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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Samstag, 22. April 2023 · KW 16 · 47. Jahrgang

ENERGIEWENDE: Kreis Bergstraße will mit Wasserstoff-Infrastruktur beim Klimaschutz vorangehen

HEPPENHEIM – Der Kreis Bergstraße hat jetzt eine Wasserstoff-Strategie, die Landrat Engelhardt im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch vorstellte. Um den Klimaschutz, um die Mobilitäts- und die Energiewende geht es und um eine zügige Umsetzung der Strategie, das machte Engelhardt deutlich. Beschlossen sei dies bereits in den Gremien. Der wirtschaftsstarke Kreis Bergstraße solle beim Klimaschutz mit zukunftsweisenden Technologien wie der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff vorangehen und nicht abwarten, bis die schleppende Gesetzgebung auf Bundesebene und alle Rahmenbedingungen perfekt passen. Wasserstoff als Schlüsseltechnologie spiele in der Energiewende, insbesondere im Kreis Bergstraße, eine zentrale Rolle, denn für Anwendungen im Schwerlastverkehr wie bei Lastwagen, der Müllabfuhr und bei Bussen im ÖPNV sei Wasserstoff besser geeignet als Batterien, betonte Engelhardt. Auch beim HochtemperaturEinsatz in der Industrie und als transportfähiges Speichermedium habe der Wasserstoff Vorteile. Bald soll im Kreis Bergstraße Wasserstoff erzeugt und vielfältig genutzt werden können. Eine Pipeline soll vom Odenwald bis nach Lampertheim führen, es müssten aber Flächen für die

„Ich tanke Wasserstoff“ verrät der Tankdeckel, hinter dem sich der Hochdruck-Einfüllstutzen befindet. Allerdings gibt es zurzeit in der Region nur wenige Wasserstoff-Tankstellen. Lena Maier (am Steuer) verweist fürs erste auf den Raum Frankfurt, Hirschberg und Weiterstadt. Praktischerweise fährt das Auto auch elektrisch. An der Pressekonferenz nahmen Landrat Christian Engelhardt (von rechts), Lena Maier (EMCEL), Simon Klug (von der Abteilung Grundsatz und Kreisentwicklung), Anna Peise (LEA Hessen) und die Leiterin der Abteilung Grundsatz und Kreisentwickllung Corinna Simeth teil. Foto: Hannelore Nowacki

Wasserstoff-Infrastruktur gefunden werden. Im gesamten Kreis können durch den Wasserstoff bis 2025 etwa 1.100 Arbeitsplätze entstehen. Wasserstoff-Tankstellen und Werkstätten sollen geschaffen werden und eine gemeinsame Beschaffung im gegründeten Netzwerk soll die Fahrzeuge preisgünstiger machen. Auch an die Weiterbildung des

benötigten Fachpersonals muss gedacht werden. Im Zuge der Wasserstoff-Konferenz 2021 mit 70 Teilnehmern aus verschiedenen Branchen und öffentlichen Trägern im Kreis Bergstraße wurde das Netzwerk mit derzeit 25 Unternehmen gegründet, darunter die Energieunternehmen GGEW und EWR, Logistikunternehmen, Tankstellen und die Metropolre-

gion Rhein-Neckar. Sie wollen sich an der Entwicklung von Leuchtturmprojekten beteiligen, die Hälfte hat bereits Pläne mit Wasserstoff. Unterstützung für die Wasserstoff-Strategie kommt vom Land Hessen. Auch Fördermittel werden erwartet. Anna Peise von der Landesstelle Wasserstoff der Landesenergieagentur Hessen (LEA Hes-

sen) gratulierte Engelhardt für die vorgestellte Wasserstoff-Strategie. Als Ziel nannte Engelhardt eine „Technologie offene“ Gestaltung, da sich alles laufend weiterentwickle. Daher begrüßte er auch den Einsatz des Verkehrsministers in Brüssel für E-Fuels. Engelhardt zeigte sich überzeugt, dass das Konzept nach diesen ersten Schritten fortgeschrieben wird. Mit der Erarbeitung der WasserstoffStrategie war die EMCEL GmbH (Ingenieurbüro für Brennstoffzelle, Wasserstofftechnologie und Elektromobilität) mit Sitz in Köln beauftragt. Lena Maier präsentierte die umfassende Agenda, angefangen von den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten in der Mobilität und stationären Nutzung sowie der klimaneutralen Erzeugung, sobald ausreichend grüne Energie für die Elektrolyse zur Verfügung steht – bis 2030 sei die Selbstversorgung mit grünem Wasserstoff möglich. 2030 wird mit einer Einsparung von 42.000 Tonnen CO2 gerechnet. Als Herzstück der WasserstoffStrategie nannte Maier die Wasserstoff-Roadmap entsprechend der Marktentwicklung als „lebendes Dokument“ mit Handlungsempfehlungen, dabei hätten sich Kreis und Unternehmen ambitionierte Meilensteine gesetzt. Von der Gesetzgebung werde mehr Tempo erwartet. Hannelore Nowacki

GmbH

Landrat stellt Wasserstoff-Strategie vor

Zwingenberger Str. 13 64579 Gernsheim Telefon 06258 - 109 70 www.kanzleiunger.de

Beilagenhinweis SPENDE: Evangelische Kirchengemeinde Neuschloß unterstützt Menschen im Ahrtal und in der Ukraine

