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Gymlive 2/2026 – DE

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Inklusion im Alltag

Vielfalt auf der Matte

1996 im Fokus

Die Turnwelt vor 30 Jahren

Du bist stark. Wir sind stark für dich.

Deine Gesundheit. Dein Training. Unser Support.

Die CONCORDIA ist stolze Platin-Partnerin des Schweizerischen Turnverbandes.

ST V FSG

Inklusion im Turnsport vorantreiben

Vor einem Jahr stand Inklusion beim STV gleich doppelt im Fokus: Mit der Schaffung der Kompetenzstelle wurde das Thema auf Verbandsebene verankert, gleichzeitig war Inklusion am Eidgenössischen Turnfest sicht­ und erlebbar. Diese Erfahrungen haben gezeigt, wie viel mit Offenheit und wenigen Anpassungen möglich ist.

Seither wird gezielt daran gearbeitet, Inklusion möglichst einfach umzusetzen. Angebote werden überprüft und weiterentwickelt – etwa mit der Überarbeitung der Weisung Fit+Fun, wodurch ein weiteres Angebot, zugänglicher gestaltet und beispielsweise für PluSport­Gruppen gut nutzbar wurde. In der Gymnastik wurden Vorschriften ergänzt, um die Teilnahme fairer zu gestalten. Zudem fliessen Empfehlungen zur Inklusion schrittweise in verschiedene Sportarten ein.

Für den STV ist Inklusion kein einzelnes Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Inklusion entsteht vor allem in den Vereinen vor Ort. Als Verband geben wir Orientierung, bündeln Wissen und schaffen Rahmenbedingungen für Entwicklung. Inklusion ist ein gemeinsamer Weg – ein Weg, der den Schweizer Turnsport nachhaltig stärkt.

Mit sportlichen Grüssen

Vom «Sport aktiv» zu Gymlive
Auf dem Weg nach Lissabon

Impressum

Gymlive – Turnmagazin

2026: 169. Jahrgang

Erscheint vier Mal pro Jahr

Beglaubigte Auflage

Gesamtauflage 95’591 de: 82’442, fr: 11’131, it: 2’018

Herausgeber/Verlag

Schweizerischer Turnverband (STV)

Bahnhofstrasse, 5000 Aarau T +41 62 837 82 00, stv­fsg.ch

Redaktion Gymlive

Carolina Estibeira

Chantal Brogli

Emilie Lambiel

Alexandra Herzog

Lara Rigamonti red­aarau@stv­fsg.ch

Konzept/Design

Hug & Dorfmüller Design AG

Realisation

Kommuniversum AG, Zürich kommuniversum.ch

Korrektorat

Linkgroup AG, Zürich linkgroup.ch

Druck/Versand

Printlink AG, Zürich printlink.ch

Abonnementspreise

Gymlive CHF 30.–/Jahr

(Einzelnummer: CHF 6.–)

Adressmutationen my.stv­fsg.ch/login, stv­admin@stv­fsg.ch T +41 62 837 82 03

Wenn Mitmachen selbstverständlich ist

6 Im Fokus

Gelebte Inklusion

11 Kompakt

Kurzinfos aus den Sprachregionen

15 Gymlive neu digital

16 Blick ins Archiv

Vom «Sport aktiv» zu Gymlive

20 Verbands-/Vereinsjubiläen

21 Ehrengarde Gratulationen 22 Turnspirit

Auf dem Weg nach Lissabon

26 Ein Blick zurück aufs erste STV-Halbjahr

29 STV-Partner

TV Ziefen: Ticketshop statt Briefkasten

32 Aufgeschnappt

Sportliche Wissenshäppchen inklusive Wettbewerb

34 Turn-Kosmos

Faustball – alles andere als Altherrensport

39 Schlusspunkt

Turnwelt in Bildern und letzte Frage

40 Mitgliederangebote Profitiere von Rabatten Alle News im Überblick gibt es bei

Wenn Mitmachen selbstverständlich ist

Inklusion beginnt nicht mit grossen Konzepten, sondern mit einer Haltung: Alle dürfen dabei sein. Im STV Wehntal ist das seit vielen Jahren selbstverständlich. Kinder mit und ohne Behinderung trainieren gemeinsam – und wachsen aneinander.

Ihr Kind im Turnverein anzumelden, ist für einige Familien selbstverständlich. Aber nicht für alle. Eine Mutter des STV Wehntal, die anonym bleiben möchte, erzählt, dass der Turnverein ein wichtiger Schritt hin zu mehr Normalität im Alltag ihres Sohnes mit frühkindlichem Autismus war. «Es hat meinem Sohn wirklich geholfen, dass er Teil einer Gruppe sein konnte», sagt sie. Besonders wertvoll sei gewesen, dass er gemeinsam mit neurotypischen Kindern trainieren durfte. «Mit anderen Menschen zusammen zu sein – das war auf jeden Fall sehr positiv.»

Auch für die ganze Familie habe die Vereinszugehörigkeit viel bedeutet. Der Sohn konnte zusammen mit seinem Bruder ins Turnen gehen und Teil eines ganz normalen Vereinslebens sein. Höhepunkte waren die Auftritte am Chränzli: «Er stand schon drei Mal auf der Bühne. Das waren immer sehr schöne Momente –und er war jedes Mal mit viel Freude dabei.»

Der offene Umgang im Verein habe Vertrauen geschaffen. Für ihren Sohn, aber auch für sie selbst. «Ich denke, das war wichtig für seine Zukunft. Er konnte sich öffnen, anderen Menschen begegnen. Dafür bin ich sehr dankbar.» Inzwischen ist er 18 Jahre alt und seit etwa zehn Jahren im Verein. Er war zuerst in der Jugi und ist nun im Geräteturnen dabei.

Gleich behandeln –aber nicht gleich lassen

Eine zentrale Rolle spielt die Arbeit der Leiterinnen und Leiter. Andrea Sohàr, Kinderturnenund U10 ­ Leiterin, setzt im Alltag auf klare Strukturen und Gleichbehandlung. «Ich habe mit den Eltern abgemacht, dass ihr Kind mit Trisomie 21 gleichbehandelt wird wie alle anderen auch», sagt sie. Klare Regeln, Konsequenzen und verlässliche Abmachungen gelten für

alle. Gerade zu Beginn ist ein enger Austausch mit den Eltern wichtig, später reicht oft ein regelmässiger Kontakt.

Ähnliche Erfahrungen macht auch Iris Bolliger. «In unseren Trainings sind alle willkommen, weil jedes Kind etwas Eigenes mitbringt», sagt sie. Manchmal sei es herausfordernd, allen Bedürfnissen gleichzeitig gerecht zu werden. «Dann muss man auch mal warten können –und sich bewusst Zeit für ein spezielles Bedürfnis nehmen.» Zwar brauche ein inklusives Kind gelegentlich mehr Aufmerksamkeit, «meist reicht aber ein Kontrollblick».

In der Elternarbeit setzen beide auf pragmatische Lösungen. Während Andrea Sohàr den Austausch insbesondere zu Beginn betont, ist für Iris Bolliger vor allem eines entscheidend: gute Informationen. «Es hilft, wenn Eltern erklären, was in schwierigen Situationen unterstützt – quasi eine kleine Bedienungsanleitung für ihr Kind.»

Zur Realität gehört auch, dass Inklusion Grenzen hat. Wenn Sicherheit oder Ressourcen nicht mehr gewährleistet sind, braucht es klare Gespräche – und manchmal einen Schlussstrich. «Das ist nicht einfach, aber notwendig», sagt Sohàr.

