ST. PETER-ORDING und EIDERSTEDT
Ausgabe
1/2018
GESUNDHEIT · STÜCK VOM GLÜCK · SPO KLART AUF! · AUF EIDERSTEDT · STRANDKORBLEKTÜRE
Editorial, Inhalt, Impressum
Alles unter einem Dach
Liebe Leserinnen und Leser, der Frühling ist startklar – das merken wir hier oben im Norden an der typisch frischen Frühjahrsbrise und den Osterglocken, die uns überall am Straßenrand mit ihren gelben Blütenköpfen begrüßen. Und dann hält die Eiderstedter nichts mehr in ihren Katen und Häusern. Die Schäfer treiben die kleinen Osterlämmer auf die Deiche und Fennen, überall wird geputzt und gewerkelt, entstaubt und vorbereitet – damit wir Ihnen wieder eine tolle Saison bieten können. Und mitten im Frühlingsaufbruch waren wie immer unsere fleißigen Themensucher und Schreiberinnen unterwegs, die für Sie die schönsten Frühlingsblumen unter allen interessanten Neuigkeiten gepflückt haben. Sie haben gemeinsam mit St. Peter-Ording aufgeklart und ein persönliches Detox-Programm
KOCH & CO. FERIENDOMIZILE GMBH
im Gesundheits- und Wellness-Zentrum für Sie getestet. Jetzt sind Sie aber dran: Begleiten Sie ein Liebespaar zum Altar, das sich nach über 30 Jahren wiedergefunden hat und auf dem Westerhever Leuchtturm endlich heiraten konnte und genießen Sie im Deicheck Café ein essbares Stück vom Glück. Finden Sie mit uns heraus, wie herrlich Oma Ernas Bottermelksupp mit rauchiger Mettwurst schmeckt und wo Sie nachhaltig produziertes Eiderstedter Fleisch von bester Qualität kaufen können. Oder machen Sie doch einen Ausflug an die Schlei und erleben Sie, wie die Wikinger gelebt und gespeist haben. Begleiten Sie die kleine Lilly auf Ihren Abenteuern in St. Peter-Ording, die überhaupt kein Problem damit hat, dass das Wetter auch mal „mittelmäßig“ ist. Bei gutem Wetter ist sie natürlich am liebsten
draußen und besucht mit ihrer Familie eine von den ganz vielen Veranstaltungen für kleine und natürlich auch für große Gäste. Es gibt also wieder viel zu entdecken in unserem neuen MAGAZIN – jetzt im Zeichen der Nachhaltigkeit auf Naturpapier gedruckt! Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, sonnige Frühlingstage mit dem ersten Open-AirCappuccino im Strandkorb hier bei uns auf Eiderstedt oder im Gartenstuhl bei Ihnen Zuhause. Herzlichst, Ihre
Auch im Abo erhältlich, siehe unten.
Madlen Höfs Redaktionsleitung
Inhalt
Koch & Co. Feriendomizile GmbH Badallee 9 · 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/478879 urlaub@koch-spo.de www.koch-spo.de
Schneider Immobilien GmbH Badallee 9 · 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/4787447 info@schneider-immobilien-spo.de www.schneider-immobilien-spo.de
Schneider & Kähler Bau GmbH Badallee 9 · 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/4787447 info@schneider-immobilien-spo.de www.schneider-immobilien-spo.de
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TZ & SPO aktuell
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Wellness & Beauty
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Unter neuer Flagge
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Gesundheit
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SPO klart auf!
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Nachhaltigkeit schmeckt
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Nationalpark Wattenmeer
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Auf Eiderstedt
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Wellness-Kalender
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Schöne Dinge & Meer
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Stück vom Glück
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SP-Om
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Der MAGAZIN-Ausflugstipp
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Kein Zufall
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Kinderkram
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Frühstückstipp
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Veranstaltungen
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Schnappschuss
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Strandkorblektüre
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Foto: Oliver Franke
Familienrezepte
42 Foto: Ostseefjord Schlei GmbH/Matzen
Wo Qualität, Vertraulichkeit und Sicherheit zu Hause sind, ist jeder Traum bestens aufgehoben. Planung, Bau und Vertrieb individueller Immobilien, Vermietung schönster Feriendomizile sowie sorgfältige Betreuung der Objekte kennzeichnen die Vielfalt unserer Leistungen. Solides Fachwissen, langjährige Erfahrung im Markt und ein aufmerksamer Kundenkontakt sind Grundlagen unserer Tätigkeit. Wir sind angetreten, um bleibende Werte zu schaffen, sei es in Sachen Immobilien oder beim Thema Erholung.
Besondere Betten
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Foto: Martin Kunze
SCHNEIDER & KÄHLER BAU GMBH
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Foto: Familie Mückschel
SCHNEIDER IMMOBILIEN GMBH
Editorial, Inhalt, Impressum
Herausgeber, Konzept, Layout: Callies GmbH, Neustädter Straße 14 – 16, 23743 Grömitz, Telefon 04562/266739, www.callies-kommunikation.de Redaktionsleitung und Anzeigenverkauf: Madlen Höfs, Callies GmbH, Telefon 04562/266739, madlen.hoefs@callies-kommunikation.de Grafische Umsetzung: www.profirepro.de Texte: Sabine Schlüter, Andrea Keil, Detlef Arlt Druck: Möller Druck und Verlag GmbH, Ahrensfelde Auflage: 25.000 Exemplare Titelfoto: Ralf Wilken/www.ralfwilken.com Das MAGAZIN, alle darin enthaltenen Abbildungen und Beiträge sowie die gestalteten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt. Abdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Das MAGAZIN kommt auch zu Ihnen nach Hause. Unter folgendem Link haben Sie die Möglichkeit, sich unser dreimal im Jahr erscheinendes Heft als Abo zu bestellen: http://www.st-peter-ording.de/reiseservice/prospekte/magazin.html oder Sie rufen uns an. Telefon 04562/266739
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Besondere Betten
Alles eine Frage der Fata Morgana?
Hoch hinauf bis in den 13. Stock fährt man, bis es nicht mehr weitergeht. Öffnet eine geheime Tür und erklimmt dann noch die letzte Treppe zu Fuß. Denn nachträglich ist das Penthouse in dem höchsten Haus der Straße errichtet worden, einem Bau der 70er Jahre – mitten im Ortsteil Bad. Von außen eher unscheinbar, vermutet man nicht, was sich on top abspielt. Oben auf dem Dach, wo Astrid Lindgrens „Karlsson“ mit seinem schnurrenden Propeller auf dem Rücken bequem hätte landen können, um ein paar frische Frikadellen von den Tellern der Gäste zu stibitzen. Die auf der Terrasse gesessen und der sonntäglichen Blaskapelle gelauscht hätten. Welche der einstige Besitzer Friedhelm Busch zu sich hoch einlud, um sich musikalisch und partymäßig noch ein bisschen was zu gönnen.
jener Balkon ist von jedem Zimmer durch große Fenster zu erahnen und umläuft die gesamte Etage. Auch wenn die Wohnung nur die Hälfte des Dachgeschosses umfasst, ist es doch möglich, einen Rundumblick zu genießen. Links der Böhler Leuchtturm und das Eidersperrwerk Richtung Tönning, geradeaus Bad, rechts der weitläufige Ordinger Strand, dahinter der Westerhever Leuchtturm, hinter einem das flache, fruchtbare Eiderstedter Land bis Husum. Bei guter Sicht erkennt man die Silhouette von Helgoland – cirka 40 km entfernt – und Cuxhaven, was auf der anderen Seite der Elbmündung liegt. Sogar Mittelplate lässt sich erahnen,
eine schon in die Jahre gekommene Hochseebohrinsel. Bei sehr, sehr guter Sicht erscheint einem sogar der Jadebusen. Oder ob das Einbildung ist, mehr eine Art Fata Morgana? Wer weiß das schon so genau. Ja, von dieser zentralen Aussichtsplattform, von der aus man alles sieht, aber nicht gesehen wird, kann man erspähen, welche Gäste in einer halben Stunde zu Besuch kommen und wie das Wetter morgen wird. Keine Einbildung, sondern auf jeden Fall real: Hier draußen ist ein morgendlicher Gruß bei Sonnenaufgang möglich und ein abendlicher Wein bei Sonnenuntergang, sommerliches Brutzeln auf den Liegen und winterliches Vergnügen mit Rangblick auf das Silvesterfeuerwerk. Den Wind, ach wo, lässt man einfach hinter einer Terrassenecke zurück! Sollte es draußen einmal ungemütlich zugehen, richtet man es sich drinnen behaglich ein. So kann man in der eigenen Skyscraper-Sauna schwitzen, auf den Fitness-Trainern im Stillstand flitzen und ruhigen Mutes den Naturgewalten zusehen. Die Flachbildfernseher schaffen sich fast selber ab, gibt es doch keine direktere Sicht in die nahe und weitere Ferne als diese. Andrea Keil
PENTHOUSE HORIZONTE buchbar über: Appartementvermittlung Loerke Amtmann-Dircks-Straße 16 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/4141 www.sanktpeter-ording.de
Foto: Dirk Spiegel
Auf just diese Terrasse zieht es einen auch heute noch magisch hinaus. Sobald man sich in der mutigen Mischung aus original 70er Jahre Stil – schicke Kassettenwand aus Holz und Klingel im Eingangsbereich, graues Furnierdesign im Wohnbereich – und heutigem Zeitgeist umgeschaut hat. Denn eben-
Foto: Dirk Spiegel
Foto: Dirk Spiegel
Einfach himmlisch!
In unserer Reihe Besondere Betten stellen wir exklusive Übernachtungsmöglichkeiten vor, die sich durch eine besondere Atmosphäre auszeichnen, durch das große Ganze wie das gewisse Etwas. So haben wir weiter für Sie gesucht und sind – neues Jahr, neues Bett! – wie immer fündig geworden: Ein Luxuspenthouse für sechs Personen mit Fernsicht! 4
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Wellness & Beauty
Ohne Ballast in den Frühling Beauty-Behandlung Frühlingsangebot: Detox für das Gesicht Bei der Gesichtsbehandlung im Beauty-Zentrum wird ebenfalls die Wirkung von Meerwasser, Meersalz und Algen für den Detox-Effekt genutzt. Dazu werden Produkte von Biomaris verwendet. Die Behandlung beginnt mit einer Salzkompresse, Mineralien und Spurenelemente gelangen so in die Haut und binden Giftstoffe. Eine Super Rich Ampoule mit Q10 gibt der Haut anschließend Feuchtigkeit, regt die Zellerneuerung an, mindert Falten und verbessert die hauteigene Elastizität. Foto: Oliver Franke
Detox in SPO
Foto: iStock.com/PeopleImages
bekämpfen freie Radikale. Zudem regulieren sie die Talgdrüsenfunktion und können die Zellerneuerung fördern. Im Rahmen einer Meeresalgen-Entschlackungspackung wird der Körper mit einer wirkstoffreichen Creme bedeckt und mit einer weichen Folie eingewickelt. Die pflegenden Substanzen der Packung können sich optimal entfalten.
Dem Wiedererwachen der Natur im Frühjahr kann sich kaum jemand entziehen. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen bringen neuen Schwung und frische Energie. Und sie bieten eine gute Gelegenheit, sich mit einem persönlichen Detox-Programm zu befassen.
Die Packung stimuliert den Stoffwechsel,
Die Lichtzufuhr steigt und mit ihr die Glückshormone, Frühlingsgefühle inspirieren zu Veränderungen. Gern steht da das Thema Gesundheit auf dem Programm. Detox bzw. Entgiftung ist das Stichwort, das oft im Zusammenhang mit der Bewältigung von Stress und schädlichen Umwelteinflüssen fällt. Bewegung, frische, ausgeglichene Ernährung und Entspannung sind die Gegenmittel der Wahl – auch, um den Winter mit manchmal ungesunder Kost und vielen Sofastunden hinter sich zu lassen. Zur Unterstützung und Ergänzung dieser persönlichen Frühjahrsprogramme bieten das Gesundheits- und Wellness-Zentrum und das Beauty-Zentrum in der DÜNEN-THERME verschiedene Anwendungen an. Hilfreich sind übrigens auch Sauna-Besuche.
Wohlfühlzeit: 20 Minuten
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Wellness-Behandlungen Detoxing Massage Entschlackung, Regeneration und Revitalisierung hat die Detoxing Massage im Gesundheits- und Wellness-Zentrum zum Ziel. Mit ausleitenden Massagen regt sie zunächst den Lymphfluss an, baut Stauungen und Schwellungen im Körper ab und fördert den Stoffwechsel. Im Anschluss folgt eine durchblutungsfördernde Ganzkörperbehandlung mit Massage-Cups. Besondere Öle mit Edelweiß- und Perlmuttextrakten reinigen die Haut und führen ihr Mineralien zu. Neben der Entschlackung ist das Ergebnis eine schöne elastische Haut.
Meerwasser-Wannenbad Die reinigende und heilende Wirkung von
tend, sondern auch straffend.
Wohlfühlpreis: 29,00 Euro
Wohlfühlzeit: 20 Minuten Wohlfühlpreis Single: 30,00 Euro Wohlfühlpreis Duo: 56,00 Euro
Wohlfühlzeit: 60 Minuten Wohlfühlpreis: 65,00 Euro Sabine Schlüter
INFORMATIONEN & ANMELDUNG Gesundheits- und Wellness-Zentrum Maleens Knoll 2 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/999-124 www.st-peter-ording.de
Meerwasser ist seit Jahrhunderten bekannt. Es steigert jedoch auch das allgemeine Wohlbefinden und sorgt für ein klareres Hautbild. Im Frühjahr kann es also den Prozess der Regeneration unterstützen. Ein Klassiker im Gesundheits- und Wellness-Zentrum ist für diesen Fall ein harmonisierendes Meerwasser-Wannenbad. Wohlfühlzeit: 20 Minuten Wohlfühlpreis: 22,00 Euro Meeresalgen-Entschlackungspackung
Wohlfühlzeit: 60 Minuten Wohlfühlpreis: 76,00 Euro
wirkt nicht nur entschlackend und entgif-
Serail Im Dampfbad des Gesundheits- und Wellness-Zentrums, dem Serail, kommt ein reinigender Heilschlamm aus Heilkreide, St. Peter-Ordinger Schlick und Salz zum Einsatz. Er wird als Packung auf den Körper aufgetragen und trocknet zunächst in der warmen Luft. Im Kräuterdampf weicht er wieder auf und wird als Ganzkörperpeeling einmassiert. Dies durchblutet und reinigt die Haut und regt außerdem den Stoffwechsel an.
Es folgt eine Detox-Massage: Dabei wird mit Bürstchen ein „Power Ocean Gel“ eingearbeitet. Das Gel, das für Entgiftung und Entschlackung sorgt, wird aus getrockneten Algen und Meerestiefwasser angerührt. Den Abschluss bildet die reichhaltige Tagespflege Super Rich Cream mit Detox-Wirkung.
