Amtliche Mitteilung zugestellt durch österr. Post :





Ausgabe 02/2026
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Ausgabe 02/2026


August!
Ferien, Auszeit, Sommer, Sonne, und vieles mehr – und für unsere Pfarren im Fokus: In Mauthen das Maria-Schnee-Fest mit all seinen dazugehörigen Zelebrationen und in Kötschach das Pfarr- und Familienfest zum Patrozinium, am Feiertag, 15. August, zu Mariä Himmelfahrt!


Und dennoch: Schon jetzt warten viele auf den neuen Pfarrer. Anfang Juli – siehe Foto – gab es ein erstes Kennenlernen. „Vom Stadtpfarrer zum Dompfarrer“ darf aus der Kleinen Zeitung vom Juni zitiert werden, ebenso die Kurzbeschreibung: „seine ruhige Art, seine Verlässlichkeit und die vielen Begegnungen werden den Spittaler:innen fehlen“. Beginnend mit der Priesterweihe 1982 und vielen Stationen in Kärnten übersiedelt der gebürtige Obergailer nach neunzehn Jahren
sing im Lesachtal die Gelegenheit wahr, ihm ein Begrüßungsständchen zu bringen. Bei der Kennenlernrunde brachte er seine Vorfreude zum Ausdruck und hinterließ einen äußerst positiven Eindruck. Kötschach und Mauthen heißen Mag. Ernst Windbichler herzlich willkommen!
Die kirchlichen Kötschacher und Mauthner Jahresfeste Irgendwie war bzw. ist immer was los in Kötschach, in Mauthen und rundherum. Hubert
Guggenberger, früherer Pfarrgemeinderat, hat sich vor zwei Jahren der Einsiedelwaldkirche angenommen, und es ist ihm endlich gelungen, die Finanzierung des längst fälligen Schindeldaches aufzustellen und die Restaurierungsarbeiten

Fronleichnamsprozession bei strahlendem Wetter

Ende August von Spittal an der Drau nach KötschachMauthen. Bei den ersten Sonntagsmessen Anfang September wird er offiziell begrüßt und willkommen geheißen. Der MGV Kötschach nahm übrigens beim heurigen Gausingen in seiner Heimat in Lie-
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mit heimischen Firmen in Angriff zu nehmen. Wir sind der Diözese sehr zum Dank verpflichtet, dass sie für Investitionen immer wieder ein offenes Ohr hat – der Kirchenbeitrag, über den manche hadern, ist unabdingbar! Da auch im Innern












Das ist die Zeit zwischen dem 15. August und dem 15. September. Diesem, besonders im Alpenraum verbreiteten Brauchtum nach sollen die in diesem Zeitraum gesammelten Kräuter eine besonders hohe Wirkkraft haben.
Eintauchen in den Reichtum der Schöpfung – barfuß durch den Garten gehen, die Sonne auf der Haut genießen, den Duft des Sommers einatmen, Erfrischung im kühlen Nass suchen, die langen Sommerabende mit Menschen genießen –all das kann uns zum Kern unseres privilegierten Daseins führen. Und wenn wir still und dankbar werden, können wir mit ehrfurchtsvollem Staunen den Geist Gottes in der Schöpfung erkennen.
Im hebräischen Alten Testament wird die Dynamik Gottes in der Welt mit dem Begriff „Ruach“ beschrieben und ist weiblich. Der Schöpfungs- und Lebenswind ist eine brütende, gebärende Energie, die Leben hervorbringt. Die „Ruach“ ist die Kraft, die Gott den Menschen einhaucht. Im altorientalischen Denken schützt und nährt die „Ruach“ die Schöpfung wie eine Mutter ihre Kinder.
Mit drei Marienfeiertagen während des Frauendreißigers ehren wir zumindest einen weiblichen Anteil der Kirche, aber die „Ruach“ braucht mehr Raum.
Im berühmten Stift Melk in Niederösterreich – einer Hochburg des prunkvollen Barock – hat der Melker Künstler Laurus Edelbacher 2014 im Stiftspark ein provokantes Kunstwerk aus Wachauer Marmor geschaffen: „der Vater, der Sohn und die Geist“.
Eine neue Dimension des Frauendreißigers.
