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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Mittwoch, 26. Oktober 2022 · KW 43 · 46. Jahrgang

STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG: Bürgermeister Störmer stimmt Parlament auf schwierige Haushaltslage ein

Erhöhung der Grundsteuer B soll Haushalt 2023 retten LAMPERTHEIM – Das Thema Sparen wurde bei der 10. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Freitag schon an der Raumtemperatur in der Hans-Pfeiffer-Halle fühlbar. Dass ab 22 Uhr die Nachtabsenkung der Heizung einsetzen werde, hatte Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb (CDU) gleich zu Beginn bekanntgegeben, mit Blick auf die umfangreiche Tagesordnung durchaus ein Argument für eine straffere Debatte.

Anfänglich wurden noch 20 Grad gemessen, doch bald frischte das Klima merklich auf. Auffallend viele Zuhörer füllten die vorgesehenen Stuhlreihen, weitere Stühle wurden schnell noch herbeigeschafft. Exorbitant nannte Korb erfreut diesen Zuspruch. Von herausragendem Interesse für viele Zuhörer wohl der vorletzte Tagesordnungspunkt „Neubau Technische Betriebsdienste“. Der gemeinsame

Antrag der Fraktionen von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, die Planungen wegen der Kostensteigerungen von 6,7 auf über 12 Millionen Euro zu stoppen und die Standortfrage erneut zu prüfen, wurde nach kontroverser Debatte mit der Stimmenmehrheit der Antragsteller angenommen. Die SPD-Fraktion hatte sich für den Neubau auf dem früheren Gelände von Energieried in der Industriestraße 40 ausgesprochen,

Beengte Verhältnisse und instabiler Boden bei den Technischen Betriebsdiensten in der Industriestraße 33 machen einen Neubau an anderer Stelle erforderlich. Foto: Hannelore Nowacki

wie vom Parlament im März 2020 beschlossen und stimmte mit Nein. Dem verstorbenen Stadtrat Hans Hahn (SPD) gedachte Korb mit der Würdigung seiner Persönlichkeit und seiner Verdienste, eine Schweigeminute folgte. Als gewählter Nachrücker wurde Uwe Häußler (SPD) als Stadtrat und Ehrenbeamter auf Zeit ernannt und vereidigt.

Bürgermeister und Stadtkämmerer Gottfried Störmer (parteilos) brachte den Haushaltsplanentwurf 2023 ein, der im Gegensatz zum Haushalt 2022 eine bittere Medizin enthält. Allerdings kommt der Plan, die Grundsteuer B von 460 auf 700 Prozentpunkte anzuheben nicht völlig überraschend, denn schon vor einem Jahr hatte Störmer bei seinem Ausblick auf 2023 eine Anhebung in den Blick genommen, damals nur 600 Prozentpunkte unter günstigeren Bedingungen. Einnahmen und Ausgaben müssen im Gleichgewicht sein. Daher sieht Störmer einen ausgeglichenen, genehmigungsfähigen Haushalt 2023 für die bevorstehende Aufgabenerledigung der Verwaltung aktuell nur durch Fortsetzung auf Seite 2

„‘s Disgo-Fiewa“ – der Traum von Ruhm und großem Geld Mundaad mit dem Titel „‘s DisgoFiewa“ frei nach „Für immer Disco“ von Andreas Wening. Ein Schwank in drei Akten, iwwersedzd un modifiziad vum Michael Tschirner, der auch Reschie führt. Wie gute Laune und die Omikronvariante beweist auch das Stück hohes Ansteckungspotenzial, hier glücklicherweise nur, was das Lachen angeht. Die meisten Leute, die sich so schnell wie möglich im Vorverkauf eine Eintrittskarte besorgen, wissen schon, worauf sie sich einlassen. Und so kam es auch, kaum hatte Michael Tschirner am

Samstag bei der zweiten Vorstellung seine Begrüßungsworte gesprochen und Mutter Birgit Bräuler (Ilse Prüssing) mit Tochter Lena in der ersten Szene wegen der Wäsch aneinander geriet – wurde gelacht, Beifall geklatscht und bald auch vor Freude gejohlt. Witzige Dialoge in lebendiger Mundaad und Darsteller, die kleine menschliche Schwächen gekonnt in Szene setzen sind die Mischung für fortgesetzte Heiterkeitsausbrüche im Publikum, das mitfiebert und immer wieder klatscht. Bis am Ende nach zweieinhalb Stunden

@ Endlich wieder Mundart-Theater: Die Volksbühne begeistert mit „‘s Disgo-Fiewa“.

Mitglied im Bund Deutscher Amateurtheater e.V. und im Landesverband Hessischer Amateurbühnen e.V.

präsentieren

Auf Amts-Wegen Samstag, 29. Oktober Sonntag, 30. Oktober Samstag, 5. November Sonntag, 6. November

Eintritt: 8,- Euro Einlass: 18 Uhr Beginn: 19 Uhr

Kartenvorverkauf: in der Postfiliale / Geschenkewerkstatt, Kirchstraße 2

Haushalt 2023 mit höherer Grundsteuer?

VOLKSBÜHNE: Lampertheimer Mundart-Theater bringt über 200 Zuschauer zum Lachen

LAMPERTHEIM – Auf dieses Vergnügen haben die Fans der Lampertheimer Mundart zwei Jahre wegen der Corona-Pause warten müssen – doch seit Freitagabend gibt es wieder viel zu lachen. Nicht jeden Tag, auch nur noch bis zum 19. November, aber tröstlich ist, wenn nicht wieder etwas wie Corona dazwischenkommt, hat die Volksbühne im nächsten Jahr wieder einen Blockbuster im Programm. In dieser Saison stecken die Darsteller das Publikum mit ihrem DiskoFieber an, ein Stück in Loambadda

Hofheimer Theatergruppe

die Darsteller auf der Bühne einen Diskoreigen aufführen und die Zuschauer im Stehen anhaltend applaudieren. Ganz viel ist passiert in der Zwischenzeit, eine ebenso spannende wie lustige Geschichte mit Überraschungen entwickelte sich, wie mitten aus dem Leben gegriffen. Ein zufriedener Kommentar beim Hinausgehen in die dunkle milde Nacht: „Des war wieder luschdig“. Ja, so war es. Frank Griesheimer als Schreinermeister Jakob Bräuler und Ilse Prüssing als seine Fraa Birgit haben Fortsetzung auf Seite 2

Bildergalerie auf www.tip-suedhessen.de Foto: Hannelore Nowacki

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