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Touring 03 / 2020 deutsch

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MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

UNTERWEGS MIT BÄREN Ein Zootiertransport

#3 | MÄRZ 2020 | FR. 4.50

5000 Runden am

n für Freikarte der glie TCS-Mit

Salon AUF MEEREN UND FLÜSSEN Spannende Schiffsgeschichten


Hier spielt das Leben Der neue Golf Noch intelligenter und noch vernetzter: Der neue Golf setzt digitale Massstäbe. Intelligente Features wie Voice Control, Innovision Cockpit oder IQ.Light machen jede Fahrt zum Komforterlebnis und sind so einfach zu bedienen wie ein Smartphone. Für alle, die oft unterwegs sind und überall vernetzt sein wollen. Mehr Informationen zum neuen Golf finden Sie auf www.volkswagen.ch oder bei Ihrem Volkswagen Partner.


INHALT

Tierische Reisen durch Europa

32

Der Corsa bleibt ein echter Opel

44 Am Autosalon kann nun auch gefahren werden

26

EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Salon Spezial Ein Genfer Salon zwischen Zukunft und modernem Auto

18 Die Zukunft des Autos

it einem seltsamen Gefühl nähern wir uns der 90. Auflage des Autosalons, ganz im Lichte der nun gebräuchlichen Bezeichnung Geneva International Motor Show, der GIMS. Ein trendy Akronym, das ahnen lässt, dass einen nicht mehr die ewige Zurschaustellung glänzender Karosserien erwartet, sondern die Automobilbranche einen Wandel ohnegleichen durchlebt und dies auch demonstrieren möchte. Die GIMSOrganisatoren haben sich also eine futuristische, digital geprägte Auflage für uns ausgedacht. Wohl liegt der Fokus immer noch auf dem Auto, doch Genf profiliert sich auch zu einer Denkfabrik für die Mobilität von morgen und schlägt mit seiner Teststrecke für Autos mit Alternativantrieben zugleich einen pragmatischen Weg ein. Und obgleich diese Auflage nicht von Abgängen verschont bleibt, kündigen die anwesenden Hersteller überzeugende Weltpremieren an. Frischer Wind wird auch aus Fernost mit zahlreichen noch unbekannten Marken wehen.

20 Chance oder Risiko?

M

Marc-Olivier Herren Stv. Chefredaktor

Der Ausblick von Marktforscher Bertrand Rakoto Was mit den alten Akkus von E-Fahrzeugen passiert

22 Angesagter Meeresmüll Recycling ist bei den Herstellern im Trend und verkauft sich gut

Mobilität 32 Wenn Bären reisen Wie Tiere von einem Zoo in einen anderen gelangen

38 Auto-Flatrate Für wen sich ein Autoabo lohnt und für wen nicht

41 Laden beim Fahren So weit ist die Technik beim induktiven Laden schon

28 Neuer Auftritt Wo Sie den TCS in den PalexpoHallen antreffen

Die Stars des Salons

12 COVER CREDITS: GIMS Discovery, 3D-Rendering Dorier Group

März 2020 | touring

3


Hurtigruten & Polarlichter

TONI

Die schönste Seereise der Welt zum scharf kalkulierten Frühbuchpreis!

Einmaliger Frühbuchpreis dank tiefem Euro, sofort zuschlagen

Hurtigruten: Hurtigruten: Sie gilt als die schönste Seereise der Welt, die Fahrt auf dem Postschiff der Hurtigruten (schnelle Route) entlang der norwegischen Traumküste. Bereits das erste Hurtigruten Schiff war Postdampfer, Frachter und Passagierschiff zu gleich. Das hat sich bis heute nicht geändert. Eines dieser legendären Schiffe wird während dieser Reise für 12 Tagen Ihr Zuhause. Sie gleiten über 2000 Seemeilen der sich ständig verändernden Küstenlandschaft Norwegens entlang, halten zweimal in 33 Häfen, von denen 22 nördlich des Polarkreises liegen. Neben der Unterhaltung an Bord erwarten Sie in den meisten der angelaufenen Häfen tolle Ausflugsmöglichkeiten (Ausflüge sind alle fakultativ und an Bord buchund bezahlbar).

Norwegische See

!

An Bord einer der beiden stolzen Schwesternschiffe MS Trollfjord oder der frisch renovierten MS Finnmarken lässt sich die norwegische Traumküste entspannt und komfortabel entdecken!

Leistungen Leistungen -- Alles Alles schon schon dabei! dabei!

Kirkenes Tromsø Harstad/Vesterålen

(Zürich-Bergen-Zürich / jeweils via Amsterdam bei Reise 1: Rückflug mit Air France via Paris) ✓ Sämtliche Flugnebengebühren wie

Bodø

Taxen, Steuern & Kerosinzuschlag (Im Wert von Euro 86.-/Stand: 2/2020) ✓ Transfers Flughafen-Hurtigruten

Kristiansund Trondheim Ålesund Molde

Leistungen - Alles schon dabei!

Terminal-Flughafen

✓ Interessante Stadtführung in Bergen

Bergen

Nordkap

küste wird als schönste Seereise der Welt bezeichnet. Während 12 Tagen gleiten wir von Höhepunkt zu Höhepunkt – erst 1000 Seemeilen nordwärts bis nach Kirkenes an der russischen Grenze und dann wieder 1000 Seemeilen südwärts bis nach Bergen. Wenn sich

2. Tag: Heute halten wir unter anderem in Alesund, der Stadt des Jugendstils und in Molde, der Stadt der Rosen. 3. Tag: In Trondheim können Sie heute den Nidarosdom, das grösste sakrale Bauwerk Skandinaviens, bewundern. Am Nachmittag fahren wir durch den schmalen Stokksund. 4. Tag: Früh am Morgen Überquerung des Polarkreises. Durch bildschöne Schärenlandschaften kommen wir nach Bodö und erreichen am Abend die grossartigen Insellandschaften der Lofoten. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

5. Tag: Heutiger Höhepunkt ist Tromsö, die Hauptstadt der Arktis. Wie wäre es mit einem Ausflug auf den Spuren arktischer Jäger und Entdecker? 6. Tag: Von Honningsvag können Sie einen tollen Ausflug zum sagenumwobenen Nordkap, dem „Ende der Welt“, unternehmen. 7. Tag: Heute erreichen wir mit Kirkenes den Wendepunkt der Hurtigruten – hier an der Grenze zu Russland sind wir östlicher als Istanbul oder St. Petersburg. 8. Tag: Mitten in der Nacht docken wir in Mehamn an, wo Sie zum Beispiel einen unvergesslichen Trip mit dem Schneemobil unternehmen können. In Hammerfest erinnert die Meridiansäule an die erste exakte Vermessung der Erdkugel. 9. Tag: Von Harstadt aus können Sie heute die atemberaubenden Vesteralen erkunden. Die Weiterfahrt führt uns später durch den fan-

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

✓ 12-tägige Hurtigruten-Fahrt BergenKirkenes-Bergen mit der MS Trollfjord oder MS Finnmarken inkl. 11 Übernachtungen und Vollpension (2 Bettkabine innen) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

mit etwas Glück am Himmel das Polarlicht entfacht, sitzen Sie in der ersten Reihe!

1. Tag: Flug ab Zürich via Amsterdam nach Bergen. Kurze Stadtführung in der wohl schönsten Stadt Norwegens. Abends checken wir auf unser Hurtigruten Schiff ein.

REISEHIT 117

✓ Linienflüge Linienflüge mit KLM

Eine unvergessliche Winter-Reise der Superlative! Die Reise mit dem legendären Postdampferschiff entlang der norwegischen Traum-

Ihr Reiseprogramm:

Fr. 1989.-

Leistungen - Alles schon dabei!

Nordkap/Honningsvåg Hammerfest Mehamn Lofoten

12 Reisetage ab nur

Ihre Postdampferschiffe – MS Finnmarken und MS Trollfjord

tastischen Raftsund zum majestätischen Trollfjord. 10. Tag: Wir überqueren heute den Polarkreis in südlicher Richtung und sehen fantastische Gebirgslandschaften – unter anderem den Berg Torghatten mit dem Loch in der Mitte und die berühmte Gebirgskette „7 Schwestern“. 11. Tag: Mit Kristiansund halten wir heute in der Hauptstadt des getrockneten Kabeljaus. Buchen Sie später einen Ausflug zur atemberaubenden Atlantikstrasse. 12. Tag: Bevor wir unsere Hurtigruten Schifffahrt heute beenden, erwarten uns noch faszinierende Seemeilen mit dem malerischen Nordfjord oder die Mündung des mächtigen Sognefjords. Schliesslich erreichen wir wieder Bergen, von wo aus wir die Heimreise antreten. Ankunft in Zürich am Abend.

Tel. 0848 00 77 88

www.car-tours.ch

während der ganzen Reise

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise 1: 22. November - 3. Dezember 2020 (MS Trollfjord) Unser Sonderpreis für Sie: Reise 2: 28. November - 9. Dezember 2020 Reisehit 159 a: 23. - 30. April 2019 (MS Finnmarken) Weiteres Datum im schönen Herbst:

Unser Frühbuchpreis* für Sie: Reisehit 159 b: 1. - 8. Oktober 2019 PreisUnser pro Person in der Doppelkabine Innen Sonderpreis für Sie:

Fr. 1989.-

* Frühbuchpreis gültig solange Vorrat

Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Kabinenzuschläge Hurtigruten: 2 Bett Kabine aussen (teilweise eingeschränkte Sicht): Fr. 399.2 Bett Kabine aussen Superior: Fr. 959.Einzelkabine Innen: Fr. 869.Höhere Einzelkabinen – Zuschläge auf Anfrage


INHALT

55

72

Geräumig: Renault Captur

Kurs auf die Südsee

Blick hinter die Kulissen des TCS Contact Centers

87 Auf Kreuzfahrt mit Kleinkindern

Meine Club-Vorteile 79 TCS Reisen: vielseitiges Spanien 95 Softcarwash: nachhaltig sauber 105 Neues aus dem Touring Shop 106 Drei grosse Gewinnchancen

66

Technik 44 Agiler Kleinwagen Ausgewogen, nüchtern und praktisch: der Opel Corsa

48 Öffentliches Ladenetz

Club

Rubriken

80 Leben nach dem TCS Was mit ausrangierten Einsatzfahrzeugen des TCS geschieht

85 Pannen mit Elektroautos

Die Schweiz verfügt über ein dichtes Ladestationennetz

Die häufigsten Pannengründe für einen TCS-Einsatz im Winter

59 Formschöner Aluflitzer

92 Unfall im hohen Norden

Das E-Bike Orbea Gain F10 setzt auf Sportlichkeit

Ein Mitglied erzählt, wie ihm der TCS in Schweden geholfen hat

63

Der TCS-Experte Neues Reifenlabel

64 97 97 99 102

Gesundheit Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit …

Freizeit 66 Mit Baby auf hoher See Entsprechend geplant, gelingt eine Kreuzfahrt mit Kleinkindern

72 Frachtschiff der Träume Die «Aranui 5» bringt Passagiere und Waren zu den Marquesas

75 Boom bei Flussreisen Wie umweltfreundlich sind Flusskreuzfahrten?

Touring Nr. 4

Der letzte Weg eines TCS-Autos

80

Im nächsten «Touring»: So geht Camping heute, Unternehmen stellen auf E-Autos um, der Nissan Juke im grossen TCS-Test und mit dem Zug durch Ecuador Erscheinungsdatum: 26.3.2020

März 2020 | touring

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Die vielfältige Sardinien-Rundreise!

!

TONI 8 Reisetage ab nur

Fr. 1199.REISEHIT 176

Sardiniens Hauptstadt Cagliari

Porto Torres Grotta die Nettuno

Castelsardo

Alghero Sardinien Bosa Orgosolo

Tharros Mittelmeer Cagliari Fantastische Costa Smeralda

Grosse Sardinien-Rundreise

Einmal um die Insel - Zwischen Hirtenleben & Luxusjachten Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise nach Genua Fahrt im komfortablen Extrabus nach Genua, wo am Abend unsere Fähre Richtung Sardinien ablegt. Übernachtung an Bord. 2. Tag – Porto Cervo, Costa Smeralda Frühmorgens legt unser Schiff in Porto Torres an. Entlang der Küste erreichen wir Castelsardo, ein wunderschönes Örtchen, das spektakulär über dem Meer thront. Weiter geht es an die weltbekannte Costa Smeralda - atemberaubende Felsformationen, zuckerweisse Traumstrände und ein Hauch von Luxus in den Küstenorten werden Sie begeistern. 2 Übernachtungen in Orosei. 3. Tag – Ein Besuch bei den Hirten im wildromantischen Herz der Insel Heute verbringen wir schöne Stunden im landschaftlich wunderbaren Herz der Insel. Inmitten der herrlichen Bergidylle sind wir zum Mittagessen bei den Hirten eingeladen.

Wir geniessen traditionell sardische Köstlichkeiten mit Wasser und Wein.. 4. Tag – Übers Gennargentu-Gebirge nach Cagliari Heute bezaubert uns das Gennargentu-Gebirge mit seinen grünen Gipfeln und einem der tiefsten Canyons Europas. Mit atemberaubenden Inselausblicken fahren wir zurück auf Meereshöhe in den Raum Cagliari. 5. Tag – Cagliari & Tharros Heute morgen zeigen wir Ihnen Sardiniens Hauptstadt bei einer kurzen Stadtführung – ein spannender Einblick in die tausend jährige Geschichte von Invasoren und verschiedenen Kulturen! Auf der Halbinsel Sinis sehen wir später die beeindruckenden Ausgrabungsstädten der Hafenstadt Tharros (Eintritt fakultativ). 2 Übernachtungen in Alghero. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Costa Smeralda

Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus ✓ Fährüberfahrt Genua-Porto Torres inkl. Übernachtung in 2-Bettkabinen Innen & Frühstück Orosei ✓ Fährüberfahrt Porto Torres-Genua inkl. Gola diGorropu Übernachtung in 2-Bettkabinen Innen Tortoli & Frühstück ✓ 5 Übernachtungen in 4-Sterne Hotels Tyrrhenisches Meer auf Sardinien Muravera ✓ 5 x Frühstück in den Hotels ✓ 5 x Nachtessen in den Hotels ✓ Typisch sardisches Hirtenmittagessen inkl. Wein & Wasser im Gebirge ✓ Stadtführung in Cagliari & Alghero ✓ Malvasia-Wein Degustation in Bosa Leistungen Leistungen - Alles- Alles schonschon dabei!dabei! ✓ Schöne Bootsfahrt entlang der Küste zur Neptunsgrotte ✓ Eintritt Grotta di Nettuno (nur bei ruhiger See) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

6. Tag – Bosa & der Malvasia Entlang der zauberhaften Westküste fahren wir nach Bosa, eines der schönsten Dörfer Italiens. Wir sind zu Gast in einer typischen Osteria und lassen es uns bei typisch sardischen Malvasia gut gehen. 7. Tag – Alghero & Schifffahrt zur Neptunsgrotte Beim heutigen Rundgang in Alghero fühlen wir uns in die spanische Vorherrschaft zurückversetzt. Am Nachmittag laden wir Sie zu einer tollen Schifffahrt entlang der Küste ein. Bei ruhiger See wird die weltberühmte Grotta di Nettuno angefahren. Am Abend Einschiffung auf die Fähre nach Genua. Übernachtung an Bord. 8. Tag – Heimreise Am Morgen erreichen wir wieder Genua, von wo aus wir die Heimreise antreten.

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren - Tel. 0848 00 77 88 - www.car-tours.ch

Weitere tolle Rundreisen aus unserem Angebot:

Wählen Sie Ihr Reisedatum Reise a:

18. - 25. April 2020

Reise b:

10. - 17. Mai 2020

Reise c:

20. - 27. September 2020

Reise d:

4. - 11. Oktober 2020

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

in 4-Sterne-Hotels Fr. 1199.Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag (Hotels): Fr. 280.Saisonzuschlag Abreisen Mai & Sept.: Fr. 70.Kabinenzuschläge Fähre - Doppelkabine aussen Fr. 70.- Einzelkabine innen: Fr. 100.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Bellinzona, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich

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Apulien – im Land der Trulli

Fantastisches Kroatien

Grosse Griechenland Rundreise

Grosse Spanien Rundreise

8 Reisetage ab Fr. 1099.3. - 10.6. & 19. - 26.10.2020

8 Reisetage ab Fr. 1099.Daten im April, Mai, Sept. & Okt.

10 Reisetage ab Fr. 1599.13. - 22.5. & 28.9. - 7.10.2020

10 Reisetage ab Fr. 1999.20. - 29.5.2020


CLUB AKTUELL

Rekordjahr für TCS-Fahrtrainings

Elektromobilität Obwohl auf gutem Weg fordert der TCS mehr Investitionen in die Ladeinfrastruktur

Elektroautos nehmen Fahrt auf: Der TCS begrüsst den Trend 2019 wurden in der Schweiz 13 200 Elektro-PW neu in Verkehr gesetzt – ein Anstieg von über 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

E

nde 2019 waren 28 716 batterieelektrische Personenwagen (BEV) und 98 399 Hybrid-Fahrzeuge in der Schweiz immatrikuliert. Bei über 4,6 Millionen PW beläuft sich ihr Anteil auf bescheidene 2,7 Prozent. Jedoch zeigt ein Blick auf die Neuzulassungen von 2019, dass Stromer und Hybride klar auf dem Vormarsch sind: Mit 13 197 Immatrikulationen hat sich der Bestand an BEV in der Schweiz innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Im Vergleich zu 2018 wurden 143,9 Prozent mehr reine Stromer und über 70 Prozent mehr Hybride (26 376) in Verkehr gesetzt, während Benziner nur leicht gestiegen (+1,9%) und Die-

tcs-esports-league.ch

Gemeinsam an den Autosalon Genf

TCS lanciert Pincamp.ch FOTOS ENERGIE 360, TCS, ZVG

Beliebt Die Fahrkurse des TCS tragen zur besseren Verkehrssicherheit bei

Am 9. März 2020 startet die TCS eSports League bereits in ihre vierte Saison. Erneut messen sich die besten zehn Teams aus der Schweiz im gewaltfreien Autoball-Game Rocket League. Die Ligamatches können live und mit Kommentar verfolgt werden.

Somit waren 2019 über 12 Prozent aller in der Schweiz neu zugelassenen Personenwagen entweder ein BEV (4,2%) oder ein Hybrid (8,4%). Das Ziel der Roadmap 2022 des Bundes, den Anteil der neu zugelassenen Elektro- bzw. Hybrid-PW auf 15 Prozent zu steigern, ist schon heute in greifbarer Nähe. Als Mitunterzeichner der Roadmap zeigt sich der TCS erfreut über die Entwicklung, und der Club wird seine Engagements im Bereich der Elektromobilität (Heimladestationen, eCharge-App, eMobility Days, u. v. m.) weiter ausbauen.

tungen sorgen Experten des ADAC mit jährlich rund 5500 Inspektionen von Campingplätzen für objektive, vertrauenswürdige und nachvollziehbare Informationen und Antworten.

tcs.ch/fahrkurse

TCS eSports League: Start in die 4. Saison

selfahrzeuge erneut deutlich zurückgegangen sind (–11,9%).

ÜBER 9000 CAMPINGPLÄTZE

PiNCAMP ist der brandneue digitale Campingführer des TCS in Zusammenarbeit mit dem ADAC. Auf der Plattform lassen sich über 9000 Campingplätze in 8000 Reisezielen in ganz Europa vergleichen, reservieren und teilweise gleich online buchen. Nebst bereits 36 000 hilfreichen Nutzerbewer-

2019 führte TCS Training & Events in seinen sechs Fahrsicherheitszentren und den drei WinterfahrtrainingsStandorten insgesamt 5152 Kurse und Events mit 85 773 Teilnehmern durch. Noch nie wurden so viele Personen im sicheren Umgang mit ihren Motorrädern, Personenwagen und Nutzfahrzeugen weitergebildet wie letztes Jahr.

Der neue Guide im Campingplatz­ dschungel

Überlegen Sie noch, wie Sie an den Genfer Autosalon kommen? Wie wäre es mit einer Fahrgemeinschaft? Auf der Carsharing-Plattform Ride2Go können Sie Fahrtangebote und -gesuche inserieren und suchen. Das ist gut für die Umwelt und sorgt für kurzweilige Fahrten. tcs.ch/ride2go

März 2020 | touring

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Fahrverbot aktiviert In Genf wurde zum ersten Mal in der Schweiz der Zugang zur Innenstadt wegen zu hoher Feinstaubbelastung beschränkt – noch hängig ist ein Rekurs gegen die Massnahme. Nur knapp eine Woche, nachdem die neue Regelung für emissionsstarke Fahrzeuge im Kanton Genf in Kraft trat, ist sie am 23. Januar auch schon ein erstes Mal angewendet worden. Aufgrund von vorhergesagten zu hohen Feinstaubbelastungen wurde der Zugang zur Innenstadt für einzelne Fahrzeuge beschränkt. Ob die Feinstaubbelastung wirklich zu hoch war, ist umstritten, denn in Genf gelten diesbezüglich strengere Grenzwerte als im Rest der Schweiz oder in der EU. Per 15. Januar wurde in Genf ein Vignettensystem eingeführt. Wer zwischen 6 und 22 Uhr mit dem Auto in die Innenstadt will, muss sich, je nach Fahrzeug eine andere Umweltplakette «Stick’Air» für fünf Franken kaufen und an der Windschutzscheibe anbringen. Je nach

Luftbelastung dürfen dann nur noch gewisse Autos in der Innenstadt verkehren. Wer schon eine französische «Crit’Air»Vignette besitzt, muss die Genfer Vignette nicht auch noch kaufen.

Vorläufig keine Bussen Die Genfer Sektion des TCS sowie diejenige des Nutzfahrzeugverbands Astag haben gegen die Massnahme Rekurs eingelegt, weil nur der Bund über die Kompetenz verfüge, Umweltplaketten einzuführen. Die Verfassungskammer des Genfer Kantonsgerichts hat kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes entschieden, dass mit aufschiebender Wirkung keine Bussen (bis zu 500 Franken) ausgestellt werden dürfen, bis das Gericht über den Rekurs befunden hat. Bevor das Urteil nicht gefällt ist, verkauft der TCS deshalb keine «Stick’Air»-Vignetten.

«Stick’Air» Fahrzeug­ triage in Genf bei Smog­Alarm

15 Jahre Google Maps Am 8. Februar 2005 ging’s los. Die Macher von Google begannen – auch dank Übernahmen von Schweizer Firmen –, die Welt in digitalen Karten zu vermessen. Allerdings machte erst das iPhone den gigantischen Siegeszug von Google Maps möglich, die mehr als eine Milliarde Menschen nutzen. Das erste AppleHandy, das 2008 auf den Markt kam, hatte den Kartendienst bereits vorinstalliert, der somit immer und überall einsehbar war. Zum Geburtstag wartet 8 touring | März 2020

Google Maps nun mit fünf neuen Funktionen auf. Neben dem Entdecken-Tab – Informationen zu Orten (Restaurants, Sehenswürdigkeiten usw.) in der nächsten Umgebung des Nutzers – ist für Schweizer vor allem der Pendeln-Tab interessant. Wer die tägliche Strecke zur Arbeit eingibt, erhält Echtzeitinformationen zu Bahn, Tram oder Bus. Möglich macht dies die Open-Data-Plattform «öV Schweiz», die von den SBB im Auftrag des BAV betrieben wird.

DIE ZAHL

9280 Škoda Octavia wurden in der Schweiz 2019 laut Statistik von Auto-Schweiz immatrikuliert. Damit ist der Octavia der meistverkaufte Personenwagen des Landes. Gefolgt von VW Tiguan (7018), VW Golf (6596) und Tesla Model 3 (5028). Nur je ein Mal verkauft wurden unter anderen die Supersportler Maserati Stradale, Ferrari Testarossa oder McLaren MP4.

DAS BILD

Reise ins Rüebliland Meister Lampe – Pardon, Jeannot Lapin ging ins Netz. Die Stiftung Wildtiere Aargau hat mit der Wildhut Freiburg und der Hochschule Genf im freiburgischen Seeland Feldhasen einfangen, um sie im bestandschwachen Aargau wieder anzusiedeln. Jeannot Lapin, wie Meister Lampe in der Romandie genannt wird, dürfte sich im Rüebliland wohlfühlen und bilingue könnte er ja auch sein.

DAS WORT

Mardi Gras (engl.: Fat Tuesday) ist die französische Bezeichnung für den Fasnachtsdienstag und markiert das Ende der «Semaine des sept jours gras» (Woche der sieben fetten Tage), bevor die Fastenzeit beginnt. Wohl am verrücktesten wird in New Orleans gefeiert – mit einem quirligen Mix aus Jazz, Voodoo- und Indianerritualen.


NEWS

Amag ist schon 75

Genf wird weiblicher

Im Januar 1945 wurde die Amag gegründet und ist seither ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Schweizer Automobilsektors. Seit den Anfängen als Importeur der britischen Marke Standard, des VW Käfers und der Montage amerikanischer Autos hat Amag heute einen kolossalen Marktanteil von 29,4 Prozent.

Die Hälfte der 500 Schilder in Genf zeigen nunmehr mit weiblichen Piktogrammen Fussgängerstreifen an, und zwar mit insgesamt sechs Sujets, darunter eine Schwangere, eine Seniorin und ein Frauenpaar. Zweck dieser Aktion, welche die Genfer Steuerzahler 56 000 Franken kostet, ist die Bebilderung der Geschlechterparität.

FOTOS EMANUEL FREUDIGER, KEYSTONE, TCS, ISTOCK

In Sion lädt sich’s gut Ein Ladesäulenranking des E-Auto-Aboanbieters Juicar lässt die Grossstädte alt aussehen. Genf etwa belegt gerade mal Platz 11 und Zürich Platz 16. Der Überraschungssieger ist Sion: 43 Ladepunkte für 35 000 Einwohner. Im Kantonsvergleich bieten Zürich und Genf nur 0,27 Ladesäulen pro 1000 Einwohner, das Tessin aber 1,74, Appenzell Innerrhoden 1,55 und Graubünden 1,21.

Wohnmobile boomen Die Verkäufe von Wohnmobilen in der Schweiz sind seit 2014 um 76,6 Prozent (2019 14,1 Prozent) gestiegen und werden wohl weiter steigen.

Die Kantonshauptstadt des Wallis lässt in Sachen Ladeinfrastruktur grosse Städte wie Zürich oder Genf weit hinter sich

Fussgängerinnen jetzt auch auf Strassenschildern

Nachhaltiger reisen Eine Umfrage des Schweizer Reise-Verbands (SRV) unter den grössten Reiseveranstaltern ergab, dass 2020 ein gutes Geschäftsjahr zu werden verspricht. Zu den Lieblingsferienzielen gehören wie 2019 Spanien, Zypern, USA, Ägypten und Griechenland. Spürbar wird die Klimadebatte in der leicht steigenden Nachfrage nach Zugreisen und nach Hotels mit ökologischen Standards. März 2020 | touring

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TCS E-MOBILITY DAYS GIMS verpasst? Kein Problem: An den TCS eMobility Days haben Sie die Möglichkeit, ­einen Tag lang die neusten elektrischen Autos, Bikes und Scooter kostenlos Probe zu fahren. Der Event findet dieses Jahr elfmal an verschiedenen Standorten in der Schweiz statt. Jetzt anmelden unter tcs.ch/edays

10  touring  |  März 2020


SALON SPEZIAL

Die Zukunft des Automobils entdecken und erfahren Die 90. Ausgabe der Geneva International Motor Show (GIMS) findet vom 5. bis 15. März statt. Die Besucher können einerseits alternative Autos selbst testen, andererseits werden sie von zahlreichen Neuheiten in Atem gehalten. Unsere Auswahl. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | 3D-RENDERING DORIER GROUP

März 2020 | touring

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Entfesselte Vorstellung

MODULARER TRUMPF Der Zürcher Veredler Rinspeed verfolgt seine visionäre Studien von Zukunftsautos weiter, indem er seiner Familie von modularen Fahrzeugen ein Mitglied hinzufügt. Das Konzept «MetroSnap» setzt sich aus zwei verschiedenen trennbaren Teilen zusammen: einem Fahrgestell mit der Antriebsgruppe und einem Mehrzweckaufbau. Letzterer ist absetzbar und kann sowohl als PassagierShuttle, als Transportelement für Waren oder als Verkaufsstand dienen. Pfiffig.

EXOTISCHER TOUCH Am Salon wird die definitive Version des Supercars Vega EVX vorgestellt, der von einem jungen Unternehmen aus Sri-Lanka entwickelt wurde. Seine ikonenhafte Karosserie aus Kohlefaser verbirgt zwei Elektromotoren mit einer Leistung von total 804 PS. Genug, um in 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu stürmen. Dass die Batterien 55 kWh nicht übersteigen, lässt eine Reichweite von rund 300 Kilometern vermuten. Ein vielversprechender Versuch für eine junge Firma.

12 touring | März 2020

MCLAREN ELVA Er ist die Sportlichkeit in Reinkultur. Als Barchetta der Neuzeit ist der McLaren Elva frontscheibenlos, aber ein neuartiges Windleitsystem schützt die Insassen vor den Elementen. Das ist von Vorteil, da der V8Biturbo mit 815 PS diesen extremen Roadster in 6,7 Sekunden auf 200 km/h katapultiert. Das Chassis ist selbstverständlich aus Kohlefaser. Als neues Mitglied der Familie Ultimate Series ist der Elva auf 399 Exemplare limitiert. Für rund 1,6 Millionen Franken pro Stück …


SALON SPEZIAL

FERRARI ROMA Zeitlose Eleganz und Raffinesse charakterisieren dieses Coupé, das Benutzerfreundlichkeit vor purer Fahrleistungen stellt. Sein V8-Biturbo mit 3,9 Litern überträgt nicht weniger als 620 PS auf die Hinterräder. Er ist an ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe angeflanscht. Das Gewicht dieses GT ist beschränkt (weniger als 1500 kg). Und die Fahrleistungen bleiben ganz Ferrari: 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h.

