THE FRANKFURTER 02/21

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Kraftstoffverbrauch: l/100km innerorts: 9,4; außerorts: 6,5; kombiniert: 7,8; Co2-Emission: g/km 9,1;Effizienzklasse: C


Kann Frankfurt Mode? Absolut, sagen wir und widmen unsere Cover Story – mit Blick auf die Premiere der Fashion Week Frankfurt – diesem spannenden Thema. Geshootet haben wir exklusiv im Museum Angewandte Kunst, das seit jeher mit Modedesign und kreativer Handwerkskunst verbunden ist. Für eine weitere Fashion-Strecke mit aktuellen Street Style-Pieces haben wir uns für den Hafenpark im Ostend entschieden, der eine tolle, sportliche Location ist und durch das neue Hafenpark Hotel- und Wohnquartier bald in den Olymp des Savoire-vivre à la Frankfurt aufsteigen wird.

BRILLE BEWUSST BRENNER

Unser Heft sprüht auch sonst vor frischen Ideen für Outdoor und Indoor. Ob nun das neueste Wall Design mit edlen Tapeten und Wandfarben, architektonische Höchstleistungen in Frankfurt oder Tableware für lauschige Terrassenabende. Wer sein Zuhause gleich mit in den Urlaub nehmen möchte, dem legen wir unseren Blick auf den Mega-Trend Glamping & Vanlife ans Herz. Und apropos Reisen. Wir waren in Südafrika und wollen unsere Liebe für dieses wundervolle, gesegnete Land mit Ihnen teilen. Die Big Five, exzellente Weine und sensationelle 5-Sterne-Lodges sind nur einige der Highlights unserer Traumreise durch die „Rainbow Nation“. Viel Freude mit unserem Heft voller prickelnder, sommerlicher Momente!

Can Frankfurt do fashion? Absolutely, we say, and dedicate our cover story - with a view to the premiere of Fashion Week Frankfurt - to this exciting topic. We shot exclusively at the Museum Angewandte Kunst, which has always been associated with fashion design and creative craftsmanship. For another fashion spread with current street style pieces, we chose Hafenpark in Ostend, which is a great, sporty location and will soon rise to the Olympus of savoire-vivre à la Frankfurt thanks to the new Hafenpark hotel and residential quarter. Our magazine is also otherwise bursting with fresh ideas for outdoor and indoor. Whether it‘s the latest wall design with fine wallpaper and wall colors, architectural feats in Frankfurt or tableware for cozy terrace evenings. For those who want to take their home on vacation with them, we recommend our look at the mega-trend Glamping & Vanlife. And speaking of travel. We‘ve been to South Africa and want to share our love for this wonderful, blessed country with you. The Big Five, excellent wines and sensational 5-star lodges are just some of the highlights of our dream trip through the „Rainbow Nation“. Enjoy our magazine full of sparkling, summery moments!

Eine Brille von RAINER BRENNER ist mehr als bloß eine Brille: ein bisschen spezieller als individuell, eine Spur ausgefallener als Avantgarde, eine Idee eleganter als Understatement oder eine Nuance hochwertiger als Premium. Vor allem aber ist es eine Brille, die exakt Ihrer Persönlichkeit entspricht. Ihre Brille von RAINER BRENNER.

Goethestraße 24 in Frankfurt

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Robin Zabler Managing Partner & Founder


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STYLE 010 COVER STORY: FRANKFURT IS FASHION! 026 MONTANINI´S VIEW

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028 FASHION ON WALLS 038 MORGEN´S BLOG 042 MUST-HAVES 046 GYM IN THE CITY

SOUTH AFRICA

054 COOL FRANKFURT: THE MALT MAN

FOOD 060 THE NEW NORMAL 066 IT´S CERAMIC, BABY! IT´S CERAMIC, BABY!

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TRAVEL 074 RAINBOW BEAUTY - SOUTH AFRICA 090 FOLLOW THE SUN: GLAMPING & VANLIFE 100 THE FRANKFURTER ON TOUR: LAKE ZURICH

ART

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106 100 YEARS BRAUN 112 SPOTTED: DANI MIRAS 118 HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

Photos: Motel a miio, Nikita Kulikov, Knut Wörner, Rodenstock, s. Oliver, Dani Miras, B&L Group/Visualisation: XOIO, Hohenberger Wallcoverings

COVER STORY FRANKFURT IS FASHION!


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BUSINESS -

GYM IN THE CITY

FASHION ON WALLS

THE FRANKFURTER ABONNEMENT Bekomme jetzt dein ­Lifestyle-Magazin bequem nach Hause geliefert!

HOME 122 LIVING AT THE DOCKS 130 HOME STORY

BUSINESS 136 AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB 140 THE FRANKFURTER @ LUNCH: PALMENGARTEN: KATJA HEUBACH

NEWS & DATES

112 SPOTTED

122 HAFENPARK QUARTIER

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PROMOTION

FREEDOM ON WHEELS AHORN CAMP Frankfurt/Dietzenbach VANLIFE-ENTHUSIASTEN Ob Familienabenteuer, Fernweh-Touren oder Wintercamping – die Experten von Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach können sofort einschätzen, was das Unterwegssein mit Van und Camper für Individualisten perfekt macht. Das 30-köpfige Team von Niederlassungs-Geschäftsführer Bastian Borchers weiß, wie junge und routinierte Camper „ticken“, gemeinsam teilt man die Begeisterung für das Vanlife. Einmal Camping, immer Camping. Bastian Borchers kennt dieses Lebensgefühl: „Kunden, die ein Fahrzeug bei uns mieten, entscheiden sich später oft für den Kauf eines Modells, auch um dieses für sich rundum zu individualisieren. Heute Urlaubsdomizil, morgen stadttaugliches Alltagsauto und übermorgen mobiles Digital-Homeoffice, die Vielseitigkeit spricht für sich. Dafür hat die Marke Ahorn Camp eine eigens konfigurierte Modellpalette auf Renault Master Basis.“ EINE DER GRÖSSTEN FLOTTEN IN RHEIN-MAIN

Bastian Borchers und Alexander Reichmann

Photo: Tyssul Patel

Vom kompakten Camper Van bis zum geräumigen PremiumWohnmobil – die Modellauswahl bei Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach ist beachtlich und die Vermietungs-Flotte mit 90 Fahrzeugen eine der größten im Rhein-Main-Gebiet. Auch werden am Standort die Inspektion, sowie sämtliche anfallenden Reparaturen, gemäß Herstellergarantie und Wartungsangaben, zuverlässig und fachgerecht durchgeführt.


„Wir leben Camping. Unser Teamspirit ist magisch, unser Preis-Leistungsverhältnis das beste.“ Bastian Borchers, Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach MAGIC TEAM SPIRIT

FRANKFURT

Seit ihrer Gründung 2018 hat sich die Niederlassung Frankfurt/Dietzenbach als Partner von Ahorn Camp rasant entwickelt. Bastian Borchers, zuvor erfolgreicher Immobilienmakler, unterstützte zunächst das Ahorn Camp Team am Hauptstandort Speyer, um schließlich mit dem Sohn des Unternehmensgründers, Alexander Reichmann, eine weitere erfolgreiche Niederlassung in Dietzenbach zu gründen - mit einem Umsatz von 19 Millionen Euro im Jahr 2020. Modelle der Marke Ahorn Camp haben bereits mehrfach Top-Platzierungen beim Goldenen Reisemobil belegt und die Ahorn Gruppe wurde zum 5. Mal in Folge mit dem Focus-Wachstumschampion ausgezeichnet und feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Ich bin stolz und dankbar für alles, was die Gründerfamilie Reichmann mir ermöglicht und vermittelt hat. Ich konnte von Profis lernen. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden. Die familiäre Wohlfühlatmosphäre, ein herzliches und verbindliches Miteinander werden durchweg gelebt. Kundenzufriedenheit und der Servicegedanke stehen immer im Vordergrund, und das positive Feedback unserer Kunden bestätigt das.“

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SUMMER IS CALLING! Summer Vibes lassen sich am schönsten auf unserer 500 Quadratmeter-Gartenterrasse feiern! Das LE PANTHER definiert sich durch sein sensationelles Interior Design und ein historisches Ambiente im absolut zeitgenössischen Look. Vor allem seine Flexibilität für hochkarätige Veranstaltungsformate ist einmalig. Speziell im Hinblick auf Business Events wie Konferenzen, Tagungen und Schulungen stellt das LE PANTHER eine Premium-Location dar. Neben einer idealen technischen Infrastruktur und High-Speed-Internet für Live-Streaming sowie neuester Konferenztechnik, bietet das LE PANTHER ein Serviceteam, das Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse bestens bedient. Mit seinen optimalen Eventflächen für jedes Wetter (Terrasse, Erd- und Obergeschoss), für kleine oder größer geplante Teilnehmergruppen, Corporate Events und Hochzeiten, ist das LE PANTHER für Sie immer der richtige Ansprechpartner. Wir bleiben auch in diesem Sommer unserem Credo treu: Create the sensation!

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STYLE -

Frankfurt is

FASHION!

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STYLE - COVER STORY

Frankfurt wagt Mode! Auch wenn die Premiere der Fashion Week wegen der Covid-19-Situation rein digital stattfindet, tritt sie mit vielen spannenden Impulsen an, um zu einem Taktgeber der Mode- und Textilbranche zu werden. Wie viel Sinneskunst in der Mode anklingt, zeigt das exklusive THE FRANKFURTER-­Shooting in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft“ im Museum Angewandte Kunst, hier begleitet von einem Kommentar der Mode­ expertin Alessandra Frank. Frankfurt dares to do fashion! Even though the premiere of Frankfurt Fashion Week is going to be purely digital due to the ongoing Covid-19 pandemic, it‘s stepping up to the challenge with a ­wealth of exciting stimuli to become a pacesetter for the fashion and textile industry. The exclusive shoot for THE FRANKFURTER in the exhibition „From Today‘s Perspective. Discourses on the Future“ at the M ­ useum Angewandte Kunst, which is accompanied ­here by a commentary by fashion expert Alessandra Frank, shows just how much sensual art resonates in fashion these days. TEXT: ALESSANDRA FRANK PHOTOS: KNUT WÖRNER

WHAT WE DO

Photos: Knut Wörner

THE MAKING OF Check out some insights and behind the scenes impressions of the cover production. Ausstellung: „Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft“ (bis 29. August 2021) im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, Ausstellungsgrafik: Jonas Deuter, Anna Sukhova Exhibition: „From Today‘s Perspective. Discourses on the Future“ (until August 29, 2021) at the Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main Exhibition graphics: Jonas Deuter, Anna Sukhova

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STYLE - COVER STORY

Visit us DIGITALLY “Frankfurt is fashion!” That isn’t necessarily the first thought „Frankfurt is Fashion!“ Das ist nicht unbedingt der erste that springs to your mind when you want to describe our city. Satz, der einem in den Sinn kommt, wenn man unsere Stadt When you think of Frankfurt, you are much more likely to think beschreiben will. Bei Frankfurt denkt man viel eher an Banof banks and international companies, the hub of European air ken und internationale Firmen, an den Dreh- und Angelpunkt traffic, of skyscrapers and the famous local “green sauce”. des europäischen Flugverkehrs, an Hochhäuser und Grüne We might think of many things when we think of Frankfurt, but Sauce. Wir denken an so manches, aber bestimmt nicht an certainly not of a centre of international fashion. And yet Fasein Zentrum der internationalen Mode. Und doch wird die hion Week is no longer being held in trendy Berlin, but this Fashion Week nicht mehr im trendigen Berlin, sondern in year, for the first time ever, it’ll be in the Main metropolis. Lidiesem Jahr erstmals in der Mainmetropole organisiert. Wie ke most events and all major Fashion die meisten Events und alle bedeutenden Fashion Weeks der letzten „Frankfurt - mehr als Banken und Weeks of the last 18 months, the first Frankfurt edition from 5 to 9 July will 18 Monate wird die erste Frankfurter Grüne Sauce!“ (almost) only be able to take place diAusgabe vom 5. bis 9. Juli (fast) nur gitally. Yet Fashion Week wants to be digital stattfinden können. Dabei will "Frankfurt - more than banks and green more than just a trade fair: events wedie Fashion Week mehr sein als eine sauce!" re to have taken place all over the city, Messe – in der ganzen Stadt sollten a runway on the Zeil had been planned, museums, music and Events stattfinden, auf der Zeil war ein Runway geplant, Muart institutions as well as Frankfurt's retail trade had been looseen, Musik- und Kunstinstitutionen sowie Frankfurts Einking forward to being part of it with events and campaigns. But zelhandel freuten sich, mit Veranstaltungen und Aktionen although increasing numbers of people are being vaccinated dabei zu sein. Doch obwohl immer mehr Menschen geimpft and an end to the pandemic seems to be in sight at last, the werden und ein Ende der Pandemie in Sicht scheint, mussorganisers had to pull the emergency brake: the financial risk ten die Veranstalter die Notbremse ziehen: zu groß wäre das of planning an actual physical Fashion Week and then having finanzielle Risiko gewesen, eine physische Fashion Week to cancel it at the last minute would have been too great. But zu planen und in letzter Minute absagen zu müssen. Aber complaining doesn’t help; in July, they’re going a digital versiJammern hilft nicht weiter, im Juli wird eben erstmal digital on for the time being. durchgestartet. Die beiden Organisatoren, die Messe Frankfurt und die Premium Group, haben zu diesem Zweck das FFW Studio entwickelt, eine digitale Plattform und der Kontaktpunkt für alle Textil- und Modeprofis. Auf unterschiedlichen Kanälen können Fashion People und Interessierte Live-Streams mit Gesprächen, Diskussionen, Konferenzen und Events verfolgen. Im Zentrum stehen für die Mode- und Textilindustrie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und technische Innovationen.

For this purpose, the two organisers (Messe Frankfurt and the Premium Group) have developed the FFW Studio, a new digital platform and point of contact for all textile and fashion professionals. Fashion people and interested parties can follow livestreams of talks, discussions, conferences and events on various channels. The main focus is on key topics for the fashion and textile industry such as sustainability, digitalisation and technical innovations.

Was das genau heißen und wie sich das anfühlen wird, müssen wir sehen. Für den Moment wollen wir zunächst der Frage nachgehen, wie es eigentlich dazu kam, dass die europaweit größte Modefachmesse mit mehr als 1.000 Marken von Berlin nach Frankfurt umziehen konnte. Der Versuch einer Rekonstruktion:

What that means precisely and how it will feel is something we’ll have to see. For the time being, let us first explore the question of how it actually came about that Europe’s biggest fashion trade fair with more than 1,000 brands was able to move from Berlin to Frankfurt. An attempt to reconstruct things:


Photo: Knut Wörner

STYLE - COVER STORY

On the left: Vintage Richard Quinn coat, richardquinn.com Vintage Givenchy high heels, givenchy.com On the right: Charlotte Strindberg coat, charlottestrindberg.com Y/Project boots, yproject.fr Lichtbrücke im Museum Angewandte Kunst Light bridge at the Museum Angewandte Kunst

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STYLE - COVER STORY

Berlin Fashion Week A THING OF THE PAST? In den vergangenen Jahren mehrten sich die kritischen Stimmen zum Standort Berlin. Immer mehr Designerinnen und Designer zeigten ihre Kollektionen statt an der Spree in Modestädten wie Kopenhagen oder Paris. Auch sind die Klagen darüber, dass die Fashion Week nicht international genug sei und nur von nationalem Interesse, nie wirklich verstummt. Dazu kam, dass sich die Berlin Fashion Week terminlich oft mit den ebenfalls im Juli stattfindenden Haute Couture-Schauen in Paris überschnitt. So kamen viele gar nicht erst nach Berlin, sondern fuhren gleich nach Paris. In der deutschen Hauptstadt sollen zwar künftig nach wie vor viele der Modenschauen stattfinden, doch diese sind wirtschaftlich unwesentlich und allein für die Designerinnen und Designer selber, für Moderedaktionen und Einkäufer relevant. Wir können letztlich nur vermuten, dass Frankfurt attraktivere Konditionen und die Aussicht geboten hat, der Messe im neuen Umfeld eine Neuerfindung zu ermöglichen.

In recent years, the number of critical voices regarding Berlin as a location has increased. More and more designers were showing their collections in fashion cities such as Copenhagen or Paris instead of on the River Spree in Berlin. The complaints that the Fashion Week was not international enough and only of national interest never really died down. On top of that, Berlin Fashion Week often overlapped with the haute couture shows in Paris, which also took place in July. So a lot of people didn’t even bother to go to Berlin, but headed straight to Paris. Although many of the fashion shows will still take place in the German capital in the future, they are economically insignificant and only relevant for the designers themselves, along with fashion editors and buyers. In the end, we can only assume that Frankfurt offered more attractive conditions and the prospect of enabling the trade fair to reinvent itself in the new environment.

Iris Klaver dress, irisklaver.nl

Photo: Knut Wörner

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Ausstellungsgrafik von Jonas Deuter und Anna Sukhova in „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst Exhibition graphics by Jonas Deuter and Anna Sukhova in „From Today‘s Perspective“ at the Museum Angewandte Kunst


STYLE - COVER STORY

Photos: Knut Wörner

Es ist die Hoffnung der Organisatoren und der Stadt Frankfurt, die Finanzmetropole auch zu einem neuen Zentrum der internationalen Modeszene werden zu lassen und dadurch nicht zuletzt neue finanzielle Möglichkeiten zu eröffnen.

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The organisers and the city of Frankfurt hope that the financial metropolis will also become a new hub of the international fashion scene and so open up new financial opportunities.

On the left: ellesse jacket, ellesse.com Samuel Gärtner skirt, shopsamsstuff.com Dr. Martens shoes, drmartens.com On the right: ellesse jacket, ellesse.com Simone Rocha x H&M skirt, hm.com Dr. Martens shoes, drmartens.com


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Fashion is also POLITICS Die aktive Förderung der Modebranche ist in Frankfurt nicht ganz neu. Schon vor Jahren wurden auf Anregung von Stadtrat Markus Frank Wirtschaftsförderprogramme wie etwa Street-Ausstellungen, Straßenfeste und Late-Night-Shopping Events im Brückenviertel organisiert. 2015 wurde sogar versucht, ein „Frankfurt Fashion-Festival Projekt“ auf die Beine zu stellen – doch obwohl die Idee auf viel Begeisterung stieß und auch viele Partner gewonnen werden konnten, wurde sie unter anderem wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt. Möglicherweise war Frankfurt damals einfach noch nicht bereit für eine größere, der Mode gewidmeten Veranstaltung. Ob der Plan jetzt gelingt, Frankfurt auf die wichtige Mode-Landkarte zu setzen, bleibt abzuwarten – erst recht, wenn, wie Stadtrat Markus Frank erklärte, die Modemesse nicht zuletzt nach Frankfurt geholt wurde, „um damit dem Wirtschafts- und Tourismusstandort in diesen Zeiten sozusagen eine schnell wirkende Konjunkturspritze zu verabreichen“. Nach Interesse an Mode klingt das eher weniger. Es ist ja nichts daran auszusetzen, wenn Politiker die Wirtschaft der Stadt ankurbeln wollen, das Engagement für Mode gründet jedoch am Ende auf der Lust und Leidenschaft, seine Persönlichkeit durch Kleider auszudrücken. So etwas aber lässt sich nicht erzwingen – und ob die Frankfurterinnen und Frankfurter wegen der Fashion Week plötzlich anfangen, modischer zu denken und sich zu kleiden, bleibt zu bezweifeln. This active promotion of the fashion industry in the city is something that is not entirely new in Frankfurt. Years ago, at the suggestion of city councillor Markus Frank, business promotion programmes such as street exhibitions, street festivals and late-night shopping events opportunities were organised in the Brückenviertel district. In 2015, an attempt was even made to set up a “Frankfurt Fashion Festival Project” – but although the idea met with a lot of enthusiasm and many partners could also be won over to the project, it was not put into practice due to a lack of funds, among other reasons. It is possible that, way back then, Frankfurt was simply not ready for a major event dedicated to fashion. Whether the plan will now succeed in putting Frankfurt on the important fashion map remains to be seen – all the more so if, as city councillor Markus Frank explained, the fashion fair was brought to Frankfurt not least “to give the business and tourism location a fast-acting financial injection in these times, so to speak”. This doesn’t sound much like an interest in fashion. There’s nothing wrong with politicians wanting to boost their city’s coffers, but the passion for fashion is ultimately based on the desire and passion to express one’s personality through the medium of clothes. Such things cannot be forced, however – and whether the people of Frankfurt suddenly start thinking and dressing more fashionably because of Fashion Week remains doubtful.


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Photos: Knut Wörner

On the left: Charlotte Strindberg body and boots charlottestrindberg.com Samuel Gärtner vest, shopsamsstuff.com On the right: Charlotte Strindberg bodysuit and coat charlottestrindberg.com Ausstellungsgrafik von Jonas Deuter und Anna Sukhova in „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst Exhibition graphics by Jonas Deuter and Anna Sukhova in „From Today‘s Perspective“ at the Museum Angewandte Kunst

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Haute Couture MADE IN HESSEN Heute noch scheint Frankfurt modisches Brachland zu sein, bevölkert von Menschen in dunkelblauen Anzügen oder zerrissenen Skinny Jeans und wettertüchtigen Funktionsjacken. Aber war unsere Stadt denn schon immer so von der Mode, von Style und Chic, abgewandt? Werfen wir einen Blick zurück. „Alle Kleider waren von raffinierter Einfachheit, zum Teil aus schwerer reiner Seide, Duchesse, changierendem Taft, Lamé, Brokat.“ Damit beschrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung 1950 nicht etwa große Pariser Modemacher wie Christian Dior oder Coco Chanel, sondern eine der Modenschauen von Toni Schiesser. 1906 geboren, brachte sich die Frankfurterin autodidaktisch das Schneidern bei und führte ihr Atelier zu einem der erfolgreichsten Haute Couture-Unternehmen Deutschlands. Während der 1960er- und 1970er-Jahre arbeiteten über hundert Angestellte für die Modemacherin. Zwar gehörte sie nie zur Avantgarde der internationalen Schneiderkunst und ließ sich von führenden Pariser Couturiers „inspirieren“, um ihren finanzkräftigen Kundinnen in Deutschland tragbare und massenkompatible Modelle zu nähen, doch für ihre konservative Kundschaft, die nicht speziell an avantgardistischer oder exzentrischer Mode interessiert schien, waren ihre Kreationen genau richtig. Mitte der 1970er-Jahre war Schiessers Modehaus das größte in Deutschland und verzeichnete den höchsten Umsatz aller hiesigen Designer. 1998, vier Jahre nach dem Tod der Gründerin, wurde die Firma und damit ein wichtiges Kapitel der Frankfurter Modegeschichte geschlossen. 2013 endete wiederum die Ära des „Frankfurter Modekreises“, dem sich seit seiner Gründung 1985 durch die modeaffine Journalistin Jutta Thomasius nach und nach alle namhaften Frankfurter Couturiers angeschlossen hatten, darunter auch Vertreter der jungen Generation um Elvira Kirsch, Nina Hollein und Cem Abaci. Höhepunkt war eine jährliche Modenschau. „Die Mode ist kurzlebiger geworden als früher und allgemeine Schauen zu teuer, und jeder will eine eigene Schau für sich“, bedauerte Jutta Thomasius.

Today, Frankfurt still seems like a fashionable wasteland, populated by people in dark blue suits or ripped skinny jeans and weather-beaten functional jackets. But has our city always been so far removed from fashion, from style and chic? Let's take a look back. “All the dresses were of refined simplicity; some made of pure heavy silk, duchesse satin, iridescent taffeta, lamé, brocade.” This was how the Frankfurter Allgemeine Zeitung described one of Toni Schiesser’s fashion shows in 1950, and not one of the great Parisian fashion designers such as Christian Dior or Coco Chanel. Born in 1906, the native of Frankfurt taught herself tailoring and led her studio to become one of the most successful haute couture companies in Germany. During the 1960s and 1970s, over a hundred employees worked for the fashion designer. Although she never belonged to the avant-garde of the international tailoring scene and was “inspired” by leading Parisian couturiers to sew wearable and mass-compatible models for her financially comfortable clients in Germany, her creations were just right for her conservative clientele who didn’t seem particularly interested in avant-garde or eccentric fashion. In the mid-1970s, Schiesser’s fashion house was the largest in Germany and enjoyed the highest turnover of all local designers. In 1998, four years after the death of the founder, the company, and with it an important chapter in Frankfurt’s fashion history, came to an end. The year 2013, in its turn, saw the end of the era of the “Frankfurter Modekreis” (“Frankfurt Fashion Circle”), which, since having been founded in 1985 by the fashion-savvy journalist Jutta Thomasius, had gradually been joined by all the renowned Frankfurt couturiers, including representatives of the younger generation gathered around Elvira Kirsch, Nina Hollein and Cem Abaci. The highlight was an annual fashion show. “Fashion has become more short-lived than it used to be and general shows are too expensive, and everyone wants to have their own show for themselves,” says Jutta Thomasius with a tinge of regret.



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Frankfurt YOUNGSTERS

Heute kreieren in Frankfurt junge und begeisterte Designer wieder attraktive Mode. Ein Name, der international mitmischt: die Corporate Fashion-Designerin Simone Plitzko, die weltweit Luxushotels und Kreuzfahrtschiffe mit Arbeitskleidung ausstattet. Zu den erfolgreichen Nachwuchsdesignern gehört zum Beispiel der 22-jährige Samuel Gärtner, der 2018 mit seiner ersten Kollektion auf sich aufmerksam Today, young and enthusiastic designers are once again machte. Seine Designs sind so entworfen, dass man sie an creating attractive fashion in Frankfurt. One name that is jeden Körpertyp anpassen kann: „Kleidung sollte nicht zum getting involved internationally is corporate fashion desiVerstecken genutzt werden, sondern dabei helfen, sich zu gner Simone Plitzko, who outfits luxury hotels and cruise präsentieren.“ Für ihn hat Frankfurt keinen einheitlichen ships worldwide with workwear. Successful up-and-coming Stil – hier treffen kühle Banker auf junge Hipster. Aber: designers include, for example, 22-year-old Samuel Gärt„Die Stadt ist auf jeden Fall Fashion! Sie hat sich nur noch ner, who attracted attention in 2018 with his first collecnicht ganz gefunden – durch die Fashion Week wird sie ihtion. His designs are made to fit any body type: “Clothes re Kreativität hoffentlich weiter entwickeln können.“ Sonja shouldn't be used to hide; they should Zawer-Akerdem gründete 2016 ihr erstes Label „Soniush“ und entwirft heute „Frankfurt ist auf jeden help you to present yourself.” For him, Frankfurt doesn’t have a uniform styunter der Marke „The Ataelier“ OberFall Fashion!“ le – cool bankers meet young hipsters teile und T-Shirts. Für sie ist Fashion here. But: “The city is definitely fashiein Gefühl, das durch unser Umfeld "Frankfurt is definitely on! It just hasn't quite found itself yet beeinflusst wird – und in Frankfurt ist Fashion!" – through Fashion Week, it will hopedies das Zusammenspiel aus Wolkenfully be able to develop its creativity kratzern und historischen Gebäuden. further.” Sonja Zawer-Akerdem founded her first label “SoBeide Designer haben eines gemeinsam: sie wollen expliniush” in 2016 and now designs tops and T-shirts under the zit in dieser Stadt arbeiten und schätzen an Frankfurt das brand of “The Ataelier”. For her, fashion is a feeling that is Aufeinandertreffen unterschiedlichster Stile, Kulturen und influenced by our surroundings – and in Frankfurt, this is Traditionen. Auch für Sevinc Yerli, Gründerin des Labels the interplay of modern skyscrapers and historic buildings. „Chili Bang Bang“ und Organisatorin der „Frankfurt FashiBoth designers have one thing in common: they explicitly on Lounge“, bietet die Mainstadt mit ihren 178 Nationaliwant to work in this city and appreciate the clash of diffetäten und ihrer Kultur, Vielfalt, Architektur und Wirtschaft rent styles, cultures and traditions in Frankfurt. For Sevinc keine bessere Basis für Fashion. Wie man sieht, existiert Yerli, founder of the “Chili Bang Bang” label and organiser der Wille zu Fashion in Frankfurt also durchaus – und trotzof the “Frankfurt Fashion Lounge”, the city on the River dem sieht das modische Stadtbild in der Regel relativ trist Main, with its 178 nationalities and its culture, diversity, araus. Die Uniformität ist allgegenwärtig, es fehlt die Indivichitecture and economy, offers no better basis for fashion. dualität – es scheint, als wolle niemand anders sein oder So as you can see, the will to do fashion definitely exists in auffallen. Frankfurt – and yet the fashionable cityscape usually looks relatively drab. Uniformity is ubiquitous, and individuality is absent: it seems as though no-one wants to be different or stand out.


