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Touring 09 / 2020 deutsch

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MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

#9 | SEPTEMBER 2020 | FR. 4.50

ENTSCHLEUNIGEN IM PLANWAGEN Mit Pferd und Wagen durch die schöne Ajoie

DAS FAHRBARE WOHNZIMMER Der Mikrowagen Honda e ist einzigartig im Stil

15

Wie im Test: E-Autos eundlich fr familien ie? in s ds

Bereit für den

Schulweg


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A B C D E F G

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INHALT

26

Aus alten Pneus wird neuer Strassenbelag

Endlich mit dem Velo in die Schule

Einzigartiger Stil: der Honde e

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EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Dossier Ein sicherer Schulweg ist auch Verkehrstraining

10 Helm, Licht & Co.

it dem Schulbeginn sind wieder Tausende von Kindern unterwegs zur Schule. Viele machen sich das erste Mal auf den Weg in den Kindergarten oder in die Schulzimmer. Verständlich, dass sich Kinder und Eltern Sorgen machen. Es gilt, die Kinder darauf vorzubereiten, sie mit den wichtigsten Verkehrsregeln vertraut und den sichersten Weg ausfindig zu machen. Doch nicht nur die Kleinen, sondern alle Verkehrsteilneh­ mer sollten achtsam und rücksichtsvoll sein. Denn Schulanfangskampagnen oder Schulweg­ signalisationen nützen nichts, wenn die nötige Rücksicht fehlt. Da besteht im Verkehrsalltag gemäss meinen Beobachtungen noch viel Ver­ besserungspotenzial. Sind Kinder auf dem Schul­ weg, ist defensives und zurückhaltendes Fahren angesagt. Denn gerade die Kinder durchlaufen hier ein wichtiges Verkehrstraining und sollten sich an den Vorbildern orientieren können.

16 Lernen mit Spass

M

So bereiten Sie ihr Kind richtig auf den Velo-Schulweg vor Regeln und Fahrfähigkeiten auf dem Velo lassen sich gut üben

18 Hilfe im Schuldickicht Ein Caritas-Projekt unterstützt Eltern mit Migrationshintergrund

Mobilität 22 Bewegte Geschichte Der Siegeszug des Velosolex und dessen Ende

26 Gummi für den Asphalt Wie eine Waadtländer Firma den Strassenbau revolutionieren will

28 Überraschender Sieger Teuer, aber gut: fünf Elektroroller im Test

20 Cool und sicher Sichere Helme müssen nicht teuer sein, zeigt unser Test

Kult: der Velosolex

22

Felix Maurhofer Chefredaktor COVER CREDITS: Foto: Emanuel Freudiger Model: Leandro Caduff

September 2020 | touring

3


TONI

Von Hamburg an die Nord & Ostsee Eine maritime Erlebnisreise zum unschlagbaren Einführungspreis!

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haven allerhand Faszinierendes rund um den Fischhandel und tauchen auf dem Museumsschiff Gera in die Welt der Hochseefischerei ein – als Zugabe erwarten uns vor Cuxhaven später die Seehundbänke! Am letzten Tag der Reise erobern wir schliesslich die Königin

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2. Tag – Hamburg - Elbphilharmonie-Plaza & Hafenrundfahrt Nach einer kurzen Stadtrundfahrt geniessen wir von der Plaza der Elbphilharmonie einen atemberaubenden Ausblick auf die moderne Hafencity. Im Anschluss lassen wir uns bei einer herrlichen Hafenrundfahrt die Hamburger Brise um die Nase wehen. Dabei fahren wir je nach Wasserstand durch die Speicherstadt und durch die verschiedenen Schleusen und Hafenbecken. Wir sehen die riesigen Containerschiffe aus nächster Nähe und werfen einen Blick in die Schwimm- und Trockendocks der Firma Blohm Voss. Der Kapitän wird uns dabei allerlei Interessantes und auch die eine oder andere Anekdote erzählen. Der Abend steht zur freien Verfügung. 3. Tag – Ausflug Nordsee Warum wird Bremerhaven die „grösste Kühltruhe Europas“ genannt? Wo wurde der erste deutsche Fischdampfer gebaut und wo werden täglich knapp 10 Millionen Fischstäbchen hergestellt? Dies alles und noch viel mehr

erfahren wir auf unserer Tour durch den Fischereihafen. Ein Besuch des historischen Fischtrawlers „Gera“ darf dabei natürlich nicht fehlen. Weiter geht die Fahrt nach Cuxhaven. Dort angekommen fahren wir in die einzelnen Hafenanlagen und hinaus auf den Weltschifffahrtsweg Nummer 1, die Elbe. Mit etwas Glück begegnen uns Ozeanriesen, die wir dann grüssen. Als Höhepunkt erwarten uns die Seehundbänke (Gezeitenabhängig). Der Abend bleibt frei. 4. Tag – Lübeck & seine Seebäder Lübeck bietet eine unglaublich schöne, vollständig unter Denkmalschutz stehende Altstadt und gilt auf deutschem Boden als grösstes Flächendenkmal des UNESCO-Welterbes. Der geführte Rundgang durch die Altstadt wird Sie begeistern! Später schnuppern wir im schönen Städtchen Travemünde und am bekannten Timmendorfer Strand Ostseeluft und Ferienstimmung – Zeit zum Geniessen! Zurück in Hamburg laden wir Sie am Abend in ein bekanntes Lokal an der Reeperbahn – der ideale Rahmen, um in guter Gesellschaft auf die schöne Reise anzustossen. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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INHALT

41

Aktiv in Vorarlberg

52

Stattlich: der Mercedes GLA

49

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Camping heute und morgen Meine Club-Vorteile 48 TCS empfehlen lohnt sich 58 TCS Benefits: Cashback im SPAR 68 Touring Shop: gut und günstig 74 Drei grosse Gewinnchancen

Gemütlicher Familienspass mit Pferd und Planwagen

Technik 30 Zukunftsversprechen Der Honda e bietet Elektromobilität mit einzigartigem Stil

34 Kindersitze in E-Autos Wie familienfreundlich sind die Stromer? 15 Modelle im Test

37 Energiewende bei VW Der ID.3 will an die Erfolge von Käfer und Golf anknüpfen

Club 59 Gaming-Van Die TCS eSports League hat jetzt ein eigenes Fahrzeug

62 Für alle etwas dabei Wie sich der TCS für die Zukunft des Campings rüstet

66 TCS Drive-in Movies

Rubriken 47

Der TCS-Experte Reichweitenstress

69 69 71 72

Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit …

Das Autokino des TCS ist zurück – mit einem zweiten Standort

Freizeit 49 Jurareise mit einem PS Eine Planwagenfahrt entstresst und fasziniert gleichermassen

52 Abtauchen im Montafon Natur pur und jede Menge Bikevergnügen jenseits der Grenze

56 Charmante «ville rose» Das südfranzösische Toulouse gilt noch immer als Geheimtipp

Partner: TCS und Stiftung Cerebral

65

Touring Nr. 10

Im nächsten «Touring»: Herbstliche Schweiz: Ideen für spannende Tage, der Mercedes GLB im grossen TCS-Test und eine Schlössertour in Oberschwaben Erscheinungsdatum: 24.9.2020

September 2020 | touring

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TONI

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dichte Macchia führt unser Weg bis zu den wunderschönen Buchten von Scaglieri und Biodola – schliesslich bis zum goldenen Sand-

✓ Geführte Wanderung Rio nell’ElbaPorto Azzurro

strand von Procchio. Klingt das nicht verlockend? Dann kommen Sie mit auf diese wunderschöne Wanderreise!

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise nach Elba Gemütliche Fahrt im komfortablen Extrabus (Abfahrt frühmorgens) entlang der ligurischen und toskanischen Küste nach Piombino. Hier erwartet uns unser Fährschiff für die kurze Überfahrt auf die Insel Elba. Nach der Ankunft in Elba werden wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet. 2. Tag – Wanderung Sant Andrea – Marciana Marina Unsere erste Wandertour starten wir im wunderschönen Sant Andrea, bekannt für seine typischen Granitfelsen und Sandstrände. Vorbei an malerischen Buchten, durch Wälder und Felder wandern wir auf dem Küstenwanderweg auf halber Höhe zwischen dem Monte Capanne, dem höchsten Berg Elbas, und

dem Meer bis nach Marciana Marina. Einfache-mittelschwere Wanderung – Gehzeit ca. 4.5 h – Höhenunterschied 200m 3. Tag – Wanderung Viticcio - Procchio Ausgangspunkt heute ist Viticcio, eine kleine Felsenbucht, die für den intensiven Türkiston ihres Wassers bekannt ist. Von hier aus führt unser Weg durch Steineichenwälder und dichte Macchia bis zu den wunderschönen Buchten von Scaglieri und Biodola. Nach einer kurzen Pause wandern wir weiter durch die bezaubernde Landschaft bis zum goldenen Sandstrand von Procchio. Mittelschwere Wanderung – Gehzeit ca. 4 h Höhenunterschied: 330m

beitersiedlung im Nordosten der Insel, ist Startpunkt unserer dritten Wanderung. Durch die engen Gassen des Ortes entlang eines herrlichen Panoramaweges über den höchsten Berg Ostelbas, den Cima del Monte, durch die duftende Macchia führt unser Weg bis in den malerischen Hafen von Porto Azzurro. Mittelschwere Wanderung – Gehzeit ca. 3-4 h – Höhenunterschied 200m 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreisse an.

4. Tag –Wanderung Rio nell’Elba – Porto Azzurro Rio nell’ Elba, eine kleine ehemalige Bergar-

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CLUB AKTUELL Ferien in der Schweiz sind im Trend Zum Beispiel im Glampingzelt auf einem Bauernhof im Emmental – jetzt buchbar auf bleibhier.ch

Achtmal E-Mobilität hautnah erleben An den TCS eMobility Days, die am 22. August in ZürichOerlikon starten, haben Sie die Möglichkeit, sich über die Elektromobilität auf den neusten Stand zu bringen. An insgesamt acht Veranstaltungen in der Schweiz kann man die neusten E-Autos, E-Bikes, E-Scooter und E-Roller Probe fahren sowie sich von Experten beraten lassen. Infos und Anmeldung: tcs.ch/edays

Projekt «bleib hier»: langsamer, leichter, lokaler in die Ferien Die Mobilitätsakademie des TCS schafft mit «bleib hier» eine Plattform für erfüllte Ferien mit weniger Verkehr.

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arum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die Corona-Krise hat uns unsere Heimat wieder nähergebracht – Ferien in der Schweiz liegen im Trend. Diesen will die Mobilitätsakademie des TCS mit «bleib hier» fördern und mit neuen Geschäftsmodellen weiterentwickeln. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Energie Schweiz sowie den Kanton und die Stadt Bern. In einer ersten Phase haben sich drei Handlungsfelder herauskristallisiert: die Vermittlung von persönlichen Dienstleistungen, Mikro-

abenteuer sowie alternatives Camping. Vom Gartenkonzert bis zum Glamping auf dem Bauernhof – rund 30 Angebotsprototypen können bereits heute im Pilotkanton Bern gebucht werden. «Dank der vielen Menschen, die ihre Feriendienste und Freizeittalente über ‹bleib hier› anbieten, erhalten wir die einmalige Chance, eine neue, regionale Urlaubsplattform zu schaffen. So lassen sich grosse Materialkosten und raumgreifende Reiseaufwände reduzieren und die lokale Wirtschaft fördern. Ganz nach dem Motto: langsamer, leichter, lokaler», so Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie.

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Ein Clip zum Dank

tcs.ch/ videoportal

Der TCS hat den besten Rechtsschutz Der grösste Mobilitätsclub der Schweiz hat nicht nur die beste Pannenhilfe des Landes, sondern ist auch im Rechtsschutz spitze. Dies ergab eine Befragung des Schweizer Instituts für Qualitätstests, bei welcher der TCS den ersten von 13 Plätzen belegt – mit grossem Vorsprung auf die Konkurrenz. Weitere Infos: qualitaetstest.ch

Lassen Sie sich inspirieren: bleibhier.ch

20 000 ABONNENTEN AUF YOUTUBE

zum Video

TCS eMobility Days Tauchen Sie ein in die Welt der Elektromobilität

Der Youtube-Kanal des TCS erfreut sich grosser Beliebtheit: Die über 900 selbst produzierten Videos wurden insgesamt fast 48 Millionen Mal angesehen. Vor Kurzem hat der Kanal zudem die Zahl von 20 000 Abonnenten überschritten – ein Meilenstein, den das Videoteam des TCS mit einem Clip feiert. Einfach den QR-Code (links) scannen und Film ab!

TCS Rechtsschutz Die zuverlässige Hilfe in rechtlichen Angelegenheiten

TCS RÄUMT MIT VORURTEILEN AUF

«Ob Abschleppdienst oder die TCS Pannenhilfe: ist doch das Gleiche!» Der TCS schützt Sie rundum und sorgt dafür, dass Sie garantiert weiterkommen.

September 2020 | touring

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Wichtige Oldtimer Die Schweiz gilt als Hochburg historischer Fahrzeuge. Eine Studie der SHVF zeigt ihre Bedeutung auf und dass es wichtig wäre, Oldtimer als Kulturgut einzustufen. In der Schweiz gib es 156 000 Oldtimerfahrzeuge (Autos, Motorräder, Lastwagen usw.), deren Immatrikulationen mehr als 30 Jahre zurückliegen. Dabei handelt es sich um ein grosses Erbe. Eine Studie der Swiss Historic Vehicle Federation (SHVF) liefert umfassende Zahlen zu diesen altehrwürdigen Fahrzeugen und zeigt ihren Stellenwert in der Gesellschaft auf, auch um mögliche einseitige diskriminierende Massnahmen etwa in Sachen CO2 zu vermeiden. Obwohl die über 30-jährigen Autos 1,9 Prozent aller Autos in der Schweiz ausmachen, legen sie nur 0,1 Prozent der gefahrenen Kilometer zurück – durchschnittlich 790 Kilometer pro Jahr. Daher sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt zwar nicht gleich null, aber doch vernachlässigenswert. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch alles

andere als belanglos. 53 000 Schweizerinnen und Schweizer besitzen mindestens einen Oldtimer (Auto, Motorrad), und der Dachverband SVHF umfasst rund 140 Vereine. Im Durchschnitt liegt der Wert eines Veteranenfahrzeugs bei 63 000 Franken (Motorrad: 20 500 Fr.). Insgesamt beläuft sich der Wert aller Oldtimer auf 7,7 Milliarden Franken. Die Wirtschaftsleistung in diesem Sektor wird pro Jahr auf 836 Millionen Franken geschätzt. Die Sympathie für historische Fahrzeuge ist in der Öffentlichkeit relativ gross. Gemäss einer Umfrage befürwortet die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ihre Einstufung als Kulturgut, wie es in einigen Ländern bereits der Fall ist. Die Studie «Veteranenfahrzeuge in der Schweiz» (D/F) kann auf shvf.ch heruntergeladen werden.

Unveränderlich, der Wert von Oldtimern und die Leidenschaft dafür

Autorecycling im Ungewissen Die Zukunft der Schweizer Autorecycling-Branche ist von Unsicherheit geprägt. In ihrem Jahresbericht hält die Stiftung Auto Recycling Schweiz fest, dass die Branche im vergangenen Jahr mit einem konstanten Rückgang der Metallpreise sowie einer hohen Exportrate von Gebrauchtwagen konfrontiert war. Autorecycling scheint kein florierendes Geschäft mehr zu sein, und einige Firmen haben ihren Betrieb eingestellt, wie dies bereits 2018 der Fall war. 8 touring | September 2020

Aufgrund mangelnder Kapazitäten muss die Branche auch die Problematik der Beseitigung der Auto-Schredderrückstände lösen. In der Schweiz hat die Verwertung dieser Abfälle weiter zugenommen und liegt derzeit bei 80 Prozent. Die Stiftung hofft auf ein Anziehen der Rohstoffnachfrage, wenn die Gesundheitskrise überwunden ist. Irgendwann wird wohl auch das Recycling der Batterien von Elektroautos neue Perspektiven eröffnen.

DIE ZAHL

839 Wohnmobile wurden im Juni hierzulande zugelassen. Das ist nach Angaben von Caravaningsuisse die dritthöchste Zahl seit 2009. Der Rekord wurde im April 2019 mit 890 Zulassungen erreicht, gefolgt vom Mai desselben Jahres mit 867 Zulassungen. Die Corona-Epidemie befeuert den Trend zum nomadischen Reisen und führt in Europa derzeit zu einem wahren Wohnmobil-Boom.

DAS BILD

Gar nicht so dumm Die taiwanesische Hauptstadt Taipeh ist um eine Attraktion reicher. Während der Hitzewelle von Ende Juli kühlt sich der 12-jährige Mischling Ah dai (Dummerchen) in einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne ab. So halte er es über Stunden in der Hitze aus, sagt sein Besitzer. Dieser stattet Ah dai dann noch jeden Tag mit einer neuen Sonnenbrille aus – sehr zur Freude der vielen Touristen.

DAS WORT

Pecha Kucha (sprich: petscha-k’tscha) ist Japanisch für Plaudern. Doch dafür bleibt keine Zeit: 20 Powerpoint-Folien à je einem Bild – kein Text, keine Bullet-Points – und nach 20 Sekunden erfolgt der Bildwechsel automatisch. Die Redner sind zu klaren Aussagen und gutem Timing gezwungen. Nach sechs Minuten 40 Sekunden ist Schluss.


NEWS

Viele Schnellfahrer

E-Bikes boomen

In der Schweiz wird oft schneller gefahren als erlaubt, so eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Innerorts und auf Autobahnen ist jedes dritte Fahrzeug zu schnell unterwegs. Würden alle die Tempolimits einhalten, gäbe es pro Jahr rund 20 Todesopfer und 300 Schwerverletzte weniger, schreibt die BFU.

Schon vor dem Lockdown hat die Nutzung von E-Bikes deutlich zugenommen. Eine Hochrechnung der Schweizer Fachstelle für Velo und E-Bike, Velosuisse, hat ergeben, dass im laufenden Jahr bei den E-Bikes ein Zuwachs von bis zu 25 Prozent zu erwarten ist. Bereits 2019 wurden in der Schweiz über 133 000 E-Bikes verkauft.

PETER COLBERG, KEYSTONE, ZVG

Den Sternen so nah Mal im Traktoranhänger in einem Thurgauer Obstgarten übernachten? Oder lieber vom Bett der früheren St. Moritzer Sternwarte aus in den Nachthimmel schauen? Romantiker können diesen Sommer (bis Oktober) unter 50 besonderen Übernachtungsmöglichkeiten mit garaniert unverstelltem Blick auf die Sterne wählen. Million Stars Hotels auf myswitzerland.com

Wissen unterwegs Was ist das für ein Käfer oder Baum? Die Gratis-App «seek» von iNaturalist (Initiative u. a. der California Academy of Sciences) gibt Antworten.

Ein Erlebnis: Nächtigen in der Sternwarte

Nachfrage E-Bikes liegen im Trend

Schöner wandern Mit «Durch Stadt und Dorf» ist der dritte Band der Wanderführerreihe «Heimatschutz unterwegs» erschienen. 24 einzelne Routenblätter mit Karten, Fotos und kurzen Hinweisen animieren dazu, sehenswerte Städte, Dörfer und Kulturlandschaften in der ganzen Schweiz zu entdecken. Je nach Region auf Deutsch/Französisch oder Deutsch/Italienisch. heimatschutz.ch

Vögel unterhalten gut Ein «Homebird» ist jemand, der gern daheim bleibt. Als Homebirding aber wird neu das Beobachten von Vögeln vom Fenster aus bezeichnet, das während des Shutdowns äusserst beliebt wurde. September 2020 | touring

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DOSSIER Ein Stück Freiheit Für Kinder ist der Schulweg etwas Besonderes – auch auf dem Velo

September 2020 | touring

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Auf den Sattel, fertig, los Während für einige Kinder die Schule erstmals richtig losgeht, dürfen etwas ältere Kinder nun mit dem Velo in die Schule. TCS-Verkehrssicherheitsexperte Marc Baertsch erklärt, wie Sie Ihr Kind gut darauf vorbereiten. TEXT DINO NODARI | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Sehen und gesehen werden Ist das Velo überhaupt für den Strassenverkehr geeignet? Marc Baertsch zeigt, worauf es ankommt. Nach einer Kontrolle der Bremsen wird überprüft, ob das Licht vorne und hinten richtig funktioniert. Haben die Reifen genügend Luft, ist der Sattel auf der richtigen Höhe, und gibt es eine Klingel? Falls alles passt, kann die Fahrt losgehen – für noch mehr Sicherheit und Sichtbarkeit sorgen Reflektoren, die am Velo angebracht werden. Für die seitliche Sicht gibt es reflektierende Sticks auf die Speichen.

Schilder erkennen «Natürlich kann nicht verlangt werden, dass Kinder schon alle Verkehrsschilder erkennen», sagt Marc Baertsch. Die wichtigsten Schilder sollten dennoch auf dem Schulweg schon einmal geübt werden. Das sind vor allem die Fahrverbotssignale, Abbiegen nach links oder rechts verboten oder Einfahrt verboten. «Als Tipp: Wenn es rund und rot ist, bedeutet das ein Verbot», erklärt der Verkehrssicherheitsexperte.

Helm richtig einstellen

Übung macht den Meister

Ein richtig eingestellter Helm kann im Fall der Fälle helfen. Wichtig: Nur ein unbeschädigter Helm schützt optimal. Ersetzen Sie ihn deshalb, wenn er einen starken Schlag erlitten hat, selbst wenn äusserlich keine Schäden erkennbar sind. Der Helm sitzt richtig, wenn zwischen Nase und Vorderkante des Helms zwei Fingerbreit Platz ist. Die Bänder liegen satt auf, und zwischen Kinn und Band hat nur ein Finger Platz. «Zur besseren Sichtbarkeit kann ein reflektierender Kleber auf dem Helm angebracht werden», rät der Experte.

Bevor es auf die Strasse geht, können Eltern mit den Kindern üben – etwa auf dem Schulhausplatz oder vor dem Haus. Dafür braucht es nicht viel. Anstelle von Pylonen können auch Plastikflaschen benutzt werden – und Markierungen können mit Kreide auf den Asphalt gemalt werden. Wichtige Übungen sind: im Schritttempo geradeaus fahren, einen engen Slalom fahren, einen engen Kreis nach links und rechts fahren oder präzise auf einer Linie halten.

12 touring | September 2020


DOSSIER

Vorsicht bei geparkten Autos

Linksabbiegen Das Linksabbiegen kann ebenfalls gut auf einer wenig befahrenen Quartierstrasse geübt werden. Die richtige Abfolge ist: 1. Blick zurück, 2. Armzeichen nach links, 3. einspuren in die Strassenmitte, 4. Vortrittsrecht beachten (kommt ein Fahrzeug von vorne oder von rechts?), 5. nochmals einen Blick zurück und 6. abbiegen, ohne die Kurve zu schneiden.

Der Weg zur Schule kann auch an Autos vorbeiführen, die geparkt sind – etwa am Strassenrand. Auf einmal geht eine Türe auf und jemand will aussteigen. «Deshalb sollte nie zu nah an geparkten Autos vorbeigefahren werden, auch andere Verkehrsteilnehmer können Fehler machen», erklärt Marc Baertsch. Hilfreich sind hier auch die zuvor geübten Geschicklichkeitstests. Denn manchmal muss rasch reagiert und trotzdem nicht auf die Gegenfahrbahn gefahren werden. Als wichtiger Tipp gilt in diesen Situationen, auf die Rückfahrlampen zu achten, sie zeigen an, dass der Rückwärtsgang eingelegt ist.

