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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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LUKASGEMEINDE: Festgottesdienst zum 18. Geburtstag der Orgel in der Domkirche am 16. Juli / Weitere Angebote und Aktionen zum Jubiläum

Die „Große Blaue“ wird volljährig

Die „Große Blaue” wird 18. Die Lukasgemeinde stellte nun die Aktionen zu diesem besonderen Geburtstag vor. Holger Schinz-Sauerwein, Pfarrerin Sabine Sauerwein, Herbert Eichenauer, Heike Ittmann, Rudolf Steffan und Hans Becker (v.l.) freuen sich bereits. Foto: Benjamin Kloos

Vorstellung des Geburtstagprogrammes. „Der Kirchenvorstand hatte damals versprochen, dass diese kommen und dieses Versprechen wurde sehr gut gehalten. Die Orgel ist immer weiter gewachsen und ist nun pünktlich zur Volljährigkeit fertig.” Einen Dank richtete Heike Ittmann in diesem Zusammenhang an die vielen Spender und den Förderverein für die tolle Unterstützung. „Es ist gelungen, die acht geplanten und darüber hinaus mit der Celesta und dem Zimbelstern zwei zusätzliche Register einzubauen – die letzten drei davon in diesem Jahr. Das müssen wir

feiern! Ich freue mich sehr auf den 16. Juli, besonders da die ‚Große Blaue‘ einen besonderen Stellenwert für viele Menschen in Lampertheim hat”, so Heike Ittmann weiter. „Die Orgel ist komplette Handwerksarbeit, sie ist ein wahnsinnig tolles Instrument geworden und ich bin immer glücklich, wenn ich sie sehe oder spiele. Und auch bei den musikalischen Gästen kommt die Orgel immer sehr gut an. Einen riesigen Dank an den Förderverein, ohne den es die Orgel in dieser Form nicht gäbe.” Eigens für den 18. Geburtstag wurden Erinnerungsstücke ge-

SPARKASSE: Verwaltungsrat votiert für Zukunftsplan / Standorte in Biblis, Lampertheim und Groß-Rohrheim betroffen / Bibliser Bürgermeister Scheib bedauert Entscheidung

Filialen und SB-Stellen werden geschlossen RIED – Einem bundesweiten Trend folgend stehen bei der Rheinhessen Sparkasse die Zeichen auf Digitalisierung – und auch auf Abschied von Geschäftsund SB-Stellen. So wird im Nibelungenland die Geschäftsstelle im Liebenauer Feld im Wormser Westen komplett geschlossen. Auch im Ried gibt es starke Auswirkungen: Denn die Geschäftsstelle in Biblis wird zur SB-Stelle degradiert. Des Weiteren werden die SB-Stellen in GroßRohrheim und in der Kaiserstraße Lampertheim komplett geschlossen. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Verwaltungsrat der Rheinhessen Sparkasse mit dem Zukunftsplan zum veränderten Kundenverhalten aufgrund langfristiger Marktbeobachtungen befasst. „Der rasante Wandel in der Nutzung der Angebote bei der Sparkasse in den letzten Jahren und die steigende Nachfrage ist maßgeblich auch darin begründet, dass die telefonischen und digitalen Kontaktmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden immer komfortabler werden“, informiert das regionale Bankinstitut in einer Pressemitteilung.

Filialsterben folgt Trend zum Online-Banking Auf den Online-Trend reagiert die Sparkasse mit einem Ausbau der entsprechenden Service- und Beratungsangebote. Im Digitalen-

Wird von einer Geschäftsstelle zur SB-Stelle heruntergestuft: Die Filiale der Rheinhessen Sparkasse in Biblis. Foto: Benjamin Kloos

