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mission.heilsarmee.ch
04.09.2013 11:57:22 Dieses Produkt wurde klimaneutral auf FSC-Mix Papier gedruckt.
Dieser Newsletter erscheint dreimal jährlich. Postkonto: 30-6709-1 (mit entsprechendem Verwendungszweck) Herausgeber Redaktion Fotos Layout / Konzept Druck
Stiftung Heilsarmee Schweiz, Mission & Entwicklung Laupenstrasse 5, 3001 Bern, Schweiz Telefon 031 388 05 91, mission@heilsarmee.ch Jacques Miaglia, Thomas Martin Archiv Mission & Entwicklung Thomas Martin / Martin Stucki Grafik, Heimenschwand, msgrafik.ch Jordi AG, Belp
Impressum
Zeitgemässe Entwicklungshilfe in Pakistan
Mission & Entwicklung ist zusammen mit dem RahabTeam mit einem Stand vor Ort.
Jacques Miaglia, Leiter Mission & Entwicklung
mit Bundesrätin Simmonetta Sommaruga
Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur.
StopArmut-Konferenz
Vormerken: Unterschreiben auch Sie unter:
stoparmut.ch/exposed
Mit Gebet, Sensibilisierung und einer globalen Unterschriftensammlung stehen Millionen Menschen für mehr Licht in einer korrupten Welt ein. Christen rund um die Welt erheben im Jahr 2013 ihre Stimme gemeinsam gegen Korruption. Licht in eine korrupte Welt
Exposed
-
Glaube in Aktion
Exposed: Jetzt Petition unterzeichnen.
Mission & Entwicklung sagt „Danke“.
Kinderflohmarkt Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
Zahlreiche Menschen in der Schweiz unterstützen die Arbeit von Mission & Entwicklung, sei es finanziell, durchs Gebet oder persönliches Engagement. Lernen Sie in dieser und der nächsten Ausgabe unseres Newsletters einige dieser Personen und deren Motivation kennen. Uns freuen solche Initiativen sehr, zeugen sie doch von gelebter Solidarität. An dieser Stelle danken wir allen, die sich immer wieder mit viel Einsatz für unsere Arbeit und die Menschen im Süden engagieren. Thomas Martin
Patenschaften und Öffentlichkeitsarbeit deutsche Schweiz
SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
Editorial
Newsletter Mission & Entwicklung Nr. 15 – Sept. 2013
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
Freiwillige Helfer, die einen Container für Simbabwe beladen haben.
Benefizkonzerte
Möchten auch Sie eine Benefizveranstaltung zu Gunsten eines unserer Projekte durchführen? Benötigen Sie Informationsmaterial aus einem unserer Projekte?
Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
Team Mission & Entwicklung mission@heilsarmee.ch 031 388 06 04
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Zeitgemässe Entwicklungshilfe in Pakistan
Mission & Entwicklung ist zusammen mit dem RahabTeam mit einem Stand vor Ort.
Jacques Miaglia, Leiter Mission & Entwicklung
mit Bundesrätin Simmonetta Sommaruga
Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur.
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Kinderflohmarkt Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
Zahlreiche Menschen in der Schweiz unterstützen die Arbeit von Mission & Entwicklung, sei es finanziell, durchs Gebet oder persönliches Engagement. Lernen Sie in dieser und der nächsten Ausgabe unseres Newsletters einige dieser Personen und deren Motivation kennen. Uns freuen solche Initiativen sehr, zeugen sie doch von gelebter Solidarität. An dieser Stelle danken wir allen, die sich immer wieder mit viel Einsatz für unsere Arbeit und die Menschen im Süden engagieren. Thomas Martin
Patenschaften und Öffentlichkeitsarbeit deutsche Schweiz
SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
Editorial
Newsletter Mission & Entwicklung Nr. 15 – Sept. 2013
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
Freiwillige Helfer, die einen Container für Simbabwe beladen haben.
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Möchten auch Sie eine Benefizveranstaltung zu Gunsten eines unserer Projekte durchführen? Benötigen Sie Informationsmaterial aus einem unserer Projekte?
Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen.
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Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
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Jacques Miaglia, Leiter Mission & Entwicklung
mit Bundesrätin Simmonetta Sommaruga
Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur. Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
Editorial
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Kinderflohmarkt
Zahlreiche Menschen in der Schweiz unterstützen die Arbeit von Mission & Entwicklung, sei es finanziell, durchs Gebet oder persönliches Engagement. Lernen Sie in dieser und der nächsten Ausgabe unseres Newsletters einige dieser Personen und deren Motivation kennen.
Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
Uns freuen solche Initiativen sehr, zeugen sie doch von gelebter Solidarität. An dieser Stelle danken wir allen, die sich immer wieder mit viel Einsatz für unsere Arbeit und die Menschen im Süden engagieren. Thomas Martin
Patenschaften und Öffentlichkeitsarbeit deutsche Schweiz
SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
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Benefizkonzerte Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen. Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
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Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur. Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
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Kinderflohmarkt
Zahlreiche Menschen in der Schweiz unterstützen die Arbeit von Mission & Entwicklung, sei es finanziell, durchs Gebet oder persönliches Engagement. Lernen Sie in dieser und der nächsten Ausgabe unseres Newsletters einige dieser Personen und deren Motivation kennen.
Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
Uns freuen solche Initiativen sehr, zeugen sie doch von gelebter Solidarität. An dieser Stelle danken wir allen, die sich immer wieder mit viel Einsatz für unsere Arbeit und die Menschen im Süden engagieren. Thomas Martin
Patenschaften und Öffentlichkeitsarbeit deutsche Schweiz
SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
Freiwillige Helfer, die einen Container für Simbabwe beladen haben.
Benefizkonzerte Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen. Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
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Jacques Miaglia, Leiter Mission & Entwicklung
mit Bundesrätin Simmonetta Sommaruga
Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur. Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
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Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
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SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
Freiwillige Helfer, die einen Container für Simbabwe beladen haben.
Benefizkonzerte Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen. Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
Die Mitglieder der Dorfentwicklungsräte erhalten regelmässige Schulungen durch die Heilsarmee.
Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
Nähgruppen ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Positive Veränderungen in Tanda Das Dorf Tanda in der Nähe von Faisalabad ist einer der Orte, wo die Heilsarmee mit lokalen Bewohnern einen Dorfentwicklungsrat gegründet hat, um die Dorfgemeinschaft und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. In dieser Region ist das Einkommensniveau sehr tief. Viele der Dorfangehörigen leben in Schulden gegenüber Grossgrundbesitzern.
Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Markt verkaufen. Für den Dorfentwicklungsrat war dies eine positive Erfahrung und zeigte ihnen, was sie gemeinsam zum Wohl der Menschen der Dorfgemeinschaft bewirken können. Dank diesen Initiativen durch den Dorfentwicklungsrat und der Hilfe der Heilsarmee ist diese Dorfgemeinschaft auf dem Weg in eine bessere, selbstständigere Zukunft.
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
Die Mitglieder der Dorfentwicklungsräte erhalten regelmässige Schulungen durch die Heilsarmee.
Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
Nähgruppen ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Positive Veränderungen in Tanda Das Dorf Tanda in der Nähe von Faisalabad ist einer der Orte, wo die Heilsarmee mit lokalen Bewohnern einen Dorfentwicklungsrat gegründet hat, um die Dorfgemeinschaft und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. In dieser Region ist das Einkommensniveau sehr tief. Viele der Dorfangehörigen leben in Schulden gegenüber Grossgrundbesitzern.
Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Markt verkaufen. Für den Dorfentwicklungsrat war dies eine positive Erfahrung und zeigte ihnen, was sie gemeinsam zum Wohl der Menschen der Dorfgemeinschaft bewirken können. Dank diesen Initiativen durch den Dorfentwicklungsrat und der Hilfe der Heilsarmee ist diese Dorfgemeinschaft auf dem Weg in eine bessere, selbstständigere Zukunft.
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
Die Mitglieder der Dorfentwicklungsräte erhalten regelmässige Schulungen durch die Heilsarmee.
Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
Nähgruppen ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Positive Veränderungen in Tanda Das Dorf Tanda in der Nähe von Faisalabad ist einer der Orte, wo die Heilsarmee mit lokalen Bewohnern einen Dorfentwicklungsrat gegründet hat, um die Dorfgemeinschaft und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. In dieser Region ist das Einkommensniveau sehr tief. Viele der Dorfangehörigen leben in Schulden gegenüber Grossgrundbesitzern.
Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Markt verkaufen. Für den Dorfentwicklungsrat war dies eine positive Erfahrung und zeigte ihnen, was sie gemeinsam zum Wohl der Menschen der Dorfgemeinschaft bewirken können. Dank diesen Initiativen durch den Dorfentwicklungsrat und der Hilfe der Heilsarmee ist diese Dorfgemeinschaft auf dem Weg in eine bessere, selbstständigere Zukunft.
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
Die Mitglieder der Dorfentwicklungsräte erhalten regelmässige Schulungen durch die Heilsarmee.
Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
Nähgruppen ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Positive Veränderungen in Tanda Das Dorf Tanda in der Nähe von Faisalabad ist einer der Orte, wo die Heilsarmee mit lokalen Bewohnern einen Dorfentwicklungsrat gegründet hat, um die Dorfgemeinschaft und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. In dieser Region ist das Einkommensniveau sehr tief. Viele der Dorfangehörigen leben in Schulden gegenüber Grossgrundbesitzern.
Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
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Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
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Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Markt verkaufen. Für den Dorfentwicklungsrat war dies eine positive Erfahrung und zeigte ihnen, was sie gemeinsam zum Wohl der Menschen der Dorfgemeinschaft bewirken können. Dank diesen Initiativen durch den Dorfentwicklungsrat und der Hilfe der Heilsarmee ist diese Dorfgemeinschaft auf dem Weg in eine bessere, selbstständigere Zukunft.
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Pakistan – Zeitgemässe Entwicklungshilfe dank Dorfentwicklungsräten Mission & Entwicklung engagiert sich bereits seit etlichen Jahren in Pakistan, um die lokale Heilsarmee in ihrem Vorhaben zu begleiten, Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. Dabei spielen Dorfentwicklungsräte eine zentrale Rolle. In vielen Dörfern Pakistans leben die Menschen ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten. Viele arbeiten als Tagelöhner und werden von Grossgrundbesitzern ausgenommen. Um diese Dorfgemeinschaften und deren Bewohner nachhaltig zu stärken, arbeitet die Heilsarmee Pakistan mit sogenannten Dorfentwicklungsräten zusammen. Diese Dorfentwicklungsräte bestehen aus 5-7 Personen. Falls immer möglich sind auch wichtige, einflussreiche Personen aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Lehrer, Imam, etc.) dabei. Der Offizier des lokalen Heilsarmeekorps ist meistens ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Dorfentwicklungsräte sind eine Art Selbsthilfegruppe zum Wohl der Dorfgemeinschaft. Sie nehmen die Anliegen der Bewohner auf, analysieren das Potential ihrer Dorfgemeinschaften (z.B. Transport, Wasser, Alphabetisierung), erarbeiten mögliche Projekte und identifizieren die besonders hilfsbedürftigen Familien. Zudem sind sie verantwortlich, die nötigen Finanzen für den örtlichen Beitrag an die Projektkosten aufzutreiben. Wird ein Projekt umgesetzt, bestimmen sie, wer vor Ort welche Tätigkeiten durchführt. Die Dorfentwicklungsräte werden durch die regionalen Projektkoordinatoren der Heilsarmee begleitet und regelmässig besucht. Dorfgemeinschaften mobilisieren und stärken Ziel ist, dass jede Dorfgemeinschaft einen funktionierenden Dorfentwicklungsrat hat, der verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Diese Räte sind mit einer klaren Vision ausgerüstet und besitzen die nötigen Fähigkeiten, soziale, politische und wirtschaftliche Angelegenheiten, welche die Gemeinschaften beeinflussen, anzugehen. Durch ihre Netzwerke sollen sie auch fähig sein, Entscheidungsträger für das Wohl der Gemeinschaft zu beeinflussen. Im Konkreten geht es darum, die Dorfgemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken, um Herausforderungen wie Drogenabhängigkeit, Krankheit, Analphabetismus, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Gleichzeitig sind sie auch besser ausgerüstet, um potenziell zerstörerischen Naturereignissen vorzubeugen und besser damit umzugehen. Es ist somit weder die Heilsarmee Pakistan noch die Heilsarmee Schweiz, welche bestimmt, was in einem Dorf für Projekte umgesetzt werden, son-
Nutztierzuchten verhelfen zu einem regelmässigen Einkommen.
