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Touring 04 / 2020 deutsch

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MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

ELEKTRIFIZIERTE UNTERNEHMEN Die Elektromobilität kommt

TEST DER ZUGGASTRONOMIE Wie gut sind Angebot und Essen bei SBB, ÖBB und DB?

Abenteuer

Camping

#4 | APRIL 2020 | FR. 4.50

28

rreifen Somme est im TCS-T


GOLDEN HOLLYWOOD

FILMMUSIK-KLASSIKER DER 1920ER JAHRE LIVE GESPIELT

Erleben Sie die Melodien der Filmklassikern wie Vom Winde verweht, Psycho, Ben Hur und Tom und Jerry gespielt vom Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von John Wilson. Am 5. & 6. Mai 2020 im Musical Theater Basel.

BESTELL-TALON □ JA, ich möchte bei «Golden Hollywood: Filmmusik-Klassiker» im Musical Theater Basel dabei sein und zwar am □ Mittwoch, 6. Mai 2020 um 19.30 Uhr | □ Donnerstag, 7. Mai 2020 um 19.30 Uhr □ JA, ich möchte über Konzerte des Sinfonieorchesters Basel informiert werden. Kategorien & Preise:

Kat. 3: 40.– (statt 50.–)

Kat. 2: 64.– (statt 80.–)

Kat. 1: 88.– (statt 110.–)

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Sinfonieorchester Basel Talon ausfüllen, Ticketing ausschneiden und Picassoplatz 2 einsenden an: 4052 Basel


INHALT

Photovoltaik für parkende Kunden

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40

Der Pössl Campster macht Familien froh

Zeitgemässer Crossover: der Nissan Juke

EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Dossier Immer wieder in die vielfältige Campingwelt eintauchen

10 Alles gut im Pössl

o richtig campen ging unsere Familie nie. Ab und zu stellte mein Vater unser SpatzZelt im Garten auf, und wir Kinder übernachteten dort, was spassig war. Besonders, wenn unsere Siamkatze ebenfalls das gelbe Zelt als ihr Nachtlager auswählte. Jahre später biwakierten mein Kollege und ich im Winter in einem kleinen Zweierzelt in den Bergen. Während der Nacht zog ein Sturm auf, und wir hatten alle Mühe, das Zelt am Boden zu halten. Campingerlebnisse prägen einem, und man kommt irgendwie nicht los davon. Jedenfalls sind diesen Sommer Campingferien mit der Familie geplant. Die Zeltausrüstung ist komfortabel und die Auswahl an Campingplätzen gross. Besonders die Campingplätze des TCS sind schön gelegen und auf dem neusten Stand. Wir werden sicher einen davon während der Ferien anpeilen.

14 Die Vision des Herrn H.

S

Der Campster auf Basis des Citroën Spacetourer im Test Hymer wurde zum Synonym für Freizeitfahrzeuge. Ein Besuch

17 Der Weg ist das Ziel Wie ein «Touring»-Redaktor Campingferien lieben lernte

Mobilität 28 Geschäft mit E-Flotte Unternehmer setzen auf die Elektromobilität

35 Einkaufen und laden Grossverteiler setzen auf Ladesäulen in den Parkhäusern

37 Essen am Steuer Vorsicht, Sie könnten das Permis verlieren

22 Die Saison ist eröffnet! Jede Menge News zu TCSCampings und zum Thema

Der erste BestattungsTesla

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Felix Maurhofer Chefredaktor COVER CREDITS: Foto: Felix Maurhofer Model: Leena

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CITROËN C5 AIRCROSS SUV DAS SCHÖNSTE REISEZIEL: ENTSPANNT ANKOMMEN. Verfügbar mit Grip Control-Technologie Mit Citroën ADVANCED COMFORT FEDERUNG® Bis zu 720 l Kofferraumvolumen 3 gleich breite Rücksitze Bis zu 20 Fahrassistenzsysteme

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Angebot gültig für den Kauf zwischen dem 1. 3.–31. 3. 2020. Angebote gültig für Privatkunden, nur bei den an der Aktion beteiligten Händlern. Empfohlener VP inkl. MwSt. Leasingbeispiel: Katalogpreis CHF 30’900.–, empfohlener Verkaufspreis nach Rabatt: CHF 27’900.–, CHF 6’975.– Sonderzahlung. Leasingrate CHF 229.– pro Monat inkl. MwSt., Rücknahmewert CHF 11’872.–, effektiver Jahreszins 1,96%, Leasingdauer 49 Monate, Kilometerleistung 10’000 km/Jahr. Angebot nur in Verbindung mit dem Abschluss einer GAP Versicherung. Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Leasingkonditionen unter Vorbehalt der Akzeptanz durch PSA Finance Suisse SA, Schlieren. Der Abschluss eines Leasingvertrags ist unzulässig, sofern er zur Überschuldung des Leasingnehmers führt. Verbrauch gesamt 7,3 l/100 km; CO2 -Emission 164 g/km; Treibstoffverbrauchskategorie C. Abgebildetes Modell mit Optionen: CITROËN C5 Aircross BlueHDi 130 S & S EAT8 Shine, Katalogpreis CHF 41’950.–; Symbolfoto. Citroën behält sich das Recht vor, die technischen Daten, die Ausstattungen und die Preise ohne Vorankündigung zu ändern.

A B C D E F G

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INHALT

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Stadtabenteurer: Audi A1

Menütest im Zug

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Hilfreich: Der neue Service TCS Autoverkauf

Südamerika mal vom Zug aus gesehen

Meine Club-Vorteile 56 Rabatt Carvelo2go 56 Süsser Besuch bei Camille Bloch 89 Neues aus dem Touring Shop 90 Drei grosse Gewinnchancen

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Technik

Club

40 Markanter Crossover

70 Neu: TCS Autoverkauf

Der Nissan Juke überzeugt mit Qualität und Komfort

Der Gebrauchtwagenverkauf geht so nun viel einfacher

45 Die richtige Reifenwahl Zwei Pneus im Sommerreifen­ test sind durchgefallen

51 Pragmatische Eleganz Der Mazda MX­30 glänzt beim Preis­Leistungs­Verhältnis

77 Mehr Geld in der Tasche TCS Benefits: Cashbacks und Rabatte bei über 320 Partnern

78 Sicher online unterwegs Was Sie tun sollten und wie der TCS Internet­Schutzbrief hilft

Rubriken 57

Der TCS-Experte Verbrauchsmessverfahren

69 81 81 85 86

Gesundheit Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit …

Freizeit 58 Ecuadors Tren Crucero Wow­Erlebnis: in vier Tagen von den Anden zum Pazifik

65 Ratternde Restaurants Vergleich: Wie gut isst man bei der DB, den ÖBB und den SBB?

Mitglieder sind günstig unterwegs

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Touring Nr. 5

Im nächsten «Touring»: Ab in die Luft – jetzt kommt die vertikale Mobilität, Schweizer Forscher tüfteln an der Auto­ batterie der Zukunft und der Skoda Kamiq im grossen TCS­Test Erscheinungsdatum: 30.4.2020

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TCS Familien-Mitgliedschaft:

Schutz für die ganze Familie. Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen: Darum erweitern wir mit der TCS Familien-Mitgliedschaft den Schutz auf die im gleichen Haushalt lebenden Familienmitglieder. Unabhängig davon, wie sie unterwegs sind. So kommt die Patrouille bei einer Panne neu nicht mehr nur Ihnen, sondern jedem Mitglied Ihrer Familie zu Hilfe – auch, wenn Sie oder Ihre Lieben mit dem Velo oder E-Bike unterwegs sind. Ja selbst im ÖV hilft die Mitgliedschaft weiter, wenn durch Zugausfälle oder Verspätungen ein Reiseziel nicht mehr am gleichen Tag erreichbar ist.

Informieren Sie sich jetzt über die TCS Mitgliedschaft für Familien und Paare.

0800 140 000 tcs.ch/upgrade

ienFamil dschaft Mitglie

Kinder sind gratis abgesichert!


CLUB AKTUELL

Mazda MX-30 inklusive TCS-Ladestation Bei einer verbindlichen Bestellung des brandneuen Mazda MX-30 First Edition erhalten die ersten 100 Kundinnen und Kunden eine 11-kW-Heimladestation des TCS geschenkt, inklusive Installation und Erklärung durch einen TCS-Patrouilleur. Der MX-30 First Edition ist das erste reine Elektroauto aus dem Hause Mazda. Alle Infos unter mazda.ch/mx-30 Wie, was, wo? Die TCS eMobility Days liefern Antworten

Die Elektromobilität unverbindlich kennenlernen An den TCS eMobility Days können Sie kostenlos die neusten Elektroautos und E-Zweiräder für die urbane Mobilität testen.

N

ach der ersten Fahrt im Elektroauto steigen die meisten mit einem breiten Grinsen aus, dem sogenannten Electric-Vehicle-Smile. Jedoch hatten viele bisher noch gar nicht die Gelegenheit dazu. Mit den eMobility Days, welche der TCS in diesem Jahr an elf Standorten in der ganzen Schweiz durchführt, wird die Hürde in den Einstieg in die Elektromobilität gesenkt. An einem einzigen Tag können die Teilnehmenden bis zu drei kostenlose Probefahrten mit den neusten E-Autos machen, Elektrozweiräder testen und sich von Fachleuten sowie TCS-Experten über sämtliche Facetten der E-Mobilität, vom La-

Rock vom Feinsten

den über die Reichweiten bis zur Stomherkunft, neutral informieren und beraten lassen.

Foreigner, 3 Doors Down, Nena, Supertramps Roger Hodgson und viele mehr: Auch dieses Jahr besticht Rock the Ring mit einem hochkarätigen Line-up. Das Festival findet vom 18. bis 20. Juni 2020 wie immer auf dem Gelände des TCS-Fahrzentrums Betzholz in Hinwil (ZH) statt. rockthering.ch

Die Testtage finden 2020 an elf Standorten statt 9. Mai: Füllinsdorf (BL) 13. Juni: Meyrin (GE) 27. Juni: Birr (AG) 22. August: Oerlikon (ZH) 29. August: St. Gallen (SG) 5. September: Neuenburg (NE) 12. September: Sitten (VS) 3. Oktober: Crissier (VD) 10. Oktober: Bern (BE) 17. Oktober: Emmen (LU) 24. Oktober: Oensingen (SO) (Änderungen vorbehalten) Infos und Anmeldung unter tcs.ch/edays

Coworking auf den TCS-Campings

ZUM START DER CAMPINGSAISON

FOTOS EMANUEL FREUDIGER, TCS, ZVG

Der Campingführer ist da! Der Campingführer Schweiz und Europa 2020 des TCS ist der ideale Begleiter auf Reisen und hilft auch schon zu Hause bei der Planung. Ob am See, auf dem Land, in den Bergen oder am Meer – unter den über 900 Campingplätzen finden erfahrene Camper wie Anfänger stets das passende Ferienziel. Das

Erster reiner Stromer Der Mazda MX-30 kann jetzt bestellt werden

Standardwerk, das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, ist im Touring Shop, in den TCS-Kontaktstellen, auf den TCS-Campings und im Buchhandel erhältlich. Oder: Sie nehmen am Wettbewerb auf der offiziellen TCS-FacebookSeite teil und gewinnen ein Exemplar der «Campingbibel».

«Must-have» Seit 70 Jahren gibt es den Campingführer

Von April bis Oktober 2020 stehen auf den beiden TCSCampingplätzen Bern-Eymatt und Interlaken CoworkingArbeitsplätze zur Verfügung. Sie können direkt auf den Campings reserviert und sowohl von Campingplatzgästen als auch externen Coworkern genutzt werden. Weitere Infos: tcs-camping.ch

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Bewusst abgeschaltet Technische Fahrerassistenzsysteme in Autos können helfen, schwere Unfälle zu verhindern. Eine Untersuchung zeigt nun aber: Viele schalten diese Systeme bewusst aus. In der Schweiz steigt die Anzahl Fahrzeuge, die mit technischen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind. Dank ihnen sinkt die Zahl der Unfälle auf Schweizer Strassen. Eine aktuelle Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zeigt jedoch, dass gewisse Systeme von den Automobilistinnen und Automobilisten bewusst ausgeschaltet werden. Nur gut jede zweite Person aktiviert beispielsweise immer den Spurhalteassistenten, der bei Bedarf aktiv ins Lenken eingreift.

Mehr Männer als Frauen Der Notbremsassistent ist laut Umfrage bei 80 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer immer aktiv. In zwei von drei Fahrzeugen sind ausserdem die intelligente Verkehrszeichenerkennung mit aktivem Bremseingriff sowie der

Fernlichtassistent immer eingeschaltet. Grundsätzlich schalten Männer die Fahrerassistenzsysteme häufiger aus als Frauen. Laut Nadia Ingenhoff, Expertin bei der BFU, könnte ein Grund fürs Ausschalten der Systeme sein, dass sich diese fälschlicherweise während der Fahrt aktiviert haben. «Während die ersten Fahrerassistenzsysteme nicht immer funktioniert haben, sind die aktuellen Systeme aufgrund grosser technischer Fortschritte aber sehr zuverlässig. Sie sind deshalb ein echter Gewinn für die Sicherheit auf der Strasse», betont Ingenhoff. Bis vor einigen Jahren waren diese Systeme sehr teuer und nur für Luxusautos verfügbar. Heute sind sie auch in Mittelklasseautos oft serienmässig verbaut. Die Systeme für mehr Sicherheit können den Autokauf aber auch verteuern.

EcoDrive Rallye geht in neue Runde

8 touring | April 2020

Frühlingsfest In vielen Teilen Indiens wurde das traditionelle «Holi» gefeiert. Das Hindu-Frühlingsfest, bei dem oft während Tagen ausgelassen gefeiert und farbiges Pulver geworfen wird, liessen sich viele Inder nicht nehmen. In der Hauptstadt NeuDehli und andernorts wurden wegen des Coronavirus aber Veranstaltungen abgesagt. Und Regierungschef Narendra Modi nahm ebenfalls nicht an öffentlichen Veranstaltungen teil.

DIE ZAHL

79 900 Im vergangenen Jahr mussten rund 79 900 Fahrzeuglenker ihren Ausweis abgeben. Dies entspricht einem minimen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber 2018, wie das Bundesamt für Strassen mitteilt. Die Hauptgründe für den Entzug des Führer- oder Lernfahrausweises sind nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit und Fahren in angetrunkenem Zustand.

Assistenzsysteme Einige Autofahrer kommen damit nicht klar

Die EcoDrive Rallye nimmt weiter Fahrt auf. Nach dem Teilnehmerrekord im Herbst 2019 mit 45 156 Personen, die knapp 900 000 Fragen beantwortet haben, geht die EcoDrive Rallye in die nächste Runde. Der Wettbewerb, wo die Teilnehmer während dreier Wochen Fragen zu Fahreffizienz und Mobilität beantworten müssen, startet am 16. März dieses Jahres wieder. Wer den Startzeitpunkt verpasst, kann jederzeit später in die Rallye einsteigen. Zu ge-

DAS BILD

winnen gibt es 600 wertvolle Sofortpreise, 16 attraktive Wochenpreise und als Hauptpreis ein Hybrid-Klassiker von Toyota, ein Toyota Prius 1.8 Vollhybrid im Wert von 36 790 Franken. Der Hauptpreis wird am 21. April 2020 unter den Teilnehmenden verlost. Übrigens ist der TCS nebst Fahrschulen, Transportunternehmen und anderen Partner dieses Wettbewerbs. Ziel der Kampagne ist es, die Ökologie und Effizienz der Mobilität zu fördern. rallye.ecodrive.ch

DAS WORT

Alkoven stammt aus dem ), Arabischen: al-qubba ( die Kuppel. Um 1700 entstand daraus der französische Begriff «alcôve» und wird mit Bettnische, einem kleinen, abgetrennten Nebenraum ohne Fenster oder einer abgeteilten Schlafgelegenheit meist über oder hinter dem Führerstand eines LKW oder Wohnmobils beschrieben.


NEWS

FOTOS EMANUEL FREUDIGER, KEYSTONE, ZVG

Zum Coronavirus Die Krankheit COVID-19 bringt die Welt durcheinander, verunsichert die Menschen und hält sie vom Reisen ab. Die Redaktion des «Touring» aber hat beschlossen, auch an internationalen Reisereportagen, die von langer Hand geplant wurden, festzuhalten. Sie sollen als Inspiration für die Zeit nach dem Coronavirus dienen, die hoffentlich sehr bald eintritt. Der Artikel über Zugrestaurants hat ebenfalls nach wie vor seine Berechtigung, da viele Leute weiter beruflich mit der Bahn reisen müssen. Aktuelle Infos zu COVID-19: bag.admin.ch

CO2-Emissionen weiter ansteigend 2019 stiegen im dritten Jahr in Folge die durchschnittlichen CO2-Emissionen der in 23 Ländern inklusive der Schweiz neu zugelassenen Autos an, und zwar auf Velokultur pur 121,8 g/km (+1,3 g). AnalysAus der Not mit der Coronaten führen dies auf die Entvirus-Situation eine Tugend wicklung der Marktanteile gemacht: Da rund 25 000 Bevon Benzinern (59 Prozent sucher dieses Jahr auf den des Gesamtumsatzes) zulasEvent rund um die urbane ten der Diesel (30,5 Prozent) Velokultur verzichten müssen, zurück. Der SUV-Trend, die geht die Plattform als «Urban 38 Prozent (+3 Prozent) des Bike Festival DIGITAL» zu Gesamtumsatzes ausmachen, den Menschen. Live: Samstag, ist auch nicht hilfreich. Von 28. März, 16–20 Uhr, und den grossen Märkten war nur Sonntag, 29. März, 9–13 Uhr, Frankreich rückläufig (–0,9 g auf urbanbikefestival.ch. auf 111 g).

Geschlechterunabhängiger Schutz Als Pionier im Bereich Sicherheit präsentiert Volvo neue Entwicklungen, die speziell die Anatomie der Frauen berücksichtigen und deren Verletzungen minimieren: So gibt es nun ein Schutzsystem der Lendenwirbelsäule und des unteren Rückens, das unabhängig von Geschlecht und Körpergrösse wirksam ist. April 2020 | touring

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Ein Camper für alle Abenteuer Der Pössl Campster Cult ist ein kompaktes Frei­zeit- und Reisemobil mit guten Fahreigenschaften. Die Qualität des zweckmässig aus­ gerüsteten Campervans überzeugt von der Küche über die Variabilität bis zum Hubdach. TEST FELIX MAURHOFER

Der Pössl Campster macht unter dem Sternenhimmel eine gute Figur

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DOSSIER

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NLänge: 4,95 m; Höhe: 1,99 m; Gewicht: 2295 kg, zulässiges Gesamtgewicht: 2780 kg E2-l-Turbodiesel, 177 PS, 8-Gang-Automatikgetriebe; Testverbrauch: 7,3 l/100 km; Reichweite: 958 km L46 890 Fr.

D

ie klare Winternacht verheisst einen funkelnden Sternenhimmel. Da ist Campieren in den Bergen angesagt. Geeignete Plätze für eine Nacht sind auf dem Gurnigel zu finden. Also, schnell das Wichtigste im Camper verstauen und ab in die Berge. Für einen spontanen Campingausflug, aber natürlich auch für längere Reisen eignet sich der Pössl Campster perfekt.

quemen und gut konturierten Sitze bieten viel Halt. Mit die Länge von 4,95 Metern und einer Höhe von 1,99 Metern passt der wendige Camper, welcher auf dem Citroën Spacetourer, Grösse M, aufgebaut ist, in jedes Parkhaus. Ausserdem bietet er genügend Stauraum, um grössere Einkäufe unterzubringen. Im Alltag funktioniert der Campster wie ein normaler Van.

Auf der Passstrasse kann der Campster, wir testeten die Version Cult, seine Stärken ausspielen. Mühelos fährt es sich mit dem 177 PS starken Dieselaggregat den Berg hinauf. Das, obschon der Campervan knapp 2,3 Tonnen schwer ist, sind die Unterschiede zu einem normalen Van nicht spürbar. Die 8-Gang-Automatik schaltet im richtigen Moment hoch oder runter und ist gut auf den Motor abgestimmt. Mit der recht direkten Lenkung und dem komfortabel straffen Fahrwerk können die Kurven dynamisch gefahren werden. Fahrspass ist somit beim Campster garantiert. Bei der Anfahrt auf den Gurnigelpass über die Autobahn präsentierte der Campster seine Langstreckenqualitäten. Der Motor läuft kultiviert, und auch die Windgeräusche sind kaum hörbar. Durch die erhöhte Sitzposition ist die Übersicht gut. Die be-

Umfangreiche Optionen

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Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, und die Bedienelemente sind logisch angeordnet. Einzig die Klimabedienung wirkt unter dem Touchscreen etwas verloren. Keine Abstriche braucht man in Bezug auf die Konnektivität und das Navigationssystem zu machen. Bemerkenswert ist, dass bereits in der Serienausstattung viele Assistenzsysteme verbaut sind. So unter anderem Tempomat, Bergabfahrhilfe oder Regen- und Lichtsensor. Mit umfangreichen Optionspaketen können die aktive Sicherheit und der Komfort noch erhöht werden. Da ist vom adaptiven Tempomaten über den Spurhalteassistenten, Totwinkelsensoren bis zu den Parksensoren mit Rückfahrkamera alles erhältlich. Im Komfortbereich lassen sich Sitzheizung, Raumheizung oder eine 16-Liter-Kühlbox und vieles

Das Hubdach ist mit wenigen Handgriffen schnell geöffnet


DOSSIER

Die zweckmässige Küche mit Kühlbox ist gut zugänglich

Der Campster bietet Campingspass für die gesamte Familie

mehr einbauen. Die umfangreiche Zubehörpalette erfüllt fast jeden Wunsch.

Schneller Umbau Am Ziel angekommen, ist der Campster mit wenigen Handgriffen bereit für die Nacht. Der Vierplätzer bietet unter dem Hubdach und bei umgelegter Sitzbanklehne vier Schlafplätze. Bei einer Fahrzeugbreite von 1,92 Metern können keine grosszügigen Liegeflächen erwartet werden. Beim Hubdach verzichtet Pössl auf einen elektrischen Hebemechanismus. In weniger als einer Minute ist aber das Dach oben und zum Schlafen auf dem komfortablen Bettrost bereit. Die Zeltwand des Dachs ist mit zwei Fliegengitter- und einem Plexiglasfenster bestückt. Wer den Panoramaeffekt Das aufgeräumte Cockpit mit den drehbaren wünscht, kann die Seitenwände entfernen und Vordersitzen erhält so den perfekten Rundblick. Der Campster wird serienmässig als Fünfplätzer ausgeliefert. Wasser- und -Abwassertanks sowie Gasflasche Alle Sitze sind auf Schienen montiert und ausbauund Schubladen reicht vollkommen aus. Der im bar, was die Variabilität erhöht. Bei den kalten Heck verstaute Tisch ist schnell monTemperaturen auf dem Gurnigel tiert, und zusammen mit den drehzeigte sich die Heizung, welche mit Fahreigenschaften baren Vordersitzen steht einem Mahl Dieselöl gespiesen wird, als sehr Qualität Innenraum nichts mehr im Wege. Fest verbaut ist effizient. Die Isolation ist bei geEinfache Bedienung die Kühlbox. Auf der Seite und am schlossenem Hubdach gut. Dank der Preis/Leistung Dach sind gut verarbeitete Schränke verdunkelten Seiten- und HeckscheiFenster im Hubdach angebracht, in denen die Camper ben dringt kein störendes Aussenlicht Grosse Reichweite das Nötigste verstauen können. Der hinein. Um die Front- und TürscheiViel Variabilität Campster verfügt über einen Aussenben zu verdecken, braucht man allerIsofix für Kindersitze anschluss für 230 V und zwei 220-Vdings zusätzlich eine Abdeckung. Dieselheizung Steckdosen im Wohnraum. Das BasisDie Innenbeleuchtung erhellt den modell des preiswerten Campsters Wohnraum perfekt. Für FrischluftBreite der Liegemit 1,5-Liter-Dieselmotor ist ab rund enthusiasten ist praktisch, dass flächen 40 000 Franken zu haben. ◆ die Heckscheibe separat geöffnet Kleiner Wassertank werden kann. Keine Toilette

Wertige Innenausstattung Der herausnehmbare Küchenblock mit zweistrahligem Kocher und Spülbecken sowie zwei 10-Liter-

Das Fahrzeug wurde zur Verfügung gestellt von Garage Marti Kehrsatz AG (gmk.ch), eine von vier offiziellen PösslCampster-Importeuren der Schweiz.

