es sogar 86 Prozent. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue TCS-Reisebarometer, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vom Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Touring Club Schweiz durchgeführt wurde. Für die repräsentative Umfrage 60 touring | Mai 2021
wurden 1011 erwachsene Personen aus der ganzen Schweiz telefonisch zu ihrem Reiseverhalten befragt. Zusätzlich nahmen über 1800 TCS-Mitglieder an einer Onlineumfrage teil. Aufgrund der besonderen Umstände rund um das Coronavirus wurden für diesen Reisebarometer einige neue Fragen aufgenommen, etwa zur Reisesehnsucht, zur Impfbereitschaft oder zum Wechsel des Transportmittels. Folgend die wichtigsten Erkenntnisse.
Unterschiedliche Reisesehnsucht Obwohl viele Schweizerinnen und Schweizer auf Reisen ins
Ausland verzichten mussten oder nur eingeschränkt verreisen konnten, ist die Sehnsucht nach Auslandsreisen bei der Gesamtbevölkerung mit 47 Prozent erstaunlich tief. Bei den TCS-Mitgliedern sieht es anders aus: Zwei Drittel (66 Prozent) der Mitglieder geben an, sich danach zu sehnen, über die Schweizer Landesgrenzen hinaus reisen zu können – das sind knapp 20 Prozentpunkte mehr als bei der Bevölkerung. Dies dürfte nicht zuletzt auch daran liegen, dass TCS-Mitglieder grundsätzlich reisefreudiger sind und sich beispielsweise dank dem TCS ETI Schutzbrief, welcher übrigens auch eine Covid-
Erkrankung abdeckt, sicherer beim Reisen fühlen. Die Reiselust in der Bevölkerung wird besonders durch die erschwerten Bedingungen und unterschiedlichen Bestimmungen gehemmt. So fühlt sich zwar die grosse Mehrheit (79 Prozent) gut über die Reiserisiken informiert, jedoch liegt die Verständlichkeit der Reiseempfehlungen mit 56 Prozent relativ tief. Als Konsequenz bei unklaren Empfehlungen verzichten 70 Prozent der Befragten auf die geplante Reise. Für 86 Prozent sind die Sicherheitsmassnahmen gegen Covid-19 ein wichtiger Reisefaktor. Hier sei darauf
CLUB
hingewiesen, dass der TCS regelmässig auf seiner Website unter anderem über die aktuelle Lage, die Massnahmen und die Reisebestimmungen in Bezug auf die Corona-Pandemie informiert und das Angebot laufend erweitert.
Hohe Impfbereitschaft Auf die Frage nach der Impfbereitschaft gibt eine Mehrheit von 64 Prozent an, sich sicher oder wahrscheinlich impfen zu lassen. Ebenfalls eine Mehrheit (62 Prozent) ist zudem bereit, sich einzig fürs Reisen oder einen Auslandaufenthalt zu impfen. Bei den TCS-Mitgliedern ist die allgemeine Impfbereitschaft mit 67 Prozent leicht und diejenige aufgrund von Reisevorschriften sogar deutlich höher (72 Prozent).
Sehnsucht nach Auslandreisen «Haben Sie zurzeit Sehnsucht nach Reisen ins Ausland? Ist diese Sehnsucht sehr gross, eher gross, eher klein oder sehr klein?» In Prozent Einwohner/-innen ab achtzehn Jahren. Bevölkerung 22
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Sehr gross Eher klein
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Beliebtes Reisetransportmittel Das Auto hat in der Pandemie an Bedeutung gewonnen
ETI HILFT AUCH IM CORONA-FALL
MAURITIUS IMAGES
Als nicht gewinnorientierter Verein will der TCS seinen Mitgliedern mit dem bestmöglichen Schutz zur Seite stehen. Daher deckt der ETI unter Berücksichtigung der generellen Deckungsvoraussetzung auch Schadenfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Corona-Deckung gilt bei Neuabschluss eines ETI-Schutzbriefes und auch für alle bestehenden ETIInhaber.
