Skip to main content

Touring 02 / 2021 deutsch

Page 1

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

#2 | FEBRUAR 2021 | FR. 4.50

SEAT CRAZY DEALS6 f Seite Jetzt au

SO GUT IST DAS AUTO DES JAHRES Der Polestar 2 hat das Zeug zum grossen Wurf ISSN 0040-9758

9

770040

975002

02

DAS GROSSE JUBILÄUM

HELMPFLICHT AUF E-BIKES Das Obligatorium könnte schon bald kommen


Akku Power. by STihl.

JEDER HERAUSFORDERUNG GEWACHSEN

Das Akku-System AK mit Lithium-Ionen-Akku

Echte Gärten hören nie auf zu wachsen. Sie stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Seien Sie bereit – mit Geräten des STIHL Akku-System AK. Diese lassen sich einfach handhaben, sind besonders leicht und leise – aber gehen keine Kompromisse bei der Leistung ein. Denn sie werden angetrieben vom extrastarken Lithium- Ionen-Akku, der in alle Geräte dieses Systems eingesetzt werden kann. Das ist echte Akku Power. By STIHL.

ERFAHREN SIE MEHR UNTER STIHL.CH ODER BEIM FACHHÄNDLER IN IHRER NÄHE


INHALT

Das grosse TCS-Jubiläum: 125 bewegende und bewegte Jahre

11

31

E-Bike statt Rollstuhl

Auto des Jahres: Polestar 2

34 EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Dossier

Mobilität

Der «Touring» als Schaufenster der 125-jährigen TCS-Erfolgsgeschichte

12 Erlebnistournee für alle

eit 1936 ist der «Touring» das offizielle Publikationsorgan des Touring Club Schweiz. Seit damals hat sich der Titel vom Zeitungsformat übers Tabloid bis zum Magazin entwickelt. Wie der grösste Mobilitätsclub der Schweiz, der in diesem Jahr sein 125-Jahr-Jubiläum feiert, ist auch der «Touring» stets an Ihrer Seite. Als Schaufenster des Clubs informiert er über Mobilitätstrends, politische Hintergründe, Tests, Ausbildung, Freizeit, das Clubgeschehen und die innovativen TCS-Produkte. Das Magazin ist so vielfältig wie der TCS selbst. Die Redaktion ist stolz, die Leistungen und das Engagement sowie die Themenführerschaft in der Mobilität mittragen zu dürfen. Die Mobilität hat sich in den letzten 125 Jahren stark gewandelt. Stets gelingt es dem TCS, die Veränderungen und Trends aufzunehmen und dabei den Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden – eine hervor ragende Leistung!

15 Die Mobilität feiern

S

Gleich in zwölf Schweizer Städten feiert der TCS sein Jubiläum Trotz Herausforderungen: Die Bewegungsfreiheit ist wichtig

20 Die erste Patrouilleurin Isabelle Marchand über ihre Erlebnisse als Pannenhelferin

26 Gefragte Steckerautos Die Corona-Pandemie mischt den Automarkt auf

28 Helmpflicht für E-Bikes Mehr Sicherheit auch auf langsamen Elektrovelos

31 Der Traum von Freiheit E-Bike statt Rollstuhl: Sebastian Tobler macht’s möglich

22 Vor Google Maps & Co. Wie touristische Informationen früher erarbeitet wurden

Velohelme sorgen für Sicherheit

28 ISTOCK

Felix Maurhofer Chefredaktor

Februar 2021 | touring

3


Yacht-Kreuzfahrt - Dalmatiens Inselperlen Vom Berner Oberland ans Mittelmeer Exklusiv: Baden, Relaxen, Erkunden & Geniessen an Bord einer Traumyacht!

TONI TONI

GoldenPass Panoramic-Express, Mont-Blanc-Express & Tenda-Bahn

6 Reisetage ab nu

Split Freuen Sie sich auf die Fahrt im GoldenPass Panoramic-Express

Flugreise

Insel Brač Bol Jelsa

Dubrovnik

Fr. 899.-

Insel Hvar Insel Korčula

Adriatisches Meer

Archipel der Elafiten-Inseln r

Korčula Pomena

REISEHIT 311

Slano

Insel Mljet

ElafitenInseln

Dubrovnik

8-tägige Reise, r Halbpension, ab nu

.-

Fr. 1799

Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus ✓ 1 x Übernachtung in gehobenen Mittelklassehotel in der Region Aigle ✓ 2 Übernachtungen IT im gehobenen REISEH 242 Mittelklassehotel im Piemont

Fantastische Blumenriviera

Montreux Aigle

Martigny

Chamonix

Unsere tolle Luxus-Yacht – die MY Solaris Die MY Solaris ist eines der schönsten und komfortabelsten Yachtschiffe an Dalmatiens Traumküste. Wir haben das ganze Schiff für unsere Gäste exklusiv gechartert und unser stolzer Kapitän Ante freut sich, Sie persönlich begrüssen zu dürfen. Das 2018 mit viel Liebe zum Detail erbaut Prunkstück verfügt über nur 19 Kabinen, die mit individuell regulierbarer Klimaanlage, Sternenhimmel, LCD-Fernseher, WLAN, Safe, kleinem Schreibtisch, Haarföhn und Dusche/WC ausgestattet sind. Auf dem grosszügigen Sonnendeck lässt es sich herrlich mit atemberaubender Aussicht auf die Inselwelt verweilen. Im klimatisierten Salon/Restaurant, Herrliches Piemont Unterwegs mit der tollen Tenda-Bahn das auch geöffnet werden kann, werden uns täglich feine Speisen serviert.

Zweisimmen

Alba Barolo Langhe Cuneo Monaco

1. Tag, Samstag – Flug nach Dubrovnik & Einschiffung 1. Tag – Anreise nach Zweisimmen & Am Mittag Linienflug via Frankfurt nach DubrovGoldenPass Panoramic-Express nik. Per Bus geht es zum Hafen, wo die wunderFahrt im komfortablen Extrabus nach schöne MY Solaris uns erwartet. Begrüssung & Zweisimmen, unserem Ausgangspunkt für Nachtessen an Bord. die Fahrt mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express. Vorbei an Gstaad und 2. Tag, Sonntag – Dubrovnik Château-d’Oex erreichen wirdie Montreux und Heute erwartet uns Dubrovnik, weltbekannte damit wunderschöne Waadtländer Ri«Perle die der Adria». Freuen Sie sich auf eine unverviera mit ihren Weinbergen. Zeit zur freien gessliche Führung durch die zauberhafte AltVerfügung. stadt*. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren. Das Mittag2.essen Tag –nehmen Mont-Blanc-Express, d‘Emoswir an Bord ein. DerLac Abend bleibt son frei &– Chamonix Gelegenheit, um in einem der typischen InLokale Martigny erwartet uns heute morgen in Dubrovnik zu dinieren. der Mont-Blanc-Express. Auf kühner Streckenführung durchquert der Zug die wilde 3. Tag, Montag – Dubrovnik – Mljet Nach dem Frühstück legen wirüber Richtung Trientschlucht und klettert eine Insel einMljet ab. Nach einer Badepause im tosenden tiefblauen drückliche Steigung, vorbei an Meer undund demtiefen Mittagessen an BordInerreichen Wassern Schluchten. Châtelwirgeht Pomena. Bei total einem3 herrlichen Inselausflug* ard es mit Bahnen bis hoch zur können Sie ein Bad Krone in den bekannten Salzwasbeeindruckenden des Staudamms serseen nehmen. Der Abend ist Blicke wieder frei Gevon Emosson – grossartige auf–den legenheit zum typischen Nachtessen in Pomena.

Entlang der Halbinsel Pelješac Insel Mont-Blanc inklusive. Nach und der der französiKorčula fahren wir zur Inselwir Hvar. Die Insel ist schen Grenze erreichen wieder mit dem bekannt ihre zauberhaften Lavendelfelder. Bus den für bekannten Wintersportort ChamoUnser Ziel istetwas der beschauliche Ort Jelsa der nix. Nach Freizeit fahren wiraufweiter Nordseite der Insel, wo wir nach einer Badepauins Piemont. se eintreffen. Gelegenheit zum Abendessen und Übernachtung. 3. Tag – Langhe, Alba & Barolo Heute lernen wir mit der Langhe-Region 5. Tag, Mittwoch – Mljet – Brac – Split das Piemont von seiner allerschönsten SeiWir nehmen Kurs auf Bol auf der Insel Brač. Hier te kennen. Wir zeigen Ihnen das herrliche passieren wir den wohl schönsten Feinkiesstrand Alba, die „Stadt der hundert Türme“. Weiter des gesamten Mittelmeeres – „Zlatni Rat“ (Golgeht es durch weltbekannte Barolo Weidenes Horn). Wirdas geniesssen den fantastischen nanbaugebiet hier gedeihen die weiter königAnblick bei einer –Badepause und gleiten lichsten Italiens. besuchensteht eine nach Split.Weine Nach einer tollen Wir Stadtführung* renommierte Weinkellerei und erfahren bei Ihnen der Rest des Abends in der Hauptstadt Daleiner Führung alles über die Herstellung matiens zur freien Verfügung. der edlen Tropfen.

✓ 5 x ausgiebiges Frühstücksbuffet Leistungen - Alles schon dabei!

✓ 5 x feines Nachtessen im Hotel ✓ Linienflug Zürich-Dubrovnik (via Frankfurt) / ✓ Fahrt mit dem GoldenPass PanoramicDubrovnik-Zürich (via Wien) mit Lufthansa Express Zweisimmen-Montreux (2. Klasse) ✓ Alle Taxen, Steuern, Gebühren & ✓ Fahrt mit dem Mont-Blanc-Express Kerosinzuschlag Martigny-Châtelard ✓ Transfer Flughafen Dubrovnik – Hafen / ✓ Fahrt mit der Stand-, Schräg- & Feldbahn Hafenzum – Flughafen Dubrovnik Lac d’Emosson

✓ 7✓ Übernachtungen auf der MY Solaris im komfortablen Extrabus ✓ Fahrt Schöner Ganztagesausflug in derPiemont/Langhe gewählten Kabinenkategorie Region ✓ 2 Übernachtungen im 4 Sterne Hotel ✓ 7 x✓ Frühstück an Bord Besichtigung Weinkellerei Barolo-Gebiet in Montecatini Terme inkl. Degustation ✓ 6✓ x Mittagessen an Bordim 4 Sterne Hotel 5 Übernachtungen Interessante in Cuneo auf der Sorrentinischen Halbinsel ✓ 1 x✓ Nachtessen anStadtführung Bord am ersten Tag

San Remo Ventimiglia Ligurisches Meer

Split

Vom beschaulichen Zweisimmen gleiten wir mit dem legendären GoldenPass Panoramic-Express durchs Berner Oberland, vorGleiten Sie fantastischen an Bord der MY Weinbergen Solaris, einer der Yachten an derMontreux. dalmatischen Traumküste, durch umwerfend schöne Inselwelt. bei an den desschönsten Genfersees bis nach Wir bezwingen mitdie dem Mont-Blanc Express dieMit spekMljet, Hvar, Brac und Korčula gleichund vier dalmatische Inselperlen auf demStandseilbahn Programm. Tagsüber wir an romantischen Buchten, ertakuläre Bergstrecke nach stehen Châtelard mit der atemberaubenden denankern Staudamm des Lac d’Emosson. Über frischen uns beimChamonix Baden im tiefblauen Meer, auf dem wo Sonnendeck undbei geniessen leckere Speisen vonfruchtbaren der freundlichen Crew. gutgehen Abends den Nobelskiort erreichen wirrelaxen das Piemont, wir es uns vorzüglichem Wein des Bodens flanieren wir durch wunderschöne undweltbekannten lassen es uns in gemütlichen so richtig gut gehen! lassen. Schliesslich durchquerenHafenstädte wir mit der TendabahnLokalen die wildromantischen Seealpen ehe wir herrliche Tage an der italienischen und französichen Riviera verbringen – eine grossartige Reise! 4. Tag, Dienstag – Hvar ihres festungsähnlichen Aussehens oft auch als Ihr Reiseprogramm:

Ihr tolles Reiseprogramm:

✓ 2 Übernachtungen im gehobenen Mittelklassehotel an der Riviera

„Klein-Dubrovnik“ bezeichnet. Freuen Sie sich Bahnstrecke mit herrlichen Gebirgslandaufschaften den freien Abend in dieser Dörfern. reizvollen Stadt und malerischen und lassen Sie es sich bei einem Nachtessen in einem typischen Lokal&gutgehen. 5. Tag – Monaco San Remo

Den heutigen Tag beginnen wir mit einem 7. Tag, Freitag – Korčula – Elafiten-Inseln – Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken Dubrovnik Sie dabei die pittoreske Altstadt und tauWir steuern den aus dreizehn Inseln bestehenchen Sie in eine Welt voller Glamour und den Archipel der Elafiten-Inseln an und ankern Lebensgefühl ein. Am Nachmittag erwartet nach schönen Stunden an Bord in Dubrovnik, wo uns San Remo – die Hauptstadt der Bluuns am Abend das Captain’s Dinner serviert wird. menriviera liegt majestätisch eingebettet azurblauem Meer und dem male8.zwischen Tag, Samstag – Dubrovnik rischen, saftiggrünen Hinterland. Nach der Ausschiffung in Dubrovnik bleibt noch etwas Zeit für einen letzten Bummel durch die 6. Tagehe – Heimreise Altstadt, uns der Bus zum Flughafen bringt, Mit Eindrücken im von wovielen aus wir unvergesslichen zurück in die Schweiz fliegen. Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

6. Tag Donnerstag – Split – Korčula *Inkludierte Ausflüge 4. Tagdem – Cuneo & Tenda Noch mehr sparen Nach Mittagessen an Bahn Bord erreichen wir AmKorčula, Vormittag wir Ihnen bis 100% REKA-Checks! die eine zeigen der grünsten Inselndie der schöne Adria. Stadt Cuneo. Nachmittag die Die Altstadt istAm wunderschön undfolgt wirddann wegen Fahrt mit der legendären Tenda Bahn bis nach Ventimiglia an der italienischen RiNoch mehr sparen viera. Freuen Sie sich auf eine spektakuläre Organisation: Holiday Partner, bis 100% REKA!8852 Altendorf

LimitiertePlätze! Plätze! Sofort Sofort buchen 0000 7777 8888www.car-tours.ch Limitierte buchen&&profitieren! profitieren! Tel. Tel.0848 0848 www.car-tours.ch

mit der legendären Tenda-Bahn 7Fahrt x Frühstücksbuffet im Hotel ✓ 1✓ x✓ Kapitänsdinner am letzten Tag von Cuneo nach Ventimiglia ✓ 7 x Nachtessen imSolaris Hotel gemäss ✓ Kreuzfahrt mit der MY ✓ Ganztagesausflug Monaco & San Remo Programm ✓ 1 x Mittagessen in einer typischen ✓ Cantina Eigene Schweizer Reiseleitung in Frascati ✓ Ausflug Salzseen im Nationalpark Mljet

✓ 1 x Mittagessen auf einem&Weingut ✓ Stadtführungen in Dubrovnik Split Wählen Sie Ihr Reisedatum: beim Ätna inkl. Bruschetta, ✓ Sämtliche Hafenund Kurtaxen Pastagericht, Dessert und Wein a) 3.Schweizer - 8. Juni 2020 ✓ Eigene Reiseleitung ✓ 1 x Pizzamittagessen während Reisein Neapel b) 18. der - 23.ganzen Juni 2020 inkl. 1/4l Wein & 1/2l Wasser c) 24. - 29. Juni 2020

Wählen Sie Ihrvon Reisedatum: ✓ Besichtigung Pompeji inkl. Eintritt d) 10. - 15. September 2020

& Führung

22.e) - 29.24. Mai 2021 - 29. September 2020

✓ Tagesausflug zur Insel Capri, inkl. 12.f) - 19. Juni 2021 14. - 19. Oktober 2020auf * Capri & Schiffüberfahrt, Minibus Rundgang 31. Juli - 7. August 2021 * Spardatum

✓ Eintritt Augustus Gärten Insel Capri

Unsere Frühbuchpreise Sie: ✓ Fantastischer Tagesausflug für Unser Sonderpreis fürAmalfiküste Sie:

Katalog- Frühbuch✓ 1 x 1 Eis oder Espresso in Amalfi Preis pro Person in DBL / Preis in Preis in Preis pro Person im Doppelzimmer ✓ Interessante Stadtführung Kabinen Fr . in Neapel Fr.

in gehobenen Mittelklassehotels 1799.2199.-Fr. 899.3 Bett-Kabine / MainReise Deck der ganzen 2199.2699.- auf 2 Bett-Kabine Lower DeckReiseleitung ✓ Eigene/ Schweizer

2499.2999.2 Bett-Kabine / Main Deck Zuschläge / Abzüge: Zuschlag für Alleinreisende in Einzelzimmerzuschlag: Fr.Doppelkabine: 199.auf Anfrage Ermässigung Halbtax: Fr. 22.Ermässigung GA: Fr. 44.NichtAufpreis inbegriffen/zusätzlich wählbar: Golden Pass 1. Klasse: Fr. 38.Buchungsgebühr 20.- proJuni Person SaisonzuschlagFr.Abreisen & Sept. Fr. 40.(entfällt bei Online-Buchung) Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person an Bord übliche Trinkgelder (entfällt bei Online-Buchung) Flug ab/bis: Zürich Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur, Zürich


INHALT

43

49

Abenteurerhybrid: Jeep Renegade

Wintersport ohne Massen Fernwehziel Südostasien

54 62

Gelungene Fusion der Neuenburger TCS-Sektionen Meine Club-Vorteile 38 Einfach sparen mit TCS Benefits 40 TCS weiterempfehlen lohnt sich 44 Tolle Rabatte im Touring Shop 74 3 Spiele, 3 Gewinnchancen

Technik 34 Elektrischer Volltreffer Der Polestar 2 ist zu Recht das Schweizer Auto des Jahres

39 Die Zukunft ist da Innovationen bei den Fahrerassistenzsystemen

45 Edles Tourenbike Das Flyer Gotour 6 ist ein smarter Wegbegleiter

Club

Rubriken

60 Telenotfallmedizin Ein Gespräch über die vom TCS ermöglichte neue Professur

66 EDA und TCS Botschafter Johannes Matyassy über die Win-win-Partnerschaft

69 Wintercamping Sieben Tipps, damit das Abenteuer nicht zum Desaster wird

47

Der TCS-Experte Schneeketten

59 70 70 71 72

Gesundheit Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit …

Freizeit 49 Loipe statt Piste Wer in Corona-Zeiten spörteln will, hat viele Optionen

52 Gutem Brot auf der Spur Eine Tour durch Bayern zu Bäckern und Müllern

54 Reise nach Kambodscha Das Land buhlt um Touristen, die nicht immer ein Segen sind

Wie der TCS den E-Sport antreibt

Touring Nr. 3

Im nächsten «Touring»: Der Autosalon findet im «Touring» statt: alle Neuheiten und Trends, das Schweizer CO2-Gesetz und der VW ID.3 im grossen TCS-Test Erscheinungsdatum: 25.2.2021

64

Februar 2021 | touring

5


Abbildung zeigt Ateca Hola! FR, Ibiza Hola! FR und Leon Hola! FR.

Deal No. 1 SEAT Ibiza Last Edition ab

Deal No. 2

0.21% Leasing oder

Fr. 17’300.– oder Fr. 159.–/Mt. 1)

2)

Crazy Prämie auf ausgewählte Lagerfahrzeuge.

1)

Deal No. 3

2)

SEAT Hola! FR Sondermodelle mit bis zu

Fr. 12’700.– Kundenvorteil 3)

Ibiza Last Edition 1.0 TSI, 95 PS, 5-Gang manuell, Barkaufpreis Fr. 19’800.– ./. Fr. 2’500.– Crazy-Prämie = Fr. 17’300.–, 6.1 l/100 km, 138 g CO2/km, Kat. A. 2) Crazy-Prämie gilt ausschliesslich für Lagerfahrzeuge und ist nicht kumulierbar mit 0.21% Leasing. Beispiel mit dem in Deal No. 1 genannten Ibiza Last Edition 1.0 TSI: Barkaufpreis Fr. 19’800.–, effektiver Jahreszins Leasing: 0.21%, Laufzeit: 48 Monate (10’000 km/Jahr), Sonderzahlung 20%: Fr. 3’960.– ./. Leasingrate: Fr. 159.–/Mt., exkl. obligatorischer Vollkaskoversicherung. Die Kreditvergabe ist verboten, falls sie zur Überschuldung des Konsumenten führt. Finanzierung über die AMAG Leasing AG. 3) Kleinster Kundenvorteil: Fr. 6’880.–, Ibiza Hola! FR 1.0 TSI, 110 PS, 6-Gang manuell, 5-Türer, Barkaufpreis Fr. 27’130.– ./. Fr. 3’380.– Hola! Bonus ./. Fr. 2’500.– Crazy-Prämie = Fr. 21’250.–, 6.4 l/100 km, 146 g CO2/km, Kat. B. Grösster Kundenvorteil: Fr. 12’700.–, Alhambra Hola! FR 1.4 TSI, 150 PS, 6-Gang DSG, 5-Türer, Barkaufpreis Fr. 51’700.– ./. Fr. 8’200.– Hola! Bonus ./. Fr. 4’500.– Crazy-Prämie = Fr. 39’000.–, 8.7 l/100 km, 198 g CO2/km, Kat. F. Angebote gültig für Vertragsabschlüsse bis 28.2.2021. Unverbindliche Preisempfehlung des Importeurs AMAG Import AG. Die abgebildete Energieetikette bezieht sich auf den SEAT Ibiza Hola! FR. 1)


CLUB AKTUELL

Europa mit dem E-Bike entdecken

Erstklassige medi­ zinische Beratung Die Covid-Line hilft bei Fragen weiter

Neue Covid-Line von TCS MyMed und Hirslanden Symptome, Tests, Reisen, Impfung: Mitglieder können sich jetzt mit Fragen zum Coronavirus telefonisch an den TCS wenden.

A

ls Club und Arbeitgeber will der TCS seine Mitglieder auch während der Pandemie mit medizinischer Expertise aktiv unterstützen. Die «CovidLine by TCS MyMed & Hirslanden» bietet kostenlose telefonische Beratung zu sämtlichen Fragen im Zusammenhang mit Covid-19, medizinische Unterstützung durch hochqualifizierte Spezialisten und Organisation von Terminen für einen Corona-Test. Dank der Partnerschaft mit Hirslanden, dem grössten medizinischen Netzwerk der Schweiz, werden selbst komplexe Fälle zeitnah von Fachärztinnen und -ärzten individuell behandelt. Zudem kann Hirslanden

akute Fälle übernehmen und einen schnelleren Zugang zum Test ermöglichen. Dieser Service ist exklusiv für TCS-Mitglieder und hilft mit Rat und Tat bei folgenden Situationen und Anliegen: wenn Symptome auftreten, eine medizinische Beratung oder eine Arztkonsultation gewünscht wird oder ein Corona-Test gebucht werden will sowie bei sämtlichen Fragen zu Quarantäne und Isolation, geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln, Reisebestimmungen und zum Impfstoff.

Zonenpreise für Benzin FOTOS ADOBESTOCK, EF, ZVG

Jetzt buchen unter e-Bike-tours.ch

Aktiv entspannen mit den geführten Gruppenreisen von e-bike-tours.ch

Mit Titeuf sicherer auf dem Schulweg Zum Schulanfang gab die Comicfigur Titeuf auf diversen Plakaten Schülern und Eltern Tipps für den Schulweg. Wie zahlreiche Polizeistellen nun rückmeldeten, waren die Comics, welche der Künstler Zep eigens für den TCS entwarf, ein landesweiter Erfolg. Infos: tcs.ch/verkehrssicherheit

Stellen Sie dem TCS Ihre Corona-Fragen: 058 827 67 00 (Festnetztarif), erreichbar von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und Samstag von 8 bis 16 Uhr. Weitere Informationen: tcs-mymed.ch

RÜCKSCHAU: «TOURING» 1938

Der «Touring» erschien damals wöchentlich im Zeitungsformat. Häufige Themen waren die Heeresmotorisierung, der Spritkonsum und Ersatztreibstoffe. Debattiert wurde auch über die Einführung der Zonenpreise fürs Benzin, den Ausbau der Alpenstrassen als Arbeitsbeschaffungsprogramm

Das Elektrovelo ist ein wunderbares Reisemittel und die schönste Art, aktiv zu entspannen. Deshalb haben der TCS, car-tours.ch und Gössi Carreisen den ersten reinen E-Bike-Reiseveranstalter der Schweiz ins Leben gerufen: Ab Frühling 2021 führt e-Bike-tours.ch kleine Gruppen ohne Leistungsdruck an die schönsten Ziele Europas.

und den Autotransport durch Eisenbahntunnel. Der TCS startete die Kampagne «Kampf gegen den Verkehrsunfall» und empfahl seinen damals 50 376 Mitgliedern das Campieren. Neu war der elektrische Zigarettenanzünder.

TCS Park & Pay jetzt noch umfangreicher Sei es im Skiort oder in der Stadt, um einen Parkplatz brauchen sich TCS-AppNutzer nicht mehr zu sorgen. TCS Park & Pay vereint diverse Partner zum grössten digitalen Parkplatznetz der Schweiz, über das sich jetzt noch mehr Parkplätze finden und direkt bezahlen lassen. Weitere Infos unter tcs.ch/park-pay

Februar 2021 | touring

7


Alkohol am Steuer Prozentual gesehen haben die Genfer im Jahr 2019 den Rekord für die meisten alkoholbedingten Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden aufgestellt. Alkoholbedingte Unfälle auf den Strassen nehmen leider zu. Gesamtschweizerisch über alle Verkehrsteilnehmer verteilt, ist die Zahl von 0,40 Unfällen je 10 000 Einwohner im Jahr 2018 auf 0,44 im Jahr 2019 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von zehn Prozent. Die dem Bundesportal geo.admin.ch entnommenen Angaben weisen zudem deutliche regionale Unterschiede auf. Bei der Anzahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten oder Todesopfern liegt Genf mit 1,00 Unfällen pro 10 000 Einwohner an der Spitze der Rangliste, gefolgt von Nidwalden (0,93) und dem Kanton Wallis (0,76). Die einzigen beiden Kantone, in denen sich 2019 keine Unfälle mit Schwerstverletzten oder Todesfällen durch Alkohol am Steuer ereignet haben, sind Obwalden und Appenzell Innerrhoden.

Nur in den Kantonen Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau, St. Gallen, Neuenburg und Zug sind die Anzahl Unfälle im Vergleich zu 2018 gesunken. In Graubünden und Schwyz blieb die Anzahl Unfälle stabil.

20 Todesopfer wegen Alkohol Die meisten Todesopfer forderte der Alkoholkonsum auf den Strassen der Kantone Genf, Waadt und Wallis, wo 2019 in jedem Kanton vier Unfälle mit Todesfolge zu verzeichnen waren. Der Kanton Bern folgt mit drei tödlichen Unfällen, vor Freiburg (2), Graubünden, Tessin und Zürich (1). Trotz einer hohen Unfallrate mit schweren Personenschäden sind in Nidwalden keine Unfälle mit Todesfolge zu beklagen. Insgesamt verursachte der Alkohol im Jahr 2019 den Tod von 20 Personen auf den Strassen.

Alkoholbedingte Strassenverkehrsunfälle pro 10 000 Einwohner >0,80 0,61–0,80 0,41–0,60 0,21–0,40 0,01–0,20 0

Quelle: geo.admin.ch

So schont Caravaning die Umwelt Caravaning boomt. Doch sind Treibhausgas-(THG-)Emissionen bei der Herstellung und Entsorgung eines Reisemobils mit 15,2 bis 18,6 Tonnen CO2äq höher als bei einem mittleren Diesel-PW (10 t CO2äq), so eine Studie des deutschen Instituts für Energie- und Umweltforschung. Bei einer typischen Jahresfahrleistung von 10 000 Kilometern und 82 Übernachtungen kommt es zu Emissionen von 3,9 bis 4,3 Tonnen CO2äq. Die Produktion eines Wohnwagens führt zu THG-Emissionen 8 touring | Februar 2021

von 5,6 Tonnen CO2äq, nötig ist allerdings ein Zugfahrzeug. Bei einer Jahresfahrleistung von 5100 Kilometern und 54 Übernachtungen (Durchschnitt) ergeben sich zwei Tonnen CO2äq. Bei wenigen langen Ferien und kurzen Distanzen sind Caravanreisen laut Studie aber vorteilhaft gegenüber Ferien mit dem PW. Noch klimafreundlicher wird’s, wenn mehr Personen in die Wohnwagenferien mitreisen oder der Camper erst am Zielort gemietet wird und die Anreise mit dem ÖV erfolgt.

DAS BILD

Sandlawine Während in unseren Breitengraden eher mit Schneelawinen zu rechnen ist, gingen im Januar die Teilnehmer der Rallye Dakar an den Start und kämpften da gegen den Sand. Zum zweiten Mal fand die legendäre, aber auch umstrittene Wüstenrallye in SaudiArabien statt. Dass es für dieses Rennen gute Nerven braucht, erfuhren auch Alabdalali Saleh und Mohammed Alnaim aus Saudi-Arabien in ihrem Hummer (im Bild).

DIE ZAHL

2,2

Millionen US-Dollar erzielte eine Heuer-MonacoUhr bei einer New Yorker Auktion. Steve McQueen 1970 trug diese Uhr am Set des Films «Le Mans» und schenkte sie dem Chefmechaniker Haig Alltounian. Der quadratische Chronometer wird auch heute noch hergestellt und derzeit für 6200 Franken verkauft – ein bisschen billiger als sein Vorgänger.

DAS WORT

Jubiläum ist dem lateinischen «iūbilaeum» (Jubelzeit, -feier) sowie dem hebräischen «jobel» (Widderhorn) entlehnt, was 3. Mose 25, 8–34, belegt: Alle 50 Jahre wurde das Jubel- bzw. Erlassjahr durch das Blasen des «jobel» eröffnet. Im Christentum des Mittelalters war alle 25 Jahre ein besonders heiliges Jahr, in dem ein besonderer Sündenablass möglich war.


NEWS

FOTOS KEYSTONE, ©VALAIS WALLIS PROMOTION CHRISTIAN PFAMMATTER, ZVG

Gasnutzfahrzeuge: Reduktion der LSVA Obschon deren Zulassungen im letzten Jahr stark zurückgegangen sind (–55 Prozent), sollen Nutzfahrzeuge, die mit Biogas und verflüssigtem Biogas betrieben werden, teilweise von der Schwerverkehrsabgabe (LSVA) befreit werden. So will es eine Motion der Bundesversammlung. In welchem Umfang diese Reduktion ausfällt, wird in den Anwendungsbestimmungen festgelegt. Für all jene Spediteure, die bereits begonnen haben, ihre Flotte auf Gasantrieb umzustellen, ist dies eine willkommene steuerliche Entlastung.

