SWISS GOLF — DAS OFFIZIELLE MAGAZIN — N o 6 — NOVEMBER/DEZEMBER 2023
N° 6 | NOVEMBER/DEZEMBER 2023
JOEL GIRRBACH UND BENJAMIN RUSCH Zwei Schweizer auf der DP World Tour
EDITORIAL
Liebe Golferinnen und Golfer Wir hoffen, dass Sie das wunderbare Wetter im Herbst genutzt haben, um noch einmal ausgiebig auf Ihren Lieblingsplätzen zu spielen. Womöglich waren Sie dabei von den grossartigen Erfolgen der europäischen Topspielerinnen und Topspieler am Solheim Cup und am Ryder Cup inspiriert. Golf ist meistens ein Einzelsport, aber diese beiden prestigeträchtigen Wettbewerbe haben einmal mehr bewiesen, wieviel Spass es macht, als Team aufzutreten – und wie faszinierend Spitzengolf sein kann. Rechtzeitig zur Winterpause sollte man sich deshalb wieder einmal die Frage stellen: Verbringe ich eigentlich genügend Zeit auf der Driving Range, beim Putten, beim Pro und ganz allgemein damit, zu trainieren? Wir müssen leider zugeben, dass wir reichlich Steigerungspotenzial besitzen, weil es im oft eng getakteten Alltag interessanter ist, auf dem Platz unterwegs zu sein. Gerade bei diesem tollen Wetter im Herbst. Aber dann ist der Driver halt wieder zu kurz. Die Eisenschläge sind zu wenig konstant. Die Chips sind breit gestreut. Und erst die Putts – es fehlt die Präzision. Es ist nie zu spät, seine Gewohnheiten zu ändern. Die Wintermonate sind trotz Kälte und Nässe die ideale Zeit, um sich dem Training zu widmen – zumal die meisten Plätze in der Schweiz geschlossen sind. Dafür gibt es mittlerweile im ganzen Land viele prächtig ausgestattete Indoor-Golf-Anlagen mit modernen Simulatoren, genialer Software und hohem Fun-Faktor. Wir haben das getestet und uns nicht nur auf dem weltberühmten Kurs in Pebble Beach bestens unterhalten gefühlt. Die Möglichkeiten, anständig am Golfschlag zu feilen, sind beinahe unendlich. Also: Legen Sie die Schläger nicht in den Keller, sondern probieren Sie eines der Indoor-Golf-Center aus – am besten unter Anleitung eines ausgebildeten Trainers. Denn wenn wir ehrlich sind, waren wir auch 2023 viel zu wenig beim Pro. Es ist unser persönlicher Vorsatz, im nächsten Jahr regelmässig Trainingsstunden zu nehmen. Damit wir 2024 konstanter, präziser, besser spielen werden. Ganz sicher. Die Basis dazu wird in den nächsten Wochen und Monaten gelegt – zum Beispiel in den Indoor-Golf-Centern. In diesem Sinn wünschen wir Ihnen ein anregendes Training, frohe Festtage und ein tolles neues Jahr. Bleiben Sie gesund und halten Sie sich in Schwung.
