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Silent World

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Ausgabe 2008

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vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, von Kindesbeinen an war Wasser für mich ein zentrales Thema. Bereits als kleiner Junge spielte ich in der Badewanne mit Tauchern und U-Booten. Im Prinzip hat sich daran nichts geändert: Bis heute hat die Faszination, die Wasser auf mich ausübt, nichts an ihrer Intensität eingebüßt. Im Alter von vier Jahren lernte ich mit Schnorchel und Taucherbrille schwimmen, mit 16 tauchen. Unter Wasser fühlte ich mich vom ersten Moment an wohl, nicht als Fremdkörper und Eindringling. Sondern als Teil eines harmonischen Ganzen. Das Universum voll unbekannten Lebens und die vereinnahmende Stille der Unterwasserwelt zogen mich sofort in ihren Bann. Das Vordringen in den geheimnisvollen Lebensraum unter der Oberfläche veränderte mein Lebensbild. Denn tägliche Sorgen und Probleme relativieren sich im Angesicht der entrückten Welt unter Wasser. So war es mein natürlicher Weg, zum richtigen Zeitpunkt meinen Beruf durch meine Berufung einzutauschen – das Tauchen und das Meer ins Zentrum zu rücken. Es ist mein zentrales Lebensthema. Es gibt nichts Spannenderes als das Meer mit seinem vielschichtigen Charakter, den unendlich vielen Facetten, Farben und Stimmungen. Mal spiegelglatt, mal wütend und aggressiv, mal spielerisch. Fliegende Fische, an der Oberfläche spielende Rochen, in Schulen jagende Delfine – für mich Aufregung und Spannung pur. So oft wie nur irgendwie möglich bin ich im Wasser, am Wasser und auf dem Wasser … Sich schwerelos und dreidimensional im riesengroßen, vielfältigen und „dicht bewohnten“ Küstengebiet der Meere zu bewegen, ist heutzutage einfacher denn je. Denn die Technik war noch nie zuvor so bequem und sicher. Mit dieser Zeitschrift möchte ich diese Faszination, diese Einmaligkeit weitergeben. Denn fast jeder im Alter zwischen acht und 80 Jahren kann das Tauchen erlernen oder zumindest einmal hautnah erleben und ausprobieren. Liebe Leserinnen und Leser, bereichern Sie Ihr Leben mit all den spannenden und unverwechselbaren Erlebnissen in der stillen Welt der Ozeane – Silent World.

Tauchen ist kein Sport – es ist Lifestyle!

Herzlich, Jürg Beeli Gründer von PADI Europe Chairman of the Board

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• © Foto Christian Kosak •


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i n h a l t

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vorwort jürg beeli

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good to know

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gewinnspiel sachpreise

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gallery blickfang

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padi history

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adventure antarktis

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divestyle

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travel süßwasser

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reisegewinnspiel

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nature dugongs

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travel malediven

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diver‘s lounge

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indoor diving

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schnorcheleindrücke

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kaleidoscope wer taucht?

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divestyle

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travel ägypten

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how to unterwasserfotografie

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travel cocos island

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travel wellness

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dive in we did it

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nature project aware

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adventure wracktauchen

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herstellernachweis kontakte

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go diving

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padi finder

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dive in must haves

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fotografen impressum

Covershot • © Foto SUNFISH Productions •

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anmut MIT ELEGANTER STRENGE ZIEHT DER GRAUHAI VOR DEN BAHAMAS SEINE BAHNEN. UND LÄSST SICH IN ALLER RUHE ABLICHTEN. • © Foto SUNFISH Productions •

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buntes treiben AN DEN KORALLENRIFFEN IM ROTEN MEER LEBEN UNZÄHLIGE FAHNENBARSCHE AUF DEN RIFFDÄCHERN. HIER TOBT DAS LEBEN ... • © Foto Reinhold Jagow •

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tarnungskünstler IMMER SCHÖN UNAUFFÄLLIG BLEIBEN! DAS SICHERT VIELEN ZEITGENOSSEN UNTER WASSER DAS ÜBERLEBEN. • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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kommunikation DELFINE LEBEN IN GRUPPEN, SOGENANNTEN SCHULEN, ZUSAMMEN. SIE VERSTÄNDIGEN SICH UNTEREINANDER MIT KLICKLAUTEN, PFEIFEN, SCHNATTERN UND ANDEREN GERÄUSCHEN. • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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stück für stück ERGREIFT DAS MEER BESITZ VON DEM VERSUNKENEN SCHIFF. BIS ES SCHLIESSLICH VOLL BEWACHSEN IST. • © Foto SUNFISH Productions •

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neugierde NENNEN VIELE BEWOHNER DER MEERE IHR EIGEN. HIER POSIERT EINE KARETT-SCHILDKRテ傍E VOR DER KAMERA. ODER IST ES UMGEKEHRT? 窶「 ツゥ Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de 窶「

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faszination BUNTE KORALLENRIFFE KOMBINIERT MIT GROSSFISCH-BEGEGNUNGEN. DAS HAT DEM ROTEN MEER BEI TAUCHERN WELTRUF EINGEBRACHT. • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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symbiose BELIEBTE ÜBERLEBENSSTRATEGIE IM KORALLENRIFF ZUM WOHLE ALLER KOALITIONSPARTNER. PROMINENTES BEISPIEL: NEMO UND SEINE SCHÖNE ANEMONE. • © Foto G e r a l d No w a k , www.cr-ph o to .de •

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big is beautiful DER WALHAI ERREICHT GIGANTISCHE AUSMASSE. MIT BIS ZU 14 METERN LÄNGE UND 12 TONNEN GEWICHT IST DER FRIEDLICHE PLANKTONFRESSER DER GRÖSSTE FISCH DER WELT. • © Foto SUNFISH Productions •

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drop off PRACHTVOLL BEWACHSENE STEILWÄNDE SIND TYPISCH FÜR DIE AUSSENRIFFE IM ROTEN MEER. • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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ewiges eis tauchexpedition in die antarktis Extreme Temperaturen, eine unwirtliche Umgebung und trotzdem an Artenreichtum kaum zu übertreffen! Die Antarktis. Der südlichste Erdteil ist ein Magnet für Naturliebhaber. Und für Taucher, die das Außergewöhnliche lieben. • © Foto Franco Banfi •

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• © Foto Franco Banfi •

• Te x t C h r i s t i n e M a i e r •

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Gleißend weiß reflektiert das meterhohe Packeis die morgendlichen Sonnenstrahlen. Die tosenden Wellen, die die „Grigoriy Mikheev“ auf ihrer dreitägigen Fahrt durch die Drake-Passage begleitet haben, sind verstummt. Genau wie der unerbittliche Wind, der den Passagieren gestern vor den Shetlandinseln ins Gesicht blies. Das Wetter ist perfekt und der südlichste Punkt der Erde zum Greifen nah! Antarktika – seit über hundert Jahren ein Magnet für Forscher, Entdecker und Abenteurer. Und auch für die Gäste der Expedition geht an diesem Morgen ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Hier, am zweifelsfrei entlegensten Punkt der Erde, fernab jeglicher Zivilisation. Schon der erste Blick auf dem sechsten Kontinent ist beeindruckend. Einerseits unberechenbar und lebensbedrohlich, andererseits faszinierend und wunderschön. Vergessen ist die lange Anreise über Buenos Aires und Ushuaia auf Feuerland. Die bisher spannendste Reise aller Beteiligten hat begonnen. Unberührte Schönheit Das liegt jedoch nicht nur an den schwer vorhersehbaren Witterungsverhältnissen und den extremen Bedingungen. Nein, vor allem die Hoffnung auf unvergessliche Naturerlebnisse und Fotomotive bereitet den Teilnehmern ein Kribbeln in der Magengrube. Welche Tierarten werden sie wohl zu sehen bekommen? Pinguine, Robben oder gar Wale? Und wenn ja, aus welcher Entfernung? Die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt. Erste Ferngläser werden gezückt, Teleobjektive an Kameras montiert. Man kann ja nie wissen. Immerhin handelt es sich bei der Antarktis um eines der üppigsten Ökosysteme der Welt. Kaum berührt und nur wenig erforscht. Das gilt in besonderem Maße für die Unterwasserwelt. Hier tobt trotz eisiger Temperaturen das Leben. Viel üppiger und farbiger, als es die tauchenden Gäste angesichts der unwirtlichen Umgebung erwartet haben. Sie sind überwältigt. Überwältigt von leuchtend roten Seesternen, elegant schimmernden Quallen und gigantischen Fischschwärmen. Letztere hüllen die Neuankömmlinge in ihrer Mitte ein, fesseln sie wie ein glitzernder Vorhang aus Tausenden Leibern, um kurz darauf wieder auseinanderzugleiten. In der Ferne erklingen die Schreie von Seeleoparden und WeddellRobben, hin und wieder lässt sich der Gesang eines

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Wals erahnen. Die Flut an Eindrücken ist unglaublich. Mit großen Augen schweben die Taucher weiter, vorbei an haushohen Eisformationen und in kristallklarem Wasser. Unweigerlich erfüllen Erinnerungen an Andersens Eiskönigin die Köpfe. Alles ist so bizarr und unwirklich. Verstärkt wird der Eindruck durch die Palette verschiedenster Blautöne und ein Meer aus funkelnden Lichtreflexen. Raue Realität Plötzlich jedoch wird die märchenhafte Szenerie gestört. Zwei torpedoartige Geschosse rasen an der Gruppe vorbei, gefolgt von einem weißen Vorhang aus Blasen. Alles geht viel zu schnell. Noch bevor die Taucher die Objekte identifizieren können, jagt bereits ein weiterer Schatten durch das tiefe Blau. Er ist deutlich größer, bestimmt drei oder vier Meter, aber genauso wendig. Geschickt manövriert er sich durchs Wasser, schlägt einen Haken und verschwindet wie seine Vorgänger in der Tiefe. Irritiert und gefesselt blicken die Taucher ins dunkle Nichts hinterher. Aber nicht lange. Erneut schälen sich die Umrisse aus dem blauen Schleier. Diesmal sind sie genau zu erkennen. Pinguine. Verfolgt von einem Seeleopard. Bedrohlich hat er sein Maul mit den großen Reißzähnen aufgerissen. Der Abstand zwischen dem 400-Kilo-Koloss und den kleinen Frackträgern wird immer geringer. Verzweifelt schießen die Gejagten auseinander, in der Hoffnung, den Angreifer irritieren zu können. Doch zu spät. Der Seeleopard schlägt zu. Er hat den einen der beiden Vögel am Bein erwischt, der nun in Todesangst um sein Leben strampelt. Aber es hilft nichts mehr. Das kräftige Gebiss hat ihn fest umschlungen und zieht ihn mit sich davon. Danach färbt sich das Wasser rot. Den Tauchern stehen die Nackenhaare zu Berge. So viel ungeschminkte Realität! Und das direkt vor ihren Augen. Noch Tage später ist die aufreibende Jagd Thema an Bord der „Grigoriy Mikheev“. Die Größe des Seeleoparden, die atemberaubende Geschwindigkeit und die direkte Nähe. Überhaupt sind Naturerlebnisse hier viel intensiver als anderswo. Egal, ob es sich dabei um Buckelwalsichtungen, kreisende Albatrosse oder das Passieren der großen Packeisschollen handelt. Der Mensch als solcher scheint hier unwichtig. Er ist vielmehr ein unbedeutender Gast in einem ganz eigenen Kosmos.

• © Foto SUNFISH Productions •

• © F o t o Pa s c a l Ko b e h •

• © Foto Goran Ehlme •

• © Foto Goran Ehlme •

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• © Foto SUNFISH Productions •

• © Foto Goran Ehlme • • © Foto Franco Banfi •


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Alternative Arktis Natürlich lassen sich ähnliche Eindrücke auch auf der anderen Seite des Erdballs sammeln. Diese ist zwar nicht mehr ganz so unberührt, dafür aber von Europa aus besser erreichbar. Die Touren mit Waterproof Expeditions starten ab Spitzbergens Hauptstadt Longyearbyen – ebenfalls in eine Welt voller Eisberge und extremer Bedingungen. Trotzdem unterscheiden sich Flora und Fauna erheblich von ihrem südlichen Gegenstück. So finden sich in den arktischen Gewässern dichte Kelp- und Algenwälder, besiedelt von Seehasen und Dorschen. Über der Oberfläche faulenzen statt Seeleoparden bis zu 1,2 Tonnen schwere Walrosse in der Sonne. Und anstelle von Pinguinen können mit etwas Glück Polarbären beobachtet werden. Doch egal, für welche der beiden Destinationen man sich entscheidet, eines ist gewiss: Ein Abenteuer wird es allemal. Versprochen. PADI Dry Suit Diver & PADI Ice Diver Grundvoraussetzung für einen Tauch-Trip in eisige Gefilde ist der sichere Umgang mit einem Trockentauchanzug. Der hält das Eiswasser vom Körper fern. In dem Spezialkurs Dry Suit Diver erlernt man angefangen von speziellen Techniken zum An- und Ausziehen des „Trockis“ über eine kontrollierte Tarierung alles, was dazugehört. Auch Know-how in Sachen Eistauchen ist auf einer so abenteuerlichen Expedition von großem Nutzen. Im Spezialkurs zum PADI Ice Diver erfahren Sie alles über die sichere Planung,

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Organisation und Durchführung von Eistauchgängen. Der sichere Umgang mit speziellen Ausrüstungsgegenständen wie z.B. Sicherheitsleinen steht natürlich auch auf dem Programm. Mehr Infos auf www.padi.com und in Ihrem PADI Tauchcenter. Arktis und Antarktis Antarktis: Ab Ushuaia (Feuerland) via Beagle-Kanal, Drake-Passage und Shetlandinseln zur Antarktis. Vom fünften bis neunten Tag je zwei Tauchgänge und verschiedene Ausflüge. Preis: bei Sub Aqua Tauchreisen: zehn Nächte ab/bis Ushuaia mit Kabine, Vollpension, Ausflügen ab 3.850 Euro, Tauchpaket 875 Euro. Die Flüge nach Argentinien kosten zwischen 1.100 und 1.300 Euro. Arktis: Acht Tage Kreuzfahrt ab/bis Spitzbergen. Bei Sub Aqua Reisen 2.460 Euro inklusive Kabine und Vollpension. Das Tauchpaket kommt mit 575 Euro noch dazu.

• © Foto SUNFISH Productions •

Verlauf: Beide Reisen sind echte Expeditionen. Extreme Bedingungen und unvorhersehbare Wetterverhältnisse erlauben keine verbindliche Aussage über den tatsächlichen Tourverlauf, da die Sicherheit der Gäste oberste Priorität hat. Tauchen: Wer hier abtauchen möchte, sollte bereits viel Erfahrung in kalten Gewässern und in einem Trockentauchanzug gesammelt haben. Da keine größere medizinische Versorgung oder Dekokammer verfügbar ist, herrscht ein Tiefenlimit von 20 Metern.

• © Foto Goran Ehlme •

Buchung & Infos: Sub Aqua Tauchreisen | Tel. +49 89 384 76 90 | www.sub-aqua.de Organisation vor Ort und Bildrechte: Waterproof Expeditions Antarktis-Video auf der Silent World DVD! • © F o t o Wa t e r p r o o f E x p e d i t i o n s •

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• © F o t o Wa t e r p r o o f E x p e d i t i o n s •

• © Foto Francois Deriberolles •


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silent world dvd Verschiedenste Videobeitr채ge vom Eistauchen in der Antarktis bis zum Indoor-Tauchen in Deutschland warten auf Sie. Und nat체rlich Infos rund ums Thema tauchen lernen und vieles mehr...

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großes reisegewinnspiel Sommer, Sonne, Strand und Tauchen an tropischen Korallenriffen oder ein schönes Tauch- und Wellness-Wochenende für zwei? Machen Sie mit beim großen Reisegewinnspiel von Silent World und lassen Sie Urlaubsträume wahr werden. Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro warten auf Sie! Teilnahme bis 31.12.2008 auf www.silentworld.eu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Philippinen – The Ananyana Sanft schaukelt die Hängematte vor der Tauchschule. Festgemacht an zwei Kokospalmen, über weißem Sand und nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Der Ausblick, der sich bietet, könnte kaum besser sein. Linkerhand die türkisfarbene Sulusee und rechts eines der schönsten Hideaways Südostasiens: The Ananyana. Unter dem Claim „Relax – Discover – Dive“ verbindet The Ananyana auf einzigartige Weise Tauchen, Wellness und Genuss par excellence. Hotelinfos auf moovya.com: Hier finden Sie schnell und unkompliziert Hotels und Resorts weltweit, nach Ihren individuellen Vorstellungen. Reisebeschreibung: 2-wöchige Reise ins Ananyana (Reisezeitraum 1.1. bis 31.12.09) inkl. Flug, Transfer, Doppelzimmer mit Frühstück und fünf Tauchgängen für zwei Personen im Wert von 4.100 Euro!

Rotes Meer – Tauchkreuzfahrt De Luxe Tauchen im Roten Meer heißt Tauchen der Extraklasse! Einzigartige Korallenriffe, Steilwände, Großfische und üppiges maritimes Leben in schillernden Farben kennzeichnen die abwechslungsreichen Spots. Erleben Sie die Wunder des südlichen Roten Meeres an Bord des 5-Sterne-Schiffes Seven7Seas. Auf einer einwöchigen Tauchkreuzfahrt tauchen Sie an den besten Plätzen des Roten Meeres, wie Brothers, Daedalus, Rocky Island und Zabargad. Die 41 Meter lange und luxuriös ausgestattete Tauch-Yacht erfüllt höchste Ansprüche an Ausstattung, Service und Tauchbetrieb. Reisebeschreibung: eine Woche Tauchkreuzfahrt auf der Seven7Seas (Reisezeitraum 1.1.09 bis 31.10.09) für zwei Personen inkl. Flug, Transfer, Visum, Reiseleitung, Kabine, erweiterte Vollpension und Tauchen im Wert von 3.178 Euro!

Indischer Ozean – Traumreise auf die Malediven Die Malediven zählen ohne Zweifel zu den besten Tauchrevieren der Welt und sind gleichzeitig eines der schönsten Reiseziele. Gewinnen Sie eine Reise auf die Insel Ellaidhoo, eine der besten Taucherinseln der Malediven. Die kleine romantische Palmeninsel liegt am östlichen Außenriff des Ari Atolls und ist von einem der schönsten Hausriffe der Malediven umgeben. Weitere 40 verschiedene Tauchplätze werden per Boot angefahren. Darunter Weltklassespots wie Maaya Thila, Fishhead, Orimas Thila und natürlich etliche Manta- und Haiplätze. Regelmäßig Tagestouren zum Malhos Thila und in das für Hammerhaie bekannte Rasdu Atoll. Reisebeschreibung: einwöchige Reise nach Ellaidhoo (Reisezeitraum 1.4. bis 31.7.09) inkl. LTU-Flug, Transfer, Einzelzimmer mit Vollpension, acht Tauchgängen oder Einsteigertauchkurs PADI Open Water im Wert von 1.949 Euro.

monte mare – Einfach nur Wohlfühlen Tropische Temperaturen, türkisblaues Wasser und jede Menge Aktivitäten für alle Familienmitglieder! Das monte mare in Rheinbach bei Bonn bietet eine karibische Erlebniswelt rund um die Themen Wasser und Wellness. Von spannenden Unterwasserlandschaften für Taucher über einen actiongeladenen Badebereich bis hin zur Wellness-Oase für Stressgeplagte. Preisbeschreibung Dive & Wellness für zwei Personen: eine Hotelübernachtung in Rheinbach, Tageseintritt (Tauchzentrum, Saunaparadies, Freizeitbad), Wellness-Frühstück, Mittagessen, Zeremonie im Dampfbad, Thai- oder Hawaii-Massage im Gesamtwert von 358 Euro. Preisbeschreibung Dive & Night für zwei Personen: eine Hotelübernachtung in Rheinbach, Tageseintritt (Tauchzentrum, Saunaparadies, Freizeitbad), Wellness-Frühstück und Mittagessen im Gesamtwert von 198 Euro.

presented by • © Foto Phil Simha/sunfishproductions.com •

www.monte-mare.de www.ananyana.com

www.tui.com/sports

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www.orca.de

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easy living oder die kunst des nichtstuns • Tex t Christine Maier •

Fernab vom hektischen Alltag und einsam im Indischen Ozean! Wie kein anderes Reiseziel verkörpern die Malediven den Traum des exotischen „Island Hideaway“. • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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• © Foto M aldi v es To u ri s m Pro m o t io n B o a r d , B r ia n Kn u t s e n •

• © Foto ORCA Reisen •

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• © F o t o M a l d i v e s To u r i s m Promotion Board, Brian Knutsen •

• © Foto ORCA Reisen •

Inmitten des Ozeans verfärbt sich das Meer plötzlich türkis, Schaumkronen umspülen die ersten Riffe und immer mehr Inseln werden sichtbar. Fast unwirklich schön. Wie zufällig verstreute Perlen präsentieren sich die Malediven ihren Besuchern beim Anflug. Kein Zweifel: Hier, etwa 650 Kilometer südwestlich von Sri Lanka, werden Urlaubsträume wahr. Die Fluggäste genießen die paradiesische Kulisse aus der Vogelperspektive und pressen Nasen und Fotoapparate gegen die Fenster. Die Entstehungsgeschichte dieses einzigartigen Inselstaates ist fast unglaublich. Die Inseln, Riffe und Atolle sind die Gipfel eines aus 4000 Metern Tiefe aufsteigenden Bergrückens und bestehen keineswegs aus Gestein. Sie sind vielmehr das Resultat unzähliger fleißiger Korallenpolypen, Baumeister dieser über Millionen Jahre entstandenen Robinson-Idylle. Insgesamt 1200 Inseln. Jede ein bisschen anders, aber alle aus den Zutaten, die InselFans an den Malediven so sehr schätzen: sanft im Wind wiegende Kokospalmen, umsäumt von weißem, feinen Sand inmitten einer glasklaren Lagune. Dazu jede Menge Sonnenschein und ganzjährig warme Temperaturen. Und nicht zuletzt Inselresorts, die sich an höchsten internationalen Standards messen lassen. Die perfekte Umgebung für eine Robinsonade auf Zeit – ohne turbulentes Geschäftsleben und lästige Verpflichtungen. Kein Wunder, dass sich die meisten Gäste erst einmal ihres Schuhwerks entledigen. Sich freimachen von einem Symbol unserer „zivilisierten Welt“. Barfuß den warmen weißen Sand und das glitzernde Wasser spüren.

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• © Foto ORCA Reisen •

Vielfalt Die Seele baumeln zu lassen, ist auf den Malediven auf verschiedenste Arten möglich. Das zeigt schon der erste Blick in einen Reisekatalog. Vom luxuriösen Wellness-Hotel bis hin zum einfachen Inselleben im halboffenen Bungalow: Für jeden Urlaubstypen gibt es unter den 90 Touristeninseln ein maßgeschneidertes Konzept. Ganz gleich, ob sportlich aktiv oder meditativ ruhig. Hauptsache, der Gast kommt zur Ruhe und findet sein inneres Gleichgewicht wieder. Aber auch auf Verliebte und Honeymooner ist man bei so viel natürlicher Inselromantik bestens vorbereitet. Sie können sich beispielsweise auf gemeinsame Beautytreatments in exklusiven Spas, romantische Segeltörns oder CandleLight-Dinner am weißen Sandstrand freuen. Sogar komplett organisierte Hochzeitspakete werden immer häufiger angeboten. Und das nicht nur an Land. Selbst unter Wasser kann man sich seit geraumer Zeit das Ja-Wort geben. Farbenfrohe Rifflandschaften Schließlich herrschen nicht nur auf den Inseln paradiesische Zustände. Auch davor, im Blau des Indischen Ozeans, wartet eine atemberaubende Kulisse, anschließende Taucherlebnisse für alle Ausbildungsstufen gibt es inklusive. Ob dazu lange Bootsausfahren nötig sind? Nicht unbedingt! Schließlich besitzt fast jede Insel ihr eigenes Hausriff. Dicht von Korallen bewachsen und besiedelt von Tausenden bunten Meeresbewohnern, stellen die pulsierenden Unterwasserlandschaften ein regelrechtes El Dorado für Einsteiger dar. Leicht zu erreichen und direkt vor dem Resort.


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• © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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• © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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Viele weitere Riffe – in der Landessprache „Thilas“ genannt – sind mit einer kurzen Bootsfahrt zu erreichen. Ein solcher Trip lohnt sich. Denn an den emporragenden Korallenblöcken präsentiert sich regelmäßig alles, was in der Unterwasserwelt Rang und Namen hat. Von Riffhaien über elegante Mantas bis hin zum imposanten Walhai. Aber auch Actionfans kommen auf ihre Kosten. Bei rasanten Drifttauchgängen zwischen den Inseln geht es in atemberaubender Geschwindigkeit ohne einen einzigen Flossenschlag durch Strömungskanäle, vorbei an haushohen Fischschwärmen und gemächlich paddelnden Meeresschildkröten. Ein spektakuläres Highlight, das garantiert den Herzschlag beschleunigen wird!

verschiedene Süßlippenarten tummeln sich zwischen den einzelnen Stöcken, hier und da spitzen die langen Fühler einer rot-weiß geringelten Languste hervor. Gelegentlich patrouillieren sogar einzelne Flötenfische oder Barrakudas in der Lagune, in der Hoffnung auf eine leichte Beute. Besonders spannend ist es hier jedoch frühmorgens. Dann trifft man in dem flachen Wasser mit etwas Glück auf größere Stachelrochen und kleinere Riffhaie. Sie nutzen den geschützten Bereich gerne als nächtliches Quartier, um dann bei Tagesanbruch wieder elegant ins offene Meer zurückzugleiten. Ein faszinierendes Schauspiel, gerahmt von einer malerischen Kulisse.

Lagunenleben Es käme einer Sünde gleich, den Kopf nicht auch einmal ohne kompletter Tauchmontur unter Wasser zu halten. Völlig ruhig und vom Strand aus. Schließlich gelten die Malediven völlig zu Recht als eines der weltbesten Schnorchelreviere. Tauchmaske, Flossen und Schnorchel reichen schon aus, um sofort mittendrin zu sein. Mittendrin in einer farbenfrohen Welt, bestehend aus leuchtend gelben Schwämmen, sanft schaukelnden Anemonen und allerlei buntem Meeresgetier. Fische jeglicher Couleur ziehen an den staunenden Besuchern vorbei, formen sich zu funkelnden Formationen oder beeindrucken durch ihre außergewöhnlichen Muster. Besonders dort, wo sich der Korallenbewuchs häuft, pulsiert das Leben. Picasso-Drücker, Clownfische und

Reisen à la carte Diese einzigartige Kulisse ist im Übrigen kein Zufallsprodukt oder das Ergebnis unzureichender Gästezahlen. Hinter dem idyllischen Inseltraum steckt vielmehr ein harter Kurs der maledivischen Regierung. Sie hat aus den Fehlern anderer Reiseländer gelernt und verzichtet deshalb bewusst auf Massentourismus. Man will keine vollen Strände, besetzte Liegen oder überfüllten Bettenburgen à la Bibione und Lloret de Mar. Der islamische Staat versucht stattdessen mit zahlreichen Umweltprojekten und strengen Gesetzen, sein ursprüngliches Robinson-Flair zu erhalten. Schließlich sollen die Gäste auch künftig aus denselben Gründen kommen wie bisher: den einsamen Stränden, den glasklaren Lagunen und der erholsamen Ruhe.

• © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

• © Foto ORCA Reisen •

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• © Fotos Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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Info Malediven Land & Leute: Die Inselgruppe der Malediven ist Indien (360 Kilometer Entfernung) und Sri Lanka (770 Kilometer Entfernung) vorgelagert und besteht aus 1190 Inseln, von denen circa 290 erschlossen sind. Zwölf Monate im Jahr herrschen warme Temperaturen, eine echte Regenzeit gibt es nicht. In den Monaten Mai, September und Oktober kann es zu stärkeren Regenfällen kommen. Fast 25 Prozent der etwa 270.000 Einwohner leben in der Inselhauptstadt Male. Tauchen: Die meisten Inseln sind ringförmig von einem Hausriff umgeben, das ganz leicht zu erreichen ist. Keine aufwendigen langen Bootsfahrten, kein Schaukeln, sondern kurze Wege: Einfach am Strand in die Ausrüstung schlüpfen und lostauchen. Bunte Korallenriffe mit dichtem maritimen Leben, aber vor allem auch Großfischbegegnungen machen die Malediven zu einem Top-Spot für Taucher. Mantas, Walhaie und Riffhaie sind nur einige der besonders imposanten Unterwasserbewohner. Schnorcheln: Die Leichtigkeit und Einfachheit ist kaum zu toppen: In Badehose oder Bikini nur mit Maske, Schnorchel und Flossen ein paar Meter in die Lagune geschwommen und schon ist man mittendrin im prallen Leben. Manche Tauchbasen bringen Schnorchler auch per Boot zu geeigneten Spots.

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Infos Maldives Government Tourist Information Office Aschaffenburgerstr. 96g 63500 Seligenstadt Tel: +49 6182 9 934 857 Fax: +49 6182 9 934 858 E-Mail: info@visitmaldives.de www.visitmaldives.de Reiseveranstalter: ORCA Reisen GmbH Kufsteiner Str. 55 | 83022 Rosenheim Tel: +49 8031 1885 0 | Fax: +49 8031 1885 88 E-Mail: malediven@orca.de | www.orca.de Weitere Anbieter: www.manta.ch | www.maldivesliveaboards.com www.sub-aqua.de | www.tui.com/sports | www.wernerlau.com www.euro-divers.com • © Foto ORCA Reisen •

• © Foto Maldives Tourism Promotion Board, Brian Knutsen • • © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

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zwischen schwimmbad und ozean • Tex t Christine Maier • © Fotos SUNFISH Productions •

Zugegeben, Tauchabenteuer in heimischen Gefilden sind nicht jedermanns Sache. Unbeständiges Wetter, finstere Seen und schlechte Sichtverhältnisse rauben vielen Unterwasserfreunden nicht selten den Spaß. Vorausplanen ist angesagt. Denn ganz anders als in tropischen Urlaubsregionen, kann schon ein vergessener Handschuh das Tauchabenteuer vorzeitig beenden. Aber für jeden Unterwasserausflug gleich nach Ägypten oder auf die Malediven jetten? Für den Otto Normalverbraucher bleibt das wohl Utopie. Konstante Bedingungen Zum Glück hat das auch die Tauchsportbranche erkannt. Indoor-Tauchen heißt das Zauberwort für alle, die auch außerhalb der Ferien angenehme Temperaturen und eine klare Sicht nicht missen wollen. Klar, das Naturerlebnis mit Fischen, Krebsen oder Algen wird man hier vergeblich suchen. Dafür aber sind die zum Teil imposanten Anlagen perfekt auf die Bedürfnisse ihrer Gäste zugeschnitten. Tiefe Becken, ganzjährig warmes Wasser, freundlicher Service und ein entsprechendes „Rundherum“ sorgen auch ohne größere Investitionen für ein gewisses Urlaubsflair.

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Leichtes Lernen Für Anfänger ist das ideal. Denn in derartigen Einrichtungen muss niemand mit dickem Anzug und Unmengen Blei seine ersten Abtauchversuche meistern. Im Gegenteil. In der Regel kommt man mit minimalem Materialaufwand aus. Flaschen, Leihequipment und Ausbildungsmaterial gibt es ohne Schlepperei direkt vor Ort. Alles auf dem neuesten Stand der Technik und in sämtlichen Größen. Hinterher entledigt man sich der

Sachen einfach wieder, ohne das nasse Zeug transportieren oder trocknen zu müssen. Praktisch eben. Genau wie die Ausstattung der meisten Becken. Nicht ohne Grund findet man hier Löcher und Tunnel, kleine künstliche Wracks oder Fenster zum Durchgucken. Sie dienen neben dekorativen Zwecken vor allem dem spielerischen Training. Dieses besteht beim Tauchen größtenteils aus Tarierübungen, also dem Versuch, einen kontrollierten Schwebezustand beizubehalten. Für weitere praktische Lerneinheiten stehen zudem Plattformen oder Schlauchboote bereit. Szenetreff Aber auch Tauchern ohne Fortbildungsambitionen bieten Indoor-Zentren tolle Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen. Egal, ob übers Wochenende oder abends nach dem Büro. Einfach mal abtauchen, schweben und dem Blubbern der Blasen lauschen. Wem dieser Anlass zu profan erscheint, der kann natürlich einen derartigen Besuch auch unter folgenden Aspekten betrachten: Man bleibt in Übung für den nächsten Urlaub, hat die Möglichkeit, neues Equipment auszuprobieren und neue Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen. Apropos Kontakte. Natürlich hat auch die Geschäftswelt Indoor-Tauchzentren längst für sich entdeckt. Große Ausrüstungs-Hersteller, Reiseveranstalter und Fachmagazine nutzen die Anlagen regelmäßig als Locations für größere Events. Auf ihnen kann man dann die neusten Produkte der Industrie testen, an Wettbewerben teilnehmen oder einfach Informationen über tolle Tauchdestinationen sammeln. Beste Voraussetzungen also, um die Zeit bis zum nächsten Urlaub zu überbrücken oder auf wärmere Temperaturen zu warten.

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Die heimischen Seen sind Ihnen zu kalt und die nächsten Ferien noch weit? Wenn Sie trotzdem abtauchen wollen, sollten Sie einen Besuch in einem Indoor-Tauchzentrum ins Auge fassen.

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Familientauglich Karibikflair mitten im Rheinland Spaß für alle! Wer im Rheinbacher monte mare abtaucht, muss sich nicht um den Rest der Familie sorgen. Die Freizeitanlage ist auch zum Auspowern und Abschalten bestens geeignet. Tropische Temperaturen, türkisblaues Wasser und jede Menge Aktivitäten für alle Familienmitglieder! Schlagwörter, die die angesparte Urlaubskasse schnell mager wirken lassen. Doch keine Angst! Es geht auch für kleines Geld. Ganz ohne stundenlangen Flug, Schutzimpfungen und horrende Hotelkosten. Nur wenige Kilometer von Bonn entfernt, im nordrhein-westfälischen Rheinbach. Dort findet man unter dem Namen „monte mare“ eine karibische Erlebniswelt rund um die Themen Wasser und Wellness. Von spannenden Unterwasserlandschaften für Taucher über einen actiongeladenen Badebereich bis hin zur Wellness-Oase für Stressgeplagte: Kein Familienmitglied muss sich auf der fast 25.000 Quadratmeter großen Anlage langweilen.

