Interessenverband Schweiz. Kleinkraftwerk-Besitzer (15KB)
Adressen Vorstand ISKB Präsident
Buntschu Dominik, Mechaniker 3178 Bösingen
031/94 78 41
Vice Präsident
Anderes Oskar, Kaufmann Grotzemühle 8840 Einsiedeln
055/53 27 63
Sekretär
Vakant
Kassier
Schär Walter, Sägerei 6146 Grossdietwil
Elektro
Kobel Hans, Elektroapparatebau 4316 Affoltern i.E. 034/75 14 13
Mech. & Bau
Rubin Rudolf, Mech. Werkstätte
Section romande
Gehring Mathias
3714 Frutigen
Ch. Ste. Apoline 18
1752 Villars-sur-Glane
063/59 11 85
033/71 37 89
037/24 92 32
Offizielles Organ des ISKB. Auflage dieser Nummer 1000
Stück, erscheint 2 mal pro Jahr. Inseratenpreise: Letzte Umschlagseite 1 Seite
1/2 Seite 1/4 Seite
Fr. 300.-Fr. 250.-Fr. 135. -Fr.
Mitglieder erhalten 25% Rabatt. Redaktion
75.--
Der Vorstand
Redaktionsschluss 15. Februar und 15. August
0 R I E N T I E R U N G
6. Generalversammlung des ISKB 1988 Wann: am Freitag, den 13. Mai 1988 Wo:
Programm:
ab
Rest. Wasserfall in Engelberg
9.00 Uhr 9.45 Uhr
ca. 10.30 Uhr
ca. 11. 15 Uhr
ca. 11.20 Uhr
12.30 Uhr 13.30 Uhr 15.00 Uhr
ca. 16.00 Uhr
Kontaktpflege der Mitglieder bei
Kaffee und Gipfeli
Vortrag von Herrn SR Dr� Piller über "Energie der Zukunft"
Vortrag von Herrn Ing. Rudolf
Arnold über "Aktivierung stillge legter Kraftwerke" (mit Dias)
kurze Pause
Diskussion. Die beid� Referenten
geben Antwort. Mittagessen
Besichtigung Kraftwerk Tagenstal
gleich neben Rest. Wasserfall
Generalversammlung
Kleiner Imbiss vom ISKB offeriert.
NB. Vom Bahnhof aus (Zug Ankunft 9.20 Uhr) besteht ein Gra tis-Autoabholdienst zum Rest. Wasserfall.
TRAKTANDENL ISTE: 1. 2.
3.
4.
5.
Begrüssung durch den Präsidenten Wahl der Stimmenzähler
Protokoll der GV vom 22. Mai 87 in Neuhaus (wurde verschickt) Jahresbericht des Präsidenten
6.
Kassa und Revisorenbericht Behandlung von Anträgen
8.
Budget 88
7. 9.
10. 11. 12.
Jahresprogramm 19 88
Jahresbeiträge
Verbandsorgan Das Kleinkraftwerk Ersatzwahl Sekretär
Verschiedenes
In Anbetracht der Wichtigkeit der beiden Vorträge, welche
mit Dias aufgelockert werden, hoffen wir auf zahlreichen
Besuch dieser GV und Tagung. Bitte nehmen Sie Bekannte
und Interessenten und vor allem Konzessionsbesitzer von Wasserrechten mit.
FRAUENPROGRAMM: Ausflug auf den Titlis. Der ISKB hat mit der Titlisbahn einen Spezialpreis ausge
handelt, Fr. 29.-- Hin- und Rückfahrt. Auf dem Titlis be steht Gelegenheit zum Mittagessen.
Sollte der Wettergott einen Streich spielen, gibt es eine ausführliche interessante Klosterbesichtigung.
2
Kraftwerk Tagenstal, Engelberg Auf der Klosteralp Tagenstal sprudelt aus einem Quellgebiet
von 20-30 m reichlich Wasser. Zu diesem gesellt sich während
der Schneeschmelze des Vorsommers noch das Wasser des
Tätschbaches, welches aber mitte Sommer wieder versiegt. Das
Bachbett hinter den Quellen liegt während 2/3 des Jahres
trocken.
