5. Juli 2012 touring 12 www.touring.ch AZA 1214 Vernier
Die Zeitung für Mobilität
Entschleunigen ist angesagt
An Kraftorten auftanken 25
Reisekrank in die Ferien
Schwindel und kalter Schweiss 4
TCS-Delegierte tagten
Ein gutes Clubjahr mit Höhepunkten 34 Wettbewerb: Vier farbige Uhren mit Kautschuk-Armband Noch entwicklungsfähig Citybike-Vermietung im Euro-Test. 13
Eleganter Kompakter Der Hyundai i30 macht dem VW Golf Konkurrenz 18
45 Besuch im Kanton Jura Heisse Sackmesser und feine Naturreservate 29
5. Juli 2012 | touring 12 | Editorial und Inhalt
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Inhalt Fokus 4 Wenn nur die Übelkeit nicht wäre
Freizeit und Reisen 25 In der Ruhe liegt die Kraft
Die Reisekrankheit vermiest so manchen Start in die Ferien.
Mensch und Mobilität
Kraftorte sind Kraftorte und keine lärmigen Tourismusevents. 26 Entschleunigen, herunterfahren
Ob im Kloster oder auf der einfachen Alphütte: Der Mensch sucht Ruhe.
9 Ruf nach weiterem Infrastrukturfonds
Auch Strasse Schweiz will StrassenFinanzierung langfristig sichern.
Immer mehr Menschen treten auf die Bremse
10 Ein Tag im schweren Brummer
Heutzutage sind viele Menschen zahlreichen Reizüberflutungen, Hektik, Stress am Arbeitsplatz und im Privatleben ausgesetzt. Vor allem in den Industriegesellschaften setzt bei dem einen oder anderen früher oder später eine Überforderung ein, die in einem völligen Zusammenbruch enden kann. Dem Streben nach schneller, höher, weiter oder reicher kann die Entschleunigung entgegengesetzt werden. Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Leute wenigstens von Zeit zu Zeit dem Nichtstun frönen. Wer am Arbeitsplatz viel Stress ausgesetzt ist, braucht einen Gegenpol. Entschleunigung ist also im Trend und wird immer öfter praktiziert, gesellschaftlich gesehen wird sogar von einer Wiederentdeckung der Langsamkeit gesprochen. Doch wie macht man das? Entschleunigung kann unter anderem Enthaltsamkeit oder das Führen eines einfachen Lebens sein. Im aktuellen «Touring» finden Sie als Leserinnen und Leser ein paar Orte, wo Sie besonders gut entschleunigen können. Sei dies in einem Kloster, einer einfachen Alphütte oder einem Hotel mit Kraftorten und Yoga. Egal wo man hingeht und wie man auf die Bremse tritt, man sollte es ab und an tun, weil es eine echte Bereicherung ist. Felix Maurhofer, Chefredaktor
14 Die Geschichte einer Zweckentfremdung
Lastwagenchauffeure habens nicht leicht – eine Reportage.
29 Viel Natur und tolle Sackmesser
Der Kanton Jura überrascht Besucher.
Club und Mitglied 34 TCS-Delegiertenversammlung
In Solothurn hielt der nationale Club Rück- und Ausblick.
13 So gut sind Citybike-Verleihsysteme
Eurotest nahm auch zwei Städte in der Schweiz unter die Lupe.
38 Bruno Ehrlers Schlussbilanz
Der scheidende TCS-Generaldirektor im letzten Interview.
Teil 1 einer Serie über die Finanzierung von Strasse und Bahn.
Test und Technik
46 Nachgefragt
Niklaus Brantschen, Jesuit und Zen-Meister.
18 Gediegenes Interieur
Der elegante Hyundai i30 überzeugt mit einer tollen Innenausstattung. 22 Komfortabel in die Familienferien
Eine Übersicht zeigt, welche Autos ferientauglich sind. Fahrberichte und Neuheiten 22 Dacia Lodgy 23 Volvo V40
41 TCS-Dienstleistungen 45 Leserbriefe, Wettbewerb, Impressum
Thomson Reuters
Verkehrsstau auf Entenart
Titelbild Fotograf: Felix Maurhofer
Wenn 5000 Enten über die Strasse watscheln, dann läuft punkto Verkehr nicht mehr viel. So geschehen in China, als ein Bauer seine Enten einen Kilometer weit über die Strasse zu einem Teich getrieben hat. Den Entenumzug hat er zusammen mit nur einem Kollegen als Helfer durchgeführt.
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Fokus | touring 12 | 5. Juli 2012
5. Juli 2012 | touring 12 | Fokus
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Wenn Kopf und Körper uneins sind Fast jeder kennt die Übelkeit, die einem beim Reisen befallen kann. Woran liegt es, und mit welchen Mitteln kann die lange Reise im Auto, Zug, Flugzeug oder Schiff erträglicher gemacht werden?
› Manch einer entscheidet sich dafür, den
Kinder sind häufiger von der Reisekrankheit betroffen. Die Folgen sind Schwindel und im schlimmsten Fall Übelkeit.
Bilder GlowImages
Weg ins Ferienparadies über kurvige Passstrassen zu bewältigen, anstatt durch einen schmucklosen Tunnel zu fahren. Während der Fahrer die abwechslungsreiche Landschaft geniesst und sich den Herausforderungen der Strasse stellt, leiden seine Mitfahrer – die Reisekrankheit hat sie ergriffen. Laut Marcel Gärtner, Leiter der Abteilung Erwachsenen-Audiologie und Neuro-Otologie am Kantonsspital Luzern, sind fünf bis zehn Prozent der Menschen sehr empfindlich, fünf bis 15 Prozent relativ unempfindlich und der Rest ist «normal» anfällig gegenüber dem Auftreten der Reisekrankheit. Jugendliche bis etwa zum 12. Lebensjahr sind häufiger von der Reisekrankheit betroffen. «Wieso Teenager mehr darunter leiden, weiss man nicht. Fakt ist aber dass die ganz kleinen Kinder, bis etwa zum zweiten Lebensjahr, nicht unter der Reisekrankheit leiden. Das hat damit zu tun, dass das Gleichgewichtsorgan von Kleinkindern noch nicht vollständig ausgereift ist», erläutert der Arzt weiter.
Im Auto oder im Bus | Es kommt nicht darauf an, in was für einem Gefährt man die Reise unternimmt. Ob man nun im Auto sitzt, eine längere Busreise macht, im Neigezug Richtung Ferienort reist, im Flugzeug sitzt oder eine Schiffsüberfahrt unternimmt, die Reisekrankheit kann jeden befallen und überall auftreten. «Es gibt jedoch die Faustregel, dass je grösser das Gefährt ist, desto unempfindlicher ist der Passagier gegenüber der Reisekrankheit», erläutert Gärtner weiter. Die Symptome sind bekannt: «Frühe Anzeichen einer Reisekrankheit sind Blässe, Ruhelosigkeit, Herzrasen, Schwindelgefühl und kalter Schweiss. Später kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu.» Es werde allgemein angenommen, dass die Reisekrankheit, in der Fachsprache Kinetose genannt, durch widersprüchliche Informationen zu Lage und Bewegung des Körpers ausgelöst wird. Die Theorie des sensorischen Konflikts wurde 1971 von den britischen Wissenschaftlern J. T. Reason und J. J. Brand aufgestellt. Wer beispielsweise im Fonds eines Autos sitzt
und durch das Seitenfenster blickt, dem wird durch den Sehsinn eine Bewegung ans Gehirn vermittelt. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr des Passagiers und dessen Körpergefühl vermitteln aber eine ruhende Position ans Hirn. Dies führt zum sensorischen Konflikt und damit zu ersten Anzeichen der Reisekrankheit. Was kann der Fahrer aber unternehmen, damit seine Passagiere die Reise gut überstehen?
Ruppige Fahrweise vermeiden | Natürlich muss die Reise im eigenen Auto im Vorfeld gut vorbereitet werden. Genügend Pausen, um sich die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen, sollten eingeplant werden. Bei leichten Fällen von Kinetose hilft es, wenn ein Fenster geöffnet wird und so frische Luft einströmen kann. Der Fahrer sollte abruptes Bremsen, eine ruppige Fahrweise oder häufige Seitenwechsel auf der Autobahn vermeiden, um die Reise für seine Passagiere erträglicher zu machen. Der Arzt des Luzerner Kantonsspitals weist auch daraufhin, dass Reisende mit einer Anfälligkeit für die Kinetose das Lesen von Strassenkarten, Zeitschriften oder Büchern während der Fahrt vermeiden sollten. «Sehr hilfreich ist es, wenn man im Auto, Bus oder Zug in Fahrtrichtung sitzt. Viele Geplagte unterstützt es, wenn sie anstatt aus dem Seitenfenster zur Frontscheibe hinausblicken. So sind Auge, Gleichgewichtssinn und Körpergefühl koordiniert und geben keine widersprüchlichen Informationen ans Hirn weiter», gibt Gärtner zu bedenken. Reisende sollten ausserdem nicht mit leerem Magen ins Fahrzeug steigen. Am Vorabend der Reise kann man leicht verdauliche, warme Mahlzeiten mit wenig Ballaststoffen zu sich nehmen. Während der Reise ist es von Vorteil, seinen Magen zu beschäftigen. Auch hier gilt es, leicht verdauliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Zum Beispiel in Form von Zwieback, Salzbrezeln oder fettarmen Biscuits. «Vor oder während der Reise sollte man zum Beispiel auch nicht rauchen und keinen Alkohol zu sich Fortsetzung auf Seite 7
Bergjuwel im Engadin
Cresta Palace Hotel, Celerina Willkommen im Oberengadin – dem Tal wo Berge, Seen und das einzigartige Licht eine spektakuläre Naturkulisse von eindrücklicher Schönheit offenbaren. Eisige Gletscher, Ausblicke auf den «Festsaal der Alpen» mit seinen Drei- und Viertausendern oder die Engadiner Seen, die sich im Tal silbern erstrecken – gewaltige Natur wohin das Auge reicht. Das Netz von über 580 km Wanderwegen ist ein Traum für jeden Wanderer im Sommer – oder im Herbst, wenn der «Indian Summer» die Lärchenwälder entflammt. Wenn der Schnee das Oberengadin in eine glitzernd weisse Traumlandschaft verwandelt, erwacht das Schneesportparadies. In den vier grossen, vielseitigen Skigebieten Corviglia/Piz Nair, Corvatsch, Diavolezza/Lagalb und Zuoz sowie fünf weiteren kleinen und feinen Gebieten stehen Wintersportlern insgesamt 350 km traumhafte Pisten zur Verfügung. Sommer oder Winter im Engadin sind wie zwei verschiedene Traumwelten. Immer gleich charmant bleibt aber das majestätische Cresta Palace Hotel in St. Moritz-Celerina: Es vermittelt Engadiner Lebensfreude und Energie zu jeder Jahreszeit. Hier ist herzliche, wahre Gastfreundschaft Tradition. Kulinarische Höhenflüge und edle Materialien in legerer Ambiance überzeugen. Im ausserordentlichen Ambiente des modernen SPA, geprägt vom Luxus der Ruhe und viel Raum ist der Alltag schnell vergessen. Ferien im Cresta Palace Hotel haben Erholungsgarantie!
Touring Special Sommer
Touring Special Winter
Zusatzleistungen inklusive:
gültig bis 14.10.2012: – 3 Übernachtungen inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet – 1 Cresta-Überraschung auf dem Zimmer – 1 Abendessen im «Grand Restaurant» mit Auswahl-Menu – 1 vom Hotel zur Verfügung gestelltes Picknick-Körbli mit kulinarischen Highlights – wahlweise 1 Verwöhn-Massage oder 1 Eintritt in den Hochseilgarten Pontresina – Eintritt zum Panoramahallenbad mit Sonnen-Liegewiese sowie dem Cresta Palace SPA – freie Fahrt auf Bergbahnen und öffentlichem Verkehr im gesamten Oberengadin – Hotel-Mountainbikes kostenfrei – hoteleigene Tennisplätze kostenfrei
8.-21.12.2012, 7.-20.1.2013, 3.-7.2.2013, 11.-28.3.2013, 3.-7.4.2013: – 3 Übernachtungen inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet – Abendessen im «Grand Restaurant» mit Auswahl-Menu und 1 Flasche Wein – 2-Tagesskipass für das Oberengadin inklusive – 1 wohltuende Massage mit warmen, duftenden Ölen – kostenfreier Eintritt zum Eisplatz gegenüber dem Hotel – Eintritt zum Cresta Palace SPA mit Sauna, Dampfbädern, Wärmeliegen und Relaxbereich sowie zum Panoramahallenbad
– Kein Einzelzimmeraufpreis – Verführerisches Kuchenbuffet am Nachmittag inklusive – SPA-quipped: flauschiger Bademantel und Badetasche inkl. Handtuch und Slipper – Morgendliches «Workout» mit Body Balance, Wassergymnastik oder Stretching – Queues und Kugel inklusive: Billiard im Cresta Club kostenfrei – CHF 50.– Wellness-Plus-Gutschein für die Einlösung in einem unserer Partnerhotels – Zwergli-Club: Das Spielparadies ist für die Kleinsten das Grösste! Kinderbetreuung mit Spiel und Spass für Hotelgäste von Montag – Freitag inklusive – Kostenfreie Aussenparkplätze direkt am Hotel – Service, Mehrwertsteuer und Kurtaxe
Preis p.P. Sommer: im «Standard» Doppel- oder Einzel-Zimmer CHF 449.– (statt 585.–) im «Superior» Doppel- oder Einzel-Zimmer CHF 524.– (anstatt 760.–)
Preis p.P. Winter: im «Standard» Doppel- oder Einzel-Zimmer CHF 565.– (statt 695.–) im «Superior» Doppel- oder Einzel-Zimmer CHF 700.– (statt 877.–)
Für Informationen und Reservationen: Private Selection Hotels, Tel: 041 368 10 05, info@privateselection.ch
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Empfindliche Personen sollten während eines Fluges am Gang sitzen, am besten auf der Höhe der Tragflächen des Flugzeugs.
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nehmen. Das hilft die Reisekrankheit zu mildern», sagt Gärtner.
Spaziergang an Deck | Manch eine Feriendestination ist nur mit einer Fähre zu erreichen. Sobald es möglich ist, das Auto zu verlassen, sollten sich die Reisenden an Deck die Füsse vertreten. Um sich den Bewegungen der Fähre anzupassen, fixiert man einfach einen Punkt am Horizont. «Bei Schiffsreisen hilft es auch, sich möglichst nahe beim Schwerpunkt des Gefährtes aufzuhalten. Also in der Mitte des Schiffes und nicht am Bug oder Heck. Auch hier gilt die Faustregel, je grösser das Schiff ist, desto besser kann man der Reisekrankheit entgegenwirken», erklärt Marcel Gärtner weiter. Die Seekrankheit ist jedoch die ausgeprägteste Form der Kinetose, und wer schon einmal darunter gelitten hat, der weiss, dass sie kaum mit Hausmitteln zu bekämpfen ist. Das Gleichgewichtsorgan und das Körpergefühl vermitteln durch das Rollen des Schiffes und die Vorwärtsbewegung eine räumliche Bewegung ans Hirn. Das Auge jedoch sieht nichts anderes als den Horizont, an dem keine Bewegung erkennbar ist. In Flugzeugen reagiert der Körper ähnlich wie auf dem Schiff. Auch ein Flugzeug kann in der Luft eine seitliche Rollbewegung machen, die das Innenohr und das Körpergefühl als Bewegung wahrnimmt.
Das Auge jedoch vermittelt dem Passagier auch hier eine statische Ruheposition, da der Fluggast beim Blick aus dem Fenster keine sichtbare Bewegung erkennt. «Beim Reservieren der Sitzplätze sollte man daher den Fensterplatz meiden und eher den Gangplatz bevorzugen. Gut sind auch Plätze, die nahe des Schwerpunktes liegen. Also etwa in Höhe der Tragflächen», erklärt Marcel Gärtner. Wem aber all diese altbekannten Tipps nichts helfen, der sollte den Gang in die Apotheke nicht scheuen. «Jedoch sollte man bei der Einnahme von Medikamenten Vorsicht walten lassen. Leider kommt es bei vielen Medikamenten als Nebenwirkung zu ausgeprägter Müdigkeit», sagt
Gärtner. Da es individuelle Unterschiede bei den Nebenwirkungen gebe, empfiehlt es sich vorgängig einen Therapieversuch zu machen um zu sehen, wie man auf das Medikament reagiert. «Man sollte auch darauf achten, was man nach der Ankunft macht. Schwimmen zu gehen oder gleich nach der Ankunft einen Tauchgang zu unternehmen, ist nicht empfehlenswert», warnt Gärtner. Wer aber den Fahrer auf halber Strecke nicht hinter dem Steuer ablösen will oder am Reiseziel eine mehrstündige Sitzung vor sich hat, der kann sich mit Medikamenten helfen. So können die Ferien schon kurz nach der Abreise beginnen, ohne dass sich der Reisende allzu stark quälen muss.
