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KASBLATTL

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KASBLATTL

Festschrift zum 30-Jahr-Jubiläum des Vereins

Inhaltsverzeichnis

BILDRECHTE

NLW Tourismus, Peter Maier, Michael Stabentheiner, Achim Mandler, Martin Lugger

Slow Food Travel, Marianne Daberer, Boris Trost, Wolfgang Hummer

Private und historische Aufnahme der Käsealmen (z.T. deren Facebook/Web-Seiten), Kathrin Jandl the Lounge interactive design

GESTALTUNG UND DRUCK

the Lounge interactive design GmbH

Tel. +43 699 12647680 www.thelounge.net

VEREIN GAILTALER ALMKÄSE g. U., Herausgeber

Obfrau: Elisabeth Buchacher

AT-9631 Jenig, Rattendorf 57 Österreich

Tel. +43 650 3910520

E-Mail: office.gailtaleralmkaese@gmail.com

Mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union

Liebe Leserin, lieber Leser

Obfrau Elisabeth Buchacher

In dieser Festschrift erleben Sie einen historischen Ausflug durch die Geschichte der Gailtaler Almsennereien. Sie werden erkennen, dass die Milchverarbeitung und die Almbewirtschaftung im Gailtal auf eine lange Tradition zurückblicken können. Die Erhaltung dieser Tradition ist keine Selbstverständlichkeit – dazu braucht es Idealismus und Ehrgeiz.

Tragen auch Sie dazu bei, das Brauchtum auf den Almen zu bewahren. Besuchen Sie uns auf der Alm, genießen Sie die Almprodukte und erleben Sie einen Tag ohne Stress und Hektik in herrlicher Natur. Allen Käsefreunden, Naturliebhabern, Bewirtschaftern und Almbauern wünschen wir weiterhin die Möglichkeit, in den Genuss gepflegter und bewirtschafteter Almen zu kommen.

Der Verein „Gailtaler Almkäse g.U.“ ist seit Jahrzehnten eine starke Gemeinschaft, die sich für den Erhalt der traditionellen, extensiven und ökologisch orientierten Bewirtschaftung der Gailtaler Almen einsetzt. Zu den zentralen Aufgaben des Vereins zählen die Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, die Weiterbildung sowie die Beratung seiner Mitglieder.

Eine besondere Stärke unseres Vereins ist die enge Zusammenarbeit mit dem italienischen Almkäseverein Cooperativa Malghesi della Carnia e Val Canale. Über die Grenze hinweg verbindet uns die gemeinsame Pflege einer traditionsreichen Käsekultur in der Region Carnia und den Karnischen Alpen.

Die Partnerschaft lebt von regelmäßigem Austausch, gegenseitigen Besuchen und dem gemeinsamen Ziel, die Qualität und Vielfalt der Almkäseprodukte weiterzuentwickeln. Trotz unterschiedlicher Sprachen und Länder stehen wir für dieselben Werte: Regionalität, Handwerk und gelebte Almkultur.

Viel Spaß beim Lesen unseres KASBLATTLS wünscht Ihnen der Verein Gailtaler Almkäse g.U.

Ehrenobmann

Es ist mir eine große Freude, dass ich als ehemaliger Obmann des Vereines Gailtaler Almkäse g.U. einige Gedanken und Erinnerungen anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums schreiben darf. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte bereits vor der EU.

Unter der Führung des damaligen Obmannes Hermann Lackner wurden Arbeitskreise (1994–1995) gebildet, in denen die Richtlinien zur Erzeugung des Gailtaler Almkäses erarbeitet wurden. Diese dienten auch als Grundlage zur Anerkennung als herkunftsgeschütztes Produkt.

• 1996 wurde dann auf der Reisacher Jochalm das Gailtaler Almprotokoll von allen Mitgliedsalmen unterzeichnet.

• 1997 Überreichung des Markenschutzes durch EU-Kommissar Dr. Franz Fischler.

• 1998 Überreichung des Gütesiegels der Landwirtschaftskammer 1. Internationale Käseprämierung in Paularo. Von da an fand die Käseprämierung jährlich abwechselnd in Kirchbach und Paularo statt.

Laufende Schulungen unserer Käser und des Almpersonals standen auf dem Jahresprogramm. Ebenso wurden mehrere grenzüberschreitende Interreg-Projekte umgesetzt.

• 2012 gab es einen Obmannwechsel von ÖR Hermann Lackner zu Klaus Pernul.

• 2016 20-Jahr-Jubiläum

• 2024 Ausscheiden des Geschäftsführers Christof Wassertheurer.

• Obmannwechsel von Klaus Pernul zu Elisabeth Buchacher.

Mit der neuen Vereinsführung wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft gesetzt. Ich habe mich von der Gründung des Vereines bis zum Ausscheiden 30 Jahre für den Verein eingesetzt. Ein großes Anliegen war mir immer, den Verein zusammenzuhalten und sicher zu leiten. Mit der neuen Obfrau haben wir eine sehr gute Wahl getroffen, daher bin ich sicher, dass der Verein Gailtaler Almkäse g.U. und die Almwirtschaft als Ganzes auch in Zukunft einen Stellenwert haben werden. Für die Zukunft wünsche ich dem Verein Gailtaler Almkäse g.U. viel Erfolg.

Klaus Pernul, Obmann 2010 - 2024

Gemeinsam sind wir stark

Obfrau Elisabeth Buchacher

30 Jahre Markenschutz des Gailtaler Almkäse g.U. stehen für Herkunft und Qualität. Als stolze Obfrau des Vereins Gailtaler Almkäse g.U., Sennerin und Bäuerin weiß ich, wie viel Arbeit, Wissen und wie viele fleißige Hände in jedem einzelnen Laib Almkäse stecken.

Unsere Almen werden schon seit Jahrhunderten bewirtschaftet. Aus Rohmilch werden wertvolle Lebensmittel hergestellt. Was früher zum Überleben wichtig war, wird heute als „Luxus“ angesehen. Doch es ist nichts anderes als die Rückkehr zu den Wurzeln – dorthin, wo die Wertschöpfung ihren Ursprung hat: in der Landwirtschaft, auf der Alm.

Ein Almsommer ist nicht nur romantisch, er fordert, zeigt Grenzen auf, aber auch, was möglich ist, wenn man mit Leidenschaft arbeitet. Ein Almsommer bedeutet auch Verantwortung und Durchhaltevermögen – und genau das macht ihn so besonders.

Im Verein sind wir 12 Käsealmen, die den Gailtaler Almkäse g.U. herstellen, doch kein Käse ist wie der andere. Jede Alm, jede Sennerin und jeder Senner hat ihre bzw. seine eigene Handschrift. Und genau diese Vielfalt macht ihn so besonders.

Doch diese Werte und das Bewusstsein dafür, wo unsere Lebensmittel herkommen, drohen verloren zu gehen. Die Almwirtschaft und unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft machen unser Tal lebenswert. Das ist aber schon lange nicht mehr selbstverständlich.

Denn die Herausforderungen bleiben: der Klimawandel, der Rückgang kleinerer Betriebe, und es gibt immer weniger Milchkühe, die für einen Almsommer geeignet sind. Umso wichtiger ist es, zusammenzustehen und für unsere Arbeit einen fairen Preis einzufordern.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer Almen leisten die Eigentümer – die Agrargemeinschaften –, die mit großem Einsatz unsere Almen erhalten.

Und dennoch bin ich überzeugt: Unsere Form der Landwirtschaft hat Zukunft. Denn Regionalität und Herkunft sind nicht austauschbar – sie sind unsere Stärke. Umso wichtiger ist es, diesen Weg mit Stolz weiterzugehen – für unsere nächste Generation. Damit unser Tal lebenswert bleibt.

Obfrau Elisabeth Buchacher

30 Jahre Gailtaler Almkäse g.U. Christof Wassertheurer

Durch meine Verbundenheit zur Almwirtschaft seit meinen Jugendjahren nahm ich Mitte der 90er Jahre die Einladung von Sebastian Huber an, ihm als Geschäftsführer nachzufolgen. Der Beginn meiner Tätigkeit war geprägt von einer sehr großen Aufbruchstimmung, die sich durch Chancen in der Almwirtschaft durch den Beitritt Österreichs zur EU ergaben.

Die Arbeit zu dieser Zeit war für mich ein Leichtes, weil ein starkes Team hinter den Herausforderungen des Projektes Gailtaler Almkäse stand. Auch wurden wir von der öffentlichen Hand bei der Umsetzung unserer Vorhaben sehr intensiv unterstützt.

Jahr für Jahr ist es uns gelungen, mit gezielten Vorgaben den Standard und die Qualität der Almen und des Gailtaler Almkäses stetig zu erhöhen.

Zurückblickend waren für mich die letzten 30 Jahre immer mit großer Freude verbunden. Wenn ich an einige Eckpunkte unserer gemeinsamen Arbeit denke: wie die Umsetzung der Vereinsgründung, das Verfassen des Gailtaler Almprotokolls, die laufenden Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitglieder oder den europaweiten Ursprungsschutz des Gailtaler Almkäses.

Der Verein Gailtaler Almkäse g.U. ist zu einem Zugpferd für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft und des Tourismus im Gailtal geworden.