Im Herbst 1939, bei Kriegsbeginn, entschloss sich das Klo
ster, diese Quellen zu nutzen.
Seit Herbst 19 41 wird das Wasser in einem den Quellen anlie
genden Becken von 1500 m 3 aufgefangen. Durch eine Rohrlei tung aus Schleuderguss mit 35 cm Weite und 1300 m Länge
wird das Wasser ins 500 m tieferliegende Tal geleitet. In
der Zentrale erzeugen 2 Stromgruppen bei Vollwasser eine Leistung von 800 und 400 kW. Im Verlauf des Sommers geht
die Leistung auf 1/ 3 bis 1/5 und im Winter auf etwa 1/10 zurück.
Von den Generatoren wird der Strom mit der Generatorspannung
von 6 kW ohne Transformation zur 3.5 km entfernten Trafosta
tion des Klosters geleitet. Dort kann mit 6 kV zum Arniwerk
des EWL der Stadt Luzern parallelgeschaltet werden. Durch
diese Verbindung erfolgt Abgabe und Bezug zwischen Tagenstal
und EWL. Die Leistung der Generatoren wird automatisch dem Wasserzufluss angepasst, so dass das Niveau im Staubecken stabil bleibt. Anderseits kann vom Kloster aus die Last
ferngesteuert werden, was auch das Synchronisieren aus der Ferne ermöglicht. Das Niveau im Staubecken wird auf einem
Registrierinstrument im Kloster und in der Zentrale fernge
meldet. Die Jahresproduktion beträgt rund 5 Mio Kilowatt
stunden.
P. Bon. Thürlemann 3
· MICROCENTRALE HYDRO-ELECTRIQUE BASSE CHUTE NIEDERDRUCK KLEINWASSERKRAFTWERK TURBINE KAPLAN
M achine standard avec diametre d€ roue 500 a 1000 mm, chute 2 a 6 m, d�b it 0,6 a 5 m 3 /s� puissance 10 a 200 kW. S tandard-Ausführung mit Raddurchmesser 500 - 1000 mm, Gefälle 2 - 6 m, Durchfluss 0,6 - 5 m 3 /s, Leistung 10 - 200 kW.
■SI □� ·
SOCIETE INDUSTRIELLE DE LA DOUX 5.A.
,� ------ CONSTRUCTIONS MECANIOUES -----SIEGE SOCIAL - ADMINISTRATION · ATELIERS: ZONE INDUSTRIELLE - CH 2123 ST-SULPICE/NE (SUISSE) r NAT. 038 61 2323 - 612324 · 61 3896 •/', INT. 4138 612323 - 612324 - 613896 TELEX: 952995 SID CH
·,:::;
� 1\
' \,
�. "
�
"i
J-M Chapallaz Microcentrales hydroelectriques Kleinwasserkraftwerke
1450 Ste-Croix Etude - Fabrication - Modemisation
Tel.: 024 / 61 10 42 4
SIND
KLEIN WASSERKRAFTWERKE
WIRTSCH AFTLICH
In de n A usg abe n Nr 8 ( 9 /8 6 ) und N r 9 ( 3 /8 7 ) wu rde n v ie r Be isp ie le v o n K le in wasse rkraf t we rke n darg e ste ll t. Um e in B ild übe r de re n
W ir tschaft li chke it zu be komme n, we rde n in fol g e nde r Tabe l le i h re te chnischen sowie finanzie l l e n D a te n zusamme ng e fasst. Kle inwasse rkraftwe rk in ISKB He ft
Besitze r
1.e E_hßi�c,!!_e _D�t�n:
Brut to Ge fälle H(m) Dursatz Q (L/s)
Elektrische Le istung (kW;
Nr 1
mont Dessous Caleve N yon Baulmes
3, 8
1300
32
Einhe itspre is (Fr/kW)
35 44 und 14
9
2, 8
450
7,5
200 11
Kaplan
Durchström
Inse l und Paralle l