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Sandra Kyburz
Reisekrankheit bei Tieren Die Ursachen und Symptome der Reisekrankheit bei Tieren sind ähnlich derjenigen des Menschen. Hunde beispielsweise werden unruhig, speicheln stark und übergeben sich schliesslich. «Ich rate Tierbesitzern, Hunde am Abend vor der Abreise nur wenig zu füttern», erklärt Hugo Immoos, Tierarzt Unterkulm (AG). Am Tag der Abreise sollte man ihnen nur etwas Wasser verabreichen und sie erst am Reiseziel wieder füttern. Während der Reise sollte ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen und etwa alle zwei Stunden ein Zwischenhalt eingelegt werden. «Bei schwerwiegenden Fällen kann die Reisekrankheit auch medikamentös angegangen werden», erklärt Immoos. Bei Reisen ins Ausland muss man sich über die Ein-und Ausfuhrbestimmungen informieren. Die nötigen Dokumente werden von Tierärzten ausgestellt. sk
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5. Juli 2012 | touring 12 | Mensch und Mobilität
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Ratgeber Verkehr Urs-Peter Inderbitzin
Bilder Keystone
Benzinpanne auf der Autobahn kann teuer werden
Nicht nur für die Bahn, sondern auch für die Strasse wäre ein Infrastrukturfonds die Lösung.
Die Strasse nicht links liegen lassen Rudolf Zumbühl, Präsident des Verbands des Strassenverkehrs (Strasse Schweiz), verlangt gleich lange Spiesse für Strasse und Bahn. Eine Resolution unterstreicht dies.
› «Weit verbreitet ist der Glaube, ein Aus-
baustopp bei der Infrastruktur führe automatisch zu weniger Strassenverkehr. Das Resultat sind ständig anwachsende Staustunden, die primär auf Verkehrsüberlastung zurückzuführen sind.» Dies sagte Rudolf Zumbühl, Generaldirektor ad interim des TCS, welcher turnusgemäss als Präsident des Verbands des Strassenverkehrs zurücktrat, an der 67. ordentlichen Mitgliederversammlung von Strasse Schweiz.
wie mit Fabi bereits geplanten – Bahninfrastrukturfonds, sondern auch eines Strasseninfrastrukturfonds. Dies einerseits, um die Finanzströme der beiden Verkehrsträger zu entflechten sowie Kostentransparenz herzustellen, und anderseits, um für die Finanzierung der Strasseninfrastruktur die längst erforderliche Sicherheit, Planbarkeit und Flexibilität zu gewährleisten. Die Versammlung verabschiedete eine entsprechende Resolution.
Mehr Transparenz | Zugunsten der Schiene sei mit der Vorlage Fabi (Finanzierung und Ausbau Bahninfrastruktur), die sich bereits in der politischen Beratung befinde, eine jährliche Summe von gut fünf Mia. Fr. vorgesehen. Für die Strasse hingegen sei derzeit noch keine gleichwertige Planung und Finanzierung vorhanden. Dies, obwohl auch bei der Strasse ein Finanzierungsbedarf von total über vier Mia. Fr. pro Jahr bestehe. Umso erfreuter habe der Verband zur Kenntnis genommen, dass der Nationalrat die Motion «Strategisches Entwicklungsprogramm Strasseninfrastruktur» diskussions- und oppositionslos gutgeheissen habe (vgl. letzte Ausgabe). Es bedarf laut Rudolf Zumbühl nicht nur eines –
Segen für Bundeskasse | Im letzten Jahr machten laut Zumbühl allein die dem Bund zur Verfügung stehenden Strassenund Autosteuern nahezu 9,9 Mia. Fr. aus, was rund einem Sechstel der gesamten Fiskaleinnahmen der Eidgenossenschaft entsprach. Die zugegebenermassen negativen Auswirkungen des motorisierten Strassenverkehrs auf die Gesellschaft und die Umwelt wurden und werden laut Rudolf Zumbühl laufend verringert. So hätten der Treibstoffverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoss, die Luftschadstoff- und Lärmemissionen der Fahrzeuge sowie die im Strassenverkehr getöteten und schwer verletzten Personen bis heute markant reduziert werden können. pd/hwm
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Autofahrer sind dafür verantwortlich, dass ihr Fahrzeug immer betriebssicher ist. Dazu gehört auch, dass genügend Benzin oder Diesel im Tank ist. Kürzlich hat das Bundesgericht eine Busse von 300 Fr. gegen einen Autofahrer bestätigt, der auf der Autobahn A3 bei Eiken mangels Benzin stehengeblieben war. Die Situation war nicht ganz ungefährlich, weil der Pannenstreifen wegen einer Baustelle aufgehoben war. Laut Bundesgericht (Urteil 6B_1099/2009) gehört zur Unterhaltspflicht des Fahrzeuges auch, für ausreichend Treibstoff besorgt zu sein. Wer auf der Autobahn unterwegs ist, infolge Benzinmangels stehen bleibt und damit für andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellt, muss zusätzlich mit einem Ausweisentzug rechnen. Dies wäre beinahe einem Motorradfahrer zum Verhängnis geworden. Der Mann war auf der Autobahn A1 unterwegs, als ihm auf dem Berner FelsenauViadukt das Benzin ausging. Dort hat es drei Fahrstreifen, aber keinen Pannenstreifen. Der Lenker stiess den Töff am Rand der rechten Fahrspur bis zur nächsten Ausfahrt. Er wurde mit 200 Fr. gebüsst; das Strassenverkehrsamt entzog ihm den Ausweis für einen Monat. Eine gegen den Ausweisentzug erhobene Beschwerde hat das Bundesgericht kürzlich gutgeheissen (1C_476/ 2011). Entgegen der Auffassung der Berner Entzugsbehörden und des Bundesamtes für Strassen hat der Töfffahrer nur eine geringe Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen, da sich der Vorfall auf einer übersichtlichen Strecke mit Tempo 60 km/h ereignet hatte. Die herannahenden Lenker hätten den Mann mit dem Motorrad problemlos überholen können. Der Vorfall stellt laut dem Urteil aus Lausanne deshalb nur eine leichte Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz dar – anstelle eines Ausweisentzuges kassierte der Töfffahrer eine Verwarnung.
Der Autor ist Jurist und Bundesgerichtskorrespondent.
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Mensch und Mobilität | touring 12 | 5. Juli 2012
› An diesem Morgen um sechs Uhr war es
noch kühl und finster vor der Lastwagentankstelle der Planzer Transport AG im solothurnischen Härkingen, als wir Andy Gerber mit seinem riesigen Mercedes-Laster mit Anhänger treffen. Routinemässig bereitet er sich im Cockpit auf die Tour Richtung Lausanne vor: Navigationsgerät einstellen, Kundenstandorte studieren wie auch Zufahrten, Telefonnummern, Adressen, Wetter und Verkehr checken, das sind seine ersten Aufgaben vor dem Start.
Ein harter Job | Während der Fahrt haben wir Zeit, uns mit «Ändu», wie er von seinen Kollegen genannt wird, zu unterhalten. Der 36-jährige Sohn einer Bauernfamilie in Schmitten ist fast zwei Meter gross und kräftig. Er kennt das Metier seit 15 Jahren als Chauffeur bei Planzer, ein Routinier auf der Strasse, auch beim Auf- und Abladen. Privat ist Gerber liiert und ein leidenschaftlicher Sammler von Modellen landwirtschaftlicher Fahrzeuge wie Traktoren und Mähdrescher. Täglich steht er von neun bis zu zwölf Arbeitsstunden im Einsatz. Die Präsenzzeit sei gesetzlich auf 15 Stunden limitiert. «Klar, Überzeit muss man kompensieren.» Auf die Frage, ob denn diese Arbeit nicht Stress mit sich bringe, nehme doch der Verkehr ständig zu, bei gleichzeitigem Zeitdruck, sagt Andy spontan: «Ich nehme jeden Tag wie er kommt, ich mache das Beste daraus.» Spass habe er immer noch an dieser Arbeit: «Es war schon immer mein Wunsch, Lastwagen zu fahren. Das ist sozusagen mein Traumberuf. Ich sehe abends, was ich getan habe.»
Berufschauffeur Andy Gerber bereitete die Tour vor – wie ein Pilot vor dem Start.
«Ich mache das Beste daraus» Einen Tag begleitete der «Touring» Lastwagenchauffeur Andy Gerber auf seiner anspruchsvollen Tour in die Westschweiz, in Fahrzeugkolonnen auf der Autobahn und durch enge Strassen und Baustellen.
Elefantenrennen | Was meint der Profi zum Thema Elefantenrennen? Zum Ärger vieler Verkehrsteilnehmer überholen sich
Der tote Winkel Auf allen vier Seiten eines Lasters bestehen sogenannte tote Winkel. «Hier sieht der Fahrer auch im Rückspiegel nicht wer oder was sich in diesem Winkel befindet», sagt der vom «Touring» begleitete Berufschauffeur Andy Gerber. Auto-, Velo- und Motorradfahrer oder auch Fussgänger seien gefährdet, ohne es zu wissen. Gerber demonstrierte kürzlich Kindern einer Schulklasse, wie gefährlich das Problem des toten Winkels ist. Er habe 15 Kinder einer Schulklasse zur Demonstration in einem gewissen Winkel vor das Fahrzeug gestellt, so dass die Kleinen von der Fahrerkabine nicht zu sehen waren. ve
Blick aus der Kabine zeigt Gefahren: Der Sicherheitsabstand wird von vielen nicht eingehalten.
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Lastwagen langsam mit kleinen Geschwindigkeitsdifferenzen und verstopfen die linke Spur auf der Autobahn, weshalb das Überholverbot für Lastwagen jetzt auf weiteren 500 Kilometern in der Schweiz gelten soll. «Das mache ich auch», gibt Andy unumwunden zu. Er überhole aber andere Lastwagen nur dann, «wenn es Sinn macht». «Wenn ich fünf Kilometer schneller bin, überhole ich.» Das sei doch eine kurze Zeitspanne, die er auf der linken Spur fahre: «Ist der Lastwagenfahrer, den ich überhole, fair und geht nicht noch auf das Gaspedal, ist das kein Problem.» Es gehe ja darum, dass der Verkehr flüssig ablaufe, und deshalb wolle er nicht nahe hinter einem anderen Lastwagen her fahren, der knapp langsamer unterwegs sei als er. Die Autofahrer seien zunehmend toleranter, stellt Andy fest: «Sie machen Platz, geben Zeichen, dass ich raus kann.»
Begegnung mit einem anderen wichtigen Träger des schweizerischen Verkehrssystems.
Spiessrutenfahrt | Die Fahrt führt über
Bilder Kurt Venner
Anhänger abkoppeln und Bürokratie gehören zum Alltag eines Lastwagenchauffeurs.
Die Fahrerkabine ist für Andy Gerber ein zweites Zuhause.
Freiburg nach Lausanne. Andy Gerber aktiviert das Navigationsgerät, um die Baustelle, wo er die Türen abliefern muss, zu finden. Auf einmal steht er mit seinem Gefährt vor einer anderen Baustelle und wird auf eine Umfahrung gewiesen. Obwohl er den Anhänger auf einem dafür vorgesehenen Parkplatz zurück gelassen hat, kann er den Motorwagen kaum noch durch die engen Strassen lenken. Nur seine Fahrkunst ermöglicht es ihm, den Weg zur gesuchten Baustelle eines Wohnhauses in einem Quartier zu finden. Er muss parkieren. Zwangsläufig müssen die anderen Fahrzeuge auf das Trottoir ausweichen. Später verstopft ein Kehrichtwagen die schmale Quartierstrasse. Zu den prekären Gegebenheiten kommt noch hinzu, dass die Baustelle verwaist ist und Andy zunächst die Paletten mit den Türen allein abladen und vor die Baustelle hinstellen muss. Weiter gilt es, in der Region Lausanne in mehreren Verteilerzentren Kosmetika, Lebensmittel sowie Medikamente abzuladen und die Kunden unterzeichnen zu lassen. Später ruft ein Mitarbeiter der Zentrale an und bittet Andy, beim Bahnhof Lausanne Material abzuholen und dann woanders abzuliefern. Auf der Fahrt zurück gibts nochmals einen Anruf und einen Auftrag. Jeder Chauffeur und jede Chauffeuse sei ständig via GPS im Dispositionssystem der Firma zu verfolgen. Man sehe jederzeit, wie viel Zeit er wo zum Ab- und Beladen des Lastwagens benötigte. Der Gesprächston der Mitarbeiter der Zentrale via Funk ist herzlich und kollegial: «Wir sind ein Team», meint Andy, deshalb gefalle es ihm bei Planzer, das tröste über vieles seines Berufs hinweg. Kurt Venner
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Gewinnseite & Tipps 6/2012 Gewinnen Sie 4 Übernachtungen für 2 Personen im prächtig am Lago Maggiore gelegenen TCS-Hotel Bellavista. Wert CHF 1’008.– 2
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Am Sonnenhang in Vira Gambarogno liegt das Bellavista über dem Lago Maggiore. Mit der richtigen Lösung des Sudoku können Sie einen unvergesslichen Aufenthalt für zwei Personen in unserer Sonnenstube Tessin gewinnen. Auf der Terrasse des Bellavista in Vira Gambarogno entspannen Sie sich zu Zweit und geniessen die einmalige Aussicht auf See und Tessiner Landschaft. Sie tauchen in das kühlende Nass des Swimming Pools in der Parkanlage mit altem Baumbestand.
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futurezone.at schreibt zum Nokia N9: «Das Design unterscheidet sich stark genug von anderen Smartphones: Das Gehäuse besteht aus einem gefrästen Polycarbonat-Block, oder anders ausgedrückt: hochwertigem Kunststoff. Es ist massiv, verbiegt sich nicht und knarrt nicht und fühlt sich durch die leicht raue Oberfläche nicht nur gut an, sondern liegt auch rutschfest in den Händen. Obwohl das Display 3,9 Zoll misst, wiegt es 135 Gramm und ist 12,1 mm dick.» Natürlich hat das N9 alle wichtigen Features, die ein gutes Smartphone auszeichnen: 8 Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, Musik-Player, Touchscreen usw.
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Stadt Lyon hat die Nase vorn Velo-Verleihstationen boomen: Ein erster TCS-Test mit 17 Partnerclubs in 18 Ländern zeigt Stärken und Schwächen auf. Die drei Schweizer Städte liegen im Mittelfeld.
› In ganz Europa spriessen fixe Verleihsta-
tionen mit Velos aus dem Boden. Vielerorts sind solche Systeme längst Alltag. Erstmals nahmen deshalb 17 europäische Partnerclubs und der TCS im Rahmen von EuroTest 40 derartige öffentliche Fahrrad-Verleihsysteme unter die Lupe. Und das natürlich auch in der Schweiz, die diesbezüglich noch ziemlich im Rückstand liegt. Immerhin schneiden die Systeme von Lausanne und Biel «gut» ab, jenes von Lugano ist «ausreichend». Die Systeme in den getesteten Städten sind sehr verschieden, der Zweck ist aber immer der selbe: Möglichst unkompliziert sollen robust-bequeme Velos in Städten ausgeliehen und womöglich gar andernorts retourniert werden können. Erstes Fazit der Tester: «Betriebsmodelle und Standards müssen sich erst noch bewähren.» Und Olivier Caspar von der Abteilung Verkehrssicherheit des TCS, welcher den Test begleitete, zieht folgende Bilanz: «Wir sind auch in der Schweiz auf dem richtigen Weg, aber alles braucht seine Zeit.»