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Tauchtreff Das monte mare hat sich vor allem unter Tauchern einen Namen gemacht. Sie pilgern aus ganz Deutschland in die 30.000-Einwohner-Stadt, nicht selten zu großen Szeneevents. Kein Wunder, schließlich beherbergt sie eines der größten Indoor-Tauchzentren Europas. In insgesamt zwei Millionen Litern Wasser finden Abtauchwillige hier Unterwasservulkane, Grotten- und Höhlenlabyrinthe sowie ein versunkenes Bootswrack. Alles zwischen 1,20 und 10 Meter Tiefe, in 28 Grad warmem Wasser und auf 200 Quadratmetern Fläche. Gigantische Ausmaße, die es der angeschlossenen Tauchschule sogar erlauben, einzelne Kursbestandteile direkt im Becken durchzuführen. Die Auswahl dazu ist reichhaltig. Und das nicht nur für Erwachsene. Schon ab acht Jahren haben Kinder die Möglichkeit, mit einem Atemgerät die Unterwasserwelt zu erkunden und staunenden Spaziergängern durch eines der großen runden Bullaugen zuzuwinken. Die passende Ausrüstung dafür gibt’s im dazugehörigen Tauchshop – selbstverständlich auch zum Ausleihen oder zum Testen vor der Neuanschaffung. Toben und Träumen Aber auch der Rest des Bades ist eine Entdeckungstour wert. So warten auf alle, die noch ein wenig überschüssige Energie loswerden möchten, Highlights wie die Riesenrutsche „Black Whole“, ein 25 Meter langes Sportbecken und ein rauschendes Wellenbad. Im Kinderbereich sorgen zusätzlich Animationspiraten und riesige

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Schwimmtiere für die richtige Stimmung. Alles unter dem Gesichtspunkt „Toben bis zur totalen Erschöpfung“. Ganz anders als im orientalisch eingerichteten Wellnessund Saunabereich. Hier finden vor allem Entspannungssuchende ihr Paradies. Egal, ob bei einer hawaiianischen Ganzkörpermassage, einem Feuchtigkeit spendenden Schlammbad oder in der belebenden Heusauna. Jeder kann hier auf seine Art zur Ruhe kommen. Und wer zusätzlich noch etwas für die Schönheit machen will, wird auch dazu fündig. So bietet das monte mare Rheinbach für Frauen und Männer gleichermaßen spezielle Kosmetikbehandlungen an. Alles mit dem Ziel, für jeden einen perfekten Tag zu gestalten. Ganz gleich, ob für Mann oder Frau, Klein oder Groß.

monte mare Rheinbach Größe des Tauchbeckens: 200 Quadratmeter, 10 Meter Tiefe, 2 Millionen Liter Wasser, 28 Grad Celsius Leihequipment: vorhanden Eintritt: vier Stunden ab 29 Euro, Tageskarte ab 39 Euro inklusive Blei, Flasche und Non-Limit-Füllung Zusätzlich: großer Badebereich, Wellness- und Saunabereich ohne Aufpreis Anmeldung: erforderlich (tauchen@monte-mare.de) Infos: monte mare Rheinbach | Münstereifeler Straße 69 53359 Rheinbach | Tel. (022 26) 90 30 11 Homepage: www.indoortauchzentrum.de und www.monte-mare.de mit allen Standorten in Deutschland Indoor-Tauchen-Video auf der Silent World DVD!

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Tiefenrausch nicht ausgeschlossen! 33 Meter abtauchen Dekostopps oder Tiefenrausch sollen im Schwimmbad nicht möglich sein? Doch! Und zwar im Indoor-Tauchzentrum Nemo 33 in Brüssel. Dem tiefsten Pool der Welt.

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Man muss ihn nicht besonders gut kennen, um folgende Aussage treffen zu können: Bescheidenheit ist nicht John Beernaerts Stärke. In nur vier Jahren Bauzeit schuf der Belgier mit Nemo 33 einen Koloss, der weltweit nach Seinesgleichen sucht. 33 Meter Tiefe, 2,5 Millionen Liter Inhalt und eine ganzjährige Wassertemperatur von 30 Grad Celsius. Nein, hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Wenn auch nicht unüberlegt. Denn der Gigant unter den europäischen Indoor-Tauchzentren ist keineswegs das Produkt eines Fantasten. Das beweist schon der erste Blick ins Becken. Dessen Boden kann man auch jetzt noch, rund vier Jahre nach seiner Eröffnung, von der Oberfläche aus erkennen. Eine glasklare Meisterleistung, ganz ohne Chlorzusätze.

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Dafür aber mit einer ganz strikten Bedingung. Denn um die Wasserqualität auf Dauer aufrecht zu erhalten, ist das Mitbringen eigener Ausrüstung nicht erwünscht. Diese stellt das Center kostenlos zur Verfügung. Lediglich Schwimmsachen und Computer müssen noch mitgebracht werden. Letzterer ist auch dringend nötig. Die Zeit in dem warmen Wasser vergeht wie im Flug. Und hat man sich erst einmal über die drei, fünf und zehn Meter tiefen Zonen hinausgewagt, wird selbst die Tiefe schnell zur Nebensache. Wie in Trance schwebt man einer riesigen Kompassrose am Grund entgegen. Diese erscheint dank der vier großen Deckenfluter mit jeweils 4000 Watt zunächst ohnehin viel näher. Erst ein Blick vom Grund zur Oberfläche lässt erahnen, wie weit der Weg zurück tatsächlich ist – sofern man bei dieser eindrucksvollen Perspektive darüber überhaupt nachdenken möchte. Viel zu spektakulär sind die Lichtreflexe auf den emporsteigenden Blasen. Geradezu mit hypnotisierender Wirkung tänzeln sie glitzern nach oben, werden kleiner und verschwinden schließlich im Licht der Scheinwerfer. Öfter als nötig atmet man aus, um mehr von diesen kleinen Schönheiten auf die Reise schicken zu können. Es ist wie ein Zwang. Dennoch sollte man sich nicht zu lange damit aufhalten. Schließlich beträgt die Nullzeit hier unten gerade einmal 16 Minuten.

Zurück nach oben Aber keine Angst, der Spaß hört nicht mit dem Ende der Nullzeit auf. Auch der Rückweg hat noch ein paar Highlights auf Lager. So besteht in zehn Metern Tiefe die Möglichkeit, eine Kuppel mit drei kleineren Höhlen zu erkunden. Und der Sicherheitsstopp in fünf Metern Tiefe verkürzt sich durch einen Blick auf die Speisekarte eines thailändischen Restaurants. Dieses gehört im Übrigen genauso zum dem riesigen Komplex wie zwei Schulungsräume, drei Eventsäle und ein Mini-Theater. Wem das noch nicht reicht, auch nicht schlimm. Wie wäre es denn mit einem Besuch des Grand Place mit seinem gotischen Rathaus, dem Atomium von 1958 oder einem Abstecher beim weltberühmten „Manneken Pis“? Schließlich besitzt die belgische Hauptstadt ja noch weit mehr Sehenswürdigkeiten als „nur“ den tiefsten Pool der Welt. Wenngleich er doch für Taucher den größten Magneten darstellen dürfte.

Nemo 33 Größe des Tauchbeckens: 33 Meter tief, 320 Quadratmeter Fläche, 2,5 Millionen Liter Wasser Wassertemperatur: 30 Grad Celsius, geheizt von Sonnenkollektoren Eröffnung: 1. Mai 2004

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Eintritt: 20 Euro pro Stunde im Wasser, Leihequipment inklusive Öffnungszeiten: ganzjährig und täglich geöffnet Anmeldung: bei Gruppen unter zehn Personen nicht nötig Infos: Nemo 33 | Tel. (+332-23) 32 33 34 | Rue de Stalle 333 | 1180 Uccle-Brüssel Homepage: www.nemo33.com

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franziska van almsick • Te x t S a b i n e W e c h s e l b e r g e r • © F o t o E l l e n K l o s e , P r e s s e S e r v i c e •

Sie ist Ausnahmesportlerin und Medienstar. Franziska van Almsick hat in ihrer außergewöhnlichen Karriere viele Triumphe gefeiert: Weltmeistertitel, Olympia-Medaillen, EM-Gold. Diese Liste könnte man noch lange weiterführen. Wir haben mit Franziska van Almsick ausnahmsweise nicht übers Schwimmen, sondern über ihr Hobby – das Tauchen – gesprochen.

Silent World Von klein auf sind Sie mit dem Element Wasser vertraut. Wann und wo haben Sie denn tauchen gelernt? Franziska v. Almsick Das war 1994 auf den Malediven, im Urlaub. Die Tauchlehrer waren sehr professionell, überhaupt war der ganze Ablauf des Kurses super. Das hat mir richtig Spaß gemacht! Silent World Gab es für Ihr Interesse am Tauchen einen bestimmten Auslöser oder war das sozusagen eine ganz natürliche „Artverwandtschaft“ mit dem Schwimmsport? Oder gar Zufall? Franziska v. Almsick Eigentlich war es mehr die Faszination an der Unterwasserwelt verbunden mit dem Wohlfühlfaktor, den ich sowieso im Wasser habe … Silent World Was ist für Sie die besondere Faszination am Tauchen? Franziska v. Almsick Zum einen ist da die einzigartige Ruhe unter Wasser und natürlich das schwerelose Schweben. Aber auch die Unabhängigkeit des Tierreiches unter der Oberfläche. Es ist, wie in eine andere Welt einzutauchen.

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Silent World Wo in aller Welt haben Sie denn bislang Tauchgänge gemacht? Franziska v. Almsick In der Südsee, dem Pazifik, dem Mittelmeer und im Roten Meer. Das sind alles eher warme Gefilde – der Atlantik ist mir entschieden zu kalt (lacht)! Silent World Und wo hat es Ihnen am besten gefallen? Franziska v. Almsick Auf den Malediven und auf Bora Bora. Silent World Gibt es da ein Taucherlebnis, an das Sie immer wieder zurückdenken – eine Begegnung mit einem ganz besonderen Tier vielleicht? Franziska v. Almsick Ja, auf Bora Bora haben bei einem Tauchgang um die 20 Stachelrochen Tuchfühlung mit uns Tauchern aufgenommen. Es war ein unglaubliches Erlebnis, so hautnah in Kontakt mit diesen Tieren zu kommen! Silent World Gibt es denn ein Land oder ein Tauchgebiet, wo Sie unbedingt einmal tauchen gehen möchten? Franziska v. Almsick Ja, ich möchte mal im legendären Blue Hole in Mexiko tauchen. Und in Thailand. Silent World Sie sind vor Kurzem Mutter geworden. Das allein ist ja schon Aufgabe genug. Aber auch beruflich treiben Sie verschiedene Projekte voran. Bleiben da eigentlich Zeit und Muße für ein Hobby wie Tauchen? Franziska v. Almsick Leider habe ich momentan wenig Zeit dafür. Aber ich freue mich schon jetzt, wenn es wieder ein tolles Tauchgebiet zu entdecken gibt.

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janica kostelic • Te x t S a b i n e We c h s e l b e r g e r •

Janica Kostelic´ ist die erfolgreichste alpine Skirennläuferin der Olympia-Geschichte. Sie gewann viermal olympisches Gold, zweimal olympisches Silber, 30 Weltcuprennen und errang viele weitere Siege in Weltmeisterschaften. Die heute 26-jährige Kroatin beendete im April 2007 ihre Sportkarriere. Außer-

Janica Tauchen kann auch voller Action sein (lacht). Für mich sind Skifahren und Tauchen in gewisser Weise sehr ähnlich. Friedlich und entspannend, inmitten der Natur. Natürlich ist Skifahren schneller. Aber auch im Schnee ist man für sich und kann abschalten. Das ist beim Tauchen genauso. Da bin nur ich und das Meer… (lacht)

dem geht sie tauchen. Und zwar oft und gern …

Silent World Du hast deine Profi-Skikarriere mit 25 Jahren beendet und bist mit deinen Leistungen in die olympische Geschichte eingegangen. Hast du dir das jemals – sagen wir mal mit 15 Jahren als Teenager – träumen lassen? Janica Ich glaube, jeder Teenager träumt davon, irgendetwas in seinem Leben zu erreichen. Mein Traum war es, eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen. Mein Ziel habe ich allerdings nie zu ernst genommen. Natürlich ist es super, dass mein Wunsch in Erfüllung ging. Wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich aber auch damit leben können. Es gibt so viele Dinge im Leben, die das Leben lebenswert machen. Und ich freue mich – ob mit oder ohne die Goldmedaillen – auf jeden neuen Tag. Silent World „Ich habe gern Spaß, genieße das Leben, tue, was ich gern mag. Man lebt nur einmal und deshalb sollte man jeden Moment genießen ...“ Dieses Statement haben wir auf deiner Website gefunden. Ist das so etwas wie dein Lebensmotto? Janica Ja, das könnte man schon so sagen. Viele Menschen halten ihre Problemchen häufig gleich für das Ende der Welt. Ich hingegen sehe in jeder schwierigen Situation gleichzeitig Chancen und positive Aspekte. Man sollte sich nicht zu sehr von seinen Problemen blenden lassen, sondern auch die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen und genießen! Silent World Du tauchst schon seit 13 Jahren. Gehört das Tauchen für dich zum „Leben genießen“ mit dazu? Janica Seit meiner Kindheit habe ich jedes Jahr drei Monate am Meer verbracht. Im Winter sind wir Ski gefahren und im Sommer waren wir tauchen. Ich glaube, jeder, der taucht, genießt und liebt es. Das kann man sicher nicht von vielen Dingen sagen, zum Beispiel vom Berufsleben vieler Menschen. Silent World Skirennen zu fahren, ist ein wahnsinnig schneller Sport, voller Action, Power und sicher auch nicht ungefährlich. Tauchen ist ja was völlig anderes …

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Silent World Bist du eigentlich ein Fan von Action-Tauchgängen? Zum Beispiel mit viel Strömung? Was sind deine Vorlieben? Janica Ich mag alle Tauchgänge – Hauptsache, ich habe den Kopf unter Wasser. Manchmal gehe ich direkt am Strand rein und tauche einfach auf fünf Metern rum, untersuche den Sand, mache Fotos … Das ist superentspannend, ich bekomme den Kopf dabei total frei. Silent World Tauchst du viel in deiner Heimat, Kroatien? Gehört das Tauchen für dich zum Alltag oder ist es eher eine Urlaubsbeschäftigung? Janica Bis zu diesem Jahr habe ich ausschließlich in Kroatien getaucht, weil ich immer nur in den Sommerferien Zeit dazu hatte. Ich musste in den Wintermonaten stets so viel reisen, dass ich den Sommer über immer in Kroatien geblieben bin. Seit ich mit dem Skifahren aufgehört habe, tauche ich das ganze Jahr über. Silent World Hast du auch schon Tauchreisen gemacht – zum Beispiel eine Tauchkreuzfahrt? Janica Seit ich im April 2007 meine Sportkarriere beendet habe, habe ich ja Ferien (lacht) … Und zum ersten Mal bin ich außerhalb Kroatiens tauchen gewesen, in Ägypten. Silent World Wo war das denn und wie hat es dir gefallen? Janica Ich war auf einer Tauchkreuzfahrt mit einer Gruppe von 20 Leuten. Mit einem Wort: Es war fantastisch! So viele kleine Nemos, die liebe ich ja … Und Millionen

andere bunte Fische. Und viele verschiedene Haie haben wir gesehen. Gut war auch, dass die Gruppe nur aus erfahrenen Tauchern bestand. Silent World Was war dein schönstes Taucherlebnis? Janica Das klingt vielleicht komisch, aber mein Lieblingstauchplatz liegt in Kroatien, direkt am Strand vor der Tauchschule meiner Freunde: Marine sports in Moscenicka draga. Ich kann mich da in einem Umkreis von fünf Metern stundenlang beschäftigen. Ich untersuche den Sand, schaue in jede Felsspalte. Da tauche ich ein in die stille Welt – nur ich und mein Tauchpartner. Keiner redet, keine Probleme, keine Sorgen … Silent World Wann geht es das nächste Mal zum Tauchen? Gibt es da schon Pläne? Janica Ich habe vor, in den nächsten Tagen mit meinem Freund tauchen zu gehen. Ich muss dringend meinen neuen Trocki ausprobieren (lacht). Silent World Uns ist aufgefallen, dass du von Kopf bis Fuß von Mares mit Tauchausrüstung ausgestattet bist. Hast du eine Verbindung zu Mares? Eine Kooperation oder spezielle Funktion? Janica Das ist eine lustige Geschichte. Ich war mit einem Freund zum Kaffeetrinken verabredet und er brachte zufällig seinen Freund Dusko mit, der bei Mares arbeitet. Dann sind wir ins Gespräch gekommen und haben geredet und geredet … Aber um die ganze Geschichte abzukürzen: Mares hat eine neue Produktlinie speziell für Frauen, die „She Dives Linie“. Ich teste zusammen mit ein paar anderen Frauen das Equipment in der Praxis und gebe Feedback und Verbesserungsvorschläge, damit die Tauchausrüstung noch bequemer und benutzerfreundlicher für uns Frauen wird. Silent World Janica, vielen Dank für das Gespräch.

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rotes meer tauchen à la carte • Text Frank Schneider •

Es ist das nördlichste tropische Gewässer der Welt, dazu mit rund vier Flugstunden von Deutschland sozusagen in Windeseile erreichbar. Das Rote Meer ist mit seinen farbenfrohen Korallenriffen und einer fantastischen Tierwelt längst zum „Hausmeer“ für Europas Taucher avanciert. Aber nicht nur die Tauchgebiete stimmen. Im Land der Pharaonen lassen sich die Ferien sehr vielseitig gestalten, denn man ist auf verschiedenste Kundenwünsche bestens vorbereitet.

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Ägypten ist als Urlaubsland beliebt wie nie zuvor. Kein Wunder: Es gibt für alle Urlaubswünsche ein passendes Arrangement. Familienferien kann man dort ebenso verbringen wie einen Aktivurlaub. Welcher „TauchreiseTyp“ Sie auch immer sein mögen: Sie werden in Ägypten mit Sicherheit an einigen der besten Tauchgebiete weltweit unvergleichliche Unterwasser-Abenteuer erleben. Angesichts des Angebots für jedes Budget, der kurzen Anreisezeit und der ganzjährig stabilen Temperaturen ist das Rote Meer auch ideal, um „nur mal schnell eine Woche abzuschalten“! Für all diese Ansprüche eignet sich kaum eine Region so hervorragend wie der nördliche Küstenabschnitt des Roten Meeres. Zwischen Hurghada und dem weiter südlich gelegenen Marsa Alam gibt es in den drei traumhaften Buchten Makadi Bay, Soma Bay, und Coraya Bay wunderschöne Resorts unterschiedlicher Kategorien und Preisklassen – und natürlich Tauchgebiete von allerhöchster Güte.

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Makadi Bay – Tauchurlaub für die ganze Familie In einem weit geschwungenen Bogen zieht sich die Makadi Bay kaum eine halbe Autostunde vom Flughafen Hurghada an der Küste entlang. Der traumhafte Sandstrand lässt es erahnen: Diese Destination ist vor allem ideal für Familien. Die Hotels dort sind voll und ganz auf Familien eingestellt. Bis ins Detail stimmt das darauf abgestimmte Angebot: vom Kinderessen in den Restaurants über tolle Poollandschaften bis zur Kinderbetreuung. Und während sich die Jüngsten im Kreise neuer Freunde bestens aufgehoben fühlen werden, können die Eltern ihren Urlaub anderweitig genießen. Wellness samt Dampfbad und Sauna gehören dazu – aber vor allem natürlich das Tauchen. Der Vorteil für den tauchenden Teil der Familie: Für die Erlebnisse unter Wasser muss man in der Makadi Bay nicht unbedingt eine Ganztagestour mit dem Tauchschiff unternehmen. Das schöne Hausriff der Bucht macht es möglich:

• © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •


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Soma Bay – Für aktive Allrounder Etwas weiter südlich als die Makadi Bay liegt die Soma Bay. Hier findet sich ein Angebot für aktive Urlauber, die in ihren Ferien nicht auf sportliche Aktivitäten verzichten möchten. Wie vielseitig sich die Soma Bay in dieser Hinsicht darstellt, zeigt bereits auf den ersten Blick der Golfplatz dort. Als Meisterschaftsanlage mit 18 Löchern ist der Platz weit mehr als nur ein grüner Fleck mit Bunkern und einer Driving Range. Könner und Einsteiger werden hier in entspannter Urlaubsatmosphäre an ihren Handicaps feilen können. Etwas mehr „Action“ versprechen dagegen die Sportarten Wind- und Kitesurfen. Das Tolle an der Soma Bay ist, dass der Wind hierfür geeignet ist, aber die Ausfahrten zum Tauchen dennoch keine Strapaze werden. Und für Tauchausflüge empfiehlt sich der Aufenthalt in der Soma Bay wie kaum an einem anderen Fleck.

einfach rein ins Wasser, abtauchen und genießen. Das Tauchen lässt sich eben ganz leicht in den Urlaubstag integrieren und dabei bleibt trotzdem viel Zeit für die Familie.

• © Foto TUI •

Das nächste Tauchrevier liegt nur ein paar Schritte vor dem Strand und zeigt sich als überaus charakteristisch für das Rote Meer. Im Laufe der Zeit als Saumriff aus Korallen gewachsen präsentiert sich das Areal als Tauchgebiet für Urlaubstaucher und erfahrenere Aquanauten gleichermaßen. Die kleinen bunten Korallenfische sind typisch für das Gewässer und tummeln sich bereits in der Nähe der Einstiege. Blaupunktrochen halten sich gern im Schatten der Korallenblöcke auf und natürlich fehlen hier auch nicht die im Roten Meer recht häufigen Muränen. Soll doch einmal eine Tagesfahrt geplant werden, laden Tauchreviere mit Weltruf dazu ein: Sei es das Panorama Riff, das Wrack der Salem Express oder die Steilwand von Abu Hashish. Und wenn der Nachwuchs die Poollandschaft mit dem Hausriff tauschen möchte? Kein Problem: Die Tauchbasis der Extra Divers bietet Kinder-Tauchausbildungen an. Alsbald geht es dann im Rahmen des Bubble-Maker-Kurses mit den Großen zusammen ans Hausriff der Makadi Bay ...

• © Foto Gerald Nowak, www.cr-photo.de •

• © Foto www.somabay.com •

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Ohne Übertreibung liegen fürwahr legendäre Tauchreviere vor der Bucht oder ganz in der Nähe. Anfänger und Experten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten und werden in der ORCA-Tauchbasis professionell betreut. So etwa am „Soma Bay“-Hausriff oder an Tobia Arba, einem der schönsten Plätze vor der Küste des nördlichen Roten Meeres.


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Die vier turmartigen Korallenformationen sind ein beliebtes Ziel für Unterwasserfotografen aus der ganzen Welt. Besonders die Population der anmutigen Rotfeuerfische, die sich gern zwischen den Fächern der Gorgonien aufhalten, ist ein gesuchtes Fotomotiv. Spektakulär ist die Steilwand von Abu Kafan, das ohne jeden Zweifel zu den „Top Ten“-Plätzen im Roten Meer zählt. An der Ostseite fällt eine Steilwand in große Tiefen – der arabische Name des Riffs „Das Tiefe“ kommt also nicht von ungefähr. Große Napoleons sind hier charakteristisch, aber auch Barrakudaschwärme gehören zu den ständigen Bewohnern. In den Sommermonaten bestehen gute Chancen, im Freiwasser verschiedene Haiarten zu sehen. Die Soma Bay ist das ideale Ziel für sportliche und aktive Urlauber. Dabei zeigt sich das Hotelangebot von der 3-Sterne-Tauch- und Surf-Lodge „The Breakers“ (ab Mai 2008) über den Robinson Club bis hin zu 5-Sterne-Luxus-Resorts tauglich für jedes Budget. Coraya Bay – Die Bucht im Süden Die südlichste der drei vorgestellten Buchten liegt ungefähr 70 Kilometer vor Marsa Alam. Auch hier gibt es eine feine Auswahl ansprechender Ferienhotels und ein fantastisches Hausriff. Fit bleiben können im Urlaub in der Coraya Bay alle Feriengäste – ob bei Dart, Boccia, Bogenschießen oder Tennis –, auch Wellness-Freunde kommen nicht zu kurz. Das gilt selbstverständlich auch für Taucher.

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• © Foto www.somabay.com •


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Denn mit der kleinen Badebucht von Abu Dabab gibt es ein Traumtauchrevier in der Nähe, das Tauchanfänger und alte Tauchhasen gleichermaßen anspricht. Auf den ersten Blick unscheinbar, verbirgt sich dort ein wahrer Top-Tauchplatz: Hier sind Schildkrötenbegegnungen garantiert. Das besondere an Abu Dabab ist, dass die Schildkröten hier gigantische Ausmaße erreichen. Außerdem tummeln sich hier die ebenso harmlosen wie hübschen Gitarrenhaie und mit Glück sieht man sogar eine Seekuh. Die kommt nämlich regelmäßig zum Seegras-Schmaus hierher. Gigantisch ist auch der Korallenwuchs am Elphinstone Riff. Von der Coraya Bay ist dieses Tauchrevier per Speedboat erreichbar. Besonders in den Spätsommermonaten stehen die Chancen auf Begegnungen mit Haien und Mantas am Elphinstone Riff gut. Gründe, den Urlaub in einer der drei Traumbuchten zwischen Hurghada und Marsa Alam zu verbringen, gibt es also genug. Jetzt bleibt Ihnen nur noch die Qual der Wahl bei der Entscheidung, welche Bay ihr Reiseziel wird ...

Tauchen im Roten Meer Das Rote Meer ist eins der schönsten Tauchreviere der Welt. Die Korallenriffe leuchten in den schillerndsten Farben, die artenreiche Fauna reicht von bunten Nacktschnecken und Riff-Fischen über Hammerhaie und Mantas bis hin zu Delfinen. Für Taucher jeder Könnerstufe und Erfahrung sind die richtigen Tauchplätze dabei: strömungsfreie und eher flache Innen- und Hausriffe sowie anspruchsvollere Außenriffe mit Strömung und Steilwand. Buchung und Infos: ORCA Reisen | Tel: +49 8031 18850 | www.orca.de TUI Sports | www.tui.com/sports | Beratung im TUI-Reisebüro Weitere Anbieter: www.manta.ch | www.sub-aqua.de | www.wernerlau.com www.euro-divers.com

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nichts für schwache nerven tauchen vor cocos island • Text Christine Maier • © Fotos David Hettich www.abenteuer-ozean.de •

Sie sind auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalinkick? Stellen Sie sich eine abgeschiedene Insel im offenen Ozean vor. Magnet für zahlreiche Großfischarten und umspült von heftigen Strömungen. Die Rede ist von Cocos Island. Dort ist das der Standard. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

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Das Türkisblau des Pazifiks ist verschwunden und die eben noch strahlende Sonne schwarzen Silhouetten gewichen. Wie dicke Wolken! Sie rauben dem Riff einen Großteil des Tageslichts und hüllen die anwesenden Taucher in einen Schleier aus Dunkelheit. Immer mehr. Dichter und dichter. Jetzt sind sie überall. Hammerhaie! Mindestens 100, wenn nicht 150 Tiere kreisen über den Köpfen der Gruppe. Elegant und geschmeidig, aber mit ihren bis zu vier Metern Länge auch beängstigend. Eigentlich hatte die starke Strömung in dem unbekannten Gewässer schon für genug Nervenkitzel gesorgt. Und jetzt das! Sicher, der Anblick ist überwältigend. Ein Taucherlebnis, das Sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden! Ganz so, wie Sie es sich von Cocos Island erträumt haben. Aber jetzt, so ganz nah und mittendrin, spielen die Gefühle verrückt. Einerseits ist da ein kindliches Staunen, die Freude an dem gebotenen Spektakel. Andererseits werden längst vergessene Instinkte wach. Wie sollen Sie nun wieder zum Boot gelangen? Allen Mut zusammennehmen und durch die riesige Schule hindurchtauchen? Oder doch weiter an den schützenden Felsen ausharren? Den Tauchern sind Faszination und ungläubiges Staunen anzusehen. Dicht an dicht gedrängt blicken sie zur Oberfläche. Mit weit aufgerissenen Augen und fasziniert von den vielen dunklen Schatten über ihnen. Plötzlich ist ein Hammerhai ganz nah. Von der Seite hat er sich ins Blickfeld geschoben. Sein grausilberner Körper ist nur wenige Meter entfernt, das in seinem bogenförmigen Kopf gestanzte Auge begutachtet neugierig die blubbernden Eindringlinge. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Einige Foto-Auslöser klicken in der mittlerweile atemlosen Stille. Und wieder sind sie hin und her gerissen. Eigentlich ist jedem der Anwesenden bewusst, dass von dem riesigen Raubfisch grundsätzlich keine Gefahr ausgeht. Doch die vielen aus dem rosa Maul herausblitzenden Zähne verfehlen ihre Wirkung nicht. Genauso wenig wie die spürbare Kraft, mit der das Tier an ihnen vorbeizieht.

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Operation Großfisch Natürlich handelt es sich bei diesem Abenteuer um keinen Zufall. Schließlich verschlägt es niemanden grundlos auf die abgeschiedenste Insel Costa Ricas. Wer hierher kommt, hat nur eins im Sinn: Tauchen mit Großfischen. Und davon leben rund um das unbewohnte Eiland wahrhaft genug. Nicht umsonst trägt es den Beinamen „Island of the sharks“. Egal ob Hammer-, Weißspitzen-, Seiden-, Galapagos- oder Walhaie. Hier tummelt sich so ziemlich alles, was in der „Haisociety“ Rang und Namen hat. Hinzu kommen Mantas, Delfine, Orcas und Bernsteinmakrelen. Ein Grund für den außergewöhnlichen Fischreichtum rund um Cocos ist die exponierte Lage: 500 Kilometer vom Festland entfernt und umgeben von 4000 Meter tiefem Wasser. Die Insel ist geradezu prädestiniert für spannende Tauchgänge! Allerdings sollte man schon ein paar mehr Tauchgänge auf dem Buckel haben. Denn die Spots sind nichts für schwache Nerven. Abgesehen von den großen Meeresbewohnern, ziehen auch heftige Strömungen um die Insel, die mit ihren nackten Felsnadeln und Steilwänden alles andere als einladend wirkt. Wer hier auf eine romantische Rifflandschaft à la Ägypten oder Malediven hofft, ist zweifelsfrei fehl am Platz. Futtersuche Eine Tatsache, die auch unsere Taucher zu spüren bekommen. Gerade sind sie ein zweites Mal in den rauen Pazifik gesprungen. Nachts und in absoluter Dunkelheit. Lediglich der Schein ihrer Lampen schält einen schmalen Kegel aus dem gnadenlosen Schwarz. Graue Felsen in acht Meter Tiefe. Für einen erfahrenen Taucher normalerweise kein Grund, nervös zu werden. Doch hier ist es anders. Immer wieder drehen sich einzelne Gruppenmitglieder um, leuchten hinter sich. Es scheint, als vermuteten sie dort etwas Schreckliches. Was genau, wissen sie selbst nicht. Wie kleine Kinder,

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die sich nachts mit der Taschenlampe in den Keller wagen, durchforsten sie das Riff. Doch alles ist ruhig. Nur gelegentlich blitzen im Licht Schwanzflossen oder rote Fühler zwischen den Steinen auf. Hin und wieder lugt eine Muräne aus ihrem Loch hervor. Plötzlich jedoch zuckt das nachtschlafende Riff zusammen. Wie ein starker Stromschlag. Sämtliche Riffbewohner haben sich nun komplett verkrochen. Stattdessen umhüllen abermals schwarze Schatten die Taucher. Viel kleiner als beim letzten Mal, dafür aber schneller und näher. Erheblich näher. Es kommt zu ersten unsanften Berührungen. Lampenkegel tanzen wild durcheinander, Blasen steigen auf. Ein ganzes Geschwader junger Weißspitzenriffhaie hat die Gruppe in ihre Mitte genommen. Bestimmt 70 Tiere! Voller Eifer durchstöbern ihre grauen, wendigen Körper das Riff nach potentieller Beute. Ein Meer aus zappelnden Schwanzflossen. Den zweibeinigen Besuchern schenken sie keine weitere Aufmerksamkeit.

Cocos Island Anreise: Cocos Island ist die größte unbewohnte Insel der Welt. Wer sie besuchen will, muss dies auf dem Wasserweg tun. Darum geht es mit dem Flugzeug zunächst nach San José (Costa Rica). Von der Küste aus geht es in einer etwa 36-stündigen Fahrt zur Cocos-Insel. Das Tauchkreuzfahrtschiff dient gleichzeitig als schwimmendes Hotel und Tauchbasis. Tauchen: Die Taucher werden direkt über dem jeweiligen Spot abgesetzt und nach dem Tauchgang wieder an Bord genommen. Allerdings ist diese Destination nichts für Anfänger. Es herrschen zum Teil heftige Strömungen und schlechte Sichtweiten. Großartige Erlebnisse mit Großfischen sind auf Cocos Island daily business … Anbieter: www.tauchreisen-roscher.de | www.orca.de www.sub-aqua.de | www.manta.ch Preisbeispiel: Bei Tauchreisen Roscher kostet die Tauchkreuzfahrt auf der Okeanos Aggressor in der Doppelkabine ab 3.100 Euro. Enthalten sind Flug ab/bis Deutschland, Transfers, 2 Zwischenübernachtungen in San Jose, 10 Nächte an Bord inkl. Vollpension, Getränke, je 3 bis 4 Tauchgänge an 7 Tauchtagen. Steuern und Vorort-Gebühren kommen mit circa 230 Euro bzw. 570 US Dollar noch hinzu.

Dann ist es soweit. Ein etwas abseits schwimmender Hai hat unter einem Stein einen Oktopus ausgemacht. Mit kräftigen, schlangenartigen Bewegungen versucht er, ihn aus seinem Versteck zu zerren. Immer wieder fassen seine Kiefer nach. Sediment wirbelt auf. Andere Haie kommen hinzu. Ein Kampf beginnt. Allerdings nicht nur gegen den sich wehrenden Achtbeiner. Auch untereinander sind sich die Raubfische uneins. Jeder möchte etwas von dem Leckerbissen abhaben. Eine Kugel aus sich windenden Leibern formt sich in dem immer trüber werdenden Wasser. Gebannt verfolgen die Taucher das Schauspiel. Stets darauf bedacht, nicht in den Mittelpunkt des Geschehens zu geraten. Denn auch aus sicherer Entfernung ist das Ganze schon aufregend genug. Genauer gesagt: ein echter Adrenalinkick!

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neue freiheit entdecken

Schwimmstar Christian Keller über seinen Tauchkurs auf Mauritius

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Wasser war schon immer sein Element. Hier hatte Christian Keller von Anfang an die Nase vorn und bewies Durchhaltevermögen. Mit Erfolg! Wenn der heute 35-Jährige auf seine Schwimmerkarriere zurückblickt, hat er guten Grund, stolz zu sein: mehrfacher Deutscher Meister, viele Europa- und Weltmeistertitel, jede Menge Weltcupsiege und vier Olympiateilnahmen. Zweimal wurde er sogar zum Sportler des Jahres ausgezeichnet. Keine Frage, das Essener Ausnahmetalent hat sich einen Namen gemacht. Nicht nur in der Schwimmerszene, in der er seit 1978 zu finden ist. Eigentlich, so könnte man denken, müsste er mittlerweile Sehnsucht nach einer etwas trockeneren Freizeitbeschäftigung haben. Man tippt vielleicht auf Golf oder Tennis. Doch weit gefehlt. Im März 2007 haben er und seine Frau Annika auf Mauritius einen Tauchkurs absolviert.