Eine sehr heisse Show TOYOTA GR YARIS Wegen der CO2-Beschränkung geben manche Marken ihre muskulösen Kleinwagen auf – nicht so Toyota mit dem rassigen Dreitürer Yaris GR. Die 261 PS seines 1,6-Liter-Dreizylinderturbos treiben ihn in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Aber vor allem wird diese eindrückliche Kavallerie von einem permanenten Allradantrieb mit zwei optionalen Differenzialen mit beschränktem Schlupf gezähmt. Zudem erfolgt die Kraftübertragung durch ein manuelles Sechsganggetriebe. Hallo Fahrspass!

PORSCHE 718 GTS 4.0 MERCEDES-AMG GLE 63 Bei den SUV wird die Sportlichkeit von den sehr trendigen Coupéversionen verkörpert. Das ist beim Modell GLE 63 der Fall, dessen Design gut zum dynamikorientierten Fahrverhalten passt. Ein 48-VoltMildhybridsystem mit einem Startergenerator sorgt für die Beschränkung des Verbrauchs dieses Allradlers mit gediegenem Charakter. AMG stellt auch die zweite Generation des hauseigenen Kompakt-SUV GLA 45 vor.

Rückkehr zu selig machenden Ursprüngen für Porsche Boxster und Cayman, welche den Sechszylinder aus ihren GT4Namensvettern erben. Der Boxer mit 400 PS ist mit einem manuellen Sechsganggetriebe verbunden. Und weil das maximale Drehmoment bei 7800 U/min angekündigt wird, verspricht dies Einiges: 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden und 293 km/h Höchstgeschwindigkeit. Aber andererseits wird der Star von Porsche am Salon der 911 Turbo S sein.

März 2020 | touring

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AUDI A3 Der kompakte Audi ist schon in seiner vierten Generation. Nicht überraschend teilt er sich die Plattform mit dem VW Golf und wird daher auch in Hybridversionen präsentiert. Der neue A3 wird noch agiler und dynamischer. Das wird bei der als grosse Premiere enthüllten Version Sportback noch vermehrt der Fall sein. Ganz in der Tradition von Audi verfügt er über Allradantrieb. Das Ganze wird verschärft durch ein adaptives Fahrwerk, das auf Vielseitigkeit ausgerichtet ist.

Kompakte in Hülle und Fülle VW GOLF Die achte Auflage des unersetzbaren Volkswagen Golf, die als Schweizer Premiere ausgestellt wird, zieht alle Register. Das eindrückliche Motorenangebot schliesst insbesondere 48-Volt-Mildhybride und Plug-in-Hybride ein. Genf hat Anspruch auf die Vorstellung der Modelle GTD, GTE (Plug-in) und des mythischen GTI. Diese verschiedenen Versionen sowie der Kombi kommen im Lauf des Jahres nach und nach auf den Markt.

SEAT LEON Die Stütze der Palette von Seat, der kompakte Leon, wurde in Spanien entworfen, um sich von seiner aus der VW-Gruppe stammenden Plattform abzuheben. Die Limousine erreicht 4,37 Meter (+9 cm) und der Kombi 4,64 Meter. Die hochentwickelte Technik beinhaltet einen adaptiven Abstandsregler. Die breite Motorenpalette umfasst Hybrid- und Erdgasversionen. Abgeschlossen wird die Leon-Familie durch eine CupraHochleistungsversion mit einem Plug-in-Hybridantrieb.

14 touring | März 2020


SALON SPEZIAL

TOYOTA YARIS Der knackige, in Frankreich produzierten Kleinwagen Toyota Yaris nimmt trotz einer beinahe unveränderten Länge beim Radstand um fünf Zentimeter zu, was an Bord für mehr Platz sorgt. Die Vorzeigemotorisierung ist ein 1,5-Liter-Dreizylinder, der an einen Elektromotor mit einer Gesamtleistung von 116 PS gekoppelt ist. Als sparsam angekündigt, gibt er sich mit 3,7 l/100 km zufrieden. Der Yaris beruft sich darauf, der sicherste Kleinwagen der Welt zu sein, und verfügt über einen «Stop and go»-ACC-Regler.

HYUNDAI I20

VW CADDY

Zurück in Genf bietet die koreanische Marke mehrere Neuheiten an, wobei der Kleinwagen i20 die bedeutendste ist. Sein völlig neues Styling wird durch einen Kühlergrill mit starken Winkeln unterstrichen. Die Instrumente werden digital mit zwei grossen ZehnzollBildschirmen. Hyundai stellt auch eine überarbeitete Version des kompakten i30 vor. Zu den Stars gehört auch die dritte Auflage des Miniwagens i10, dessen Verkauf im Sommer startet.

Volkswagen bleibt den Freizeitautos treu und enthüllt als Weltpremiere die fünfte Generation des Caddy. Die zivile Version erhält einen etwas verlängerten Radstand, während die Dachlinie leicht absinkend ist. Das neue Design wird durch eine innovative Lichtsignatur unterstrichen. Dieses von Familien und Freizeitliebhabern geschätzte Fahrzeug verfügt auch über ein grosses Panoramadach und neue Assistenten. Die Version Cargo ist in zwei Radständen verfügbar.

HONDA JAZZ E:HEV Der Honda-Kleinwagen wird von nun an auf dem europäischen Markt nur noch in der Hybridversion e:HEV verfügbar sein. Die Antriebsgruppe besteht aus einem 1,5-Liter-Benzinmotor sowie zwei Elektromotoren und gibt eine Gesamtleistung von 109 PS ab. Honda kündigt einen Gesamtverbrauch (WLTP) von 4,5 l/100 km bei 102 g CO2/ km an. Assistenten wie ein adaptiver Abstandsregler und ein Spurhaltesystem werden serienmässig geliefert.

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POLESTAR 2 In Abwesenheit von Volvo kann Polestar, die Elektromarke der Gruppe, glänzen. Die Heckklappenlimousine Polestar 2 wird ihr Debüt auf mehreren europäischen Märkten haben, während die Schweiz später beliefert wird. Der Allradler wird von einem 408-PS-Motor angetrieben, verbunden mit einer Batterie von 78 kWh. Der Polestar 2 überzeugt mit Nachhaltigkeit. Der Stoff der Sitze besteht aus rezyklierten PETFlaschen, und die Basis der Teppiche sind alte Fischernetze.

Elektrisierend MAZDA MX-30

BMW 330E

Zu seinem 100-Jahr-Jubiläum wird der japanische Hersteller sein erstes E-Fahrzeug auf den Markt bringen. Der MX-30 übernimmt die Abmessungen des CX-30. Das kompakte SUVCoupé mit gegenläufig öffnenden Türen beschränkt sich – im Gegensatz zur Konkurrenz – auf die von der 35-kWh-Batterie gebotene Reichweite von 200 Kilometern. Die Leistung beträgt 140 PS. Als Anspielung auf die Zeit, in der Mazda Korkzapfen herstellte, findet man auf der Mittelkonsole Kork.

Die Bayern verfolgen die Elektrifizierung ihrer Palette im Eilzugstempo. Jetzt ist die Zeit der 3er-Reihe gekommen, um Plug-in-Hybridmotorisierungen zu erhalten. Limousine und Kombi mit Allradantrieb werden im Sommer in der Schweiz verfügbar sein. Die Gesamtleistung von 252 PS kann, bei starker Beanspruchung, kurz auf 292 PS geboostet werden. Aber das Ziel bleibt vor allem das elektrische Fahren. BMW nennt eine Reichweite zwischen 55 und 68 Kilometern.

LEXUS UX 300E Der elektrische Einstieg von Lexus kommt dem kompakten Crossover UX 300e zu, der das Design seines Alter Ego mit Verbrennungsmotor übernimmt. Mit dem Unterschied, dass der Einbau der Batterien dazu beiträgt, den Schwerpunkt abzusenken. Dieses Modell verfügt über einen Elektromotor mit 204 PS und eine Lithium-IonenBatterie mit 54 kWh, die an 50-kW-Stationen nachgeladen werden kann. Lexus gibt eine Reichweite von 400 Kilometern an (NEFZ-Zyklus).

RENAULT TWINGO Z.E. Hauptsächlich für den Stadteinsatz bestimmt, teilt der erste elektrische Twingo die Plattform seines Cousins Smart. Die aus dem Renault Zoe stammende Antriebsgruppe entwickelt 82 PS. Sie wird gespiesen von einer Lithium-Ionen-Batterie von 21 kWh, welche den Kofferraum nicht beschränkt. Das Ladesystem ist für Anschlüsse bis 22 kW ausgelegt. Die Reichweite wird mit 165 Kilometern angegeben. Das genügt bei einem Auto für den Agglomerationsverkehr.

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SALON SPEZIAL

AIWAYS U5 Genf wird die Lancierung der chinesischen Marke Aiways – gegründet 2017 – auf dem europäischen Markt erleben. Die Besucher können die definitive Version des elektrischen SUV U5 entdecken, welcher letztes Jahr in seiner chinesischen Version vorgestellt wurde. Die Glücklichsten haben die Chance, dieses Auto im Rahmen der GIMS Discovery Probe zu fahren. Die Übrigen können sich mit dem Bewundern des Concept-Cars U6ion trösten.

Automobile Vielfalt ŠKODA OCTAVIA Die Kombiversion hat an Stattlichkeit gewonnen. Um 2,2 Zentimeter verlängert, bietet sie einen riesigen Kofferraum von 640 Litern (+30 l). Parallel kommt dem Octavia eine aufgewertete Raumaufteilung und eine hochentwickelte Ausrüstung zugute. Nämlich Headup-Display, Dreizonenklimatisierung und Matrixscheinwerfer. Vorgestellt wird die dynamische RS-Version in Form eines Plug-in-Hybrids mit 245 PS mit einer elektrischen Reichweite von 55 Kilometern.

MERCEDES E-KLASSE

KIA SORENTO

Das typische Langstreckenauto offeriert sich ein Restyling und nebenbei eine Menge neuartiger Assistenten. Dank Echtzeitinformationen sieht der adaptive Tempomat Staus voraus und verringert die Geschwindigkeit. Ausserdem vertritt der Autobahnstauassistent den Fahrer, indem er bis etwa 60 km/h den Markierungen folgt. Und schliesslich hindert der Totwinkelassistent mit Ausfahrtwarnung den Fahrer am Öffnen der Tür, wenn ein anderes Fahrzeug naht.

Seit seiner Lancierung 2002 in drei Millionen Einheiten gebaut, hat dieser SUV beachtlich zum Image der Marke beigetragen. Die vierte Generation dieses Autos mit globaler Bestimmung zeigt ein prahlerisches Design mit starken Kanten. Wie die meisten seiner Artgenossen wird der Kia Sorento IV als Hybridversion verfügbar sein. Der vollständig überarbeitete, geräumige Innenraum weist einen grossen Touchscreen auf, und die Getriebebedienung erfolgt über einen Drehsteller.

Praktisches zum Autosalon Der 90. internationale Autosalon Genf – umbenannt in Geneva International Motor Show (GIMS) – öffnet vom 5. bis 15. März seine Tore. In den Palexpo-Hallen 1 bis 6 werden mehr als 900 Autos ausgestellt, darunter mehr als 150 Europa- und Weltpremieren. Die Halle 7 ist für die exklusive Präsentation der alternativen Mobilität reserviert: GIMS Discovery.

Öffnungszeiten: Unter der Woche ist die GIMS von 10 bis 20 Uhr fürs Publikum geöffnet; am Wochenende von 9 bis 19 Uhr. Anreise mit dem Auto: Im Umkreis von 5 Kilometern befinden sich mehrere Parkplätze mit kostenlosen Shuttles zum Salon. Das Parkieren ist kostenpflichtig (25 Franken pro Tag und Auto). Anreise mit dem Zug: Der Bahnhof Genf Flughafen ist 3 Minuten von der Palexpo-Halle 7 entfernt. Die SBB bieten günstige Kombitickets an: sbb.ch/gims.

Eintritt – Erwachsene: 16 Franken; Kinder (6–16 Jahre) und AHV-Bezüger: 9 Franken; Gruppen ab 20 Personen: 11 Franken/ Person (via Internet und App). Für vor Ort verkaufte Tickets wird ein Zuschlag von 5 Franken erhoben. Ab 16 Uhr wird an der Kasse eine Ermässigung von 50 Prozent gewährt. Der Onlineticketverkauf ist bereits eröffnet.

Anreise mit den Genfer Verkehrsmitteln (TPG): Mit dem Kombiticket von Unireso offeriert die GIMS eine Tageskarte im Gebiet des regionalen Unireso «Tout Genève zone 10», unireso.com.

Andere Verkaufsstellen: Die Tickets können auch bei ticketmaster.ch und fnac.ch (oder in Fnac-Filialen) gekauft werden.

Informationen: Details und aktuelle Nachrichten finden sich auf den Websites gims.swiss, tcs.ch und touring.ch. März 2020 | touring

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Das Automobil am Scheideweg Das Auto erlebt einen noch nie dagewesenen Wandel. Bleibt abzuwarten, inwieweit die Veränderungen umgesetzt werden, die im Gange sind. Ein aktueller Ausblick mit dem unabhängigen Marktforscher Bertrand Rakoto. INTERVIEW MARC-OLIVIER HERREN

Bertrand Rakoto: In den letzten zehn Jahren hat die Automobilindustrie mehr als 40 Milliarden Franken in die neue Mobilität investiert, sprich in Elektrifizierung, vernetzte Autos, autonomes Fahren, Carsharing usw. Immerhin tendiert dieser frenetische Wunsch, das Auto verändern zu wollen, gegenwärtig dazu, sich abzuschwächen, und die Hersteller gehen etwas auf Distanz. Sie überlegen sachlicher, bis zu welchem Zeitpunkt die verschiedenen Technologien vermarktet werden sollen. Es ist eine gewisse Dynamik entstanden, doch man merkt, dass das Auto nicht einfach eine neue Annehmlichkeit wird. In Europa befinden wir uns noch immer in einer Phase des Wachstums und der Veränderung des Automobils, die insbesondere vom Steuersystem in Ländern wie Deutschland und Frankreich vorangetrieben wird. Letztendlich hat der Autofahrer immer noch das Bedürfnis, ein eigenes Auto zu besitzen, auch wenn Carsharing an Boden gewinnt. Was hat in diesem Kontext für die europäischen Autobauer oberste Priorität?

Die Einführung der flottenspezifischen Emissionsnorm, die für die Hersteller über die Bereitstellung von Elektrofahrzeugen führt. Auch wenn die Nachfrage momentan schwach ist, müssen sie in der Lage sein, diese anzubieten. Die Veränderung wird durch eine höhere Besteuerung von Verbrennungsmotoren sowie durch Zuschüsse beim Kauf von Elektromodellen gefördert. Beide Effekte werden den Preisunterschied zwischen den Motortypen etwas verringern. Das Problem ist, dass damit die Anschaffungskosten für Autos stei18 touring | März 2020

gen, mit dem Risiko, dass sie für die Haushalte nicht mehr erschwinglich sind. Es braucht hier eine sinnvolle, auf die Kaufkraft abgestimmte Politik. Eine Gleichung, die nur sehr schwer zu lösen ist, da die Erschwinglichkeit von Mobilität weiter wegrückt. Machen denn wiederaufladbare Hybridautos im Moment mehr Sinn?

Europa ist der Markt, auf dem sie die grösste Bedeutung haben. Die Fahrzeuge sind in verkehrsberuhigten Zonen zugelassen. Sie erfüllen sowohl das Bedürfnis nach erweiterter Mobilität als auch die Emissionsnormen. Das Problem liegt im Kaufpreis, da die Herstellung teuer ist. In dieser Hinsicht wird viel von Mild-Hybrid-Fahrzeugen erwartet. Die viel weniger kostspielige 48-Volt-Technologie wirkt sich positiv auf den CO2-Ausstoss aus, und die Fahrzeuge sind preislich und gewichtsmässig wenig benachteiligt. Das andere vorherrschende Thema ist das autonome Fahren. Wo stehen wir aktuell?

Das wird künftig das Feld der Automobilzulieferer sein, die ihre eigenen Fahrzeuge auf den Markt bringen. Diese werden jedoch eher Teil von städtischen Verkehrssystemen sein, die zur vernetzten Mobilität gehören. Die Autonomiestufe 5, also Fahrzeuge ohne Lenkrad, ist nicht für Otto Normalverbraucher gedacht. Zunächst werden Robotaxis und autonome Minishuttlebusse auftauchen. Dies dürfte bis 2030 der Fall sein, da in erster Linie die Produktionskosten gesenkt werden müssen und die Städte parallel dazu an Zonen arbeiten, die solchen Fahrzeugen vorbehalten sind. Denn schliesslich besteht das grosse Problem im Fahren in einer gemischten Umgebung. Derzeit sind herkömmliche Fahrzeuge dafür noch nicht ausreichend vernetzt.

FOTOS ISTOCK, ZVG

Die Autobauer erforschen uner­ müdlich verschiedene Formen neuer Mobilität. Wird das traditionelle Auto auf die Randspur gedrängt?


SALON SPEZIAL

Genau: Wie sehen die Perspektiven für ein eigenes autonomes Auto aus?

Wie wollen die Hersteller die gewal­ tigen Investitionen amortisieren?

Es wird eher das Aufkommen von Autos der Stufe 4 zu beobachten sein, die sich in separaten Fahrspuren, etwa in abgegrenzten städtischen Zonen und auf der Autobahn, autonom fortbe­ wegen können. Die Hersteller müssen sich jedoch noch gedulden, da sie über keine standardisierten Verbraucher­ technologien verfügen. Dies hängt nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern von dessen technologischem Umfeld. So ist der Ausbau des 5G­Netzes erfor­ derlich, damit Fahrzeuge in Echtzeit kommunizieren können. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sämtliche Autos miteinander vernetzt sind. Dafür sind ungefähr 25 Jahre vonnöten, was die Vermarktung von autonomen Fahr­ zeugen der Stufe 4 für jedermann bis zum Jahr 2040 hinausschiebt.

Der Anfang liegt in einer Diversifika­ tion auf internationaler Ebene. Es ist zu beobachten, dass sich zahlreiche Her­ steller etwas von Europa abwenden, wo es schwieriger ist, grosse Margen zu erzielen. Die Rentabilität hängt von der Präsenz in zukunftsträchtigen Märkten wie China oder Südamerika ab. Ein Hersteller darf sich auf keinen Fall auf Europa konzentrieren, ohne sich jedoch davon abzuwenden. General Motors hat sich zurückgezogen, und asiatische Autohersteller wollen nicht unbedingt auf diesem Markt weiter­ wachsen. Sie begnügen sich damit, ihr lokales Produktsortiment anzupassen, ohne spezielle Modelle für Europa zu entwickeln. Im gleichen Sinne begüns­ tigen andere Marken wie Ford Autos mit internationaler Ausrichtung.

Ein in weiter Ferne liegendes Datum.

Und welche Haltung nehmen europäische Hersteller ein?

In der Zwischenzeit werden im Laufe dieses Jahrzehnts wahrscheinlich Fahr­ zeuge der Stufe 3 auf den Markt kom­ men. Da insbesondere in Europa jedoch ein rechtlicher Rahmen fehlt, werden sie viele Hersteller unter dem Label der Stufe 2 verkaufen. Wird mit der forcierten Elektrifizie­ rung nicht der Vorteil der euro­ päischen Hersteller bei den Verbren­ nungsmotoren zunichte gemacht?

Eigentlich haben sie gute Karten, denn in unseren Breitengraden ist die Art der Elektrifizierung anders als zum Bei­ spiel in China. Doch klar, mit der Be­ feuerung der Elektrifizierung wird ein grosser Vorsprung der Europäer in Be­ zug auf Verbrennungsmotoren zunichte gemacht. Wir stehen in einer Phase der Überstürzung, in der Hersteller und po­ litische Kräfte kaum aufeinander hören. Einerseits haben die Politiker die Be­ steuerung von Fahrzeugen abrupt ge­ ändert, ohne den Herstellern genügend Zeit zu geben, um zu reagieren und ihre Ausgaben zu amortisieren. Umge­ kehrt hat das Dieselgate der Volks­ wagen­Gruppe politische Zweifel gesät. Heute stehen wir vor einem Verlust des gegenseitigen Vertrauens. So sehr, dass die Gesetzgebung dazu neigt, die Tech­ nologie zu forcieren. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass diese nur in ihrem eigenen Tempo voranschreitet. Zu krasse Veränderungen können zu finanziellen Engpässen führen.

«Heute stehen wir vor einem Verlust des gegenseitigen Vertrauens» Bertrand Rakoto, ts

Sie haben starkes Interesse daran, ihre Position auf diesem Markt, in dem sie stark sind, zu bewahren. Sie streben aber auch ein globales Fundament an, wie bei der Fusion zwischen FCA und PSA, um nicht nur auf Europa zu setzen, wo die Margen immer weiter sinken werden. Langfristig gesehen geht es da­ her bei der von den Regierungen einge­ schlagenen dirigistischen Politik ein wenig um alles oder nichts. Wie werden sich die zuweilen dem Volkszorn ausgesetzten Gelände­ wagen in diesem turbulenten Kontext entwickeln?

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Nachfrage nach SUV klar da ist. Zudem haben sie aufgrund ihrer Grösse den Vorteil, dass sie leichter zu hybridisie­ ren sind. Es können grössere Batterien montiert werden. Abgesehen davon kann man nicht immer Gesetze gegen eine Nachfrage von Konsumenten er­ lassen, die Ästhetik, Sicherheitsgefühl und Komfort der SUV schätzt. Es wird umso schwieriger sein, diese natürliche Nachfrage zu bekämpfen, als sie welt­ weit in China, Nordamerika und in den Schwellenländern anzutreffen ist. Eine plötzliche Veränderung des Marktes ist schwer vorstellbar, zumal die SUV zur Elektrifizierung beitragen werden. • Bertrand Rakoto ist unabhängiger Marktforschungsexperte. Er ist französischer Herkunft und arbeitet in den USA.

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E-Auto-Akkus: Problem oder Chance? Das Recycling von Lithium-Ionen-Akkus von Elektroautos ist keine Frage der Machbarkeit, sondern der Wirtschaftlichkeit. Dies liegt auch daran, dass sie viel länger halten als erwartet – und sogar die Lebensdauer eines Autos übertreffen können. TEXT DOMINIC GRAF

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en Kritikern der E-Mobilität gehen allmählich die Argumente aus. Die Ladeinfrastrukturen in der Schweiz und Europa werden praktisch täglich ausgebaut, hinzukommen die Möglichkeiten von Heimladestationen für zu Hause und den Arbeitsplatz. Auch die Reichweiten der batterieelektrischen Autos (BEV) werden immer konkurrenzfähiger, und die hohen Anschaffungskosten sinken. Das zeigt sich zum Beispiel auch an der diesjährigen Geneva International Motor Show (GIMS), an der viele Hersteller ihre Elektromodelle vorstellen oder sich Besucher im Rahmen von GIMS Discovery gleich selber hinters Steuer setzen können.

Die sauberste Lösung Es bleibt der Fingerzeig auf die Akkus. Sprich, die schlechte Ökobilanz bei der Herstellung der Batterien oder die zum Teil problematische Gewinnung der für die Akkus notwendigen Metalle Lithium und Kobalt. Die Produktion eines Akkus ist aufwendig und ressourcenintensiv – ein E-Auto weist deshalb vor der ersten Fahrt in der Regel eine schlechtere CO2-Bilanz auf als ein Benziner oder Diesel. Betrachtet man aber den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung –, gilt das E-Auto in der Schweiz als die sauberste Lösung (siehe Kasten). 20 touring | März 2020

Allen Argumenten zum Trotz halten sich die kritischen Stimmen gegenüber den Akkus hartnäckig. Für Krispin Romang, Geschäftsführer des Verbands Swiss eMobility, sei eine kritische Auseinandersetzung mit der Akkuthematik zwar richtig und wichtig, schliesslich schaffe die Kritik auch einen gewissen Druck für Optimierungen und Weiterentwicklungen. Aber: «Das Thema muss im richtigen Verhältnis und in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Wer mobil sein will, sollte sich bewusst sein, dass das immer Rohstoffe braucht – egal ob mit fossilen Ressourcen, Wasserstoff oder batterieelektrischen Antrieben», so Romang. Ausserdem erstaune es ihn, dass die Akkus im Auto für viele ein Problem darstellen, nicht aber in anderen Alltagsgeräten wie Smartphones, Laptops, Kameras oder Akkubohrer, die ebenfalls Lithium und Kobalt enthielten.

Rückgewinnung von 90 Prozent der Metalle Der Energiespeicher ist jene Komponente der Elektromobilität mit dem wohl grössten Potenzial. Und die Akkus haben in den letzten Jahren bereits einen massiven Sprung gemacht, was sich nur schon an der Preisentwicklung zeigt: Seit 2010 sanken die Preise für Lithium-Ionen-Akkus um fast 90 Prozent. Zudem werden neue Lösungen erforscht, die zum Beispiel ohne Kobalt


SALON SPEZIAL auskommen, wie etwa Lithium-Schwefel-, Lithium-Luft- oder Glas-Akkus. Das ist aber noch Zukunftsmusik, und in den nächsten Jahren werden mit grosser Wahrscheinlichkeit weiterhin hauptsächlich Li-Ion-Akkus in der E-Mobilität verwendet. Um die Ökobilanz der Akkus und damit der gesamten Elektromobilität zu verbessern, gilt es vor allem, die Stoffkreisläufe zu schliessen. Gemäss der Stiftung Auto-Recycling Schweiz können schon heute über 90 Prozent der Metalle aus den Akkus zurückgewonnen werden. «Es gibt mehrere Möglichkeiten – meistens in Kombination – zur Aufbereitung von Lithium-IonenBatterien: Metallschmelze, Laugung oder auch Zerkleinerungsschritte», sagt Geschäftsführer Daniel Christen. Die Machbarkeit sei also nicht das Problem, weshalb noch nicht im grossen Stil recycelt werde. Es sei vielmehr eine Frage der heute anfallenden Mengen. Es gibt schlichtweg noch keine Altbatterien.

Unerwartet lange Lebensdauer Mehrere Firmen weltweit haben sich dennoch für die Zukunft gerüstet und sich auf das Recycling von Lithium-Ionen-Akkus spezialisiert. In der Schweiz ist die Batrec Industrie AG im bernischen Wimmis das einzige Unternehmen, das im grossen Stil Batterien aller Art recyceln kann. Alte Li-Ion-Akkus aus Fahrzeugen fliessen jedoch noch relativ wenig zurück, wie auch die

Rücklaufquote von E-Bike-Akkus im letzten Jahr zeigt: Angesichts des E-Bike-Booms hatte man bei Batrec mit 130 Tonnen gebrauchter Akkus fürs Recycling gerechnet. Schlussendlich seien es nur 30 bis 40 Tonnen gewesen. Ein Grund für die geringen Rücklaufzahlen sehen Experten in der Lebensdauer dieser Akkus, die wesentlich höher sei, als ursprünglich angenommen. Bei E-Auto-Batterien sei dies nicht anders, wie Daniel Christen von Auto-Recycling Schweiz bestätigt: «Bei 1000 Ladezyklen für jeweils 200 Kilometer Reichweite halten Lithium-Batterien aus heutiger Sicht mindestens so lange wie das Auto selbst. Und die Reichweiten sind heute schon deutlich höher, weshalb davon auszugehen ist, dass ein Akku die Lebensdauer eines Fahrzeugs sogar übersteht.» Und dies öffnet wiederum Türen für eine weitere Verwendung, ein Second Life. So sind diverse Autohersteller an Projekten zur Zweitnutzung beteiligt. «Vor allem die Verwendung als stationäre Stromspeicherung hat Potenzial. Dadurch könnten Stromüberschüsse aus erneuerbaren Energien gespeichert und die Stromnetze stabilisiert werden», sagt Daniel Christen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Akkus von E-Autos nicht etwa ein Problem darstellen, sondern vielmehr eine Chance – sofern sie denn, eines Tages, nach ihrem ersten und zweiten Leben in den Stoffkreislauf zurückfliessen und sozusagen wiedergeboren werden. •

ÖKOZYKLUSCHECK Mit der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment – LCA) haben die FIA, der ADAC und der ÖAMTC zusammen mit dem TCS ein Vergleichsinstrument realisiert, das zeigt, wie viel CO2, Methan und Lachgas ein Fahrzeug von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung verursacht. So erzeugt die Produktion von Elektroautos deutlich mehr dieser Treibhausgase als diejenige von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Bei der Nutzung schneiden die E-Autos hingegen um einiges besser ab, wobei der Strommix im jeweiligen Nutzungsland ausschlaggebend ist. In der Schweiz profitieren sie vom nachhaltigen Strommix (über 60 Prozent aus erneuerbaren Energien) und verursachen derzeit über die gesamte Lebensdauer gesehen weniger Treibhausgase als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Das Life Cycle Assessement im Detail unter tcs.ch/lca

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Alte Fischernetze in neuen Autos Kaffeebohnenschalen oder T-Shirt-Fetzen – gestern noch Müll, sind jetzt alle möglichen Rezyklate in der Autoindustrie heiss begehrt. Kreislaufwirtschaft heisst das drängende Gebot der Stunde. Und nach aussen verkauft sich das Recycling auch gut. TEXT JULIANE LUTZ

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«Die Materialvielfalt hat in den letzten Jahren sicher zugenommen, und auch die Werk­ und Verbundstoffe wurden komplexer», sagt Daniel Christen von der Stiftung Auto­Recycling Schweiz. Passend zur Stimmung der Zeit und zum Wunsch der Kunden nach Nach­ haltigkeit würden die Hersteller auch vermehrt damit werben, dass sie Rezy­ klate verwenden. «Doch die Wiederver­ wertung von ausrangiertem Material sei im Autobau nichts Neues. Metall – ein Auto besteht zu 70 bis 75 Prozent daraus – wird seit Anbeginn eigentlich immer wieder eingeschmolzen und an­ schliessend verwendet», so der Experte. Und der Recyclinggedanke, so wie man ihn derzeit erlebe, sei schon in den 1990er­Jahren diskutiert worden.