Erfahren Sie mehr über den Ganzjahres-Reiseschutz Nr. 1 der Schweiz unter tcs.ch/eti
Trotz der Krise liessen sich einige das Reisen nicht nehmen – auch wenn die Distanzen eher kurz blieben und hauptsächlich entweder gar nicht über die Schweizer Landesgrenzen hinaus oder lediglich in ein Nachbarland führten. Die relativ kurzen Wege sowie das Bedürfnis nach Sicherheit sind schliesslich Gründe, weshalb jeder vierte Reisende das Transportmittel gewechselt hat. Dabei gewinnt das Auto stark an Bedeutung und verdrängt das Flugzeug und den ÖV: Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) sind mit dem privaten Auto statt mit dem Flugzeug verreist. Noch erstaunlicher: 43 Prozent geben an, mit dem Auto anstatt mit dem Zug gereist zu sein. ◆ Der TCS-Reisebarometer 2021 steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: tcs.ch/reisebarometer
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Weiss nicht. / Keine Antwort
Impfbereitschaft «Falls dies für die Reise oder den Aufenthalt im Ausland vorgeschrieben wäre: Würden Sie sich wegen einer Reisevorschrift sicher, wahrscheinlich, wahrscheinlich nicht oder sicher nicht gegen Covid-19 impfen lassen?» «Werden Sie sich unabhängig von Reisevorschriften sicher, wahrscheinlich, wahrscheinlich nicht oder sicher nicht impfen lassen?» In Prozent reisender Einwohner/-innen ab achtzehn Jahren (oben). In Prozent reisender TCS-Mitglieder (unten). Impfbereitschaft aufgrund Reisevorschrift 41
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«Gewinner» der Pandemie
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Impfbereitschaft allgemein 38
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Sicher. Wahrscheinlich. Weiss nicht. / Keine Antwort Wahrscheinlich nicht. Sicher nicht.
Wechsel Transportmittel aufgrund der Corona-Pandemie «Was trifft konkret auf Sie zu?» In Prozent Einwohner/-innen ab achtzehn Jahren, deren Reiseplanung von der Pandemie beeinflusst wurde. Mit privatem Auto statt Flugzeug gereist. 51 Mit privatem Auto statt Zug gereist. 43 Von zu Hause aus Ausflüge gemacht (ohne Übernachtung). 36 Auf Mietauto ausgewichen. 18 Mit dem Velo verreist. 18 Im Campingfahrzeug statt in Hotels übernachtet. 7 Weiss nicht. / Keine Antwort 7 Quelle: gfs.bern, TCS-Reisebarometer, Februar 2021
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CLUB
Dem Stau zuvorkommen Mit den Verkehrsinfos in der TCS-App behält man Staus, Strassenzustände und Baustellen immer im Blick. Nun wurde das Modul überarbeitet und glänzt mit frischem Design und zusätzlichen Funktionen.
Jetzt in der TCS-App Die Verkehrsinfos mit individuellen Einstellungen, Push-Nachrichten und Webcams
TEXT DOMINIC GRAF
Verschmelzung der beliebtesten Module Ein Highlight der neuen TCSVerkehrsinfos ist die Integra-
tion der Webcams, die zuvor in einem eigenen Modul in der TCS-App zu finden waren. «Mit der Verschmelzung der beiden beliebtesten Module kann nun zwischen den schriftlichen Infos und den Livebildern von Knotenpunkten und wichtigen Autobahn- und Kantonsstrassenabschnitten hin und her geswitcht werden», erklärt Fabien Zurbriggen, Leiter des TCS Content Managements. Sehr wichtig bei solch einem Make-over sind nicht zuletzt auch die Meinungen der User selbst. Deshalb hat der TCS eine Version zum öffentlichen Testen freigegeben. Die Rückmeldungen der Nutzer seien denn auch äusserst wertvoll gewesen, wie Fabien Zurbriggen sagt: «Ein grosses Dankeschön an alle Mitglieder, welche die Beta-Version mitgetestet haben. Mit ihrem tollen Mitwirken und ihren konstruktiven Feedbacks haben sie einen wesentlichen Beitrag geleistet, die TCSVerkehrsinfos noch benutzerfreundlicher zu machen.» ◆
FOTOS TCS
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eim ersten Öffnen führt ein kurzes Tutorial durch das optimierte App-Modul. Man erfährt, was wo zu finden ist, wie sich die Kategorien auswählen lassen oder wie man eine Push-Nachricht einrichtet. Nutzerinnen und Nutzer, die das Modul schon kennen, dürften sofort bemerken, dass die Liveinformationen zur Verkehrslage, zum Strassenzustand, zu den Pässen, den Autoverladestationen und Baustellen nun im frischen Look und mit vereinfachter Nutzerführung erscheinen. Für die qualitativ hochstehende und zuverlässige Aufarbeitung der Verkehrsnachrichten sorgt nach wie vor die dreisprachige Fachredaktion von Viasuisse. Nebst der TCS-App sind die Verkehrsinfos von Viasuisse unter anderem auch telefonisch unter der Nummer 163 (kostenpflichtig) zugänglich.
