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topsoft Fachmagazin 26-2 - Digital Briefing

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Orientierung in der Business - IT –Digital Briefing 2026

Der Markt für Business‑IT war schon immer gross. Heute ist er vor allem aber eines: Laut. Kaum ein Anbieter, der nicht mit KI, Automatisierung oder Hyper‑irgendwas wirbt. Vieles davon ist spannend, manches relevant – und einiges schlicht nur gutes Marketing. Genau hier setzt unser Digital Briefing 2026 an.

Mit dem Digital Briefing 2026 bündeln wir auch dieses Jahr unsere Sicht auf den Business‑IT‑Markt: Was zählt wirklich, wel che Kriterien helfen bei der Auswahl und wie finden KMU den Anbieter, der optimal zu ihren Bedürfnissen passt?

Unser Nutzenversprechen bei topsoft ist seit jeher dasselbe:

Wir schaffen Orientierung und bringen Anwenderunternehmen mit den passenden Anbietern zusammen.

Die Technologien haben sich in dieser Zeit gefühlt unzählige Male neu erfunden. ERP wurde Cloud. Cloud wurde SaaS. SaaS wird jetzt AI ready. Und aktuell scheint jede Lösung plötzlich ein Agent zu sein.

Eines hat sich jedoch nie verändert: Technologie ist kein Selbstzweck.

Digitalisierung beginnt nicht mit einer Softwareentscheidung. Sie beginnt mit einer konkreten Herausforderung im Alltag.

Vielleicht stockt der Informationsfluss zwischen Verkauf und Produktion. Vielleicht fehlen transparente Kennzahlen. Vielleicht laufen Prozesse noch über Excel, E Mail und Telefon. Oder Mit arbeitende verbringen täglich zu viel Zeit mit Suchen, Kopieren und manueller Datenerfassung.

In solchen Situationen brauchen KMU keine Hochglanz Ran kings oder abstrakte Marktstudien. Sie brauchen verständliche Orientierung und Antworten auf Fragen wie:

• Wo liegt das eigentliche Problem? Welche Art von Lösung kann dieses Problem sinnvoll adressieren?

• Welche Prozesse sollten zuerst betrachtet werden?

• Welche Anbieter bringen relevante Erfahrung mit? Und wie findet man im riesigen Markt das passende Paar aus Lösung und Implementierungspartner?

Wo startet ein Projekt?

Die KI fragen? Googeln? Eine Award Show besuchen? Analys ten Quadranten studieren? Vielleicht.

Oder mit einer praxisnahen Einordnung beginnen, die wirklich weiterhilft, wie im Digital Briefing.

Ich bin überzeugt: Der Weg zur passenden Softwarelösung muss transparent, nachvollziehbar und praxisnah sein. Und ganz wichtig: Denken Sie vom Gesamtmarkt aus. Wer sich zu früh auf wenige bekannte Namen fokussiert, übersieht womög lich genau jene Lösung, die eigentlich am besten passen würde.

Keine Rankings, dafür Orientierung entlang der Wertschöpfungskette

Das Digital Briefing 2026 will Klarheit schaffen, wo heute oft Hype, Buzzwords und Halbwissen dominieren. Statt oberfläch licher Bestenlisten bietet es eine praxisnahe Übersicht relevan ter Business IT Lösungen und Anbieter in der Schweiz, geord net entlang der Wertschöpfungskette eines typischen KMU.

Auf zehn klar strukturierten Stationen zeigen wir, welche Soft warekategorien in welchen Unternehmensbereichen relevant sind, von Finanzen über HR bis CRM, ERP, Operations und Col laboration.

Visuell zugänglich, verständlich aufbereitet und konsequent aus der Praxis gedacht.

Jeder Abschnitt kombiniert:

• Einen Einstieg ins Thema

• Fachberichte unserer Redaktion, Consultants und externen Autorinnen und Autoren

• Praxisbeispiele mit konkreten Erfahrungen, Zahlen und Er kenntnissen

• Anbieter Maps als visuelle Schnellübersicht

Im Zusammenspiel mit der Online Plattform topsoft.ch entsteht so ein kompaktes Gesamtbild der Schweizer ICT Landschaft: Prägnant genug für den Morgenkaffee, fundiert genug für den nächsten Strategie Workshop.

Zahlreiche QR Codes im Fachmagazin führen Sie direkt zu wei terführenden Beiträgen, Praxisbeispielen, Marktübersichten und vertiefendem Know how.

Ihr Nutzen auf einen Blick

Zeitsparend: Statt sich durch Dutzende Websites, Whitepa per und Sales Präsentationen zu kämpfen, erhalten Sie einen strukturierten Überblick in kompakter Form.

• Transparent: Keine Rankings gegen Rechnung, sondern nachvollziehbare Einordnungen und relevante Marktüber sichten.

• Praxisnah: Reale Use Cases zeigen, was funktioniert und woran Projekte scheitern können.

Umsetzungstauglich: Leitfragen und Orientierungshilfen erleichtern den nächsten konkreten Schritt.

Digitalisierung bleibt ein Prozess. Eine spannende Reise. Und ein Projekt, das eigentlich nie ganz abgeschlossen ist. Genau so verstehen wir auch das Digital Briefing 2026.

Ich freue mich sehr über Ihr Feedback, über Lob, Kritik oder neue Perspektiven. Denn gute Orientierung entsteht nicht im Monolog. Sie entsteht im Austausch.

Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre und hoffe, dass Ihnen diese Ausgabe hilft, mit klareren Fragen, besserem Über blick und mehr Sicherheit in Ihr nächstes Gespräch mit poten ziellen IT Partnern zu gehen.

Herzlich

Cyrill Schmid Managing Partner topsoft

P.S. Lust auf noch mehr Orientierung? Am 27. August 2026 treffen sich am KMU Fachforum Digitalisierungs‑Interes sierte in Holzhäusern ZG. Sind Sie dabei? www.kmu fachforum.ch

Digital Briefing 2026 – willkommen in der Modellfirma

Vor Ihnen sehen Sie ein typisches Schweizer KMU, von Finanzen über HR bis Produktion, Service und Logistik. Das Digital Briefing 2026 begleitet Sie durch die zentralen Bereiche eines Unternehmens und zeigt, welche Herausforderungen, Softwarelösungen und Anbieter dort relevant sind. Treten Sie ein, es lohnt sich.

Bereichsübergreifende Themen:

Governance, Compliance, Digitalisierung & Transformation, KI & Automatisierung, Datenschutz, Digitale Ethik, Nachhaltigkeit (ESG), New Work, Collaboration, Gesundheit & Arbeitsschutz, Wissensmanagement

Auftakt

Editorial Orientierung in der Business -IT –

Wenn ERP-Systeme die Realität nicht mehr abbilden

Die Glühbirne stammt nicht von der Kerze ab. Sie wurde erfunden.

Dalith Steiger-Gablinger & Andy Fitze 8

KI entfaltet erst Wirkung mit digitaler Reife

Die grössten Hürden bei der Einführung von Business Software Cyrill Schmid 12

Kompetente Anbieter von Business IT im Überblick 12

Innovation und Digitalisierung aus einer Hand

Success Story VINMA – wenn Weinbau und Digitalisierung zusammenfinden

Bühlmann

Das erste ERP: Warum kleine Unternehmen früh gross denken sollten

nicht mit der Zeit geht,

«Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt!»

Gekauft. Installiert. Ignoriert. Natalie Holloköi 54 Success Story

Dein ERP ist nicht Dein USP 55

führt zu mehr

verändert

im KMU: Der erste Eindruck bleibt –und kostet

Wie KMUs mit Payroll

KI im Recruiting: Tempo gewinnen, Kontrolle behalten

Warum wir Teams falsch lesen –und was

Digital Commerce

Einführung 34

Digital Commerce gehört weder in die IT noch ins Marketing

Reto Gurtner 34

Marktübersicht 35

Warum KI-Agenten den Handel grundlegend verändern werden

Andy Baldauf 36

Wie Verkaufsdaten den Personaleinsatz im Filialfachhandel optimieren

Beat Steiner 38

Digital Commerce als Betriebsmodell verstehen

Reto Gurtner 39

Finanzen

Einführung 68

Marktübersicht 69

Vom Papierprozess zur Automatisierung

Susanne Mader 70

Smartphones und No-Code-Apps statt ineffiziente Papierprozesse Christoph Röthlisberger 72

Belegverarbeitung der Zukunft: intelligent und integriert

Jörg Holzmann 73

Einführung 40

Marktübersicht 41

Ein System zur automatisierten Mitarbeiterplanung

Mika Müller und Prof. Dr. Esther Gelle 42

Management

Einführung 74

Zukunftssichere Unternehmensstrategie für KMU

David Bärtsch 75

Digitale Souveränität: Standortbestimmung für Schweizer KMU

Simon Perrelet 76

Klarheit im Miteinander macht Wandel gestaltbar Jenny Ackeret 78

Einführung

Man kann nur schützen, was man kennt

44

Marco Kurmann 45

Nicht der Hacker war das Problem – der fehlende Patch Monika Wehr 46

KI hilft auch den bösen Jungs

Björn Näf 48

Der moderne Arbeitsplatz ist kein Projekt, sondern ein Service Matthias Erni 49

KMU Fachforum

KMU Fachforum Next Generation! Erfahrung teilen und Zukunft gestalten 80

Transparenz in Lager & Produktion Christian Gebhart 82

Erfolgreiche Nachfolge

André Egli 82

bonacasa: In 12 Monaten zum neuen ERP Dirk Apel 83

Services

Entirely Ecosystem Forum 2026 84

Digital Experience eGov 2026 84

Webinar Replay Geschäftspost neu organisieren 85

Webinar Replay Ist das wirklich SaaS? 85

25 Jahre SVC Unternehmertum, das verbindet 86

Agenda, Leserservice, Impressum 87

Wenn ERP-Systeme die Realität nicht

mehr abbilden

ERP Systeme altern selten technisch, aber sehr oft inhaltlich. Wenn sich ein Unternehmen weiterentwickelt, die ERP Konfiguration jedoch unverändert bleibt, entsteht eine gefährliche Lücke zwischen System und Realität. Dieser Beitrag zeigt, wie solche Abweichungen entstehen – und wie man sie wieder schliesst.

ERP Systeme werden bei der Einführung sorgfältig auf die Ge schäftsprozesse abgestimmt. Doch Unternehmen verändern sich – und das ERP oft nicht im gleichen Tempo. So entsteht schleichend eine Diskrepanz zwischen System und Realität. Die Folgen sind ineffiziente Abläufe, steigende Kosten und der Ein druck, das ERP sei «zu alt» oder nicht mehr geeignet.

Warum das Problem lange unentdeckt bleibt

Das System funktioniert jedoch weiterhin: Aufträge laufen durch, Berichte wirken plausibel. Gleichzeitig entstehen Workarounds, Excel Ergänzungen und Teilprozesse ausserhalb der ERP Lö sung. Was als Ausnahme beginnt, wird zum Alltag und die Ab weichung bleibt unbemerkt.

Typische Auswirkungen

• Sinkende Datenqualität

Längere Durchlaufzeiten

• Geringere Transparenz Wachsende Unzufriedenheit mit dem ERP

Mit der Zeit leiden sowohl Prozessqualität als auch die Sicher heit. Ein ERP System, das die Realität nicht mehr korrekt abbil det, verliert seinen Nutzen – nicht wegen technischer Mängel, sondern wegen fehlender Pflege.

Beobachtung aus der Praxis

In vielen Fällen ist nicht das ERP das Problem, sondern die feh lende Nachführung der Konfiguration. Das System bildet die Weiterentwicklung des Unternehmens schlicht nicht mehr ab. Ein Systemwechsel wird dann schnell diskutiert, ist aber selten notwendig.

Warum die Lücke entsteht – vier Ursachen aus dem Unternehmensalltag

1. Menschliche Faktoren

Workarounds entstehen aus Pragmatismus: Mitarbeitende passen Abläufe an, wenn das ERP nicht mehr zu ihrer Reali tät passt. Neue Teammitglieder übernehmen diese improvi sierten Lösungen, sie werden zum «inoffiziellen Standard».

2. Organisatorische Lücken

Viele Unternehmen verfügen über keinen definierten ERP Owner. Verantwortlichkeiten für Prozesse, Datenqualität und Konfiguration sind oft verteilt oder unklar. Dadurch fehlt eine Instanz, die Veränderungen im Unternehmen systematisch ins ERP überführt.

3. Technische Schulden im ERP

Mit der Zeit sammeln sich in jedem System technische Alt lasten an. Diese «technischen Schulden» erschweren nicht nur die Pflege, sondern verstärken die Abweichung zwischen ERP und Realität.

4. Wirtschaftliche Fehleinschätzung

Die Pflege eines bestehenden Systems wird häufig unter schätzt, während ein Systemwechsel überschätzt wird. In vielen Fällen wäre eine gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Konfiguration deutlich wirtschaftlicher und nachhaltiger.

Empfehlung

Wer sein ERP regelmässig überprüft und anpasst, verlängert dessen Lebensdauer deutlich. Die konsequente Pflege der Kon figuration hält die Lücke zwischen Soll und Ist klein – und ver hindert teure Neuanschaffungen.

Denn ein ERP System ist kein abgeschlossenes Projekt, son dern im Idealfall ein stets aktuelles Abbild des Unternehmens. Erfolgreiche Firmen prüfen deshalb regelmässig ihre Prozesse, identifizieren Abweichungen und passen das System gezielt an. Eine externe und neutrale Sicht kann dabei helfen, blinde Fle cken zu erkennen.

Fazit

Die Abweichung zwischen ERP und Realität entsteht schlei chend und bleibt lange unbemerkt. Nicht das System verliert an Qualität, sondern seine Passung zur Realität. Genau diese gilt es aktiv zu managen.

Roger Busch begleitet mit seinem eigenen Consulting Unternehmen sowie als Mitglied des topsoft Consulting Netzwerks Unternehmen neutral und anbieterunabhängig bei der Auswahl und Einführung von Business Software. www.busch consulting.ch www.topsoft.ch/consulting

Alle Enterprise Anwendungen auf einer Plattform

Neu: AI-Integrations-Plattform

Ihr ERP-System wieder auf Kurs bringen

Wenn ERP und Realität auseinanderdriften, hilft ein externer Blick.

Experten aus dem topsoft Consulting-Netzwerk bieten eine kompakte Analyse der aktuellen Prozesslandschaft, decken Abweichungen in der ERP-Konfiguration auf und zeigen konkrete Schritte, wie Unternehmen ihr System wieder fit für den Alltag machen.

tinyurl.com/ERP-Prozess-Review

Homogen

Die Glühbirne stammt nicht von der Kerze ab. Sie wurde erfunden.

Die eigentliche Führungsfrage hinter dem KI-Hype

Die meisten Unternehmen reden über KI, als ginge es um das nächste Werkzeug. Die eigentliche Frage lautet nicht, welches Modell oder Tool man einführt, sondern welches Geschäft man damit bauen, beschleunigen oder verteidigen will. Wer KI auf Effizienz und Produktivität reduziert, spart vielleicht Zeit und produziert günstiger, verschenkt aber ganze Märkte. Denn neue Märkte entstehen durch Innovation – nicht durch ein reines Kostenreduktionsprogramm.

Dalith Steiger-Gablinger und Andy Fitze

Nicht die Technologie bremst, sondern die Führung

Die nüchternen Zahlen sind unbequem. Laut Cisco ist weltweit nur rund jedes achte befragte Unternehmen voll auf KI vorberei tet. Deloitte zeigt gleichzeitig: Bei 31 Prozent ist KI noch immer nicht auf der Traktandenliste des Verwaltungsrats und 66 Pro zent sagen, ihre Boards hätten nur begrenztes oder gar kein KI Wissen. BCG geht noch weiter und spricht davon, dass nur fünf Prozent der Unternehmen substanziellen Wert aus KI im gros sen Stil realisieren. Die Studien unterscheiden sich in Methodik und Begriffen, aber ihre Botschaft ist dieselbe: Zwischen KI Am bition und KI Wirkung klafft eine Führungslücke.

Der häufigste Denkfehler lautet: KI ist ein Technologieprojekt. In der Praxis ist dies längst ein Führungsmandat. KI verändert Stra tegie, Wertschöpfung, Entscheidungslogik, Rollenbilder und Tempo. Genau deshalb formuliert SwissCognitive KI nicht als Randthema, sondern als neue operative Realität: Gross denken, transversal verankern, schnell lernen. Wer KI an ein Innovation Lab, AI Officer oder an die IT delegiert, beruhigt vielleicht die Organisation, nicht aber den Markt.

Der nächste Denkfehler: Zu viel Pilot, zu wenig Produktion

Fast alle Unternehmen experimentieren, aber nur wenige den ken flächendeckend, grundsätzlich oder radikal, wenn es um KI geht. Cisco zeigt, dass nur 32 Prozent der befragten Organisa tionen überhaupt einen Prozess zur Wirkungsmessung ihrer KI Initiativen haben. Bei BCG haben nur 12 Prozent der Nachzügler KI Workflows produktiv im Einsatz; bei den «future built» Unternehmen sind es 62 Prozent. Und eine MIT NANDA Studie argumentiert sogar, dass 95 Prozent der Organisationen aus ihren GenAI Investitionen bislang keinen Return sehen, bezie hungsweise dass nur ein sehr kleiner Teil der Enterprise AI Lö sungen produktiv echten Geschäftswert erzielt. Die genaue Zahl mag je nach Definition diskutierbar sein, der Befund ist es nicht: Viele Unternehmen sammeln Use Cases wie früher PowerPoint Folien. Sauber sortiert, aber ohne operative Realität.

Für Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte heisst das: Ein Pi lot ist noch kein Fortschritt. Wert entsteht erst, wenn KI in Pro zesse, Verantwortlichkeiten, Datenzugänge, Compliance und Kennzahlen eingebaut ist. SwissCognitive formuliert das sehr treffend: «Value only counts when it runs». Das ist unbequem, weil es weniger nach Innovationsevent und mehr nach Umbau klingt. Aber genau dort entscheidet sich, ob aus Demo Euphorie Ergebnisqualität wird.

Wert entsteht im Kern des Geschäfts –nicht am Rand

Besonders interessant ist, wo KI tatsächlich Wert erzeugt. BCG verortet 70 Prozent des Wertpotenzials in den Kernfunktionen des Geschäfts – etwa in Vertrieb, Marketing, Produktion, Supply Chain, Pricing sowie Forschung und Entwicklung. Der grosse Fehler vieler Unternehmen besteht deshalb nicht darin, zu we nig zu tun, sondern am falschen Ort zu starten: Viel sichtbare Aktivität in Office Aktivitäten, aber zu wenig Eingriff in die eigentlichen Wertströme.

Die Praxisbeispiele dazu sind deutlich. BCG beschreibt einen Beauty Konzern, der mit einem skalierbaren virtuellen Assisten ten über 20 Märkte und acht Marken hinweg personalisierte Kaufberatung liefert und damit rund 100 Millionen Dollar Zu satzumsatz erwartet. Ein Elektronikhersteller baut einen zentral orchestrierten «company store» für agentische KI über mehr als 200 Fabriken auf und modelliert daraus einen EBIT Effekt von über 300 Millionen Dollar. Das sind keine netten Automatisie rungen am Rand. Das sind Eingriffe in Kundenerlebnis, opera tive Exzellenz und Margenlogik.

Genau hier lohnt sich ein Perspektivwechsel: KI ist nicht nur ein Werkzeug zur Beschleunigung bestehender Arbeit. Sie kann neue Angebote, neue Services, neue Asset Klassen und neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Diese Denkrichtung zieht sich durch das SwissCognitive Umfeld: Die relevante Führungsfrage lautet nicht nur, welcher Prozess effizienter wird, sondern ob da durch sogar ein neues Business entsteht.

KI ist nicht einfach Copilot – sie wird Transaktions- und Entscheidungsschicht

Viele Führungsteams betrachten KI noch immer als besseren Textgenerator. Das greift zu kurz. Als bessere Schreibmaschine wird sie nicht zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die strategisch relevante Frage lautet: Wo sitzt KI direkt in Transak tionen, Entscheidungen und Wertströmen? So steht es auch in den SwissCognitive Leadership Principles: KI ist nicht einfach ein besseres Schreibwerkzeug; ihr Wert entsteht dort, wo sie vorbereitet, priorisiert, absichert oder handelt.

Das wird mit agentischen Systemen noch sichtbarer. Cisco zeigt, dass 83 Prozent der befragten Unternehmen KI Agenten entwickeln oder einsetzen wollen. Gleichzeitig sagen nur 34 Prozent, ihre Infrastruktur sei voll skalierbar für die wachsenden Anforderungen. Nur 31 Prozent fühlen sich voll in der Lage, agentische Systeme sicher zu kontrollieren. Die Unternehmen planen also bereits das nächste Stockwerk, während beim Fun dament noch der Beton trocknet.

Darum ist Governance nicht die Bremse, sondern der Wachs tumsmotor. Gute Governance verlangsamt KI nicht; sie macht KI erst skalierbar. Verantwortlichkeiten, Datenqualität, Risikosteue rung, Transparenz und Review Routinen sind keine Compli ance Deko. Sie sind die Bedingung dafür, dass KI im grossen Stil vertrauenswürdig und wirtschaftlich wirksam wird. Deloitte betont genau diese Board Verantwortung, und SwissCognitive bringt es auf den Punkt: «Governance is a growth enabler».

People first ist kein Kuschelsatz, sondern harte Wirtschaft

Wer KI ernsthaft einführt, verändert Arbeit. Doch die stärksten Unternehmen verstehen: Akzeptanz entsteht nicht dadurch, dass man Menschen beruhigt, sondern dadurch, dass man sie relevant macht. Deloitte zeigt, dass nur 48 Prozent der befragten Organisationen ihrem Board überhaupt grundlegende KI Aus bildung anbieten. Cisco wiederum hält fest, dass nur rund ein Drittel der Unternehmen einen formalen Change Management Plan für KI hat. Das ist erstaunlich, weil der Engpass selten im Modell liegt, sondern fast immer in Adoption, Rollenklärung und Entscheidungssicherheit.

Die bessere Haltung ist weder Tech Romantik noch Job Angst. Sie lautet: People first. Nicht als weicher Wert, sondern als be triebswirtschaftliche Notwendigkeit. Mitarbeitende sollen ver stehen, wo KI unterstützt, wo sie priorisiert, wo sie vorbereitet –und wo der Mensch entscheidet. Sonst entstehen entweder blinder Technikglaube oder stiller Widerstand. Beides ist teuer. Genau das sind die zu diskutierenden Themen an VR/GL Roundtables: KI Kompetenz, Governance, Verantwortlichkeiten, Daten und Infrastrukturfragen sowie das Zusammenspiel von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gehören zusammen –nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

Fünf Fragen für die nächste GL- oder VR-Sitzung

1. Wo in unserem Kerngeschäft kann KI nicht nur Kosten senken, sondern Umsatz, Marge oder Kundennähe neu erzeugen?

2. Welche drei Workflows sind so relevant, dass wir sie konsequent von Pilot auf Produktion bringen müssen?

3. Wer trägt dafür wirklich Verantwortung – Business, IT und Führung gemeinsam oder am Ende doch niemand?

4. Welche Entscheidungen darf KI vorbereiten, priorisieren oder automatisieren – und wo bleibt menschliches Urteil zwingend?

5. Welche neuen Assets bauen wir gerade auf: Daten, Modelle, Agenten, Prozesse, IP oder Plattformen?

Wer auf diese Fragen keine klaren Antworten hat, hat kein Tool Problem. Er hat ein Führungsproblem.

Schlussgedanke

Die nächsten Gewinner werden nicht jene Unternehmen sein, die am meisten mit KI experimentieren. Gewinnen werden jene, die KI als Führungsdisziplin begreifen: strategisch verankert, operativ eingebettet, sauber gesteuert und mutig genug, über Effizienz hinauszudenken. Wer KI nur nutzt, um schneller das Alte zu tun, wird im Alten nur schneller austauschbar. Wer mit KI Neues baut, verschiebt die Spielregeln.

Quellenverzeichnis

• Cisco (2025): Realizing the Value of AI. Cisco AI Readiness Index 2025. Cisco.

• Deloitte Global Boardroom Program (2025): Governance of AI: A Critical Imperative for Today’s Boards. 2nd Edition. Deloitte.

• Boston Consulting Group (BCG) (2025): The Widening AI Value Gap. Build for the Future 2025. BCG.

• MIT NANDA / Project NANDA (2025): The GenAI Divide. State of AI in Business 2025. MIT NANDA.

SwissCognitive / WhyWait Ltd. (2026): AI Leadership Principles. A Guide for the AI Driven Future

Dalith Steiger Gablinger & Andy Fitze sind Co Founders & Managing Partner von SwissCognitive, AI Ventures, Advisory & Research. Sie beraten Verwaltungsräte, Geschäftsleitungen und Organisationen bei der strategischen und verantwortungs vollen Skalierung von KI, an der Schnittstelle von Technologie, Mensch und Geschäftswirkung. www.swisscognitive.ch

Standortbestimmung als Startpunkt für KI Projekte

KI entfaltet erst Wirkung mit digitaler Reife

KI ist in vielen Organisationen angekommen und wird rege genutzt. Dabei entsteht schnell der Eindruck, KI Einsatz bedeute bereits digitale Transformation. Das greift zu kurz: KI ist eine digitale Technologie und möglicher Baustein der Transformation, nicht die Transformation selbst. Ob KI Wirkung entfaltet, hängt davon ab, ob Strategie, Prozesse, Daten, Verantwortlichkeiten, Sicherheit und Kultur zusammenspielen.

KI-Hype erzeugt Handlungsdruck

Kaum ein Führungsgremium kann sich der Diskussion rund um KI entziehen. Die Erwartungen sind hoch: Bessere Kundeninter aktion, automatisierte Analysen, effizientere Abläufe oder neue digitale Services. Aktuelle KI Maturitätsstudien zeigen jedoch, dass Schweizer Unternehmen branchenübergreifend eher eine «Follower» Rolle einnehmen. Der KI Hype erzeugt spürbaren Handlungsdruck: Viele Organisationen orientieren sich daran, was andere tun, statt zuerst die eigene Ausgangslage zu prüfen. Fundierte Risikoeinschätzungen sowie die Frage nach organisa torischer, technologischer und kultureller Bereitschaft geraten dabei oft in den Hintergrund.

Dabei wäre genau diese Frage zentral: Bringt die eigene Orga nisation überhaupt die Voraussetzungen mit, damit KI diese Er wartungen erfüllen kann und mehr wird als ein Experiment mit unklarem Ausgang?

KI-Einsatz ist noch keine Transformation

Der Einsatz von KI Tools kann Mitarbeitende entlasten, Informa tionen schneller zugänglich machen oder bestehende Prozesse unterstützen. Das ist wertvoll, aber noch nicht zwingend trans formativ, dagegen oft sicherheitskritisch.

Digitale Transformation geht weiter. Sie betrifft Geschäftsmo delle, Kundennutzen, Organisation, Unternehmenskultur, Daten, Prozesse und Steuerung und ist daher nicht gleichbedeutend mit dem fälschlicherweise oft dafür verwendeten Begriff «Digi talisierung». Während Digitalisierung in der Regel bestehende Abläufe optimiert, verändert die digitale Transformation die Art und Weise, wie eine Organisation Werte schafft, wie sie ent scheidet und mit Kunden interagiert.

KI kann zur digitalen Transformation beitragen, wenn sie in Ge schäftsprozesse, Datenmodelle, Verantwortlichkeiten, Sicherheit und Entscheidungsstrukturen eingebettet wird. Andernfalls schafft sie vielleicht Effizienz, bleibt aber letztlich nur ein weite res Tool im Arbeitsalltag.

Am Anfang steht die digitale Reife

Die digitale Reife beschreibt den Grad der technologischen In tegration, die strategische und organisatorische Anpassungsfä higkeit sowie die digitale Kompetenzentwicklung innerhalb einer Organisation.

Gerade beim Einsatz von KI zeigt sich, ob diese Voraussetzun gen erfüllt sind. Der Nutzen leistungsfähiger KI Tools bleibt be

Quelle: Swiss Infosec AG, erstellt mit ChatGPT

grenzt, wenn Daten unzureichend strukturiert oder integriert sind, Verantwortlichkeiten fehlen oder KI nicht in bestehende Prozesse eingebettet ist. Auch fachlich überzeugende Use Ca ses entfalten weniger Wirkung als erwartet, wenn unklar ist, welche Daten verwendet werden, wie schützenswert sie sind oder wer für die Ergebnisse verantwortlich ist. Dann bleibt KI ein punktuelles Hilfsmittel statt ein wirksamer Bestandteil der Wert schöpfung.

Digitale Reife ist deshalb kein theoretisches Konzept. Sie hilft zu beurteilen, welche KI Vorhaben realistisch sind, welche vor bereitet werden müssen und wo bewusste Zurückhaltung sinnvoll ist.

Organisatorische Voraussetzungen als Gamechanger

Meistens sind es organisatorische Voraussetzungen, die Schwierigkeiten bereiten, und eine problematische «Schauen wir mal» Einstellung, die grundsätzliche Fragestellungen aus blendet:

• Unklare Zielsetzung: KI wird ohne konkretes Geschäfts oder Kundenproblem getestet.

• Schwache Datenbasis: Daten sind verteilt, veraltet oder nicht ausreichend klassifiziert.

• Fehlende Verantwortlichkeiten: Fachliche, technische und organisatorische Zuständigkeiten sind unklar.

• Späte Sicherheits- und Datenschutzprüfung: Daten flüsse, Zugriffe, Anbieterabhängigkeiten und Schutzbedarf werden nachträglich betrachtet. Punktuelle Tool-Nutzung: Fachbereiche experimentieren, ohne Erfahrungen systematisch zu teilen.

• Unklare Erfolgsmessung: Nutzen, Aufwand und Risiken werden nicht nachvollziehbar bewertet.

Von einfachen Use Cases zu anspruchsvolleren Anwendungen

Viele Organisationen starten mit einfachen KI Anwendungen. Marketing, Textgenerierung, Chatbots oder Kundenservice gel ten als typische «low hanging fruit» Bereiche: Sie liefern rasch sichtbare Resultate und haben verhältnismässig geringe Ein stiegshürden.

Allerdings sind anspruchsvollere Anwendungen wie agentische KI Systeme bereits im Einsatz. Sie unterstützen nicht nur ein zelne Aufgaben, sondern orchestrieren Abläufe und treffen eigenständig Entscheidungen. Damit steigen die Anforderun gen: KI muss in Prozesse und Systeme integriert werden, Entscheidungen werden geschäftskritischer, und Datenqualität, Schutzbedarf sowie Verantwortlichkeiten gewinnen an Bedeu tung.

Ebenso müssen KI Ergebnisse überprüfbar bleiben. Ein «Human in the Loop» stellt sicher, dass Ergebnisse eingeordnet, hinterfragt und korrigiert werden können. Transparenz und Nachvollziehbar

Fünf Fragen für eine kurze Standortbestimmung

Damit der verantwortungsvolle KI-Einsatz gelingt

1. Welches Geschäfts- oder Kundenproblem soll gelöst werden? Ohne klare Problemstellung bleibt KI ein Experiment ohne Richtung.

2. Welche Daten werden verwendet und wie schützenswert sind sie? Datenqualität, Herkunft, Zugriff und Schutzbedarf prägen Machbarkeit und Risiko.

3. Welche Prozesse und Rollen sind betroffen? KI verändert oft auch Verantwortung und Zusammenarbeit.

4. Wie werden Nutzen, Aufwand und Risiken bewertet? Ein tragfähiger Use Case braucht mehr als technische Machbarkeit.

5. Wie wird der KI-Einsatz gesteuert? Leitplanken zu Freigabe, Kontrolle, Sicherheit und Datenschutz schaffen Vertrauen und Nachvollziehbarkeit.

keit sind Voraussetzung für Vertrauen und datenschutzkonformen Einsatz. Nur digital reife Organisationen können in diesem Kon text beurteilen, welche Vorhaben Nutzen schaffen, organisato risch tragfähig sind und sicher betrieben werden können.

Erst verstehen, dann skalieren

KI ersetzt weder Strategie noch Verantwortung und ist kein Be leg für eine bereits gelungene digitale Transformation. Die ent scheidende Frage lautet daher nicht: «Welche KI Lösung brau chen wir?», sondern: «Welche Voraussetzungen müssen wir schaffen, damit KI sicher, wirtschaftlich sinnvoll und wertschöp fend eingesetzt werden kann?»

Organisationen, die diese Frage sorgfältig beantworten, schaf fen die Grundlage für eine digitale Transformation, die nicht vom Hype getrieben ist, sondern strukturiert, sicher und wirkungsvoll gestaltet wird. Eine digital reife Leistung.

Pascal Ammeter ist Head Digital Transformation bei Swiss Infosec AG und verantwortet die Umsetzung der Digitalstrategie, treibt bereichsübergreifende Innovationsprojekte und digitale Geschäftsmodelle voran und unterstützt Führungskräfte sowie Fachbereiche bei der Einführung neuer Technologien und moderner Arbeitsmethoden. www.infosec.ch

Die grössten Hürden bei der Einführung von Business Software

Die Einführung einer neuen Business Software ist nicht nur eine bedeutende Investition, sondern braucht auch Geduld und personelle Ressourcen. Es gibt dabei einige Stolpersteine, die man beachten und aus dem Weg räumen muss.

Cyrill Schmid

Bei der Evaluation und Einführung einer neuen Business Software gibt es zahlreiche Stolpersteine. Wie können diese vermieden wer den? Indem Sie aus den Fehlern anderer Unternehmen lernen.

Folgende Punkte können für ein IT Projekt verhängnisvoll sein:

#1 Zu wenig Ressourcen

Ein IT Projekt braucht Budget, Zeit und genügend freigestelltes Personal. Ohne klare Priorisierung scheitert es früh.

#2 Tagesgeschäft geht vor Softwareeinführung läuft nicht nebenbei. Das Projektteam muss fokussiert arbeiten können, sonst verzögert sich alles.

#3 Management steht nicht dahinter Neue Software verändert Prozesse. Ohne Rückhalt der Ge schäftsleitung entstehen Widerstände und Blockaden.

#4 Mangelnde Kompetenzen für das Projektteam

Das Team braucht klare Entscheidungsbefugnisse. Fehlen diese, entstehen Rückfragen, Verzögerungen und Frust.

#5 Unklarer Handlungsbedarf

Gerade langjährige Mitarbeitende blocken oft ab. Die Geschäfts leitung muss klar kommunizieren, warum die Veränderung nötig ist.

AGILITA AG

Neue Winterthurerstrasse 99 8304 Wallisellen

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#6 Unrealistische Zeitplanung Je nach Komplexität dauert eine Einführung über ein Jahr. Zeit liche Puffer sind wichtig, da Probleme meist erst im Projekt sichtbar werden.

#7 Alles allein stemmen wollen

Der Markt ist unübersichtlich. Ein unabhängiger Berater mit Marktkenntnis hilft, Fehlentscheide zu vermeiden.

Wer diese Punkte berücksichtigt, räumt die grössten Hürden aus dem Weg und schafft eine solide Basis für ein erfolgreiches IT Projekt. Viel Erfolg!

Cyrill Schmid ist Managing Partner bei topsoft und Leiter des topsoft Consulting Netzwerks. www.topsoft.ch/consulting

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Zusammenstellung kompetenter Anbieter von Business IT. Lassen Sie sich von diesen Fachpersonen bei der Auswahl Ihrer IT-Lösung beraten und machen Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft.

AGILITA – Die Nummer 1 für SAP Cloud ERP

Die AGILITA AG ist mit Sitz in Wallisellen, Niederlassungen in Bern sowie den zwei deutschen Standorten als SAP Gold Partner tätig. Mit über 170 Mitarbeitenden begleitet AGILITA Unternehmen in die digitale Zukunft. Als Schweizer Nummer 1 für Cloud-ERP-Lösungen umfassen unsere Kompetenzen auch die SAP Business Technology Platform, SAP Analytics Cloud und die S/4HANA-Migration. Zudem bieten wir Services rund um SAP-Lizenzen und digitale Innovationen.

Mit AI-Expertise und SAP Business AI unterstützen wir Unternehmen dabei, Prozesse zu automatisieren, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und neue Effizienzpotenziale zu erschliessen.

Unser Ziel: Effizienz, Innovation und Wettbewerbsvorteile durch die optimale Nutzung von Cloud-Technologien und Künstlicher Intelligenz. Mit AGILITA erreichen Sie Ihre SAP-Ziele schneller, effizienter und intelligenter.

All for One Switzerland AG

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Die All for One Switzerland ist als SAP-Komplettdienstleister mit dem höchsten Partner-Status der SAP ausgezeichnet: «Platinum-Partner». Seit mehr als 30 Jahren unterstützen wir kleine, mittlere und grosse Unternehmen bei ihrer Transformation und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsstärke.

Als schweizerisches Unternehmen sind wir Teil der starken All for One Group, die Nummer 1 weltweit bei SAP-Transformationen und rund um SAP Business Suite. In der All for One Group geben über 3000 Expertinnen und Experten täglich ihr Bestes, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu steigern. Dabei bringen wir die Facetten, die für den Wettbewerbsvorteil mit entscheidend sind, zusammen und unterstützen unsere mehr als 4000 Kunden überwiegend aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen –darunter Global Player, Hidden Champions und Weltmarktführer.

Produkte / Kompetenzen

SAP Cloud ERP

SAP Business ByDesign

S/4HANA Migration

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SAP Analytics Cloud

SAP Signavio

SAP Lizenzgeschäft

SAP Sales Cloud

Kontaktperson

Simon Hammer

Produkte / Kompetenzen

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HR & Employee Experience

Engineering, Product & Data

Supply Chain & Manufacturing

Customer Experience

Finance & Controlling

Business Analytics

Communications & Collaboration

Artificial Intelligence

Industry End-to-End Processes

Cybersecurity & Compliance

Strategy & Transformation

Kontaktperson

Goran Krstovic

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anica ag ist ein starker, vertrauenswürdiger Dienstleister und proaktiver, kompetenter Berater für unternehmerische Organisations- und Softwarelösungen in der gesamten deutschsprachigen Schweiz.

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Kontaktperson

Werner Odermatt

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Als Partner von Infor vertreiben und implementieren wir im Schweizer Markt die innovative ERP-Software Infor LN bzw. die CloudSuite Industrial Enterprise. Infor LN bietet Ihnen das technologische Rückgrat, das Sie zur Modernisierung Ihres Unternehmens benötigen. Steigern Sie die Leistung und Effizienz in Bereichen, die für Ihre Fertigungsorganisation von Bedeutung sind. So verbessern Sie Ihre Kundenbeziehungen, Abläufe und die Lieferkette.

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T +41 79 638 42 31

www.haufe-x360.ch/ info@2pteam.ch

Mehr Überblick. Weniger Aufwand. Mehr Wachstum.

blue office ist die Schweizer ERP-Lösung für alle Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse einfach, zentral und effizient steuern wollen.

Alle wichtigen Geschäftsbereiche – von der Auftragsbearbeitung über Buchhaltung und CRM bis hin zum Projektmanagement – sind integriert. So behalten Sie jederzeit den Überblick über Finanzen, Kunden, Lager und Produktion – von Anfang an.

Unsere Lösung ist flexibel und wächst mit Ihrem Unternehmen. Starten Sie mit den Funktionen, die Sie brauchen, und erweitern sie jederzeit bei Bedarf. Dank der Skalierbarkeit und der benutzerfreundlichen Ausrichtung bleibt blue office langfristig Ihre richtige Wahl.

Entdecken Sie, wie blue office Ihren Arbeitsalltag erleichtert.

Haufe X360 – die moderne Cloud-ERP-Lösung für Schweizer KMU

Haufe X360 ist die innovative Business-Management-Plattform von Haufe und bietet Schweizer KMU eine voll integrierte, modulare Cloud-ERPLösung. Die Software deckt Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, Projektmanagement, CRM und viele weitere Geschäftsprozesse ab – flexibel, skalierbar und 100 % webbasiert. Mit ihrem API-first-Ansatz lässt sich Haufe X360 nahtlos in bestehende Systeme integrieren und unterstützt Unternehmen optimal bei der Digitalisierung. Besonderheiten des Schweizer Marktes, wie lokale Buchhaltungsanforderungen, werden direkt berücksichtigt. Haufe setzt dabei auf ein Partnernetzwerk in der Schweiz: Vertrieb, Implementierung und Support erfolgen durch qualifizierte Schweizer IT-Dienstleister –ohne Wettbewerb durch den Hersteller.

Produkte / Kompetenzen

Infor CloudSuite Industrial Enterprise

Infor LN

Infor OS

Infor IDM

Infor ION

Infor CPQ (Konfigurator)

Factory Track (mobile

Datenerfassung)

Birst BI

Live-Demo vereinbaren über erp-support@asinfotrack.ch

Kontaktperson

Daniel Kleiner

Produkte / Kompetenzen

ERP / CRM

Auftragsbearbeitung

Warenwirtschaft

Lagerverwaltung

Produktionsmanager

Reparaturmanager

Rechnungswesen

E-Shop/Web-Shop

POS Kasse + EFT/POS

Web App

Mobile Apps

Individualprogrammierungen

Kontaktperson

Moritz Neuschütz

Produkte / Kompetenzen

Haufe X360, modernes Cloud-ERP für mittlere Firmen.

