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THE FRANKFURTER 01/22

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Cover Story

Body Positivity Business

Adrenaline worlds Travel

sweetheart of the orient


BUCHEN SIE IHRE

PROBEFAHRT!

THE NEW RANGE ROVER AB SOMMER 2022 VERFÜGBAR

HANAUER LANDSTRASSE 295 I FRANKFURT AM MAIN 069/94943455-0 I jaguar-landrover-fm@glinicke.de

WWW.GLINICKE-FRANKFURT.DE Kraftstoffverbrauch des neuen Range Rover: 12,9 - 7,6 l/100 km (kombiniert); CO₂-Emissionen: 295 - 200 g/km (kombiniert)


Frühling! Nichts verströmt mehr die Kraft der Erneuerung, Lebensfreude und Zuversicht. Wir starten in diese Jahreszeit so, wie wir die Welt sehen und sie uns wünschen: colorful, divers und vor allem peaceful. Als wir diese Ausgabe geplant und entwickelt haben, war diese Welt noch eine andere. Umso mehr ist es jetzt wichtig, den kommenden Monaten ein bisschen Sonnenlicht vorwegzuschicken, und das mit Storys, bei denen eine besondere Energie am Werk ist. Kraftvolle Geschichten und Begegnungen, Impulse und Ideen für sanften Urlaub, Fashion und Genuss. Photo: Knut Wörner

Die Welt ändert sich, und mit ihr die Sprache, auch bei uns. Sicher bemerken Sie den „Doppel­punkt“ im Wort, also „Leser:innen“. Mehr Gerechtigkeit bedeutet für uns und unsere Marke jedoch mehr als eine gendergerechte Sprache. Sie umfasst die Menschen in ihrer ganzen Vielfalt – unsere Coverstory feiert daher mit einer tollen Bildstrecke Body Positivity und gesundes Selbstbewusstsein. Wir haben im Heft viele Lust- & Gute Laune-Booster für Sie. Das ultraschöne, mit Spannung erwartete „Pink Pepper“ in Düsseldorf etwa, oder die besten Luxushotels in Freizeitparks weltweit, außerdem frühlingsfrische Classic Cars und unser Travel-Geheimtipp Ras Al Khaimah, das „Hidden Emirate“. Natürlich haben wir auch wieder Frankfurt im Blick, so stellen wir Ihnen junge, Upcoming-Kunstschaffende vor, deren Werke Kunstsammler:innen kennen sollten. Lassen Sie sich inspirieren, bleiben Sie in Bewegung. Die Welt bewegt sich auch. Viel Freude mit THE FRANKFURTER!

Spring! Nothing exudes more the power of renewal, joie de vivre and con­ fidence. We start this season the way we see the world and want it to be: colorful, diverse and above all peaceful. When we planned and developed this issue, this world was still a different one. That‘s why it‘s all the more impor­ tant to send a bit of sunlight ahead of the coming months with stories that have a special energy at work. P ­ owerful stories and encounters, impulses and ideas for gentle vacations, fashion and pleasure. The world is changing, and with it the language, including ours. You might have noticed the “colon” in the German text, for example in the word ­“Leser:innen”. ­However, more justice means more to us and our brand than gender-equal ­language. It embraces people in all their diversity - so our co­ ver story celebrates body positivity and healthy self-confidence with a great ­pictorial spread. We‘ve got plenty of pleasure & good mood boosters for you in the issue. The ­ultra-beautiful, eagerly awaited „Pink Pepper“ in Düsseldorf, for example, or the best luxury hotels in theme parks worldwide, as well as spring-fresh c­las­ sic cars and our travel secret tip Ras Al Khaimah, the „Hidden Emirate“. Of course, we also have Frankfurt in mind again, so we introduce you to young, up-and-coming artists ­whose works art collectors should know. Let yourself be inspired, keep moving. The world is moving too. Enjoy THE FRANKFURTER!

THE FRANKFURTER ABONNEMENT Bekomme jetzt dein ­Lifestyle-Magazin bequem nach Hause geliefert!

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Robin Zabler Managing Partner & Founder


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48 JEWELLERY AND OLDTIMER

STYLE 022 MONTANINI´S VIEW

86

026 DIVERSITY IN FASHION 034 KARAN SINGH 038 COOL FRANKFURT: STUDIO TUESDAY 044 MUST HAVES

PINK PEPPER

048 ALL ABOUT FASCINATION

BUSINESS 058 ADRENALINE WORLDS 068 THE FRANKFURTER @ LUNCH: KARIN WOLFF

SPOTTED

114

074 INTERVIEW WITH THE NEW US-CONSUL: NORMAN THATCHER SCHARPF

FOOD 078 RESTAURANT LAFLEUR 086 PINK PEPPER: SENSUAL PERFECTION

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TRAVEL 094 THE FRANKFURTER ON TOUR: RAS AL KHAIMAH

Photos: Amy Shore, Augustberg, Steigenberger Parkhotel Düsseldorf, Floral Street, Nikita Kulikov, Knut Wörner, Patrick Schmetzer, Lafleur