Unified by Swiss Inclusive Sport

Inklusion als gelebte Vereinskultur

Im STV Wehntal wird Inklusion nicht als Zusatzangebot verstanden, sondern als Teil der Vereinskultur. Verantwortlich dafür ist Denise Girardet, die den Verein seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen geprägt hat und heute Ansprechperson für Inklusion ist. «Unser Verein war schon immer offen für alle Kinder –unabhängig von ihren Einschränkungen», sagt sie. Im Zentrum stehen nämlich die Gemeinschaft, die Freude an Bewegung und das Miteinander.

Diese Haltung wurde durch ein klares Leitbild verankert. Darin hält der Verein fest, dass er allen offensteht – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Behinderung. Als weiteren Schritt ist der STV Wehntal seit 2020 offiziell von Swiss Inclusive Sport als inklusiver Verein (Unified) zertifiziert.

Swiss Inclusive Sport ist das nationale Kompetenzzentrum für Inklusion im Sport. Der unabhängige Verein berät und begleitet Vereine, Verbände und Gemeinden dabei, Sportangebote inklusiv zu gestalten. Die Organisation ist seit 2025 eigenständig aktiv und als Spin­off von Special Olympics Switzerland entstanden.

Mehr Infos:

Sie haben ihm einfach ermöglicht, gut zu sein.

Denise Girardet

Ansprechperson «Unified» STV Wehntal

Lernen, austauschen, unterstützen

Erfolgreiche Inklusion braucht Wissen, Austausch und Unterstützung. Nebst dem braucht es aber auch Vorbilder. Denise Girardet erzählt von einem emotionalen Moment letztes Jahr am ETF in Lausanne. «Beim Fachtest Unihockey beobachtete ich einen Verein, der eine Person mit einer Behinderung dabei hatte. Seine Vereinskollegen haben sich ums Feld gestellt und ihm dann im richtigen Moment Anweisungen gegeben und ihn motiviert. Da kamen uns allen die Tränen. Sie haben es möglich gemacht, dass er gut ist. Ihr Teamgeist war inspirierend.» Und diesen Teamgeist will man auch beim STV Wehntal übermitteln. «Offene Kommunikation im Leiterteam und mit den Eltern ist zentral», betont Denise Girardet. Ebenso wichtig sei es, Grenzen zu kennen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Die Erfahrungen sind vielfältig – und oft bereichernd. Kinder lernen früh, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Teams werden so gebildet, dass niemand ausgeschlossen wird. Und auch das Vereinsleben profitiert: «Es entsteht ein inklusiver Spirit, der alle bereichert.»

Kleine Schritte mit grosser Wirkung

Inklusion im Turnverein ist kein starres Konzept. Sie lebt von Vertrauen, Offenheit und Menschen, die bereit sind, hinzuschauen und dazuzulernen. Für die Mutter, deren Sohn schon viele Jahre Teil des Vereins ist, ist klar: «Es hat unserem Sohn und unserer Familie sehr viel gebracht.»

National Games 2026 in Zug

Was im STV Wehntal seit Jahren selbstverständlich gelebt wird, zeigt: Inklusion wächst von unten – aus dem Vereinsalltag heraus. Und genau diese Haltung gewinnt auch im Schweizer Turnsport insgesamt an Bedeutung. Ein sichtbares Zeichen dafür sind die National Games 2026 von Special Olympics Switzerland, bei denen zum Beispiel Kunstturnen erstmals als Demonstrationssportart gezeigt wird. Menschen mit kognitiver Behinderung erhalten damit erstmals eine Bühne in einer Disziplin, die ihnen bisher kaum offenstand. Dabei geht es nicht um Sonderwege oder getrennte Strukturen. Im Zentrum steht vielmehr die Öffnung innerhalb des bestehenden Turnsports.

Mehr Infos zum Artikel «Kunstturnen für alle –auch für Menschen mit Behinderung»:

Bewegung beim STV Wehntal

Vereine wie der STV Wehntal zeigen, dass Inklusion nicht bei Reglementen beginnt, sondern bei Menschen: bei Leiterinnen und Leitern, die hinschauen, bei Eltern, die Vertrauen schenken, und bei Kindern, die einfach mitmachen. Und genau darin liegt die Kraft der Inklusion: Wenn Mitmachen selbstverständlich wird – für alle.

Autorin: Carolina Estibeira Fotos: zvg/Christian Meier

Kurzinfos auf einen Blick

Neues Arena-Erlebnis und mehr Teamgeist am Swiss Cup Zürich

Der Countdown läuft: Am 7. November kehrt der Swiss Cup Zürich ins Hallenstadion zurück – mit weiterentwickeltem Wettkampfformat und neuem Arena­Erlebnis. Erstmals wird die Halle im 360­Grad­Layout genutzt. Die obersten Ränge bleiben geschlossen, um die Nähe zwischen Publikum sowie Athletinnen und Athleten zu stärken. Neu platzierte Teamboxen sorgen zudem für mehr Sichtbarkeit während des Wettkampfs.

Was steht sonst noch fest?

STV regelt operative Führung neu –

Direktor Stefan Riner tritt zurück

Der Schweizerische Turnverband (STV) regelt die operative Führung bis zur Neubesetzung der Direktion neu. Die Gesamtkoordination übernehmen interimistisch zwei Mitglieder der Geschäftsleitung: Jérôme Hübscher (Sportförderung) und Claudia Nessier (Verbandsentwicklung). Stefan Riner tritt per 31. Oktober 2026 auf eigenen Wunsch als Direktor zurück. Riner begleitet die Übergabe der zentralen Dossiers und bringt seine Erfahrung in dieser Phase weiterhin ein. In seiner Amtszeit hat er den Verband stabilisiert, die Strategieumsetzung angestossen und zentrale Projekte vorangetrieben. Der Nachfolgeprozess läuft.

Mehr Informationen zum Thema:

Grafik: Designlight
Foto:

Deutschschweiz & Tessin

Wissenswertes aus der Deutschschweiz und dem Tessin

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Jakob Frischknecht neuer ENV-Präsident

Der Eidgenössische Nationalturnverband hat mit Jakob «Köbi» Frischknecht einen neuen Präsidenten (rechts im Bild). Der Aargauer wurde an der Delegiertenversammlung 2026 in Grüsch gewählt und folgt auf Kurt Zemp, der den ENV seit 2018 präsidierte. Frischknecht bringt Erfahrung als Athlet, Funktionär und OK­ Präsident mit und setzt auf Kontinuität sowie gezielte Weiterentwicklung.

Mehr Informationen dazu:

Bewährte Anlässe sind jetzt Schweizer Meisterschaften

Die beiden Leichtathletik­Anlässe – die STV­Meisterschaften Pendelstafette und der Schweizer Final Leichtathletik­Mannschaftsmehrkampf (LMM) – sind ab 2026 Schweizer Meisterschaften: die SM Pendelstafette und die SM Leichtathletik­Mannschaftsmehrkampf.

Weitere Informationen:

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Foto: STV
Foto: Wolfgang Rytz

Billy Beninger 1 2 3 4 5

«Porta un amico –un’amica»

Am Samstag, dem 25. April 2026, feierte die Gruppo Ticino der Eidgenössischen Turnveteranen in Locarno ihr hundertjähriges Bestehen – eine unvergessliche Versammlung mit vielen Gästen und zahlreichen Überraschungen. Um dieses bedeutende Jahr zu unterstreichen, wurden zudem Briefpapier und Umschläge mit dem Logo des 100­Jahr­Jubiläums, ein Jubiläumsflyer sowie ein Erinnerungsgeschenk für alle Versammlungsteilnehmenden gestaltet, das von den Jugendlichen und Erwachsenen der Stiftung Provvida Madre in Balerna angefertigt worden war. Um weiter bestehen zu können, braucht die Gruppe neue Veteranen und Veteraninnen. Aus diesem Grund wurde anlässlich des 100­Jahr­Jubiläums ein Slogan kreiert: «Porta un amico –un’amica».