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Silent World Herr Keller, seit 29 Jahren sind Sie bereits im Wasser zu finden. Wo lag der Anreiz, jetzt auch noch einen Tauchkurs zu machen? Christian Keller Bis dato hatte ich die Unterwasserwelt in ihrer ursprünglichen Form nie kennengelernt, sondern nur die Kacheln am Beckenboden gezählt. Irgendwann wollte auch ich mehr sehen. Dank dieses Sports kann ich jetzt die Schönheiten des Roten Meeres oder des Great Barrier Reefs erkunden, mir Kugelfische und Muränen in aller Ruhe ansehen. Geschnorchelt habe ich vorher schon mal, aber das ist kein Vergleich: Als Taucher bin ich mittendrin im Geschehen und habe dank der Pressluftflasche viel länger Zeit, Dinge aus der Nähe zu betrachten. Und natürlich kann ich auch Attraktionen in größeren Tiefen erreichen, die für mich vorher nicht erreichbar waren. Mein großer Traum ist es, einmal einem Delphin unter Wasser zu begegnen. Silent World Die meisten Menschen, die sich für einen Tauchkurs entscheiden, bekommen trotzdem bei dem einen oder anderen Punkt ein flaues Gefühl im Magen. Hatten Sie anfangs Bedenken? Christian Keller Nein, hatte ich nicht. Ich habe grundsätzlich großes Vertrauen in das Element Wasser und die Unterwasserwelt. Bei meiner Frau Annika war das ein bisschen anders. Sie hat Angst vor Haien. Da aber ich an ihrer Seite war, konnte ja schließlich nichts passieren … Silent World Was hätten Sie denn gemacht? Christian Keller Ich hätte mich selbstverständlich schützend vor sie geworfen (lacht). Zum einen kann ich mich im Wasser recht gut bewegen und zum anderen weiß ich ja, dass Haie für Taucher nicht gefährlich sind. Haie sind so wichtig für das ganze Öko-System: Immerhin fressen sie in der Regel die schwächsten Tiere eines Schwarms oder einer Gruppe, wodurch nur die stärksten Exemplare übrigbleiben und sich vermehren können. Und Menschen als Beute sind für sie sowieso uninteressant. Trotz allem gingen früher viel zu viele

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Horrormärchen durch die Medien. Das hat wohl die große Angst meiner Frau entfacht. Silent World Wie würden Sie Ihren ersten Ausflug in die Unterwasserwelt beschreiben? Christian Keller Es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl, im Wasser zu schweben und fast schwerelos zu sein. Dazu all die tollen Farben und interessanten Tiere. Zurück zum Ursprung, denn alles Leben kommt aus dem Wasser. Silent World Früher benötigten Sie im Wasser relativ wenig Ausrüstung. Hat Ihnen dieser Punkt beim Tauchen zunächst Probleme bereitet? Christian Keller Eigentlich überhaupt nicht. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Ich empfinde es allerdings immer als schwierig, nach dem Tauchen wieder aufs Boot zu kommen. Das liegt daran, dass das Gerät unter Wasser so gut wie schwerelos ist. Kommt man dann an die Oberfläche, merkt man plötzlich das ganze Gewicht. Im Vergleich zu meiner Schwimmbrille ist das natürlich schon ein gehöriger Unterschied. Silent World Ging es Ihrer Frau ähnlich? Wie kam sie mit dem Equipment zurecht? Christian Keller Obwohl sie recht zierlich ist, hat sie den Umgang mit dem Equipment super gemeistert. Das lag an ihrem tollen Tauchlehrer, Wolfgang Clausen von Orca. Normalerweise ist sie sehr kritisch und zurückhaltend bei fremden Personen, aber er war so einfühlsam und geduldig, dass er ihr sowohl die Angst vor dem Wasser als auch die vor Haien weitgehend nehmen konnte. Silent World Was war Ihr bisher bester Tauchgang? Christian Keller Es war der letzte Tauchgang auf Mauritius. Das Wasser war ganz klar und ganz ruhig. Wir haben so viele bunte Fische gesehen. Unter anderem auch eine riesige, freischwimmende Muräne. Die hatte bestimmt eine Länge von 1,50 Metern. Dazu kam dann auch noch ein stattlicher Tintenfisch. Wir waren wirklich sehr beeindruckt. Silent World Wie man der Presse entnehmen konnte, haben Sie im Anschluss gleich einen weiteren Tauchurlaub gebucht. Können wir davon ausgehen, dass es nicht nur bei einem Anfängerkurs bleibt? Christian Keller Tauchen ist definitiv zu meinen Hobbys hinzugekommen. Deswegen haben wir auch im Rahmen unserer Hochzeitsreise nach Ägypten im Juli da weiter gemacht, wo wir im März auf Mauritius aufgehört haben. Es wird von Mal zu Mal schöner, weil ich gelassener werde und die Umgebung im Wasser richtig genießen kann. Aber Sie haben recht. Mit Sicherheit werden wir, sobald Zeit ist, einen Advanced-Open-Water-Kurs dranhängen. Das kann aber noch ein bisschen dauern, da ich erst einmal beim ZDF als Schwimmexperte für die Olympischen Spiele in Peking eingespannt bin. Danach aber gerne. Schließlich wollen wir ja noch ein wenig dazulernen und auch unser Tiefenlimit weiter ausbauen.

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Ein Tauchschein ist eine Eintrittskarte in eine neue Erlebniswelt. Jährlich machen allein in Europa um die 100.000 Menschen einen Tauchkurs. Manche davon haben zuvor Bedenken. Andere können es kaum erwarten, endlich ins Wasser zu kommen. Silent World hat frischgebackene Taucher nach ihren Erfahrungen gefragt. Ich und Tauchen? Eigentlich hatte ich mich nur meinem Mann zuliebe zum Schnuppertauchen angemeldet. Er selbst ist seit Jahren begeisterter Taucher und bei unserer Hochzeitreise auf den Malediven wollte er mir endlich sein Hobby nahebringen. Schon Wochen zuvor hat er ständig vom Tauchen geschwärmt und mir die Unterwasserwelt in den schillerndsten Farben beschrieben. Ich selbst war da skeptisch. Allein die ganze Ausrüstung, die sich in unserem Keller stapelte, bereitete mir ein komisches Gefühl. Für meinen Geschmack sah das Ganze nämlich reichlich kompliziert aus. Für jemanden, der im Alltag schon Probleme hat, den Reifendruck zu überprüfen, eine echte Herausforderung. Von dem geschätzten Gewicht ganz zu schweigen. Aber ich wollte ihn nicht enttäuschen und so stand ich einige Tage nach unserer Ankunft tatsächlich in der angeschlossenen Tauchschule. „Glaub mir, anschließend willst du gar nicht mehr raus“, sprach mir mein Mann zu. Und Probieren geht bekanntermaßen über Studieren. Schließlich machte der Tauchlehrer einen wirklich vertrauenserweckenden Eindruck. Und nach einem kurzen Einführungsvideo fühlte ich mich auch schon ein wenig erleichtert. Hier erfuhr ich, dass ich in dem warmen tropischen Wasser lediglich einen Bruchteil von dem Equipment benötigte, das mein Mann für gewöhnlich in den Kofferraum hievte. Keine 30 Minuten später fand ich mich dann komplett ausgestattet im brusttiefen Wasser der türkisfarbenen Lagune wieder. Den Kopf unter Wasser machte ich erste, vorsichtige Atemzüge aus dem Gerät und war verblüfft: So als hätte ich noch nie etwas anderes gemacht, atmete ich mühelos aus einer Flasche, deren Gewicht im Wasser übrigens kaum spürbar war. Meine Bedenken waren im Nu ausgelöscht. Das merkte auch mein Tauchlehrer. Wir tauchten komplett ab und gingen ein wenig tiefer. Beim Anblick der ersten bunten Fische vergaß ich jeden Gedanken an die Welt über der Oberfläche. Alles war so einfach und der Tauchlehrer, den ich vorsichtshalber fest an der Hand hielt, gab mir zusätzliche Sicherheit. Immer mehr begann ich, meine Umgebung wahrzunehmen: Über mir sah ich die Sonne glitzern und vor mir strahlten unzählige Korallen in den schönsten Farben und Mustern. Es war einfach wundervoll! Je länger ich mich umsah, desto mehr zog mich diese bunte und Licht durchflutete Welt in ihren Bann. Mir war sofort klar, dass mir dieser Sport tatsächlich Spaß machte. Diese Nähe zur Natur, diese Ruhe und Entspannung! Einfach großartig! Nach diesem fantastischen Erlebnis habe ich mich sofort für einen kompletten Tauchkurs angemeldet. Für mich gibt es seither keine schönere Beschäftigung, als im Urlaub in tropischen Gewässern abzutauchen. Dieses Jahr fahren wir wieder auf die Malediven. Die Tauchpakete haben wir bereits gebucht. Silke, 32 Jahre, PADI Open Water Diver

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Tauchen finde ich super! Zuerst hatte ich aber ein bisschen Angst, weil ich im Fernsehen schon so viel über gefährliche Haie gesehen habe, die Menschen angreifen. Aber nachdem mir Fabrice, der Tauchlehrer, versichert hat, dass wir wahrscheinlich gar keine sehen werden (und falls doch, nur ganz harmlose), habe ich mich dann doch getraut. Zuerst haben wir für mich passende Sachen ausgesucht und sind in den Pool gegangen. Die hatten sogar kleine Tauchflaschen für Kinder. Im Pool wurde es mir aber schnell langweilig. Ich wollte unbedingt ins Meer zu den vielen Fischen, die ich beim Schnorcheln schon so oft von oben angeschaut hatte. Das war dann echt cool und wir haben sogar eine riesengroße Schildkröte getroffen. Die ist ganz nah an uns herangekommen und hat uns mit großen Augen angeschaut, bevor sie hinter einem Korallenblock verschwunden ist. Danach ist Fabrice mit mir zu einer anderen Koralle getaucht und hat mir dort ganz durchsichtige kleine Krebse gezeigt. Wir haben unsere Hände ausgestreckt und einer ist sogar auf mich raufgeklettert, um mich zu putzen. Als ich das später meinen Eltern erzählt habe, konnten die gar nicht glauben, was ich unter Wasser alles gesehen habe und wie einfach das Tauchen war. Jetzt freu ich mich schon auf die Schule, dann kann ich meiner ganzen Klasse berichten, was ich hier in Ägypten erlebt habe. Tim, 10 Jahre, Junior Open Water Diver „Je oller, desto doller“, durfte ich mir von meiner Lebensgefährtin anhören, als ich mich letzten Sommer in Thailand für einen „Discover Scuba Diver“ entschieden habe. Zugegeben, ein paar Bedenken hatte ich schon. Schließlich war ich nicht mehr der Jüngste und nicht gerade ein Leistungssportler. Ich wusste zuerst nicht, dass normale körperliche Fitness völlig ausreichend ist, um zu tauchen. Wer hätte das gedacht! Schon seit Langem habe ich mit Begeisterung diverse Fernseh-Dokus über die Unterwasserwelt angesehen.

Jetzt war ich dran! Sollten doch die anderen denken, was sie wollten. Irgendwie würde ich schon mit den jungen Leuten Schritt halten können. An der Tauchschule angekommen stellte ich allerdings verwundert fest, dass ich gar nicht der Älteste war. „Da schauste, was?“, fragte mich eine rüstige ältere Dame mit Berliner Dialekt, die ich gut und gerne auf 70 Jahre schätzte. Sie hatte vor sieben Jahren mit dem Tauchen angefangen, nachdem sie sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte. „Du wirst sehen, die haben hier viel Geduld. Und so schwer ist es nicht.“ Sie behielt recht. Nachdem ich erst einmal festgestellt hatte, dass mir die Atemluft ohne jegliche Anstrengung aus der Flasche entgegenströmte und auch das Schwimmen mit Flossen kaum Kraft kostete, fühlte ich mich richtig wohl und sicher. Es schien, als hätte ich mein ganzes Leben nichts anderes gemacht. Ich fühlte mich wie Hans Hass und Jacques Cousteau in einer Person. Ein echter Entdecker eben. Gut, der Tauchlehrer wich mir keinen Augenblick von der Seite, das ist anfangs auch sicher gut so. Das Ganze hat etwas von grenzenloser Freiheit. Denn man kann sich da unten, anders als an Land, im dreidimensionalen Raum bewegen. Man ist mittendrin in einer Welt, in die man bisher bestenfalls mit Maske und Schnorchel von der Oberfläche aus hineinblicken durfte. Und als Taucher war ich plötzlich Teil des Ganzen und nicht mehr „nur“ Zuschauer. Und diese Ruhe! Einfach gigantisch! Im Anschluss bin dann noch ein paar Mal mit den Leuten von der Tauchschule abgetaucht. Einfach so, zum Entspannen, wenn es mir am Strand zu „kommunikativ“ wurde. Ich hoffe, meine Freundin kann mir verzeihen. Und wer weiß, vielleicht kommt sie ja im nächsten Jahr auch mit. Davon geschwärmt hab ich zumindest schon einmal. Bernd, 59 Jahre, Discover Scuba Diver

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Versunkene Schiffe sind gleichermaßen von Geschichte, Schicksal, Geheimnis und Schönheit umgeben. Faszinierend und spannend ist das Tauchen an diesen ganz besonderen Spots, wenn sich langsam immer deutlicher werdende Umrisse aus dem tiefen Blau schälen und das Meer nach und nach sein Geheimnis preisgibt.

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Abstieg ins Blaue. Der Meeresgrund scheint weiter entfernt zu sein als je zuvor. Der zarte Gesang von Meerjungfrauen trägt einen Hauch von Mystik und Unbekanntem zu uns. Ein dunkler Schatten taucht in der Tiefe auf. Lang, breit und ungemein beeindruckend. Als wir uns langsam nähern, werden die schemenhaften Umrisse nach und nach zu vertrauten Formen und erinnern an ein von Menschenhand geschaffenes Objekt. Das Wrack scheint seine Reise fortzusetzen, wie es da aufrecht am Meeresgrund ruht. Der Rumpf schneidet hier unten durch den Sand wie einst durch die Wellen an der Oberfläche. Dieser Moment ist der wahre Zauber des Wracktauchens: Das versunkene Schiff offenbart sich zum ersten Mal und wird damit immer das unsere sein. Genau das ist für viele die besondere Faszination und Unverwechselbarkeit dieser Tauchspots. Einsames Habitat Oft ruhen sie auf sandigem Grund, mitten im Nirgendwo oder in der Nähe des Korallenriffs, das ihnen zum Verhängnis wurde. Viele Wracks sind leicht erreichbar und zählen häufig zu den spannendsten Tauchplätzen.

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Unglück, Schicksal oder tragisches menschliches Versagen kann dem Untergang vorausgegangen sein. Es ist die Kombination aus menschlicher und natürlicher Vollendung, die Wracks so einzigartig macht. Korallen ergreifen langsam, aber mit unermüdlicher Beharrlichkeit Stück für Stück Besitz vom einstigen Fremdkörper. Gleichzeitig finden viele Unterwasserlebewesen Unterschlupf, vielleicht ist es sogar der einzige Zufluchtsort im Umkreis von Kilometern. Schiffsüberreste sind für gewöhnlich dicht besiedelt. Umgeben von unzähligen Fischen und bewohnt von Kreaturen aller Art. Vom winzigen Krebs bis zum mächtigen Zackenbarsch finden viele hier ein Zuhause. Erstaunlich ist die zähe Hartnäckigkeit, mit der die Natur am Ende die Oberhand über Holz und Stahl gewinnt und es in jahrelanger Kleinstarbeit zersetzt, modelliert und schließlich in ein Korallenriff verwandelt. Manchmal ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, dass das scheinbare Korallenriff einst kein natürlicher Bestandteil der Unterwasserwelt gewesen ist. Es sind viele Geheimnisse zu entdecken, sei es beim Hineinleuchten durch die Bullaugen oder durch vorsichtiges Hineintauchen ins Steuerhaus, wo die Navigationsinstrumente noch immer über dem Steuerrad montiert sind.

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Der gewisse Respekt Wracks üben eine große Anziehungskraft auf Taucher aus. So werden heutzutage häufig ausgemusterte Schiffe gereinigt und als künstliche Riffe versenkt, anstatt in einer dunklen Ecke einer Werft demontiert und ausgeschlachtet zu werden. Aber egal, ob aus Schicksal oder bewusst versenkt, müssen sie alle mit einem gewissen Respekt betaucht werden. Wer sich dafür entscheidet, einen Wracktauchkurs zu absolvieren, erlernt die Grundlagen und weltweit gültige Sicherheitsregeln zum Betauchen von Wracks. Mit Schwerpunkt Tauchen und sehr wenig Theorie werden die erforderlichen Übungen praxisnah und mit viel Spaß vermittelt. Für Wracktaucher ergeben sich daraus einige der aufregendsten Tauchgänge, die das Meer zu bieten hat. Denn nicht nur das Wrack als Objekt macht den Tauchgang aus. Es sind Geschichte, Schicksal, Geheimnis und Schönheit, die es umgeben. Es ist das spektakuläre Werk der Natur, die ein verlorenes Schiff in ein Wunder der Unterwasserwelt verwandelt hat. Und in denjenigen, die Cousteaus Träumen nacheifern, weckt Wracktauchen vielleicht die Entdeckerseele aus Kindheitstagen und bringt einen Hauch der spannenden Suche nach dem Piratenschatz zurück.


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Tauchen mit Nitrox: Enriched Air Diver Nitrox-Tauchen ist Tauchen mit veränderter Zusammensetzung des Atemluftgemischs: Die Luft wird mit Sauerstoff angereichert. Tauchen mit Nitrox bietet vor allem den Vorteil längerer Nullzeiten. Da Wracks häufig in größeren Tiefen liegen, hat gerade dort das Tauchen mit Nitrox handfeste Vorteile. Denn die Tauchzeit ohne DekoPflicht ist länger – oder bei gleicher Nullzeit steigt die Sicherheit erheblich. Man kann also seinen Tauchgang ungestört und in aller Ruhe genießen, ohne stets achtgeben zu müssen, Dekompressionsstopps zu vermeiden. Tauchen mit Nitrox ist mittlerweile sehr weit verbreitet und gehört weltweit praktisch zum Standard. Im PADI Enriched Air Diver Kurs erlernt man die theoretischen Grundlagen und praktischen Handgriffe zum Tauchen mit Nitrox. Dieser Kurs ist für alle Taucher sinnvoll, denn er macht das Tauchen einfach leichter und übrigens auch weniger belastend für den Körper. Mehr Infos auf www.padi.com, in Ihrem PADI Tauchcenter und auf der Silent World DVD!

PADI Wreck Diver & PADI Deep Diver Wracks befinden sich oft in größeren Tiefen und in Tauchgebieten mit anspruchsvollen Strömungsverhältnissen. Der Umgang damit erfordert gewisse Fertigkeiten, die man sich im Spezialkurs PADI Wreck Diver aneignen kann. Alles Wissenswerte zum Thema Wrack wird in diesem praxisnahen Kurs vermittelt. Wenig Theorie, viel mehr Learning by Doing heißt die Devise in diesem Kurs. Denn mehr Know-how und Erfahrung bedeuten gleichzeitig mehr Sicherheit. Damit werden gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen. Auch der PADI Deep Diver ist eine sinnvolle Zusatzausbildung. Denn bei tiefen Tauchgängen gelten andere Bedingungen. Im PADI Deep Diver Kurs werden Themen wie Planung und Organisation, aber auch Probleme und Risiken von tiefen Tauchgängen jenseits von 18 Metern behandelt. Mehr Infos auf www.padi.com, in Ihrem PADI Tauchcenter und auf der Silent World DVD!

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schnuppern am

hausriff der erste tauchgang

Zwei Freundinnen am Roten Meer. Dazu viel Wasser, noch mehr Sonne und vor allem eines: Zeit. Beste Voraussetzung also, um selbst eine große Skeptikerin in die Unterwasserwelt einzuführen.

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zu begleiten. Und darum war eigentlich kurzfristig gar kein Termin mehr für einen Schnuppertauchgang frei gewesen. Ein Umstand, der mir genau genommen gar nicht so unrecht war. Angst vor Haien Zwar hatte ich mich zwischenzeitlich mit den kleinen, farbenfrohen Fischen beim Schwimmen schon angefreundet, doch auf eine Bekanntschaft mit größeren Exemplaren kann ich liebend gern verzichten. Zu viele Bilder von bösen Haien mit schrecklich großen, aufgesperrten Mäulern hielten mich von der Vorstellung einer romantischen Unterwasserwelt ab. Und dann das ganze Material! Wer kann denn garantieren, dass das alles sicher unter Wasser funktionieren wird? Aber es hilft nichts. So schnell, wie Ina auftaucht, ist sie auch schon wieder verschwunden. Und der Termin für morgen steht. Da gibt es jetzt kein Kneifen mehr! Den ganzen Abend lang löchere ich deswegen meine Freundin Sabine mit meinen Bedenken: „Wie soll ich mich verhalten, falls plötzlich ein Hai auftaucht? Und was mache ich, wenn mir die Luft ausgeht?“ Fragen, die sich vermutlich jeder stellt, der noch nie „abgetaucht“ ist. Geduldig antwortet mir Sabine und erzählt viele spannende Geschichten aus ihrer eigenen Tauchvita. Ich fühle mich fast wie ein kleines Kind mit meinen zum Teil naiv klingenden Fragen – so, als würde ich losgeschickt, um eine mir unbekannte Welt zu erkunden.

Ein Erfahrungsbericht von Johanna Steinkühler Ich und Tauchen, niemals! Zumindest bin ich noch fest davon überzeugt, als ich mich auf meiner blau-weißen Liege in der ägyptischen Sonne aale. Bereits vor fünf Tagen haben wir hier in Hurghada im Grand Hotel eingecheckt, trotzdem ist es mir bisher nicht langweilig geworden. Sollen die anderen ruhig mit dem Boot zu ihren Riffen fahren, ich genieße so lange den weitläufigen Sandstrand und das Rauschen der Brandung. Gerade möchte ich von einer Ananasscheibe abbeißen, da steht Ina von der angegliederten Tauchschule Euro Divers vor mir: „Hey, Johanna, morgen um zwölf geht’s los!“ Wie, jetzt? Klappt das doch noch mit dem Schnuppertauchgang? Eigentlich hatte ich mich schon darauf eingestellt, dass mir das noch einmal erspart bleiben würde. Immerhin ist die Tauchbasis den gesamten Tag damit beschäftigt, ihre Kunden ins tiefe Blau

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Fragen über Fragen Am nächsten Tag ist es dann soweit. Um punkt zwölf Uhr laufe ich zur Tauchbasis. Noch bin ich ganz ruhig. Schließlich, so viel habe ich schon herausgefunden, wird jetzt erst einmal ein Film angeguckt. Da kann ja nichts passieren. Clemens, ein erfahrener Tauchlehrer von der Basis, begrüßt mich und setzt mich wie alle anderen Anwesenden zunächst vor den Fernseher. Neben mir gibt es noch drei weitere Kandidaten, die etwas verunsichert und aufgeregt ihrem ersten Tauchgang ins Auge blicken: Klaus, Franz und Laura. Okay, nun zwanzig Minuten Film. In aller Kürze werden wir in die Unterwasserwelt eingeführt – was zu beachten sei,

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was man tun und lassen solle. So erfahren wir, dass wir beim Tauchen nichts anfassen sollten und dass grundsätzlich kein Tier gefährlich ist. Ach, und was ist mit dem bösen Weißen Hai? „Alles Horrormärchen!“, versichert uns Clemens. „Die Haie, denen man bei tiefen Tauchgängen begegnet, interessieren sich nicht für neoprenverpacktes Taucherfleisch. Der gefährliche, menschenhungrige Hai schwimmt nur in unseren Fantasien auf und ab.“ Hm, trotzdem bin ich irgendwie nervös. Daran kann auch das nächste Video über die Grundfunktionen unserer Ausrüstung und den richtigen Umgang damit nichts ändern. Plötzlich ist der Fernseher aus. Was? So viel und so schnell? Das kann ich mir nie merken. „Garantiert werde ich schon nach dem Mittagessen alles vergessen haben“, protestiere ich. Doch Clemens „entlässt“ uns trotzdem fürs Erste. Nächster Treffpunkt: 14 Uhr an der Tauchschule.

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langsam lassen meine Angst und meine Aufregung nach. Ich bin viel zu beschäftigt mit meinem Material. Und als wir erstmals den Kopf unter die Oberfläche stecken, merke ich, wie unerwartet ruhig ich auf einmal bin. Abtauchen im Pool Zunächst bleiben wir im flacheren Teil des Beckens. Clemens gibt ein Zeichen und wir tauchen unter. Wir knien auf den Kacheln und gewöhnen uns an das Gefühl, unter Wasser zu sein und trotzdem zu atmen. Dann wird alles, was wir zuvor geübt haben, noch einmal gecheckt: Haben wir die Trockenübungen verstanden? Nacheinander gehen wir die einzelnen Übungen durch. Tatsächlich, jedes Detail funktioniert auch unter Wasser. Am Anfang ist es ganz seltsam, den eigenen Atem zu hören. Spontan muss ich an Darth Vader denken und lache los. Tausend Bläschen blubbern nach oben. Ein wenig Wasser dringt in meine Maske – ich blase sie, als hätte ich das schon hundertmal geübt, einfach mit der Nase aus und alles ist wieder in Ordnung. Unglaublich, ich bin seit wenigen Minuten unter Wasser und habe bereits alle Sorgen und Ängste vergessen! Ich bin fasziniert. Immer wieder fragt Clemens, ob alles okay sei und wir antworten mit „okay“. Dafür gibt es eigens Handzeichen, mit deren Hilfe man unter Wasser problemlos kommunizieren – und auch eine Menge Spaß haben – kann. So wie wir gerade. Bedenken hat nun keiner mehr. Im Gegenteil, wir können es kaum abwarten, endlich ein paar Fische vor die Maske zu bekommen.

Unruhig gehe ich mit Sabine in die Strandbar. Sie spricht mir Mut zu und ich vergesse die Zeit über unseren Gesprächen. Plötzlich ist es kurz vor zwei. Jetzt aber schnell los! An der Basis angekommen, stehen bereits alle in voller Montur da und warten auf mich. Mit viel Geduld und Ruhe sucht Clemens mit mir die passende Tauchausrüstung zusammen. Ich probiere den Tauchanzug. Sitzt! Flossen: passen. Die Maske habe ich schon vom Schnorcheln dabei. Dann kann’s ja losgehen! Auf dem Weg zum Pool kreisen meine Gedanken. Auf welche Seite sollte das Atemgerät? Wie funktioniert noch mal die Luftdusche und wie war das mit dem Finimeter? Oje! Doch die Erleichterung kommt sofort: Am Beckenrand angekommen, beginnt Clemens, uns alles noch einmal in Ruhe „live“ zu erklären. Mir fällt ein Stein von Herzen. Er macht jeden einzelnen Schritt mehrmals vor und wir dürfen alles „im Trockenen“ nachmachen. Dann zeigt er uns, wie wir unsere Tarierweste an der Pressluftflasche befestigen, und jeder beginnt, sein Equipment zusammenzubauen. Immer wieder überprüft unser Tauchlehrer, ob wir alles richtig machen. Das Vertrauen wächst von Minute zu Minute und

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Fische in schillernden Farben – überall Nach einer weiteren Nacht und ein paar Minuten auf dem Tauchboot wird es dann wahr. Sehnsüchtig habe ich auf diesen Moment gewartet. Endlich ist es so weit: Ich stehe auf der flachen Plattform am Heck, presse meine Maske und den Atemregler fest gegen mein Gesicht und springe. Einfach so. Ganz ohne Angst. Es ist kaum zu fassen! Noch vor 24 Stunden wäre ich bei dieser Vorstellung wohl kreischend davongelaufen. Jetzt jedoch lasse ich völlig ruhig die Luft aus meinem Jacket und gehe mit den anderen tiefer und tiefer. Innerhalb kürzester Zeit schwimmen unzählige Fische in sämtlichen Farben um uns herum. Längst habe ich meine Welt über der Oberfläche vergessen. Ich tauche ein in diesen neuen, bunten Kosmos, den ich bisher nur von oben kannte. Jetzt bin ich mittendrin, Teil dieser schillernden Welt. Alles ist ruhig und scheint in seinem eigenen Rhythmus zu leben. Wir bewegen uns langsam und schwerelos, ergriffen von der pulsierenden Gestalt des Korallenriffs und seinen Bewohnern. Zehn Meter Tiefe, deutet mir Clemens an. Und doch sehe ich so nah über mir die Wasseroberfläche glitzern. Wir ziehen langsam weiter, immer am dicht bewachsenen Riff entlang. Eine Muräne spitzt aus einem Korallenblock, dann sehe ich fünf Rotfeuerfische und tausend andere Flossenträger in allen nur vorstellbaren Farben und Musterungen. Ich bin vollkommen eingenommen von dieser wuselnden Artenvielfalt, die so nah ist und sich trotzdem durch meine Anwesenheit nicht stören lässt. Und plötzlich verstehe ich mich selbst nicht mehr. Ich ärgere mich geradezu, warum ich mich nicht schon viel früher dazu aufgerafft habe. All meine Bedenken haben sich

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ins Gegenteil verwandelt. Ich bin begeistert! Die Fische schwimmen auf mich zu, an mir vorbei, unter und über mir – so, als ob ich einer von ihnen wäre. Auf meinen Atem achte ich nicht mehr bewusst. Jegliche Angst ist wie weggeblasen. Ich bin viel zu vertieft in diese Welt, mit der ich gerade eins zu werden scheine. Die Angst ist weg Doch dann gibt Clemens ein Zeichen: Es ist Zeit, umzukehren. Die Zeit unter Wasser ist geradezu verflogen. Doch es hilft nichts. Wir drehen uns und tauchen wieder am Riff entlang zurück. Dabei bewegen wir uns gleichzeitig nach oben, Meter für Meter. Schließlich erreichen wir wieder die Schiffsleiter. Ich tauche auf. Mir kommt es so vor, als würde ich aus einem Raumschiff klettern, weit hergekommen von einem anderen Planeten. Ich falle Sabine, die an Bord auf mich wartet, um den Hals. Worte finde ich in diesem Moment keine. Aber ich strahle übers ganze Gesicht. Der Tauchgang ist so schnell vergangen und doch waren wir mehr als eine halbe Stunde unter Wasser. Noch wie im Traum bringe ich an Land meine Ausrüstung zurück zur Tauchbasis. Ich kann einfach nur „Danke, Clemens“ sagen. Er lächelt. „Na, neues Hobby entdeckt?“ Ja, jetzt verstehe ich die Freude daran, „abzutauchen“ in diese ganz andere Welt; aufgenommen zu werden in diesem schwerelosen Blau. Ich fühle mich überglücklich und bin noch den ganzen Nachmittag ganz „voll“ von diesen Eindrücken! Ob ich danach noch einmal tauchen gegangen bin? Ja, gleich am nächsten Tag habe ich mit einem „PADI Open Water“-Kurs begonnen.

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Einfach mal ausprobieren! Sie möchten wissen, wie es sich anfühlt, unter Wasser zu atmen? Neue Welten zu entdecken? Dann melden Sie sich schnell und unbürokratisch zum Discover Scuba Diving Kurs an. Nach einer kurzen, professionellen Einführung und ein paar „Trockenübungen“ geht es zusammen mit Ihrem Tauchlehrer auf eine spannende Unterwasser-Entdeckungsreise. Am meisten Spaß macht das natürlich zusammen mit Freunden! Nutzen Sie doch das attraktive PADI-Sonderangebot Discover Scuba Diving 2 für 1: Zwei Personen tauchen zum Preis von einer. Einfach im Internet den Gutschein herunterladen und in einem Tauchcenter in Ihrer Nähe einlösen: www.padi-mail.ch/dsdpromo/mares/2for1.html

Tauchen lernen im Urlaub So gut wie alle Tauchbasen bieten Discover Scuba Diving oder zu Deutsch Schnuppertauchen an. Je nach lokaler Umgebung im Pool, am Hausriff, in der Lagune oder vom Boot aus. Wenn Sie im Urlaub einen Anfängertauchkurs (PADI Open Water) absolvieren möchten, sollten Sie sich vor Abreise bei einem Sportarzt einer so genannten Tauchsportärztlichen Untersuchung unterziehen. Aber oftmals reicht auch das Ausfüllen der Gesundheits-Checkliste der Tauchschule vor Ort aus. Ein Anfängertauchkurs dauert in der Regel 4 bis 5 Tage und Sie erlernen die Grundregeln des Tauchens in Theorie und Praxis. Nach Beendigung des Kurses erhalten Sie ein international gültiges Brevet, das Sie weltweit zum Tauchen berechtigt. Mehr Info auf www.padi.com und der Silent World DVD!

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einfach und verständlich – ausrüstung für einsteiger • Tex t Christine Maier • Illustration outline-graphix.de •

Von wegen unzählige Stahlflaschen, Schläuche und Gewichte! Wer heute mit dem Tauchen beginnt, kommt in der Regel mit ganz wenig Equipment aus. Dieses ist zudem weder kompliziert noch besonders kostspielig. Die Tauchausrüstungen von heute sind ergonomisch, sicher und einfach zu bedienen.

Undurchschaubare Technik und jede Menge Kilos auf den Schultern! Für viele endet der Traum von der Unterwasserwelt schon beim ersten Gedanken an die Ausrüstung – völlig zu Unrecht. Vorbei ist die Zeit, in der man mit schwerem Stahlhelm und Bleischuhen auf den Meeresgrund versenkt wurde. Wer heute im Urlaub abtauchen möchte, kommt mit relativ wenig Equipment aus und muss dabei weder Rückenschmerzen noch geistige Überforderung befürchten. Schließlich gilt auch in diesem Punkt das Motto: easy diving! So genügen für den Anfang im Pool eine Schnorchelausrüstung, ein Atemgerät und eine Tarierweste. Zugegeben, das alles sieht an Land mit der großen Metallflasche noch recht bullig aus, doch im Wasser ist von dem Gewicht kaum noch etwas zu spüren. Und spätestens beim ersten Luftholen unter der Oberfläche verschwinden auch die letzten Bedenken bezüglich der Luftversorgung. Die Technik ist heute so ausgereift, dass der Benutzer kaum noch einen Unterschied zum „normalen“ Atmen merkt. Kein Wunder also, dass die meisten schon nach ein paar Runden im Schwimmbecken genug Vertrauen zum Equipment besitzen, um mit ihm den Ozean zu erkunden.

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Fit fürs Freiwasser Damit auch dort der Komfort nicht zu kurz kommt, erweitert sich die bisherige Ausrüstung allerdings um ein paar Gegenstände. Los geht’s mit einem Anzug aus Neopren. Er ist, je nach gewünschter Isolationswirkung, in verschiedenen Materialstärken und Schnitten erhältlich – vom 7Millimeter-Modell mit Kopfhaube bis zum dünnen, ärmelund beinlosen Shorty. Letzterer ist übrigens in tropischen Gebieten für einen ersten kurzen Abstecher ideal. Denn zum einen sorgt er für allerhand Bewegungsfreiheit, und zum anderen reduziert sich durch ihn die erforderliche Menge an Blei. Das ist nämlich fast immer nötig, um den Auftrieb des Neoprens auszugleichen und so das Abtauchen zu vereinfachen. Damit ist die Ausrüstung auch schon fast komplett. Es fehlt nur noch eine leichte, aber entscheidende Kleinigkeit, damit der Taucher für die Unterwasserwelt gerüstet ist: der Tauchcomputer. Das kleine Hightech-Wunder informiert seinen Benutzer während gesamten Tauchgangs mit allen wichtigen Daten. Es zeigt beispielsweise die aktuelle Tiefe, Temperatur und die noch verbleibende Tauchzeit an. Alles ohne kompliziertes Knöpfedrücken. Den meisten Modellen genügt der bloße Wasserkontakt, um sich einzuschalten und selbstständig ihre Berechnungen zu starten.