010 COVER STORY: BODY POSITIVITY


BUSINESS -

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130 TRENDS 2022

COVER STORY BODY POSITIVITY

EVENTS NEWS & DATES ART 110 HEIKE STRELOW´S WORLD OF ART 114 SPOTTED: AMY SHORE 122 CONTEMPORARY ART - MADE IN FRANKFURT

HOME 130 MORGEN´S BLOG: TRENDS 2022 134 HOME STORY - CINEMA MOODBOARD

94 RAS AL KHAIMAH

78 RESTAURANT LAFLEUR

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PROMOTION

NATURAL BEAUTY ZUR PERSON Dr. med. Julia Berkei zählt in Deutschland zu den führenden Ärzten der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie. Sie ist Gründerin sowie Geschäftsführerin der Dr. Berkei PLASTIC SURGERY CLINIC und der Dr. Julia Berkei HEALTH GmbH. Als international renommierte plastische und rekonstruktive Chirurgin und Expertin für minimalinvasive und nicht-chirurgische Verfahren liegt ihr Fokus auf natürlichen Ergebnissen für ihre Patient*innen. Ihr fundiertes Wissen erlangte Dr. Berkei durch internationale Ausbildung und Praxiserfahrung an namhaften Universitäten und Krankenhäusern (u.a. Harvard Medical School, das Royal National Throat, Nose & Ear Hospital in London). Seit dem Jahr 2002 konzentrierte sie sich auf die Ästhetische Chirurgie und eröffnete 2006 ihre eigene Praxis in Frankfurt. Hier widmet sie sich vor allem der anspruchsvollen Rhinoplastik (Nasenchirurgie). Weitere Spezialgebiete sind (rekonstruktive) Brustoperationen, Intimchirurgie, Lidoperationen und Anti-Aging-Therapien. Um den natürlichen Heilungs- und Regenerationsprozess der Haut zu unterstützen und die Hautalterung zu verlangsamen, entwickelte Dr. Berkei ihre eigene Skin Care Serie, die Dr. Julia Berkei AESTHETIC SKIN SOLUTIONS. Mit der steigenden Nachfrage nach minimalinvasiven Eingriffen wurde die Dr. Berkei PLASTIC SURGERY CLINIC zu einer der gefragtesten Adressen in Deutschland. Mit über 20 Jahren Erfahrung vereint Dr. Berkei künstlerisches mit handwerklichem Geschick unter Anwendung modernster chirurgischer und nicht-chirurgischer Techniken. Dabei legt sie besonderen Wert auf natürliche Ergebnisse.

„Wir beraten einfühlsam, detailliert und realistisch, das ist unsere Passion.“ Dr. med. Julia Berkei


BEHANDLUNGEN

BEHANDLUNGS-METHODEN

NASE Ästhetisch-funktionelle Nasenkorrektur Revisions-Nasekorrektur Rekonstruktive Nasenkorrektur (z.B. nach Unfällen)

Die Praxis von Frau Dr. Berkei umfasst das gesamte Spektrum der Ästhetischen Chirurgie, insbesondere die operative Nasenkorrektur. Patienten*innen leiden oft viele Jahre unter ihrer Nasenform, unter Belüftungsstörungen und damit einhergehenden psychischen wie physischen Folgen. Durch eine 3D Simulation der Nase kann bereits während der Sprechstunde das postoperative Ergebnis geplant werden.

INTIMCHIRURGIE GESICHT Ober- und Unterlidstraffung CO2-Fraxel-Laserstraffung Laser-Halsstraffung BRUST Brustvergrößerung (Silikonimplantate/Eigenfett) Brustverkleinerung Bruststraffung KÖRPER Straffungsoperationen Fettabsaugung „Mommy Makeover“ ANTI-AGING & FILLER Lippenunterspritzung Botulinumtoxin Typ A 3D-Faden- und Volumenfacelift Stammzelltherapie, Hyaluronsäure Poly-L-Milchsäure, Vampir Lifting Fett-Weg-Spritze

Praxis für Plastische & Ästhetische Chirurgie Dr. med. Julia Berkei Goethe Straße 25 Frankfurt am Main www.berkei.com

Weitere Schwerpunkte der Praxis von Frau Dr. Berkei sind sowohl die Brustchirurgie als auch die Intimchirurgie. Eine für die Frau unschöne Brustform, sei sie angeboren oder im Laufe des Lebens entwickelt, löst oft einen starken Leidensdruck aus. Hier kann die Form durch verschiedene Methoden rekonstruiert und perfektioniert werden. Intimchirurgie, v. a. die Schamlippenoperation, ist schon lange kein Tabuthema mehr. Mit der richtigen Operationstechnik ist das Endergebnis sehr natürlich und quasi „unsichtbar“. Im Fokus steht außerdem die gesamte Anti-Aging-Therapie. Die Hautverjüngung und die Hautstraffung wird in der Praxis durch minimalinvasive Therapien wie u.a. Botulinumtoxin Typ A, Filler, Fadenlift und Lasertherapie erzielt. „Wir möchten bereits so früh wie möglich den HautAlterungsprozess verlangsamen und ergänzen hierfür die Produkte aus unserer Dr. Julia Berkei AESTHETIC SKIN SOLUTIONS Serie“, erklärt Dr. Berkei.


PROMOTION

NEW LANDMARK – NEW VISION OF LIVING

FRANKFURTS SKYLINE WÄCHST MIT SPEKTAKULÄREN WOHNTÜRMEN VON STARARCHITEKT HADI TEHERANI Mit dem Premium-Wohnprojekt HPQ LIVING innerhalb des Hafenpark Quartiers im Frankfurter Ostend entsteht ein architektonisch hochkarätiges und urban ausgerichtetes Gebäudeensemble, das die Frankfurter Skyline auf einzigartige Weise prägen wird.