Eure Mirjam
der Kirche etwas adaptiert werden muss, wird es heuer im idyllisch gelegenen Einsiedelwald höchstwahrscheinlich keine Messen mehr geben. Auch die Bildstöcke entlang des Weges sind reparaturbedürftig, es gibt in diesem Pfarrblatt einen eigenen Spendenaufruf dafür.
Apropos Spendenaufruf: Freilich ist es oft lästig, dass es, sobald man mit der Kirche zu tun hat, auch ums Geld geht. Aber in gemeinsamen Gesprächen im Pfarrgemeinderat ist man zum fixen Entschluss gekommen, dem scheidenden Pfarrer
Dr. Sergius Duru für sein Lebenswerk, das St. Mary‘s Hospital in Nigeria, zum Abschied noch etwas zu geben. In den Kötschach-Mauthner Nachrichten gab es bereits einen Spendenaufruf, in diesem Pfarrblatt erfolgt ebenso die Bitte, unter dem Kennwort „St. Marys“ für die kranken Kinder und deren Mütter in Afrika zu spenden.
Ein Danke & Farewell zum Weggang von Dr. Duru gibt es im Rahmen des diesjährigen Pfarr- und Familienfestes am 15. August nach dem Frühschoppen mit der Obergailtaler Trachtenkapelle Kötschach im Garten des Servitenklosters! Alle sind dazu herzlich eingeladen – das komplette Programm des Festtages finden Sie auf der Titelseite! Weitere fröhliche und oft auch traurige Ereignisse rundeten die erste Jahreshälfte ab: die Lange Nacht der Kirchen Ende Mai in Mandorf, das Kirchenkonzert Anfang Juli im Gailtaler Dom, die Erstkommunionen in den beiden Pfarren, das Abschiednehmen von lieben Menschen, die beliebten Wallfahrermessen jeden Samstag um 9.00 Uhr in Maria Schnee, die jeweiligen, mit viel Arbeit verbundenen Fronleichnamsprozessionen, die Kreuzwoche im Mai mit den dazugehörigen Bittprozessionen und, und, und. Es gäbe viele Möglichkeiten, abgesehen von den Werktags- und Sonntagsmessen, unseren christlichen Glauben mit den dazugehörigen Bräuchen zu praktizieren. Nutzen wir sie, egal welche Generation! Geben wir aber auch unserem neuen Herrn Pfarrer die Chance, ihn kennenzulernen!
Peter Krall
Ab 1. September 2026 darf ich nun offiziell bei euch Pfarrer sein. Ich freue mich schon auf diese schöne neue Aufgabe, auf bereichernde Begegnungen, auf freundliche Gespräche, auf gute Mitarbeiter. Noch ist alles neu und ungewohnt und ich werde einige Zeit brauchen, um mich einzuarbeiten. Deshalb bitte ich um Geduld und Nachsicht, wenn ich vielen Erwartungen nicht gerecht werden kann. Was sich bewährt hat, soll beibehalten und Neues soll versucht werden. Nicht alles, „was wir immer schon so gemacht haben“ muss auch unbedingt gut sein. Aber wenn wir miteinander im Gespräch bleiben, dann lässt sich immer eine Lösung finden.
Ich habe vorerst keine bestimmten Pläne, nur vielleicht den: Ich möchte nichts Außergewöhnliches machen, sondern nur das Gewöhnliche außergewöhnlich gut machen. Alles Andere ergibt sich. Vielleicht fragen sich am Anfang viele: Wie schaut er aus, der neue Pfarrer? Was predigt er? Wie geht er auf die Leute zu? Was isst er? Letztlich ist das nicht wichtig, wichtig ist nur, dass die Frohe Botschaft der Nähe Gottes wachsen kann, dass sich etwas bewegt in den Herzen der Menschen, dass die Freude am Glauben bleibt oder zunimmt, dass Gemeinschaft entsteht. Mit allen Segenswünschen- Euer Pfarrer

Nach langen Verhandlungen mit der Diözese konnten im Mai dieses Jahres endlich die dringend notwendigen Dachsanierungsarbeiten für die Kirche St. Johann im Walde, besser bekannt als Einsiedelkirche und dem heiligen Nepomuk geweiht, beauftragt werden. Auch das Altarbild sowie die Holzteile sollen im Zuge dessen noch fachgerecht konserviert werden. Die Kosten für diese Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Herrn Jovic Miladin möchte ich an dieser Stelle herzlich für die unentgeltlichen Putzausbesserungen an der Fassade danken. Wir hoffen, dass spätestens 2027 wieder die sehr beliebten Gottesdienste und Festlichkeiten im Einsiedelwald stattfinden können. Weniger erfreulich ist der Zustand der Holzschindeldeckungen an den Bildstöcken entlang des Weges zur Einsiedelkirche: Sie befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Um weitere Schäden an dieser wertvollen Bausubstanz zu verhindern, plane ich, die Neueindeckung noch in diesem Jahr vorzunehmen. Die veranschlagten

Kosten betragen rund 8.000 Euro.