Klein anfangen Natürlich muss sich niemand sofort eigenes Equipment zulegen. Gute Tauchschulen haben für ihre Gäste alles parat. Egal, ob es sich dabei um eine Maske oder einen Tauchcomputer handelt. Ein toller Service, der nicht nur das Urlaubsgepäck im Rahmen hält, sondern auch die Möglichkeit bietet, verschiedene Dinge erst einmal auszuprobieren. Wer trotzdem nicht ganz „ohne“ dastehen will, ist gut damit beraten, sich erst einmal ein absolutes Basic anzuschaffen: die Schnorchelausrüstung. Sie besteht aus Maske, Flossen und Schnorchel. Alle drei Gegenstände sind ohne größere Investitionen erhältlich und erweisen sich auch jenseits der Tauchschule als dankbare Urlaubsbegleiter. Damit man auch Freude daran hat, sollte jedoch vor dem Kauf eine umfangreiche Beratung stattfinden. Denn nicht jede Maske passt in jedes Gesicht. Ihre Form und Größe ist entscheidend dafür, dass es beim Schnorcheln oder Tauchen nicht zu einem unerwünschten Wassereinbruch kommt. Darum wird der Verkäufer zunächst seinem Kunden nacheinander verschiedene Exemplare vor das Gesicht halten, diesen durch die Nase einatmen lassen und warten, was

passiert. Bleibt die Maske ohne Gummiband am Kopf des potentiellen Käufers haften, sitzt das ausgesuchte Modell perfekt und kann guten Gewissens ins Tauchgepäck wandern. Bei der Wahl der richtigen Flossen entscheidet neben der Schuhgröße auch der aktuelle Trainingszustand, was am besten an die jeweiligen Füße passt. Denn ist das Flossenblatt zu hart, kann es bei untrainierten Muskeln zu Wadenkrämpfen kommen, ist es zu weich, kommt der Taucher nur schlecht voran. Der Schnorchel ist im Gegensatz dazu eher eine Geschmacksfrage. Ihn gibt es in verschiedensten Farben, Formen und Funktionsweisen. Vom einfachen „Atemrohr“ bis hin zur Luxusvariante mit speziellem Ausblasventil und Spritzschutz. Für jeden findet sich das Richtige. Eine Tatsache, die eigentlich für alle Ausrüstungsgegenstände gilt. Fast überall gibt es eine Spanne, die sich vom leichten Urlauberequipment bis hin zur echten Hightech-Ausstattung erstreckt. Darum ist es auch hier wichtig, sich kompetenten Rat beim Fachmann zu holen. Denn nur wer weiß, was er wirklich benötigt, kann den Tauchsport richtig genießen: mit verständlicher Technik und ohne unnötige Schlepperei.

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dive in must haves

Tarierweste

Atemgerät

Schwerelos im dreidimensionalen Raum bewegen! Mit einer Tarierweste, auch Jacket

Damit es niemandem unter Wasser den Atem ver-

genannt, ist dies kein Problem. Das ärmellose Ausrüstungsstück reguliert auf Knopf-

schlägt, sorgt eine Pressluftflasche mit Druckminderer

druck den Auf- und Abtrieb und stellt damit den gewünschten Schwebezustand her.

– gern auch als Atemregler bezeichnet – für die nöti-

Anzug

Damit es auch richtig sitzt, ist es in verschiedenen Konfektionsgrößen erhältlich.

ge Luftversorgung. Natürlich ohne Anstrengung und

Viele Hersteller bieten sogar extra geschnittene Damenmodelle an.

in jeder Tiefe. Wer nun befürchtet, dass das TauchverNach einer gewissen Zeit wird es auch im wärmsten Ozean

gnügen durch das Gewicht am Rücken getrübt werden

zu kalt. Damit dies den Unterwasserausflug nicht unnötig ver-

könnte, kann beruhigt sein. Das Gerät ist unter Wasser

kürzt, empfiehlt sich ein Anzug aus Neopren. Je nach Bedarf

nahezu schwerelos.

besteht dieser aus unterschiedlich dickem Material. So ist ein sieben Millimeter starker Anzug warm genug, um selbst im Winter in heimischen Seen abzutauchen. Für die Malediven oder andere tropische Reiseziele genügt hingegen ein drei Millimeter dicker Shorty mit kurzen Ärmeln und Beinen.

Maske Glasklar. Jeder, den das Abenteuer „Unterwasserwelt“ lockt, möchte vor allem eines: etwas sehen. Damit dies auch klappt, benötigt man eine sogenannte Tauchermaske. Maske deshalb, da sie im Gegensatz zu einer Schwimmbrille auch die Nase mit einschließt. Zeitgemäße Modelle sind aus antiallergenem Silikon und stabilem Temperglas (Aufdruck: Tempered) ge-

Flossen

fertigt. Natürlich können sich Brillenträger für den perfekten Durchblick auch optische Gläser einsetzen lassen.

Für eine stabile Schwimmlage und den nötigen Vortrieb sorgen Flossen. Diese gliedern sich in Modelle mit geschlossenem und offenem Fußteil. Letztere werden mithilfe eines Gummibandes an der Ferse festgezogen und können deshalb nur in Verbindung mit zusätzlichem Schuhwerk, sogenannten Füßlingen getragen werden. In warmen Gewässern und bei einfachen Bedingungen ist jedoch die wesentlich leichtere, geschlossene Variante vollkommen ausreichend.

PADI Equipment Specialist Mehr zum Thema Tauchausrüstung erfährt man im Rahmen der Spezialausbildung zum PADI Equipment Specialist. Dieser Spezialkurs befasst sich mit dem

Blei

grundsätzlichen Gebrauch und der Funktion Ihrer Ausrüstung. Auch Themen wie Pflege und Wartung stehen auf dem Programm. Der Kurs ist eine gute

Neoprenanzüge und andere Ausrüstungsgegenstände haben in der Regel einen gewissen Auftrieb, der den Taucher auch ungewollt an der Oberfläche hält. Deshalb wird beim Abtauchen mit ein wenig

Tauchcomputer

Blei nachgeholfen. Dieses kommt entweder wie ein Gürtel um die

Egal, ob Tiefe, Tauchzeit, Temperatur und andere wichtige Daten – der

Hüfte oder in spezielle Taschen der Tarierweste.

Tauchcomputer hält seinen Benutzer immer auf dem aktuellen Stand. Dazu

Basis für den optimalen Umgang mit Ihrer Tauchausrüstung! Mehr Infos unter www.padi.com oder in Ihrem PADI Tauchcenter.

wird er entweder wie eine Uhr am Handgelenk oder als Konsole getragen.

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die wale der silver bank • Tex t & © Fotos SUNFISH Productions •

Wenige Meter unter mir streckt ein singender Wal seine Schwanzflosse der Oberfläche entgegen. Nichts rührt sich, sieht man von dem gewaltigen Gesang ab, der über hunderte Kilometer im Wasser zu hören ist. Ein gewaltiges Geräusch, das jede Faser meines Körpers durchdringt. Der Gigant der Weltmeere verharrt knapp unter der Wasseroberfläche, über einer Mutter mit ihrem Jungen. Der mysteriöse Gesang hat uns, Sirenen gleich, zu unserem Ziel geführt: Wir sind an der Silver Bank im Karibischen Meer, in der Nähe der Dominikanischen Republik. Hier treffen sich Jahr für Jahr Buckelwale zu Tausenden, aus immer noch unbekannten Gründen.

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Die Route der Wale Die Meeressäuger kommen aus fünf verschiedenen Gebieten zwischen Cape Cod und Island. Auf ihrem Weg in die warmen Gewässer der Silver Bank haben sie zwischen drei- und fünftausend Meilen zurückgelegt. Bevor sie auf die große Reise nach Süden aufbrechen, kommen sie im Sommer im Nordatlantik zusammen. Dort schöpfen sie noch einmal aus dem großen Nahrungsangebot. Denn die Gewässer vor Nordamerika sind reich an Krill. Die Kleinstlebewesen sind neben Plankton und

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kleinen Fischen das Hauptnahrungsmittel der imposanten Säugetiere. Zwischen Januar und März zählt man bis zu zweitausend Wale im Naturschutzgebiet an der Silver Bank, der weltweite Bestand wird auf etwa 15.000 Tiere geschätzt. Der Grund für dieses „Wal-Festival“ ist wissenschaftlich nicht vollständig erforscht. Ein Faktor scheint zu sein, dass die Wale sich an der Silver Bank ganz ungestört dem Nachwuchs und der Fortpflanzung widmen können. Da Wale nur alle zwei Jahre ein Junges zur Welt bringen, ist es besonders entscheidend,


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unter möglichst optimalen Bedingungen für den Fortbestand der Art zu sorgen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die warmen und flachen Gewässer für die frühe Entwicklungsphase der neugeborenen Jungtiere lebensnotwendig sind. Die ausgewachsenen Tiere scheinen sich hier besonders schnell vom gewaltigen Energieaufwand für Verführung und Paarung zu erholen: „Die Fortpflanzungsrituale erfordern äußerst viel Kraft“, erklärt David Buglass, der Park-Koordinator. „Kalte Gewässer würden höchstwahrscheinlich nicht nur das Wachstum der Jungen einschränken, sondern auch die erwachsenen Tiere würden viel zu viel Energie verbrennen.“ Wo alles begann 1984 meldeten Seeleute zum ersten Mal die große Anzahl von Buckelwalen an der Silver Bank und es entstand eine regelrechte Legende um das beeindruckende Naturschauspiel. Zum Glück weckten sie so auch das Interesse von Umweltschützern und Wissenschaftlern. Kurz darauf, 1986, deklarierte die Regierung der Dominikanischen Republik die Region als Schutzgebiet. Im Hinblick auf die große Zahl der Tiere und das jährliche Wiederkehren des Phänomens wurde der Park im Jahr 1998 auf 33.000 Quadratkilometer erweitert. Die erste Genehmigung für kommerzielle Whale-Watching-Touren wurde erteilt. Der Tourismus wurde von Anfang an mit einer Reihe von Vorschriften und Verhaltensregeln verknüpft, um das Ökosystem nachhaltig und langfristig zu schützen. So ist der Zugang zum Schutzgebiet auf drei Boote gleichzeitig beschränkt. Klar definierte Verhaltensregeln für die Teilnehmer der Whale-Watching-Touren sollen Stabilität und Sicherheit garantieren: „Es handelt sich hauptsächlich um Beobachtung von der Oberfläche aus, also um eine passive Interaktion“, erklärt David.

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DER NEUE NISSAN X-TRAIL. GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN.

„Ein korrektes, passives Verhalten beschränkt sich auf die Beobachtung. Dabei kommt es zu erstaunlichen Begegnungen. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck, wenn sich ein Wal dazu entschließt, an die Oberfläche zu den Schnorchlern aufzutauchen. Ein sehr außergewöhnliches Andenken für die Glücklichen, die eine hautnahe Begegnung erleben dürfen!“ Begegnungen der dritten Art Immer noch treibe ich an der Wasseroberfläche und lausche dem Walgesang. Staunend und mit angehaltenem Atem betrachte ich dieses unfassbare Spiel der Natur. Die jungen Wale wurden vor drei Monaten irgendwo entlang der mysteriösen Reiseroute geboren, der schon seit Anbeginn aller Zeiten ihre Vorfahren gefolgt sind. Die Kälber sind fast ein Jahr von der Muttermilch abhängig und während dieser Zeit erlauben die Muttertiere so gut wie keine Annäherung der Männchen. Folglich kann man häufig beobachten, dass ein Bulle ein Muttertier mit ihrem Kleinen beschützt. Es ist nicht klar, ob diese schützende Begleitung immer nur vom Vater des Jungen erfolgt, oder ob das Geleit des Männchens dem Sozialverhalten der Wale entspringt. Seit Kurzem werden auch DNA-Tests von Wissenschaftlern eingesetzt, um so viel wie möglich über Wale herauszufinden. Die Ergebnisse könnten uns mehr über das Sozialverhalten und die Familienbande der Wale verraten. Sie können uns aber auch entscheidend bei der Suche nach der genauen Reiseroute helfen, die die Wale in den Sommer- und Wintermonaten einschlagen. Wäre das eigentlich eine gute Nachricht? Eine ambivalente Frage, denn der Buckelwalbestand ist aufgrund des kommerziellen und des sogenannten „wissenschaftlichen“ Walfangs dramatisch zurückgegangen. Die rätselhafte Route der Wale schützt sie gleichzeitig,

DER NEUE NISSAN X-TRAIL. GRENZENLOSE MÖGLICHKEITEN MIT DEM INTELLIGENTEN ALL MODE 4x4-i SYSTEM. • ALL MODE 4x4-i inkl. ESP sowie Bergan- und Bergabfahrassistent * • Kraftvolle Dieselmotoren mit 110 kW (150 PS) und 127 kW (173 PS) inkl. Partikelfilter sowie zwei Benzinaggregate • Dieselmotor mit 110 kW (150 PS) in Kombination mit Automatikgetriebe erhältlich • Hohe Sicherheitsausstattung • Wandlungs fähiger Kofferraum • U. a. großes Panoramaschiebedach, Xenon-Scheinwerfer und Rückfahrkamera mit Farbdisplay optional erhältlich. Weitere Informationen unter www.x-trail.de * Bergabfahrassistent nicht erhältlich bei der Motorvariante 2.0 l Benziner. Gesamtverbrauch l/100 km: kombiniert von 9,6 bis 7,1; CO2 -Emissionen: kombiniert von 230,0 g/km bis 190,0 g/km (Messverfahren gemäß RL 80/1268/EWG)

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denn Buckelwale werden häufig ein Opfer ihrer eigenen Liebenswürdigkeit, Zutraulichkeit und Neugier. Sie sind in allen Weltmeeren vertreten, von der Antarktis bis Südostasien, von der Arktis bis zur Karibik. Man schätzt den heutigen Bestand an Buckelwalen auf magere 15.000 Exemplare gegenüber der ehemals dokumentierten Population von circa 125.000 Tieren. „Zwei amerikanische Studien, die von der Fischereiindustrie unterstützt wurden, haben eine neue Bedrohung für die Wale heraufbeschworen“, bedauert David. „Da man von einem wachsenden Bestand ausgehen kann, könnten verschiedene Walfangverbote wieder aufgehoben werden, mit allen möglichen Konsequenzen. Natürlich wird niemand die Genehmigung zum Walfang im Schutzgebiet der Silver Bank erhalten. Aber die Folgen eines neuen, groß angelegten Walfangs würden wir hier ge-

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nauso spüren. Wenn die Wale das ganze Jahr über an der Silver Bank bleiben könnten, wäre die Angelegenheit bereits erledigt. Aber die Wanderung gehört zum Lebenszyklus dieser Meeressäuger. Und es ist gerade diese Migration, die sie wirklich in Gefahr bringt. Der Walfang ist natürlich die größte Gefahr, aber der zunehmende Schiffsverkehr birgt genauso große Risiken für die Tiere. Denn sie verbringen einen Großteil ihrer Zeit direkt unter der Wasseroberfläche. Der Lebensraum der Wale unterliegt leider weiteren negativen Einflüssen.

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Sinnlose Massaker gehen immer noch auf der ganzen Welt vor sich. Natürlich spielt auch der Klimawandel eine Rolle. All diese Bedrohungen dürfen nicht unterschätzt werden. Manchmal befürchte ich, dass im Dienste der Wissenschaft immer mehr Informationen gesammelt werden, die dann von der Fischereiindustrie ausgenutzt werden. Letztendlich geschehen Wunder wie das Phänomen der Silver Bank nur so lange, wie es noch Wale in unseren Meeren gibt! Ich glaube daran, was wir hier machen: Jeder Mensch, der das Schutzgebiet besucht und den Walen in ihrer natürlichen Lebensumgebung begegnet, wird zu einem leidenschaftlichen Beschützer der Ozeane werden.“ Der andauernde Traum Ein Jungtier schaut mit neugierigen Augen zu mir herauf: Dieses Baby sieht wahrscheinlich zum ersten Mal einen Menschen! Die erwachsenen Wale werden bis zu 16 Meter lang und können mit ihren gewaltigen Lungen die Luft 20 Minuten lang anhalten. Die „Kleinen“ hingegen müssen mit ihren sechs bis acht Metern alle zwei bis vier Minuten zum Atmen an die Oberfläche. Fast ohne sichtbare Bewegung löst sich das Jungtier von der Mutter und taucht zur Oberfläche herauf. Dafür macht es sich nichts anderes als die sich ausdehnende Luft in den Nebenhöhlen seines großen Kopfes zunutze und kommt mit einem neugierigen Blick in den Augen direkt auf mich zu. Niemals zuvor war ich so nah dran! Ich folge Davids Tipp und ahme den kleinen Wal nach. Ich tauche für kurze Zeit ab und komme regelmäßig zum Atmen an die Oberfläche. Der Baby-Wal schließt sich meinem Spiel an und hat sichtlich Freude an seinem neuen Spielkameraden. Er beginnt mit einer Reihe von Umdrehungen, Rollen und Sprüngen, nur einige Meter entfernt von mir.

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Als der kleine Riese ganz nah – bis auf ein paar Zentimeter – an mich herankommt, bin ich völlig ergriffen von der Magie dieses Moments. Mit Worten kann ich dieses einmalige und unverwechselbare Erlebnis kaum beschreiben. Bevor mir richtig klar wird, was vor sich geht, albern wir wie zwei Kinder herum. Wir spielen an der Wasseroberfläche, spritzen mit dem Wasser, während wir langsam wegdriften. Doch plötzlich – und zuerst erscheint es mir wie ein nukleares U-Boot – zieht etwas direkt unter meinen Flossen mit hoher Geschwindigkeit vorbei und verpasst mich nur um Haaresbreite. Das Muttertier überholt mich und schiebt ihr Kleines von mir weg. Sie schwingt ihre Schwanzflosse so heftig zur Seite, dass sie mich in den Orbit hätte katapultieren können, wenn sie es wirklich gewollt hätte! Aber es war nur eine Warnung und mir ist klar, dass ich etwas Distanz halten muss, während sie ihrem Baby den notwendigen Respekt beibringt: Spielen ist o.k., solange Mama weiß, wo du bist und was du gerade machst! Nun ja, wer bin ich schon, dass ich mich mit der Mutterliebe einer 16 Meter langen Buckelwalkuh anlegen könnte? Wie auch immer, nach zwei Stunden im Wasser ist der Gedanke an eine heiße Tasse Tee verlockend. Als ich zurück ins Beiboot klettere, durchbrechen nur wenige Meter entfernt neue Spritzer die Oberfläche: In einer letzten Anwallung von typischer Teenager-Rebellion entweicht das Jungtier noch einmal der Aufsicht seiner Mutter. Es schnellt mit erstaunlicher Kraft aus dem Wasser und landet mit einer solchen Wucht auf der Oberfläche, dass Tonnen an Wasser in die Luft geschleudert werden. Noch lange höre ich den Gesang der Wale in meinem Kopf. Gewaltiger kann ein Naturschauspiel wohl kaum sein, so voll von elementarer Naturgewalt …

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ID-Karte: Buckelwale Ordnung: Cetacean Familie: Balaenopteridae Gebräuchlicher Name: Buckelwale, Megaptera Lateinischer Name: Megaptera novaeangliae Länge: 5 bis 16 Meter Gewicht: 25 bis 40 Tonnen Nahrung: Plankton, Krill und kleine Fische Lebenserwartung: 30 bis 40 Jahre Habitat: kalte oder gemäßigte Gewässer beider Hemisphären Eigenheiten: Flipper (Brustflossen) sind komplett weiß und bei einem ausgewachsenen Tier fast 5 Meter lang. Ihren Namen verdanken die Wale einem Buckel auf ihrem Rücken, der sich direkt vor der Rückenflosse befindet.

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gewinnspiel sachpreise

mitmachen und gewinnen Einfach reinschauen und tolle Preise im Gesamtwert von etwa 10.000 Euro abräumen. Teilnahme bis 31.12.2008 auf www.silentworld.eu! 17 6 12 3 16 2

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1 monte mare: Zehn Tageseintrittskarten für je zwei Personen inkl. Indoor-Tauchen, Saunaparadies und Freizeitbad im Wert von

www.mares.com 8 mares: Tauchmaske LiquidSkin im Wert von 69 Euro. www.mares.com 9 mares: Schnorchel Hydrex Super-

je 98 Euro. www.monte-mare.de 2 Aqualung: Kamera Sea & Sea DX-860G inkl. Gehäuse im Wert von 499 Euro. www.aqualung.de

dry F im Wert von 35 Euro. www.mares.com 10 mares: Flosse Volo Race im Wert von 69 Euro. 11 tauchen: Fünf kostenlose

3 Aqualung: Tauchcomputer Suunto D4 im Wert von 449 Euro. www.aqualung.de 4 Aqualung: Atemregler Mikron (Damen-

Jahres-Abos im Wert von je 58,80 Euro. www.tauchen.de 12 Balzer: Roller Bag mit Laptop-Tasche im Wert von 140 Euro.

oder Herrenmodell) im Wert von 399 Euro. www.aqualung.de 5 iQ Company: Zwei Komplettpakete im Wert von je 530 Euro:

www.balzer-sport.de 13 PADI: Drei kostenlose PADI Open Water Kurse und fünf PADI Specialties nach Wahl. Gesamtwert circa

gefülltes Dive Bag mit 3-mm-Tauchanzug, zwei T-Shirts, Kapuzensweatshirt, Kappe, Frottee-Handtuch, iQ-Logbuch, Regulator Bag

2000 Euro. www.padi.com 14 TUI: 10 TUI-Badehandtücher im Wert von je 14,90 Euro. 15 Olympus: Digitalkamera Mju „Tough

und einem Paar der brandneuen Bo-Shoes. www.iq-company.com 6 Terra Oceanis Verlag: 10 frei wählbare Jahres-Abos für

Lite“ (Nachfolgermodell) im Wert von 299 Euro. www.olympus.de 16 Kuhn Elektronik: Fünf Wavecases, wahlweise für Digicam

Magazine des Verlags: Free-Sports, Sailing Journal, Windsurfing Journal, Kitelife oder Pedaliéro. www.terraoceanisverlag.de

oder Handy, im Wert von je 49,90 Euro. www.kuhnelektronik.de 17 ORCA: 20 Shirts aus der Orca-Kollektion. Wahlweise Polo, Top

7 mares: Hub Avantgarde im Wert von 1599 Euro. Integriertes System aus Jacket, Atemregler, Oktopus und Transportcase.

oder T-Shirt im Wert von je 19 Euro. 18 Velvet Beach: Zehn CDs Velvet Beach im Wert von je 25 Euro. www.velvetbeach.de

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25 jahre padi • Tex t Lutz-Peter Kaubisch • © Fotos Christian Kosak •

PADI Europe feiert Jubiläum. Die Professional Association of Diving Instructors – der Zusammenschluss der europäischen Tauchlehrer im Weltverband – besteht im März 25 Jahre. Was ist daran bedeutsam? Es ist das Wort Tauchen, das nachwirkt. Es klingt nach unbekanntem Terrain, Exotik – Courage. Es erinnert an die Bilder im Fernsehen, die stille Welt unter Wasser, die Poesie des Meeres. Cousteau begann, mit der Kamera das Meer für uns zu entdecken, nach dem Verstehen zu suchen. Die atemberaubende Ästhetik und Vielfalt der Farben und Formen hinterlassen eine Spur in einem, ein subtiles Gefühl der Sehnsucht. Ihr nachzuspüren und die Faszination der Welt unter Wasser mit all ihren Schätzen hautnah zu erleben, das ist PADI.

PADI begann mit einem amerikanischen Traum. John Cronin und Ralph Erikson hatten 1966 die Idee, den Tauchsport aus der elitären Abgeschlossenheit zu befreien. Tauchen galt bis dahin als Domäne stahlharter Männer. Die straffen Ausbildungsrichtlinien glichen militärischem Drill. Cronin und Erikson entwickelten das erste didaktisch-fundierte Ausbildungssystem. Sie öffneten das Meer für alle, die es kennenlernen wollten. Heute tauchen circa 10 Millionen Menschen weltweit nach dem PADI-Prinzip. Im schweizerischen Hettlingen bei Zürich gründeten 1983 Jack Lavanchy und Jürg Beeli das europäische Pendant zur amerikanischen Leitidee. PADI Europe zählt heute 32.000 Divemaster und Instruktoren sowie über 1000 angeschlossene Resorts und Tauchshops. Zudem bildet PADI Europe jährlich über 100 000 neue Taucher aus, weltweit circa eine halbe Million. Sie entdecken das Meer und das Leben darin für sich. PADI Europe ist die Instanz, ihnen auf dem Weg zu helfen. Silent World sprach mit dem Mitbegründer Jürg Beeli über Ansichten und Aussichten.

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Silent World Hallo, Herr Beeli – cooler Anzug, man sieht den Mann von Welt darin. Jürg Beeli Finden Sie? Den habe ich vorgestern gekauft, und das Hemd auch. Ich soll darin wohl ein Image rüberbringen. Ich sag’s Ihnen gleich: Ich komme viel rum in der Welt; solch eine Kluft trage ich dabei nie. Silent World Warum nicht? Sie repräsentieren ein weltumspannendes Unternehmen und der wirtschaftliche Erfolg von PADI Europe hat Ihnen Prestige und das Vermögen eingebracht, die ‚Starfish’ zu kaufen, Ihr weißes Traumschiff. Jürg Beeli Ja. Und Sie glauben, ich laufe darauf im Anzug rum und gebe Dinner-Partys. Ich tauge nicht zum Jet-Setter. Ich bin von Beruf Maschinenbau-Ingenieur. Glauben Sie mir, wir sind eine kleine Truppe an Bord, und wenn wir unterwegs sind, können die mich im Anzug nicht gebrauchen. Ich bin der, der an der Maschine rumschraubt, wenn mal was kaputt geht. Silent World Sie waren lange der CEO in Ihrem Unternehmen, der Macher, die treibende Kraft. Wie gefällt Ihnen der Rückzug ins Privatleben, nachdem Sie PADI seit 2005 weitgehend allein weitermachen ließen? Jürg Beeli Von Privatleben kann im Moment kaum die Rede sein. PADI strukturiert das Management neu. Ich bin als Delegierter des Aufsichtsrates da wieder voll gefordert und mehr in der Firma, als mir eigentlich lieb ist. Ich wollte mit meinem Freund Phil Simha sechs, sieben Monate im Jahr auf dem Meer sein und die „Sunfish Productions“ voranbringen. Silent World Mit der „Calypso“ in Cousteaus Fahrwasser? Jürg Beeli Wissen Sie, was Cousteaus Philosophie war? Er vertrat die Auffassung: „Ich tauche und Ihr guckt zu. Tauchen ist viel zu gefährlich fürs Volk.“ Bei allem Respekt: Das sehen wir bei PADI ein wenig anders. Okay, auch ich führe ein privilegiertes Leben, fernab von der Zivilisation – auf dem Wasser und unter Wasser. Das ist schon ein Luxus. Ich habe 25 Jahre hart gearbeitet und gutes Geld verdient. Jetzt investiere ich in „Sunfish Productions“. Es ist ein persönliches Projekt und es ist eines, mit dem wir die Menschen animieren wollen, selbst das Tauchen auszuprobieren. Dafür sind wir mit dem Schiff unterwegs: um große Bilder einzufangen vom Leben im Meer. Wir haben inzwischen eine Riesendatenbank zusammen. Silent World Machen Sie doch mal ein paar Dateien auf für uns. Wo treiben Sie sich rum, wenn Sie nicht gerade in Hettlingen sind, dem Unternehmenssitz. Mit der „Starfish“ in Höhe Malediven? Jürg Beeli Nein, auf der anderen Seite. In diesem Jahr haben wir eine Rundreise durch die nördliche Karibik unternommen, 4000 Seemeilen. Das war eine Herausforderung, kann ich Ihnen sagen. Wir ankerten vor den Silver Banks, ungefähr 100 Meilen vor der

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Küste der Dominikanischen Republik. Dort ziehen übers Jahr an die 3000 Buckelwale vorbei; sie gebären ihre Jungen dort. Wir sind denen sehr nahe gekommen. Das ist ein unglaubliches Erlebnis. Wir haben aus nächster Nähe Tigerhaie fotografiert und sind in den Cenoten getaucht, ein Höhlensystem auf der Halbinsel Yucatan – fantastisch. Silent World Herr Beeli, PADI Europe besteht als Organisation 25 Jahre. Nach dem, was man so liest, ist die Professional Association of Diving Instructors eigentlich eine Schnapsidee. Was haben Sie im Oktober 1966 gemacht, als sich die beiden Amerikaner John Cronin und Ralph Erickson irgendwo im Mittleren Westen der USA trafen und das Unternehmen begründeten, angeblich mit einer Flasche Scotch im Bauch? Jürg Beeli Da habe ich gerade mit meiner Berufsausbildung begonnen. Ich war 16 und ich war schon damals eine Wasserratte und – klar – ein Cousteau- und Hans-Hass-Fan. Also fragte ich beim einzigen Tauchclub an, von dem ich wusste, dass es ihn gibt: am ZürichSee. Ja, dort kann man tauchen, gut sogar. Er hat klares Wasser und viele Fische – und Steilwände mit Überhängen. Von PADI wusste ich noch nichts. Silent World Man sagt, alles vor PADI war das Konzept der harten Schule mit diesen sehnigen Männern, die in den Clubs unter sich waren, wo die Philosophie galt: „Quäl dich.“ Stimmt das? Waren Sie auch einer von den harten Jungs, für die Tauchen ein Kraftakt war? Jürg Beeli Eigentlich ja. Tauchen war damals kaum organisiert. Es gab keine strukturierten Kurse, keine Tauchlehrer. Das war eine chaotische Zeit. Es gab praktisch nur zwei Niveau-Ebenen: Schüler und Lehrer. Tauchen lernen hatte etwas Militärisches. Wir mussten uns in Physiologie auskennen und die Gasgesetze auswendig können. Wir mussten hunderte Bahnen schwimmen, Apnoe tauchen und mit dem Gewicht der Ausrüstung einen „verunglückten“ Taucher aus 40 Meter Tiefe retten. Mein Gott, was für Sachen haben wir damals gemacht … (lacht).


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Wissen Sie, der CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques; d. Red.) war damals die einzige übergeordnete Tauchorganisation. Die bestimmte, was ging und was nicht. Man durfte laut Prüfungsordnung die Tarierwesten nicht benutzen, wenn man auf die 40 Meter runter ging. Und wir hatten 7-Millimeter-Anzüge an, gegen die Kälte. Wissen Sie, was das bedeutet? Es war schwierig, wieder hochzukommen. Später mussten wir Schnellaufstiege üben – bis zur Vergasung; das kann man wörtlich nehmen. Man ging körperlich, geistig und psychisch bis an die Grenze. Manche waren total fertig. Silent World Wie kam es zum Wechsel zu PADI? Jürg Beeli Das war 1979. Ich war damals schon im Tauchbusiness angekommen und besaß die Tauchlehrerlizenz. Mein späterer Partner Jack Lavanchy, auch ein Schweizer, hatte eine Tauchartikelfirma aufgemacht und Markenvertretungen für das deutschsprachige Europa übernommen. Ich war als Lavanchys Verkäufer natürlich interessiert, den Markt zu entwickeln. Die Situation war denkbar schlecht, die Branche stagnierte. Viele Clubs schotteten sich ab. Die nahmen keine neuen Mitglieder auf. Wer rein wollte, musste manchmal eine Wartezeit von bis zu einem Jahr in Kauf nehmen. Es war unglaublich schwierig, tauchen zu lernen, erst recht für Frauen, Familien, Jugendliche. Wir haben uns gesagt: Das kann nicht sein. Das Gute war: Lavanchy hatte einen persönlichen Draht zu John Cronin in den USA, der drüben ja selbst eine Tauchartikelfirma leitete. Die beiden haben geredet und miteinander verhandelt und dann war irgendwann klar: Die Amerikaner geben uns die Franchise-Lizenz für PADI. Wir haben das Konzept darauf abgeklopft, ob es sich für Europa eignet. Es war gut – eine sehr seriöse Geschichte. Ein Indiz ist: Die Unfallrate war sehr viel kleiner als bei den herkömmlichen Systemen. Silent World Was unterscheidet PADI denn von den anderen Ausbildungskonzepten? Jürg Beeli In den Anfängen war PADI das erste didaktisch fundierte System. Die PADIPädagogik ging von grundlegenden analytischen Fragen aus: „Was muss man können, um zu tauchen? Was sind, der Reihe nach, die richtigen Lernschritte?“ Wir haben ein System eingeführt, das keinen Riesen-Kursus mit einer Schlussprüfung verlangt. Es geht Schritt für Schritt voran. Wir sagen dem Tauchschüler und der -schülerin nicht: „Du brauchst soundso viele Stunden“, wir sagen: „Das musst du können, um anzufangen. Dann kannst du dich mit dem nächsten Schritt, dem nächsten Kursus verbessern – wie du willst“. Wir haben dieses Prinzip der Fertigkeitenvermittlung bis heute weiterentwickelt, in gegliederten Einzelkursen. Das ist eine ganze Palette, steht alles im Internet. Das klassische Einsteigermodul ist nach wie vor der PADI Open Water Kursus. Man lernt, selbstständig zu tauchen – abgestimmt auf den Schwierigkeitsgrad in der Umgebung, in der die Kurse stattfinden. Jeder kann seine Ausbildung geographisch splitten. Wer will, macht die Theorie beispielsweise zu Hause in Hamburg, mit ein paar Übungen im Hallenbad, und lässt sich das dann bescheinigen. Dann fährt er in den Urlaub auf die Malediven und schließt den Open Water im Freiwasser ab.

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padi history

Silent World Manche sagen PADI nach, die methodische Kompetenz sei das eine, das andere sei der Kommerz des Ganzen. Wie sehen Sie das? Jürg Beeli Ein interessanter Aspekt. Sehen Sie, PADI ist nicht groß geboren, sondern groß geworden. Circa 70 Prozent der Taucher kommen über Mundpropaganda zu uns. Wir machen keine Werbung. Wenn wir nicht seriös beziehungsweise nur aufs Geld aus wären, hätten wir uns längst selbst vom Markt geschossen. Selbstverständlich sind wir kommerziell, na und? Wir gehen einem Beruf nach, wir sind Profis. Das Kommerzielle verpflichtet zur Professionalität. Wir können und wollen uns schlechte Arbeit nicht leisten. Das hat seinen Preis. Die Leute honorieren diese Einstellung. Wir werden weltweit von den Regierungen der Länder anerkannt und empfohlen. Wir sind de facto Standard in Sachen Tauchausbildung.

lehrer verpflichten sich unserem Qualitätssicherungssystem. Wir schicken jedem Tauchschüler regelmäßig einen Fragebogen zu, der sich auf seinen vorausgegangenen Kursus bezieht. Gibt er das Okay, ist alles okay. Kreuzt er Probleme mit der Tauchausbildung an, gehen wir zum Tauchlehrer und befragen ihn. Wir gehen der Sache auf den Grund. Tauchlehrer, die nicht zu uns passen, eliminiert das System. Wir trennen uns jährlich von circa fünf Kollegen; 15.000 sind uns angeschlossen – plus dieselbe Zahl an Divemastern. Ich finde, das Verhältnis kann sich sehen lassen.

Silent World John Cronin hat mal gesagt: „Je mehr Taucher es gibt, desto mehr Tauchausrüstung wird verkauft.“ Führt diese Philosophie des Marketings nicht irgend-wann zum Ausverkauf der Faszination, die Tauchen verspricht? Jürg Beeli Diese Philosophie ist 40 Jahre alt. Vergessen Sie’s. Der Ausrüstungsmarkt ist seit einiger Zeit übrigens nicht signifikant gewachsen; er hat sich verändert: Viele, die in den Tauchurlaub fahren, mieten sich vor Ort das Equipment. Tauchen ist weniger eine Sportart, für die man sich individuell ausstattet als viel mehr Lifestyle. Und eines dürfen Sie nicht außer Acht lassen: Wir bilden in Europa jährlich etwa 100.000 neue Taucher aus, weltweit circa eine halbe Million. Es gibt sechs Milliarden Menschen auf dem Globus – auf einem Drittel Landfläche. Der Rest ist Wasser. Da bleibt jede Menge Platz für jede Menge Taucher.