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Fabian Ruch Redaktion Swiss Golf Magazin
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CONTENT
SWISS GOLF — DAS OFFIZIELLE MAGAZIN — N o 6 — NOVEMBER/DEZEMBER 2023
N° 6 | NOVEMBER/DEZEMBER 2023
JOEL GIRRBACH UND BENJAMIN RUSCH Zwei Schweizer auf der DP World Tour
6 — EXPRESS News aus der Schweizer Golfwelt
14 — FOCUS Indoor Golf: Training und Spass im Winter
21 — MADE IN SWITZERLAND Kolumne von Jeremy Freiburghaus auf der DP World Tour Swiss Challenge als Golf-Fest – und 2025 die Rückkehr nach Sempach? Ordentliche Schweizer Auftritte an der Amateur-WM Das Jahr 2023 auf einen Blick
28 — LIKES Die Golfvorlieben von Chiara Tamburlini
30 — ON TOUR Ryder Cup: Der grandiose Triumph Europas, erzählt von Stuart Morgan
34 — TEACHING Die letzten Tipps von Emilie Bruchez
40 — HEALTH Das hilft dem unteren Rücken
42 — JUNIOR’S CORNER
30 60 Sponsor
Yana Beeli: Auf den Spuren von Albane Valenzuela
44 — INSIDE SWISS GOLF Das Wichtigste von den Regionaltreffen
46 — SUSTAINABILITY Herausfordernder Wertewandel Greenkeeper-Serie: Roland Deplazes (Brigels)
50 — PEOPLE & CLUBS OSGC: Der rüstige Jubilar und seine faszinierende Geschichte
60 — TRAVEL Toskana im Winter
64 — 19th HOLE Gewinnen Sie bei unserem Wettbewerb zwei Greenfees
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EXPRESS
Zwei Schweizer in der Elite Die Schweizer Flagge wird an der Spitze des professionellen Golfsports immer sichtbarer! Die Saison 2023/24 der DP World Tour beginnt derzeit in Südafrika gleich mit zwei neuen Schweizer Vertretern: Joel Girrbach und Benjamin Rusch. Die beiden Thurgauer vom Golfclub Lipperswil haben innerhalb von nur zehn Tagen ihre Karte für die erste europäische Tour der Männer geholt. Zunächst Joel Girrbach, der Anfang November mit einem 17. Rang in der Order of Merit der Challenge Tour 2023 einen glänzenden Aufstieg feierte – wobei die ersten 21 ein Ticket für die Elite erhielten. «Ich habe die DP World Tour 2019 schon einmal erlebt, allerdings mit einer schlechteren Kategorie. Diesmal ist es eine grössere Leistung», freute sich der 30-Jährige, nachdem er beim Final der Challenge Tour in Mallorca sein fünftes
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Top-10-Ergebnis der Saison erzielt hatte (7. Rang). «Die Full Card auf der DP World Tour war schon immer mein Ziel. Ich habe jahrelang versucht, sie zu bekommen. Jetzt muss ich mir andere Ziele setzen», fügte Joel Girrbach hinzu. Sein Clubkollege Benjamin Rusch holte sich seine Karte mit einem Platz unter den Top 25 im Final der Q-School. Er machte den Unterschied in den letzten vier Runden des sechstägigen Marathons im spanischen Golfresort Infinitum bei Tarragona. Nach zwei Tagen lag er bei +1, danach folgten Runden von -3, -4, -4 und -5, dank denen er auf den 17. Rang vorstiess. Ebenfalls Mitglied der Challenge Tour 2023, erhält der 34-Jährige zum ersten Mal in seiner Karriere ein komplettes Spielrecht auf der DP World Tour. Da er unter Hüftproblemen leidet, weiss er jedoch noch nicht, ob er in der neuen Saison voll davon profitieren kann. «Es ist sehr unangenehm, ich muss mich mög-
licherweise operieren lassen», erklärte der Thurgauer kurz vor Redaktionsschluss. «Zunächst habe ich beschlossen, auf meiner derzeitigen guten Dynamik aufzubauen und zum Auftakt der DP World Tour 2023/24 nach Südafrika zu reisen. Anschliessend werden wir meine Situation mit meinem Arzt neu bewerten. Im Falle einer Operation müsste ich das Jahr 2024 potenziell auslassen. Ich könnte jedoch von einer medizinischen Ausnahmeregelung profitieren und meine Spielkategorie für die darauffolgende Saison behalten.» Diese Ungewissheit beeinträchtigt die Moral von Benjamin Rusch keineswegs. «Mit diesem Aufstieg geht für mich ein Traum in Erfüllung. Es ist ein riesiger Schritt nach vorne und eine Art zweite Chance in meiner Karriere.» JÉRÔME REYNARD
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EXPRESS
Zwei souveräne Aufstiege Mit Chiara Tamburlini und Elena Moosmann schafften es zwei Schweizerinnen in die Top 6 der LETAS, was den Aufstieg auf die Ladies European Tour bedeutet. Beim Erscheinen dieser Ausgabe ist noch nicht bekannt, wie viele Schweizerinnen 2024 auf der LET starten werden. Vanessa Knecht (direkt im Final), Tiffany Arafi, Elena Colombo, Charlotte Alran, Priscilla Schmid, Victoria Monod, Christina Gloor, Clara Pietri und die Amateurin Natalie Armbrüster spielen an der Q-School im
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Dezember alle um ihre Zukunft. Bereits fest stand aber, dass mindestens drei Schweizerinnen nächste Saison eine Spielberechtigung für die höchste europäische Frauentour besitzen – die routinierte Lausannerin Kim Métraux sowie die frisch qualifizierten Chiara Tamburlini und Elena Moosmann. Die 23-jährige St. Gallerin Tamburlini und die 21-jährige Zugerin Moosmann, Zweitund Drittplatzierte der Order of Merit im Vorzimmer der LET, schafften beide einen unbestrittenen Aufstieg. Chiara Tamburlini, die mitten in der Saison nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums an der University of Mississippi ins Profilager gewechselt hatte, errang in den letzten vier Monaten auf der LETAS gleich sieben Top-10-Platzierungen und zwei Siege.
