haus technik .ch
Oktober 2026
Neue Anlage in Andelfingen ZH: Heizen und kühlen mit modernster Oertli Aero 3er-Kaskade Seite 20
Interview mit Fabio Marzà: «Eine Produkteinführung erfolgt immer im Team» Seite 4
Interview mit René Gürber: «Früher waren die Serverräume richtige Kühlschränke» Seite 16
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4 Über uns 10 Marché 14 Produktneuheiten 16 Fokus 20 Referenzen 26 Lieferanten-News 34 Aus der Branche 36 Nachhaltigkeit 38 Gut zu wissen 40 Meier Tobler Kundinnen und Kunden
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«Um den Trittschall zu minimieren, ist dies das beste System»
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«Wir bedienen 100 Kunden pro Tag»
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«Früher waren die Serverräume richtige Kühlschränke»
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«Das Exoskelett hilft mir, Belastungen zu reduzieren» Inhalt 2
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Liebe Geschäftspartnerin, lieber Geschäftspartner
es
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Von B nach A
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Erstmals seit zwei Jahren zeigt der Heizungsmarkt in der Schweiz Anzeichen einer Erholung. Gleichzeitig setzte die Verschiebung von fossilen Heizsystemen hin zu Wärmepumpen wieder ein. Beide Faktoren spüren wir und stimmen uns positiv für die nächsten, für unsere Branche wichtigsten Monate im Jahr. Das neue Oertli-Wärmepumpensortiment mit den natürlichen Kältemitteln wurde vom Markt gut aufgenommen. Lesen Sie dazu den Beitrag auf Seite 20 zu einer neuen Anlage im Zürcher Weinland. Ein breiter Marktschub infolge des Wegfalls des Eigenmietwerts blieb vorerst aus. Nichtsdestotrotz sehen Experten für die kommenden Jahre bis zur Abschaffung im Januar 2029 die Zeichen für stärkere Bewegungen in der Sanierungslandschaft als gegeben an (Interview auf Seite 34). Wir nähern uns dem Ende des Jahres mit grossen Schritten. Zeit zurückzublicken, beispielsweise auf unsere expo plus Messe im Frühling (ab Seite 6). Es ist aber auch Zeit, vorwärtszuschauen. Wir sind mittendrin in der aktuellen Heizperiode. Uns allen wünsche ich eine erfolgreiche Hochsaison – nutzen wir den Rückenwind des Marktes! Roger Basler, CEO
«Ich erwarte einen Nachfrage-Tsunami»
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Auch ein Erfolgs-Team: Fabio Marzà und seine Wärmepumpen. (Bilder: rl)
«Eine Produkt einführung erfolgt immer im Team» Dieses Jahr hat Meier Tobler die neue Aero und Terra Wärmepumpenfamilie eingeführt. Im Hintergrund standen viele Mitarbeitende dafür im Einsatz. Für die Markteinführungskampagne zuständig war Fabio Marzà, Teamleiter Market Manager im Marketing von Meier Tobler. Ein Gespräch mit ihm anlässlich einer Ablieferung vor Ort in Andelfingen ZH.
Über uns 4 04_05_uu_fabio_DE [P]{CH_DE}_787820.indd 4
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haustechnik.ch: Herr Marzà, hier in Andelfingen berichtet haustechnik.ch über die neue Anlage mit der 3er- Kaskade der neuen Oertli Aero 10-50a (siehe Seite 20). Sie waren massgeblich daran beteiligt, dass dieses Jahr die neue Wärmepumpenfamilie bei Meier Tobler eingeführt wurde. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie diese Umsetzung hier nun sehen? Fabio Marzà: Ich freue mich sehr, hier bei der Ablieferung vor Ort zu sein. Dabei ist es mir besonders wichtig, in diesem Mo ment auch den Installateur Stephan Fendt von der Schmid Hut ter AG, den Kunden Romeo Spahn von der Meister Abrasives AG sowie meine am Projekt beteiligten Kollegen, Markus Schmid und Cyrill Waibel, persönlich zu treffen. Gleichzeitig bin ich auch stolz, nach einer langen Vorbereitungs- und Umsetzungs zeit unsere neuen Produkte hier im Einsatz zu sehen. Was braucht es alles, um eine solche Markteinführung zu planen und umzusetzen? Eine Produkteinführung, wie nun bei der Oertli Aero und Terra Wärmepumpenfamilie, erfolgt immer im Team. Dabei braucht es eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten, intern und extern. Zuerst erstellen wir ein Marketing- und Ver triebskonzept, dann schnüren wir daraus die Markteinfüh rungskampagne, die aus Kommunikationsmassnahmen, Schu lungen, Anlässen und vielem mehr besteht. Wer ist alles in eine solche Einführung involviert? Neben dem Hersteller als externem Partner sind bei uns die verschiedensten Kolleginnen und Kollegen aus Produktma nagement, Verkauf, Service, Einkauf und Schulung mit dabei. Alle Beteiligten übernehmen dabei klar definierte Aufgaben und tragen mit ihrem jeweiligen Fachwissen zum Erfolg des Projekts bei. Wir haben uns in der Projektgruppe zwei Mal pro Monat zum gemeinsamen Austausch getroffen. Welches ist genau Ihr Einsatzgebiet bei Meier Tobler? Ich bin verantwortlich für Marketing und Kommunikation im Bereich Wärmeerzeugung. Im Fokus meiner Arbeit steht die enge Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen. Entscheidend ist für mich aber vor allem der direkte Kundenkontakt. Wie gestalten Sie diesen und was ist Ihnen dabei besonders wichtig? Laufend im Austausch mit unseren Kunden zu sein, steht im Mittelpunkt meiner Arbeit. Ich will ihre Bedürfnisse erfahren und bestmöglich darauf eingehen. Das Vertrauen, die Verläss lichkeit und der partnerschaftliche Umgang miteinander haben höchste Priorität. Konkret heisst das für mich in meinem Alltag, dass ich sie mit Know-how und Dienstleistungen unterstütze und ihnen Lösungen ermögliche, die ihre Arbeit erleichtern. Was heisst das genau, wovon profitieren Kunden konkret? Wenn Kundinnen und Kunden unsere Produkte einsetzen, pro fitieren sie von verschiedenen Vorteilen – vom breiten und hochwertigen Sortiment selbst, vor allem aber auch von unse rer kompetenten Fachberatung, der Planungsunterstützung, den Planungshilfen und den Verkaufsunterlagen. Ich unterstütze sie dabei auch individuell bei der Marktbearbeitung und der Ver marktung, wie zum Beispiel bei Werbe- und Verkaufsförde rungsaktionen, Dokumentationen oder Referenzreportagen. Wie hier in Andelfingen? Ja, genau. Über ein solches Referenzprojekt zu berichten, be deutet in diesem Fall für die Firma Schmid Hutter AG eine wert volle Verkaufsunterstützung. Sie erhalten nicht nur den Bericht in unserem Kundenmagazin, sondern können auch Text und Bilder für sich selbst nutzen – etwa im Internet oder für Social
Fabio Marzà im Gespräch vor Ort bei der Ablieferung.
Media. Damit helfen wir unseren Kundinnen und Kunden, sich selbst und die Produkte erfolgreich zu präsentieren. Sie haben auch den Kontakt mit den Lieferanten angesprochen. Wie gestalten Sie diesen und welche Einflussmöglichkeiten hat Meier Tobler auf die Produkte selbst? Für uns ist die enge und regelmässige Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten von grösster Wichtigkeit, gerade auch was das Feedback zu Bedürfnissen und Anforderungen aus dem Markt betrifft. Denn nur gemeinsam lassen sich Pro dukte optimal vermarkten. Zusammen sorgen wir mit ver schiedenen Marketingmassnahmen für die Verkaufsförderung über POS-Flächen und verschiedene Kommunikationskanäle. Gleichzeitig steht immer auch die Optimierung und Weiterent wicklung von Produkten im Zentrum. Wo geht die Reise hin punkto Innovationen und Verbesserungen bei Wärmepumpen? Bei den Produkten selbst sind es sicher laufende Verbesserun gen in den Bereichen Digitalisierung, Effizienz und Schallemis sionen. Bei den Dienstleistungen spielen ebenfalls digitale Lösungen eine wichtige Rolle: Die virtuelle Aufstellung ermög licht zum Beispiel eine schnelle und klare Anlagenplanung. Dabei lassen sich Wärmepumpen am vorgesehenen Standort und bei Bedarf mit Service- und Sicherheitsabständen visuali sieren. Und auch die Projektabwicklung wird dank digitalen Massnahmen effizienter und noch einfacher. Sie sind nun seit bald 20 Jahren in diesem Fachgebiet tätig, welche Entwicklungen oder Momente bleiben Ihnen besonders in Erinnerung? Ich war schon immer begeistert von den Entwicklungen rund um die Wärmeerzeugung. Dabei fasziniert mich vor allem die Wärmepumpentechnologie, gerade auch weil sie als zentrales Element der Energiewende gilt. Und schliesslich macht mir die Arbeit in diesem Themengebiet mit meinen Kolleginnen und Kollegen bei Meier Tobler grossen Spass. Wenn Sie auf einer Wanderung unterwegs sind, achten Sie da noch auf die Wärmepumpen in den Gärten der Einfamilienhäuser – oder können Sie gut abschalten? Mein Auge ist schon dafür geschärft und natürlich nehme ich oft wahr, was für Produkte vor den Häusern stehen. Das inter essiert mich und spornt mich auch an, überall noch mehr von unseren eigenen Modellen zu sehen. Und zu Hause profitiere ich in unserer Mietwohnung von einer Fussbodenheizung von Meier Tobler, die mich in der kalten Jahreszeit auch in der Freizeit jederzeit die Wärme spüren lässt. (el)
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«Wir haben viel Begeisterung erlebt»
Über die nächsten vier Seiten hinweg sind Impressionen von allen Anlässen in Lugano, Luzern, Lausanne, Bern, St. Gallen und Zürich zu sehen. Über den QR-Code oben rechts ist zudem ein Video verfügbar. Auf der rechten Seite sind oben Moderatorin amara Sedmak (links), Roger Basler und Luzia T Tschirky abgebildet, im Bild darunter Patrik Forster und Gabriella Borrello. (Bilder: pu)
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Lugano, Luzern, Lausanne, Bern, St. Gallen, Zürich. Die expo plus 2026 hat in allen Sprachregionen der Schweiz haltgemacht und für viele Begegnungen in der Branche gesorgt. haustechnik.ch war am Finale Anfang Mai im Hallenstadion Zürich mit dabei und hat die Verantwortlichen bei Meier Tobler, Lieferanten und Kunden befragt.
Die expo plus 2026 ist Geschichte – vier Mal expo plus in Lausanne, Bern, St. Gallen und Zürich sowie die Ticino plus und die Innerschweiz plus. Gabriella Borrello, Projektmanagerin Messen & Events bei Meier Tobler, hat sich über jede einzelne Veranstaltung sehr gefreut, wie sie sagt: «Jeder Veranstaltungsort ist ganz anders mit seinen ganz eigenen Besonderheiten und natürlich den jeweiligen Besucherinnen und Besuchern.» Darum falle es ihr auch schwer, einen Favoriten auszuwählen: «Natürlich war es für mich und uns alle etwas Besonderes, erstmals und nun zum Abschluss der expo plus 2026 hier im Hallenstadion zu Gast zu sein.» Patrik Forster, Leiter Marketing und Verkauf, kommt im Hallenstadion ebenfalls ins Schwärmen: «Zum ersten Mal in dieser, in der Schweiz doch einmaligen Halle zu sein, ist natürlich ein Highlight für uns.» Mittlerweile sei die expo plus zu einer erfolgreichen Tradition geworden, die er sehr schätze: «Damit haben wir die Plattform gefunden, die wir schon immer gesucht hatten.» Entscheidend sei es dabei, in die Regionen zu gehen: «Wir spüren, dass die Kunden dies sehr schätzen. Und darum hat die expo plus auch einen sehr hohen Stellenwert für uns.» Auch für Roger Basler, CEO von Meier Tobler, war die expo plus 2026 eine erfolgreiche Ausgabe. «Mit der expo plus bringen wir jeweils an einem Abend sehr viele Menschen aus der Branche zusammen. Wir haben an allen unseren Anlässen immer viel Begeisterung bei unseren Partnerunternehmen und Kunden erlebt – und immer eine sehr positive Stimmung gespürt.» Beeindruckt habe ihn dieses Jahr vor allem auch das Referat von Luzia Tschirky. «Damit haben wir etwas in die Anlässe hineingebracht, das mit der Haustechnik eigentlich nichts zu tun hat, aber dennoch Brücken schlagen konnte.» Und auf die Frage, wie es mit der expo plus weitergehe, sagt Roger Basler: «Wir sehen uns in zwei Jahren wieder!» (el)
«Guter Austausch, schöne Stimmung!»
Marc Brunner, Limmat Gebäudetechnik AG, Dietikon
«
Das Hallenstadion ist eine gute Wahl, um die expo plus durchzuführen. Hier trifft man wieder viele Lieferanten aus dem Portfolio von Meier Tobler und zum anderen sieht man viele bekannte Gesichter. Ja, die Leute, das Essen, guter Austausch, schöne Stimmung!
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«Tolle Gespräche, tolle Kontakte»
Fabian Seeberger, Country Director / Head of Sales for D-A-CH, Grundfos Pumpen AG
«Top Anlass heute. Die Qualität ist wirklich
i mmer sehr, sehr hoch. Tolle Gespräche, tolle Kontakte, wichtig für das Netzwerken. Mit Meier Tobler sind wir schon seit vielen Jahren erfolgreich gemeinsam unterwegs, das freut mich sehr. Und das Hallenstadion ist natürlich ganz grosses Kino.
