№ 3 / 10.2026
Erfolgreich Medaillenglanz für Schweizer Kunstturner
Freiwilligenarbeit im Wandel
Foto: Niklas Härtig/24passion
Unbezahlbar
Gemeinsam für Freude am Turnen. Coop unterstützt lokale, regionale, kantonale und eidgenössische Turnfeste und rund 2600 Turnvereine in der Schweiz.
3 EDITORIAL
Neues Kapitel, gleicher Spirit Liebe Turnerinnen und Turner Ein Jahr Pause. Nun kehrt der Swiss Cup Zürich zurück. Mit einem neuen Wettkampfmodus, einer 360-Grad-Arena und dem Anspruch, die Faszination des Turnsports aus verschiedenen Perspektiven erlebbar zu machen. Der neue Wettkampfmodus stellt den Teamgedanken noch stärker ins Zentrum: Vier Athletinnen und Athleten vertreten gemeinsam ihre Nation. Wenn die Teams im Hallenstadion Zürich aufeinandertreffen, zählen nicht nur Schwierigkeit und perfekte Ausführungen. Oft sind es Zusammenhalt und Nervenstärke, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Auch die Zuschauenden rücken näher ans Geschehen. Die 360-Grad-Arena eröffnet ungewohnte Blickwinkel und bringt die Intensität des Wettkampfs dorthin, wo sie hingehört: mitten ins Publikum. Geblieben ist, was diesen Anlass seit Jahrzehnten prägt: Weltklasse-Turnsport, Spannung und eine Atmosphäre, die Turnende und Fans gleichermassen in ihren Bann zieht. Möglich wird das dank unserer Partner, der zahlreichen Volunteers und allen, die diesen Event Jahr für Jahr mit Herzblut mittragen. Wir freuen uns auf einen Swiss Cup Zürich, der überrascht, begeistert und Lust auf mehr macht.
Kevin Eggenschwiler Bereichsleiter Events
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Turnfest-Saison voller Engagement
Impressum Gymlive – Turnmagazin 2026: 169. Jahrgang Erscheint vier Mal pro Jahr Beglaubigte Auflage Gesamtauflage 88’063 de: 75’927, fr: 10’271, it: 1’865
Bunter und vielseitiger Turnsommer
Herausgeber/Verlag Schweizerischer Turnverband (STV) Bahnhofstrasse 38, 5000 Aarau T +41 62 837 82 00, stv-fsg.ch Redaktion Gymlive Carolina Estibeira Chantal Brogli Emilie Lambiel Alexandra Herzog Lara Rigamonti red-aarau@stv-fsg.ch Konzept/Design Hug & Dorfmüller Design AG Realisation Kommuniversum AG, Zürich kommuniversum.ch Korrektorat Linkgroup AG, Zürich linkgroup.ch Druck/Versand Printlink AG, Zürich printlink.ch Abonnementspreise Gymlive CHF 24.–/Jahr (Einzelnummer: CHF 6.–) Adressmutationen my.stv-fsg.ch/login, stv-admin@stv-fsg.ch T +41 62 837 82 03
Swiss Cup Zürich im neuen Format
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Im Fokus I Turnfest-Saison voller Engagement
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Impressionen Vielfältiger Turnsommer
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Im Fokus II Freiwilligenarbeit: das Herz unseres Verbandes
14 Freiwillige – das Herz des Turnsports
34 Traditionssportart Leichtathletik
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Aufgeschnappt Sportliche Wissenshäppchen inklusive Wettbewerb
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Zwischen Anspannung und Jubel
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Swiss Cup Zürich Spannung bis zur letzten Landung
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Kompakt Kurzinfos auf einen Blick
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STV-Partner CONCORDIA: seit 40 Jahren mit Herz im Turnsport
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Turn-Kosmos Leichtathletik: eine im STV stark verankerte Tradition
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Ehrengarde Gratulationen und Nachruf
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Schlusspunkt Turnwelt in Bildern und letzte Frage
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Mitgliederangebote Profitiere von Rabatten
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IM FOKUS
Eine TurnfestSaison mit viel Engagement Von Herisau über Islikon und Kerzers bis nach Seengen: Die Turnfest-Saison 2026 führte Turnende quer durch die Schweiz. Trotz weniger Anlässe boten die Turnfeste vielseitige Wettkämpfe und gelebte Gemeinschaft – nicht zuletzt dank erhöhter Kapazitäts grenzen.
Die Saison zeigte deutlich: Die Nachfrage nach Startplätzen war hoch – das Angebot jedoch begrenzt. Viele Turnfeste haben darauf ihre Kapazitätsgrenze erhöht. Dies stellte die OK vor grosse Herausforderungen, zeigte aber auch die Bereitschaft, Lösungen zu finden.
Kerzers: hohe Auslastung und grosser Einsatz Das Turnfest Kerzers stand, wie die anderen diesjährigen Turnfeste, vor der Herausforderung, einer grossen Nachfrage gerecht zu wer-
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Das Turnfest ist erfolg reich verlaufen und hat zahlreiche positive Rückmeldungen er halten. Yves Scherrer OK-Präsident Turnfest Islikon
Die Wettkämpfe zeigten eindrücklich, wie selbstverständlich gemeinsames Turnen gelebt werden kann.
den. Der Veranstalter hat sich entschieden, die Kapazitätsgrenze von rund 10’000 Turnenden zu erhöhen. «Für uns war es selbstverständlich, dass wir, wenn es geht, möglichst vielen Tur nerinnen und Turnern einen Startplatz ermöglichen», so OK-Präsident Lukas Jauner. Dieser Entscheid bedeutete einen erheblichen Mehraufwand. Insgesamt standen 874 Helferinnen und Helfer im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Helferinnen und Helfer sprechen über ihre Motivation:
Für OK-Präsident Lukas Jauner hat sich der zusätzliche Aufwand aber gelohnt. Er hofft, dass auch andere Vereine den Mut finden, ein Turnfest zu organisieren: «Es ist wirklich schön zu sehen, wie die Leute zusammenarbeiten und wie jedes Zahnrädchen ineinandergreift. Es ist unglaublich beeindruckend zu sehen, wie das ganze Dorf voll mit Turnerinnen und Turnern ist und eine friedliche Stimmung herrscht.» Der Einsatz habe gezeigt, dass Turnfeste auch in Zukunft möglich seien, wenn Vereine bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Islikon: Inklusion im Mittelpunkt Auch das Turnfest Islikon brachte rund 5’000 Turnerinnen und Turner zusammen, die trotz hoher Temperaturen starke Leistungen zeigten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den PluSport-Wettkämpfen. In der Kate gorie Fit+Fun traten die Vereine Amriswil, Kreuzlingen und Weinfelden gegeneinander an und überzeugten mit Teamgeist und Begeisterung. Amriswil durfte sich dabei gleich über zwei Siege freuen. Manuela Schär, STV-Mitarbeiterin für Inklusion, war vor Ort: «Das Turnfest Islikon war trotz der enormen Hitze grossartig. Die Sportle rinnen und Sportler der PluSport-Gruppen waren mittendrin und haben es gerockt.» Die Wettkämpfe zeigten eindrücklich, wie selbstverständlich gemeinsames Turnen gelebt werden kann – auch wenn neue Fit+Fun-Aufgaben für zusätzliche Herausforderungen sorgten. «Bei gewissen Übungen musste noch viel unterstützt werden, damit alle wussten, wer wohin laufen oder werfen muss. Ich denke, mit mehr Übungszeit wird das besser funktionieren», so Schär. Auch OK-Präsident Yves Scherrer zeigte sich zufrieden: Das Turnfest sei erfolgreich verlaufen
und habe zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.