HIGH SIDE Die architektonische DNA des Wohnprojekts HPQ LIVING umfasst die beiden 16- und 14-geschossigen, kieselförmigen Premium-Wohntürme HIGH SIDE. Das Aluminium der markanten, bis zu 60 Meter hohen Türme sowie die hellen Natursteinfassaden der umliegenden Gebäude verleihen dem HPQ LIVING eine unvergleichliche Identität. Durch den raffinierten, futuristischen Entwurf des international renommierten Architekten und Designers Hadi Teherani zeigen die gewölbten Fensterfronten optisch in Richtung des Mains und erzeugen einen schwebenden Eindruck. Die abgerundete, elegante Gebäudefront mit bodentiefen Fenstern lässt aus vielen Wohnungen gleichzeitig Blickbeziehungen auf den Main, die Europäische Zentralbank und die Skyline entstehen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2024 geplant.


URBANE EVOLUTION Im HPQ LIVING entstehen 288 Apartments mit einer Wohnfläche von 38 bis 238 Quadratmeter, davon 266 Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern sowie 11 Townhouses mit bis zu fünf Zimmern, verteilt auf zwei Ebenen. Die Apartments in den Türmen werden durch ihre einzigartigen, schwungvollen Grundrisse geprägt. Nahezu alle Wohnungen verfügen über Loggien, Balkone oder Terrassen. In den obersten Geschossen werden weitere 11 Penthouses für höchste Ansprüche in Größen von 62 bis 433 Quadratmeter mit eigenen Dachterrassen realisiert. Eine Besonderheit des richtungsweisenden Hafenpark Quartiers bildet ein rund 5.000 Quadratmeter großer, parkähnlicher Innenhof mit 100 Bäumen und etlichen Ruhezonen sowie eine begrünte XXL-Dachterrasse für atemberaubende Aussichten über die Stadt, den Fluss bis hin zu Taunus, Spessart und Odenwald. Eine zweigeschossige Tiefgarage bietet Platz für 245 Stellplätze, von denen ein Großteil mit E-Mobility ausgestattet sein wird. Rund um das Wohnprojekt stehen außerdem an die 870 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

WWW.HPQ-FRANKFURT.COM


STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

BODY POSITIVITY INVEST IN YOURSELF

Der eigene Körper – jeher ein Quell für Zweifel oder Selbstbewusstsein. Nie konnten Menschen, die mit ­ihren Formen unzufrieden waren, so viel an sich ändern lassen. Das Angebot der Beauty­industrie und -chirurgie ist schier unendlich. Gleichzeitig schafft ein Blick auf das „neue Schön“ andere Ideale: ­Body Positivity ist in aller Munde. Heißt es in Zukunft ­ Akzeptanz und ­Toleranz statt Skalpell und Beauty-­ Treatments? Your own body – always a source of doubt or self-­ consciousness. Never before have people, who ­were ­dissatisfied with their shapes, been able to have so much about them altered. The range of services ­offered by the beauty and plastic surgery industry is almost endless. At the same time, a look at the ‘new beautiful’ creates other ideals: body posi­tivity is on everyone’s lips. Does that mean acceptance and ­tolerance in the ­future instead of surgery and ­beauty treatments? TEXT: HEIKE KATHARINA KLAUER, DR. JUTTA FAILING PHOTOS: KNUT WÖRNER

WHAT WE DO MAKING OF Check out some insights and behind the scenes impressions of the cover production.

Photos: Knut Wörner

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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

„ICH WAR SCHON IM­ MER EINE SEHR SELBST­ BEWUSSTE FRAU.“

„ES GIBT NICHT MEHR DAS ‚EINE‘ SCHÖNHEITS­IDEAL. DIE VIELFALT IST DAS SCHÖNE UND INTERESSANTE.“ OUTFITS AND SHOES: ZARA JEWELLERY: VINTAGE MARNI FOR H&M

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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

90-60-90 Ein schöner Mensch ist schmal und komplett haarlos. Die alten Ägypter verfolgten ein strenges Schönheitsideal. Die Römer standen wiederum auf blonde Haare, mit ätzenden Flüssigkeiten gebleicht. Im Barock waren Fettpolster ein gesellschaftliches Muss und später schnürten sich Frauen in schwindelerregende Korsetts ein, dünn wie Sanduhren. Ein schöner Mensch ist auch gesund, so glaubte man. Nicht zuletzt der Wirtschaftswunderbauch älterer Herren stand dafür. „Schönheit“ war ein Privileg der Wohlhabenden, so zeigen es uns auch die Malerei und Skulptur vergangener Zeiten in Frankfurter Museen.

A beautiful person is slender and completely hairless. The ancient Egyptians followed a strict ideal of beauty. The ­Romans, on the other hand, were fond of blonde hair, blea­ ched with caustic liquids. In the Baroque era, fat pads were a social must and later women laced themselves into diz­ zyingly tight corsets to become as slender as hourglasses. A beautiful person is also healthy, or so it was believed. As demonstrated not least by the “economic miracle paunch” of older gentlemen. “Beauty” was a privilege of the wealthy, as the paintings and sculptures of past times in Frankfurt ­museums demonstrate.

“I’VE ALWAYS BEEN A VERY CONFIDENT WOMAN.” BLOUSE: VINTAGE H&M STUDIO JEWELLERY: STYLIST‘S OWN

Photo: Knut Wörner

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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

Wo die Natur dem Ideal nicht entsprach und auch ­Schminke nicht das gewünschte Ergebnis brachte, half man mit dem Messer nach. Ästhetische chirurgische Eingriffe sind in Europa seit fast 2.000 Jahren bekannt. Heute sind Frauen bereit, sich für eine Barbie-Wespentaille Rippen entfernen zu lassen. Zugegeben, ein seltenes Extrem.