»
«Wichtig, um mich zu informieren»
Mirko Gandolfo, EHV-Technik AG, Effretikon
«Ich bin regelmässig an der expo plus. Für
mich ist das wichtig, um mich zu informieren, Lieferanten zu treffen, Neuigkeiten kennen zu lernen und mich mit Kollegen aus der Branche auszutauschen. Dieses Jahr ist es auch für uns etwas Besonderes, weil wir unser 30-jähriges Jubiläum feiern.
»
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«Super Kulisse, super Plattform»
Roland Steiner, Verkaufsleiter Haustechnik für die Region Ostschweiz, GF
«
Nach St. Gallen ist das hier im Hallenstadion mein zweiter Anlass. Das ist natürlich eine super Sache, super Kulisse, eine super Plattform für uns, um unsere neuen Produkte zu präsentieren und Kundenbindungen zu pflegen.
»
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Das Team des Marché Crissier (v. l.): Sacha Kis, Tao Alonti, Tonio Vietri (Springer), Romeo Massimiliano und Roberto Rodriguez. (Bilder: ss)
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Der Marché Crissier ist bei den Westschweizer Gebäudetechnikern sehr beliebt. Hier finden sie nicht nur das breite Sortiment von Meier Tobler, sondern auch erstklassige Beratung.
Am Chemin de la Gottrause in Crissier steht eine grosse Halle mit eleganten Betonschalendächern. Hier finden Sportstunden des Gymnasiums Bussigny statt, aber auch Squash- oder Hallenfussballmatches. Direkt gegenüber, in einem langgezogenen Gebäude, befindet sich der Marché Crissier. Auch hier geht es um Teamsport. Denn die vierköpfige Equipe von Meier Tobler gibt Vollgas, um die zahlreichen Kunden rasch und freundlich zu bedienen. Egal, ob jemand auf dem Weg zur Baustelle kurz stoppt, um Kleinmaterial zu besorgen, oder
«Hier arbeiten echte Profis» Romain Hengartner, Heizungsinstallateur EFZ, Von Auw SA, Préverenges VD
«In unserer Firma bin ich für Heizungssanierungen
und Reparaturen zuständig. Heute morgen haben wir ein grosses Expansionsgefäss ersetzt. Nun hole ich Material für die Sanierung einer Fussbodenheizung in Blonay. Der neue Verteiler ist bereits installiert, neben diesen Metalplast-Rohren brauche ich noch einige Pressfittings, Übergänge und Ventile, daneben auch CO2 für das Einfrieren einiger Heizungsleitungen. Ich komme gerne in den Marché, hier arbeiten echte Profis, die ihr Handwerk verstehen. Das Team ist sehr freundlich und kann auch für komplexe Situationen eine gute Lösung anbieten. Das ist eine Servicequalität, die heute leider immer seltener anzutreffen ist.
»
«Spätestens am nächsten Tag haben wir unsere Ware»
s eine Grossbestellung an der Rampe abholt – der Marché ist der erste Stopp vor und nach dem aktuellen Projekt, Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um Sanitär und Heizung und daneben auch ein willkommener Treffpunkt, der Zeit für einen kurzen Schwatz unter Kollegen und einen Kaffee bietet.
Stefan Soldat, Geschäftsführer, STS Sanitaire Sàrl, Echallens VD
«Unsere Firma umfasst drei Mitarbeitende, die Werk-
statt liegt nur fünfzehn Minuten entfernt. Hier im Marché finden wir sicher 90 Prozent des Materials, das wir für Trinkwasser- oder Abwasserinstallationen benötigen. Ich komme mindestens ein Mal pro Tag vorbei, um das Nötige zu holen. Wir sind spezialisiert auf Umbauten und Sanierungen und arbeiten vor allem im Einfamilienhausbereich. Oft passen wir ältere Verteilungen an. Auch heute benötigte ich wieder diverse Messing-Anschlussverschraubungen, dazu Übergänge auf das VSH-Presssystem. Am Marché gefallen mir die Schnelligkeit und die Präzision. Spätestens am nächsten Tag haben wir unsere Ware, es gibt keine Fehler bei den Bestellungen, und das Team ist immer sehr nett.
»
Ständig unter Strom «Bei uns gibt es keine ruhigen Zeiten. Im Schnitt bedienen wir etwa hundert Kunden pro Tag. Auch nach dem grossen Andrang am Morgen oder über Mittag läuft immer etwas. Das gefällt mir sehr», sagt Roberto Rodriguez. Der Marché-Leiter begann seine Laufbahn als Heizungsinstallateur bei Sulzer in Lausanne. Direkt nach seiner Lehre wechselte er zum Marché Crissier und war sechs Jahre in der Logistik tätig. «Danach arbeitete ich ein Jahr lang am Flughafen Genf, zog nach Spanien und war dort für ein Schulungsunternehmen tätig.» Trotzdem zog es ihn nach einigen Jahren zurück in die Schweiz und dort erneut zum Marché, der inzwischen zum Regionalzentrum geworden war. Seit 2014 ist Roberto Rodriguez nun als Marché-Leiter in C rissier tätig: «Für mich ist das die perfekte Mischung. Ich bekomme mit, was im Verkauf läuft, und kann die Logistik im Blick behalten.» Als Zusatzaufgabe schulte er die rund 40 Mitarbeitenden
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von uns etwas mehr Beratung. Diese bieten wir natürlich gerne», sagt Verkaufsberater Romeo Massimiliano. Das Motto lautet: «Der Kunde kommt mit einem Problem zu uns und verlässt den Marché mit einer Lösung.» Wegen der früheren Funktion als Regionalcenter ist der Marché sehr geräumig. Deshalb können grosse Materialbestände vorgehalten werden. Zu den am meisten nachgefragten Produkten gehören Abfluss- und Kleinmaterial für die Sanitärinstallateure sowie Heizkörper, Ventile und Pressverbindungen für die «Heiziger».
Gemeinsam vorwärts Nahe an der Autobahn gelegen, ist der Marché Crissier für viele Kunden perfekt. Die starke regionale Baukonjunktur bemerkt man auch hier. «Unsere Kunden haben sehr viele Projekte. Die meisten arbeiten von Montag bis Samstag durch. Wir
«Mir gefällt die Freundlichkeit der Mitarbeitenden» Julien Nikles, Heizungsinstallateur EFZ, Chauffatec SA, Bussigny
«Unsere Firma deckt das ganze Spektrum der Hei-
zungstechnik ab. Von Sanierungen über Solarthermie bis zu Wärmeverbunden sind wir überall aktiv. Wir Heizungsinstallateure machen oft auch die Bestandesaufnahme vor der Sanierung und führen dann die Arbeiten von A bis Z aus. Derzeit kümmere ich mich um verschiedene Sanierungen, diese Pumpe ist für ein Einfamilienhaus. Mir gefällt die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die uns immer sehr gut beraten. An anderen Orten zerbricht man sich gar nicht erst den Kopf für dich, doch hier gibt es nur Lösungen. So können wir jedes Mal mit dem richtigen Material zurück auf die Baustelle, das ist sehr befriedigend.
»
«Wir kommen mehrmals pro Woche hierhin» Paulo Almeida, Sanitär- und Heizungsinstallateur, Thermo-Chauffage Sàrl, Sullens (VD)
«Wir sind gerade mit einer kompletten Heizungssaniein der Romandie im Umgang mit der neuen SAP-Softwarelösung von Meier Tobler. Eine anspruchsvolle und spannende Arbeit, «denn so konnte ich nicht nur ein bisschen Deutsch lernen, sondern auch die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Regionen kennenlernen. So kann man von jeder Kollegin und jedem Kollegen etwas Neues mitnehmen.»
Umfassendes Angebot Das aussergewöhnlich breite Sortiment von Meier Tobler findet auch in Crissier Anklang. Das physische Lager wird von Kunden wie Stefan Soldat von der STS Sanitaire Sàrl geschätzt: «Ich kaufe fast mein gesamtes Material hier. Im Marché sehe ich gleich, ob und wie die Komponenten zueinander passen und wie sie montiert werden. Das erleichtert meine Arbeit.» Auch Julien Nikles von der Chauffatec SA mag das Marché- System: «Vom Kleinmaterial bis zum grossen Ausgleichsgefäss finden wir einfach alles. Was uns in der Werkstatt fehlt, holen wir direkt hier, das ist sehr angenehm.» Gut drei Viertel der Kunden im Marché Crissier arbeiten als Selbstständige oder in einem KMU. Die meisten von ihnen wissen bereits genau, was sie brauchen. «Berufseinsteiger möchten
rung in einem Altbau beschäftigt. Heute hole ich Rohrschellen und Pressverbindungen, damit wir in der Zentrale den neuen Wassererwärmer verrohren und anschliessen können. Der Marché ist für mich ein sehr praktischer Ort. Wir kommen mehrmals pro Woche hierhin, um das nötige Material zu holen. Ob Edelstahl, Abflussmaterial, Ventile oder Pumpen, es gibt hier praktisch alles, was wir benötigen. Die Mitarbeiter beraten uns gut, sie sind sehr schnell und effizient. Das gefällt mir, denn ich möchte mit der Materialbeschaffung nicht viel Zeit verlieren. So komme ich schneller auf die Baustelle und kann meine Arbeit erledigen.
»
freuen uns, wenn wir sie mit Beratung und dem richtigen Material unterstützen können», sagt Roberto Rodriguez. So arbeitet die Marché-Crew Tag für Tag zusammen mit den Kunden – und statt über Tore oder Punkte wie in der Sporthalle vis-à-vis freut man sich über abgeschlossene Projekte. (ms)
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«Dank marché@work ist alles am richtigen Ort»
Genau auf die Bedürfnisse abgestimmtes Sortiment (v. l.): Bledi Ismailaj, Anujan Bagawathsingam und Angelika Musaro. (Bilder: ss)
Mit marché@work kann die ARIS Gebäudetechnik AG ihre Projekte schnell und komfortabel abwickeln. Dank dem passgenauen Sortiment und der leistungs fähigen Logistik von Meier Tobler sind die benötigten Produkte jederzeit an Lager. Die «Fabrik am Weiher» in Zwillikon ZH war früher eine Spinnerei. Heute laufen hier die Fäden vieler spannender Projekte zusammen. Die ARIS Gebäudetechnik AG ist in den Bereichen Heizung, Sanitär, Lüftung, Kälte und Klima tätig. 2019 gegründet, beschäftigt sie heute gut 15 Mitarbeitende. Das Einzugsgebiet reicht über das zwischen Zürich und Zug gelegene Knonauer Amt hinaus bis in die Stadt Zürich und einige Gemeinden an der Zürcher Goldküste. «Unsere Projekte im Bereich Neubau und Umbau decken die ganze Bandbreite im Wohnbau und Gewerbe ab. Vom Mehrfamilienhaus bis zum Einkaufszentrum», berichtet Co-Geschäftsführer Bledi Ismailaj. Das Knowhow habe man in den letzten Jahren ständig erweitert.
Passgenau sortiert Das Magazin im Erdgeschoss wird seit einem guten Jahr mit marché@work von Meier Tobler bestückt. «Das Sortiment ist genau auf die Bedürfnisse der Firma abgestimmt», erläutert Angelika Musaro, Projektleiterin marché@work bei Meier Tobler. In den Regalen liegen vom Dichtungsring über den Luftverteiler
bis zum imposanten Rotguss-Bogen alle nötigen Teile. Jeder Sichtlagerkasten ist mit einem Etikett beschriftet. Die Schublade «Diverse Teile», in der das Gesuchte nur nach längerem Wühlen zu finden ist, gibt es hier nicht. Stattdessen können die Installateure der ARIS Gebäudetechnik AG im Handumdrehen das richtige Material für ihre täglichen Einsätze zusammenstellen.