London mit 558 Stationen und 9200 Fahrrädern.
tionen mit 4000 Rädern, ganzjährig rund um die Uhr für jedermann auch spontan verfügbar, mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft, die Registrierung bequem und kostenlos, die Aus-/Rückgabe vollständig automatisiert und an jeder beliebigen Station möglich, mehrsprachige Informationen auf vielfältige Weise abrufbar – das kommt dem Idealbild eines Rad-To-GoSystems schon ziemlich nahe. Die drei letzten Plätze belegen alles Städte in Holland (Utrecht, Amsterdam, Den Haag). Zwischen dem Ersten mit dem einzigen «sehr gut» und den drei sehr «mangelhaften» auf den letzten Plätzen liegen Welten. In Noten ausgedrückt: 23 Mal die Wertung «gut», elf Mal «ausreichend» und zwei Mal «mangelhaft». Die Mehrzahl der Verleihsysteme im Vergleich ist auch für den Touristen durchaus gut zu nutzen. 60% der Betreiber haben ihr Angebot über die ganze Stadt ausgedehnt, etwas mehr als ein Drittel beschränkt sich auf die jeweilige Innenstadt.
Paris, Lyon | Trotzdem hat es Paris, das international durchaus als beispielhaft gilt, mit der Wertung gut nur auf den zweiten Platz des europäischen Vergleichs geschafft. Geschlagen wurde es von einer kleineren französischen Stadt: Lyon hat die Nase vorn und konnte das einzige «sehr gut» im Feld für sich verbuchen: 343 Sta-
Die drei Schweizer Städte | Wie ein-
gebotspalette in den analysierten Städten: Das zeigt allein schon ein Blick auf die Anzahl der Stationen, an denen man die Räder entnehmen kann. Sie reicht von einer einzigen im portugiesischen Aveiro bis zu 1751 in Paris. Einen Rekord hält die französische Hauptstadt auch bei der Anzahl der Räder: 23 900 stehen hier zur Verfügung. Die Dimensionen werden deutlich, wenn man den Zweitgrössten im Vergleich dagegenstellt:
velopass GmbH
Grosse Spannweite | Gross ist die An-
In Lugano gibts auch Velo-Verleihstationen, aber im Moment erst deren sechs.
Vorab geeignet für kurze Einsätze Die Preise sind für eine kurze Nutzung der Räder günstiger, für eine längere hingegen teurer. Der Anreiz, die Räder nur für kurze Wege zu nutzen, wird oftmals durch Freiminuten, das heisst kostenlose (erste) 30 oder sogar 60 Minuten, verstärkt. Einer längeren Nutzung wird hingegen gerne durch maximale Nutzungsdauern ein Riegel vorgeschoben. Oder durch unverhältnismässig teure Stundensätze sanktioniert. Rein rechnerisch würde ein Leihrad für 24 Stunden zum Beispiel in Turin mit saftigen 138 Euro zu Buche schlagen. Eine erfreuliche Ausnahme bilden die Angebote in Amsterdam, Den Haag und Utrecht. Dort bezahlt der Nutzer zehn Euro für die einmalige Registrierung, danach kann er das Leihrad für eine Gebühr von drei Euro bis zu 24 Stunden lang fahren. Der Tarifdschungel ist für den Nutzer schwer zu durchschauen – und auf den Internetseiten der Anbieter oft unverständlich dargestellt. tg
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gangs erwähnt, lassen sich die Resultate der Schweizer Städte sehen: Biel mit 40 Stationen und 250 Leihrädern sowie Lausanne mit 22 Stationen und 280 Velos wurde im Test mit «gut» taxiert. Lugano mit nur sechs Stationen und 68 Leihrädern kommt immerhin auf ein «ausreichend». Bei allen Fahrrädern in den getesteten Schweizer Städten wurde bemängelt, dass die Velos ohne Federung ausgerüstet sind. hwm
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Touring-Info Details zum Test: www.test.tcs.ch.
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Mensch und Mobilität | touring 12 | 5. Juli 2012
Strassengelder abgezwackt Zu Beginn des Nationalstrassenbaus kamen die Gelder der Autofahrenden der Strasse zugute. Dann entdeckten andere Interessenten die Geldquelle. Teil 1 einer kleinen Serie. schaft und damit kein Wohlstand. An dieser Tatsache kommt niemand vorbei. Seit jeher weiss man, dass der Verkehrsträger Strasse für die Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung ist. Er ermöglicht, Menschen, Güter, Energie und Informationen rascher und über grössere Distanzen zu befördern. Das war auch der Grund, um ein leistungsfähiges Nationalstrassennetz auf die Beine zu stellen. 1960 haben die Eidgenössischen Räte die Strassenverbindungen von nationaler Bedeutung festgelegt. Dieser Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz definiert im Wesentlichen das Strassennetz, das wir umgangssprachlich als Autobahnen bezeichnen und im Endausbau gegen 1900 Kilometer umfassen soll. Kernelemente des Netzbeschlusses sind attraktive Verbindungen zwischen den Wirtschaftszentren unseres Landes und die Anbindung dieser Wirtschaftszentren an das ausländische Hochleistungsstrassennetz.
Die Ausgangslage | Zur Finanzierung zog man drei Fünftel der Mineralölsteuer und den gesamten Mineralölsteuerzuschlag heran sowie ab 1985 den Ertrag aus der Autobahnvignette. Das war eine eigentliche Zweckbindung. Hinzu kamen die Beiträge der Kantone je nach ihrer Finanzkraft; im Durchschnitt betrug der Anteil des Bundes 87%. Im Zuge des neuen Finanzausgleichs (NFA) gingen die Nationalstrassen ab 2008 ins Eigentum des Bundes über, der damit auch für die Finanzierung aufkommt. Im Rückblick darf man heute anerkennen, dass sich die Gesamtplanung des schweizerischen Hochleistungsstrassennetzes von 1960 sowie der Finanzierungsschlüssel mit der damit verbundenen Zweckbindung bewährt haben. Die Strassengelder kamen der Strasse zugute. 1985 trat das Umweltgesetz in Kraft, 1989 die Umweltverträglichkeitsprüfung. Das Waldsterben machte in den 80er Jahren die Runde. Neue, möglichst umweltschonende Linienführungen der zu bauenden Nationalstrassen wurden notwendig und verzögerten die Ausführung. 1990 wurden die Stopp-dem-Beton-Initiative abgelehnt und ebenso die Kleeblattinitiative. Bei Annahme der Beton-Initiative hätte der Umfang des Nationalstrassennetzes den Stand vom 30. April 1986 nicht überschreiten dürfen. Neue Strassen hätten nur noch
Keystone
› Ohne Strasse keine funktionierende Wirt-
Die Geburtsstunde der schweizerischen Autobahnen: Spatenstich A1 Lausanne–Genf 1959.
gebaut werden dürfen, wenn bestehende aufgehoben worden wären. Die WalenseeAutobahn zwischen Weesen und Flums beispielsweise, die 1987 in Betrieb genommen wurde, hätte vermutlich sogar abgerissen werden müssen. Zudem verlangten die Initianten den Verzicht auf den Bau der A1 Yverdon–Murten, der A4 Wettswil–Knonau und der A5 Biel–Solothurn.
10% weniger für Strasse | Mit der Annahme des Verfassungsartikels über Treibstoffzölle durch Volk und Stände am 6. Juli 1958 flossen 40% in die allgemeine Bundeskasse. 60% mussten für Strassenzwecke verwendet werden. Da aber im Laufe der Zeit die Einnahmen die Ausgaben übertrafen und der Bundesvorschuss zurückbezahlt werden konnte, entschied man sich für eine neue Verwendung der Zölle. 1983 beschlossen Volk und Stände, dass künftig
nur noch 50 statt 60% der Einnahmen für Strassenzwecke verwendet werden und 50 statt 40% der Bundeskasse zukommen sollten. Gleichzeitig wurden Strassengelder nicht mehr nur für Strassenzwecke verwendet, sondern die Grenze wurde aufgestossen und der Rahmen erweitert (Box). Die Rückkehr zur ursprünglichen Verteilung 60:40 der Mineralölsteuererträge ist übrigens vom Nationalrat in der Märzsession angenommen worden (parlamentarische Initiative Robert Schmid). Der Ständerat befindet im Herbst darüber, wobei die Chancen im «Stöckli» eher schlecht stehen. Die 90er Jahre waren dann die Zeiten des Bahnausbaus: Neat Lötschberg/Gotthard und Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist um Beispiele zu nennen. Die Strasse wurde etwas ins Abseits befördert, aber die von ihr generierten Gelder waren (und sind) hoch willkommen. tg/hwm
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Der Griff in die Strassenkasse begann früh Seit 1983 kommen Gelder aus der Strassenkasse nicht mehr nur der Strasse zugut, sondern werden auch u.a. eingesetzt für: Niveau-Übergänge, Über- und Unterführungen, die mithelfen, Schiene und Strasse zu trennen; kombinierter Verkehr von Gütern, Massnahmen für den Umwelt- und Landschaftsschutz sowie für den Schutz vor Naturgewalten. Bahnhofparkanlagen, die das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr erleichtern, wurden unterstützt. Diese Bestimmung wurde 1995 wieder rückgängig gemacht. Der Autoverlad wurde gefördert/verbilligt. tg
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5. Juli 2012 | touring 12 | Mensch und Mobilität
Mieten in den Ferien mit Tücken Der Ausleih von Autos oder Rollern ist besonders im Ausland beliebt. Vorsicht ist aber nicht nur auf den Strassen am Platz.
› Speziell in Auslandferien ist das Mieten von Autos, Rollern
oder Töffs beliebt. Wer möchte etwa im Mittelmeerraum nicht noch die nähere oder weitere Umgebung eines Badeortes entdecken, statt nur auf dem Liegestuhl zu dösen? Bei den Autos ist bekannt, dass man am wenigsten Probleme hat, wenn man vor Reiseantritt bei internationalen Autovermietern bucht und damit bei Problemen gut abgedeckt ist (ist Ihr ETI-Schutzbrief noch gültig?). Aber manche Feriengäste entscheiden spontan vor Ort, ein Fahrzeug zu mieten. Und genau hier ist Vorsicht am Platz. Besonders bei lokalen Vermietern entpuppen sich Schnäppchen oft als riskante Lockvogelangebote. Deshalb ist es unabdingbar, bei der Unterzeichnung des Mietvertrages sich nicht mit beschwichtigenden Worten des Angestellten abspeisen zu lassen. Das beginnt bei den Versicherungskonditionen: Hier ist es gerade im Ausland sinnvoll, auf einer Vollkaskoversicherung unter Ausschluss des Selbstbehalts zu beharren. Der Aufpreis lohnt sich alleweil. Wichtig ist bei der Fahrzeugübernahme, dass der Zustand des rollenden Untersatzes genau protokolliert wird. Ohnehin ist es ratsam, vor Vertragsabschluss das Auto oder den Roller etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Schmuddeliger Zustand, abgefahrene Pneus sind ein Indiz dafür, dass man einen anderen Vermieter suchen sollte.
Benzin-Fallen | Besonders ärgerlich sind oft auch die Regelungen punkto Treibstoff: Wenn möglich sollte man darauf beharren, dass man das Auto oder den Töff mit vollem Tank übernimmt und abgibt. Bei allen anderen Regelungen profitieren die Verleiher oft unverschämt. Dazu gehört auch die Praxis, dass die erste Betankung teuer bezahlt, dafür das Auto mit leerem Tank abgegeben werden soll. Wer als Autofahrer erstmals auf einen Roller steigt, sollte sehr vorsichtig sein. Besonders gefährlich sind Naturstrassen. Und: Helm auf trotz Hitze! hwm
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PantherMedia
Touring-Info Mitglieder profitieren bei Avis, Hertz und Sunny Cars von Rabatten.
Auch bei Rollermieten im Ausland gilt: Kleingedrucktes im Auge behalten.
Hotelträume für Touring-Leser
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Test und Technik | touring 12 | 5. Juli 2012
Ein attraktiver neuer Mitspieler Der Hyundai i30 geht mit schöner Optik, gutem Preis und gepflegtem Interieur auf Kundenfang. Nur die Fahrleistungen sind etwas träge. Test des 1.6 CRDi Premium. Hyundai setzte seine zweite Auflage des i30 vor und nach den Fussballspielen vor dem Fernsehpublikum gekonnt in Szene. Zuvor wurde der Kompakte unverhofft Protagonist in einem vielgesehenen Youtube-Film, in welchem Martin Winterkorn, Chef der VW-Gruppe, sich den bereits legendären Satz «Da scheppert nix» entlocken liess. Der in Tschechien hergestellte zweite i30 ist wirklich sehr gelungen: Nicht nur die solide und vom VW-Chef gelobte Lenkradverstellung des Koreaners ist top, auch am Preis-/ Leistungsverhältnis des Hyundai i30 könnten sich die Wolfsburger eine Scheibe abschneiden. Die Premium-Ausstattung des Kompaktwagens entspricht dem Standard der gehobenen Mittelklasse. Einziger Wermutstropfen: Die Kombination von etwas trägem Motor, langer Getriebeabstufung und hohem Gewicht schmälert das Temperament des Kompakten massgeblich. Trotzdem: Der Golf-Gegner meint es ernst und rückt ihm mit schickem Design, hochwertigem Interieur und grosszügigen Platzverhältnissen so nahe auf den Pelz wie nie zuvor.
Fliessende Optik | Die Linienführung lässt den i30 sehr dynamisch wirken. Die Seitenlinie wölbt sich rund über den vorderen Radkasten, um dann seitlich nach oben verlaufend mit dem Schwung der Rückleuchten zu verschmelzen. Die extrem flache Frontscheibe unterstützt diese fliessende Dynamik zusätzlich. Vorne dominieren die langgezogenen Scheinwerfer, das boomerang-förmige Tagfahrlicht sowie der Kühlergrill aus poliertem Chrom der Premium-Ausführung. Das Heck des Kompakten erinnert etwas an die italienische Giulietta von Alfa Romeo: sehr sexy. Im Cockpit des Kompakten fühlt man sich fast wie ein König. Hochwertige Materialien, elegante Mittelkonsole und schöne Chromleisten sowie ein ergonomisches Ar-
maturenbrett lassen keine Wünsche offen. Dem Fahrer stehen zahlreiche kleinere und grössere Ablagefächer zur Verfügung. Das optionale Panorama-Glasdach lässt auf Wunsch Luft und Sonne rein. Der Bordcomputer ist intuitiv aufgebaut und die Primärinstrumente stellen alle wichtigen Fahrzeuginformationen in den Blick des Fahrers. Das Multimedia-System ist zeitgemäss. Abgerundet wird das Innenleben des Koreaners durch einen grosszügigen Kofferraum von 378 Liter. Bei abgeklappten Rückenlehnen entsteht ein grosser, flacher Ladeboden mit zusätzlichen, seitlichen Staufächern. Verzurrösen und Gepäcknetz gehören zur Serienausstattung. Leider ist die Top-Tether-Verankerung, wie beim Klassengegner Golf, an der Innenseite des Kofferraums platziert. Unpraktisch.
Wenig spritzig | Der Testverbrauch des i30 von 5,8 l/100 km ist guter Klassendurchschnitt, aber er setzt keine neuen Massstäbe. Der 1,6-l-Turbodiesel verschafft dem Kompaktwagen angemessene Fahr-
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Fortsetzung auf Seite 21
Kurzbilanz
Bilder Nadia Rambaldi
› Er war der eigentliche Star dieser EM:
Preis-/Leistungsverhältnis, reichhaltige Komfortausstattung, schönes LederInterieur, gute Platzverhältnisse, grosser Kofferraum, angemessener Verbrauch, eigenständiges Design, Garantieleistungen, Multimedia-Anbindung.
Träger und wenig spritziger Motor, lange Getriebeabstufung, Sicht nach hinten und Seite eingeschränkt, kerniger Motor bei Kaltstart, hohe Ladekante, etwas kurze Sitzflächen bei den Vordersitzen.
Hochwertige Materialien im Cockpit.
5. Juli 2012 | touring 12 | Test und Technik
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Dynamische Linienführung, extrem flache Frontscheibe und langgezogene Scheinwerfer machen den Hyundai i30 zu einem sehr attraktiven Kompaktwagen.
TCS-Vergleich Preis (Fr.) Hubraum (cm3) Leistung (kW/PS) Max. Drehmoment (Nm/min) Verbrauch (l/100 km) Innenlärm bei 120 km/h (dBA) Betriebskosten (Fr./km)3 Wartungskosten4 Test «Touring» 1 4
Hyundai i30 1.6 CRDi Premium
Citroën DS4 1.6 HDi So Chic
Mazda 3 1.6 CD Exclusive
VW Golf 1.6 TDI Comfortline
31 990.– 1582 94/125 260/1900 4,6 A2 70 –.64 11111 12/2012
35 450.– 1560 82/112 270/1750 4,51 A2 695 –.72 11133 1/20115
31 560.– 1560 85/115 270/1750 4,31 A2 706 –.68 11333 11/20096
36 150.– 1598 77/105 250/1500 4,11 A2 697 –.68 11111 1/20097
Wert laut Importeur 2 Energieeffizienz laut Importeur 3 Bei 15 000 km/Jahr Gesamtkosten auf 180 000 km bei 15 000 km/Jahr 5 Citroën C4 2.0 HDi 6 Mazda 3 2.2 CD Sport
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VW Golf 2.0 TDI
Das optionale Panorama-Glasdach lässt die Sonne reinscheinen.