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Reisemobile sehen heute so aus: die neue Hymer B-Klasse MasterLine IÂ 880

Im Werk im schwäbischen Bad Waldsee entstehen Wohnmobile und Camper

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DOSSIER Eineinhalb bis zweieinhalb Tage ab Chassisschleuse dauert der Entstehungsprozess bis zum fertigen Fahrzeug, je nachdem, ob Campervan oder Reisemobil. Wie viele Fahrzeuge pro Jahr hier produziert werden, gibt Hymer nicht preis. Seit die Firma zur börsenkotierten Thor Industries gehört, werden dazu keine Angaben mehr gemacht. Aus gut informierten Quellen aber heisst es, dass die Erwin Hymer Group, zu der neben Hymer noch weitere 19 Marken wie Eriba Wer an Reisemobile denkt, hat vermutlich und Dethleffs gehören, pro Jahr 60 000 Freizeitfahrzeuge produziert. die Marke Hymer vor Augen. Ein Besuch

Schaffe, schaffe, Wohn­ mobile baue in der schwäbischen Traditionsfirma, die Pionier Erwin Hymer zum europäischen Marktführer ausbaute. TEXT JULIANE LUTZ

I

m ländlichen Oberschwaben zwischen Bodensee und Ulm gelegen, fällt zuerst der markante Bau des Erwin-Hymer-Museums von der B30 aus auf. Gegenüber und durch die Bundesstrasse getrennt, liegen die Gebäude der Hymer GmbH & Co. KG: Eine kleine Welt für sich bei Bad Waldsee, in der rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet wird.

Eineinhalb Tage für einen Campervan

FOTOS ZVG

Wilhelm Wäscher war 37 Jahre lang für die Wohnmobilschmiede tätig. Heute führt er Besucher durch den Betrieb. Und es sind viele, die das Werk sehen wollen und danach im Hymer-Restaurant essen, bevor sie noch die Preziosen im Museum bestaunen. In der Montagehalle, deren Fläche etwa der von drei Fussballfeldern entspricht, kann man von einem Balkon aus einen Blick darauf werfen, wie etwa eine luxuriöse und knapp 105 000 Euro teure Hymer B-Klasse MasterLine auf der Basis eines Mercedes-Benz-Sprinter-Triebkopfs entsteht. Oder wie die Arbeitenden auf einem Fiat-DucatoChassis einen Hymer Free zusammenbauen, der mit knapp 43 000 Euro günstigste unter den Campervans. Zwölf Baureihen hat Hymer derzeit im Programm, davon sind bei den Reisemobilen vier und alle sechs Campervans in der 3,5-TonnenKlasse. Sie darf mit der EU-Führerscheinklasse B gefahren werden. Ein Fahrgestell mit Motor wird aus der Chassisschleuse in die Halle gezogen. Bereits ausgestattet mit Tanks, Grundelektrik, Grundgas- und Wasserversorgung sowie Fussboden, nimmt es nun die Gestalt eines Wohnmobils an. Die Längsseiten der Halle sind in vier Abschnitte eingeteilt: Bereiche mit Schränken sowie mit Möbeln für die Küchen, die Bäder und die Schlafplätze, welche die Arbeiter in kürzester Zeit einbauen. Zum Schluss werden die Seitenwände und das Dach eingesetzt.

Tüftler mit Visionen

Vermutlich hat Gründer Erwin Hymer immer gross gedacht, sonst hätte er nicht aus einer kleinen Klitsche ein Unternehmen mit Weltruf machen können, das die Freizeitfahrzeug-Welt aufmischen würde. Bereits mit 27 Jahren gelang ihm ein Wurf. Mit dem Flugzeugingenieur Erich Bachem hatte er 1957 im väterlichen Werkstattbetrieb in Bad Waldsee einen kleinen Wohnwagen gebaut. Dieser Ur troll war der Beginn der Caravanmarke Eriba. Die Idee, dass Ferien auch losgelöst von Hotel und Campingplatz möglich sein sollten, liessen ihn 1961 den Campingbus Caravano auf einem Borgward-Fahrgestell konstruieren. Doch über ein paar Fahrzeuge ging’s nicht hinaus. Der Bremer Autobauer ging 1963 Konkurs. Andere hätten aufgegeben, nicht so aber der Maschinenbauingenieur, der seine Visionen vom nomadischen Reisen, das heute angesagter denn je ist, unbeirrt realisierte. 1971 präsentierte er auf dem Caravansalon in Essen erstmals das Hymermobil auf dem Fahrgestell eines Mercedes-Transporters. Mit den hellen Kunststoffwänden und der kastigen Form prägte es lange das Aussehen von Reisemobilen. Ein Nerv war getroffen. Bereits in der Saison 1977/1978 wurden 1000 Stück des weiterent wickelten Hymermobils 521 produziert. Der geschäftstüchtige Macher tüftelte weiter und liess Neues entwickeln: So ist das absenkbare Hubbett eine Erfindung aus dem Hause Hymer ebenso wie das PUAL-System, ein sandwichartiger Wandaufbau aus einer Aluminiumaussenhaut und einer Dämmung aus Polyurethanschaum. Auch kaufte der Oberschwabe fleissig zu: 1980 fusionierten Hymer und Eriba, in

→

Noch kastenförmig: die Hymer B-Klasse von 1981

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DOSSIER

Das Museum des Firmengründers Erwin Hymer zieht pro Jahr rund 100 000 Besucher an

den 1990er-Jahren übernahm er Wohnwagenfirmen wie Dethleffs oder Bürstner. Ab 2006 liess er in der ein Jahr zuvor gegründeten Capron GmbH die Marken Carado und Sunlight in Sachsen vom Band laufen. 2013 starb er schliesslich 83-jährig. Seine Erben verkauften Anfang 2019 die Erwin Hymer Group, die mittlerweile über 25 000 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro aufweist, an Thor Industries aus Indiana, die Nummer eins unter den US-Wohnmobil- und -Caravanherstellern. Durch die Übernahme entstand der weltgrösste FreizeitfahrzeugProduzent.

DAS ERWIN-HYMER-MUSEUM – EINE SCHATZTRUHE FÜR CARAVANINGFANS 2011 liess der Firmengründer das gleichnamige Museum bei Bad Waldsee bauen, das von einer Stiftung der Familie getragen wird und unabhängig vom Unternehmen ist. Anfänglich wurden darin 100 historische Wohnmobile und Caravans aus der Sammlung von Erwin Hymer gezeigt. Heute umfasst der Bestand 250 Exponate aus verschiedensten Ländern. Zu sehen sind in den zwei bis drei Wechselausstellungen pro Jahr jeweils etwa 80 Fahrzeuge, darunter Raritäten wie ein Nachbau des Dethleffs-Wohnautos von 1931, der Hymer Caravano 3 von 1961 oder ein Miniwohnwagen namens VEB Weferlinger LC 9-200 von 1976. Teilweise sind sie mit besonderen Zugfahrzeugen kombiniert – vom Opel 4 PS bis zum Lamborghini Espada S1. Pro Jahr besuchen rund 100 000 Fans das Museum. Sehr beliebt ist auch der jährliche Oldtimerevent «Summertime», der dieses Jahr am 8. und 9. August stattfindet. erwin-hymer-museum.de

Qualität made in Schwaben Beim Gang durch’s Werk sind keine Roboter zu sehen. In der Vormontage macht ein Angestellter die Kanten von Möbelteilen, die eine Werkzeugmaschine aus einer Platte gefräst hatte, von Hand sauber. «Wir haben noch viel von einer Manufaktur. Ausserdem bauen wir sozusagen Hotels auf Rädern. Da muss alles perfekt sein», sagt Wilhelm Wäscher. 80 Prozent der Möbel und die Textilien für Wohnmobile und Campingbusse werden vor Ort gefertigt. Allein Der Caravano auf die firmeneigene Näherei beschäftigt um einem BorgwardFahrgestell wurde 5% Rabatt auf die 30 Personen. All das erklärt die 1961 vorgestellt Wohnmobilmiete Preise der schwäbischen QualitätsproTCS-Mitglieder erhalten dukte, die in der Schweiz bei sechs GmbH & Co. KG. Aber es müsse auf einen Buchungsrabatt von 5% auf den Preis Händlern vertreten sind. Wer mal in eilange Sicht neue Antriebskonzepte der Wohnmobilmiete.* nen Exsis-i oder einen Camper Vans hingeben. Welche das genau sein wertcs-reisen.ch/mcrent eingeschaut hat, vergisst schnell Vorstelden, zeige sich. Man sehe aber in * Rabatt ist gültig für lungen von bünzlig beigen Interieurs. erster Linie die Autohersteller in der Buchungen bis zum Die Interieurs wirken wie elegante HotelPflicht, da sie die Basisfahrzeuge 15. Juli 2020 mit Abreise bis zum 31.12.2020. zimmer, obwohl Wohn- und Schlafbefür den Markt produzierten. reich sowie Nasszelle auf engstem Raum untergebracht sind. Mit welchen Antrieben die Hymer-Reisemobile und -Vans künftig auch fahren werden, angesichts Und wie sieht es mit der Elektromobilisierung aus? der steigenden Nachfrage – in Europa wurden Noch ist Diesel der Treibstoff der Stunde. «Für 2019 mit 131 956 dieser Fahrzeuge 5,5 Prozent Transporter, unsere Basisfahrzeuge, gibt es seitens mehr verkauft als im Jahr zuvor – geht die Hymerder Automobilindustrie derzeit noch keine pasErfolgsstory wohl weiter. • sende Stromspeichertechnologie, die uns das Reisen über lange Strecken erlauben würde», so Auf touring.ch ist ein Interview mit Hymer-Designleiter Frank Venter zu lesen. Christian Bauer, Geschäftsführer der Hymer 16 touring | April 2020


DOSSIER

Plötzlich Camper Zuerst Sorgen, dann Akzeptanz und schliesslich Freiheit. Lesen Sie, warum meine erste Reise mit dem Wohnmobil meinen Horizont erweitert hat. REPORTAGE DOMINIC GRAF

S

ternehotel, Poolbar, Zimmerservice, Themenrestaurants – so verbrachte ich bisher meine Ferien. Sich um nichts kümmern und sich bedienen lassen. Dementsprechend entgeistert fällt meine Reaktion aus, als meine Frau vorschlägt, die nächste Reise mit dem Wohnmobil zu unternehmen. Campieren, ich? Böse Jugenderinnerungen an unbequeme Zeltnächte, unerträgliche Morgenhitze und wackelige Klappstühle werden wach. Mit dem Wohnmobil sei das anders, versichert sie mir und erzählt von Erlebnissen während ihrer Kindheit und Jugend. Mit ihrer Familie verbrachte sie fast alle Ferien im Camper. Sie muss es also wissen und schafft es schliesslich, das Feuer auf mich zu übertragen. Ich stimme den Campingferien zu – unter einer Bedingung.

Grill und Flip-Flops Zwei unverzichtbare Campingutensilien

Übungswoche in Lugano

Damit ich mich in geschütztem Rahmen vorbereiten kann, so meine Bedingung, verbringen wir die erste der drei Wochen in der Schweiz. Eine Übungswoche, sozusagen. Der TCS Camping LuganoMuzzano eignet sich perfekt dafür. Nicht allzu fern von zu Hause kann ich mich an die Gegebenheiten, das Fahrzeug und all die Kleinigkeiten, an die man denken muss, gewöhnen. Der Stromanschluss ist in einem Kasten neben der Parzelle – Licht, Kühlschrank und sogar die Kapselkaffeemaschine von zu Hause funktionieren. Das Gas brauchen wir vorerst nicht, der kleine Kohlegrill reicht als «Küche». Die sanitären Anlagen sind sauber, das Personal ist freundlich, die Nachbarn hilfsbereit, und der Luganersee ist Ende August wohltuend erfrischend. Von Tag zu Tag fühle ich mich wohler, und die einstigen Bedenken weichen einem Gefühl, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einordnen kann.

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Alles dabei Der Fiat Ducato wird zum provisorischen Zuhause – inklusive Gartensitzplatz

Romantische Abendstimmung auf dem TCS Camping LuganoMuzzano

Direkt am Meer Der Camping Les Mûres verfügt über 637 Stellplätze und rund 100 Bungalows

Vermeintliche Wermutstropfen Ich fühle mich bereit für mehr. Meine Frau sowieso. Unser erstes Ziel im Ausland ist ein Campingplatz am Gardasee. Bei der Ankunft aber ein erster Wermutstropfen: «Sorry, we are full», begrüsst uns ein braungebrannter Mann mit italienischem Akzent. Was jetzt? Auf so etwas konnten wir uns während der Übungswoche nicht vorbereiten, und in mir kommt die Sehnsucht nach den gewohnten Hotelferien auf. Meine Nervosität erweist sich jedoch als unnötig, denn der freundliche Herr nennt uns gleich einen Camping in der Nähe, der noch freie Plätze habe. Tatsächlich können wir nach nur fünf Minuten Fahrt an der Rezeption des Eurocamping einchecken – und durchatmen, zumindest für einen kurzen Moment. Bis zum nächsten Schrecken dauert es nämlich nicht lange: Der Fiat Ducato röchelt verdächtig beim Einrangieren in den Stellplatz. Vielleicht habe ich während der gut dreistündigen Fahrt auf der Autobahn etwas zu fest aufs Gas gedrückt. «Das ist halt nicht wie mit deinem Golf», sagt meine Frau, «viel mehr als 100 km/h liegen nicht drin. Und das reicht doch. Wir haben ja keinen Stress.» Auch wenn es banal klingt, wird mir klar, dass der Weg beim Campen auch ein Ziel ist – egal ob mit 100 oder 130 Sachen. Und da ist es wieder, dieses Gefühl. Es wird stärker. Der Camping ist schön gelegen, die Pinien zwischen den Stellplätzen spenden Schatten, und der See liegt vor der Tür. Verschiedene Freizeitparks 18 touring | April 2020

Bei Mondschein im Burgund lässt sich ein weiterer Campingtag wunderbar ausklingen

befinden sich in Gehdistanz, und natürlich verbringen wir – als Achterbahnfans – einen Tag im Gardaland. Eigentlich unterscheidet sich der Platz nicht sonderlich von jenem in Lugano – bis auf einen kleinen Unterschied: Es gibt kein WC-Papier in den sanitären Anlagen. Das sei hier so, erklärt uns der niederländische Nachbar mit einem Schmunzeln. Mit der Klopapierrolle über den Campingplatz gehen zu müssen, unter strenger Beobachtung der Leute, die vor ihren Wagen sitzen, ist mir peinlich. Aber es ist halt so, auch daran kann man sich gewöhnen. Nach zwei Nächten räumen wir unsere Sachen schon ziemlich routiniert zusammen und machen uns auf den Weg gen Westen. Nicht wegen des fehlenden WCPapiers – das wird auf allen Campingplätzen so sein, die wir besuchen –, sondern wir wollen ans Meer. Das Ziel: die Côte d’Azur.

«Dresscode»: Flip-Flops und Badehose Nach einer Übernachtung bei Genua erreichen wir den Campingplatz Les Mûres in Grimaud. Schon bei der Ankunft haut es uns im wahrsten Sinne des Wortes aus den Socken. Etwa 20 Meter vom Sandstrand platzieren wir das Wohnmobil auf der Parzelle 152, richten uns ein, öffnen eine Flasche Wein und geniessen den Blick auf die Bucht von St. Tropez. Herrlich! Weil der Sand bis zu unserem Platz reicht, können wir unsere Schuhe für den ganzen Aufenthalt verstauen. Bei durchschnittlich knapp 30 Grad und Sonne sind Flip-Flops und Badehose praktisch die einzigen Kleidungsstücke, die wir brauchen.


DOSSIER Privatstrand Les Mûres liegt am Golf von St. Tropez

ERKENNTNISSE VOM CAMPINGANFÄNGER Campieren in der Schweiz ist nicht dasselbe wie im Ausland. Folgend ein paar Erkenntnisse aus Norditalien und Südfrankreich: ▪ Die

meisten sanitären Anlagen verfügen weder über WC-Papier noch über Klobrillen.

▪ Grillieren

ist oft nur mit Gas oder Strom erlaubt – offene Feuer sind aufgrund der Trockenheit meist verboten.

▪ Warm

zu duschen, kann extra kosten, und man benötigt 50-CentMünzen oder Jetons.

▪ Auch

der Strom ist nicht überall im Preis inbegriffen und kann extra kosten.

▪ Die

Les Mûres ist ein grosser, durch eine Strasse geteilter Viersterne-Campingplatz. Die 637 Stellplätze und rund 100 Bungalows befinden sich entweder in einem Kiefernwald oder auf der Strandseite, direkt am Meer. Wir haben Glück und ergattern den letzten freien Platz am Strand. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte frühzeitig reservieren. Mit knapp 50 Euro für zwei Personen ist er sicher nicht der günstigste Campingplatz. Aber die Lage und die Infrastruktur rechtfertigen den Preis. Nur das WLAN für zehn Euro für drei Tage scheint uns überrissen teuer. Sechs Nächte verbringen wir hier. Ausser einem Ausflug nach St. Tropez vertreiben wir uns die Zeit auf dem Camping. Obwohl ich ein «Gfrörli» bin, gehe ich direkt nach dem Aufstehen ins Meer, das am Morgen noch 23 Grad warm ist. Bei frischem Baguette aus dem Supermarkt frühstücken wir bis in die Mittagszeit. Fixe Essenszeiten wie im Hotel gibt es nicht, und das ist schön. Am Nachmittag lassen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen, spielen Scrabble, sinnieren über das Leben und schwelgen in den gerade erfahrenen Erinnerungen. Aufgrund der Trockenheit ist das Grillieren mit Kohle hier verboten. Wir wagen es trotzdem und ernten, noch bevor das Fleisch auf dem Grill ist, eine saftige Standpauke. Also zaubern wir uns mit dem Gasherd im Auto ein leckeres Abendessen auf den Klapptisch. Flexibilität gehört zum Camping dazu, das weiss ich jetzt. Spät abends lauschen wir auf der Picknickdecke am Strand den seichten Wellen und versuchen, Sternbilder zu erkennen.

Es ist Freiheit

Duschen sind meistens spartanisch gestaltet und haben kaum Haken oder Ablageflächen. Eine wasserdichte Tasche für die Kleider empfiehlt sich.

Wehmütig nehmen ▪ Die Öffnungszeiten sollte man wir nach einer Wovorher abklären. Wer nach 20 Uhr che Abschied von anreist, kann vor verschlossener Les Mûres und maRezeption stehen. chen uns auf den ▪ Die Nachtruhe wird meistens nicht Heimweg. Durch so streng eingehalten wie bei uns. die malerische Dafür kann es eine Mittagsruhezeit Provence und das geben. Burgund führt uns der Weg zu unserem letzten Halt, ein kleiner Campingplatz bei Beaune. Mittlerweile sind wir so eingespielt, dass der Auf- und Abbau ruckzuck läuft. Das Zusammenspiel aus Routine, Spontanität und Flexibilität ist mir ins Blut übergegangen und, ohne dass ich es wirklich bewusst merke, fühle ich mich plötzlich als Camper. Jetzt kann ich auch das Gefühl, das auf der ganzen Reise immer stärker wurde, benennen: Es ist Freiheit. Nicht die Freiheit, ungebunden und spontan sein zu können, sondern eine geistige Befreiung von Eitelkeiten, Allüren und Alltagsgewohnheiten. Sei es, mit 100 auf der rechten Autobahnspur entspannt den Dränglern auf der Linken zuzuschauen oder mit erhobenem Haupt mit dem Klopapier in der Hand, ein paar «Bonjours» verteilend, über den Platz zu schreiten. Das waren mehr als bloss Ferien, das war eine Horizonterweiterung. Und es wird nicht die letzte gewesen sein, sage ich zu meiner Frau. «Ich hab’s ja gesagt», antwortet sie mit einem Siegerlächeln. Und für einmal liebe ich sie dafür, dass sie recht hatte. ◆ April 2020 | touring

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Wildes Campieren hat Tücken In der Natur sein Zelt aufschlagen, ist ein spezielles Abenteuer. Doch wildes Campieren ist nicht überall erlaubt. Die wichtigsten Tipps zum Verhalten und zur Ausrüstung, um keine bösen Überraschungen zu erleben. TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER

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DOSSIER

Kompakt und robust muss eine moderne Zeltausrüstung fürs Trekking sein

Ü

ber dem kleinen Zweierzelt entfaltet sich ein strahlender Sternenhimmel. Nur das leise Fauchen des Gaskochers ist zu hö­ ren. Die umliegenden Berge sehen aus wie ein Scherenschnitt. Das Biwak draussen in der Natur oberhalb der Waldgrenze ist während der zweitägigen Wanderung in den Bergen ein beson­ deres Erlebnis. Man muss keinen Schlafplatz in ei­ ner Hütte reservieren und kann dort, wo es gerade passt, sein Nachtlager aufschlagen.

Tabus beim Campieren

Wildes Campen macht unter Einhaltung der Regeln Spass

Doch aufgepasst, wildes Zelten ist nicht überall erlaubt und kann gefährlich sein. Denn die recht­ liche Lage ist je nach Kanton oder Gemeinde un­ terschiedlich. Klar ist, wildes Campieren ist im Na­ tionalpark, in eidgenössischen Jagdbanngebieten, Naturschutzgebieten und Wildruhezonen verbo­ ten. Deshalb ist eine gute Planung vor der Tour eminent. Die Schutzgebiete sind auf der Webseite map.geo.admin.ch eingezeichnet. Auch kann man sich bei den zuständigen Gemeinden oder Touris­ musbüros informieren. Grundsätzlich sind Zelt­ standorte oberhalb der Waldgrenze einzelner Per­ sonen unbedenklich, trotzdem sollten Auen­ und Feuchtgebiete wegen der seltenen Pflanzen gemie­ den werden. Wer gerne mehrere Nächte am selben Ort campieren möchte, sollte tagsüber das Zelt ab­ bauen. Es ist ratsam, sich beim Landbesitzer, Alp­ wirt oder Hüttenwart die Erlaubnis einzuholen. Falls man auf einer bewirtschafteten Alp biwakie­ ren möchte, immer die Erlaubnis des Älplers ein­ holen. Notbiwaks unter freiem Himmel, in einer Schneehöhle oder einem Iglu sind immer erlaubt. Dass wildes Campieren in der Schweiz aus Natur­ schutzgründen eher restriktiv gehandhabt wird, ist nachvollziehbar. Ein weiterer Grund sind die Naturgefahren. Campieren kann wegen Gewitter­ stürmen, Hochwasser, Steinschlag oder Murgän­ gen zur tödlichen Falle werden. •

Campingausrüstung Zelt: Zweierzelt Hilight von Black Diamond, 550 Franken Isomatte: Thermarest Neoair Venture, 130 Franken Schlafsack: Thermarest Questar, 350 Franken Stirnlampe: Storm 375 von Black

Diamond, 65 Franken Kocher: Primus Lite plus, 180 Franken Kochtool: Chrono N5 von Swiss Advance, 40 Franken Sitz: Dreibeinhocker von Walkstool, ab 75 Franken Solarfeuerzeug: Solar Lighter Suncase von Solar Brother, 9 Franken

VERHALTENSTIPPS VOM TCS Kein Abfall liegen lassen Platz aussuchen, der vor Naturgefahren sicher ist (Steinschlag, Gewitter, Hochwasser usw.) Rücksicht auf Wildtiere, Lärm vermeiden Schutzgebiete meiden Absprache mit Landbesitzer Kein Feuer entfachen April 2020 | touring

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TCS Camping ThunerseeGwatt erhält ein neues Kleid Der 21. Mai 2020 wird ein besonderer Tag für Campingfans des Berner Oberlands. Dann wird der komplett erneuerte TCS Camping Thunersee-Gwatt seinen Betrieb aufnehmen und die ersten Gäste begrüssen. Gemeinsam mit dem TCS hat die Stadt Thun als Eigentümerin der Parzelle das Sanierungsund Erweiterungsprojekt ausgearbeitet. Die Stadt übernimmt die Erneuerung der Infrastruktur des Campings und der öffentlichen Toiletten, der TCS erweitert und modernisiert die betrieblichen Einrichtungen.

Attraktive Begegnungszone Die unmittelbare Nähe zum See fliesst neu auch thematisch in die Gestaltung des Campingplatzes ein. Das Herzstück des Platzes wird zu einer attraktiven Begegnungszone für die Campinggäste. Auch ein innovatives Gastronomiekonzept ist vorgesehen. Das öffentliche Restaurant mit grosszügiger Terrasse verknüpft Freizeitanlagen der Stadt mit dem Campingplatz. «Mit der Erneuerung werden wir den Campingplatz an die gestiegenen Bedürfnisse des mobilen Campers anpassen, das Restaurant modernisieren und die Terrasse – mit Blick auf See und Berge – vergrössern. Das Restaurant Thunersee soll auch ein Treffpunkt für die lokale Bevölkerung werden», so Cedric Schoch, Regionalleiter TCS Camping. Bereits im November 2019 erfolgte die Grundsteinlegung durch den Thuner Gemeinderat Konrad Hädener und Sandra Herren, Direktorin Mobilität & Freizeit beim TCS. Gemeinsam liessen sie in einem feierlichen Akt die Baubewilligung, das Programm der Grundsteinlegung und eine Tageszeitung in einer Flasche ins Fundament ab. Seither wird auf Hochtouren gearbeitet und alles vorbereitet, sodass die ersten Gäste am 21. Mai den brandneuen Campingplatz in vollen Zügen geniessen können. ◆

NICHT VERPASSEN Sichern Sie sich jetzt Ihren Stellplatz, Ihr Chalet, oder verbringen Sie eine runde Nacht im Swisstube. Weitere Infos und Buchung unter tcs-camping.ch

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Auf die Stellplätze, fertig, los! Die Campingsaison steht vor der Tür. Der TCS, als grösster Anbieter von Campings in der Schweiz, hält auch dieses Jahr wieder viele Neuheiten und Überraschungen für Campingfans und solche, die es werden wollen, bereit. TEXTE CHRISTINE ULLMANN, NICOLE WAGNER, DOMINIC GRAF

Schön neu Der TCS Camping ThunerseeGwatt


DOSSIER

Camping trifft auf Strassenkunst Auf dem TCS Camping Sempach (LU), in einer speziell dafür geschaffenen Zone, findet vom 11. bis 13. September 2020 das dritte TCS-Campingfestival statt. Nach Solothurn und Sion macht das vielseitige Festival im Herzen der Schweiz halt. Es erwartet die Gäste mit vielen Neuerungen und einem kunterbunten Programm aus Strassenkunst, Ausflugsmöglichkeiten und Konzerten. Selbstverständlich kommt auch das leibliche Wohl dabei nicht zu kurz – sei es beim gemütlichen Grillabend oder beim ausführlichen Sonntagsbrunch.