Nachdem Elena Moosmann im Mai in Gams-Werdenberg und im September in England den Sieg noch zweimal knapp verpasst hatte, verwirklichte sie ihren Aufstieg auf perfekte Art: Sie gewann beim letzten Anlass der Saison, Ende Oktober in Saragossa, ihr erstes Turnier als Profi. «Es ist ein unglaubliches Gefühl! Ich kann nicht glauben, dass es wirklich passiert ist», sagte sie nach ihrem Erfolg. «Ich habe das ganze Jahr über gut gespielt, und dieser Aufstieg bedeutet mir sehr viel. Das war mein Ziel, ich könnte nicht glücklicher sein!» JÉRÔME REYNARD
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EXPRESS
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«Die PGA Tour ist das, was ich will»
Sie bleibt auf der LPGA
Oliver Betschart wird seine unglaubliche Woche auf der PGA Tour nicht so schnell vergessen. Der Junior vom GC Zürichsee, der derzeit mit seinen Eltern auf Bermuda lebt, kam aus der lokalen Qualifikation und durfte Mitte November an der Butterfield Bermuda Championship teilnehmen. Der erst 15-Jährige wurde damit zum jüngsten Spieler, der seit 2014 an einem Turnier der PGA Tour teilnahm. Die Geschichte (und der blaue Swiss Made Putter) von Oliver Betschart, der bei den drei letzten Ausgaben des Turniers als Scoreboard-Träger, Caddie und sonstiger Mitarbeiter tätig gewesen war, fand sowohl in der Schweiz als auch jenseits des Atlantiks ein grosses Echo. Vor allem wegen der Tatsache, dass in den 2000erJahren nur Michelle Wie, Tianlang Guan, Andy Zhang und Lorens Chan auf der PGA Tour spielten, als sie noch jünger waren als der Schweizer. «Der Medienrummel war gross, aber das gehört zu dieser Erfahrung. Letztendlich geht es nur darum, zu reden und zu erzählen, was man erlebt», erzählt Oliver Betschart. «Vor dem Turnier habe ich mich auf den ersten Schlag meiner
Morgane Métraux wird auch 2024, genau wie Albane Valenzuela, auf der LPGA spielen. Wie ihre Genfer Kollegin, verpasste die 26-jährige Lausannerin zwar den Cut am letzten Turnier der regulären Saison, The ANNIKA Driven by Gainbridge at Pelican. Dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf ihre Zukunft, da sie dennoch unter den Top 100 der Order of Merit (97.) blieb und somit ihre Spielkategorie auf der weltweit führenden Frauentour behielt. In der Saison 2023 verzeichnete Morgane Métraux vier Top-20-Platzierungen – darunter einen fünften Rang –, eine weniger als Albane Valenzuela. Die 25-jährige Genferin erzielte drei Top-10-Platzierungen, darunter den grossartigen vierten Rang bei der Chevron Championship, dem ersten Major des Jahres. Sie schloss die Saison auf Position 63 der Order of Merit ab und scheiterte somit knapp an der Qualifikation für die CME Group Tour Championship, die den 60 Besten vorbehalten war. RED
ersten Runde konzentriert und nicht weiter vorausgedacht. Es gab Druck und Aufregung, aber ich habe versucht, in meiner Blase zu bleiben und dieses Ereignis ganz normal anzugehen, auch wenn die Atmosphäre und das Niveau nicht mit dem vergleichbar waren, was ich gewohnt war.» «Ich habe viel gelernt» Auf dem Port Royal Golf Course verpasste der junge Amateur aus Zürich zwar den Cut, gab aber mit 73 und 75 akzeptable Karten ab, wobei er drei unglückliche Doppelbogeys kassierte, sich je vier Birdies und Bogeys schreiben liess und 25 weitere Löcher in Par spielte. Vor allem aber hat Betschart an der Seite einiger der weltweit besten Profis enorm viel gelernt. «Ich bin so froh, dass ich mit solchen Spielern antreten durfte. Ich habe viel über mein eigenes Spiel gelernt, aber auch über die Realität auf der PGA Tour. Das ist es, was ich will!» Oliver Betschart verdiente die Ovationen, die ihm das Publikum an seinem letzten Loch gab. «Die Leute hatten mich angefeuert und mir zugejubelt, als ich das 18. Green erreichte. Es war sehr emotional.» Der Junior aus Zürichsee träumt bereits davon, diese Erfahrung noch einmal zu machen. JÉRÔME REYNARD