Dass weiterverarbeitete gebrauchte PET­Flaschen in der Branche zum Ein­ satz kommen, ist nichts Neues. So

«Dass sich die Autoindustrie jetzt ver­ stärkt dieses Themas annimmt, hat auch damit zu tun, dass sie in anderen

wurde beispielsweise das Garn für die Polster im BMW i3 und im BMW i8 – die Autos sind seit 2013 beziehungs­ weise seit 2014 auf dem Markt – aus gehäckselten und anschliessend ver­ flüssigten Plastikflaschen gewonnen. Aber alte Fischernetze und Kaffee­ bohnenschalen – erlebt das Recycling im Automobilbau mit allen möglichen und unmöglichen Stoffen gerade einen neuen Höhepunkt?

Recycelt wurde schon immer

FOTOS

Aus alt mach neu: Neben ausrangierten Netzen wollen Autohersteller auch recyceltes Plastik aus dem Meer nutzen

ls «nachhaltigstes Fahrzeug der Welt» präsentierte der skandi­ navische Autodesigner Henrik Fisker seinen luxuriösen Elek­ tro­SUV im Januar an der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Dabei ging es nicht nur um den Antrieb oder das mit Solarpanels bestückte Dach. Für die Teppiche wurde Nylon ver­ wendet, das aus Meeresmüll wie alten Fischernetzen hergestellt wurde. Die Innenverkleidungen entstanden unter anderem aus verarbeiteten T­Shirt­ Resten. Auch Gummiabfälle, die bei der Reifenherstellung anfallen, fanden im Auto noch Verwendung. Demnächst soll der Fisker Ocean in Serie gehen. Kurz zuvor im Dezember machte Ford eine Kooperation mit McDonald’s öf­ fentlich: Der Autobauer wird Schalen­ reste von Kaffeebohnen nutzen, die beim Fast­Food­Giganten in riesigen Mengen anfallen. Zusammen mit Kunststoffen und anderen Additiven werden sie zu Verbundmaterial ge­ macht, das bis zwanzig Prozent leichter sein soll als bislang genutzte Stoffe. Debbie Mielewski, Verantwortliche des Nachhaltigkeitsteams bei Ford, sagte, dass sie sich durchaus auch die Verwen­ dung von Tomatenhäuten oder Kartof­ felschalen vorstellen könne.


SALON SPEZIAL

Sicherheitsgurte und Meeresmüll Es scheint, dass die Firmen daran mit Hochdruck arbeiten. Renault liess gerade mitteilen, dass im neuen Zoe erstmals weltweit Stoff aus einem Garn eingesetzt wird, das zu 100 Prozent aus einem Mix aus ausrangierten Sicherheitsgurten, Textilresten und Plastikflaschen gewonnen wurde. Bis zu acht Quadratmeter pro Fahrzeug würden damit ausgekleidet. 2019 erhielt Volvo für einen modifizierten XC60 den wichtigen «Plastics Recycling Awards Europe». Der Mitteltunnel des Wagens besteht unter anderem aus Kunststoffen, die ebenfalls aus ausrangierten Fischernetzen und Seilen gewonnen wurde. Teile ausgemusterter Sitze aus alten Volvo-Modellen dienen unter der Motorhaube als schallabsorbierendes Material. Das Auto wird so nicht in Serie gehen, aber man könne sich vorstellen, diese rezyklierten Materialien künftig breit einzusetzen, hiess es bei Volvo auf Anfrage. Fussmatten von Volvo werden bereits unter anderem aus umgewandeltem, aus dem Meer ge-

fischten Plastikabfall gefertigt. Ab 2025 soll beim chinesischschwedischen Autokonzern in jedem neuen Auto mindestens 25 Prozent des verbauten Kunststoffes aus recycelten Materialien bestehen. Die Frage, wo die Obergrenze wieder verwerteter Stoffe in Fahrzeugen liegen, können auch Fachleute wie Stefan Reindl oder Daniel Christen nicht beantworten. An die Grenzen stosse der Einsatz in den Bereichen im Auto, in denen es einerseits um wirtschaftliche Sinnhaftigkeit sowie andererseits um Fahrsicherheit und extreme Anforderungen gehe. «Bei Rezyklaten können die Qualitätsschwankungen grösser sein als bei Neuware», so Christen. Bei Volvo selbst erkennt man die 25 Prozent als ehrgeiziges Ziel an. Aber auf der Basis weiterer Forschung und noch grösserer Verfügbarkeit von rezykliertem Plastik sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, heisst es aus Göteborg. Auch bei BMW ist man in Sachen Kreislaufwirtschaft gut dabei. So bestehen laut Nachhaltigkeitsbericht bereits bis zu 20 Prozent der thermoplastischen Werkstoffe in den Fahrzeugen aus Rezyklaten. Und es ist Ziel der Designer, alle Kunststoffe in den BMW-Interieurs sukzessive durch recycelte und natürliche Materialien zu ersetzen. Kunden der Marke stellen ihre Füsse längst auf Fussmatten, für die unter anderem weiterverarbeitete Fischernetzreste hergenommen werden. Und derzeit beschäftige man sich intensiv damit, wie Fluss- und Seeplastik eingesetzt werden könnten, teilt man bei BMW mit. ◆

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Bereichen nicht gerade Ruhm eingeheimst hat», sagt Stefan Reindl, Direktor am Institut für Automobilwirtschaft im deutschen Geislingen an der Steige. Da ausserdem manche Rohstoffe wie Erdöl endlich sind, seien die Firmen gezwungen, so viel wie möglich wiederzuverwerten. Und dann gibt es die europäische Richtlinie 2000/53/EG, laut der seit 2015 nicht nur 95 Prozent eines Autos gemessen am Gewicht verwertbar sein müssen, sie fordert auch, mehr Recyclingmaterial zu verwenden.

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Mit dieser E-Limousine lässt es sich vorzüglich driften Elektroautos setzen ganz klar vorbildliches Fahren voraus. Eine Philosophie, die Fahrmanöver deswegen aber nicht ausschliesst. Wie wir an einem Kurs auf Schnee und Eis am Steuer der leistungsstarken Taycan-Limousine, der mächtigen Anti-Tesla-Waffe von Porsche, erleben durften. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

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ie 761 PS eines Taycan Turbo S auf einer gefrorenen Rennstrecke im tiefen finnischen Lappland zu steuern, sollte a priori kein grösseres Problem darstellen. Zumal wir uns bereits ohne Probleme im Driften geübt hatten, mit einem BMW M5 auf dem Flugplatz von Gstaad-Saanen und sogar mit einem harmlosen Honda CR-V Hybrid auf dem TCS-Ring in Les Diablerets. So die Theorie, bevor man merkt, dass der Allradantrieb des Taycan mit seinen beiden Elektroeinheiten anders reagiert als bei den herkömmlichen 4×4Wagen. Während Letztere das Drehmoment gewöhnlich zu je 50 Prozent auf beide Achsen verteilen, kann der Taycan bis zu 100 Prozent der Leistung nach vorne oder hinten übertragen. Und wie der Instruktor von Porsche Ice Experience betont, muss man die Vorderräder gerade halten, um die 50:50-Aufteilung beizubehalten. Sonst wird der Grossteil des Drehmoments auf die Hinterräder übertragen, und das Übersteuern ist vorprogrammiert. Nicht so einfach im Wissen, dass die Räder unbedingt gerade zu halten sind, wenn es Spass machen soll, auf der Strecke durch den Schnee zu stieben.

Einstimmung

Es lebe der Drift Angesichts der ziemlich breiten Driftstrecke meinen wir, uns ohne übermässigen Nervenkitzel amüsieren zu können. Tatsächlich bringen wir das fünf Meter lange Schiff sofort in Driftposition. Konstant beschleunigt, wirbelt der Taycan eine Schneewolke auf, die schnell das Seitenfenster verdeckt. Man wähnt sich an einer Trophée Andros. Bis das Auto zu übersteuern droht und sich der Reflex der Gegensteuerung wieder meldet. Die Strafe ist gnadenlos: Der Taycan gerät ins Schleudern, und die 2,3 Tonnen landen in einer Schneewand. Nicht weiter schlimm. Die Limousine lässt sich ohne Schaden herausziehen. Umso eifriger machen wir weiter – mit etwas mehr Respekt. Gibt es ein aufregenderes Vergnügen, als einen Taycan im stiebenden Pulverschnee Finnlands zu zähmen? ◆

FOTOS ZVG

Um die Herausforderung einzuschätzen, starten wir mit einem kleinen Slalom. Mit eingeschlagenen Vorderrädern beschleunigen wir stark. Das ungeheure Drehmoment (1050 Nm) ist sofort spürbar: Das Heck des mächtigen Taycan schert heftig aus. Und ge-

nauso rasch stellen wir die Räder wieder gerade, um in der gewünschten Richtung weiterzufahren. Heikel, doch nach ein paar Runden hat man das Gefühl, einer kurvenreichen Strecke gewachsen zu sein. In der Tat gelingt es, das driftende Gefährt zu lenken. Es braucht allerdings etwas Mut, um konstant auf dem Gas zu bleiben, wenn das Heck den Schneewänden gefährlich nahe kommt. In der Regel geht es gut, aber nicht immer. Gut zu wissen, dass besagte Wände aus Pulverschnee bestehen. Besser so bei einem Rennwagen, der schon ohne Optionen 237 500 Franken kostet …

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SALON SPEZIAL

EINGESCHRÄNKTE REICHWEITE BEI –30° CELSIUS

Wolke aus Pulverschnee Einmal am Driften, beginnt die TaycanLimousine ihre Show Spurstabilität Auf der Geraden legt der Bolide atemberaubende Beschleunigungen an den Tag

Hauptsorge Der verbleibende Anteil der Batterieladung

Die Porsche-Techniker führen mit dem Taycan Turbo S stolz eine maximale Reichweite von 412 Kilometern ins Feld. Lobenswert für ein Kraftpaket, das in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet. Bleibt abzuwarten, was aus diesen Versprechungen an einem eisigen Tag in Lappland wird, wenn das Thermometer zwischen –29 und –34° schwankt. Und im Wissen, dass die riesige 93-kWh-Batterie aufgewärmt werden muss, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Vor unserem Strassentest zeigte die Batterie ungefähr 80 Prozent an. Wir mussten das Gerät denn auch vorheizen. Ohne uns gross zu sorgen, beginnen wir, das 4×4-Gefährt anzustossen, dessen 1,5-MillimeterSpikereifen von den verschneiten Strassen unbeeindruckt sind. Eine berauschende Reise durch zauberhafte Landschaften. Solange wir uns nicht um den abnehmenden Batteriestand sorgen. Wir wechseln in den Sparmodus «Range», der nur auf die vordere Batterie zugreift. Aber das Navi meldet hartnäckig null Prozent bei der Ankunft. Immerhin wird unser Taycan – nicht ohne uns Angstschweiss beschert zu haben – rund 200 Kilometer zurückgelegt haben, bevor er in den «Turtle»-Modus fällt. So kommt man noch einige hundert Meter weit, um das Auto sicher abzustellen. Sehr fair unter diesen extremen Bedingungen.

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Rundkurs In der Palexpo-Halle 7 kĂśnnen alternative Antriebe getestet werden

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SALON SPEZIAL

Probefahrstrecke für die Besucher Mit GIMS Discovery bietet der neu konzipierte Autosalon eine praktische Einführung in Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, insbesondere in die Elektromobilität. Der exakt richtige Partner, um den reibungslosen Ablauf der Aktion, die in der Halle 7 stattfinden wird, zu gewährleisten: der TCS. TEXT JÉRÔME LATHION | 3D RENDERING DORIER GROUP

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och nie die Gelegenheit gehabt, sich ans Steuer eines Elektroautos zu setzen? All diejenigen, die dem zustimmen, dürfen sich in guter Gesellschaft fühlen: Laut Statistiken der Geneva International Motor Show (GIMS) erging es 97 Prozent der Besucher von 2019 gleich. Doch 70 Prozent von ihnen erklärten sich bereit, den Schritt zu wagen, sofern sie vorab gut informiert würden. Mit dem Einzug in die Palexpo-Halle 7 – 13 000 m2, die früher dem «Salon der Automobilbranche» zukamen – bietet die GIMS unter dem GIMS Discovery dieses Jahr weit mehr als nur Informationen. Während der gesamten Dauer des Autosalons werden den Besuchern, mit Unterstützung von Vertretern der Partnerhersteller sowie einem Verantwortlichen und drei Instruktoren von TCS Training & Events, rund 13 000 begleitete «Drive Experiences» angeboten. Die 456 Meter lange Indoorstrecke besteht aus einem recyclingfähigen Bodenbelag und weist sowohl enge als auch breite Kurven sowie Geraden auf.

Elektro dominiert Hybrid-, Wasserstoff-, Erdgas- und vor allem Elektromotoren: Die 48 verfügbaren Fahrzeuge werden die Piste jeweils im Zehneraufgebot befahren. «Jedes Auto kommt im Durchschnitt alle 50 Minuten zum Einsatz.» Die Berechnung stammt von Jean-Pierre Knoblauch, der seitens TCS Training & Events für die Aktion verantwortlich ist und, wie er sagt, mit seinem Team die Rolle von technischen Beratern und Testingenieuren übernimmt. «Es wird vor allem darum gehen, die Strecke zu validieren und für die Sicherheit aller Besucher zu sorgen», fährt der TCS-Verantwortliche fort. Eine nicht zu unterschätzende Mission: Ausser den je nach Wochentag zu erwartenden 300 bis 600 Fahrteilneh-

mern gilt es, auch die Zuschauer und Gäste der VIP-Lounge, die sich in einem verglasten Raum mitten auf der Rennstrecke befindet, zu berücksichtigen.

«Die Strecke ermöglicht, auf bestimmten Abschnitten Gas zu geben» Jean-Pierre Knoblauch, TCS Training & Events

Disziplin erforderlich Eine neue Aufgabe, die Jean-Pierre Knoblauch zuversichtlich angeht: «Es werden mehr Fahrzeuge als bei einem Standardkurs von TCS Training & Events zur Verfügung stehen, aber auch mehr Tage. Damit jedoch alles gut funktioniert, müssen alle Beteiligten Disziplin zeigen.» Daher ist das Zeitmanagement sehr wichtig. Keine Fahrt wird länger als zehn Minuten dauern. Hingegen wird jede in Begleitung eines Spezialisten der vertretenen Marken – das sind insgesamt 48 Experten – durchgeführt, der die Grundsätze des gewählten alternativen Antriebs erläutert und Fragen der Fahrer beantwortet. Weitere Erklärungen und Informationen zur Elektromobilität erhalten Interessierte am Stand des TCS in Halle 4. Und schliesslich sollen aus Sicherheitsgründen auch keine Geschwindigkeitsrekorde angestrebt werden! «Doch die Strecke ermöglicht, das Beschleunigungsmoment bei niedriger Geschwindigkeit zu spüren und auf bestimmten Abschnitten Gas zu geben», verspricht Jean-Pierre Knoblauch, der sich auf diese Erfahrung freut. «Es bestehen viele Vorurteile. GIMS Discovery ist ein guter Weg, um die Vorteile des alternativen Antriebs aufzuzeigen.» Angesichts der Hundertausenden erwarteten Besuchern ist das Angebot notgedrungen begrenzt. Wen diese Erfahrung reizt, wird gebeten, sich über die im Dezember letzten Jahres von der GIMS lancierte App anzumelden. ◆ Infos und Download unter gims.swiss

HERSTELLER MIT AN BORD GIMS Discovery erhielt von mehreren, in den Palexpo-Hallen 1 bis 6 präsenten Herstellern Unterstützung, indem diese für die begleiteten Testfahrten, die den Besuchern der Halle 7 angeboten werden, mehrere neue Modelle zur Verfügung stellten. Vertreten bei dieser Premiere sind: Aiways, Audi, BMW, DS Automobiles, Honda, Hyundai, Kia, MercedesBenz, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Toyota und Volkswagen. März 2020 | touring

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Neuer Salon, neuer TCS-Auftritt Der Genfer Autosalon stellt sich dieses Jahr neu auf – und mit ihm erweitert sich auch die Präsenz des TCS. Erfahren Sie, wo der Touring Club Schweiz in den Palexpo-Hallen überall anzutreffen ist. TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

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er Stand des TCS gilt als ruhender Pol im Trubel des Genfer Autosalons. Hier kann man sich hinsetzen, durchatmen, einen Kaffee trinken und sich ungezwungen über den Touring Club Schweiz, seine Engagements und Produkte informieren und beraten lassen sowie von speziellen Messerabatten profitieren. Das wird auch dieses Jahr nicht anders sein – und doch kann der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seine ganze Vielfalt und Expertise an der Geneva International Motor Show (GIMS) 2020 mit einem grösseren Stand sowie als «presenting partner» von GIMS Tech und GIMS Discovery noch besser zum Ausdruck bringen.

Der TCS-Stand neu in Halle 4 In den letzten Jahren fand man den TCS stets in der Halle 2. Nun zieht der Stand in die Halle 4 um, wo er neben prominenten Nachbarn wie Renault, 28 touring | März 2020

Toyota oder Lexus noch zentraler zur Geltung kommt. Zudem steht dem TCS mit 357 m2 eine grössere Ausstellungsfläche als früher zur Verfügung, die für noch mehr Information und Unterhaltung genutzt wird. Nebst der bewährten Lounge und Kaffeebar können Besucher zum Beispiel ihre Reaktionszeit bei einer simulierten Notbremsung testen. Dieser Stopp-Crash-Simulator, der immer von einem fachkundigen TCS-Instruktor betreut wird, verbindet lehrreiches Wissen mit Diskussionsstoff und viel Spass. Spass ist auch im E-Sport-Bereich garantiert, wo man sich im Autoball-Game Rocket League, dem offiziellen Spiel der TCS eSports League, mit Freunden oder anderen Besuchern messen kann. Seit jeher engagiert sich der TCS im Bereich der Elektromobilität und zeigt am Stand, mit welchen Produkten und Dienstleistungen der Club seine Mitglieder durch den Mobilitätswandel

Willkommen beim TCS Am Salonstand erhalten Interessierte Einblicke in die Welt des TCS und profitieren von attraktiven Messerabatten

Hoher Besuch Bundesrat Ignazio Cassis (im Vordergrund) liess sich letztes Jahr von TCS-Präsident Peter Goetschi (2. v. r.) durch den Stand führen


SALON SPEZIAL begleitet: beispielsweise mit der App eCharge, die unter anderem Ladestationen in ganz Europa anzeigt, oder der TCS-Autosuche, über die sich neutral und äusserst detailliert das passende Fahrzeug jeglichen Antriebs und Treibstoffs finden lässt. Kurz gesagt: An diesem Stand lässt es sich gut verweilen. Jedoch sollte man trotz aller Entspannung, Information und Unterhaltung die weiteren Salonauftritte des TCS in den anderen Hallen nicht verpassen.

Jetzt kann man am Salon selber fahren In der Halle 6 zum Beispiel präsentiert der Touring Shop die neusten Produkte im Bereich der urbanen Mobilität, die besichtigt und direkt bestellt werden können. Nebst zahlreichen E-Scootern, Bike-Helmen und verschiedenen weiteren nützlichen Artikeln rund um die Mobilität werden diverse elektrische Transportmittel für die sogenannt letzte Meile gezeigt. Um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, wie sich ein solcher E-Scooter fährt, steht allen Interessierten direkt neben dem Stand eine Piste zur Verfügung, auf der sie die Geräte unter Anleitung eines Instruktors Probe fahren können. Die Piste wurde mithilfe der Mobilitätsberatung des TCS konzipiert und wird auch von TCS-Experten betreut. Sie ist Teil des neuen Konzepts GIMS Tech, einer Spe-

zialausstellung mit den neusten Technologien und Innovationen von Start-ups und Mobilitätsdienstleistern. Eine Halle weiter befindet sich die wohl spektakulärste Neuheit des Autosalons: GIMS Discovery. Die Halle 7 wurde dafür zu einem grossen Teil in eine über 400 Meter lange Indoor-Piste verwandelt, auf der angemeldete Besucher Testfahrten mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen machen können. Die Piste wird von TCS Training & Events organisiert und betreut. Zudem ist GIMS Discovery der ideale Ort, auf die Risiken und Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam zu machen. Deshalb ist die TCS-Verkehrssicherheit zusammen mit Vertretern der Polizei in dieser Halle mit einem Stand vertreten. Unter anderem lässt sich hier im Seat-BeltSimulator erfahren, wie wichtig Sicherheitsgurte beim Fahren sind. Ausserdem können sich die Besuchenden über Made Visible, die Modekollektion des TCS, informieren und feststellen, dass stylische Mode durchaus mit lebensrettender Sichtbarkeit verbunden werden kann. Und weil die Verkehrssicherheit bereits bei den Kleinsten anfängt, kommen auch Kinder hier auf ihre Kosten: Im spannenden Lern-Game Weelo fahren sie als Alien mit dem Velo durch die Stadt und lernen spielerisch die Verkehrsregeln kennen. ◆

DER TCS AM AUTOSALON Sichern Sie sich jetzt zwei Gratistickets für die GIMS 2020, und besuchen Sie den TCS, der mit drei Auftritten an drei Standorten vertreten ist. TCS-Hauptstand in Halle 4, Standnr. 4131: Lounge, Kaffeebar mit Barista, TCS eSports League, Stopp-CrashTest mit TCS-Instruktor, Information und Beratung zu allen TCS-Produkten inklusive Messerabatten, Wettbewerb mit attraktivem Preis, Carvelo2go, TCS E-Bike-Patrouille, TCS-Heimladestationen, Patrouillenfahrzeug u. v. m. Stand Touring Shop in Halle 6 (GIMS Tech), Standnr. TECH6480: Besichtigung, Beratung und Kauf von verschiedenen «urban mobility»Produkten aus dem Touring Shop (z. B. diverse E-Scooter). Die Gefährte können auf einer Piste direkt neben dem Stand getestet werden. Stand TCS-Verkehrssicherheit in Halle 7 (GIMS Discovery), Standnr. 7023: Seat-Belt-Simulator, Made Visible, Weelo und Labyrinth für Kinder.

Besuchermagnet Die TCS eSports League kommt vor allem bei den Jungen gut an

Eintritt: Ein Ticket kostet 21 (vor Ort) oder 16 Franken (online). TCS-Mitgliedern stehen jeweils zwei von insgesamt 5000 Gratiseintritten zur Verfügung (solange Vorrat). Die Bestellung der Tickets sowie alle weiteren Informationen zum Salon finden Sie online unter tcs.ch/gims

März 2020 | touring

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5–15

MARS 2020 GENÈVE

ERLEBE DIE ZUKUNFT DER MOBILITÄT AN DER GIMS 2020 Die 90. Geneva International Motor Show begeistert mit zahlreichen Neuerungen: Teste modernste, energiesparende Autos an den GIMS Discovery Drives. Entdecke die Technologien der Zukunft an der GIMS Tech. Oder nimm am 4. März exklusiv am GIMS VIP Day teil und erfahre alles über die Themen, die die Mobilität von heute und morgen prägen. gims.swiss #gimsswiss

Erlebe die GIMS neu, mit der GIMS-App.

5-15 MARCH 2020


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DRIVE TOGETHER

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32 touring | März 2020


MOBILITÄT

Drei Waadtländer Bären reisen quer durch Europa Der Zoo von Servion (VD) verabschiedete sich Mitte Januar von drei zweijährigen syrischen Braunbären. Ihr Ziel: England. Eine mehrstündige Fahrt auf Land und Meer für die künftigen Zuchttiere. Ein Blick auf die besonderen Transportbedingungen, bei denen der Respekt vor dem Tier im Vordergrund steht.

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TEXT JÉRÔME LATHION | FOTOS OLIVIER VOGELSANG

Der syrische Braunbär ist im Rahmen eines im Zoo von Servion initiierten Programms geschützt

Narkose aus der Entfernung Erste Massnahme, bevor weitere Transportvorbereitungen erfolgen

März 2020 | touring

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MOBILITÄT

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inter der schweren Eisentür ist das wiederholte Brummen einer verängstigten Bärin zu hören. Im angrenzenden Gehege werden an diesem kalten Januarmorgen in Servion ihre drei Jungen Laïka, Jaïko und Newton – mit zwei Jahren bereits über 80 Kilogramm schwer – nacheinander betäubt und sorgfältig in ein benachbartes Gebäude gebracht. Dort wird ihrem Aufwachen nachgeholfen, bevor sie in drei Transportkäfige mit frischem Stroh gesperrt werden. Denn die jungen syrischen Braunbären müssen ihre Reise auf Strasse und Seeweg zum Hamerton Zoo Park (GB) in wachem Zustand antreten. Dort werden sie ihre Jugendzeit beenden, bevor sie Teil eines Programms zur Arterhaltung werden, das vor genau zwei Jahren in Servion begann und nun in die Endphase geht. «Derzeit leben rund tausend Exemplare in Gefangenschaft», erzählt Pierre Ecoffey, Biologe und Verantwortlicher für die Tiere des Waadtländer Zoos. «Wie viele wohl noch in freier Wildbahn leben …?»

Die auf Bildgebung und Anästhesie spezialisierte Tierärztin Dr. Alexandra Durrer aus Vevey beaufsichtigt die medizinischen Schritte vor der Abreise – Narkose, Wägen, Blutuntersuchung, Reanimation – und erläutert: «Grundsätzlich reist jedes Tier im Wachzustand. So kann sich sein Körper besser selbst regulieren, und das Risiko von Dehydration und Unterkühlung wird vermieden.» Ganz zu schweigen davon, dass sich ein Tier im Schlaf übergeben und es ersticken könnte. Ihr zufolge ist Stress der einzige Feind während des Transports. «Man muss für geräumige und fensterlose, gut belüftete Käfige sorgen.» Die drei Käfige des heutigen Tages sind zudem grosszügig gepolstert, um jegliche heftigen, durch die Tiere verursachten Stösse aufzufangen.

Kaum spezialisierte Firmen Transportleiter Karl Heuer und sein Assistent Michael Fröhlich warten vor ihrem Wagen mit Anhänger, bereit zum Verladen. Sie arbeiten für die beauftragte deutsche Firma MSO International Zoo Services. Es handelt sich um eines von zwei Unternehmen in Europa – das andere ist das niederländische Un34 touring | März 2020

Alexandra Durrer überprüft als beauftragte Tierärztin die Wirkung ihres Pfeilschusses am betäubten Körper

Rascheres Aufwachen Das Tier muss unbedingt im Wachzustand sein, bevor es die Reise antritt

Vorbereitung des Transportkäfigs Ein bisschen Stroh soll die Bären vor Kälte schützen


ternehmen Ekipa –, welche die Anforderungen für den respektvollen Transport von Wildtieren über grosse Entfernungen erfüllt. Sie kamen am Vorabend kurzfristig vom Rhein her angereist. In aller Ruhe beschreibt Karl Heuer die Etappen entlang seiner Mission: Basel, Calais, Dover, Hamerton. «Insgesamt 860 Kilometer, maximal 24 Stunden auf dem Land und auf See, unter Berücksichtigung von Zollhalts und Zustand des Ärmelkanals, der die Abfahrt der Fähre verzögern kann.» Der seit 2012 in der Firma tätige Mann war überall in Europa und bis in die Ukraine unterwegs. «Wir arbeiten hauptsächlich für Zoos, aber auch für NGO wie den WWF, im Rahmen von Wiederansiedlungsprojekten. Oder auf Ersuchen von Behörden. So erinnert er sich, auf amtliche Anweisung Löwen von Ungarn nach Bosnien-Herzegowina transportiert zu haben. Es ist sein dritter Auftrag in Servion. «Und ich werde bald in die Schweiz zurückkehren, nach Basel, um mich um ein Nilpferd zu kümmern», lächelt er.

Beschwerliches Erwachen Ein Bärenjunges kommt vor der Abreise nach England wieder zu sich

Keine toten Zeiten Karl Heuer, diplomierter Tierpfleger, sieht seinen Beruf als Berufung: «Das Tier zuerst, so lautet mein Motto! Das gilt sowohl für zu Hause als auch für die Arbeit.» Das heisst, dass er alles tun wird, um die Strapazen, die seine drei Schützlinge auf Zeit erwarten, so gut wie möglich zu lindern. Daher ist kein Halt geplant, die beiden Kollegen werden sich am Steuer abwechseln. «Ein längerer Halt über eine solche Strecke ist nicht nötig. Es gibt in Europa aber Zwischenstationen, an denen man auf längeren Reisen zur Fütterung und Kontrolle der Tiere anhalten kann.» Apropos Futter: Obschon eine reichliche Ration an Äpfeln und Karotten Teil des Konvois ist, um einen allfälligen Heisshunger zu stillen, nimmt sie der Transportverantwortliche nur der Form halber mit. «Während eines Tages müssen Tiere dieser Grösse nicht unbedingt gefüttert werden. Wir können sie jedoch dank einer Schiebebox am Boden des Transportkäfigs tränken», erklärt er.

Die Transporteure Karl Heuer (rechts) und sein Assistent Michael Fröhlich wechseln sich am Steuer ab

Das Verladen der Tiere erfordert den Einsatz des Zoopersonals

Sobald die Bären an Bord sind, ist es Zeit für den letzten Schritt vor der grosMärz 2020 | touring

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MOBILITÄT

sen Reise: die Übergabe der Dokumente, die für die Kontrollen am Zoll erforderlich sind (siehe unten).