KOSTEN UND INFOS

Die Alp Plaun ist vom 12. Juni bis 13. September wieder Treffpunkt für Fans des stilvollen Campings

Gebucht werden kann das Angebot ab 298 Franken pro Zelt/Nacht inklusive Verpflegung. TCS-Mitglieder profitieren von zehn Prozent Rabatt. Kinder bis fünf Jahre übernachten gratis. Alle Infos und Buchung tcs-glamping.ch

TCS Pop-Up Glamping geht in die zweite Saison Nach dem Premierenerfolg im letzten Jahr geht das «Pop-Up Glamping»-Projekt des TCS diesen Sommer in die zweite Runde. Zwischen dem 12. Juni und dem 13. September 2020 stehen auf der Alp Plaun oberhalb von Flims/Laax (GR) wiederum 22 komfortable Baumwollzelte und ein grosses Gemeinschaftszelt bereit. «Für das exklusive Angebot, das den Naturgenuss mit Wohnkomfort, regionalem Essen und gutem Wein paart, haben wir 2019 sehr erfreuliche Rückmeldungen erhalten», sagt Oliver Grützner, Leiter Tourismus und Freizeit beim TCS. Darum sei es keine Frage gewesen, das Dorf 2020 erneut aufzubauen. Gemeinsam mit der «Weisse Arena Gruppe», die das TCS Pop-Up Glamping neu vor Ort betreiben wird, habe man das Konzept weiterentwickelt und könne den Gästen einen noch höheren Komfort bieten. Zudem wird das Dorf in diesem Jahr an einer windgeschützten Stelle in der Nähe eines Bergbaches aufgebaut.

Abwechslungsreiches Programm Aufgebaut wie ein kleines Städtchen, hält das Campingfestival rund um die Piazza viele Überraschungen für die Gäste bereit. Überall gibt es etwas zu sehen, zu bestaunen oder aktiv mitzugestalten. Von der Tanzshow über artistische Darbietungen bis hin zu Konzerten ist für beste Unterhaltung gesorgt. Zu den Klängen diverser DJs darf auch das Tanzbein geschwungen werden. Oder man sitzt gemütlich im Loungebereich und lässt sich vom Barkeeper einen exotischen Drink mixen. Am Samstag stehen diverse Aktivitäten auf dem Programm: Kajaktouren, Besichtigungen, Führungen, spannende Spiele, eine gemütliche Tuk-Tuk-Fahrt ins malerische Sempach oder sogar eine Ballonfahrt sind nur einige Möglichkeiten, die den Festivalbesuchern zur Verfügung stehen. • Konzerte und mehr: Das TCS-Campingfestival findet 2020 am Sempachersee statt

VORVERKAUF Der Vorverkauf ist ab sofort eröffnet. Die ersten 100 Teilnehmer profitieren vom Frühbucherrabatt und bezahlen nur 209 statt 279 Franken. TCS-Mitglieder und TCS-Campingmitglieder erhalten noch einen zusätzlichen Rabatt. Alle Informationen zum dritten TCS-Campingfestival 2020 in Sempach finden Sie unter campingfestival.ch.

Suiten, Massagen und eine Sauna Die 20 m² grossen, weissen Baumwollzelte sind jeweils für zwei Erwachsene und maximal vier Personen konzipiert. Sie sind mit zwei Einzelbetten mit Duvet, Tisch, Sesseln, Sofa und heimeliger Deko eingerichtet. Jedes Zelt steht auf einer Holzunterlage, ist beheizbar und verfügt über Strom, eine Kaffeemaschine sowie eine eigene ökologische Toilette. Neu sind in diesem Jahr zwei jeweils 65 m² grosse «Mahal-ZeltSuiten» mit Doppelbett, Bettsofa, Loungesessel, Essbereich mit Kühlschrank und Ventilator sowie einer grossen Aussenterrasse buchbar. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Gemeinschaftsduschen modernisiert und um eine Bachdusche erweitert. Gäste haben ausserdem die Möglichkeit, sich bei einer Massage oder in der Sauna zu entspannen. Mitte September wird die Anlage wieder vollständig zurückgebaut. • April 2020 | touring

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Welcher Campingtyp bin ich? Campen ist nicht gleich campen! Das Angebot und die Möglichkeiten sind vielfältig – für jedes Bedürfnis gibt es die entsprechende Art und Unterkunft. Deshalb sollte man als Erstes herausfinden, welche Campingart für einen selbst die beste sein könnte.

Campen im Zelt

Campervan

Schlafen im Zelt ist die ursprünglichste, unkomplizierteste, preiswerteste und wohl abenteuerlichste Art zu campen. Näher an der Natur geht es kaum mehr. Wer heute noch sein Zelt auf dem Campingplatz aufstellt, gehört fast zu den Aussenseitern, wird aber von den anderen Campern insgeheim bewundert für seinen echten «Campinggeist». Geschlafen wird im Schlafsack, gekocht auf dem kleinen Campingkocher unter dem Zeltvordach. An Gepäck ist nur das Nötigste dabei. Auch schlechtes Wetter kann der guten Laune nichts anhaben, denn das Prasseln des Regens auf das Zeltdach hat etwas Beruhigendes und Ursprüngliches. Umso schöner sind die warmen Sommerabende draussen vor dem Zelt bei Kerzenschein. Das Nutzen der Gemeinschafts-Sanitäranlagen auf Campingplätzen stört einen «Zeltler» nicht, es ist ja alles da, was man braucht, auch die warme Dusche. Und man hält nicht selten ein interessantes Schwätzchen mit anderen Campern beim Geschirrspülen.

Wer das Abenteuer sucht, gern flexibel und spontan unterwegs ist und das Tourenreisen liebt, für den ist der kompakte Campingbus, der sogenannte Campervan (die kleinste Variante eines Wohnmobils), der Inbegriff von Freiheit. Egal, ob die einfache Variante, oft sogar ein selbst umgebauter Kastenwagen oder die Luxuskarosse – mit dem Campervan reist ist man völlig unabhängig und erreicht fast jede noch so abgeschiedene Gegend mühelos. Schmale Bergstrassen, alte Gassen und vollgestopfte Städte sind kein Hindernis. Klug durchdachte Innenbereiche, Aufstelldächer und Vorzelte ermöglichen ein durchaus angenehmes Platzvolumen, sodass man auch längere Zeit an einem Ort verbringen kann.

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Campen im Wohnwagen «Wohnwägeler», wie man Wohnwagencamper neckisch nennt, sind meist sehr ortstreu. Das heisst, sie verweilen gern mehrere Tage am gleichen Ort. Ein Wohnwagen empfiehlt sich also, wenn man gern längere Zeit am selben Ort verbringt, von dort aus die Gegend erkunden will und es schätzt, die «eigenen vier Wände» zu haben. Im Wohnwagen ist man immer vor Wind und Wetter geschützt, und durch die teils grosszügigen Vorzelte gibt es genügend Platz. Da man den Wohnwagen vor Ort einfach vom PW loskuppelt, bleibt man mobil und unabhängig und kann vom Campingplatz aus mit dem Auto gut die Region erkunden und Tagesausflüge unternehmen.

Für diese beiden geht nichts über Ferien im Zelt, aber Campingplätze bieten längst für jeden Typ etwas

Campen mit Wohnmobil Der grosse Traum: ein eigenes Feriendomizil auf Rädern! Freiheit pur, von Ort zu Ort reisen, das gemütliche Feriennest immer dabei. Mit dem Wohnmobil ist man sehr flexibel und hat doch einen gewissen Komfort: ein bequemes Bett, eine Kochzeile, eine Sitzgelegenheit und meist auch eine eigene Toilette. Ein Wohnmobil eignet sich perfekt für Camper, die gern herumkommen, viel sehen möchten, gern auch spontan am Wochenende verreisen, trotzdem aber auch mal länger auf einem Campingplatz bleiben möchten.

Glamping – glamouröses Camping Gehen Sie einfach mal «glampen»! Es ist die einfachste Variante, das erste Mal Ferien auf einem Campingplatz zu verbringen und herauszufinden, ob einem die spezielle Atmosphäre des Campinglebens zusagt. Heute kann man fertig eingerichtete Unterkünfte auf Campingplätzen mieten. Glamping – glamouröses Camping – ist Campen mit einem gewissen Komfort. Die fixfertig eingerichteten Unterkünfte gibt es in allen erdenklichen Variationen, von eher einfach bis ganz luxuriös. Da die meisten Glampingunterkünfte über das meiste Material und die nötige Infrastruktur verfügen, braucht man nicht die ganze Campingausrüstung mitzuschleppen. Ein bisschen wie im Hotel, nur mit viel charmanterer Atmosphäre inmitten der Natur. ◆


DOSSIER

Tipps für Neocamper Wer das erste Mal campen geht, dem empfehlen die Profis «Camping-Insider», die Ratgeberplattform des TCS, um sich im Vorfeld mit den Gepflogenheiten des Campings auseinanderzusetzen. Mit folgenden Tipps wird das erste grosse Campingabenteuer auch sicher ein Erfolg. TEXTE CHRISTINE ULLMANN, NICOLE WAGNER, DOMINIC GRAF

Die Campinggrundausstattung Die Campingferien sind geplant, die Reiseroute festgelegt und der Stellplatz oder die Unterkunft gebucht! Es kann also losgehen – aber halt! Was muss eigentlich alles eingepackt werden? Hier die wichtigsten Dinge, die ein richtiger Camper immer dabei hat.

Unterwegs mit Wohnmobil oder Wohnwagen ● Gasflaschen ● Stützfüsse ● ● ● ● ● ●

Wohnmobil oder Wohnwagen – mieten bevor kaufen

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Wer sich entschliesst, bei seinem ersten Campingabenteuer mit Van oder Wohnmobil auf eine Roadtour zu gehen, sollte erst einen Camper mieten. Einen Kauf sollte man sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten und dem Platz – habe ich einen Parkplatz? –, den ein solches Fahrzeug braucht, gut überlegen. Es gibt mittlerweile sehr viele Mietangebote auf dem Markt. Auf myCamper.ch zum Beispiel vermieten Camper ihre privaten Campingfahrzeuge. So kann man sich bei der Fahrzeugübergabe gleich bei einem eingefleischten Campingprofi noch ein paar Einsteigertipps geben lassen. Wer mit der Anschaffung eines Wohnwagens liebäugelt, erhält auf vielen Campingplätzen die Möglichkeit, einen zu mieten. So kann auch diese Variante zuerst ausprobiert werden. ◆

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Allgemeines ● ● ● ● ●

Taschen- und Stirnlampe Kerzen Feuerzeug und Zündhölzer Batterien Adapter

Kleidung ●

Campingneulinge haben viele Möglichkeiten, das passende Fahrzeug zu mieten

Deichselschloss/Deichselhaube Unterlageplatten und Keile Kanister oder Giesskanne zum Auffüllen Abwassertank und -schlauch Trinkwasserentkeimer Kabelrolle, Hammer und diverses Werkzeug Heringe (auch für festen Boden) Sonnenblende für Wohnmobil-Frontscheibe Sonnenschirm und/oder Markise Campingtisch und -stühle, Liegestuhl Schlafsack, Decken und Kissen Stufentritt Aussenlampe Wasserschlauch

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Leichte Sommerkleidung Badehose und Badetücher Mikrofaser-Duschtuch (schnelltrocknend) Bademantel und Badeschuhe, Flip-Flops oder Crocs Unterwäsche und Socken Leichte und warme Jacken Sommerschuhe, Turnschuhe, feste Schuhe, Wanderschuhe Wärmere Sommerkleidung Wetterfeste Kleidung sowie Regenpelerine/Regenschirm und Gummistiefel

Weiteres ● ● ●

(sofern nicht in der gemieteten Unterkunft vorhanden) Geschirr für Essen und Küche Utensilien für die Körperpflege Utensilien für Abwasch und Putzen April 2020 | touring

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DOSSIER

Campingknigge

Die zehn Campinggebote:

Freiheit pur – weg vom Alltagszwang, festen Essenszeiten oder Dresscodes. Das sind die ganz grossen Pluspunkte von Ferien auf dem Campingplatz. Aber ganz ohne Regeln geht es auch beim Campieren nicht. Auch auf dem Campingplatz muss man sich, wie überall, wo viele Menschen zusammen auf kleinem Raum leben, an gewisse Regeln halten. Schliesslich soll sich jeder auf dem Campingplatz wohlfühlen. ◆

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ALLES, WAS SIE WISSEN MÜSSEN Diese Einsteigertipps finden Sie beim «CampingInsider», dem Onlineratgeber des TCS. Dort erhalten Neocamper wie alte Campinghasen zudem Antworten auf (fast) alle Fragen. camping-insider.ch

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Du sollst Rücksicht auf andere Campinggäste nehmen. Du sollst hilfsbereit sein. Du sollst tolerant sein. Du sollst alles sauber halten und sauber hinterlassen. Du sollst dich nicht über deine Parzelle hinaus ausbreiten. Du sollst dich an die Ruhezeiten auf dem Campingplatz halten. Du sollst unnötigen Lärm vermeiden und dich nicht lautstark unterhalten, vor allem nicht spät abends oder früh morgens. Du sollst andere Campingfreunde grüssen. Du sollst die Natur schätzen und geniessen. Du sollst entspannen und abschalten.

Coworking auf den TCS-Campings Bern-Eymatt und Interlaken Ab April 2020 stehen auf den beiden TCS-Campings Interlaken und Eymatt Coworking-Arbeitsplätze zur Verfügung. Interessierte Coworker haben die Möglichkeit, an einem der modernen Arbeitsplätze, die über alle nötigen Infrastrukturen verfügen, ihrer Arbeit nachzugehen, ohne dabei auf den Badenachmittag mit der Familie zu verzichten. Die Arbeitsplätze können direkt auf den beiden Campingplätzen reserviert werden und stehen sowohl Campingplatzgästen als auch externen Coworkern zu Verfügung. Dieses Pilotprojekt wurde von der Mobilitätsakademie des TCS initiiert und wird in Zusammenarbeit mit TCS Camping und der Genossenschaft «Village Office» realisiert. ◆ Weitere Informationen: tcs-camping.ch

PiNCAMP – Camping suchen, finden und buchen Über den digitalen Campingführer des TCS in Zusammenarbeit mit dem ADAC lassen sich über 9000 Campingplätze in 8000 Reisezielen in ganz Europa vergleichen, reservieren und teilweise gleich online buchen. Das stundenlange Durchforsten des Internets bei der Suche nach dem geeigneten Campingplatz hat jetzt ein Ende. Die neue Campingplattform PiNCAMP führt verlässlich durch den Campingplatzdschungel, und im Nu findet hier jeder Camper den besten Platz für sich. Mit zwei Klicks ist der Wunschplatz gefunden und gebucht!

Expertise, Einfachheit, Inspiration Die innovative Plattform zeigt jedoch nicht nur Plätze an, sie begleitet Camper auch vom Anfang der Planung bis zur Rückkehr nach Hause. Der Schlüssel dazu besteht aus drei «Zutaten»: Expertise, Einfachheit und Inspiration. Die Experten des ADAC, welche PiNCAMP ins Leben gerufen haben, kennen durch jährliche Inspektionen über 5000 Campingplätze persönlich und im Detail. Die Angaben bezüglich Lage, Ausbau, sanitäre Anlagen und Dienstleistungen sind dementsprechend verlässlich, und man findet den Camping auch tatsächlich so vor, wie er beschrieben ist. 26 touring | April 2020

Egal, ob von zu Hause aus oder schon von unterwegs, PiNCAMP funktioniert auf allen mobilen Endgeräten. Und mit dem Onlinemagazin «Camping-Insider» werden wöchentlich frische News, Reiseberichte und Tipps von Fachleuten und langEXKLUSIVE jährigen «TCS Camping»-Mit«TCS CAMPING»gliedern vorgestellt, die zu jede RABATTE Menge neuer Campingideen Vergünstigen Sie die Campinginspirieren. «Die prämierte ferien mit der Mitgliedschaft Campingplattform pincamp.ch bei TCS Camping! ist endlich im Schweizer Markt ■ Bis 20 Prozent Rabatt auf angekommen, sie hat im letzten 24 TCS-Campingplätzen Jahr in Deutschland mehrere mit Late-Check-out in der Awards als bestes Reise-StartNebensaison up gewonnen. Deshalb freuen ■ TCS-Campingführer, CCI wir uns umso mehr, dass der und CKE-Karte geschenkt TCS seinen Mitgliedern und ■ Bis 20 Prozent Rabatt bei allen Campern in der Schweiz Campingfachhändlern nun eine Version dieses Erfolgs■ Pannenhilfe für Motorhomes produkts in drei Sprachen anüber 3,5 Tonnen bieten kann», sagt Michael Alle Details zur CampingmitgliedHolzgang, Leiter Camping Serschaft finden Sie auf tcs.ch/camping-mitglied vices beim TCS. ◆


Publireportage

Warum das Sparkonto allein nicht mehr reicht. Das Konto wirft kaum mehr Zinsen ab. Aber wenigstens erhält es den Wert des Geldes – denken viele Sparerinnen und Sparer. Leider machen sie die Rechnung ohne Inflation. Wer langfristig wirklich mehr aus seinem Ersparten machen will, muss es investieren. Und dafür braucht es zuerst einmal die richtige Strategie. «Spare in der Zeit, so hast Du in der Not»: Dieses Sprichwort zitierten Generationen von Eltern ihrem Nachwuchs. Und es ver­ fehlte seine Wirkung nicht. Bis heute zählt die Sparquote der Schweizer Bevölkerung zu den weltweit höchsten. So lagen Ende 2018 gemäss der Nationalbank rund 583’000’000 Millionen Franken auf Spar­ konten. Viele Menschen verzichten heute auf Kon­ sum, um sich dafür morgen einen grösseren Wunsch erfüllen zu können – oder um für «die Not» vorbereitet zu sein. Dahinter stecken berechtigte Überlegungen, die aber je nach Umfeld eine andere Umsetzung verlangen. Derzeit ist es beispielsweise offensichtlich, dass etwas früher tatsächlich besser war: die Zinssituation. Anfang der neunziger Jahre warfen Sparkonten in der Schweiz noch Zinsen über 5 Prozent ab. Dank des Zinseszinseffektes liess sich das Ersparte relativ bequem vermehren. Tiefzinsphase erfordert Umdenken Seit 2002 zeichnet sich jedoch ein histo­ risch einzigartiges Szenario ab: Die Zinsen bewegen sich um den Nullpunkt, bis in den Minusbereich hinein. Für klassische Kon­ tosparer bedeutet dies, dass sie nicht vom Fleck kommen. Wieso nehmen das so viele Menschen in Kauf? Viele Sicherheitsorien­ tierte sind zufrieden, wenn ihr Erspartes nominell seinen Wert behält. Ergo machen sie die Rechnung ohne die Inflation respek­ tive die schleichenden Kaufkraftverluste.

Doch obwohl der Franken zu den stabilsten Währungen zählt, verlor auch er in den letzten 40 Jahren fast die Hälfte seines Werts. Für einen Warenkorb, der 1979 noch 100 Franken kostete, musste man 2019 knapp das Doppelte hinblättern. Würde die Inflation auf 3,5 Prozent steigen – ein Wert, der in der Schweiz bis zu den neunziger Jahren oft überschritten wurde –, halbierte sich ein Vermögen in nur 20 Jahren. Wer seine Kaufkraft langfristig erhalten will, muss also umschalten: vom Sparen zum Investieren. Damit tun sich viele Menschen schwer, weil sie das Risiko der Inflation unterschätzen und das Risiko von Wertschwankungen beim Investieren überschätzen. Dabei gilt immer: keine Rendite ohne Risiko. Die Frage ist nicht, ob man ein Risiko eingehen will, sondern welches Risiko man eingehen will. Akzep­ tiere ich eher, dass mein Sparbuch schleichend an Kaufkraft verliert oder die Wertschwankungen meiner Wertschriften? Langfristig liegen Aktien oben auf Im Gegensatz zu einem Sparkonto er­ schliessen einem beispielsweise Aktien interessante Renditechancen. Denn damit partizipiert man an der wirtschaftlichen Ertragskraft von Unternehmen. Allerdings lassen viele Leute die Finger von Aktien, weil sie sich vor deren Auf und Ab fürch­ ten. Psychologisch ist dies verständlich, rational aber in vielen Fällen nicht. Je länger die Anlagedauer, desto grösser ist

nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wertschwankungen an den Börsen aus­ gleichen. So haben beispielsweise Schweizer Aktien seit 1900 in nahezu jeder Zehnjahres­ periode an Wert zugelegt. Hält jemand 20 Jahre lang ein Portfolio von Schweizer Aktien, erwirtschaftet er zu über 97 Prozent eine positive Rendite! Trotzdem ist Anlegen kein Kinderspiel. Erstens gelten die attraktiven Renditepers­ pektiven nur für diversifizierte Aktienport­ folios, nicht für Einzeltitel. Zweitens ist es wichtig, nie mehr Risiken einzugehen, als man tragen kann und will. Die Grundlage für den erfolgreichen Schritt an die Märkte sollte darum die Anlagestrategie bilden. Sie definiert, wie das Vermögen auf An­ lageklassen wie etwa Aktien und Obliga­ tionen aufgeteilt wird. Dabei ist es wichtig, eine Strategie zu wählen, die der eigenen Einstellung zu Risiken entspricht – und sie diszipliniert umzusetzen. Aufwand oft unterschätzt Den Aufwand für Letzteres unterschätzt man oft leichtfertig. Weil die Finanzmärkte immer schneller und komplexer werden, gilt es, die weltweiten Märkte rund um die Uhr zu verfolgen, das Portfolio zu überwachen, An­ lageideen auszuarbeiten und Anlageinstru­ mente auszuwählen – eine Herkulesaufgabe, die wohl niemand im Alleingang bewältigt. Deshalb empfiehlt es sich, für seine Anlagen ein schlagkräftiges Netzwerk von Profis ein­ zuspannen. Die Expertinnen und Experten von der Zürcher Kantonalbank sorgen dafür, dass die eingegangenen Risiken optimal mit Renditen entschädigt werden.

Zeit für erfolgreiches Anlegen Die Zürcher Kantonalbank berät Sie gerne im Rahmen ihrer diversifizierten Anlage­ welt: Dabei stehen Sie mit Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft im Zentrum. Gemeinsam entwickeln wir eine Anlage­ lösung, die ganz auf Sie abgestimmt ist. Auch für geringe Anlagesummen bieten wir Ihnen attraktive Möglichkeiten «made in Zurich», damit Sie wie Profis investieren können. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter 0844 843 823 oder erfahren Sie mehr unter zkb.ch/anlegen


Sonderanfertigung In BeromĂźnster (LU) steht der erste BestattungsTesla der Schweiz

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MOBILITÄT

Auf dem Elektroweg Vom Gemüsehändler über den Energiedienstleister bis zur Fahrschule: Immer mehr Firmen elektrifizieren ihre Fahrzeugflotte. «Touring» stellt vier Unternehmen vor, die den Schritt in die E-Mobilität gewagt haben. Den Anfang macht ein Bestatter. → TEXTE FELIX MAURHOFER, JÉRÔME LATHION, DOMINIC GRAF

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Im Tesla zur letzten Ruhe Als Polizist sei er es sich bereits gewohnt gewesen, dass einem die Menschen im Strassenverkehr nachschauten, sagt Martin Mendel. «Auch nach dem Berufswechsel zum Bestatter hat sich das nicht geändert. Ein Bestattungsfahrzeug bekommt sogar noch mehr Aufmerksamkeit als ein Polizeiauto», so der Geschäftsleiter der Egli Bestattungen AG, dem mit sieben Standorten grössten Bestattungsunternehmen im Kanton Luzern. Diese Aufmerksamkeit wird dank des neusten Schmuckstücks in der Fahrzeugflotte garantiert nicht weniger: Die Firma mit 14 Angestellten ist stolze Besitzerin des bislang ersten und einzigen Schweizer Bestattungs-Tesla. Der 5,81 Meter lange Elektrokoloss mit einer Reichweite von 350 Kilometern ist eine Sonderanfertigung der süddeutschen Pilato Automotive GmbH, die sich auf den Umbau von Transportern, Kombis und mittlerweile sogar Elektroautos zu hochwertigen Bestattungsfahrzeugen spezialisiert hat. Für das Luzerner Bestattungsunternehmen wurde ein Tesla Model S 75 um ganze 84 Zentimeter verlängert und das Heck zu einem stilvollen, blickdichten Sargraum mit elektrischem Lift und Panoramadach umgebaut. Moment: ein Panoramafenster in einem Bestattungswagen? «In den anderen Fahrzeugen haben wir einen Sternenhimmel. Angehörige begleiten einen Verstorbenen oftmals bis zum Auto, und viele schätzen es sehr, dass zum Beispiel das Mami ihre letzte Fahrt nicht im Dunkeln antreten muss», erklärt der 45-jährige Entlebucher. Ob von innen oder aussen, der Tesla ist ein Blickfang, der sicherlich auch einen gewissen Marketingeffekt haben wird. Aber das war nicht die Motivation, als man sich entschied, dieses Fahrzeug anzuschaffen: «Wir sind tagtäglich auf der Strasse unterwegs, und es ist mir ein grosses Anliegen, dass auch wir einen Beitrag für die Umwelt und die Nachhaltigkeit leisten», sagt der dreifache Familienvater, der in seiner Freizeit noch zwei Jodelclubs leitet.