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Bronzemedaille Beim The Amundi Evian Juniors Cup – einem der grössten U14-Turniere der Welt – erzielte die Schweiz den ausgezeichneten dritten Platz. Auf dem extrem anspruchsvollen Parcours im Evian Resort Golf Club mit schnellen Grüns und dichtem Rough zeigten die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Laufe der Woche verschiedene sehr gute Leistungen. Im Teamwettbewerb (total 17 Nationen) waren nur die USA und Frankreich besser. Der Lausanner Adrien Medinger, der das neuntbeste Gesamtergebnis in der Einzelwertung erzielte, zeigte am dritten und letzten Tag eine beeindruckende Aufholjagd und spielte das tiefste Score des ganzen Turniers (-4). Kai Liam Notteboom vom GC Zürichsee (11.) verzeichnete seinerseits eine sehr gute erste Runde (-1). Bei den Girls belegte Anahie Lohner-Hutzli aus Lavaux den sechsten Rang in der Einzelwertung. Liliya Favre aus La Gruyère (9.) klassierte sich ebenfalls in den Top 10, nachdem sie sich vor allem in den ersten beiden Runden ausgezeichnet hatte (+3). RED
Liliya Favre und Anahie Lohner-Hutzli an der Seite von Coach Patrick Wibaux.
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Erfolgreiche Premiere
Freiburger Sieg
Das in dieser Saison offiziell eingeführte GolfSixes-Format fand Ende September im Golfclub Domat/Ems einen Höhepunkt mit dem Final der Siegerteams der sechs regionalen Qualifikationsturniere. Der Sieg ging an die Spielerinnen und Spieler vom «Rest der Welt», mit Lara Hofstetter, Lara Klamm, Lisa Sophie Tschuor, Maximilian Klamm, Leo Grawitter und Yann Müller. Das Team aus Oberkirch/Rastenmoos setzte sich vor «Les Gruyériens» und den «BirdieHunters» (Aaretal) durch; ebenfalls für den Final qualifiziert hatten sich «Konnex-Hittnau» und das «Team Tiger» (Bad Ragaz/Heidiland). GolfSixes ist ein vom R&A unterstütztes Programm, das Jugendlichen unter 18 Jahren mit Platzreife oder einem Handicap von maximal 36.1 offensteht. Die gemischten Teams treten im Zweier-Scramble gegeneinander an, wobei in regionalen Turnieren über sechs und im Final über zwölf Löcher gespielt wird. Ziel dieses Projekts ist es, die in den Clubs geleistete Basisarbeit zu stärken und durch einen kollektiven Ansatz immer mehr Kinder und Jugendliche an den Golfsport zu binden. RED
Vuissens gewann die Ausgabe 2023 der Coupe Helvétique, deren Final im Golf Sempachersee stattfand. In der letzten Phase des Wettkampfs setzte sich das Freiburger Team mit 5-4 gegen die Luzerner aus Flühli-Sörenberg durch. Auf dem Weg in den Final hatte Vuissens nacheinander Sion (7-2), Lausanne (5-4), Crans-sur-Sierre (5-4), Appenzell (5-4) und die Titelverteidiger aus Neuchâtel (5-4) eliminiert. Die Begegnungen der Coupe Helvétique bestehen jeweils aus drei Foursomes und sechs Einzeln. Sie sind Spielern mit Handicaps zwischen 10.0 und 18.0 vorbehalten, wobei die Summe der sechs Handicaps eines Teams mindestens 80.0 betragen muss. RED
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ICH HABE WIEDER VERTRAUEN Ich habe wieder Vertrauen IN MEIN HERZ OHNE MEDIKAMENTE
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Medikamente, Elektroschocks und drei Ablationen brachten auf die Dauer nichts. Erst eine Zweitmeinung und ein neues Ablationsverfahren machten Karin Scheid gesund.