5. Juli 2012 | touring 12 | Test und Technik
Fortsetzung von Seite 18
Technische Daten �
147 cm
m 7c –8 62 �
�
�
Radstand 265 cm
� �
�
�
cm 11 –1 89
�
95 cm �
103 cm
�
Länge 430 cm (Breite 178 cm)
�
Innenbreite: vorne 148 cm, hinten 148 cm Kofferraum: 378–1316 Liter Reifen: 225/45 R 17, min. 195/65 R 15
TESTFAHRZEUG Hyundai i30 1.6 CRDi Premium; 5 Türen, 5 Plätze; Fr. 31 990.– (wie getestet: Fr. 37 160.–) Varianten: 1.4 Comfort (Fr. 18 990.–) bis 1.6 GDi Premium (Fr. 29 990.–) Optionen: Metallic-Lackierung (Fr. 690.–), Navigationssystem mit Rückfahrkamera und Panorama-Glasschiebedach (Fr. 2700.–) Garantien: 5 Jahre Werk, 5 Jahre Mobilität, 3 Jahre Lack; 12 Jahre Rostschutz (Auflagen) Importeur: Hyundai Suisse, Brandbachstrasse 6, 8305 Dietlikon, www.hyundai.ch
leistungen, lässt den Fahrer aber nicht vor Freude jubeln. Für ein Turbo-Triebwerk der neusten Generation fehlen die Spritzigkeit und der ausreichende Durchzug. Gründe dafür liegen im hohen Gewicht des Fahrzeugs und den sehr lang ausgelegten Gängen. Wenn auch ohne Fahrdynamik, bietet der i30 seinen Insassen ein gutmütiges Fahrverhalten. Er bleibt satt in der Spur und untersteuert nur wenig. Die Lenkung verfügt über drei Einstellungsmodi. Im Normalmodus ist die Lenkung am angenehmsten, im Sportmodus ist die Rückmeldung am stärksten. Auch im Bereich Komfort bleibt der i30 gutmütig. Die Federung ist schluckfreudig, die Ledersitze sind vielseitig verstellbar und langstreckentauglich. Die Serienmäs-
sige Komfortausrüstung ist überdurchschnittlich reichhaltig. Der kernige Turbodiesel macht sich beim Kaltstart lautstark bemerkbar, ist auf der Autobahn aber unaufdringlich.
Gute Garantieleistungen | Der Hyundai i30 verfügt nebst sieben Airbags serienmässig über Xenon- und Kurvenlicht. Im Bremstest erreichte er ein «sehr gut» und seine Sicherheitsausrüstung ist umfangreich. Abzug gibts wegen der schlechten Übersicht nach hinten. Besonderes Lob erhalten ausserdem die Garantie- und Serviceleistungen welche Hyundai fünf Jahre ab Kaufdatum bereitstellt. Mit dem i30 ist den Koreaner ein besonderer Coup gelungen. Autokäufer dürfen sich über einen neuen, starken Mitspieler in der «Golfklasse» freuen. Nadia Rambaldi
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Die Mittelkonsole kommt dank Chromleisten sehr edel daher, fast schon wie in der gehobenen Mittelklasse. Der i30 ist ein wahres Raumwunder, der Kofferraum fasst bis zu 1316 Liter.
TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN Motor: 4-Zylinder Diesel 1,6 Turbo, 128 PS; Frontantrieb, 6-Gang-Getriebe Gewichte: 1515 kg (wie getestet), zulässiges Gesamtgewicht 1920 kg, Anhängelast 1500 kg
TCS-Exklusiv FAHRDYNAMIK Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (4. Gang) 80–120 km/h (4. Gang) Wendekreis: Innengeräusch: 60 km/h: 60 dB (A) 120 km/h: 70dB (A)
11113 11113
SICHERHEIT Bremsweg (100–0 km/h): 37 m Übersicht Ausstattung
11111 11133 11111
10,8 s 8,2 s 9,0 s 11,2 m
KOSTEN SERVICE Wartung (km/Mte)
Stunden
Arbeitskosten (Fr.)
30 000/24 1,6 232.– Gesamtkosten für Wartung auf 180 000 km: 15 000 km/Jahr 9,6 2171.– BETRIEBSKOSTEN km/Jahr
Rp./km
Fr./Monat feste variable
15 000 30 000
64 42
546.– 546.–
Hyundai i30 1.6 CRDi Premium: Detailübersicht
257.– 513.–
Stundenansatz für TCS-Berechnungen: Fr. 145.– (BFS), Hyundai-Händler von Fr. 90.– bis Fr. 176.–
NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND (80/1268/EWG) Städtisch
Ausserstädt. Gesamt
TCS 5,9 3,8 Werk 5,2 3,8 CO2-Emissionen: CO2-Durchschnitt CH: EnergieEtikette (A–G): TESTVERBRAUCH 5,8 l/100 km
4,6 4,3 122 g/km 159 g/km A
Reichweite 914 km
Tankinhalt: 53 Liter
�
11133
TCS TUW: Robert Emmenegger
INNENRAUM 11112 Die Lederausstattung ist serienmässig und in diesem Preissegment ungewöhnlich und daher top. Das Platzangebot ist vorne und hinten grosszügig. Überzeugend ist auch das grosse Kofferraumvolumen und der flache Ladeboden mit seitlichen Staufächern, der bei abgeklappten Rücklehnen entsteht. KOMFORT 11113 Die Federung ist komfortabel und schluckfreudig. Die elektrisch verstellbaren Ledersitze sind langstreckentauglich. Auch in der Ergonomie hat Hyundai Fortschritte gemacht. Der Turbodiesel klingt kernig, ist aber auf der Autobahn unaufdringlich. AUSSTATTUNG 11111 Die serienmässige Komfortausrüstung ist sehr reichhaltig. Die
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Testausführung Premium entspricht fast dem Standard der gehobenen Mittelklasse. FAHRLEISTUNG 11123 Leider fehlt dem 1,6-Liter-Turbodiesel die Spritzigkeit und der satte Durchzug. Ursache sind die sehr lang ausgelegten Gänge und das hohe Gewicht von 1,5 t. Insgesamt reichen die Fahrleistungen aber völlig aus, positiv ist der Verbrauch. FAHREIGENSCHAFTEN 11113 Der i30 bietet ein gutmütiges Fahrverhalten aber ohne ausgeprägte Fahrdynamik. Für die Lenkung gibt es drei Einstellmöglichkeiten. SICHERHEIT 11111 Die Sicherheitsausrüstung ist top, der i30 erreichte Bestnoten im Crashtest. Kurvenlicht ist Serie, gute Bremsen.
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Test und Technik | touring 12 | 5. Juli 2012
Für Ferienreisen geeignet Mit welchem Familienauto ist man für die sommerliche Reise am besten gerüstet? In den Ferien werden der Komfort an Bord und der Kofferraum zu wichtigen Kriterien.
› Logischerweise ist ein üppiger Oberklas-
se-Kombi das perfekte Fahrzeug, um mit der Familie lange Ferienreisen zu unternehmen. Allerdings wird diese Binsenwahrheit durch die in anderen Kategorien erzielten Fortschritte in Frage gestellt. Nachfolgend ein Rundgang.
Bilder zvg
Kleinwagen und Kompakte | Für alle, die sich damit abfinden können, stundenlang eng zusammengepfercht zu reisen, tut
es auch ein Kleinwagen (208, Polo usw.). Das früher hohe Innengeräusch wurde bei neuen Modellen deutlich gedämmt. Allerdings muss man sich beim Gepäck einschränken, denn das Kofferraumvolumen ist mit rund 300 l bescheiden. Ein Geheimtipp sind Stadtflitzer im Kombiformat oder Mikrovans, deren Laderaum bis 500 l schluckt. Kompaktwagen (Golf, Astra usw.) stehen heute dank technischen Neuerungen einer luxuriösen Limousine punkto Ge-
In einem Kompaktvan wie dem Lodgy haben fünf Passagiere und eine Menge Gepäck Platz.
Warum eigentlich kein Lowcost-Minivan? Dacia Lodgy Ein Minivan für 12 900 Fr., wer bietet mehr? Genau genommen kostet der Lodgy als Siebensitzer mit Radio/CD-Gerät, ESP und den wegen der minimalen Sicht nach hinten unentbehrlichen Parksensoren gegen 18 000 Fr., aber der Dacia bleibt ein tolles Familienauto. Die zweifarbigen Hartplastikverkleidungen des Armaturenbretts wirken etwas rustikal, Fortschritte sind aber in den verchromten Anzeigenumrandungen und Griffen spürbar. Die vorderen Einzelsitze bieten zwar wenig Halt, sind aber nicht unkomfortabel. Lorbeeren verdient hingegen die mittlere Sitzbank: Sie bietet nicht nur drei Passagieren reichlich Bewegungsfreiheit, sondern klappt mit zwei Handgriffen zusammen, damit sich die dritte Sitzreihe bequem erreichen lässt. Und auch da finden zwei mittel-
grosse Erwachsene überraschend viel Platz. Die Polsterung der beiden Sitzbänke dürfte allerdings etwas weicher sein. In der Konfiguration als Fünfplätzer, mit versenkter dritter Sitzreihe, fasst der Stauraum noch verschwenderische 634 l und bietet zahlreiche Ablagen. Im urbanen Bereich benimmt
räuschkomfort nur noch wenig nach. Auf der Rücksitzbank finden drei Passagiere recht komfortabel Platz, der Gepäckraum bleibt aber knapp (ca. 350 l), ausser bei den erheblich geräumigeren Kombiversionen. Als Dieselvarianten trumpfen die Kompakten analog zu Vertretern höherer Segmente mit Reichweiten von etwa 1000 km auf.
Familienkombis | Die etwas aus der Mode gekommenen Mittelklasseautos (Mondeo, Passat usw.) glänzen mit Langstreckenqualitäten. Sie bieten hohen Akustikkomfort und Bewegungsfreiheit auf den hinteren Sitzen. Im Heck der Kombis stehen bis 600 l für Utensilien zur Verfügung. Im Vergleich zur Oberklasse mangelt es diesen Modellen mit ihrem günstigen Preis/Leistungs-Verhältnis heute bloss noch an Image. Minivans | Die kompakten Typen (Scenic, Zafira usw.) bleiben die Referenz hinsichtlich Platzangebot und bieten zugleich viel Komfort. Dank ihrer kompakten Aussenmasse sind auch enge Strandparkings kein Problem. Die grossen Vans hingegen sind zwar fantastische Reisewagen für die ganze Familie, auf kleinen Strässchen im Mittelmeerraum sind sie aber sehr unhandlich. Die trendigen Offroader schliesslich bieten punkto Geräumigkeit und Gepäckvolumen oft enttäuschend wenig. Man hat die Wahl zwischen Schein und Wirklichkeit. MOH
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sich der 82 PS-Motor manierlich, auf Autobahnen stört der recht hohe Geräuschpegel nicht allzu stark. Die Fahrleistungen sind ausreichend, stossen aber bei voller Zuladung oder an Pässen an ihre Grenzen. In Kurven verhält sich der Lodgy mit seinem langen Radstand ausgesprochen stabil. Gute Noten verdient auch die präzise und gefühlvolle hydraulische Servolenkung. Ein Minivan zum Kampfpreis. MOH Vorteile: 7 Plätze zum Discount-Preis, gigantischer Fahrgast- und Laderaum, sichere Strassenlage, korrekter Komfort, Fortschritte beim Finish Nachteile: beschränkte Ausstattung und Optionen, Sicht nach hinten, wenig Temperament, geringe Variabilität.
Das Design des Dacia Lodgy ist nicht richtungsweisend, wirkt aber dennoch recht gefällig.
Technik: Minivan; 5–7 Plätze; Länge: 4,50 m; Kofferraum: 827 l; 1,6-l-Benziner, 82 PS, 134 Nm bei 2800 U/min; 5-Gang-Schaltgetriebe, 0 bis 100 km/h in 14,5 s Testverbrauch: 8.0 l/100 km, Reichweite: 625 km Preis: 15 600 Fr. (1.6 Lauréate 7 P.).
5. Juli 2012 | touring 12 | Test und Technik
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Bilder zvg
Der gleiche SUV in Grün
Elegant und kräftig verfügt der Volvo V40 über starke Schultern, die vom P1800 inspiriert sind.
Der vom Mitsubishi ASX abgeleitete Peugeot 4008 ist identisch mit seinem Pendant Citroën Aircross. Der 4�4 mit Crossover Anwandlungen verfügt aber über echtes Styling. Ansonsten ist er eine genaue Kopie des Aircross (siehe Touring 11). Angetrieben von Dieseln mit 1,6 l (115 PS) und 1,8 l (150 PS) wird der 4008 nur in der Version Allure vertrieben. Xenon-Scheinwerfer, LEDLeuchten, schlüsselloser Start und 18”-Alufelgen sind serienmässig. Die Preise dieses Autos, das seine Artgenossen 3008 Hybrid4 und 508 RXH, nicht allzu sehr in den Schatten stellen will, liegen zwischen 41 000 und 43 200 Fr. MOH
Kompakt bis ins letzte Detail Beim Volvo V40 führt die Kulturrevolution zu einem echten Premium-Kompakten. Als Zugabe gibt es ein durchgestyltes Aussehen und eine Fülle von Fahrhilfen.
› Volvo blättert die Seite bei den Limousi-
nen und Kombis S40/V50 radikal um und begibt sich ins Segment der Premium-Kompakten. Mit dem Audi A3 im Visier verwandelt sich der Volvo V40 in einen Fünftürer mit Heckklappe, der etwas an einen Shootingbrake erinnert. Sein gestrecktes Design wird durch ein keilförmiges Heck betont und verleiht ihm eine starke und ästhetische Persönlichkeit. Das gut aussehende Modell schreibt ausserdem eine neue Episode in der Sicherheitsgeschichte von Volvo, indem es als erstes einen Fussgängerairbag einführt. Das grosse aufblasbare Kissen ist serienmässig und tritt aus der Motorhaube hervor, um einen Teil der Windschutzscheibe zu bedecken. Damit wird das Verletzungsrisiko eines angefahrenen Fussgängers verkleinert. Hinzu kommt ein bis 50 km/h aktives Antikollisionssystem. Für 2500 Franken bietet Volvo ein Sicherheitspaket an, das unter anderem Fussgängererkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung und Fahrzeugerkennung bei Rückwärtsfahren umfasst. Dieser Hang zu Sicherheit passt gut zum Interieur das den Stempel des skandinavischen Designs trägt und wo man eine Ge-
staltung findet, die eher modern als gemütlich ist. Bemerkenswert auch das Flüssigkristall-Kombiinstrument das die Wahl zwischen drei Schriftbildern lässt. Gefallen hat auch der ausgezeichnete Komfort der Sitze, weniger der eingeschränkte Zugang und das durchschnittliche Platzangebot der Sitzbank. Der kubische Kofferraum liegt in der Norm und ist mit einem zweistufigen Boden ausgerüstet. Der V40 wird in der Basisversion D2 von einem ultra-sparsamen, aber etwas lahmen 1,6 l angetrieben. Verführerischer ist der auf 2 l gebrachte 5-Zylinder D4, der durch sein Drehmoment, seine Geschmeidigkeit und seinen Klang gefällt. Die 1,6-l-Benziner mit Downsizing sollen sehr genügsam sein. Das bleibt zu überprüfen. Genau wie die Kraft des 2,5 l mit 254 PS, der für Ende Jahr erwartet wird. Der angemessen ausgestattete Kompakte bietet auch SmartphoneApplikationen, die es erlauben, den Treibstoffstand abzufragen oder einen Diebstahlversuch zu melden. MOH
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Technik: 5 Türen, 5 Plätze; Länge: 4,37 m; Kofferraum: 335 l; Motoren: Benziner 150/180/254 PS, Diesel 115/150/177 PS; Verbrauch: ab 3,6 l/100 km, 94 g/km CO2 Preise: 34 950 Fr. (D2 115 PS) bis 46 150 Fr. (D4 177 PS); lieferbar ab September.
Der SUV 4008 zeigt typische Peugeot-Züge, darunter den schwebenden Kühlergrill.