Mehr Übersicht «Dank marché@work haben wir im Magazin viel mehr Übersicht gewonnen. Nun ist alles am richtigen Ort, und wir sehen sofort, wenn wir etwas nachbestellen müssen», sagt Installateur Anujan B agawathsingam, der sich gemeinsam mit B ledi Ismailaj um die Lagerbestände kümmert. Dank des sehr gros sen Sortiments von Meier Tobler und der hohen Verfügbarkeit habe man immer alle nötigen Produkte zur Hand: «Dadurch ist die ganze Materialbewirtschaftung viel einfacher geworden. Das erleichtert unsere tägliche Arbeit.» (ms) meiertobler.ch/marché@work
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Produktneuheiten
Flexible R290-Lösungen für Neubau und Sanierung Ab sofort sind im Sortiment von Meier Tobler die neuen kompakten, wassergeführten und umkehrbaren Flüssigkeitskühler und Wärmepumpen MidiFLOW-PI von Rhoss mit Kältemittel R290 und Warmwasser bis zu 80 Grad erhältlich. Diese Baureihe eignet sich für wasserbasierte Anwendungen in Neubauten und Sanierungen. Der italienische Hersteller Rhoss hat sein Angebot an wasserbasierten Lösungen mit MidiFLOW-PI erweitert. Es handelt sich dabei um eine neue Baureihe von Kältemaschinen und Wärmepumpen, die mit Inverter-Scroll-Kompressoren ausgestattet sind und für das natürliche Kältemittel R290 optimiert wurden. Die Baureihe wurde für wasserbasierte Anwendungen in Neuinstallationen und Sanierungsprojekten konzipiert. MidiFLOW-PI ist in der Version «T – High Efficiency» erhältlich und deckt einen Leistungsbereich von 15 bis 45 Kilowatt ab. Die Baureihe umfasst je sieben Modelle als reine Kühlgeräte mit einer Kühlleistung von 15 bis 45 Kilowatt, hydraulisch umschaltbare Geräte mit einer Heizleistung von 15 bis 50 Kilowatt sowie kältemittelseitig umschaltbare Geräte mit einer Heizleistung von 15 bis 50 Kilowatt. Die MidiFLOW-PI Geräte lassen sich in verschiedenen Varianten installieren. Möglich sind die Innenaufstellung in Technik räumen, die Innenaufstellung in bewohnten Räumen mit belüfteter Einhausung, die Innenaufstellung mit belüfteter Einhausung und Aussenventilator sowie die Aussenaufstellung mit Kältemittel-Leckdetektor, Axialventilator und offener Konstruktion mit Gittern und Lamellen. Die Geräte können Warmwasser mit Temperaturen von bis zu 80 Grad erzeugen, bei geothermischen Anwendungen sind 70 Grad möglich – und dies bei Vorlauftemperaturen von bis zu minus 10 Grad. Die Baureihe lässt sich zudem mit einem umfangreichen Angebot an Zubehörteilen konfigurieren. (el)
Mehr Design, mehr Ruhe Die Black-Box-Hydronic-Kassetten von Aerfor bringen italienisches Design in Privaträume, Büros oder Gastronomie und Hotellerie. Die Deckenkassetten überzeugen neben der Ästhetik aber auch durch Leistung und Stille. Sie sind kaum wahrzunehmen – und dies dank EC-Motoren, welche die Schallemissionen im Vergleich zu ähnlichen Produkten im Markt um bis zu 6 Dezibel (A) reduzieren. Und auch fürs Auge machen sie einen deutlichen Unterschied zu bisherigen Hydronic-Kassettengeräten – dank ihres Designs werden sie zum Teil des stimmigen Gesamtbildes. Sie heissen Black Box und sorgen in Gastronomie und Hotels, in Büros und Ausstellungsräumen sowie in Privaträumen für positiv überraschendes Aufsehen.
Technische Innovationen Die Black-Box-Hydronic-Kassetten mit EC-Motor verfügen über verschiedenste technische Innovationen. Die tragenden Strukturen aus hitzebeständigem EPP (expandiertem Polypropylen) beispielsweise wurden eigens zur Vibrationsdämpfung und Geräuschreduzierung entwickelt. Der Wärmedurchgangsko effizient (U-Wert) erweist sich zudem als geringer als bei jeder isolierten Metallstruktur. Gleichzeitig wurde die externe Kondensation dauerhaft eliminiert, selbst unter Extrembedingungen mit 90 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Die integrierten Elektronikplatinen verfügen über einen Motortreiber (0-10 VDC), der sowohl drei manuelle Geschwindigkeiten als auch einen Automatikmodus ermöglicht. Die Ventile arbeiten im On-off-Modus oder modulierend. Verbunden sind die Black-Box-Kassetten via Wi-Fi mit App sowie Modbus als Standard für das gesamte Sortiment. Dank der Wasseranzeige ist eine schnelle Diagnose möglich. Und schliesslich lässt eine optional integrierte Beleuchtung das Black-Box-Design zusätzlich im besten Licht erscheinen. (el)
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Weniger Verbrauch dank Proportionalbesalzung
Der Hightech-Pelletskessel ist da
Die neue Wasserenthärtungsanlage Optima Aqua Lux ist ab sofort verfügbar – und dies exklusiv bei Meier Tobler. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört dabei die Proportional besalzung, welche sowohl den Wasser- als auch den Salzverbrauch reduziert.
Der neue Fröling P5 Pelletskessel sorgt mit modernster Technologie in jedem Haus für beste Wärme. Er überzeugt mit hoher Energieeffizienz, maximalem Bedienkomfort und der innovativen Regelung Lambdatronic 5000 mit grossem Touchdisplay.
Die etablierten Optima Aqua Wasserenthärtungsanlagen der Firma S. Affolter AG werden in Österreich entwickelt und exklusiv von Meier Tobler vertrieben. Jetzt wird neu die innovative Optima Aqua Lux-Reihe in bestechendem Design eingeführt. Es gibt diese neuen Anlagen in vier Grössen: Mini 10, Midi 18, Maxi 22 und Maxi 30. Die Zahl entspricht dabei jeweils dem verwendeten Harzvolumen.
Der neue Fröling P5 ist ein hochwertiger Hightech-Pelletskessel, der mit modernster Technologie für angenehme Wärme sorgt. Er erreicht im Betrieb maximale Energieeffizienz und reduziert optional mittels integrierbarem Partikelabscheider (Elektrofilter) die Staubemissionen auf ein Minimum. Die Modelle 12 – 40 Kilowatt sind besonders kompakt aufgebaut und finden praktisch überall Platz. Die Varianten ab 45 Kilowatt verfügen über eine fix integrierte Rücklaufanhebung mit integrierten hydraulischen Komponenten, was den Installationsaufwand deutlich reduziert und die Effizienz zusätzlich steigert.
Vollautomatische Regeneration Wie alle Optima Aqua Einzelenthärtungsanlagen arbeitet auch die neue Optima Aqua Lux nach dem Ionentauscher-Verfahren und ist mit einem aufgesetzten Steuerventil für eine automatische Regeneration ausgestattet. Die Regeneration wird vollautomatisch durch ein mikroprozessorgesteuertes Programmwerk mit Impulswasserzähler nach Erreichen einer voreingestellten Wassermenge eingeleitet und ausgeführt. Zusätzlich bietet die Lux-Reihe zahlreiche Neuerungen: Im Mittelpunkt steht dabei die Proportionalbesalzung, bei der von der Anlage genau registriert wird, wie viel Wasser verbraucht und wie viel Kalzium und Magnesium bereits herausgefiltert wurde. Dadurch wird der Salzverbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert, die Wassermenge um 20 bis 30 Prozent vermindert und das Harz geschont. Die Anlage verfügt zudem über eine vereinfachte Funktionsweise, eine automatische Wasserüberlaufsicherung und eine automatische Desinfektion des Harzes ohne Zugabe von Chemikalien. Neu sind auch die Einbaumasse schlanker, und mit der Lux Maxi 30 wird eine platzsparende Kabinettversion ohne separaten Salztank angeboten. (el)
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Höherer Wirkungsgrad Besonders attraktiv ist die innovative Regelung Lambdatronic 5000 mit grossem Touchdisplay. Sie ermöglicht eine intuitive Bedienung, die Einbindung komplexer Heizsysteme sowie die komfortable Fernsteuerung via Fröling Connect App. Der Fröling P5 ist serienmässig mit dem Wirkungsgrad-Optimierungs-System (WOS) ausgerüstet, das aus speziellen Wirbulatoren besteht, die zu sauberen Heizflächen und so zu höheren Wirkungsgraden und einem geringeren Brennstoffverbrauch führen. Das drehzahlgeregelte EC-Saugzuggebläse sorgt zudem für die exakte Luftmenge bei der Verbrennung. In Verbindung mit der Lambdaregelung werden so beste Verbrennungsbedingungen geschaffen.
Automatische Entaschung Und dank der Komfort-Entaschung wird die anfallende Asche automatisch mittels Ascheschnecke in einen geschlossenen Aschebehälter befördert, wobei der Entleerzeitpunkt am Display oder über die Fröling Connect App ersichtlich ist. (el) eshop.meiertobler.ch
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René Gürber beschäftigt sich seit 25 Jahren mit der Planung und Koordination der Gebäudetechnik für Datacenter. (Bilder: ss)
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Datacenter benötigen eine robuste und sehr zuverlässige Gebäudetechnik. Wie gelingt es, die Gewerke gut zu koordinieren, und wo liegen die Grenzen des heute Machbaren? Ein Gespräch mit René Gürber, Senior Projektleiter bei der Eicher + Pauli AG, der die Entwicklung seit 25 Jahren begleitet.
baut. Beim nächsten Projekt war ich dann bereits für das Gewerk Kälte verantwortlich und musste meine Sporen verdienen. Die Einarbeitung war nicht ganz trivial. Ich wusste damals noch nicht viel über Rechenzentren und musste mich auch bei den Nebengewerken «einfuchsen». Das hat geklappt, und so konnte ich wenig später ein Neubauprojekt übernehmen. Und kurz darauf war ich dann schon Senior Projektleiter. Was war damals, Anfang der 2000er-Jahre, der Standard bei Rechenzentren? Man hat die Systemräume auf extrem tiefe Temperaturen gekühlt. Die Kältemaschinen hatten eine Vorlauftemperatur von ungefähr 6 bis 10 Grad Celsius, die Zuluft wurde mit 12 bis 16 Grad Celsius eingeblasen. Und in den Serverräumen betrug die Temperatur um die 20 Grad. Das waren richtige Kühlschränke. Um die Abwärme hat man sich damals wenig gekümmert. Manchmal gab es bei einem Rechenzentrum Free cooling, aber im Allgemeinen legte man nicht viel Wert auf Effizienz. Wie effizient waren diese frühen Rechenzentren? In unserer Branche gibt es eine wichtige Kennzahl, die Power Usage Effectiveness (PUE, übersetzt «Effizienz der Stromnutzung»). Sie gibt an, in welchem Verhältnis der gesamte Stromverbrauch zum Stromverbrauch der IT steht. Beim erwähnten Rechenzentrum betrug die PUE ungefähr 2,0. Das heisst, man hat 50 Prozent des Stromverbrauchs für die gesamte Infrastruktur benötigt. Darunter fielen zum Beispiel Kälteerzeugung, Lüftung, aber auch die unterbruchsfreie Stromversorgung (USV) und andere elektrische Verbraucher.
René Gürber, Sie haben die Gebäudetechnik von der Pike auf gelernt. Wie begann Ihr Werdegang? Begonnen habe ich in den 1990er-Jahren mit einer Lehre als Bauspengler. Anschliessend machte ich die einjährige Zusatzlehre als Sanitärinstallateur. Diese «Zwei-in-eins-Lehre» war vor der Reform der beruflichen Grundbildung noch möglich. Nach dem Lehrabschluss machte ich eine Zusatzlehre als Sanitärplaner und arbeitete sechs Jahre auf diesem Beruf. Mit diesen drei Lehrabschlüssen war Ihre Neugier noch nicht gestillt. Ja, parallel zur Berufstätigkeit habe ich die Berufsmatur gemacht. Ich empfand die Sanitärbranche als zu eng fokussiert und ging deshalb ans «Tech». Das war eine vierjährige, berufsbegleitende Ausbildung an der Berner Fachhochschule, mit einem Abschluss als Ingenieur HTL der Abteilung Haustechnik. Die Ausbildung war bewusst breit angelegt, damit wir Wissen zu allen Gewerken erwerben konnten. Mit 29 hatte ich den Abschluss in der Tasche und ging auf Reisen, um meinen Kopf etwas durchzulüften. Und mit 30 trat ich meine Stelle bei der Eicher + Pauli AG an. Dort bin ich heute, 25 Jahre später, immer noch tätig. Begannen Sie bereits als Datacenter- oder, wie man damals noch sagte, Rechenzentrums-Spezialist? Nein, ich stieg als Projektingenieur ein und konnte als Erstes den Retrofit eines Rechenzentrums begleiten. Wir haben verschiedene Serverräume saniert und die Kälteerzeugung ausge-
Wie sieht das Verhältnis heute aus? In der Schweiz, zumindest in den mir bekannten Projekten, haben wir sehr grosse Fortschritte gemacht. Wir erreichen heute eine PUE von 1,2 oder gar 1,1. Das bedeutet, dass 80 bis 90 Prozent des Stromverbrauchs in der IT-Infrastruktur landen und das Gebäude an sich nicht mehr so viel Strom bezieht. Manche europäischen Projekte erreichen gemäss ihren eigenen Angaben einen theoretischen Wert von 1. Das würde heissen, dass praktisch der gesamte Stromverbrauch auf die IT entfällt und die Infrastruktur fast keinen Strom mehr verbraucht. Das sind aber in der Regel Datacenter, die rein über Freecooling funktionieren. Es gibt dort weder Kältemaschinen noch USV. Die Stromeffizienz steht allerdings seit einigen Jahren unter Druck. Liegt das an der KI oder besser gesagt: an den extrem rechenintensiven KI-Anwendungen? Die KI-Welle bringt tatsächlich neue Herausforderungen. Bisher hatten wir pro Serverrack, also pro «Regal» voller IT-Ausrüstung, eine Leistungsdichte von 5 bis 10 Kilowatt. Die meisten KI-Anwendungen laufen aber nicht mehr auf normalen Prozessoren, sondern auf Grafikkarten, etwa von Nvidia. Auf diesen Karten rechnet man nicht mit 300 oder 400 Kernen parallel, sondern mit bis zu 18’000. Das ergibt einen enormen Stromverbrauch. Pro Rack sind es schnell einmal 40 bis 100 oder mehr Kilowatt, also eine Verzehnfachung. Diese elektrische Leistung muss man zuerst einmal in den Raum und in das Rack hineinbringen. Dann wird gerechnet, die elektrische in thermische Energie transformiert. Und genau diese Wärme müssen wir dann wieder aus dem Raum hinausbringen. Mit dem alten System «Kühlschrank», also 20 Grad Celsius Raumtemperatur, wird das nicht mehr gehen. Nein, das geht nicht mehr. Man hat heute aber deutlich höhere Betriebstemperaturen. Wir orientieren uns an den Vorgaben der ASHRAE. Das ist die American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers, der US-Verband der Gebäudetechnikingenieure. Für die meisten Projekte sind
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g emäss ASHRAE Zulufttemperaturen von 27 bis 32 Grad in Ordnung. Damit diese «kühle» Luft ihre Aufgabe erledigen kann, sind heute alle Racks eingehaust. Die Zuluft wird über einen sogenannten Kaltgang eingeblasen, und auf der Rückseite des Racks, bei den IT-Lüftern, befindet sich dann der Warmgang, wo wir die Abluft sammeln und abführen. Wie erzeugen Sie die notwendigen Kälteleistungen? Traditionell hat man das über relativ grosse Kältemaschinen gelöst. Wir sind ein bisschen davon abgekommen und setzen häufig auf indirektes Freecooling via Wärmetauscher. So können wir mit relativ hohen Temperaturen arbeiten. Die anfallende Abwärme wird bei den Projekten unserer Firma immer genutzt. Auch bei der Nachrüstung bestehender Datacenter setzen wir häufig auf solche Konzepte. Aber nicht immer. Wann setzen Sie Kältemaschinen ein? Das hängt immer vom einzelnen Projekt ab. Kältemaschinen können trotz oder gerade wegen ihrer grossen Leistungsaufnahme interessant sein. Denn seit einigen Jahren haben wir jeden Sommer einen Überschuss an PV-Strom. Statt die PV-Anlagen abzuriegeln oder den Strom zu Billigpreisen ins Ausland zu verkaufen, kann man ihn auch zum Betrieb der Kältemaschinen nutzen. Diese laufen dann vor allem, um die Spitzen zu brechen. In der Übergangszeit und auch im Winter kommt man mit indirektem Freecooling immer gut über die Runden. Weltweit entstehen zurzeit sehr viele «Hyperscale Datacenter», enorm grosse Anlagen mit ebenso viel Leistung wie Energiebedarf. Gerade aus den USA hört man immer wieder, dass der Wasserbedarf dieser Center viel zu hoch ist. Wie sieht die Situation in der Schweiz aus? Aus meiner Sicht baute man in den USA lange mit veralteter Technik. Offene Kühltürme, wie sie dort gerne eingesetzt werden, sind extreme Wasserschlucker. In der Schweiz kommen diese gar nicht in Betracht und würden hoffentlich auch nicht bewilligt. In unseren letzten paar Projekten haben wir mit Erfolg auf Hybridkühler gesetzt. Im Winter und in der Übergangszeit fahren diese Systeme komplett ohne Wasser via indirektes Freecooling. Wasser braucht man nur im Sommer und lässt es so lange zirkulieren, bis es wegen der Schwebestoffe nicht mehr brauchbar ist. Das heisst, der Wasserverbrauch ist ungleich tiefer als bei einem offenen Kühler. Ich schätze, um den Faktor vier bis fünf. Apropos Wasser: Als Projektleiter Gebäudetechnik kümmern Sie sich in Absprache mit den Fachplanern auch um Brandschutz. Welche Systeme sind in Datacentern üblich? Für Datacenter ist der Brandschutz beileibe kein neues Thema. Er wurde schon vor 20 Jahren deutlich intensiver betrieben als bei anderen Nutzungsarten. Neben den normalen Brandschutzvorschriften, die selbstverständlich eingehalten werden, treffen die Betreiber oft noch strengere Massnahmen. Sie bilden zum Beispiel eigene Brandabschnitte für vitale Räume wie die USV. In den Serverräumen selbst gibt es in der Regel Rauchansaugsysteme (RAS). So ein RAS ist ein Frühwarnsystem und erkennt sogar die kleinsten Partikel in der Raumluft, noch bevor der Brandmelder anschlägt. Das finde ich faszinierend. Für die kritischen Zonen gibt es zudem Feuerlöschsysteme. Aber nicht Sprinkler mit Wasser, denn damit würde man im Brandfall die ganze Hardware unbrauchbar machen. Stattdessen sind Stickstoff-Gaslöschsysteme üblich. Der Stickstoff verdrängt den Sauerstoff und hindert damit das Feuer an der Ausbreitung. Alternativ kann man in den Räumen auch den Sauerstoffgehalt absenken. Aber natürlich nur so weit, dass die Räume von Menschen noch gefahrlos betreten werden können.