Biogemüse kommt mit dem E-Transporter Mitten in Kirchdorf, zwischen Aare- und Gürbetal, steht seit dem 16. Jahrhundert der Bauernhof der Familie Riem. Wo früher der Kuhstall war, befinden sich heute drei moderne Arbeitsplätze. Hier füllen die Mitarbeiter der Bioriem grüne Kisten mit Biolebensmittel von Gemüse über Milchprodukte bis Fleisch ab. Die Bestellungen kommen online auf

FOTOS EMANUEL FREUDIGER, FELIX MAURHOFER, NICOLAS HUG

Stolzer Geschäftsleiter Martin Mendel vor dem umgebauten Tesla Model S

30 touring | April 2020


MOBILITÄT

Energieversorger mit Strom am Puls der Zeit

Die Kunden von Biobauer Philippe Riem schätzen die Lieferung mit dem E-Transporter

das ausgeklügelte Bestellsystem des Biogemüsebauers Philippe Riem mit elf Angestellten. Das System koordiniert ebenfalls die Liefertour, welche mit E-Transportern von Nissan ausgeliefert werden. Doch damit nicht genug: Riem produziert nebst rund 80 Gemüsesorten auch den Strom mit seiner Solaranlage selbst. Für die Hauslieferungen in den Regionen Bern und Thun würden die Reichweiten der beiden E-Transporter mit bis zu 200 Kilometern gut ausreichen, sagt Riem. «Als der Betrieb 2015 einen neuen Transporter benötigte, standen wir vor der Wahl, Diesel oder Strom», so der Bauer, der ursprünglich Maschinentechniker HF gelernt hatte. Da sie bereits Solarstrom produzierten, entschieden sie sich fürs Elektrofahrzeug. Das komme bei den Kunden gut an und habe auch einen gewissen Marketingeffekt, meint der 32-jährige zweifache Familienvater. Inzwischen besitzt der Betrieb mit zehn Hektaren Anbaufläche zwei Nissan e-NV200. Die Erfahrungen mit den zuverlässigen Fahrzeugen seien durchwegs positiv. Der Direktvermarkter mit Hofladen beliefert bis zu 70 Kunden am Tag emissionsfrei. Nebst den eigenen Produkten, vertreibt der Betrieb auch Bioprodukte von bis zu zwölf Partnern. In Zukunft möchte Philippe Riem das Strommanagement verbessern. Entweder mit einem stationären Speicher oder einer Smartbox. Auch studiert er an der Anschaffung eines E-Traktors herum. Schliesslich hat er als Diplomarbeit ein elektrisches Jätgerät entwickelt.

Zu den Unternehmen, die das Sprichwort, dass Schuhmacher die schlechtesten Schuhe tragen, Lügen strafen wollen, gehört Sinergy in Martigny (VS). Das seit 2002 als Aktiengesellschaft geführte Unternehmen hat für die Gemeinde die Rolle der Stadtwerke inne und versorgt die Bevölkerung mit Trinkwasser, Strom, Fernwärme, Gas sowie Internet, Digital-TV, Festnetz- und Mobiltelefonie. Den Mitarbeitern im Einsatz steht eine Flotte von 35 Fahrzeugen zur Verfügung – von Kranwagen bis hin zu leichten Nutzfahrzeugen. «Hinsichtlich Lkw-Ersatz sind wir in der Auswahl eingeschränkt. Es ist jedoch unsere Politik, auf Elektrisch umzustellen, wenn leichte Nutzfahrzeuge ausgedient haben», erklärt Geschäftsführer Patrick Pralong, der gerade die Garage seiner Firma für einen DS 3 Crossback E-Tense geöffnet und damit die Zahl der leichten Elektro-Nutzfahrzeuge auf sieben erhöht hat. Unter anderem gehören drei Nissan-Modelle zur Flotte, und zwei weitere sind bestellt. «Auch wenn wir gute Erfahrungen mit Nissan gemacht haben, sind wir keiner Marke verpflichtet. Entscheidende Kriterien sind Kosten und Bedürfnisgerechtigkeit. So können wir auch unsere Fahrzeugeinkäufe auf die Garagen vor Ort verteilen.» Anzumerken ist zudem, dass weitere Fahrzeuge der aktuellen Flotte mit Gas betrieben werden und die Wahl umweltfreundlicher Energien bei diesem Unternehmen Geschichte hat. 2017 hatte Sinergy im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der ETH Lausanne und dem Forschungszentrum CREM, das sich mit Energiesystemen befasst, einen Renault Kangoo Z. E. mit einem «Wasserstoffkit» ausgestattet, das dessen Reichweite verdoppelte. Das Unternehmen hat ausserdem vier Ladestationen erstellt und versorgt alle anderen auf Gemeindegebiet stehenden, darunter diejenigen von Tesla und bald auch von Unity auf der Raststätte des Grossen St. Bernhards an der A9.

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Patrick Pralong, Geschäftsführer von Sinergy, vor der aktuellen Flotte

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MOBILITÄT

Nicola Sarao Der Fahrlehrer will mit gutem und ökologischem Beispiel vorangehen

Auf leisen Sohlen zum Führerschein Lange musste sich Nicola Sarao gedulden. «Schon vor 15 Jahren spielte ich mit dem Gedanken, Fahrstunden im E-Auto anzubieten. Jedoch war das Interesse bei den Lernenden damals noch gering – nicht wegen des Elektroantriebs, sondern weil die meisten den Führerschein mit einem manuell geschalteten Getriebe machen wollten», erklärt der Fahrlehrer und Inhaber der Citys Fahrschule, die in Zürich und Luzern tätig ist. Das habe sich aber mit der Streichung des Automateneintrags 2018 geändert, wie auch der Schweizerische Fahrlehrerverband (SFV) bestätigt: «In gewissen Regionen lässt sich ganz klar ein Trend feststellen, dass die Ausbildung vermehrt auf Fahrzeugen mit Automatikgetriebe absolviert wird», sagt SFV-Präsident Michael Gehrken. Der Verband spricht sich jedoch nicht explizit für oder gegen die Elektromobilität aus, da die Wahl der Antriebstechnologie vom Einsatzzweck abhänge und damit individuell sei. Wichtig sei vor allem, «dass die Fahrlehrerschaft bestrebt ist, die Junglenkerinnen und -lenker auch unter den neuen Voraussetzungen optimal für den Strassenverkehr zu schulen», so Michael Gehrken.

Der Umwelt zuliebe Seit August 2019 bietet Nicola Sarao nun Fahrstunden im Elektroauto Renault Zoe – er hat zwei davon und ein dritter ist bestellt – an. Rund 40 Neulenker hat er damit bereits erfolgreich durch die Prüfung gebracht. Ihm gehe es in erster Linie nicht darum, seine Schüler von der E-Mobilität zu überzeugen oder sie spezifisch im Elektroauto zu schulen. Das sei ein Bonus. Die Motivation hinter der Elektrifizierung seiner Flotte beschreibt der

47-Jährige folgendermassen: «Als Fahrlehrer predigt man seinen Schülern vom ökologischen Fahren, was in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor aber einen faden Beigeschmack hat. Mit den E-Autos will ich mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass sogar eine Fahrschule grossen Wert auf die Nachhaltigkeit legt.»

Überraschend leise Damit trifft er den Zahn der Zeit. Vor allem junge Menschen haben ein starkes ökologisches Gewissen und sorgen sich um die Umwelt. Heute überlegt man es sich deshalb zweimal, ob man überhaupt die Fahrprüfung machen soll. So erging es auch der 20-jährigen Laura Wicki: «Mein ökologischer Fussabdruck ist mir wichtig. Für mich kam die Autoprüfung erst infrage, als ich erfahren habe, dass es eine Fahrschule gibt, bei der man das Fahren mit einem Elektroauto lernen kann.» Jetzt sitzt sie am Steuer des Zoe, neben ihr Nicola Sarao. Es ist ihre 13. Fahrstunde, und die junge Luzernerin manövriert das E-Auto schon gekonnt durch den Strassenverkehr. «Am meisten überrascht hat mich, wie leise das Auto ist. Ich mag das. Aber es ist mir auch bewusst, dass ich noch aufmerksamer sein muss, da man mich kaum kommen hört», schildert sie ihre ersten Eindrücke des Fahrzeugs. Ob sie nach dem Führerschein gleich ein Auto kauft, weiss Laura Wicki noch nicht. Aber eines ist für sie klar: «Wenn, dann wird es ein elektrisches sein. Der Mini Cooper SE gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Nicht nur, weil er schonend zur Umwelt ist, sondern weil es ein schönes Auto ist und es einfach auch viel Spass macht, elektrisch zu fahren.» • April 2020 | touring

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MOBILITÄT

Laden während dem Einkauf liegt voll im Trend Die Schweizer Grossverteiler machen sich für die Elektromobilität stark, indem sie ihren Kunden Ladestationen auf ihren Parkplätzen anbieten. Ein Engagement, das vor etwa vier Jahren in Gang kam und an Bedeutung gewinnt. Ein repräsentativer Überblick. TEXT JÉRÔME LATHION | FOTOS ROMANDE ÉNERGIE, EMANUEL FREUDIGER

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as Tandem Migros Waadt und Romande Energie machte 2018 in Aigle von sich reden, als im MMM Chablais Centre ein mit Solarzellen versehener Carport auf einer Fläche von insgesamt 9500 m2 erstellt wurde. Genug, um die Fahrzeuge der Konsumenten zu schützen und den Energiebedarf des grossen Einkaufszentrums bis zu 60 Prozent sicherzustellen. Unter Mitwirkung von Green Motion SA

in Le Mont-sur-Lausanne und Evpass – das Netzwerk verfügt über mehr als 1500 Ladestationen in der Schweiz – wurde für dieses Jahr ein neuer Coup angekündigt: Ab April werden auf den Parkplätzen von zwölf Einkaufszentren der Genossenschaft Waadt insgesamt 48 Ladestationen mit einer Leistung von 22 kW errichtet, nicht zu vergessen der Freizeitpark auf dem Signal-de-Bougy sowie der Golfpark. Kunden aus dem

Dreieck Vallée de Joux, Rolle und Aigle können davon profitieren.

«Energiewende» Ein lokales Beispiel für das Programm Migros-Engagement, «das zur Unterstützung der Energiewende beiträgt», fasst Tristan Cerf, Pressesprecher des orangen Riesen, zusammen, der auch für die anderen Westschweizer Genossenschaften eine erfreuliche aktuelle Bilanz zieht: →

Die Parkplatzüberdachung mit Photovoltaikanlage des MMM Chablais Centre, Aigle (VD), wurde im Herbst 2018 eingeweiht

April 2020 | touring

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MOBILITÄT zwölf Ladesäulen verteilt auf elf Verkaufsstellen für Neuenburg/Freiburg, 30 für Genf seit Mitte März. Zwei weitere werden kurzfristig in Aussicht gestellt. Im Wallis wurde eine Partnerschaft mit der ehemaligen Energie Sion Région (Oiken) eingegangen, welche die Errichtung und den Betrieb von rund zwanzig Ladestationen für Migros vorsieht, nach dem Bau derjenigen in Conthey vor einem Jahr. In der Deutschschweiz führt die Genossenschaft Ostschweiz mit 29 Stationen an 22 Standorten das Feld an, gefolgt von Basel (18 Stationen) und Luzern (zehn an drei Standorten). Migros Zürich wartet mit sechs Standorten auf, und die Genossenschaft Migros Aare ist in grossen Zentren wie Westside, Shoppyland oder Panorama Center damit ausgestattet.

Wasserstoff und Strom Die Konkurrenz ruht indes nicht. Die Coop-Gruppe, eifrige Verfechterin des

Wasserstoffs und stark engagiert im Verein H2 Mobilität Schweiz, nennt – wie all dessen Mitglieder – ein ehrgeiziges Ziel: die Schaffung eines landesweiten Netzwerks von Wasserstofftankstellen bis 2023 (siehe Kasten nebenan). Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine isolierte Entscheidung, wie Andrea Bergmann, Leiterin des Mediendienstes des Basler Riesen, klarstellt: «Bei Coop laufen seit Langem verschiedene Pilotprojekte mit elektrischen Ladestationen, so etwa in Biel. Da deren Entwicklung positiv ist, haben wir beschlossen, das Netzwerk schrittweise auszubauen, indem wir es an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen.» Das Engagement für Kunden und Umwelt steht auch bei den Discountern, die noch nicht so lange in der Schweiz tätig sind, im Mittelpunkt. Seit September 2016, als an verschiedenen Standorten erstmals Ladesäulen zur Verfügung standen, wurden zehn Filialen von Aldi Schweiz – das heisst fünf Prozent der Verkaufsstellen – mit insgesamt zwanzig Ladestationen ausgestattet: Romont (FR), Dierikon (LU), Wetzikon (ZH), Brunnen (SZ), Belp (BE), Worb (BE), Duggingen (BL), Giubiasco, Losone und Pregassona (TI). «An diesen Orten stehen zwei 11-kW-Ladesäulen mit Kabeln des Typs 1 und 2 zur Verfügung. Die Kosten trägt Aldi Suisse, für eine Ladezeit von bis zu 60 Minuten», informiert Eric Marbach, Pressesprecher von Aldi Suisse. Die Versorgung erfolgt ausschliesslich mit Wasserkraft aus der Schweiz. Die Betreibung wird auch hier einem bekannten Partner anvertraut: Green Motion SA. Lidl Schweiz seinerseits hat sich kürzlich ein neues Energieziel gesetzt: Mindestens 100 Filialen sollen bis 2025 mit Solaranlagen ausgestattet werden. Die erzeugte Sonnenenergie wird Kunden, die mit E-Fahrzeugen unterwegs sind, kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei Engpässen kommt Wasserkraft zum Einsatz. Im vergangenen Jahr waren bereits 27 Ladestationen in Betrieb, die erste wurde im Frühling 2016 eröffnet. Ihre Zahl soll also im Zuge der definierten Energiepolitik rasch wachsen.

Dichteres Ladestationennetz Alle Einzelhändler planen eine Erweiterung des Netzes der Ladestationen, im Namen des Dienstes am Kunden, der Umwelt und der nachhaltigen Mobilität. 36 touring | April 2020

Die Coop-Gruppe engagiert sich stark im Bereich Wasserstoff

WASSERSTOFF VON ST. GALLEN BIS LAUSANNE Der Verein H2 Mobilität Schweiz zählt bereits 19 Mitglieder. Coop, der die Initiative ins Leben rief, und Migros gehören ebenso dazu wie Transportfirmen und grosse Ölmarken. Der Verein setzt sich zugunsten einer nachhaltigen, auf Wasserstoff basierenden Mobilität ein, sowohl für Nutz- als auch Privatfahrzeuge. Mehr als drei Jahre nach der Eröffnung der Tankstelle in Hunzenschwil (AG, Coop) wird für den 17. April mit der Inbetriebnahme einer neuen Tankstelle in St. Gallen ein neuer Meilenstein in dieser Entwicklung angekündigt (AVIA). Und H2 Mobilität Schweiz gibt bekannt, bis Ende Jahr vier weitere in Betrieb zu nehmen, nämlich an den Standorten Zofingen (AG, Agrola/ Landi), Rümlang (ZH, Avia), Dietlikon (ZH, Coop) und Crissier/Lausanne (Coop). «Mit der lokalen Produktion von grünem Wasserstoff und der Ausweitung auf sechs H2-Tankstellen in diesem Jahr wird die Wasserstoffmobilität in unserem Land im Jahr 2020 Realität», freut sich der Verband. Weitere Informationen unter h2mobilitaet.ch


WER HAT RECHT

Essen am Steuer – nicht verboten, aber gefährlich Eine gesetzliche Regelung, die das Essen und Trinken am Steuer während der Fahrt verbietet, gibt es nicht. Dennoch ist Vorsicht geboten, wer deshalb sein Auto nicht unter Kontrolle hat, kann das Permis verlieren. TEXT URS-PETER INDERBITZIN

A

utolenker verwechseln ihr Gefährt gelegentlich mit einem Aufenthaltsraum. Da wird während der Fahrt gegessen, getrunken, geraucht oder telefo­ niert. Während der Gebrauch des Telefons für den Lenker während der Fahrt verboten ist, sofern keine Freisprechanlage vorhanden ist, gibt es keine gesetzliche Regelung, welche das Essen, Trinken und Rauchen während der Fahrt aus­ drücklich verbietet.

Nebentätigkeiten

«Der Dienstleistungsgedanke ist zentral. Unsere Kunden sollen bei uns das Ange­ bot vorfinden, das ihren Bedürfnissen am besten entspricht und ihre Einkäufe vereinfacht», merkt Andrea Bergmann von Coop an. «Wir möchten die Ent­ wicklung nutzen, um einen umwelt­ freundlichen Individualverkehr zu för­ dern und unseren Kunden einen Vorteil zu verschaffen», so Tristan Cerf im glei­ chen Tenor.

Einkaufstourismus Wird die Bereitstellung von Ladestatio­ nen – ob umsonst oder nicht –, für die Handelsketten unter anderem ein Argu­ ment der Kundenbindung, zu einem Zuwachs in den Grenzregionen führen, der dem Kauftourismus entgegenwirkt? Den angefragten Unternehmen zufolge nicht wirklich. Die Befriedigung der tat­ sächlichen Bedürfnisse muss unabhän­ gig von der Region im Vordergrund ste­ hen. «Die Grenzregionen haben für die von Aldi Schweiz geplante Expansion keine besondere Priorität», beteuert Eric Marbach. «Unsere Genossenschaften se­ hen in einem solchen Angebot kein Mit­ tel zur Eindämmung des Einkaufstouris­ mus», meint der Pressesprecher von Migros etwas fatalistischer. •

Bekanntlich muss der Lenker das Fahrzeug so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nach­ kommen kann. Er muss mit an­ dern Worten seine Aufmerksam­ keit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahr­ zeugs erschwert. So das Strassen­ verkehrsrecht. Kürzlich hat der Bundesrat im Rahmen der Beant­ wortung einer Interpellation er­ klärt, dass er in diesen Grund­ sätzen eine ausreichende Regelung von «Nebentätigkeiten» wie Essen, Trinken und Rauchen während dem Autofahren sieht. «Es besteht daher keine Notwendigkeit, ein­ zelne ‹Nebentätigkeiten› speziell zu regeln oder zu verbieten», hält der Bundesrat fest.

Verkehrssicherheit

det, muss sich vor dem Strafrichter verantworten und zudem mit ei­ nem Entzug des Führerausweises rechnen.

Trinkflasche gereicht Vor kurzem hat das Bundesgericht (Urteil 6B_1178/2018) einen Len­ ker wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 60 Franken sowie zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. Der Lenker nahm während der Fahrt eine Trinkflasche in die Hand und reichte sie seinem Enkel hinüber, der auf dem Beifahrersitz sass. Er schaute dabei nach rechts. Post­ wendend geriet das Fahrzeug nach links und auf einem Abschnitt von rund 20 Metern auf die Gegen­ fahrbahn. Als Folge davon musste ein ziviles Polizeifahrzeug stark abbremsen und nach rechts auf das Trottoir ausweichen. Für das Bundesgericht war klar, dass der Lenker seine Aufmerksamkeit nicht der Strasse gewidmet und dadurch eine konkrete ernstliche Gefahr für andere Verkehrsteil­ nehmer geschaffen hatte. Dieses Verhalten wurde als rücksichtslos eingestuft und ist deshalb zu Recht bestraft worden. Der fehl­ Füh bare Lenker wird auch den Füh­ rerausweis für mindestens drei Monate abgeben müssen. •

Dies ist allerdings kein Freibrief für Autofahrer. Denn die Pflicht, die Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden, ist eine für die Verkehrssicherheit objektiv wichtige Vorschrift, wie das Bundesgericht mehrfach URS-PETER betont hat. Wer dagegen ver­ INDERBITZIN stösst und dadurch andere Verkehrssexperte Verkehrsteilnehmer gefähr­ April 2020 | touring

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MOBILITÄT

Wie aus jedem Parkplatz eine Ladestation wird Volkswagen hat einen mobilen Roboter entworfen, der fähig ist, Elektrofahrzeuge völlig autonom und unabhängig von ihrem Standort in einem Parkhaus aufzuladen. TEXT ALINE BEAUD

A

utonome Rasenmäher, die nach getaner Ar­ beit zum Wiederauf­ laden an ihre Basis zurückkehren, kennen wir schon. Nun erfindet Volks­ wagen Group Components ein ähnlich geartetes, wenn auch komplexeres Gerät, das in naher Zukunft die Tief­ garagen revolutionieren soll. Die Rede ist von einem mobi­ len Laderoboter, der mehrere Energiespeicher – oder Akku­ waggons – gleichzeitig zu verschieben vermag.

Autonom und mobil Das System ist in der Lage, auf Anweisung vom Fahr­ zeug aus oder mittels einer App ein Elektroauto ohne

menschliches Zutun wieder aufzuladen, einschliesslich Öffnen der Ladeklappe, An­ schliessen und Entkoppeln des Steckers. Der Akkuwag­ gon mit einem angekündig­ ten Energiegehalt von maxi­ mal 25 kWh und einer in Aussicht gestellten Gleich­ strom­Schnellladung von bis zu 50 kW würde während des Ladens beim Auto ver­ bleiben. In der Zwischenzeit kann sich der Roboter um an­ dere Autos kümmern. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird der Akkuwaggon von seinem «Meister» zur Ladestation zurückgebracht. Der Hauptvorteil des mobilen Laderoboters liege darin,

dass die Ladeinfrastruktur zum Fahrzeug gebracht werden kann und nicht um­ gekehrt. Ausgestattet mit Ka­ meras, Scannern und Ultra­ schallsensoren, ist das Gerät fähig, sich im Parkhaus fort­ zubewegen und allfälligen Hindernissen auszuweichen. «Dank diesem System ist es möglich, nahezu alle Park­ häuser zu elektrifizieren, ohne komplexe, infrastruktu­ relle Einzelmassnahmen täti­ gen zu müssen», versichert Mark Möller, Entwicklungs­ chef bei Volkswagen Group Components. Auf diese Weise könnten Autofahrer ihr Fahr­ zeug an irgendeinem Ort abstellen, wobei jeder Park­ platz potenziell als Lade­

station infrage käme, wäh­ rend eine solche heute im öffentlichen Raum häufig nur für ein einziges Fahrzeug zur Verfügung steht. «Ausserdem können durch den Einsatz der Roboter Aufwand und Kosten für den Aufbau der Ladeinfrastruktur erheblich reduziert werden», fügt Mark Möller hinzu. Es ist jedoch im Hinterkopf zu behalten, dass der mobile Laderoboter ein Prototyp ist und noch kein Datum für seine allfällige Markteinführung feststeht. Überdies lassen sich trotz des scheinbar einfachen Systems praktische Überlegungen nicht ausschliessen. Wird der Roboter genügend Platz ha­ ben, um sein Werk an den Fahrzeugen zu verrichten, oder müsste man zum Bei­ spiel die Grösse der Park­ plätze verändern, um diese neue Technologie umzuset­ zen? •

VOLKSWAGEN

Der Akkuwaggon wird vom Roboter zum Fahrzeug gebracht

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TECHNIK

NISSAN JUKE TEKNA DCT

Crossover

auf der Höhe der Zeit

E3 Zylinder; 1-l-Turbobenziner; 117 PS WTestverbrauch: 7,1 l/100 km; Energieetikette D VReichweite: 643 km kGewicht: 1355 kg P0–100 km/h in 11,0 s L30 490 Fr. Die zweite Generation des Nissan Juke präsentiert sich in markantem Design. Der top ausgestattete Crossover bietet einen wertigen Innenraum, viele Assistenzsysteme, guten Fahrkomfort und ordentliche Fahrleistung.

