Magazin f端r Mobilit辰t
#12/1 | DEZ 15/JAN 16 | FR. 4.50
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EDITORIAL
Zweite Sanierungsröhre ist vernünftig
I
ch kenne kaum jemanden, der nicht gerne ab und zu in die Sonnenstube der Schweiz reist. Dort dann ein Wochenende oder Ferien verbringt. Die Tage im Tessin sind meist unbeschwert, doch die Reise durch den Gotthardtunnel hingegen eher unbehaglich. Die Länge der Röhre und der Gegenverkehr lassen keine guten Gefühle aufkommen. Nun wissen wir alle, dass die Sanierung des Tunnels ansteht und er dafür gesperrt werden muss. Um den Verkehr zu bewältigen, sollen entweder ein zweiter Tunnel oder temporäre Verladestationen gebaut werden. Warum der Bau einer zweiten Röhre sinnvoll ist, erklären wir im Dossier der aktuellen Magazinausgabe. Kurzum geht es in erster Linie um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und auch die Kosten. Doch will ich hier nichts vorwegnehmen, das Wesentliche erfahren Sie auf den kommenden Seiten. Unter anderem im grossen Interview mit Bundesrätin Doris Leuthard. Felix Maurhofer Chefredaktor
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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der Insel. Auf kurvigen Strassen geht es bis auf 1100m in die Berge. Spektakulär ist dann die Abfahrt zurück auf Meereshöhe Serpentinen mit schönen Ausblicken auf die Berge und das Meer bringen uns nach Tortoli. Über Muravera erreichen wir am Abend den Raum Cagliari. 4. Tag – Erholung oder Cagliari Heute haben Sie die Wahl zwischen Erholung am schönen Strand oder auf eine interessante Stadttour durch das quirlige, altehrwürdige Cagliari (fakultativ und inbegriffen). Für diejenigen, die das Stadterlebnis vorziehen, warten Monumente, die eine tausend jährige Geschichte von Invasoren und verschiedenen Kulturen erzählen. Nach der interessanten Stadtführung bleibt genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren. 5. Tag – Cagliari – Tharros -Alghero Aus dem flachen Süden fahren wir heute an die schöne Westküste Sardiniens. Wir besuchen auf der Halbinsel Sinis die beeindruckende Ausgrabungsstätte der Hafenstadt
Tharros. Später verkosten wir in Bosa, ein kleines Handwerks- und Weinstädtchen, den typisch sardischen Likör Malvasia ehe wir entlang der Küste Alghero erreichen. 6. Tag – Alghero & Schifffahrt Bei einem gemütlichen Rundgang in Alghero fühlen Sie sich heute morgen in die spanische Vorherrschaft zurückversetzt. Am Nachmittag laden wir Sie zum Abschluss zu einer tollen Schifffahrt entlang der Küste ein. Bei ruhiger See wird die berühmte Grotta di Nettuno angefahren. Am Abend Einschiffung auf die Fähre nach Genua. Übernachtung an Bord. 7. Tag – Heimreise Am Morgen erreichen wir Genua, von wo aus wir die Heimreise antreten.
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INHALT
Magazin für Mobilität
Dez 2015/Jan 2016
Dossier 10
«Ja zum Sanierungstunnel» Bundesrätin Doris Leuthard zum Gotthard
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Umwegverkehr in der Schweiz Die Folgen einer Tunnelschliessung
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Bedrohter HC Ambri-Piotta Der Gotthard-Club braucht den Tunnel
Doris Leuthard im grossen Interview
10
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Richtungsgetrennt ist sicherer Weniger Unfälle im Gotthardtunnel
Mobilität 26
Spannende Winterabende Zehn Roadmovies, die man sehen muss
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Kampfansage an den Stau Verkehrsdaten smart genutzt
Technik Optimierte Angaben zum Verbrauch
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Verblüffende Erfahrung Mit dem Autopiloten auf der Autobahn
40
23
Rassiger Subaru Levorg Toller Allradler mit hohem Verbrauch
Wie sicher sind unsere Zebrastreifen?
Freizeit 50
Ferien im Bossa-Nova-Takt Rio ein Jahr vor den Olympischen Spielen
31
24 Tipps für eine schöne Bescherung
Der Opel Astra im grossen Test
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Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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INHALT
Magazin für Mobilität
Dez 2015/Jan 2016
Strandleben in Rio de Janeiro
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Club 68
Digitale Helfer unterwegs Die Ausrüstung der TCS-Patrouilleure
71
Coole Sache für Junglenker Wie junge Autofahrer profitieren können
Rubriken Vorweihnachtszeit in Montreux
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Erleben und spüren im Sensorium
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Kalender
47
Der TCS-Experte Energieeffizientes Fahren
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Must-have
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Ab in die Stadt
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Von der Strasse
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Forum
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Impressum
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Tourolino
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Unterwegs mit…
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TCS-Dienstleistungen
Digitaler Arbeitsplatz
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Touring Nr. 2
COVER CREDITS: Foto: Emanuel Freudiger
Das erwartet Sie im nächsten «Touring»: Neue Formen der Mobilität, der Mercedes GLC im Test und eine Leserreise in die Mongolei. Erscheinungsdatum: 28.01.2015
Auf Achse mit der TCSPatrouilleurin
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Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Boom beim Allradantrieb Allen Hindernissen zum Trotz steigt der Anteil der 4×4-Fahrzeuge in der Schweiz. Und zwar so stark, dass er jetzt 40% der Neuzulassungen ausmacht. Aber statt von 4×4 sollte man eher von Autos mit Allradantrieb sprechen. Die schmeichelhafte Statistik enthält auch zahlreiche konventionelle Autos. Mar-
«Digitaler Concierge» Schreibtische in Hotelzimmern sind normalerweise voll belegt mit Gästemappen. In den Zimmern des Hotels Schweizerhof in Zürich (www.hotelschweizerhof.com) ist dem nicht mehr so. Dort stehen jetzt «Suitepads». Mit dem Tablet kann ein Tisch im Restaurant ebenso bestellt werden, wie eine der rund 30 Zeitungen oder ein Spiel für die Kinder heruntergeladen werden kann. Der «digitale Concierge» liefert natürlich auch Infos als Newsportal.
ken wie Audi oder Skoda setzen zum Beispiel einen grossen Anteil von Modellen mit Allradantrieb ab. Und Luxusautos wie der BMW 7er werden nur als 4×4-Version angeboten. Im Gegensatz dazu werden gewisse kompakte SUV ausschliesslich mit einfachem Frontantrieb verkauft. Eine verkehrte Welt.
Antrieb an allen vier Rädern Die 4×4 sind nicht immer die, von denen man es denkt.
DAS BILD PS-Spektakel
Die Salzwüste im US-Bundesstaat Utah gilt als schnellster Ort der Erde. Jedes Jahr treffen sich hier Autofreaks mit ihren frisierten Boliden. Die deutsche Fotografin Alexandra setzt die Szene in ihrem Bildband «The World’s fastest place» eindrücklich ins Bild.
Weihnachtsevents à gogo Von Basel bis Chiasso und vom Genferbis zum Bodensee trifft man dieser Tage wieder auf Advents- und Weihnachtsmärkte (siehe auch Seite 59). In der grossen Bahnhofshalle in Zürich scheint dieses Jahr der Baum noch grösser, funkeln die kristallinen Ornamente noch heller. Auch St. Gallens festlich beleuchtete Altstadtgassen und der Weihnachtsmarkt sind wiederum einen Ausflug wert. Sportlicher geht’s in Luzern zu und her: Neben dem Weihnachtsmarkt zwischen Bahnhof und See wartet eine Eisbahn auf Schlittschuhläuferinnen und -läufer. Christmas Circus heisst das Motto des Cirque de Noël in der Plaine de Plainpalais in Genf. Wen es nicht in die Städte zieht, findet seinen weihnachtlichen Markt in der Region unter www.myswitzerland.com. DIE ZAHL
71 Rappen Auf so viel belaufen sich die vom TCS berechneten Kilometerkosten eines 35 000 Franken teuren Autos. Erneut nahmen die Kosten wegen sinkender Preise von Treibstoffen, Versicherungen, Reifen um 2 Rp./km ab. Dieser Schnitt beruht auf den festen und den variablen
8 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Kosten. Weitere Infos enthält der TCS USB-Stick «Kilometerkosten 2016». Mit ihm kann man die Kosten mehrerer Autos und Motorräder berechnen. Er ist für 19 Franken (für Nichtmitglieder 29 Franken) erhältlich. www.tcs.ch/kilometerkosten
DAS ZITAT
«Man kann nicht ohne Kompromisse leben. Ich bin für einen Sanierungstunnel am Gotthard.»
Dimitri Der Unterstützer der Alpeninitiative im Interview mit dem Corriere del Ticino.
NEWS
Mann, 51 Jahre, sucht Elektroauto Man dachte immer, es seien Städter, dabei leben sie vor allem auf dem Land. Was charakterisiert die Besitzer von Elektroautos? Das Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wollte genau dies von 3111 Besitzern von Elektroautos wissen. Einzelpersonen, die solche Fahrzeuge
besitzen, sind zumeist männlich, durchschnittlich 51 Jahre alt und verfügen über ein gutes Einkommen. Die meisten Personen mit solchen Fahrzeugen leben in einer Kleinstadt oder auf dem Land und besitzen noch ein weiteres Auto. Ausserdem empfehlen 84 Prozent der Besitzer diesen Fahrzeugtyp weiter. Vignette Im nächsten Jahr ist sie violett.
Vignette für 2016 ist violett metallic
Bald schon müssen die alten Vignetten von den Windschutzscheiben entfernt werden. Die Autobahnvignette für das nächste Jahr ist violett metallic und sie kostet weiterhin 40 Franken. Sie ist an den üblichen Verkaufsstellen erhältlich. Elektroautos sollen lauter werden
Keine leisen Autos mehr: In Zukunft sollen Elektrofahrzeuge in der Schweiz mit einem akustischen Warnsignal ausgestattet sein. Der Bundesrat will eine entsprechende Vorschrift zeitgleich mit der EU einführen. Diese will das Obligatorium auf den 1. Juli 2019 einführen. PSA Peugeot Citroën misst Verbrauch
PSA Peugeot Citroën geht eine Partnerschaft mit der Organisation Transport & Environment ein. Ziel: Bis im Frühjahr 2016 sollen die Verbrauchsdaten im Fahrbetrieb und bis zum Frühjahr 2017 die Schadstoffemissionen der eigenen Autos gemessen und publiziert werden. Den «Touring» auf das iPad laden
BILDER ALEXANDRA LIER, ZVG
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Mit 275 km/h durch den Berg
DIE APP
Der Gotthard-Basistunnel wird seit Anfang Oktober auf Herz und Nieren geprüft. In den ersten 50 Testtagen wurden bereits mehr als 500 Fahrten durch den neuen Tunnel absolviert. Die AlpTransit Gotthard AG zeigt sich zufrieden mit den ersten Testfahrten. Seit November 2015 laufen die Hochtastfahrten. Bei diesen Fahrten, bei denen die Fahrgeschwindigkeit schrittweise gesteigert wird, kommt ein aus Deutschland gemieteter Testzug mit der Typen-
Schnelle Infos über Skigebiete Ein Blick, und schon wissen Wintersportler, wie Pistenplan und Schneelage aussehen, wie die Wetterverhältnisse sind, ob Lawinengefahr besteht, wie lange die Anlagen laufen und noch vieles mehr. Was man früher eher mühsam zusammensuchen musste, bietet die App «Swiss Snow Report» von Schweiz Tourismus jetzt ratzfatz. Abgedeckt sind 250 Wintersportstationen. Fazit: Unbedingt runterladen.
bezeichnung ICE-S zum Einsatz. Die erste Fahrt mit der Maximalgeschwindigkeit von 275 km/h fand Anfang November statt. Bis Ende Mai 2016 sind weitere rund 3000 Testfahrten im längsten Eisenbahntunnel der Welt geplant. Ab Ende Februar 2016 finden auch erste Fahrten mit Güterzügen statt. Im insgesamt achtmonatigen Testbetrieb wird das Zusammenspiel aller Komponenten im Tunnel geprüft. Im Juni soll der Tunnel dann offiziell eröffnet werden.
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«Die Sanierung mit Tunnel ist Am 28. Februar entscheidet das Stimmvolk über den Sanierungstunnel am Gotthard. Verkehrsministerin Doris Leuthard erklärt, warum sie nach anfänglicher Skepsis die Variante mit Tunnel als richtige Lösung ansieht. TEXT DINO NODARI | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
P
ostkutsche, Reduit und Alpenschutz: Der Gotthard ist ein Mythos der Schweiz. Was verbinden Sie selbst mit diesem Brocken? Doris Leuthard: Ich erinnere mich an die Zeit, als es noch keinen Strassentunnel gab und wir über den Pass fahren mussten, um unsere Verwandten im Tessin zu besuchen. Mitten auf dem Pass musste dann Wasser nachgefüllt werden, weil Dampf aus dem Motor des alten Autos aufstieg. Und ich erinnere mich gut an die Autokolonnen auf der Passstrasse. Das war jeweils eine mühsame Reise, die wir nur einmal im Jahr unternahmen. Und wie oft fahren Sie heute pro Jahr durch den Gotthard? Hin und zurück sind es schon bis zu 16 Mal im Jahr. Es gibt einige Strassenprojekte im Tessin, zudem hat das Bundesamt für Strassen da eine Filiale, hinzu kommen Treffen mit der Tessiner Regierung und auch private Besuche. Manche Autofahrer berichten von einem unguten Gefühl im Tunnel. Was geht Ihnen auf der 17 Kilometer langen Strecke durch den Kopf? Der Tunnel ist nicht mehr mit moderneren zu vergleichen, er ist eng und die Wände von den Abgasen schon dunkel. Es ist klar, dass in dem engen Tunnel ohne Sicherheitsstreifen ein beengendes und beklemmendes Gefühl aufkommt. Immer wieder gibt es Videos von überholenden Fahrzeugen oder Wendemanövern. Was haben Sie selbst schon beobachtet? Einmal sah ich Leute, die in einer SOS-Nische ein Picknick gemacht haben. Wenn ich jeweils noch die Bilder von Wendemanövern oder Ähnlichem
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sehe, bin ich froh, dass nicht mehr Unfälle passieren auf dieser Strecke. Bei der Sanierung mit einem zweiten Tunnel können wir die Sicherheit erheblich verbessern, das ist eines unserer Hauptanliegen. Sobald der neue Tunnel gebaut und der alte saniert ist, wird der Verkehr richtungsgetrennt geführt. Frontal- und Streifkollisionen können so weitgehend vermieden werden. Bei der heute gegebenen Breite und Höhe des Strassentunnels kann die Sicherheit nur beschränkt verbessert werden. Tunnel mit Gegenverkehr bergen höhere Risiken als andere. Mit einer zweiten Röhre hingegen kann die Sicherheit markant erhöht werden. Die Sicherheit könne beispielsweise auch mit versenkbaren Mittelleitplanken erhöht werden, sagen die Gegner. Fachleute beurteilen dies skeptisch bis ablehnend, weil die Fahrbahn dadurch enger würde, was Kollisionen mit diesen Leitplanken zur Folge hätte und auch die Rettungskräfte massiv behindern würde. Ein Argument, das ich gut nachvollziehen kann. Zudem: Was wir für die Sicherheit im Tunnel machen können, tun wir – etwa mit den Thermoportalen [dabei wird die Temperatur von Lastwagen gemessen, ist diese zu hoch, werden die Fahrzeuge angehalten, Anmerkung der Redaktion]. Das ändert aber nichts daran, dass die Kombination von Gegenverkehr, enger Fahrbahn und langem Tunnel anspruchsvoll ist, höchste Konzentration erfordert und das Risiko eines Unfalls erhöht. Zu Beginn der Debatte äusserten Sie sich noch skeptisch gegenüber einem Sanierungstunnel. Warum sind Sie nun dafür?
die
Skeptisch ja, aber ich habe nie nein gesagt. Eine Sanierung mit Verladestationen wäre technisch machbar. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr Nachteile und ungelöste Probleme werden erkennbar. Es droht ein Flickwerk. Um den Verkehr während der Tunnelsperrung zu bewältigen, müsste je ein Bahnverlad für Autos und Lastwagen erstellt werden. Die Standorte für den Lastwagenverlad gibt es aber noch nicht – und weil sie viel Land beanspruchen, will sie niemand. Widerstand ist programmiert. Dazu kommen die Kosten der Sanierung mit Verladestationen: Sie belaufen sich gemäss der Variante, die in den Abklärungen des Bundes am besten abschnitt, auf 1,4 bis 1,7 Milliarden Franken. Das ist zunächst zwar eine Milliarde weniger als die Sanierung mit Tunnellösung. Davon würde ein grosser Teil aber in Anlagen investiert, die nach vier Jahren ohne Mehrwert wieder abgebaut werden müssten. So viel Steuergelder nur für eine kurze Zeit einzusetzen – und das noch im Wissen, dass in etwa 40 Jahren dasselbe Problem wieder gelöst werden muss – finde ich ineffizient und aus Sicht des Steuerzahlers nicht zu verantworten. Die Mittel wären weitgehend verloren. Für unsere Infrastrukturen brauchen wir dauerhafte Lösungen. Das zeigt: Wenn wir alle Punkte abwägen, ist die Sanierung mit Tunnel die richtige Lösung. Gegner einer Sanierungsröhre argumentieren, dass diese zu mehr Lastwagenverkehr führen wird. Diese unsachliche Angstmacherei lehne ich entschieden ab. Seit zehn Jahren haben wir am Gotthard eine stabile Verkehrssituation. Schon heute könnten von der Kapazität her mehr Lastwagen durch den Tunnel fahren, sie tun es aber nicht. Das sehe ich durchaus als Zeichen, dass unsere Verlagerungspolitik funktioniert. Und die NEAT wird weiter dazu beitragen. Es gibt keinerlei Indizien, dass sich dies entgegen der Erfahrungen der letzten Jahre ändern wird. Und ganz wichtig: Die Kapazität wird nicht erhöht – auch mit einem zweiten Tunnel nicht. Das geht oft vergessen. →
RUBRIKTITEL DOSSIER
richtige Lösung»
«Wer Nein sagt, sagt Ja zu schlechten Verladelösungen.»
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Wir werden genau das machen, was wir heute schon haben. Die einzige Veränderung ist, dass der Verkehr richtungsgetrennt fliessen kann und so die Sicherheit erhöht wird. Zudem ist für künftige Sanierungen am Gotthard vorgesorgt: Wenn in 30 bis 40 Jahren die nächste Tunnelsanierung ansteht, ist keine Vollsperrung nötig. Der Verkehr kann dann durch die andere Röhre fahren, ebenso bei den regelmässigen Unterhaltsarbeiten, wo heute Nachtsperrungen erfolgen.
werden. Ohne zweite Röhre müsste jeweils ein Bahnverlad für Autos und Lastwagen erstellt und danach wieder abgebaut werden. Die betroffenen Gemeinden wollen ihre Flächen nicht ewig für die Verladerei hergeben. So müsste man dann immer wieder eine Milliarde Franken für rollende Landstrassen ausgegeben. Das ist eine Denkweise, die beim Mitteleinsatz sehr kurzfristig ist. Wir wollen aber eine nachhaltige Lösung auf Dauer und vor allem auch einen Sicherheitsgewinn. Dazu kommt: Im Gotthard-Gebiet gibt es immer wieder Steinschlag, wie in diesem Sommer auf der Passstrasse. 2012 blockierte ein Felssturz einen Monat lang die Schiene. Da ist es gut, wenn wir ein System haben, das sich ergänzt. Wenn die wichtige Nord-Süd-Achse für längere Zeit gesperrt bleibt, beschneiden wir zudem massiv die Wirtschaft und die Arbeitsplätze im Nordtessin.
Und wie wollen Sie garantieren, dass nicht irgendwann zwei Spuren pro Richtung freigegeben werden? Das sichern wir doppelt ab. Einerseits gilt die Verfassung, also der Alpenschutzartikel, andererseits wird im Gesetz eine zusätzliche Schranke eingebaut: Auch nach der Sanierung darf immer nur eine Fahrspur pro RichDie Verladestationen tung betrieben werden. müssten ja nicht Man wird also nicht einzwingend nur in Uri fach der Polizei anrufen stehen. Es gibt auch oder eine politische AkIdeen, diese in den tion starten können und «Ich sah Leute, die Aargau oder nach die Spuren würden freigein einer SOS-Nische Basel zu verteilen. geben. Dazu bräuchte es ein Picknick Je länger eine rollende zwingend eine VerfasLandstrasse ist, desto sungsänderung. Darauf gemacht haben.» höher sind die Kosten – kann man vertrauen. Eine für das Personal, für das Einbahnstrasse in einem Rollmaterial. Zudem wurde bereits Wohnquartier wird auch respektiert. abgeklärt, wo überhaupt Land vorhanBeim Gotthard sind die Beschränkunden wäre und wo solche Verladeanlagen gen noch viel strikter in Verfassung und Sinn machen. Je weiter weg vom GottGesetz verankert. hard diese Anlagen wären, desto länger würden Distanz und Fahrzeit der rollenUnd wenn die EU mehr Kapazität den Landstrasse, desto mehr Umwegwünscht? verkehr gäbe es und desto weniger Wir sind völlig konform mit dem Landwürde verladen. Für den Binnenlastverkehrsabkommen, das hat uns die EU wagenverkehr ist Erstfeld die beste schriftlich bestätigt. Die EU hätte wohl Möglichkeit. Bei den von der Urner eher ein Problem, wenn die wichtigste Regierung weiter nördlich ins Spiel geNord-Süd-Achse für längere Zeit ganz brachten Standorten stellen sich viele gesperrt werden müsste. Mit der ungeklärte Fragen. Die betroffenen Tunnellösung bleibt die Verbindung Kantone haben bereits ablehnend gewährleistet. reagiert. Wenn dann noch private Landeigentümer einbezogen werden müssWenn es also keine Kapazitätserten, drohen unschöne Situationen und weiterung gibt, warum sollten wir Verzögerungen. dann mehr ausgeben als für die Verladelösung? Und wie sieht es mit dem Weil die Sanierung mit zweiter Röhre Landbesitz, etwa in Biasca, aus? auf Jahrzehnte hinaus die beste Lösung Da ist das Land mehrheitlich im Besitz ist! Bauten wie am Gotthard müssen des Patriziato, der Bürgergemeinde. alle 30 bis 40 Jahre umfassend saniert 12 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Diese wehrt sich vehement gegen die Verladeanlagen – genauso wie die politische Gemeinde sowie der Kanton Tessin. Da gibt es also ebenfalls erheblichen Widerstand. Zudem müsste wohl das Nachtfahrverbot zumindest lokal gelockert werden, damit die Verladeanlagen funktionieren. Dieser Punkt wird von den Gegnern der Sanierungsröhre gern verschwiegen. Um den grössten Teil des heutigen Verkehrs am Gotthard bewältigen zu können und Ausweichverkehr auf andere Routen möglichst zu vermeiden, bräuchte es für den Lastwagenverlad inklusive Verlad und Entlad einen 20-Stunden-Betrieb. Dazu müsste das Nachtfahrverbot lokal gelockert werden, nur von Mitternacht bis um 4 Uhr wäre Ruhe. Es geht zudem um sehr grosse Areale, die bei Dunkelheit voll beleuchtet werden müssten. Auch beim Autoverlad muss man sich der Dimensionen bewusst werden: Beim Lötschberg, mit Betriebszeiten von 5.50 Uhr bis 23.50 Uhr, werden im Jahr rund 1,3 Millionen Fahrzeuge verladen. Den Gotthard befahren jährlich aber rund 5 Millionen Autos! Das sind ganz andere Zahlen. Man darf sich keine Illusionen machen, mit dem Bahnverlad sind grosse Beeinträchtigungen für die Bevölkerung verbunden. Wer Nein sagt zur Vorlage, sagt Ja zu diesen einschneidenden, schlechten Verladelösungen. Gibt es Berechnungen, wie viel eine Schliessung des Strassentunnels die Tessiner Wirtschaft beziehungsweise die Schweizer Wirtschaft kosten würde? Es wird sicher einen Einbruch geben, aber Prognosen sind naturgemäss schwierig. An konkreten Fällen und Betrieben kann man das aber ganz gut beleuchten: Viele Familienbetriebe, etwa Garagisten oder Carrosserien in der Leventina wären gefährdet. Sie müssten ihren Betrieb verlegen, was für die Betroffenen aber oft kaum geht. Nehmen wir die Sägerei Filippi, das grösste Sägewerk im Tessin. Es transportiert täglich Holz aus Uri durch den Gotthard, verarbeitet es in Airolo und beliefert die Heizwerke von Göschenen und Schattdorf dann wieder mit Holzschnitzel. Bei einer mehrjährigen Tunnelsperrung erhöhen sich die Transportkosten und Zulieferer und Kunden suchen sich so andere Partner. Auch grosse Unterneh-
RUBRIKTITEL DOSSIER
Unumgänglich Der Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden.
men wären betroffen. Es ist klar, dass eine Schliessung des Tunnels schlecht wäre für die Schweizer Wirtschaft. Das gilt es zu vermeiden. Vergessen wir nicht: Die Lombardei ist einer der wich tigsten Handelspartner der Schweiz.