Von Bedeutung ist auch die Arbeitsplatzbeschaffung für alle Bewirtschafter, die bei uns im Gailtal eine Einkommensmöglichkeit finden. Sehr viele Vorhaben, die umzusetzen waren, sind deshalb gelungen, weil wir immer eine Vision verfolgten. Treffend zusammengefasst durch mein Lebensmotto: „Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuleiten, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

2024 übergab ich den Verein in jüngere Hände unter der Führung der neuen Obfrau Buchacher Elisabeth. Um sie hat sich eine tolle engagierte Mannschaft gebildet. Gerne bringe ich mich, wenn ich gefragt werde, noch mit meinen Wissen ein. Es ist schön jetzt mit etwas Abstand zu sehen wie mit vollem Elan weitergearbeitet wird. Ich kann nur allen Danke sagen die weiter an dieses tolle Projekt glauben und sich einbringen.

Ihr macht mir eine große Freude damit.

Christof Wassertheurer

Christoph Wassertheurer, GF 1995-2024

In dankbarer Erinnerung

Durch die besondere Initiative des Obmannes ÖR Hermann Lackner und des Käsemeisters Christof Wassertheurer wurde unter Mitwirkung der Europäischen Union eine sehr leistungsstarke bäuerliche Selbsthilfegemeinschaft geschaffen bzw. gestärkt.

Gleichzeitig wurde das Produkt „Gailtaler Almkäse“ als EU-geschütztes Qualitätsprodukt weit über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Als langjähriger Mitarbeiter und Freund der Gailtaler Almwirtschaft darf ich jedoch auch auf die Erstgründung dieser Organisation in einer besonders schwierigen Zeit hinweisen. Sie erfolgte im Jahr 1948 durch ÖR Josef Warmuth, vulgo Bischof in Würmlach, sowie den Leiter der Abteilung Milchwirtschaft bei der Landwirtschaftskammer, Herrn Michael Hofer.

Um in den Genuss des staatlichen Erzeugermilchpreises bzw. der Käseförderung zu kommen, musste damals ein Verein gegründet werden. Förderungen erhielten ausschließlich Milchprodukte der Güteklassen I und II. Als Käseberater und Geschäftsführer war Ing. Otto Serschön von 1948 bis 1959 tätig, anschließend meine Wenigkeit bis zum Jahr 1995.

Die Ausbildung von Neueinsteigern in das Käsereihandwerk erfolgte zunächst auf der Plöckenalm, später in der alten Molkerei in Spittal an der Drau. Dafür bin ich dem verdienstvollen Käsemeister Jakob Stefan, vulgo Marjak, sowie dem ehemaligen Geschäftsführer der OKM, ÖR Michael Hecher, bis heute für ihre stete Unterstützung mit Rat und Tat sehr dankbar.

Besonders hervorheben möchte ich auch den Käsemeister und Pächter Adolf Winkler aus Grafendorf, der durch sein vorbildliches, meisterhaftes Können und Wirken über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg – bis in die letzten Jahre – Außergewöhnliches geleistet hat.

Neben der Euterüberprüfung und der Bestellung von Bedarfsmitteln wurden alljährlich im Herbst Exkursionen durchgeführt. Ebenso fanden die jährliche Käsebonitierung und die Käseschau in Rattendorf im Gasthof Reiter statt.

Durch den Strukturwandel ging die Zahl der Käsebetriebe von ursprünglich 29 auf einen Tiefstand von sieben Betrieben im Jahr 1975 zurück. Mit der Einführung der Milchkontingentierung für Molkereilieferungen kam es wieder zu einem leichten Anstieg. Heute gibt es 13 aktive Betriebe, die Gailtaler Almkäse erzeugen und verarbeiten.

Auch ich bin nach wie vor ein großer Konsument und Genießer der Gailtaler Almprodukte. Den Pächterfamilien wünsche ich weiterhin viel Gesundheit, Ausdauer und Kraft für diese wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit, die wesentlich zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft und zur Gesunderhaltung der Menschen beiträgt.

Langjähriger Geschäftsführer der Genussregion Gailtaler Almkäse g.U. Sebastian Huber, † Juli 2022

Sebastian Huber, GF 1960-1995

Sein Wirken bleibt Teil unserer Geschichte

Die Bewirtschaftung der Almen hat im Gailtal schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Die Gail, als einer der gefährlichsten Flüsse Österreichs, prägte seit jeher den Talboden. Die ständig auftretenden Hochwasser und Verwüstungen ließen nur eine bedingte Nutzung der Talflächen zu. Saure, versumpfte Wiesen waren nur für die Verfütterung der Pferde geeignet und bildeten so die Grundlage für die Gailtaler Pferdezucht.

Durch den Dobratschabsturz 1348 verschlimmerte sich die Situation zusätzlich. Dieser Umstand führte im Gailtal dazu, dass man höher gelegene Waldflächen rodete und zu Almflächen umwandelte. Laut Berichten wurde bereits der Bischof von Aquileia im 14. Jh. mit Fisch und Bergkäse bewirtet. Während der beiden Weltkriege wurde die Bewirtschaftung der Almen vernachlässigt. Die Zeiten danach brachten den Sennereien wieder Aufschwung.

Weitblickende Männer im Tal erkannten die Notwendigkeit, sich zu einer Kärntner Sennereigemeinschaft zusammenzuschließen. Federführend dabei waren ÖR Josef Warmuth (vlg. Bischof) aus Würmlach, Johann Lackner (vlg. Almerstof) aus Jenig, Johann Ramsbacher aus Kameritsch und der damalige Kammersekretär Ing. Pirker. 47 Almsennereien gehörten im Jahre 1950 zu der Gemeinschaft. Ihr Ziel war die Bewusstseinsbildung und Qualitätsverbesserung der Almprodukte. Die legendären Käseschauen in Rattendorf wurden ein alljährlicher Fixtermin. Neben der allgemeinen Qualitätseinstufung waren fachliche Vorträge und agrarpolitische Informationen an der Tagesordnung.

Herr ÖR Michael Hecher, Gründer der Kärntner Molkerei, förderte in dieser Zeit maßgeblich die Gailtaler Almen und den Almkäse. Er leitete Käsekurse, und der Verkauf wurde über die Oberkärntner Molkerei abgewickelt.

In den 60er Jahren verlor die Almbewirtschaftung wieder an Bedeutung. Bedingt durch den Wirtschaftsaufschwung nach dem 2. Weltkrieg war es schwer, geeignetes Almpersonal zu finden. Auch die in dieser Zeit aufgetretene Rinderkrankheit „Abortus Bang“ (seuchenhaftes Verwerfen der Rinder) führte dazu, dass keine Rinder auf die Almen aufgetrieben werden konnten. Im Gailtal wurde nur mehr auf drei Almen gekäst, die übrigen wurden ausschließlich mit Jungvieh bestückt.

Mitte der 70er Jahre kam es zu einer Milchschwemme und einem Butterberg in Österreich. Der Staat musste hohe Stützungsgelder zuschießen, damit der Milchpreis gehalten werden konnte. 1978 wurde die Milchkontingentierung eingeführt, nur die Milch der Almen war nicht betroffen. Infolge wurden wieder vermehrt Kühe auf die Almen aufgetrieben.

Zwei hochverdiente Herren möchte ich für ihre Verdienste für die Gailtaler Almen besonders hervorheben: den ehemaligen Obmann ÖR Josef Warmuth und den langjährigen Geschäftsführer Sebastian Huber.

Im Jahr 1982 wurde ich auf der Straniger Alm zum Obmann gewählt. Bei der Neuausrichtung des Vereines im Jahr 1995 hat Christof Wassertheurer die Geschäftsführung des Vereines übernommen.

Für die Einreichung der 5b-Förderung „Gailtaler Almkäse“ wurde unter Beiziehung eines vom Land Kärnten zugeteilten Projektberaters in unzähligen Arbeitskreisen die Kriterien des Kärntner Almprotokolls erarbeitet und Investitionspläne für jede Alm erstellt. Die Einreichung des 5b-Förderungsprojektes galt kärntenweit als erstes ihrer Art.

ÖR Hermann Lackner

Der Höhepunkt in der Geschichte des Gailtaler Almkäses war die Zuerkennung und Überreichung der geschützten Ursprungsbezeichnung der EU (g.U.) durch Agrarkommissar Dr. Franz Fischler 1997 in Klagenfurt. Diese hohe europäische Auszeichnung war für unsere Region und deren Almen mit einem großen Werbeeffekt verbunden. Mit der Mitgliedschaft zur Genuss Region Österreich ist es uns zusätzlich gelungen, mit den Partnerbetrieben neue Absatzmöglichkeiten für die Zukunft zu schaffen.

Mit meinem kurzen Rückblick in die Vergangenheit sieht man, dass sich die Gailtaler Almsennereien immer wieder den wechselnden Gegebenheiten und Anforderungen angepasst haben.