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CLUB Die TCS-Sondermarke konzentriert sich ganz auf das Thema Sicherheit auf der Strasse
FÜR PHILATELISTEN Wert: 1 Schweizer Franken Sujet: 125 Jahre Touring Club Schweiz (TCS) Thema: Sicherheit auf der Strasse
Die Sicherheits briefmarke
Format: Rautenform mit Seitenlänge von 34 mm Briefmarkenpapier: weiss, mit optischem Aufheller, matt, gummiert, 110 g/m² Zähnung: 13¼
Zum 125-Jahr-Jubiläum widmet die Post dem Touring Club Schweiz eine Sondermarke. Es ist bereits die dritte, die vom TCS handelt. TEXT DOMINIC GRAF
D FOTOS ZVG
ie erste Sondermarke teilte sich der TCS noch mit dem ACS. Anlässlich des 75jährigen Bestehens beider Clubs lancierte die Post 1972 eine Briefmarke zum Thema Pannenhilfe. Im Jahr 1996 folgte die zweite Sondermarke, die exklusiv dem TCS und seinem Hundert-JahrJubiläum gewidmet war.
25 Jahre später darf sich der grösste Mobilitätsclub des Landes erneut über die Ehre freuen, auf einer Schweizer Briefmarke verewigt zu sein.
Dazu TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi: «Dass die Post eine TCS-Sondermarke herausgibt, freut uns nicht nur, sondern erfüllt uns auch ein bisschen mit Stolz. Sie ist für unsere Jubiläumsfeier das ‹Tüpfli auf dem i›, wenn nicht gar ein Ausrufezeichen!»
Leitplanken und Leuchtwesten Die Marke konzentriert sich ganz auf das Thema Verkehrssicherheit. Gestaltet vom Tessiner Produktedesigner Vito Noto zeigt die besondere Form in der Perspektive eine Strasse
mit einem im Zentrum stehenden, leuchtend gelben Fussgängerstreifen. Die aufgestellte Taxziffer kann als Leitplanke verstanden werden. Auch die Farbgebung symbolisiert das Thema Sicherheit und lehnt sich an die vom TCS abgegebenen Leucht westen, die Kinder auf dem Schulweg tragen, an. Dementsprechend ist der Hintergrund in Silber gedruckt. All diese Eigenschaften machen die Sondermarke zu einer eigentlichen Sicherheitsbriefmarke. •
Gestaltung: Vito Noto, Lugano Verkauf: Ab 6.5.2021 (Versand der Vorbestellung ab 29.4.2021) Bestellung mit 3,5% Cashback: benefits.tcs.ch (nach «Postshop» suchen)
Die TCS-Jubiläumsbriefmarken aus den Jahren 1972 (oben) und 1996
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CLUB
Mit dem TCS einfacher durch Europa reisen
Wohnmobile können ab jetzt direkt beim TCS gemietet werden
TCS-Mitglieder kommen dank der TCS-Auto- und -Transportermiete günstiger vorwärts. Jetzt gibt es auch Rabatt bei der Miete von Wohnmobilen im Ausland sowie bei der Buchung von Fähren. TEXT DOMINIC GRAF
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ie Pandemie hat das Reisen verändert. Statt Fernreisen mit dem Flugzeug oder Zug, greifen die Menschen vermehrt auf das Auto zurück. Vor allem das mobile Reisen und Campingferien erleben einen Boom, der noch länger anhalten wird. Als Ansprechpartner Nr. 1 in allen Belangen rund um die Mobilität passt der TCS sein Angebot für seine Mitglieder stetig an und kann nun auch Preisvorteile für die Miete von Campingfahrzeugen für Reisen im Ausland offerieren.
