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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Samstag, 5. August 2023 · KW 31 · 47. Jahrgang

POLITIK: Sommertour aller Fraktionen mit Jägern durch den Stadtwald – Unmut über Vorgehen des Bürgermeisters mit Gutachten

Wald und Wild in Einklang bringen – Parlamentarier wollen mitentscheiden Bildergalerie auf www.tip-suedhessen.de

Bei der dreistündigen Exkursion in den Lampertheimer Stadtwald informierte Jäger Denis Nawar die Lokalpolitiker und Gäste der Sommertour über den Schutz des Waldes und der Natur aus Sicht der Jäger. Foto: Hannelore Nowacki

Forstamts Lampertheim Steffen Hering und interessierte Bürger. Mit Jana Lichtblau vom Fachdienst Umwelt war auch die Stadtverwaltung als Gast vertreten. Einig

sind sich Parteien und Jäger, dass die natürliche Waldverjüngung gefördert und vor dem großen Appetit vor allem von Rehen auf die zarten Triebe der natürlich

nachwachsenden Kiefern und Laubbäume geschützt werden muss. Dazu gibt es auch Beschlüsse des Stadtparlaments. Streitpunkt ist ein Gutachten, das der Magis-

trat in Auftrag gegeben hatte. Allerdings wird kritisiert, dass der Bürgermeister die Ergebnisse unter Verschluss halte. Ohne Beteiligung und Kenntnis der Stadtverordneten solle entschieden werden, wie es mit dem schwer geschädigten Wald, der Jagd und der Jagdpacht weitergehen soll. Einig sind sich Parteien und Jäger, dass die natürliche Waldverjüngung gefördert und vor dem großen Appetit vor allem von Rehen auf die zarten Triebe der natürlich nachwachsenden Kiefern und Laubbäume geschützt werden muss. Dazu gibt es auch Beschlüsse des Stadtparlaments. Streitpunkt ist ein Gutachten, das der Magistrat in Auftrag gegeben hatte, aber die Ergebnisse unter Verschluss hält, um ohne Beteiligung und Kenntnis der Stadtverordneten zu entscheiden, wie es mit dem Wald, der Jagd und der Jagdpacht weitergehen soll.

Fortsetzung auf Seite 3 GmbH

LAMPERTHEIM – Saftig grün stand der Wald, still und feucht, friedlich. Wie es bei der Waldbegehung der Parteien und ihrer Gäste am Dienstagabend schien, ist der Stadtwald von unendlicher Weite, in der man sich verlieren kann. Wegen dieser Weitläufigkeit von immerhin rund 1.120 Hektar machte sich eine Karawane von Autos mit Fahrgemeinschaften und einigen Radfahrern vom Waldparkplatz an der Waldesruh auf den Weg zu den vorgesehenen Stationen. Hier erläuterte Jäger Dennis Nawar die Aufgaben der Jagdpächter und Jäger beim Schutz der jungen Bäumchen vor Wildverbiss und der Hege von Wild und Natur. CDU und SPD hatten zur gemeinsamen Sommertour in den Lampertheimer Stadtwald eingeladen, an der FDP und Grüne, somit alle im Stadtparlament und Magistrat vertretenen Parteien teilnahmen sowie mehrere Jäger, der Leiter des

SCHILLERSCHULE BÜRSTADT: Baumaßnahme aktuell sogar vor Zeitplan / Landrat Engelhardt informierte vor Ort