Markantes Design Verarbeitungsqualität Top Multimediasystem Viele Assistenzsysteme Komplette Ausstattung

TEXT FELIX MAURHOFER | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Komfortable Sitze Wertiger Innenraum

40 touring | April 2020


D Im Innenraum dominieren Qualität und Eleganz

Soundsystem mit Lautsprechern in den Kopfstützen Der neue Juke hat seine charakteristische Form behalten

TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Nissan Juke: 5 Türen, 5 Plätze; 30 490 Fr. (Testfahrzeug: 31 920 Fr.) Varianten: Visia, 117 PS (21 490 Fr.), bis N-Design, 117 PS (30 940 Fr.) Optionen: Metallic-Lackierung (750 Fr.), 2-FarbenLackierung (450 Fr.), BoseSoundsystem (690 Fr.), beheizte Frontscheibe (290 Fr.) Garantien: 3 Jahre ab Werk / 100 000 km, 3 Jahre Mobilität (einhalten der Wartungen); Rostschutz: 12 Jahre Importeur: Nissan Switzerland, 8902 Urdorf, nissan.ch TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN Motor: 3 Zylinder, 1-l-Turbobenziner, 117 PS; 7-GangDoppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb Gewicht: 1355 kg (Testfahrzeug); Gesamtgewicht: 1725 kg; Anhängelast: 1250 kg

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Weiches Fahrwerk 157 cm

Wenig Leistungsreserve Hohe Ladekante Platzangebot Rücksitze Relativ hoher Verbrauch Träges Start-Stopp-System Eingeschränkte Übersicht

ie zweite Generation des wohl meistverkauften Crossover Nissan Juke wartet immer noch mit einem eigensinnigen Design auf. Es fällt noch markanter als beim Vorgängermodell aus. Die Front wird von zwei sichelförmigen Tagfahrlichtern und den runden Scheinwerfern dominiert. Von der Seite betrachtet, fällt das Dach zum Heck hin deutlich ab, und die zerklüftete Karosserie strahlt nach wie vor eine gewisse Dominanz aus. Ob der kleine Crossover gefällt, den es nicht mehr als 4×4 gibt, ist Geschmackssache. Klar ist, er hebt sich von der Konkurrenz deutlich ab.

Radstand 263 cm Länge 421 cm Breite 180 cm Kofferraum: 422–1305 Liter Reifen: 225/45 R19, min. 215/65 R16

Was der Juke aussen verspricht, hält er in hohem Masse auch im Innenraum. Wertige und gute Materialien sind verarbeitet. Nissan verzichtet auf digitale Hauptinstrumente, hat aber einen intuitiv bedienbaren Touchscreen eingebaut. Zu Recht weist Nissan darauf hin, dass der Juke eines der bestvernetzten Modelle sei, das die Marke je gebaut hat. Von der Smartphoneanbindung bis zur App zur Fahrzeugsteuerung und -überwachung ist alles drin. Beim getesteten Modell Juke Tekna DCT bestach das Bose-Soundsystem inklusive die in den Kopfstützen eingebauten Lautsprecher. Alle Bedienelemente sind clever angebracht. Zudem ist der neue Crossover auf 4,21 Meter Länge gewachsen, was vor allem dem Platzangebot vorne zugutekommt. Gross ist auch die Palette an Assistenzsystemen, die bis hin zum teilautonomen Fahrerlebnis reichen. Beim Anfahren reagiert das Start-Stopp-System eher träge.

Schnurriger Dreizylinder Der 4-Takt-Ottomotor mit einem Liter Hubraum und 117 PS Leistung läuft kultiviert, obschon er beim Beschleunigen etwas brummt. Man kommt ordentlich vom Fleck, ohne sportliche Beschleunigungswerte zu erwarten. Allerdings kommt der Motor beim Überholen auf der Autobahn oder auf steilen Passstrecken ein bisschen an die Leistungsgrenze. Das Doppelkupplungsgetriebe ist gut auf den Antrieb abgestimmt, schaltet jedoch etwas hektisch. Auf der Langstrecke zeigt sich der Crossover mit seinem weichen Fahrwerk als komfortabel. Überhaupt ist der Fahrkomfort gut und die Lenkung direkt mit ordentlichen Rückmeldungen. Von einem Stadtauto nicht anders erwartet, ist der Crossover sehr wendig. • April 2020 | touring

41

→


TECHNIK

TCS-EXKLUSIV Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (Fahrstufe D) 80–120 km/h (Fahrstufe D) Wendekreis: Bremsweg (100–0 km/h): Innenlärm: 60 km/h: 120 km/h:

SERVICEKOSTEN 11,0 s 6,1 s 8,8 s 11,6 m 38,9 m k. A. k. A.

Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.) 15 000/12 2,1 495.– 30 000/24 2,8 774.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 25 000 km/Jahr 26 6969.– 1

1

Inklusive Servicematerial.

BETRIEBSKOSTEN km/Jahr

Fr./Monat feste variable 15 000 61 458.– 292.– 30 000 43 458.– 564.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS)

Jahresprämie2:

938.30 Fr.

Offertbeispiel für 36-jähriges TCS-Mitglied, wohnhaft in Bern, Haftpflicht inkl. Vollkasko, Jahreskilometerleistung 10 000 km, Tiefgarage, Jahresprämie exkl. Abgaben. 2

NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND Zyklus Werk WLTP CO2-Emissionen (WLTP): Energieetikette (A–G):

Mix 6,5 148 g/km D

TESTVERBRAUCH 7,1 l/100 km Tankinhalt:

Reichweite: 643 km 46 Liter Video zum Test tcs.ch/ videoportal

Mit 455 Liter hat der Juke genug Stauraum Das Heck ist stark zerklüftet

KAROSSERIE Das extravagante Auftreten des kompakten SUV mag für manche zu futuristisch sein, andererseits schmeichelt die Karosserie dem Auge mehr als das Vorgängermodell. Auffällig sind die grossen Radhäuser und die Front mit den markanten Scheinwerfern. Der Kofferraum mit doppeltem Ladeboden ist relativ geräumig. Die Rundumsicht wird durch die eher breite C-Säule eingeschränkt.

Rp./km

TCS AUTOVERSICHERUNG

Das Tagfahrlicht in Sichelform

Nissan Juke im Detail

INNENRAUM Mit dem unten abgeflachten Lenkrad und den sportlichen Sitzen hat der Innenraum einen sportlichen Touch. Das Cockpit ist aufgeräumt, und die verwendeten Materialien vermitteln einen hochwertigen Eindruck. Der 8-Zoll-Touchscreen, über welchen sich das Infotainmentsystem bedienen lässt, schwebt etwas frei im Raum und hätte besser ins Cockpit integriert werden können. KOMFORT Der Juke ist kein Kurvenjäger. Das Fahrwerk ist eher weich ausgelegt und schluckt Bodenwellen und Schlaglöcher relativ gelassen. Die Sitze mit den integrierten Lautsprechern überzeugen in soundtechnischer Hinsicht. PREIS/LEISTUNG Angesichts der beinahe kompletten Ausstattung – sowohl punkto Komfort als auch Assistenzsystemen – ist der Kaufpreis absolut konkurrenzfähig. Die Kunden bekommen viel moderne Technik. FAHREIGENSCHAFTEN Der Crossover fährt sich ruhig. Man bemerkt grundsätzlich nicht, dass ein Motor mit ungerader Zylinderzahl verbaut ist. Leistungsmässig darf man vom kleinen 3-Zylinder-Motor nicht zu viel erwarten. Beim Überholen auf der Autobahn sind nicht gerade viel Reserven vorhanden. MOTOR/ANTRIEB Besonders aufgefallen ist das 7-GangDoppelkupplungsgetriebe, welches etwas hektisch schaltet. Die Getriebeabstufung in den obersten Gängen ist etwas zu lang, was aber dem Geräuschniveau auf der Autobahn zugutekommt. VERBRAUCH Der Praxisverbrauch ist mit 7,1 Litern auf 100 Kilometern leicht höher als die Werksangaben (6,5 Liter). SICHERHEIT Sicherheitstechnisch ist der Juke auf der Höhe der Zeit und mit vielen Assistenzsystemen wie Spurhalteassistent oder automatischem Abblendlicht ausgestattet. Der Bremsweg ist mit 38,9 Meter aus 100 km/h ordentlich.

42 touring | April 2020

CREDITS: Autowaschanlage Swisscarwash in Oppligen.

FAHRDYNAMIK

TCS MoBe: Elia Limarzo


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Die Armbanduhr

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E-mail Unterschrift

Telefon

Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.


ÜBERRAGENDE SPORTLICHKEIT FÜR DIE LEISTUNGSSTÄRKSTEN FAHRZEUGE Hohe Lenkpräzision bei Kurvenfahrten

Direkte, zuverlässige Lenkung bei hoher Geschwindigkeit

Hervorragendes Bremsverhalten auf trockener Fahrbahn


FOTOS ISP-GRUBE, ZVG

TECHNIK

Reifen von guter Qualität, sowohl für kompakte Limousinen als auch für Familien-SUV

Zwei perfekt ausgewogene Sommerpneu-Kategorien Mit Ausnahme von zwei Produkten können alle im TCS-Test untersuchten Sommerreifen zum Kauf empfohlen werden. Ein ausgewogenes Resultat, das Vertrauen erweckt. REDAKTION MARC-OLIVIER HERREN | TEST RETO BLÄTTLER

D

as Phänomen ist ebenso selten wie ermutigend: Von den 28 im TCS-Test eingebundenen Sommerreifen erreichten 26 mindestens die Note «empfehlenswert». Weitere gute Überraschung ist, dass sich die Dimension 235/55 R17, die vor allem für Minivans bestimmt ist, im Gegensatz zu den miserablen Ergebnissen, welche die Lieferwagenreifen letztes Jahr erreichten, ebenfalls überzeugt hat. Nur ein Produkt wurde wegen schwacher Leistungen auf nasser Fahrbahn mit einem «nicht empfehlenswert» abgestraft.

Dimension 225/40 R18 Y Diese 18-Zoll-Hochleistungsreifen besohlen Kompakte wie Audi A3, Peugeot 308 oder VW Golf. Diese Grösse gewinnt stets an Bedeutung und dürfte letztlich die Dimension 225/45 R17 ersetzen. Die vier Reifen, denen ein «sehr empfehlenswert» zugesprochen wurde, erwiesen sich als sehr polyvalent. Sie fühlen sich auf trockener Fahrbahn

ebenso wohl wie auf nasser. Die Produkte von Continental und Michelin sind besonders hervorgestochen. Eine andere bedeutende Tatsache ist, dass der in Taiwan produzierte Maxxis zum ersten Mal das Prädikat «sehr empfehlenswert» erreichte. Drei Reifen (Nexen, Sava, Vredestein) verpassten sie wegen der nur genügenden Leistungen auf nasser Fahrbahn knapp. Als einziger Reifen mit einem «bedingt empfehlenswert» erwies sich der – nur im Internet erhältliche – chinesische Rotalla als befriedigend im Trockenen, aber nur als knapp genügend auf nassem Boden. Sein Bremsweg aus 80 km/h übersteigt den des besten Reifens um 6,9 Meter. Auf trockener und nasser Fahrbahn sehr effizient, erreichte der Pirelli hingegen die am wenigsten gute Lebensdauer.

Produkten hat sich der Michelin hervorgetan, währendem sich der Maxxis aus Taiwan ebenfalls im Spitzenquartett erscheint. Wegen verschiedener Schwächen verpassen fünf Reifen (Semperit, Esa+Tecar, Hankook, Continental, Yokohama) die Höchstnote sehr knapp. Trotz präzisem Verhalten im Trockenen kriegt der Laufenn wegen seiner schlechten Haftung im Nassen das einzige «nicht empfehlenswert» aufgebrummt. Als Schlussfolgerung haben Personen, die Lieferwagen in Familienversion einsetzen, Interesse, ihre C-Reifen gegen viel sichere 235er auszutauschen. Und das, obwohl sich ihre Lebensdauer als → deutlich geringer erweist. • Bei Nässe ist guter Halt gefragt

Dimension 235/55 R17 W Man findet diese Grösse auf Minivans (Ford Galaxy, VW T6) und auf SUV mittlerer Grösse (Audi Q3, VW Tiguan). Unter den «sehr empfehlenswerten» April 2020 | touring

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Sommerreifentest 235/55 R17 103W Marke Typ

Michelin Primacy 4

Bridgestone Turanza T005 7

Maxxis Premitra 5

Pirelli Cinturato P7 7

Hankook Ventus Prime 3

Europ. Reifenlabel 1 Trockene Fahrbahn Nasse Fahrbahn Komfort/Geräusche Treibstoffverbrauch 2 Verschleiss Schnelllauf Gesamtnote TCS-Bewertung 3 Stärken Schwächen

B/A/70 70% 66% 4 64% 70% 90% bestanden 72%

A/A/72 72% 64% 58% 82% 70% bestanden 68%

B/A/70 72% 62% 56% 64% 70% bestanden 64%

C/A/71 76% 62% 56% 64% 60% 5 bestanden 64%

C/A/72 56% 62% 58% 70% 70% bestanden 56%

★★★★☆

★★★★☆

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote auf nasser Fahrbahn und im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch

Sehr ausgewogener Reifen, sehr gut im Treibstoffverbrauch, gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie im Verschleiss

★★★★☆

Sehr ausgewogener Reifen, gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss

★★★★☆

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote auf trockener Fahrbahn, gut auf nasser Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch

Semperit Yokohama Continental Speed-Life 2 BluEarth RV-02 Eco Contact 6 7 7 SUV C/C/72 C/A/70 A/A/72 60% 58% 70% 56% 56% 54% 58% 68% 64% 72% 58% 86% 90% 70% 90% bestanden bestanden bestanden 56% 56% 54%

Esa+Tecar Spirit Pro C/B/72 62% 54% 60% 68% 90% bestanden 54%

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

Gut auf nasser Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss Leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn 6

Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote bei Geräusch, gut im Verschleiss Leichte Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn 6, höchster Treibstoffverbrauch

Bestnote beim Treibstoffverbrauch und im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn, leiser Reifen Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch, leiser Reifen Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Sommerreifentest 225/40 R18 92Y Marke Typ Europ. Reifenlabel 1 Trockene Fahrbahn Nasse Fahrbahn Komfort/Geräusche Treibstoffverbrauch 2 Verschleiss Schnelllauf Gesamtnote TCS-Bewertung 3 Stärken Schwächen

Continental Premium Contact 6 C/A/72 62% 76% 4 38% 5 68% 70% bestanden 68%

Michelin Pilot Sport 4

Goodyear Eagle F1 Asym 5 E/A/71 76% 64% 48% 72% 70% bestanden 66%

C/A/71 72% 70% 52% 72% 70% bestanden 68%

Maxxis Victra Sport 5

Nexen N’Fera Sport

Sava Intensa UHP 2

Vredestein Ultrac Vorti

Falken Azenis FK510

Bridgestone Potenza S001

E/A/72 70% 66% 54% 62% 70% bestanden 66%

E/A/71 66% 58% 48% 72% 70% bestanden 58%

C/A/67 74% 56% 48% 78% 70% bestanden 56%

E/B/70 60% 56% 52% 62% 70% bestanden 56%

E/A/69 52% 62% 50% 70% 70% bestanden 52%

E/A/72 76% 50% 40% 68% 60% bestanden 50%

★★★★☆

★★★★☆

★★★★☆

★★★★☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote auf nasser Fahrbahn und im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie im Treibstoffverbrauch

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie im Treibstoffverbrauch

Sehr ausgewogener Reifen, Bestnote im Verschleiss und bei Geräusch, gut auf trockener und nasser Fahrbahn

Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote im Verschleiss und im Treibstoffverbrauch, gut auf trockener Fahrbahn Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote im Verschleiss, gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Anforderungen für TCS-Empfehlungen Trockene und nasse Fahrbahn, Treibstoff verbrauch, Verschleiss

★★★★★

★★★★☆

★★★☆☆

80%

60%

40%

Schnelllauf Gesamtnote TCS-Empfehlungen

46 touring | April 2020

bestanden

★★☆☆☆

★☆☆☆☆

20%

0%

mit Einschränkungen bestanden

nicht bestanden

80%

60%

40%

20%

0%

hervorragend

sehr empfehlenswert

empfehlenswert

bedingt empfehlenswert

nicht empfehlenswert

★★★☆☆

Bestnote im Verschleiss, gut auf nasser Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn 6

★★★☆☆

Gut auf trockener Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6


TECHNIK

Kumho Ecsta HS51

Kleber Dynaxer HP 3 8

Laufenn S-Fit EQ 9

C/C/69 50% 66% 60% 60% 60% bestanden 50%

C/B/72 62% 44% 44% 74% 70% bestanden 44%

C/B/72 68% 10% 64% 60% 70% bestanden 10%

★★★☆☆

★★★☆☆

★☆☆☆☆

Bestnote auf nasser Fahrbahn, gut im Treibstoffverbrauch, leiser Reifen Leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn6

Gut auf trockener Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss Lautester Reifen, leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Kumho Ecsta PS71

Nokian Powerproof

Pirelli P Zero

Toyo Proxes Sport

E/A/72 62% 64% 44% 70% 50% bestanden 50%

C/A/69 62% 62% 54% 70% 50% bestanden 50%

E/A/72 84% 74% 52% 56% 50% bestanden 50%

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

Gut auf trockener und nasser Fahrbahn sowie im Treibstoffverbrauch Geringste Laufleistung 6

Gut auf trockener Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss, leiser Reifen Schwach auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote bei Bestnote soGeräusch, gut wie sehr gut auf trockener auf trockener und nasser Fahrbahn, gut Fahrbahn sowie auf nasser im Treibstoff- Fahrbahn Geringste verbrauch Geringste Laufleistung 6 6 Laufleistung

E/A/71 70% 54% 52% 70% 50% bestanden 50%

Hankook Ventus S1 evo3 10 C/A/72 70% 48% 42% 74% 60% bestanden 48%

Cooper Zeon CS-Sport 11 E/A/70 70% 44% 46% 60% 70% bestanden 44%

Rotalla Setulla S-Pace RU01 C/B/69 52% 38% 54% 78% 70% bestanden 38%

★★★☆☆

★★★☆☆

★★★☆☆

★★☆☆☆

Gut auf trockener Fahrbahn und im Treibstoffverbrauch Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn, geringste Laufleistung 6

Gut auf trockener Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Gut auf trockener Fahrbahn, im Treibstoffverbrauch und im Verschleiss Leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Bestnote beim Treibstoffverbrauch, im Verschleiss und bei Geräusch Leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn, Schwächen auf nasser Fahrbahn 6

Sicherheit und Risiken

Sommerreifen 2020

Video zum Test 235

Video zum Test 225 1

tcs.ch/videoportal

1

Buchstabe 1: Note von A–G im Treibstoffverbrauch; Buchstabe 2: Note von A–G bei Bremsen nass; Zahl: Aussengeräusch in Dezibel (dB)

2

Rollwiderstand beeinflusst den Treibstoffverbrauch.

3

Siehe Anforderungsgrenzen.

4

Beste Note in diesem Kriterium (Schrift fett).

5

Schlechteste Note in diesem Kriterium (Schriftfarbe rot, fett).

6

Führt zu Abwertung.

7

Geschwindigkeitsindex Y.

8

Nachfolger HP4 verfügbar.

9

Nachfolger S-Fit EQ+ verfügbar.

10

Geändert ab DOT 4319.

11

Nachfolger Cooper CS8 verfügbar.

DER RATGEBER «SOMMERREIFEN 2020» Als wertvolles Werkzeug für den Kauf einer neuen Bereifung enthält der vom TCS herausgegebene Ratgeber «Sommerreifen 2020» die Ergebnisse der kürzlichen Reifentests sowie eine Menge praktische Informa-

tionen. Er steht in elektronischer und in gedruckter Form zur Verfügung. Kostenlos für TCS-Mitglieder (für Nichtmitglieder: 10 Fr.) ist er in den TCS-Kontaktstellen erhältlich oder kann auf reifen.tcs.ch bestellt werden.

April 2020 | touring

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TECHNIK

PSA-GRUPPE/OPEL

Jedem sein Hybrid Die Plug-in-Hybrid-Technik breitet sich aus. Das aufschlussreiche Beispiel der PSA-Gruppe. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

D

ank der neuen MultienergiePlattform haben alle grossen Fahrzeuge der PSAGruppe Anspruch auf die Plug-in-Hybrid-Technik. Man wird den Antriebstyp in diversen Modellen finden. Allerdings werden gewisse Modelle wie der Citroën C5 Aircross nur als 4×2 angeboten und andere wie die in Genf virtuell enthüllte DS9 Limousine sowohl mit Frontals auch mit Allradantrieb. Diese Palette wird letztlich von einem Allrad-DS9 mit 360 PS gekrönt. Die Hybridisierung erlaubt auch Peugeot-Citroën den Zugriff auf

Allradantrieb und höhere Leistungen.

der Opel Grandland X Hybrid 4 mit einem 1,6-LiterTurbo mit 200 PS verbunden mit zwei Elektromotoren (vorne 110 PS, hinten 113 PS), wobei dem Ganzen eine Gesamtleistung von 300 PS zugeschrieben wird. Die unter der Sitzbank untergebrachte Lithium-Ionen-

Batterie von 13,2 kWh verspricht eine elektrische Reichweite von 59 Kilometern. Dieses Modell wird ab April von einer 4×2-Einstiegsversion mit nur einem Elektromotor vorne unterstützt. Ein Grund, den Preis unter 40 000 Franken zu halten. •

Alle Systeme beruhen auf einer identischen Basis. Als Beispiel erscheint

Opel Grandland X Hybrid 4 Elektromotoren vorne und auf der Hinterachse

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TECHNIK

Ein gestylter SUV Und ausserdem erlauben Seitenprotektoren und die Bodenfreiheit von 17,5 Zentimetern Streiche

MAZDA CX-30 180 AWD REVOLUTION

Wohlfühlen ist angesagt NLänge: 4,40 m; Kofferraum: 422 l E2-l-Benziner, 180 PS, 224 Nm; man. 6-Gang-Getriebe, 4×4; 0–100 km/h in 8,9 s; Testverbrauch: 7,4 l/100 km; Reichweite: 648 km L39 650 Fr. Ohne anzugeben, bringt der Mazda CX-30 pragmatische Antworten auf Sicherheits- und Verbrauchsfragen. Eleganz kommt dazu. TEXT UND FOTOS MARC-OLIVIER HERREN

N

icht mit seinem Namensvetter CX-3 zu verwechseln, ist der Mazda CX-30 ein unverfälschter Kompakt-SUV. Auf der Plattform der Limousine Mazda 3 basierend, unterscheidet er sich durch sein ebenso elegantes wie gesuchtes Design. Wir nehmen die s-förmigen Lichtreflexe, die in Abhängigkeit der Bewegungen über die Karosserie laufen als Beweis dafür. Und die Innenraumpräsentation steht dem nicht nach. Das Armaturenbrett mit veredeltem Design ist mit einem wertigen Bi-Material-Bezug verziert. Die klassischen Instrumente werden durch ein Head-upDisplay ergänzt, dessen Infos auf die Windschutzscheibe projiziert werden. Zwar ist die Schrift nicht riesig, aber es ist serienmässig. Mit einer Länge von 4,40 Metern bietet dieser kompakte SUV hinten Platz auf gutem Niveau. Nur die Sitzflächen erweisen sich auch vorne als

etwas kurz. Die elektrische Heckklappe öffnet sich über einen gut konfigurierten, kubischen Kofferraum von durchschnittlicher Grösse.

Neuer Sauger

gebenen 180 PS entsprechen. Glücklicherweise ist letzterer präzise und verfügt über ziemlich kurze Wege. Wenn auch der Verbrauch ganz schön nach oben klettert.