2300 Camper an 75 Stationen In Kooperation mit der ADAC-Wohnmobilvermietung vermittelt der TCS bestens ausgestattete Reisemobile von eigens dafür lizenzierten und erfahrenen Caravaningfachbetrieben in Deutschland. Später sollen weitere Mietstationen in Europa und sogar Übersee hinzukommen. So stehen momentan über 64 touring | Mai 2021
2300 Fahrzeuge aller bekannten Marken an rund 75 Vermietstationen in ganz Deutschland bereit – vom wendigen Campervan über den schicken Teilintegrierten bis hin zum geräumigen Alkovenwohnmobil. Mit einer Ermässigung von drei Prozent auf den Tagesmietpreis garantiert der TCS, dass die Mitglieder bei der Buchung immer einen Preisvorteil gegenüber den Internetoriginalpreisen des angebotenen Autovermieters erhalten. Wie bei der TCS-Auto- und -Transportermiete muss auch hier nie mit versteckten Zusatzkosten oder unnötigem Papierkram gerechnet werden. Die Allinclusive-Pakete beinhalten unter anderem Vollkaskoschutz mit 1500 Euro Selbstbehalt, einen kostenlosen Zusatzfahrer und die Möglichkeit, einfach zu stornieren. Dies sorgt bereits vor der Fahrt für ein gutes Gefühl. Das neue
TCS-Angebot bietet die ideale Ausgangslage, um bequem, sicher und günstiger ins Ausland zu reisen. Länder wie Norwegen, Schweden, die Niederlande, Frankreich, Spanien oder Italien können so im eigenen Rhythmus und unabhängig vom Pauschaltourismus entdeckt werden.
Bis zu 25 Prozent Rabatt auf Fähren Wer Europa im eigenen oder gemieteten Fahrzeug erkundet, gelangt früher oder später ans Wasser. Dank unzähliger Fährverbindungen in Süd- und Nordeuropa lassen sich praktisch alle Ziele erreichen. So werden in Nordeuropa beispielsweise alle skandinavischen Regionen, Grossbritannien, Irland und die baltischen Staaten angefahren. Im westlichen Mittelmeer sind alle Anrainerstaaten mit Fähren zu erreichen. Jedoch fällt es nicht immer einfach, bei all den unabhängigen Fährgesellschaften und ihren unterschiedlichen Buchungssystemen und Sprachen den Überblick zu behalten. Der neue Onlineservice «TCS Ferry», der sich ebenfalls in Zusammenarbeit
DIE TCS-EXPERTIN mit dem ADAC entwickelte, schafft nun Klarheit im europäischen Fähren dschungel. Ohne grossen Aufwand lassen sich hier über 450 Verbindungen in ganz Europa finden, die Preise ver gleichen und die gewünschte Fahrt direkt buchen. TCSMitglieder profitie ren zudem von attraktiven Preisvor teilen: Einerseits fallen für Mitglieder die Bearbeitungsgebühren weg, und andererseits sparen sie je nach Reederei noch bis zu 25 Prozent. •
MIETEN UND SPAREN MIT DEM TCS ARBEITEN
TCS-Mitglieder profitieren von attraktiven Preisvorteilen auf die Miete von: ▪ Autos (bis zu fünfzehn Prozent Rabatt) ▪ Transportern (Bestpreisgarantie) ▪ Wohnmobilen (drei Prozent Rabatt auf den Tagesmietpreis)
Lohn gekürzt wegen Motorradunfall
«
Mit «TCS Ferry» lassen sich ausserdem Fährverbindungen in ganz Europa einfach finden, vergleichen und online buchen. TCS-Mitglieder bezahlen keine Bearbeitungsgebühr und erhalten je nach Reederei bis zu 25 Prozent Rabatt.