Gekonnte Modellpflege Mercedes-Benz GLK Der von den Chinesen glühend verehrte kompakte SUV von Mercedes hat eine Glückssträhne. Ein kleines Facelift, das vor allem LED-Lichter und ein überarbeitetes Ambiente im Interieur umfasst, verleiht ihm Chic. Der GLK erbt ein ganzes Arsenal von Fahrhilfen, darunter RundumKameras. Die grosse Motorenpalette umfasst sechs Diesel (143 bis 265 PS) und einen Benziner (306 PS), die alle mit einem 7Gang-Automatikgetriebe verbunden werden können. Bemerkenswert ist der niedrige Verbrauch des Modells 250 Bluetec 4Matic (6,1 l/100 km) trotz beachtlichen 204 PS.
Fahrspass ohne Abgase Smart fortwo electric drive Die dritte Generation des Elektro-Smart hat eine Reichweite von 145 km und eine bessere Performance als seine Vorgänger. Der neue und 55-kW starke Elektromotor beschleunigt in 11,5 s stufenlos von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 125 km/h. Das neue Vertriebsmodell «sale&care» macht den Einstieg in die Elektromobilität interessant, da die Batterie auch nur gemietet werden kann. Erhältlich ab Juli, die Preise starten ab 24 500 Fr., plus monatliche Batteriemiete 99 Fr. – www.touring.ch.
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Parade 2012
Basel Tattoo Parade Samstag, 21. Juli 2012, Start 14.00 Uhr
Route: M端nsterplatz - Freie Strasse - Marktplatz - Mittlere Br端cke - Clarastrasse - Claramatte Hauptsponsoren
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«Alles ist Energie» Menschen suchen Kraft in der Natur. Dabei gibt es unzählige Orte, wo Menschen stärkere Energie wahrnehmen, sich wohler fühlen als anderswo. Kraftorte. Was Kraftorte ausmachen sagt die Religionswissenschafterin Andrea Fischbacher.
» Kraftorte können Wasserfälle oder starke
und solche die weniger spüren. Ist das auch eine frage der persönlichen Sensibilität?
Bäume sein, an Kraftorten stehen vielfach Kirchen und Kapellen. Sind Kraftorte grundsätzlich religiöse Plätze?
Ja, das ist so.
Andrea Fischbacher*: Kräftige Plätze wurden von den Menschen über Jahrhunderte für ihre Kulte genutzt. Die Religiosität hat mit der Art der Nutzung zu tun. Daneben gibt es viele unbekannt gebliebene Kraftorte, die zu entdecken sich lohnen.
Braucht man Stille, um Kraftorte richtig oder stärker wahrzunehmen?
Orte der Kraft sind Zonen mit erhöhter natürlicher Energie, sagt Blanche Merz, die weltbekannte Geobiologin und erste Kraftorteforscherin der Schweiz. Stimmen Sie dem zu, wie lautet Ihre Definition?
Was haben Kraftorte mit Esoterik zu tun?
Natürlich. Lässt man sich auf einen Ort ein, kann es einem gelingen, sich selbst oder der Anderswelt näher zu kommen. Ruhe und Stille sind dabei vorteilhafter als Lärm.
Nichts. Kraftorteforschung ist eine grenzwissenschaftliche Forschung, die geisteswissenschaftlich angelegt ist. Sie arbeitet mit Beobachtung, Wahrnehmung und sie systematisiert diese nach wissenschaftlichen Kriterien.
Die Energie muss erhöht, die Energiequalität aufbauend sein. Diese Faktoren sind elementare Faktoren eines Kraftortes. Spüre ich die Schwingungen, diese aufbauende Kraft, fühle ich mich wohl an diesem Ort.
Was entgegnen Sie Menschen, die Gespräche über Kraftorte despektierlich als okkultistisches Geschwafel abtun?
Kraftorte gibt es überall auf der Welt. Diese lassen sich auch mit einem Biometer in Boviseinheiten messen. Ist diese Methode wissenschaftlich anerkannt? Gibt es heute feinere Messmethoden?
Ich freue mich darüber, dass die Menschen kritikfähig sind. Der grenzwissenschaftliche Bereich lässt Scharlatanerie zu. Man soll auch nicht einfach alles glauben.
Die Messmethode ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Erdenergien schwingen auf einer metaphysischen Ebene. Messgeräte funktionieren auf der physikalischen Ebene und können Erdenergien nicht erfassen. Lebewesen – Menschen, Tiere, Pflanzen – reagieren auf diese Energien. Sie nehmen sie wahr, aber der Biometer nimmt sie nicht wahr.
Ist ein Rebberg auch ein Kraftort?
Ist die Energie dort erhöht und die Energiequalität aufbauend, dann ja, sonst nein. Wie sind Kraftorte weltweit mit diesen vorwiegend aufbauenden Energien durch all die Jahrhunderte genutzt worden?
Verändern sich diese Boviseinheiten?
Bü
Ja natürlich. Alles ist ja im Fluss. Die Energien fliessen, deshalb ändern auch die Boviseinheiten. Die Boviseinheit ist kein messbarer Wert, sondern ein Beobachtungswert.
Die vorchristlichen Menschen nutzten solche Orte für ihre Kulte. In der Regel waren dies ja Fruchtbarkeitskulte. Die Menschen nutzten auch immer dieselben Orte. Aber die Kulthandlungen veränderten sich entsprechend dem Bewusstsein der Gesellschaft. Und nach der Geburt Christi?
Die Bodenbeschaffenheit entscheidet, ob Orte Energien aufbauen oder abgeben. Sie erkennen solche Orte sofort. Wie komme ich zu diesem Wissen?
Beobachten, lernen und spüren. Das ist der typische grenzwissenschaftliche Ansatz. Und genau dieses Wahrnehmen kann man nicht verwissenschaftlichen. Kraftorte sind Energiefelder, man muss das spüren, das hat viel mit Gefühlen und Emotionen zu tun. Es gibt solche die mehr
«Energetische Kompatibilität ist auch die Ausgangslage, ob Menschen sich gegenseitig anziehen.»
Es wurden weiterhin dieselben Orte genutzt – mit den veränderten Kulthandlungen. Deshalb stehen alte Kirchen an genau den Orten, die Jahrhunderte vorher schon Kultplätze waren.
«
Interview: Christian Bützberger
Andrea Fischbacher * Dr. Andrea Fischbacher, die Religionswissenschafterin und Biografin von Blanche Merz, der Grande Dame der Geobiologie und Pionierin der Schweizer Kraftorteforschung, leitet seit 2004 die Forschungsstelle Kraftorte Schweiz (www.kraftorte.ch) in Oetwil an der Limmat.
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Freizeit und Reisen | touring 12 | 5. Juli 2012
In der Stille Kraft tanken Der im Alltag geforderte Mensch sucht Rückzugsmöglichkeiten, um seine Batterien wieder aufladen zu können. Kraftorte mit starken Energiefeldern sind ideale Gelegenheiten dafür. Aber nicht nur, eine Auszeit in einfach ausgestatteten Berghütten oder in einem Medical-Wellness-Resort sind beliebte Alternativen dazu.
Rückzug auf die einsame Alp Wie ein Murmeltier im Winter kann man sich in einer der vier Alphütten von Beat Hutmacher zurückziehen. Die teils über 100 Jahre alten Hütten liegen malerisch gelegen zwischen Wengen und Grindelwald. Und das Besondere ist, sie wurden weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand belassen und sind einfach eingerichtet. Für den Ausbau und die Einrichtungen wurden nur einheimische Materialien verwendet. Es gibt keine Ablenkung wie TV oder Internet. Ideal also, um sich ein paar Tage der alltäglichen Informationsflut zu entziehen und nichts als die Natur auf sich wirken zu lassen. Unter dem Motto «Zurück zur Einfachheit» wird in den Hütten mit Holz gefeuert und als Lichtquellen dienen Petrollampen. Fliessendes Wasser gibt es
Yoga und mehr im Hotel Hubertus Das Balderschwangertal im Oberallgäu (D) bietet eine sanfte Landschaft, die wie geschaffen ist, um aus dem Alltag Tempo zu nehmen. Mitten in dieser lieblichen Gegend
mit Bergen, Bächen und Wäldern liegt auf 1044 m ü. M. das Traditionshotel Hubertus. Ein Hotel wie eine Wundertüte, das eine spezielle Atmosphäre ausstrahlt und mit der Natur verwachsen zu sein scheint. Das Hubertus ist ein Viersterne-Haus, wo man Geist und Körper ausbalancieren kann. Das Design im wohl dosierten Alp-
draussen im Brunnen oder am vorbeirauschenden Bach. Wer aktiv sein will, kann Wandern oder den lokalen Bauern über die Schultern schauen. Das Weidhaus «Yeti» steht etwas ausserhalb von Wengen und bietet eine sagenhafte Aussicht über das Berner Hochgebirge. Die Hütten «Alp Schneit» und die «Kirschbaumhütte» liegen abgeschieden oberhalb von Zweilütschinen. Und die Alphütte Grindelwald befindet sich oberhalb des Gletscherdorfes. Bei den beiden letzten Hütten ist ein beheizbarer Badebottich für die alpine Wellness installiert. Die Hütten können jeweils eine Woche oder in speziellen Fällen nur übers Wochenende gemietet werden. Sie bieten Platz für zwei bis drei Personen. fm Adresse: Beat «Yeti» Hutmacher, Postfach 427, 3800 Interlaken, 079 311 14 47, info@yeti.ch Infos und Reservation: www.yeti.ch Preise: Hütte pro Woche ab Fr. 880.–.
hüttenstil ist sehr ansprechend und gefällt sofort. Im und um das Hotel sind verschiedene Kraftorte aufgestellt, an denen Energie getankt werden kann. Der neu umgebaute Spabereich bietet Barfussparcours, Saunen, Aussenpool sowie Massage- und Ruheräume – alles, was zur Entspannung dient. Wer noch mehr herunterfahren möchte, kann eine der zahlreichen Behandlungen von Ayurverda bis zum Rückenprogramm auswählen. Während der ganzen Woche steht ein Aktivprogramm mit Yoga, Sinneswanderungen oder Tai Chi zur Verfügung. Besonders beliebt sind die Auszeitwochen, wo die Entschleunigung mit all seinen Facetten im Vordergrund steht. Auch kulinarisch kommen die Gäste auf ihre Kosten. Die Köche kochen ausschliesslich mit frischen Produkten aus der Region. Viel Wert wird auf die Ernährungsprinzipien von «Slow Food» gelegt, WohlfühlKulinarik eben. fm Adresse: Hubertus Alpin Lodge&Spa, Dorf 5, D-87538 Balderschwang Infos und Reservation: www.hotel-hubertus.de, +49 8328 9200 Preise: Doppelzimmer Klassik ab Fr. 167.– bis Suiten ab Fr. 239.–.
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In Riva San Vitale bei den Energiequellen Im Tessin gibt es einen Ort, wo im Umkreis von knapp 200 Metern zwei nahe beieinander liegende Punkte Lebensenergie ausstrahlen. Es ist kein Zufall, dass sie zu Plätzen des Kultus gehören, die von Spiritualität durchdrungen sind. Die Rede ist vom malerischen Örtchen Riva San Vitale am Ufer des Lago di Lugano. Hier wurde um 500 n. Chr. ein Baptisterium erbaut, das heute das älteste, gesamthaft erhaltene christliche Bauwerk der Schweiz ist. Wie dem Buch «Orte der Kraft» von Blanche Merz zu entnehmen ist, bilden unterirdisch verlaufende Wasseradern unter dem Sakralbau Kreuzungspunkte. Dort strahlt die Erde Energie aus, die 9000 Bo-
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viseinheiten beträgt; ebenso viele Boviseinheiten sind dort, wo das Taufbecken eingelassen ist. In der Altarapsis verdoppelt sich die Energie auf 18 000 Boviseinheiten. Nur unweit vom Baptisterium befindet sich eine weitere «Quelle» der Lebensenergie, und zwar in der imposanten Renaissancekirche Santa Croce (ebenfalls in Riva San Vitale). Der «Kraftort» liegt exakt in der Mitte des kreisförmigen Bodens, genau unter der wunderschönen, mit Fresken bemalten Tambourkuppel. Hier beträgt die Strahlung aus dem Untergrund gute 20 000 Boviseinheiten. ac Besuchszeiten: Das Baptisterium kann das ganze Jahr über, die Kirche Santa Croce hingegen von März bis Oktober besucht werden, beide von 8 bis 17 Uhr. Informationen: Verkehrsverein des Mendrisiotto (Ente Turistico del Mendrisiotto), Tel. 091 641 30 50; www.mendrisiottotourism.ch; www.rivasanvitale.ch.
Ein Stein, der Frieden stiftet Auf dem Chasseron (VD), der höchsten Jurakette nach dem Mont Tendre, geniesst man eine atemberaubende Aussicht auf die Alpen von Titlis bis Salève. Der Ort ist dafür bekannt, dass von ihm tellurische Kräfte, also unsichtbare Erdströme, von starker Intensität ausgehen, vergleichbar mit den Werten, die unter dem Sarkophag der Kathedrale Aix-la-Chapelle gemessen wurden. Rund hundert Meter vom Gipfelrestaurant entfernt befindet sich ein Granitfindling mit dem Namen «Pierre de la Paix», in den die Symbole der Weltreligionen gehauen sind. Es heisst, man soll die Handflächen langsam dicht an seiner Oberfläche entlangbewegen und sich dann gegen Norden ausrichten, die Augen schliessen und der Energie des Ortes gewahr werden. Wärme und Wohlgefühl soll sich nun einstellen, ja sogar «Kribbeln, Herzklopfen oder eine Wahrnehmung intensiver Farben». Egal, wenn man – wie ich – gar nichts spürt: Die Schönheit des Ortes entschädigt für alles. Die Wanderung auf den Juragipfel, der einen Ausblick auf eine schöne Landschaft gewährt, lohnt sich in jedem Fall. Liebhabern von tellurischen Phänomenen sei der «Sentier des énergies» empfohlen, auf dem man in rund zwei Stunden von Sainte-Croix zum Friedensstein gelangt. Und nicht vergessen: Auch ein stärkender Imbiss im Restaurant Chasseron kann eine wohltuende Wirkung haben. jop
Bilder tg, zvg
Standorte: Die Pierre de la Paix befindet nicht weit vom Chasseron-Gipfel (VD), gleich unterhalb des Restaurants. Erreichbar zu Fuss: Ab Sainte-Croix (2 Std.), Les Cluds (1 Std.) oder ab Parkplatz (30 Min.).
Leben im Kloster Mariastein «Alle Fremden, die kommen, sollen wie Christus aufgenommen werden.» Diesen Satz hält der Heilige Benedikt in seiner Klosterregel fest. Und diesem Grundsatz leben die zurzeit 25 Benediktinermönche im solothurnischen Kloster Mariastein nach. Der Besucher wird von Gästepater Kilian Karrer herzlich empfangen und in die Gepflogenheiten des Klosterlebens eingeführt. Pater Kilian ist seit zwei Jahren «Hotelmanager» des Klosters. «Zu uns kommen religiös interessierte Gruppen, Jugendgruppen, Malkurse, Kaderseminare, aber auch Einzelpersonen, welche die Stille suchen», erzählt Pater Kilian. Die Gäste bleiben oft mehrere Wochen, viele an Wochenenden. Die Teilnahme an den Gottesdiensten ist freiwillig; bis zu siebenmal täglich kann der Gast an Werktagen an den Gebeten und Eucharistiefeiern teilnehmen. Männliche Einzelgäste essen mit den Mönchen im Konventrefektorium, dies schweigend. Ein Pater liest während den Mahlzeiten aus einem Buch oder aus der Zeitung vor – bei meinem Besuch ist es der Prior, der Stellvertreter des Abtes –, «nicht zwingend religiöse Themen», ergänzt Abt Peter von Sury, der dem Kloster seit 2008 vorsteht, «die gemeinsamen Mahlzeiten haben einen hohen Stellenwert bei uns.» wi Adresse: Benediktinerkloster Mariastein, 4115 Mariastein SO, Tel. 061 735 11 11, gaestepater@kloster-mariastein.ch Infos: Total 15 Einzel- und 4 Doppelzimmer mit Dusche/WC, 3 Tagungsräume; www.kloster-mariastein.ch (weitere Klöster: Klosterführer, 2009, Neuauflage, Matthias-Grünewald-Verlag). Preise: Einzelzimmer mit Vollpension 85 Fr. pro Tag, weitere Preise auf Anfrage.
