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Samstag, 18. Februar 2023 · KW 07 · 47. Jahrgang
FASTNACHT: Geistreicher Rathaussturm endete mit Dank und Schlüsselübergabe
Auf uns kann man zählen Als Dank für die Hilfe beim Geisterfangen überreichte die strahlende Rathauschefin den großen Schlüssel zur Machtzentrale freiwillig. Ganz neue Töne also im Narrenland und eine Bürstädter Spezialität. Die Botschaft der anderen Seite hatte die Präsidentin der Vereins-AG Sandra Beilstein verkündet: „Auf uns kann man zählen, ach wie
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Die Geister sind gebannt, die Bürgermeisterin der Narrenschar für die Hilfe dankbar. Als Dank für den guten Zusammenhalt erhielt das Bürstädter Prinzenpaar den Rathausschlüssel ohne Kapitulation. Foto: Hannelore Nowacki
klar, auf uns, die Bürstädter Narrenschar“. Dieser Ansage folgte alsbald die Rettung – der Spuk war vorbei, die bösen Geister besiegt. Das Publikum in großer Runde war Zeuge eines Rathaussturms der neuen Art – ein klarer Fall von Zusammenhalt. Dabei trieben die Geister ihren Schabernack nicht nur mit dem Rathauspersonal, auch die Zuschauer kamen in engen Kontakt mit den gruseligen
Gestalten. Nun muss man sehen, ob die elf Paragrafen, die das nun herrschende Prinzenpaar verkündet hatte, der Bürgermeisterin tatsächlich bis Aschermittwoch freie Tage einbringen. Die ganze tolle Geschichte geht so: Vor dem Rathaus unter grauem Himmel konnte die Bevölkerung sehen, wie gearbeitet wird. Auf dem Schreibtisch der Rathauschefin durfte das Sektglas nicht fehlen und im Großraum-
büro der Mitarbeiterinnen ging es hoch her – man räkelte sich, las den TIP, kümmerte sich um schöne Nägel und ließ die Aktenstapel erstmal liegen. Die Bürgermeisterin „First Lady“ in diesem Stück dachte laut nach: „Egal wo ich hinseh auf alle Fälle, gibt’s bei uns überall nur Baustelle – des ist wirklich Scheibenkleister, wir brauchen hier drin neue Geister“. Die aber fielen als vier Plagegeister ein
und wirbelten alles durcheinander. Ein lustiges und spannendes Spektakel entwickelte sich. Was war zu tun? Eine Dienstanweisung wurde zum Glück gefunden samt Telefonnummer des Dienstleistungszentrums Kreis Bergstraße Abteilung Geisterjäger, um den Geisterbefall zu melden. Am Apparat: Frau Holle, geborene Schneewittchen, konnte helfen. Ausgerüstete Geisterjäger machten sich auf den Weg und zum Vergnügen der Zuschauer hatte die Narrenschar drei Rätsel zu lösen. Richtig war „der Exorzist“, dann Rumpelstilzchen. Unschwer zu erkennen, da Frau Holle beim Hüpfen auch noch rief: „Heute pack ich, morgen lach ich, übermorgen klau ich das Geld der Stadt. Ach wie gut, dass niemand weiß …“ Dem Rattenfänger von Hameln schließlich folgten alle Geister ins Bürgerhaus. Die Geschichte hatten die Rathausbeschäftigten selbst eingefädelt, wie die Presse von Birgit Held aus erster Hand kurz zuvor erfuhr. Als Geist war sie wenig später mit weiteren Kollegen unterwegs, sonst im Liegenschaftsamt tätig. Die Idee des Orga-Teams sei gewesen, das traditionelle Feindbild beim Rathaussturm abzuschaffen, schließlich sei jeder irgendwo ein Narr. Fortsetzung auf Seite 2
CORONA-TESTZENTRUM: Corona-Testverordnung läuft aus – Testzentrum schließt
FASTNACHT: Verstärkte Polizei Kontrollen
Am 28. Februar letzter Öffnungstag
Vorsicht an den tollen Tagen
LAMPERTHEIM – Immer noch gibt es Tage, an denen das Corona-Testzentrum Lampertheim in der Domgasse 11 ausgebucht ist. Denn Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest mit Zertifikat haben bis einschließlich 28. Februar Personen ohne Symptome, die medizinische Einrichtungen, Altenheime oder Gemeinschaftsunterkünfte besuchen wollen, auch Bewohner dieser Einrichtungen. Selbstzahler bekommen ihren Schnelltest für 10 Euro. Der Vorteil beim Corona-Testzentrum in der Domgasse: Man kann auch spontan zu den Öffnungszeiten vorbeikommen oder sich telefonisch anmelden. Ganz einfach ist auch die Online-Terminbuchung. Allerdings läuft die mittlerweile 6. Corona-Verordnung aus. Und das hat zur Folge, dass es ab 1. März keine kostenlosen Bürgertests mehr gibt und das Corona-Testzentrum Lampertheim im Parkhaus in der Domgasse 11 schließt. Wie geht es weiter? Wer ab März einen Corona-Test benötigt, hat erstmal keine ausgewiesene Anlaufstation mehr. Eine Möglichkeit wäre, in der Andreas-Apotheke und StadtApotheke oder beim Hausarzt zu fragen, meint Apothekerin Jutta von Amende. Selbsttests sind weiterhin in der Stadt-Apotheke und Andreas-Apotheke erhältlich. Apothekerin Jutta von Amende und Apothekerin Sibylle Fath, die beiden Betreiberinnen des Corona-Testzentrums, sind sich im Rückblick einig, dass die