Der Abstimmungskampf um die Sanierungsröhre wird emotional. Wie wollen Sie die Leute in der Nordschweiz oder in der Romandie von einem Ja überzeugen? Beim Gotthard geht es um ein klassi sches Sanierungsprojekt, wie andern Warum steht eine Maut zur orts auch. Keines der mit dem National Finanzierung des strassen Sanierungstunnels und nicht zur Debatte? Agglome Weil bei uns der Grund rationsver satz gilt, dass die Stras kehrsfonds sennutzung gebührenfrei NAF vor ist. Das Parlament könnte gesehenen zwar eine Ausnahme be Projekte schliessen und der Bun zur Eng desrat hat dies auch zur passbesei Diskussion gestellt, aber tigung ist das Parlament wollte das gefährdet. «Frontal- und Streifkollisionen nicht, was ich nachvollzie können weitgehend vermieden Beides hen kann. Warum sollte läuft Hand werden.» man am Gotthard etwas in Hand, für die Durchfahrt verlan denn es gen, nicht aber am San Bernardino, braucht beides. Wir kommen nicht Gubrist oder am GlionTunnel? Für eine weiter, wenn alle nur isoliert für sich generelle Bemautung bräuchte es eine schauen. Würden wir über den Gubrist Verfassungsänderung, eine Ausnahme oder den Belchentunnel oder die Um klausel des Parlaments reichte dafür fahrung Lausanne–Morges abstimmen, nicht aus. hätten wir wohl auch jedes Mal die
Diskussion, warum nun die übrige Schweiz etwas für die Zürcher, die Basler oder die Lausanner finanzieren sollte. Wir haben ein Strassennetz und ich befahre nicht jedes Stück dieses Netzes gleich oft. Aber es ist ein Netz und wir sind ein Land. Es widerspricht dem Wesen unseres Landes, einer Region, einem Teil der Bevölkerung eine wichtige Verbindung abzuschnei den. Letztlich ist es also auch eine Frage der Kohäsion? Ja. Wir finanzieren in jeder Region teure Projekte und jeder Tunnel ist teuer. Letztlich ist und bleibt es aber ein Strassennetz, zu dem wir alle gemein sam schauen müssen. Was passiert, wenn das Volk am 28. Februar Nein sagt? Dann ist die Variante mit den Verla destationen umzusetzen. Das Stimm volk könnte dann aber nichts mehr dazu sagen. Obwohl das mit grossen Eingriffen verbunden wäre. Klar ist: Die Sanierung des bestehenden Strassen tunnels ist unumgänglich und mit einer langen Vollsperrung verbunden. • Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Eine Belastung für die ganze Schweiz
Würde der Gotthard-Strassentunnel während der Sanierung gesperrt, hätte das einen Umwegverkehr zur Folge, von dem fast alle Regionen der Schweiz betroffen wären. TEXT DINO NODARI Tunnel zu Wer nicht verladen will, muss zum Teil grosse Umwege in Kauf nehmen.
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17 000 Fahrzeuge pro Tag Der alpenquerende Verkehr in der Schweiz teilt sich im Wesentlichen auf vier Routen auf. Mit etwas mehr als 17 000 Fahrzeugen im Durchschnitt pro Tag ist der Gotthard die mit Abstand wichtigste schweizerische Nord-SüdAchse. Fast 60 Prozent aller Fahrzeuge queren die Alpen auf dieser Route. An zweiter Stelle kommt die San-Bernardino-Route. Diesen Tunnel nutzten im letzten Jahr durchschnittlich etwa 6700 Fahrzeuge pro Tag. Weitere mögliche Routen, um nicht Umwege ins Ausland in Kauf nehmen zu müssen und doch in den Süden zu gelangen, führen via Grosser St. Bernhard oder Simplon. Wird während der Sanierungszeit die wichtigste Strassenverbindung ins Tessin gekappt, wird dies zu mehr
Verkehrsbehinderungen und Staus in der ganzen Schweiz führen. Denn wer in der Romandie oder in der Ostschweiz startet, wird sich kaum in die Innerschweiz begeben, um da auf den Zug zu verladen. Zumal bereits bekannt ist, dass der Autoverlad nur etwa zwei Drittel der heutigen Kapazität zur Verfügung stellen wird. Der Verkehr wird sich auf die anderen, im Winter offenen, Alpenübergänge verschieben und da zu Mehrverkehr führen.
Umwegverkehr Wie und wo sich dieser Umwegverkehr auswirken würde, ist bekannt. So zeigte sich in der Vergangenheit, wenn der Gotthard-Strassentunnel wegen Unfällen oder wegen Steinschlag auf der Strecke gesperrt war, welche Routen die Autofahrer in den Süden nahmen. Von der
ILLUSTRATIONEN ZVG
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iese Aussicht! Herrlich wie sich die engen Serpentinen den Berg hinaufwinden, um am Ende ein unvergessliches Panorama freizugeben. Pässefahrten erfreuen sich grosser Beliebtheit bei Velofahrern, ÖV-Benutzern und Töfffahrern ohnehin. Auch Autofahrer nehmen auf dem Weg in den Süden gerne einmal den rund 20-minütigen Umweg über den Gotthardpass unter die Räder, um zu entschleunigen und zu geniessen. Im Sommer macht das Spass – im Winter weniger, wenn es denn überhaupt möglich ist. Gerade in dieser Jahreszeit wäre jedoch der Strassentunnel am Gotthard ohne eine Sanierungsröhre gesperrt, und dies während dreieinhalb Jahren. Wo also würden die Autofahrer durchfahren, sollte die Verladelösung für sie nicht in Frage kommen?
Video TunnelAnimation
DOSSIER Umfahrungsroute Grosser St. Bernhard und Simplon wären dabei insbesondere die Kantone Freiburg, Waadt und Wallis betroffen. Wie sich bei der Sperrung 2001 nach dem verheerenden Unfall im Gotthard-Strassentunnel und 2006 bei der Sperre wegen des Steinschlags auf der Autobahn bei Gurtnellen gezeigt hat, weicht besonders der Schwerverkehr sehr schnell auf Alternativrouten aus. Am Simplon etwa nahm dieser bei
des Gotthards 2001 nahm der Schwerverkehr da um 32 Prozent zu. Bei der zweiten Sperrung am Gotthard 2006 wurden am San Bernardino plus 286 Prozent Lastwagen gezählt. Auch bei den Personenwagen mussten massive Verkehrszunahmen aufgrund von Umwegverkehr verkraftet werden. Hier geht das Astra allein bei den Lastwagen von einem Mehrverkehr von 20 000 Lastwagen aus, die sich den Berg hin-
nicht beziffern. Möglich wäre vielleicht auch eine Verkürzung der Wintersperre am Gotthardpass von den bisher üblichen rund 210 Tagen auf 150 Tage. Damit verbunden wären aber auch wieder erhöhte Kosten für zusätzliche Galerien und weitere Sicherheitsmassnahmen, die erforderlich wären, beispielsweise vermehrte Lawinensprengungen. Allein diese Massnahme würde mit rund 16 Millionen Franken zu Buche schlagen. •
Stau Mehr Verkehr auf den Strassen führt überall in der Schweiz zu mehr Staus.
IM INTERESSE ALLER KANTONE
der einmonatigen Sperrung des Gotthard-Strassentunnels um 136 Prozent zu. Auch bei den Personenwagen war ein Umgehungsverkehr von plus 39 Prozent festzustellen. Der Grosse St. Bernhard verzeichnete damals eine Verkehrszunahme von 36 Prozent bei den Lastwagen und 54 Prozent bei den Personenwagen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) rechnet im Fall einer Sanierung ohne zweite Röhre allein bei den Lastwagen mit jährlich jeweils bis zu 10 000 zusätzlichen Fahrzeugen auf diesen Umfahrungsrouten – natürlich mit den entsprechenden Belastungen für Anwohner, Luft und Unfallgefahr in den betroffenen Regionen. Sehr gut dokumentiert ist der Ausweichverkehr auf der San-Bernardino-Route. Während der zweimonatigen Sperrung
aufkämpfen müssen. Überholen ist hier nur möglich, wenn die A13 zwischenzeitlich kurz zweispurig wird. Dass es auf dieser Strecke zu einem erheblichen Mehrverkehr kommen würde, ist klar, schliesslich wäre dies für den Grossraum Zürich die einzige ganzjährige Verbindung ins Tessin. Wem der Stau auf der San-Bernardino-Route dann zu gross wird, könnte mehrheitlich auch im Winter den Umweg über den Lukmanier nehmen.
Verkürzte Wintersperre Damit die alternativen Routen in das Tessin den Mehrverkehr sicher bewältigen sowie gefährliche Kreuzungsmanöver und Unfälle verhindert werden können, bräuchte es auf diesen Strecken bauliche Massnahmen. Diese lassen sich Stand heute, gemäss Astra, jedoch noch
Wie wichtig der Strassentunnel am Gotthard für die Wirtschaft ist, wird oft unterschätzt. Allein im letzten Jahr machte der Gesamthandel der Schweiz via Sopra und Sotto Ceneri über neun Milliarden Franken aus. Innerhalb der Schweiz gehören die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft zusammen mit dem Jura zu den wichtigsten Handelspartnern mit Italien. 2014 haben diese Kantone Waren von rund 1,3 Milliarden Franken nach Italien geliefert. Auch die Wirtschaft der Romandie hat ein grosses Interesse an der Umsetzung einer effizienten Sanierungslösung. Die Kantone Waadt, Wallis, Genf und Neuenburg exportierten 2014 Waren für eine halbe Milliarde nach Italien. Die Kantone Bern und Freiburg führten für rund 600 Millionen Franken Waren über die Tessiner Aussengrenze nach Italien aus. Und für den relativ kleinen Wirtschaftstraum Tessin ist der Binnenverkehr mit den übrigen Regionen der Schweiz von grosser Bedeutung.
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BEDROHTER
G채nsehaut pur Presidente Filippo Lombardi in der legend채ren Pista la Valascia.
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RUBRIKTITEL DOSSIER
R Traditionsverein Eine mehrjährige Schliessung des Gotthard-Strassentunnels hätte nicht nur für die Schweizer Wirtschaft fatale Folgen. Mit dem HC Ambri-Piotta stünde der älteste Tessiner EishockeyVerein vor dem Aus. TEXT DINO NODARI | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
D
ie Pista la Valascia ist so etwas wie die Anfield Road des Schweizer Eishockeys. Wenn die Fans der Biancoblu in der legendären Curva sud nach einem Sieg «La Montanara» anstimmen, ist Gänsehaut garantiert. Der sympathische ewige Underdog des Schweizer Eishockeys, der HC Ambri-Piotta, verfügt über eine Ausstrahlungskraft, die weit über das Gotthardmassiv hinweg geht. Mehr als 20 Fanclubs sind ein eindrücklicher Beweis dafür. Hier in der Leventina, in Quinto, nur wenige Kilometer südlich des Gotthardtunnels, wird deutsch gesprochen – zumindest wenn der HC Ambri-Piotta seine Heimspiele austrägt. Immer mehr Autos fahren an diesem Samstag, Anfang November, auf die Landebahn des ehemaligen Flugplatzes der Schweizer Luftwaffe in Quinto. Autos mit Nummernschildern aus Uri, Obwalden oder Luzern reihen sich ein. «Mehr als ein Drittel unserer Fans kommen aus der Deutschschweiz», erklärt Filippo Lombardi. Der Verein sei auf seine Fans angewiesen, sagt der Ständerat und Präsident des Clubs. Denn ein Grossteil seiner Einnahmen macht der älteste Tessiner Eishockeyclub mit den Stadioneintritten. «Eine Schliessung des Gotthard-Strassentunnels wäre für uns fatal und würde das Aus des Clubs bedeuten», ist er überzeugt.
Vier Mal durch den Tunnel Am Vortag trainierte die Mannschaft in La Chaux-de-Fonds. Tags zuvor war sie für eine Cup-Partie mit dem Mannschaftsbus angereist, am Abend sollte es nach Freiburg weitergehen, wo das nächste Meisterschaftsspiel anstand. Während sich die Spieler aufwärmten, trank Roberto Zilio einen Kaffee. Der Teamchauffeur fährt pro Auswärtsspiel
vier Mal durch den Gotthardtunnel, da der Car in Horw (LU) beim Carunternehmen Gössi stationiert ist. Die Sanierung des bestehenden Tunnels sei für das Transportwesen generell ein wichtiges Thema, sagte er. «Ich hoffe, dass der Sanierungstunnel angenommen wird, sonst wird es sehr schwierig für uns.» Die Ausweichroute über den San Bernardino würde wohl für einige Auswärtsspiele bedeuten, dass ein zweiter Chauffeur aufgeboten werden müsste, da die Arbeits- und Ruhezeiten sonst nicht eingehalten werden könnten. «Die Verladerei wäre auch nicht günstig und die Gefahr von Schäden am Car würde sich erhöhen», so Zilio, der seit letztem Jahr im Winter hauptsächlich als Teamchauffeur unterwegs ist. Der 45-jährige Luzerner fährt gerne mit dem AmbriBus durch die Schweiz: «Die Leute winken, hupen oder blinken, wenn wir unterwegs sind. Es ist unglaublich, wie viel Sympathie diesem Verein entgegengebracht wird.»
Zweitgrösster Arbeitgeber Ein kalter Wind weht durch die Valascia, das noch einzige offene Stadion der höchsten Schweizer Eishockeyliga. Der Stimmung der Fans tut dies keinen Abbruch. Nach dem Sieg in Freiburg wird auch gegen den EHC Biel ein Triumph erwartet. Nach einem Drittel jubeln die Fans, jubelt Presidente Lombardi. Die Biancoblu liegen mit 2:0 vorne. Als ob er es ahnen würde, warnt Lombardi davor, dass sich die Mannschaft jetzt hoffentlich nicht schon aufs Verwal-
ten des Spielstandes begnüge. Ebenso vor einer Isolation des Tessins und den Auswirkungen auf die Wirtschaft warnt er. Letztere sei auf die Transit-Achse angewiesen. «Der HC Ambri-Piotta ist nicht nur ein sportliches Phänomen, sondern auch der zweitgrösste Arbeitgeber in der oberen Leventina.» Vom Verein würden auch Restaurants und Hotels in der Umgebung profitieren.
9 Milliarden Franken Nebst der lokalen Wirtschaft wäre von einem Unterbruch auf der Nord-SüdAchse auch die nationale Wirtschaft betroffen. Norditalien ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz. Unternehmen aus allen Kantonen exportieren und importieren Waren über den Gotthard und die Tessiner Aussengrenzen nach Italien. Im letzten Jahr belief sich der Warenwert auf über 9 Milliarden Franken. Die daran beteiligten Unternehmen sind auf eine funktionierende Strassenverbindung angewiesen. Durch den starken Franken sind gerade die exportorientierten Firmen und deren Arbeitsplätze derzeit schon unter Druck. Unter Druck geriet im letzten Drittel auch der HC Ambri-Piotta. Filippo Lombardi sollte mit seinen Befürchtungen Recht behalten. Das Spiel ging in der Verlängerung verloren. Die «Montanara» wurde an diesem Samstag nicht angestimmt. Dafür ging es für viele Fans wieder zurück durch den Gotthard in die Deutschschweiz. ◆ Teamchauffeur Roberto Zilio fährt mit dem HC Ambri-Piotta durch die Schweiz.
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Richtungsgetrennt
fahren wir sicherer
Mit dem Bau einer Sanierungsröhre könnte die Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel stark verbessert werden. Frontal- und Streifkollisionen könnten vermieden werden. Selbst auf der Schiene ist das heute eine Selbstverständlichkeit. TEXT DINO NODARI
hat vor Kurzem gezeigt, dass der Gotthardtunnel mehreren Kriterien nicht standhält. So wurden unter anderem der Gegenverkehr, die Breite der Fahrspuren oder fehlende Pannenstreifen bemängelt. Der Kommentar zur Abschätzung der Risiken könnte im Evaluationsbericht nicht deutlicher sein: «Angesichts der Länge des Tunnels, des Verkehrsaufkommens im Gegenverkehr, des grossen Anteils des Schwerverkehrs (23 Prozent) und der langen ansteigenden Strecken vor dem Tunnel muss das Risiko hoch eingeschätzt werden.»
Das Gotthard-Inferno und insbesondere der Unfall im Mont-Blanc-Tunnel zwei Jahre davor sorgten dafür, dass die Regelwerke bezüglich Tunnelsicherheit weltweit angepasst wurden. Auch in der Schweiz gingen die verantwortlichen Behörden über die Bücher. So wurde eine aufwendige Sanierung des Tunnels an die Hand genommen und insbesondere die Belüftung, die Beleuchtung, Signalisierung sowie die Kommunikationsanlagen auf den neusten Stand gebracht. Trotzdem: Das grösste Sicherheitsdefizit bleibt bestehen. Nach wie vor ist der längste Alpentunnel eine Gefahrenquelle, weil der Verkehr nicht richtungsgetrennt geführt wird.
In den Jahren zwischen 2001 und 2012 haben 19 Personen ihr Leben im Gotthardtunnel verloren, davon 18 als Folge einer Frontalkollision. Mit zwei einspurigen Tunnelröhren könnten diese Unfälle vermieden werden. Doch auch abgesehen von Verletzten oder gar Toten gilt es die häufigen Zwischenfälle mit hohem Gefahrenpotenzial zu beachten; Pannen etwa, Brände oder andere Störungen, die für Menschen in einem Tunnel schnell zu einem Risiko werden können. Zwischen 2008 und 2012 musste die Feuerwehr im Jahresdurchschnitt 130 Mal im Tunnel eingreifen, und die Pannendienst sogar zwischen 250 und 300 Mal pro Jahr. Weitere Diskussionen erübrigen sich, wenn man daran denkt, dass der Tunnel nicht über Pannenstreifen verfügt und die Fahrspuren eher schmal sind.
Frontalkollisionen Der heutige Tunnel birgt Risiken. Mit seiner Länge von fast 17 Kilometern ist er einer der europäischen Tunnels, in denen die Gefahr einer Frontalkollision am längsten besteht. Zudem sprechen auch das Verkehrsaufkommen und der Anteil des Schwerverkehrs nicht für einen optimalen Zustand. Schliesslich fahren jedes Jahr fast 900 000 Lastwagen durch den Gotthardtunnel, hinzu kommt ein grosses Verkehrsaufkommen an Wochenende und während der Ferienzeit. Ein europäischer Tunneltest 18 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Gefährliche Zwischenfälle
Ein Blick ins nahe Ausland zeigt, unsere Nachbarn investieren bei wichtigen Strassentunnels in eine zweite Röhre. So zum Beispiel in Österreich, wo der Katschbergtunnel (5,9 Kilometer), der Tauerntunnel (6,6 Kilometer), und der Pfändertunnel (6,7 Kilometer) mit einer zweiten Röhre ausgestattet wurden. 2019 werden auch der Karawankentunnel (7,9 Kilometer) und der Arlbergtun-
nel (13,9 Kilometer) auf dieser Liste stehen. Genauso auch in Frankreich, wo der Fréjus-Tunnel für die Sanierung eine zweite Röhre erhält. Im Anschluss daran wird der Tunnel mit zwei einspurigen Röhren mit Pannenstreifen betrieben werden – genauso wie es auch am Gotthard geplant ist.
Richtungsgetrennte Züge Zurück in die Schweiz: Im Dezember 2019 soll der Ceneri-Basistunnel der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) eröffnet werden. Dann werden die ersten Personenzüge durch den neuen Gotthard- und den Ceneri-Basistunnel rollen. Diese Tunnels werden wegen der Sicherheit richtungsgetrennte Röhren aufweisen. Unsere Mobilität setzt auf Sicherheit und deshalb ist das heute selbst auf der Schiene eine Selbstverständlichkeit. Beim Strassentunnel am Gotthard aber wird diese Selbstverständlichkeit bekämpft. Dabei würde der geplante Sanierungstunnel keineswegs die Strassenkapazität im Alpenraum erhöhen, dafür umso mehr die Sicherheit im längsten Strassentunnel der Alpen endlich auf den international gültigen Standard bringen. •
Massnahmen zur Sanierung
Aufweitung Sicherheitsstollen
Neue Werkleitungsführung
QUELLE ASTRA
B
is zu 1200 Grad Celsius herrschten im Tunnel. Auf einer Länge von 100 Metern ist die Tunneldecke eingestürzt, schwarzer Rauch verhinderte eine Orientierung. Bei der Katastrophe im Gotthard vom Herbst 2001 starben elf Menschen, zehn von ihnen an Rauchvergiftung. Auslöser dieses Infernos war eine Frontalkollision von zwei Lastwagen. Durch den Kurzschluss eines herunterhängenden Kabels entzündete sich der ausgeflossene Diesel. Innert kürzester Zeit standen die Fahrzeuge und ihre Ladungen – unter anderem Pneus – in Flammen.
DOSSIER
Die längsten Tunnels
◼ 1. Laerdalsttunnel, Norwegen, 24 509 m ◼ 2. Zhongnanshan-Tunnel, China, 18 040 m ◼ 3. Gotthard-Strassentunnel, Schweiz, 16 918 m
Das Gotthardmassiv
Fahrzeuge pro Jahr
0,9 Mio.
5,4 Mio.
Fahrzeuge pro Tag: 17 400 Fahrzeuge pro Jahr: 6,3 Mio Stautage Nordportal: 168 Stautage Südportal: 173
◼ Monte Prosa, 2737 m ◼ Nordportal Goeschenen, 1111 m ◼ Südportal Airolo, 1175 m
Unfälle im Gotthardtunnel
Alpenquerung Strassen
◼ Unfälle nur Sachschaden ◼ Unfälle mit Verletzten ◼ Unfälle mit Getöteten 35 30 25 20 15 10 5 0
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
◼ 5% Grosser St. Bernhard ◼ 7% Simplon ◼ 15% San Bernardino ◼ 73% Gotthard-Strassentunnel
Anzahl Sperrungen am Gotthard
Zuluft
Abluft
Anpassung Lüftung
gemäss Meldungen von Viasuisse ◼ Unfälle ◼ Pannen ◼ Brände ◼ Total
Anheben Zwischendecke
100
Neubau Innengewölbe
80
90 70
Göschenen Ersatz-Bankett Neue Schlitzrinne
Airolo
60 50 40
ErsatzDeckschicht
30 20
Hauptrigole Bergwassser
Neue Fahrbahnentwässerung
Nebenrigole Bergwasser
10 0
2011
2012
2013
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KALENDER
Dez/Jan Noch freie Termine im Kalender? Wir empfehlen Ihnen bis zu unserer nächsten Ausgabe Adventsfreuden, einen musikalischen Neujahrsstart, Sport und einen Fastnachtsmarkt.
Märli am Rheinfall
FREITAG
11.
12
Stein am Rhein Gratis www.maerlistadt.ch
Advent in Rapperswil
SONNTAG
20.
12
Im Dezember präsentiert sich Stein am Rhein als Märlistadt. Thema: «Tapferes Schneiderlein». Dazu gibt es passend am 11.12. einen kleinen Mittelaltermarkt.
Am 4. Adventssonntag um 18 Uhr ziehen die Rapperswiler Sternsinger auf den Hauptplatz. Und führen das Krippenspiel auf. Rapperswil, Altstadt Gratisveranstaltung www.vvrj.ch
FREITAG
1.
1
Spengler Cup in Davos
SAMSTAG
26.
12
Sechs Tage dreht sich im Skiort alles um Eishockey. Sechs Teams kämpfen beim weltältesten Clubturnier gegeneinander.
Jahresauftakt in Interlaken Mit einem Festivalbesuch beginnt das neue Jahr grossartig. Am «Meet the Mountains» treten Polo Hofer, Hanery Amman, Dodo und Baschi auf. Das Ganze ist gratis. Nur wer direkt vor der Bühne stehen will, zahlt. Dazu gibt es Feuerwerk und Afterpartys. Interlaken Eintritt: gratis bzw. 35 Franken (Plätze vor der Bühne) www.touchthemountains.ch
Davos Tickets: ab 32 Franken (Stehplatz) www.spenglercup.ch
SAMSTAG
9.
1
Markt in Brunnen Mit dem Fasnachtsmarkt in Brunnen beginnt in der Zentralschweiz die närrische Zeit. Brunnen, Dorfzentrum Gratis www.fasnachtsmarkt-brunnen.ch
Snowup im Jura
SONNTAG
24.
1
Ob mit Ski oder Schlitten – viel Spass im Schnee verspricht der interjurassiche Snowup. Saignelégier und weitere Orte Gratis www.snowup-interjurassien.ch
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Wie sagt man
Fernweh auf Italienisch? [Costa]
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ab
CHF
Zauberhaftes Mittelmeer
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Savona
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Entdecken Sie die Vielfalt des Mittelmeeres während 7 Tagen auf einer Kreuzfahrt an Bord unseres Flaggschiffes, der Costa Diadema!
Marseille
Florenz
Rom Civitavecchia
Barcelona
Palma de Mallorca
ABFAHRTSDATEN 2016 ab
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
SAVONA
3 l 10 l 17 l 24 l 1 l 8 l 15 l 22 l 29 2 l 9 l 16 l 23 l 30 l 2 l 9 l 16 l 23 l 30 l 7 l 14 l 21 l 28 l 4 l 11 l 18 l 25 l 6 l 13 l 20 l 27 l l
Informationen und Reservation: - auf www.costakreuzfahrten.ch/diadema - telefonisch unter der Gratisnummer 0800 55 60 20 - in Ihrem Reisebüro *Preisbeispiel für die Abfahrten am 02., 09., 16. und 23.04.2016 inkl. Busanreise ab Schweiz nach Savona und zurück für alle Neubuchungen bis zum 31.01.2016 auf Basis des Early Booking Extra Preises.Gültig bei Doppelbelegung in einer Innenkabine. Vom 28.05. bis 23.09.2016 wird eine leicht veränderte Route angeboten - mehr Informationen auf www.costakreuzfahrten.ch. Exkl. obligatorisches Serviceentgelt an Bord von 9,00 € pro Erwachsener/pro Tag und allfälligen Treibstoffpreiserhöhungen. Limitiertes Kontingent. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Costa Kreuzfahrten Schweiz.
MOBILITÄT
TCS-Prüfstelle Der Messzyklus wird auf dem Rollenprüfstand exakt abgefahren.