Paralle l
Parallel
Paralle l
Mühle
Wasse rversorg ung
Landw. Be trieb
Privat
Typ
Elektro-Me chanik (Fr) Gesamt (Fr)
200 und 65
L-. Barde t
2 Pe lton
Be trieb
Bauarbe ite n (Fr)
Nr 4
Vicques
CharmillotSA Commune d'0 r Domaine de
Kaplan
J.n::'..e �t_it_io.!!_e _!!.:
Nr 3
Nr8 Se ite 12 Nr9 Se ite 12 Nr9 Se ite 14
Turbine
Ge ne rator
Nr 2
Nr8 Se ite 7
synchron
asynchron
asynchron
asynchron
/
-----
-----
120'000.260'000.-
150'000.150'000.-
33'000.33'000.-
30'000.-
200'000
350'000
35'000
50'000
140'000.-
8'200.-
2'600.-
4'400.-
40'000.-
70'000.-
6'400.-
Wirtschaftl ichke it:
Mit t le re Jahresproduktion (kWh/J) S tromg este hungskoste n (Fr/kWh)
0,13 (0,10 )*
0,045
0,095 (0,075 )*
0,14
* inkl. Subve ntion Für d ie B e re chnu ng de r S t romg e st e h ung skoste n wurde n d ie jäh r l iche n
Finanz- und Be t r ie bskoste n zusamme n g l e ich 1 0% de r Ge sam t in v e st i t io n ang e nomme n. D ie We rke Nr 1 und N r 3 wurde n dur ch staa t l iche Be i t räg e unte rstüt zt. D ie in de r Tabe l le ang e g e be ne n Pre ise be rücksich t ig e n
d ie se S ubve nt io ne n nic h t und sind in de r W irk l ichke i t ca 2 5% n ie dr ig e r. J-M C ha p a l laz 1450 STE-CROIX
5
Wir planen und bauen seit 35 Jahren PELTON-, FRANZIS- und KAPLAN-Turbinen. - REGULATO REN, sowie ganze KRAFTWERKANLAGEN von 1-5000 kW Leistung.
Umbauten und Revisionen sowie Reparaturen bestehender Anlagen gehören ebenfalls zu unse ren Aufgaben. Auch haben wir sämtliche Unterlagen und Service der Firma MAIER Solothurn und der Fa. BÜHLER Taverne übernommen.
DISAG
Stromerzeugungsanlagen Hydraulische Turbinen 7320 SARGANS Telefon 085 / 2 21 81 Telex 855 597
6
Papa lösch d's Liecht, we mer de kei Schtrom me hei bisch
den Du schuld
Strom aus teuren Sonnenkollektoren für Billigexport. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass sich Befür
worter von Sonnenkollektoren, Staubecken und Speicherseen
bekämpfen. Das ist eine unkluge Haltung, welche mit einem
Eigengoal verglichen werden kann. Wir brauchen dringend saubere und einheimische Energiequellen aller Art.
So wertvoll wie Sonnenkollektoren und jede andere alterna
tive Energiequellen auch sind, sie sind nur, sinnvoll, wenn
die auf diese Weise gewonnene Energie auch sinnvoll verwen
det werden kann. Die liebe Sonne meint es im Sommer gar gut
mit uns. Sie liefert uns behagliche Wärme, Warmwasser und auch Strom. Leider ist aber der Verbrauch bei uns gerade
umgekehrt. Im Sommer liefern auch die Wasserkraftwerke mehr
Strom, als wir gerade brauchen. Im Winter, wenn wir Konsu menten besonders hungrig nach Strom sind, sind die Gletscher
gefroren und geben nichts mehr her. Auch die Niederschläge sind oft spärlich.