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Begeisterung und hochkarätige Darbietungen

Ende Februar war Biasca Gastgeber der vierten Ausgabe des RG Ticino Events, einem traditionellen internationalen Wettkampf der Rhythmischen Gymnastik (RG). Zwei intensive Tage, geprägt von Begeisterung, Sportgeist und zahlreichen hochkarätigen Darbietungen, an denen über 200 Turnerinnen aus der Schweiz und Italien teilnahmen.

Der Event wurde in Zusammenarbeit mit der SFG Biasca, der SFG LuganoBreganzona und dem Tessiner Turnverband (ACTG) organisiert. Die vierte Ausgabe zeigt, dass der Anlass mittlerweile einen grossen Stellenwert geniesst und zu einem festen Bestandteil der regionalen und der internationalen RG­Szene geworden ist.

Autorin: Billy Beninger

Foto:
KOMPAKT ROMANDIE

Grenzenlos:

100 Kilometer, um zu sich selbst zu finden

Als Spitzen-Trampoliner hat sich Simon Progin einer einzigartigen

Herausforderung gestellt: 100 Kilometer zwischen Martigny und Nyon zu laufen. Hinter dieser Leistung stehen eine intensive persönliche Suche und eine universelle Botschaft.

Alles begann im Jahr 2022 nach einem vorzeitig abgebrochenen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. «Ich bin nach fünf Tagen zurückgekehrt, obwohl ich eigentlich zwei Wochen bleiben sollte. Es war eine schwierige Zeit mit vielen negativen Gedanken», erzählt Simon Progin. Aus diesem einschneidenden Moment entstand ein klares Bedürfnis: sich ein Ziel zu setzen, sich selbst herauszufordern. «Ich wollte wissen, ob ich etwas wert bin, ob noch etwas in mir steckt.»

Sich selbst herausfordern, um voranzukommen

Simon Progin, der an die Anforderungen des Trampolinsports gewöhnt ist, weiss, dass Laufen nicht unbedingt mit seinem Sport vereinbar ist. Dennoch begleitet es ihn schon seit Langem. «Ich war bereits 40 Kilometer gelaufen. Ich sagte mir: Wenn 40 funktionieren, warum dann nicht 100?» Das Ziel ist nicht die reine Leistung, sondern das Ausloten der eigenen Grenzen. «Ich wollte meinen Körper an seine Grenzen bringen, sehen, wie weit ich gehen kann.»

Anfangs war es nur eine persönliche Herausforderung. Auf Anraten von Freunden kontaktierte er Julien Dewarrat, Regisseur und Amateur­Trampolinspringer. «Ich wollte nur ein paar

Fotos als Erinnerung, aber er sagte mir, meine Geschichte verdiene es, erzählt zu werden.»

Das Projekt nahm daraufhin eine neue Dimension an. Mehrere Wochen lang tauschten sie sich aus, planten und dachten über den Ablauf und die Botschaft nach.

Das Unmögliche möglich machen

Denn hinter den 100 Kilometern steckt eine Lebensgeschichte: der Verlust seiner Eltern, eine Trennung, aber auch eine Essstörung, die «durch eine einfache negative Bemerkung» ausgelöst wurde.

Wie Simon Progin die Challenge gemeistert hat, könnt ihr hier weiterlesen:

Entdecke den Dokumentarfilm dazu:

Emilie Lambiel Foto:

Autorin:
zvg

Gymlive: vertraut im Inhalt, neu in der Form

Gymlive gehört für viele Turnerinnen und Turner seit Jahren fest zum Vereinsalltag. Das Magazin begleitet den STV, berichtet über Menschen, Vereine und Ereignisse im Turnsport und hat sich dabei immer wieder weiterentwickelt.

Nun steht der nächste Schritt an: Ab 2027 erscheint Gymlive als Online­Magazin.

Dieser Entscheid wurde sorgfältig geprüft. Einerseits gilt es, die finanziellen Mittel des Verbands auch künftig möglichst wirksam einzusetzen. Dazu gehört, Ausgaben regelmässig zu hinterfragen und dort Einsparungen vorzunehmen, wo sie den Kernauftrag des STV möglichst wenig beeinträchtigen. Andererseits haben sich die Lesegewohnheiten verändert: Informationen werden heute vermehrt digital, flexibel und zeitnah genutzt.

Das Online­Magazin verbindet diese Entwicklungen mit den bewährten Stärken von Gymlive. Die Inhalte bleiben nah am Turnsport, an den Vereinen und an den Menschen, die das Verbandsleben prägen. Gleichzeitig können Beiträge aktueller publiziert, vielfältiger aufbereitet und jederzeit abgerufen werden.

Mit dem Verzicht auf Druck und Versand kann der Verband jährlich erhebliche Kosten einsparen. Diese Mittel können künftig gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den Mitgliedern und Vereinen direkt zugutekommen.

Uns ist bewusst, dass viele Mitglieder Gymlive als gedrucktes Magazin schätzen. Umso wichtiger ist die Botschaft: Gymlive bleibt. Es entwickelt sich weiter – so wie sich auch der Turnsport und seine Kommunikation laufend verändern. Das Magazin wird auch künftig informieren, verbinden und Einblicke in die Vielfalt des Schweizer Turnsports geben.

Vom «Sport aktiv» zu Gymlive

Seit 1858 begleitet das Turnmagazin den Schweizerischen Turnverband – seit 30 Jahren unter dem Namen Gymlive. Zeit für einen kurzen Rückblick: Warum kam es zum Namenswechsel und was bewegte den Turnsport vor drei Jahrzehnten?

1858

1858 wurde die «Schweizerische Turnzeitung» als Nationalorgan für Pflege und Bildung des Leibes ins Leben gerufen.

1996

Die Verbandszeitschrift «Sport aktiv» wird zu Gymlive (englisch ausgesprochen, /dʒɪmˈlaɪ̯f). Man wollte einen gemeinsamen Namen für alle Sprachregionen und kam – schon damals – auf einen englischen Kompromiss.

Erstmals erschien die Turnzeitung farbig.

Gymlive ging sechs Mal im Jahr an alle erwachsenen Turnenden (im Mitgliederbeitrag inbegriffen) statt wie bis anhin nur an Verbandsfunktionär*innen.

Zum Magazin Gymlive gehörten das Infoprodukt GYMinfo (12 Mal jährlich für alle von den Vereinen gemeldeten Funktionär*innen) und die Beilage GYMtech für Leiter*innen (alle zwei Monate).

Über die drei Jahrzehnte gab es immer wieder kleinere und grössere inhaltliche sowie layoutmässige Anpassungen.

1996,

vor 30 Jahren, ist aber noch ganz viel anderes geschehen:

11 Jahre

nach dem Zusammenschluss des Eidgenössischen Turnvereins und des Schweizerischen Frauenturnverbands zum Schweizerischen Turnverband (STV) vollzog sich am Eidgenössischen Turnfest 1996 in Bern die Einigung auch auf dem Turnplatz.