Verbrauchsangaben
Autohersteller optimieren immer stärker Verbrauchsangaben und die Energieeffizienz der Autos sind oft unter Laborbedingungen optimiert. In den letzten Jahren sind aber die Abweichungen zum tatsächlichen Verbrauch immer grösser geworden. Dringend nötig ist ein neues Messverfahren. TEXT FELIX MAURHOFER | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
A
utobesitzer sind häufig von den Verbrauchsangaben der Hochglanzprospekte enttäuscht. Denn in der Praxis schluckt der Wagen meist mehr als angenommen. Während sich über Jahre die Differenzen mehr oder weniger im tolerierbaren Bereich bewegten, stellen die TCS-Experten bei Nachmessungen seit einigen Monaten immer öfter fest, dass die Autohersteller beim Verbrauch stark optimieren. Seit 20 Jahren führt der TCS auf seiner akkreditierten Verbrauchsprüfstelle NEFZ-Messungen (Neuer europäischer Fahrzyklus) nach den EU-Richtlinien durch, um die Herstellerangaben zu überprüfen. Die Autohersteller ermitteln Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen ebenfalls unter Laborbedingungen. «Es ist offensichtlich, dass hier die meisten von ihnen den Spielraum der mehrere hundert Seiten starken EU-Richtlinien ausreizen, was legal ist», kommentiert TCS-Experte Herbert Meier. Dies unter dem Motto:
Wer die Richtlinien am besten auszunutzen vermag, kann sich einen Vorteil verschaffen. Und wie optimieren die Hersteller? Oft werden die Werte mit einem leichten Basismodell ermittelt. In der Praxis sind dann diese mit Mehrausstattung ausgerüsteten Modelle bis zu 200 Kilogramm schwerer, wobei dann das Auto bis zu einem Liter mehr Kraftstoff verbrauchen kann. Weiter wird gemäss Richtlinien der Zyklus ohne Nebenverbraucher, wie Lüftung, Licht, Klima- oder Audioanlage sowie ohne Maximalbelastung des Motors gefahren, was in keiner Weise dem realen täglichen Einsatz des Autos entspricht. TCS-Experte Meier hat aber noch andere Beispiele auf Lager: Bei gewissen Modellen wird während der Messung die Batterie nicht geladen. Dabei weist der Hersteller darauf hin, das Bremspedal während der Standzeiten nicht zu drücken, weil dadurch das Bremslicht die Batterie beanspruchen
könnte. Ein wichtiger Parameter für die Messung ist die vom Hersteller ermittelte Ausrollzeit des Autos von 120 km/h bis zum Stillstand. Hier werden Ausrollzeiten angegeben, die das zu messende Fahrzeug in der Praxis nicht erreichen kann. All dies sei im Rahmen der Richtlinien zulässig, sagt Meier. Im Gegensatz zur NOx-Affäre von VW bewege man sich hier im legalen Bereich. Die TCS-Messungen zeigen nun, dass die Schere zwischen Labormessung und Praxisverbrauch immer weiter auseinander geht. 2002 betrug die Differenz im Durchschnitt über alle gemessenen Autos noch +0,85 Liter, 2014 war es mit +1,52 Liter beinahe das Doppelte. Um näher an den Alltagsverbrauch zu kommen, haben die TCS-Experten für den NEFZ eine eigene Messprozedur, genannt TCS-P, entwickelt. Der kleine Unterschied: Die Einstellungen am Prüfstand entsprechen dem tatsächlichen Gewicht des Autos und während der Messung bleiben Lüftung, Klimaanlage, Licht und Radio eingeschaltet. Das Resultat: Die Verbrauchswerte liegen laut TCS-Experten je nach Fahrzeug bis zu 1,9 Liter höher als die Herstellerangaben, sind wiederholbar und praxisnah.
Korrektur der CO2-Limite?
Die TCS-Verbrauchsmessungen, welche → übrigens bei grossen Differenzen Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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bei der Empa nachgemessen und bisher immer bestätigt wurden, zeigen klar auf, dass die Herstellerangaben mit einigen Ausnahmen zu tiefe Werte deklarieren. Dabei liegt es auf der Hand, dass dann der tatsächliche Verbrauch im Alltag nochmals wesentlich höher ist als auf dem Rollenprüfstand. Mit dem Verbrauch stossen die Autos also gleichzeitig mehr vom CO2 aus, als angegeben wird. Im Dienste des Klimaschutzes und in Anlehnung an die EU legt die CO2Verordnung fest, wie viel CO2 die verkauften Neuwagen durchschnittlich ausstossen dürfen. Derzeit liegt diese Limite für die Schweiz seit 2012 bei 130 g/km und soll bis 2020 auf 95 g/km reduziert werden. In der Realität sind aber die CO2-Emissionen deutlich höher, als gemäss Messzyklus deklariert wird. Im Klartext gesagt, können diese Zielwerte nur mit der heutigen, Praxis und «dank» den durchlässigen EU-Richtlinien erreicht werden. Dass hier auf Biegen und Brechen optimiert wird, liegt auf der Hand. Denn wenn ein Autohersteller die CO2-Zielvorgabe in der EU nicht erreicht, droht ihm eine hohe Busse. In der Schweiz wird der Importeur sanktioniert. Im Jahr 2014 zahlten die Importeure laut Bundesamt für Energie (BFE) rund 1,7 Millionen Franken.
Wer hat die Aufsicht? Damit ein neues Automodell in der Schweiz verkehren kann, benötigt es eine Typengenehmigung vom Bundesamt für Strassen (Astra) und die Energieetikette vom Bundesamt für Energie (BFE). Basis für die Typengenehmigung und die Energieetikette bilden die Verbrauchsangaben der Hersteller. Also jene Verbrauchs- und Emissionsdaten, welche unter Laborbedingungen und mittels Ausreizung der EU-Richtlinien gemessen werden. Herbert Meier fällt seit einigen Jahren auf, dass die Hersteller für die Homologation eine tiefere Schwungmasse wählen, als das Auto tatsächlich schwer ist. Die Folge ist ein tieferer Verbrauch. Wenn aber dann die Energieetikette berechnet wird, hat dasselbe Auto auf einmal eine höhere Masse, als das Fahrzeug inklusive Fahrer und Treibstoff tatsächlich wiegt. Mit diesem Kniff kommt eine gute Bewertung zustande. Denn je schwerer das Auto ist und je niedriger der Verbrauch, umso besser ist die EnergieeffizienzKategorie. Dazu sagt Sabine Hirsbrunner vom BFE, dass das Reglement eine Toleranz beim Leergewicht vorsehe. In 24 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Die wichtigsten Fragen für die Konsumenten Weshalb hat der TCS das Messverfahren nicht früher bemängelt?
Verbrauchsmessung Der Treibstoffverbrauch wird auf der Waage ermittelt.
Der TCS hat bereits im Jahr 2008 und seither mehrmals auf die hohen Unterschiede zwischen Norm- und Praxisverbrauch hingewiesen. Im «Touring» vom 5. März 2015 wurde die Messprozedur TCS-P vorgestellt. Bei nicht konformen Verbrauchswerten haben wir jeweils im «Touring» darauf hingewiesen und auch beim Hersteller reklamiert. Was fordert der TCS betreffend der Messverfahren?
Der TCS fordert bei den zukünftigen Messverfahren eine Verbrauchsangabe, die EU-Richtlinien ein mehrere hundert Seiten starkes Regelwerk.
der Regel werde aber bei Modellvarianten die Effizienzkategorie auf Grundlage des jeweils höchsten Gewichts und höchsten Verbrauchs berechnet. Stichproben mache das BFE aus Effizienzgründen nicht – die Herstellerangaben würden 1:1 übernommen. Allerdings finde auch das BFE die Abweichungen zwischen den Herstellerangaben und dem Realverbrauch als störend und unbefriedigend. Das Amt gehe auch davon aus, dass die Emissionsabsenkungen der letzten Jahre geringer ausfielen, als sie unter Laborbedingungen ermittelt würden. Hirsbrunner meint, der Druck auf die Behörden der EU-Ländern mit bedeutender Fahrzeugproduktion werde wachsen.
Reale Messverfahren Die Abweichungen könnten ebenfalls Einfluss auf die vom Astra vergebenen Typengenehmigungen haben. Laut Astra-Mediensprecher Thomas Rohrbach ist eine Astra-Taskforce daran, die CO2-Thematik mit den Herstellern und dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) abzuklären. Da noch keine gesicherten Angaben vorliegen würden, könnten im Moment die Auswirkungen auf die Typengenehmigung noch nicht bestimmt werden. Warum das Astra
keine Stichproben macht, erklärt Rohrbach so: «Da sich die Schweiz im Rahmen der bilateralen Abkommen mit der EU verpflichtet hat, deren Vorschriften für sämtliche Autos mit einer europäischen Gesamtgenehmigung in der Fahrzeuggesetzgebung zu übernehmen, würden helvetische Nachmessungen im Widerspruch zu den bilateralen Abkommen stehen.» Zudem wären solche Messungen zu personal- und kostenintensiv und kaum zu bewältigen. Die EU-Behörden sind aufgeschreckt, und ob nun möglichst bald ein realitätsnaher Fahrzyklus den (NEFZ) für den Normverbrauch ablösen wird, konnte das Astra nicht sagen. Fakt ist, der neue Zyklus WLTC soll 2017 eingeführt und zusätzlich mit dem sogenannten RDE-Test (Real Driving Emissions) ergänzt werden. Dabei werde das Fahrzeug im realen Strassenverkehr gefahren, wobei die emittierten Abgase von einer portablen Messvorrichtung überprüft werden (Portable Emission Measurement System; PEMS). Die ermittelten Abgaswerte dürften dabei die auf dem Prüfstand ausgewiesenen Abgaswerte nur um ein geringes Mass übersteigen. Wie viel dies sein wird, werde zurzeit innerhalb der EU mit den Herstellern verhandelt, erklärt Rohrbach. •
MOBILITÄT sich nach dem effektiven Fahrzeuggewicht richtet und Verbraucher wie Klimaanlage und elektrisches Zubehör mit einschliesst. Zudem fordert der TCS realistische Prüfstandseinstellwerte, welche mit OEM (Erstausrüster) Reifen ermittelt wurden. Ist der TCS-Verbrauchskatalog noch relevant?
Aber sicher. Denn im Verbrauchskatalog sind zahlreiche Informationen zu Umweltpolitik, Energieetikette, zu Treibstoffen und Treibstoffverbrauch sowie auch nützliche Tipps enthalten. So wurde auch das Benzinäquivalent als Vergleichsgrösse in die Top Ten und Fahrzeugliste integriert. Der Verbrauchskatalog muss in allen Garagen aufliegen und ist eine gute Basis für die Auswahl des neuen Fahrzeugs.
KONSEQUENZEN DER VW-AFFÄRE Die optimierten Verbrauchangaben sind gemäss EURichtlinien legal, realitätsnahe Messzyklen müssen aber in Zukunft Ziel sein. Eine andere Sache ist die VWAffäre. Hier fordert der TCS umfassende Abklärung der Auswirkungen, welche die Affäre in der Schweiz ausgelöst hat. In Bezug auf das weitere Vorgehen hat der TCS eine Taskforce eingesetzt, um sich lückenlos für die Rechte der Mitglieder einzusetzen. Wir fordern, dass der Hersteller die Unregelmässigkeiten behebt und auch die daraus entstehenden Kosten übernimmt. Der Käufer darf nicht
Der Verbrauch ist im realen Fahrbetrieb zwar höher, aber Fahrzeuge mit einer guten Effizienzklasse lösen diese in der Regel auch auf der
zu Schaden kommen. Sobald die Manipulationen korrigiert sind, wird der TCS mit seinen Partnerclubs Nachmessungen durchführen. Auswirkungen könnte die VW-Affäre auch auf die Motorfahrzeugsteuer haben. Diverse Kantone gewährten Steuererleichterungen für Fahrzeuge mit Kategorie A und B. Falls sich herausstellt, dass bei diversen Modellen die Kategorie der Energieeffizienz nach unten korrigiert werden müsste, dann würden für die Halter auf einmal höhere Steuern anfallen. Nachfragen bei diversen Strassenverkehrsämtern, welche die Motorfahrzeugsteuern erheben, haben gezeigt,
Strasse ein. Die Energieetikette ermöglicht den Vergleich der Fahrzeuge in ihrer jeweiligen Klasse, so dass der Kunde für seine Bedürfnisse
dass steuerliche Nachforderungen kaum in Betracht gezogen werden. Man könne die Kunden nicht nachträglich abstrafen, welche in gutem Glauben ein energieeffizientes Fahrzeug gekauft hätten und nun in eine schlechtere Kategorie abrutschen würden und so kein Anrecht mehr auf Steuerrabatte hätten, ist der Tenor. Zudem erklärte VW-Konzernchef Matthias Müller gegenüber Bundesrätin Widmer-Schlumpf, dass der VW-Konzern etwaige Mehrsteuern ausgleichen werde und dabei die zuständigen Steuerbehörden nicht die Kunden, sondern VW direkt mit möglichen Mehrsteuern belasten sollten.
das richtige Fahrzeug auswählen kann. Statt die wichtigen Informationen zu hinterfragen, setzt der TCS sich dafür ein, dass sie stimmen. •
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Sind Sie in diesen langen und kalten Tagen kaum vom Sofa wegzukriegen? Kein Problem, denn wir haben ein erlesenes Programm für lange Winterabende zusammengestellt: Zehn Roadmovies, mit denen man ferne Länder entdecken kann, ohne sich dabei bewegen zu müssen. Was will man mehr? Auf zum Film-Marathon! AUSWAHL ALINE BEAUD
Roadtrip von der Couch aus
PARIS, TEXAS (1984, 147 min) Regie: Wim Wenders Mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski und Dean Stockwell.
Walt Henderson findet endlich seinen verschwundenen Bruder Travis wieder. Travis, der zu den Gründen seines Verschwindens schweigt, trifft auf seinen Sohn und erfährt, in welcher Stadt die Mutter des Kindes, lebt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihr.
E Stark: Die Szene mit dem Dialog durch die Spiegelwand…
(2002, 125 min) Regie: Alexander Payne Mit Jack Nicholson, Kathy Bates und Hope Davis.
Nach seiner Pensionierung und dem plötzlichen Tod seiner Frau macht sich Warren Schmidt Gedanken über den Sinn des Lebens. Er übernimmt die Patenschaft eines jungen Afrikaners und macht sich mit seinem Wohnmobil auf zur Hochzeit seiner Tochter.
E Gefallen hat uns die sehr lebensnahe Geschichte.
26 touring | Dez 2015 / Jan 2016
SUGARLAND EXPRESS (1974, 110 min) Regie: Steven Spielberg Mit Goldie Hawn, William Atherton und Ben Johnson.
Eine junge Frau verhilft ihrem Mann zur Flucht aus dem Gefängnis und zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem gemeinsamen Sohn. Unterwegs müssen sie einen Polizeibeamten kidnappen und werden von einer Horde Polizisten bis nach Sugarland verfolgt.
E Gefallen hat uns die groteske Seite dieses Spielberg-Films!
THELMA & LOUISE (1991, 130 min) Regie: Ridley Scott Mit Susan Sarandon, Geena Davis und Brad Pitt.
Um ihrem trostlosen Alltag zu entfliehen, machen sich Thelma und Louise zu einem Wochenende unter Freundinnen auf. Der erste Abend ihrer Spritzfahrt gerät rasch zum Alptraum und sie müssen vor der Polizei fliehen. Der Plan? Geld zusammenkriegen und nach Mexiko abhauen.
E Roadtrip-Klassiker mit schönem Ford Thunderbird 66.
PHOTOS LDD
ABOUT SCHMIDT
LITTLE MISS SUNSHINE
EASY RIDER (1969, 95 min) Regie: Dennis Hopper Mit Peter Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson.
(2006, 101 min) Regie: Jonathan Dayton und Valerie Faris Mit Abigail Breslin, Greg Kinnear und Steve Carell.
Die siebenjährige Olive Hoover will Schönheitskönigin werden und wird zu ihrer grossen Freude zum begehrten Wettbewerb «Little Miss Sunshine» zugelassen. Um dem Mädchen die Teilnahme zu ermöglichen, macht sich die Familie per VWBus auf den Weg.
E Gefallen haben uns die Mitglieder der Familie Hoover.
INTO THE WILD (2007, 148 min) Regie: Sean Penn Mit Emile Hirsch, Catherine Keener und Vince Vaughn.
Christopher McCandless, ein junger Diplomand mit Aussicht auf eine brillante Zukunft, schmeisst alles hin und stürzt sich ins Abenteuer. Die Reise führt ihn von Dakota nach Alaska, wo er in absolutem Einklang mit der Natur lebt. Ein Film basierend auf einer wahren Geschichte.
E Stark: Der Soundtrack und die Landschaften!
DIE REISE DES JUNGEN CHE (2004, 126 min) Regie: Walter Salles Mit Gael García Bernal, Rodrigo de la Serna und Mía Maestro.
Die freiheitsliebenden Motorradfahrer Wyatt und Billy fahren quer durch die Vereinigten Staaten von Los Angeles nach New Orleans, um dort Mardi Gras zu feiern. Auf ihrer Roadtrip entdecken sie eine andere Facette ihres Landes und machen dabei allerlei Bekanntschaften.
1952 bricht der argentinische Medizinstudent Ernesto Guevara zusammen mit seinem Freund Alberto Granado zu einer Motorradtour durch Südamerika auf. Eine Reise, die ihm ein ganz anderes Gesicht des Kontinents zeigt und sein Leben für immer verändert.
E Der absolute Hit. Schlicht ein
E Packende Geschichte basie-
Kultfilm!
rend auf Che’s Reisenotizen.
LOUIS, DAS SCHLITZOHR
ALICE IN DEN STÄDTEN
(1965, 111 min) Regie: Gérard Oury Mit Louis de Funès, Bourvil und Jacques Ary.
(1974, 110 min) Regie: Wim Wenders Mit Yella Rottländer, Rüdiger Vogler und Lisa Kreuzer.
Nachdem sein Auto bei einem Unfall Totalschaden erlitten hat, erklärt sich Antoine Maréchal bereit, den prächtigen Cadillac des ziemlich skrupellosen Geschäftsmannes Léopold Saroyan von Neapel nach Bordeaux zu überführen. Was Antoine nicht weiss: Der Wagen ist voll mit Heroin…
E Lustige Ganuerkomödie mit dem Duo Funès-Bourvil.
Der etwas verwirrte deutsche Journalist Philip Winter sitzt am Flughafen fest. Er lernt Alice und ihre Mutter Lisa kennen, die ihm ihre Tochter anvertraut und verschwindet. Das ungewöhnliche Paar schlägt sich gemeinsam durch und macht sich auf die Suche nach Alices Grossmutter.
E Gefallen hat uns Alices starke Persönlichkeit.
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
27
Auslaufmodell
St
Das Unternehmen Graphmasters will Verkehrsdaten so nutzen, dass künftig keine Staus mehr entstehen. Diese nehmen zu, aller Navigationsgeräte zum Trotz.
chon wieder Stau! Letztes Jahr hatten Automobilisten noch mehr Grund als bisher, sich darüber zu ärgern. Mit 21 541 gemessenen Staustunden wurde 2014 in der Schweiz erstmals die Grenze von 20 000 Staustunden überschritten. So der Jahresbericht des Bundesamts für Strassen. Das bedeutet unglaublich viel unnütz vertane Lebenszeit. Da heute fast alle Autofahrer ein Navigationsgerät benutzen, sollte es eigentlich weniger Staus geben. Doch das ist auch Teil des Problems. Seit die Geräte erschwinglich geworden sind, vertrauen immer mehr auf sie. Jedoch nutzen die verschiedenen Anbieter jeweils dieselben Algorithmen. Mit der Folge, dass die Automobilisten je nach Gerätemarke die gleichen Ausweichrouten angezeigt bekommen, von der Autobahn abfahren, um sich auf denselben Landstrassen wiederzufinden, die ihrerseits bald wieder verstopft sind. «Navis führen zu weiteren Staus auf Strassen, die man sonst vielleicht gar nicht befahren würde», sagt Michael Schreckenberg, Stauforscher an der deutschen Universität Duisburg-Essen. 28 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Alte Daten führen zum Stau Ein weiteres Problem ist, dass viele Autofahrer günstige und ältere Geräte nutzen, die mit TMC (Traffic Message Channel) ausgerüstet sind. Die Quelle dafür sind unter anderem lokale Messanlagen, Verkehrskameras, Staumelder oder die Polizei. Die alle 15 bis 30 Minuten aktualisierten Daten gelangen über UKW-Radio ans Navi. Nutzer erfahren Staumeldungen häufig erst, wenn sie bereits in der Blechlawine festsitzen. Auch deckt TMC meist nur Autobahnen ab. Staus auf Ausweichrouten werden nicht erfasst. Dabei gibt es längst Echtzeit-Verkehrsdaten. So bietet etwa der niederländische Hersteller TomTom mit TomTom Traffic einen alle zwei Minuten aktualisierten Live-Dienst, der nach eigenen Angaben 99,9 Prozent aller Strassen in 36 Ländern abdeckt. Sollte die ursprüngliche Ausweichroute bereits dicht sein, wird der Fahrer woanders hin gelotst. Auch kann er sich drei weitere Alternativstrecken vorschlagen lassen. Im Idealfall weicht der Fahrer so dem Stau aus. Doch das hat seinen Preis. Navis von TomTom, die Echtzeit-Verkehrsdaten und Alternativrouten liefern,
starten bei über 200 Franken. Das scheint nicht jeder ausgeben zu wollen.
Ein Slot für jedes Auto Einen anderen Weg will man beim Start-up Graphmasters mit Sitz in Lausanne und Hannover beschreiten. «Mit unserem System entstehen Staus erst gar nicht», sagt Mitgründer Christian Brüggemann. Gibt ein Autofahrer eine Route ein, berechnet das System, wann das Auto welche Strasse durchfahren wird und reserviert sie sozusagen für diesen Zeitraum. Ist ihre Kapazitätsgrenze erreicht, werden weitere Fahrzeuge auf andere Routen umgeleitet. Alle sieben Sekunden gleicht das System ab, ob die befahrene Strecke noch die Schnellste ist. Jeder Strasse wird basierend auf ihrer Länge, der Anzahl Fahrspuren und der Geschwindigkeitsbegrenzung eine bestimmte Kapazität zugewiesen. Die Technologie berechnet mittels ausgeklügelter Algorithmen für jeden Navi-Nutzer eine individuelle Route und optimiert sie ständig in Abhängigkeit zum Fahrverhalten aller Teilnehmer. Als Vorbild dient den Gründern von Graphmasters der Flugverkehr, bei
FOTOS KEYSTONE (1), ZVG
S
TEXT JULIANE LUTZ
au
MOBILITÄT
Vertane Zeit 2014 kam es in der Schweiz zu 21 541 Staustunden.
«Autofahrer kommen mit uns 30 Prodem jedes Flugzeug einen Slot bekommt. zent schneller «Autofahrer kommen mit uns 30 Prozent ans Ziel.» schneller ans Ziel, als es mit herkömmlichen Navigationssystemen der Fall ist», sagt Brüggemann. Die Voraussetzung, um am System teilhaben zu können, sind ein Smartphone oder Tablet. Je mehr Nutzer die Graphmasters-Technologie nutzen, umso besser funktioniert das Ganze. «Würden nur fünf Prozent aller Autofahrer das SysDie App Nunav tem verwenden, könnten basiert bereits auf dem Graphmasters-System. viele Verkehrsprobleme und Staus vermieden werden, vor allem in Städten», sagt Robert Dohrendorf, CEO des Unternehmens. Gearbeitet wird mit Open Street Map, der Wikipedia der Karten. Die Informationen werden von Kommunen oder von Unternehmen mit Autoflotten bezogen. Deren Fahrzeuge liefern über GPS und Navisysteme Daten über Geschwindigkeit, angesteuerte Fahrtrichtung und die Geoposition.
Christian Brüggemann, Graphmasters
Das Graphmasters Routing Engine sorgt für harmonischen Verkehrsfluss.
Brüggemann und seine zwei Mitgründer generieren auch mit der eigenen gratis Navigationsapp «Nunav» für AndroidHandys selbst nützliche Daten. Eine Version für iPhones soll bald folgen. «All diese Informationen sind anonym und werden nicht gespeichert», so Brüggemann.
Ins Boot mit Naviherstellern Und Google mit seiner ebenfalls kostenlosen App «Maps»? Das mache das Geschäft nicht einfacher, aber der US-Konzern sei weniger an Navigation interessiert, denn daran, Daten zu verkaufen, heisst es bei Graphmasters. Dort sieht man sich nicht als ein weiterer Navi-App-Anbieter, der Endkunden direkt bedient. «Unser Ziel sind Partnerschaf-
ten mit bestehenden Navigationsgeräteherstellern», sagt CEO Robert Dohrendorf. Die Integration der GraphmastersTechnologie werte deren Produkte auf und im Gegenzug erhalte man Beiträge pro Nutzer. Mit einigen Anbietern sei man im Gespräch. Auch in der Logistikbranche will sich Graphmasters zu einem Anbieter für Speziallösungen entwickeln. Stauforscher Michael Schreckenberg hält die Idee für interessant. Es müsse sich aber zeigen, ob sich Autofahrer an die vorgeschlagenen Routen hielten. «Werden sie auf eine Strecke gelotst, die länger ist als die ursprüngliche, dann machen Automobilisten häufig nicht mit», sagt er. Die Überzeugung, schlauer als das Navi zu sein, gilt auch als eine der Ursachen für Stau. • Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Frühlingserwachen in Norditalien
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eine fantastische Schifffahrt nach Portofino, dem Badeort der Schönen und Reichen. Am späten Nachmittag fahren wir weiter zu unserem Hotel an der Versiliaküste.
2. Tag, Dienstag 19. April 2016 – Langhe, Alba & Barolo Heute lernen wir die Schönheiten der Langhe Region kennen. Zunächst fahren wir nach Alba, der «Stadt der hundert Türme». Weiter geht es durch das weltbekannte Barolo Weinanbaugebiet – hier gedeihen die wahrhaft königlichsten Weine Italiens. Wir besuchen eine renommierte Weinkellerei und erfahren bei einer Führung alles über die Herstellung der edlen Tropfen. Nachtessen im Hotel.
4. Tag, Donnerstag 21. April 2016 – Cinque Terre Die kleinen Ortschaften der Cinque Terre kleben wie Schwalbennester an den Felsen und sind nur durch schmale Straßen oder zu Wasser erreichbar. Mit der Bahn fahren wir nach Riomaggiore mit seiner sehenswerten Pfarrkirche. Von hier geht es zu Fuss nach Manarola, von wo wir wiederum mit einer herrlichen Bahnfahrt über Corniglia nach Vernazza reisen. Von Monterosso, dem westlichsten Ort der Cinque Terre kehren wir mit dem Schiff und einer atemberaubender Aussicht zurück nach Portovenere. Nachtessen im Hotel an der Versiliaküste.