Algen wirken entschlackend, schützen die Haut vor negativen Umwelteinflüssen und
Lust auf
spanische
Leckereien? Die spanische Seite von St. Peter-Ording Küche | Mo. - Sa. 17:00 - 21:00 Uhr Rungholtstieg 7 | St. Peter-Ording | Tel. 04863 4786200 www.strandburgstpeterording.de 7
Gesundheit
Trainieren mit Dünenblick
Wer den neuen Schwung des relativ jungen Jahres nutzen möchte, schreibt sich am besten gleich die Programme Fit & Fun und/oder Stretch & Relax in der Work-Life-Lounge des Gesundheitsund Wellness-Zentrums in den Kalender. Im vergangenen Winter hat das Gesundheits- und Wellness-Zentrum im eigenen Haus professionelle Trainer-Schulungen organisiert und damit die Anzahl der Trainerinnen und Trainer nochmals aufgestockt. Sie übernehmen die Regie in den jeweils einstündigen Trainingsrunden, die das Gesundheits- und Wellness-Zentrum Inhabern der Gästekarte dienstags und freitags kostenlos anbietet. Die Trainings finden in der Work-Life-Lounge statt – einem Raum mit besonderem Flair und Dünenblick. Fit & Fun
Foto: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Foto: StrandGut Resort/www.mamo-photo.de
Fit in den Frühling
erreichen. Dies sind einerseits sportmotori-
Stretch & Relax
sche Fähigkeiten wie Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination und andererseits die allgemeine Stärkung der körperlichen Kraft. Das ausgewogene Ganzkörpertraining eignet sich für jede Altersgruppe und fokussiert sich hauptsächlich auf die Po,- Bein,Rumpf- und Bauchmuskulatur, bezieht aber auch die Armmuskulatur mit ein. Jede Trainingsstunde beginnt mit dem Aufwärmen und dem „Aktivieren“ des Körpers, um ihn auf die kommenden Übungen vorzubereiten. In der Hauptphase wird die Intensität der einzelnen Übungen in vier Stufen von leicht bis schwer gesteigert. Jeder Teilnehmer kann jedoch entscheiden, welcher Schwierigkeitsgrad für ihn am besten geeignet ist und damit Über- oder Unterforderung vermeiden. Beim abschließenden Cool Down entspannt sich der Körper, der Puls wird wieder gesenkt. Leichte Dehnübungen am Ende runden das Training ab.
Kraft- und Entspannungsübungen
Denn mit einem gewissen Fun-Faktor lassen
Dienstag 9 – 10 Uhr Gesundheits- und Wellness-Zentrum kostenlos mit Gästekarte,
sich die Ziele des Trainings am leichtesten
keine Anmeldung erforderlich
sundheits- und Fitnesstraining Fit & Fun.
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Lebendig und entspannend gestaltet sich das Training Stretch & Relax. Sein Ziel ist, Verspannungen zu lösen und Kraft zu stärken sowie die physische Beweglichkeit und
INFORMATIONEN & ANMELDUNG Gesundheits- und Wellness-Zentrum Maleens Knoll 2 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/999-124 www.st-peter-ording.de
Erleben Sie Thalasso hautnah! Seit mehr als 80 Jahren steht BIOMARIS für „Gesundheit & Schönheit aus dem Meer“.
das körperliche Wohlbefinden zu steigern. Das ausgleichende Ganzkörpertraining richtet sich ebenfalls an alle Altersgruppen. Es verbindet Dehnung und Entspannung in einem ausgewogenen Mix. Mobilisierung und Regeneration stehen im Mittelpunkt
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der sanft-fließenden Abläufe mit Atemübungen und Entspannungselementen. Zum Einsatz kommen Mobilisierungs- und Dehntechniken sowie Techniken aus der Progressiven Muskelentspannung und der Atemtherapie.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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Freitag 9 – 10 Uhr Gesundheits- und Wellness-Zentrum
Ausdauer und Kräftigung mit viel Spaß Spaß spielt eine große Rolle bei dem Ge-
mit Stretching
Work-Life-Lounge Der Trainings- und Wohlfühlraum im Gesundheits- und Wellness-Zentrum bietet ein besonders freundliches und schönes Ambiente sowie über große Panoramafenster den unverstellten Blick in die Dünen und Salzwiesen. Auch das StrandGut Resort nutzt den Raum für Veranstaltungen und Kurse.
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Sabine Schlüter 9
Schöne Dinge und Meer
Wohliges Frühlingserwachen
Klein – fein – sei mein!
Entspannung pur
Wenn diese Zeilen geschrieben werden, ist noch nichts von Anette Gundlachs neuem Projekt zu sehen. Doch zu Ostern sollte die kleine Schwester der Offizine auf der Welt sein. Man kann gewiss sein, dass der neue Laden von Anette Gundlach ein ebensolches Schmuckstück sein wird wie die anderen auch. Denn was sie anpackt, macht sie richtig. Ganz und gar durchdrungen von gestalterischem Willen, weiß die diplomierte Innenarchitektin einfach, was gut aussieht. Da die Räume, die sie von Irene Freise übernimmt, sehr klein sind, hat sie sich ein neues Kon-
Wohlfühlzeit: 60 Minuten Wohlfühlpreis Single: 48,00 Euro Wohlfühlpreis Duo: 88,00 Euro
Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und eine erfrischende Nordseebrise durchs Haar fährt, hält uns nichts mehr in der Wohnung. Wir wollen um jeden Preis zum Strand. Und da müssen eine Menge Dinge mit: Für den perfekten Strandtag braucht es einen Bikini, ein Buch, ein Strandtuch, ein Dies und ein Das. Um alles problemlos zu verstauen, hat Henning Richter eine kleinere und eine größere S.P.O.-Tasche mit Möwe
Sand doch stark an den Taschen nagen. Passend zur trendigen Tasche hat er das neue Design auch auf Damenpullover, Dreieckstücher, Hoodies und Softshellmäntel drucken lassen. Wer den Schriftzug nicht will, für den lässt er einfach nur Möwen fliegen: In nordischem Weiß, Blau und Grau jagen sie himmlisch über Mützen und Jacken. Andrea Keil
anfertigen lassen: Groß und fett prangt nun das Logo auf den oliv- und khakifarbenen Baumwolltaschen, deren Stoff ein bisschen wie ein in die Tage gekommenes Zelt aussehen; innen gestreift und mit abschließbarer Tasche, außen feste Ledergriffe zum Tragen. Praktisch und robust, weil Sonne, Salz und
MODE RICHTER Im Bad 30 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/95226 www.mode-richter.de
Wohlfühlzeit: 30 Minuten Wohlfühlpreis: 51,00 Euro
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Sabine Schlüter
für eine kleine Überraschung (1 Gutschein pro Person)
April und Mai 2018 – Fruchtige Früchte Ein duftiges Erlebnis, das man auch zu zweit genießen kann, ist das Wellness-Angebot der Monate April und Mai. Im Serail, dem Dampfbad des Gesundheits- und Wellness-Zentrums, wird ein Peeling aus feiner mineralischer Erde, Fruchtpulver, Mineralien und feuchtigkeitsbindenden Substanzen aufgetragen und macht die Haut samtig weich. Im Anschluss rundet eine kurze Ölmassage zur Entspannung und Regeneration die Anwendung ab.
Juni 2018 – Leichte Beine Die Entstauung, Entschlackung und Entgiftung müder Beine stehen im Zentrum des Monatsangebots im Juni. Das Geheimnis der Anwendung ist die warme Stempelmassage „Slim Line“ mit entschlackender, entgiftender und durchblutungsfördernder Olivenseife in Kombination mit einem Frischekick durch eine Massage mit Fresh-upÖl und Abkühlung mit gecrushtem Eis.
Henning Richter macht es einfach Spaß, neue Designs zu entwerfen. Und weil er den Ort so sehr mag wie seine Kunden, hat er ein neues Logo entworfen, in dem er S.P.O verewigt hat.
Foto: Martin Kunze
Foto: Oliver Franke
Dusche löst abgestorbene Zellen und reinigt die Haut. So ist sie bestens auf die folgende Entschlackungspackung vorbereitet, die den Stoffwechsel aktiviert und entgiftend wirkt. Den Abschluss bildet eine Ganzkörpermassage mit einem Duftöl der Wahl. Wohlfühlzeit: 60 Minuten Wohlfühlpreis: 65,00 Euro
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OFFIZINE Im Bad 38 a 25826 St. Peter-Ording Telefon 04862/2016630 www.offizine.de
Echt hip – echt Tasche!
Alles neu macht das Frühjahr, das sich immer wieder als ideale Jahreszeit entpuppt, etwas Neues auszuprobieren. Zum Beispiel die attraktiven Wellness-Monatsangebote im Gesundheits- und Wellness-Zentrum. März 2018 – Thalasso Relax Alle „Zutaten“ für Thalasso-Anwendungen liegen in St. Peter-Ording direkt vor der Haustür. Unter dem Titel Thalasso Relax kann man im März testen, wie erfrischend sie wirken. Ein Meersalzpeeling unter der
zept überlegt – etwas, was dazu passt: Der Boden soll estrichfarben gestrichen sein, flache Regale hoch hinauf bis zur Decke. Setzkastenmäßig stehen in ihnen all die hübschen kleinen Dinge, die man locker in jede Badetasche stecken kann: Kleine Booklets beispielsweise, Stifte, Mäppchen, Lederaccessoires und, wenn man keine Tasche dabei hat, auch die. Natürlich wird Anette Gundlach sich wieder auf die Suche nach kleinen Labels begeben und sie mit eigenen und regionalen Produkten ergänzen. Für Lampen, Möbel und Mode ist hier leider kein Platz. Aber die kann man ja bei den „großen Schwestern“ in St. Peter-Bad und Garding finden. Andrea Keil
Foto: Anette Gundlach
Wellness-Kalender
www.nordseebaer.de 11
Stück vom Glück
Deicheck-Torte mit Eierlikör und weißer Schoko ladensah
Zutaten
Foto: Detlef Arlt
Ein gutes Stück Torte ist nicht einfach ein kalorienreiches Backwerk. Es ist ein Stückchen Himmelreich, direkt aus dem Paradies – und wenn es so köstlich gemacht ist, wie die Eierlikörtorte von Dagmar Jensen vom Deicheck Café in St. Peter-Dorf, dann wähnt man sich im siebten Himmel der Backkunst. Zumal, wenn man das Tortenstück unter einem riesigen, glitzernden, venezianischen Kronleuchter genießt.
ne
für den Schoko-Bisk uitboden 120 g Zucker 100 g Mehl 30 g Backkakao 20 g Speisestärke (Monda min) 10 g Backpulver 4 EL Orangensaft 4 Eier
Und so geht’s:
Tortenträume unterm Kronleuchter
Foto: Detlef Arlt
Rezept Tipp
für die Füllung 850 g Schlagsahne 100 ml Eierlikör 27 g Sahnesteif 30 g Zucker 2 EL Johannisbeergelee 1 EL Schokoraspel 8 gehäufte Teelöffel we iße Trinkschokolade (weißes Kakaopulver)
Dieser Kronleuchter ist der Wahnsinn. Das Prachtstück war schon immer der Traum von Dagmar und Stefan Jensen, die das Deicheck Café am 27. Dezember 2016 in einem total sanierten, ehemaligen Wohnhaus von mindestens 1776, direkt hinter dem alten Deich im Ortsteil Dorf eröffnet haben. „Wir haben die Innenräume sozusagen um den Kronleuchter herumgebaut“,
erzählt Dagmar Jensen. „Er war praktisch die Grundidee unseres Cafés.“ 2015 haben die Jensens das altehrwürdige, ehemalige Ferienhaus entdeckt, konnten es kaufen und haben es gemeinsam mit ihrem Architekten neu aufgebaut. Das Prachtstück aus Muranoglas kam in Hunderten von Einzelteilen direkt aus Venedig. Die Jensens haben es in mühevoller Puzzlearbeit, nur anhand eines Fotos zusammengebaut und von den Handwerkern sicher verankert anbringen lassen. Über 20 Jahre hatten sie „Jensens Hotel Tannenhof“ im Ortsteil Bad geführt, mit dem Deicheck Café haben sich die Jensens jetzt ihren persönlichen Traum erfüllt. Denn Dagmar Jensen ist leidenschaftliche Bäckerin. In der Hochsaison backt sie an Spitzentagen bis zu 20 Torten und Kuchen in ihrer großzügigen Profiküche, ihr Mann Stefan steht ihr als Barista, Tresenchef und Apfelschnibbler zur Seite. Gemeinsam haben die beiden gebürtigen Westfalen mit Gardinger Wurzeln (daher
der Name) die Inneneinrichtung geplant und ausgesucht – der Gastraum ist großzügig und doch urgemütlich mit bequemen Polstern in Curry und Bordeaux eingerichtet, es ist einfach schön. Doch kommen wir zum Wesentlichen: Friesentorte, Buchweizenbiskuit, Apfelkuchen, mit und ohne Gluten oder Laktose, sogar vegan, Dagmar Jensen macht sie alle selbst, bekannte Rezepte werden variiert, sie probiert immer wieder Neues aus. Die quietschgrüne Waldmeister-Käsesahnetorte zum Beispiel oder ihre Mohnkuchenvarianten – Sie werden sie lieben! Heute backt sie für uns ihre ganz eigene „Deicheck-Torte“, ein weiterer Star unter dem Kristalllüster, den es so nur bei ihr gibt. Detlef Arlt
DEICHECK CAFÉ Dorfstraße 1 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/9509939 www.dastejensen.de/deicheck-cafe Öffnungszeiten Donnerstag bis Dienstag 13 – 18 Uhr Mittwoch Ruhetag
Boden: Eier, Zucker und Orangensaft schaumig schlagen, Mehl, Backpulver, Stärke und Kakao vermischen, portionsweise auf den Ei-Zuckerschaum geben und unterheben. Den Teig in eine gefettete Springform (26 cm Durchmesser) geben und bei 160 Grad Umluft ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen. Füllung: Den Schoko-Biskuitboden waagerecht in zwei Hälften schneiden, den unteren Boden mit Johannisbeergelee bestreichen. Die Sahne mit dem weißen Schokoladenpulver mischen und mit Zucker und Sahnesteif aufschlagen. Die Hälfte der Sahnemasse auf den unteren Boden geben. 50 ml Eierlikör aufgießen und verteilen. Den zweiten Boden auflegen und den Rest der Sahne darauf verstreichen. Die zweiten 50 ml Eierlikör als „Spiegel“ darauf gießen und verteilen. Ca. 2 Stunden kühlen, damit der Eierlikör fest wird. Danach mit Schokoraspeln verzieren.
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SP-Om
Foto: Andrea Keil
Biegsam und befreiend!