Wie Frauen den Turnsport in der Schweiz geprägt haben: Erstmals gelangte der Leichtathletik­Mannschaftsmehrkampf (LMM) an einem Eidgenössischen Turnfest zur Austragung.

Das Konzept des ersten gemeinsamen Turnfestes von Turnerinnen und Turnern hat sich bewährt. Bern 96 lebte neben den ausgezeichneten turnerischen Leistungen von der positiven Stimmung, der Fröhlichkeit und der Spontanität von Turnerinnen und Turnern.

Ausschnitt aus dem Schlussbericht der ETF-Kommission 1996

Erstes STV­Musical «Turn over» im Rahmen des ETF:

14

Vorführungen innerhalb einer Woche

Erstmals war ein MixedVereinswettkampf am Eidgenössischen Turnfest in Bern im Angebot. Am Start waren:

225

Vereine

5

Stärkeklassen

16’100

Zuschauende

150

Mitwirkende auf und hinter der Bühne

Der Schweizerische Turnverband führt einen ersten Kurs für Wettkampf­Aerobic durch.

Autorin: Alexandra Herzog Fotos: Archiv STV

Gymlive applaudiert

175

JAHRE

(1851)

AP: TV Bühler

JU: FSG La Neuveville Sté de gym

150 Jahre

(1851)

AG: STV Bremgarten Aktivriege

AP: TV Appenzell

SG: TV Gossau

SZ: TV Lachen

VD: FSG Bière Sté de gym

VD: FSG Avenches Sté de gym

ZH: TV Richterswil

ZH: TV Dietikon

125 Jahre (1901)

AG: TV Schinznach­Dorf

BE: TV Bern Länggasse Vereinssport

BE: DTV Burgdorf

GR: STV Arosa Gesamtverein

LU: TV Reiden

SG: TV Kirchberg

SG: DTV Ebnat­Kappel

SO: TV Hubersdorf

VD: Yverdon Amis­Gymnastes

VS: FS Saxon Sté de gym «Espérance»

ZH: Flurlingen Turnverein

Archivperle bestellen

Vereine sowie Regional­ und Kantonalverbände, die ein Jubiläum feiern, können sich beim SRF­Archiv melden und eine «Archivperle» aus ihrer Region bestellen. Die Archivperle ist ein 3­ bis 5­minütiger Zusammenschnitt aus Radio­ und TVBeiträgen – einsetzbar als unterhaltsame Produktion an der Generalversammlung und/oder am Festanlass.

Meldet euch bei Recherche und Archive SRF, Karoline Wirth (karoline.wirth@srf.ch).

Folgende Infos werden benötigt: Art des Jubiläums Datum der GV und/oder Festanlass Ort und Rahmen, wo die Archivperle gezeigt wird

Die Vorlaufzeit beträgt sechs Wochen.

100 Jahre (1926)

AG: TV Birrhard

AG: TV Zeihen

AG: FTV Seengen

BL: TnR TV Allschwil

BE: STV Ostermundigen

BE: MR Belp

BE: TV Laupen

GL: MTV Ennenda

LU: MR Willisau

LU: Polysportgruppe Reiden

LU: Emmenstrand MTV

SO: TV Lommiswil

SO: TV Grindel

TG: MR Berg

TI: SFG Giubiasco

ZH: DTV Grafstal DTV

ZH: DTV Winterthur Wülflingen

75 Jahre

(1951)

AG: FTV Dintikon

AG: DR Eien­Kleindöttingen

BL: FR Tecknau

GR: DTV Felsberg

LU: FR Nebikon

SH: MR Ramsen

TG: TV Bichelsee

TG: Faustball Horn

UR: Sportverein Amsteg

ZH: DR Niederhasli DR

ZH: MR Aathal­Seegräben

ZH: DR Pfungen

ZH: FR Pfungen

50 Jahre

(1976)

AG: FR Zuzgen

BE: TV Bowil

BE: TV Studen

TG: TV Berg

TI: SFG Preonzo

VD: FSG Champagne

VS: FSG Evionnaz Gym­Dames

ZH: Leichtathletikriege Rüti

ZH: Jugendriege und Mädchenriege Maschwanden

ZH: TV Hochfelden

ZH: FR Winterthur Hegi

Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

KOMPAKT

Ehrengarde

Es jubilieren ...

Ganz herzlich gratulieren wir unseren Ehrenmitgliedern zu ihren speziellen oder erfreulich hohen Geburtstagen:

Hans Bommer Payerne

97 Jahre am 25. April 2026

Otto Muggli Gondiswil

97 Jahre am 30. Mai 2026

Hansruedi Wegmann Winterthur

93 Jahre am 29. Mai 2026

Hans Nef Gais

92 Jahre am 4. Juli 2026

Elsbeth Schuler Beringen

90 Jahre am 31. Mai 2026

Alois Stalder Horw

85 Jahre am 26. April 2026

Rolf Weigele Steckborn

85 Jahre am 4. Mai 2026

Francis Almy Bournens

85 Jahre am 16. Mai 2026

Marie-Françoise Pirolet Vallorbe

80 Jahre am 3. Juni 2026

Peter Schmid Liestal

75 Jahre am 24. April 2026

Helen Lammer Cham

75 Jahre am 27. April 2026

Lisbeth Arnet Cham

75 Jahre am 27. April 2026

Bernhard Fluck Obfelden

70 Jahre am 12. Mai 2026

Roland Schlatter Winterthur

70 Jahre am 15. Mai 2026

Cosmos: 130 Waadtländer Turnende auf dem Weg nach Lissabon

In einem Jahr, am 11. Juli 2027, geht die Gymnaestrada los. Und dafür fand am Auffahrtswochenende im Forum Sumiswald das Trainingslager von Mission Cosmos statt – einer der Waadtländer Gruppen, die für die Gymnaestrada angemeldet sind.

Ein gemeinsames Universum erschaffen

In Sumiswald im Kanton Bern herrschte am Auffahrtswochenende eine konzentrierte Atmosphäre. Turner*innen, Leiter*innen sowie Trainer*innen der Gruppe Cosmos verbrachten vier intensive Tage im Lager – geprägt von Proben, dem Einstudieren von Choreografien, dem Testen neuer Geräte und gemeinsamen Momenten.

Das Projekt vereint rund 130 Teilnehmende im Alter von zehn bis 32 Jahren aus 22 Waadtländer Vereinen. Etwa 100 von ihnen kommen aus dem Geräteturnen, einige aus dem Kunstturnen und rund 30 sind in der Gymnastik bzw. im Tanz oder in der Rhythmischen Gymnastik aktiv.

An der Spitze des Projekts stehen Manon Rochat und Gilles Racine, unterstützt von sieben Trainerinnen und Trainern. Gilles Racine, der bereits bei der Gymnaestrada in Amsterdam für «Gymnasticus Circus» verantwortlich war, wagt in Lissabon ein neues Abenteuer. Das Thema Kosmos ergab sich dabei ganz

natürlich: «Ein Musiker hat mich daran erinnert, dass meine Inspiration oft aus meiner Kindheit stammt. Da ich mich für Sterne und Planeten begeistere, lag das Thema Kosmos schnell auf der Hand.»

Ziel ist es nicht, eine konkrete Botschaft zu vermitteln, sondern das Publikum auf eine Reise mitzunehmen. «Ich möchte, dass sich das Publikum in dieses Universum entführen lässt und für einen Moment die Zeit vergisst», erklärt Racine.