3. Tag, Mittwoch 20. April 2016 – Rapallo & Portofino Wir verlassen das Piemont und begeben uns nach Rapallo mit seiner gepflegten Palmenpromenade. Von hier aus unternehmen wir
5. Tag, Freitag 22. April 2016 - Carrara & Pisa Die beeindruckenden Marmorsteinbrüche von Carrara laden uns heute morgen zu einem Besuch ein. Etwas ganz Besonderes ist der Stopp in einer Larderia. Hier, mitten in den
Steinbrüchen, werden Sie den Speck Lado di Colonnata, der in mehr als 100 Tagen in den Marmorbergen heranreift, verkosten. Anschließend fahren wir weiter nach Pisa und erleben eine tolle Stadtführung. Übernachtung in Montecatini Terme, im Herzen der Toskana. 6. Tag, Samstag 23. April 2016 - Lucca & Weingut Heute morgen erleben wir in Lucca eine geführte Zeitreise durch die italienische Architektur. Am Nachmittag fahren wir in die lucchesischen Hügeln, wo wir auf einem wunderschönen Weingut zur Degustation mit toskanischem Imbiss und Musik erwartet werden. Nachtessen im Hotel. 7. Tag, Sonntag 24. April 2016 - Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
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FOTOS TCS
MOBILITÄT
Adliswil Rellstenstrasse
Aigle Route des Ormonts
Bulle Rue de la Léchère
Genf Route du Bout-du-Monde
La Neuveville Grand-Rue
Liestal Oristalstrasse
Neuhausen Engestrasse
Niederwangen Freiburgstrasse
Oberuzwil Morgenstrasse
Sitten Rue de la Blancherie
Steinen Bahnhofstrasse
Einige Zebrastreifen müssen sicherer gemacht werden 161 Hinweise auf schlechte Fussgängerstreifen haben den «Touring» erreicht. Elf davon haben TCS-Experten genau unter die Lupe genommen. Hauptproblem: Mangelnde Sichtbarkeit. TEXT ALINE BEAUD
D
ie Strasse zu überqueren, ist für ältere Leute ein schwieriges Unterfangen. Es macht ihnen Mühe, einen zu hohen Bordstein zu bewältigen. So auch beim Fussgängerstreifen an der Route des Ormonts in Aigle. Ein Prob-
lem der Zugänglichkeit, um das sich die TCS-Fachleute sofort gekümmert haben. Der Fussgängerstreifen in Aigle ist eine von elf Anlagen, die der TCS im Fussgängerstreifentest 2015 evaluiert hat. Dank Clubmitgliedern konnten dieses Jahr jene
Zebrastreifen, welche die Sicherheitskriterien nicht erfüllen, ausfindig gemacht werden. Auf einen Aufruf im «Touring» erhielten wir 161 Mails. Bei der Mehrheit der Hinweise entsprachen nur kleine Details nicht den Erwartungen.
Sichtbarkeit Fünf Fussgängerstreifen wurden für «gut» oder «genügend» befunden. Die übrigen sechs wurden mit «ungenügend» bewertet. Grund dafür war die mangelhafte Sicht-
Resultate des TCS-Fussgängerstreifentests 2015 Stadt, Ort Adliswil, Rellstenstrasse Aigle, Route des Ormonts Bulle, Rue de la Léchère Genf, Route du Bout-du-Monde Niederwangen, Freiburgstrasse Liestal, Oristalstrasse Neuhausen, Engestrasse La Neuveville, Grand-Rue Oberuzwil, Morgenstrasse Sitten, Rue de la Blancherie Steunen, Bahnhofstrasse
Konstruktion (23%) genügend ungenügend genügend genügend gut gut gut gut genügend genügend genügend
Sichtbarkeit Tag (26%) ungenügend ungenügend ungenügend genügend genügend genügend gut sehr ungenügend ungenügend sehr ungenügend genügend
Sichtbarkeit Nacht (32%) ungenügend ungenügend ungenügend gut genügend gut gut ungenügend ungenügend sehr ungen. genügend
Zugänglichkeit (19%) ungenügend sehr ungenügend ungenügend gut ungenügend genügend ungenügend ungenügend genügend genügend ungenügend
Total (100%) ★★☆☆☆ ★★☆☆☆
barkeit bei Tag und bei Nacht. Ebenfalls bewertet wurden Markierungen, Beleuchtung und Signalisation. So wurde etwa in Sitten ein Fussgängerstreifen am Ausgang einer Bahnunterführung als «sehr ungenügend» bewertet. Nicht nur die Sichtbarkeit, sondern auch die Zugänglichkeit der Zebrastreifen ist nicht immer gewährleistet – die TCS-Fachleute werteten unter anderem allfällige Hindernisse und die Höhe der Bordsteinkanten aus. Eine Anforderung, die gerade für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Sehbehinderung besonders wichtig ist. Hingegen schnitt die Ausgestaltung der Fussgängerübergänge – das letzte Kriterium des Tests – bei dieser Prüfung gut ab! •
★★☆☆☆ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★☆☆☆ ★★☆☆☆ ★★☆☆☆ ★★★☆☆
★★★★★ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★☆☆☆ ★☆☆☆☆
sehr gut gut genügend ungenügend sehr ungenügend
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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WER HAT RECHT
So nicht Nur ein Guckloch reicht definitiv nicht aus.
Blindfahrt kostet Führerausweis Der Winter steht vor der Tür – und mit ihm die Zeit der verschneiten und vereisten Fahrzeuge. Rundum klare Sicht und keine Schneemassen auf dem Fahrzeugdach, lautet das Motto vor der Abfahrt. TEXT URS-PETER INDERBITZIN
W
er für sein Fahrzeug keine Garage oder keinen Unterstand hat oder wessen Auto nicht mit einer Standheizung ausgerüstet ist, hat das auch schon erlebt: Das vor dem Haus stehende Auto ist mit Schnee überhäuft und die Scheiben sind mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Einfach den Motor anstellen, kurz warten und dann losfahren in der Hoffnung, die Fahrzeugheizung werde das Problem schon lösen, kann teuer – ja sehr teuer zu stehen kommen.
ISTOCK
Klare Sicht ist Pflicht Das Gesetz schreibt vor, dass Fahrzeuge nur in einem
betriebssicheren und vorschriftsgemässen Zustand verkehren dürfen. Autos müssen so beschaffen und unterhalten sein, dass die Verkehrsregeln befolgt werden können und dass Lenker, Mitfahrende und andere Strassenbenützer nicht gefährdet werden. Die Scheiben und die Rückspiegel müssen sauber gehalten werden und müssen eine klare, verzerrungsfreie Durchsicht gestatten. Wer sich nicht daran hält und mit vereisten Scheiben herumfährt, riskiert nicht nur eine Busse, sondern auch einen Führerausweisentzug. Das Bundesgericht geht von einer mindestens mittel-
schweren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz aus, wenn ein Lenker auf Augenhöhe nur gerade ein Guckloch auf der Windschutzscheibe freimacht oder mit schneebedeckten oder vereisten Seitenscheiben unterwegs ist. In solchen Fällen ist nicht nur eine Busse von mehreren hundert Franken, sondern auch ein mindestens einmonatiger Ausweisentzug fällig. Sein Billet für mindestens drei Monate los ist ein Autofahrer, der nicht einmal ein Guck-
loch freikratzt und mit vereisten Scheiben unterwegs ist. Kürzlich hat das Bundesgericht (1C_6/2015) einem Lenker, der schon früher mehrfach krass gegen die Verkehrsvorschriften verstossen hatte, den Führerausweis aufgrund einer Blindfahrt gar für immer entzogen. Die Windschutzscheibe seines Fahrzeuges war komplett vereist und nicht gereinigt, sodass keine Sicht auf die Fahrbahn bestand; auch die Seitenscheiben waren erheblich vereist. •
SCHEINWERFER NICHT VERGESSEN Auch im Winter ist eine einwandfreie Rundumsicht aus Gründen der Verkehrssicherheit gefordert. Bloss ein Guckloch in die vereisten Scheiben kratzen genügt nicht. Wichtig ist auch, das Auto von Schneemassen zu befreien, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden. Zudem kann der Schnee über die Frontscheibe rutschten und dem Lenker die Sicht nehmen. Scheinwerfer, Blinker und Aussenspiegel nicht vergessen.
URS-PETER INDERBITZIN Rechtsexperte
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Der Opel Astra zeichnet sich besonders durch eine Ausstattung wie im Premium-Segment und agile Fahreigenschaften aus. Mit 1415 Kilogramm Gewicht pr채sentiert er sich deutlich leichter und agiler. TEXT FELIX MAURHOFER | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
OPEL ASTRA 1.6 CDTI EXCELLENCE
Ausger체stet
wie ein Grosser
E4 Zylinder 1,6-l-Dieselmotor, 136 PS W5,3 l/100 km (Testverbrauch), Energieetikette A Reichweite: 905 km kGewicht: 1415 kg (Testfahrzeug) P9 s von 0 auf 100 km/h L31 500 Fr.
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TECHNIK
Sportlich-agiles Fahrverhalten
Hohe Ladekante beim Kofferraum
Gute Fahrleistungen
Wenig Ablagen im Innenraum
Angemessener Verbrauch
Lange Schaltwege
Gelungene Optik
Mässige Variabilität
Platzverhältnisse vorne und hinten
Minimale Garantieleistungen
LED-Matrix-Licht
D
er neue Opel Astra ist Sinnbild dafür, dass die Kompaktklasse immer häufiger mit PremiumAssistenzsystemen ausgerüstet wird. Der von uns getestete Astra 1.6 CDTi in der Ausführung Excellence hat nebst diversen serienemässigen Helferchen wie Keyless-Entry, Lichtund Regensensor, Hill-Holder oder Kollisionswarner zudem das optionale Matrix-Lichtsystem installiert. Das aus 16 Elementen bestehende LED-Lichtsystem ermöglicht das Fahren ausserhalb der Stadt mit permanent blendfreiem Fernlicht. Es passt je nach Situation automa-
Wertige Materialien Das Cockpit hat an Qualität gewonnen.
TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Opel Astra 1.6 CDTi: 5 Türen, 5 Plätze; 31 500 Fr. (Testfahrzeug: 37 730 Fr.) Varianten: Astra 1.4, 100 PS (20 900 Fr.) bis Astra 1.6 CDTI; Excellence, 136 PS, (33 500 Fr.) Optionen: Brillant-Lackierung (300 Fr.), Lux-Matrix-Licht 1300 Fr.), Assistent-Paket (900 Fr.), Leder-Paket (2300 Fr.) Garantien: 2 Jahre ab Werk/km unlimitiert, unbegrenzte Mobilität; Rostschutz: 12 Jahre (Auflagen) Importeur: General Motors Suisse SA, Stelzenstrasse 4, 8152 Glattpark, www.opel.ch TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN
Agiler Kompakter Der neue Opel Astra macht bei allen Manövern eine gute Figur.
Motor: 4 Zylinder, 1,6-l-Diesel, 136 PS; 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb. Gewicht: 1415 kg (Testfahrzeug), Gesamtgewicht 1875 kg, Anhängelast 1500 kg
tisch die Länge des Lichtstrahls und die Verteilung des Lichtkegels an. Dabei erkennt die Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge, was wesentlich zur Sicherheit bei Nachtfahrten beiträgt. Kurz gesagt, verfügt das Testmodell über eine umfangreiche und sinnvolle Ausstattung. Wer mehr will, kann unter anderem den Fahrersitz mit Massage- und Belüftungsfunktion ordern (Option Premium-Lederpaket 2300 Fr.)
Top ausgestattet Opel setzt also mit dem neuen Astra, der übrigens seit 1936 zuerst als Kadett und dann als Astra bisher 24 Millionen Mal produziert wurde, auf premiummässige Ausstattung, moderne Technologie im Leichtbau und neuste Motorentechnologie. So wiegt der 4,37 Meter lange und → 1,81 Meter breite Astra bloss 1415 Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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TECHNIK Kilogramm. Also je nach Ausstattung bis zu 200 Kilogramm weniger als sein Vorgänger. Trotz der kompakten Masse ist er im Innenraum geräumig. Das hat mit den neu gestalteten Sitzen zu tun, welche Fahrer wie Passagieren mehr Bein- und Kopffreiheit gewähren. Die Ausführung Excellence präsentiert sich mit einem wertigen Innenraum und einem aufgeräumten Cockpit, das vom üppigen Display des Infotainmentsystems dominiert wird. Nur bei der Mittelkonsole hätten ein paar Knöpfe weggelassen werden können. In seiner Klasse bietet der Astra einen angemessenen Kofferraum (370 Liter), allerdings behindert die hohe Ladekante ein bequemes Beund Entladen. Und auch bei der Variabilität könnte Opel noch etwas zulegen. Will man den Kofferraum auf 1210 Liter vergrössern, lassen sich die Rücksitze nicht ohne Stufe herunterklappen. Die Karosserie des neuen Astra ist schick und vermittelt einen Hauch von Sportlichkeit. Ein Auto, das sich rundum gut präsentiert. Die Sicht nach vorne und auf die Seiten ist ordentlich. Beim Rückwärtsfahren ist sie eingeschränkt und
Es werde Licht 16 LED steuern das innovative Matrix-Lichtsystem.
Mittelkonsole Sie wird durch zu viele Schalter bevölkert.
somit leisten Parksensoren und Rückfahrkamera gute Dienste.
überzeugt durch hohen Fahrkomfort, solange es nicht holperig wird. Die gut konturierten Sitze lassen viele Einstellungen zu und tragen mit dem moderaten Geräuschpegel von 70 Dezibel bei 120 km/h zu einem relaxten Fahren bei.
Ordentliche Leistung Im Verkehr zeigt sich der Kompakte von Opel als sehr agil und wendig, was im Stadtverkehr sehr vorteilhaft ist. Das Fahrwerk ist straff und der 1,6-LiterDieselmotor mit 136 PS Leistung erlaubt eine recht sportliche Fahrweise. Die Schaltung – welche mit etwas kürzeren Schaltwegen noch besser wäre – und die präzise Lenkung passen gut zum Astra. Er schafft es in 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und zeigt sich auch im Verbrauch moderat. Im Test verbrannte der Astra 5,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Auch auf der Langstrecke macht der neue Astra eine gute Figur und
Sicherheit gross geschrieben Läuft trotz allem einmal etwas schief, ist der Astra mit dem persönlichen Online- und Assistenzdienst «Onstar» ausgestattet. Überhaupt ist der Kompakte von Opel sicherheitsmässig bestens unterwegs. Verbaut sind Kollisionswarner, Spurhalte- oder Totwinkelassistent. Wie zu Beginn erwähnt ist auch das Matrix-Licht (Option 1300 Fr.) ein sinnvolles Hilfsmittel. ◆ Dynamisch Der 1,6-l-Dieselmotor lässt sportliches Fahren zu.
FELIX MAURHOFER TESTFAZIT Der neue Astra ist ein gelungener Wurf und kann sich überall sehen lassen. Die gute Ausstattung, hohe Sicherheit und sportliche Leistung konnten überzeugen. 74%
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9
1 17 0–
cm
98 cm
– 59
85
cm
148 cm
110 cm
Radstand 266 cm Länge 437 cm Breite 181 cm
Komfort Der Fahrersitz lässt sich in alle Richtungen verstellen.
Kofferraum Die hohe Ladekante ist nicht optimal.
TCS-EXKLUSIV FAHRDYNAMIK Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (4. Gang) 80–120 km/h (4. Gang) Wendekreis: Bremsweg (100–0 km/h): Innenlärm: 60 km/h: 61 dB (A) 120 km/h: 70 dB (A)
BETRIEBSKOSTEN 9s 5,6 s 6,8 s 11,4 m 34,5 m
SERVICEKOSTEN Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.) 1 15 000/12 0,9 322.– 30 000/24 1,4 554.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 15 000 km/Jahr 15,4 5639.– 1
TCS MoBe: Herbert Meier
inklusive Servicematerial
km/Jahr
Rp./km
Fr./Monat feste variable 15 000 64 545.– 260.– 30 000 43 545.– 520.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS) Opel-Händler: 82 bis 180 Fr.
KOMFORT Die Komfort-Ausstattung ist gut und beinhaltet unter anderem ein KeylessSystem, Regen- und Lichtsensor, Tempomat und Zweizonen-Klimaanlage serienmässig. Das Fahrwerk ist eher straff ausgelegt und bietet auf schlechten Strassen nur mässigen Komfort.
TESTVERBRAUCH
PREIS-LEISTUNG Dies ist im Grossen und Ganzen gut. Dazu tragen insbesondere die gute Ausstattung und die Fahrleistung bei. Bei den Garantieleistungen hingegen knausert das Testauto mit nur zwei Jahren. FAHREIGENSCHAFTEN Die Fahreigenschaften machen Lust auf mehr. Die präzise und direkte Lenkung lässt zusammen mit dem knackigen Fahrwerk viel Fahrspass aufkommen. Das ESP muss auch bei zügiger Fahrweise erst spät eingreifen. Der Astra vermittelt ein agiles und sicheres Fahrverhalten.
TCS-Vergleich Opel Astra 1.6 CDTi Excellence 31 500.–
VW Golf 2.0 TDI Comfortline 32 200.–
Hubraum (cm3)
1598
1968
Leistung (kW/PS)
100/136
110/150
Drehmoment (Nm/min)
300/1500
320/1750
Normverbrauch (l/100 km)
4,4 A2
4,21 A2
Kofferraumvolumen min./max. (l)
370/1210 (ECIE)
380/1270 (ISO)
Betriebskosten (Fr./km)3
0,64
0,64
Wartungskosten Test «Touring» 1 3
4
INNENRAUM In Bezug auf Bedienung und Innendesign hat der Neue mächtig zugelegt. Die Platzverhältnisse sind vorne wie hinten gut. Das Kofferraumvolumen ist mit 370 Liter durchschnittlich, die hohe Ladekante stört aber.
NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND
Video zum Test
Preis (Fr.)
KAROSSERIE Der neue Astra kommt sportlich und dynamisch gestylt daher. Die stattliche Fahrzeugbreite von 1,81 Metern verleiht ihm einen selbstbewussten Auftritt.
(80/1268 EWG) Städtisch Ausserstädt. Mix TCS 5,4 3,9 4,4 Werk 4,5 3,5 3,9 116 g/km CO2-Emissionen: CO2-Durchschnitt in CH 2014: 144 g/km Energieetikette (A–G): A
5,3 l/100 km Reichweite 905 km Tankinhalt: 48 Liter
Der Opel Astra und VW Golf sind zwei Diesler, die in der Kompaktklasse den Ton angeben.
Innenbreite: vorne 147 cm, hinten 145 cm Kofferraum: 370–1210 Liter Reifen: 225/45 R17, min. 205/55 R16
5639.–
4427.–
12/2015
5/2013
Wert laut Importeur 2 Energieeffizienz laut Importeur Bei 15 000 km/Jahr 4 Gesamtkosten auf 180 000 km bei 15 000 km/Jahr
CREDITS: Die Aufnahmen vom Opel Astra wurden bei TCS Training & Events Stockental (BE) mit Unterstützung des Instruktorenteams gemacht.
MOTOR UND ANTRIEB Der 1,6-Liter-Dieselmotor ist mit seinen 136 PS auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Das niedrige Leergewicht von 1415 Kilogramm verhilft ihm aber zu unverhoffter Sportlichkeit. Auch die Abstufung des Getriebes ist gelungen und passt gut zum Motor, wobei die Schaltwege etwas kürzer hätten ausfallen können. VERBRAUCH Auch beim Verbrauch kommt dem Astra das niedrige Leergewicht zu Gute. Der Testverbrauch von 5,3 l/100km ist ein guter Wert, die Werksangabe von 3,9 l/100 km bleibt aber utopisch. SICHERHEIT Die serienmässige und optionale Sicherheitsausstattung ist sehr gut. Bemerkenswert ist das optionale LED-Matrix-Licht. Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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FOTOS TESLA
TECHNIK
Der Anfang der Autonomie Auch wenn das autonome Auto noch nicht startbereit ist, gibt es bereits Fahrassistenten, die stark in diese Richtung gehen. Zum Beispiel der Autopilot des Tesla Model S. Eine verblüffende Erfahrung auf der Autobahn. TEXT MARC-OLIVIER HERREN
E
in feines Zückerchen gibt es jetzt für Automobilisten, die der Gedanke frustriert, erst ab etwa 2030 das Lenkrad einem völlig autonomen Auto überlassen zu können. Der von Tesla entwickelte Autopilot liefert bereits heute einen Vorgeschmack auf das Fahren der Zukunft. Die für die grosse Reichweite ihrer Elektro-Boliden bekannte Marke aus Kalifornien will auch bei neuen Funktionen zur Avantgarde gehören. Deshalb ist die opulente Limousine Model S seit Oktober 2014 mit allen Attributen ausgerüstet, die eine halbautonome Fahrt erlauben: Radar, Kameras vorne und hinten, zwölf Ultraschallsensoren und GPS: Alle diese Zugaben waren bereits vorhanden, nur mussten noch die Komponenten aktiviert werden. Das geschah Anfang Jahr mit der Einführung des Programms 7.0. Es erlaubt dem Tesla Model S nun, seinen Kurs beizubehalten und auf der Autobahn die Spur zu wechseln. Ganz ohne
Mitwirkung des Fahrers, der noch unter dem Schock dieser freundlichen Machtübernahme steht.
Und es funktioniert! Tatsächlich kann das System von Tesla benutzt werden wie der Autopilot eines Linienflugzeugs, sofern die Bedingungen gut sind. Für Kameras und Ultraschallsensoren müssen die Linien der Bodenmarkierungen ersichtlich sein. Sonst kann das System nicht die Spur erkennen, der es folgen soll. Mit leichten Er fährt allein... oder beinahe. Der Tesla kann auf der Autobahn selbst die Spur wechseln.
Zweifeln begibt sich der Fahrer auf einen Autobahnabschnitt. Ist das System wirklich in der Lage, einen Überholvorgang autonom auszuführen? Um es zu aktivieren, genügt es, zweimal am Hebel zu ziehen, der den Tempomaten und den Spurverlassenswarner betätigt. Beide sind adaptiv. Noch den Blinker einschalten. Gespanntes Warten. Und plötzlich, nachdem der Autopilot festgestellt hat, dass die linke Spur frei ist, dreht sich das Lenkrad und der Tesla wechselt gelassen auf die Überholspur. Vorausgesetzt man ist nicht in Panik geraten und hat die Kontrolle über das Fahrzeug wieder übernommen. Das Ganze ist verblüffend und beruhigend zugleich, wenn man der Technik einmal vertraut. Das Auto bleibt in der Spur, folgt treu den Bodenmarkierungen und hält den Abstand zum vorherfahrenden Fahrzeug ein. Dadurch bestärkt, wiederholt der Fahrer die Übung in umgekehrter Richtung. Und der Tesla ordnet sich folgsam wieder rechts ein. Lediglich die Hände müssen am Lenkrad bleiben, so verlangt es das Schweizer Gesetz. Der Autopilot ist auch nachts sowie auf wenig kurvenreichen Strassen einsetzbar. Und er kann im Stadtverkehr eine Hilfe sein, aber mit Einschränkungen, denn gewisse Elemente wie Ampeln identifiziert er nicht. Für die Aktivierung der bereits im Fahrzeug integrierten Komponenten verlangt Tesla 2500 Franken. Eine andere Innovation, diesmal in der Aufpreispolitik. •
So funktioniert es Radar und Kameras prüfen, ob die Fahrspur frei ist, während die Sensoren den Markierungen folgen.
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Sieger auf jedem Terrain.
TECHNIK
SUBARU LEVORG 1.6 DIT LUXURY S
Ausgewogener Allradler
NLänge: 4,69 m; Kofferraum: 522 l E1,6-l-Turbobenziner, 170 PS, 250 Nm; CVT-Getriebe, 4×4; 0 bis 100 km/h in 8,9 s; Testverbrauch: 9,4 l/100 km; Reichweite: 638 km L37 700 Fr. Der Subaru Levorg ist der Nachfolger des legendären Legacy. Er gefällt mit seiner gestreckten Linie, dem angenehmen CVT-Getriebe und einer unvergleichlichen Handlichkeit. Sein Verbrauch aber enttäuscht. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTO EMANUEL FREUDIGER
D
er im Vergleich mit dem alten Legacy um 10 cm kürzere Subaru Levorg spielt eine interessante Rolle, drängt er sich doch zwischen Kompakt- und Mittelklassekombis. Zudem verleiht ihm sein dynamischer Stil eine sportliche Note. Gut, die ausgeprägte Lufthutze wird nicht allen gefallen. Aber das Design ist gelungen für eine Marke, bei der die Optik bislang nicht zu den herausragendsten Eigenschaften gehörte. Der gute Eindruck bestätigt sich im einladenden Innenraum mit geschäumten Kunststoffen und serienmässigen Lederpolstern mit blauen Ziernähten. Erstklassigen Halt bieten die Sportsitze zwar nicht, aber sie sind
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anatomisch geformt. Der auch dank eines im Vergleich Fond bietet ausreichenden mit dem Legacy geringeren Beinraum. Erwähnenswert Wendekreises und der seriensind die verstellbaren Rümässigen Rückfahrkamera. ckenlehnen. Der Kofferraum ist dank des niedrigen BoFür ein Langstreckenfahrdens gut zuzeug ist der gänglich und Levorg straff Fortschritte bei Design/ hat einen gefedert und Strassenlage/Traktion Teppich auf die WindgeHandlichkeit Premiumräusche sind Gutes CVT-Getriebe Niveau. Und ausgeprägt. Kofferraum/Variabilität die Lehnen Preis-Leistungs-Verhältnis Das ist aber lassen sich mit nicht schlimm, zwei Zügen da die VibratiHoher Verbrauch umklappen. onen und das Nur eine Motorisierung Das Maximum typische Mittelmässige Federung beim LaBrummen des deraum beBoxermotors trägt 1446 l. gut gedämpft sind. Das ist auch besser so, denn es steht Entstanden ist ein praktinur ein 1,6-l-Turbo zur Wahl. scher und mit einer Breite Er wird ausschliesslich an ein von 1,78 m gemässigt auslastufenloses Getriebe (CVT) dender Kombi. Er lässt sich gekoppelt. Dieses Duo erangenehm manövrieren, weist sich jedoch als harmo-
Rassig Der neue Levorg mit Turbo-Lufteinlass, Seitenschürzen und Heckspoiler
nisch im Stadtverkehr. Der drehmomentstarke Benzinmotor erreicht die erlaubten Geschwindigkeiten mit einem kleinen Gasstoss. Im Sportmodus simuliert das CVT-Getriebe 6 kurze Gänge. Allerdings wirkt die sehr lineare Beschleunigung nicht wirklich sportlich. Erfreulich: das CVT-Getriebe gibt keinen Heulton mehr von sich.