Wie der Mazda 3 erhält der Ohne über den spielerischen CX-30 einen 2-Liter-Benziner Charakter des kleinen CX-3 mit erhöhtem Verdichtungszu verfügen, verbirgt sein verhältnis (16,3:1). Bei flüssi- grosser Bruder eine gute ger Fahrt ist Agilität und alles gut. Der FahrpräziDynamisches Styling Saugmotor sion. Die mitPreis-Leistungs-Verhältnis läuft zum Beiteilsame LenAssistenten serienmässig spiel im Stadtkung und die Bescheidener Verbrauch verkehr fügdank AllradInnenraumkonfiguration sam. Die lang antrieb gute übersetzten Traktion runSchlapper Durchzug Gänge halten den das Bild Mässiger Kofferraum die Drehzahab. Der CX-30 Anhängelast (1300 kg) len niedrig, glänzt vor was den Verallem durch brauch günstig beeinflusst, seine reiche Ausstattung. der für einen 4×4 bescheiden Zum ACC-Regler und zum ist. Hingegen ist der DurchNavigationssystem der Basiszug unterhalb der Schwelle version kommen beim Niveau von 3000 U/min blutarm, Revolution Raffinessen wie was nach Bearbeitung des die 360°-Kamera und die ausSchaltknüppels verlangt, gezeichneten Matrixscheinwenn man Beschleunigunwerfer hinzu. Damit ist Pregen wünscht, die den angemium beerdigt. •

VERKEHRSWARNER VORNE UND HINTEN Der Mazda CX-30 hat ab dem zweiten Ausstattungsniveau eine eindrückliche Batterie von Fahrassistenten an Bord. Das hat mit der Knauserei der Premiumhersteller nichts zu tun. Er erhält insbesondere einen neuen Querverkehrswarner vorne, dessen Radars Motorfahrzeuge entdecken, die sich im toten Winkel links und rechts nähern. Er funktioniert bis 10 km/h und macht den Fahrer mit einem Warnton aufmerksam. Gleiches gilt hinten, wo der Querverkehrs-Antikollisionsassistent schrille Warntöne von sich gibt, besonders wenn ein Fussgänger oder Velofahrer sich dem rückwärtsfahrenden Fahrzeug nähert. Eine oft rettende, aber je nach Situation manchmal auch nervende Unterstützung. Dies umso mehr, als dieser Alarm mit einer energischen Bremsung kombiniert ist.

Querverkehrswarner Wertvoll beim Rückwärtsfahren

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TECHNIK

AUDI A1 CITYCARVER 30 TFSI

Abenteuerlicher Salonstil Wie andere Hersteller auch, stellt Audi seinem Kleinwagen A1 eine Ableitung im Abenteuerlook zur Seite – ein gelungener Stylingeffekt. TEXT UND FOTOS MARC-OLIVIER HERREN

M

an nehme einen fünftürigen Audi A1 Sportback, erhöhe die Bodenfreiheit um 3,5 Zentimeter, verpasse den Radläufen schwarz lackierte Protektoren, und man erhält eine Citycarver-Version, welche für das Stadtabenteuer gewappnet ist. Sie teilt die kantige Karosserie mit der Kleinwagenbasis, zeigt aber stolz einen demonstrativeren Wabenkühlergrill sowie einen Spoiler auf der Heckklappe.

Man findet das durch und durch gestylte Armaturenbrett mit gestreckten Zügen, das durch eine grosse Metallapplikation noch hervorgehoben wird. Eine Farbpalette mit vielen Farben vollendet das Ambiente im Innenraum. Gegen Aufpreis – fast alle Annehmlichkeiten lässt sich Audi versilbern – profitiert

man von straffen Sportsitzen fen des Start-Stopp-Systems mit gutem Halt. Hinten ist noch verstärkt werden. Paradas Bild kontrastreicher. Dort doxerweise verschwinden ist der Komdiese Unanfort für die nehmlichkeiAbenteuerdesign Beine knapp ten, wenn Innenraumpräsentation genügend. man ausserLebhafter Dreizylinder Aber wenigshalb der Stadt Gefälliges Fahrverhalten tens ist der unterwegs ist. Zehn Jahre Gratiswartung mittlere Platz Ohne phänoangemessen. menal zu sein, Motorvibrationen und Was die Kofsorgt die LeisStart-Stopp-System ferraumkapatung von Platz auf der Rücksitzbank zität betrifft, 116 PS für guist sie gleich, ten Schwung wie im A1 Sportback, also und strammen Durchzug, grosszügig. während das Fahrwerk in keiner Weise unter seiner ErBrummender Bass höhung leidet. Und er fühlt Mehr verblüfft haben uns gesich auch beim Einsatz auf wisse dynamische Facetten der Autobahn wohl. Aber andes Stadtabenteurers mit dererseits wäre es nicht sinnFrontantrieb. Ausser der straf- los, weitere 2400 Franken fen Federung bei niedrigen auszugeben, um von den AnGeschwindigkeiten sendet nehmlichkeiten und dem der Dreizylindermotor deutTemperament des 1,5-Literlich spürbare Vibrationen aus, Vierzylinders profitieren zu die durch das holprige Anlau- können. ◆

ASSISTENT ODER SCHIKANE? Viele Autos sind jetzt mit einem Spurverlassenswarner ausgerüstet, oft gekoppelt mit einem aktiven Spurhaltesystem. Letzteres führt Lenkkorrekturen aus, wenn man sich von den Strassenmarkierungen entfernt. Gemäss einer Studie scheint diese Vorrichtung der von den Schweizern am wenigsten geschätzte Assistent zu sein, da 41 Prozent ihn abschalten. Man muss wissen, dass das Einhalten der Fahrspur bei ermüdenden Fahrten auf der Autobahn wertvoll ist, auf kurvigen Strecken enervierend wird. Jedes Mal, wenn man auf eine Sicherheitslinie fährt, greift die Lenkung ein. Hinzu kommt noch, dass sich das Abschalten dieser Hilfe manchmal als langwierig erweist. Nicht ideal für die Aufmerksamkeit am Steuer. Spurverlassenswarner klar zugänglich beim Audi A1

NLänge: 4,04 m; Kofferraum: 335 l E1-l-Turbobenziner, 116 PS, 200 Nm; 7-Gang-S-TronicGetriebe, 4×2; 0–100 km/h in 9,9 s; Testverbr.: 7,3 l/100 km; Reichweite: 548 km L32 550 Fr.

4×4-Look, aber ausser der erhöhten Bodenfreiheit keinerlei spezifische Offroadattribute

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TECHNIK CUPRA LÜFTET SCHLEIER

Hybridisierung und PS Die Submarke Cupra von Seat bleibt sportlich und zeigt sich zugleich ethischer.

Ateca Limited Edition 350 PS und ein AkrapovicDoppelauspuff

TEXT MARC-OLIVIER HERREN

hat eine Reichweite von 60 Kilometern (WLTP). Diese Antriebsart läutet die Elektrifizierung von Cupra ein.

Frecher SUV

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er virtuelle Genfer Salon zementierte die Ambitionen der seit knapp zwei Jahren unabhängigen Seat-Marke Cupra. Diese enthüllte den kompakten Crossover Formentor, das erste eigens von der jungen Marke entworfene Modell. Dennoch bleibt die Bezie-

hung zu Seat – mehr noch als zwischen DS und Citroën – offenkundig. Am virtuellen Autosalon war auch der sportliche neue Cupra Leon zu sehen. Trotz der aktuellen CO2-Reduzierungspolitik bietet der Cupra Leon weiter einen leis-

tungsstarken 2-Liter-Turbo mit 245 und 300 PS sowie einem 310-PS-Allradantrieb an. Die Powerleistung wird durch ein Plug-in-HybridModell mit einem 1,4-LiterTSI-Antrieb und einem 115-PS-Elektromotor mit insgesamt 245 PS Leistung kompensiert. Die 13-kW-Batterie

Der letztes Jahr stark steigende Cupra-Absatz (+72 Prozent) wird auch dank dem Ateca Limited Edition SUV mit seinem 350 PS starken 2-Liter-ABT-Motor wachsen. Nicht weniger als 251 Exemplare des superschnellen Modells sind für den Schweizer Markt bestimmt. Deren CO2-Emissionen (201 g/km) werden durch den Verkauf von 250 Stadtautos Seat Mii electric kompensiert. Die Anbindung ans Mutterhaus hat Vorteile. •

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DER TCS-EXPERTE

Normverbrauch – Realverbrauch REDAKTION TOURING | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

E

in neuer VW Polo 1.0 TSI 85 kW/115 PS mit Katalysator und Partikelfilter hat laut provisorischen Daten der Preisliste 2020 einen Benzinverbrauch von etwa 6,5 l/100 km. Das ist deutlich mehr als 4,7 l/ 100 km, die 2018 beim Modell mit gleicher Motorleistung ohne Partikelfilter angegeben wurden. Erläuterung dieses Phänomens: Verbrauchen neue Modelle mehr?

Nein. Die Werksangaben der neuen Modelle basieren auf dem neuen Messverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Das Regelwerk definiert die Abgas- und Verbrauchsmessungen im Labor neu. Der Fahrer muss auf dem Rollenprüfstand exakt eine vorgegebene Fahrkurve abfahren. Die WLTP-Fahrkurve ist deutlich dynamischer und praxisnaher als die veraltete des NEFZ. Warum wurde denn früher ein realitätsfernes Mess­ verfahren angewendet?

Vor dem Jahr 2000, als die Bezeichnung «Neuer Europäischer Fahrzyklus» auf den NEFZ noch zutraf, lieferte er

durchaus realistische Verbrauchsangaben. Ein Beispiel: Der VW Polo mit 74 kW/100 PS und Werksangabe 7,9 l/100 km verbrauchte 1998 im TCS-Test 7,4 l/100 km. Warum hat das geändert?

Mehrere Länder führten verbrauchsabhängige Motorfahrzeugsteuern ein, zudem stieg der Ölpreis. Der NEFZ, der zwecks konsumentenfreundlicher Deklaration und nicht als Grundlage für eine CO2-Sanktion konzipiert worden war, zeigte Schwächen. Es gab Toleranzen (etwa bei der Messvorbereitung, Wahl der Schwungmasse), alternative Methoden usw. Es lohnte sich immer mehr, diese bei der Typgenehmigung zu nutzen. Wie wirkte sich das aus?

Im Jahr 2002 verbrauchten die vom TCS getesteten Fahrzeuge im Durchschnitt 8,5 l/100 km. Die Werksangabe lag mit 7,7 l/100 km im Durchschnitt bereits um 0,8 Liter tiefer. In den Jahren danach wuchs dieser Unterschied allmählich auf das Doppelte. Die Testfahrzeuge der Jahre 2016 und 2017 verbrauchten im Durch-

schnitt zwar fast zwei Liter weniger als 2002, nämlich 6,6 l/100 km. Die Werksangaben lagen jedoch mit durchschnittlich 5 l/100 km unrealistisch niedrig. Warum dauert die Umstel­ lung auf WLTP so lange?

Bis zu einer weltweiten Harmonisierung vergehen üblicherweise mehrere Jahre, und es braucht Übergangsfristen. Seit dem 1. Januar 2020 müssen die Angaben in den Kundeninformationen auf WLTP-Angaben basieren. Übrigens: Im TCS-Test 2018 hat der anfangs erwähnte VW Polo 6,1 l/100 km verbraucht. Wir gehen deshalb davon aus, dass die in der Preisliste 2020 angegebenen 6,5 l/100 km mittels EcoFahrweise unterboten werden können. •

Die Verbrauchswerte des WLTP sind praxisnah

EMPFEHLUNGEN FÜR E-FAHRZEUGE

1.

Die Verbrauchs- und Reichweitenangaben nach WLTP sind auch bei Elektroautos realistischer, also höher und kürzer als im NEFZ.

2.

Es gilt zu bedenken, dass die Batterie nie ganz leer gefahren wird. Auch Benzin-PW werden üblicherweise nicht leer gefahren, bis sie stehen bleiben.

3.

Geheizt werden konventionelle Autos mit Abwärme aus dem Kühlwasser. Das Elektroauto liefert jedoch zu wenig Abwärme. Es setzt Energie mit geringem Verlust zu mehr als 90 Prozent in Bewegung um. Zum Heizen wird zusätzlich Strom aus der Batterie benötigt. Die Reichweitenangaben nach WLTP sind deshalb für Fahrten bei kühlen Tempe Temperaturen zu optimistisch. ERICH SCHWIZER Funktion: Experte Mobilitätsberatung

Beruf: Automobilingenieur Alter: 56 Jahre Kontakt:

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FREIZEIT

Die Teufelsnase durchs Salonfenster Der luxuriöse Tren Crucero fährt quer durch Ecuador von den Anden hinunter an den Pazifik. Die Reisenden erleben in nur vier Tagen im Zug die landschaftlichen und historischen Facetten des Landes. → REPORTAGE FELIX MAURHOFER

Als Meisterleistung gilt die Eisenbahnstrecke mit Spitzkehren bei der Teufelsnase

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icke Nebelschwaden umhüllen die steilen Bergflanken rund ums kleine Bergdorf Alausí. Ausser den einheimischen Händlern verirrt sich kaum einer hier­ her, wäre da nicht der schmucke Bahn­ hof, der an der 440 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Quito und Guayaquil liegt. 1908 wurde diese le­ gendäre Strecke durch die Anden Ecua­ dors eingeweiht. Erdbeben und Mur­ gänge setzten der Strecke arg zu, sodass sie 1998, nachdem El Niño gewütet hatte, teilweise eingestellt werden musste. Deshalb erreichen Touristen Alausí über die Strasse, um dann die zweifelsohne spektakuläre Steilstrecke um die Nariz del Diablo zu erfahren. Eine bahnbauliche Meisterleistung, die mit mehreren Spitzkehren 500 Höhen­ meter um die «Teufelsnase» überwindet. Der Bau hatte seinen Preis, forderte viele Todesopfer, sodass die ecuadoria­ nischen Arbeiter in den Streik traten und die Bauherren 4000 jamaikanische Eisenbahnarbeiter anheuern mussten. Die alten Wagen rattern über die Ge­ leise, die Zugbegleiter stellen mehrere Male die Weichen, bis bei der Bahn­ station Sibambe unten im Tal Schluss ist. Es bleibt bis zur Rückfahrt nach Alausí Zeit, im kleinen Museum einen Einblick in das karge Leben der Berg­ bevölkerung zu erhaschen.

Strasse der Vulkane Die Zugreise mit dem luxuriösen Tou­ ristenzug «Tren Crucero» beginnt im Bahnhof Chimbacalle im Süden der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Eine Dampflok rangiert rauchend und stampfend die Zugskomposition zusam­ men. Es scheint, als wolle sie den längst erloschenen Vulkanen, die die Metro­ pole umgeben, zeigen, wer hier der Meister des Dampfes ist. Die Passagiere erhalten ihre Plätze zugewiesen, und schon schaukelt der Zug durch die Vor­ orte hinaus Richtung Latacunga. Vier Tage dauert die Fahrt durch fünf Provin­ zen hinunter nach Durán bei Guayaquil an den Pazifik. Da der Tren Crucero nur einmal pro Woche unterwegs ist, sorgt eine Vorhut auf Motorrädern für die Sicherung der Strecke. Denn das Bahn­ trasse wird von den Einheimischen als Fussweg oder Marktplatz genutzt, oder es kann sein, dass ein auf die Schienen 60 touring | April 2020

Oft verhüllt sich der Vulkan Cotopaxi hinter den Wolken


FREIZEIT

Essenszeit mit Aussicht im luxuriösen Tren Crucero

gestürzter Baum weggeräumt werden muss. Der Zug windet sich durch die Kulturlandschaft mit kleinen Dörfern hinauf zur Strasse der Vulkane. Und dann zeigt sich der fast surreal schneebedeckte, 5897 Meter hohe Cotopaxi, einer der 20 Vulkane, die den Schienenweg säumen. Auf der Strecke gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. So steigt die Reisegesellschaft bei der Station El Boliche in den Bus, um hinauf zur auf 3800 Meter gelegenen Limpiopungo-Lagune zu fahren. An den Flanken des Cotopaxi zu wandern, ist einzigartig und gibt einen Einblick in die spezielle Fauna hier oben. Hier könnte man noch lange verweilen und nach dem Kondor Ausschau halten, der in der Gegend seine Kreise ziehen soll.

Gegrillte Meerschweinchen

Im Markt von Guamote wird heftig um die Ware gefeilscht

Da der Zug keine Schlafwagen hat, wird meistens in Hotels oder in historischen, kolonialen Haziendas übernachtet. Eine davon ist die 400-jährige La Ciénega am Fusse des Cotopaxi. In diesem Bijou nächtigte mehrmals der berühmte Andenforscher Alexander von Humboldt, um seine Forschungsarbeit auf Papier zu bringen. Hier wird abends die Merienda mit Speisen aus der Andenküche serviert. Zu den Zutaten wie Mote, gekochter Mais, oder Kartoffeln wird frittiertes Schweinefleisch serviert. In den Anden sollte man mindestens einmal das Nationalgericht Cuy kosten. Es ist am Spiess gebratenes Meerschweinchen, das wie Poulet schmeckt.

Staunen ohne Ende

Nicht jedermanns Sache sind die gegrillten Meerschweinchen

Begleitet von laut bellenden Hunden tuckert der Zug weiter in Richtung Urbina, diese Bahnstation liegt auf 3906 Meter über Meer und ist die höchstgelegene Ecuadors. Von da führen die Geleise hinunter Richtung Riobamba, die Hauptstadt des Volkes der Puruhá am Fusse des Chimborazo. Vor der Stadt hält der Zug in Jatari, einem kleinen Dorf, wo die Puruhá ein Kulturzentrum betreiben. Hier erhalten Touristen Einblick in die Lebensweise und das Handwerk dieses indigenen Stammes. Der Zug fährt dann weiter, vorbei an der hügligen Landschaft mit ausgedehnten Wiesen, kleinen Dörfern und hohen Kakteen bis Riobamba. Aus den Salonfenstern oder von der Aussichtsplatt- → April 2020 | touring

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FREIZEIT

KOLUMBIEN

GUT ZU WISSEN Anreise: Flug mit KLM via Amsterdam nach Quito, klm.com

Quito

Einreise: gültiger Reisepass

Pazifik

Latacunga Urbina

Riobamba

Übernachten in Quito: La Casona de la Ronda, lacasonadelaronda.com; in Guayaquil: Oro Verde, oroverdeguayaquil.com

Klima: Ecuador eignet sich als ganzjähriges Reiseziel.

Guayaquil

E C U A D O R 100 km

PERU

form aus gibt es ununterbrochen etwas von der Vielseitigkeit des Andenlandes zu bestaunen. Die Reise führt durch verschiedene Klimazonen von den Hochtälern zum Nebelurwald bis ans Meer. Zu bestaunen gibt es nebst den riesigen Vulkanen vieles wie die uralte spanische Kirchen Iglesia de Balbanera bei Colta, der lokale und farbenfrohe Markt in Guamote oder die Kakaoplantagen in den grossen Ebenen vor Guayaquil. Eine wertvolle Zugreise, um einen ersten Eindruck von Ecuador zu erhalten. • Diese Reise wurde durch Globetrotter Tours AG ermöglicht.

Alpakas sind wichtige Nutztiere der Puruhà

Währung: US-Dollar Anbieter: Reise mit dem Tren Crucero ab 1980 Fr. bei Globetrotter Tours AG, globetrotter-tours.ch

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Streckenweise ziehen alte Dampfloks den Zug

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BODENHEIZUNG ÜBERPRÜFEN – ÄRGER VERMEIDEN Nach 30 Betriebsjahren empfiehlt sich dringend eine vorbeugende Zustandsanalyse der Bodenheizung. Mit dem HAT-System bieten wir Ihnen die nachhaltige und bewährte Problemlösung an – seit 1999. Bodenheizungen halten nicht ewig Bodenheizungen sind bei uns sehr beliebt, weil sie einen hohen Komfort ausstrahlen. Doch sie halten nicht ewig. Gewisse Bereiche im Haus werden vielleicht nicht mehr so warm wie früher und die Räume lassen sich nicht wie gewünscht einregulieren. Dann ist es Zeit für eine gründliche Analyse. Nach 30 Jahren besteht die Gefahr, dass die Rohre Ihrer Bodenheizung deutliche Alterserscheinungen aufweisen. Denn die in Böden verlegten, wasserführenden Leitungen sind äusseren Einflüssen ausgesetzt. Sauerstoffdiffusion und Temperaturschwankungen führen dazu, dass das Rohrmaterial in Mitleidenschaft gezogen wird. Versprödung und Verschlammung sind die Hauptgründe für ineffiziente Bodenheizungen. Wenn Sie nichts unternehmen, besteht die Gefahr eines Kollapses. Vor allem betroffen sind Systeme, die zwischen 1970 und 1990 verbaut wurden, weil in diesem Zeitraum hauptsächlich einfacher Kunststoff als Rohrmaterial zum Einsatz kam. Neuere Bodenheizungsrohre hingegen haben einen Aluminiumkern und lassen dadurch kaum Sauerstoffeintrag zu. Eiskalte Böden?

Wenn Sie mit ersten negativen Anzeichen konfrontiert sind, lohnt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen. Dabei ist es wichtig, dass Ihre Anlage vor Ort genauestens untersucht wird. Es müssen sämtliche Komponenten miteinbezogen und die Ergebnisse anhand von normierten SWKI-Richtwerten interpretiert werden. Erst nach einer um-

fassenden Zustandsanalyse wissen Sie Bescheid, wie es wirklich um Ihre Bodenheizung steht. Eine solche Analyse ist schon für wenige hundert Franken zu realisieren. Wie behebe ich die Probleme? Früher gab es für marode Bodenheizungen nur eine Lösung – den Totalersatz. Seit 1999 ist aber eine schonende und dennoch nachhaltige Alternative auf dem Markt. Die Rohrinnensanierung mittels Innenbeschichtung namens HAT-System. Das Originalverfahren aus dem Hause Naef GROUP schützt alte Bodenheizungen nachhaltig, und dies ganz ohne Baustelle. Immer häufiger werden auch simple Spülungen und Reinigungen angeboten. Es ist wichtig zu wissen, dass damit die Probleme, gerade bei alten, einfachen Kunststoffsystemen nicht behoben werden. Im besten Fall wird der Fortschritt der Verschlammung etwas eingedämmt. Das eigentliche Problem – die Versprödung des Rohrmaterials – wird dadurch nicht nachhaltig behoben. Sanieren mit dem Original Mit dem HAT-System wird eine Bodenheizung dagegen nachhaltig saniert. Das ist massiv aufwändiger im Einsatz als einfache Reinigungsmethoden. Dank der Innenbeschichtung, welche nach DIN 4726 Norm diffusionsdicht ist, entsteht im alten Rohr eine Schutzschicht, welche die Alterung stoppt. Das HAT-System ist das einzige Rohrinnensanierungsverfahren, das Fussbodenheizungen der ersten Generation gemäss DIN 4726 Norm diffusionsdicht macht. Wenn Sie also eine nachhaltige Erweiterung der Lebensdauer Ihrer Bodenheizung mit 10-jähriger Garantie wünschen, kontaktieren Sie uns. Vorab empfehlen wir Ihnen immer unsere umfassende Zustandsanalyse.

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FREIZEIT

Essen auf Schienen Ist ein Besuch im Bordrestaurant ein positives Erlebnis, oder sollte man es lieber lassen? Der «Touring» hat das Angebot, die Qualität und den Service bei der Deutschen Bahn, den Österreichischen Bundesbahnen und bei den SBB auf sechs Fahrten getestet.

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TEXT UND FOTOS JULIANE LUTZ | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

ie Klimadebatte kommt der Bahn zugute. Doch wie sieht es mit der Gastronomie an Bord aus? Kann sie mit dem deutlichen Trend zur Schiene mithalten? Oder verlassen sich Reisende doch besser auf das mitgebrachte Sandwich? Der «Touring» wollte es wissen und war mit der

Deutschen Bahn (DB), den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und den SBB unterwegs. Getestet wurden jeweils ein Frühstück und ein Hauptgericht sowie Getränke, aber auch das Ambiente. Dabei ergab sich folgendes Bild: Die durch Verspätungen in Verruf geratene Deutsche Bahn überraschte

positiv, die ÖBB haben ein umfassendes Angebot und bieten gute Qualität, aber einmal fiel der Service im Vorzeigezug Railjet stark ab. Und die SBB sind natürlich teurer, aber halten, was man von einem schweizerischen Unternehmen erwartet. Lesen Sie mehr in den einzel→ nen Erfahrungsberichten. April 2020 | touring

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ÖBB

Ulm–München im EC 113

rants. Die Portion ist für 12,20 Euro ausreichend. Als süffig erweist sich auch der blaue Zweigelt (0,25 Liter für 3,80 Euro) aus Niederösterreich. Dennoch: Im Restaurant des ÖBB-Vorzeigezugs würde man ein anderes Ambiente und besseren Service erwarten.

Das Restaurant ist um 11.30 Uhr bereits gut besucht, wobei die meisten Gäste nur etwas trinken. Mit silberfarbener Decke, Holzfurnier und schwarzen Kunstledersesseln ist das Interieur unauffällig gehalten. Die Bedienung, eine junge Frau, ist sehr flink. Kaum bestellt, steht schon das Wiener Frühstück für fünf Euro auf dem Tisch. Die Semmel scheint aufgebacken zu sein, aber die Biobutter und vor allem die Aprikosenkonfi von «d’arbo» sind von bester Qualität. Wer wirklich Appetit hat, wird mit nur einer Semmel vielleicht nicht satt, aber dann gibt es drei weitere, umfassendere Frühstücksangebote. Der im Preis enthaltene Kaffee – in diesem Fall ein Verlängerter – überrascht sehr positiv. Er kommt aus Fair-Trade-Anbau, wie die Bedienung auf Nachfrage bereitwillig herausfindet. Da lohnt sich die Ausgabe für eine zweite Tasse.

Fazit: Ordentliches Essen, Ambiente und Service

sind suboptimal.