MAURITIUS IMAGES
Neulich war ich in einen Motorradunfall verwickelt, dabei hatte ich keine Schutzkleidung an. Darf mir der Chef deswegen den Lohn kürzen?»
Buchung und Infos: tcs.ch/automiete
TEXT VERA BEUTLER
Grundsätzlich ja. Die ersten bei den Tage erhalten Sie ohnehin, sofern vertraglich nicht grosszügi ger geregelt, nur achtzig Prozent Ihres Lohnes ausbezahlt. Arbeiten Sie durchschnittlich mehr als acht Stunden pro Woche, erhalten Sie ab dem dritten Tag der (nicht berufs)unfallbedingten vollen Arbeitsunfähigkeit von der Unfall versicherung ein Taggeld im gleichen Umfang. Hat Ihre Arbeit geberin eine kollektive Unfallzu satzversicherung abgeschlossen, leistet diese ein ergänzendes Tag geld von zwanzig Prozent.
Buchung und Infos: tcs.ch/faehren
FOTOS ANDREY ARMYAGOV, ©JOYT – STOCK.ADOBE.COM
«TCS Ferry» Über 450 Fährverbindungen in ganz Europa können beim TCS gebucht werden
richt eine Lohnkürzung stützen würde. Auch die Unfallversiche rung kürzt Ihnen das Taggeld, wenn Sie elementare Vorsichts massnahmen missachtet und da mit «den Unfall grob fahrlässig herbeigeführt» haben. Das Nicht tragen eines Schutzhelms erachtet das Bundesgericht bereits bei der Fahrt mit einem Motorfahrrad als grob fahrlässig und stützt eine Leistungskürzung von zehn Pro zent. Sind Sie in Ihrer Freizeit bei einem Motorradrennen oder beim Training dazu verunfallt, kann die Unfallversicherung die Geld leistungen in besonders schweren Fällen sogar ganz streichen, denn dies gilt als – nicht versichertes – Wagnis. •
Dies gilt jedoch alles nur dann im genannten Umfang, wenn Sie nicht aus eigenem Verschulden arbeitsunfähig sind. Allerdings darf Ihre Arbeitgeberin den Lohn nur bei grobem Fehlverhalten Vera Beutler ist Dr. iur. und kürzen. Sind Sie etwas riskant ge Leiterin des InfoCenters «Recht & Versicherungen» fahren und deswegen verunfallt, droht keine Kürzung. LEX4YOU Ohne Schutzkleidung und ohne Helm «lex4you» ist Ihre inter aktive Rechtsauskunfts Motorrad zu fahren, plattform für den Alltag – ist aber nicht nur gut verständlich, aktuell etwas riskant, son und praktisch. dern eben grob fahr Für rechtliche Anliegen steht lässig und dürfte dazu Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch führen, dass das Ge
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FORUM
touring Impressum Magazin des Touring Club Schweiz Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE) Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Dominic Graf Jérôme Lathion Juliane Lutz Pascale Stehlin Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger Layout Sara Bönzli Stephan Kneubühl Andreas Waber Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Susanne Troxler (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Übersetzungen Grazia Annen (I) Philippe Rawyler (F) Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 735 588 Totalauflage: 1 190 995 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitglieder nummer direkt an: TCSZentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheber rechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manu skripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00