Da die Diözese Gurk für diese Investition keinen Zuschuss gewährt, wurde dafür ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:
Konto: Bildstöcke Einsiedelwald
IBAN: AT78 4073 0105 6002 8421
Ich würde mich sehr freuen, wenn auch dieses Projekt noch heuer umgesetzt werden kann – damit leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser wertvollen Kultur- und Bausubstanz für kommende Generationen. Abschließend möchte ich mich herzlich für die zahlreichen Spenden bedanken, die im Zusammenhang mit dem Ableben meiner Mutter, Helene Guggenberger eingegangen sind.
Hubert Guggenberger
Vor 70 Jahren, im Sommer 1956, fand die letzte große Restaurierung der Pfarrkirche Kötschach statt, auf die das uns vertraute innere Erscheinungsbild unseres Gotteshauses zurückgeht. Daher ist es lohnend, sich daran zu erinnern.
Die erste große Gesamtrestaurierung fand von 1910 – 1912 unter dem verdienstvollen Prior P. Chrysologus M. Herrnegger statt, der damals auch die Restaurierung der Laaser Kirche initiierte und durchführen ließ.
Auf die Arbeiten von 1910 –1912 gehen die im 1. Weltkrieg beschädigten und nachher wieder ausgebesserten qualitätsvollen Glasfenster der Tiroler Glasmalerei Innsbruck zurück – sie ersetzten die bereits sehr schadhaften uralten bleigefassten Butzenscheiben. Auch wurde damals die Kirche erstmals trockengelegt, der alte Kirchenfriedhof endgültig aufgelöst und das Bodenniveau rund um die Kirchenmauern etwas gesenkt. Die alte Friedhofsmauer wurde abgetragen und durch die zum Teil heute noch erhaltenen achteckigen Sandsteinpfeiler ersetzt. Das Dach wurde mit Schiefer aus dem Plöckengebiet in schöner Musterung gedeckt (dieses hielt bis weit in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts).
Maßnahmen: die feuchten Stellen sollten trockengelegt, die im nördlichen Seitenschiff befindliche Lourdesgrotte aus dem Jahr 1901 sollte entfernt, das Maßwerkfenster an der südöstlichen Schrägseite des Presbyteriums geöffnet und zwei Brandstätter-Fresken aus dem
Lourdesgrotte ab. Am 3. Juli begannen die Arbeiten. Während der Restaurierung galt folgende Gottesdienstordnung: werktags 7.00 Uhr im Paternchor, sonn- und feiertags 7.00 Uhr im Paternchor, 8.00 Uhr in der Einsiedelkirche, 9.30 Uhr im Paternchor und in Laas.


19. Jahrhundert sollten übertüncht werden (diese Kunstrichtung wurde im 20. Jahrhundert sehr geringgeschätzt). Die Arbeiten wurden
Im Inneren erhielt die Kirche damals einen leicht rötlichen Anstrich, die Pfeiler und Säulen wurden in verschiedenen Rottönen, die dem Laaser Sandstein nachempfunden waren, gefärbelt.
Im Jahr 1956 schritt der tatkräftige langjährige Prior und Pfarrer Pater Agnellus M. Neurauter (1901 – 1973) an eine neuerliche Restaurierung des Gailtaler Doms.
Das Denkmalamt forderte zusätzlich zur Restaurierung folgende
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von der sehr renommierten Firma Campidell aus Feistritz/Drau, die im 20. Jahrhundert weit über Kärnten hinaus tätig war, durchgeführt. Am 1. Juli kam die erste Fuhre des Gerüsts, und mit der Einrüstung des nördlichen Seitenschiffes wurde begonnen. P. Prior Agnell M. und P. Eugen M. Ferro bauten die
Bereits am 4. Juli wurde das vermauerte Fenster rechts des Hochaltares durch die Firma Friedl Seiwald ausgebrochen. 6 Malereischichten wurden abgenommen, bis man auf die Färbelung aus der Bauzeit stieß. Am 18. Juli entdeckte man an der Nordseite ein gotisches Fresko „Auferstehung Jesu“, welches abgenommen wurde und heute an der Nordseite des Altarraums angebracht ist. Die Entfernung der beiden Fresken von Christoph Brandstätter in den Seitenschiffen – südlich über dem Seitenportal die Kreuzabnahme, gegenüber der Hl. Ulrich – rief Proteste hervor.