Fazit: Überschaubares, aber gutes Frühstück und

prima Kaffee.

SBB

Feldkirch–Zürich im Railjet 368 Der Zug verlässt Feldkirch mit über 40 Minuten Verspätung, was die Laune nicht gerade hebt. Sie wird auch beim Betreten des Bordrestaurants nicht besser, denn es wirkt mit grauen Wänden, fünf anthrazitfarbenen Tischen und roten Kunstledersitzen wie ein trauriges Mini-Diner in der amerikanischen Provinz. Dazu ist es recht klein für einen Fernzug. Gerade ein Gast hält sich dort kurz nach 12.30 Uhr auf. Stofftischdecken gibt es nicht, nur Tischsets aus Papier. Der Ober, ein junger Mann, will gleich die Bestellung aufnehmen, die vielen Brösel auf dem Tisch scheint er nicht zu bemerken. Auf die Aufforderung, den Tisch bitte erst einmal sauber zu machen, reagiert er aber sofort und bearbeitet die Tischplatte sogar mit einem Spray, das intensiv nach Desinfektionsmittel riecht. Nicht gerade appetitfördernd! Der Kellner ist freundlich, aber nicht ganz bei der Sache. Er bringt zu Wein und Wasser nur ein Glas und statt dem bestellten Gulasch mit Spätzle erst eine Gulaschsuppe. Aber dann steht das richtige Essen in einem Plastikschälchen doch sehr schnell auf dem Tisch. Rindfleisch und Spätzle schmecken ordentlich, haben etwa das Niveau von Migros- und Coop-Restau66 touring | April 2020

Bern–Basel im IC 6 1060 Rote Wände im Eingangsbereich, PlexiglasTrennscheiben, kreisförmig um die grösseren Fünfertische angeordnete Stühle mit einem Bein: Die liebenswert-schräge Inneneinrichtung wäre das ideale Setting für einen Film, der in den 1970er-Jahren spielt. Noch vor der Abfahrt tauscht die sehr bemühte Kellnerin schnell alle fleckigen Tischdecken aus. Das «kleine» Frühstück für 9.80 Franken fällt mit einem Gipfeli und vier Brotscheiben (Grau- und Vollkornbrot), zwei Portionen Butter und jeweils einem Gläschen Konfi und Honig (beides von Hero) fast schon gross aus. Ein Heissgetränk ist ebenfalls dabei. Der Cappuccino ist absolut trinkbar und das Gipfeli sehr fein. Auf die Bemerkung hin, dass die Brotscheiben ein kleines bisschen trocken seien, erklärt die Kellnerin, dass das Brot für die Züge ab Bern und Basel noch aus Zürich käme. Aber dass die SBB ab April auch wieder zu regionaleren Lieferanten wechseln würden. Gut. Fazit: Bereits mit einem kleinen Frühstück* sind Reisende gut bedient.


FREIZEIT

Bern–Romanshorn im IC 825 Bei der Abfahrt um 16.02 Uhr sind im Restaurant im zweiten Stock noch ein paar Plätze frei. Die Wahl fällt auf das grüne Thai-Curry mit Poulet für 18.80 Franken. Auf die Frage, ob es scharf sei, danach würde sich die Wahl des Getränks richten, meint der gut gelaunte Ober lachend, ein Thai-Curry sei doch nie scharf. Und empfiehlt gleich die Assemblage RieslingSylvaner/Pinot Blanc vom Genfersee dazu (1 Deziliter für 5.80 Franken). Der Wein duftet herrlich und schmeckt auch so. Bevor das Essen kommt, ist kurz Zeit, den Raum zu betrachten. Auf allen Tischen sind die weissen Stofftischdecken makellos. Mit den bräunlichen Ledersitzen und den grünen Seitenverkleidungen würden die SBB keinen Designpreis einheimsen, dafür ist es aufgrund der grossen Fenster schön hell im Wagen. Schon nach wenigen Minuten serviert der Ober das Curry mit ausreichend Reis auf einem Porcellanteller. Es sieht appetitlich aus und schmeckt gut mit einer schönen Zitronengras-Note. Auf der Höhe von Olten ist das Curry bereits verspeist. Bei dem flinken Service können sich Passagiere auch auf einer kurzen Strecke ein Hauptgericht gönnen. Fazit: Überraschend gutes Essen, schneller und

freundlicher Service.

DB

Basel SBB–Offenburg im IC 370

Fazit: Lieber Tee statt Kaffee, aber das Frühstück

schmeckt und macht satt.

Offenburg–Basel SBB im ICE 277 Nachdem das Frühstück bei der durch die notorischen Verspätungen imagemässig angeschlagenen Deutschen Bahn schon positiv auffiel, ist auch das Mittagessen ein Lichtblick. Der Ober, ein Mann Ende 30, ist charmant und initiativ. Bei der Bestellung empfiehlt er, statt des Rotweines lieber einen Riesling zu nehmen, da dessen Säure den Geschmack der Sauce Bolognese noch besser zur Geltung bringen würde. Recht hat er. Der Riesling (0,25 Liter für 7,50 Euro) mit Noten von gelbem Steinobst passt hervorragend zum Essen. Beim Parmesan besteht noch Optimierungsbedarf, aber die Fusilli für 8,90 Euro haben Biss, und der Sugo ist recht gut. Serviert wird das Ganze hübsch angerichtet in einer Porzellanschale. Als Reisende fühlt man sich wie beim Italiener um die Ecke, während der Zug durch die badische Landschaft fährt. Die Bordgastronomie der Deutschen Bahn kann sich sehen lassen. Fazit: Beim Essen ist die DB viel besser als ihr Ruf. ◆

Der Speisewagen ist um 10.13 Uhr spärlich besetzt. Ein routinierter Ober um die 60 bringt das französische Frühstück für 4,90 Euro unglaublich schnell. Es ist mit einem Croissant, einer kleinen Semmel, einem Minivollkornbrötchen, einer Portion Butter und jeweils einem Päckchen Honig, Konfi und Nutella recht umfassend. Das Heissgetränk kostet extra. Der bestellte kleine Cappuccino für 3,20 Euro schmeckt nicht wirklich, der als Ersatz bestellte Biofrüchtetee von Eilles dafür umso besser. Alle Brotwaren wie auch Honig und Marmelade sind fein. Und bei Nutella erübrigen

Täglich im Einsatz Über 390 Bordbistros + 260 Bordrestaurants ÖBB 80 Restaurantwagen in 180 Zügen SBB 100 Züge mit Speisewagen oder Bistros DB

sich die Worte eh. Die Einrichtung des Speisewagens – auch hier sind die Sitze aus rotem Kunstleder – ist weder besonders schön noch hässlich, aber die Helligkeit im Wagen dank vieler Fenster fällt positiv auf.

Wechsel der Karte Tasse Kaffee Bier Grundangebot 3 € (small) 3,20–4 € bleibt, alle 2 Monate neue Specials 4-mal pro Jahr 3 € 3,40–3,90 € 1-mal pro Jahr, alle 4.60 Fr. 2 Monate saisonale Specials

Suppen Hauptgerichte 4,90–5,90 € 6,90–12,90 €

Gute Idee Mit manchen Käufen kann man Umweltprojekte unterstützen. 4,60–5,50 € 8,90–12,20 € Ladekabel, Schirme usw. erhältlich 5.40–6.40 Fr. 9.40 Fr. 16.40–26.80 Fr. Auch vegane Gerichte

Die Tests fanden zwischen dem 26.12.2019 und dem 20.2.2020 statt. Bei DB, ÖBB und SBB können sich Reisende der 1. Klasse / BusinessClass auch am Platz bedienen lassen. * Der Käse ist nicht Teil des kleinen Frühstücks.

April 2020 | touring

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Bereitzustellende Informationen gemäß § 13 DSGVO. Die personenbezogenen Daten werden vom Unternehmen Giordano Vini spa - Verantwortlicher der Verarbeitung - Via Cane Guido, 47bis/50, 12055 Valle Talloria di Diano d’Alba (CN) - überwiegend mit elektronischen Verfahren verarbeitet, um die Bestellung auszuführen, sowie für Tätigkeiten, die damit verbunden und erforderlich sind, und um gesetzliche oder andere Bestimmungen einzuhalten. Vorname, Nachname, Adresse und andere Kontaktinformationen (bspw. Telefon) und die Bestelldaten sind Pflichtdaten, die erteilt werden müssen. Werden diese nicht erteilt, kann die Bestellung nicht ausgeführt und die oben genannten Bestimmungen können nicht eingehalten werden. Die Daten werden für verkaufsfördernde und Werbekontakte, Angebote und kommerzielle Mitteilungen, Angebote für den Direktverkauf, Umfragen und Marktforschung zu Produkten und Dienstleistungen verarbeitet. Dies geschieht im Rahmen des “berechtigten Interesses” (Art. 6, Absatz 1, Buchstabe f, DSGVO, und unter Berücksichtigung von C47, DSGVO) von Giordano, das darin besteht, die bestehende Beziehung aufrechtzuerhalten und den Kunden über seine Verkaufs- und Handelstätigkeit zu informieren, neue Produkte vorzustellen, Angebote, Rabatte oder Geschenke anzubieten, um dem Kunden, falls er dies wünscht, die Möglichkeit zu geben, weitere Bestellungen zu übermitteln oder Informationen anzufordern. Wenn Sie dies wünschen, werden Ihre Daten für Kontakte mit den oben genannten Zwecken verarbeitet. Diese Verarbeitung wird auf personalisierte Weise je nach den Merkmalen des Kaufverhaltens, der Kaufpräferenzen und der Konsumgewohnheiten (bspw.: ausgegebene Beträge, Häufigkeit der Käufe, gekaufte Produkte) (“Profiling”) durchgeführt, um Ihnen Mitteilungen zuzusenden, die Ihren Präferenzen und Interessen entsprechen, und unwillkommene oder uninteressante Kontakte zu vermeiden. Alle Kontakte können mit traditionellen und elektronischen Kommunikationsmitteln erfolgen (E-Mail, SMS, Anrufe auf Festnetz- und Mobiltelefonnummern, Post im Papierformat). Nach vorheriger ausdrücklicher und spezifischer Zustimmung können die Daten an dritte Unternehmen, die in den Bereichen Direktmarketing und Fernvertrieb tätig sind, für deren eigenständige Verwendung zur Werbezwecken weitergegeben werden. Bei den zur Datenverarbeitung autorisierten Personen handelt es sich um Mitarbeiter in den Bereichen: Verkauf, Vertrieb, Marketing, Verwaltung, Bestellungsbearbeitung, Kundendienst und Kontaktcenter, Informatiksysteme und Datensicherheit. Gemäß den Bestimmungen aus Art. 15-22 der DSGVO kann über die vorgenannte Postanschrift oder an die E-Mail-Adresse privacy@giordanoweine.ch das Verzeichnis der Verantwortlichen und der Dritten angefordert werden, an die die Daten weitergeleitet werden können. Darüber hinaus können die folgenden Rechte ausgeübt werden: Zugang, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Übertragbarkeit der Daten, Widerspruch gegen die Verarbeitung aus berechtigten Gründen oder für das Versenden von Mitteilungen für Werbe- oder Profilingzwecke, auch beschränkt auf ein oder mehrere Kontaktkanäle. Soweit nicht näher angegeben, erstreckt sich der Widerspruch gegen die Verarbeitung zu Werbe- und Profilungzwecken auf alle Kontaktkanäle. Sie haben das Recht, bei der zuständigen Aufsichtsbehörde in Ihrem Land oder in Italien (www.garanteprivacy.ch) Beschwerde einzulegen, um Ihre Rechte geltend zu machen. Der Datenschutzbeauftragte kann über die E-Mail-Adresse dpo@giordanoweine.ch kontaktiert werden, um Informationen zur Verarbeitung der Daten anzufordern. Informationen gemäß Art. 13, DSGVO, in vollem Umfang in der Kostenrechnung und über www.giordanoweine.ch/privacy Nach Lektüre der bedruckten Informationen gemäß § 13 der Datenschutzgrundverordnung (vollständiger Text auf www.privacy.giordanoweine.ch): 1. Ich möchte in personalisierter Weise und entsprechend meinen Interessen, Einkäufen, Konsumgewohnheiten und Präferenzen kontaktiert werden ja nein 2. Ich stimme der Weitergabe der Daten an Dritte für deren eigenen Gebrauch zu Werbezwecken zu ja nein

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GESUNDHEIT

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Bei älteren Menschen kommt es häufig vor, dass diese zu wenig trinken

Flüssigkeitsmangel: Wie viel sollte man trinken? TEXT SANDRA EGLI

Wie viel sollte man durchschnittlich pro Tag trinken? Johanna Jenny: Eine allgemein gültige Antwort ist darauf nicht möglich, denn je nach Wetter oder körperlicher Belastung (Arbeit oder Sport) kann das sehr unterschiedlich sein. Unter «Normalbedingungen» verliert der Mensch circa 2,5 Liter Was­ ser pro Tag. Diese Flüssigkeit sollte man ersetzen. Den gröss­ ten Teil nehmen wir als Ge­ tränke zu uns: Unter «Normal­ bedingungen» sind dafür 1,3 bis 1,5 Liter pro Tag für gesunde Menschen ein guter Richtwert. Gibt es Risikogruppen, bei denen erhöhte Gefahr für Flüssigkeitsmangel besteht? Vor allem bei älteren Menschen kommt es häufig vor, dass diese zu wenig trinken. Was sich meis­

tens auf das abnehmende Durst­ gefühl im Alter zurückführen lässt.

Konzentrationsfähigkeit der Niere. Dadurch kann der Urin hell wirken, obwohl ein Flüssig­ keitsmangel besteht.

Woran erkennt man einen Flüssigkeitsmangel? Die Symptome sind vielfältig. Sie reichen von Mundtrocken­ heit, Schwäche und Verstopfung über Schwindel, Verwirrtheits­ zustände bis hin zu Kreislauf­ und Nierenversagen. Bei einem vermuteten Flüssigkeitsmangel kann ein Trink­ und Ernährungs­ protokoll Hinweise liefern.

Welche langfristigen Folgen kann die zu geringe Zufuhr mit sich bringen? Zu den langfristigen Folgen gehören beispielsweise Leistungs­ minderung, Einschränkung der Nierenfunktion, erhöhte Sturz­ neigung oder veränderte Medika­ mentenwirkung – um nur einige zu nennen.

Stimmt es, dass sich bei zu wenig Flüssigkeit der Urin dunkler färbt? Der Urin wird bei Flüssigkeits­ mangel konzentrierter und dadurch dunkler. Allerdings ver­ hindern bestimmte Krankheiten und manche Medikamente die

Genügt es, wenn bei Mangelerscheinungen wieder mehr getrunken wird? Bei grundsätzlich gesunden Men­ schen reicht es in vielen Fällen, wenn genügend getrunken wird. Gelegentlich kann auch eine Therapie notwendig sein. •

JOHANNA JENNY Oberärztin Spital Wattwil

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Der Occasionstest ist Bestandteil der neuen Dienstleistung, bei welcher der TCS den Verkauf von Gebrauchtwagen Ăźbernimmt

70 touring | April 2020


CLUB

TCS macht den Autoverkauf sorgenund mühelos →

April 2020 | touring

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Transparente Dokumentation Der TCS übernimmt die Erstellung einer lückenlosen Verkaufs­ dokumentation und publiziert diese auf verschiedenen Auto­ Handelsplattformen

Marktpreis ermitteln Dank der professionellen Prüfung kann ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für Verkäufer sowie Käufer garantiert werden

72 touring | April 2020


CLUB

Einen Gebrauchtwagen zu verkaufen, ist mit viel Aufwand verbunden. Diesen nimmt Ihnen der TCS als neutraler Vermittler und Experte jetzt ab und schafft eine Win-win-Situation für Verkäufer und Käufer. TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

I

n der Schweiz werden jährlich über 600 000 Occasionsfahrzeuge auf Handelsplattformen wie Autoscout24 verkauft. Was viele nicht wissen: Der grösste Teil davon stammt von professionellen Anbietern. Dies veranlasste den TCS, eine neue Dienstleistung ins Leben zu rufen, bei welcher der Club den Verkauf eines Occasionsfahrzeugs zwischen Privaten vereinfacht und hierbei die Rolle des neutralen Vermittlers übernimmt. Ein willkommener Nebeneffekt ist der bessere Preis, welche beide Parteien beim Handel zwischen Privaten erzielen.

Zum Vorteil des Verkäufers wie des Käufers Einen guten Preis auszuhandeln, ist das eine. Die Arbeit, ein Fahrzeug zu verkaufen, das andere. Mit dem TCS Autoverkauf übernehmen die Profis des TCS diesen Aufwand. Zunächst durchläuft das Auto den TCS Occasionstest, bei dem es umfassend vom Motor und Getriebe über die Aufhängung und die Bremsen bis zu den Rädern und der Bordelektrik geprüft wird. Aufgrund dessen wird der Marktpreis ermittelt und eine transparente wie attraktive Verkaufsdokumentation mit Fotos erstellt. Diese wird im Internet im Namen des TCS auf verschiedenen Auto-Handelsplattformen publiziert. Schliesslich vermittelt der TCS dem Verkäufer ausschliesslich ernsthafte Kaufinteressenten.

Weil bei dieser neuen Dienstleistung der Kunde und nicht das Fahrzeug im Fokus steht, können ein faires PreisLeistungs-Verhältnis garantiert und die Interessen der Verkäufer wie Käufer gewahrt werden. Der Verkäufer profitiert von der Expertise und dem guten Ruf des TCS und bezahlt die erbrachte Arbeit erst bei einem erfolgreichen Verkauf seines Fahrzeuges. Somit trägt er null Risiko. Ein Fahrzeug, das vom TCS geprüft wurde, ist seriös und vertrauensvoll – ein nicht zu vernachlässigender Vorteil beim Verkauf eines Gebrauchtwagens. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Fahrzeug ist, wie viele Kilometer es auf dem Zähler hat oder ob es gegen ein neues eingetauscht werden soll. Für den Käufer wiederum bedeutet es, dass es sich um ein seriöses, absolut transparentes Angebot handelt und der Zustand des Fahrzeugs tatsächlich den Angaben der Verkaufsdokumentation entspricht. Eine Winwin-Situation für alle Beteiligten.

Erfolgreicher Pilotbetrieb Die Dienstleistung wurde während zwölf Monaten im Pilotbetrieb in der Region Basel mit rund 140 Vermittlungsaufträgen erfolgreich getestet. Nun wird das Angebot in einer Basis- und einer Premiumvariante (siehe Kasten) auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Auch NichtTCS-Mitglieder können diese Leistung in Anspruch nehmen, wobei Mitglieder

von einem attraktiven Rabatt profitieren. Wer keine Zeit oder Lust hat oder einfach auf Nummer sicher gehen und die Expertise des grössten Mobilitätsclubs der Schweiz nutzen will, hat nun die wunderbare Möglichkeit, sein Fahrzeug sorgen- und mühelos zu verkaufen. ◆

TCS AUTOVERKAUF Die neue Dienstleistung wird ab sofort in zwei Varianten angeboten: Basis Begutachtung des Fahrzeuges inklusive Prüfbericht Ermittlung des Marktpreises Erstellung der Verkaufsdokumentation Professionelle Veröffentlichung Gültiger Kaufvertrag Vermittlung von ernsthaften Kaufinteressenten Sie können Ihr Auto bis zum Verkauf weiterverwenden Weitere Leistungen gegen Aufpreis wählbar Premium (zusätzlich zum Basispaket) Fahrzeugreinigung innen und aussen Annullation des Fahrzeugausweises Abgabe der Kontrollschilder Verhandlung mit Interessenten Fahrzeugübergabe an Käufer Geldüberweisung an Sie Parkplatz bis zum Verkauf des Fahrzeuges Infos und Terminvereinbarung: tcs.ch/autoverkauf

TCS-Vorteil Wird ein TCS-geprüfter Gebrauchtwagen im Namen des Clubs zum Verkauf angeboten, steigert das die Glaubwürdigkeit und wird als seriöses Angebot wahrgenommen

April 2020 | touring

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Informationen zum Coronavirus

Die Desinfektion der Hände ist eine der wichtigen Massnahmen gegen das Coronavirus

TEXT REDAKTION TOURING

M

it der Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz und weltweit gelangen täglich zahlreiche Anfragen von Mitgliedern mit TCS ETI Schutzbrief an den TCS. Wenn sich Mitglieder im Ausland in Schwierigkeiten befinden, insbesondere bei medizinischen Problemen, kümmern sich die TCSSpezialisten darum, Hilfe zu leisten und die Rückkehr in die Schweiz – unter den bestmöglichen Bedingungen – zu ermöglichen. Die Kriterien für die Deckungen aus der Reiserücktrittsversicherung für organisierte Reisen in der Schweiz und im Ausland sind in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt. Das gilt insbesondere für die Beurteilung von Reisen, die nach dem 30. Januar 2020 gebucht wurden – das heisst nach dem Datum, ab dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell vor einer möglichen Pandemie gewarnt hat.

Expliziter Ausschluss des Coronavirus im Deckungsnachweis bei neuen ETI-Verkäufen oder Änderungen in der Versicherungsdeckung: Im Sinne einer Präzisierung hat der TCS

wie andere Anbieter in der Branche beschlossen, das Coronavirus im Deckungsnachweis des ETISchutzbriefs explizit vom Versicherungsschutz auszuschliessen. Unnötige Risiken vermeiden: Generell ist es

zurzeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus und dessen Entwicklung empfehlenswert, unnötige Risiken zu vermeiden und in den nächsten Wochen auf die Buchung von Reisen zu verzichten. Webseite tcs.ch konsultieren: Die Website tcs.ch

wird regelmässig aktualisiert, so erhalten TCSMitglieder schnell und ohne Verzögerung zuverlässige Informationen. Bei einer Reiseannullierung: Im Schadenfall

An dieser Stelle ist es dem TCS wichtig, bestimmte Regeln im Zusammenhang mit dieser Pandemie zu präzisieren:

Reiseveranstalter sind die erste Adresse bei Stornierungen: Der TCS weist Betroffene darauf hin, dass sie sich im Falle eines Stornierungsantrags in erster Linie an den Reiseveranstalter wenden sollen. Sollte dies nicht möglich sein, müssen die Transport- und Unterkunftsanbieter kontaktiert werden, um eine kostenlose Stornierung oder sogar eine Rückerstattung zu beantragen. Erst danach kann der TCS ETI Schutzbrief je nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen und den gegebenen Umständen die restlichen Stornierungskosten ganz oder teilweise abdecken.

bittet Sie der TCS, diesen schriftlich, am besten mit dem entsprechenden Schadenformular (tcs.ch) und den dort aufgeführten notwendigen Beilagen beim TCS einzureichen. Aufgrund der Umstände ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen. Wie bei allen anderen Auskunftsdiensten und Notrufzentralen herrscht auch beim TCS zurzeit eine Ausnahmesituation. Der TCS setzt alles daran, für seine Mitglieder in Not erreichbar zu sein und ihnen rasch Hilfe zu leisten. Der TCS bittet Sie um Verständnis, wenn die Wartezeiten länger sind als normal, und ist Ihnen dankbar, wenn Sie die Notrufnummer nur in Notfällen benützen, damit sich der TCS den Mitgliedern in Not widmen kann. • April 2020 | touring

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Dieses Sparpotenzial vervielfacht sich sogar noch, wenn man Inhaber einer der beiden TCS-Kreditkarten ist. Die kostenlose TCS Member Mastercard sowie die TCS Travel Mastercard Gold bieten nebst ihren Funktionen als Zahlungsmittel und Mitgliederausweis auch exklusive TCS Benefits, unter anderem beim Tanken bei BP und Tamoil, beim Laden von

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Weiter kann man mit den TCS-Kreditkarten im wahrsten Sinne des Wortes günstiger abheben: Mit Etihad konnte der TCS eine der renommiertesten Fluggesellschaften für sich gewinnen. Für Inhaber der TCS Member Mastercard bedeutet das fünf Prozent Rabatt bei der Buchung über die EtihadWebsite. Wer eine TCS Travel Mastercard Gold besitzt, fliegt sogar sieben Prozent günstiger. Der Rabatt gilt für sämtliche Klassen, von Economy über Business bis zur First Class.

April 2020 | touring

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CLUB Sorglosigkeit im Internet kann schnell zu grossen Unannehmlichkeiten führen. Hilfe bietet der TCS Internet-Schutzbrief

Cybercrime: Nicht mit mir! Internetkriminalität ist ein ernstzunehmendes Thema. Wer sich aber online mit der nötigen Vorsicht bewegt und Fehler vermeidet, kann viel zur eigenen, digitalen Sicherheit beitragen. TEXT DOMINIC GRAF

Der TCS möchte aktiv mithelfen, diese Gefahren und Risiken zu bekämpfen. Deshalb ist der Club Mitglied der Swiss Internet Security Alliance (SISA). In Zusammenarbeit mit den SISA-Mitgliedern, wie etwa die Kriminalprävention Schweiz, informiert der TCS seine Mitglieder auf seiner Website laufend über aktuelle Gefährdungen und gibt wertvolle Tipps, wie man sich und seine Daten schützen kann. Einige dieser 78 touring | April 2020

Ratschläge werden im Folgenden erläutert.