Webbasierte Business-Plattform flexibel & skalierbar

Module: Finanzen, CRM, Projekt und Warenwirtschaft integriert API-first: einfache Anbindung an best. IT-Lösungen möglich. Schweizer Besonderheiten sind im System berücksichtigt. Lokaler Vertrieb & Support ohne Herstellerkonkurrenz

Kontaktperson

Rudolf Schuler

informatics solutions ag Dammweg 4 5503 Schafisheim +41 62 885 60 30 www.isinf.ch contact@isinf.ch

Als informatics solutions ag realisieren und betreuen wir ERP-Lösungen für fertigende KMU im nationalen und internationalen Umfeld auf Basis Infor CloudSuite Industrial Enterprise. Unsere Kunden vertrauen auf über 20 Jahre Projekterfahrung aus Fertigungs-, Handels,- und Dienstleistungsprojekten. Wir blicken zurück auf über 100 erfolgreiche ERP-Einführungen, Migrationen und grössere Softwareentwicklungsprojekte im ERP Infor LN/CloudSuite Umfeld.

Nachhaltigkeit, Qualität und langjährige Partnerschaften stehen bei uns im Vordergrund. Wir verfügen über ein stabiles und sehr kompetentes Kernteam. Wir sind davon überzeugt, dass nur Systeme mit strategischen Lösungsansätzen und visionären Technologien nachhaltigen Erfolg für Unternehmen garantieren.

Seit 2023 sind wir Teil der AZTEKA Consulting GmbH – unserem über viele Jahre und in vielen Projekten bekannten Kooperationspartner.

Opacc entwickelt seit 1988 eine eigene Enterprise Software Plattform in der Schweiz.

Das Kernstück der Software Plattform bildet Opacc OXAS, welches sämtliche digitalen Unternehmens-Ressourcen wie Daten, Dokumente, Funktionen, Integrationen, etc., zentral zur Verfügung stellt.

Produkte / Kompetenzen

Infor CloudSuite Industrial Infor LN Infor OS Infor IDM Infor ION Infor CPQ Infor CRM Infor Factory Track Application Management Service Value Engineering Infor ESG-Reporting Infor Warehouse Mobility

Kontaktperson

Michael Rohn

Produkte / Kompetenzen

Opacc Enterprise CRM

Opacc Enterprise Shop

Opacc ERP

Opacc OXAS

Opacc OXAS DMAS

Opacc Software AG

Opacc – Alle Enterprise Anwendungen auf einer gemeinsamen Plattform. Wahligenpark 1 6023 Rothenburg T +41 41 349 51 00 www.opacc.ch welcome@opacc.ch

redPoint AG

Chollerstrasse 32

6300 Zug

T +41 41 545 60 60 www.redPoint.swiss verkauf@redPoint.swiss

Auf dieser Grundlage stehen homogene, leistungsfähige und standardisierte Anwendungen zur Verfügung: Opacc ERP, Opacc ERP Mobile (Warehouse, Service, Sales, APP), Opacc Enterprise CRM und Opacc Enterprise Shop.

Einführung und Betreuung sämtlicher Anwendungen erfolgt direkt durch Opacc. Die garantierte Update-Fähigkeit zu neuen Versionen wurde von ERP-Anwendern in der Schweiz, Deutschland und Österreich mehrfach bestbewertet. Opacc beschäftigt über 200 Mitarbeitende in Rothenburg/LU und Münchenstein/BL.

redPoint bietet Ihnen eine flexible, standardisierte und bedienerfreundliche ERP Software zur Digitalisierung Ihres Unternehmens. Die ERP Lösung entspricht den Anforderungen von Schweizer KMU – von der kleinen, jungen Firma welche eine hohe Standardisierung sucht, bis zum grossen KMU, welches unterschiedliche digitale Tools einsetzen will. Unsere Branchenlösung für Handel, Projektgeschäft & Dienstleister, Service & Unterhalt und Produktion & Fertigung bringen unseren Kunden echten Mehrwert.

In unseren erfolgreichen ERP Projekten steckt Erfahrung und Engagement –seit über 30 Jahren.

Wir kombinieren das Beste der weltweit eingesetzten Microsoft Unternehmens-Software Dynamics 365 Business Central (NAV / Navision) mit unserer Best Practice für unsere Kunden. Dank unseren profunden Branchen-Kenntnissen arbeiten Sie mit uns auf Augenhöhe.

redPoint – ERP auf den Punkt gebracht!

Die SnapERP AG unterstützt Schweizer KMU bei der Auswahl, Einführung und Optimierung von ERP Lösungen mit Fokus auf das Baunebengewerbe. Das kompetente und erfahrene Team kennt die Abläufe im Bauumfeld und weiss, worauf es in jedem Projektschritt ankommt.

Opacc ERP Mobile Service / Sales / APP

Opacc ERP Warehhouse / Mobile Warehouse

Kontaktperson Urs P. Amrein

SnapERP AG

Oberneuhofstrasse 10d 6340 Baar

T +41 76 672 94 98 www.snaperp.ch info@snaperp.ch

Odoo ist eine flexible All in one-Business Software, die sich modular an Ihre Anforderungen anpassen lässt. Odoo unterstützt die projektorientierte Planung, Ressourcensteuerung und Kostenkontrolle. Prozesse werden in funktionierende ERP Strukturen übersetzt, so dass Lösungen entstehen, die im Büro ebenso zuverlässig funktionieren wie auch auf der Baustelle.

Unter der Leitung von Reto Krummenacher setzt SnapERP auf Klartext statt Beraterfloskeln um Prozesse zu vereinfachen, Transparenz zu schaffen und Unternehmen spürbar zu entlasten. Digitale Werkzeuge müssen einfach funktionieren, verständlich bleiben und einen echten Mehrwert schaffen.

Produkte / Kompetenzen redPoint Branchenlösung für den Handel redPoint Branchenlösung für Produktion & Fertigung redPoint Branchenlösung für Projektgeschäft & Dienstleister redPoint Branchenlösung für Service & Unterhalt

Microsoft Dynamics 365 Business Central

Microsoft Dynamics NAV

Kontaktperson

Michael Bechen

Produkte / Kompetenzen

Finanzbuchhaltung

Kostenrechnung

Lohn

Einkauf / Lager

Verkauf / CRM

Projekt / Planung

Service / Kundendienst

Marketingautomation

Website

Abos / Vermietung

Analyse-Konfiguration

Schulung-Support-Entwicklung

Kontaktperson

Reto Krummenacher

Vortex Change GmbH

OneStack.AI

Leutschenbachstrasse 48K

8050 Zürich

T +41 79 597 50 79 www.ps-onestack.io samuel.hitz@vortex-change.ch

OneStack.AI bietet ein durchgängiges Gesamtsystem für Beratungsunternehmen, Agenturen und Professional-Services-Firmen. Vom Lead-/Opportunity-Management über Angebote, Projekt- und Mandatsführung, Zeiterfassung und Spesen bis zur Fakturierung und Finanzbuchhaltung sowie alle relevanten HR-Funktionen sind sämtliche Prozesse in einer Lösung integriert. Ohne Medienbrüche, ohne Insellösungen.

Die Lösung ist konsequent auf agentische KI-Funktionen ausgerichtet und bietet viele integrierte Zusatzfunktionen wie E-Signatur, Kundenportal und Archiv sowie Multi-Company und Konsolidierung.

Schweizer und Deutsche Anforderungen sind nativ abgedeckt: QR-Rechnung, ELM-Lohnmeldung und Mehrwertsteuerabrechnung. Für den DACH-Raum stehen ZUGFeRD/E-Rechnung und DATEV-Export bereit. Wir setzen auf pragmatische, schnell eingeführte Lösungen, die mit dem Unternehmen wachsen.

Die Lösung von Beratern für Berater.

bambit – Ganzheitlicher Digital Commerce mit System

bambit ag

Schmiedweg 6

3013 Bern

T +41 31 533 18 06

www.bambit.ch

hello@bambit.ch

bambit begleitet Unternehmen von der Strategie bis zum Betrieb moderner Digital-Commerce-Lösungen. Mit unserer Plattform buzzle digitalisieren wir Handels- und Vertriebsprozesse durchgängig. Vom PIM-Systemen über B2B-Onlineshops und Kundenportale bis hin zu Integrationsplattformen und der Automatisierung von Verkaufsprozessen.

Wir verbinden tiefes Verständnis für Geschäftsmodelle und Prozesse mit technologischer Exzellenz und praxisnaher Beratung. Unsere modulare, API-basierte Plattform integriert bestehende Systeme nahtlos und schafft die Grundlage für skalierbare, zukunftssichere digitale Geschäftsmodelle.

100 % Swiss Made Software.

ITB-Swiss AG

Hinterbergstrasse 34a 6312 Steinhausen

T +41 41 748 50 80 www.itb-swiss.ch info@itb-swiss.ch

Seit 1996 steht die ITB für innovative Standardsoftware im Bereich Daten- und Informationsmanagement. Mit über 80 Mitarbeitenden und mehr als 150 Kunden verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Konzeption, Entwicklung und Implementierung leistungsfähiger Softwarelösungen.

Unser Portfolio umfasst Product Information Management (PIM), Master Data Management (MDM), Digital Asset Management (DAM/MAM), E-Commerce, Multichannel-Kommunikation, Database Publishing und EDI.

Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Daten effizient und zentral zu verwalten, Prozesse zu optimieren und Informationen kanalübergreifend bereitzustellen – für mehr Effizienz, Qualität und nachhaltigen Geschäftserfolg.

Asseco Solutions AG c/o Office LAB AG

Industriestrasse 171 8957 Spreitenbach

T +41 44 542 45 30

www.assecosolutions.com ch.info@assecosol.com

Seit über 30 Jahren bietet die Asseco Solutions modernstes ERP für den gehobenen Mittelstand. Die webbasierte ERP-Lösung APplus bündelt Funktionen wie Projektmanagement, CRM, Dokumentenmanagement, Warenwirtschaft, Produktionsplanung und -steuerung, Finanzwesen und Service in praxisnahen Workflows. So deckt sie alle wesentlichen Stufen moderner Wertschöpfungsketten ab. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Benutzerfreundlichkeit wurde die Lösung mehrfach zum «ERP-System des Jahres» gekürt.

Asseco legt einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung und agiert als Vorreiter für Technologien wie Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz. Letztere kommt u.a. in Vertrieb, Lagerhaltung oder zur Prozessautomatisierung zum Einsatz. Auf dem Weg in die digitale Zukunft steht Asseco Kunden als erfahrener Beratungspartner zur Seite – etwa durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im vernetzten Zeitalter.

Produkte / Kompetenzen

Gesamtlösung Prof. Services

CRM / ERP / HRIS / Archiv

Projekt- & Mandatsmanagement

Zeiterfassung & Spesen

OCR2-Belegerkennung

Offerten & Fakturierung

QR-Rechnung (Swiss QR Bill) ZUGFeRD / E-Rechnung ELM XML Lohnmeldung

DATEV-Export

Offline-First-Architektur KI-Automatisierung & Workflows

Kontaktperson

Samuel Hitz

Produkte / Kompetenzen buzzle Commerce Core

buzzle PIM-System buzzle B2B Shop buzzle Kundenportal buzzle API Layer buzzle Aussendienst App buzzle Operation Center

Digital Commerce B2B E-Commerce PIM-Systeme API-Architekturen KI im Digital Commerce

Kontaktperson Reto Gurtner

Produkte / Kompetenzen

MeDaPro, das PIM System TradePro eCommerce B2B/B2C Publish, die Publikationslösung ConnectPro, die EDI-Lösung Kontaktperson Andreas Sattlegger

Produkte / Kompetenzen

APplus ERP

Vertrieb / CRM

Einkauf

Produktion / Fertigung

Materialwirtschaft & Lager

Personalzeiterfassung (PZE)

Projektverwaltung

Service Management

Multisite (Standortverwaltung)

BI / Data Warehouse

Flow Mode (Workflowmanagement)

Produktkonfigurator

Kontaktperson

Roland Böckli

KUMAVISION AG (Schweiz)

KUMAVISION Gruppe

Stettbachstrasse 8

8600 Dübendorf

T +41 44 478 50 30 www.kumavision.ch schweiz@kumavision.com

KUMAVISION ist der Business-Software Spezialist für KMU. Mit unseren SaaS-Lösungen sorgen wir bei Kunden für Performance und Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Kernkompetenz: Massgeschneiderte ERP-Branchensoftware auf Basis Microsoft Dynamics 365 für Fertiger, Medizinaltechnik, Grosshandel und Projektdienstleister, ergänzt um CRM-, DMS- und BI-Software sowie Service-Angebote rund um die Digitalisierung. Als einer der weltweit grössten Implementierungspartner für Microsoft Dynamics haben wir das in den letzten 30 Jahren bei über 3000 Projekten bewiesen. Wir unterstützen die digitale Transformation durch:

Schlanke, branchengerechte Best-Practice-Prozesse, effizient unterstützt durch KI (Copilot)

• Zukunftssichere Technologie: Microsoft Dynamics 365

• Prozess-Know-how für ERP, CRM, DMS, Business Analytics, KI, Workflows, Collaboration u.v.m.

SmartStart-Pakete zur schnellen Einführung der Software

Soxes

Custom Software and Digitalization

Sennweidstrasse 1B

8608 Bubikon

T +41 55 253 00 53 www.soxes.ch hello@soxes.ch

Du kennst Deine Abläufe, weisst, was funktioniert und wo es hakt. Wir helfen Dir, genau dort anzusetzen. Ob Du bestehende Systeme weiterentwickeln, Prozesse schlanker gestalten oder neue Ideen digital umsetzen willst: Bei soxes bekommst Du keine Lösung von der Stange, sondern Software, die zu Deinem Unternehmen passt.

Wir kombinieren technisches Know-how mit einem tiefen Verständnis für Geschäftsprozesse. Was wir entwickeln, soll Dir nicht nur heute helfen, sondern auch in Zukunft passen.

Als Partner schaffen wir Software, die verständlich bleibt, zuverlässig läuft und mit Deinen Anforderungen wächst. Nachvollziehbar dokumentiert, sauber umgesetzt und bereit für alles, was kommt. Darauf kannst Du Dich verlassen: Wir erleichtern Dein Leben mit massgeschneiderten digitalen Lösungen.

Du bringst die Herausforderung – wir legen los!

ACTIWARE Schweiz

GmbH

Richtistrasse 7

8307 Wallisellen

T +41 44 533 56 70 www.actiware.ch info@actiware.ch

ACTIWARE ist Spezialist für Informationsmanagement, Prozessautomatisierung und KI gestützte Digitalisierung und unterstützt seit über 25 Jahren Organisationen dabei, Dokumente, Daten und Geschäftsprozesse zu strukturieren und zu automatisieren. Grundlage ist eine Kombination aus Enterprise Content Management, Enterprise Content Services und AI Solutions.

ACTIWARE.IO ist eine Plattform für Enterprise Content Services. Dokumente, Informationen und Geschäftsobjekte werden kontextbasiert verknüpft und in digitale Prozesse integriert. Durch No Code Modellierung, intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP) und KI Analyse lassen sich Inhalte erkennen, Daten extrahieren und Workflows steuern. So entstehen End to End Prozesse und fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Die Lösungen integrieren sich in bestehende ERP und Fachsysteme und ermöglichen Unternehmen eine schnelle, skalierbare Digitalisierung.

Lucca Software

Elisabethenstrasse 23 4051 Basel

T +41 44 797 67 06 lucca-software.ch info@lucca-software.ch

Lucca entwickelt Software, die das Leben von Personalverantwortlichen und Mitarbeitenden vereinfacht. Wir helfen Unternehmen dabei, leistungsfähiger zu werden. Unsere individuell zusammenstellbaren Softwarelösungen optimieren Verwaltungs- und Personalprozesse. So können Sie sich mit mehr Zeit Ihren Kernaufgaben widmen.

Mit unserer Software-Suite lösen Sie eine breite Palette an HR-Herausforderungen, wie beispielsweise digitale Personalakten, Zeiterfassung und Absenzenmanagement, Verwaltung von Geschäftsausgaben, Talentmanagement und Rekrutierung sowie die Vorbereitung und Bereitstellung der Lohnabrechnung.

Produkte / Kompetenzen

Microsoft Dynamics 365 für die Fertigung (factory365)

Microsoft Dynamics 365 für Maschinen-/Anlagenbau (factory365)

Microsoft Dynamics 365 für die Medizinaltechnik (medtec365)

Microsoft Dynamics 365 für Projektdienstleister (project365)

Microsoft Dynamics 365 für den Grosshandel (trade365)

Kontaktperson Umut Celik

Produkte / Kompetenzen Legacy-Systeme modernisieren Individualsoftware entwickeln Mobile App-Entwicklung Cloud-Integration & Migration KI-Beratung und -Entwicklung Technische Beratung & Audits API-Entwicklung/Schnittstellen Software-Wartung & Support DevOps & automat. Testing Nearshoring mit Schweizer Lead Sicherheitschecks & Code Review

Kontaktperson Patrick Büchler

Produkte / Kompetenzen

ELO ECM Suite ACTIWARE.IO/ ELO BLP ELO BC / CONNECT Künstliche Intelligenz (KI) Intellig. Dokumentenverarb. Risk- & Quality-Management Intelligent Inbox Chancen & Opportunity Mgmt. Invoice Management mit ERP-Integration Personalaktenverwaltung Wissensmanagement

Kontaktperson

Heiko Schaffner

Produkte / Kompetenzen

Digitale Personalakte

Zeiten & Aktivitäten

Talent Management

Vergütung & Benefits

Spesenmanagement

Schweizer Support & Beratung

Starke Schnittstellen & APIs

Modular oder als Gesamtlösung

Individuell konfigurierbar

Datenhosting in der Schweiz

Benutzerfreundlichkeit

SwissSalary

Kontaktperson

Yannick Machate

Swisspayroll AG

Lenzbüelstrasse 2

8370 Sirnach TG

T +41 71 969 30 30 www.swisspayroll-ag.ch marketing@sps-ag.ch

Die swisspayroll ag unterstützt Unternehmen bei der effizienten und sicheren Digitalisierung ihrer HR- und Payroll-Prozesse. Als spezialisierter Partner für Payroll Outsourcing übernimmt sie die gesamte Lohnverarbeitung oder ausgewählte Teilprozesse – gesetzeskonform, datensicher und auf Basis der Swissdec-zertifizierten Abacus Business Software. Darüber hinaus bietet swisspayroll integrierte HR-Lösungen für den gesamten Mitarbeiter-Lifecycle – von Recruiting und Onboarding über Personalentwicklung bis zur Zeiterfassung und Austrittsverwaltung. Ergänzt wird das Angebot durch praxisnahe HR- und Payroll-Beratung. So profitieren Unternehmen von schlanken Prozessen, höherer Effizienz, reduzierten Risiken und mehr Zeit für ihre Mitarbeitenden.

Produkte / Kompetenzen

Payroll auslagern (BPO)

Einführung von Lohn- & HR-Lösungen

Payroll- & HR-Beratung

Kontaktperson

Diana Meier

Teamhero Schweiz GmbH

Bederstrasse 103a

8002 Zürich

T +41 79 294 44 50 www.teamhero.ch mw@teamhero.ch

Work-ID AG

Seestrasse 40 8800 Thalwil

T+41 44 541 08 88 www.work-id.ch info@work-id.ch

Personalmanagement, das wirklich funktioniert:

Die HR-Software Teamhero vereint Bewerbermanagement, Einsatzplanung, Zeiterfassung und digitale Personalakte in einer Plattform – statt verteilt auf Excel, WhatsApp und Dutzende weiterer Tools.

Projektleiter:innen erkennen Personalbedarf sofort und planen qualifikationsbasiert und bidirektional. Arbeitsverträge werden automatisiert generiert und rechtssicher unterschrieben. Verfügbarkeiten, Bewerbungen und Zeiterfassung tätigen Mitarbeiter:innen direkt in der kundeneigenen App. Schweizer Kunden wie das Hallenstadion Zürich, die Suva, die ETH Zürich oder die Streetparade steuern damit ihren Personaleinsatz – von der Bewerbung bis zur Lohnvorbereitung.

Das Ergebnis:

Egal ob 50 oder 500 Mitarbeitende – dank eines smarten All-in-one-Prozesses ohne Medienbrüche nachweislich bis zu 75 % Zeitersparnis bei Planung, Arbeitszeit und Kommunikation.

Die Work-ID AG bringt Menschen und Unternehmen zusammen, die wirklich zueinander passen. Für Arbeitnehmende ist die Work-ID der digitale SkillsAusweis und wächst ein Arbeitsleben lang mit. Sie machen damit sichtbar, was sie können und was ihnen wichtig ist.

Damit Unternehmen die Skills erkennen und nutzen können, erhalten sie mit dem Skills-Manager ein Werkzeug, das ihnen zeigt, wer zu ihnen passt. Intern sowie extern. Damit sie keine passenden Menschen mehr übersehen. Skills sind die harte Währung für smarte Unternehmen. Mit dem SkillsManager wissen Unternehmen, wo intern das nächste Talent schlummert und welche Skills sie extern rekrutieren sollten. Und wer heute nicht passt, passt vielleicht morgen: Dafür kann jedes Unternehmen eigene Talentpools bilden. Und das Beste: Den Skills-Manager gibt es in der Basisversion kostenlos.

Infoniqa Schweiz AG

Platz 10

6039 Root D4

T +41 58 944 11 11 www.infoniqa.com kontakt@infoniqa.com

Infoniqa unterstützt Unternehmen dabei, HR- und Finanzprozesse einfacher und effizienter zu gestalten – mit Software und Services rund um Payroll, Finance und HR.

Unser Fokus ist klar: Modulare Lösungen, die mit euren Anforderungen mitwachsen, persönlicher Support und kontinuierliche Weiterentwicklung. So reduziert ihr Komplexität und gewinnt mehr Zeit für das Wesentliche.

Über 40’000 Kunden im DACH-Raum vertrauen auf unsere Lösungen, wie z. B. ONE 50, ONE200, ONE Start und den Outsourcing Service Run my Accounts.

Produkte / Kompetenzen

Personalplanungs-Software

Einsatz-/Dienstplanung

Rekrutierung

Rekrutierung

Digitale Personalakte

Zeiterfassung & Spesen

Teamkommunikation

Mitarbeitenden-App

Job-Portal

Lohnvorbereitung

Vertragsmanagement/DocuSign API

Kontaktperson Martin Winiker

Produkte / Kompetenzen

Skills-basierte Rekrutierung

Talentpool

Direktansprache

1-Klick-Bewerbung

Skills-Management Personalentwicklung

Kontaktperson

Renato Profico

Produkte / Kompetenzen

Infoniqa ONE 200

Infoniqa ONE 50

Infoniqa ONE Start Run my Accounts

Kontaktperson

Jörg Holzmann

ERP Gesamtlösung –Effizienz im Kernprozess

Ob Produktion, Lager oder Kundenservice – ohne integrierte IT Unterstützung arbeitet heute kaum ein KMU wirklich effizient. Als digitales Rückgrat verbindet ein ERP System zentrale Unternehmensbereiche, sorgt für konsistente Daten und ermöglicht durchgängige Prozesse. Doch welche Lösung passt zur eigenen Organisation und wie entfaltet sie ihren Nutzen im Alltag?

Moderne ERP Systeme übernehmen dabei sowohl klassische Steuerungsaufgaben als auch die Versorgung der Umsysteme mit verlässlichen Informationen, sie automatisieren Abläufe und unterstützen Mitarbeitende mit intuitiven, mobil nutzbaren Oberflächen. Dabei gehören KI gestützte Funktionen, flexible Skalierung und sichere Cloud Bereitstellung (SaaS) zunehmend zum Standard. Entscheidend bleibt jedoch, wie gut sich eine Lösung an Prozesse, Wachstum und Sicherheitsanforderungen anpassen lässt.

Die Einführung bleibt anspruchsvoll: Funktionen werden oft nur teilweise genutzt, Projekte verlieren an Tempo oder der erwartete Mehrwert stellt sich nicht ein. Damit ein ERP System zum echten Erfolgsfaktor wird, braucht es klare Ziele, realistische Erwartungen und ein Setup, das sowohl Technik wie auch Menschen mitnimmt.

Welche Rolle eine ERP Gesamtlösung für Effizienz und Transparenz spielt, welche Anforderungen sie erfüllen muss und warum der Faktor Mensch im Projekt entscheidend bleibt, zeigen die Beiträge im Online Dossier ERP.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge: Worauf es bei der Wahl eines ERP-Systems ankommt

Viele ERP Projekte scheitern an Fehlern in der Auswahlphase. Der Leitfaden zeigt, wie KMU strukturiert vorgehen und typi sche Stolpersteine vermeiden. Roger Busch erklärt, auf was besonders zu achten ist.

ERP im Wandel: Was für Schweizer KMU wirklich zählt

ERP Systeme wandeln sich rasant. Vier Experten erläutern, wel che Trends besonders prägen, wie sich Anforderungen verän dern und was das für Schweizer KMU konkret bedeutet.

KI macht das ERP-System (noch) intelligenter

Künstliche Intelligenz gewinnt in Enterprise Software an Bedeu tung. Stéphane Barbey erläutert, wie Opacc KI einsetzt, um Prozesse zu automatisieren und ERP Lösungen spürbar leis tungsfähiger zu machen.

«Je langweiliger ein Use Case, desto grösser der Hebel»

KI im ERP entfaltet ihren Nutzen vor allem bei repetitiven Auf gaben. Fabian Baumgartner zeigt, wie KMU pragmatisch star ten, worauf sie bei Anbietern achten und warum unscheinbare Use Cases oft die stärksten Effekte bringen.

Mit dem Drei-Ebenen-Ansatz zur zukunftssicheren

Systemlandschaft

Viele KMU kämpfen mit gewachsenen IT Landschaften. Reto Gurtner beschreibt, wie das Drei Ebenen Modell Integration verbessert, Flexibilität schafft und Unternehmen fit für steigende digitale Anforderungen macht.

ERP ist kein Selbstzweck – sondern ein Möglichmacher

Variantenvielfalt, Ökosysteme und Menschlichkeit: Siegfried Laibach erklärt im Interview, wie ERP Projekte gelingen, wenn sie als Werkzeug für Wandel verstanden werden und nicht als technisches Selbstzweckprojekt.

Wie ERP-Lösungen nachhaltige Entwicklung fördern

ERP Systeme unterstützen KMU dabei, Ressourcen zu scho nen, Transparenz zu schaffen und nachhaltiger zu wirtschaften. David Bärtsch zeigt, wie moderne Technologie ökologische und wirtschaftliche Ziele verbindet.

Von Excel zur medtech-konformen SaaS-ERP-Lösung

Mit einer innovativen Schweizer ERP Lösung hat das Medtech Startup Xsensio nun eine skalierbare Basis für Produktion, Qua lität und Wachstum geschaffen. Darüber haben wir mit Karin Jaymes, Mitgründerin von Xsensio, gesprochen.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier ERP für KMU –einfach QR-Code scannen.

http://qrco.de/Dossier-ERP

Neugierig auf mehr? Auf topsoft.ch warten über 340 Artikel rund um ERP Systeme auf Sie. https://qrco.de/topsoft ERP

Success Story

Präzision, Innovation und Digitalisierung aus einer Hand

Die August Manser AG aus Altstätten SG verbindet seit 1972 Präzision, Innovationskraft und industrielle Fertigungskompetenz. Um Prozesse weiter zu optimieren und neue digitale Möglichkeiten zu nutzen, setzt das Unternehmen auf IN:ERP und die Betreuung durch die anica ag. Drei strategische Projekte zeigen, wie Manser Digitalisierung pragmatisch, effizient und zukunftsorientiert umsetzt.

Die August Manser AG ist ein Familienunternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden und Fokus auf hochpräzisen Bauteilen und Systemen für Maschinenbau, Halbleitertechnik, Optik und Me dizinaltechnik. Als Systemanbieter deckt Manser die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Produktentwicklung über CNC Fertigung und 3D Messtechnik bis hin zu Montage, Sup ply Chain Management und After Sales Service. Zur Gruppe gehören zudem die InLack AG (Nasslackierung) und die Sedax AG (Innovation & Produktentwicklung).

«Digitalisierung funktioniert nur, wenn Mensch, Organisation und Technik zusammenspielen. Eine Software allein löst keine Prozessprobleme.»

Johannes Amsler, Leiter Digitalisierung der August Manser AG

Digitalisierung mit Augenmass

Der industrielle Markt verändert sich schnell, und Manser ist es gewohnt, sich mitzuverändern. Produktivität steigern, Prozesse verbessern, neue Märkte erschliessen – das gehört zum Selbst verständnis des Unternehmens. Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Entscheidend ist für Manser jedoch das Zusam menspiel von Mensch, Organisation und Technik. Erst wenn alle drei Faktoren harmonieren, entsteht echter Mehrwert.

Seit 2014 arbeitet Manser mit den Business Softwarelösungen IN:ERP und IN:Finanz und vertraut dabei auf die umfassende und kompetente Betreuung durch die anica ag. Besonders ge schätzt wird die Weiterentwicklung der Plattform: Das neue Mietmodell eröffnet Zugang zu allen Modulen, Schnittstellen und dem modernen webGUI.

ERP als Rückgrat der Transformation

Aktuell treiben drei Projekte die digitale Transformation voran. Im März 2026 ist ein neues Dokumentenmanagementsystem pro duktiv gegangen. Dank der standardisierten IN:ERP Schnittstelle

arbeiten die User mit einer einheitlichen Oberfläche. Parallel wird das Workflow Modul eingeführt, um Datenverarbeitung und Pro zesssteuerung vollständig in einer Anwendung zu bündeln.

Für die Tochterfirma InLack AG ersetzt Manser das bestehende ERP durch einen Intercompany Mandanten in IN:ERP. Das re duziert den administrativen Aufwand deutlich und schafft eine einheitliche Datenbasis. Die Mitarbeitenden arbeiten künftig mit dem webGUI, ein wichtiger Schritt, um die moderne Oberfläche später auch bei Manser einzuführen.

Im dritten Projekt arbeitet Manser mit einem externen Software partner an der Entwicklung von KI Assistenten. Zuerst geht es darum, die Technologie zu verstehen, Mitarbeitende heranzu führen und den Datenschutz sicherzustellen. Erst danach wer den KI Funktionen mit IN:ERP verknüpft – ein bewusst verant wortungsvoller Ansatz.

Effizienz durch Eigenleistung und starke Partnerschaft

Die Abteilung Digitalisierung existiert erst seit 2024. Ihre Auf gabe: Projekte aufgleisen, Bedürfnisse erfassen und Interessen zusammenbringen. Ein schlechter Prozess wird durch Software nicht besser – diese Erkenntnis prägt die Arbeit. Der grosse Vor teil von Manser liegt in den langjährigen Mitarbeitenden, die ihre Abläufe genau kennen und sofort Feedback geben.

Mit einer eigenen IT Abteilung und einem internen IN:ERP Pro duct Owner kann Manser viele Anpassungen selbst vornehmen. Die anica ag unterstützt punktuell mit Beratung und Wartung. Das Ergebnis ist eine hohe Effizienz bei minimalem Ressourcen einsatz.

Besonders wichtig ist Manser, dass alle Anpassungen – Scripts, Schnittstellen und Module – stets 100 % releasefähig waren. Da durch bleiben Updates schlank und können vom Team selbst ständig oder über das automatisierte Patch Verfahren einge spielt werden. So werden Aktualisierungen nicht zu teuren Grossprojekten, sondern laufen ohne Belastung für IT oder Pro zessverantwortliche. Damit bleibt das Unternehmen flexibel, zu kunftsfähig und bereit für die nächsten Schritte der Digitalisie rung.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch anica ag, Dienstleister und Berater von unternehmerischen Organisations und Softwarelösungen für die gesamte Deutschschweiz. www.anica.ch

Marktübersicht ERP-Gesamtlösungen

Anbieter Produkt

Abacus Research AG Abacus ERP

Actricity AG Actricity

acunomic:erp Odoo

AGILITA AG SAP Cloud ERP

All for One Switzerland AG SAP S/4HANA Cloud

all4cloud Schweiz AG SAP Cloud ERP

Ambit Group AG Microsoft Dynamics 365 BC

ams.erp Solution AG ams.erp

ANG Schweiz AG SAP Business One

anica ag IN:ERP

apm consulting (schweiz) ag apmsystem2

Arcwide Switzerland AG IFS Cloud

AS infotrack AG Infor LN

Asseco Solutions APplus

Bachmann Support GmbH FlexBüro

BE-terna Microsoft Dynamics 365 BC

blue office ag blue office®

BMD Schweiz AG BMD Business Software

boreas AG aplix ERP

bossinfo.ch AG Microsoft Dynamics 365 BC

bossinfo.ch AG bossERP

bossinfo.ch AG Oracle NetSuite

braintec Odoo

bsb.info.partner AG Abacus ERP

Camptocamp SA Odoo

CASYMIR ERP System CASYMIR ERP System

Comarch Swiss AG Comarch ERP Enterprise

Consultinform AG PLEAN

COSMO CONSULT Microsoft Dynamics 365 BC

CSB-System AG CSB-System

DATA UNIT AG SAP Cloud ERP

dynasoft AG tosca ERP

eicom GmbH Comatic ERP

elvadata ag Sage X3

europa3000 AG europa3000

Exxas AG Exxas

FIVE Informatik AG Abacus ERP

FLEXiCODE Schweiz AG IFS Cloud

Forterro Schweiz AG Myfactory

Forterro Schweiz Proffix AG Proffix Px5

GUS Schweiz AG GUS-OS Suite

Heyde (Schweiz) AG Infoniqa ONE 200

iFAS ERP AG iFAS X5

Incodev AG Infor Blending ERP

Marktübersicht ERP-Gesamtlösungen

Anbieter

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE 200

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE 50

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE Start

Informaticon AG Informaticon Business Software A3

informatics solutions ag Infor LN/Cloud Suite

InterBit AG Abacus ERP

it5solutions GmbH Haufe X360

KLARA Business Software KLARA Business Software

KUMAVISION AG (Schweiz) Microsoft Dynamics 365 BC

Langmeier Software™ aBusiness Suite

leanux.ch AG eNVenta ERP

leanux.ch AG SQL-Ledger

Lobos Informatik AG enventa Trade ERP

m2 software GmbH m2 solution

MAIT Swiss GmbH Abas ERP

newvision timo365 ERP

onboos gmbh Xentral ERP

onboos gmbh reybex Cloud native ERP

Opacc Software AG Opacc ERP

Optiwork AG DOMUS

Polynorm Software AG Comarch ERP Enterprise

PSI AG Schweiz PSIpenta

redPoint AG Microsoft Dynamics 365 BC

Sage bäurer GmbH Sage b7

Sage bäurer GmbH Sage Wincarat

SelectLine Software AG SelectLine ERP

Silicium Consulting GmbH Infor LN

Simtech Informatik AG qLine Business Software

SnapERP AG SnapERP

Step Ahead Schweiz AG STEPS -ERP

Swiss21 Swiss21

SYZ AG Informatik Capelo ERP

tricoma AG tricoma Maneta

unisoft consulting gmbh Mentor Q

VLEXbusiness AG VlexPlus 6.3 –Comarch ERP inside

Watosoft AG Proffix Px5

wawi GmbH JTL-Wawi (ERP)

weclapp GmbH weclapp Cloud ERP

xalution GmbH Microsoft Dynamics 365 BC

XfleX Software AG XfleX Business Software

Xippo GmbH avista ERP

Xippo GmbH axelor ERP

XOR AG XOR

Zenplify AG ZEN ERP

Success Story

VINMA – wenn Weinbau und Digitalisierung zusammenfinden

«In vino veritas» – bei Niederer Schneider AG bedeutet das heute auch: Transparenz durch digitale Daten. Mit VINMA® verbindet das Unternehmen Weinbau, Prozesse und Informationen auf einer intelligenten Plattform. Unterstützt von Opacc hat das Traditionsunternehmen für Filtration und Getränketechnologie ein digitales Geschäftsmodell für die Zukunft der Weinbranche geschaffen.

Der Sinn für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Ange bots scheint der Niederer Schneider AG bereits 1903 in die Wiege gelegt worden zu sein. Die lange Firmengeschichte ist geprägt von innovativen Produkten und Lösungen für die Filtra tion und Aufbereitung in den Bereichen Wasser, Gas sowie Food & Beverage. Besonders eng verbunden ist das Unterneh men seit Jahrzehnten mit der Wein und Getränkeindustrie. Die Nähe zur Weinbranche, das Prozessverständnis und die lang jährige Zusammenarbeit mit Produzenten bildeten die Grund lage für VINMA.

Ausgangslage

In der Getränkeaufbereitung steigen die Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Effizienz kontinuierlich. Gleich zeitig erwarten Kunden digitale Prozesse, transparente Informa tionen und eine einfache Zusammenarbeit. Für Niederer Schnei der war deshalb früh klar, dass nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit nicht allein durch hochwertige Produkte entsteht, sondern durch die intelligente Verbindung von Daten, Prozessen und Services.

Gerade im Weinbau spielen Dokumentation, Nachvollziehbar keit und zentrale Informationen eine entscheidende Rolle. Pro duktionsschritte, Warenflüsse, Lieferungen und Dokumente müssen effizient verwaltet werden können, während regulatori sche Anforderungen und administrativer Aufwand zunehmen.

Ziele

Niederer Schneider verfolgte das Ziel, die Digitalisierung als in tegrierten Bestandteil des Geschäftsmodells weiterzuentwi ckeln. Prozesse, Daten und Dokumente sollten zentral verbun den werden, um Medienbrüche zu vermeiden und die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern effizienter zu gestal ten. Gleichzeitig sollten neue digitale Dienstleistungen für den Weinbau entstehen und administrative Abläufe vereinfacht wer den. Mit VINMA sollten Weinbauern und Getränkeproduzenten

von der Ernteerfassung über Wareneinkäufe bis zur Rückver folgbarkeit unterstützt werden. Ziel war es, aus alltäglichen Ab läufen automatisch wertvolle Informationen für Kunden entste hen zu lassen.

«Mit VINMA wollten wir unseren Kunden nicht einfach eine weitere Software anbieten. Unser Ziel war eine Plattform, welche den Alltag im Weinbau vereinfacht und gleichzeitig Daten, Prozesse und Kundenservices intelligent verbindet.»

Simeon Niederer, Managing Director/Inhaber, Niederer Schneider AG

Vorgehen

Die Zusammenarbeit mit Opacc startete vor rund 30 Jahren mit der Einführung von Opacc OXAS und Opacc ERP. Mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen auch die Anforderungen an Prozesse und Datenmanagement. 2014 folgte der Ausbau mit Opacc CRM. Der Aussendienst erhielt Zugriff auf eine einheitli che Kundensicht, Besuchsberichte und Verkaufsinformationen konnten zentral genutzt werden und die Integration mit Outlook erleichterte die tägliche Zusammenarbeit.

Im Zentrum der Weiterentwicklung stand die Integration aller Anwendungen. Die langjährige Zusammenarbeit mit Opacc er wies sich dabei als Vorteil: Bestehende Anwendungen konnten kontinuierlich erweitert werden, ohne komplexe Systemwechsel oder aufwendige Schnittstellenprojekte.

VINMA® ist keine zusätzliche Softwarelösung, sondern verbindet bestehende Prozesse, Daten und Dienstleistungen zu einer digitalen Plattform.

Lösungskonzept

Auf dieser technologischen Basis entwickelte Niederer Schnei der 2023 die Weinbau Plattform VINMA. Die Lösung unterstützt Weinbauern und Winzer bei zentralen Geschäftsprozessen ent lang der Wertschöpfungskette. VINMA basiert vollständig auf der bestehenden Opacc Infrastruktur mit OXAS, ERP, CRM, Warehouse und Kundenportal. Ergänzt wird die Lösung durch DMAS für die Verwaltung von Dokumenten wie Bilder, PDFs oder produktbezogene Unterlagen.

Der Vorteil liegt im Zusammenspiel aller Anwendungen: ERP, CRM, Dokumentenmanagement und Kundeninformationen greifen ineinander, Daten müssen nicht mehrfach gepflegt wer den und Prozesse können über verschiedene Abteilungen hin weg digitalisiert werden. Die Plattform OXAS bildet dabei die zentrale Datenbasis. Informationen stehen systemübergreifend zur Verfügung, Dokumente können ohne zusätzliche Schnitt stellen genutzt werden und Funktionen wie Freigabemanage ment oder Shared Business Objects lassen sich direkt integrie ren.

Eine zentrale Rolle spielt das CRM basierte VINMA Kunden portal. Kunden können darüber auf Informationen, Dokumente und Prozesse zugreifen. Die Zusammenarbeit wird dadurch effi zienter und transparenter. VINMA zeigt, wie sich auf Basis der standardisierten Opacc Plattform individuelle Lösungen entwi ckeln lassen – unter Einhaltung der Update Garantie.

Die gesamte Lösung wird im Opacc Cloud Center betrieben. Dadurch profitiert Niederer Schneider von einer stabilen, zentral verwalteten Infrastruktur ohne fragmentierte Systemlandschaf ten.