Silent World Sie haben in einem Interview gesagt, PADI tat sich nach dem Tod seines Mitbegründers John Cronin schwer, wieder Tritt zu fassen. Inwieweit betraf Sie das und PADI Europe? Amerika ist weit weg. Jürg Beeli Cronin war ein Visionär. Er hat PADI in einer Zeit entwickelt, als die Zeit noch nicht reif schien. Er hat die Firma sehr weitsichtig geführt und autokratisch. Sein Wort war Gesetz. Das war gut so. Er war eine Ikone. Nach seinem Tod entstand ein Vakuum, in dem steckten wir alle. Das mit dem „wieder Tritt fassen“ drückt also mehr die persönliche Betroffenheit aus, die Bestürzung, und weniger das operative Geschäft. Auch die Strategie bleibt dieselbe.

Silent World Reicht es aus, Tauchen in ein paar Tagen zu lernen, mit einem Buch, das einem jemand in die Hand drückt, dann ein paar Übungen und ab in die Tiefe? Jürg Beeli Ja. Silent World Ja? Jürg Beeli Ja. Es bleibt ja nicht bei dem Buch. PADI ist keine Betriebsanleitung. PADI ist eine Organisation von Tauchlehrern mit einem pädagogischen Konzept. Die sind auch unter Wasser dabei und gucken hin. Versuchen Sie dort mal, sich an einem Buch zu orientieren. Silent World Es heißt: Die Ausbildung steht und fällt mit dem Tauchlehrer. Sind alle gleich gut bei PADI? Jürg Beeli Sie sprechen da ein wichtiges Thema an. 1.: Jeder Tauchlehrer muss bei uns einen 5- bis 8-tägigen Kursus bestehen, der ihn mit unserer Philosophie und Didaktik vertraut macht. Man kann Zertifikate von anderen Organisationen nicht übertragen. 2.: PADI-Tauch-

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Silent World Letzte Frage: Macht Tauchen wirklich blöd? Jürg Beeli Ja (lacht). Wie kommen Sie darauf? Silent World Hab’ ich als Stempel im Logbuch. Jürg Beeli Den will ich auch. Aber mal ernsthaft: Es gibt keinerlei empirische Hinweise darauf, dass Tauchen, selbst nach Jahren und Tausenden Tauchgängen, die Gehirnfunktionen beeinträchtigt. Der Grad der Sauerstoffsättigung legt eher den Schluss nahe, gesundheitsfördernd zu sein, vor allem, was die Herz-Kreislauf-Funktionen betrifft. Silent World Herr Beeli, vielen Dank für das Gespräch.


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faszination süßwasser • Te x t S U N F I S H P r o d u c t i o n s •

Um tolle Tauchgänge zu erleben, muss man immer in die Ferne schweifen? Keineswegs! Atemberaubende Schönheiten sind schon ganz in Ihrer Nähe unter der Oberfläche verborgen. Tauchen in Fluss, Bergsee oder Schnorcheln im Quelltopf? Das alles und noch viel mehr bieten unsere heimischen Gewässer …

Zugegeben: Riesige Fischschwärme, große Wracks und Korallenriffe in leuchtenden Farben sucht man in unseren heimischen Gewässern vergebens. Auch die eher kühleren Wassertemperaturen sind nicht jedermanns Sache. Aber jeder, der sich gerne draußen in der Natur aufhält, kennt die althergebrachte Weisheit: “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.” Genau so verhält es sich im Grunde auch beim Tauchen im Süßwasser. Denn wer sich warm einpackt und ein paar Dinge in Sachen Tauchausrüstung beherzigt, wird schnell dafür entschädigt: Eine Welt voller Mystik und Ruhe, getaucht in smaragdgrünes Licht und besiedelt von hoch spezialisierten Lebewesen wartet darauf, entdeckt zu werden.

• © Foto SUNFISH Productions •

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• © Foto Reto Moser •

Flusstauchen in der Verzasca Im Süden der Schweiz liegt eine Region, deren Schönheit jeden überwältigt, der diese Gegend zum ersten Mal besucht: das Tessin. Hinter einem monumentalen Staudamm strömt die Verzasca wie ein türkisfarbenes Band in Richtung Süden. In Millionen von Jahren haben elementare Naturgewalten hier eine gewaltige Kulisse geschaffen: Die beeindruckenden Granitschluchten sind gesäumt von Becken mit glasklarem Wasser, die sich wie Perlen in der Schlucht aneinanderreihen. Das ist nicht nur über Wasser ein Naturschauspiel. Auch unter Wasser ist die Verzasca ein einmaliges Erlebnis. Der höchstgelegene Tauchplatz liegt bei der malerischen Römerbrücke Ponte Romano und ist ein idealer Einstieg in die Faszination Flusstauchen. Die maximale Tauchtiefe beträgt sieben Meter und das Becken erstreckt sich auf eine Länge von etwa 100 Metern. Die Klarheit des Wassers und das glitzernde Sonnenlicht lassen ein fast schon unwirkliches Licht- und Schattenspiel entstehen. Selbst Taucher, die kalte Gewässer ansonsten eher meiden, sind hier kaum mehr aus dem Wasser zu bringen. Flussabwärts liegen insgesamt fünf Tauchplätze, die sich in ihrer Schönheit gegenseitig übertreffen. Die Plätze sind zum Teil nur über steile Abstiege erreich-

bar. Doch die Mühe lohnt sich: Das Tauchen um bizarre, glatt geschliffene Gesteinsformationen ist unvergleichlich. Das bezaubernde Spiel des Sonnenlichts, unter Wasser tanzende Schatten, gibt dem Ort das ganz gewisse Etwas. Beim Blick nach oben lassen sich Felsformationen, Bäume, ja sogar die Menschen erkennen, die uns Tauchern vom Ufer aus zuwinken. Am Ende des Beckens erwartet uns ein Natur-Jacuzzi vom Feinsten. Nach ein paar Minuten Kräftemessen in den Wirbeln und Blasen lassen wir uns von der Strömung wieder zurück zur Einstiegsstelle tragen – mit dem unvergleichlichen Gefühl, unter Wasser zu fliegen. Auf keinen Fall sollte man es verpassen, seinen Tauchausflug mit den gastronomischen Höhenflügen der Tessiner Küche zu verbinden. Im Tal gibt es viele „Grottos“, die typischen Restaurants, die regionale Spezialitäten anbieten. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sein Tauchprogramm um weitere sportliche Aktivitäten wie Bungy Jumping, Canyoning und Biketouren ergänzen, welche ebenfalls direkt im Tal angeboten werden. Das Tauchen in der Verzasca ist ein unvergessliches Highlight! Ungeübte und im Flusstauchen Unerfahrene sollten unbedingt die Dienstleistung eines TauchGuides in Anspruch nehmen.

Info Verzasca

PADI Drift Diver

Weitere Informationen auf www.swissdivingschool.ch

Strömungstauchen wird Ihnen eine Menge Spaß machen! Sie

Land: Schweiz/Tessin

werden das Gefühl haben, unter Wasser zu fliegen. Im Spezi-

Saison: ganzjährig, am besten zwischen Juli und Oktober

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Temperatur: je nach Saison zwischen 4 und 18 Grad Celsius

tauchen in Fluss und Meer wichtig ist: von der richtigen Tauch-

Tauchanzug: nass bis trocken, je nach Saison und

gangsplanung und –organisation bis hin zu Techniken in Sachen

Wassertemperatur

Tarierung, Gruppenführung, Navigation und Kommunikation.

• © Foto SUNFISH Productions •

• © Foto Reto Moser •

Tiefe: 6 bis 14 Meter Ablauf: 2 bis maximal 3 Tauchgänge pro Tag

Mehr Infos unter www.padi.com oder in Ihrem PADI Tauchcenter.

Sicherheit: erfahrenen Guide mitnehmen Luft: Füllstationen gibt es beim Restaurant Posse und bei der Osteria della Verzasca Unterkunft, Restaurants und Infos zum Tal: www.verzasca.ch

• © Foto Reto Moser •

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• Te x t M i c h a e l G o l d s c h m i d t • © F o t o s G e r a l d N o w a k •

Bergseetauchen im Samaranger- & Fernsteinsee Sie verfügen weder über warmes Wasser, noch über eine nennenswerte Flora und Fauna. Trotzdem sind der Samaranger- und der Fernsteinsee echte Tauchermagneten. Wie ein smaragdgrüner Spiegel reflektiert das Wasser die traumhafte Silhouette der Tiroler Nordalpen. An ihren Hängen leuchtet das welk gewordene Laub in warmen Farben. Und die umliegenden Gipfel sind bereits in zartem Weiß gezuckert. Keine Frage, wer ihn nicht mit eigenen Augen gesehen hat, würde den Fernsteinsee wohl für eine kitschige Kulisse einer alten Heimatschnulze halten. Doch es gibt ihn wirklich. Gerade einmal anderthalb Stunden Autofahrt von München entfernt, am sogenannten Fernpass. Eingebettet zwischen dramatischen Felsmassiven und gerahmt von alten Nadelbäumen. Ein echtes Juwel. Und das nicht nur für Rentner oder Wanderer. Auch unter Tauchern genießt das Gewässer einen ausgezeichneten Ruf. Trotz gerade einmal 17 Metern Tiefe, armseligem Bewuchs und noch weniger Fischen. Was da noch übrig bleibt? Eben nichts. Keine Schwebeteilchen, kein Dreck und keine Algen. Nur Wasser. Türkis, kalt und glasklar. Sichtweiten weit über 20 Meter sind hier völlig normal und damit für Süßwassertaucher etwas ganz Besonderes. Immer wieder möchte man über einen der drei Einstiege eintauchen in die sauberen Fluten, mitten hinein in den puristischen Mikrokosmos.

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© ROLEX

Endzeitstimmung Aber wie so oft gibt es auch hier eine Steigerung. Und die liegt im Fall des Fernsteinsees gerade einmal 150 Meter weiter nordöstlich. Klein und unscheinbar, aber in Bezug auf die Sichtweiten ein echter Gigant: der Samarangersee. 50 Meter Durchblick sind hier Standard, zu Spitzenzeiten kann man bereits direkt nach dem Abtauchen das gegenüberliegende Ufer betrachten. Das 18 Meter tiefe Becken dazwischen erinnert mit seinen dicken Algenteppichen jedoch eher an eine Mondlandschaft. Darunter, wie Zeugen einer längst vergessenen Ära, stapeln sich hier unzählige Baumstämme. Hinabgerissen von Lawinen und Steinen und gestapelt wie riesige Mikadostäbchen. Irgendwie unwirklich und dafür umso faszinierender. Daran ändert auch das weiße Steinkreuz auf der östlichen Seeseite nichts. Im Gegenteil. Wie ein Mahnmal ragt es zur Oberfläche. Monumental, dramatisch und doch überwältigend. Vor allem im Schein der Nachmittagssonne. Sie verleiht der gesamten Szenerie einen ExtraKick. Sei es durch die dann unter Wasser sichtbaren Berggipfel, den ganz besonderen Türkiston oder den komplett erleuchteten Seegrund. Die mystische Endzeitstimmung ist einfach perfekt.

Info Samaranger- & Fernsteinsee Land: Österreich/Tirol Tiefe: je nach Jahreszeit zwischen 16 und 18 Meter Tauchen & Wohnen: Beide Seen sind Privatbesitz des Schlosshotels Fernsteinsee. Wer hier abtauchen möchte, muss neben 50 (Fernsteinsee) und 80 (Samarangersee) Tauchgängen auch eine Buchung

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Bitte

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die rückkehr der dugongs • Tex t Lutz Peter Kaubisch •

Jahrmillionen zerrten tektonische Kräfte an den Kontinenten. Geologische Gewalt formte sie mit baumeisterlicher Beharrlichkeit. Vulkane, Meeresströme und atmosphärische Umwälzungen schufen das Klima und änderten es – immer wieder. Im mittleren Pleistozän, vor 175000 Jahren, fiel der Meeresspiegel. Es dauerte eine Weile, dann ragte dort, wo die eurasische Kontinentalplatte Asien trägt, eine Landbrücke aus dem Wasser. Sie führte im Bogen nach Südosten, zu einer Inselgruppe aus Magmagestein. Die Öfen unter der Erdkruste hatten sie nach oben gefeuert und Sonne und Ozean überlassen. Die Naturkräfte inszenierten ein mächtiges Schauspiel. Die Erdzeitalter hatten die Kulisse geschaffen: einen der größten Archipele auf dem Planeten, die Philippinen. Reiseveranstalter schwärmen heute von „smaragdgrünen bis türkisfarbenen Lagunen“, in denen „eine faszinierende Welt exotischer Fische und Korallen“ ihre „unerschöpfliche Farbenpracht“ entfaltet. Werbetexte, die die exotischen Refugien auf der Erde beschreiben, sind oft beliebig und austauschbar. Sie versprechen den „einzigartigen Urlaub“ an „feinsandigen Palmenstränden“. Sie bieten touristische Schnellkost.

• © Foto Dugong Dive Center •

Wenn Dirk Fahrenbach den Außenborder aufdreht, schafft das kleine Boot die Strecke zwischen Busuanga- und Dimakya-Island vielleicht rechtzeitig. Der Mann ist ein Hüne: mehr als 1,90 Meter groß, Glatze – und für immer braun gebrannt, denkt man. Es lohne, sich Zeit für dieses Land zu nehmen, hatte der 43-Jährige gesagt. Fest steht beim Blick zurück, dass wir zu langsam sind und gleich nass werden. Die Wolken holen auf und überschütten das Boot mit Regen. Das spült die Hitze vom Körper, eine willkommene Abkühlung bei tagsüber 30 Grad Durchschnittstemperatur. Dann bricht die Sonne durch. Der Deutsche lebt seit 13 Jahren in Südostasien. Er hat sich ans Klima gewöhnt. Ein Schauer vor Beginn der Regenzeit sei kaum der Rede wert, sagt der Bootsführer – und danach, zwischen Ende Mai und Oktober, eigentlich auch nicht. Gewöhnungssache. Die Taifune seien etwas anderes. Wann kommen die? „Nicht jetzt.“

• © Foto Christian Kosak •

Dirk Fahrenbach fand auf der philippinischen Insel Dimakya eine neue Heimat. Der Tauchlehrer und Dokumentarfilmer führt Urlauber durch eine Unterwasserlandschaft, die als eine der artenreichsten weltweit beschrieben wird. Die Riffregionen sind gefährdet. Jahrzehnte sprengten die Fischer ihre Lebensgrundlage mit Dynamit kaputt. Die Seekühe, die Dugongs, wurden fast ausgerottet.

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• © Foto Christian Kosak •

• © Foto Dugong Dive Center •

Fahrenbach kam als Tauchlehrer auf die Philippinen. Früher lebte er bei Köln. Er war viel gereist und hatte das Meer entdeckt, das Hobby – den neuen Beruf. Es folgten sieben gute Jahre auf den Malediven. Dann war Schluss mit der „Tauchindustrie“. Er fand in diesem Atoll die Heimat und lernte Janet Uri kennen, seine Frau, eine einheimische Biologin. Serina, die Tochter, ist jetzt sieben. Der Name bedeutet Meerjungfrau. Fahrenbach lacht. Seefahrer, die früher übers Meer segelten, erzählten immer wieder von Begegnungen mit singenden Meerjungfrauen, deren Stimmen übers Wasser drangen. Die Melancholie der Lieder ließ die hartgesottenen Männer nicht mehr los. Sie nannten sie Sirenen. Die Schiffsbesatzungen hatten Dugongs gesehen, Seekühe, lateinischer Name: Sirenia. Fahrenbach hat eine besondere Beziehung zu den Tieren entwickelt. Wir wollen die Geschichte dazu hören und die, die ihn in diese Welt führte. Dimakya liegt voraus, ein Flecken Land auf dem zehnten Breitengrad im Südchinesischen Meer. Fahrenbach steigt ein paar Mal in der Woche ins Boot, um von der kleinen Insel hinüber nach Busuanga zu fahren, der größeren. Er baut ein Haus dort für die Familie. Der Weg zurück zum „Dugong Dive Center“ verändert die Sicht auf die Dinge. Es ist die Weite; man kommt zur Ruhe darin. Die Anspannung verliert sich, mit der wir uns jedes Mal gegen die Wellenschläge wappnen, die das Boot treffen. Fahrenbach lacht wieder. „1800 Inseln“, schreit er gegen die Gischt und macht eine ausladende Geste: „Die Calamanian Group.“ Die vulkanische Feuerkraft hat die Kuppen der submarinen Gebirgskette wie im Übermut aus dem Wasser gedrückt. Wellen, Wind und Wetter schliffen die entstandenen Atolle in Form, das Tropenklima überzog sie mit Üppigkeit. Die Werbetexter hatten recht. Sie hätten nicht alles gesagt, sagt Fahrenbach. Damals, im Pleistozän und bis in die jüngeren Eiszeiten hinein, nutzten Flora und Fauna den Weg über die entstandene Landbrücke als Siedlungskorridor. Als der Meeresspiegel wieder stieg, wurde der neue Lebensraum zur Isolierstation. Die Pflanzen und Tiere gediehen darin, viele Arten existieren bis heute weltweit nur hier. Dimakya ist ein herausragendes Beispiel für das Urwüchsige: Die Insel hebt sich an der höchsten Stelle 65 Meter aus dem Meer. Acht Hektar sind mit Wald bedeckt, ungefähr die Hälfte der Fläche der einen Kilometer

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• © Foto Dugong Dive Center •

langen und bis 500 Meter breiten Insel. Draußen, über dem Riff, ziehen Seeadler und Fregattvögel Kreise. Fahrenbach zählt nicht mehr, wie oft er draußen tauchte. Er ist ein gefragter Mann bei Zeitschriften und Sendern, die seine Filme zeigen. Er ist ein aufmerksamer Beobachter. Weltweit seien zehn Prozent aller Riffe unrettbar beschädigt, ein weiteres Drittel überstehe die nächsten 20 Jahre kaum, wenn nichts unternommen werde, schrieb das Magazin „mare“. Beispiellos sei der Verlust vor der philippinischen Küste – und die Riffe dort seien die artenreichsten. Fahrenbach hat eine Aufgabe übernommen mit Janet Uri, seiner zweiten Frau. Sie kennen Ursache und Wirkung. Jahrzehnte sprengten Fischer die Unterwasserlandschaft mit Dynamit kaputt, machten schnelle Beute und plünderten die Fanggebiete. Auch Natriumcyanid taugt zum Geldverdienen. Die Inselbewohner tauchen zwischen die Korallen und betäuben die Fische damit, für die Zoogeschäfte. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen machte auch vor den Mangrovenwäldern und dem baumreichen Hinterland nicht halt. Es wurde abgeholzt, um bis in extreme Steillagen Ackerbau zu betreiben. Der Boden erodiert. Wer arm ist, kennt keine Rücksicht gegenüber den Ressourcen. Knapp die Hälfte der 89 Millionen Menschen in dem seit Generationen feudalistisch und von korrupten Eliten regierten Inselstaat muss mit weniger als zwei Dollar am Tag leben. Gloria Arroyo, die Präsidentin, ist nach der Ära des Diktators Marcos und dem Scheitern von Nachfolger

• © Foto Gunther Deichmann •

• © Foto Christian Kosak •

Estrada angetreten, das Land aus der Agonie herauszubringen, an westliche Standards heran. Sie hat den Umweltschutz auf die Agenda gesetzt. Eine Vielzahl staatlicher und ziviler Organisationen kümmert sich um das Küstenmanagement für die Archipele. Fahrenbach und seine Frau sind das lokale Pendant eines internationalen Masterplans. Die Fischer werden in das Konzept für den Ökotourismus eingebunden. Er vermittelt Einheimischen und Urlaubern die Flora und Fauna als sensibles System. Die Provinz Palawan, zu der Dimakya zählt, ist ein marines Reservat. „National Geographic“ beschrieb das Meer als eines der artenreichsten Gewässer weltweit. Einige Korallenriffe, vor allem das berühmte Apo-Reef, gelten als „Hot Spot“: als heißer Tipp für Taucher. Dimakya ist eines der Habitate. Die Flughunde und Warane sind die auffälligsten Spezies an Land. Im Wasser kommt das Leben für die Dugongs wieder in Ordnung. Sie kehren zu den Seegraswiesen vor der Insel zurück. Die robbenähnlichen, bis dreieinhalb Meter großen Tiere, wurden wegen ihres Fleisches beinahe ausgerottet, ihr Lebensraum durch den Raubbau an der Natur fast zerstört. Ihnen beim Tauchen nahe zu kommen, ist ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Fahrenbach organisiert die Erlebnisse zusammen mit Jürgen Warnke, dem der „Club Paradise“ gehört, das Hotelresort auf der Insel. Es ist eine seltsame Geschichte, wie die Koexistenz zustande kam und sich entwickelte. Fahrenbach hatte Anfang der Neunzigerjahre in Manila zu tun. Er stand irgendwann in einer Kneipe und ein anderer Deutscher sprach ihn an. Die beiden kamen am Tresen ins Reden. Der damals 53-jährige Warnke hatte es vom kleinen Angestellten in der Fernostfiliale einer deutschen Firma zum wohlhabenden Fabrikanten gebracht. Dann entdeckte er Dimakya. Hier wollte er später, im Alter, mit Freunden Gin Tonic trinken, in die Sonnenuntergänge gucken. Weil ihm das Mondäne zu wenig war, kam alles anders. Warnke leaste die Insel und investierte in ein neues Unternehmen: „Euro-Pacific Resort Inc.“. Fahrenbach kam ihm gerade recht, und der schlug ein, neben Warnkes „Club Paradise“ die Tauchbasis zu gründen. Vorher ging er der Sache mit Maske und Schnorchel auf den Grund. Er sah einen Dugong. Das reichte. Fahrenbach brauchte ein Jahr, dann stieg er mit Janet Uri ins „Dugong Conservation Program“ ein, ein Projekt des WWF. Warnke und das „Toba Aquarium“ Japan gaben das Geld dazu.

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Die Tiere wurden unter Schutz gestellt. Später organisierte Fahrenbach Dugong-WatchingTouren. Janet Uri hatte ein Buch veröffentlicht, in dem sie Fressgründe und GPS-Daten über die Bewegungen und Standorte der Seekühe detailliert auflistete. Das half. Die Touristen bekamen etwas Einzigartiges zu sehen für ihr Geld. Die Buchungszahlen stiegen. Die Erlöse fließen bis heute in lokale Aufklärungsprojekte. Die Fischer in den Dörfern wissen Bescheid. Fahrenbach steigt manchmal selbst in den Ultraleichtflieger, um die Tiere zu zählen. Die Dugongs sind zurückgekehrt. Sie vermehren sich. Häufiger gerät auch die grüne Wasserschildkröte wieder ins Blickfeld. Dimakya ist ihr Platz zur Eiablage. „Wir sind eine Schildkröteninsel“, sagt Fahrenbach. Er sucht mit seinen Leuten jeden Morgen nach Spuren im Sand. Finden sie welche, wird ein Sicherungszaun gebaut. Krebse, Vögel und „Monitor Lizards“, so nennen sie die bis eineinhalb Meter großen Warane, lieben die zappelige Leckerei. „Wir sammeln die Jungtiere ein und päppeln sie im Pool auf. Das ist dann ein großes Ereignis, wenn die Gäste sie mit uns ins Meer setzen.“ Den kleinen Dingern droht auch im Wasser jede Menge Ärger. Die wenigsten überleben die erste Tour durchs Hausriff. Es ist das Revier der Büffelkopfpapageien-, Wimpel-, Drücker- und Doktorfische – und der hungrigen Zackenbarsche. Die Riesenmördermuscheln tun nichts. Es ist auch die Makrowelt der kleinsten Lebewesen mit Geister-Fetzenfischen, hauchdünnen Muränen, Pygmäen-Seepferdchen sowie bizarr bunten Nackt- und Porzellanschnecken. „500 Tierarten“, sagt Fahrenbach. Auf den Malediven zählte er 100. Er hat den Motor abgestellt und lässt das Boot auf den Strand zulaufen. Jun-Jun Verano und Marvin Alvarez waten ins Wasser und packen mit an. Die beiden Filipinos sind Mitglieder der Tauchschulcrew. Der Deutsche ist ihr Boss; sie sind so lange dabei, dass das kaum eine Rolle spielt. Der Job auf Dimakya ist für Fahrenbachs Leute mehr als der Auftrag, Pressluft in Flaschen zu füllen und dreimal am Tag Tauchsafaris zu den Außenriffen oder den Wracks der Schiffe anzuführen, die im Weltkrieg in den Gewässern vor den Inseln sanken. Sie sind Ranger für die Sache, ihr Land zu hüten. Die Bezeichnung ist wörtlich zu nehmen. Auf den Calamianes ist eine Schwadron von drei Divisionen der

Freiwilligen Küstenwache stationiert. Sie rekrutiert sich auch aus Fahrenbachs und Warnkes Leuten. Sie tragen Uniformen. Sie sind Autoritäten. Ihre ID-Karten berechtigen sie, Fischerboote zu kontrollieren und den Besatzungen auf die Finger und in ihre Netze zu gucken. • © Foto Christian Kosak •

Für Recht und Ordnung zu sorgen, ist eine Sache. Die andere ist, dass Männer wie Alvarez, Verano, Fahrenbach und Warnke den sanften Nachdruck organisieren, um Einheimnischen einen Wertekodex zu vermitteln. „Wir laden Schulen ein, Fischerdörfer in der Nähe oder den nächsten Strand vom Müll zu befreien“, sagt Fahrenbach. „Wir führen Filme vor, die den Dorfbewohnern die Schönheit des Landes und der Unterwasserwelt vor Augen führt. Die bekommen eine andere Sicht. Viele laufen danach mit bedruckten T-Shirts rum: ‚No Dynamite – No Cyanide.’ Wir fangen bei den Kindern an, Umweltbewusstsein zu wecken. Die sind mit Eifer dabei, wenn wir mit ihnen die Setzlinge einpflanzen, die uns gesponsert werden, um das Land wieder aufzuforsten.“

• © Foto Christian Kosak •

Die Filipinos in den Dörfern auf den Nachbarinseln haben sich an die Deutschen gewöhnt. Sie respektieren sie. Diese Männer halten nicht nur Vorträge, sie tun etwas für die Menschen. Sie organisieren nebenbei die kostenlose medizinische Versorgung der Bevölkerung. Drei Monate arbeitet ein Arzt aus Manila auf Dimakya; es ist eine unentgeltliche „Medical Mission“. Der Mann kommt rum. Oft sind die Mediziner Taucher. Sie sind dann froh, bei den

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Unterwasser-„Clean Ups“ mit Fahrenbach oder Jun Jun Verano dabei sein zu können: Dann geht’s den Dornenkronen an die Stachel. Der schwarze Seestern ist eine Pest geworden, der die Korallen-Polypen frisst. Sein einziger Feind, das Tritonshorn, wurde fast ausgerottet. Die Schnecke wird bis 40 Zentimeter lang. Sie passt gut in Souvenirläden. „Eine Pest ist das.“ Dimakya liegt abgelegen, weit und breit kein anderer Tourismus. Fahrenbach kooperiert mit dem Rosenheimer Reiseunternehmen Orca – die Partnerschaft folgt dem Prinzip, die Philippinen nicht als touristisches Fastfood feilzubieten. Die Entdeckung der Langsamkeit beginnt nach der Landung in Manila. Fahrenbach ist öfter auf die Propellermaschine von Sea Air umgestiegen, die Iren Dornier gehört, dem Enkel des legendären Flugzeugbauers. Sea Air fliegt zweimal am Tag nach Busuanga und zurück; man hat eine grandiose Aussicht. Nach der Landung beginnt der letzte Teil der Reise mit dem Auslegerboot, der Banca, durch die Mangroven. Es ist eine Fahrt durch eine stille Welt. Fahrenbach hat die Einheimischen darin nicht aus den Augen verloren, die Einfachheit, die das Leben auf den Inseln bestimmt. Janet Uri und er haben hier Grund und Boden erworben. Fahrenbach, der Landwirt, bewirtschaftet ein 20-Hektar-Anwesen. Er baut Reis an und hat mit seiner Frau zwischen den Kokospalmen und Bananenstauden hunderte Obst- und Cashewbäume gepflanzt. Das Wasser aus der Quelle am Berg wird über ein System aus aufgeschnittenen Bambusrohren geleitet. Dimakya, 19 Uhr, „Sun-Downer“. Wir bekommen die Pina Colada. „Hier war früher vieles nicht so, wie es heute ist“, sagt Jürgen Warnke. Heute arbeiten 150 Angestellte für Europacific und das „Dugong Dive Center“, fast ausschließlich Filipinos. Es steckt eine MillionenInvestition in zehn Jahren „Club Paradise“. Es gibt die Strandbungalows mit Meeresrauschen und die im Inselinneren gelegenen Häuser mit Tropenwald vor der Tür. Es gibt Platz für circa 100 Gäste. Es steckt viel Arbeit in den im landestypischen Stil errichteten Gebäuden für Rezeption, Bar, Shops und das Restaurant. Die Summe ist der Preis dafür, am Rand der ausgetretenen Touristenpfade auf der Spur zu bleiben. Warnke achtet auf zurückhaltenden Komfort. Exklusivität verbaut die Nähe zu dem, was man hier finden will und soll: „einfach nur eine schöne Insel“ in einer schützenswerten Natur.


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Interview mit Delia Domingo-Albert,

philippinische Botschafterin, Berlin

Delia Domingo-Albert gilt als Diplomatin der Extraklasse. Sie studierte unter anderem an der Kennedy School of Government der Harvard Universität in Cambridge, spricht sieben Sprachen und war von 2003 bis 2004 erste Außenministerin der Philippinen. Domingo-Albert stand dem UNO-Sicherheitsrat vor und wurde von Gloria Arroyo, der philippinischen Präsidentin, zur Beraterin für multilaterale Kooperation und Entwicklung ernannt. Sie ist nach mehreren Stationen als Botschafterin seit 2005 diplomatische Vertreterin ihres Landes in Berlin. Die Bundesrepublik verlieh ihr das Große Verdienstkreuz mit Stern. DomingoAlbert ist mit einem früheren ZDF-Auslandskorrespondenten verheiratet und Mutter einer 25-jährigen Tochter. Ihre Heimat: Baguio, eine 350000-Einwohner-Stadt im Nordosten der Hauptinsel Luzon. Wir trafen die Botschafterin im Café Einstein, Unter den Linden.

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Silent World Frau Botschafterin, „National Geographic“ hat die Philippinen zu einem der drei schönsten Tauchreviere der Welt erklärt. Machen Sie auch hin und wieder Urlaub in Ihrem Land und tauchen dort? Delia Domingo-Albert (seufzt) Ich würde gern mal wieder die Zeit finden, ein, zwei Wochen abzutauchen und mich in meinem Land zu entspannen. Aber um ehrlich zu sein, ich kann nicht tauchen. Und ich habe seit ein paar Jahren keinen Urlaub mehr gemacht. Meine Familie besitzt ein Haus am Meer bei San Fernando in La Union auf der Insel Luzon. Kennen Sie die „100 Islands“? Herrlich. Ich habe schnorcheln gelernt und genieße dort die Unterwasserwelt. Der Jammer ist, dass kürzlich 20 Meter von der Strandfront abgebrochen sind. Wir wissen nicht, ob tektonische Bewegungen oder der Klimawandel schuld sind. Silent World Viele Probleme in Ihrem Land sind hausgemacht. Die Philippinen verfügen noch immer über eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt. Der Reichtum ist bedroht. Die Dynamitfischerei hat über Jahrzehnte die Ökobilanz kaputtgesprengt;

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der Raubbau an der Natur hat auch vor den Mangrovenwäldern und dem baumreichen, bergigen Hinterland nicht haltgemacht. Delia Domingo-Albert In der Tat haben die Philippinen unter der Abholzung sowie der Abnahme der Fischbestände gelitten. Wir leiden jedes Jahr unter den Auswirkungen der Taifune und Schlammlawinen und wir verlieren unsere Waldflächen und Korallenriffe. Wir unternehmen eine Menge dagegen. Es geht aber nicht nur um Naturschutz, sondern auch um wirtschaftliche Entwicklung. Mein Land muss die Balance halten im Sinne des verantwortlichen Umgangs mit der Natur und dem Fortschritt. Nehmen Sie das Beispiel Tauchtourismus – ein enormer Wirtschaftsfaktor. Wir fördern das „Responsible Diving“ und „Responsible Mining“. Silent World Ihre Präsidentin Gloria Arroyo betont den Umweltschutz auch wegen der Bedeutung der Philippinen als Reiseland. Welche Ziele verfolgt die Regierung? Delia Domingo-Albert Wissen Sie, dass die Philippinen immer noch zu den „Mega Diversity Countrys“ zählen? Wir sind eines von 18 Ländern mit einer weltweit herausragenden Biodiversität, also Artenvielfalt. Wir wissen, wozu das verpflichtet. Seit dem Umweltgipfel in Rio 1992 arbeiten wir maßgeblich daran mit, die Agenda 21 sozusagen mit Leben zu füllen. Der Küstenschutz hat absolute Priorität. Unsere Küsten sind insgesamt zweimal länger als die der USA; das ist nachvollziehbar bei mehr als 7100 Inseln. Wir reduzieren die Überfischung und den Fischfang mit zerstörerischen Praktiken, wir unterbinden das illegale Abholzen und bekommen das Thema Müll

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und Abwasser in den Griff. Die Philosophie ist: Das Wasser liegt vor uns und ist unser Lebensraum. Vernachlässigen wir ihn, richten wir uns zugrunde. Es gibt hunderte Projekte, die auf nationaler Ebene bis in die Provinzen und hinunter in die Kommunen wirken. Silent World Es gibt eine Reihe internationaler Bemühungen zum nachhaltigen Naturschutz in Ihrem Land. Wie klappt die Zusammenarbeit? Delia Domingo-Albert Selbstverständlich ist vorrangig Deutschland zu nennen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und, damit vernetzt, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) engagieren sich besonders. Sie unterstützen das Entwicklungsprogramm für die Umwelt und den ländlichen Raum und stärken die Regierungsstellen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Sie helfen, die Wasserversorgung auf dem Land und die Abfallwirtschaft in den Kommunen zu verbessern und beraten uns beim Küstenzonen- und Fischereimanagement. Dann ist das „Umweltprojekt 2“ und die Kooperation unseres Landes mit der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) von enormer Bedeutung. Es fördert Bündnisse mit lokalen Regierungsstellen, die Meeresschutzgebiete ausweisen. So regenerieren wir dezimierte Fischpopulationen. Andererseits hilft die internationale Zusammenarbeit, lokal finanzierte Umweltprogramme umzusetzen, zum Beispiel Waldnutzungspläne. Man muss den Menschen wirtschaftliche Anreize geben, Bäume zu pflanzen und sie vor illegalen Holzfällern zu schützen. Vor allem Deutschland ist vorbildlich darin, durch die beteiligten Ministerien und andere Institutionen, unsere kommunale Kompetenz zu stärken. Ich hoffe, dass die Bundesrepublik weiterhin Projekte und Trainingsmaßnahmen unterstützen. Silent World Wir haben die Herren Dirk Fahrenbach und Jürgen Warnke kennengelernt: Zwei Deutsche, die in Ihrem Land leben und ihren Lebensunterhalt auf der kleinen Insel Dimakya verdienen. Sie treten als lokales Pendant der nationalen und internationalen Umweltschutzbemühungen auf. Was wissen Sie, Frau Botschafterin, über die Insel und die Betreiber von „Club Paradise“ und dem „Dugong Dive Center“? Delia Domingo-Albert Ich habe Herrn Jürgen Warnke kennengelernt. Was er und Herr Fahrenbach leisten, ist so vorbildlich, dass ich im Januar zur „boot Düsseldorf“ gefahren bin, um ihnen das zu sagen. Ich fahre nächstes Mal wahrscheinlich wieder hin.