Verantwortung und Spass Es ist nach zwölf Uhr, der Konvoi ist weg. Pierre Ecoffey bekräftigt sein Vertrauen in seine Partner, denen er das Wohl seiner Schützlinge anvertraut hat. Und teilt ein wenig ihr Abenteuer, da er selber, gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Roland Bulliard, zwei Polarfüchse aus der Normandie nach Servion transportiert hat: «Es ist eine grosse Verantwortung, vor allem aber ein Vergnügen. Und auch etwas Ferien für uns, denn diese kurzen Transfers geben uns Gelegenheit, in direktem Kontakt mit den Tierparks zu bleiben. Doch für lange Reisen und grosse Tiere braucht es die richtige Ausrüstung.» zoo-servion.ch, hamertonzoopark.com Der Konvoi ist startklar für eine Strecke von rund 860 Kilometern. Es wird mit einem Tag Reise gerechnet

Geduld … und viel Papierkram Eine lange administrative Vorbereitung für eine kurze Tierverlegung. Es brauchte Monate, um die ungehinderte Reise der jungen Bären nach Grossbritannien sicherzustellen. Pierre Ecoffey, der von Servion aus operierte, erklärt: «Je geschützter eine Art ist, desto mehr Genehmigungen sind nötig, um illegalen Handel zu unterbinden – an sich eine gute Sache.» Da der syrische Braunbär in Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgeführt ist, der einen mittelhohen Schutz vorschreibt, unterliegt jede Tierverlegung zunächst einem Genehmigungsantrag durch Ausfuhr- und Einfuhrland. In der Schweiz stellen die Veterinärbehörden dieses Dokument aus, nach Rücksprache mit dem zuständigen kantonalen Veterinäramt. Der Exporteur kann nach Erhalt der beiden Genehmigungen sein Transportunternehmen sowie einen sogenannten «Transitspediteur» wählen, der das Dossier während des Transports bei den betreffenden Zollbehörden vorab validieren lässt – keine reine Formsache. So haben die plötzlich von Zweifeln befallenen deutschen Behörden ihr Veto erst am Tag vor der geplanten Abreise der drei Bären widerrufen. «Auf die Schweiz ist 36 touring | März 2020

der Druck besonders stark», erklärt der Tierverantwortliche von Servion. Erschwerend kommt in diesem Fall hinzu, dass es die Engländer mit der Gesundheit sehr genau nehmen und der Brexit die Lage auch nicht gerade entspannt … Ein letztes Erfordernis, die Pierre Ecof-

Übergabe Pierre Ecoffey (rechts) übergibt dem Transportleiters die gesammelten Zolldokumente

fey zum Lächeln bringt: eine Rechnung. Klar, die Bären sind ein Geschenk im Rahmen eines im Aufbau befindlichen Programms. «Doch der Zoll sieht das Tier als Ware, die einen Wert haben muss.» Ein mit einem symbolischen Betrag leicht zu umgehendes Hindernis. ◆


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traumhaften Kulisse des Nationalparks Hohe Tauern. 3. Tag, Freitag – Reisen wie zu Kaisers Zeiten – die Achensee-Dampf-Zahnradbahn In Jenbach steht die AchenseeDampf-Zahnradbahn für uns zum Einsteigen bereit. Die Fahrt durch die wildromantische Landschaft, steil bergauf mit einem herrlichen Blick über das Inntal wird Sie begeistern. Im Alpengenusshof Gramai laden wir Sie dann zu einer zünftigen Brettljause ein. Im Anschluss haben wir eine idyllische Panoramaschifffahrt auf dem Achensee für Sie reserviert. Geniessen Sie die wildromantische Landschaft, bevor es zurück ins Hotel und einem gemütlichen Tiroler Schmankerlabend geht. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

4. Tag, Samstag – Zillertal-Bahn & bei den Glasbläsern Mit dem nostalgischen Dampfzug der Zillertalbahn fahren wir bei stimmungsvoller Musik und einem guten Schnapserl von Fügen bis nach Mayrhofen. Am Nachmittag erwartet uns Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs. Rattenberg erlangte vor allem durch die glasveredelnden Betriebe Bekanntheit und natürlich werden wir bei unserem Rundgang auch einem Glasbläser über die Schultern schauen. 5. Tag, Sonntag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir die Heimreise an.

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MOBILITÄT

Das Auto mieten statt kaufen Ein Autoabonnement auf Zeit wird in der Schweiz immer beliebter. Immer mehr Anbieter setzen auf die Auto-Flatrate. Doch nicht für alle lohnen sich die Abos. TEXT FELIX MAURHOFER

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lleine während der letzten Monate schossen die Anbieter von Autoabos wie Pilze aus dem Boden: Carvolution, Galaxus, Auto Kunz, Upto, Sixt Unlimited, Juicar, Clyde oder der Premiumanbieter Book by Cadillac. Die Nachfrage nach Auto-FlatrateAngeboten scheint zu steigen. Und so funktioniert’s: Interessenten können online ein Auto aussuchen, die Personalien eingeben, und ein paar Tage später steht der PW vor der Haustüre. Bei den meis-

ten Anbietern sind folgende Leistungen im Abo enthalten: Zulassung, Steuern, Versicherung, Service und Reifenwechsel. Nicht inbegriffen sind Tank- und Parkkosten. Die Kunden können die Laufdauer ab einem Monat und die Kilometerbegrenzung auswählen. Die meisten Aboanbieter offerieren eine breite Palette von Autos vom Kleinwagen bis zum Lieferwagen. Juicar bietet hingegen ausschliesslich E-Autos an. Wer es gerne exklusiv möchte, kann bei Book by Cadil-

Preisvergleich Autoabos Anbieter Modell Preis/Monat Inbegriffene Kilometer pro Monat Versicherungen Selbstbehalt Reifenwechsel Mindestvertragsdauer Kündigungsfrist Anmeldegebühr Service und Reparatur Informationen

Clyde VW Polo 698 Fr. 1500 km Haftpflicht Vollkasko Bei Kollision 1000 Fr. Inbegriffen 3 Monate Monatlich Keine Inbegriffen clyde.ch

Carvolution Fiat 500 366 Fr. 1750 km Haftpflicht Vollkasko Vollkasko 1000 Fr. Inbegriffen 6 Monate Monatlich 390 Fr. Inbegriffen carvolution.com

Upto Peugeot 208 699 Fr. 1700 km Haftpflicht Vollkasko Bei Kollision 1000 Fr. Inbegriffen 6 Monate Monatlich Keine Inbegriffen upto.ch

Juicar BMW i3 (94 Ah) Ab 399 Fr. 0.30 Fr./km Haftpflicht Vollkasko Je nach Abo Inbegriffen 1 Monat Monatlich 299 Fr. Inbegriffen juicar.com

lac ein Erstklassepaket inklusive Concierge buchen, das aber seinen Preis hat. Interessant ist, dass in der Schweiz Autoabos nicht unbedingt von traditionellen Importeuren oder Händlern angeboten werden. So steckt hinter Upto der Versicherungskonzern Axa Winterthur.

Ein Auto auf Zeit Wer für begrenzte Zeit ein Auto benötigt und keine langfristigen Verpflichtungen eingehen will, für den könnte ein Autoabo durchaus Sinn machen. Der Anbieter Carvolution zählte Ende 2019 laut Firmenchef Olivier Kofler gegen 1000 Kunden. Sie blieben rund 26 Monate bei Carvolution und würden einmal im Jahr das Auto wechseln. Am beliebtesten seien Kleinwagen wie der Fiat 500. Eine steigende Nachfrage sei bei den E-Autos feststellbar. Im Gegensatz zu Carvolution nennt der Anbieter Upto keine Zahlen, spricht aber von einem befriedigenden Geschäftsgang. Besonders E-Autos seien gefragt, sagt Karsten Fuhrmann von Upto. Seit Längerem bieten die SBB das Kombiabo «SBB Green Class» erfolgreich an. Im Angebot enthalten ist die Langzeitmiete eines Elektroautos kombiniert mit dem Generalabonnement. Ein BMW i3 mit einem GA 2. Klasse, einem Mobility-

Stand 2019, Änderungen vorbehalten

ZVG

Unkompliziert verläuft beim Autoabo die Übergabe des Fahrzeugs auf Zeit

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WER HAT RECHT Jahresabo und Publibike ist ab 1006 Fran­ ken pro Monat erhältlich. Experten sind der Meinung, dass Auto­ abos in der kaufkräftigen Schweiz gute Chancen haben. Vor allem urbane Re­ gionen sind vielversprechend. Wer nur für einen bestimmten Zeitraum – etwa beruflich bedingt – ein Auto benötigt, für den ist das Modell sinnvoll. Oder wer im Sommer mal ein Kabrio fahren möchte. Wer sein Auto aber mehrere Jahre haben möchte, für den machen andere Finanzierungsmodelle vom Barkauf bis zum Leasing mehr Sinn.

Abo leicht teurer Vorteil der Auto­Flatrate ist die Flexibi­ lität. Kunden können jederzeit künden, verlängern oder auf ein anderes Modell wechseln. Bei Clyde kostete 2019 der VW Polo Comfortline 1.0 mit 115 PS (Verkaufspreis 23 150 Franken) bei­ spielsweise 698 Franken pro Monat bei 1500 Kilometern. Da sind Benzinkosten und Parkkosten nicht inbegriffen. Der TCS­Kilometerkostenrechner kommt beim VW Polo auf monatliche Fixkosten von 470 Franken pro Monat (ebenfalls ohne Benzin­ und Parkplatz). Somit bezahlen Abokunden bei Clyde einen Aufpreis von 228 Franken. «Bei der TCS­Kilometerkostenberech­ nung handelt es sich um eine Langzeit­ betrachtung», sagt TCS­Experte Erich Schwizer. Die Berechnung gehe von einem Neuwagen aus, welcher bei einer vorgegebenen Laufleistung mit etwa acht Jahren und 160 000 Kilometern abgeschrieben sei. Bei neueren Fahr­ zeugen sind die Unterhaltkosten gering, dafür ist der Wertverlust sehr hoch. Bei älteren Fahrzeugen nehmen hingegen Unterhaltskosten und Reparaturrisiko zu. Demgegenüber werde beim Mieten in der Regel ein deutlich kürzerer Zeit­ abschnitt des Autolebens betrachtet, so Schwizer. Das Fahrzeug werde häufiger gewechselt und ein allfälliger Aufwand für den Wieder­/Weiterverkauf des Autos, einen möglichst guten Preis zu erzielen, entfalle. Unterschiede gebe es ebenfalls bei Versicherungsprämien (Nationalität, Wohnort, Tiefgaragen­ platz und anderes) sowie bei den Motor­ fahrzeugsteuern des jeweiligen Kantons. In einigen Kantonen wird dem Halter eines Elektroautos beispielsweise bei der ersten Inverkehrssetzung für einen bestimmten Zeitabschnitt eine Vergüns­ tigung gewährt. •

Achtung beim Brennpunkt Autobahneinfahrt Fahrzeuge auf der Autobahn haben Vortritt gegenüber den Fahrern, die auf die Autobahn einfahren. Wer beim Einfahren auch gleich noch auf die Überholspur wechselt, riskiert eine Busse und ein Ausweisentzug. TEXT URS-PETER INDERBITZIN

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utobahneinfahrten sind häu­ fig Unfallschwerpunkte. Was sich viele Lenker nicht be­ wusst sind: Die Fahrzeuge auf der Autobahn haben Vortritt gegen­ über jenen Fahrzeugen, die auf die Autobahn einfahren. Ganz verwe­ gen verhalten sich jene Lenker, die auf die Autobahn einfahren und dann direkt auf die Überholspur wechseln, obwohl dort Fahrzeuge mit hohem Tempo herannahen. Wer auf die Autobahn einfährt, sollte auf dem Beschleunigungs­ streifen Gas geben und die Ge­ schwindigkeit seines Fahrzeuges dem Tempo der herannahenden Fahrzeuge anpassen, um mit dem Verkehr auf der Autobahn mithal­ ten und rechtzeitig in eine Lücke fahren zu können. Wer zu langsam auf die Autobahn einfährt und an­ dere Lenker zum Bremsen zwingt, schafft eine grosse Gefahr. Dabei ist zu beachten, dass auf der Auto­ bahn heranfahrende Lenker vor­ trittsberechtigt und nicht ver­ pflichtet sind, auf die Überholspur zu wechseln, sobald sich ein Fahr­ zeug auf der Einfahrt befindet.

Direktes Überholen

hen, um eine Kollision zu verhin­ dern. Das Manöver trug dem fehl­ baren Lenker eine Verurteilung wegen vorsätzlicher grober Verlet­ zung von Verkehrsregeln durch Behinderung der nachfolgenden Fahrzeuge beim Überholen auf der Autobahn ein. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 80 Ta­ gessätzen, zu 120 Franken sowie zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt. Ein mindestens drei­ monatiger Ausweisentzug muss der Lenker ebenfalls gewärtigen.

Abstand wieder herstellen In diesem Zusammenhang ist ein anderes Urteil des Bundes­ gerichts ebenfalls von Interesse (1C_26/2018): Der Lenker eines Lieferwagens war auf der Über­ holspur einer Autobahn unter­ wegs, als ihm ein Personenwagen im Bereich einer Autobahnein­ fahrt unmittelbar vor die Nase fuhr. In der Folge hielt der Lenker des Lieferwagens auf einer Dis­ tanz von 1500 Metern einen unge­ nügenden Abstand – von lediglich zehn Metern bei Tempo 100 – ein. Das Bundesgericht stufte dieses Verhalten als schwere Widerhand­ lung gegen das Strassenverkehrs­ gesetz ein und ordnete einen drei­ monatigen Ausweisentzug an. Also aufgepasst: Wer im Bereich einer Auto­ bahneinfahrt von einem einfahrenden Fahrzeug ausgebremst wird, muss umgehend wieder den nötigen Abstand herstel­ len. •

Höchst gefährlich ist ein Manöver, das seit einiger Zeit immer häufi­ ger zu beobachten ist. Selbst bei dichtem Verkehr fahren Lenker vom Beschleunigungsstreifen direkt auf den Überholstreifen und zwingen mit hohen Tempi heran­ nahende Lenker, ihre Fahrzeuge abzubremsen. Kürzlich zeigte das Bundesgericht (6B_132/2019) bei einem Lenker, der, ohne zu blin­ ken, direkt von der Einfahrt auf den Überholstreifen fuhr, keine Gnade. Ein herannahender URS-PETER Lenker musste von einer vor­ INDERBITZIN sorglichen Bremsung zu Verkehrssexperte einer Vollbremsung überge­

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MOBILITÄT

Tanken E-Autos von morgen Strom beim Fahren? In Zukunft könnte es möglich sein, dass E-Autos ihre Batterien während dem Fahren induktiv aufladen. Wie weit diese Technologie bereits ist, untersuchten zwei Studenten der Fachhochschule Luzern. TEXT JURI SCHULER UND FABIAN RENGGLI

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iele kennen die Carrera-Bahn aus dem Kinderzimmer oder das drahtlose Aufladen von elektrischen Zahnbürsten und Smartphones. Beim sogenannt induktiven Laden durch blosses Auflegen spricht man auch von einer drahtlosen Energieübertragung im Nahfeld, in welchem die Energie über ein Magnetfeld übertragen wird, also berührungslos von einem Objekt zum anderen. Schon bald könnte dieses Verfahren Realität werden und die Mobilität einen Schritt weiterbringen. Fahren wie auf Schienen; konstante und kabellose Stromversorgung aus der Fahrbahn soll dies möglich machen.

Energiebereitstellung. Ladeinfrastruktur benötigt Platz, vor allem Parkplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten für wartende Personen. Ein Problem ist auch,

dass gerade in Mietwohnungen kaum Ladeinfrastruktur vorhanden ist oder installiert werden kann. Diese Argumente wären hinfällig, käme das Fahrzeug nach der Fahrt bereits vollgeladen zu Hause an.

Erste Teststrecken in Betrieb Verschiedene Projekte wurden in den letzten Jahren, mitunter durch staatliche Unterstützungen und Förderpro-

Dazu sitzt an der Unterseite des Fahrzeugs ein Empfänger (Spule). In den Fahrbahnbelag sind als Sender mehrere Spulen eingelassen und werden mit Strom gespiesen. Das Ganze funktioniert dann so: Die Spulen in der Fahrbahn erzeugen durch Strom ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld sorgt dafür, dass die Spule am Fahrzeug dies abnehmen und wieder zurück in elektrische Energie umwandeln kann. Diese wird fürs Laden der Batterie und den Betrieb des Elektromotors verwendet.

Druck auf Ladeinfrastruktur steigt Waren die ersten E-Autos noch für viel Geld mit wenig Kilometerleistung erhältlich, so hat sich die Akkutechnologie sehr stark weiterentwickelt. Heute können Fahrzeuge, die bis zu 400 Kilometer Laufleistung auf einmal laden, bereits ab 25 000 Franken beschafft werden. Ebenfalls können Akkus mit der bestehenden Infrastruktur bereits innert kurzer Zeit, zum Beispiel während Erholungspausen, auf über 80 Prozent wieder aufgeladen werden. Mit zunehmendem Anteil elektrifizierter Fahrzeuge wächst der Druck auf die

Induktives Laden während der Fahrt wird auf diversen Teststrecken erprobt

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MOBILITÄT

China, Schweden und Australien ziehen mit In verschiedenen Ländern laufen ähnliche Projekte. In der chinesischen Stadt Jinan ist ein Solarbelag, der sich selber mit Strom versorgt, als Versuchsanlage installiert worden. In Australien testet man einen Graphenbeton, der nicht nur Elektrizität leitet, sondern auch den Zementanteil halbieren würde und somit das durch die Produktion freigesetzte Kohlendioxid einsparen liesse. Zusätzlich besteht durch dessen Wärmeleitfähigkeit die Möglichkeit, den Beton in der Gebäudetechnik als Fussbodenheizung einzusetzen oder im Winter das Salz auf der Strasse durch Heizen des Belags zu sparen. Natürlich hat dies für einen grossflächigen Einsatz unter gebührender Abwägung der Umweltfaktoren und des Energiebedarfs zu erfolgen. Schweden setzt auf Bewährtes. Um die selbstgesteckten Klimaziele bis 2030 zu Die Zukunft könnte das Laden der E-Autos während der Fahrt sein

42 touring | März 2020

erfüllen, wird auch eine Methode zur Stromversorgung und -übertragung mit Schienen und Fangarmen in der Fahrbahn geforscht. Ähnlich funktionieren heute schon Linienbusse oder Züge, nur ist der Pantograf (Stromabnehmer) unter dem Fahrzeug platziert. Ob und wie dies mit der bestehenden Infrastruktur (Strassen, Brücken) kompatibel ist, ist fraglich. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum erste schwedische Unternehmen nun auch von der «eRoadArlanda» absehen und sich auf der Insel Gotland ebenfalls mehr mit dem Thema Induktion auseinandersetzen. In die Teststrassen werden Leitungen für induktives Laden eingebaut. Jeweils in der Fahrbahnmitte werden die Spulen aus Kupfer in zehn Zentimeter Tiefe in den Belag eingelegt. Diese werden dann mit dem Stromnetz verbunden. In Betrieb gehen die Spulen erst, wenn ein Fahrzeug über ihnen steht oder fährt.

Weitere Vorteile des Systems Laufend Strom heisst nicht nur weniger Standzeit an der Ladestation, sondern auch kleinere Batterien in Fahrzeugen. Kleinere Batterien bedeuten weniger Abbau von Ressourcen für die Batterieproduktion. Dadurch würde auch das Gewicht der Fahrzeuge sinken, was die Effizienz weiter fördern und die Lebensdauer der Infrastruktur ebenfalls erhöhen könnte. Nebenbei besteht auch die Möglichkeit, autonomes Fahren weiter voranzutreiben. Das Fahrzeug kann der Fahrbahn folgen, ohne visuelle Erkennung der Leitlinien. Zudem könnte das Versorgungsnetz Informationen von Auto zu Auto (car2car communication) übertragen, den Verkehr so aktiv steuern und somit zur Staureduktion beitragen.

Hürden in der Entwicklung Bis zu einer flächendeckenden Umsetzung des induktiven Ladens von Fahrzeugen während der Fahrt sind noch einige Entwicklungsschritte notwendig. Neben der Klärung der Umsetzbarkeit auf unserer Strasseninfrastruktur sowie der Bereitstellung finanzieller Mittel sind auch elektrotechnische Fragen zu klären. Ein wirkungsvoller Einsatz von Induktionsfeldern erfordert eine hohe Menge an Elektrizität, welche zur Strasse hinzuzuführen ist. Sie müssen mit anderen, bereits vorhandenen Systemen verträglich sein, ohne dass sie die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden. So dürfen unter anderem wichtige

Hilfsmittel wie Herzschrittmacher nicht in deren Funktionsweise gestört werden. Weiter müsste ein neues Bezahlsystem geschaffen werden, um die effektiv bezogene Energie jeweils pro Fahrzeug zu erfassen und dem Eigentümer in Rechnung stellen zu können. ◆ Zu den Autoren: Juri Schuler ist Leiter Infrastrukturbau bei Gruner Berchtold Eicher AG in Zug. Fabian Renggli ist Leiter Flottenmanagement & Logistik beim Touring Club Schweiz in Emmen. Beide sind Teilnehmer des Executive MBA der Hochschule Luzern – Wirtschaft.

So beurteilt das Astra die Chancen Vonseiten des Bundesamtes für Strassen Astra räumt man einem flächendeckenden Einsatz von induktivem Laden während der Fahrt wenig Chancen ein. So heisst es auf Anfrage: «Der Bund setzt sich zusammen mit Vertretern von Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche und deren Verbände sowie Vertretern von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden dafür ein, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. Eine Massnahme, um dieses Ziel zu erreichen, ist eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur. Das Bundesamt für Strassen Astra setzt dabei u. a. auf eine rasche und flächendeckende Ausrüstung seiner Rastplätze entlang der Nationalstrassen mit Schnellladestationen.» Weiter heisst es in deren Antwort: «Daneben sind wir über die Strassenforschung am Thema Elektromobilität dran und gegenüber technischen Innovationen sehr aufgeschlossen. Induktives Laden ist jedoch sehr aufwendig und bedingt sowohl bei der Infrastruktur wie auch bei den Fahrzeugen grosse Investitionen. Da die Reichweiten der Fahrzeuge immer grösser und die Ladezeiten immer kürzer werden, ist fraglich, ob sich die hohen Investitionen für einen flächigen Einsatz je amortisieren lassen würden. Zudem erfüllt die Fahrbahn verschiedene Funktonen wie Lärmreduktion, Entwässerung und Griffigkeit, welche durch Induktionsschlaufen nicht beeinträchtigt werden dürfen.»

FOTOS LAIF, ZVG

gramme, vorangetrieben. So wurde im 2017 die erste Teststecke für induktives Laden in Tel Aviv eröffnet. Installiert und betrieben wird sie vom extra hierzu gegründeten Start-up Electroad, später umbenannt in Electreon. Auf der Unterseite des Fahrzeuges wurde ein Empfänger für kontaktlose Stromversorgung angebracht. Im Asphalt eingelassene Kupferleitungen sorgen für den nötigen Strom. Gemäss Angaben von Electreon sollen die Empfänger kompatibel mit allen Elektrofahrzeugen sein. Dank spezieller Einbaumethode können bis zu einem Kilometer Spulen pro Tag in den Fahrbahnbelag eingebaut werden. Preise für System und Ausbau sind noch nicht bekannt.


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TECHNIK

OPEL CORSA 1.2 TURBO AUT. ELEGANCE

Sechste Generation

im Umlauf

Klassisch Das gut strukturierte und ergonomische Armaturenbrett

E3 Zylinder, 1,2-l-Turbobenziner, 130 PS W6,8 l/100 km (Testdurchschnitt), Energieetikette A VReichweite: 644 km kGewicht: 1235 kg (Testfahrzeug) P9,6 s in 0 bis 100 km/h L27 490 Fr. Als erster Corsa, der in der PSA-Ära entwickelt wurde, setzt der Opel-Kleinwagen den nüchternen Charakter seiner Vorgänger fort, begeistert aber mit einem schärferen Fahrverhalten dank dem 130 PS starken Dreizylindermotor.

Moderner ausgewogener Kleinwagen Motor/Getriebe harmonisch Diskreter und lebhafter 130-PS-Motor Ausgewogenes Fahrverhalten Sehr komfortable Vordersitze

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Niedriges Geräuschniveau Effiziente Matrixscheinwerfer

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N Exklusiv Die Matrixscheinwerfer mit acht LED-Elementen sind effizient

TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Opel Corsa 1.2 Turbo Elegance Aut.: 5 Türen, 5 Plätze; 27 490 Fr. (Testfahrzeug: 34 310 Fr.) Varianten: 1,2-l-Corsa, 75 PS (16 990 Fr.), bis Corsa-e Elegance, 136 PS (36 990 Fr.) Optionen: Metallic-Farbe (800 Fr.), ACC + Co. (590 Fr.), Rückfahrkamera, ToterWinkel-Anzeige usw. (890 Fr.), Matrixscheinwerfer (890 Fr.), Navigationssystem, 10-ZollTouchscreen (990 Fr.) Garantien: 2 Jahre ab Werk, 1 Jahr Mobilität; Rostschutzgarantie: 12 Jahre (Auflagen) Importeur: Opel Suisse SA, 8952 Schlieren, opel.ch TECHN. SPEZIFIKATIONEN Motor: 3 Zylinder, 1,2-l-Turbobenziner, 130 PS, 230 Nm bei 1750 U/min; aut. 8-GangGetriebe, Frontantrieb Gewicht: 1235 kg (Testfahrzeug), Gesamtgewicht 1650 kg, Anhängelast 1200 kg

Ein echter Opel Einfache und flüssige Linien werden durch das Dach in Kontrastfarbe aufgewertet (590 Fr.) 75%

Verbrauch nicht phänomenal 144 cm

Recht straffe Federung (17-Zoll-Räder) Mittelmässige Serienausstattung Beinfreiheit auf dem Rücksitz Sicht zur Seite und nach hinten Ambiente im Interieur sehr nüchtern Werksgarantie (zwei Jahre)

Radstand 254 cm Länge 406 cm Breite 175 cm Kofferraum: 309–1118 Liter Reifen: 205/45R17, min. 195/55R16

ein, der Opel Corsa hat seine Seele beim Übergang in den Schoss von PSA nicht ver­ loren. Obwohl seine Ent­ stehung ein Husarenstreich war – zwei­ einhalb Jahre für die Umstellung auf die Plattform der Gruppe – wird die sechste Generation auch eingefleischte «Opela­ ner» keineswegs schockieren. Alles steht daher im Zeichen der Nüchternheit. An­ gefangen bei der Karosserie mit sanften Linien, die von der Lichtsignatur des Hauses unterstützt werden. Gleiches Vorgehen im Innenraum, wo das ange­ nehm anzuschauende Armaturenbrett das Zehn­Zoll­Multimediamodul (Op­ tion) harmonisch umschliesst. Und im Gegensatz zum aktuellen Trend behält die Version Elegance analoge Instru­ mente mit grossen Anzeigen. Die Prä­ sentation ist schnörkellos. Aber das Aussehen des Hartplastiks erweckt Ver­ trauen, genau wie die Verarbeitung. Mehr verblüfft wurden wir durch den Seitenhalt und vor allem durch den Komfort, den die serienmässigen Stoff­ Kunstleder­Sitze bieten. Die vorderen Insassen sind im siebten Himmel. Auf der Sitzbank gibt es weniger zu lachen. Zwar sind die gemütlichen Sitze immer noch passend, aber der Platz für die Beine ist eher knapp, und zwar trotz des verlängerten Radstandes (+3 cm).

Fahrwerk aus gutem Hause Die grosse Neuheit liegt beim Fahrver­ halten, das typisch für PSA ist. Daher bekommt man den spielerischsten Corsa aller Zeiten. Die bissige Vorderachse und die natürliche Agilität dieses Kleinwa­ gens begeistern auf kurvigen Strecken. Eine Leichtigkeit, die durch den abge­ senkten Schwerpunkt und die Lenkung mit guter Rückmeldung unterstützt wird. Diese gelungene «Peugeotisie­ rung» wird durch die Brillanz des PSA­ Dreizylinders mit 130 PS bekräftigt. Im Stadtverkehr sehr fügsam, vereint der aufgeladene Motor Sanftheit mit Leb­ haftigkeit, sobald man die Gangart for­ ciert. Er wird vom hauseigenen Automa­ tikgetriebe, dessen acht Gänge passend eingelegt werden, ideal unterstützt. Vibrationsfrei gibt dieser Motor im Mo­ dus Sport zivilisiertes Dröhnen von sich. Ausser mit einer relativ harten Federung brilliert der Corsa auch beim Verbrauch (Schnitt im Test: 6,8 l/100 km) nicht wirklich. Man könnte allerdings auch auf die elektrische Version Corsa­e mit 136 PS ausweichen. • März 2020 | touring

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TECHNIK

TCS-EXKLUSIV FAHRDYNAMIK Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (Fahrstufe D) 80–120 km/h (Fahrstufe D) Wendekreis: Bremsweg (100–0 km/h):

9,6 s 5,2 s 6,4 s 11,3 m 35,4 m

TCS MoBe: Andrea Scuderi

Innenlärm: 60 km/h: 120 km/h:

61 dB(A) 68 dB(A)

SERVICEKOSTEN Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.)* 15 000/12 1,1 294.– 30 000/24 1,7 536.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 15 000 km/Jahr 31,8 7643.– * Inklusive Servicematerial.