dern die Menschen der Dorfgemeinschaft selber. Die effektiv umgesetzten Projekte oder Massnahmen in den einzelnen Dörfern sind dadurch vielfältig und können je nach Potential und Bedarf angepasst werden. So organisieren die Dorfentwicklungsräte Näh- und Stickkurse, ausserschulische Unterrichtsstrukturen für Kinder oder Alphabetisierungskurse und Gesundheitskurse für Frauen. Mit Hilfe der Heilsarmee helfen sie Familien mit kleineren Startsummen für Rikschas, Kioskläden oder sonstigen Einkommens generierenden Initiativen. Auch Nutztiere wie Ziegen und Geflügel können Teilprojekte sein, um Menschen bei grosser Armut zu einem regelmässigen Minimaleinkommen zu verhelfen. Regelmässig werden die Bewohner auch in Diskussionsrunden und Kampagnen integriert, wo gesundheitliche Fragen über Krebs, HIV, Dengue, Malaria, Hepatitis oder der Umgang mit sauberem Trinkwasser beleuchtet sowie Umweltschutz oder Bevölkerungswachstum thematisiert werden. Starke lokale Verankerung Momentan werden alle Teilprojekte der verschiedenen Dorfentwicklungsräte durch die Heilsarmee Pakistan beurteilt und bewilligt. Die Heilsarmee übernimmt ein Teil der Projektkosten und hilft mit Aus- und Weiterbildungen sowie Vernetzung dieser Dorfentwicklungsräte. In den drei Gegenden Khyber Pakhtunkhwa, Sindh und Punjab werden durch die Heilsarmee etwa 60 Dorfgemeinschaften begleitet. Rund 3000 Familien
Die Männer einer Dorfgemeinschaft im Gespräch mit Projektverantwortlichen der Heilsarmee.
sind dadurch in irgendeiner Form mit Entwicklungsinitiativen der Heilsarmee verbunden. Mit diesem zeitgemässen Ansatz der Entwicklungshilfe hat die Heilsarmee vor Ort einen grossen Vorteil gegenüber anderen, zeitgebundenen Projekten, denn die Arbeit mit Dorfentwicklungsräten garantiert eine starke lokale Verankerung. Es ist nicht die Heilsarmee, die Entwicklungsarbeit leistet, sondern die Dorfentwicklungsräte selbst, mit Unterstützung der Heilsarmee. Gestärktes Selbstvertrauen In der stark unterteilten Klassengesellschaft Pakistans haben die Menschen „unteren Ranges“ meist das Gefühl, sie hätten nicht das recht, irgendetwas zu sagen. Durch die Erfahrungen in den Dorfentwicklungsräten, deren Selbstorganisation und die Begleitung durch die Heilsarmee, gewinnen die Menschen Fähigkeiten, Argumentationsweisen und das Selbstvertrauen, als Gruppe die Stimme zu erheben, um Dinge zu ändern. Sie sind sich bewusst, dass sie als Menschen Wert haben und als Bürger Pakistans eine Stimme haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass manche Dorfentwicklungsräte selbstständig die lokale Regierung, wichtige Persönlichkeiten oder Grossgrundbesitzer dazu bewegen konnten, Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Die Heilsarmee Schweiz unterstützt dieses Entwicklungsprogramm finanziell und begleitet den nationalen Projektoffizier der Heilsarmee Pakistan bei der Betreuung dieses Programmes.
In Mutter-Kind-Treffen werden Themen rund um die Gesundheit besprochen.
Die Mitglieder der Dorfentwicklungsräte erhalten regelmässige Schulungen durch die Heilsarmee.
Anael Jambers, Verantwortliche Asienprojekte, bespricht sich mit Bewohnern einer Dorfgemeinschaft.
Dorfzeichnungen bilden die Grundlage wichtiger Standortanalysen.
Nähgruppen ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten.
Positive Veränderungen in Tanda Das Dorf Tanda in der Nähe von Faisalabad ist einer der Orte, wo die Heilsarmee mit lokalen Bewohnern einen Dorfentwicklungsrat gegründet hat, um die Dorfgemeinschaft und deren Bewohner nachhaltig zu stärken. In dieser Region ist das Einkommensniveau sehr tief. Viele der Dorfangehörigen leben in Schulden gegenüber Grossgrundbesitzern.
Mit Hilfe der Heilsarmee ermöglichte der Dorfentwicklungsrat ausserdem einigen Frauen die Eröffnung eines eigenen kleinen Geschäftes für die Herstellung und den Verkauf von Schilfvorhängen. Die Frauen hatten bis dahin Vorhänge für einen lokalen Geschäftsmann hergestellt. Sie erhielten jedoch nur 20 Prozent des Gewinnes; 80 Prozent gingen an den Geschäftsmann.