«Den Schulweg kann man gut üben» Der Verkehrssicherheitsexperte Marc Baertsch vom TCS erklärt, wie Eltern ihre Kinder auf den Velo-Schulweg vorbereiten können. Wie gut muss ein Kind Velo fahren können, um in die Schule fahren zu können?

Rechtsvortritt «Der Rechtsvortritt kann für Kinder schwierig zu verstehen sein», sagt der TCS-Verkehrssicherheitsexperte. Deshalb sei es wichtig, verschiedene Situationen zu üben, etwa auf dem richtigen Schulweg oder im Quartier. Als Tipp hier: Die Kinder sollen anhalten und einen Fuss auf den Boden stellen, wenn ein Auto kommt. Wichtig: Auch dem Gegenverkehr ist Vortritt zu gewähren, wenn man nach links abbiegen will.

Marc Baertsch: Das ist ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Das beginnt beim Velo, das gut ausgestattet sein muss. Dann muss das Kind sicher mit dem Velo fahren können, also über genügend Gleichgewichtssinn und Geschicklichkeit auf dem Fahrgerät verfügen. Wichtig sind auch die Fähigkeiten des langsamen Geradeausfahrens, den Kopf drehen können und dabei die Spur halten, Handzeichen geben können und letztendlich auch die wichtigsten Verkehrssignale kennen. Schlussendlich müssen die Eltern beurteilen, ob ihr Kind bereit ist.

dass zuerst die Geschicklichkeitsübungen gemacht werden und erst dann auf der Strasse geübt wird. Was kann man tun, wenn das Kind Angst hat?

Da hilft oft üben. Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie es beobachten und danach Tipps geben oder gemeinsam nach Lösungen suchen. Für viele Übungen, etwa im Kreis oder auf einer Linie fahren, braucht es auch nicht viel Material. Hat ein Kind etwa Angst, über eine Kreuzung zu fahren, kann es stattdessen auch absteigen und das Velo über den nächsten Zebrastreifen schieben. ◆ Marc Baertsch Verkehrssicherheitsexperte des TCS

Wie wichtig sind Übungen mit dem Kind?

Ganz besonders wichtig. Der TCS hat spielerische Möglichkeiten entwickelt, um die Kinder an das Thema Schulweg auf dem Velo heranzuführen (siehe nächste Seiten; Anmerkung der Redaktion). Der Schulweg auf dem Velo kann man gut mit dem Kind üben. Auch Geschicklichkeitsübungen auf dem Velo fördern das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wichtig ist hierbei, September 2020 | touring

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Wie Kinder spielerisch zu sicheren Velofahrern werden Je früher und öfter das Velofahren und die Regeln gelernt werden, desto sicherer ist das Kind mit dem Velo unterwegs. Hierbei hilft der TCS Eltern und Kindern, wie sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten spielerisch verbessern können. TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS TCS

O

bwohl die Schulwege in den letzten Jahrzehnten nachweislich und deutlich sicherer geworden sind, werden sie von Eltern als immer grössere Gefahr wahrgenommen. Nicht wenige chauffieren ihre Kinder deshalb mit dem Auto zur Schule – ein unnötiger wie gefährlicher Trend, den nicht nur der TCS klar ablehnt. Um herauszufinden, woher diese Angst stammt und mit welchen Massnahmen noch besser für die Sicherheit der Kinder garantiert werden kann, analysierte die TCS Verkehrssicherheit die Unfallstatistiken der letzten Jahre und führte eine Studie mit Eltern durch, um deren Perspektiven zum Schulweg – mit dem Velo oder zu Fuss – besser zu verstehen.

Vor der Veloprüfung üben Der gefährliche Verkehr, die mangelnden Regelkenntnisse und die fehlende

Infrastruktur an den Schulen sind die am häufigsten genannten Gründe, weshalb ein Kind nicht – oder nicht öfter – mit dem Velo zur Schule fährt. Knapp drei von zehn Kindern nutzen das Velo für den Schulweg. Die Statistiken zeigen, dass es zwar zu leicht mehr Verkehrsunfällen mit dem Velo kommt, diese jedoch glimpflicher verlaufen und seltener mit schweren Verletzungen enden als bei Schulkindern, die zu Fuss unterwegs sind. Viele Velounfälle liessen sich vermeiden, wenn man die Ursachen betrachtet: Bei 60 Prozent aller Velounfälle auf dem Schulweg ist das Kind selbst verantwortlich. Schleudern, Kontrollverlust sowie die Missachtung des Vortritts sind dabei die häufigsten Unfallursachen. Die mangelnden Regelkenntnisse sollten daher nicht als Grund dienen, das Kind nicht mit dem Velo zur Schule fahren zu lassen, sondern vielmehr als Motivation.

Das technische Können und die Verkehrsregeln können schon vor der Veloprüfung geübt werden

14 touring | September 2020

Denn die Regeln sowie auch die Fahrfähigkeiten lassen sich sehr gut üben – spätestens mit der Veloprüfung, am besten aber schon vorher. Gemäss der Umfrage der TCS Verkehrssicherheit haben 86 Prozent der Kinder, die mit dem Velo zur Schule fahren, die Velo-Sicherheitsprüfung absolviert. Diese ist in der Deutschschweiz etablierter als in den übrigen Landesteilen. Die meisten sind danach sattelfest im Umgang mit dem Velo und den Kenntnissen der Regeln. Lediglich vier Prozent fühlen sich bei den Verkehrsregeln noch unsicher und nur ein Prozent beim technischen Können. Zum Vergleich: Bei der Gesamtstichprobe – also einschliesslich derjeniger, die den Schulweg zu Fuss, mit dem ÖV oder Elterntaxi zurücklegen – liegt der Anteil jener, welche die Veloprüfung gemacht haben, bei 70 Prozent. Diese fühlen sich denn auch deutlich unsicherer in der Regelkenntnis (14%) sowie in ihren technischen Fähigkeiten (4%).

Neue Plattform für Eltern Die Veloprüfung hat nachweislich einen positiven Effekt auf die Sicherheit in Theorie und Praxis. Nichtsdestotrotz


DOSSIER

Kind fährt mit Velo zur Schule Velo-Sicherheitsprüfung absolviert 1

13

86% ja 13% nein 1% weiss nicht 86

Einschätzung Velo-Sicherheit

Die Sichtbarkeit zählt zu den wichtigsten Sicherheitsmassnahmen

lässt sich vieles bereits vorher schon erlernen und üben – und genau dort setzt das Engagement der TCS Verkehrssicherheit für Kinder auf dem Schulweg an. «Wir wollen sinnvoll orientieren und Eltern motivieren, mit ihren Kindern das Velofahren und das richtige Verhalten auf spielerische Art und Weise zu üben. So wird das Velofahren zu einer wichtigen Etappe in der Mobilitätsentwicklung eines Kindes», erklärt Barbara Sutter von der TCS Verkehrssicherheit. Dazu wurden verschiedene Hilfsmittel entwickelt, die sich an Kinder, Eltern, Lehrpersonen oder die ganze Familie richten. Einerseits fördern die App «Weelo» oder die Lernplattform «Kahoot!» sowie das VeloQuiz auf der TCS-Website die Kenntnisse der Verkehrsregeln interaktiv und spielerisch (siehe Kasten). Andererseits erhalten Eltern auf einer neuen, speziell für sie entwickelten Informationsplattform des TCS Tipps und Übungen für den sicheren Schulweg von Kindern. Sei es mit dem Velo, dem Trottinett oder zu Fuss – hier können sich Eltern wertvolle Informationen zum Beispiel über die Gefahren des Schulwegs, das korrekte Queren von Strassen oder die Wichtigkeit der Sichtbarkeit im Strassenverkehr beschaffen. Dadurch erhöhen sie nicht nur die Sicherheit auf dem Schulweg, sondern auch, wenn ihr Kind zum Fussballtraining, zu Freunden oder in den Musikunterricht fährt. Denn fast 80 Prozent aller Velounfälle mit Kindern geschehen in der Freizeit. ◆ Eltern informieren sich hier: tcs-sicherunterwegs.ch

LERNEN MIT SPASS Die TCS Verkehrssicherheit hat verschiedene pädagogisch wertvolle Spiele für acht- bis zwölfjährige Kinder entwickelt, die das Velofahren mit Spass erlernen sowie vorhandene Kenntnisse testen und verbessern möchten. Weelo: Kinder helfen dem auf der Erde gestrandeten Ausserirdischen Weelo und lotsen ihn durch eine Stadt – und lernen dadurch Gefahren und Regeln spielerisch kennen. Velo-Quiz: Wer sich bereit für die Strasse fühlt, kann sein Wissen testen und seine theoretischen Kenntnisse auffrischen. «Kahoot!»: Mit dem Quiz auf der interaktiven Lernplattform bietet der TCS neu ein Gruppenspiel für die ganze Familie an. Fragen werden über das Smartphone oder Tablet beantwortet und das Wissen untereinander getestet. radfahrertest.ch: Der Online-Velotest der Schweizer Verkehrspolizeien, bei dem auch der TCS als Partner mitwirkte. tcs.ch/lernen-mit-spass

53%

(sehr) sicher

72%

neutral (sehr) unsicher 43% 27% 1% Technisches Können

4% Verkehrsregelkenntnis

Gesamtstichprobe Velo-Sicherheitsprüfung absolviert 3 70% ja 27

27% nein 3% weiss nicht 70

Einschätzung Velo-Sicherheit

53%

38% (sehr) sicher neutral 48%

(sehr) unsicher

43% 4% Technisches Können

14% Verkehrsregelkenntnis September 2020 | touring

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Wenn Kinder mit dem Velo Limbos meistern Mit dem Workshop «bikecontrol» vom Verband Swiss Cycling können Kinder spielerisch ihre Fahrsicherheit mit dem Velo verbessern. Ziel ist auch, das Rad als Verkehrsmittel bei den Jungen zu fördern. REPORTAGE FELIX MAURHOFER

D

er Parkplatz vor dem Schulhaus Kandermatte in Thierachern ist nicht mehr zu erkennen. Wippen, Schanzen, Limbo und allerlei andere Hindernisse hat Bikeinstruktor Thomas Tödtli aufgebaut. Er wartet auf die Erst- und Zweitklässler, die während des Nachmittags ihre Fahrfähigkeit und -sicherheit mit dem Velo verbessern können. Erwartungsvoll treffen die Kinder ein,

Mit Mut aufs Podest steigen auf ihre Velos, richten ihre Helme und werden vom Guide in den Parcours eingewiesen. Zuerst fährt die bunte Veloschar auf dem engen Spielfeld herum. Vorneweg Thomas Tödtli, der die Fahrübungen vorzeigt. Rumkurven ist angesagt, und er achtet darauf, dass immer zwei Finger an den Bremshebeln sind. Schritt für Schritt steigert er die Schwierigkeit: stehend fahren, mit dem Ellenbogen und dem

Erstklässler Luc lernt beim Spurkanal, wie wichtig die korrekte Blickrichtung ist

16 touring | September 2020

Fuss einander grüssen, das Velo ablegen und ums Gefährt laufen. Auch korrekt Anfahren steht auf dem Programm. Für die Kinder ist es gar nicht so einfach, auf engem Raum diese Übungen ohne Kollisionen auszuführen.

Sichtlich Spass bereitet den Schülern der Slalomparcours. Hier achtet Thomas auf die richtige Kurventechnik und auch das vorausschauende Fahren. Die drei Spurgassen meistern die meisten auch problemlos, obschon es beim Spurkanal die ersten Absteiger gibt. Nun folgt der Limbo. Er dient als Vorbereitung für den schwierigsten Teil des Parcours: die Stufen, Wippen und Podeste. Thomas Tödtli legt bei dieser Übung Wert darauf, dass die Kinder die


DOSSIER

Beim Limbo kommt es auf die Körperhaltung an

Einhändig fahren hilft, die Balance zu verbessern

Bei der Wippe ist eine Portion Mut gefragt

Pedale waagrecht halten, nicht auf dem Sattel sitzen, den Oberkörper flach und die Ellenbogen nach aussen halten. Nach ein paar Durchgängen klappt es schon gut. Die Kinder spornen einander an, haben sichtlich Spass im spielerisch aufgebauten Parcours, und Thomas setzt die Limbo-Latte immer tiefer. Mit etwas Hilfe schaffen selbst die Kleinsten auch die Stufen und Wippen.

heit gewinnen. Auch werden die Kinder in Zukunft mehr Selbstvertrauen haben und sich nicht mehr vor Hindernissen wie Randsteinen oder Schienen fürchten. Ziel des Workshops ist es nicht, dass die Erst- und Zweitklässler mit dem Velo in die Schule fahren. Dafür sind sie zu jung und unerfahren und müssen zuerst noch die Veloprüfung absolvieren.

Angst nehmen

Der Workshop sei abwechslungsreich, und viele würden ihn fragen, ob sie noch einmal mitmachen dürften. Der 36-jährige Bikeinstruktor hat mit CrossCountry-Rennen begonnen, sattelte dann auf die Disziplin Downhill und auch BMX um und fuhr Weltcuprennen im Four Cross. Es ist ihm ein Anliegen, dass die Schüler ihr Velo in Zukunft gerne als Verkehrsmittel nutzen. ◆

Als letztes Hindernis wartet das Podest. Hier muss Thomas zwar noch unterstützen, doch wagen sich alle auf das herausfordernde Hindernis. Was der Instruktor, der seit rund zwei Jahren «bikecontrol» für Swiss Cycling in der Region Thun betreut, immer wieder feststellt, ist, dass die Kids nach nur anderthalb Stunden einiges an Fahrsicher-

«BIKECONTROL» FÜR SCHULEN GRATIS «bikecontrol» will Schulkindern den Spass am Fahrradfahren vermitteln. Durch die erlernten Technikelemente erlangen die Kinder mehr Sicherheit beim Umgang mit dem Velo. Es dient für die Vorbereitung zur Veloprüfung oder zu einem Veloausflug mit der Klasse. «bikecontrol» wird durch die Prof. Otto Beisheim Stiftung, dem Fonds für Verkehrssicherheit und dem Bundesamt für Gesundheit unterstützt. bikecontrol.ch

September 2020 | touring

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Mit Hilfe durch das Dickicht des Schulsystems Aller Kindergarten- oder Schulanfang ist schwer – für Kinder, aber auch für Eltern, gerade wenn sie nicht aus der Schweiz stammen. Die Sozialpädagogin Carolin Deiner unterstützt als Freiwillige im Projekt Copilot der Caritas Zürich ehrenamtlich Familien mit Migrationshintergrund, damit deren Kindern der Start ins Schulleben gelingt. TEXT JULIANE LUTZ | FOTO CONRADIN FREI

Aus welchen Ländern stammen die Familien, die Sie begleiten?

Carolin Deiner: Seit einem Jahr begleite ich eine Familie aus Afghanistan, und davor war ich Ansprechpartnerin für eine Familie aus Eritrea, die ich noch punktuell unterstütze. Was sind Ihre Aufgaben?

Als Copilotin bringe ich den Eltern das Schulsystem nahe und bin Ansprechpartnerin bei allen Fragen und Unsicherheiten. Was für Schweizerinnen und Schweizer selbstverständlich ist, stellt zum Beispiel für jemanden aus Afghanistan eine Herausforderung dar. «Zeigitage», an denen die Kinder Spielsachen mitbringen, kennt man dort nicht. Diese Eltern wissen nicht, wie und wo man die Kinder für den Hort anmeldet oder was für den Sportunterricht benötigt wird. Für jemanden, der gerade erst beginnt, Deutsch zu sprechen, ist es auch schwierig, die oft langen Infobriefe der Schule zu verstehen, in denen das Wesentliche häufig in einem Satz am Ende erwähnt wird. Bei den Eltern, die ich begleite, kommt hinzu, dass sie erst auch die lateinische Schrift erlernen müssen, was das Lesen zusätzlich erschwert. Die Idee von Copilot ist es, den Familien Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Wir unterstützen sie, etwa beim Ausfüllen von Formularen, mit dem Ziel, dass sie das künftig selbst tun können. Wo treffen Sie sich?

Da Copilot ein niederschwelliges Angebot ist, treffen wir uns meist bei den Familien zu Hause, ein oder zwei Mal im Monat und dann, wenn etwas anfällt. Ansonsten sind wir über Whatsapp in Kontakt. Da neben der Schule auch die Freizeitaktivitäten der Kinder ein 18 touring | September 2020

Thema sind, waren wir zudem schon gemeinsam in der Bibliothek oder im Museum. Wo erweist sich Ihren Erfahrungen nach das Kindergarten- und Schulsystem als besonders schwierig?

Schon für Familien, die aus dem deutschsprachigen Raum nach Zürich ziehen, ist das hiesige Angebot an Freizeitaktivitäten und Unterstützungsmöglichkeiten nicht leicht zu durchdringen. Für Personen aus einem ganz anderen Kulturkreis, die auch noch nicht gut Deutsch können, ist es sehr schwer, Informationen zu den unterschiedlichen Angeboten zu bekommen. Aber gerade Freizeitaktivitäten sind für die Integration der Kinder enorm wichtig. Neu für die Familien ist oft auch, dass in der Schweiz von den Eltern Engagement in Sachen Kindergarten und Schule erwartet wird. Das kennen sie aus ihren Herkunftsländern nicht. Eine Familie, die ich begleite, besass zu Beginn kaum Spielsachen. Die Kinder sassen viel vor dem Fernseher oder spielten mit dem Tablet. Computer und Fernseher sind für diese Familie Statussymbole, und die Eltern dachten, dass sie den Kindern etwas Gutes tun. Mit ihnen Bücher anzuschauen oder Lego zu spielen, war für sie ungewohnt. Auch über diese Themen spreche ich mit den Eltern und besorge mit ihnen schon mal altersgerechtes Spielzeug. Elternabende mit vielen verschiedenen Personen müssen besonders schwierig sein. Gehen Sie mit?

Nein, aber wir unterstützen die Eltern, damit sie solche Anlässe alleine besuchen können. Ich spreche mit ihnen den Abend durch und erkläre, was sie erwartet und welche Themen anstehen.

Meist haben die Eltern keine Vorstellung, was ein Elternabend in Kindergarten oder Schule bedeutet. Positiv ist, dass in vielen Schulen Dolmetscher angeboten werden, welche die Eltern an dem Abend begleiten. Kann es auch zu Schwierigkeiten kommen, etwa aufgrund von Mentalitätsunterschieden?

Bei den zwei Familien war dies noch nie der Fall. Im Gegenteil, ich erlebe die Mütter und Väter, mit denen ich zusammenarbeite, als sehr dankbar für die angebotene Hilfe. Ihnen ist eine gute Ausbildung der Kinder ein Anliegen. Ausserdem wollen sie sich gut in ihr neues Umfeld integrieren. Wenn es mal zu Missverständnissen kam, dann aus sprachlichen Gründen. Wichtig ist, dass man als Copilotin Begleiterin der Eltern ist, sie aber jederzeit das «Steuerrad» in der Hand haben und entscheiden, was und wie sie etwas umsetzen möchten. Was sollte im Schulsystem verändert werden, damit es Familien mit Migrationshintergrund leichter haben?

Ganz pauschal ist das schwer zu sagen, aber nachdem die Schule neben der Familie eine wichtige Rolle im Leben von Kindern spielt, sollte die Zusammenarbeit auf jeden Fall positiv sein. Bei den von mir begleiteten Familien habe ich erlebt, dass ihre geringen Deutschkenntnisse und ihre Unsicherheiten im Umgang mit den Lehrpersonen zum Teil grosse Hürden darstellen. Wichtig ist, dass den Lehrpersonen bewusst ist, dass es Eltern mit Migrationshintergrund schwerfällt, alle Informationen zu verstehen und einzuordnen. Daher hilft es, in einfacher Sprache zu kommunizieren und proaktiv auf die Eltern zuzugehen. Es wäre auch gut, wenn die Eltern einen Einblick in den Schulalltag ihres Kindes bekämen und so erfahren würden, wie und was es lernt. Wie erleben die Kinder das neue Umfeld Kindergarten und Schule?

Die Kinder der beiden Familien haben in kurzer Zeit Schweizerdeutsch gelernt und sich rasch integriert. Trotz ihres


DOSSIER

PROJEKT COPILOT

neuen Lebensumfeldes ist ihnen aber wichtig und bewusst, dass sie ihre Wurzeln in Eritrea respektive Afghanistan haben. Dank Kindergarten und Schule haben sie schnell feste Strukturen bekommen, die ihnen geholfen haben, in ihrem neuen Leben anzukommen. Den Eltern hingegen fällt es häufig schwerer, sich einzuleben. Sie haben eher Mühe, die neue Sprache zu erlernen, es kommen viele neue Aufgaben auf sie zu, wie Wohnungs-, Arbeits- oder Lehrstellensuche. Auch sind da immer die Ungewissheit, ob sie in der Schweiz bleiben können, und die Sorge um die Angehörigen in ihren Herkunftsländern.

Und was gibt das Engagement Ihnen?

Für mich ist es bereichernd, die Familien begleiten zu dürfen, einen Einblick in ihr Leben zu bekommen. Wir haben schnell eine sehr gute Beziehung aufgebaut, erzählen uns gegenseitig von unserem Leben, vom Alltag und lachen viel zusammen. Ihre Gastfreundschaft ist gross. Wer erfährt, warum und unter welchen Umständen jemand aus seinem Heimatland fliehen musste, erhält einen sehr persönlichen Blick auf die Flüchtlingssituation. ◆ caritas-zuerich.ch/copilot

Ziel ist, die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder im Alter von drei bis acht Jahren zu fördern, indem ihre Eltern befähigt werden, die Qualität und die Intensität der Zusammenarbeit mit der Schule zu steigern. Sie erhalten neben Informationen zum Schulsystem und zur Förderung der Kinder die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Bei Themen, die darüber hinausgehen, arbeitet man bei Copilot mit Fachstellen zusammen. Derzeit treffen 40 freiwillige Copilotinnen und Copiloten in Zürich 40 Familien zwei bis vier Mal pro Monat und unterstützen sie bei Fragen zum Schulalltag. Die Freiwilligen, die sich im Schweizer Schulsystem gut auskennen müssen, werden von der Caritas für die Aufgabe vorbereitet und begleitet. Anfragen über Kristien Mouysset, Leiterin Copilot, Tel. 044 366 68 88

Carolin Deiner mit Mutter und Tochter einer Familie, die sie betreut

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Helme für Kinder und Jugendliche: cool und sicher Der TCS hat in Zusammenarbeit mit dem ADAC neun BMX-, Skateboard- und Inline-Helme für Jugendliche und Junggebliebene auf Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Das Ergebnis: Coole und sichere Helme müssen nicht teuer sein. TEXT REDAKTION TOURING | FOTO ALBAN SEEGER

W

Kein getesteter Helm fällt durch

enn schon ein Velohelm, dann muss er auch gut aussehen. Sogenannte BMX-, Skateboard- oder InlineHelme stehen deshalb bei Jugendlichen und jung gebliebenen Velofahrern aktuell hoch im Kurs. Typisch für diese Art der Helme ist die geschlossene, abgerundete Form mit wenigen Belüftungsöffnungen. Aber wurde hier das Design vor die Funktion gestellt?