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Die grosse Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer trug wesentlich zum Erfolg bei. Silvan Buff OK-Präsident Appenzeller Kantonalturnfest
Seengen: Turnfest der Superlative Auch beim Turnfest Seengen war Inklusion Teil des Programms. Ausserdem lag der Fokus auf den Jugend- und Einzelwettkämpfen. Der Höhepunkt des zweiten Wochenendes waren die dicht gefüllten Wettkampfplätze. «Auch der vorübergehende unwetterbedingte Wettkampfunterbruch beeinflusste die grosse Feststimmung nicht», so der OK-Präsident Christian Büchli. Die Schlussfeier war für das OK gleichzeitig der Abschluss einer intensiven Zeit. Der Präsident ist zufrieden: «Das Turnfest Seengen 2026 war ein Gemeinschaftswerk im besten Sinn. Unser OK hat während dreieinhalb Jahren mit grossem Einsatz auf diesen Anlass hingearbeitet, getragen von zahlreichen Helfenden, Vereinen, Partnern, Sponsoren und der Bevölkerung. Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung und stolz, dass Seengen ein so erfolgreiches Turnfest ausrichten durfte. Ganz im Sinne unseres Grundgedankens: ’Mettem Härz’see debi si’.»
Herisau: kantonales Turnfest mit grosser Ausstrahlung Das Appenzeller Kantonalturnfest in Herisau hat an zwei Wochenenden 200 Vereine und 6’500 Turnende angezogen. Die Wettkämpfe
Zahlen und Fakten Turnfest Seengen
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9’500 Turnende 295 Riegen aus 190 Vereinen Rund 600 Kampfrichter*innen Knapp 1’000 Helfende Rund 7’000 Besuchende
boten vielfältige Disziplinen für unterschied liche Alters- und Leistungsklassen und ermöglichten es vielen Turnerinnen und Turnern, s ich zu messen. 2’000 Helfende standen an den zwei Wochenenden auf dem Platz. 3’000 Besuchende komplettierten das Turnfest. «Neben den sportlichen Leistungen überzeugte in Herisau die Organisation», so Silvan Buff, OK-Präsident: «Der Zeitplan ging auf, die Abläufe funktionierten weitgehend problemlos und selbst kleinere Herausforderungen – etwa ein kurzfristiger Ausfall eines Resultatsystems – konnten schnell gemeistert werden. Die grosse Einsatzbereitschaft der Helferinnen und Helfer trug wesentlich zum Erfolg bei.»
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Turnfest-Saison 2027 – frühzeitig anmelden Nach der Turnfest-Saison ist vor der Turnfest-Saison. Anmeldungen sind ab dem 17. Oktober 2026 möglich. Macht euch jetzt schon bereit! Mehr Infos:
Der Saisonauftakt im Baselbiet Bereits Anfang Juni startete die Turnfest-Saison mit zwei regionalen Anlässen im Baselbiet. Beim Jugend-Regionalturnfest in Wintersingen stand der Nachwuchs im Zentrum. Die jungen Turnerinnen und Turner überzeugten mit Einsatz freude und Teamgeist, während das neu ein gesetzte STV-Contest-System seine Feuertaufe erfolgreich bestand. Das Regioturnfest Laufental & Dorneck-Thierstein in Liesberg war vor allem geprägt von: Freude, Gemeinschaft und gelebter Turnfest- Kultur. Auf und neben den Wettkampfanlagen standen sportlicher Ehrgeiz, Teamgeist und zahlreiche Begegnungen im Zentrum – begleitet von mitreissender Stimmung auf dem gesamten Festgelände.
einander, die gegenseitige Unterstützung und die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt. Gleichzeitig machte die Saison deutlich, dass die Nachfrage nach Turnfesten weiterhin gross ist. «Für nächstes Jahr sieht es mit der Anzahl Turnfeste gut aus», sagt Tiziana Hämmerli, Verantwortliche Turnfeste beim STV. Für die kommenden Jahre liefen bereits Gespräche mit weiteren Vereinen. Die Organisation eines Turnfestes sei anspruchsvoll und mit viel Aufwand verbunden. Wo jedoch viele Menschen mithelfen, ent stehen Erlebnisse, die weit über den Wettkampf hinaus in Erinnerung bleiben. Weitere Impressionen zur Turnfest-Saison 2026 findet ihr hier:
Gemeinschaft bleibt das Herzstück Ob in Kerzers, Islikon, Seengen, Herisau oder im Baselbiet: Die Turnfeste 2026 zeigten einmal mehr, was den Turnsport auszeichnet. Neben Wettkämpfen und Ranglisten standen das Mit-
Autorin: Carolina Estibeira Fotos: STV/Mirco Böhlen/Felix Bieri/ TFS 2026/Lorenz Reifler
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IMPRESSIONEN
Bunter und vielseitiger Turnsommer
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Zertifizierter Shop Sehr gut (Stand: 2023) (Okt.Okt. 2026)
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Zusammenstellung: Melina Bussinger Fotos: STV und zvg
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IM FOKUS
Das Herz unseres Verbandes Der wichtigste Rohstoff im Schweizer Turnsport lässt sich weder kaufen noch ersetzen: freiwilliges Engagement. Wenn in der Schweiz ein Turnfest stattfindet, stehen Tausende auf dem Wettkampfplatz. Doch ohne die Menschen daneben und dahinter würde niemand starten.
Freiwilligenarbeit beginnt bereits lange vor dem Anlass selbst. Woche für Woche stehen Leitende in den Hallen, planen Trainings, studieren Programme ein und begleiten Turnerinnen und Turner aller Altersklassen. Eine Aerobic-Choreografie entsteht nicht über Nacht, ein Barrenprogramm nicht in einer einzigen Trainingsstunde, und auch Disziplinen wie Weitsprung oder Steinheben brauchen Zeit und Ausdauer, bis sie sitzen. Tag für Tag engagieren sich im Schweizer Turnsport Tausende Menschen freiwillig. Hinzu kommen unzählige weitere, die sich punktuell für ein Projekt einsetzen – etwa im Organisa tionskomitee eines Turnfestes, einer Schweizer Meisterschaft, einer Turnunterhaltung oder eines Turniers. Sie alle sorgen dafür, dass der Turnsport funktioniert.
Gesellschaft im Wandel – auch das Ehrenamt verändert sich Wer sich freiwillig engagiert, leistet einen unverzichtbaren Beitrag für Vereine, Sport und Gesellschaft. Entgegen manchen Befürchtungen geht dieses Engagement nicht zurück.