Geld bei Verspätung

Automarkt ist grüner Elektro-, Hybrid- und Plug-inFahrzeuge haben im vergangenen Jar in der Schweiz einen Marktanteil von fast 28 Prozent erreicht. Bestätigt wurde auch die Vorherrschaft der Marken im oberen Preissegment. So konnte Mercedes-Benz dicht zu Volkswagen aufschliessen, dem seit langem unangefochtenen Spitzenreiter.

Der Bus kommt nicht pünktlich, der Zug fährt einem vor der Nase weg, und so erreicht man über eine Stunde später den Zielort. Ärgerlich, aber zumindest erhalten Reisende seit Januar eine Entschädigung: Wer mit 60 oder mehr Minuten Verspätung über die ganze Reisekette gesehen das Ziel erreicht, bekommt 25 Prozent des Billettpreises erstattet; ab 120 Minuten Verspätung sind es 50 Prozent. Inhaber von Pauschalfahrausweisen erhalten bei Verspätungen ab einer Stunde den Tageswert des Abonnements zurück. swisspass.ch/fahrgastrechte

Attraktiver Simplon Die Region um den Simplonpass ist ein eher kleines Wintersportgebiet, aber mit hoher Schneesicherheit und viel unberührter Landschaft. Die neue «Simplon Winterapp» listet jetzt 25 Ski- und Schneeschuhtouren auf. Mit jedem Etappenziel können Punkte gesammelt und bei Partnerbetrieben eingelöst werden. skitouring-simplon.ch

Februar 2021 | touring

9


Kulturführer Heimo aus Wien

1455

8 Tage ab Fr.

inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord Reisedaten 2021

Excellence Princess, 24.04.–01.05., 01.05.–08.05., 08.05.–15.05., 15.05.–22.05., 22.05.–29.05., 29.05.–05.06., 05.06.–12.06., 28.08.–04.09., 04.09.–11.09., 11.09.–18.09. Excellence Empress, 04.07.–11.07., 11.07.–18.07., 18.07.–25.07., 25.07.–01.08., 01.08.–08.08. Preise pro Person Kabinentyp

Fr. Katalogpreis

Sofortpreis

2075

1555

Hauptdeck 2-Bett Mitteldeck 2-Bett, frz. Balkon

GRATIS

Reisen stornierbar bis 61 Tage vor Abreise

Jun. Suite, frz. Balkon

3060

2795

2095

Oberdeck 2-Bett, frz. Balkon

3140

2355

Jun. Suite, frz. Balkon

Neu CoronaVersicherung

2295

3410

2555

Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit

Unsere Leistungen • Excellence Flussreise mit GenussVollpension an Bord • An-/Rückreise im Komfort-Reisebus

• Mittelthurgau Fluss-Plus: Komfort-Reisebus während der ganzen Reise • Free WiFi an Bord Restaurant

Schöne blaue Donau mit Excellence

Excellence – kleine Schweizer Grandhotels Die Excellence Flotte ist wie gemacht für den vollendeten Reisegenuss auf den schönsten Wasserwegen Europas. Mit höchstem Reisekomfort und herzlicher Gastfreundschaft. Stilvoll und doch leger. Mit Sinn fürs Detail und Sinn für Qualität. Die Kabinen auf Mittel- und Oberdeck mit französischem Balkon. Grosszügiges Foyer, Panoramalounge, Nichtraucher-Restaurant, grosses Sonnendeck. Free WiFi an Bord.

Lounge

• Mittelthurgau-Reiseleitung Reduktionen

• Abreise 24.04., 11.07., 18.07., 25.07., 01.08. • Alleinbenützung Kabine Hauptdeck

• Alleinbenützung Kabine MD/OD • Königsklasse-Luxusbus

Verträumte Flusslandschaften, Schlösser, Burgen, Barockbauten und die liebliche Wachau. Dazu: Bedeutende Donaumetropolen mit grosser Vergangenheit und bemerkenswerter Gegenwart.

• Klimaneutral reisen, myclimate

Tag 1 Schweiz > Passau Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt Ihr Hotelschiff ab. Tag 2 Melk > Wien Sie besichtigen das Benediktinerstift*. Nachmittags Fahrt durch die lieblichen Weinberge der Wachau. Weinvortrag mit Degustation. Abends Fahrt zum Heurigen (Fr. 45) oder Besuch eines Klassischen Konzerts (Fr. 95) in Wien. Tag 3 Wien Stadtrundfahrt* mit Besuch eines traditionellen Wiener Kaffeehauses. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 48). Oder Ausflug durch das grüne, nachhaltige, soziale Wien (Fr. 34). Wien wurde erneut als «grünste» Metropole der Welt gekürt. Tag 4 Budapest Vormittags Rundfahrt*. Nachmittags Ausflug auf eine typisch ungarische Czarda

• Trinkgeld, Landausflüge

Buchen & informieren mittelthurgau.ch | 071 626 85 85 Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden

–100

Zuschläge

(Fr. 48). Am Abend Folkloreprogramm mit ungarischen Spezialitäten (Fr. 59). Tag 5 Budapest > Esztergom Besuch im Gellért Thermalbad (Fr. 45). Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie*. Per Bus erreichen Sie Esztergom mit herrlichem Blick auf das Donauknie. Tag 6 Bratislava Altstadtführung* in Bratislava inkl. Bierprobe. Nach dem Mittag Ausflug zum Nationalpark Donau-Auen (Fr. 38). Tag 7 Dürnstein Rundgang* in Dürnstein. Nachmittags Ausflug zur Burgruine Aggstein und Servitenstift Schönbühel (Fr. 48) oder fahren Sie mit dem Velo der Donau entlang durch die Wachau (Fr. 60). Tag 8 Passau > Schweiz Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket

• Ausflugspaket mit 6 Ausflügen

0

795

255

+1.25%

182

Nicht inbergriffen • Auftragspauschale pro Person

• Persönliche Auslagen und Getränke

25

• Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung Wählen Sie Ihren Abreiseort 06:30 Burgdorf p 06:35 Basel 08:50 Arlesheim, c/o Birseck Reisen p 07:00 Aarau 08:00 Baden-Rütihof p 08:30 Zürich-Flughafen p 08:55 Winterthur-Wiesendangen 09:15 Wil p

Mehr zu dieser Reise & Buchung mittelthurgau.ch

eppas2/eepas2

I21_504

2-Bett-Kabine Mittel-/Oberdeck


DOSSIER

EMANUEL FREUDIGER

Seit 125 Jahren auf Achse

In 125 Jahren vom Velo- zum grössten Mobilitätsclub

1896

1908

Am 1. September gründen 205 Velofahrer in Genf den Touring-Club Suisse.

Der TCS engagiert sich für die Verkehrserziehung und fordert vom Bundesrat einen obligatorischen Verkehrsunterricht. Februar 2021 | touring

11


Immer dem Leuchtrad nach 125 Jahre! Solch ein Jubiläum will gefeiert werden – am liebsten mit der ganzen Schweiz. Deshalb hat sich der TCS entschlossen, das Fest in Form einer Erlebnistournee durch zwölf Schweizer Städte direkt zu den Leuten zu bringen. TEXT DOMINIC GRAF | ILLUSTRATIONEN BELLPRAT PARTNER

W

ir werden feiern – ghouä wie gstochä», versprach TCS-Generaldirektor Jürg Wittwer im «Touring»Interview im Dezember. Trotz der schwierigen Umstände rund um die Corona-Pandemie fand der TCS, wie

eigentlich immer in seiner 125-jährigen Geschichte, auch dieses Mal den passenden Weg und kann seine Mitglieder und die Schweizer Bevölkerung mit grosser Vorfreude einladen, das Jubiläum des Traditionsvereins gemeinsam zu feiern.

Tournee von April bis Oktober Unter dem Motto «TCS – seit 125 Jahren unterwegs» wird der Club in zwölf Städten von St. Gallen bis Sitten und Basel bis Bellinzona jeweils drei Tage lang an einem zentralen Ort der Stadt mit dem wandernden Erlebnispark gastieren (siehe Kasten). Der Auftakt findet am 23. April im Hauptbahnhof Zürich statt, der Abschluss Anfang Oktober in Genf. Der gesamte Bereich ist öffentlich zugänglich, und das Mobilitätsfestival ist für alle gratis, egal ob TCS-Mitglied oder nicht. Mit einem umfassenden Schutz-

Vorschau So kann man sich die Erlebnistournee vorstellen – hier auf dem Waisenhausplatz in Bern

1911

1923

1929

Auf Begehren der ersten Automobilisten des TCS wird eine Automobilsektion ins Leben gerufen.

Beim ersten Autosalon in Genf ist der TCS mit einem Stand vertreten. Der Club zählt 10 000 Mitglieder.

Die Geburt des Strassenhilfsdienstes: Auf Motorrädern mit Seitenwagen helfen TCS-Agenten bei Pannen und Unfällen.

12 touring | Februar 2021


DOSSIER

Im Lichterglanz sorgen am Abend unter anderem Musiker und Poeten für Stimmung

konzept und konsequenter Einhaltung geltender Hygiene- und Sicherheitsmassnahmen wird für die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt.

Symbolisches Leuchtrad Zu erkennen ist es schon von Weitem: einfach immer dem grossen, gelben Leuchtrad nach, welches über dem Festivalgelände thront. Das Rad ist nicht nur das visuelle Herzstück und ein beliebtes Motiv fürs Fotoalbum und die sozialen Medien, es ist das Symbol für den Club, der sich seit seiner Gründung am 1. September 1896 stetig weiterentwickelt, angepasst und die Mobilität in der Schweiz massgeblich geprägt hat. Zunächst zur Förderung des Velotourismus, dann als Pannenhelfer und schliesslich als universaler Mobilitätsclub, der seinen Mitgliedern mit Rat, Schutz und Hilfe zur Seite steht, egal mit was, wann und wo sie unterwegs sind. Selbstredend dreht sich deshalb auch auf dem Festgelände alles um die Mobilität.

Vielseitiges Fest mit regionalem Charme Um das Leuchtrad herum ist eine Menge los. Während die einen auf E-Bikes und E-Trottinette über einen kleinen Parcours

Regionalität Die Veranstaltungen werden von den TCS-Sektionen gestaltet und sind in jeder Stadt anders

surren, lassen sich andere vom Patrouilleur das Einsatzfahrzeug erklären, bewundern das originale TCS-Oldtimermotorrad Jahrgang 1922 oder halten am Kontaktpunkt ein Schwätzchen mit den TCS-Mitarbeitern. Reichlich Unterhaltung für Klein und Gross gibt es auf der Kleinbühne: Tagsüber sorgen hier Märchenstunden, faszinierende Demonstrationen oder praktische Workshops zum Thema Verkehrssicherheit nicht nur bei Kindern für grosse Augen. Abends gehört die Bühne Musikern und Poeten, die das Publikum mit pointierten Texten und ansteckenden Rhythmen in ihren Bann ziehen. So vielseitig wie die Schweiz selbst ist auch das Programm, welches in jeder Stadt von der jeweiligen TCS-Sektion individuell gestaltet wird und mit regionalen Besonderheiten und lokalem Charme für einzigartige Momente garantiert. Das regionale Programm und viele weitere nützliche Informationen stehen auf der Jubiläumswebsite tcs125.ch zur Verfügung.

Den TCS hautnah erleben Nebst den verschiedenen Attraktionen und Aktivitäten soll auch das «Geburtstagskind» nicht zu kurz kommen. Dazu sind auf dem Gelände vier Erlebniscontainer installiert, welche die Besu-

cherinnen und Besucher auf eine Reise in die gelbe Welt des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz mitnehmen. Von der einzigartigen Geschichte über sein Engagement für seine Mitglieder sowie der Verkehrssicherheit bis zum Blick in die Zukunft der Mobilität lässt sich der TCS hier hautnah erleben. Jeder Container verfügt über einen informativen Aussenbereich und einen Erlebnisraum mit Lichteffekten und optischen Täuschungen.

Ein Jahr mit vielen Höhepunkten Die Erlebnistournee ist nur einer von vielen Höhepunkten im Jubiläumsjahr. Nebst beispielsweise einem Jubiläumsmagazin, der Website tcs125.ch, speziellen Ausflugsangeboten, einem Jubiläumswein und einem grossen Wettbewerb wird sogar eine TCS-Sonderbriefmarke von der Schweizerischen Post erscheinen. Ausserdem werden in zehn weiteren Städten, in denen die Tournee nicht Halt macht, Filmvorpremieren exklusiv für TCS-Mitglieder von den Sektionen angeboten. Der TCS und alle seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich schon sehr darauf, das grosse Jubiläum mit der ganzen Schweiz zu feiern – «ghouä wie gstochä». ◆

1930

1936

1936

Mit der Kampagne «Sind Sie vorsichtig?» beginnt der TCS sein Engagement in der Unfallverhütung.

Die Touring-Hilfe ersetzt den Strassenhilfsdienst und ist jetzt schweizweit und rund um die Uhr verfügbar.

Der erste «Touring» erscheint und versorgt die Mitglieder wöchentlich in zwei Sprachen über Neuigkeiten aus der Mobilität. Februar 2021 | touring

13


DOSSIER

Ein Fest für die ganze Schweiz mit einem massgeschneiderten Sicherheitskonzept

«Das ist eine grosse Sache!» Projektleiterin Vanessa Flack hat die Feierlichkeiten rund um das TCS- Jubiläum geplant, organisiert und umgesetzt. Drei Fragen an die «Miss Jubiläum». Was ist das Besondere, wenn man den Geburtstag eines solch traditionsreichen Vereins wie dem TCS organisiert?

Vanessa Flack: Kurz gesagt: Das ist eine grosse Sache! Einerseits sind wir ein Verein mit 1,5 Millionen Mitgliedern, und andererseits ist der TCS eine Schweizer Institution, die sich nicht nur für seine Mitglieder engagiert, sondern im Dienst der Schweiz steht. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst.

Welchen Einfluss hat die CoronaPandemie auf die Planung der Feierlichkeiten?

Tatsächlich haben wir gehofft, dass ein Jahr nach dem ersten Shutdown das Schlimmste überstanden wäre. Unser Jubiläum ist 2021, und wir werden im Rahmen des Möglichen auch in diesem Jahr feiern. Es würde uns freuen, wenn wir unseren Mitgliedern und der Schweizer Bevölkerung nach dieser schwierigen Zeit etwas Zerstreuung und Unterhaltung bieten können – natürlich immer unter Einhaltung der empfohlenen Schutzmassnahmen. ◆ Vanessa Flack Projektleiterin Jubiläum beim TCS

DIE TCS-ERLEBNISTOURNEE IN IHRER STADT 23.– 25. April: Zürich, Hauptbahnhof 30. April – 2. Mai: Bern, Waisenhausplatz 20.– 22. Mai: Luzern, Europaplatz 4.– 6. Juni: Bellinzona, Piazza del Sole 11.– 13. Juni: Freiburg, Georges-Python-Platz 17.– 19. Juni: St. Gallen, Gallusplatz 14.– 16. August: Basel, Barfüsserplatz 20.– 22. August: Aarau, Markthalle und Färberplatz 27.– 29. August: Neuenburg, Place du Port 10.– 12. September: Sitten, Place de la Planta 24.– 26. September: Vevey, Place du Marché 1.– 3. Oktober: Genf, Plaine de Plainpalais

Die Erlebnistournee ist eines der Highlights. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Alles, was Sie zur Erlebnistournee und zum grossen Jubiläum des TCS wissen müssen, finden Sie online. Erfahren Sie spannende Fakten und Anekdoten, posten Sie mit #tcs125 Ihr TCS-Erlebnis, um auf der Social Media Wall zu erscheinen. Profitieren Sie von Sonderangeboten, und sahnen Sie tolle Preise beim Wettbewerb ab.

Unser 125-Jahr-Jubiläum soll ein Fest für die ganze Schweiz sein, deshalb bin ich auf die Idee mit der Tournee gekommen. Andererseits wissen nicht alle, wofür der TCS heute alles steht und wie vielfältig sich der Club engagiert. Die Erlebnistournee bietet eine gute Plattform, den TCS in seiner Gesamtheit vorzustellen.

tcs125.ch

1949

1952

1958

Eine neue Mitgliederkategorie entsteht: die Camper. 680 Personen werden im ersten Jahr Mitglied.

Um die Schulwege sicherer zu machen, organisiert und schult der TCS die ersten Schülerpatrouillen.

Der TCS ETI Schutzbrief wird ins Leben gerufen. Damals noch als ATI: Assistance Touring International.

14 touring | Februar 2021

FOTO TCS

Tourbeginn Am 23. April startet die TCS-Jubiläumstournee im Hauptbahnhof Zürich


DOSSIER

Die Mobilität ist Teil unserer DNA Das vergangene Jahr hat uns eindrücklich vor Augen geführt, welchen Stellenwert die Bewegungsfreiheit hat. Die Mobilität war und ist Garant für Wohlstand und Austausch, und sie treibt den TCS an – auch in Zukunft. TEXT PETER GOETSCHI | FOTO EMANUEL FREUDIGER

I

m vergangenen Jahr wurden unsere Gesellschaft, unsere Gewohnheiten, manche würden gar sagen unser Föderalismus, auf eine harte Probe gestellt. Eingeschränkt in vielen Handlungsfeldern mussten wir bis anhin kaum erprobte Lösungen finden. Im Bereich der Mobilität hatte die vorübergehende Verallgemeinerung des Homeoffice positive Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung, und die Einschränkungen im öffentlichen Verkehr konnten dank der individuellen Mobilität, im Besonderen Auto und (Elektro-)Velo, absorbiert werden. Kurz gesagt, hat unser auf der Komplementarität der Verkehrsmittel aufgebautes Verkehrssystem seine Effizienz bewiesen. Für 2021 sind wir noch im Ungewissen. Befürchtungen – im Besonderen in Bezug auf Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft – sind weiterhin vorhanden. Gleichzeitig besteht auch die Hoffnung, dass wir bald wieder eine gewisse Normalität in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen finden werden. Einfach ausgedrückt, möchten wir unsere Bewegungsfreiheit wiederfinden.

Neben Ausdruck von Freiheit, Offenheit und Unabhängigkeit ist die Mobilität auch Garant von Produktivität, Wohlstand und Austausch. Und, wenn diese Bewegungsfreiheit fehlt, werden wir uns bewusst, wie sehr sie Teil unserer DNA ist.

«Neben Ausdruck von Freiheit, Offenheit und Unabhängigkeit ist die Mobilität auch Garant von Produktivität, Wohlstand und Austausch.» Peter Goetschi, Zentralpräsident TCS

Es ist diese Mobilität, die den TCS seit nunmehr 125 Jahren antreibt und motiviert. Und dies wird im Jahre 2021 nicht anders sein: Es spielt keine Rolle, welchen Herausforderungen wir auch immer begegnen, unsere Bewegungsfreiheit muss aufrechterhalten werden. Um dies zu erreichen, sind weder Verbote noch ideologische Vorgaben notwendig. Vielmehr gilt es, die Bürgerinnen und Bürger in die Verantwortung zu nehmen und ihnen Vertrauen zu schenken. Wir sind (fast) alle Fussgänger, Velofahrer, Automobilisten und Benützer des ÖV, und wir können die Verantwortung für unsere Wahl tragen. Dies wird der Schweiz erlauben, weiterhin mobil zu bleiben – mit einer multimodalen, vernetzten und nachhaltigen Mobilität. In diesem Sinne und den herrschenden Ungewissheiten zum Trotz wollen wir zu unserem 125-Jahr-Jubiläum die Mobilität feiern. •

1961

1965

1968

Das erste Fahrtraining findet unter dem Motto «Noch besser fahren» in Zürich statt.

Technische Experten des TCS führen die ersten Fahrzeugtests durch.

Die Assista AG wird gegründet, zunächst, um die ETI-Rechtshilfe im Ausland wahrzunehmen, später wirkt sie auch im Inland. Februar 2021 | touring

15


1896 1700 gegründet in Genf

Mitarbeiter

1,5 Millionen 21 Mitglieder und grösster Mobilitätsclub der Schweiz

15

Fahrtrainings­ pisten

Technische Zentren

8

Rechtsschutz­ Leistungszentren

360 000

Im Dienst der Schweiz

Panneneinsätze

210 81% Patrouilleure

Egal wo, wann und mit welchem Verkehrsmittel: Bei einer Panne hilft der Touring Club Schweiz rasch weiter. Der grösste Mobilitätsclub der Schweiz setzt sich für eine nachhaltige und freie Mobilität ein, und er rettet Leben.

Weiterfahrquote

«Die zahlreichen Leistungen des TCS auf den Punkt gebracht: Anrufen und Hilfe kommt.»

TEXT DINO NODARI | FOTOS EMANUEL FREUDIGER, OLIVIER VOGELSANG

Jürg Wittwer, Generaldirektor TCS

«1,5 Millionen Mitglieder. Der TCS wächst heute und wird auch in Zukunft wachsen.» Jürg Wittwer, Generaldirektor TCS

1968

1970

1973

Zusammen mit deutschen Partnern testet der TCS erstmals Kindersitze auf ihre Sicherheit.

Eine neue Alarmzentrale garantiert neu rund um die Uhr Hilfe für im Ausland in Not Geratene.

Der TCS ruft gemeinsam mit diversen internatio­ nalen Partnern die Reifentests ins Leben.

16 touring | Februar 2021


DOSSIER

650 000 29 touristische Logiernächte auf …

TCS-Campings

5700 1462

medizinische medizinische Beiträge Abklärungen und … auf TCS MyMed

19 Millionen Views auf eigenem Youtube-Kanal

1300

Personen hilft der TCS jeden Tag

55 000

Hilfeleistungen der ETI-Zentrale

1300

Patiententransporte

143 000 Fahrzeugchecks

80 000

verteilte Leuchtwesten für Erstklässler

123 000

Teilnehmer an Fahrtrainings

2000

Besucher an 6 eMobility Days

2 Millionen

mitgefieberte Minuten bei den Live Livestreams der TCS eSports League 2020

1975

1976

1979

Die ersten Leuchtwesten werden verteilt. Bis heute sponsert der TCS jährlich 80 000 «Trikis» für Kinder.

Im Namen des Konsumentenschutzes testet der TCS Feuerlöscher, Treibstoffe oder Sicherheitsgurte.

Das Technische Zentrum in Emmen nimmt den Betrieb auf und beherbergt neu die Touring-Hilfe und den Technischen Dienst. Februar 2021 | touring

17


Alles andere als ein Männerclub Wer TCS hört, denkt meist an Automobilclub oder Pannenhilfe und hat häufig eine von Männern geprägte Organisation vor Augen. Doch so wie der grösste Schweizer Mobilitätsclub im 125. Jahr seines Bestehens längst in unterschiedlichsten Bereichen aktiv ist, wird auch auf Diversity gesetzt. Heute sind 42,5 Prozent der Beschäftigten Frauen. TEXT JULIANE LUTZ

Von den 128 Fachspezialisten des TCS sind 40 weiblich, somit liegt der Frauenanteil bei 31 Prozent. Auf Managerlevel sind unter den 176 Beschäftigten 58 Frauen, was einem Anteil von 33 Prozent entspricht. Sechs Direktoren und zwei Direktorinnen leiten die acht Geschäftsbereiche des TCS. So führt Sandra Herren den Geschäftsbereich Mobilität & Freizeit und Claudine Joerger das Shared Services Center. Seit September 2020 ist Fabienne Bernard, die langjährige Präsidentin der Sektion Wallis und Mitglied des TCS-Verwaltungsrats auch Vizepräsidentin des Mobilitätsclubs. Unter den 24 Verwaltungsräten des TCS ist mit Doris IselinSchneider von der Sektion Schaffhausen eine weitere Frau ver treten. 1994 war Isabelle Marchand die erste Patrouilleurin, die TCS-Mitgliedern bei platten Reifen und leeren Batterien zu Hilfe kam (siehe Interview). Heute gehören drei Frauen zum 210-köpfigen Patrouilleursteam. ◆

Fabienne Bernard TCS-Vizepräsidentin

Die ranghöchste Frau der Organisation stammt aus Martigny, wo sie auch lebt. Sie hat einen kaufmännischen Hintergrund und leitet in Genf ein Hilfswerk, das Kinder und Familien unterstützt und beispielsweise ausserschulische Aktivitäten anbietet. Die Walliserin engagiert sich schon lange intensiv für den TCS. So ist sie seit 2005 Präsidentin der Sektion Wallis, wo sie zuvor schon verschiedene Posten im Vorstand bekleidet hatte. Seitdem hat Fabienne Bernard mit ihren Mitarbeitenden die Sektion tatkräftig zugunsten ihrer Mitglieder weiterentwickelt. 2011 wurde sie als Verwaltungsrätin des TCS Mitglied im Präsidium, und im September 2020 folgte die Ernennung zur Vizepräsidentin. Der TCS begeistere sie, weil er ein höchst vielfältiges, innovatives und bürgernahes Universum sei, das sich ständig wandle, um den Bedürfnissen von Mitgliedern und Kunden gerecht zu werden, so Fabienne Bernard. Sie engagiert sich vor allem für die Entwicklung weiterer innovativer Mobilitätsdienstleistungen und dafür, dass kompetente Frauen verstärkt auf allen Ebenen des TCS vertreten sind.

Cheffe de Cabinet des Zentralpräsidenten

Sprachen und andere Kulturen sind Johanna Grombachs Passion. In Zürich geboren, ging sie nach der Matur nach Genf, um Französisch zu lernen, und arbeitete zwei Jahre beim IKRK. Nach dem Studium von Russisch und Sowjetologie in Paris zog es sie erneut zum IKRK, für das sie Feldarbeit in Aserbaidschan, Südafrika, Ruanda und Tschetschenien betrieb: Sie besuchte Gefangene, verhandelte mit Militärs und Kämpfern. Als sie heiratete, beendete sie den Job und ging für ein Postgraduiertenstudium nach Harvard. 1998 zurück in der Schweiz war sie nochmals für das IKRK an dessen Hauptsitz tätig. Nach Jahren, in denen Themen wie Folter oder Hunger ihren Arbeitsalltag prägten, wollte sich Johanna Grombach mit anderen Inhalten beschäftigen, aber weiter «multikulturell» tätig sein. Diese Möglichkeit ergab sich 2011 als Cheffe de Cabinet beim TCS mit Standorten in der Romandie und in der Deutschschweiz. An ihrer Aufgabe gefällt der Mutter zweier erwachsener Kinder besonders, dass sie an zentraler Stelle die Geschicke des TCS mitgestalten und ständig zwischen zwei Kulturen und den Sprachen Deutsch und Französisch wechseln kann.

FOTOS ZVG

U

nter den rund 1700* Mitarbeitenden des Touring Club Schweiz sind 710 Frauen. Am meisten weibliche Beschäftigte zählt mit 101 Mitarbeiterinnen die Assista, der Rechtsschutzbereich des TCS, gefolgt von der Division Fallannahme & Fallmanagement B2B mit 95 Mitarbeiterinnen und der Division Tourismus & Freizeit mit 83 Mitarbeiterinnen.

Johanna Grombach

* Zahlen: Stand Dezember 2020

1983

1985

1988

Rund eine Million Schweizerinnen und Schweizer sind jetzt Mitglied beim TCS.

Der TCS führt Langzeittests mit Katalysatoren durch und setzt sich für die neue Technik ein.

Die ersten Pkw-Crashtests finden unter der Leitung des TCS und internationalen Partnern statt.

18 touring | Februar 2021


DOSSIER

Sandra Herren

Direktorin Geschäftsbereich Mobilität & Freizeit

Steckerverbindungen, Klimatechnik, Private Banking – die studierte Betriebswirtschafterin hatte Einblick in einige Branchen, doch Mobilität ist das Thema von Sandra Herren. So brachte sie es bei der Emil Frey AG bis zur Länderverantwortlichen Mitteleuropa. Als die weit gereiste Bielerin nach zwölf Jahren in der Automobilwirtschaft eine neue Herausforderung suchte, hatte sie die Tourismusbranche im Blick. Doch dann ergab sich 2012 die Stelle als Direktorin des Geschäftsbereichs Mobilität & Freizeit mit den Schwerpunkten TCS Camping, Training & Events, Mobilitätsakademie und TCS Reisen. Das Aufgabengebiet hätte nicht passender sein könnten, sagt sie heute. Was die sportliche Managerin – sie joggt, spielt Tennis, Squash, Golf und war als Fechterin drei Jahre Nummer eins der Schweizer Juniorinnen – stets aufs Neue fasziniert, sind die Breite und die Vielseitigkeit der TCS-Dienstleistungen und -produkte. Reizvoll ist für sie, dass sie als Direktorin und Geschäftsleitungsmitglied die Zukunft der Organisation aktiv mitsteuert und dabei hilft, Antworten auf die Herausforderungen einer vernetzten, intelligenten und individuellen Mobilität zu finden.

Claudine Joerger Direktorin Geschäftsbereich Shared Services Center

Doris IselinSchneider

TCS-Verwaltungsrätin

Dass sie sich für den TCS engagiert, kommt nicht von ungefähr. Bereits der Vater Walter Schneider war Ehrenmitglied des TCS und höchst aktiv schweizweit. Seit 21 Jahren ist Ehemann Hans Werner Iselin im Vorstand der Sektion Schaffhausen; seit 2014 als Präsident. Und so sagt Doris IselinSchneider gern, dass sie «gelbes TCS-Blut» in den Adern habe. Die Mutter zweier Töchter und inzwischen auch Grossmutter machte Karriere in einem Pharmaunternehmen. Dort war sie bis zur Pensionierung im 2017 als Senior Purchasing Manager / Prokuristin verantwortlich für Einkauf und lokal für europaweite IT-Einkaufssysteme. Als Vorständin der Sektion Schaffhausen verantwortete sie ab 2014 dort unter anderem PR und Marketing. Zur TCS-Verwaltungsrätin wurde sie 2017 gewählt. Es mache sie stolz, dass sie als Vertreterin einer kleineren Sektion beim grössten Mobilitätsclub der Schweiz gemeinsam mit einem Team aus dem ganzen Land mitwirken könne und so am Puls des Geschehens sei, sagt sie. Und zeigt sich beeindruckt, was der TCS unter der Führung von Peter Goetschi und Jürg Wittwer leistet und mit welchen Projekten die Zukunft angegangen wird.

Die Elsässerin startete im Finanzbereich, wandte sich aber bald der IT zu. Als Schwester von vier jüngeren Brüdern durchsetzungserprobt, arbeitete sie sich schnell auf der Karriereleiter verschiedener Firmen hoch: Von Frankreich aus ging es in Toppositionen in die USA, Europa und nach Südkorea. Dabei entdeckte sie ihre Passion für das Projekt- und Changemanagement. Schliesslich zog es die vielgereiste Managerin in die Schweiz, die sie bei Geschäftsbesuchen schätzen gelernt hatte. 2011 stiess sie zum TCS, weil es sie reizte für ein Unternehmen im Transformationsprozess zu arbeiten und ihre internationale Erfahrungen einzubringen. Bis zum Spätsommer 2020 leitete sie das Business Office, die Abteilung für IT-Projektleitungen, und wurde dann zur Direktorin des Geschäftsbereichs Shared Services Center ernannt, der die Abteilungen HR, Business Office, IT, Digital Services, Einkauf & Immobilien sowie das Facility Management verwaltet. Claudine Joerger ist eine begeisterte Globetrotterin, liebt die Natur und Wassersport, mag schöne, schnelle Autos und verbringt gern Zeit mit ihrer Familie und Freunden im Elsass.