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„In your hands“ von Beatrice Bianchini in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst „In your hands“ by Beatrice Bianchini in the exhibition „From today‘s point of view“ at the Museum Angewandte Kunst

Photo: Knut Wörner

Lili Maras dress, lilimaras.de Canada Goose vest, canadagoose.com Dr. Martens shoes, drmartens.com Vintage Chanel clutch, secondhand-aschenputtel.de

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STYLE - COVER STORY

Iris Klaver dress, irisklaver.nl „Speicherplatz“ von Suska Bastian, Valeria Castaño Moreno in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst „Memory Space“ by Suska Bastian, Valeria Castaño Moreno in the exhibition „From today‘s point of view“ at the Museum Angewandte Kunst


STYLE - COVER STORY

Thank you! LOCATION MUSEUM ANGEWANDTE KUNST IN FRANKFURT AM MAIN

Photo: Knut Wörner

Fashion hat oft auch mit unserem Mut zu tun, uns als starke und durchaus verletzliche Wesen zu zeigen. Natürlich möchte man gut aussehen, doch der Gang in die Stadt, das Stöbern in den Stores und das Ausprobieren von etwas Neuem ist dann vielleicht doch zu anstrengend oder verunsichernd. Die Befürchtung, was andere denken könnten, verurteilt zu werden, Blicke auf sich zu ziehen, macht zusätzlich ein selbstbewusstes modisches Auftreten unmöglich. Wenn wir aber beim nächsten Mal vor dem Kleiderschrank stehen, wie wäre es, doch mal zu dem Teil zu greifen, dass wir immer schon tragen wollten, aber am Ende nie ganz den Anlass oder den Mut gefunden haben. Und wenn wir eine Frau oder einen Mann auf der Straße sehen und begeistert sind davon, was diese Person trägt: Warum nicht unsere Begeisterung mitteilen? Mode lebt im Kern davon, gesehen zu werden. Und wer weiß, vielleicht ist die Frankfurt Fashion Week, ob digital oder nächstes Jahr (geplant Januar 2022) dann hoffentlich auch physisch, der Motivationsschub, den unsere Stadt noch braucht! Fashion often has to do with our daring to show ourselves as strong and quite vulnerable beings. Naturally, you want to look good, but going to town, browsing the shops and trying on something new might be too stressful or unsettling. The fear of what others might think of you, of being judged, of attracting stares, also makes it hard for someone to come across as confident and fashionable.But the next time we're standing in front of the closet, how about reaching for that piece we've always wanted to wear but never quite found the occasion or the courage in the end. And if we see a woman or man on the street and love what that person is wearing, why not compliment them on their choice? At its core, fashion thrives on being seen. And who knows, maybe Frankfurt Fashion Week, whether digitally or next year (scheduled for January 2022) hopefully physically, will be the motivational boost our city still needs!

PHOTOGRAPHER KNUT WÖRNER, KNUTWOERNER.COM STYLING ALESSANDRA FRANK, FASHIONDOT.DE MODEL VIVIENNE JONAS & MARINA LUKOSCHAT A-MANAGEMENT.DE HAIR & MAKEUP ADRIENNE KREMER, ADRIENNEKREMER.COM COVER LOOK CHARLOTTE STRINDBERG BODY CHARLOTTESTRINDBERG.COM SAMUEL GÄRTNER VEST, SHOPSAMSSTUFF.COM

Photo: Marina Ackar

If you like it, WEAR IT!

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Alessandra Frank (Fashiondot.de / @moechte­ ­­ mehrsehen) ist Stylistin und Modeberaterin. Sie stylt Werbekampagnen, Modestrecken und künstlerische Fotoprojekte. Für Alessandra können Kleider Kunst, Freude, Aufregung, aber auch Schutz und Heimat sein. Sie geben ihr die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit auszudrücken und zu kommunizieren, ohne dass etwas gesagt werden muss. Alessandra Frank (Fashiondot.de/@moechte­ mehrsehen) is a stylist and fashion consultant. She styles advertising campaigns, fashion spreads and artistic photo projects. For Alessandra, clothes can be art, joy, excitement, but also protection and home. They give her the chance to express her personality and communicate without having to say anything at all.

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STYLE - MONTANINI´S VIEW

LEAVE THE PENGUIN CLUB! Frankfurt und Mode? Eine Stadt, die bislang eher für uniforme Banker-Outfits bekannt ist, soll zum neuen Treffpunkt für das internationale Fashion Business werden. Claudio Montanini traut der Fashion Week viele Synergieeffekte zu. Frankfurt and fashion? A city that‘s so far been known more for uniform banker outfits is to become the new gathering place for the international fashion business. Claudio Montanini believes Fashion Week will generate a lot of synergy.


Photo: Knut Wörner

STYLE - MONTANINI´S VIEW

Die Fashion Week kommt – wenn auch vorerst nur digital – und weckt in Frankfurt die Lust auf Glamour und Life­styleImage. In diesem Juli heißt es zunächst einmal online Anlauf nehmen, um die Stadt zum modischen Global Player zu entwickeln und an frühere Zeiten anzuknüpfen, als die Interstoff internationale Textil-Macher an den Main lockte. Wenn die Messen Premium, Seek und Neonyt im Januar 2022 das lange vermisste Vor-Ort-Flair dann endlich auch physisch zeigen, wird Frankfurts modischem Geist wieder Leben eingehaucht. Es gilt sowohl für die Ausrichter der Fashion Week als auch für die hiesige Designerszene dem Corona-Alltag zu trotzen: Jetzt erst recht!

Fashion Week‘s a-coming – albeit only digitally for the time being – and awakening the desire for a glamourous image and lifestyle in Frankfurt. This July, the first step will be taken online: turning the city into a fashionable global player, tying in with former times when Interstoff drew international textile makers to the Main area. When the Premium, Seek and Neonyt fairs finally bring the long-missed on-site flair to life in January 2022, Frankfurt’s fashionable spirit will be breathed back into the city. It’s a matter of defying humdrum pandemic life for both the organisers of Fashion Week and the local designer scene. Now more than ever!

Für die Messe steht das lang entbehrte Geschäft im Vordergrund, für das Publikum das Erleben modischer Hochkultur und die Hoffnung, endlich CLAUDIO MONTANINI mal aus dem Pinguin-Club der Inhaber der Kommunikationsuniformen Banker-Outfits ausagentur PSM&W, Präsident Marketing Club Frankfurt, Vorstand zubrechen. Mailand ist schon im Cluster der Kreativwirtschaft schicker, aber mehr Stil als Berlin in Hessen (CLUK), Aufsichtsratsmitglied Eintracht Frankfurt haben wir allemal. Die Sehnsucht Owner of the communications nach echter Mode ist schon groß. agency PSM&W, Marketing Club Frankfurt President, board Denn Corona-Alltag heißt auch member of the Cluster der Kreamobiles und flexibles Arbeiten tivwirtschaft in Hessen (CLUK), supervisory board member of mitsamt den veränderten AnforEintracht Frankfurt derungen an Kleidung. Nach dem Online-Meeting raus aus dem Kostüm und rein in die Wanderschuhe oder in die Sneaker zu schlüpfen, ist Lebensalltag, weil das Pendeln immer öfter entfällt. Die Wiederentdeckung der Natur hat bei Outdoor- und Sport-Ausstattern zu Wachstum geführt. Auch das ist eine erfreuliche Nachricht aus der Textilwirtschaft, die hier nicht nur in diesem Segment Umsatz machen kann.

For the fair, the focus is on long-lost business; for the public, the experience of high fashion culture and the hope of finally breaking out of the ‘penguin club’ of uniform banker outfits. True, Milan is much more chic, but we certainly have more style than Berlin. The longing for real fashion is already huge. After all, routine pandemic life also entails mobile and flexible working, along with the changed demands on clothing. After the online meeting, slipping out of a suit and into hiking boots or sneakers is part of everyday life, as commuting is becoming increasingly redundant. The rediscovery of the great outdoors has led to growth among outdoor and sports outfitters. This is also good news for the textile industry, which is able to generate sales not only in this segment.

Das veränderte Konsumentenverhalten wird ohnehin zum Dauerthema in der Szene. Immer mehr Menschen achten auf nachhaltige Fertigungsmethoden, Fairtrade oder die Einhaltung von ESG-Kriterien, worunter der Look niemals leiden sollte. Die Zukunft des Frankfurter Einzelhandels muss dies widerspiegeln und eingefügt sein in die Konzepte einer grüneren, digital ergänzten und nachhaltigeren Stadt. Smart Frankfurt eben. Die Pläne und der politische Wille sind da. Wäre das die Chance für die Zeil? In einer künftigen Mischnutzung mit urbanem Flair und einem Touch mehr an nachhaltiger, funktionaler, individueller Mode? Schaffen wir es vielleicht sogar, einen Frankfurt Style zu kreieren? Frankfurt kann Mode. Trauen wir uns das einfach mal zu!

Changing consumer behaviour is becoming an ongoing topic in the scene at any rate. Ever more people are paying attention to sustainable production methods, Fairtrade or compliance with ESG criteria, although this shouldn’t mar one’s final look in any way. The future of Frankfurt’s retail sector has to reflect this and be integrated into the concepts of a greener, digitally enhanced and more sustainable city. Smart Frankfurt, in other words. The plans and the political will are there. Would this be an opportunity for the Zeil? In a future mixed use lifestyle with urban flair and a touch more sustainable, functional, individual fashion? Might we even manage to create a Frankfurt Style? Frankfurt can do fashion. We just need to dare to do it!

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Photos: Jeroenvanderspek.com und Sander de Hooge - Christian Fischbacher

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Die neuen Tapetendesigns sprechen die Sprache der Mode, Wandfarben werden als Trend-Statements gefeiert. THE FRANKFURTER präsentiert die aktuellsten Looks und Farben für die Wandgestaltung. The new wallpaper designs speak the language of fashion, and wall paints are being celebrated as trend statements. THE FRANKFURTER presents the latest looks and paints for wall design. By Dr. Jutta Failing

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Exotic birds and blossoms in the living room, forest green in the hallway, citrus-yellow fleece in the kitchen and sea blue as a Zoom background in your home office – the wallpaper and wall paint trends of 2021 ­make one thing clear: we long for inspiration and small adventures. Walls that look the same for decades, unthinkable! These days, paintbrushes and wallpaper rolls make it easy for you to give your home a fresh makeover. In the twinkling of an eye and depending on your mood, rooms can be upgraded with paints and wallpapers and even made to appear visually larger. Vibrancy is guaranteed: highly pigmented paints can have different effects depending on the incidence of light, and even just one painted wall can change the impact of the furniture in the entire room. Unique wallpapers and hand-made wall coverings, in which, for example, cocoa leaves, sand or real mother-of-pearl are applied – the latter seen at the French manufacturer Élitis – or leather and velour wallpapers offer a unique texture that can be bought by the metre.

Shimmering: Hand-colored Capiz shells

Photos: Capiz - Samal Camber, Hohenberger Wallcoverings, Robin Kreide, Mike van den Toorn - Christian Fischbacher

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Jungle green on trend

Wallpaper "Phoenix": Relief-like surface plays with the light

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The fact that these new wallpapers have so many fans is thanks to non-woven wallpaper. Dimensionally stable ­fleece wallpaper is easy and clean to apply and can be easily removed again. Paper, embossed and vinyl wallpapers, on the other hand, have other strengths. Currently in demand are large-scale murals, geometric shapes from the Roaring Twenties, stone and concrete looks as well as opulent floral designs. Fashion labels have also recognised the extent to which wallpaper is perceived as a fashionable accessory that creates a sense of home. Renowned firms design wallpaper collections that reflect the core of the respective brand and increase its reach, for example into the cosmos of boutique and design ­h otels. For fashion giants such as Ralph Lauren, Gucci, Missoni and Jean Paul Gaultier, a wide range of couture wallpapers, produced in cooperation with traditional wallpaper labels, is also part of high performance.

“Our ‘keimEX’ wallpapers are the only wall covering on the market that actively combats and measurably reduces germs and bacteria. It was developed even before the coronavirus pandemic,” explains Felix Diener, Creative ­ ­D irector at Marburger Tapetenfabrik, which is celebrating its 175th anniversary this year. The company from Upper Hesse has always been at the forefront of innovation: its experts invented textile wallpaper in the 1960s, for ­example. Smart LED-based luminous wallpapers and those that protect against high-frequency radiation are new on the scene. “We take a close look at what fashion designers are showing. Above all, however, it’s the furniture industry that is the engine for interiors and therefore an important source of the impetus that sets the pace for us,” says Felix Diener. Exclusive wall coverings, such as a limited special series of oversized digital print motifs by the star architect Zaha Hadid, who died in 2016, result from the cooperation with world-class idea generators. Does the creative director see the new wall paints as competition to wallpaper? “On the contrary. We also have wallpapers that have great, trendy textures and can be painted over.”

Photo: Konstantin Eulenburg - Marburger Tapetenfabrik

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Textured embossing looks like woven silk


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Photos: Romo Group - Zafaro Wallcoverings, Photos: Arte Internationale

3D effect through chenille and bouclé fabrics

While white walls were the ultimate in modern living for a long time, today it is high-quality paints that influence the essence of a room. Preferably each room should be a different colour, so that the whole creates a pleasant kaleidoscope. When buying, you should look out for a high proportion of colour pigments, otherwise the paint can look strangely flat. Paint manufacturers such as Farrow & Ball, Little Greene or the German family-owned company Caparol offer ­suitable premium lines here. But not every nuance is completely new – for example, manufacturer Keim has 63 “Les Couleurs” ­mineral colour shades in its range. Developed by architect and artist Le Corbusier between 1931 and 1959, they have lost nothing of their power and beauty to this day. Apropos beauty. Beautiful paints deserve poetic names, and that's what most bestsellers and iconic paints have. How about “Treehugger” olive green or “Elephant’s Breath” grey?

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‘Gustav’ is the simple name given to a beautiful S ­ wedish grey-blue from paint manufacturer Anna von Mangoldt in East Westphalia. Within a decade, founder Anna von Mangoldt has managed to establish her company as a sought-after brand that people associate with elegant and environmentally friendly chalk emulsions. Her collections are specially designed for European lighting conditions and a timeless interior style. “At present, somewhat stronger blue tones such as ‘Glambecksee’ or ‘The Young Baron’ are popular, but also earthier red and terracotta tones. Our chalk emulsions are characterised by the fact that they can be used for walls as well as for furniture. What’s typical are their very elegant, matt and powdery surfaces.”

Paint designer Anna von Mangoldt focuses on transparency: “In the age of globalisation and digitalisation, many people ask whether a product is produced in a resource-friendly way, how the goods are shipped and who they should contact in the event of a complaint.

Photos: Sanna Full Room Wallpaper - Bluebellgray, Viktor Strasse, Majid Moussavi, Anna von Mangoldt

Watercolor design by Bluebellgray


STYLE - FASHION ON WALLS

Stylish wall chalk paints

Manufactures from Germany and Europe are often small, family-run businesses and, while they don’t usually offer these sensitised customers ‘bargain prices’, they do offer things that are special, for example, we have a loan sample service with a hand-painted colour chart.” A tasteful mix of styles is typical of the interiors that bear her paints – never garish, never overloaded, purist design and flea ­ ­market treasures meet delightful contrasts. “Sometimes ­pictures or rooms inspire me to create new paints; ideas also a­ rise from nature or during my colour consultations when customers express special wishes,” is how she describes her creative process. From time to time, she intuitively mixes new colour tones without a goal and sees how they work. “This creative process often results in very beautiful paints.” Color designer Anna von Mangoldt

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COLOR

YOUR

Life!


Photos: Martin Ohnesorge, Lukas Schwan, Mara Monetti, Grams Photographie, HG Esch, Grams Photographie, Mara Monetti, HEJM, Nikita Kulikov

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50 SHADES OF WHITE – DIE HELLSTE ALLER WANDFARBEN IST EIN KLASSIKER MIT VIELEN NUANCEN. MEHR MUT ZU ANDEREN FARBEN, FORDERT THOMAS TRITSCH VON MORGEN INTERIORS UND ERKLÄRT WARUM.

50 SHADES OF WHITE – THE LIGHTEST OF ALL WALL COLOURS IS A CLASSIC THAT COMES WITH A WEALTH OF NUANCES. THOMAS TRITSCH FROM MORGEN INTERIORS CALLS FOR MORE COURAGE IN USING OTHER COLOURS AND EXPLAINS WHY.

Vor ungefähr 100 Jahren zog die Farbe Weiß und die Rauhfasertapete in unsere Häuser und Wohnungen ein. Seitdem sind sie unsere ständigen Begleiter und man wird sie nur loswerden mit etwas Willen und vor allem mit Mut zur Farbe. Die beiden sind ein Ergebnis der Industrialisierung, der Bauhaus-Bewegung, Rationalisierungsgedanken und den Strömungen der existenziellen Philosophie. Richtig etabliert hat sich das Paar nach dem Zweiten Weltkrieg in den Aufbaujahren des durch den Krieg zerstörten Deutschlands. Man orientierte sich wieder an dem 20 Jahre zuvor geschlossenen Bauhaus mit seinen Ideen und Forderungen. Der Mensch sollte sich entfalten in einem neutralen Raum und hier kreative Ideen und Kraft entwickeln. Hinzu kam noch die „White Cube“-Bewegung, die sich dafür aussprach, dass Kunst nur in neutralen Räumen gezeigt werden kann, um jegliche Interaktion von Architektur und Kunst zu vermeiden.

It was about 100 years ago that white paint and woodchip wallpaper entered our houses and flats. Since then, they have been our constant companions and you can only get rid of them with a little willpower and, above all, with the courage to use a bit of colour. The pairing is a result of industrialisation, the Bauhaus movement, rationalisation ideas and the currents of existential philosophy. The durable duo really firmly established themselves after the Second World War, in the reconstruction years of a Germany that had been destroyed by the war. The ideas and demands of the Bauhaus, which had been closed 20 years earlier, were once again taken into consideration. People were supposed to flourish in a neutral space, where they could develop creative ideas and strength. Moreover, there was the “White Cube" movement, which advocated that art could only be shown in neutral spaces in order to minimise any distraction and interaction between the architecture and the art on display.

Diese Zeiten gehen zum Glück nun langsam vorbei und man beginnt sich als Mensch mit Bedürfnissen und einem Anrecht auf Wohlbefinden zu akzeptieren. Man sehnt sich nach Interaktion mit seinem Umfeld – so wie sich auch die Kunst inzwischen wieder auf farbigen Wänden wohler fühlt.

Fortunately, these times are now slowly passing and people are beginning to accept themselves as human beings with needs and a right to well-being. People long to interact with their surroundings – in the same way as art now feels more at ease again on coloured walls.

Große Architekten wie Le Corbusier und Luis Barragán haben es vorgemacht und sich hier einen Platz im Farbenhimmel der Geschichte geschaffen. Le Corbusier ging sogar soweit, ein Farbsystem (Polychromie Architecturale) zu erschaffen, das bis heute wegweisend und die Inspiration und Basis vieler kommerziell erfolgreicher Farbfächer ist.

Great architects such as Le Corbusier from Switzerland and Luis Barragán from Mexico led the way and created a place for themselves here in the colour heaven of history. Le Corbusier even went so far as to create a colour system (polychromie architecturale) that is still groundbreaking even today and that forms the inspiration and basis of many commercially successful colour fans.

Wir lieben Farbe und arbeiten schon sehr lange mit dem Charakter von Räumen und wie sich Inneneinrichtungen und die Bewohner in ihnen entfalten können. Es ist für uns keine Renaissance oder gar eine Rückbesinnung auf alte Werte, sondern vielmehr eine Interpretation von bestehenden Architekturen und eine Weiterentwicklung von diesen.

We love colour and have been working with the character of rooms and how interiors and the inhabitants can flourish in them for a very long time. For us, this is no renaissance or even a return to old values, but much more an interpretation of existing architecture and a further development of it.

Hierzu gibt es ein paar Anregungen, wie einem das Leben in seinen Räumen bunter gefallen kann.

Here are a few suggestions on how you can make life more colourful in your own rooms.

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DAS EIGENE WEISS

YOUR OWN WHITE

Wir sind nicht prinzipiell gegen Weiß. Was wir nicht ­machen, ist das Standard-Weiß aus dem Baumarkt zu verwenden. Es gibt viele unterschiedliche Weißtöne. Manche etwas wärmer, andere grauer und wieder andere sind etwas kühler. Feine Abstufungen sind das Salz in der Suppe und man kann sich somit auch wunderbar von bestehenden Heizkörpern, Lichtschaltern oder Kunstofffenstern absetzen. Jeder hat ein Anrecht auf sein persönliches Weiß und sollte das auch annehmen.

We’ve not got anything against white, in principle. What we don’t do is use the standard white paint from the DIY store. There is a wealth of different shades of white. Some are a little warmer, some greyer and some a little cooler. Fine nuances “spice things up” so to speak and you can also contrast them wonderfully with existing radiators, light switches or plastic windows. Everyone is entitled to their own personal white and should welcome it with open arms.

KEINE ANGST VOR DUNKLEN FARBEN

DON’T FEAR DARK COLOURS

Jeder Raum hat seinen Charakter. Es gibt Räume, die sind klein und unattraktiv oder nicht endende Flure ohne Tageslicht. Hier sollte man nicht darauf mit hellen Tönen reagieren, sondern den Charakter unterstützen und sie dunkel streichen oder mit einem Farbrausch antworten. Wir lieben dramatische Flure, die in helle, lichtdurchflutete Räumen münden, inszeniert mit Licht und garniert mit schöner Kunst, oder kleine Gästetoiletten, die wegen ihren Farben zu explodieren drohen.

Every room has its own character. There are rooms that are small and unattractive, or never-ending corridors ­w ithout any daylight. In these cases, don't react to them with light tones, but underline their character and paint them dark or respond to them with a frenzy of colour. We love dramatic corridors that end in bright, light and airy rooms, staged with lighting and adorned with beautiful art, or small guest toilets that threaten to explode because of their colours.

KÜHLER BODEN – WARME WÄNDE

COOL FLOORS – WARM WALLS

Kühle Böden, wie zum Beispiel aus Beton, vertragen sich sehr gut mit warmen Wandfarben. Haben Sie jedoch einen warmen Boden, wie zum Beispiel aus honigfarbenem Eichenholz, so würden wir hier eher immer einen kühleren Grauton wählen. Es geht am Ende immer um einen harmonischen Ausgleich der Materialien und Farben. Es ist eine Art Yin und Yang der Innenraumgestaltung.

Cool floors, such as concrete, go very well with warm wall colours. But if you have a warm floor, such as honey-­ coloured oak, we would always go for a cooler shade of grey here. In the end, it’s all about having a harmonious balance of materials and colours. It is a kind of yin and yang of interior design.

BEWEGUNGEN SICHTBAR MACHEN

MAKING MOVEMENTS VISIBLE

In Häusern wenden wir sehr oft aktive Farben für Verkehrswege an. Wir betonen gern stiefmütterlich behandelte Treppenhäuser mit Blautönen, welche Lust darauf machen, die Treppe zu begehen und Neugierde wecken, was sich eine Etage höher befindet. Diese Farben ziehen wir auch gern in die Flure hinein, welche dann wieder in ruhigeren Zonen der Aufenthaltsräume wie Schlaf- oder Wohnzimmer enden.

In houses, we very often use energetic colours for areas that have a lot of “traffic”. We like to emphasise shabbily treated staircases with shades of blue, which make people want to climb the stairs and arouse curiosity about what’s on the next floor up. We also like to use these colours in the corridors that then end in quieter zones of the common rooms such as bedrooms or living rooms.


STYLE - MORGEN´S BLOG

FARBWAHL Entscheiden Sie die richtigen Farbtöne bei unterschiedlichen Lichtstimmungen wie Tageslicht mit Sonne oder Wolken, aber auch abends bei Kunstlicht. Das erspart Ihnen große Überraschungen. Farben sehen horizontal anders aus als vertikal. Was immer hilft, ist ein Probeanstrich an verschieden Orten der jeweiligen Zimmer. Farben wirken an verschiendenen Orten ganz unterschiedlich.

Farbe an den Wänden ist die kostengünstigste Veränderung in Räumen mit der größten Wirkung. Mit etwas Geschick und Zeit können Sie das selbst in die Hand nehmen. Besser jedoch, Sie gehen zu einem unserer hervorragenden Betriebe aus der Region und lassen es professionell, schnell und sauber erledigen. Sie können es immer wieder verändern. Und das Schönste ist, dass es nicht für immer ist. Bleiben Sie gesund, Ihr Thomas Tritsch

CHOICE OF COLOURS Decide on the right colour tones in different lighting moods such as when it’s sunny and cloudy during the daytime and also with artificial light in the evening. This will save you from having big shocks. Colours look different horizontally than vertically. What always helps is painting a test patch in different places of the respective rooms. Colours look different in different places.

COSTS

Photo: Joe Woods

Painting the walls is the most cost-effective change in rooms with the greatest impact. With a little skill and time, you can do it yourself. But it’s better to go to one of our excellent local firms and get it done quickly, cleanly and professionally. You can change your colour scheme again and again. And the best thing is that nothing is forever. Stay healthy, Your Thomas Tritsch

Photo: Privat

KOSTEN

Thomas Tritsch, Tischler, Künstler, Designer, Gründer und Geschäftsführer bei Morgen Interiors. Versucht, den bunten Haufen an Kreativen, Handwerkern, Quereinsteigern, Planern und Architekten zusammenzuhalten und immer positiv nach vorne zu schauen. Bestrebt, für den Kunden das Beste zu erreichen, ohne die eigene Designsprache und Ideale zu vernachlässigen. Thomas Tritsch: carpenter, artist, designer, founder and managing director at Morgen Interiors. Tries to keep the colourful bunch of creatives, craftsmen, career changers, planners and architects together and always look ahead positively. Strives to achieve the best for the customer without neglecting his own design language and ideals.

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Photo: Knut Woerner

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STYLE - GYM IN THE CITY

GYM IN THE CITY Zeigt der Sonne eure Muskeln! Beim THE FRANKFURTER Street Style-Shooting am Hafenpark in Kooperation mit Wertheim Village bekamen wir große Lust auf City Gym am Mainufer. Sofort haben wir für euch die trendigsten Sommer-Workouts und neuen Gadgets für Warm-up und Ausdauertraining recherchiert. Jetzt können die Muskelspiele beginnen!

Show the sun your muscles! THE FRANKFURTER street-style shoot at Hafenpark in cooperation with Wertheim Village made us want to go to the City Gym on the banks of the Main. We immediately researched the trendiest summer workouts and new gadgets for warm-ups and endurance training. Let the workouts commence!

Text: Susanne Hecker Photos: Knut Wörner Sport und Fashion, zwei Elemente, die sich schon immer gegenseitig beeinflusst haben. Wenn schon schwitzen, dann mit Stil, das gilt mehr denn je. Im Trend: Shirts im Retro-Look, lässige Shorts und Kurzjacken – die Fitness-Mode der 90er ist zurück und „salonfähig“ geworden. Edle Jogginghosen oder Vintage-Sportanzüge im Kreativ-Office sind kein Tabu mehr. Fröhliche Batikmuster feiern auch bei Activewear ein beindruckendes Comeback und selbst den Socken wird bunte Aufmerksamkeit geschenkt. Hallo, Sonne: Knalliges Gelb und Blutorange sind die Sport- und Street Style-Sommerfarben 2021!

Sport and fashion are two elements that have always influenced each other. If you’re going to sweat, then sweat in style – that‘s truer than ever. On trend are retro-look shirts, casual shorts and short jackets. The fitness fashion of the 90s is back and is now fashionable. Classy jogging pants or vintage sports suits in the creative office are no longer taboo. Cheerful batik patterns are also celebrating an impressive comeback in activewear and even socks have become colourful. Hello, sun! Bright yellow and blood orange are the sports and street-style summer colours for 2021!