Traktion und Durst Dem permanenten Allradantrieb treu geblieben, profitiert der Subaru von einem tiefen Schwerpunkt. Davon zeugt das fast neutrale Fahrverhalten. Doch ist der Levorg eher dynamisch als agil. Der Wermutstropfen: Für die 4×4-Technik und für sein Gewicht bezahlt er mit einem Verbrauch, der deutlich über den angegebenen 7,1 l/100 km liegt. Darüber tröstet eine schon in der Basisversion üppige Ausstattung hinweg, die in der Version Luxury S super komplett ist. All das für relativ günstiges Geld. •
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*B 220 4MATIC, 1991 cm3, 184 PS (135 kW), Barkaufpreis CHF 37 759.– (Fahrzeugwert CHF 45 700.– abzüglich CHF 7941.– Preisvorteil). 6,5 l/100 km, 151 g CO2/km (Durchschnitt aller verkauften Neuwagen: 144 g CO2/km), Energieeffizienz-Kategorie E. Leasingbeispiel: Laufzeit: 48 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 2,94 %, 1. grosse Rate: CHF 8700.–, Leasingrate ab dem 2. Monat: CHF 279.–. Exklusive Ratenversicherung PPI. Ein Angebot der Mercedes-Benz Financial Services Schweiz AG. Vollkaskoversicherung obligatorisch. Eine Kreditvergabe ist verboten, falls diese zu einer Überschuldung des Leasingnehmers führen kann. Angebot gültig bis 31.12.2015. Immatrikulation bis 31.3.2016. Unverbindliche Preisempfehlung sowie Änderungen vorbehalten. Abgebildetes Modell: B 220 4MATIC inkl. Sonderausstattungen (Metallic-Lackierung, Style Line, LED High Performance-Scheinwerfer, Aktiver Park-Assistent inkl. PARKTRONIC): CHF 41 609.–, 6,5 l/100 km, 151 g CO2/km, Energieeffizienz-Kategorie: E. <wm>10CFWLoQ7DMAwFv8iRX14cxzOswqKCabxkGt7_o7VjBScduFsrreifbe6v-UwoWhOOoLe0sFLdvKdHFPYYCWBUhT3QSBjdb4uoKUL1uBoBBOMAhVXgpwC90sr3_fkB3zhmqXoAAAA=</wm>
Auch mit der B-Klasse 4MATIC. Ab CHF 37 800.–. In der B-Klasse bringen Sie Ihre Familie genauso sicher von A nach B wie Ihre Wintersportausrüstung oder das Gepäck für Ihre Ferien. Und dank dem Allradantrieb 4MATIC agieren Sie auf jedem Untergrund genauso souverän wie Roger Federer auf den Tennisplätzen dieser Welt. Weitere Informationen unter www.mercedes-benz.ch/4matic-bklasse
B 220 4MATIC
Ihr Preisvorteil Barkaufpreis 2,9 % Leasing für
CHF 45 700.–
CHF 7941.–* CHF 37 759.– CHF 279.–/Mt.*
Standesgemäss Markante Front mit modernster Lichtsignatur: Der Renault Talisman macht viel her.
RENAULT TALISMAN
Ziemlich viel gutes Karma NLänge 4,85 m; Kofferraum: 572 l (Kombi) EBenziner 150/200 PS, Diesel 110/130/160 PS, Testverbrauch: ab 3,6 l/100 km, 95 g/km CO L34 600 bis 48 300 Fr. 2
TEXT MARC-OLIVIER HERREN
M
it seiner kraftvoll wirkenden Vorderansicht, dem Voll-LED-Beleuchtungssystem und dem markantschönen Heck zieht der Renault Talisman die Blicke auf sich. Sein so dynamischer wie eleganter Auftritt kommt besser an als jener der Vorgänger Safrane und Laguna. Sie begeisterten nicht wirklich. Schade eigentlich, dass Schweizer Käufer in dieser Wagenkategorie seit Jahren Kombis bevorzugen, der Tummelplatz für VW Passat und Ford Mondeo. Mit einer Länge von 4,85 m bewegen sich auch der Talisman und seine Kombiversion (+ 5 cm) im guten Mittelfeld jenes Segments, das leider oft zugunsten trendigerer Karosserien vernachlässigt wird. Zu Unrecht, wie nun auch der Talisman beweist. Der bietet zudem viel Leistung zu einem vorteilhaften Preis. Das raffiniert gestaltete Cockpit der Version Initiale Paris mit Holzintarsien und Nappaleder lässt an die Premium-Klasse denken. Gut, hier und dort wurde auch 42 touring | Dez 2015 / Jan 2016
weniger edles Plastik verarbeitet, etwa bei der Einfassung des grossen 8,7-ZollTouchscreens. Aber das sind Peanuts, angesichts der vorteilhaften Preise und dem grosszügigen Inneren mit den gut geformten, mehrfach verstellbaren Vordersitzen. Auch die Plätze hinten bieten viel Beinfreiheit und gut dimensionierte Sitzflächen. Der für Mai angekündigte Kombi wird mit weiterer Ladekapazität auftrumpfen (+ 62 l). Der Talisman verwendet die gleiche Plattform wie der Espace und verfügt über ein Allrad-Fahrwerk mit vier gelenkten Rädern und gleichzeitig optimiertem Fahr- und Dämpfungsverhalten, zumindest in der teuersten Version. Fahrerlebnis und Ambiente lassen sich mit den Modi Comfort, Sport oder Perso (frei konfigurierbar) einstellen. Die Familienlimousine lässt sich auch bei niedrigem Tempo gut manövrieren und bietet Stabilität bei höherer Geschwindigkeit. Dazu kommen eine präzise Lenkung und eine erstaunliche Wendigkeit, die man dem Wagen erst gar nicht zu-
trauen würde. Die Laufruhe ist dank effizienter Lärmdämpfung auf höchstem Niveau. Auch bei den Fahrassistenzsystemen geizt der Talisman nicht: ToterWinkel-Warner und Verkehrszeichenerkennung sind ab mittlerer Version serienmässig an Bord. Schade nur, dass der Spurhaltewarner nicht aktiv genug ist und der adaptive Tempomat auf einen bestimmten Geschwindigkeitsbereich beschränkt ist.
Downsizing regiert Wenig Überraschendes zeigt sich unter der Haube, wo 1,6-Liter-DownsizingAggregate mit sehr geringem Verbrauch am Werk sind. Die manuellen Getriebe sind den kleinen Dieselmotoren vorbehalten; alle anderen Modelle basieren auf Doppelkupplungsgetrieben. Als sehr ausgeglichen hat sich in unserem Test der 160-PS-Diesel mit Twin-Turbo erwiesen. Wer es rassiger will, setzt auf den Benziner mit 200 PS, der im Modus Sport einen kernigen Motorensound von sich gibt. Auch punkto Konnektivität und Onboard-Entertainment ist der Talisman auf der Höhe seiner Zeit. Das Modell Initiale Paris verfügt zusätzlich über ein Head-up-Display sowie belüftete Massagesitze. Eigentlich selbstverständlich für einen Wagen, der «Glücksbringer» heisst.
FOTOS ZVG
Der Renault Talisman ist eine echte Familienlimousine. Ihre Trümpfe: Top-Technologie, hoher Komfort und bestes Fahrverhalten. Und all das zu einem annehmbaren Preis.
TECHNIK
Das System der vier gelenkten Räder Die High-End-Versionen des Renault Talisman verfügen über ein Fahrwerk mit vier gelenkten Rädern (optional 2000 Fr.). Eine Technologie, die einerseits das Handling in Kurven verbessert und andererseits beim Manövrieren den Wendekreis verkleinert. Seit Langem verfügbar, ist diese Technik insbesondere bei Nutzfahrzeugen verbreitet. Bei den Personenwagen wurde sie erstmals 1987 beim Honda Prelude Coupé eingesetzt. Danach aber liessen die Hersteller dieses vielversprechende System links liegen, bis es Renault 2008 beim Laguna GT wieder aufleben liess. Zum Einsatz kommt es ebenfalls bei seltenen Luxus-
modellen, etwa beim Audi Q7 oder beim Porsche 911. Auch bei anderen deutschen Spitzenklasseprodukten wird die Technologie wieder aufleben.
Funktionsweise Mit dem System «4Control» von Renault werden Fahrdynamik und Dämpfungsverhalten des Allradantriebs ständig elektronisch gesteuert. Unter 50 km/h (80 km/h im Modus Sport) lenken die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern. Es geht jedoch nur um einige Grad Abweichung; der Gegenwinkel der hinteren Räder beträgt maximal 3,5 Grad. Kleiner Winkel, grosse Wirkung: Der grosse Talisman scheint so den Radstand eines Kompaktwagens zu haben. Er er-
Gegenwinkel Bei nied rigem Tempo haben die Hinterräder einen kleine ren Einschlagwinkel.
reicht damit einen Wendekreis von 10,8 m (–0,8 m). Bei höherem Tempo gilt das Umgekehrte: Die Hinterräder schlagen in gleicher Richtung ein wie die Vorderräder (maximal 1,9 Grad). Die Technik bietet eine bessere Spurtreue und optimiert die Stabilität. «4Control» bewirkt so ungeahnte Wendigkeit und ausge-
glichenes Fahrverhalten. Das System verbessert zudem in Notfällen Ausweichmanöver. Das Einschlagen der Hinterräder erfolgt durch ein Gestänge, das durch einen elektro-hydraulischen Antrieb gesteuert wird. Mit rund 25 kg hat diese Steuerung keinen negativen Einfluss auf den Schwerpunkt des Fahrzeugs. Ganz im Gegenteil. •
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7.03. 8.03. 9.03. 10.03. 11.03. 12.03. 13.03. 17.03. 18.03. 19.03.
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Sonntag
10. Januar
Zürich
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Theater Saal
Namibia Madagaskar
10.30 Uhr 13.30 Uhr
Südafrika
19.00 Uhr
Guinea, Liberia & Sierra Leone
namibia, madagaskar,Südafrika, guinea,Liberia & Sierra Leone
WeiteRe themen
National Theatersaal Schlossgut Landhaussaal Burgsaal Lötschbergsaal Weisses Kreuz Stadttheater Gemeindesaal Hotel Engel IMAX Filmtheater Lorzensaal Paraplegiker-Zentrum Stadtsaal Carmen Würth Saal Volkshaus, Theatersaal Gate 27 Titthof Kreuz Volkshaus Aula Kantonsschule ZO
Zürich Mo 18.01. Volkshaus, Theatersaal Jona Di 19.01. Kreuz Wetzikon Mi 20.01. Aula Kantonsschule ZO Winterthur Do 21.01. Gate 27 Bülach Di 26.01. Aula Kantonsschule Bern 27. + 28. 01. Aula Freies Gymnasium Thun Sa 30.01. Burgsaal Münsingen Di 2.02. Schlossgut Basel Mi 3.02. Volkshaus Buchs AG Do 4.02. Gemeindesaal Liestal Fr 5.02. Hotel Engel Solothurn Do 11.02. Landhaussaal Wil SG So 14.02. Stadtsaal 17 Uhr Cham Di 16.02. Lorzensaal Luzern Mi 17.02. Messe Luzern Forum Landquart Fr 19.02. Forum im Ried Rorschach SG Sa 20.02. Carmen Würth Saal
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TECHNIK
SKODA SUPERB COMBI 2.0 TDI 4×4 L&K
Ein Hauch mehr Superb Der Skoda Kombi bietet enorm viel Platz und einen sehr grossen Kofferraum. Dazu wartet der Superb neu mit zahlreichen Assistenzsystemen auf. Der Preis aber bleibt in der goldenen Mitte. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTO EMANUEL FREUDIGER
D
er Skoda Superb bestätigt erneut seinen Ruf in Sachen Platzangebot. Dank der modularen Plattform der VW-Gruppe verfügt er über einen hohen Radstand, ist dennoch aber nur 2 cm länger geworden. Fondpassagiere verblüfft die Geräumigkeit, die noch Platz für eine Fussstütze bietet. Und selbst die Rückbank ist sehr grosszügig bemessen. Der Kofferraum ist entsprechend geräumig, fasst jetzt 27 Liter mehr. Dieser riesige rechteckige Laderaum ist auch gut organisiert. Die verfügbaren 660 Liter lassen sich mit einem variablen Ladeboden, einem Trennnetz und einer Gepäckraumabdeckung unterteilen. Etwas
enttäuschend ist, dass dieses Testversion Laurin & Klement Zubehör, wie auch die per grosszügig gestaltet. Schöne Fernbedienung verstellbare Ledersitzbezüge, ein gut proRückbank, zur Sonderausportioniertes Armaturenbrett stattung gehört. Das erinnert und die Dreizonen-Klimaan die Premiumklasse. Doch anlage sorgen für einen angeim Gegensatz nehmen Empzu ihr sind die fang, auch Enormes Platzangebot Preise niedrig wenn die GeRiesiger Kofferraum und der Kofmütlichkeit Technologisches Nivea ferraum ist etwas leidet. Fahrverhalten/Agilität einfach verarUnd die PassaVerbrauch/Reichweite beitet. Auch giere freuen gewisse Helsich über viel Üblicher Preis fer kosten Stauraum und Aufpreis für vieles Aufpreis, etwa Raffinessen, Schalldämmung Spur- und wie zwei ReTotwinkelgenschirmhalassistent. Doch hier hat der ter. Als Zugabe öffnet und Superb Fortschritte gemacht. schliesst sich die Heckklappe Manche Konkurrenten bieten automatisch. keine so grosse Auswahl.
Stattlich und agil
Der Kombi mit seiner rassigen Ausstattung ist in der
Dieser Superb ist ein prima Reisewagen, der über eine
wirklich geschmeidige Federung und auf Autobahnen über eine gute Schalldämmung verfügt. Ein Vorteil ist auch der Stauassistent. Dieser passt sich dem Stopand-Go an und lenkt den Superb sicher durch den Stau – bis zum kompletten Stillstand. Das Gewicht von nur rund 1,6 Tonnen und das flexible Chassis sorgen für ein ausgewogenes Fahrverhalten. Insbesondere, da sich die Steuerung als präzise erweist. Und da der Allradantrieb das hohe Drehmoment des 190 PS starken Dieselmotors perfekt im Griff hat, präsentiert sich die Fahrt insgesamt als wirklich harmonisch. Dies ist beim bewährten Doppelkupplungsgetriebe üblich. Allerdings lässt im Stadtverkehr der Motor etwas die Geräuschlosigkeit vermissen. Die Betätigung der Einparkhilfe hat uns da besser gefallen; sie parkt diesen stattlichen Kombi äusserst präzise ein. • Gelungen Auch wenn das Design nicht überrascht, verströmt der Superb doch Dynamik.
NLänge: 4,86 m; Kofferraum: 660–1950 l E2-l-Turbodiesel, 190 PS, 400 Nm; 6-GangDSG, 4×4; 0–100 km/h in 7,7 s; Testverbrauch: 6,7 l/100 km; Reichweite: 985 km L50 760 Fr. Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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3. Tag Strasbourg–Basel Auf dem Weg nach Basel findet das Frühstück statt. Ausschiffung und ind. Heimreise.
1. Tag Basel Individuelle Anreise. Einschiffung ab 15.00 Uhr. Um 16.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Strasbourg Stadtrundfahrt/-gang* 3. Tag Königswinter Passage Loreley. Ausflug* Schloss Drachenburg mit Besichtigung. 4. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug* Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Stadt- und Hafenrundfahrt* Rotterdam nachmittags. 5. Tag Amsterdam Vormittags Ausflug* zum Keukenhof. Grachtenfahrt* am Nachmittag. 6. Tag Duisburg Ausflug* zur Zeche Zollverein (UNESCO-Weltkulturerbe). 7. Tag Rüdesheim Schifffahrt «Romantischer Rhein». Am Nachmittag Fahrt mit Winzerexpress* zum Weingut von A. Störzel und Weinprobe. 8. Tag Baden-Baden Ausflug* in die Kurstadt. 9. Tag Basel Ausschiffung und individuelle Heimreise.
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Im Verbrauchskalog steht alles zu CO₂-Ausstoss und Verbrauch von Autos.
PROTOKOLL JULIANE LUTZ
W
ie energieeffizient sind aktuelle Autos? Antworten liefert der Verbrauchskatalog 2016. Er gibt zu allen 4468 aufgeführten Fahrzeugmodellvarianten Treibstoffverbrauch, CO₂-Emissonen und Effizienzkategorie an. Heute liegt der Normverbrauch des sparsamsten Mittelklassemodells mit konventionellem Antrieb bei 3,5 Liter Diesel auf 100 km.
Positive Entwicklung Die Entwicklung geht bei Autos zunehmend in Richtung einer verbesserten Energieeffizienz. So ging der durchschnittliche CO₂-Ausstoss von 198 g/km im Jahr 2003 auf 142 g/km im Jahr 2014 zurück. Das sind 28 Prozent weniger. Der durchschnittliche Verbrauch aller Treibstoffe verringerte sich im selben Zeitraum um 26 Prozent, von 8,25 l/100 km auf 6,11 l/100 km Sowohl der sinkende Treibstoffverbrauch wie der tiefere CO₂-Ausstoss neuer Autos sind auf die positive Entwicklung bei konventionellen Antriebstechnologien zurückzuführen. Dank Downsizing, Turbotechnologie, Hybridisierung und weiterer Entwicklungen ist der
durchschnittliche Verbrauch von Benzin und Diesel in den letzten zehn Jahren signifikant gesunken. Auch wenn der Realverbrauch zusehends vom Normverbrauch abweicht, geht die Entwicklung in die richtige Richtung.
Alternative kommen Jedes Jahr werden mehr alternativ betriebene Fahrzeuge neu zugelassen. Die Zahl der reinen Elektro-, Erdgas- oder Wasserstofffahrzeuge ist noch gering, doch wurden 2014 schon mehr als 10 000 derartige Autos hierzulande in Verkehr gesetzt, Hybrid-Fahrzeuge eingerechnet. Ihr Anteil von 3,2 Prozent an der jährlichen Neuwagenflotte hat bereits einen Einfluss auf die Verbrauchsreduktion und insbesondere auf die CO₂-Absenkung. Im Verbrauchskatalog 2016 finden sich 12 Modelle mit insgesamt 39 Versionen von 11 Herstellern mit reinem Elektroantrieb und weitere 17 Modelle ermöglichen eine Kombination von Elektround fossilem Antrieb. Der Verbrauchskatalog 2016 bietet Informationen zu Umweltpolitik, Energieetikette, Treibstoffen und Spritverbrauch sowie Tipps zu ener-
gieeffizientem Fahren. Das Kapitel «Top Cars» zeigt die energieeffizientesten Fahrzeuge pro Klasse und Treibstoffart. Hier werden die Anstrengungen der Autohersteller deutlich: 40 Prozent der insgesamt 4468 aufgelisteten Modellvarianten sind Diesel. Über 3,3 Prozent aller Modellvarianten verfügen über einen Elektro- oder Hybridantrieb. 455 Modellvarianten verbrauchen 4 Liter oder weniger auf 100 km. 1910 Modellvarianten, rund 43 Prozent, benötigen 5 Liter oder weniger für 100 km. ◆ www.umwelt.tcs.ch
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Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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FREIZEIT
TOURING-LESERREISE
Rio f체r Anf채nger Die 12-Millionen-Einwohnerstadt ist viel mehr als nur Karneval- und Fussballhochburg. Rio ist ein spannender Mix aus Vergangenheit, Zukunft und viel Natur. Ein Kapitel aus der Leserreise. REPORTAGE JULIANE LUTZ
Cristo Redentor ein Muss f체r jeden Riobesucher
50 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Die Copacabana zieht so ziemlich alle in ihren Bann.
H
och zur Christusstatue oder doch zuerst auf den Zuckerhut? Am ersten Tag in Rio de Janeiro kann ich mich kaum entscheiden. Etwas später steige ich dann doch im Quartier Cosme Velho in die Zahnradbahn, die durch den TijucaNationalpark auf den Hügel Corcovado fährt. Der Bucklige heisst das übersetzt. Zu Füssen der 38 Meter hohen Christusstatue drängen sich die Massen, aber ein Besuch beim Cristo Redentor ist Pflicht. Er breite seine Arme für alle aus, erzählt mir Reiseführerin Juliette. Damit sei er ein Symbol für die Stadt, in der Men-
schen sämtlicher Religionen und Rassen sowie jedweder Herkunft friedlich miteinander leben. Deshalb liebe sie Rio, aber auch weil es gleichzeitig Grossstadt und Naturparadies sei. Und schwärmt mir von den 460 Kilometern Velowegen vor, über die Rio Ende Jahr verfügen wird. Die Französin, die als Teenager mit ihrer Mutter aus Frankreich nach Brasilien kam, bewegt sich gerne. Ich verteidige meinen Aussichtsplatz noch eine Weile und schaue über die unzähligen Hügel der Stadt, über Häusermeere, Grüngürtel und Strände Richtung Zuckerhut. Der veranstaltet eine kleine
Willkommensshow für mich, indem er alle paar Sekunden im Nebel verschwindet.
Strand als Wohnzimmer Die Strände der Stadt sind Teil des Mythos, verbreiten ewig währende Ferienstimmung. Ich schlendere die schwarzweiss gepflasterte Promenade in Copacabana entlang und bestaune die Cagarras-Inseln draussen im Atlantik und das weiss getünchte Luxushotel Copacabana Palace. Mit dessen Eröffnung begann 1923 das legendäre Strandleben. → Während ich meinen Weg Rich-
Beeindruckend Der Blick auf Corcovado und Zuckerhut
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Easy Life am Strand von Ipanema
Das Copacabana Palace Hotel
Streetart in Rios Zentrum
tung Ipanema fortsetze, beneide ich die Einwohner Rios, die Cariocas, ein wenig. Die Strände sind eine Art erweiterte Wohnzimmer, die allen offen stehen. Hier trifft man sich, um Volleyball zu spielen, zu surfen oder um mit Freunden an einem der vielen Kioske eine frisch zubereitete Caipirinha zu trinken. Die bestellen Brasilianer mit Wodka. Wer sie mit dem Zuckerrohrschnaps Cachaça mixen lässt, outet sich als Tourist.
Im Herz von Rio Doch es wäre schade, die Zeit in Rio nur am Strand zu verbringen. Einen Eindruck dieser hochspannenden Metropole, in der sich Vergangenheit und Zukunft permanent kreuzen, vermittelt ein Spaziergang durchs Zentrum. Am Platz des 15. November erinnert der mächtige Paco Imperial daran, dass das Land einst Monarchie war. In diesem Palast kam die portugiesische Königsfamilie unter, nachdem sie 1808 vor Napoleons Truppen nach Brasilien geflohen war. Gleich daneben weisen Baustellen in die Zukunft. Die Stadt will 52 touring | Dez 2015 / Jan 2016
zu den Olympischen Spielen 2016 das öffentliche Verkehrsnetz um zwei Metrolinien und ein Expressbusnetz erweitern. Auch zur Freude der Einwohner. «Dieser Ausbau entzerrt das tägliche Verkehrschaos und erleichtert uns das Leben», sagt Juliette. Kein Stein auf dem anderen wird im nahen, lange vernachlässigten Hafenviertel Zona Portuária bleiben. Es wird in einem 15 Jahre dauernden und Milliarden teuren Bauprozess völlig umgestaltet. Juliette will mir später noch das für seine Strände und Shopping-Möglichkeiten beliebte Barra da Tijuca zeigen. Auch das In-Quartier erlebt grosse Veränderungen. Dort werden die meisten Austragungsstätten für die Olympiade gebaut. Mich zieht es hier im Zentrum aber erst nochmals in die Vergangenheit, ins 18. Jahrhundert. Durch den Arco do Teles betrete ich die Travessa do Comércio, eine der ältesten Strassen der Stadt. Ein Wandgemälde erinnert an Sklavinnen und Laternen von damals weisen den Nachtschwärmern von heute den Weg. Wo einst die ersten Geschäfte der Stadt eröffneten, gehen die Cariocas gerne aus. Unsicher fühle ich mich nie. Mir scheint, dass, wer auf Schmuck verzichtet, Kamera
und Handy in der Tasche lässt und sich auf belebten Strassen aufhält, wenig zu befürchten hat. Es ist Mittag und Schlangen bilden sich vor den beliebten Kilo-Restaurants. Das am Büffet zusammengestellte Essen wird dort nach Gewicht bezahlt. Ich aber habe Lust auf Belle-Epoque-Grandeur und stärke mich in der Confeitaria Colombo von 1894 mit feiner Patisserie und einem ausgezeichneten Café Mélange. Auf guten Kaffee verstehen sich die Brasilianer, schliesslich war das Land vom 19. bis in die 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts eine Weltmacht der dunklen Bohnen. Sie brachten Reichtum, von dem das prächtige Theatro Municipal und die Biblioteca Nacional zeugen. Eindrucksvoll präsentieren sich auch die zum Teil sehr alten Kirchen. Die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco da Penitência ist ein Prachtbeispiel brasilianischen Barocks. Im Inneren glänzt es wie in einer Schmuckschatulle, wurden doch Altäre und Mittelschiff mit 400 Kilogramm reinem Gold überzogen.
Fleisch, viel Fleisch Dass Brasilien ein Land der kulinarischen Genüsse ist, stelle ich beim Früh-
FOTOS JULIANE LUTZ, FERNANDO MAIA (2), PEDRO KIRILOS (2), ALEXANDRE MACIEIRA (1), ZVG
Olympischer Geist Barra wird Ort vieler Sportwettkämpfe sein.
Edelkiosk K08 am Strand von Barra da Tijuca
Ausgehviertel um die pittoreske Travessa do Comercio
FREIZEIT
Pompös Das Theatro Municipal eröffnete im Jahr 1909.
Ausflug nach Paraty
Wahrzeichen die Tram von Santa Teresa
Alte Pracht im Quartier Cosme Velho
TIPPS FÜR RIOANFÄNGER Typisches Gericht Feijoada
stück fest. Die Büffets biegen sich vor hier wachsenden tropischen Früchten. Und wer kein Vegetarier ist, sollte sich den eleganten Tanz ums Fleisch, so wie er in der Churrascaria Palace in Copaca bana zelebriert wird, gönnen. Armaden dunkel gewandeter Kellner umschwär men die Tische und bieten immer wie der feinste Stücke von Rind, Schwein, Lamm und Poulet an. Aber auch eine Feijoada ist ein Erlebnis. Sie wird tradi tionell am Samstag gegessen. Juliette empfiehlt dafür die Casa de Feijoada. Während wir noch an einer Batida nip pen, bringt der Restaurantbesitzer eine Suppe aus schwarzen Bohnen. Danach gibt es als Zwischengang scharfe Würst chen und schliesslich Reis, Maniok, Kohl und Kartoffeln. Dazu brodeln in einem Topf Teile von Schwein und Rind, um geben von schwarzen Bohnen. Danach kann man sich entweder hinlegen oder einen Spaziergang machen. Ich erkunde noch das romantische, an einem Hügel gelegene Viertel Santa Teresa. Es ist be kannt für seine gelben Trams, die Bon des, und alte Häuser, in denen viele Künstler leben. Vom Parque das Ruínas geniesse ich nochmals einen letzten Blick auf diese mitreissende Stadt.