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Die beiden sind – wie soll ich es ausdrücken – die „glaubwürdigsten Partner“, um die umweltpolitischen Maßnahmen der Philippinen zu realisieren. Auf Dimakya wird „Responsible Tourism and Development“ praktiziert. Das ist beeindruckend. Silent World Wir werden das Lob weitergeben. Sie erlauben Investoren, einzelne Inseln zu mieten oder zu leasen. Geben Sie damit nicht Insel für Insel ein Stück Autonomie und kulturelle Identität aus der Hand? Delia Domingo-Albert Nein, eben nicht. Ausländer können über Grundbesitz nur durch einen philippinischen Geschäftspartner oder einen philippinischen Ehepartner verfügen. Wir gucken genau hin. Andererseits erlauben wir Ausländern oder einem ausländischen Unternehmen, Land langfristig zu leasen – anfangs für 50 Jahre und dann für weitere 25 Jahre. Wer eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis auf den Philippinen haben möchte, braucht das „Special Investor´s Resident Visa“ (SIRV) oder das „Special Resident Retiree´s Visa“.

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Silent World Warnke lebt sein halbes Leben in Manila, Fahrenbach seit mehr als zehn Jahren. Er ist mit einer einheimischen Biologin verheiratet ... Delia Domingo-Albert Wunderbar.

• © Foto Dugong Dive Center •

Silent World ... und hat sich ans Klima gewöhnt. Welche Auflagen werden ihm und Warnke beziehungsweise den Betreibern der Hotel-Resorts und Tauchbasen eigentlich gemacht? Delia Domingo-Albert Sie unterliegen den Gesetzen der „Local Authority“, also der Kommunen. Sie brauchen die Genehmigung des „Board of Investments,“ einer Abteilung des Handelsministeriums. Da werden viele Fragen gestellt. Man kann nicht einfach tun und lassen, was man will. Es gibt dezidierte Auflagen – vom vorgeschriebenen Abstand der Gebäude zum Ufer bis zu den Vorgaben hinsichtlich der Architektur der Hotelanlagen und Tauchbasen. Und vor allem: Mindestens 60 Prozent der Arbeitskräfte und Angestellten müssen von den heimischen Inseln kommen.

• © Foto Dugong Dive Center •

Delia Domingo-Albert Dieselben wie mit Herrn Fahrenbach und Herrn Warnke: sehr positive. Sie helfen uns, die Umweltpolitik umzusetzen. Letztlich profitieren alle davon. Die Regierung hat dem Tourismus eine hohe Priorität eingeräumt. Die Investitionen verbessern die Infrastruktur in unserem Land. Mehr und mehr Einheimische finden Arbeit in der Tourismusbranche. Das ist besser, als das Land und die Unterwasserwelt mit Kettensägen und Dynamit zu traktieren. Silent World Nach unserem Wissen bereisen drei Millionen Menschen jährlich die Philippinen – darunter 50.000 Deutsche. Benehmen sie sich anständig? Delia Domingo-Albert Ja, die Meisten verhalten sich ordentlich. Das Ansehen der deutschen Touristen auf den Philippinen ist sehr gut. Die überwiegende Mehrzahl nimmt am kulturellen Leben teil und entwickelt schnell ein Gefühl für den respektvollen Umgang mit unseren Sitten und Bräuchen. Silent World Frau Botschafterin, herzlichen Dank für das Gespräch.

Silent World Welche Erfahrungen macht Ihr Land mit den Betreibern?

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the manta man • Te x t S a b i n e We c h s e l b e r g e r •

Bill Acker kommt ursprünglich aus Austin, Texas. Seit fast 30 Jahren lebt der sympathische Amerikaner auf Yap, einer kleinen Insel mitten im Pazifik. Hunderte der majestätischen Mantarochen leben in den Gewässern um Yap. Bill entdeckte die Mantas dort und trug maßgeblich dazu bei, Yap zu dem zu machen, was es heute ist: Einer der beliebtesten Tauchspots in Ozeanien.

• © F o t o M i k e Ve i t c h •

Silent World Bill, 1976 sind Sie mit dem Friedenskorps nach Yap gekommen. Was hat Sie dazu motiviert? Bill Acker Zum einen war da die Faszination an der Südsee. Schon als Junge habe ich alle Bücher von Kipling, Michener und Conrad verschlungen. Ich träumte von tropischen Inseln im glitzernden Meer … Andererseits war ich schon immer sehr dankbar für das sorgenfreie Leben, das ich mit meiner Familie in den USA leben durfte. Es war mir ein Anliegen, denjenigen zu helfen, die weniger Glück im Leben hatten als ich. Silent World Sie lebten schon eine ganze Weile auf Yap, als Sie mit dem Tauchen begannen. Heute ist Tauchen ein wichtiger Bestandteil Ihres Lebens … Bill Acker Tauchen bedeutet für mich in erster Linie unübertreffliche Entspannung. Da ist weder Lärm noch Telefon. Und keiner sagt mir, was noch zu tun ist. Da bin nur ich, inmitten der Natur. Silent World Was fasziniert Sie denn am meisten am Tauchen? Bill Acker Die Vielseitigkeit! Für jeden ist etwas dabei: Wracktauchen, Steilwände, Makro-Tauchgänge, Großfischbegegnungen, Höhlen … Nach mehr als 12.000 Tauchgängen – die meisten davon habe ich hier in Yap gemacht – genieße ich noch immer jeden einzelnen Tauchgang. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, an jedem Tag. Es ist einzigartig, die riesigen Mantas zu beobachten, wie sie durchs Wasser gleiten. Wenn ich gerade nicht hier wäre, um dieses Interview zu geben, wäre ich sicher draußen beim Tauchen! (lacht) silent world | 2008

Silent World Wie haben Sie denn von den vielen Mantas hier erfahren? Bill Acker Die Fischer wussten von ihnen und wo man sie regelmäßig antraf. Dennoch dauerte es zwei Jahre, bis mir die Bedeutung der Mantas allmählich klar wurde. Weil ich hier in Yap mit dem Tauchen angefangen hatte, war mir überhaupt nicht bewusst, wie außergewöhnlich und besonders die vielen Mantas sind. Ich dachte, das wäre etwas ganz Normales … Silent World Wie war es, als Sie die Mantas zum ersten Mal unter Wasser sahen? Bill Acker Das war ein Glücksgefühl, das ich mit Worten kaum beschreiben kann. Tatsächlich habe ich heute noch genau das gleiche Gefühl, wenn 20 oder 30 Mantas direkt über meinem Kopf im glasklaren Wasser tanzen. Das passiert zwar nicht jeden Tag. Aber oft genug, um jeden Tag tauchen zu gehen, nur für den Fall … (lacht). Der Paarungstanz der Mantas ist eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Welt. Ich darf mir dieses Wunder dank meines tollen Jobs ein paar Mal im Jahr anschauen. Silent World Seit 32 Jahren beobachten Sie die Mantas. Haben Sie Veränderungen festgestellt? Werden sie mehr oder weniger, haben sie ihr Verhalten verändert? Bill Acker Dank der relativ niedrigen Besucherzahlen leben die Mantas auch heute noch weitgehend ungestört. Alle Tauchbasen hier in Yap achten sehr darauf, dass die Taucher die Mantas nicht stören. Das funktioniert gut: Die Anzahl der Mantas ist konstant geblieben. silent world | 2008


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pioniergeist Silent World Warum leben hier eigentlich so viele Mantas? Bill Acker Dafür gibt es eine recht schlüssige Erklärung: Die Gewässer von Yap sind sehr reich an Plankton. Plankton sind Kleinstlebewesen im Wasser und die Hauptnahrungsquelle vieler Tiere, so auch unserer Mantas. Aber um Yap herum fällt der Planktongehalt im Wasser ganz rapide ab. Yap ist für die Mantas sozusagen eine Oase inmitten der Wüste. Die Mantas haben es einfach schön hier in Yap: viel Nahrung, keine Umweltverschmutzung, keine Feinde. Für Meeresräuber wie Riffhaie sind sie als Beute zu groß und die Fischer hier jagen die Mantas nicht. Die Mantas haben also keinen Grund, sich durch eine planktonarme „Wüste“ zu schlagen, um sich irgendwo anders niederzulassen … Silent World Yap ist weltberühmt für seine Mantas. Finden Sie, dass dabei andere Attraktionen übersehen werden? Bill Acker Absolut! Die meisten unserer Gäste bedauern, dass sie nicht ein paar Tage länger eingeplant haben. Nicht nur unter Wasser gibt es hier viel mehr zu sehen als die Mantas: Wir haben fantastische Höhlen, Riffe und zum Beispiel die seltenen Mandarinfische. Direkt hier vor der Tauschschule. Yap hat sich vor allem auch seine Kultur und Traditionen bewahrt. Leider kann man das nicht mehr von allen Inseln hier in Mikronesien behaupten. Silent World Vielen Dank für das Gespräch.

Die Mantas von Yap Über 100 Mantas leben in Yap. Jeden Morgen besuchen sie sogenannte „Putzerstationen“, um sich von spezialisierten Rifffischen von Parasiten befreien zu lassen. Die Mantas, auch Teufelrochen genannt, erreichen eine Spannweite von bis zu acht Metern. Damit gehören die Planktonfresser zu den größten Fischen. Infos: www.mantaray.com

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Hans Streit ist Taucher der ersten Stunde. Der Schweizer Tauchlehrer blickt auf ein bewegtes Taucherleben und über 12.000 Tauchgänge zurück. Silent World hat mit ihm über seine Erinnerungen und Erfahrungen gesprochen.

Silent World Ihre Tauchschule liegt direkt am ZürichSee. An der sogenannten „Goldküste“, das ist das Blankenese Zürichs … Hans Streit Ja, das ist nicht die schlechteste Lage. Sogar Tina Turner war schon bei uns (lacht). Silent World Die Tauchbasis hier am See haben Sie seit 1980. Das ist eine lange Zeit. Erzählen Sie uns doch ein bisschen aus Ihrer Tauch-Vita. Hans Streit Also, zum ersten Mal bin ich 1966 hier in der Schweiz getaucht. Ein Freund von mir hatte so ein Tauchgerät. Damals gab es ja keine richtigen Tauchkurse. Wir haben das einfach ausprobiert … Den Rest haben wir uns nach und nach selbst angeeignet. Silent World Das klingt ja richtig nach Abenteuer. Sind damals denn viele Tauchunfälle passiert? Hans Streit Kaum. Wir wussten von der Dekompressionskrankheit – wenn auch nichts Genaues – und waren daher sehr vorsichtig unterwegs. Wir wussten, dass wir eher langsam auftauchen und nicht zu lange zu tief bleiben sollten … Silent World Wie ging es dann weiter? Hans Streit Ich arbeitete eine ganze Weile in der Schweiz als Tauchlehrer. Von 1978 bis 1980 betrieb ich eine eigene Tauchbasis auf der Sinai-Halbinsel. Das war noch bevor die Region touristisch erschlossen war. Wir sind mit Geländewagen und Schlauchboot zu den Tauchplätzen gefahren. 1980 ging ich dann zurück in die Schweiz und gründete Züri-Sub, hier am Zürich-See. Silent World Sie tauchen seit gut 40 Jahren. Inwiefern hat sich der Tauchsport in dieser Zeit gewandelt? Hans Streit Früher war Tauchen noch ein richtiger Sport. Man musste konditionell viel besser beisammen sein,

als das heute erforderlich ist. Und damals war das tatsächlich noch ein richtiges Abenteuer, es gab noch so viel zu entdecken. Wir wussten nicht – wie das heute meist der Fall ist – was uns an einem bestimmten Tauchplatz unter Wasser erwarten würde. Das war sehr spannend! Silent World Langweilen Sie sich denn heutzutage unter Wasser? Hans Streit Nein, keineswegs! Aber ich achte schon darauf, meine Tauchgänge spannend zu planen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wir waren in Ägypten und mehrere Tauchboote legten am selben Tauchplatz an. Wir tauchten nicht dort ab, wo alle anderen ihren Tauchgang begannen. Wir machten uns die Mühe und schnorchelten erst einmal 300 Meter am Riff entlang zu einem exponierten Shark Point. Wir wurden reich belohnt: Direkt beim Abtauchen erwartete uns schon ein stattlicher Walhai! Das war ein echtes Highlight, einfach fantastisch! Silent World Sie sind also bis zum heutigen Tag mit Leib und Seele dabei … Hans Streit Ja, absolut! Der Wechsel ins Tauch-Business war das Beste, was mir passieren konnte. Ursprünglich war ich ja Architekt. Irgendwann hatte ich die Nase voll davon, in der Hochkonjunktur viele Häuser schnell und in schlechter Qualität zu bauen wie am Fließband. Da habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Dabei bin ich ja nicht nur Tauchlehrer, sondern mache vor allem professionelle Foto- und Filmaufnahmen für das Fernsehen und andere Auftraggeber. Ich treffe viele interessante Leute aus verschiedenen Gebieten. Das ist sehr spannend und abwechslungsreich. Silent World Herr Streit, vielen Dank für das Gespräch.

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das meer im zentrum • Te x t S a b i n e We c h s e l b e r g e r • © F o t o s B i r g i t E i c h e n s e h e r •

Eine frische Brise trägt die duftende Meerluft zur Tauchbasis hinauf. Es ist 7.00 Uhr morgens, die Sonne ist längst aufgegangen. Es herrschen angenehme 25 Grad. Constanze Conrad ist auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz, dem Marine Biology Center (MBC) in der Tondoba Bay, 14 Kilometer südlich von Marsa Alam. Constanze Conrad ist Diplom-Biologin. Sie lebt und arbeitet seit 1998 am Roten Meer in Ägypten. Aufgewachsen ist sie im Münsterland, studiert hat sie in Bochum und promoviert in Köln. 1998 kam sie nach Hurghada, den bekannten Ferienort am Roten Meer. „Aber eigentlich fing alles schon vorher an“, sagt sie, „als ich meinen Urlaub in Ägypten verbrachte, wieder einmal. Eine Woche Nilkreuzfahrt und dann natürlich noch zum Tauchen ans Rote Meer. Ich nahm am Reef Check teil, damals noch als Gast.“ Eine Begebenheit, die Konsequenzen haben sollte. Denn heute ist Constanze selbst organisatorischer Teil und wichtige Stütze des weltweiten Forschungsprojekts. Beim Reef Check Project werden regelmäßig Korallenriffe, zuletzt in 57 Ländern der Erde, auf ihre Gesundheit und den Bestand an Arten hin untersucht. Das ganze Projekt funktioniert auf ehrenamtlicher Basis. Professionelle Biologen wie Constanze arbeiten genauso ehrenamtlich wie auch Laien. „Vom Hobby-Taucher zum Hobby-Biologen“, so erklärt Constanze die Rolle der Tauchgäste, die beim Reef Check mithelfen. Sie zählen und messen. Sie untersuchen ganze Korallenriffe Quadratmeter für Quadratmeter, tragen Informationen zusammen, in aller Welt. So entsteht ein regelrechtes Datennetz, das die Entwicklung der weltweiten Korallenriffe und deren Bewohner dokumentiert. „Korallenriffe sind die Regenwälder der Meere. Sie sind das Ökosystem mit der zweithöchsten Biodiversitätsrate“, erklärt Constanze. „Deshalb ist es auch so unendlich wichtig, diesen Lebensraum zu schützen. Denn die Korallenriffe in der ganzen Welt sind bedroht.“ Das Reef Check Project wurde 1997 vom Unweltinstitut der Universität Kalifornien in Los Angeles begründet und ist heute das weltweit größte Projekt dieser Art. Heute sind an den Studien mehr als 1500 Taucher und 160 Wissenschaftler in 57 Ländern der Erde beteiligt.

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Was das bringt? „Die Ergebnisse modern nicht in irgendeiner Schublade vor sich hin! Im Gegenteil, sie werden veröffentlicht. Natürlich im Internet. Aber die Erkenntnisse werden auch auf Fachtagungen vorgetragen und unter Wissenschaftlern diskutiert. Ganz besonders wichtig ist aber, dass wir öffentliches Interesse hervorrufen und damit das Umweltbewusstsein schärfen. Wir arbeiten nach dem Grundsatz: Global denken und lokal handeln. Unser wichtigstes Ziel ist, das Bewusstsein der Menschen vor Ort zu erhöhen und ihnen ein ‚Werkzeug’ an die Hand zu geben, mit dem sie aktiv zum Riffschutz beitragen und ‚ihre’ Riffe schützen können.“ So wird Constanze regelmäßig von ägyptischen Schulklassen besucht und erzählt ihnen über ihre Arbeit. „Global denken und lokal handeln“ Das Konzept der Tondoba Bay geht jedoch weit darüber hinaus, „nur“ Schauplatz meeresbiologischer Seminare und des Reef Checks zu sein. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, den Constanze mit ihrem Team verfolgt. Tondoba Bay ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Ökotourismus. „Wir haben lange dafür gekämpft, aber schließlich hatten wir unser offiziell anerkanntes Umweltprojekt und ‚unsere’ Bucht“, so Constanze. „Anders als in konventionellen Touristenhochburgen setzen wir hier nicht auf Besuchermassen. Wir leben unsere soziale Verantwortung und machen alles zusammen mit den Menschen vor Ort, den Ababda-Beduinen. Wir geben ihnen nicht nur Hilfsjobs, sondern vor allem eine fundierte Ausbildung mit einem anerkannten Abschluss.“ Constanze hat bei vielen weiteren Umweltprojekten am Roten Meer mitgewirkt, mit handfestem Erfolg. Zum Beispiel sind mittlerweile mehr als 1000 Ankerbojen im Roten Meer installiert. Davor warf jedes Boot einfach seinen Anker auf das Riffdach.

Für die Delfine von Shaab Samadai, auch Dolphin House genannt, sieht es heute eigentlich auch ganz gut aus: Dank Constanze wurde hier eine offizielle Schutzzone eingerichtet und die Besucherzahlen streng limitiert. „Diese Erfolge sind mir ein Ansporn, immer weiter zu machen. Andererseits fühle ich mich schon manchmal wie Don Quichotte beim Kampf gegen die Windmühlen. Es könnte immer noch viel besser sein!“ Bei allem Erfolg ist die sympathische Biologin bescheiden geblieben. Auf die Frage, ob sie in ihrem Schaffen denn eine Berufung sehe, antwortet sie lachend: „Das würde ich nie sagen, es klingt mir auch viel zu pathetisch! Ich versuche einfach, so zu leben, wie ich es mir von allen Menschen wünsche. Wenn sich jeder nur einmal bückt, um eine Plastikflasche aufzuheben, wäre die Welt sauber.“

Marine Biology Center (MBC) Tondoba Bay Projekte & Angebote: Reef Check Project, Meeresbiologische Tages- und Wochenseminare, Gründungs- und Vorstandsmitglied der HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association), Installation von Ankerbojen, zahlreiche Riffschutzaktionen. Tauchbasis: PADI 5 Star Gold Palm Tauchcenter seit 2003 Tauchgebiet: Wunderschönes Hausriff, Samadai Reef (Delfin-Kinderstube), Shaab Sharm, Elphinstone, Sabannie uvm. Schnorcheln: Geführte Schnorcheltouren an exoti schen Riffen und Schnorcheln mit Delfinen am Samadai Reef (Dolphin House). Wohnen: Ökotourismus in einfachen Ecolodges Alternativ werden konventionelle Hotels ab 3 Sternen in der nächsten Umgebung angeboten. Infos: www.blueheavenholidays.com

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schnorcheleindrücke

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die leichtigkeit des seins • Te x t C h r i s t i n e M a i e r •

• © F o t o s Wo l f g a n g P ö l z e r •

Einblicke in die Unterwasserwelt sind nicht allein Tauchern vorbehalten. Auch ohne viel Ausrüstung und besondere Ausbildung kann man den Kopf unter die Wasseroberfläche stecken. Schon mit weniger als zwei Kilo Ausrüstung ist man für Schnorchelabenteuer bestens ausgestattet.

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Malediven, 2007: Es sollte ein richtiger Erholungsurlaub werden – mit allem, was dazugehört: Sommer, Sonne, Meer und Entspannen an Traumstränden. Einfach mal die Freiheit der großen, weiten Welt atmen. Genauso, wie wir es uns schon seit Monaten ausgemalt hatten. Ich hatte es mir im weißen Sand von Kuredu, unserer Ferieninsel im Lhavyiani Atoll, bequem gemacht und lauschte der Brandung des Ozeans. „Komm her, das musst du dir mal anschauen!“, riss mich mein Freund Tobias aus meiner Ferienidylle. „Komm ins Wasser!“ Das war ja wieder klar. Endlich frei von allen Zwängen und Verpflichtungen, aber nicht einmal genug Zeit, sich von der Anreise zu erholen. „Warum?“ „Das Meer hier ist total klar. Und hier wimmelt es von knallbunten Fischen!“ Dabei wedelte er verheißungsvoll mit einem Ding, das sich bei genauerem Hinsehen als Tauchermaske mit Schnorchel herausstellte. Bevor ich ihm antworten konnte, hatte Tobias sein Gesicht schon wieder ins Meer getaucht und bewegte sich schwimmend durch das brusttiefe Wasser. Völlig gebannt von was immer er da auch zu sehen bekam. Ich wurde neugierig. Was fesselte ihn nur so lange im Wasser? Und was zum Teufel beobachtete er da? Ich stand auf und watete durch die Wellen zu ihm. „Na, hast du es dir noch mal überlegt?“, grinste er mich an und hielt mir feierlich die Maske hin. Wortlos streifte ich mir das Silikonband über den Kopf. Noch schnell den Schnorchel in den Mund und runter mit dem Gesicht. Neue Eindrücke Die Welt, die sich mir in diesem Augenblick offenbarte, kann ich noch heute schwer in Worte fassen. Nur so viel: Tobias hatte recht. Es war ein unglaublicher Anblick. Die ganze Insel war ringförmig von einem Hausriff umgeben. Das ist bei fast allen Malediveninseln so, weiß ich heute. Dicht unter der Wasseroberfläche tobte das maritime Leben. Weichkorallen schaukelten sanft in der Strömung, darüber tummelten sich Tausende kleine,

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farbenfrohe Fische. Ich sah sogar Nemo in seiner Anemone und viele seiner Freunde, die ich noch aus dem Kino kannte. Was für ein Erlebnis. Und das nur dank dieser Brille! Ich schwamm näher an einen Korallenblock heran. Sog die Luft durch den Schnorchel und blieb reglos im Wasser liegen. Die Wasseroberfläche trug mich wie eine Luftmatratze. Ich konnte also meine gesamte Konzentration auf die Beobachtung dieser für mich neuen, spannenden Welt richten. Ich entdeckte Fische jeglicher Couleur, wild gemusterte Nacktschnecken und winzige, filigrane Krebse. Die Tatsache, dass ich all dieses Leben im Meer erst jetzt – nach so vielen Urlaubsreisen – wahrnahm, irritierte mich. Warum habe ich mir das nur so lange entgehen lassen? Jetzt wollte ich mehr sehen, mehr erleben. „Kann ich jetzt wieder oder brauchen wir eine zweite Ausrüstung?“, riss mich mein Freund zurück in die Realität. Natürlich brauchten wir eine zweite. Die konnte ich mir ganz schnell in der örtlichen Tauchschule ausleihen, zusammen mit den passenden Flossen. Professionelle Unterstützung Wir sind dann tatsächlich sofort zur Tauchschule der Pro Divers gegangen. Allerdings blieb es nicht nur bei einer Schnorchelausrüstung. Am nächsten Tag haben wir uns das Ganze noch einmal richtig vom Profi erklären lassen. Er zeigte uns, wie man den Schnorchel richtig ausbläst, was es alles zu sehen gibt und wie wir uns am effektivsten fortbewegen können. Anschließend sind wir mit einem Boot der Tauchschule zu einer Discover Snorkeling Tour an ein großes Riff hinausgefahren. Es war überwältigend. Noch schöner als am Hausriff. Große Schwärme, Muränen und sogar ein Barrakuda! Alles nur einen Katzensprung von uns entfernt. Und das Beste daran: Alles mit so wenig Equipment. Eins steht fest: Schnorcheln ist definitiv zu meinen Urlaubs-Hobbys hinzugekommen, es hat mich voll erwischt. Einfach, leicht und ohne viel Aufwand ist es meine Eintrittskarte in eine andere Welt!


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nice to meet you Bei einer Schnorcheltour an einem tropischen Riff werden Sie eine Menge erleben und Bekanntschaft mit vielen Riffbewohnern machen. Wir zeigen Ihnen hier ein paar „Klassiker“ ...

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•Die archaisch anmutende Schild-

•Der Blaupunktrochen ist ein „Klas-

•Der Maskenfalterfisch lebt paarwei-

kröte frisst sich an den Schwämmen

siker“ im Roten Meer und sucht ger-

se oder in kleinen Gruppen in den

so richtig satt. Schön, wenn sie sich

ne Unterschlupf im Sand oder unter

Korallengärten des Roten Meeres. Er

dabei so gerne beobachten lässt.

einer schützenden Tischkoralle.

wird bis zu 30 cm lang.

•Der Clownfisch verteidigt sein Heim

•In allen erdenklichen Farben und

•Fahnenbarsche leben in geringen

mit großem Mut gegen potenzielle

Musterungen bevölkern Nacktschne-

Wassertiefen und bevölkern wie bunte

Angreifer. Er lebt in Symbiose mit

cken die Riffe. Diese hier nennt sich

Wolken die Riffdächer. Es gibt 170

der Prachtanemone.

dank ihres Outfits Pyjama-Schnecke.

verschiedene Arten.

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Dies macht sich nicht nur im Gepäck des Tauchers ordentlich bemerkbar, es macht auch beim Tauchen Spaß – die zweite Stufe ist unter Wasser nahezu

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gewichtsneutral und das ist für uns Taucher besonders angenehm – denn ein Tauch-

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gang macht noch mehr Spaß, wenn man den Regler am besten gar nicht spürt!

Atemreglern!“). Empfohlener VK: 1. und 2. Stufe 399 Euro mit Octopus 499 Euro.

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Flosse mit Gangschaltung

mit kann man beim Schnorcheln Musik oder Nachrichten hören. FM steht für “fre-

Mit der Slingshot kaufen Sie praktisch drei Flossen in einer. Durch dreifach ver-

quenzmoduliert” und heißt nichts anderes, als dass Sender auf dem UKW-Band

stellbare Kraftübertragungsbänder aus Silikon kann die Härte der Flossen verändert

empfangen werden können. Die Antenne ist innen im Schnorchelrohr integriert.

werden, je nach Muskelkraft und Anforderung. Selbstverständlich auch mit dicken

Laut und leise, an und aus, Sendersuchlauf aufwärts und abwärts, das sind die Funk-

Handschuhen und während des Tauchgangs unter Wasser. Dazu passen Tauchmas-

tionen, die über Drucktasten aktiviert werden. Nicht über Kopfhörer oder Lautspre-

ke Infinity mit ihrem sehr großen Sichtfeld und Designerschnorchel Buran. Alle

cher im Atemrohr, nein, über einen Minilautsprecher, der auf das Mundstück wirkt,

Teile sind natürlich farblich ideal aufeinander abgestimmt. Empfohlener VK:

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mit einem „Wing“-Charakter, welches die Rückenschale umgibt und so das Gewicht

versehentliche Aufstiege aus, die durch die Benutzung des falschen Auslassventils

der Flasche neutralisiert. Die Begurtungen sind insgesamt schlanker und flacher

herbeigeführt werden. Das i3 ermöglicht schnelle Lokalisierung und Aktivierung

gehalten. Das Pearl i3 behält natürlich die wichtigen Jacket-Merkmale wie die inte-

des Inflators, auch an der Oberfläche um den Auftrieb im Falle eines Notfalls

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how to unterwasserfotografie

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digitale unterwasserfotografie • Te x t & © F o t o s A n d r e a s Vo e l t z •

„Unsere Freunde an Land lauschten unseren Berichten aus der Unterwasserwelt mit unerträglicher Langeweile. Dies trieb uns dazu Fotos zu machen, um zu enthüllen, was wir gesehen hatten.“ Jacques Cousteau, 1953 in seinem Buch “The Silent World”

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Der klassische Tipp eines professionellen Unterwasser-Fotografen legt die Investition in mindestens einen externen Unterwasserblitz nahe. Ein ausreichend leistungsstarkes Gerät mit dem notwendigen Zubehör (Kabel, Blitzarm) wird unter 800 Euro kaum zu finden sein. Sofern Sie die Kosten zunächst gering halten wollen, ist die Filtertechnik eine ideale Alternative. Wie wird’s gemacht? Das Prinzip des manuellen Weißabgleichs ist einfach: Die Kamera wird kalibriert, also geeicht, indem man das Objektiv auf eine weiße Fläche richtet. So „lernt“ die Kamera, wie die Farbe Weiß in einer bestimmten LichtUmgebung aussieht und bringt auf dieser Grundlage alle anderen Farben in ein korrektes Gleichgewicht.

Das PADI Digital Underwater Photographer Manual ist eine übersichtliche Lernhilfe für den Einstieg und ein treuer Begleiter in Sachen digitale Unterwasserfotografie. Im Lieferumfang ist außerdem eine wasserfeste Kalibrierkarte mit Farbkorrekturfeldern für den manuellen Weißabgleich enthalten. Mehr Infos unter www.padi.com oder in Ihrem PADI Tauchcenter.

Viele faszinierende Begebenheiten unter Wasser wird man Ihnen zu Hause einfach nicht glauben und als Stickstoffnarkose oder Taucherlatein abtun. Es sei denn, Sie haben das Ereignis dokumentiert. Fotografieren Sie doch einfach gleich, während Sie bei Ihren ersten Tauchabenteuern wie Alice im Wunderland in den Kaninchenbau stürzen. Diese Phase der intensiven Überwältigung und Begeisterung werden Sie nur einmal in Ihrem Leben durchlaufen. Ich selbst wünsche mir einige meiner UnterwasserErlebnisse zurück, um diese nachträglich mit einer Kamera festzuhalten. Digitalfotografie macht es möglich Im Gegensatz zu Herrn Cousteau brauchen Sie heutzutage wesentlich weniger Ausdauer und gescheiterte Anläufe, um ein korrekt belichtetes und vor allem farbiges Bild mit nach Hause zu bringen. Dank digitaler Technik können Sie bereits während des Tauchgangs beurteilen, ob eine Aufnahme in Ordnung ist oder Sie das Foto lieber noch einmal machen sollten. Bei vielen Motiven wie etwa Nacktschnecken und Krebsen bekommt man in der Regel auch eine zweite Chance. silent world | 2008

Wenn man eine für den Landgebrauch optimierte Kamera mit zum Tauchen nimmt, kommt allerdings auch heute noch ein gewisser Frust auf. Eventuell werden Sie sich bereits im Wasser fragen, warum Ihre Aufnahmen so grün oder cyanstichig sind. Die Antwort darauf lautet Farb-Absorption, denn unter Wasser verschwinden nach einigen Metern bereits die Farben. Zuerst nach circa drei Metern die Farbe Rot. Das Wasser „filtert“ die Farben einfach heraus. Das lässt sich leicht durch einen zweiten Filter und eine Feinjustierung der Kamera für die jeweilige Tauchtiefe ausgleichen. Unterwassermodi und Filter Einige Hersteller werben mit eingebauten elektronischen Rotfiltern und speziellen Unterwasser-Aufnahmeprogrammen in ihren aktuellen Digitalkameramodellen. Die Tests und Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber, dass die Leistung dieser Spezialprogramme nur sehr begrenzt ist. Das beste Ergebnis erhält man mit einem physischen Farb-Korrekturfilter (zum Anfassen) und manuellem Weißabgleich. Achten Sie beim Kauf einer neuen Kamera also darauf, dass ein manueller Weißabgleich vorhanden ist. Damit sparen Sie bares Geld. Beim Unterwasser-Filter gibt es verschiedene Hersteller. Für die digitale Unterwasserfotografie haben sich die jungen „Magischen Filter“ als echter Geheimtipp erwiesen. Dabei handelt es sich um eine dünne Filterfolie, die in jedes Gehäuse passt und die man bereits für knapp 30 Euro im Internet erwerben kann.

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*Bis zu einem Wasserdruck entsprechend 40 Metern Tiefe.

Oft ist es nicht ganz einfach, die Begeisterung für die Unterwasserwelt mit Nicht-Tauchern zu teilen. Oder etwas zeitgenössischer gesagt: „Es ist schwer, jemandem zu erklären, was die Matrix ist, man muss sie selbst erleben.“


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Zum Fotografieren mit Filter gibt es einige nützliche Tipps. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mittags bei klarem Wasser, wenn die Sonne am höchsten steht. Beim Wechsel der Tauchtiefe um mehr als drei Meter sollte man immer wieder einen manuellen Weißabgleich durchführen, um die Kameraeinstellungen an die veränderten Lichtverhältnisse anzupassen. Bei Tiefen ab 18 Metern kann es mit dem Filter zu Farbverfälschungen kommen. Darüber hinaus sollte man stets mit und nicht gegen die Sonne fotografieren. Anfangs ist das durchaus gewöhnungsbedürftig. Vor allem, wenn man dabei dem eigenen Schatten aus dem Weg gehen muss. Ein weitverbreiteter Irrtum ist es, Filter mit Blitz oder der bereits vorhandenen Tauchlampe zu kombinieren. In der Regel werden Ihre Bilder dann deutlich zu rot. Sie sollten also immer den Blitz ausschalten, wenn ein Filter verwendet wird, und die Kamera sehr ruhig halten, um Verwackelungen zu vermeiden. Sie können jedoch relativ unkompliziert während des Tauchgangs zwischen Filterfotografie und der klassischen Blitzfotografie wechseln. Wenn Sie den internen Blitz einer Kompaktkamera anschalten und daraufhin bei eingebautem Filter einen manuellen Weißabgleich durchführen, wird Ihre Kamera den Filter für die folgenden Blitzfotos ignorieren. Dadurch kann man bequem zwischen Makro-Aufnahmen mit Blitz und Filterfotos im Weitwinkelbereich umschalten. Und zwar ohne das Unterwassergehäuse öffnen zu müssen.

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how to unterwasserfotografie

Fazit Wer in die Unterwasserfotografie einsteigen möchte, erhält für weniger als 500 Euro eine komplette Ausrüstung. Sie besteht aus Digitalkamera, Gehäuse und Farbkorrektur-Filter. Jacques Cousteau könnte also heute direkt nach dem Tauchgang in die Hafenkneipe gehen und dort seine Freunde mit faszinierenden Unterwasserfotos in Erstaunen versetzen – noch bevor seine Haare trocken sind!