→ 1996

1997

1998

Der TCS feiert sein 100-jähriges Bestehen, unter anderem mit einer SBB-Lok im TCS-Kleid.

Die Website www.tcs.ch geht online und bietet auf über 800 Seiten Informationen in drei Sprachen.

Der neue Hauptsitz in Blandonnet, in der Genfer Gemeinde Vernier, wird in Betrieb genommen. Februar 2021 | touring

19


«Reizvoll war, dass ich morgens nicht wusste, was der Tag für mich bereithielt» Isabelle Marchand fing 1994 als erste Patrouilleurin beim TCS an. Sieben Jahre half die aus Estavayer-le-Lac stammende Automechanikerin bei Pannen aller Art. Akzeptanzprobleme gab es dabei nie, ein paar lustige Begebenheiten aber schon. INTERVIEW JULIANE LUTZ | FOTOS FABIAN HUGO, ZVG

Frau Marchand, was hat Sie am Job der Patrouilleurin gereizt?

Isabelle Marchand: Die Idee, Leuten in Not zu helfen, hat mir gefallen. Damals war ich in einer Garage in Basel tätig. Die Arbeit machte Spass, aber ich wollte mit 22 noch etwas anderes kennenlernen. Auch zog es mich nach zwei Jahren in der Deutschschweiz wieder in die Region von Estavayer-le-Lac. Als ich dann in einer Zeitschrift die Anzeige sah, dass der TCS einen Patrouilleur im Raum Lausanne suchte, bewarb ich mich einfach, ohne allzu viel darüber nachzudenken. Hat die Arbeit dann Ihren Erwartungen entsprochen?

Am Anfang sicherlich, aber später kam noch eine Arbeitskollegin im Raum Zürich dazu. Wir haben uns aber nie getroffen. Staunten im Jahr 1994 TCS-Mitglieder noch, wenn eine Frau im Einsatzfahrzeug vorfuhr, um ihnen zu helfen?

Männer und Frauen waren am Anfang häufig erst überrascht, wenn ich im gelben Opel kam, aber die Reaktionen fielen in den allermeisten Fällen sehr positiv aus. Eigentlich hatten immer alle vollstes Vertrauen in meine Fähigkeiten als Automechanikerin. Und waren Sie bei den Patrouilleuren auch gleich akzeptiert?

Ja, es gefiel mir sehr, für andere nützlich sein zu können. Ausserdem konnte ich relativ autonom arbeiten und selbst entscheiden, wie ich dieses oder jenes Problem bei den Autos angehen wollte. Diese Kombination sprach mich sehr an. Reizvoll war auch, dass ich morgens nicht wusste, was der Tag für mich bereithielt und ich mit der ganzen Bandbreite an Fabrikaten und Modellen zu tun hatte: vom 2 CV bis zum Ferrari sozusagen.

Sicher kam Ihnen Ihre aufgestellte, humorvolle Art dabei auch zugute.

Waren Sie während der sieben Jahre stets die einzige Patrouilleurin beim TCS?

Ich bin schon ein fröhlicher Mensch, habe aber einen starken Charakter und lasse mir nichts gefallen. Meine

Ja, gleich von Anfang an. Aber ich habe mich auch nie über irgendeine Arbeit beklagt oder gesagt, dass dies oder jenes nichts für eine Frau ist. Ich war eine von ihnen. Nur wenn eine Tätigkeit einmal meine körperlichen Kräfte überstieg, dann habe ich um Hilfe gebeten.

Einstellung war immer, wenn ich in einem Männerberuf arbeite, dann gibt es für mich keine Ausnahmen, nur weil ich eine Frau bin. Das hat mir Respekt eingebracht. Sind Ihnen noch ein paar Einsätze von damals in Erinnerung geblieben?

Einmal wurde ich zu einer etwa 80-jährigen Frau gerufen. Als ich bei ihr ankam, fragte sie mich, ob ich auch tatsächlich Automechanikerin sei. Ich meinte im Spass, nein, ich sei Coiffeuse, aber ich könne ihr trotzdem helfen. Sie hatte nicht verstanden, dass ich einen Scherz gemacht hatte, und wollte mich danach nicht an ihr Auto lassen. Es musste dann ein Patrouilleur kommen. Und ich erinnere mich noch an den Mann, der einen Plattfuss bei der Assistance gemeldet hatte. Ich fuhr zu ihm, und als er mich sah, wechselte er den Reifen selbst. Vermutlich wollte er sich vor einer Frau keine Blösse geben und zeigen, dass er selbst in der Lage war, sich zu helfen. Mich hat es nicht gestört, ich fand es nur amüsant. ◆ Isabelle Marchand, 48, ist verheiratet und Mutter von einer Tochter und von zwei Söhnen. Die gelernte Automechanikerin unterrichtet heute in einer Pfarrei Religion.

2000

2004

2008

TCS Training & Events wird gegründet, und das erste Verkehrssicherheitszentrum öffnet im Stockental.

Die ETI-Auslandshilfe wird erweitert. Bei Krisen organisieren nun Spezialisten vor Ort die Rücktransporte.

Mit der Gründung der Mobilitätsakademie verfügt der TCS als einziger Mobilitätsclub über eine eigene Denkfabrik.

20 touring | Februar 2021


DOSSIER

«Wenn ich in einem Männerberuf arbeite, gibt es für mich als Frau keine Ausnahmen.» Isabelle Marchand, ehemalige TCS-Patrouilleurin Gruss aus den 90ern: Die erste Patrouilleurin des TCS neben ihrem Opel-Pannenfahrzeug

2010

2010

2015

Der TCS lanciert seine eigene App mit Funktionen wie Verkehrsinformationen und einem Notruf.

Das Ärzteteam in der ETIZentrale für Auslandshilfe nimmt seine Arbeit in Genf auf.

Die Mobilitätsakademie des TCS gründet Carvelo2go, das weltweit grösste Sharing-Angebot für elektrische Cargobikes. Februar 2021 | touring

21


Das waren noch Zeiten … Offiziell gibt es die touristischen Informationen des TCS seit Anfang der 60er-Jahre. Philippe Martin, ehemaliger Leiter der entsprechenden Abteilung, blickt zurück, wie diese Dienstleistung vor dem Aufkommen von Computer und Internet funktionierte. TEXT ALINE BEAUD | FOTO PHILIPPE MARTIN, TCS

W

ie hoch sind die Autobahn­ gebühren? Wel­ che Route in die Ferien soll ich nehmen? Wo finde ich Tankstellen mit bleifreiem Benzin? Vor über zwanzig Jahren, in einer grundlegend analogen Zeit, verliessen sich TCS­Mitglie­ der auch bezüglich touristi­ scher Informationen auf die guten Tipps des TCS. Philippe Martin, von den 70er­Jahren bis 2006 Mitarbeiter des Clubs in Genf, wurde 1977 Leiter der Touristischen Do­ kumentation. Eine Zeit, lange vor Google Maps und Co.

Die aus der Verkehrsinforma­ tion entstandene Abteilung Touristeninformation ist ein Nachkriegsprodukt. TCS­ Mitglieder machten sich da­

Philippe Martin posiert für den «Touring» im Juni 1989

mals Gedanken über ihre Auslandsreisen und benötig­ ten spezifische Informatio­ nen. Nach und nach anti­ zipierte man ihre Anfragen, und Informationen wurden im Voraus gesammelt. An­ fang der 60er­Jahre rief der TCS schliesslich die Touris­ mus­Abteilung (deren Name später mehrmals geändert wurde) ins Leben.

Vor Internet und GPS Die heute auf tourismustcs.ch online verfügbaren Infor­ mationen wurden ursprüng­ lich als A5­Broschüren ge­ druckt. Die Dokumentation nach Reiseziel oder Länder­ gruppe stand dabei im Mittel­ punkt. Ende der 80er­Jahre wurden jedes Jahr eine Mil­ lion Druckexemplare – von Autobahngebühren bis hin zu Treibstoffpreisen – bereit­ gestellt. Zwanzig weitere Titel deckten ausserdem fast die ganze Welt ab, von Italien bis Uganda. «Beispielsweise war zu erfahren, ob für die Einreise in das afrikanische Land ein Visum erforderlich war. Für Italien waren die Informationen detaillierter, da die touristische Bedeu­ tung des Landes höher war», erklärt Philippe Martin. In einer Zeit, zu der nur eine kleine Gruppe von Fach­ leuten die Qualität der Infor­ mationen sicherstellte, gab es nur wenige Quellen: Die Fachabteilung konnte sich

einzig auf die Botschaften, andere Clubs und Tourismus­ büros verlassen. «Bei ande­ ren Produkten wie dem Transafrika­Reiseführer wa­ ren es die Mitglieder selbst, die uns nach ihrer Rückkehr über ihre Reise durch die Sahara berichteten», sagt der frühere Leiter der touris­ tischen Informationen mit einem Hauch von Nostalgie.

Genf–Rom via Korsika «Obschon der TCS in den 70er­Jahren seine Dienstleis­ tung der Routenbeschreibun­

Aufwendiges Aktualisieren der Schweizer Strassenkarte

2017

2018

2018

Mit den ersten Drohnenkursen beginnt der TCS sein Engagement für eine sichere vertikale Mobilität.

Die neue Mitgliedschaft bietet erweiterte Hilfeleistungen, zum Beispiel einen ÖV-Schutz.

Mit der Pannenhilfe TCS Home sowie den Heimladestationen für E-Autos unterstützt der TCS seine Mitglieder auch zu Hause.

22 touring | Februar 2021


DOSSIER hend von jeder Agentur in Richtung zehn Grenzpunkte und weiter nach 600 Orten in Europa. Das war zwar nicht so raffiniert wie heute, half der TCS-Informationsstelle aber sehr. So konnte etwa die Route von der Schweiz nach Madrid in zwei Sekunden – mit Routenvarianten – generiert werden.

Schematisierte Darstellung

Die 90er-Jahre und die Vermehrung der Computer

gen einstellte, machten sich die Mitglieder stets Gedanken über die Wahl ihrer Reiseroute», erinnert sich Philippe Martin. Es war die Zeit der Prospekte, und wir begannen, kleine Wegbeschreibungen zu drucken.» Doch die ersten computergestützten Routen seien häufig falsch gewesen. «Die Route Genf–Rom führte über Korsika, weil sie kürzer war», scherzt Martin. Anfang der 90er-Jahre folgten die ersten halbcomputerisierten TCS-Routen mit Teilstrecken, die automatisch miteinander verglichen wurden, ausge-

Ein weiterer Service war die Aktualisierung der Strassenkarte der Schweiz 1:300 000 in Zusammenarbeit mit Kümmerly + Frey. «Eine erste Grundlagenarbeit erfolgte in den 60er-Jahren durch meinen Vorgänger», erinnert sich Philippe Martin, der diese Aufgabe für 30 Ausgaben ausführte. Jährlich wurden rund zwei Monate dafür aufgewendet, darunter ein Monat auf den Strassen. Ziel war es, dem Kartografen ein detailliertes Manuskript zu liefern. «Es galt, die Entwicklung des Strassennetzes, der Baustellen, des Autobahnausbaus und der Neueinteilung verschiedener Strassenabschnitte abzubilden.» Eine mühselige Arbeit, die gleichzeitig Detailgenauigkeit und Gesamtsicht erforderte. Und, da der Massstab nicht sehr detailliert ist – das ganze Land hat auf einer Karte zwischen zwei ausgestreckten Armen Platz –, war die Schematisierung der Teilstrecken nötig. Dies sind nur einige Beispiele der langen Liste der damaligen Touristeninformationen. Die aktuell auf der TCSWebsite verfügbare Dienstleistung wird von den Mitgliedern immer noch für die Vorbereitung ihrer Reisen geschätzt. Ein Auszug der Reiseinformationen ist nun auch

DATEN­ VERARBEITUNG DAMALS Anfang der 70er-Jahre wurden die Reisedokumentationen mittels IBM-Kugelkopf-Schreibmaschine erstellt. «Der Lärm war ohrenbetäubend», erinnert sich Philippe Martin. Die Broschüren mit den Feriendestinationen wurden auf A4-Seiten verfasst, an die Druckerei gesendet und auf das Format A5 reduziert. 1982 dann eine erste Revolution: das Vydec-Textverarbeitungsprogramm mit Typenraddrucker. Damit war es möglich, den Text auszurichten und eine Seite in 30 Sekunden zu drucken. Doch auch hier empfahl es sich, den Raum aufgrund des Lärms zu verlassen. «Zu zweit haben sie uns das Produkt vorgestellt. Damals entsprach dessen Wert dem Preis eines Luxusautos der Mittelklasse», vermerkt Martin, der später eine zweite, gebrauchte Maschine erwerben konnte. Ab 1989 kamen die ersten PC auf, damals noch ohne Maus. «Wir waren natürlich nicht die Ersten, die beim TCS auf EDV umstellten. Das Mitgliederverzeichnis, der ETI-Schutzbrief und die Assista taten es lange vor uns.» Dank des Desktop-Publishing und der Software PageMaker konnten sodann sehr schöne, kleine und schmale, mit Karten geschmückte Broschüren erstellt werden.

in die «Travel Admin»-App des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten integriert (siehe Artikel Seite 66). • tourismustcs.ch

2019

2020

2021

Die App TCS eCharge zeigt Ladestationen in ganz Europa. Heute sind es schon über 48 000.

Dank der Hotline Elektromobilität können sich jetzt Mitglieder mit ihren Fragen direkt an den TCS wenden.

Im Herbst des Jubiläumsjahres wird der brandneue Standort in Ostermundigen bei Bern eröffnet. Februar 2021 | touring

23


DOSSIER

Seit 125 Jahren an meiner Seite.

Patrouilleur Cédric Hecht in einer historischen TCS-Uniform Motorrad Motosacoche Genève, Spezialanfertigung mit Seitenwagen, Baujahr 1922, als Patrouillefahrzeug im Einsatz ab 1929

24 touring | Februar 2021


Ex

klu

Reisen, wie einst am Gotthard Mit Pfiff und Fahrgeräuschen

siv

eP

re

mi

er

e

Geniessen Sie Stunde um Stunde ein kleines Eisenbahn-Spektakel!

Der Schaffner kündet das Eintreffen des Zuges zu jeder vollen Stunde an

DIE DAMPFLOKOMOTIVE

FÄHRT

ZU JEDER VOLLEN STUNDE Träumen Sie nicht auch manchmal von der guten, alten Zeit, als alles noch ein wenig ruhiger und gemächlicher zu und her ging. Die Zeit können wir selbstverständlich nicht zurückdrehen, aber Stunde um Stunde ein wenig von der Dampflok-Romantik von früher in Ihr Zuhause zaubern. Detailreiches Kunst-Handwerk Die Wanduhr „Romantische Dampflok-Reise“ wird von Kunsthandwerkern aus feinstem Skulpturenguss gefertigt und danach von Hand bemalt. Ein Quarz-Uhrwerk zeigt Ihnen präzise die Zeit an und während der Zug aus dem Tunnel fährt, erklingt der Ton einer Lokomotive. Die detailreiche Szenerie und die Originalität machen diese Wanduhr zu einem ganz speziellen Erlebnis, an dem Sie und Ihre Lieben immer wieder Freude haben werden. Bestellen sie diese einzigartige Wanduhr am besten gleich heute noch!

365-Tage-Rücknahme-Garantie

• Hochwertiges Quarz-Uhrwerk • Von Hand bemalt • Aus Künstler-Skulpturenguss • Weltweit limitiert • Mit Echtheitszertifikat • Nur erhältlich bei Bradford

EXKLUSIV-BESTELLSCHEIN

Reservierungsschluss: 1. März 2021

Referenz-Nr.: 64556 / 478-FAM03.01

❒ Ja, ich bestelle die Wanduhr

„Romantische Dampflok-Reise“ Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen

Grösse inkl. Gewichte: 26,7 x 57,5 x 22,2 cm (B x H x T)

Ich wünsche

❒ eine Gesamtrechnung

❒ Monatsraten

Die Ton- du Bewegungseffekte sind abschaltbar Vorname/Name

Betrieb der Uhr mit einer „AA“-Batterie Betrieb der Ton- und Bewegungseffekte mit 2 „D“-Batterien (Batterien nicht im Lieferumfang enthalten)

www.bradford.ch fb.com/BradfordExchangeSchweiz

Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen

Strasse/Nummer

Produktpreis: Fr. 199.80 oder 3 Raten à Fr. 66.60 (+ Fr. 16.90 Versand und Service) 478-FAM03.01

Für Online-Bestellung: Referenz-Nr.: 64556

Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 • e-mail: kundendienst@bradford.ch

PLZ/Ort E-mail Unterschrift Telefon Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.


Licht und Schatten im vergangenen Autojahr Während die Autokäufe, bedingt durch die Pandemie, eingebrochen sind, erfreuen sich Elektroautos grosser Beliebtheit. Es scheint gar so, als stünden sie kurz vor dem grossen Durchbruch. TEXT DINO NODARI | FOTO PIA NEUENSCHWANDER

26 touring | Februar 2021

Mit diesen schlechten Zahlen steht die Schweiz nicht alleine da. In Europa und Amerika zeichnen sich ähnliche oder sogar noch schlechtere Zahlen ab. Doch nicht überall läuft es dermassen schlecht. In China, dem grössten Automarkt der Welt, erreichen die Verkaufszahlen trotz Pandemie schon fast wieder das Vorjahresniveau.

Gefragte Steckerautos Zu den Lichtblicken in der Schweiz gehörte der stark wachsende Anteil alternativer Antriebe. Mit 28,2 Prozent Marktanteil wurde ein Rekord erzielt. Das «10/20»Ziel von Auto-Schweiz, das einen zehnprozentigen Anteil an Elektroautos und Plugin-Hybriden vorsah, wurde dabei sogar noch um 4,3 Prozentpunkte übertroffen. Allerdings könne man die weitere Entwicklung der alternativen Antriebe nicht einfach auf die Folgejahre übertragen, schreibt Auto-

Schweiz. Dass das Marktpotenzial der alternativen Antriebe aber noch nicht ausgereizt ist, zeigt auch eine Studie, die Auto-Schweiz in Auftrag gegeben hat. Demnach können sich 62 Prozent der Schweizer Bevölkerung den Kauf eines Autos mit neuem Antrieb vorstellen. «Wir werden diesen Wert sicher nicht direkt nächstes Jahr erreichen, aber der Trend geht in diese Richtung», fasst Christoph Wolnik zusammen, «zumal 85 Prozent der Studienbefragten der Meinung sind, dass neue Antriebstechnologien zur Lösung der Klimaproblematik beitragen können.»

Vor dem Durchbruch Zahlen, die auch durch den im Oktober publizierten E-Barometer des TCS gestützt werden. Dafür wurden schweizweit 1001 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Im Vergleich zu 2019 akzentuiert sich demnach

Wahrscheinlichkeit Anschaffung Elektroauto «Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie sich in Zukunft ein Elektroauto anschaffen werden (kaufen/leasen)?» 11

9% Ich schaffe mir wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren ein Elektroauto an. 8% Ich schaffe mir wahrscheinlich in den nächsten vier Jahren oder später ein Elektroauto an. 36% Ich schaffe mir wahrscheinlich in Zukunft ein Elektroauto an, aber ich weiss nicht, wann.

9 8

36 36

36% Ich schaffe mir wahrscheinlich nie ein Elektroauto an. 11% Weiss nicht. / Keine Antwort

In % Einwohner/-innen ab 18 Jahren.

Quelle: TCS-Barometer E-Mobilität 2020

D

as Corona-Jahr 2020 war für viele Branchen weltweit eine äusserst grosse Belastung. Auch die hiesige Autobranche sah sich vor immense Herausforderungen gestellt. Nur 236 828 neue Autos sind in den letzten zwölf Monaten auf die Strassen der Schweiz und Liechtensteins gekommen. Der Rückgang im Vergleich zu 2019 beträgt 24 Prozent oder 74 638 Einlösungen – trotz eines Endspurts im Dezember, auf den allein 29 451 Neuzulassungen entfallen, schreibt die Vereinigung Schweizer AutomobilImporteure (Auto-Schweiz) in einer Mitteilung. «2020 ist für die Schweizer Automobilbranche in Bezug auf die Marktentwicklung ein verlorenes Jahr», kommentiert Auto-Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik das ernüchternde Ergebnis. Und weiter: «Wir hatten gehofft, wenigstens einen Kalendermonat mit einem kleinen Plus abschliessen zu können.» Für dieses Jahr rechnet die Vereinigung mit etwas mehr Verkäufen als im 2020. Allerdings fallen die Aussichten für dieses Jahr laut Christoph Wolnik gemischt aus: «Beim Gesamtmarkt gehen wir von einem Niveau von 270 000 Immatrikulationen aus. Diese Schätzung basiert allerdings auf der Annahme, dass die negativen Folgen der Covid-19-Pandemie möglichst bald eingedämmt werden.»


MOBILITÄT

Steckerautos waren im vergangenen Jahr sehr gefragt

der Graben zwischen traditioneller Fortbewegung und der Elektromobilität weiter. Mehr Einwohner möchten in Zukunft auf strombetriebene Fahrzeuge setzen. Konkret gibt jede zehnte Person an, sich in den nächsten drei Jahren vermutlich ein Elektroauto anzuschaffen. Weitere 44 Prozent möchten dies in vier Jahren oder später ebenfalls tun. Eine Mehrheit der Befragten geht also davon aus, in Zukunft mit einem Elektroauto unterwegs zu sein. Die Autoren der Befragung sehen die Elektromobilität somit kurz vor dem Durchbruch. Die wichtigsten Gründe für den Kauf eines E-Fahrzeugs sind nach wie vor Überlegungen rund um Klima, Nachhaltigkeit und CO2-Ausstoss.

Zuversicht Es sind wohl auch Zahlen wie diese, welche die Branche trotz einem miserablen 2020 zuversichtlich stimmen, wie eine Umfrage des Auto Gewerbe Verbands Schweiz (AGVS) bei Entscheidungsträgern der Schweizer Autobranche zeigt. Mehr als 60 Prozent der Befragten erwarten, dass das kommende Jahr für ihr Unternehmen «eher besser» (55,6 Prozent) oder gar «viel besser» (5,6 Prozent) wird. Bei der Frage nach den Aussichten für die ganze Branche rechnen sogar knapp 67 Prozent der Entscheidungsträger in der Autobranche mit einer leichten bis ausgeprägten Erholung. Die Pessimisten sind deutlich in der Unterzahl. ◆

NEUE AUTOPOPULARITÄT Die Corona-Pandemie hat zu einem veränderten Mobilitätsverhalten geführt. Die Nutzung des Autos nahm nach dem Shutdown im März 2020 gegenüber der Nutzung des öffentlichen Verkehrs überproportional zu. «Händler von Gebrauchtwagen verzeichneten im Sommer Rekordzahlen, und das hatte nicht nur damit zu tun, dass bei den Neuwagen Lieferschwierigkeiten bestanden», schreibt der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) in einer Mitteilung. Die Veränderungen im Verkehr wurden in den vergangenen Monaten von vielen Stellen untersucht. Eine repräsentative Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte zeigte, dass der Individualverkehr zunehmen und der öffentliche Verkehr sowie private Transportdienstleistungen abnehmen werden. Der motorisierte Individualverkehr werde zunehmen, besonders bei den unter 30-Jährigen. Auch eine Untersuchung des Beratungsunternehmens McKinsey kommt zu einem ähnlichen Schluss: Die Wahl des Transportmittels werde in Zukunft nicht nur auf Basis von Preis und Komfort getroffen, sondern auch anhand der wahrgenommenen Infektionsgefahr. Februar 2021 | touring

27


MOBILITÄT

Der TCS unterstützt unter anderem die Einführung einer Helmtragepflicht für Fahrer von langsamen E-Bikes und acht weiterer Verordnungen. Diese sollen im Rahmen der Teilrevision des Strassenverkehrs- und des Ordnungsbussengesetzes neu geregelt werden. TEXT DINO NODARI

S

chon vor der Pandemie verkauften sich E-Bikes in der Schweiz sehr gut. Das Coronavirus hat den Trend zum Velofahren sogar noch verstärkt. Während in den letzten Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 20 Prozent verzeichnet wurde, lag der Zuwachs im ersten Halbjahr 2020 bei 23,6 Prozent. Doch nicht nur die Verkaufszahlen gehen nach oben, auch die Zahl der schwer verunfallten E-BikeFahrer steigt an. «Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort», schreibt etwa das Bundesamt für Stras28 touring | Februar 2021

sen (Astra) in einer Medienmitteilung. Häufigste Unfallursache bei den schwer verunfallten Personen sei die nicht angepasste Geschwindigkeit. Dies falle besonders bei den E-Bike-Fahrenden auf, wo mehr als 20 Prozent der verursachten Unfälle auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen seien. Im ersten Halbjahr 2019 sei dies noch bei acht Prozent der Fälle so gewesen.

Mehr Sicherheit Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, unterstützt der TCS deshalb den Vor-

schlag des Bundesrates, die Helmtragepflicht auf langsame E-Bikes auszuweiten und auch für Passagiere von E-Bikes eine Helmtragepflicht einzuführen. Weiter befürwortet der TCS, Motorfahrräder (inklusive schnelle und langsame E-Bikes) den allgemeinen Regeln bezüglich Höchstgeschwindigkeit zu unterstellen, und auch die Pflicht, am Tag mit Licht unterwegs sein zu müssen. Laut einer Untersuchung des Astra hätten mit diesen drei Massnahmen 34 von 321 schweren E-Bike-Unfällen, welche sich 2018 ereignet haben, verhindert werden können.

Automatisiertes Fahren Der TCS unterstützt auch die Absicht von Bundesrat und Astra, die neuen Technologien für Automatisierungen rasch zu fördern und zu integrieren und entsprechende Versuche zuzulassen. «Die Entwicklung der Mobilität schreitet

KEYSTONE

Helmpflicht für langsame E-Bikes

Für alle E-Bikes soll in Zukunft die Helmpflicht gelten


WER HAT RECHT

Gravierende Folgen bei Fahren trotz Lenkverbot rasant voran», sagt Peter Goetschi. Der Zentralpräsident des TCS ist überzeugt, dass insbesondere im Bereich des auto­ matisierten Fahrens und der Einfüh­ rung umweltfreundlicher Antriebstech­ nologien rasch grosse Veränderungen kommen werden. «Der TCS unterstützt diese Entwicklungen unter der Prä­ misse, dass im Gleichschritt mit der Ent­ wicklung der Fahrzeugtechnologie auch die entsprechende Infrastruktur mitent­ wickelt wird», so Peter Goetschi.

Anpassungen bei Via Sicura Der TCS unterstützt weiter die verschie­ denen Anpassungen im Programm «Via Sicura», insbesondere die Anpassung des sogenannten Raserartikels, welche den Strafbehörden einen notwendigen Ermessensspielraum zurückgibt und es ermöglicht, besser angepasste und ab­ gestufte Urteile bei Raserdelikten zu verhängen. Der TCS begrüsst ebenfalls den Antrag des Bundesrates, auf den Einsatz von Alkoholtest­Wegfahrsper­ ren und auf Blackboxes zu verzichten. Aus Sicht des TCS wäre der Aufwand für diese Massnahmen sehr hoch, gleich­ zeitig der Gewinn für die Verkehrs­ sicherheit sehr gering. •

DREIMAL MEHR VELOPANNENHILFE Seit 2018 bietet der TCS seinen Mit­ gliedern nebst der Pannenhilfe für Autos auch eine Velopannenhilfe an. Damals verzeichnete der TCS nur etwa eine Velopanne pro Tag, nämlich 380 Vorfälle. 2019 waren es schon mehr als doppelt so viele Fälle. Bis Ende 2020 rückte indes rund 1000 Mal ein Patrouilleur für eine Velopanne aus. Mit Abstand am meisten Pro­ bleme hatten die Velofahrerinnen und Velofahrer mit den Reifen. Jedoch musste auch bei Problemen mit der Kette oder dem Antrieb von E­Bikes oft ausgerückt werden. Vor allem im Jahr 2020 stieg die Anzahl der E­Bike­ Pannen im Verhältnis stark an. So betrafen in den Jahren 2018 und 2019 jeweils 38 beziehungsweise 39 Pro­ zent aller Velopannen ein E­Bike. Im Jahr 2020 sind bereits 45 Prozent aller Velopannen Pannen bei einem E­Bike.

Der Entzug des Führerausweises ist für viele eine einschneidende Massnahme, weil gewohnte Tätigkeiten vorübergehend nicht möglich sind. Da ist die Gefahr gross, sich über das Lenkverbot hinwegzusetzen. TEXT URS-PETER INDERBITZIN

H

and aufs Herz. Wie oft sind Sie in Ihrem Leben in eine Polizeikontrolle geraten und mussten Ihren Führerausweis zeigen? Kaum je. Dies ist wohl mit­ unter ein Grund, weshalb sich ge­ wisse Schlaumeier bewusst dazu entschliessen, sich trotz Ausweis­ entzug hinters Steuer zu setzen. Sie hoffen, unentdeckt zu bleiben. Gelegentlich ist es auch eine per­ sönliche Notlage, die dazu führt, trotz Ausweisentzug zu fahren. So gibt es regelmässig Berufs­ chauffeure, die sich aus Angst vor Arbeitslosigkeit und Verlust ihres Einkommens nicht trauen, den Arbeitgeber über den Ausweisent­ zug zu informieren. Die Konsequenzen nach einer Fahrt trotz Ausweisentzug sind gravierend. Der fehlbare Lenker muss vor dem Strafgericht an­ traben. Es liegt nicht bloss eine Übertretung, sondern ein Ver­ gehen vor, für welches das Gesetz Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen von bis zu 360 Tagessätzen vorsieht. Der jeweilige Tagessatz bemisst sich am Einkommen des Lenkers. Vor allem wer immer wieder fährt, obwohl ihm der Ausweis entzogen wurde, kommt nicht mehr mit einer Geldstrafe davon, sondern muss mit einer Freiheitsstrafe rechnen. In gravierenden Fällen kann auch das «Tatfahrzeug» be­ schlagnahmt oder gar eingezogen werden.

Strassenverkehrsgesetz. Es erfolgt ein Ausweisentzug von mindes­ tens sechs Monaten. Daran gibt es nichts zu rütteln. In einem kürz­ lich vom Bundesgericht beurteilten Fall hatte ein Lenker um Verständ­ nis für sein Verhalten gebeten, weil die Bewegungsfreiheit seiner Gattin stark eingeschränkt sei und er mit ihr einmal wöchentlich in den Spital fahren müsse. Das Bun­ desgericht zeigte keine Gnade und bestätigte den von der Vorinstanz ausgesprochenen, sechsmonatigen Ausweisentzug (1C_543/2019).