15 Ohne engagierte Leitende in den Vereinen würde es Auftritte, wie diese, nicht geben.
Freiwilligenarbeit bleibt eine Stärke der Schweiz Die Schweiz gehört europaweit zu den Ländern mit dem höchsten freiwilligen Engagement. Der «Freiwilligen-Monitor 2025» zeigt: 86 Prozent der Bevölkerung engagieren sich im Laufe eines Jahres in irgendeiner Form freiwillig. Zwei Drittel leisten Freiwilligenarbeit, 41 Prozent setzen sich in Vereinen oder Organisationen ein. Der «Freiwilligen-Monitor 2025» zeigt vielmehr: Die Freiwilligenarbeit bleibt stabil – verändert aber ihre Form. Menschen engagieren sich heute anders als noch vor 20 Jahren, was Vereine vor neue Herausforderungen stellt (siehe Interview auf Seiten 14/15). Die Beteiligung der Bevölkerung an freiwilligem Engagement ist über die Jahre erstaunlich stabil geblieben. Während der Corona- Pandemie ging die Mitarbeit in Vereinen und Organisationen vorübergehend zurück, das informelle Engagement im persönlichen Umfeld blieb hingegen konstant. In der Zwischenzeit haben sich die Verhältnisse weitgehend normalisiert. Verglichen mit der Zeit vor der Pandemie ist die formelle Freiwilligenarbeit leicht, die informelle Freiwilligenarbeit etwas stärker zurückgegangen. Trotzdem sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgt werden. Die Gesellschaft wird mobiler, individueller und flexibler. Viele Menschen wollen sich engagieren, aber ohne sich langfristig zu verpflichten. Diese Veränderungen spüren auch die Sportvereine. Ent sprechend überrascht es nicht, dass das Thema «Mitarbeitende und Ehrenamt» in der Studie «Sportvereine in der Schweiz 2023» die grössten Sorgen auslöst. Auf einer Skala von eins bis vier erreicht es mit drei Punkten den höchsten Wert aller abgefragten Herausfor derungen.
Das Vereinsleben bleibt dabei ein zentraler Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Knapp drei Viertel der Schweizer Bevölkerung sind Mitglied in einer der rund 90’000 Non- Profit-Organisationen. Rund 60 Prozent nutzen deren Angebote aktiv, 41 Prozent engagieren sich freiwillig und 17 Prozent übernehmen sogar ein Amt. Diese Zahlen verdeutlichen: Frei willigenarbeit und Ehrenamt sind nach wie vor tragende Säulen des gesellschaftlichen Lebens in der Schweiz. Autorin: Alexandra Herzog, Fotos: STV
Freiwilligen-Monitor Der «Freiwilligen-Monitor» erhebt Zahlen und Fakten zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz. Er zeigt auf, wie und warum sich Personen freiwillig für andere Menschen einsetzen. In den Jahren 2007, 2010, 2016 und 2020 erschienen die ersten Freiwil ligen-Monitore, teils begleitet von vertiefenden Sonderpublikationen. Mehr Infos:
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Den Wandel mitgehen Die Freiwilligenarbeit in der Schweiz ist insgesamt stabil, steht aber vor einem Wandel. Menschen engagieren sich heute vermehrt projekt bezogen statt langfristig. Andreas Müller von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), die alle fünf Jahre den «Freiwil ligen-Monitor» herausgibt, erklärt, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus ergeben. Andreas Müller: Wird die Schweiz freiwilliger – oder verliert die Freiwilligenarbeit an Bedeutung? Die Daten zeigen seit Jahren ein ähnliches Bild: Die Freiwilligenarbeit bleibt stabil, nimmt aber tendenziell leicht ab. Das ist kein dramatischer Einbruch, aber ein Trend, den man ernst nehmen muss. Darum sollte man aufpassen. Denn auch eine stetige kleine Abnahme ist auf Dauer eine Abnahme. In welchen Bereichen engagieren sich die Menschen heute besonders häufig? Bei der formellen Freiwilligenarbeit, also im Verein oder in sonstigen Organisationen, sind im Sportbereich am meisten Personen en gagiert, wie der «Freiwilligen-Monitor» zeigt. Gefolgt von den kulturellen Vereinen sowie den Spiel-, Freizeit- und Hobbyvereinen. In den verschiedenen Bereichen gibt es dann jeweils wieder Unterschiede, was das Alter der Freiwilligen betrifft. Im Sportbereich beispielsweise ist das Durchschnittsalter mit 34 Jahren vergleichsweise tief. Warum und wie verändert sich das Engagement? Menschen möchten sich heute flexibler en gagieren. Langfristige Verpflichtungen passen weniger gut zu einem mobilen Lebensstil. Nicht nur bei den Jungen, sondern gerade
auch bei den über 65-Jährigen. Dafür gewinnen kurzfristige und projektbezogene Einsätze an Bedeutung. Welche Herausforderungen entstehen daraus? Organisationen finden schwieriger Leute für langfristige Aufgaben. Aber gewisse Freiwilligenarbeit, wie die im Pflegebereich oder bei Milizämtern, braucht Verbindlichkeit. Der Trend der Mobilität lässt sich nicht aufhalten. Deshalb müssen wir schauen, wie wir die Freiwilligenarbeit respektive die Rahmenbedingungen an eine mobile, flexible Gesellschaft anpassen können. Kann die Digitalisierung helfen? Ja, klar. Man kann Sitzungen online abhalten, unterwegs Dossiers lesen und bearbeiten und so weiter. Durch die Digitalisierung verändern sich auch die Tätigkeiten an sich. Ande rerseits gibt es andere Instrumente, um Freiwillige zu suchen, wie spontane Helferaufrufe in den sozialen Medien oder auf Online-Plattformen. Hierbei spielt dann schon KI mit, welche in Zukunft einen immer grösseren Einfluss haben wird auf die Freiwilligenarbeit – nicht in allen Bereichen gleich stark. Was motiviert Menschen heute noch zur Freiwilligenarbeit? Freiwilliges Engagement wird heute vor allem von Sinn, Gemeinschaft und persönlichen Erlebnissen motiviert. Ebenso wichtig ist Wertschätzung. Gleichzeitig bleibt Zeitmangel der häufigste Grund, warum Menschen aussteigen. Um neue Freiwillige zu gewinnen, braucht es deshalb flexible Rahmenbedingungen, Unterstützung durch Arbeitgeber und vor allem eines: die persönliche Ansprache. Wo gibt es noch Potenzial? Personen ohne Schweizer Pass wie auch die Jüngeren haben laut unseren Umfragen ein überdurchschnittliches Interesse, mitzuwirken. Das heisst also, dort ist noch Potenzial vor handen. Was würde der Schweiz fehlen, wenn immer weniger Menschen freiwillig tätig wären? Freiwilligenarbeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Sie stärkt das Vertrauen, die Demokratie und das Zusammenleben. Ohne dieses Engagement wäre die Schweiz eine andere. Autorin: Alexandra Herzog
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Eine stetige kleine Abnahme ist auf Dauer ebenfalls eine Abnahme.
Freiwilliges Engagement Sportvereine
7,7 % der Bevölkerung
Alterszusammensetzung der Freiwilligen in Sportvereinen Anteile in Prozent
577’000 Personen (Hochrechnung)
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75+ 60–74
Jahre (mittleres Alter/Median)
45–59
Aufwand
2,2 Std.