Where nature didn’t correspond to the ideal and even make­­ -up didn’t bring the desired result, the scalpel helped out. Plastic surgery has been around in Europe for almost 2,000 years. These days, women are even willing to have ribs remo­ ved to achieve a Barbie-doll waist. Admittedly, a rare extreme.

ILLUSORY WORLDS Ihre Wurzeln hat die Body Positivity Bewegung im erwachenden Feminismus des 19. Jahrhunderts. Schon vor dem Ersten Weltkrieg befreiten sich junge Frauen vom Korsett. Heute bedeutet Body Positivity, jedem Körper mit Respekt zu begegnen. Jeder Körper ist gleich wertvoll, impliziert das. Und zugleich das Wissen, dass man von der Körperform nicht auf den Charakter eines Menschen schließen kann. Die Realität sieht oft anders aus. Empirische Studien beweisen: mehrgewichtige Menschen werden bereits bei der Einstellung im Beruf systematisch benachteiligt. Bei drohenden Entlassungen verlieren sie eher ihren Job als schlanke Menschen.

The body positivity movement has its roots in the awakening feminism of the 19th century. Even before the start of the First World War, young women were liberating themselves from the corset. These days, body positivity means treating every bo­ dy with respect. It implies that every body is equally valuable. And, at the same time, there is the knowledge that you cannot deduce the character of a person merely from the shape of their body. Reality often looks different, however. Empirical studies show that people, who are overweight, are systemati­ cally disadvantaged when applying for jobs. And in the case of impending redundancies, they are more likely to lose their job than their slim fellow employees.

Bin ich schön? Die Kritik am eigenen Körper ist älter als Instagram, Snapchat & Co. Filter und Likes erhöhen hier noch den Druck, einer vermeintlichen Normschönheit zu entsprechen. Der Body Positivity Bewegung ist es zu verdanken, dass die oft unrealistischen Normen hinterfragt werden. Aber: Müssen wir jetzt unsere „Makel“, Speckröllchen und Cellulite, lieben – auch wenn wir selbst kreuzunglücklich damit sind? Das wäre ein neues Diktat, wieder Druck. Selbstakzeptanz und Selbstliebe statt Körperkult sind das eine, die Freiheit, in eine Nasenkorrektur oder in ein Skin-Treatment zu investieren, das andere.

Am I beautiful? Criticism of your own body has been around longer than Instagram, Snapchat and the like. ­Filters and likes increase the pressure on people to conform to a ­supposed ideal of beauty. Thanks to the body positivi­ ty movement, the often unrealistic norms are now being questioned. However, do we now have to love our “flaws”, flab and cellulite – even if we ourselves are unhappy about them? That would be yet a new diktat and even more pres­ sure. Self-acceptance and self-love rather than body cult are one thing, the freedom to invest in a nose job or skin treatment is another.

KATERINA GOTTESLEBEN Model und Fotografin/model and photographer

Photo: Ralph Geiling

„Je älter ich werde, desto wohler fühle ich mich. Ich schaue nicht mehr nach dem kleinen Röllchen, das durch die Schwangerschaften mit zwei gesunden Kindern an meinem sonst flachen Bauch zu sehen ist, wenn ich sitze. Als ich Model in Paris war, hatte ich mich runtergehungert, das war nicht so toll. Heute bin ich lockerer, suche nicht immer nach Fehlern, mache viel Sport und ernähre mich gesund.“ „The older I get, the more comfortable I feel. I no longer look at the little roll of fat I have because of pregnancies that resulted in two healthy children and that you can see on my otherwise flat stomach when I sit. When I was a model in Paris, I starved myself slim; that wasn‘t too great. These days, I’m more relaxed; I don’t always look for flaws; I do a lot of exercise and eat healthy.”

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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

SHOW-BUSINESS „Body Love - Jeder Körper ist schön“, ruft uns Heidi Klum entgegen. Für ihre aktuelle Staffel von „Germany‘s Next Topmodel“ castet das blonde American Girl aus Bergisch Gladbach Frauen jeden Alters und jeder Körperform. Während in den letzten Jahren Trans­genderModels noch mit Idealmaßen glänzten und Curvy-Models gerade mal die normale Konfektionsgröße 42 trugen, schreiten jetzt auch Frauen über den Catwalk, die mit wesentlich mehr „Hüftgold“ aufwarten können. Ihre Konkurrenz: Ü50-Beautys mit Topfiguren und langen grauen Haaren und deren (selbstverständlich – sie sind auch noch dabei!) attraktive Töchter! “Body love – every body is beautiful” is what Heidi Klum calls out to us. For her current season of “Germany’s Next Topmodel” (sic), the blonde American girl from Bergisch Gladbach is casting women of all ages and body shapes. While in recent years, transgender ­models still flaunted the ideal measurements and curvy models ­wore, at most, a normal US size 12, women who can boast consi­ derably larger “love handles” are now also strutting down the run­ way. The competition? Over-50 beauties with fantastic figures and long grey hair accompanied by their (naturally) attractive daughters!