Yoga im StrandGut Resort – es atmet dich Der Yoga-Plan verspricht, dass die Kurse für Anfänger und Erfahrene gleichermaßen geeignet seien. Und so melde ich mich als eher blutige Anfängerin für den Abendkurs „Regeneratives Yoga, inklusive progressiver Muskelentspannung“ an. Ein wenig aufgeregt betrete ich den Raum, unsicher, ob ich denn die verschiedenen Verbiegungen werde mitmachen können. Hier begrüßt mich die fröhlich strahlende Yoga-Lehrerin Claudia, frisch aus Essen in St. Peter-Ording angelandet. Der Raum – eher ein Saal – ist eine Wucht: Ein warmer Holzfußboden läuft auf bodentiefe Fenster zu, die einen direkten Blick auf Dünengras und die dahinter gelegene Nordsee freigeben. An den Wänden leuchten Kerzen, die die warme Atmosphäre des Raumes unterstreichen. Ich fühle mich so wohl, dass ich am liebsten gleich zum Tee greifen würde, der auf dem eigens parat gestellten Tisch steht, Wasser und 14
Personal Yoga Trainerin – individueller geht es nicht Gut, dass es heute noch mehr Yoga-Nahrung gibt. In der Hotellobby treffe ich die sympathische Raika Lorenzen, sie ist ausgebildete Gymnastiklehrerin und Tänzerin. Schon als Jugendliche hat sie sich Yoga autodidaktisch beigebracht und später professionell weitergelernt. Ansonsten kennt sie sich in Techniken wie New Dance und Body
Mind aus und ist in der Lage, den Körper ihres Gegenübers zu lesen. Meinen auch, schießt es mir durch den Kopf! Und richte mich sofort schnurgerade auf, was natürlich nicht unbemerkt bleibt. Ähnlich wie mit mir geht Raika in einem Erstgespräch auf ihr Gegenüber ein, fragt nach, ob und welche Beschwerden vorliegen und welche Bewegungen in der Kindheit Spaß gemacht haben. Hatha Yoga ist nur ein Aspekt ihres Angebotes, sie bietet auch Nordic Walking, funktionelles Training mit Muskelaufbau, Stretching und Pilates an. Weil das Wetter heute durchgehend schlecht ist, gehen wir nicht an den Strand, sondern in mein Hotelzimmer. Schieben Stühle und Tisch beiseite, rollen die mitgebrachten Matten aus und legen los. Feinfühlig geht sie auf mich als Neuling ein, gefährdet und überfordert mich
nicht und bietet Alternativen an, falls ich an meine Schmerzgrenzen komme. Dummerweise merke ich selber, dass meine Muskeln irgendwie verkürzt sind. Kommt das etwa vom vielen Sitzen? Bei den Übungen bietet Raika innere Bilder an, ich stelle mir mein Brustbein als Korken vor, der auf dem Wasser treibt und meine Wirbelsäule als Perlenkette. Ihr geht es darum, die Bewegungen vom Leistungsgedanken zu befreien, sich einfach glücklich zu bewegen – so wie ihre Website ja auch heißt. Dann muss ich leider los zum nächsten Termin. Doch zurück bleibt die Erfahrung eines glücklichen Starts in den Tag. Andrea Keil
YOGA IM STRANDGUT RESORT Für Hotelgäste kostenfrei, alle anderen zahlen 8,00 Euro, Einzelcoaching möglich. Anmelden bitte unter: Telefon 04863/99990 www.strandgut-resort.de/yogakurse PERSONAL YOGA TRAINING – UND ANDERE BEWEGUNGSANGEBOTE Raika Lorenzen Telefon 04863/9504299 www.gluecklichbewegt.de
Dreilanden 1
St. Peter-Ording
Dreilanden 1, 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/4788215 www.strandhaus-stpeterording.de
Öffnungszeiten ab 01. April: Mo. bis Fr. 10 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr, Sa. 10 – 13 Uhr, außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar unter 0170/4855485
Foto: Andrea Keil
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Yoga in den letzten Jahren zum Breitensport der Deutschen avanciert ist. Ein Blick in das Volkshochschulprogramm lässt es vermuten: Yin Yoga, Hatha Yoga, Yoga und Meditation. Wie schön, dass man im Urlaub nicht darauf verzichten muss. Deshalb möchten wir im MAGAZIN mit einer neuen Yoga-Reihe starten und verschiedene Möglichkeiten vorstellen – im Selbsttest.
verlangt sie von den Teilnehmern nichts Unmenschliches. Sie geht individuell auf uns ein, wir gehen bis an unsere Grenzen, vielleicht noch ein bisschen darüber hinaus, weiter nicht. Im Abendkurs möchte Claudia uns das Herz öffnen, vom Tag regenerieren und, wie sie schmunzelnd sagt „schon fertig machen fürs Bett.“ Danke, liebe Yoga-Mutti! Am nächsten Morgen beim Morning Fit begrüßen wir gemeinsam den erwachenden Tag mit befreienden und reinigenden Sequenzen. Während wir uns dehnen und strecken und vom Sonnengruß ins Kind gehen, wird es draußen langsam heller. Und langsam erhellt es sich auch in uns. Heiter starten wir in den Tag, aktivieren unsere seelischen und körperlichen Kräfte, um uns danach am reich gedeckten Frühstücksbuffet zu laben. Während ich langsam auf den Geschmack komme.
Foto: Raika Lorenzen
Voll im Trend: Yoga
Obst dazu. Doch erst wollen wir ein wenig arbeiten. Und so konzentrieren wir uns auf unseren Körper und den Atem, gehen in die von Claudia vorgemachten Körperhaltungen Asanas und verbinden die Bewegung mit der Atmung, um somit unsere Lebensenergie Prana zu steuern. Es ist reine Übung, Körper, Geist und Seele zu harmonisieren, uns sel-
ber in eine Art Betrachterhaltung zu bringen und den alltäglichen Verstrickungen zu entziehen. Claudia ist glücklicherweise völlig undogmatisch: Auch wenn sie selber ein „Vollprofi“ in Hatha Yoga ist, in Indien gelebt, bei den Meistern gelernt und mitunter die philosophischen Schriften Bhagavad Gita und die Upanishaden studiert hat,
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Kein Zufall
Der Himmel war grau und regenverhangen, als ich aus dem trüb angelaufenen Fenster unseres Wohnmobils blickte. Mein Hochzeitstag, ein Tag, auf den wir uns so lange gefreut hatten, ein ganz besonderer Tag mit einer ganz besonderen Geschichte. Es war der 04. August. 37 Jahre vorher war ich als junge Frau im Zug Richtung St. Peter-Ording unterwegs gewesen, aus dem weit entfernten schönen Bayern. Meine Freundin Uli arbeitete als Betreuerin im evangelischen Jugenderholungsdorf und hatte mich eingeladen, sie ein paar Tage zu besuchen. Bald lernte ich Hans kennen, einen vollbärtigen, langhaarigen, sehr stillen Jungen. Bereits am zweiten Abend war es um uns geschehen und wir spazierten Hand in Hand über den Dünenweg im Dorf. Tags drauf fuhren wir auf der Rückfahrt von Friedrichstadt einfach dem Sonnenuntergang entgegen und entdeckten dabei zufällig einen großen, rot-weiß gestreiften Leuchtturm, mit zwei kleinen Häuschen links und rechts daneben. Wir liefen über den Stockenstieg und um den damals noch versperrten, mächtigen Leuchtturm herum. Hand in Hand ver16
Foto: Familie Mückschel
Vor nicht allzu langer Zeit erreichte die Redaktion die persönliche Geschichte von Bettina Mückschel und ihrem Mann. Wie sie sich einst in St. Peter-Ording gefunden, verloren und wiedergefunden hatten. Hier ist sie, in leicht gekürzter Form.
liebten wir uns mit einem ersten Kuss an diesem magischen Platz. Nie sollte ich diesen verrückten Jungen vergessen. Vor sechs Jahren entdeckte ich Hans zufällig auf einer Internet-Seite wieder. Der Rat, den ich für meinen erkrankten Vater suchte, war heute zu seiner beruflichen Aufgabe geworden. Wir nahmen Kontakt zueinander auf und erzählten uns bald in unzähligen E-Mails unser Leben. Einunddreißig Jahre später, es war so viel geschehen! Wir hatten beide eine Familie gegründet, so viel Unterschiedliches erlebt. Doch da war es wieder, dieses Gefühl einer ganz besonderen Verbundenheit, einer tiefen Energie. Und schon bald schrie-
ben wir, verliebt wie siebenunddreißig Jahre zuvor, wenn, ja wenn, wir beide noch einmal die Chance erhielten, dann würden wir zurückkehren. Ganze sechs Jahre gingen ins Land, wir kämpften, verloren uns, kämpften und drohten so manches Mal an Hürden zu zerbrechen. Doch zum Glück hatten wir ihn, unseren starken Freund und Begleiter durch alle Stürme, unseren Westerhever Sand. Und so kam der 04. August: Es regnete in heftigen Schauern, als ich in meine Jeans schlüpfte und meine Regenjacke überzog. Nicht einmal der Taxifahrer hatte Lust auf einen kurzen Plausch. Die Friseurin bog verspätet um die Ecke, der Hund hatte gekotzt, na mir war‘s auch schon danach, wenn ich an das herrlich weiße, bodenlange Brautkleid dachte. Zwei Stunden später sammelten mich meine Freundinnen Uli und Jutta am Wegrand auf. Ulis Handy klingelte: „Beeilt euch, wir müssen 30 Minuten früher am Leuchtturm sein, es gibt eine Springflut, dann findet keine Trauung mehr statt!“ Es war wie im Film: Mein Bräutigam brauste mit unserem Wohnmobil heran, ich sprang,
Ende gut alles gut!
seelenruhig lächelnde Leuchtturmwärter Geertsen führte uns in seiner unnachahmlichen Gelassenheit auf seinen Turm, wo wir auf der vierten Plattform eine warmherzige und fröhliche Trauungszeremonie erlebten; selbst der Standesbeamtin stahl sich angesichts unserer Geschichte ein Tränchen ins Auge. Am späten Nachmittag liefen wir gemeinsam mit unseren vier Freunden über den sandigen Holzsteg dem Meer entgegen, dorthin, wo sich St. Peter-Ording von seiner einzigartigen Seite zeigt, auf den Pfahlbau 54 Grad Nord, mit einem fantastischen Blick über den weiten, endlos scheinenden Strand und den Trubel eines Sommertages am Meer, voller bunter Farbtupfer aus Strandmuscheln und fliegenden Kites.
Foto: Detlef Arlt
Foto: Familie Mückschel
Foto: Foto:Familie AndreaMückschel Keil
Foto:stock.adobe.com/DOC Andrea Keil Foto: RABE Media
Ein Sommertag am Meer
soweit mein weißes Traumkleid es zuließ, hinein und so rasten wir aus St. Peter hinaus, als sich plötzlich hinter einer Kurve ein riesiger Lastzug über die Straße schob und ein weiteres Wohnmobil die schmale Straße endgültig blockierte. Auf meinen hilflosen Zuruf: „Tu doch was!“, sprang Hans aus dem Wohnmobil und brüllte verzweifelt die junge LKW-Fahrerin an: „Weg da, ich heirate!“ Wie durch ein Wunder schoben sich die beiden
Fahrzeuge zur Seite und unsere rasante Fahrt ging weiter. Knapp zehn Minuten später hielten wir quietschend neben der Kutsche der Familie Diercksen. Das Pferd scharrte beruhigend mit den Hufen und Frau Diercksen nahm mich in den Arm. Kurze Zeit später klapperten Paulis Hufe den Deichweg hinauf, während unsere Trauzeugen – dick eingepackt in Ölzeug und dem heftigen Gegenwind trotzend – fest in die Pedale traten. Der
Ganz in der Ferne, ich musste etwas blinzeln, blinkte ein Licht, und ich konnte ihn erkennen, unseren Freund am Meeressaum, weiß-rot und stolz. Und ich glaube, er blinzelte zurück, der im Herzen immer jung gebliebenen Braut, an der Seite des verrückten Jungen mit dem schulterlangen Haar. Nein, inzwischen ordentlich gestuft und silberglänzend, aber wieder händchenhaltend und glückstrahlend. Bettina Mückschel/Andrea Keil
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Foto: Das Frühstückshotel
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Foto: Detlef Arlt
Nomen est Omen: Das Frühstückshotel Büffet Juchee, heißt es im Frühstückshotel, das sich mit seinem Konzept längst über St. Peter-Ording hinaus entwickelt hat – gerade hat Das Frühstückshotel in Büsum seine Pforten geöffnet. Berühmt ist das opulente Frühstücksbüffet, das vor Kurzem noch erweitert und verbessert wurde. Eine neue Kaffeemaschine bereitet noch bessere Kaffeespezialitäten – der Gast bedient sich selbst. Warme Angebote wie gebratene Champignons, Baked Beans, Omeletts und warme Waffeln erweitern das ohnehin schon reichhaltige Frühstücksangebot. Der Gast erfrischt sich mit vitaminreichen Smoothies und aufgeschnit-
einem Knusperbrötchen, einem Croissant, Konfitüre, Nutella, Honig, Frischkäse, Obst und Butter. Mit der Medium-Version kommt ein ganzer Brötchenkorb, Wurst, Käse, Rührei und eine warme Beilage dazu, das Large-Frühstück ist vegetarisch mit Mozarella und Tomate und allem was dazugehört. Der Hit für zwei ist das XL-Frühstück, das nun wirklich keine Wünsche offen lässt – Lachs und Nordseekrabben inklusive. Wer es wie ich lieber herzhaft mag, bestellt das Hausbrot-Spätstück mit sehr leckerem, selbstgebackenem Brot und verschiedenen Extras zur Auswahl – die übrigens zu jedem Frühstück zubuchbar sind. Ich entscheide mich für das Rührei mit knusprigem Bacon, dazu einen edlen Earl Grey Tee von Samova – KÖSTLICH! Detlef Arlt
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Schnappschuss
Die Geheimnisse der Bilderzauberer mit einem 10-Blenden-Graufilter fotografiert, der für lange Belichtungszeiten im Bereich von 20 Sekunden sorgte. Dadurch wurden diese wunderbaren Wischeffekte der Wolken möglich – und wenn man genau hinsieht, auch im Strandhafer und in den Kiefern, die im Wind wiegen. www.eiderstedtfotos.de
Foto: Ralf Wilken
Im Fokus
Jens-Peter Schneider – Team Fotohorizonte Zu meinen beliebten Fotopoints gehören die Dünen um den Aussichtsturm Maleens Knoll herum und natürlich der Aussichtspunkt selbst. Wenn man sich kurz hinter der DÜNEN-THERME in den Kiefernwald
schlägt, entdeckt man plötzlich ein anderes, eher untypisches Bild von St. Peter-Ording. Eine Heidelandschaft mit Kiefern und Moosen, vermengt mit Strandhafer und fast weißem Sand. Ich war im Sommer 2017 zum x-ten Mal dort und habe damals
Ralf Wilken – MAGAZIN-Titelfotograf Zu meinen Lieblingsplätzen gehören besonders im frühen Frühjahr vor Saisonbeginn die fast leeren Strandkorbpodeste. Von dort oben kann man wunderbar auf den Strand herunterschauen und bekommt einen Eindruck von der unglaublichen Weite des Strandes. Besonders im März und April habe ich die Chance, auch mal nur einen einzigen Strandkorb als Vordergrundmotiv zu erwischen, mit dem ich die Weite besonders gut einfangen kann. Es ist ein seltenes Glück, diese Motivkombination zu fotografieren, mir ist es bereits zwei- oder dreimal gelungen. Natürlich kommt es auch auf die richtigen Licht- und Wetterverhältnisse an. Zum Gespür für den richtigen Platz und die richtige Gelegenheit gehört für den Fotografen noch eine ganz wichtige Eigenschaft dazu: Geduld. www.die-nordseegalerie.de Detlef Arlt
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Wenn unsereins ein Foto macht, wird es mit 99 prozentiger Sicherheit ein Schnappschuss – der fünfhunderttausendste Sonnenuntergang vorm Pfahlbau oder der Westerhever Leuchtturm mit abgeschnittener Spitze. Die wahren Fotokünstler und Profis beherrschen ihre Technik und kennen die besten Plätze. Hier verraten sie Ihnen ihre Hotspots und freuen sich über Nachschüsse. 20
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Familienrezepte
Oma Ernas Bottermelksupp
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Und so geiht dat:
Rezept für 4 Personen
Suppe: Zitronenschale abreiben, dann Saft auspressen, zusammen mit der Buttermilch aufkochen und Puddingpulver zum Andicken dazugeben, Zucker nach Geschmack unterrühren und etwas abkühlen lassen. Drei Eier aufschlagen, verquirlen und unter die leicht abgekühlte Suppe ziehen.
für die Suppe 1l Buttermilch 1 Bio-Zitrone 1EL Vanillepuddingpulver 1EL Zucker 3 Eier 3–4 Mettwurstscheiben pro Person
Düsse dösige Ostwind
Foto: Fami
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Foto: Petra Jöns
für die Klöße 250 ml Milch 100 g Grieß 3 Eier Prise Salz etwas Butter
Klöße: Die Milch mit etwas Butter aufkochen, Grieß einrühren, aufquellen lassen. Die Grießmasse in eine Schüssel geben und nach und nach drei aufgeschlagene Eier unterrühren. Bei Bedarf etwas Mehl zugeben, falls die Masse zu weich ist. Wasser in einem großen Topf aufkochen und Salz hinzugeben. Die Grießklöße mit zwei Löffeln abstechen und im heißen Wasser sieden lassen. Wenn Sie aufschwimmen, sind sie gar. Klöße in die Buttermilchsuppe geben und auf Teller füllen. Mit aufgerollten Mettwurstscheiben garnieren und servieren.
