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THE FRANKFURTER 02/21

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Kraftstoffverbrauch: l/100km innerorts: 9,4; außerorts: 6,5; kombiniert: 7,8; Co2-Emission: g/km 9,1;Effizienzklasse: C


Kann Frankfurt Mode? Absolut, sagen wir und widmen unsere Cover Story – mit Blick auf die Premiere der Fashion Week Frankfurt – diesem spannenden Thema. Geshootet haben wir exklusiv im Museum Angewandte Kunst, das seit jeher mit Modedesign und kreativer Handwerkskunst verbunden ist. Für eine weitere Fashion-Strecke mit aktuellen Street Style-Pieces haben wir uns für den Hafenpark im Ostend entschieden, der eine tolle, sportliche Location ist und durch das neue Hafenpark Hotel- und Wohnquartier bald in den Olymp des Savoire-vivre à la Frankfurt aufsteigen wird.

BRILLE BEWUSST BRENNER

Unser Heft sprüht auch sonst vor frischen Ideen für Outdoor und Indoor. Ob nun das neueste Wall Design mit edlen Tapeten und Wandfarben, architektonische Höchstleistungen in Frankfurt oder Tableware für lauschige Terrassenabende. Wer sein Zuhause gleich mit in den Urlaub nehmen möchte, dem legen wir unseren Blick auf den Mega-Trend Glamping & Vanlife ans Herz. Und apropos Reisen. Wir waren in Südafrika und wollen unsere Liebe für dieses wundervolle, gesegnete Land mit Ihnen teilen. Die Big Five, exzellente Weine und sensationelle 5-Sterne-Lodges sind nur einige der Highlights unserer Traumreise durch die „Rainbow Nation“. Viel Freude mit unserem Heft voller prickelnder, sommerlicher Momente!

Can Frankfurt do fashion? Absolutely, we say, and dedicate our cover story - with a view to the premiere of Fashion Week Frankfurt - to this exciting topic. We shot exclusively at the Museum Angewandte Kunst, which has always been associated with fashion design and creative craftsmanship. For another fashion spread with current street style pieces, we chose Hafenpark in Ostend, which is a great, sporty location and will soon rise to the Olympus of savoire-vivre à la Frankfurt thanks to the new Hafenpark hotel and residential quarter. Our magazine is also otherwise bursting with fresh ideas for outdoor and indoor. Whether it‘s the latest wall design with fine wallpaper and wall colors, architectural feats in Frankfurt or tableware for cozy terrace evenings. For those who want to take their home on vacation with them, we recommend our look at the mega-trend Glamping & Vanlife. And speaking of travel. We‘ve been to South Africa and want to share our love for this wonderful, blessed country with you. The Big Five, excellent wines and sensational 5-star lodges are just some of the highlights of our dream trip through the „Rainbow Nation“. Enjoy our magazine full of sparkling, summery moments!

Eine Brille von RAINER BRENNER ist mehr als bloß eine Brille: ein bisschen spezieller als individuell, eine Spur ausgefallener als Avantgarde, eine Idee eleganter als Understatement oder eine Nuance hochwertiger als Premium. Vor allem aber ist es eine Brille, die exakt Ihrer Persönlichkeit entspricht. Ihre Brille von RAINER BRENNER.

Goethestraße 24 in Frankfurt

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Robin Zabler Managing Partner & Founder


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STYLE 010 COVER STORY: FRANKFURT IS FASHION! 026 MONTANINI´S VIEW

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028 FASHION ON WALLS 038 MORGEN´S BLOG 042 MUST-HAVES 046 GYM IN THE CITY

SOUTH AFRICA

054 COOL FRANKFURT: THE MALT MAN

FOOD 060 THE NEW NORMAL 066 IT´S CERAMIC, BABY! IT´S CERAMIC, BABY!

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TRAVEL 074 RAINBOW BEAUTY - SOUTH AFRICA 090 FOLLOW THE SUN: GLAMPING & VANLIFE 100 THE FRANKFURTER ON TOUR: LAKE ZURICH

ART

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106 100 YEARS BRAUN 112 SPOTTED: DANI MIRAS 118 HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART

Photos: Motel a miio, Nikita Kulikov, Knut Wörner, Rodenstock, s. Oliver, Dani Miras, B&L Group/Visualisation: XOIO, Hohenberger Wallcoverings

COVER STORY FRANKFURT IS FASHION!