Photo: Privat

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DR. MED. MATTHIAS RIEDL Internist, Ernährungsmediziner, Diabetologe und Fachbuchautor („Die Ernährungs-Docs“, NDR)/internist, nutritionist, diabetologist and textbook author (“Die Ernährungs-Docs” (“The Nutrition Docs”), ­ NDR channel) „Wenn jemand glücklich übergewichtig ist und keine gesundheitlichen Probleme vorliegen, dann gibt es keinen Grund, etwas zu ändern.“ “If someone is happily overweight and they have no health problems, then there’s no rea­ son to change anything.”

JANA AZIZI RTL-Moderatorin, in Mainz aufgewachsen/RTL presenter, grew up in Mainz. Jana, wie würdest du dein Körpergefühl beschreiben? „Liebevoll, selbstbewusst und respektvoll. Ich hatte schon immer ein gutes Körpergefühl und habe es zum Beispiel durch Tanzen, Turnen und Yoga weiterentwickelt. Das Modeln hat mir geholfen, mit meinem Körper auch vor einer Kamera umzugehen. Durch Ernährung und Pflege versuche ich meinem Körper jeden Tag etwas Gutes zu tun und ich bin davon überzeugt, dass die Einstellung den Rest macht: Ich bin sehr liebevoll mit mir selbst und weiß, dass mein Körper keine Maschine ist.“

Jana, how would you describe your body image? “Loving, confident and respectful. I have always felt good about my body and have developed it further, for example through dance, exercise and yoga. Modelling has helped me deal with my body in front of a camera as well. Through nutrition and care, I try to do something good for my ­body every single day and I am convinced that your attitude does the rest: I am very loving with myself and know that my ­b ody is not a machine.”

Welche „Makel“ verzeihst du deinem Körper? „Der menschliche Körper, vor allem der einer Frau, empfinde ich als Wunder der Natur. Es gibt nichts, was ich meinem Körper verzeihen muss, im Gegenteil: Man sollte so schnell wie möglich lernen, ihn zu lieben. Er ist so wie er ist, mal dicker, mal dünner, mal trainierter. Und das ist auch gut so.“

What “flaws” do you forgive your body for? “The human body, especially a woman’s body, is, I feel, a miracle of nature. There is nothing I have to forgive my ­b ody for. On the contrary, everyone should learn to love their body as soon as possible. It is the way it is – some­ times plumper, sometimes thinner, sometimes more in sha­ pe. And that’s a good thing.”


STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

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THANK YOU CREATIVE DIRECTOR PHOTOGRAPHER

KNUT WÖRNER knutwoerner.com

MODELS

MORESHA LOUISE JANA AZIZI

HAIR & MAKEUP

Photo: Knut Wörner

NIKI RIEGLER nikiriegler.com

STYLING

ALESSANDRA FRANK fashiondot.de

FASHION

FIFTY EIGHT.S KRONBERGER STRASSE 19, FFM fifty-eights.de

LOCATION

DRESS, COAT, SHOES: ZARA JEWELLERY: STYLIST‘S OWN

ANNA QUANDT the-frankfurter.com

STUDIO QUBE studio-qube.com


STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

“THERE IS NO LONGER THE ONE SINGLE IDEAL OF BEAUTY. DI­ VERSITY IS THE THING THAT IS BEAUTIFUL AND INTERESTING.” TOP: VINTAGE JEWELLERY: STYLIST‘S OWN

Photo: Knut Wörner

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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

“Wunderschön” (“Gorgeous”) is currently in the cinemas, a film that shows how women are under constant pressu­ re to live up to a certain ideal: super-mother, passiona­ te lover for her husband and highly successful in her job. And all of this, of course, while wearing a size 6 at most, always well-groomed and smartly dressed! Director Karo­ line H ­ erfurth, who also plays one of the main roles, said in an interview with the ARD culture magazine TTT: “Whe­ never I looked in the mirror – very early, at the age of 12 or 13, I had an external image. I didn’t see myself, didn’t look at myself at all. In my head, I put a template on my­ self and saw the parts that weren’t right. In general, when I looked in the mirror, I was always preoccupied with what wasn’t right and what was wrong.” The issue is ubiquitous. But isn’t it still women who struggle with themselves and their bodies?

TO KÜHNE Künstler/artist

Photo: To Kühne

Zeitgleich ist mit „Wunderschön“ ein Film in den Kinos, der zeigt, wie Frauen unter permanentem Druck stehen, einem gewissen Ideal zu entsprechen: Supermutter, leidenschaftliche Liebhaberin für den Mann und top erfolgreich im Job – das alles natürlich in maximaler Kleidergröße 36, stets gepflegt und adrett gekleidet! Regisseurin Karoline ­Herfurth, die auch eine der Hauptrollen spielt, sagte dazu in einem Interview mit dem ARD-Kulturmagazin TTT: „Immer, wenn ich in den Spiegel geguckt habe – schon sehr früh, mit 12, 13 Jahren, hatte ich ein äußeres Bild. Ich habe mich nicht gesehen, mich gar nicht angeguckt. Ich habe im Kopf eine Schablone über mich gepackt und die Stellen gesehen, die nicht gestimmt haben. Überhaupt: Beim Blick in den Spiegel war ich immer damit beschäftigt, was nicht stimmt und was falsch ist.“ Das Thema ist allgegenwärtig. Aber sind es nicht nach wie vor Frauen, die mit sich und ihrem Körper hadern?