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STYLE - GYM IN THE CITY

PROMOTION

HAFENPARK Jacket & T-Shirt: Diesel Shorts: Lacoste Sneakers & Socks: Under Armour

Am nördlichen Mainufer, in direkter Nachbarschaft zur Europäischen Zentralbank, erstreckt sich eine Outdoor- und Sportanlage der besonderen Art: bunt, vielfältig, weltoffen. Ein Spiegel Frankfurts. Der Hafenpark im Ostend ist ein junger Ort der Begegnung für Sportbegeisterte, Freunde des urbanen Lebens und die Skater-Szene. Bei schönem Wetter ist hier viel los, aber jeder findet sein ruhiges Plätzchen am Mainufer. Nebenan entsteht das neue Hafenpark Quartier, ein urbaner Mix aus Living, Office und Hotellerie. Ein aufregender Wandel, der den Hafenpark als sportiven Lifestyle-Spot und das Ostend als Lieblingsort vieler Frankfurter weiter pushen wird.

Top & Leggins: Lululemon Jacket: DKNY NEW IN WERTHEIM VILLAGE Sneakers: Copenhagen Studios

On the northern bank of the Main, a stones’ throw from the European Central Bank, an outdoor and sports facility of a special kind stretches out before you: colourful, diverse, cosmopolitan. Just like Frankfurt. Hafenpark in Ostend is a newish meeting place for sports enthusiasts, friends of urban life and the skater scene. When the weather is nice, there’s a lot going on here, but everyone can find their quiet spot on the banks of the Main. The new Hafenpark Quartier is being built next door, an urban mix of living, office and hotel space. An exciting change that will further push Hafenpark as a sporty lifestyle spot and Ostend as a popular place for many Frankfurt residents.


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SUMMER FITNESS-GADGETS YAB Hanteln Bekannt aus der „Höhle der Löwen“. Die Hanteln sind ein Drei-in-eins-Hammer für jedes Workout.

Photos: Knut Wörner, Yab Fitness, Costaboard / Michael Gizicki, Innstar, Pro Pilot

YAB dumbbells As first seen on “Dragon’s Den”. The dumbbells are a three-in-one smash hit for every workout.

Sling-Trainer Ein Schlingentrainer von Innstar lässt dich nicht hängen. Er trainiert den gesamten Körper und ist ein effektiver Kalorienkiller. Suspension trainer A suspension trainer from Innstar won’t leave you dangling. It trains the entire body and is an effective calorie killer.

ProPilot Mit dem Trainingstool von Praep pimpst du dein Liegestütztraining und steigerst die Effektivität deiner Übungen. ProPilot The training tool from Praep lets you improve your push-up training and increase the effectiveness of your exercises.

Costaboard Surfen auf der Freibadwiese - das Costa Board gibt es in verschiedenen Designs. Ein Hingucker fürs Freestyle Training deiner Kernmuskulatur. Costaboard Surfing on the outdoor pool meadow - the Costa Board is available in different designs. An eye-catcher for freestyle training of your core muscles.

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PROMOTION

WORKOUT TRENDS SCHNELLE EFFEKTE UND VIEL OUTDOOR-SPASS! E-Biken Der Hype schlechthin. Pedelecs nehmen in 2021 nochmal richtig Fahrt auf. Die Fettverbrennung wird angekurbelt und das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Ganz nebenbei kräftigt man Bein-, Po- und die gesamte Rumpfmuskulatur. Outdoor HIIT "High Intensity Intervall Trainings" – kurz HIIT. Hier trainierst du in Intervallen: Anstrengungs- und Ruhephasen wechseln sich ab – wie im wahren Leben. Das Training ist teilweise recht intensiv, doch diese Phasen sind kurz und knackig. Perfekt geeignet für eine aktive Mittagspause oder als Afterwork-Session. Belebt Organismus und Geist. Rope Skipping Eine schnelle Sportart mit speziellen Springseilen, R ­ opes genannt, bei der verschiedene Sprünge und Turnkunststücke eingeübt werden. Alleine, zu zweit oder im großen Rope – auf die Plätze, fertig, loshüpfen. Hier kreierst du Formationen mit dem Seil auf Musik sowie verschiedene Sprünge im Double Dutch. FAST EFFECTS AND LOADS OF OUTDOOR FUN! E-bikes The trend par excellence. Pedelecs are really picking up speed in 2021. They help you both burn fat and boost your cardiovascular system, while at the same time strength­ ening your legs, buttocks and all your torso muscles. Outdoor HIIT “High Intensity Interval Training” or HIIT for short. This is where you train in intervals, alternating between exertion and rest phases – just like in real life. The training is some­times quite intense, but these phases are short and crisp. Perfect for an active lunch break or as an after-work ­se­s­sion.­HIIT invigorates your body and mind. Rope skipping This is a fast sport with special skipping ropes that can be used to perform various jumps and techniques. Alone, in pairs or in the big rope…on your marks, get set, start jumping! Why not create formations with the rope to music as well as various jumps in the Double Dutch?

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Photo: Knut Wörner

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Barre Workout Ganzkörper-Workout, das Elemente aus dem Ballett mit Pilates, Fitness und Yoga verbindet. „La Barre" (die Stange) ist das Kernstück dieses eher femininen Workouts. Auf Spielplätzen und im Park findet man allerhand „Barren“ aus Turnstangen oder Baumstämmen. US-Models und Promis schwören bereits seit einiger Zeit auf die grazilen Übungen. Die fließenden Bewegungen machen beweglicher und stärken gleichzeitig die Tiefenmuskulatur. Damit wirkt das Training gegen Rückenschmerzen und sorgt für eine gute Körperhaltung.

Sunglasses: Sunglass Hut Shirt, T-Shirt, Jeans, Bracelet: Diesel

Barre workout A full-body workout combining elements from ballet with pilates, fitness and yoga. “La barre” (the bar) is the centrepiece of this rather feminine workout. You can find all kinds of bars such as poles or tree trunks in playgrounds and parks. US models and celebrities have been swearing by these graceful exercises for some time now. The flowing movements make you more flexible and, at the same time, strengthen your deep muscles. This way, the training helps relieve back pain and ensures good posture.

Photos: Knut Wörner

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STYLE - GYM IN THE CITY

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Travel-, Food- und Lifestyle-Journalistin Susanne Hecker spürt diesmal für THE FRANKFURTER die neuesten Outdoorund Fitness-Trends auf und achtet dabei auch aufs passende Styling. Privat ist sie am liebsten mit ihrem E-Bike in den Dolomiten und heimischen Bergen unterwegs.

This time, travel, food and lifestyle journalist Susanne Hecker tracks down the latest outdoor and fitness trends for THE FRANKFURTER and also makes sure that the styling fits. In her private life, she loves to ride her e-bike in the Dolomites and local mountains.

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STYLE - COOL FRANKFURT

Lebenswasser und der Ruf, das männlichste aller Getränke zu sein. Um die besten Whiskys der Welt zu verkaufen, schmiss Frank Jerger seinen Job in der Finanzbranche. Unser Style-Experte Chris traf den Kenner in dessen preisgekrönten Spirituosenladen „Whisky for Life“ und lauschte Geschichten von Giganten aus dem Torfmoor. The water of life and the reputation of being the manliest of all drinks. To sell the best whiskies in the world, Frank Jerger quit his job in the financial sector. Our style expert Chris met the connoisseur in his award-winning spirits shop “Whisky for Life” and listened to stories of giants from the peat bog. TEXT: CHRISTIAN LEHR PHOTOS: NIKITA KULIKOV


Photos: Nikkita Kulikov, Nathan Dumlao, Freepik

STYLE - COOL FRANKFURT STYLE -

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Photos: Nikita Kulikov, Patrick Fore

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Photos: Monika Grabkowska, Brooke Lark

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Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie in die Knie gezwungen. Das, was man weltweit zum „Neuen Normal“ erklärte, wird das Konsumverhalten und damit das gastronomische Angebot nachhaltig prägen, ist unsere Food-Expertin Heike Katharina Klauer überzeugt. Auch in Frankfurt legten Gastronomen ideenreich den Turbo ein.

The pandemic has brought the gastronomy sector to its knees. Our food expert Heike Katharina Klauer is convinced that what has been declared the “new normal” around the world will have a lasting impact on consumer behaviour and thus on what the food service sector has to offer. In Frankfurt, too, restaurateurs have turbocharged their businesses in an imaginative way.


FOOD - THE NEW NORMAL

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Photos: Brooke Lark, Edgar Castrejon

62 FOOD - THE NEW NORMAL


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Photos: Roam In Color, Brooke Lark

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

Photo: Urban ZIntel

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

IT‘S CERAMIC,

Baby! Keramik ist Tableware-Trend! Geho­ bene Restaurants, gemütliche Cafés – alle setzten sie auf den lässigeren Chic der Schalen, Tassen und Teller, die aus einem der ältesten Werkstoffe der Welt gefertigt werden. Und auch Zuhause sieht man die hygge-tauglichen Gebrauchskunstwerke immer häufiger. Einiges wird in Frankfurt entworfen. Ceramics are the tableware trend! Upscale restaurants, cosy cafés - they are now all going for the casual chic of bowls, cups and plates made from one of the oldest materials in the world. And the works of art that are bursting with hygge are also popping up more and more frequently at home. Some of them are even designed in Frankfurt. By Heike Katharina Klauer

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

„Wir nennen es die kulinarische Revolution: Die Menschen und Restaurants, die unser Geschirr verwenden, haben ihre Gewohnheiten bei der Produktion und Zubereitung von Lebensmitteln verändert, sich mehr auf lokale Zutaten konzentriert und ein kulinarisches Bewusstsein verbreitet“, sagt Jérôme Alsoufi, der gemeinsam mit Isabella Zeiß Gründer von Hartmud Studio ist. Lokale Tradition werde so wieder bewahrt, alte Techniken wiederentdeckt und vergessene Sorten angebaut. Und weiter: „Als Teil einer Generation, die mit dem Mythos aufgewachsen ist, dass akademische Arbeit wertvoller ist als Handwerk, mussten wir einen tiefen Glaubenswandel durchmachen, um unsere Berufung zu finden. Wir tauschten die sauberen Büroarbeitsplätze gegen die Steinzeugmasse. Es ist die vulkanische Hitze im Brenn­ ofen, die unsere Werke härtet, nicht ein Algorithmus, der unser Leben glättet. Unerbittliche Stunden an der Töpferscheibe und wunde Hände haben uns Demut gelehrt; und der Geruch von feuchtem Ton ist unsere Belohnung für die Selbstständigkeit. Wir sind Töpfer und dankbar dafür, Teil ­einer dreizehntausend Jahre alten Berufslinie zu sein.“ Beeindruckende Worte voller Leidenschaft.

“We call it the culinary revolution – the fact that ­p eople and restaurants that use our tableware have changed the way they produce and prepare food, focusing more on local ingredients and spreading greater culinary aware­ ness,” says Jérôme Alsoufi, who, together with Isabella Zeiss, is the founder of Hartmud Studio. Local tradition is thus being preserved, old techniques rediscovered and forgotten varieties cultivated again. He continues: “As part of a generation that grew up with the myth that academic work is more valuable than manual work, we had to go through a deep change of faith to find our calling. We have swapped our nice and clean office workplaces for stoneware paste instead. It’s the volcanic heat in the kiln that hardens our works, and not some algorithm that smooths out our lives. Relentless hours spent at the potter’s wheel and sore hands have taught us humility; and the smell of wet clay is our reward for this self-employment. We’re potters and grateful to be part of a thirteen thousand year old vocational lineage.” Impressive words full of passion.

2016 wurde das deutsche Kunstkollektiv in Frankfurt gegründet. Seitdem erschaffen Jérôme Alsoufi und Isabella Zeiß seltenes und wunderschönes High-End-Keramikgeschirr. Produziert wird im Vogelsberg – ausschließlich kleine Chargen und limitierte Auflagen von Hochtemperatur-Steinzeug-Keramik. Der Showroom befindet sich im Osten Frankfurts. Zum Kundenkreis von Hartmud gehören unter anderem Craft-Coffee-Häuser, Boutique-Restaurants und Concept Stores. In Frankfurt findet man das Hartmud Geschirr bei Hoppenworth & Ploch, bei Trinitii, in der Kaffeemacherei, und in der Hudson Yardsbar im Hilton Hotel Frankfurt.

In 2016, the German art collective was founded in Frankfurt. Since then, Jérôme Alsoufi and Isabella Zeiss have been creating rare and beautiful high-end ceramic tableware. Production takes place in Vogelsberg – only small batches and limited editions of high-fire stoneware ceramics. Their showroom is situated in the east of Frankfurt. The clientele of Hartmud Studio includes craft coffee houses, boutique restaurants and concept stores. In Frankfurt, Hartmud Studio tableware can be found at Hoppenworth & Ploch, at Trinitii and at Kaffeemacherei. As well as in the Hudson Yardsbar in the Hilton Hotel Frankfurt.

Photos: Hartmud Howluisalives, Hartmud Wahre Bohne, OX Darmstadt

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

Auch im Darmstädter Restaurant OX wird Wert auf die Symbiose von Speisen und Geschirr gelegt. „Keramik hat was Natürliches und das passt zu unserer Philosophie“, sagt David Rink, Geschäftsführer und Koch des Fine Dining Restaurants. „Viele Gerichte werden in ihrer Farbe und Textur untermalt und man kann bewusst die Produkte in Szene setzen.“ Dabei kommt auch Porzellan noch zum Einsatz, vorzugsweise für eher klassische Gerichte. Im November 2019 hat Rink das Restaurant gemeinsam mit seinem Bruder Norman eröffnet. Schnell wurden aus Gästen Stammgäste, eine Fangemeinde in der Rhein-Main-Region entstand. Zur Zeit werden Fünf- bis Sieben-Gänge-Menüs, Interpretation einer frankophil-iberischen wie international gehobenen Küche, angeboten. Zusätzlich gibt es eine vegetarische sowie eine pescetarische Menü-Variante. Alles selbstverständlich aus ausschließlich hochwertigen Produkten.

In Darmstadt’s OX restaurant, too, great store is set by the symbiosis of food and tableware. “There is something ­quite natural about ceramics and that fits in with our philo­ sophy,” says David Rink, general manager and chef of the fine dining restaurant. “The colour and texture of many ­dishes are underlined by them and you can deliberately set the scene for the products.” Porcelain is still being used, though, preferably for more classic dishes. In November 2019, Rink opened the restaurant together with his brother Norman. Guests quickly became regulars, and a fan base soon developed in the Rhine-Main region. At present, five- to seven-course set menus are being offered, interpreting Francophile-Iberian as well as international upscale cuisine. Moreover, there is a vegetarian and a pescetarian set menu. Naturally, everything is made exclusively from high-quality ingredients.

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

Die von den Rinks verwendete Keramik stammt von Serax. Das Unternehmen mit Ursprung in Belgien ist bekannt für seine internationalen Zusammenarbeiten mit wechselnden Künstlern, darunter auch der Koch Yotam Ottolenghi und die Modedesignerin Ann Demeulemeester. Serax ist das gemeinsame Projekt der Brüder Serge und Axel Van Den Bossche. Im Laufe der letzten dreißig Jahre hat sich der Kleinbetrieb, der 1986 in einer Garage begonnen hat, zu einem multinationalen Unternehmen mit über 65 Mitarbeitern und einer Hauptniederlassung in Antwerpen entwickelt. Heute wird das Unternehmen von Axel Van Den Bossche geleitet. Schwerpunkt sind Wohnaccessoires und Keramik. Doch David und Norman Rink vom OX Restaurant peilen auch die Zusammenarbeit mit kleinen Töpfereien an. Gerade planen sie eine Kooperation mit Ingrid Zinkgraf.

The ceramics used by the Rinks come from Serax, a company that originated in Belgium. It is known for its international collaborations with different artists from time to time, including chef Yotam Ottolenghi and ­f ashion designer Ann Demeulemeester. Serax is the joint project of brothers Serge and Axel Van Den Bossche. Over the last thirty years, the small business that started off in a garage in 1986 has evolved into a multinational company with a staff of over 65 employees and a head office in Antwerp. These days, the company is managed by Axel Van Den Bossche and the focus is on home accessories and ceramics. But David and Norman Rink from OX Restaurant are also aiming to set up partnerships with small potteries and are currently planning one with Ingrid Zinkgraf.

Photo: OX Darmstadt

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FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!

Die passionierte Künstlerin lebt und arbeitet in Leinsweiler an der südlichen Weinstraße. Hier drückt Ingrid Zinkgraf ihre pure Lust am Experiment und die Freude am Tun in ihren abstrakten Objekten und der modernen Malerei genauso aus, wie in der Fertigung der Gebrauchskeramik. Ihr Œuvre reicht von eben dieser traditionellen Gebrauchskeramik bis hin zu außergewöhnlichen Brenntechniken wie Raku und Rauchbrand. Wichtiges Credo für Zinkgraf ist, „die Funktionalität nie aus den Augen zu verlieren“. Dabei trifft sie mit ihrem minimalistischen und schnörkellosen Schaffen den Puls der Zeit. Davon überzeugt sind unter anderem auch das Restaurant Intense in Kallstadt sowie das Restaurant Oben in Heidelberg. Ingrid Zinkgraf arbeitet seit 40 Jahren als Keramikerin.

The passionate artist lives and works in Leinsweiler on the “südliche Weinstrasse” or “Southern Wine Route”. Here is where Ingrid Zinkgraf expresses her pleasure of doing and her sheer happiness at experimenting with art in her abstract objects and modern painting as well as in her production of utility ceramics. Her oeuvre ranges from these traditional utility ceramics to unusual firing techniques such as raku and smoke firing. For Zinkgraf, one important credo is “never to lose sight of functionality”. With her minimalist and straightforward style of work, she has her finger on the pulse of the times. Restaurant Intense in Kallstadt and Restaurant Oben in Heidelberg, among others, are totally convinced of this. Ingrid Zinkgraf has been working as a ceramist for 40 years.

Seit dreieinhalb Jahren erst töpfert Eva Kim. Im letzten Sommer dann hat sie ihr Studio eröffnet. In ihrem Studio im Danzig am Platz in Frankfurt, dreht sie ihre Werke entweder auf der Töpferscheibe oder modelliert frei Hand. „Dabei ist jedes Teil ein Unikat“, sagt Kim. Und weiter: „denn anders als industriell hergestelltes Geschirr hat handgemachte Keramik immer eine minimale Abweichung in Form und Farbe.“ Genau diese Imperfektion ist es, die jedes Stück so lebendig macht und ihm den Wert der Einzigartigkeit gibt. Kims handmodellierte Teller nehmen organische Formen an, die Konturen sind fließend. Ihre Glasuren laufen ineinander und die daraus entstehenden Maserungen und Farbspiele erinnern an einen pittoresken Horizont in einer Landschaft oder die Oberfläche eines anderen Planeten. Bislang hat Eva Kim Teetassen für das Emma Metzler Restaurant und Teller für die Greisslerei in Oberursel hergestellt.

Eva Kim, on the other hand, has only been making pottery for three and a half years. Then, last summer, she opened her very own studio. In her studio at Danzig am Platz in Frankfurt, she either turns her works on the potter’s wheel or makes them freehand. “And in the process, each piece is unique,” says Kim and adds: “because, unlike industrially produced tableware, handmade ceramics always have some minimal deviation in their shape and colour. It is precisely this imperfection that makes each piece so alive.” And gives it the value of uniqueness, too. Kim’s hand-made plates take on organic shapes; the contours are fluid. Her glazes run into each other and the resulting grains and play of colours are reminiscent of a picturesque horizon in a landscape or the surface of some other distant planet. So far, Eva Kim has produced tea cups for the Emma Metzler Restaurant and plates for the Greisslerei in Oberursel.

Photos: KimCeramics Studio, Motel a Miio

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Zwar nicht selbst hergestellt, dabei aber liebevoll ausgewählt und inzwischen auch mitdesignt, ist die Keramik, die Anna von Hellberg und Laura Castien unter dem Lable Motel a Miio vertreiben. Beim Familienessen im Urlaub in Portugal verliebten sich die beiden Grafikdesignerinnen in kleine, pastellfarbene Tapas-Schälchen, die dieses wunderbar entspannte portugiesische Lebensgefühl unterstreichen. Schnell wurde die Manufaktur ausfindig gemacht und der Familienurlaub zum Start einer Geschäftsidee. Ausgewählte Stücke machten sich kurz danach auf den Weg nach Deutschland, das Motel a Miio Team verkaufte sie anschließend im Rahmen von Pop-Up Sales in verschiedenen Städten. Mittlerweile haben die kreativen Münchnerinnen eigene Designs kreiert und auf den Markt gebracht, außerdem gibt es einen Onlineshop und 15 Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

The ceramics that Anna von Hellberg and Laura Castien sell under the label Motel a Miio are not produced by themselves at all, but lovingly selected and, in the meantime, also co-designed. During a family meal on holiday in Portugal, the two graphic designers fell in love with small, pastel-coloured tapas bowls that highlight this wonderfully relaxed Portuguese attitude to life. They quickly sought out the manufacturer and the family holiday became the start of a business idea. Shortly afterwards, selected pieces made their way to Germany and the Motel a Miio team then sold them at pop-up sales in various cities. In the meantime, the creative women in Munich have created their own designs and launched them on the market, and there is also an online shop and 15 outlets in Germany, Austria and Switzerland.

Motel a Miio möchte die Keramik, die irgendwie bunter und „mädchenhafter“ ist als andere, für jeden zugänglich machen, der die schönen Dinge im Leben liebt. Dabei ist es dem Familienbetrieb wichtig, gewissen Grundsätzen treu zu bleiben: Die Ware wird ausschließlich in Portugal produziert, die Designs sind handverlesen und -bemalt.

Motel a Miio wants to make ceramics – which are somehow more colourful and “girly” than others – accessible to everyone who loves the finer things in life. In doing so, it is important that the family business remains true to certain principles: the goods are produced exclusively in Portugal and the designs are hand-picked and painted by hand.

Heike Katharina Klauer ist Autorin, PR-Expertin – und durch und durch Frankfurterin. Food, Kultur, Fashion, Travel und Lifestyle sind ihre Herzblut-Themen. Fragte man sie als Kind nach ihrem Berufswunsch, antwortete sie: „Ein Engel für Charlie“. Später wollte sie lieber Autorin werden. Für THE FRANKFURTER findet sie Trends, spannende Interviewpartner und immer die richtigen Worte.

Heike Katharina Klauer is an author, PR expert - and a Frankfurter through and through. Food, culture, fashion, travel ­ and lifestyle are her lifeblood topics. When asked as a child what she wanted to do for a living, she replied: "An Angel for Charlie". Later, she preferred to become an author. For THE FRANKFURTER she finds trends, exciting interview partners and always the right words.

Photo: Julia Bengeser

FOOD - IT´S CERAMIC, BABY!


TRAVEL - SOUTH AFRICA

Photo: Nikita Kulikov

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

WHAT WE DO VIDEO PRODUCTION Check out some beautiful impressions and highlights of our trip through South Africa.

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Zweifellos hatte der liebe Gott besonders gute Laune, als er zwischen zwei Ozeanen die grandiose Landschaft von Cape Town schuf. Zu Recht wird die moderne Metropole in der kulturell und ethnisch so vielfältigen „Rainbow Nation“ Südafrika wegen ihrer spektakulären Topografie mit Rio de Janeiro verglichen. Der imposante Tafelberg thront über der Stadt, daneben der Lion’s Head und als quirliger Gegenpol am historischen Hafen, die ebenso berühmte Victoria & Albert Waterfront mit tollen Seafood-Restaurants, Bars und Shops. Nach unserer Ankunft – Flug ab Frankfurt mit Ethiopian Airlines – tauchen wir direkt ein in den internationalen Kosmos dieser Flaniermeile und erleben dort in Afrikas luxuriösestem Hotel The Silo – gleichsam ein gläserner „Leuchtturm“ in einem nach den Entwürfen des Londoner Industriedesigners Thomas Heatherwick raffiniert umgebauten ehemaligen Getreidesilo – bereits den ersten Blick ins Paradies.

There can be no doubt at all that the good Lord was in a particularly good mood when he created the grandiose landscape of Cape Town, situated as it is between two vast oceans. The modern metropolis in the culturally and ethnically diverse “Rainbow Nation” that is South Africa has ­been justly compared to Rio de Janeiro due to its spectacular topography. The imposing Table Mountain towers over the city, next to it is Lion's Head, and, as a lively counterpoint at the historic harbour, the equally famous Victoria & Albert Waterfront with its fantastic seafood restaurants, bars and shops. After our arrival – on an Ethiopian Airlines flight from Frankfurt – we plunge straight into the international cosmos of this boulevard and experience our first glimpse of paradise in Africa’s most luxurious hotel: The Silo, a glass “lighthouse” in a former grain silo cleverly converted in line with the designs of London industrial designer Thomas Heatherwick.

Photos: Nikita Kulikov

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Von der Rooftop-Bar (mit Infinity-Pool!) aus, bietet sich uns eine atemberaubende 360 Grad-Sicht auf Kapstadt, inklusive dem Cape Town Eye, wie das Riesenrad an der Waterfront genannt wird. Dieses extrem außergewöhnliche und noch junge Hotel-Juwel, Teil der familiengeführten Royal Portfolio Gruppe, besitzt nur Erstklassiges wie Unikat-Zimmer mit viel Kunst und hochwertigstem Interior, ein Spitzenrestaurant, ein High End-Spa – und, im gleichen Gebäude, das Zeitz MOCAA, Museum of Contemporary Art Africa, die größte Sammlung zeitgenössischer afrikanischer Kunst, die sich mit dem MoMa in New York messen kann. From the rooftop bar (with infinity pool!), we have a breathtaking 360-degree view of Cape Town, including the Cape Town Eye, as the Ferris wheel on the Waterfront is called. This extremely unusual and still young jewel of a hotel, part of the family-run Royal Portfolio Group, offers only the best, such as unique rooms, a wealth of art and high-quality interiors, a top-notch restaurant, a high-end spa and, in the same building, the Zeitz MOCAA, Museum of Contemporary Art Africa, the largest collection of contemporary ­African art, which can hold its own with New York’s ­MoMa.

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Überall erleben wir entspannte Lebensfreude und herzlichste Gastfreundschaft, die ganze Stadt atmet Optimismus. Must do’s: Sundowner mit einem eiskalten Savanna Dry auf dem Signal Hill oder Tafelberg. Mit der Seilbahn geht es hinauf. Der elegante Küstenvorort Camps Bay ist berühmt für seine Beach Clubs und das „12 Apostel“-Bergpanorama. Bo-Kaap Kapstadts ältestes Quartier, erinnert uns mit seinen vielen kleinen knallbunten Häusern an karibische Orte. Tipp: Haas Collective, ein Creative Hub mit Concept Store, Coffeeshop und Galerie. Probieren: „Death Wish“ mit 200 % Koffein mehr. Kapstadt, du Wunderschöne! Diese Stadt ist so etwas wie ein Aperitif für unsere Reise durch Südafrika – und so verabschieden wir uns nach zwei Tagen und reich an Eindrücken in Richtung Garden Route – „The Mother of Roadtrips“ – , an der sich Naturparks, Wildreservate, Strände mit Pinguinen und Whale-Watching, Surfspots und Weingüter wie an einer Perlenkette reihen.

Everywhere we go, we experience a relaxed joie de vivre and the warmest hospitality; the whole city exudes optimism. Must dos: a sundowner with an ice-cold Savanna Dry on Signal Hill or Table Mountain. The cable car will take you up there. The elegant coastal suburb of Camps Bay, famous for its beach clubs and the “12 Apostles” mountain panorama. Bo-Kaap, Cape Town’s oldest district, which, with its many small brightly coloured houses, puts us in mind of Caribbean places. My tip: the Haas Collective, a creative hub with a concept store, coffee shop and gallery. Try it: “Death Wish” with 200% more caffeine. Cape Town, you beauty! This city is something like an aperitif for our journey through South Africa. And so, after two days and with a wealth of impressions, we say farewell and head towards the Garden Route – “The Mother of Road Trips” – where nature parks, game reserves, beaches with penguins and whale-watching, surf spots and wineries line up like a string of pearls.