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BUSINESS -

GYM IN THE CITY

FASHION ON WALLS

THE FRANKFURTER ABONNEMENT Bekomme jetzt dein ­Lifestyle-Magazin bequem nach Hause geliefert!

HOME 122 LIVING AT THE DOCKS 130 HOME STORY

BUSINESS 136 AMERICAN GERMAN BUSINESS CLUB 140 THE FRANKFURTER @ LUNCH: PALMENGARTEN: KATJA HEUBACH

NEWS & DATES

112 SPOTTED

122 HAFENPARK QUARTIER

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PROMOTION

FREEDOM ON WHEELS AHORN CAMP Frankfurt/Dietzenbach VANLIFE-ENTHUSIASTEN Ob Familienabenteuer, Fernweh-Touren oder Wintercamping – die Experten von Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach können sofort einschätzen, was das Unterwegssein mit Van und Camper für Individualisten perfekt macht. Das 30-köpfige Team von Niederlassungs-Geschäftsführer Bastian Borchers weiß, wie junge und routinierte Camper „ticken“, gemeinsam teilt man die Begeisterung für das Vanlife. Einmal Camping, immer Camping. Bastian Borchers kennt dieses Lebensgefühl: „Kunden, die ein Fahrzeug bei uns mieten, entscheiden sich später oft für den Kauf eines Modells, auch um dieses für sich rundum zu individualisieren. Heute Urlaubsdomizil, morgen stadttaugliches Alltagsauto und übermorgen mobiles Digital-Homeoffice, die Vielseitigkeit spricht für sich. Dafür hat die Marke Ahorn Camp eine eigens konfigurierte Modellpalette auf Renault Master Basis.“ EINE DER GRÖSSTEN FLOTTEN IN RHEIN-MAIN

Bastian Borchers und Alexander Reichmann

Photo: Tyssul Patel

Vom kompakten Camper Van bis zum geräumigen PremiumWohnmobil – die Modellauswahl bei Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach ist beachtlich und die Vermietungs-Flotte mit 90 Fahrzeugen eine der größten im Rhein-Main-Gebiet. Auch werden am Standort die Inspektion, sowie sämtliche anfallenden Reparaturen, gemäß Herstellergarantie und Wartungsangaben, zuverlässig und fachgerecht durchgeführt.


„Wir leben Camping. Unser Teamspirit ist magisch, unser Preis-Leistungsverhältnis das beste.“ Bastian Borchers, Ahorn Camp Frankfurt/Dietzenbach MAGIC TEAM SPIRIT

FRANKFURT

Seit ihrer Gründung 2018 hat sich die Niederlassung Frankfurt/Dietzenbach als Partner von Ahorn Camp rasant entwickelt. Bastian Borchers, zuvor erfolgreicher Immobilienmakler, unterstützte zunächst das Ahorn Camp Team am Hauptstandort Speyer, um schließlich mit dem Sohn des Unternehmensgründers, Alexander Reichmann, eine weitere erfolgreiche Niederlassung in Dietzenbach zu gründen - mit einem Umsatz von 19 Millionen Euro im Jahr 2020. Modelle der Marke Ahorn Camp haben bereits mehrfach Top-Platzierungen beim Goldenen Reisemobil belegt und die Ahorn Gruppe wurde zum 5. Mal in Folge mit dem Focus-Wachstumschampion ausgezeichnet und feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Ich bin stolz und dankbar für alles, was die Gründerfamilie Reichmann mir ermöglicht und vermittelt hat. Ich konnte von Profis lernen. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden. Die familiäre Wohlfühlatmosphäre, ein herzliches und verbindliches Miteinander werden durchweg gelebt. Kundenzufriedenheit und der Servicegedanke stehen immer im Vordergrund, und das positive Feedback unserer Kunden bestätigt das.“