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22.06.12 11:12
5. Juli 2012 | touring 12 | Freizeit und Reisen
Vom Sackmesser und Naturreservat Wer das Abenteuer liebt, liegt im Jura genau richtig. Ob beim Besuch des Messerherstellers Wenger oder inmitten der herrlichen Weiher des Naturreservats von Bonfol – an Überraschungen mangelt es nicht.
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Bonfol Pruntrut Delsberg
Le Noirmont
Nach der Schokolade, den Uhren und dem Fondue ist das Taschenmesser diejenige Schweizer Erfindung, welche stark zum guten Ruf der Schweiz beigetragen hat. Ideal, denn in Delsberg befindet sich der Messerhersteller Wenger, der von Montag bis Freitag gratis rund einstündige Betriebsführungen für Gruppen von sechs bis 15 Personen anbietet (Voranmeldung nötig). Besucher erhalten Einblick in die Produktionsschritte dieses kleinen technischen Wunders, vom Zuschneiden des Stahls bis zur finalen Qualitätskontrolle. Nur ein langer und komplexer Prozess kann eine lebenslang stabile und zugleich biegsame Klinge garantieren. Aus Gründen der Vertraulichkeit ist das Fotografieren, ausser an ausgewählten Orten, strikte untersagt. Und wer weiss, vielleicht weckt der Besuch ja Lust, ein «Giant Knife» mit 87 Werkzeugen und 141 Funktionen für 1200 Fr. zu kaufen? Wenger AG, route de Bâle 63, Telefon 032 421 39 00, www.wenger.ch. jop
Bilder jop
Faszinierende Taschenmesser
Führung durch Carolina Laville beim Messerhersteller Wenger.
Stille Träumerei zwischen Weihern
Nachhaltige Momente inmitten der ruhigen Weiher von Bonfol.
Gut zu wissen Kanton Jura: 70 450 Einwohner, Hauptstadt Delsberg. Unterkünfte: Das «Hôtel de la gare» in Pruntrut (siehe Bild) bietet Zimmer für 50 Fr., ohne Frühstück. Doppelzimmer für 115 Fr. (WC auf der Etage) sowie ein komplett ausgestattetes Zimmer für 130 Fr. Günstige Unterkünfte auf Campingplätzen oder Bauernhöfen – auf www.juratourisme.ch. Gastronomie: Das Restaurant «La Poste» in Epauvillers serviert Spezia-
Verlassen wir für einmal die jurassischen Tourismus-Hochburgen Sainte-Ursanne oder Saignelégier, um über Bonfol in die Ajoie zu gelangen. Die abseits der grossen Touristenzentren gelegene Region besitzt ein Naturreservat, das hinsichtlich Studium und Schutz zahlreicher Tier- und Pflanzenarten von nationaler Bedeutung ist und viele in Europa seltene Pflanzen beheimatet. Vor allem aber gibt es mehrere, über Wanderwege miteinander verbundene Weiher. Inmitten einer üppigen Natur bewundert der Wanderer das Lichtspiel des Himmels im Wasser und lauscht den «Unterhaltungen» von Molchen, Fröschen und Enten. Man spürt, dass sich die Tiere in dieser vor menschlicher Präsenz weitgehend bewahrten Umgebung wohl fühlen. Der Ausflug gibt neue Energie und vermittelt ein angenehmes Gefühl der Einsamkeit. Ab dem Bahnhof in Bonfol 500 m der Kantonsstrasse in Richtung Vendlincourt bis zum Wegweiser «Etangs» (Weiher) folgen. jop
litäten vom Tête de Moine (032 461 35 08, www.lapostechezmarie.ch). Das Landgut Domaine de Bellelay (Berner Jura) bietet Degustationen an und zeichnet die Geschichte des seit 800 Jahren hergestellten Traditionskäses Tête de Moine nach (032 484 03 16, www.domaine-bellelay.ch). Aussergewöhnlich: Im Frühling und im Herbst bietet Jura Escapades in Le Noirmont Trottinett-Ausflüge mit einoder zweiköpfigen Husky-Gespannen an (032 953 16 00, www.jura-escapades .ch). Im Wald oberhalb des Dorfes Beur-
nevésin befindet sich der Grenzstein Trois Puissances, der einst die Grenzen zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz bezeichnete und die Symbole der Lilie, des Berner Bären, des Bischofstabs sowie ein F (Frankreich) und ein D (Deutschland) trägt. Beim Kreisel vor der Tankstelle dem Wanderwegweiser «Borne des trois puissances» folgen. Pruntrut: Ein Besuch der fürstbischöflichen Altstadt und ihrer Schätze aus der Zeit des Bischofs von Basel sollte nicht fehlen.
Das «Hôtel de la gare» in Pruntrut bietet komfortable Zimmer zu günstigen Preisen an.
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Freizeit und Reisen | touring 12 | 5. Juli 2012
Collection de la Cinémathèque suisse
Hommage an Audrey H. Sie eroberte Hollywood mit ihrem unschuldigen Gesicht und ihrer mädchenhaften Gestalt und war in rund dreissig Filmen zu sehen. Ob in «Roman Holidays» (1953), «My Fair Lady» (1964) oder «Bloodline» (1979) – stets spielte die Film-Ikone Audrey Hepburn eine fragile Frau, die ihre extreme Sensibilität hinter einer gleichmütigen Fassade und einer Garderobe verbarg, die grossen Modemachern hätte das Wasser reichen können. Auf der Suche nach Ruhe zog sie sich 1966 nach Tolochenaz (VD) bei Morges zurück, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1993 lebte. Hier am Genfersee fand sie Frieden und eine ruhige Umgebung. Zwei Ausstellungen in Morges zeichnen nun Audrey Hepburns Leben als Hollywoodstar, UnicefBotschafterin und einfache Bürgerin des kleinen Waadtländer Städtchens nach. In der Fondation Forel gibt es sogar einen bewegenden Dokumentarfilm zu sehen, in dem Einheimische von Morges, welche die Schauspielerin gekannt haben, zu Wort kommen. Ladenbesitzer, Weinhändler, Buchhändler oder Apotheker – sie alle haben sie als einfache Frau in Erinnerung, die, wenn sie von Fotografen belagert wurde, manchmal darum bat, sich durch die Hintertür davon machen zu dürfen. Und die Faszination hält an. Noch heute schmücken Unbekannte ihr Grab auf dem Friedhof von Tolochenaz, Fernsehteams aus aller Welt reisen an. Ausstellung «Hommage à Audrey Hepburn», Musée Forel, GrandRue 54, 1110 Morges, bis 25. November; Ausstellung «Gros plan sur une femme d’exception», Fondation Bolle, rue Louis-de-Savoie 73–75, 1110 Morges, bis 25. August – www.foraudrey-morges.ch, www.morges-tourisme.ch. jop
Im Ferienparadies arbeiten auch Kinder In den vielen Tourismuszentren sind oft Kinder an der Arbeit. Einige gespendete Münzen verbessern ihr Schicksal selten.
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Profis helfen besser | Gemäss einer Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sind weltweit zwischen 13 und 19 Millionen Kinder und Jugendliche im Tourismus und seinem Umfeld erwerbstätig. In der Tourismusindustrie sind rund 15 Prozent der Arbeitskräfte minderjährig. Mit ihren Einkünften müssen viele von ihnen zur Aufbesserung der Familieneinkünf-
PantherMedia
«Hallo Mister, Foto! Foto!», ruft eine Schar fröhlich lachender Kinder den Touristen zu. Längst haben kleine Amateurfotomodelle entdeckt, dass ihr Lachen die Herzen und die Geldbeutel der Besucher öffnen. Kinder verdienen in Ferienregionen auch als Schuhputzer, Souvenirverkäufer und Hilfskellner ein paar Pesos, Rupien oder Bath.
Kinderarbeit ist ein weltweites Übel, leider auch im Tourismus, aber praktisch nicht auszumerzen.
te oder zur medizinischen Behandlung von Angehörigen beitragen. Dies ist nicht unproblematisch: Oft verdienen Kinder durch die Gäste mehr als ihre Eltern. Das bringt das soziale Gefüge durcheinander. Da die Arbeitstage der Kinder in der Regel lang sind, erhalten sie wenig Anregungen zur körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung; Zeit zum entspannenden Spielen bleibt kaum. Beim häufigen Kontakt mit Touristen ist zudem das Risiko von sexuellem Missbrauch erhöht. Zudem wird die schulische Ausbildung der Kinder vernachlässigt; sie bleiben Analphabeten. Mädchen können als Ehefrauen in totale materielle Abhängigkeit von ihren Männern geraten. Wer als Reisender die Situation von Kindern in Tourismusregionen verbessern will, sollte weniger auf Direktspenden setzen. Weit wirkungsvoller sind gemäss dem Rat von Entwicklungsexperten Überweisungen an anerkannte Kinderhilfsorganisationen. Adrian Zeller
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5. Juli 2012 | touring 12 | Publireportage
Dolomiten: 5-Sterne-Wellness für Körper, Geist und Gaumen…
Familienferien im Zillertal/Tirol
Hauseigene Golfanlage, haubengekrönte Küche, Weinkeller mit 450 edlen Tropfen, Aurora-Wohlfühlwelt mit umfangreichem Angebot an ayurvedischen, klassischen und kosmetischen Behandlungen, Fitness-, Outdoor- und Aktivprogramm… und das alles inmitten der beeindruckenden Bergwelt der Südtiroler Dolomiten. Übrigens: die Gesamtqualität an Angebot und Service des Hauses wurden nun nach strengsten Qualitätsrichtlinien des Landes Südtirol mit dem 5. Stern – als erstes Hotel im Pustertal – und somit mit der höchsten in Südtirol vergebenen Qualitätsauszeichnung belohnt!
Im Bergland erleben Sie Ferien der ganz besonderen Art. Persönlich betreut von der Familie Stock mit vielen Highlights.
Dolomiten 360° 7 Tage Aktiv- & Verwöhnpaket ab € 749,– Wellness & Gourmet 7 Tage Rundum-Wohlfühlpaket ab € 789,– Golf-inklusive für Anfänger 7 Tage mit kostenlosem Platzreifekurs ab € 728,– Dolomiten Wellness Residenz Mirabell ***** Familie Agstner Hans-v.-Perthaler-Strasse 11 I-39030 Olang/Südtirol Tel. +39 0474 496191 hotel@mirabell.it www.mirabell.it
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Club und Mitglied | touring 12 | 5. Juli 2012
Bilder Andreas von Gunten
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Die TCS-Delegierten nahmen im historischen Konzertsaal von Solothurn ihre demokratischen Rechte wahr.
Frischer Wind beim TCS Die Delegiertenversammlung des Touring Club Schweiz (TCS) in Solothurn stand ganz im Zeichen des guten Geschäftsgangs und des Aufbruchs in die Zukunft. Gefordert wurde mehrfach die Schaffung eines Strasseninfrastrukturfonds.
› Erstmals in seiner Eigenschaft als neuer
Zentralpräsident leitete Peter Goetschi eine ordentliche Delegiertenversammlung des Touring Club Schweiz (TCS). Diese war von der Solothurner Sektion perfekt organisiert worden. Der statutarische Teil ging im historischen Konzertsaal der Ambassadorenstadt über die Bühne. «Nicht nur die Farbe Gelb ist frisch und dynamisch, nein, auch der gesamte Wind, der im TCS im Gleichschritt mit ihr weht», sagte Peter Goetschi in seinem Begrüssungsreferat vor den Delegierten und zahlreichen Gästen. Der TCS befinde sich heute auf einer frischen und dynamischen Schiene, «und dies in einer gesunden Form».
Zukunft hat begonnen | Der TCS habe eine über hundertjährige Tradition und sei seither seiner Rechtsform – derjenigen des Vereins – treu geblieben. Das sei richtig, «wir sind ein unseren Mitgliedern dienender Club und werden dies auch bleiben». Aber Goetschi bemerkte dazu im selben
Atemzug: «Auch ein traditionsreicher Verein darf mit der Zeit gehen und sich weiter entwickeln», konstatierte der neue Zentralpräsident. Die neue Organisationsstruktur sei ein erster Schritt in ein verbessertes und im Besonderen verstärktes Zusammenspiel von Zentralverband und Sektionen «und ein verstärktes gegenseitiges Vertrauen».
Ehrlers letzter Auftritt | Dass es beim TCS vorwärts geht, zeigte Generaldirektor Bruno Ehrler in seinem Rück- und Ausblick zum Geschäftsjahr (mehr dazu auf Seite 37). Er tat dies zum letzten Mal vor den Delegierten, denn nach 6½ Jahren verlässt er den Club (vgl. Interview auf Folgeseiten). Ehrler verwies auf das beste wirtschaftliche Ergebnis der letzten Jahre. Doch dem TCS wehe ein rauer Wind entgegen und es bedürfe grösserer Anstrengungen, die Anzahl der Mitglieder von derzeit 1,6 Mio. halten zu können. Mit Stolz erwähnte der scheidende Generaldirektor zahlreiche Innovationen; dazu gehört der Internetauftritt des
TCS: «Jeder zehnte Schweizer besucht monatlich die Homepage des Clubs», erklärte Ehrler. Für sein grosses Engagement dankte ihm Zentralpräsident Peter Goetschi herzlich mit einem Geschenk, und die Delegierten aus allen Sektionen spendeten grossen Applaus. Goetschi verwies danach auf den glücklichen Umstand, dass sich das langjährige Mitglied der Geschäftsleitung, Rudolf Zumbühl, bereit erklärt habe, interimistisch das Amt des Generaldirektors zu übernehmen. Ohne Diskussion hiess die Versammlung die positive Jahresrechnung gut und entlastete die Organe.
Ruf nach einem Fonds | Traditionsgemäss nimmt die Verkehrspolitik auch an der TCS-Delegiertenversammlung einen gewichtigen Stellenwert ein. Dies war auch in Solothurn der Fall. Den Reigen dazu eröffneten eingangs der Versammlung der Solothurner Kantonsratspräsident Christian Imark und speziell Ständerat Pirmin Bischof. Letzterer wies auf die Notwendigkeit
5. Juli 2012 | touring 12 | Club und Mitglied
Strassen abwickle. Nicht begeistert zeigte er sich über die Argumentation, weshalb die Autobahnvignette teurer werden soll. Wenn es nur darum gehe, damit den Besitzwechsel von 376 km Autobahn von den Kantonen zum Bund zu finanzieren, dann habe er damit Mühe. In seiner politischen Tour d’Horizon redete Burkart auch dem Bau einer zweiten Gotthard-Strassentunnelröhre das Wort. Mit der jetzt vom Bundesparlament verabschiedeten Vorlage für eine Verbesserung der Sicherheit auf der Strasse (Via Sicura) seien die wesentlichen Anliegen der Raserinitiative erfüllt, meinte der Präsident des Politischen Ausschusses des schweizerischen TCS ausserdem.
der Schaffung eines Strasseninfrastrukturfonds hin. Zentralpräsident Peter Goetschi versprach, dass sich der TCS bei der Verkehrspolitik weiterhin zugunsten seiner Mitglieder ins Zeug legen werde. Aber er tue dies pragmatisch und intelligent. Es dürfe nicht sein, dass Querfinanzierungen der Bahn durch die Strasse immer weiter ausgebaut würden, womöglich auf schleichendem Weg. «Auch wenn eine gewisse Solidarität in der Verkehrsfinanzierung immer notwendig sein wird, darf diese nicht missbraucht werden», sagte Peter Goetschi. Deshalb redete auch er für gleich lange Spiesse in der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur. Neben dem Bahninfrastrukturfonds müsse deshalb ein Strasseninfrastrukturfonds geschaffen werden.
Ehrungen, Mutationen | Neu in den Ver-
Vergessene Fakten | In die selbe Kerbe hieb auch Vizepräsident Thierry Burkart, gleichzeitig Präsident des Politischen Ausschusses und Präsident der Sektion Aargau des TCS. Eigentlich belaufe sich der Investitionsbedarf der Strasse auf 4 Mia. Fr. pro Jahr; heute stünden aber nur 600 Mio. Fr. zur Verfügung. Burkart («Der TCS ist der
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Peter Goetschi vor seinem wichtigen Auftritt.