Photos: Nikita Kulikov

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TRAVEL - COPENHAGEN

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Photos: Nikita Kulikov

TRAVEL TRAVEL- -SOUTH COPENHAGEN AFRICA

Die Universitätsstadt Stellenbosch, Franschhoek und Hermanus – diese Städte in den sogenannten Winelands haben mein Genießerherz im Sturm erobert. Pittoresk präsentiert sich die hier erhaltene typische Cape-Dutch-Architektur, großartig sind die Steaks (Neueröffnung, Must-taste: The Fat Butcher, Stellenbosch) und einzigartig ist die Weinkultur, die in dieser Region gepflegt wird. Durch das warme, trockene Klima gedeihen weltweit gefragte Spitzenweine. Sich zu entscheiden unter den insgesamt 150 großen und kleineren, familiengeführten Weingütern, wo man mit Tastings verwöhnt wird und auch auf Fünf-Sterne-Superior-Niveau übernachten kann, fällt da nicht leicht.

The university town of Stellenbosch, Franschhoek and Hermanus – these towns in the so-called Winelands have taken my epicurean heart by storm. The typical Cape Dutch architecture preserved here is picturesque and the steaks are great (must-taste new opening: The Fat Butcher, Stellenbosch) and the wine culture fostered in this region is unique. The warm, dry climate produces top wines that are in demand around the world. It’s not easy to choose among the 150 large and small, family-run wineries, where you can be spoilt with tastings and stay overnight at a superior five-star level.

Das bezaubernd restaurierte Lanzerac Wine Estate in Stellenbosch etwa zählt zu den Grandes Dames der Güter. Vor über 300 Jahren begann man in den Hügeln die ersten Rebstöcke anzupflanzen. Wir machen Zwischenstopps auf dem Familienweingut Simonsig, ebenfalls eine allererste Adresse und bei Delheim Wines, einer 120 Hektar-Farm, die für ihren ganzheitlich-ökologischen Ansatz sowie ethische und wertschätzende Unternehmensführung weithin bekannt ist. Die Rebsorten, die hier wachsen, sind für Südafrika typisch. Die weißen Sorten sind Chenin Blanc, Chardonnay und Riesling, unter den Roten ist die Neuzüchtung Pinotage, aus der das Weingut Delheim sowohl Rotwein als auch Rosé keltert. Von dort ging auch eine der größten Landschenkungen in der Geschichte des WWF South Africa aus: 1990 spendete man über 13.000 Hektar Land an der westlichen Grenze des Kruger Nationalparks an den WWF, ein Geschenk an die grandiose Natur- und Tierwelt. Da die Konkurrenz der Weingüter groß ist, setzen private Winzer seit jeher umso mehr auf Innovation und Originalität, und alle haben das „Thinking out of the box“ perfektioniert. Das Weingut Simonsig am Fuße des Simonsberges beispielsweise ging mit dem ersten Schaumwein nach französischer Art, dem ersten Chardonnay und dem ersten Riesling vom Kap in die Weingeschichte Südafrikas ein.

The charmingly restored Lanzerac Wine Estate in Stellenbosch, for example, is one of the grandes dames of the estates. Its first vines were planted in the hills more than 300 years ago. We make stops at the Simonsig family winery, also a top address, and at Delheim Wines, a 120-hectare farm widely known for its holistic ecological ap­proach and ethical and respectful management. The g­ rape varieties that grow here are typical for South Africa. The ­white varieties are Chenin Blanc, Chardonnay and Riesling. Among the reds is the new variety Pinotage, from which the Delheim winery presses both red and rosé wine. This is also where one of the largest land donations in the history of WWF South Africa came from: in 1990, over 13,000 hectares of land on the western border of the Kruger National Park were donated to the WWF, a gift to the magnificent nature and wildlife there. As competition among wineries is fierce, private winemakers have always focused all the more on innovation and originality, and all have perfected the art of “thinking outside the box”. The Simonsig Estate at the foot of the Simonsberg mountain, for example, went down in South Africa’s wine history with the first French-style sparkling wine, the first Chardonnay and the first Riesling to come from the Cape.

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TRAVEL - SOUTH COPENHAGEN AFRICA

Photos: Nikita Kulikov

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Abends, wenn es kühler wird, freut man sich auf behaglichen Bedtime-Luxus. Meine beiden Tipps: Übernachten in der kleinen, aber sehr feinen Farm-Villa La Residence, die inmitten von Weinbergen, Pflaumenplantagen und duftenden Gärten liegt und wo französische Tradition und Kultur par excellence zelebriert werden. Oder mit etwas Glück lassen sich vom intimen 11-Suiten-Beach Hotel Birkenhead House hoch über den Klippen von Walker Bay bei Hermanus Wale beobachten. Wenn beim Dinner auf der privaten Klippenterrasse die Weltklasse-Küche des Hotels alle Register zieht, will man eigentlich nie wieder diesen anmutigen Ort der Schöpfung verlassen. Wären da nicht die Löwen ...

In the evening, when it gets cooler, you look forward to cosy bedtime luxuries. My two tips: stay at the small but very fine farm villa La Residence, set amid vineyards, plum orchards and fragrant gardens, where French tradition and culture are celebrated par excellence. Or, if you’re lucky, you can enjoy whale watching from the intimate 11-suite Birkenhead House Beach Hotel high above the cliffs of Walker Bay near Hermanus. When the hotel’s world-class cuisine pulls out all the stops at dinner on the private cliff terrace, you never want to leave this graceful place of creation. If it weren't for the lions...

Der Fährtenleser stoppt. Noch ist es stockfinster. Man kann riechen wie Blüten und Gräser langsam erwachen. Unser Ranger leuchtet ins Dunkle – und wir sehen eine Löwenfamilie dicht vor uns. Mama, Papa und die beiden Jungen blinzeln und gähnen herzhaft. Wir halten den Atem an. Das ist real, kein Gitter davor. Die Kleinen fangen an herumzutollen. Sieht niedlich aus, doch wir sind gewarnt: Keep your distance!

The tracker halts. It’s still pitch dark. You can smell the flowers and grasses slowly awakening. Our ranger shines his light into the darkness – and we see a family of lions close in front of us. Mum, dad and the two cubs blink and yawn wholeheartedly. We hold our breath. This is real; no bars separate us. The cubs start frolicking. Looks cute, but we are warned: keep your distance!


TRAVEL TRAVEL- -SOUTH COPENHAGEN AFRICA

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Schon bei unserer Ankunft im Gondwana Game Reserve im Herzen der Garden Route, nur vier Fahrstunden von Kapstadt, wurde uns dieser Rat eingeschärft. Unser Safari-Zuhause in diesem außergewöhnlichen First Class-Resort ist eine eigene reetgedeckte 200 Quadratmeter-Villa mit einem riesigen Wohnzimmer, drei Schlafzimmern, drei Bädern und einer großen überdachten Terrasse. Wahnsinn, und das mitten in der Afrikanischen Wildnis! Unser „Game Drive“, so heißt die (malariafreie!) Safari hier, führt über Stock und Stein, vorbei an Affenbrotbäumen und Wasserlöchern – bis wir schließlich allen aus der Reihe der ikonischen „Big Five“ begegnet sind: Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant. Die Schönheit dieser freien Tiere und der Respekt, den der Mensch hier diesen entgegenbringt, berühren einfach jeden. Ich spüre tiefe Dankbarkeit, dass man ein Teil dessen sein darf. Hier gibt es kein Oben und Unten, Mensch und Natur begegnen einander auf Augenhöhe. Doch wir hören auch über die Schattenseite. In Südafrika seien seit Jahresbeginn an die 70 Spitzmaulnashörner gewildert worden, berichtet unser Ranger und erzählt auch, wie verachtet im Land die Löwenfarmen seien, die die Tiere aufziehen, um sie von Touristen abschießen zu lassen. Die K9-Unit, eine Anti-Wilderer-Einheit, die wir bei ihrer Arbeit begleiten dürfen, verhindert das Schlimmste, doch, so sagen diese Männer: „Der Kampf wird nie aufhören.“ Eine harte Einschätzung, aber umso mehr habe ich Respekt vor ihrer so wichtigen Arbeit.

From the moment we arrived at Gondwana Game Reserve in the heart of the Garden Route, just a four-hour drive from Cape Town, this advice has been inculcated in us. Our safari home at this exceptional first-class resort is our own thatched 200 square metre villa with a massive living room, three bedrooms, three bathrooms and a large covered terrace. Amazing, and right in the middle of the African wilderness! Our “game drive”, as the (malaria-free!) safari is called here, takes us over hill and dale, past baobab trees and waterholes – until we finally encounter all of the iconic “Big Five”: lion, rhinoceros, leopard, buffalo and elephant. The magnificence of these free-to-roam animals and the respect that people here show them simply touches everyone present. I feel deep sense of gratitude that I am allowed to be a part of it. There is no higher and lower level here; man and nature meet at eye level. But we also get to hear about the dark side: in South Africa, about 70 black rhinos have been poached since the beginning of the year, our ranger reports, and also tells us how despised the lion farms are in the country, which raise the animals merely to be shot by tourists. The K9 unit, an anti-poaching unit that we are allowed to accompany in their work, prevents the worst, but, these men say, “The fight will never stop.” A harsh assessment, but all the more reason for me to respect the work they do, which is so crucial.

Photos: Nikita Kulikov

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Unsere Reise geht weiter nach George, „die“ Golfstadt Südafrikas. Mehrere weltberühmte Greens liegen westlich dieser kleinen Metropole zwischen Kapstadt und Port Elizabeth. Als Afrikas führendes Golfresort verfügt das Fancourt über drei von der südafrikanischen Golf-Legende „Black Knight“ Gary Player entworfene Meisterstücke, darunter den legendären The Links. Das sind schnelle, schwierige Greens. Der älteste Platz im Resort ist der einfachste: Outeniqua, benannt nach dem gleichnamigen Berg im Hintergrund. Wir residieren, kein anderes Wort passt besser, in einer der exklusiven Unikat-Suiten im denkmalgeschützten The Manor House aus dem frühen 19. Jahrhundert – ein Kronjuwel der luxuriösen Herbergen der Garden Route – und genießen in vollen Zügen Michelin-Dining und den großen Spa, der sich als einer der besten Südafrikas einen Namen gemacht hat. Von außen ist das Villen-Refugium europäisch-historisch, innen dominiert zeitgenössisches Design, rundum ideal für den traditionellen „High Tea“. Noch ein Highlight: Ausflug zum idyllischen Wilderness Beach im gleichnamigen Nationalpark, das muss man gesehen haben!

Our journey continues to George, “the” golf city of South Africa. Several world-famous greens lie to the west of this small metropolis situated between Cape Town and Port Elizabeth. As Africa's leading golf resort, the Fancourt has three masterpieces designed by South African golf legend “Black Knight” Gary Player, including the legendary The Links. These are fast, difficult greens. The oldest place in the resort is the simplest: Outeniqua, named after the mountain of the same name in the background. We reside – no other word fits better – in one of the exclusive one-ofa-kind suites in the heritage-listed hotel The Manor House. It dates back to the early 19th century and is a crown jewel of the Garden Route's luxurious hostels. There, we fully enjoy Michelin fine-dining and the large spa, which has made a name for itself as one of the best in South Africa. From the outside, the villa retreat is in the European-historical style; its interior, however, is dominated by contemporary design – ideal all around for the traditional “high tea”. An­ other highlight is a trip to the idyllic Wilderness Beach in the national park of the same name, a genuine must-see!

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

THE LION IS NOT SLEEPING TONIGHT „Ich hatte eine Farm in Afrika ...“, das Zitat von Tanja Blixen kommt mir in den Sinn, als wir George verlassen und mit dem Kleinflugzeug in Richtung Kruger Nationalpark starten. Diese schier unendliche Weite, hier Bergland, dort riesige Mango-Plantagen, Gnu-Herden, Gras bewachsene Ebenen, alles strahlt von oben eine unerschütterliche Erhabenheit aus. Ein Gefühl, das uns auch am weltberühmten Nationalpark empfängt, eine Art Arche Noah, in welcher der Mensch nur Gast ist. Hier leben allein 147 Säugetierarten. Again: Keep your distance! Das kennen wir schon und beobachten aus sicherer Entfernung, wie ein Elefantenjunges mit Mutter und Tanten aus einem Pool des Luxusresorts Royal Malewane Lodge – im Wildreservat Thornybush Private Game Reserve an der Westgrenze zum Kruger Nationalpark – seelenruhig trinken.

“I had a farm in Africa...”, Tanja Blixen's quote comes to mind as we leave George and take off in a small plane towards the Kruger National Park. It’s a seemingly endless expanse: here mountainous terrain, there huge mango plantations, herds of wildebeest, grass-covered plains… everything radiates an unshakeable majesty from above. It’s a feeling that also welcomes us at the world-famous national park, a kind of Noah's Ark in which man is merely a guest. There are 147 species of mammal living here alone. Again: keep your distance! We already know this and watch from a safe distance as an elephant cub with its mother and aunts calmly drinks from a pool at the luxury resort of Royal Malewane Lodge – in the Thornybush Private Game Reserve on the western border of the Kruger National Park.

Photos: Nikita Kulikov

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Die Dickhäuter lieben sauberes Wasser, das weiß hier jeder und man lässt sie gewähren. Gäbe es eine Steigerung von Ultra-High End, dieser Safari-Spot – mit privater Landebahn – würde die Auszeichnung verdienen. Beheizter Sportpool, Dampfbad, romantische Bush Tent Dinners inmitten der Wildnis, exquisite Küche, die absolut individuell abgestimmt ist (auch koschere Küche), preisgekrönte Wellness-Anwendungen, edelste Suiten für maximal 20 Hotelgäste (jede besitzt einen Private Pool) und natürlich Big Five-Safaris, das sind nur einige der Gründe, hierher zu reisen. Besitzerin Liz Biden, die wie bei allen ihren Häusern der

Everyone here knows that elephants love clean water, and they let them have their way. If there were a higher word for ultra-high end, this safari spot – with its private airstrip – would deserve the distinction. A heated sports pool, steam bath, romantic bush tent dinners in the heart of the wilderness, exquisite cuisine that is absolutely individualised (including kosher cuisine), award-winning wellness treatments, the finest suites for a maximum of 20 hotel guests (each with a private pool) and, of course, Big Five safaris… these are just some of the reasons to travel here.

Photo: Nikita Kulikov

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TRAVEL - SOUTH AFRICA

Royal Portfolio-Hotelgruppe, bei dem Interior Design selbst Regie führte, hielt bei der jüngsten Renovierung den kolonialen Charakter der Lodge bei, peppte die Innen­einrichtung jedoch mit neuen Möbelstücken, exotischen Stoffe und markanten Farbakzenten auf. We love: Während man in der bestens sortierten Gin- und Whiskey Bush Bar genüsslich am Drink nippt, kann man Tiere am nahen Wasserloch beobachten (vielleicht sieht man am Tresen Hollywood-Stars, die sich oft in der noblen Africa House-Villa der Lodge einbuchen). Wir belassen es nicht beim Wasserloch, sondern starten frühmorgens mit dem Ranger, um wieder die Löwen ganz nah brüllen zu hören ...

Owner Liz Biden, who directed the interior design herself, as she does for all her properties in the Royal Portfolio hotel group, maintained the colonial character of the lodge during its recent renovation, but spiced up the interior with new furniture, exotic fabrics and striking colour accents. We love the fact that, while sipping a drink in the well-stocked gin and whiskey bush bar, you can watch animals at the nearby waterhole (you might see Hollywood stars at the bar, who often book themselves into the lodge’s posh Africa House villa). We don’t just content ourselves with the waterhole, but head off early in the morning with the ranger to hear the lions roaring very close by again...

Warum Südafrika? Großartige Begegnungen mit fantastischen Menschen, grandiose Landschaften und eine reiche Tierwelt, die wir erhalten müssen, denn sie ist einzigartig. Denke ich an Südafrika, und ich werde wiederkommen, denke ich aber vor allem auch an den gigantischen Sternenhimmel, der dort zum Greifen nah scheint. Man taucht wie ins Universum ein und öffnet sein Herz wie nie zuvor.

Why South Africa? Great encounters with fantastic people, magnificent landscapes and a rich wildlife that we simply must preserve because it is unique. When I think of South Africa – and I will return – I think, above all, of the gigantic starry sky that seems so close you can reach out and touch it. It’s as though you dive into the universe and open up your heart like you’ve never done before.

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Tirol, Resort Natterer See: ­Safari-Lodge-Zelte für bis zu acht Gäste und Baumhäuser mit Zentralheizung. Romantisch wird’s auch im Schlaf-Fass für Paare. Grandioses Alpenpanorama! Tyrol, Natterer See Resort: Safari lodge tents for up to 8 guests and tree houses with central heating. The sleeping barrels for couples are also romantic. Magnificent Alpine panorama!

Photo: Ferienparadies Natterer See

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Mega-Trend Glamping macht den Urlaubsklassiker stilvoller. THE FRANKFURTER outet sich als Sternenzelt-Abenteurer und stellt euch den Hype um die neuen Outdoor-Sommerurlaube vor – mit schönen Spots weltweit, starken Fahrzeugen und coolen Gadgets. The mega-trend that is glamping makes a classic holiday more stylish. THE FRANKFURTER confesses its love of adventure under a starry sky and introduces you to the hype around the new outdoor summer holidays – with beautiful spots around the world, powerful vehicles and cool gadgets. By Dr. Jutta Failing

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Photo: George Apostolidis

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Lust auf Glamping! Wer behaglichen Luxus einer Luftmatratze und Gemeinschaftsduschräumen vorzieht, aber dennoch unberührte Natur und Unkompliziertheit erleben möchte, ist bei diesem Trend richtig. Glamping ist die Abkürzung für „glamorous camping“ und geht als sommerliches Urlaubsmodell gerade durch die Decke. Campingplätze an den edelsten und spektakulärsten Reisezielen bieten, oft neben konventionellen Stellplätzen, mit allem Komfort und echten Betten ausgestattete Glamping-Häuschen, riesengroße Safarizelte à la „Jenseits von Afrika“, Tipis, Jurten oder sogenannte Airlodges in Baumkronen, einige mit persönlichem Butler, die meisten mit eigenem Sanitärbereich für eine größtmögliche Privatheit. Ist das noch das große Abenteuer? Fragt sich der Abenteurer. Ja, wenn man sich fürs Extreme entscheidet und etwa im Glas-­ Iglu nördlich des Polarkreises übernachtet, inklusive Sauna, Whirlpool und Schlittenhunderennen.

In the mood for glamping? If you prefer cosy luxury to inflatable mattresses and communal shower rooms, but still want to experience unspoilt nature and simplicity, this is the trend for you. Glamping is short for “glamorous camping” and is currently going through the roof as a summer holiday trend. Campsites in the most magnificent and spectacular destinations offer – often on top of conventional pitches – glamping chalets equipped with all the comforts and real beds, huge safari tents à la Out of Africa, tepees, yurts or so-called air lodges in treetops, some with a personal butler, most with their own sanitary area for the maximum possible privacy. Is this still the great adventure? The traveller asks. Yes, if you go for the extreme and stay in a glass igloo north of the Arctic Circle, including sauna, whirlpool and dog sledding.

Australien, Ayers Rock Resort: Weltenbummler und spirituelle Menschen, die den berühmten Sandsteinmonolith Uluru besichtigen, finden auf dem einfachen Camp-Ground eine preisgünstige Alternative zu den Hotels der Umgebung. Was hier zählt ist: Lage, Lage, Lage. Australia, Ayers Rock Resort: Globetrotters and spiritual people visiting the famous sandstone monolith Uluru will find a reasonably priced alternative to the hotels in the area at the simple campsite. What counts here is location, location, location.

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Norwegen, Lyngenfjord: Blaue Gletscher, Polarlichter und oft Temperaturen weit unter null Grad. Gemütlich zu zweit genießen unter der robusten „Glasglocke“. Norway, Lyngenfjord: Blue glaciers, northern lights and often temperatures far below zero degrees. Enjoy comfortably for two under the robust "glass bell".

Niederlande/Zeeland: Futuristische (hundefreundliche) Strandhäuser für bis zu sechs Gäste. Mit je zwei Terrassen kann man die Sonne den ganzen Tag genießen. Innen viel Design und Luxus, mit Küche, WLAN und Brötchenservice. The Netherlands/Zeeland: Futuristic (dog-friendly) beach houses for up to 6 guests. With two terraces each, you can enjoy the sun all day. Inside, lots of design and luxury, with kitchen, Wi-Fi and bread roll service.

Slowenien, Glambing Resort Ribno: Höhepunkt ist das Baumhaus mit Jacuzzi und Sauna. We love it! Aktivurlaub mit Wandern, Rafting, Canyoning, Bergsteigen, Reiten und Golf. Slovenia, Glamping Ribno Resort: The highlight is the tree house with Jacuzzi and sauna. We love it! Active holidays including hiking, rafting, canyoning, horse riding mountaineering and golf.


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Photo: Alessandro Albertini, Ruben Drenth, Katarina Strgar, Volkswagen AG

HERE I AM HUMAN Warum die Roadtrips zum Stellplatz? Wer überzeugte Camper, die oft sämtliche guten Spots in Europa gesehen haben, fragt, was sie am Urlaub mit Zelt, Wohnmobil, Caravan & Co. so begeistert, erhält immer dieselbe Antwort: man ist frei, kann den Alltag für sich und die Familie auf eigene Faust gestalten und ist anders als im Hotel nicht an feste Zeiten oder Kleiderzwänge gebunden. Das einhellige Credo: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein“. Das mag erklären, weshalb diese Art des Reisens immer mehr Fans findet. Allein in Deutschland waren in 2020 rund 700.000 Caravans, das heißt, Anhänger ohne eigenen Antrieb, und 590.000 Reisemobile zugelassen, weitere 110.000 PKW werden aktuell durch Um- und Ausbauten für touristische Zwecke genutzt – Tendenz steigend. Selbst die Genera­ tion bis 30 hat Feuer gefangen und reist mit Camper und Bulli einem nostalgischen Gefühl hinterher. Hier ist vor allem das Schnörkellose das Ziel: Instagrammable Lagerfeuer-Romantik, autark und mal ein bisschen Hippie sein, Wildcampen, wo es erlaubt ist.

Why the road trips to the campsite? If you ask enthusiastic campers, who have often seen all the good spots in Europe, what they love about holidaying in a tent, camper van, caravan, etc., they always give you the same answer: you’re free; you can organise everyday life for you and your family yourself and, unlike in a hotel, you’re not bound by fixed times or dress codes. Their unanimous credo is “Here I am human, here I am allowed to be” – as Goethe said in Faust. This may explain why this type of travel is attracting increasing number of fans. In Germany alone, around 700,000 caravans, i.e. trailers without their own drive, and 590,000 motorhomes were registered in 2020. A further 110,000 cars are currently being converted and used for tourism purposes – and the trend is rising. Even the younger generation (up to 30 years of age) has caught the bug and is travelling with campers and vans in pursuit of a feeling of nostalgia. Here, the goal is mainly enjoying the no-frills life: Instagrammable campfire romance, self-sufficiency and a bit of a hippie lifestyle, wild camping where allowed.

MOBILE PALACES Und dann gibt es noch sie – die mobilen Paläste. Großraumreisemobile nennt die Branche diese rollenden Villen. Die teuersten haben eine ausfahrbare Gangway, Sonnendeck, Fußbodenheizung und Marmorausstattung. Spitzenreiter in dieser Liga ist der Palazzo Superior, das Flaggschiff der Marchi Mobile eleMMent-Reihe: ein 500 PS-Gigant, in dem Luftfahrtwissen und viel Extravaganz verbaut sind. Doch auch ein paar Luxus-Punkte kleiner machen die neuen Wohnmobile den Campingurlaub zum persönlichen Freiraum der Oberklasse.

And then there are the mobile palaces. The industry calls these rolling villas “top-of-the-line motorhomes”. The most expensive ones have an automatic gangway, sundeck, underfloor heating and marble fittings. The front-runner in this league is the Palazzo Superior, the flagship of the Marchi Mobile eleMMent range: a 500 hp giant which comes with built-in aviation knowledge and a wealth of extravagance. But even a few luxury points down the scale, the new motorhomes mean that camping holidays offer you some top-notch personal space.

Zurück in die Zukunft: VW plant den Elektro-Van ID.BUZZ. Bei diesem mobilen Familien- und Surfer-Zuhause werden Erinnerungen an den legendären VW Bulli wach. Akku-Reichweite mehr als 600 Kilometer. Ab 2022 soll der Vollstromer vom Band rollen. Back to the future: VW is planning the ID. BUZZ electric van. This mobile family and surfing home revives memories of the legendary VW van. Battery range of more than 600 km. The fully electric vehicle is due to roll off the production line in 2022.

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Nomen est Omen: Der Palazzo Superior aus der Marchi Mobile eleMMent-Reihe überzeugt mit sensationellen Features, u.a. handgearbeitetes Kingsize-Bett vom Hoflieferanten der Queen. Panorama­ windschutzscheibe, die wie bei einem Helikopter gestaltet ist, und hochfahrbare Sky-Lounge (ab 1,5 Millionen Euro). Man gönnt sich ja sonst nichts. The name says it all: The Palazzo Superior from the Marchi Mobile eleMMent range impresses with its sensational features, including a handcrafted king-size bed from the supplier of the British royal family. A panoramic helicopter-like windshield and self-elevating sky lounge (from €1.5 million). After all, you deserve a little treat now and then, right?

Die Edel-Mobilschmiede Morelo präsentiert mit dem Grand Empire den bislang luxuriösesten und größten Liner der Firmengeschichte. Mit Slide-Out und Porsche-Garage im Heck (ab 600.000 Euro). With the Grand Empire, luxury motorhome manufacturer Morelo presents the most luxurious and largest liner in the company's history. With a slide-out and Porsche Cooper garage in the rear (from €600,000).

Photos: Marchi Group Deutschland GmbH, Knaus Tabbert AG, Jan Gehrke Photography, Wide Path Camper

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Mieten statt kaufen! Stylisch ausgebaute Bullis, Mini-Camper mit Dachzelt und luxuriöse Kastenwagen-Wohnmobile – die Hamburger Vantopia Vermietung macht Dreamer und Traveler happy. Tipp: Von Hamburg in Richtung Schweden oder Norwegen, wo Wildcampen erlaubt ist (außerhalb der Sichtweite eines Privathauses und nicht im Wald).

Rent, don’t buy! Stylishly equipped VW vans, mini campers with roof tents and luxurious van camper vans – the Vantopia rental company in Hamburg makes dreamers and travellers happy. Tip: from Hamburg in the direction of Sweden or Norway, where wild camping is permitted (out of sight of a private house and not in the forest).

Ans E-Bike angehängt ist das Serienmodell „Wide Path Camper“ bereit für die große weite Welt. Mit Sitzgruppe und Doppelbett. Extras: Küchenpaket und Solar-Modul für Ventilator, LED-Innenlicht und Mobil-­ Ladestation (ab 3.999 Euro).

Attached to the e-bike, the standard model “Wide Path Camper” is ready for the big wide world. With a seating area and double bed. Extras: kitchen package and solar module for fan, LED interior light and mobile charging station (from €3,999).

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Das Leatherman Signal hat 19 nützliche Werkzeuge in einem Tool, inklusive Hammer und Feuerstarter.

Mit der camping.info App findet man unter tausenden Einträgen garantiert seinen Lieblings-Campingplatz in Europa. Leichte Suche mit diversen Filtern, riesige Datenbank mit aktuellen Gästebewertungen.

The Leatherman Signal has 19 useful tools in one package, incl. hammer and fire starter.

With the camping.info app, you’re guaranteed to find your favourite campsite in Europe among thousands of entries. Easy search facility with various filters; a huge database with topical guest reviews.

Kompaktes und federleichtes Must-have:­Espressomaschine to go von Wacaco. A compact and as-light-as-afeather must-have: espresso machine to go from Wacaco.

Jeder Camper fängt mal klein an. Der Volkswagen T1 Camping Bus von Playmobil macht nicht nur im Kinderzimmer Urlaubslaune. Stilecht: die Sitzbänke im typischen 60er-Jahre-Karomuster. Every camper starts small. The Volkswagen T1 Camping Bus from Playmobil is not only fun for the nursery. True to style: the bench seats in the typical 60s check pattern.

Henry David Thoreau: „Walden oder vom Leben in den Wäldern“. Kultbuch von 1845. Fabrikantensohn und Aussteiger Thoreau versucht in einer Waldhütte einen naturnahen Lebensstil zu verwirklichen, doch das Experiment zeigt Tücken. Henry David Thoreau: Walden; or, Life in the Woods. A cult book from 1845: Thoreau, son of a factory owner and dropout, tries to live a life that is close to nature in a forest cabin, but the experiment has its pitfalls.