Fazit

Die Erfolgsgeschichte von Niederer Schneider zeigt, dass nach haltige Digitalisierung nicht durch einzelne Tools entsteht, son dern durch eine konsequente Plattformstrategie. Die Partner schaft mit Opacc schuf die notwendige Stabilität, um Prozesse und Anwendungen über Jahrzehnte hinweg weiterzuentwickeln.

Mit VINMA entstand ein digitales Geschäftsmodell für den mo dernen Weinbau und die Getränkeproduktion. ERP, CRM, Doku mente, Kundenportal und Prozesse greifen heute nahtlos inein ander. Die zentrale Verbindung von Daten, Prozessen und Dokumenten schafft die Grundlage für Effizienz, Skalierbarkeit und neue digitale Dienstleistungen.

Die integrierte Plattform reduziert Komplexität, vermeidet Me dienbrüche und ermöglicht durchgängige Prozesse. Auf die Ver bindung von Tradition, Technologie und neuen digitalen Mög lichkeiten lässt sich bei Niederer Schneider bestens anstossen – idealerweise mit einem guten Glas Wein.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Opacc Software AG. Als Enterprise Software Entwicklerin vereint Opacc alle Kompetenzen vom Softwareengineering bis hin zur Kundenbetreuung. www.opacc.ch

Bild: Niederer Schneider AG

Das erste ERP: Warum kleine Unternehmen

früh gross denken sollten

Kleine Unternehmen starten oft mit Word, Excel und ein paar Tools aus dem Bauch heraus. Das funktioniert erstaunlich lange, bis Wachstum, Transparenz, Compliance und Kostendruck gleichzeitig an die Türe klopfen. Genau dort fällt die ERP Entscheidung und sie bestimmt mehr, als vielen lieb ist …

Wer im Schweizer Markt nach ERP für kleine Unternehmen sucht, stösst schnell auf Bexio, Klara und Swiss21. Doch, sind das eigentlich schon alle?

Natürlich nicht. Der Markt von ERP für kleine Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und das Angebot in der Schweiz viel grösser, als man meinen könnte. Der Markt ist breit, die Anbieterlandschaft heterogen und fast jede Lösung ver spricht dank neuester Technologie Einfachheit, Wachstum und Zukunft. Nur: Ein ERP ist keine App für den Feierabend, es ist das Betriebssystem des Unternehmens.

Wo und wie finde ich also das passende ERP für mein Unter nehmen?

Was kleine Unternehmen am Anfang wirklich brauchen

Am Anfang braucht es meist kein digitales Schweizer Taschen messer mit 47 Zusatzfunktionen. Entscheidend sind eine klare Übersicht, saubere Stammdaten und durchgängige Kernpro zesse. Dazu gehören, je nach Businessmodell, vor allem Offerte bis Rechnung, Einkauf, Finanzen, Lager oder Projektabwicklung.

Wichtig ist dabei weniger die maximale Funktionstiefe als eine gemeinsame Datenbasis, auf der das Unternehmen später auf bauen kann.

Warum Excel & Co. irgendwann zum Bremsklotz werden

Excel ist am Anfang praktisch. Schnell, günstig, vertraut. Aber sobald das Unternehmen wächst, mehr Mitarbeitende zeitgleich auf Daten zugreifen, die im schlimmsten Fall an verschiedenen Orten sind, Projekte parallel laufen und jeder seine eigene Schatten IT betreut, wird aus dem motivierten Gründer Prag matismus schnell üble Improvisation. Der Aufwand steigt, die Fehlerquote sowieso und die Abhängigkeit von Einzelpersonen wird immer grösser.

Oder anders gesagt: Was gestern noch clever wirkte, wird dann schnell zum Risiko.

Die Plattformfrage kommt früher als gedacht

Ein kleines Unternehmen sollte sich nicht nur fragen, was die Software heute kann, sondern worauf sie morgen aufbauen

kann. Moderne ERP sind heute keine geschlossenen Monoli then, sondern offene Datenhubs. Sie müssen erweiterbar sein, offen für Drittsysteme und mit zukünftigen Anforderungen und dem Unternehmen mitwachsen können.

Wer hier beim Starten zu klein denkt, zahlt später oft Lehrgeld. Entweder, weil man viel früher als einem lieb ist, mit einer kost spieligen Evaluation konfrontiert wird oder weil man im gefürch teten Vendor Lock in feststeckt und sich mögliche Effizienzstei gerungen vergibt. Schnelligkeit oder gar entscheidende Marktvorteile gehen verloren, weil die bisherige Lösung die Wei terentwicklung und das Wachstum verhindert.

Swissness, Partner und Prozesswissen

Gerade in der Schweiz gehört zur ERP Wahl aber mehr als nur die Technologie. Themen wie Datenschutz, IT und Daten Sou veränität, Mehrsprachigkeit und lokale Regulierungen sind real. Ebenso wichtig ist der Implementierungspartner. Kleine Unter nehmen sollten sich nicht vom wortgewandten PowerPoint Weltmeister blenden lassen, sondern auf jenem Anbieter setzen, der ihr Business und ihre Prozesse versteht, die Lösung sauber einführt und danach auch zuverlässig erreichbar bleibt. Falls möglich, ist dabei die regionale Nähe sicher nicht falsch.

Technologie kann viel, doch fehlendes Prozesswissen kann sehr schnell viel kosten und – noch schlimmer – die Entwicklung eines jungen Unternehmens entscheidend behindern.

Fazit

Der Schweizer ERP Markt bietet auch kleinen Unternehmen weit mehr Möglichkeiten, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen: Anforderungen klären, Hauptprozesse definieren und mögliche Wachstumsstra tegien mitdenken.

Es braucht also einen Plan. Ein Hüftschuss nach dem Motto «Wir starten einfach mal mit einer Lösung und schauen später weiter» ist meist die teuerste Abkürzung.

Eine erste Orientierung im weitreichenden Angebot bietet die ERP-Suche auf topsoft.ch/search sowie die nachfolgende Marktübersicht mit ausgewählten Lösungen für Startups und kleine Unternehmen.

Marktübersicht ERP für kleine Unternehmen

bexio bexio ag

blue office ag blue office®

bossinfo.ch AG Oracle NetSuite

Comatic AG Comatic ERP

ERP + Shopsystem NUVOLA Solutions GmbH

europa3000 AG europa3000™

Exxas AG Exxas

Forterro Schweiz AG Myfactory

Forterro Schweiz Proffix AG Proffix Px5

Haufe X360 it5solutions GmbH

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE Start

KLARA Business Software KLARA Business Paket

Langmeier Software™ aBusiness Suite

m2 software GmbH m2 solution

makaris swissbrain ag

onboos gmbh reybex Cloud native ERP

Orphis AG Orphy

prokai OXITGEN AG

SnapERP SnapERP AG

Swiss21 Swiss21

Vortex Change GmbH OneStack.AI

wawi GmbH JTL-Wawi (ERP)

weclapp GmbH weclapp Cloud ERP Dienstleistung

yourBureau indual GmbH

Zenplify AG ZEN ERP

Zoho One Zoho von KMU Digitalisierung GmbH

Quelle: www.topsoft.ch/search (Selbstdeklaration der Anbieter) Anbieter

Unabhängige Unterstützung bei der ERP-Wahl

Sind Sie unsicher bei der Wahl Ihrer Business-IT? Die Fachleute im topsoft Consulting Netzwerk kennen den Markt und zeigen, welche Lösungen wirklich zu Ihrem Unternehmen passen. Erfahren, neutral und unabhängig.

www.topsoft.ch/consulting

Wer nicht mit der Zeit geht, geht (nicht immer) mit der Zeit

Anfang der 10er-Jahre sorgten die ersten reinrassigen Cloud-ERP für KMU und Selbständige für Furore. Den Anfang machte Bexio, das damals noch easySYS hiess, als Reaktion darauf folgten Klara und Swiss21. Jetzt stösst eine neue Generation von Cloud-ERP für Kleinstfirmen und Selbständige in den Markt. Trotz KI-Features und topmodernem UX kommen sie aber kaum vom Fleck. Der Grund dafür liegt vor allem in einem gesättigten Markt mit hohem Lock-in-Effekt.

Vor rund fünfzehn Jahren nutzten nur die wenigsten Kleinstunternehmen und Selbständigerwerbende eine integrierte Business Software. Ihre Administration erledigten sie in der Regel mit Word, Excel und Schreibblock. Dann betraten die ersten browserbasierten Cloudlösungen für Mini KMU die Schweizer ERP Bühne. Nicht zuletzt dank Fernsehwerbung zur besten Sendezeit – ich denke da an Bexio in seinen Anfangsjahren 2015 und 2016 – verbreiteten sie sich rasant. Den Rest erledigte der aufkommende Hype um die Digitalisierung.

Die drei aktuellen Marktführer Bexio, Klara und Swiss21 betreiben heute (nach eigenen Angaben) in der Summe rund 250‘000 Kunden. Rechnet man die nach wie vor vielerorts im Einsatz befindlichen Legacy Lösungen aus der «Vor Cloud Zeit», geschätzt mit mindestens nochmals 100‘000 Kunden, hinzu, dann sind von den aktuell rund 550‘000 Microunternehmen in der Schweiz 350‘000 bis 400‘000 Unternehmen – d. h. rund 70 % – bereits mit Software der drei Cloud Marktführer und alten On Premise bzw. Client/ Server Lösungen bedient. Addiert man, konservativ geschätzt, die zusätzlichen Cloud Mitbewerber hinzu, dann sind wir bereits bei einer Abdeckung von etwa 75 % des Marktes. Und damit bei einem relativ ge sättigten Markt.

Nachdem sich die Digitalisierung vom Hype zum täglichen Brot entwickelt hat, befinden wir uns bereits im nächsten Hype Zyklus, dem der KI. Was eine nächste Generation von cloudbasierten ERP für das Kleinstsegment wie Pilze aus dem Boden schiessen lässt. Das sind KI nahe Anbieter wie Infinity.swiss, Magic Heidi, Milkee oder Pfeffersack, die KI gestützt automatisieren, was das Zeug hält. Gleichzeitig stat ten sie ihre Software mit den modernsten User Interfaces und UX aus, die die Softwaretechnik aktuell zu bieten hat. Damit lassen sie die Etablierten hinsichtlich Funktionalität, Nutzen und «Ease of Use» nicht selten uralt aussehen. Und müssten eigentlich den Markt im Sturm erobern. Doch das tun sie nicht – und werden sie auch nicht so schnell tun.

Ich spreche aus eigener Erfahrung. Als Bexio Kunde der ersten Stunde mit mittlerweile fünfzehn Ge schäftsjahren und den entsprechenden Daten in der Software würde ich zwar gerne auf eine coole, KI affine Lösung umsteigen, habe aber weder Zeit noch Lust, den Aufwand zu betreiben und das Risiko eines Datenverlusts in Kauf zu nehmen. Ich – und der überwiegende Teil der 75 % Kleinstunternehmen – bin in meinem ERP faktisch «eingesperrt». Zum grossen Vorteil der Etablierten und zum noch grösseren Nach teil der Newcomer.

Eine für die Newcomer schwierige Ausgangslage. Obwohl ihre Software oftmals um Längen besser – und nicht selten auch massiv günstiger – ist, kommen sie nur schwer vom Fleck und gewinnen neue Kunden bloss in homöopathischen Dosen. Das Einzige, was dammbrechend helfen würde, wäre eine «Ein Knopf Migration» aus den Marktführer ERP direkt ins eigene System. Als ehemaliger Softwareentwickler weiss ich aber auch: Das ist weder technisch einfach noch schnell und billig umzusetzen. Es sei denn, man setzt KI dazu ein?

Urs Prantl kreiert mit seinem Beratungsunternehmen KMU Mentor zukunftssichere und gesund wachsende IT-Unternehmen und begleitet ihre Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Unternehmensnachfolge und beim Firmenverkauf. Gleichzeitig ist er Host des Podcasts Prantls 5A (kmu-mentor.ch/podcast), in welchem er die Einzigartigkeit erfolgreicher ITUnternehmen direkt mit ihren Inhaberinnen und Inhabern diskutiert.

Kolumne von Urs Prantl

Success Story

Albis Bettwarenfabrik digitalisiert Prozesse für mehr Effizienz und Transparenz

Das Schweizer Textilunternehmen entwickelt und produziert hochwertige Qualitätsbettwaren und Heimtextilien. Zusammen mit braintec hat Albis seine Prozesse im Verkauf, Einkauf, Lager, in der Produktion und Logistik sowie Buchhaltung auf der Business Software Odoo digitalisiert.

Seit über 40 Jahren fertigt die Albis Bettwarenfabrik Duvets und Kissen aus Daunen und Federn sowie Heimtextilien für Einrich tungshäuser und Fachmärkte in der Schweiz. Das Sortiment umfasst massgeschneiderte Spezialanfertigungen, Sondergrös sen und White Label Produkte.

«Um unseren Kunden den besten Schlafkomfort zu bieten, stim men wir die Inhaltsmischungen präzise ab und veredeln die Pro dukte in sorgfältiger Handarbeit.» Dieser Qualitätsanspruch sorgt für viele Halbfabrikate und eine hohe Komplexität: «Wir führen rund 1600 Produkte in über 5200 Varianten. Das sind im Schnitt 17 spezifische Ausführungen pro Endprodukt», erklärt CEO und Geschäftsführer Marc Müller.

Die Vision: Wissen zentralisieren, Transparenz schaffen, Prozesse automatisieren

«Mein Ziel war es, das isolierte Wissen der einzelnen Experten für alle zugänglich zu machen sowie unsere Prozesse transpa rent darzustellen, miteinander zu vernetzen und zu automatisie ren», fasst Marc Müller zusammen. Dafür war das bestehende Softwaresystem technisch aber nicht ausgelegt.

Für den Geschäftsführer des Schweizer Familienunternehmens in der dritten Generation war klar: «Wir brauchten ein neues, intuitives ERP System, das sowohl mich bei der strategischen Steuerung als auch unsere Mitarbeitenden in der Produktion unterstützt.»

Auf der Suche nach einer Lösung überzeugte die Open Source Philosophie von Odoo und die Beratungskompetenz von brain tec: «Wir wollten nicht in eine starre Abhängigkeit der grossen ERP Anbieter geraten. Die Flexibilität von Odoo passte zudem perfekt zu unserer agilen Denkweise. In braintec haben wir dann einen zuverlässigen Partner gefunden, der individuell auf uns eingegangen ist und uns kompetent unterstützt hat», resümiert Marc Müller.

Odoo, eine integrierte Plattform für die Zukunft

Die Ablösung von gewachsenen Strukturen, manuellen Prozes sen und isolierten Excel Listen erforderte Weitsicht, Konse quenz und Change Management. Und die unpopuläre, aber sehr wichtige, rigorose Bereinigung und Strukturierung sämtli cher Stammdaten.

Das Ergebnis ist eine Gesamtlösung, die alle Kernbereiche naht los miteinander verbindet. «Dank der Zentralisierung unserer Abläufe arbeitet unser Team nun auf demselben Daten und

Wissensstand, mit voller Transparenz und Durchgängigkeit. Die Automatisierungen machen uns zudem viel effizienter», so Marc Müller und zählt seine Highlights auf:

• Automatisierter Einkauf mit datenbasierten Bestellungen und automatischer Chargennummerierung für die Rückver folgbarkeit und Einhaltung der Nachhaltigkeitsrichtlinien.

• Optimierte Produktion dank erfasster Qualitätsdaten (Daunengehalt, Füllkraft) und automatischer Berechnung der idealen Daunenmischung. Standardisierte Stücklisten steuern die Fertigung direkt aus dem Verkauf.

• Schnellere Auftragsabwicklung durch zentral hinterlegte Kundenanforderungen für Packaging, Etiketten und automatisierte Versandlabels.

Effizientere Buchhaltung mit automatisierten Zahlungs abgleichen und übersichtlichen Dashboards für die Unternehmenssteuerung.

«Mit der digitalen Transformation haben wir unsere handwerk liche Tradition erfolgreich mit modernster Technologie verbun den und sind bestens gewappnet für die Zukunft. Auf diesen massiven Modernisierungsschub bin ich wahnsinnig stolz», freut sich Marc Müller.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von braintec. Als Odoo Gold Partner helfen wir Schweizer KMU, ihre Geschäftsprozesse effizient und nahtlos mit der Business Software Odoo zu digitalisieren. www.braintec.com

Marc Oscar Müller, CEO Albis Bettwarenfabrik

F&E & Produktentwicklung: Innovation strukturiert denken

Forschung & Entwicklung (F&E) sowie Produktentwicklung gehören zu den anspruchsvollsten Disziplinen der digitalen Wirtschaft. Während viele Unternehmen bereits erste Schritte in Richtung Automatisierung und Simulation gemacht haben, stehen moderne F&E Prozesse heute vor einem tiefgreifenden Wandel: Daten, Modelle, KI und vernetzte Systeme verschieben die Art, wie Ideen entstehen, getestet und zur Marktreife geführt werden. Der klassische lineare Entwicklungsprozess hat ausgedient. Stattdessen arbeiten Teams iterativ, interdisziplinär und eng verzahnt mit Produktion, Einkauf, Service und Kundschaft. Digitale Werkzeuge – vom Digitalen Zwilling über PLM Systeme bis zu KI gestützten Analysen – verkürzen Entwicklungszyklen, reduzieren Risiken und schaffen Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Doch der Fortschritt bringt auch Herausforderungen. Informationssilos, fehlende Rückmeldeschlaufen, komplexe Systemlandschaften oder unklare Verantwortlichkeiten können Innovationskraft bremsen. Unternehmen müssen daher nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch und kulturell nachziehen, um Ideen effizient in marktfähige Produkte zu verwandeln.

Im Zentrum steht ein durchgängiger Entwicklungsprozess, von der ersten Idee über Prototyping und Tests bis zur Serienreife. Wer hier konsequent integriert, profitiert von kürzeren Time to Market Phasen, stabileren Abläufen und einer besseren Entscheidungsgrundlage.

Das Online-Dossier Produktentwicklung beleuchtet Methoden, Technologien und Praxisbeispiele – und zeigt, wie Unternehmen Innovation strukturiert vorantreiben können.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge: F&E, Produktentwicklung: Wo Zukunft gemacht wird

Forschung & Entwicklung sind die kreative Werkstatt eines Unternehmens – die Produktentwicklung das sichtbare Resul tat. Der Beitrag zeigt, wie Ideen reifen, welche Faktoren Innova tion begünstigen und weshalb gerade KMU von strukturierten Entwicklungsprozessen profitieren.

Webinar Replay: Von der Idee zum Prototyp

Eine Idee ist schnell geboren – doch ob sie am Markt funktio niert, zeigt sich erst im Test. Das Webinar Replay erklärt, wie Prototyping Risiken reduziert, Ressourcen schont und hilft, Pro dukte zu entwickeln, die Kundinnen und Kunden wirklich wollen.

Der Digitale Zwilling und die Künstliche Intelligenz –eine Symbiose

Der Digitale Zwilling gewinnt an Bedeutung: Echtzeitdaten, Si mulationen und KI gestützte Entscheidungen verändern die Art, wie Produkte entwickelt und betrieben werden. Prof. Markus C. Krack erklärt, wie diese Technologien zusammenspielen und welchen Mehrwert sie schaffen.

Informationsasymmetrie als Kostenfaktor:

Warum ERP und PLM zum Team werden müssen

Viele Unternehmen koppeln PLM und ERP nur oberflächlich. Der Artikel zeigt, wie eine echte Integration Datenbrüche ver hindert, Rückmeldungen aus der Produktion nutzbar macht und Effizienz sowie Transparenz in der Auftragsabwicklung steigert.

Komplettintegration für Maschinenbauer

Die MicroContact AG setzt auf ein vollintegriertes ERP System, das CAD, Einkauf und sämtliche Geschäftsbereiche verbindet. Die Success Story zeigt, wie durchgängige Digitalisierung Ab läufe vereinfacht, Prozesse stabilisiert und die Zusammenarbeit verbessert.

Prozesse durchgängig verpackt

Bei der SN Maschinenbau GmbH ersetzt ein modernes Projekt management ERP eine veraltete Eigenentwicklung. Die neue Lösung schafft Datendurchgängigkeit, beseitigt technologische Limitierungen und unterstützt die komplexen Anforderungen im Maschinenbau.

Alle Beiträge finden Sie im Online Dossier F&E & Produktentwicklung – einfach QR Code scannen.

tinyurl.com/dossier-produktentwicklung

Neugierig auf mehr? Auf topsoft.ch/themen erwarten Sie Hunderte Beiträge für Ihr Digitales Business. https://qrco.de/topsoft Themen

Innovation neu gedacht

Forschung & Entwicklung stehen unter Druck: Produkte müssen schneller entstehen, komplexere Anforderungen erfüllen und gleichzeitig wirtschaftlich bleiben. Moderne IT Werkzeuge verändern deshalb die Art, wie Unternehmen Innovation betreiben – von der ersten Idee bis zur Marktreife. Gerade KMU profitieren von Technologien, die früher nur grossen Entwicklungsabteilungen vorbehalten waren.

Wenn Daten zu Entscheidungen werden

Innovation entsteht heutzutage nicht mehr im abgeschotteten Labor, sondern in vernetzten, datengetriebenen Prozessen. Schweizer KMU zeigen seit Jahren, wie viel Kreativität in kleinen Teams steckt.

Doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Kunden erwartungen steigen, Entwicklungszyklen verkürzen sich und Produkte werden technisch anspruchsvoller. Wer konkurrenzfä hig bleiben will, braucht deshalb nicht nur gute Ideen, sondern auch eine moderne Infrastruktur für Forschung und Entwicklung (F&E).

Digitale Technologien spielen dabei eine zentrale Rolle. Simu lationen, KI gestützte Analysen oder digitale Zwillinge ermög lichen es, Varianten früh zu testen, Risiken zu reduzieren und Entscheidungen auf einer soliden Datenbasis zu treffen. Was früher Wochen dauerte, lässt sich heute in Stunden durchs pielen.

Auch Cloud basierte Entwicklungsumgebungen gewinnen an Bedeutung: Sie erlauben verteiltes Arbeiten, vereinfachen den Zugriff auf Daten und beschleunigen die Zusammenarbeit zwi schen Konstruktion, Produktion, Einkauf und Service.

Werkzeuge für die vernetzte Entwicklung

Die Grenzen zwischen Forschung, Entwicklung und Produkt management verschwimmen zunehmend. Neue Impulse ent stehen im Austausch mit der Kundschaft, durch Nutzungsdaten aus dem Betrieb oder durch automatisierte Feedbackschleifen. KI gestützte Tools erkennen Muster in Reklamationen, Service fällen oder Sensorwerten und liefern Hinweise, welche Funktio nen verbessert oder neu gedacht werden sollten. Damit rückt der gesamte Produktlebenszyklus stärker in den Fokus – von der Idee über die Nutzung bis zum Rückbau.

Auch die Integration der Systeme wird wichtiger. Viele Unter nehmen arbeiten noch mit getrennten Welten: CAD und PLM auf der einen Seite, ERP und Produktion auf der anderen. Dadurch entstehen Informationslücken, die Zeit und Geld kos ten. Moderne Plattformen verbinden diese Bereiche, sodass Konstruktionsdaten, Stücklisten, Fertigungsinformationen und Rückmeldungen aus dem Betrieb nahtlos zusammenfliessen. Für KMU bedeutet das weniger manuelle Arbeit, weniger Fehler und mehr Transparenz.

Verbessern statt perfektionieren

Parallel dazu verändert sich die Art, wie Prototypen entstehen. Additive Fertigung, Low Code Prototyping und digitale Mock ups ermöglichen schnelle Verbesserungen, ohne dass hohe Kosten anfallen. Teams können so Ideen früher testen, Kundin nen und Kunden einbeziehen und Varianten vergleichen, bevor sie in die teure Entwicklungsphase gehen. Methoden wie De sign Thinking oder MVP Ansätze sind ebenfalls längst im KMU Alltag angekommen und helfen, früh zu lernen und flexibel zu reagieren.

Innovation als kontinuierlicher Prozess

Doch die passende Technologie allein reicht noch nicht. Erfolg reiche F&E braucht eine Unternehmenskultur, die Experimente zulässt, Fragen fördert und Fehler als Teil des Prozesses akzep tiert. Denn Innovation entsteht dort, wo Teams mutig ausprobie ren dürfen – und wo aus jedem Versuch ein nächster Schritt wird. Gerade kleinere Unternehmen profitieren von kurzen Ent scheidungswegen und pragmatischen Strukturen, wenn sie diese bewusst nutzen.

Insgesamt zeigt sich: F&E ist gerade auch für KMU kein Luxus, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Wer systematisch wei terentwickelt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil – sei es durch kleine Verbesserungen, neue Funktionen oder komplett neue Produkte. Moderne IT Werkzeuge unterstützen diesen Weg, indem sie Transparenz schaffen, Risiken reduzieren und die Zusammenarbeit erleichtern. So bleiben auch KMU techno logisch und organisatorisch auf Augenhöhe mit den Grossen.

Alain Zanolari ist Redaktor bei topsoft, der Schweizer Plattform für Digitales Business www.topsoft.ch

Marketing, Verkauf & Service –CRM als Erfolgsfaktor

Im Zentrum jeder erfolgreichen Kundeninteraktion steht die Be ziehung – und moderne CRM Systeme bilden dafür die Grund lage. Sie sind nicht nur Tools zur Kontaktverwaltung, sie unter stützen eine Haltung, die den Kunden konsequent in den Mittelpunkt stellt. Wer heute erfolgreich sein will, richtet Marke ting, Verkauf und Service auf eine durchgängige Customer Jour ney aus.

CRM – Customer Relationship Management – ist damit weit mehr als Software. Dahinter steht ein Ansatz, der Kundennut zen, Relevanz und persönliche Ansprache verbindet. Nur wer die gesamte Reise vom Erstkontakt bis zum Service überzeu gend gestaltet, schafft langfristige Bindung, Wiederkäufe und Empfehlungen.

Moderne CRM Lösungen unterstützen diese Ausrichtung, in dem sie Daten zentral bündeln, Prozesse automatisieren und die Zusammenarbeit zwischen Marketing, Vertrieb und Service ver einfachen. Gerade für KMU schafft ein gut gewähltes CRM Sys tem Transparenz, Priorisierung und Fokus auf das Wesentliche:

Die Bedürfnisse der Kundschaft.

Doch Software allein genügt nicht. Entscheidend sind eine klare Strategie, geschulte Mitarbeitende und ein sauberer Abgleich mit anderen Systemen wie ERP oder Marketing Automation. Erst wenn Prozesse, Kultur und Technologie zusammenspielen, ent steht ein ganzheitlicher Ansatz, der intern wie extern überzeugt.

Im Dossier CRM & Marketing finden Sie auf topsoft.ch verschie dene Fachartikel, Success Storys und Beiträge zum Thema.

Unter anderem erwarten Sie folgende Inhalte:

CRM-Auswahl: Kein Buch mit sieben Siegeln

Die Wahl eines CRM gelingt, wenn Bedürfnisse und Ziele klar sind. Cyrill Schmid zeigt zentrale Kriterien, typische Stolper steine und wie KMU ihre CRM Einführung strukturiert und er folgreich angehen.

CRM im ERP oder dedizierte Lösung?

CRM steuert Beziehungen, Chancen und Zufriedenheit – doch wo liegt der bessere Ansatz? Roland Burger erklärt, wann das ERP Modul genügt, wann eine separate Lösung sinnvoll ist und wie KMU die richtige Wahl treffen.

KI im CRM – Assistentin und Mentorin

Wachsende Erwartungen und knappe Aufmerksamkeit prägen den Vertrieb. KI übernimmt Routineaufgaben, schafft Freiraum und unterstützt bei der Priorisierung. Der Beitrag zeigt, wie CRM dadurch produktiver und kundenorientierter wird.

Darum lohnt sich strukturierte Kundenpflege

Viele Unternehmen betreuen Kunden intuitiv statt systematisch. Der Beitrag zeigt, warum strukturierte Pflege entscheidend ist, wie Prozesse professionalisiert werden und weshalb sonst schnell Wettbewerbsnachteile entstehen.

Data-driven Customer Journey

Daten sind zum Wachstumstreiber geworden. Erfolgreiche Unternehmen denken abteilungsübergreifend, nutzen Informa tionen gezielt und gestalten damit eine Customer Journey, die relevanter, effizienter und messbar erfolgreicher wird.

10 CRM-Funktionen, die den Vertrieb voranbringen

Vertriebsteams brauchen mobile, integrierte Werkzeuge. Der Beitrag zeigt zehn Funktionen, die heute unverzichtbar sind –von mobiler Datenerfassung bis zu smarten Workflows – und wie sie den Verkauf spürbar unterstützen.

Marketing Automation und viele Ressourcen dazu

Prof. Dr. Nils Hafner kritisiert Giesskannen Marketing und zeigt, worauf es bei moderner CRM Automation wirklich ankommt. Der Artikel erklärt, wie personalisierte Kommunikation gelingt und welche Tools dabei helfen.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier Marketing, CRM, Verkauf & Service – einfach QR-Code scannen.

https://qrco.de/Dossier-Marketing

Neugierig auf mehr? Über 60 Artikel rund um das Thema Marketing, Verkauf & Service warten auf Sie auf topsoft.ch.

https://qrco.de/topsoft Marketing

Marktübersicht

Anbieter Produkt

Abacus Research AG Abacus CRM

ADVANIS AG –Swiss CX Guides ADVANIS Sales / Service

ADVANIS AG –Swiss CX Guides SAP C/4 Sales Cloud

ADVANIS AG –Swiss CX Guides Salesforce

Aivie – Marketing Automation Aivie

Bachmann Support GmbH FlexBüro

Batix Schweiz AG BX:CRM

blue office ag blue office®

braintec Odoo

bsb.info.partner AG Abacus CRM

CAS Software AG CAS genesisWorld

CAS Software AG SmartWe®

CleverBridge AG Zoho CRM

Consolidate Software GmbH & Co Consolidate

Consultinform AG PLEAN

CRM & Sales AG Force Manager

dynasoft AG tosca CRM

elvadata ag Salesforce

Exxas AG Exxas

Friendly GmbH Friendly Automate

iHilfe Powersolutions GmbH tryton.cloud

Inware AG Freshpage

IOZ AG CRM mit Dynamics 365

Klara Business AG Klara CRM

Langmeier Software™ aBusiness Suite

libracore AG ERPNext

onboos gmbh reybex Cloud native ERP

Opacc Software AG Opacc Enterprise CRM

Orphis AG Orphy

PROPbase AG PROPbase

SelectLine Software AG SelectLine

SMARTCRM GmbH SMARTCRM

SnapERP AG Odoo

unisoft consulting gmbh Mentor Q

weburi.com GmbH Sugar Market

weburi.com GmbH Sugar

weclapp GmbH weclapp Cloud CRM

Winoffice AG Winoffice PRIME

Interaktion und History Segmentierung & Zielgruppenanalyse Verkaufsmanagement Kundenservice Berichte & Analysen Persona Management Automatisierte Marketingprozesse E-Mail Tracking Automatisierte Verkaufsprozesse Lead-Nurturing

Quelle: www.topsoft.ch/search (Selbstdeklaration der Anbieter)

Kundenzentrierung führt

zu mehr Umsatz und Gewinn

Der konsequente Fokus eines Unternehmens auf seine Kunden und deren Bedürfnisse zahlt sich aus. Unternehmen, welche Kundenzentrierung in ihrer Strategie verankert haben und diese im Tagesgeschäft auch leben, sind nachweislich erfolgreicher.

Laut einer Studie von Forrester verzeichnen kundenorientierte Unternehmen ein um 41 % schnelleres Umsatzwachstum, ein um 49 % schnelleres Gewinnwachstum und eine um 51 % bes sere Kundenbindung als nicht kundenorientierte Unternehmen.

Weshalb also werden Initiativen zu Kundenzentrierung in vielen Unternehmen – wenn überhaupt – eher zaghaft umgesetzt? Wieso klagen Customer Experience (CX) Manager darüber, dass ihnen Budgets gestrichen, Projekte gestoppt oder gar Stel len gestrichen werden.

Für den Autor gibt es einen Grund, der alle anderen – von CX Expertinnen oft genannten – Ursachen für das Scheitern der Kundenzentrierung überlagert: Der fehlende Nachweis der Wir kung und letztlich des Beitrags zur Topline, also zum Bruttoum satz bzw. zu den Gesamteinnahmen eines Unternehmens.

Natürlich ist es wichtig, dass Customer Centricity nicht einfach an eine Stabsstelle ohne Weisungsbefugnis wegdelegiert wird, dass der Mindset im gesamten Unternehmen stimmt, siloüber greifend zusammengearbeitet wird und vieles mehr. Wenn CX Teams ihren Wertbeitrag fürs Unternehmen sichtbar machen und quantifizieren können, dann folgt aber vieles ganz von allein. CX Manager brauchen sich dann keine Gedanken über deren Positionierung im Unternehmen zu machen, sie haben sich einen Platz am Tisch des CEO verdient.

Schauen wir uns also näher an, wie sich der Business Impact einer konsequenten Kundenzentrierung nachweisen lässt. Dazu müssen wir uns mit drei unterschiedlichen Themenfeldern aus einandersetzen, bevor wir uns mit Kennzahlen befassen: Ursa che Wirkungsketten, die Korrelationsfalle sowie Früh und Spät indikatoren (Leading and Lagging Indicators).

Ursache-Wirkungsketten

Eine Ursache Wirkungskette beschreibt eine Abfolge von Ereig nissen, bei der ein Zustand (die Ursache) das Eintreten eines Folgezustands (die Wirkung) auslöst, welcher wiederum selbst zur Ursache für das nächste Ereignis wird. Um solche Ketten zu verstehen und zu optimieren, ist eine präzise analytische Heran gehensweise entscheidend. Ebenso aber auch die plakative Darstellung dieser Ketten.

Dazu eignen sich die Strategy Maps nach Kaplan und Norton mit ihren vier Unternehmensperspektiven hervorragend:

• Die «Finanzperspektive», in welcher zwischen einer Wirtschaftlichkeits und einer Wachstumsstrategie unterschieden wird, steht für den Business Impact. Es ist das, was typischerweise CEO, CFO und externe Stakeholder interessiert.

• Wie implizit bereits erwähnt, brauchen wir für eine Wachs tumsstrategie zwingend die «Kundenperspektive», die Kundenwertbeitrag, Kundenbeziehungen, Produkt bzw. Serviceeigenschaften und das Image des Unternehmens analysiert und strategische Initiativen verabschiedet.

• Die nächste Perspektive ist die «Interne Prozessperspektive», die Kundenmanagementprozesse, aber auch Innovationsprozesse, Produktions und Logistikprozesse sowie gesetzlich vorgeschriebenen und soziale Prozesse betrachtet und strategisch festschreibt.

• Das Fundament bildet die «Lern- und Entwicklungsperspektive», die zwischen Human , Informations und Organisationskapital unterscheidet. In letzterem finden sich auch die Kultur, die Führung, die Ausrichtung und das Teamwork.

Ursache(n) und Wirkung(en) werden von unten nach oben sichtbar gemacht, in der Strategieentwicklung von oben nach unten definiert (welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit … eintritt?).

Korrelationsfalle

Führt der Konsum von Glacé zu Hautkrebs? Daten zeigen, dass Menschen, die häufig Glacé essen, auch öfter an Hautkrebs er kranken. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Glacé die Ursache ist. Der eigentliche gemeinsame Faktor ist die vermehrte Son nenexposition: Wer bei warmem Wetter draussen sitzt, isst eher ein Glacé – und ist zugleich stärker der UV Strahlung ausge setzt.

Ähnliche Irrtümer lauern im Business: Unternehmen, die Gene rative KI einsetzen, wachsen schneller. Diese Beobachtung kann zum falschen Schluss verleiten, dass der Einsatz von KI auto matisch zu höherem Wachstum führt (Kausalität), während eine mögliche tatsächliche Erklärung ist, dass innovative, digital reife Unternehmen eher bereit sind, KI einzusetzen und ohnehin schneller wachsen als der Durchschnitt (Korrelation). Hier ist also Vorsicht geboten beim Aufdecken von Ursache Wirkungs ketten und beim Festlegen von Kennzahlen.

Früh- und Spätindikatoren

Ein oft gemachter Fehler bei der Festlegung von Key Perfor mance Indicators (BSC) oder Key Results (OKR) ist die Vernach lässigung der relevanten Frühindikatoren. Es bringt wenig, sich auf den Umsatz oder Customer Lifetime Value zu fokussieren (Spätindikatoren), ohne die vorangehenden Frühindikatoren im Auge zu behalten. Auch hier geht es im Grunde wieder um Ursa che und Wirkung. Im Wesentlichen geht es darum zu unterschei den, was Wirkung erzeugen wird (zukunftsgerichtete Frühindika toren) und was letztlich erreicht werden soll (Spätindikatoren).

Das richtige Kennzahlen-Set

Nun ist allgemein bekannt, dass zu viele Kennzahlen dazu füh ren, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Umso wichtiger ist es, sich auf die richtigen Kennzahlen zu fo kussieren. Kennzahlen, die ausgewogen, überschaubar und handlungsorientiert sind.

Für die Ausgewogenheit eignet sich naturgemäss die Balanced Scorecard (BSC) sehr gut. Auch sie orientiert sich an den vier Perspektiven Finanzen, Kunden, Prozesse und internes Poten zial (siehe Strategy Maps). Vieles spricht aber dafür, dass wir statt «Key Performance Indicators» oder KPIs «Key Results» als Teil von OKR definieren. KPIs überwachen dauerhaft den aktuel len Stand, während Key Results ambitionierte, zeitlich begrenzte Meilensteine darstellen, die den Fortschritt hin zu einem be stimmten strategischen Ziel messen.

Mit Blick auf die Kundenzentrierung eigenen sich beispielsweise die folgenden Kennzahlen, die problemlos einer der vier Pers pektiven zugeordnet werden können:

Frühindikatoren

• Customer Effort Score – Anstrengung des Kunden, um zum Ziel zu gelangen

• Journey Satisfaction

• Kundenzufriedenheit (CSAT) Vertrauen in die Marke

• Antwortzeiten

• First Contact Resolution – Kundenanliegen, die ein Agent beim ersten Kontakt erledigt

• Time to Resolution – Zeit, bis das Problem endgültig gelöst ist

• Cross Sell und Up Sell Raten

Spätindikatoren

• Weiterempfehlungsrate – Net Pomoter (NPS)

• Anzahl loyale Kunden (über x Jahre)

• Kundenabwanderungsrate (Churn Rate)

• Customer Lifetime Value (CLV)

• Share of Wallet – Anteil des Kuchens im Vergleich zu den Wettbewerbern

• Servicekosten (Cost to Serve)

Schwache Kennzahlen (Beispiele):

• Average Handling Time – motiviert Agenten, eine Anfrage möglichst schnell zu beenden

• Anzahl Tickets im Kundendienst – sagt nichts über die Qualität aus

• Customer Engagement – misst Aktivitäten, aber nicht das Sentiment

• Website Traffic – komplizierte Seiten erzeugen mehr Klicks Social Media Likes – messen Aufmerksamkeit, aber nicht Wiederkaufrate oder Loyalität

Von bekannten Unternehmen wissen wir, dass sie neben den ordentlichen Kennzahlen oft eine «North Star Metric» haben –einen strategischen Kompass. Bei Amazon ist dies die Anzahl Käufe pro Prime Mitglied, bei Airbnb die Anzahl gebuchter Nächte, bei Spotify die Zeit, die man mit Musikhören verbringt, und bei Uber die Anzahl Fahrten. Diese Metriken hängend di rekt mit dem Erfolg des Unternehmens zusammen.

Fazit: Kundenzentrierung zahlt sich aus. Deshalb sollten sich Marketers und CX Managerinnen mit dem Business Impact Ihrer Initiativen auseinandersetzen und lernen, einen Business Case zu schreiben, der sich an den vier Perspektiven der Stra tegy Maps orientiert.

Daniel Renggli ist Management Consultant für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in den Bereichen Marketing, Verkauf und Kundendienst. Ausserdem unterrichtet er als Gastdozent zu Automation und KI an der Universität Basel. www.linkedin.com/in/drenggli

Digital Commerce gehört weder in die IT noch ins Marketing

Digital Commerce ist weit mehr als ein Onlineshop und sprengt damit die klassischen Abteilungsgrenzen. Wer heute erfolgreich verkaufen will, muss Kundenerlebnisse, Prozesse und Technologien ganzheitlich denken.

Kennst du das? Wenn ich mit einer branchenfremden Person über E Commerce spreche, denkt diese meist an einen Online shop. Tatsächlich umfasst E Commerce den digitalen Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über verschiedenste Ka näle hinweg und damit weit mehr als nur einen Onlineshop.

Für erfolgreiche Unternehmen ist E Commerce heute ein integ raler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Im Zentrum ste hen nicht nur Produkte und Transaktionen, sondern die Gestal tung digitaler Kundenerlebnisse und die Digitalisierung der dahinterliegenden Geschäftsprozesse. Aus dieser Entwicklung heraus hat sich der Begriff Digital Commerce etabliert.