Lobbyist einer vernünftigen Mobilität») wies auch darauf hin, dass sich 80% des öffentlichen Verkehrs ebenfalls auf den
waltungsrat zieht Eric Collomb (FR); dieser Sitz war seit der Wahl von Peter Goetschi zum TCS-Zentralpräsidenten vakant geblieben. Markus Reichmuth (SZ, für Koni Schuler) und Urs Wüthrich (Biel-Seeland) sind ebenfalls neu im TCS-Führungsorgan. Letzterer ersetzt Claude Gay-Crosier, der für seine Verdienste beim TCS zum Ehrenmitglied ernannt wurde. hwm
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Schnappschüsse rund um die DV
Etienne Membrez (l), ehemals TCSEin Teil der Zürcher Delegation und Zugewandte: vl Beat und Silv Aebi, Generaldirektor, Jean-François Ottesen. Roger Schober (TCS), Thierry Burkart (AG), Susanne Ballauf, Jörg Vogler.
Zwei Patrouillen-Fahrzeuge standen beim Eingang zum Versammlungslokal beim Konzertsaal Spalier.
Andreas Burgener, Direktor AutoSchweiz, mit Christine Hofer.
Toni Eder (mit Gattin Jeanine) ist Vize des Bundesamtes für Verkehr.
Das Solothurner OK der DV: vl Georges Heri, Gerhard Roth, Nikolina Basic, René Ingold, Präsident Fritz Arni.
Claude Gay-Crosier (mit Gattin Irma) ist neues TCS-Ehrenmitglied.
Die neue TCS-Direktorin Sandra Herren und Reto Cavegn, Geschäftsführer des TCS Zürich.
Die Band Combi Combo untermalte im Festzelt das kulinarische Stelldichein der grossen TCS-Familie.
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Wieder ein erfolgreiches Jahr Auch der Abschluss des Geschäftsjahres 2011 – das letzte unter Bruno Ehrlers Leitung – ist positiv. Ein Nettoumsatz von fast 350 Mio. Fr. bei einem konsolidierten Ergebnis von 16,6 Mio. Fr. Dazu gehört die TCS Ambulance als Aushängeschild.
› Drei Schwerpunkte sind in der Clubtätig-
keit 2011 auszumachen: die neue Marke TCS, die Lancierung der TCS Ambulance und die internationale Auszeichnung für die Kreditkarte TCS MasterCard (siehe Kasten). Im Rahmen des Leistungsausbaus für Mitglieder kommt der Lancierung der TCS Ambulance im November eine ganz besondere Bedeutung zu. Dank diesem neuen Angebot haben die 700 000 Inhaber des ETI-Schutzbriefes nun einen einzigen Ansprechpartner für sanitarische Rückführungen. Seit dem 1. Januar 2011 können alle während einer Reise Erkrankten oder Verunfallten mit einem ETI-Schutzbrief auf die Spezialisten von ETI Med, dem medizinischen Dienst der Personenassistance, zählen. Im letzten Jahr wurden 2616 Patienten betreut. In 776 Fällen erfolgte eine Repatriierung mittels Ambulanzjet, Linienflug, Helikopter oder Ambulanzfahrzeug.
und Bellavista konnten ihre Auslastung auf 71,2% erhöhen (69,7% im Vorjahr).
Stets effizient | Auch 2011 war die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Patrouille TCS wie immer hoch. In der Einsatzzentrale in Schönbühl wurden 500 000 Anrufe beantwortet, die zu 280 000 Einsätzen der 220 TCS-Patrouilleure führten. In 86% der Fälle konnten die «gelben Engel» die Schäden vor Ort beheben, so dass die Clubmitglieder mit ihrem Fahrzeug weiterfahren konnten. Diese Effizienz braucht keine Konkurrenz zu fürchten. Ein weiteres Standbein des TCS, die Rechtsschutzversicherung Assista TCS, erreichte ebenfalls ausgezeichnete Ergebnisse. Ihr Portfeuille umfasst über 346 000 Verkehrsrechtsschutz- und 152 000 Privatrechtsschutzpolicen. In der Zwischenzeit wurde die Assista TCS Partnerin der Grou-
pe Mutuel Versicherungen und entwickelte ein neues Rechtsschutzmodul für die Basler Versicherungen. Die TCS Tochtergesellschaft Test & Training TCS AG (T&T) führte im Jahr 2011 über 1200 Zweiphasenkurse durch, die von mehr als 13 300 Neulenkern besucht wurden. Im Mai eröffnete T&T in Derendingen (SO) zudem das sechste Verkehrssicherheitszentrum. Die Delegierten sanktionierten den von Generaldirektor Bruno Ehrler erläuterten Jahresbericht und von Finanzchef Serge Burgener vorgestellten Finanzbericht. Der TCS habe im Berichtsjahr ein ausgezeichnetes wirtschaftliches Ergebnis erzielt, sagte Ehrler. Er wies auf eine technische Neuerung hin, die bald aufgeschaltet wird: die geolokale Pannenhilfe bei Smartphones, welche die Ortung der Mitglieder im Falle einer Panne ermöglicht. ac/hwm
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ETI im Aufwind | Sämtliche Zahlen bestätigen, dass die ETI-Schutzbriefinhaber die neuen Leistungsangebote schätzen. Der Verkauf von ETI-Produkten zeichnete sich 2011 denn auch durch ein Wachstum von 1,2% aus. Insgesamt wurden 1 026 262 ETIProdukte (ETI Europa, Deckung Welt, Heilungskostenversicherung) erworben. Von den weiteren Tätigkeitsbereichen ist der Schweizer Branchenführer TCS Camping speziell zu erwähnen, der trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse und dem schwachen Euro einen Umsatz von 16,7 Mio. erreichen konnte (nur 1,8% weniger als 2010). Die beiden TCS-Hotels Schloss Ragaz
Mit der Herausgabe der neuen TCS MasterCard lancierte das Geschäftsfeld «Financial Services» in Zusammenarbeit mit der Finanzgesellschaft GE Money Bank einen Coup. Nur wenige Monate später, im Dezember, wurde die TCS-Kreditkarte in Paris vom französischen Internetportal «Publi-news» als «innovativste Kreditkarte Europas im Bereich Services International» ausgezeichnet. Damit erhielt zum ersten Mal eine Schweizer Kreditkarte eine so angesehene Auszeichnung. ac
Andreas von Gunten
Prämierte Kreditkarte
TCS-Finanzchef Serge Burgener präsentierte in Solothurn mit Stolz den Finanzbericht.
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Club und Mitglied | touring 12 | 5. Juli 2012
«Spannende und reizvolle Aufgabe» Bruno Ehrler, seit 2005 Generaldirektor des TCS, hat den Club Ende Juni verlassen. Der «Touring» sprach mit ihm über die Umsetzung einer neuen Strategie, Erfolge, Herausforderungen, Meilensteine und seine Wünsche für den Club. die Mobiliar zu verlassen und die Führung des TCS zu übernehmen?
Bruno Ehrler: Als Leiter Privatkunden der Mobiliar hatte ich ausgiebig Erfahrung mit Leistungen wie der Pannenhilfe, Reiseversicherung, Rechtsschutz und Autoversicherung. In der Versicherungsbranche sprach man mit Respekt vom TCS, der in den erwähnten Bereichen als starker Player erfolgreich agiert. Dessen gutes Image und hohe Reputation haben mich bewogen, die Kommandobrücke des TCS zu übernehmen. Ich empfand dies als überaus reizvolle und spannende Herausforderung. Welches waren die ersten Aufgaben, die Sie angepackt haben?
Im Bewusstsein, dass im Mobilitätsmarkt ein rauer Wind wehte, der auch vor dem Touring Club Schweiz nicht Halt machte, suchte ich nach Mitteln und Wegen, um die Position des grössten Mobilitätsanbieters der Schweiz zu stärken. Bei meinem Amtsantritt traf ich auf einen national verankerten, erfolgreichen Club, der zwar über ein gesundes Selbstvertrauen, aber nicht über eine zukunftsweisende Unternehmensstrategie verfügte. Nach eingehender Analyse der Stärken und Schwächen des Clubs habe ich mit der Geschäftsleitung und in enger Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat eine Vorwärtsstrategie in die Wege geleitet. Worin sahen Sie die grösste Herausforderung?
Aus ökonomischer Sicht löste die sehr breite Dienstleistungspalette des TCS zuweilen ein gewisses Stirnrunzeln aus. Eine verstärkte Ausrichtung auf die Kerngeschäfte schien mir daher sinnvoll. Als zuweilen recht komplex empfand ich die Entscheidungswege, die zwar für einen föderalistisch strukturierten Verein wie den TCS typisch sind, es einem aber erschweren, das Steuer – wenn nötig – rasch herumzureissen. Meine grösste Herausforderung bestand primär darin, angesichts des härter
gewordenen Umfelds den TCS wettbewerbsfähiger zu gestalten und folglich eine Kurskorrektur vorzunehmen, um den TCS auf den Markt auszurichten, ohne dabei den Charakter der «Non-Profit-Organisation» TCS in Frage zu stellen. Dazu musste der Hebel gleichzeitig bei den Leistungen, den Prozessen, den Strukturen, den Arbeitsinstrumenten und den Managementmethoden angesetzt werden. Haben Sie die gesteckten Ziele erreicht, welche Bilanz ziehen Sie?
Zunächst muss gesagt werden, dass alles Erreichte nur durch den motivierten Einsatz aller beteiligten Mitarbeitenden zu
«Eine verstärkte Ausrichtung auf die Kerngeschäfte erschien mir sinnvoll.» Stande gekommen ist. Ich denke da etwa an den Aufbau des effizienten KundenkontaktCenters, wo heute gut ausgebildete Profis mit modernen Arbeitsinstrumenten auf die unterschiedlichsten Mitgliederanliegen eingehen können. Gleichzeitig wurde die Markenpolitik überarbeitet und ein neuer Internetauftritt realisiert. Ein Meilenstein wurde im Bereich der Assistance gelegt…
… ja, auch auf dem Gebiet der Personen-Assistance entwickelte sich der TCS weiter. Auf der Basis des 2010 aufgebauten medizinischen Teams «ETI-Med» hat sich der TCS in der medizinischen Assistance emanzipiert. Die Beteiligung an der Alpine Air Ambulance (AAA) ermöglicht dem TCS zudem, für Rückführungen aus dem Ausland auf Helikopter- und Ambulanzfahrzeuge in den TCS-Farben zurückzugreifen. Damit
Christian Knörr
» Was bewog sie, vor sechseinhalb Jahren
können wir den ETI-Schutzbrief-Inhabern bei Unfall oder Krankheit eine lückenlose und professionelle Betreuung aus einer Hand anbieten. Wo haben Sie sonst noch wichtige Pflöcke eingeschlagen?
Innovativ ist der TCS auch auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen. So bietet er seit letztem Sommer in Zusammenarbeit mit der GE Money Bank neue MasterCardKreditkarten an. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung haben wir unsere Ziele erreicht und verfügen heute über ein flächendeckendes Netz an Verkehrssicherheitszentren, auch für die Zweiphasenausbildung. Daneben wurde eine Vielzahl von Massnahmen zu Kostensenkungen realisiert. Die frei gewordenen Mittel kann der TCS nun einsetzen, um innovative Leistungen für seine Mitglieder zu entwickeln.
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rückgreifen können. Der Vorteil liegt auf der Hand: Indem wir unsere Mitglieder besser kennen, sind wir auch in der Lage, sie besser zu bedienen. Ich bin ausserdem stolz darauf, dass die Patrouille TCS, der führende Pannenhelfer der Schweiz, am 17. April dieses Jahres mit der Einführung des elektronischen Pannenreports ein neues Zeitalter eingeläutet hat. Die Einführung dieses neuen Tools erleichtert die administrative Abwicklung der Pannenfälle wesentlich. Ein neues flexibles Arbeitszeitmodell hilft uns zudem, die Einsätze der Patrouilleure besser auf das Pannenaufkommen auszurichten. Die Folge ist, dass wir mehr Mitgliedern mit den eigenen Mitarbeitenden helfen können. Wie steht der Touring Club Schweiz heute da?
Bruno Ehrler: «Die Reise in eine erfolgreiche Zukunft des TCS hat begonnen.»
Haben auch die Mitarbeitenden vom frischen Wind profitiert?
Ich bin mir bewusst, dass die Veränderungen der letzten Jahre den Mitarbeitenden viel abverlangt haben. Auf der anderen Seite können sie sich in spannenden Projekten auch einbringen und sich weiter entwickeln. Zu einem guten Arbeitsklima trägt auch eine moderne Infrastruktur bei. Mit der Erneuerung der Telefonanlagen und PC-Arbeitsstationen haben wir an allen Standorten, also in Vernier, Schönbühl, Bern, Emmen und Volketswil, unseren Angestellten effiziente Kommunikationsmittel zur Verfügung gestellt. Auch beim Prozess-Management wird mit Hochdruck an der Erneuerung des TCS gearbeitet. So trägt die Systematisierung von Abläufen dazu bei, die Qualität und die Effizienz zu verbessern. Bei der TCSAssista-Rechtsschutzversicherung sowie
«Zu einem modernen Arbeitsklima trägt auch eine moderne Infrastruktur bei.» dem ETI-Schutzbrief wurden die Prozesse der Schadenerledigung optimiert. Auch punkto IT setzt man zu einem Quantensprung an. Worum geht es genau?
Ein ambitiöses und zugleich innovatives Projekt ist die Einführung eines neuen Kundenbeziehungssystems «CRM», das sukzessive implementiert wird. Modernste IT-Lösungen stellen sicher, dass unsere Mitarbeitenden heute beim Anruf eines Mitglieds auf ein elektronisches Kundendossier zu-
Aufgrund der eingeleiteten Modernisierungsschritte und der damit verbundenen Verbesserung der Finanzsituation ist der TCS in der Lage, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern. Die Massnahmen sind auf klare Zielsetzungen ausgerichtet: Erstens mehr Sichtbarkeit, also noch bessere Wahrnehmung des TCS in der Öffentlichkeit, zweitens zeitgemässe und flexible Systeme zur Mitgliederbetreuung, die es erlauben, noch stärker auf die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Mitgliedes einzugehen und drittens eine laufende Anpassung des DienstleistungsPortefeuilles an die sich kontinuierlich wandelnden Bedürfnisse der Mitglieder und damit häufigere positive Kontakte zwischen dem Club und seinen Mitgliedern. Und was wünschen Sie dem TCS, den Sie nun verlassen?
Die Weichen sind gestellt, die Reise in eine erfolgreiche Zukunft des TCS hat begonnen – ich wünsche dem TCS viel Kraft und Mut bei der Umsetzung. Interview: tg
«
Zur Person Ende Juni verliess Generaldirektor Bruno Ehrler (44) den TCS, den er während gut 6 1⁄2 Jahren leitete. Unter seiner Führung wurden neue Dienstleistungen lanciert sowie zeitgemässe Management-Instrumente eingeführt. Ausserdem wurden mit Kostensenkungen, Strukturanpassungen und wichtigen Modernisierungsschritten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und finanziell gesunde Zukunft des TCS geschaffen.