Auf den Corcovado und Zuckerhut Ein Rioaufenthalt beginnt mit einem Besuch bei diesen Wahrzeichen. Der Blick von dort erklärt, warum für viele Rio die schönste Stadt der Welt ist. Strandspaziergänge machen Eine gewisse Leichtigkeit des Seins stellt sich beim Schlendern über die Promenaden von Copacabana, Ipanema und Barra ein. Besser als Schuhe sind Havaianas, die es in zig Ausführungen gibt. Sie sind auch gute Mitbringsel. Feijoada essen Wer Fleisch mag, liebt den Eintopf mit schwarzen Bohnen. Tipp: Casa da Feijoada, Rua Prudente de Moraes 10 B, Ipanema. Wer noch mehr Lust auf Rind und Schwein hat, geht in die Churrascaria Palace, Rua Rodolfo Dantas 16, Copacabana. Quartiere entdecken Rio lebt von der Vielfalt seiner Viertel. Abstecher wert sind auch Santa Teresa und Cosme Velho.
Aber Brasilien ist nicht nur Rio de Ja neiro. Deshalb mache ich einen Abste cher ins 160 Kilometer entfernte Paraty. Die Kleinstadt war vom Ende des 17. bis ins 19. Jahrhundert wichtig, als vom Hafen aus Gold und Kaffee verschifft wurden. Danach fiel sie in einen Dorn röschenschlaf, bis sie in den 1950er Jah ren durch den Bau der Strasse BR101 wiederentdeckt wurde. Paraty mit sei nem intakten Kern aus dem 18. Jahrhun dert und dem regen Kulturleben ist ent zückend. Als es am Abend heftig regnet, wird der Gang auf den groben Strassen steinen zur Rutschpartie und der Strom fällt aus. Ich esse bei Kerzenlicht zu Abend, was auch seinen Reiz hat. Brasi lianer schätzen Paraty vor allem wegen seiner Umgebung. Von hier aus lässt sich der Regenwald mit seinen Wasserfällen, wild wachsenden Orchideen, Rie senbambussen und Unmengen an tropischen Pflanzen erkun den, die Hobby botaniker be geistern. Ab und zu zeigen sich auch Äffchen. Zum Abschied unternehme ich noch eine Bootstour in die Bucht mit ihren 63 Inseln, die als eine der schönsten Brasiliens gilt. Andere Reisende aus al ler Welt und ich tuckern auf einem Scho ner hinaus. Das Wasser ist türkisblau und die mehr oder weniger kleinen In seln, an denen wir haltmachen, sugge rieren, dass es das Paradies doch gibt. «Diese Naturschönheiten und die grosse Vielfalt machen unser Land aus», sagt Gustavo stolz, mit dem ich ins Gespräch komme. Er stammt aus der Nähe von Rio und arbeitet als Reiseführer. Ich stimme ihm zu und denke, dass mein Einstieg in dieses Land nicht besser hätte sein können. •
Caipirinha trinken An den Stränden gibt es unzählige Kioske, die günstig fruchtige Caipirinhas verkaufen. In den Sand sitzen, nippen und den Blick geniessen – Glück geht so einfach. Weitere Details zur Leserreise auf den nächsten Seiten.
Blick auf die Kolonialstadt Paraty
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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TCS-REISEN
Brasilien – von der Kolonialzeit in die olympische Moderne
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m Bundesstaat Minas Gerais werden heute noch Minerale und Gesteine abgebaut. Riesige Goldvorkommen bescherten der Region im 17. und 18. Jahrhundert unermesslichen Reichtum. Dieser zeigt sich bis heute in den prachtvollen Kolonialstädten. So auch in Ouro Preto, zu Deutsch «Schwarzes Gold», das durch seine barocke Altstadt weltweit einzigartig ist. Im historischen Städtchen Tiradentes umweht uns der Geist der Vergangenheit: Die kopfsteingepflasterten Strassen, kolonialen Herrenhäuser und reichverzierte Kirchen versetzen uns zurück in diese ruhmreiche Zeit.
Kaffeebarone und Plantagenalltag Barra do Piraí liegt im Kaffeetal von Pariba. Hier war über Jahrzehnte das 54 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Weltzentrum des Kaffeehandels. Auch heute werden auf den fruchtbaren Böden Kaffee, Zuckerrohr, Mais, Soja, Reis und Bohnen angebaut. Sie logieren wie die Kaffeebarone in einer prachtvollen Fazenda aus dem 19. Jahrhundert und degustieren Kaffee und Cachaça. Als besonderes Highlight wartet eine Jongo-Vorführung, traditionelle Musik und Tanz der schwarzafrikanischen Sklaven in Minas Gerais.
Paradiesische Strände und atlantischer Regenwald Paraty, das Städtchen an der Küste, war der wichtigste Umschlagplatz der Edelmetalle und des Kaffees. Die einst wichtige Hafenstadt ist heute weitgehend erhalten. Die Region um Paraty überzeugt durch zahlreiche National-
Ouro Preto
parks und intakte Natur. Auf einem Schonerausflug lassen sich die unberührten, paradiesischen Inseln erkunden. Im Osten von Paraty erstreckt sich der Nationalpark Serra da Bocaina, ein atlantischer Regenwald mit zahlreichen Wasserfällen und einzigartiger Flora und Fauna. Der Küstenwald ist artenreicher als die Regenwälder im Amazonasbecken.
Rio, «Cidade Maravilhosa» Rio de Janeiro ist laut Hymne der Einwohner die wundervolle Stadt im Herzen Brasiliens, die Stadt der tausend Verlockungen und Wiege des Sambas. Hier gehört Lebensfreude zum Alltag. Regelmässig wurde Rio als schönste Stadt der Welt preisgekrönt. Ihre Sehenswürdigkeiten haben Rang und Namen und sind wohl jedem ein
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Exklusiv für TCS-Mitglieder: eine aussergewöhnliche Reise zu prächtigen Kolonialstädten, Plantagen, atlantischem Regenwald und zur heimlichen Hauptstadt, Rio de Janeiro. Eine Kulturreise zu den Schätzen von gestern und heute.
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TCS Exklusiv Nostalgiebahnfahrt nach Mariana, Besuch historischer Städte, Übernachtung in Kaffee-/Zuckerrohrplantage, Jongo-Folklore Aufführung, Degustationen von Kaffee + Cachaça, Segelausflug ab/bis Paraty, Erlebnis Regenwald, Klassisches + modernes Rio de Janeiro, Abschiedsessen bei lokalem Künstler, TCSReisebegleitung ab/bis Schweiz Inbegriffen Linienflüge mit TAP Air Portugal in Y-Klasse inkl. Taxen + Gebühren (CHF 600.–, Stand Sept. 2015), 12 Übernachtungen in Mittel-und Erstklass Hotels + Pousadas, 12 × Frühstück, 10 × Mittagessen, 4 × Nachtessen, Transfers + Ausflüge gem. Programm, Lokale, D-sprechende Reiseleitung, Ausführliche Reisedokumentation
Belo Horizonte
REISEDATEN UND PREISE
Ouro Preto
18.04.–01.05.2016 D, 14 Tg/13 Nt. ab/bis Zürich 13.09.–26.09.2016 D, 14 Tg/13. Nt ab/bis Zürich
Tiradentes
Preise für TCS-Mitglieder pro Person in CHF 6100.– Bei mindestens 20 Teilnehmern im Doppelzimmer 1480.– Zuschlag: Einzelbelegung 400.– Zuschlag: Kleingruppe bei 15–19 Teilnehmern auf Anfrage Flugzuschlag: Business-Klasse 200.– Zuschlag: Nicht TCS-Mitglieder
Begriff: Corcovado, Christusstatue, Zuckerhut, der Karneval und die Strände Ipanema und Copacabana. Seit einigen Jahren befindet sich die Megametropole und heimliche Hauptstadt Brasiliens im Umbruch: Die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 haben in einigen Teilen der Stadt einen regelrechten Bauboom ausgelöst. Das Nobelviertel Barra da Tijuca ist für Rio das, was Miami Beach für Miami ist. Hier finden sich luxuriöse Wohnhäuser und Shopping-Center. Viele der Neubauprojekte der Stadt werden hier realisiert. Ein neues Finanzzentrum soll entstehen. Auch das olympische Dorf für die Sommerspiele 2016 wird hier errichtet. Ein gemeinsames Kochen bei einem lokalen Künstler bildet den krönenden Abschluss. •
Paraty
B R A S I L I E N Barra do Piraì Paraty
Rio de Janeiro
Nicht inbegriffen Persönliche Ausgaben, Fak. Besichtigungen und Ausflüge, Getränke + nicht erwähnte Mahlzeiten, Trinkgelder, Annullations-, Rückreise- und Heilungskostenversicherung (wir empfehlen den TCS ETI Schutzbrief Welt. Buchbar über: www.reiseschutz.tcs.ch)
Gruppengrösse Mind. 15/max. 25 Personen Zuschlag bei 15–19 Personen Einreisebestimmungen Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass (Gültigkeit mind. 6 Monate über das Rückreisedatum.) Detaillierte Reisehinweise finden Sie unter www.tcs.ch/brasilien
Unser Reisepartner:
Es gelten besondere Reisebedingungen von Baumeler Reisen AG, welche Sie mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Änderungen im Reiseprogramm bleiben vorbehalten. Organisation, Buchung und detaillierte Informationen zur Reise: Gemeinsam geniessen
Baumeler Reisen AG Zinggentorstrasse 1, 6002 Luzern T +41 41 418 65 65 per E-Mail: info@baumeler.ch oder über: www.tcs-reisen.ch/brasilien
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
55
TCS-MITGLIEDER-ANGEBOT
HOTEL ROYAL RIEDERALP Ruhe als Erlebnis am Rande des längsten Gletschers der Alpen Für Winter-Geniesser: SKI IN – SKI OUT, sprichwörtlich vor der Haustür des Suitenhotels Royal beginnt das Wintersport-Vergnügen: Die Riederalp bietet für Ski-, Snowboard- und Schneeschuhbegeisterte sowie alle anderen Schneesportfreunde ein weisses Mekka. Die Sonnenterrasse Aletsch-Arena bietet mit 104 km hervorragend präparierten Alpin-Ski-Pisten Schneevergnügen auf hohem Niveau – für jedes Niveau. Und auch die Nordischen Wintersportler finden ihr Glück: Direkt vor dem Hotel befinden sich auf jeweils 1 km eine Skatingpiste und Klassischspuren für jedermann. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis bietet das Schneeschuhlaufen in der Aletsch-Arena! Schliessen Sie sich unseren Führern an – und: Wenn das Knirschen des Schnees unter Ihren Schuhen das einzige Geräusch ist; Sie unter stahlblauem Himmel den Ausblick auf die schönsten Gipfel des Wallis inklusive dem Matterhorn geniessen und Sie sich in den Weiten der glitzernden Schneefelder verlieren – dann ist Erholung garantiert.
rem Ferienerlebnis neue Horizonte: Grosse Räume mit überwältigenden Fensterfronten verbinden die gefühlvollen Lebensräume mit dem Panorama und geben die Sicht frei bis zum Matterhorn.
Die kleinste Junior-Suite misst 45 m2, die ausschliesslich gegen Süden gerichteten Junior-Suiten 60 m2. Der modern-authentische Alpenchic-Stil wurde kombiniert mit gefühlvollem Luxus. In allen Suiten ist über 200-jähriges Fichten-Altholz eingesetzt – Balkenstücke, die das Hotel Royal mit Geschichte füllen. Das Farbkonzept wurde den Farben des herbstlichen Aletschwaldes und der Seitenmoränen des Gletschers angepasst. Der kleine aber feine Wellness-Bereich ist einem alten Walliser Dorf nachempfunden. Das Herzstück – Réception mit Frühstücks- und à la Carte-Restaurant – ist ein Panorama-Glasrundbau, der von jedem Tisch den Blick auf die Walliser Welt der 4000er erlaubt. Grosszügigkeit und Luxus dominieren das Hotel Royal. Ruhe als Erlebnis garantiert dazu die autofreie Riederalp am Rande des längsten Erholung garantiert auch das Suitenhotel Royal Riederalp: Auf der Riederalp, in Art Furrer’s Reich auf 1950 m, öffnen sich Ih- Gletschers der Alpen – dem UNESCO Welterbe Aletschgletscher.
EXKLUSIVANGEBOT
PREISE UND GÜLTIGKEIT
• 2 Übernachtungen in einer Junior-Suite
Das Angebot ist gültig vom 18. bis 26. Dezember 2015 und vom 1. Januar bis 3. April 2016
• 1 Willkommens-Apéritif • Reichhaltiges Frühstücksbuffet im Panorama Speisesaal «Royal» • «Dine around» Gourmet-Halbpension • Freie Nutzung des exklusiven Wellnessbereichs «Royal» und des Hotel-Hallenbads • 1 Gutschein im Wert von CHF 50.00, einlösbar für Wellness-Anwendungen oder als Restaurantgutschein in den Partnerhotels Alpenrose und Riederfurka
Junior-Suite Nord (45 m2) gegen Norden, zu CHF 415.–* pro Person (bei Doppelbelegung – statt CHF 545.–). Verlängerungsnächte inkl. Frühstück zum Preis von CHF 145.–* pro Person und Nacht (statt je nach Saison bis zu CHF 220.– pro Person) Junior-Suite Süd (60 m2) mit atemberaubender Weitsicht, CHF 455.–* pro Person (bei Doppelbelegung, statt 605.–) Verlängerungsnächte inkl. Frühstück zum Preis von CHF 175.–* pro Person und Nacht (statt je nach Saison bis zu CHF 250.– pro Person) *Achtung, gilt für alle Preise: WochenendAufpreis CHF 20.— pro Person und Freitagund / oder Samstagnacht.
INFORMATIONEN UND RESERVATIONEN Reservationszentrale der Private Selection Hotels: Tel. 041 368 10 05 (Mo-Sa) oder info@privateselection.ch www.privateselection.ch Wählen Sie in der Buchungsmaske das Hotel Royal und Ihr gewünschtes Datum aus, geben Sie den Promotionscode TOURING ein und schon gelangen Sie zu diesem Spezialangebot.
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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Genua und Einschiffung Fahrt im komfortablen Extrabus nach Genua. Am Abend Einschiffung auf unser modernes Kreuzfahrten-Fährschiff in Richtung Palermo. 2. Tag - Auf See – Palermo Geniessen Sie während Ihrer Kreuzfahrt ein paar Sonnenstunden an Deck. Am Abend erreichen wir Palermo. Mit dem Bus geht es ins nahe Campofelice, unserem idealen Ausgangspunkt für die nächsten 3 Nächte. 3. Tag - Palermo & Monreale Heute Morgen zeigen wir Ihnen Palermo. Die Hauptstadt Siziliens ist reich an Monumenten und Bauwerken aller Epochen und Völker, die die Stadt beherrschten. Danach laden wir Sie zu einem typischen palermitanischen Mittagsimbiss ein. Am Nachmittag erwartet uns das nahgelegene Monreale, mit seiner weltberühmten Kathedrale und dem Kloster. 4. Tag– Erice & Selinunte Erice liegt an der schönen Westküste. Im Gewirr der stillen Gassen treffen wir auf viele Handwerksbetriebe, deren Erzeugnisse zum Kauf verlocken. Wir verkosten Mandelgebäck und fahren weiter nach Selinunte im Südwesten. Freuen Sie sich auf eine der beeindruckendsten archäologischen Stätten des Mittelmeeraums!
5. Tag – Agrigento, Piazza Armerina – Acireale Auf unserem Weg an die Ostküste geht es zuerst in den Süden nach Agrigento, wo wir das weltbekannte Tal der Tempel besichtigen. Auf der Weiterfahrt durchs Hochland treffen wir in Piazza Armerina auf die legendäre Villa Casale. Gegen Abend erreichen wir Acireale an der Ostküste, unser Übernachtungsort für die nächsten 4 Nächte.
8. Tag - Liparische Inseln Heute besuchen die beiden nördlich vorgelagerten Inseln Lipari und Vulcano. Beide sind vulkanischen Ursprungs und bieten eine interessante Vergangenheit sowie beeindruckende Landschaften. Freuen Sie sich zuerst auf die friedliche und beschauliche Hauptinsel Lipari und dann auf die die Nachbarsinsel Vulcano, mit ihren herrlichen Vulkanlandschaften.
6. Tag - Ätna & Taormina Der 3340m hohe Ätna ist der grösste Vulkan Europas. Von der Aussichtsplattform in 2000m Höhe geniessen wir einen eindrucksvollen Blick über die Ostküste Siziliens. Später nehmen wir auf einem Landgut ein rustikaltes Mittagessen ein und degustieren feinen Wein, ehe wir am Nachmittag in Taormina über den Corso Umberto flanieren.
9. Tag - Enna & Cefalu Auf der Fahrt nach Palermo halten wir in Enna - die Stadt wird wegen ihrer Lage hoch im Mittelpunkt der Insel auch als «Belvedere Siziliens» bezeichnet. Später erreichen wir in Cefalu wieder die Küste. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Wir beenden den Tag in Palermo mit einem feinen Nachtessen ehe spät abends unser Fährschiff mit Kurs Richtung Genua ablegt.
7. Tag - Catania & Siracusa In Catania besichtigen wir den Dom und tauchen in das Treiben auf dem Fischmarkt ein. Entlang der Küste fahren wir weiter nach Siracusa. Einst war es die bedeutendste Stadt Siziliens, ja sogar Grossgriechenlands, die den Vergleich mit Athen nicht zu scheuen brauchte. Antike Steinbrüche, Grotten, Bau- und Kulturgeschichte zwischen griechischem Theater und römischem Amphitheater beeindrucken.
10. Tag – Auf See Nach einem schönen Tag auf See erreichen wir gegen Abend den Hafen in Genua. Übernachtung in der Region Genua.
11. Tag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise in Richtung Schweiz an.
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Auf faszinierenden Routen schwimmen die neun kleinen Luxus-Schiffe von Silversea, auf denen die internationalen Gäste mit bestem Service, Spitzen-Kulinarik und einem entspannten All-inclusive-Lifestyle verwöhnt werden, gegen den Strom: Nicht ohne Grund nennt Silversea die meisten Auszeichnungen in der Kategorie «World’s Best Small Ship Cruise Line» ihr Eigen.
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Das Goldene Land Myanmar Rundreise (Nr. 203) (11 Tage) 09.11. – 22.11.2016
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Zentralamerika und der legendäre Panamakanal (Nr. 202) (16 Tage) 10.11. – 28.11.2016
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AB IN DIE STADT
Fröhliche Weihnachten… Legenden, Sagen und Bräuche umranken mich, den Weihnachtsmann. Populär bin ich in Deutschland, Holland, Estland, Lettland, in ganz Skandinavien, Grossbritannien und den USA als die Symbolfigur des Schenkens. Seit Wochen Weihnachtsmann bin ich unterwegs in meinem roten Sympathischer älterer Herr mit weissem Mantel, Geschenksack und Rute. Damit Rauschebart und alle rechtzeitig bekommen, was sie sich gütigen Äuglein. wünschen, setze ich mich in den Schlitten und lasse die Rentiere laufen. In der stressigen Vorweihnachtszeit alles auf die Reihe zu kriegen, ist ja nicht immer ganz einfach. Gönnen Sie sich deshalb nächstes Jahr ein wenig mehr Zeit. Und sei es auch nur, um frühzeitig Geschenkideen zu sammeln. Der Weihnachtsmann dankt’s…
Montreux Das Jazzfestival hat dem Städtchen am Genfersee weltweite Strahlkraft verliehen. Aber in Montreux lässt sich viel mehr entdecken, weiss auch der Mann im roten Mantel mit Pelz. TIPPS VOM WEIHNACHTSMANN | ILLUSTRATION ANDREA PETER
3 6
4
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Der Weihnachtsmarkt
Funky Claude‘s Bar
Schloss Chillon
Mehr als 150 liebevoll dekorierte Holzhäuschen voller Geschenke. Dazu gibt’s eine Vielfalt an Speis und Trank.
Zum Cocktail trifft man sich in Funky Claude’s Bar, dem legendären Gründer des Montreux Jazz Festivals.
Ein architektonisches, mehr als 1000 Jahre altes Schmuckstück; hat auch schon Rousseau begeistert.
1
In der Grand Rue, in der sehenswerten Markthalle und an der Seepromenade
3
Avenue Claude Nobs 2 1820 Montreux
5
Avenue de Chillon 21 1820 Veytaux / Montreux
Das Studio der Queens
Das spezielle Museum
Hotel Eurotel Riviera
Wo Freddie Mercury mit seiner legendären Rockband Queen Musikgeschichte aufgenommen hat.
In aneinandergebauten Winzerhäusern ist auch eine Kollektion von 2100 Fingerhüten zu bewundern.
Es mag schönere und bessere geben, unübersehbar ist das Hochhaus-Hotel: 155 Zimmer mit Blick auf den See.
2
Rue du Théâtre 9 1820 Montreux
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Rue de la Gare 40 1820 Montreux (geschlossen bis 24.3.)
6
Grand Rue 81 1820 Montreux
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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F
rédéric schüttelt eine Handvoll Sand auf die viereckige feine Kupferplatte. Den selbstgefertigten Geigenbogen zieht er jetzt langsam an einer Seite hoch und nieder und erzeugt dabei einen Ton. Die Schallwellen dieses Tones lösen eine Vibration aus und der Sand gerät dadurch in Bewegung. Je nach Intensität und Lautstärke des Tones respektive der Töne wird die Vibration stärker, der Sand formiert sich zu kleinen Kreisen oder Ovalen. Es entstehen Bilder auf der Kupferplatte. Die Augen des Mädchens neben der Kupferplatte werden gross und grösser, das pure Staunen macht sich darin breit.
TEXT CHRISTIAN BÜTZBERGER | FOTOS EMANUEL FREUDIGER
Der sichtbare Wir befinden uns im Sensorium. Das Sensorium ist ein Museum, ist es aber wiederum auch nicht. «Das Sensorium ist ein Ort der Wahrnehmung unserer Sinne», erklärt Frédéric Blanvillain, der Leiter des Sensoriums. An mehr als 70 Stationen kommen Kinder wie Erwachsene ins Staunen. Etwa am Summloch. Ich stecke meinen Kopf in die Aushöhlung eines Steins und beginne zu summen. Ich variiere Tonhöhe und Lautstärke und suche so einen bestimmten Ton, der verstärkt in Resonanz tritt. Und finde ihn auch. Fazit: Ich spüre deutlich, dass meine Stimme nicht bloss dem Informationsaustausch dient, sondern als Schwingungsorgan den gesamten Organismus belebt. Und wieder macht sich Staunen breit.
Summloch Die Stimme ist im Summloch auch als Schwingungsorgan wahrnehmbar.
60 touring | Dez 2015 / Jan 2016
RUBRIKTITEL FREIZEIT
«Wir fördern den Intellekt der Kinder, aber das Erleben, Spüren kommt dabei zu kurz. Und genau das wollen wir hier im Sensorium ausprägen», unterstreicht Blanvillain. Jede Information, die wir als Mensch erhalten, ist reine Energie. Das ist Wissen. Dass man Wissen in jedem Lebensalter auch wieder einmal mit seinen Sinnen wahrnehmen und erfahren kann, macht das Sensorium als Begegnungsort besonders erlebenswert. Dazu tragen auch die Sonderausstellungen bei. «Bienen machen Sinn» heisst die diesjährige. Besucher schlüpfen in die Haut einer Biene und können an sechs Stationen die Aufgaben der Bienen sowie deren Verbindung zu den Sinnen erleben. Wie sehen Bienen? Wie hören Bienen? Haben wir Menschen den gleichen Orientierungssinn wie die Bienen? Auch hier bringt das Sensorium als Reich der Sinne Menschen mit den Naturgesetzen und dem Lebens hautnah zusammen.
Wahrnehmen Im Sensorium lassen sich Töne, Farben und Bewegung auch spüren.
Ton Klangschale Mit Tönen und Bewegung lässt sich auch Wasser problemlos formen.
Untergebracht ist das Sensorium im Rüttihubelbad. Das Rüttihubelbad ist ein Alterswohn- und Pflegheim, ist aber auch eine sozialtherapeutische Gemeinschaft, in der Menschen mit einer psychischen oder geistigen Behinderung leben. Das Rüttihubelbad ist aber auch Hotel, Restaurant, Seminar- und Begegnungsort. Und es liegt wunderbar eingebettet in der sanften Hügellandschaft des unteren Emmentals in der Gemeinde Walkringen. Beide sind einen Ausflug wert: das Rüttihubelbad wie das Emmental mit seinen fast unendlichen Wandermöglichkeiten. www.sensorium.ch
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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TCS-MITGLIEDER-ANGEBOT
AB IN DEN SCHWARZWALD! Wellnesshotel Auerhahn am Schluchsee und Bio- & Wellnesshotel Alpenblick in Höchenschwand: Zwei Wellnesshotels im Dienste Ihrer Gesundheit! Erleben Sie die Natur des Südschwarzwaldes in rund 1000 m
Höhenlage rund um den Schluchsee, das Feldberggebiet oder das Höchenschwandener & Tiefhäusener Moor. Tauchen Sie ein in die unendliche und erholsame Atmosphäre der Natur und machen Sie den Tag so zu einem besonderen Erlebnis. Je nachdem was Ihnen liegt: Schneeschuhtouren, Langlaufen oder auch Alpin Ski und Schlittelspass. Nordic Walking, Joggen, Walken, Wandern – der Naturpark Südschwarzwald bietet alles, was Ihr Herz begehrt! Erkunden Sie mit unseren ausgebildeten Wellnesstrainerinnen die Fichtennadelwälder rund um den See – und die umliegenden Hügel mit den Schneeschuhen.