Passwörter Sie sind der Schlüssel zu unseren Daten. Dementsprechend sorgfältig sollte damit umgegangen werden, und das beginnt bereits beim Erstellen: Ein starkes Passwort ist mindestens zwölf Zeichen lang und besteht aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Da man es keinesfalls aufschreiben soll, sollte eines gewählt werden, das man sich merken kann. Zum Beispiel ein Satz wie «Dieses P@ssw0rt vergesse 1ch nie!!». Wer sich damit schwertut, kann sein Passwort auch singen. Man nimmt die erste Zeile aus dem Lieblingslied und «passwortifiziert» es: Aus «I schänke dir mis Härz, meh han i nid!» wird «1sdmH,mh1n!». Für jedes Konto – E-Mail, Onlinebanking, Amazon, Facebook usw. – sollte ein anderes Passwort verwendet werden. Ist es

einmal geknackt, werden Hacker als Erstes versuchen, das Passwort auf alle anderen Konten anzuwenden.

Technische Massnahmen Um unrechtmässige Zugriffe auf die Daten, die Ausbreitung von Würmern oder andere Sicherheitslücken zu verhindern, sind Software-Updates wichtig. Die meisten Anbieter, wie Apple oder Microsoft, updaten ihre Systeme automatisch, manchmal wird eine Bestätigung verlangt. Wer sichergehen will, kann die Version des Programms in seinem Menü einsehen und sie mit der Versionsangabe auf der offiziellen Webseite des Programmanbieters vergleichen. Zusätzlich kann eine Firewall ein- und ausgehende Verbindungen überwachen und dadurch Computersysteme schützen. Zusammen mit einer stetig aktualisierten Antiviren-Software, kann die Gefahr von trojanischen Pferden, Viren

OKAPIA

T

äglich gibt es mehr als 350 000 neue Arten von Malware (Schadsoftware). Rund 60 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs ist Spam, und der illegale Handel mit gestohlenen Daten generiert jährlich einen geschätzten Umsatz von 160 Milliarden US-Dollar. Dies sind nur einige Zahlen, die zeigen, in welchem Masse Kriminelle das Internet für ihre Machenschaften missbrauchen. Umso vorsichtiger sollten sich User im Netz bewegen.


DER TCS-EXPERTE oder Würmern minimiert werden. Für den Fall, dass es trotzdem zu einem Da­ tenverlust kommt – das kann auch nur durch einen Defekt des Geräts passie­ ren –, sollten regelmässig Datensiche­ rungen (Back­ups) auf einer externen Festplatte durchgeführt werden.

E-Mails

Nebst der nervigen Werbung, werden andererseits gefährliche Viren, Trojaner oder Phishing­Mails verschickt, durch welche Kriminelle mittels gefälschter Websites an Daten oder gar Geld gelan­ gen wollen. Eine gesunde Portion Miss­ trauen schadet daher nicht. Besonders Nachrichten von unbekannten Adressen sollten kritisch beäugt und Anhänge oder Links in verdächtigen Mails auf kei­ nen Fall geöffnet werden. Hier kann es helfen, die Maus über den Link zu be­ wegen und die angezeigte Webadresse (URL) zu kontrollieren, um herauszu­ finden, wo der Link wirklich hinführt. Wichtig zu wissen ist zudem, dass ver­ trauenswürdige Unternehmen niemals per E­Mail nach persönlichen Angaben fragen würden. • Weitere Infos und Tipps finden Sie unter tcs.ch (Ratgeber), skppsc.ch oder ibarry.ch.

LEISTUNGEN TCS INTERNET-SCHUTZBRIEF Schützen Sie sich vor den Folgen von Cyberkriminalität. Ein Anruf genügt, und der TCS hilft. ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪

Fachmännische Beratung Übernahme von Anwalts- und Gerichtskosten bis 300 000 Fr. pro Fall Vertretung Ihrer Interessen vor Gericht Löschung von persönlichkeitsverletzenden Inhalten Wiederherstellung von persönlichen Daten Psychologische Unterstützung bei Cybermobbing Echtzeit-Identitäts-Monitoring Falls erforderlich: Entschädigung an Vermögenseinbussen von bis zu 5000 Fr.

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FAMILIE

Buch zerkaut statt gelesen

«

Wir haben aus der Bibliothek ein Buch ausgeliehen. Nun hat mein Kind dieses zerkaut. Muss ich das bezahlen?»

MAURITIUS IMAGES

Einerseits sind E­Mail­Adressen sehr beliebt, um (unerwünschte) Werbung zu verschicken. Das ist für den Nutzer ärgerlich, und das Löschen ist zeitinten­ siv. Um dem Absender nicht preiszu­ geben, dass die Adresse gültig ist und er dann erst recht weitere Spammails verschickt, sollte niemals auf so eine Nachricht geantwortet werden.

TEXT VERA BEUTLER

Leihen Sie sich ein Buch, dürfen Sie dieses nur so gebrauchen, wie es sich aus dem Zweck oder dem Vertrag ergibt. Das schliesst ein Verspeisen des Buches, ob das nun durch Sie oder Ihr Kind geschieht, aus. Meist legen die Bibliotheken in ihren Nutzungsbedingungen zudem ausdrücklich fest, dass die Nutzer für allfällige Schäden am ausgeliehenen Buch aufkommen oder die Ersatzbeschaffung finan­ zieren müssen. Die Bibliothek kann in den Nutzungsbedingun­ gen weiter regeln, dass Sie zusätz­ liche Bearbeitungsgebühren be­ rappen müssen.

rechtsgültig zustande gekommen. Sie müssen dabei unmittelbar nach Kenntnis der Ausleihe mit­ teilen, dass Sie mit diesem Leih­ vertrag nicht einverstanden sind. Sind Sie aber einverstanden, und Ihr urteilsfähiges Kind hat das Buch zerkaut, haftet das Kind selbst und muss die Rechnung – allenfalls später, wenn es über eigenes Geld verfügt – aus dem eigenen Sack bezahlen. Ausser natürlich, die Bibliothek hat sich abgesichert und die Haftung via die Nutzungsbedingungen auf die Person überwälzt, welche der Ausleihe zugestimmt hat, womit wiederum Sie zur Kasse gebeten werden dürften. •

Ihr minderjähriges Kind kann auch selbst ein Buch ausleihen: Es muss urteilsfähig sein, und Sie müssen der Ausleihe zugestimmt haben. Ein Kind ist dann urteils­ Vera Beutler ist fähig, wenn es sich über die Folgen Dr. iur. und Leiterin von «lex4you» seines Handelns im Klaren ist und sich entsprechend LEX4YOU verhalten kann, was bei einer Buch­ «lex4you» ist Ihre inter­ aktive Rechtsauskunfts­ ausleihe sehr früh plattform für den Alltag – der Fall sein dürfte. gut verständlich, aktuell Haben Sie jedoch und praktisch. der Ausleihe nicht Für rechtliche Anliegen steht zugestimmt, ist der Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch Vertrag gar nicht

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FORUM

touring Impressum Magazin des Touring Club Schweiz Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE) Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Aline Beaud Jérôme Lathion Juliane Lutz Dominic Graf Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Susanne Troxler (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 735 588 Totalauflage: 1 190 995 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitglieder­ nummer direkt an: TCS­Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheber­ rechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manu­ skripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00

Schreiben Sie uns ... In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck.

Ein treuer Begleiter bis mitten in die Wüste

Legendäre Zuverlässigkeit In den 60er-/70er-Jahren schien für uns junge Menschen der Generation «peace and love» alles möglich. Also beschloss ich, das Abenteuer mit dem Occasions-VW-Bus zu wagen, den ich 1966 gekauft hatte: die Durchquerung der Sahara. Ein Minimum an Vorbereitung wie ein Schutz unter dem Motor, eine zweite Batterie und einige Ersatzteile war das Maximum! Ich kannte ja die Zuverlässigkeit dieser Motoren. Die Überquerung der Meerenge nach Ceuta, Algier, über das Atlasgebirge und dann – für lange Zeit, keinen Asphalt mehr, nur noch Sand, der überall eindrang – nach Niamey, Ouagadougou, Accra, Abidjan, Bamako. Fast 20 000 Kilometer und vier Monate Abenteuer pur. Rückweg über die Strecke «Bidon 5». Man riet uns von dieser Fahrt Anfang Mai eindringlich ab, aber mit 20 Jahren ist man (eher) gedankenlos. Resultat: stetige Versandung und ein Benzinverbrauch von über 25 Litern pro 100 Kilometer! Aber es ist uns ge-

lungen, und unser lieber «Tagada» hatte keine grössere Panne. Das war vor 45 Jahren – und heute besitze ich immer noch einen VW-Bus. Jean­Claude Lambelet, Vevey

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

Leserbrief

Danke ETI! Wir möchten Ihnen herzlich für die Hilfe danken, die wir via TCS ETI Schutzbrief während des Unfalls meiner Frau erhalten haben, insbesondere all jenen, die sich dafür eingesetzt haben, dass alle in einem solchen Fall üblichen Verfahren erleichtert wurden. Wir schätzten besonders die Unterstützung während des Aufenthalts von P. A.* im Spital auf der Insel Mauritius, wo alles Administrative durch Ihr Personal erledigt wurde. Auch die Nachbereitung dieses Falles durch Ihre Mitarbeiter war ausgezeichnet. Sie erkundigten sich regelmässig telefonisch, um sich über den Gesundheitszustand der Verletzten, den Verlauf des Falles bis hin zu den Vorbereitungen für die Rückkehr in die Schweiz zu informieren. Schliesslich möchten wir Ihnen auch

persönlich für die Art und Weise danken, in der Sie das Finanzielle dieses Vorfalls unverzüglich und grosszügig weiterverfolgt und abgeschlossen haben.

Ich bin im Vergleich zum baufälligen Lieferwagen von Cienfuegos in einem luxuriösen Krankenwagen sicher nach Hause gekommen. Ich danke Ihnen allen, dass Sie meine Rückführung und die meiner Frau effizient organisiert haben. Ihre Mitarbeiterin M. L.* war perfekt: freundlich, verständnisvoll, effizient, initiativ, verfügbar und äusserst freundlich. * Name der Redaktion bekannt.

Kreisel fahren und Zeichen geben

Wir fahren seit Jahren regelmässig in die Gegend von Murten- und Neuenburgersee. Es ist uns nun aufgefallen, dass regelmässig vor uns fahrende Fahrzeuge mit Nummernschildern aus den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt bei der Einfahrt in die Kreisel den linken Blinker betätigen, was nur verwirrt. Zuletzt war auch ein Sattelschlepper mit dem orangen M mit von der Partie. Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel wird meist die Richtung dann nicht mehr angezeigt. Ich habe immer gedacht, dass die Verkehrsregelnverordnung (VRV) in der ganzen Schweiz gültig ist. J. Hiss @

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E­Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe er­ scheinen ebenfalls in der Onlineausgabe des «Touring» (touring.ch).

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FORUM Der Ford Anglia wird mit dem Kran hochgezogen, um auf die Fähre verladen zu werden

Der launenhafte Anglia Mein erstes Auto erstand ich 1962. Ich war von klein auf von der Maschinenbautechnik begeistert. So war es nicht erstaunlich, dass ich mir nach meiner vierjährigen Lehrzeit als Kleinmechaniker ein Auto anschaffen wollte. Ich wurde gerade 20 Jahre alt. Mein Onkel war Werkstattchef einer grossen Garage in Basel. Er kannte meinen Traum. Eines Tages offerierte er mir ein Occasion-Ford Anglia mit einem Ein-LiterMotor. Das war die Gelegenheit. Sofort begann ich mit dem Autofahrunterricht und bestand die Prüfung auf Anhieb. Das Auto aber hat mich oft herausgefordert. Wenn es regnete, tropfte es vom Armaturenbrett auf meinen rechten Fuss! Bei Bergfahrten kam das Kühlwasser zum Kochen. Im Herbst musste ich im Kühlkreislauf den Winterthermostat einbauen und im Frühjahr den Sommerthermostat! Auch die Karosserie benötigte ihre Pflege, denn Korrosionsschutz war noch kein grosses Thema. Nach meiner dreijährigen Weiterbildung in Maschinenbau in Burgdorf zog es mich zu einem Sprachaufenthalt nach London. Also in die Heimat meines treuen Anglias. Mein Anglia war ein treuer Begleiter in jungen Jahren. Ich wurde zu dieser Zeit auch TCS-Mitglied und bin es heute mit guten Gründen geblieben.

Mein Döschwo Mein erstes Auto, ein Döschwo, kaufte ich im März 1964 mit über 60 000 Kilometern für 800 Franken. Ich fuhr ihn drei Jahre und verkaufte ihn danach mit über 90 000 Kilometern für 500 Franken. Ich hatte in dieser Zeit nie eine Panne

und brauchte auch nie neue Pneu. So günstig fuhr ich seither nie mehr Auto. In den drei Jahren fuhr ich u. a. mehrmals über den Gotthard, damals durch die kurvenreiche Tremola. Das Bild entstand im Sommer 1964 am Brienzersee. Toni Waber

Liebe geht durch den Wagen Dass die Erinnerung der TCS-Mitglieder an ihr erstes Auto nicht so eingerostet ist wie das Gefährt wohl mittlerweile, zeigt unsere beliebte Serie. Panhard, der Vorreiter Ich muss sagen, ich spreche selten genug über diese Marke, sodass ich mir einen Beitrag zu Ihrer Serie erlaube. Ich bin fast immer Panhard gefahren, und zwar habe ich das Autofahren darauf gelernt und besitze immer noch einen Panhard. Meine älteste Tochter hat ebenfalls auf dem Panhard das Autofahren erlernt … Wenn ich mir die Entwicklung des Automobils ansehe, so kann ich die 1946 eingeführte Technologie, mit der Autos

schnell und wirtschaftlich fahren, nur bewundern: fünf bis sechs Sitze, sechs Liter auf 100 km/h, je nach Modell 130 bis 160 km/h mit einem Leergewicht zwischen 700 und 850 Kilogramm, angetrieben von einem kleinen Zwei-ZylinderFlachmotor von 850 cm3 und 60 PS in den neuesten Versionen! Ich könnte Geschichten schreiben, unterlasse das, empfehle aber wärmstens eine Testfahrt, um sich selber davon zu überzeugen! Jérôme Harmel

Rudolf Kiefer, Lupsingen

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Feines Dessert von der Feuerstelle

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Was gibt es Schöneres, als beim Zelten oder Picknicken das Essen über dem Feuer zuzubereiten? «Tourolino» hat eine Rezeptidee.

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TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION ANDREA PETER

REZEPT

Schoggibananen Zelten geht häufig mit dem Kochen einfacher und schnell zubereiteter Rezepte einher. Der Verzicht auf Desserts kommt dabei nicht infrage! So zauberst du eine Delikatesse: Schneide jede Bananenschale in der Längs­ richtung ein. Die Schokolade hackst du in kleine Stücke und schiebst sie unter die Bananenschale. Die gefüllten Bananen legst du so lange auf den Grillrost, bis die Schokolade geschmolzen ist. Fehlt ein Grillrost, wickelst du die Bananen in Alufolie und legst sie direkt auf die Glut. Variante: mit Caramel, Mini­Marsh­ mallows und gehackten Pekannüssen füllen. E Guete! Zutaten: eine Banane pro Person, braune oder schwarze Schokolade. Optional: Caramel, Mini­Marshmallows, gehackte Pekannüsse.

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PREIS

Welche Frage ist in Bezug aufs Zelten in der Wildnis falsch? • •

•

A. Das Notbiwak ist gestattet. B. Das Campieren in der Wildnis ist überall in der Schweiz erlaubt. C. Es ist generell verboten, in Naturreservaten zu zelten.

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Die Lösung des Wettbewerbs im «Touring» 3 lautet A.

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

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UNTERWEGS MIT

FABIO WIBMER

No Limits Mit 24 Jahren gehört der Österreicher bereits zu den Superstars der Bikeszene und erreicht mit seinen spektakulären Trialvideos ein Millionenpublikum. Was locker und lässig aussieht, ist jedoch mit harter, jahrelanger Arbeit verbunden.

TEXT DOMINIC GRAF | FOTO VALERIANO DI DOMENICO

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oppelter Rückwärtssalto, Sprünge aus einem Helikopter oder über 25 Treppenstufen: Fabio Wibmer macht mit seinem Bike Dinge, die mit einem Velo eigentlich unmöglich scheinen. Doch genau darum dreht sich dieser Extremsport, der Athletik und Körperbeherrschung mit Lifestyle und einer ordentlichen Portion Coolness verbindet. Beim Trial, was so viel wie Versuch oder Prüfung bedeutet, werden Hindernisse jeglicher Art auf eine möglichst ungewöhnliche Weise überwunden – vergleichbar mit dem urbanen Laufsport Parkour. «Ich schaue mir immer wieder Videos von Parkourläufern an und lasse mich inspirieren, wie ich das eine oder andere auf das Bike umfunktionieren könnte», sagt Fabio Wibmer. Damit die Tricks und Sprünge überhaupt machbar sind, ist das Trialbike besonders leicht und klein, ähnlich einem BMX, das durch die geringe Rahmenhöhe und den fehlenden oder nur angedeuteten Sitz maximale Bewegungsfreiheit bietet.

Youtube-Star Seine atemberaubenden Abfahrten, mal über Stock und Stein in den Bergen, mal über Beton und Mauern in der Stadt, hält Wibmer auf Video fest und stellt sie auf seinen eigenen Youtube-Kanal. Dort 86 touring | April 2020

dern entwickle sich über Jahre hinweg: «Was mit einem Salto in der Schnitzelgrube beginnt, wird irgendwann zum Backflip auf dem harten Boden und dann zum Double-Backflip», erklärt er den langwierigen Prozess.

Verantwortung erreicht er über vier Millionen Abonnenten, und seine fünf- bis zehnminütigen Clips wurden bereits über 570 Millionen Mal angeschaut. Damit zählt der gebürtige Osttiroler nicht nur zu den Superstars der Bikeszene, sondern zu den erfolgreichsten Youtubern überhaupt. Das Erfolgsgeheimnis hinter seinen Videos sieht Fabio Wibmer in der Kombination zwischen Sport und Unterhaltung: «Ich will nicht nur zeigen, wie ich einen Berg hinunterfahre, sondern meine Videos erzählen immer eine Geschichte. Dadurch erreiche ich auch Leute, die sonst nicht viel mit dem Biken zu tun haben.» Dazu bindet er Themen aus dem Alltag mit ein, zu denen die Zuschauer einen Bezug haben, und würzt diese auch gerne mit einer Prise Humor. Bis ein Clip aber im Kasten ist und veröffentlicht werden kann, vergeht viel Zeit. «Der Prozess von der Idee bis zur Vollendung kann bis zu eineinhalb Jahre dauern», sagt Wibmer. Hinter den Videos und den einzelnen Tricks stecke sehr viel Arbeit, vor allem geistige und kreative. «Der grösste Teil der Vorbereitung geschieht im Kopf. Bevor ich einen Trick ausprobiere, gehe ich ihn mindestens tausend Mal vor dem geistigen Auge durch.» Ein neuer Trick entstehe auch nicht von heute auf morgen, son-

Trotz der akribischen Vorbereitung sind Stürze unvermeidbar. Mit diesem Risiko kann Fabio Wibmer umgehen. Zu seiner Verantwortung gegenüber seinen Fans, die ihn nachahmen wollen, sagt er: «Einerseits weise ich in Making-ofVideos auf die Gefahren hin. Andererseits bewegen sich meine Tricks auf einem Niveau, das ein Laie gar nicht nachahmen kann.» Auf die Frage, ob er nicht langsam an seine Grenzen stösst, tippt Fabio Wibmer mit dem Finger an die Stirn: «Es geht bei meinem Sport nicht um immer höher, weiter, schneller, sondern um Ideen und Vorstellungskraft. Mein Limit ist meine Kreativität.» Und diese sei noch lange nicht ausgeschöpft, an neuen Ideen mangle es ihm nicht. ◆

«Bevor ich einen neuen Trick ausprobiere, gehe ich ihn mindestens tausend Mal vor meinem geistigen Auge durch.» Fabio Wibmer Biketrialprofi

Kein Hindernis zu schwer Biketrial sei wie Parkour, nur auf dem Velo, meint Wibmer Fabio Wibmer tritt in der Velosendung «Urban Bike Festival DIGITAL» live auf: Samstag, 28. März, 16–20 Uhr, und Sonntag, 29. März, 9–13 Uhr, auf urbanbikefestival.ch.


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Alle SMS kosten 1.50 Fr. Die Teilnahme ist auch per Post möglich, schicken Sie die jeweilige Lösung an TCS, Verlag Touring, Postfach, 3024 Bern.

90 touring | April 2020

Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und Liechtenstein, ausgenom­ men sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der «Touring»­Wettbewerbe «Spiele & gewinne» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Publireportage: Mit über 70 fit am Steuer bleiben

AUCH MIT 70PLUS SICHER AM STEUER Im zunehmend dichten Strassenverkehr sicher unterwegs zu sein, ist eine Herausforderung. Mit 70plus zählt man zu den Experten und ist Routinier am Steuer. Das wird jetzt auch gesetzlich honoriert: Der periodische ArztCheck für Fahrzeuglenkende ist seit 2019 erst ab 75 Jahren fällig. Zuvor lag diese Schwelle bei 70 Jahren. Wie Sie Ihre Kompetenzen im Strassenverkehr erhalten und weiter ausbauen, lesen Sie hier oder auf der Website der Präventionskampagne Routinier 70plus, www.routinier70plus.ch

Live trainieren am Messestand Besuchen Sie uns an einer Messe – das Live-Training macht Freude und fördert Ihre Sicherheit auf der Strasse. Am Stand können Sie interaktiv Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Wissen rund um den Strassenverkehr testen. Eine Runde im Fahrsimulator ist besonders gut fürs Überprüfen von Wahrnehmung und Reaktion. Probieren Sie es bei einem Besuch an einer Messe in Ihrer Nähe aus. Die Messedaten erfahren Sie auf www.routinier70plus.ch oder unter Telefon 031 328 31 33.

sicherheits-Check. Das alles macht Spass und lohnt sich gleichzeitig. Denn wer gerne mit den Enkelkindern oder mit Freunden Ausflüge unternimmt oder einfach gern und oft mit dem Auto unterwegs ist, trägt eine grosse Verantwortung. Diese gilt es ernst zu nehmen. Sicheres Autofahren basiert auf lebenslangem Lernen und Weiterbilden. Sie können viel für Ihre Fahrfitness tun Im dichten Verkehr sind Wahrnehmung und Reaktion sehr wichtig. Allgemein herrscht heute weniger Rücksichtnahme untereinander und der Verkehr wird immer hektischer. Hier zahlen sich wache Sinne aus, um rechtzeitig zu reagieren. Studien zeigen, dass sich die Sehkraft ab 30 Jahren und das Gedächtnis ab 50 Jahren verändert. Es ist also normal, mit zunehmendem Alter eine Brille zu tragen, und mit einfachen Hilfsmitteln wie Kreuzworträtsel, Sudoku und anderen Übungen bleibt man geistig fit. Trainieren Sie mit Routinier 70plus Die Präventionskampagne Routinier 70plus bietet Ihnen kostenlos spannende und unterhaltsame Übungen mit Aha-Effekt. Sie finden alle Angebote im Internet unter www.routinier70plus.ch. Weiteres Infomaterial können Sie kostenlos mit dem Talon bestellen. Die Ziele von Routinier 70plus Die Kampagne unterstützt die Generation 70plus bei der sicheren Mobilität, ob mit dem Auto, auf dem E-Bike oder mit dem ÖV. Pro-

fitieren Sie von den kostenlosen Angeboten im Internet. Haben Sie Fragen zum Thema «Sicher fahren mit 70plus»? Dann schreiben Sie uns an info@routinier70plus.ch oder rufen Sie uns an unter 031 328 31 33. Alle Infos auf: www.routinier70plus.ch

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Autofahren zählt zu den beliebtesten Mobilitätsformen, wenn es darum geht, selbstständig unterwegs zu sein. Dass das Alter für die medizinische Kontrolluntersuchung für Fahrzeuglenkende um fünf Jahre nach oben verschoben wurde, ist deshalb erfreulich. Denn die Generation 70plus verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Strassenverkehr. Diese Kompetenz ist es wert, erhalten und erweitert zu werden. Am besten funktioniert das mit einfachen Übungen, die das Theoriewissen auffrischen, mit Aufgaben, die das Gehirn trainieren, oder mit dem Fahr-

Bitte senden Sie mir kostenlos zusätzliches Informationsmaterial: ____ Ex. Fahrsicherheits-Check (Art.-Nr. 100D) ____ Ex. Routinier 70plus-Broschüre (Art.-Nr. 300D) Bestelltalon ausschneiden und einsenden an: GEWA Kampagne Routinier 70plus Alpenstrasse 58 3052 Zollikofen

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