Beratungscenter und im KundenService-Center arbeitet inzwischen das größte Beratungsteam und bis Jahresende mit 50 umgeschichteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nochmals deutlich mehr als in den Beratungscentern der beiden Hauptsitze in Mainz und Worms. Massive Veränderungen stellt die Sparkasse zudem bei Bezahlvorgängen fest. Wie deutschlandweit nutzen Kunden auch hier immer häufiger die Girocard, besser bekannt unter ihrem alten Namen „EC-Karte“, zum bargeldlosen Bezahlen. Bargeldlos heißt in den meisten Fällen dann auch kontaktlos bezahlen. Vier von fünf Girocard-Bezahlvorgängen

im Einzelhandel sind heute kontaktlos. Die Nutzungsquote liegt mittlerweile bei fast 80 Prozent. Wer Bargeld braucht, kann laut Sparkasse zudem eine Vielzahl von Möglichkeiten in Geschäften nutzen. Bei allen großen Händlern im gesamten Geschäftsgebiet der Rheinhessen Sparkasse wie Aldi, Lidl, Edeka, Rossmann und dm-Drogerie Markt kann beim Einkaufen auch Bargeld mitgenommen werden. Und es gibt für Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, den Service des Bargeld-Taxis der Rheinhessen Sparkasse. Fortsetzung auf Seite 2

schaffen, die man für das eigene Zuhause erwerben und somit immer ein Stück „Große Blaue” daheim haben kann. Neben Tischsets für Gläser mit Motiven von der Orgel, Aufklebern, einer Postkarte sowie Magneten, welche Orgel- und Kirchenmotive zeigen gibt es als Besonderheit auch eine große Kaffeetasse mit Bildern der Orgel. Diese sind am 16. Juli und auch bei den Konzerten des Orgelsommers im August zu erwerben. Eine besondere Überraschung hat Heike Ittmann für alle, die in diesem Jahr 18 geworden sind oder noch werden: „Diese Ge-

er

Seniorenroll Dreirad

burtstagskinder sind zum Orgelsommer in Lampertheim, der an jedem Sonntag im August um 20 Uhr stattfindet, bei freiem Eintritt und einem anschließenden Glas Wein beim Förderverein herzlich eingeladen. Bitte hierfür den Personalausweis mitbringen.” Herbert Eichenauer, Vorsitzender des Fördervereins, dankte Heike Ittmann für das außergewöhnliche Engagement rund um die Orgel. „Diese ist unser Förderkind, insgesamt haben wir die Orgel selbst und die Anschaffung von Registern mit 300.000 Euro unterstützt. Und wir werden dies auch in Zukunft tun, neben anderen Bereichen wie etwa dem Dach der Domkirche.“ Übrigens gibt es neben den Lukastropfen, dem beliebten Lukaswein, jetzt auch Lukasperlen, einem entsprechenden Sekt, beide mit neuen Etiketten versehen. Pfarrerin Sabine Sauerwein war es ein Anliegen, das Engagement von Heike Ittmann ebenfalls hervorzuheben. „Auch ein erwachsenes Kind, wie es die Orgel jetzt ist, liegt den Eltern am Herzen und diese sind gefordert, mit dem Kind neue Wege zu gehen. Wir sind froh, mit Heike Ittmann eine Kantorin zu haben, die es als Herausforderung sieht, Menschen jeden Alters anzusprechen sowie gleichzeitig Tradition zu wahren und neue Akzente zu setzen.” Fortsetzung auf Seite 2

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POLITIK: Kritik von Eltern und lange Debatte im Hauptund Finanzausschuss / Scharfe Kritik aus der SPD

Entscheidung zu KitaGebühren verschoben BÜRSTADT – Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am Mittwochabend zur öffentlichen Sitzung in den Bürgerhaussaal eingeladen, das interessierte zahlreiche Bürger, unter ihnen etwa 60 Mütter und Väter. Für die vielen Zuhörer mussten weitere Stühle aufgestellt werden, dann erst löste sich die Schlange am Eingang auf. Die Erhöhung der KindergartenGebühren hatte die Empörung unter den Eltern in den Wochen zuvor hochkochen lassen (der TiP berichtete). Zum Teil scharfe Kritik aus den Reihen von SPD und Freien Wählern prägte auch die Debatte, die eine dreiviertel Stunde in Anspruch nahm. Der 5Punkte-Antrag von Lena Molitor (CDU), der eine stufenweise Erhöhung bis 2024 vorsah, kam zugunsten des weiterführenden Antrags der SPD auf Verschiebung bis nach der Sommerpause nicht zur Abstimmung. SPD und Freie Wähler (FW) stimmten für die Verschiebung, die Grünen enthielten sich. In der kleinen Pause, die der Ausschussvorsitzende Holger Halkenhäuser nach diesem Tagesordnungspunkt anberaumte, hatten fast alle Zuhörer den Saal verlassen. Vor der Sitzung stellten zahlreiche Eltern kritische Fragen an die Verwaltung, auf die Bürgermeisterin Barbara Schader später einging, auch Thomas Georgi, in der Verwaltung für die Kindertagesstätten Ansprechpartner und Finanzdezernent Martin Niederhöfer gaben Auskunft. Die Eltern wehrten sich vor allem gegen die Pläne der Verwaltung,