Zusammenhalt schaffen

Das Projekt begann im November 2025 und läuft bis zum Sommer 2027. Insgesamt sind rund 192 Stunden Vorbereitung vorgesehen, mit monatlichen Trainingseinheiten an Sonntagen in verschiedenen Turnhallen des Kantons.

Die grösste Herausforderung: trotz unterschiedlichen Altersgruppen und Disziplinen einen starken Zusammenhalt zu schaffen. Dazu setzen die Verantwortlichen bewusst auch auf Aktivitäten ausserhalb des Trainings – ge­

Die Turnerinnen tauschen sich zu den Übungen aus.

meinsame Essen, Spiele, Themenabende sowie ein Patensystem zwischen Jüngeren und Älteren. «Die grösste Herausforderung besteht darin, so viele Turnerinnen und Turner für ein gemeinsames Ziel zu begeistern – abseits der üblichen Wettkämpfe», so Racine.

Stetige Verschmelzung von Turnen und Tanz

Die Inszenierung umfasst unter anderem Minitrampoline, AirTracks und Reckanlagen, von denen einige – mit Unterstützung eines Ingenieurs – vom Bruder einer Turnerin speziell für die Show entwickelt wurden. Für Gilles Racine bleibt der magischste Moment jener, «in dem das, was auf dem Papier entstanden ist, auf der Fläche zum Leben erwacht».

Ein kollektives Zusammenspiel

Zu den sieben Trainerinnen und Trainern gehört auch Bastien Bovey vom Verein Vevey­Ancienne. Er kennt die Gymnaestrada bereits von früheren Teilnahmen, erlebt diesmal jedoch eine Premiere: die Betreuung einer so grossen Gruppe mit vielen jungen Turnenden.

Ein grosser Teil der Arbeit bleibt für das Publikum unsichtbar.

«Die grösste Schwierigkeit besteht darin, alles zusammenzuführen», erklärt Bovey. Die Choreografie wechselt zwischen Geräteeinsätzen, gymnastischen und tänzerischen Sequenzen sowie visuellen Momenten –etwa dem inszenierten Raketenstart. Hinter der finalen Darbietung steckt viel Arbeit in Recherche, Abstimmung und Koordination.

Zu den ersten sichtbaren Bildern gehört eine Sequenz, in der Turnerinnen und Turner mit Taschenlampen Sterne darstellen. Bereits diese kurzen Eindrücke lassen das für Cosmos entwickelte Universum erahnen – noch bevor die spektakuläreren Elemente mit Reck, Minitrampolin und AirTrack folgen.

Ein grosser Teil der Arbeit bleibt für das Publikum unsichtbar: «Da stehen unzählige Stunden dahinter, in denen Positionen angepasst, Gruppen koordiniert und Abläufe abgestimmt werden, damit alle zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind», so Bovey.

Ein verbindendes Abenteuer

Für die Turnenden geht das Projekt weit über den sportlichen Rahmen hinaus. Besonders

geschätzt werden die Begegnungen, die daraus entstehen. Für die 20­jährige Axelle Mann aus Lucens, die nach «Gymnasticus Circus» bereits ihre zweite Gymnaestrada erlebt, ist Cosmos eine Gelegenheit, «neue Leute kennenzulernen und Neues auszuprobieren». Als Turnerin und Tänzerin sammelt sie dabei auch Erfahrungen an den Geräten. Ähnlich sieht es der 22­jährige Geräteturner Paddy Derder aus Pully: «Man lernt unglaublich viele Leute kennen.»

Bei den Jüngsten begeistert sich die 10­jährige Romy Heanni von Amis­Gymnastes Yverdon besonders für die Hebefiguren. «Ich bin eine der Kleinsten, deshalb werde ich in der Choreografie regelrecht ‹geworfen›», erzählt sie lachend. Einig sind sich alle über den Höhepunkt: den Moment, in dem Turnen und Tanz auf der Fläche zusammenfinden. Wie Paddy Derder es treffend formuliert: «Das Publikum sieht das Resultat – aber nicht die grosse Arbeit dahinter.»

Beim gemeinsamen Training ist der Teamgeist bereits deutlich spürbar. Während unseres Gesprächs kümmerten sich die beiden Ältesten spontan um Romy, unterstützten sie beim Antworten und achteten aufmerksam auf sie. Ein einfaches Bild, das den Geist von Cosmos gut widerspiegelt.

Da stehen unzählige Stunden dahinter, in denen Positionen angepasst, Gruppen koordiniert und Abläufe abgestimmt werden, damit alle zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Bastien Bovey

Trainer «Mission Cosmos»

World Gymnaestrada 2027

Die World Gymnaestrada ist das weltweit grösste Turnfest ohne Wettkampfcharakter. Sie findet alle vier Jahre statt und vereint Tausende Turnerinnen und Turner aus aller Welt im Zeichen von Austausch, Kreativität und «Turnen für alle». Die Schweiz ist traditionell mit einer der grössten Delegationen vertreten.

Ort: Lissabon, Portugal

Datum: 11.–17. Juli 2027

Teilnehmende: rund 60 Länder und über 18’000 Personen bei der letzten Ausgabe in Amsterdam Schweizer Delegation: 75 Gruppen und rund 3’600 Turnerinnen und Turner Rhythmus: alle vier Jahre

Mehr Infos: stv-gymnaestrada.ch

Vor der Reise nach Lissabon hat das Schweizer Publikum bereits die Möglichkeit, die Produktionen im Rahmen der «Première Gymnaestrada» zu entdecken – dem ersten Treffen aller Schweizer Gruppen, die in Lissabon dabei sind.

Videos zur Aufführung:

Autorin: Emilie Lambiel, Foto: STV

Turnhalbjahr in Bildern

STV-Wettbewerb 2026

Mach jetzt mit beim STV-Wettbewerb 2026 und gewinne attraktive Preise wie einen Reisegutschein im Wert von 5′000 Franken.

Outdoorausrüstung

Gymotion VIP-Package im Wert von 600 Franken.
Das neuste iPhone Pro Max von alao im Wert von rund 1′500 Franken.
von OCHSNER SPORT im Wert von 1′500 Franken.

STV-PARTNER

Partnerschaften mit Coop, OCHSNER SPORT und JAKO verlängert

Der STV freut sich, die erfolgreichen Partnerschaften mit Coop, OCHSNER SPORT und JAKO weiterzuführen.

Im Schweizer Turnsport spielt Vereinsbekleidung eine besondere Rolle. Ob bei Trainings, Meisterschaften, Turnfesten oder Vereinsausflügen – einheitliche Tenues stehen für Zusammenhalt, Stolz und Identität. Die Vereinsbekleidung der Turnenden ist deshalb weit mehr als nur die Sportausrüstung. Sie ist sichtbarer Ausdruck der Gemeinschaft und ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Vereinslandschaft.

Umso schöner, dass die Zusammenarbeit mit OCHSNER SPORT und JAKO für weitere sechs Jahre bis mindestens 2031 fortgeführt wird. Gleichzeitig bauen diese beiden Partner ihr Engagement aus: OCHSNER SPORT wird neu Platin Partner, JAKO tritt künftig als Silver Partner auf.

Weiterentwicklung des Turnsports

Coop bleibt für mindestens drei weitere Jahre Platin Partnerin des STV. Die Vertragsverlängerung stärkt den Turnsport in der ganzen Schweiz – von nationalen Grossanlässen bis direkt in die Turnvereine vor Ort.