«Regional authentisch» legen die Wellnesshotels Auerhahn am Schluchsee und das Bio- & Wellnesshotel Alpenblick in Höchenschwand den Schwerpunkt Ihrer Wellnessbehandlungen und Ihrer Kosmetik auf die Kraft der Fichtennadel. Genuss ohne Verzicht und schlechtes Gewissen. In den Wellness-Küchen mit vorwiegend heimischen Produkten und vollwertigen Nahrungsmitteln werden Sie mit nachhaltig gesunder und ebenso schmackhafter Gourmet-Kost verwöhnt, die für das Gleichgewicht Ihres Säuren-/Basen-Haushaltes sorgt.
EXKLUSIVANGEBOT
PREISE UND GÜLTIGKEIT
• 3 Übernachtungen im Einzel- oder Doppelzimmer (Nichtraucher) mit Balkon • Ganztägige Verwöhnpension «Wellness-VitalKüche» mit Frühstücksbuffet, vegetarischem Lunchbuffet oder Lunchpaket für Ihre Wanderung und Ausflüge, Auswahlmenu oder Buffet am Abend • Alkoholfreie Getränke (Wasser, Tee und Kaffee vom Buffet) • Fitness & Gymnastik mit Wellness-Aktivprogramm für Bewegung und Entspannung gemäss Wochenprogramm • Benutzung von Nordic Walking Stöcken, Schneehschuhen und Pulsuhr inklusive • Freie Benutzung der Wasserwelten, der Saunalandschaft, Fitnessraum • Badekorb mit Bademantel, Badetuch und Badeschuhen während Ihrem Aufenthalt • Willkommensapéro jeden Sonntagabend • Ihr persönliches Wellnessprogramm beinhaltet: – ein Wellnessbad nach Wahl – ein Medi Jet Gutschein
Gültig ab 6. Januar bis 21. März 2016 (ohne 5.–9.2.2016) sowie 3. bis 30. April 2016 und 29. Mai bis 15. Juli 2016.
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Im Wellnesshotel Auerhahn am Schluchsee Bei Anreise Sonntag bis Dienstag: Euro 399.– (ca. CHF 431.–) pro Person bei Anreise von Mittwoch bis Samstag: Euro 433.– (ca. CHF 468.–) pro Person (anstatt Euro 482.–/ ca. CHF 522.–) Im Bio- & Wellnesshotel Alpenblick in Höchenschwand Bei Anreise Sonntag bis Dienstag: Euro 339.– (ca. CHF 367.–) bei Anreise von Mittwoch bis Samstag: Euro 393.– (ca. CHF 425.–) pro Person (anstatt Euro 437.– / ca. CHF 472.–) Preise pro Person im Comfort-Zimmer (Single-Special: Kein Einzelzimmer-Aufpreis!)
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DIE TCS EXPERTIN
Falsche Versprechungen Gross ist der Ärger, wenn ein Hotelbetreiber seine Zimmer im Internet schöner darstellt, als sie tatsächlich sind. Welche Möglichkeit hat der Konsument, wenn das gebuchte Zimmer nicht der Realität entspricht? TEXT BINA RUTZ
E
s sollte ein erholsames Wochenende werden. «Ich habe meiner Frau für ein Skiwochenende zwei Übernachtungen in einem gehobenen Berghotel geschenkt. Wie sich herausgestellt hat, entsprach dieses jedoch in keiner Weise der Beschreibung auf der Homepage. Welche Möglichkeiten hat man in so einem Fall vor Ort oder nach Abreise, worauf hat man Anrecht?» Haben Sie zusätzlich zur Unterkunft auch den Transport zum Skiort oder mindestens eine andere wesentliche touristische Dienstleistung wie etwa eine Freizeitaktivität als Gesamtpaket gebucht, BINA RUTZ Funktion: Rechtsschutzjuristin und Leiterin der Fachgruppe Arbeit, Miete & Konsum Beruf: Rechtsanwältin Alter: 35 Jahre Kontakt: experte.rs@tcs.ch
so dürfte in diesem Fall das Pauschalreisegesetz (PRG) Anwendung finden, welches die Ansprüche des Konsumenten auf Ersatzmassnahmen, Schadenersatz und Rückbeförderung in Art. 13 ausdrücklich regelt.
Vertrauensprinzip Weiter ist der Gastaufnahmevertrag, bestehend aus einem Beherbergungsvertrag und einem Bewirtungsvertrag, gesetzlich jedoch nicht geregelt. Es gelten deshalb in erster Linie die «konkreten
Absprachen nach Massgabe ihres Wortlautes oder des Ergebnisses ihrer Auslegung nach dem Vertrauensprinzip», wie es das Bundesgericht ausgedrückt hat. Konkret: Schwere Mängel der Unterkunft, wie zum Beispiel Zuweisung einer Apartwohnung im Nebentrakt statt der versprochenen luxuriösen Hotelsuite, berechtigen den Gast zum Rücktritt vom Vertrag und zur Verweigerung der Bezahlung beziehungsweise Rückforderung des bereits bezahlten Preises oder gegebenenfalls auch zur Forderung von Schadenersatz zum Beispiel für die (Mehr-)Kosten eines Ersatzzimmers. Leistungsstörungen bei den servierten Speisen oder Getränken sind nach kaufrechtlichen und werkvertraglichen Grundsätzen zu behandeln. So berechtigen etwa mangelhafte (verdorbene, ungeniessbare oder nicht fachgerecht zubereitete) Speisen und Getränke
oder das Fehlen zugesicherter Eigenschaften (Fleischsorte, vegetarische Kost oder Ähnliches) zu Minderung oder Wandelung, das heisst Preisreduktion oder Wegfall des Zahlungsanspruchs – sofern keine sofortige Nachbesserung erfolgt. Bei mehrgängigen Menüs sind die bis zur Entdeckung des Mangels konsumierten einwandfreien Ess- und Trinkwaren zu bezahlen. Jegliche Mängel sollten grundsätzlich direkt vor Ort im Hotel oder bei einem allfälligen Reiseveranstalter angezeigt werden. Dies sollte auf schriftlichem Wege geschehen und man sollte sich das Ganze bestätigen lassen, da man andernfalls in einem Streitfall schnell in Beweisnot kommt. ◆
TIPPS
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.
Studieren Sie den Katalog/die Website sorgfältig. Fragen Sie nach bei unklaren Beschreibungen. Lassen Sie sich wichtige Punkte schriftlich bestätigen. Beanstanden Sie Mängel baldmöglichst schriftlich oder in einer anderen geeigneten Form. Verlangen Sie rasche Abhilfe oder Ersatz. Dokumentieren Sie die Mängel (Fotos, Zeugen etc.). Bewahren Sie Quittungen für Mehrauslagen auf.
KEYSTONE
Zimmer mit Aussicht Schwere Mängel berechtigen den Gast zum Rücktritt.
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Immer auf Empfang Patrizio Calvia gibt in der Kontaktstelle Thun-Allmendingen vor allem telefonische Auskünfte.
PATRIZIO CALVIA
Der Allrounder in Thun Er ist das Aushängeschild der TCS-Kontaktstelle der Sektion Bern in Thun-Allmendingen. Seit 2014 «schmeisst» Patrizio Calvia im Alleingang diese Begegnungsplattform. TEXT PETER WIDMER | FOTO PIA NEUENSCHWANDER
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er 44-jährige gelernte Autoersatzteilverkäufer muss eigentlich alles wissen, wenn es um die TCS-Mitgliedschaft geht. Schnell die Kollegin nebenan fragen geht nicht, denn Patrizio Calvia ist «Alleinunterhalter» in seinem hellen Büro in der TCS-Kontaktstelle in Thun-Allmendingen. Er macht aber einen durchwegs zufriedenen Eindruck und an Vereinsamung scheint er nicht zu leiden. «Ich habe ausgezeichnete Hilfsmittel zu sämtlichen Produkten und Dienstleistungen des TCS. Zudem pflege ich gute Kontakte zu den Kolleginnen und Kollegen im TCS Callcenter in Schönbühl, bei denen ich bei Fragen rasch Rat holen kann», betont er. Das kommt nicht von ungefähr, denn Patrizio Calvia
arbeitete von 2010 bis 2014 selber im TCS Contact Center, zuerst als Berater, später wurde er zum Teamcoach befördert.
Mit Lebenserfahrung Überhaupt: Den Umgang mit Menschen und deren Anliegen ist er gewohnt, war er doch nach der Lehre in verschiedensten Bereichen und Funktionen tätig, bevor er zum TCS stiess: Verkauf von Möbeln und Teppichen, Chauffeur, Gartenbau, Ersatzteillager, Techniker für Kaffeemaschinen. «Die Berufspraxis und Lebenserfahrung sind in meinem Job unerlässlich und helfen mir oft weiter», ergänzt der Allrounder. «Im Callcenter habe ich gelernt, zuerst ruhig zuzuhören, um danach dem Anrufer eine Lösung vorzuschlagen.»
Einen typischen Arbeitsalltag kennt Patrizio Calvia nicht. «Das einzige, was sich jeden Tag wiederholt, ist am Morgen das Aufstarten und abends das Abschalten des Computers. Das Typische ist die Vielseitigkeit und Unregelmässigkeit; die Mitglieder bestimmen meinen Alltag. Wenn ein Kunde mit seinem Auto bei uns auf den Parkplatz fährt, weiss ich noch nicht, ob er bei mir bloss eine Strassenkarte will oder wissen möchte, wie er an Ostern am besten den Gotthard umfahren kann.» Wenn er aufs Büro gegenüber zusteuert, benötigt er eine Leistung des Technischen Zentrums, zum Beispiel eine amtliche Motorfahrzeugkontrolle. Denn das Technische Zentrum Thun der TCS-Sektion Bern befindet sich im gleichen Gebäude wie die Kontaktstelle. Die grösste Herausforderung sieht Patrizio Calvia darin, «dass jedes Mitglied, das uns an der Zelglistrasse 8 besucht, das Haus zufrieden und glücklich verlässt.» Am
Montag ist die Kontaktstelle Thun geschlossen und Patrizio Calvia ist im Sekretariat der Sektion Bern in Bern anzutreffen. • www.sektionbe.tcs.ch, 031 356 34 56
DREI FRAGEN Was bedeutet für Sie Mobilität? Die Freiheit, mit meinem Auto oder Fahrrad möglichst rasch von A nach B gelangen zu können. Wie finden Sie den Ausgleich zu Ihrem Beruf? In meiner Familie. Es gibt wohl kaum ein Wochenende, an dem wir nichts gemeinsam unternehmen. Weiter bin ich als Feuermeister beim Feuerlaufen auf Kohle tätig. Wo verbringen Sie Ihre Ferien am liebsten? Meine Schwiegereltern leben in Italien, in der Nähe von Pesaro (Adria), und ich stamme aus Sardinien. So reisen wir abwechslungsweise mal an die Adria, mal nach Sardinien, sofern es das Budget erlaubt.
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Die
digitalisierte
Pannenbezogener Notruf via Smartphone, dank TCS-App mit automatischer Geolokalisierung, Auftragserteilung und Routenführung mit Navicom, mobiles Bezahlen mit Zahlterminal, elektronische Einsatzrapportierung – keine Zukunftsmusik, sondern moderne Hilfsmittel, die heute beim TCS eine präzise und rasche Entpannung ermöglichen.
Via Smartphone Die TCS-App für Pannen- und Unfallhilfe gibt präzise Angaben.
TEXT TOURING | FOTOS FABIAN UNTERNÄHRER
T
atort ist der Stützpunkt der TCSPatrouille in Schönbühl. Patrouilleur Reto Burri empfängt den Schreibenden vor dem gelben Patrouillenfahrzeug, einem VW Caddy. Was interessiert, ist diesmal das digitalisierte Innenleben, das eine Panne aus der Sicht des Kunden zwar nicht gerade zur Freude, aber zur unbürokratischen, guten und raschen Behebung werden lässt. Die neue TCS-App für Pannen- und Unfallhilfe und Informationen zum Club übermittelt die persönlichen Mitgliederdaten und den aktuellen Pannen- oder Unfallstandort während eines Notrufs an den TCSAgenten im Callcenter; dieser muss also den Pannenort vom TCS-Mitglied nicht erfragen. Er stellt bloss einige Kontrollfragen, wie zum Beispiel: «Sind Sie mit Ihrem Auto an der Hauptstrasse XY in Z?» Die Fallaufnahme wird deutlich kürzer, die Angaben sind präzise. Das TCS-Mitglied schildert bloss den Schaden: «Die Batterie ist leer,
Motor springt nicht an usw.» Der Agent übermittelt den Auftrag direkt aus dem System an den Patrouilleur. «Das Mitglied wird aber in jedem Fall telefonisch mit der TCS-Einsatzzentrale verbunden und hat einen Menschen am Telefon», betont der TCS-Patrouilleur.
Alle Daten auf dem Bildschirm Sämtliche relevanten Daten des Kunden und der Panne erscheinen auf dem Bildschirm des TCS-Patrouilleurs: Name des Mitglieds, Mitgliedernummer, Name des Anrufenden, Anrufzeit, Pannenfahrzeug, Auto-Kontrollschild, Ort der Panne, mutmasslicher Schaden. Mittels integrierter Navigations-Software wird der Patrouilleur sicher und direkt an den Schadenplatz geführt. «Ich muss keine Rücksprache mit der Zentrale nehmen, anhand dieser Daten kann ich selbstständig die Panne beheben», sagt Reto Burri begeistert. Oft wünscht der Kunde, vor dem Eintreffen des Patrouilleurs telefonisch avisiert zu werden; auch dieser Wunsch erscheint auf dem Bildschirm. Angenommen, es handelt sich bei der Panne um eine leere Batterie, die ausgewechselt werden muss – der Patrouilleur führt immer neue Batterien mit sich –, kann der Kunde bar oder mit Karte bezahlen. Die Karte wird im Zahlterminal eingelesen (wie im Restaurant oder Laden), ein drahtlos angeschlossener Drucker «spuckt» die Quittung gleich aus. «Mit diesen mobilen Zahlterminals sind wir nicht nur up to date, sondern auch für absehbare, künftige Zahlungsmöglichkeiten gerüstet», ergänzt Reto Burri (siehe auch Fragen/Antworten dazu im Kasten!). Auch der Einsatzrap-
Beherrscht Materie TCS-Patrouilleur Reto Burri gibt kompetent Auskunft.
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Wie im Restaurant Das Zahlterminal liest die Kredit- oder Debitkarte ein.
CLUB
Autopanne
port in etwa der Grösse eines Kassenzettels, den das Mitglied vorher auf dem Bildschirm digital unterschrieben hat, wird mit dem drahtlosen Printer ausgedruckt und enthält Angaben zum Mitglied, zum Fahrzeug, zur Art des Einsatzes, zur Abrechnung, zur Zahlungsart und ein Feld für Bemerkungen des Patrouilleurs.
Genaue Diagnose «Wenn zum Beispiel eine Motorstörung vorliegt, kann der entsprechende Fehler dank der On-Board-Diagnose (OBD) ausgelesen werden. Diese drucke ich aus und kann sie dem Kunden mitgeben zuhanden des Garagisten, der dann den Schaden definitiv beheben kann», erzählt Reto Burri. Dieser Diagnosebericht
Drahtloser Drucker «Spuckt» Quittungen und Einsatzrapporte aus.
Auf dem Bildschirm Elektronisches Datenbuch für alle Modelle
Jürg Marti, Direktor TCS Assistance
«Der TCS investiert seit Jahrzehnten gezielt in die Mitarbeitenden und deren Ausrüstung. Dies gilt auch für die Patrouille. So kann der TCS heute und morgen herausragende Pannenund Unfallhilfeleistungen für die Mitglieder und Kunden anbieten. Die sogenannte Digitalisierung kommt von der Fallannahme via TCSApp bis zur mobilen Zahlungsabwicklung zum Einsatz.»
kann aber auch sofort per E-Mail an die Garage weitergeleitet werden. Auf diese Weise erhält der Garagist die präzise Schadendiagnose und ist nicht mehr nur auf die ungefähre Schilderung des Fahrzeuglenkers angewiesen. Über ein elektronisches Datenbuch kann der Patrouilleur überdies praktisch alle Informationen zum entsprechenden Fahrzeugmodell abrufen: Stromlaufpläne, Lage der Bauteile, Sicherungen, Abbildung des Keilriemens usw. Auch diese Hilfe dient zur rascheren Entpannung. «Wenn es noch spezifischer wird, kann ich den technischen Helpdesk des TCS anrufen und mir die Ratschläge der Fachleute einholen», sagt Reto Burri, «aber das tue ich erst dann, wenn ich selber nicht mehr weiterkomme!» •
WIE SIEHT DIE ZUKUNFT DES MOBILEN ZAHLENS AUS? Antworten von CCV Schweiz, Lieferant der Zahlterminals für die TCS-Patrouilleure: Können bereits heute Kreditkarten, welche berührungsloses Zahlen ermöglichen, bei den mobilen Zahlterminals des TCS eingesetzt werden? Ja, und zwar Mastercard (Paypass), Visa (Paywave) und American Express (Expresspay). Welches sind die Vorteile des berührungslosen Zahlens mit Kreditkarten? Die Geschwindigkeit und die einfache Handhabung. Kontaktlose Zahlungen sind bis jetzt aber noch eingeschränkt auf Beträge bis höchstens 40 Fr. pro Einkauf. Wie sieht es mit den Debitkarten aus, welche berührungsloses Zahlen bei den TCS-Patrouilleuren ermöglichen? Ab sofort Postcard und die internationale Variante von Maestro. Zurzeit ist viel die Rede von mobilem Bezahlen mit Smartphone-Apps. Sind die mobilen Zahlterminals des TCS dazu in der Lage? Ja, ab sofort, und zwar ohne Update der Software. Wir erwarten, dass Apple Pay (iPhone) 2016 auch auf dem europäischen Markt die Verwendung beschleunigt. Der kontaktlose Zahlungsverkehr per Handy steckt aber noch in den Kinderschuhen, was sich jedoch in einigen Jahren ändern dürfte. Werden dem TCS-Kunden seitens des TCS noch zusätzliche Gebühren verrechnet, wenn er mit seiner Debitoder Kreditkarte bezahlt? Nein! www.ccv.ch
Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Cool, Mitglied zu sein Der TCS Cooldown Club – geeignet für 16- bis 25-Jährige.
Cooles Weihnachtsgeschenk Originell, ausgefallen, ungewöhnlich, attraktiv, sinnvoll, willkommen – so etwa die Attribute, die auf den TCS Cooldown Club als Weihnachtsgeschenk zutreffen. TEXT PETER WIDMER | FOTOS PETER WIDMER/FOTOLIA
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ea Cermusoni aus Biel ist seit drei Jahren Mitglied des TCS Cooldown Clubs. «Mein Bruder schenkte mir diese Mitgliedschaft», erzählt die 25-jährige Psychologiestudentin. Der Cooldown Club war ihr bisher noch kein Begriff, der TCS aber schon. Den Führerausweis hat Lea Cermusoni mit 19 Jahren erworben, ein eigenes Auto besitzt sie (noch) nicht. «Ich leihe mir oft das Auto meiner Eltern oder von Kollegen aus. So ist diese Mitgliedschaft schon sehr wertvoll. Vorher habe ich mir gar nicht überlegt, dass ich auch ohne eigenes Auto von den Dienstleistungen des TCS profitieren kann, zum Beispiel bei einer Panne.» Sie hätte eine Mitgliedschaft beim TCS wohl erst beim Kauf eines eigenen Autos in Erwägung gezogen, sinniert sie.
Vergünstigungen für Cooldown-Club-Mitglieder «Leider habe ich die Zweiphasenausbildung schon absolviert, bevor ich Mitglied im Cooldown Club wurde», bedauert Lea Cermusoni. In der Tat: Für diese obligatorische Ausbildung und für wei-
tere Fahrtrainings erhalten die Cooldown-Club-Mitglieder einen Rabatt bis zu 150 Franken, für coole Rechner kein Pappenstiel! Auf der Website www.cooldownclub.ch hat sich Lea Cermusoni schon umgesehen, ohne aber bis jetzt von den schier unzähligen Spar- und Eventangeboten Gebrauch gemacht zu haben, vorerst «einfach so aus Gwunder», gesteht sie. Sie schliesst aber nicht aus, mal «zuzuschlagen». So viel Zeit bleibt der 25-Jährigen allerdings nicht mehr, denn die Mitgliedschaft im Cooldown Club ist nur für 16- bis 25-Jährige möglich. Für 66 Franken pro Jahr ist man Mitglied im TCS Cooldown Club und profitiert exklusiv von knackigen Leistungen: Ermässigungen beim TCS ETI-Schutzbrief, beim TCS Verkehrsrechtsschutz, Spezialtarif beim Kauf der Autobahnvignette usw. Ein Blick auf die Website lohnt sich zusätzlich, denn jeden Monat winken wechselnde Sparangebote und Wettbewerbe – wer sie nutzt, dem nützen sie!
Lea Cermusoni ist froh, «gut abgesichert zu sein bei einer Panne.»
Wer also noch nach einer zündenden Idee für das ideale Weihnachtsgeschenk für Söhne, Töchter und Enkel unter 26 Jahren sucht: TCS Cooldown Club bringt’s! Auch Lea Cermusoni erachtet die vielen Preisvorteile für Jugendliche sinnvoll, «denn rund ums Auto stellt sich die finanzielle Frage schon», betont sie. «Gut finde ich die Flexibilität des Angebots, nicht nur für solche, die ein eigenes Auto haben.» Für Lea steht das Clubleben nicht im Vordergrund, «obwohl ich allgemein sehr gruppenorientiert bin. Ich bin aber froh, abgesichert zu sein», resümiert die engagierte Volleyballspielerin. ◆ Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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TCS
Im Einsatz Dieser Jet ist in Europa weiterhin für den TCS unterwegs.
TCS stärkt den Bereich der Repatriierungen Der TCS konzentriert sich künftig auf Repatriierungen aus dem Ausland. TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi sagt warum.
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INTERVIEW TOURING
ier Jahre nach der Gründung der Alpine Air Ambulance (AAA) steigt der TCS als Aktionär aus. Was sind die Gründe?
Peter Goetschi: Wir wollten mit dem Ambulanz-Helikopter den Mitgliedern eine bessere Dienstleistung bieten und die Sichtbarkeit des TCS gegenüber den Mitgliedern und den Inhabern des ETISchutzbriefes erhöhen. Die Erfahrungen haben nun aber gezeigt, dass wegen Veränderungen im Reisemarkt der Bedarf nach Repatriierungen aus fernen Ländern zunimmt, während gleichzeitig Repatriierungen über kurze Distanzen gering bleiben und damit der Betrieb eines eigenen Helikopters keinen Sinn macht. Der von AAA betriebene TCS-Helikopter flog vor
allem Rettungseinsätze in der Schweiz, was nicht dem Bedürfnis und der Strategie des TCS entsprach. Damit ist der Ausstieg als Aktionär bei der Alpine Air Ambulance (AAA) und damit aus der eigenen Flugtätigkeit die logische Konsequenz. Was heisst das nun konkret?
professionellen und qualitativ hochstehenden Leistungen der AAA in Anspruch nehmen, so ist z. B. der TCS-gebrandete Jet, die Cessna Citation, weiterhin in Europa für den TCS unterwegs. Der TCS will aber auch die Zusammenarbeit mit der Rega intensivieren?
Konkret bedeutet Mit der Rega hadies, dass der TCS ben wir bei Repatals Aktionär Ende riierungen auch in «Für das November 2015 der Vergangenheit TCS-Mitaus der AAA auszusammengearglied ändert gestiegen ist und beitet. Aufgrund sich nichts.» die Aktien an die der Zunahme der Peter Goetschi Lions Air Group interkontinentaverkauft hat. Diese len medizinischen betreibt die AAA mitsamt Rücktransporte verstärkt der dem Helikopter (ohne TCSTCS diese Zusammenarbeit Logo) weiter. Bei Bedarf wird und prüft dabei, inwieweit der TCS auch in Zukunft die die Dienstleistungen für die
TCS-Mitglieder weiterentwickelt werden können. Wer stellt künftig die medizinischen Abklärungen sicher und entscheidet über eine allfällige Repatriierung aus dem Ausland in die Schweiz?
Jeder Notruf wird von einem verantwortlichen TCS-Mitarbeiter betreut. Dieser entscheidet aufgrund der Beurteilung durch den medizinischen Dienst des TCS, ob ein Patient repatriiert werden muss und welches Transportmittel (Spitalflugzeug, Linienflugzeug oder Ambulanz) zum Einsatz kommt. Was ändert sich konkret für das TCS-Mitglied?
Kurzfristig ändert sich nichts. Wir sind aber überzeugt, dass wir unter anderem zusammen mit der Rega die Dienstleistungen rund um Hilfe, Rat und Schutz für die TCS-Mitglieder weiterentwickeln können. • Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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Stefanie Frischherz übt einen heute noch typischen Männerberuf aus: Sie ist seit Februar 2015 TCS-Patrouilleurin des Stützpunktes Füllinsdorf in Basel. «Touring» hat die 26-jährige Automechanikerin bei ihrer Arbeit begleitet. TEXT PETER WIDMER | FOTOS ANDRÉ ALBRECHT, ILLUSTRATION CHRISTOPHE BADOUX
S
tefanie Frischherz empfängt mich um 9.15 Uhr beim Bahnhof Basel. Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn seit fünf Minuten hat sie einen Auftrag: In Therwil wartet eine Frau neben ihrem blauen Daewoo Kalos, der Motor springt nicht an, die Batterie ist leer. Sie wünscht vor Ankunft der TCS-Patrouille telefonisch avisiert zu
werden. Alle diese Angaben sind auf dem Bildschirm des Laptops im Patrouillenfahrzeug, einem Chevrolet Captiva, ersichtlich. Die Wartezeit wird auf dem Display mit 30 Minuten angegeben, wir treffen nach bereits 20 Minuten präzise am Pannenort ein. Die Frau steht ruhig neben ihrem Auto: «Es ist schon alt», sagt sie beinahe entschuldigend. «Eine leere
Batterie hat nichts mit dem Alter des Autos zu tun», beschwichtigt Stefanie Frischherz freundlich. Sie überbrückt das Fahrzeug, und nach einigen Messungen zeigt sich, dass die Batterie nichts mehr aufnimmt. «Sie benötigen eine neue Batterie, ich kann sie gleich auswechseln.» Sie hat ständig die gängigsten Batterien im Patrouillenfahrzeug. Die Kundin
zeigt sich glücklich und bezahlt die 206 Fr. mit der Kreditkarte. Die neue Batterie funktioniert einwandfrei, der Motor springt sofort an, die Frau bedankt und verabschiedet sich, fährt zügig davon. «Batterien und platte Reifen sind die häufigsten Pannen», weiss Stefanie Frischherz zu berichten.