Die nächste GABO findet voraussichtlich 2025 statt

Johannesgemeinde zeigt gleich zweimal großes Herz

BOBSTADT – Bei der Jahreshauptversammlung der Gewerbevereinigung Bobstadt am Mittwochabend in der Gaststätte Bruchweiher in Biblis war die Stimmung gut. Anlass dafür war auch die stabile Mitgliederzahl (28 zum Stichtag) und die Aussicht, baldmöglichst die GABO an ihrem Stammplatz in der Bobstädter Sport- und Mehrzweckhalle und auf dem großen Parkplatz davor stattfinden zu lassen. Allerdings wird das wegen der Verzögerung der umfangreichen Sanierung in Trägerschaft des Kreises Bergstraße möglicherweise erst 2025 soweit sein, doch laufen vorbereitende Arbeiten schon seit Monaten. Der Vorstand habe kreativ gearbeitet, berichtete der 1. Vorsitzende Sascha Ringenwald. Ausgelotet wurden mögliche

Alternativen wie die TSG-Halle in Bürstadt und die leihweise Beschaffung eines Großzeltes. Doch komme es auf den Markenkern Bobstadt an, deshalb habe es Einwände gegen den früheren Standort der Messe Bürstadt gegeben. Und ein Großzelt mit Anlieferung durch Tieflader und Aufbau ist mit erheblichen Kosten verbunden, wie der Vorstand feststellen musste. Diese auf die Aussteller umzulegen wäre nicht zumutbar gewesen. In seinem Jahresbericht für das Jahr 2022 bilanzierte Ringenwald eine gute Resonanz auf die Werbung zu Weihnachten und die Aussicht auf die nächste GABO, wie Gespräche mit Mitgliedern und Fans der Gewerbeausstellung ergeben hätten. Seit 1985 findet die GABO alle zwei

Die GABO wird kommen, voraussichtlich 2025, wenn die Bobstädter Sportund Mehrzweckhalle nach der Sanierung wieder zur Verfügung steht. Archivfoto: Hannelore Nowacki

Jahre statt, zuletzt 2018, dann kam die Corona-Pandemie mit der Zwangspause, gefolgt von der Vorfreude auf eine GABO 2024 bei der Mitgliederversammlung im Oktober letzten Jahres. Doch wahrscheinlich erst im dritten Quartal 2024 werde die Bobstädter Halle nach der Sanierung zur Verfügung stehen, habe er kürzlich vom Bauamt erfahren. Mit 38 Ausstellern und 46 Ständen aus Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleisterbranche in der Halle und im Außenbereich strahlte die GABO 2018 weit über Bobstadt hinaus. Damals nahmen zwölf neue Aussteller teil. Ringenwald ist überzeugt, dass zur nächsten GABO neue Aussteller und weitere Mitglieder gewonnen werden. Attraktives Alleinstellungsmerkmal in der ganzen Region sei die hochwertige Tombola mit einem neuen Auto als Hauptpreis. Diese Tombola mit Auto-Gewinn soll es auch bei der nächsten GABO geben. Beschlossen ist die Teilnahme mit einem Stand an der Bobstädter Kerwe im August zur Mitgliederanwerbung und zur Werbung für die GABO. Wenn gewünscht, können sich einzelne Aussteller an Stehtischen präsentieren. Ideen für kleine Gratis-Gaben orientieren sich an Nachhaltigkeit. Waffeln backen komme immer gut an, waren sich Vorstand und Mitglieder einig. Kassenwartin Ute Gärtner will eine Fotowand mit GABO-Bildern aus allen Jahrzehnten vorbereiten, wie sie im Archiv der Ortsgeschichte vorhanden sind. Fortsetzung auf Seite 2

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GEWERBEVEREINIGUNG BOBSTADT: Optimistischer Blick in die Zukunft – Mitgliederzahl stabil

Im Rahmen des Neuschlößer Frühlingsfest übergibt die Evangelische Johannesgemeinde nach dem Gottesdienst am morgigen Sonntag Spenden für die Menschen im Ahrtal und in der Ukraine. Archivfoto: TIP Südhessen

NEUSCHLOSS – Die Flut im Arhtal im Jahr 2021 ist unvergessen, nach wie vor ist hier Hilfe für die zahlreichen betroffenen Menschen nötig. Und auch der Ukraine-Krieg dauert weiter an, hier ist ebenfalls Hilfe für die Menschen vor Ort weiterhin dringend gefragt. Die Evangelische Johannesgemeinde Neuschloß geht hier mit gutem Beispiel voran und spendet jeweils 5.000 Euro für beide Zwecke, die offizielle Scheckübergabe erfolgt nach dem Gottesdienst, der am morgigen Sonntag um 10 Uhr im Rahmen des Neuschlößer Frühlingsfest auf dem Schlossplatz stattfindet. Da sich die Evangelische Johannesgemeinde als eine offene Gemeinde versteht, sind auch besonders die Themen des kulturellen Lebens und der Teilhabe am sozialen Leben immer wieder präsent. „Auch im Hinblick auf die Kommunikation des Evangeliums sehen wir es als unsere

christliche Pflicht an, Menschen, die in Not sind, zu helfen. Dies haben wir mit der Tafel in Lampertheim mit der ‚Patenschaft auf Zeit‘ bereits angestoßen”, betonen der Kirchenvorstand sowie Pfarrer Thomas Höppner-Kopf. „Auch den Menschen im Ahrtal, die schon vor mehr als 18 Monaten mit der großen Flut so viel verloren haben und immer noch auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, wollten wir zur Seite stehen. Ebenso wie den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine. Denn auch dort gibt es viel Elend, Zerstörung, Trauer und eisige Kälte wie im vergangenen Winter.” Deshalb hatte der Kirchenvorstand Anfang des Jahres beschlossen, sowohl für das Ahrtal als auch für die Ukraine Ansprechpartner vor Ort zu suchen, damit man mit einer großzügigen Spende auch wirklich unbürokratisch, schnell und effektiv helfen kann. Fortsetzung auf Seite 2


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