Photos: Trademarks, design patents and copyrights are used with the approval of the owner Volkswagen AG, Wacaco, Kampa Verlag, Leatherman Europe GmbH, Tentsile

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Drei Baum-Fixpunkte braucht das Tree Tent der neuesten Generation von Tentsile, um in der Luft zu schweben. Alustangen schaffen einen gemütlichen, regengeschützten Innenraum. Mit eingenähtem Moskitonetz. You need three trees as anchor points for the latest generation of Tree Tent from Tentsile to float in the air. Aluminium poles create a cosy, rain-protected interior. ­With sewn-in mosquito net.


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TRAVEL - THE FRANKFURTER ON TOUR

Am Zürichsee ist ein weiterer „Goldner Traum“ erwacht, hätte Goethe, der diesen See und gute Gastlichkeit so schätzte, in sein Schweizer Reisetagebuch notiert. Ja, hätte er im neuen Boutique-Hotel Ameron Zürich Bellerive Au Lac logiert. Wie der Dichterfürst mag sich auch unser Herausgeber Robin Zabler mit schönen Dingen umgeben, besonders auf Reisen. Another “golden dream” has awoken on Lake Zurich is what Goethe, who so appreciated this lake and good hospitality, would have noted in his Swiss travel diary. Yes, if only he would have stayed at the new boutique hotel AMERON Zurich Bellerive Au Lac. Like the prince of poets, our editor Robin Zabler likes to surround himself with beautiful things, especially when travelling.


TRAVEL - THE FRANKFURTER ON TOUR

Photo: Wolfgang Stahr

Mal ehrlich, manchen Dingen kann und sollte man einfach nicht widerstehen. Auch Goethe war erlesenem Komfort nie abgeneigt. Das erst im Mai 2021 eröffnete Ameron Zürich Bellerive Au Lac hat mich sofort interessiert: In bester Lage direkt am wunderschönen Zürichsee gelegen, lässt es den glamourösen Zeitgeist der Goldenen Zwanziger aufleben. Das traditionsreiche Haus am prominenten Standort, vor bald einem Jahrhundert im Art déco-Stil erbaut und seit 1932 ein Hotel, präsentiert sich nach zweijährigem Umbau und Renovierung als zeitgenössisches und charmantes Juwel. Und das schimmert mir schon beim ersten Schritt in die Lobby entgegen – eine gelungene Transformation des historischen Erbes ins zeitgenössische Design.

Let's face it, some things simply cannot and should not be resisted. Goethe was never averse to exquisite comfort either. I was immediately interested in the AMERON Zurich Bellerive Au Lac, which opened in May 2021. Sitting in a prime location on the shore of beautiful Lake Zurich, it revives the glamorous zeitgeist of the Golden Twenties. The traditional building at the prominent location, built almost a century ago in Art Deco style and a hotel since 1932, presents itself as a contemporary and charming jewel after two years of conversion and renovation work. And that’s what shimmers in my eyes as soon as I step into the lobby – a successful transformation of the historical heritage into contemporary design.

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TRAVEL - THE FRANKFURTER TRAVEL - COPENHAGEN ON TOUR

Photo: Samu Wetter

WITH A LAKE VIEW Zürich - im Norden der deutschsprachigen Schweiz und am Rande des Zürichsees, eingebettet in ein wirklich traumhaftes Alpenpanorama – ist bekannt für seine hohe Lebensqualität und versteht sich gern als kleinste Metropole der Welt. Tatsächlich liebe ich es sehr, durch diese elegante und kreative Stadt zu schlendern, gern mehrmals im Jahr, denn jede Jahreszeit lockt andere Reize dieser Stadt hervor. Hier lässt es sich im Spätsommer herrlich durchatmen und sanft genießen, etwa auf Goethes Spuren bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade oder über die historische Münsterbrücke hinüber auf die andere Seite der Limmat, wie die zentrale Wasserader heißt. An jeder Ecke mag man einkehren. Die Auswahl an Cafés ist legendär für diese Stadt, besonders das Kaffeehaus Odeon (Ein Muss: Haus-Champagner „Cübli“ und der Klassiker Rindstatar) am Bellevue, wo dank prominenter Gäste Avantgarde-Geschichte geschrieben wurde, ist nach wie vor Kult. Etliche Michelin-Sterne leuchten in Zürich, für ein Dine-Out-Erlebnis am Abend sollte man frühzeitig reservieren.

Zurich is in the northern part of German-speaking Switzerland, on the shores of Lake Zurich and nestled in a truly gorgeous Alpine panorama. It’s known for its high quality of life and likes to think of itself as the world’s smallest metropolis. In fact, I love to stroll through this elegant and creative city, several times a year if possible, because every season highlights different charms of this city. In late summer, it’s a wonderful place to breathe deeply and gently, for example, to follow in Goethe’s footsteps on a walk along the riverside promenade or across the historic Münster Bridge to the other side of the Limmat, as the central waterway is called. You might want to stop off at every corner. The selection of cafés is legendary for this city. The Odeon coffee house (a must: the house champagne "Cübli" and the classic beef tartare) at Bellevue – where avant-garde history was written thanks to prominent guests – is still a cult place to go to. Several Michelin stars shine in Zurich, and you should book early for an evening dining out experience.

OASES AND JEWELERS Vom Hotel aus sind die Altstadt mit ihren versteckten Gassen und Oasen, die Goethe bereits 1775 erkundete, der See, wie auch die meisten Sehenswürdigkeiten, bequem fußläufig zu erreichen. Der Sechseläutenplatz mit dem Opernhaus und die berühmte Bahnhofstrasse – hier haben Juweliere, Boutiquen und Luxuskaufhäuser ihren Sitz – sind nur wenige Schritte entfernt. Über das ganze Jahr ist in Zürich eine ganze Menge geboten. Im Sommer lebt die Stadt ihr berühmtes mediterranes Flair wie eine blühende Rose voll aus. Später, im Oktober, sollte man unbedingt für eine herbstliche Weinwanderung um den Zürichsee inklusive Tasting hierher kommen. Meine Highlights am Jahresende sind dann wieder die nostalgischen Weihnachtsmärkte und die in dieser Zeit bezaubernd dekorierte „Märlitram“ – die älteste heute noch betriebene Straßenbahn der Stadt.

From the hotel, the old town with its hidden alleys and oases – which Goethe explored back in 1775 – the lake along with most of the sights are all within easy walking distance. Sechseläutenplatz square with the Opera House and the famous Bahnhofstrasse – home to jewellers, boutiques and luxury department stores – are just a few steps away. There’s a lot going on in Zurich all year round. In the summer, the city lives up to its famous Mediterranean flair like a blooming rose. Later, in October, you should definitely come here for an autumnal wine walk around Lake Zurich, including a tasting. My highlights at the close of the year are, as always, the nostalgic Christmas markets and the enchantingly decorated “Märlitram” – the oldest tram in the city that is still running today.

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TRAVEL - THE COPENHAGEN FRANKFURTER ON TOUR


TRAVEL - THE FRANKFURTER ON TOUR

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Photo: Anna Quandt

Photos: Wolfgang Stahr, Salon Dufour

DINING ON THE TENNIS COURT Das Ameron Zürich Bellerive Au Lac ist wohl das einzige Hotel weltweit, das sich mit der Kuriosität rühmen kann, auf ehemaligen Tennisplätzen mit Fine Dining zu verwöhnen. Wo einst die ersten Bewohner Indoor-Tennis spielten und 1953 das legendäre Zürcher Filmstudio Bellerive einzog (wo man die deutsche Version des Silvesterklassikers „Dinner for One“ aufzeichnete), wurde beim Umbau das gleichnamige Grill-Restaurant und die denkmalgeschützte Bar (mit Zigarrenlounge) „Studio Bellerive“ eingerichtet. Nach dem All-Day-Dining-Konzept wird dort neben köstlichen Spezialitäten vom Lavagrill auch Streetfood deluxe serviert, wobei man internationale Klassiker neu interpretiert. Ein Genuss: das Steak-Sandwich mit kreolischen Rindsstreifen.

The AMERON Zurich Bellerive Au Lac is probably the only hotel in the world that can boast the curiosity of offering a fine dining experience on former tennis courts. Where once the first residents played indoor tennis and in 1953 the legendary Zurich film studio Bellerive moved in (where they recorded the German version of the New Year's Eve classic “Dinner for One”), the eponymous grill restaurant and the listed bar (with cigar lounge) “Studio Bellerive” were done up during the conversion work. In line with the all-day dining concept, street food deluxe is served there alongside delicious specialities from the lava grill, with reinterpreted international classics. One delight is the steak sandwich with strips of Creole beef.

Stadt- oder Seeblick? Wer beides möchte, bucht die 90-Quadratmeter-Duplex-Suite im Turm des Hotels am Seeufer. Nicht nur ihre Dachterrasse ist ein Traum. Big ­Family Time: Die Suite kann mit anderen Zimmern verbunden werden und somit einen Teil der Etage privatisieren.

A view of the city or the lake? If you want both, book the 90 m2 duplex suite in the tower of the lakeside hotel. Not only is its roof terrace a dream. Big Family Time: the suite can be connected to other rooms, so you can take over part of the floor for your own private purposes.

THE FRANKFURTER-Herausgeber Robin Zabler liebt das Reisen. Dabei haben es ihm vor allem die angelsächsischen Ziele, speziell die USA, angetan. Dort zieht es ihn mindestens einmal im Jahr nach Texas, wo er das einfache rurale Leben bei Familie und Freunden auf einer Farm genießt. Ein absolutes Kontrastprogramm zum hektischen Alltag als Medienmacher, erklärt er. Ansonsten ist er aber eher Kosmopolit, liebt Städte wie New York, Paris, Mailand und natürlich London, laut ihm „die Metropole der Trends in Sachen Hospitality und Food.“

THE FRANKFURTER's editor Robin Zabler just loves to travel. He has a particular fondness for Anglo-Saxon destinations – especially the USA, where he is drawn to Texas at least once a year, enjoying the simple rural life down on a farm with family and friends. As he explains, life there is in total contrast to the hectic everyday life of a media maker. Otherwise, however, he is more cosmopolitan and adores cities like New York, Paris, Milan and, of course, London, which in his view is “the metropolis of trends in hospitality and food”.


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ART - 100 YEARS BRAUN

LESS, BUT BETTER Vor 100 Jahren in Frankfurt gegründet, wurde Braun ab den 1950er-Jahren bekannt für seine Rasierer, Phono- und Küchengeräte, Filmkameras und Uhren in einem radikal-sachlichen Stil. Auch A ­ pple hat sich an den Entwürfen von Dieter Rams, dem langjährigen Designchef der Firma, orientiert. Das allein zeigt: Das ­Design der Marke ist Kult. Founded in Frankfurt 100 years ago, Braun became known, from the 1950s onwards, for its razors, phonographs, kitchen appliances, film cameras and watches in a radically unobtrusive style. Apple, too, has taken its cue from the designs of Dieter Rams, Braun’s long-time head of design. That alone proves that the brand’s design is cult. By Martina Metzner

„Unsere elektrischen Geräte sollen unaufdringliche, stille Helfer und Diener sein.“ “Our electrical appliances should be humble servants, to be seen and heard as little as possible that one hardly noticed.” Erwin Braun (1921-1992)


ART - 100 YEARS BRAUN

Photos: Hans G Conrad, Dieter und Ingeborg Rams Stiftung

Es gibt ein paar Dinge, bei denen US-Amerikaner neidisch auf uns Deutsche werden – und zwar, wenn es um Luxusautos wie Mercedes oder BMW geht, um gutbürgerliche Küche mit Brot, Bier und Sauerkraut – und bei den Produkten der Marke Braun. Seit der Geburt des iPhones im Jahre 2007 ist bekannt, dass sich der damalige Apple-Chefdesigner Jonathan Ive von den Produkten des Elektrotechnikherstellers aus Kronberg hat inspirieren lassen – und zwar nicht nur für das iPhone, auch für den iPod und den iMac. Es ist die Spitze eines Kults um Braun-Produkte, der in den 1960er-Jahren begann, und der heute nicht nur von Liebhabern im klassischen Sinne betrieben wird, sondern auch immer mehr von jungen designaffinen Menschen.

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There are a few things that make American citizens envious of us Germans – namely when it comes to luxury cars such as Mercedes or BMW, good home cooking with bread, beer and sauerkraut…and the products of the Braun brand. Since the birth of the iPhone back in 2007, it has been generally known that Apple’s chief designer at the time, Jonathan Ive, was inspired by the products of the electrical engineering manufacturer from Kronberg – and not just for the iPhone, but also for the iPod and the iMac, too. It is the tip of a cult of Braun products that began in the 1960s, and which today is not only pursued by enthusiasts in the classic sense, but also increasingly by young people with an affinity for design.

1951

1956

1957

Nach dem Tod von Max Braun übernehmen die Söhne Artur und Erwin die Geschäfte. Erwin baut zusammen mit dem Kunsthistoriker Fritz Eichler ein Netzwerk aus Künstlern, Designern und Kreativen auf – u.a. von der HfG Ulm.

Die von Hans Gugelot und Dieter Rams entworfene Radio-Phono-Kombination „Super SK 4“ ist ein Pionier für funktionales Design in der Nachkriegszeit. Wegen seiner Plexiglasabdeckung wird das Gerät landläufig „Schneewittchensarg“ genannt.

Die „KM 32“ (Design: Gerd Alfred Müller) verkauft sich 2,3 Millionen Mal.

After Max Braun’s death, his sons Artur and Erwin take over the business. Together with art historian Fritz Eichler, Erwin builds up a network of artists, designers and creative people – including from the HfG Ulm.

The “Super SK 4” radio-phono combination designed by Hans Gugelot and Dieter Rams is a pioneer of functional design in the post-war era. Due to its Plexiglas cover, the unit is commonly called “Snow White’s Coffin”.

The "KM 32" (designed by Gerd Alfred Müller) sells 2.3 million units.


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ART - 100 YEARS BRAUN

1961

1962

1979

Dieter Rams übernimmt die Leitung der Designabteilung und prägt den „Braun Stil“ mit vielen Designklassikern (im Bild mit Fritz Eichler).

Topseller: Der „Sixtant“ bricht mit zehn Millionen verkauften Geräten bis 1973 alle Verkaufsrekorde. Die Schwarz-Silber-Kombination wird über Jahrzehnte zum Standard für Radios, Musikgeräte und Kameras.

Geliebter Flop: Die Atelier-Serie von Braun war eine hochpreise Hi-Fi-Anlage im Baukastensystem – mit geringem Markterfolg, aber vielen Liebhabern. 1990 wird die Produktion eingestellt. Heute zahlen Sammler hohe Preise dafür.

Top seller: the “Sixtant” breaks all sales records with 10 million units sold by 1973. The combination of black and silver becomes the standard for radios, music players and cameras for decades.

Beloved flop: Braun's Atelier series was a highpriced hi-fi system in a modular system – with little market success, but many fans. Production was discontinued in 1990. Today, collectors pay a high price for them.

Dieter Rams takes over as head of the design department and shapes the “Braun style” with many design classics (pictured with Fritz Eichler).

Die sachlich gestalteten Rasierer, Phono- und Küchengeräte, Filmkameras und Uhren stehen par excellence für deutsches Design – ganz gemäß des von der Firma geprägten Mottos „Weniger, aber besser“. Braun-Geräte finden sich in Designsammlungen rund um den Globus wie etwa im New Yorker Museum of Modern Art. Dieter Rams, ehemaliger Chefdesigner von Braun, wohnhaft in Kronberg im Taunus und selbst mit 89 Jahren immer noch an allem interessiert, gilt als der unangefochtene Hero des internationalen Produktdesigns. Groß wurde Braun in den Nachkriegsjahren – kaum ein anderes Unternehmen prägte die deutsche Konsumgüterindustrie in dieser Zeit mehr als dieses.

The pragmatically designed shavers, phonographs and kitchen appliances, film cameras and watches stand par excellence for German design – in line with the company’s motto of “less, but better”. Braun appliances can be found in design collections around the globe, such as in the New York Museum of Modern Art. Dieter Rams, former head designer of Braun, who lives in Kronberg in the Taunus region and is still interested in everything even at the age of 89, is considered to be the undisputed hero of international product design. Braun rose to fame in the post-war years; hardly any other company shaped the German consumer goods industry more than this one.

Drehen wir die Uhr etwas zurück und schauen auf diese einzigartige Erfolgsstory und ihr Design-Geheimnis.

Let’s turn back the clock a little and examine this unique success story and the secret behind its designs.

AHEAD OF THEIR TIME: ARTUR AND ERWIN BRAUN Die Firma von Max Braun wurde 1921, also vor genau 100 Jahren, in Frankfurt am Main gegründet. Sie stellte das her, was viele andere auch machten: Radiogeräte, darunter die bekannten Volksempfänger des Dritten Reichs, damals unverzichtbar und das aktuellste Medium seiner Zeit. Etwas Besonderes waren die Boxen aus braun lasiertem Holz oder dem damals neuen Kunststoff Bakelit allerdings nicht.

Max Braun’s company was founded in Frankfurt am Main in 1921, exactly 100 years ago. It made what many others were also making: radio sets – including the well-known “Volksempfänger” of the Third Reich, indispensable at the time and the most up-to-date medium of its age. The boxes made of brown varnished wood or the then new plastic Bakelite, however, were not something special.


ART - 100 YEARS BRAUN

Erst in den Nachkriegsjahren, als 1951 die beiden Söhne von Max Braun nach dessen frühen Tod die Firma übernahmen, schwang sich Braun zum Design-Olymp empor. Es war Erwin Braun, der extrovertierte Kosmopolit, der in den Wiederaufbaujahren nicht nur zurückschauen, sondern eine neue Phase einleiten wollte. Während andere sich nach den dunklen, schweren Wohninterieurs der 1920er zurücksehnten, kamen neue Strömungen aus den USA und Skandinavien, deren modernes, leichtes und unbeschwertes Design von Alltagsgegenständen wie Möbel, Mode bis hin zu Autos auch einherging mit einer Sehnsucht nach einer neuen Idee von Lebensgestaltung, die die düstere Vergangenheit hinter sich lassen sollte. Erwin Braun suchte Gleichgesinnte, und so engagierte er den Kunsthistoriker und Bühnengestalter Fritz Eichler, den er im Krieg kennen­ gelernt hatte, und machte ihn verantwortlich für das ­äußere Erscheinungsbild der Firma und deren P ­ rodukte.

It wasn’t until the post-war years, when Max Braun’s two sons took over the company after his early death in 1951, that Braun rose to become the Mount Olympus of the design w ­ orld. It was Erwin Braun, the extroverted cosmopolitan, who not only wanted to look back in the reconstruction years, but to usher in a new phase. While others yearned for the dark, heavy home interiors of the 1920s, new trends were coming from the USA and Scandinavia, whose modern, light and carefree design of everyday objects such as furniture, fashion and even cars also went hand in hand with a longing for a new concept of a lifestyle that would leave the gloomy past far behind. Erwin Braun was on the lookout for like-minded people, which is why he hired the art historian and stage designer Fritz Eichler, whom he had met during the war, and made him responsible for the external image of the company and its products.

JOINED FORCES: BRAUN AND THE HFG ULM

Photos: Dieter und Ingeborg Rams Stiftung, Braun/P&G, Archiv Kronberg

Eichler brachte Braun in Kontakt zur damaligen Avantgarde der Architektur- und Gestalter-Szene – neben Herbert Hirche und Wilhelm Wagenfeld fand man schnell eine gemeinsame Haltung in der nach dem Krieg etablierten Hochschule für Gestaltung in Ulm. Unter anderen gegründet von Inge Scholl, der älteren Schwester der Geschwister Scholl,

Eichler brought Braun into contact with the avant-garde of the architecture and design scene of the time: alongside Herbert Hirche and Wilhelm Wagenfeld, they quickly found a common stance at the Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm, the Ulm School of Design established after the war. Founded, among others, by Inge Scholl, the elder sister of the Scholl siblings,

1993

2021

2021

Dieter Rams formuliert die „10 Thesen für gutes Design“.

Braun feiert 100-jähriges Firmenjubiläum, u.a. mit einer schwarzen „100 Years Limited Edition“, die auch die klassische Zitruspresse von 1972 beinhaltet.

Im Auftrag von Braun verpasst US-Künstler, Fashiondesigner und Musiker/DJ Virgil Abloh der Audio Wandanlage von Dieter Rams (1961) seine Handschrift. Ergebnis ist ein verchromtes Einzelstück.

Braun celebrates its 100th anniversary, among other things with a black “100 Years Limited Edition”, which includes the classic citrus juicer from 1972.

Commissioned by Braun, US artist, fashion designer and musician/DJ Virgil Abloh puts his signature on the audio wall system by Dieter Rams (1961). The result is a unique chrome-plated piece.

Dieter Rams formulates his “10 Theses for Good Design”.

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ART - 100 YEARS BRAUN

wollte man dort an das von den Nazis aufgelöste Bauhaus anknüpfen und auf ähnliche Weise mit Hilfe von Gestaltung Mensch und Gesellschaft prägen. Wie das Bauhaus war auch Ulm sozialdemokratisch ausgerichtet und interessierte sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der breiten Masse. Es entspann sich fortan zwischen Braun und der HfG Ulm bis zu ihrer Schließung im Jahre 1968 eine fruchtbare Zusammenarbeit, die mit Hans Gugelot, dem Leiter der Designabteilung anfing und viele weitere Ulmer, auch Otto „Otl“ Aicher, den Mitgründer der HfG, einband. Aus dieser Kooperation gingen eine Reihe Produktentwicklungen hervor, die technisch auf dem neuesten Stand – und vor allem auf das Wesentliche reduziert – waren.

they wanted to take up again the ideas of the Bauhaus, which had been dissolved by the Nazis, and shape people and society in a similar way with the aid of design. Like the Bauhaus, Ulm had a social democratic bent and was interested in improving the living conditions of the broad masses. From then on, a fruitful collaboration developed between Braun and the HfG Ulm until it closed in 1968, which began with Hans Gugelot, head of the design department, and involved many other Ulm residents, including Otto “Otl” Aicher, co-founder of the HfG. This cooperation resulted in a series of product developments that were technically state-of-the-art – and, above all, stripped to the bare essentials.

"Die Designgeschichte der Marke Braun dient als Inspiration, muss aber in die heutige Zeit übersetzt und weiterentwickelt werden. Dafür haben wir den Ausdruck ‚Past Forward – der Blick zurück und nach vorne“ geprägt. Wir möchten weiterhin Produkte mit zeitloser Ästhetik entwickeln, die das Leben vereinfachen und eine lange Lebensdauer aufweisen." "The design history of the Braun brand serves as inspiration, but must be translated and developed further into today's world. For this, we have coined the phrase 'Past Forward - looking back and forward.' We want to continue to develop products with timeless aesthetics that simplify life and last a long time." Oliver Grabes, Leiter der Braun Design-Abteilung/ Head of the Braun Design Department

„MR. BRAUN“ DIETER RAMS Das Unternehmen wuchs in den 1950er- und 1960er-Jahren rasant, getrieben von den Erfolgen vor allem im Bereich der Rasierer, speziell in den USA. Man hatte international knapp 5.000 Mitarbeiter (zum Vergleich: heute sind es rund 3.800). Dabei ließ man sich nie abbringen von der am Schlichten orientierten Designhaltung, die auf den drei Pfeilern „einfach“, „funktional“ und „langlebig“ gründete.

The company enjoyed rapid growth in the 1950s and 60s, driven by the success of razors, especially in the USA. Internationally, the firm had almost 5,000 employees (today, its staff numbers roughly 3,800). At the same time, the company never wavered from its stripped-down design approach, which was based on the three pillars of “simple”, “useful” and “built to last”.

Parallel zur Zusammenarbeit mit unabhängigen Gestaltern baute man eine eigene Designabteilung auf und – ebenso ein Novum jener Zeit – gründete einen Braun-Preis (1968), mit dem man den Nachwuchs prämierte und auch rekrutierte. Dieter Rams, ein studierter Architekt aus Wiesbaden, wurde 1961 der Leiter der Designabteilung – und blieb es bis 1995. Dies sollte die zweite prägende Designphase werden, unter der vor allem die Hi-Fi-Geräte herausstachen – zur damaligen Zeit ein Must-have. Diese taugten aufgrund ihres Preises nicht für den Massenmarkt, polierten aber um so mehr das Renommee des Unternehmens auf. Dieter Rams – in den USA nur „Mr. Braun“ genannt – verkörperte die Braun-Haltung wie kein Zweiter und formulierte die „10 Thesen für gutes Design“ – ein Klassiker, an dem sich heute noch Design-Studierenden orientieren.

Parallel to the cooperation with independent designers, the firm developed its own design department and – a novelty of the time – founded a BraunPrize competition in 1968, which was used to award as well as recruit young talent. Dieter Rams, an architect from Wiesbaden, became head of the design department in 1961 – and remained so until he left in 1995. This was to be the second formative design phase, among which the hi-fi units in particular stood out; they were a must-have at the time. Due to their price, however, they were not suitable for the mass market, but they polished up the company’s reputation all the more. Dieter Rams – known in the USA only as “Mr Braun” – embodied the Braun attitude like no other designer and formulated his “10 Theses for Good Design" – a classic that still influences design students today.


ART - 100 YEARS BRAUN

Photo: Braun/P&G, Archiv Kronberg

GOOD DESIGN FOR THE NEXT 100 YEARS 1967 verkauften die Brüder Braun die Mehrheitsanteile ihrer Firma an den US-amerikanischen Konzern Gillette. 1991 wurde die Hi-Fi-Sparte eingestellt, da sie sich gegen die Konkurrenz aus Asien nicht mehr durchsetzen konnte. Seit 2005 gehört Braun zu dem US-amerikanischen Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble. 2012 wurden die Küchengeräte in Lizenz an den italienischen Haushaltsgeräte-Konzern De‘Longhi vergeben.

In 1967, the Braun brothers sold the majority shares of their company to the US firm Gillette. In 1991, the hi-fi division was discontinued as it could no longer hold its own against the competition coming from Asia. Since 2005, Braun has belonged to the US consumer goods group Procter & Gamble. In 2012, the kitchen appliances were licensed to the Italian household appliance group De'Longhi.

Mit Fokus auf das Kerngeschäft von Braun mit Rasierern und elektrischen Zahnbürsten leitet heute der gebürtige Mittelhesse Oliver Grabes die Designgeschicke von Braun, der mit seinem Team das Gestern mit dem Heute zu verbinden weiß. So kam 2014 eine Re-Edition der ikonischen Küchengeräte heraus, 2019 eine Wiederauflage der Lautsprecher. Zum Jubiläum hat man neben einer speziellen Produktrange in Schwarz auch den US-Künstler Virgil Abloh eingeladen, die absolute Stilikone des Unternehmens, die Audio Wandanlage von Dieter Rams, neu zu interpretieren. Dieses Kultgerät aus dem Jahr 1961, das an der Wand montiert wie ein Gemälde wirkt, glänzt nun in Chrom – so wie die „Grillz“, die verchromten Zähne von Rappern.

With a focus on Braun’s core business of shavers and electric toothbrushes, Oliver Grabes, a native of central Hesse, now heads Braun’s design fortunes. With his team behind him, he knows how to combine yesterday with today. In 2014, for example, a re-edition of Braun’s iconic kitchen appliances was released, followed by a re-release of the speakers in 2019. For the anniversary, besides a special product range in black, they have also invited US artist Virgil Abloh to reinterpret the company’s absolute style icon: the audio wall unit by Dieter Rams. This cult device from 1961, which looks like a painting when mounted on the wall, is now resplendent in chrome – just like the “grillz” or the chrome teeth of rappers.

Diente dem Apple iPod als Vorlage: Miniradio „T3“ (Design: Dieter Rams, 1958). Served as a model for the Apple iPod: the “T3” pocket radio (designed by Rams, 1958).

JUBILÄUMSSCHAUEN ANNIVERSARY SHOWS BraunSammlung (mit Dauerstellung) Firmensitz Kronberg (with permanent exhibition) HQ in Kronberg www.foerderkreis-braunsammlung.de „Braun 100“ Bröhan Museum, Berlin Bis 29. August 2021/ Until 29 August 2021 www.broehan-museum.de „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“ Museum Angewandte Kunst, Frankfurt Bis 8. August 2021/ Until 8 August 2021 www.museumangewandtekunst.de

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Photo:

ART - SPOTTED: DANI MIRAS

THE NOSTALGIC HEDONIST

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ART - SPOTTED: DANI MIRAS

Dani Miras mag die schrillen Lollipop-Vibes vergangener Stilepochen. Mit ihnen erzeugt der Industriedesigner und Fotograf aus Barcelona illusionistische Welten und das Gefühl eines nie endenden Sommers am Meer. THE FRANKFURTER taucht ein in das fantastische Universum des Künstlers.