BETRIEBSKOSTEN km/Jahr

Rp./km

Fr./Monat feste variable 15 000 62 482.– 288.– 30 000 42 482.– 577.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS), Opel-Händler: 85–178 Fr. NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND Ein wenig knapp, der Platz auf der Bank

Zyklus Mix Werk WLTP 5,7 Werk NEFZ 2.0 4,5 129 g/km CO2-Emissionen: CO2, Schweizer Durchschnitt: 174 g/km Energieetikette (A–G): A TESTVERBRAUCH 6,8 l/100 km Tankinhalt:

Reichweite 644 km 44 Liter Video zum Test tcs.ch/ videoportal

Die Aufteilung eines Kleinwagenkofferraums Gediegen, die Heckpartie mit ausgearbeitetem Abschnitt. Abfallendes Dach und Heckspoiler

Opel Corsa 1.2 Turbo im Detail KAROSSERIE Ausschliesslich als fünftürige Ausführung lieferbar, behält der Corsa Opel typische Züge bei. Der Platz ist vorne grosszügig, die hinteren Passagiere müssen jedoch mit einer ziemlich knappen Beinfreiheit zurechtkommen. Der kubisch geformte Kofferraum entspricht der Norm im Segment. Die Rundumsicht ist eingeschränkt. INNENRAUM Sehr klassisch gehalten, gehören die Innenraumpräsentation und das gut zusammengestellte Armaturenbrett zum guten Ton. Der Touchscreen (sieben Zoll serienmässig) umfasst ein Multimediasystem, das mit den üblichen Funktionen (Apps, Sprachsteuerung usw.) ausgerüstet ist. KOMFORT Abgesehen von der durch die 17-ZollBereifung (400 Fr.) verursachten harten Federung, sorgen die gepflegte Schalldämmung und der bemerkenswerte Komfort der Vordersitze für beachtlichen Fahrkomfort. Ausserdem erweist sich der Dreizylindermotor als diskret. PREIS/LEISTUNG Obwohl die Preise gestiegen sind, bleibt der Corsa günstiger als der Peugeot 208. Ab der Version Edition ist die Ausstattung angemessen (Stoff-Kunstleder-Sitze, Klimaanlage). Das Niveau Elegance wird durch LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Alufelgen usw. bereichert. Viele Ausrüstungen als Option, aber zu bescheidenen Preisen. FAHREIGENSCHAFTEN Das beschränkte Gewicht und das ausgewogene Fahrwerk des klar untersteuernden Kleinwagens sorgen für sicheres Fahrverhalten. Der agile Corsa umrundet enge Kurven sicher. Die präzise Lenkung und die nicht vorhandenen Drehmomenteinflüsse im Lenkrad tragen zum Fahrspass bei. MOTOR UND ANTRIEB Die 130-PS-Version des PSA-Dreizylinders verführt durch sein angenehmes Verhalten im Stadtverkehr wie auf der Autobahn. Das aufgeladene Triebwerk bietet spontanen Durchzug und dreht leicht hoch, und das ohne übermässige Vibrationen. Er funktioniert perfekt mit dem Achtgang-Automatikgetriebe. VERBRAUCH Mit leichtem Fuss lässt sich der Corsa unter 7 l/100 km halten. Der Testdurchschnitt (6,8 l/100 km ist für einen modernen Kleinwagen nicht aufsehenerregend. SICHERHEIT Die meisten Assistenzsysteme sind als Option erhältlich, und das zu bescheidenen Preisen. Die Matrixscheinwerfer sorgen für mehr Sicherheit.

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Zeigen Sie Ihre Begeisterung – tragen Sie Patrouille Suisse

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Das Ladenetz ist bereit für die E-Mobilität Über 3600 öffentliche Lademöglichkeiten stehen zur Verfügung. Damit ist das Ladestationennetz in der Schweiz eines der dichtesten weltweit. Auch die Zahl der Schnellladestationen ist beachtlich. TEXT MARTIN BOLLIGER

Routenplanung mit Apps und Websites Wer zum ersten Mal mit dem Elektroauto unterwegs ist, ist gut beraten, sich mit den entsprechenden Apps, Websites 48 touring | März 2020

und Navigationssystemen vorzubereiten, um den richtigen Anschluss zu erwischen. Für Gleichstrom-Schnellladung existieren drei verschiedene Normstecker, die Zugangs- und Abrechnungssysteme sind vielseitig und die Preismodelle ebenfalls. Mit etwas Vorbereitung findet man jedoch schnell heraus, wo man sein Auto auf laden kann. Umfassende Informationen erhält man auf anbieterunabhängigen Websites: «ichtankestrom.ch» vom Bundesamt für Energie zeigt z. B. alle öffentlichen Ladestationen und gibt an, ob sie verfügbar oder besetzt sind. Die «TCS eCharge»-App listet ebenfalls Stationen auf und zeigt zusätzliche Informationen wie Anschlusstyp, maximale Leistung, Zugang und Identifikation, Bezahlmöglichkeiten, Preis, Verfügbarkeit und vieles mehr auf. Zudem kann die Ladestation reserviert werden.

ein Zugangs- und Abrechnungssystem, das ähnlich wie bei Selbstbedienungstankstellen Kredit- oder spezielle Ladekarten akzeptiert. In Bezug auf die Schnellladestationen hat der Hersteller Tesla bereits ab 2013 in ganz Europa Pionierarbeit geleistet. Tesla-Besitzer können in der Schweiz an 21 Supercharger-Stationen mit bis zu 150 kW aufladen.

Zu Hause laden

Viel Reichweite dank Schnellladestationen

Um den Ladekomfort zu verbessern und auch um ein Lastmanagement zu gewährleisten, gibt es Heimladestationen. Diese werden entweder ebenfalls an eine geeignete Steckdose eingesteckt (Plug-and-play-Konzept) oder vom Elektriker fest installiert und überprüft. Der TCS bietet diverse Plugand-play-Lösungen an. Der Stromanschluss zu Hause liefert zwischen 3,7- und 11-kWWechselstrom oder, anders ausgedrückt, 15 bis 50 Kilometer Reichweitenzuwachs pro Stunde.

Wer unterwegs sein E-Auto in kurzer Zeit laden möchte, kann in der Schweiz auf ein wachsendes Schnellladenetz mit mehr als 575 Stationen mit bis zu 20 GleichstromLadepunkten pro Station zurückgreifen. Die enormen Ladeleistungen an den Schnellladestationen befinden sich inzwischen bei 50 bis 150 kW, was einem Reichweitenzuwachs von 250 bis 750 Kilometern pro Stunde entspricht. Tendenz steigend. Die Stationen haben zumeist

Es gibt im Moment Entwicklungen in Richtung induktives Laden. So kann das Auto ohne Kabel über einer Induktionsschlaufe positioniert und automatisch geladen werden. Weil Autos über 95 Prozent ihrer Zeit auf Parkplätzen verbringen, wird sich auch die Infrastruktur dort befinden. Weiter werden sogenannte Laderoboter getestet, die dereinst selbstständig in Parkhäusern E-Autos aufladen sollen. ◆

GOFAST/EGELMAIR PHOTOGRAPHY

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ie E-Autos werden immer beliebter und haben sich in Bezug auf die Reichweite stark verbessert. Trotz mehrerer Hundert Kilometer Reichweite benötigen sie ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen. Diese Infrastruktur wird seit etwa zehn Jahren auch in der Schweiz entwickelt und aufgebaut, teils auf private Initiative, teils mit Unterstützung der öffentlichen Hand. Derzeit sind hierzulande mit 3641 Ladestationen etwa gleich viele Ladestationen wie Tankstellen in Betrieb. Jedes Elektroauto verfügt über ein Ladegerät, mit dem es an geeigneten Steckdosen aufgeladen wird. Der Wechselstrom von der Steckdose wird vom Ladegerät in Gleichstrom umgewandelt, den die Batterie aufnimmt. Heute verfügen fast alle Elektroautos zusätzlich über eine Gleichstrom-Schnelllademöglichkeit (DCFC, Direct Current Fast Charge). Bei diesem System sitzt das Ladegerät in der Ladeinfrastruktur, und die DC-Leistung geht direkt vom Kabel der Säule in die Batterie des Autos, ohne das eingebaute Ladegerät zu benutzen. Auto und Ladestation kommunizieren miteinander, damit die Ladung optimal abläuft.


TECHNIK Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten Ladestationennetze der Welt

GUT ZU WISSEN Ladegeschwindigkeit: Die Ladegeschwindigkeit gibt an, wie viele Kilometer Reichweite in einer Stunde geladen werden können. Sie wird in km/h angegeben. Die Ladegeschwindigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Leistung der Ladestation und der Ladeleistung, die das Auto aufnehmen kann. Der kleinere Wert begrenzt die Ladegeschwindigkeit. Energieverbrauch: Der Energieverbrauch spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein sparsames Fahrzeug fährt mit weniger Energie weiter. Für ein Elektroauto mit vier oder fünf Plätzen kann im Schnitt mit 20 kWh/100 km gerechnet werden. Dies entspricht ca. 2 l Treibstoff/100 km. CO2: Elektroautos stossen im Betrieb keine Schadstoffe aus. Für die Bereitstellung der Elektrizität fallen 26 g CO2 pro Kilometer an. Der CO2-Ausstoss für die Batterieproduktion wird damit innert der ersten ca. 20 000 bis 40 000 Kilometer kompensiert (abhängig von Produktionsort, Batteriegrösse und Stromqualität für die Batterieproduktion). Steckersysteme – Typ-2Stecker: Standardanschluss am Fahrzeug für Normalladung mit Wechselstrom 230/400 V. Chademo: Schnellladungstandard, der bei japanischen Automarken verbreitet ist. Ursprünglich bis 50 kW, heute gibt es in der Schweiz auch Stationen mit 150 kW. CCS: In Europa weit verbreitet und von den amerikanischen und europäischen Autoherstellern bevorzugt. Ursprünglich 50 kW, heute in der Schweiz häufig mit 150 kW ausgerüstet. Tesla: Die Ladestationen von Tesla sind nur für TeslaFahrzeuge offen und leisten 150 kW. Die neuen Fahrzeuge von Tesla sind mit CCS kompatibel. Bei älteren Tesla wird der Typ-2Normstecker auch für die Schnellladung verwendet, und es existiert ein Adapter für Chademo. tcs.ch

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TECHNIK

Stromer auf Distanz günstiger Ein TCS-Vergleich zeigt, dass thermisch und elektrisch angetriebene Autos über die Zeit etwa gleich hohe Kilometerkosten verursachen. Der höhere Kaufpreis wird durch die günstigen Tarife für den Strom kompensiert. REDAKTION MARC-OLIVIER HERREN | TEST HEINZ EHRAT

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ieser TCS-Vergleich, der sich über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren erstreckt, hat die vorgefassten Meinungen zu den Kosten, der TCO (total cost of ownership) der elektrischen Autos zerschlagen. Die Auswertung hat fünf der meistverkauften Fahrzeuge aus jeder Antriebsfamilie berücksichtigt. In der Schlussbilanz hat sich gezeigt, dass die tieferen Energie- und Unterhaltskosten der Elektroautos über die Dauer von zehn Jahren ihren höheren Kaufpreis kompensieren. Das wirtschaftliche Potenzial der E-Fahrzeuge verbessert sich mit steigender Kilometerleistung. Moral der Geschichte: Das Einsatzprofil und nicht der Antriebstyp bestimmt, welches Fahrzeug am günstigsten ist.

bei einer geringen jährlichen Kilometerleistung (7500 km) als interessant. Der Vergleich beruht auf Nachladungen nachts an einer Haushaltsteckdose (15 Rp./kWh). Bei 150 000 Kilometern/10 Jahre kann sich ein Stromer schon als günstiger erweisen als ein Verbrenner mit tieferem Kauf Kaufpreis. Bei einer hohen jährlichen Kilometerleistung (300 000 Ki-lometer/10 Jahre) nimmt der Vorteil der Elektrofahrzeuge bei den Energiekosten beträchtlich zu. Ein Tesla Model 3 zum Beispiel hätte rund 42 000 Franken weniger gekostet als ein VW Tiguan Benziner. Ebenso sind die TCO des Renault Zoe um die Hälfte niedriger als die des Ford Fiesta. Aber andererseits bleibt das Tiefpreis-Benzinauto Dacia Sandero TCe 90 das günstigste und der kostspielige Tesla S der teuerste in allen Fällen. •

Wie die unten stehende Grafik zeigt, erweisen sich die Elektroautos über die Zeit schon

Der TCS-USB-Stick eignet sich perfekt zur Berechnung der Kilometerkosten

KILOMETERKOSTEN, DER TCS-STICK Der TCS hat die durchschnittlichen Kilometerkosten eines Standardbenzinautos mit einem Preis von 35 000 Fr. berechnet. Bei einer jährlichen Kilometerleistung von 15 000 Kilometern bleiben sie unverändert bei 71 Rp./km, da sich die Energiepreise nur wenig geändert haben. Der USB-Stick (16 GB) «Kilometerkosten 2020» erlaubt eine einfache Berechnung der Betriebskosten. Sie können auch für Motorräder berechnet werden. Eine ideale Hilfe für die Steuererklärung. Der Preis beträgt 19 Fr. für TCS-Mitglieder (Nichtmitglieder 29 Fr.) + Versandkosten (5 Fr.). Bestellung auf der Website ratgeber.tcs.ch.

Kosten für Verbrennungs-/Elektrofahrzeuge über 10 Jahre 75 000/150 000/300 000 Kilometer 170 000 150 000 125 000 100 000 75 000 50 000 Elektro (Neupreis)

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Dacia Sandero TCe 90

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Ford Fiesta 1.0 SCTi

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Renault Zoe

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BMW i3

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Hyundai Kona EV

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✓ Schnupperkreuzfahrt mit der MS Queen Mary II von Southampton nach Hamburg inkl. 2 Übernachtungen an Bord (Basis: 2-Bettkabine innen, Kategorie IC), eine Flasche Sekt/Champagner zur Begrüssung auf der Kabine, Vollpension an Bord inkl. Afternoon-Tea und Snacks vor Mitternacht, Nutzung sämtlicher Bordeinrichtungen, Hafen & Sicherheitsgebühren

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✓ 1 Übernachtung inkl. Halbpension im guten Mittelklassehotel im Raum Hamburg Southampton

London

Hamburg Canterbury

Calais

Lille

Fantastisches London

Imposant, elegant, spritzig - die Queen Mary 2 ist eine Ikone unserer Zeit. Hören auch Sie das Herz der Königin unter den Königinnen schlagen - Sie werden sich ins Goldene Zeitalter der Seereisen zurückversetzt fühlen. Bevor die Queen in See sticht, entdecken wir die pulsierende Weltmetropole London aus verschiedenen Perspektiven, staunen über die wunderschöne Kathedrale in Canterbury und erobern das königliche Windsor mit seinem Schloss. Im Anschluss an unsere unvergessliche Schnupperkreuzfahrt mit der Queen Mary II erwartet uns Hamburg mit seiner ganzen Pracht!

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Freitag 10. Juli 2020 – Anreise nach Lille Gemütliche Fahrt vorbei an den herrlichen Landschaftsbildern der Champagne und der Königsstadt Reims nach Lille. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Samstag 11. Juli 2020 – CanterburyLondon Wir reisen nach Calais, wo wir den Autozug Le Shuttle besteigen, der uns durch den Eurotunnel nach Folkestone in England bringt. Auf dem Weg nach London halten wir in Canterbury, wo wir Ihnen unter anderem die weltberühmte Kathedrale und den zauberhaften Stadtkern zeigen. Gegen Abend erreichen wir den Raum London. Nachtessen & Übernachtung. 3. Tag, Sonntag 12. Juli 2020 – London Nach dem Frühstück fahren wir ins Stadtzentrum und lernen bei einer interessanten Stadtführung London kennen. Für den Nachmittag haben wir für Sie noch ein Highlight reserviert: Eine Auffahrt auf „The Shard“, mit 310m Westeuropas höchstes Gebäude – oben angekommen

geniessen wir den grossartigsten Ausblick auf die Weltstadt. Gegen Abend Rückfahrt ins Hotel und Nachtessen.

Wunderschöne Salons, unzählige Bars, Restaurants, Pools, das Royal Court Theatre, das Casino und ein luxuriöser SpaClub warten auf Sie.

4. Tag, Montag 13. Juli 2020 – Königliches Windsor Westlich von London liegt das Städtchen Windsor ebenfalls an der Themse. Dieses ist vor allem für das riesige und wunderschöne Windsor Castle, wo die englische Königsfamilie heute noch sehr gerne residiert, bekannt. Freuen Sie sich auf eine spannende Audioguide Führung. Danach fahren wir weiter nach Southampton, wo die Einschiffung auf die legendäre Queen Mary 2 ansteht. Erkunden Sie die elegante Königin bei einem ersten Rundgang übers Schiff.

6. Tag, Mittwoch 15. Juli 2020 – Hamburg Heute heisst es in Hamburg schon wieder Abschied nehmen vom exklusiven Bordleben. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt geniessen wir von der Plaza der Elbphilharmonie einen atemberaubenden Ausblick auf die moderne Hafencity. Im Anschluss lassen wir uns bei einer herrlichen Hafenrundfahrt die Hamburger Brise um die Nase wehen. Gegen Abend Fahrt in unser Hotel im Raum Hamburg, wo wir mit dem Nachtessen erwartet werden.

5. Tag, Dienstag 14. Juli 2020 – Entspannung auf See Den heutigen Tag verbringen wir auf See. Beginnen Sie den Tag bei einem ausgiebigem Frühstücksbuffet und geniessen Sie anschliessend die frische Seeluft oder lassen Sie sich inspirieren von den vielen Annehmlichkeiten an Bord der Queen Mary II. Es gibt viel zu entdecken.

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

7. Tag, Donnerstag 16. Juli 2020 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir heute die Heimreise an. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

✓ Passage durch den Eurotunnel CalaisFolkstone ✓ Interessante Führung in Canterbury inkl. Eintritt Kathedrale ✓ Interessante Stadtführung in London inkl. Auffahrt auf den Shard ✓ Eintritt und Audioguideführung Windsor Castle inkl. State Apartments ✓ Interessante Stadtrundfahrt in Hamburg inkl. Besuch Elbphilharmonie Plaza ✓ Herrliche Hafenrundfahrt in Hamburg mit der Barkasse ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im

Doppelzimmer/Doppelkabine Fr. 1599.Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag (Hotels): Fr. 280.Einzelkabinenzuschlag (Schifffahrt): Fr. 390.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Auf Wunsch Kabinenaufschläge auf Queen Mary II Doppelkabine -: - Aussen: Fr. 99.- Aussen mit Balkon (Kat BF): Fr. 259.- Aussen mit Balkon (Kat BC): Fr. 293.Höhere Einzelkabinen Zuschläge auf Anfrage

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E-Kleinwagen voller Elan Der Zoe schärft mit wenigen Änderungen sein Profil als elektrischer Kleinwagen mit mehr Reichweite und besseren Fahrleistungen. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

D

er Renault Zoe der zweiten Generation gibt sich beim Aussehen mit ästhetischen Retuschen zufrieden, die ihm mehr Persönlichkeit einflössen. Er bleibt ein Kleinwagen mit feschem Aussehen, aufgelockert durch serienmässige LED-Scheinwerfer. Im Gegensatz dazu sind die Fortschritte bei Beschleunigung und Reichweite offensichtlich. Die von jetzt an lieferbare Version R135 mit einer Lithium-Ionen-Batterie von 52 kWh erweist sich als sehr kräftig. Die Beschleunigung ist lebhaft und der Durchzug kräftig. Bis zu dem Punkt, wo man von durchdrehenden Reifen überrascht wird, wenn man die 135 PS voll abruft. Dieses Temperament lenkt von der Masse der im Unterboden verstauten Batterie (385 kg) ab. Ohne das Fahrverhalten eines

Karts aufzuweisen, wie es forderungsreicheren Wintergewissen Elektromodellen einsatz haben wir einen eigen ist, klebt der Zoe doch Schnitt von 230 Kilometern gut auf der Strasse. Sein erreicht. Weiter ist der Ecowahres Potenzial entfaltet er Modus für den Stadtverkehr aber im Agglomerationsverausgelegt, ausserorts erweist kehr. Die Geer sich als schmeidigkeit etwas einAnständige Reichweite und die Fügschnürend. Ideal in der Agglomeration samkeit des Beschleunigung/Durchzug SynchronBei gleichen Vollständige Ausstattung motors sorgen Abmessungen Bedienelemente hier für Wohlbietet der Zoe behagen. Um II den für eiKnapp für längere Reisen das Fahren nen KleinwaPreis 50-kW-Aufladung noch mehr zu gen üblichen Türgriffe hinten vereinfachen, Platz. Er unverstärkt der terscheidet Modus B die Abbremsung sich durch die erhöhten Sitzbeim Loslassen des Gasflächen und einen kleineren pedals. Weniger ausgeprägt Kofferraum. Die digitalen als beim Nissan Leaf, aber Instrumente passen gut zu praktisch. den herkömmlichen Bedienelementen und dem grossen Die verbesserten Fahrleistun- Touchscreen. Die Ausstatgen sind verbunden mit einer tung ist üppig, und die FussReichweite von 385 Kilomegängererkennung ist abtern (WLTP-Zyklus). Im anschaltbar. Was besser ist. •

SCHNELLLADUNG Seit seinem Debüt im 2012 ist die Batterie des Renault Zoe schrittweise von 22 auf 41 kWh gewachsen, um jetzt bei 52 kWh zu gipfeln. Wie bei den meisten elek­ trischen Kleinwagen ist die Reichweite daher merklich grösser geworden. Trotz­ dem ist das Volumen der Batterie identisch geblie­ ben. Die Einführung einer Wärmepumpe erlaubt es, die Verluste beim Heizen zu begrenzen. Als weitere Neu­ heit kann das Nachladen an 50­kW­Ladestationen er­ folgen. Wenn man nicht 1050 Franken für diese Op­ tion zahlt, lädt der Zoe an 22­kW­Stationen auf. Das ist mehr als genug. Wie immer werden die Batte­ rien vermietet (94–144 Fr./ Monat). Ohne das muss man 10 000 Franken mehr aufwenden. Die Ladeklappe bietet Zugang für einen CCS-Stecker

NLänge: 4,09 m; Kofferraum: 338 dm E135 PS, 245 Nm; 1-Gang-Getriebe; 0–100 km/h in 9,5 s; Batterie 52 kWh; Testverbrauch: ca. 21 kWh/100 km; Reichweite: ca. 230 km L31 200 Fr. 3

Evolutionäres Design Neu gezeichnete Haube und Grill sorgen für mehr Ausdruck

März 2020 | touring

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Tag 1 Schweiz > Nijmegen Busanreise. Um 19 Uhr legt die Excellence Countess ab. Tag 2 Veere Transfer zur ersten Golfrunde. De Goese Golf Tag 3 Rotterdam > Amsterdam Zweite Golfrunde. Golfbaan Hitland Tag 4 Amsterdam > Hoorn Dritte Golfrunde. Burggolf De Purmer Tag 5 Hoorn > (Insel Texel) > Harlingen Golffreier Tag. Fak. Ausflug Insel Texel (Fr. 80) Tag 6 Harlingen > Kampen Vierte Golfrunde. Burggolf St. Nicolaasga Tag 7 Kampen > Nijmegen Fünfte Golfrunde. Golf Event Center Lelystad Tag 8 Nijmegen > Schweiz Busrückreise in die Schweiz

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Der Stadt-SUV par excellence NLänge: 4,23 m; Kofferraum: 395 dm3 E1,3-l-Turbobenziner, 155 PS, 270 Nm; 7-GangEDC; 0–100 km/h in 8,6 s; Testverbrauch: 7,8 l/100 km; Reichweite: 615 km L34 100 Fr. Geräumiger denn je tritt der Renault Captur als polyvalenter SUV auf. Dabei bietet er Technik und Kraft ersten Ranges. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTO EMANUEL FREUDIGER, ZVG

E

s erstaunt nicht, dass die Kleinwagen angesichts der attraktiven Stadt-SUV an Terrain verlieren. Mit stärker geneigterer Frontscheibe und Motorhaube distanziert sich der Renault Captur vom rundlichen Look. Parallel dazu sorgen die skulptierten Flanken und die zweifarbige Karosserie für ein attraktives Aussehen.

bringt er solide Fahrleistungen. Das Ganze wird ergänzt durch ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit genügender ReaktionsgeschwinDer Captur profitiert von digkeit. Auch wenn er nicht einem kleinen Wachstumsder verspielteste der kleinen schub (+11 cm), um den hinSUV ist, verführt der Captur teren Insassen grosszügigen durch sein präzises und gePlatz anzubieten. Ausserdem fälliges Fahrerlaubt es verhalten. die in einem Platzangebot/Variabilität Die direktere Stück um Fahrleistungen/Komfort Lenkung bie16 Zentimeter Gefälliges Fahrverhalten tet gute Rückverschiebbare Gutes Technikniveau Und der Captur beschränkt meldung. Wir Sitzbank, die Verarbeitung/Personalisich nicht auf diese trendige waren nur Kapazität des sierung Verpackung. Ausser einem überrascht Kofferraums grossen Arsenal von Fahrhilvon der zu variieren, Straffe Federung fen (siehe Kasten) macht sich bedingten der ebenfalls Enttäuschender Verbrauch die Digitalisierung im InnenStandfestigan Grösse geStandfestigkeit Bremsen raum breit. Das Armaturenkeit der wonnen hat. brett wird von einem grossen, Bremsen Wieder erstarkt senkrechten Tablet mit sehr (hintere Trommeln). Weiter Unter der Haube gipfelt der klarer Anzeige dominiert. bedauern wir die etwas 1,3-Liter-Vierzylinder von Als Option (300 Fr.) gibt es straffe Federung und einen digitale Instrumente mit drei jetzt an bei 155 PS. In der sehr mittelmässigen VerStadt cruist der 4×2, ohne zu hoch entwickelten Ebenen. brauch, wobei der Testwagen murren, bei tiefen DrehzahDas Ganze kann durch verallerdings einen sehr niedschiedene Personalisierungs- len. Auf der anderen Seite rigen Kilometerstand hatte. dreht er willig hoch und zieht Ändern dürfte das diesen pakete betont werden. Und weil, abgesehen von den hohl bis gegen 6000 U/min. Ohne Sommer mit der Plug-inwirklich sportlich zu sein, tönenden Türen, die QualiVersion mit 140 PS. • tätsanmutung zum guten Ton gehört, ist das Ambiente da.

VERBREITUNG DER FAHRASSISTENTEN Der Renault Captur ist ein Beispiel für die Verbreitung der Fahrassistenten. Noch vor einer Handvoll Jahren wäre ein Stadt-SUV mit adaptivem Abstandregler mit Stop-and-go-Funktion schwer vorstellbar gewesen. In der Praxis funktioniert diese Vorrichtung, bestehend aus einer Frontalkamera und einem Radar, zufriedenstellend, bedingt aber einen Aufschlag von 1100 Franken. Verbunden mit dem Spurhalteassistenten (aktiv ab 60 km/h), der den Kurs des Fahrzeugs ohne Nervosität hält, entspricht dieses System einem autonomen Fahren der Stufe 2. Es wird unterstützt durch einen Totwinkelassistenten mit Radar. Ein weiterer Fortschritt ist die aktive Bremsanlage, welche Fussgänger und Radfahrer entdeckt und sowohl tags als auch nachts funktioniert.

Erkennung von Fussgängern via Kamera und Radare

März 2020 | touring

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Auf den Flüssen der Zaren St. Petersburg–Moskau

Herrliche Seenlandschaften Zaren-Nostalgie Mittelthurgau-Reiseleitung

Route 2 St. Petersburg – Moskau

Reduktionen

Tag 1 Zürich > St. Petersburg Flug nach St. Petersburg. Transfer zur Alexander Borodin. Tag 2 St. Petersburg Sie entdecken St. Petersburg auf einer Stadtrundfahrt*. Anschliessend Besichtigung der Parkanlage Peterhof (fakultativ). Tag 3 St. Petersburg Heute besuchen Sie das Eremitage-Museum*. Erleben Sie ausserdem den Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer (fakultativ). Tag 4 Mandrogi In Mandrogi erleben Sie das etwas andere Russland – bodenständig und traditionell. Erleben Sie Musik der Region und kosten Sie einen Schaschlikspiess*. Tag 5 Kishi Inmitten des Onegasees liegt die kleine Insel Kishi mit ihrer märchenhaften Holzkirche. Rundgang*. Tag 6 Gorizy Ausflug zum 10 km entfernten Kirillow-Belozerskij-Kloster*. Im Jahr 1397 vom Mönch Kirill gegründet, war es lange Zeit ein wichtiges religiöses Machtzentrum. Tag 7 Jaroslawl Die alte Kaufmannsstadt gehört zu den bedeutendsten Städten rund um Moskau, dem Goldenen Ring. Stadtrundfahrt* in der alten Kaufmannsstadt Jar Jaroslawl.

Tag 8 Uglitsch Ihr Schiff erreicht einen der ältesten und bedeutensten Orte an der Wolga. Sie besuchen die Erlöserkathedrale und den Kreml von Uglitsch*. Tag 9 Moskau Stadtrundfahrt* in der russischen Hauptstadt. Abendausflug in die Moskauer Metro (fakultativ). Tag 10 Moskau Heute besuchen Sie den Moskauer Kreml*. Tag 11 Moskau > Zürich Transfer und Rückflug nach Zürich. Route 1 Moskau – St. Petersburg Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket inklusive

Die Alexander Borodin***+ wurde 1977 gebaut und 2005 renoviert. Die max. Passagieranzahl liegt bei 224 Gästen und 80 Besatzungsmitgliedern. Das Schiff hat 1 Restaurant, 2 Bars, Souvenir-Shop, Konferenzsaal, Wäscheservice, Lift und Bordarzt. Alle Kabinen liegen aussen und verfügen über zu öffnende Panoramafenster (ausser Kabinen 200 und 201 die über nicht zu öffnende Panoramafenster verfügen). Die Kabinen sind mit individuell regulierbarer Klimaanlage/Heizung, Dusche/WC, Safe, Bordradio und Wandschrank ausgestattet.