30–44
Durchschnittlicher Arbeitsaufwand pro Woche
15–29
65 Mio. Std. Zahlen STV
— — —
Ehrenamtliche in den Vereinen: hochgerechnet circa 20’000 Vorstandsmitglieder, Leiter*innen Rund 15’000 Richter*innen in den 14 Turnsportarten 300 Funktionär*innen im STV und mindestens nochmal so viele in den Kantonal- und den Regionalturnverbänden
Geschätztes jährliches Arbeitsvolumen aller in Sportvereinen freiwillig Engagierten (Hochrechnung)
18 AUFGESCHNAPPT
Sportliche Wissenshäppchen Legendäre Trainer. Legendäre Bilder. Zahlreiche Vereine haben ihre legendärsten Trainerfotos für die Retro-Challenge eingereicht. Hier findest du eine kleine Übersicht. Durchschauen lohnt sich!
Foto: zvg TV Wald
News-Beitrag:
Challenge gefällig? Eigene Turnfeste statt Absagen Nicht alle Vereine erhielten 2026 einen Startplatz an einem Turnfest. Doch statt den Kopf hängen zu lassen, organisierten viele kurzerhand ihr eigenes Turnfest. Wir zeigen euch einige der schönsten Ideen aus den Vereinen.
News-Beitrag:
An Turnfesten steht oft nicht nur der Wettkampf, sondern auch das gesellige Beisammensein im Vordergrund. So in etwa beim Anstossen nach dem erfolgreichen Wettkampf oder beim Feiern im Festzelt. Für viele Vereine ist auch die Zeit auf dem Zeltplatz ein Highlight. Der TV Märwil hat diese am Turnfest Islikon für eine kleine Challenge genutzt. Instagram-Beitrag:
Das etwas andere Training Für seinen Sektionsabend zügelte der TV Thun-Strättligen kurzerhand das Minitramp aus der Turnhalle an den Thunersee.
InstagramBeitrag:
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100 Jahre und prominenter Besuch Der TV Zeihen durfte sein 100-JahrJubiläum feiern, und das gleich mit prominenter Unterstützung. Moser & Schelker schauten an den Feierlichkeiten vorbei und sorgten für zusätzliche Highlights. Die Gymlive-Redak tion wünscht dem TV Zeihen sowie allen weiteren STV-Jubliäumsve reinen herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag! Foto: zvg TV Zeihen
Instagram-Beitrag:
Gewusst, dass … Hans Hassler (Stubete Gäng) der Komponist und Musiker von Turnover, dem Turnmuscial, war? Dieses war vor 30 Jahren für das ETF 1996 in Bern umgesetzt worden. Am diesjährigen Moon+Stars in Locarno wurde das Lied «Tessinerinnen» aus dem Turnmusical von der Stubete Gäng gespielt. Hans Hassler, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf der Bühne steht, hat seine Hand-
harmonika (ein Unikat) einem jungen Musiker ausgeliehen, damit er auf genau diesem seine Komposition spielen konnte. Hans Hassler ist zusammen mit seinen Söhnen Aurel und Moritz sowie seinem Bruder Claudio (Letzterer war in Bern ebenfalls dabei) das Kernstück der Stubete Gäng. Zusammenstellung: Melina Bussinger und Chantal Brogli
Wettbewerb Wie viel Prozent der Schweizer Bevölkerung engagieren sich freiwillig? Verlost werden drei «Ochsner Sport»-Gutscheine im Wert von je 50 Franken Mitmachen – ganz einfach: Antwort per Online-Formular auf unserer Website eingeben, den QR-Code scannen oder E-Mail mit dem Betreff «Wettbewerb 3/2026» und den vollständigen Adressangaben an red-aarau@stv-fsg.ch senden.
Richtige Antwort Gymlive 2/26: Manuela Schär
Teilnahmeschluss: Montag, 2. November 2026 Die Gewinner*innen des Wettbewerbes werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
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Alles zur EM Kunstturnen 2026:
21 EUROPAMEISTERSCHAFTEN KUNSTTURNEN 2026
Zwischen Anspannung und Jubel Schweizer Turnmomente zwischen Fokus, Spannung und grosser Bühne. Die Kunstturn-EM aus Schweizer Sicht: nah dran bei den Athletinnen und Athleten, an kleinen Gesten und grossen Momenten.
Herzliche Gratulation zu EM-Bronze
Main Partner
Die Schweizer Elite-Turner holten Team-Bronze, Junior Ben Schumacher gewann Sprung- Bronze und die Schweizer Frauen schafften es, sich mit ihrem Top-10-Resultat nach 2019 wieder als Team für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren.
MÄNNERTEAM KUNSTTURNEN
Kurz vor dem Start zählt jeder Blick, jede Handbewegung, jedes Zeichen vom Rand der Wettkampffläche. Dann geht es um Präzision, Mut und Nervenstärke – bis im Ziel die Anspannung abfällt. Abseits davon zeigt sich, was das Schweizer Team auszeichnet: Zusam menhalt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung.
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Spannung bis zur letzten Landung
Der Swiss Cup Zürich gehört seit Jahren zu den spektakulärsten Wettkämpfen im internatio nalen Kunstturnen. 2026 schlägt der Traditionsanlass ein neues Kapitel auf: mit einem komplett überarbeiteten Wettkampfmodus und einer 360-Grad-Arena.
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Wer den neuen Swiss Cup Zürich (SCZ) verstehen will, darf ruhig an die Fussball-WM denken. Auch dort gibt es eine Qualifikation (Gruppenphase) und K.o.-Duelle (vom Viertelfinal bis Final). Genau nach diesem Prinzip funktioniert künftig auch der SCZ. Neu treten fünf Teams gegeneinander an, bestehend aus je zwei Frauen und zwei Männern.
Team A
Team B
Team C
Team D
Team E
In den ersten drei Runden sammeln die Teams Punkte. Jedes Team turnt pro Runde zwei Übungen. Nach der dritten Runde, also nach sechs Übungen pro Team, steht das Team mit der höchsten Punktzahl direkt im Halbfinal.
Beispiel Qualifikation
Team A
A1
A2
A3
A4
Runde 1
A1
A2
Runde 2
A3
A4
Runde 3
Coach wählt, welche*r Athlet*in die dritte Runde bestreitet, z. B. 1 und 2
Entscheidungsrunde
Halbfinal Beispiel Team B, D, E
Rang 2
Rang 5
Team B
Rang 4
Final Beispiel Team D, E
Team D
Team E
gegen
Rang 3
Team D
Team E
gegen
Hier treten automatisch die anderen beiden Teammitglieder an, also 3 und 4
Die Teams auf den Rängen 2 bis 5 müssen in die sogenannte Entscheidungsrunde (Viertelfinal). Dort treffen sie in direkten Duellen aufei nander – Rang 2 gegen Rang 5 sowie Rang 3 gegen Rang 4. Die Punkte werden genullt. Es treten die Athletinnen und Athleten an, die in der dritten Runde nicht geturnt haben.