Versicherungsleistung Noch schlimmer trifft es einen Lenker, der trotz Ausweisentzug fährt und einen Unfall verursacht. Er bekommt Probleme mit seiner Versicherung. Die Haftpflichtver­ sicherung muss zwar den Schaden des Unfallgegners bezahlen, kann aber das Geld vom Lenker zurück­ fordern. Bei tödlichen Unfällen oder bei Unfällen mit Schwer­ verletzten kann das ein Vermögen kosten. Sodann kann auch die Vollkaskoversicherung die Regu­ lierung am eigenen Motorfahr­ zeug komplett verweigern, wenn dies in der Versicherungspolice so vorgesehen ist. Und schliesslich kann die Unfallversicherung, wenn sich der Lenker beim Unfall verletzt, allfällige Geld­ leistungen – wie beispielsweise Tag­ gelder – gemäss Ge­ setz kürzen und in besonders schweren Fällen gar ver­ weigern. •

Nebst einer strafrechtlichen Ver­ urteilung muss sich der fehlbare Lenker auch einem Administrativ­ verfahren stellen: Wer trotz Entzug des Führerausweises URS-PETER mit einem Auto unterwegs INDERBITZIN ist, begeht eine schwere Verkehrsexperte Widerhandlung gegen das

Februar 2021 | touring

29


Private Selection Hotels & Touring Club empfehlen zwei Exklusiv-Angebote: WO SELBST DIE WELLEN GERNE ANLEGEN!

Hotel Bad Horn, Horn am Bodensee EXKLUSIVANGEBOT • • • •

Ein Begrüssungsaperitif in einer unserer Bars Zwei Übernachtungen Reichhaltiges Frühstück vom Buffet Jeden Abend ein 4-gängiges Abendessen im Rahmen der Halbpension • Ein Schlummertrunk in einer unserer Bars • Freie Benützung des Smaragd-Spa • Ein Gutschein im Wert von CHF 80.00 für eine Wellnessbehandlung nach Wahl

PREISE UND GÜLTIGKEIT Preise pro Person (bei Doppelbelegung im Doppelzimmer) Superior Grand Cabin zur Strassenseite

CHF 415.00

Superior Grand Cabin zur Seeseite

CHF 485.00

Deluxe First Cabin zur Strassenseite (im neuen Teil)

CHF 465.00

Deluxe First Cabin zur Seeseite (im neuen Teil) CHF 535.00

Eleganz, Komfort und die Lage direkt am See verleihen dem Bad Horn eine unvergleichliche Ausstrahlung. Auch kulinarisch kann auf verschiedenen Routen in See gestochen werden, mit seinen 2 Restaurants, 2 Bars und dem weitläufigen Gartenrestaurant am eigenen Hafen bietet das Bad Horn für jeden Geschmack den passenden Rahmen. Im 2020 wurde der gesamte Ostflügel modernisiert und es entstanden neue, grosszügige Gästezimmer. Ein Highlight ist die smaragdgrüne, moderne 1500m2 grosse Wasserwelt.

Junior-Suite zur Seeseite

CHF 565.00

Lake Loft Suite zur Seeseite

CHF 615.00

Smaragd Suite zur Seeseite (im neuen Teil)

CHF 685.00

Einzelzimmer-Zuschlag (Zimmer nach Wahl):

CHF 110.00

Gültig bis 30. April 2021

Für Informationen und Reservationen Private Selection Hotels & Tours T 041 368 10 05 (Mo-Sa) info@privateselection.ch Online Buchung: www.privateselection.ch/touring EXKLUSIVANGEBOT

OB WINTER O DER SOMMER: A K TI V E N ATU RLIEBH A BER KOMMEN G A R A NTIERT AUF IH RE RECHN U NG!

• 3 Übernachtungen mit Gourmet-Halbpension • Begrüssungsdrink und CHF 50.- Wellness-Gutschein • Im Winter CHF 50.- Rabatt auf den 3 Tages Skipass und im Sommer CHF 50.- Shopping Gutschein in den ZEGG Geschäften • Nutzung des alpinen Silvretta SPA (900m2) mit römischen Hallenbad und Fitnesscenter im Chasa Montana, bequem erreichbar durch einen unterirdischen Gang • Bademantel, Badetuch und Badeschuhe auf dem Zimmer

Chalet Silvret ta Hotel & Spa, Samnaun

PREISE UND GÜLTIGKEIT Preisbeispiel im Doppelzimmer «Stammerspitze», weitere Zimmerkategorien online oder auf Anfrage.

IM WINTER - MIDWEEK (PREISE PRO PERSON) 09.01.21 bis 06.02.21

ab CHF 576.50 (statt 685.-)

06.02.21 bis 12.02.21

ab CHF 630.50 (statt 745.-)

21.02.21 bis 14.03.21

ab CHF 630.50 (statt 745.-)

14.03.21 bis 02.04.21

ab CHF 576.50 (statt 685.-)

10.04.21 bis 02.05.21

ab CHF 468.50 (statt 565.-)

Aufpreis für Donnerstag, Freitag und/oder Samstag Nacht: CHF 45.00 pro Person und Nacht.

IM SOMMER - MIDWEEK (PREISE PRO PERSON) Von 13.05.21 bis 06.06.21 & 08.07.21 bis 12.09.21 & 15.10.21 bis 25.11.21 ab CHF 401.00 (statt 490.-) Aufpreis für Donnerstag, Freitag und/oder Samstag Nacht: CHF 20.00 pro Person und Nacht.

Das Chalet Silvretta Hotel & Spa liegt mitten im Herzen von Samnaun (1'850 m ü. d. M.). Für Familien und für höhere Ansprüche bieten wir im Silvretta 32 Zimmer inclusive 8 Suiten & Familiensuiten, die im Jahr 2017 völlig neu gebaut wurden. Im grosszügigen Silvretta-SPA kann man sich nach einem erlebnisreichen Tag in den Bergen bestens entspannen. Im Restaurant geniessen Feinschmecker eine vielfältige Küche oder lassen sich mit Engadiner Spezialitäten in der traditionell eingerichteten Bündner Stube überraschen. Gäste des Chalet Silvretta Hotel & Spa profitieren von allen VIPLeistungen der ZEGG Zollfrei-Geschäfte und von der Möglichkeit eines Dine Around zwischen den ZEGG Spezialitätenrestaurants. Ob Sie die 239 Pistenkilometer der Silvretta Arena Samnaun/Ischgl in einer Höhenlage zwischen 1400 und 2900 Meter erkunden oder doch lieber die 250km markierten Wanderwege begehen? Atemberaubend sind zu jeder Saison die vielfältigen Möglichkeiten im Dreiländereck Schweiz, Österreich und Italien mit grenzüberschreitenden Wander- und Skirouten. Sie können die Auswahl der Touren ganz bequem an Ihre Kondition anpassen und das Bergerlebnis so richtig geniessen – und auf Wunsch mit Wildbeobachtung und Pflanzenführung anreichern.


MOBILITÄT

Vom Rollstuhl aufs E-Bike Das Go-Tryke für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist auf dem Markt. Das Gerät wurde vom Ingenieur Sebastian Tobler konzipiert, dessen Firma GBY Finalist für den Innovationspreis Freiburg 2020/2021 ist. TEXT ALINE BEAUD

I

m Jahr 2016 gründen Sebastian Tobler und sein Freund Eric Belloy das Start-up Go By Yourself (GBY) mit dem Ziel, das GoTryke zu produzieren und zu vermarkten. Es handelt sich um ein zugelassenes Trekkingbike für Behinderte, das faltbar ist und über ein elektronisches Gangwechselsystem verfügt. Der Ingenieur und Lehrer an der Berner Fachhochschule entwickelte das Gerät nach einem Mountainbikeunfall im Jahr 2013, nach dem er gelähmt war. Heute beschäftigt der Freiburger in seiner Firma in Vuisternens-en-Ogoz sechs Mitarbeiter, und das von der Schweizer ParaplegikerStiftung subventionierte GoTryke hat bereits 32 behinderte Menschen überzeugt.

Das Unternehmen GBY gehört in der Start-up-Kategorie zu den drei Finalisten für den Freiburger Innovationspreis 2020/21, wo es unter 38 Kandidaten hervorgestochen ist.

Traum von Freiheit Das Go-Tryke – dessen Einzelteile hauptsächlich in Taiwan hergestellt, aber in der Schweiz entwickelt werden und deren Montage und Endfertigung in der Freiburger Werkstatt erfolgt – verspricht seinen Besitzern echte Freiheit, für Paraplegiker, Tetraplegiker oder auch Hemiplegiker. Sebastian Tobler erklomm mit einem Go-Tryke selber die Waadtländer Hütte La Tourche auf 2198 Metern Höhe. Nebst der Autonomie, die das Gefährt verleiht, unterscheidet

es sich von Handbikes zudem durch ein Fusspedal. Dieses trainiert die unteren Gliedmassen, indem es die natürlichen und synchronisierten Bewegungen der Arme und der Beine überträgt. Selbst wenn Letztere gelähmt sind, reaktiviert die Mobilisierung den Kreislauf, verbessert das Wohlbefinden seiner Nutzer und hilft bei der Rehabilitation.

Von Freiburg zur BBC Dieser letzte Aspekt beschäftigt die Forschung. Die Arbeitsgemeinschaft Neurorestore um die Professoren Bloch und Courtine, der es gelungen ist, Menschen mit Rückenmarksverletzungen dank elektrischer Stimulation zum Laufen zu bringen, ist für ihre Tests am Gerät interessiert. Man

möchte die elektrische Muskelstimulation mit der Verwendung des Go-Trykes kombinieren. In einer weiteren Forschungsarbeit befasst sich Dr. Barral an der Universität Lausanne mit den physischen und psychischen Auswirkungen der Nutzung des Go-Trykes auf die Gehirnaktivität. «Neben der Vermarktung des GoTrykes möchten wir die medizinische Fachwelt über dessen mögliche Nutzung als Therapieinstrument informieren», erklärt Sebastian Tobler, der eine wissenschaftliche Anerkennung der Vorzüge seines E-Bikes auf diesem Gebiet anstrebt. «Vor allem aber ist es ein grossartiges menschliches und technisches Abenteuer», meint Tobler, der mit seinem Projekt sogar schon bei der BBC auftreten konnte. Seine schönste Anekdote ist aber, als ein zehnköpfiges Filmteam von National Geographic bei ihm auftauchte. • Go-Tryke, 25 km/h, 500 Watt, Reichweite ca. 60 Kilometer, ab 11 000 Franken; gby.swiss

SCHWEIZER PARAPLEGIKER-VEREINIGUNG

Das Go-Tryke trainiert dank des Fusspedals die gelähmten Beine

Februar 2021 | touring

31


e-Bike-Strecken: Unsere Touren führen meist entlang der Donau, flach oder leicht bergab. Der Donauradweg ist bestens ausgebaut, ohne motorisierten Verkehr. Kurze Abschnitte verlaufen auf Nebenstrassen.

e 7 Reisetag n re u o -T ike

5 e-B

252

leiter erfahrene e-Bike-Reise Einzigartige Routen & tels n & ausgezeichnete Ho Überschaubare Gruppe s & Veloanhänger Topmoderne Reisecar Gesellschaft Kultur, Genuss & beste mit Parkmöglichkeiten Zentrale Einsteigeorte ike enen oder dem Miet-e-B Unterwegs mit dem eig

km

Die schönste Art aktiv zu entspannen!

Weltberühmter Wiener Prater

Liebe Reise-Freunde Wer mit dem e-Bike unterwegs ist, fährt nicht nur mit Strom, sondern immer mehr auch «mit dem Strom»! Das e-Bike ist der grosse Mobilitäts-Megatrend der vergangenen Jahre und von unseren Strassen nicht mehr wegzudenken. Mobiler trotz weniger Anstrengung, gesund und umweltfreundlich! Die Vorteile des Elektrovelos kommen auf Reisen ganz besonders zum Tragen. Eine längere Etappe oder eine Steigung? Dank Unterstützung des Elektromotors kein Problem. Gegenwind? Mit dem e-Bike geniessen Sie den Fahrtwind, ohne grosse Kraftanstrengung. Leistungsdruck innerhalb der Gruppe? Kein Thema!

Wunderschönes Stift Melk

Ihre Reisedaten: 8. - 14. Mai 2021

Nie zuvor hat Velofahren so viel Spass gemacht! Alles wird leichter, alles wird lockerer. Was bleibt ist ein intensives und unvergessliches Reiseerlebnis! Gemütliche Tagesetappen mit viel Zeit für die schönsten Erlebnisse und kulinarischen Köstlichkeiten am Wegesrand. Buchen Sie jetzt Ihre erste e-Bike Reise und freuen Sie sich auf die schönste Art, aktiv zu entspannen!

Herzlich Ihr e-Bike-tours.ch Team

Gemütlich unterwegs zu den schönsten Zielen Europas: z. Bsp.

Sonniges Südtirol u Von Prag nach Dresden u Zauber der Provence u Zwei Räder & zehn Seen u Die Perlen Flanderns u Gardasee & Veneto u Traumpfade der Toskana u Maas & Ardennen u u.v.m

>>>> Bestellen Sie jetzt den neuen Katalog!

26. Juni - 2. Juli 2021 25. Sept. - 1. Okt. 2021


An der schönen blauen Donau Der Klassiker: von Linz durch die herrlichen Weinberge der Wachau bis nach Wien!

Dürnstein Krems Linz Au

Grein

Donau

Enns Steyr

Zwentendorf Tulln

Melk

Wien

Donau

Ö S T ER R EI C H

Fr. 1595.-

Alles 4-Sterne-Hotels! tritte & Verkostungen!

inkl. Ein

Der Donauradweg gehört zu den schönsten und beliebtesten Radstrecken Europas. Unsere Tour startet in Linz, von wo aus wir entspannt flussabwärts durch die liebliche Wachau rollen

Leistungen - Alles schon dabei! • Reise im modernen Gössi-Car

Richtung Wien. Freuen Sie sich unterwegs auf eine unbeschreiblich schöne Landschaft, die uns

• Transport der e-Bikes im professionellen Anhänger

mit Weinbergen und Marillenbäume, verträumten Städtchen und verwunschenen Burgen ver-

• 2 Übernachtungen im Hotel Courtyard by Marriott ****s, Linz

zaubern wird!

• 2 Übernachtungen im Hotel zur Post ****, Melk

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag – Anreise Fahrt im modernen Reisebus nach Linz. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Sonntag – Linz – Steyr – Enns Von Linz radeln wir gemütlich nach Steyr mit seiner wunderschönen Altstadt. Nach der Mittagspause folgen herrlich dem Fluss Enns entlang bis zum gleichnamigen Ort. Enns ist ein der ältesten Orte Österreich und wird Sie verzaubern. Anschliessend Rückfahrt mit dem Car nach Linz und freier Abend. e-Bike-Strecke: 56 km 3. Tag, Montag – von Au nach Melk Der Car bringt uns nach Au an der Donau, wo wir auf unsere e-Bikes steigen. Meistens direkt an der Donau entlang rollen wir durch den wildromantischen Struden- und Nibelungengau in die Wachau bis nach Melk, unserem heutigen Tagesziel. Nachtessen im Hotel. e-Bike-Strecke: 71 km 4. Tag, Dienstag – Melk-Krems-Dürnstein Vorbei an der berühmten Ruine Aggstein pedalen wir flussabwärts nach Krems. Hier erfahren wir in einer Bio-Balsamico-Manufaktur alles über die Herstellung des Essigs. Wir fahren weiter nach Dürnstein, wo wir bei herrlicher Aussicht ein Safran-Gugelhupf mit einem Tässchen Safran-Kaffee

geniessen. Eine kurze Strecke bleibt noch bis zum Stift Dürnstein, von wo uns der Car zurück ins Hotel nach Melk bringt. Nachtessen im Hotel. e-Bike-Strecke: 51 km 5. Tag, Mittwoch – Melk-Tulln-Wien Den heutigen Tag starten wir mit der Besichtigung des berühmten Stift Melk, der grössten Klosteranlage des österreichischen Barocks. Mit dem Car geht es dann weiter nach Zwentendorf, wo wir zur heutigen Etappe starten. Wir gleiten entlang der Donau bis nach Tulln, bekannt für seine sehenswerten Gärten. Nach der Mittagspause überqueren wir die Donau und radeln bis in die Hauptstadt Wien hinein. Nachtessen im Hotel. e-Bike-Strecke: 53 km 6. Tag, Donnerstag – Wien & Umgebung Bei einer Stadtführung mit dem Car erleben wir am Morgen die Höhepunkte Wiens. Die Stadtrundfahrt endet in Grinzing, wo wir zu unserer letzten Tour mit den e-Bikes starten. Wir fahren über Nussdorf zum herrlichen Aussichtspunkt auf dem Kahlenberg. Von dort pedalen wir weiter Richtung Klosterneuburg und an der linken Donauseite zurück zu unserem Hotel. Das Abschiedsessen geniessen wir im Schweizerhaus, direkt am Wiener Prater. e-Bike-Strecke: 21 km 7. Tag, Freitag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an

Buchen Sie einfach unter Tel. 0848 00 77 66 oder www.e-Bike-tours.ch

• 2 Übernachtungen im Hotel Roomz Vienna Prater ****, Wien

• 6 x Frühstück im Hotel • 4 x Nachtessen im Hotel • 1 x Nachtessen im Restaurant Schweizerhaus am Prater • Eintritt & Besichtigung Stift Melk • Besuch Balsamico Manufaktur mit Verkostung • Führung Safran-Manufaktur mit Verkostung (Gugelhupf & Safran-Kaffee)

• Interessante Stadtführung in Wien • Sämtliche e-Bike-Touren gemäss Programm • Zwei erfahrene e-Bike-Reiseleiter während sämtlichen Touren • Gratis: Jeder Teilnehmer erhält ein e-Bike-tours.ch Shirt geschenkt!

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Pers. im Doppelzimmer

in 4-Sterne-Hotels

Fr. 1595.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 225.Auf Wunsch: Miet-e-Bike: ab Fr. 30.- pro Tag Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Einsteigeorte: Horw, Bern & Spreitenbach


TECHNIK

POLESTAR 2 PERFORMANCE

Fahnenträger mit Schweizer Gütesiegel

E2 Motoren, 408 PS kumuliert W25,6 kWh/100 km (Testdurchschnitt), Energieetikette A VReichweite: 305 km kGewicht: 2298 kg (Testfahrzeug) P0–100 km/h in 4,7 s L57 900 Fr. Der Polestar 2 ist nicht zufällig Schweizer Auto des Jahres geworden. Sein Fastback-Stil, sein Interieur und seine massive Beschleunigung sind beeindruckend. Nicht berauschend ist die Reichweite.

Preis-Leistungs-Verhältnis Hervorstechendes Design Fahrleistungen / Beschleunigung Neutrales Fahrverhalten / Traktion Serienmässige Ausstattung

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Überschaubare Digitalisierung Sehr günstige Unterhaltskosten

34 touring | Februar 2021


F Skandinavisches Ambiente und Recyclingmaterialien

Kein Schalter Der Start erfolgt via den ausgehöhlten Joystick

TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Polestar 2 Performance: 5 Türen, 5 Plätze; 57 900 Fr. (Testfahrzeug: 66 900 Fr.); Variante: Polestar 2, 408 PS (57 900 Fr.); Optionen: Metallic-Farbe (1000 Fr.), Performance-Paket (6000 Fr.), teilelektrische Anhängerkupplung (2000 Fr.); Garantien: 5 Jahre / 110 000 km ab Werk, 8 Jahre / 160 000 km auf elektrischen Komponenten, 5 Jahre Mobilität, 12 Jahre Rostschutz Importeur: Polestar Automotive Switzerland, 8050 Zürich, polestar.com/de-ch TECHN. SPEZIFIKATIONEN

Ausgewogen Starke Heckpartie und gestreckte Linie schaffen einen attraktiven Stil

Motor: 2 Synchronmotoren, je 204 PS, 408 PS kumuliert, 2×330 Nm; 1-Gang-Getriebe, 4×4; Lithium-Ionen-Batterie: 78 kWh; eingebautes Ladegerät: 11 kW; Gewicht: 2298 kg (Testfahrzeug); Gesamtgewicht: 2600 kg; Anhängelast: 1500 kg

ür eine Premiere der mit Volvo verbundenen elektrischen Marke erweist sich der Polestar 2 als Volltreffer. In Schweden konzipiert und in China produziert, wird dieser von Cross-over inspirierte Fünftürer Anhänger der Elektromobilität entzücken und andere auf seine Seite bringen. Ausser seinem trendigen Styling startet er mit einem der skandinavischen Tradition würdigen Innenraum, wo klare Formen an eine stark digitalisierte Welt grenzen. Ganz wie die Elemente aus Recyclingmaterialien gut zu den Applikationen aus Eschenholz passen. Einladend, auch wenn, von Näherem betrachtet, gewisse Bestandteile etwas fein erscheinen für ein Familienauto, das oberklassig sein will. Dem Futurismus verpflichtet, verzichtet der Polestar 2 auf den Starterknopf. Ein Sensor im Sitz stellt die Anwesenheit des Fahrers fest. Ein Impuls auf den sechseckigen Joystick und das Gerät ist fahrbereit, während das digitale Kombiinstrument standardmässig eine vielversprechende Reichweite von 440 Kilometern anzeigt. Das Problem ist, dass dieser Aktionsradius um fast die Hälfte schmilzt, wenn man verschwenderisch unterwegs ist. Gut, das Nachladen an Schnellladesäulen mit 150 Kilowatt hilft. Glücklicherweise, denn der Schwung der beiden Synchronmotoren – einer an jeder Achse – verlockt dazu, die feurigen 408 PS sprechen zu lassen, sodass die 2,3 Tonnen des mit 500 Kilogramm Batterien belasteten Boliden verschwinden, wenn man das Pedal voll durchdrückt. Der Polestar 2 liefert daher den Schub eines Supersportwagens. Die in Kurven spürbare Masse wird durch den Allradantrieb mit Bravour im Zaum gehalten, wobei die Hinterachse einen Hauch von Heckantrieb aufkommen lässt.

Ein Alles-inklusive-Angebot

85%

Durchschnittliche reale Reichweite 148 cm

Tendenz zu übermässigem Verbrauch Harte Federung (Stadtverkehr) Aufdringliche Mittelkonsole Verarbeitung mancher Materialien Beträchtlicher Wendekreis Eingeschränktes Händlernetz

Radstand 274 cm Länge 461 cm Breite 189 cm Kofferraum: 405–1095 l Reifen: 245/40 R20, min. 245/45 R19

Das E-Auto verführt durch seine Strassenqualitäten im Alltag und fährt sanft, wenn man das virtuelle Bremspedal arbeiten lässt. Der Platz an Bord geht in Ordnung, genau wie der Kofferraum, der von der grossen Klappenöffnung profitiert. Die Ausstattung ist sehr vollständig, und die hochstehende Sicherheitsausrüstung wird serienmässig geliefert. Respektabel für ein Elektroauto ist auch die Anhängelast (1500 kg). Bezüglich Preis muss er die Konkurrenz mit Verbrennern keineswegs beneiden. • Februar 2021 | touring

35


TECHNIK

FAHRDYNAMIK

TCS MoBe: Andrea Scuderi

SERVICEKOSTEN

Beschleunigung (0–100 km/h, Werk): 4,7 s Gratisservice 5 Jahre. Anschliessend: Maximalgeschwindigkeit: 205 km/h Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.)°1 0,4 209.– 60–100 km/h (Fahrstufe D): k. A. 30 000/24 80–120 km/h (Fahrstufe D): k. A. 60 000/48 0,8 281.– Wendekreis: 12,2 m Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 4,0 1077.– Bremsweg (100–0 km/h): — 15 000 km/Jahr 1 Inklusive Servicematerial. Innenlärm 60 km/h: 61 dB(A) 120 km/h: 69 dB(A) BETRIEBSKOSTEN km/Jahr Rp./km Fr./Monat feste variable 15 000 80 745.– 256.– 30 000 50 745.– 512.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS); Polestar-Händler: 130–180 Fr. TCS AUTOVERSICHERUNG Jahresprämie2:

1105.–

2 Offertbeispiel für 36-jähriges TCS-Mitglied, wohnhaft in Bern, Haftpflicht inkl. Vollkasko, Jahreskilometerleistung 10 000 km, Tiefgarage, Jahresprämie exkl. Abgaben.

NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND Angemessenes Platzangebot hinten

Zyklus Mix Werk: WLTP 19,3 kWh/100 km 0 g/km CO2-Emissionen: CO2, CH-Durchschnitt (2019): 169 g/km Energieetikette (A–G): A TESTVERBRAUCH 25,6 kWh/100 km Reichweite: 305 km Batteriekapazität: 78 kWh Ein gestyltes Lichtband durchzieht die Heckpartie

Stauraum für Ladekabel

Video zum Test tcs.ch/ videoportal

Polestar 2 im Detail KAROSSERIE Das Design ist trendig und schick. Das Platzangebot hinten gleicht dem eines Premiumfamilienautos. Der Kofferraum ist auf 405 Liter beschränkt, aber die grosse Heckklappe erlaubt einfachen Zugang. Hinzu kommen 35 Liter vorne zum Unterbringen der Ladekabel. INNENRAUM Die meisten Funktionen werden via den Elf-Zoll-Tabletbildschirm gesteuert und sind auf das Wesentliche zusammengefasst. Das gilt auch für das digitale Zwölf-Zoll-Cockpit mit drei Ansichten. Das Interieur gibt rezyklierten Materialien den Vorrang. Obwohl ihre Machart etwas billig ist, herrscht nüchternes skandinavisches Ambiente vor. KOMFORT Ausser den von den 20-Zoll-Rädern stammenden Abrollgeräuschen und einer gewissen Härte der einstellbaren Stossdämpfer von Öhlins (Performance-Paket) entspricht der Fahrkomfort dem eines guten Langstreckenautos. PREIS / LEISTUNG Im Gegensatz zur Politik von Volvo ist der Polestar 2 ein Alles-inklusive-Angebot. Die Serienausstattung umfasst 84-PixelLED-Scheinwerfer, Navigationssystem und Panoramakamera. Sehr geringe Unterhaltskosten. FAHREIGENSCHAFTEN Trotz seines Gewichts (2,3 t) zeigt der Polestar 2 ein neutrales Fahrverhalten und eine gewisse Agilität. Der Allradler profitiert von einer ausgezeichneten Traktion, und die parametrierbare Lenkung (drei Unterstützungsniveaus) erweist sich also genügend gefühlvoll. MOTOR / ANTRIEB Die von den zwei Elektromotoren gelieferten 408 PS sorgen für massive lineare Beschleunigung. Und das Drehmoment wacht über soliden Durchzug. Wenn die Batterieladung auf rund 20 Prozent fällt, reduziert die elektrische Steuereinheit die Leistung. VERBRAUCH Der Testdurchschnitt ist mit 25,6 Kilowattstunden pro 100 Kilometer (Winter) weit von den versprochenen, optimistischen 19,3 Kilowattstunden entfernt. Die Reichweite sinkt unter 300 Kilometer, wenn man nicht einen sehr leichten Fuss hat. Die von den Instrumenten angezeigten Ladezeiten sind genau. Zwei Kabel (Typ 2 und Haushalt) sind serienmässig. SICHERHEIT Praktisch alle aktuellen Fahrassistenten sind serienmässig, darunter ein System zum Erkennen von Heckauffahrunfällen.

36 touring | Februar 2021

CREDITS: mit der wertvollen und kreativen Beteiligung des TCS-Videoteams.

TCS-EXKLUSIV


ANZEIGE

Probleme mit der Bodenheizung? Eine Analyse schafft Klarheit. Bodenheizungen, die bereits über 30 Jahre in Betrieb sind, sollten untersucht werden. Viele ältere Bodenheizungsrohre bestehen aus Kunststoff. Diese verspröden und verschlammen mit der Zeit. Wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren, kann es teuer werden. Deshalb ist eine vorbeugende Analyse sehr ratsam. Bodenheizungsrohre verspröden Bodenheizungen sorgen für Komfort und sparen Platz. Doch die unsichtbare Wärmeverteilung altert. Versprödung und Verschlammung sind die Hauptgründe für ineffiziente Bodenheizungen. Werden Probleme nicht frühzeitig erkannt, sind die Schäden meist irreparabel. Betroffen sind insbesondere Systeme, die zwischen 1970 und 1990 verbaut wurden, weil in diesem Zeitraum hauptsächlich einfacher Kunststoff als Rohrmaterial zum Einsatz kam. Dieser versprödet mit der Zeit. Kalte Böden. Wie weiter? Wenn die Bodenheizung nicht die gewünschte Leistung bringt, gewisse Räume kalt bleiben und die Regulierung nicht richtig funktioniert, lohnt es sich, eine Fachperson hinzuzuziehen. Dabei ist es wichtig, dass die Anlage vor Ort genauestens untersucht wird.

Umfassende Zustandsanalyse vor Ort.

Klarheit durch Analyse Es müssen sämtliche Komponenten miteinbezogen und die Ergebnisse anhand von normierten SWKI-Richtwerten ausgewertet werden. Erst nach einer umfassenden Zustandsanalyse herrscht Klarheit darüber, wie es wirklich um eine Bodenheizung steht. Eine solche Analyse ist schon für wenige Hundert Franken zu realisieren und lässt eine klare Aussage über die Machbarkeit einer Sanierung zu.

Schutzschicht gegen die Alterung Das Original zur Rohrinnensanierung mittels Innenbeschichtung hat die Naef GROUP 1999 auf den Markt gebracht. Damit werden bestehende Bodenheizungen ganz ohne Baustelle saniert. Die Innenbeschichtung dient dabei als Schutzmantel gegen weitere Versprödung.

Vorbeugende Analyse buchen Die Zustandsanalyse wird vor Ort von einem Spezialisten der Naef GROUP durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf CHF 390.– (inkl. MwSt.). Die Analyse umfasst eine aktuelle Zustandserfassung nach geltenden Richtlinien und eine Beratung über weitere Schritte. Das Angebot gilt in der Deutschschweiz.

p Ja, ich möchte mehr dazu erfahren.

Kontaktieren Sie mich unverbindlich.

OName Versprödetes und verschlammtes Bodenheizungsrohr.

Nicht spülen, sondern sanieren Alternativ werden seit einigen Jahren von diversen Anbietern auch Spülungen und Reinigungsverfahren angeboten. Es ist wichtig zu wissen, dass damit das eigentliche Problem – die Versprödung des Rohrmaterials – nicht behoben wird. Mit dem HAT-System wird eine Bodenheizung hingegen tatsächlich saniert. 10-jährige Garantie mit dem Original Das HAT-System ist das einzige Rohrinnensanierungsverfahren, das Kunststoff-Bodenheizungen gemäss DIN-Norm 4726 sauerstoffdicht macht und damit die Alterung stoppt. So ist eine Erweiterung der Lebensdauer der Rohre garantiert und zudem werden auch gleich alle anderen wesentlichen Bodenheizungs-Komponenten gewartet oder ersetzt. Die Wertigkeit des Originals wird durch eine 10-jährige Garantie unterstrichen.

