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Samstag, 29. April 2023 · KW 17 · 47. Jahrgang
POST-VAC: Bibliserin Dorina Vanka gründet als Betroffene Selbsthilfegruppe / Erstes Treffen am 4. Mai in Bürstadt
Nach Corona-Impfung plötzlich und dauerhaft krank sich viele nicht mehr, etwas zu sagen – oder sind dazu einfach gesundheitlich nicht in der Lage.
Neue Selbsthilfegruppe
Dorina Vanka, selbst durch Post-Vac betroffen, lädt alle Betroffenen zu einer Selbsthilfegruppe ein – das erste Treffen findet am 4. Mai statt. Foto: Benjamin Kloos
auf ihre Kinder hat die junge Mutter häufig ein schlechtes Gewissen, denn sie kann nicht einfach wie andere Eltern wild mit diesen herumtoben und spielen – dazu sind die Folgen der Impfschäden einfach zu intensiv. Dabei ist die Bibliserin bei weitem kein Einzelfall: „Es gibt viele Betroffene im Kreis Bergstraße”, weiß Dorina Vanka, die nicht aufgibt: „Viele sind dabei noch schlimmer betroffen und sitzen im Rollstuhl oder sind ans Bett gefesselt.” Heftige Kritik äußert Dorina Vanka an der Medizin und der Politik. Hier fühlen sie und die zahlreichen weiteren
Betroffenen sich im Stich und allein gelassen. Statt Unterstützung zu erhalten, gibt es immer wieder Verleumdungen der Impfschäden, Betroffene müssen selbst mit ihrer Situation klar kommen. Dorina Vanka selbst war bereits bei sehr vielen Ärzten und wird ebenfalls nach wie vor von den meisten nicht ernst genommen, im Gegenteil, es wird immer wieder bestritten, das es Impfschäden überhaupt gibt. „Es wird oft auf die Psyche geschoben. Am Anfang hat mir niemand geglaubt, selbst meine Familie hat gebraucht bis sie die Tatsa-
chen erkannt hat. Es geht 90 Prozent der Betroffenen so. Ich hatte das Glück, nach Monaten und langen Kampf, bei dem mir niemand geglaubt hat, jetzt Ärzte zu kennen, die mich unterstützen. Doch viele Betroffene kommen nicht mit ihrer Situation klar und sind jetzt ein bis zwei Jahre krank. „Keiner hilft, keiner kann sagen wann und ob es überhaupt jemals wieder mit den Symptomen endet. Man wird durch diese Situation traurig und verzweifelt”, erläuterte Dorina Vanka sichtlich emotional. Durch die Tatsache, dass niemand die Betroffenen ernst nehme, trauen
Damit Betroffene nicht mehr alleine sein müssen und sich gegenseitig austauschen können, hat sie nun die Selbsthilfegruppe „Hilfe mit Herz – für Post Vac und Long Covid” gegründet, auch damit sich alle gegenseitig unterstützen können. Unterstützung bei der Organisation erhält sie dabei durch die Caritas, welche die neue Gruppe auch bereits auf der Internetseite https://selbsthilfe-bergstrasse.de eingetragen hat. Das erste Treffen findet am Donnerstag, 4. Mai, um 15 Uhr in der Waldgartenstraße 25 in Bürstadt statt. Geplant ist, dass weitere Treffen alle 14 Tage mittwochs stattfinden, genaue Termine werden aber noch mit allen interessierten Betroffenen abgestimmt. Eine Anmeldung für das Treffen ist nicht erforderlich, Dorina Vanka steht bei Fragen und für Anregungen gerne per E-Mail an dorina1995v@outlook .de zur Verfügung. „Wir sind lange krank, die Zeit läuft den Betroffenen davon. Hilfe und Anerkennung aus Politik und Medizin sind dringen nötig”, mahnt Dorina Vanka und hofft auf rege Beteiligung, um den von Post-Vac Betroffenen Unterstützung, aber auch eine Stimme geben zu können.
SCHULE IN DEN WESCHNITZAUEN: Zahlreiche Elternbeschwerden über Fehlverhalten von Schulleiterin
Sichtbare Zeichen für Demokratie, Gleichberechtigung und Kultur
Keine Rückkehr und intensive Prüfungen
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte für Vielfalt”, leitete Marius Schmidt ein. „Wir sind froh, dass das Programm so gut ankommt, unsere Arbeit im Gemeinwesen trägt Früchte und wir erhalten mehr Förderanfragen. Dies ist hinsichtlich einer toleranten, friedlichen Gesellschaft wichtig.” Alle drei nun geförderten Projekte sind im Bereich Kultur angesiedelt, wie Oliver Schmitt ergänzte. „Wir wollen auf verschiedenen Ebenen Begegnung mit Demokratie schaffen.” Es stehen übrigens noch Fördermittel für dieses Jahr zur Verfügung, weitere de-
mokratiefördernde Aktionen sind daher gerne gesehen. Aktionen wie jene der katholischen Frauengemeinschaft Lampertheim (kfd): Diese setzt sich mit ihren 150 Mitgliedern für Frauen in Gesellschaft, Politik und Kirche ein, aktuell besonders zum Thema „gleich und berechtigt in der Kirche”. Mit den Mitteln der PfD wird aber ein besonderes Projekt umgesetzt: Für den „Orange Day”, dem Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, wird ein besonderes dokumentarisches Theater organisiert.