Photos: Dani Miras

Dani Miras likes the shrill lollipop vibes of style eras of the past. ­ With them, the industrial designer and photographer from Barcelona creates ­illusionistic worlds and the feeling of a never-ending summer by the sea. THE FRANKFURTER dives into the artist’s fantastic universe.

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ART - SPOTTED: DANI MIRAS


Photos: Dani Miras

ART - SPOTTED: DANI MIRAS

Schnelle Autos, die in den 1980er-Jahren Kultstatus besaßen, Swimmingpools, edle Architekturen und Skulpturen – Dani Miras (@sr_formica) hüllt sie in seinen Bildern in ­softe Pastelltöne. Träume und Fantasien vermischen sich mit ­realen Objekten und Erinnerungen. Nichts stört die Perfektion dieser unwirklichen Szenerien. Was ihm die Freiheit verschafft, ein so makelloses, lustvolles Ideal zu kreieren, sind neben der Fotokamera und dem Zeichenstift, eine 2D- und 3D-Software und Photoshop. Inzwischen gibt es seine postmodernen Designs auch auf T-Shirts und Handy­ hüllen. Im Interview erklärt er, warum Hedonismus ein Lebensprinzip für ihn ist.

Fast cars that enjoyed cult status in the 1980s, swimming pools, elegant architecture and sculptures – Dani Miras (@sr_formica) envelops them in soft pastel shades in his pictures. Dreams and fantasies intermingle with genuine objects and memories. Nothing disturbs the perfection of these unreal panoramas. What gives him the freedom to create such a flawless ideal that’s full of relish are – besides the camera and the drawing pencil – a 2D and 3D software and Photoshop. His postmodern designs are now also available on T-shirts and mobile phone covers. In this interview, he explains why hedonism is a principle by which he lives.

Deine Bilderwelten erinnern uns an „Miami Vice“, verbunden mit einem markanten Vintage-Touch. „Ich wurde 1971 geboren. Die coole Welle der 1980er-­ Jahre erlebte ich als Teenager. Mir war bewusst, dass ich mich in modernen Zeiten bewegte – die neue Synthesizer-­ Musik, Videoclips mit einer starken Ästhetik, der Beginn der 3D-Computerbilder und die Formen und Farben, die das italienische Design hervorbrachte. Das Space Age Design und das träumerische Möbeldesign der 1960er­ und 70er-Jahre begeisterten mich aber genauso.“

Your imagery puts us in mind of “Miami Vice”, combined with a distinctive vintage touch. “I was born in 1971. I experienced the cool wave of the 1980s as a teenager. I was very much aware that I was living in modern times – the new synthesiser music, video clips that had a strong sense of the aesthetic, the early stages of 3D computer images and the shapes and colours that ­Italian design brought forth. But the space age design and the ­dreamy furniture design of the 1960s and 70s excited me just as much.”

Warum hast du dich für Fotografie und Illustration entschieden? „Als Designer bin ich ein visueller Mensch. Ich habe schon immer gern gezeichnet und auch mit verschiedenen Kameras gearbeitet – von einer Lomo LC-A, die ich mir vor mehr als 20 Jahren kaufte, bis hin zu einer Nikon F90. In den letzten Jahren benutzte ich einfach eine Lumix Pocket oder die Handykamera.“

Why did you decide to go for photography and illustration? “As a designer, I’m a visual person. I've always loved to draw and I have also worked with various kinds of cameras – from a Lomo LC-A fixed lens compact camera that I bought more than 20 years ago to a Nikon F90. In recent years, I've just been using a Lumix Pocket camera or just the camera on my mobile phone."

Welche Impulse sind dir wichtig? „Meine wesentlichen Quellen sind Jugenderinnerungen, die visuelle Kultur und die Liebe zu Design, Musik und Filmen. Aktuell schöpfe ich viele Inspirationen aus Pinterest, eine schier unerschöpfliche Ressource.“

What inspirations are important to you? “My main sources of inspiration are the memories from my youth, visual culture and my love of design, music and films. Right now, I’m drawing a whole lot of inspiration from Pin­ terest, which is a seemingly inexhaustible resource.”

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SAFE BUSINESS „Der Mensch braucht den Menschen“ – für Chanda Syed (Managing Director am Standort Frankfurt) ist die gelebte Unternehmensphilosophie, besonders in Zeiten wie diesen. Die international vernetzte Erfolgsmarke ecos office center bietet in der Finanzmetropole seit über 20 Jahren auf großer Fläche Weltkonzernen, Kanzleien, Selbstständigen und jungen Unternehmen eine flexible Heimat und einen sicheren Hafen inkl. umfassender Bürodienstleistungen. „Safe Business ist für uns kein Neuland. Unsere Konferenzräume werden so angeboten, dass immer ein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann.“ „PRIVATE SPACES SIND GEFRAGTER DENN JE. DAMIT BEDIENEN WIR DIE NACHFRAGEN PASSEND ZUR AKTUELLEN SITUATION.“ „Home Office ist gut, aber nicht die Zukunft“. Der menschliche Kontakt, der motivierende Austausch und ein Lächeln ist unverzichtbar - das kommunizieren uns die Unternehmen. We are Family lebt das familiengeführte ecos office center mit jeder Faser und das schließt unsere Kunden mit ein.

Mainzer Landstraße 50 / Tel. 069 2740150 / www.ecos-office.com / info@ecos-frankfurt.com


ART - SPOTTED: DANI MIRAS

Photo: Dani Miras

@dani

Deinen Bildern wird ein hedonistischer Charakter nachgesagt. Man könnte das als Nachteil sehen. „Meine Arbeiten rufen verschiedene Gefühle beim Betrachter hervor und entsprechend unterschiedlich sind auch die Interpretationen. Doch das Feedback, das ich bekomme, ist erstaunlich und ermutigend. Ich möchte eine Art nostalgische Ästhetik ausstrahlen, die mit dem Design einer bestimmten Ära verbunden ist. Manche assoziieren damit eine Vision von Luxus, aber davon bin ich weit entfernt. Ich selbst arbeite Zuhause in einer sehr kleinen Wohnung. Die weniger glamouröse Sache auf der Welt.“

Your pictures are said to have something of a hedonistic character. That could be regarded as a disadvantage. “My works evoke different feelings in the viewer and the interpretations of them are just as varied. But the feedback that I get is amazing and encouraging. I want to r­adiate a kind of nostalgic aesthetic that is associated with the ­design of a certain era. Some people might associate it ­with a vision of luxury, but I'm very far from that kind of life. I work at home in a very small flat. The least glamorous thing in the world.”

Dein Credo? „Ich habe ein ruhiges Leben in der Nähe des Strandes, was für mich etwas Grundlegendes ist. Und ich verbringe einfach eine gute, angenehme Zeit beim Arbeiten. Ich mache es nur zum Spaß. Auch das bedeutet der Begriff Hedonismus für mich.“

Your credo? “I live a quiet life near the beach, which is something that’s important to me. And I just spend a good, enjoyable time working away. I do it just for fun. And that's what the term hedonism means for me, too.”

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ART - HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

Tatiana Ovruchskaja Die Bar

ow´s l e R T S Heike

t r A f o d l r Wo

Photo: Privat

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ART - HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

„Mischpoke“ heißt ihr gemeinsames Kunstprojekt. Die Frankfurterin Anna Nero (* 1988 in Moskau) ist Künstlerin wie ihre Mutter und Großmutter. Zu dritt verdreifachen sie Reflexion und jüdischen Humor.

“Mischpoke” is the name of their joint art project. The Frankfurt-based Anna Nero (born in Moscow in 1988) is an artist, just like her mother and grandmother. The three of them talk about reflection and Jewish humour.

Großmutter, Mutter und Enkeltochter: Drei Generationen von jüdischen Frauen, die ihr Leben der Kunst gewidmet haben. Kein Roman, sondern die Lebensgeschichte der Künstlerin Anna Nero, die gemeinsam mit ihrer Großmutter Tatiana Ovrutschski und ihrer Mutter Julia Ovrutschski 1995 als Kontingentflüchtling aus Russland nach Deutschland kam. Später studierte sie an der Kunsthochschule in Mainz und an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Alle drei Frauen sind Künstlerinnen und leben heute in ihrer Wahlheimat Frankfurt. Galeristin Heike Strelow sprach mit Anna Nero über diese besondere Konstellation und ihre Identität als Frau, Jüdin und Künstlerin. Anna Neros Malstil: geometrisch, kontrolliert, witzig und voller sexueller Anspielungen.

Grandmother, mother and granddaughter: they are three generations of Jewish women who have dedicated their lives to art. This is no story from a novel, but the life story of the artist Anna Nero, who came to Germany as a so-called quota refugee from Russia in 1995, together with her grandmother Tatiana Ovrutschski and her mother Julia Ovrutschski. She later studied at the Art Academy in Mainz and at the Leipzig Academy of Visual Arts. All three women are artists and now live in Frankfurt, their adopted home. Gallery owner Heike Strelow talked to Anna Nero about this very special constellation and her identity as a woman, a Jew and an artist. Anna Nero’s painting style is geometric, controlled, witty and full of sexual allusions.

Heike Strelow: Anna, schon nach unserem ersten Gespräch bist du mir als selbstbewusste, feministisch denkende Künstlerin im Kopf geblieben. Verdankst du dieses Selbstverständnis deiner Mutter und Großmutter?

Heike Strelow: Anna, even after our first conversation, you stuck in my mind as a self-confident and feminist artist. Do you think you owe this perception of yourself to your mother and grandmother?

Anna Nero: „Ja, definitiv. Ich verdanke meiner Mutter und Großmutter die Berufswahl und auch das Selbstverständnis als Künstlerin. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen müssen sich ihrer Familie gegenüber rechtfertigen, was ihre Profession angeht. Ich hingegen hatte das Privileg, verstanden und unterstützt worden zu sein. Hinzu kommt, dass meine Familie aus der Sowjetunion kommt und es dort immer selbstverständlich war, dass Frauen berufstätig sind.“

Anna Nero: "Yes, definitely. I owe my choice of profession and also my self-perception as an artist to my mother and grandmother. Many of my colleagues have to justify their chosen profession to their families. Whereas I, on the other hand, have had the privilege of being understood and supported by mine. What’s more, my family comes from the Soviet Union, and over there, it was always taken for granted that women would work.”

Zurzeit plant ihr eine gemeinsame Ausstellung und einen Katalog im Rahmen des Festjahres „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Ihr seid Malerinnen, eure künstlerischen Ansätze sind jedoch verschieden. Wo siehst du eure Gemeinsamkeiten, was verbindet euch?

You are currently planning a joint exhibition and catalogue as part of the “1,700 Years of Jewish Life in Germany” festival year. You are all painters, but your artistic approaches are all different. Where do you see your similarities? What connects you?

„Man könnte es vereinfachen und sagen: Meine Großmutter malt figurativ, ich male abstrakt, meine Mutter ist irgendwo dazwischen. Aber für mich sind Begriffe wie figurativ oder abstrakt nicht wirklich relevant. Uns verbindet, dass wir die Welt um uns herum durch die Linse der Malerei wahrnehmen und reflektieren. Und diese Wahrnehmung ist geprägt von gemeinsamen Erfahrungen: Frau sein, Migration, die Zugehörigkeit zu einer Minderheit.“

“You could simplify things and say that my grandmother paints figuratively, I paint abstractly, and my mother is somewhere in between. But for me, terms like ‘figurative’ or ‘abstract’ aren’t really relevant. What we all share in common is that we perceive and reflect the world around us through the lens of painting. And this perception of ours is shaped by shared experiences: being a woman, migration, and belonging to a minority.”

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ART - HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

Du bist in einer russisch-jüdischen Familie aufgewachsen, damit zwischen zwei so unterschiedlichen Konzepten wie Bildverehrung und Bildverbot. Spiegelt sich das auch in deiner Arbeit wider?

You grew up in a Russian-Jewish family, so you were caught between two very different concepts – worshiping icons on the one hand and aniconism, or a prohibition of idols, on the other. Does your work reflect this?

„In meiner Arbeit lote ich den Grat aus Darstellung und Abstraktion aus. Bereits meine Diplomarbeit widmete sich dem Thema Fetischismus und Objektverehrung. Während man im orthodoxen Christentum Ikonen küsst und verehrt, lehnen andere Religionen (und Teile des Christentums) dies als Götzenanbetung ab. Für mich ist das eine zentrale Frage der Malerei – ob sie mehr ist als Stoff und Farbe, ob sie überhaupt mehr sein kann.“

“In the work I do, I explore the line between the representative and the abstract. My diploma thesis was already dedicated to the subject of fetishism and object worship. While icons are kissed and worshipped in Orthodox Christianity, other religions (and parts of Christianity) reject this as idolatry. For me, this is a central question of painting – whether it’s more than fabric and paint, whether it can be more at all.”

„Mischpoke“, so lautet der Titel eures gemeinsamen Projekts, er ist aber auch ein Begriff, der für mich mit einer augenzwinkernden Ironie verbunden ist. Wie wichtig ist für dich Humor in der Kunst?

“Mischpoke” (“clan” or “tribe”) is the title of your joint project, but it’s also a term that I associate with irony and a wink of the eye. How important is humour in art for you?

„Humor spielt sowohl in der jüdischen Kultur als auch in meiner Familie eine große Rolle. Ich wollte das immer in meine Arbeit übertragen. Augenzwinkern, Ironie, Parodie und Bildwitz. Ich habe nämlich keine Lust, so strenge formale Wichtigtuer-Kunst zu machen. Das ist eher was für Männer.“

“Humour plays a major role in Jewish culture as well as in my own family. I have always wanted to transfer that into my work. Tongue-in-cheek, irony, parody and pictorial humour. Because I don’t feel like making such strict, formal poser art. That's some­thing more for men.”


ART - HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

„Ich habe keine Lust, Wichtigtuer-Kunst zu machen.“ “I don't feel like doing poser art.” Anna Nero

1 Julia Ovrutschski: Sommerhitze 2 Anna Nero: Quarantine Playground 3 Anna Nero: Flylikeabutterfly 4 Julia Ovrutschski: Unbekanntes Objekt

Ihr lebt alle drei in Frankfurt, du bist nach deinem Studium und verschiedenen Auslandsaufenthalten hierher zurückgekommen. Was hat dich dazu bewogen?

All three of you live in Frankfurt. You came back here after your studies and various stays abroad. What made you do that?

„Das ist eine gute Frage. Mit Frankfurt war es lange wie in einer komplizierten Liebesbeziehung – man kann nicht mit, aber auch nicht ohne. Ich schätze die Stadt sehr für ihre Multikulturalität. Aber manchmal kommt sie mir vor wie ein Dorf. Am Ende entschied ich mich für die Liebesbeziehung mit meinem kleinen Bockenheim.“

“That's a good question. For a long time, Frankfurt was like a complicated love affair – you can’t stand to be in it, but you can’t stand not to be in it either. I appreciate the multicultural nature of the city very much. But, sometimes, it does feel like a village to me. In the end, I decided to choose to enjoy my love affair with my little Bockenheim.”

Kunsthistorikerin, Autorin, Galeristin und Kuratorin Heike Strelow spürt künstlerische Positionen auf, die jenseits von kurzlebigen Trends sowohl formal als auch inhaltlich innovative Ansätze verfolgen. Für THE FRANKFURTER gewährt sie interessante Einblicke in ihre Sicht auf die zeitgenössische Kunst.

Art historian, author, gallery owner, and curator Heike Strelow seeks out artistic positions that pursue innovative approaches beyond short-lived trends in both form and content. For THE FRANKFURTER she grants interesting insights into her view of contemporary art.

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In direkter Nachbarschaft zur Europäischen Zentralbank entsteht das neue Hafenpark Quartier. Star-Architekt und Designer Hadi Teherani hat dafür elegante Häuser entworfen, die sich durch üppige Grünanlagen und grandiose Panoramen auszeichnen. The new “Hafenpark Quarter” is being built in the immediate vicinity of the European Central Bank. Star architect and designer Hadi Teherani has designed elegant buildings for it that are characterised by lush green spaces and grandiose panoramas. By Martina Metzner

Die Zwillingstürme des „HPQ Living“ werden die Silhouette des neuen Hafenpark Quartiers von weither sichtbar prägen. The twin towers of “HPQ Living” will dominate the silhouette of the new Hafenpark Quartier, visible from afar.

Photos: B&L Group/Visualisation: XOIO

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So soll das neue Hafenpark Quartier aussehen – im Bild fehlt noch das geplante Bürohochhaus an der Hanauer Landstraße. This is what the new Hafenpark Quartier is supposed to look like – the planned office tower on Hanauer Landstraße is still missing from the picture.

YESTERDAY MUD, TODAY A TREND DISTRICT Als man noch mit Kutschen fuhr, lag die Hanauer Landstraße auf einem Damm, der sich durch die Überschwemmungslandschaft des Mains zog. Mit der Flusskanalisierung und dem Bau des Osthafens Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde das Gebiet um die Hanauer Landstraße mit Schutt und Schlacke auf eine Höhe von acht Metern über dem bisherigen Niveau gebracht und starke Kaimauern wurden gebaut. Wer hätte damals gedacht, dass hier einmal ein Hot Spot Frankfurts entstehen würde? Zur rasanten Stadtentwicklung des Frankfurter Ostens gehört auch das neue Hafenpark Quartier (HPQ), das aktuell auf dem ehemaligen Honsell-Dreieck in direkter Nachbarschaft zur Europäischen Zentral Bank (EZB) und dem Hafenpark entsteht, der dem Quartier seinen Namen gibt. Auf dem rund 29.000 Quadratmeter großen Areal (das damit viermal so groß ist wie die Neue Altstadt Frankfurts) bekommt das Ostend erneut etwas sehr Imposantes. When people still drove carriages, the Hanauer Landstraße lay on a dam that ran through the floodplain of the Main River. When the river was canalized and the eastern harbour constructed at the turn of the last century, the area around and about Hanauer Landstraße was raised with rubble and slag to a height of eight metres above its previous level, and strong quay walls were built. Who would have thought back then that this would one day become one of Frankfurt’s most desirable spots? The rapid urban development of Frankfurt’s east also includes the new Hafenpark Quartier (HPQ), which is currently being built on the former Honsell Triangle in the direct vicinity of the European Central Bank (ECB) and the Hafenpark, which gives the quarter its name. On the approximately 29,000 square metre site (which is four times the size of Frankfurt’s “new old town”), the Ostend district is once again getting something that is very imposing.

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Wer bald ins Hafenpark Quartier einzieht, kann sich glücklich schätzen, denn die Lage zwischen EZB, Hanauer Landstraße, Honsell- und Osthafenbrücke könnte kaum besser sein: In der Nähe des Stadtzentrums, gut angebunden und direkt am Main, trifft man hier auf eine typisch Frankfurter Mischung aus rauer Lokalkultur, progressiver Kreativklasse und schicker Internationalität. Das architektonische Konzept des Hafenpark Quartiers ist ein Konglomerat aus verschiedenen Nutzungen: Insgesamt 610 Wohnungen, eine Kita, Büros und Einkaufsläden, ein Konferenzhotel sowie ein Boutique-Hotel mit spektakulärer Lage auf dem Molenkopf stehen den zukünftigen Bewohnern und Nutzern zur Verfügung. Das gesamte Quartier soll spätestens bis 2025 fertiggestellt sein.

Whoever moves into Hafenpark Quartier soon can consider themselves lucky, because the location between the ECB, Hanauer Landstrasse and the Honsell- and Osthafen­ bridges could hardly be better: close to the city centre, well connected and directly on the Main, you will encounter a typical Frankfurt mix of rough local culture, progressive creative class and chic internationality there. The architectural concept of the Hafenpark Quartier is a conglomerate of different uses: a total of 610 flats, a day-care centre, offices and shops, a conference hotel and a boutique hotel with a spectacular location on the Molenkopf will be available to future residents and users. The entire district is scheduled for completion by 2025 at the latest.

INITIAL PLANS In den 1990er-Jahren, als die Pläne für die städtische Entwicklung Richtung Frankfurts Osten Form annahmen, war dieses Grundstück noch eine innerstädtische Brache innerhalb eines industriellen Hafengebiets. Lange hat man über ein Einkaufszentrum mit Kino nachgedacht – so ähnlich wie das Skyline Plaza an der Messe. Doch als der Eigentümer, die Hamburger B&L Gruppe, 2014 den Bauantrag stellte, wurde dieser abgelehnt. Einerseits war dies eine Reaktion auf den steigenden Wohnungsdruck im Ostend, andererseits sah man sich auch mit einer drohenden Klage der Stadt Offenbach konfrontiert, die das geplante Einkaufszentrum argwöhnisch betrachtete, da es durch die neue Osthafenbrücke schneller erreichbar sein würde. Kurze Zeit später präsentierten daher Stadt und Bauherrnschaft ein gänzlich neues Konzept mit einer Mischung aus Arbeiten und Wohnen nach den Plänen des Frankfurter Architektur- und Stadtplaner-Büros Albert Speer + Partner.

In the 1990s, when plans for urban development towards Frankfurt’s eastern area were taking shape, this site was still an inner-city wasteland inside an industrial port area. For a long time, people thought about a shopping centre with a cinema – something like the Skyline Plaza at the Messe. But when the owner, the Hamburg B&L Group, submitted the building application in 2014, it was rejected. On the one hand, this was in reaction to the increasing housing pressure in the Ostend; on the other, they were also confronted with a threatened lawsuit from the city of Offenbach, which viewed the planned shopping centre with suspicion, as it would be easier accessible thanks to the new Osthafen-bridge. A short time later, therefore, the city and the developer presented a completely new concept that combines working and living quarters in line with the plans of the Frankfurt architecture and urban planning firm Albert Speer + Partner.

„Die Kieselform sprengt den rechten Winkel, was tolle Sichtachsen hervorbringt. Außerdem bringen fließende Formen einen Quantensprung in der Wohnqualität. Außen- und Innenraum sollen bestmöglich miteinander verbunden werden und jede Wohnung soll von der außergewöhnlichen Lage und den fantastischen Ausblicken profitieren – den Main auf- und abwärts sowie auf die Skyline Frankfurts." In addition, flowing forms bring a quantum leap in living quality. Exterior and interior spaces should be connected in the best possible way, and each apartment should benefit from the exceptional location and fantastic views - up and down the Main River and of Frankfurt's skyline." Hadi Teherani Architekt HPQ Living/ Architect HPQ Living

Photos: Roger Mandt, B&L Group/Visualisation: XOIO

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HOME 125 Hochwertiger Naturstein bestimmt die Fassade des „East Side“, die lebhaft vor- und zurückspringt.

High-quality natural stone defines the facade of the “East Side”, which jumps back and forth vividly.

Schlafen unter freiem Himmel – in diesen Genuss kommen die Bewohner der Penthouses. Sleeping under the open sky – something the residents of the penthouses can enjoy.

ELLIPTICAL TWIN TOWERS Der Kern des neuen Hafenpark Quartiers wird geprägt sein durch die zwei elliptisch geformten Zwillingstürme, an denen man vergebens eine Ecke sucht, sowie den begrünten Plätzen, die sich im Inneren des Quartiers befinden. Nach außen, zu den stark befahrenen Hauptstraßen hin, schottet sich das Quartier ab – zur lauten Hanauer Landstraße durch das neue, 60 Meter hohe Bürohochhaus, zur Honsellstraße durch den „East Side“-Riegel. Als kluge Entscheidung erwies sich, für die einzelnen Baufelder Architektenwettbewerbe auszuloben, an denen auch internationale Architekturbüros teilnahmen. Am stärksten dürfte die Handschrift Hadi Teheranis das Hafenpark Quartier bestimmen. Aus dem Büro des renommierten Architekten stammen die fünf Wohnbauten „HPQ Living“ mit insgesamt 290 Eigentumswohnungen, deren zwei zentral gelegene kieselförmige Zwillingstürme das Gesamtensemble stilistisch prägen. Teherani, der neben dem „HPQ“ auch das Frankfurter Hochhaus „The Spin“ baut, ist bekannt für einerseits innovative Architektur, was an Projekten wie den „Tanzenden Türmen“ in Hamburg oder den Kranhäusern am Kölner Rheinufer auffällt, andererseits hat der Hamburger mit iranischen Wurzeln ein Händchen für luxuriöse Interiors und hochwertige Materialien. Sein Konzept, das die Preisrichter überzeugte, ist maßgeblich davon geleitet, so viel Sonne wie möglich in das Quartier zu bringen und grandiose Ausblicke zu schaffen.

The core of the new Hafenpark Quartier will be characterised by the two elliptical twin towers – where one looks in vain for a corner – as well as the landscaped squares located inside the quarter. On the outside, towards the busy main roads, the quarter is sealed off: towards the noisy Hanauer Landstraße by the new, 60-metre high office tower, towards Honsellstraße by the “East Side” block. It proved to be a wise decision to hold architectural competitions for the individual building areas, in which international architectural firms also took part. Hadi Teherani’s signature is likely to have the greatest impact on the “Hafenpark Quarter”. The renowned architect’s office designed the five residential buildings “HPQ Living” with a total of 290 condominiums, whose two centrally located pebble-shaped twin towers stylistically characterise the entire ensemble. Teherani, who, in addition to the “HPQ”, is also building “The Spin”, a high-rise in Frankfurt, is known for innovative architecture on the one hand, which is noticeable in projects such as the “Tanzenden Türmen” (“Dancing Towers”) in Hamburg or the Kranhäuser (“Crane Houses”) on the banks of the River Rhine in Cologne. On the other hand, the native of Hamburg with Iranian roots has a knack for luxurious interiors and high-quality materials. His concept, which won over the judges, is largely guided by bringing as much sun as possible into the quarter and creating grandiose views.


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TOWNHOUSE LUXURY AND MAINSTREAM Jetzt schon ein Meisterwerk der Bauingenieurkunst: Die beiden Kiesel erheben sich durch eine an die Olivetti-Türme in Niederrad erinnernde Auskragung wie schwebend über die Sockelbebauung – die insgesamt 15 Geschosse lagern auf einem massiven Stahlkranz. Im Sockel sind die nicht minder exklusiven elf Townhouses untergebracht. Sie verfügen über viel Platz mit 121 bis 160 Quadratmetern auf zwei bis drei Etagen sowie jeweils einem eigenen Garten. Ebenso wie die Townhouses sind auch die Wohnungen und natürlich die Penthouses darüber mit offenen Grundrissen ausgestattet – die Ausblicke dürften atemberaubend sein – natürlich sind es auch die Preise, die sich ab 10.000 Euro aufwärts pro Quadratmeter bewegen. Das 4-Sterne-„Scandic“- Hotel mit einer 2.000 Quadratmeter großen Konferenzzone, das ebenso von Hadi Teherani gestaltet ist, schließt das Quartier nach Westen zur EZB hin ab. Auf dem Dach des „East Side“-Riegels zur Honsellstraße hin befindet sich eine Rooftop Terrasse – allerdings ausschließlich für die Bewohner.

Already a masterpiece of structural engineering, the two “pebbles” rise above the pedestal of the building as if floating, thanks to a cantilever reminiscent of the Olivetti Towers in Niederrad; all 15 storeys rest on a massive steel ring. The no less exclusive eleven townhouses are housed in the pedestal. They offer plenty of space with 121 to 160 square metres on two to three floors, each with its own garden. Just like the townhouses, the flats and, of course, the penthouses above also come with open floor plans – the views are likely to be breathtaking – as, of course, are the prices, which range from 10,000 euros upwards per square metre. The 4-star “Scandic” hotel with a 2,000 square metre conference zone, also designed by Hadi Teherani, rounds off the quarter to the west towards the ECB. On the roof of the “East Side” block facing Honsellstraße, there is a rooftop terrace – but solely for the use of residents.

