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Tragweiner Spiegel - Sonderausgabe Oktober 2019

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04 | NOVEMBER 2019

Weinreise

Am Samstag, den

9. November Kulturtreff Bad Tragwein Weine aus Niederรถsterreich, Steiermark, Burgenland


SOZIALES

Alten- und Pflegeheim Freistadt eröffnet Am Samstag, den 12. Oktober, wurde bei strahlendem Sonnenschein das neue Alten- und Pflegeheim in Freistadt gleich neben dem alten Standort feierlich eröffnet. Mit einem Sektempfang und in Anwesenheit von Vertretern der Politik wurde das Altenpflegeheim eingeweiht und präsentiert. Das neue Bezirksalten- und Pflegeheim in Freistadt verfügt über 120 modern ausgestattete Einzelzimmer, wovon drei für die Kurzzeitpflege zur Verfügung stehen. Zudem gibt es sechs Plätze für die integrierte Tagespflege. Im Erdgeschoß befindet sich ein eigenständiges Tageszentrum für zehn Personen. „Das neue Haus bietet den Bewohnern ein Zuhause voller Herzlichkeit und Wertschätzung", sagte Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Birgit Gerstorfer ist glücklich, dass den älteren Menschen in unserer Region ein neues und modernes Alten- und Pflegeheim zur Verfügung gestellt werden kann.

Erfreulicherweise durfte ich dabei sein, denn ich war schon sehr neugierig auf das neue Haus. Für mich war es ein Ausblick darauf wie es in naher Zukunft in Tragwein werden könnte. Ich war beeindruckt von der modernen, schönen und doch wohnlichen Ausführung des Hauses. Ich freue mich schon, wenn es in Tragwein zur Eröffnung kommt. Natürlich wird das Tragweiner Haus viel kleiner und nach dem Konzept der Hausgemeinschaft und alternativen Wohnform errichtet werden. Damit wird in Tragwein ein Alten- und Pflegeheim entstehen, dass nun auch die Lücke für die Pflegestufen eins bis drei decken wird. Somit gelingt es einen weiteren Lebensabschnitt geregelt abzusichern, ohne dass man sich um seine Versorgung fürchten muss. Am 16. Oktober gab es bei Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer einen Termin über die weitere Entwicklung in Tragwein. Helmut Brandstetter war als Vertretung dabei und hat nun genauere Informationen dazu wie es in Tragwein nun weiter gehen wird. Helmut Augl Vizebürgermeister & Sozialausschussobmann

Die BewohnerInnen waren vom neuen Haus begeistert und teilten Birgit Gerstorfer ihre Freude auch gerne mit.


SOZIALES

Pilotprojekt zur Altenpflege in Tragwein nun fix Am 16. Oktober fand ein wichtiger Termin mit Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer statt. Vertreter des Sozialressort des Landes, der Diakonie, des SHV, der LAWOG und der Gemeinde trafen sich um die Errichtung des Alten- und Pflegeheimes in Tragwein zu fixieren. Für den SHV waren Bezirkshauptfrau Dr. Andrea Außerweger und Josef Ehrenmüller, und für die Gemeinde der Bürgermeister und ich anwesend.

Tragwein wird Pilotprojekt Tragwein wir eines von fünf Pilotprojekten in Oberösterreich werden. Bei diesen Pilotprojekten wird es erstmals eine Verschränkung der sogenannten „Alternativen Wohnform“ mit einem klassischen Pflegeheim geben. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Betreuung von dementen Personen gelegt. Da es in Bad Zell bereits 48 Pflegeplätze gibt, wird es in Tragwein weniger typische Pflegeplätze geben. In Tragwein werden zwei Gruppen für je zwölf BewohnerInnen in der alternativen Wohnform entstehen, und vierzehn Pflegeplätze. In der alternativen Wohnform können Menschen mit den Pflegstufen eins bis drei eine Wohnung beziehen. Dabei muss zwingend ein Pflegepaket gebucht werden. Somit wird ausgeschlossen, dass Wohnungen von nicht pflegebedürftigen Menschen gemietet werden. Ab der Pflegestufe vier erfolgt die Unterbringung im Pflegetrakt. Natürlich können auch BewohnerInnen, die in der alternativen Wohnform sind, ab erreichen der Pflegestufe vier in die Pflegestation wechseln. Das hat den Vorteil, dass man trotzdem Großteils in der gewohnten Umgebung bleiben kann.