Die lieben Engel Die nächste Panne lässt nicht lange auf sich warten: Um 10.36 Uhr wird Stefanie auf den Parkplatz eines Einkaufscenters an der Münchensteinerstrasse in Basel gerufen. Ein grauer Mazda 3 läuft nicht an, so die Pannenmel-
Zehn Minuten für einen Rad
09.10 Uhr Batteriewechsel in Therwil
10.36 Uhr Entladene Batterie in Basel
11.45 Uhr Anlasserschaden in Kaiseraugst; Transportauftrag
Souverän von Panne zu Panne Stefanie Frischherz in ihrem Chevrolet Captiva
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VON RUBRIKTITEL DER STRASSE dung auf dem Bildschirm. Das TCS-Mitglied, eine ältere Dame, steht auf dem Parkplatz und winkt schon von weitem, als sie das gelbe Patrouillenfahrzeug erblickt. «Ihr lieben Engeli», begrüsst sie uns freudig – und zählt mich offensichtlich auch zum Retter in der Not… Das Urteil der Patrouilleurin ist rasch gefällt: «Die Batterie ist noch in Ordnung, nur entladen, weil das Licht gebrannt hat.» Sie fahre halt nicht so viel, «vor allem für die Kommissionen», räumt die Kundin ein. Stefanie Frischherz rät ihr, nun mindestens eine halbe Stunde lang zu fahren, um die Batterie wieder aufzula-
wechsel
12.11 Uhr Radwechsel auf der Autobahnraststätte Pratteln-Nord
den. «Toll, wie Sie das hingekriegt haben», lobt die Frau, den Ratschlag werde sie beherzigen.
Reifenwechsel an der Raststätte Die dritte Pannenmeldung an diesem milden Herbstvormittag trifft um 11.45 Uhr ein: Areal eines ElektrotechnikUnternehmens in Kaiseraugst, ein grauer Ford C-Max, Automat, «Motor springt nicht an». Ein Firmenmitarbeiter empfängt uns mit den Worten: «Ich bin selber Automechaniker, wir versuchten die Batterie zu überbrücken – ohne Erfolg. An diesen Autos voller Elektronik kann man ja nicht mehr arbeiten! Es ist wahrscheinlich ein defektes Anlasser-Relais.» Stefanie Frischherz stellt fest, dass die Batterie zwar etwas geschwächt, aber sonst noch in Ordnung sei. Es ist der Anlasser, das Auto muss in die Garage. Weil die Vertragsgarage des Unternehmens in Duggingen ist, musst das Pannenfahrzeug aufgeladen und mit einem Transporter dorthin gebracht werden. «Bei grösseren Entfernungen schleppen wir nicht ab, sondern laden auf», erklärt Stefanie Frischherz. Sie telefoniert sodann in die Zentrale und bestellt ein Transportfahrzeug, «bis 16 Uhr sollte der Wagen abgeholt werden können, danach schliesst hier der Werkhof der Firma», gibt sie präzise durch. Danach füllt sie die Transportformulare aus und verkleidet Fahrersitz und Steuerrad mit einer Schutzfolie, «vorbeugend, wegen dem Schmutz!» Gepflegter Service… Um 12.11 Uhr der nächste Einsatzbefehl: Autobahnraststätte Pratteln-Nord, ein schwarzer Mercedes, C-Klasse, steht mit einem platten Reifen auf dem Parkplatz. Als wir eintreffen, ist nur das Pannenfahrzeug, aber kein Kunde zu sehen.
«Das sieht schlimm aus», sagt Stefanie Frischherz frisch von der Leber weg beim ersten Augenschein. Der Pneu ist seitlich verletzt. Der Kunde eilt heran, ein Geschäftsmann mittleren Alters. «Hallo, Sie lassen mir kaum Zeit, einen Kaffee zu trinken», scherzt er. Das Verdikt der Patrouilleurin ist klar: «Der Reifen muss gewechselt werden.» Sie hat Glück, der Kunde hat einen Winterpneu bei sich. «Passiert ist es auf der Autobahn bei Sissach. Das System zeigte wohl einen verminderten Reifendruck an, aber ich dachte noch nicht an einen Platten», erzählt das TCSMitglied, während Stefanie Frischherz mit wenigen gekonnten Handgriffen den Reifen wechselt. «Ich hätte das nie so schnell hingekriegt, ich bin handwerklich völlig unbegabt. Dafür beherrsche ich die Kommunikation mit meinen Kunden», witzelt der Geschäftsmann. Stefanie kann beides. ◆
STEFANIE FRISCHHERZ TCS-PATROUILLEURIN Stefanie Frischherz wird in Basel-Stadt, Basel-Land, im Fricktal und in einem kleinen Teil des Kantons Solothurn eingesetzt. Zwischen zwei Aufträgen findet sie Zeit, bei einem Kaffee einige Fragen zu beantworten: Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf? Die vielen direkten Kundenkontakte und die Abwechslung. Kommt dazu, dass am Abend immer alles erledigt ist und man keine Pendenzen mitnimmt. Am anderen Tag beginne ich wieder vollständig neu. Wie ist die Akzeptanz als Frau bei Kollegen und Kunden? Während der Lehrzeit hatte ich oft einen schwierigen Stand. Beim TCS ist das absolut kein Thema. Auch Kunden haben sich bis jetzt weder abschätzig noch skeptisch geäussert. Bei männlichen Kunden kommt es manchmal vor, dass sie so tun, als wüssten sie bereits, wo das Problem zu orten sei, um damit wahrscheinlich ihre Hilflosigkeit zu überspielen! Auch Einladungen zum Mittagessen wurden schon geäussert. Hatten Sie auch kuriose Begegnungen? Da kommt mir spontan eine Dame in den Sinn, die sich darüber beschwerte, dass es im Innenraum des Fahrzeugs pfeife, wenn sie fahre. Als ich den Motor startete, pfiff nichts. Da entdeckte ich auf dem Beifahrerseitz ihre Handtasche: Das elektronische System vermutete eine Person auf dem Sitz und schaltete den Alarmton fürs Anschnallen der Sicherheitsgurten ein!
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FORUM
Mein erstes Auto (8) Camargue, Tessin und der Polarkreis waren die Destinationen, welche unsere Leserinnen und Leser mit ihrem ersten Auto anpeilten und nun von ihren Erlebnissen berichten.
Nur immer nordwärts
Die Autos von AMC waren selten auf Schweizer Strassen.
Exorbitante Kosten «Schon als Teenager war ich von exotischen Wagen von American Motors Corporation, kurz AMC, angetan. Sie trugen Namen wie Gremlin, Javelin, Hornet, Eagle und Pacer. 1986 erfüllte ich mir deshalb einen Bubentraum und kaufte einen Eagle 4×4, den ersten SUV auf dem Automarkt! Beim Starten war ein sonores Blubbern aus dem 4,3-Liter-V6-Motor zu hören, das Interieur war edel aus Holz und Leder. Meine erste Fahrt führte mich ins Tessin auf einen Campingplatz, wo ich im Auto auf den heruntergeklappten Rücksitzen bequem übernachtete. Erschrocken bin ich dann über die Übernachtungsgebühr von 30 Fr. Der Platzwart machte den Wohnmobilpreis geltend! Mit der Zeit holten mich der Verbrauch (17 bis 25 Liter/100 km) und die hohen Unterhaltskosten auf den Boden der Realität zurück. Schweren Herzens verkaufte ich 1992 meinen gepflegten AMC an einen Forstingenieur.»
«Im Juli 1967 wollten mein Freund und Studienkollege an der Uni Bern, Hanspeter Gerber, und ich der Sommerhitze Richtung Norden entfliehen. Mit meinem dunkelroten DKW Junior, unter dessen Kühlerhaube ein munterer 800-ccm-Zweitakter-Motor tickte, machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Wir hatten kein Ziel festgelegt, sondern hatten den Wendepunkt von unseren Finanzen und der Zuverlässigkeit unseres Juniors abhängig gemacht. Über Hamburg, Kopenhagen gelangten wir nach Schweden, wo man wenige Tage vor der Umstellung vom Links- auf den Rechtsverkehr stand. Das bedeutete: Alle Verkehrstafeln, Bodenmarkierungen oder Lichtsignalanlagen waren bereits auf den Rechtsverkehr ausgerichtet, gefahren wurde aber immer noch links. Es war dann aber nicht der Verkehr, sondern das hohe Preisniveau in Schweden, das uns nach dem Besuch Stockholms veranlasste, ins damals billigere Norwegen zu wechseln. Auf einer ungeteerten Naturstrasse fuhren wir weiter nach Norden. Am 1. August sichteten wir eine einsame Tafel mit der Aufschrift ‹Polar Circelen›. An unserem Nationalfeiertag Am Polarkreis steht heute ein Einkaufszentrum mit Restaurants.
Werner Tanner, Arni
Leserbilder @ Gesucht: Sie sind zu Recht stolz auf ein besonderes oder originelles Foto: Landschaften, Personen, Gegenstände, Situationen. Lassen Sie unsere Leserinnen und Leser daran teilhaben und senden Sie uns das Bild mit Legende in elektronischer Form bis 31.12.2015 an: touring@tcs.ch.
überquerten wir also den Polarkreis. Danach beschlossen wir, die Reise auf einem kleinen Postschiff fortzusetzen (heute sind die ‹Hurtigruter› kaum mehr von einem Kreuzfahrtschiff zu unterscheiden). Wir parkierten unseren DKW Junior auf den Lofoten, wo man keinerlei Parkzeitbeschränkungen kannte, und gelangten per Schiff nach Honningvog und von dort mit dem Autobus ans Nordkap. Vierzehn Tage später waren wir froh, den DKW wieder in Betrieb nehmen zu können, denn uns drohte das Geld auszugehen. Aus Kostengründen schliefen wir fortan im Auto – es war zwar etwas eng, aber in der Erinnerung an diese meine erste grosse Autoreise spielen solche Details längst keine Rolle mehr.» Konrad Stamm, Tschingel
Camargue: Halsbrecherische Fahrt
Jugendlicher Leichtsinn «Mit meinem ersten Auto, einem Renault Heck 4CV, war ich 1967 mit einem Freund in der Camargue. Das 360 cm lange, viertürige Auto mit seinem 750-ccm-Motor, drei Gängen und 17 PS brachte uns an wunderschöne Orte. Im damals noch spärlichen Verkehr machten wir uns einen Spass daraus, auf dem Dach sitzend, die Türen nach hinten befestigt, mit den Füssen lenkend der Küste entlang die Gegend zu geniessen. Im zweiten Gang mit Standgas waren wir etwa so schnell wie die Reiter, die parallel neben der Strasse unterwegs waren.» Walter Bärtschi, Zürich
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Schreiben Sie uns...
In dieser Rubrik gilt: Je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck.
Herstellerwerte Verbrauch
Hans Peter Ghilardi @
Ich fahre seit acht Jahren ganzjährig einen Toyota Prius 1,5-Liter-Hybrid, den grössten Teil der ca. 9000 Kilometer im Jahr über Pässe wie Flüela, Julier und Maloja. Meine Statistik über diese Jahre ergibt einen Benzinverbrauch von 5,2 Liter/100 Kilometer. (Bei längeren Autobahnfahrten reduziert sich der durchschnittliche Verbrauch auf ca. 4,5 Liter/100 Kilometer, dies trotz 120 km/h.) Die Werksangaben betragen 4,4 Liter/100 Kilometer, die Differenz liegt also bei etwa 18% Mehrverbrauch. Martin Lorenz @
Magazin des Touring Club Schweiz (TCS) Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE) Chefredaktor Felix Maurhofer (fm) Stv. Chefredaktoren Dino Nodari (dno) Marc-Olivier Herren (MOH) Redaktion Aline Beaud (ab) Christian Bützberger (Bü) Juliane Lutz (jl) Peter Widmer (wi) Art Director Alban Seeger Bildredaktor Emanuel Freudiger Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Oliver Marti (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen
ZVG
Den in «Touring» 11 auf der Leserbriefseite unter CO₂-Ausstoss vertretenen Meinungen, dass die Verbrauchsangaben der Hersteller nie stimmen bzw. nie erreicht werden können, kann nur bedingt zugestimmt werden. Wir fahren einen Citroën C5 Crosser (Kombi), 2,2-l-Diesel und haben mit dem Fahrzeug in mehreren Fahrten den angegebenen MIX-Verbrauch einhalten bzw. sogar unterbieten können. Bei mehreren Fahrten Basel–Klosters und zurück verbrauchten wir einen Mix von 5,5 l Diesel, (Angabe im AR-Katalog ist 5,9 Liter)! Die Durchschnittsgeschwindigkeit (Autobahn, Landstrasse und Ortsverkehr) lag bei 74 km/h. Die Tempolimiten wurden überall eingehalten, aber ausgenützt und eine vorausschauende Fahrweise – sowie wenn immer möglich mit Tempomat fahren – ist selbstverständlich. Also ganz utopisch sind Herstellerangaben nicht immer.
touring Impressum
Licht an Die Rücklichter sind nicht immer eingeschaltet.
Rücklichter einschalten!
Im Winter letzten Jahres konnte äusserst häufig festgestellt werden, dass Fahrzeuge mit Tagfahrlichtern die Rücklichter nicht eingeschaltet hatten. Bei Nebel, Regenwetter wie generell bei schlechten Sichtverhältnissen (und natürlich in Tunnels) ist es äusserst fatal, wenn diese nicht eingeschaltet sind. Die Frage stellt sich, warum neue Fahrzeuge nicht automatisch auch die Rück- bzw. die Nebellichter einschalten, wenn die Sichtverhältnisse ungenügend werden. Hinweise bei einigen Fahrzeuglenkern lösten Ungläubigkeit hervor, in der Annahme, dass bei angelassenem Tagfahrlicht die Rückleuchten automatisch eingeschaltet werden. Ich bitte alle Instanzen der Mobilitätsclubs mit Nachdruck, alles daran zu setzen, dass eine erneute, breit
angelegte Infokampagne dieses gefährliche Nichtwissen korrigiert. Sicher zugunsten der Sicherheit auf den Strassen, insbesondere bei schwierigen Verhältnissen. Fritz Marthaler @ Korrigendum
In der letzten Ausgabe hat sich im Artikel «So würden wir verladen» ein Fehler eingeschlichen. Natürlich müssten auf den LKW-Verladestationen am Gotthard nicht 6,3 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verladen werden. Diese Zahl bezieht sich auf die gesamte Anzahl an Fahrzeugen (also Personenwagen und LKW zusammen), die verladen werden müssten. Dies ändert jedoch nichts an der Aussage, dass die Anlagen am Gotthard grösser sein müssten als diejenigen am Eurotunnel.
Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 832 496 Totalauflage: 1 334 694 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Natascia Prosperi Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 12 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitgliedernummer direkt an: TCS-Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier +41 844 888 111, info@tcs.ch Inserate Publicitas Publimag AG Seilerstrasse 8, 3011 Bern +41 44 250 31 31 Sämtliche Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manuskripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen +41 58 787 30 00
Die Redaktion
Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E-Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen ebenfalls in der Online-Ausgabe des Touring (www.touring.ch).
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PEOPLE
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Josef, Richard und David Zubler
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TCS-Mitglieder und James Bond-Fans Im November konnten sich Mitglieder fühlen wie James Bond und sich mit einem Aston Martin ablichten lassen.
TCS UND D ON JAMES B SHAUS R H E IM VERK h erte sic präsenti de n Der TCS m mber it en. im Nove d li o B d n o James-B
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Nicht zu übersehen Am
Peter Margowski mit Göttibub Sapio Luciano Nicoletta und Ywan Schmoutz
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Geniessen Sie auf dem erstklassigen Schiff eine exklusive Atlantiküberquerung. Die Zuiderdam wurde 2002 als erstes Schiff der Vista-Klasse in den Dienst gestellt und 2015 umfassend renoviert. Es gehört der renommierten, traditionsreichen Reederei Holland America Line. Einige Daten: BRT 82305, 285 m Länge, 1848 Passagiere, 924 Kabinen, 800 Besatzungsmitglieder, 11 Passagierdecks, 4 Restaurants, Bars, Casino, Theater, Spa & Fitness Center, DutyFree-Geschäfte, Internet-Ecke, Bibliothek.
Erlebnis Norwegen – Island – Grönland – Kanada – New York
Eine exklusive Route, welche nur einmal im Jahr befahren wird, erwartet Sie! Sie kreuzen via Norwegen nach Island. Einmalig ist die Fahrt durch den Prinz-Christian-Sund nach Nanortalik in Grönland. Neufundland und Halifax in Kanada sind weitere Höhepunkte. Die Kreuzfahrt endet mit der spektakulären Einfahrt in den Hafen von New York.
CHF 4390.–
Reisedatum und Programm
So 21.8.16 Zürich – Kopenhagen (Dänemark) Bequemer Linienflug mit Swiss nach Kopenhagen, Transfer zum Hafen, Einschiffung, Abfahrt um 16.00 Uhr Mo 22.8.16 Erholung auf See Di 23.8.16 Bergen (Norwegen) Mi 24.8.16 Erholung auf See Do 25.8.16 Erholung auf See Fr 26.8.16 Akureyri (Island) Fr 26.8.16 Besichtigungsfahrt Eyjafjördur Sa 27.8.16 Isafjördur (Island) Sa 27.8.16 Besichtigungsfahrt Isafjardurdjur So 28.8.16 Reykjavik (Island) Mo 29.8.16 Erholung auf See Di 30.8.16 Kreuzen im Prinz – Christian – Sund Mi 31.8.16 Qaqortog (Grönland) Do 01.9.16 Nanortalik (Grönland) Fr 02.9.16 Erholung auf See Sa 03.9.16 St. John’s (Neufundland) So 04.9.16 Erholung auf See Mo 05.9.16 Halifax (Kanada) Di 06.9.16 Erholung auf See
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Mi 07.9.16 New York (USA) Zeit zur freien Verfügung. Transfer zum Flughafen und abends Direktflug mit SWISS nach Zürich Do 08.9.16 Morgens Ankunft in Zürich – Kloten, individuelle Heimreise An allen Orten hat Holland America Line ein reichhaltiges Ausflugsprogramm organisiert. Buchungen sind direkt an Bord möglich.
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TOUROLINO
Dieses Jahr baust du den witzigsten Schneemann im Quartier! Und nicht nur draussen lässt sich Spass haben – du kanst auch Tourolino-Spiele lösen und dabei vielleicht einen super Preis gewinnen, wenn du bei unserem speziellen Weihnachtswettbewerb mitmachst. TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION ANDREA PETER
SPIEL 1
Welche Christbaumkugel gibt’s nur einmal?
OUR
Spiele!
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UNTERWEGS
Langeweile? Dann versuch dieses Spiel: Ein richtig cooler Schneemann! Findest du die ewig gleichen Schneemänner doof? Dann beeindrucke deine Nachbarn und Freunde und bau einen Schneemann, der auf dem Kopf steht. Cool, oder? Und so wird’s gemacht: Zuerst formst du drei Schneekugeln in verschiedenen Grössen und schichtest sie aufeinander, die kleinste zuunterst, die grösste zuoberst. Forme dann Arme und Beine und bringe sie wie auf dem Bild an. Nun stattest du deinen Schneemann noch mit Schuhen oder Socken, Knöpfen, Schal und einer Karotte aus! Und wenn’s dir zu schwierig ist, rufst du einfach einen Erwachsenen zu Hilfe.
SPIEL 2
Finde die 10 Fehler. Dez 2015 / Jan 2016 | touring
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WET TBEWERB
Teilnahme bis am 17. Dezember 2015 per E-Mail: tourolino@tcs.ch oder per Post an: TCS, Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern
Finde die vier Dinge, die auf dem Bild versteckt sind und notiere, in welchem Feld sie sich befinden (zum Beispiel Ding 1 in Feld A1). Schick uns deine Antwort und mach bei unserem Spezial-Weihnachtswettbewerb mit! Viel Glück!
Die Lösung vom Wettbewerb im «Touring» 11 lautet A. Wir gratulieren den Gewinnern: Simone Vigani (Moghegno), Lisa Porchet (Corcelles-le-Jorat) und Patricia Leuzinger (Sierre).
PREISE
1. —
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3. —
1.
Ein Familien-Jahresabo (2 Erwachsene, 4 Kinder von 6 bis 16 Jahre).
2.
Ein Workshop «Schokoladefreuden für Gross und Klein», Familienpaket.
3.
Ein Familieneintritt ins Verkehrshaus und ins Planetarium.
4. —
Sende eine E-Mail mit der richtigen Antwort an tourolino@tcs.ch und gewinne mit etwas Glück einen der aufgeführten Preise.
Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden jeweils im «Touring» veröffentlicht.
Die Preise werden offeriert vom Tierpark Dälhölzli, Maison Cailler und dem Verkehrshaus der Schweiz.
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UNTERWEGS MIT
Mit
Abfallsack an der Fahrprüfung
Kaum ist sein letzter Roman erschienen, bringt Joël Dicker bereits eine Novelle heraus, die er im Premiumwagen DS4, dessen Botschafter er ist, verfasst hat. Im Gespräch mit dem Meister des Krimis. TEXT ALINE BEAUD | FOTO NICOLAS ZWICKEL
V
or Kurzem zum DS4-Botschafter ernannt, hat Joël Dicker für die französische Marke eine fünf Kapitel lange Novelle geschrieben. Wir haben den Schriftsteller in Paris anlässlich der Markteinführung des Premium-Kompaktwagens getroffen. Er erzählt uns, was er übers Autofahren, seine Fahrprüfung und… Frauen am Steuer denkt. Sie haben als Botschafter des DS4 eine Novelle an Bord dieses Autos geschrieben. Welche Erfahrungen ziehen Sie daraus? Es war eine gute Herausforderung. Ich habe diese rund 50 Seiten lange Geschichte kurz nach meinem Roman geschrieben. Die Novelle ist eine Textform, die mir Angst macht. Ich finde es schwierig, einen kurzen Text zu schreiben, der qualitativ gut ist. Ich musste meine Komfortzone verlassen.
In meinem Roman «Le livre des Baltimore» rede ich viel über Autos. Statt mit dem Flugzeug reist Romanfigur Marcus mit dem Auto nach Florida. Das dauert zwar einige Tage, doch dafür sieht er etwas von der Landschaft. Nebenbei: Was mich wirklich betroffen macht, sind Fernseher vor Kindersitzen.
JOËL DICKER Schriftsteller LIEBT: Farbe: Blau Gefährt: Airbus A330
Ah ja? Und aus welchem Grund? Erinnern Sie sich an die Autofahrten mit Ihren Eltern, als Sie zusammen in die Ferien fuhren? Es war endlos… Doch Langeweile ist etwas Wichtiges. Man muss sich vom Augenblick und von der Landschaft inspirieren lassen.
Sprechen wir von Ihrer Autoprüfung. Haben Sie den Führerausweis gleich Land: Schweiz auf Anhieb erlangt? Film: The Elephant Ja, ich habe die praktische Fahrprüfung beim Man, Memento ersten Anlauf bestanden, die Theorie ebenfalls. Essen: Italienisch Apropos Komfort: Ist es wirklich bequem, in Am Tag meiner Fahrprüfung hatten mein Vater einem Autos zu schreiben? und ich ziemlich Verspätung und daher keine Zeit gehabt, den mitgeführten Abfallsack zu entsorgen. Als der Die Novelle entstand nur teilweise im Auto. Ich habe darin vor Experte einstieg, fragte er mich: «Was soll dieser Abfallsack?» allem Notizen gemacht und diese dank des SpracherkennungsEr war von Anfang an genervt. Das begann gar nicht gut für systems des Autos auch diktiert. Heutzutage sind die Fahrmich… zeuge ja mit hervorragenden Technologien ausgestattet. Musik:
Jazz, Folk
Sie sind auch ein grosser Fan des Fliegens. Was ziehen Sie letztlich vor – Auto oder Flugzeug? Es geht hier um zwei sehr unterschiedliche Dinge. Das Auto bietet Freiheit. Das Flugzeug ist ein grossartiger Traum! Das Abheben – ich fliege ungefähr drei Mal pro Woche – ist fantastisch. Es weckt jedes Mal das Kind, das in mir schlummert. Ihr neuer Roman spielt in Baltimore, Florida, und in Montclair. Gehen Sie jeweils auf Erkundung, um die idealen Orte für Ihre Romane zu finden? Nein, ich erzähle Geschichten über Orte, die ich bereits kenne. Ich überprüfe später, ob das, was ich geschrieben habe, stimmt. 84 touring | Dez 2015 / Jan 2016
Wie lange ist das her? (Er nimmt sein Portemonnaie hervor und schaut auf dem Ausweis nach.) Ich habe die Fahrprüfung am 17. März 2004 mit 18 Jahren gemacht. Und was halten Sie vom Klischee «Frau am Steuer, Ungeheuer»? (Lacht) Heisst es nicht vielmehr «Frau am Steuer, Gefahr und Abenteuer»? Dieser Spruch ist nicht mehr zeitgemäss. Unsere Generation denkt nicht mehr so, das ist dummes Gerede von alten Griesgramen. Übrigens fahren und parkieren die meisten Frauen, die ich kenne, besser als ich! •
Joël Dicker (30-jährig), ein Mann mit vielen Facetten. Für den DS wechselt er das literarische Genre und wird sogar zum Schauspieler!
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Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, deren Geschichte und Gegenwart von Kelten, Römern, Deutschen, Magyaren, Juden und Slowaken geprägt wurde. Schlendern Sie am Nachmittag gemütlich auf eigene Faust durch die Strassen von Bratislava und erspüren Sie den Charme dieser jungen Stadt. <wm>10CFXKIQ6AMAwF0BN1-b9bt5VKgiMIgp8haO6vCDjEc29dwxI-87Idyx4ESpduuWYLc0vaKqO5p9yCZFfQJkIta6n6-wIDHRjvEVLYByFahDpK9XSf1wN17MswcgAAAA==</wm>
Tag 7 Dürnstein. Dürnstein – die «Perle der Wachau» – liegt inmitten von Weinbergen. Rundgang* mit Besuch des imposanten Stifts. Die Wachau sonnt sich in einem besonders milden Klima und heisst zu Recht Marillen und Weinland. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen SiePassau. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. (*) Ausflüge des Ausflugpakets.
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