Am 26. Juli erfolgte die Grundsteinlegung der neuen Lourdesgrotte unter dem Chor, den Grundstein legte die legendäre langjährige, treue und fleißige Klosterköchin Elsa Seiwald. In den folgenden Tagen wurde die Nische mit Tuffsteinen ausgekleidet, am 30. Juli waren diese Arbeiten beendet.
Am 23. August wurde das Kirchenschiff ab- und das Presbyterium eingerüstet.
Am 30. August stießen die Restauratoren in der nördlichen Schrägseite des Altarraums auf ein Fresko aus dem Jahr 1499, welches von 13. – 20. September von Prof. Walliser aus Wien aufgedeckt wurde.
Es stammt vom Lienzer Maler Nikolaus Kentner und stellt den Tod, die Himmelfahrt und die Krönung Mariens dar. Vermutlich während
der Reformationszeit wurde dieses große Gemälde übertüncht. Die lateinische Inschrift unterhalb besagt in etwa Folgendes: „Dieses Werk hat erdacht und gemalt auf Anordnung des ehrenwerten Herrn Sigismund aus Mauthen, des Sohnes des Schmiedes Peter und der Dorothea, dessen Eheweib, zur Ehre der Heiligsten und ungeteilten Dreieinigkeit und der (allerseligsten?) Jungfrau Maria im Jahre des Herrn 1499. Vollendet am Vortage des Festes des Heiligen Bartholomäus von Nikolaus Kentner, Maler aus Lienz.“ Es wurde beschlossen, damit dieses Fresko besser sichtbar wäre, die 2 äußeren Kirchenväterstatuen (Ambrosius und Augustinus) vom Hochaltar herunterzunehmen und auf Podesten seitlich der Altarstufen aufzustellen. Diese Maßnahme wurde um 1990 wieder rückgängig gemacht – die Architektur des Hochaltars hat dadurch zwar wieder gewonnen, die Wirkung des Freskos ist allerdings
beeinträchtigt und dessen Betrachtung erschwert.
Am 6. und 7. September wurden die barocken Deckenfresken des Innsbrucker Malers J.M. Strickner im Presbyterium aus dem Jahr 1750/51 gereinigt und ausgebessert.
Am 10. September wurde mit der Abrüstung im Presbyterium und mit dem Abtransport des Gerüsts (nach Heiligenblut) begonnen. Es folgte die mühsame und arbeitsintensive Reinigung der Kirche, an der zahlreiche Helferinnen und Helfer beteiligt waren. Ausbesserungsarbeiten am Gestühl erledigte die Tischlerei Oswald Ainetter, die neuen Elektroinstallationen und die Anbringung neuer Beleuchtungskörper wurden von der Firma Franz Unterlass durchgeführt.
Am Kirchtagsonntag, 7. Oktober, erfolgte die Einweihung des prächtig restaurierten und von Elsa Seiwald und Maria („Miedl“) Filzmaier herrlich geschmückten
Gotteshauses durch den Dompropst Maier aus Klagenfurt. Der Kirchenchor mit Instrumentalisten führte zu diesem festlichen Anlass die Krönungsmesse von W.A.Mozart auf.
Die Kosten der Restaurierung beliefen sich auf 100.921,61 Schilling. Mit Ausnahme der Ausbesserung der Erdbebenschäden 1976 wurden seither keine größeren Restaurierungsarbeiten mehr durchgeführt. Wenn auch nach 70 Jahren schon etwas mitgenommen, gibt die farbenfrohe, freundliche Ausmalung der Kirche und des prachtvollen Netzrippengewölbes des Meisters Bartlmä Firtaler immer noch ein erfreuliches beeindruckendes Bild.