Im Sommer produzieren die Wasserkraftwerke im Durchschnitt
53. 8% . Im Winter nur 46. 2%. Beim Stromverbrauch ist es noch
krasser, im Sommer verbrauchen wir nur 45. 5%, im Winter da gegen 5 4. 5%. Wir sehen also, die Schere klafft arg auseinan der. Im weiteren kommen hoffentlich noch viele Sonnenkollek toren und Kleinwasserkraftwerke, welche fast immer ohne Staubecken auskommen müssen, dazu.
Strom aus Sonnenkollektoren, Laufkraftwerken, Kleinkraft
werken, Biogasanlagen kann nur sinnvoll genutzt werden, wenn noch einige Pumpenspeichwerke gebaut werden. Es ist bei wei
tem nicht nur Strom aus AKW der zum pumpen gebraucht wird.
7
Denken wir nur an Regenzeiten, Eisschmelzen in den Hoch alpen. Die Speicherseen decken nur einen kleinen Teil ab.
Dürfen wir noch viel Regenwasser unverrichteter Dinge bach
ab laufen lassen, nur weil wir zu wenig Au�fang- und Pump speicherbecken haben? Wenn wir einem Strommanko in den kommenden 20-30 Jahren ausweichen wollen, haben wir diverse
Möglichkeiten. Rigoroses sparen, den Stromkonsum den Produk
tionsverhältnissen anpassen. Spitzenzeiten strikte vermei
den. Maschinen morgens um 2.00 Uhr laufen lassen und nicht zur Mittagszeit, wenn Industrie und Haushalt gleichzeitig
diesen begehrten "Pfus" in Anspruch nehmen. Wir alle sind uns bewusst, dass jedes Kraftwerk oder Speicherbecken einen
Eingriff in die Landschaft bewirkt. Seien wir uns im klaren,
auch Speicherseen können schön sein! Verschmutzen keine Luft
und produzieren nicht den geringsten Abfall. In den nächsten Jahrzehnten wird es nicht heissen, wieviele Milliarden kWh
die schweizerische Elektrizitätswirtschaft produzieren kann,
sondern wie kommen wir in den kalten Wintermonaten über die Runden.
Dominik Buntschu
L I E F E R - P R 0 G R A M M - Bürstenlose Synchrongenera toren für Niederspannung 380/400 V 24 KVA - 2000 KVA - Asynchrongeneratoren - Gesamtanlagen Projektierung und Ausführung - Im weiteren: Motoren, Fre quenzumrichter aller Grössen - Nehmen Sie Kontakt mit uns auf - wir freuen uns über jede Anfrage!
MAX HAURI AG Herstellung und Vertrieb von Bauteilen für die Elektrotechnik; Kabelkonfektionierung; Beleuchtungstechnik; Antriebstechnik
8
CH-9220 Bischofszell Telex 77 343 hauri eh Telefon 071 81 17 68 Telefax 071 81 23 53
9
Wir bauen Synchron-Asynchron-Generatoren von 0,5 - 1500 KW.
Wir garantieren hohen Wirkungsgrad und cos. phi, die neuen Basyn-Synchron-Generatoren sind als Vollpol mit Dämpfer
wicklung ausgelegt (EINE NEUENTWICKLUNG !) . Sämtliche
Maschinen können nach Kundenwünschen ausgelegt werden.
Ein Schweizerfabrikat zu günstigem Preis!
0. Bartholdi AG
Elektromaschinenbau
Tüftelstrasse 558
CH-5322 Koblenz Telefon
056/46 12 57 od. 46 13 02/03
Telefax
056/46 13 01
Telex
10
827 446
Foreg AG, Zürich ENERG IEAUFWAND ZUR UEBERW INDUNG DER RE IBUNG bei wirtschaftlicher sowie betriebssicherer Stützung beweg
ter Maschinenteile durch Gleitlager
Rotierende als auch geradlinig oszillierend bewegte Maschi nenteile erfordern eine entsprechende Stützung, die als
Lager oder Führung die Belastung aufzunehmen haben. Somit handelt es sich bei der Bemessung und konstruktiven Gestal tung solcher Lager um Elemente des Maschinenbaus, die bei zweckmässiger Wahl der Werkstoffpaarung die jeweils gefor derte Kraftübertragung bei den gegebenen Geschwindigkeits
grössen mit einem Minimum an Energieaufwand bewältigen kön
nen und dabei eine weitgehende Betriebssicherheit gewähr leisten.