Was ist nun die „Alternative Wohnform“ und was ist die Idee dahinter? „Alternative Wohnformen“ sind Wohnangebote für betreuungs- bzw. pflegebedürftige Personen, die aus sozialen, psychischen oder physischen Gründen nicht mehr alleine wohnen können, jedoch keine stationäre Betreuung oder Pflege in einem Alten- und Pflegeheim benötigen. Diese neue organisierte Wohn- und Betreuungsmöglichkeit

ergänzt die bestehenden Angebote für pflegebedürftige Personen. Das Pflege- und Betreuungspaket wird für die BewohnerInnen individuell durch die regionalen KoordinatorInnen für Betreuung und Pflege zusammengestellt. Das Fördermodell sieht vor, dass die öffentliche Hand eine von Pension und Pflegegeld abhängige personenbezogene Förderung bereitstellt. Durch diese Förderung wird ein individuelles Leistungsangebot wie z.B. Tagesbetreuungsangebote, gemeinschaftliche Aktivitäten, Anlaufstellen (je nach Organisation zumindest an Werktagen), Mobile Dienste, Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern und ehrenamtliche Angebote etc. ermöglicht. Den Bewohner/innen bleibt durch dieses Modell mehr frei verfügbares Einkommen als in einem Alten- und Pflegeheim. Wie geht es nun weiter? Natürlich wurde bei dieser wichtigen Besprechung über das Geld gesprochen. Auf Grund der kleineren Einheiten in Tragwein werden die Kosten je BewohnerIn etwas höher sein als in einem herkömmlichen Altenheim. SHV und Sozialabteilung haben aber betont, dass daran die Errichtung des Pilotprojektes in Tragwein nicht scheitern wird. Seitens des Sozialressorts ist alles geklärt und fixiert. Nun muss der Sozialhilfeverband Freistadt die Errichtung noch beschließen. Im November findet die Vorstandssitzung des SHV, und im Dezember die Verbandsversammlung statt. In diesen beiden Sitzungen muss das Projekt Tragwein beschlossen werden. Unsere Bezirkshauptfrau, die ja die Vorsitzende des SHV ist, hat sich dazu sehr überzeugt gezeigt, dass es zu diesen Beschlüssen kommt. Vorab wird es noch Gespräche zwischen SHV, der Diakonie und der LAWOG als Bauträger geben um die letzten Details zu fixieren. Somit könnte 2020 mit dem Bau begonnen werden. Je nach Witterung und Bauverlauf ist eine Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahre vorgesehen. Wir waren dem Ziel noch nie so nahe! Helmut Brandstetter Fraktionsvorsitzender


„Ich bin Mensch! Und Du?“ Tag ohne Barrieren 2019 – Vielfalt und Inklusion in Gutau Am 22. November 2019 findet ab 15 Uhr im KuBuS Gutau der Tag ohne Barrieren unter dem Motto Vielfalt und Inklusion statt. Gutau macht sich auf den Weg zur ersten inklusiven Gemeinde im Mühlviertler Kernland. Bei der Start-Sitzung in Gutau stellte der OÖZIV ausgewählte Grundwerte zu Vielfalt und Inklusion vor. Das Themenfeld betrifft viele alltägliche Bereiche wie zum Beispiel Inklusion von Menschen mit Behinderung, Jungen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen von Bildung, Wohnen und Freizeit. In Gutau wurden bereits Projekte dazu umgesetzt: die Integration von Kindern mit Beeinträchtigung in Bildungseinrichtungen, die Unterstützung von geflüchteten Menschen, die Eröffnung einer Zweigstelle von Schloss Haus - eines Landespflege- und Betreuungszentrums für Menschen mit Behinderung - betreubares und betreutes Wohnen ebenso wie bereits barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden und Dienstleistungen. Weitere Projekte sind geplant. Umrahmt wird der Tag ohne Barrieren durch vielfältige Informationsstände und Mitmachstationen mit interessanten Selbsterfahrungssequenzen. Musikalisch begleitet wird diese Veranstaltung durch den Volksschul-Chor Gutau und die Gutauer Stubenhocker. Der Tag ohne Barrieren ist eingebettet in die Strategie einer familienfreundlichen und generationenfitteren Region Mühlviertler Kernland, und findet als LEADER gefördertes Projekt mit Unterstützung durch Bund, Land und Europäischer Union und der LEADERRegion Mühlviertler Kernland statt. Projektträger der Veranstaltungsserie 2017-2019 ist der OÖZIV. Nähere Informationen zum Tag ohne Barrieren erhalten Sie unter www.barrierefreikernland.at sowie auf Facebook unter @barrierefreier durchs mühlviertler kernland


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