Von der Qualifikation in die K.o.-Phase Nach der Entscheidungsrunde messen sich die verbleibenden drei Teams im Halbfinal. Es starten alle wieder bei null. Pro Team kommen eine
Turnerin und ein Turner zum Einsatz. Das Team mit der niedrigsten Punktzahl scheidet aus. Die anderen qualifizieren sich für den Final. Auch der Final beginnt auf Augenhöhe. Wieder werden alle bisherigen Punkte zurückgesetzt. Sämtliche vier Athletinnen und Athleten eines Teams absolvieren je eine Übung. Die addierte Punktzahl entscheidet über den Sieg beim Swiss Cup Zürich 2026. Jeder Moment kann entscheidend sein. Der neue Modus sorgt dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Ein Fehler in der Vorrunde bedeutet nicht automatisch das Aus, weil später alles wieder auf null gestellt wird. Gleichzeitig kann sich kein Team auf einem frühen Vorsprung ausruhen.
Die Arena wird zum Hexenkessel
Mehr Taktik durch den Buzzer Zusätzliche Spannung verspricht ein neues taktisches Element: der Buzzer. Jedes Team darf in der Qualifikation (Runde 1–3) eine Übung benennen, die doppelt zählt. Allerdings muss die Entscheidung vor der jeweiligen Übung getroffen werden. Wer den richtigen Moment erwischt, kann sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Wer sich verzockt, könnte wichtige Punkte verlieren.
Neben dem Wettkampfmodus wartet eine weitere Neuerung auf das Publikum: die 360-Grad-Arena. Anstatt das Geschehen nur von drei Seiten aus zu verfolgen, umringen die Zuschauenden künftig die gesamte Wettkampffläche. Dadurch entsteht eine Atmos phäre, die sich deutlich von klassischen Turnveranstaltungen unterscheidet. Die Fans sind näher am Geschehen, erleben jede Landung, jede Emotion und jeden Jubel unmittelbar mit. Die Arena wird damit zum Mittelpunkt des Events. Die Athletinnen und Athleten stehen förmlich im Zentrum des Geschehens und werden von allen Seiten unterstützt.
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Das Wichtigste im Überblick
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Teams
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Athlet*innen pro Team – 2 Frauen und 2 Männer
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Runden in der Qualifikation
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Übungen pro Team in der Qualifikation
Das Publikum ist nun noch näher am Geschehen.
Mehr Show, mehr Spannung, mehr Swiss Cup Der neue Swiss Cup Zürich verbindet sportliche Höchstleistungen mit einem verständlichen Wettkampfformat und einer noch intensiveren Publikumserfahrung. Direkte Duelle, taktische Entscheidungen, ständig neue Ausgangslagen und die 360-Grad-Arena sorgen dafür, dass jede Übung Bedeutung erhält. Oder anders gesagt: Der Swiss Cup Zürich bleibt sich treu – und wird gleichzeitig mo derner.
1×
darf der Buzzer eingesetzt werden
Qualifikation Alle 5 Teams sammeln Punkte. Rang 1 qualifiziert sich direkt für den Halbfinal. Entscheidungsrunde Rang 2 gegen 5 sowie Rang 3 gegen 4. Alle starten bei null. Halbfinal 3 Teams, je 1 Athletin und 1 Athlet pro Team. Alle starten bei null. Die beiden Teams mit der höchsten Punktzahl erreichen den Final. Final Alle 4 Athlet*innen pro Team treten an. Das höchste Total gewinnt.
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Foto: Harald von Mengden
Kurzinfos auf einen Blick
Eidgenössische Turn veteranen fördern die Turnjugend Von Rhythmischer Gymnastik über Trampolin bis zu Steinstossen und Geräteturnen: Die Eidgenössische Turnveteranen- Vereinigung (ETVV) unterstützt den Turnnachwuchs mit finanziellen Beiträgen für Schweizer Meisterschaften in zahlreichen STV-Disziplinen. Damit trägt sie dazu bei, dass junge Turne rinnen und Turner ihr Können auf nationaler Bühne zeigen können. 2026 wurden respektive werden folgende Anlässe mit einem Beitrag unterstützt: SM Rhythmische Gymnastik in Zürich, SM Trampolin in Kriens, SM Steinstossen in Schwellbrunn, SM Geräteturnen Mannschaften in St. Gallen. Du organisierst auch eine SM für den Turnnachwuchs? Unterstützungsbeiträge können beim ETVV-Zentralkomitee beantragt werden.
Foto: Stephan Bögli
Mehr Informationen zum Thema:
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Coop beschenkt STV-Vereine
Auch in diesem Jahr der Partnerschaft mit dem Schweizerischen Turnverband unterstützt Coop die Turnvereine mit insgesamt über 660’000 Franken. Jeder der 2’650 Vereine mit mehr als zehn Mitgliedern erhält eine Coop-Geschenkkarte im Wert von 250 Franken als Zustupf für die Vereinskasse.
Foto: zvg
Erfolge soll man feiern. Nach einer intensiven und hoffentlich erfolgreichen Turnfest-Saison 2026 ist der richtige Zeitpunkt gekommen, gemeinsam auf das Erlebte zurückzublicken und die vielen schönen Momente nochmals aufleben zu lassen. Damit möchte Coop euch eine Freude machen und die Möglichkeit geben, die Turnfest-Saison 2026 gemeinsam ausklingen zu lassen – zum Beispiel bei einem gemütlichen Apéro, bei dem ihr auf eure Erfolge, euren Einsatz und den starken Teamgeist anstossen könnt. Lasst uns und Coop doch daran teilhaben und postet auf euren Social-Media-Kanälen einen kleinen «Dankesgruss», wo ihr @coop.ch als auch @swissgymnastics markiert.
CONCORDIA Fitiva bewegt die Vereine Ein Jahr CONCORDIA Fitiva – und das Ganzjahresprogramm ist gut in Bewegung gekommen. Die Vereine greifen auf die Inhalte zu, rund 90 Prozent der Nutzenden sind zufrieden. Über den persönlichen mySTV-Account finden Leitende alles, was sie fürs Training brauchen: Lektionen, Musik und die Trainingbox. Neu bringen Fitnessband-Lektionen noch mehr Abwechslung ins Angebot. Wer Fitiva erst einmal ausprobieren möchte, findet auf der Webseite zudem ein Schnuppertraining für zu Hause. Die Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem ersten Jahr geben nun Schwung für die Weiterentwicklung von CONCORDIA Fitiva. Meldet auch euren Verein für das Programm an:
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KOMPAKT
ROMANDIE
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Wissenswertes aus der französischen Sprachregion
Norah Demierre stand am 19. September 2026 in Grandson an der Gala zum 10-Jahr-Jubiläum des Welsch Master Team gemeinsam mit ihrer Schwester Julie auf der Bühne. Zu diesem Jubiläum präsentierten die Gymnastin und die ehemalige Kandidatin der «Star Academy 2024» eine Verschmelzung von Gymnastik und Gesang. Dies war jedoch keine Premiere für die beiden Schwestern. Sie sind es gewohnt, gemeinsam aufzutreten, und ihre zwei Welten auf der Bühne zu verbinden. Norah bringt ihr Können in der Rhythmischen Gymnastik ein, während Julie die Show mit ihrer Stimme bereichert. Bereits im August 2026 sind die beiden an der Athletissima in Lausanne aufgetreten.
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Die Jubiläumsgala hat Hunderte Turnende zusammengebracht, um zehn Jahre Welsch Master Team, Gewinner Gym for Life Challenge 2025, zu feiern.