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Medikamente, Elektroschocks und drei Ablationen brachten auf die Dauer nichts. Erst eine Zweitmeinung und ein neues Ablationsverfahren machten Karin Scheid gesund.
Es störte beim Velofahren, beim Wandern und beim Spielen den Kindern. Selbst s störte beimmit Velofahren, beim Wandern dann, wenn sie ruhig auf dem Sofa sass, und beim Spielen mit den Kindern. begannSelbst ihr Herz manchmal dann, wenn sievöllig ruhig unauf dem vermittelt zu rasen und bis in den Hals Sofa sass, begann ihr Herz manchmal hinauf zu pochen. Zum Schluss traute völlig unvermittelt zu rasen und bis in sie sich kaum noch Auto zu fahren. «Es den Hals hinauf zu pochen. Zum Schluss traute gab Tage, da ging ich mit Herzrasen zu sie sich kaum noch Auto zu fahren. «Es gab Tage, Bett und erwachte am nächsten Morgen da ging ich mit Herzrasen zu Bett und erwachte wieder damit», sagt Karin Scheid, 45, aus am nächsten Morgen wieder damit», sagt Karin Meggen LU. «Es ist ein sehr unangenehScheid, 45, aus Meggen LU. «Es ist ein sehr unmes Gefühl. Die Haut wird kaltschweissig angenehmes Gefühl. Die Haut wird kaltschweisund man ist in seiner körperlichen Leissig und man ist in seiner körperlichen Leistung tung eingeschränkt. Von aussen sah man eingeschränkt. Von aussen sah man mir nichts mir nichts an. Doch meine Familie musste an. Doch meine Familie musste viel Geduld viel Geduld aufbringen, weil ich oft einige aufbringen, weil ich oft einige Ruheminuten Ruheminuten brauchte», sagt die gelernte brauchte», sagt die gelernte Pflegefachfrau. Pflegefachfrau.
Beim Tanzen hatte sie es zum ersten Mal
Karin Scheid «Ich am Ufer des erst Vierwaldstättersees gespürt. war 21, als mein Puls auf
einmal rasant nach oben schoss. Damals
Beim Tanzen hatte sie es zum ersten Mal gespürt. dachte ich mir nicht viel dabei, weil der «Ich war erst 21, als mein Puls auf einmal rasant Spuk nach wenigen Minuten vorbei war.» nach oben schoss. Damals dachte ich mir nicht Neun Jahre später war die zweite Episode. viel dabei, weil der Spuk nach wenigen Minuten «Ich war schwanger und sass ruhig auf vorbei war.» Neun Jahre später war die zweite Episode. «Ich war schwanger und sass ruhig auf
«» Mirwurde wurde «Mir ein neues Leben geschenkt.» ein neues Leben dem Sofa,geschenkt. als mein Herz wieder zu rasen begann. Ich ging in die Frauenklinik, weil ich Angst um dem Sofa, als mein Herz wieder zu rasen mein Baby hatte. Als ich dort ankam, war die Epbegann. Ich ging in die Frauenklinik, weil isode schon vorbei. Man schob es auf die Hitze ich Angst um mein Baby hatte. Als ich dort und die Schwangerschaft. Als gelernte Pflegeankam, war die Episode schon vorbei. Man fachfrau dachte ich aber an Herzrhythmusstörunschob es auf die Hitze und die Schwangergen wie Vorhofflimmern. Es gab mir keine Ruhe schaft. Als gelernte Pflegefachfrau dachte und ich initiierte weitere Abklärungen. Das Dreitages-EKG zeichnete zwei bis drei Attacken pro Tag
ich aber an Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern. gab mirseikeine Ruhe auf. Ich lag richtig.EsDas Herz gesund, aber die und ich initiierte weitere Abklärungen. Steuerung gerate ausser Takt. Man verschrieb mir Das Dreitages-EKG bis solle.» drei Beta-Blocker, die ichzeichnete bei Bedarfzwei nehmen Attacken pro Tag auf. Ich lag richtig. Das Weil die Attacken nicht nachliessen, schlug man Herz sei gesund, aber die Steuerung gerate Karin Scheid eine Herzablation vor. Bei diesem ausser Takt. Man verschrieb mir BetaVerfahren verödet man jene