Christian Lederer
Literatur:
Peter Thalhammer „Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Kötschach“, 1976
Verschiedene Zeitungsausschnitte aus dem Jahr 1956
Notizen aus dem Diarium des Servitenklosters und der Pfarrchronik
Es gibt Lebensgeschichten, die man nicht vergisst, weil sie tief im Herzen berühren. Diese hier gehört dazu. Nach sechs Jahren als Seelsorger in unseren Pfarren Kötschach und Mauthen nimmt Pfarrer Dr. Sergius Duru im September 2026 Abschied von uns. Nach über dreißig Jahren in Europa – Deutschland, Schweiz, Belgien, Italien und Österreich – kehrt er in seine Heimat Umuowa, Region Owerri, Diözese Orlu, Imo State, Nigeria, zurück. Sergius Nnamdi Chukwugozie Duru wurde am 6. Juni 1961 als zweiter Sohn von acht Kindern in Port Harcourt, Ost-Zentralstaat Nigeria geboren. Er wuchs während des Biafra-Krieges (1967–1970) im Dorf Umuowa auf, aus dessen Gemeinde St. Mary‘s viele Priester hervorgingen – auch er. Am 25. September 1988 wurde er in der St.-Mary‘s-Kirche in Umuowa zum Priester geweiht. Später studierte er in Belgien Theologie und Philosophie und promovierte mit einer Dissertation über Hegel.
Den wichtigsten Teil seines Lebenswerks aber verwirklichte er zu Hause: 2001 begann er gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Pfarre St. Sebastianus in Frechen-Königsdorf eine Vision umzusetzen – ein Kinder- und Mütterkrankenhaus für seine Heimatregion, in der es bis dahin keine erstklassige medizinische Grundversorgung gab. Was 2001 als provisorisches Übergangsquartier unter schwierigsten Bedingungen begann, wuchs Schritt für Schritt zu einer Klinik mit der Strahlkraft eines Universitätsspitals heran. Das St. Mary‘s Children and Community Hospital, mitten im Busch gelegen, wurde durch Gottes Barmherzigkeit und den Schutz der Muttergottes zu einem Segen für die gesamte Region – einem Wunder gleich. Von 2007 bis 2014 arbeitete er im Vatikan als Sekretär der Päpstlichen Missionswerke. Danach führten ihn Urlaubsvertretungen nach Deutschland und in die Schweiz, wo zahlreiche treue Freundschaften entstanden, die bis heute Be-

stand haben. Seit 2016 wirkte er in der Diözese Gurk, zuletzt sechs Jahre lang bei uns in Kötschach-Mauthen, wo er als Seelsorger mit offener, dankbarer Art viele Menschen für sich gewann. Nach seiner Rückkehr möchte er sein Amt als Präsident des St. Mary‘s Children and Community Hospital fortführen und sich endlich seinem langgehegten Wunsch widmen, ein Buch zu schreiben.
Lieber Toni, du begleitest unsere Pfarren übers Jahr bei vielen religiösen Anlässen. So hast du etwa zu Ostern zuerst vor der Mauthener Kirche das Osterfeuer gesegnet und hast dann abends in der Kötschacher Kirche die geweihte Osterkerze über die Stufen hinauf zum Kerzenleuchter gebracht – zwei sehr berührende Bilder. Dazu leitest du oft Wortgottesdienste und findest tröstliche Worte bei Verabschiedungen und Begräbnissen. Für deinen großen Einsatz sind wir dir sehr dankbar. Wie siehst du selbst deine Rolle in unserer Gemeinschaft?
Nach dem Vorbild des dienenden Christus - „Ich bin unter euch, wie einer, der dient (Lk 22.27).“ - bin ich gerne bei den Menschen und bin dankbar für die christliche Gemeinschaft der beiden Pfarren Mauthen und Kötschach. Wenn ich mich da für etwas engagiere, was mir wichtig und sinnvoll erscheint, dann spür ich, wie erfüllt und glücklich ich bin. Dieses Gefühl strahlt aus, kommt an und kommt wieder zu mir zurück. Die Kraft, die mir geschenkt wird, kann ich in vielen Begegnungen weiterschenken.
Mich leitet die Einsicht, dass Gott sagt: „Ich bin da! Ich bin bei dir, wenn du glücklich bist und besonders dann, wenn du es schwer hast und du Hilfe suchst.“: Eine schöne Verheißung für mein und unser aller Leben.
Innerhalb der Hierarchie unserer Kirche bist du ehrenamtlicher „Diakon“. Das ist keineswegs nur ein Titel, sondern beschreibt dich als Träger einiger wichtiger Funktionen, für die eine Weihe Voraussetzung ist. Was gehört da alles dazu?