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SUMMER IS CALLING! Summer Vibes lassen sich am schönsten auf unserer 500 Quadratmeter-Gartenterrasse feiern! Das LE PANTHER definiert sich durch sein sensationelles Interior Design und ein historisches Ambiente im absolut zeitgenössischen Look. Vor allem seine Flexibilität für hochkarätige Veranstaltungsformate ist einmalig. Speziell im Hinblick auf Business Events wie Konferenzen, Tagungen und Schulungen stellt das LE PANTHER eine Premium-Location dar. Neben einer idealen technischen Infrastruktur und High-Speed-Internet für Live-Streaming sowie neuester Konferenztechnik, bietet das LE PANTHER ein Serviceteam, das Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse bestens bedient. Mit seinen optimalen Eventflächen für jedes Wetter (Terrasse, Erd- und Obergeschoss), für kleine oder größer geplante Teilnehmergruppen, Corporate Events und Hochzeiten, ist das LE PANTHER für Sie immer der richtige Ansprechpartner. Wir bleiben auch in diesem Sommer unserem Credo treu: Create the sensation!

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STYLE -

Frankfurt is

FASHION!

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STYLE - COVER STORY

Frankfurt wagt Mode! Auch wenn die Premiere der Fashion Week wegen der Covid-19-Situation rein digital stattfindet, tritt sie mit vielen spannenden Impulsen an, um zu einem Taktgeber der Mode- und Textilbranche zu werden. Wie viel Sinneskunst in der Mode anklingt, zeigt das exklusive THE FRANKFURTER-­Shooting in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft“ im Museum Angewandte Kunst, hier begleitet von einem Kommentar der Mode­ expertin Alessandra Frank. Frankfurt dares to do fashion! Even though the premiere of Frankfurt Fashion Week is going to be purely digital due to the ongoing Covid-19 pandemic, it‘s stepping up to the challenge with a ­wealth of exciting stimuli to become a pacesetter for the fashion and textile industry. The exclusive shoot for THE FRANKFURTER in the exhibition „From Today‘s Perspective. Discourses on the Future“ at the M ­ useum Angewandte Kunst, which is accompanied ­here by a commentary by fashion expert Alessandra Frank, shows just how much sensual art resonates in fashion these days. TEXT: ALESSANDRA FRANK PHOTOS: KNUT WÖRNER

WHAT WE DO

Photos: Knut Wörner

THE MAKING OF Check out some insights and behind the scenes impressions of the cover production. Ausstellung: „Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft“ (bis 29. August 2021) im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, Ausstellungsgrafik: Jonas Deuter, Anna Sukhova Exhibition: „From Today‘s Perspective. Discourses on the Future“ (until August 29, 2021) at the Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main Exhibition graphics: Jonas Deuter, Anna Sukhova

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STYLE - COVER STORY

Visit us DIGITALLY “Frankfurt is fashion!” That isn’t necessarily the first thought „Frankfurt is Fashion!“ Das ist nicht unbedingt der erste that springs to your mind when you want to describe our city. Satz, der einem in den Sinn kommt, wenn man unsere Stadt When you think of Frankfurt, you are much more likely to think beschreiben will. Bei Frankfurt denkt man viel eher an Banof banks and international companies, the hub of European air ken und internationale Firmen, an den Dreh- und Angelpunkt traffic, of skyscrapers and the famous local “green sauce”. des europäischen Flugverkehrs, an Hochhäuser und Grüne We might think of many things when we think of Frankfurt, but Sauce. Wir denken an so manches, aber bestimmt nicht an certainly not of a centre of international fashion. And yet Fasein Zentrum der internationalen Mode. Und doch wird die hion Week is no longer being held in trendy Berlin, but this Fashion Week nicht mehr im trendigen Berlin, sondern in year, for the first time ever, it’ll be in the Main metropolis. Lidiesem Jahr erstmals in der Mainmetropole organisiert. Wie ke most events and all major Fashion die meisten Events und alle bedeutenden Fashion Weeks der letzten „Frankfurt - mehr als Banken und Weeks of the last 18 months, the first Frankfurt edition from 5 to 9 July will 18 Monate wird die erste Frankfurter Grüne Sauce!“ (almost) only be able to take place diAusgabe vom 5. bis 9. Juli (fast) nur gitally. Yet Fashion Week wants to be digital stattfinden können. Dabei will "Frankfurt - more than banks and green more than just a trade fair: events wedie Fashion Week mehr sein als eine sauce!" re to have taken place all over the city, Messe – in der ganzen Stadt sollten a runway on the Zeil had been planned, museums, music and Events stattfinden, auf der Zeil war ein Runway geplant, Muart institutions as well as Frankfurt's retail trade had been looseen, Musik- und Kunstinstitutionen sowie Frankfurts Einking forward to being part of it with events and campaigns. But zelhandel freuten sich, mit Veranstaltungen und Aktionen although increasing numbers of people are being vaccinated dabei zu sein. Doch obwohl immer mehr Menschen geimpft and an end to the pandemic seems to be in sight at last, the werden und ein Ende der Pandemie in Sicht scheint, mussorganisers had to pull the emergency brake: the financial risk ten die Veranstalter die Notbremse ziehen: zu groß wäre das of planning an actual physical Fashion Week and then having finanzielle Risiko gewesen, eine physische Fashion Week to cancel it at the last minute would have been too great. But zu planen und in letzter Minute absagen zu müssen. Aber complaining doesn’t help; in July, they’re going a digital versiJammern hilft nicht weiter, im Juli wird eben erstmal digital on for the time being. durchgestartet. Die beiden Organisatoren, die Messe Frankfurt und die Premium Group, haben zu diesem Zweck das FFW Studio entwickelt, eine digitale Plattform und der Kontaktpunkt für alle Textil- und Modeprofis. Auf unterschiedlichen Kanälen können Fashion People und Interessierte Live-Streams mit Gesprächen, Diskussionen, Konferenzen und Events verfolgen. Im Zentrum stehen für die Mode- und Textilindustrie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und technische Innovationen.