Vorname Strasse PLZ, Ort Jahrgang Liegenschaft Telefon E-Mail Datum Unterschrift Titel: Touring, 2021

Bitte Talon zurücksenden oder anrufen Naef GROUP Wolleraustrasse 41, 8807 Freienbach Tel.: 044 786 79 00, Fax: 044 786 79 10 E-Mail-Adresse: info@naef-group.com www.naef-group.ch

Der Schutz unserer Kundschaft und aller Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität. Wir arbeiten daher unter strengen Hygienevorschriften. Eine Zustandsanalyse ist somit jederzeit bedenkenlos buchbar.


Täglich sparen mit TCS Benefits. Als TCS-Mitglied sind Sie dank dem Vorteilsprogramm immer günstiger unterwegs. Ob beim Online-Shopping, auf der nächsten Reise oder beim Familienausflug: Mit TCS Benefits erhalten Sie exklusive Rabatte und Cashback bei über 300 Partnern weltweit. Profitieren Sie täglich vom kostenlosen Vorteilsprogramm des TCS.

5% Skifahren ohne Anstehen Stehen Sie noch an der Kasse an, um ein Skiticket zu kaufen? Mit Skioo hat das Warten ein Ende. Denn die Karte vereint rund 40 Skigebiete in einem einzigen Pass. Sie ersparen sich nicht nur das Anstehen, sondern profitieren immer vom besten Tarif. TCS-Mitglieder erhalten immer 5% Cashback.

10 %

8%

RABATT

Schweizer Skischulen für alle Ob Einsteiger oder Fortgeschrittene, Kinder oder Erwachsene – die Schweizer Skischulen sind für alle da. TCS-Mitglieder erhalten 10% Rabatt auf Wochen-Gruppenkurse in allen 154 offiziellen Skischulen.

Schneesportausrüstung online Buchen Sie Ihre Wintersportausrüstung online über alpinresorts.com, dem beliebtesten Online-Skiverleih der Schweiz. Sie haben die Wahl aus 110 Shops in 60 Schweizer Skigebieten und sparen bis zu 30% gegenüber dem Preis vor Ort. TCS-Mitglieder erhalten immer 8% Cashback.

TCS Mietauto

4.5 % Gut ausgerüstet in die Natur Fehlt Ihnen die richtige Ausrüstung für Ihr Outdoor-Abenteuer? Bei Transa finden Sie eine grosse Auswahl und erhalten beste Beratung. Für all Ihre kleinen und grossen «Expeditionen». TCS-Mitglieder erhalten beim Online-Einkauf immer 4.5% Cashback.

15 %

CHF 2.–

RABATT

Auto mieten mit Bestpreis-Garantie Benötigen Sie ein Auto oder einen Transporter? Mieten Sie Ihr Fahrzeug jetzt einfach und günstig über TCS Mietauto. TCS-Mitglieder profitieren von der Bestpreis-Garantie und erhalten bei Bezahlung mit der TCS Mastercard® bis zu 15% Rabatt auf die Automiete.

RABATT

Sauber durch den Winter Befreien Sie Ihr Auto im Winter regelmässig von Salz und Schmutz. Softcarwash finden Sie an mehr als 30 Standorten in der Schweiz. TCS-Mitglieder erhalten immer CHF 2.– Rabatt auf die Wagenwäsche.

Alle Angebote auf benefits.tcs.ch und in der TCS-App. Jetzt downloaden:


TECHNIK

Science-Fiction wird Realität Fahrerassistenzsysteme erobern nach und nach alle Fahrzeugsegmente. High-EndModelle wie die S-Klasse von Mercedes-Benz sind mit den neusten Innovationen ausgestattet, und hier nähert sich das Autofahren der Science-Fiction an. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

Wenn die Scheinwerfer unterstützen Die Einführung von Matrixscheinwerfern revolutioniert die Fahrzeugbeleuchtung, sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch auf die Ästhetik. Mercedes-Benz zieht mit der schnittigen S-Klasse mit. Das Licht der LED-Scheinwerfer wird von 1,3 Millionen Mikrospiegeln gebrochen, um Auflösung und Präzision zu erhöhen. Noch spezieller: Mit dieser Technologie – sie funktioniert wie ein Videoprojektor – werden Warnsymbole auf den Boden projiziert,

zum Beispiel beim Annähern an Haltestellen, Verbotsschildern und Baustellen – hier werden sogar Markierungslinien zur Erleichterung der Durchfahrt auf engen Fahrbahnen angezeigt. Das System beleuchtet auch punktuell Fussgänger, die es am Strassenrand entdeckt. Eine Studie des ADAC bemängelt jedoch, dass die Lebensdauer der LED-Scheinwerfer kürzer ist als die der Autos, was zu exorbitanten Kosten führen könnte.

Warn- und automatisches Bremssystem verhindert Kollisionen

Bei Baustellen werden Symbol und Hilfslinien auf die Strasse projiziert

Wertvolle Rückfahrdetektoren Querverkehrswarnungen für hinten sind eine sehr nützliche Hilfe, obschon diese Neuheit selten erwähnt wird. Beim Manövrieren im Rückwärtsgang erkennt das System allfällige Hindernisse oder nahende Fussgänger und Fahrzeuge. Daraufhin wird ein akustisches Warnsignal ausgelöst, dem allenfalls sofort eine starke automatische Bremsung folgt.

Diese Technologie kommt immer häufiger zum Einsatz, so zum Beispiel bereits im Kleinwagen i20 von Hyundai. Das Heckkollisionswarnsystem des Polestar 2 erkennt ebenfalls das schnelle Nahen eines nachfolgenden Fahrzeugs: Besteht die Gefahr einer Kollision, blinken die Bremslichter hektisch, um den Fahrer des anderen Fahrzeugs zu warnen.

Ferngesteuertes Einparken jetzt legal

FOTOS ZVG

Frontairbag für Fondpassagiere Der Mercedes S (Langversion) bietet einen Airbag mit röhrenförmiger Struktur zur Entlastung von Kopf und Nacken bei einer Frontalkollision. Die Entfaltung des Airbags erfolgt möglichst schonend: abgestimmt auf die Grösse der Passagiere und Gegenstände im Entfaltungsbereich.

Die Schweizer Gesetzgebung erkennt nun die Verwendung von Einparkhilfen an: Fahrer, deren Auto über ein solches Assistenzsystem verfügt, dürfen nun ohne Festhalten des Lenkrads und sogar per Fernsteuerung parkieren. Im aktuellen BMW 5er wird das ferngesteuerte Parkieren über den intelligenten Schlüssel gesteuert. Bei der S-Klasse von Mercedes-Benz wird das Einparken über ein Smartphone gesteuert. Das Fahrzeug ist in der Lage, selbstständig in eine Garage ein- und auszufahren. In Parkhäusern, die mit der Automated-ValetParking-Technologie ausgestattet sind, parkt das Auto sogar völlig selbstständig ein. Februar 2021 | touring

39


Die TCS Mitgliedschaft weiterempfehlen. Es lohnt sich doppelt : Die TCS Mitgliedschaft zum halben Preis für Ihre Freunde und ein Geschenk im Wert von CHF 50.– für Sie.

Ihr Geschenk : Geschenkkarte nach Wahl im Wert von CHF 50.–

Ihr Geschenk : Kaffeemaschine Tassimo

Ihr Geschenk : Taschenmesser Victorinox

e henk

esc Alle G

a

rsagen /weite h c . s uf tc

Rabatt im ersten Jahr. Bei Erneuerung gilt der sektionsabhängige Betrag (CHF 69.– bis CHF 159.–). Nur für Neumitglieder.

So einfach erhalten Sie Ihr Geschenk und Ihre Freunde 50% Rabatt!

1.

Talon ausfüllen und einsenden

Ihre Freunde werden TCS-Mitglied

2.

3.

Sie erhalten per E-Mail Ihren persönlichen Code zur Wahl Ihres Geschenks

✃ Das neue Clubmitglied: Frau

Herr

Meine Daten: Geburtsdatum :

Frau

Vorname :

Vorname :

Name :

Name :

Strasse : PLZ :

Hausnummer :

Mitgliedsnummer :

Ort :

Korrespondenzsprache :

Herr

E-Mail-Adresse : D

F

I

Ihre E-Mail-Adresse benötigen wir für die Zustellung Ihres Geschenkcodes.

E-Mail-Adresse : Telefon :

Coupon einsenden an: Touring Club Schweiz, Chemin de Blandonnet 4, 1214 Vernier. Oder online mitmachen und profitieren: tcs.ch/weitersagen


TECHNIK

CUPRA FORMENTOR VZ 2.0 TSI 4DRIVE

Starker Kompakter mit Klasse

Einer für alle Fälle Der Formentor fühlt sich überall wohl und hat sogar einen Bergabfahrassistenten fürs Gelände

NLänge: 4,45 m; Kofferraum: 420 l E2-l-Turbobenziner, 310 PS, 400 Nm; 7-Gang-DSG, 4×4; 0–100 km/h in 4,9 s; Testverbrauch: 9,5 l/100 km; Reichweite: 579 km L50 000 Fr. Nah am ursprünglichen Concept-Car erweist sich der rassige Crossover Cupra Formentor als höchst vielseitig. Ein gelungener Wurf. TEXT UND FOTO MARC-OLIVIER HERREN

S

eine Cross-over-CoupéLinie und seine gerippte Karosserie werden viele entzücken. Dazu bietet die 310-PS-Version ein unvergleichliches Verhältnis von Preis, Fahrleistungen und Ausstattung. Das erste vollständig von Cupra entwickelte Modell soll die Verkaufszahlen der jungen spanischen Marke, die theoretisch von Seat losgelöst ist, verbessern. Sein technisches Rüstzeug stammt aber zu grossen Teilen vom Seat Leon. Doch dieser Cross-over weiss seine sportlichen Gene vorzubringen. Der aufs Lenkrad gepfropfte Cupra-Knopf lässt die Wahl zwischen fünf Modi. In der Normalstellung rollt der Formentor auf dem fetten

maximalen Drehmoment des Zweiliterturbos, das schon bei 2000 U/min anfällt. Das ist sehr angenehm bei flüssiger Fahrweise, obwohl man dabei hungrig bleibt. Lässt man ihn hochdrehen, kitzelt dieses Aggregat mit zwei Gesichtern an der Schwelle von 6500 U/min und bringt metallische Klänge hervor und eine Beschleunigung, die nahe an der von Supersportwagen liegt. Die Modi Sport und Cupra machen das Ganze noch dynamischer, insbesondere das geregelte Fahrwerk. Die sehr direkte Lenkung und die ausgezeichnete Traktion des Allradantriebs lassen den Cross-over auf der Fahrbahn kleben. Das ist effizient und sicher, aber ein bisschen Verrücktheit würde nicht stören. Wenig überzeugt das

von einem Soundgenerator hervorgebrachte künstliche Brummen.

Ein Kilometerfresser Trotz seiner Fahrleistungen ist der Formentor auch ein guter Reisewagen. Dazu tragen der Komfort und der Halt der monumentalen Schalensitze bei sowie die Diskretion des Motors bei Autobahnfahrt. Den relativ tief sitzenden, hinteren Passagieren gefällt das grosszügige Platzangebot, während das Kofferraumvolumen aber ziemlich durchschnittlich ist. Wie bei der Limousine Leon ist auch das Cockpit dieses Cross-over voll digitalisiert. Fahrer haben die Qual der Wahl unter sechs Ansichten. Die Tasten verschwinden zu-

Preis / Fahrleistung Styling / Vielseitigkeit Fahrverhalten / Traktion Platzangebot / Komfort der Sitze Komplette Ausstattung Digitalisierung Mittelmässiger Verbrauch Künstlicher Klang Garantiedauer (2 Jahre)

gunsten des grossen Touchscreens, während die noch entwicklungsfähige Sprachsteuerung erwacht, wenn man «¡Hola, hola!» ruft. Manche Aktionen am Touchscreen könnten allerdings die Fahrer ablenken. Bestens ausgestattet (Navigationssystem, Dreizonenklimatisierung) verfügt der Formentor auch serienmässig über die aktuellsten Fahrassistenten. Fazit: Sein Preis erscheint gemässigt verglichen mit Premium-SUV. Allerdings sind die zwei Jahre Garantie etwas mager. •

Anzeige

Mein Auto in guten Händen 41 www.garageplus.ch Februar 2021 | touring


TECHNIK

FIAT NEW 500

Die Elektrifizierung steht ihm gut In seiner dritten Ausgabe fährt der Fiat 500 mit Strom. Stattlicher und technologisch top wird das kultige Stadtauto noch attraktiver.

NLänge: 4,09 m; Kofferraum: 328 l E3 Zylinder, 67/91 PS; 5/6 Gänge + CVT; 0–100 km/h ab 11,7 s; Verbrauch (Werk): ab 5,1 l/100 km; CO2: 116 g/km L9490–14 090 Fr.

A

uch wenn er den Elektroantrieb übernimmt, behält der Fiat 500 sein lächelndes Gesicht, das ihn zum beliebten Stadtauto machte. Die Designer taten ihr Bestes, um die Abblendlichter des stämmigeren New Cinquecento zu modernisieren, dennoch erkennt man ihn sofort wieder.

DACIA SANDERO/STEPWAY

Das Wesentliche zum besten Preis Der Meister im Tiefpreissegment legt bei Ausstattung und Chic zu. Sein Preis-LeistungsVerhältnis behält der Sandero aber bei. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

M

it seiner gerippten Motorhaube und der verbreiterten Spur (+4 cm) ist der Kleinwagen Sandero stattlicher geworden. Das ist vor allem in der Abenteurervariante Stepway mit SUV-Elementen und einer um vier Zentimeter erhöhten Bodenfreiheit der Fall. Das flottere Aussehen ist noch nicht alles. In der dritten Generation profitiert das Duo von einer neuen Plattform, die es mit dem Renault Clio teilt. Die Komponenten sind von einfacherer Machart, aber das Ganze erscheint ausgereifter punkto Fahrkomfort und -verhalten, aber auch, was die Geräusche angeht. Die Zeiten, in denen der Umgebungslärm die Musik übertönte, sind längst vorbei. Der schlichte Innenraum bietet ein Armaturenbrett ohne Schnickschnack, das Stoffbe42 touring | Februar 2021

züge aufwerten. Hinten bietet die Sitzbank drei echte Plätze und grössere Beinfreiheit (+4 cm). Die Basisversionen sind mit sechs Airbags, Notbremshilfe und LEDScheinwerfer ausgerüstet. Je nach Ausführung gibt es auch Klimaanlage, Acht-ZollTouchscreen und Navigationssystem. Der Sandero wird von zwei Dreizylindern angetrieben, von denen die aufgeladene Version mit 91 PS korrekte Fahrleistungen liefert. Der Kleinwagen bietet vor allem Fahrkomfort und das Wesentliche zum geringsten Preis. So hat Dacia auf eine Mildhybridisierung und weitere Spitzentechnik verzichtet. Dennoch gibt es einen Totwinkelwarner. Der Qualitätssprung führt zu höheren Preisen, die aber immer noch sehr im Rahmen bleiben. •

Stark verändert ist er unter der Haube, wo zwei Varianten von Elektromotoren arbeiten: Der kleine 95 PS zielt auf den Agglomerationsverkehr, während der 118 PS mit einer Reichweite von 320 Kilometern einen vergrösserten Aktionsradius verspricht. Trotz seiner Korpulenz (1365 kg laut Werk) beschleunigt dieses knuffige Stadtauto scharf und zeigt ein agiles Fahrverhalten. Vielleicht ist er jetzt sogar etwas spielerischer als sein Vorgänger mit Verbrenner. Die aus grossen Tasten bestehende Getriebe-

steuerung, die dem Armaturenbrett einen besonderen Akzent verleiht, bietet die Wahl zwischen drei Modi, von denen einer als virtuelles Bremspedal dient, das für klare Verzögerung sorgt. Was das Nachladen betrifft, akzeptiert er Gleichstromanschlüsse bis 85 Kilowatt.

Technologisch stark Das Interieur wechselt zwischen Nostalgie und Moderne. Die Verkleidungen in Karosseriefarbe passen gut zum grossen runden digitalen Kombiinstrument. Vorne wirkt er geräumig, während die mit einer kleinen Zusatztür ausgestattete Version 3+1 den Einstieg nach hinten erleichtert. Die Vernetzung ist top, und er ist für halbautonomes Fahren auf Level 2 (ACC usw.) ausgerüstet. Auch als Cabrioversion gebaut, wird er parallel zum aktuellen, deutlich günstigeren Cinquecento mit Verbrenner laufen. •

NLänge: 3,63 m; Kofferraum: 185 l E95/118 PS, 220 Nm; 0–100 km/h ab 9,0 s, Höchsttempo: 150 km/h; Batterie: 24/ 42 kWh; Reichweite (WLTP): 180/320 km L26 900–39 990 Fr.

Knuffig Der Fiat 500 ist stattlicher und zeigt modernisierte Lichtelemente

FOTOS ZVG

Auffallend Die weiterentwickelten Modelle Sandero und Stepway nutzen als Erste eine neue Lichtsignatur in Y-Form


TECHNIK

Das Plug-in-Hybrid-Duo Die Kompaktautos Jeep Renegade und Compass 4xe teilen die identische Plug-in-Hybrid-Technik und eine Vorliebe für leichtes Gelände. TEXTE MARC-OLIVIER HERREN

A

uch Jeep greift zur Plug-in-Hybridisierung, um die CO2Emissionen zu senken. Der Renegade und sein Kamerad Compass (4,39 m) werden beide von einem 1,3-Liter-Vierzylinder-Benzin-

motor mit einer Leistung von 130 oder 180 PS und einem Asynchronmotor mit 60 PS angetrieben, welcher an die Hinterachse angeflanscht ist. Die beiden Aggregate ohne gemeinsame mechanische Verbindung

arbeiten zusammen, um den 4×4-Antrieb – die Hausmarke von Jeep – zu gewährleisten. Eine Lithium-IonenBatterie mit 11,4 Kilowatt verspricht eine elektrische Reichweite von 45 Kilometern (WLTP). Jeep Compass 4xe Unbeschwert durch das Schlammbad im TCS-Zentrum Lignières

Im Hybridmodus wird das Drehmoment auf variable Art durch die zwei Motoren gewährt. Besonders ist, dass dieses Duo mit Frontantrieb fährt, wenn der Benzinmotor läuft, und mit Heckantrieb im rein elektrischen Modus. Diese Technik interpretiert den Allradantrieb neu: Im Gelände profitieren die Trailhawk-Versionen dieser beiden Modelle vom erhöhten Drehmoment (250 Nm) des Elektromotors. Wie ihr Alter Ego mit Verbrenner warten auch sie mit speziellen Modi (Schnee, sandiges Gelände), kurzen Übersetzungen und einem Geschwindigkeitsregler für Bergabfahrt auf. Und die Wattiefe (50 cm beim Compass) wurde ebenfalls nicht geopfert. •

JEEP RENEGADE 4XE TRAILHAWK

Hüter der Allradtradition

FOTOS MOH, ZVG

Ausser dem 4xe-Logo unterscheidet den Jeep Renegade nichts von seinen Verbrennergenossen. Aber einmal gestartet, setzt sich der Trailhawk mit einer stillen Fügsamkeit in Bewegung, wie sie Elektrofahrzeugen eigen ist. Der Modus eignet sich auch für die Autobahn, da die maximale Höchstgeschwindigkeit bei 130 km/h liegt. Die Reichweite des Plug-in-Hybriden liegt bei rund 35 Kilometern (winterliche Bedingungen). So kommt man auf Durchschnitte, die nahe bei den vom Werk versprochenen 2,2 Litern pro 100 Kilometern liegen.

SUV für die Nähe Weniger gut sieht es aus, wenn der Vierzylinder mit Downsizing im Solo los-

schreit. Der Geräuschpegel nimmt zu, und das Sechsgang-Automatikgetriebe schaltet oft zurück, um den Rhythmus beizubehalten. Das wirkt sich auf den Appe-

tit des Geräts aus, das mit einem kleinen 36,5-LiterTank kein Langstreckenauto ist. Im Modus Sport mit voller Batterie gibt der Renegade 4xe seine 240 PS voll frei. Und

NLänge: 4,24 m; Kofferraum: 330 l E1,3 l, 180 PS, elektrisch 60 PS, kumuliert 240 PS, 270 Nm; 0–100 km/h in 7,1 s; Testverbrauch (Vorort): 5,5 l + 13 kWh/100 km; Autobahn (o. Nach42 900 Fr. ladung): 8,8 l; Reichweite (elektrisch): ca. 35 km

L

Abenteurerhybrid Wie alle TrailhawkVersionen ist der Renegade 4xe mit Protektoren versehen

das Mehrgewicht des Hybridsystems (etwa 300 kg) presst das hochbeinige Fahrzeug schön auf den Boden. Fahrer schätzen auch die durch den Allradantrieb gesicherte Traktion. Zwar kosten die 4xeVersionen rund 7000 Franken mehr, aber sie sind gut ausgestattet. Und der Kofferraum verliert nur 21 Liter, aber das grosszügige Platzangebot bleibt erhalten. • Befriedigender Verbrauch Gutes Fahrverhalten Ausgewogene Federung Kräftige Beschleunigung Geländegängigkeit Geringe Gesamtreichweite Verbrauch und rauer Motor bei leerer Batterie Beträchtliches Gewicht

Februar 2021 | touring

43


Einfach und bequem von Zuhause aus bestellen

ZUR SAUBEREN AUFBEWAHRUNG: touringshop.ch

RUTSCHFESTER KOFFERRAUMORGANIZER — Mitgliederpreis: CHF 59.–/Stück

Viele w e Produk itere tourin te auf gshop .ch

Nichtmitgliederpreis: CHF 89.–/Stück Art.-Nr. 227 185 02 (Versandkosten CHF 9.90)

PREIS :

CHF

59.–

ERSPA RN C H F 3 I S: 0.–

- Ideal zum Transport von Einkäufen oder zur sauberen Aufbewahrung diverser Utensilien im Kofferraum - Flach zusammenfaltbar bei Nichtgebrauch - Sehr flexibel einsetzbar - 3 Grössen / Unterteilung mit Druckknöpfen, jedes der drei Fächer kann nochmals unterteilt werden - Herausnehmbarer, fester Boden für alle 3 Fächer - Boden mit Klettverschluss für die rutschfeste Sicherung im Kofferraum - Zusätzlicher Riemen für die seitliche Sicherung im Kofferraum - Sehr strapazierfähiges Material - Sehr gute Verarbeitung - Äusserst langlebig, kompakt und platzsparend - Masse ausgeklappt (L×B×H): 85×37,5×32 cm - Masse zusammengeklappt (L×B×H): 37,5×32×8 cm - Garantie: 24 Monate

DER TOURINGSHOP NEWSLETTER Unser kostenloser Newsletter erscheint 3× im Monat mit vielfältigen Informationen rund um das Thema Mobilität.

Immer bestens informiert! Lassen Sie sich nichts entgehen! Mit einem Abonnement des Touringshop Newsletters sichern Sie sich topaktuell und exklusiv viele Vorteile – und das kostenlos und unverbindlich: Exklusive Angebote, Produktneuheiten, Schnäppchen (Sales), Geschenkgutscheine, Wettbewerbe und Preise, Trendiges und vieles mehr! www.touringshop.ch/tcs-newsletter

Bestellen unter: www.touringshop.ch oder Tel. 032 675 00 80 Bitte TCS-Mitgliederkarte bereithalten.


TECHNIK Das edle Tourenbike Gotour 6 überzeugt mit wertiger Verarbeitung und Langstreckenqualitäten

NGewicht: 29 kg, zul. Gesamtgewicht: 149 kg EBosch Performance Line, 250 W / 65 Nm; Display: Bosch Nyon (450 Fr.); 5-Gang-Nabenschaltung; Akku: 625 Wh Lab 4599 Fr. FLYER GOTOUR 6 7.43 MIT BOSCH NYON

Für geführte Touren Das Touren-E-Bike Flyer Gotour 6 ist reichweitenstark und bequem. Zusammen mit dem smarten und vielseitigen Bordcomputer Nyon ist es das ideale Gespann, um neue Routen zu entdecken. TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER

D

ie szenische, rund 50 Kilometer lange Strecke von Bern entlang des Wohlensees nach Aarberg und dann über Frienisberg und Meikirch zurück nach Bern ist vom Profil her ideal, um ein Touren-E-Bike unter die Lupe zu nehmen. Getestet wurde das Gotour 6 7.43 von Flyer mit dem Bordcomputer Nyon von Bosch. Eine ideale Kombination, wenn man bequem mit dem cleveren Navigationsgerät unterwegs sein will. Zuerst aber zum Tourenbike, das mit seinem edlen Design besticht. Als Antrieb verbaut wurde der bewährte BoschPerformance-Line-Motor mit 250 Watt und 65 Newtonmeter. Er bezieht seine Ener-

gie aus dem im Alurahmen verbauten 625-Wh-Akku (Option). Dieser liefert genug Energie, um längere Touren zu unternehmen. Nach der Testfahrt war er erst um 40 Prozent entladen. Das, obschon zwischen Aarberg und Bern 422 Höhenmeter mit der höchsten von vier Unterstützungsstufen gefahren wurde. Die Version 7.43 ist mit einer Fünfgang-Nabenschaltung mit wartungsarmen Riemen ausgerüstet. Die Schaltung ist optimal abgestuft und harmoniert gut mit dem Antrieb. Die Geometrie mit dem bequemen Lenker ist auf gemütliches Cruisen ausgerichtet. Besonders auf längeren Touren bewährt sich die bequeme Fahrposition. Das Testbike

war mit Schwalbe-Reifen Big Ben 28 × 2.15 bestückt, welche auf unbefestigten Strassen mehr Fahrsicherheit bieten. Fahrkomfort und agiles Kurvenverhalten sind Trümpfe des Gotour 6. Für kurze Bremswege sorgen die bissigen Scheibenbremsen. Generell hat Flyer beim Gotour 6 wertige Komponenten verbaut.

Smarter Wegbegleiter Das Tourenbike Gotour 6 wird mit dem optionalen Bordcomputer Nyon von Bosch aufgewertet. Er hat einen 3,2 Zoll grossen, farbigen Touchscreen, der selbst mit Handschuhen bedient werden kann. Der Nyon lässt sich mit der E-Bike-Welt von Bosch über die App oder on-

Cleverer Pfadfinder mit ausgeklügelter Navigation: der Bosch Nyon

line vernetzen. Nebst dem Anzeigen der obligaten Fahrdaten ist der Bordcomputer ein vollwertiges Navigationsgerät. Die Touren lassen sich vorgängig im Onlineportal «eBike Connect» planen und auf Nyon übermitteln. Selbst Touren der Outdoor-App «komoot» sind übertragbar. Die Navibedienung über den Touchscreen ist intuitiv und einfach. Beim Planen und unterwegs zeigt es die Reichweite an. Fitnessdaten können auch ausgelesen werden. Kurzum, ein Multitalent, das mit allen Flyer-Modellen ab 2014 kompatibel ist. • Februar 2021 | touring

45


DIE SCHLAUE ALTERNATIVE ZUR SCHNEEKETTE AutoSock ist die originale textile Traktionshilfe aus Norwegen mit mehr als 20 Jahren kontinuierlicher Forschung und Entwicklung. Als textile „Socke“ kann AutoSock schnell und einfach über die Antriebsräder von Autos gezogen werden, um mehr Grip auf verschneiten und eisigen Straßen zu erreichen. AutoSock entspricht den Schweizer Anforderungen und kann beim Schneekettenobligatorium eingesetzt werden. Dies bestätigt die Dynamic Test Center AG in Ihrer Konformitätsbescheinigung KD-0454/20.

AUTOSOCK IST • zugelassen als Schneekettenalternative in der Schweiz und der gesamten EU • zertifiziert nach EU-Norm EN16662-1:2020 • empfohlen von vielen Fahrzeugherstellern: z.B. Volvo, Jaguar Land Rover, Jeep, Hyundai, Nissan • schnell montiert, selbstzentrierend beim Fahren, wiederverwendbar und leicht zu verstauen • besonders geeignet für Fahrzeuge mit Alufelgen oder Sportfahrwerken, da es nur sehr wenig Platz im Radkasten benötigt

Weitere Informationen unter AUTOSOCK.CH

EINFACHE UND SCHNELLE MONTAGE

VORTEILSANGEBOT

exklusiv für TCS Mitglieder Dieses exklusive Vorteilsangebot ist gültig bis zum

BESTELLCOUPON

Hiermit bestelle ich zu einem vergünstigten Preis Paar AutoSock

mit exklusivem Mitgliederrabatt zzgl. 7 CHF Versandkosten

Vorname, Name

28.02.2021

Ihre Reifengrösse (wichtig) Größe 54/58/600: 85 CHF anstatt 100 CHF Größe 645-698: 110 CHF anstatt 130 CHF Größe 830-870: 130 CHF anstatt 150 CHF E-Mail

Adresse / PLZ / Ort Telefon

TCS-Mitgliedsnummer

Ort/Datum

Unterschrift

Mobility Kit Route de Chippis 99 CH 3966 Chalais

Bestellen Sie jetzt Ihr Paar AutoSock mit exklusivem Mitgliederrabatt. Auf autosock.ch: Geben Sie einfach im Bestellprozess den Rabattcode „TCS2021“ ein Telefonisch unter der Nummer 027 455 51 85 mit der Angabe Ihrer TCS-Mitgliedsnummer Per Post: Füllen Sie den unten stehenden Coupon aus, schneiden diesen aus und senden ihn an: MobilityKit SA, Route de Chippis 99, CH 3966 Chalais AutoSock wird in der Schweiz vertrieben von: Mobility Kit SA | www.mobilitykit.ch Route de Chippis 99 | CH 3966 Chalais Tel. 027 455 51 85 | info@mobilitykit.ch


TCS

DER TCS EXPERTE

Mit Schneeketten in der Spur bleiben

Schneeketten müssen aufs Rad passen und korrekt montiert werden

REDAKTION TOURING

M

it Winterreifen allein ist es nicht getan: Besonders bei Schnee, Vereisung oder wenn die Behörden ein Kettenobligatorium erlassen. In beiden Fällen erlauben nur Schneeketten ein Weiterkommen.

Was gibt es für Modelle?

Die Schneekettenhersteller legen besonders viel Wert auf die Montagefreundlichkeit und das Handling. Neben den «Klassiker»-Ketten, die funktionell, preiswert und langlebig sind, gibt es die «Schnellmontierten», die vollumfänglich von aussen montiert werden, oder die «Innovativen», bei denen einfache Montage und leichtere Materialien im Vordergrund stehen. Alternativen können textile Produkte wie Michelin Easy Grip oder Autosock sein. Autosock ist neu offiziell in der Schweiz als Schneekettenalternative zugelassen. Was bedeutet ein Schnee­ kettenobligatorium?

