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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

SÜDHESSEN Samstag, 10. Dezember 2022 · KW 49 · 46. Jahrgang

Schützenstraße 50 • 68623 Lampertheim • Tel. 06206 - 94500 • Fax 06206 - 945010 • www.tip-suedhessen.de • info@tip-suedhessen.de

ÖPNV: Biblis, Bürstadt und Lampertheim erhalten Fördermittel / Exemplarische Förderbescheidübergabe für Stadtbus in Bürstadt

Wichtige Unterstützung für die Mobilität der Menschen vor Ort BÜRSTADT/LAMPERTHEIM/ BIBLIS – Geldsegen für innerörtliche Projekte im Bereich des ÖPNV auch in Biblis, Bürstadt und Lampertheim: Der Kreisausschuss des Kreises Bergstraße hat über die Verteilung der insgesamt 614.000 Euro Infrastrukturkostenhilfe 2022 des Landes Hessen, die an den Kreis gehen, beraten und einen entsprechenden Verteilungsmodus beschlossen. Hiernach erhalten Maßnahmen zur Ausweitung des innerörtlichen ÖPNV-Angebotes eine Förderung von 50 Prozent. Die Stadt Bürstadt erhält in diesem Zusammenhang beispielsweise eine Förderung für den Stadtbusverkehr der Linie 652 in Höhe von 88.750 Euro. Am Dienstag überreichte Landrat Christian Engelhardt im Beisein von Reinhold Bickelhaupt, Verantwortlicher für den ÖPNV im Kreis Bergstraße, den entsprechenden Förderbescheid an der Haltestelle des Stadtbusses vor dem Bürstädter Bahnhof an Bürgermeisterin Barbara Schader. „Wir erhalten als Kreis Mittel vom Land, um den ÖPNV zu fördern und haben zur Verteilung ein spezielles Konzept entwickelt. Dabei ist es uns wichtig, sowohl den Stadtbusverkehr als auch Infrastrukturmaßnahmen zu fördern”, erläuterte Landrat Engelhardt. „Heute übergeben wir den Förderbescheid exemplarisch

Landrat Christian Engelhardt (l.) und Reinhold Bickelhaupt, Verantwortlicher für den ÖPNV im Kreis Bergstraße (r.), konnten am Dienstag einen Förderbescheid für den Stadtbus in Bürstadt an Bürgermeisterin Barbara Schader (2.v.) überreichen – auch Biblis und Lampertheim werden im Bereich ÖPNV gefördert. Foto: Benjamin Kloos

für das Ried in Bürstadt. Wir fördern hier mit dem Ziel der Ausweitung des ÖPNV-Angebotes. Der ÖPNV selbst ist Kreisaufgabe, sofern er über eine Kommune hinausgeht, hierfür erhalten wir

glücklicherweise Unterstützung durch den Bund. Rein innerstädtischer Verkehr wie hier beim Stadtbus in Bürstadt finanzieren die Gemeinden und wir auf diesem Weg gerne mit. Denn der Bus

erleichtert die Mobilität für Menschen in Bürstadt und seinen Stadtteilen, dieses Engagement fördern wir hiermit.” Bürgermeisterin Schader dankte herzlich für diese Unterstützung. „Die Anbindung von Bobstadt zum Bahnhof, die Einbindung der Einkaufsmärkte und auch der Neubaugebiete sind wichtig, ebenso wie barrierefreie Haltestellen. Der Stadtbus wird sehr gut angenommen, gerade auch die Haltestelle rund ums Rathaus. Dieses Angebot ist für Schüler, Eltern, Senioren und Menschen mit Migrationshintergrund eine große Erleichterung, mit dem Bahnhof als Mobilitätsknotenpunkt.” Landrat Engelhardt informierte darüber hinaus auch über die weiteren Infrastrukturhilfe-Fördersummen, die ins Ried fließen werden. So erhält die Gemeinde Biblis einen Förderhöchstbetrag von 27.500 Euro für eine innerörtliche Mehrleistung und die Stadt Lampertheim 12.000 Euro für die Neuordnung des Stadtbussystems sowie Vorhaltekosten des Stadtverkehrs. „Die größte Herausforderung des ÖPNV in den kommenden Jahren wird der Fachkräftemangel sein. Aber alles, was wir im Beriech der Planung und Vernetzung des ÖPNV machen können, tun wir”, so Landrat Engelhardt abschließend. Benjamin Kloos