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Foto: zvg
Zwei Schwestern, zwei Talente, eine Bühne
Westschweizer Turnende mit DJ Bobo auf Tournee Schaukelringe, Tanz, Lichtshow und Tausende von Zuschauenden: Mehrere Westschweizer Turnende haben die Turnhalle gegen die grosse Tourneebühne von DJ Bobo getauscht. Unter ihnen die Jurassierin Flavie Beuchat (21), Geräteturn-Spezialistin, die aus rund 50 Bewerberinnen und Bewerbern für die sechsköpfige Turngruppe auserkoren wurde. Nach mehreren Monaten mit Proben stand Flavie an der Seite von DJ Bobo auf der Bühne in Berlin und vor bis zu 17’000 Zuschauenden. Eine Erfahrung, die ihr eine andere Facette des Turnens aufzeigte. Flavie ist nicht die einzige Westschweizerin, die sich dieser Herausforderung stellen durfte. Jessica Rullo von FSG Vevey Jeunes-Patriotes und Mitglied im Welsch Master Team sowie auch Valentin Rosati, ehemaliges Mitglied von Amis-Gymnastes Yverdon, der heute in Luzern lebt, waren Teil des Abenteuers. Letzterer ist für die Turnenden verantwortlich und sorgt für einen guten Zusammenhalt der Truppe. Autorin: Emilie Lambiel
31 KOMPAKT
TESSIN Wissenswertes aus der italienischen Sprachregion 3 ARTURO GANDER 43 MEMORIAL
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5 novembre 2026 14 novembre 14 novembre novembre 14 14 novembre 14 novembre CHIASSO PALAPENZ, ORE 20.00
Turnspektakel zurück im Tessin
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Am Donnerstag, 5. November 2026, wird der Palapenz in Chiasso zum 21. Mal Schauplatz internationaler Turnkunst – unter der Leitung von Alberto Mogliazzi. Das Memorial Arthur Gander kehrt zurück und mit ihm die Begeisterung, einige der grossen Stars im Kunstturnen live zu bewundern.
IL TUUISO TA Q IS CQ ISTTTTAAO UIE ISTAAA QLU ABCCIG ACQU O U T O O IL U U T O T IN IL U L TEO IL TA IL T ON TO OCQUIS LIE IETTTTA TTOBIG IGLLIE BIGLIE BBIG TUO INEE L IL E N IN O IN L E L N ON ONLIN O TTO BIGLIE E ONLIN
Das Memorial Arthur Gander ist seit jeher mit dem Swiss Cup Zürich verbunden (siehe Seiten 24–27). Dieser kehrt nach einem Jahr Pause mit einigen Neuerungen zurück, welche auch Auswirkungen auf das Memorial Gander haben. Statt neun werden nur noch fünf verschiedene Nationen beteiligt sein, dafür gehen pro Gerät zwei Turnende an den Start. Neben dem Gastgeber Schweiz nehmen starke Turnna tionen teil. Welche Athletinnen und Athleten genau in Chiasso antreten, ist noch offen. Daneben werden am Memorial Arthur Gander wie es die Tradition will, auch italienische Turnerinnen und Turner im Einsatz stehen. Das Organisationskomitee arbeitet schon seit Monaten daran, den Anlass auf die Beine zu stellen.
Organizzazione Società federale di ginnastica Chiasso
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Tickets sind ab sofort erhältlich. Tessiner Turnvereine profitieren von einem Sonderpreis. Dieses Jahr wird der Palapenz zudem durch eine zweite Grossleinwand ergänzt, sodass das Publikum den Wettkampf von allen Seiten mitverfolgen kann. Weitere Informationen und Tickets:
Autor: Fulvio Castelletti/ahv
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Einige Neuerungen
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Der internationale Kunstturn-Anlass findet zwar zum 21. Mal in Chiasso statt, doch insgesamt ist es die 43. Ausgabe. Das Memorial Arthur Gander wird nämlich alternierend im Tessin und in der Westschweiz, in Morges, durchgeführt.
32 Publireportage
STV-PARTNER
Seit 40 Jahren mit Herz im Turnsport Pirmin Walker leitet die CONCORDIA-Agentur in Altdorf. Seine Passion gilt in der Freizeit aber voll und ganz dem Turnsport. Im Gespräch erzählt er, was ihn bis heute motiviert und welche Parallelen er zwischen dem Vereinsleben und seiner Rolle bei der CONCORDIA sieht. Was mit einem Probetraining im Teenageralter begann, hat bis heute – 40 Jahre später – immer noch Bestand: Pirmins Mitgliedschaft im TSV Altdorf. Als aktiver Turner, Oberturner und Organisator der Urner Abendläufe ist Pirmin durch und durch ein Turnbegeisterter, der im Verein mitanpackt. Auch bei der CONCORDIA nimmt er seit fast zehn Jahren eine Vorbildfunktion ein. In beiden Welten gilt für ihn dasselbe: voran gehen, mithelfen und andere auf ihrem Weg unterstützen. Pirmin, was motiviert dich, schon seit so vielen Jahren aktiv im Turnverein zu sein? Turnvereine zeichnen sich für mich durch zwei Dinge aus: durch ihre sportliche Vielfältigkeit und durch die starke Kameradschaft. Beides schätze ich sehr. Der TSV Altdorf bietet ein
bwechslungsreiches Programm, und der sporta liche Höhepunkt ist für mich jedes Jahr die Teilnahme an einem Turnfest. Ebenso wichtig ist für mich aber die soziale Komponente des Vereinslebens. Mein zweiter Saisonhöhepunkt ist darum jeweils der Vereinsanlass, bei dem alle Turnenden zu einem feinen Essen und einem visuellen Jahresrückblick eingeladen sind. Inwiefern lässt sich deine Rolle im Verein mit deiner Rolle als Agenturleiter bei der CONCORDIA vergleichen? Die beiden Rollen haben vieles gemeinsam. An beiden Orten bin ich Trainer und Coach: Als Agenturleiter versuche ich, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für mein Team zu schaffen. Ich fördere Stärken, arbeite mit den Mitarbeitenden an Entwicklungspotenzialen und begleite sie auf dem Weg zum gemeinsamen Erfolg. Genauso verhält es sich im Turn verein. Ich organisiere und leite zusammen mit meinem grossartigen Leitungsteam die sport lichen Aktivitäten. Dabei geht es nicht nur darum, fit zu bleiben, sondern auch darum, uns gezielt auf das Turnfest vorzubereiten. In beiden Funktionen ist es mein Ziel, die bestmögliche Leistung aufgrund des vorhandenen persönlichen Potenzials auszuschöpfen und dabei Spass zu haben. Warum empfiehlst du Turnerinnen und Turnern die CONCORDIA? Die CONCORDIA ist so vielfältig wie ein Turnverein: Unser breites Angebot deckt die Bedürfnisse in jeder Lebensphase. Wir bieten unseren Versicherten passende und bedürfnisgerechte Deckungen in den Bereichen Krankheit, Unfall
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STV-Partner Der STV dankt seinen Partnern für ihre wertvolle Unterstützung zugunsten des Turnsports. Gemeinsam können wir das Turnen weiterentwickeln und Emotionen auslösen. Herzlichen Dank!