Mit über 375’000 Mitgliedern in rund 2’650 Vereinen ist der Turnsport eine der grössten Bewegungsgemeinschaften des Landes. Coop engagiert sich seit über 25 Jahren mit Überzeugung für diese breite Basis und unterstützt den STV sowohl bei nationalen Leuchtturmprojekten als auch gezielt auf Vereinsebene. Als Presenting Partnerin der Programme Coop Mixihit und Coop Kituhit fördern Coop und der STV gemeinsam die spielerische Bewegung von Kindern und begeistern sie früh für den Turnsport.

Ein zentrales Merkmal der Partnerschaft ist ihre flächendeckende Wirkung. Coop engagiert sich bei Grossanlässen wie den Schweizer Meisterschaften, der Gymotion oder dem Eidgenössischen Turnfest und stärkt gleichzeitig die Vereinslandschaft.

Mit den Vertragsverlängerungen setzen der STV, Coop, OCHSNER SPORT und JAKO ein starkes Zeichen für Qualität, Verlässlichkeit und eine langfristige Zusammenarbeit sowie für die zukünftige Weiterentwicklung des Schweizer Turnsports.

Weitere Informationen:

Coop OCHSNER SPORT, JAKO
Autor: Fabian Weber Foto: Martin Fröhlich

STV-PARTNER

Ticketshop statt Briefkasten: Wie der TV Ziefen sein Jubiläum digital gemeistert hat

Das Ziefner Schauturnen feierte 2025 seine 30. Ausgabe. Erstmals lief der Ticketverkauf nicht mehr per Mail und Post, sondern über Ticketcorner.Light. OK-Präsident Julian Wassmer erzählt, warum sich der Wechsel gelohnt hat.

Jahrzehntelang dasselbe Ritual bei TV­ZiefenVeranstaltungen: Bestellung per Mail, Tickets ins Couvert, ab auf die Post. Beim Jubiläum 2025 war Schluss damit. «Den Aufwand konnten wir mit Ticketcorner.Light drastisch reduzieren», sagt Julian Wassmer vom Organisationskomitee.

Der Verein nutzte das Tool über den ganzen Anlass hinweg: Online­Shop für den Vorverkauf, Promo­Codes für Vergünstigungen, Barverkauf an der Kasse. Bei der Einlasskontrolle übernahm die Scan­App. «Das war einfach einzurichten und hat super funktioniert. Wir hatten quasi live einen Überblick über die Anzahl Personen auf dem Gelände.»

Was früher Stunden an manueller Arbeit bedeutete, war plötzlich ein Klick. Bezahlung, Abrechnung, Übersicht über die verkauften Tickets: alles automatisiert.

Dass das Schauturnen volle Ränge hatte, lag aber nicht am Ticketing allein. Der TV Ziefen setzte nicht nur auf Print und Flyer, sondern auch stark auf Social Media. «Dank vielen engagierten Mitgliedern ist unser Auftritt in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Das haben wir bei der Bewerbung des Schauturnens weitergezogen und konnten eine grosse Reichweite erlangen.» Dieses Know­ how zahlte sich doppelt aus: Der TV Ziefen gewann die #TicketcornerLightChallenge und damit einen Abend in der Hallenstadion ­ Lounge an der Gymotion.

Sein Fazit ist klar: «Ich würde auf jeden Fall wieder mit Ticketcorner.Light arbeiten. Wenn Fragen oder Probleme auftauchten, war der Support schnell und unkompliziert erreichbar.»

Julians Empfehlung an andere STV­Vereine: «Auf jeden Fall.»

Das Self-Ticketing vom Spezialisten

Ticketcorner.Light ist ein leicht zu bedienendes Self­Ticketing ­Tool der Ticketcorner AG und speziell auf die Anforderungen von kleinen bis mittelgrossen Veranstaltungen ausgerichtet. Nur wenige Klicks, und bereits steht der eigene Ticketshop – komplett frei von Fremdwerbung. Gepaart mit vielen nützlichen Funktionen wie Bundle­Tickets, Promo­Codes und einer Einlasskontrolle mit Scan­App ermöglicht ihr euren Event­Besucherinnen und ­Besuchern sowohl online vorab wie auch an der Kasse vor Ort einen unkomplizierten Ticketkauf.

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Mehr dazu: stv-fsg.ch/tclight

Der STV dankt seinen Partnern für ihre wertvolle Unterstützung zugunsten des Turnsports. Gemeinsam können wir das Turnen weiterentwickeln und Emotionen auslösen. Herzlichen Dank!

Silver Partner

Mitmachen und gewinnen

Unter allen Vereinen, die bis zum 30. November 2026 Tickets zu ihrer Vereinsveranstaltung über Ticketcorner.Light verkaufen, werden 10 × 300 Franken für die Vereinskasse verlost.

Mit der Teilnahme an der Verlosung werden die Teilnahmebedingungen akzeptiert. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, ist mindestens ein Ticket bis spätestens 30. November 2026 über Ticketcorner.Light zu verkaufen.

Bronze Partner

Supporter

Media Partner

Sportliche Wissenshäppchen

Turnfest-OK als Kinder

Das OK des Kreisturnfests Sarmi 2027 setzt auf einen beliebten Trend und stellt seine Mitglieder mit Kinderbildern vor. Die kreative Idee sorgt für Schmunzler und zeigt die Menschen hinter dem Anlass von einer persönlichen Seite. Gleichzeitig ist es ein schönes Dankeschön an alle, die mit viel Engagement Turnfeste organisieren.

Instagram-Beitrag:

Vereinsleben goes viral

Mit selbst gestalteten Banknoten sprang der TV Eschenbach Anfang März auf einen aktuellen SocialMedia­Trend auf und sorgte damit für Aufmerksamkeit. Der kreative Instagram­Auftritt zeigt, wie viel Herzblut Vereine heute auch digital investieren. Und der TV Eschenbach ist nicht allein, viele Vereine überraschen regelmässig mit originellen Ideen aus der Turnwelt.

Instagram-Account:

Skispringer auf neuem Terrain

Die Schweizer Skispringer tauschten die Schanze gegen die Turnhalle und besuchten das Sportzentrum Zürich. Der ZTV veröffentlichte dazu einen Zusammenschnitt der besten Momente. Besonders schön: Der Spass und die Freude an den neuen Bewegungen waren den Athleten jederzeit anzusehen.

Beitrag:

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TV Eschbach
Instagram-

Podcast-Empfehlungen

Im Podcast des Zürcher Kantonalverbandes für Sport spricht Stefanie Neuhauser, Expertin für mentale Gesundheit und Selbstmanagement, über das Thema Mental Load im Vereinsalltag.

Mental Load im Vereinsalltag:

Der Podcast «TurnvereinT» geht in die nächste Runde. In der ersten Folge der neuen Staffel spricht Kevin Eggenschwiler, Bereichsleiter Events beim STV, über die Gymotion.

Gymotion – Die Show des Schweizer Turnsports:

WMT bei BGT

Das Welsch Master Team war bei der diesjährigen Staffel von «Britain’s Got Talent» dabei. Mit ihrem Auftritt brachten sie nicht nur die Zuschauenden, sondern auch die Jury zum Staunen. Die Gewinner der World Gym for Life Challenge 2025 schafften es bis ins Halbfinal.

Halbfinal-Auftritt Welsch Master Team:

Zusammenstellung: Melina Bussinger und Chantal Brogli

Wer ist für die Kompetenzstelle

Inklusion beim STV zuständig?

Verlost werden drei «Ochsner Sport»-Gutscheine im Wert von je 50 Franken

Mitmachen – ganz einfach: Antwort per Online­Formular auf unserer Website eingeben, den QR­Code scannen oder E­Mail mit dem Betreff «Wettbewerb 2/2026» und den vollständigen Adressangaben an red-aarau@stv-fsg.ch senden.