For this purpose, the two organisers (Messe Frankfurt and the Premium Group) have developed the FFW Studio, a new digital platform and point of contact for all textile and fashion professionals. Fashion people and interested parties can follow livestreams of talks, discussions, conferences and events on various channels. The main focus is on key topics for the fashion and textile industry such as sustainability, digitalisation and technical innovations.

Was das genau heißen und wie sich das anfühlen wird, müssen wir sehen. Für den Moment wollen wir zunächst der Frage nachgehen, wie es eigentlich dazu kam, dass die europaweit größte Modefachmesse mit mehr als 1.000 Marken von Berlin nach Frankfurt umziehen konnte. Der Versuch einer Rekonstruktion:

What that means precisely and how it will feel is something we’ll have to see. For the time being, let us first explore the question of how it actually came about that Europe’s biggest fashion trade fair with more than 1,000 brands was able to move from Berlin to Frankfurt. An attempt to reconstruct things:


Photo: Knut Wörner

STYLE - COVER STORY

On the left: Vintage Richard Quinn coat, richardquinn.com Vintage Givenchy high heels, givenchy.com On the right: Charlotte Strindberg coat, charlottestrindberg.com Y/Project boots, yproject.fr Lichtbrücke im Museum Angewandte Kunst Light bridge at the Museum Angewandte Kunst

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STYLE - COVER STORY

Berlin Fashion Week A THING OF THE PAST? In den vergangenen Jahren mehrten sich die kritischen Stimmen zum Standort Berlin. Immer mehr Designerinnen und Designer zeigten ihre Kollektionen statt an der Spree in Modestädten wie Kopenhagen oder Paris. Auch sind die Klagen darüber, dass die Fashion Week nicht international genug sei und nur von nationalem Interesse, nie wirklich verstummt. Dazu kam, dass sich die Berlin Fashion Week terminlich oft mit den ebenfalls im Juli stattfindenden Haute Couture-Schauen in Paris überschnitt. So kamen viele gar nicht erst nach Berlin, sondern fuhren gleich nach Paris. In der deutschen Hauptstadt sollen zwar künftig nach wie vor viele der Modenschauen stattfinden, doch diese sind wirtschaftlich unwesentlich und allein für die Designerinnen und Designer selber, für Moderedaktionen und Einkäufer relevant. Wir können letztlich nur vermuten, dass Frankfurt attraktivere Konditionen und die Aussicht geboten hat, der Messe im neuen Umfeld eine Neuerfindung zu ermöglichen.

In recent years, the number of critical voices regarding Berlin as a location has increased. More and more designers were showing their collections in fashion cities such as Copenhagen or Paris instead of on the River Spree in Berlin. The complaints that the Fashion Week was not international enough and only of national interest never really died down. On top of that, Berlin Fashion Week often overlapped with the haute couture shows in Paris, which also took place in July. So a lot of people didn’t even bother to go to Berlin, but headed straight to Paris. Although many of the fashion shows will still take place in the German capital in the future, they are economically insignificant and only relevant for the designers themselves, along with fashion editors and buyers. In the end, we can only assume that Frankfurt offered more attractive conditions and the prospect of enabling the trade fair to reinvent itself in the new environment.