Fotografieren unter Wasser lernen Im Spezialkurs PADI Digital Underwater Photographer (DUP) erlernen Sie alles Notwendige rund ums Thema digitale Unterwasserfotografie. Mit der professionellen Unterstützung eines Tauchlehrers lernen Sie nicht nur schnell, gute Fotos zu machen. Auch technische Fragen, wie etwa die Bildbearbeitung am Computer, sind ein wichtiger Bestandteil dieses Kurses. Mehr Infos auf www.padi.com, in Ihrem PADI Tauchcenter und auf der Silent World DVD!


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body & soul • Te x t C h r i s t i n e M a i e r •

Heruntergekommene Absteigen, stinkende Kompressoren und miesepetrige Basenbesitzer! Das ist zum Glück Schnee von gestern. Wer heute einen Tauchurlaub bucht, muss nicht mehr auf Luxus verzichten. Guter Service und ein schönes Ambiente sind längst zum Standard geworden. Der Grund ist eine entscheidende Trendwende: Statt rot bemützter Haudegen erkunden mittlerweile Menschen aus allen Gesellschaftsschichten die Unterwasserwelt. Kein Wunder, schließlich kombiniert Tauchen genau jene Dinge, die vielen im Alltag fehlen: Abenteuer, Natur, Ruhe und Entspannung. Dass davon vor allem die letzten beiden Punkte immer wichtiger werden, zeigt eine weitere Entwicklung auf dem Freizeitsektor: Wellness. Wie nie zuvor strömen die Menschen in Saunalandschaften, Beautycenter und Hotels mit Massageangeboten. Alles, um Körper, Seele und Geist wieder in Einklang zu bringen und täglichen Trubel hinter sich zu lassen.

• © Foto The Ananyana •

• © F o t o Pe t e r Pe e r •

Natürlich hat das auch die Tourismusbranche erkannt. Immer öfter finden sich in Reisekatalogen Resorts, die sowohl eine Tauchschule als auch ein Spa beherbergen. Keine schlechte Idee, denn die Gäste erhalten so nicht nur zwei attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

• © Foto The Ananyana •

Ein Tauchurlaub bedeutet Komfortverzicht! Wer das glaubt, ist längst nicht mehr up to date. Heute steht der Wohlfühlfaktor im Vordergrund. Dies beweist auch einer der neusten Trends auf dem Reisemarkt: die Kombination von Tauchen und Wellness.

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• © Foto The Ananyana •

Nein, beides lässt sich auch noch hervorragend miteinander verbinden. Warum nicht einfach vormittags ins weite Blau der Ozeane eintauchen und anschließend im luxuriösen Wellnessbereich relaxen? Hinein in eine Welt aus Kerzenschein, wohl duftenden Ölen und exotischer Entspannungsmusik. Wie von selbst verschwinden die Sorgenfalten und andere Zeichen des sonst so stressigen Alltags. Man wird einfach schön – von innen wie von außen.

• © Foto The Ananyana •

Für Körper, Geist und Seele Ein Effekt, den man ruhigen Gewissens auch von der Unterwasserwelt behaupten kann. Genau wie im Spa profitieren sowohl Geist und Körper von regelmäßigen Besuchen. Beweise gefällig? Nichts leichter als das. Beginnen wir mit einer Geschlechter übergreifenden Problemzone unserer Wohlstandsgesellschaft: dem Körpergewicht. Wie schön wäre es, in den Ferien ein paar Pfunde zu verlieren. Ganz nebenbei und ohne große Anstrengung. Tauchen macht dies möglich. Hier ergibt sich allein durch Bewegung, Wasserwiderstand und Regulierung der Körpertemperatur ein Energiebedarf, der es in sich hat. So verbraucht ein 80 Kilo schwerer Mann während eines einstündigen Tauchgangs rund

600 Kalorien. Etwa genauso viel wie beim Joggen. Zusätzlich kommen durch den hydrostatischen Druck Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung. Tiefenwirkung Sogar beim leidigen Thema „Cellulitis“ kann der Unterwassersport punkten, denn die Zeit am Riff hat eine ähnliche Wirkung wie eine Thalasso-Behandlung. Das Gewebe wird entschlackt, gestrafft und zugleich von überflüssiger Flüssigkeit befreit. Möglich macht dies die sogenannte Taucherdiurese. Sie entsteht durch einen vermehrten Blutrückstrom in den Brustkorb, der eine Stimulation der Nieren zur Folge hat. Klar, dass hiervon nicht nur die Oberschenkel profitieren. Der ganze Körper wird entgiftet. Und als wäre das noch nicht genug, geht es im Salzwasser auch noch Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte an den Kragen, da es eine antibakterielle und ph-Wert neutralisierende Wirkung hat. Es kann also guten Gewissens behauptet werden, dass Tauchen tatsächlich schön macht. Unterstützt man diese Effekte noch mit der einen oder anderen Spa-Anwendung, ist das Urlaubsglück perfekt und man kehrt so zurück, wie man es sich immer gewünscht hat: Schlank, schön und wunderbar entspannt.

• © Foto The Ananyana •

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• © Foto The Ananyana •

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oase der ruhe philippinen The Ananyana Beach Resort & SPA auf Panglao

• © Foto The Ananyana •

Sanft schaukelt die Hängematte vor der Tauchschule. Festgemacht an zwei Kokospalmen, über weißem Sand und nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Der Ausblick, der sich bietet, könnte besser kaum sein. Linkerhand die türkisfarbene Sulusee und rechts eines der schönsten Hideaways Südostasiens: The Ananyana. Ein Paradies für Ruhe- und Entspannungssuchende. Dafür garantiert nicht nur die einsame Lage am rund drei Kilometer langen Doljo Beach von Panglao. Das liebevoll gestaltete Resort verfügt gerade einmal über zehn Zimmer und zwei doppelstöckige Familien-Zimmer. Wer nun angesichts der Größe ein Manko an Ausstattung befürchtet, kann beruhigt werden. Detailverliebt umgesetzt verfügt das Ananyana genau über jene Attribute, die Europäer von einem asiatischen Wellnesstempel erwarten. Dazu zählen ein Holz umtäfelter Pool, allgegenwärtige Blüten-Arrangements sowie ein exotisch duftender Spa-Bereich mit Kerzenschein und japanischem Garten. Alles „klein, aber fein“ und täglich neu in Szene gesetzt.

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• © Foto The Ananyana •

Ähnliches gilt übrigens für die nahe gelegenen Riffe. Egal, ob im Naturschutzgebiet Balicasag oder am Hausriff, die Unterwasserwasserwelt ist ein echtes El Dorado für Makroliebhaber. Jeden Tag gibt es zwischen den dichten Korallen neue bunte Meeresbewohner zu entdecken. Von Anemonenkrebsen über Pygmäenseepferdchen bis zu Mandarinfischen. Die Palette ist gigantisch und macht regelrecht süchtig. Trotzdem sollte eine Tour über die Insel und das benachbarte Bohol nicht fehlen. Denn dort warten unterirdische Fledermaushöhlen, Flussfahrten auf dem Loboc River und ein Blick auf die berühmten Chocolate Hills. Kurzum, ein kleines Tropenabenteuer, von dem man, in Verbindung mit allen anderen Eindrücken, nie wieder zurückkehren möchte.

• © Foto The Ananyana •

• © Foto The Ananyana •

Anreise: Die kleine Insel Panglao liegt südwestlich von Bohol. Da sich der nächste Flughafen auf dem 80 Kilometer entfernten Cebu Island befindet, ist ein etwa zweistündiger Transfer mit Fähre und Auto notwendig. Zimmer: Ausgestattet mit Dusche/WC, Klimaanlage, Minibar, Terrasse oder Balkon. Die Familien-Zimmer haben zwei Zimmer auf zwei Ebenen und ein nach oben offenes Badezimmer. Anbieter: www.moovya.com | www.orca.de www.kirschner.de | www.manta.ch Infos: The Ananyana | Tel. (+63-385 02) 81 01 | www.anayana.com

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weitläufiges paradies

den göttern so nah

bali/indonesien

Alam Anda Dive & Spa Resort

bali/indonesien

Pondok Sari Beach & Spa Resort

Eintauchen in ein Bad aus Rosenblättern und in eine Welt voller Exotik! Wem so etwas beim Begriff „Wellness“ vorschwebt, ist im exklusiven Alam Anda Dive & Spa Resort auf Bali goldrichtig. Schon rein optisch wirkt die Anlage wie eine Kulisse aus der Serie „Traumschiff“. Hohe, pyramidenförmige Palmendächer, eine geschwungene Poollandschaft und jede Menge verspielte Details aus Holz und Stein. Alles in einem zwei Hektar großen Garten und direkt am Strand gelegen. Keine Frage, hier hat man Platz zum Träumen.

• © Foto Eckhard Krumpholz •

Besonders schön träumt es sich jedoch im 700 Quadratmeter großen Spa-Bereich. Umgeben von bunten Blüten und rauschenden Wasserläufen verwöhnen dort balinesische Therapeuten die Urlauber mit Massagen, Gesichtsmasken und Körperpeelings. Aber auch am 30 Meter tiefen Hausriff lässt sich so manches Problem schnell vergessen. Hier entführen unzählige Nacktschnecken, Krebse und regelmäßig Schildkröten die Gäste in eine andere Welt. Anreise: Flug nach Denpasar auf der Insel Bali. Anschließend circa dreistündiger Transfer zum Alam Anda im Nordosten der Insel. Zimmer: Insgesamt 29 Zimmer, vom einfachen „Losmen“ bis zur luxuriösen Villa. Anbieter: www.wernerlau.com | www.manta.ch www.orca.de | www.sub-aqua.de Infos: Alam Anda Dive & Spa Resort | Tel. +49 4105 690936

• © Foto Eckhard Krumpholz •

travel wellness

• © Foto Eckhard Krumpholz •

www.alamanda.de

Buddhas aus Stein, blühende Lotusteiche und Badezimmer wie balinesische Tempel! Bei einem Aufenthalt im Pondok Sari Beach & Spa besteht kein Zweifel: Hier wurde nicht am indonesischen Ambiente gespart. Überall begegnen den Gästen filigrane Holzschnitzereien und Skulpturen. Hin und wieder verzaubern bunt gewandete Tänzerinnen die Gäste. Das romantische Gefühl, den balinesischen Göttern besonders nahe zu sein, drängt sich gerade zu auf. Besonders stark ist dieser Eindruck im Java Spa. Eingehüllt in asiatische Klänge und Düfte ätherischer Öle. Massiert von bis zu sechs Händen und gebettet auf einem weichen Polster. Ein Tor zur Glückseligkeit! „Dieses Gefühl haben Sie garantiert auch unter Wasser“, verspricht Stefan Brand, Area Manager von Werner Lau. „Auch dort lässt Bali keinen Wunsch offen. Von dramatischen Steilwänden über Wracks bis hin zu einer artenreichen Fauna. Hier fährt niemand enttäuscht nach Hause.“ Anreise: Flug nach Denpasar auf der Insel Bali, anschließend etwa 3,5-stündiger Transfer in den touristisch wenig erschlossenen Nordwesten der Insel. Zimmer: 32 Standard-Zimmer und vier DeluxeBungalows. Anbieter: www.wernerlau.com | www.manta.ch www.orca.de | www.sub-aqua.de Infos: Pondok Sari Beach & Spa Resort Tel. (+ 62-362) 923 37 | www.pondoksari.com • © F o t o E c k h a r d Kr u m p h o l z •

• © F o t o Pe t e r Pe e r •

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der AWARE international cleanup day • Te x t S U N F I S H P r o d u c t i o n s © F o t o s PA D I •

„Zweifle nie daran, dass einige wenige engagierte Menschen die Welt verändern können. Tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, wie die Welt jemals verändert wurde.“ (Margaret Mead, Anthropologin)

Unter der Wasseroberfläche erwartet uns eine Welt voller Wunder. Was von der Natur über Millionen von Jahren erschaffen wurde, ist jedoch bedroht. Die Industriegesellschaft von heute produziert unvorstellbare Massen an Müll. Und zwar schneller, als sie ihn entsorgen kann. Für die Ozeane und ihre Bewohner ist das ein wahres Fiasko. Sie gehören mit zu den größten Verlierern. Jährlich verschwinden Millionen Tonnen Müll im Meer. Das hat verheerende Folgen. Viele Arten sind bereits verschwunden, andere sind bedroht. Wieder andere ersticken einfach. Zum Beispiel an einer Plastiktüte, die achtlos ins Meer geworfen wurde. Dabei trifft es oft Delfine, Wale und Meeresschildkröten.

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1995 setzte PADI Europe mit Gründung der gemeinnützigen Stiftung Project Aware ein Zeichen. Das Ziel von Project Aware ist es, die Unterwasserwelt zu schützen und gezielt Umweltschutzprojekte voranzutreiben. Eines dieser Projekte ist der „International Cleanup Day“: Jedes Jahr Mitte September tun sich Taucher aus der ganzen Welt zusammen, vernetzen sich und packen an: Sie sammeln Müll aus den Gewässern in aller Welt. Hunderte von Tauchschulen mobilisieren all ihre Kräfte, denn am International Cleanup Day wird aufgeräumt. Im Jahr 2007 nahmen allein in Europa und auf den Malediven 310 Tauchschulen teil. Mehr als 12.000 Freiwillige sammelten Müll vom Mittelmeer bis zur Nordsee. In Seen, Tümpeln und Flüssen. Die Bilanz der Taucher kann sich sehen lassen: gut 30.000 Zigarettenstummel, fast 10.000 Plastiktüten, 27.000 Trinkflaschen und Dosen, Abertausende Flaschendeckel, Zigarettenschachteln und Unrat aller Art. Oder anders gesagt: Mehr als 108 Tonnen Müll wurden am Cleanup Day aus dem Wasser geholt.

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Das sorgt für handfeste Entlastung in den Einsatzgebieten. Und genau das ist Kern der Philosophie von Project Aware: der Schutz der Unterwasserwelt durch aktives Handeln und das Schärfen des Bewusstseins in der Bevölkerung. Oft sind die neutralen Beobachter eines Jahres die aktiven Freiwilligen im folgenden Jahr. Eins der Erfolgsrezepte von Project Aware: Kampagnen und Aktionen, die nicht nur Taucher ansprechen, sondern auch gezielt das Interesse der Medien und Allgemeinbevölkerung hervorrufen. Die Gewässer und deren Bewohner sind massiv bedroht und jeder Einzelne kann durch verantwortungsbewusstes Handeln einen Beitrag für eine bessere Welt leisten. Zum Beispiel als freiwilliger Helfer beim International Cleanup Day.


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TUI AG

www.iq-company.com

Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

Nissan

Tel. + 49 1805 884266

www.nissan.de

www.tui.com/sports

Organisationen Tauchbasen

PADI Europe AG

Euro Divers

Oberwilerstr. 3

www.euro-divers.com

CH-8442 Hettlingen Tel. + 41 52 304 1414

ORCA Dive Clubs

www.padi.com

www.orca-diveclubs.com Maldives Government Tourist Information Office Tauchbasen Werner Lau

Aschaffenburger Str. 96g

www.wernerlau.com

63500 Seligenstadt Tel. + 49 6182 9 934 857

Dogong Dive Center

www.visitmaldives.de

www.dugongdivecenter.com

Tauchshops Hotels & Liveaboards

Pauli´s Tauchshop

The Ananyana, Philippinen

Hauptstr. 119

www.ananyana.com

89250 Senden Tel. + 49 7307 800900

Maldives Liveaboards

www.paulistauchshop.de

www.maldivesliveaboards.com

Indoor Tauchen Manta Ray Bay Hotel, Mikronesien

monte mare

www.mantaray.com

Münstereifeler Str. 69 53359 Rheinbach

Soma Bay, Ägypten

Tel. + 49 2226 9030 11

www.somabay.com

www.monte-mare.de

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padi finder

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padi finder

padi dive center & resort finder Ihr örtliches PADI Dive Center oder –Resort stellt Ihnen ein optimales Ausbildungsprogramm zusammen, unterstützt bei der Planung großartiger Tauchgänge vor Ort und berät Sie gerne bei der Planung einer Tauchreise. Hier erhalten Sie einen (zum Zeitpunkt der Drucklegung) aktuellen Überblick über alle PADI Dive Center & Resorts in

PADI Dive Center Professionelles Geschäft, das sich mit dem Einzelhandel von Tauchsportausrüstung, der Maintenance und dem Anbieten von Tauchausbildung und von taucherischen Leistungen beschäftigt und auch Reparaturen am Tauchequipment vornimmt. PADI Zertifizierungskurse und „Experience“-Programme.

Deutschland, Österreich und der Schweiz. Täglich aktuell sind die Infos auf www.padi.com.

PADI 5 Star Dive Center Breites Ausbildungsprogramm für Taucher sowie große Ausrüstungsauswahl. Großes Engagement durch Produkte, Dienstleistungen und Aktivitäten von besonderer Qualität. Es werden ausschließlich PADI Programme durchgeführt. PADI 5 Star Instructor Development Center Erfüllt Standards der 5 Star Dive Center und bietet zusätzlich „PADI Instructor Level“-Training an. Kurse vom Anfängerlevel bis hin zur Zertifizierung eines Instruktors durch einen PADI Course Director.

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PADI Dive Center & Resort Finder F Ü R D E U TS C H L A N D

PADI Career Development Center Diese Klassifizierung wird an PADI 5 Star Instructor Development Dive Resorts verliehen, die zusätzliches „Instructor Level“-Training anbieten und natürlich Assistant Instructors ausbilden. Profiorientierte Ausbildung. Bilden Tauchprofis aus und führen Profi-Entwicklungsprogramme durch. Zwei PADI Course Director gehören zum Staff jedes Career Development Center. Enormes Wissen in Sachen Instructor-Ausbildung vorhanden.

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PADI Resort Tauch- und Schnorchelausbildung, einführende „Experience“-Programme für Tauchanfänger, geführte Tauch- und Schnorchelausflüge und Ausrüstungsvermietung. Zudem bequeme Unterkünfte. 31

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PADI 5 Star Dive Resort Hochrangiger Service, große Erfahrung und eine große Auswahl an Kursangeboten zeichnen ein PADI 5 Star Dive Resort aus. Hohes Extra-Engagement für ausgezeichneten Service, vom Anfängerlevel bis zu Wrack- und Haitauchgängen. Es werden ausschließlich PADI Programme durchgeführt.

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PADI 5 Star Instructor Development Dive Resort Nebst den Leistungen eines PADI 5 Star Dive Resorts werden zusätzlich „PADI Instructor-Level“-Trainings angeboten und natürlich Assistant Instructors ausgebildet. Es werden ausschließlich PADI Programme durchgeführt. 27

PADI Nitrox Center Tauchen mit Nitrox, sauerstoffangereicherter Luft, erlaubt Ihnen, länger und sicherer zu tauchen. Die Erfahrung zeigt zudem viele weitere Vorteile auf - sprechen Sie mit Ihrem Instructor!

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TAUCHTREFF DRESDEN Dive Center Dornbluethstr. 19 01277 Dresden Tel. + 49 351 3109120 info@tauchtreffdd.de

10 Tauchsportcenter Sachsenluft

Tauchcamp Oktopus 5* Dive Resort Reichenbacher Str. 30 01920 Haselbachtal Tel. + 49 3578399911 info@tauchcamp-oktopus.de

11 Diveresort Sachsenluft

Tauch- & Freizeitcenter Laasow Resort Am IBA-Steg 1 03226 Vetschau Laasow Tel. + 49 3543 656860 dive@waldi-tauchen.de

12 Action Sport

Tauchertreff-Halle Dive Center Berliner Str. 200 06116 Halle-Saale Tel. + 49 3455635510 info@tauchertreff-halle.de

13 Tauchschule Wiking

Tauchbasis Hohenwarte Resort Altersbucht Saalthal 9 07334 Gosswitz Tel. + 49 36732234839 info@tauchbasis-hohenwarte.de

14 Action Sport Am Grossen Stern

15 Haubentaucher Dive Center Livlaendische Str. 14 10715 Berlin Tel. + 49 30 88622992 kontakt@haubentaucher.biz

22 Tauchschule STREAMLINER 5* Instructor Development Dive Resort Fontanestr. 31 14532 Kleinmachnow/Berlin Tel. + 49 3320324754 info@streamliner.de

MEERANER-DIVING Dive Center Zwickauer Str. 45 08393 Meerane Tel. + 49 3764179154 meeraner-diving@t-online.de

5* Instructor Development Center Dominicus Str. 27 10823 Berlin Tel. + 49 30 8515160 info@tauchzentrale.de

5* Dive Center Bernsdorfer Str. 211 09126 Chemnitz Tel. + 49 371 517 272 sachsenluft@gmx.de

Dive Center Stresemannstr. 48 10963 Berlin Tel. + 49 3026551616 info@tiefenrausch.eu

5* Dive Resort NEG Stausee Oberwald 09337 Callenberg Sachsen Tel. + 49 3722 414445 sachsenluft@gmx.de

5* Dive Center Berthelsdorfer Str. 12 12043 Berlin Tel. + 49 306 8086691 robert@divepoint-berlin.de

5 191

180 175

169

Dive Center Landhausweg 4 15236 Frankfurt/O - Lossow Tel. + 49 33 5545676 dive.fun@seeloewen.de

6

155 bis 161 176 173 163

162 164 165 166 167 168

177

5* Dive Center Wichertstr. 19 10439 Berlin Tel. + 49 30 92093303 info@ts-wiking.de

Dive Center Ollenhauer Str. 19 13403 Berlin Tel. + 49 30 498 71558 info@dive-n.de

5* Dive Resort Wriezener Str./Kulturpark 15344 Strausberg Tel. + 49 16090259418 dive-tempel@t-online.de

5* Dive Center Paulstr. 24 10557 Berlin Tel.+ 49 30 3930393 tauchen@action-sport-bln.de

Dive Center Duesterhauptstr. 30 13469 Berlin Tel. + 49 30 40009500 info@abyss-tauchsport.eu

Resort Huelsenstr. 12 18375 Ostseebad Prerow Tel. + 49 173 9774145 info@darsser-strandpiraten.de

Dive Center Handelsstr. 4 19061 Schwerin Tel. + 49 385 5559156 info@dive-center.de

32 D.I.V.E. GmbH 25 Tauchsportcenter N2 Dive Center Bruchmuehler Str. 79 15370 Petershagen Tel. + 49 334 3950900 n2tauchen@t-online.de

5* Instructor Development Center Ziegeleiweg 23 19370 Parchim Tel. + 49 3871 441140 info@dive-center.de

33 Action Sport 7oceans 26 Tauch-Ab Dive Center Birkengrund 21 15806 Zossen Tel. + 49 33769 208633 knut@tauch-ab.com

5* Instructor Development Center Gaertnerstr. 48 20253 Hamburg Tel. + 49 4040 14941 info@7oceans.de

34 Tauchen-Hamburg 27 Tauch In 5* Dive Center Prenzlauer Chaussee 5 16348 Wandlitz Tel. + 49 333 9722558 info@tauchin.de

5* Instructor Development Center Barmbeker Str. 153 22299 Hamburg Tel.+ 49 40 46095770 info@tauchen-hamburg.de

35 Aqua Mare Tauch- und Wasser-

21 Abyss Tauchsport 7

Dive Center Ulrich-von-Hutten-Str. 35 18069 Rostock Tel. + 49 3818089366 info@dive-guide.de

31 D.I.V.E. GmbH 24 1A-Tauchcenter

20 Dive‘n

174

179

5* Dive Center Ehrlichstr. 15 10318 Berlin Tel. + 49 30 5088113 info@action-sport-berlin.de

Dive Center Blankenburger Str. 152 13127 Berlin Tel. + 49 30 47487722 info@tauchcenter-fantasy.de

29 Mike‘s Dive Service

30 Darsser Strandpiraten 23 Dive & Fun

19 Tauchcenter Fantasy 171 172 170

126 127 137 129 138 142 130 128 132 134 136 133 135

178

148

Tauchcenter Dresden 5* Instructor Development Center Stephensonstr. 44 01257 Dresden Tel. + 49 3512883695 tauchcenterdresden@gmx.de

SCUBASCOUT.COM Sven Roesler & John Scherf GbR 5* Dive Center Ludwigstr. 2 07407 Rudolstadt Tel. + 49 1726303849 sven@scubascout.com

18 Divepoint-Berlin

188

183 bis 186

151

154

8

16 Down Under GmbH 2

106 196

143 144 141

153

Octopus Unterwassersport 5* Instructor Development Center Prager Str. 2 01069 Dresden Tel. + 49 351 3242740 torsten@oktopus-unterwassersport.de

17 Tiefenrausch GmbH

125

146 152 147 149 150

3

3

194 195

110 115 109 117 120 118 119 116 121 bis 124

145

10

2

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113 102 107 108 104 93 94

11 9

55

114 100 103 101 111 112 99

silent world | 2008

4

97

90 91

1

6

198

88

84 bis 87 83

50

98

63

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49

73 77 78 74 72 79 66 65 75 64 76 67 bis 70 76

26

47

51 71

DUP-Center Digitale Unterwasser Photographie. Dokumentieren Sie und berichten Sie über Ihre Erlebnisse! Mit dem DUP-Kurs ist Ihnen Spaß und Erfolg gewiss! Eine Investition, die sich immer lohnt.

23

56

46

28 Tauchcenter Feldberg 5* Dive Resort Strelitzer Str. 18 17258 Feldberg Tel. + 49 39831 22339 info@tauchcenter-feldberg.de

sportzentrum 5* Instructor Development Center Kollaustr. 189 22453 Hamburg Tel. + 49 40 55448610 info@aqua-mare.de


188 36 OkiDokiDiving 5* Instructor Development Center Von-Bronsart-Str. 2 22885 Barsbuettel - Hamburg Tel. + 49 4018994994 info@okidokidiving.de

37 nordic.experience Resort Am Dorfplatz 4 23617 Malkendorf Tel.+ 49 45 04 609666 bi@nordic-experience.de

189 50 Tauchsportzentrum OWL Dive Center Badstr. 27 33189 Schlangen Tel. + 49 5252 973214 tauchsportzentrum-owl@t-online.de

51 Tauchcenter Bielefeld Dive Center Detmolder Str. 445 33605 Bielefeld Tel. + 49 521 68112 info@tauchcenter-bielefeld.de

38 Tauch-Sport-Zentrum

52 Nemo‘s Tauchsport

5* Dive Center Seestr. 46 23683 Scharbeutz Tel. + 49 4503 88 99 99 tauchsport@t-online.de

5* Dive Center Wolfhagerstr. 83 34127 Kassel Tel. + 49 561 896632 info@nemos.de

39 Tauchen & Meer Dive Center Berliner Str. 999a 24340 Eckernfoerde Tel. +49 43513262 tauchenundmeer@versanet.de

40 WAL Tauchsport Dive Center Wassersleben 29 24955 Flensburg Tel. + 49 461 7700774 info@wal-tauchsport.de

41 Tauchsport Heinemann Dive Center Helmholtz Str. 3-11 26389 Wilhelmshaven Tel. + 49 4421-201294 info@ts-heinemann.de

42 T.C.T. Traum-Center-Tauchen 5* Instructor Development Center Nikolaistr. 9 30159 Hannover Tel. + 49 511 131016 info@traum-center-tauchen.de

43 Tauchertreff Am Aegi Dive Center Breite Str. 14 30159 Hannover Tel. + 49 511329247 info@tauchertreff-aegi.de

44 Der Kleine Tauchladen 5* Dive Center Velber Str. 10 30451 Hannover Tel. + 49 511 447144 info@der-kleine-tauchladen.de

45 Tauchteam Wasserfest Dive Center Brabeckstr. 133 30539 Hannover Tel. + 49 5118989089 info@tauchteam-wasserfest.de

46 Boekers Tauchsport Dive Center Hamelner Str. 12 30974 Holtensen Tel. + 49 177 4025882 mark@boekers-tauchsport.de

47 Dive and Fun 5* Dive Center Die Tauchschule im Wasserparadies Bischof-Janssen-Str. 30 31134 Hildesheim Tel. + 49 5121 130320 info@diveundfun.de

53 Ronic Tauchsport GmbH Dive Center Ederseerandstr. 11a 34513 Waldeck-West Tel. + 49 562397340 dive@ronic-edersee.de

64 TS Schneider

65 TAUCHERLAND

66 abc-Tauchparadies

57 Tauchcenter Magdeburg 5* Dive Center Unterhorstweg 26 39122 Magdeburg Tel. + 49 391 4014630 tauchcenter.magdeburg@t-online.de

59 Action-Sport-Duesseldorf Dive Center Brehmstr. 35 40239 Düsseldorf Tel. + 49 2116999881 info@action-sport-duesseldorf.de

Dive Buddy Troisdorf 5* Dive Center Frankfurter Str. 6 53840 Troisdorf Tel. + 49 2241 809403 divebuddy@t-online.de

107 Water World Germany

Blue Fin Dive Center GbR Dive Center Mehlstr. 32a 55234 Framersheim Tel. + 49 6733 961635 info@bluefindivers.de

108 Aquanaut Darmstadt

Juergens Taucher Stubb Dive Center Rheinstr. 25 55276 Dienheim Tel. + 49 6133 60181 jts@taucherstubb.de

109 Submariner GmbH/Das UW-Center

Dive Factory Dive Center Kesselheimer Weg 4a 56070 Koblenz Tel. + 49 261 83380 divefactory@t-online.de

110 Lorscher Tauchertreff

Ms Pretty Tombilli Resort Eisenbahnstr. 25 56626 Andernach Tel. + 49 960 772051 tombilli@aol.com

111 Einhaeuser Reisebuero und

5* Instructor Development Center Krefelder Str. 48 47839 Krefeld Tel. + 49 21515652234 astrid@abc-tauchparadies.de

81 Riesenbecker Tauchservice 5* Dive Center Im Lerchengrund 2 48477 Hörstel-Riesenbeck Tel. + 49 5454 99645 info@rtstauchen.de

5* Instructor Development Center Stadtring 41 48527 Nordhorn Tel. + 49 5921712566 info@tauch-center-nordhorn.de

Dive Center Hirtsieferstr. 5 45143 Essen Tel. + 49 20175001242 info@dive-community.de

95

96

5* Dive Center Stadtweg 63 49086 Osnabrück Tel. + 49 541 388002 j.janning@arcor.de

Dive Center Stiftsallee 62a 32425 Minden Tel. + 49 571 63366 reise@teleos-web.de

Dive Center Fuchsstr. 28 42285 Wuppertal Tel. + 49 2029767600 info@meeresauge.de

5* Instructor Development Center Frohnhauser Str. 235 45144 Essen Tel. + 49 201 815 9034 essen@underwater-no1.de

84 WATERWORLD 70 Tauchschule TAIS

5* Instructor Development Center Daimlerstr. 13-15 50374 Erftstadt Tel. + 49 2235 955200 tauchschule@waterworld-online.de

Dive Center Am Mechtenberg 81 45309 Essen Tel. + 49 201763098 info@tais.de

71 Diving Erich Doerr

98

Tauchschule Biggesee 5* Dive Center Am Sonderner Kopf 3 57462 Olpe Tel. + 49 276163214 info@tauchschule-biggesee.de

85 Underwater No. 1 5* Instructor Development Center Richmodstr. 10 50667 Köln Tel. + 49 221 27 83 570 koeln@underwater-no1.de

5* Instructor Development Center Mariannenweg 3 45475 Mülheim a.d.Ruhr Tel. + 49 208 9999777 doerr@doerr-online.de

99

Tauchschule Sorpesee 5* Instructor Development Center Ameckerstr. 16 59846 Sundern Tel. + 49 272 13257 info@tauchschule-sorpesee.de

86 BLACKFOOT OUTDOOR 72 Silver Wave 5* Instructor Development Center Gantepoth 3 45721 Haltern am See Tel. + 49 2364949390 info@silverwave.de

Sportartikel GmbH Dive Center Siegburger Str. 227 50679 Köln Tel.+ 49 221 992257-0 info@blackfoot.de

100

Cologne-Divers 5* Instructor Development Center Rennebergstr. 19 50939 Köln Tel. + 49 221 446199 info@hartenberger.de

101

Aquanaut Frankfurt 5* Instructor Development Center Wächtersbacherstr. 83 60386 Frankfurt Tel. + 49 69 612670 info@aquanaut.de

87 73 Tauchtreff Atlantis 5* Dive Center Daimlerstr. 1 45891 Gelsenkirchen Tel. + 49 209 783685 tt.atlantis@t-online.de

TaWo Diving 5* Dive Center Karl-Hermann-Flachstr.15b 61440 Oberursel Tel. + 49 6171503088 info@tawo-diving.de

74 JUST-DIVE Dive Center Rheinstr. 6 46395 Bocholt Tel. + 49 2871222128 mechthildthieme@aol.com

88 Dolphin Divers Tauchcenter

102

5* Instructor Development Center Berg-Gladbacher Str. 440 A 51067 Köln-Holweide Tel. + 49 221 9636034 info@dolphindivers.de

Rhein-Main Dive-Tower Dive Center Dietesheimer Str. 75 63165 Mühlheim/Main Tel. + 49 6108 792311 dive-tower@t-online.de

75 Tauchcenter Damm Resort Zur alten Lippe 16 46514 Schermbeck Tel. + 49 2858909844 info@tauchcenter-damm.de

89 Dive Inn

103

Dive Center Siegburger Str. 32 51491 Overath Tel. + 49 2206 951430 info@dive-inn-overath.de

DIVER‘S pro WORLD GmbH 5* Dive Center Darmstädter Str. 88 63303 Dreieich Tel. + 49 6103-697063 inge.jogi@t-online.de

76 D.C. Aquarius 5* Instructor Development Center Hansastr. 40 47058 Duisburg Tel. + 49 203 338935 info@aquarius-duisburg.de

90 VIP-Tauchen

104

Dive Center Aachener Str. 13 52146 Würselen Tel. + 49 2405 4258920 vip-tauchen@gmx.de

Top Diver Crew 5* Dive Center Gelnhäuserstr. 35 63505 Langenselbold Tel. + 49 6184 63704 tdc5star@aol.com

63 Fun Divers 49 Tauch- und Schnorchel-Shop Dive Center Exterstr. 9 32756 Detmold Tel. + 49 5231 29908 info@tauchundschnorchelshop.com

silent world | 2008

Dive Center Unterhölterfelder Str. 70 42857 Remscheid Tel. + 49 219181200 info@fun-divers.net

Dive Center Schillerstr. 22 63906 Erlenbach a. Main Tel. + 49 9372 200865 info@waterworldgermany.com

Dive Center Hauptstr. 117 67697 Otterberg Tel. + 49 6301793440 info@kohlys-taucherecke.de

5* Instructor Development Center Rheinstr. 53 64283 Darmstadt Tel. + 49 6151 824426 info@aquanaut.de

5* Instructor Development Center Heidelberger Landstr. 238c 64297 Darmstadt-Eberstadt Tel. + 49 6151594500 submariner-da@t-online.de

5* Instructor Development Center Bahnhofstr. 26 64653 Lorsch Tel. + 49 6251 588149 info@lorscher-tauchertreff.de

5* Dive Center U3, 1 (im Herschelbad) 68161 Mannheim Tel. + 49 621 102277 info@splash-mannheim.de

77 Safety-Stop-Divecenter Dive Center Krefelder Str. 2 47506 Neukirchen-Vluyn Tel. + 49 2845941175 info@safety-stop-divecenter.de

91 Dive Team Bonn Tauchsport GmbH 5* Instructor Development Center Römerstr. 71-73 53111 Bonn Tel. + 49 228468811 tauchen@diveteambonn.net