Die gute Nachricht vorweg: Selbst bei einem harten Stoss gegen den Helm erzielt der schlechteste im Test noch eine befriedigende Schutzwirkung – und auch günstige Helme können gute Ergebnisse erzielen. Testsieger über alle Kriterien ist der Uvex hlmt 4 cc, ein leicht einstellbarer, bequemer Helm mit einer guten Belüftung. Der Helm wurde im sogenannten Inmold-Verfahren hergestellt. Dabei werden die Aussenschale und der Hartschaum miteinander verschweisst. Das Ergebnis ist eine vollständige Verbindung und eine sehr stabile Helmstruktur. Inmold-Helme sind in der Regel leichter als normale Hartschalenhelme. Das hat sich auch im Test bestätigt: Mit

Der TCS-Helmtest 2020 zeigt, was ausser einem guten Design noch in der neuen Generation der Helme steckt. Die weitaus häufigste lebensbedrohliche Verletzungsart bei Velounfällen sind Kopfverletzungen. Deshalb ist die Sicherheit, also das Dämpfungsverhalten beim Sturz, das wichtigste Qualitätskriterium eines Velohelms.

nur 279 Gramm ist der Uvex hlmt 4 cc satte 190 Gramm leichter als der schwerste Helm im Test. Dass gute Helme nicht teuer sein müssen, zeigt der Zweitplatzierte. Der Helm Prophete gehört im Test zu den günstigeren. Das Modell mit der Artikelnummer 0424 erzielt bei den Stossdämpfungseigenschaften sogar das beste Ergebnis. Ausschlaggebend dafür ist vermutlich die Tatsache, dass bei fast allen Stossversuchen viel Energie durch das Bersten der ABS-Aussenschale beim Aufprall abgebaut wurde. Der billigste Helm im Test ist der B’Twin Teen 520. Ihn bekommt man schon für 30 Franken. Zwar weist dieser Helm auch eine befriedigende Schutzwirkung auf, aber dafür zeigt er in anderer Hinsicht einige Schwächen. So gibt es keine Möglichkeit, die Gurte an den Ohren zu verstellen, und das Schloss am Kinn hat kein Polster. Auch negativ: Bei der Prüfung der Hitzebeständigkeit kam es zu starker Geruchsentwicklung. Bronze geht an den Helm Giro Quarter FS: ein bequemer und angenehm zu Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben des Helmdekors

Neun Helme für Kinder und Jugendliche

Marke Typ Marktpreis (ca. / in CHF) Handhabung und Komfort Unfallschutz Hitzebeständigkeit Schadstoffe Hersteller Gesamtnote TCS-Beurteilung

Uvex hlmt 4 cc

Prophete Artikel 0424

Giro Quarter FS

Nutcase Street Gen3

Alpina Airtime

Abus Scraper 3.0

63.90 74% 54% 80% 90% uvexsports.ch

35.– 58% 60% 80% 90% prophete.de

44.90 60% 56% 80% 90% giro-sports. com

58.90 62% 50% 80% 90% nutcasehelmets.com

55.90 66% 46% 70% 90% alpina-sports. com

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B’Twin Teen 520

KED 5forty

30.– 52.90 58% 58% 48% 48% 60% 60% 90% 90% decathlon.ch ked-helmsysteme.de

Bell Local 52.90 58% 46% 66% 90% bellhelmets. com

64%

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★★★★☆

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★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

hervorragend sehr empfehlenswert empfehlenswert bedingt empfehlenswert nicht empfehlenswert

20 touring | September 2020

80–100% 60–79% 40–59% 20–39% 0–19%

★★★★★ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★☆☆☆ ★☆☆☆☆


DOSSIER

tragender Helm. Mühelos verstellbare Gurtbänder erleichtern die Handhabung. Schwächen zeigt der Helm beim schwer zugänglichen Einstellrad der Grössenanpassung.

Mangelnde Erkennbarkeit Bei fast allen Helmen gibt es vor allem Verbesserungspotenzial bei der Erkennbarkeit im Dunkeln. Zumindest eine geringe Reflexion bietet der Viertplatzierte, das Modell Street Gen3 von Nutcase. Dafür ist der Helm mit 469 Gramm der schwerste. Positiv ist zu erwähnen, dass bei allen getesteten Helmen kein Schadstoffgehalt festgestellt wurde. ◆

TIPPS FÜR DEN HELMKAUF Ein Helm muss gefallen, aber vor allem auch passen. Daher sollte der Helm unbedingt vor dem Kauf anprobiert werden. Hierbei muss er gleichmässig straff und angenehm sitzen, darf aber nicht drücken oder einschneiden. Im Fachhandel können dazu Hilfestellungen eingeholt werden. Wichtig Tauschen Sie den Helm nach einem Sturz unbedingt aus, auch wenn keine äusseren Schäden sichtbar sind. Entstandene innere Schäden können eine Schutzwirkung bei einem nachfolgenden Sturz deutlich verringern. Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben des Helmdekors. Bestenfalls ist der Helm auch mit einem LED-Licht ausgestattet. Die ADAC-Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Daher gilt: Immer mit Helm fahren und diesen auch richtig aufsetzen! September 2020 | touring

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Velosolex – ein Phönix aus der Asche Beim heutigen E-Bike-Boom geht vergessen, dass der Weg zum selbstfahrenden Velo lang war. Als Sternstunde erwies sich in der Not der Kriegszeit die Erfindung des bis heute beliebten Kultzweirades Velosolex.

TEXT HEINI HOFMANN

S

chon 1895 hatte der französische Tüftler René Gillet die Idee, am Vorderrad eines Velos einen Motor zu montieren. Während für deutsche Techniker Zweitaktmotor und Reibrollenantrieb noch suspekt blieben, sprang in Frankreich der Funke. 1891 entstand hier der Ixion, ein Velo mit ZweitaktFrontantrieb. Bald wurden auch deutsche Zweiräder damit ausgerüstet (Sigurd) oder in den Komet-Werken in Lizenz gebaut. Dem Ixion folgte ein gutes Jahrzehnt später, ebenfalls in Frankreich, der Cyclotracteur mit Viertakt-Hilfsmotor; auch er fand im Ausland Verbreitung. Doch der grosse Wurf blieb noch aus.

Not macht erfinderisch Der eigentliche Durchbruch für das selbstfahrende Velo erfolgt dann aber – nicht von ungefähr – während des Zweiten Weltkrieges: Zwei Pariser Jungunternehmer, Maurice Goudard und Marcel Mennesson, bauen in ihrer Firma Radialradiatoren, um Busse und Lastwagen zu kühlen, und stellen später unter dem Namen Solex Vergaser her. Der Markenname Solex wird später auch auf ihre Fahrradfabrik, ein weiteres Standbein ihres Unternehmens, übertragen. Denn ab 1940 entsteht der Prototyp eines selbstfahrenden Velos mit Zweitaktmotor, angeflanscht über dem Vorderrad 22 touring | September 2020

Kultfahrzeug Der Velosolex war die velozipede Inkarnation von französischer Lebensart


MOBILITÄT

SOLEX-SONDERFALL SCHWEIZ Die eidgenössische Strassenverkehrsgesetzgebung war dem Kultfahrzeug weniger gut gesinnt als im Ursprungsland Frankreich, wo bereits 14-Jährige führerscheinfrei Solex fahren durften. Denn ein Bundesratsbeschluss von 1947 reihte das Velo mit Hilfsmotor im Prinzip in die Kategorie Motorfahrzeuge ein, obschon der Solex einem Fahrrad viel näher verwandt ist als einem Motorrad. Das hatte negative Folgen für die weniger begüterte Bevölkerung, aber auch für den Tourismus, für Grenzgänger und die Gastfreundschaft ganz allgemein, da SolexFahrer aus Frankreich und Italien die Schweizergrenze nicht passieren durften.

auf einem gewöhnlichen Alcyon-Herrenfahrradrahmen, und ausgerüstet mit 700-Millimeter-Rädern. Trotz Kriegssituation handelt man weitsichtig-langfristig: Die ersten 700 Prototypen werden ab 1942 an die Werksarbeiter verteilt, um sie zu testen und zu verbessern. Dieses seriöse Vorgehen zahlt sich aus! Denn es stellt sich beispielsweise heraus, dass die gängigen Fahrradrahmen für den Anbau eines Hilfsmotors im Dauerbetrieb nicht stark genug sind, weshalb man sie durch einen stabileren, «offenen» und zudem damenfreundlichen Schwanenhalsrahmen ersetzt.

Erste Velosolex-Serie Die Solex-Story ist Musterbeispiel geschickter Unternehmenstaktik: Man beschränkt sich in der schwierigen Nachkriegszeit – im Sinn eines populär-preiswerten Beförderungsmittels – auf 45 Kubikzentimeter Hubraum, eine Leistung von 0,4 PS bei 2000 U/ min und einen Verbrauch von nur einem Liter Treibstoff pro 100 Kilometer bei einem Gesamtgewicht von 25 Kilogramm und einer Geschwindigkeit von 28 km/h. Denn dies eröffnet dem Solex in Frankreich die Klasse der (damals) zulassungs- und führerscheinfreien Cyclomoteurs. 1946 startet in der Fabrik in Paris-

Filmstar und Publikumsliebling Brigitte Bardot verhalf dem Velosolex zum Höhenflug

Courbevoie als zusätzliches Standbein die Erstserie Velosolex 650 (Zweitakt-Umlenkkolbenmotor und Kraftübertragung aufs Vorderrad mittels Karbonreibrolle) mit einer Tagesproduktion von 15 Exemplaren. Der weltumspannende Siegeszug ist eröffnet. Doch, wo Idealismus am Werk ist, wird trotz Erfolg ständig weiter getüftelt und verbessert. So beginnt denn ab 1947 eine lange Reihe immer neu modifizierter Serien, wobei allerdings das bewährte Grundprinzip immer das gleiche bleibt, ebenso die Kult gewordene schwarze Farbe. Mit jeder neuen Serie erhöht sich die Tagesproduktion rasant: Der Velosolex wird – analog zur Ente von Citroën beim Auto – zum französischen Savoir-vivre in Fahrradgestalt. Und, was Erfolg hat, findet Lizenznehmer und Nachahmer. So schiessen Lizenzbetriebe ausserhalb Frankreichs wie Pilze aus dem Boden: in den Niederlanden, in Grossbritannien, Polen, Dänemark, Italien, Lettland, Deutschland und der Schweiz (siehe Kasten). In Zypern, Finnland, Griechenland und Irland werden Montagelinien errichtet. Und ab 1974 gibt es spezielle Exportmodelle unter anderem sogar für Ka→ nada, USA und Brasilien.

Betroffen war auch die in Genf domizilierte Firma Hispano-Suiza, die von 1948 bis 1957 rund 15 000 Velosolex zusammenbaute – mit aus der Schweiz stammenden Bauteilen. Deshalb erhob sich, im Hinblick auf die 1949 in Genf stattfindende Internationale Strassenkonferenz, Widerstand in den Medien und von Fachseite mit Fakten (zum Beispiel, dass die Anzahl Unfälle von Fahrrädern mit Hilfsmotor unter jener mit normalen Velos lag). Resultiert hat, wohl auch dank Vorpreschen des Kantons Genf, ein neuer Bundesratsbeschluss von 1950, der zwar etwas grosszügiger war, aber immer noch restriktiver als ennet der Grenze.

Hispano-Suiza produzierte von 1948 bis 1957 in Genf Schweizer Velosolex Werkstattbuden für «La bicyclette qui roule toute seule» gehörten zum Strassenbild

September 2020 | touring

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MOBILITÄT

Das Solex-Ende Doch der gute alte Selbstfahrer Velosolex weiss sich zu behaup­ ten, optimiert sich weiter, bleibt ideenreich: kleinere Rä­ der für mehr Fahrsicherheit, Leistungssteigerung und Erhö­ hung der Geschwindigkeit auf 30 km/h, Spezialausführungen wie leichte, dreirädrige Liefer­ wagenmodelle und mit dem F4 ein Minifahrrad für Kinder mit geräuscherzeugender Kunst­ stoff­Motorattrappe. 1965 er­ hält sogar die Standardfarbe Konkurrenz; die Solex­Serie 3800 kommt nicht nur schwarz, sondern auch weiss oder rot daher.

Verbreitet und beliebt war der Solex auf allen Kontinenten, von Brasilien bis Ozeanien Keiner zu fein, Solex-Fahrer zu sein: Charles Aznavour …

… und Steve McQueen

Doch jedes Märchen hat ein Ende – auch das der billigsten Motorisierung der Nachkriegs­ zeit. Über vierzig Jahre nach der Erstserie endet in Saint­ Quentin im November 1988 die Original­Velosolex­Produktion in Frankreich. Die letzten hun­ dert Exemplare werden als Modell Nostalgia an Liebhaber verkauft. Wie viele dieser Iko­ nen gesamthaft gebaut wurden, ist nicht genau bekannt; es sol­ len weit über sechs (weltweit sogar über acht) Millionen Exemplare sein.

Einziger Flop des SolexMärchens: der e-Solex; er war den Solexianern zu futuristisch

24 touring | September 2020

Doch über alles gesehen schrieb der Velosolex als Phö­ nix aus der Asche der Kriegszeit ein technisches Märchen wie aus 1001 Nacht. Was die alte Tante Junkers Ju­52 unter den Flugzeugen oder der Jeep unter den Geländefahrzeugen ist, ist der Solex unter den Fahr­ rädern: eine Ikone, mit franzö­ sischem Charme. Beliebt bei allen, gefahren von Arbeitern und Studenten, Priestern und Professoren, Bauern und Film­ idolen wie Brigitte Bardot, die einen wahren Boom aus­ löste, aber auch Charles Azna­ vour, Jacques Tati oder Steve McQueen. Und auch der Schrei­ ber dieser Zeilen fährt seit über fünfzig Jahren einen Solex, der ihn noch nie im Stich gelassen hat. •

FOTOS PUBLIC DOMAIN, MARC WERNLI, SYLVIE ET FRANCK MÉNERET, BERNARD SALVAT

Aznavour, Bardot und McQueen


Als Helden geboren wurden

Der Nürburgring 68er Chronograph

trömender Regen und Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern – der Grosse Preis von Deutschland 1968 bot keine normale Rennstrecke, sondern eine Naturgewalt. Die Rennboliden waren schwer zu beherrschen und niemand konnte sich sicher sein, die nächste Runde unbeschadet zu überstehen. Die 14 kühnen Piloten, die am Ende die „Grüne Hölle“ Nürburgring bezwangen, wurden zu Helden mit einem strahlenden Sieger Jackie Stewart. Zum 50. Jubiläum setzt The Bradford Exchange diesem legendären Rennen ein würdiges Denkmal – mit dem offiziell autorisierten Herrenchronographen im 68er-Retro-Design.

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Wenn Altreifen unter den Rädern neu aufleben Aus alten Pneus wird Pulver, und dieses wird Bitumen beigemischt als Alternative zur herkömmlichen Asphaltierung: Die vom Waadtländer Unternehmen Tyre Recycling Solutions (TRS) SA entwickelte Lösung gewinnt an Boden und interessiert die Verantwortlichen des Strassenunterhalts. TEXT JÉRÔME LATHION | FOTOS FABIAN HUGO, TRS SA

L

ange wurden sie nur Zementöfen zugeführt: ein bezüglich der Wiederverwertung von Rohstoffen fragwürdiges Vorgehen. Das Recycling von Altreifen und deren Umwandlung in wiederverwertbare Rohstoffe ist das Ziel von Tyre Recycling Solutions (TRS), dem 2013 gegründeten Start-up. Ein lobenswertes Bestreben, denn die Zahl der Altreifen wird weltweit auf jährlich 2,5 Milliarden geschätzt. Die Schweiz soll rund 70 000 Tonnen pro Jahr erzeugen. Das Unternehmen, heute eine Aktiengesellschaft mit administrativem Sitz in Préverenges (VD), hat ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, aus wiederver-

wertbarem Gummi Pulver zu machen und dafür mehrere Absatzkanäle in Industrie oder Baugewerbe zu finden. Aber nicht nur: Das Produktionszentrum in Yvonand (VD) produziert auch eine sehr interessante Produktvariante für den Strassensektor namens TyreXol™ MMA 30. «Traditioneller hochwertiger Asphalt ist ein Aggregat aus Bitumen und Polymer, einem auf Erdöl basierenden und daher umweltschädlichen sowie teuren Produkt, denn es muss importiert werden», erläutert Sonia Megert Marshall, operative Leiterin bei TRS SA. «Wir bezwecken, das Polymer durch unser Produkt zu ersetzen. Eine um-

Altreifen – ein reichlich vorhandener Werkstoff, der nur darauf wartet, recycelt zu werden

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weltfreundliche und günstigere Lösung, die Einsparung kann je nach Land 30 bis 50 Prozent betragen.» Die genaue Zusammensetzung ist Geschäftsgeheimnis. Doch die zuständige Leiterin berichtet über Tests, die in Zusammenarbeit mit der Empa und mit Industriepartnern über zwei Jahre hinweg getätigt wurden. «Die Ergebnisse belegen ein Leistungsniveau, das dem mit Polymer versetzten Asphalt entspricht.» Zudem sind neue Tests am Laufen, um die Eigenschaften von TyreXol™ bezüglich Schallabsorption zu messen.

Jura ebnet den Weg Das ökologische Argument hat die Aufmerksamkeit der

für die Strasseninfrastruktur in der Westschweiz zuständigen kantonalen Dienste geweckt. Angefangen beim Jura, der sich für TyreXol™ entschieden hat, um die Kantonsstrasse 6 zwischen Delsberg und Courrendlin Anfang Juli instand zu setzen. «Es ist ein erster Versuch für uns. Wir waren am ökologischen, auf Recycling basierenden Aspekt des Produkts interessiert. Es entspricht der Ausrichtung unseres Kantons in Umweltfragen», bekundet Alain König, Leiter der Dienststelle Infrastruktur. Das wirtschaftliche Argument überzeugt ihn hingegen nicht ganz: «Kosten und Qualität sind im Moment ungefähr gleich. Der Preis kann aber


MOBILITÄT fallen, wenn die Popularität des Produkts zur Herstellung von grösseren Mengen führt.» Der Preis für die Produkte der Marke bewegt sich zwi­ schen 800 und 1000 Franken pro Tonne.

Waadt wartet ab Auch der Kanton Waadt re­ agierte auf die Anfragen der TRS SA und delegierte die Verhandlungen an den Inge­ nieur Christophe Rohr, Spe­ zialist für Asphaltbeläge bei der Waadtländer General­ direktion für Mobilität und Strassen (DGMR). Aufgrund seiner 45­jährigen Erfahrung hat er bereits erlebt, wie Strassenbeläge zum Sammel­ becken für viele Recycling­ stoffe wurden, von PET bis hin zu Glas. Gummi erinnert ihn an ein erstes, nicht so überzeugendes Experiment vor etwa 15 Jahren, das aller­ dings auf einem anderen Herstellungsverfahren be­

PULVER, MADE IN CHINA

Die Baumaschinen im Kanton Jura starteten im Juli einen Versuch mit Gummipulver Das Produktionszentrum der TRS SA in Yvonand (VD)

ruhte: «Das mit Gummipulver modifizierte Bitumen und die Gesteinskörnung neigten dazu, sich zu zersetzen.» Ungeachtet dessen interes­ siert ihn das TRS­Produkt. Es entspricht exakt dem Willen der DGMR, die Treibhausgase zu reduzieren und das Recyc­ ling zu fördern. «Der finan­ zielle Gewinn scheint mir ge­ ring», meint Christophe Rohr, der jedoch die Schlussrech­ nung abwarten will, bevor er eine klare Meinung äussert. «Das ökologische Argument steht hier aber klar im Vorder­ grund.»

Auf der Kantonsstrasse 422 zwischen Donneloye und Prahins wurde ein 400 Meter langer Testabschnitt ausge­ wählt, um TyreXol™ zu erpro­ ben: eine kurvenreiche Stre­ cke auf 700 Metern Höhe, auf der täglich rund 2500 Fahr­ zeuge verkehren, darunter etwa 40 Lastwagen. «Diese sogenannte Vorfahrtstrasse gestattet uns, den Werkstoff unter optimalen Bedingungen zu testen, auch bei tiefen Temperaturen und unter Ein­ schränkungen», fährt der Ingenieur fort. Die Baumaschinen werden Ende August im Norden der

Waadt wie auch im Mittel­ wallis zum Einsatz kommen. Und Sonia Megert Marshall kündigt weitere ermutigende Durchbrüche jenseits der Saane an, insbesondere in Zürich: «Dort wird eine Bau­ stelle im September eröffnet.» Und in Bern, wo laut ihren Worten ein Kooperations­ projekt zu 80 Prozent reif ist. Das Entwicklungspotenzial des Unternehmens bleibt also gross, und dies nicht nur auf unseren Strassen: «Mit dem gleichen Pulver lassen sich die Dächer von Industrie­ gebäuden abdichten», teilt sie abschliessend mit. • trs-ch.com

Das Start-up der Anfängerjahre gehört definitiv der Vergangenheit an. Im Jahr 2018 erweiterte Tyre Recycling Solutions SA seine Aktienbeteiligung und öffnete seine Türen für chinesische Investoren. Im letzten Juni fasste das Unternehmen im Reich der Mitte Fuss, indem es ein Joint Venture mit dem Unternehmen Tengzhou SDS Star Smith Metal Products Co., Ltd., gündete. Keine zufällige Wahl: China stellt 30 Prozent der weltweiten Reifenproduktion sicher und generiert jährlich rund 15 Millionen Tonnen Altgummi. Das in diesem neuen Rahmen erklärte Ziel: Ab Ende 2023 sollen jährlich 60 000 Tonnen Pulver der Marke TyreXol™ vor Ort hergestellt werden. September 2020 | touring

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MOBILITÄT

Freiheitsgefühl ohne Reue

Ohne Knattern Auch die Vespa gibt es in einer Elektrovariante

Roller sind in Städten und Agglomerationen ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Dieser Einsatzbereich ist auch ideal für die Verwendung von Elektroantrieben. Doch, was taugen die Elektroroller im Alltag? Der TCS hat fünf Elektroroller, vergleichbar mit der 125-cm3-Klasse, getestet. TEXT DINO NODARI | TEST RETO BLÄTTLER

D

ie Mutter aller Roller wird im nächsten Jahr 75 Jahre alt. Vom Nachkriegsitalien aus eroberte die Vespa die Welt im Sturm. Noch heute ist sie mehr Ausdruck einer Lebenseinstellung als schnödes Fortbewegungsmittel. Während das Knattern und Rattern dieses damals günstigen und doch sehr stylischen Fortbewegungsmittel heute kaum noch Freude hervorruft, wollen die E-Roller an dieses einmalige Gefühl der Freiheit anknüpfen. Der TCS hat in Zusammenarbeit mit dem ADAC fünf Roller getestet, mit dabei ist auch die Vespa Elettrica 70, die elektrifizierte Enkelin der Wespe. Untersucht wurden die Testkriterien Alltagstauglichkeit, Ergonomie, Antrieb und Fahreigenschaften.

Da bei den Rollern die zurückgelegten Strecken in der Regel nicht allzu lang sind, eignen sie sich ideal für einen Elektroantrieb. Sie entlasten die Anwohner von störenden Emissionen und nutzen zudem den Raum im Verkehr

und auf dem Parkplatz effizienter als grössere Fahrzeuge. Ein weiterer Pluspunkt ist das häufige Bremsen, da die Roller durch Rekuperation Energie zurückgewinnen – falls das Gefährt über diese Funktion verfügt. Die trendigen Elektroroller verfügen zudem meistens über portable Akkus, so kann der leere Akku einfach herausgenommen und an der Steckdose wieder geladen werden. Kein Wunder also, erfreuen sich die Gefährte grosser Beliebtheit.