Raum für modernes Lernen wird sichtbar deutlich wurde. Landrat Christian Engelhardt betonte, dass es sich bei der Schillerschule Bürstadt um die größte Grundschulbaustelle im Kreis und derzeit sogar die größte Schulbaustelle, an der gebaut wird, handele. Insgesamt werden hier 40 Millionen Euro investiert – „in diesem Jahr müssen wir hiervon bereits 3,75 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen als geplant. Nicht, weil es mehr kostet, sondern weil wir weitere Maßnahmen bereits 2023 umgesetzt werden können. Denn wir sind nicht nur im Zeitplan, sondern sogar schneller als geplant unterwegs. Man sieht auch von außen deutlich, dass es vorangeht.” Johannes Kühn ergänzte hierzu, dass „die Rohbaumaßnahmen derzeit laufen. Voraussichtlich wird dieser im September fertig sein, so dass wir das Gebäude für den Winter dicht bekommen.” Architekt Klaus Klinger lobte die sehr gute Planung. „Die Rohbaufirma und der Eigenbetrieb sind sehr gute Partner. Alle Ausschreibungen sind auf dem Markt, darunter auch diejenige für die Klinkerfassade.” Der Klinker sei sehr nachhaltig und ein natürlicher Baustoff, für den sich be-

wusst entschieden worden sei, und zwar in verschiedenen Farbtönen und optisch auf die Umgebung angepasst. Hinter dem Klinker folgt dabei eine Luftschicht, dann die Wärmedämmung und der Beton. Somit ich auch ein sommerlicher Wärmeschutz gewährleistet. Für das Dach ist die Vergabe bereits

erfolgt, zudem wurden bereits 1.000 Tonnen Stahl verbaut. Vom Raum her umfasst das in großem Maßstab geplante Projekt 40 Einfamilienhäuser, rund 300 Türen werden insgesamt eingebaut. Dabei konnte der Baum zwischen dem neuen Gebäude und der Mensa erhalten werden. Zum Rohbau selbst erläuterte Klaus

Landrat Christian Engelhardt (r.) und Architekt Klaus Klinger (2.v.l.) machten sich bei einem Vor-Ort-Termin auf der Baustelle der Schillerschule in Bürstadt ein Bild vom aktuellen Stand der Maßnahme. Foto: Benjamin Kloos

Klinger, dass das Clustersystem, in dem die Schule entsteht, bereits deutlich sichtbar sei. Ein Cluster entspricht dabei einer Jahrgangsstufe, jahrgangsinternes Lernen wird somit problemlos möglich, auch über Klassengrenzen hinweg. Die Kinder sollen sich hier wohlfühlen und einen Raum zum Lernen, aber auch zum miteinander Spielen, zum Lesen und zum Kommunizieren finden, der hell und freundlich gestaltet ist. Ganz im Sinn eines modernen Lernens, welches hier gelebt wird, nach dem Vorbild skandinavischer Länder. Neben den Klassenzimmern, die durch Türen miteinander verbunden sind und so direkten Austausch ermöglichen, finden sich in den Clustern auch für jede Jahrgangsstufe eigene Toiletten wieder, Differenzierungsräume, Raum zum Lesen und für die Pause bei schlechtem Wetter, aber auch Möglichkeiten zur Kleingruppenarbeit. Die Schule wird dabei nach dem aktuellen Schulmöbelkonzept des Kreises ausgestattet werden, sobald die Bauarbeiten im Außen- und Innenbereich abschlossen sind. Benjamin Kloos

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BÜRSTADT – Gute Nachrichten gab es am Mittwoch trotz strömenden Regens von der Schillerschule in Bürstadt: Landrat Christian Engelhardt und Architekt Klaus Klinger informierten gemeinsam mit Johannes Kühn, Technischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises, vor Ort über den aktuellen Stand der Bautätigkeiten – diese liegen aktuell sogar unter dem Zeitplan, so dass nach jetzigem Stand der Einweihung in den Sommerferien 2025 nichts im Wege steht. Der Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße bewirtschaftet und verwaltet im Auftrag des Schulträgers alle kreiseigenen Gebäude und Schulen. Der Kreis Bergstraße investiert als Schulträger in diesem Jahr insgesamt rund 50 Millionen Euro in den Schulbau. Aktuell sind 19 Bauprojekte im gesamten Kreisgebiet in der Umsetzung – so auch an der Schillerschule in Bürstadt. Hier wird derzeit besonders gut sichtbar, wie der Kreis seine Schulen plant: Modern und offen für neue Lernkonzepte, wie beim Rundgang über die Baustelle immer wieder


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