Die Erfüllung dieser Forderung ist beim Gleitlager überwie
gend durch die Erzeugung einer tragfähigen Schmiermittel schicht gegeben. Nach der Art der durch zähe Flüssigkeiten
zu bildenden tragfähigen Schmiermittelschicht unterscheidet man dynamischB und statische Gleitlager. Beim dynamischen Lager wird diese Tragfähigkeit erst bei Bewegung durch ge
eignete Form des Schmierspaltes (Abb. la und b) hervorgeru-
.fen. Daher ist die Reibung beim Anfahren als Festkörperrei bung gross, sie geht erst bei zunehmender Gleitgeschwindig
keit über den Zustand der Mischreibung in die niedrige Rei bung innerhalb der Schmiermittelschicht über. Somit ist die Lebensdauer dieser Lager wegen des möglichen Verschleisses
beim An- und Auslauf je nach der Art der Werkstoffpaarung begrenzt.
Das statische Gleitlager trägt die Last durch das unter
Druck von aussen mittels einer Pumpe zugeführte Schmiermit�
11
tel (Abb. lc und d) . Daraus ergibt sich der grosse Vorteil
reibungslosen Anlaufens aus dem Ruhezustand, ebenso rei bungslosen Auslaufens und damit ein praktisch verschleiss loser Betrieb mit unbegrenzter Lebensdauer ?es Lagers. Das
Ausmass des Energieaufwandes bei Gleitlagern ist neben der Umlaufgeschwindigkeit weitgehend vom Laufwiderstand abhän
gig.
__ u_
���
a
Abb. 1: Schmierspalt im Gleitlager bei starrer Lagerschale: dynamisch:
statisch:
b) zylindrischer Keilspalt
d) zylindrischer Keilspalt
a) ebener Keilspalt
c) ebener Keilspalt
Bei der Untersuchung, wie eine Einsparung an Verlustleistung
an _Gleitlagern möglich ist, ergibt sich, dass diese Einspa
rung nur mit dem Betriebsfluids Wasser als Schmiermittel
möglich ist. Die Verwendung von Wasser als Schmiermittel an den laufradseitigen Lagern von Francis- und Kaplanturbinen
sowie bei Pumpen und Schiffs-Propellern ist ein naheliegen
der Gedanke - nicht neu- aber trotzdem nicht selbstverständ
lich, aus unterschiedlichen Gründen.
Schon in früheren Jahren wurden verschiedene Wasserkraftan lagen mit wassergeschmierten Führungslagern ausgerüstet.
Dabei wurden Auskleidungen der Lagerschale mit Gummi- oder
Sintermetall verwendet, die sich jedoch nicht bewährt haben.
12
Vor allem Schmut zpartikel im Betriebswasser und Schmier wasser führten zu erhöhtem Abrieb und damit zur Vergrösse rung des Lagerspiels. Dadurch ging die hydrodynamische
Wirkung des Schmierfilmes verloren, die sich teilweise bei konstruktiv vorgegebenem zu grossen Lagerspiel gar nicht aufbauen konnte. Infolge der um den Faktor 100 kleineren kinematischen Vis
kosität des Wassers gegenüber einem Schmieröl beträgt die
kleinste Schmierfilmdecke nur etwa 1/10 derjenigen bei Oel schmierung. Das heisst, ein mit Wasser geschmiertes Gleit
lager muss unter gleichen Betriebsbedingungen ein Lagerspiel erhalten, das auch nur etwa 1/10 desjenigen für Oelschmie rung beträgt, wenn das Lager im Bereich der Flüssigkeitsrei
bung arbeiten soll. Dadurch würden an die Fertigung von Welle und Lager so hohe Anforderungen gestellt, die aus
wirtschaftlichen Gründen nicht akzeptiert werden könnten. Die erwiesene Betriebssicherheit öl- und fettgeschmierter
Gleitlager an vertikalen oder horizontalen Wellen des lauf
rad- oder propellerseitigen Wellenlagers an Kühlwasserpum pen (Axial- oder Halbaxialpumpen) sowie an Francis- und
Kaplanturbinen als auch an Propellerwellen für Schiffe und Botte ist ein gewichtiges Argument bei hohen Anforderungen
an die Gleitlager. Theoretisch abgesicherte Werte für sta
tionär und instationär belastete Gleitlager mit minerali
schen Schmierstoffen lassen diese Lager a priori als erste
Wahl bei der Auslegung von Pumpen und Turbinen erscheinen.