Iris Klaver dress, irisklaver.nl

Photo: Knut Wörner

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Ausstellungsgrafik von Jonas Deuter und Anna Sukhova in „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst Exhibition graphics by Jonas Deuter and Anna Sukhova in „From Today‘s Perspective“ at the Museum Angewandte Kunst


STYLE - COVER STORY

Photos: Knut Wörner

Es ist die Hoffnung der Organisatoren und der Stadt Frankfurt, die Finanzmetropole auch zu einem neuen Zentrum der internationalen Modeszene werden zu lassen und dadurch nicht zuletzt neue finanzielle Möglichkeiten zu eröffnen.

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The organisers and the city of Frankfurt hope that the financial metropolis will also become a new hub of the international fashion scene and so open up new financial opportunities.

On the left: ellesse jacket, ellesse.com Samuel Gärtner skirt, shopsamsstuff.com Dr. Martens shoes, drmartens.com On the right: ellesse jacket, ellesse.com Simone Rocha x H&M skirt, hm.com Dr. Martens shoes, drmartens.com


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Fashion is also POLITICS Die aktive Förderung der Modebranche ist in Frankfurt nicht ganz neu. Schon vor Jahren wurden auf Anregung von Stadtrat Markus Frank Wirtschaftsförderprogramme wie etwa Street-Ausstellungen, Straßenfeste und Late-Night-Shopping Events im Brückenviertel organisiert. 2015 wurde sogar versucht, ein „Frankfurt Fashion-Festival Projekt“ auf die Beine zu stellen – doch obwohl die Idee auf viel Begeisterung stieß und auch viele Partner gewonnen werden konnten, wurde sie unter anderem wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt. Möglicherweise war Frankfurt damals einfach noch nicht bereit für eine größere, der Mode gewidmeten Veranstaltung. Ob der Plan jetzt gelingt, Frankfurt auf die wichtige Mode-Landkarte zu setzen, bleibt abzuwarten – erst recht, wenn, wie Stadtrat Markus Frank erklärte, die Modemesse nicht zuletzt nach Frankfurt geholt wurde, „um damit dem Wirtschafts- und Tourismusstandort in diesen Zeiten sozusagen eine schnell wirkende Konjunkturspritze zu verabreichen“. Nach Interesse an Mode klingt das eher weniger. Es ist ja nichts daran auszusetzen, wenn Politiker die Wirtschaft der Stadt ankurbeln wollen, das Engagement für Mode gründet jedoch am Ende auf der Lust und Leidenschaft, seine Persönlichkeit durch Kleider auszudrücken. So etwas aber lässt sich nicht erzwingen – und ob die Frankfurterinnen und Frankfurter wegen der Fashion Week plötzlich anfangen, modischer zu denken und sich zu kleiden, bleibt zu bezweifeln. This active promotion of the fashion industry in the city is something that is not entirely new in Frankfurt. Years ago, at the suggestion of city councillor Markus Frank, business promotion programmes such as street exhibitions, street festivals and late-night shopping events opportunities were organised in the Brückenviertel district. In 2015, an attempt was even made to set up a “Frankfurt Fashion Festival Project” – but although the idea met with a lot of enthusiasm and many partners could also be won over to the project, it was not put into practice due to a lack of funds, among other reasons. It is possible that, way back then, Frankfurt was simply not ready for a major event dedicated to fashion. Whether the plan will now succeed in putting Frankfurt on the important fashion map remains to be seen – all the more so if, as city councillor Markus Frank explained, the fashion fair was brought to Frankfurt not least “to give the business and tourism location a fast-acting financial injection in these times, so to speak”. This doesn’t sound much like an interest in fashion. There’s nothing wrong with politicians wanting to boost their city’s coffers, but the passion for fashion is ultimately based on the desire and passion to express one’s personality through the medium of clothes. Such things cannot be forced, however – and whether the people of Frankfurt suddenly start thinking and dressing more fashionably because of Fashion Week remains doubtful.