Platin Partner
Der TSV Altdorf am ETF 2025.
und Vorsorge an. Dazu kommt die persönliche Nähe. Die CONCORDIA ist mit ihren 160 Standorten lokal verankert und gut erreichbar. Wer anruft, spricht direkt mit einer Person und nicht mit einem Computer. Diese persönliche und unkomplizierte Art der Beratung passt für mich gut zu dem, was ich auch aus dem Vereinsleben kenne: Man begegnet sich auf Augenhöhe, hört einander zu und sucht gemeinsam nach einer guten Lösung. Zum Schluss: Was ist dir bei Versicherungen grundsätzlich wichtig? Ich finde, man sollte die eigene Versicherungsdeckung regelmässig überprüfen, und zwar unabhängig davon, wo man versichert ist. Denn unsere Bedürfnisse ändern sich mit den Jahren. Was uns früher nicht wichtig war, hat heute vielleicht einen höheren Stellenwert oder umgekehrt. Vielleicht hat sich die Familiensituation verändert, vielleicht auch die finanzielle Ausgangslage oder die persönlichen Prioritäten. Darum lohnt es sich, von Zeit zu Zeit hinzuschauen und zu prüfen, ob die bestehende Lösung noch zur aktuellen Lebensphase passt. Genau dabei kann eine persönliche Beratung helfen. Seit 40 Jahren ist Pirmin Walker mit dem Turnsport verbunden – und noch immer begeistert ihn, was ein starkes Miteinander bewegen kann. Genau dieses Verständnis prägt auch seine Arbeit bei der CONCORDIA: Menschen persönlich begleiten, passende Lösungen finden und langfristig für sie da sein. Denn ob im Verein oder im Leben: Stark ist man selten allein. Autorin: CONCORDIA
Silver Partner
Bronze Partner
Supporter
Media Partner
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TURN-KOSMOS
Leichtathletik: eine im STV stark verankerte Tradition
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Leichtathletik ist das Herzstück von Turnfesten.
Die Leichtathletik gilt als die olympische Sportart schlechthin. In der Schweiz findet sie jedoch nicht nur auf internationalen Bühnen statt. Seit Generationen ist sie auch fest in den Turnvereinen verankert. Zwischen Breitensport, Vereinswettkämpfen und der engen Zusammenarbeit mit Swiss Athletics trägt der Schweizerische Turnverband (STV) dazu bei, die Leichtathletik in all ihren Facetten lebendig zu halten.
Wer in der Schweiz an Leichtathletik denkt, denkt meist zuerst an Swiss Athletics. Der nationale Fachverband steht insbesondere für den Leistungs- und Spitzensport. Doch auch im STV hat die Leichtathletik seit jeher einen wichtigen Stellenwert.
de teilnehmen. Regelmässige Treffen, gemeinsame Ausbildungen für Kampfrichtende sowie abgestimmte Ausbildungswege für Trainerinnen und Trainer stärken die Zusammenarbeit zusätzlich.
«Swiss Athletics ist stärker auf den Leistungssport ausgerichtet, während der STV die Leichtathletik vor allem im Breitensport fördert», erklärt Philip Salathe, Ressortleiter Leichtathletik beim STV.
In der DNA der Turnvereine
Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte arbeiten die beiden Verbände eng zusammen. Die Wettkampfregeln sind dieselben, viele Vereine sind sowohl Mitglied bei Swiss Athletics als auch beim STV. Dadurch können Athletinnen und Athleten an Wettkämpfen beider Verbän-
Schleuderball ist eine Disziplin, die es nur in der Turn-Leichtathletik gibt.
Leichtathletik ist Teil der DNA des Schweizer Turnsports. In vielen Turnvereinen gehört sie zum polysportiven Angebot, in dem alle ihren Platz finden. «Für mich stehen die Turnvereine und der STV für Vielseitigkeit. Turnen umfasst nicht nur Geräteturnen, sondern auch Leichtathletik, Spiele, Fachtests und vieles mehr. Die Leichtathletik ist ein wichtiger Bestandteil dieser Vielfalt», sagt Salathe. Besonders sichtbar wird dies an den Turnfesten. Ohne leichtathletische Disziplinen würde etwas fehlen. Tausende Turnerinnen und Turner messen sich jedes Jahr darin. Am Eidge-
36 nössischen Turnfest 2025 in Lausanne zählten Disziplinen wie Pendelstafette, Weitsprung oder Kugelstossen zu den beliebtesten Diszi plinen innerhalb des Vereinswettkampfs.
Bewährtes weiterentwickeln Tradition allein genügt jedoch nicht. Der STV entwickelt seine Leichtathletik-Angebote laufend weiter. Seit 2026 werden die Pendel stafette und der Leichtathletik-Mannschaftsmehrkampf (LMM) als offizielle Schweizer Meisterschaften geführt. Damit erhalten diese Wettkämpfe höhere Sichtbarkeit und neue Entwicklungsmöglichkeiten. «Es ist uns wichtig, dass sich die Leichtathletik innerhalb des STV weiterentwickelt. Deshalb überprüfen und modernisieren wir unsere Wettkampfformate laufend», erklärt Salathe.
Einige Daten zur Schweizer Leichtathletik 1832 Gründung des Eidgenössischen Turnvereins (Vorläufer des STV), Leichtathletik-Disziplinen werden nach und nach Teil des Turnbetriebs. 1905 Gründung erste nationale Leichtathletik-Organisation 1971 Gründung Schweizerischer Leicht athletikverband (SLV) durch den Zusammenschluss zweier bestehender Verbände. Seit 2006 trägt sie den Namen Swiss Athletics. 1985 Gründung des Schweizerischen Turnverbandes (STV) durch den Zusammenschluss des Eidgenössischen Turnvereins und des Schweizerischen Frauenturnverbands. Heute Swiss Athletics und der STV entwickeln gemeinsam die Schweizer Leichtathletik weiter.
Wenn es sein Terminkalender zulässt, startet Simon Ehammer für seinen Turnverein.
37 Vereine als Talentförderer Eine besondere Stärke der Leichtathletik im STV liegt in der Verbindung von Breiten- und Leistungssport. Viele Turnvereine fördern vielseitige Athletinnen und Athleten, die insbesondere im Mehrkampf erfolgreich sind. Prominentes Beispiel ist Simon Ehammer vom TV Teufen. Er gehört zur internationalen Spitze und konnte 2026 das renommierte Mehrkampf-Meeting in Götzis (AUT) gewinnen. Trotz seiner Erfolge bleiben sie ihren Stammvereinen eng verbunden und starten weiterhin regelmässig an STV-Wettkämpfen. Auch an dere Spitzenathleten wie Andrin Huber oder Cédric Deillon (beide TV Teufen) zeigen, wie Leistungssport und Vereinsleben Hand in Hand gehen können. Eine weitere international erfolgreiche Leicht athletin, die aus einem Turnverein stammt, ist Annik Kälin vom AJ TV Landquart. Nicht selten beginnt eine erfolgreiche Leichtathletikkarriere sogar in einer anderen Turnsportart. So war Stabhochspringerin Angelica Moser (Turnfabrik Frauenfeld) zunächst im Kunstturnen aktiv, bevor sie zur Leichtathletik wechselte.