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Zuschläge • Abreise Weisse Nächte 05.06., 15.06., 25.06., 05.07. 95.– • Alleinbenützung Kabine Hauptdeck 695.– • Alleinbenützung Kabine Ober-/Bootsdeck 1395.– • Klimaneutral reisen, Stiftung myclimate +2.60% Unsere Leistungen • Flussreise mit Vollpension an Bord • Flüge mit Swiss Zürich–St. Petersburg und Moskau–Zürich oder v.v. • Transfers gemäss Programm • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • * Inklusiv-Leistungen des Ausflugspakets • Vorträge über Land und Leute • Visagebühr Russland • Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Gäste benötigen einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und ein Visum. Das Visum holen wir gerne für Sie ein. Internet Buchungscode

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Die markante Front prägt den grossräumigen Opel Zafira

NLänge: 4,9 m; Laderaum: 60–316 cm E2-l-Turbodiesel, 177 PS, 400 Nm; 8-GangAutomatik; 0–100 km/h in 10,4 s; Verbrauch: 7,5 l/100 km; Reichweite: 933 km L52 860 Fr. OPEL ZAFIRA LIFE BUSINESS INNOVATION

Variabler Lounge-Van Mit Ledersitzen und Glasdach ausgestattet, wird der neue Opel Zafira zum VIP-Shuttle. Ein solider Van mit guten Fahrleistungen.

Übersichtliches Cockpit ohne Mittelkonsole

TEXT FELIX MAURHOFER

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ross, geräumig, viel Variabilität und eine Fusion zwischen Van und Transporter, so kann der neue Opel Zafira Life in etwa charakterisiert werden. Mit der 1999 entwickelten ersten Zafira-Generation hat die neuste, vierte Modellgeneration nichts mehr gemein. Der Zafira hat sich von der Van-Klasse verabschiedet und sich zum Konkurrent des VW Multivan T6 gemausert.

Solide Verarbeitung Die kastenähnliche Form des Testmodells Opel Zafira Life Business Innovation ist 4,9 Meter lang und mit seiner Sitzkonfiguration ein echter VIP-Shuttle. Die vier grosszügigen Ledersitze im Fond lassen sich beliebig verschieben und bieten sehr viel Beinund Kopffreiheit. Dank des geteilten Glasdachs erhält

der Passagierraum einen exklusiven Touch. Der durch Kunststoff dominierte und nüchtern gestaltete Innenraum ist solide verarbeitet und kommt ohne Schnickschnack aus.

steuerung unter dem Touchscreen geraten. Das getestete Modell ist mit diversen Assistenzsystemen ausgestattet. Das vom Spurhalte- über den Fernlichtassistenten bis zum adaptiven Tempomat. Dank der grossen Frontscheibe ist Übersichtliches die Übersicht sehr gut. Bei Cockpit ParkmanöIm Cockpit vern hilft der Variabilität Innenraum fällt als Erstes Parkassistent Übersicht die fehlende mit der RückFahrkomfort Mittelkonsole fahrkamera. Viele Ablagefächer auf. Die HauptSelbst in der instrumente Lounge-KonKlimabedienung sind analog figuration ist Karosseriedesign gehalten, was die VariabiliMaterialien Innenraum zum Multität schier media-Touchgrenzenlos – screen einen gelungenen ein paar Handgriffe, und die Kontrast bietet. Nicht zu versechs auf Schienen montiergessen ist das gut einstellten Sitze sind ausgebaut. bare Head-up-Display. Die Gut motorisiert Bedienung von Audio über das Navi bis zur Autokonfigu- Das Zweiliter-Turbodieselration ist intuitiv und logisch. aggregat mit 177 PS läuft Etwas fummelig ist die Klima- kultiviert und bietet alleweil

Das Glasdach verleiht der Businessversion einen exklusiven Touch

genug Kraftreserve. Die Abstimmung mit der 8-GangAutomatik passt, und auch der Fahrkomfort mit der zwar eher weich eingestellten Federung ist gut. Statt eines klassischen Schaltknaufs wird die Automatik per Drehrad angesteuert. Für schwierige Strassenverhältnisse ist der Zafira mit der Traktionskontrolle «IntelliGrip» ausgerüstet. Den neuen Zafira gibt es in drei Längen und mit diversen Motorisierungen. Ab 2021 soll es sogar eine E-Variante des Shuttles geben. • März 2020 | touring

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Nichts ist überflüssig am formschönen Orbea Gain F10

ORBEA GAIN F10

Sportlicher Aluflitzer NGewicht: 17 kg; zulässiges Gesamtgewicht: 142 kg; Motor: 250 W/40 Nm/25 km/h, Akku: 250 Wh, Range­Extender 200 Wh; 10 Gänge Lab 3199 Fr. Das Urbanbike Orbea Gain F10 setzt auf Sportlichkeit. Der E-Motor unterstützt das formschöne Bike nur partiell. TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER

D

as auf urbanes Fahren getrimmte E-Bike Gain F10 aus dem Hause Orbea ist eine Augenweide. Der formschöne und hochwertig verarbeitete Alurahmen setzt ein klares Zeichen in Richtung Premiumvelo. Die Kabel, den Hauptschalter und auch den Akku hat der spanische Hersteller im Rahmen integriert.

Auffallend ist auch, dass das E-Bike über kein Display verfügt. Die Fahrdaten werden über eine Bluetoothverbindung aufs Smartphone übertragen und über die kostenlose Ebikemotion-App angezeigt. Die App ist durchdacht und lässt selbst Routenplanungen zu. Bloss der unscheinbare Regler am Lenker deutet den elektrischen

Antrieb an. Mit ihm oder dem ves Leichtgewicht. Das hat Hauptschalter im Oberrohr seinen Grund, denn der können die drei Unterstüt250 W starke E-Motor mit zungsstufen angewählt wer40 Nm soll nur dann unterden. An die einfach gehaltestützen, wenn es ihn wirknen Bedienungselemente lich benötigt. Beim Gain F10 muss man sich steht klar ein bisschen das sportliSchönes Design gewöhnen. che RadfahGeringes Gewicht Gelungen sind ren im VorClevere Smartphone­ hingegen die dergrund. anbindung Schutzbleche, Im Flachen Sanfter Motor das schön inund bei getegrierte Licht ringen SteiGeringe Reichweite und der figungen Knifflige Bedienung ligran wirmacht das Akku fest montiert kende GepäckVelo eine träger. An ihm gute Figur. können handelsübliche Pack- Doch bei langen Steigungen taschen problemlos montiert ist die Kapazität des Akkus werden. mit nur 250 Wh bald einmal erschöpft. Geladen wird er Sportlich unterwegs durch die oberhalb des TretMit nur 17 Kilogramm Gelagers angebrachten Buchse, wicht ist das Bike im Verwelche mit viel Fingerspitgleich zu anderen ein relatizengefühl geöffnet wird. Die

Auf dem Smartphone werden die wichtigsten Fahrdaten angezeigt

Demontage des Akkus ist nur zu Servicezwecken möglich.

Genug Leistung Der sanft reagierende Heckmotor mit 250 Watt Leistung kann keine Wunder vollbringen. Bei längeren Steigungen kommt er bald einmal an seine Grenzen, und dann ist eine gehörige Portion Muskelkraft gefragt. Trotzdem geht das Konzept von Orbea auf. Der Fahrkomfort ist gut, das, obschon die Sitzposition sportlich ausgelegt ist. Asphalt ist sicher die bevorzugte Unterlage, denn das Bike rollt relativ hart ab, und die Lenkung reagiert sehr direkt. Die zehn Gänge reichen aus, um ordentlich voranzukommen. • März 2020 | touring

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AUDI Q3 SPORTBACK 45 TFSI S LINE

Nicht nur blosse Angeberei Der Audi Q3 macht sich auf die Jagd nach Coupés. Der Look liegt voll im Trend, wenn auch manchmal hart an der Grenze zum Protz. TEXT UND FOTOS MARC-OLIVIER HERREN, ZVG

W

ährend traditio­ nelle Coupés von den Strassen verschwinden, führen die SUV die Tradition weiter. So auch im Fall des Audi Q3 Sportback. Das Ab­ senken der Karosserie (–3 cm) verleiht ihm eine elegant gestreckte Linie. Der Kühler­ grill und die Radläufe in Schwarz unterstreichen die sportliche und zugleich feld­ wegtaugliche Bestimmung der Version 45 TFSI. Ein ge­ lungenes Werk, auch wenn die vielen Stilelemente manchmal zu viel des Guten sind. Trotz diesem Hang zur Angeberei bleibt das Platz­ angebot praktisch identisch mit dem des SUV Q3. Die sehr praktische verschieb­ bare Bank verliert nur zwei

Zentimeter. Sie ist auf 13 Zen­ Touchscreen und digitale Ins­ timeter variierbar und gibt trumente harmonisch integ­ viel Platz für die Beine frei. riert sind. Sehr ergonomisch, Sogar die etwas geringere aber eine Option wie der Kopffreiheit hat nicht zu sehr grösste Teil der Ausstattung gelitten. Sie bietet ohne Wei­ dieses fantastischen Coupés. teres Platz für Eine Rück­ 1,80 Meter fahrkamera Elegantes, rassiges Design grosse Insas­ oder eine Platzangebot/Variabilität sen. Das gilt Zweizonen­ Komfort/Polyvalenz auch für den Klimaanlage Fahrwerk/Fahrleistungen Kofferraum, wären ange­ Anhängelast (2100 kg) dessen Kapa­ sichts des zität nur Umfeldes und Kleinliche Ausstattung durch die des Preises Heftige Preise grössere Nei­ kein Luxus. Durchschnittsverbrauch gung der Heckklappe Mittels eines eingeschränkt wird. zusätzlichen Banknotenbün­ dels fühlt man sich in diesem Der oberklassig positionierte üppigen Coupé wohl. Im all­ Q3 Sportback verfügt über täglichen Gebrauch erweist ein Armaturenbrett mit aus­ sich der Zweiliterturbo als geprägten Kanten, in dem sehr gefügig. Aber wenn man

ihn einmal hochdreht – die Gangwechsel erfolgen bei rund 6800 U/min –, zeigt er sein Temperament, das von einem metallischen vierzy­ lindertypischen Klang beglei­ tet wird. Gefällig, und zwar umso mehr, als dieser als kompakt bezeichnete SUV trotz seiner 1,9 Tonnen Kur­ ven gierig verschlingt. Die superdirekte Lenkung und der Allradantrieb verstärken seine natürliche Dynamik. Gleichzeitig ist das serien­ mässige Sportfahrwerk nicht zu straff. Es lässt sich unter sechs verfügbaren Abstim­ mungen – darunter ein Off­ roadmodus – auswählen. •

Variabilität Die 2/3-1/3-Sitzbank ist verschiebbar

NLänge: 4,50 m; Kofferraum: 530 l E2-l-Turbobenziner, 230 PS, 350 Nm; 7-Gang-DSG, 4×4; 0 bis 100 km/h in 6,5 s; Testverbrauch: 9,4 l/100 km; Reichweite: 638 km L58 500 Fr.

Muskulöses Coupé Der Sportback überragt den SUV Q3 nur um 1,6 Zentimeter

März 2020 | touring

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Im spektakulären Amphitheater von Epidaurus stehen Sie mittendrin, die Feststimmung vergangener Zeiten ist beinahe zu hören. Spätestens am kristallklarem Meer, im weichen Sand, gibt es keine offenen Wünsche mehr.

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DER TCS EXPERTE

Überarbeitetes EU-Reifenlabel REDAKTION TOURING

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eit 2012 schreibt die Europäische Union den Reifenherstellern vor, ihre Konsumenten mit einer Reifenetikette über die Eigenschaften neuer Auto­ reifen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, Abrollge­ räusch sowie Rollwiderstand und den damit verbundenen Treibstoffverbrauch zu infor­ mieren. Der Rat der Europäi­ schen Union hat im Novem­ ber 2019 einen Beschluss zur lang geplanten Reform des EU­Reifenlabels gefasst. Dar­ aufhin hat die EU­Kommis­ sion Anfang des Jahres einen Überarbeitungsvorschlag gemacht. Der aktuelle Be­ schluss weicht in vielen Bereichen diesem ab. Welche Änderungen sieht die EU am 1. Mai 2021 vor?

Steht ein Reifenkauf an, hatte man bisher keine Mög­ lichkeit, zwischen Winter­ reifen für unterschiedliche Wetterbedingungen zu un­ terscheiden. Das neue Label enthält in Zukunft Informati­ onen zu Schnee­ und Eisgriff. Für die Markierung mit dem Schneeflockensymbol muss

TIPPS

1. 2.

Der TCS-Reifentest zeigt Ihnen, was die Reifen wirklich können.

Steht ein Reifenkauf an, dann wählen Sie einen Reifen, der im Reifentest in den relevanten Disziplinen mindestens «empfehlenswert» ist.

3.

Je nach Anspruch kann auch ein nicht so bekanntes Reifenprodukt das richtige für Sie sein.

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4.

Sollten wir Ihnen für Ihre Reifendimension keine Resultate liefern können, kann das EU-Reifenlabel für die Reifenwahl eine zusätzliche Hilfe sein.

der Reifen ein Test prozedere auf Schnee, zur weiteren Markierung mit dem Eissym­ bol einen entsprechenden Test auf Eis bestehen. Durch diese zusätzliche Anforde­ rung wird die Unterschei­ dung von Winterreifen für die mitteleuropäischen und die nördlichen Länder er­ möglicht. Die neue Regelung gilt nicht für Spikesreifen. Ausserdem wurde das Design des neuen Reifenlabels deut­ lich überarbeitet. Was ändert sich für runderneuerte Reifen?

Nach Inkrafttreten der neuen Verordnung wird beabsich­ tigt, dass zukünftig auch runderneuerte Reifen das Label erhalten können. Was fehlt noch?

Es bleibt spannend: denn es sind in Bezug auf die Bewer­ tungen und Klassifizierun­ gen der Kraftstoffeffizienz, Nassgriff und Abrollgeräusch zukünftig noch weitere Ver­ änderungen und Anpassun­ gen geplant. Auch bestehen Forderungen, dass für die Nassgriffmessung im ver­ schlissenen Zustand (Profil­ tiefe 2 mm) Tests in Form von Bremsungen durchge­ führt werden müssen. Wie zuverlässig sind die Angaben auf der Etikette?

Aus den Reifentests, die der TCS jährlich mit seinen Part­ nerorganisationen ADAC und ÖAMTC durchführt, sehen wir, dass die Herstelleranga­ ben oftmals von den realen Werten abweichen. Das neue EU­Reifenlabel enthält zwar wichtige Informationen für die Konsumenten, aus Sicht des TCS müssen für die rich­ tige Reifenwahl aber nach wie vor weitere Eigen­ schaften berücksichtigt werden. •

Vergleich der Testdisziplinen Europäisches Reifenlabel und TCS-Reifentest Testkriterium Trocken

Nass

Schnee

Eis Geräusche Verbrauch

Europäisches Reifenlabel Fahrstabilität Handling Bremsen Bremsen – ABS Aquaplaning – längs Aquaplaning – quer Handling Seitenführung Bremsen – ABS Anfahren Handling Bremsen – ABS Seitenführung Innengeräusch Aussengeräusch Rollwiderstand Treibstoffverbrauch

✔

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TCS-Reifentest ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔

Verschleiss Schnelllauf

Im Sommer testen wir Reifen auf 13, im Winter auf 18 wichtige Kriterien.

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MAURITIUS IMAGES / MEDISCAN / ALAMY

GESUNDHEIT

«Das Epstein-Barr-Virus ist eine Volkskrankheit» TEXT SACHA ERCOLANI

Wann ist das Epstein-BarrVirus (EBV) ein Notfall? Aristomenis Exadaktylos: Das EBV gehört zu den Herpesviren und ist Verursacher des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Die Erkrankung heilt sich oft von selbst aus, jedoch können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Personen, welche sich nicht schonen, an Komplikationen leiden. Auch Komplikationen durch Wasserverlust oder durch bakterielle Infektionen können EBV zu einer Bedrohung machen. Wie merkt man, dass man sich mit dem Virus infiziert hat? Die EBV-Infektion ist tatsächlich eine Volkskrankheit. Man geht davon aus, dass der Grossteil der Bevölkerung mit dem Virus infiziert ist. Bricht die Virusinfek-

tion aus – nur jeder zweite EBVInfizierte erkrankt auch irgendwann einmal – fühlt man sich schnell sehr elend, ähnlich wie bei einer Grippe. Fieber, Kopfund Gliederschmerzen, aber auch starke Halsschmerzen, welche von Schwellungen der Lymphknoten begleitet sind, sowie Bauchschmerzen, bestimmen das Krankheitsbild. Wie kann man die Symptome behandeln? Bei einer «normal» verlaufenden Infektion behandelt man die Patienten vor allem symptomatisch. Es wird sichergestellt, dass genügend Flüssigkeit zugeführt wird, Fieber und Schmerzen werden mit den entsprechenden Medikamenten behandelt. Kann ein Patient aufgrund von starken

Mandelschwellungen und Schmerzen nicht gut schlucken, muss Flüssigkeit über eine Infusion gegeben werden. Gefährdete Patienten, etwa mit einer Immunschwäche, bekommen eventuell Spezialmedikamente. Wie lange ist es ansteckend, und wie wird es übertragen? Die Erkrankung heisst im Englischen «kissing disease», weil sie mit dem Speichel übertragen wird. Da wir diese Zuneigungsbekundung sehr gerne haben, überträgt sich das Virus schnell. Grundsätzlich kann jeder Virusträger eine EBV-freie Person infizieren. Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen oft bis zu zwei Wochen, manchmal aber auch bis zu zehn Wochen. ◆

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Auf hoher See mit Baby – macht das Spass? Allen ökologischen Bedenken zum Trotz boomen Kreuzfahrten – auch bei Familien. Aber ist so eine Reise auch mit Baby eine gute Idee? Der «Touring» hat die Probe aufs Exempel gemacht und ging mit zwei Kleinkindern auf Kreuzfahrt in die Ägäis. → REPORTAGE DINO NODARI

März 2020 | touring

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Probeliegen Die Bettenlandschaft in der Kabine

M

it Kind und Kegel stehen wir vor der Norwegian Jade im Hafen von Civitavecchia. So nah dran, ist das Schiff vor allem eines: riesig. 2400 Touristen finden auf dem Kreuzfahrtschiff bequem Platz, wie wir in Kürze feststellen werden. In die Vorfreude auf ein paar Tage Erholung in unserem schwimmenden Hotel, auf spannende Erlebnisse und kulinarische Genüsse mischt sich auch eine gehörige Portion Skepsis. Die jüngere Tochter ist gerade mal zehn Monate alt und die ältere wurde kürzlich zwei. Birgt so eine Reise mit den Kindern Gefahren? Und worauf müssen wir alles achten?

Buggy und Tragetuch Eines vorneweg: Buchen, fliegen und ab aufs Schiff, 68 touring | März 2020

ohne sich gross Gedanken zu machen, geht mit Kleinkindern nicht. Nebst dem Gepäck (inklusive Windeln und Fertigbrei für unterwegs) haben wir uns – nach langem Hin und Her – noch auf einen Buggy und ein Tragetuch für die Landgänge geeinigt. Norwegian bietet jedoch auch an, Windeln für Kleinkinder in die Kabine zu liefern, gegen Aufpreis. Das Bettsofa in unserer Kabine ist bereits ausgeklappt, als wir ankommen. Doch nun passt das Babybett nicht mehr in die Kabine. Also wird das Kinderreisebett wieder zusammengefaltet, denn die zwei Mädchen können auch gut zusammen auf dem Bettsofa schlafen. Und wenn wir den Buggy davorstellen, fällt auch kein Kind heraus. Allerdings ist so der Zugang zum Balkon blockiert und die

Bewegungsfreiheit in der Kabine ziemlich eingeschränkt. Aber die Sicherheit geht vor, und tagsüber können wir den Buggy, wenn wir nicht gerade irgendwo an Land unterwegs sind, auch wieder zusammenklappen. Eng bleibt es in der Kabine trotzdem, aber dann hält man sich, ausser um zu schlafen, auch nicht lange dort auf.

Santorin, Mykonos, Athen Santorin liegt in Sicht, als wir am ersten Morgen erwachen. An Land geht es mit Tenderbooten. Die hilfsbereiten Crew mitglieder stehen jedes Mal bereit, wenn wir mit den Kindern und dem Buggy an Land wollen. Eines aber ist klar: Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder in diesem Fall die Gondeln der Seilbahn im Hafen von Santorin, die einen nach oben in das

Städtchen bringen. Kommen mehrere Kreuzfahrtschiffe an, heisst es warten. Und zur Akropolis in Athen darf der Kinderwagen erst gar nicht mit hochgenommen werden. Man muss die Kinder tragen, wenn sie nicht in der Schlange von Menschen den Berg hinauflaufen wollen. Nebst all den Sehenswürdigkeiten, die kleine Kinder jedoch weniger zu würdigen wissen, sollte auch genügend Zeit für Spielplätze und Glacéstopps eingeplant werden, so können sich die Kinder zwischendurch mal austoben und geniessen.

Den Rhythmus beibehalten Am ersten Abend entscheiden wir uns für das Buffet. Unkompliziert, locker und schnell haben wir uns gedacht und werden nicht enttäuscht. Die ältere Tochter


FREIZEIT

Akropolis Der Buggy muss unten bleiben Krimskrams kann in den verschiedenen Fächern verstaut werden

kann sich das Essen selbst aussuchen und für die jüngere können wir sogar Brei bestellen. Diese Möglichkeit sowie spezielle Kindermenüs gibt es auch im Hauptrestaurant (à la carte). Egal, ob am Buffet oder im Restaurant, die Mitarbeiter sind immer sehr freundlich und hilfsbereit, Hochstühle werden sofort gebracht, und auch Brei für die Kleine gab es in jedem Restaurant. Auf diese Weise kommen nicht nur die Kinder auf ihre Kosten.

Enge Gassen Nicht überall kommt man mit dem Buggy gut voran Kinderträume Eine Rutsche in den Pool

Wichtig war uns zudem, dass unsere Töchter auf der Reise ihren Rhythmus beibehalten konnten. Ihre Essens- und Schlafenszeiten sollte in etwa denjenigen zu Hause entsprechen. Bei Norwegian lassen sich Abendessen schon vor der Abreise buchen. So stellen die Passagiere sicher, dass sie immer zur selben → März 2020 | touring

69


FREIZEIT Uhrzeit essen können. Allerdings sind die frühen Termine in der Regel als Erstes ausgebucht.

GUT ZU WISSEN Das Schiff: Die Norwegian Jade bietet mit einer Länge von 294 Metern und einer Breite von 32 Metern Platz für über 1037 Besatzungsmitglieder und für 2402 Passagiere. An Bord wird eine Vielzahl von Aktivitäten für alle Altersgruppen angeboten. Wer will, darf sich zum Essen gern in Schale werfen, es geht aber auch leger. Norwegian nennt das Freestyle-Cruising. Bordsprache: Englisch Essen: Buffet, Pub, Hauptrestaurant oder Spezialitätenrestaurants – es gibt insgesamt 16 Möglichkeiten auf dem Schiff, um seinen Hunger zu stillen. Hinzu kommen noch verschiedene Bars. Kabine Spielen kann man auch mit wenig Platz

Altersbestimmung: Säuglinge an Bord eines Schiffs von Norwegian Cruise Line müssen mindestens sechs Monate alt sein. Bei Reisen, die drei oder mehr Seetage in Folge haben, muss das Baby hingegen zwölf Monate alt sein. Kinderprogramm: verschiedene Angebote für Kinder ab sechs Monaten bis 17 Jahren. Die Programme können von Schiff zu Schiff variieren. ncl.com

Dank einiger Vorkehrungen wie das durch den Buggy gesicherte Bett oder die Armbänder mit Namen und Telefonnummer mussten wir nie um die Sicherheit der Kinder fürchten. Hilfreich ist es, eine Thermosflasche und Pulvermilch mit auf die Reise zu nehmen, falls die Kinder auf Landgängen etwas trinken möchten. Da die Restaurants und Bars an Bord immer offen haben, sind Milch und heisses Wasser ständig verfügbar. Ein Tipp: Schaffen Sie sich leistungsfähige Walkie-Talkies an. So bleibt man auf dem riesigen Schiff in Kontakt, falls die Familie mal nicht gemeinsam unterwegs ist. Dieser Tipp eignet sich sowieso auf einem Kreuzfahrtschiff. Denn Smartphones haben auf hoher See keinen Empfang und das Wifi an

Bord kann sehr teuer sein. Die Funkgeräte haben dazu den Vorteil, dass sie (sofern mit Vox-Funktion ausgestattet) auch als Babyphone dienen, da diese an Bord wegen der dicken Stahlwände nur bedingt funktionieren. Eine Kreuzfahrt mit Babys bedarf einer umfassenderen Planung. Sie funktioniert aber bestens – auch für die Eltern. An Bord kann der Tagesrhythmus genauso gut eingehalten werden wie in einem Hotel oder zu Hause. Die wechselnden Destinationen bringen Abwechslung, und das schwimmende Hotel sorgt für Kontinuität – was will man mehr auf einer Reise mit Kleinkindern. Mit der richtigen Vorbereitung und der nötigen Flexibilität macht auch eine Kreuzfahrt mit den ganz Kleinen grossen Spass. ◆ Die Reportage kam auf Einladung von Norwegian Cruise Line zustande.

Tag am Meer Planen Sie auch Zeit für die Kleinen ein

70 touring | März 2020


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Mit dem Frachter durch die Südsee

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Lockere Atmosphäre

Eine Fahrt mit der «Aranui 5» von Tahiti zum abgelegenen Marquesas-Archipel garantiert fantastische Naturerlebnisse und einen Einblick in das noch unverfälschte Polynesien. TEXT CHRISTA ARNET | FOTOS ARNET PRESS

D

er Aufstieg zum Gipfelkreuz über dem Hafen von Ua Pou, muss mit viel Schweiss verdient werden. Die Sonne sticht auf den Kopf, die spitzen Steine stechen durch die Sohlen, die Mücken stechen überall. Doch die Aussicht lässt alle Strapazen vergessen. Rundum erheben sich mehr als 1000 Meter hohe steinerne Zacken, Türme, Spitzen und Pfeiler in einer Dramatik, wie sie sonst nur auf alten Gemälden zu sehen ist. Zu unseren Füssen glitzert das Meer, endlos weit. Und unten, in der tief eingeschnittenen Bucht liegt ein seltsam geformtes weisses Schiff, der vordere Teil flach und mit Kranen bestückt, der hintere ein sechsstöckiger Terrassenbau: un-

ser schwimmendes Hotel, der kombinierte Fracht-PersonenTransporter «Aranui 5».

Eine Nabelschnur zur Welt Ua Pou ist eine der sechs bewohnten Marquesas-Inseln, die 1500 Kilometer von Tahiti entfernt den isoliertesten Archipel der Welt bilden. Ausser Früchten und Fisch muss alles eingeführt werden, was zum heutigen Leben nötig ist, von Bier bis Babywindeln, vom Bett bis zum Bagger. Und diese Aufgabe nimmt die «Aranui 5» im zwei- bis dreiwöchigen Turnus wahr. «Schaut her, das alles haben wir gebracht!», ruft

Bewohner der Insel Hiva Oa warten darauf, ihre Waren verladen zu können

72 touring | März 2020

Reiseführer Tino den Passagieren beim Anlanden in Ua Pou zu und zeigt auf Häuser, Autos, Kühe, Ziegen, ja sogar auf die Kirche. Diesmal hat die «Aranui 5» in Papeete 1443 Tonnen Fracht geladen, auf der Rückfahrt sind es dann nur noch 290 Tonnen, vornehmlich aus Kopra und Früchten bestehend. Dazu kommen 287 Passagiere aus Frankreich, den NeuUSA, Australien, Neu Grossbritanseeland, Grossbritan nien, Deutschland und der Schweiz, die in zweckmässigen Guide Tino war Frachtchef auf dem Vorgängerschiff «Aranui 3»

Alles ist auf diesem «Schiff im Schiff» vorhanden, was anspruchsvolle Reisende erwarten: ein grosses Restaurant, ein Vortragsraum, eine Bibliothek, drei Bars, eine Boutique, eine Arztpraxis und sogar ein Spa und ein Pool. Im Gegensatz zu normalen Kreuzfahrtschiffen herrscht hier jedoch eine ausgesprochen lockere Atmosphäre. Passagiere und Personal sitzen zusammen an der Bar, singen gemeinsam polynesische Lieder und teilen sich die Waschmaschinen. Feste Tischzuteilungen gibt es ebenso wenig wie Kleidervorschriften. Pareos für die Frauen und buntes Hemd und Shorts für die Männer sind okay, das gilt auch für die Mannschaft, inklusive Kapitän. Und genauso wie auf den Inseln sind auch an


FREIZEIT

Eigenwillige Form: Die «Aranui 5» vor Fakarava

Bord alle Leute per Du. Das sei so Brauch, erklärt unser deutschsprachiger Lektor Frank: «In Polynesien wird das förmliche Sie als Beleidigung empfunden.»