Kaiserstraße 5 68623 Lampertheim Tel. 0 62 06 - 42 31

Beilagenhinweis

HESSEN MOBIL: Winterdienst für das Ried und Kreis Bergstraße einsatzbereit

KREIS BERGSTRASSE – Kälter soll es werden und im Odenwald könnte es sogar schneien. Der Winter darf kommen, die Straßenmeistereien von Hessen Mobil haben sich auf alle Wetterlagen vorbereitet, Schichtpläne sind gemacht und genügend Salz ist auch vorrätig. Notfalls kann bei Südsalz in Heilbronn nachbestellt werden. Bei einem Pressetermin in der Straßenmeisterei in der Ampèrestraße in Bensheim erläuterten die

Fachleute von Hessen Mobil die Vorbereitungen und Planungen für die Winterzeit und zeigten den nicht ganz weißen Schatz in ihrer Obhut, der jedoch dem Salz für das Frühstücksei chemisch entspricht. Dieses Natriumchlorid mit Wasser vermischt ist das Wundermittel, das die Straßen bei Schnee und Eis wegen der langen Bodenhaftung befahrbar macht. Allerdings, so warnt Jochen Vogel vom Regionalbüro Südhessen, das für vier

Landkreise zuständig ist, auch bei bestem Winterdienst sind keine sommerlichen Straßenverhältnisse möglich. Sein Appell an die Verkehrsteilnehmer: Rücksicht nehmen und die Einsatzfahrzeuge nicht überholen. Davor ist die Straße nicht geräumt und gestreut, es lohnt sich also nicht zu überholen. Zu beachten sei auch die Breite von bis zu vier Metern und das Gesamtgewicht von 23 Tonnen. Das Feuchtsalz FS 30 besteht aus 70 Prozent Salz und 30 Prozent

Bildergalerie auf www.tip-suedhessen.de

Jochen Vogel zeigt den sensiblen Streuteller hinten am Einsatzfahrzeug, der Salz und Sole nach Bedarf dosiert und weiträumig verteilt. Foto: Hannelore Nowacki

Sole, eine Mischung, die besonders gut auf der Fahrbahn haftet und auch präventiv mit den Streutellern der Fahrzeuge breit verteilt werden kann. In der zwölf Meter hohen Halle der Straßenmeisterei in der Ampèrestraße in Bensheim sind 3.000 Tonnen Salz eingelagert, ein fünf Meter hoher Berg türmt sich auf, der für die gesamte Wintersaison geplant ist. Praktischerweise können die Streu- und Räumfahrzeuge zum Salzladen in die Halle fahren. Im Kreis Bergstraße versorgen die Straßenmeistereien Bensheim und Beerfelden 450 Kilometer überörtliche Strecken, dafür stehen sieben Fahrzeuge zur Verfügung, zu den vier eigenen kommen drei Fremdfahrzeuge, ein Vorteil in den Sommermonaten, wenn für die Grünpflege nicht so viele Fahrzeuge gebraucht werden. Zwölf eigene Fahrer sind beschäftigt, unter ihnen eine Frau. Geräumt werde nach besten Kräften in der Regel von 6 bis 22 Uhr, im Notfall sind die Fahrer schon nachts ab 1.30 Uhr unterwegs. In ganz Hessen verteilt sind 80 Glättemeldeanlagen, um präventiv frühzeitig streuen zu können. Die Wetterdaten liefert ein Infosystem des Deutschen Wetterdienstes, mehr als zehn Tage in die Zukunft vorauszuschauen sei nicht möglich, erklärte Jochen Vogel. Fortsetzung auf Seite 2

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