Eine mit dem Signal «Schneeketten obligatorisch» gekennzeichnete Strecke dürfen

Fahrzeuge nur befahren, wenn wenigstens zwei Antriebsräder der gleichen Achse mit Schneeketten versehen sind. Häufig findet man das Schild mit dem Zusatz «Allradfahrzeuge ausgenommen». Gehen Schneeketten auf alle Räder?

Nein, dabei kommt es auf die Grösse der Räder an. Je nach Dimension verbietet der Hersteller die Montage von Schneeketten sogar, da diese den Radkasten oder das Federbein beschädigen könnten. Aus unseren Tests wissen wir, dass es bei Rädern ab 18 Zoll schwierig wird. Auf was sollte beim Kauf von Schneeketten geachtet werden?

Sie sollten wissen, für welchen Zweck Sie die Ketten benötigen. Wie oft fahre ich in den Schnee? Muss das Produkt einfach montierbar sein, und wie viel darf es kosten? Einen Überblick bietet unsere Webseite. Das Produkt sollte als Schneekette in der Schweiz zugelassen sein (Norm

EN 16662-1). Notieren Sie sich Ihre Reifendimension, damit finden Sie im Laden schneller die passende Kette. Wo montieren?

Das hängt vom Fahrzeugtyp und von der Situation ab. Ist es in der Betriebsanleitung nicht anders angegeben, gilt Folgendes: Bei Fahrzeugen mit Vorder- oder Hinterradantrieb müssen Sie die Ketten auf den Rädern der angetriebenen Achse aufziehen. Bei Autos mit Allradantrieb gibt es keine feste Regel; idealerweise versehen Sie alle Räder mit Schneeketten. •

TIPPS Wenn Sie in die Berge fahren, sollten Sie Ihr Fahr­ zeug mit passenden Schneeketten ausrüsten.

Schneeketten sind kein Ersatz für Winterreifen und nur mit Winterreifen zu verwenden.

Beachten Sie bei Fahr­ zeugen mit Breitreifen unbedingt die Angaben des Fahrzeugherstellers.

Schalten Sie die Antriebs­ schlupfregelung (ASR) beim Einsatz von Schnee­ ketten aus.

Fahren Sie mit Ketten nicht schneller als 50 km/h, und beachten Sie die Vorgaben des Kettenher Kettenher­ stellers.

RETO BLÄTTLER Funktion: TCS-Reifenexperte Beruf: Automechaniker, technischer Kaufmann Alter: 42 Jahre Kontakt: tcs.ch/experte

Februar 2021 | touring

47


Schweizwei Schweizweit weizwei Parkplä kplä Parkplätze finden bezah und bezahlen.

etz n z t pla App k r a te P einer s s ö in gr Das chweiz der S Mit der neuen Funktion TCS Park & Pay können Sie ab sofort Parkplätze finden und bequem per Smartphone bezahlen. Ihre Vorteile: Minutengenaue Abrechnung ohne Vorauszahlung Einfache und einheitliche Bedienung Schnelle und sichere Bezahlung ohne Bargeld

Mehr erfahren unter: tcs.ch/park-pay

Jetzt TCS-App für iOS oder Android herunterladen oder aktualisieren!


FREIZEIT

Sportlicher Spass abseits der Massen Aktiv sein, aber möglichst nicht im Pulk, so lautet diesen Winter die Devise. Da erweist sich die Schweiz mit ihren unzähligen Wanderwegen, Skitourenrouten, Schneeschuhstrecken, Loipen, Schlittelbahnen und Natureisflächen als höchst ideal. Eine kurze Übersicht und Tipps der «Touring»-Redaktion. TEXT JULIANE LUTZ

ISTOCK

W

er in diesen Monaten sport­ lich unterwegs sein will, hat die Qual der Wahl. Sehr viele Aktivitäten sind mög­ lich abseits der Massen, was einem in Zeiten des Coronavirus nur gelegen kommt. So hat beispielsweise die Schweiz mit insgesamt 5150 Kilome­ tern* das grösste Netz an markierten Winterwanderwegen im Alpenraum. Wer gern bei Kälte und Schnee zu Fuss unterwegs ist, kann nach Angaben des Verbands Schweizer Wanderwege unter 750 verschiedenen Touren wählen: Ein mit 3,2 Kilometern eher kürzeres Ver­ gnügen ist beispielsweise eine Wande­ rung auf dem Simplonpass, während die Route von Davos Frauenkirch durch das Sertigtal nach Sertig Dörfli mit knapp vier Stunden etwas mehr Schnauf erfordert.

Schneeschuhlaufen ist die ideale Sportart, da man meist für sich ist

Neue Gipfel und Landschaften entdecken In unberührter Natur aus eigener Kraft dem Gipfel zustreben, den Panorama­ blick geniessen und anschliessend erste Spuren durch den Schnee ziehen – es erstaunt nicht, dass Skitouren immer mehr Anklang finden. Und faszinie­ rende Routen gibt es zuhauf: 2500 sind auf einer von SAC und Swisstopo erar­ beiteten Karte verzeichnet. So schwär­ men Insider etwa von einer Tour für Fortgeschrittene, die von der Berg­ station Engstligenalp bei Adelboden auf den Wildstrubel führt. 1300 Höhen­ meter gilt es, auf der anspruchsvollen vier bis fünf Stunden dauernden Tour zu überwinden. Schneeschuhläufer finden unter 2300 Ki­ lometern an ausgeschilderten Routen

ebenfalls das Passende für sich und können immer wieder neue Gebiete ent­ decken. Schon mal vom Intyamon­Tal in den Freiburger Voralpen gehört? Es wird gleich von mehreren Schneeschuh­ pfaden durchzogen. Eine besonders schöne Tour führt vom Weiler Les Scier­ nes d’Albeuve am Fuss des Dent de Lys vorbei an La Belle Gîte und zurück nach Les Sciernes d’Albeuve. Dabei haben Wanderer den Vanil Noir im Blick, den höchsten Gipfel des Kantons.

160 Langlaufgebiete – von familiär klein bis ganz gross Langlauf ist Entschleunigung pur, bie­ tet faszinierende Naturerlebnisse und wird daher auch in der Schweiz immer beliebter. Fans des nordischen Ski­ sports können sich hierzulande auf 5500 Loipenkilometern auspowern. Februar 2021 | touring

49


Wer dabei vor allem an die Region Engadin / St. Moritz oder an das Obergoms denkt, wird überrascht sein: Auch in Kalthof-Wiliberg oder Les Plans-sur-Bex kann man klassisch langlaufen oder skaten. Es gibt insgesamt 160 Gebiete, verteilt auf das

Tipps der Redaktion

Zur Druesberghütte geht es nicht mit der Bergbahn, sondern zu Fuss

Tessin, die Deutschschweiz und die Romandie – selbst wenn die Loipen in manchen Orten vielleicht nicht allzu lang sind, führen sie doch durch hinreissende Landschaften und werden von Freiwilligen mit viel Herzblut unterhalten.

Aufstieg zu Fuss, rasante Talfahrt auf dem Rodel Mit rund 620 Kilometern Schlittelpisten kann sich die Schweiz auch in dieser Kategorie sehen lassen. Wer lieber für sich bleibt, wählt diejenigen, wo der Bergtransport aus eigener Kraft erfolgt. So erreichen Outdoorfans das Hörnli im Zürcher Oberland nach einem etwa 90-minütigen Fussmarsch. Und auch die Abfahrt von der Druesberghütte nach Weglosen in der Zentralschweiz muss man sich erst mit einer rund zweistündigen Wanderung verdienen. Der Schwarzsee, der Lac de Joux oder der Eisweg Sur En nahe Scuol begeistern so ziemlich jeden Winter Eisläuferinnen und Eisläufer. Doch wenn es bei langanhaltend tiefen Temperaturen zu einer Seegfrörni kommt, dann verwandeln sich weitere unzählige Gewässer in fast jedem Kanton in Natureisbahnen und bestätigen aufs Neue den Ruf der Schweiz als Winterwunderland. ◆ * Daten zum Wintersportangebot: Schweiz Tourismus

50 touring | Februar 2021

Sibirische Erfahrungen im Neuenburger Jura Der Lac des Taillères ist von Dezember bis Februar zugefroren. Er liegt auf 1039 Metern Höhe im Tal von La Brévine. Die Region wird wegen den extremen Temperaturen von bis zu –40 Grad Celsius oft als Sibirien der Schweiz bezeichnet. Auf dieser Natureisbahn, die 1,9 Kilometer lang und etwa 100 Meter breit ist, können Sie Eishockey spielen oder Pirouetten drehen (Schlittschuhmiete vor Ort, 5 Fr./Std.). Aber auch ein einfacher Spaziergang auf dem gefrorenen Wasser wird die Wanderer dank der bezaubernden Polarlandschaft begeistern. Bevor man sich jedoch dorthin begibt, muss man sich vergewissern, dass die Eisschicht genug dick ist. La Brévine ist auch eines der Langlaufparadiese der Schweiz. Also, sind Sie bereit für den grossen Nervenkitzel? j3l.ch Aline Beaud, Redaktorin

Schneeschuhlaufen wie in Kanada Auf dem Weg von der Lombachalp hinauf zur Winterröschthütte stehen ein paar knorrige Bergföhren, die ab und zu das Panorama auf die umliegenden, tief verschneiten Gipfel versperren. Wer hier auf einem der markierten Schneeschuhtrails unterwegs ist, wird den Eindruck nicht los, irgendwo in Kanada zu sein. Lichte Wälder wechseln sich mit offenen Moorlandschaften ab. Ausgangspunkt ist die Lombachalp oberhalb von Habkern im Berner Oberland. Hier können beim Jägerstübli die Schneeschuhe gemietet werden. Tourendauer: 1,5 bis 3,5 Stunden. habkern.ch/schneeschuhtouren Felix Maurhofer, Chefredaktor


FREIZEIT

Schlittenfahrten mit Barry

Zu Fuss von Sainte-Ursanne nach Soubey Mit Raureif bedeckte Bäume, gefrorene Spinnennetze in Büschen und Eisflächen auf dem Wasser – bei einer Tour entlang des Doubs taucht man ein ins Winterwunderland Schweiz. Hier wird es noch klirrend kalt, deshalb darf eine Thermoskanne mit Tee in Rucksack nicht fehlen, ebenso wie ein Picknick, da es unterwegs keine Verpflegungsmöglichkeiten gibt. Vier Stunden lang folgt man dem sich durch die Landschaft mäandernden Fluss und kann seinen Gedanken nachhängen, bevor die schöne Tour in Soubey endet. Von dort geht es mit dem Postauto zurück nach Sainte-Ursanne zum Parkplatz oder nach Hause.

Die Bernhardinerhunde der Fondation Barry, Martigny, verbringen jeden Winter im auf 1470 Metern über Meer gelegenen Nachbarort Champex-Lac. Dies erfreut besonders Familien, denn Kinder unter zehn Jahren können in einem von einem Bernhardiner gezogenen Schlitten Platz nehmen. Die Eltern führen den Hund an der Leine. Dieser kurzweilige Spaziergang von etwa einer Stunde durch eine wunderschöne, hoch gelegene Seenlandschaft ist bei jedem Wetter durchführbar. Und wenn nicht genug Schnee liegt, können Sie die Strecke zu Fuss mit dem Hund an der Leine zurücklegen. champex.ch, fondation-barry.ch Jérôme Lathion, Redaktor

j3l.ch Emanuel Freudiger, Fotograf

Wintersport im nördlichsten Zipfel

FOTOS SCHWEIZ TOURISMUS, EMANUEL FREUDIGER, IRIS KÜRSCHNER POWERPRESS, SCHAFFHAUSERLAND TOURISMUS/BRUNO STERNEGG, INTERLAKEN TOURISMUS, NICOLA VANZETTI, WEGWANDERN.CH

Langlauf im Bleniotal In diesem sonnigen Tal auf der Südseite des Lukmanierpasses zeigt sich das Tessin von einer überraschend nordischen Seite. Das Langlaufzentrum Campra bietet Fans des Sports über 30 Kilometer Loipen, die abwechselnd über Lichtungen führen oder unter Nadelwäldern hindurch. Anfänger kommen ebenso auf ihre Kosten wie Fortgeschrittene. In normalen Zeiten trainieren hier viele italienische Spitzensportler. Wer sich genug verausgabt hat, kann sich auf der Restaurantterrasse des Zentrums sonnen oder geht auf den Eisplatz. Langlaufausrüstungen und Schlittschuhe können gemietet werden. campra.ch

Mit Randen ist in Schaffhausen nicht nur die beliebte rote Knolle gemeint, sondern auch ein Ausflugsberg und Naherholungsgebiet. Der Randen ist der äusserste Kalkausläufer des Juras und mit 912 Metern über Meer die höchste Erhebung im Kanton. Sobald der erste Schnee im nordöstlichsten Zipfel der Schweiz fällt, bietet der Höhenzug vielseitige Möglichkeiten zum Langlaufen, Schlitteln, Spazieren oder Wandern. Dank seiner Lage im «Regenschatten» des Schwarzwaldes gehört der Randen zu den trockensten Gebieten der Schweiz und ist oft ein Garant für gutes Wetter, wenn der Rest der Schweiz im Trüben liegt. schaffhauserland.ch Dominic Graf, Redaktor

GUT ZU WISSEN Winterwanderwege / Schneeschuhrouten: schweizer-wanderwege.ch Langlaufinfos: langlauf.ch, romandieskidefond.ch Die App «SchweizMobil» listet neu 160 Langlaufloipen, 194 Schneeschuhtouren, 96 Schlittelpisten, 159 Winterwanderwege und 178 Skitouren auf. Website: schweizmobil.ch Schlittelwege (ohne Bergbahnen) ▪ Graubünden: Arosa Litzirüti,

Dros–Lohn im Naturpark Beverin, Lü–Tschierv im Val Müstair, Tenna im Safiental ▪ Ostschweiz: Sücka–Steg bei Malbun, Brülisau im Appenzellerland ▪ Zentralschweiz: Unteriberg im Hoch-Ybrig ▪ Berner Oberland: Sparenmoos ob Zweisimmen, Alp Nessleren–Saxeten ▪ Westschweiz: Col du Marchairuz– Le Brassus im Vallée du Joux

Michela Ferrari, Redaktionsassistentin

Februar 2021 | touring

51


In Rothenburg ob der Tauber blieb von einigen Bäckereien nur das schöne Schild übrig

Der Schandkorb drohte im Mittelalter bei schlechter Brotqualität

I

n der fränkischen Festungsstadt Rothenburg ob der Tauber kann man sich immer noch ins 16. Jahrhundert zurückträumen. So romantisch, wie sich viele Besucher das vorstellen, ging es früher aber nicht zu. Wer minderwertiges Brot angeboten hatte, wurde bei der «Bäckertaufe» in einem Käfig zur Schau gestellt und darin in einen Brunnen getaucht. Heute ist es hier friedlicher. Die Bäcker bieten zwar das ganze Jahr über «Schneeballen» an – aber nicht als Wurf Wurfgeschoss, sondern nur in Form eines süssen Schmalzgebäcks mit Puderzucker.

Back mer’s! Noch ist Deutschlands Brotkultur einzigartig. Bei einer Tour durch Bayern kann man herausragende Bäckereien und Mühlen entdecken, die bis heute Tradition und hohe Qualität bewahren. Ein Reisetipp für die Zeit nach der Pandemie. REPORTAGE CHRISTOPH WEYMANN Walter Friedel und seine beliebten «Schneeballen»

52 touring | Februar 2021

Auf eine lange Tradition kann auch Arnd Erbel zurückblicken, der im ruhigen Dachsbach im Aischtal, rund 60 Kilometer nordöstlich von Rothenburg, in der zwölften Generation eine Bäckerei betreibt. Erbel, der sich «Freibäcker» nennt, kümmert sich nicht um die industrialisierte Arbeitsweise der meisten seiner Kollegen. Maschinen gibt es bei ihm kaum, dafür viel Platz, um Teige tagelang gehen zu lassen. «Kein Gramm Hefe drin!», sagt er stolz über seine ringförmige, urigleckere Breze, die von einem US-Gourmetmagazin zur besten der Welt erkoren wurde. Erbel beherrscht die

seltene Kunst, Sauerteige zu machen, die nicht sauer sind und vom Weizenbrot bis zum Croissant als Triebmittel verwendet werden können. Hefe wird hier nur noch für wenige Gebäckarten und in kleinsten Mengen gebraucht. Statt damit einen Teig schnell backfähig zu machen, sei ihm die Bekömmlichkeit eines Gebäcks mit langsamer Fermentation wichtiger, betont Erbel und berichtet von einer Familie, die bei einem USA-Aufenthalt nur glutenfreies Gebäck vertrug: «Die können hier alles essen!»

Arnd Erbel aus Dachsbach ist bekannt für Brez’n und Drescherlaibe


FREIZEIT

GUT ZU WISSEN Für Velofreunde: Ob Taubertal, Straubing, München oder Chiemsee, überall entlang der Route laden Radwege zu Ab­ stechern ein – und dazu, die Reise komplett mit dem Velo zurückzulegen.

Die Chiemgauer Müllerin Annelie Wagenstaller will mehr Qualität beim Brot

bayerninfo.de/rad

Geschichte: Kulmbach, Bayerisches Bäckereimuseum Dietfurt, Museumsmühle München­Führungen, auch zum Thema Brot, muenchnerschatzsuche.de

Übernachten: Rothenburg ob der Tauber, Hotel Goldene Rose Straubing, Hotel Das Röhrl München, Hotel Platzl Blick auf die alte Herzogstadt Strau­ bing in Niederbayern

Einfach gute Qualität Johann Huber setzt in seiner Holzofenbäckerei im oberpfäl­ zischen Vogelthal, einem Ort­ steil von Dietfurt, auf Einfach­ heit und Qualität: wenige Sorten von Broten, die beim Backen wegen der ungleich­ mässigen Wärmeverteilung im Holzofen mühsam von Hand umgesetzt werden müs­ sen. Dazu ein unglaublich saftiger Nusszopf und andere süsse Teilchen, die mit der Restwärme entstehen. Huber verwendet ausschliesslich Mehl aus ungespritztem Ge­ treide – kein Wunder, dass seine Back waren begehrt sind auf den Märkten der Region. In Dietfurt im Altmühltal gibt es nicht nur eine funktions­

Einkehren: München, Pfistermühle Brotadressen: München, Bäckerei E. Knapp & R. Wenig, Hof­ bräuhaus­Kunstmühle (Mehlladen und Backkurse) Riedering, Mühlenladen Wagenstaller Mühle (auch Backkurse) bayern.by

fähige Museumsmühle. Der Ort ist auch bei Radlern be­ liebt, die von hier aus auch weiter zum Donauradweg und in den Osten Bayerns fahren können. Dort, in Straubing, haben schon die Römer eindrucksvolle Spuren hinterlassen, die heute origi­ nell im Museum präsentiert werden, das nach der löss­ reichen Region um die Stadt, dem Gäuboden, benannt ist. Aus dieser traditionellen bayerischen Kornkammer

Das Holzofenbrot des Vogelthaler Bäckers Johann Huber ist beliebt

bezieht Markus Steinleitner sein Weizenmehl. Steinleit­ ner, der sich nach einem Fernsehwettbewerb als Bay­ erns besten Bäcker bezeich­ nen kann, lässt sein Mehl nicht wie üblich mit anderen Sorten mischen. Ausserdem sorgen lange Teigruhezeiten für schmackhafte Baguettes und Brote, die wie früher schmecken und sehr verträg­ lich sind.

Backen wie früher In München gibt’s zwar Brez’n an jeder Ecke, aber nicht mehr viele handwerklich tra­ ditionell arbeitende Bäcke­ reien. Stefan Blum, der letzte Müller der Stadt, und seine Frau Martina wagten deshalb vor zehn Jahren in ihrer Hof­ bräuhaus­Kunstmühle ein Experiment. Mit Rezepten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen sie, mit einem Teil ihres Mehls selbst Brot und Klein­ gebäck wie früher zu backen. Das Ergebnis kam so gut an, dass heute drei Bäckergesel­ len in einem kleinen Raum arbeiten, der tagsüber auch als Verkaufsraum dient.

Im Chiemgau südöstlich der Landeshauptstadt, wo Bay­ ern aussieht wie im Bilder­ buch, sind ebenfalls viele Orte mit dem Backen verbun­ den. In Riedering setzt sich Müllerin Annelie Wagenstal­ ler für mehr Qualität beim Brot ein. Und der Mühlstein­ bruch Hinterhör beim nahen Neubeuern, in dem von 1572 bis 1860 Mühlsteine aus der Felswand geklopft wurden, ist heute nicht nur ein geolo­ gisches Denkmal, sondern auch das Symbol einer jahr­ hundertealten Brotkultur. •

Stefan Blum, Münchens letzter Müller, setzt auf Tradition

Februar 2021 | touring

53


Am Tonle Sap geht es ruhig zu – im Gegensatz zum Touristenmagnet Angkor Wat

Ein Land im Aufbruch Kambodscha kämpft um einen Platz auf der touristischen Landkarte. Dabei sind Besucher aus der Fremde Fluch und Segen zugleich. REPORTAGE NICOLE KRÄTTLI

54 touring | Februar 2021


FREIZEIT LAOS

K

A

M

B

O

D

S

C

H

A

Siem Reap Tonle Sap

Mekong

THAILAND

150 km

VIETNAM

Gemächliche Fahrt Wenn die Strasse endet, geht es auf dem Wasserweg weiter

KARTE KEYSTONE

Phnom Penh Koh Rong Sihanoukville

ISTOCK

D Friedliche Nachbarn Am Tonle Sap leben oft die Raubtiere und Menschen dicht an dicht

Vi und Sohn Daven Die 32-Jährige betreibt eine Krokodilfarm am See

aven stellt sich auf die Zehenspitzen, drückt seine Nase zwischen dem Holzgeländer hindurch und lächelt. «Die Babys mag er am liebsten», sagt Mutter Vi und zeigt auf drei kleine Krokodile. Neben ihnen liegen fünf ausgewachsene Tiere. Jedes von ihnen dreimal so gross wie der Zweijährige. Hier in den schwimmenden Dörfern des Tonle Sap, wissen schon die Kleinsten, dass im Wasser – oder in diesem Fall neben dem Schlafzimmer – mächtige Krokodile lauern.

Die 32-Jährige mag das ruhige Leben auf dem See. Für ihre Kinder wünscht sie sich dennoch eine bessere Zukunft. Weil die Einnahmen aus der Krokodilfarm nicht reichen, um ihnen ein Leben an Land zu ermöglichen, heisst Vi seit einigen Jahren Touristen in ihrem Zuhause willkommen. Manche kaufen ein Souvenir, andere kosten Whiskey mit Kobrablut. Viel wirft das nicht ab. Doch in einem Land mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 1700 Franken machen schon wenige kambodschanische Riel einen Unterschied.

Der perfekte Schnappschuss Es ist ruhig auf dem See. Nicht nur heute, sondern meistens. Der Grossteil der 2,6 Millionen Besucher, der jährlich in den Nordwesten Kambodschas reist, ist für die berühmteste Sehenswürdigkeit des Landes hier: den Angkor Wat. Einst mystischer Sitz der Götter ist das grösste sakrale Bauwerk der Welt zu einem Wallfahrtsort für Schnappschussjäger verkommen. Selbst Nieselregen und Mücken können sie nicht davon abhalten, an diesem Samstagmorgen im rostroten Schlamm zu posieren. Die grösste Herausforderung: keine anderen Menschen im Bild zu haben. Bei durchschnittlich 7000 Besuchern täglich gar nicht so einfach. Im Vergleich dazu geht es auf dem Nachtmarkt in Siem Reap, dem Basislager der meisten Angkor-Besucher, beinahe gemächlich zu und her. Es riecht nach Curry, Frittiertem und Abgasen. Wer hier essen will, braucht vor allem eins: Mut. Denn Kambodschaner sind für europäische Verhältnisse durchaus kreativ, was die Wahl ihrer Nahrungsmittel angeht. Seidenraupen, Heu-

Februar 2021 | touring

55


schrecken, sogar Taranteln landen hier mit grossem Zischen im siedenden Fett. Ein paar Minuten brutzeln, dann abtropfen lassen, mit Salz, Chili und Knoblauch verfeinern, und fertig ist die Proteinbombe.

Mehr als ein Zwischenstopp Vor 25 Jahren hatten Reisende in Siem Reap drei Hotels zur Auswahl – heute über 500. Nicht nur die Stadt, auch die Tempelanlagen drohen in den Menschenmassen zu versinken. Wortwörtlich. Denn die Hotelbetreiber pumpen dem Tempel das Grundwasser ab und gefährden so dessen Stabilität. Trotz Diskussionen über Zugangsbeschränkungen zu den heiligen Stätten, blieb es bisher nur bei Absichtserklärungen. Kein Wunder. Allein im Jahr 2018 brachten die Ticketeinnahmen 116 Millionen Dollar ein. Zudem bemüht sich das Land, mehr als ein Zwischenstopp auf der Durchreise von Thailand nach Vietnam zu werden, und bewirbt deshalb seine Küstenregion. Doch der Weg zur Badeferiendestination ist steinig. Oder in diesem Fall schlaglochreich. 527 Kilometer südlich von Siem Reap liegt Sihanoukville. Vor wenigen Jahren noch eine verschlafene Hafenstadt mit 150 000 Einwohnern hat sich die Bevölkerungszahl innerhalb kürzester Zeit verdoppelt. Grund dafür sind chinesische Investoren, die wie wild Casinos bauen. Die Goldgräberstimmung hat ihren Preis. Etliche Zementlaster verstopfen die Strassen und zerstören den Belag in einem Ausmass, dass man zuweilen vermuten könnte, in einem zerbombten Kriegsgebiet gelandet zu sein.

56 touring | Februar 2021

Durchatmen am weissen Sandstrand Dass auch der einheimische Nachwuchs ein Stück vom Kuchen abbekommt, dafür sorgt Nhang Nob. In der Nähe des Hafens führt er das Sandan-Trainingsrestaurant, das Jugendlichen eine Berufslehre in der Gastronomie ermöglicht. Für Teenager wie Koy Sreyoun ein Weg aus der Armut. «Wir mussten aus der

Stadt ziehen. Die Mieten wurden zu hoch. Doch die neue Wohnung ist zu weit weg von einer Schule», erklärt sie. Ohne die finanzielle Unterstützung durch Hilfsorganisationen wie das Sandan-Trainingsrestaurant sind Kinder und Jugendliche gezwungen, ihre Ausbildung aufzugeben. Nun, nach einem Jahr Berufslehre, hat die 17-jährige Koy grosse Bessere Zukunft Die 17-jährige Koy erlernt das Gastrohandwerk

Ambitionen. «Ich liebe es, Brownies zu backen, und würde später gerne in einer Bäckerei arbeiten», sagt sie, ihren Blick stoisch auf die Arbeitsfläche gerichtet, wo sie Sommerrollen anrichtet. Viel Zeit, das Gericht zu geniessen, bleibt nicht. Die Fähre nach Koh Rong legt in Kürze ab. Nachdem der Wind auf See den Staub der Stadt aus den Haaren geweht hat und man mit einem kühlen Drink am Bootssteg den Sonnenuntergang bestaunen kann, sind die Anfahrtsstrapazen vergessen. Weit weg von Massentourismus und Casinowahnsinn lässt es sich am weissen Sandstrand mit Blick aufs türkisblaue Meer herrlich die Eindrücke einer Reise verarbeiten. Es muss eben nicht immer Thailand oder Vietnam sein. • Die Reportage kam auf Einladung von Travelhouse zustande.

Schön knusprig Frittierte Insekten auf dem Nachtmarkt von Siem Reap


FREIZEIT

GUT ZU WISSEN Hotels: The Royal Sands, Fünf-Sterne-Hotel mit bezauberndem Spa. Villa mit Frühstück ab 450 Fr., theroyalsandskohrong.com

Restaurants: SandanTrainingsrestaurant, Ausbildungsrestaurant für Jugendliche aus der Region, sandan-restaurant.org

Aktivitäten: halbtägige Bootstour zu den schwimmenden Dörfern des TonleSap-Sees, z. B. bei Travelhouse für 49 Fr. pro Person, travelhouse.ch

Anbieter: Travelhouse hat verschiedene KambodschaRundreisen im Programm. Bedingt durch die Covid-19Pandemie sind im Moment (Stand: 8.12.2020) allerdings nur geschäftliche Reisen in das südostasiatische Land möglich.

Auf Koh Rong kann man wunderbar abschalten und die Welt vergessen

Übernachten und Gutes tun Wer will, dass sein Geld der lokalen Bevölkerung zugutekommt, übernachtet in einem der gemütlichen Bungalows der Smiling-GeckoGuesthouses, rund 65 Kilometer von der Hauptstadt Phnom Penh. Das Hilfsprojekt, gegründet vom Schweizer Hannes Schmid, hat sich die nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände der Einheimischen zum Ziel gesetzt. Der Kern des Projekts bildet eine Schule mit über 1100 Schülern, zwölf Bauernhäusern, in denen Familien aus den Slums ihr Ackerland bewirtschaften, und ein Bungalowhotel mit Restaurant, das von einheimischen Angestellten und Auszubildenden betrieben wird. smilinggecko.ch

Einnahmen der Smiling-Gecko-Guesthouses gehen auch an diese Schule

Träumen ist erlaubt: Die Corona-Krise erschwert beziehungsweise verunmöglicht derzeit Reisen in zahlreiche Länder. Aber da das Fernweh bleibt, wollen wir uns im «Touring» von der Themenwahl nicht zu sehr eingrenzen, sondern bringen ab und zu auch Reisereportagen über spannende Ziele für die Zeit nach der Pandemie.

Februar 2021 | touring

57


FERIEN IN ÖSTERREICH

MARKT

REISETIPP

PUBLIREPORTAGE

FERIEN IN DER SCHWEIZ Ruhiger, schöner Campingplatz, Tessin, Tel. 091 608 33 42 www.camping-tresiana.ch

UNS SCHEINT DIE SONNE AUS DEM HERZEN.