Spannendes Gästeprogramm Vom Frachtbetrieb merken wir nicht viel, denn auf jeder Insel werden spezielle Gästeprogramme organisiert. Einmal geht es mit Jeeps oder Schulbussen zu Dörfern, Stränden oder Kultstätten, ein andermal sind Spaziergänge und Wanderungen angesagt, dann wieder werden

Kirchen, Kunstmärkte und Folkloredarbietungen besucht. Jede Sprachgruppe hat einen eigenen Führer, der seine Schäfchen allabendlich auf den nächsten Tag vorbereitet. Die Route ist zwar im Voraus festgelegt, Änderungen können sich aber je nach Fracht und Wetter jederzeit ergeben. Manche Orte werden allerdings ausschliesslich aus touristischen Gründen besucht. Auf der Fahrt von Tahiti zu den Marquesas legt das Schiff einen Badestopp in der türkisfarbenen Lagune der Koralleninsel Fakarava im Tuamotu-Archipel

ein. Auf dem Rückweg wird dann die Tuamotu-Insel Rangiroa angelaufen, wo eine Perlenzucht besichtigt werden kann. Und als Schlussbouquet können die Kreuzfahrer auf Bora Bora einen Tag lang alles geniessen, wofür Polynesien berühmt ist: mit Riffhaien und Rochen in der Lagune schwimmen, auf einem privaten Inselchen baden, picknicken und herzergreifenden Ukuleleklängen lauschen, im kleinen Hauptort dunkel schimmernde Perlen kaufen … Am nächsten Morgen werden wir vom Rasseln der Ankerkette im Hafen von Papeete geweckt. Vorbei der Traum! Was bleibt, sind 536 Fotos, ein farbenprächtiger Pareo, zwei kleine Holzfiguren, ein Perlenanhänger … und die Sehnsucht nach einer Welt abseits der Welt. ◆ Die Reise wurde von der Compagnie Polynesienne de Transport Maritime unterstützt. Traumreise: Die Bucht von Hanavave auf Fatu Hiva

RUS USA Nordpazifik Hawaii Marquesas AUS Südpazifik

GUT ZU WISSEN Die Marquesas: Die aus 14 Inseln und vielen kleinen Eilanden bestehende Inselgruppe gehört zu Französisch-Polynesien. Es handelt sich um vulkanische Gipfel einer aus dem Meer aufragenden Gebirgskette mit Dschungel- und Berglandschaften, fjordähnlichen Buchten, Kultstätten und verträumten Dörfern. Zwar gibt es Autos und Internet, doch altes Kunsthandwerk und traditionelle Gastfreundschaft werden weiter gepflegt. Alle bewohnten Inseln haben ihre Sehenswürdigkeiten: Auf der Hauptinsel Nuku Hiva etwa sind es archäologische Fundstätten oder auf Hiva Oa urzeitliche Steinfiguren sowie die Gräber und Museen von Gauguin und Jacques Brel. Die Reisezeit: Ideal sind die relativ trockenen Monate März bis Oktober, wobei das Meer von Mitte Juni bis Mitte September oft unruhig ist. Die Tagestemperatur liegt ganzjährig bei 30 Grad. Das Schiff: Die «Aranui 5» ist auf max. 1700 Tonnen Fracht und 295 Passagiere ausgelegt. Alle Kabinen mit Klimaanlage und Dusche/WC. Bordsprachen: Französisch und Englisch. Vorträge auch auf Deutsch. 14-tägige Fahrten Papeete–Fakarava–Marquesas (Anlandungen in Nuku Hiva, Ua Pou, Hiva Oa, Fatu Hiva, Tahuata und Ua Huka)–Rangiroa–Bora Bora–Papeete. Preis p. P. in Standardkabine mit VP und Ausflügen ab 4286.25 Euro. aranui.com

März 2020 | touring

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ADLER SPA RESORT THERMAE, BAGNO-VIGNONI / VAL D'ORCIA Inmitten der sanften Hügel der Val d'Orcia erwartet Sie das ADLER Spa Resort THERMAE mit eigenem Thermalbad, 25m Sport-Schwimmbecken und 5 verschiedenen Saunen. Urlaub für Genießer mit regionaler Gourmet-Küche, bei Radtouren, Wanderungen, kulturellen Ausflügen in die Umgebung und exklusiven Spa-Behandlungen.

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5.-19.7.20 30.8.-6.9.20

983,00 €

852,00 €

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905,00 / 1.044,00 €

822,00 / 948,00 €

1.667,00 / 1.921,00 €

1.004,00 / 1.156,00 €

911,00 / 1.050,00 €

1.847,00 / 2.129,00 €

24.5.-26.7.20 30.8.-11.10.20

1.113,00 / 1.280,00 €

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FREIZEIT

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Auf Main, Donau oder Wolga fahren viele betagte Schiffe mit alten Motoren

Auf Flüssen wird noch nicht emissionsfrei gefahren Die Flussschifffahrt ist im Vergleich mit Hochseekreuzfahrten weniger schmutzig, aber es fehlt noch völlig an Anreizen, emissionsfrei zu fahren, auch weil entsprechende Regelungen fehlen. Dabei wären synthetische Kraftstoffe eine Option. TEXT JULIANE LUTZ

S

chiffsreisen boomen. Vor allem bei den Hochseekreuzfahrten kommt es Jahr für Jahr zu neuen Buchungsrekorden, doch auch Flussschifffahrten liegen stark im Trend. Waren im Jahr 2013 852 249 Passagiere auf Rhein, Donau, Wolga und anderen europäischen Strömen unterwegs, hatten sich 2018 die Zahlen bereits verdoppelt: 1,637 Millionen waren es laut der Studie «Der Flusskreuzfahrtmarkt», die jährlich von der IG River Cruise und dem Deutschen Reiseverband herausgegeben wird.

Auch wenn es neuerdings erfreuliche Ausnahmen gibt, ist bekannt, dass die meisten Kreuzfahrtschiffe auf den Meeren dieser Welt noch überwiegend Drecksschleudern sind. Doch von den Auswirkungen der ebenfalls boomenden Flussreisen auf die Umwelt hört man wenig.

Binnenschifffahrt: Es fehlt an Vorschriften «Die Hochseeschifffahrt ist erheblich schmutziger als der Binnenschiffbereich», sagt Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik beim Naturschutzbund (NABU), Deutschlands gröss-

tem Umweltverband. «In der Flusskreuzfahrt wird ausschliesslich Strassendiesel verwendet. Schweröl dagegen, das die meisten Betreiber von Hochseeschiffen einsetzen, ist um den Faktor von bis zu 3500 dreckiger als Strassendiesel.» Manche Kabinenschiffe fahren mittlerweile mit Green Diesel, der so verarbeitet wurde, dass er weniger Schadstoffe freisetzt als konventioneller Diesel. So arbeitet der Anbieter Thurgau Travel, der mehr als 40 Schiffe im Einsatz hat, mit Reede- →

Entwicklung der Flussschifffahrt am Beispiel Port of Switzerland 1000

800

600

400

200

0

2008

2013

2018

Anzahl Fahrgast- und Kabinenschiffe Ankunftstage Quelle: Schweizerische Rheinhäfen

März 2020 | touring

75


Die EU will bis 2050 klimaneutral sein, doch Reeder setzen noch oft auf normalen Diesel

Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Was wichtige Flussreisenanbieter Anbieter Croisi Europe1

Reisebüro Mittelthurgau2

RivageFlussreisen3

Thurgau Travel

Vermeiden von Plastikmüll

Verringerung des Wasserbedarfs Erprobung von Wasserspen- Hauptsächlich Tellergerichte Alle Schiffe, die modernisiert Wassersparende Duschen, dern, die Flaschen unnötig statt Buffets wurden, haben LEDLavabos, Spülsysteme machen; Strohhalme aus Beleuchtung. Ältere Schiffe (WC-Spülkästen) Karton; Verzicht auf Plastikder Flotte: zu 50 Prozent becher LED-Beleuchtung, wird sukzessive komplettiert. Ab Saison 2020 Verzicht auf Einkauf analog der PassaLED-Beleuchtung auf allen Moderne AbwasserkläranlaEinweggeschirr, -besteck gierzahlen; Möglichkeit, Excellence-Schiffen gen auf allen Excellenceund Plastikstrohhalme; auch kleine Portionen zu Schiffen; extrem sparsame wiederverwendbare Wasser- bestellen. WC-Spülungen auf neun flaschen von zehn Excellence-Schiffen Siehe Croisi Europe. Siehe Croisi Europe. Siehe Croisi Europe. Siehe Croisi Europe. Emerald-Waterways-Schiffe: Emerald-Waterways-Schiffe: Emerald-Waterways-Schiffe: Emerald-Waterways-Schiffe: Verzicht auf Einwegplastik; neues Bestellsystem, das LED-Beleuchtung zu 100 wassersparende DuschKauf grösserer Einheiten, um Foodwaste verringern soll. Prozent köpfe/Schiffsreinigung Plastikmüll zu verringern; Zulieferer sollen auf Plastik verzichten. Sukzessive Reduktion von Zum Teil Tellergerichte statt 100 Prozent LED-Beleuch- WasseraufbereitungsanlaEinwegplastik: GlasstrohBuffets; Passagiere können tung auf Schiffen der Reegen, die genutztes Wasser halme, wiederverwertbare teilweise Essen vorbestellen; derei Scylla, sonst wird Be- filtern und teilweise wieder Trinkflaschen, Recycling von Essen, das nicht auf Restau- leuchtung sukzessive durch nutzbar machen. PET-Flaschen (wird überall ranttische gelangt, steht der LED-Leuchten ersetzt. da umgesetzt, wo Einfluss Crew zur Verfügung. auf die Reedereien besteht)

76 touring | März 2020

Vermeiden von Foodwaste

Beleuchtung an Bord

Kompensationsangebot für Passagiere Wird gerade überlegt (Wiederaufforstungsprojekt).

Kompensation über Myclimate seit 2019

Kompensation über Myclimate seit Anfang 2014 für alle Rivage-Flussreisen

Kompensation seit 2019 (Thurgau Travel verdoppelt jeden gezahlten Beitrag und legt das Geld in einem zweckgebundenen Fonds an. Ein Teil des Geldes fliesst in ein ökologisches Projekt in Burma.)


FREIZEIT

Doch auch in der Binnenschifffahrt sei man noch weit von den Anforderungen entfernt, wie sie etwa für den Strassenverkehr gelten. Da es an den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben fehlt, sind auf Europas Flüssen noch viele alte Schiffe unterwegs mit entsprechenden Motoren. «Russ-, Feinstaubund Stickoxidbelastung sind noch immer ein grosses Thema», sagt der Experte. Neue Schiffe, wie die gerade vom Stapel gelaufene Excellence Empress der Twerenbold-Reisen-Gruppe, die mit dem Abgasreinigungssystem Clean Air Technology (CAT) ausgestattet sind, wünschen sich Umweltexperten als Standard in der Binnenschifffahrt. Nach Angaben des Reisenanbieters wer-

wollen», so Rieger. Allerdings ist die Excellence Empress derzeit das weltweit erste Passagierflussschiff mit Clean-Air-Technologie.

SEVENS + MALTRY

reien zusammen, die Green Diesel nutzen, und auch die firmeneigenen ExcellenceSchiffe der TwerenboldReisen-Gruppe haben den Kraftstoff im Tank.

«Europäische Flussschiffunternehmen gehen das Thema Umweltund Klimaschutz tendenziell schon gut an, während US-Anbieter in diesem Segment noch eher unsensibel agieren» Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik beim Naturschutzbund Deutschland (NABU)

den dank CAT mindestens 75 Prozent weniger Stickoxide und 90 Prozent weniger Feinstaub in die Luft geblasen. «SCR-Katalysator und Partikelfilter, das ist genau die Kombination, die wir

Keine Regeln in Sachen CO2-Ausstoss «In den letzten Jahren ist das Thema Luftschadstoffbelastung und, was man dagegen tun kann, auch in der Passagierflussfahrt mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt, doch der Klimaschutz lässt zu wünschen übrig», beobachtet Rieger. Und konkretisiert: «Es wird wenig unternommen in Richtung, emissionsfrei zu fahren, weil in der Binnenschifffahrt keine Vorschriften existieren, CO2 zu reduzieren.» Im Fährenbetrieb sind bereits Schiffe mit Elektroantrieb unterwegs, den Fachleute aufgrund der Grösse der Batterien für den Bereich Flusskreuzfahrten jedoch nur für bedingt geeignet halten. Synthetische Kraftstoffe sieht Daniel Rieger vom NABU

im Schweizer Markt bereits alles tun Landstromanschluss in Häfen Wird in allen Häfen genutzt, wo Infrastruktur vorhanden ist.

Einsatz von Green Diesel

Abgasreinigungssysteme

Flotte fährt mit synthetischem Nahezu bei der ganzen Flotte Kraftstoff («gas to liquid» – wurden die Motoren erneuert schneidet in Sachen Luftemis- (Euro-6-Norm). sionen besser ab als Diesel, Anm. d. Red.).

Alle Excellence-Schiffe haben Landstromanschlüsse. Wo die Infrastruktur vorhanden ist, wird sie genutzt.

Alle Excellence-Schiffe fahren mit Green Diesel (stösst weniger Schadstoffe aus als herkömmlicher Diesel, Anm. d. Red.).

Alle Vollcharterschiffe auf Rhein und Donau haben Landstromanschlüsse. Wo die Infrastruktur vorhanden ist, wird sie genutzt.

Scylla, eine der Reedereien, Die Reedereien, mit denen mit der Thurgau Travel arbei- Thurgau Travel arbeitet, investet, nutzt synthetischen Kraft- tieren viel in diesen Bereich. stoff mit Biokomponenten. Andere Reedereien nutzen teilweise Green Diesel.

Die neue Excellence Empress hat einen SCR-Katalysator und Partikelfilter. In Abklärung, wie auch die restliche Flotte damit ausgestattet werden kann. Siehe Croisi Europe. Siehe Croisi Europe. Siehe Croisi Europe. Emerald-Waterways-Schiffe: Emerald-Waterways-Schiffe Emerald-Waterways-Schiffe alle mit Landstromanschlüsfahren nicht mit Green Diesel. nutzen solche Systeme nicht, sen ausgestattet. Wo die Infrafahren nach ZKR-2-Norm. struktur vorhanden ist, wird sie genutzt.

dann als interessante Alternativen an, wenn sie aus erneuerbarem Strom erzeugt wurden. «Je nachdem, welcher synthetische Kraftstoff gewünscht wird – Gas, Wasserstoff oder Diesel –, sind dafür entsprechend viele Umwandlungsschritte nötig, was das Ganze ineffizient und dadurch teuer macht.» Das sei ein Grund, warum viele Reedereien nach wie vor zu herkömmlichem Diesel greifen. Andererseits sind neue Motoren effizienter und verbrauchen weniger Treibstoff, somit würde sich die Rechnung wieder ausgleichen. Er verweist auf das Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Vor diesem Hintergrund wäre es an der Zeit, dass Reedereien bereits jetzt emissionsfreie Schiffe bestellten, da diese in der Regel über Jahre hinweg ausgeliefert werden. Generell beurteilt er europäische Anbieter von Flussreisen aber vergleichsweise positiv. «Sie gehen das Thema Umwelt- und Klimaschutz tendenziell schon gut an, während US-Anbieter in diesem Segment noch eher unsensibel agieren.» Umweltbewussten Reisenden empfiehlt Rieger, sich in den Katalogen neue Schiffe auszusuchen, da diese in der Regel mit aktuellster Technologie ausgestattet seien. ◆

1 Croisi Europe ist ein französisches Unternehmen. Da es jedoch in der Romandie ein wichtiger Player im Flussreisegeschäft ist, wurde es in den Vergleich aufgenommen. 2 Das Reisebüro Mittelthurgau (RMT) ist Teil der Twerenbold-ReisenGruppe, die zehn Excellence-Schiffe besitzt. Weitere Schiffe werden von RMT gechartert. 3 Rivage-Flussreisen arbeitet für Premium-Reisen in Europa mit drei Reedereien zusammen: Croisi Europe, der Scenic Marke Emerald Waterways und Lüftner Cruises. Letztere hatte bis Redaktionsschluss auf Fragen nicht geantwortet.

März 2020 | touring

77


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Spanien, Atlantik und Wein Von Bilbao bis Santiago de Compostela durchqueren Sie 7 Regionen, jede mit einer ausgeprägten Identität, einem reichen historischen und architektonischen Erbe und einer unvergesslichen Gastronomie und Weinkultur. Sie besuchen faszinierende Kunststädte und spazieren an der Atlantikküste mit ihren wunderschönen Stränden entlang. Jeder Tag wird Sie neu überraschen. Einige der zahlreichen Höhepunkte sind der Besuch des Guggenheim-Museums in Bilbao, die Entdeckung der Weinregion La Rioja, Streifzüge in die wichtigsten Städte Oviedo und Santander sowie zwei Nächte in Santiago de Compostela.

Programm vom 2. bis 12. Juni 2020: Tag 1: Zürich - Bilbao Panorama-Stadtführung. Tag 2: Bilbao Der Reiz dieser Stadt wird durch die hochmoderne Architektur des berühmten Guggenheim-Museums unterstrichen, das Franz Gehry entworfen hat, aber auch durch ihr historisches Erbe, welches sie ihrer mittelalterlichen Altstadt und ihren Jugendstilgebäuden zu verdanken hat. Tag 3: Bilbao - Vitoria - El Ciego - La Guardia - Logroño Das mittelalterliche Zentrum von Vitoria-Gasteiz beherbergt unzählige Orte, an denen Sie baskische Tradition in ihrer ursprünglichsten Form erleben. Anschliessend Besuch eines Weinkellers und Degustation in El Ciego. Weiter geht es nach Logroño durch die Guardia. Tag 4: Ausflug in die Rioja Sie beginnen den Tag mit einer Besichtigung der monumentalen Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada. Weiterfahrt zur Wiege der spanischen Sprache, dem Weiler San Millán de Cogolla. Auch das prächtige Yuso-Kloster (UNESCO-Weltkulturerbe) wird Sie beeindrucken. Tag 5: Briones - Haro - Sajazarra Briones ist ein hübsches mittelalterliches Dorf, von dem man einen atemberaubenden

Blick auf die mit Weinreben bepflanzten Ebenen geniesst. Sie besuchen das futuristische Vivanco-Museum, welches der Weinkultur gewidmet ist. Am Nachmittag besichtigen Sie Haro, ein Ort der für die Herstellung von Rioja-Weinen bekannt ist. Danach steht ein Streifzug durch Sajazarra, einem der schönsten Dörfer Spaniens, auf dem Programm. Tag 6: Logroño - Burgos Santander Heute besichtigen Sie im intakten mittelalterlichen Burgos die Kathedrale Sainte-Marie, eine Zeugin der französischen Gotik, sowie das prächtige Museum für Bildende Kunst. Danach geht die Reise weiter nach Santander. Tag 7: Santillana del Mar - Ribadesella - Oviedo Besichtigung von Santander, dem historischen Tor für den Import von Wolle und Weizen für Kastilien. Fahrt mit einem kleinen Zug zum Magdalena-Palast, der Sommerresidenz des Königs bis 1930. Weiterfahrt nach Santillana del Mar mit seinen mit Schildern geschmückten Fachwerkhäusern. Sie legen in San Vicente de la Barquera und seinem lebhaften Fischerhafen einen Halt ein. Nach einem letzten Stopp in Ribadesella, an einer herrlichen Bucht an der Biskaya gelegen, Ankunft in Oviedo.

Tag 8: Oviedo Heute entdecken Sie die Hauptstadt Asturiens mit ihrer prächtigen Kathedrale und ihren faszinierenden Plätzen und Gassen, in denen man angenehm flanieren kann. Besichtigung des präromanischen Palastes Santa Maria del Naranco und der Kirche San Miguel de Lillo. Tag 9: Oviedo - Santiago de Compostela Mittagessen unterwegs in einem lokalen Restaurant. Tag 10: Santiago de Compostela Dieses Juwel wurde rund um die riesige Kathedrale errichtet, die das historische Zentrum mit seinem katholischen Erzbischofssitz und Kirchen, welche im romanischen, barocken und gotischen Stil erbaut wurden, hoch überragt. Tag 11: Santiago de Compostela – Frankfurt - Zürich Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen. Flug via Frankfurt und Ankunft in Zürich am späten Nachmittag. Im Preis inbegriffen Flüge mit Swiss, Economy Class, Flughafentaxen, Unterkunft in 4-Sterne-Hotels (lokaler Standard), Mittag- und zwei Abendessen, Getränke während den Mahlzeiten, Besichtigungen und Eintritte die im Programm vorgesehen sind, TCS-Reisebegleitung ab/ bis Zürich, zusätzlich lokale deutschsprachige Reiseführer für verschiedene Besichtigungen, alle Trinkgelder Nicht inbegriffen Persönliche Ausgaben und Getränke ausserhalb den Mahlzeiten, persönliche Versicherungen (ETI Schutzbrief Europa, Heilungskosten), Dossiergebühr (CHF 50.- Mitglied, CHF 70.- Nicht-Mitglied)

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80 touring | März 2020


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Das Leben nach der gelben Flotte Durchschnittlich sieben Jahre und 250 000 Kilometer ist ein Einsatzfahrzeug der TCS Patrouille im Dienst. Aber was geschieht mit den Autos nach ihrer «Pension»? Die Verwendungszwecke sind vielfältig, wie ein Besuch in der Zentralgarage des TCS zeigt. → TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Symbolischer Akt Vor dem Start in ein neues Leben werden die Beschriftungen entfernt

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E

s hat irgendwie etwas Symbolisches, wenn Thomas Schnider das grosse TCSLogo auf der Motorhaube zuerst mit dem Föhn erwärmt und dann langsam abzieht. So, als verlöre das Auto seine Identität, seine Seele. Doch das bedeutet nicht etwa das Ende des Chevrolet Captiva, der sechseinhalb Jahre auf den Strassen im Tessin im Einsatz war. Es ist vielmehr der Beginn eines neuen Lebens. Aber dazu später mehr.

Wertvolle Ersatzteile Nach und nach «befreit» Thomas Schnider das TCS-Patrouillenfahrzeug von den Beschriftungen und den Logos. Auch ein Teil der Elektronik und sogar eine Tür werden fein säuberlich entfernt. «Wertvolle Ersatzteile», sagt der 32-jährige Automobildiagnostiker. Sein Chef, Luigi Esposito, der bereits seit 24 Jahren für den TCS tätig ist, erklärt ergänzend einen wichtigen Verwendungszweck der ausrangierten Einsatzfahrzeuge: «Zuerst nutzen wir sie als Ersatzteillager. Kotflügel, Türen, Motoren oder Automatikgetriebe können wir hier immer gut gebrauchen. So können wir andere Fahrzeuge schneller und effizienter reparieren und dabei gleichzeitig noch einiges an Geld sparen», sagt der Leiter der Zentralgarage des TCS. Dieses Ersatzteillager besteht aus sieben bis acht alten Fahrzeugen, die im Fuhrpark hinter der Garage, sozusagen griffbereit, aneinandergereiht sind. Als «alt» gilt ein TCS-Patrouillenfahrzeug ab etwa sieben Jahren oder 250 000 Kilometer. Dann wird es ausgetauscht. 82 touring | März 2020

Wiederverwendung Eine beschriftete Tür kann als wertvolles Ersatzteil dienen

Thomas Schnider ist einer von vier Mechanikern in der TCS-Zentralgarage


CLUB

DER BESTE PANNENDIENST DER SCHWEIZ

Ruhestand Zuvor war der Chevrolet Captiva über sechs Jahre im Tessin im Einsatz

Praktischerweise stehen die brandneuen Pa­ trouillenfahrzeuge – seit 2015 setzt der TCS auf den VW Caddy – eine Reihe hinter den al­ ten schon bereit für ihren Einsatz. Die Zentral­ garage Emmen (LU) ist, wie der Name schon sagt, der zentrale Dreh­ und Angelpunkt, wenn es um sämtliche Fahrzeuge des TCS geht. «Nebst dem Rückbau und grösseren Reparatu­ ren nehmen wir hier auch jedes neue Auto ent­ gegen, beschriften es und passen es den spe­ zifischen Ansprüchen des TCS an», so Esposito. Ein neues Patrouillenfahrzeug erhält unter anderem einen hochmodernen Bordcomputer, einen massgeschreinerten Werkzeugkasten sowie eine neue Anhängerkupplung mit stär­ kerer Anhängelast. Nach den Modifikationen und inklusive Werkzeug beläuft sich das Gesamtgewicht auf knapp 2500 Kilogramm. Zurzeit beinhaltet die «gelbe Flotte» des TCS über 200 Einsatzfahrzeuge. Und die werden auch benötigt, wie die Zahlen im Kasten ein­ drücklich zeigen.

90 Prozent Wiederverwertung Zurück zu den ausgedienten Fahrzeugen: Fin­ den die Mechaniker in der Zentralgarage keine Verwendung mehr, führt der letzte Weg zu einer Recyclingfirma in der Schweiz. Dort fliesst es, sozusagen, als Jungbrunnen wieder in den Materialkreislauf zurück und kann zum Beispiel ein neues Leben als Baustahl oder Aludose beginnen. Dazu wird das Fahrzeug zunächst trockengelegt, sprich, das Öl, die Kühlflüssigkeit und der restliche Treibstoff

werden entfernt. Noch intakte Ersatzteile wie Aggregate, Karosserieteile, Scheiben, Elektro­ nik oder die Inneneinrichtung werden ent­ nommen und weiterverkauft. Schliesslich geht es in den Schredder, wodurch auch wertvolle Metalle zurückgewonnen werden. Dank dieses Prozesses liegt die Verwertungsquote eines Autos bei fast 90 Prozent. Jedoch findet nur jedes zweite TCS­Altauto den direkten Weg ins Recycling. Was geschieht mit dem Rest? «Um den Fuhrpark überschau­ bar zu halten und weil wir nicht aus jedem Fahrzeug Ersatzteile benötigen, werden sie an Garagen oder Private verkauft», erklärt Luigi Esposito. Zwar würden sie den hohen Ansprü­ chen des TCS an seine Flotte nicht mehr genü­ gen, aber viele seien noch in gutem Zustand und könnten problemlos noch einige Kilo­ meter als Privatfahrzeug abspulen. «Hier ist es aber besonders wichtig, dass wir die Beschrif­ tungen und Erkennungsmerkmale zuvor ent­ fernen. Nicht, dass später ein offi­ zielles TCS­Fahrzeug als Privat­ wagen herumfährt», sagt der Leiter der Zentralgarage. •

Pro Jahr leistet die TCSPannenhilfe zusammen mit ihren Partnern über 330 000 Einsätze – das sind mehr als 900 am Tag. Mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 35 Minuten und einer Weiterfahrquote von 82 Prozent sorgt der TCS für eine rasche und effektive Hilfe bei einer Panne oder einem Unfall in der Schweiz und in Liechtenstein. Ab sofort sind TCS-Mitglieder auch bei Velooder E-Bike-Pannen geschützt. Ein Anruf genügt, und die TCSPatrouilleure eilen zu Hilfe. Sollte die Reparatur vor Ort nicht gelingen, wird das Zweirad in die Wunschwerkstatt transportiert – und das Mitglied und seine Familie ans Ziel gebracht.

Luigi Esposito (52) leitet die TCS-Zentralgarage in Emmen bei Luzern

März 2020 | touring

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CLUB Noch selten 2019 rückte der TCS 1200 Mal wegen E-Autos aus – bei über 330 000 Pannenfällen insgesamt

Elektro-Pannenstatistik Top 10 der Pannenfälle mit E-Autos im Winter (Nov., Dez., Jan.)

Pannen mit E-Autos: von normal bis kurios Elektroautos gelten als weniger pannenanfällig als Verbrenner. Trotzdem rückten die TCS-Patrouilleure in diesem Winter über 500 Mal aus, um einen liegengebliebenen Stromer zu retten. TEXT DOMINIC GRAF | FOTO EMANUEL FREUDIGER

I

m Winter herrscht bei der TCS-Pannenhilfe Hochbetrieb. Trotz der warmen Temperaturen, waren die TCS-Patrouilleure wieder unermüdlich im Einsatz: Über 80 000 Mal rückten die «gelben Engel» in den Monaten November, Dezember und Januar aus – in 512 Fällen war der Patient ein Elektroauto. Die Gründe für eine Panne mit einem Stromer sind vielfältig und unterscheiden sich oft gar nicht von jenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Am häufigsten, genauer gesagt in fast jedem vierten Pannenfall mit einem E-Auto, wurden die Patrouilleure in diesem Winter wegen eines Warnlichts gerufen. Wie bei allen anderen, modernen Fahrzeugen handelt es sich dabei oft um einen Systemfehler, der sich in den meisten Fällen mit einem Softwareupdate beheben lässt. Ebenfalls häufige Pannengründe waren platte Reifen oder eine streikende 12-Volt-Bordnetzbatterie – nicht zu verwechseln mit der Hochvolt-Antriebsbatterie eines Elektroautos. Ab und zu werden die TCS-Pannenhelferinnen und -helfer aber auch zu Fällen gerufen, die es nur mit E-Autos gibt,

zum Beispiel ein Problem mit dem Ladekabel, der Steckdose oder der Hochvoltbatterie. Besonders bei letzterer ist Vorsicht geboten: Das E-Fahrzeug mit leerer Hochvoltbatterie darf nur vom geschulten Pannenhelfer abgeschleppt werden. Denn dieser kennt die zu beachtenden Sicherheitsvorschriften des Herstellers und hat die technische Kompetenz, um im jeweilig vorliegenden Fall korrekt zu handeln. Auch wenn die Pannen mit Elektroautos noch sehr selten vorkommen, werden alle Patrouilleure des TCS spezifisch geschult, um den E-Fahrzeugen sowie ihren Lenkern eine möglichst effiziente und sichere Hilfe zu gewährleisten. In diesem Winter konnten drei von vier E-Autos nach dem Einsatz des Pannendienstes wieder weiterfahren.

