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NIGHT

Dienstag, 25. Mai 2010 Rege Diskussionen vor der Bestellung Viele Gäste sind mit der koreanischen Küche nicht vertraut.

→ WEIN DER

WOCHE

Kennt sich aus Weinakademiker Hans Georg Babits www.babitswein.ch

Südspanische Entdeckung

Koreahof

Sempacherstr. 34 4053 Basel Tel. 061 361 28 27 Vorspeisen: Broccolisalat mit Sojasprossen und gebratenenen Crevetten 12.50 Fr.; Mandutigim, frittierte Ravioli mit hausgemachter Füllung aus Gemüse und Rindfleisch 9 Fr. Hauptgang: Sogogibulgogi, Tischgrill mit Rindfleisch 37 Fr.; Oribulgogi, Tischgrill mit Entenbrust 37 Fr. Dessert: Sujungkwa (Saft aus Zimt, Ingwer und einer getrockneten Feige) 5 Fr.; OrangenSorbet 8 Fr. Getränke: Oolongtee 7.50 Fr.; Hausgemachter Eistee 5.50 Fr.

Fotos: Nicole Pont / Ex-Press

Wir haben bezahlt 121.50 Fr. Essen:

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Ambiente: Service: Gäste:

GASTRO → Das asiatische Essen im Koreahof

ist eine zungenbrecherische Gaumenfreude. tanya.koenig @ringier.ch

U

nd wie wärs mit Koreanisch?» Koreanisch? Kenne ich nicht, doch ich nicke begeistert. Denn ich habe Lust auf asiatisch, möchte aber kein Sushi und auch kein Sweet and Sour. Gleich hinter dem Basler Bahnhof steht das Restaurant Koreahof. Mein Kollege und ich setzen uns an einen der liebevoll gedeckten Tische und studieren die Speisekarte. Schnell haben wir uns entschieden: Meine Begleitung bestellt sich Mandutigim zur Vorspeise. Schmeckt irgendwie wie Frühlingsrolle, sieht aber ganz anders aus. Auf dem Teller liegen keine Rollen, sondern frittierte Ravioli, gefüllt mit Gemüse und Rindfleisch. Ich bestelle mir einen Broccolisalat mit Sojasprossen und gebratenen Crevetten an pikanter Sauce. Die Teller im Koreahof sind schön angerichtet, das Auge isst zwingend mit.

Und die Speisen schmecken Weil das Essen so gesund durchwegs gut. Von mir aus ist, verzichten wir auf Alkohätten wir problemlos bei hol und bestellen uns stattden Vorspeisen bleiben dessen Oolongtee und können. hausgemachten Eistee. Doch mein Kollege beNachdem wir auch das harrt darauf, dass wir die letzte Stück Fleisch grilliert Spezialität des Hauses pro- haben, sind wir froh, dass bieren. Er bestellt sich So- die Dessertauswahl eher gogibulgogi und ich mir spärlich ist. Neben Glace, Oribulgogi, und die freund- wahlweise auch mit gefüllliche Kellnerin lacht, weil ten Früchten, gibt es ledigwir die Menüs fast nicht lich einen hausgemachten aussprechen können. Was Saft mit dem exotisch klinkompliziert genden Natönt, ist aber Tischgrill, men Sujungsimpel erkwa – den klärt: Sogo- wahlweise mit nehme ich. Er gibulgogi ist Rind oder Ente. ist aus Zimt, delikat maIngwer und riniertes Rindfleisch, das einer getrockneten Feige auf einem Tischgrill ge- und erinnert eher an einen braten wird. Als Beilage alkoholfreien Digestif als an bringt uns die Kellnerin Ge- einen Nachtisch. Wie der müse, wie Spinat, Gurken, Hauptgang ist nämlich auch Sojasprossen und Lauch, in dieser leicht und gesund. kleinen Schalen und stellt Ich trinke den Sujunges um den Tischgrill. Dazu kwa und fühle mich dakriegt jeder von uns eine nach nicht übergessen, Schale Reis. Oribulgogi ist sondern wohl. Ganz asiadasselbe wie Sogogibulgo- tisch eben. Und genau dagi, einfach mit Entenbrust rauf hatte ich heute Appeanstatt mit Rindfleisch. tit. 

Casa Castillo Crianza Jumilla DO, 2005, 21 Franken, erhältlich bei www.jeggli.ch

Spanien Portugal

Oribulgogi gefällig?

TROCKEN → Im Hinterland der spanischen Hafenstadt Alicante liegt die Hochebene von Jumilla: Auf kargen, steinigen Böden und in trockenem Klima wächst dort die mediterrane Traube Monastrell. Sie reift spät und braucht viel Sonne, was sie für den Anbau in der südspanischen Hitze wie geschaffen macht. Aus bis zu hundertjährigen Reben gewinnt die Casa Castillo einen kirschroten Wein mit reifer Frucht und würzigen Aromen. 14 Monate in Barriques verleihen ihm eingebundene Holznoten. Perfekt zu kräftigem Steak an Pfeffersauce oder Hartkäse.

Jumilla

Weinbaugebiet Jumilla im Hinterland von Alicante.

→ GUT ZU

WISSEN

Schwefel im Wein? Sulfite sind der wichtigste Zusatzstoff in der Weinbereitung. Seit der Antike werden sie zum Desinfizieren und als Oxidationsschutz verwendet, denn ungeschwefelte Weine altern schnell und weisen bald Fehlgerüche auf. Höchstwert 150 mg/l. Gedörrte Aprikosen enthalten das Zwölffache.


Gastro-Tipp: Koreahof Basel