Es gibt Gerichte, die sind mehr als ein Essen. Sie sind Heimat, Geborgenheit, Familie und Erinnerung. Die Rezepte werden von Generation zu Generation weitergegeben und überstehen alle kulinarischen Trends. Wir möchten Ihnen in unserer neuen Rubrik „Familienrezepte“ einige dieser alten Eiderstedter Traditionsrezepte vorstellen. „Oh ja, Buttermilchsuppe, die kenne ich noch von meiner Oma!“ Ähnliche Kommentare hörten wir aus allen Ecken der Redaktion, als wir die Familie Jöns fragten, ob sie uns nicht eines ihrer alten Familienrezepte verraten könnten. „Oma Ernas Bottermelksupp“ war die spontane Antwort von Petra Jöns, die gemeinsam mit ihrem Mann Boy Jöns das gleichnamige Bernsteinmuseum mit Laden in St. Peter-Dorf betreibt. Oma Erna war die Großmutter von Boy Jöns, Jahrgang 1905. Schon sie ist mit der Buttermilchsuppe aufgewachsen – ein uraltes Gericht der Landbevölkerung, das entweder salzig oder süß gegessen wurde. Ursprünglich galt es 22
als „arme Leute Essen“, heute wird es nach Auskunft befreundeter Köche hauptsächlich als süße Nachspeise gereicht, mit eingelegten Früchten, Rumrosinen oder Backpflaumen. Nicht so bei Familie Jöns: „Zu Oma Ernas Bottermelksupp essen wir schon immer Mettwurst“, sagt Petra Jöns. Diese Kombination von süß und salzig ist eine Eiderstedter Tradition. „Denken wir nur an den Mehlbüdel mit süßer Kirschsoße und geräuchertem Schweinebauch oder Grünkohl mit süßen Kartoffeln.“ Eigentlich ist die Buttermilchsuppe ein todsicheres Gericht. Die Klöße gelingen fast immer – es sei denn, die Natur spielt nicht mit. „Immer wenn Oma Erna die Klöße
misslungen, also auseinandergefallen waren, schimpfte sie: Düsse dösige Ostwind.“ Der blöde Ostwind war schuld, wenn die Klöße im Topf „to hundertdusend“ wurden, sich also im Topf auflösten. Überhaupt war der Ostwind für Oma Erna immer und an allem schuld, wenn etwas schief ging. Egal, ob die Sahne beim Schlagen „butterte“, Kinder zu früh zur Welt kamen oder ein Unglück geschah. Auch Petra Jöns ist sich bis heute sicher, dass da etwas Wahres dran ist. Unser Lesertipp deshalb: Prüfen Sie die Windrichtung, bevor Sie Oma Ernas Bottermelksupp kochen. Detlef Arlt 23
TZ & SPO aktuell
Foto: Oliver Franke
Urlaub mit Hund – stressfrei für alle Als einem der beliebtesten Urlaubsorte an der Nordsee, liegt der Gemeinde mit der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording sehr daran, dass sich sowohl die Gäste als auch die Einheimischen im Ort wohlfühlen. Die persönliche Freiheit des Einzelnen wird groß geschrieben, setzt aber gegenseitige Rücksichtnahme voraus. In den meisten Bereichen gelingt dies sehr gut. Bei Spaziergängen mit Hund läuft es nicht immer optimal.
Drei Fragen an Constanze Höfinghoff Seit 01. Januar 2018 ist Constanze Höfinghoff Tourismus-Direktorin und leitet die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording. Zuvor war sie seit 2014 stellvertretende Tourismus-Direktorin. Sie bleibt weiterhin Leiterin der Marketing- und Veranstaltungsabteilung. Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit in St. Peter-Ording besonders? Für diesen Ort lohnt es sich, mit Leidenschaft dabei zu sein, und das fällt mir für St. Peter-Ording sehr leicht. Ich bin nach wie vor begeistert von der Vielseitigkeit des Aufgabengebiets, so bleibe ich neugierig und wach. Die starke Mannschaft der TZ mit rund 140 Köpfen in der Saison bedeutet eine große Verantwortung, aber auch die Chance, gemeinsam viel zu bewegen. Welche Projekte haben für Sie in den nächsten Jahren höchste Priorität? Im Bereich der öffentlichen touristischen Infrastruktur steht eine ganze Menge an, zum Beispiel die neuen Mehrzweckgebäude auf Pfählen am Ordinger Strand, die Erweiterung der Erlebnispromenade bis zum ehemaligen Skaterplatz mit einem neuen Familientreffpunkt und die Schaffung eines Naturerlebnis24
raums in thematischer Verbindung zwischen Deichvorland und Promenade. Daneben geht es natürlich weiterhin um ein gutes Miteinander in der Entwicklung des Ortes, so wie wir es im Tourismusentwicklungskonzept im Juni 2017 vereinbart haben. Welches Thema brennt Ihnen besonders unter den Nägeln? Es gibt viele Themen, die in der Pipeline sind. Aber es ist wichtig, dass wir uns immer wieder vor Augen führen, was wir in diesem Ort schon gemeinsam erreicht haben. Ich wünsche mir ein gutes Miteinander von Politik und Verwaltung, von Bürgern und Gästen. Das hat St. Peter-Ording stark gemacht und nur miteinander können wir erfolgreich die Zukunft gestalten. Mit dem Nordsee-Flitzer unterwegs E-Mobilität ist eines der wichtigsten Themen unserer Tage. Ganz im Trend ist die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording daher mit einem interessanten Angebot ins Jahr 2018 gestartet: Am Alten Rathaus steht mit dem Nordsee-Flitzer ein modernes, wendiges E-Mobil für die Gäste bereit. Zum Tagessatz von 39,00 Euro kann der Renault ZOE für kurze oder längere umweltschonende Tou-
Foto: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Vom neuen Kunsthaus Wittendün über ein neues E-Mobil bis zur neuen Leiterin der Tourismus-Zentrale: Über den Winter hat sich wieder viel getan in der Gemeinde und in der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording.
ren gemietet werden. Kindersitze bzw. Sitzerhöhungen können hinzugebucht werden. Die Reichweite des Fahrzeugs, das mit einem Bordcomputer und einem Navigationsgerät ausgestattet ist, beträgt 300 km, davon sind 200 im Mietpreis inbegriffen. Das Aufladen erfolgt kostenfrei an den Ladesäulen der Tourismus-Zentrale (Parkplätze Altes Rathaus und DÜNEN-THERME). Fragen rund um den Wagen und zu Ausflugstipps beantworten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Tourist-Info.
ONLINE-BUCHUNG www.st-peter-ording.de
Dies zeigen Beschwerden über das Verhalten von Hundebesitzern an die Tourismus-Zentrale, die seit einiger Zeit deutlich zunehmen. Auch wenn sich nur wenige von ihnen – Gäste wie Einheimische – nicht an die Regeln halten, können sie das Miteinander in St. Peter-Ording empfindlich stören. Daher sind mittlerweile verstärkt Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale, der Schutzstation Wattenmeer und des Ordnungsamtes am Strand und im Ort unterwegs, die Hundebesitzer über folgende Rechte und Pflichten informieren: · Wie in vielen Kommunen herrscht auch in St. Peter-Ording im gesamten Ort Anleinpflicht. Das Nationalparkgesetz schreibt sie
auch für den Strand vor. Ausnahmen bilden nur die beiden ausgewiesenen Auslaufzonen am Strand, für die die Nationalparkverwaltung eine Sondergenehmigung erteilt hat, und die Freilauffläche im Ortsteil Bad. Doch auch hier gilt es, Rücksicht auf andere zu nehmen. · In den Strandkorbzonen ist das Mitbringen von angeleinten Hunden nur in gekennzeichneten Bereichen genehmigt. · Im ganzen Ort stehen 60 Stationen mit Beuteln für die „Hinterlassenschaften“ der Vierbeiner zur Verfügung. Die benutzten Beutel sind in den aufgestellten Restmüllbehältern zu entsorgen. Das Ordnungsamt hat begonnen, bei Verstößen Bußgelder zu erheben. Letztlich sind alle gefragt, sich an die Regeln zu halten, denn sonst könnte St. Peter-Ording die Hundeauslaufgebiete am Strand wieder verlieren.
zept für die Öffentlichkeit öffnet. Auf einer Seite eröffnet die Galerie Tobien aus Husum ihren neuen Standort in St. Peter-Ording. Mit Schwerpunkt auf der Kunst der Küste zeigt die Galerie in wechselnden Verkaufsausstellungen Originale zeitgenössischer Künstler. Die Eröffnungsausstellung „Meeresfotografie und Duografie“ präsentiert Arbeiten von Mario Reinstadler. Als besonderes Angebot ermöglicht die Galerie Tobien im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Künstler zum Kennenlernen“ den direkten Kontakt zu Kunstschaffenden. Der Raum nebenan nimmt gleichzeitig seinen Betrieb als Kunsthalle für die Kunstsammlung der Gemeinde St. Peter-Ording auf, die hier in wechselnden Ausstellungen vorgestellt wird. Unter dem Titel „Künstler in Sankt Peter Ording“ zeigt das Haus zunächst Werke von De Vinage, Duggen, Ehlers, Gotsch, Kleinschmidt, Kuhn, Schiel und Uschkereit. Der kostenlose Zugang zur Ausstellung ist über die benachbarte Galerie Tobien möglich. Sabine Schlüter
Foto: Roger Heim
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Foto: Oliver Franke
News aus St. Peter-Ording
Ein Haus für die Kunst HEIMART nennt sich das neue Gebäude in der Wittendüner Geest, dessen Erdgeschoss ab Ende April 2018 als Kunsthaus Wittendün seine Pforten mit einem spannenden Kon-
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Der neue Chef von den Eiderstedter Appartements ist kein Langeweiler. Seit er letztes Jahr die Appartementvermittlung übernommen hat, unterzieht er alles einer gründlichen Inventur.
Nachdem Christian König letztes Jahr persönlich so lange alle Stifte und Akten mit einem Bollerwagen hierhin gekarrt hatte, bis seine Füße platt waren, hat er sich mittlerweile wohnlich eingerichtet. In den neuen lichtdurchfluteten Räumlichkeiten, die seinen Kunden ein repräsentatives Beispiel modern-minimalistischer, aber gemütlicher Wohnkultur liefern, stapelt sich ein Berg an Schlüsseln. Christian König ist dabei, sie nach dem Prinzip „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ zu sortieren. Wie er derzeit alles neu sortiert und ordnet: Die Wohnungen und Häuser, die Website, das Logo, die Verträge und Abläufe. Er überarbeitet einfach alles, macht es flotter, hübscher, effizienter, oder, wie er selber schmunzelnd sagt, „baut alles wie beim Auto einmal auseinander, poliert jedes Teil und baut es wieder zusammen.“ Als studierter Diplomkaufmann mit langjähriger Maklererfahrung weiß er, dass sich das klassische Vermietungsgeschäft, wie es seine Vorgänger Günter Peters und Uwe Schroppe aufgebaut haben, stark
bestimmtes Detail nicht wissen, bringt sie es in Erfahrung. „Eine gute telefonische Beratung im Vorfeld ist wesentlich für einen gelungenen Urlaub“, sagt sie. „So lassen sich am besten unterschiedliche Vorlieben herausfinden und Enttäuschungen vermeiden.“ Überhaupt wird hier Kundenservice
großgeschrieben: Vor Jahren schon hat die Agentur den Wohlfühl-Service eingeführt, der vom extra bereitgelegten Bademantel bis zum Bollerwagen, von der Abholung am Bahnhof bis zum gut gefüllten Kühlschrank den Gästen das Ankommen erleichtert. Mit zum Service gehört, dass An- und Abreisetage frei wählbar sind. Damit keine Buchungslücken im System entstehen, setzt Nicol Henningsen gekonnt die angefragten Zeiträume wie im Puzzle zusammen. Einfach anrufen und anfragen! Andrea Keil
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SPO klart auf!
Alles klar? Foto: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Ja, klar! Auf geht’s!
Nach einer kurzen Einführung erhalten alle Helfer Handschuhe und Müllbeutel und los geht’s. In Gruppen aufgeteilt, werden sie zu den jeweiligen Strandabschnitten gefahren und sammeln dort, was ihnen begegnet: Körbe, Netze, Schuhe, Ostereier und Plastik. Letzteres ein übel mitspielender Täter, wenn es um den gesunden Erhalt von Natur und Weltmeeren geht. Denn über 400 Jahre braucht es, bis Plastik abgebaut wird. Bis dahin taucht es immer häufiger als Mikroplastik in Wasser und Sand auf und schadet Natur und Umwelt. Natürlich achtet die Tourismus-Zentrale täglich auf die Sauberkeit des Strandes, vor allem nach Großveranstaltungen wird ordentlich gereinigt. Hierfür wurde eine hochmoderne Strandreinigungsmaschine angeschafft, die den Boden bis zu 30 cm Tiefe durchkämmt und von Unrat, Scherben
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SPO KLART AUF! Treffpunkt DÜNEN-HUS 24. März 2018, 11 Uhr 22. September 2018, 14 Uhr Jede helfende Hand ist herzlich willkommen!