Mangelnder Empfang löst TCS-Einsatz aus Manchmal geschieht eine E-Auto-Panne jedoch auch einfach aufgrund der modernen Technik in Kombination mit der Unachtsamkeit oder Überforderung des Lenkers, wie folgender, kurioser Fall zeigt: David Ringgenberg, Patrouilleur in der Region Basel, wurde zu einem Kunden gerufen, der mit einem Tesla

Betroffenes Bauteil Warnlicht Reifen 12-V-Bordnetzbatterie Antriebsbatterie (Hochvolt/HV) HV-Ladekabel Elektrik Ladestandsanzeige HV-Warnlampe, Gesamtsystem MotormanagementWarnlampe HV-Ladesteckdose

Anz. Pannen 121 83 60

in % 23,6 16,2 11,7

36 31 18 14

7,0 6,1 3,5 2,7

14

2,7

13 10

2,5 2,0

Quelle: Touring Club Schweiz

Model S im vierten Untergeschoss einer Basler Hotelgarage feststeckte. «Als ich eintraf, erklärte mir der Mann aus der Romandie, dass er sein Auto nicht mehr starten könne. Einen Schlüssel hatte er nicht dabei, sondern nur das Smartphone. Wie bei einigen anderen Marken auch, lässt sich ein Tesla auch über das Handy starten, ohne dass man dafür einen Schlüssel benötigt. Sein Problem: Weder das Smartphone noch das Auto hatten in der Tiefgarage Empfang», beschreibt David Ringgenberg die Situation. Den Schlüssel bei ihm zu Hause in der Westschweiz zu holen, sei aufgrund der grossen Distanz nicht infrage gekommen. Auch der Versuch, über das W-Lan einer modernen Lüftungsanlage Netz zu bekommen sowie ein Anruf bei der Tesla-Hotline blieben erfolglos. Die Firma Tesla wie auch der TCS raten deshalb jedem Lenker, den Schlüssel unbedingt immer dabeizuhaben. «Schliesslich musste einer unserer Partner mit einem Tieflader ausrücken und das Auto zurück an die Oberfläche transportieren. Dort konnte der Herr, dank des Empfangs, seinen Tesla mit dem Handy wieder starten und nach Hause fahren», so der Patrouilleur. • März 2020 | touring

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20.11.20: Durban – Hluhluwe. Fahrt von Durban in das Wildtierreservat Hluhluwe-Imfolozi. Pirschfahrt im offenen Geländewagen. 21.11.20: Hluhluwe – White River. Eindrückliche Fahrt via Barberton nach White River. 22.11.20: Krüger-Nationalpark. Pirschfahrt mit erfahrenen Rangern im 4x4-Geländefahrzeug in einem der bekanntesten Wildparks Afrikas. 23.11.20: Panorama-Route – Johannesburg. Die beliebte Panorama-Route führt über die zerklüfteten Höhenzüge der Drakensberge. Spektakulärster Abschnitt ist der Blyde River Canyon. 24.11.20: Johannesburg – Pretoria – Rückflug. Wichtigste Sehenswürdigkeiten von Pretoria. Am Abend Nonstop-Rückflug mit SWISS. 25.11.20: Ankunft in Zürich am Vormittag.

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Das Contact Center – die Drehscheibe zu den Kunden Rund 500 000 Anrufe, 250 000 schriftliche Anfragen und 1400 Livechats – das ist die aktuelle Bilanz des TCS Contact Centers. Dessen rund 140 Mitarbeitende kümmern sich unablässig und höchst kompetent um die Anliegen von Mitgliedern und um Neukunden. TEXT JULIANE LUTZ | FOTOS OLIVIER VOGELSANG

W

er an den TCS denkt, hat vermutlich die Patrouilleure in den gelben Wagen vor Augen. Weniger im Fokus der Aufmerksamkeit steht das Contact Center, der Kundendienst des TCS und damit der direkte Draht nach aussen. Dabei sind die Chancen gross, dass TCS-Mitglieder die Beratung oder Unterstützung der «Contact Center»-Mitarbeitenden bereits einmal oder mehrfach in Anspruch genommen haben. Geht es

um die Mitgliedschaft, bestehen Fragen zum ETI-Schutzbrief, überlegt jemand, eine Rechtsschutz- oder Autoversicherung abzuschliessen oder sich eine TCS Kreditkarte zuzulegen, dann gelangen Frau Hefti oder Herr Müller an das Contact Center. Die Mitarbeitenden dort setzen täglich alles daran, die Anliegen von Kundinnen und Kunden kompetent, professionell, schnell und freundlich zu beantworten. Und sie tun dies auf Deutsch, Französisch oder Italienisch.

Oberstes Gebot: Qualität und Effizienz Das Contact Center ist an zwei Standorten untergebracht: in Vernier bei Genf und in Schönbühl. Bei extremem Anrufvolumen klinken sich bei Bedarf noch externe Mitarbeitende eines Partnerunternehmens in Baden ein. In direktem Kundenkontakt – über Telefon, Mail, Brief oder Livechat – stehen rund 110 Mitarbeitende des Contact Centers. Experten, die sich nur um das Thema Auto-

versicherung kümmern, sind in einer separaten Einheit zusammengefasst. Darüber hinaus kümmert sich das Team Planung und Steuerung um die bedarfsgerechte Einsatzplanung, damit für Kunden eine optimale Erreichbarkeit gewährleistet ist. Die Mitarbeitenden der Abteilung Fach- und Betriebssupport streben einen «Service Excellence» an, indem sie Fachwissen und Qualität der geleisteten Arbeit sicherstellen. «Qualität ist unser Freundlichkeit ist im Contact Center immer das oberste Gebot

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CLUB oberstes Gebot, deshalb werden drei Anrufe pro Person pro Monat ausgewertet und zwischen Teamleiter und Mitarbeitendem besprochen», sagt Senta Krieg, Leiterin des Contact Centers. In einer Balance-Score-Card wird das Qualitätsniveau pro Standort, Team und Mitarbeiter transparent festgehalten. Jeder Anruf sei eine Chance, das Mitglied umfassend sowie bedarfsgerecht zu beraten und auf mögliche Optimierungsmöglichkeiten hinzuweisen. «Erwähnt ein Anrufer beispielsweise, dass er mit seiner Frau und den Kindern in die USA reisen wird, und sieht der ‹Contact Center›-Angestellte, dass nur der Vater einen ETI-Schutzbrief besitzt, macht er den Kunden auf die Möglichkeit eines Familienupgrades aufmerksam und empfiehlt den

weltweiten Schutz», erläutert Krieg.

Job für Menschenfreunde In diesem Job ist nur erfolgreich, wer über hohes Produkt- und Systemwissen sowie über Menschenkenntnis verfügt. Deshalb werden neue Mitarbeitende erst einen Monat lang intensiv geschult, später folgen weitere Refresh-Schulungen. Auf diese Weise können Mitarbeitende, die im 1st-LevelInbound arbeiten – erste Ansprechstelle im Contact Center –, bereits sehr viele Anliegen der Kunden abschliessend beantworten. Komplexere Anfragen, für die eventuell Rücksprachen mit anderen Abteilungen des TCS nötig sind, werden im 2nd Level bearbeitet. Schriftliche Anfragen wiederum sind Aufgabe des Teams Me-

dia-Pool. «Wir sind aber ‹one Team› und die Mitarbeitenden unterstützen sich auch teamübergreifend», sagt Krieg. Aus welchen Bereichen die Jobaspiranten kommen, ist eher sekundär. Manche haben schon immer in Callcentern gearbeitet, andere kommen aus der Gastronomie, haben einen Master in Psychologie, steigen nach der Babypause wieder in den Beruf ein oder finanzieren sich so das Studium. Auch sechs Lernende werden zur Fachfrau und zum Fachmann Kundendialog EFZ ausgebildet. Wichtig ist, dass sie die an sie gestellten hohen Anforderungen erfüllen. «Zwei der drei Nationalsprachen müssen mündlich und schriftlich bestens beherrscht werden. Gut

«Wir wollen unsere Kunden jederzeit begeistern» Senta Krieg, Leiterin TCS Contact Center

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Stets kompentent und motiviert – hier Mitarbeitende am Standort Vernier bei Genf 100 Angestellte sind im Contact Center in direktem Kunden­ kontakt tätig

DAS CONTACT CENTER: 2019 IN ZAHLEN ▪ 140 Mitarbeitende küm­ mern sich im Contact Center um Anliegen der Mitglieder und um poten­ zielle Neukunden. ▪ Rund 500 000 Anrufe wurden beantwortet. ▪ Pro Anruf betrug die Bearbeitungszeit im Schnitt 7,5 Minuten. ▪ Etwa 250 0000 schriftli­ che Anfragen wurden bearbeitet. ▪ In 1400 Livechats wurde auf Fragen eingegangen. Das Contact Center ist über 0844 888 111 erreichbar.

zuhören, die richtigen Fragen stellen und vernetzt denken können, aber auch digital sicher sein, da immer mehr Anfragen über Livechats oder Social Media kommen, sind Grundvoraussetzungen, um bei Bedarf gezielt das pas­ sende Produkt vorschlagen zu können», sagt Krieg. Und natürlich sei Freundlichkeit das A und O. Wer im Contact Center arbeite, müsse Men­ schen mögen. «Die Kunden sollen sich stets bestens be­ raten fühlen, alle Fragen be­ reits in einem Gespräch klä­ ren können und mit einem Lächeln das Telefongespräch wieder beenden. Wir wollen

unsere Kunden jederzeit be­ geistern.»

laufend optimieren können», sagt Krieg.

Man ist auf gutem Wege. Die Bewertungen der Kunden, ob telefonisch oder schriftlich, sind positiv. «Wir bewegen uns im Schnitt bei der Note 5,6 (von total 6)», so Krieg. Da verwundert es kaum, dass fast ein Drittel aller Ab­ schlüsse von TCS­Produkten im Contact Center erfolgen.

Ziel: weitere Digitalisierung

Hilfreich dabei ist sicher, dass die Angestellten sehr eigenständig arbeiten und beispielsweise nach ihrem Ermessen kulant sein können, aber auch ermuntert werden, ihre Persönlichkeit einzu­ bringen. So entstünden oft schöne Kontakte zu den Kun­ den, so Krieg. Reklamationen dagegen sind rückläufig: 2019 gab es nur knapp ein Prozent. Um deren Beantwor­ tung kümmert sich ein Spe­ zialistenteam in Vernier. Es komme aber auch regelmäs­ sig vor, dass sich TCS­Mitglie­ der bedanken oder beispiels­ weise den guten Service loben. «Feedbackkultur ist wichtig, damit wir unsere Prozesse und den Service

Dass die Kundenzufrieden­ heit weiter steigt, daran ar­ beiten Senta Krieg und die Teams unablässig. Dem ge­ wünschten Bediengrad von 90 Prozent, also wenn die Mitarbeitenden von 1000 An­ rufen 900 entgegennehmen, hat man mit 89,9 Prozent fast erreicht. Betrug der durch­ schnittliche Zeitbedarf für ei­ nen Anruf mit anschliessen­ der Nachbearbeitung Ende 2018 über neun Minuten, sind es jetzt rund siebenein­ halb Minuten. Auch die Be­ antwortungszeit bei schrift­ lich gestellten Anliegen konnte enorm reduziert wer­ den. «Heute erhalten Kunden in der Regel innerhalb von 24 Stunden Antwort», sagt Senta Krieg, die möchte, dass künftig Mitglieder und po­ tenzielle Neukunden im Con­ tact Center rund um die Uhr Service erhalten. Entspre­ chend wird an den techni­ schen Voraussetzungen und der weiteren Digitalisierung gearbeitet. • März 2020 | touring

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CLUB

Pech mit Motorrad erfordert Rückführung vom Polarkreis Im Sommer 2019 stürzte der Tessiner Fabio Dell’Oca im hohen Norden Schwedens mit seinem Motorrad und erlitt dabei einen dreifachen Knöchelbruch. Dank dem TCS geht es ihm heute wieder gut, und er berichtet dem «Touring» mit sichtlicher Dankbarkeit von seinen Erlebnissen. TEXT JÉRÔME LATHION

Dieser wird ohne Zwischenfall erreicht. Doch am 12. August um 16 Uhr ereignet sich auf dem Rückweg nahe Vilhelmina – einer abgeschiedenen Stadt mit 4000 Einwohnern – das Drama: «Wir waren nach dem Auftanken auf dem Weg zu unserem Hotel. Da ich mein Fahrzeug zu abrupt abbremste, um einen Zusammenstoss mit einem Auto zu vermeiden, stürzte ich, und mein Motorrad schmetterte auf mein linkes Bein», erinnert sich Fabio Dell’Oca. Den Schmerz spürt er, als er versucht aufzustehen. Verkehrsteilnehmer, die den Unfall beobachten, eilen ihm zu Hilfe und rufen den Rettungsdienst. «Eine Ambulanz brachte mich in eine zu einem Pflegeheim von Vilhelmina gehörende Klinik», fährt der Pechvogel fort. Leider gab es dort nicht die nötige Ausstattung, um mich zu röntgen. Also legten sie mir einen Gipsverband an und brachten mich in mein Hotel zurück.»

Spital-«Wüste» Seit zehn Jahren Inhaber eines TCS ETI Schutzbriefs – eine damals von seiner Frau ergriffene Vorsichtsmassnahme –, ruft Fabio Dell’Oca von seinem Zimmer aus den TCS an, der sich um seinen Fall kümmert. Der Assistance-Mitarbeiter informiert ihn via SMS umgehend über das geplante Vorgehen. Anderntags, am 13. August, beauftragt der Club – da 92 touring | März 2020

Rast an den Grenzen Europas für die beiden aus dem Tessin mit dem Motorrad angereisten Freunde

überprüft und einer Rückführung per Linienflug zustimmt.

Selfie von Fabio Dell’Oca kurz vor dem Unfall

keine Ambulanz verfügbar ist – am frühen Nachmittag einen Taxidienst in Vilhelmina, um den verletzten Biker in das 123 Kilometer entfernte Spital in Lycksele zu bringen. «Eines der wenigen Krankenhäuser im hohen Norden des Landes», erklärt er. Dort erfolgt eine Röntgenaufnahme, die drei Frakturen am linken Sprunggelenk zeigt. Fabio Dell’Oca kontaktiert erneut die TCSAssistance und spricht mit einem Vertrauensarzt, der seinen Zustand rasch

Danach kümmert sich die AuslandAssistance um die Flugreservationen, die sie Fabio Dell’Oca auf sein Handy schickt. Am 14. August wird er zum nächstgelegenen Flughafen in Umea gebracht – immerhin noch 130 Kilometer von Vilhelmina entfernt –, wo ihn ein Flug nach Helsinki bringt. Finnair wird ihn anschliessend von der finnischen Hauptstadt nach Mailand-Malpensa fliegen. Nach seiner Landung in Italien wird er von einem Taxi ins Spital von Mendrisio gebracht, wo er gleichentags um 19 Uhr aufgenommen wird. Eine Operation und zahlreiche Physiotherapiesitzungen folgen. Zwischenzeitlich erfährt Fabio Dell’Oca am 9. Septem-

FOTOS ZVG

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uch als Südländer muss man in den Ferien nicht unbedingt an die Sonne reisen! Der 62-jährige Fabio Dell’Oca aus Morbio Inferiore (TI) gibt seine langjährige Liebe zum hohen Norden auf Anhieb zu: «Ich bin oft nach Skandinavien gereist, mit dem Schiff oder dem Flugzeug.» Doch an jenem 4. August 2019 verlässt er das Tessin auf dem Motorrad, um in Begleitung eines Freundes eine Reise zu unternehmen, die ihm besonders am Herzen liegt: eine Rundfahrt quer durch Schweden, welche die beiden Biker bis zum arktischen Polarkreis führen soll.


DER DER TCS-EXPERTE TCS EXPERTE ber 2019, angenehm überrascht, dass sein Motorrad zurückgeführt und leicht beschädigt seinem Automechaniker in Chiasso übergeben wurde. «Es wurde vom TCS zur gleichen Zeit wie mein Helm und mein ganzes Gepäck geliefert», lacht er heute, da er endlich von seinen Krücken befreit ist und seine wiederge­ fundene Mobilität geniesst.

Dankesbrief

ERWEITERTER SCHUTZ MIT DER VARIANTE «PLUS» Der TCS ETI Schutzbrief bietet dank der Variante «Plus-Schutz» eine breitere Deckung für die Ferien. Insbesondere sind folgende exklusive Leistungen inbegriffen: Übernahme der Reiseannullierungskosten bis zu 120 000 Franken pro Fall ohne Selbstbehalt; Nutzung eines Mietwagens ohne Selbstbehalt; Reisegepäckversicherung (Selbstbehalt von 200 Franken); unbegrenzte Übernahme von Heilungskosten im Ausland. Infos und Bestellung: 0800 140 000 oder tcs.ch/eti

meines Motorrads mit dem LKW zu orga­ nisieren. Zudem möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie alle mit dem Unfall verbundenen Kosten übernommen haben.» Fabio Dell’Oca, der seit 1977, als er sein erstes Auto kaufte, TCS­Mitglied ist, musste zuvor in der Schweiz nur dreimal die Pannenhilfe des TCS in Anspruch nehmen. Zweimal wegen eines Problems mit seinem Motorrad, einmal wegen einer Autopanne. Nun ist er ein eifriger Bot­ schafter für den ETI: «Die Organisation war wirklich perfekt. Seither empfehle ich den ETI­Schutzbrief bei jeder Gelegen­ heit meinen Freunden und Bekannten», verrät er abschliessend. •

WOHNEN

Blumen gewässert – Sonnenstore kaputt

«

Die Nachbarin vom oberen Stock wässert regelmässig ihre Blumen – durch das Giesswasser ging meine Sonnenstore kaputt. Wer zahlt?»

MW

Dem Tessiner lag daran, dem TCS seinen Dank schriftlich zu bekunden. Auszug aus seinem Brief vom vergangenen 20. November an die Ausland­Assistance des Clubs: «Ein besonderer Dank geht an Ihre Mitarbeiter, mit denen ich mich am Unfalltag und an den Tagen danach mehrmals telefonisch und per SMS unterhalten habe. Sie waren sehr herz­ lich, dienstfertig, professionell, kompe­ tent und schnell darin, das Problem rund um meine Rückführung zu lösen – Taxi­ reservierungen und Rückflüge, Trans­ port zu den Flughäfen, Sorge um meinen Gesundheitszustand, Kontakt mit dem Arzt – sowie auch den Rücktransport

TEXT VERA BEUTLER

Bei einer Mietwohnung in der Regel zunächst Ihre Vermieterin, bei einer Eigentumswohnung je nach Bestimmung im Reglement die Stockwerkeigentümergemeinschaft oder die Nachbarin.

Im Stockwerkeigentum ist es wie üblich kompliziert. Sonnenstoren bestimmen «die äussere Gestalt und das Aussehen des Gebäudes» und gehören deswegen, vorbehältlich einer anderen reglementarischen Bestimmung, zum gemeinschaft­ lichen Eigentum. Dieses darf die Stockwerkeigentümerin nicht be­ schädigen oder in ihrer Funktion beeinträchtigen. Sind allerdings im Reglement Blumenkästen vorgese­ hen und giesst Ihre Nachbarin nicht übermässig, wird die Stockwerk­ eigentümergemeinschaft für die Re­ paratur oder den Ersatz der Storen aufkommen müssen. Sind Balkon­ pflanzen hingegen reglementarisch verpönt, dürfte Ihre Nachbarin den Schaden übers eigene Porte­ monnaie ersetzen müssen. Sofern denn das Regle­ ment keine andere Kos­ tentragung bestimmt. •

Reagieren Sie allerdings erst, nach­ dem Ihre Nachbarin die Storen schon über Monate getränkt hat, könnten Sie auf der Rechnung sit­ zen bleiben. Prasselt das Giess­ wasser regelmässig fröhlich auf die Sonnenstoren, müssen Sie dies schnell Ihrer Vermieterin melden. Diese muss für die Reparatur oder den Ersatz der Store sorgen. Ob sie die Rechnung an die Nachbarin schicken will, ist ihr überlassen. Ebenso ist es allerdings ihr über­ lassen, Ihnen die Rechnung zuzu­ schicken, sofern Sie den Schaden zu spät melden und der Vermiete­ rin deswegen ein – noch grösserer – Schaden entsteht. Für diesen Scha­ Vera Beutler ist Dr. iur. und Leiterin von «lex4you» den müssen Sie geradestehen. Meist hilft Ihnen LEX4YOU hier auch Ihre Privathaftpflicht­ «lex4you» ist Ihre interakversicherung nicht tive Rechtsauskunftsplattform für den Alltag – weiter, da diese gut verständlich, aktuell Schäden, die erst und praktisch. nach und nach ent­ Für rechtliche Anliegen steht standen sind, in der Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch Regel nicht deckt.

März 2020 | touring

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Schreiben Sie uns ... In dieser Rubrik gilt: je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck. Einzigartiger Käfer

Redaktionsassistenz Susanne Troxler (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen

Es war anno 1978, als ich mit meinen beiden Schwestern für ein Jahr in die USA ging. Da man dort bekanntlich ein Auto braucht, wir aber als junge Studentinnen kein Geld für ein rechtes Auto hatten, anerbot sich mein Gastvater, eins zu organisieren. Er wurde schnell fündig und präsentierte uns einen VW Käfer, Jahrgang «sehr alt», für rund 200 Dollar. Das hintere Ende war abgeschnitten, der Motor draussen, statt der hinteren Sitzbank war der Boden mit Spannteppich ausgelegt, und es hatte weder Blinker noch eine Tankanzeige! Damit kurvten wir herum. Musste man nach links abbiegen, streckte man den linken Arm aus dem Fenster. Nach rechts abbiegen ging entweder nicht oder, war eine Beifahrerin dabei, musste diese den Arm hinaushalten. Als ich mal allein unterwegs war, war der Benzintank ausgerechnet mitten auf einer Kreuzung leer. Die Amerikaner waren so nett und halfen: Jemand schob den Käfer an den Strassen-

Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch

Touring 12/2019 / 1/2020

Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Aline Beaud Jérôme Lathion Juliane Lutz Dominic Graf Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach

Auflage Deutsche Ausgabe: 735 588 Totalauflage: 1 190 995 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitglieder­ nummer direkt an: TCS­Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheber­ rechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manu­ skripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00

Wer hat recht

Ich bin selbst nebst Autoauch Töfffahrer. Das im Beitrag geschilderte Verhalten des Töfffahrers ist schlicht nicht zulässig. Dass aber kein Wort über andere Verkehrsteilnehmer/-innen (Auto) geschrieben wird, empfinde ich als diskriminierend. Erlebe ich doch fast jeden Tag, dass es Autolenker gibt, welche ihre Exzesse mit den getunten «Lärmkisten» auf den Strassen ausleben. Da scheint mir, dass es ein Problem bei den MFK gibt, weil offenbar zu viele lärmtechnische Umbauten zugelassen werden … Die Bekämpfung des Lärms im Strassenverkehr ist daher dringend notwendig und auch vermehrt zu ahnden! J. Wyss @

In Ihrer Dezember-Ausgabe (Seite 29) erwähnen Sie den Fall eines Aargauer Motorradfahrers, der wegen über-

«Jahrgang sehr alt», aber fährt und bremst

rand und eilte zur nächsten Tankstelle, um Benzin zu holen. Tönt ziemlich abenteuerlich, was es auch war. Esthi Stobaugh

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

höhter Lärmemissionen angeklagt wurde. Seien wir ehrlich: Viele Autos – mit nachgerüstetem Klappenauspuff – machen in unseren Städten täglich ohrenbetäubenden Lärm. In Lausanne wurden im September fünfzehn Fahrzeuge gemeldet. In Freiburg wurden im Sommer durch mehrere Interventionen der Kantonspolizei Dutzende von eindeutig nicht konformen Fahrzeugen beanstandet. Ihre Fahrer – sie sind die Verantwortlichen – mussten ihre Autos durch die MFK prüfen lassen. Seien wir mutig: Diese Geräte müssen aus Respekt vor einer Bevölkerung, die nach mehr Ruhe und Frieden strebt und die diesen – neuen – Belästigungen ausgesetzt ist, verboten werden!

Ein schöner Anfang, leider nicht einmal ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein. Schon nur für den Flugbetrieb von Zürich aufrecht zu erhalten, fahren täglich mehrmals Güterzüge mit rund 1600 Tonnen Kerosin durchs Mittelland. Getankt wird dann steuerfrei, damit man mit zweistelligen Beträgen durch ganz Europa fliegen kann. Denn schon ein Retourflug nach New York müsste mit genau 400 Franken besteuert werden, wenn man mit Strassenverkehrstarif abrechnen würde (Berechnung: Zürich–New York: 6300 Kilometer, Flottenverbrauchsdurchschnitt pro Passagier: 4,0 Liter/100 Kilometer, Steuer: 0.80 Franken/Liter).

Marcel Roulin @

Yves Kaleja @

E-Flugzeug Touring 12/2019 / 1/2020

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E­Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe er­ scheinen ebenfalls in der Online­Ausgabe des Touring (touring.ch).

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ANNINA WIDMER

Pferdestärken sind ihre grosse Leidenschaft Lange war sie selbst als Jockey erfolgreich. Nun ist die Aargauerin Annina Widmer Head of Racing beim White Turf, dem Pferderennen mit Volksfestcharakter auf dem gefrorenen St. Moritzersee. Sie sorgt dafür, dass der Rennbetrieb einwandfrei klappt. TEXTE JULIANE LUTZ | FOTO MARCO HARTMANN

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nnina Widmer schaut auf die mit Schnee bedeckte Rennstrecke auf dem St. Moritzersee. «27 Zentimeter sind nötig, dass das Eis die Tribünen und andere Aufbauten trägt. Im Moment haben wir um die 50 Zentimeter», erklärt sie. Am Tag vor dem ersten Rennsonntag des White Turfs ist die weisse Zeltstadt auf dem See leer, nur ein paar Handwerker hämmern vor sich hin. Ständig klingelt das Handy der 41-Jährigen: Vorstandsmitglieder des Rennvereins St. Moritz, Pferdebesitzer oder ein Verantwortlicher der Gemeinde – alle wollen etwas von der Head of Racing. Doch die Tierärztin, deren Hündin Indi nie von ihrer Seite weicht, ist die Ruhe selbst. «Bei mir laufen so ziemlich alle Fäden zusammen. Da sind einigermassen gute Nerven von Vorteil», sagt sie und lacht.

Rennsport im Blut Über Nachbarn ihrer Familie im aargauischen Oberwil-Lieli, die Rennpferde besassen, kam Widmer zum Reitsport. Selbst bestritt sie als Jockey zwischen 1996 und 2006 höchst erfolgreich unzählige Rennen. Im Heimatort führt sie eine eigene Tierarztpraxis, in der sie sich natürlich auf die Vierbeiner spezialisiert hat. Doch im Mo102 touring | März 2020

ment hat sie die Arbeit zurückgefahren, denn die Doppelfunktion als Vorstandsmitglied des Rennvereins St. Moritz und als Co-CEO des Organisationskomitees des White Turfs fordert ihre Zeit und teils auch ihre Anwesenheit vor Ort. Auf die Frage, wie man zur Verantwortlichen für den Rennbetrieb wird, eine Funktion, die sie im dritten Jahr innehat, sagt sie bescheiden: «Man muss Ahnung vom Ablauf von Pferderennen haben und mit den Aktiven im Sport vernetzt sein. Und da die Pferderennszene in der Schweiz eher klein ist, kam man halt auf mich.»

Alles im Griff Am Renntag selbst hat sich die Szenerie völlig verändert. Bereits einige Zeit vor dem ersten Start um 11.30 Uhr schlendern Familien mit Kindern in bunter Skikleidung über das Gelände, schicke Damen, aber auch Herren im Pelz trinken das erste Cüpli, an Ständen wird Bier ausgeschenkt, und in einem Zelt von BMW, einem der Hauptsponsoren des Anlasses, findet eine Vernissage statt. Die unterschiedlichsten Sprachen, aber auch diverse Schweizer Mundarten sind zu hören. Zu der Zeit hat Annina Widmer schon lange das Eis von den Gemeindeverantwortlichen abgenommen, nachdem Radar und Drohnen

eingesetzt wurden. Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen, hat sich an einigen Stellen der Rennstrecke Wasser gebildet. Um kein Risiko einzugehen, hat Widmer entschieden, alle Rennen, die normalerweise auf Distanzen zwischen 1300 und 2700 Metern ausgetragen werden, auf 800 Meter zu verkürzen. Das war auch die letzten Jahre bereits der Fall.

Anlass für jedermann Als später beim ersten Rennen die Pferde und ihre Fahrer auf Sulkys mit Kufen durch den Schnee preschen, sind selbst Besucher fasziniert, die sonst mit Rössern wenig am Hut haben. Der White Turf, der im Februar 2020 zum 113. Mal stattfindet, fasziniert. Pro Jahr ziehen die drei Rennsonntage rund 30 000 Besucher an. «Die Aussicht, der Schnee, die Stimmung – alle sind euphorisch, nicht nur die Reiter. Der White Turf ist mit keinem anderen Pferderennen in der Schweiz vergleichbar», sagt Widmer. Man merkt ihrer Stimme an, wie tief sie der Anlass noch immer bewegt, obwohl sie ihn bereits zum 25. Mal erlebt. ◆

«Die Aussicht, der Schnee, die Stimmung – der White Turf ist mit keinem anderen Pferderennen in der Schweiz vergleichbar» Annina Widmer, Head of Racing des White Turf In Begleitung Die Tierärztin mit Indi und Mali auf einer Tribüne auf dem See


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Lösen Sie das Zahlenrätsel, füllen Sie die roten Felder aus. Schicken Sie ein SMS mit tm032 mit den drei Zahlen an 5555.

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