Auch ich bin schon seit meiner Jugend mit der Alm verbunden. Ich erinnere mich gerne an so manchen Almauftrieb zurück. Frühmorgens um 3 Uhr sind wir aufgebrochen, auf der Almhütte gab es ein deftiges Frühstück, dann wurden die Rinder aufgenommen und danach erfolgte die Arbeitseinteilung zum Schwenden. Der Almauftrieb wurde nach getaner Arbeit mit Gesang und Wein anständig begossen, und so manches Mal endete er mit einem Bad im Käsekessel. Für die Zukunft wünsche ich der Genuss Region Gailtaler Almkäse g.U. ein erfolgreiches Wirken.

Langjähriger Obmann der Genussregion Gailtaler Almkäse g.U. ÖR Hermann Lackner, † Jänner 2021

Kötschach-Mauthen Samstag & Sonntag 10 –17 Uhr Festgelände beim Rathaus

ÖR Hermann Lackner, Obmann 1982-2010

Geschichte

Verein Gailtaler Almkäse g.U.

Die ersten nachweisbaren Hinweise auf Almen mit angeschlossenen Käsereien stammen aus dem Urbar des Grafen von Görz aus den Jahren 1375 bis 1381. In diesen Aufzeichnungen finden sich Angaben über die Erzeugung von Almkäse auf den Almen des Gail- und Lesachtales.

Eine ausführliche Beschreibung der Situation der Almwirtschaft im Gailtal in der Mitte des 19. Jahrhunderts liefert ein Bericht aus dem Jahr 1876. Darin wird bereits eine genaue geografische Einteilung der Almgebiete in jene südlich und jene nördlich der Drau vorgenommen.

Darüber hinaus werden geologische, meteorologische und vegetationskundliche Gegebenheiten berücksichtigt. Diese liefern wertvolle Hinweise darauf, weshalb sich die Produktion von Almkäse gerade im Gailtal besonders erfolgreich entwickeln konnte.

Die Schilderung des Almalltags, der Arbeitsabläufe sowie der wirtschaftlichen Bedeutung von Almwirtschaften und Almsennereien gewährt einen anschaulichen Einblick in die Wirtschaftsverhältnisse jener Zeit. Ein weiterer Bericht dokumentiert zudem frühe Formen gemeinschaftlichen Handelns, insbesondere die Gründung von Käsereigenossenschaften sowie Bestrebungen zur Verbesserung wirtschaftlicher und arbeitstechnischer Rahmenbedingungen.

Geschichtliche Entwicklung nach der Jahrhundertwende

In den 1920er-Jahren wurde versucht, die durch die Ereignisse des 1. Weltkrieges beeinträchtigte landwirtschaftliche Produktion durch staatliche Förderprogramme zu steigern, wobei den Berggebieten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Die Gailtaler Almsennereien waren durch die Kampfhandlungen entlang der Front am Plöckenpass schwer beschädigt worden und mussten teilweise vollständig neu errichtet werden.

Im Zuge der staatlich geförderten Wiederaufbauarbeiten ergab sich die Möglichkeit, die damaligen Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Almkäseproduktion zu erfüllen und durch bauliche sowie infrastrukturelle Maßnahmen die Produktionsbedingungen wesentlich zu verbessern.

Die in dieser Zeit errichteten Almsennereien prägen bis heute das Bild der alpinen Kulturlandschaft des Gailtales. Die speziell auf die Bedürfnisse der Almsennerei abgestimmte Anordnung der einzelnen Produktionsräume bildet die Grundlage dafür, dass die Käseerzeugung in diesen Gebäuden auch heute noch möglich ist.

Anno dazumal
Anno dazumal

Geschichte des Gailtaler Almkäse g.U.

Gleichzeitig wurde verstärkt auf die Ausbildung des Käsereipersonals geachtet. Daher kann davon ausgegangen werden, dass die beschriebenen Maßnahmen in diesem Zeitraum zu einer deutlichen Qualitätssteigerung des Gailtaler Almkäses führten.

1949 bis heute

Im Jahr 1949 waren im Gailtal noch 39 Almsennereien aktiv. Um die Entwicklung der Almwirtschaft gezielt zu fördern und bestehende Herausforderungen besser bewältigen zu können, wurde im selben Jahr die „Gemeinschaft der Almkäsereien Kärntens“ mit Sitz in Kötschach gegründet.

Aufgrund der herausragenden Stellung des Gailtales in der Produktion von Almkäse wurde die Vereinigung später in „Gemeinschaft der Gailtaler Alpsennereien“ umbenannt. Im April 1996 erfolgte die Umwandlung in den „Verein der Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“.

Bedingt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sowie die Intensivierung der Grünlandbewirtschaftung in den Tallagen verlor die Almwirtschaft und damit auch die Almsennerei seit den 1960erJahren zunehmend an Bedeutung.

Während in den 1960er-Jahren noch auf rund zwanzig Almen Käse erzeugt wurde, verringerte sich die Zahl der aktiven Almsennereien in den 1970er-Jahren auf nur noch sieben Betriebe.

Der Wandel hin zu extensiveren, ökologisch orientierten und qualitätsbewussten Bewirtschaftungsformen sowie entsprechende Förderprogramme der öffentlichen Hand haben der Almwirtschaft in den letzten Jahrzehnten jedoch wieder neue Impulse verliehen. Auch die zunehmende Wertschätzung der alpinen Kulturlandschaft als touristische Ressource sowie die steigende Nachfrage nach natürlich erzeugten bäuerlichen Lebensmitteln haben zur positiven Entwicklung der Gailtaler Almsennereien beigetragen.

Hintergründe der Vereinsgründung

Im Jahr 1949 waren im Gailtal noch 39 Almsennereien aktiv. Um die Entwicklung der Almwirtschaft zu fördern und gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen, wurde die „Gemeinschaft der Almkäsereien Kärntens“ mit Sitz in Kötschach gegründet. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Gailtales für die Almkäseproduktion erfolgte später die Umbenennung in „Gemeinschaft der Gailtaler Alpsennereien“. Seit 1996 besteht die Organisation als „Verein der Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die Intensivierung der Grünlandbewirtschaftung führten ab den 1960er-Jahren zu einem starken Rückgang der Almsennereien. Während damals noch auf rund zwanzig Almen Käse erzeugt wurde, waren in den 1970er-Jahren nur noch sieben Betriebe aktiv.

In den letzten Jahrzehnten haben das wachsende Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft, gezielte Fördermaßnahmen sowie die steigende Nachfrage nach regionalen Qualitätsprodukten zu einer positiven Entwicklung beigetragen. Auch die touristische Bedeutung der alpinen Kulturlandschaft stärkt die Almsennereien des Gailtales.

Anno dazumal

Erzeugung

Verein Gailtaler Almkäse g.U.

Die Käsesenner*innen des Gailtals brechen Jahr für Jahr auf die Alm auf, um eine jahrhundertealte Tradition fortzuführen. Unser Alltag ist geprägt von Fleiß und Achtsamkeit – Eigenschaften, die in der Sennerarbeit unverzichtbar sind. Uns ist bewusst, dass wir mit unserem Handwerk nicht nur Käse herstellen, sondern auch die Almen erhalten und ein nachhaltiges, regionales Produkt schaffen.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Herde: Kühe unterschiedlicher Bauern kommen hier zusammen und müssen so rasch wie möglich zu einer harmonischen Gemeinschaft finden. Dies gelingt nur mit viel Gespür. Wir müssen uns in die Tiere hineinfühlen, ihre Bedürfnisse erkennen und mit Ruhe und Erfahrung reagieren. Der Umgang mit Milch und Tier verlangt dasselbe Fingerspitzengefühl, das später auch bei der Verarbeitung zu Gailtaler Almkäse g.U. gebraucht wird.

Unsere Arbeit auf der Alm ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung – geprägt von Natur, Wetter und den Eigenheiten der Tiere. Doch gerade diese Vielfalt macht sie so wertvoll. Denn mit jeder Saison wächst nicht nur unser Wissen, sondern auch die Verbundenheit zur Landschaft, zu den Tieren und zu unserem Produkt. So entstehen Käsespezialitäten, die den Geschmack der Alm und den Einsatz vieler Hände in sich tragen.

Der Gailtaler Almkäse g.U.

Der Gailtaler Almkäse g.U. zählt zu den ältesten Almkäsesorten Österreichs und wird ausschließlich während der Almzeit von rund 90 bis 100 Tagen in den Sommermonaten direkt auf der Alm hergestellt. Grundlage ist die Milch von Kühen, die von verschiedenen kleinstrukturierten bäuerlichen Betrieben aus dem Tal stammen. Auf den kräuterreichen Almwiesen entsteht aus der Vielfalt der Pflanzen eine hochwertige Rohmilch, die die Basis für den besonderen Geschmack des Käses bildet.

Die Milchkühe werden zweimal täglich gemolken. Am Abend wird die frische Rohmilch min Wannen gelagert, wodurch sich die natürliche Bakterienflora entwickeln kann. Sie ist entscheidend für die geschmackliche Ausprägung. Am nächsten Morgen wird der gebildete Rahm abgeschöpft und zu Almbutter verarbeitet. Die verbliebene Milch kommt zusammen mit der frischen Morgenmilch in den Kupferkessel, wo sie über dem Feuer auf rund 32 °C erwärmt wird. Zusätzlich zugesetzte Milchsäurebakterien unterstützen den natürlichen Reifungsprozess.