Doch nicht nur High End-Luxus ist in diesem neuen Quartier anzutreffen, darauf hat die Stadt zusammen mit der B&L Gruppe Wert gelegt: Bereits auf dem Markt und zu 80 Prozent vermietet sind die beiden Häuserzeilen „Max & Sophie“ auf der gegenüberliegenden Seite der Honsellstraße von prasch buken partner architekten, in denen auch mietpreisgedämpfte Wohnungen angeboten werden. Die interessanten blauen Verglasungen der Balkone sind eine Auflage der Behörde, da diese die Geräuschkulisse des nahegelegenen Hafenparks abhalten sollen. Zur Hanauer Landstraße hin, im nördlichen Teil des Hafenpark Quartiers, wird außerdem der Büro-Komplex „HPQ Offices“ gebaut, der durch seine Kanten einen spannungsreichen Kontrast zu den weichen, fließenden Formen der HPQ Living-Gebäude bildet – ein typischer Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Meixner Schlüter Wendt, die auch schon den neuen Henninger Turm geplant haben.

But it is not only high-end luxury that is to be found in this new quarter; this is something the city, together with the B&L Group, has attached great importance to. Already on the market and already 80 per cent let are the two rows of residential buildings called “Max & Sophie” on the opposite side of Honsellstraße designed by prasch buken partner architekten, in which rent-controlled flats are also offered. The arresting blue glazing of the balconies is a requirement of the authorities, as it is intended to keep out the back­ ground noise of the nearby harbour park. Towards Hanauer Landstraße, in the northern part of the “Hafenpark Quarter”, the office complex called “HPQ Offices” is also being built. Its edges form an exciting contrast to the soft, flowing forms of the HPQ Living buildings – a typical design by the Frankfurt architectural firm Meixner Schlüter Wendt, who also planned the new Henninger Tower.

Die Bewohner des „HPQ Living“ können die 256 Quadratmeter-Dachterrasse auf dem „East Side“-Wohnblock gemeinsam nutzen. The residents of “HPQ Living” share the use the 256 square metre roof terrace on the “East Side” apartment block.

Photos: Roger Mandt, B&L Group/Visualisation: XOIO

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Der „HPQ Offices“ Komplex wurde von dem Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt entworfen. The "HPQ Offices" complex was designed by the architectural firm Meixner Schlüter Wendt.


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“WATERFRONT”: A RIVERSIDE SOLITAIRE Eine weitere Landmarke dürfte auf dem Molenkopf entstehen: Auf der Landzunge zwischen Hafenbecken und Main, die unter den beiden Brückenköpfen der Honsell- sowie der Osthafenbrücke hervorlugt und die vormals Heimat der Feuerwehr war, soll bis 2022 das 21-geschossige Boutique-Hotel „Waterfront“ mit 380 Zimmern entstehen, davon ein Teil als Boarding Rooms. 2019 hat sich das Preisgericht für den Entwurf des Berliner Architekturbüros Barkow Leibinger entschieden – was in der Öffentlichkeit nicht nur auf Gegenliebe stieß. Die Silhouette sei „zu gedrungen“ und insgesamt zu wenig gewagt, manche sehnten sich an dieser Stelle nach einer neuen Elbphilharmonie wie in Hamburg. Während vom Main aus gesehen das Hotel wie die Bugspitze eines Schiffes anmutet, wird man von den Brücken aus kommend auf eine bewegte, strukturierte Glasfassade blicken, in der sich Himmel, die City und der Main spiegeln werden. Man wollte an dieser Stelle, an der schon vor 100 Jahren ein Turm hätte gebaut werden sollen, vermeiden, dass ein spektakulärer Bau in Konkurrenz zur architektonischen Landmark EZB trete, so die Preisrichter.

A further landmark is likely to be built on the ­M olenkopf: on the spit of land between the harbour basin and the Main River, which juts out from under the two bridgeheads of the Honsell and Osthafen bridges and was formerly home to the fire brigade, the 21-storey boutique hotel “Waterfront” is to be built by 2022 with 380 rooms, some of which will be boarding rooms. In 2019, the jury decided in favour of the design by Berlin-based architectural firm Barkow Leibinger – which did not only meet with public approval. The silhouette was said to be “too squat” and altogether not daring enough; some longed for a new Elbphilharmonie like the one in Hamburg. While the hotel looks like the prow of a ship when viewed from the Main, the view from the bridges will be of a moving, structured glass facade in which the sky, the city and the Main will be reflected. According to the judges, the intention was to avoid a spectacular building competing with the architectural landmark of the ECB on a site where a tower should have been built 100 years ago.

Der „Waterfront“-Hotelturm wird einen atemberaubenden Blick auf die Skyline bieten – zu genießen in der Skyline Bar oder im Beachclub an der Kaimauer. The “Waterfront” hotel tower will offer a breathtaking view of the skyline – to be enjoyed in the Skyline Bar or in the beach club on the quay wall.

Photos: Roger Mandt, B&L Group/Visualisation: XOIO

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EASTEND KEEPS MOVING Interessant dürfte sein, wie sich das Umfeld des Hafenpark Quartiers weiterentwickeln wird. Noch liegt auf dem Osthafen ein Gebietsschutz bis 2050, den die Stadt verankert hat, um den Betrieben wie Getreidemühlen, Recycling-Unternehmen und Baustoffzulieferern Planungssicherheit zu geben. Doch die Diskussion, aus dem Osthafen ein reines Wohn- und Bürogebiet zu machen wie den Westhafen, ist sehr lebendig – und im Grunde bereits weit fortgeschritten, wenn man sich die Entwicklungen der letzten Jahre rund um die Hanauer Landstraße anschaut. Zudem war das dort liegende Raab Karcher-Gelände in den vergangenen Monaten Gegenstand erhöhter Aufmerksamkeit: Investoren und auch die Frankfurter CDU machen sich stark für einen Neubau der Städtischen Bühnen an diesem Standort. Die Diskussion dürfte sich aber mit der neuen Allianz im Römer abflauen. So wird es in dieser Gegend auch noch nach Fertigstellung des Hafenpark Quartiers Entwicklungspotenzial geben.

It will be interesting to see how the surroundings of Hafenpark Quartier will develop. The Osthafen is still subject to zoning protection until 2050, which the city has anchored in order to give businesses such as grain mills, recycling companies and building material suppliers planning security. However, the discussion about turning the Osthafen area into a purely residential and office area like Westhafen is very much alive – and basically already well advanced, if you look at the developments around Hanauer Landstraße in recent years. Moreover, the Raab Karcher site located there has been the subject of increased attention in recent months: investors and also the Frankfurt CDU party are strongly in favour of a new building for the Städtische Bühnen (the opera and theatre) at this location. However, the discussion is likely to die down ­with the new alliance in the Römer. So there will still be potential for development in this area even after the Hafenpark Quartier is completed.

Facts Hafenpark Quartier Wohnen: HPQ Living mit 290 Eigentumswohnungen, davon 11 Townhouses – außerdem 320 Mietwohnungen im Komplex Max & Sophie Residential: HPQ Living with 290 condominiums, including 11 townhouses - also 320 rental apartments in complex Max & Sophie Hotels: 4 Sterne Scandic-Konferenzhotel mit 505 Zimmern, Hotel Waterfront mit 380 Zimmern Hotels: 4-star Scandic conference hotel with 505 rooms, Hotel Waterfront with 380 rooms Büro: HPQ Offices mit 58.000 Quadratmetern mit 3.000 Arbeitsplätzen Office: HPQ Offices with 58,000 square meters with 3,000 workstations


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RIVERSI D E Bel Etage Ist das Leben nicht ein langer Fluss? Direkt am Hanauer Mainufer haben sich die Design Antiquitäten-Händler Barbara Bender und Daniel Gleiß ein traumhaftes Domizil geschaffen. Auf einem alten Fischerhaus gebaut, verzaubert das 1960er-Jahre-Objekt durch ein ausbalanciertes Zusammenspiel von Individualität und Idylle.

Isn't life just one long river? Right on the banks of the river Main in Hanau, designer antique dealers Barbara Bender and Daniel Gleiss have created a divine domicile. Built on an old fisherman‘s house, the property from the 1960s enchants with a balanced interplay of individuality and idyll. Text: Dr. Jutta Failing Photos: Nikita Kulikov

Photo: Nikita Kulikov

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STOR Y Sp ecial

Das alte Emaille-Straßenschild aus ihrer Geburtsstadt Frankfurt musste mit. „Ich entdeckte es vor vielen Jahren auf dem Flohmarkt am Osthafen. Seitdem begleitet es mich“, erzählt Barbara Bender über den Glücksfund, der heute in ihrem gemütlichen 170 Quadratmeter-Haus am Mainufer hängt. Seit drei Jahren lebt sie dort mit ihrem Partner Daniel, nach neun Monaten des Umbaus. Ein Kraftakt, denn die Unternehmerin stemmte alles allein, ohne Architekt und Bauleiter, aber: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Kein Schnäppchen, doch ich wusste, so eine Gelegenheit kommt nie wieder.“ Sie verkaufte ihre gerade sanierte Eigentumswohnung und wagte den Neuanfang auf schwierigem Terrain – der große Ufergarten war verwildert und das in die Jahre gekommene, abgewohnte Gebäude lechzte nach liebevoller Aufmerksamkeit. Wie viel Geschichte im Gemäuer steckt, verrät der erhaltene Gewölbekeller eines winzigen Fischerhauses.

The old enamel street sign from her native city of Frankfurt had to come with her. “I discovered it many years ago at the flea market at Osthafen. And it‘s been with me ever since,” says Barbara Bender about the serendipitous find that now hangs in her cosy 170 m2 house on the banks of the Main, where she has been living with her partner, Daniel, for three years, after ­nine months of renovation. That was a feat of strength, because the entrepreneur managed everything on her own, without an architect or construction manager, but: “It was love at first sight. No bargain, but I knew it was a once in a lifetime opportunity.” She sold her recently renovated condominium and braved a new start on difficult terrain – the large riverside garden was overgrown and the ageing, run-down building was just crying out for some love and attention. The preserved vaulted cellar of a tiny fisherman’s house reveals just how much history lies within the walls.

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SELECTED OBJECTS „Ein bisschen ist es so, als sei die Zeit stehen geblieben, wenn man aus dem Fenster schaut“, schwärmt Barbara Bender. Das erste Obergeschoss, die Bel Etage, ist ihr Reich, von wo aus sie das weite Panorama genießt, den stillen Fluss, die Ruderer auf dem Wasser und die reichen Dahlienbeete, die sie leidenschaftlich hegt. Jeder bewohnt im Haus eine eigene Etage und verfügt so über ein individuelles Spielfeld für Farben und Design. Unterm Dach gibt es noch eine stilvolle Ferienwohnung. Das Paar handelt weltweit mit originalen Möbeln und seltenen Designklassikern, vom Bauhaus über Mid Century bis zur Postmoderne, und hat sich mit dem Onlineshop und Showroom „Frankfurt Minimal“ einen Namen gemacht. Eine Berufung, die sich natürlich auch in den eigenen vier Wänden wiederfindet, und die von Barbara Bender auf Instagram (@nah_am_ wasser) kommuniziert wird. Dezent setzt die Kennerin edle Eyecatcher im Haus, ob Fritz Hansens Ikebana-Vase und die Kaiser-Idell-Leuchte auf dem Nachttisch, der Esstisch mit Egon-Eiermann-Gestell oder eine Fiberglas-Elefantenrutsche aus den 1960er-Jahren im Garten. Manches schöne Stück, was in den Verkauf kommt, darf hier für einige Zeit „bei uns mitwohnen“, sagt sie, doch: „Wir sind keine Sammler, sondern Händler.“ Woher kommen die begehrten Klassiker, die das Paar verkauft? „Fragen Sie mal einen Pilzsammler, wo die besten Plätze sind. Nur so viel: wir beobachten den gesamten Auktionsmarkt in Deutschland und Europa.“

“When you look out of the window, it's as if time has stood still,” Barbara Bender enthuses. The first floor, the bel étage, is her realm. It’s there where she enjoys the wide panorama, the quiet river, the rowers on the water and the lush dahlia beds that she tends with a passion. Everyone occupies their own floor in the house, which gives them a personal playing field when it comes to colours and design. There is also a stylish holiday flat under the roof. The couple trades worldwide in original furniture and rare design classics – from Bauhaus to mid-century to postmodern – and has made a name for itself with their online shop and showroom “Frankfurt Minimal”. It’s a vocation that is, of course, also reflected in their own four walls, and which Barbara Bender communicates on Instagram (@nah_am_wasser). The connoisseur discreetly places elegant eye-catchers around the house – such as Fritz Hansen’s Ikebana vase and the Kaiser-Idell lamp on the bedside table, the dining table with Egon-Eiermann frame or a fibreglass elephant slide from the 1960s in the garden. Many a beautiful piece that comes up for sale is allowed to “live with us here for a while,” she says, but: “We’re not collectors, but dealers.” Where do the coveted classics the couple sells come from? “Ask a mushroom picker where the best places are. I’ll just say this much: we keep an eye on the entire auction market in Germany and Europe.”

AS COLORFUL AS LIFE Wassermannblau. Schwefelgelb. An markante Wand- und Möbelfarben hat sich Barbara Bender erst nach und nach herangetraut. „Ich begann mit viel Schwarz, Grau und Weiß. Mutiger wurde ich zuerst bei den Wänden im Flur und in der Küche der Ferienwohnung, die ich gelegentlich vermiete. Nachdem ich auf Instagram eine Umfrage gestartet hatte, antwortete tatsächlich der Designer Sebastian Herkner und schlug mir ein Farbkonzept vor: Rosa, Flieder, Beige. Ich wurde zunehmend experimentierfreudiger und habe es farblich auch mal krachen lassen. Seit einigen Wochen strahlt das Wohnzimmer neu in einem Ocker-SenfGelbgold, doch wer weiß, wie lange, denn ich bin ein spontaner Mensch, bei mir ändert sich ständig etwas. Moodboards brauche ich dafür nicht, alles entsteht in meinem Kopf.“ Die Wirkung der Farben weiß sie zu schätzen: „Farbige Wände legen sich wie ein schützender Mantel um mich, so empfinde ich es.“

Aquarian blue. Sulphur yellow. Barbara Bender only ventured into striking wall and furniture colours bit by bit. “I started with a whole load of black, grey and white. I first got bolder with the walls in the hallway and in the kitchen of the holiday flat that I rent out occasionally. After I started a poll on Instagram, the designer Sebastian Herkner actually responded and suggested a colour concept: pink, lilac, beige. I became increasingly experimental and let it rip in terms of colour. For a few weeks now, the living room has been resplendent in a new ochre, mustard yellow and gold colour scheme, but who knows for how long, because I'm a spontaneous person; I’m always changing something. I don’t need mood boards for that; everything is created in my head.” She appreciates the effect of colours: “Coloured walls wrap themselves around me like a protective cloak; that's how it makes me feel.”

Photos: Nikita Kulikov

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ALL MY DAHLIAS! Ihr Stil: Eklektisch, kreativ, feminin und auf einer Wellenlänge mit Barbara Benders Beruf. Das Gefühl: Lebensfroh, zeitgemäß und behaglich bis unters Dach. Das alte, freistehende Haus, wie es kein zweites gibt, wurde völlig neu erdacht und ein frischer Spirit zog gleich mit ein. Ozeanblau – so heißt die Farbe des Sofas von Noah Living im Wohnzimmer. Wasserblau gestrichen wurde ein Kult-Aufbewahrungssystem von Ikea, das schon 50 Jahre auf dem Markt ist. Immer wieder gibt es farbliche Reminiszenzen an die Flussnähe, wodurch Weite geschaffen wird, ohne vom Wesentlichen abzulenken. Lebendige Farbtupfer bringen im Sommer die Dahlien, welche die Design-Expertin in Vasen – ihre Sammlung ist beachtlich – arrangiert: „Ich pflanze Blumen an, die ich dann im ganzen Haus verteile, eine große Leidenschaft von mir.“

Her style is eclectic, creative, feminine and on the same wavelength as Barbara Bender’s profession. The feeling? Lively, contemporary and cosy right up to the rafters. The old, detached house, unlike any other, has been completely reimagined and a fresh spirit moved in right away. Ocean blue – that's the colour of the Noah Living sofa in the living room. A cult storage system from Ikea, which has been on the market for 50 years, was painted water blue. Time and again, there are colourful reminiscences of being near a river; this creates a sense of expansiveness without dis­ tracting from the essentials. In summer, the dahlias, which the design expert arranges in vases – her collection is considerable – form lively splashes of colour: “I plant flowers, which I then spread throughout the house – a great passion of mine.”

DREAM ON Für die Hanauerin, die im Frankfurter Stadtteil Bornheim aufwuchs, bedeutete das Flusshaus mehr als nur ein Ortswechsel: Freiräume und Ruhe statt die Geschäftigkeit der Großstadt. Und es ist nicht der erste Richtungswechsel für die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, beruflich startete sie als Bankkauffrau und war später im Immobilienbereich tätig. Dann kam der Handel mit Designschätzen: „Mein Partner besitzt wie ich auch das ‚Händler-Gen‘ und gemeinsam gründeten wir unser Unternehmen.“ Als sie glaubte, in ihrer Eigentumswohnung ein Zuhause gefunden zu haben, mischte das Schicksal die Karten wieder neu. „Zugegeben, ich habe parallel online weiter nach einer Immobilie gesucht, mehr zum Zeitvertreib und aus Interesse. Dann sah ich dieses Haus und um mich war es geschehen.“

For the woman from Hanau, who grew up in the Bornheim district of Frankfurt, the riverside house meant more than just a change of location: open spaces and peace and quiet instead of the hustle and bustle of the big city. And it’s not the first change of direction for the mother of two grownup daughters: she started her working life as a bank clerk and later worked in real estate. Then came the trading in design treasures: “Like me, my partner also has the ‘trader gene’ and together we founded our company.” Just when she thought she had found a home in her condominium, fate reshuffled the cards again. “Admittedly, I continued to look for a property online at the same time, more to pass the time and out of interest. Then I saw this house and was hooked.”

Photos: Nikita Kulikov

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Scanne den QR-Code, um dieses Bett zu testen. Über einige Entscheidungen im Leben sollte man eine Nacht schlafen. Dies ist eine davon – aber nicht aus den Gründen, die du denkst. BE AWAKE FOR THE FIRST TIME IN YOUR LIFE ® | HASTENS.COM

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BUSINESS - AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB

CREATE BUSINESS, NOT BOUNDARIES! Frankfurt ist der Magnet, wenn US-Firmen in Deutschland Fuß fassen wollen. Zum Auftakt unserer Business-Partnerschaft mit dem American­ - German Business Club e.V. (AGBC) in Frankfurt sprechen wir mit einem Kenner der US-amerikanischen Unternehmen mit Deutschlandsitz in Frankfurt. Santosh Varughese, Managing Partner bei der Frankfurter Niederlassung von RSM, eine der führenden mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland, berät Neuankömmlinge und standorterfahrene Unternehmen von der anderen Seite des Atlantiks. Frankfurt is the magnet for American businesses wishing to gain a foothold in Germany. At the ­dawn of our business partnership with the American­ German Business Club e.V. (AGBC) in Frankfurt, we talk to an expert on American companies b­ ased here in Germany. Santosh Varughese, managing partner at the Frankfurt branch of RSM, one of the leading medium-sized auditing and tax consultancies in Germany, advises newcomers as well as companies with some experience of the location that c­ ome from the other side of the Atlantic.


Photos: Jan Philipp Thiele

BUSINESS - AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB

Herr Varughese, was macht Frankfurt für ausländische Firmen so attraktiv? „Wer in Europa tätig werden will, muss Deutschland ‚erobern‘, das heißt, einen Standort hier aufbauen. Dieser Grundsatz ist nach wie vor gültig. Deutschland ist ein großer Markt und Frankfurt die erste Wahl. Selbst die Pandemie hat daran nichts geändert. Die Mainmetropole, und das merken wir besonders bei unseren amerikanischen, aber auch chinesischen und indischen Mandanten, gilt als Place to be, wobei der Flughafen sicherlich eine wichtige Rolle spielt.“

Mr Varughese, what makes Frankfurt so attractive for foreign companies? “Anyone wanting to do business in Europe has to ‘conquer’ Germany, that is to say, they have to establish a location ­here. This principle still holds true even today. Germany is a big market and Frankfurt is the prime choice of business location. Even the pandemic hasn’t altered that fact. The Main metropolis – and we notice this especially with our American, but also with our Chinese and Indian clients – is regarded as the place to be, with the airport certainly playing a significant role."

Welche Branchen kommen zu Ihnen? „Als Teil des globalen Netzwerks RSM International sind wir mit mehr als 48.000 Mitarbeitern in rund 120 Ländern weltweit der führende Partner für den Mittelstand. Diese Vernetzung ist für US-amerikanische Unternehmen in Deutschland besonders attraktiv. Viele unserer Mandanten in Frankfurt sind aus der amerikanischen IT- und Softwarebranche. Andere wollen in Frankfurt ein Business starten und rechnen mit unserer Expertise. Wir betreuen alle Branchen, auch eine US-amerikanische Franchisekette im Fast-Food-Bereich.“

Which industries do you consult? “As part of the global RSM International network, we are the leading partner for SMEs around the world with more than 48,000 employees in around 120 countries. This networking is particularly attractive for US companies in Germany. Many of our clients in Frankfurt are from the American IT and software industry. Others want to start a business in Frankfurt and require our expertise. We support all industries, including a US franchise chain in the fast food sector.”

Übernehmen die USA für DeutschIs the USA taking on a pioneering land eine Vorreiterrolle? ­role for Germany? „In einigen Bereichen sicher. Stichwort “In some areas, sure. The key word h­ ere Digitalisierung. Die Pandemie hat uns „Start-ups in Deutschland profitieren is ‘digitalisation’. The pandemic has been jetzt von den US-amerikanischen in Deutschland ein gutes Stück weiter responsible for accelerating the digital Finanzierungsmodellen.“ digitalisiert. Kontaktloses Bezahlen mit transformation in Germany by a ­great deder Apple Watch beispielsweise, aual. Contactless payment with the A ­ pple “Start-ups in Germany are now benefißerdem ist die Akzeptanz von KreditWatch, for example, and the b­ road acting from US funding models.” karten größer geworden. Hinzu kommt ceptance of credit cards has also increadas papierlose Office, das ein großes sed. Then there is the paperless office, Thema ist. Oft kommen die Lösungen für diese Technolowhich is a major topic. Often, the solutions for these technogien aus den USA. Ein weiteres Phänomen ist die Startlogies come from the USA. Another phenomenon is the startup-Szene in Deutschland, die stärker und auch mutiger up scene in Germany, which has become stronger as well as geworden ist. Ein Grund dafür sind Finanzierungsmodelle, bolder. One reason for this is the financing models from the die man aus den USA kannte und jetzt bei uns stark zur USA which people were familiar with and which greater use is Anwendung kommen, zuvorderst Private Equity und Vennow being made of here, primarily private equity and venture ture-Capital-Finanzierung. Derzeit ist viel Geld im Markt. capital financing. There is a lot of money in the market at the Ich könnte mir vorstellen, dass die nächsten beiden Jahre moment. I could well imagine that the next two years will be gute Jahre für Start-up-Unternehmen werden.“ good years for start-up companies.”

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BUSINESS - AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB

Was können die USA und Deutschland voneinander lernen? „In den USA gab es immer mutige Menschen, die bereit waren, in eine, vielleicht anfänglich verrückte Idee zu investieren. Im Land existiert ein klares Mindset für Mut und Wagen. Auch in meiner Zeit in Chicago und New York spürte ich das deutlich. Seinen Erfolg zu zeigen, ist dort kein Problem, im Gegenteil, ein tolles Haus oder Auto findet große Anerkennung, da man die Leistung dahinter würdigt. Umgekehrt ist es sicher wünschenswert, das Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit, wie wir es in Deutschland haben, wäre dort ausgeprägter. Darin sind wir eindeutig weiter.“

What can the USA and Germany learn from each other? “In the US, there have always been courageous people who were willing to invest in what might initially have been seen as a crazy idea. There is a clear mindset for courage and daring in the country. I also felt this very plainly during my time in Chicago and New York. To show his success is not a problem there; on the contrary, people value a great house or car highly, because they value the achievement that’s behind it. Conversely, it would certainly be desirable for ecological sustainability – as we have it in Germany – were more pronounced there. We are definitely further ahead in terms of that aspect.”

Sie sind in Heidelberg aufgewachsen. Bereits Mark Twain mietete sich dort im vornehmsten Hotel der Stadt ein. Womit kann Frankfurt touristisch punkten? „Heidelberg ist für jeden Amerikaner legendär. In meiner Jugend war die Stadt im Sommer fest in amerikanischer Hand. Berlin, Oktoberfest und Frankfurt – diese drei Spots werden von Amerikanern fest mit Deutschland verbunden. Mit unserer Skyline kann man sie kaum beindrucken. Dafür lieben sie den Taunus, das höre ich oft. Aber markante Gebäude wie die EZB oder die Alte Oper, die man von unserem Büro im Westend aus sehen kann, ziehen schon bewundernde Blicke auf sich. Highlights sind für sie die Autobahnen ohne Tempolimit und ganz besonders die Deutsche Bundesliga, ein Besuch im Fußballstadion steht auf der Bucket List.“

You grew up in Heidelberg. Mark Twain stayed there in the city’s most distinguished hotel. How can Frankfurt score points as a tourist destination? “Heidelberg is legendary for every American. In my youth, the city was quite firmly in American hands during the summer. Berlin, the Oktoberfest and Frankfurt…Americans firmly associate ‘Germany’ with these three spots. You can hardly impress them with our skyline. But they love the Taunus region, I often hear that. But striking buildings like the ECB or the Alte Oper opera house, which you can see from our office in the Westend district, do attract admiring glances. The highlights for them are the motorways with no speed limits and especially the German Bundesliga; a visit to the football stadium is on their bucket list.”

BUILDING BRIDGES Im Traum von Martin Luther King Jr. war kein Platz für den Bau von Mauern. Ihm ging es darum, Brücken zu bauen – Brücken des Vertrauens und des Verständnisses, Brücken des gegenseitigen Respekts und des guten Willens, Brücken der Hoffnung und der Möglichkeiten. Und darum muss es uns, die wir an seinen Traum glauben, auch heute gehen. Wir, der American-German Business Club e.V, die internationale und nationale Gemeinschaft im Rhein-MainGebiet und in ganz Deutschland, blicken in eine hellere und optimistischere Zukunft. Wir fördern daher die Geschäftsentwicklung, die wissenschaftliche Forschung und die internationale Bildung in Frankfurt und Rhein-Main, mit dem Ziel, junge Köpfe auf beiden Seiten des Atlantiks zum Wohle von uns allen zu verbinden.

There was no room for building walls in Martin Luther King, Jr’s Dream. Instead, he was about building bridges — bridges of trust and understanding, bridges of mutual respect and goodwill, bridges of hope and opportunity. And that’s what we who believe in his Dream must be about today. We, the American-German Business Club e.V, the international and national community in the Rhine-Main area and throughout Germany, look to a brighter and more optimistic future. We therefore promote business development, scientific research and international education in Frankfurt and the Rhine-Main area, with the aim of connecting young minds on both sides of the ­Atlantic for the benefit of us all.


BUSINESS - AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB

Photos: Michael Hohmann

THE ENTREPRENEURS OF TOMORROW Seit 15 Jahren veranstaltet der American-German Business Club Frankfurt e. V. (AGBC) den Businessplan-Wettbewerb „Entrepreneurs of Tomorrow“ (EoT).

For 15 years now, the American-German Business Club Frankfurt e. V. (AGBC) has been organising the business plan competition “Entrepreneurs of Tomorrow” (EoT).

Der jährliche Wettbewerb ist ein Flagship-Programm des Clubs und einzigartig in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben, die sich an Universitätsstudenten richten, geht es hier darum, Schülern unternehmerische Fähigkeiten zu vermitteln. Über einen Zeitraum von sechs Monaten lernen Teams von jeweils zwei bis vier Teilnehmern wie sie eine unternehmerische Idee entwickeln und schließlich einen Business-Plan ausarbeiten.

The annual competition is one of the flagship programmes of the club and unique throughout Germany. Unlike other competitions aimed at university students, this one is about teaching entrepreneurial skills to secondary school pupils. Over a six-month period, teams of two to four participants all learn how to develop an entrepreneurial idea and finally draw up a business plan.

Maja Vuksic (Head of EoT): "Das Programm zielt auf weit mehr. Zentral ist, Kindern und Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenwerden Problemlösungsfähigkeiten und unkonventionelles Denken zu vermitteln. Dadurch hoffen wir, eine neue Generation zu stärken, die bereit ist, die schwierigsten Probleme unserer Zeit zu lösen."