„Ich inszeniere mich nicht als dicker Mann, sondern ich inszeniere mich, um Geschichten zu erzählen und bin nun mal dick. So bin ich und dazu stehe ich, aber letztendlich ist es für das Ergebnis sekundär. Allerdings bekomme ich oft das Feedback, dass es doch sehr mutig sei, sich selbst so darzustellen. Das finde ich nicht, weil ich mich in den Bildern selbst nicht wirklich als ‚Mich‘ wahrnehme, sondern die Aussage vorrangig ist. Ich sehe mich als Werkzeug, um eine Geschichte zu erzählen. Wenn ich als Fotograf Models engagiere, schaue ich nach irgendwas, das mich ‚kickt‘ in einer Person, was Spannendes. Zugegeben, vielleicht sind das genau die äußerlich ‚unperfekten‘ Menschen, aber das merke ich, wenn überhaupt, erst hinterher.“ “I don’t present myself as a fat man. I present myself as a person, who tells stories, and I am fat. That’s who I am and that’s what I stand for, but ultimately it’s secondary to the outcome. However, I often get feedback that it is very brave to present myself in this way. I don’t think so, because I don’t really perceive myself as ‘me’ in the pic­ tures; it’s the statement that is paramount. I see myself as a tool to tell a story. When I hire models in my role as photographer, I look for something in a person that gives me a ‘kick’, something exciting. Admittedly, they may be exactly the outwardly ‘imperfect’ people, but I only notice that afterwards, if at all.”


STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

MORESHA LOUISE Model (ModelWerk) und Studentin, lebt in London/Model (ModelWerk) and student, lives in London Moresha, du bist ein erfolgreiches Curvy-Model, was bedeutet für dich eine positive Körperwahrnehmung? „Ich versuche mich immer daran zu erinnern, dass mein Körper mehr ist als die Optik. Er trägt mich tagtäglich durchs Leben und bei über 80 Kilogramm ist das gar nicht so einfach. Die Body Positivity-Bewegung und all das, was ihr folgte, hat mich in der echten Welt gestärkt und noch selbstbewusster gemacht. Ich habe etwa Body Positivity­-Posts auf Instagram gesehen, die mich langfristig begleitet haben. Auch in meinem Job bemerke ich einen Wandel. Vor einigen Jahren wurde ich ausschließlich für ‚Große Größen‘-Jobs gebucht, mittlerweile buchen mich Kunden, weil ich bin, wer ich bin, und nicht aufgrund meiner Konfek­ tionsgröße. Auf gesellschaftlicher Ebene würde ich sagen, dass es inzwischen mehr Repräsentation von verschiedenen Körpertypen gibt als je zuvor, aber auch da ist noch Luft nach oben.“

Moresha, you‘re a successful curvy model. What does a positive body image mean to you? “I always try to remember that my body is more than how it looks. It carries me through life every day and at over 80 kilo­grams, that’s not so easy. The body positivity move­ ment and all that followed, has empowered me in the real world and made me even more confident. I’ve seen body positivity posts on Instagram, for example, which have stayed with me permanently. I’ve also noticed a change in my job. A few years ago, the only bookings I got were for ‘plus size’ jobs. Now, however, clients book me because of who I am and not because of my clothing size. On a social level, I’d say that diverse body types are being presented more and more than ever before, but there’s still room for improvement there, too.”

Ist Body Positivity nur ein Instagram-Phänomen, wie einige behaupten, oder doch mehr? „Die Body Positivity-Bewegung hat lange vor Social Media angefangen, damals hieß die Bewegung Fat Liberation. Es ging seinerzeit darum, mehrgewichtige Menschen zu entstigmatisieren und um deren gesellschaftliche Akzeptanz. Die Body Positivity-Bewegung hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt; heute geht es um Empowerment für alle Körpertypen und um die eigene Körperakzeptanz. In meiner Wahrnehmung spielt sich viel auf Social Media ab, aber ich bin auch der Meinung, dass die geteilten Inhalte in die reale Welt überschwappen. Body Positivity, wie es heute verstanden wird, ist etwas sehr Persönliches und deshalb muss jeder selbst und für sich daran arbeiten.“

Is body positivity, as some claim, just an Instagram phenomenon or is it something more than that? “The body positivity movement started long before ­social media did. Back then, the movement was called fat ­liberation. At the time, it was about destigmatizing people, who were overweight, and about accepting them socially. The body positivity movement has changed a lot in the last few years. These days, it’s all about empowering all body ­types and about you accepting your own body. The way I see it, a lot is happening on social media, but I also think that the content shared is spilling over into the real world. Body positivity, as it is understood today, is something very personal, which is why everyone has to work on it them­ selves and for themselves.”

SOPHIA THIEL Fitness-Star und Buchautorin („Come back stronger”, ZS Verlag)/ fitness star and author (“Come Back Stronger“, ZS Verlag) Ein exzessiver Fitness-Lifestyle führte bei Sophia Thiel zu einer Essstörung. “Je brutaler und definierter ich aussah, desto ­positiver war die Resonanz und desto mehr Likes hatte ich. Mein Körper hatte sich inzwischen abgewöhnt, gesunden Appetit oder gesunden Hunger zu ‚äußern‘ ...“ Und heute? “Früher habe ich meinen Körper als Gegner betrachtet, als Arschloch, das sich gegen mich stellt und das ich unterwerfen muss. Jetzt ist er mein Verbündeter.“

An excessive fitness lifestyle led Sophia Thiel to develop an eating disorder. “The more bru­ tal and defined I looked, the more ­positive the response was and the more likes I got. My body had broken of ‚expressing‘ a healthy appetite or healthy hunger...” And today? “I used to think of my body as an adversary, as an asshole that competes against me and that I have to subdue. Now it is my ally.”

