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Samstag, 14. Januar 2023 · KW 02 · 47. Jahrgang
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ERICH KÄSTNER-SCHULE: Für digitale Festschrift Bilder und Erinnerungen gesucht
Die EKS wird 50 – die Schule feiert sich und würdigt Erich Kästner
UNGER UNGER
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Die Erich Kästner-Schule wird in diesem Jahr 50 – wie bereits bei der Einweihung nach der Sanierung vor fünf Jahren wird in der Schule entsprechend gefeiert.
BÜRSTADT – Der runde Geburtstag der Erich KästnerSchule wird mit einem Veranstaltungsjahr gefeiert, an dessen Ende im Oktober der Festakt mit konfessionsübergreifendem Gottesdienst und anschließendem Empfang für geladene Gäste im Bürgerhaus steht. Mitten in der Fastnachtszeit bietet sich eine Faschingsaktion an, dafür werde das Votum der Schulkonferenz abgewartet, wie Schulleiterin Stephanie Dekker und Susen Seelinger vom Orga-Festkomitee am Mittwoch beim Pressetermin zum Veranstaltungsjahr 2023 mitteilten. Früher habe es rauschende Fastnachtspartys in der EKS gegeben, aber das ist länger her. Immerhin sei Bürstadt eine Hochburg der
Fastnacht. Vor 50 Jahren wurde die EKS als Integrierte Gesamtschule gegründet, dann wurde sie zur Kooperativen Gesamtschule mit den drei Schulzweigen Hauptschule, den Susen Seelinger leitet, Realschule und Gymnasium für die Sekundarstufe I, zurzeit mit rund 980 Schülern insgesamt. Dass die Schule den Namen von Erich Kästner trägt, eines bedeutenden deutschen Literaten, darauf sind Dekker und Seelinger stolz. Erich Kästner (1899-1974), der sich besonders der Kinder angenommen hatte, und sein Werk mit Texten und Liedern werden in diesem Jahr gewürdigt. Allerdings hatte er sich gewünscht, dass sein Name ohne Bindestrich geschrieben wird, wie auf dem Logo der Erich
Kästner-Schule zu sehen. Für das Jubiläumsjahr gibt es das Jubiläumslogo, das Julia Rohr, eine ehemalige EKS-Lehrerin gestaltet hat. Das Jubiläumsjahr bedeutet auch viel Arbeit für das zwölfköpfige Festkomitee und Schulleitung, aber „wir freuen uns auf dieses Jahr“, bekräftigten Dekker und Seelinger. Ideal wäre zudem, wenn eine Stat ion der neuen Schulhofgestaltung eröffnet werden könnte, hoffen die beiden. Die Schülerverwaltung sei bereits sehr rührig und die Kinder sollen eingebunden werden. An der digitalen Festschrift, die bald online gehen wird, können sich Lehrkräfte, Schüler, Eltern und alle Ehemaligen mit Texten, Bildern, Videos, Anekdoten und schönen Erinnerungen beteili-
gen. Zur Orientierung dienen Leitsätze wie „Ich war Lehrkraft/ SchülerIn/Elternteil an der EKS von … bis … Ein besonderes Ereignis an der EKS war für mich … oder: Gerne erinnere ich mich an … Für die digitale Festschrift können Ehemalige, Kollegen und Wegbegleiter aus Stadt, Kreis und Land kleine, selbst gedrehte Videobeiträge einsenden oder zum Drehtermin am Donnerstag, 26. Januar zwischen 9 und 13 Uhr an die EKS kommen. Anmeldung und Zusendung an: Maike.SattlerWolff@schule.Hessen.de. Für die Lesenacht am 30. März von 19 bis 22 Uhr mit Texten von Erich Kästner werden noch prominente Lesepaten aus Bürstadt und Umgebung gesucht. Der Ehemaligentreff am 13. Mai
Archivfoto: Benjamin Kloos
ab 17 Uhr wird als „Riesenveranstaltung“ geplant. „Das Beste aus 50 Jahren“ wird in der Projektwoche und beim Schulfest vom 17. bis 20. Juli zu erleben sein. Am 7. September ist eine Kinonacht mit einem modernen und einem älteren Erich-Kästner-Film geplant. Am 12. Oktober findet zum Abschluss der Festakt statt. Dekker dankt der Stadt Bürstadt, die das Bürgerhaus zur Verfügung stellt und das Jubiläumsjahr unterstützt. Im Orga-Festkomitee engagieren sich Beate Späth, Annie Martinez, Michael Feick, Julia Metz, Jasmin Winkler, Silke Michels, Patrick Embach, Andrea Schienbein, Tanja Steinbacher, Vera Ulrich, Anette Weiß und Susen Seelinger. Hannelore Nowacki
BESONDERE EHRUNG: Chorleiterin Maria Karb mit fünftem Lampertheimer Kulturpreis ausgezeichnet / Bewegende Laudatio von Dr. Jürgen Haist