Foto: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Sinnvolles tun kann sehr viel Spaß bereiten. Wer also gerade genug gechillt hat und gern seine täglich gute Tat vollbringen will, ist bei der Aktion „SPO klart auf!“ genau richtig: Zweimal jährlich ruft die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording zur gemeinsamen Strandreinigung auf und schärft damit nicht nur das Bewusstsein aller Beteiligten für die wertvollen Naturgüter Meer, Strand und Düne. Sondern schafft es dabei, auch ferner abgelegene Dünen- und Strandstücke von den schädlichen Müllresten zu befreien. Mit von der Partie sind Umweltorganisationen wie Nationalpark Wattenmeer und Schutzstation Wattenmeer, die DLRG und örtliche Unternehmen wie Taxi Schäfer, Wassersportzentrum X-H2O und Edeka Johst. Perfekt organisiert, treffen sich alle Teilnehmer meist vormittags am DÜNEN-HUS.
und Korken befreit. Auch sonst wird einiger Aufwand betrieben, um den anfallenden Müll einzuholen. Im Jahr 2015 waren es 1.800 Kubikmeter Strandmüll, die gesammelt und entsorgt wurden. Nach cirka zwei Stunden treffen sich alle Sammler wieder. Zum Abschluss wird am DÜNEN-HUS oder beim Wassersportzentrum X-H2O noch zusammen gegessen, getrunken, erzählt und: Gechillt! Als Dankeschön gibt es noch einen Goodie von der Tourismus-Zentrale und manchmal wird der „Außergewöhnlichste Fund“ prämiert. Doch auch ohne das macht die Aktion schon Spaß: Zusammen mit netten Menschen in frischer Luft laufen, ist beschwingend. Vor allem Kinder sind begeisterte Sammler. Doch natürlich darf jeder mitmachen, der meint, dass er ein Teil dieser weltweiten „Clean-up“-Bewegung sein will und glaubt, dass er genug gechillt hat und lieber anpacken mag.
Wer liebt ihn nicht, den endlos scheinenden, feinen Sandstrand in St. Peter-Ording? Die meisten Gäste kommen seinetwegen in den Nationalpark Wattenmeer, der im Weltnaturerbe Wattenmeer liegt. Wollen wir diese Kostbarkeit der Welt weitervererben, bedarf es regelmäßiger Fürsorge: Müll einsammeln gehört mit dazu. 28
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Nachhaltigkeit schmeckt
Wo die Welt noch in Ordnung ist
Es lohnt sich!
Weniger ist also mehr. Solch ein Fleisch schmeckt nicht nach Wasser, sondern nach etwas. Nach einem glücklichen Leben auf der Weide vielleicht? Wie schön, dass wir als Verbraucher direkt mitentscheiden können, was auf den Teller kommt und wir nicht erst auf neue Richtlinien warten müssen. Mit unserem Kauf bzw. „Verzicht auf“ können wir nachhaltig mitentscheiden!
Wurde der Begriff der Nachhaltigkeit früher mit „enkelgerecht“ übersetzt, erklärt ihn der Duden heute als „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ Was bedeutet das für unser Leben und unseren Alltag? Mit dieser neuen Serie möchten wir dem aktuellen Thema nachspüren. Beginnen werden wir mit Fleisch von Eiderstedter Tieren und haben dazu drei Partner bzw. Förderer des Nationalparks Wattenmeer befragt. Das glückliche Galloway Als im Jahr 2014 ein Bekannter seine kleine Herde von fünf weiblichen Tieren abgeben will, übernimmt Jürgen Reck die Tiere ohne zu zögern. Er wühlt sich durch langwierige Behördenverfahren und wird Landwirt, nachdem er viele Jahre lang das Restaurant im Roten Haubarg geleitet hat. Er lässt die Tiere ökozertifizieren und beginnt, die Herde langsam aufzubauen. 30 bis 40 dürfen es gern werden. Täglich fährt er zu den Rindern, die sommers wie winters hinter dem Roten Haubarg auf insgesamt 27 Hektar sattem Marschenland grasen und hier eine unbeschwerte Kindheit genießen. Sie können das Wetter ab, sind robuste, anpassungsfähige und zudem friedliche Tiere. „Handzahm“, nennt Jürgen Reck sie und man merkt sofort, dass aus ihm eine tiefe Zuneigung zu den Tieren spricht. Ein jedes Rind hat seinen Namen und Jürgen Reck ruft sie „Bruno, Aki und Berta“, wenn er auf die Weide kommt. Hier ist ein Tier noch ein Individuum und nicht bloß eine Nummer. Spricht man mit 30
ihm über Nachhaltigkeit, erläutert er, dass es ihm um einen insgesamt vernünftigen Kreislauf geht, in dem maßvoll und rücksichtsvoll gewirtschaftet und der Natur möglichst nur so viel entnommen wird, wie der Mensch braucht – angefangen bei der Produktion von Nahrung bis hin zur Vernichtung von Verpackungen. Seine Herde produziert zum Beispiel wenig Mist und überhaupt keine Grundwasser verschmutzende Gülle. Das beschwingte Schaf Fast 15 Jahre ist es her, dass Redlef Volquardsen den Hof übernommen und eine Schafherde aufgebaut hat. Seither produziert er Fleisch und Käse. Auch für ihn ist es eine Frage der inneren Überzeugung, dass man einen respektvollen Umgang sowohl mit den Tieren, als auch mit der Landschaft pflegt. Die Schafe genießen hier reichlich Auslauf auf der Weide, ernähren sich vom fetten Marschengras und nicht vom eingeflogenen Soja aus Übersee, leben und gedeihen prächtig – so wie wir es noch aus
Kinderbuchtagen kennen. Selbst an eine stressfreie Schlachtung ist gedacht: Sie geschieht in ruhiger, schöner Atmosphäre beim Biolandmetzger in Viöl – „sofern man von schön sprechen kann“, kommentiert Redelf Volquardsen. Nachhaltig ist für ihn: Kurze Wege, würdevoller Umgang mit dem Tier, ökologisch korrekte Versorgung und Weiterverarbeitung der Produkte; das Schaf als Nahrungspartner der Natur, bei dem die Landschaft und andere Tierarten wie Insekten und Pflanzen erhalten bleiben. Diesen herrlichen Frieden kann man übrigens auch bei den regelmäßig stattfindenden Hofführungen besichtigen. Und dort Produkte wie Lammwurst und -fleisch, aber auch zugekauftes Galloway im Hofladen erstehen.
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Foto: Jürgen Reck
Foto: Friesische Schafskäserei
Andrea Keil
St. Peter-Dorf und Husum und eröffnet dieser Tage dort auch den „Alten August“. Nachhaltig ist für sie persönlich ein großes Thema und sie sagt: „Wir leben das.“ Auch wenn ihre Läden nicht als „Bio“ ausgezeichnet sind, liegt ihr diese Qualität doch sehr am Herzen. Sie kauft selber Bio-Galloway ein und verkauft es als konventionell, weil sie keine getrennten Bereiche hinter der Theke hat – doch ihre Kunden wissen das. Was ist nun „nachhaltig“ für Annika Claußen-Eggers?
JÜRGEN RECK Telefon 0160/7864000 Vermarktung der Rinder ab 2019/20
„Regional muss es sein, kurze Wege, wenig Verpackung, kein Plastik, sondern Papier oder Pergament, keine Gülle.“ Das Fleisch darf lange reifen – was es auch so zart macht – und bestimmte Dinge gibt es nur je nach Jahreszeit, wie die frische ApfelZwiebel-Leberwurst. Sie ist überzeugt, dass wir bewusster konsumieren sollten: „Früher hat es auch nur einmal in der Woche Fleisch gegeben, das war der Sonntagsbraten oder ein Schnitzel.“
FRIESISCHE SCHAFSKÄSEREI Kirchdeich 8 25882 Tetenbüll Telefon 04862/348 www.friesische-schafskaeserei.de STADTSCHLACHTER CLAUß EN Dorfstraße 9 25826 St. Peter-Ording Telefon 04863/478343 Markt 20 25813 Husum Telefon 04841/83483 www.stadtschlachter.de
Alles eine Frage des Maßes Selbstbewusst tritt Annika Claußen-Eggers auf: Sie hat vor einigen Jahren die Geschäfte von den Eltern und Großeltern übernommen – und damit den berühmt gewordenen Rauch. Sie leitet den Stadtschlachter in 31
Nationalpark Wattenmeer
Foto: Krause/LKN.SH
Die Idee, jährlich ein bestimmtes Thema im Nationalpark Wattenmeer auszuwählen und den Fokus gezielt darauf zu richten, hat sich bewährt. Haben wir im vergangenen Jahr viel Wissenswertes über die Salzwiesen erfahren, so sind es 2018 Muscheln und Schnecken, die wir unter die Lupe und in die Hand nehmen dürfen.
Sie begegnen einem überall: Laufen wir über den 12 Kilometer langen Ordinger Strand, liegen sie, beziehungsweise ihre Reste in Salzwiesen, Sand und im Watt. Mal heil, häufig zerbrochen, weil die Gewalten des Meeres sie an Land gespült oder Tiere sie aufgeknackt haben, finden wir ihre Schalen in großer Anzahl verstreut. Manchmal knackt es unter unseren Füßen richtig 32
Doch was steckt eigentlich in ihnen, wenn sie nicht ausgetrocknet oder leergeräumt
Foto: Schnabler/LKN.SH
Foto: Stock/LKN.SH
doll, wenn unsere Leidenschaft als Jäger und Sammler wach wird und wir versuchen, das schönste Stück Schale oder Schulp aufzuspüren: Wendeltreppenartig gewundene, zackig oder glatte Schalen – die Formgebung scheint endlos, wie die Farbpalette auch.
sind? Manch eine wie die Islandmuschel kann – wenn sie nicht vorher von einem Walross verspeist wird – bis zu 500 Jahre alt werden. Die Anwachslinien ihrer Schalen entsprechen nicht ganz den Jahresringen eines Baumes, doch Fachleute können Rückschlüsse über Nahrungsangebot und Herkunft ziehen.
Mittag für die Fische täglich 12.30 Uhr Die Aquarianer füttern die Tiere im Brandungsbecken und beantworten Fragen der Besucher.
Um sich vom lästigen Muschelbefall zu entledigen, haben früher Schiffer regelmäßig Süßwasserhäfen angesteuert, wo die Muscheln abstarben. Miesmuscheln wiederum setzen sich in anwachsenden Kolonien fest, den sogenannten Muschelbänken: An eine einzige Muschel heften sich ihresgleichen in mehreren Schichten und Etagen bis zu 2.000 Muscheln pro Quadratmeter fest, mithilfe der eiweißhaltigen Byssusfäden. Umhüllt vom grünen Muscheltang, der sie bei niedrigem Wasserstand vorm Austrocknen schützt, erledigen sie hier ihre „Arbeit“: Sie öffnen ihre Schalen und filtrieren Plankton aus dem Wasser. Da man am Strand diesen Tieren nicht zuschauen kann, wie sie leben, lohnt ein Gang ins Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum. Wenn sie sich nicht gerade eingegraben haben, kann man sie in vielen
Muscheln & Schnecken Sommerfest 29. Juli 2018, 11 – 17 Uhr Bunt gemischtes Programm für die ganze Familie mit MitmachStationen.
Foto: Hecker/LKN.SH
Weltweit ca. 10.000 Arten
Von Muscheln und Schnecken
Foto: Andrea Keil
Harte Schale – weicher Kern:
Aquarien entdecken. Beispielsweise die Wattschnecke, die als minikleiner Krümel im Sand des Gezeitenbeckens liegt. Warum ausgerechnet sie die schnellste Schnecke ist, fragt man am besten bei passender Gelegenheit den Aquarienleiter Birger Kreutz. Als Biologe und leidenschaftlicher Sammler hat er auch von seinen Forschungsfahrten an die 150.000 Muscheln und Schnecken mitgebracht. Davon wird er einige, von ihm selbst perfekt präparierte Fundstücke hier dieses Jahr in einigen Vitrinen zeigen – darunter auch eingeschleppte Arten wie die pazifische Auster. Und so den Ausstellungsraum „Strandfunde“ ergänzen, wo man vom Laichballen der Wellhornschnecke über die Nordische Purpurschnecke bis zur Elefantenzahnschnecke einige originelle Erscheinungen unter die Lupe nehmen kann.
NATIONALPARK-ZENTRUM MULTIMAR WATTFORUM Dithmarscher Straße 6 a 25832 Tönning www.multimar-wattforum.de April bis Oktober täglich 9 – 18 Uhr November bis März täglich 10 – 17 Uhr
Strandfundeworkshop Muscheln, Müll & Bernstein Termine siehe Seite 47 NATIONALPARK-HAUS ST. PETER-ORDING Maleens Knoll 2 in der DÜNEN-THERME 25826 St. Peter-Ording www.nationalparkhaus-spo.de Aktuelle Öffnungszeiten siehe Homepage.