Photo: Dan Carabas

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Photo: Knut Wörner

STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

OUTFIT FROM FIFTY EIGHT.S BLOUSE: LUTZ HUELLE SKIRT: DRIES VAN NOTEN SHOES: ZARA JEWELLERY: STYLIST‘S OWN

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Photo: Knut Wörner

STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

Photo: Privat

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CORINNA MÜHLHÄUSER Trend- und Zukunftsforscherin (Zukunftsinstitut, Frankfurt)/trend researcher and futurolo­ gist (Zukunftsinstitut, Frankfurt) „Neben der körperlichen Gesundheit wird die psychische Balance in den kommenden Monaten im Fokus der Gesundheitsmärkte stehen.“

BLOUSE: J.W. ANDERSON PANTS: KENZO X H&M SHOES: ZARA

“Alongside physical health, mental balance will be the focus of the health markets in the coming months.”


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STYLE - COVER STORY: BODY POSITIVITY

DR. MED. GERHARD SATTLER Gründer und Ärztlicher Direktor Rosenpark Klinik/Founder and Medical Di­ rector Rosenpark Clinic

“Since the Rosenpark Clinic was founded 25 years ago, aesthetic medicine has changed a lot. Today’s ideal of beauty focuses on perfect naturalness – not only in the face but also over the entire body. A youthful-looking figure is considered to be a privilege in all phases of your life. What seemed impossible in the past has become routine today, without scars and almost without any risk thanks to special treatments.”

Photo: Privat

„Seit Gründung der Rosenpark Klinik vor 25 Jahren hat sich die ästhetische Medizin stark verändert. Im Mittelpunkt des heutigen Schönheitsideals steht die perfekte Natürlichkeit, nicht nur im Gesicht, sondern auch am gesamten Körper. Eine jung wirkende Figur wird in allen Altersphasen als Privileg angesehen. Was früher unmöglich schien, ist heute ohne Narben und nahezu risikolos mittels spezieller Therapien zur Routine geworden.“

IT’S A MAN’S WORLD Immer häufiger sieht man auch Männer, die „etwas haben machen lassen“. Der Fernsehjournalist J­ enke von ­ Wilmsdorff hat sich im Pro7-Format „Das Jenke E xperiment“ chirurgisch verjüngen lassen. Politiker, ­ ­Prinzen und Promis – und auch immer mehr „normale“ Männer – entscheiden sich für eine Haartransplantation. Daneben stehen die Fettabsaugung am Bauch und eine Kinn- und Kieferkonturierung ganz oben auf der Wunschliste, mit der Männer die Praxen der Beauty-Profis aufsuchen. Bereits vor vier Jahren hat die Deutsche Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie bekanntgegeben, dass die Augenlidstraffung der beliebteste ästhetisch-chirurgische Eingriff bei Männern ist. Trend: weiter ansteigend.

More and more often you also see men who have “had something done”. TV journalist Jenke von Wilmsdorff had himself surgically rejuvenated in the Pro7 TV program “The Jenke Experiment”. Politicians, princes and celeb­ trities – and even increasing numbers of “normal” men – are opting for hair transplants. Furthermore, abdominal liposuction as well as chin and jaw contouring are at the top of the wish list of the men, who visit the practices of beauty professionals. Four years ago, the German ­S ociety of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgeons an­ nounced that the eyelid lift is the most popular plastic surgical procedure amongst men. And it’s a trend that is still on the rise.

BODY DIVERSITY Last Exit Schönheitschirurgie? Glaubt man Prognosen, wird die Generation Z, also alle nach dem Jahr 2000 Geborenen, in zwei, drei Jahrzehnten verstärkt auf natürliche Schönheit setzen. Gerade in einer vernetzten Zukunft mit sehr viel High Tech-Schönheit, werde natürliche Schönheit wichtiger, heißt es. Body Diversity, die Akzeptanz für die Vielfalt der Körperformen, überflügle dann Body Positivity. Erstere akzeptiert ebenso Herkunft, Religion und sexuelle Orientierung. Kurz: Ecken und Kanten statt perfekten Proportionen. Wenn das definierte Perfekte in Zukunft überall und jederzeit verfügbar ist, beziehungsweise man sich für schon kleines Geld optimieren lassen kann, wird das Unperfekte, das dann nicht jeder hat, interessant. Solche „Gegenbewegungen“ hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben.

Last Exit Plastic Surgery? If you can believe the forecasts, Generation Z, i.e. all those born after the year 2000, will in­ creasingly focus on natural beauty in two or three decades. Particularly in a networked future with a lot of high-tech beauty, natural beauty will become more important – so they say. Body diversity, i.e. the acceptance of the diversity of all body shapes, will then overtake body positivity. The former also embraces people’s origin, religion and sexual orientation. In short: rough edges instead of perfect pro­ portions. If the defined perfect ideal is available everywhe­ re and at all times in the future, or if you can have yourself optimized for very little money, the imperfect, which not everyone will have, will then become interesting. There ­have always been such “countermovements” in the past.


TRAVEL - COPENHAGEN

Dass Vielfalt, Akzeptanz und Selbstoptimierung kein Widerspruch sein müssen, hatten wir gelernt. Dann kam die Pandemie – und bisherige Normen und Werte mutierten zu neuen Formen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens. Warum schmeckt Zukunft nach Cannabis, Selbstverwirklichung und Anpassung, fragt Marketing- und Werbeprofi Claudio Montanini. We had learnd that diversity, acceptance and self-optimization needn’t be a contradiction. Then along came the pandemic and former norms and values mutated into new forms of individual and social life. Why does the future taste of cannabis, self-realization and adaptation, asks marketing and advertising expert Claudio Montanini.