Digital Commerce sprengt alte Grenzen

Genau hier beginnt die Herausforderung. Digital Commerce be trifft längst nicht mehr nur einen einzelnen Kanal, eine Abteilung oder eine Technologie. Es verbindet Kundeninteraktionen, Ver trieb, Marketing, Produktdaten, Preisgestaltung, Logistik, Kun denservice und IT zu einem gemeinsamen digitalen Wertschöp fungsprozess.

Damit stösst auch die klassische Organisation an ihre Grenzen. Die IT verantwortet die technischen Plattformen. Das Marketing gestaltet die Kundenerlebnisse. Der Vertrieb kennt die Bedürf nisse der Kunden. Operations sorgt für effiziente Prozesse. Jede dieser Perspektiven ist wichtig, doch keine reicht alleine aus.

Digital Commerce ist deshalb weder ein IT noch ein Marketing projekt. Es ist ein Unternehmensprojekt. Die erfolgreichsten Ini tiativen werden auf strategischer Ebene geführt und verbinden Menschen, Prozesse, Daten und Technologie zu einem gemein samen Ganzen.

Wer Digital Commerce als IT Projekt betrachtet, erhält meist eine neue Plattform. Wer es als Unternehmensprojekt versteht, schafft nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

Reto Gurtner ist Gründer und Geschäftsführer der bambit ag. Er unterstützt Unternehmen bei der ganzheitlichen Digitalisierung von Handels und Vertriebsprozessen – von der Strategie bis zur Entwicklung und dem Betrieb digitaler Plattformlösungen.

Weitere Beiträge zum Thema finden Sie im Online-Dossier Digital Commerce –einfach QR-Code scannen.

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Neugierig auf mehr? Über 120 Artikel rund um das Thema Digital Commerce warten auf topsoft.ch auf Sie.

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Marktübersicht Digital Commerce

Anbieter Produkt

4ALLPORTAL GmbH 4ALLPORTAL DAM

4ALLPORTAL GmbH 4ALLPORTAL PIM

a&f systems ag PIM

aclevion AG ATAMYA

aclevion AG censhare Omnichannel Platform

aclevion AG Contentserv

aclevion AG Frontify

aclevion AG MARMIND

aclevion AG pixx.io

aclevion AG toolpilots MATE

Actindo Actindo Core1

Akeneo Akeneo Onboarder

Akeneo Akeneo PIM

Allgeier (Schweiz) AG MySign-Shop

apollon GmbH+Co. KG flipaio

apollon GmbH+Co. KG OMN (Online Media Net)

bambit ag buzzle – Digital Commerce Plattform

bambit ag buzzle – PIM-System

bbv Software Services AG Swiss LCDM Hub

braintec Odoo

Cando Pimcore und Cando CX-Plattform

Comarch Swiss AG Comarch Webshop | Cloud

Contentserv GmbH Product Experience Cloud

Curion Business Software AG Curion Shop KMU + Shop KMUplus

dynasoft AG tosca E-Commerce

Glarotech GmbH PepperShop Onlineshop

ITB-Swiss AG MeDaPro – das PIM-System

ITB-Swiss AG TradePro – eCommerce B2B/ B2C

KLARA Business Software KLARA Online Shop

Lobos Informatik AG Lobos Webshop

NEKOM Customer Care GmbH NEKOM Omnichannel OS

Opacc Software AG Opacc Enterprise Shop

Openstream Internet Solutions Magento Open Source

Openstream Internet Solutions WooCommerce

Polynorm Software AG E-Business-Plattform

Quantum Digital AG mediacockpit

Quantum Digital AG Shopware

Swiss21 21.Commerce

swissbrain ag makaris

tricoma AG tricoma Maneta

VIS Consulting AG Perfion PIM

wawi GmbH JTL-Wawi (ERP)

E-Commerce/Shop PIM, DAM, MAM

Whitelabelling Marktplatz-Einbettung Punch Out / Punch In Produkt-Vergleiche Multivendor Shop Anzeige von Lagerbeständen Produktkonfigurationen Loyalitätsprogramme Verdeckte Bonitätsprüfung Medienneutrale Datenbank 3D-Bilddaten, 3D-Modelle Audiofiles Versionierung Massenmutationen Massenverschlagwortung Produktvergleich Mehrstufige Stücklisten-Strukturen Vererbung von Produktmerkmalen Übersetzungsmanagement Autorenunterstützung

Agentic Commerce: Warum KI-Agenten den Handel grundlegend verändern werden

KI Agenten beginnen, Kaufprozesse zu beeinflussen und sogar eigenständig auszuführen. Was heute noch experimentell wirkt, entwickelt sich rasant zu einem neuen Handelsmodell, das Unternehmen strategisch herausfordert.

Der Handel steht vor seiner grössten Veränderung seit der Ent stehung des E Commerce. Während die vergangenen zwanzig Jahre von der Digitalisierung des Verkaufs geprägt waren, ver lagert sich die nächste Evolutionsstufe auf eine deutlich funda mentalere Ebene: Die Entscheidungsfindung.

Agentic Commerce beschreibt eine Zukunft, in der Konsumentin nen und Konsumenten nicht mehr selbst nach Produkten suchen, Angebote vergleichen oder Kaufentscheidungen treffen.

Stattdessen übernehmen intelligente KI Agenten diese Aufga ben autonom oder teilautonom im Auftrag ihrer Nutzer. Was heute noch wie ein Zukunftsszenario klingt, entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit zur wirtschaftlichen Realität. Der aktu elle Trend Report des Instituts für Retail Management der Uni versität St. Gallen beschreibt Agentic Commerce als die kon krete Anwendung von Agentic AI im Handel. Während generative KI Inhalte erstellt und klassische KI Agenten einzelne Aufgaben übernehmen, orchestriert Agentic AI ganze Prozesse. Sie analysiert Bedürfnisse, recherchiert Produkte, bewertet Al ternativen, initiiert Transaktionen und überwacht Lieferungen –oft ohne aktive Beteiligung des Menschen.

Dabei beginnt die eigentliche Disruption nicht beim Kaufabschluss, sondern deutlich früher.

Eine aktuelle McKinsey Studie in Frankreich, Deutschland und UK zeigt, dass bereits 84 Prozent der Konsumenten KI Anwen dungen im Alltag nutzen. Besonders relevant ist die Rolle von KI im Kaufprozess: 63 Prozent verwenden sie bereits zum Ver gleich von Marken, Preisen und Bewertungen, 55 Prozent zur Informationsbeschaffung und 46 Prozent zur Inspiration. Die Kaufentscheidung verschiebt sich damit zunehmend in KI ver mittelte Umgebungen. McKinsey spricht von einem Übergang von «Decision Influence» zu «Decision Execution». Die Beein flussung von Kaufentscheidungen durch KI ist bereits Realität. Die autonome Ausführung folgt als nächster Schritt.

Wer verstehen möchte, wohin diese Entwicklung führt, sollte nach China blicken. In ihrer 2026 veröffentlichten Forschung «What China’s AI Agents Reveal About the Future of Com merce» beschreiben die Harvard Business Review Autoren Mark Greeven, Fabrice Beaulieu und Wei Wei China als den weltweit fortgeschrittensten Markt für agentische Handelsmo delle. Der Grund liegt weniger in den KI Modellen selbst als in

der vorhandenen Infrastruktur: Digitale Identitäten, mobile Zah lungssysteme, integrierte Plattformökosysteme und eine hohe Akzeptanz für digitale Delegation. Plattformen wie Meituan oder Alibaba zeigen bereits heute, wie Agenten ganze Prozesse übernehmen. Nutzer formulieren lediglich ihre Absicht, während der Agent Produkte auswählt, Bestellungen auslöst, Zahlungen verarbeitet und Lieferungen koordiniert. Die eigentliche Innova tion liegt dabei im Übergang von «User Execution» zu «Agent Execution». Nicht mehr der Mensch führt den Prozess aus – der Agent tut es in seinem Auftrag.

Damit verändert sich die Logik des Wettbewerbs grundlegend.

Über Jahrzehnte investierten Unternehmen in Suchmaschinen optimierung, digitale Werbung, Customer Experience und Con version Optimierung. Ziel war es, möglichst sichtbar für Men schen zu sein. In einer agentischen Handelswelt reicht das nicht mehr aus. Sichtbarkeit entsteht künftig nicht primär durch Reichweite, sondern durch maschinelle Interpretierbarkeit. Die Universität St. Gallen, McKinsey und weitere Forschungsinsti tute beschreiben diese Entwicklung als Übergang von SEO zu einer neuen Form der Sichtbarkeit, die zunehmend als Genera tive Engine Optimization (GEO) bezeichnet wird. Produkte müs sen für KI Agenten lesbar, vergleichbar und vertrauenswürdig werden. Hochwertige Produktdaten, strukturierte Attribute, Ver fügbarkeiten, Bewertungen, Nachhaltigkeitsinformationen und standardisierte Schnittstellen entwickeln sich zu strategischen Erfolgsfaktoren.

Die Harvard Business Review geht noch einen Schritt weiter. Sobald Agenten Produkte auswählen und Kaufentscheidungen vorbereiten, verlieren klassische Marketingmechanismen wie Klicks, Werbeplätze oder Conversion Funnels an Bedeutung. Stattdessen entscheiden Lieferzuverlässigkeit, Datenqualität, Servicequalität und maschinenlesbare Vertrauenssignale darü ber, ob ein Anbieter überhaupt in die Auswahl eines Agenten gelangt. Die Autoren sprechen deshalb von einer neuen Wett bewerbsarena: Dem «Agent Shelf».

Die zentrale Frage lautet künftig nicht mehr: Wie gewinnen wir die Aufmerksamkeit eines Kunden?

Sondern: Wie werden wir von den Agenten unserer Kunden überhaupt berücksichtigt? Parallel dazu entsteht eine neue Inf

rastruktur des Handels. OpenAI, Google, Shopify, Visa, Master card und PayPal arbeiten an Standards, die autonome Transak tionen ermöglichen. Google entwickelt gemeinsam mit Partnern wie Walmart, Shopify und Target das Universal Commerce Pro tocol. Zahlungsanbieter investieren in neue Authentifizierungs und Vertrauensmodelle, damit Agenten künftig nicht nur bera ten, sondern auch rechtskonform handeln und bezahlen können. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Entwicklung ist erheblich. McKinsey schätzt das globale Potenzial von Agentic Commerce bis 2030 auf drei bis fünf Billionen US Dollar. Strategy& erwar tet, dass agentische Kaufprozesse bereits in den kommenden Jahren einen relevanten Anteil des gesamten E Commerce Vo lumens ausmachen werden.

Technologie allein wird jedoch nicht über den Erfolg entscheiden.

Vertrauen entwickelt sich zum entscheidenden Wettbewerbs faktor. Europäische Konsumenten akzeptieren KI zunehmend bei Recherche, Bewertung und Produktauswahl. Deutlich zu rückhaltender reagieren sie hingegen auf autonome Kaufent scheidungen. Die Bereitschaft zur Delegation steigt dort, wo Transparenz, Nachvollziehbarkeit und menschliche Kontrolle gewährleistet bleiben.

McKinsey bringt dies auf den Punkt: Konsumenten sind bereit, Urteilsvermögen auszulagern, wollen aber die Kontrolle nicht vollständig aufgeben. Für Unternehmen ergibt sich daraus eine grundlegende strategische Herausforderung. Sie müssen künf tig nicht nur Produkte für Menschen entwickeln, sondern auch

für Agenten. Produktinformationen, Preislogiken, Service Level und Vertrauenssignale müssen so gestaltet werden, dass sie von intelligenten Systemen verstanden, bewertet und empfoh len werden können.

Agentic Commerce ist deshalb weit mehr als ein weiterer Tech nologietrend. Er verändert die Entscheidungsarchitektur des Handels. Während E Commerce den Zugang digitalisierte und Social Commerce die Inspiration in soziale Netzwerke verla gerte, verschiebt Agentic Commerce die Auswahl , Bewer tungs und Kaufentscheidung zunehmend auf autonome Sys teme. China zeigt bereits heute, was passiert, wenn Delegation zur Normalität wird. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht mehr, ob Agentic Commerce kommt. Die entscheidende Frage lautet: Ist Ihre Organisation darauf vorbereitet, wenn KI Agenten zum ersten und wichtigsten Filter zwischen Angebot und Nach frage werden?

Der Kunde der Zukunft verschwindet nicht. Aber er könnte seinen Agenten schicken.

Andy Baldauf ist Zukunftsagent und Wirkungsarchitekt. Er unterstützt Führungsteams dabei, Klarheit zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und Zukunft in Wirkung zu übersetzen –an der Schnittstelle von Mensch, System und Technologie. Als Co Founder der SWISS.CHINA.TOUR baut er die Innovations brücke zwischen Europa und China. www.linkedin.com/in/andybaldauf/

Produktdaten Exchange 2026

Produktdaten sind der Treibstoff für Ihren Vertriebserfolg! Donnerstag, 17. September 2026

«Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Impulse für Vertrieb, Produktmarketing und Category Management mitzunehmen und erfahren Sie, wie Sie mit einer starken Produktdatenbasis Wettbewerbsvorteile schaffen.»

Cloud-Kasse trifft KI:

Wie Verkaufsdaten den Personaleinsatz im Filialfachhandel optimieren

Wenn Verkaufsdaten, Cloud Technologie und KI zusammenkommen, wird die Kasse zum Taktgeber der Filiale. Das eröffnet neue Chancen für effizientere Planung und bessere Kundenerlebnisse.

Im Filialfachhandel (Fashion & Lifestyle, Sport & Outdoor, Luxus & Premium, Gesundheit & Beauty etc.) entscheidet heute nicht mehr nur das Sortiment über den Erfolg. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, zur richtigen Zeit die richtigen Mitarbeitenden am richtigen Ort einzusetzen. Fachkräftemangel, steigende Kun denerwartungen und schwankende Frequenzen stellen Unter nehmen dabei vor grosse Herausforderungen. Klassische Ein satzpläne auf Basis von Erfahrungswerten oder Excel Listen stossen hier schnell an ihre Grenzen.

Cloud-POS als Datenquelle für die Planung

Moderne Cloud POS Lösungen schaffen eine neue Grundlage. Sie machen Verkaufs , Frequenz und Transaktionsdaten in Echtzeit verfügbar – filialübergreifend, zentral und ohne Me dienbruch. Damit wird die Kasse zu einer wichtigen Datenquelle für operative Entscheidungen. Jede Transaktion liefert Hinweise zu Artikeln, Warengruppen, Uhrzeiten, Standorten, Belegzahlen, Retouren, Rabatten und Kundenfrequenzen. Werden diese In formationen systematisch genutzt, entsteht eine deutlich bes sere Grundlage für die Personalplanung.

KI macht Prognosen präziser

Besonders wertvoll wird dieser Ansatz in Verbindung mit KI ge stützten Workforce Management Systemen. Diese können histo rische Muster, aktuelle Verkaufsverläufe und wiederkehrende Ein flussfaktoren wie Feiertage, Saisonspitzen, Aktionen, Wetter oder regionale Ereignisse analysieren. Daraus lassen sich Personalbe darfe präziser prognostizieren und Schichten dynamischer pla nen. Die Verantwortung bleibt bei den Planungsverantwortlichen – KI unterstützt jedoch mit Entscheidungsgrundlagen und kon kreten Planungsvorschlägen.

Mehr Effizienz und bessere Servicequalität

In der Praxis zeigt sich der Nutzen besonders an frequenzstar ken Tagen: Wenn Promotionen, hoher Beratungsbedarf oder lokale Ereignisse zusätzliche Kundschaft in die Filiale bringen, können Unternehmen schneller reagieren. Über und Unterbe setzungen lassen sich reduzieren, Wartezeiten an der Kasse

verkürzen und die Servicequalität besser sichern. Gleichzeitig profitieren Mitarbeitende von faireren, besser planbaren Einsät zen und einer geringeren Belastung in Spitzenzeiten.

Auch komplexe Rahmenbedingungen lassen sich besser berück sichtigen: Mindestbesetzungen, gesetzliche Vorgaben, Qualifika tionen im Team, Warenanlieferungen, Self Checkout Betreuung oder saisonale Schwankungen können mit Echtzeitdaten und Prognosen kombiniert werden. So entsteht eine Personaleinsatz planung, die wirtschaftlich, praxisnah und kundenorientiert ist.

Der POS entwickelt sich damit vom reinen Abverkaufen zum Taktgeber der Filiale. Wer Verkaufsdaten, Cloud Technologie und KI sinnvoll verbindet, schafft effizientere Prozesse, verbes sert das Einkaufserlebnis und stärkt zugleich die Arbeitsrealität der Mitarbeitenden. Für Filialunternehmen wird datenbasierte Personaleinsatzplanung damit zu einem wichtigen Hebel für Servicequalität, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Beat Steiner ist Retail Experte bei Zucchetti D.A.CH und Gastgeber des Zucchetti Forum Switzerland

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Zucchetti, Anbieter von Softwarelösungen für Handel, Hospitality und HR. Mit POS und Workforcelösungen unterstützt Zucchetti Unternehmen dabei, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, Abläufe zu optimieren und Kundenerlebnisse gezielt weiterzuentwickeln. www.zucchetti.com

Zucchetti Forum 2026

Das Zucchetti Forum Switzerland ist ein Branchentreff für Retail und Hospitality mit Fokus auf Digitalisierung, Praxisimpulse und den offenen Erfahrungsaustausch. Die Ausgabe am 2. September 2026 steht unter dem Motto «Grenzen», mit Paneldiskussionen und inspirieren Keynotes. Teilnahme nur auf Einladung. www.zucchetti.com/de/forum.html

Digital Commerce als Betriebsmodell verstehen

Wer Digital Commerce ernst nimmt, richtet den Fokus nicht auf einzelne Systeme oder Kanäle, sondern auf die gesamte Wertschöpfung. Menschen, Prozesse, Daten und Technologien werden verbunden, um Kundenerlebnisse zu verbessern und Geschäftsprozesse End to End zu digitalisieren. Das klingt einfach, ist in der Praxis jedoch oft komplex. Das Digital Commerce Operation Model schafft Orientierung und hilft, die relevanten Handlungsfelder zu erkennen

Das Digital Commerce Operation Model gliedert sich in sieben Disziplinen. Die einzelnen Bereiche wirken dabei nicht isoliert, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Schwächen in einer Dis ziplin wirken sich oft direkt auf mehrere andere Bereiche aus.

01 – Sortiment & Produktdaten

Jeder digitale Handelsprozess beginnt beim Sortiment und den zugehörigen Produktinformationen. Produktdaten bilden die Grundlage für Einkauf, Preisfindung, Vertrieb, Kundenerlebnis und Automatisierung. Gleichzeitig entscheiden Marktbeobachtung und Trendscouting über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

02 – Einkauf & Beschaffung

Hier werden Lieferanten, Verfügbarkeiten, Konditionen und Be schaffungsprozesse gesteuert. Effiziente Beschaffungsprozesse sichern nicht nur die Warenversorgung, sondern beeinflussen direkt Marge, Lieferfähigkeit und Kundenzufriedenheit.

03 – Produktentwicklung & Individualisierung

Viele Unternehmen differenzieren sich über Eigenmarken, kun denspezifische Produkte oder individuelle Dienstleistungen. Produktentwicklung und Individualisierung schaffen Wettbe werbsvorteile und erhöhen die Kundenbindung.

04 – Pricing & Kalkulation

Preise gehören zu den stärksten Hebeln im Digital Commerce. Preislogiken, Kundenkonditionen, Aktionen und Margensteue rung müssen konsistent und skalierbar umgesetzt werden.

05 – Vertrieb & Touchpoints

Kunden erwarten heute eine nahtlose Interaktion über verschie dene Kanäle hinweg. Webshops, Kundenportale, Marktplätze, Aussendienst und neue KI basierte Einkaufsagenten müssen zusammenspielen.

06 – Operations & Logistik

Auftragsabwicklung, Lagerführung, Versand und Retouren be stimmen massgeblich die operative Leistungsfähigkeit. Effizi ente Prozesse schaffen Transparenz und reduzieren Kosten.

07 – Kunden & Retention

Nach dem Kauf beginnt die eigentliche Kundenbeziehung. Kun denservice, Self Service Portale, Loyalty Programme und Reor der Prozesse tragen wesentlich zur langfristigen Kundenbin dung bei.

Digital Commerce ist kein IT Projekt und auch kein Onlineshop Projekt. Es ist ein Betriebsmodell, das verschiedene Disziplinen miteinander verbindet. Unternehmen, die diese Zusammen hänge verstehen und gezielt entwickeln, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, höhere Effizienz und bessere Kun denerlebnisse.

Reto Gurtner ist Gründer und Geschäftsführer der bambit ag

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von der bambit ag. bambit unterstützt Unternehmen bei der ganzheitlichen Digitalisierung von Handels und Vertriebsprozessen mit modernen Digital Commerce Plattformen. www.bambit.ch

Fertigung –

mehr Effizienz durch digitale Prozesse

Steigende Variantenvielfalt, volatile Lieferketten und hoher Kos tendruck prägen die industrielle Realität. Damit die Produktion jedoch planbar und effizient bleibt, braucht es digitale Prozesse, die Materialflüsse, Kapazitäten und Ressourcen transparent ma chen. Moderne IT Systeme – von ERP über Planung bis zu IoT Anbindungen – vernetzen Maschinen, Daten und Teams und schaffen Echtzeitübersicht vom Auftrag bis zum Shopfloor.

Was früher manuell lief, funktioniert heute integriert und zuneh mend intelligent: Automatische Nachbestellungen, optimierte Feinplanung, datengestützte Wartung. Konzepte wie Smart Factory, Digitale Zwillinge oder Predictive Maintenance liefern echten Mehrwert – vorausgesetzt, die Datenbasis stimmt und Systeme greifen sauber ineinander.

Gerade KMU profitieren von durchgängigen Prozessen, klaren Workflows und einer Architektur, die Produktion, Logistik und Administration verbindet. Erst wenn Organisation, Daten und Technologie zusammenspielen, entsteht eine Fertigung, die fle xibel bleibt und effizient arbeitet.

Welche Lösungen und Praxisbeispiele dahinterstehen, zeigt unser Online Dossier Fertigung.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge:

KI in der Fertigung: Vom Schlagwort zum strategischen Werkzeug

KI wird zum Hebel für Effizienz, Qualität und Resilienz. Cyrill Schmid zeigt, wie ERP Systeme mit KI Funktionen echten Mehrwert schaffen und warum intelligente Fertigung weit über reine Automatisierung hinausgeht.

Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der Produktion

Die Produktion wandelt sich rasant. Lukas Brunner und Prof. Markus C. Krack zeigen, wie KI Prozesse flexibler, effizienter und widerstandsfähiger macht – und welche konkreten Poten ziale sich für Unternehmen eröffnen.

Data Value Creator 4.0 – Wertgenerierung durch datenbasierte Optimierung

Wie lassen sich Produktionsprozesse systematisch verbessern? Christoph Burri und Dr. Jürg Meierhofer stellen die Methode «Data Value Creator 4.0» vor – inklusive Praxisbeispiel bei HUBER+SUHNER.

Von Daten zu Taten – Nachhaltigkeitsmanagement mit Prozessen, IoT und KI

Nachhaltigkeitsreporting wird zur Pflicht. Dr. Stefan Stöckler und Valmir Bekiri zeigen, wie IoT Daten und KI Unternehmen unterstützen, Vorgaben einzuhalten und Nachhaltigkeit mess bar zu verankern.

Der Digitale Zwilling – Kern der Fabrik der Zukunft

Der Begriff ist allgegenwärtig, aber oft unscharf. Prof. Markus C. Krack, Simona Burri und Manuel Fischer erklären den Stand der Technik, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen digitaler Zwillinge in der Industrie.

Low-Code als Enabler der flexiblen Prozessautomatisierung

Die Swiss Smart Factory zeigt, wie Low Code IIoT und Industrie 4.0 Prozesse beschleunigt. Michael Wendling und Charly Gerber erläutern, wie Unternehmen damit flexibler automatisie ren und Entwicklungsaufwände reduzieren.

Prozessfertigung und ERP – ein starkes Team

In der Prozessfertigung entstehen aus Zutaten neue Produkte – mit besonderen Anforderungen an das ERP. Der Beitrag zeigt, wie spezialisierte Systeme Rezepturen, Chargen, Qualität und Compliance optimal unterstützen.

Produktdaten für produzierende Unternehmen einfach verwalten

Mit der Digitalisierung steigt die Bedeutung sauberer Produkt daten. Roger Busch erklärt, wie PIM und MAM Systeme Klassi fikationen, Pflege und Bereitstellung vereinfachen – und warum das für die Fertigung zentral ist.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier Fertigung – einfach QR-Code scannen.

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Marktübersicht

Anbieter

Produkt

Abacus Research AG Abacus PPS

AGILITA AG SAP Cloud ERP

All for One Switzerland AG SAP S/4HANA Cloud

all4cloud Schweiz AG SAP Cloud ERP

Ambit Group AG Microsoft Dynamics 365 BC

ams.erp Solution AG ams.erp

ANG Schweiz AG SAP Business One

apm consulting (schweiz) ag apmsystem2

Arcwide Switzerland AG IFS Cloud

AS infotrack AG Infor LN

Asseco Solutions APplus

BE-terna Microsoft Dynamics 365 BC

blue office ag blue office®

boreas AG aplix ERP

braintec Odoo

bsb.info.partner AG Abacus PPS

Camptocamp SA Odoo

CASYMIR ERP System CASYMIR ERP System

Comarch Swiss AG Comarch ERP Enterprise

COSMO CONSULT Microsoft Dynamics 365 BC

CSB-System AG CSB-System

dynasoft AG tosca ERP

elvadata ag Sage X3

europa3000 AG europa3000™

FLEXiCODE Schweiz AG IFS Cloud

Forterro Schweiz AG Myfactory

GUS Schweiz AG GUS-OS Suite

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG Haufe X360

Heyde (Schweiz) AG Jedox

iFAS ERP AG iFAS X5

IFS Schweiz AG IFS Cloud

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE 200

KUMAVISION AG (Schweiz) Microsoft Dynamics

Logico Solutions AG ERP Software für Anlagenbau

MAIT Swiss GmbH Abas ERP

Opacc Software AG Opacc ERP

Polynorm Software AG Comarch ERP Enterprise

Proalpha Schweiz AG Proalpha

PSI AG Schweiz PSIpenta

redPoint AG redPoint Produktion & Fertigung

Sage bäurer GmbH Sage b7

VLEXbusiness AG VlexPlus 6.3 – Comarch ERP inside

Xippo GmbH avista ERP

Xippo GmbH axelor ERP

Standardproduktfertigung Kundenauftragsfertigung Variantenfertigung Prozessfertigung Serienfertigung Produktkonfigurator Import Lieferantenkatalog Grobplanung Feinplanung Automatische Optimierung Graphischer Leitstand Schichtplanerstellung Produktionsalternativen Simulation Vorwärtsterminierung Rückwärtsterminierung

Produkt-Lifecycle-Management Modul für dezentrales Projektmanagement EU VO 178/2002

GMP-/FDA konforme Dokumentation Verwalten von Kuppelprodukten

Ein System zur automatisierten Mitarbeiterplanung

Mit Constraints und n8n stabiler planen

Wo Mitarbeitende noch manuell eingeplant werden, steigen Aufwand und Fehlerquoten. Automatisierte Planungssysteme schaffen hier spürbare Entlastung. Der folgende Beitrag basiert auf den Erkenntnissen einer Masterarbeit, in deren Rahmen ein System zur automatisierten Mitarbeitereinsatzplanung für die Produktion entwickelt wurde. Er zeigt, was eine gute Planung ausmacht und worauf es bei der Umsetzung mit n8n und Constraint Algorithmen ankommt.

Mika Léon Müller und Prof. Dr. Esther Gelle

Warum die Einsatzplanung automatisieren?

In der Produktion ist die Mitarbeitereinsatzplanung selten eine reine Fleissaufgabe. Aspekte wie Qualifikationen, Freigaben, Abwesenheiten und kurzfristige Störungen müssen gleichzeitig berücksichtigt werden. Das macht die Planung aufwendig und fehleranfällig. Planungsverantwortliche stehen unter Zeitdruck, wechseln zwischen Listen, Tools und Rückfragen und müssen fundierte Entscheidungen treffen. Zudem hängt die Planungs qualität oft vom individuellen Erfahrungswissen ab und viele Be dingungen werden nicht überall gleich angewendet.

Die Folgen sind falsch zugewiesene Mitarbeitende, Unterde ckung an kritischen Arbeitsplätzen und vermeidbare Anpassun gen im Tagesverlauf. Bei kurzfristigen Änderungen steigt die Komplexität weiter, da jede manuelle Korrektur neue Konflikte auslösen kann.

Automatisierte Ansätze schaffen Transparenz, indem sie Pla nungslogik, Wissen, Bedingungen und Abhängigkeiten syste matisch im System statt in Köpfen oder Excel Dateien abbil den.

Was gute Einsatzplanung ausmacht

Ob eine Einsatzplanung gut ist, entscheidet sich nicht an ihrer Vollständigkeit, sondern der Praxistauglichkeit. Sie muss regel konform sein, sich im Shopfloor zuverlässig umsetzen lassen und auch dann funktional bleiben, wenn Abweichungen oder Kapazitätsschwankungen auftreten. Gleichzeitig sollte sie aus reichend stabil sein, damit Teams nicht ständig neu organisiert werden und Mitarbeitende sich auf ihre vorgesehenen Einsätze verlassen können.

Darüber hinaus machen Fairness und Transparenz die Qualität einer guten Planung aus. Belastungen und weniger attraktive Tätigkeiten sollten ausgewogen verteilt, Entwicklungsmöglich keiten mitgedacht und Zuordnungen nachvollziehbar begründet werden.

Wie funktionieren Constraint-Algorithmen?

Mithilfe von Constraint Algorithmen wird die oft intuitive Pla nung des Mitarbeitereinsatzes in ein formales Entscheidungs

modell überführt. Alle relevanten Planungsaspekte werden als Bedingungen formuliert und mit klaren Zielgrössen verknüpft. Dadurch erzeugt der Algorithmus keinen beliebigen Plan, son dern sucht innerhalb der Rahmenbedingungen gezielt nach einer möglichst guten Lösung.

Dabei wird zwischen harten und weichen Bedingungen unter schieden. Harte Bedingungen wie Qualifikationen, Freigaben der Mitarbeitenden und begrenzte Arbeitszeiten dürfen nicht verletzt werden. Weiche Bedingungen hingegen dienen der qualitativen Verbesserung des Plans. Sie beschreiben Eigen schaften wie Prioritäten oder individuelle Präferenzen und kön nen bei Bedarf zugunsten einer insgesamt besseren Lösung zurückgestellt werden.

Anna

Anwesend: Ja

Schulung: S1, S2

Präferenz: Platz 2

Ben

Anwesend: Ja

Schulung: S1, S3

Präferenz: Platz 2

Planungstool

Clara

Anwesend: Nein

Schulung: S3, S4

Präferenz: Platz 1

Harte Bedingung: Mitarbeiter muss Schulung erfüllen Nur anwesende Mitarbeiter zuweisen

Weiche Bedingung: Priorität der Arbeitsplätze beachten Präferenzen berücksichtigen

Arbeitsplatz 1

Zugewiesen: Anna notwendige Schulung: S2

Priorität: Hoch

Arbeitsplatz 3

Zugewiesen: keine Zuweisung notwendige Schulung: S4

Priorität: Niedrig

Arbeitsplatz 2

Zugewiesen: Ben notwendige Schulung: S1

Priorität: Hoch

Arbeitsplatz 4

Zugewiesen: keine Zuweisung notwendige Schulung: S3

Priorität: Niedrig

Im Kern arbeitet der Solver Algorithmus dabei mit Entschei dungsvariablen und der Frage, welcher Mitarbeiter an welcher Station in welcher Schicht idealerweise einzusetzen ist. Er durchsucht den Lösungsraum systematisch, schliesst unzuläs sige Kombinationen aus und bewertet die verbleibenden Optio nen anhand definierter Ziele. Mögliche Ziele sind eine hohe Arbeitsplatzbesetzung, eine gute Auslastung der Ressourcen und eine faire Verteilung. Resultat der Automatisierung ist somit eine steigende Nachvollziehbarkeit, da sich Entscheidungen und Zielkonflikte direkt auf konkrete Bedingungen zurückführen lassen.

Ein Beispiel zeigt die Abbildung. Anna wird Arbeitsplatz 1 zuge wiesen, obwohl sie Arbeitsplatz 2 bevorzugt, da nur sie die not wendige Schulung S2 für Arbeitsplatz 1 erfüllt. Arbeitsplatz 4 bleibt trotz passender Schulung von Ben unbesetzt, da Ben für den höher priorisierten Arbeitsplatz 2 benötigt wird, während Arbeitsplatz 3 nicht besetzt werden kann, weil die dafür erfor derliche Schulung S4 nur Clara besitzt, sie jedoch abwesend ist.

Was bieten Workflow-Tools?

Workflow Tools verknüpfen Planungsdaten mit Optimierungs prozessen und Anwendungen. Sie verwandeln einzelne Schritte in einen automatisierten Gesamtprozess, lesen relevante Daten ein, passen sie an ein neues Format an, übergeben sie an den Solver, speichern die Ergebnisse und verteilen sie an zuständige Personen oder Systeme.

Dieser Ablauf wird über eine Trigger Action Logik ausgelöst. Neue Abwesenheiten, veränderte Auftragslagen oder ein manu eller Start können eine definierte Prozesskette auslösen. Über Konnektoren und Schnittstellen lassen sich Systeme wie Excel, SharePoint, ERP oder MES Lösungen sowie Datenbanken, APIs und Kommunikationskanäle wie E Mail und Teams direkt in das System integrieren. Der grosse Vorteil liegt in der Stan dardisierung. Abläufe werden wiederholbar, versionierbar und über Logs nachvollziehbar. Durch Validierungen und Monitoring wird der Planungsprozess robust und skalierbar.

Welcher Mehrwert entsteht?

Der Einsatz eines auf Constraint Algorithmen und n8n basie renden Planungssystems in der Industrie hat gezeigt, dass eine automatisierte Einsatzplanung einen erheblichen praktischen Nutzen haben kann. Besonders deutlich wird dieser in der Zeit ersparnis. Sowohl die Erstellung der Einsatzpläne als auch An passungen bei Änderungen lassen sich durch die Automatisie rung deutlich schneller umsetzen. Zugleich steigt die Qualität der Planung, da vielschichtige Bedingungen konsistent und sys tematisch berücksichtigt werden. Fehlzuordnungen werden sel tener und der operative Alltag stabiler. Der Aufwand für spon tane Umplanungen und kurzfristige Abstimmungen sinkt merklich.

Auch der Tagesstart profitiert davon, da aktuelle Pläne früher vorliegen und die Produktion mit mehr Ruhe anlaufen kann. Zu sätzlich verbessert sich die Transparenz, da Teamleitende auf eine gemeinsame Sicht der verfügbaren Ressourcen zugreifen können und Abstimmungen über mehrere Linien hinweg leich ter möglich sind. Dadurch gewinnen Führungskräfte Zeit für wertschöpfendere Aufgaben wie Shopfloor Management und Problemlösung. Darüber hinaus schafft die automatisierte Pla nung eine bessere Grundlage für langfristige Verbesserungen, da Bedingungen, Ausnahmen und Engpässe systematisch sichtbar werden und nicht länger nur implizit im Wissen einzel ner Mitarbeitenden verankert bleiben.

Worauf zu achten ist?

Ob eine automatisierte Einsatzplanung langfristig funktioniert, entscheidet nicht in erster Linie die eingesetzte Technologie, sondern die Grundlage, auf der sie aufbaut. Eine zentrale Vor aussetzung ist dabei eine verlässliche Datenbasis. Nur wenn Qualifikationen, Arbeitsstationen, Aufträge und Verfügbarkeiten konsistent gepflegt werden, kann das System tragfähige Ergeb nisse liefern. Ebenso wichtig ist ein klares Verständnis des be stehenden Planungsprozesses. Nur wenn Entscheidungs schritte und Bedingungen bekannt sind, lassen sie sich sinnvoll im System modellieren. Bleibt dies zu oberflächlich, fehlen we sentliche Vorgaben, wird es zu detailliert erfasst, steigt die Kom plexität.

Ebenso wichtig ist die Akzeptanz im Arbeitsalltag. Diese ent steht, wenn Entscheidungen nachvollziehbar sind und Mitarbei tende in die Ausgestaltung einbezogen werden. Das System sollte entlang klarer Leitlinien arbeiten und transparent machen, wie Zielkonflikte behandelt werden und welche Bedingungen im Zweifel Vorrang haben. Ergänzend sind Governance Struktu ren für Zugriffsrechte, Audit Logs und Versionierung erforder lich, um Anpassungen kontrollieren und nachvollziehen zu kön nen.

In der Praxis hat sich für die Projektdurchführung zudem ein DMADV Prozess mit Pilotierung, klar abgegrenztem Anwen dungsbereich und messbaren KPIs bewährt.

Mika Léon Müller ist Absolvent des Masterstudiengangs Business Engineering (MSE) und befasst sich mit digitalen Trans formationsprozessen und organisationaler Entwicklung. www.linkedin.com/in/mika müller

Prof. Dr. Esther Gelle ist Professorin für Gestaltung digitaler Systeme an der FHNW und Advisor für Projekte in den Bereichen digitale Geschäftsmodelle und Prozesse mit Anwendungen in der Künstlichen Intelligenz. www.linkedin.com/in/esther gelle 8116a0

Infrastruktur & Security –

Basis eines digitalen KMU

Ohne stabile Infrastruktur läuft im Unternehmen nichts: Von der Internetverbindung über den Login bis zur Lohnabrechnung, die IT ist das Nervensystem jedes Betriebs. Und gerade im KMU Umfeld erhält sie oft weniger Aufmerksamkeit, als sie verdient. Dabei entscheidet sie über reibungslose Abläufe, sichere Daten und produktive Teams. In diesem Bereich geht es darum, Systeme schlank, sicher und skalierbar zu halten – auch ohne eigenen Serverraum.

Wer Infrastruktur nur als «stilles Summen im Hintergrund» wahrnimmt, unterschätzt ihre Bedeutung. Moderne Unterneh men sind vollständig von funktionierenden Systemen abhängig: ERP, E Mail, Lagerverwaltung, Kollaboration, Support – alles steht und fällt mit einer stabilen Basis. Und wenn ein Cyberan griff Prozesse lahmlegt oder Daten abfliessen lässt, wird aus all täglicher Routine plötzlich eine gewaltige Krise.

Für KMU ist die digitale Infrastruktur ein strategischer Erfolgs faktor. Cloud Dienste, Netzwerksicherheit, Backup Konzepte, Endgeräteverwaltung und Monitoring wachsen zu einem ver netzten Ganzen, das Verfügbarkeit und Sicherheit gewährleis ten muss. Gleichzeitig sollen Lösungen flexibel bleiben, mit dem Unternehmen mitwachsen und sich ohne übermässigen Auf wand betreiben lassen, oft gemeinsam mit spezialisierten Part nern.

Phishing, Ransomware und Social Engineering gehören heute zu den grössten Risiken. Neben technischen Schutzmassnah men braucht es deshalb Sensibilisierung im Team: Verdächtige Mails erkennen, Links prüfen, Zwei Faktor Authentifizierung nut zen – und wissen, wie man im Ernstfall reagiert.

Die gute Nachricht: Leistungsfähige und sichere Infrastrukturen lassen sich heute auch mit schlanken Ressourcen umsetzen. Skalierbare Modelle, automatisierte Updates, Cloud Services und professionelles Monitoring ermöglichen Umgebungen, die früher nur grossen IT Abteilungen vorbehalten waren. Entschei dend ist, Infrastruktur nicht als Kostenfaktor zu betrachten, son dern als Enabler für Effizienz, Innovation und Resilienz.

In diesem Abschnitt widmen wir uns genau diesen Fragen: Wel che Lösungen gibt es? Wo lauern Risiken? Und wie lässt sich mit überschaubarem Aufwand ein belastbares Fundament für die Digitalisierung schaffen?

Auch KMU im Visier von Kriminellen

Doch Technologie allein reicht nicht. Systeme müssen gepflegt, überwacht und weiterentwickelt werden. Cyberkriminelle zielen oft ganz bewusst auf KMU, weil dort Abwehrmechanismen oft schwächer sind. Wer also als Kleinunternehmer glaubt «wir brauchen keinen Schutz, denn wir sind ja eh kein lohnendes Ziel» kann sich ganz gewaltig irren. Und teuer für den Irrtum bezahlen.

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Man kann nur schützen, was man kennt

Viele Unternehmen investieren heute viel Geld in Cybersecurity, Cloud Projekte und moderne IT Infrastrukturen. In Gesprächen mit IT Verantwortlichen stelle ich jedoch immer wieder fest, dass grundlegende Fragen oft unbeantwortet bleiben: Welche Software wird überhaupt eingesetzt? Ist sie noch aktuell? Und wer ist für die Wartung verantwortlich? Genau dort entstehen Risiken, die weder Firewalls noch Vulnerability Scanner lösen können.

Cybersecurity braucht Transparenz

In vielen Unternehmen lässt sich heute innerhalb weniger Stun den feststellen, welche Schwachstellen auf Servern, Clients oder Anwendungen vorhanden sind. Moderne Vulnerability Scanner liefern detaillierte Berichte, priorisieren Risiken und zeigen kriti sche Sicherheitslücken auf.