Andrea Keil
Man mag es ihnen nicht ansehen, weil sie so hübsch und niedlich wirken, aber Schnecken sind Raubtiere. Mit ihrer Raspelzunge oder Radula bohrt sich beispielsweise die Nabelschnecke ein kreisrundes Loch in andere Tiere, führt ihren Rüssel ein und verspeist allmählich den weichen Körper ihres Opfers. So wie das Holz von Booten, Buhnen und Stegen für viele Muscheln ein Leckerbissen ist: Der Schiffsbohr- oder Pfahlwurm bohrt sich mit seinem Hinterteil ins Holz, zersetzt und verdaut die pflanzlichen Zellwände. 33
Auf Eiderstedt
Der Hammermann der Amboss ist uralt. „Natürlich machen wir heute überwiegend Stahlbau und schweißen mit Gas und Sauerstoff. Aber wenn wir Metall richtig heiß machen müssen, setzen wir auch heute noch das Schmiedefeuer ein – es gibt nichts Besseres“, weiß Karl-Jakob Clasen. Sein Wissen gibt er auch gern an interessierte Laien weiter. Er bietet Schmiedekurse an, ein- und zweitägige Lehrgänge, „aber nur höchstens sechs Leute pro Kurs, damit auch wirklich jeder ans Schmiedefeuer kommt.“ Die Nachfrage ist groß. „Ich will mein Handwerk weitergeben und den Spaß an der traditionellen Schmiedetechnik vermitteln.“ Das ist seine Mission. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich: „Man fängt damit an, eine Spitze zu schmieden, und wenn man am Ende des Kurses einen Haken und eine Öse geschmiedet hat, dann hat man schon etwas geschafft.“ Es gibt bereits feste Termine für die Schmiedekurse: „Wer interessiert ist, ruft mich einfach an“, sagt der Eiderstedter Schmied. Detlef Arlt
WARMHÖRNER SCHMIEDE Karl-Jakob Clasen Kaltenhörner Deich 1 25882 Tetenbüll Telefon 04864/10174
Foto: Detlef Arlt
Der Schmied – ein wahrhaft mythischer Beruf, den es gibt, seitdem der erste dieses Berufes das erste Bronzeschwert geschmiedet hat. Muskelbepackte, bärtige Männer waren sie, die in verrußten Schmieden in glühenden Feuern Schwerter und Hufeisen erhitzten, um sie dann mit mächtigen Hämmern zu schmieden, während der schmächtige Gehilfe am Blasebalg verröchelte. Karl-Jakob Clasen lacht, als er meine Version vom Schmied hört: „Das hat mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun“, sagt er. „In den siebziger Jahren haben sich die Schmiede immer mehr der Altbausanierung zugewandt, heute schmieden wir überwiegend Zieranker, Türangeln oder Gartenzäune.“ Aber davon kann ein Schmied heute nicht mehr leben. Deshalb hat sich Karl-Jakob Clasen der Landtechnik zugewandt. Bis Mitte der siebziger Jahre gab es noch eine richtige Schmiede im Familien-
haus der Clasens. Aber als Anfang der Achtziger das Haus umgebaut wurde, mussten Esse, Amboss und Co. weichen. „Seitdem haben wir transportable Schmiedefeuer im Einsatz“, erzählt der Warmhörner Schmied und zeigt auf ein Ungetüm aus Stahl und Eisen. „Und das qualmt, wenn ich das Schmiedefeuer anwerfe! Ich hatte schon die Feuerwehr vor der Tür, die ein Passant angerufen hatte, weil er dachte, es brennt bei mir.“ Karl-Jakob Clasen lacht. Kein Problem, man kennt sich hier. Seit 130 Jahren existiert die Warmhörner Schmiede. Clasens Urgroßvater hat sie 1890 als Schmiede und Stellmacherei gegründet. Sein Großvater und Vater, von denen er das Handwerk lernte, haben noch die schweren Holsteiner Kaltblüter beschlagen. Den Hammer seines Urgroßvaters benutzt er noch heute. Uropa hat den Hammerkopf vor rund 140 Jahren selbst geschmiedet. Auch
Foto: Detlef Arlt
Foto: Detlef Arlt
Heißes Eisen
Die wirklich authentischen Künstler und Handwerker findet man nur selten in der ersten Reihe hinter dem Deich von St. Peter-Ording. Sie verstecken sich in kleinen Dörfern im Hinterland, die nur auf schmalen Straßen zu erreichen sind. Die Warmhörner Schmiede ist so ein versteckter Schatz und Karl-Jakob Clasen ist ihr Besitzer. 34
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Auf Eiderstedt
Trümmer muss ümmer
Früher fuhr der Automobilist an die Tankstelle, der Tankwart kam ans Fahrzeug und man sagte: „Einmal vollmachen bitte.“ Heute ist Selbstbedienung angesagt, an der Tanke, wie auch auf dem Bauernhof. Jaha, liebe Leute, es gibt tatsächlich zwei Milchtankstellen auf Eiderstedt. Wir haben sie besucht.
Dorfstraße 16 · Telefon 04863/478039 Olsdorferstraße 8 · Telefon 04863/478277 25826 St. Peter-Ording
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blauem Verschluss kostet 50 Cent, für die wiederverwendbare Glasflasche werden zwei Euro fällig. Der Automat gibt Rückgeld, es können auch 20-Euro-Scheine eingeführt werden. Seit Oktober 2015 betreiben Annelie und Hauke Gravert die 24-Stunden-rund-umdie-Uhr-Milchtankstelle, ein Zusatzgeschäft in Zeiten sinkender Milchpreise. Da muss man mehrere Standbeine haben. Die Graverts vermieten auch Ferienwohnungen auf dem Hof, inklusive Ponyreiten für Kinder. In der Hauptsaison herrscht reger Betrieb an der Vollmilchtankstelle. Bis zu 90 Liter gehen pro Tag weg, produziert von den 140 Milchkühen der Graverts. Es ist die pure, vier Grad kalte Rohmilch, die hier aus dem Automaten kommt, empfindliche Mägen sollten sie deshalb vor Verzehr abkochen. Das gilt auch für die Milch der zweiten Tankstelle. Deren Standort muss man kennen. Sie befindet sich ganz oben auf Eiderstedt, im Norderheverkoog, auf dem Hof der Familie Clausen, in einer kuhfarben angestrichenen Hütte. Neben der schon bekannten Milchzapfsäule steht ein zweiter Automat mit hofeigenen Köstlichkeiten und Produkten aus der Region. Das Besondere am Hof Clausen: Alles ist Bio. Seit dem 01. Mai 2017 ist der Clausenhof biozertifiziert. Auch die frisch gemolkene, gekühlte und alle 20 Minuten gerührte Tankstellenmilch ist voll und bio. Die Flasche zieht man sich ganz einfach aus dem Regiomaten, wie auch die einzelnen regionalen Produkte: „Von der Lage her sind wir
nicht so attraktiv, aber wir können unseren Kunden mit dem Regiomaten zusätzlich zur Milch hofeigene Eiderstedter Bio-Eier, frische Landwurst, Marmeladen, Brot, Käse und vieles mehr rund um die Uhr bieten“, sagt Anke Clausen, die gemeinsam mit ihrem Mann Carsten und Sohn Jochen den Bauernhof am Wattenmeer, 300 Meter hinterm Deich, betreibt. 200 Milchkühe, Schweine, Hühner, Ferienwohnungen, ein Ferienhaus und die Versorgung der Milchtankstelle halten die Clausens auf Trab. Der Hammer für Fußballfans: Der Melkstand ist mit einer riesigen HSV-Fahne ausgemalt. Vielleicht sollten die leidgeprüften Hamburger Profis hier mal Melken üben, dann klappt’s auch mit dem Fußball. Detlef Arlt
Sie kennt fast jeden hier, denn die meisten Menschen im ehemaligen Gasthaus Loof sind Stammgäste. Wenn man sie fragt, was sie im Theatrium macht, sagt sie nur „alles“. Sie ist in der Tat Bäckerin, Suppenköchin, Raumpflegerin, Antreiberin und Motivatorin von Besitzer Jan Hansen, der sich hauptsächlich um seinen Maler- und Glaserbetrieb kümmert, aber trotzdem Präsenz zeigen muss. „Jan, die Leute erwarten, dass du hier
FERIENHOF GRAVERT Osterende 2 25881 Tating Telefon 04862/759 www.ferienhof-gravert.de
BAUERNHOF AM WATTENMEER Norderheverkoogstraße 25 25836 Osterhever Telefon 04865/633 www.bauernhof-am-wattenmeer.de
Rezepte mit den Gästen: „Ein Gast wollte mein Trümmertortenrezept und hat mir dafür sein Lieblings-Käsekuchenrezept gegeben.“ So läuft das hier. Wer es salzig mag, genießt die wechselnden Suppen: Ofensuppe, Porreecreme, Tomate-Fenchel, Möhre-Ingwer – Inke Thun kocht sie alle selbst und weckt sie dann auf Vorrat ein. Doch der ist meist schnell aufgebraucht, so dass sie alsbald wieder Nachschub kochen muss! Viele Gäste kommen täglich für ihre Suppe: „Moin Birgit, welche Suppe darf es heute sein?“ Die urgemütliche Einrichtung stammt teilweise noch vom Vorbesitzer, vieles aber wird von den Gästen mitgebracht oder vererbt. Die antike Nähmaschine, die Schränkchen, sogar die Spitzendeckchen, Übertöpfe und antike Stühle – alles stammt von Gästen. Wer sonst hat solche Gäste? Aber welches Café hat auch so eine zauberhafte Gastgeberin? Detlef Arlt
CAFÉ IM THEATRIUM Karkenstraat 13 25882 Tetenbüll Telefon 04862/2011383 www.cafe-theatrium.tetenbuell.com Öffnungszeiten 01. April bis 31.Oktober täglich 14 – 18 Uhr 01. November bis 31. März Mittwoch bis Sonntag 14 – 18 Uhr
© Wellness-Hotels & Resorts
Die eine Milchtankstelle liegt da, wo eine Tankstelle sein sollte: verkehrsgünstig direkt an der B202 kurz vor Tating. An der Auffahrt zum Bauernhof der Familie Gravert steht eine kleine Hütte. Darin ein moderner Automat, aus dem sich der Milchtrinker seine frische Vollmilch abzapfen kann. „Man nimmt sich eine Flasche vom Tisch, öffnet die Klappe des Milchautomaten, stellt die Flasche hinein, wirft einen Euro in den Münzschlitz, drückt auf den Knopf und schon füllt der Automat frische, gekühlte Milch in die Flasche“, beschreibt Annelie Gravert den Tankvorgang. Die Flasche muss man kaufen – Plastik mit
Schön warm ist es im Café im Theatrium in Tetenbüll. Das liegt nicht so sehr an der muckeligen Temperatur, die Kachelöfen und Kamin erzeugen und auch nicht an der gemütlichen Einrichtung. Nein, es ist Inke Thun, die „Caféleiterin“, wie sie sich selbst bezeichnet, die aus diesem Café in Tetenbüll etwas ganz Schönes macht.
sonntags um die Ecke strahlst“, sagen die Einheimischen. Und so schaut er immer wieder rein, spült das Geschirr, trinkt täglich seinen Kaffee hier und kriegt sogar schon mal die Bananen-Schokotorte gebacken – aber natürlich nur unter Anleitung von Inke Thun. Die gelernte Hauswirtschafterin hat seit 2015 das Zepter in der Hand und stets alle 60 Plätze im Café und – im Sommer – im Außenbereich im Blick. Der herrlich hohe Saal mit seinen ca. 90 Plätzen wird regelmäßig für Familienfeste, Seminare und Theateraufführungen genutzt. Deshalb der Name. Am Wochenende und während der Hauptsaison wird sie von „ihren Mädchen“ unterstützt. Jan Hansen lässt sie gern machen, denn schließlich backt niemand so leckere Torten und „begöscht“ die Gäste so gut, wie Inke Thun. Sie ist leidenschaftliche Bäckerin und das merken die Leute. Star in der Kuchenvitrine ist ihre legendäre Trümmertorte. „Trümmer muss ümmer“ – ein Gedicht aus wechselnden Früchten, Baiser und Sahne. Die ist stets zuerst weg. Jeden Tag backt sie frisch – immer mal wieder etwas anderes. Sie experimentiert gern und tauscht
Foto: Detlef Arlt
Foto: Detlef Arlt
Foto: Bauernhof am Wattenmeer
Foto: Gravert
Einmal voll Milch bitte
ambassador hotel & spa Im Bad 26 ∙ 25826 St. Peter-Ording www.hotel-ambassador.de info@hotel-ambassador.de Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Telefon +49 (0) 48 63 - 70 90 Privathotels Dr. Lohbeck GmbH & Co. KG
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Auf Eiderstedt
Schäferstündchen am Deich
Foto: Schäferei Hinz
Volle Wolle
stundentag – oft genug muss Geburtshilfe geleistet und manchmal die richtige Mutter zum Lamm zugeordnet werden. Wie geht das? Anne-Christin Andresen-Hinz kann tatsächlich die Schafe an ihren Gesichtern erkennen, das ist eine Begabung, sagt sie. Nach 14 Tagen kommt die gesamte Herde
Foto: shutterstock.com/Inge K.
genug und von der Wolle können sie nicht leben. Die leckeren Produkte können die Gäste im eigenen Hofladen kaufen – und sogar vor Ort probieren. Äußerst leckere, selbstgemachte Lammburger und Lammwürste serviert Anne-Christin Andresen-Hinz, und natürlich selbstgebackenen Kuchen und heißen Kaffee. Außerdem gibt es alles „rund um Schaf und Meer“, wie Anne-Christin sagt – vom Frischfleisch über Schaffelle, bis hin zum Westerhever Leuchtturm im Modell. Detlef Arlt
auf die Kindergarten-Weiden, der Deich ist noch zu gefährlich für die kleinen Lämmer. Erst, wenn sie stabil genug sind, kommen sie auf den Deich. Nach vier bis acht Monaten, wenn sie ca. 40 kg wiegen, werden die Lämmer geschlachtet. Davon leben die Schäfer, denn Milch geben ihre Schafe nicht
SCHÄFEREI HINZ Ahndelweg 4 25881 Westerhever Telefon 04865/9013910 Öffnungszeiten täglich 12 – 18 Uhr
Foto: Schäferei Hinz
Von wegen Schäferidylle. Die Schäferei ist ein Knochenjob, der die Familie Andresen-Hinz das ganze Jahr in Atem hält. Anne-Christin Andresen-Hinz und ihr Mann Bastian Andresen betreiben die Schäferei Hinz direkt vorm Westerhever Deich, dort wo in der Hauptsaison täglich Tausende Besucher zum Westerhever Leuchtturm pilgern. Und nachher gern im hofeigenen Laden einkehren, um zumindest einen Lammburger zu genießen.