Richtige Antwort Gymlive 1/26: 14 Sportarten

Teilnahmeschluss: Montag, 17. August 2026 Die Gewinner*innen des Wettbewerbes werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.

Foto: STV

Dynamisch und geschichtsträchtig

Viele denken bei Faustball an «Altherrensport», der nur in Männerriegen gespielt wird. Doch diese Bezeichnung tut dem Faustball unrecht. Denn, auch wenn diese Sportart zu den ältesten der Welt gehört, ist sie alles andere als verstaubt.

In Wirklichkeit ist Faustball ein attraktiver und dynamischer Teamsport, der sowohl von Männern als auch von Frauen gespielt wird. In der Schweiz nehmen gut 460 Teams an der Hallensaison und rund 400 an der Feldsaison teil. Vor allem in der Deutschschweiz ist der Faustballsport verbreitet. Die Schweiz hat sechs Nationalteams, die auf internationaler Ebene schon zahlreiche Erfolge verbuchen konnten.

Die Sportart

Auf einem Spielfeld, das in der Mitte durch eine Linie und in zwei Metern Höhe für Männer und 1,90 Metern für Frauen durch ein Band bzw. eine Leine in zwei Hälften geteilt ist, spielen zwei Teams mit je fünf Spielern gegeneinander.

Jedes Team hat das Ziel, den Ball so über die Leine zu schlagen, dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder möglichst erschwert wird.

Wie beim Volleyball sind drei Ballberührungen –Ball darf vorher einmal auf Boden auftreffen –erlaubt, bevor der Ball wieder auf die andere Seite muss. Dieselbe Person darf nicht zweimal den Ball spielen, wenn dieser nicht vorher wieder auf der Gegnerseite war. Ein Spielgang wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler macht oder eine sonstige Spielunterbrechung vorliegt.

«Eine Besonderheit des Faustballs ist sicher, dass wir pro Jahr eine Hallen­ und eine Feldsaison spielen. Beide Varianten unterscheiden sich deutlich voneinander und machen den

Mit attraktiven Events soll der Faustballsport mehr Sichtbarkeit erlangen.

Sport vielseitig», sagt Lars Haller, Marketingchef von Swiss Faustball. Dadurch entstünden unterschiedliche Spielertypen: Es gebe Athletinnen und Athleten, die sich stärker auf das Feld konzentrieren, andere fühlten sich in der Halle wohler. Viele spielten aber auch erfolgreich beide Varianten. «Diese Vielseitigkeit macht den Faustball abwechslungsreich, wird aber gleichzeitig für uns zur Herausforderung», so Haller weiter.

Auch Markéta Lang, Spielerin im TSV Jona und im A­ Nationalteam, betont die Vielseitigkeit der Sportart: «Die Faszination am Faustball liegt für mich in seiner einzigartigen Vielseitigkeit: Es vereint körperliche Komponenten wie Ausdauer, Schnellkraft und Beweglichkeit mit präziser Technik, Spielintelligenz und feinem Ballgefühl. Gleichzeitig entwickelt sich der Sport extrem weiter, gerade im Frauenbereich.»

Nachwuchsförderung und Stärkung Frauenfaustball

Lars Haller beurteilt die Entwicklungen des Faustballsports in der Schweiz insgesamt als angespannt. Es sei zwar in den letzten fünf Jahren gelungen, den Abwärtstrend, der vor rund zehn Jahren eingesetzt hat, zu stoppen und die Anzahl Spielerinnen und Spieler auf einem stabilen Niveau zu halten. «Das war keineswegs selbstverständlich, denn auch Faustball spürt den gesellschaftlichen Wandel und die zunehmende Konkurrenz durch andere Freizeit­ und Sportangebote.»

Die Stabilisierung zeige jedoch, dass die Vereine, Regionen und der Verband in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet hätten. Langfristig gehe es aber darum, wieder gezielt Wachstum zu erzielen und insbesondere junge Menschen nachhaltig für Faustball zu begeistern.

Im Zentrum stünden insbesondere die Nachwuchsförderung sowie die Stärkung des Frauenfaustballs. «Wir sind überzeugt, dass die Zukunft des Faustballs nur gesichert werden kann, wenn wir junge Spielerinnen und Spieler früh für den Sport begeistern und ihnen langfristige Perspektiven bieten», so Haller.

Man wolle ausserdem mehr Mädchen und Frauen für Faustball gewinnen, leistungsorientierte Strukturen weiter ausbauen und gleichzeitig attraktive Rahmenbedingungen im Breitensport schaffen. Frauenfaustball solle in der Schweiz nachhaltig wachsen können.

Entstehungsgeschichte Faustballsport

Das Faustballspiel ist eine der ältesten Sportarten der Welt, die mit grosser Begeisterung vor allem in Europa, in Südamerika und in Namibia, aber auch in Nordamerika und neuerdings auch in Indien und Japan betrieben wird. Erstmals erwähnt wurde das Faustballspiel im Jahre 240 nach Christus von Gordianus, Kaiser von Rom.

Im Jahr 1555 schreibt Antonio Scaino die ersten Regeln für den italienischen Volkssport, das «Ballenspiel».

Johann Wolfgang Goethe schreibt in seinem Tagebuch 1786 «Italienische Reise»: «Vier edle Veroneser schlugen den Ball gegen vier Vicenter; sie trieben das sonst unter sich, das ganze Jahre, etwa zwei Stunden vor Nacht.»

Mehr Infos: swissfaustball.ch

Sichtbarkeit erhöhen

Um diese Ziele erreichen zu können, müsse man die Wahrnehmung des Faustballs insgesamt stärken. Dazu gehöre es, den Sport auch online zu präsentieren, digitale Möglichkeiten besser zu nutzen und die Verbindung zwischen Spitzensport und Basis weiter zu intensivieren. Internationale Erfolge sollten dabei genauso helfen wie attraktive nationale Events wie zum Beispiel das Final4 in der Halle und auf dem Feld. «Dieser Anlass zeigt, wie attraktiv, modern und emotional Faustball heute ist. Und sie tragen wesentlich dazu bei, den Sport sichtbarer zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen», so Lars Haller.

Dieses Jahr finden die U18­WM und die Frauen­EM 2026 in der Schweiz statt (siehe Seiten 36/37), was dem Faustballsport sicherlich auch wieder zu Sichtbarkeit verhilft.

Zum Sportartenporträt:

Autorin: Alexandra Herzog Fotos: Fabio Baranzini

Reiden als Bühne –und Namibia mittendrin

Vom 23. bis 26 Juli ist die grosse Faustballbühne in Reiden zu finden – gebaut von vielen helfenden Händen. Mitten darauf: ein Frauen-Nationalteam aus Namibia, für das jede internationale Minute zählt.

Die U18­WM und die EM der Frauen finden im luzernischen Reiden statt. Organisiert werden beide Anlässe vom Turnverein Vordemwald. Dass Reiden Austragungsort ist, hat ganz pragmatische Gründe. In Vordemwald selbst fehlt der Platz, in Reiden hingegen stehen genügend Flächen für Spielfelder, Tribünen, Parkplätze und Campingmöglichkeiten zur Verfügung – die Badi ist gleich nebenan. Rund um den grössten Platz entstehen Tribünen für über 1’000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, hat der Verein kreativ Werbung gemacht: Mit einem eigens gebauten Fasnachtswagen tourte der STV Vordemwald durch die umliegenden Dörfer, um neue Zielgruppen für den Faustballsport zu begeistern.