„Menschen durch Musik glücklich zu machen ist unbezahlbar” LAMPERTHEIM – Es war eine emotionale und sehr persönliche Verleihung des fünften Lampertheimer Kulturpreises, die zahlreiche Familienmitglieder, Freunde und Wegbegleiter am Sonntag im gut gefüllten Sitzungssaal des Stadthauses erlebten: Die vielseitige und engagierte Chorleiterin von Ephata, Musikerin, Dozentin und ehrenamtliche Förderin des Kinderchorprojekts Ephata Kids und des Jugendchors Ephata Juniors, Maria Karb, war durch die zwanzigköpfige Kulturkommission einstimmig zur Preisträgerin gewählt worden – zum Auftakt in das neue Jahr wurde ihr nun der mit 2.000 Euro dotierte Preis, eine mehrere Kilogramm schwere Skulptur, die der Hofheimer Künstler Bernhard Hossner gestaltete, überreicht. Passender als mit dem Lied „Music in the Air” von Ryan Murphy hätte der Chor Ephata die Feierstunde nicht eröffnen können – unter der Leitung von Bobin Kim, der Maria Karb im weiteren Verlauf eine große Karriere prophezeite. Dann aber war das Augenmerk ganz auf die Preisträgerin gerichtet: Bürgermeister Gottfried Störmer betonte, dass die Kulturkommission eine würdige Preisträgerin ausgewählt habe. „Mit Stolz darf ich sagen, eine Lampertheimerin die die Welt bereiste, in ihrer Heimatstadt einen festsitzenden Anker hat und durch ihre vielseitigen Erfahrungen, ihr Wissen und Können, Lampertheim viele
Jugendnachwuchsarbeit in ihrem Chor Ephata”, ergänzte Gottlieb Ohl, der auch auf das Projekt „Prima Canta” einging. „Sie haben bei ihrer Vorstellung als Kulturpreisträgerin betont, dass das Singen für Schulkinder ein Grundrecht sein sollte – dies hat mich sehr bewegt. Prima Canta heißt in einfache Sprache übersetzt ‚Singen ist super und macht viel Spaß‘ Singen als Grundrecht würde bedeuten, jedes Kind findet zu einer Stimme. Vielleicht gelingt es ihnen mit ihrer Fachkompetenz dazu beizutragen, dass auch in Lampertheim eine zertifizierte pädagogische Einrichtung für Prima Canta entsteht.”
Ephata ist „gefühlvoller” Chor Gottlieb Ohl, Vorsitzender der Kulturkommission (l.), überreichte Maria Karb den Kulturpreis der Stadt Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos
Impulse für ein lebenswertes Leben gibt. So wird man – zu recht – Kulturpreisträgerin der Stadt Lampertheim.” Gottlieb Ohl, Vorsitzender der Kulturkommission, betonte die Rolle von Maria Karb als Kulturbotschafterin für Lampertheim und ging auf die Kriterien zur Nominierung und Verleihung des Preises ein. Dabei hob er besonders einen Schwerpunkt aus dem Vorschlag zur Prämierung mit dem Kulturpreis hervor – nämlich wie Maria Karb die Chorarbeit des von ihr gegründe-
ten Chores Ephata mit digitaler Unterstützung während der Corona-Einschränkungen aufrecht erhalten und gefördert habe. Dabei habe Maria Karb die OnlineProben aus technischen Gründen auf drei Abende und mehrere Einzelgruppen verteilt – ein immenser Zeitaufwand. Hierbei wurden neue Lieder einstudiert, die in einem kurzfristig eingerichteten Tonstudio unter geltenden Hygienebedingungen und in Einzelterminen aufgenommen und dann zusammengeschnitten wurden. „Und dies
alles, ohne dass sich die Chormitglieder oder Hausbewohner dabei auch nur gesehen hätte”, so Gottlieb Ohl. Aus diesen Proben seien Online-Videos und Videotakes entstanden, die unter anderem zur Gestaltung des würdigen Gedenktages an die Corona-Toten im Kreis Bergstraße beigetragen hätten. „Bei all diesen Aktivitäten haben sie nie die Kinder und Jugendlichen vergessen und auch mit ihnen in freier Natur geprobt und Lieder einstudiert. Damit legten sie das Fundament für die Kinder- und
Nach einem Video des Chors Ephata, welches unter anderem die vielfältigen Tätigkeiten des Chores und seiner Leiterin Maria Karb wiedergab, hielt auf deren besonderen Wunsch Dr. Jürgen Haist die Laudatio. Der ehemalige Schulleiter des Lessing-Gymnasiums und aktueller Leiter der Deutschen Schule in Quito in Ecuador lobte zunächst die Verantwortlichen in Lampertheim, dass hinter einer solchen Ehrung und der Schaffung eines Kulturpreises „die Philosophie einer Wertschätzung” steht, bevor er auf die vielfältigen Verdienste der Preisträgerin für die Kultur einging. Fortsetzung auf Seite 2
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