Wir Diakone sind in unserem Handeln gefordert, mit allen Sinnen des Körpers und des Geistes mit Jesus Christus den Menschen nahe zu sein.
Der Dienst des Diakons hat drei Säulen:
• Dienst am Nächsten, auch Caritas genannt: Hilfe für Bedürftige, Arme, Kranke und Menschen am Rande der Gesellschaft.
• Dienst am Wort: Verkündigung des Evangeliums, Predigtdienst und Glaubensvermittlung.
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• Dienst in der Liturgie: Assistenz am Altar, Feier von Taufen und Trauungen sowie die Leitung von Begräbnissen und Wortgottesdiensten.
Mein Leitspruch, den ich für mich schon vor langer Zeit ausgewählt habe, ist aus dem Wort Gottes und lautet: „Herr, zeige mir den Weg, ich will ihn gehen in Treue zu dir.“ Deine Weihe zum Diakon erfolgte im Jahr 2006 durch Bischof Alois Schwarz. Erzähle uns doch, wie es dazu kam. Was hat dich bewegt, diesen Weihestand anzustreben und was hat dir die Kraft gegeben, die lange Ausbildung auf dich zu nehmen?
Im Wort Gottes steht: Es gibt für alles eine bestimmte Zeit, so auch eine Zeit zu wachsen und zu reifen. Bereits 1991 spürte ich die Berufung zum Diakon in mir. In den folgenden zehn Jahren wurden mir dann wertvolle Erfahrungen mit jungen Menschen als Religionslehrer und Erfahrungen mit Kranken und alten Menschen im Krankenhaus Laas geschenkt. In dieser Zeit verspürte ich sehr stark das Vertrauen, dass Gott da ist mit seiner Liebe und seiner Kraft und mein Leben begleitet.
2001 verspürte ich in meinem Herzen, mein endgültiges „ICH BIN BEREIT“ zum Dienst des Diakons sprechen zu können. Gemeinsam mit meiner Frau Evelyn besuchten wir monatlich über 5 Jahre hinweg an Wochenenden Ausbildungseinheiten in Tainach, in St. Georgen und in Klagenfurt. Wichtig war für mich die Einsicht: Nicht durch meine Taten bin ich berufen, sondern aufgrund der Liebe Gottes. 2006 wurde ich im Dom zu Klagenfurt zum Diakon geweiht. Auf all meinen Lebenswegen spüre ich mich von der Liebe Gottes begleitet, dafür danke ich von Herzen. Nun bist du schon so lange als Diakon in unseren Gemeinden tätig. Wir kennen dich alle. Beschreibe doch ein wenig, wie deine Jugend war, wie du den Weg ins Diakonat gefunden hast Ich bin 1958 in Dellach geboren als jüngstes von 10 Kindern. Durch ihr vorbildliches Leben und ihren tiefen Glauben gaben meine Eltern uns Kindern einen kostbaren


Schatz mit auf den Lebensweg. Mein erlernter Beruf ist Schlosser, den ich bis 1991 ausgeübt habe. Seit 1980 bin ich mit meiner Evelyn verheiratet. Sie ist mit ihren 8 Geschwistern in Kötschach aufgewachsen. Schon sehr früh haben wir unsere Familie gegründet und Verantwortung übernommen. Unsere vier Kinder haben inzwischen ihre eigenen Wege gefunden. Gemeinsam haben wir immer gespürt, wie sehr wir getragen und geborgen sind und wie unser Lebensweg von einer unsichtbaren Kraft begleitet ist. Wenn es auch manchmal „Umwege“ gegeben hat, so haben wir durch unser Vertrauen die Hoffnung nie vergessen. Ein ganz neuer Weg in meinem und im Leben unserer Familie begann 1992 mit meiner Ausbildung zum Religionslehrer in Schwaz in Tirol. Während der Zeit in Schwaz habe ich im Franziskanerkloster gewohnt und durfte mit der Gemeinschaft die Gebetszeiten mitfeiern, die Jungschar leiten und in vielen Schulen in Tirol unterrichten. Meiner Frau und meinen Kindern bin ich dankbar, dass sie diese Zeit mit ihren Entbehrungen und Einschränkungen mit mir durchgestanden haben.
1996 schloss ich mein Lehramtsstudium als diplomierter Religionspädagoge ab. Über 27 Jahre war
ich gerne Religionslehrer und bin froh und dankbar, dass mir dieser Weg geschenkt wurde.