Der Gailtaler Almkäse g.U. und der Schottn
Der richtige Umgang mit den Tieren

Erzeugung des Gailtaler Almkäse g.U.

Anschließend wird Naturlab eingerührt. Nach dem Gerinnen wird der Käsebruch mit der Käseharfe in weizenkorngroße Bruchkörner geschnitten, gerührt und erhitzt, bis die richtige Festigkeit erreicht ist. Schließlich wird er mit dem Käsetuch aus dem Kessel herausgehoben und in Formen gefüllt. Nach dem Pressen folgt ein zwei- bis dreitägiges Salzbad, das zur Ausbildung der typischen Naturrinde beiträgt.

„Lei losn“: Die Reifung

Im Käselager reift der Gailtaler Almkäse unter täglicher Pflege und Beobachtung weiter. Charakteristisch sind seine trockene, glatte, goldgelbe Naturrinde sowie das Fehlen einer Oberflächenreifung. Bereits nach zwei Monaten ist der Käse genussreif und zeigt sich jung und mild; mit zunehmender Lagerung gewinnt er an Würze und Komplexität.

Der Geschmack des Gailtaler Almkäses variiert von Alm zu Alm. Faktoren wie Höhenlage, Kräuterzusammensetzung, Wetterverlauf und das handwerkliche Können des Käsers prägen sein Aroma. Am Ende des Almsommers steht ausschließlich junger Käse zur Verfügung, während im Winter und Frühjahr vor allem gereifte Laibe angeboten werden.

Damit spiegelt der Gailtaler Almkäse g.U. nicht nur traditionelles Handwerk wider, sondern auch den Rhythmus der Natur und der bäuerlichen Kulturlandschaft.

Geschützte Ursprungsbezeichnung g.U.

Ein offizielles Qualitätszeichen der Europäischen Union. Lebensmittel mit g.U. haben eine sehr enge Verbindung mit dem geografischen Ort, an dem sie hergestellt werden. Jeder Herstellungsschritt, also Erzeugung, Verarbeitung und Zubereitung, muss in der jeweiligen Region erfolgen. So wie etwa beim Gailtaler Almkäse g.U., der Wachauer Marille g.U. oder der Steirischen Käferbohne.

Das europäische Gütesiegel g.U. – geschützter Ursprung – bedeutet für uns Almbauern und Bewirtschafter viel Verantwortung, strenge Richtlinien und regelmäßige Kontrollen, um die traditionelle Herstellungsweise und die hohe Qualität unseres Gailtaler Almkäses zu sichern.

Für Konsumentinnen und Konsumenten ist die geschützte Ursprungsbezeichnung die Garantie für echte Almprodukte. Die Kühe grasen auf der Alm, werden dort gemolken, und diese Rohmilch wird direkt in den Almkäsereien in Handarbeit zu Gailtaler Almkäse verarbeitet und dort auch gereift.

Im Jahr der Antragstellung für den Markenschutz wurden zudem alle Almkäsereien mit EU-Mitteln saniert und somit ihr langfristiger Erhalt gesichert.

Heute sind die zentralen Aufgaben unseres Vereins die Stärkung und Weiterentwicklung der Marke Gailtaler Almkäse g.U., gemeinsame Werbeauftritte sowie die Organisation von Festen, Prämierungen, Weiterbildungen, Exkursionen und Stammtischen, damit diese besondere Form der Almwirtschaft und die Erfahrungen über Generationen weitergegeben werden können.

Eine ebenso wichtige Aufgabe des Vereins ist die Durchführung der Markenkontrollen sowie die Beratung der Mitglieder.

Mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union

Slow Food Presidio

Das Presidio des Gailtaler Almkäses setzt sich für den Schutz und die Förderung dieses einzigartigen Alpenkäses ein. Im Mittelpunkt steht die Bewahrung traditioneller Herstellungsmethoden, denn jeder Laib Gailtaler Almkäse wird nach überlieferten und altbewährten Techniken hergestellt. Um Authentizität und Konsistenz zu gewährleisten, werden die Herstellungsmethoden sorgfältig überwacht und dokumentiert. Zudem erhalten neue Käsehersteller*innen Schulungen und Unterstützung, um diese Traditionen am Leben zu erhalten.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Nachhaltigkeit, da das Presidio verantwortungsbewusste Weidepraktiken auf den Almwiesen fördert, die zum Erhalt der Artenvielfalt und der natürlichen Landschaft beitragen. Für die Gewährleistung der Integrität des Gailtaler Almkäses sind Qualität und Rückverfolgbarkeit von zentraler Bedeutung. Eine klare Kennzeichnung gibt Auskunft über die Herkunft, die Herstellungsmethoden und die Reifezeit des Käses. Ein Rückverfolgungssystem garantiert Authentizität und Transparenz von der Alm/Malga bis zum Endprodukt.

www.gailtaler-almkaese.at/slowfood

Achornach Alm

Seit 1934 befindet sich die Achornachalm im Besitz der Nachbarschaft Kreuth. Sieben Mitglieder der Nachbarschaft waren am damaligen Ankauf der Alm beteiligt. Von Kirchbach führt die Strecke über Stranig, die Straniger Alm und die Waidegger Alm zur Achornachalm, die nach rund 20 Kilometern erreicht wird.

Auf einer Seehöhe von 1.532 Metern liegt die Achornachalm mit einer Fläche von 121 Hektar in ruhiger und idyllischer Lage. Für die Eigentümer besitzt sie große Bedeutung, da sie zur Existenzsicherung der bäuerlichen Betriebe beiträgt. Jährlich werden rund 80 Stück Rindvieh auf die Alm aufgetrieben. Vor der Wegerschließung im Jahr 1996 wurde nur in geringem Umfang und mit längeren Unterbrechungen Käse hergestellt. Seit die Achornachalm durch einen Schotterweg gut erreichbar ist, wurden die Almhütte renoviert und die Räumlichkeiten für die Käseproduktion ausgebaut. Seither werden jährlich rund 2.600 Kilogramm Käse sowie kleinere Mengen an Butter, Räuchertopfen und Weichkäse erzeugt.

Von Mitte Juni bis Mitte September wird die Alm beweidet und bewirtschaftet. Der Almabtrieb erfolgt traditionell in Form eines gemeinsamen Fußmarsches von der Achornachalm nach Kreuth. Auf einer Wegstrecke von etwa 30 Kilometern werden die Rinder ins Tal und zu ihren Höfen zurückgetrieben. Jedes Jahr beteiligen sich daran die Almbesitzer sowie zahlreiche Freunde und Bekannte.

INFOBOX

Nachbarschaft

Nachbarschaft Kreuth

Seehöhe 1.532 m

Almfläche 121 ha Weidefläche

Tiere rd. 80 Stk

Almprodukte

Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Weichkäse

Ein beliebtes Wanderziel in der Umgebung ist der Zollnersee. Er ist von der Achornachalm aus gut erreichbar und umfasst eine Fläche von rund einem Hektar. Das Ufer wird von Almrauschbüschen, Bürstlingrasen und Sumpfwiesen gesäumt.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.

Über Generationen hinweg ist Raiffeisen ein verlässlicher Partner für die bäuerlichen Betriebe in der Region.

WIR MACHT’S MÖGLICH. www.rb-karnischeregion.at

Achornach Alm
Vertreter der NB Kreuth

Bischof Alm

Im Jahre 1910 wurde am Zollner in der Nähe der Gurnighöhe eine Sommergarnison der Kaiserlich-Königlichen Gebirgsschützen eröffnet. Dieser Garnisonsstützpunkt bestand aus 7 Gebäuden und beherbergte 140 Mann. Unser Urgroßvater Thomas Warmuth bewarb sich um den Kantinenausschank.

Die damalige Besitzerin der Gurnigalpe willigte der Errichtung einer Kantine nur unter der Auflage ein, dass die Alm auch mitbewirtschaftet wird. So haben unsere Vorfahren im Sommer 1910 mit der Almbewirtschaftung und der Käseproduktion begonnen. Im Zuge der Kriegshandlungen musste der Almbetrieb in den Jahren 1916–1918 eingestellt werden. Obwohl durch die kriegerischen Handlungen die Almgebäude schwer beschädigt waren, wurde der Käsereibetrieb im Jahre 1919 auf der Unteren Bischofalm wieder aufgenommen. 1921 wurde die Gurnigalpe von unserem Urgroßvater schließlich käuflich erworben (185 ha) und im Jahre 1923 konnte bei den Behörden eine Umbenennung in Bischofalm erwirkt werden.

In den Jahren 1930–1934 baute man im Zuge eines staatlichen Wiederaufbauprogrammes die Almgebäude auf. Auf der Unteren Bischofalm entstand ein Käsereizentrum, in welchem die Milch von den 3 Almen Obere Bischofalm, Frondellalm und Brugger Alm verkäst wurde. Die Milch kam mit 3 Seilbahnen angeliefert.