Neben der Kühlung und Lüftung, dem elektrischen Teil und dem Brandschutz müssen in einem Datacenter auch weitere Gewerke berücksichtigt werden. Meistens gibt es eine Gebäudeautomation, die ganzen Netzwerke für den Datenverkehr und natürlich auch noch Sanitär- und andere Installationen. Wie behält man das bei einem Projekt alles im Blick? Die Gebäudetechnik ist in einem Datacenter nicht anders als bei einem regulären Projekt, aber etwas komplexer, insbesondere bezüglich der eingesetzten Technik und Verfügbarkeit. Das Ziel ist, das Projekt als Ganzes anzuschauen und sich nicht in den Details zu verlieren. Als Leiter Gebäudetechnik mache ich vor allem die Schnittstellen zu den Gewerken, denn diese dürfen nicht aneinander vorbeiplanen. Unsere Firma arbeitet seit langem mit der RZintegral AG zusammen. Diese tritt als Generalplaner auf und deckt somit auch die Elektro- und Gebäudeautomationsplanung ab. Integral ist auch ein gutes Stichwort für das ganze Projekt. Es gibt viele verschiedene Punkte, die man im Blick behalten muss. Und am Schluss ist es wie bei jedem Prototyp: Miteinander reden, Probleme erkennen und Probleme lösen. Nutzen Sie für die Planung besondere Tools? Neben der branchenüblichen Office-Software verwenden wir einige selbst entwickelte Tools. So etwa für Leistungs- und Energieberechnungen oder für BIM und 3D-CAD. Das ist vor allem für die Kollisionsprüfungen wichtig. Wir haben im Datacenter ja nicht nur Elektrotrassen, sondern auch sehr viele Kommunikationskabel, dazu Lüftungen und weitere Gewerke. Damit in den hochverdichteten Serverräumen keine «Hot spots» entstehen, also Orte mit zu hoher Temperatur, nutzen wir ab und zu Software für eine CFD-Simulation. Das ist eine numerische Strömungssimulation. So können wir unseren
«Die Gebäudetechnik ist in einem Datacenter nicht anders als bei einem regulären Projekt, aber etwas komplexer, insbesondere bezüglich der eingesetzten Technik und Verfügbarkeit.» René Gürber
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Ein übermannshoher Wärmetauscher und jede Menge Leistung: Auf dem Tablet zeigt René Gürber einen Teil der gebäudetechnischen Anlagen für den ALPS Supercomputer in Lugano.
Kunden zeigen, warum ein bestimmter Aufstellungsort nicht so gut geeignet ist oder weshalb wir eine bestimmte Lösung vorziehen müssen. Wir haben jetzt viel über die Technik gesprochen. Doch Datacenter haben auch eine gesellschaftliche Dimension. Schon nur ihre schiere Grösse ist ein Thema, das zunehmend kritisch beleuchtet wird. Ja, auch in der Schweiz müssen wir wegkommen von diesem Gedanken «big is beautiful». Ein Datacenter sollte möglichst effizient und nachhaltig sein und sich auch städtebaulich einfügen. Da geht es einerseits wieder um die Abwärme, die man natürlich nutzen möchte. Ich denke aber, dass auch das Erscheinungsbild wichtig ist. Ein Datacenter muss doch wirklich kein grauer Klotz sein. Ich war kürzlich in den Niederlanden unterwegs. Dort gibt es begrünte Fassaden, auch für solche Projekte. Das wirkt doch schon gleich ganz anders. Wichtig scheint mir ein weiterer Punkt. Allein der Aushub und die sehr grossen Betonmengen bedeuten, dass in Datacentern sehr viel graue Energie steckt. Das ist in der öffentlichen Diskussion noch nicht wirklich angekommen. Und deshalb finde ich es umso wichtiger, dass man Lösungen findet, die nicht nur technisch optimiert sind, sondern auch für die Umwelt verträglich. Vielleicht gibt es auch andere Ansätze, statt einfach Betonklötze in die Landschaft zu stellen.
Diese vielfältigen Herausforderungen bestärken Sie in Ihrem Beruf? Ja, sicher. Das Thema Datacenter ist mir noch lange nicht verleidet. Es ist sehr spannend zu sehen, wie die Entwicklungen verlaufen, wie man immer wieder etwas optimieren kann. Ich denke, wir dürfen spannende Projekte begleiten. Für Gebäudetechniker, die breit interessiert sind und nicht «nur» ein einzelnes Gewerk betreuen wollen, ist diese Arbeit sehr interessant. Und sie wird ganz sicher nicht ausgehen. Man sagt ja, dass wir eigentlich immer noch am Anfang der digitalen Entwicklung stehen und dass jetzt mit der KI-Welle der grosse Sprung kommt. Sie denken also nicht, dass die KI-Blase so bald platzen wird, wie das manche Börsenanalysten oder IT-Experten prophezeien? Nein, ich glaube nicht, dass gleich alles bachab geht. Hingegen kann ich mir vorstellen, dass die KI-Welle wegen wirtschaftlicher Gründe etwas abflachen wird. Die Investitionen in KI-Datacenter betragen Dutzende von Milliarden. Das ist alles extrem teuer und an der Spitze des heute technisch Machbaren. Falls sich herausstellt, dass eine KI-Anwendung zu wenig genutzt wird oder man damit einfach zu wenig Geld verdient, werden wohl einige Projekte gestoppt und Firmen vom Markt verschwinden. (ms)
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Heizen und kühlen mit modernster Oertli Aero 3er-Kaskade
Die neuen Luft-Wasser-Wärmepumpen Oertli Aero 10-50a in der 3er-Kaskade mit einer Leistung von 124 Kilowatt. (Bilder: rl)
Die Meister Abrasives AG in Andelfingen ZH hat diesen Sommer bereits die zweite 3er-Kaskade mit Luft-Wasser- Wärmepumpen von Meier Tobler erhalten. Während die erste Anlage für das Bürogebäude im Einsatz steht, heizt und kühlt das neue System mit den neuen Luft-Wasser-Wärmepumpen Oertli Aero 10-50a die Produktionshalle. Ende Juni erfolgte die Lieferung, im August die Inbetriebnahme.
«Wenn nicht jetzt, wann dann?» Für Romeo Spahn, Leiter Technischer Dienst und Sicherheits-/Umweltbeauftragter bei der Meister Abrasives AG in Andelfingen ZH, war letztes Jahr der Zeitpunkt gekommen, um nach einer ersten Heizungssanierung im Bürogebäude des Unternehmens nun auch die Heizanlage für die Produktionshalle zu ersetzen. «Für uns ist es sehr wichtig, CO2 -neutral zu werden und unsere Haustechnik mit nachhaltigen Technologien auf den neuesten Stand zu bringen.» Rund 40’000 Liter Heizöl wurden jeden Winter für das Beheizen der Produktionshalle benötigt, «das wollten wir ändern».
Bereits die zweite 3er-Kaskade Wie schon bei der Umsetzung des Projekts im Bürogebäude mit einer 3er-Kaskade mit Luft-Wasser-Wärmepumpen Oertli LAN 35TBS begleiten auch den zweiten Projektabschnitt
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Stephan Fendt, dipl. Ing. HTL / FH und Energieberater bei der Schmid Hutter AG aus Schaffhausen, sowie das Team von Meier Tobler: David Surbeck, Teamleiter Verkauf Handel Region Nordost, Markus Schmid, Leiter Kompetenz-Center Wärmeerzeugung Nordost, sowie Cyrill Waibel, Ingenieurberater HLKS. Wie Stephan Fendt erklärt, sei zu Beginn der Überlegungen eine Carrier Aquaforce Grosswärmepumpe evaluiert worden, um auf die benötigte Leistung zu kommen. Romeo Spahn bestätigt dies und ergänzt: «Wir haben auch Pellets diskutiert, was wegen des Speichers nicht in Frage kam. Erdsonden-Wärmepumpen waren aus geologischen Gründen nicht möglich.» Genau zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich seitens Meier Tobler mit der neuen Oertli Aero Terra Wärmepumpenfamilie eine bisher ganz neue Lösung ab. Konkret sei die Luft-Wasser-Wärmepumpe Oertli Aero 10-50a ins Spiel gekommen, präzisiert Cyrill Waibel: «Und diese gleich in einer 3er-Kaskade, mit der wir, bei den hier spezifischen Temperaturanforderungen, auf eine Leistung von 124 Kilowatt kommen, die nötigen höheren Vorlauftemperaturen liefern können, über einen hohen Modulationsbereich verfügen und neben der Heizfunktion auch noch die aktive Kühlung anbieten können.» Diese Vorteile haben auch Romeo Spahn überzeugt, wie er bestätigt: «Damit decken wir alle definierten Bedürfnisse ab: die CO2 -Neutralität, das natürliche Kältemittel sowie die Kühlfunktion.»
Anlieferung der Wärmepumpen Ende Juni 2026 (oben), über den QRCode unten ist dies auch in einem Video zu sehen.