„Es gibt verschiedene Arten von Schäfern“, erzählt Anne-Christin Andresen-Hinz, die Eigentümerin der Schäferei Hinz. „Die Wanderschäfer, die ihre Herde mit Hund und Krummstock begleiten und es gibt, wie bei uns, die Deichschäferei. Unsere Schafe laufen in der Saison einen eingezäunten Bereich des Deiches ab. Das heißt, 38
wir müssen nicht dabeistehen.“ Die Schafe sind nicht etwa auf dem Deich, weil sie so idyllische Fotomotive für Touristen bieten: „Mit der Deichschäferei betreiben wir aktiven Küstenschutz,“ sagt Bastian Andresen. „Die Schafe halten das Gras kurz, treten den Boden fest und sorgen so dafür, dass die Deiche intakt bleiben.“ 700 Mutterschafe plus ein gutes Tausend Lämmer pro Jahr trampeln für die Schäferei Hinz über die Deiche und mähen den Rasen. Wahrscheinlich sind sie die meistfotografierten Eiderstedter – bei den vielen Gästen, die jede Saison zum Westerhever Leuchtturm wandern. Aber die Schäferei war schon hier, bevor der Leuchtturm, unter anderem durch eine Bierwerbung, weltberühmt wurde. „Wir sind in der vierten Generation Schäfer“, sagt Anne-Christin Andresen-Hinz. „Ich habe die Schäferei 2008 von meinem Vater übernom-
men und betreibe sie seitdem gemeinsam mit meinem Mann Bastian.“ Der Schäfer ist ein anerkannter Lehrberuf, das meiste hat Anne-Christin aber von ihrer Familie gelernt. Sie ist mit den Schafen aufgewachsen, wie ihr Vater und Großvater auch. Die Schafe sind allerdings nicht ganzjährig auf dem Deich. „Im Oktober bringen wir sie auf die Winterweiden nach Flensburg, dort ist das Wintergras saftiger und nahrhafter“, sagt Bastian Andresen. Früher wurden sie zu Fuß getrieben, heute geht es bequem mit dem Lastwagen zu den Weidegründen. Jeden Tag schauen die Andresen-Hinz nach ihren Schafen, versorgen sie und kümmern sich – das sind 180 Kilometer täglich. Ende Februar kehren sie zurück in die Hofställe, wo die Lämmer zur Welt kommen. Dann ist sechs Wochen lang rund um die Uhr Stress angesagt, denn Lämmer kennen keinen Acht39
Auf Eiderstedt
So und nicht anders müssen die Freibeuter in den goldenen Zeiten der Kaperfahrten ausgesehen haben. Helmut Schön ist ein Riesenkerl mit Bart, Brille und Mütze und er sitzt gemeinsam mit seiner Partnerin Heidi Fink auf einem riesigen Schatz aus maritimen Kostbarkeiten und origineller Kunst. Ihre Schatzkammer ist das Depot Freihafen in Tönning. Es liegt, wie jede Schatzkammer, etwas versteckt, aber wer einmal den Eingang gefunden hat, kommt zwangsläufig schwer beladen mit Beute wieder heraus. Das Gute an der Schatzkammer: fast alle Stücke können gekauft werden, denn Heidi Fink und Helmut Schön sind keine Piraten, sondern Händler und Kunstverrückte: „Wir haben uns auf die Themen regional und original spezialisiert und fordern kreative Menschen aus der Region auf, ihre Stücke zu uns zu bringen“, erzählt Weltenbummler Helmut Schön, der 25 Jahre in der ganzen Welt unterwegs war. „Wir stellen die Werke kostenlos in wechselnden Verkaufsausstellungen in unseren Räumen aus.“ So kann der Sammler maritime Fotografien und Kettensägen-Skulpturen be-
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mit pers ratung. önlicher, kompetenter Be
Foto: Detlef Arlt
Foto: Detlef Arlt
Der Schatz von Tönning
Ihr St. Pet er-Exp erte
wundern oder übermalte Seekarten für das heimische Wohnzimmer kaufen. Regionale Kunst und Kultur, Literatur und vor allem alte Dinge aus der wechselvollen Geschichte der nordfriesischen Fischer, Bauern und Seefahrer – von alten Schiffslaternen über Wikingermasken bis hin zum eigenen Bernsteinzimmer. „Nautiquitäten“ nennen sie diese Stücke: „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Objekten und kaufen diese auch an.” Besonders am Herzen liegen den beiden Freihafenern die Themen Umweltzerstörung und Klimawandel: „Wir stellen zum Beispiel Bilder der Tönninger Künstlerin Kathrin Borowski-Prilipp aus, die Collagen aus Plastikmüll macht, den sie einmal im Monat rund um das Eider Sperrwerk sammelt“, sagt Heidi Fink. Gemeinsam mit ihrem Netzwerk aus lokalen Künstlern und Umweltaktivisten planen sie bereits weitere Ausstellungen zum Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt. Ein Thema das Helmut Schön als Globetrotter besonders am Herzen liegt: „Ich habe in Lateinamerika und Indien immer mit Menschen in und mit der Natur
gelebt und hatte dort Projekte, die sich mit Arten- und Naturschutz beschäftigt haben.“ Ihren Anspruch auf authentische Kultur in Verbindung mit Naturschutz haben sie in ihrem eigenen „WDF-Logo“ festgeschrieben, das nicht zufällig an eine berühmte Naturschutzorganisation erinnert. Heidi Fink und Helmut Schön haben sich der regionalen Kunst und Kultur verschrieben, denn sie wollen ihren Kunden nicht zuletzt authentische Souvenirs ihrer Heimat bieten – jenseits der „Moin-Moin-Kaffeebecher“ Made in China. Und das ist ihnen gelungen. Detlef Arlt
DEPOT FREIHAFEN Neustadt 19 25832 Tönning Telefon 0174/709646 www.depot-freighafen.de Öffnungszeiten Freitag bis Montag 11 – 17 Uhr
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Der MAGAZIN-Ausflugstipp
Die Erben der Wikinger Die Anreise Nicht ganz anderthalb Stunden brauchen wir für die etwa 80 Kilometer von Ferienhaustür zum Parkplatz mitten in Schleswig: Wir fahren auf der B202 bis hinter Tönning, weiter geht es auf der B5 Richtung Husum und dann auf der B201 bis nach Schleswig. Das Navi führt uns zu einem der zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten, allerdings zeitlich begrenzt durch eine Parkscheibe. Wir wählen einen Parkplatz in der Nähe der Plessenstraße, denn wir wollen uns zuerst bei den freundlichen Menschen der Touristinformation Tipps und Informationen abholen.
Eine Stadt, die so heißt wie das ganze Bundesland, muss etwas Besonderes sein. Wer hier oben im Norden wohnt, kennt die Stadt Schleswig – und wer nicht, hat zumindest zwei Namen schon einmal gehört: Schloss Gottorf und die Wikingersiedlung Haithabu. Wir wollten es etwas genauer wissen und haben eine wunderschöne Stadt an der Schlei entdeckt. 42
überfallen, angegriffen und angefeindet. 1066 brannten die Slawen Haithabu endgültig und vollständig ab. Die Wikinger zogen 3 Kilometer weiter und ließen sich im heutigen Schleswig nieder. In der Folgezeit schlugen sich immer wieder Schweden, Dänen und Deutsche um Schleswig, Holstein und den ganzen Norden bis nach Hamburg. Wichtig zu wissen: bis 1864 gehörte ganz Schleswig-Holstein zur dänischen Krone. Schleswig war Residenzstadt der Schleswiger Herzöge und bis 1945 sogar Hauptstadt der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Die historische Bedeutung sieht man ihr bis heute an. Ein Bummel durch das Herz der Schleistadt Die Touristinformation hält einen kleinen Flyer bereit, der uns auf kurzen Wegen zu
den Höhepunkten der Stadt führt. Schon der historische Plessenhof von 1798, heute Sitz der Schleswiger Touristiker, ist ein bemerkenswert schönes Gebäude. Auf der anderen Straßenseite ragt der gewaltige Schleswiger Dom in den Himmel, ein Riesenbauwerk, das die historische Bedeutung Schleswigs eindrucksvoll belegt. Um 1100 wurde mit dem Bau begonnen und erst 1894 wurde der 112 Meter hohe, neugotische Westturm fertiggestellt. Zahlreiche kunsthistorisch wichtige und wunderschöne Kunstwerke schmücken den Dom, wie der berühmte Bordesholmer Altar mit seinen fast 400 aus Eiche geschnitzten Figuren oder das Marmorgrabmal für König Friedrich I. das so hoch ist, dass man den verblichenen Monarchen nur über einen angebrachten Spiegel betrachten kann. Um den Dom herum wandern wir durch die Altstadt, der enge Apothekergang führt uns auf den Rathausmarkt. Gleich rechts von uns finden wir ein zauberhaftes „Kleines Traumcafé“ in der alten Hofapotheke von 1517. Hier genießen wir unseren ersten Cappuccino mit Blick auf die alten Gebäude ringsherum. Gut gestärkt wandern wir quer über den Platz zum Rathaus, das eine Einheit mit dem uralten Graukloster aus dem 12. Jahrhundert bildet. Graukloster deshalb, weil die Franziskanermönche graue Kutten trugen.
www.multimar.de
Foto: Ostseefjord Schlei GmbH/Matzen
Ganz viel Geschichte und Geschichten am Wasser Eines haben wir noch vor der Fahrt klar verabredet: Der Vormittag gehört der Stadt, der Nachmittag ist für die Wikinger reserviert, eine sinnvolle Aufteilung für einen Tagesausflug. Wer ein Wochenende bleibt, kann sich umso mehr Zeit lassen. Nette Hotels und Pensionen gibt es genug. Zurück zur Stadt und ihrer Geschichte – und da sei festgestellt: Schleswig ist eine Wikingerstadt! Schon im 8. Jahrhundert siedelten die skandinavischen Krieger, Händler und Bauern am Ende des Schleifjords und machten ihre Hafenstadt Haithabu zur Handelsdrehscheibe des Nordens. Ihr Reichtum blieb nicht unbemerkt. Haithabu wurde immer wieder
Foto: Detlef Arlt
In Schleswig
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Der MAGAZIN-Ausflugstipp
Hafen, Holm und Kaphörnchen Nun wollen wir aber ans Wasser. Nach einem kurzen Spaziergang durch malerische Gassen mit rosenstockgeschmückten alten Häusern erreichen wir den Schleswiger Hafen. Einst war er ein bedeutender Wirtschaftshafen, aber letztendlich war er zu flach für dicke Koggen und so wurden Lübeck und Flensburg attraktiver für den Handel. Die alten Hafenanlagen sind überbaut, was übrig blieb, gehört heute den Seglern und den Flanierern. Stopp, die Wohnmobilisten gehören auch dazu! Der Wohnmobilhafen mit seinen besonders begehrten Stellplätzen direkt am Wasser ist der heiße Tipp unter dem fahrenden Volk. Wir schlendern die Mole hinunter und gönnen uns ein leckeres Eis vom Kaphörnchen, der nach Aussagen Einheimischer besten Adresse für Gefrorenes. Gut geeist schlendern wir weiter zur gemütlichen Fischersiedlung Holm. Es ist faszinierend und einzigartig zu sehen, wie die alten Fischerhäuschen rund um den Friedhof gebaut wurden – im Rücken das Wasser der Schlei. Auch hier fällt auf: Vor jedem Häuschen steht ein Rosenstock. Shoppen und genießen bis zum Schloss Uups, unsere Parkzeit läuft ab, wir müssen zurück zum Auto. Nach Platzwechsel ins öffentliche, parkscheibenpflichtige Parkhaus bummeln wir die Fußgängerzone herunter. Kleine, individuelle Geschäfte findet der Besucher zwischen Kornmarkt und Capitolplatz. Wir genießen den zweiten Kaffee des Tages im Coffea, einem kleinen Café, 44
von dessen Außenterrasse wir dem bunten Treiben zusehen können. Hinter dem Capitolplatz, im Stadtweg, sind bekannte Kaufhäuser und Modeketten zu Hause, genauso wie Bäckereien und Restaurants. Schloss Gottorf – Der Museumsgigant Man kann ganze Tage im Landesmuseum Schloss Gottorf verbringen. Es ist riesig und die Ausstellungen der beiden Landesmuseen für Archäologie sowie für Kunst und Kulturgeschichte sind voll mit Schleswig-Holsteiner Geschichten und Geschichte. Da wir unterschiedliche Vorlieben haben, trennen wir uns. Meine Frau liebt Kunst und Kultur, ich wollte mal Archäologe werden. Eine Stunde haben wir uns gegeben, nicht viel für diese Schatzkammer. Während meine Liebste sich durch ein Jahrtausend Kulturgeschichte arbeitet, genieße ich die Vor- und Frühgeschichte des Nordens. Faszinierend ist das fast 23 Meter lange Nydamboot, ein ca. 1.700 Jahre altes, hochseetüchtiges Kriegsruderboot für bis zu 45 Mann Besatzung. Es steht in einer eigens dafür gebauten Halle, eingebettet in eine informative Ausstellung. Dann steige ich die Schlosstreppen hinauf ins zweite Obergeschoss, zu den Moorleichen. Als Kind war ich das erste Mal hier und erinnere mich noch sehr gut an das Gruseln angesichts des Kindes von Windeby. Sogar das Gesicht des Kindes konnte rekonstruiert werden, ein blonder Knabe von ca. 15 Jahren. Nachdem ich mir auch noch die Ausstellung zu den Mooropferplätzen von Thorsberg und Nydam ange-
Foto: Ostseefjord Schlei GmbH/Matzen
Um den Pudding
Foto: Detlef Arlt
Foto: Detlef Arlt
Foto: Ostseefjord Schlei GmbH/Matzen
Eine Reise nach Schleswig
schaut habe, ist es Zeit, zum vereinbarten Treffpunkt zu gehen: dem OCCO. Die Konditorei und Brasserie von Oliver Firla serviert tagsüber feinheimische, hausgebackene Kuchen und Torten, mittags einen leckeren Lunch mit Dessert und abends eine wechselnde Tapas-Auswahl. Haithabu und ein Abend mit Odin Endlich, jetzt ist es Zeit für die Wikinger. Wir fahren mit dem Auto „einmal um den Pudding“, wie man in Schleswig sagt, wenn man das Fjordende der Schlei umfährt und parken direkt vor dem Wikinger Museum Haithabu (öffnet nach Renovierung voraussichtlich im Mai 2018 wieder) und tauchen in die Geschichte der übrigens hornlosen Helden ein, besichtigen Runensteine, ein weiteres Wikingerschiff und schauen uns in den sieben rekonstruierten Häusern des Wikingerdorfs um. Nach ausführlicher Besichtigung meldet sich der Hunger. Gut, dass Multi-Gastronom Oliver Firla ein zweites FEINHEIMISCH-Etablissement in der Nähe betreibt: Odins Haddeby. Dem fast 200 Jahre alten Gasthof hat der gelernte Koch vor zehn Jahren mit feinheimischer Küche neues Leben eingehaucht. Und was für eins: In der offenen Bäckerei kann der Gast frisches Brot und Brötchen kaufen, in der ebenfalls offenen Küche werden ausschließlich regionale Lebensmittel genutzt, die aus einem Umkreis von maximal 50 Kilometern kommen. Keine künstlichen Zutaten, kurze Wege, regionale Produzenten, alles wird selbst hergestellt und verarbeitet. Und entsprechend gut schmeckt das
Essen: Wir nehmen ein Galloway Ragout mit
tengemüse in Biersoße – ganz köstlich, was
MISCH anbietet. Wer übrigens wie ein echter Wikinger speisen will, der kehrt in Firlas „Wikingerschänke“ in Busdorf ein, ein paar Kilometer weiter. Wir aber schweben satt, müde und glücklich in unser Feriendomizil.
der erste Vorsitzende den Vereins FEINHEI-
Detlef Arlt
frischem Gemüse und Ofenbrot sowie einen zart geschmorten Schinkenbraten vom Geestschwein mit Semmelknödel und Gar-
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Superior
Das 3 Sterne Superior Hotel in St. Peter-Ording Das 3 Sterne Superior STRANDHOTEL bietet Ihnen persönlichen, freundlichen Service, gepflegte Gastlichkeit und modern eingerichtete Zimmer für private oder berufliche Aufenthalte. Verbringen Sie bei uns eine erholsame Zeit und genießen Sie die regionale Küche in unserem Restaurant Marsch & Meer. Die 1. Adresse für Kuraufenthalte und Wellness-Wochen In unmittelbarer Nähe finden Sie das Gesundheits- und Wellness-Zentrum mit Saunalandschaft und DÜNEN-THERME. Der Badestrand an der Nordsee ist bequem zu Fuß zu erreichen.
STRANDHOTEL St. Peter-Ording — Im Bad 16 — 25826 St. Peter-Ording Tel.: (+49) 04863 96960 — Fax: (+49) 04863 969696 — www.strandhotelstpeterording.de 45
Kinderkram
Hallo, ich bin Lilly. Neulich war ich mit meiner Familie auf Eiderstedt, Urlaub machen. Und weil ich es schon immer doof gefunden habe, wenn Erwachsene über Kinder schreiben, dachte ich, das kann ich auch. Und so kommt es, dass ich Euch mal erzähle, was wir alles erlebt haben.