134 Happy-Bubbles Dive Center Neuffener Str. 9 72622 Nuertingen Tel. + 49 7022 37500 info@happybubbles.de

135 Tauchring Reutlingen Dive Center St. Peter Str. 25 72760 Reutlingen Tel. + 49 7121 330605 reutlingen@tauchring.de

136 Tauchinsel Goeppingen 5* Dive Center Pappelweg 1 73037 Göppingen-Ursenwang Tel. + 49 7161 82822 info@tauchinselgp.de

123 WAB Worldwide Aquatic Bubbles OHG 137 Go4Dive Tauch- u Schwimmsport Dive Center Waldhofstr. 28 68169 Mannheim Tel. + 49 6214017400 divepoint2005@aol.com

124 Achim‘s Tauchoase 5* Instructor Development Center Lembacherstr. 18 Saarburger-Ring 68229 Mannheim Tel. + 49 621 412418 info@tauch-oase.de

5* Dive Center Welzheimerstr. 32 73614 Schorndorf Tel. + 49 7181 259383 info@go4dive.de

138 FIT for Diving Dive Center Am schönen Rain 73732 Esslingen Tel. + 49 711 5509400 info@fit-for-diving.de

139 Bietigheimer Tauchsportzentrum 97

62 Tauchsport Meeresauge 48 Relax - Tauchsport - Center

5* Dive Center Schillerstr. 3 67677 Enkenbach-Alsenborn Tel. + 49 6303 4811 tauchen@easydive.de

83 Ivan‘s Dive Team 69 Underwater No.1

61 Tauch- & Reisewelt Mgl. GmbH Dive Center Sternstr. 8 41061 Mönchengladbach Tel. + 49 2161 353950 info@tauch-reisewelt.com

120 Easy Dive

122 Splash Tauchen & Reisen 94

60 Underwater No. 1 5* Instructor Development Center Münsterstr. 88 40476 Duesseldorf Tel. + 49 211 4695533 info@underwater-no1.com

5* Instructor Development Center Leerweg Postfach 1144 63843 Niedernberg Tel. + 49 6028979831 info@h2o-divepoint.de

121 Kohly‘s Taucherecke 93

82 Tauchcenter Nordhorn

58 Tauchsport WAVE 5* Instructor Development Center Volmerswerther Str. 53 40221 Düsseldorf Tel. + 49 211 392519 info@tauchsportwave.de

106 H2O Divepoint GmbH

80 ABC-Tauchparadies

68 Dive Community

56 Tauchsport Hartwig 5* Dive Center Fallersleberstr. 29 38100 Braunschweig Tel.+ 49 531 2406919 info@tauchsport-hartwig.de

Dive Center Brienestr. 14 47533 Kleve Tel. + 49 2821 92055 info@sport-koeppel.de

GmBH & Co. KG Dive Center Eisenbahnstr. 9 45134 Essen Tel. + 49 201 2988088 info@dive-in-essen.de

55 Fuldas Tauchertreff 5* Instructor Development Center Neuenberger Str. 30 36041 Fulda Tel. + 49 66165006 hb@fuldas-tauchertreff.de

monte mare Rheinbach Freizeitbad GmbH&CoKG 5* Dive Center Münstereifeler Str. 69 53359 Rheinbach Tel. + 49 2226903011 tauchen@monte-mare.de

79 Sport Koeppel

5* Instructor Development Center Hattinger Str. 807 44879 Bochum Tel. + 49 2344970148 bochum@abc-tauchparadies.de

67 DIVE IN ESSEN TAUCHSPORT

92

Dive Center Keekener Str. 73 47533 Kleve-Rindern Tel. + 49 282130247 freddy@dive-point.com

5* Instructor Development Center Obere Münsterstr. 11 44575 Castrop-Rauxel Tel. + 49 2305549607 info@taucherland.de

54 Manatee Diving Dive Center Südanlage 23 35390 Giessen Tel. + 49 641 72246 info@manatee-diving.de

78 Dive Point Niederrhein

5* Dive Center Am Hartweg 171 44149 Dortmund Tel. + 49 231 173950 info@tauchsport-schneider.de

105

Blue World 5* Instructor Development Center Siemensstr. 6 63768 Hösbach Tel. + 49 6021 920165 info@tauchcenter-blueworld.de

Tauchsportcenter 5* Dive Center Mathildestr. 10 64683 Einhausen Tel. + 49 6251 587587 tauchsport@einhaeuser.de

125 Phantasea 5* Dive Center Clementine-Bassermannstr. 15 68723 Schwetzingen Tel. + 49 6202 26187 phantasea@t-online.de

140 Dive Center boddi 126 Tauchsportzentrum Stuttgart

112 Easy Diving GmbH 5* Dive Center Mainzerstr. 119 65189 Wiesbaden Tel. + 49 611 713507 info@easydiving.de

5* Instructor Development Center Franz-Schubert-Str. 54 70195 Stuttgart Tel. + 49 7116014966 info@tsz-stuttgart.com

Dive Center Mainstr. 12 65203 Wiesbaden Tel. + 49 611 72389901 info@nicedive.de

5* Instructor Development Center Seerosenstr. 43 70563 Stuttgart Tel. + 49 711 9018755 dieter@manta-diving.de

128 Die Taucher 114 Airbubble 5* Dive Center Nuernberger Str. 7 65462 Gustavsburg Tel. + 49 6134 56160 airbubble@t-online.de

115 Tauchsport Funderwater Dive Center Am Güterbahnhof 65510 Idstein Tel. + 49 6126 53574 info@funderwater.de

116 Easy Dive 5* Instructor Development Center Hauptstr. 29a 66877 Ramstein-Miesenbach Tel. + 49 6371 52211 easy-dive@easy-dive.de

5* Dive Center Wilhelmstr. 27 71034 Böblingen Tel. + 49 7031 225904 info@dietaucher.com

129 Action Sport TSS Sindelfingen 5* Instructor Development Center Feldbergstr. 65 71067 Sindelfingen Tel. + 49 7031 677134 info@tauchsportschule.com

130 Divecenter Rainbow Divers Dive Center Königstr. 58 71139 Ehningen Tel. + 49 7034 60234 info@rainbow-divers.de

5* Dive Center Winzinger Str. 40 67433 Neustadt Tel. + 49 6321 38 69 10 info@dive-connection.com

Dive Center Schillerstr. 23 71679 Asperg Tel. + 49 07141 660505 shop@dive-college.de

5* Dive Center Leipzigerstr. 23 67459 Böhl-Iggelheim Tel. + 49 63 249 69 858 info@tauchservice-koester.de

5* Dive Center Handwerkerpark 3 72070 Tübingen Tel. + 49 7071 43326 aquamarin-tuebingen@t-online.de

119 Fun Diving Kaiserslautern Krause & Lange & Bähtz GbR Dive Center Am Gelterswoog 1 67661 Kaiserslautern Tel. + 49 631 3702579 kl@fundivingkrk.de

Dive Center Moerikestr. 1 75387 Neubulach Tel. + 49 70536451 info@delfindivers.de

Dive Center Steinbuckelweg 16 72290 Glatten Tel. + 49 7443172814 free-dive@t-online.de

149 Taucherkiste Freiburg 5* Instructor Development Center Eschholzstr. 61 79106 Freiburg Tel. + 49 761 289976 info@taucherkiste-freiburg.de

150 Blue Ocean Wassersport Dive Center Goldammerweg 2 79114 Freiburg Tel. + 49 7614537072 post@blue-ocean-wassersport.com

151 Tauchertreff Scubarena Dive Center Im Kleinfeld 12 79189 Bad Krozingen Tel. + 49 7633 9238765 info@tauchertreff-scubarena.de

152 Dive and Travel Company Dive Center Industriestr. 41 79194 Gundelfingen Tel. + 49 761 5853233 info@diveandtravel.de

153 EURO-DIVING 5* Dive Center Am Sportplatz 4 79576 Weil am Rhein Tel. + 49 7621-425005 b.gesser@caramail.com

5* Instructor Development Center Akademiestr. 46 76133 Karlsruhe Tel. + 49 721 9131415 info@triton-tauchsport.com

Dive Center Nollinger Str. 14 79618 Rheinfelden Tel. + 49 7623 13 12 aquashop@gmx.de

155 Gerda‘s Dive Shop Dive Center Schluderstr. 22 80634 München Tel. + 49 89 161465 info@gerdasdiveshop.de

5* Dive Center Reitestr. 21 76829 Landau Tel. + 49 634153698 isolde@tauchsport-kerst.de

5* Instructor Development Center Sonnhalde 1 77749 Hohberg Tel. + 49 7808 912121 dream.divers@t-online.de

5* Dive Center Thomasstr. 13 77955 Ettenheim Tel. + 49 7822767490 heinz@activedive.de

5* Dive Center Wettersteinstr. 16 82024 Taufkirchen Tel. + 49 8948955375 info@scuba-store.de

163 Dive Center Seaworld 5* Instructor Development Center Gautinger Str. 34 82131 München/Stockdorf Tel. + 49 0800 73296753 info@seaworld.de

164 ORCA Dive Club Heider Rosenheim 5* Dive Resort Pichlmayrstr. 17 83024 Rosenheim Tel. + 49 8031396664 shop@tauchsport-heider.de

165 Bluesub GmbH 5* Dive Center Georg-Aicher-Str. 1 83026 Rosenheim Tel. + 49 8031 9016340 info@bluesub.de

166 Tauchschule und -shop Teufelsrochen Dive Center Mittlere Hofgasse 6 83278 Traunstein Tel. + 49 8619867888 tsteufelsrochen@aol.com

167 Tauch- und Schnorchel Center 5* Dive Center Münchener Str. 53a 83395 Freilassing Tel. + 49 8654 670695 info@tauch-und-schnorchel-center.de

168 Tauchshop Krenn Dive Center Getreidegasse 5 83435 Bad Reichenhall Tel. + 49 8651965240 tauchen@tauchshop-krenn.de

169 Perlentaucher Dive Center Pfarrer-Gross Str. 11 84166 Landshut-Adlkofen Tel. + 49 8707 8789 info@perlen-taucher.com

156 Fin-Up Divers 5* Instructor Development Center Landshuter Allee 81 80637 München Tel. + 49 8912111083 finupdivers@finupdivers.com

170 Tauchbasis Schwerelos 5* Dive Center Rathausplatz 1 85049 Ingolstadt Tel. + 49 841 35189 info@tauchbasis-schwerelos.de

157 Aquatec Tauchsport 5* Instructor Development Center Kaiserstr. 24 80801 München Tel. + 49 89 33079106 info@aquatec-tauchen.de

144 dive-in Streudle & Kleinert GbR 5* Dive Center Pfinztalstr. 92 76227 Karlsruhe Tel. + 49 721 401 022 dive-in@t-online.de

162 Scubastore

154 Aqua Shop

143 Triton Tauchsportstudio

147 activeDIVE Blanke GmbH 133 Tauchschule Free-Dive

5* Instructor Development Center Herrenlandstr. 55 78315 Radolfzell Tel. + 49 7732 945590 promarine@promarine.de

142 Delfin Divers Tauchsport

146 Dream Divers-Aquafit 132 Aquamarin

118 Tauchservice Koester

Hebelstr. 12 75223 Niefern-Pforzheim Tel. + 49 171 31 11 672 info@pinguin-diving.com

145 Tauchsport Kerst 131 Tauchschule Dive College

117 Dive Connection

5* Instructor Development Center Horaffenstr. 3 74564 Crailsheim Tel. + 49 7951 467046 info@boddi.de

141 Pinguin Diving Dive Center 127 Manta Diving

113 Toni‘s Dive Station

5* Instructor Development Center Pleidelsheimer Str. 3 74321 Bietigheim Bissingen Tel. + 49 7142915444 tauchkurse@arcor.de

148 Pro Marine

171 ABC-Divers GmbH 5* Instructor Development Center Erfurter Str. 29 85386 Eching Tel. + 49 8937000969 info@abc-divers.com

158 Submariner GmbH 5* Dive Center Leopoldstr. 257 80807 München Tel. + 49 89 3597878 padi@submariner.de

172 Turtlepoint Divers Resort Theresienstr. 26 85386 Eching Tel. + 49 89 31971321 pomsel@gmxpro.de

159 Fit 2 Dive Resort Brettener Str. 9 80939 München Tel. + 49 89 32195750 info@fit2dive.de

160 Dive Delta Dive Center Aberlestr. 29 81371 München Tel. + 49 8976755633 info@divedelta.de

161 TTS-Sport Kaindl GmbH Dive Center Ismaninger Str. 136 81675 München Tel. + 49 89 981848 tts-sport-kaindl@t-online.de

173 DIVER‘S INDOOR Emma Egger GmbH 5* Instructor Development Center Dorfstr. 15a 85445 Aufkirchen Tel. + 49 8122 867651 diversbasis@indoor-tauchen.de

174 Diveworld Tauchsport 5* Instructor Development Center Erdinger Str. 10 85570 Markt Schwaben Tel. + 49 8121225700 info@diveworld.net

175 Augsburger Tauchsport-Zentrum 5* Instructor Development Center Koboldstr. 32 86157 Augsburg Tel. + 49 821 2293370 info@augsburger-tauchsportzentrum.de

silent world | 2008


190 176 AMMERSEE DIVERS Resort Klosterhof 22 86911 Diessen Tel. + 49 88071668 schorsch@ammersee-divers.de

177 Laguna Lindau 5* Instructor Development Center Bregenzerstr. 13 88131 Lindau Tel. + 49 8382 944690 info@laguna-lindau.de

178 Tauchhai Dive Center Zum Brunnentobel 11 88299 Leutkirch Tel. + 49 756172323 info@betontechnik.de

179 Pauli‘s Tauchshop 5* Instructor Development Center Hauptstr. 119 89250 Senden Tel. + 49 7307 951131 pauli@paulis-tauchshop.de

180 Activ-Sport 5* Instructor Development Center Hausener Str. 9 89407 Dillingen Tel. + 49 9071-728844 activ-sport@t-online.de

181 Action and Dive GmbH 5* Dive Center Allersberger Str. 127 90461 Nürnberg Tel. + 49 911 447070 info@action-and-dive.de

182 DIVEZONE GmbH & CO KG 5* Dive Center Allersberger Str. 36 90461 Nürnberg Tel. + 49 911-327452 info@divezone.de

191

padi finder 183 Tauchschule Fichtner

190 Sport Eder GbR

Dive Center Höfenerstr. 100 90763 Fürth Tel. + 49 911 327000 info@ist-sports.de

197 Blue Aqua Zoo

Dive Center Salzbacher Str. 1 94152 Neuhaus Tel. + 49 85038010 stefan.berger@sport-eder.de

Dive Center Marcel-Paul-Str. 48c 99427 Weimar Tel. + 49 3643424120 aquazoo@blue-aqua-zoo.de

191 Tauchsport Egginger

184 Tauchschule-Malibu Dive Center Jahnstr. 32 90763 Fürth Tel. + 49 911 9745392 info@tauchschule-malibu.de

198 Tauchsportzentrum Nordhausen

5* Dive Center Blaustr. 12 94560 Offenberg /Neuhausen Tel. + 49 991-3721480 info@tauchsport-egginger.de

5* Instructor Development Center Uthleber Weg 27 99734 Nordhausen Tel. + 49 3632543650 info@tauchsport-sondershausen.de

192 Dive Team Bayreuth GdbR

185 Tauchschule Spiritdivers Dive Center Unterfürberger Str. 83 90766 Fürth Tel. + 49 9117871597 tauchschule@spiritdivers.com

199

Dive Center Kiefernweg 2 95445 Bayreuth Tel. + 49 921727180 info@diveteam-bt.de

186 Sport Franz

SCUBA DIVE EXPRESS Dive Center Pfortenstr. 13 Tel. + 49 3601448982 diveexpress@aol.com

PADI Dive Center & Resort Finder F Ü R Ö S T E R R E I C H

193 Aqua Pur

5* Instructor Development Center Sperberstr. 32-34 90768 Fürth Tel. + 49 911 9728989 kai.franz@sportfranz.de

5* Instructor Development Center Laubanger 17 Industriegebiet 96052 Bamberg Tel. + 49 951 1337337 kandorfer@aquapur.de

1

187 DIVING WORLD KIRSCH 194 Devil Divers

5* Dive Center Willi-Grasser-Str. 21 91056 Erlangen Tel. + 49 9131 67173 info@divingworld-kirsch.de

5* Dive Center Rosenauer Str. 100 96450 Coburg Tel. + 49 9561613927 info@devil-divers.de

2

188 Action Sport WT GmbH 5* Instructor Development Center Auf der Windschnur 6 92237 Sulzbach Rosenberg Tel. + 49 9661877650 zentrale@action-sport.de

189 Tauchcenter Atlantis

195 Sundivers Dive Center Callenberger Str. 15 96450 Coburg Tel. + 49 9561 358079 norbert.schneeberger@arcor.de

3

196 Aquakadabra

5* Dive Center Im Gewerbepark D27 93059 Regensburg Tel. + 49 941 449099 info@tauchcenter-atlantis.de

5* Dive Center Am Dürren Berg 7 97270 Kist Tel. + 49 9306 8543 info@aquakadabra.de

4

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PADI Dive Center & Resort Finder F Ü R Ö S T E R R E I C H

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17

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11 Tauchzentrum Wien

dive-lionfish Werner & Gabriele Broser OEG Dive Center Schuettelstr. 71 1020 Wien Tel. + 43 1 958 2181 office@dive-lionfish.com

12 Seastar Tauchsport GmbH

UMEX 5* Instructor Development Center Erdbergstr. 46 1030 Wien Tel. +43 19132083 office@umex.at

13 Tauchsport Lorenc

Action Diving Austria 5* Instructor Development Center Favoritenstr.48 1040 Wien Tel. +43 15052691 office@adriasport.com

14 Pro Diving Austria

Tauchprofi 5* Dive Center Quellenstr. 128 1100 Wien Tel. +43 16027200 tauchprofi@aon.at

15 Wayang Diving GmbH

Underwater College 5* Dive Center Landgutgasse 39 1100 Wien Tel. +43 16036197 uwc@vienna.at

16 Action Sport SCUBADIVING

Dive with us 5* Dive Center Gablenzgasse 17 1150 Wien Tel. +43 69928543483 office@dive.at

17 Scubanautic Tauchsport

22 8

26

Tauchstudio Vienna 5* Dive Center Lassallestr. 24 1020 Wien Tel.+ 43 1 7201398 dive@tauchstudio.com

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29 16

32

9 30 31

Atlantis-Tauchshop/-schule Dive Center Gablenzgasse 40 1160 Wien Tel. +43 69911772464 strandpirat@netway.at FUNDIVER Rudolf Prinz & Partner KEG 5* Dive Center Grinzinger Str. 149 1190 Wien Tel. +43 13709120 info@fundiver.at

5* Instructor Development Center Anton-Boeck-Gasse 20 1210 Wien Tel. +43 12921480 info@tauchzentrum.at

5* Instructor Development Center Rudolf Hausnergasse 13 1220 Wien Tel. +43 17344282 office@seastar.at

5* Instructor Development Center Triesterstr. 167 1230 Wien Tel. +43 262452700 office@lorenc.at

Dive Center Pestalozzigasse 1a 2000 Stockerau Tel. +43 226668939 prodiving@compuserve.com

5* Instructor Development Center Leobersdorfer Str. 12 2552 Hirtenberg Tel. +43 225681383 wayang@wayang.at

5* Instructor Development Center Fischauergasse 209 2700 Wiener Neustadt Tel. +43 262272040 office@scubadiving.at

Heindl & Hackl OEG 5* Dive Center Wienerstr. 166 3108 St. Poelten Tel. +43 274272464 office@scubanautic.at

21 DIVERS WORLD Dive Center Bahnhofstr. 54 4600 Wels Tel. +43 664 412 4501 office@divers-world.at

22 Atlantis Qualidive Dive Center Viecht 10a 4693 Desselbrunn Tel. +43 6764190106 tauchschule@atlantis-eberschwang.at

23 Tauchschule Sauwald Aqua Team 5* Dive Center Strass 27 4724 Neukirchen Tel. +43 6643303789 info@sauwald-taucher.at

24 Pedro Diving Dive Center Fischerweg 3 4813 Altmuenster Tel. +43 6643408913 info@pedro-diving.at

31 Tauchen in Tirol 5* Dive Center Eduard-Bodem-Gasse 3 6020 Innsbruck Tel. +43 512393484 office@tauchen-in-tirol.at

32 Divers‘ Connection 5* Dive Center Anton-Karg-Str. 28 6330 Kufstein Tel. +43 537263930 tauchott@kufnet.at

33 Tauchturm TS-Blue Dolphin Dive Center Premstaetterstr. 1 8054 Seiersberg Tel. +43 316241515 office@tauchturm.at

34 Falle GMBH 5* Dive Center Maria-Gailer-Str. 59 9500 Villach Tel. +43 6763064559 tauchschule.patterer@tauchen.or.at

25 Nautilus Tauchschule und Service GmbH Resort Forsthausstr. 4a 4852 Weyregg Tel. +43 76642299 divecenter@nautilus.at

26 Austrian Divers Christine Acker GmbH 5* Dive Center Seeleithenstr. 4e 4866 Unterach am Attersee Tel. +43 76658524 info@austrian-divers.at

27 1.SBG. Tauch Center 5* Dive Center Innsbrucker Bundesstr. 53 5020 Salzburg Tel. +43 662827645 sbg@tauchcenter.at

18 Harry‘s Tauchshop 5* Instructor Development Center Florianigasse 1 3133 Traismauer Tel. +43 27837747 office@tauchschule.co.at

28 Tauchsport Hausler Dive Center Riedersbach 187 5120 St.Pantaleon-Riedersbach Tel. +43 627720233 info@tauchsport-hausler.at

19 SCUBABOARD Rathmayr & Kroh GmbH 5* Dive Center Stockhofstr. 9 4020 Linz Tel. +43 732665689 office@scubaboard.at

29 Tauchstation Wolfgangsee Resort Markt 113 5360 St. Wolfgang Tel. +43 6506556566 office@tauchstation.at

10 Dive-Company 33

34

silent world | 2008

5* Dive Center Jaegerstr. 23 1200 Wien Tel. +43 13309335 office@divecompany.com

20 Tauchzentrum non dubitare 5* Dive Center Badeseestr. 3 4101 Feldkirchen a.d.D Tel. +43 6645006630 info@non-dubitare.com

30 Sport Spezial 5* Dive Center Blasius-Hueberstr. 15 6020 Innsbruck Tel. +43 512286707 info@tauchmit.at

silent world | 2008


192

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padi finder 1

Inter Diving Dive Center Ch. de Bourg-Dessus 3 Case Postale 306 1020 Renens Tel. +41 21 6356710 info@interdiving.ch

15 About Diving AG 5* Instructor Development Center Zihlstr. 80 2560 Nidau Tel. +41 32 3253666 info@about-diving.ch

16 Tauchsport Kaeser AG 2

PADI Dive Center & Resort Finder F Ü R D I E S C H W E I Z

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Maui-Diving 5* Instructor Development Center Rte de Forel 34 1091 Grandvaux Tel. +41 21 7813781 info@maui-diving.ch Scub‘H2O 5* Instructor Development Center Av. de Riond-Bosson 12 Case postale 2060 1110 Morges Tel. + 41 21 8026848 m.chauvy@vtx.ch ADN Diving 5* Instructor Development Center Rue de Lyon 42 1203 Geneve Tel. +41 22 3404058 info@adn-diving.ch

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Deep Turtle Sarl 5* Instructor Development Center Case postale 51 Avenue de la Gare 22 1028 Preverenges Tel. + 41 79 291 49 90 info@deep-turtle.com

32

Tinky s Dive Resort 42 rte de chene 1207 Geneve Tel. +41 22 752 41 43 info@tinkydive.com Scuba-Dream 5* Instructor Development Center 146 Rte de Thonon 1222 Geneve Tel. +41 22 7525626 info@scuba-dream.ch Mora Mora Dive Center 6 rue MonDive Centeralcon 1227 Geneve Tel. +41 228231135 moramora@bluewin.ch Scubalibre 5* Instructor Development Dive Resort 32-34 Rue des Noirettes 1227 Carouge Tel. + 41 79 4334440 scubalibre@scubalibre.ch

10 SM Divers Resort c/o STAB VOYAGES 6 Rue Du Pontneuf 1227 Carouge Tel. +41 22 8202600 stab@bluewin.ch

37 35

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33 34

11 Subtech Sarl Dive Center Rte de la Chevriere 12ab 1763 Granges-Paccot Tel. +41 26 469 0715 info@subtech.ch

12 Scuba-Shop Villeneuve 5* Instructor Development Center Route d‘Arvel 106 1844 Villeneuve Tel. + 41 21 9601535 scuba-v@scubashop.ch

13 Oceane 5* Instructor Development Center Pierre-a-Mazel 4 2000 Neuchatel Tel. +41 32 7212787 info@oceane.ch

14 Sub Sport Bienne 5* Instructor Development Center Rue des Pres 83 2503 Bienne Tel. + 41 32 365 24 72 daniel@subsport.ch silent world | 2008

5* Dive Center Schulweg 10/ Lorraine 3013 Bern Tel. +41 31 3324575 info@tauchsport-kaeser.ch

17 Sinai Divers Europe Dive Center Austr. 50 3175 Flamatt Tel. + 41 317441510 travel@sinaidivers.com

18 Scubaqua Dive Center Frutigenstr. 78 3604 Thun Tel. + 41 33 3351800 tauchen@scubaqua.ch

19 Nemo Tauchsport Dive Center Stationsweg 6 3627 Heimberg Tel. +41 33 4370307 info@nemotauchsport.ch

20 Tauch-Treff Thunersee GmbH Dive Center Huebelistr. 1 3652 Hilterfingen Tel. +41 33 2433333 info@tt-thunersee.ch

29 Dive Society 5* Dive Center Bahnhofstr. 1 6037 Root/LU Tel. +41 41 4500444 tauchsport@divesociety.ch

30 Pro Dive School GmbH

23 Ship-Shop 5* Dive Center Neue Bahnhofstr. 126 4132 Muttenz Tel. + 41 61 4615186 shipshop@swissonline.ch

24 Scuba-Shop Aarau 5* Instructor Development Center Badergaessli 6 5000 Aarau Tel. +41 62 8221745 scuba-a@scubashop.ch

25 Marus Wassersport Center GmbH 5* Dive Center Aarestr. 17 5300 Vogelsang Tel. +41 56 2235300 info@marus.ch

26 DiveZone Dive Center Landstr. 92 5436 Wuerenlos Tel. + 41 56 424 13 73 info@divezone.ch

31 Tauchschule & Tauchshop

45 Tauchschule Waterworld

Dive Center Kantonsstr. 12 6207 Nottwil Tel. + 41 79 6044046 info@lerne-tauchen.ch

32 Crazy Shark Dive Center sagl 5* Instructor Development Center Vicolo al Porto 2 6596 Gordola Tel. +41 917309550 crazyshark@bluewin.ch

33 Deep Avenue Resort Via al Gvas, 10 6850 Mendrisio Tel. + 41 091 646 7495 isamomogym@virgilio.it

34 Ti S.U.B.-PADI Dive Center 5* Dive Center C/O B. Kaufmann Sport SA Via Praella 12 6850 Mendrisio Tel. + 41 91 6302005 info@tisub.com

5* Instructor Development Center Via Roncchetto 7 6900 Lugano Tel. + 41 91 9711040 info@bolleblu.ch

46 Tauchsport Jung Dive Center Frohwiesstr. 29 8330 Pfaeffikon Tel. + 41 79 602 82 94 ewigjung@swissonline.ch

47 Deep Blue Seven Dive Center Froeschlezzen 30 8340 Hinwil Tel. +41 43 843 07 27 info@deepblueseven.com

48 Divecenter Nautilus 5* Dive Center Winterthurerstr. 5 8360 Eschlikon Tel. +41 71 9711881 info@tauchschule-nautilus.ch

5* Dive Center Schaffhauserstr. 115 a 8400 Winterthur Tel. + 41 52 2131930 cernia_sub@bluewin.ch

50 Scuba Viva 36 Pianosub SA 5* Dive Center Via Concordia 14 6900 Lugano-Cassarate Tel. + 41 76 5896968 info@pianosub.com

37 Planet Sea Diving School Resort Via d‘Argine 1 6930 Bedano - Lugano Tel. + 41 79 4527372 info@planetsea.ch

5* Dive Center Wartstr. 295 8408 Winterthur Tel. + 41 52 222 2228 info@scubaviva.ch

51 Divecorner 5* Instructor Development Center Thundorferstr. 15a 8500 Frauenfeld Tel. +41 52 7213969 sandro@divecorner.ch

52 Tauchsport Uster 38 Scubalino Tauchen Reisen GmbH 5* Dive Center Kasernenstr. 95 Postfach 260 7007 Chur Tel. + 41 81 2531112 info@scubalino.ch

39 Tauchschule TS Turicum Dive Center Stampfenbachstr. 59 8006 Zürich Tel. + 41 1 3628010 info@tauchsport-turicum.ch

5* Dive Center Brunnenstr. 37 8610 Uster Tel. +41 1 9402677 info@tauchsportuster.ch

57 Dive Academy GmbH 5* Instructor Development Center Löwengasse 20 8810 Horgen Tel. +41 1 7260600 info@diveacademy.ch

58 Baer Sport 5* Dive Center Seestr. 94 8820 Waedenswil Tel. +41 1 7839595 info@baersport.ch

59 Local Diving GmbH 5* Instructor Development Center Bruggetenstr. 6 8833 Samstagern Tel. +41 1 784 75 14 info@local-divingcenter.ch

60 Tauchschule Walensee 5* Dive Center Muehle 8885 Mols Tel. +41 81 7382151 tauchsport@bluewin.ch

61 Marubo Dive Center Fabrikstr. 4 8912 Obfelden Tel. + 41 44 7601308 wassersport@marubo.ch

62 Scuba-Shop Kappel a.A. 5* Instructor Development Center ‚zur Muehle‘ 8926 Kappel a. Albis Tel. +41 44 7642260 info@scubashop-kappel.ch

63 Stingray Dive Center Signer GmbH 5* Instructor Development Center Hueblerweg 2 8952 Schlieren Tel. + 41 44 731 0993 info@stingraydive.ch

64 Sunshine Divers 5* Instructor Development Center St. Jakobstr. 10 9000 St. Gallen Tel. +41 71 2453151 info@sunshine-divers.ch

65 Eat Sleep and Dive 5* Dive Resort Friedbergstr. 34 9200 Gossau Tel. + 41 71 3854610 info@tauchweb.ch

66 Sun Divers 5* Dive Center Wilerstr. 28 9500 Wil Tel. + 41 71 9121770 info@sundivers.ch

53 Scuba Jona Dive Center Holzwiesstr. 45 P.O. Box 2302 8645 Jona Tel. +41 55 212 8712 info@scubajona.ch

54 Zuri-Sub 40 Tauchbasis Inauen Dive Center Jungstr. 8 8050 Zürich Tel. + 41 1 3010011 inauen@tauchbasis.ch

5* Instructor Development Center Seestr. 57 8700 Küsnacht Tel. + 41 44 821 9151 hstreit@bluewin.ch

55 Diversplanet AG 41 Blue Divers 5* Dive Center Grosswiesenstr. 155/149 8051 Zürich Tel. + 41 43 300 22 26 main@bluedivers.ch

28 dive4you Dive Center Wilstr. 1 5610 Wohlen Tel. +41 56 622 44 11 info@dive4you.ch

Dive Center Dorfstr. 8 8307 Effretikon Tel. +41 52 2026161 dive@waterworld.ch

49 Cernia Sub 35 Bolle Blu Sagl

27 Aqua-Sport Dive Center Gnadenthalstr. 7 5608 Stetten Tel. + 41 56 496 56 18 info@aqua-sport.ch

44 Vollmeier Sport 5* Dive Center Romanshornerstr. 52 8280 Kreuzlingen Tel. + 41 71 6886969 info@vollmeiersport.ch

22 Neptun Shop 5* Instructor Development Center St. Jakobsstr. 30 Postfach 620 4132 Muttenz Tel. + 41 61 4611342 info@neptun-shop.ch

Dive Center Zentralstr. 67 8212 Neuhausen am Rheinfall Tel. + 41 52 670 0770 markus.wetter@tauchdepot.ch

Dive Center Seestr. 29 6052 Hergiswil Tel. + 41 41 631 09 35 info@tauchenprodive.ch

21 Taucherhelm 5* Dive Center Kannenfeldplatz 4 4056 Basel Tel. +41 61-3826202 taucherhelm@magnet.ch

43 Tauch Depot.ch

42 Dugong Dive Center GmbH Dive Center Stauffacherstr. 30 8200 Schaffhausen Tel. + 41 52 6203970 info@dugong.ch

Dive Center General Wille Strasse 202 8706 Feldmeilen Tel. + 41 43 844 0800 alfredo@diversplanet.com

56 Tauchlaedeli AG 5* Dive Center Seestr. 70 8802 Kilchberg Tel. + 41 1 7154433 info@tauchlaedeli.ch

silent world | 2008


194 IMPRESSUM

HERAUSGEBER REDAKTIONSLEITUNG

PADI Europe AG (v.i.S.d.P) Sabine Wechselberger · lemontree media sabine@lemontree-media.de Phone +49(0)8034/706526

PROJEKT- UND ANZEIGENLEITUNG

Thorsten Frahm Sporting medienservice@frahm-sporting.de Phone +49(0)7771/9185911

ART DIRECTION

Jan Weisner · outline-graphix.de Phone +49(0)431/6473173

AUTOREN

Michael Goldschmidt, Lutz-Peter Kaubisch, Christine Maier, Frank Schneider, Philip Simha, Johanna Steinkühler, Andi Voeltz, Sabine Wechselberger.

Gerald Nowak www.cr-photo.de

Phil Simha www.sunfishproductions.com

LEKTORAT FOTOGRAFEN

Kirsa Stoltenburg Franco Banfi, Jürg Beeli, Gunther Deichmann, Francois Deriberolles, Goran Ehlme, Birgit Eichenseher, David Hettich, Reinhold Jagow, Ellen Klose, Brian Knutsen, Pascal Kobeh, Christian Kosak, Eckhard Krumpholz, Reto Moser, Gerald Nowak, Peter Peer, Wolfgang Pölzer, Philip Simha, Mike Veitch, Andi Voeltz.

DRUCK

impress media GmbH, Mönchengladbach

David Hettich www.abenteuer-ozean.de

k&kreport Lutz-Peter Kaubisch und Christian Kosak

ERSCHEINUNGSWEISE

jährlich

AUFLAGE

100.000 Exemplare

VERLAG

Terra Oceanis Verlag Braunstraße 32 · 24145 Kiel info@terraoceanisverlag.de Phone +49(0)431/996 99 77 Fax +49(0)431/996 99 86 Geschäftsführer: Alexander Lehmann

ABONNEMENTS

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Für jährlich 8,- Euro bestellbar unter: info@terraoceanisverlag.de

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Jürg Beeli www.sunfishproductions.com

Eckhard Krumpholz www.photos-subjectiv.de

Printprodukten, sowie Tonträger und Merchandising, Bildtonträger, Film, Hörfunk, Fernsehen, Software, Off- und Online-Dienste, Internet, CD-Rom, CD-I, DVD und MD (MiniDisc) und andere Datenträger sowie für sonstige audiovisuelle, elektronische und digitale Medien und Netzwerke, Domains, Veranstaltungen und Dienstleistungen aller Art. Die PADI Logos und Warenzeichen sind Eigentum von PADI Americas, Inc. Ihre Verwendung in diesem Magazin erfolgt unter Lizenz der PADI Worldwide Corporation. Im Terra Oceanis Verlag erscheinen folgende Titel:

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Silent World Ausgabe 01 2008  

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