Überraschender Newcomer Die Überraschung im Test ist, dass nicht eine etablierte Rollermarke den Vergleich für sich entscheidet, sondern der neue Silence S01. Dieser schafft es elegant, den Zielkonflikt zwischen grosser Reichweite und der Transportfähigkeit des Akkus aufzulösen. Das Akkupack ist so konstruiert, dass die relativ schwere Batterie beim Ausbau zum Trolley wird und vom Fahrer bequem in die Wohnung gezogen und dort geladen werden kann. Der S01 hat mit Abstand das

grösste Helmfach: Unter der Sitzbank finden darin zwei Helme problemlos Platz. Der Newcomer überzeugt auch technisch mit den besten Bremswegen, guter Beschleunigung und ist mit der Reichweite von 90 Kilometern ganz vorn dabei. Abgesehen von den nicht sonderlich agilen Fahreigenschaften und den Rückspiegeln mit mässiger Sicht nach hinten leistet er sich keine nennenswerten Schwächen und steht deshalb bei der Endbewertung ganz oben. Dahinter folgt auf dem zweiten Platz die Piaggio Vespa Elettrica 70. Die elektrische Neu-

Marke/Modell

Silence S01

Grundpreis (CHF) Alltagstauglichkeit Ergonomie Antrieb Fahreigenschaften Gesamtnote TCS-Bewertung  *

Gewichtung 1,0 1,0 1,0 1,0

Inklusive zweitem Akku.

28 touring | September 2020

NIU NQi GT

Vengo V100

Trinity Uranus R*

8300.–

Piaggio Vespa Elettrica 70 7195.–

5490.–

3999.–

6052.–

66% 68% 70% 64% 66%

64% 66% 44% 66% 60%

60% 50% 62% 54% 56%

50% 36% 46% 60% 48%

46% 40% 44% 48% 44%

★★★★☆

★★★★☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

hervorragend sehr empfehlenswert empfehlenswert bedingt empfehlenswert nicht empfehlenswert

80–100% 60–79% 40–59% 20–39% 0–19%

★★★★★ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★☆☆☆ ★☆☆☆☆

FOTOS UWE RATTAY, ZVG

E-Roller-Test 2020 bis 11 kW


WER HAT RECHT auflage des Klassikers erreicht aber leider nur eine Endgeschwindigkeit von 67 km/h und auch diese nur mit einer äusserst trägen Beschleunigung. Abgesehen von der durchschnittlichen Reichweite und dem fest verbauten Akku überzeugt die Italienerin aber mit handlichen Fahreigenschaften und tollem Komfort. Platz drei geht an den in Deutschland meistverkauften E-Roller, den NIU NQi GT. Dieser punktet mit Design, der besten Konnektivität, einem ausgewogenen Fahrwerk, guter Reichweite und einem attraktiven Preis. Als Besonderheit bietet der NIU als einziger Roller im Test einen Tempomat an. Der NIU verliert aufgrund der unbequemen Sitzposition, der langen Ladedauer des Akkus sowie dem geringen Stauraum wertvolle Punkte. Der günstigste E-Roller im Testfeld, der Landi-Roller Vengo V100, sichert sich den vierten Platz. Der niedrige Preis äussert sich in der mässigen Verarbeitung und dem kleinen Akku. Folglich kommt der Vengo im Reichweitentest als erster zum Stehen. Mit der höchsten Zuladung und dem grossen Staufach unter dem Fussbrett ist der Vengo jedoch praktisch veranlagt, aber für die unbequeme Sitzbank und das schlechte Fernlicht gibt es Abzug in der Bewertung. Mit deutlichem Abstand landet der Trinity Uranus R auf dem fünften Platz. Er sieht der Vespa auffallend ähnlich. Zum Test tritt der Uranus R mit dem optionalen zweiten Akku an, der nicht nur die Reichweite, sondern auch den Preis merklich erhöht. Die schwache Scheinwerferausleuchtung, das schlecht ablesbare Display sowie die längsten Ladezeiten verhindern eine bessere Platzierung.

Teuer, aber gut Die zwei mit Abstand teuersten Roller im Test landen auf den ersten zwei Plätzen und brillieren mit einer guten Qualität. Das beste Gesamtpaket und viele clevere Innovationen sichert der Marke Silence mit dem S01 den Sieg im Test. Enttäuschend ist hingegen, dass alle getesteten Produkte nur über das obligatorische CBS-Bremssystem (kombiniertes Bremssystem) verfügen und kein ERoller mit einem serienmässigen Antiblockiersystem (ABS) ausgerüstet ist. •

Am Zebrastreifen ist Aufmerksamkeit gefordert Am Fussgängerstreifen kommt es leider oft zu Unfällen, wobei primär die Fussgänger die Leidtragenden sind. Für die motorisierten Fahrer bedeutet dies, am Zebrastreifen besonders gut aufzupassen. TEXT URS-PETER INDERBITZIN

D

ie gesetzliche Regelung ist klar: Vor Fussgängerstreifen muss der Fahrzeugführer jedem Fussgänger, der sich bereits auf dem Streifen befindet oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn überqueren will, den Vortritt gewähren. Er muss die Geschwindigkeit rechtzeitig mässigen und nötigenfalls anhalten, damit er dieser Pflicht nachkommen kann. Umgekehrt dürfen Fussgänger ihr Vortrittsrecht aber auch nicht erzwingen, wenn das Fahrzeug so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten kann. Fussgänger sollten deshalb den Zebrastreifen nie überraschend betreten und keine brüsken Bremsoder Ausweichmanöver provozieren. Der Bremsweg eines Fahrzeuges, das mit 50 km/h fährt, beträgt immerhin 35 Meter.

Vortritt missachtet

Gegenverkehr angehalten hatte, um dem Polizisten das Überqueren der Strasse zu ermöglichen.

Schwere Verletzungen Die Aargauer Justiz verurteilte die Lenkerin wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 280 Franken (28 000 Franken) sowie zu einer Busse von 5000 Franken. Das Bundesgericht hat jetzt bestätigt, dass die Missachtung des Vortrittsrechts von Fussgängern auf der Fahrbahn durch unvorsichtige Lenker «in aller Regel sowohl objektiv als auch subjektiv eine schwere Verletzung von Verkehrsregeln» darstellt. Bei einem unaufmerksamen Fahren innerorts im Bereich eines Fussgängerstreifens liegt die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung von Fussgängern nahe, da diese bei einer Kollision mit einem Auto selbst bei relativ geringer Fahrgeschwindigkeit schwere und schwerste Verletzungen davontragen können. Hinsichtlich der ausgesprochenen Strafe muss die Aargauer Justiz allerdings noch einmal über die Bücher, weil sie «in ihrer Gesamtheit nicht mehr schuldangemessen ist». Bleibt noch zu erwähnen, dass bei einer schweren Verletzung von Verkehrsregeln ein Entzug des Führerausweises die Regel ist. •

Für Autofahrer hat das Missachten des Vortrittsrechts am Zebrastreifen massive Konsequenzen. Kürzlich hatte das Bundesgericht einen «Paradefall» zu beurteilen (6B_502/2019 vom 27.2.2020): Die Aargauer Justiz warf einer Autolenkerin vor, einen Polizeibeamten, der aus ihrer Sicht die Strasse von links nach rechts überqueren wollte und bereits den Zebrastreifen auf der Gegenfahrbahn betreten hatte, übersehen und ihm den Vortritt nicht gewährt zu haben. Wäre der Polizist nicht stehen geblieben, sondern weitergegangen, wäre er von der Lenkerin überfahren worden. Für das Aargauer Obergericht war klar, dass die Frau den Polizisten auf der Gegenfahrbahn hätte sehen müssen, wenn sie ihre volle AufmerkURS-PETER samkeit dem VerkehrsgeINDERBITZIN schehen gewidmet hätte. Verkehrsexperte Dies umso mehr, als der

September 2020 | touring

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TECHNIK

HONDA E ADVANCE

Zauberhaft elektrisch

EElektrischer Synchronmotor, 154 PS W21,5 kWh/100 km (Testdurchschnitt), Energieetikette A VReichweite: 165 km kGewicht: 1615 kg (Testfahrzeug) P0–100 km/h in 8,2 s L43 100 Fr. Die Autos der Zukunft seien Lebensräume, heisst es. Der Honda e liefert darauf einen formidablen Vorgeschmack. Der tolle digitalisierte Kokon ist wegen seiner geringen Reichweite allerdings auf stadtnahen Einsatz beschränkt.

Knackiges Neo-Retrodesign Ambiente im Innenraum Handlicher angenehmer Mikrowagen Ausgewogenes Fahrwerk Angemessene Fahrleistungen

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS PIA NEUENSCHWANDER

Aufwändige Ausstattung / Technik Intuitive virtuelle Rückspiegel

30 touring | September 2020


W Digital Zwei schwenkbare Touchscreens

Virtuelle Rückspiegel Sehr klare Bilder von zwei Kameras

TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Honda e Advance: 5 Türen, 4 Plätze; 43 100 Fr. (Testfahrzeug: 43 850 Fr.). Varianten: Honda e, 136 PS (39 900 Fr.), bis Advance, 154 PS (43 100 Fr.) Optionen: Metallic-Farbe (750 Fr.), Lederpolsterung (1600 Fr.) Garantien: 3 Jahre ab Werk, 5 Jahre / 100 000 km auf den Motor, 8 Jahre / 160 000 km auf die Batterie, 3 Jahre Mobilität; Rostschutzgarantie: 12 Jahre (mit Auflagen) Importeur: Honda Motor Europe Ltd., 1242 Satigny, honda.ch TECHN. SPEZIFIKATIONEN Motor: elektrisch synchron (Permanentmagneterregung), 154 PS, 315 Nm; 1-Gang-Getriebe, Heckantrieb. LithiumIonen-Batterie: 35,5 kWh; eingebautes Ladegerät: 6,6 kW. Gewicht: 1615 kg (Testfahrzeug); Gesamtgewicht: 1870 kg; Anhängelast: —

Freies Elektron Ein einzigartiger Stil, betont von konkaven schwarzen Flächen 80%

Reichweite für stadtnahen Einsatz 150 cm

Beträchtlicher Anschaffungspreis Wenig spassiges Fahrverhalten Mit AC-Anschluss langsames Laden Eingeschränkte Kofferraumkapazität Rücksitzbank nicht geteilt Noch eingeschränkte Verfügbarkeit

Radstand 254 cm Länge 389 cm Breite 175 cm Kofferraum: 171–861 l Reifen: vorne 205/45 ZR17, hinten 225/45 ZR17

ürde das Auto der Zukunft ein menschliches Antlitz annehmen, es würde wohl ähnlich aussehen wie der Honda e. Die grossen, runden Scheinwerfer mit den grossen LED-Strahlen erinnern an sehnsuchtsvolle Blicke, gleichzeitig getränkt von Nostalgie und Modernismus. Und die Karosserie dürfte selbst Autokritiker entzücken. Willkommen im Auto des 21. Jahrhunderts, das durchaus auch aus der Hand skandinavischer Designer stammen könnte. Diese würden sich in den herrlich weichen Sesseln im Innenraum sicher wohlfühlen. Der Honda e ist ein echtes fahrbares Wohnzimmer, das auch aus einem Ikea-Katalog entsprungen sein könnte. Die Einlagen aus falschem Holz versetzen einen unweigerlich in die Hi-Fi-Ära der 1970er-Jahre.

Allem Retrodesign zum Trotz versteht sich der schnuckelige Honda e als von Grund auf technologisch. Das zeigt sich etwa beim grossen Armaturenbrett, dessen Instrumentierung auf zwei schwenkbaren Zwölf-Zoll-Touchscreens ablesbar ist. Dieser Ausbund an automobiler Digitalisierung ist jedoch sehr intuitiv, denn viele Tasten sind mit direkten Befehlen hinterlegt. Ebenfalls sehr intuitiv funktionieren die auf den Türen angebrachten Kameras, die als virtuelle Rückspiegel dienen. Die gut aufgelösten Bilder werden auf zwei im Blickfeld des Fahrers angebrachten Bildschirmen angezeigt – neuartig und gut konzipiert.

Bescheidene Reichweite Als patenter Mikrowagen setzt dieser super kompakte Vierplätzer auf den Einbau des Motors im Heck, was ihm eine unvergleichliche Handlichkeit verschafft. Die in der Mitte untergebrachte Batterie steuert ihren Teil zur Ausgewogenheit des Fahrwerks des Heckantriebsautos mit guter Traktion bei. Sicher, wir haben schon verspieltere elektrische Stadtautos gesehen, aber dabei geht vergessen, dass dieser Japaner in erster Linie ein Zen-Auto ist. Der Elektromotor gibt im Übrigen seine 154 PS auf sehr progressive Art ab und liefert dabei fast sportliche Beschleunigungswerte. Allerdings sollten nicht zu viele Elektronen verbrannt werden, denn die Batterie mit 35,5 kWh bietet nur eine bescheidene Reichweite. Fazit: Man beschränkt sich auf stadtnahe Strecken. Der Honda e lässt sich aber schnell nachladen, ausser an Haushaltssteckdosen. • September 2020 | touring

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→


Private Selection Hotels & Touring Club empfehlen zwei Exklusiv-Angebote: A K TI V MIT BESTER AUSSICHT:

Hotel edita, Scheidegg EXKLUSIVANGEBOT • 3 Nächte - 4 Tage oder 7 Nächte – 8 Tage • Täglich reichhaltiges Frühstück • Täglich Abendessen im Rahmen der Halbpension (3 Gang Menü oder Buffet) • 1 Flasche Wasser bei Ankunft auf Ihrem Zimmer • 1 Aperitif an unserer Bar • Wellness auch am Abreisetag • Klare Luft und Sonne – und gemütliche Menschen!

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Bis 4.10.2020: 3 Nächte EURO 380.— / 7 Nächte EURO 894.— 5.10.-23.12.2020: 3 Nächte EURO 355.— / 7 Nächte EURO 831.— In der Junior Suite (48m2) Bis 4.10.2020: 3 Nächte EURO 450.— / 7 Nächte EURO 1'041.— 5.10.-23.12.2020: 3 Nächte EURO 430.— / 7 Nächte EURO 999.—

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Forster's Naturresort in Neustift im Stubaital N ATU R ERLEBEN – V IELFA LT GENIESSEN

Werden Sie bei uns zum Naturentdecker und geniessen Sie die Vielfalt unseres Resorts mit Hotel, Kräuterhof, Blumengarten, Naturbadesee, Hirschgehege und Forster-Alm. Gönnen Sie sich eine Auszeit um Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Das Stubaital ist eines der schönsten und beliebtesten Alpentäler für Wanderer, Bergsteiger, Kultururlauber, Wellnessfreunde und Genussurlauber. Das Forster´s Naturresort liegt im Herzen Tirols, ca. 3 Stunden von Zürich und 15 Minuten von Innsbruck entfernt.


TECHNIK

TCS-EXKLUSIV

TCS MoBe: Andrea Scuderi

FAHRDYNAMIK

SERVICEKOSTEN

Beschleunigung (0–100 km/h) 8,2 s Elastizität: 60–100 km/h (Fahrstufe D) 4,6 s 80–120 km/h (Fahrstufe D) 6,3 s Max. Geschwindigkeit (Werk) 145 km/h Wendekreis 9,4 m Bremsweg (100–0 km/h) 34,9 m

Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.)  20 000/12 0,6 87.– 40 000/24 0,8 176.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 20 000 km/Jahr 7,8 1622.– 1

1

Inklusive Servicematerial.

TCS AUTOVERSICHERUNG Jahresprämie2:

674.10 Fr.

Offertbeispiel für 36­jähriges TCS­Mitglied, wohnhaft in Bern, Haftpflicht inkl. Vollkasko, Jahreskilometerleistung 10 000 km, Tiefgarage, Jahresprämie exkl. Abgaben. 2

BETRIEBSKOSTEN km/Jahr

Rp./km

Fr./Monat feste variable 20 000 68 617.– 237.– 40 000 44 617.– 476.– Stundenansatz für TCS­Berechnung: 145 Fr. (BFS), Honda­Händler: 85–178 Fr. NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND Anständig, der gebotene Platz für zwei

Zyklus Mix Werk WLTP 17,8 kWh/100 km 0 g/km CO2­Emissionen CO2, CH Durchschnitt (2019): 174 g/km Energieetikette (A–G): A TESTVERBRAUCH 21,5 kWh/100 km Batteriekapazität:

Reichweite: 165 km 35,5 kWh Video zum Test tcs.ch/ videoportal

CREDITS: Aufnahmeort: Campus Bern­Liebefeld; Model: Onyeka.

Umgeklappt Nicht schlecht, die Kapazität

Dynamisch, das Heck und seine Säulen im Haifischflossenstil

Honda e Advance im Detail KAROSSERIE Der Honda e verführt durch sein Design mit minimalistischen Formen und durch seine runden Scheinwerfer mit zwölf LED. Die zu 90 Grad öffnenden Türen erleich­ tern den Zugang zur einteiligen Rücksitz­ bank, die genug Platz für zwei bietet. Die geringe Kofferraumkapazität wird durch das Volumen kompensiert, das beim Umklappen der Rückenlehnen frei wird. INNENRAUM Die Bestuhlung im Möbelstil und das mit Screens bestückte Armaturenbrett schaf­ fen ein Ambiente eines technologischen Kokons. Das Ganze ist sehr intuitiv, vor allem weil einige physische Tasten beibe­ halten wurden. Raffinierte Mittelkonsole, in der sich die Getriebeschaltung, ein Ab­ lagefach und ein Becherhalter befinden. KOMFORT Die sesselartigen Sitze verwandeln den Wagen in einen Lebensraum. Weiche Sitze auf allen Plätzen. Guter Kompro­ miss zwischen Härte und einem Anflug von Weichheit bei der Federung. PREIS/LEISTUNG Der Preis von 43 100 Franken ist relativ hoch, aber das Modell Advance ist eine Version ohne Optionen, die alle An­ nehmlichkeiten einschliesst (Navigations­ system, Klimaanlage, Panoramadach usw.). Die Technik umfasst zwei Touch­ screens, zwei virtuelle Aussenspiegel und einen digitalen Schlüssel via Smartphone. FAHREIGENSCHAFTEN Der hyperkleine Wendekreis des Heck­ trieblers ist ideal im Stadtverkehr. Die Ge­ wichtsverteilung von 50/50 sorgt für ein ausgewogenes Fahrverhalten, auch wenn die 228 Kilogramm der Batterie in Kurven spürbar sind. Aber das Fahrverhalten ist eher sicher als spielerisch. MOTOR/ANTRIEB Die 154 progressiv abgegebenen elektri­ schen PS verlocken mehr zu einer flüssi­ gen als zu einer sportlichen Fahrweise. Davon zeugt auch die Höchstgeschwin­ digkeit von 145 km/h. Die Beschleuni­ gung ist kräftig. VERBRAUCH Angesichts der 35,5­kWh­Batterie be­ schränkt die Reichweite von weniger als 200 Kilometer den Honda e auf seine Rolle als Auto für stadtnahen Einsatz. 45 Minuten genügen, um die Batterie zu 80 Prozent zu laden (Schnelllader). SICHERHEIT Hochentwickelte Assistenten (ACC, Tot­ winkelüberwachung usw.) darunter ein System, welches das Losfahren verhin­ dert, wenn sich vorn oder hinten ein Hin­ dernis befindet. September 2020 | touring

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Sind Stromer auch familienfreundlich? Die Innenräume der Elektroautos sind oft ein wenig knapper als die von klassischen Verbrennermodellen. Aus diesem Grund hat der TCS – das ist eine grosse Premiere – bei 15 Modellen die Möglichkeit zur Montage von Kindersitzen untersucht. Mit unterschiedlichen Resultaten. REDAKTION MARC-OLIVIER HERREN | TEST JÜRG REINHARD | FOTO EMANUEL FREUDIGER

Z

war profitieren die Elektrofahrzeuge vom Einbau kompakter Antriebsgruppen, die im Prinzip im Unterboden untergebrachten Batterien beeinträchtigen aber manchmal das Platzangebot. Zum ersten Mal hat der TCS deshalb geprüft, unter welchen Bedingungen Kindersitze eingebaut werden können. Die vielfältige Auswahl an 15 untersuchten Fahrzeugen (vier, fünf und sieben Plätze) erstreckt sich von Kleinwagen bis zu grossen SUV in einer Preisschere von 26 800 bis 135 000 Franken. Insgesamt können alle mindestens zwei Kindersitze auf zufriedenstellende Art und vorschriftsgemäss

aufnehmen. Einzig der SUV Tesla Model X erreichte die Bestnote «hervorragend», während vier Autos ein «sehr empfehlenswert» erbten, darunter der Kleinwagen Opel Corsa-e. Die meisten kompakten Modelle erhielten immerhin ein «empfehlenswert». Nur der kompakte SUV Hyundai Kona electric muss sich mit einem «bedingt empfehlenswert» zufriedengeben. Allgemein bergen viele dieser elektrischen Autos bei der Familienfreundlichkeit Verbesserungspotenzial. Das fängt bei den viel zu langen, einschränkenden und sogar teilweise widersprüchlichen Betriebsanleitungen an. Bei manchen Autos erweist sich der

Auch in E-Autos lassen sich Kinder sicher transportieren

TCS-Vergleichstest: Installation von Kindersitzen Marke/Modell Beifahrer-Sitzplatz Zweite Sitzreihe aussen Zweite Sitzreihe Mitte Kofferraum

Audi e-tron

BMW i3

Hyundai Kona electric

Jaguar I-Pace EV 400

Kia e-Niro3/4

Mercedes EQC 400M

Mini Electric

100% 91% 30% 660–1725 Liter

50% 60% 10% 260–1100 Liter

50% 50% 10% 414–478 Liter

50% 73% 30% 656–1453 Liter

50% 73% 50% 335–755 Liter

70% 70% 10% 211–731 Liter

Preis (ab / in CHF) TCS-Bewertung Stärken Schwächen

78 300.–

41 400.–

33 000.–

101 000.–

50% 53% 30% 451–1405 Liter³/ 280–660 Liter⁴ 43 900.–³/49 900.–4

85 000.–

39 900.–

★★★★☆

★★★☆☆

★★☆☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★★☆

★★★☆☆

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe gut möglich; sehr gute Isofix-Erreichbarkeit; sehr grosse Gurtlänge Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe nicht genügend Platz²

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe möglich Airbagdeaktivierung mittels Drehschalter; mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe nicht geeignet; in der Bedienungsanleitung stehen falsche Angaben, welche für die Schweiz nicht zutreffend sind

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe mit Isofix-Befestigung sehr gut möglich; sehr grosse Gurtlänge Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe bietet nur für Sitzerhöher ohne Rückenlehne genügend Platz²

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe möglich Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe bietet nur für Sitzerhöher ohne Rückenlehne knapp Platz²; Isofix schwer erreichbar

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe gut möglich Airbagdeaktivierung über Displaymenü; mittlerer Sitzplatz zweiten Reihe bietet nur für Sitzerhöher ohne Rückenlehne genügend Platz²

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe gut möglich; sehr gute Isofix-Erreichbarkeit Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe nicht möglich; dreitüriges Fahrzeug: Sitzeinbau schwieriger

Beifahrersitz mit Isofix; Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe gut möglich; sehr gute Isofix-Erreichbarkeit; sehr grosse Gurtlänge ¹ Abgewertet wegen Mittlerer Sitzplatz kurzer Gurtlänge. in der zweiten ² Getestet mit montierten Reihe bietet nur für Kindersitzen auf den Sitzerhöher ohne äusseren Sitzplätzen in Rückenlehne geder zweiten Reihe. nügend Platz² ³ Kia e-Niro (39,2 kWh) ⁴ Kia e-Niro (64 kWh)

Bewertung der Fahrzeugmodelle (Mindestanforderungen für die TCS-Empfehlungen) ★★★★★ hervorragend (geeignet für mindestens vier Kinder total oder für sechs Kinder mit Einschränkungen und gut geeignet für drei Kinder im Fond) ★★★★☆ sehr empfehlenswert (geeignet für mindestens drei Kinder im Fond und gut geeignet für zwei Kinder in der zweiten Sitzreihe)

34 touring | September 2020

★★★☆☆ empfehlenswert (geeignet für mindestens drei Kinder oder eingeschränkt geeignet für vier Kinder) ★★☆☆☆ bedingt empfehlenswert (geeignet für zwei Kinder in der zweiten Sitzreihe) ★☆☆☆☆ nicht empfehlenswert (eingeschränkt geeignet für mindestens ein Kind)


TECHNIK

Zugang zu den Isofix- und Top-TetherVerankerungen als unbefriedigend. Idealerweise wird empfohlen, Kinder auf den äusseren Plätzen der Rücksitzbank unterzubringen. In dieser Konfiguration haben die Modelle Audi, Porsche, Tesla X und Model S sowie VW geglänzt. Erfreulich: Alle Fahrzeuge sind mit Rückhaltevorrichtungen kompatibel, welche der neuen Norm i-Size entsprechen. Dafür erhielten die Modelle von Renault, Nissan, Kia, Hyundai und BMW nur die Note «befriedigend». Dies wegen engen Platzverhältnissen, restriktiven Bedienungsanleitungen oder zu kurzen Gurten. Die getesteten Elektrofahrzeuge konnten bei der Aufnahme auf dem mittleren Platz der Sitzbank kaum brillieren. Als einziges Modell, dem ein «sehr gut» zugeschrieben wurde, unterscheidet sich der Tesla X durch ein sehr grosszügiges Platzangebot und einen leichten Zugang zu den Isofix-Verankerungen. Dagegen sind die Modelle von Mini, BMW, Hyundai, Nissan und Porsche nicht für den Einbau eines dritten Kindersitzes auf der Rückbank ausgelegt. Bei sieben weiteren Fahrzeugen lässt sich nur ein Sitzerhö-

her ohne Lehne montieren. Der Sieger dieses Vergleichstests, der Tesla Model X, ist serienmässig mit einer dritten Reihe ausgestattet. Zwei Rückhaltevorrichtungen finden dort Platz, sodass dieses Auto bis zu sechs kleine Passagiere ohne Einschränkungen mitführen kann.