die Gebühren für die Nachmittagsbetreuung zu erhöhen, diese Erhöhungen wurden drastisch genannt, im Schreiben der Bürgermeisterin an die Eltern nach einem offenen Brief war dagegen von moderaten Gebühren die Rede. Im Durchschnitt beträgt die Erhöhung für die Krippen 20 Prozent, für die Kindertagesstätten 80 Prozent, aber auch mal 88 Prozent. Auch eine Online-Petition wurde gestartet. Wegen gestiegener Kosten wird auch das gelieferte Mittagessen teurer. Weiterhin kostenfrei bleiben die sechs Vormittags-Betreuungsstunden, die das Land Hessen trägt. In der öffentlichen Wahrnehmung sei es zu Irritationen gekommen, hatte Schader geschrieben. Am Mittwochabend wies Schader darauf hin, dass der Sozialausschuss die Verwaltungsvorschläge beschlossen habe, der Arbeitskreis Kindergarten-Gebühren habe zweimal beraten und zugestimmt, der Kinderbetreuungsbeirat als Hilfsorgan des Magistrats habe ebenfalls zugestimmt. Zuletzt seien die Krippenbeiträge ab 1. August 2021 erhöht worden, die Kindergartengebühren seien 2020 und 2022 nicht angepasst worden. Wegen der Fristen in der Gebührensatzung müsste auch eine neue Satzung beschlossen werden, die bis 2026 gelten werde. Schader riet, sich bei finanziellen Engpässen an das Jugendamt zu wenden. Fortsetzung auf Seite 3

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LAMPERTHEIM – Es ist ein besonderer Geburtstag: Die „Große Blaue”, die beliebte Vleugels-Orgel in der Domkirche, feiert am 16. Juli ihren 18. Geburtstag und wird damit volljährig. Ursprünglich sollte dieses Jubiläum im Rahmen eines Festwochenendes gefeiert werden, „durch den Hessischen Familientag in Lampertheim ist dies aber so nicht möglich”, erläuterte Pfarrerin Sabine Sauerwein. Dennoch wird gebührend gefeiert: So lädt die Lukasgemeinde am Samstag, 15. Juli, im Rahmen des Hessischen Familientages um 12 und um 13.45 Uhr jeweils zum Kinderorgelkonzert „Peter und der Wolf” in die Domkirche ein, mit Kaja Kaiser als Sprecherin und Domkantorin Heike Ittmann an der Orgel. Den Festgottesdienst zum 18. Geburtstag der Orgel am Sonntag, 16. Juli, um 10 Uhr gestalten dann Propst Stephan Arras mit der Festpredigt, Pfarrerin Sabine Sauerwein, Heike Ittmann an der Orgel sowie zwei Trompeter und zwei Posaunisten vom Nationaltheater Mannheim. Im Anschluss an den Gottesdienst folgt ein Sektempfang auf der Domwiese. „Der 18. Geburtstag der Orgel ist etwas ganz besonderes. Denn als diese eingeweiht wurde, war sie noch nicht fertig. Es wurden Plätze für Register freigehalten, die man sich gewünscht hat”, betonte Heike Ittmann bei der

Ausstellung • Probefahren

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Samstag, 8. Juli 2023 · KW 27 · 47. Jahrgang


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