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Photos: Knut Wörner

On the left: Charlotte Strindberg body and boots charlottestrindberg.com Samuel Gärtner vest, shopsamsstuff.com On the right: Charlotte Strindberg bodysuit and coat charlottestrindberg.com Ausstellungsgrafik von Jonas Deuter und Anna Sukhova in „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst Exhibition graphics by Jonas Deuter and Anna Sukhova in „From Today‘s Perspective“ at the Museum Angewandte Kunst

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Haute Couture MADE IN HESSEN Heute noch scheint Frankfurt modisches Brachland zu sein, bevölkert von Menschen in dunkelblauen Anzügen oder zerrissenen Skinny Jeans und wettertüchtigen Funktionsjacken. Aber war unsere Stadt denn schon immer so von der Mode, von Style und Chic, abgewandt? Werfen wir einen Blick zurück. „Alle Kleider waren von raffinierter Einfachheit, zum Teil aus schwerer reiner Seide, Duchesse, changierendem Taft, Lamé, Brokat.“ Damit beschrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung 1950 nicht etwa große Pariser Modemacher wie Christian Dior oder Coco Chanel, sondern eine der Modenschauen von Toni Schiesser. 1906 geboren, brachte sich die Frankfurterin autodidaktisch das Schneidern bei und führte ihr Atelier zu einem der erfolgreichsten Haute Couture-Unternehmen Deutschlands. Während der 1960er- und 1970er-Jahre arbeiteten über hundert Angestellte für die Modemacherin. Zwar gehörte sie nie zur Avantgarde der internationalen Schneiderkunst und ließ sich von führenden Pariser Couturiers „inspirieren“, um ihren finanzkräftigen Kundinnen in Deutschland tragbare und massenkompatible Modelle zu nähen, doch für ihre konservative Kundschaft, die nicht speziell an avantgardistischer oder exzentrischer Mode interessiert schien, waren ihre Kreationen genau richtig. Mitte der 1970er-Jahre war Schiessers Modehaus das größte in Deutschland und verzeichnete den höchsten Umsatz aller hiesigen Designer. 1998, vier Jahre nach dem Tod der Gründerin, wurde die Firma und damit ein wichtiges Kapitel der Frankfurter Modegeschichte geschlossen. 2013 endete wiederum die Ära des „Frankfurter Modekreises“, dem sich seit seiner Gründung 1985 durch die modeaffine Journalistin Jutta Thomasius nach und nach alle namhaften Frankfurter Couturiers angeschlossen hatten, darunter auch Vertreter der jungen Generation um Elvira Kirsch, Nina Hollein und Cem Abaci. Höhepunkt war eine jährliche Modenschau. „Die Mode ist kurzlebiger geworden als früher und allgemeine Schauen zu teuer, und jeder will eine eigene Schau für sich“, bedauerte Jutta Thomasius.

Today, Frankfurt still seems like a fashionable wasteland, populated by people in dark blue suits or ripped skinny jeans and weather-beaten functional jackets. But has our city always been so far removed from fashion, from style and chic? Let's take a look back. “All the dresses were of refined simplicity; some made of pure heavy silk, duchesse satin, iridescent taffeta, lamé, brocade.” This was how the Frankfurter Allgemeine Zeitung described one of Toni Schiesser’s fashion shows in 1950, and not one of the great Parisian fashion designers such as Christian Dior or Coco Chanel. Born in 1906, the native of Frankfurt taught herself tailoring and led her studio to become one of the most successful haute couture companies in Germany. During the 1960s and 1970s, over a hundred employees worked for the fashion designer. Although she never belonged to the avant-garde of the international tailoring scene and was “inspired” by leading Parisian couturiers to sew wearable and mass-compatible models for her financially comfortable clients in Germany, her creations were just right for her conservative clientele who didn’t seem particularly interested in avant-garde or eccentric fashion. In the mid-1970s, Schiesser’s fashion house was the largest in Germany and enjoyed the highest turnover of all local designers. In 1998, four years after the death of the founder, the company, and with it an important chapter in Frankfurt’s fashion history, came to an end. The year 2013, in its turn, saw the end of the era of the “Frankfurter Modekreis” (“Frankfurt Fashion Circle”), which, since having been founded in 1985 by the fashion-savvy journalist Jutta Thomasius, had gradually been joined by all the renowned Frankfurt couturiers, including representatives of the younger generation gathered around Elvira Kirsch, Nina Hollein and Cem Abaci. The highlight was an annual fashion show. “Fashion has become more short-lived than it used to be and general shows are too expensive, and everyone wants to have their own show for themselves,” says Jutta Thomasius with a tinge of regret.