INFOBOX

Privatalm

Familie Warmuth

Seehöhe 1.200 m

Almfläche

391 ha, davon rund 90 ha Weidefläche

Tiere 30 Milchkühe, 85 Galtvieh, 10 Pferde, 10 Ziegen, Schweine

Almprodukte

Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter

Die Bischofalm ist die einzige Privatalm unter den Gailtaler Almsennereien. Trotz des enormen Arbeitsaufwandes für unsere Familie sind wir bestrebt, die über 100-jährige Käsetradition aufrechtzuerhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Bischof Alm

Hierfür unterzeichneten die drei Almbesitzer im Jahre 1934 einen Gesellschaftsvertrag. Im Sommer 1934 wurden so 39.068 Liter Milch verarbeitet. Nach der Almsaison 1938 wurde der Gemeinschaftsbetrieb wegen Unstimmigkeiten eingestellt und auf der Bischofalm und der Frondellalm eigenständig weitergekäst.

1946 konnte unser Großvater Josef Warmuth das Almgebiet Skarnitzalm (206 ha), welches bereits seit über 2 Jahrzehnten im Pachtwege bewirtschaftet wurde, von der Agrargemeinschaft Nussdorf, Gemeinde Paularo (Italien), erwerben.

Seit dieser Zeit ist die Bischofalm in ihrer Größe unverändert und grenzt im Süden an Italien. Im Westen bilden die Köder-, Brugger- und Frondellalm sowie im Osten die Zollneralm und im Norden die Österreichischen Bundesforste unsere Nachbarn.

In den 1950er-Jahren errichtete die Familie auf der Oberen Bischofalm eine eigene Käserei und brauchte die Milch nicht mehr mit der Seilbahn zur Unteren Bischofalm liefern. 1979 wurde die neue LKW-Straße auf die Untere Bischofalm und 1990–1991 der Almaufschließungsweg auf die Obere Bischofalm gebaut.

In den Jahren 1995–2000 erfolgte die Sanierung der Käserei auf der Unteren und Oberen Bischofalm, die Errichtung von Sanitärräumen sowie der Neubau der 2 Quellfassungen und der Wasserversorgungsleitungen. Von 2001 bis 2010 sanierten wir die Milchlageräume und Käselagerräume sowie die Dacheindeckungen der Almgebäude. Im Jahre 1982 konnte in Verbindung mit der Zollneralm der Kärntner Almwandertag abgehalten werden. 2010 war die Bischofalm zu ihrem 100-jährigen Jubiläum Ausrichter des offiziellen Käseanschnitts der Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien.

Josef Warmuth

Egger Alm

Auf der Eggeralm wurde nachweislich seit 1872 Milch- und Käsewirtschaft betrieben. Aus den Protokollbüchern der Agrargemeinschaft Eggeralm und Zinia geht hervor, dass am 9. November 1913 ein eigener Milchverpachtungsausschuss gegründet wurde.

In den folgenden Jahren wurde die Milch jährlich verpachtet. Die Pächter stammten aus der Region und teilweise auch aus dem benachbarten Italien. Konnte kein geeigneter Pächter gefunden werden, übernahmen die Mitglieder der Agrargemeinschaft die Käseproduktion selbst. Seit 1995 ist die Agrargemeinschaft Mitglied der Gailtaler Almsennereien.

Es folgten umfangreiche Investitionen durch die Agrargemeinschaft Egger Alm/Zinia. Der Stall wurde modernisiert, ein Melkstand errichtet und eine Güllegrube gebaut. Mit der Verlegung der Käserei in das Stallgebäude im Jahr 2015 konnte die Qualität der Käseproduktion weiter verbessert werden. Viele dieser Maßnahmen wurden durch Fördermittel des Landes Kärnten ermöglicht.

INFOBOX

Nachbarschaft

Seehöhe

Almfläche

Tiere

Almprodukte

Agrargemeinschaft Egger Alm/Zinia

1.435 m

357 ha, 131,5 ha Wiedefläche inkl. ÖBF Weideservitut

34 Milchkühe, 133 Galtvieh, 46 Pferde, 6 Schweine

Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Schnittkäse, Weichkäse, Frischkäse, Joghurt

Das Almdorf besteht aus 47 Hütten und einer Heimkehrerkapelle. Das Almgebiet erstreckt sich über ein Hochtal mit einem Almsee. Einzigartig ist die Buckelwiese mit einer üppigen Vegetation.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Egger Alm
Alexander Lehmann

Almschottn

Beim Namen Schotten scheiden sich die Geister:

Verein Gailtaler Almkäse g.U.

Variante 1: Da der Schotten so „geizig“ bzw. arm an Fett ist, kam der Vergleich mit den als geizig geltenden Schotten aus Großbritannien, so steht es in den alten Käsebüchern.

Variante 2: Der Begriff ist verwandt mit der gleichbedeutenden friulanischen Bezeichnung „scuete“. Der „Schottn“ ist eine weitere Spezialität unserer Almen und so wird er gemacht:

1. Erhitzung der Molke

Nach der Almkäseproduktion verbleibt die Molke (umgangssprachlich Kaswasser) im Kupferkessel. Sie ist reich an Proteinen (Eiweiß) und Mineralstoffen. Die Molke wird unter gelegentlichem Umrühren, um ein Anbrennen zu verhindern, weiter erhitzt.

2. Kurz vorm Aufkochen

Unterdessen bereitet man eine Säurelösung aus Essig oder Zitronensäure und Salz vor. Diese wird knapp vorm Aufkochen der Molke hinzugegeben. Dabei flockt das Eiweiß aus und sammelt sich an der Oberfläche.

3. Schotten herausheben

Nun wird die Masse in „Schottensacklan“ oder Formen abgefüllt, darin lässt man sie ein paar Stunden abtropfen. Der abgekühlte Schotten wird vorsichtig abgebunden und zwischen „zwa Kasbretter“ gepresst – was ihm die typische Herzform gibt.

4. Eine vielseitige Delikatesse

Anschließend kann man den Gailtaler Schotten natur, sprich „grün“, gesalzen oder geräuchert genießen – oder als „Schöpfschotten“ frisch vom Kaskessel süß oder salzig.

Wozu verwendet man Schotte?

Katechismus der Milchwirtschaft, 1925

Sie wird mitunter auch gegessen und ist ein sehr gutes Futter für Hühner und Kälber. In neuerer Zeit wird das bei der Milchzuckerfabrikation gewonnene Eiweiß zur menschlichen Ernährung verwendet. (...) Bei Berührung mit Eisen nimmt das Milcheiweiß einen schlechten Geschmack an. Das gepresste Milcheiweiß wird auch als Brotaufstrich verwendet. (...) Das getrocknete Molkeneiweiß wird zu Nährmitteln verarbeitet.

Wer den

Käse

liebt, der liebt die Welt.

Und wer die Welt liebt,

denliebendieGö er!

.

Verarbeitung der Molke
Abtropfen in „Schottensacklan“
Gesalzen oder geräuchert

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Großfrondell Alm

Die Großfrondellalm wurde im Jahr 1905 von den Vorfahren der heute größtenteils noch beteiligten Bauern aus Grafendorf angekauft. Zuvor waren diese an der Ochsenschluchtalm beteiligt, mussten jedoch aufgrund von Rauschbrand eine neue Möglichkeit für die Sommerweide ihres Viehs finden. Mit dem Ankauf der Großfrondellalm wurde eine Agrargemeinschaft gegründet, die bis heute besteht. Sie umfasst 150 Anteile, wobei ein Anteil dem Recht auf den Auftrieb einer Großvieheinheit entspricht.

Die Alm liegt im Plöckengebiet und umfasst rund 340 Hektar. Etwa 20% der Fläche sind Weiden, weitere 20% Wirtschaftswald. Der Rest besteht aus Schutzwald, Krummholz- und unproduktiven Flächen. Die Alm grenzt an mehrere Nachbaralmen sowie an Flächen der Österreichischen Bundesforste.

Während des Ersten Weltkriegs verlief die Front entlang der Köderhöhe. Noch heute zeugen Schützengräben, Stellungen und historische Steige von dieser Zeit. Besonders bemerkenswert ist ein damals errichteter, durch Schwerkraft betriebener Seilaufzug zur Versorgung der Truppen. Die Spuren dieser Anlage sind bis heute sichtbar. Nach Kriegsende ereignete sich ein tragischer Unfall, bei dem zwei junge Männer aus Grafendorf durch die Explosion einer Granate ums Leben kamen.

INFOBOX

Nachbarschaft

Seehöhe

Almfläche

Agrargemeinschaft Großfrondell Alpe

1.530 m

340 ha, davon ca 68 ha Weidefläche

Tiere 12 Milchkühe, 60 Galtvieh

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Topfen

Die Großfrondellalm ist sehr gutes Jagd- und Wandergebiet und liegt nahe am Karnischen Höhenweg. www.gailtaler-almkaese.at/almen

Großfrondell Alm

Die Weidewirtschaft und Käseproduktion wurden von Beginn an in Eigenregie betrieben. In den 1930er-Jahren wurde die Milch gemeinsam mit benachbarten Almen zur Bischofalm transportiert und dort verarbeitet. Von 1954 bis 1961 bestand ein durchgehender Almbetrieb mit Käserei. Damals wurden bis zu 38 Milchkühe, 80 Stück Galtvieh, über 100 Ziegen und zahlreiche Schafe aufgetrieben. Seit 2003 wird die Käserei wieder regelmäßig betrieben und traditionell Hartkäse, Butter und Topfen produziert.