Kühlung für Produktion wichtig Wie wichtig die spezifische Kühlung für die Produktionshalle ist, hat sich gemäss Romeo Spahn insbesondere diesen Sommer gezeigt: «Wir sind in der Produktion von hochpräzisen Werkzeugen auf stabile Klimaverhältnisse angewiesen, was einerseits die Temperaturen und davon abhängig die Luftfeuchtigkeit betrifft.» Vor der Inbetriebnahme der neuen Wärmepumpen habe sich das Unternehmen einiges einfallen lassen, um die Produktion weiterzuführen: «Zum Beispiel sind viele Mitarbeitende sogar freiwillig schon um fünf Uhr morgens zur Arbeit gekommen, um die frühen Morgenstunden für gewisse Arbeiten zu nutzen.» Auf der anderen Seite sei es aber auch nicht möglich, die Halle komplett zu klimatisieren, «aus Kosten- und Bewilligungsgründen kommt das nicht in Frage». Als umso überzeugender habe sich die Lösung mit den neuen Luft-Wasser-Wärmepumpen erwiesen, «weil damit ein sehr spezifisches Kühlen möglich ist». Entsprechend erfolge die Kühlung an einzelnen Produktionsorten, wo sie benötigt werde. «Gekühlt wird allerdings nur im Sommer, weil die Anlage entweder heizt oder kühlt», ergänzt Cyrill Waibel. «Aus diesem Grund wird regeltechnisch nur ein Pufferspeicher eingesetzt, der aus drei seriellen Behältern besteht und reversibel läuft.» Die Wärme- und Kälteverteilung erfolgt gemäss Stephan Fendt in der Produktionshalle ausschliesslich über die Lüftung. «Gesteuert wird die Anlage über eine Priva-Regulierung, welche nach der Installation der neuen Wärmepumpen erweitert worden ist. Sie gibt die Anforderung zum Heizen oder Kühlen an den Hauptregler der Kaskade.» Und dieser sei schliesslich über SmartGuard mit der Ferndiagnostik von Meier Tobler verbunden.
Bis zu einer 10er-Kaskade möglich Für das Team von Meier Tobler sei dies der erste Einsatz einer solchen Anlage als 3er-Kaskade Oertli Aero 10-50a in der Schweiz, ergänzt Markus Schmid. «Wir verzeichnen seit Anfang Jahr ein grosses Interesse an unseren neuen Wärmepumpen und freuen uns sehr, hier auch eine Industrieanwendung ermöglicht zu haben. Mittlerweile haben wir zudem schon mehrere solcher Kaskaden umgesetzt.» Das Beispiel hier in Andelfingen zeige auch gut, so Cyrill Waibel, «dass wir mit diesem
Erfolgreiche Umsetzung in Teamarbeit (v. l.): Fabio Marzà (siehe Seite 4 in dieser Ausgabe), Cyrill Waibel, Stephan Fendt, Romeo Spahn, M arkus Schmid sowie Marius Gleichauf, Installateur bei der Schmid Hutter AG.
Standardmodell eine sehr breite Anwendungspalette erfüllen können». Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe Oertli Aero 10-50a seien Kaskaden von bis zu zehn Maschinen mit einer Leistung von 458 Kilowatt (bei AT − 7 °C / VL 35 °C) möglich.
Einfache Inbetriebnahme Ende Juni war es schliesslich so weit – die neue Anlage wurde geliefert und neben dem Parkplatz auf dem Gelände der Meister Abrasives AG auf den total sechs Streifen-Betonfundamenten installiert. «Wobei der Ausblas von den Autos weg erfolgt», wie Stephan Fendt präzisiert. Die Inbetriebnahme sei dann im August durch einen Servicetechniker von Meier Tobler durchgeführt worden, ergänzt Cyrill Waibel: «Die Wärmepumpen erwiesen sich auch bei diesem Schritt als sehr benutzerfreundlich, entsprechend verlief die Inbetriebnahme reibungslos.» (el)
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«Um den Trittschall zu minimieren, ist dies das beste System»
Besprechung während des Verlegens der metalplast compact-oeko 30 Fussbodenheizungselemente (v. l.): Ghenodie Caizeoc vom Meier Tobler Montage-Team und Yannick Kessler, Projektleiter/Fachspezialist Fussbodenheizung bei Meier Tobler. (Bilder: rl)
Unweit des Albisriederplatzes in Zürich zeigt sich seit Frühling 2026 eine weitere, grosse Baustelle in einem traditionellen Wohngebiet. Hier werden vier Wohnzeilen à vier Häuser aus den 1940er-Jahren saniert und aufgestockt. Und diese neuen Wohnungen im Dachstock werden mit metalplast compact-oeko 30 Fussbodenheizungs elementen ausgestattet.
Heiligfeld heisst die Überbauung der Baugenossenschaft St. Jakob, Zürich, die mitten im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1940 an der Albisriederstrasse entstanden ist. Und sie steht auch über 80 Jahre später noch immer, wird aber gerade wieder einmal komplett renoviert. Neue Küchen, neue Bäder, zusätzliche Wohnungen im Dachgeschoss und dafür erstmals Aufzüge in jedem der vier Gebäude, die eine der insgesamt vier Häuserzeilen ausmachen.
239 Wohnungen – renovierte und neue Im Frühling 2026 haben die Bauarbeiten begonnen und dauern bis in den Oktober. Im nächsten Jahr folgt die zweite Häuserzeile – und dann bis 2029 jedes Jahr eine weitere. In der ganzen Überbauung gibt es 239 Wohnungen, sprich 60 in jeder
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Für die Umsetzung im Einsatz (v. l.): Yannick Kessler, Vassilios Kitsantas und Okan Sayin.
Ghenodie Caizeoc beim Einfräsen von Rohrführungen auf einer Leerplatte.
Häuserzeile. Und von diesen 60 sind es jeweils zehn komplett neue Maisonettewohnungen im Dachstock. Auf diese konzentrieren sich auch die Arbeiten von Meier Tobler und der Emi AG Gebäudetechnik aus Dietlikon. Für Meier Tobler stehen hier Verkaufsberater Vassilios Kitsantas und Yannick Kessler, Projektleiter/Fachspezialist Fussbodenheizung, sowie das Meier Tobler Montage-Team im Einsatz, für die Emi AG Projektleiter Okan Sayin und sein Team.
metalplast compact-oeko 30 System ausgerüstet. «Dieses bringen wir auf einem aufgeschütteten und ausgeebneten Boden an und legen darüber unsere Wärmeleitschicht metalplast compact-floor 5. Da diese aber relativ leicht ist, muss sie zur Stabilisierung angeklebt werden.» Darüber komme dann das Eichenparkett respektive die Bodenplatten in den Nasszellen.
«Während in den sanierten Wohnungen Radiatoren für die Wärmeabgabe zum Einsatz kommen, bauen wir in den neuen unser Trockenbausystem metalplast compact-oeko 30 System ein», erklärt Yannick Kessler. Dieses komme hier zum Einsatz, weil es sich in einem Mehrfamilienhaus ganz besonders eigne, fügt er an: «Um den Trittschall zu minimieren, ist dies das beste System.» Während Okan Sayin nicht nur das Fussbodenheizungsangebot, sondern auch die Wärmeerzeuger und das Handelssortiment von Meier Tobler bestens kennt und schätzt, ist für ihn das metalplast compact-oeko 30 System eine Neuheit: «Diese setze ich hier zum ersten Mal ein», sagt er lachend.
Element für Element – 30 Quadratmeter am Tag Für die Verlegung kommt auch hier das Meier Tobler Montage-Team zum Einsatz. «Damit wir effizient vorankommen, haben wir gleich zwei Teams à zwei Mitarbeiter im Einsatz», bestätigt Yannick Kessler. «Damit schaffen wir pro Equipe 30 Quadratmeter pro Tag.» Bis 2029 würde somit in allen vier Häuserzeilen eine Fläche von 4’752 Quadratmetern mit dem
Wie Okan Sayin weiter ausführt, erfolgt die Wärmeerzeugung über das Fernwärmenetz. «Wir haben dafür in einem Haus eine Zentrale, die in zwei Räume aufgesplittet ist.» Die grösste Herausforderung bei diesem System bestehe darin, dass sowohl Radiatoren als auch die Fussbodenheizung damit versorgt würden: «Die Behaglichkeit muss überall gewährleistet sein.» Während von der Zentrale aus zwei Gruppen Fussbodenheizung und Radiatoren versorgen, stehe eine weitere Gruppe für die Warmwasserverteilung im Einsatz, fügt er an.
Beste Zusammenarbeit Die Zusammenarbeit mit Meier Tobler klappe bestens, sagt Okan Sayin. «Das fängt bei der Planung an und zeigt sich auch auf der Baustelle – wir arbeiten Hand in Hand.» Sobald das Montage-Team die Verlegearbeiten beendet hat, sorgen seine Mitarbeiter dafür, dass die Anlage fachgerecht gespült und anschliessend befüllt wird. «Und damit ist diese Arbeit im betreffenden Bereich dann beendet und wir fahren in der nächsten Wohnung weiter.» Und dies nun Haus für Haus, Häuserzeile für Häuserzeile, bis ins Jahr 2029, schon fast im Copy/Paste- Modus, wie er lachend ergänzt. (el)
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Die Kaskade und das Umsetzungsteam (v. l.): Patrick Kuhn, Florian Eigenmann, Pirmin Scherrer und Reto Gerschwiler. (Bilder: rl)
Von B nach A Auf beiden Seiten des Raiffeisenplatzes in Niederuzwil SG steht je ein Gebäude. Äusserlich ganz ähnlich und auch unten im Technikraum mit fast identischen Voraussetzungen. 2025 erhielt das Haus B eine Kaskade mit zwei Oertli SI-GEO HP Wärmepumpen von Meier Tobler, und ein Jahr später gab es auf der anderen Platzseite im Haus A nochmals fast dasselbe, wenn auch noch moderner.
Im Haus B am Raiffeisenplatz in Niederuzwil SG befinden sich ein Restaurant, eine Arztpraxis, weiteres Gewerbe und Wohnungen. Gleich nebenan im Haus A befindet sich die Raiffeisen bank. Die Liegenschaft zeigt sich von ihrer besten, gepfleg testen und modernsten Seite. Im Untergrund waren bis vor Kurzem noch rund zwölf Jahre alte Wärmepumpen im Einsatz, die beim Haus B oft defekt waren und mangels Ersatzteilen im Herbst 2025 ersetzt werden mussten. Und zwar durch moderne Oertli SI-GEO HP Modelle von Meier Tobler. Diesen Herbst folgte nun auch der Ersatz im Haus A.
Kaskade mit zwei Oertli SI-GEO HP Wärmepumpen «Als wir vom Bauherrn Ende Sommer 2025 beauftragt wurden, die Heizung im Haus B zu erneuern, habe ich zuerst nochmals alle Leistungswerte überprüft und neu berechnet», sagt Planer
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Aussenansicht des Gebäudes B, im Hintergrund Gebäude A (links oben) sowie der Einblick in die Technikzentrale im Untergrund von Gebäude B mit MSR-Leitsystemregelung (links unten) und mit der Kas kade aus einer Oertli SI-GEO 12-45 HP sowie einer SI-GEO 15-60 HP Wärmepumpe (oben).
Florian Eigenmann von der Firma IG Energietechnik aus St. Gallen. «Gemeinsam mit Installateur Pirmin Scherrer von der Firma Eisenring AG aus Jonschwil sowie dem Team von Meier Tobler mit Reto Gerschwiler, Leiter Verkauf Region Ost & FL, und Patrick Kuhn, Ingenieurberater HLKS, ist die Wahl auf moderne Wärmepumpen des Modells Oertli SI-GEO HP aus dem Sortiment von Meier Tobler gefallen.» Wie Reto Gerschwiler ergänzt, sei dafür ein besonderes System ausgewählt worden: «Wir haben hier eine Kaskade mit einer Oertli SI-GEO 12-45 HP sowie einer SI-GEO 15-60 HP mit einer Leistung von insgesamt 110 Kilowatt eingebaut. Beides sind Inverter-Modelle und sorgen zusätzlich dank Magroladung für hygienisch einwandfreies Trinkwasser.» Die Erneuerung der Warmwasseraufbereitung nach SVGW-Richtlinien sei eine weitere Voraussetzung gewesen. «Die Magroladung ist ein hocheffizientes, externes Frischwassersystem, welches das Trinkwasser im Durchlaufprinzip über einen Plattentauscher hygienisch erwärmt.»
Der Faktor Zeit als Herausforderung Bei der Umsetzung im letzten Herbst war gemäss Installateur Pirmin Scherrer vor allem der Faktor Zeit die grosse Herausforderung. «Wir hatten nur wenige Wochen zur Verfügung, um das Projekt noch vor der Heizperiode abzuschliessen.» Damit im Haus jederzeit Heizwärme und warmes Wasser verfügbar waren, sei ein Provisorium genutzt worden. «Als es dann aber relativ früh zu schneien begann, waren wir dann doch froh, das neue Heizsystem bald schon in Betrieb zu nehmen.» Ein
weiterer Faktor, der bei der Installation viel Augenmerk benötigte, sei der geringe Platz im Technikraum gewesen. «Statt wie früher einer Wärmepumpe hatten wir nun zwei. Zudem mussten wir verschiedene Leitungen erneuern, die ebenfalls Platz benötigten.» Es sei aber dann genau aufgegangen, so dass im Oktober und noch vor dem Wintereinbruch die Inbetriebnahme durch Meier Tobler planmässig erfolgte. Die Steuerung der Wärmepumpen-Kaskade läuft hier gemäss Reto Gerschwiler über die bestehende MSR-Leitsystemregelung: «Damit sind sämtliche Elemente der Haustechnik innerhalb dieses einen Systems miteinander verbunden und können zentral kontrolliert und verwaltet werden.»