Nun haben wir Einiges über dein Leben als Diakon erfahren. Was aber macht der private Toni Lanner? Was hast du für Hobbies? Wie gestaltest du deine Zeit, wenn du dich ausrasten möchtest, wenn du etwas für dich selbst tun willst?
Zeit der Ruhe genießen; Zeit mit meiner Frau verbringen und guttuende Gespräche führen; Zeit mit der Familie und Freunden erleben; Familienfeiern gestalten und lustige Reden halten und schließlich mit meiner Paula, einer Labradorhündin, viele Wege gemeinsam gehen; immer wieder Ruhe finden in der Natur, um aufgemuntert und getragen zu werden.
Meine anderen, etwas anstrengenderen Hobbies sind sehr handwerklich geprägt. So arbeite ich gerne mit Holz; daraus entstehen viele religiöse Werke. Auch bearbeite ich große Holzstämme mit der Motorsäge – so habe ich die Mutter Gottes, die Heilige Familie bestimmt unzählige Male geschnitzt; kunstvolle Kreuzwege aus Eisenteilen geschweißt. Einer führt zur Kirche
Öffnungszeiten:
in St. Daniel, einer ist in der Kirche in Dellach zu finden. Das kreative und kunstvolle Gestalten mit verschiedensten Werkstoffen macht mir einfach so viel Spaß.
Toni, lass uns einen Blick in die Zukunft tun: Was wünschst du dir ganz persönlich noch in deinem Leben und für unsere Pfarrgemeinden?
Persönlich möchte ich einfach zufrieden sein - glücklich sein mit meiner Frau Evelyn, mit meiner Familie, halbwegs gesund bleiben und mich über jede Kleinigkeit freuen können.
Für unsere Pfarrgemeinden aber wünsche ich mir: Dass viele Menschen einen Weg und eine Möglichkeit finden, sich zu engagieren und mitzuwirken und unsere Kirchen zu einem Ort liebevoller Begegnungen zu machen. Dass jeder, so wie er ist, sich angenommen fühlen kann und in der Kirche eine Heimat findet. Der Heilige Geist möge unsere Pfarrgemeinden in Bewegung bringen!
Für das Gespräch mit dir, lieber Toni, danke ich dir sehr und wünsche dir alle Kraft für dein weiteres Wirken in unseren Gemeinden.
Reinhard Putz
Für Deine segensreiche Zeit als Seelsorger und Pfarrer hier bei uns in Kötschach, Mauthen, Laas und im Krankenhaus Laas möchte ich
Dir Danke sagen:
Danke für Deine offene, aufgeschlossene Art, mit der Du auf uns zugegangen bist.
Danke für Dein freundliches „Guten Morgen“ und die guten und wertvollen Gedanken während jeder Heiligen Messe.
Danke für Deine kooperative Haltung bei der Gestaltung der Heiligen Messen.
Danke für Dein mit großer Glaubensstärke und Inbrunst gesungenes „Jesu“ bei der Wandlung an besonderen Festtagen.
Danke für das Öffnen des Klostergartens für unser Pfarrfest.
Danke für Deine echte Dankbarkeit für jede Hilfe und Deine Aufforderung zum „Applaus“ für „den besten Kirchenchor, treuen Organisten, Schola, Mesner, Ministranten, Lektoren, Pfarrgemeinderat usw.“
Und zum Schluss:
Danke für Deine Freundschaft!