Bis vor kurzem galt ihr wesentlicher Nachteil, der hohe Ver
brauch an Schmiermitteln, als vernachlässigbare Grösse.
13
�
Unterhalt und Reparaturen Reparaturen, Neuwicklungen an elektrischen Maschinen und Apparaten. Kundendienst für Störungsbehebungen
Modernisierung von Wasserkraftwerken
i
Elektrische Maschinen und Schaltanlagen
Fabrik elektrischer Maschinen und Apparate
Gegründet 1918
GEBRÜDER MEIER AG
Zürich - Zollikofen - Bern - Fribourg 8040 Zürich (Hauptbetrieb und Verwaltung) Zypressenstrasse 71 Telefon 01/242 72 39, Telex 812 230
3052 Zollikofen-Bern Bernstrasse 145 Telefon 031/57 2151
1700 Fribourg 3, route des 0aillettes Telefon 037/24 39 91
Abb. 2: Francisturbine mit vertikaler Welle in offener Kam
mer; unteres Führungslager mit Tropföl oder Fett geschmiert, Lagerschale mit konischem Aussendurchmesser im Turbinendek
kel eingesetzt.
Mit zunehmender Sensibilisierung der Oeffentlichkeit für den
Umweltschutz kann die Gewässerbelastung mit biologisch nicht
abbaubaren mineralischen Schmierstoffen kaum mehr Rechtfer
tigung finden. Der Gesetzgeber trägt dem Rechnung durch Ver
schärfung der Gesetze und Vorschriften über die Reinhaltung der Gewässer.
Wegen der bereits erwähnten niedrigen Viskosität des Schmier
mittels Wasser sowie unter Vernachlässigung der ebenfalls bereits erwähnten hohen Anforderung der Bearbeitung von Welle und Lagerschale, können starre Lagerschalen nicht mehr verwendet werden, wenn eine hydrodynamische Vollschmierung 15
und damit ein verschleissfreier Betrieb des Gleitlagers ge währleistet sein sollen. Diese Probleme können nur durch
Verwendung von Lagerschalen mit nachgiebig vorgespannter Gummi-Auskleidung umgangen werden. Durch di�se stellt sich in Belastungsrichtung ein engerer Schmierspalt mit ent
sprechender hydrodynamischer Druckverteilung ein. Trotz der
Lagerschalen-Elastizität soll die Wellenverlagerung unter
Last für einen störungsfreien Turbinenbetrieb gering blei ben.
Richtig ausgelegte Radiallager mit Wasserschmierung erfül
len diese Forderungen. Darüberhinaus ergeben sich, wie
Versuchsmessungen gezeigt haben, in Abhängigkeit von Bela stung und Umfangsgeschwindigkeit sehr niedrige Reibungs
werte, wassergeschmierte Gleitlager sind daher energetisch
vorteilhaft.