Der Dorfentwicklungsrat konnte bereits mehrere Projekte umsetzen. So wurden einige Männer in Tierhaltung ausgebildet und erhielten Ziegen zur Einkommensverbesserung. Zudem wurde ein Lese- und Schreibunterricht für 26 junge Frauen ins Leben gerufen und mit 22 Müttern ein Mutter-Kind-Treffen rund ums Thema Gesundheit begonnen.
Um diese Selbstständigkeit und damit ein besseres Einkommen für die Frauen möglich zu machen, trafen sich die Mitglieder des Dorfentwicklungsrates mit dem Geschäftsmann und erreichten, dass er eine Vereinbarung zu Gunsten der Frauen und ihrer neuen Tätigkeit unterzeichnete. Nun können diese selber Schilfvorhänge herstellen und sie selbstständig auf dem lokalen
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Markt verkaufen. Für den Dorfentwicklungsrat war dies eine positive Erfahrung und zeigte ihnen, was sie gemeinsam zum Wohl der Menschen der Dorfgemeinschaft bewirken können. Dank diesen Initiativen durch den Dorfentwicklungsrat und der Hilfe der Heilsarmee ist diese Dorfgemeinschaft auf dem Weg in eine bessere, selbstständigere Zukunft.
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mission.heilsarmee.ch
04.09.2013 11:57:22 Dieses Produkt wurde klimaneutral auf FSC-Mix Papier gedruckt.
Dieser Newsletter erscheint dreimal jährlich. Postkonto: 30-6709-1 (mit entsprechendem Verwendungszweck) Herausgeber Redaktion Fotos Layout / Konzept Druck
Stiftung Heilsarmee Schweiz, Mission & Entwicklung Laupenstrasse 5, 3001 Bern, Schweiz Telefon 031 388 05 91, mission@heilsarmee.ch Jacques Miaglia, Thomas Martin Archiv Mission & Entwicklung Thomas Martin / Martin Stucki Grafik, Heimenschwand, msgrafik.ch Jordi AG, Belp
Impressum
Zeitgemässe Entwicklungshilfe in Pakistan
Mission & Entwicklung ist zusammen mit dem RahabTeam mit einem Stand vor Ort.
Jacques Miaglia, Leiter Mission & Entwicklung
mit Bundesrätin Simmonetta Sommaruga
Der Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung (Community development) ist ein idealer Weg, diesen Übergang zu ermöglichen. Er bietet Gewähr, dass wir nicht eine Gruppe gegenüber einer anderen Gruppe bevorzugen und dass die Aktivitäten lokal angepasst sind und auf die reellen Bedürfnisse antworten. So kann erreicht werden, dass die Dorfgemeinschaften das Standbein des Entwicklungsprogrammes bilden und nicht der Geldgeber oder die für die Umsetzung des Projektes verantwortliche Struktur.
StopArmut-Konferenz
Vormerken: Unterschreiben auch Sie unter:
stoparmut.ch/exposed
Mit Gebet, Sensibilisierung und einer globalen Unterschriftensammlung stehen Millionen Menschen für mehr Licht in einer korrupten Welt ein. Christen rund um die Welt erheben im Jahr 2013 ihre Stimme gemeinsam gegen Korruption. Licht in eine korrupte Welt
Exposed
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Glaube in Aktion
Exposed: Jetzt Petition unterzeichnen.
Mission & Entwicklung sagt „Danke“.
Kinderflohmarkt Stephan Knecht ist Leiter des Heilsarmee Korps Amriswil. Jedes Jahr organisiert das Korps einen Kinderflohmarkt, wo Kinder ihre alten Spielsachen zum Verkauf anbieten können. Während des Flohmarkts können an einem Stand Kuchen, Glace und Getränke gekauft werden. Der Erlös dieses Standes ist jedes Jahr für ein Kinderprojekt von Mission & Entwicklung der Heilsarmee bestimmt.“
Zahlreiche Menschen in der Schweiz unterstützen die Arbeit von Mission & Entwicklung, sei es finanziell, durchs Gebet oder persönliches Engagement. Lernen Sie in dieser und der nächsten Ausgabe unseres Newsletters einige dieser Personen und deren Motivation kennen. Uns freuen solche Initiativen sehr, zeugen sie doch von gelebter Solidarität. An dieser Stelle danken wir allen, die sich immer wieder mit viel Einsatz für unsere Arbeit und die Menschen im Süden engagieren. Thomas Martin
Patenschaften und Öffentlichkeitsarbeit deutsche Schweiz
SwiZimAid Daniel Bates arbeitet als Database Engineer bei einer Schweizer Privatbank in Zürich. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. In seiner Freizeit ist er in der Heilsarmee aktiv und leitet die Brassband Zürich Zentral. Im Jahr 2007 hat er in Zusammenarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Bern, SwiZimAid ins Leben gerufen, ein Hilfsprojekt für Zimbabwe.