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Frankfurt YOUNGSTERS

Heute kreieren in Frankfurt junge und begeisterte Designer wieder attraktive Mode. Ein Name, der international mitmischt: die Corporate Fashion-Designerin Simone Plitzko, die weltweit Luxushotels und Kreuzfahrtschiffe mit Arbeitskleidung ausstattet. Zu den erfolgreichen Nachwuchsdesignern gehört zum Beispiel der 22-jährige Samuel Gärtner, der 2018 mit seiner ersten Kollektion auf sich aufmerksam Today, young and enthusiastic designers are once again machte. Seine Designs sind so entworfen, dass man sie an creating attractive fashion in Frankfurt. One name that is jeden Körpertyp anpassen kann: „Kleidung sollte nicht zum getting involved internationally is corporate fashion desiVerstecken genutzt werden, sondern dabei helfen, sich zu gner Simone Plitzko, who outfits luxury hotels and cruise präsentieren.“ Für ihn hat Frankfurt keinen einheitlichen ships worldwide with workwear. Successful up-and-coming Stil – hier treffen kühle Banker auf junge Hipster. Aber: designers include, for example, 22-year-old Samuel Gärt„Die Stadt ist auf jeden Fall Fashion! Sie hat sich nur noch ner, who attracted attention in 2018 with his first collecnicht ganz gefunden – durch die Fashion Week wird sie ihtion. His designs are made to fit any body type: “Clothes re Kreativität hoffentlich weiter entwickeln können.“ Sonja shouldn't be used to hide; they should Zawer-Akerdem gründete 2016 ihr erstes Label „Soniush“ und entwirft heute „Frankfurt ist auf jeden help you to present yourself.” For him, Frankfurt doesn’t have a uniform styunter der Marke „The Ataelier“ OberFall Fashion!“ le – cool bankers meet young hipsters teile und T-Shirts. Für sie ist Fashion here. But: “The city is definitely fashiein Gefühl, das durch unser Umfeld "Frankfurt is definitely on! It just hasn't quite found itself yet beeinflusst wird – und in Frankfurt ist Fashion!" – through Fashion Week, it will hopedies das Zusammenspiel aus Wolkenfully be able to develop its creativity kratzern und historischen Gebäuden. further.” Sonja Zawer-Akerdem founded her first label “SoBeide Designer haben eines gemeinsam: sie wollen expliniush” in 2016 and now designs tops and T-shirts under the zit in dieser Stadt arbeiten und schätzen an Frankfurt das brand of “The Ataelier”. For her, fashion is a feeling that is Aufeinandertreffen unterschiedlichster Stile, Kulturen und influenced by our surroundings – and in Frankfurt, this is Traditionen. Auch für Sevinc Yerli, Gründerin des Labels the interplay of modern skyscrapers and historic buildings. „Chili Bang Bang“ und Organisatorin der „Frankfurt FashiBoth designers have one thing in common: they explicitly on Lounge“, bietet die Mainstadt mit ihren 178 Nationaliwant to work in this city and appreciate the clash of diffetäten und ihrer Kultur, Vielfalt, Architektur und Wirtschaft rent styles, cultures and traditions in Frankfurt. For Sevinc keine bessere Basis für Fashion. Wie man sieht, existiert Yerli, founder of the “Chili Bang Bang” label and organiser der Wille zu Fashion in Frankfurt also durchaus – und trotzof the “Frankfurt Fashion Lounge”, the city on the River dem sieht das modische Stadtbild in der Regel relativ trist Main, with its 178 nationalities and its culture, diversity, araus. Die Uniformität ist allgegenwärtig, es fehlt die Indivichitecture and economy, offers no better basis for fashion. dualität – es scheint, als wolle niemand anders sein oder So as you can see, the will to do fashion definitely exists in auffallen. Frankfurt – and yet the fashionable cityscape usually looks relatively drab. Uniformity is ubiquitous, and individuality is absent: it seems as though no-one wants to be different or stand out.