Die Alm ist in drei Weidestufen gegliedert. Während die unteren Bereiche vor allem der Galtviehhaltung dienen, befinden sich im höchsten Bereich die Haupthütte, die Stallungen und die Käserei. Zahlreiche bauliche Maßnahmen, darunter Stall- und Hüttenbauten, Wasserversorgungsanlagen sowie der Ausbau der Infrastruktur, sicherten den Fortbestand der Almwirtschaft.

Auch wenn die wirtschaftliche Bedeutung der Alm heute nicht im Vordergrund steht, ist sie für die Mitglieder der Agrargemeinschaft von großer ideeller Bedeutung. Sie stellt einen wichtigen Teil der bäuerlichen Tradition, der Landschaftspflege und des gemeinschaftlichen Lebens dar.

Die Großfrondell Almhütte

Jochalm

Die Nachbarschaft Reisach Forst wurde im Jahre 1504 erstmals urkundlich erwähnt. Gekäst wurde bis zum Jahre 1964 in der angrenzenden, etwas niedriger gelegenen Sausengalm (auf ca. 1000 m). Im Jahre 1955 wurden dort ca. 100 Milchkühe sowie ein Stier und mehrere Schweine zur Molkeverwertung gealpt. Die Kühe wurden morgens um halb drei gemolken.

Die Nachbarschaft verfügte über einen Muli, der für viele Arbeiten unentbehrlich war. Einmal in der Woche brachte man Almbutter und Schotten ins Tal. Beladen mit Lebensmitteln und anderen Vorräten ging es zurück auf die Alm.

Solange in der Sausengalm Milchkühe waren, wurde auf der Jochalm Galtvieh und Pferde gealpt. Die alte Jochhütte stand im Fratnwald. Am jetzigen Standort war nur ein alter Stall bzw. Viehunterstand. 1951 wurde eine neue Hütte gebaut und die alte im Fratnwald aufgelassen. Da an diesem Standort keine Quelle war, mussten die Hirten mit einem Holzfassl auf dem Rücken Wasser holen. Im Jahre 1982/1983 erfolgte der Bau eines kleinen Wasserwidders mit dem man Wasser bis zur Hütte pumpt. Seit 1992 wird auf der neuen Jochalm gekäst.

INFOBOX

Nachbarschaft

Nachbarschaft Reisach Forst

Seehöhe 1.554 m

Almfläche 580 ha

Tiere

36 Milchkühe, 130 Galtvieh, 10 Pferde

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter

Sonnseitig, direkt unterm Reißkofel in den Gailtaler Alpen gelegen.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Mit dem Neubau des Stalles im Jahr 1999 wurde die Melkarbeit wesentlich erleichtert. Gleichzeitig investierte man in einen Sechser-Melkstand mit Rohrmelkanlage, ein leistungsstärkeres Stromaggregat sowie in eine kleine Photovoltaikanlage. Im neu errichteten Käseraum fand auch der alte Kupferkessel von der Sausengalm wieder seinen Platz.

Die Jochalm zeichnet sich durch ihr weitgehend ebenes Gelände und ihre ertragreichen Weideflächen aus. Da steile Absturzstellen fehlen, kommt es dort zu keinen Verlusten durch Viehabstürze.

Jochalm
Ewald Pretterhofer

Klein Kordinalm

Zwischen 1800 und 1810 kam es zu den ersten Eigentumsübertragungen der Almen an die Bauern. Das volle Eigentum an den Gailtaler Almen brachte schließlich die Revolution von 1848. Um die Jahrhundertwende erwarb mein Großvater den Anteil des vlg. Lerch, wodurch die Kleinkordinalm je zur Hälfte den Familien Wasserteurer und Mar gehörte.

Die Bewirtschaftung erfolgte damals unter einfachen Bedingungen. Die Milch wurde in den getrennten Käsehütten der beiden Besitzer verarbeitet, während die Kühe gemeinsam gehütet wurden. Für Ziegen und Schafe standen eigene Hirtenbuben zur Verfügung. In jeder Sennhütte arbeiteten ein Käser, eine Hilfssennerin sowie Hirten für Groß- und Kleinvieh. Gekäst und gekocht wurde über offenem Feuer, der Rauch zog durch eine Dachluke ab. Zufahrtswege gab es nicht. Waren und Gerätschaften mussten mit Tragpferden oder auf dem Rücken transportiert werden. Den Käsetransport ins Tal übernahmen häufig italienische Frauen. Auch beim Bau des Stalles im Jahr 1912 wirkten italienische Maurer mit.

Während des Ersten Weltkriegs konnte die Alm von 1915 bis 1917 nicht bewirtschaftet werden. Die Gebäude wurden vom Militär genutzt. Dank ihrer geschützten Lage blieben sie von Kriegsschäden verschont. Bereits 1918 wurde der Almbetrieb wieder aufgenommen. Die von der Armee angelegten Wege erleichterten künftig den Transport mit Pferdefuhrwerken.

INFOBOX

Nachbarschaft

Seehöhe

Almfläche

Tiere

Agrargemeinschaft Kleinkordin Alm

1.606 m

270 ha, davon ca 35 ha Weidefläche

22 Milchkühe, 45 Galtvieh, 3 Pferde

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter

Die Alm liegt am Käserundwanderweg. Ausflugsziele für Hochwipfel und Schulterkofel.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

1926 verkaufte Benjamin Buchacher vlg. Mar seinen Anteil an Christ Schoba vlg. Musitz. Mit der Hofübernahme ging die Alm 1929 an meinen Vater Christof Wasserteurer über, der sie in bewährter Weise weiterführte.

1942 arbeitete ich als Dreizehnjähriger erstmals auf der Alm. In den folgenden Jahren verrichtete ich sämtliche Arbeiten – vom Stallputzen bis zum Hüten von Ziegen, Schafen und Kühen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Sommer 1944. Nachdem auf der benachbarten italienischen Großkordinalm Almvieh erschossen worden war, schliefen wir aus Angst mehrere Nächte im Wald, ehe die Saison vorzeitig beendet wurde.

Nach dem Krieg wurde die Alm zunächst verpachtet und später nur mehr mit Jungvieh bestoßen. 1961 übernahm ich den Betrieb von meinem Vater. Mit dem Bau einer Zufahrtsstraße im Jahr 1973 wurde die Bewirtschaftung zwar einfacher, zugleich ging jedoch ein Teil des früheren Almfriedens verloren.

1975 zerstörte eine Lawine die alte Hütte. Mit Unterstützung meiner Familie wurde eine neue errichtet. Seit 1978 verbringe ich die Sommer mit unserem Vieh und dem Jungvieh des Mitbesitzers auf der Alm. Gemeinsam mit meiner Frau erzeugen wir aus der Milch unserer Kühe Käse und andere Produkte. Die Kleinkordinalm ist mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe, dass sie auch künftig erhalten und bewirtschaftet wird. Besonders dankbar bin ich für das gute Verhältnis zu unseren italienischen Nachbarn und Freunden.

Text: Christof Wassertheurer sen.

Herbert Wassertheurer

Rattendorfer Alm

Die Rattendorfer Alm, auch Schellekalm genannt, wurde erstmals 1403 urkundlich erwähnt. Noch 1875 wurden für Rattendorf 5 Gemeinschaftsalmen ausgewiesen, wovon damals zwei verpachtet waren.

Gealpt wurden damals: 40 Pferde, 8 Stiere, 590 Milchkühe, 577 Ziegen und 60 Schweine. Es gab 11 Halterhütten, 20 Stallungen, 6 Heustadel und 11 Käsereien. Verrichtet wurden die anfallenden Arbeiten von 5 Knechten, 4 Mägden und 16 Hirten. Diese Angaben haben wir aus alten Niederschriften überliefert bekommen.

Schon damals war die Almwirtschaft und das Käsen für die Bauern von großer Bedeutung und eine Entlastung für die Heimbetriebe im Tal.

Der Almkataster weist eine Almfläche von 455 ha aus, wobei sich die Weidefläche von 1.400 m Seehöhe bis 2.000 m Seehöhe erstreckt. Die Weideflächen werden als Koppelwirtschaft betrieben. Bei der Almfutterfläche hat es in den letzten Jahren starke Flächenverluste gegeben.

INFOBOX

Nachbarschaft

Nachbarschaft Rattendorf

Seehöhe 1.501 m

Almfläche 455 ha

Tiere 64 Milchkühe, 55 Galtvieh

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Joghurt

Die Alm erreicht man von Rattendorf über einen gut gepflegten Schotterweg. Als Besonderheit sei die Scotti Kapelle (Heldengedenkkirche) genannt. Beliebte Ausflugsziel sind Zottachkopf und der Soldatengedenkweg um die Ringmauer.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Rattendorfer Alm

Während der Almsaison werden etwa 59.000 Kilogramm Milch gewonnen und überwiegend zu Gailtaler Almkäse g.U. verarbeitet. Die Milchkühe werden in einem modernen Fischgrätenmelkstand gemolken, der im Jahr 2009 errichtet wurde. Darüber hinaus verbringen rund 55 Kälber den Sommer auf der Alm.