„Ich organisierte diese Benefizkonzerte, weil auch Jesus Christus sich für seine Nächsten und für Bedürftige eingesetzt hat. Zudem macht es mir unglaublich viel Freude zu musizieren. Es ist umso schöner, mit der eigenen Leidenschaft, anderen dienen zu können. Durch diese Benefizkonzerte habe ich auch sehr wertvolle Konzerterfahrungen sammeln können.“
Eine nachhaltige Wirkung ist jedoch nur möglich, wenn es uns im Norden gelingt, die Praktiken und das Wissen der lokalen Bevölkerung, die wir unterstützen wollen, noch besser einzubeziehen und zu berücksichtigen. Nur so können „unsere“ Zielgruppen weg vom Status der Begünstigten hin zu Akteuren ihrer eigenen Entwicklung werden. Heutzutage versuchen alle Akteure der Entwicklungszusammenarbeit diese nachhaltigen Auswirkungen ihrer Projekte auf die Gemeinschaften, mit denen sie zusammen arbeiten, aufzuzeigen. Die Qualität der Partnerschaft spielt eine entscheidende Rolle in der Wirksamkeit der umgesetzten Entwicklungsprogramme. Sie ist auch eine unverzichtbare Voraussetzung, um über rein karitative Projekte hinauszugehen, die zwar während der Projektdauer Gutes bewirken, jedoch keine nachhaltigen Auswirkungen haben.
Editorial
Newsletter Mission & Entwicklung Nr. 15 – Sept. 2013
„Von 1982-1986 lebte ich mit meinen Eltern in Zimbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas. Mit grosser Betroffenheit habe ich seither die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitverfolgt. Gemäss dem Motto der Heilsarmee ‚Glauben und Handeln’ sende ich zusammen mit einem grossen, motivierten Team seit sechs Jahren Container mit Kleidern, Schuhen, Spitalmaterial, Computern und Blasinstrumenten nach Afrika.
„Wir sammeln für Kinder in Südländern, weil gerade an solchen Flohmärkten sichtbar wird, wie gut es uns in der Schweiz geht. Die Menschen im Süden sollen an unserem Wohlstand ebenfalls teilhaben können. Ich persönlich engagiere mich für Menschen im Süden, weil sie meine Mitmenschen sind und es mir nicht egal sein kann, wie es ihnen geht.“
Während diverser Reisen konnten wir einerseits miterleben, wie die gesendeten Güter eingesetzt wurden und gleichzeitig im Austausch mit dem lokalen Projektleiter in Erfahrung bringen, wo mit wenigen finanziellen Mitteln praktische Unterstützung geleistet werden kann, z.B. mit Wasserpumpen.“
Freiwillige Helfer, die einen Container für Simbabwe beladen haben.
Benefizkonzerte
Möchten auch Sie eine Benefizveranstaltung zu Gunsten eines unserer Projekte durchführen? Benötigen Sie Informationsmaterial aus einem unserer Projekte?
Samuel Justitz ist Mitglied der Heilsarmee in Bern und beruflich als Musiker tätig. Der junge Cellist schloss vor kurzem seinen Bachelor in Bern ab und wird die nächsten zwei Jahre sein Musikstudium in London fortsetzen.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Um die Missions-und Entwicklungsarbeit der Heilsarmee zu unterstützen, organisierte er regelmässig Benefizkonzerte im Saal der Heilsarmee Bern, an denen er selber musizierte. Dabei lud er andere Musiker ein und gestaltete mit Duo -, Quartett – bis hin zu Kammerorchesterformationen klassische Konzerte.
Team Mission & Entwicklung mission@heilsarmee.ch 031 388 06 04