Gutes Zusammenspiel In einem zweiten Schritt wurde nun diesen Herbst im Haus A ebenfalls eine Kaskade mit zwei Oertli SI-GEO HP Wärmepumpen installiert. «Dabei konnten wir hier auf die neuesten Modelle zurückgreifen», erklärt Reto Gerschwiler, «die sich innerhalb eines Jahres schon wieder in vielen Bereichen weiterentwickelt haben und über eine noch modernere Technologie verfügen.» Und auch wenn Haus A fast wie die Kopie von Haus B war, sei es nicht möglich gewesen, die erste Anlage einfach «copy/paste» zu reproduzieren, wie Planer Florian Eigenmann ergänzt: «Vieles ist zwar ähnlich, aber es benötigte auch hier die genaue Planung und sorgfältige Umsetzung in einem guten Zusammenspiel im Team.» (el)
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Uni Pipe & S-Press System in der Schweiz Die Einführung des Presssystems Uni Pipe & S-Press für Trinkwasser sowie Flächenheizungs- und Kühlungssysteme in der Schweiz steht bevor. Millionenfach bewährt, einfach zu verpressen und in den Dimensionen 16 bis 110 Millimeter verfügbar, bietet das Uponor- Produkt technische und wirtschaftliche Vorteile für Installationsbetriebe und den Handel.
Uni Pipe & S-Press System
Presse mit den Besten – Qualität, die sich auszahlt
Seit 25 Jahren ist Uni Pipe & S-Press von Uponor weltweit im Einsatz und hat mit über 500 Millionen installierten Fittings eine unbestrittene Marktposition. Die Georg Fischer Rohrleitungssysteme (Schweiz) AG hat bereits Trinkwassersysteme im Markt: JRG Sanipex (Bördelklemmverbindung), JRG Sanipex MT (Bördelklemmverbindung) sowie iFIT (Steckverbindung) und Instaflex. Das Portfolio wird um ein Trinkwassersystem mit Pressverbindungen ergänzt. Die Kombination von neuartigen Produkteigenschaften und dem Qualitätsversprechen von GF macht Uni Pipe & S-Press zu einer vielversprechenden Alter native. Das SVGW-zertifizierte Presssystem besteht aus Mehrschicht-Verbundrohren, PPSU-Fittings, den bekannten JRG-Rotguss-Armaturen sowie Presswerkzeugen. Unter dem Markennamen Uponor Uni Pipe Plus kommen Multilayer-Verbundrohre in den Dimensionen 16 bis 32 Millimeter auf den Markt. Uponor MLC umfasst Verbundrohre für Verteil- und Steigleitungen in den
Grössen 40 bis 110 Millimeter. Die Fittings sind nach Dimension unterteilt in Uponor S-Press Plus (PPSU, 16– 32 mm), Uponor S-Press (PPSU, 40–75 mm) sowie Uponor RS (Metall, 63–110 mm). Das Mehrschichtverbundrohr Uni Pipe Plus besteht aus einem nahtlosen Aluminiumrohr, welches das Eindringen von Sauerstoff verhindert und die Rückstellkräfte und die Längenausdehnung bei Temperaturänderungen ausgleicht. Sowohl das Innen- als auch das Aussenrohr bestehen aus hochtemperaturbeständigem Polyethylen PE-RT (nach DIN 16833). Die Flexibilität des Rohrs erlaubt bis zu 40 Prozent engere Biegeradien als herkömmliche Verbundrohre. Dadurch sind bis zu 15 Prozent weniger Fittings erforderlich. Die Pressfittings sind strömungsoptimiert, sorgen für niedrige Zeta-Werte und druckverlustoptimierte Planungen. Die Montage der Fittings erfolgt ohne Kalibrieren: schneiden, stecken, pressen.
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SINUS MultiFlow Center by Reflex Individuelles Multitalent, konzipiert für Grossanlagen: das SINUS MultiFlow Center als kompaktes Verteil- und Sammelzentrum
1. Volumenstrom Wärmeerzeuger = Volumenstrom Wärmeverbraucher 2. Volumenstrom Wärmeerzeuger > Volumenstrom Wärmeverbraucher 3. Volumenstrom Wärmeerzeuger < Volumenstrom Wärmeverbraucher
Der Anspruch steigt zunehmend: Warm- wie Kaltwassersysteme werden heute immer effizienter betrieben, um Energie und damit Kosten zu reduzieren. Wird eine Anlage auf der primären Seite mit zwei unterschiedlichen Energie lieferanten betrieben, ist von «bivalent» die Rede. In der jüngeren Vergangenheit sind immer stärker multivalente Anlagen auf dem Vormarsch – Systeme, in denen mindestens drei unterschiedliche Betriebsmittel eingesetzt werden. Struktur multivalenter Anlagen Es gibt viele Anwender, die auf ein Wärmenetz setzen, das aus verschiedenen Energieangeboten gespeist wird. Zum Beispiel aus einem Mix aus Solarthermie, Wärmepumpe sowie einem Spitzenlastkessel, der dann zum Tragen kommt, wenn zum Beispiel aufgrund tiefer Aussentemperaturen in kurzer Zeit viel Wärme erforderlich ist. Der Vorteil einer solchen Anlage liegt auf der Hand: Die Solarthermie und die Wärmepumpe können als regenerative Energie vorrangig betrieben werden. Jedoch stehen regenerative Energien nicht immer zur Verfügung, wenn Wärme erforderlich ist. So ist beispielsweise eine Nutzung von Solarenergie an bewölkten Tagen nicht uneingeschränkt möglich. Der Brennwertkessel kann dann als fossile Energiequelle bedarfsgerecht hinzugeschaltet werden. Die multivalente Anlage hat somit den klaren Vorteil, dass erneuerbare Energiequellen mit fossilen kombi niert werden können und im Zusammenschluss eine verlässliche und effiziente Wärmeübertragung möglich ist.
MultiFlow Center als Energiespeicher bei grossen Leistungsbereichen Das MultiFlow Center, welches absolut individuell konfigurierbar ist, ist hier die erste Wahl. Zum Beispiel wenn ein Energiespeicher benötigt wird – etwa in Verbindung mit Wärmepumpen, Blockheizkraftwerken, Feststoffbrennkesseln und Kältemaschinen. Das MultiFlow Center ist ein Verteil- und Sammelzentrum, das sich allen Anforderungen einer modernen multivalenten Heizungsanlage perfekt anpasst und eine einwandfreie Hydraulik ermöglicht. Hinsichtlich der Anzahl der Temperaturstufen ist das MultiFlow Center vollkommen variabel, die Anzahl der Zonen ist beliebig anpassbar. Je nach Betriebszustand werden immer nur zwischen zwei benachbarten Temperaturzonen die Wärmemengen und der Volumenstrom ausgetauscht. Easy to install Zur noch einfacheren Montage kann den ausführenden Unternehmen auch angeboten werden, die jeweiligen Anschlussgruppen der einzelnen Heiz- und Kühlkreise vorzufertigen. Das ausführende Unternehmen erhält neben dem MultiFlow-Produkt dann auch hochwertige Passstücke zur schnellen und direkten Installation – ganz nach unserer Produktphilosophie «Easy to install».
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Aalberts integrated piping systems: nicht nur Produkte, sondern Lösungen Aalberts integrated piping systems entwickelt seit über 90 Jahren die fortschrittlichsten integrierten Rohrleitungssysteme in den Bereichen Verbindungs- und Absperrtechnik zur Verteilung und Steuerung von Flüssigkeiten für Industrie, Gewerbe und Wohnen. Insbesondere die Produktreihen VSH zeichnen das Unternehmen aus Hilversum (NL) aus.
Massgeschneiderte Systeme Aalberts integrated piping systems entwickelt und produziert Komplettsysteme aus Fittings, Ventilen und Befestigungstechnik für flüssige und gasförmige Medien. Aalberts integrated piping systems erfüllt dabei die höchsten Qualitäts- und Industriestandards, die in den jeweiligen Branchen erforderlich sind, und ist das einzige Unternehmen, das seinen Kunden jederzeit eine vollständig integrierte Rohrleitungslösung aus einer Hand bietet. Die Technologien von Aalberts integrated piping systems ermöglichen es den Kunden, schnell und zuverlässig auf einfache und effiziente Weise zu arbeiten. Egal, ob es sich um Projektkonzeption, Installation oder laufende Wartung handelt, das Unternehmen stellt ein umfassendes System- und Serviceangebot bereit. Die massgeschneiderten Systeme sind für Schlüsselbranchen wie Wohnen, Gewerbe, Industrie und Versorgungsunternehmen geeignet und werden bei Aalberts integrated piping systems von einem Team eigener Ingenieure entworfen und entwickelt.
VSH – die bewährte Produktlinie VSH als bekannte Produktlinie von Aalberts integrated piping systems bietet dabei die besten Lösungen in den Bereichen Verbindungs- und Absperrtechnik. Dabei umfasst VSH mehrere bewährte Produktreihen für Pressfittingsysteme wie VSH SudoPress oder VSH XPress, die in der Schweiz seit Jahren erfolgreich verbaut werden. Aalberts integrated piping systems arbeitet auch laufend an innovativen Weiterentwicklungen seiner Produkte, wie beispielsweise beim VSH XPress Fullflow Kugelhahn, welcher sich durch einen einzigartigen Aufbau auszeichnet: Das Gehäuse ist aus einem Rohrstück gefertigt, wodurch ein sehr schlankes Design geschaffen werden konnte. Der VSH XPress Fullflow Kugelhahn wird mit einem M-Profil- Pressanschluss gefertigt, ist als C-Stahl- oder Edelstahlausführung erhältlich und fügt sich somit nahtlos in das bestehende VSH XPress Fullflow Rohrleitungssystem ein.
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VSH PowerPress: das komplette Druckleitungssystem Das komplette Druckleitungssystem VSH PowerPress, mit dem Sie mit dickwandigen Rohren komplette Heizungs-, Kühl-, Erdgas-, Druckluft- und Sprinkleranlagen installieren können.
Das umfassendste dickwandige Presssystem mit doppelter Sicherheit: – Visu-Control-Ring und Leak-Before-Pressed-Funktion – Direkte Erkennbarkeit von Material und Abmessung – Erstklassige Korrosionsbeständigkeit durch ZnNi- Beschichtung – Maximale Sicherheit der Verbindung durch intelligente Verzahnung des Krallenrings aus Edelstahl – Komplettes Leitungssystem von ½'' bis 2'' – Installation mit sicheren und leichten Akkuwerkzeugen – FM-Zulassung für Fittings, daher für Nasssprinkler anlagen geeignet – Ideal kombinierbar unter anderem mit VSH XPress, VSH SudoPress und VSH Shurjoint
C9440 VSH PowerPress SudoPress Übergangsstück (2 × Press)
C9441 VSH PowerPress XPress Übergangsstück (2 × Press)
C9448 VSH PowerPress Nut Übergangsstück (Press × Nut)
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Die neue Grundfos ALPHA GO: die Universallösung für den Servicebus Zeit ist im Servicealltag entscheidend. Mit der neuen ALPHA GO Baureihe bietet Grundfos eine praxisnahe Lösung für den schnellen, einfachen und zuverlässigen Pumpentausch. Die Modelle ALPHA1 GO und ALPHA2 GO wurden speziell für den Austausch beim ersten Kundenbesuch entwickelt.
Mit nur zwei Pumpenvarianten deckt ALPHA GO typische Förderhöhen von 4 bis 8 Metern ab und eignet sich für nahezu alle Heizungsanwendungen – im Kessel wie auch extern installiert. Das reduziert Lagerhaltung, vermeidet zusätzliche Fahrten und stellt sicher, dass die passende Pumpe immer im Servicebus verfügbar ist. Die Installation und Inbetriebnahme über die Grundfos GO App ist schnell und intuitiv. In Kombination mit bewährter Grundfos Qualität stehen die Pumpen für hohe Energieeffizienz, Robustheit und Zuverlässigkeit. Maximale Austauschquote bei minimalem Aufwand ALPHA1 GO und ALPHA2 GO ersetzen rund 70 Prozent der bisherigen Grundfos Pumpen im Kessel sowie nahezu alle extern verbauten Modelle. Häufig reicht der Tausch des Pumpenkopfs aus; ein kompletter Austausch ist meist nur bei Fremdherstellern erforderlich.
Die Modelle im Überblick: – ALPHA2 GO 25-75-180 (Produkt-Nr. 93094220) – ersetzt UPM3-, UPM4- sowie extern verbaute ALPHA1, ALPHA2 und ALPHA3 – ALPHA1 GO 25-80-180 (Produkt-Nr. 93074198) – ersetzt integrierte und externe UPS Pumpen – FCI Signal Adapter (Produkt-Nr. 93348101) – für die sichere Verbindung zur Therme Ergänzend zu den beiden Varianten für den Sofortaustausch umfasst die ALPHA GO Baureihe weitere Modelle, die zusätzliche Leistungsbereiche und Anwendungen abdecken. Die ALPHA GO Baureihe: weniger Zeitaufwand, weniger Fahrten, maximale Flexibilität – ein echtes Must-have für jeden Servicebus. Entdecken Sie die neue ALPHA GO Baureihe!
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Präzision und Komfort: das Strangventil Danfoss LenoTM MSV-D Wer Heizungs-, Kühl- oder Warmwassersysteme plant, weiss: Effizienz beginnt beim richtigen Durchfluss. Manuelle Strangventile bieten eine bewährte, unkomplizierte Lösung für den statischen hydraulischen Abgleich. In Systemen mit konstantem Durchfluss entfalten Produkte wie das Danfoss LenoTM MSV-D ihre Stärke.