Der Fall des vorderen Platzes Im Prinzip sollte man ein Kind nur auf dem Beifahrersitz mitführen, wenn es nötig ist. Wenn man einen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung montierten Sitz benutzt, muss unbedingt der Beifahrerairbag deaktiviert werden. Keines der untersuchten Fahrzeuge ist jedoch mit einem System zur automatischen Deaktivierung ausgestattet. Bei den Modellen von Tesla und beim Mercedes-Benz EQC erfolgt dieser Vorgang am Display. Dagegen sind die Richtlinien in der Bedienungsanleitung des Hyundai Kona electric nicht an die schweizerischen Vorschriften angepasst. Bei den anderen Fahrzeugen erfolgt die Deaktivierung mit einem Drehschalter. Wie oft birgt jedes Fahrzeug innere Qualitäten. Es empfiehlt sich, mit der ganzen Familie eine Probefahrt zu unternehmen, bevor man ein neues Fahrzeug kauft. ◆

Nissan Leaf

Opel Corsa-e

Porsche Taycan

Neuer Renault Zoe

Tesla Model X

Tesla Model 3

Tesla Model S

VW e-Golf

70% 57% 10% 390–645 Liter

100% 70% 30% 267 Liter

50% 88% 10% 81–407 Liter

50% 57% 30% 338–1225 Liter

50% 88% 100% 745 Liter

50% 70% 30% 542 Liter

50% 85% 70% 804 Liter

50% 82% 30% 341 Liter

34 800.–

35 540.–

135 000.–

26 800.–

95 000.–

45 000.–

90 000.–

35 200.–

★★★☆☆

★★★★☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★★★

★★★☆☆

★★★★☆

★★★☆☆

Transport von drei Kindern in der zweiten Reihe sehr gut möglich; sehr gute Isofix-Erreichbarkeit; grosse Gurtlänge Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe bietet knapp Platz für einen dritten Kindersitz

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe gut möglich; sehr gute Isofix-Erreichbarkeit Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe bietet nur für Sitzerhöher ohne Rückenlehne genügend Platz; Gurtlänge etwas kurz¹

Vordersitz mit Isofix Kein Kindersitz in der zweiten Reihe Mitte montierbar

Transport von Transport von zwei Kindern in der zwei Kindern in der zweiten Reihe zweiten Reihe gut möglich; sehr gute möglich; sehr gute Isofix-Erreichbar- Isofix-Erreichbarkeit; Top Tether auf keit; sehr grosse dem Beifahrersitz; Gurtlänge Mittlerer Sitzplatz Vorrüstung für Isofix hinten aussen, in der zweiten beim Elegance auf Reihe laut Hersteller nicht geeignet Beifahrersitz In der Mitte hinten kein Isofix; dreitüriges Fahrzeug: Sitzeinbau schwieriger

Transport von zwei Kindern in der zweiten Reihe möglich; gute Isofix-Erreichbarkeit; grosse Gurtlänge hinten Mittlerer Sitzplatz in der zweiten Reihe bietet nur für Sitzerhöher ohne Rückenlehne knapp Platz²

Transport von Transport von fünf Kindern in der zwei Kindern in der zweiten und dritten zweiten Reihe gut Reihe gut möglich; möglich; gute IsoVordersitz mit wenig fix-Erreichbarkeit Mittlerer Sitzplatz Einschränkungen in der zweiten im Platzangebot; Reihe bietet nur für sehr gute IsofixErreichbarkeit; mit Sitzerhöher ohne Rückenlehne gedritter Reihe total nügend Platz² fünf Isofix-Plätze; sehr gut zugänglich, da Flügeltüren Airbagdeaktivierung mittels Bordcomputer

Bewertung der Montage von Kindersitzen ■ ■ ■ ■ ■

80–100% 60–79% 40–59% 20–39% 0–19%

sehr gut gut befriedigend mit Einschränkungen nicht geeignet

September 2020 | touring

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Excellence Gourmetfestival Gour ´20 ab Fr. 295.– 2-Tages-Flussreise mit Sternekoch und Gourmetmenü

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19

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Rico Zandonella

Jan Hartwig

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1 Michelin-Stern 17 Punkte Gault Millau Bürgenstock Resort Lake Lucerne, Bürgenstock

2 Michelin-Sterne 18 Punkte Gault Millau Rico’s, Küsnacht

3 Michelin-Sterne 19 Punkte Gault Millau Hotel Bayerischen Hof, München (D)

1 Michelin-Stern 16 Punkte Gault Millau 1904 Designed by Lagonda, Zürich

Route 1 Route 2

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01.11.–02.11.2020 02.11.–03.11.2020

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06.11.–07.11.2020

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Pierre André Ayer

Bernard & Guy Ravet

Tobias Funke

Heiko Nieder

1 Michelin-Stern 17 Punkte Gault Millau Restaurant Le Pérolles, Fribourg

1 Michelin-Stern 19 Punkte Gault Millau L’Ermitage des Ravets, Vufflens-le-Château

2 Michelin-Sterne 17 Punkte Gault Millau Gasthaus zur Fernsicht, Heiden

2 Michelin-Sterne 19 Punkte Gault Millau The Restaurant, The Dolder Grand, Zürich

Route 1 Buchungscode:

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Route 1 Basel–Strassburg Tag 1 Basel. Busreise nach Basel. Die Crew heisst Sie an Bord von Excellence willkommen. Um 15 Uhr nimmt Ihr Flussschiff Kurs auf Strassburg. Bei Kaffee, Kuchen und einem Willkommensdrink geniessen Sie den Blick auf die vorbeiziehende Flusslandschaft. Im Anschluss folgt der Höhepunkt Ihrer Reise mit dem grossen Gala-Menü im Excellence Restaurant. Sie erfahren Interessantes zur Philosophie der Küche, den Zutaten und der Idee hinter den einzelnen Gängen. Sie können sich für eine harmonisch abgestimmte Weinbegleitung entscheiden oder Weine aus der eigens für den Abend zusammengestellten Weinkarte wählen. Lassen Sie den Abend an der Bar oder bei entspannter Pianomusik in der Lounge ausklingen. Tag 2 Strassburg. Frühmorgens erreichen Sie die elsässische Hauptstadt Strassburg. An Bord geniessen Sie das Frühstücksbuffet à la Excellence. Strassburg ist bekannt für sein Münster «Notre Dame», beeindruckende Kunstgalerien und sympathische

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elsässische Gaststuben. Mittelalterliche Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Sie haben Zeit durch die romantischen Gassen zu schlendern. Am Nachmittag erfolgt die Rückreise mit dem Komfort-Reisebus in die Schweiz. Route 2 Strassburg–Basel Reise in umgekehrter Richtung.

Unsere Leistungen • 2-Tages Excellence Flussreise • An-/Rückreise im Komfortreisebus • Gourmet-Galaabend mit mehrgängigem Menü eines Spitzenkochs • Welcome-Apéro, Frühstücksbuffet • Conférencier bekannt aus Radio und TV Nicht eingeschlossen • Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder

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TECHNIK

VW ID.3

FOTOS ZVG

Musterschüler der Elektrifizierung

Verfeinertes Design Die gerundete Karosserie verfügt über ein schwarzes Dach. Der Innenraum steht ganz im Zeichen der Digitalisierung

NLänge: 4,26 m; Kofferraum: 385 l E146/204 PS, 310 Nm; 1-Gang-Getriebe, Heckantrieb; 0–100 km/h ab 7,3 s; Batterien: 58–77 kWh; Reichweite: 330–449 km L32 000–51 100 Fr. Der kompakte VW ID.3 ist das Versprechen in die Elektrifizierung bei VW. Und dieses löst er mit grosser Unterstützung der Digitalisierung ein. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

W

ie schon der Käfer und der Golf stellt der kompakte ID.3 einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte von VW dar, indem er die modulare Plattform MEB einführt. Diese ist für alle elektrischen Fahrzeuge der VolkswagenGruppe vorgesehen und ist in mehreren Radständen und Breiten realisierbar. Der ID.3 übernimmt dabei die typische Länge des Golf. Hier enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon, denn dieses Auto soll die Energiewende bei VW einläuten. Charakteristisch sind die stark geneigte A-Säule und die sanften Formen, welche die Aerodynamik dieses hoch liegenden Autos pflegen, das zwischen dem Crossoverund dem Minvan-Stil schwankt. Schliesslich musste der Batteriehalter im Unterboden verstaut werden. Der Radstand nähert sich

dem des Familienautos Passat, was für sehr grosszügige Platzverhältnisse in diesem Kompakten sorgt. Dessen Innenraum erinnert an Minivans. Eine weitere Eigenart sind die sehr hoch sitzenden hinteren Insassen.

Dynamik je nach Bedarf Abhängig von der Batteriekapazität bietet der ID.3 verschiedene Reichweiten- und Leistungsniveaus. Bei den Anfangsversionen entwickelt der Synchronmotor an der Mehrlenkerachse 204 PS und sorgt für ebenso progressive wie kräftige Beschleunigung. Das Fahrwerk, das durch das bis zu 495 Kilogramm schwere Akkumulatorenpaket belastet wird, haftet gut auf der Strasse. Bei einer ersten Probefahrt erschien die angekündigte Reichweite von 426 bis 449 Kilometern (WLTP-Zyklus) etwas vielversprechend.

Die Batterie verfügt über eine maximale Nettokapazität von 77 kWh. Nachgeladen werden kann an Schnellladern (CCS-Stecker)

VW hat bewusst entschieden, seine elektrische Revolution mit einer hochstehenden Digitalisierung zu verbinden. Der Fünf-Zoll-Bildschirm des Cockpits beschränkt sich aufs Anzeigen minimalistischer Informationen. Die meisten Funktionen werden mit dem Zehn-Zoll-Touchtablet, der intelligenten Sprachsteuerung sowie dem Headup-Display gesteuert. Letzteres projiziert grosse 3-DBilder auf die Frontscheibe. Zurzeit gibt es noch einige

Kinderkrankheiten, doch die Augmented Reality wird Ende Jahr verfügbar sein. Bis dann wird der ID.3 in sechs Versionen erscheinen. Auch wenn die Einsteigerversion (Reichweite 330 km) nur 32 000 Franken kosten wird, überschreiten alle anderen Modelle 40 000 Franken. Die Ausstattung umfasst die ACC sowie das Navigationssystem und kann mit innovativen Ausrüstungen (Matrixscheinwerfer, ausgeklügelte Assistenten) ergänzt werden. • September 2020 | touring

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TECHNIK

Stets ein wackliger Kompromiss Sind Ganzjahresreifen nunmehr in der Lage, mit Sommer- oder Winter- Desgleichen beim Michelin, reifen mitzuhalten? Nicht wirklich. Keinem der sieben in einem TCS-Test der auf trockener Strasse bewerteten Modelle gelang es, die Note «empfehlenswert» zu erreichen. überzeugte und auf nasser REDAKTION MARC-OLIVIER HERREN | TEST RETO BLÄTTLER

D

ank milder Winter nimmt das Interesse für Ganzjahresreifen zu. Um diese Bereifungen, die im Sommer wie im Winter leistungsfähig sein sollen, zu beurteilen, testete der TCS sieben Produkte der Dimension 235/55 R17 V/Y, die auf mittelgrosse SUV und Kleinbusse montiert werden. Leider wurden die Erwartungen enttäuscht. Die besten Produkte erreichten nicht mehr als die Note «bedingt empfehlenswert», zwei Reifen mussten sich gar mit «nicht empfehlenswert» begnügen. Fazit: Mit ihrem Status als Kompromissprodukt

sind Ganzjahresreifen stets im Nachteil. Vor allem vermögen sie nicht, mit den Resultaten der saisonalen Pneus unter Extrembedingungen gleichzuziehen. Ganz ohne Vorteile sind Ganzjahresreifen aber nicht. So zeigten die Produkte Continental, Goodyear, Nokian und Uniroyal eine zufriedenstellende Leistung auf nasser Fahrbahn (gemessen zwischen 5 und 15° Celsius). Auf trockener Fahrbahn liess die Präzision zu wünschen übrig, bis hin zum schwammigen Lenken bei Autobahngeschwindigkeiten. Diese Reifen eignen sich

knapp ein gutes Resultat verpasste. Auf Schnee bietet er eine beachtliche Traktion, also für Nutzer, die nur wefällt aber beim Bremsen und nige Kilometer auf der Autobeim Fahrverhalten zurück. bahn fahren und bei starkem Beide Produkte lassen sich als Schneefall auf ihr Auto verzich- «sommerausgerichtete» Ganzten können. Die Produkte von jahresreifen bezeichnen. Nur Vredestein und Bridgestone der Vredestein hat ein behingegen wurden durch ihre grenzteres Einsatzfeld: Bei schlechten Ergebnisse auf ver- Nässe knapp zufriedenstelschneiter Strasse abgewertet. lend, erwies er sich auf trockenen und verschneiten Immerhin genügt der BridgeStrassen als schwach. stone, sofern er nicht unter winterlichen Verhältnissen Autofahrer, die ihr Gefährt benutzt wird. Auf trockener für Bade- oder Skiferien nutFahrbahn und bei sommerlizen, setzen also besser auf chen Bedingungen verfehlte saisonale Pneus. Diejenigen, er knapp eine gute Note und die das ganze Jahr über mit schnitt auf nasser Strasse gut Winterbereifung fahren, sind ab, wobei er fast an einen gumit Ganzjahresreifen in der ten Sommerreifen herankam. Regel sicherer unterwegs. ◆

Ganzjahresreifentest 2020: 235/55 R17 103V Marke Typ

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8

Buchstabe 1: Note von A bis G im Treibstoff verbrauch; Buchstabe 2: Note von A bis G bei Bremsen nass; Zahl: Aussengeräusch in Dezibel (dB). Rollwiderstand beeinflusst den Treibstoffverbrauch. Beste Note in diesem Kriterium (Schriftfarbe schwarz, fett). Schlechteste Note in diesem Kriterium (Schriftfarbe rot, fett). Führt zur Abwertung. Geschwindigkeitsindex Y. Nachfolger Vector 4 Season Generation 3 erhältlich. Nachfolger erhältlich.

Europäisches Reifenlabel¹ Trockene Fahrbahn Nasse Fahrbahn Schnee Eis Komfort/Geräusche Treibstoffverbrauch2 Verschleiss Schnelllauf Gesamtnote TCS-Beurteilung Stärken Schwächen

hervorragend sehr empfehlenswert empfehlenswert

Continental AllSeason Contact B/B/72 38% 58% 50%³ 62% 50% 80% 80% bestanden 38%

Goodyear Michelin Nokian CrossClimate +6 Weatherproof Vector 4 Season G26/7 B/B/69 B/B/69 C/A/69 34% 58% 32% 58% 56% 52%⁴ 38% 32% 50% 62% 62% 56% 54% 50% 42% 72% 70% 62% 90% 98% 70% bestanden bestanden bestanden 34% 32% 32%

★★☆☆☆

★★☆☆☆

★★☆☆☆

Bestnote auf Schnee, auf Eis und beim Treibstoffverbrauch, sehr gut im Verschleiss Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn und auf Schnee, Schwächen auf trockener Fahrbahn5

Bestnote auf Eis, sehr gut im Verschleiss, gut im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn, Schwächen auf Schnee und auf trockener Fahrbahn5

Bestnote auf trockener Fahrbahn, auf Eis und im Verschleiss, gut im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf trockener und auf nasser Fahrbahn, Schwächen auf Schnee5

80–100% 60–79% 40–59%

★★★★★ ★★★★☆ ★★★☆☆

★★☆☆☆

Bestnote auf Schnee, gut im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn, auf Schnee und auf Eis, lautester Reifen, Schwächen auf trockener Fahrbahn5

bedingt empfehlenswert nicht empfehlenswert

Uniroyal AllSeason Expert 2 C/C/72 24% 56% 50% 62% 56% 66% 90% bestanden 24%

Vredestein Quatrac pro6 C/B/71 32% 58% 6% 56% 56% 60% 90% bestanden 6%

Bridgestone Weather Control A005 8 C/A/71 58% 70% 2% 62% 52% 72% 70% bestanden 2%

★★☆☆☆

★☆☆☆☆

★☆☆☆☆

Bestnote auf Schnee, auf Eis und beim Geräusch, sehr gut im Verschleiss, gut im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn und auf Schnee, Schwächen auf trockener Fahrbahn5

Bestnote beim Geräusch, sehr gut im Verschleiss, gut im Treibstoffverbrauch Schwächen auf trockener Fahrbahn, leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn und auf Eis, sehr schwach auf Schnee5

Bestnote auf trockener und auf nasser Fahrbahn sowie auf Eis, gut im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn, geringste Laufleistung, sehr schwach auf Schnee5

20–39% 0–19%

★★☆☆☆ ★☆☆☆☆

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TECHNIK

MERCEDES-BENZ GLA 250 4MATIC

Der sanfte Stattliche Der kompakte Mercedes-Benz GLA hat sich vom Crossover zum komfortablen SUV mit entschärftem Fahrverhalten gewandelt. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

V

on Mercedes ist man spektakuläre Sinneswandlungen gewohnt. Aktuell ist der GLA vom urbanen Crossover zum SUV geworden. Dazu macht er einen Sprung um enorme zehn Zentimeter in die Höhe. Und die verbreiterte Spur sowie die muskulösen Schultern hinten verleihen ihm ein neues stattliches Aussehen.

Im Inneren mit der sehr wertigen Materialanmutung finden sich die Passagiere entsprechend in einer erhöhten Sitzposition wieder. Da er die Merkmale der A-Klasse teilt, erbt der GLA von ihr die Technologie und auch das Pad, welches Instrumente und Touchscreen vereint. Das Ganze wird, unter anderem, mit einem grossen Touchpad und zwei Minipads am Lenkrad bedient; hochtechnisch und doch ausreichend intui-

tiv mit der nach Bedarf nutzbaren intelligenten Sprachsteuerung.

halten ist von der sanften Art. Im Gegensatz dazu der Zweiliter mit 224 PS, der sich als sehr reaktionsschnell und Obwohl kompakt, ist der GLA beinahe nervös erweist. Aber mit grosszügiger dimensiodas Acht-Gang-Doppelkuppnierten Sitzen lungsgetriebe ausgestattet bringt auf der Fahrkomfort und bietet Autobahn Platzangebot / Variabilität mehr BeinfreiunerschütterBeschleunigung heit, vor allem liche Ruhe Sinnvolle Technik mit der Option zurück. Für Allradantrieb der verschiebdie sorgt übbaren Bank rigens auch Preis / Optionen für 485 Frandas komKofferraumvolumen ken. Zwar hat plette Arsenal Relativ hoher Verbrauch er um 14 Liter an Fahrassiszugelegt, dententen für noch bleibt der Kofferraum stolze 2074 Franken. unterhalb der Konkurrenz. Trotz seiner reichhaltiger geSogar in der Version AMG wordenen Ausstattung wird Line verfügt der GLA über der deutlich gestiegene Preis eine für einen SUV sehr zunoch weiter von der Last der vorkommende Federung. Optionen aufgebläht, welche Auch das durchschnittlich unabdingbar sind, wenn der agile und ziemlich seitenGLA seine Stellung beibehalneigungsanfällige Fahrverten will. ◆

SCHICKER 4×4 Trotz imposanter 19-ZollRäder, die kaum dazu verlocken, sich ins Gelände zu wagen, hat der GLA 250 4Matic einen hochentwickelten Allradantrieb. Das Ganze beruht auf einer Mehrscheibenkupplung mit elektromechanischer Regelung. Während im normalen Einsatz die Drehmomentverteilung vorne/ hinten bei 80/20 liegt, blockiert sie die Kupplung im Gelände bei 50/50. Das Offroad-Paket (in den 4Matic-Ausführungen inbegriffen) umfasst auch eine spezielle Beleuchtungsregelung, um Hindernisse zu erkennen, sowie ein Stabilisierungssystem für die Talfahrt, das die Geschwindigkeit nach Wahl bei 2 bis 18 km/h hält. Im Alltag dient vor allem die sehr gute Traktion, für die dieser intelligente Allradantrieb sorgt, welcher im Sport-Modus das Drehmoment im Verhältnis 70/30 verteilt. So ausgerüstet verfügt die Version GLA 250 4Matic über eine Anhängelast von 2000 Kilogramm.

NLänge: 4,41 m; Kofferraum: 435 l E2-l-Turbobenziner, 224 PS, 350 Nm; 8-Gang-DCT, 4×4; 0–100 km/h in 6,7 s; Testverbrauch: 8,5 l/100 km; Reichweite: 600 km L54 400 Fr. 4×4-Modus für leichtes Gelände

Stattlich, aber das Design ist bis auf die kräftigen Schultern hinten auch konventioneller geworden

September 2020 | touring

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TECHNIK

Renault mit seiner Hybridpalette vom Clio bis zum Mégane

ZVG

RENAULT E-TECH HYBRID/PLUG-IN

Ungewöhnliches Hybridtrio Als Hersteller von reinen E-Autos hat nun Renault den Schritt zum Hybridantrieb gemacht. Eine von der Demokratisierung geprägte Offensive, die mit den Kompakten Clio, Captur und Mégane gestartet wird. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

W

ährend mehr als einem Jahrzehnt hat Renault nur auf das rein elek­ trische Auto gesetzt und die Hybridtechnik ignoriert. Wegen der verschärften Ab­ gasnormen hybridisiert nun auch Renault seine Modell­ palette. Renault geht diese Technik jedoch auf inno­ vative Art an. Ziel ist es, die Phasen des elektrischen Fahrens zu maximieren und das Anfahren nur ohne Un­ terstützung durch den Ver­ brennungsmotor zu garantie­ ren.