Um den Einsatz wassergeschmierter Gleitlager bei Verwendung
in Wasserturbinen und für Propellerwellen für Schiffe und Botte zu überprüfen, wurde an der Universität Stuttgart im
Abb. 4: Längsschnitt durch Lagerschale und Welle auf dem Prüfstand. 1 = Welle, 4 = Lagerschalengehäuse, 10 = Abstandstaster,
13 = Druckaufnehmer, 14 = Spalthöhenaufnehmer, 15 = Ring nut, 16 = Trigger 16
Institut für Hydraulische Strömungsmaschinen unter Direktor
Prof. Dr.-Ing. G. Lein auf einem dafür speziell gebauten
Prüfstand eine Versuchsserie mit verschiedenen Lagertypen
in praxisnaher Ausführung durchgeführt.
Aufgabenstellung für die Untersuchung und die daraus re
sultierende Dissertation von Dr.-Ing. Thomas Kächele am
Beispiel des vorderen Führungslagers einer horizontalen Kaplanturbine für die Konstruktionsdaten H = 9. 3m, N
1740 kW, n = 200 U/min, Belastung an der Lagerstelle
12000 kg, Lagerdurchmesser mm:
=
450 mm, Lagerbreite
=
375
1. hohe Tragfähigkeit bei hydrodynamischer Schmierung, die spezifische Lagerbelastung sollte bei einer Wellendrehzahl
von n = 200 U/min grösser als 6 bar sein, um ausreichend kleine Lagerabmessungen zu ermöglichen. 2.
kleine Lagerverformung.
3. hohe Verschleissfestigkeit. Im Gleitlager-Versuchsstand wurden sechs handelsübliche
Lagerschalen untersucht. Die Lagerschalen unterschieden sich im Werkstoff, im Lagerspiel und in der Ausführung (mit und ohne Schmiernuten). Bei der Auswahl der zu wählenden Lagerwerkstoffe wurde das Elastizitätsmodul der elastomeren
Werkstoffe zu Grunde gelegt. Begonnen wurde die Versuchs serie mit einer Weichgummi-Lagerschale mit
20
Längsnuten und einem Elastizitätsmodul von E = 100 N/mm . Der härteste 2
Lagerschalenwerkstoff bestand aus Asbestgewebe, das mit
Phenolharz getränkt war (Elastizitätsmodul E = 9�00 N/mm 2 ). Die Versuchsserie mit den sechs Lagerschalen hat gezeigt,
dass ein richtig ausgelegtes Radiallager die vorgenannten
Forderungen mit Wasserschmierung erfüllen kann. Darüber hinaus ergeben sich bei der Wasserschmierung - wie die Mes sungen gezeigt haben - in Abhängigkeit von Belastung und Gleitgeschwindigkeit sehr niedrige Reibungswerte.
17
18
1eo•
Abb. 5: Die Lagerschale mit den besten Versuchsergebnissen
war eine Weichgummi-Lagerschale ohne Schmiernuten. Die 1 2 mm
dicke Gummierungsschicht wurde in eine Stahl-Stützschale einvulkanisiert. Die Gummierung besteht aus einer Mischung
von Nitril-Butadien-Kautschuk und PTFE. Das Elastizitätsmo 2 dul der Lagerschalenauskleidung beträgt E = 1500 N/mm . Die Messung des Reibungsverlustes ergab 160 Watt.
Pilot-Anlagen sollen nunmehr zur Erprobung in den Anlagen
dienen, womit die Betriebssicherheit dieser Lager und ihrer
Komponenten bestätigt werden kann.
Abb. 6: Ausführungsvorschlag für ein wassergeschmiertes unteres Führungslager zum Einbau in vertikale Francis- oder Kaplan-Turbinen. 19
Einen Ausführungsvorschlag für ein wassergeschmiertes un teres Führungslager zum Einbau in vertikale Francis-oder
Kaplan-Turbinen zeigt Abb. 6. Das vorgeschlagene Elastomer lager lässt sich problemlos im Einbauraum des öl- oder fettgeschmierten Lagers unterbringen. Die zweiteilige Lagerbüchse aus Bronze oder Kunststoff hat aussen einen
konischen Sitz. Die Lagerbohrung in der Gummiauskleidung
ist etwas kleiner als der Aussendurchmesser der Welle. Beim Einbau der beiden Lagerschalenhälften wird über dem konisch en Sitz die Gummiauskleidung gegen die Welle gepresst und
vorgespannt. Die radikale Vorspannung der Gummierung gegen die Welle ist nicht einstellbar, sondern wird bei der Her
stellung festge�egt. Die Führungslager mit aussen konischen
Büchsen sind von 80 mm bis 400 mm Wellendurchmesser standar disiert.