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Im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ werden drei besondere Projekte gefördert – mit dem Ziel, Demokratie zu stärken und zu unterstützen. Foto: Benjamin Kloos
BIBLIS – Die Schule soll ein Ort des Lernens sein, ein Ort, an dem Kinder sich weiterentwickeln und in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden sollen. Dies soll zuletzt und bereits mindestens seit 2020 in der Grundschule in den Weschnitzauen in Biblis jedoch immer häufiger nicht mehr der Fall gewesen sein, mehrere Eltern erheben hier schwere Vorwürfe gegen die Leiterin der Schule, insbesondere in ihrer Funktion als Lehrerin. Der Verein „Gemeinsam leben Hessen e.V.” hat die Vorwürfe gebündelt zusammengefasst. Hierbei wird unter anderem von willkürlichen Bestrafungen, dem Zerreißen von Bildern, Demütigungen und Einschüchterungen von Kindern gesprochen, von einer Hetze gegenüber einzelnen Kindern, der Ignoranz gesundheitlicher Probleme einzelner Kinder oder auch der Verletzung des Datenschutzes. Darüber hinaus soll die Schulleiterin ein „personelles Geflecht von außerschulischen Strukturen (GmbHs) in Verbindung mit der Grundschule ein System errichtet oder dazu beigetragen haben”. Die betroffene Schulleiterin selbst weist die Vorwürfe zurück. Sie ist auf Initiative des für den Lehrbetrieb zuständigen Staatlichen Schulamtes in Heppenheim aktuell nicht im Dienst, es wurde aufgrund eines Antrages seitens der Beamtin ein Selbstreinigungsverfahren – also ein beamtenrechtliches Untersuchungsver-
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FÖRDERUNG: Partnerschaft für Demokratie unterstützt Projekte der katholischen Frauengemeinschaft Lampertheim, des Diakonischen Werk und „Place e.V.”
LAMPERTHEIM – Es sind drei besondere Projekte, die mit einem Förderbescheid der Initiative „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) bedacht wurden und die der Erste Stadtrat Marius Schmidt, Oliver Schmitt, Vorsitzender des Begleitausschuss PfD, und Jennifer Fröhlich vom Fachdienst Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Lampertheim vorstellten. Bescheide in Höhe von insgesamt rund 14.000 Euro erhielten die katholische Frauengemeinschaft Lampertheim, das Diakonische Werk und „Place e.V.” „Seit 2022 besteht die Partnerschaft für Demokratie. Wir fördern aus dem Programm ‚Demokratie leben!‘
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BIBLIS/BÜRSTADT – Das Thema Corona hat die Welt lange in Atem gehalten – ein wirksames Mittel gegen das Virus waren dabei besonders auch die Impfungen. Doch auch wenn diese vielen Menschen aktiven Schutz geboten haben, sind sie für andere mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden – nämlich dann, wenn das Post-Vac-Syndrom auftritt. Genau dies ist bei Dorina Vanka aus Biblis der Fall: Seit 18 Monaten ist die 27-jährige Mutter zweier Kinder erkrankt, genauer gesagt nachdem sie Ende November 2021 ihre zweite Impfung gegen Corona erhielt. Seitdem leidet sie unter anhalten Beschwerden, mehr als 30 Symptome kommen dabei zusammen, die schubweise auftreten — unter anderem Atemnot,Herzbeschwerden,Lähmungserscheinungen, Sehstörungen oder auch Ohnmachtsanfälle. Aufgrund der Impfung kam es zudem zu einer Lungenembolie. Jeden Tag sind darüber hinaus täglich starke Blutverdünner nötig, aber auch ohne diese liegt das Risiko bei über 50 Prozent, jederzeit eine Thrombose zu bekommen. „Am Anfang ging gar nichts, mittlerweile bin ich immer noch sehr von starker Müdigkeit betroffen. Und auch wenn die Beschwerden insgesamt weniger als zu Beginn sind ist es noch lange nicht gut”, betonte Dorina Vanka im Gespräch mit dem TIP. Besonders abends hat sie nach wie vor häufig das Gefühl, zu sterben. Und gerade mit Blick
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In der Schule in den Weschnitzauen wurden schwere Vorwürfe gegen eine Lehrerin laut – diese weist die Anschuldigungen zurück. Foto: Benjamin Kloos
fahren – eingeleitet. Dieses wird oftmals gewählt, um entsprechende Vorwürfe zu entkräften und zur Entlastung der Betroffenen zu sorgen. Darüber hinaus wird das Staatliche Schulamt die Vorwürfe intensiv prüfen, es kann aber über konkrete Maßnahmen keine Auskünfte geben. Aber: Grundsätzlich wird die betroffene Lehrerin nicht mehr an die Schule zurückkehren. Bürgermeister Volker Scheib betont, dass die Gemeinde von den Vorwürfen ganz konkret nichts gewusst habe. „Nach Bekanntwerden haben wir den Kontakt zum Staatlichen Schulamt in Heppenheim gesucht und ein ausführliches Gespräch geführt. Das Schulamt geht höchst transparent damit um, es prüft und sucht den Dialog mit der Elternschaft. Fortsetzung auf Seite 2
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