Unterschiedliche regionale Verankerung Die Rolle der Leichtathletik im STV ist in den Sprachregionen unterschiedlich ausgeprägt. Während die Sportart in der Romandie und im Tessin vor allem in spezialisierten Leichtath letikvereinen organisiert ist, verfügen zahlreiche STV-Vereine in der Deutschschweiz über eine lange und starke Leichtathletiktradition. Dazu gehören beispielsweise Vereine im Bezirk March (SZ) oder der TV Teufen. Sie profitieren von ihrer Ausrichtung als polysportive Vereine und können ihren Mitgliedern ein breites Sportangebot bieten.
Das einzigartige Modell sichern Eine Herausforderung der kommenden Jahre wird es sein, die starke Position der Leichtathletik innerhalb des STV zu erhalten. Mit den für 2027 geplanten Anpassungen der Mitgliederbeiträge entfällt der bisherige Vorzugstarif für Personen, die sowohl dem STV als auch Swiss Athletics angehören. Dies könnte Auswirkungen auf die bisher verbreitete Doppelmitgliedschaft haben.
Für Philip Salathe ist deshalb klar: «Es ist entscheidend, dass der STV auch künftig attraktive Leichtathletik-Wettkämpfe anbietet und die Bedeutung dieser Sportart innerhalb des Verbandes sichtbar bleibt.» Denn gerade das Zusammenspiel von STV und Swiss Athletics macht die Schweizer Leicht athletik besonders. Es ermöglicht Athletinnen und Athleten, sportliche Höchstleistungen anzustreben und gleichzeitig Teil eines vielseitigen und lebendigen Vereinslebens zu bleiben. Autorin: Emilie Lambiel Foto: STV, Lausanne2025/Nicole Richli
Die Turnvereine fördern nicht nur Amateursportler*innen. Einige Athlet*innen reden heute auch an der internationalen Spitze mit:
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Simon Ehammer (TV Teufen) Mehrkämpfer (Sieger des Mehrkampf-Meetings in Götzis 2026 und Weltrekordhalter Hallen-Mehrkampf), Weitsprung-Spezialist (EM-Silber 2026)
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Annik Kälin (AJ TV Landquart) Mehrkämpferin (Siegerin MM in Götzis, EM-Vierte 2026)
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Andrin Huber, Cédric Deillon, Miryam Matzenauer (alle TV Teufen) und Lionel Spitz (TV Adliswil/Adliswil Track Team) International und in ihrem Turnverein aktiv
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Angelica Moser (Turnfabrik Frauenfeld) Stabhochspringerin (mehrfache Europameisterin), ehemalige Kunstturnerin
Ihre Laufbahnen verdeutlichen perfekt, wie gut sich die Vielseitigkeit der STV-Vereine und die Anforderungen des Spitzensports ergänzen.
KOMPAKT
Ehrengarde Es jubilieren ... Ganz herzlich gratulieren wir unseren Ehrenmitgliedern zu ihren speziellen oder erfreulich hohen Geburtstagen:
Bea Häring
Aesch 75 Jahre am 5. September 2026
Rosmarie Gschwend-Hess
Hugo Rechsteiner
Irene Senn
Paolo Zürcher
Jacques Robert
Annemarie Baumann
Fritz Müller
Margrit Widmer
Susanne Meister
Beatrix Schaller
Liestal 95 Jahre am 4. September 2026
Chiasso 91 Jahre am 22. Juli 2026
Winterthur 91 Jahre am 16. September 2026
Steffisburg 85 Jahre am 18. Juli 2026
Schaffhausen 80 Jahre am 18. August 2026
Satigny 80 Jahre 26. August 2026
Dotzigen 80 Jahre am 18. September 2026
Walter Minder
Rose-Marie Muller
Beatrice Gaus
Bussigny 80 Jahre am 2. August 2026
Bözen 70 Jahre am 14. August 2026
Rothrist 80 Jahre am 8. September 2026
Jean Schneider
Bramois 80 Jahre am 26. Juli 2026
Gränichen 70 Jahre am 4. August 2026
Wohlen AG 75 Jahre am 22. Juli 2026
Kloten 75 Jahre am 17. August 2026
In Gedenken Karl Engler
Romanshorn 4. August 1939 bis 18. Juni 2026 – 1980–1984 Chef Gymnastik Technisches Komitee ETV – Kursleiter Eidgenössischer Turnverein (ETV) – 1971–1977 Mitglied Technische Kommission Thurgauer Kantonalturnverband
39 Letzte Frage an …
Simon Ehammer International erfolgreicher Mehrkämpfer und Weit springer, Mitglied TV Teufen
TURNWELT IN BILDERN
Traditioneller Arbeitseinsatz des TV Egg Der Turnverein Egg zeigt auch 2026 eindrucksvoll, was gemeinschaftliches Anpacken bedeutet. Alle zehn Jahre und damit bereits zum sechsten Mal machten sich Turnende in den Sommerferien auf, um ein Projekt ausserhalb der Gemeinde zu unterstützen. Dieses Jahr führte sie ihr Arbeitseinsatz auf den Bergbauernhof der Familie Tschudi im Stoffel in Ennenda – ein Ort, der mit seiner Aussicht und seiner Ruhe sofort begeisterte. Während einer Woche halfen die Eggerinnen und Egger bei der Sanierung der Zufahrtsstrasse, einer wichtigen Lebensader des Hofes. Nur mit einer funktionierenden Strasse bleibt die Bewirtschaftung des Bergbetriebs langfristig möglich. Mit Schaufeln, Pickeln und viel Herzblut arbeiteten über 60 Turnende Hand in
Ausblick
4/2026
Hand. Abends genossen sie die Gemeinschaft, den Blick ins Glarnerland, den Austausch untereinander und mit der Familie Tschudi, die täglich vorbeischaute. Mehr Informationen zu den Arbeitseinsätzen des TV Egg:
Facebook-Reel von Glarner Nachrichten zum diesjährigen Arbeitseinsatz:
Autor: Roger Meister, TV Egg Fotos: zvg TV Egg
Die nächste Ausgabe erscheint: 18. Dezember 2026 Redaktionsschluss: 2. November 2026
Du bist Weltklasse-Leichtathlet. Was hat dir der Turnverein mitgegeben, das dich bis heute prägt? Der Turnverein hat mir unglaublich viel mitgegeben – weit über den Sport hinaus. Dort habe ich als Kind gelernt, Freude an Bewegung zu haben, Neues auszuprobieren und mich mit anderen zu messen. Gleichzeitig habe ich erfahren, was Gemeinschaft bedeutet: zusammen trainieren, sich gegenseitig unterstützen, Erfolge feiern, aber auch mit Niederlagen umgehen. Im Turnverein wurden für mich wichtige Grundlagen gelegt – koordinativ und athletisch, aber vor allem auch menschlich. Disziplin, Durchhaltevermögen, Teamgeist und die Freude daran, sich immer weiterzuentwickeln, begleiten mich bis heute. Auch wenn ich heute als Leicht athlet auf den grössten Bühnen der Welt antrete, sind diese Wurzeln geblieben. Der Turnverein war für mich ein Ort, an dem Sport vor allem eines sein durfte: Freude. Und ich glaube, genau diese Freude ist bis heute einer der wichtigsten Gründe, warum ich meinen Sport mit so viel Leidenschaft betreibe.
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