Die Rattendorfer Alm ist ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Bergtouren. Die Hütte bietet ansprechende Übernachtungsmöglichkeiten in urigen Zimmern mit Bergblick oder im geräumigen Lager.

Für den historischen Inhalt verantwortlich:

HR Mag. Hans Hohenwarter

Arno Wassertheurer

Rudnig Alm

Nördlich des Rosskofels und westlich des Trogkofels liegt ein Fleck nach Osten ausgerichtet der als Rudnigalm bekannt ist. Am 16. Mai 1884 wurden erstmals 19 Besitzer der Rudnigalm im Grundbuch aufgelistet. Die Besitzer kamen aus den Ortschaften Schimanberg, Kreuth ob Möschach, Guggenberg, Kreuth ob Rattendorf, Danz, Kleinbergl und Schlanitzen. 1906 sind ca. 50ha Fläche südlich der Troghöhe (Rudnigsattel, Südflanke des Trogkofels) infolge von Grenzveränderungen durch den Friedensvertrag von Saint Germain unter italienische Staatshoheit gekommen. In den 1930er Jahren wurden die Almgebäude samt Käserei auf dem heutigen Standort errichtet. Im Jahr 1978 begann die Erschließung der Alm für den Wintersport und ist heute ein fixer Bestandteil des Skigebiets Nassfeld.

Im Sommer bewirtschaften Senner:innen die Alm und verarbeiten ca. 30.000l Milch in einer modern eingerichteten Käserei zu herrlichem Gailtaler Almkäse, Schotten und weiteren Produkten. Aufgetrieben werden rund 32 Milchkühe und 60 Stück Galtvieh. Erreichbar ist unsere Gemeinschaftsalm von Tröpolach aus über Schlanitzen.

Für den historischen Inhalt verantwortlich:

HR Mag. Hans Hohenwarter

INFOBOX

Nachbarschaft

Seehöhe

Almfläche

Tiere

Agrargemeinschaft Rudnig Alm

1.621 m

280 ha, davon ca 80 ha Weidefläche

35 Milchkühe, 60 Galtvieh, Schweine

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Kräuterkäse

Beliebter Ausgangspunkt für Klettertouren, Almfrühstück mit Sonnenaufgang, Murmeltiere in unmittelbarer Nähe.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

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MERGENTO F ALPIN FRONTBANDSCHWADER

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Bestes Futter für alpine Gebiete

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Rudnig Alm
Teresa Weidhofer

Straniger Alm

Dank ihres vielfältigen Bewuchses eignet sich die Alm sowohl für die Almwirtschaft als auch für die forstwirtschaftliche Nutzung. Im Mittelpunkt stehen der Sennereibetrieb und die Gastwirtschaft. Das Jungvieh wird in den höher gelegenen Almflächen vom Ochsner von einem eigenen Hirten betreut.

Für die nachhaltige Bewirtschaftung der Waldflächen wurde im Jahr 2006 ein Waldwirtschaftsplan erstellt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei in den vergangenen Jahren auf der besseren Erschließung der Waldflächen auf italienischem Staatsgebiet.

Die Agrargemeinschaft setzte in den letzten Jahren zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen um:

• Neuerrichtung des Dachstuhls beim Kuhstall

• Fassung neuer Wasserquellen

• Umbau des Gastraumes, Fenstertausch sowie Umbau der alten Küche zum Vorbereitungs- und Lagerraum

• Teilweise Sanierung des Ochsnerstalls und der Almhalterunterkunft

• Errichtung eines Melkstandes mit Errichtung der Futterraufen

• Errichtung einer Güllegrube und Asphaltierung des Auslaufes (Tomba)

INFOBOX

Nachbarschaft Agrargemeinschaft Straniger und Goderschacher Alm

Seehöhe

Almfläche

1.505 m

360 ha, davon ca 35 ha italienisches Staatsgebiet

Tiere 55 Milchkühe, 80 Galtvieh, Schweine, Zeigen

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Ziegenkäse

Grenzübergang nach Paularao (IT) www.gailtaler-almkaese.at/almen

Straniger Alm

• Errichtung eines Wasserkleinkraftwerkes

• Zubau der Almhütte mit Sanitärbereich und Käselager

• Errichtung des Dachgeschosses mit Lärchenschindeleindeckung sowie Errichtung sanitärer Einrichtungen

• Ausbau des Dachgeschosses und Errichtung sämtlicher Übernachtungsmöglichkeiten

• Erneuerung der Käserei

Die Alm ist ein beliebter Zwischenstopp für Weitwanderer, die den Karnischen Höhenweg oder die Via Alpina begehen. Die Hütte bietet ansprechende Übernachtungsmöglichkeiten für 25 Personen und ist ein beliebtes Einkehrziel für durstige und hungrige Mountainbiker und Motorradfahrer.

Die Gäste werden mit Hausmannskost, Gailtaler Almkäse g.U. und weiteren Almprodukten verwöhnt.

Klaus Kanzian

Treßdorfer Alm

Die Treßdorfer Alm befindet sich in der Gemeinde Hermagor am südlichen Hauptkamm an der Grenze zu Italien und ist über die Bundesstraße gut erreichbar.

Die Alm konnte am Anfang nur gepachtet werden (Pachtzins an das Geschlecht der Eichelburger: 24 Käse und 300 Eier). Im Jahre 1504 erfolgte dann der Kauf von Christof von Eichelburg. Dieser Kauf galt jedoch nur sechs Jahre auf Probe. Man wollte sich vergewissern, ob die Treßdorfer in der Lage waren, die Alm ordnungsgemäß zu bewirtschaften. Im Jahre 1510 war der Kaufvertrag schließlich gültig (Kaufpreis: 60 rheinische Gulden). Die Originalkaufurkunde ist bis heute erhalten und hängt im Büro der AG Treßdorf. Leider wurden nach dem 1. Weltkrieg, als Österreich zu den Verlierern zählte, 420 ha der Alm abgetrennt und fielen an Italien.

Im Jahre 1951/52 wurde das Almgasthaus mit Käserei errichtet. In den 60er-Jahren wurde dann aber die Käserei beim Stallgebäude dazugebaut und das Almgasthaus an die Naturfreunde verpachtet.

Die Alm noch eine Größe von 481 ha. Davon werden 186 ha forstwirtschaftlich genutzt (größtenteils Schutzwald). Der Wald wird nach Vorgaben des nunmehr dritten Waldwirtschaftsplans bewirtschaftet. Die Alm ist in eine Milchkuhalm (Treßdorfer Alm) und eine Jungviehalm (Rossalm) unterteilt.

INFOBOX

Nachbarschaft

Seehöhe

Almfläche

Agrargemeinschaft Treßdorf

1.600 m

481 ha, davon ca 170 ha Weidefläche, 87 ha Pistenfläche

Tiere 70 Milchkühe, 205 Galtvieh, 20 Pferde, 13 Melkziegen

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Weichkäse

Schaukäserei (während der Almöffnungszeiten - täglich 10:00 bis 16:00 Uhr

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Rudnig Alm

Es werden ca. 70.000 Liter Milch in den 85 bis 95 Alptagen verarbeitet. Hauptprodukt ist natürlich der Gailtaler Almkäse g.U. Weiters werden Weichkäse, Schimmelkäse, Schotten und Butter erzeugt. Eine Schauskäserei bietet den Gästen die Möglichkeit, dem Käser bei seiner Arbeit zuzuschauen. Im angeschlossenen Bauernladen können alle regionalen Spezialitäten erworben werden.

Auf der Rossalm betreut ein Halterehepaar die Pferde und das Galtvieh. Als Unterkunft dient ihnen eine traditionelle Almhütte mit kleinem Stall.

Die Hände tun es nicht allein.
Dabei muss stets der Kopf auch sein. Und immer: Reinlich, reinlich sein!

Katechismus der Milchwirtschaft, 1925

Manuel Glantschnig

Tröpolacher Alm

Auf der Tröpolacher Alm wird seit Generationen mit viel Hingabe und Leidenschaft der traditionelle Gailtaler Almkäse g.U. hergestellt. Eingebettet in eine einzigartige Naturlandschaft verbringen unsere Kühe den Sommer auf saftigen Almwiesen, die von der reinen Bergluft und der Vielfalt an Kräutern geprägt sind. Diese natürliche Fütterung verleiht unserer Milch ihren unverwechselbaren Geschmack –die Grundlage für unseren hochwertigen Käse.

Die Verarbeitung der frischen Milch erfolgt direkt vor Ort nach überlieferten Rezepturen und mit viel handwerklichem Können. Jeder Laib erzählt die Geschichte unserer Alm, unserer Tiere und unserer täglichen Arbeit. Dabei legen wir großen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und den respektvollen Umgang mit Natur und Tier. Die Kühe und die Milchziegen werden nur für die Melkarbeit in den Stall gebracht.