Neu und effizient Auf der Grundlage der in der Formel 1 gemachten Erfah­ rungen hat die französische Marke eine mit einem Klau­ engetriebe (siehe Kasten) verbundene Antriebsgruppe entwickelt. Diese Kraftüber­ tragung ist kupplungslos,

und die sehr direkten Gang­ wechsel werden durch einen Elektromotor synchronisiert, welcher die für diese Ge­ triebeart typischen Rucke ausmerzen soll. Das Hybrid­ system setzt sich beim Clio E­Tech Hybrid aus einem 1,6­Liter­Vierzylinder­Saug­ motor mit 91 PS und zwei Elektromotoren mit 20 und 49 PS zusammen. Diese Tech­ nik bietet die Besonderheit, sowohl parallel als auch in Serie zu funktionieren. In dieser Konfiguration treibt der 1,6­Liter nicht die Räder an, sondern lädt die Batterie auf. Der Antrieb erfolgt durch die Elektromotoren. Im Parallelhybridmodus sor­ gen der 1,6­Liter­ und der grosse Elektromotor gemein­ sam für Vortrieb. Der Clio hat eine kleine Batterie mit 1,2 kWh an Bord. Da sich letztere oft auflädt, zeigt das elektrische Fahren in der

Stadt eine ungewohnte Stabi­ lität. Damit verbunden ein WLTP­Verbrauch von 5,1 Li­ tern pro 100 Kilometer.

KLAUENGETRIEBE Dieser Getriebetyp war bisher ausschliesslich dem Rennsport vorbehalten. Dies vor allem aufgrund der wegen fehlender Syn­ chronisation unkomforta­ blen Gangwechsel. Beim System von Renault fällt dieser Vorgang den Elektro­ motoren zu. So werden die Gänge meist sanft und mit der für Klauengetriebe typischen Schnelligkeit eingelegt.

Plug-in-Hybride Die gleiche Antriebsgruppe setzt. Alle beiden heben sich rüstet auch die Plug­in­Hybrid­ durch einen ausgezeichneten versionen des SUV Captur Fahrkomfort ab. Beim Platz­ und des Kombis Mégane aus. angebot nimmt die Koffer­ Mit dem Unterschied, dass raumkapazität deutlich ab. für den elektrischen An­ triebsmotor 67 PS und für die Mit seiner Gesamtleistung von 140 PS steht der Clio Gesamtleistung 160 PS an­ E­Tech Hybrid an der Spitze gegeben werden. Eine unter seiner Modellreihe. Er ist der Sitzbank untergebrachte im Vergleich zum Benzin­ Lithium­Ionen­Batterie mit 9,8 kWh sorgt für eine elektri­ modell lediglich 1000 Fran­ sche Reichweite von 50 Kilo­ ken teurer. Wie es die Tech­ metern im WLTP­Zyklus. Sie nik erfordert, erreicht der lässt sich in drei Stunden wie­ Preisunterschied bei Captur der aufladen. So gerüstet, und Mégane Plug­in rund fordert der Captur einen Ver­ 7000 Franken. Der Importeur brauch von 1,7 Litern pro kompensiert jedoch das 100 Kilometer. Bei den zwei Fehlen von staatlichen Unter­ Modellen wurde die hintere stützungen durch punk­ Verbundlenkerachse durch tuelle Boni in der Höhe von ein Mehrlenkersystem er­ 7000 Franken. •

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TECHNIK

Eleganz kommt dazu Der nur als Kombi verfügbare Škoda Octavia trägt verfeinerte Züge

ŠKODA OCTAVIA 2.0 TDI STYLE

Hat das Zeug zum Leader NLänge: 4,69 m; Kofferraum: 640–1700 l E2-l-Turbodiesel, 150 PS, 340 Nm; 7-Gang-DSG, 4×2; 0–100 km/h in 8,8 s; Testverbrauch: 4,8 l/100 km; Reichweite: 937 km L38 840 Fr. Als Familienkombi führt der Škoda Octavia seine Erfolgsgeschichte mit neuer Technologie und einer veredelten Präsentation fort. TEXT UND FOTO MARC-OLIVIER HERREN

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an kann den Schweizern, die den Škoda Octavia seit drei Jahren zum meistverkauften Auto des Landes gemacht haben, nur Recht geben. Und die vierte Auflage verbessert diesen Erfolg mit sinnvollen Änderungen. Nebst seinem sehr guten Preis-LeistungsVerhältnis und seinem sprichwörtlichen Platzangebot gewinnt der Familienkombi durch stilistische Retuschen wie den verfeinerten Kühlergrill und die Kanten am Heck an Eleganz. Genug, um diesem gleich lang (+2 cm) gebliebenen Auto ein Quäntchen Klasse einzuhauchen. Es wäre jedoch falsch, zu glauben, dass sich der Octavia auf seinen Lorbeeren ausruht. Die vierte Generation bedient sich ausgiebig in der

Technikbank der Volkswagen- lel dazu leistet sich der OctaGruppe. Davon zeugt die via die meisten topaktuellen Sprachsteuerung, welche Fahrassistenten und als ZuUmgangssprache versteht. gabe einen Ausstiegswarner, Gleiches gilt für das grosse der den Fahrer warnt, wenn virtuelle Cocker die Türe pit mir vier öffnen will, Preis-Leistungs-Verhältnis Anzeigewährend ein Platzangebot feldern, welRadfahrer Sehr tiefer Verbrauch ches durch naht. Auch Fahrkomfort einen Zehnwenn dieser Ganz neue Assistenten Zoll-TouchKombi gut screen verausgestattet Verbindliche Optionen längert wird. ist, finden Materialanmutung Diese intuisich die am Minimalistische Garantie tiven Module meisten perwerden durch fektionierten ein Multifunktionslenkrad Systeme in Optionenpaketen. ergänzt, das über ästhetische Die sind zwar nicht teuer, Rändelräder verfügt. Übriaber die Kunden werden zur gens vereint das ganze Arma- Kasse gebeten. turenbrett mit verfeinertem Design Modernismus und Als gutes Familienauto – und gestylte Tasten. Allein der auch Flottenfahrzeug – wird Qualitätsunterschied zu den der Škoda Octavia von seiner Materialien der unteren Teile geschmeidigen Federung gepasst nicht ganz dazu. Paralprägt. Das verleiht ihm ein

quasi sanft wiegendes Fahrverhalten, jedoch ohne zu übertriebener Seitenneigung in Kurven zu führen. Nicht sportlich, aber keineswegs unbeholfen steht das Fahrwerk im Einklang mit diesem komfortorientierten Kombi.

Welche Sparsamkeit! Der Zweiliter-Turbodiesel ist von derselben Art. Man schätzt seinen diskreten Lauf und die gut zum Auto passende Reichweite. Der Durchzug ist solide und die Beschleunigung kräftig. Eine gute Werbung für den Diesel, umso mehr, als sich dieser imposante 1,7-Tonnen-Kombi als beispielhaft sparsam erwies (4,8 l/100 km). Beim Rest bleibt sich der Octavia treu. Die Passagiere, die bereits verwöhnt wurden, gewinnen bei der Beinfreiheit ein Quäntchen, und der grosse Kofferraum gewinnt 30 Liter. Wir bedauern nur, dass – ganz im Zeichen der Zeit – die Motorenpalette verkleinert worden ist. • September 2020 | touring

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Grosse Autobatterien bieten den Vorteil von viel Reichweite, sind aber schwer

Unterwegs ohne Reichweitenstress REDAKTION TOURING

Wie viel Reichweite braucht ein Elektroauto wirklich? Wann schlägt der Reich­ weitenstress zu?

Reichweitenstress entsteht, wenn es abends nicht mehr nach Hause reicht. «Schatz, ich komme später, bin noch am Laden» ist keine gute Nachricht. Weder per Telefon noch im Familienchat. Reichweitenstress bleibt aus, wenn eine Akkuladung für mehrere Tage ausreicht (die Wochendistanz mit dem Auto beträgt durchschnittlich 175 Kilometer). Damit ist nicht infrage gestellt, ob man es abends nach Hause schafft, sondern ob schon heute oder erst übermorgen geladen werden muss. Wenn die Wallbox komfortabel neben dem Auto installiert ist, lädt man trotzdem jeden Abend. So bedeuten ungeplante Fahrten, Kälteeinbrüche, Klimaanlage, Umleitungen oder eine besetzte Ladestation keine Katastrophe. Wann ist die Batterie leer? Wann soll ich nachladen?

Elektroautos werden nicht erst geladen, wenn die Batterie leer ist. Unruhe kribbelt spätestens dann in der Magengrube, wenn die Kapazi-

tät unter 20 Prozent fällt. Ähnlich fühlt es sich an, wenn die Restreichweite weniger als eine halbe Stunde Weiterfahrt ermöglicht. Auf der Autobahn entspricht das ca. 50 bis 75 Kilometern, im Stadtverkehr eher 10 bis 20 Kilometern. Geladen wird bei Gelegenheit. Diese hat man am besten dort, wo das Fahrzeug normalerweise steht. Lithium-Ionen-Batterien leben zudem länger, wenn sie nicht ganz leer und nicht ganz voll gemacht werden. Idealer Betrieb liegt zwischen 20 und 80 Prozent. Gibt es Eigenschaften beim Ladegerät oder bei der Infra­ struktur, die ich beachten muss?

Zu Hause sollte Vollladen innert sechs bis acht Stunden möglich sein. Beim Kauf ist zu beachten, ob das Auto einphasig (3,7 kW/240 V) oder dreiphasig (11 kW/ 400 V) laden kann. Dreiphasig geht drei Mal schneller! Bei der Installation der Wallbox prüft zudem der Elektriker, ob die Leitungen den Anforderungen genügen. Die meisten Elektroautos sind standardmässig oder optional mit einem Gleichstrom-

anschluss ausgerüstet und laden so den Akku an Schnellladestationen innert 30 bis 40 Minuten auf 80 Prozent. Damit machen auch Strecken Spass, die über eine Batterieladung hinausgehen. Individuell passende Reichweite, komfortable Lademöglichkeit zu Hause und optionale Schnellladefähigkeit lassen Sie entspannt unterwegs sein. Gute Fahrt. • Angaben über Reichweiten und Lademöglichkeiten zu jedem Elektroauto auf tcs.ch/autosuche

TIPPS

1.

Faustregel, um Reichweitenstress zu vermeiden: die Akkukapazität so gross wählen, dass eine Ladung für mehrere Tage ausreicht. Und trotzdem jeden Abend aufladen.

2.

Grosse Batteriekapazitäten bieten Vorteile bei Langlebigkeit, Komfort, Effizienz und Zusatzanwendungen, kleine Batteriekapazitäten bei Kosten und Materialaufwand.

3.

Für grössere Distanzen sollte das Fahrzeug für Gleichstrom-Schnellladung ausgerüstet sein.

4.

Für die Ladung zu Hause das Auto und die Infrastruktur so aufein aufeinander abstimmen, dass Vollladung innert etwa sechs bis acht Stunden möglich ist. Mehr Information und die richtige Ladestation beim TCS bestellen: tcs.ch/ladestation

MARTIN BOLLIGER Funktion: Leiter Mobilitätsberatung Beruf: Master of Science Alter: 49 Jahre Kontakt:

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FREIZEIT Geduldig zieht Jolly Jumper den Planwagen durch die schöne Ajoie

Meditative Jurareise mit einem PS Die leicht hüglige Ajoie im Jura ist wie geschaffen für eine Reise mit Planwagen und Pferd. Während der viertägigen Fahrt lernt man den Umgang mit den sanften Freibergerpferden, kann dabei richtig entschleunigen und erlebt eine schöne Ecke der Schweiz. REPORTAGE FELIX MAURHOFER

J

olly Jumper spitzt seine Ohren, bleibt plötzlich stehen, hebt seinen edlen Kopf und wiehert. Was hat er, was ist los? Der sensible und gutmütige Freibergerhengst hat hier im Wald in der jurassischen Ajoie etwas wahrgenommen. Ein paar Sekunden später huscht ein Fuchs über den Waldweg. Die Aufregung währt nur kurz, und nach einem herzhaften «Hü» läuft der Braune im Schritt weiter. Geduldig zieht er den Planwagen in Richtung Pruntrut. Heute Morgen haben wir uns von Jacqueline Noirjean und ihrem tierreichen Hof in Lugnez verabschiedet. Nach einer Nacht im Stroh versorgten September 2020 | touring

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wir wie jeden Morgen zuerst das Pferd. Fürs Futter ist die Bäuerin zuständig, für das Wasser und die Fellpflege wir. Als wir uns der Pferdebox nähern, stampft der Freiberger mit den Hufen und gibt uns klar zu verstehen, dass er durstig ist. Dann gibt es auch für uns Frühstück mit lokalen Produkten wie Käse und selbstgebackenem Zopf. Auch das Picknick für die Mittagspause lässt keine Wünsche übrig. Nachdem der Planwagen beladen ist, holen wir Jolly Jumper aus der Box, striegeln ihn und reinigen die Hufe. Nun folgt das Anschirren, Aufzäumen und Anspannen. In der Zwischenzeit wollen sich die Kinder von allen Tieren – von den Wachteln über die Grasfrösche bis zu den Emus – verabschieden. Während die kleinen Kinder es sich im Wagen bequem machen, bediene ich auf dem Kutschbock die Zügel und Bremsen, und die älteste Tochter läuft mit dem Pferd mit. Die dritte Etappe unserer Planwagenferien führt über 15 Kilometer von Lugnez nach Pruntrut zur Ferme du Bonheur.

Lernen und fahren Die Reise begann in Courtedoux bei David Protti, der seit 20 Jahren seine Freiberger und Planwagen vermietet. Bevor es aber losging, erklärte er vom An- und Besitzer David Protti erklärt, wie das Zugpferd korrekt angeschirrt wird

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Beim Hof angekommen, gibt es Wellness für den edlen Freiberger

Abschirren alles über den Umgang mit dem Pferd bis zur täglichen Pflege. Es ist von Vorteil, wenn man sich mit Pferden ein bisschen auskennt. Uns wurde Jolly Jumper zugewiesen, den die Kinder herzlich begrüssten. Unter der Aufsicht von Protti machten wir das Pferd bereit, spannten es vor den Wagen, und schon konnte es losgehen. Auf den ersten Metern hinauf nach Mormont begleitete uns der Besitzer und gab die letzten Tipps. Dann waren wir auf uns

alleine gestellt – ein zugegeben mulmiges Gefühl, das sich aber mit der Zeit legte. Nach zwei Stunden gemütlicher Fahrt war es Zeit für eine Pause. Auf einer Waldlichtung fanden wir eine geeignete Stelle, spannten und zäumten Jolly Jumper ab und machten ihn an einem Baum fest. Nach dem Tränken bekam er etwas Kraftfutter, und auch wir hatten Pause. Am späteren Nachmittag erreichten wir die Gîte rural La Bergerie in Mormont, versorgten gemäss der Checkliste


FREIZEIT

Bei den Mittagspausen wird immer zuerst das Pferd mit Wasser und Futter versorgt

das Pferd und genossen den Abend mit einer Grillade.

Erlebnis Bauernhof Am nächsten Tag nahmen wir die 16 Kilometer lange Strecke nach Lugnez in Angriff. Der Morgen war kühl, und es ging mehrheitlich durch die im Jura typischen Mischwälder. Nach der Mittagspause führte die Strecke über offene Felder, und da kamen die Brämen. Das Pferd konnte sich der Blutsauger kaum erwehren, und auch das mitgeführte Insektenschutzmittel nützte wenig. In Lugnez angekommen, erhielt Jolly Jumper nach dem Abschirren seine wohlverdiente Dusche, und danach konnte er sich im Schatten ausruhen. Auf dem Hof von der Familie Noirjean wird einiges geboten. Die Kinder können die zahlreichen Hoftiere bestaunen, auch ausreiten oder beim Füttern mithelfen. Für den grossen Hunger am Abend ist das Restaurant La Rauracienne im Dorf zu empfehlen. Die Pizzen aus dem Holzofen schmecken ausgezeichnet.

Launische Karpfen Wir fahren der Allaine entlang, und unser Brauner merkt, dass es in Richtung Zielort geht. Er will ständig in Trab verfallen, was nur mit strengen «Ho»-Kommandos und Zügelzug zu verhindern ist. Die Ferme du Bonheur liegt malerisch am Fluss, und Besitzer Gaby Schenk so-

wie eine Schar Kinder, die hier Bauernhofferien verbringen, erwarten uns bereits. Jolly Jumper kann sich auf der Weide am frischen Gras laben, und wir ziehen mit Profifischer Christian Theuvenat los in Richtung Karpfenweiher. Doch heute wollen die Schuppentiere nicht beissen, und wir trösten uns mit ein paar kleinen Weissfischen. Das Abendessen im Hinterhof schmeckt ausgezeichnet, und wir legen uns müde und glücklich ins Stroh.

Im Takt der Hufe Die letzte Etappe zurück nach Courtedoux hält noch eine Herausforderung bereit. Die Fahrt durch Pruntrut. Doch Jolly Jumper meistert auch diese Schlüsselstelle mit Bravour, das auch, weil alle Strecken gut ausgeschildert sind. Ebenfalls befinden sich im Wagen Karten mit den eingezeichneten Routen. So kommen wir wohlbehalten auf dem Pferdehof der Familie Protti an. Das letzte Mal spannen wir unseren Braunen aus, entledigen ihn behutsam vom Geschirr und entlassen ihn mit Wehmut zu seinen Kollegen auf die Weide. Mit Planwagen und Freiberger durch die liebliche Juralandschaft zu ziehen, ist ein fast meditatives Erlebnis. Man hat viel Zeit zum Staunen, und das alles im Takt der Hufe von Jolly Jumper. •

GUT ZU WISSEN Pferdewandern um Prun­ trut: vier Tage Strecken: 15 bis 20 Kilometer pro Tag auf Nebenstrassen und Waldwegen Mindestalter: vier Jahre (besser ab acht Jahren) Unterkunft: Bauernhöfe, Schlafen im Stroh, Massenlager oder Hotel Ausrüstung: Outdoorkleider, Wanderschuhe, Schlafsäcke Preis: für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab 2150 Fr. Buchung: eurotrek.ch

Diese Reise wurde durch Eurotrek ermöglicht.

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Schöne Aussichten in Vorarlberg In der unberührten Natur des Montafons ist der hektische Alltag weit weg. Wandern im Europaschutzgebiet Wiegensee schärft die Sinne, E-Biken am Kristberg bedeutet Entspannung pur. REPORTAGE THOMAS WÄLTI

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I

n die Tafamuntbahn einzusteigen, braucht starke Nerven. Vor allem, wenn man wie der Autor Höhenangst hat. Der Blick hinunter in die Tiefe des Montafons ist krass: Satte 100 Meter hängt man an einer Schlüsselstelle über dem Boden. Die fünfminütige Mutprobe in der Luftseilbahn von Partenen hinauf ins Verwallgebirge lohnt sich auf jeden Fall – ab der Bergstation (1530 m ü. M.) betreten die Ausflügler eine ganz andere Welt.

Einzigartige Moorlandschaft am Wiegensee Gerlinde Manz-Christ ist bereit zum Abmarsch. In den nächsten gut sechs Stunden bringt die Naturführerin ihren Gästen im Europaschutzgebiet Wiegensee ein einzigartiges Naturjuwel und Wandereldorado näher. Der Wiegensee, Herzstück der Moorlandschaft von internationaler Bedeutung, liegt auf 1925 Metern über Meer. Der natürlich geschaffene Moorsee gilt als ältester «Stausee» im Montafon. «Er liegt zwischen zwei Abhängen in einer Mulde, der sogenannten Wiege», weist Gerlinde Manz-Christ auf die Bedeutung des Namens hin. Die promovierte ehemalige Spitzendiplomatin hat vor ein paar Jahren die Seite gewechselt: «Früher


FREIZEIT

Das Montafon ist mit 260 Kilometern präparierten Strecken und Trails ein Bikerparadies

war ich Vermittlerin zwischen Menschen und Kulturen. Heute baue ich als Naturdiplomatin Brücken zwischen Menschen und der Natur.»

Das Pfeifen des Murmeltiers Auf der Wanderung bergauf zum Wiegensee nimmt man viel Wissen im Vorbeigehen mit. Mehrmals stoppt die eloquente Naturführerin im subalpinen Fichtenwald, stellt den Rucksack auf den Boden und macht auf die reichhaltige Fauna aufmerksam. Wenn ein Tier nicht live zu sehen ist, zeigt sie Fotos. Etwa vom Schwarzspecht. «Er ist der Baumeister des Waldes und baut Höhlen für Käuze, Marder, Fledermäuse und Eichhörnchen.» Oder sie erklärt: «Wenn das Murmeltier einmal pfeift, warnt es vor Feinden aus der Luft – ein Steinadler oder ein Wanderfalke kreist. Pfeift es mehrmals, droht Gefahr auf dem Landweg – ein Mensch oder ein Fuchs naht heran.»

In der Natur Kraft und Gelassenheit tanken Im vielfältigen Moor-Biotop, wo der Auerhahn sowie die Birk-, Hasel- und Alpenschneehühner zu Hause sind, lädt Gerlinde Manz-Christ ihre Gäste ein, innezuhalten, langsamer und achtsamer zu gehen. Wandern hat dergestalt etwas Meditatives. «In der Natur kann der Mensch entspannen und wieder Kraft und Gelassenheit für den Alltag tanken.» Die Verschnaufpause bei der Ver-

bellaalpe mit Blick auf die majestätische Silvretta kommt gelegen. Der Hüttenwirt serviert Buttermilch, Hobelfleisch, frischen und sehr scharfen Meerrettich und den schmackhaften Montafoner Sura Kees. Die Geschichte dieser regionalen Käsesorte geht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. Die Herstellungstradition des Sauermilchkäses ist eine der ältesten der Alpen. Nach der Jause geht es tausend Höhenmeter durch einen herrlich duftenden Arvenwald hinunter zum Ausgangspunkt Partenen, einer von elf Tourismusorten im Montafon.

E-Bike-Runde im Abenteuerpark Aktive Urlauber können sich auch auf dem E-Bike austoben. Die Montafoner Bikewege bieten viel Fahrspass. 260 Kilometer präparierte Strecken und Singletrails machen den Tag auf dem Mountainbike zum Erlebnis. Eine schöne Tour führt ins malerische Silbertal, wo vor über tausend Jahren Knappen nach Silber, Eisen und Kupfer schürften. Die Strecke steigt nun stetig an, der Trail schlängelt sich vorbei an hübsch geschmückten Maiensässen hinauf zur Bergstation der Kristbergbahn. Bald erreichen die Biker Bartholomäberg. Das Bergdorf wird liebevoll «Sonnenberg des Montafons» genannt. Das Panorama unterwegs ist überwältigend, das Rätikon vis-à-vis zieht alle Blicke auf sich: → drei Türme, Schesaplana, Zimba –

Ex-Diplomatin Gerlinde Manz-Christ bringt Interessierten die Natur nahe

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FREIZEIT Hinreissend Die Zimba von den Golmer Seen aus betrachtet

die bekanntesten Gipfel der markanten Gebirgsgruppe bilden eine perfekte Kulisse für den nächsten Instagram-Post. Dann geht es bergab. Die rasante Abfahrt auf meist asphaltierter Strasse nach Schruns ist ein einziger Genuss.

Feldkirch Bludenz

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Pfarrer Joe Egle und seine heilsamen Schnäpse sind recht bekannt im Montafon

Die Einladung kam zustande auf Einladung von Montafon Tourismus.