Maja Vuksic (Head of EoT): “The programme aims at a whole lot more. The key point is to teach children and young people on the threshold of adulthood problem-solving skills and unconventional ways of thinking. In doing so, we hope to bolster a new generation that is ready to solve the toughest problems of our time.”

Zum Abschluss pitchen die besten fünf Teams ihre Businesspläne vor einer Jury, ähnlich wie bei „Shark Tank“. Dem besten Team winkt ein Preisgeld von 1.000 Euro. Die Preisverleihung 2021 erwartet der AGBC mit Spannung, gab es doch in den Vorjahren viele aussichtsreiche Ideen, etwa die „Aeolos“-Drohne, die in weniger als zehn Minuten überall in Frankfurt Take-Out ausliefert oder die „Spot Rent“-Parkplatz App, mit der man in Großstädten immer einen freien Parkplatz finden kann.

At the end of the competition, the top five teams pitch their business plans to a panel of judges, similar to “Shark Tank”, the US TV programme. A prize of 1,000 euros awaits the best team. The AGBC is eagerly awaiting the award ceremony in 2021, as there were many promising ideas in previous years, such as the “Aeolos” drone, which delivers takeaways to anywhere in Frankfurt in less than 10 minutes, or the “Spot Rent” parking app, which you can use to always find a free parking space in big cities.

2020 entschied sich der American-German Business Club, das EoT-Programm online zu stellen. So konnten noch mehr junge Menschen als bisher erreichen werden und Kinder aus München, Köln und Düsseldorf kamen mit Teilnehmern aus Frankfurt zusammen.

In 2020, the American-German Business Club decided to put the EoT programme online. This made it possible to reach out to even more young people than ever before and children from Munich, Cologne and Düsseldorf took part together with participants from Frankfurt.

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BUSINESS - THE FRANKFURTER @ LUNCH

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Jetzt auch noch Schmetterlinge! Für Palmengarten-Direktorin Katja Heubach sind die Falter mehr als nur schöne Wesen. Bei einem Picknick im Palmenhaus sprachen wir mit ihr über den Jubiläums-Sommer, Hochzeitstänze und den Teufel. Now with butterflies, too! For Palmengarten Director Katja Heubach, butterflies are more than just beautiful creatures. During a picnic in the Palm House, we talked to her about the anniversary summer, wedding dances and the devil. Text: Dr. Jutta Failing Photos: Nikita Kulikov

SEA MONKEYS

Photos: Nikita Kulikov

Wir sprechen erst einmal über Wasserflöhe. Damit kennt sich Katja Heubach nämlich bestens aus. Zur Genetik und dem Vorkommen der Winzlinge im Bodensee hat sie für ihre Diplomarbeit geforscht. Sind das nicht diese Urzeit-Krebse, die es früher als Gimmick der Yps-Hefte gab? „Sea Monkeys“? Die Naturwissenschaftlerin erklärt schmunzelnd, was es mit diesen Tieren auf sich hat. Überhaupt kann sie lebendig erklären, ohne weitschweifend zu dozieren, und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ob sie denn das Gras wachsen höre und wie es mit dem eigenen grünen Daumen sei? „Auf meinem Balkon pflege ich meine kleine grüne Ruhezone“, verrät die Stadtgärtnerin übers private Beet im Ostend. First of all, we talk about water fleas, or daphnia. Katja Heubach knows all about them. She researched the genetics and occurrence of these tiny creatures in Lake Constance for her diploma thesis. Aren’t they those primeval crayfish that used to be given away as a gimmick in the Yps comic book magazines? “Sea-Monkeys”? The natural scientist explains with a smile what these animals are all about. In general, she is able to explain things in a lively manner without rambling on and on, and she doesn’t let herself get flustered. Can she hear the grass grow and what about her own green fingers? “On my balcony, I cultivate my little green quiet zone,” is what the urban gardener reveals about her own private flower bed in the Ostend.

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BUSINESS - THE FRANKFURTER @ LUNCH

THE GARDEN OF TOMORROW Im Palmenhaus, dem Herz- und Prunkstück des Gartens, serviert uns das Restaurant Lafleur ein edles Teller-Picknick und alles, was sich 2-Sternekoch Andreas Krolik dafür ausgedacht hat, natürlich auch sein veganer Himbeerkuchen, ist ein Wow-Faktor. Gutes Stichwort. Denn auch im Palmengarten geht es um Begeisterung. Hier kann man seit 150 Jahren der gezähmten Natur in besonderer Weise nahe sein. „Unsere große Stärke ist das Analoge“, weiß Katja Heubach, doch: „Parallel wollen wir digitale Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten schaffen, um auch künftige Generationen zum Staunen zu bringen. Augmented Reality finde ich spannend. So könnte man etwa die schöne Blutbuche, die ich von meinem Büro aus sehen kann, per Smartphone im Jahreszyklus simulieren und sehen, wie sich ihr Blätterkleid übers Jahr verändert.“ Der Palmengarten von übermorgen wird sich den Effekten des Klimawandels anpassen müssen, erkennt die Direktorin richtig: „Was pflanzen wir heute, das in 30 bis 50 Jahren noch Bestand hat, besonders mit Blick auf die Gehölze? Das sind wichtige Überlegungen. Englischer Rasen ist ein Gestaltungselement des 19. Jahrhunderts – und sehr durstig. Unsere Blühwiese beschattet sich hingegen selbst, da sie einen längeren Mähzyklus hat, da verbrennt wenig. Doch wir wollen natürlich weiterhin ein Schaugarten sein, der sein Erbe modern pflegt. Mein Ziel ist es, den Garten und seine Anlagen für einen vielschichtigen Wandel zu wappnen und gleichzeitig sicherstellen, dass wir unseren Beitrag zum Klima- und Artenschutz leisten.“

In the Palm House, the heart and showpiece of the garden, the Lafleur restaurant serves us a fine picnic on a plate. Everything 2-star chef Andreas Krolik has thought up for it – including of course his vegan raspberry cake – comes with a wow factor. A good keyword. Because the Palmengarten is also about enthusiasm. Here, for 150 years, you can be close to tamed nature in a special way. “Our great strength is the analogue,” Katja Heubach says, but: “At the same time, we want to create digital participation and experience opportunities to make future generations marvel at nature, too. I find augmented reality exciting. For example, the beautiful copper beech tree I can see from my office could be simulated in an annual cycle by smartphone, so we can see how its leaves change over the year.” The Palm Garden of the day after tomorrow will have to adapt to the effects of climate change, as the director correctly recognises: “What should we plant today that will still be around in 30 to 50 years’ time, especially with regard to the woody plants? These are key considerations. English lawns are a design element of the 19th century – and very thirsty. Our flowering meadow, on the other hand, provides its own shade as it has a longer mowing cycle, so doesn’t burn so much. But, of course, we want to continue to be a show garden, that cultivates its heritage in a modern way. My aim is to equip the garden and its grounds for multi-faceted change, while ensuring that we do our bit for climate and species conservation.”


BUSINESS - THE FRANKFURTER @ LUNCH

BUTTERFLIES CELEBRATE THEIR WEDDING The devil uprooted the baobab tree and stuck it into Der Teufel riss den Affenbrotbaum aus und steckte ihn the ground, branches first, so that the roots now stick mit den Zweigen zuerst in den Boden, so dass die Wurzeln up into the air. “In Africa, this legend is widespread. nun in die Luft ragen. „In Afrika ist diese Legende weit verAnyone wanting to see the tree here will find it in the breitet. Wer den Baum bei uns sehen möchte, findet ihn Tropicarium,” Katja Heubach explains, taking our hint. im Tropicarium“, erklärt Katja Heubach und versteht unShe did research in West Africa for several years, and seren Wink. Sie hat einige Jahre in Westafrika geforscht, was in Benin and Burkina Faso. The water-storing baowar in Benin und Burkina Faso. Der wasserspeichernde Afbab interested her in the context of human-nature relafenbrotbaum interessierte sie im Kontext der Mensch-Nations in savannah ecosystems. At times, she longs for tur-Beziehungen in Savannenökosystemen. Manchmal hathe warmth of tropical Africa, she confesses. The disbe sie Sehnsucht nach der Wärme im tropischen Afrika, play houses could alleviate gesteht sie. Etwas lindern this somewhat, we think – könnten dies doch die Schau„BEI UNS KANN MAN SCHMETTERLINGE IN certainly the new flower and häuser, meinen wir, und ganz FLAGRANTI BEOBACHTEN.“ butterfly house, which “flutgewiss das neue Blüten- und tered” into the garden a bit Schmetterlingshaus, das mit Dr. Katja Heubach, late, but just in time for the Verspätung, aber pünktlich Direktorin Palmengarten Frankfurt anniversary. Countless trozum Jubiläum in den Garten pical butterflies fly around „geflattert“ kam. Zahllose trofreely here, pollinating pische Falter fliegen hier frei flowers, sucking in nectar, ihre Runden, bestäuben Blümating and reproducing ten, saugen Nektar, lieben – already a crowd pulund vermehren sich – schon ler. “We get the cocoons jetzt ein Publikumsmagnet: from a sustainable farm in „Die Kokons bekommen wir Costa Rica. Watching theaus Costa Rica aus einer se exotic animals change nachhaltigen Farm. Diese shape three times in their exotischen Tiere zu beoblives is impressive. For exachten, wenn sie in ihrem ample, I find the wedding Leben dreimal die Gestalt dance of the palm-sized wechseln, ist eindruckscobalt blue morpho buttervoll. Wunderschön finde ich flies stunning. In the new beispielsweise den Hochshow building, however, zeitstanz der handteller-growe don’t just stop at the aesthetics of the butterflies, ßen kobaltblauen Morphofalter. Wir belassen es im neuen but tell adults and children how important insects are Schaugebäude aber nicht bei der Ästhetik der Schmetterfor our ecosystems and so ultimately for us humans. linge, sondern vermitteln Erwachsenen und Kindern, wie The theme of pollinator ecology, which runs through wichtig Insekten für unsere Ökosysteme und somit letztthe entire Palmengarten as a guiding theme, kicks off lich für uns Menschen sind. Das Thema Bestäuberökologie, here.” das sich als Leitthema durch den gesamten Palmengarten zieht, findet hier seinen Ausgangspunkt.“

Photos: Nikita Kulikov

TAPPING STONES Woher das Interesse an Biologie? „Ganz sicher von meinem Großvater, der Tierarzt war. Mit ihm unternahm ich Spaziergänge zum Fuchsturm in Jena und zu den Muschelkalkablagerungen dort, wo wir nach Fossilien suchten.“

Where did her interest in biology come from? “Most definitely from my grandfather, who was a vet. I went on walks with him to the Fuchsturm tower in Jena and to the shell limestone deposits there, where we looked for fossils.”

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Geht’s ums Auto, geh’ zu brass.


BUSINESS - THE FRANKFURTER @ LUNCH

Nach dem Abitur studiert sie zunächst Architektur in Berlin, wechselt schnell, will gern in Berlin bleiben und landet durch Zufall an der Goethe-Universität. Zufall? „Zufall ist, wenn Gott anonym bleiben möchte“, überrascht uns Katja Heubach. Wie auch immer, alles fügt sich und trägt Früchte. Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, Heubachs heutige Chefin, traute ihr die Leitung des Palmengartens zu: „Obwohl ich bis dahin wenig Organisations- und Führungserfahrung hatte. Das Gefühl, dass sie so viel Vertrauen in mich hat, trägt mich bis heute.“ Sie habe große Gestaltungsfreiheit, sagt Katja Heubach und sie baue als Kopf eines 169-köpfigen Teams auf das Expertentum jedes einzelnen Mitarbeiters. In ihrem ersten Jahr habe sie vielleicht zu viel zu schnell gewollt, „ich bin ruhiger geworden“. Ruhiger, aber sicher nicht tatenlos. Sie hat viel vor, will den Palmengarten international wieder stärker antreten lassen.

After graduating from high school, she initially studied architecture in Berlin, but quickly changed, wanted to stay in Berlin and ended up at Goethe University by chance. Coincidence? “Coincidence is God's way of remaining anonymous,” says Katja Heubach, surprising us. Anyway, everything fell into place and bore fruit. Frankfurt’s Environment Department Head, Rosemarie Heilig, Heubach’s current boss, entrusted her with the management of the Palmengarten: “Even though I had little organisational and leadership experience up to that point. The feeling that she had so much trust in me buoys my spirits even now.” She has a lot of creative freedom, says Katja Heubach, and as the head of a team of 169 people she relies on the expertise of each individual one. In her first year, she might have wanted too much too fast. “I’ve become calmer.” Calmer, but certainly not inactive. She has lots of plans and wants to make the Palmengarten a stronger international player again.

SHEPHERD’S PURSE Waldbaden? Welche drei Pflanzen würde sie mit auf eine Arche Noah nehmen? Fragen wie Schlüsselblumen, die Stadtgärtnerin öffnet sich gern. So erzählt sie, dass der Riederwald ihr liebster Ort für Waldspaziergänge sei, ein wenig beachteter Edelstein: „Es ist so herrlich naturbelassen dort, viele verbinden den Riederwald nur mit einer Autobahnabfahrt. Und mit auf die Arche nehme ich das Hirtentäschel mit seinen herzförmigen Früchten, sein lateinischer Name Capsella bursa-pastoris klingt einfach schön, dazu das Vergissmeinnicht, als Botschaft, die Erde nicht zu vergessen, und als Nutzpflanze den Kaffeestrauch.“ Diese Auswahl verrät viel über sie, das müsste sie wissen, denn psychologische Themen und alles was mit Mindset zu tun hat, interessieren sie sehr. Und ja, das Gras kann man hören. Im Jubiläums-Sommer wird es draußen Sound-Installationen geben.

Forest bathing? Which three plants would she take with her on a Noah’s Ark? The urban gardener opens up to our questions like daisies in sunshine. The Riederwald is her favourite place for woodland walks, an under-the-radar gem: “It's so wonderfully natural there. A lot of people only associate the Riederwald with a motorway exit. And onto the ark, I’d take the shepherd's purse with its heart-shaped fruits, its Latin name Capsella bursa-pastoris sounds simply beautiful. Plus the forget-me-not, as a message not to forget the earth. And as a useful plant, the coffee bush.” This selection reveals a lot about her – she should know, because psychological topics and everything to do with mindset fascinate her. And, yes, you can hear the grass growing. In the anniversary summer, there will be sound installations outside.

Photo: Nikita Kulikov

Dr. Katja Heubach Dr. Katja Heubach, 39, Diplom-Biologin mit den Schwerpunkten Ökologie und Biodiversität, seit 2018 Direktorin des Palmengartens und Botanischen Gartens Frankfurt. Aufgewachsen in der Nähe von Weimar. Eindrucksvoller Lebenslauf mit Stationen in Wissenschaft und Forschung. Mit 14 Jahren wechselt sie auf eigenen Wunsch auf das Internatsgymnasium Landesschule Pforta, eine ehemalige Klosteranlage in Naumburg/Saale. „Ich liebte die Hanni und Nanni-Bücher. Und im Internat war es exakt so wie in den Romanen, auch die Mitternachtspartys gab es.“

Dr Katja Heubach, 39 years of age, a graduate biologist specialising in ecology and biodiversity, Director of the Palmengarten and Botanical Garden Frankfurt since 2018. She grew up near Weimar and has an impressive curriculum vitae with positions in the fields of science and research. At the age of 14, she transferred – at her own request – to the Landesschule Pforta boarding school, a former monastery complex in Naumburg, Saale. “I used to love Enid Blyton’s St Clare’s books. And at boarding school, life was exactly as it was in the books, right down to the midnight feasts even.”

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2021-2022

DEADLY BEAUTY @ English Theatre Frankfurt

Photo: English Theatre

“Devious, Deadly and Slightly Offensive” – das Motto des English Theatre für die Spielzeit 2021/22 klingt wie aus einem Kriminalroman. Den Anfang macht die schwarze Polit-Komödie „The Totalitarians“ (ab 15.06.). In „Malala“ geht es um eine junge Menschenrechtsaktivistin und im Winter kommt mit Mel Brooks Comedy-Horror-Musical „Young Frankenstein“ feinste Parodie auf die Bühne. „Devious, Deadly and Slightly Offensive“ - the English Theatre‘s motto for the 2021/22 season sounds like something out of a crime novel. It starts with the black political comedy „The Totalitarians“ (from June 15). Malala“ is about a young human rights activist, and in winter Mel Brook‘s comedy-horror musical „Young Frankenstein“ will bring the finest parody to the stage.


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NEWS & DATES

SPORTS & CHAMPAGNE Der Deutsche Sportpresseball 2021 soll stattfinden! Aber nur für Gäste, die einen doppelten Impfschutz haben. Ball-Macher Jörg Müller (Metropress) rechnet am 6. November mit 1.200 Gästen im Saal der Alten Oper, darunter viele Prominente aus Sport und Politik. Flaniergäste soll es nach derzeitiger Planung nicht geben.

Photo: Nikita Kulikov

The German Sports Press Ball 2021 is to take place! But only for guests who have a double vaccination protection. Ball maker Jörg Müller (Metropress) expects 1,200 guests in the hall of the Alte Oper on November 6, including many celebrities from sports and politics. According to current plans, there will be no strolling guests

Julian Smith, Greg Neufville Faiz Mangat, Matthias Deisenroth

Gastro star and DJ Julian Smith has given his day bar „Chinaski“ into other hands and founded the indie pop band „Müller Bergmann“. Mission: spread positive vibes with cool retro sound. Joining them: Greg de Neufville, who has worked with Frank Farian and Ralph Siegel, and ex-BroSis singer Faiz Mangat. „These are absolutely typical German names,“ Smith explains the band‘s name.

15./16.07.2021 27.08.2021 JO VAN NELSEN @ Eltville, Weingut Knyphausen

LOTTE ON THE MEADOW @ Jahrhunderthalle, Höchst

„Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt ... da schmeckt uns kein Sekt und kein Kuss!“, nennt der Frankfurter Chansonier Jo van Nelsen sein keckes Programm beim Rheingau-Musikfestival. Ernster wird es bei seinen Lesungen (05.17.07.) zum Thema „Trauer“ – im Mittelpunkt: Eva Demskis Roman „Scheintod“ (www.frankfurt-liestein-buch.de).

Bei der Open-Air-Reihe „Brotfabrik Sommerwiese“ an der Jahrhunderthalle gastieren in den nächsten Wochen wieder zahlreiche junge Musiker und Bands, von DeutschRap über Indie-Folk bis Power-Pop. Hinhören: die Singer-Songwriterin Lotte mit neuem Album auf „Mehr davon“-Tour. Erstklassige Melodien, dynamisch, ein Schrei nach Freiheit und Geborgenheit. Die erfolgreiche Musikerin erzählt Live on Stage ihre ganz persönlichen Geschichten.

„As long as our pants aren‘t hanging from the chandelier ... we can‘t taste any champagne or kisses!“ is the title of Frankfurt chansonier Jo van Nelsen‘s jaunty program at the Rheingau Music Festival. Things get more serious at his readings (July 5-17) on the subject of „mourning“ - the focus: Eva Demski‘s novel „Scheintod“ (www.frankfurt-liestein-buch.de).

The open-air series „Brotfabrik Sommerwiese“ at the Jahrhunderthalle will once again feature numerous young musicians and bands in the coming weeks, from German rap to indie folk to power pop. Listen: singer-songwriter Lotte with new album on „Mehr davon“ tour. First-class melodies, dynamic, a cry for freedom and security. The successful musician tells her very personal stories live on stage.

Photo: Christoph Köstlin

Photo: Müller Bergmann

GERMAN SOUND Gastro-Star und DJ Julian Smith hat seine Tagesbar „Chinaski“ in andere Hände gegeben und die Indie-Pop-Band „Müller Bergmann“ gegründet. Mission: positive Vibes verbreiten mit coolem Retro-Sound. Mit dabei: Greg de Neufville, der schon mit Frank Farian und Ralph Siegel arbeitete, und Ex-BroSis-Sänger Faiz Mangat. „Das sind absolut typisch deutsche Namen“, erklärt Smith den Bandnamen.


TIGERPALAST Auch das Varieté Theater Tigerpalast kehrt zurück! Am 28. Oktober startet nach langer Corona-Zwangspause die Herbst- und Winterrevue 2021/22 mit Artisten der Weltklasse und Gourmet-Gastronomie. Stern unter Sternen: die russische Trapez-Künstlerin Alyona Pavlova. The variety theater Tigerpalast also returns! On October 28, after a long forced break from Corona, the fall and winter revue 2021/22 starts with world-class artists and gourmet gastronomy. Star among stars: Russian trapeze artist Alyona Pavlova.

Photo: Tiger & Palmen

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CREATE SYNERGIES „Coco Lores“-Modemacherin Olivia Dahlem hat einen „Fair Fashion & Beauty Room für Brands mit Haltung“ in der Bornheimer Landstraße eröffnet. Der erste dieser Art in Frankfurt. Der 130 Quadratmeter-Showroom überzeugt mit nachhaltigen Statement-Kollektionen, tollen Accessoires und Organic Cosmetic, u.a. von Stitch by Stitch, Lilith Beauty und Capitana. Geöffnet samstags 11-15 Uhr & on demand.

Photo: Nik Leuze

„Coco Lores“ fashion designer Olivia Dahlem has opened a „Fair Fashion & Beauty Room for Brands with Attitude“ on Bornheimer Landstraße. The first of its kind in Frankfurt. The 130-square-meter showroom impresses with sustainable statement collections, great accessories and organic cosmetics from Stitch by Stitch, Lilith Beauty and Capitana, among others. Open Saturdays 11-15 h & on demand.

bis/until

26.09.2021

03.-05.09.2021

Milchkühe und laszive Frauen – das Museum Wiesbaden bringt beides in einer Schau zusammen. Neuerwerbungen aus der Tier- und Salonmalerei des 19. Jahrhunderts werden erstmals präsentiert. Ganz schön böse: „Wer Kühe schlecht malen kann, sollte sie melken“, zitiert das vielseitige Haus den Maler Wilhelm Leibl.

Der Saisonstart der Frankfurter Galerien, eines der ältesten Gallery Weekends Deutschlands, findet 2021 zum 27. Mal statt. Die Positionen von jungen Malerinnen wird diesmal ein Schwerpunkt sein. Die erneute Einbindung in das Kunstfestival „The Frankfurt Art Experience“ ist sicher.

Dairy cows and lascivious women - the Museum Wiesbaden brings both together in one show. New acquisitions from 19th century animal and salon painting are presented for the first time. Quite nasty: „Whoever can paint cows badly should milk them,“ the versatile house quotes the painter Wilhelm Leibl.

The season opener of the Frankfurt galleries, one of the oldest Gallery Weekends in Germany, will take place for the 27th time in 2021. The positions of young female painters will be a focus this time. The renewed integration into the art festival „The Frankfurt Art Experience“ is certain.

COWS & GIRLS TENNIS IS COMING HOME! @ Museum Wiesbaden @ Center Court, TC Bad Homburg

Seidl: Ernst Seidl, Odaliske, o. J., Sammlung/ Collection Daniela Kumpf, Wiesbaden, Photo: Museum Wiesbaden/ Bernd Fickert

GALLERY WEEKEND @ Städel Museum


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NEWS & DATES

LIVING IN A SCULPTURE Wie leben wir? Premiere von tinyBE mit neun temporär bewohnbaren Skulpturen von internationalen Kunstschaffenden. Standorte: Metzlerpark/Frankfurt, Kranzplatz/Wiesbaden und Friedensplatz/Darmstadt (alle bis 26.09.). Jeder darf rein und auch darin übernachten. Es geht um visionäre, utopische und dystopische Ideen zu neuen Formen des Wohnens und Arbeitens.

Photo: Sven Pfeiffer

How do we live? Premiere of tinyBE with nine temporarily inhabitable sculptures by international artists. Locations: Metzlerpark/Frankfurt, Kranzplatz/Wiesbaden and Friedensplatz/ Darmstadt (all until Sept. 26). Anyone may enter and also spend the night in them. It‘s about visionary, utopian and dystopian ideas about new forms of living and working.

Photo: Neuer Brückenbauverein Frankfurt e.V.

LONG FRANZ Die Debatte um die Altstadt-Rekonstruktion geht in die Verlängerung. OB Peter Feldmann und Architekt Christoph Mäckler als Vertreter des Brückenbauvereins setzen sich gemeinsam mit vielen anderen für die Rekonstruktion des „Langen Franz“ ein, des ehemaligen Rathausturms, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Jetzt steht im Römer ein Holzmodell, wodurch weitere Unterstützer und Spenden erreicht werden sollen. The debate about the reconstruction of the old town is going into overtime. Mayor Peter Feldmann and architect Christoph Mäckler, representing the Brückenbauverein (bridge-building association), together with many others, are campaigning for the reconstruction of the „Langer Franz,“ the former city hall tower that was destroyed during World War II. Now there is a wooden model in the Römer, which should help to reach more supporters and donations.

2021

Photo: raumlaborberlin

CULTURAL SUMMER @ Sommerbau, Kaiserlei

JULY

2021

PASTA & PASTELL @ Frankfurt Airport, Terminal 1

Endlich wieder – geballte Kultur! Dank 500.000 Euro aus Bundesfördermitteln. Open-Air-Events mit Theater, Tanz und Gesang, organisiert von der Stadt Frankfurt in Kooperation unter anderem mit dem Künstlerhaus Mousonturm. Schauplatz für bis zu 300 Gäste: das temporäre Freilicht-Logentheater „Sommerbau“ im Kaiserleiviertel.

Zum Ferienstart geht am Terminal 1 ein weiteres Konzept von Star-Koch Tim Mälzer und seinen Buddies von Tellerrand Consulting an den Start. Im „Pezzo di Pane“ mit Bonbon-buntem Interior, gibt es Pinsas und Pasta wie aus Nonnas Küche. Im antiken Rom waren Pinsas Opfergaben, um die Götter fröhlich zu stimmen. Ein gutes Omen.

Finally - concentrated culture again! Thanks to 500,000 euros in federal funding. Open-air events with theater, dance and song, organized by the City of Frankfurt in cooperation with Künstlerhaus Mousonturm, among others. Venue for up to 300 guests: the temporary open-air logentheater „Sommerbau“ in the Kaiserleiviertel.

At the start of the vacations, another concept from star chef Tim Mälzer and his buddies from Tellerrand Consulting is being launched at Terminal 1. Pezzo di Pane,“ with its candy-colored interior, serves pinsas and pasta as if from Nonna‘s kitchen. In ancient Rome, pinsas were offerings to make the gods happy. A good omen.

Photo: tellerrand consulting

JULY – OCTOBER


Herausgeber:

Robin Zabler

Verlag:

THE FRANKFURTER

Mainzer Landstraße 50

60325 Frankfurt

by Next Level Productions GmbH

Max-Planck-Straße 18

61184 Karben

info@the-frankfurter.com www.the-frankfurter.com Redaktion:

Alessandra Frank

Christian Lehr

Claudio Montanini

Dr. Jutta Failing

Heike Klauer

Heike Strelow

Martina Metzner

Susanne Hecker

Thomas Tritsch

Art Director:

Anna Quandt

Grafik & Design:

Agnes Jacobi

Anna Quandt

Bildredaktion:

Agnes Jacobi

Knut Wörner

Nikita Kulikov

Korrektorat:

Inge Schiller

Übersetzung:

Lingua-World GmbH

Anzeigendisposition:

Next Level Productions GmbH

Sales:

Jürgen Zimmermann

Druck: printmedia solutions GmbH

Berner Straße 38

60437 Frankfurt am Main

Druckauflage:

25.000 Exemplare

Gerichtsstand: Frankfurt am Main

Export nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit der dargestellten Informationen und Bilder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder usw. wird keine Haftung übernommen. Copyright 2021

Next Level Productions GmbH

Ausstellungsgrafik von Jonas Deuter und Anna Sukhova in „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst Exhibition graphics by Jonas Deuter and A ­ nna Sukhova in „From Today‘s Perspective“ at the Museum Angewandte Kunst On the left: ellesse jacket, ellesse.com Simone Rocha x H&M skirt, hm.com Dr. Martens shoes, drmartens.com On the right: ellesse jacket, ellesse.com Samuel Gärtner skirt, shopsamsstuff.com Dr. Martens shoes, drmartens.com

Photo: Knut Wörner

Nachdruck, auch auszugsweise Vertrieb und



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