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„In your hands“ von Beatrice Bianchini in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst „In your hands“ by Beatrice Bianchini in the exhibition „From today‘s point of view“ at the Museum Angewandte Kunst

Photo: Knut Wörner

Lili Maras dress, lilimaras.de Canada Goose vest, canadagoose.com Dr. Martens shoes, drmartens.com Vintage Chanel clutch, secondhand-aschenputtel.de

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Iris Klaver dress, irisklaver.nl „Speicherplatz“ von Suska Bastian, Valeria Castaño Moreno in der Ausstellung „Aus heutiger Sicht“ im Museum Angewandte Kunst „Memory Space“ by Suska Bastian, Valeria Castaño Moreno in the exhibition „From today‘s point of view“ at the Museum Angewandte Kunst


STYLE - COVER STORY

Thank you! LOCATION MUSEUM ANGEWANDTE KUNST IN FRANKFURT AM MAIN

Photo: Knut Wörner

Fashion hat oft auch mit unserem Mut zu tun, uns als starke und durchaus verletzliche Wesen zu zeigen. Natürlich möchte man gut aussehen, doch der Gang in die Stadt, das Stöbern in den Stores und das Ausprobieren von etwas Neuem ist dann vielleicht doch zu anstrengend oder verunsichernd. Die Befürchtung, was andere denken könnten, verurteilt zu werden, Blicke auf sich zu ziehen, macht zusätzlich ein selbstbewusstes modisches Auftreten unmöglich. Wenn wir aber beim nächsten Mal vor dem Kleiderschrank stehen, wie wäre es, doch mal zu dem Teil zu greifen, dass wir immer schon tragen wollten, aber am Ende nie ganz den Anlass oder den Mut gefunden haben. Und wenn wir eine Frau oder einen Mann auf der Straße sehen und begeistert sind davon, was diese Person trägt: Warum nicht unsere Begeisterung mitteilen? Mode lebt im Kern davon, gesehen zu werden. Und wer weiß, vielleicht ist die Frankfurt Fashion Week, ob digital oder nächstes Jahr (geplant Januar 2022) dann hoffentlich auch physisch, der Motivationsschub, den unsere Stadt noch braucht! Fashion often has to do with our daring to show ourselves as strong and quite vulnerable beings. Naturally, you want to look good, but going to town, browsing the shops and trying on something new might be too stressful or unsettling. The fear of what others might think of you, of being judged, of attracting stares, also makes it hard for someone to come across as confident and fashionable.But the next time we're standing in front of the closet, how about reaching for that piece we've always wanted to wear but never quite found the occasion or the courage in the end. And if we see a woman or man on the street and love what that person is wearing, why not compliment them on their choice? At its core, fashion thrives on being seen. And who knows, maybe Frankfurt Fashion Week, whether digitally or next year (scheduled for January 2022) hopefully physically, will be the motivational boost our city still needs!

PHOTOGRAPHER KNUT WÖRNER, KNUTWOERNER.COM STYLING ALESSANDRA FRANK, FASHIONDOT.DE MODEL VIVIENNE JONAS & MARINA LUKOSCHAT A-MANAGEMENT.DE HAIR & MAKEUP ADRIENNE KREMER, ADRIENNEKREMER.COM COVER LOOK CHARLOTTE STRINDBERG BODY CHARLOTTESTRINDBERG.COM SAMUEL GÄRTNER VEST, SHOPSAMSSTUFF.COM

Photo: Marina Ackar

If you like it, WEAR IT!

ART DIRECTION ANNA QUANDT, THE-FRANKFURTER.COM

Alessandra Frank (Fashiondot.de / @moechte­ ­­ mehrsehen) ist Stylistin und Modeberaterin. Sie stylt Werbekampagnen, Modestrecken und künstlerische Fotoprojekte. Für Alessandra können Kleider Kunst, Freude, Aufregung, aber auch Schutz und Heimat sein. Sie geben ihr die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit auszudrücken und zu kommunizieren, ohne dass etwas gesagt werden muss. Alessandra Frank (Fashiondot.de/@moechte­ mehrsehen) is a stylist and fashion consultant. She styles advertising campaigns, fashion spreads and artistic photo projects. For Alessandra, clothes can be art, joy, excitement, but also protection and home. They give her the chance to express her personality and communicate without having to say anything at all.

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