Die Schwachstelle zu finden ist heute meistens nicht mehr das Problem. Die eigentliche Herausforderung beginnt dann, wenn die Lücke geschlossen werden soll. In der Praxis stellen wir re gelmässig fest, dass die betroffene Software zwar bekannt ist, aber keine gültige Wartung mehr vorhanden ist oder die einge setzte Version seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde.

Ein Scanner erkennt die Schwachstelle innerhalb weniger Mi nuten. Die Behebung kann hingegen Wochen oder sogar Mo nate dauern. Nicht weil die IT Abteilung nicht handeln möchte, sondern weil die Voraussetzungen für ein Update fehlen.

Sicherheit und Lizenzmanagement sind deshalb enger mitein ander verbunden, als viele vermuten. In der Praxis stellen wir regelmässig fest, dass technische Risiken früh erkannt werden. Fragen zu Wartungsverträgen, Nutzungsrechten oder bestehen den Lizenzmodellen tauchen hingegen oft erst dann auf, wenn ein Update eingespielt, eine Migration geplant oder ein Audit angekündigt wird.

Cloud-Projekte schaffen neue Herausforderungen

Viele Unternehmen betrachten eine Cloud Migration primär als technisches Projekt. Dabei werden die Auswirkungen auf War tung, Nutzungsrechte und Compliance häufig erst in einer spä teren Projektphase diskutiert.

Gerade während einer Migration entstehen häufig Parallelbe triebe. Anwendungen laufen über Wochen oder Monate gleich zeitig im eigenen Rechenzentrum und in der Cloud. Technisch ist das sinnvoll und meist unvermeidbar.

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass eine vorübergehende Doppelnutzung automatisch erlaubt ist. Genau hier entstehen je doch regelmässig Diskussionen, weil bestehende Lizenzrechte nicht immer ohne Weiteres auf zusätzliche Umgebungen ausge dehnt werden können.

Hinzu kommt, dass nicht jede Software einfach als Cloud Abonnement bezogen werden kann. In bestimmten Szenarien müssen bestehende Lizenzrechte aus dem eigenen Rechen

zentrum mitgebracht werden. Voraussetzung dafür sind häufig gültige Wartungsverträge und eine sorgfältige Planung der Migration.

Nicht jede Cloud ist gleich

Viele Unternehmen sprechen von «der Cloud». Dabei wird oft vergessen, dass Cloud nicht gleich Cloud ist.

Für die Lizenzierung kann es einen Unterschied machen, ob eine Anwendung auf dedizierter Hardware, virtuellen Maschi nen oder gemeinsam genutzten Cloud Ressourcen betrieben wird. Was technisch nahezu identisch aussieht, kann aus Com pliance Sicht unterschiedlich bewertet werden.

Die technische Architektur beeinflusst deshalb nicht nur Per formance, Skalierbarkeit und Betriebskosten, sondern unter Umständen auch die zulässige Nutzung von Software. Die Dis kussionen beginnen häufig erst dann, wenn bestehende An wendungen in die Cloud verschoben werden sollen oder ein Hersteller die genaue Betriebsform genauer betrachtet.

IT-Sicherheit beginnt beim Überblick

Ein aktuelles Softwareinventar, transparente Wartungsverträge und klar definierte Verantwortlichkeiten schaffen die Grundlage für sichere Systeme, erfolgreiche Cloud Projekte und eine nach haltige IT Governance. Viele Risiken lassen sich dadurch ver meiden, bevor sie überhaupt entstehen.

Denn eines gilt heute mehr denn je: Man kann nur schützen, was man kennt.

Marco Kurmann ist Geschäftsführer der bbi Software AG und begleitet seit über 20 Jahren Unternehmen bei Themen rund um Softwarelizenzierung, Cloud Migrationen, Compliance und Hersteller Audits. Sein Fokus liegt auf der Verbindung von IT Infrastruktur, Security und Lizenzmanagement. www.bbi.ch

Nicht der Hacker war das Problem –der fehlende Patch

Eine übersehene Schwachstelle genügt, um eine massive Datenpanne auszulösen. So schnell wird fehlendes Patchmanagement von einem technischen Versäumnis zu einem Führungs‑ und Compliance‑Problem – mit Meldepflichten, Reputationsrisiken und organisatorischen Konsequenzen.

Der Angriff kam von aussen. Das Versäumnis sass im eigenen Haus.

London, 22. Oktober 2020 – Montag, 7.43 Uhr: Die IT entdeckt verdächtige Zugriffe auf eine Fachapplikation. Gegen Mittag ist klar: Eine bekannte Schwachstelle wurde ausgenutzt, Cyberkri minelle erlangten Zugriff auf 440’000 Dateien und verschlüssel ten diese. Sie verschafften sich erhöhte Rechte, exfiltrierten Daten, und veröffentlichten später personenbezogene Daten im Darknet. Der verfügbare Microsoft Patch wurde nie eingespielt. Jetzt geht es nicht mehr nur um Technik. Jetzt geht es um Meldepflichten, Vertrauen, Haftung und die Frage, ob die Ge schäftsleitung ihr Unternehmen wirklich im Griff hat.

Patchlücke, Datenpanne, Führungsversagen?

Datenschutzverletzungen beginnen in KMU selten spektakulär. Meist starten sie leise: Ein übersehenes Update, eine veraltete Komponente, ein System, das im Patchmanagement niemand mehr auf dem Radar hat. Genau das macht sie so gefährlich. Denn wenn über eine bekannte Schwachstelle personenbezo gene Daten abfliessen, ist die Ursache nicht nur ein externer Angriff. Die eigentliche Ursache ist ein internes Steuerungspro blem. Fehlendes Patchmanagement ist deshalb kein Rand thema der IT, sondern ein Governance Risiko mit direkter Wir kung auf Datenschutz, Informationssicherheit und Reputation. Dieser offizielle Fall aus Grossbritannien, London, Borough of Hackney, zeigt genau dieses Muster.

Für CEOs und Geschäftsleitungen liegt darin die unange nehme Wahrheit: Nicht der Angreifer allein entscheidet über den Schaden, sondern die unternehmensinterne Vorbereitung. War das betroffene System überhaupt inventarisiert? Gab es klare Zuständigkeiten, Prioritäten und Kontrollen für kritische Sicherheitsupdates? Wurden externe Dienstleister einbezo gen? Und wusste die Belegschaft, ob Auffälligkeiten sofort ge meldet werden müssen? Genau an dieser Stelle kippt ein tech nischer Mangel in ein Managementproblem. Denn eine Datenpanne trifft nie nur die IT. Sie trifft das Tagesgeschäft, bindet Führungskapazität, belastet Kundenbeziehungen und kann in wenigen Stunden Vertrauen zerstören, das über Jahre aufgebaut wurde.

Klare rechtliche Lage

Rechtlich ist die Lage für Schweizer KMU klarer, als viele den ken. Nach Art. 24 Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) muss der Verantwortliche dem kantonalen Datenschutz beauftragten bzw. dem Eidgenössischen Datenschutz und Öf fentlichkeitsbeauftragten (EDÖB, Datenschutzbehörde des Bundes) eine Verletzung der Datensicherheit so rasch als möglich melden, wenn sie voraussichtlich zu einem hohen Risiko für die Persönlichkeit oder die Grundrechte der betroffenen Personen führt. Art. 20 Verordnung über den Datenschutz (DSV) konkretisiert, was eine solche Meldung enthalten soll: Art der Verletzung, soweit möglich Zeitpunkt und Dauer, die Kate gorien und ungefähre Anzahl der betroffenen Personendaten und Personen, die Folgen der Verletzung sowie die bereits ge troffenen oder geplanten Massnahmen. Das klingt juristisch. In der Praxis heisst es: Wer im Ernstfall keine Nachweis Dokumen tation liefern kann, verliert Zeit und Glaubwürdigkeit.

Für viele Schweizer Unternehmen endet die Pflicht aber nicht beim DSG, denn wer eine Niederlassung in der EU hat, über einen Onlineshop Waren oder Dienstleistungen an Personen in der EU oder im EWR Raum anbietet oder Profiling Tools bzw. Google Analytics nutzt für Marketingzwecke, muss auch die Re gelungen der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) berücksichtigen. Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten gemäss Art. 33 DSGVO sind binnen 72 Stunden der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden, sofern ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürli cher Personen besteht.

Im Ernstfall können also zwei Regime parallel relevant sein: Das Schweizer Datenschutzrecht mit der Meldung an den EDÖB und die DSGVO mit zusätzlichen Anforderungen: gemäss Art. 34 DSGVO muss der Verantwortliche bei einem hohen Risiko die betroffenen Personen von der Verletzung auch informieren. Für die Geschäftsleitung bedeutet das eine sehr praktische Auf gabe im Vorfeld: Zuständigkeiten, Entscheidungswege müssen präventiv feststehen, um Eskalationen zu vermeiden. Denn wenn sie tatsächlich betroffen sind, müssen sie unter anderem prüfen, ob ihre internen Prozesse, Richtlinien, Verträge und Datenschutzerklärungen kompatibel sind. Sonst beginnt die Krise nicht nur mit dem Angriff, sondern mit Orientierungslosig keit und einer hohen Geldstrafe.

Was KMU im Ernstfall wissen und vorbereiten müssen

Was also ist zu tun, wenn ein fehlendes Patchmanagement zu einer Datenpanne geführt hat?

• Erstens: Eindämmen. Betroffene Systeme isolieren, Zu gänge sperren, Beweise sichern, betroffene Softwarestände erfassen.

• Zweitens: Das Schadenausmass bewerten. Welche Daten sind betroffen, wie viele Personen, welche Folgen drohen? Geht es um Kontaktdaten, HR Daten, Gesundheits daten, Finanzdaten, Zugangsdaten oder andere?

Drittens: Entscheiden. Liegt ein relevantes Risiko nach DSGVO oder ein hohes Risiko nach DSG vor, muss die Meldung vorbereitet und abgestimmt werden.

• Viertens: Dokumentieren. Nicht später, sondern ab der ersten Minute. Denn Nachvollziehbarkeit ist im Datenschutz kein Luxus, sondern Pflicht.

Mindestens so wichtig wie Technik und Prozesse ist die menschliche Firewall. Viele Vorfälle eskalieren nicht deshalb, weil es keine Warnsignale gab, sondern weil sie zu spät erkannt, falsch eingeordnet oder nicht gemeldet wurden. Sensibilisierte Mitarbeitende sind deshalb kein «nice to have», sondern ein «must have», ein geschuldeter Beitrag des Unternehmens zur Datensicherheit. Wer Mitarbeitende schult, klare Meldewege schafft und Sicherheit als Teil der täglichen Arbeit verankert, ver kürzt Reaktionszeiten und reduziert Wiederholungsfehler. Awareness ersetzt kein Patchmanagement. Awareness ent scheidet oft darüber, ob ein Vorfall früh begrenzt oder erst be merkt wird, wenn die Daten bereits öffentlich sind.

Für IT Fachkräfte ist die Botschaft ebenso klar: Patchmanage ment ist nicht nur ein technischer Wartungsprozess, sondern ein Schutzmechanismus gegen Datenschutzverletzungen. Für die Geschäftsleitung lautet die Übersetzung: Sicherheit entsteht nicht durch gute Absichten, sondern durch Steuerung. Wer kein vollständiges Asset-Inventar hat, keine Patchzyklen überwacht, keine kritischen Schwachstellen priorisiert und keine Verantwortlichkeiten festlegt, darf sich über Datenpannen nicht wundern. Und wer zusätzlich die Mit arbeitersensibilisierung vernachlässigt, lädt den nächsten Vorfall geradezu ein.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob ein KMU an gegriffen wird. Die entscheidende Frage lautet, ob es vorbereitet ist, wenn es passiert. Ein fehlender Patch kann ausreichen, um aus einer simplen Schwachstelle einen meldepflichtigen Daten schutzfall zu machen. Unternehmen, die DSG, DSGVO, techni sches Sicherheitsmanagement und menschliche Firewall zu sammen denken, gewinnen mehr als Compliance. Sie gewinnen Handlungsfähigkeit. Und genau die entscheidet im Ernstfall dar über, ob ein Vorfall zum Reputationsschaden wird – oder zum Beweis professioneller Führung.

Die Lehre aus diesem Vorfall ist brutal einfach: Patchmanage ment ist kein Wartungspunkt für ruhige Zeiten. Es ist eine orga nisatorische Massnahme von vielen, ein Schutzschild gegen Datenschutzverletzungen. Wer bekannte Schwachstellen nicht konsequent schliesst, öffnet unter Umständen nicht nur Sys teme, sondern gleich die Tür zu Meldepflichten, Reputations schäden und regulatorischem Druck.

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Informationen und Anmeldung unter cyberwehr-rms.ch/news/#webinare

Monika Wehr ist zertifizierte Beraterin und Auditorin für Daten schutz, Datensicherheit und risikobasierte Compliance

DSG / DSGVO. Sie unterstützt KMU, Gesundheitsorganisationen und technologiegetriebene Unternehmen dabei, Ver letzungen der Datensicherheit zu steuern und zu minimieren, regulatorische Anforderungen umzusetzen und eine Datenschutz und Sicher heitskultur im Alltag zu verankern. www.cyberwehr rms.ch

KI hilft auch den bösen Jungs

Cyberkriminalität im Wandel: Weniger Malware, bessere Phishing Angriffe. Internetbetrüger gehen mit der Zeit und profitieren von neuen Technologien. Können wir uns noch schützen?

Online Kriminalität hat sich in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt. Während Unternehmen, Behörden und Privatperso nen zunehmend digital arbeiten, nutzen auch Kriminelle die neuen Technologien. Besonders die Künstliche Intelligenz (KI) dient heute oft als Werkzeug zur Verfeinerung und Automatisie rung von Betrugsversuchen.

Wie KI Betrügern hilft

Täuschend echt wirkende Phishing Mails waren bereits vor ChatGPT und Konsorten Standard. Dank KI können diese noch schneller, personalisierter und glaubwürdiger verfasst werden. Etwa in Mundart, auf den vom Opfer favorisierten Kommunika tionskanälen wie beispielsweise WhatsApp und mit Bezug zu realen Gegebenheiten und Ereignissen. Autonome KI Agenten liefern den Betrügern persönliche Angaben zum Opfer, etwa aus den Sozialen Medien und durch grosse Datenauswertungen.

Mittels Deepfakes lassen sich darüber hinaus sehr einfach ge fälschte Audio und Videonachrichten realer Personen verschi cken und sogar Telefonanrufe oder Video Calls in Echtzeit fin gieren. Wenn der Kommunikationspartner nicht nur plausible Sachverhalte vorgibt, sondern auch so aussieht und spricht wie der eigene Sohn, die Chefin oder der Bankkundenberater, wird die Enttarnung des Betrugsversuches sehr schwierig.

Zwar wird die Verwendung gefälschter Telefonnummern (sog. Call ID Spoofing) in der Schweiz 2026 verboten. Ob alle Tele kom Anbieter effektive Gegenmassnahmen flächendeckend schnell umsetzen können, wird sich aber erst zeigen. Und Er kennungsprogramme gegen Deepfakes werden immer effekti ver und erschwinglicher, hinken der Qualität der Fälschungen aber konstant hinterher.

Wie effektiv die neueren Taktiken sind, zeigt die Betrugsstatistik: Während die Verbreitung von Schadsoftware wie Bankentroja ner seit über zwei Jahren rückläufig ist, explodieren die Zahlen ausgeklügelter Phishingangriffe per Telefon und Messenger dienst regelrecht. Ebenso haben Attacken mit Fernwartungs software deutlich zugenommen: Kriminelle erschleichen sich als angebliche Bankangestellte oder Supportmitarbeiter Zugriff auf den Computer des Opfers, um ins E Banking zu gelangen oder Passwörter und Kreditkartendaten auszuspionieren.

Dauerbrenner wie Anlage , Liebes oder Kleinanzeigenbetrug werden durch die neuen Technologien ebenso beflügelt, also immer glaubhafter und raffinierter. Multipliziert man die aktuel len hochprofessionalisierten Angriffstechniken mit den seit Jahr zehnten ungelösten Sicherheitsproblemen wie Schwachstellen in Systemen und Netzwerken, wird einem fast schwindelig.

Vorher prüfen statt nachher bereuen

Zwar profitieren auch Sicherheitslösungen zunehmend von KI gestützter Erkennung verdächtiger Aktivitäten. Cyberkriminali tät ist jedoch längst kein rein technisches Problem mehr, son dern eine gesellschaftliche Herausforderung, bei der Technik, Organisation und persönliche Aufmerksamkeit zusammenwir ken müssen. Politik und Unternehmen haben die Aufgabe er kannt. Wirksame Massnahmen eilen den flinken Internetbetrü gern aber hinterher. Mehr denn je ist der präventive Beitrag jedes Einzelnen gefragt.

Bewährte Vorsichtsmassnahmen haben dabei keinesfalls aus gedient: Regelmässige Datensicherungen, zeitnahe Updates, Virenscanner und Zugangsschutz auf allen Geräten mithilfe starker Passwörter, Biometrie oder Passkeys sind nach wie vor Pflicht. Darüber hinaus wird Wachsamkeit und gesunde Skepsis immer entscheidender.

Heisst: Vor jeder Handlung mit Betrugspotenzial braucht es eine Prüfaktion – Sachverhalt auf anderem Kanal verifizieren, Chef oder Bank über die offizielle Nummer zurückrufen, Zweitmei nung einholen. Wer digitale Kommunikation nicht mehr auto matisch für echt hält, schützt sich heute am wirksamsten.

Björn Näf ist Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programmleiter an der Hochschule Luzern – Informatik. Er unterrichtet unter anderem in den Bereichen Cyber Security und Software Engineering & Development. www.hslu.ch

Der moderne Arbeitsplatz ist kein Projekt, sondern ein Service

Hybrides Arbeiten, verteilte Geräte und steigende Sicherheitsanforderungen verändern den IT Alltag grundlegend. Damit Arbeitsumgebungen zuverlässig funktionieren, braucht es ein Zusammenspiel aus Identitätsmanagement, Endpoint Sicherheit und integrierter Kommunikation –und Lösungen, die sich laufend weiterentwickeln.

Die Arbeitswelt verändert sich schneller als je zuvor. Mitarbei tende arbeiten hybrid, greifen von unterschiedlichen Geräten und Orten auf Unternehmensressourcen zu und erwarten dabei, dass alles nahtlos funktioniert.

Für IT Verantwortliche bedeutet das: Sicherheit, Flexibilität und Benutzerkomfort müssen gleichzeitig gewährleistet sein. Der moderne Arbeitsplatz ist damit kein einmaliges IT Projekt mehr, sondern ein kontinuierlicher Service, der sich laufend an neue Anforderungen anpasst.

Von Hardware-Rollouts zu zentraler Steuerung

Klassische Ansätze, bei denen Geräte periodisch ersetzt und manuell konfiguriert werden, geraten in dieser Dynamik an ihre Grenzen. Moderne Endpoint Management Lösungen ermögli chen eine zentrale, automatisierte Verwaltung sämtlicher Ge räte. Unabhängig davon, ob sie sich im Büro, im Homeoffice oder unterwegs befinden.

Neue Arbeitsplätze lassen sich so in Minuten ausrollen, Sicher heitsrichtlinien werden automatisch angewendet und Updates laufen im Hintergrund. Für Unternehmen bedeutet das nicht nur Effizienz, sondern auch ein deutlich höheres Sicherheitsniveau bei geringerer Fehleranfälligkeit.

Identität als

neue Sicherheitsgrenze

Mit der Cloud rückt die Identität ins Zentrum der IT Sicherheit. Conditional Access, also kontextbasierte Zugriffskontrolle, sorgt dafür, dass Benutzer nur dann Zugriff erhalten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

So lässt sich etwa festlegen, dass ein Login im Büro ohne Multi faktor Authentifizierung (MFA) erlaubt ist, während ein Zugriff von ausserhalb zwingend eine zweite Bestätigung erfordert. Zu griffe aus bestimmten Ländern können gesperrt, Geräte mit feh lenden Sicherheitsupdates blockiert und Legacy Apps ohne moderne Authentifizierung isoliert werden.

Die Idee dahinter: Sicherheit richtet sich nicht mehr nach dem Netzwerk, sondern nach Risiko, Kontext und Vertrauen.

Kommunikation integriert denken

Ein ebenso wichtiger Teil des modernen Arbeitsplatzes ist die nahtlose Kommunikation. Spezifische Plattformen vereinen Telefonie, Chat und Videokonferenzen sowie Datenaustausch und Aufgabenplanung in einer einzigen Umgebung.

In Verbindung mit Identitäts und Gerätemanagement entsteht eine konsistente Arbeitsumgebung, in der Benutzeridentität, Be rechtigungen und Kommunikationskanäle zentral gesteuert werden. Das reduziert Schnittstellen, vereinfacht Prozesse und erhöht die Transparenz insbesondere bei hybriden Teams und standortübergreifender Zusammenarbeit.

Der moderne Arbeitsplatz als Managed Service

Der Betrieb einer solchen integrierten Umgebung erfordert lau fendes Know how, Sicherheitsüberwachung und Anpassung an neue Technologien. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich deshalb für ein Managed Workplace Modell: Während strategische Entscheidungen im Unternehmen bleiben, wird der Betrieb an spezialisierte Partner ausgelagert.

Das Resultat sind standardisierte Prozesse, planbare Kosten und ein IT Betrieb, der sich nicht um einzelne Geräte, sondern um das Gesamterlebnis kümmert. Von der Sicherheit bis zur Nutzerzufriedenheit.

Fazit

Der moderne Arbeitsplatz vereint Technologie, Sicherheit und Service. Unternehmen, die Identitätsmanagement, Endpoint Security und Kommunikation als integriertes Ganzes verstehen, verschaffen sich nicht nur Stabilität, sondern auch einen klaren Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.

Matthias Erni ist Gründer und Mitinhaber der Bit & Bytes IT Solutions AG. Das Unternehmen unterstützt Schweizer KMU als Digitalisierungspartner mit verständlicher IT, persönlichem Support und praxiserprobten Lösungen. Von der Modernisierung der IT Infrastruktur über Cloud Services bis hin zur umfassenden IT Betreuung als Managed Service Provider.

Individuelle Software-Entwicklung –

wenn Standard nicht passt

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für individuell ent wickelte Software, wenn Standardlösungen ihre Abläufe, Pro zesse oder Anforderungen nicht ausreichend abbilden können. Klar ist: Wo Differenzierung zählt, braucht es Werkzeuge, die exakt zum eigenen Geschäftsmodell passen – nicht umgekehrt.

Die Wahl zwischen Standard und Individualsoftware ähnelt der Entscheidung zwischen Konfektionsware und Massanfertigung: Schnell verfügbar und bewährt? Oder lieber perfekt passend, aber mit höherem Aufwand verbunden?

Eine massgeschneiderte Lösung schafft Spielraum für Innova tion und Wettbewerbsvorteile, bringt jedoch Herausforderungen wie höhere Kosten, längere Entwicklungszyklen und stärkere technologische Abhängigkeiten mit sich.

Gleichzeitig erweitern moderne Technologien die Möglichkeiten. Low Code Plattformen beschleunigen Entwicklungsprozesse, KI gestützte Tools unterstützen bei Analyse, Testing oder Code Generierung und nachhaltige Softwarearchitekturen sorgen da für, dass Lösungen langfristig wartbar bleiben. Damit wird indi viduelle Softwareentwicklung auch für KMU immer wichtiger.

Die Lösung muss nicht nur technisch überzeugen, sondern stra tegisch sinnvoll eingebettet sein: Klare Anforderungen, ein realis tischer Projektumfang, ein verlässlicher Partner und ein Betriebs konzept, das mit dem Unternehmen mitwächst. Wo diese Faktoren zusammenkommen, entsteht Software, die nicht nur funktioniert, sondern echten Mehrwert schafft.

Im Online Dossier finden Sie Denkanstösse, Praxisbeispiele und Einschätzungen rund um individuelle Softwareentwicklung.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge: Routine ade: So entlasten Low Code Tools Ihr Team

Manuelle Abläufe bremsen KMU aus. Yannick Hunn zeigt, wie Low Code Plattformen Routinearbeiten automatisieren, ohne Programmierkenntnisse auskommen und anhand konkreter Beispiele messbare Entlastung im Alltag schaffen.

Künstliche Intelligenz in der Softwareentwicklung

KI steigert Effizienz und Qualität, bringt aber auch gewisse Her ausforderungen wie Datenschutz, Ethik oder fehlendes Know how. Simon Perrelet und Pascal Sieber beleuchten Chancen, Risiken und praxisnahe Einsatzszenarien.

Nachhaltige Software: Mit schlankem Code zu mehr Effizienz

Nachhaltigkeit betrifft auch Software. Frank Buchli erklärt, wie schlanker Code Energie spart, Kosten senkt und warum nach haltige Softwareentwicklung ein oft unterschätzter Hebel für Effizienz und Umweltwirkung ist.

Trends in der Software Entwicklung: «Die Suppe wird lange nicht so heiss gegessen …»

Tech Trends fordern Entwicklerinnen und Entwickler ständig he raus. Björn Näf zeigt, warum trotz rasantem Wandel keine Dys topie droht – und wie Teams realistisch, gelassen und kompe tent am Ball bleiben.

Nachhaltige Software und Software für die Nachhaltigkeit

Software reduziert Papier, Reisen und Ressourcen – doch auch ihre eigene Nachhaltigkeit rückt in den Fokus. Dr. Pascal Sieber und Simon Perrelet fassen zentrale Erkenntnisse zu nachhaltiger Software und ihrem Beitrag zur Nachhaltigkeit zu sammen.

Low Code als Enabler der flexiblen Prozessautomatisierung

Die Swiss Smart Factory zeigt, wie Low Code IIoT und Industrie 4.0 Prozesse beschleunigt. Michael Wendling und Charly Gerber geben Einblicke in Projekte zu Vision Systemen, KI As sistenten und modularen Produktionsplattformen.

Wo Differenzierung wichtig ist, ergibt Individualsoftware Sinn

Individual oder Standardsoftware? Martin Egloff erklärt, wann massgeschneiderte Lösungen strategische Vorteile bringen, welche Mythen rund um Individualsoftware kursieren und wie Unternehmen fundiert entscheiden.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier Software-Entwicklung – einfach QR-Code scannen.

https://qrco.de/Dossier-SWE

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Wentytech KLG

xappido ag

Quelle: www.topsoft.ch/search (Selbstdeklaration der Anbieter)

«Ich

mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt!»

Mit KI Tools können heute alle eigene Softwarelösungen bauen. Was wie der Traum einer agilen Innovationskultur klingt, entwickelt sich oft zum unkontrollierten Wildwuchs. Das sogenannte Vibe Coding verspricht schnelle Problemlösungen, umgeht dabei aber essenzielle Fragen. Warum «Make or Buy» eine Renaissance erlebt und Bauen nicht immer die beste Lösung für Ihr Unternehmen ist.

Das Gespräch, das sich plötzlich überall wiederholt

«Ach, das haben wir eigentlich schon selbst gebaut.» Oder: «Dann bauen wir das halt selbst, wenn euer Standardprodukt so teuer ist.» Oder noch häufiger intern: «Ich habe da etwas kreiert, das du dir unbedingt anschauen musst!»

Als Software Verkäufer und Berater höre ich solche Sätze in zwischen regelmässig. Und ich sage es offen: Mich beschäftigt das. Nicht weil ich Angst vor der Konkurrenz habe, sondern weil ich weiss, was danach kommt – und ich die Möglichkeiten ken nen und einschätzen will.

Vibe Coding ist da. Es wird genutzt – von Entwicklerinnen, aber zunehmend auch von Mitarbeitenden aus nicht technischen Abteilungen. Mit Hilfe von KI Tools kann heute nahezu jede Per son bauen, was sie für notwendig hält. Ein Problem, ein Bedarf, eine Herausforderung im Alltag – und zack, in wenigen Stunden steht ein Prototyp. Was bis vor Kurzem noch Wochen dauerte, ist heute eine Abendaktion. Das ist beeindruckend, wirklich be eindruckend.

Aber genau hier fängt die Geschichte erst an.

Ein Painkiller mit starken Nebenwirkungen

Das Vorgehen hat sich in Rekordzeit drastisch gewandelt: Hatte ich früher ein Problem im Business Kontext oder einen spezifi schen Bedarf, habe ich Google gefragt, ob es dafür eine pas sende Software Lösung gibt. Seit ein, zwei Jahren frage ich in solchen Fällen eine KI. Und seit einigen Monaten hilft mir die KI sogar dabei, die Lösung einfach selbst zu vibe coden!

Der Einstieg ist bestechend einfach, erste Resultate werden in rasantem Tempo erzeugt. Ein funktionierender Prototyp ist in vielen Fällen innerhalb weniger Stunden kreiert. Für den eigent lichen, ursprünglichen «Pain» (den Schmerzpunkt) ist also ext rem schnell ein passender «Painkiller» geschaffen.

Doch dieses Schmerzmittel bringt – wie so oft im echten Leben – neben den positiven auch signifikante negative Nebenwirkun gen mit sich. Auf der positiven Seite steht die schiere Begeiste rung bei der erstellenden Person. Aber Achtung, hier lauert das sprichwörtliche «Rabbit Hole»: Man verliert sich schnell im ite

rativen Prozess des Erschaffens. Auch die Begeisterung und Be wunderung im Team sind meist gross. Man ist tief beeindruckt, wie schnell und scheinbar mühelos etwas gelöst werden konnte.

Dem gegenüber stehen jedoch handfeste Herausforderungen. Im ersten Schritt ist die neu geschaffene Lösung meist nur lokal und isoliert verfügbar. Die IT Abteilung reagiert auf solche Al leingänge verständlicherweise oft weniger enthusiastisch. Fra gen nach Deployment, Stabilität, IT Sicherheit und Nachvoll ziehbarkeit bleiben beim Vibe Coding oftmals auf der Strecke. Zudem entsteht ein massiver Workload für die IT: Wenn plötz lich alle ihre eigenen kleinen Tools bauen, muss jemand diese Schatten IT managen, warten und Support dafür leisten.

Auch der Fokus leidet. Ist es wirklich die Aufgabe der Mitarbei tenden, sich um die softwaretechnische Problemlösung direkt und eigenständig zu kümmern? Sollten sie sich nicht primär um das eigentliche Kerngeschäft sorgen? Nicht zuletzt droht ein ge fährlicher Domino Effekt: Das Team verfällt potenziell einem Wunschkonzert und will fortan jede kleinste Abweichung vom Standardprozess komplett individuell gelöst haben.

Bauen ist kein Muss

Jeff Chow, CPTO bei Miro, hat es Anfang Juni 2026 treffend auf den Punkt gebracht: «Just because we can build it doesn’t mean we have to.» Dieses Zitat ist in der Software Branche bekannt – und es gewinnt gerade wieder an Aktualität und Relevanz. Denn plötzlich können eben nicht mehr nur Entwickler Software bauen, sondern alle. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen, was davon wirklich einen Wert stiftet.

Die in der Branche altbekannte Frage kehrt zurück: Make or Buy? Und sie ist dringlicher denn je.

Mein Eindruck aus der Praxis ist, dass viele Unternehmen – oder genauer gesagt einzelne Mitarbeitende und Teams – heute di rekt in den Bauprozess springen, ohne diese Frage auch nur gestellt zu haben. Die Motivation ist verständlich. Der Einstieg ist einfach. Die ersten Resultate sind schnell sichtbar. Aber ob das die richtige Entscheidung ist? Das wurde nicht bewertet.

Aus Sicht der Innovation ist Vibe Coding ein echter Impulsge ber. Aber strategisch trägt es Risiken, die beim euphorischen

Prototypen Sprint gerne übersehen werden. Da ist zunächst der Fokus: Jede Stunde, die Mitarbeitende damit verbringen, ein eigenes Tool zu bauen und zu pflegen, ist eine Stunde weniger für das Kerngeschäft. Das klingt trivial – summiert sich aber schnell.

Dann ist da der Datenschutz: Welche Daten fliessen in welches KI Tool? Wo werden die Daten gehostet? Wer hat das geprüft? Und schliesslich Stabilität und Verlässlichkeit: Ein Prototyp, der heute funktioniert, kann morgen stillstehen – und plötzlich hängt ein ganzer Prozess daran. Wer trägt die Verantwortung? Wer behebt das Problem? In den wenigsten Fällen ist das von Anfang an geklärt.

Strategie ist ein Muss

Die klassische Make or Buy Frage muss dringend aufgefrischt und ins KI Zeitalter übersetzt werden. Ein möglicher und praxis tauglicher Weg für KMU kann folgendermassen aussehen:

1. Mitarbeitende hören: Alle sollen und dürfen ihre «Pains» im Arbeitsalltag deklarieren und einbringen.

2. Zentrale Bewertung: Jeder dieser Pains wird von einem definierten Team bewertet – sei dies eine Task Force, ein Digitalisierungsgremium oder ein internes Innovation Lab.

3. Strategische Auswertung: Genau hier wird die Make or Buy Frage systematisch gestellt und beantwortet.

4. Transparenz: Der Output und der final gefällte Entscheid müssen nachvollziehbar und offen ins Unternehmen kommuniziert werden.

Ein Plädoyer für den bewussten Einsatz

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich sage definitiv nicht, dass Vibe Coding nicht genutzt werden soll. Ganz im Gegenteil, ich bin selbst grosser Fan und habe schon das eine oder andere Projekt dadurch schnell und pragmatisch lösen können. Aber ich sage mit Nachdruck: Jedes KMU benötigt dringend eine KI Strategie – und nein, das muss keine 100 seitige Doktorarbeit sein! Eine pragmatische, klare Richtlinie reicht völlig aus. Und diese Strategie muss zwingend das Thema Vibe Coding mit einschliessen.

Denn wenn Vibe Coding in geregelten Bahnen abläuft, entfaltet es ein enormes Potenzial:

• Prozesse hinterfragen: Vibe Coding ist grossartig, um die eigenen, festgefahrenen Arbeitsabläufe kritisch zu überdenken.

Requirements Engineering: Es ist ein fantastisches Werkzeug, um Anforderungen greifbar zu machen.

• Visualisierung: Vibe Coding ist top, um viel schneller und leichter visuelle Ergebnisse für Stakeholder zu kreieren.

• Prototyping: Es erlaubt das super effiziente Bauen von klickbaren Prototypen, um Hypothesen am Markt oder im Team schnell zu validieren.

Und ja, am Ende des Tages kann Vibe Coding in manchen Fäl len durchaus auch die Basis für die richtige Entscheidung sein, um aus einem erfolgreichen Prototypen ein echtes, vollumfäng liches Produkt zu machen.

Vibe Coding gibt uns unglaubliche Werkzeuge in die Hand. Nutzen wir sie nicht blindlings als schnelle Schmerzmittel, son dern als strategische Instrumente, um unser Business nachhal tig weiterzuentwickeln.

Pippi hatte recht – aber sie hatte auch eine Villa Kunterbunt

Pippi Langstrumpf lebte nach ihren eigenen Regeln. Und das war grossartig. Aber sie hatte eine Basis: Die Villa Kunterbunt. Stabil, verlässlich, ihr Zuhause.

Vibe Coding ohne Strategie ist Pippi auf dem Dach – kreativ, mutig, beeindruckend. Und gefährlich.

Mit einer Basis darunter? Dann kann daraus echte Innovation entstehen.

Martin Winiker ist Mitgründer und Geschäftsführer der Teamhero Schweiz Gmbh www.linkedin.com/in/martinwiniker

Gekauft. Installiert. Ignoriert.

Warum Akzeptanz die unterschätzte ICT Test Disziplin ist.

Es ist ein Szenario, das sich in vielen Unternehmen wiederholt. Das Projekt ist abgeschlossen, das Budget aufgebraucht, die Geschäftsleitung erleichtert. Das ERP läuft. Und drei Monate später? Die Mitarbeitenden pflegen ihre Listen weiterhin in Excel. Das neue System? Zu fremd. Zu kompliziert. Nicht ihr Ding.

Gekauft. Installiert. Ignoriert.

Was fehlt, ist kein besseres Handbuch und keine zusätzliche Schulung. Was fehlt, ist Akzeptanz – systematisch geprüft und begleitet, als eigenständige ICT Test Disziplin. Von Anfang an, nicht als Anhang zum Projekt. Diese Lücke ist teuer – nicht nur in Franken, sondern in Vertrauen, Motivation und verlorener Zeit.

Zwei Projekte. Dasselbe Grundproblem.

Wie sich fehlende Akzeptanz konkret zeigt, illustrieren zwei Mandate im Schweizer Finanzsektor.

In einem Fall sprach der bisherige Testmanager die Sprache des Business nicht. Das Projekt blockierte, die Live Setzung blieb aus. Gesucht war jemand, der die Mitarbeitenden abholt, nicht überrollt.

Im anderen Fall war das Testing auf verschiedene Bereiche ver teilt, ohne Standards, ohne Prozesse, ohne gemeinsame Pers pektive. In den Silos funktionierte es, aus End to End Sicht nicht.

In beiden Fällen war die technische Kompetenz vorhanden. Was fehlte, war ein gemeinsames Verständnis für Arbeitsweise, Me thodik und Sprache. Solange diese Unterschiede nicht an erkannt und überbrückt werden, entstehen Reibungsverluste, die kein Tool der Welt lösen kann.

Die Anamnese: Zuhören, bevor man handelt

Bevor etwas verändert wird, braucht es ein Anamnesegespräch – wie bei einer Ärztin, die zuerst versteht, bevor sie behandelt.

Dann folgt die frühe Einbindung des Business in den Testprozess: Sobald etwas fertig getestet ist, gibt es eine kurze Mini Abnahme. Look and feel statt PowerPoint. Feedback aufnehmen, bespre chen, anpassen – immer begleitet von einer Erläuterung. Nur so entsteht ein Gefühl für Machbarkeit und Aufwand.

Wichtig ist die Dosierung: Nicht alles auf einmal. Zwei Wochen Pilotierung, Retrospektive, weiterentwickeln. So wächst Verant wortung und Klarheit.

Der Moment, in dem sich das Blatt wendet

Der Wendepunkt ist immer derselbe: Wenn das Business an fängt, aktiv nachzufragen. Und irgendwann sagt jemand: Es ist okay, wenn es noch Fehler hat.

Bei einem Finanzinstitut kam dieser Moment, als die wöchent liche Stunde nicht mehr als Aufwand, sondern als Investition be trachtet wurde. Was sich veränderte:

• Missverständnisse wurden früh erkannt und korrigiert Die Distanz zwischen Business und Entwicklung verringerte sich

• Die Abnahmetests wurden zur Routine Die Abnahmephase schrumpfte von drei Wochen auf vier Tage

Nicht weil die Software besser geworden war – sondern weil die Menschen einander verstanden.

Was wirklich zählt: Vertrauen als

Beschleuniger

Wird Scheitern als Lernen statt als Versagen wahrgenommen, werden Mitarbeitende mutiger und offener. Präsent sein, zuhö ren, Stärken sichtbar machen: Genau hier macht Coaching Kompetenz den Unterschied. Der Mensch im Mittelpunkt, nicht das Tool. Die Verbesserungen kamen nicht durch ein neues Werkzeug, sondern durch eine veränderte Haltung.

Was ich anderen ICT Test Verantwortlichen mitgeben möchte:

Binden Sie die Mitarbeitenden früh ein

• Managen Sie die Erwartungshaltung – Fehler in dieser Phase sind willkommen

• Schaffen Sie ein sicheres Umfeld

• Dosieren Sie klug – Pilot, Feedback, anpassen.

• Seien Sie mutig – ausprobieren, lernen, adaptieren

Akzeptanz ist kein Anhang zum Projekt –sie ist der Kern

Echtes Testing endet nicht mit dem technischen Go live. Es en det erst, wenn die Mitarbeitenden das System auch wirklich nutzen wollen. Akzeptanz ist messbar – in Durchlaufzeiten, Feh lerquoten, Freigabegeschwindigkeiten. Und sie ist gestaltbar.

Gekauft. Installiert. Genutzt. So sollte es klingen.

Natalie Holloköi ist Beraterin und Coach mit den Schwerpunkten Qualität & ICT Testing, Konfliktbegleitung und Rollenklärung. Sie hilft Teams dabei, Missverständnisse abzubauen und Zusammen arbeit zu stärken. Dafür verbindet sie Fachwissen mit Coaching Ansätzen und schafft Klarheit, wo andere Komplexität sehen. linkedin.com/in/nataliehollokoei

Success Story

Dein ERP ist nicht Dein

USP

Ein ERP ist stark, solange es seine Aufgabe erfüllt. Kritisch wird es, wenn es alles können soll. Denn viele Unternehmen lagern immer mehr Spezialprozesse ins zentrale System aus. Was kurzfristig praktisch wirkt, kann langfristig teuer werden.

Eine teure Abhängigkeit

Standardlösungen sind oft die richtige Basis für Finanzen, Auf träge, Stammdaten, Lager, Einkauf oder Verkaufsabwicklung. Aber nicht jeder Prozess ist ein Standardprozess. Und nicht jede Anforderung gehört ins ERP.

«Du hast ein ERP und machst daraus Schritt für Schritt ein CRM, eine Verkaufsplattform, ein Kundenportal oder noch viel mehr. Damit beginnt das Problem.»