Mit dem LenoTM MSV-D betritt eine neue Generation manueller Ventile die Bühne der Gebäudetechnik. Sie sorgen dafür, dass in einzelnen Anlagenabschnitten genau die richtige Wassermenge ankommt. Entwickelt für den präzisen Abgleich von Durchflussmengen in Heizund Kühlsystemen, vereint es Regulier- und Messfunktion in einem einzigen Bauteil – und setzt damit neue Massstäbe in Sachen Effizienz und Bedienkomfort. Die bidirektionale Durchströmung ermöglicht maximale Flexibilität bei der Installation. Eine integrierte Absperrfunktion über ein Kugelventil mit klarer Farbkennzeichnung sorgt für Sicherheit und Übersicht im Betrieb. Besonders praktisch: die einfache Montage durch das abnehmbare Handrad sowie die Durchfluss-Einstellung, die sich über eine Skala exakt justieren und bei Bedarf zuverlässig fixieren lässt. Der eingestellte Wert ist aus verschiedenen
Winkeln einsehbar. Hohe kv-Werte garantieren dabei eine optimale Leistungsfähigkeit, während integrierte Druck-Messnippel eine präzise Kontrolle mit gängigen Messsystemen ermöglichen. Für Anwendungen mit grösseren Dimensionen bietet das MSV-F2 eine ebenso robuste wie vielseitige Lösung. Das manuelle Regulierventil in Flanschausführung deckt Nennweiten von DN 15 bis DN 400 ab und entspricht internationalen Normen. Ausgestattet mit Stellungsanzeige, Hubbegrenzung und verriegelbaren Einstellungen, überzeugt es durch Zuverlässigkeit und einfache Handhabung – selbst in anspruchsvollen Anlagen. Ob Neubau oder Modernisierung: Moderne Ventiltechnik wie diese schafft die Grundlage für effiziente, langlebige und optimal abgestimmte Systeme.
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Propan sicher überwachen Propan wird in zahlreichen Anwendungen als Kältemittel eingesetzt, insbesondere in Wärmepumpen dank seiner hohen Effizienz und Umweltverträglichkeit. Gleichzeitig stellt austretendes Propan aufgrund seiner Entzündbarkeit ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Eine zuverlässige Gasüberwachung hilft, Leckagen frühzeitig zu erkennen, Personen zu schützen und Schäden an Anlagen oder Gebäuden zu vermeiden. Moderne Gaswarnsysteme ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung und lassen sich flexibel an die jeweiligen Anforderungen anpassen.
Zuverlässige Gaswarntechnik für Propananwendungen Herzstück vieler Systeme ist der Controller GfG GMA200-M, der Messwerte erfasst, verarbeitet und im Alarmfall definierte Sicherheitsmassnahmen auslöst.
frühzeitig erkennen und überwachen. Damit erweitert GfG die Möglichkeiten der Propanüberwachung um einen Anwendungsbereich, der mit konventionellen Gaswarnsystemen allein nicht abgedeckt werden kann.
Für die Gasmessung in ATEX-Umgebungen kommt unter anderem der bewährte Transmitter GfG CC28 (Ex-Zone 1) oder der Transmitter GfG CC22 ex (Ex-Zone 2) zum Einsatz. Sie überwachen die Umgebungsluft kontinuierlich im Hinblick auf Propan und erkennen kritische Konzentrationen bereits in einem frühen Stadium. Optische und akustische Warneinrichtungen sorgen dafür, dass Mitarbeitende und Betreiber sofort informiert werden und rasch reagieren können. Dank des modularen Aufbaus lassen sich die Systeme sowohl in technischen Räumen als auch in industriellen Anwendungen flexibel integrieren und an individuelle Sicherheitskonzepte anpassen. Überwachung von Propan im Wasser Neben der klassischen Gasüberwachung bietet GfG auch Lösungen zur Überwachung von im Wasser gelöstem Propan. In bestimmten Anwendungen kann Propan in Flüssigkeiten eingetragen werden und sich dort anreichern. Durch geeignete Messverfahren lässt sich eine Freisetzung
Über die GfG Die GfG Gesellschaft für Gerätebau AG ist ein führendes Schweizer Unternehmen im Bereich Gaswarn- und Wassermesstechnik. Seit über 30 Jahren entwickelt das Unternehmen Gaswarngeräte zum Schutz von Menschen, Anlagen und Umwelt und begleitet seine Kunden von der Planung bis zur Wartung ihrer Sicherheitssysteme. Darüber hinaus entwickelt und fertigt die GfG AG Schaltschränke inhouse und bietet damit komplette Systemlösungen aus einer Hand.
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Präzise Schnitte auch bei wenig Platz Weltweit erster Milwaukee Akku-Rohrabschneider für fest installierte Edelstahlrohre bis 54 Millimeter Durchmesser.
Der M12 Akku-Edelstahl-Rohrabschneider XL ist eine praxis orientierte Lösung für präzises und effizientes Arbeiten an Rohrsystemen – selbst unter beengten oder anspruchsvollen Montagebedingungen (oben links). Dank der kompakten Konstruktion mit patentiertem Schneid mechanismus ist auch das Trennen von bereits installierten Rohren möglich (oben). Mit dem neuen M12 Akku-Edelstahl-Rohrabschneider XL erweitert Milwaukee sein Sortiment an kompakten und leistungsstarken Werkzeugen für die Rohrinstallation (links).
Mit dem M12 Akku-Edelstahl-Rohrabschneider XL erweitert Milwaukee sein Sortiment an kompakten und leistungsstarken Werkzeugen für die Rohrinstallation. Das handliche Schneidgerät ist speziell für den Einsatz an bereits installierten Rohren aus Edelstahl, C-Stahl und Kupfer entwickelt worden und richtet sich gezielt an Fachkräfte in der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie im industriellen Rohrleitungsbau. Robuste Technik für den harten Einsatz Der Rohrabschneider XL ermöglicht das schnelle, staubund funkenfreie Trennen von Rohren mit Durchmessern von 35, 42 und 54 Millimetern – selbst an schwer zugänglichen Stellen. Edelstahlrohre mit bis zu 54 Millimetern Durchmesser werden innerhalb von weniger als 30 Sekunden getrennt. Mit nur einem voll aufgeladenen M12 4,0 Ah Akku sind bis zu 45 Schnitte möglich. Einfache und sichere Bedienung Ein Sichtfenster mit LED-Beleuchtung auf dem Schneidkopf ermöglicht exakte Schnitte auch an verdeckten oder schlecht beleuchteten Stellen. Die Backen passen sich automatisch der jeweiligen Rohrgrösse an, was den Arbeitsablauf zusätzlich vereinfacht. Weil im Unterschied zu
anderen Schneidgeräten das Rohr nicht bewegt wird, können Schnitte auch im bereits installierten Zustand ausgeführt werden. Die Klingen sorgen für saubere Schnitt kanten, ein Entgraten ist oft nicht erforderlich und auch die Gefahr von Leckagen durch ungenaue Schnitte wird reduziert. Flexibles Akkusystem für den mobilen Einsatz Der Rohrabschneider XL ist Teil des M12-Akkusystems von Milwaukee. Das ermöglicht den Einsatz aller M12- Akkus innerhalb der Geräteserie, was die Investition in zusätzliche Akkus überflüssig macht und die Mobilität auf der Baustelle erhöht. Technische Daten M12 Akku-Rohrabschneider XL
M12 PCSS54-402C
Akku
12 V / 4,0 Ah (Li-Ionen)
Leerlaufdrehzahl
330 U/min
Rohrdurchmesser
Ø 35, 42, 54 mm
Max. Rohrwandstärke
1,5 mm
Gewicht mit Akku (M12 B4)
3,1 kg
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«Ich erwarte einen Nachfrage-Tsunami»
Erwartet einen eigentlichen Sanierungs-Boom: Alexandre Knecht. (Bilder: rl)
Alexandre Knecht, dipl. Gebäude techniker HF und Geschäftsführer der Sillex KLG – Planung & Engineering Gebäudetechnik, hat mit einem LinkedIn-Beitrag zum Thema Abschaffung des Eigenmietwerts per Januar 2029 und den Folgen für die Branche für viel Aufmerksamkeit gesorgt. haustechnik.ch hat ihn zum Gespräch in Immensee SZ getroffen.
haustechnik.ch: Herr Knecht, der Eigenmietwert wird per 31. Dezember 2028 abgeschafft. Was ist Ihnen persönlich nach dem Entscheid durch den Kopf gegangen? Alexandre Knecht: Mir war sofort klar, dass nun endlich Bewegung in die Sanierungslandschaft kommt. Da ab Januar 2029 die Steuerabzüge für Sanierungskosten weitgehend wegfallen, erhalten die Immobilienbesitzer die nächsten knapp drei Jahre ein optimales Zeitfenster, um ihre Heizungen zu ersetzen respektive die Gebäude energetisch zu sanieren. Wer das umsetzen möchte, muss dies jetzt tun, solange die Abzüge noch geltend gemacht werden können. Für unsere Branche bedeutet dies einen spürbaren Nachfrageschub, verlangt aber von uns auch höchste Lieferbereitschaft. Wie waren die Reaktionen auf den Volksentscheid in der Haustechnik-Branche? Zurzeit ist dies im Tagesgeschäft noch nicht richtig angekommen, es fühlt sich mehr wie die Ruhe vor dem Sturm an. Und
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genau darin besteht die grosse Gefahr. Es zeichnet sich ab, dass alles auf einmal kommen wird. Ich habe das Gefühl, dass das Thema vielen Eigentümern noch nicht so bewusst ist, 2029 scheint noch weit weg zu sein. Sobald es ihnen bewusst wird, wie knapp die Zeit für Planung, Bewilligung und Installation ist, erwarte ich einen eigentlichen Nachfrage-Tsunami. Für unsere Branche bedeutet dies langfristig deutlich mehr Aufträge und volle Auftragsbücher. Aber ab 2027 wird es kurzfristig zu massiven Engpässen bei den Planungs- und Handwerkskapazitäten kommen. Wer als Eigentümer zu lange zuwartet, riskiert ganz klar, keine Installateure oder Planer mehr zu finden. Wird in der Branche darüber diskutiert, gehandelt – oder wird noch abgewartet? Die Diskussionen kommen jetzt erst richtig auf. Gerade auch, weil sich die Eigentümer noch langsam bewegen. Und genau da sehe ich unsere Verantwortung und unsere Aufgabe: proaktiv auf unsere Kunden zuzugehen, sie zu informieren und über die neue Situation aufzuklären. Das Handeln spüre ich momentan hauptsächlich in der Beratung und in der strategischen Vorbereitung im Hintergrund. Ich halte es für absolut entscheidend, uns bereits jetzt mit starken Partnern, wie zum Beispiel Meier Tobler, abzusprechen, damit die Lieferketten stehen, sobald die Auftragswelle bei uns ankommt. Was bedeutet dies grundsätzlich für die Haustechnik- Branche – Chance oder Schwierigkeiten? Es ist beides. Für die Haustechnik-Branche bedeutet dieser vorgezogene Sanierungsboom ein massives Umsatzpotenzial für die nächsten drei Jahre. Und es beschleunigt den dringend notwendigen Dekarbonisierungsprozess in der Schweiz. Gleich zeitig liegt eine grosse Schwierigkeit im Faktor Zeit. Wenn die Eigentümer zu lange zögern und der Markt ab 2027 alles auf einmal bewältigen muss, laufen wir in einen Kapazitäts- und Personalengpass. Kurz gesagt: Das Potenzial ist riesig, aber wir müssen als Branche klug reagieren, um nicht an unserem eigenen Erfolg zu ersticken. Was kann die Haustechnik-Branche unternehmen, um die Zeit bis Ende 2028 optimal zu nutzen? Für mich gibt es drei entscheidende Hebel: Aufklärung, Effizienz und vor allem strategische Partnerschaften. Der Schlüssel liegt für mich in der Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Wir sollten Kooperationen eingehen. Als Inhaber eines kleinen Unternehmens biete ich genau hier Hand. Wenn grosse, etablierte Planungsbüros Spitzen brechen müssen, können sie auf spezialisierte Partner wie uns zurückgreifen. Und was braucht es jetzt für konkrete Massnahmen? Eine gemeinsame Aufklärungskampagne, um die Eigentümer wachzurütteln. Dann, wie erwähnt, ein Umdenken hin zu Kooperationen, um Auftragsspitzen abzufedern. Und es braucht die Bereitschaft, Projekte vorzuziehen. Dafür braucht es die Motivation der Eigentümer, den Heizungsersatz vorzuziehen. Ist die Abschaffung des Eigenmietwerts für das Erreichen der Klimaziele 2050 eher negativ zu werten? Nicht unbedingt negativ, bis 2050 vergeht noch viel Zeit. Mir scheint eher der Zeitpunkt des Systemwechsels per Januar 2029 nicht optimal. Wenn die Abzüge für Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen wegfallen, könnte eine neue Hürde für den Wärmeerzeugerersatz geschaffen werden. Dieses Timing könnte im schlimmsten Fall die technologische Evolution, die wir gerade erleben, wieder abbremsen. Wir haben mit den neuen, hochinnovativen Propan-Wärmepumpen gerade die richtigen Produkte auf dem Markt.
Alexandre Knecht im Gespräch.