Photo: Knut Wörner

SHAPE YOUR LIFE

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OUTFIT AND SHOES: ZARA JEWELLERY: VINTAGE MARNI FOR H&M


STYLE - MONTANINI´S VIEW

Das “Dorian Gray” genießt in Frankfurt immer noch Ruhm, mehr als 21 Jahre nach der Schließung des Kult-Clubs am Flughafen. Der Name steht für unvergängliche Jugend – man erinnert sich an Oscar Wildes Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“. Wer wünscht sich das nicht? Makellos schön, ewig jung und kraftvoll. Das ist der klassische Ansatz. Doch spätestens seit der bemerkenswerten Dove-Kampagne mit den Supersize-Models kommt ein weiterer Ansatz hinzu: Vielfalt ist angesagt. Schön ist, wie ich mich fühle. Das Ideal bekommt Varianten.

The “Dorian Gray” is still famous in Frankfurt. More than 21 years after the cult club at the airport closed. The name stands for undying youth – it calls to mind Oscar Wilde‘s novel “The Picture of Dorian Gray” after all. Who doesn't want that? Flawlessly beautiful, eternally young and pow­ erful. That’s the classic approach. But at the latest since the remarkable Dove campaign with the supersize models, another approach has been added: diversity is in. Beautiful is how I feel. The ideal is now more diverse.

Adele is revered for her unique voice; the supposed super­ Adele wird für ihre einzigartige Stimme verehrt, die verfluous pounds never played a role. That changed when she meintlichen überflüssigen Pfunde spielten nie eine Rolle. virtually cut herself in half with the Das änderte sich, als sie sich mit eiCLAUDIO MONTANINI so-called “Sirtfood Diet”. Does ner so genannten Sirtfood-Diät quaInhaber der Kommunikationsthe XXS Adele brand work better si halbierte. Funktioniert die Marke agentur PSM&W, Präsident Marketing Club Frankfurt, Vorstand than the XXL version? Does it not Adele XXS besser als XXL? Spielt es im Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK), Aufsichtsratsmatter or does the star now have keine Rolle oder muss sich der Star mitglied Eintracht Frankfurt to reinvent herself? The metamor­ nun neu erfinden? Die MetamorphoOwner of the communications phoses of a Madonna or a Lady sen einer Madonna oder einer Lady agency PSM&W, Marketing Club Frankfurt President, board Gaga are part of their persona, Gaga gehören zur Rolle doch auch member of the Cluster der Kreaafter all. The answer is simple and dazu. Die Antwort ist einfach und tivwirtschaft in Hessen (CLUK), supervisory board member of short: It really doesn’t matter. kurz: Es ist egal. Eintracht Frankfurt Unsere Gesellschaft wird vielseitiger, diverser, bunter, egalitärer. Wir akzeptieren zunehmend die Bilder und Figuren, die sich mehrheitlich durchsetzen. Eine Frau als Bundeskanzlerin, ein Schwarzer als US-Präsident, ein homosexueller Oberbürgermeister, eine siegreiche Diva mit Bart beim Eurovision Song Contest und Kunstwesen wie Harald Glööckler hauen uns nicht mehr um. In den neuen Zwanziger Jahren weichen die Normen auf. Selbstoptimierung ist das neue Paradigma.

Our society is becoming more versatile, more diverse, more co­ lorful, and more egalitarian. We increasingly accept the images and figures that are now asserting themselves. A woman as the Ger­ man chancellor, a black man as the US president, a homose­ xual mayor, a winning diva with a beard at the Eurovision Song Contest and artistic beings like Harald Glööckler no longer blow us away. In the new twenties, the norms are softening. Self-optimization is the new paradigm.

Dabei zirkulieren wir zwischen den Polen Cannabis als Nahrungsergänzungsmittel und Veggie-Wurst als Protein-Surrogat. Das Yoga-Treatment auf der Alm bekommt einen festen Platz im Jahresurlaubskalender und Camper-Touren durch Europa kombiniert mit mobilem Arbeiten sind Varianten der New Work Life Balance. Not macht erfinderisch. Oder kreativ. Alles Nebeneffekte der Lockdowns. Nicht nur Viren mutieren. Wir passen uns mindestens genauso schnell den neuen Lebensbedingungen an und gewinnen der Krise die Chance ab. Vielfalt contra Monotonie. Eine Folge der Pandemie-Erfahrung sind tatsächlich neue Lebensformen mit teilweise bizarreren Selbstverwirklichungsfantasien, aber auch ganz konkretem Nutzen. Entscheidend ist die Mischung. Und die Balance. Shape your Life.

We circulate between the extremes of cannabis as a dietary supplement and veggie sausages as a protein surrogate. The yoga treatment on the mountain pasture gets a fixed place in one’s annual holiday calendar. Camper tours through Eu­ rope combined with mobile working are variants of the New Work Life Balance. Necessity is the mother of invention. Or creativity. All side effects of the lockdowns. Not only viru­ ses mutate. We adapt to the new living conditions at least as quickly and the crisis gives us new opportunities. Diver­ sity versus monotony. One consequence of the pandemic experience is indeed new forms of life with sometimes more bizarre fantasies of self-realization, but also very concrete benefits. What’s decisive here is the mix. And the balance. Shape your life.

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