Schreiben Sie uns ... In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck. Spitfire im Schnee Dreikönigstag 1967. Mit meinem Verlobten, einem gut aussehenden Waadtländer, und in seinem wunderschönen, knallroten Triumph Spitfire MK3, Jahrgang 1963, fahre ich zum ersten Mal Richtung Schweiz. In London liegt kein Schnee, also fahren wir mit Sommer reifen. Böse Überraschung im Jura an der französischschweizerischen Grenze: Auf den letzten Metern der steil ansteigenden Strasse zum Zoll lag viel Schnee. Der Spitfire begann zu rutschen … Was tun? Die «Financial Times» als Antirutschmatte nutzen? Wir legen die Zeitung auf den Boden, mein Ver lobter gibt kräftig Gas, und ich – im nasskal ten Schnee in meinen dünnen kleinen Londo ner Sommerschuhen – gebe einen gewaltigen Schubs. Das Auto sprang vorwärts, wir er reichten die Grenze – unter Beobachtung der Zöllner, die laut lachten. Leider mussten wir uns ein paar Jahre später von unserem schö nen, tapferen Auto trennen: keine Chance,
Rückfahrdetektoren Touring 2/2021
Selbstverständlich ist es gut, wenn beim Rückwärtsfah ren akustisch vor Gefahren gewarnt wird. Sinnvoller wäre, das Vorwärtsparkie ren zu verbieten. Denn beim Wegfahren rückwärts fährt man fast bis zur Mitte der Strasse, bis man sehen kann, ob sie frei ist – vorwärts hat man sofort volle Übersicht. Die Lösung wäre das inten sivere Üben des Parkierens rückwärts in der Fahrschule. Flemming Salhauge @ Deutschlands Schweizen Touring 3/2021
Der Name «Holsteinische Schweiz» hat sich bereits im achtzehnten Jahrhundert eingebürgert, weil Einwan derer, welche die Schweiz aus Armut verlassen hatten, sich in dem ehemaligen dä nischen Bezirk der heutigen Holsteinischen Schweiz nie derliessen. Hier gab es den Beruf des «Schweizers»: ei
Extravagantes Auto, aber eher für schönes Wetter
einen Kinderwagen im Kofferraum eines Spit fire zu verstauen! Der gut aussehende Waadt länder fährt aber immer noch … Patricia Quinche
@ Gesucht: Leserbilder
Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.
genständige Melker und Kä ser. Die Berufsbezeichnung habe ich in den Siebziger jahren des vorigen Jahrhun derts noch auf der Insel Feh marn und zwischen Lübeck und Kiel angetroffen.
Umstieg auf E-Mobilität Touring 4/2021
Der Bund erhebt für den Old timerumbau 16 000 Franken Zulassungsgebühren – das ist Erpressung. Die Schweiz ist enorm rückständig, was die Förderung sauberer Fahr zeuge anbelangt: keine Hilfe für den Umstieg und für die Installation von privaten La destationen. Klar, wir kön nen die umweltschädlichen Fahrzeuge besteuern, aber wäre es nicht konsequent, gleichzeitig den Wechsel zu mehr Ökologie zu fördern?
Ich stimme dem Artikel «Der Umstieg auf Elektromobilität ist noch nicht für alle mög lich» und den dazugehörigen Ausführungen von Herrn Goetschi zu. Dass der Ver kehr mit Elektroautos prak tisch ohne Lärm ablaufen wird, ist toll. Aber was ist mit den Motorrädern? Wir woh nen am Dorfausgang am Fuss eines Bergpasses. Bei schönem Wetter erleben wir eine wahre Dezibelorgie. Mit der Zunahme der Töfffahrer gibt es mehr respektloses Verhalten einer Minderheit, die möglichst ohrenbetäu bend unterwegs ist. Es ist die Aufgabe der Polizei, diese Missstände zu bekämpfen. Aber denken Sie auch an die Motorräder bei Ihrem Kreuz zug für die Elektromobilität!
Arthur Brault @
Bernard Reymond @
Peter Demuth @ Retrofit Touring 4/2021
Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via EMail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen ebenfalls in der Onlineausgabe des «Touring» (touring.ch).
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TOUROLINO
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Juhui, der Frühling ist da, mit ihm die Wärme – höchste Zeit fürs Velo! Aber sitzt du nach dem Winter noch sicher im Sattel? Kannst du auch unfallfrei langsam fahren? «Tourolino» hat eine Idee.