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leider. Da hat er doch tatsächlich gekniffen! Georg war noch zu klein, also sind Mama und ich. Puh, sage ich Euch, war das aufregend! So wie Achterbahn und Bungee Jumping und alles Schlimme zusammen! Man stellt sich in die Kabine, kreuzt die Arme, spannt den Körper, drückt den grünen Knopf und zack!, plötzlich klappt der Boden weg und man saust ab wie eine Rakete, schnurstracks nach unten ins Becken. Das geht so schnell, dass man gar nicht merkt, wie man dorthin gekommen ist. Nach dem ersten Schrecken will man dann aber nochmal, jedenfalls Mama und ich. Später hat der Familienrat entschieden, dass es für heute reicht und wir dringend ein paar Pommes brauchen. Auf dem Weg nach draußen sind wir noch schnell ins NATIONALPARK-HAUS eingebogen, weil das unten im selben Haus ist. Das war besonders für uns Kinder toll, weil wir fast alles anfassen durften und herausfinden, welche Windstärke wir pusten können. Für die Erwachsenen war es aber auch besonders toll. Bloß lesen die immer alles ewig durch, weil das Wattenmeer ja sooo interessant ist. Und das dauert und dauert, während der Magen laut „Pommes!“ knurrt. Georg
Foto: Callies GmbH
Weil das Wetter so „mittelmäßig“ war, wie Mama immer gern sagt, haben wir weniger ein Draußenprogramm mit ewig langen Spaziergängen gemacht, bei denen einem die Füße bloß weh tun, sondern mehr ein Drinnenprogramm, das wir Kinder vorgeschlagen haben und bei dem einem die Füße kein bisschen wehtun. Georg und ich waren ausnahmsweise mal einer Meinung und haben gleich gesagt, dass wir ins Wellenbad wollen. Mama und Papa meinten, dass sie ja so lange in die Sauna gehen könnten, aber da sind wir gleich eingeschritten und haben gesagt: „Halt, Freundchen, ihr bleibt schön bei uns, das ist schließlich ein Familienurlaub!“ So kam es jedenfalls, dass wir in die DÜNEN-THERME gegangen sind. Mama hatte sich total viel zu lesen eingesteckt, aber das habe ich ihr gleich ausgeredet. Im Wellenbad hat sie dann richtig Feuer gefangen, obwohl das ja Wasser ist, hihi! Dort haben wir Elefant und Delphin und Hai und Krokodil gespielt und sind vom Beckenrand gesprungen, Briefpost und Bombe und Bauchplatscher – was ganz schön wehtat, aber auch lustig war. Und haben toter Mann und tote Frau gespielt und uns auf dem Wasser treiben lassen, was ganz leicht ging, weil das Wasser ja so viel Salz geschluckt hat. Bis wir die Rutschen entdeckt haben. Erst sind wir die Reifenrutsche runter, dann die Wildbachrutsche. Die ist wild, aber nicht steinig, so dass man sich nicht wehtun kann. Die geht draußen entlang, so dass es einem auf den Kopf regnet, wenn es regnet. Die Turborutsche haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Nachdem wir die „Gebrauchsanweisung“ studiert hatten, meinte Papa, er würde ja gern, aber er habe „Knie“,
und ich sind dann doch ein wenig müde geworden und haben uns auf die Liegewiese gelegt. Von hier aus hatten wir einen hervorragenden Blick auf die Gläser mit Lakritz. Die dann aber kein Lakritz, sondern bloß Knotenund Blasentang waren. Das war dann aber das Stichwort. So sind wir noch zum Nordsee Bären und haben uns ordentlich mit Lakritz und Sauren Pommes eingedeckt. Probieren durften wir auch. Und das allerschönste war, dass es echte Lakritz waren und nicht bloß Blasentang. Später haben wir dann noch echte Pommes gegessen und Mama und Papa mussten zugeben, dass es ein super schöner Tag mit uns gewesen war. Und dass wir dem mittelmäßigen Wetter dankbar sein konnten, weil es ein echt familienfreundliches Wetter gewesen war. von Lilly
DÜNEN-THERME Maleens Knoll 2 25826 St. Peter-Ording www.st-peter-ording.de/ duenentherme NATIONALPARK-HAUS ST. PETER-ORDING Maleens Knoll 2 in der DÜNEN-THERME 25826 St. Peter-Ording www.nationalparkhaus-spo.de NORDSEE BÄR Im Bad 38 25826 St. Peter-Ording www.nordseebaer.de
Wichtige Termine für Kids! Foto: stock.adobe.com/Carola Vahldiek
Foto: NATIONALPARK-HAUS
Foto: Oliver Franke
Foto: stock.adobe.com/eugenesergeev
Gut, dass es schlechtes Wetter gibt
Muscheln, Müll & Bernstein NATIONALPARK-HAUS 25. März, 07. und 22. April, 07. und 26. Mai, 03. und 27. Juni 2018, jeweils 14 Uhr Bei dem Workshop lernt Ihr die wichtigsten Strandfunde kennen und überlegt gemeinsam, was man gegen Müll tun kann. Außerdem könnt Ihr einen Bernstein als Andenken selbst schleifen. Kosten 6,00 Euro, Dauer ca. 1,5 Stunden Tag des Schafes am DÜNEN-HUS 29. März 2018, 11 – 16 Uhr Wir lernen viel über den netten Wolleträger! Bei schlechtem Wetter im Kinderspielhaus.
Schaf Ahoi! DÜNEN-HUS 29. März 2018, 14.30 Uhr Das Landestheater ist zu Besuch mit der Geschichte vom Jungschaf Berthold, das ein Muttersöhnchen ist. Eins, das keinen Mut zum Abenteuer hat. Bauer Beck fährt weg DÜNEN-HUS 02. April 2018, 14.30 Uhr Bauer Beck, der beschließt ans Meer zu fahren. Aber wohin mit seinen Tieren? Auch dafür findet er eine originelle Lösung. Gespielt vom Landestheater.
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Carcassonne on Tour Kinderspielhaus 03. bis 06. April 2018, 10 – 16 Uhr Unter dem Motto: „Lasst uns knobeln und zocken!“, bis die Würfel qualmen, spielen wir unter professioneller Anleitung Klassiker und lernen Neues kennen.
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Veranstaltungen
Wo geht was ab? Wo muss ich hin? Damit die besten Events nicht ohne Sie stattfinden, verraten wir, wo Sie was erleben könnt. OSTERN UND MAITANZ Osterlauf und Osterfeuer Erlebnis-Promenade 31. März 2018, 14 Uhr und 19.30 Uhr Nachmittags zum Osterlauf, abends ans prasselnde Osterfeuer, mit Live-Musik, leckeren Speisen und Getränken. Osterbrunch ambassador hotel & spa 01. April 2018, ab 12 Uhr Genießen Sie typische Spezialitäten und Oster-Leckereien mit Live-Musik, 28,00 Euro pro Person. Reservierung: Telefon 04863/7090 Tanz in den Mai mit DJ Helly StrandGut Resort 30. April 2018, ab 21.30 Uhr 49,00 Euro inkl. Getränken und kleinem Snack. Kartenverkauf: Telefon 04863/99990
Naturerlebniswoche 18. bis 23. Juni 2018 Aktionswoche mit Ausflügen in die Natur im Nationalpark Wattenmeer sowie Führungen und Vorträge.
Cavewoman 31. Mai 2018, 20 Uhr Vergnüglicher Blick auf zwei unterschiedliche Wesen, die sich eine Wohnung teilen müssen.
Mittsommerfest Erlebnis-Promenade 23. Juni 2018, ab 15 Uhr Naturerlebnis zur Sonnenwende mit skandinavischen Spezialitäten, Mitmachaktionen für Kinder und Bühnenprogramm.
Typisch Frau 05. Juni 2018, 20 Uhr Jahrelang hat Sonja Gründemann versucht, sich gegen Frauenklischees zu wehren. Aber dann... Coast Rock – Open Air 07. Juni 2018, 20 Uhr
DÜNEN-HUS Die Bongers 11. April 2018, 20 Uhr Figurenstarke Show mit Andrea Bongers als Kabarettistin, Sängerin und Puppenspielerin. Küstenrock von Nordward Ho 19. April 2018, 15.30 Uhr
PARTY & CO IM BEACH MOTEL Weltwassertag 22. März 2018 Wasser für alle kostenfrei – pro verbrauchten Liter spenden wir 10,00 Euro an Viva con Agua!
SPO klart auf! siehe Seiten 28, 29
Pat Fritz 20. April 2018, 20 Uhr Spannende Geschichten aus der POP-Welt.
Anbaden 24. März 2018, ab 14.30 Uhr Wir stürzen uns mit allen Freiwilligen in die Fluten. Für warme Getränke und eine heiße Saunatonne ist gesorgt.
Kultur Himmel und 10 Jahre Buhne Erlebnis-Promenade 10. bis 13. Mai 2018, 14 – 18 Uhr Kulturelle, musikalische und kulinarische Genüsse aus der Region erwarten Sie.
BUDDY in concert 24. Mai 2018, 20 Uhr Die größten Hits der Rock’n Roll und Twist-Ära in einer atemberaubenden, temporeichen Show.
Tanz in den Mai 30. April 2018, 20 Uhr Party machen wie die Hexen auf dem Blocksberg – mit Sugardaddy Till Fresh.
VORSAISON-HIGHLIGHTS
HTGC – Kids of Adelaide 11. Mai 2018, 21 Uhr Im Rahmen ihrer „Somewhere in Germany-Tour“ machen die Kids bei uns Halt.
Offene Ateliers auf Eiderstedt 29. April 2018, 11 – 18 Uhr Eiderstedter Künstler der Gruppe KunstKlima öffnen ihre Ateliers.
HTGC – Seed to tree 25. Mai 2018, 21 Uhr Energiegeladener Indie-Pop aus Luxemburg.
„Parallax Dimensions“ von Eduardo Pampinella Altes Rathaus in Garding 13. Mai bis 22. Juni 2018
D.I.S.C.O. mit Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band 09. Juni 2018, 21 Uhr Zwischen Groove, Disco und Swing.
Konzert am Karsamstag Schloss vor Husum 31. März 2018, 19 Uhr Kammerphilharmonie Köln
WM – Public Viewing 14. Juni bis 15. Juli 2018 Übertragung der Deutschlandspiele in der Old Night Owl Bar.
Foto-Ausstellung „Wasserland“ Schloss vor Husum 04. März bis 03. Juni 2018 von Marc-Oliver Schulz
AUSSTELLUNGEN UND MUSIK
Festival Neue Musik Schloss vor Husum 25. und 26. Mai 2018
Koloniale Erinnerungsorte Haus Peters in Tetenbüll 03. März bis 29. April 2018 „Liebste Orte“ von Tanja Gott Haus Peters in Tetenbüll 13. Mai bis 05. August 2018 Brahms-Wochen Heide und Umgebung 21. April bis 23. Juni 2018 Hochkarätige Konzertreihe www.brahms-sh.de
TÖNNING Antikmarkt im Packhaus 24. und 25. März 2018, 9 – 17 Uhr Maibaumfest im Schlossgarten 30. April 2018, ab 18 Uhr Bauernmarkt im Packhaus 12. und 13. Mai 2018, 9 – 17 Uhr Ringreiten im Schlossgarten 03. Juni 2018, 9.30 – 14 Uhr (Kinder) 09. Juni 2018, ab 11.30 Uhr (Jung Tönning) 22. und 23. Juni 2018, ab 14 Uhr (Ringreitergilde) Musik am Markt „Doppelzentner“ 13. Juni 2018, 18.30 – 22 Uhr WM – Public Viewing im Packhaus 17. Juni 2018, 17 Uhr 23. Juni 2018, 20 Uhr 27. Juni 2018, 16 Uhr Einlass eine Stunde vor Beginn. Musik am Markt „Dance On“ 27. Juni 2018, 18.30 – 22 Uhr
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Weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender oder unter: www.st-peter-ording.de
Tischlein Deck Dich 03. Juni 2018, ab 11 Uhr Picknick vor historischer Kulisse. Bringen Sie Ihre Leckereien mit oder bestellen Sie Tische und Picknickkörbe vor. Telefon 04881/93930 info@friedrichstadt.de
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Ein Garten für den Wal
Der Wal wohnt mitten im Ozean. Er wünscht sich einen Garten auf seinem Rücken, damit ihn seine Freunde häufiger besuchen kommen. Den dazugehörigen Springbrunnen hat er ja schon. Ausgerechnet ein Grashüpfer ist es, der ihm mit seinem kleinen Boot die gewünschten Utensilien wie Bank, Blumen und Sträucher heranschippert und den romantischen Garten mit Grünpflanzen sowie
Schuppen, Schaukel und Schlängelpfaden anlegt. Schade ist nur, dass der Wal von nun an nicht mehr aus dem Wasser springen darf. Doch das macht ihm zunächst nicht so viel aus, denn der gewünschte Besuch bleibt nicht aus. Die Neugier treibt die Tiere zu ihm hin, Hai und Thunfisch schwimmen heran, Nilpferd und Nashorn kommen vorbei, aber die nerven doch ein wenig. Wunderbar in Szene gesetzt hat die Illustratorin Annemarie van Haeringen die seltsame Szenerie, mit feinem Strich und zarter Hand in farbenprächtigen Aquarell-Verläufen, die rührende Parabel über das Wünschen und Wollen von Toon Tellegen bebildert. Ein kleines Buch mit großer Poesie in Wort und Bild.
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Mit seiner sagenhaften Tiergeschichte erzählt der niederländische Kinderbuchautor Toon Tellegen eine bezaubernde Geschichte vom Wal, der auf der Sehnsucht nach Glück ist.
EIN GARTEN FÜR DEN WAL Toon Tellegen, Kinderbuch, 64 Seiten Verlag Gerstenberg ISBN 978-3-8369-5901-8, 12,95 Euro
Andrea Keil
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„In der Kürze liegt die ...“denkt man gleich, wenn man diese kleinen, quadratisch-praktischen Give Aways in die Hand nimmt. Es dreht sich hier nicht um besagte Schokolade, die gern Werbung mit ihrer Quadratizität macht. Sondern um kleine Liebeserklärungen an den Ort St. Peter-Ording. So finden sich in „St. Peter-Ording lütt“ wissenswerte Anmerkungen und Hinweise zum Wattenmeer, das im UNESCO Weltnaturerbe liegt. Verbunden damit sind Sprüche und Zitate
großer Denker und Schriftsteller von Thomas Mann über Christian Morgenstern bis hin zum unvergesslichen Johann Wolfgang Goethe. Mal ernst, mal ironisch sind die Sprüche neben schöne Natur- und Schnappschussfotos von Oliver Franke platziert. Und geben so ein vielseitiges Stimmungsbild des Ortes wieder, an dem viele gerne Urlaub machen. „St. Peter-Ording in de Tied“ funktioniert ein bisschen anders: Hier locken historische Fotografien und amüsante Sprüche aus den letzten 100 Strandjahren und lassen ein nostalgisches Gefühl aufkommen mit dem Wunsch, ein wenig die gute alte Zeit hinaufzubeschwören.
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