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Nach den Aktivitäten bleibt noch Zeit, im Dorf Gaschurn an die Tür von Joe Egle zu klopfen. Das muss man einfach tun, denn dieser Mann ist im Montafon Kult. «Schnapspfarrer» wird er hier durchaus respektvoll genannt. Der Pfarrer von Gaschurn und Partenen veredelt selbst gesammelte Kräuter, Beeren und Wurzeln zu hochwertigem Schnaps. In-

Dornbirn

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FOTOS THOMAS WÄLTI, ANDREAS MEYER/WOM MEDIEN, MANFRED OBERHAUSER/MONTAFON TOURISMUS GMBH, KARTE KEYSTONE

«Schnapspfarrer» Joe ist im Montafon Kult

teressiert ist der Geistliche vor allem an der medizinischen Wirkung seiner Schnäpse. 50 verschiedene Sorten hat er in Flaschen abgefüllt, die er zu Hause im Wandschrank lagert – und verkauft. «Der Zirbenschnaps ist der Renner», sagt Hochwürden und lacht herzhaft. «Zirbe hilft den Bronchien und wirkt herzstärkend.» Auf einer anderen Etikette steht: Moschusschafgarbe hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und stärkt die Nerven. Der Autor atmet auf und kauft eine Flasche, falls mal wieder eine Fahrt mit einer steilen Luftseilbahn ansteht. ◆

Chur Davos 15 km

GUT ZU WISSEN Wohnen: Sporthotel Silvretta Montafon in Gaschurn, Doppelzimmer ab 320 Euro sporthotel-silvretta-montafon.at

Essen: Panoramagasthof Kristberg, idealer Boxenstopp auf der E-Bike-Tour. Tipp: Montafoner Käsespätzle mit Röstzwiebeln kristberg.at

Aktivitäten: Geführte Wanderungen mit Naturdiplomatin Dr. Gerlinde Manz-Christ, Montafon Tourismus montafon.at

Besuch bei Pfarrer Joe Egle und seinen Schnapskostbarkeiten, Pfarrhaus, Dorfstrasse 1, Gaschurn

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Okzitanien ist anders Lebhaft und trotzdem gemütlich geht es in Toulouse zu, Frankreichs viertgrösste Stadt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Unesco-Welterbe zu werden. Ihre kleine Schwester Albi ist es bereits. REPORTAGE PETER GRANWEHR

D

ie Innenstadt soll in die Liste der Weltkulturgüter aufgenommen werden, und sie hat es in sich: Ein Wirrwarr von Gassen und gebogenen Strässchen, «um den nicht selten starken Wind abzuschwächen», wie Marine Esch vom Office de Tourisme erklärt. Da trifft es sich gut, dass die Stadtplaner in den 1870erJahren zwei schnurgerade Achsen durch die Altstadt schlagen liessen: die Rue d’Alsace-Lorraine und die Rue de Metz, die zum Pont Neuf aus dem 16. Jahrhundert über die Garonne führt. An diesen beiden Prachtstrassen kann man sich jederzeit orientieren. Hier sind die bekannten Läden zu finden, während in den Gassen unabhängige lokale Geschäfte angesiedelt sind nebst auffallend vielen kleine Restaurants und

Die Kathedrale von Albi mit Pont Vieux. Seit 2010 ist das Bischofsviertel der Stadt Unesco-Weltkulturerbe

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Cafés. Unübersehbar ist auch das zahlreiche junge Publikum: Rund ein Viertel der Bevölkerung sind Studenten.

Von Rosa bis Pastel

Säle besichtigt werden können – sofern dort nicht gerade geheiratet wird. Der gleichnamige Platz auf der Westseite, begrenzt durch ein langes Gebäude mit Arkaden, könnte auch in Spanien sein.

Toulouse nennt sich «Ville rose», rosarote Stadt. Manchmal wähnt man sich hier in Norddeutschland angesichts der vielen Backsteinbauten. Doch das Licht des Südens lässt die Fassaden im Verlaufe des Tages von tiefrot bis orange leuchten. Nicht überall freilich, denn seit dem Barock war der Backstein den Reichen zu wenig nobel: Sie liessen daher die Fassaden hell streichen und teils mit Natursteinen abdecken oder kombinierten Natur- und Backstein wie beim Capitole, dem Rathaus inklusive Oper. Es ist das repräsentativste Gebäude der Stadt, in dem drei prunkvolle

Der südliche Touch lässt sich nicht leugnen, schliesslich sind wir hier in Okzitanien, wie man an den zweisprachigen Strassennamen (Französisch und Langue d’oc) ablesen kann. Hier befand sich einst das «Goldene Dreieck»: zwischen Toulouse, Albi und Carcassonne wurde im grossen Stil Pastel (Färberwaid) angebaut, mit dem sich blauer Farbstoff herstellen liess. Er brachte gewaltigen Reichtum in die Stadt, woran noch einige erhaltene Renaissance-Stadtpalais, etwa jene der Familien Assézat und Bernuy, erinnern. Und ein paar Pastel-


FREIZEIT Boutiquen, welche die alte Färbetechnik wiederbelebt haben.

F R A N K R E I C H O k z i t a n i e n

KARTE KEYSTONE

Nach Albi und Cordes Wer schon in Toulouse ist, sollte das 70 Kilometer entfernte Albi und dessen Nachbarstädtchen Cordes-sur-Ciel nicht auslassen (Tagesexkursionen bietet das Office de Tourisme in Toulouse an). Auch Albi wurde reich mit Pastel, berühmt jedoch dadurch, dass die von der katholischen Kirche abtrünnigen Katharer im 13. Jahrhundert als Albigenser bezeichnet und von Papst und König blutig verfolgt wurden. Dabei wurde auch Albi weitgehend zerstört, worauf eine katholische Kathedrale errichtet wurde, die es so wohl nirgendwo sonst gibt: Von aussen wie eine mächtige Festung überwältigt sie die Besucher im Innern mit ihrer aussergewöhnlich reichen gotischen Ausstattung – dies auf einer Fläche von 99 auf 30 Metern. Neben diesem Koloss nimmt sich der benachbarte befestigte Bischofspalast hoch über dem Fluss Tarn geradezu bescheiden aus. Heute beherbergt er das Toulouse-Lautrec-Museum. Das Viertel, zu dem auch die Kirche Saint-

100 km

TOULOUSE Essen/Trinken: N5 Wine Bar, 5, rue de la Bourse

Tar n Toulouse

GUT ZU WISSEN

Albi Marseille

Gar onne

SPANIEN

Salvi gehört, zählt zum Unesco-Welterbe. Nur 23 Kilometer entfernt befindet sich Cordes, ein auf einem Hügel mit mehreren Mauerringen befestigtes Städtchen aus der Zeit der Albigenserkriege. Auf dem langen Weg entlang der beiden Hauptgassen durchschreitet man vier Stadttore, passiert einige gotische Stadtpalais, die vom Reichtum im Spätmittelalter zeugen, die Markthalle und die Kirche Saint-Michel. Noch leben knapp 1000 Menschen in dem imposanten Städtchen, das zu seinen besten Zeiten 5500 Einwohner aufwies. •

Besuchen: Märkte auf der Place Victor Hugo und auf der Place des Carmes; Musée des Augustins (10–18 Uhr, aus­ ser Dienstag); Basilique Saint­Sernin; Jardin Royal und Jardin des Plantes Aktivitäten: Schifffahrt auf der Garonne und dem Canal de Brienne ab Port de la Dorade toulouse-tourisme.com

ALBI UND CORDES Wohnen: Hôtel Mercure Albi Bastides, 41 bis, rue Porta Besuchen: Bischofsviertel mit Musée Toulouse­Lautrec und den Gärten des Palais de la Berbie; Backsteinarchitek­ tur in der Altstadt Aktivitäten: am Ufer des Tarn und über den Pont Vieux und den Pont du 22 Août 1944 spazieren tourisme-occitanie.com

Die Reise wurde unterstützt von Atout France.

Einer der Säle im Capitole, dem prächtigsten Gebäude von Toulouse

Stadt der Farben Das Licht lässt die Backsteinbauten förmlich leuchten

Frankreich wie aus dem Bilder­ buch: der Canal de Brienne

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TCS BENEFITS

SPAR Der sympathische Supermarkt steht für Frische, Regionalität und Qualität

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Im SPAR gibt’s jetzt Geld zurück Frisch, regional, nachhaltig: Wer in einer der 160 Filialen des Detailhändlers SPAR einkauft, weiss, was er bekommt. Neu erhalten TCS-Mitglieder bei jedem Einkauf zwei Prozent als Cashback zurück. TEXT DOMINIC GRAF

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in freundliches Lä­ cheln an der Kasse, ein Mitarbeiter, der bereitwillig bei der Suche nach der richtigen Kaffeesorte hilft, und ein Sortiment, das die hohen Ansprüche an Regionalität, Frische und Qualität erfüllt – der Detailhändler SPAR gilt nicht umsonst als der sympa­ thische Supermarkt in der Nachbarschaft. Dabei legt das Traditions­ unternehmen mit seinen rund 160 Filialen in der Schweiz grossen Wert auf seine gesellschaftliche Ver­ antwortung: Gesunde Ernäh­ rung, lokale Verbundenheit, Respekt für die Umwelt, ein 58 touring | September 2020

toller Platz zum Arbeiten sowie Engagement für die Gesellschaft lauten die fünf Grundsätze der SPAR­ Gruppe. Aufgrund dieser sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwor­ tung wurde ihr 2019 auch der «Lean & Green Award» verliehen, womit sich das Unternehmen verpflichtet, seine CO2­Emissionen in Transport und Logistik inner­ halb von fünf Jahren um mindestens 20 Prozent zu reduzieren.

TCS-Mitglieder sparen im SPAR Obwohl der Name aus dem niederländischen «de Spar» (die Tanne) herrührt, darf er

auch auf Deutsch durchaus wörtlich verstanden werden. Dank fairen Preisen und at­ traktiven Aktionen lässt sich hier immer der eine oder an­ dere Batzen sparen. Und: SPAR ist neu einer von über 300 Partnern des Vorteils­ programms «TCS Benefits», wodurch TCS­Mitglieder zwei Prozent des Einkaufs­ betrages zurückerhalten. Dazu muss lediglich die TCS­ Mitgliedskarte, die auch auf der TCS­App durch Schütteln erscheint, gescannt werden, und das Cashback wird auto­ matisch auf das hinterlegte Bankkonto überwiesen. Ein Grund mehr also, weshalb sich ein Besuch bei SPAR im­ mer lohnt. •

DAS TCS-ANGEBOT TCS-Mitglieder profitieren ab sofort von einem permanenten Cashback von zwei Prozent auf das ganze Sortiment¹ in den 160 SPARFilialen² in der Schweiz. Sie scannen an der Kasse Ihre TCS-Mitgliedskarte und zahlen den vollen Betrag. Die zwei Prozent Cashback werden anschliessend auf das im TCS-Onlinekonto hinterlegte Bankkonto ausbezahlt. Mitglieder ohne Log-in registrieren sich einmalig auf tcs.ch oder in der TCS-App und hinterlegen die IBAN im Onlinekonto. Alle Angebote auf benefits.tcs.ch und in der TCS-App ¹ Ausgenommen Tabakwaren, Zeitschriften, Bücher, Spirituosen, Mobile-Prepaid, Gebührenmarken/-säcke, Geschenk- und iTunes-Karten sowie laufende Aktionen. ² Ausgenommen SPAR express.

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CLUB Die Konsole immer dabei Der Van der TCS eSports League hat im Innern Platz für drei Gamer

DAS IST DIE TCS ESPORTS LEAGUE

Hinfahren, einstecken, gamen Der umgebaute VW Crafter 35 verfügt über vier Playstation-Konsolen, drei Screens im Innern und einen Grossbildschirm nach aussen. Der Van der TCS eSports League ist somit der erste seiner Art in der Schweiz. TEXT DOMINIC GRAF | FOTO EMANUEL FREUDIGER

D

ie grossen GamingMessen wie die Polymanga in Montreux oder das HeroFest in Bern wurden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben. Events, an denen normalerweise auch die TCS eSports League die Besucherinnen und Besucher mit einem Stand anzieht und begeistert.

Antatt jedoch Trübsal zu blasen, wurde man beim TCS kreativ: «Wir suchten nach einer Lösung, wie wir die Liga trotz der unsicheren Zeiten flexibel, publikumsnah und originell vertreten könnten», erklärt Marcus Brugger, Leiter Brand Communications & Sponsoring beim TCS. Das Ergebnis dieser Suche ist der erste Gaming-Van der Schweiz! Passend zum Auto-

fussball-Game «Rocket League», dem gewaltfreien Game der TCS eSports League, wurde ein gebrauchter VW Crafter 35 im stylischen blau-gelben Look der Liga neu lackiert und umgebaut. Vier Playstation-Konsolen, ein 42,5-Zoll-Grossbildschirm nach aussen sowie drei 28-Zoll-Screens im Innern bieten bis zu fünf Gamern gleichzeitig Platz.

Flexibel einsetzbar Der grosse Vorteil des Gaming-Vans ist seine Flexibilität. Die Einsatzmöglichkeiten würden jene eines «normalen» Messestandes bei Weitem übersteigen und gleichzeitig wesentlich weniger Kosten verursachen. «Er ist praktisch überall einsetzbar – ganz nach dem Motto: Hinfahren, einstecken, gamen»,

sagt Marcus Brugger. So könne der Van nebst der Präsenz an Messen zum Beispiel auch mal auf einem TCSCampingplatz Halt machen, oder an einem Anlass einer TCS-Sektion. Durch die simplen und flexiblen Einsatzmöglichkeiten kämen schliesslich auch Menschen mit der TCS eSports League in Kontakt, die sonst keine Berührungspunkte mit dem Gamen haben. Denn ungeachtet dessen, ob es nun als Sport bezeich bezeichnet werden soll oder nicht, E-Sport begeistert Millionen von jungen Menschen und wird in Zukunft sicherlich eine noch bedeutendere gesellschaftliche Rolle spielen als

Die TCS eSports League ist der grösste Rocket-LeagueWettkampf der Schweiz. Mit über 60 000 aktiven Spielern zählt das virtuelle Autofussballspiel zu den meistgespielten Games in der Schweiz. In der Liga messen sich die besten nationalen Teams, und ausserdem werden hier regelmässig Wettkämpfe für Amateure und junge E-Sportler durchgeführt. Einige Ligamatches – zum Beispiel das grosse Finale – werden direkt auf der Liga-Website sowie auf der Plattform twitch.tv und den Onlinekanälen von SRF und RTS live und kommentiert übertragen. Infos und Anmeldung unter tcs-esports-league.ch

heute schon. Mit dem ersten Gaming-Van der Schweiz untermauert der TCS deshalb nicht nur seine Pionierrolle im Bereich des E-Sports, sondern trägt sogar zu einem besseren Verständnis zwischen den Generationen bei. • Blickfang Der Gaming-Van ist ein umgebauter VW Crafter 35

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CLUB

TCS lanciert DrohneneLearning-Plattform Im Januar 2021 beginnt die Umsetzung der EU-Drohnenverordnung, auch in der Schweiz. Um sich das nötige Fachwissen bereits jetzt anzueignen, lanciert TCS Training & Events zusammen mit der Remote Vision GmbH die erste Drohnen-eLearning-Plattform. TEXT REDAKTION TOURING | FOTO EMANUEL FREUDIGER

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rohnenfliegen besteht nicht nur darin, die Drohne einzuschalten und abheben zu lassen. Es bedeutet auch, die Umgebung und die aktuelle Gesetzeslage zu kennen. Nur wer über das nötige Wissen verfügt, fliegt seine Drohne sicher. Mit der neuen Drohnen-eLearning-Plattform tragen TCS Training & Events und Remote Vision dazu bei, dass Drohnenflüge gesetzeskonform und sicher durchgeführt werden.

Angebot wird laufend erweitert «Wir haben in den letzten Wochen mit Hochdruck an dieser Plattform gearbeitet, Drohnenkurse Über 1000 Personen haben bereits ein Drohnentraining beim TCS absolviert

damit wir die Drohnenpiloten durch diesen Änderungsprozess begleiten können», sagt Roger Egolf, Leiter TCS Training & Events. «Mit der Remote Vision GmbH haben wir einen Partner, der über einen umfangreichen Erfahrungsschatz verfügt. Wir möchten möglichst viele Interessen abdecken und das Angebot laufend erweitern.» Neben Onlinetrainings werden auch Kurse in modernen Classrooms angeboten. Spezifische Kurse wie zum Beispiel Fotografie, Wärmebild, Fotogrammetrie oder Fallschirmsysteme stehen ebenfalls zur Verfügung, viele weitere befinden sich im

Aufbau. Sobald das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Regeln für die Schweiz klar definiert hat, werden weitere Kurse hinzukommen. Das gesamte Angebot wird danach auch in weiteren Sprachen zur Verfügung stehen. Bis Ende Jahr wird die Plattform über zwanzig Angebote enthalten.

Vorbereitung auf obligatorische Prüfung Am 1. Januar 2021 treten die seit Langem angekündigten neuen Richtlinien der EASA (Europäische Agentur für Flugsicherheit) in Kraft. Bereits absolvierte Prüfungen sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig und müs-

sen nach dem neuen Reglement absolviert werden. Die Drohnen-eLearning-Plattform bietet Drohnenanwendern die Möglichkeit, sich bereits jetzt auf die obligatorischen Prüfungen vorzubereiten, um möglichst schnell unter der neuen Gesetzgebung flugbereit zu sein. • Hier gehts zur neuen Plattform: drohnen-training.ch

TCS-DROHNEN-APP Speziell für den schweizerischen Luftraum entwickelt, zeigt die TCS-DrohnenApp alle für den geplanten Flug notwendigen Infos. Sie ist die einzige App auf dem Markt, welche aktuelle Notam-Informationen (Notice to Airmen) in ihrer Flugkarte tagesaktuell darstellt. Dadurch vergrössert sich das Fluggebiet für den Drohnenpiloten, da nur aktive Beschränkungen angezeigt werden, und gleichzeitig wird die Sicherheit für den Drohnenpiloten selbst und andere Piloten der bemannten Luftfahrt erhöht. Jetzt downloaden im App-Store oder bei Google Play

September 2020 | touring

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Hier kommt eine Bildlegende.

Die neue Campingperle am Thunersee

Mit dem TCS Camping Gwatt-Thunersee feiert ein Campingplatz der neusten Generation seine Wiedereröffnung. Gleichzeitig wurde damit auch der Grundstein für das Campieren der Zukunft gelegt. Dieser besteht vor allem aus Vielfalt und Inklusion.

Magische Kulisse Baden vor der Eigernordwand

TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS RAPHAEL HÜNERFAUTH

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an kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.» TCS-Generaldirektor Jürg Wittwer hätte keine passenderen Worte für seine Eröffnungsrede wählen können, wie jene von Antoine de SaintExupéry. Gemeinsam mit der Stadt Thun legte der TCS gerade einen solchen Grundstein: Nach neunmonatiger Umbauphase wurde der TCS Camping Gwatt-Thunersee im Juli feierlich wieder eröffnet und zeigt sich nicht nur im neuen Kleid, sondern auch mit einem zukunftsweisenden Konzept. Kein anderer Tourismuszweig würde sich so schnell verändern wie die Campingbranche, so Wittwer. Deshalb müsse man die Zeichen der Zeit erkennen, um den neuen, aber auch den traditionellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

fältige Angebotspalette an Logiermöglichkeiten und einer ausgeklügelten Infrastruktur abgedeckt. Für die 15 000 Quadratmeter des TCS Camping Gwatt-Thunersee heisst das konkret: rund 90 Stellplätze, eine Zeltwiese, grössere Parzellen, ganzjährig verfügbare Stellplätze für Wohnmobile, fünf SwissTubes, sechs Chalets mit WC, Dusche, kleiner Terrasse und Gasgrill, grosszügige Gemeinschaftsflächen und -räume, barrierefreie Sanitäranlagen sowie eine Outdoorküche mit Kochfeld (Herdplatten), Mikrowelle, mietbaren Kühlfächern und frischen Kräutern. Ob mit Caravan, Wohnmobil, Zelt oder ohne eigene Ausrüstung in einer Glamping-Unterkunft – der Campingplatz der neusten Generation ist prädestiniert für abwechslungsreiche Ferien im Berner Oberland. Oliver Grützner, Leiter Tourismus & Freizeit beim TCS, ist denn auch sehr zufrieden mit dem UmbauWohlfühlambiente ergebnis: «Wir haben ein WohlfühlDie unterschiedlichen Bedürfnisse werambiente geschaffen und einen Camden einerseits durch eine breite und viel- pingplatz, auf dem es Überraschungen 62 touring | September 2020

und immer etwas zu entdecken gibt.» Gegen vier Millionen Franken wurden für den gesamten Umbau investiert, wovon der TCS gut eine Million übernahm.

Herzstück Seebistro Andererseits verfolgte der TCS zusammen mit der Stadt Thun das Ziel, den Camping besser in die Umgebung zu integrieren. «Wir haben die Synergien genutzt und das Gebiet mit dem ebenfalls erneuerten Bonstettenpark, dem sanierten Strandbad und der Badebucht aufgewertet», sagt der Thuner Gemeinderat Konrad Hädener, der auch eine kurze Ansprache hielt. Ausserdem wurden die Hecken des Campings gestutzt, was nun einen freien Blick auf den See und die imposanten Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau erlaubt. Das Zentrum des Campings sowie das Herzstück dieser Inklusion ist das Seebistro Thunersee, das ebenfalls komplett umgebaut und modernisiert wurde. Es ist ein klares Zeichen, dass die Zeiten,


CLUB in denen sich Camper am liebsten vom Rest der Welt abschotteten, vorbei sind. Dank der grosszügigen Terrasse, dem einladenden Ambiente und dem raffinierten Gastronomiekonzept ist das Bistro schon heute ein beliebter Treffpunkt für Campinggäste, Einheimische, Spaziergänger, Badetouristen oder Familien, die sich gleich nebenan auf dem grossen Spielplatz vergnügen.

TCS hat neuen Ferienlifestyle mitgeprägt Aufgrund der Corona-Krise liegen Ferien in der Schweiz zurzeit stark im Trend. Vor allem Campingferien erfreuen sich grosser Beliebtheit, viele Plätze sind über Wochen ausgebucht. Es empfiehlt sich daher, seinen Aufenthalt so früh wie möglich zu buchen. Dass der TCS seine Plätze schon lange vor der Krise kontinuierlich ausgebaut und optimiert hat, kommt den Feriengästen nun zugute und beweist, dass auch die Schweiz ein attraktives Reiseland für naturnahe Ferien ist. Vor allem das Konzept des glamourösen Campings, kurz Glamping, bietet Menschen, die nicht auf dem harten Zeltboden schlafen wollen oder über kein eigenes Wohnmobil verfügen, die Möglichkeit, Ferien in und mit der Natur zu machen, ohne auf einen gewissen Komfort verzichten zu müssen. Mit insgesamt 20 verschiedenen GlampingArten – vom Mobilhome und Pod übers Safarizelt und Tipi bis hin zum Nostalgiewagen und barrierefreien Bungalow – hat der TCS diesen neuen Ferienlifestyle in der Schweiz massgeblich mitgeprägt. Ob am Wasser, in den Bergen oder in Stadtnähe: Die 24 Campings des TCS lassen keine Ferienwünsche offen – jetzt und in Zukunft. ◆

Outdoorküche mit Grill, Mikrowelle und Miet-Kühlfächern

Die neuen Chalets bieten Platz für bis zu vier Personen

Die SwissTubes gibt es nur auf dem TCS Camping Gwatt-Thunersee

Infos und Buchungen: tcs-camping.ch Vergnügliche Eröffnungsfeier Jürg Wittwer und Konrad Hädener (rechts) nach dem Durchschneiden des Bandes

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CLUB

Camping für alle – ohne Einschränkungen

Schlüsselübergabe V.l.n.r.: Riccardo und Gian Reto Grigioni, Thomas Erne (Stiftung Cerebral) und Cedric Schoch (TCS)

Kajakausflug Auch für Menschen mit einer Beeinträchtigung ist das möglich

Camping für Menschen mit einer Beeinträchtigung – ist das möglich? Na klar, dank den barrierefreien Bungalows der Stiftung Cerebral. Diesen Sommer wurden zwei neue auf dem TCS Camping Bönigen-Interlaken eröffnet. TEXT DOMINIC GRAF | FOTO RAPHAEL HÜNERFAUTH

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ian Reto steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Gemeinsam mit seinen Eltern Trix und Riccardo sowie dem Kajaklehrer Dave dreht er eine weitere Runde im Spezialkajak auf dem türkisen Brienzersee. Trotz seiner zerebralen Lähmung, die ihm das Gehen oder Sprechen verunmöglicht, ist er eine echte Sportskanone. «Ob auf dem Velo, dem Dual-Ski oder im Kajak, wir sind sehr viel in der Natur unterwegs», erklärt Riccardo Grigioni. Nur als sie einmal wandern waren, hätte sich Gian Reto ständig beklagt. Es sei ihm einfach zu langweilig gewesen. Zeit in der Natur zu verbringen, ist für Menschen mit einer Beeinträchtigung keine Selbstverständlichkeit. Dank engagierten Personen wie Dave Storey, der die Idee des behindertengerechten Kajaks aus England in die Schweiz holte, sowie Organisationen wie der Stiftung Cerebral, die rund 9600 Betroffene und ihre Familien unterstützt, ist dies immer mehr möglich. Auch Campingferien sind kein Ding der Unmöglichkeit mehr.