La Punt/Ob-Engadin: schöne, sonnige 21/2 Zi-Ferienwg, Tel. 044 720 06 50 www.chesa-arnica.ch

FERIEN IN DER SCHWEIZ Tessin mit HolAp! 180 schöne FEWO's + Häuser. Gratiskatalog! Tel. 091 730 11 71 www.holap.ch ITALIEN Privat Verkauf: rustikales mediterranes Anwesen (250 m2 + 2 ha) in grandioser Umgebung. Meerblick etc. Ausk./Info SMS an 079 696 31 03

MARKT AUTOMOBILE VON A–Z

300 km Wanderw ege

Für Feinschmecker: Gourmetküche mit drei Hauben und ¾-Verwöhnpension Für Weinkenner: eine der besten Weinkarten im deutschsprachigen Raum Für Wohlfühler: edles Sky-Spa Für Frischluftschnapper: 85 Kilometer MTB-Strecken Für Sonnenanbeter: spritziger Badespaß am Vilsalpsee und am Haldensee Grän im Tannheimer Tal | Österreich | Tel. +43 5675 6375 post@sonnenhof-tirol.com | www.sonnenhof-tirol.com

202101_sonnenhof_grean_inserat_touring_93x129mm.indd 1

Kennst du schon unsere Onlineausgabe des Touring-Magazins?

touring.ch

DIVERSES

Kaufe Autos, Jeeps, Lieferwagen, Busse, Wohnmobile und LKW. Gute Barzahlung. Tel. 079 777 97 79

Ihre alten Filme kopiert auf DVD Super-8 / N8–VHS / Video8 / miniDV… www.nicolasvideo.ch / 041 370 35 64

Ich kaufe Ihr Auto oder Wohnwagen zu einem marktgerechten Preis! 079 310 22 02 urssaurer@bluewin.ch

Kaufe Briefmarken+Münzen, Schmuck+Uhren. Sonstige Sammelobjekte auf Anfrage. Bez. faire Preise: Tel. 041 280 53 89

GESUNDHEIT SCHNARCHEN-SCHLAFAPNOE sofortige Hilfe mit SnorBan für CHF 57.www.snorban.ch / Tel. 032 365 14 22 DIVERSES Ich suche alte Emailschilder, Blechschilder, auch ganze Sammlungen. Tel. 076 478 40 31 N. Garo Kaufe Briefmarken und Münzsammlungen. Kontaktieren Sie mich UNBEDINGT für eine Offerte unter 079 430 77 51 Sammler sucht Briefmarken Sammlungen Schweiz und ganze Welt – Tel. 071 971 24

07.01.21 Grosse 17:24

Kaufe Modelleisenbahnen alle Marken und Grössen. Auch ganze Sammlungen. Rufen Sie mich bitte an: 052 232 36 17 R. Braun Ankauf Modelleisenbahnen, grosse Sammlungen, 10–1‘000 Loks + Wagen, alle Spuren + Blech, lange Erfahrung, ZUBA-TECH SG T 071 230 37 37 info@zuba-tech.ch Ankauf Modelleisenbahnen und alte Spielwaren. Auch sehr grosse Sammlungen, alle Spurgrössen. Sofortige Barzahlung. 079 287 64 23 / Abend 044 813 52 86 bis 23.00


GESUNDHEIT

Was bei Halsschmerzen wirklich hilft TEXT SANDRA EGLI

Wodurch äussert sich der klassische Halsschmerz? Alexander Volck: Es kommt aufgrund von lokaler Entzündung der Schleimhaut zu Schluckschmerzen, teilweise begleitet von leicht erhöhter Körpertemperatur von circa 38° Celsius. Gibt es verschiedene Formen der Schmerzen? Ja, man kann unterscheiden zwischen muskulären Schmerzen, die abhängig von der Bewegung des Halses, insbesondere Kopfdrehung, auftreten, und Schluckschmerzen, welche in der Regel durch lokale Entzündungen der Schleimhaut bedingt sind. Man hört immer wieder, dass man bei Halsschmerzen

auf scharfes Essen, Rauchen und Alkohol verzichten sollte. Scharfes Essen, Rauchen und Alkohol reizen die Schleimhaut lokal und führen so zu einer Verstärkung der Schmerzen und einer Verzögerung der Abheilung. Zusätzlich wird die Bildung von Magensäure gefördert, was vor allem bei Reflux zusätzlich die Schleimhaut reizen kann. Wann sollte ein Arzt konsultiert werden? Prinzipiell heilt ein Infekt der oberen Atemwege nach bis zu zehn Tagen folgenlos ab. Wir befinden uns derzeit jedoch in einer speziellen Situation: Halsschmerzen gehören zu den typischen Symptomen des neuen Coronavirus. Wer unter Halsschmerzen leidet,

sollte nicht zuwarten, sondern sich gemäss Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit unbedingt auf das neue Virus testen lassen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Wie werden Halsschmerzen behandelt? In der Regel symptomatisch mit antientzündlichen Schmerzmitteln, gesteigerter Trinkmenge und Stimmschonung. Gibt es auch Hausmittel, die wirklich helfen? Honig hat, ähnlich wie Salbei, eine lokal desinfizierende Wirkung. Auch eine ständige Befeuchtung der Schleimhaut durch eine gesteigerte Trinkmenge oder Inhalationen wirkt sich positiv auf die Schmerzen und die schnellere Abheilung aus. Patienten finden auch die lokale Wärme als angenehm. • Welche Themen rund um Gesundheit interessieren Sie? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge: med@tcs.ch

ALEXANDER VOLCK Leitender Arzt Klinik für Hals, Nasen, Ohren, Kantonsspital Schaffhausen

Schutz auf all Ihren Reisen

Erkrankungen oder Unfälle können überall passieren – auch auf Reisen. Mit dem TCS ETI Schutzbrief sind Sie in allen Fällen stets rundum ab­ gesichert. 0800 140 000 tcs.ch/eti

Anzeige

en !

h Jetzt buc

TCS Transporter

Auch bei Ihrem Umzug lohnt sich der TCS Schweizweit Transporter mit Bestpreis-Garantie buchen. – Alle wichtigen Versicherungen eingeschlossen – Bis zu 10% Zusatzrabatt bei Bezahlung mit einer TCS Kreditkarte* Erfahren Sie mehr auf tcs-transportermiete.ch

* 5% für TCS Member Mastercard Inhaber / 10% für TCS Travel Mastercard Gold Inhaber (Gutschrift erfolgt auf die Kreditkarte).


Inselspital und TCS: für die Medizin der Zukunft Thomas C. Sauter ist der neue Assistenzprofessor für Telenotfallmedizin am Universitären Notfallzentrum (UNZ) in Bern. Dank der vom TCS gestifteten und im deutschsprachigen Raum einzigartigen Professur können in der Medizin digitale Hilfsmittel künftig noch besser eingesetzt werden. INTERVIEW DOMINIC GRAF | FOTO PASCAL TRIPONEZ, INSEL GRUPPE AG

Dr. Sauter, was ist Telenotfallmedizin, und warum ist es wichtig, Mediziner vermehrt darin zu schulen?

Thomas C. Sauter: Viele denken dabei als Erstes ans Telefon oder an Videos. Das Feld der Telenotfallmedizin reicht jedoch viel weiter und umfasst grundsätzlich die Nutzung von digitalen Hilfsmitteln aller Art, wodurch die Behandlung von Patienten

ohne unmittelbaren Kontakt ergänzt und verbessert wird. Die digitale Transformation in der Akutmedizin ist eine Tatsache und betrifft alle Gesundheitsfachpersonen. Zum Bespiel sind digitale Entscheidungshilfen im Alltag angekommen, welche den Arzt teilweise mit künstlicher Intelligenz bei der Behandlung unterstützen. Es ist wichtig, dass sich Mediziner mit den Chancen und Mög-

lichkeiten der digitalen Tools auseinandersetzen, damit sie in Zusammenarbeit mit den Patienten das Beste aus den neuen Möglichkeiten herausholen. Ein Forschungsprogramm am UNZ beschäftigt sich mit dem Thema Virtual Reality. Muss man sich Mediziner oder sogar Patienten künftig mit VR-Brille vorstellen?

Das ist in spezifischen Fällen durchaus möglich und auch schon Realität. In der Neurochirurgie am Inselspital Bern werden mit Unterstützung von Augmented Reality (AR), das heisst mit der Kombination von virtuellen Bildern und realen Gegenständen, Operationen am Hirn durchgeführt. Auch in der Pflege können mit einer AR-Brille zum Beispiel Informationen zu einem Patienten eingeDr. med. Thomas C. Sauter erforscht und lehrt Telenotfallmedizin am Inselspital Bern

60 touring | Februar 2021


CLUB blendet und die Krankengeschichte jederzeit direkt am Bett abgerufen werden. Eine Arbeitsgruppe der Abteilung Telenotfallmedizin am Inselspital forscht aktuell zur virtuellen Realität in der Ausbildung der Medizinstudierenden, die sie beispielsweise zur Bewältigung von stressigen Notfallsituationen nutzen. Ebenfalls untersuchen wir die Anwendung von Virtual Reality zur Beruhigung von Notfallpatienten bei stressigen Eingriffen. Worin sehen Sie heute das grösste Potenzial für die Telemedizin?

auf Grundlagen von Forschung verantwortungsvoll zum Wohl des Patienten eingesetzt werden. Innovationen dürfen nicht um der Innovation willen eingesetzt werden, sondern müssen wirkliche Probleme lösen. Der TCS setzt seit vielen Jahren auf ein eigenes Ärzteteam für die ETI-Auslandshilfe. Zudem gibt es seit 2019 die Gesundheitsplattform TCS MyMed, und nun treibt der Club mit der Stiftung der Professur die Entwicklung der Telemedizin nochmals weiter an. Wie nehmen Sie das Engagement des TCS wahr?

Die grösste Veränderung, Ich freue mich aber auch Herausforderung «Die grösste Verän- ausserordentlich, dass sich wird aus meiner derung wird von der TCS in Sicht von der der exponentiell diesem ZuVielzahl der kunftsfeld der Daten ausgehen, steigenden Anzahl Medizin engadie jeder von der Gesundheitsgiert. Als nicht uns im alltägdaten ausgehen.» gewinnorienlichen Leben Thomas C. Sauter, bewusst oder Leiter der Telenotfallmedizin tierte Organiam Inselspital Bern sation, die im unbewusst erGesundheitszeugt, aber nur wesen schon lange einen teilweise zum Wohle der wichtigen Beitrag zur VerMenschen genutzt wird. Mit sorgung von Patienten auf dieser exponentiell steigenden Anzahl von persönlichen Reisen und zur Information seiner Mitglieder in GesundGesundheitsdaten, zum Beiheitsfragen leistet, ist der spiel durch eine Smartwatch TCS der ideale Partner für gewonnen, können bereits jetzt Erkrankungen, bevor sie diese Stiftungsprofessur. Ich hätte die Stelle nicht angeeinen Schaden für den Patinommen, würde nicht ein enten anrichten, erkannt sinnvoller Stifter wie der TCS werden, etwa ein unregeldahinterstehen. mässiger Herzschlag. Die Verarbeitung dieser Daten Wie haben Sie den Club in mithilfe von selbstlernenden Ihren ersten Tagen erlebt? Programmen, sogenannten Die Einführung war sehr Machine-learning-Algorithspannend. Mich hat besonmen, kann unsere Medizin ders beeindruckt, wie vielhin zu einer Medizin verfältig der TCS aufgestellt ist ändern, die Wahrscheinlichin welchen medizinischen keiten von Krankheiten erBereichen er bereits tätig ist kennt und präventive und über welch grosses Massnahmen ermöglicht. Know-how die MitarbeitenDiese Entwicklung ist an den verfügen. Ich freue mich grosse praktische, aber auch jetzt schon über den weiteren ethische und gesellschaftAustausch und bin überzeugt, liche Herausforderungen gekoppelt. Wie bei allen tech- dass wir von der Erfahrung des TCS profitieren und lernischen Innovationen muss nen können. auch die Telenotfallmedizin

Wie kann bei einer privat finanzierten Professur wie dieser die Unabhängigkeit gewahrt werden?

Es ist wichtig und selbstverständlich, dass der Stifter keinen Einfluss auf die Tätigkeit der Professur nehmen will und nehmen kann. Dies betrifft insbesondere die Ausrichtung und Ergebnisse der Forschung. Aktuell stossen viele Startups und Technologieunternehmen in den Gesundheitsbereich vor. Wie steht es hier mit der Gewährung einheitlicher Qualitätsstandards?

Bevor Qualitätsstandards umgesetzt werden können, ist es erst einmal wichtig, dass Technologieunternehmen in Zusammenarbeit mit der universitären Forschung die Best Practice erforschen und festlegen. Das heisst: Zuerst muss es darum gehen, wie die Technologien mit dem optimalen Nutzen und ohne Schaden zum Wohl des Patienten eingesetzt werden können. Diese Forschung ist ein Grundpfeiler der Telenotfallmedizin-Professur am Inselspital. Inwiefern kann die Digitalisierung dem Gesundheitswesen heute schon konkret helfen?

Eine der grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen besteht im Umgang mit dem zunehmenden Kostendruck und dem zunehmenden Mangel an Hausärzten in manchen Gebieten. Hierbei kann die Digitalisierung eine Vernetzung und einen Austausch ermöglichen. Hausärzte können in virtuellen Gemeinschaftspraxen Fragen austauschen, Befunde untereinander oder mit Spezialisten besprechen. Dadurch wird die Teamarbeit gestärkt, und die Hausarztmedizin kann attraktiver gestaltet werden.

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf die Entwicklung der Telemedizin?

Die Pandemie hat einen grossen Anschub für die Digitalisierung in der Schweiz bewirkt. Lange überfällige Schritte wurden gemacht. Instrumente wie Videokonsultationen wurden vorher nur langsam in den Alltag übernommen, haben aber wissenschaftlich sehr gut dokumentierte Vorteile, sowohl aufseiten des Infektionsschutzes als auch für den Komfort des Patienten. Unter dem Druck der CoronaMassnahmen wurden diese Techniken in vielen Bereichen der Medizin eingeführt. Jetzt ist die grosse Herausforderung, diese Fortschritte zu analysieren, auch kritisch, damit die gewonnene Dynamik nicht wieder verloren geht. ◆

ZUR PERSON PD Dr. med. Thomas C. Sauter (42) arbeitet als Leitender Arzt und leitet die Telenotfallmedizin am Universitären Notfallzentrum des Inselspitals Bern. Er ist habilitiert an der Universität Bern im Fach Notfallmedizin, Facharzt für Innere Medizin und verfügt über einen Master of Medical Education. Thomas C. Sauter ist Initiator und Vorsitzender der Arbeitsgruppen «Digitale Notfallmedizin» der europäischen Notfallmedizingesellschaft EUSEM und der Schweizer Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin SGNOR. 2017 wurde er für sein besonderes Engagement in der ärztlichen Weiterbildung mit dem SIWF-Award ausgezeichnet. Seine Forschungsinteressen umfassen insbesondere digitale Entscheidungshilfen und Triage, Virtual Reality in der klinischen Anwendung und Ausbildung sowie telemedizinische Anwendungen wie Wearables (am Körper getragene Computer, zum Beispiel eine Smartwatch). Februar 2021 | touring

61


Sektion Neuenburg zu Weihnachten besiegelt Die Fusion der TCS-Sektionen Neuenburg und Neuenburger Jura kam kurz vor den Feiertagen zustande. Die Frucht von drei Jahren Vorarbeit im Zeichen eines seit Langem bestehenden herzlichen Einvernehmens. TEXT JÉRÔME LATHION | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

E

in Kanton, eine Sektion! Die vom Neuenburger See bis in die Berge verkündete Parole wurde befolgt. Nachdem die Versammlung der Sektion Neuenburger Jura des TCS die Fusion am 19. Oktober 2020 mit grosser Mehrheit befürwortet hatte, stimmte ihr die Sektion Neuenburg am letzten 21. Dezember, pandemiebedingt per Briefwahl, mit überwältigendem Mehr zu. Seit dem 1. Januar hat die auf den Namen Neuenburg getaufte, 40 000 Mitglieder zählende TCS-Sektion ihren Sitz in Fontaines, im Zentrum des Kantons. David Erard aus La Chaux-de-Fonds, Rechtsanwalt und Mitglied des TCS-Verwaltungsrates, übernimmt für drei Jahre die Präsidentschaft (siehe Kasten), Mihai Tugui das Amt der Vizepräsidentschaft, das er auch in der Neuenburger Ex-Sektion ausübte.

Im Gleichgewicht Die Fusion stellt ein Gleichgewicht her, das vor allem dank dem Vertrauen und konstruktiven Einvernehmen zwischen den Präsidenten Jean-Luc Vautravers (Neuenburg) und Bernard Chételat (Neuenburger Jura) zustande kam. Beide verabschiedeten sich mit diesem Erfolg von einer zwölfjährigen Amtszeit, glücklich darüber, ein neues Kapitel einer Geschichte aufgeschlagen zu haben, die davor von zu vielen unfruchtbaren Gegensätzen geprägt war. «Es war der allgemeine Wunsch, gewisse Barrieren 62 touring | Februar 2021

in den Köpfen der Menschen abzubauen», verrät Jean-Luc Vautravers, dem hier auch daran liegt, die Arbeit seiner Vorgänger zu würdigen. Auf sie geht das TCS-Zentrum Fontaines zurück, welches die Kontaktstellen der beiden heute fusionierten Sektionen harmonisch miteinander vereint. Die Gewähr für immer häufigere gemeinsame Aktivitäten wie Schulungen und Fahrzeug-Check-ups. «Ein weiterer Vorteil war die uns zur Verfügung stehende Zeit, die uns ohne Eile handeln und alle von dieser natürlichen und idealen Lösung überzeugen liess», fährt der scheidende Neuenburger Präsident fort. Unter der Leitung von TCSZentralpräsident Peter Goetschi wurde ein paritätisch aus Vertretern der beiden Sektionen bestehender Lenkungsausschuss gebildet. «Ich habe gute Erinnerungen daran», so Peter Goetschi. «Der Boden war gut vorbereitet, und ich hatte das Vergnügen, eine Gruppe mit einem gemeinsamen Wunsch zu leiten, die gleichzeitig für unterschiedliche Empfindlichkeiten eintrat. Dadurch konnten wir auch allfällige kritische Punkte transparent, offen und mit viel gesundem Menschenverstand angehen.»

Mehrere Optionen Die Arbeiten führten zu einem Fusionsvertrag durch Übernahme, wobei die Neuenburger Sektion die Sektion Neuenburger Jura rückwirkend auf den 1. Januar 2020

übernahm. Auch hier lobt der Zentralpräsident die Klarsicht des Lenkungsausschusses: «Rechtlich gesehen gab es mehrere Optionen, die geprüft wurden. Doch die Fusion durch Übernahme drängte sich förmlich auf. Sie war ganz einfach am wenigsten kompliziert und teuer.» «Es galt, zu verhindern, dass unsere Sektion in eine Minderheit gedrängt wurde», sagt Bernard Chételat, «weshalb es angebracht war, dass der neue Präsident, dem der Stichentscheid zukommt, aus unseren Reihen stammt. Dieser Vorschlag wurde in Neuenburg akzeptiert, was einen vertrauensvollen und gerechten Ablauf garantierte.» Zu erwähnen, dass die Beiträge der Mitglieder der Sektion Neuenburg unverändert bleiben, während die Mitgliedschaften Jugend und Junioren an den zuvor tiefsten Beitrag angepasst werden. «Wir verlieren nichts, im Gegenteil», betont Bernard Chételat. «Denn unsere Mitglieder werden von den Vorteilen der ehemaligen Neuenburger Sektion profitieren können.» Auch Zentralpräsident Peter Goetschi freut sich über das Resultat: «Der TCS hat nun im Kanton Neuenburg eine einzige Stimme und Behörden wie Politiker einen einzigen Ansprechpartner. Zudem gehen die beiden Sektionen mit gutem Beispiel voran, indem sie fusionieren, statt ihre Region zu favorisieren. Das kann den TCS nur stärken und seine Glaubwürdigkeit weiter erhöhen.» •

Vereint Der TCS hat nun im Kanton Neuenburg eine einzige Stimme


CLUB

Anwalt aus den Bergen am Ruder David Erard (36-jährig, verheiratet und Vater zweier Kleinkinder) wurde für drei Jahre zum Präsidenten der Sektion Neuenburg gewählt. Zuvor vertrat der seit 2015 selbstständige Rechtsanwalt die Sektion Neuenburger Jura im TCS-Verwaltungsrat und engagierte sich bei mehreren Kampagnen in La Chaux-deFonds, zum Beispiel beim Rekurs gegen die allgemeine Einführung von Parkuhren (2012) oder beim Referendum gegen die Aufhebung von 80 Parkplätzen im Rahmen der Umwandlung der Place du Marché in eine Fussgängerzone (2020), verbunden mit diversen juristischen Mandaten gegenüber den politischen Behörden. David Erard war ebenfalls Mitglied des Lenkungsausschusses. Er erinnert sich an einen «komplexen Prozess, der eine gute Organisation erforderte». Für ihn die Gelegenheit, die unschätzbare Hilfe von Zentralpräsident Peter Goetschi und seinen Mitarbeitenden Lionel Eicher und Johanna Grombach zu loben. «Wir verstanden uns hervorragend, und die Stimmung war super, wodurch wir ruhig und ohne echte Hindernisse vorankamen – abgesehen von Covid-19», lächelt er. Seine Prioritäten als Präsident? Auf das Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsmitteln achten und dabei die sanfte Mobilität fördern, den modernen und zukunftsgerichteten Kurs des Hauptsitzes auf kantonaler Ebene fortführen, den Mitgliedern weiter Dienstleistungen anbieten und stets für ihre Bedürfnisse offen sein. Februar 2021 | touring

63


Im Land der Raketenautos Zwei Millionen Zuschauerminuten in der fünften Saison: Die TCS eSports League nimmt weiter Fahrt auf. Der richtige Zeitpunkt, mit einem neuen Wettbewerb internationale Luft zu schnuppern. TEXT DOMINIC GRAF

F

antasievolle Arenen, Rennautos, die durch die Luft sausen, ausgeklügelte Spielzüge, spektakuläre Tore: Das Autoballgame Rocket League vereint das Tempo des Rennsports mit der taktischen Finesse des Fussballs. Ein gewaltfreies Fungame für jedes Alter und jedes Können und kurzweilige Popkornunterhaltung für Zuschauer. Dass sich Rocket League in der Schweiz etablieren und sich für die Community eine attraktive Plattform entwickeln konnte, ist nicht zuletzt dem TCS zu verdanken. Als der Club im Frühling 2018 die TCS eSports League ins Leben rief, beschritt er schweizweit Neuland. Nun,

fast drei Jahre und fünf Saisons später, ist die hartumkämpfte Liga ein fester Bestandteil der noch immer jungen, aber stetig wachsenden E-Sport-Szene. Das beweist auch ein Blick auf die vergangene Saison.

Rekordsaison Mit dem Abschluss der fünften Saison purzelten auch die Rekorde. Einerseits wurden die Matches, welche live auf Twitch.tv, SRF, RTS und «20 Minuten» gestreamt wurden, fast zwei Millionen Minuten angeschaut – eine Verdreifachung gegenüber der vierten Saison und ein neuer Zuschauerrekord. «Diese Entwicklung freut mich überaus und bestätigt unseren

strategischen Entscheid, eine eigene E-Sport-Liga zu veranstalten», zeigt sich TCSGeneraldirektor Jürg Wittwer hocherfreut. Andererseits sorgte das Team Edelweiss mit dem fünften Titel in Serie für einen neuen Ligarekord. Die ersten vier Schweizer Meisterschaften sicherten sie sich noch im Dienste von Servette Genf. Weil der Verein jedoch die E-Sport-Abteilung schloss, gründeten die Spieler um Kapitän und Topspieler «Zaphare» kurzum ihre eigene Mannschaft. Nach kleinen Startschwierigkeiten steigerten sich die Edelweisse konstant und krönten sich im Dezember im Finale gegen

Lausanne eSports zum neuen und alten Champion. Im Best-of-seven-Modus lassen sie den Lokalrivalen keine Chance und gewinnen jedes Spiel. Endstand: vier zu null. Dazu Jürg Wittwer, selbst ein passionierter Gamer: «Herzliche Gratulation Edelweiss eSports zum wohlverdienten Sieg! Mein Dank gilt auch allen teilnehmenden Teams, welche die fünfte Saison der TCS eSports League mit ihrem Einsatz so spannend gemacht haben.»

Gut kommentiert Das deutliche Finalresultat täuscht ein wenig über die meist engen und hartumkämpften Spiele hinweg. Die Teams lieferten sich zeit-

Das Finale der TCS eSports League bot Rocket League auf höchstem Niveau

64 touring | Februar 2021


CLUB

Siegerinterview mit «Zaphare», dem besten Spieler der Saison

weise regelrechte RocketLeague-Schlachten, und die Zuschauer kamen vor ihren Bildschirmen in den Genuss von E-Sport auf höchstem Niveau. Zugegeben: Wer zum ersten Mal ein Match verfolgt, braucht ein paar Momente, um sich mit der Geschwindigkeit des Spiels zurechtzufinden. Der Ball und die Fahrzeuge sind in ständiger Bewegung und, was zunächst nach Zufällen aussieht, entpuppt sich als einstudierte Spielzüge. Sehr hilfreich sind die Livekommentare – je nach Sender auf Englisch, Französisch oder Deutsch. Die Kommentatoren finden dabei eine gute Balance zwischen verständlichen Erklärungen, unterhaltsamen Anekdoten und fachmännischen Analysen. So

teams an, die sich zuvor gegen über 40 andere Mannschaften durchgesetzt haben. «Mit diesem neuen Format wollen wir einerseits den Schweizer Teams die Möglichkeit geben, sich international mit den Besten zu messen, und andererseits der riesigen Community ein weiteres Highlight bieten, mit ihren Helden mitzufiebern», erklärt Marcus Brugger, Ligaverantwortlicher beim TCS.

So wurden die Zuschauer mit vier weiteren Kracherpartien verwöhnt – zwei Halbfinals, das Spiel um Platz drei sowie das Finale. Und die ausländische Konkurrenz zeigte den Schweizern die Grenzen auf: Während Lausanne eSports deutlich gegen das Team Kekkers aus Deutschland verliert, scheitert Edelweiss nur knapp an den Pepega Shakes aus England. Im Duell um den dritten Rang setzt sich dann erneut Edelweiss gegen International Masters Lausanne durch. Den Titel Dem hochklassigen Ligafinal holen sich die Kekkers. Viel folgte noch am selben Abend fehlt den Schweizern nicht ein ganz neuer Rocket-League- mehr, um auch international Leckerbissen: das Finale mit den Spitzenteams mithalder «International Masters». ten zu können. Dank der TCS Dabei traten erneut Edelweiss eSports League haben Spieler und Lausanne als die zwei wie «Zaphare», «LuiisP» oder besten Teams der Schweiz «Mirrorwing» eine prominente Plattform und optimale gegen zwei ausländische TopVoraussetzungen, sich zu verbessern und die Schweiz zur Rocket-League-Festung zu machen. • finden Neulinge schnell ins Spiel hinein, ohne dass es den erfahrenen Zuschauern langweilig wird. Zudem können Fragen über Twitter gestellt werden, welche die Kommentatoren – um jede Frage sichtlich dankbar – ausführlich beantworten. Die sechste Saison der TCS eSports League startet im März 2021. Interessierte Teams können sich auf tcs-esports-league.ch anmelden.

Edelweiss eSports «LuiisP», «Zaphare» und «Mirrorwing» (v. l.) heissen die Gewinner der fünften Saison der TCS eSports League

ROCKET-LEAGUEABC Die Spielregeln in Kürze: In einer geschlossenen Arena duellieren sich zwei Teams mit je drei Spielern. Ziel ist es, den Ball mit dem Auto ins gegnerische Tor zu manövrieren und in den fünf Minuten Spielzeit mehr Tore zu erzielen als der Gegner. Steht es nach der regulären Zeit Unentschieden, kommt es zur Verlängerung, die mit dem ersten Tor (Golden Goal) entschieden wird. Ob als Zuschauer oder Spieler, folgende Begriffe helfen, das nächste RocketLeague-Spiel noch besser zu verstehen – oder vor den Kindern mit Fachwissen zu prahlen. 50/50: ein Prellball zwischen zwei Spielern Aerials: Aktionen mit dem Auto in der Luft Backboard: Arenarückwand mit den Toren Boomer: ein starker Schuss Ceiling Shot: ein Torschuss von der Decke der Arena Double Jump: ein zweiter Sprung in der Luft Double Tab: ein Abpraller, den man sich über das Backboard vorgelegt hat, als Torschuss verwerten Flick: Der Ball wird in der Luft touchiert und in Richtung Tor «geschlenzt». Flip Reset: Für den Double Jump müssen zuerst alle vier Reifen den Boden, den Ball oder ein anderes Auto berühren. Pinch: ein Quetschball zwischen zwei Autos oder der Wand und einem Fahrzeug Read: vorausahnen, wo der Ball landen wird Redirect: Der Ball wird durch eine absichtliche Berührung weitergeleitet. Rotation: ständiger Positionswechsel der drei Spieler Starve: dem Gegner die Boosts klauen

FOTOS TCS

Toxic: ein Spieler, der beleidigt oder beleidigend ist Weitere Infos zum Spiel und zur Liga finden Sie online: tcs-esports-league.ch

Februar 2021 | touring

65


CLUB

«Der TCS ist uns ein wichtiger Partner» Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte 2020 alle Hände voll zu tun. Im Interview spricht Botschafter Johannes Matyassy (63) über die Rekordrückholaktion, die EDA-App und die Win-win-Partnerschaft mit dem TCS. INTERVIEW DOMINIC GRAF

Herr Matyassy, 2020 kam es zu einer noch nie dagewesen Rückholaktion von Schweizern im Ausland. Wie hat das EDA diese Aufgabe gemeistert?

Johannes Matyassy: Das EDA hat mit 35 Flügen rund 4200 Schweizer Reisenden und 2500 ausländischen, oft in der Schweiz wohnhaften Personen ermöglicht, nach Hause zu reisen. Umgekehrt fanden viele Schweizerinnen und Schweizer auf Flügen Platz, die von anderen Staaten durchgeführt wurden. Gelungen ist diese Rückholaktion nur, weil es das Auslandschweizergesetz (ASG) dem Bund ermöglicht, Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zu unterstützen – und weil wir alle am selben Strick gezogen haben. Wie lief die Zusammenarbeit mit den Schweizer Vertretungen vor Ort?

Das Krisenmanagement-Zentrum des EDA (KMZ) hat die Rückholaktionen koordiniert und die Flüge mit kommerziellen Anbietern organisiert. Die Schweizer Vertretungen haben zusammen mit der EDA-Helpline, die allein im März und April über 30 000 Anfragen beantwortete, rund um die Uhr Betroffene beraten, über freie Flugkapazitäten informiert oder bei finanziellen Engpässen ausgeholfen. Im Rahmen des konsularischen Schutzes wurden komplexe Einzelfälle betreut. Zudem galt es, auch die Auslandschweizerinnen und -schweizer weiterhin so gut wie möglich zu unterstützen, weshalb das EDA sein weltweites Vertretungsnetz während der ganzen Pandemie ohne Unterbruch betrieben hat. Wie konnte die Reise-App «Travel Admin» des EDA blockierte Schweizer im Ausland unterstützen?