Teams aus aller Welt im Einsatz

Das Teilnahmefeld ist international breit abgestützt. An den U18­Weltmeisterschaften nehmen je neun Nationen teil, darunter neben den europäischen Topteams auch Brasilien, Chile, Neuseeland, Indien sowie erstmals Kenia.

Bei der Frauen ­ EM sind nebst der Schweiz auch Deutschland und Österreich am Start. Mit dabei ist aber auch ein Team, das den weiten Weg aus Afrika auf sich nimmt: Namibia.

Faustball mit grossen Herausforderungen

«In Namibia erschweren grosse Distanzen, weniger ausgebaute Verkehrswege und eine begrenztere Ausstattung vielerorts den Zugang zu Trainings und Förderung. Besonders

ausserhalb der Städte fehlen moderne Anlagen oder stabile digitale Infrastruktur», so die Nationaltrainerin von Namibia, Jessica Sitz. «Gleichzeitig lernen viele Menschen dort, mit einfachen Mitteln kreativ und flexibel zu arbeiten. Dadurch entstehen oft eine hohe Anpassungsfähigkeit und mentale Stärke. Einige Trainingsgeräte haben wir selbst zusammengebaut, um gezielt trainieren zu können» erzählt sie weiter.

Wenn sie Glück haben, sehen sich die Frauen alle einmal im Monat und absolvieren nach einem Turnier oder einer Ligarunde noch ein Zwei­Stunden­Kadertraining.

Bei diesen Trainings ist es nicht möglich, nochmals die Fitness oder Kraft zu trainieren. Dies müssen die Frauen nebenher machen. Ansonsten ist vieles vergleichbar mit der Schweiz. Die Trainer in den Vereinen sind ziemlich gut ausgebildet, und auch die Frauen selbst trainieren nebenbei noch den Nachwuchs.

Das

Nationalteam aus Namibia ist bereit für die EM.

Kleine Struktur, grosse Leidenschaft

Der Frauenfaustball in Namibia ist klein, aber lebendig. Rund 15 Frauen trainieren regelmässig, dazu kommt ein erfreulicher Nachwuchs mit etwa 30 Kindern, darunter viele Mädchen. Die A­Nationalmannschaft nahm 2024 erstmals seit rund 20 Jahren wieder an einer WM teil und klassierte sich auf Rang 8. Die U18Nati befindet sich noch im Aufbau, kann wegen der Prüfungszeit dieses Jahr aber nicht an der WM teilnehmen. Umso wertvoller ist der Auftritt der Frauen in Reiden – als Teil eines internationalen Faustballfests, das weit über Europa hinausstrahlt.

Das Rahmenprogramm in Reiden

Am Donnerstagmorgen wird ein Kids Day organisiert, damit Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bekommen, den Faustballsport selbst auszuprobieren. Am Freitagabend findet die «Warm up»­Party im Festzelt statt, und am Samstagabend folgt dann mit der «Haudrauf» ­ Party der Höhepunkt neben dem Spielfeld. Alle Informationen zum Rahmenprogramm sind auch auf der Turnierwebseite zu finden.

Mehr Infos: faustball2026.ch

Fast alles an Sitz’ Engagement ist ehrenamtlich: Ein Flug pro Jahr wird übernommen, Trainingslager und Ferien investiert sie aus eigener Tasche. Antrieb sind die grosse Wertschätzung vor Ort, die Wissbegierde der Spielerinnen und die gemeinsame Vision, langfristig wieder regelmässig an Grossanlässen vertreten zu sein. Mit neuem Ligabetrieb, zusätzlichen Trainings und reinen Frauenteams soll der nächste Schritt folgen.

Verbindende Kraft des Faustballs

So wird Reiden für ein paar Tage zum Treffpunkt des internationalen Faustballs – mit unterschiedlichen Voraussetzungen, aber einer gemeinsamen Leidenschaft. Zwischen etablierten Strukturen und grossen Herausforderungen zeigt sich, wie vielfältig der Sport gelebt wird und welches Entwicklungspotenzial in ihm steckt.

Tickets U18-WM und Frauen-EM: Video aus Namibia:

Autor*in: Carolina Estibeira/Fabio Baranzini Fotos: zvg

Das namibische Team im Training.

Danke allen Ehrenamtlichen!

Anlässlich des UNO-Jahres der Freiwilligenarbeit werden wir im Gymlive 3/2026 das Ehrenamt näher beleuchten.

Letzte Frage

TURNWELT IN BILDERN

Die Zentralfahne – ein Symbol für Zusammenhalt und Tradition

Die Zentralfahne ist weit mehr als nur ein Stück Stoff. Sie steht für Tradition, Gemeinschaft und das Engagement Tausender Turnenden in der ganzen Schweiz. Anlass für die Auseinandersetzung mit ihrer Bedeutung war ein Vorfall am Eidgenössischen Turnfest, bei dem eine der beiden Zentralfahnen beschädigt wurde und ersetzt werden musste. Der STV nutzte diesen Moment, um die symbolische Kraft der Fahne hervorzuheben.

Die Zentralfahne repräsentiert den gesamten Verband: Vereine, Mitglieder, Ehrenamtliche und Athletinnen und Athleten. Sie macht den STV sichtbar und verkörpert den Zusammenhalt innerhalb der Turnfamilie. Eine besondere Verantwortung trägt dabei der Zentralfähnrich, der die Fahne nicht einfach trägt, sondern

den Verband würdig repräsentiert. Beim ETF in Lausanne wurde die Fahne feierlich vom langjährigen Zentralfähnrich Sepp Huwyler an seinen Nachfolger Serge Muriset übergeben.

Gleichzeitig steht die Zentralfahne auch für den Wandel im STV: Der Verband entwickelt sich weiter und modernisiert sich, ohne seine Wurzeln und Traditionen zu verlieren. Die Fahne verbindet damit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Schweizer Turnsports.

Zum ganzen Bericht:

Autorin: Chantal Brogli Fotos: STV

Ausblick 3/2026

Die nächste Ausgabe erscheint: 2. Oktober 2026

Redaktionsschluss: 17. August 2026

Seit über einem Jahr bist du beim STV und baust die Kompetenzstelle für Inklusion auf. Was braucht es, damit Inklusion im Verband nachhaltig wachsen kann?

Inklusion soll gemäss dem Werteversprechen des STV «schweizweit Sport, Bewegung und Erlebnisse für alle …» eine langfristige Teilhabe ermöglichen. Im letzten Jahr ging es deshalb vor allem darum, zu prüfen, mit welchen Massnahmen bereits einfache Lösungen möglich sind.

Die Erkenntnisse des ETF greifen wir auf und übertragen sie Schritt für Schritt in kleinere Gefässe. Neue Disziplinen wurden mit ausgewählten Gruppen getestet und angepasst, damit an Turnfesten künftig auch für Menschen mit Behinderung ein breiteres Angebot zur Verfügung steht.

Mir ist wichtig, Inklusion langfristig als festen Bestandteil der Verbandsentwicklung zu verankern. Dafür braucht es Sensibilisierung auf allen Ebenen. Als Verband können wir die strukturellen Rahmenbedingungen schaffen. Eine Fachgruppe mit Akteurinnen und Akteuren aus verschiedenen Ebenen würde Wissen bündeln und die Umsetzbarkeit für die Vereine deutlich erleichtern. Gleichzeitig gilt es, bestehende Sportangebote weiter zu öffnen und gezielt weiterzuentwickeln.

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