Patrick Büchler, CEO soxes AG

Eine Sonderlogik, die ins ERP wandert, ist eine Anpassung, die bei jedem Update erneut getestet, gewartet und bezahlt werden muss. So wird aus der gewünschten Flexibilität eine teure Ab hängigkeit.

Use Case: Wenn Fachwissen zum System wird

Dort, wo sich ein Unternehmen vom Wettbewerb unterscheidet, braucht es oft mehr als Standard. Die TESTEX AG ist eine un abhängige Schweizer Organisation für die Prüfung und Zertifi zierung von Textilien und Leder. Welche Materialien mit welchen Parametern getestet werden, regelt die TESTEX selbst. Diese Matrix ist Grundlage jeder Zertifizierung nach OEKO TEX®.

Über Jahre wurde diese manuell im ERP erstellt, gestützt auf zwei Regelwerken mit über 70 Seiten. Mit jeder neuen Nieder lassung wurde es zeitintensiver und schwieriger, sie überall nach derselben Logik anzuwenden. Kultureller und menschli cher Interpretationsspielraum führte trotz gleicher Vorausset zungen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Das ERP haben wir für die TESTEX gebaut. Seit über 25 Jahren entwickeln wir individuelle Software. Wir kennen die Stärken von ERP-Systemen und wissen, wann eine eigene Lösung der bessere Weg ist.

«soxes begleitet uns seit 15 Jahren. Mit der TMA erstellen wir unsere Prüfmatrizen für Standardfälle rund 2x schneller.»

Carole Laimbacher, Group Business Intelligence Manager, TESTEX AG

Standard, wo möglich. Individuell, wo nötig

Deshalb hat soxes die Testmatrix aus dem ERP herausgelöst und in eine eigene Applikation überführt: Die TMA. Die Prüflo gik, die TESTEX einzigartig macht, bekommt so eine moderne Oberfläche, in der Aufträge, Materialien und Matrixberechnungen zusammenlaufen. Über Schnittstellen ist die TMA mit den umliegenden Systemen verbunden, sodass Daten fliessen, statt mehrfach erfasst zu werden.

TESTEX verwaltet einen Grossteil der Konfigurationen heute selbst. Ändern sich die Anforderungen an die Prüfmatrizen, passt das Unternehmen die Regeln intern an, statt auf einen Release des Standardsystems zu warten. Die TMA besteht aus einzelnen Microservices. Wo sinnvoll, nutzt soxes bewährte Drittkomponenten wie Azure Logic Apps, um komplexe Work flows einzubinden. So lässt sich die Fachlogik Stück für Stück weiterentwickeln, ohne den laufenden Betrieb zu stören.

Das Ergebnis

Den grössten Unterschied spüren die Menschen, die täglich da mit arbeiten. Der Customer Service muss sich nicht mehr durch komplexe Regelwerke arbeiten und gewinnt Zeit für die Anlie gen der Kunden. Das intuitive Design erleichtert die Einarbei tung neuer Mitarbeitender.

Das bisherige ERP wird damit nicht ersetzt, sondern um genau die Prozesse ergänzt, die TESTEX ausmachen. Kurz gesagt: ERP für den Standard. Individualsoftware für Deinen USP.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von soxes AG, dem verlässlichen Partner für innovative Software Lösungen. www.soxes.ch

Operations –aktuelle Informationen, reibungslose Prozesse

Ob Service, Produktion oder interne Prozesse – unter «Opera tions» fällt alles, was ein Unternehmen im Alltag am Laufen hält. Doch Abläufe funktionieren nur dann effizient, wenn auch die Informationen dahinter stimmen. Genau hier kommen moderne DMS und ECM Systeme ins Spiel.

Ordnerstrukturen und Ablagefächer gehören der Vergangenheit an. Heute steuern digitale Lösungen Dokumente, Daten und Workflows zentral, vernetzt und oft automatisiert. Sie schaffen Transparenz, ermöglichen rechtssichere Archivierung und sor gen dafür, dass Teams ohne Medienbrüche zusammenarbeiten können – unabhängig davon, ob sie im Büro, beim Kunden, im Zug unterwegs oder im Homeoffice sind.

Moderne Systeme unterstützen nicht nur die Ablage, sondern ganze Prozesse: Vom Posteingang über Freigaben bis hin zu Vertragsmanagement oder revisionssicheren Archiven. KI ge stützte Funktionen helfen beim Klassifizieren, Finden und Ver arbeiten von Informationen und entlasten Mitarbeitende im Ta gesgeschäft.

Worauf es bei der Einführung ankommt, wie sich Systeme sinn voll in ERP, CRM oder Fachanwendungen integrieren lassen und welche Rolle Trends wie Automation und KI spielen, zeigen die Beiträge in unserem Online Dossier zu DMS und ECM Systemen.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge: Wie KI die Dokumentenflut in KMU beherrschbar macht

Dokumentenverarbeitung kostet Zeit und bringt wenig Wert schöpfung. Dr. Julian Lurz zeigt, wie GenAI basierte «Docu ment Intelligence» repetitive Aufgaben automatisiert und KMU spürbar entlastet.

Modernes Dokumentenmanagement als Game Changer

DMS Lösungen nutzen zunehmend KI und Machine Learning. Irene Feusi erklärt, wie moderne Systeme Effizienz, Sicherheit und Compliance verbessern – und warum sie für alle Branchen unverzichtbar werden.

Vorlagen- und Dokumentenmanagement: Nur zusammen sinnvoll

Viele Branchen setzen auf Vorlagen und Formularmanagement, um Dokumente präzise zu erstellen und sauber ins DMS zu überführen. Markus Estermann zeigt, warum erst die Kombi nation eine echte End to End Lösung ergibt.

Sind Archive tot? Eine Renaissance dank KI steht bevor

Archive gelten oft als verstaubt – zu Unrecht. Friedrich Kisters erklärt, wie KI der Archivierung neues Leben einhaucht, Pro zesse modernisiert und das Archiv zur strategischen Wissens quelle macht.

Vom PDF ins Archiv: Automatisierte Dokumentenverarbeitung mit KI

Fortschrittliche KI extrahiert erstmals Inhalte aus völlig unbe kannten PDFs. Sabrina Schenardi zeigt, wie dadurch doku mentenbasierte Prozesse vollständig automatisiert und Fach kräfte entlastet werden.

So finden Sie das passende Dokumentenmanagementsystem (DMS)

Ein DMS zentralisiert und vereinfacht die Dokumentenverwal tung. Roger Busch erklärt, welche Kriterien KMU bei der Aus wahl beachten sollten – von Funktionen über Sicherheit bis zur Integration.

So geht modernes Vertragsmanagement

Verträge sind geschäftskritisch – und zahlreich. Der Artikel zeigt, wie digitale Lösungen Vertragsarten strukturieren, Fristen sichern und Prozesse vereinfachen, sodass Unternehmen jederzeit den Überblick behalten.

Alle Beiträge finden Sie im Dossier Operations – einfach QR-Code scannen.

https://qrco.de/Dossier-Operations

Neugierig auf mehr? Über 130 Artikel rund um das Thema Operations warten auf topsoft.ch auf Sie. http://qrco.de/topsoft Operations

Marktübersicht

Anbieter Produkt

ABF Informatik AG ABF iGEKO

ABF Informatik AG deskOne

ACTIWARE Schweiz GmbH ELO ECM Suite

adeon ag Xpert.APF

adeon ag d.velop documents

Arcplace AG Kendox InfoShare

Arcplace AG TCG DocProStar

Asseco Solutions DMS d.velop Documents

bluebat GmbH Janitor DMS

bluebat GmbH Janitor Finance

bossinfo.ch AG bossDMS

Canon (Schweiz) AG Therefore DMS

Canon (Schweiz) AG IRIS Xtract

CENT Systems AG Smart Archive

CENT Systems AG Smart Mailbox

CENT Systems AG Smart Scanning

COI GmbH COI Eingangsrechnung

DeepCloud AG DeepBox

DeepCloud AG DeepFlow

DeepCloud AG DeepO

docuvita Schweiz GmbH docuvita

ELO Digital Office CH AG ELO ECM Suite

Faigle AG DMS

Faigle AG ECM

FIVE Informatik AG FIVE Webflow

FIVE Informatik AG Kendox

Graphax AG d.velop

Graphax AG M-Files

isaac Schweiz GmbH AMAGNO

NOVISTA GmbH agorum® core

Opacc Software AG Opacc OXAS DMAS

Polynorm Software AG Kendox InfoShare

PROXESS GmbH Schweiz PROXESS DMS

Ricoh Schweiz AG DocuWare

Watosoft AG Kendox DMS

Xippo GmbH eco DMS

Datenverschlüsselung Digitale Signatur Kopierschutz (Wasserzeichen) Protokollierung der Änderungen Scannen der eingegangenen Post Daten autom. extrahieren und klassifizieren Einsatz von ML zur Dokumentenerkennung Unterstützt digitale Prozesse GeBüV-konform Scanning via App Capturing/Klassifizierung von E-Mails Erfassen der Rechnung (Mail oder Papier) Einsatz von ML zur Rechnungserkennung Abgleich mit Bestellung Autom. Kontierung, Kostenart und Stelle Automatische Belegverarbeitung Controlling, Freigabe

Quelle: www.topsoft.ch/search (Selbstdeklaration der Anbieter)

KI macht schlechte Zusammenarbeit sichtbar

Warum KMU zuerst ihre Zusammenarbeit ordnen müssen

Viele KMUs investieren derzeit in KI Tools wie Copilot oder ChatGPT und erwarten mehr Effizienz im Arbeitsalltag. In der Praxis zeigt sich jedoch oft: KI beschleunigt einzelne Aufgaben, macht aber gleichzeitig Schwächen in Zusammenarbeit und Organisation sichtbarer. Unklare Prozesse, verstreutes Wissen und fehlende Zuständigkeiten bremsen den Nutzen.

Martin Benz und Katharina Heller

KI verspricht Effizienz – und legt Probleme offen

Die Erwartungen an Künstliche Intelligenz im Büroalltag sind hoch. E Mails formulieren, Meetings zusammenfassen, Präsenta tionen erstellen oder Informationen schneller finden: Viele Anwen dungen schaffen tatsächlich Entlastung. Gerade KMUs beschäfti gen sich deshalb intensiv mit KI gestützten Workplace Lösungen. Häufig stehen Produktivitätsgewinne im Vordergrund. Mitarbei tende sollen Routineaufgaben schneller erledigen und einfacher auf Wissen zugreifen können.

Nach der ersten Euphorie zeigt sich in vielen Unternehmen je doch ein anderes Bild. KI funktioniert nur so gut wie die Zusammenarbeit im Unternehmen organisiert ist. Sie arbeitet mit den Informationen und Prozessen, die bereits vorhanden sind. Sind diese unklar oder fragmentiert, verstärkt die Techno logie oft genau diese Probleme. Hinzu kommt, dass der Umgang mit KI in vielen Unternehmen weder klar geregelt noch ausrei chend geschult ist.

Zu viele Kanäle, zu wenig Übersicht

Viele KMUs arbeiten heute mit einer Vielzahl digitaler Kanäle. Informationen entstehen in E Mails, Chats, Videocalls, Projekt tools oder persönlichen Ablagen. Entscheidungen werden spontan in MS Teams Nachrichten oder anderen Collaboration Tools getroffen, Dokumente mehrfach gespeichert und Wissen bleibt häufig an einzelne Personen gebunden.

Ein typisches Beispiel: Ein Projektentscheid wird im Chat dis kutiert, die aktuelle Präsentation liegt lokal auf einem Notebook und die Aufgabenliste befindet sich im Projekttool. Einige Tage später versucht jemand mithilfe von KI den Projektstand zusam menzufassen – er merkt nicht, dass die Unterlagen eventuell nicht vollständig sind, und erhält unvollständige oder wider sprüchliche Resultate von der KI.

Solange Teams klein sind und eng zusammenarbeiten, funktio niert dieses pragmatische Vorgehen oft erstaunlich gut. Mit zu nehmender Digitalisierung und dem Einsatz von KI entstehen jedoch neue Herausforderungen. KI kann Informationen schneller verarbeiten, aber nicht automatisch zwischen aktuellen, veralteten oder widersprüchlichen Inhalten unterscheiden. Wenn mehrere Versionen eines Dokuments existieren oder Verantwortlichkeiten unklar sind, liefert auch die

beste KI keine verlässlichen Ergebnisse. Hier liegt der Ursprung oft am fehlenden Dokumentenmanagement und dem Umgang mit Versionen.

Mehr Kollaboration bedeutet nicht automatisch bessere Zusammenarbeit

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Collaboration Tools eingeführt, um Zusammenarbeit flexibler und effizienter zu gestalten. Chats ersetzten teilweise E Mails, Videokonferenzen ersetzten Sitzungszimmer und digitale Plattformen sollten Wis sen zentral verfügbar machen. Gleichzeitig verbringen viele Mit arbeitende heute einen erheblichen Teil ihres Arbeitstags mit Koordination, Abstimmung und Informationssuche.

KI beschleunigt diese Dynamik zusätzlich. Inhalte entstehen schneller, Kommunikationsvolumen nimmt zu und Entscheidun gen werden in immer kürzeren Zyklen erwartet. Ohne klare Regeln entsteht dadurch nicht automatisch mehr Produktivität, sondern häufig mehr Komplexität und Chaos. Das zeigt sich auch bei Meetings. KI erstellt zwar Protokolle und Zu sammenfassungen. Wenn aber schon vor dem Meeting unklar ist, wer entscheidet oder welche Aufgaben priorisiert werden sollen, entstehen trotz technischer Unterstützung weitere Ab stimmungsschlaufen statt klarer Ergebnisse.

Gerade KMUs spüren die Auswirkungen

Viele Schweizer KMUs verfügen über gewachsene Strukturen und kurze Entscheidungswege. Das ist häufig ein Vorteil: Zu sammenarbeit ist pragmatisch, flexibel und stark personen orientiert. Genau diese Stärke kann im digitalen Arbeitsalltag jedoch zur Herausforderung werden.

Wenn Wissen überwiegend informell weitergegeben wird oder Prozesse nur implizit bekannt sind, entstehen Abhängigkeiten von einzelnen Personen. In vielen Unternehmen existieren zudem unterschiedliche Ablagen für dieselben Informationen: Persönli che Ordner, MS Teams Kanäle, MS SharePoint Strukturen oder lokale Dateien. Mitarbeitende investieren dadurch zunehmend Zeit in die Suche nach Informationen – obwohl moderne Tools eigentlich Effizienz schaffen sollten. Die Ursache liegt häufig darin, dass der Umgang mit Technologien nie strukturiert erlernt wurde.

In vielen KMUs sind Informationen über mehrere Kanäle verteilt. KI kann Inhalte zwar schneller verarbeiten, schafft aber nicht automatisch Klarheit. Quelle: Proced, KI-generiert auf Basis eigener Inhalte.

Was Unternehmen jetzt klären sollten

Die Einführung von KI ist deshalb nicht nur ein Technologiepro jekt. Sie zwingt Unternehmen dazu, ihre Zusammenarbeit neu zu betrachten. Entscheidend sind dabei keine komplizierten Re gelwerke, sondern einfache und klare Strukturen: Welche Infor mationen gehören in welchen Kanal? Wo liegt verbindliches Wissen? Welche Entscheidungen müssen dokumentiert wer den? Wer trägt Verantwortung? Welche Regeln gelten für den Einsatz von KI? Und wie wird der notwendige Lernprozess ge startet?

Unternehmen, die diese Fragen früh klären, schaffen bessere Voraussetzungen für produktive Zusammenarbeit. In der Praxis zeigt sich: Teams arbeiten effizienter, wenn Kommunikationswege reduziert, Zuständigkeiten sichtbar und Erwartungen klar definiert werden. Dadurch reduzieren Unternehmen auch Fehlerkosten. Nicht jede Information muss sofort geteilt werden, nicht jedes Meeting ist notwendig und nicht jede Aufgabe profitiert von zusätzlicher Automatisierung.

KI braucht klare Zusammenarbeit

Künstliche Intelligenz wird den digitalen Arbeitsplatz nachhaltig verändern und kann somit nicht ignoriert werden. Viele Anwen dungen bieten bereits heute einen konkreten Mehrwert. Gleich zeitig zeigt sich immer deutlicher: KI kann organisatorische

Schwächen nicht kompensieren. Sie macht bestehende Prob leme vielmehr sichtbarer – und teilweise auch grösser. Das wirkt sich langfristig auch auf Qualität, Effizienz und Unternehmens erfolg aus.

Für KMUs liegt die zentrale Herausforderung deshalb nicht nur in der Auswahl der richtigen Tools. Entscheidend ist, wie Zusam menarbeit organisiert wird, wie Wissen verfügbar gemacht wird und wie Teams in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt Orien tierung behalten. Produktive Zusammenarbeit entsteht nicht al lein durch Technologie, sondern durch Klarheit, gemeinsame Regeln und funktionierende Strukturen. Genau hier sind Ent scheidungsträger gefordert.

Martin Benz ist seit 2012 Geschäftsführer und Business Coach bei PROCED GmbH. benz@proced.ch

Katharina Heller arbeitet als HR Business Consultant und Coach. Als Partnerin bei PROCED beschäftigt sie sich unter anderem mit den Themen digitale Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung. heller@proced.ch

Zeit & HR –digitale Prozesse für moderne Arbeitswelten

HR Management und Zeiterfassung stehen exemplarisch für den digitalen Wandel im Unternehmen. Während Zeitwirt schaftssysteme vielerorts etabliert sind, ziehen HR Prozesse Schritt für Schritt nach – mit Automatisierung, KI gestützten Tools und neuen rechtlichen Anforderungen.

Der klassische Stempelapparat ist Geschichte: Heute erfassen Mitarbeitende ihre Arbeitszeit per App, Terminal oder integrier tem ERP Modul. Gleichzeitig verändert sich das Personalwesen grundlegend. Vom Bewerbungsprozess über Vertragsmanage ment bis zum Onboarding übernehmen digitale Systeme zent rale Aufgaben und schaffen Transparenz sowie Effizienz.

Doch der Fortschritt bringt nicht nur Vorteile. Expertinnen und Experten warnen vor Risiken wie algorithmischer Verzerrung, Datenschutzproblemen oder fehlender menschlicher Sensibili tät. HR Teams müssen sich daher nicht nur technisch, sondern auch strategisch weiterentwickeln.

Neben Technologie rückt der kulturelle Wandel in den Fokus: Inklusive Arbeitsumgebungen, modernes Reputationsmanage ment, rechtssichere Zeitmodelle und ein professionelles Human Capital Management – auch für KMU. Die passende digitale Unterstützung ermöglicht es, die administrative Last zu reduzie ren und mehr Raum für die Menschen im Unternehmen zu schaffen.

Das Dossier «Zeit & HR» beleuchtet Entwicklungen, Tools und rechtliche Aspekte – und zeigt Best Practices sowie kritische Perspektiven.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge:

KI im Recruiting:

Unterstützung mit Nebenwirkungen

KI verändert das Recruiting – von CV Analyse bis Matching. Cristina Roduner zeigt, wo KI Bewerbungsprozesse wirklich entlastet, wo sie an Grenzen stösst und weshalb technischer Fortschritt immer auch sorgfältige Einordnung braucht.

Digitaler Höhenflug mit Bodenhaftung:

Onboarding mit neuer Zeiterfassung

Edelweiss Air digitalisiert die Zeiterfassung für Bodenmitarbei tende und verbessert damit Onboarding, Präzision und Abläufe. Die Success Story zeigt, wie der Wechsel von Excel zu einem modernen Tool Effizienz und Transparenz schafft.

Human Resources im digitalen Zeitalter

Mitarbeitende sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Der Beitrag zeigt, wie HR dank moderner IT die richtigen Talente findet, ein attraktives Arbeitsumfeld schafft und Prozesse effizi enter gestaltet – vom Recruiting bis zur Betreuung.

Wie digital ist unser HR?

Der Stand in Schweizer KMU

Zwischenzeugnisse per Klick, digitale Signaturen, automatisierte Ablagen – in Grossfirmen Alltag, in KMU oft Zukunftsmusik. Angelo Ciaramella zeigt, wo KMU heute stehen und welche Schritte realistisch machbar sind.

HR Digitalisierung: Ein Mutmach Guide für KMU

Nähe zum Menschen und Pragmatismus sind Stärken von KMU. Stephan Bodenmann zeigt in fünf Schritten, wie HR Di gitalisierung gelingen kann – praxisnah, machbar und ohne Per fektionsdruck.

Effizienzsteigerung in KMU:

So macht HR den ersten Schritt

HR ist prädestiniert für Digitalisierung, doch viele KMU zögern. Anja Buser und Sandra Lugonjic erklären, wie ein strategi scher Einstieg gelingt, welche Vorteile winken und weshalb der erste Schritt oft der wichtigste ist.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier Zeit & HR –einfach QR-Code scannen.

https://qrco.de/Dossier-Zeit-HR

Neugierig auf mehr? Über 40 Artikel rund um das Thema Zeit & HR warten auf topsoft.ch auf Sie.

https://qrco.de/topsoft Zeit HR

Zeit & Zutritt HRM

Marktübersicht

Anbieter Produkt NFC Fingerprint Mobile App Zutrittsberechtigungsmanagement Berücksichtigung gesetzl. Vorgaben Visierung Ausnahmen Mitarbeiterprotokolle erstellen Beliebige Arbeitsprozesse erfassbar Kostensätze pro Maschine definierbar Multi-Erfassung möglich swissdec zertifiziert Einund Austrittsverwaltung Lohnund Salärdaten Lohnauszahlung Online Lohnabrechnung Digitales Personaldossier Qualifikationsmanagement Bewerberverwaltung Ausbildungsplanung Matching via search & list engine Digitale Bewerberakte

A.WFM AG plano.Roster

Abacus Research AG Abacus Human Resources

Abacus Umantis AG HR-Core

ADMIA Solutions AG ADMIA Chrono

All for One Switzerland AG ProTime

Allegion International AG | Interflex Zeiterfassung

Ason AG Ason Payroll

ATOSS Software AG ATOSS Staff Efficiency Suite

BMD Schweiz AG BMD HRM

Abacus Research AG Abacus Human Resources

bsb.info.partner AG Abacus Zeiterfassung

Calitime AG Calitime - TimeRocket

ClickTime AG Arbeitszeit ClickTime

ELO Digital Office CH AG ELO HRM

Eren Solutions HR Onboarding

Fink Zeitsysteme AG Personal-/Auftragszeit

HR Campus AG SwissSalary 365®

HR Campus AG SAP SuccessFactors

HR Campus AG Personio HR Suite

Infotech AG TimeSafe Zeiterfassung

inova:solutions AG inova:time

IVS Zeit + Sicherheit AG Workforce Management

IVS Zeit + Sicherheit AG Zeiterfassung

Lothal Datentechnik & Partner AG TimeShepherd

Lucca Software GmbH Lucca Core HR

Mobatime AG Mobatime

newvision ingo365 HR

openconcept AG timesaver

pesaris gmbh Pesaris LOHN

rexx systems Schweiz AG rexx HR Suite

RTM Systems AG RTM Zeiterfassung

Schneider Software AG Lohnbuchhaltung

ShakeHands Software Ltd UniLohn

Simtech Informatik AG Topal Payroll

Swiss21 21.AbaSalary

swisspayroll ag Payroll-Fullservice

swisspayroll ag ABACUS - Lohn/Zeit

Teamhero Schweiz GmbH Teamhero

TimeTool AG Zeit & Absenzmanagement

Topal Solutions AG Topal Solutions Payroll

ZEITundZUTRITT TimeSoft

Zucchetti Switzerland S.A HR / Workforce Management

Zucchetti Switzerland S.A Personaleinsatzplanung

Work-ID AG skills-manager.ch

Wie Technologie das HR grundlegend verändert

Im Interview erklärt Régis de Germay, Country Manager Switzerland bei Lucca, wie die Digitalisierung die Rolle von HR-Teams in der Schweiz verändert.

Eine schrittweise, doch tiefgreifende Entwicklung: weniger Administration, mehr Steuerung und Zeit für persönliche Begleitung.

Warum ist die HR-Digitalisierung ein so zentrales Thema für Unternehmen?

Die Erwartungen an das HR haben sich verändert: Es soll beraten, Entwicklungen antizipieren und die Geschäftsleitung bei Personalentscheiden unterstützen. Das ist schwierig, wenn ein Grossteil der Zeit in die Verwaltung von Abwesenheiten oder das Erstellen von Arbeitsverträgen und Lohnabrechnungen fliesst. Technologie schafft hier Freiraum. Sie automatisiert Prozesse, liefert verlässliche Daten und ermöglicht es HR­Teams, sich wieder auf Menschen, Teamdynamik und Employee Experience zu konzentrieren.

Wie verändert die Digitalisierung den HR-Alltag konkret?

Eine erste Veränderung betrifft den Datenzugriff. Vollständige, aktuelle und in Echtzeit verfügbare Informationen vereinfachen Analyse und Entscheidungsfindung, insbesondere mit KI­Unterstützung. Zudem erhalten Mitarbeitende und Führungskräfte mehr Autonomie. Sie pflegen Daten, verwalten Anfragen und geben Prozesse frei. Schliesslich sinkt die Fehlerquote. Die automatisierte Datenerfassung direkt an der Quelle steigert Qualität, Effizienz und Vertrauen.

Erfahrungen aus erster Hand

«Wir schätzen, dass wir den Zeitaufwand für administrative Aufgaben um rund 50 Prozent senken konnten. So gewinnen unsere HR­Teams mehr Freiraum für das, was wirklich zählt: die Betreuung, Schulung und Bindung unserer Mitarbeitenden.»

Global Chief Human Resources Officer bei Black Crows

Hier Erfahrungsbericht herunterladen

Ersetzt Technologie menschliche Expertise?

Nein, im Gegenteil. Wer täglich mit Excel­Tabellen, Papierformularen oder endlosen E­Mail­Ketten beschäftigt ist, hat kaum Zeit, zuzuhören, zu begleiten oder zu analysieren. Digitalisierung macht menschliche Kompetenz nicht weniger wichtig, sondern wirksamer. Das zeigt sich auch bei unseren Kund:innen: Das HR wird proaktiver, erkennt Spannungen früher, fördert Kompetenzen gezielter und setzt Richtlinien konsistenter um.

Eignet sich die HR-Digitalisierung nur für grosse Unternehmen?

Nein. In der Schweiz sind die meisten Unternehmen KMU, die beim Payroll eng mit Treuhänder:innen zusammenarbeiten. Umso wichtiger ist es, administrative Prozesse zu vereinfachen und die Zusammenarbeit effizient zu gestalten. Digitalisieren Sie schrittweise.

Ob Arbeitszeiterfassung, Personalakte, Onboarding oder Recruiting: Entscheidend ist, dort zu starten, wo der grösste Handlungsbedarf besteht.

Wie verändert die Digitalisierung die Kompetenzen im HR?

Sobald Daten verlässlich und strukturiert vorliegen, wird strategische HR­Steuerung möglich. HR­Teams erkennen Trends, verfolgen Kennzahlen und treffen fundiertere Entscheidungen. Das ist keine Revolution, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Das HR wird analytischer und strategischer und bleibt dabei menschlich. Digitale Tools ersetzen den persönlichen Austausch nicht – sie schaffen die Voraussetzungen, damit er wieder wirkungsvoll gelebt werden kann.

Die Digitalisierung stärkt Ihre strategische Rolle, verbessert die Employee Experience und vereinfacht Ihren Alltag. Modernisieren Sie mit Lucca Ihr HR, ohne Ihre ganze Plattform umzustellen.

www.lucca­software.ch

info@lucca­software.ch +41 44 797 67 06

Régis de Germay Lucca Country Manager

Onboarding im KMU: Der erste Eindruck bleibt – und kostet

Wer neue Mitarbeitende gewinnt, hat oft schon viel investiert: Zeit, Geld und Nerven. Doch kaum jemand denkt daran, dass die eigentliche Arbeit erst nach der Vertragsunterschrift beginnt. Viele KMU sind stark in der Rekrutierung – aber schwach im Onboarding. Und genau hier verliert man nicht selten das, was man sich mühsam aufgebaut hat.

Was häufig schiefläuft

In meinem HR Alltag sehe ich es immer wieder: Neue Mitarbei tende werden freundlich begrüsst, vielleicht gibt’s noch Gipfeli und Kaffee. Dann heisst es: «Such Dir mal einen Arbeitsplatz aus, der Kollege zeigt Dir schon, wo alles ist.»

So beginnt ein Arbeitstag, der eigentlich ein Wendepunkt sein sollte. Statt Begeisterung entsteht Unsicherheit. Statt Ankom men spürt die neue Person: Hier ist nichts vorbereitet.

Das Problem ist nicht mangelnde Freundlichkeit, sondern mangelnde Planung. Viele Unternehmen lassen Onboarding «einfach passieren». Kein klarer Ablauf, keine Zuständigkeiten, keine Struktur. Dabei wird in dem Moment entschieden, ob je mand bleiben will – oder innerlich schon wieder auf Stellen suche geht.

Warum Onboarding Chefsache

ist

Onboarding ist keine HR Spielerei, sondern ein strategisches Führungsinstrument. Wer Leute strukturiert einführt, schafft Bindung, Motivation und Leistung. Studien zeigen: Wer sich in den ersten Wochen gut abgeholt fühlt, bleibt länger im Unter nehmen.

Und: Je kleiner das Unternehmen, desto grösser der Effekt. Denn in KMU ist jeder Abgang spürbar – personell, finanziell und kulturell.

Der Götti-Effekt

Ein Erfolgsfaktor, der oft unterschätzt wird: Der Götti bzw. die Gotte. Er oder sie begleitet den Neuen in den ersten Wochen, beantwortet Fragen, erklärt die informellen Regeln und sorgt dafür, dass sich die Person im Alltag zurechtfindet.

Der Götti ist kein Vorgesetzter, sondern eine Bezugsperson. Ge rade in KMU, wo vieles über persönliche Beziehungen läuft, kann eine diese entscheidend sein. Sie vermittelt Kultur, Werte und Zusammenhalt – Dinge, die kein Handbuch erklären kann.

Integration ist mehr als Einarbeitung

Onboarding läuft idealerweise bis zum Ende der Probezeit. In grösseren Abständen sollten die Themen aus der Stellenbe schreibung gezielt vermittelt werden. Das schafft Klarheit über Erwartungen – auf beiden Seiten.

Und dann gibt es noch das Probezeitgespräch. Viele führen es halbherzig oder gar nicht. Dabei ist es ein Schlüsselmoment: Bilanz ziehen, Feedback geben und Perspektiven aufzeigen. Wer das Gespräch gut vorbereitet, zeigt, dass er Entwicklung ernst nimmt.

Wenn das Onboarding bis dahin gut lief, beginnt danach die eigent liche Phase der Leistung und Identifikation – die Mitarbeitenden starten «richtig durch». Wenn nicht, beginnt die innere Kündigung.

Warum sich das lohnt

Der Unterschied liegt in der Vorbereitung

Ein überzeugendes Onboarding beginnt vor dem ersten Arbeitstag. Der Arbeitsplatz steht bereit, Zugänge sind einge richtet und das Team weiss, dass jemand Neues kommt.

Noch wichtiger: Die neue Person spürt, dass man sich auf sie freut. Das kann ein Willkommensbrief sein, ein Namensschild oder ein persönlicher Kalender für die Einarbeitungszeit. Kleine Gesten, grosse Wirkung.

Der erste Tag sollte ausserordentlich gut strukturiert sein: Empfang, Vorstellung im Team, gemeinsame Mittagspause, Ein führung in Aufgaben und Abläufe. Niemand sollte das Gefühl haben, «beschäftigt» werden zu müssen – alles sollte bewusst geplant sein.

Strukturiertes Onboarding ist kein Luxus. Es ist eine Investition in Produktivität, Motivation und Arbeitgeberimage.

Sich willkommen fühlende neue Mitarbeitende übernehmen schneller Verantwortung, sind loyaler und sprechen positiv über das Unternehmen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann das der entscheidende Wettbewerbsvorteil sein.

Denn: Wer die Menschen gewinnt, bevor sie überhaupt anfan gen, hat bereits die halbe Arbeit getan.

Diana Roth ist #herzblutpersonalerin, HR Trainerin, HR Dozentin, HR Fachbuchautorin und HR Podcasterin. Neu bietet sie die Ausbildung zum HR Mentor an. www.dianarothcoaching.com

Wie KMUs mit Payroll Outsourcing und HR-Digitalisierung gewinnen

Fachkräftemangel, steigende regulatorische Anforderungen und die fortschreitende Digitalisierung stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig erwarten Mitarbeitende heute einfache digitale Prozesse, transparente Informationen und moderne Self-Services. Für KMU wird es deshalb immer wichtiger, HR- und Payroll-Prozesse effizient, sicher und zukunftsorientiert zu gestalten.

Payroll Outsourcing schafft Entlastung und Sicherheit

Die Lohnverarbeitung gehört zu den sensibelsten Prozessen eines Unternehmens. Gesetzliche Änderungen, Sozialversicherungen, Quellensteuern und Datenschutzanforderungen erfordern aktuelles Fachwissen und laufende Aufmerksamkeit. Gleichzeitig sind viele Unternehmen von einzelnen Schlüsselpersonen abhängig, die über das notwendige PayrollKnow-how verfügen.

Mit Payroll Outsourcing übernimmt die swisspayroll ag die gesamte Lohnverarbeitung und Saläradministration oder ausgewählte Teilprozesse – zuverlässig, gesetzeskonform und mit höchster Datensicherheit. Die Verarbeitung erfolgt auf Basis der bewährten Abacus Business Software und einer Swissdec-zertifizierten Payroll-Lösung. Unternehmen profitieren von standardisierten Prozessen, moderner Technologie, professionellen Stellvertretungsregelungen und einem erfahrenen Payroll-Team. Dadurch werden interne Ressourcen entlastet, Risiken minimiert und die Prozesssicherheit erhöht.

Moderne HR-Prozesse entlang des gesamten Mitarbeiter-Lifecycles

Die Digitalisierung endet nicht bei der Lohnabrechnung. Die swisspayroll ag unterstützt Unternehmen bei der Einführung und Betreuung integrierter HR- und Payroll-Lösungen auf Basis von Abacus.

Die Module decken den gesamten Mitarbeiter-Lifecycle ab – von der Rekrutierung über das Onboarding und die Mitarbeiterentwicklung bis hin zur Zeiterfassung und zum Austritt.

Zentral verwaltete Personaldaten und digitale Prozesse schaffen durchgängige Abläufe ohne Medienbrüche. Mitarbeitende können Informationen selbstständig verwalten, Dokumente digital abrufen oder Anträge online einreichen. Führungskräfte profitieren von mehr Transparenz, aktuellen Daten und effizienteren Prozessen. Gleichzeitig steigert eine moderne Employee Experience die Arbeitgeberattraktivität und unterstützt die langfristige Mitarbeiterbindung.

Praxisbeispiel:

Wenn HR wieder Zeit für Menschen hat Ein Schweizer KMU mit rund 200 Mitarbeitenden stand vor der Herausforderung, dass Payroll und HR-Administration auf wenige Schlüsselpersonen verteilt waren. Ferienabwesenheiten, personelle Wechsel oder gesetzliche Änderungen führten regelmässig zu Mehraufwand.

Durch die Auslagerung der Payroll und die Einführung einer integrierten HR-Lösung konnten die administrativen Prozesse deutlich vereinfacht werden. Das HR-Team wurde spürbar entlastet und konnte sich wieder stärker auf Recruiting, Mitarbeiterentwicklung und strategische Aufgaben konzentrieren.

swisspayroll AG Lenzbüelstrasse 2 8370 Sirnach

Mehr als Software:

Beratung mit Praxisbezug

Erfolgreiche HR- und Payroll-Prozesse entstehen nicht allein durch Technologie. Unternehmen benötigen einen Partner, der fachliche und organisatorische Herausforderungen versteht. Die swisspayroll ag begleitet Unternehmen deshalb nicht nur bei der Lohnverarbeitung und Einführung moderner HR- und Payroll-Lösungen, sondern unterstützt sie auch mit praxisnaher Payroll- und HR-Beratung.

Fazit

Unternehmen suchen heute einen Partner, der Prozesse vereinfacht, Sicherheit schafft und die HR-Organisation nachhaltig weiterentwickelt. Die swisspayroll ag verbindet Payroll Outsourcing, moderne HR-Lösungen und fundierte Beratung aus einer Hand – für mehr Effizienz, mehr Sicherheit und mehr Zeit für das Wesentliche: Die Menschen im Unternehmen.

marketing@sps-ag.ch www.swisspayroll -ag.ch T +41 71 969 30 30

KI im Recruiting: Tempo gewinnen, Kontrolle behalten

Wie KI den Bewerbungsprozess verändert

Offene Stellen, volle Postfächer, zu wenig Zeit: Recruiting gehört für viele KMUs zu den aufwendigsten HR Aufgaben. Künstliche Intelligenz verspricht Abhilfe und hält dieses Versprechen in vielen Bereichen auch ein. Doch wer KI blind einsetzt, riskiert Datenschutzprobleme und trügerische Sicherheit. Ein Überblick für Entscheidende in Schweizer Unternehmen.

Wer heute eine Stelle ausschreibt, erhält oft Dutzende, manch mal gar Hunderte Bewerbungen. Jede einzeln zu prüfen, kostet Zeit. Genau hier setzt Künstliche Intelligenz an: Nicht als Ersatz für menschliches Urteil, sondern als Werkzeug, das zeitaufwen dige Routinearbeit übernimmt und Entscheidungsgrundlagen verbessert.

Wo KI wirklich entlastet

Den grössten Zeitgewinn bringt das CV Parsing: Spezialisierte KI Systeme lesen Lebensläufe automatisch aus, extrahieren Ausbildung, Erfahrung oder Sprachkenntnisse und ordnen sie strukturiert zu. Was früher Stunden dauerte, geschieht in Sekun den. Tools wie Personio integrieren solche Funktionen direkt ins Bewerbermanagement und erfüllen die Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (revDSG) sowie der DSGVO.

Ein weiterer Bereich ist das automatisierte Matching: Die KI ver gleicht Anforderungsprofile mit eingehenden Bewerbungen und priorisiert passende Dossiers. Plattformen wie Workable durch suchen dafür auch externe Talentpools. So wird aktives Sour cing möglich, ohne dass ein grosses Recruiting Team nötig ist.

Auch die Interview Koordination lässt sich automatisieren: Tools wie Metaview protokollieren Gespräche in Echtzeit, während KI gestützte Kalenderintegrationen Termine selbständig ab stimmen. Zusammengenommen kann KI laut Branchenschät zungen bis zur Hälfte des administrativen Aufwands pro Ein stellung einsparen.

Der KI-optimierte Lebenslauf und was das bedeutet

KI verändert auch die Seite der Bewerbenden. Viele nutzen heute Tools, um Lebensläufe gezielt auf Stellenbeschreibungen abzustimmen, mit Schlagworten, die automatisierte Systeme bevorzugen. Das führt dazu, dass ein gut «optimierter» CV we nig über die tatsächliche Eignung aussagt.

Die Antwort darauf sind kompetenzbasierte Auswahlverfahren: Praxisnahe Aufgaben, strukturierte Tests oder situative Inter viewfragen. Laut dem «State of Skills Based Hiring 2025» Be

richt von TestGorilla setzen bereits 85 Prozent der befragten Unternehmen auf solche Verfahren, mit messbaren Vorteilen bei Einstellungsqualität und Mitarbeiterbindung. Für KMUs gilt: KI kann beim Screening helfen, aber der entscheidende Qualitäts filter bleibt der Mensch.

Was Schweizer KMUs jetzt wissen müssen

Wer KI im Recruiting einsetzt, bewegt sich in einem sich wan delnden regulatorischen Umfeld. Das revDSG verlangt Transpa renz über den KI Einsatz und die Löschung oder Anonymisie rung von Personendaten nach Abschluss des Prozesses. Unternehmen, die Bewerbungen aus der EU verarbeiten oder in der EU tätig sind, müssen zusätzlich die DSGVO beachten.

Der EU AI Act stuft Recruiting Systeme als «Hochrisiko Anwen dungen» ein. Unternehmen müssen dokumentieren, wie KI ge stützte Entscheidungen zustande kommen, und sicherstellen, dass eine menschliche Überprüfung jederzeit möglich bleibt.

Das klingt nach viel Aufwand, ist aber handhabbar. Empfeh lenswert ist ein schrittweiser Einstieg: Ein Tool, ein Prozess schritt, ein klares Ziel. Für KMUs bietet sich ein integriertes Bewerbermanagementsystem an, das Parsing, Kommunika tion und Dokumentation bündelt und auf europäischen Ser vern läuft. Wichtig sind Auftragsverarbeitungsverträge mit al len Tool Anbietern sowie eine transparente Kommunikation gegenüber Bewerbenden.

KI im Recruiting ist kein Selbstläufer, aber auch kein Hexenwerk. Wer die Technologie als Unterstützung versteht, nicht als Ent scheidungsmaschine, und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behält, kann echte Entlastung schaffen und bessere Einstellungen treffen.