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Fahr- und Balancetraining mit dem Velo TEXT SUSANNE TROXLER | ILLUSTRATION ANDREA PETER
SPIELEN UND ÜBEN
Veloparcours Nimm dein Velo, deinen Velohelm, leere Konservendosen sowie Strassenkreide und suche dir einen Platz, auf dem weder Fahr zeuge noch Fussgänger unterwegs sind. Balancetraining: Mit leeren Konserven dosen stellst du dir einen Slalom auf. Oder du malst mit einer Kreide eine Linie auf den Boden, auf der du möglichst genau entlang fährst. Starte mit einer geraden Strecke, und erst, wenn du dich sicher fühlst, fügst du Kurven hinzu. Verkehrsszenen üben: Mit der Kreide malst du Strassen auf den Boden – mit Kurven und geraden Strecken. Fussgängerstreifen, Verkehrsinseln, Haltelinien und Verkehrs schilder sollen nicht fehlen. Und vielleicht sind die Konservendosen auch noch nützlich. Spielerweiterung: Wer am langsamsten fahren kann, ohne umzufallen, hat gewon nen. «Tourolino» will erreichen, dass du eine gute Balance erhältst und auch übst, bei lang samem Tempo sicher Velo zu fahren. Also: Helm auf, hab Spass – und unfallfreie Fahrt!
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PREIS
Wie schnell darfst du mit dem Velo auf dem Trottoir fahren? Bis Ende des zwölften Alters jahrs, wenn der Velostreifen oder weg fehlt, und zwar … • A. … im Tempo angepasst. Ich muss den Fussgängern den Vortritt lassen. • B. … im Tempo angepasst und rücksichtsvoll, aber ich habe Vortritt. • C. … so schnell ich kann. Ich habe ausserdem Vortritt. Teilnahme bis am 23.5.2021 gratis im Internet auf touring.ch. Viel Glück!
Bärenland Arosa: Fahrt Chur–Arosa im RhB Spezialwagen inklusive Eintritt ins Bärenland Arosa für eine Familie (zwei Kinder, zwei Er wachsene) im Wert von rund 150 Franken, gross zügig offeriert von der Rhätischen Bahn, rhb.ch/baerenland
Die richtige Antwort des Wettbewerbs im «Touring» 4 lautet B.
Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.
Mai 2021 | touring
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UNTERWEGS MIT
CAMILLE BALANCHE
Weltmeisterin und Adrenalinjunkie Die multidisziplinäre 31-jährige Sportlerin Camille Balanche wurde im vergangenen Oktober in Leogang, Österreich, Downhillweltmeisterin. Mit Blick auf künftige Meisterschaften trainiert sie fleissig in der Schweiz sowie in Camps im Ausland. TEXT ALINE BEAUD | FOTO JEY CRUNCH
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port habe ich nicht angefangen, sondern schon immer gemacht», sagt Camille Balanche. Der Grund dafür ist einfach: Ihr Vater ist kein anderer als der Skispringer Gérard Balanche, der seiner Tochter den Sport praktisch in die Wege gelegt hat. Die 31-Jährige betreibt verschiedene Disziplinen, darunter zehn Jahre lang Eishockey und Fechten.
Magglingen vorrangig «Mein Traum war Magglingen», fügt sie an. Nach einem Abstecher nach Kanada war der Wunsch nach einem Master in Sportwissenschaft an der Eidgenössischen Hochschule stärker, als es ihre Ambitionen im Eishockey waren. «Mit achtzehn Jahren war ich nicht mehr im Alter, um mit Jungs zu spielen, und da sich damals die nächstgelegene A-Liga-Frauenmannschaft in Zürich befand, waren die Anfahrtswege nicht mit dem Studium vereinbar», so Camille Balanche. Mit ihrem Abschluss in der Tasche arbeitet sie als Personal Trainer in einem Fitnesscenter und springt ab und zu als Sportlehrerin an der Berufsschule ein. Seit September 2020 lebt sie nur noch vom Downhill. «Der Titel als Weltmeisterin hat in meinem Fall nicht viel geändert. Ich habe vor allem das Glück, Teil eines Teams zu sein (Anm. d. 72 touring | Mai 2021
Red.: Dorval AM)», erläutert die Sportlerin, die das Mountainbiken vor sechs Jahren während einer Blockwoche in Magglingen kennenlernte. Es war ihre Lebensgefährtin Emilie Siegenthaler, die sie damit bekanntmachte. «Ein Funsport, der schöne Adrenalinschübe und ein Eintauchen in die Natur verspricht.» Die gemeinsame Leidenschaft schweisst die beiden Sportlerinnen und Konkurrentinnen auf der Piste zusammen, und sie tauschen sich über die technischen Schwierigkeiten der verschiedenen Pisten aus. «Das ist mit den anderen Konkurrentinnen nicht unbedingt so, auch nicht innerhalb meines Teams», so Camille Balanche. Ein wertvoller Austausch, der es den beiden Bikerinnen ermöglicht, an der Spitze zu bleiben. In Leogang war es nicht die Geschwindigkeit, die es Camille Balanche ermöglichte, das Podium zu erklettern, sondern ihre taktische Strategie. «Mein Ziel war, unten anzukommen. Ich bin die Einzige, die nicht gestürzt ist», so ihr Fazit.