Für die selbsttätige Regulierung des Schmierwassers ist an
der oberen und unteren Seite der Lagerschale der Einbau von Drosselringen durch Lippendichtungen vorgesehen, die in
zweiteiliger Ausführung aus einer Mischung von PTFE und
Graphit hergestellt und in die Lagerschalenhälften einge klebt werden. Die Lippendichtungen verhindern auch ein Ein dringen von Schmutzwasser und Fremdkörpern in der Lager.
Für die einwandfreie Funktion eines wassergeschrnierten La
gers und damit eine hydrodynamische Vollschmierung erreicht
wird, muss die Gummi-Auskleidung mit einer glatten Ober
fläche ausgeführt werden und für die Ausbildung eines· gleichmässigen Schmierwasserfilms weich sein. Andererseits muss die Gummi-Auskleidung aber auch so hart sein, damit
die erforderliche Lagersteifigkeit gegen radiale Betriebs kräfte erreicht wird. Sie wird mit unterschiedlichen Dicken ausgeführt, an der dünnen Stelle ist die Gummi-Auskleidung weniger nachgiebig als an der dicken.
20
OCCASIONSBOERSE Zu verkaufen: 1 Pelton
1 Pelton
1 Pelton
1 Pelton
H H H
90-150 m 90-180 m 30 m
130 m
H
1 Pelton
H
140 m
1 Pelton
H
100 m
1 Pelton 1 Francis
1 Francis
H
H
1 Francis
H
1 Francis
H
1 Francis
H
1 Francis
1 Francis
H
H
H
Q
Q Q
Q
Q Q
7 m
Q
16 m
Q
H 12,5- 23 m
1 Francis 1 Francis
4,5-
Q
30- 70 m 34- 75 m
5,9- 15 m
10-
8-
30 1/sek.
11- 1
400 1/sek.
11- 3
5 1/sek.
11- 5
15 1/sek.
20 1/sek.
0,5- 1,5 1/sek. 15 1/sek.
11- 4 11- 6
11- 7
3- 400 1/sek.
11- 8
350 1/sek.
11-10
Q 1117-1620 1/sek.
11-12
Q
160- 195 1/sek.
Q
230- 340 1/sek.
10- 50 m
Q 1200-1400 1/sek. 15- 30 1/sek. Q
39- 46 m
H
30-120 m
11- 2
11- 9
11-11 11-13
11-14
Q
30- 150 1/sek.
320- 410 1/sek.
11-15
8 m
Q
110- 700 1/sek.
11-17
H 6,5 m
Q
860 1/sek.
11-18
Q
11-16
Gesucht: Kaplan
oder
Durchström
)
______Kobel
Hans Kobel
Wir sind spezialisiert für Planung und Herstellung von preisgünstigen - Turbinen Steuerungen - Synchrongeneratoren - Netzparallelschaltan lagen
- Frequenzreglern - Tourenzahlreglern für Turbinen
Hans Kobel, Elektro-Apparatebau, 3416 Affoltern, Tel. 034/ 75 14 13
FAH.
'.!
Um- und Neubau von Kleinwasserkraftwerken
Wehranlagen - Rechenreinigungsanlagen - Rechen Schützen - Geschwemmselabfuhrsysteme - Turbinen steuerungen - Revisionssysteme - Dammbalken Notverschlüsse - Sicherheitsorgane
Vinzenz Fäh, Maschinen- und Metallbau AG, Im Leimen, 8750 Glarus Telefax 058/61 65 31 Telefon 058/61 17 87