Sonja Berger ist Gründerin von Blueinthemiddle GmbH. In praxisnahen Workshops befähigt sie Unternehmen und HR Teams, Generative KI, LinkedIn und Social Media gezielt einzusetzen für mehr Sichtbarkeit, modernes Recruiting und den souveränen Umgang mit neuen Technologien. www.linkedin.com/in/sonja berger trainer

Den Bewerbungsprozess dank Skills auf einen Klick reduzieren

Viele Firmen investieren Zeit und Budget in Stelleninserate, erhalten aber oft nicht die passenden Bewerbungen. Das Problem liegt dabei selten in der Anzahl der Bewerbungen, sondern in der fehlenden Übereinstimmung zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den Skills der Bewerbenden. Ein weiterer Faktor ist der Bewerbungsprozess selbst: Er entscheidet massgeblich darüber, ob passende Fachkräfte überhaupt den Kontakt zu einem Unternehmen suchen.

Kandidatinnen und Kandidaten brechen komplizierte Bewerbungsprozesse ab Zahlreiche Bewerbungsprozesse sind historisch gewachsen und basieren auf starren Abläufen. Diese sind in der Regel kom plex und zeitaufwendig – für Unternehmen ebenso wie für Be werbende.

58 % der Jobsuchenden gaben bei einer Umfrage von Softgar den an, schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen zu haben, weil ihnen die Bewerbung zu umständlich war. Müh same Formulare oder fehlende Möglichkeiten für mobile Bewer bungen führen dazu, dass passende Menschen innerhalb weni ger Sekunden das Interesse verlieren.

Passende Menschen finden, nicht passende CVs

Betrachtet man aktuelle Prozesse, könnte man meinen, das Ziel sei, den perfekten CV oder das schnörkelloseste Bewerbungs schreiben zu finden.

Das eigentliche Ziel eines Bewerbungsprozesses ist es jedoch, herauszufinden, ob Menschen und Unternehmen zueinanderpas sen. Mit Bewerbungsprozessen, bei denen Lebensläufe und Be werbungsschreiben als Hauptkriterium eingefordert werden, ist das unmöglich. Insbesondere, da – KI sei Dank – Bewerbungs unterlagen kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Damit Menschen und Unternehmen passend zusammenfinden, brau chen wir andere Matching Kriterien und bessere Werkzeuge.

Mit Skills wird das Matching objektiver und präziser

Die Konzentration auf das Wesentliche vereinfacht den Einstieg in den Dialog radikal:

• Welche Skills braucht ein Unternehmen?

• Was können Bewerbende?

• Was ist beiden Parteien wichtig?

Stimmen diese Parameter überein, kommt es zu einem Match. Und zwar nur dann, wenn diverse Skills wirklich passen.

Mit Skills Matching wird der Bewerbungsprozess zum 1 Klick Erlebnis

Um herauszufinden, ob die Skills matchen, bedarf es keines CVs mit einer grossen Anzahl an irrelevanten Daten (beispielsweise Alter, Name oder Geschlecht). Zu wissen, welche Skills ein Unternehmen benötigt und welche Skills eine Person mitbringt, reicht völlig aus.

Wenn die Matches präziser werden, können ausserdem wieder 1 Klick Bewerbungen eingeführt werden. Denn die Gefahr, dass sich wie bis anhin massenhaft Menschen bewerben, die nicht passen, ist mit Skills Matching gebannt. So dürften sich auch die eingangs genannten Bewerbungsabbrüche deutlich redu zieren.

Cornel Müller ist Gründer der Work ID AG

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Work ID AG. Die Work ID ist der digitale Skills Ausweis für Arbeitnehmende. Mit dem Skills Manager erhalten Unternehmen ein Werkzeug, das ihnen zeigt, wer zu ihnen passt. www.work id.ch

Bild Work-ID AG

Warum wir Teams falsch lesen –und was das kostet

Wir schauen auf China – und sehen vor allem das, was wir kennen. Hierarchie, Kontrolle, Konsens. Ein Raster, das bequem ist, aber blind macht. Und genau diese Blindheit zeigt sich auch in unseren eigenen Organisationen: Wir verwechseln Harmonie mit Gesundheit und Zustimmung mit Wirkung.

Dieser Beitrag basiert auf einem Fachartikel von Melissa Schlimm, die sich intensiv mit systemischer Entscheidungslogik und Teamdynamiken auseinandersetzt. Der vollständige Originaltext ist am Schluss verlinkt.

Wir sehen, was wir kennen – und übersehen den Rest

Wenn wir über China sprechen, tun wir das oft mit einer Mi schung aus Staunen und Kritik. Wir sehen Kopieren, Kontrolle, staatliche Steuerung – und übersehen dabei konsequent, was wirklich zählt: Eine Entscheidungsarchitektur, die Klarheit über Befindlichkeiten stellt. Während wir uns im Westen noch fragen, ob das jetzt mutig oder gefährlich ist, fährt längst ein BYD an uns vorbei – Weiterentwicklung passiert auf der Strasse, nicht in Präsentationen.

Auch in unseren Organisationen analysieren wir weniger, als wir glauben. Wir bestätigen vor allem das, was wir eh schon denken. Entscheidungen werden so getroffen, dass niemand aneckt – nicht so, dass sie etwas bewegen. Unbequeme The men verschwinden vielmehr in Gesprächen in der Kaffeeecke oder werden verschwiegen, was irgendwann in einer Kündi gung endet. Das ist kein Versagen, das ist Systemlogik.

Ein Beispiel aus der Praxis von Melissa Schlimm zeigt den Unterschied deutlich: Sie coachte eine chinesische Fachkraft, die nach jedem Termin fragte, ob sie das «gut gemacht» habe. Alle Erklärungen, dass es nicht um Leistung, sondern um Ent wicklung geht, verpufften zunächst. Erst eine strukturierte Feed backrunde öffnete die Tür und was dann kam, war entwaffnend ehrlich. Kein Absichern, kein «ist nicht böse gemeint». Einfach Beobachtung. Wirkung. Punkt. Für ihre Coachee war Feedback kein Risiko, sondern ein Werkzeug. Für viele westliche Teams ist es dagegen ein Minenfeld.

Harmonie ersetzt keine Wirkung

In westlichen Teams gilt Harmonie als Qualitätsmerkmal. Ein Team ohne Konflikte ist das Ziel. In Wahrheit ist es aber häufig erschöpft, resigniert oder ideenlos geworden. Die Angst, anzu ecken, führt zu Entscheidungen, die zwar niemanden stören, aber auch nichts verändern. Karriere statt Wirkung, Zustimmung statt Wahrheit, Kurzfristige Befriedigung statt langfristigem Inte resse.

Sichtbar wird das, wenn individuelle Ziele und Unternehmens ziele auseinanderdriften. Ein Talent aus der Automobilindustrie stand vor einer strategisch richtigen Entscheidung – und traf sie nicht, weil sie der eigenen Karriere geschadet hätte. Der Erfolg des Einzelnen war vom Erfolg des Systems entkoppelt. Ein Ein zelfall? Wohl kaum, eher sowas wie ein stiller Standard.

China denkt langfristig, weil das Kollektiv als Massstab gilt. Wir denken in Quartalen und Karriereschritten. Das ist kein Mindset Problem, sondern ein Architekturproblem: Wer entscheidet? Auf welcher Basis? Und wie schnell fliesst Feedback zurück?

Erfolg braucht Architektur, nicht Absicherung Organisationen sollten sich drei unbequeme Fragen stellen:

1. Sind Unternehmensziele und persönliche Ziele wirklich im Einklang – oder klingt es nur gut.

2. Bewerten wir Entscheidungen nach Wirkung – oder danach, ob sie niemandem wehtun.

3. Was würden wir anders tun, wenn Karriere keine Rolle spielen dürfte.

Die Autorin Melissa Schlimm nutzt dafür die «Klarheits Linse» – ein Werkzeug, das Denkfehler sichtbar macht und Perspekti ven öffnet. Denn die eigentliche Lektion aus China ist nicht Technologie oder Staatsförderung, sondern die Bereitschaft, Realität ernster zu nehmen als die eigene Überzeugung – und langfristig zu denken, wenn alle anderen kurzfristig optimieren.

Die Frage ist nicht, ob wir das ändern wollen, sondern ob wir den Mut haben, wirklich hinzusehen.

Den ausführlichen Fachbeitrag von Melissa Schlimm finden Sie online auf topsoft.ch unter tinyurl.com/tsm-26-2-Schlimm

Finanzsoftware –

Transparenz für bessere Entscheidungen

Moderne Finanzsoftware verwandelt Belege in Echtzeit in Ent scheidungsgrundlagen. Sie automatisiert Routinearbeiten, ent lastet Fachkräfte und liefert der Geschäftsleitung jederzeit aktu elle Kennzahlen. Gerade für KMU wird sie damit zum zentralen Werkzeug, um Liquidität, Kosten und Prozesse im Griff zu be halten.

Die Buchhaltung ist der Pulsmesser des Unternehmens: Zah lungsströme, Budgets, Forecasts und Compliance laufen hier zusammen. Moderne Plattformen automatisieren Buchungen, vernetzen Bank Feeds, E Billing, Lohn und Steuern, liefern Re ports per Klick und sorgen dafür, dass Daten konsistent und re visionssicher bleiben. KI gestützte Funktionen unterstützen bei Abgleichen, Prognosen oder der Erkennung von Anomalien –und schaffen Freiraum für wertschöpfende Aufgaben.

Finanzsoftware ist nicht mehr nur ein «digitales Hauptbuch». Sie verbindet sich mit ERP, CRM oder E Commerce Systemen, reduziert Medienbrüche und ermöglicht eine durchgängige und aktuelle Sicht auf Aufträge, Projekte und Kosten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Datenqualität und ge setzliche Vorgaben – vom MWST Handling bis zu elektroni schen Belegen.

Unser Online Dossier Finanzsoftware zeigt, worauf KMU bei Auswahl und Einführung achten sollten, welche Trends die Branche prägen und wie moderne Lösungen helfen, Transpa renz und Effizienz im Finanzwesen zu steigern.

Unter anderem erwarten Sie folgende Beiträge:

Digitale Transformation des Rechnungswesens: Was bringt eBill?

eBill wird zunehmend auch von Unternehmen genutzt. Susanne Mader zeigt, wie digitales Empfangen und Bezahlen Prozesse vereinfacht, Fehler reduziert und warum eBill ein wich tiger Baustein der modernen Finanzabwicklung ist.

Buchhaltung in der Schweiz: Was ist automatisierbar – was nicht?

Automation ist kein Allheilmittel. Lukas Wissner erklärt, welche Bereiche der Buchhaltung sich gut automatisieren lassen – und wo menschliche Expertise unverzichtbar bleibt.

Instant Payments und Request to Pay –Disruption im Zahlungsverkehr?

Geld in Sekunden übertragen – das verändert Abläufe grundle gend. Daniel Berger erklärt, welche Chancen Instant Payments und Request to Pay eröffnen, wie sich der Schweizer Markt ent wickelt und was Unternehmen erwartet.

Führende Finanzsoftware Lösungen der Schweiz

Wer erfolgreich wirtschaften will, braucht die passende Buch haltungslösung. Der Beitrag vergleicht führende Schweizer An bieter – von klassischen Desktop Programmen bis zu modernen Cloud Tools für Treuhänder und KMU.

Einstellung LSV+/BDD per 30. September 2028

Die Abschaltung der Lastschriftverfahren zwingt Rechnungs steller zum Handeln. Pascal Schoch zeigt, welche Alternativen bereitstehen, welche Abstimmungen nötig sind und wie Unter nehmen den Umstieg rechtzeitig planen.

Automatisierung mit KI: Effizienzsteigerung in der Finanzbuchhaltung

Wiederkehrende Aufgaben machen die Buchhaltung zum idea len Feld für Automation. Der Beitrag zeigt, wie KI Prozesse be schleunigt, Fehler reduziert und neue Möglichkeiten für effizi ente Finanzabläufe schafft.

Kann KI im Finanzsektor ethische Entscheide treffen?

Mit zunehmender KI Nutzung rücken ethische Fragen in den Fokus. Gery Zollinger beleuchtet, wie Entscheidungen von KI bewertet werden können und welche Leitplanken nötig sind, um verantwortungsvoll zu handeln.

Alle Beiträge finden Sie im Online-Dossier Finanzsoftware –einfach QR-Code scannen.

https://qrco.de/Dossier-Finanzen

Neugierig auf mehr? Über 110 Artikel rund um das Thema Finanzsoftware warten auf topsoft.ch auf Sie!

https://qrco.de/topsoft Finanzen

Marktübersicht

Anbieter Produkt

Abacus Research AG Abacus Finanzbuchhaltung

Accounto AG Accounte - Treuhand

anica ag Diamant

Asseco Solutions Infoniqa ONE 200

bexio AG bexio

Blond.swiss Blond

blue office ag blue office®

BMD Schweiz AG BMD Finanzbuchhaltung

bsb.info.partner AG Abacus Finanzbuchhaltung

CashCtrl AG CashCtrl Pro

Comatic AG Comatic Business Software

Cresus - Epsitec SA Cresus Finanzbuchhaltung

integriertes online Banking automatische Verbuchung in Fibu Reconciliation Software ZUGFeRD/FacturX-Rechnung erstellen Anbindung an eBill-Portal Elektronische Signatur Gesetzeskonforme elektronische Archivierung Verarbeitung von PDF-Rechnungen Verarbeitung von ZUGFeRD/FacturX-Rechnungen Verarbeitung von EDI-Rechnungen Genehmigungsworkflow für Kreditorenrechnungen Unterschiedlich lange Geschäftsjahre Prozesskostenrechnung Mehrere Budgetversionen Hochrechnungen und Simulationen von Budgets

EZYcount by superVX AG EZYcount - automatisierte Buchhaltung x

Forterro Schweiz Proffix AG Proffix Px5

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE 200

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE 50

Infoniqa Schweiz AG Infoniqa ONE Start

Messerli Informatik AG MesserliFINANZ

NCT AG UNIFINANZ

pebe AG pebeFINANCE

pebe AG pebe Live

pesaris gmbh Pesaris FIBU

radynamics GmbH DynaFinance

Run my Accounts AG Online Buchhaltungslösung inkl. Treuhand

SelectLine Software AG SelectLine Rechnungswesen

ShakeHands Software Ltd shakehands Kontor Pro

Simtech Informatik AG Infoniqa ONE 200

Simtech Informatik AG Infoniqa ONE Start

Simtech Informatik AG Topal Finanzbuchhaltung

SORECO AG Xpert.Finance

Swiss21 21.AbaNinja

Swiss21 Swiss21

Topal Solutions AG Topal Solutions Finanzbuchhaltung

Watosoft AG Proffix Px5

Winoffice AG Winoffice

Quelle: www.topsoft.ch/search (Selbstdeklaration der Anbieter)

Vom Papierprozess zur Automatisierung

Praxisbeispiele aus Schweizer KMU

Obwohl digitale Tools bereitstehen, dominieren in vielen KMU noch immer Papierrechnungen, manuelle Freigaben und Excel Reporting. Das kostet Zeit, Geld und Nerven.

Wie Schweizer Unternehmen den Schritt in die Automatisierung geschafft haben – und welche Resultate sie erzielen – zeigen drei konkrete Praxisbeispiele aus dem Finanzalltag.

Realität in den Finanzbereichen

Erstaunlich viele Schweizer KMU wickeln ihre Finanzprozesse zum Teil noch manuell ab: Eingangsrechnungen werden aus gedruckt, per Hauspost weitergeleitet, von Hand geprüft und schliesslich manuell ins System eingetippt oder wieder einge scannt. Spesenabrechnungen werden in Excel erfasst mit sta pelweise Papierbelegen dazu und das Finanzreporting erfordert stundenlange Arbeit beim Zusammenführen und Prüfen von Daten. Diese Abläufe sind nicht nur zeitaufwendig, sondern auch fehleranfällig und teuer.

Die Technologie wäre da

Dabei ist die Technologie zur Automatisierung längst verfügbar und auch für KMU erschwinglich. Digitale Rechnungsformate wie eBill, OCR gestützte Belegerfassung, cloudbasierte Spesen tools (als App auf dem Smartphone) und integrierte ERP‑ Systeme bieten heute realistische Möglichkeiten, Finanzpro zesse grundlegend zu modernisieren. Unternehmen, die diesen Schritt wagen, berichten nicht nur von Kosteneinsparungen, sondern auch von mehr Transparenz, Qualität, besserer Planung und – nicht zuletzt – entlasteten Mitarbeitenden.

Die folgenden drei Praxisbeispiele stammen aus meinen letzten zwei Beratungsjahren und zeigen, von welchen Möglichkeiten Schweizer KMU bei der Digitalisierung ihrer Finanzprozesse be reits heute erfolgreich profitieren.

Typische Herausforderungen im Finanzalltag von KMU

Bevor man aber über Lösungen spricht, lohnt es sich zu prüfen, welche Prozesse prioritär angegangen werden sollen. Bei mei nen Kunden häufig genannt:

Kreditorenprozess: Papierrechnungen werden gescannt oder per E Mail empfangen, manuell geprüft, per E Mail zur Freigabe weitergeleitet und anschliessend von Hand ins ERP System eingetragen. Jede Rechnung kostet wertvolle Arbeitszeit – Studien gehen von durchschnittlich CHF 4.53 pro Papierrechnung aus.

• Debitorenprozess: QR Rechnungen werden als PDF verschickt, Mahnläufe manuell verwaltet, Zahlungseingänge einzeln kontrolliert. Die Debitorenlaufzeiten sind oft länger als nötig.

• Spesenverwaltung: Mitarbeitende sammeln Belege im Portemonnaie, fotografieren sie am Monatsende und reichen einzelne Formulare ein – ein Prozess, der bei Finanzteams und Mitarbeitenden gleichermassen unbeliebt ist.

• Finanzreporting: Zahlen werden manuell aus dem ERP exportiert, in Excel aufbereitet und als statische Tabellen weitergegeben. Aktualität und Konsistenz sind häufig nicht gewährleistet.

Das Gute: Für jede dieser Herausforderungen gibt es heute praxiserprobte Lösungen, die auch ohne grosse IT Abteilung eingeführt werden können

Applikationen im Überblick: Was gibt es auf dem Schweizer Markt?

Der Schweizer Markt bietet eine wachsende Auswahl an Applika tionen, die auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten sind. Viele Lösungen lassen sich direkt in bestehende ERP Systeme integ rieren – ohne aufwendige individuelle Schnittstellenprojekte.

Typische Beispiele sind Kreditorenworkflows mit vorgelagerter Erkennung von Daten, digitale eBill Integrationen, Mobile Apps für Spesen, Finanzreporting mit BI Tools und Konsolidierung so wie Finanzplanungen auf benutzerfreundlichen Dashboards.

Eine Übersicht über alle relevanten Anbieter von erprobten Finanzlösungen in der Schweiz finden Sie in der topsoft Markt übersicht auf topsoft.ch/search.

Wichtig: Die Auswahl der richtigen Applikation hängt stark von der bestehenden Systemlandschaft, dem Rechnungsvolumen und den internen Ressourcen ab. Eine Beratung durch einen erfahrenen Implementierungspartner empfiehlt sich vor dem Entscheid.

Praxisbeispiele aus Schweizer KMU

• Grosshandelsunternehmen, Region Bern (60 Mitarbeitende): Einführung von eBill im Debitorenbereich Ein Grosshandelsunternehmen bot eBill schrittweise als zu sätzlichen Rechnungskanal an und band die Lösung an die bestehende ERP Applikation an. Innerhalb von 18 Monaten nutzten 55 Prozent der Geschäftskunden eBill als bevor zugten Kanal. Die Debitorenlaufzeit verkürzte sich um vier Tage, die Mahnquote sank um 28 Prozent.

7 Schritte zur erfolgreichen Digitalisierung

1

Ist-Analyse

Welche Prozesse kosten am meisten Zeit? Wo entstehen die meisten Fehler?

2

Zielbild

Was soll sich in 12 Monaten verändert haben?

5

Pilotphase planen

Mit einem Teilbereich starten, Ergebnisse messen.

3

ERP-Kompatibilität klären

Welche Schnittstellen bietet Ihr bestehendes System?

6

Team einbinden

Kommunikation und Schulung von Anfang an einplanen.

4

Anbieter evaluieren

Mindestens drei Angebote einholen, Referenzen prüfen

7

Datenschutz prüfen

Speicherort der Daten, revDSG-Konformität, Zugriffsrechte.

Quelle: Susanne Mader

• Software-Beratungsunternehmen, Region Basel (80 Mitarbeitende): Digitale Spesenverwaltung und automatisiertes Reporting

Ein Beratungsunternehmen kombinierte ein Spesenver waltungsapp mit einer BI Applikation für das zugehörige Reporting. Die resultierenden Kosten aus dem durchgängi gen Verbuchungsprozess werden in Dashboards visualisiert. Die Spesenverarbeitung wurde um 70 Prozent beschleunigt, auch mittels Implementierung der Vorgaben des Spesen reglements. Dabei konnte eine Automatisierungsrate der korrekten Erkennung von Belegen von über 90 % erreicht werden.

• Anlagenbauer, Region Rheintal St. Gallen (400 Mitarbeitende): Automatisierung Rechnungseingang

Ein Anlagenbauer aus dem Rheintal führte im September 2025 BLP für die Kreditorenbuchhaltung ein. Ziel war eine spürbare Qualitätssteigerung im Prozess. Seither werden Eingangsrechnungen automatisch erfasst und verarbei tet – die Verbuchungsfehler sind deutlich zurückgegangen. Die korrekte Erkennung von Daten, Kommunikation mittels Workflows und weniger Mahnungen haben insgesamt zu einem Kapazitätsgewinn von rund 40 % geführt.

Erfolgsfaktoren bei der Einführung der Applikationen

Die Praxisbeispiele zeigen: Eine erfolgreiche Digitalisierung von Finanzprozessen ist kein Selbstläufer. Die Grafik zeigt die sieben Schritte, die bei der Automatisierung der Finanzprozesse beach tet werden sollten.

Fazit und Ausblick

Die Digitalisierung von Finanzprozessen ist keine Frage mehr der Unternehmensgrösse, sondern des Willens zur Veränderung und der Wahl des passenden Werkzeugs. Die Beispiele zeigen: Auch KMU können mit überschaubarem Aufwand messbare Er gebnisse erzielen – weniger manuelle Arbeit, kürzere Durchlauf zeiten, bessere Liquidität, mehr Transparenz.

Was es braucht, ist ein klares Problembewusstsein, realistische Erwartungen und die Bereitschaft, bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen.

Unternehmen, die heute erste Schritte in die Automatisierung ihrer Finanzprozesse wagen, schaffen nicht nur operative Effi zienz – sie positionieren sich als attraktive Arbeitgeber, die mo derne Arbeitsbedingungen bieten, und als verlässliche Ge schäftspartner, die digital kommunizieren können.

Susanne Mader unterstützt Firmen bei der Digitalisierung der Finanzbereiche. Sie betreibt ein eigenes Beratungsunter nehmen und ist Teil des topsoft Consulting Netzwerks. www.smdprojects.ch www.topsoft.ch/consulting

Smartphones und No-Code-Apps statt ineffiziente Papierprozesse

Papier ist geduldig – aber oft Ursache für ineffiziente Prozesse. Erfahren Sie, wie massgeschneiderte No Code Apps eine schmerzlose Digitalisierung ermöglichen.

Papierprozesse haben durchaus Vorteile, insbesondere bezüg lich ihrer Flexibilität. So lassen sich Spezialfälle einfach durch eine zusätzliche Handnotiz dokumentieren. Genau darin liegen aber häufig Mehraufwände und Fehler begraben: Kaum lesbare Handschrift, falsche Datenerfassung im Backoffice oder Miss verständnisse resultieren in substanziellen Folgekosten.

Erfolgreiche Digitalisierung heisst deshalb zunächst immer Standardisierung: Relevante Prozessvarianten identifizieren und deren Erfassung sauber strukturiert abbilden. Freie Kommen tare sollen dabei nicht komplett verunmöglicht, sondern gezielt für seltene Spezialfälle genutzt werden.

No-Code-Apps für Smartphone-basierte Prozesse sind seit Jahren etabliert

Checkboxen oder Dropdowns in Formularen sind bekannte Hilfsmittel zur strukturierten Datenerfassung und damit für Datenqualität. Smartphone basierte Prozesse ermöglichen zu dem Barcode Scanning, das Hochladen von Fotos oder das Unterschreiben.

Dank No Code können solche Smartphone Apps durch intuiti ves Drag&Drop erstellt werden. Mit etwas Übung sogar durch IT affine Mitarbeiter aus Fachabteilungen. Die resultierenden Daten können dann für Auswertungen oder die Weitergabe ans ERP oder andere Systeme genutzt werden.

Die Katadyn Group beispielsweise nutzt No Code Apps zur Dokumentation und zum Qualitätsmonitoring von Funktions tests in der Produktion sowie zur anschliessenden Erstellung eines zugehörigen Prüfzertifikats pro Gerät.

QR-Codes und No-Code-Webapps ermöglichen digitales After-Sales Servicegeschäft

In den letzten Jahren hat die Nutzung von QR Codes und Smartphones auch im industriellen After Sales Bereich zuge nommen. Treiber sind neben Prozessoptimierungen meist Umsatzsteigerungen durch Upselling von passendem Zubehör, Ersatzteilen oder Services.

Kunden können direkt mit der Kamera ihres Smartphones einen QR Code auf Produkten/Assets scannen und landen im Browser auf der zugehörigen No Code WebApp. Dies garan

tiert effektive Wartungs und Reparaturprozesse und verstärkt die Kundenbindung langfristig.

Für Kunden von ROS Schweiz bringen No Code WebApps Transparenz und Geschwindigkeit im Lagerregalunterhalt: Schäden melden, Ersatzteile bestellen oder monatliche Eigen kontrollen – einfach QR Code am Lagerregal scannen.

Minimale Investitions- und Betriebskosten mit No-Code – dank Hilfe von Chatbots

Nach grossem Hype ist es in den letzten Jahren ruhiger gewor den um No Code. Gerade zur Ablösung von Papierprozessen oder auch manueller Excel Erfassung bleibt dies aber weiterhin eine ideale Basis.

No Code Plattformen bieten heute zudem integrierte Chatbots, was die Einstiegshürden weiter senkt. IT affine Mitarbeiter aus Fachabteilungen können so mit wenig Einarbeitung No Code Apps selbst anpassen oder sogar erstellen.

Im Vergleich zu starrer Individualsoftware werden mit No Code Investitions und Betriebskosten sowie Risiken massiv reduziert. Papierprozesse mit No Code Apps schnell und schmerzlos wegdigitalisieren!

Christoph Röthlisberger begleitet Industriebetriebe seit über 13 Jahren bei der erfolgreichen Umsetzung digitalisierter Industrie 4.0 Prozesse und Services. Er ist Dozent für Supply Chain Digitalisierung an der ABB Technikerschule.

Welchen Papierprozess möchten Sie loswerden? Jetzt mit No-Code-Check starten!

Der iterative Ansatz mit No-Code verzichtet auf langwierige abstrakte Spezifikation. App-Ideen werden schnell umgesetzt und damit greifbar. QR-Code scannen und mit No-Code-Check starten:

Belegverarbeitung der Zukunft: intelligent und integriert

Viele Schweizer KMU haben ihre Finanzprozesse digitalisiert – dennoch dominieren oft manuelle Arbeiten, Medienbrüche und isolierte Systeme den Alltag. AI und intelligente Automatisierung verändern die Belegverarbeitung grundlegend: Weg von einzelnen Arbeitsschritten hin zu integrierten, durchgängigen Finanzprozessen.

Vom digitalen Beleg zum automatisierten Prozess

In vielen Unternehmen werden Rechnungen heute digital emp fangen und archiviert. Trotzdem bleiben zahlreiche Prozess schritte manuell: Belege werden geprüft, weitergeleitet, kontiert oder in verschiedenen Systemen verarbeitet. Gerade in KMU entstehen dadurch doppelte Datenerfassungen, Rückfragen und fehlende Transparenz.

Die nächste Entwicklungsstufe liegt deshalb nicht nur in der Di gitalisierung einzelner Dokumente, sondern in der Automatisie rung des gesamten Prozesses – vom Rechnungseingang über die Freigabe bis zur Verbuchung, Zahlung und Archivierung.

AI verändert die Finanzabteilung

Moderne Finanzlösungen können Belege nicht nur auslesen, sondern Inhalte zunehmend verstehen und automatisch ver arbeiten. AI gestützte Funktionen erkennen Rechnungsdaten, schlagen Kontierungen vor, prüfen Plausibilitäten, erkennen Ab weichungen oder starten Freigabeprozesse.

Dadurch verändert sich auch die Rolle der Finanzabteilung. Mit arbeitende verbringen weniger Zeit mit manueller Datenerfas sung und können sich stärker auf Kontrolle, Qualitätssicherung und Prozessoptimierung konzentrieren. Wiederkehrende Aufga ben werden effizienter verarbeitet.

Besonders wichtig wird dabei die Verknüpfung einzelner Arbeitsschritte. Die eigentliche Innovation liegt nicht mehr nur in der Erkennung eines Belegs, sondern in der automatisierten Verarbeitung entlang des gesamten End to End Prozesses.

Integrierte Plattformen statt Insellösungen

Viele Unternehmen arbeiten mit historisch gewachsenen Sys temlandschaften. Einzelne Lösungen funktionieren zwar für sich, sind aber oft nur begrenzt integriert. Dadurch entstehen Schnittstellenprobleme, manuelle Übergaben und zusätzliche Komplexität.

Zukünftige Finanzlösungen verfolgen deshalb einen integrierten Ansatz. Finanzprozesse, Workflows, Daten und Automatisierung wachsen stärker zusammen. Ziel ist eine durchgängige Prozess landschaft mit möglichst wenigen Medienbrüchen und hoher Transparenz.

Gerade für KMU wird dies zunehmend relevant. Automatisierte Abläufe reduzieren den administrativen Aufwand, schaffen bes sere Nachvollziehbarkeit und helfen, Abhängigkeiten von einzel nen Personen zu verringern. Gleichzeitig werden Prozesse ska lierbarer, ohne dass jeder Wachstumsschritt automatisch zusätzlichen manuellen Aufwand auslöst.

Wohin die Reise geht

Die Entwicklung zeigt klar in Richtung intelligenter, automati sierter und datengetriebener Finanzprozesse. AI wird dabei nicht den Menschen ersetzen, sondern repetitive Aufgaben ver einfachen und administrative Abläufe effizienter gestalten.

Für Schweizer KMU entsteht dadurch die Chance, Prozesse neu zu denken: Weniger manuelle Arbeit, höhere Skalierbarkeit und mehr Transparenz im Tagesgeschäft. Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Technologie, sondern das Zusammenspiel aus Daten, Prozessen, Workflows und menschlicher Kontrolle.

Die Zukunft der Belegverarbeitung liegt deshalb nicht in einzel nen Funktionen, sondern in intelligenten Finanzplattformen, die Prozesse, Daten, Workflows und Automatisierung nahtlos mit einander verbinden.

Jörg Holzmann ist Business Unit Leiter Schweiz bei Infoniqa Schweiz AG

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Infoniqa. Das Unternehmen unterstützt Firmen im DACH Raum mit HR , Payroll , Finanz und ERP Software bei der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Prozesse. www.infoniqa.com

Management – Kompass im Unternehmensalltag

Ob operativer Alltag oder strategische Zukunft: Management & Controlling bilden die Schaltzentrale jedes Unternehmens. Hier geht es nicht nur ums Bauchgefühl, sondern um Fakten, Transparenz und den Mut zur Veränderung. Digitale Tools liefern den Kompass dazu – wenn man sie richtig einsetzt.

Ein KMU ohne Management und Controlling ist wie ein Segel boot ohne Ruder: Es bewegt sich, aber nicht unbedingt dorthin, wo es soll. Fundierte Entscheidungen brauchen verlässliche Daten, klare Kennzahlen und einen Überblick, der über das Ta gesgeschäft hinausreicht. Moderne Lösungen unterstützen ge nau dabei: Sie verwandeln Zahlen in Erkenntnisse und schaffen Orientierung für operative wie strategische Entscheidungen.

Weniger Bauchgefühl, mehr Überblick

Reporting und BI Tools ermöglichen es heute, Kennzahlen in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten – von der Finanzplanung über Ressourcensteuerung bis zur Erfolgskontrolle einzelner Bereiche. Statt Excel Wüsten gibt es automatisierte Dashboards, die auf einen Blick zeigen, wo es rund läuft und wo Handlungs bedarf entsteht. So lassen sich Unstimmigkeiten früh erkennen, bevor sie zu echten Kostenfaktoren werden.

Doch Management bedeutet mehr als das Jonglieren mit Zah len. Es heisst auch: Unsicherheit aushalten, Entscheidungen dokumentieren, Mitarbeitende einbeziehen und flexibel reagie ren. Gerade in KMU mit flachen Hierarchien werden viele Ent scheide intuitiv getroffen – was Tempo bringt, aber die Nach vollziehbarkeit erschwert. Eine solide Controlling Struktur schafft hier Verlässlichkeit und bildet die Basis für nachhaltiges Wachs tum.

Neue Anforderungen, neue Werkzeuge

Themen wie Nachhaltigkeitsreporting, ESG, Compliance oder der Zugang zu Fördermitteln rücken stärker in den Fokus. Wer Daten sauber führt und systematisch plant, ist nicht nur effizien ter, sondern auch audit ready, wenn es darauf ankommt. Gleich zeitig unterstützen moderne ERP Systeme, Liquiditätsprogno sen oder KI gestützte Forecasts dabei, Risiken und Chancen frühzeitig sichtbar zu machen.

Management heisst heute: Klarheit schaffen, steuern, priorisie ren – unterstützt durch Tools, die Entscheidungen nicht erset zen, aber deutlich erleichtern. Mit einem digitalen Kompass na vigieren KMU dank guter Orientierung auch in unsicheren Zeiten verlässlich in eine erfolgreiche Zukunft.

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Zukunftssichere Unternehmensstrategie für KMU

Viele KMU planen ihre Strategie noch immer in mehrjährigen Zyklen. In einer Wirtschaft mit schnellen technologischen Entwicklungen und wachsender Unsicherheit verliert dieses Vorgehen zunehmend an Wirkung. Zukunftssichere Strategiearbeit verlangt heute kürzere Entscheidungszyklen, klare Orientierung und eine enge Verbindung zwischen strategischer Führung, operativen Prozessen und digitalen Systemen wie ERP und KI.

Wenn Planung an Grenzen stösst

Strategische Planung folgte lange einer klaren Logik: Marktana lysen, Mehrjahrespläne und Massnahmenprogramme sollten Stabilität schaffen. Dieses Vorgehen entstand in einer Zeit, in der Märkte vergleichsweise berechenbar waren.

Heute verändern sich Rahmenbedingungen deutlich schneller. Neue regulatorische Vorgaben, volatile Energiepreise, technolo gische Innovationen und veränderte Kundenbedürfnisse etc. können strategische Annahmen innerhalb kurzer Zeit überho len. In der Praxis zeigt sich deshalb häufig: Nicht fehlende Stra tegie ist das Problem, sondern eine zu starre Strategie.

Unsicherheit gehört zum Alltag

Für KMU bedeutet diese Entwicklung einen Perspektivenwech sel. Unsicherheit ist kein Ausnahmezustand mehr, sondern Teil des normalen Geschäftsumfelds. Strategische Führung muss deshalb weniger auf Vorhersagen und stärker auf Orientierung und Lernfähigkeit ausgerichtet sein.

Ein Produktionsunternehmen plante beispielsweise über Jahre hinweg mit stabilen Absatzmärkten. Innerhalb kurzer Zeit führ ten steigende Energiekosten und neue Nachhaltigkeitsanforde rungen dazu, dass zentrale Annahmen nicht mehr galten. Erst als strategische Annahmen regelmässig überprüft und Szena rien diskutiert wurden, entstand wieder Klarheit für Entschei dungen.

Orientierung statt starrer Pläne

Zukunftssichere Strategie bedeutet nicht, langfristige Ziele auf zugeben. Entscheidend ist die Verbindung von langfristiger Orientierung mit kürzeren Steuerungszyklen. In vielen KMU ha ben sich operative Zielsetzungen für sechs bis zwölf Monate sowie regelmässige Reflexionspunkte bewährt.

Diese Vorgehensweise erhöht die Anpassungsfähigkeit und stärkt gleichzeitig die Verantwortung der Führungsteams.

ERP und KI als strategische Unterstützung

Auch Unternehmenssoftware spielt eine wichtige Rolle. Mo derne ERP Systeme liefern nicht nur Buchhaltungsdaten, son dern ermöglichen Transparenz über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen. Flexible Auswertungen und relevante Kennzah len helfen, strategische Entscheidungen besser zu fundieren.

Künstliche Intelligenz kann diesen Prozess zusätzlich unterstüt zen, etwa durch Datenanalysen, Mustererkennung oder Szenario Abschätzungen. Entscheidend ist jedoch, dass Technologie in eine klare strategische Führung eingebettet wird.

Fazit

Zukunftssichere Unternehmensstrategien entstehen heute we niger durch langfristige Detailplanung als durch Anpassungs fähigkeit. KMU, die Strategie als kontinuierlichen Lernprozess verstehen und digitale Systeme bewusst einbinden, schaffen Orientierung in einem zunehmend dynamischen Umfeld.

Quellen

• Mintzberg, H. (1994). The Rise and Fall of Strategic Planning. Free Press.

• Reeves, M., Love, C., Tillmanns, P. (2012). Your Strategy Needs a Strategy. Harvard Business Review.

• OECD (2023). SMEs and the Digital Transformation.

• Bundesamt für Statistik Schweiz: Digitalisierung und KMU

Dies ist eine leicht gekürzte Version des Fachartikels von David Bärtsch. Den ungekürzten Beitrag lesen Sie online auf topsoft.ch unter tinyurl.com/tsm-26-2-Baertsch.

David Bärtsch begleitet KMU beim Einstieg in die Künstliche Intelligenz. Er entwickelt KI Basisstrategien, führt Unternehmensanalysen durch und begleitet organisatorisch die Umsetzung von KI Usecases. Als Mitglied der KI Community von 2bAHEAD verbindet er Zukunftstrends mit praxisnaher Umsetzung aus langjähriger Führungs und OE Erfahrung.

Digitale Souveränität: Standortbestimmung für Schweizer KMU

Handlungsfähig im digitalen Raum

Wer seine digitalen Abhängigkeiten nicht kennt, kann sie nicht steuern. Für Schweizer KMU ist das keine Frage der Unternehmensgrösse, sondern des Überblicks. Eine Standortbestimmung in fünf Dimensionen zeigt, wo ein Unternehmen heute steht, und schafft die Grundlage für informierte Entscheidungen.

Was «digitale Souveränität» für ein KMU wirklich bedeutet

Digitale Souveränität bedeutet für Sie als KMU: Sie sind im digi talen Raum handlungsfähig. Das heisst, Sie können Ihre Ge schäftsprozesse aufrechterhalten, Ihre Daten schützen und Ihre technologischen Entscheidungen selbstbestimmt treffen – un abhängig davon, was ein Anbieter, eine Behörde oder ein geo politisches Ereignis von Ihnen verlangt.

Drei Aspekte sind dabei besonders wichtig: Erstens geht es nicht um Abschottung. Digitale Souveränität bedeutet nicht, al les selbst zu betreiben oder auf bewährte internationale Lösun gen zu verzichten. Es geht um Wahlfreiheit und die bewusste Kontrolle über den Grad der eigenen Abhängigkeit.

Zweitens ist digitale Souveränität kein abstraktes Konzept, son dern operative Realität: Unternehmen, die heute nicht wissen, wo ihre Daten liegen oder ob sie ihre Systeme im Notfall wechseln könnten, tragen ein reales unternehmerisches Risiko – rechtlich, operativ und strategisch.

Drittens müssen wirtschaftliche Aspekte mitgedacht werden. So können bei souveränen Lösungen die Initialkosten höher aus fallen, jedoch teure Lock in Situationen vermieden werden. Zu dem eröffnen diese die Möglichkeit einen Grossteil der Wert schöpfung in der Schweiz zu halten.

Inhaltlich lässt sich die digitale Souveränität für ein KMU in fünf Dimensionen zusammenfassen:

Daten & KI bezeichnet die Kontrolle darüber, wo Unterneh mensdaten gespeichert sind, wer darauf zugreifen kann, welche Daten das Unternehmen durch den Einsatz von KI Tools ver lassen und inwiefern KI Lösungen unabhängig betrieben wer den können. Diese Dimension wird am häufigsten unterschätzt. Gerade die unreflektierte Einführung von KI Tools wie ChatGPT oder Copilot öffnet Türen, die sich nur schwer wieder schliessen lassen.

Software beschreibt den Grad der Abhängigkeit von Anbieter Ökosystemen und proprietären Softwarelösungen. Abhängig keiten entstehen schrittweise – durch Integrationen, proprietäre Formate und gewachsene Prozesse. Je tiefer diese Strukturen verankert sind, desto aufwendiger wird ein allfälliger Wechsel.

Infrastruktur & Cloud umfasst die physische Basis des di gitalen Betriebs: Wo liegen die Server, wer betreibt sie und unter welchem Recht? Viele KMU gehen davon aus, dass «europäische» Dienste automatisch sicher sind – das stimmt nicht immer. Entscheidend ist auch, ob eigene Backups exis tieren, die unabhängig vom Anbieter wiederhergestellt wer den können.