Adrenalin und Spass Camille Balanche ist die erste Schweizer Weltmeisterin im Downhillbiken. Sie hofft sehr, dass ihre Goldmedaille jungen Talenten, die den Einstieg in diese Disziplin suchen, helfen wird. «Momentan gibt
es keine Unterstützungsstruktur für Anfänger», bedauert sie und gibt nebenbei einige Tipps für Anfänger. Vertrauen aufbauen und gleichzeitig Spass haben, so lautet die Zauberformel der Sportlerin aus Le Locle, welche die super gebauten, natürlichen und auf Fun ausgelegten Pisten von ChampéryMorgins besonders liebt. «Man muss viel mit Besseren, als man selbst ist, fahren und ihnen zu folgen versuchen.» Und für den Anfang braucht man kein Supervelo. «Am besten ist ein Endurobike», meint die Sportlerin, die sieben verschiedene Zweiräder besitzt, vom City- bis zum Dirtbike. «Eines von jeder Sorte», scherzt sie, «und sogar ein E-Bike!» Ihr zufolge eine tolle Erfindung, welche das Velofahren auch älteren oder weniger fitten Menschen ermöglicht. Allerdings beklagt sie die wachsende Zahl der damit verbundenen Unfälle. Im Winter trainiert Camille Balanche etwa acht bis fünfzehn Stunden pro Woche. «Im Sommer trainiere ich noch mehr», betont die Sportlerin, die bereits den zweiten WM-Titel anstrebt. ◆
«Mein Ziel war, unten anzukommen. Ich bin die Einzige, die nicht gestürzt ist.» Camille Balanche, Weltmeisterin im Downhill, äussert sich zur Abfahrt, die ihr Gold brachte
Sie meistert die Kurven mit Spass an Tempo und Adrenalin
Mai 2021 | touring 73
SPIELE & GEWINNE
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Das iPhone SE trägt die Bezeichnung «neu», weil es den aktuellen Chip A13 Bionic erhalten hat. Dieser sorgt für die hohe Leistung des Geräts und aller Funktionen wie Navigation, Applikationen, Spiele und Virtual Reality. Das Gehäuse besteht aus elegantem Aluminium. Die Kameras und das Display erfüllen in jeder Hinsicht die hohen Ansprüche, die an ein Mobiltelefon von Apple gestellt werden.
Nokia behauptet sich im Markt mit guten Geräten. So präsentiert sich das Nokia 7.2 in einem eleganten farbigen Gehäuse und mit einem brillanten Display. Die Kameras für Video und Foto liefern hervorragende Resultate. Nokia hat sich entschieden, das Android-Betriebssystem original zu verwenden, und profitiert deshalb immer von den aktuellsten Updates, was Sicherheit und hohe Leistung gewährleistet.
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Alle SMS kosten Fr. 1.50 Die Teilnahme ist auch per Post möglich, schicken Sie die jeweilige Lösung an TCS, Verlag Touring, Postfach, 3024 Bern.
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Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der «Touring»-Wettbewerbe «Spiele & gewinne» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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