Wo stehen wir heute bezüglich Zielerreichung? Und welches sind die grössten Probleme? Wir stehen an einem kritischen Wendepunkt. Wir haben dank Wärmepumpen-Boom die tiefhängenden Früchte geerntet, während die komplexen Sanierungen noch anstehen. Dazu kommen der akute Fachkräftemangel, die ungenügende Sanierungsquote bei den Gebäudehüllen sowie das regulatorische und steuerliche Hickhack, das für Unsicherheit sorgt und die Dynamik ab 2029 möglicherweise ausbremst. Was müssen Politik und Gesellschaft tun, um die Ziel erreichung ab 2029 nicht abzuwürgen? Meiner Meinung nach braucht es drei Massnahmen. Die Kantone müssen steuerlich einspringen, um für Steueranreize für den Heizungsersatz zu sorgen. Zudem müssen die Fördergelder massiv gestärkt werden. Und es braucht ein gesellschaftliches Umdenken beim Immobilienwert. Nur zu sanieren, um Steuern zu sparen, ist der falsche Ansatz. Es muss den Eigentümern klar sein, dass sie mit der Sanierung langfristig in den Wert und in die Unabhängigkeit der Immobilie investieren. Wie zuversichtlich sind Sie für die nächsten Jahre in der Branche und das Erreichen der Klimaziele? Sagen wir es so, ich bin verhalten optimistisch, mit einer gesunden Portion Realismus. Technologisch stehen wir gut da, skeptisch bin ich beim Faktor Zeit und bei den politischen Rahmenbedingungen. Es braucht jetzt weniger Abwarten und mehr Mut zu partnerschaftlichen Kooperationen und ein klares Engagement der Kantone bei den Fördergeldern ab 2029. Können wir dies erreichen, schaue ich sehr positiv in die Zukunft. (el)
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Einfach nachhaltig Meier Tobler setzt sich in unterschiedlichen Themenbereichen für mehr Nachhaltigkeit ein.
Weniger Belastung: Emil Mitrov entfernt die Verpackung des Boilers mit Unterstützung des Exoskeletts einfacher. (Bilder: rl)
«Das Exoskelett hilft mir, Belastungen zu reduzieren» Meier Tobler setzt sich innerhalb der Nachhaltigkeits strategie für seine Mitarbeitenden ein. Und da gehört neben der Aus- und Weiterbildung unter anderem auch das Engagement für die Gesundheit und die Arbeitsplatzsicherheit mit dazu. Ein Be such im Dienstleistungscenter Oberbuchsiten (DCO), wo verschiedene Massnahmen im Rahmen der Optimierung der Arbeitsplatz-Ergonomie ge zeigt werden.
«Es fühlt sich fast wie ein Nierengurt beim Motorradfahren an», sagt Emil Mitrov, Mitarbeiter in der Produktion im Dienstleistungscenter Oberbuchsiten (DCO). Er lächelt und befestigt sein Soft-Exoskelett um seinen Bauch herum, kontrolliert es achtsam, damit es gut sitzt. Seit fast einem Jahr trägt er dieses und ist sehr zufrieden damit. «Bei den verschiedenen Tätigkeiten hier hilft mir das Exoskelett, Belastungen zu reduzieren», sagt er und zeigt anhand eines Beispiels, wie genau dies funktioniert: «Bevor wir die Boiler fertig zusammensetzen, müssen wir die Verpackung entfernen. Dazu gehört, dass wir die Karton-
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hülle von unten nach oben hochschieben und auf die Seite stellen, was mit der Zeit sehr anstrengend ist.» Mehrmals pro Tag schieben sie zudem mit der Hüfte die noch verpackten Boiler auf dem Palett leicht herum. «Ich stosse dieses dann jeweils sanft mit meinem Körpergewicht in die richtige Richtung. Das ist zwar nur eine schnelle, kurze Bewegung, aber durch die Wiederholung merke ich jeweils schon, dass dies den Körper belastet – und mit dem Exoskelett wird dies klar reduziert.»
Klare Kosten-Nutzen-Abwägung Der Einsatz von Exoskeletten sei letztes Jahr als eine von vielen Massnahmen im Bereich Arbeitsplatz-Ergonomie evaluiert worden, bestätigt Asim Hazeraj, Leiter Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei Meier Tobler. Beim Test seien auch ein Vertreter der SUVA und ein zusätzlicher externer Experte involviert gewesen. «Wir haben verschiedene Modelle durch 30 freiwillige Mitarbeitende hier im DCO testen lassen. Dabei hat sich zum Schluss das Modell von Hunic durchgesetzt.» Rund 1’500 Franken koste ein solches Soft-Exoskelett, ergänzt Asim Hazeraj, «darum war für uns auch eine klare Kosten- Nutzen-Abwägung gefragt». Statt das Soft-Exoskelett flächendeckend zu verteilen, haben nur jene Mitarbeitenden eines erhalten, die sich auch dazu bereit erklärten, ein solches zu tragen. Wie Georg Englisch-Weinhofer, Leiter Supply Chain Management bei Meier Tobler, ergänzt, haben diese Mitarbeitenden in einem zweiten Schritt das Exoskelett während drei Monaten nochmals intensiv getestet. «Die Rückmeldungen waren dabei sehr positiv.» Auch an anderen Orten im DCO wurden gemäss Asim Hazeraj Verbesserungen bezüglich Arbeitsplatz-Ergonomie vorgenommen. Dazu gehören zum Beispiel die Pick-Stationen im Auto store: «Hier haben wir die Arbeitsplätze komplett überdacht und entsprechend optimiert. Zum Beispiel sind nun die Arbeitsutensilien näher bei den Mitarbeitenden und die zu befüllenden Kartonschachteln laufen von Anfang an auf Rollen und müssen nicht gehoben werden.» Zusätzlich sind hier die
Handscanner durch praktische Fingerscanner ersetzt worden, «was die Arbeit ebenfalls erleichtert». An den Pick-Stationen im Hochregallager werden Artikel über 30 Kilogramm automatisch weitergeleitet und einige der Mitarbeitenden tragen auch hier Exoskelette. «Eine Idee zur Verbesserung kam zudem von den Mitarbeitenden selbst», sagt Asim Hazeraj. «Sie haben vorgeschlagen, die zu versendenden Produkte auf gestapelten Paletten statt am Boden zwischenzulagern, was wiederum die Hebebewegungen vermindert.»
Einsatz für die Gesundheit Für Georg Englisch-Weinhofer stellt die Optimierung der Arbeitsplatz-Ergonomie einen wichtigen Bestandteil für die Gesundheit der Mitarbeitenden dar, «was auch ein Fokusthema in unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist». Dies zeigt sich auch bei den Absenztagen: «Bei den Berufsunfällen konnten wir im Jahr 2025 sinkende Zahlen verzeichnen. Auch wenn wir dies nicht auf einzelne Massnahmen zurückführen können, stellen wir fest, dass sich unser Engagement lohnt.» Und weil bei den Absenzen vor allem die Nichtberufsunfälle ins Gewicht fallen, werde auch da viel Aufklärungsarbeit geleistet, wie Asim Hazeraj bestätigt. «Wir sind hier sehr aktiv, machen unsere Mitarbeitenden auf die verschiedensten Gefahrensituationen in der Freizeit aufmerksam und stellen ihnen Informationen und Hilfsmittel zur Verfügung.»
Einfach anzuziehen Im Rohr-Lager treffen Asim Hazeraj und Georg Englisch-Weinhofer auf weitere Mitarbeitende, die entweder Exoskelette, Schulterpolster oder beides tragen. Wie Mamadou Balde, Mitarbeiter Logistik, ihnen gegenüber bestätigt, habe sich der Einsatz des Schulterschutzes für ihn gelohnt: «Ich kann ihn einfach anziehen und ihn bei Bedarf von einer Seite zur anderen wechseln. Er hilft mir sehr, so dass beim Tragen die Belastungen vermindert werden und ich damit nach der Arbeit auch kaum mehr Schmerzen habe.» (el)
Schulterpolster erleichtert die Arbeit: Mamadou Balde (links) mit Azim Hazeraj und Georg Englisch-Weinhofer im Rohr-Lager.
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Anlage über SmartGuard zur Meier Tobler App hinzufügen
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Jetzt neu: Servicebroschüre Klimasysteme ervice
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Einfacher geht es nicht: Um SmartGuard mit der Meier Tobler App zu verbinden, muss in der Meier Tobler App lediglich auf «Anlage hinzufügen» geklickt und dann mit der Kamera der QR-Code auf dem SmartGuard-Gehäuse gescannt werden. Diese Funktion ist nur für die Person möglich, welche die Anlage registriert. Weitere Benutzerinnen und Benutzer können dann von der Administratorin respektive vom Administrator über die App eingeladen werden. Die Videoanleitung via QR-Code zeigt auf, wie es geht. (el)
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Die neue Broschüre «Wartung und Service für Ihre Klima- und Kälteanlage» informiert über die Wartungs- und Serviceleistungen im Bereich Klimasysteme von Meier Tobler. Sie stellt das umfassende Serviceangebot für Grossklimaanlagen, Grosswärmepumpen und Kälteanlagen vor und ermöglicht eine Übersicht über die verschiedenen Servicevertragsmodelle: Basic, Security, Vollkasko und GarantiePlus. Zusätzlich werden auch spezifische Leistungen für kritische Infrastrukturen, wie Rechenzentren, Spitäler, Pharma und Industrie, detailliert aufgezeigt. Die Broschüre ist im Dokumentenportal als PDF-Dokument in Deutsch, Französisch und Italienisch sofort verfügbar oder kann da auch in gedruckter Version bestellt werden. (el) meiertobler.ch/service-klima
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Kalender Eine Übersicht über bevor stehende Anlässe ist auf der Website von Meier Tobler zu finden: meiertobler.ch/events
Impressum
Von Elcalor zu Oertli Die bewährten Elcalor Kleinwassererwärmer im Sortiment von Meier Tobler werden neu unter der Marke Oertli angeboten. Qualität, Funktionalität und Zuverlässigkeit bleiben dabei unverändert. (el)
Arbeitssicherheits-Tipp:
Gut und sicher statt schnell und gestresst Mit den Monatsthemen «Sicher & Gesund» sensibilisiert Meier Tobler seine Mitarbeitenden regelmässig für verschiedene Sicherheits- und Gesundheits themen. Ein Thema dabei lautete: «Ich passe auf mich auf! Ich bin wichtig!» Dazu gehörten zehn einfache Verhaltenstipps, wie Stress und Hektik im Arbeits alltag bewusst reduziert werden können – beispielsweise durch genügend Schlaf, eine gute Planung des Arbeitstages oder einen aufgeräumten Arbeitsplatz. «Sicherheit beginnt nicht erst auf der Baustelle oder im Technikraum, sondern bereits bei der eigenen Einstellung», sagt Asim Hazeraj, Leiter Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei Meier Tobler. «Wer sich bewusst Zeit nimmt, arbeitet konzentrierter, trifft bessere Entscheidungen und schützt sich selbst sowie seine Kolleginnen und Kollegen.» (el)
Herausgeber: Meier Tobler AG Bahnstrasse 24 8603 Schwerzenbach Kontakt: marketing@meiertobler.ch Verantwortung: Patrick Villard, Leiter Marketing Redaktion: Eric Langner (el), Leitung Michael Staub (ms) Fotografie: René Lamb (rl) Stefano Schröter (ss) Patrick Usseglio (pu) Titelbild: René Lamb (rl) Lektorat/Übersetzungen: Supertext AG Layout/Satz/Druck: Ast & Fischer AG, Bern Erscheinungsweise: dreimal jährlich in Deutsch, Französisch, Italienisch Auflage: 17’000 Exemplare Ausgabe: Oktober 2026 Adressmutationen: datamanagement@meiertobler.ch
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Meier Tobler Kundinnen und Kunden
Miguel Benito hat Mitte August zusammen mit einem Kollegen das Tortour- Ultracycling-Rennen absolviert. Der Projektleiter bei der Fink Sanitär + Heizung AG in Kleinandelfingen ZH hat dafür seit dem November 2025 trainiert. Ein Gespräch etwas mehr als einen Monat vor dem grossen Tag. Anfang Juli ist Miguel Benito intensiv am Trainieren. Sein Ziel ist die Tortour, die Mitte August stattfindet. Der Projektleiter bei der Fink Sanitär + Heizung AG in Kleinandelfingen ZH nimmt bereits zum fünften Mal an diesem Ultracycling-Rennen teil, aber dieses Jahr erstmals in einem Zweier-Team: «Nachdem ich schon zu dritt und letztes Jahr allein mit dabei war, fahre ich 2026 mit einem Kollegen zusammen.» 500 Kilometer werden die beiden abwechselnd absolvieren, insgesamt rund 19 Stunden sind sie un-
terwegs. «Da ich etwa 20 Kilogramm leichter bin als er, übernehme ich die Bergstrecken, etwa den Pragelpass, die Sattelegg oder die Ibergeregg, während er vor allem in den Geraden, zum Beispiel entlang des Bodensees, stark ist.» Dabei werden sie von ihrem Team in Begleitfahrzeugen unterstützt und mit Essen und Trinken versorgt, «wobei wir uns meist im Sattel verpflegen». Das Training für dieses Rennen beginnt jeweils schon im November im Jahr zuvor. «Während im Winter Krafttraining, Joggen und Ein heiten auf der Rolle im Keller dominieren, geht es im Frühling wieder auf die Strasse.» Er fährt nun bereits in der zweiten Saison ein Giant Propel, ein Aero-Bike. «Dieses wurde über ein professionelles Bike-Fitting meinen Bedürfnissen angepasst. Da ich bei der Tortour 19 Stunden im Sattel sitze, benötige ich eine optimale ergonomische Sitzposition.» Miguel Benito trainiert nach einem klaren Plan, den sein Coach für ihn erstellt hat. «Alle drei Monate führen wir zudem einen Leistungstest durch, um die Fortschritte zu messen und das Training gegebenenfalls anzupassen.» Und obwohl das Training sehr streng sei, «ist es für mich Entspannung pur und ein perfektes Pendant zu meiner Arbeit». Die Tortour bedeute für ihn volles Glück, fügt er lachend an: «Jeweils kurz vor dem Ziel kommt grosse Freude und gleichzeitig auch ein Gefühl von Frieden auf», sagt er. «Und auch wenn Training und Vorbereitungen fast wichtiger als der Anlass selbst sind, ist das Absolvieren des Rennens dann wirklich das Sahnehäubchen.» (el)
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Die «Tortour» als Sahnehäubchen
(Bild: rl)
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