Wir können nur effizient helfen, wenn wir wissen, wer sich in einer Notlage befindet. Ein wertvolles Hilfsmittel ist dabei die App «Travel Admin», über die 66 touring | Februar 2021

Reisende unter anderem ihre Reise, ihren aktuellen Aufenthaltsort und ihre Kontaktdaten erfassen und mit dem EDA teilen können. Den Betroffenen konnte das EDA so gezielt wichtige Informationen über allfällige Ausreisemöglichkeiten geben und sie aufrufen, die Schweizer Vertretung vor Ort zu kontaktieren, welche die Hilfe koordiniert hat. Vorausgesetzt ist, dass die App genutzt und der Aufenthaltsort regelmässig aktualisiert wird. Das war denn auch eine der Herausforderungen während der Krise: die Betroffenen zu überzeugen, ihre Daten stets zu aktualisieren – und nach der Rückkehr ihre Reise

Johannes Matyassy Seit August 2018 Direktor der Konsularischen Direktion

wieder zu löschen, um unnötige Suchanstrengungen zu vermeiden. Neu greift «Travel Admin» auch auf die Reiseinformationen des TCS zurück. Warum sind die Infos nützlich?

Jeder Mehrwert macht die App zusätzlich attraktiv und hilft, dass sie in Gebrauch bleibt. Dass nun auch auf das Informationsangebot des TCS zurückgegriffen werden kann, stellt da eine echte Win-win-Situation dar. Seit Einführung des ETI-Schutzbriefs vor über 60 Jahren arbeitet der TCS


DER TCS-EXPERTE

mit dem EDA zusammen. Wie schätzen Sie diese Zusammenarbeit ein?

Der TCS ist uns ein überaus geschätzter und wichtiger Partner. Manch konsula­ rischer Schutzfall liess sich nur dank der professionellen und unkomplizierten Zusammenarbeit zu einem guten Ende bringen. Beide Seiten streben stets das Beste zum Wohle der «Kundschaft» an. Was raten Sie Personen, die aktuell ins Ausland reisen möchten?

Ist die Hilfe für Auslandschweizer ein Service public, den das EDA immer und unabhängig vom Risiko leistet?

In erster Linie sind sie für sich selber verantwortlich, das ASG spricht hier von Subsidiarität. Darü­ ber hinaus kann der Bund aber Hilfe leis­ ten. Seine Dienst­ leistungen sind je­ Johannes Matyassy, doch grundsätzlich Botschafter und Direktor der kostenpflichtig und Konsularischen Direktion, EDA können bei fahr­ lässigem Verhalten sehr hoch ausfallen. Zudem kann der Bund seine Hilfe zum Beispiel dann ver­ weigern oder begrenzen, wenn seine Empfehlungen missachtet wurden. Vor­ behalten bleiben Fälle, in denen Leib und Leben in Gefahr sind.

«Dass nun auch auf das Informationsangebot des TCS zurückgegriffen werden kann, stellt eine echte Winwin-Situation dar.»

KEYSTONE

Welchen Einfluss hat die CoronaPandemie auf das künftige Reisen?

Irgendwann wird die Pandemie vorbei sein, doch haben wir gelernt, dass sie jederzeit wieder eintreten kann. Für diesen Fall müssen wir noch besser ge­ wappnet sein – und dürfen daneben nicht die zahlreichen anderen Risiken aus den Augen verlieren, mit denen das Reisen auch verbunden sein kann. •

BEHÖRDEN

Mit Einliegerwohnung Steuern sparen?

«

Wir renovieren gerade unser Haus und überlegen, eine Einliegerwohnung einzubauen. Sparen wir dadurch auch Steuern?»

WESTEND61

Die Reisehinweise des EDA formulieren es ganz klar: «Der Bundesrat empfiehlt, weiterhin wenn möglich auf nicht dring­ liche Auslandreisen zu verzichten.» Ist eine Reise aber unvermeidlich, bereiten Sie sich mithilfe der Reisehinweise be­ sonders gut darauf vor, und registrieren Sie Ihre Reise auf «Travel Admin», damit das EDA Sie kontaktieren kann, wenn sich die Sicherheitslage markant ver­ schlechtert. Unumgänglich ist auch, sich bei der Botschaft des Ziellandes in der Schweiz zu erkundigen, ob die Ein­ reisevorschriften wegen des Coronavi­ rus geändert worden sind und ob inner­ halb des Landes Restriktionen bestehen.

TEXT VERA BEUTLER

Das ist möglich, sofern der Einbau (auch) werterhaltend ist oder Sie mit der Renovierung die Energienut­ zung optimieren. Zudem sinkt der Eigenmietwert, wenn Sie die Ein­ liegerwohnung vermieten. Bei der Einschätzung des Sparpotenzials mit einzubeziehen sind aber auch die allfälligen Mieteinnahmen, die Sie wiederum als Einkommen de­ klarieren und versteuern müssen.

Sie einen Wertverlust der Liegen­ schaft vermeiden. Damit kann auch bei einem Einbau einer Ein­ liegerwohnung bei einzelnen Pos­ ten ein Abzug möglich sein, so etwa, wenn Sie den abgenutzten Boden ersetzen oder vergilbte Wände neu streichen lassen. Eine weitere Sparmöglichkeit könnte in der Vermietung liegen: Bewohnen Sie Ihr Eigenheim selbst, müssen Sie die so gesparten Mietausgaben als Eigenmietwert versteuern. Vermieten Sie die ein­ gebaute Einliegerwohnung, sinkt der Eigenmietwert: Sie bewohnen nur noch einen Teil der Liegen­ schaft und haben so tiefere fiktive Mietausgaben. Hingegen müssen Sie die Mieteinnahmen wiederum als Einkommen ver­ steuern. •

Da Sie mit einer Einliegerwohnung meist den Wert Ihrer Liegenschaft erhöhen, können Sie die Kosten für den Einbau in der Regel nicht von den Steuern abziehen. Mit einer Ausnahme: Dienen die baulichen Massnahmen dem Energiesparen und dem Umweltschutz, tragen sie entsprechend «zur rationellen Energieverwendung oder zur Nut­ zung erneuerbarer Energien» bei und sind abzugsfähig. Verbessern Sie also mit dem Einbau der Ein­ Vera Beutler ist liegerwohnung gleich noch die Iso­ Dr. iur. und Leiterin von «lex4you» lation oder installieren Sie eine Wärmepumpe, kön­ LEX4YOU nen Sie diese Kosten in der Regel abzie­ «lex4you» ist Ihre inter­ hen. Zudem können aktive Rechtsauskunfts­ Rechtsauskunfts plattform für den Alltag – Sie Unterhaltskosten gut verständlich, aktuell von den Steuern ab­ und praktisch. ziehen. Als solche Für rechtliche Anliegen steht gelten die Aufwen­ Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch dungen, mit denen

Februar 2021 | touring

67


Spiele und Gewinne mit TCS! verlost G N I R U TO e i ze r ein Schw t ü n ze n s e m k n e d e G

re «100 Jah nf» n Ge o l a s o t u A 20 05, r h ja e b a Ausg S e r ie . e t r e i t i lim : eschluss Teilnahm r 2021 a 23. Febr u

Jeden Monat neue Online-Gewinnchancen www.touring.ch/play-and-win 2021-01_Play_and_Win_210x148mm_DE.indd 1

Schnell und bequem zu Ihrem Wunschauto! • Alle Marken und Modelle auf dem Schweizer Markt • Alle wichtigen technischen Daten der Fahrzeuge auf einen Blick • Detaillierter Überblick über alle Kosten (Total Cost of Ownership)

www.tcs.ch/autosuche

06.01.21 16:55


TCS

CLUB

Wintercamping: Darauf sollte man achten Campieren in der kalten Jahreszeit ist faszinierend und herausfordernd zugleich. Mit den folgenden Tipps der Experten des Camping-Insider wird der nächste Wintercampingtrip sicher ein Erfolg.

Campingspass im Schnee Ferien im Wohnmobil oder Caravan können auch im Winter reizvoll sein – sofern man ein paar besondere Kriterien beachtet

TEXT CAMPING-INSIDER

1.

Heizung

Am besten schon vor der Abfahrt testen, ob die Heizung einwandfrei funktioniert. Um so wenig Wärme wie möglich zu verlieren, lüften Sie den Wohnwagen oder das Wohnmobil zweimal täglich kurz, aber richtig durch – Fenster und Türe öffnen. Im Winter reicht das Durchlüften von wenigen Minuten. Um angeschlagene Fenster zu vermeiden, versuchen Sie, keine feuchte Kleidung oder Handtücher im Innern aufzuhängen. Die meisten Winterplätze bieten dafür einen Trocknungsraum.

2.

Isolierung

Die beste Heizung nützt nichts, wenn die Wärme durch eine schlechte Isolierung wieder verpufft. Prüfen Sie, ob die Isolierung gewährleistet ist, ein Vorzelt hilft hier sehr. Denken Sie auch daran, gute Handschuhe und warme Kleider dabei zu haben. Es ist gut möglich, dass die Temperaturen bei Ihrer Ankunft sehr tief sind oder dass es schneit, wenn Sie das Vorzelt aufstellen müssen.

3.

Gasvorrat

Kein Gas – keine Heizung. Prüfen Sie den Vorrat vor Ihrer Abfahrt! Bedenken Sie, dass durch das Heizen der Gasvorrat schneller schwindet, als Sie es gewohnt sind, und Sie daher einen

grösseren Vorrat benötigen. Einige Wintercampings bieten die Gasversorgung auch vor Ort an. Klären Sie das vor Ihrer Abfahrt mit dem Campingplatz ab. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, empfiehlt sich eine sogenannte Duomatic, an die zwei Gasflaschen angeschlossen werden können. Sobald die eine leer ist, wird automatisch auf die zweite Flasche geschaltet.

4.

Wasser

Ein ganz wichtiges Thema – denn das Wasser kann im Winter im Wohnwagen oder Wohnmobil schnell gefrieren. Solange geheizt wird, ist das kein Problem. Sollten Sie den Caravan oder das Wohnmobil für ein paar Tage verlassen, denken Sie daran, das Wasser abzulassen. Dies empfiehlt sich eventuell auch über Nacht, wenn Sie die Heizung drosseln.

5.

Utensilien

Ein Eiskratzer darf auf keinen Fall fehlen, ebenso ein Türschloss-Enteiser, ein Besen und warme Handschuhe, damit Sie Ihr Gefährt wieder fahrtüchtig machen können, wenn Sie sich auf den Heimweg machen.

6.

Fahren im Winter

Sie sind es vielleicht nicht gewohnt, mit Ihrem Campingfahrzeug im Winter zu fahren. Eisige und verschneite

Strassen, Steigungen und Anhöhen können das sichere Fahren mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil erschweren. Natürlich sind gute Winterpneus das A und O, und vergessen Sie die Schneeketten auf keinen Fall! Empfehlenswert wäre sicher auch ein Winterfahrtraining, damit Sie sich mit Ihrem Gefährt auch im Winter sicher fühlen. Der TCS bietet solche Winterfahrtrainings an.

7.

Alpindiesel

Der sogenannte Alpindiesel garantiert eine Kältefestigkeit bis zu minus 30 Grad Celsius. So ist Ihr Fahrzeug auch bei tiefsten Temperaturen jederzeit einsatzbereit. Es empfiehlt sich ausserdem, nicht mit vollem Dieseltank in die Berge zu fahren. Besser Sie berechnen den nötigen Verbrauch bis zum Zielort und tanken dort mit Alpindiesel auf. ◆ Wintercamping auf den TCS-Campingplätzen: tcs-camping.ch

CAMPING-INSIDER Als führender Campinganbieter der Schweiz will der TCS seine Erfahrung und Expertise mit Interessierten teilen – und sich inspirieren lassen. Der Camping-Insider, der digitale Campingführer und Ratgeber des TCS, bietet alles, was man über Camping wissen muss. camping-insider.ch

Februar 2021 | touring

69


FORUM

Schreiben Sie uns …

touring Impressum Magazin des Touring Club Schweiz

In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck.

Individuell gestalteter Döschwo und eine glückliche Ehe

Mehr Lebensstil denn Auto 1973, den Führerschein in der Tasche, träumte ich davon, einen Citroën DS 19 zu fahren. Ich fand mich mit einem 2 CV wieder! Mit einem Drehknopf konnten wir die Scheinwerferhöhe einstellen. Wenn uns warm war, öffneten wir mit einem anderen die Lüftungsklappe. Hatten wir kalt, zogen wir eine Jacke an. Um aufzufallen, bemalte ich Felgen und Karosserie in verschiedenen Farben. In unseren Flitterwochen fuhren wir mit dem 2 CV durch Frankreich. Den Schwung der Abfahrten nutzten wir, um mit einer angemessenen Geschwindigkeit die nächste Erhebung hochzufahren. Winterreifen montierten wir nur auf der Vorderachse, sonst wäre die Fahrleistung um mindestens 30 Prozent gemindert! Bei Schnee fuhr unser Döschwo überall bergauf – wenn nicht im Vorwärtsgang, so im Rückwärtsgang. Nach sechs Jahren und 120 000 Kilometern verkaufte ich den 2 CV für 500 Franken. Ich bereue es immer noch, es war unser erstes

Tesla-Energiekosten Touring 11/2020

Mich erstaunt die Aussage, dass die Kosten von 15 Rappen/Kilowattstunde bescheiden seien, was beim Tesla stimmen mag, profitiert er von unlimitiertem Gratiszugang. Der Energiepreis besteht aber nicht nur aus Energiekosten: Mehrwertprodukt, Dienstleistung, Netznutzung und Mehrwertsteuer müssten nach meiner Ansicht zusammengerechnet werden. Um ein E-Fahrzeug CO2-neutral zu betreiben, ist grüner Strom unabdingbar, was sich auf die Stromkosten auswirkt: 30 Rappen/Kilowattstunde. Erfreulicherweise gewinnt der E-Boom an Boden, was alle von der Produktion bis zum Endverbraucher fordert.

Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Aline Beaud Jérôme Lathion Juliane Lutz Dominic Graf Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger

Auto. Das Mädel auf dem vorderen Kotflügel ist bis heute meine Frau! Jean­Pierre Mettraux @

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

schen «teuren» und «vorteilhaften» Tankstellen. Diese Tarife entsprechen nicht der Kaufkraft der Bevölkerung. In Kloten, Thun, Freiburg oder im Tessin kostet mich der Treibstoff 10 bis 20 Rappen weniger als in meiner Nachbarschaft! Schockierend ist, dass nahe beieinander liegende Tankstellen in der Lage sind, sich auf ähnliche Preise zu einigen. Ein gesunder Wettbewerb für faire und gerechte Preise spielt in diesem Fall wohl keine Rolle!

durchsetzen. Unabhängige, aber auch viele Markentankstellen «veredeln» Treibstoffe nicht mit Zusätzen – die europaweit vorgeschriebene Mindestqualität reicht aus. Die Wettbewerbskommission hat in Regionen mit überdurchschnittlich hohen und fast gleichen Preisen bereits Untersuchungen gemacht. Sie konnte dabei keine illegalen Absprachen feststellen. Die Tankstellen schreiben einander die Preise nur ab, was erlaubt ist.

Olivier Perret @

TCS Mobilitätsberatung

Treibstoffpreise

Unabhängige Tankstellen verkaufen oft den Treibstoff billiger, weil sie anders kalkulieren. Die Konkurrenz passt sich an, um Kunden zu behalten. In Regionen mit höheren Preisen mangelt es an billigen Anbietern, oder sie können sich weniger

Ich frage mich, wieso die Treibstoffpreise in Lausanne und Umgebung verschieden sind: 8 bis 10 Rappen zwi-

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E­Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe er­ scheinen ebenfalls in der Onlineausgabe des Touring (touring.ch).

Robert Brandt

70 touring | Februar 2021

Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE)

Korrigendum Touring 12/2020­1/2021

Im Artikel «Abkürzung durch den Berg» hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Die korrekte Abkürzung der Rhätischen Bahn ist RhB und nicht RHB. Redaktion Touring

Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Susanne Troxler (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 697 097 Totalauflage: 1 130 461 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitglieder­ nummer direkt an: TCS­Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheber­ rechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manu­ skripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00


TOUROLINO

Dank der langen Winternächte sind die Sterne bei wolkenlosem Himmel schon früh sehr gut sichtbar. «Tourolino» ist ein wahrer Sterngucker. Du etwa auch?

OUR

OLI

O N

Den Sternenhimmel beobachten

T

TEXT SUSANNE TROXLER | ILLUSTRATION ANDREA PETER

EXKURSION

Siehst du das Sternbild Orion? Orion ist ein Sternbild des Winterhimmels. Gegen den Frühling hin liegt der Orion immer horizontaler und verschwindet bald hinter dem Horizont. Am auffälligsten sind seine hellen Sterne. Diese sind wie ein H oder ein X angeordnet. In der Mitte stehen drei Sterne nebeneinan­ der in einer Reihe. Sie markieren den Gürtel des Orion und heissen Alnitak, Alnilam und Mintaka (v. l. n. r.). Links oberhalb der Gürtelsterne liegt Beteigeuze. Dieser Stern leuchtet hellrot und bildet die linke Schulter des Orion. Als rechte Schulter ist oberhalb der Gürtelsterne Bellatrix zu sehen. Heka bildet den Kopf des Orion und liegt etwas oberhalb zwischen Beteigeuze und Bellatrix. Rigel ist der siebthellste Stern des Nacht­ himmels und Orions rechter Fuss. Saiph ist als linker Fuss sichtbar. Zum Sternbild gehören noch weitere Sterne, in einem Buch über Astronomie erfährst du mehr dazu.

ONLINE-WET TBEWERB

PREIS

Ich darf auf einem zugefrorenen See Schlittschuh laufen, wenn … • • •

A. … die Enten darauf herumlaufen können. B. … es Februar ist. C. … das Eis von den Behörden freigegeben wurde.

Teilnahme bis am 21.2.2021 gratis im Internet auf touring.ch. Viel Glück!

Ein Familieneintritt (zwei Erwachsene und zwei Kinder) im Gesamtwert von 156 Franken, grosszügig offeriert vom Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Die richtige Antwort des Wettbewerbs im «Touring» 12/1 lautet A.

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

Februar 2021 | touring

71


UNTERWEGS MIT

HEINRICH VILLIGER

Unternehmer und Feingeist mit PS im Blut Der 90-jährige Heinrich Villiger ist einer der Grossen in der Tabakbranche. Neben Zigarren spielten auch schnelle Wagen und Zweiräder – mit und ohne Motor – eine grosse Rolle in seinem Leben. Am Steuer ist er noch heute gern, nicht nur im Auto. TEXT JULIANE LUTZ | FOTO DIE SCHMIEDE/LUCIANO MAST

D

ie Corona-Krise ist kein Grund, kürzer zu treten. Nach wie vor arbeitet Heinrich Villiger sieben Tage die Woche, aber eben im Homeoffice in Full-Reuenthal (AG). Dank eines Kurierdienstes ist er in Sachen Geschäft stets à jour. In normalen Zeiten würde der 90-Jährige täglich mit seinem Mercedes G 500 ins deutsche Waldshut-Tiengen fahren, Sitz der Hauptverwaltung. Jagen und Mountainbiken gab er 2019 auf, doch die Arbeit ist nach wie vor Lebenselixier. «Sie hält mich jung und geistig fit, so wie das Autofahren», sagt er. Zum Glück habe er gerade wieder die zweijährliche ärztliche Prüfung bestanden.

Liebe zum Tempo Zu Autos hat der Alleininhaber von Villiger Söhne, der als Verwaltungsratspräsident das Unternehmen führt, eine besondere Beziehung. Schon als Bub durfte er den zwölfzylindrigen Lincoln Zephyr des Vaters in die Garage lenken. «Er liebte schnelle Autos. Das habe ich offenbar von ihm geerbt», sagt Heinrich Villiger. Der Feingeist, der auch markige Worte nicht scheut, hätte gern Germanistik studiert, musste aber als ältester Sohn 1950 in die vom Grossvater gegründete Firma einsteigen. Nach einer Ausbildung im Bereich Roh72 touring | Februar 2021

tabak war er beruflich sehr viel in Deutschland unterwegs. «Dort gab es damals schon ein gutes Autobahnnetz, kein Tempolimit, und es war nicht üblich, zu Geschäftsterminen zu fliegen», sagt er. Also war ein Wagen mit ausreichend PS nötig. Im Laufe der Jahre habe er sich von Alfa Romeo über Aston Martin, Lamborghini und einem Secondhand-Ferrari bis zum Berlinetta Boxer gesteigert. Mit manchen der Autos fuhr er auch Bergrennen. «Allerdings ohne Erfolg – es fehlten mir immer die nötigen Zehntelsekunden», räumt er ein. Zu den Höhepunkten dieser schnellen Jahre gehörte ab 1977 das Sponsoring des amerikanischen Formel-1-Teams Shadow. Im selben Jahr gewann der spätere Weltmeister Alan Jones für den Rennstall den Grossen Preis von Österreich. Als der italienische Co-Sponsor absprang, gab auch Villiger 1979 sein Engagement wieder auf.

Faszination Zweirad Auch zwei Räder begeistern den Unternehmer, der aus der Stumpenfabrik seines Grossvaters ein Zigarrenimperium mit 1500 Mitarbeitern und Standorten etwa in Indonesien und Brasilien machte. Mit dem Töfffahren fing er erst mit über 40 an, fuhr dafür aber länger als andere. Noch mit 80 Jahren

bretterte der gross gewachsene Mann von Windhoek nach Kapstadt, zum Teil über Schotterpisten und bei Temperaturen über 46 Grad. «Das habe ich relativ locker geschafft. Nur zwei Mal blieb ich im Flugsand stecken und musste von Freunden herausgeholt werden», erzählt er. Räder fand er so faszinierend, dass er zwei Firmen kaufte: 1980 zusammen mit Bruder Kaspar – er war bis zum Antritt als Bundesrat im 1989 Mitinhaber – eine Surseer Velofabrik. 1992 kamen die Chemnitzer Diamant-Fahrradwerke dazu. Doch wurde die Konkurrenz aus Asien und durch Grossverteiler so gross, dass er die Firmen 2002 an einen US-Hersteller verkaufte. Er, der beruflich ständig in der Welt unterwegs war und noch Anfang 2020 nach Kuba flog, vermisst in Pandemiezeiten das Reisen und die Kontakte zu Mitarbeitern und Geschäftsfreunden vor Ort am meisten. Zumindest bringen da die Havannas, die Brasil- und Nicaragua-Zigarren – bis zu drei gönnt er sich pro Tag – ein wenig den Duft der weiten Welt ins Homeoffice. ◆

«Die Töffreise mit 80 von Windhoek nach Kapstadt habe ich locker geschafft. Ich blieb nur zwei Mal im Flugsand stecken.» Heinrich Villiger, Zigarrenunternehmer, Motorrad- und Autofan Rauch gehört dazu Der Patron im Rohtabaklager im Mutterhaus in Pfeffikon (LU)


Februar 2021  |  touring  73


SPIELE & GEWINNE

3

GROSSE CHANCEN zu gewinnen

meTeilnah schluss Spiele: für alle

CHANCE 1 – LESERSPIEL

uar 14. Febr 2021

GEWINNEN SIE das Smartphone Oppo Reno 4 Pro, 256 GB, 5G Oppo ist ein Newcomer auf dem Schweizer Handymarkt. Die Marke hat sich aber bereits einen hervorragenden Ruf schaffen können, zeichnen sich ihre Produkte doch durch das aktuell beste Preis-LeistungsVerhältnis aus. Das Reno 4 Pro ist das Spitzengerät von Oppo; es bietet eine üppige technische Ausstattung und kann zudem bereits in den neuen 5G-Netzen

Wert Fr. 799.–

operieren. Fachzeitschriften bewerten es in Tests durchwegs mit Bestnoten. In welchem Jahr hat die erste Patrouilleurin ihre Arbeit beim TCS aufgenommen? Senden Sie ein SMS mit tm021 xxxx (xxxx = Jahrzahl) an 5555.

CHANCE 2 – SUDOKU 1

8

6

1

7

CHANCE 3 – SUDOKU 2

9

2

9

8

6

5

6

1

4

8 5

1 9

7

3

7

1

5

6 6

8

4

1 1

9 7 3

1

1

7 4

6

5

7

8

4

4

5 2

5

6

8

GEWINNEN SIE das Smartphone Oppo Reno 4 Z, 128 GB, 5G

3

9

Wert Fr. 379.–

9

9 8

3 6

6

7

3 6

2 7

4

3

5 4

GEWINNEN SIE das Huawei Media Pad T5, 64 GB

2

Wert Fr. 229.–

Obwohl im mittleren Preissegment angesiedelt, überzeugt das Oppo Reno 4 Z vollauf. Es ist bereits 5G-fähig, kann also in den ultraschnellen Netzen operieren. Die leistungsfähigen Kameras, das 6,57 Zoll grosse Display, die grossen Arbeits- und Nutzspeicher mit 8 GB (RAM) bzw. 128 GB und der schnelle Chipsatz machen das Smartphone absolut konkurrenzfähig mit weit teureren Geräten.

Das Tablet T5 ist hervorragend verarbeitet und tritt mit dem mattschwarzen Metallgehäuse im 10-Zoll-Format auch elegant auf. Der 64-GB-Speicher ist mit einer SD-Karte erweiterbar. Für das Arbeiten sind vor allem die Mobilnetzunterstützung und die vorinstallierte SwiftKey-App wertvoll. So können Mails und Mitteilungen auch unterwegs bearbeitet und verschickt werden.

Lösen Sie das Zahlenrätsel, füllen Sie die roten Felder aus. Schicken Sie ein SMS mit tm022 mit den drei Zahlen an 5555.

Lösen Sie das Zahlenrätsel, füllen Sie die grünen Felder aus. Schicken Sie ein SMS mit tm023 mit den drei Zahlen an 5555.

Alle SMS kosten Fr. 1.50 Die Teilnahme ist auch per Post möglich, schicken Sie die jeweilige Lösung an TCS, Verlag Touring, Postfach, 3024 Bern.

74 touring | Februar 2021

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der «Touring»-Wettbewerbe «Spiele & gewinne» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Tauschen Sie jetzt Ihre TCS Mitgliedskarte gegen die TCS Member Mastercard® Die kostenlose TCS Member Mastercard® bietet Ihnen im Vergleich zu Ihrer aktuellen Mitgliedskarte viel mehr Vorteile :

Mitglied Max Mustermann

100.000.000

Ihre aktuelle Karte

TCS Member Mastercard*

TCS Mitgliedskarte Kreditkarte ohne Jahresgebühr Tankkarte mit 4–5 Rappen Rabatt/Liter Rabatt beim E-Fahrzeug laden via TCS eCharge Rabatt bei TCS Mietauto

5% 5%

Rabatt bei Neuabschluss einer TCS Autoversicherung**

10 % 10 %

Details zu den Vorteilen unter: tcs.ch/tauschen

Jetzt zur TCS Member Mastercard wechseln : tcs.ch/tauschen * Die TCS Member Mastercard ist eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr, die von der Cembra Money Bank AG in Zürich herausgegeben wird. Dieses Angebot richtet sich ausschliesslich an TCS-Mitglieder mit Wohnsitz in der Schweiz, die noch keine TCS Member Mastercard besitzen. ** Online-Abschlüsse sind vom Rabatt ausgenommen.


Zum 90-jährigen Jubiläum der Swissair-Gründung

Swissair

Spirit Jede Uhr ein nummeriertes Unikat Die Uhr ist auf der Rückseite individuell nummeriert und weltweit limitiert

Elegante Präsentationsbox Die Uhr wird in einer exklusiven Präsentationsbox und einem handnummerierten Echtheitszertifikat geliefert.

Wichtige Details: EREIGNIS: 90-jähriges Jubiläum der

Swissair-Logo und Jubiläumsjahren auf dem Zifferblatt

ausgestattet, gefertigt mit einem kostbar vergoldeteten Edelstahlgehäuse und EchtlederArmband, sowie ein edles schwarzes Zifferblatt im Cockpitstil.

Die Armbanduhr besitzt ein hochwertiges Quarzuhrwerk mit StoppuhrFunktion und Datumsanzeige. Sie ist mit drei präzisen Chronographen

Preis: Fr. 199.80 oder 3 Raten à Fr. 66.60 (+ Fr. 11.90 Versand und Service) 578-FAN51.01

Swissair-Gründung

OFFIZIELL LIZENZIERT: Mit offiziellem WICHTIGE ANGABEN:

Ø: 44 mm

Offiziell lizenziertes Produkt

120-Tage-Rücknahme-Garantie EXKLUSIV-BESTELLSCHEIN

Reservierungsschluss: 1. März 2021

Referenz-Nr.: 64555 / 578-FAN51.01

❒ Ja, ich bestelle die Armbanduhr „SWISSAIR SPIRIT“

Die Armbanduhr mit einem Hauch von SWISSAIR Excellence

Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen Ich wünsche

❒ eine Gesamtrechnung

Vorname/Name

❒ Monatsraten

Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen

Strasse/Nummer

Die Armbanduhr „SWISSAIR SPIRIT“ stellt eine prestigeträchtige Hommage an diese 90-jährige SwissairGeschichte dar. Eine Geschichte, die vom glorreichen Aufstieg, von grossen Erfolgen, aber auch von schmerzhaften Niederlagen erzählt. Die offiziell lizenzierte Armbanduhr besitzt ein robustes, kostbar vergoldetes Edelstahlgehäuse und ein passendes Lederarmband. Das Zifferblatt im Cockpit-Stil ist vom eleganten Design der Swissair inspiriert, besitzt drei Chronographen mit Stoppuhr-Funktion und ist mit dem original Swissair-Logo, sowie den Jubiläumsjahren versehen. Die Rückseite wird einzeln nummeriert. Auf diese Weise wird jede Uhr ein unverkennbares Unikat.

Nur erhältlich bei The Bradford Exchange

PLZ/Ort E-mail Unterschrift

Feiern Sie 90 Jahre Swissair - Die Fluggesellschaft der Herzen

Die Swissair war 90 Jahre lang die Vorzeige-Airline schlechthin, denn sie setzte mit ihrem Qualitätsbewusstsein Jahrzehnte lang Meilensteine in der Luftfahrt. Wohl deshalb genoss keine andere Fluggesellschaft ein solch hohes Ansehen auf der ganzen Welt. 2021 könnte die Swissair ihr 90. Jubiläum feiern..

Telefon

Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.

Diese einzigartige Hommage an unsere ehemalige Schweizer Airline ist nur bei Bradford Exchange erhältlich und durch unsere 120-Tage-Rücknahme-Garantie abgesichert. Die weltweit limitierte Armbanduhr wird nicht nur bei Swissair-Fans ein grosses Echo auslösen, sondern auch Uhrensammler auf der ganzen Welt gleichermassen begeistern. Reservieren Sie sich deshalb jetzt gleich Ihre Armbanduhr „SWISSAIR SPIRIT“.

Für Online-Bestellung: Referenz-Nr.: 64555 59599

www.bradford.ch fb.com/BradfordExchangeSchweiz

Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 • e-mail: kundendienst@bradford.ch


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Touring 02 / 2021 deutsch by Touring Club Schweiz Suisse Svizzera Switzerland - Issuu