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TCS-Dienstleistungen Telefon 0844 888 111 oder www.tcs.ch TCS Mitgliedschaft www.tcs.ch Motorisiert (Automobilisten je nach Sektion und Motorradfahrer) und pro rata Partner-/Jugendkarte Fr. 44.– Nicht-motorisiert Fr. 32.– COOLDOWN CLUB MEMBERCARD Fr. 66.– Velofahrer (mit TCS Velo-Assistance Kasko 2000) Fr. 37.– Junioren (mit TCS Velo-Assistance Kasko 2000) je nach Sektion Camper (Nur für motorisierte oder nicht-motorisierte TCS-Mitglieder) Fr. 55.– (Camping-Club AG: + Fr. 7.–; ZH: + Fr. 5.–) TCS ETI Schutzbrief www.eti.ch Europa motorisiert «Familie» Fr. 103.– Europa motorisiert «Einzelperson» Fr. 75.– Europa nicht-motorisiert «Familie» Fr. 77.– Europa nicht-motorisiert «Einzelp.» Fr. 65.– Erweiterung Welt «Familie» Fr. 88.– Erweiterung Welt «Einzelperson» Fr. 70.– Heilungskosten Europa Fr. 32.– Heilungskosten ausserhalb Europa Fr. 45.–
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TCS Rechtsschutz www.assista.ch Rechtsschutzversicherung Verkehr «Einzelp.» Fr. 66.–/«Familie» Fr. 96.– Privat (für Mitglieder ohne Verkehrs-Rechtsschutz) «Familie» Fr. 245.–/«Einzelp.» Fr. 225.– Privat (für Mitglieder mit Verkehrs-Rechtsschutz) «Familie» Fr. 215.–/«Einzelp.» Fr. 192.– Gebäude Fr. 60.– TCS Autoversicherung www.tcs-autoversicherung.ch Haftpflicht, Teilkasko, Kollisionskasko, Unfallversicherung, Bonusschutz, Parkschadenversicherung. 0800 801 000 Zweirad www.assistancetcs.ch TCS Velo Assistance Beistandsleistungen und KaskoDeckungs-Variante bis Fr. 2000.– Fr. 25.–* od. Kasko-Deckungs-Varianten bis Fr. 5000.– Fr. 80.–* bis Fr. 7500.– Fr. 172.–* TCS Moto Assistance (Pannenhilfe und Beistandsleistungen) Fr. 41.–* Für Motorräder in der Schweiz und im Ausland * Preis für TCS-Mitglied TCS Kreditkarten TCS MasterCard Gold TCS MasterCard TCS MasterCard Load&Go TCS MasterCard COOLDOWN CLUB
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Infotech www.infotechtcs.ch Der TCS testet Fahrzeuge und Zubehör und stellt die kompetent und neutral erarbeiteten Informationen den TCS-Mitgliedern zur Verfügung. Test&Training www.test-und-trainingtcs.ch Preisermässigung auf das Kursangebot in den Verkehrssicherheitszentren Betzholz (ZH), Derendingen (SO) und Stockental (BE) und Fahrtrainingszentren Lignières (NE), Plantin (GE) und Emmen (LU). Zweiphasenausbildung www.2phasen.tcs.ch Obligatorische Weiterbildungskurse zum definitiven Führerausweis. Reisen und Freizeit www.reisen-tcs.ch TCS Reisen 0844 888 333 TCS Camping www.campingtcs.ch 058 827 25 20 TCS Hotels Schloss Ragaz, www.hotelschlossragaz.ch 081 303 77 77 Bellavista, www.hotelbellavista.ch 091 795 11 15 Rad und Freizeit www.rad.tcs.ch
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TCS Firmenkarte www.tcs.ch/firmen Für Firmenwagen, Pannenhilfe ab Fr. 134.– Verkehrs-Rechtsschutz ab Fr. 111.–
Sorgenfrei ans Paleo Festival Vom 17. bis 22. Juli geht das grösste Openair-Festival der Schweiz, das Paleo Festival in Nyon, mit mehr als 210 Konzerten und Spektakeln über die Bühne. Rund 230 000 Zuschauer werden zu diesem Musik-Event erwartet, der zu den bedeutendsten Europas zählt. Einige der unvermeidbaren, lästigen Kehrseiten dabei: die endlosen Staus auf der Autobahn A1 und die Müdigkeit nach dem Konzert, welche die Konzentration am Steuer beeinträchtigen. Damit die Festival-Besucher das Spektakel in vollen Zügen geniessen und ohne Risiko nach Hause zurückkehren können, organisieren die welschen TCS-Sektionen Bustransporte von den Kantonen Wallis, Freiburg, Neuenburg und Jura aus sowie ab Avenches, Payerne und Yverdon. Das Ticket kostet für TCS-Mitglieder bis 25 Jahre nur 19 Fr. (29 Fr. Nicht-Mitglieder), 29 Fr. ab 26 Jahren (39 Fr. Nicht-Mitglieder). Anmeldungen übers Internet unter www.paleo-tcs.ch. jop
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Die TCS-Homepage ist eine der meistbesuchten Internetseiten in der Schweiz im Mobilitätsbereich. Mit monatlich 700 000 Besuchern und drei Millionen Aufrufen stellt www.tcs.ch eine vielgeschätzte unentgeltliche Informationsquelle dar. Am meisten werden folgende Rubriken angeklickt: die Verkehrslage (200 000 Besucher pro Monat), die Mobilitätsberatung, die vom Club ausgeführten Produktetests im Autosektor, die Aktivitäten der lokalen Sektionen sowie die Angebotsseiten des TCS, wie etwa Fahrkurse. Das Portal, das sich seit Mai im neuen grafischen Outfit präsentiert, ist mit den neusten Techniken und Funktionen ausgestattet. tg
Bevor die Ferienreise beginnt, lohnt es sich, bei einer TCS-Kontaktstelle vorbeizuschauen. Hier geben kompetente Mitarbeitende Auskunft über Angebote und Leistungen des TCS, zum Beispiel eine Variante des ETI-Schutzbriefs als Reiseversicherung. Nebst verschiedenem Autozubehör können zudem Produkte fürs Ausland gekauft werden, so etwa die österreichische Autobahn-Vignette, die Schadstoffplakette für deutsche Städte oder die «Viacard», mit der die Gebühren auf italienischen Autobahnen bezahlt werden. Eine Liste mit allen TCS-Kontaktstellen findet sich unter www.tcs.ch > Der Club > In meiner Region. ac
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5. Juli 2012 | touring 12 | Leserseite
Leserbriefe
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Wettbewerb trollschilder. Eine solche Harmonie habe ich noch nirgends gesehen. Charlotte Eschler (@) Via Sicura «Touring» 11/2012
Manchmal ist es für Laien nicht ganz leicht, den Sinn von Massnahmen zur Verkehrssicherheit zu verstehen. Johann Georg Hasler (@) Autobahn
Immer wieder fällt mir auf, dass Leute auf Autobahnen die linke oder mittlere Spur benutzen, ohne zu überholen. Da wird auf teilweise freier Bahn über etliche Kilometer die linke Spur blockiert, ohne dass diese Menschen das merken. Ein Blick in den Rückspiegel würde da schon helfen, um die Kolonne hinter sich zu sehen… Auch dies hat etwas mit der ständig geforderten Rücksicht zu tun, denn Rücksicht heisst nicht nur, mal auf den Vortritt zu verzichten, sondern andere auch nicht zu behindern. Gerrit Wulff (@) Auf engen Kernfahrbahnen rechts fahren «Touring» 10/2012
Die Aussage «auf breiten Strassen können Kernfahrbahnen sinnvoll sein und Radfahrern mehr Sicherheit geben…» mag stimmen solange der Verkehr fliesst. Da aber sehr viele Autofahrer dauernd auf dem Radstreifen fahren, ist man als Velofahrer bei stockendem Verkehr gezwungen, entweder zwischen den Abgaswolken mitzuzockeln oder gar zu stehen oder aber auf das Trottoir auszuweichen, was selbstverständlich gebüsst würde.
Eigentlich brauchts wirklich keine Helmpflicht, «bloss» etwas mehr Eigenverantwortung, Vernunft und den gesunden Menschenverstand. Helme sind auf den Köpfen von Kindern und Erwachsenen im Strassenverkehr das Beste, neben Vor-, Rück-, Nachsicht und Aufmerksamkeit. Ohne Helme lasse ich meine Kinder weder Trottinett, noch Velo oder Likeabike fahren. Es muss ja nicht sein, dass sie sich fehlerhaft verhalten, einen Unfall verursachen und sich dabei verletzen. Es kann sehr gut sein, dass sie auf dem Trottoir von einem Passanten oder Jogger geschubst oder umgestossen werden, wegen eines Hundes erschrecken, stürzen und sich dabei unverschuldet verletzen. Jeder ist selber für sich und sein Leben verantwortlich, wir Eltern zudem für das Leben unserer Kinder. Jeder muss selber wissen und entscheiden, wie er sein Leben schützen will und vor allem mit diesem Entscheid und möglichen Konsequenzen leben können. Andrea Mordasini (@)
Zebrastreifen
Ich wohne in Winterthur und habe einen «Zweitwohnsitz» in Interlaken. Ich wundere mich, mit wie wenig Zebrastreifen Interlaken auskommt. Das ist für mich ein gutes Beispiel, dass der Verkehr besser läuft mit wenig Regelung, trotz Massen von internationalen Fussgängern und auch der rollende Verkehr trägt internationale Kon-
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Bilder zvg, Pro Velo Schweiz
Marietta Rehmann (@)
Bringen Sie Frabe in Ihren Alltag
In dieser Rubrik gilt: Je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E-Mail (touring @tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen ebenfalls in der Online-Ausgabe des Touring (www.touring.ch).
Impressum touring Zeitung des Touring Club Schweiz (TCS). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor); Heinz W. Müller (hwm, stv. Chefredaktor); Marc-Olivier Herren (MOH, stv. Chefredaktor); Christian Bützberger (Bü), Antonio Campagnuolo (ac), JacquesOlivier Pidoux (jop), Nadia Rambaldi (nr), Peter Widmer (wi). Layout: Andreas Waber (Leitung), Stephan Kneubühl, Mathias Wyssenbach (mw). Redaktionsassistentinnen: Karin Graniello (D), Michela Ferrari (I), Sylvie Fallot (F), Irene Mikovcic-Christen (Chefredaktion). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 058 827 35 00, Fax 058 827 50 25. E-Mail: touring@tcs.ch. Herausgeber: Touring Club Schweiz, Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Auflage: Deutsche Ausgabe: 828 010, Totalauflage: 1325 035. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag AG, Seilerstrasse 8, 3011 Bern, Tel. 031 387 2116, Fax 031387 21 00. Herstellung: St. Galler Tagblatt AG, Basler Zeitung AG, CIE Centre d’impression Edipresse Lausanne S.A. Adressänderungen: Unter Angabe der Mitgliedernummer direkt an: TCS-Zentralsitz, Postfach 820, 1214 Vernier, Tel. 0844 888 111, E-Mail: service@tcs.ch. Abonnement: Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 20-mal jährlich. Für unverlangte Manuskripte wird jede Haftung abgelehnt.
Die Fragen: 1. Wie heisst der Lastwagenchauffeur, den wir einen Tag lang begleiteten? 2. Welcher berühmte Messerhersteller befindet sich in Delsberg? 3. Wo fand die letzte TCS-Delegiertenversammlung statt? Antworten können per Post, SMS und im Internet www.touring.ch abgegeben werden (Absender nicht vergessen). Wettbewerb 10/2012: Der glückliche Gewinner des Suzuki SIXteen 125 ist Paul Koch aus Toffen. Teilnahmebedingungen: Zur Teilnahme am «Touring»-Wettbewerb ist jedermann zugelassen. Ausgenommen sind alle TCS-Mitarbeiter und deren Familienangehörige. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise werden nicht bar ausbezahlt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Redaktion Touring, Leserwettbewerb, Postfach, 3024 Bern, SMS «Touring» plus Antworten an 9988 (1.–/SMS) oder www.touring.ch Einsendeschluss: 29. Juli 2012
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Nachgefragt | touring 12 | 5. Juli 2012
Warum weniger mehr ist
arbeite, also bin ich, ich arbeite mehr, also bin ich mehr. Arbeit gehört zum Menschen und es ist schlimm, dass nicht alle Arbeit haben. Aber der Mensch ist mehr als Arbeit.
Niklaus Brantschen, Jesuit und Zen-Meister, ermächtigt Menschen, ihr brachliegendes Potenzial zu nutzen und ihr Leben soweit als möglich in die eigenen Hände zu nehmen.
» Der Mensch wird täglich von Informationen
überflutet. Die Erreich- und Verfügbarkeit ist grenzenlos. Was raten Sie?
Niklaus Brantschen: Ich lade Menschen ein, sich neben mich aufs Meditationskissen zu setzen und zu atmen. Atmen tun wir immer. Was meinen Sie mit atmen genau?
Wir holen Luft oder wir schnappen nach
Luft. Das geht rasch. Guter Atem braucht Zeit und Ruhe – und er schenkt uns Ruhe. Ich kann nicht auf Vorrat atmen, sondern immer nur jetzt. Und in diesem Jetzt schenkt mir der Atem wache Präsenz. Zur Informationsflut kommt die Arbeitswut als Stresstreiber…
… so ist es, wenn ich mich vor allem über die Arbeit definiere nach dem Motto: Ich
Abgeschaltet und aufgetankt wird neben der Arbeit in der Natur: Wandern, Radfahren und Bergsteigen haben Hochkonjunktur. Wie ist das zu bewerten?
Bewegung ist immer gut. Es sei denn, wir bewegen uns bis zum geht nicht mehr. Das bringts nichts, weniger ist oft mehr. Spaziere ich eine Viertelstunde im Wald, sehe ich mehr, als wenn ich zehn Kilometer in einem Affentempo und ausser Atem durch die Gegend sprinte. Sie haben vorhin vom ruhigen Atem gesprochen. Was hat Atmen mit Spiritualität zu tun?
Spiritualität ist ein grosses Wort. Wir denken dabei an etwas Hohes, Erhabenes. Und vergessen, dass es mit dem Boden zu tun hat, auf dem wir stehen und wie wir stehen. Fest geerdet, verwurzelt oder halb schwebend. Und wie wir atmen, kurz oberflächlich oder ruhig und tief. Im Wort Spiritualität steckt das lateinische Wort Spiritus, was soviel bedeutet wie Lebensodem, Windhauch, Atem, Geist. Kann der Besuch von Kraftorten als spiritueller Vorgang bezeichnet werden?
Ja und nein. Nein, wenn ich von Kraftort zu Kraftort rase, um möglichst viel Energie zu erhaschen. Ja, wenn ich mir die Zeit nehme, am einen oder andern Kraftort zu verweilen. Spiritualität ist nicht im Schnellverfahren zu haben. Heisst Ruhe suchen auch, sich selber suchen, zu sich selber finden?
Und ob! In der Hetze bleibt mein besseres Ich auf der Strecke. In der gelegentlichen Zurückgezogenheit und Ruhe finde ich mich selbst – und die andern. Denn wer bei sich ist, ist ganz anders bei der Sache und den Menschen. Ruhe ist also eminent wichtig. Aber auch die Bewegung. Wie beweglich sind Sie?
Ich halte mich an das Rezept, laufe. Wenn du nicht laufen kannst, gehe. Und wenn du nicht gehen kannst, krieche. Aber bewege dich. Auch nach einem kurzen Spaziergang ist mein Geist wacher, lebendiger und kreativer. Interview: Christian Bützberger
Marcel Kaufmann
«
Niklaus Brantschen: «Spiritualität ist nicht im Schnellverfahren zu haben.»
Zur Person Niklaus Brantschen, Jesuit und Zen-Meister, ist Begründer und langjähriger Leiter des LassalleHauses und des Lassalle-Instituts in Bad Schönbrunn bei Zug. Sein neustes Buch heisst: Mehr als alles. Denkanstösse aus Zen und Christentum. Das Werk erscheint demnächst im Kösel-Verlag, München. www.lassalle-institut.org
AVENTICUM 5.-6.-7.-8. September 2012
MUSICAL
Exklusivangebot für TCS-Mitglieder
Arena Avenches
10% AUF DEN KARTENPREIS (Fr. 45.– statt Fr. 50.–) 1 DVD der Ausgabe 2010, Wert Fr. 25.– Keine Bearbeitungsgebühren Dies entspricht einem Vorteil von über Fr. 35.– pro Person
PARADE 500 Musiker
aus England, Frankreich, Russland, Holland und der Schweiz
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Achtung: Dieses Angebot ist begrenzt! Bestellen Sie Ihre Karten unverzüglich bei Avenches Tourisme, Place Eglise 3, 1580 Avenches, Tel. 026 676 99 22, oder per E-Mail: info@avenches.ch, und geben Sie an, dass Sie TCS-Mitglied sind!
Ein «Massed Pipes and Drums» aus Schottland, Deutschland und der Schweiz
Stargast: Nicolas Senn Hackbrettvirtuose Informationen über die Veranstaltung:
www.avenches.ch/musicalparade
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m ch ein SMS ) Sende einfa F 1.–/SMS H (C 8 8 9 9 an il. «Parade» erlosung te V r e d n a u nimmst D : und schon stkarte an o P r e p e m Teilnah », b, «Parade r e w e b t t e Touring-W h. 8099 Züric , h c fa t s o P schluss: Teilnahme 2* 23. 07. 201
«Folge deinem Herzen!» heisst das Motto der diesjährigen Street Parade in Zürich. Touring verlost 5�2 exklusive VIP-Packages! Diese Touring VIP-Packages beinhalten je 2 Tickets für das Love Mobile des Niederländischen Star DJ’s Ferry Corsten, 2 Tickets für die VIPZone am Bürkliplatz, 1 CD Official House 2012, mixed by MR. Da-Nos und je 2 VIP-Access-Karten für die Megaparty ENERGY 12 im Hallenstadion mit DJ-Superstars wie Tiesto, Avicii und Afrojack und 50 weiteren DJ‘s. Erlebe die Street Parade und die ENERGY als VIP! Einzige Voraussetzung: Einhaltung des Dresscodes für das Love Mobile und absolute Tanz- und Feierlaune! * Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise können nicht bar ausbezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des TCS und deren Familienangehörige sind nicht teilnahmeberechtigt.