Inge Kristler
Kötschach: Freitags 09:30 Uhr - 11:30 Uhr
Mauthen: Erster Freitag im Monat 08:00 Uhr - 09:00 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit: +43 4715 244 oder +43 676 8772 8397
Dr. Sergius Duru: +43 688 6482 9300
Fax: +43 4715 244-34
Email: koetschach@kath-pfarre-kaernten.at
Bankverbindungen:
Weitergehende Informationen, aktuelle Gottesdienstordnungen und das Pfarrblatt zum Herunterladen finden Sie auf der Homepage unserer Pfarrgemeinde: https://www.kath-kirche-kaernten.at/koetschach
Kötschach: IBAN: AT29 4073 0302 3355 0000, BIC: OVLIAT21XXX
Laas: IBAN: AT02 4073 0302 3355 0001, BIC: OVLIAT21XXX
Mauthen: IBAN: AT75 3936 4000 0010 3630, BIC: RZKTAT2K364

Herausgeber: Pfarre Kötschach-Mauthen, 9640 Kötschach 27
Email: koetschach@kath-pfarre-kaernten.at
Web: www.kath-kirche-kaernten.at/koetschach
Fotos: privat, sofern nicht anders angegeben
Redaktion: Dr. Sergius Duru, Renate Katschnig, Peter Krall, Andreas Lamprecht, Sissy Sonnleitner
Gestaltung: Andreas Lamprecht
Druck: Oberdruck, Lienz
Bankverbindung: siehe oben
Sofern nicht anders angekündigt, finden in den Pfarren die Messfeiern zu folgenden Zeiten statt: Dienstags, mittwochs und freitags 19:00 Uhr
Donnerstags
Samstags
Sonntags
10:00 Uhr
09:00 Uhr 19:00 Uhr
08:30 Uhr 10:00 Uhr
Hl. Messe in Kötschach
Hl. Messe im LKH Laas
Hl. Messe in Maria Schnee Hl. Messe in Kötschach Am zweiten und letzten Samstag im Monat um 18:00 Uhr in Laas
Hl. Messe in Mauthen Hl. Messe in Kötschach
Am Herz-Jesu Freitag, das ist immer der erste Freitag im Monat, kommt der Herr Pfarrer gerne zu Ihnen nach Hause, um Ihnen die Kommunion zu bringen oder die Krankensalbung zu spenden. Bitte um rechtzeitige Anmeldung über die Pfarrkanzlei!
Datum Uhrzeit
Kirche Bemerkung
05. Mittwoch 09:00 Uhr Maria Schnee Maria-Schnee-Tag
08. Samstag 18:00 Uhr Laas
09. Sonntag 08:30 Uhr 10:00 Uhr Mauthen Kötschach Maria-Schnee-Fest mit Prozession
14. Freitag 19:00 Uhr Mauthen Hl. Messe mit Kräuterweihe
15. Samstag 09:30 Uhr Kötschach Patrozinium, anschl. Pfarr- u. Familienfest
23. Sonntag 08:00 Uhr 09:00 Uhr Mauthen Laas Wortgottesdienst Laaser Kirchtag
29. Samstag 18:00 Uhr Laas
Datum Uhrzeit Kirche Bemerkung
06. Sonntag 10:00 Uhr Kötschach Begrüßungsmesse des neuen Priesters 12. und 26. Samstag 18:00 Uhr Laas 27. Sonntag 09:00 Uhr Kötschach Ökumenischer Gottesdienst u. Käsefest
Datum Uhrzeit Kirche Bemerkung
04. Sonntag 08:00 Uhr 09:30 Uhr Mauthen Kötschach Kirchtag mit Erntedankfest, Prozession
10. Samstag 18:00 Uhr Laas
18. Sonntag 08:00 Uhr 09:30 Uhr Kötschach Mauthen Kirchtag mit Erntedankfest, Prozession
19. Montag Anbetungstag Laas 10:00 Uhr 17:00 Uhr Laas Aussetzung Hl. Messe mit Schlusssegen
31. Samstag 17:00 Uhr Laas
Datum Uhrzeit
01. Sonntag Allerheiligen 09:00 Uhr 11:00 Uhr 14:00 Uhr
Kirche Bemerkung
Kötschach Mauthen Laas Hl. Messen mit anschl. Gräbersegnung
07. Samstag 18:00 Uhr Laas Cäcilia OTK Kötschach Jahresabschluss
08. Sonntag 08:30 Uhr 10:00 Uhr Mauthen Kötschach Totensonntag
16. Montag Anbetungstag Kötschach 09:00 Uhr 17:00 Uhr Kötschach Aussetzung Hl. Messe mit Schlusssegen
Es kann zu kurzfristigen Terminänderungen kommen. Beachten Sie daher bitte auch die Gottesdienstordnung! ehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!
SWir hoffen, dass Ihnen das Pfarrblatt, mit dem wir Sie mehrmals pro Jahr über die Ereignisse rund um die Pfarren Kötschach und Mauthen informieren, gefällt. Sollten Sie wichtige Informationen vermissen oder Vorschläge für weitere interessante Artikel haben, dann wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Email an das Pfarrbüro.
Da durch das größere Format leider auch die Druck- und Zustellkosten gestiegen sind, würden wir Sie um einen Beitrag an das Kötschacher Pfarr-Konto ersuchen. Ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ schon im Voraus! Das Redaktionsteam des Pfarrblattes Kötschach-Mauthen



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