Nicht nur die Almprodukte in all ihrer Vielfalt und deren Geschmack sind ein wichtiger Bestandteil der Almwirtschaft. Die Tröpolacher Alm steht für ehrliche Landwirtschaft, gelebte Tradition und echten Genuss. Sie ist nicht nur ein Arbeitsplatz oder ein Ausflugsziel, sie ist ein Ort zum Durchatmen, zum Ankommen und zum Genießen. Unser Gailtaler Almkäse ist ein Stück Heimat, das man schmecken kann.

INFOBOX

Nachbarschaft

Agrargemeinschaft Tröpolach

Seehöhe 1.668 m

Almfläche 145 ha Weidefläche

Tiere 55 Milchkühe, 100 Galtviehne

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter

Atemberaubender Ausblick über das Gailtal. www.gailtaler-almkaese.at/almen

Tröpolacher Alm

Der Sommer auf der Alm ist eine besondere Zeit – für uns, unser Team und für alle Gäste, die den Weg zu uns finden. Fernab von Hektik und Alltag beginnt hier oben ein anderer Rhythmus: geprägt vom Klang der Kuhglocken, dem Duft der Almwiesen und dem Wechselspiel von Sonne, Wind und Wetter. Wenn in den frühen Morgenstunden die ersten Sonnenstrahlen die Berge erleuchten und der Tag langsam erwacht, spürt man die Kraft und Ruhe dieses Ortes ganz besonders. Die gemeinsame Arbeit verbindet, schafft echte Gemeinschaft und lässt uns jeden Tag aufs Neue stolz auf das sein, was hier entsteht.

Unsere Gäste erleben die Alm als Ort der Entschleunigung. Wer hierherkommt, taucht ein in eine ursprüngliche Welt, in der die Zeit ein wenig langsamer vergeht. Ein einfacher Augenblick – eine Rast auf der Bank vor der Hütte, der Blick über das Tal oder ein Schluck Milch – wird hier zu etwas ganz Besonderem.

Wir schreiben das Jahr 1934

1 kg Käse S 2,40

1 kg Butter S 3,80

1 kg geräucherter Almschottn S 1,00

Ein Lehrer verdiente damals 120 Schilling und bekam eine Wohnmöglichkeit im Schulhaus.

Christian Jenul

Watschiger Alm

Die Watschiger Alm ist eine reine Milchkuhalm ohne Jungvieh – bis vor einigen Jahren auch noch mit Mutterschafen bestoßen. Durch ihre einzigartige Lage mitten im Skigebiet Nassfeld ist der Sommerund Wintertourismus schon seit den 1960er-Jahren ein beständiger Begleiter.

Erwähnenswert ist eine botanische Besonderheit direkt an der Almhütte, die „Wulfenia“ oder auch „Kuhtritt“ genannt wird. Für ihren Fortbestand sind auch die bis zu 50 Milchkühe verantwortlich, die jährlich die Weiden und Pisten abgrasen.

Die Watschiger Alm zählt zu den wenigen Almen, auf denen die traditionelle Käseherstellung ohne Unterbrechung bis heute gepflegt wird. Auf den rund 130 Hektar Weidefläche werden pro Almsaison durchschnittlich etwa 45.000 Kilogramm Milch erzeugt und zu Gailtaler Almkäse g.U. verarbeitet.

Die Auftreiber schätzen vor allem die Entlastung ihrer Heimbetriebe während der Sommermonate. Während der Almbetrieb bis etwa 1971 noch mit eigenem Personal im Auftrag der Agrargemeinschaft geführt wurde, wird die Alm heute von eigenverantwortlichen Pächtern bewirtschaftet. Neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit bietet ihnen auch der Sommertourismus eine zusätzliche Einkommensquelle.

INFOBOX

Nachbarschaft

Agrargemeinschaft Watschiger Alm

Seehöhe 1.629 m

Almfläche

270 ha, davon ca 130 ha Weidefläche

Tiere 50 Milchkühe

Almprodukte Gailtaler Almkäse g.U., Schotten, Almbutter, Joghurt

Die Wulfenia erblüht direkt an der Almhütte. Die Blume ist strengstens geschützt und wächst in dieser Art nur hier. Den Namen erhielt sie von ihrem Entdecker, Franz Freiherr von Wulfen (1728 - 1805), der vor über 200 Jahren diese „neue blaue Pflanze, die kein Botaniker je gesehen und beschrieben hat“, am Nassfeld fand.

www.gailtaler-almkaese.at/almen

Elisabeth Buchacher

Wo die Tage wieder langsam werden & Genuss Zeit bekommt.

Familie Koch | Gatschach 3 | 9762 Weissensee info@zumweissensee at | www zumweissensee at

Watschiger Alm

Was bisher geschah ...

Verein Gailtaler Almkäse g.U.

• Erkennen der Chance für die Almwirtschaft im Gailtal durch den EU Beitritt 1995

• Vorbereitungen 5b-Projekt (EU-Förderprogramm) unter ÖR Hermann Lackner

• Intensive Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen des Landes Kärnten

• Beauftragung der Beratertätigkeit an die Firma Plantago von Heinz Blechl

• Erarbeitung des Gailtaler Almprotokolles (Richtlinien Käseproduktion/Almbewirtschaftung)

• Vorstellung der Initiative Gailtaler Almkäse der Öffentlichkeit

• Übergabe der Geschäftsführung von Sebastian Huber an Christof Wassertheurer

• Vereinsgründung „Verein der Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“

• Unterzeichnung des Gailtaler Almprotokolls am 16.6. auf der Reisacher Joch Alm

• 1. Almkäseprämierung am 26. 10. in Dreschhütte Tressdorf

• Ankündigung Marke Gailtaler Almkäse g.U. im europäischen Amtsblatt am 23. 1.

• 25. April Übergabe der Markenberechtigung in Klagenfurt durch EU-Kommissar Franz Fischler.

• Laufende Almsanierungen im Rahmen des 5b Projektes

• Erster gemeinsamer Almkäseanschnitt am letzen Sonntag im Juli auf allen Almen

• Übergabe des Gütesiegels der Landwirtschaftskammer Kärnten

• Erste Almkäseprämierung mit italienischen Partnern

• Interreg (grenzüberschreitende Zusammenarbeit) „Karnischer Almweg“

• Organisation des Kärntner Almwandertages Tröpolacher Alm - Rattendorfer Alm

• 1. Internationale Käseprämierung im Gemeindesaal Kirchbach

• Neues Interreg Projekt „Almen ohne Grenzen“

• Mitglied beim Regionalmanagement Karnische Region (Zusammenschluss für Interreg und Leader Förderprojekt)

• Projekt über Erhebung der Almfutterflächen - wurde im nachhinein als nicht gültig anerkannt

• Wiederaufnahme des Gailtaler Almkäse g.U. in den Status als „Urprodukt“

• Überprüfung der Aufzeichnungspflicht der Almen durch Finanzprüfer

• Versuch die Gailtaler Speck- und Käsestraße aufzubauen - leider gescheitert

• Ernennung des Gailtaler Almkäses g.U. zur Genuss Region

• Laufende Fortbildungen für Mitglieder

• Umsetzung der Genuss Region Gailtaler Almkäse g.U.

• Bereinigung von Problemen mit der Finanzpolizei über die richtige Anmeldung von MitarbeiterInnen

• Ende vom typischen „Halterbua“

Die wahren

Königinnen

der heimischen

Käsealmen

• Umbenennung des Vereinsnamens in „Genuss Region Gailtaler Almkäse g.U.“

• Obmannwechsel ÖR H. Lackner an K. Pernul

• Neuerhebung und Berechnung der Almfutterflächen

• Erste Senner Stammtische

• Einweihung der bedruckten Seilbahnkabine des Millenium Express/Nassfeld

• Jubiläumsjahr 20 Jahre Marke „Gailtaler Almkäse g.U.“

• Interreg Projekt MADE gemeinsam mit Tourismusregion und Stadtgemeinde Hermagor

• Lukrieren von Fördermöglichkeiten im Rahmen von EU geförderten Projekten Verkaufsfördernde Maßnahmen, Markenpflege

• Bewirtschafterwechsel, verstärkte Schulungsmaßnahmen und Begleitung neuer Bewirtschafter

• Namensänderung zurück zu „Verein Gailtaler Almkäse g.U.“, da das Projekt Genussregion nicht weitergeführt wurde

• Werbeaktivitätenauslagerung an externe Firma

• 1. Almkäsemarkt selbst organisiert (statt dem Käsefest)

• Generationenwechsel im Vorstand Obmann (nach 13 Jahren) und Geschäftsführer (nach 28 Jahren) ziehen sich zurück.

• Auszeichnung Slow Food Presidio / Käsemesse in BRA

• 30-Jahr-Jubiläum Markenschutz. Jubiläumsfeier auf der Jochalm, gemeinsam mit dem Kärntner Landesalmwandertag. Erstmals verlässt mit der Waidegger Alm eine Mitgliedsalm den Verein aufgrund fehlender finanzieller Mittel, Milchkühemangels und Fehlens eines Bewirtschafters.

• Durch Informationen, Feste und Öffentlichkeitsarbeit wollen wir die traditionelle Almwirtschaft bewahren, das Bewusstsein für unsere Landschaft stärken und somit das Interesse an der Almbewirtschaftung stärken.

Hermagor

Pressegger See

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