Eröffnung ihres Testzentrums vor zwei Jahren eine gute Entscheidung war: „Wir haben mit dem Testzentrum einen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in Lampertheim geleistet“. Auch haben sie es gerne gemacht, obwohl diese Zeit sehr arbeitsintensiv war. Immer wieder habe es neue Verordnungen aus Berlin gegeben. Zunächst wurde das Schiller-Café zum Corona-Testzentrum, dann folgte das PCRTestzentrum im Parkhaus in der Domgasse. Als es im Sommer 2022 für die Menschen und Testmaterialien im Schiller-Café zu heiß wurde, erfolgte der Umzug komplett in die Domgasse. In der Hochphase der Pandemie waren bis zu 70 oder mehr
geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Bedarf im Schichtbetrieb im Testzentrum beschäftigt. Turbulent sei es damals kurzzeitig vor dem Schiller-Café geworden, Sicherheitspersonal habe dann für Ordnung gesorgt. Insgesamt sei alles gut gelaufen, erinnert sich von Jutta von Amende gerne zurück. Aus der Bevölkerung habe es viele positive Rückmeldungen gegeben. Auch Kunden aus der Umgebung wussten und wissen den Service zu schätzen. „Besonders danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an 364 Tagen im Jahr nach Bedarf im Einsatz waren“. Nur an Neujahr blieb das Testzentrum geschlossen. Hannelore Nowacki
Das Corona-Testzentrum in der Domgasse 11 am Parkhaus hat bis einschließlich Dienstag, den 28. Februar geöffnet. Foto: oh
Foto: pixelio.de
SÜDHESSEN – Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause stehen „die tollen Tage" endlich wieder vor der Tür. Zahlreiche Veranstaltungen, verteilt in Südhessen werden dazu einladen, die für viele Menschen „schönste Jahreszeit“, zu feiern. Damit das so bleibt und auch die diesjährige närrische Zeit als ein frohes Fest für Groß und Klein in Erinnerung bleibt, sorgt Ihre Polizei in Südhessen für sichere Verhältnisse im Straßenverkehr. Beamte aller Direktionen werden verstärkt Kontrollen im gesamten Zuständigkeitsgebiet, den Städten und Gemeinden, aber auch auf den südhessischen Autobahnen durchführen. Dabei werfen die Ordnungshütenden ein besonderes Augenmerk auf das Umfeld der bekannten Veranstaltungsorte. Weil Alkohol nach wie vor zu den häufigsten Unfallursachen zählt, gilt auch in der „fünften Jahreszeit“: Wer Alkohol trinkt, gehört
nicht an das Steuer eines Fahrzeuges! Verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger sollten bedenken, dass selbst nach dem Genuss von geringen Mengen Alkohol die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit erheblich nachlässt. Dabei wirkt Alkohol bei jedem Menschen anders und die Grenze zur Fahruntauglichkeit ist beim Einen schneller, beim Anderen langsamer erreicht. Hüten Sie sich davor, sich an gewisse „Promillegrenzen“ heranzutrinken und bedenken Sie folgendes: Bereits ab 0,3 Promille lassen Sehund Reaktionsvermögen sowie die Urteilsfähigkeit deutlich nach. Eine Flasche Bier oder ein Glas Sekt können dafür schon ausreichen. Wenn Sie sich dann ins Auto setzen und beim Fahren Ausfallerscheinungen zeigen oder gar in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, drohen hohe Strafen, Führerscheinverlust oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe. Ihre Polizei Südhessen rät: Lassen Sie am besten Ihr Auto stehen, gefährden Sie nicht sich und andere, wenn Sie beim Feiern auf alkoholische Getränke nicht verzichten möchten. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder klären Sie rechtzeitig, wer der Fahrer sein soll, der Familienangehörige, Freunde und Bekannte nüchtern und sicher nach Hause bringt. Genießen Sie die tolle Zeit, aber unterlassen Sie es, Autofahrer zum (Mit-) Trinken zu animieren. Die Polizei Südhessen wünscht Ihnen viel Spaß beim Feiern. ots
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Bürgerhaus Riedrode
Im Vorverkauf sind: Freitag Samstag Sonntag Freitag Zeit:
www.sainaewwel.de
24.03.2023 25.03.2023 26.03.2023 31.03.2023
Samstag Sonntag Freitag Samstag
01.04.2023 02.04.2023 14.04.2023 15.04.2023
Freitag + Samstag 15.00 Uhr
Sonntag 20.00 Uhr
Eintritt: 10,- EURO
Vorverkauf: Samstag, 25. Februar 2023, von 8.00 bis 11.00 Uhr Gemeindezentrum St. Michael, Bürstadt, Sankt-Michael-Straße 3 Telefonische Kartenbestellung: ab 10:00 Uhr unter 01573-1652021 Restkarten nach Vorverkauf in der Bücherei St. Michael
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BÜRSTADT – Eine gute Nachricht aus dem Rathaus, ganz frisch vom Höhepunkt der närrischen Zeit am Donnerstagabend: „Die Geister, die sind jetzt gebannt, zurück in ihrem Geisterland – ich bin los die Geister, die ich rief“. Persönlich ausgesprochen von der „First Lady“, die nach der friedlichen Schlüsselübergabe an das Bürstädter Prinzenpaar Viviane I. und Prinz Andreas II. mit der gesamten eingeladenen Narrenschar der Fastnachtsvereine, Vereins-AG und Musikzug der Feuerwehr wieder ins Rathaus einzog. Die weiße Fahne der Kapitulation musste Bürgermeisterin Barbara Schader diesmal nicht schwenken, wenngleich sie bereit lag. Das Drehbuch für diese „Ghostbuster“-Show sah die närrische Zusammenarbeit vor, die Unterstützung der Tollitäten war gefragt.
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Spannende Ghostbuster-Show geboten mit schaurig-schöner Geisterjagd
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