Kompetenzen steht für das interne Wissen, digitale Systeme sicher zu betreiben, zu beurteilen und im Krisenfall zu handeln. Technologie ist nur so souverän wie die Menschen, die sie be dienen. Wenn das Wissen über kritische Systeme ausschliess lich bei externen Dienstleistern liegt, entsteht eine vollständige Abhängigkeit. Internes Verständnis schafft die Grundlage für informierte Entscheidungen.

Strategie & Wirtschaftlichkeit bedeutet, Abhängigkeiten be wusst zu kennen, zu bewerten und aktiv zu steuern. Souveränität ist keine binäre Entscheidung und nicht jede Abhängigkeit ist problematisch. Entscheidend ist jedoch, dass sie bekannt ist und in unternehmerische Überlegungen einfliesst.

Warum das Thema für Schweizer KMU besonders relevant ist

Schweizer KMU denken Abhängigkeiten in vielen Bereichen be reits strategisch: In der Produktion, in der Lieferkette, bei Liefe ranten. Die Frage, welche Komponenten kritisch sind, welche Alternativen bestehen und was im Ausfall passiert, gehört zum unternehmerischen Alltag. Im digitalen Raum stellen sich die selben Fragen, aber sie werden bisher nur selten gestellt.

Verschiedene Entwicklungen machen diese Auseinanderset zung heute dringlicher als sonst: Geopolitische Unsicherheiten und Abhängigkeiten von internationalen Technologieanbietern haben auch Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich verschärft (z. B. revidiertes Datenschutzgesetz) und tragen höhere Anforderun gen mit sich. Digitale Technologien sind stärker in Kernprozesse integriert als je zuvor und dadurch trifft ein Ausfall oder ein er zwungener Wechsel viele Unternehmen schwer. Auch die Ver änderungen durch KI schaffen neue und vor allem tiefere Ab hängigkeiten.

Standortbestimmung Digitale Souveränität: Wo stehen wir?

Die folgende Standortbestimmung ist keine technische Tiefen prüfung. Sie soll eine erste Auseinandersetzung mit der Thema tik ermöglichen und in kurzer Zeit einen strukturierten Überblick liefern. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Klarheit. Die Standort bestimmung folgt den fünf Dimensionen digitaler Souveränität.

Daten & KI

Der Ausgangspunkt ist eine einfache Bestandsaufnahme: Wel che Daten existieren im Unternehmen, wo sind sie gespeichert und bei welchem Anbieter? Für jedes einzelne zentrale System (z. B. E Mail, CRM, ERP, Buchhaltung, Dateiablage) lohnt es sich zu klären, in welchem Land die Daten liegen, wer darauf zugrei fen kann und was im Fall einer Vertragskündigung damit pas siert. Ergänzend stellt sich die Frage, welche Daten das Unter nehmen durch den Einsatz von KI Tools verlassen und welche KI Lösungen man im Einsatz hat.

Software

Zentral ist zunächst die Frage, welche Systeme geschäftskritisch sind – also welche Software einen Ausfall oder einen erzwunge nen Wechsel besonders spürbar machen würde. Davon ausge hend lohnt sich ein Blick auf die Lizenzsituation (Dokumenta tion, Vertragslaufzeiten, Kosten) und die Tiefe der Integration (Schnittstellen und andere Abhängigkeiten). Ebenso relevant ist, wie tief der Lock in bereits ist: Liegen Daten in offenen Forma ten vor und wäre ein Wechsel zu einer alternativen Lösung rea listisch, wenn ja, in welchem Zeitraum? Zudem sollte man sich auch kurz Gedanken machen zur Schatten IT: Welche Software nutzen Mitarbeitende, die nicht offiziell beschafft wurde?

Infrastruktur & Cloud

Hier geht es darum zu klären, ob bekannt ist, in welchem Land die genutzten Cloud Dienste physisch betrieben werden. Ebenso relevant: Existieren eigene Backups, die unabhängig vom Anbieter wiederhergestellt werden können, oder liegt die Verantwortung dafür vollständig beim Dienstleister?

Kompetenzen

Entscheidend ist, ob im Unternehmen genug Wissen vorhanden ist, um die eigene IT Landschaft zu verstehen und im Krisenfall zu handeln. Kritisch wird es, wenn dieses Wissen an einer ein zelnen Person hängt oder ausschliesslich beim externen Dienst leister liegt. Ebenso relevant sind die Kultur und die Sensibilisie rung (z. B. Wissen die Mitarbeitenden, wie mit sensiblen Daten umzugehen ist und wird das auch gelebt?)

Strategie & Wirtschaftlichkeit

Abschliessend lohnt sich ein Blick auf die strategische Ebene: Sind die digitalen Abhängigkeiten des Unternehmens bekannt und dokumentiert? Wurden sie bewusst eingegangen, das heisst mit einem Verständnis der Kosten, Risiken und Alternati ven? Und gibt es für geschäftskritische Systeme einen Plan für den Fall, dass ein Anbieter ausfällt, die Bedingungen ändert oder ein Wechsel nötig wird?

Was tun mit den Ergebnissen?

Die Standortbestimmung ist kein Selbstzweck. Sie schafft eine gemeinsame Grundlage – für die Geschäftsleitung, für die IT Verantwortlichen, für externe Partner. Indem die fünf Dimensio nen bewertet und sichtbar gemacht werden, entsteht eine Dis kussionsgrundlage: Wo sind wir uns einig? Wo gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen? Und was priorisieren wir?

Ein bewährtes Vorgehen: Bewerten Sie jede Dimension nach dem Ampelprinzip (wo stehen wir gut, wo besteht Handlungs bedarf, wo ist das Risiko unklar?) Diese einfache Einschätzung reicht, um eine strukturierte Diskussion zu ermöglichen und erste Prioritäten zu setzen. Denn digitale Souveränität ist kein Projekt mit Abschlussdatum und die Standortbestimmung ist nur der Einstieg.

Fazit: Klarheit vor Perfektion

Digitale Souveränität beginnt nicht mit einem grossen IT Pro jekt. Sie beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Die Standortbestimmung liefert dafür einen niederschwelligen Ein stieg und soll Klarheit schaffen für Diskussionen, Priorisierungen und gezielte Massnahmen.

Die Frage der digitalen Souveränität wird nicht verschwinden. Unternehmen, die sich heute damit auseinandersetzen, schaffen die Grundlage für bessere Entscheidungen und eine stabile IT Landschaft. Letztlich geht es um denselben unternehmerischen Anspruch, den Schweizer KMU in vielen Bereichen bereits le ben: Abhängigkeiten kennen, Risiken bewerten und bewusst entscheiden.

Simon Perrelet ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Bern und Senior ICT Architect bei RUAG. Er forscht zu digitalen Innovationen, Regulierung und der Schweizer Softwareindustrie. www.linkedin.com/in/simon perrelet

Veränderung und Resilienz im KMU

Klarheit im Miteinander macht Wandel gestaltbar

Unklare Rollen, unausgesprochene Erwartungen, stockende Entscheidungen: Viele KMU kennen diese Muster. Der Artikel zeigt, wie Klarheit entsteht – und warum sie Resilienz möglich macht.

Es sind oft nicht die grossen strategischen Fragen, die Unter nehmen herausfordern, sondern die kleinen Unklarheiten im All tag. Ein Entscheid wird vertagt, weil nicht klar ist, wer ihn treffen darf. Eine Aufgabe wird doppelt gemacht, weil Rollen nicht ab gestimmt sind. Missverständnisse entstehen, weil Erwartungen nicht geklärt sind. Ein Projekt stockt, obwohl alle engagiert sind. Niemand macht etwas bewusst falsch. Und doch entsteht das Gefühl: Es läuft nicht rund.

Als Organisationsentwicklerin begegne ich diesen Mustern re gelmässig, besonders in KMU. Die erste Reaktion darauf ist oft nachvollziehbar: Mehr Struktur, mehr Prozesse, mehr Abstim mungen. Doch die Erfahrung zeigt, dass dies selten die eigent liche Ursache trifft. Denn hinter diesen Symptomen liegt meist ein tieferes Thema: Fehlende Klarheit im Miteinander.

Warum Werte der Ausgangspunkt von Resilienz sind

Wenn Klarheit fehlt, suchen Organisationen häufig nach Lösun gen im Aussen. Doch Klarheit entsteht nicht im Aussen, sondern zuerst im Innern. Suchen wir im Innern und fragen uns, was wichtig ist, so begegnen uns Werte. Werte wirken wie ein Kompass. Sie prägen, wie Menschen Situationen wahrnehmen, Entscheidungen treffen und miteinander handeln. Ohne bewusst geklärte Werte bleiben Erwartungen unausgesprochen – und ge nau daraus entstehen Missverständnisse und Reibungsverluste. Damit wird deutlich: Werte sind nicht «nice to have», sondern die Grundlage für wirksame Zusammenarbeit.

Entwicklung passiert nicht zufällig

Wenn Klarheit im Inneren entsteht, stellt sich automatisch die nächste Frage: Wie lässt sich diese Klarheit konkret im Alltag nachhaltig umsetzen? Hier kommt die Organisationale Resilienz ins Spiel. Sie entwickelt sich nicht zufällig, sondern in einem wie derkehrenden Entwicklungsprozess und in Verbindung mit Re silienz Schlüsselfaktoren und Werten.

Resilienz Schlüsselfaktoren beschreiben, wie Menschen han deln. Werte erklären, warum. Erst im Zusammenspiel entsteht Wirkung: Werte geben die Richtung vor, Schlüsselfaktoren machen sie im Alltag sichtbar.

Diese Erkenntnis zeigt sich in den folgenden vier Entwicklungs schritten:

1. Entwicklungsbedarf erkennen – verstehen statt reagieren

Wo entstehen Spannungen? Wo verlieren wir Energie, Zeit oder Geld?

Die Schlüsselfaktoren Impulskontrolle und Kausalanalyse hel fen, innezuhalten und bewusst zu reflektieren. Werte wie Acht samkeit und Offenheit schaffen den Raum dafür. Erst wenn wir verstehen, was wirklich passiert, können wir gezielt handeln.

2. Entwicklungsbereitschaft fördern – Perspektiven erweitern

Unterschiedliche Sichtweisen werden sichtbar gemacht und einbezogen. Realistischer Optimismus und Akzeptanz helfen, Spannungsfelder als Chance zu nutzen. Vertrauen und Gwun der fördern die Bereitschaft, neue Perspektiven einzunehmen. Hier entsteht die Grundlage für echte Veränderung: Die Bereitschaft, Dinge anders zu sehen.

3. Entwicklungsfähigkeit stärken – Klarheit im Miteinander schaffen

Das ist der zentrale Hebel vieler Organisationen. Rollen, Erwar tungen und Verantwortlichkeiten werden bewusst geklärt. Psy chologische Sicherheit sowie Klarheit und Struktur ermöglichen wirksame Zusammenarbeit. Transparenz und Verantwortungs bewusstsein geben Orientierung. Genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob aus guter Absicht wirksame Zusammenarbeit entstehen kann.

4. Entwicklung gestalten – gemeinsam wirksam werden Auf der Basis der ersten drei Schritte wird Veränderung konkret umgesetzt. Interdisziplinäre Kooperation verbindet Perspektiven und schafft tragfähige Lösungen. Weitsicht und Verbundenheit stärken das gemeinsame Handeln. Dann wird Wandel nicht mehr nur bewältigt – sondern bewusst gestaltet.

Perspektivenwechsel macht Zusammenhänge sichtbar

Auch mit klaren Werten und Prozessen bleibt eine Herausforde rung bestehen: Organisationen sind komplexe Systeme. Entscheidungen wirken nie isoliert, sondern über verschiedene Ressourcenarten hinweg: Mensch, Technik, Organisation, Leis tung, Finanzen und Zeit. Wer nur eine dieser Ressourcen be trachtet, übersieht Zusammenhänge. Wer bewusst die Perspek tiven wechselt, erkennt Wechselwirkungen – und trifft nachhaltige Entscheidungen. Der Perspektivenwechsel wird damit zum Schlüssel, um Komplexität zu verstehen und Klarheit zu schaffen. Gerade KMU haben hier eine besondere Stärke: Durch ihre Nähe zu den Menschen und ihre überschaubaren Strukturen können sie schneller reagieren und Veränderungen wirksam umsetzen.

Raum schaffen – damit ein starkes WIR entsteht Damit all das im Alltag wirken kann, braucht es einen oft unter schätzten Faktor: Raum. Klarheit entsteht nicht im operativen Tagesgeschäft. Sie braucht bewusst gestaltete Räume für Refle xion, Klarheit und Mitgestaltung. Hier werden Erwartungen aus gesprochen, Rollen geschärft und gemeinsame Ziele entwickelt. Erst in diesem Raum verbindet sich alles: Haltung – Ver halten – Kultur – Struktur. Wenn diese Ebenen zusammenpas sen, entsteht ein starkes WIR.

Fazit

Die Herausforderungen im Alltag vieler KMU sind selten laut. Sie zeigen sich leise – in kleinen Unklarheiten, die sich summie ren: Verzögerte Entscheidungen, unausgesprochene Erwartun gen, fehlende Orientierung. Es ist nicht der eine grosse Fehler, sondern das Zusammenspiel vieler kleiner Unstimmigkeiten.

Gerade deshalb liegt die Lösung nicht im Mehr, sondern im We sentlichen. Nicht in zusätzlichen Prozessen, sondern in bewuss ter Klarheit im Miteinander. Dort, wo Organisationen bereit sind, innezuhalten, hinzuschauen und sich an ihren Werten auszu richten, entsteht Orientierung – und daraus wirksame Zusam menarbeit.

Organisationale Resilienz entsteht genau in diesem Zusammen spiel: Aus klaren Werten, einem bewussten Entwicklungspro zess und der Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln. Wer Span nungen versteht, unterschiedliche Sichtweisen einbezieht und Klarheit in Rollen und Erwartungen schafft, legt die Basis für ein starkes Miteinander.

Für KMU bedeutet das konkret:

• Werte bewusst klären und leben

• Entwicklung bewusst gestalten

• Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse klar definieren

• Perspektivenwechsel aktiv fördern

• Raum für Reflexion schaffen

• Ressourcen ganzheitlich betrachten und nutzen

Starten Sie dort, wo Sie gerade stehen, und schaffen Sie Schritt für Schritt Klarheit im Miteinander.

Jenny Ackeret ist Organisationsentwicklerin und Geschäftsführerin der RAUM360 GmbH. Als externe Reflexionspartnerin begleitet sie Teams und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit im Miteinander und öffnet Entwicklungsräume für Perspektivenwechsel, Reflexion und gemeinsame Orientierung. www.linkedin.com/in/jennyackeret/

Die beschriebenen Ansätze basieren unter anderem auf dem von der Autorin entwickelten WEREGOJA Modell. Weitere Einblicke finden Sie im Buch «Wandel bewusst gestalten» sowie unter www.raum360.ch/organisationsentwicklung

Publikation in Zusammenarbeit mit: SWONET – Swiss Women Network www.swonet.ch

KMU Fachforum 2026

Next Generation! Erfahrung teilen und Zukunft gestalten

Am 27. August 2026 treffen sich Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Schweizer KMU bereits zum vierten Mal im idyllischen Heuboden in Holzhäusern ZG. Das diesjährige Motto «Next Generation!» steht für frische Perspektiven, neue Technologien und die Frage, wie KMU den nächsten Schritt in ihre digitale Zukunft machen.

Die digitale Transformation stellt Schweizer Unternehmen wei terhin vor grosse Herausforderungen: Neue Technologien, ver änderte Kundenerwartungen und steigende Komplexität verlan gen ein gutes Gespür für das Wesentliche. Umso wertvoller ist gerade für KMU ein Ort, an dem Erfahrungen geteilt, Netzwerke gestärkt und konkrete Impulse mitgenommen werden können.

Am KMU Fachforum 2026 berichten Fachleute aus Schweizer Unternehmen bereits zum vierten Mal, wie sie mit innovativen Ansätzen, cleveren Strategien und passenden IT Lösungen echte Probleme gelöst und neue Chancen erschlossen haben.

Wie immer gilt: Es gibt keine Verkaufspräsentationen, kein Mar keting Blabla, keine heisse Luft – sondern ehrliche Erfahrungs berichte aus der Praxis. Von KMU, für KMU.

Inspirierende Location

Der idyllische Heuboden bietet auch dieses Jahr den perfekten Rahmen: Weit weg vom Alltag, aber doch zentral gelegen und gut erreichbar, mit viel Raum für Austausch und Gespräche. Be wusst grosszügig angelegte Pausen und ein stimmungsvolles, lockeres Abendessen sorgen dafür, dass das wertvolle Networ king nicht zu kurz kommt.

Programm mit Tiefgang – und einer Premiere

Zum Start setzt Andreas Felsl mit seiner Keynote ein starkes Zeichen: Er öffnet die Tür zur Uhrenwelt und zeigt, wie Patente zum Motor für unternehmerische Zukunft werden können. Da nach liefern zwei Sessions mit je zwei Referaten konkrete Im pulse, wie KMU ihren digitalen Weg erfolgreich gestalten.

Neu schliesst das Fachforum mit einem Schlussreferat zum Thema Nachfolge und einer Podiumsdiskussion mit Vertre tern von zwei KMU – einer Premiere, die den Tag mit zusätzli chen Einsichten abrundet. Danach geht es nahtlos über zum Apéro und dem gemeinsamen sommerlichen Dinner.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Organisiert wird das KMU Fachforum von der Plattform topsoft und dem Beraternetzwerk Digitalrat.

Programm

KMU Fachforum 27. August 2026

13:00 – 13:30 Uhr Eintreffen im Heuboden

13:30 – 13:45 Uhr Offizieller Start mit Begrüssung und Infos

Kevin D. Klak (Digitalrat) und Cyrill Schmid (topsoft)

13:45 – 14:20 Uhr Keynote mit Andreas Felsl von HORAGE SA

14:20 – 15:00 Uhr Erste Netzwerkpause

Die erste Netzwerkpause ermöglicht dir den Austausch und ein Reflektieren der Keynote mit den anderen Teilnehmenden.

15:00 – 16:20 Uhr Referate in zwei Sessions.

Dauer je Referat ca. 30 Minuten

Seit 106 Jahren vom Feld auf den Teller

Andrea Schöni, Schöni Swissfood

Besser helfen

Miriam Brülhart und Valérie Grüter, Winterhilfe

Die Futtermühle mit PV und Batterie

Simon Egli, Egli Mühlen

Vom Produkt zur Dienstleistung

Thomas und Matthias Strebel, Anta Swiss AG

16:20 – 17:00 Uhr Zweite Netzwerkpause

Tausche dich mit anderen Teilnehmenden aus und reflektiere die Impulse aus den Vorträgen bei einer kleinen Erfrischung.

17:00 – 17:45 Uhr Schlussfreferat

Eigene Nachfolge: Die grösste unternehmerische Leistung

André Egli, Balmer Etienne

Podiumsdiskussion zum Thema Nachfolge mit Adrian Renggli, Jost Renggli AG und Daniel Butcher, Schärli Architekten AG

17:45 – 20:00 Uhr Apéro, Abendessen und Netzwerken

Lass den Tag bei einem erfrischenden Apéro und einem feinen Znacht ausklingen – mit guten Gesprächen und neuen Kontakten in der einmaligen Heuboden Atmosphäre.

Programmänderungen bleiben vorbehalten

Informationen und Anmeldung

Das Programm kann sich noch ändern, aber auf www.kmu-fachforum.ch bleibst du immer up-to-date.

Auch kannst du dort dein Ticket für das KMU Fachforum 2026 bestellen. Als Leserin oder Leser des topsoft Fachmagazins profitierst du mit dem Code topsoft von einem Spezialpreis und bezahlst statt CHF 245 nur CHF 200 für dein Ticket.

Profitiere auch du von den Erfahrungen anderer KMU und hole dir Know-how, Ideen sowie Inputs am KMU Fachforum. Wir freuen uns auf Dich!

www.kmu-fachforum.ch

Veranstalter

Referate von

Sponsoren

Transparenz in Lager & Produktion

Mit der Einführung einer Barcode Lösung für die Materialbuchung und die Verfolgung von Serien und Chargen Nummern in Lager und Produktion, hat die Büchi AG als Basis für den After Sales Prozess eine zukunftsfähige Grundlage für Effizienz und Nachverfolgbarkeit im Materialprozess geschaffen.

Die Büchi AG ist weltweit führender Schweizer Hersteller von Reaktorsystemen und Pilotanlagen für die chemische und phar mazeutische Industrie sowie die Forschung. Das Unternehmen begleitet Kunden über den gesamten Projektlebenszyklus von Design über Fertigung/Installation bis zu After Sales und Anla gen Optimierungen.

Der Wunsch nach mehr Transparenz, effizienteren Abläufen und einem stärkeren Kundenservice führte dazu, eine Lösung zu evaluieren, die all diese Ziele unterstützt.

Mit der Büchi AG wurde ein umfassendes Projekt umgesetzt: Die Barcode Lösung und das neu organisierte Lagermanagement er möglichen heute die transparente Verfolgung aller Bewegungen. Alle Produkte und Lagerplätze wurden dafür gekennzeichnet, und auch die Produktionsprozesse wurden so angepasst, dass Auf tragsstatus und Materialverbleib zeitnah gemeldet werden kön nen.

Nach einer Projektzeit von ca. zehn Monaten wurde der Echt betrieb aufgenommen – ohne Unterbrechung des Tagesge schäfts. In der Hyper Care Phase wurden letzte Feinjustierun gen vorgenommen.

Heute ist die Büchi AG technisch bestens für die Zukunft ge rüstet. Die neue Lösung ermöglicht Echtzeitdaten, hohe Daten sicherheit, optimierte Bestandsführung und flexible Nachver folgbarkeit von Teilen, Baugruppen und Anlagen.

Christian Gebhart ist Geschäftsleiter bei informatics solutions ag (Schweiz) und Vertriebsleiter bei AZTEKA Consulting GmbH (Deutschland). Beide Unternehmen sind erfolgreich etablierte

Infor ERP Partner www.linkedin.com/in/christian gebhart/

Erfolgreiche Nachfolge

In der Schweiz sind rund 15 % aller KMU mit der Nachfolge beschäftigt. Jedes dritte Unternehmen verschwindet, weil die Nachfolge nicht gelingt. Besonders prekär: Viele Unternehmer warten zu lange. Sie unterschätzen, wie komplex ein Nachfolgeprozess sein kann und schieben die Auseinandersetzung damit hinaus, bis der Druck zu gross wird.

Eine erfolgreiche Nachfolge stellt eine der grössten unterneh merischen Herausforderungen und Leistungen für eine Unter nehmerin dar. Damit das Lebenswerk übergeben werden kann, sind ein paar Punkte zu beachten:

Eignerstrategie

Jede Nachfolge beginnt mit der Eigentümerstrategie. Die Eigner strategie bildet den Kompass für alle weiteren Schritte. Sie defi niert die Werte, die Zielsetzung und die Haltung der Eigentümer gegenüber Entwicklung, Wachstum, Rentabilität, Werte der eige nen Unternehmung aber weiter auch zu Unabhängigkeit im Ow nership oder Familienkontinuität. Wenn die Eignerstrategie nicht klar ist, kann auch keine optimale Unternehmensstrategie dazu ableitend definiert werden. Somit Eignerstrategie first!

Fit für Nachfolge

In der Praxis bedeutet dies, dass sowohl die Übergeber (Inha ber), die Firma, die Organisation aber auch die Schlüsselperso nen «ready» sind für die Nachfolge. Im sprachlichen Umgang wird dieser Prozess oftmals mit «schlüsselfertig machen» um schrieben. Um einen schlüsselfertigen Zustand aller Stakehol ders zu erreichen, braucht es Zeit. In der Regel dauert dies zwi schen drei bis fünf Jahre. Für mittelständische Unternehmen stellt dies, neben dem Tagesgeschäft, eine grosse Herausforde rung dar.

Begleitung als Schlüsselfaktor

Damit die Chancen für eine erfolgreiche Nachfolge steigen, wird eine externe Begleitung empfohlen. Neben den emotionalen und organisatorischen Aspekten sollen auch die rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Herausforderungen professionell gemanagt werden.

André Egli ist Partner und Leiter Nachfolge bei Balmer Etienne AG

bonacasa: In 12 Monaten zum neuen ERP

Die bonacasa AG ist Schweizer Marktführerin für Smart Living, also Wohnen mit Services und Sicherheit. Ihr über Jahre eigens entwickeltes Branchen ERP brachte keinen echten Vorteil mehr. Die Ablösung kam mit Zoho One: Produktiv in zwölf Monaten, inklusive einer nativen App für die Mieterschaft.

Eine Plattform statt vieler Inseln

Von der Concierge Betreuung bis zum 24/7 Notruf: bonacasa betreibt Services für über 5000 Wohnungen in der Schweiz. Das Branchen ERP dahinter liess das Unternehmen jahrelang indivi duell entwickeln – teuer im Unterhalt, ohne erkennbaren Wett bewerbsvorteil. Der Entscheid fiel auf Zoho One und damit auf einen Neuanfang: Alle Prozesse wurden neu gedacht statt nachgebaut.

Zoho One bündelt Dutzende Business Apps auf einer Plattform, mit einer gemeinsamen Datenbasis und einem Lizenzmodell. bonacasa nutzt heute CRM, Flow, Books, Billing, Sprints, Analy tics und Commerce als durchgängiges System. Das CRM wurde per Konfiguration um Liegenschafts und Mieterverwaltung er weitert und ersetzte im Vertrieb nebenbei Salesforce. Zoho FSM steuert die Einsätze von Concierges und Reinigungspersonal direkt auf dem Smartphone. Und mit Zoho Creator entstand eine native Mieter App für iOS und Android, tief in CRM und Books integriert.

Die ersten Module gingen bereits nach sechs Monaten live, nach zwölf war das alte ERP komplett abgelöst. Statt in Indivi dualentwicklung zu investieren, konfiguriert bonacasa neue An forderungen heute direkt auf der Plattform. Zoho One wächst mit dem Unternehmen mit.

Dirk Apel ist Co CEO der Batix Schweiz AG www.batix.ch

Lernen Sie die Fachleute kennen

Hinter jedem dieser erfolgreichen Projekte steht fundiertes Fachwissen – sei es in der Digitalisierung, in der Prozessgestaltung oder in der strategischen Beratung. Die ausgewiesenen Fachleute von Batix, Balmer Etienne und informatics solutions/AZTEKA bringen unterschiedliche Perspektiven mit, aber ein gemeinsames Ziel: KMU praxisnah zu unterstützen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Am KMU Fachforum vom 27. August 2026 haben Sie die Gelegenheit, diese Fachleute persönlich kennenzulernen. Sie geben Einblicke in ihre aktuellen Projekte, erläutern Hintergründe zu den hier vorgestellten Cases und zeigen, welche Überlegungen und Erfahrungen für andere Unternehmen besonders wertvoll sein können – von der digitalen Umsetzung bis zur erfolgreichen Nachfolgeregelung.

Nutzen Sie die Gelegenheit für den direkten Austausch, um Fragen zu stellen, Ideen zu diskutieren und Impulse für Ihre eigenen Vorhaben mitzunehmen.

Mehr Informationen und Tickets: www.kmu-fachforum.ch

Entirely Ecosystem Forum 2026

Wie Unternehmen Marketing neu vernetzen

Marketing Teams stehen heute vor einer paradoxen Situation: Noch nie gab es so viele Tools, Datenquellen und Automatisierungsmöglichkeiten – und gleichzeitig war es noch nie so schwierig, daraus ein funktionierendes, KI fähiges Marketing Ökosystem zu bauen. Genau hier setzt das Entirely Ecosystem Forum Zurich an.

Entirely Ecosystem Forum Zurich –27. August 2026, HWZ Zürich

Am 27. August 2026 treffen sich an der HWZ Zürich führende Köpfe aus Marketing, Digital, Martech und IT, um zu zeigen, wie Unternehmen den Sprung vom fragmentierten Setup zu ver netzten, effizienten und wirksamen Marketingprozessen schaf fen. Statt Visionen von morgen stehen echte Erfahrungen, kon krete Herausforderungen und praxiserprobte Lösungen im Mittelpunkt.

Unternehmen wie Geberit, Generali und Migros geben Ein blicke, wie sie Content , Marketing und Customer Engagement Prozesse neu denken – vernetzt, datenbasiert und AI unter stützt. Ergänzt wird das Programm durch Dr. Darius Zumstein, der zeigt, wie sich Daten, Prozesse, Technologien und AI sinnvoll verbinden lassen, ohne in Komplexität zu versinken.

Das Forum verzichtet bewusst auf Produktpräsentationen. Statt dessen erwarten die Teilnehmenden reale Use Cases, interak tive Formate, neue Perspektiven und viel Raum für Austausch –ideal für alle, die ihr Marketing zukunftsfähig aufstellen wollen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen und Anmeldung:

www.entirely.com/de/ entirely-ecosystem-forum

Digital Experience eGov 2026

Wie eGovernment heute funktioniert

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist längst Tatsache. Überall entstehen neue Fachapplikationen, Schnittstellen und digitale Prozesse – doch wie sieht das in der Praxis aus? Welche Lösungen funktionieren bereits im Alltag von Behörden und staatsnahen Organisationen? Und wie gelingt die Integration in bestehende Systemlandschaften?

Antworten liefert hier die Digital Experience eGov 2026. Statt Visionen und Hochglanzfolien stehen reale Anwendungen im Mittelpunkt: Softwareanbieter präsentieren gemeinsam mit ihren Kunden konkrete Use Cases, die heute produktiv im Ein satz sind.

Ob digitale Kommunikation, Prozessautomatisierung, Identi täts und Zugriffsmanagement oder Dokumentenmanagement – gezeigt werden Lösungen, die echten Mehrwert schaffen und bereits erprobt sind.

Datum: 16. September 2026

Zeit: 16:30 Uhr

Ort: Kursaal Bern

Die Veranstaltung richtet sich an Entwicklerinnen, Architekten, CTOs, Projektleitende sowie IT und Digitalisierungsverant wortliche aus Verwaltung und dem öffentlichen Sektor. Wer verstehen möchte, wie moderne Behördenlösungen entste hen, integriert werden und im Alltag funktionieren, findet hier Inspiration und fachlichen Austausch auf Augenhöhe.

Organisiert wird die Digital Experience eGov von ePost Service und swiss made software, mit topsoft als Medienpartner.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen und Anmeldung: www.epost.ch/digital-experienceegov-anmeldung

Webinar Replay

Geschäftspost neu organisieren –

digital, physisch oder kombiniert

Posteingang, Versand und Archivierung müssen heute nahtlos zusammenspielen. Im Replay des Webinars von topsoft und ePost erfahren Sie, wie Schweizer KMU ihre Kommunikation effizienter organisieren, Dokumente sicher zustellen und je nach Situation den passenden Versandweg wählen.

Viele KMU haben ihre Geschäftspost bereits teilweise digitali siert – doch die Abläufe dahinter sind oft alles andere als durch gängig. Das kostet Zeit, erzeugt Medienbrüche und macht die Nachvollziehbarkeit schwierig.

Seit dem 1. April 2026 ist der Digitale Brief Teil der postalischen Grundversorgung. Damit steht Schweizer Unternehmen ein neuer, verbindlicher Kanal zur Verfügung, der digitale und phy sische Zustellung intelligent kombiniert – ein wichtiger Baustein für moderne Kommunikationsprozesse.

Das erwartet Sie im Replay:

• Typische Prozesse aus ERP, HR und Finance im KMU Alltag

• Wo Medienbrüche entstehen – und wie man sie eliminiert

• Praxisbeispiele mit konkreten Effizienzgewinnen

• Zusammenspiel von digitaler und physischer Zustellung

Einordnung des Digitalen Briefs als Teil der Grundversorgung und seine Bedeutung für KMU

Das Webinar zeigt anhand realer Anwendungsfälle, wie Unter nehmen ihre Versand und Kommunikationsprozesse vereinfa chen und näher an ihre bestehenden Systeme bringen – ohne diese komplett neu aufbauen zu müssen.

Für wen ist das Replay?

Für alle, die in Schweizer KMU Verantwortung tragen – von IT über Fachbereiche bis zur Geschäftsleitung. Ideal für alle, die Postprozesse modernisieren, Medienbrüche reduzieren oder den Digitalen Brief sinnvoll in ihre Abläufe integrieren möchten.

Neugierig geworden?

Das komplette Replay finden Sie über den Shortlink oder per Scan des QR‑Codes.

tinyurl.com/tsm 26 2 Replay2

Webinar Replay

Ist das wirklich SaaS? Cloud-Modelle im Realitätscheck

Viele Unternehmen stehen heute vor der gleichen Frage: Welche Cloud Option passt wirklich zu uns – und woran erkenne ich echtes SaaS? Im Replay des Webinars von topsoft und informatics solutions erhalten Sie eine kompakte, praxisnahe Orientierungshilfe für Ihre eigene Cloud Strategie.

Die Diskussion rund um Cloud Modelle ist oft geprägt von Schlagworten, Versprechen und Missverständnissen. Was da von ist Marketing, was ist technisch bedingt – und was bedeutet es konkret für Schweizer KMU? Das Webinar bringt Ordnung in die Vielfalt der Modelle und zeigt, worauf es in der Praxis wirk lich ankommt.

Das erwartet Sie im Replay:

Im ersten Teil vermittelt Roger Busch, unabhängiger Berater im topsoft Consulting Netzwerk, die wichtigsten Grundlagen: Er zeigt verständlich auf, wie sich On Premise, Hosting und SaaS unterscheiden – und weshalb diese Unterschiede für Schweizer KMU entscheidend sind.

Anschliessend führt Michael Rohn am Beispiel von Infor CloudSuite Industrial Enterprise durch die Praxis: Sie erfah ren, wie moderne Cloud Modelle mit regelmässigen Updates, Standardisierung und klaren Verantwortlichkeiten funktio nieren – und welche Vorteile sich daraus im Alltag ergeben.

Zum Abschluss zeigt Robert Mehrle live das Look & Feel der Lösung: Sie erhalten Einblicke in die Benutzeroberfläche, das integrierte Dokumentenmanagement sowie den direkten Zugriff auf interne und externe Inhalte – genau dort, wo sie im Prozess benötigt werden.

Für wen ist das Replay?

Für alle, die in Schweizer KMU Verantwortung tragen – von IT Leitung über Fachbereiche bis zur Geschäftsleitung. Ideal für alle, die Cloud Modelle vergleichen, eine Modernisierung planen oder einfach verstehen möchten, was «echtes SaaS» im Jahr 2026 bedeutet.

Neugierig geworden?

Das komplette Replay finden Sie über den Shortlink oder per Scan des QR‑Codes.

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25 Jahre SVC: Unternehmertum, das verbindet

Seit 25 Jahren engagiert sich der SVC für KMU in der Schweiz. Der persönliche Austausch, neue Kontakte und gemeinsame Erfahrungen prägen den SVC bis heute. Das Jubiläumsjahr macht deutlich, welchen Stellenwert diese Verbindungen haben, sowohl rückblickend als auch mit Blick auf zukünftige Herausforderungen.

Ein Netzwerk, das verbindet

Der SVC wurde mit dem Ziel gegründet, Unternehmerinnen und Unternehmer miteinander zu vernetzen und den Austausch zu fördern. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gerade in einem wirtschaftlichen Umfeld, das sich ständig weiterentwi ckelt, ist der Dialog unter KMU besonders wertvoll.

Über die Jahre ist das Netzwerk stetig gewachsen. Heute treffen Menschen aus unterschiedlichen Branchen und mit ganz ver schiedenen Erfahrungen aufeinander. Genau das macht den Austausch so spannend und bringt immer wieder neue Ideen und Perspektiven in den unternehmerischen Alltag.

Prix SVC als Herzstück

Ein wichtiger Bestandteil des SVC ist der Prix SVC. Mit dieser Auszeichnung werden KMU geehrt, die mit ihren Ideen, ihrem Einsatz und ihrer Entwicklung überzeugen. Gleichzeitig bietet der Anlass eine einzigartige Gelegenheit, spannende Unterneh mensgeschichten sichtbar zu machen und zu zeigen, wie viel seitig das Unternehmertum in der Schweiz ist.

Für viele Teilnehmende bedeutet der Prix SVC mehr als nur ein Wettbewerb. Er bringt Menschen zusammen, schafft neue Kon takte und gibt Einblick in unterschiedliche Wege zum Erfolg. Gerade diese Begegnungen machen den Anlass besonders und zeigen, wie lebendig die Schweizer KMU Landschaft ist.

Jubiläumsjahr mit Blick nach vorne

25 Jahre SVC sind ein wichtiger Meilenstein und zugleich ein Anlass, den Blick nach vorne zu richten. Unternehmen stehen

heute vor vielfältigen Herausforderungen, sei es durch den Ein satz von Künstlicher Intelligenz, den Fachkräftemangel oder die sich ständig verändernde Weltwirtschaft.

Der SVC möchte auch in Zukunft eine Plattform sein, auf der genau solche Themen offen angesprochen werden können. Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch zwischen Unternehme rinnen und Unternehmern, die ihre Erfahrungen teilen und von einander profitieren. Genau dieser Dialog macht das SVC Netz werk aus und bringt immer wieder neue Denkanstösse.

Feierlicher Höhepunkt in Bern

Am 24. August 2026 feiert der SVC in Bern sein 25 jähriges Ju biläum. Mitglieder, Partner und Gäste kommen zusammen, um gemeinsam auf die vergangenen Jahre anzustossen und den Moment zu würdigen.

Der Anlass zeigt, wofür der SVC seit 25 Jahren steht: Menschen vernetzen, Unternehmertum stärken und Impulse für die Zukunft der vielseitigen Schweizer KMU Landschaft setzen. In feierlicher Atmosphäre wird deutlich, wie viel durch diesen Austausch be reits entstanden ist und wie viel mehr daraus noch entstehen kann.

Veröffentlichung in Partnerschaft mit

SVC – Swiss Venture Club Bernapark 28 | 3066 Stettlen www.svc.swiss | info@svc.swiss

Blick auf die Bühne des Prix SVC Ostschweiz
Quelle SVC

Events

24. August 2026

SVC Mitgliederversammlung 2026

Festhalle Bern CUBE, Bern

SVC – Swiss Venture Club | www.svc.swiss

27. August 2026

KMU Fachforum 2026

Heuboden, Holzhäusern/Rotkreuz ZG topsoft & Digitalrat | www.kmu fachforum.ch

Jetzt zum Spezialpreis Ticket lösen:

CHF 200 statt CHF 245 mit dem Code: topsoft www.kmu-fachforum.ch

27. August 2026

Entirely Ecosystem Forum Zurich HWZ, Zürich

Entirely AG | www.entirely.com/de/entirely ecosystem forum

2. September 2026

Zucchetti Forum Schweiz 2026

Widenmoos, Reitnau

Zucchetti Switzerland SA | www.zucchetti.com/de/forum

8. – 10. September 2026

CH Open Workshop-Tage

OST Ostschweizer Fachhochschule, Rapperswil CH Open | www.workshoptage.ch

18. September 2026

WI-Update – Fachtagung der Wirtschaftsinformatik

Campus Gleisarena FFHS, Zürich

VIW – Wirtschaftsinformatik Schweiz | my.viw.ch/wi update

Änderungen bleiben vorbehalten

Details und weitere Veranstaltungen: www.topsoft.ch/events

Senden Sie Ihre Veranstaltungshinweise an: redaktion@topsoft.ch

Redaktionsprogramm 2026

Themenschwerpunkte im zweiten Halbjahr 2026

– Systeme für E‑Commerce & Digital Marketing

– Business Automation: Prozesse & Finanzen – Infrastruktur, Security & Operations

Marktübersichten: E‑Commerce & PIM, Digital Marketing, CRM, BPM, Workflow, Low Code, Buchhaltungssoftware

Die Schwerpunkte für das Redaktionsjahr 2027 veröffentlichen wir im Herbst.

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Titelbild topsoft

Seiten 2/3 topsoft

Seite 10 Swiss Infosec AG

Seite 23 zVg Opacc Software AG

Seite 26 Urs Prantl

Seite 27 zVg braintec

Seite 34 zVg bambit ag

Seite 39 zVg bambit ag

Seite 42 Mika Léon Müller

Seite 55 zVg soxes AG

Seite 59 Proced

Seite 66 Work ID AG

Seite 71 Susanne Mader

Seite 79 Jenny Ackeret

Seite 80 KMU Fachforum

Seite 82 zVg informatics solutions ag

Seite 82 zVg Balmer Etienne AG

Seite 83 zVg Batix Schweiz AG

Seite 88 zVg SVC Swiss Venture Club

Druck

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KMU Fachforum

Next Generation! Erfahrung teilen und Zukunft gestalten.

Der Netzwerk-Anlass für Schweizer KMU

Donnerstag, 27. August 2026

13:30 Uhr bis 18:30 Uhr anschliessend Nachtessen und Netzwerken

Heuboden, Holzhäusern | Rotkreuz

Tickets für CHF 200 statt CHF 245via QR-Code oder mit Rabattcode topsoft auf kmu-fachforum.ch

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