Mobilität für alle ermöglichen Mittlerweile hat die Familie Grigioni das Wasser verlassen und ist auf dem

TCS Camping Bönigen-Interlaken eingetroffen. Auch Thomas Erne, Geschäftsleiter der Stiftung Cerebral und eine kleine Delegation von TCS Camping haben sich an diesem strahlenden Julimorgen auf dem Campingplatz im Berner Oberland eingefunden. Der freudige Grund für die Zusammenkunft ist die offizielle Übergabe zweier brandneuen barrierefreien Bungalows, die von der Stiftung Cerebral gesponsert wurden. Es sind bereits Nummer Acht und Neun dieser Unterkünfte, die auf fünf Campings des TCS zur Verfügung stehen (siehe Kasten). Oliver Grützner, Leiter Tourismus & Freizeit beim TCS, schätzt die langjährige Partnerschaft mit der Stiftung sehr: «Wir sind sehr dankbar über die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit. Es ist der Anspruch des TCS, Mobilität für alle zu ermöglichen. Dank den barrierefreien Bungalows kommen auch Menschen mit einer Beeinträchtigung in den vollen Genuss von Ferien in und mit der Natur.»

Nächstes Ziel: Westschweiz Als kleines Dankeschön hat der TCS den Erlös aus dem Verkauf der Touri-Stofftiere – Touri ist das Maskottchen von TCS Camping – gesammelt und übergibt

BARRIEREFREIES CAMPING BEIM TCS Auf den TCS Campings BönigenInterlaken, Bern-Eymatt, Sempach, Buochs und Flaach am Rhein können barrierefreie Bungalows der Stiftung Cerebral gemietet werden. Ausstattung: ▪ Max. 5 Personen ▪ 1 Doppelzimmer mit einem Pflegebett ▪ 1 Zimmer mit Kajütenbetten, wovon das untere jeweils ein Pflegebett ist ▪ Unterfahrbare Küche mit Elektroherd und Kühlschrank, Geschirr vorhanden ▪ Wohnbereich mit Esstisch und Sofa ▪ Kaffeemaschine ▪ Barrierefreies Badezimmer mit Dusche, WC ▪ Heizung ▪ Barrierefreie, bedeckte Terrasse mit Tisch und Stühlen Infos und Buchung: tcs-camping.ch/barrierefrei

der Stiftung Cerebral einen Scheck im Wert von 5000 Franken. Thomas Erne nimmt den Scheck persönlich entgegen und weiss bereits, wie er das Geld einsetzen will: «Es wird auf jeden Fall im Campingbereich investiert, vielleicht in ein neues Velo», so der Geschäftsleiter der Stiftung. Und er verrät auch schon, wo er sich die nächsten barrierefreien Bungalows auf einem TCS-Campingplatz gut vorstellen könnte: «Das nächste Ziel ist die Westschweiz.» ◆ September 2020 | touring

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CLUB Die TCS Drive-in Movies finden vom 28.7. bis 30.8. in Hinwil und vom 8. bis 20.9. in Emmen statt

Grosses Kino, noch grössere Emotionen

Autokinos erleben in der Zeit des Social Distancing eine Renais- warten, welche Filme gewünscht sind, wie die Autos ideal positioniert werden, sance. Wie jedoch ein einfacher Filmabend zum bleibenden welche Technik es braucht, um einen Erlebnis wird, zeigt ein Besuch an den TCS Drive-in Movies. TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

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uf einmal erscheint Inan auf der riesigen Leinwand. Der junge Mann hat sich an diesem Abend eine grosse Überraschung für seine Freundin Tugba ausgedacht: Kurz vor Filmbeginn macht er ihr in einem kurzen Video, das er dem TCS vorab geschickt hat, einen Heiratsantrag. Beide sitzen im Auto, als der Clip läuft, Tugba weiss von nichts. Komplett ergriffen bringt sie schliesslich ein zittriges, aber seliges Ja über die Lippen. Überraschung geglückt! Während sich die frisch Verlobten in die Arme fallen, werden sie von den anderen Gästen mit Klatschen und Hupen beglückwünscht. Noch ein Schlückchen Champagner, dann machen es sich die zwei wieder in ihrem VW Tiguan gemütlich und Will Smith übernimmt als Bad Boy das Geschehen auf der Leinwand.

rend über vier Wochen werden hier im Rahmen der TCS Drive-in Movies insgesamt 27 Filme auf einer 100 Quadratmeter grossen LED-Leinwand in FullHD gezeigt. Vom Blockbuster bis zum Klassiker bietet das Programm für jeden Geschmack etwas – und das sogar unter Einhaltung des Social Distancing und der Hygienemassnahmen. Kein Wunder, erlebt das Autokino im Corona- Jahr, als eine von wenigen sicheren Vergnügungsarten, eine regelrechte Wiedergeburt.

Doch Autokino sei nicht gleich Autokino, sagt Adrian Suter, Leiter Bildung & Entwicklung bei TCS Training & Events. «Um ein gutes Autokino auf die Beine zu stellen, braucht es einiges an Wissen, Infrastruktur und Ressourcen», so Suter. Und der TCS habe hier, in aller Bescheidenheit, einen Vorteil gegenüber den meisten anderen Anbietern. «Wir führen Autokino seit sechs Jahren die TCS Drive-in Movies bereits im Rund 100 Autos und über 200 Filmfans sechsten Jahr durch; alleine im letzten fanden den Weg an diesem lauen SomSommer hatten wir über 4500 Besuchemerabend auf das Gelände des TCSrinnen und Besucher. Wir wissen desFahrzentrums Betzholz bei Hinwil. Wäh- halb genau, was die Gäste von uns er66 touring | September 2020

Film auch vor Sonnenuntergang klar zu sehen, oder welche Burger und Hotdogs am besten ankommen», erläutert Adrian Suter einige der Erkenntnisse.

TCS Drive-in Movies neu auch im Herzen der Schweiz Die wertvollen Erfahrungen werden schliesslich auch dafür genutzt, das Konzept stetig zu verbessern und auszubauen. So hat der TCS auf das erhöhte Interesse an Autokino-Veranstaltungen reagiert: Einerseits wurde die Spielzeit in Hinwil um zwei Wochen verlängert, andererseits finden die TCS Drive-in Movies in diesem Jahr mit Emmen erstmals an einem zweiten Standort statt. Vom 8. bis 20. September 2020 werden auf dem Gelände des TCS-Fahrzentrums in der Innerschweiz insgesamt elf Filme über die LED-Leinwand flimmern. Ausserdem kommen auch Filmfans in der Romandie dank der eigenen Autokinos der TCS-Sektionen Waadt und Wallis auf ihre Kosten (siehe Kasten). Bei den Autokinos des TCS gehe es aber um mehr als nur ums Filmeschauen. «TCS Training & Events vermittelt Emotionen», sagt Suter. «Von der passenden


DER TCS-EXPERTE

DIE TCS-AUTOKINOS

Emmen (LU) 8.9. Bad Boys for Life 9.9. Green Book 10.9. Joker 11.9. John Wick 12.9. Grease (en/UT de) 13.9. A Star Is Born 15.9. Le Mans 66: Gegen jede Chance 16.9. Pulp Fiction (en/UT de) 17.9. Fast & Furious: Hobbs & Shaw 18.9. The Gentlemen 20.9. Das perfekte Geheimnis Infos und Tickets: driveinmovies.ch

TCS Ciné drive-in Cossonay (VD) 13.8. À Contresens 14.8. Le Cas Richard Jewell 15.8. Bohemian Rhapsody Infos und Tickets: tcs-vd.ch/events

TCS Drive-in-Kino Wallis Conthey 12.8. Ready Player One 13.8. Grease Fully 21.8. Forrest Gump 22.8. American Sniper Turtmann 25.9. Twister (en/UT de + fr) 26.9. Night on Earth (OV/UT de + fr) Infos und Tickets: tcsvs.ch

Kulinarik über buchbare Strandkörbe oder Oldtimer bis zum perfekten Bild und Ton – ein Besuch im Autokino soll zum Erlebnis werden.» Tugba, die immer noch ungläubig auf den Verlobungsring blickt, würde dem sicher beipflichten. • Drive-in Die rund 200 Gäste bringen ihren Kinosessel sozusagen gleich selber mit

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Wohngemeinschaft auflösen – so geht’s

«

In unserer Studenten-WG hat es Streit gegeben. Wie können wir den Mietvertrag auflösen – obwohl dies nicht alle Mitbewohner wollen?»

ULLSTEIN

TCS Drive-in Movies Hinwil (ZH) 11.8. I Am Legend 12.8. Plötzlich Papa 13.8. Bad Boys for Life 14.8. Grease (en/UT de) 15.8. Das perfekte Geheimnis 16.8. Knives Out 18.8. Le Mans 66: Gegen jede Chance 19.8. Baby Driver 20.8. The Gentlemen 21.8. Parasite 22.8. Mamma Mia! Here We Go Again 23.8. Bad Boys for Life 25.8. Fast & Furious: Hobbs & Shaw 26.8. Once Upon a Time in Hollywood 27.8. Magic Mike XXL (Ladies Night) 29.8. Spectre – 007 30.8. Monsieur Claude 2

TEXT VERA BEUTLER

Das geht meistens nur, indem Sie sich zusammenraufen und gemeinsam eine Lösung finden: Denn liegt bei einer Wohngemeinschaft eine Solidarmiete vor, müssen die Mieter diese Entscheide gemeinsam fällen. Vermieterinnen bestehen bei Wohngemeinschaften oft auf einer Solidarmiete: Wenn Sie nämlich den Mietvertrag gemeinsam mit Ihren WG-Partnern unterzeichnen, bilden Sie eine einfache Gesellschaft und die Vermieterin kann von einem Mieter die Bezahlung der gesamten Mietschuld verlangen. Allerdings können Sie im Solidarmietvertrag nur gemeinsam kündigen. Ist das für alle die beste Lösung und beachten Sie die Kündigungstermine und -fristen, sind Sie die WG los.

der WG wohnen. Wenn die Vermieterin Ihren Auszug akzeptiert, sind allerdings vielleicht Ihre ExWG-Partner nicht mehr glücklich: Denn die Vermieterin kann mit dem neuen Mietvertrag den Anfangsmietzins erhöhen. Unkomplizierter ist es, wenn nur einer der WG den Mietvertrag unterschrieben hat und die übrigen Untermieter sind. Gegenüber der Vermieterin haftet nur der Hauptmieter, dieser kann so die Wohnung aber auch ohne Zustimmung des Untermieters frist- und formgerecht kündigen. Den Untermieter rauszuwerfen hingegen, ist komplizierter, denn der Hauptmieter muss dafür nicht nur die mietrechtlichen Fristen einhalten, sondern auch das offizielle Formular verwenden. •

Wenn Ihre WG-Partner nach Ihrem Auszug in der Wohnung bleiVera Beutler ist ben möchten und Sie alle damit Dr. iur. und Leiterin von «lex4you» zufrieden sind, bedeutet das noch nicht, dass auch LEX4YOU Ihre Vermieterin glücklich ist. Akzep«lex4you» ist Ihre inter­ aktive Rechtsauskunfts­ tiert sie die Ändeplattform für den Alltag – rungen bei der Mietgut verständlich, aktuell partei nicht, haften und praktisch. Sie weiterhin solidaFür rechtliche Anliegen steht risch, auch wenn Sie Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch gar nicht mehr in

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FORUM

touring Impressum Magazin des Touring Club Schweiz Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE) Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Aline Beaud Jérôme Lathion Juliane Lutz Dominic Graf Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Susanne Troxler (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 735 588 Totalauflage: 1 190 995 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitglieder­ nummer direkt an: TCS­Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheber­ rechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manu­ skripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00

Schreiben Sie uns ... In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck.

Vorgezogene Hochzeitsreise mit zahlreichen Hürden

Afrikareise als Bewährungsprobe Im Oktober 1977 sind wir mit unserem alten VW-Bus zu unserer vorgezogenen Hochzeitsreise aufgebrochen. Sollten wir die Reise gemeinsam beenden, würden wir heiraten. Dass sie aber eineinhalb Jahre dauern würde, haben wir nicht vorausgesehen. Zum Glück hatten wir aber die «Aufgeben»-Phasen unterwegs nie gleichzeitig, sodass wir uns immer wieder gegenseitig motivieren konnten. Mit der Zeit konnten uns auch die widerlichsten Pistenverhältnisse wie die Schlammlöcher in Zaire nichts mehr anhaben. Aber die insgeheim gehegte Wunschvorstellung, vielleicht pannenfrei durch Afrika zu kommen, mussten wir am ersten Abend schon begraben, der Anlasser hatte bereits gestreikt. Wir wurden fast Weltmeister im Reparieren. Insbesondere von den hinteren Torsionsfederstäben konnten wir ein mehrstrophiges Liedchen singen. Im Frühjahr 1979 konnten wir unseren VWBus im Hafen von Piräus abholen. Er gelangte

mit dem Schiff von Südafrika dorthin, wir mit einigen Umwegen mit dem Flugzeug. Wir sind übrigens immer noch verheiratet und fahren nach wie vor mit dem zweiten, mittlerweile 40-jährigen VW-Bus in die Ferien. Peter Staub @

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

Leserbrief

Danke ETI! Vielen Dank für die ausgezeichnete Betreuung, als meine Tochter in Thailand ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Wir fühlten uns sehr unterstützt. Es tut gut, zu wissen, dass man auch Tausende von Kilometern entfernt nicht allein ist. Ihr Service ist grossartig!

Herzlichen Dank für den ausgezeichneten Service für unsere Familie! Im Sommer habe ich den Fuss gebrochen. Der TCS hat meinen Transfer Frankreich–Schweiz mit hoher Effizienz organisiert. Die Ferien zum Jahresende waren apokalyptisch: Zuerst hatten wir einen Autounfall, und dank dem TCS konnten wir unsere Ferien fortsetzen. In der zweiten Woche brach ich mir beim Skifahren in den französischen Alpen den Schienbeinkopf. Der

TCS veranlasste meine Überführung per Ambulanz ins Spital von Nyon sowie die Heimreise meiner Familie.

Letzten Sommer brachte eine irreparable Autopanne unseren Allgäu-Aufenthalt durcheinander. Nach wenigen Telefonaten wurde der Transport des Autos und unsere Heimreise unbürokratisch organisiert (auch für unsere Freunde)! Kurz darauf hatten wir Veloferien auf Mallorca gebucht. Zwei Tage vor Abflug mussten wir infolge Erkrankung alles stornieren. Dank des ETISchutzbriefs wurde auch diese Angelegenheit durch den TCS erledigt. Sensationell!

Für ein Miteinander von Velo- und Autofahrern

Einige Autofahrer blinken nicht, wenn sie einen Kreisel verlassen. Als Velofahrer nimmt man dann an, dass der Fahrer weiter innerhalb des Kreisels unterwegs ist. Ist er aber nicht, er verlässt ihn. Also bin ich verwirrt, vor allem dann, wenn ich in den Kreisel hineinfahren möchte. – Häufig werde ich auf Landstrassen von Autos überholt – im Grunde kein Problem. Bei Gegenverkehr ist eine Überholaktion gefährlicher, weil der Fahrer für genügend Abstand zum entgegenkommenden Auto sorgt. Auf Landstrassen ohne Velomarkierung sollte bei Gegenverkehr kein Velofahrer überholt werden. Riccardo Bonfranchi @

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E­Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe er­ scheinen ebenfalls in der Online­Ausgabe des Touring (touring.ch).

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«Tourolino» führt dich an erstaunliche Orte in der Schweiz, wo du entweder nützliches Wissen erwerben oder neue Eindrücke gewinnen kannst. Dabei kommt sicher keine Langeweile auf.

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Champlönch, Urwald und Waldemme

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TEXT SUSANNE TROXLER | ILLUSTRATION ANDREA PETER

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Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

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UNTERWEGS MIT

BENOÎT LANGE

Der Stimmungshändler will zurück zum Bild Vor fast zwanzig Jahren gründete der für Porträtaufnahmen bekannte Fotograf das Geschäft Images & Atmosphères in Aigle. Heute wird er von seiner ersten Leidenschaft eingeholt und regelt gerade die Nachfolge in der Unternehmensleitung. TEXT JÉRÔME LATHION | FOTO OLIVIER VOGELSANG

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n den schmutzigen Strassen von Kolkata, auf den Spuren von Arthur Rimbaud in Äthiopien oder unterwegs in Iran verewigte Benoît Lange seine Mitmenschen zu Hunderten. Seine Vorliebe gilt den Schwarz-WeissBildern und Sujets, die von «sozialen Schwierigkeiten zeugen, das Gemüt jedoch nicht erdrücken».

Die Kamera über der Schulter zog der autodidaktische Fotograf Anfang zwanzig tief beeindruckt durch Indien. 1987 begegnet er in Kolkata dem englischen Strassenarzt Jack Preger – seitdem sein Mentor und treuer Freund – und findet einen Nährboden, der sein Talent offenbart, das schon bald in zahlreichen Bildbänden abgedruckt wird. Doch dieser Erfolg ist dem Handwerkersohn aus Troistorrents (VS) nicht genug. Mit solidem Unterehmergeist und wild entschlossen, das Grosse zu denken, strebte Benoît Lange nach mehr: «Ich wollte das, was mich berührt hatte, teilen und davon leben.» So fasst er die Entstehung von Images & Atmosphères im Jahr 2003 im Industriegebiet von Aigle (VD) zusammen. Die kommerzielle Saga beginnt mit dem Verkauf seiner Bilder und nicht alltäglicher Dekogegenstände. Ein gut ausgebautes Netzwerk auf dem 72 touring | September 2020

indischen Subkontinent ermöglicht es ihm bald, das Angebot zu erweitern. Und ein Jahr später landet er den grossen Coup: Benoît Lange erlangt 2004 das europäische Import- und Vertriebsmonopol für Seide aus Bangalore. Es folgen restaurierte alte Möbel und Türen, was neue Ausstellungs- und Verkaufsräume erfordert. Ein japanisch inspirierter Zen-Garten verbindet nunmehr die Gebäude.

Respekt für Hersteller Heute sind etwa 6000 Artikel inventarisiert: Rund 70 Prozent stammen aus Indien, 30 Prozent aus China und Indonesien. Faire Produktionsbedingungen sind garantiert. Wer daran zweifelt, hört von Benoît Lange unweigerlich: «Besuchen Sie die Handwerker vor Ort, wie wir es tun.» Für den Unternehmer eine Ehrensache: «Man muss wissen, wer was produziert und wie, sowie Vermittler möglichst vermeiden.» Nach fast 20 Jahren kommerziellen Schaffens sei es Zeit, Bilanz zu ziehen. Der 55-Jährige zeigt sich zufrieden: «Ich bin am Abenteuer gewachsen, aber auch müde geworden», gesteht er. «Ich möchte mich befreien von Lasten, die mich von dem ablenken, was ich gerne mache.» So wurde das Unternehmen

Anfang 2020 zur AG, und die ihm nachfolgende Person ist in Ausbildung. Er hingegen träumt davon, wieder an seine langen Reisen auf Tuchfühlung mit Mensch und Land, an die Begegnungen und das Bild anzuknüpfen. Eine Leidenschaft, die er stets so gut wie möglich pflegte, sogar mit einem Abstecher in die Regiearbeit: 2017 erschien «Doctor Jack». «Es ist kein humanitärer Dokumentarfilm, sondern ein Film über die Willenskraft eines Mannes.» Ihm zufolge ein schwieriges Experiment und die Frucht von zehn Jahren harter Arbeit, wobei das Haupthindernis in der Bescheidenheit von Jack Preger lag. Zu sehen ist der Film nun auf Youtube.

Fernweh Die nächsten Ziele sind «intensive» Orte. Natürlich Indien, aber auch Iran und das Horn von Afrika. «Ich verfolge ein Projekt für ein Buch über die Geschichte des Kaffees in Äthiopien», verrät er. «Ich vermisse die langen Reisen und habe die Energie, sie zu realisieren. Und Begegnungen sind einfach, wenn man neugierig ist und Zeit hat.» ◆ benoit-lange.ch images-atmospheres.ch

«Ich vermisse die langen Reisen und habe die Energie, sie zu realisieren.» Benoît Lange, Fotograf und Gründer des Geschäfts Images & Atmosphères in Aigle

Seide aus Bangalore, dem grossen indischen Produktionszentrum, mag der Fotograf ganz besonders


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Mit seinem eleganten und hellen 6,3-ZollDisplay und dem schicken Gehäuse sieht das Nokia 7.2 besonders edel aus, und es überzeugt vor allem mit einer guten Leistung. Auch die Fotoqualität genügt hohen Ansprüchen, wurde sie doch mit Zeiss-Hilfe entwickelt. Der Akku hat bei normalem Gebrauch eine Laufzeit von rund einem Tag. Mit dem unveränderten Android-Betriebssystem erhält das Gerät aktuell jedes Update, was erhöhte Sicherheit und Leistung bietet.

Lösen Sie das Zahlenrätsel, füllen Sie die roten Felder aus. Schicken Sie ein SMS mit tm092 mit den drei Zahlen an 5555.

Lösen Sie das Zahlenrätsel, füllen Sie die grünen Felder aus. Schicken Sie ein SMS mit tm093 mit den drei Zahlen an 5555.

Alle SMS kosten Fr. 1.50 Die Teilnahme ist auch per Post möglich, schicken Sie die jeweilige Lösung an TCS, Verlag Touring, Postfach, 3024 Bern.

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Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der «Touring»-Wettbewerbe «Spiele & gewinne» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Abend erleben Sie bei einer Nordlicht-Busfahrt - mit etwas Glück - das Naturschauspiel der Nordlichter. Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses spektakuläre Naturphänomen und vor 2000 Jahren hielt man sie für Zeichen von Göttern und Geistern. Fernab von den hellen Lichtern der Stadt ist die Chance sehr gross, Nordlichter bewundern zu können. 3. Tag - Ausflug Golden Circle Die Golden Circle Strecke ist der Höhepunkt jeder Island-Reise. Wir wandern auf den Spuren der Geschichte in Thingvellir, wo das älteste Parlament der Welt zu finden ist, beobachten den in die Höhe sprudelnden Geysir und lassen uns von den Wassermassen des wohl schönsten Wasserfalls der Welt, dem Gullfoss, in den Bann ziehen.

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