Punkte, die die Blocker, die ich bei Bedarf nehmen solle.» fehlerhaften Reize auslösen. «Der Erfolg war Weil die Attacken nicht nachliessen, bescheiden. Schon nach zwei Monaten kamen schlug man Karin Scheid eine Herzabladie Anfälle im alten Rhythmus zurück. Ich bekam tion vor. Bei diesem Verfahren verödet neue Medikamente worunter mein Blutdruck abman jene Punkte, die die fehlerhaften sackte. Auch eine weitere Ablation, Elektro-KonReize auslösen. «Der Erfolg war bescheiversionen und medikamentöse Versuche, um den. Schon nach zwei Monaten kamen die das Herz wieder in den normalen Takt zu bringAnfälle im alten Rhythmus zurück. Ich en, zeigten keinen anhaltenden Erfolg.» bekam neue Medikamente worunter mein Blutdruck absackte. Auch eine weitere Eine dritte Ablation lehnte Karin Scheid ab. Sie Ablation, Elektro-Konversionen und medimachte sich stattdessen auf die Suche nach einkamentöse Versuche, um das Herz wieder er Alternative. «Da stiess ich im Internet auf ein in den normalen Takt zu bringen, zeigten neues Ablationsverfahren von Prof. Dr. Sacha keinen anhaltenden Erfolg.» Salzberg und meldete mich bei ihm an.» Eine dritte Ablation lehnte Karin Scheid ab. Sie machte sich stattdessen auf die Er stellte ihr die thorakoskopische Ablation vor, Suche nach einer Alternative. «Da stiess bei dem der Zugang nicht über die Leiste, sonich im Internet auf ein neues Ablationsdern über die Lunge erfolgt. Statt der Verödung verfahren von Prof. Dr. Sacha Salzberg eines einzelnen Nervs, wird ein Areal rund um und meldete mich bei ihm an.» den Vorhof behandelt. «Ich setzte meine ganze Er stellte ihr die thorakoskopische AbHoffnung in diesen Eingriff und wurde belohnt. lation vor, bei dem der Zugang nicht über Die Attacken sind seither komplett weg, die die Leiste, sondern über die Lunge erfolgt. Medikamente auch. Am Anfang hatte ich noch Statt der Verödung eines einzelnen Nervs, Angst, dass es irgendwann wieder losgeht. Ich wird ein Areal rund um den Vorhof traute mich zu Beginn auch nicht recht, Sport behandelt. «Ich setzte meine ganze Hoffzu treiben. Doch Prof. Salzberg ermunterte und nung in diesen Eingriff und wurde beberuhigte mich. Schon nach zwei Wochen belohnt. Die Attacken sind seither komplett gann ich mit Physiotherapie und Training. Mittweg, die Medikamente auch. Am Anfang lerweile kann ich auch wieder problemlos Sport hatte ich noch Angst, dass es irgendwann treiben und mit meiner Familie uneingeschränkt wieder losgeht. Ich traute mich zu Beginn die Zeit geniessen. Das Vertrauen in mein Herz auch nicht recht, Sport zu treiben. Doch ist zurück. Ich bin so glücklich, denn ich habe ein Prof. Salzberg ermunterte und beruhigte neues Leben bekommen.» ■ mich. Schon nach zwei Wochen begann ich mit Physiotherapie und Training. Mittlerweile kann ich auch wieder problemlos Sport und mit meiner Familie Herz treiben & Rhythmus Zentrum AG Praxis im Puls 5 uneingeschränkt die Zeit geniessen. Das Giessereistrasse 18, 8005 Schweiz Ich Vertrauen in mein HerzZürich, ist zurück. bin so glücklich, denn ich habe ein neues Tel. +41 44 999 18 88 Leben bekommen.» Web: www.swiss-ablation.com E-Mail: swiss-ablation@hin.ch
DIE CHIRURGISCHE ABLATION BEI Die Chirurgische VORHOFFLIMMERN Ablation bei Erst Herzchirurg Prof. Dr. med. Sacha P. Vorhofflimmern
Salzberg in Zürich konnte Karin Scheid Erst Herzchirurg Prof. Dr. med. erfolgreich operieren.
Sacha P. Salzberg in Zürich konnte Karin Scheid erfolgreich Was haben Sie bei Karin Scheid gemacht? operieren.
PROF. SALZBERG: Bei Karin Scheid haben wir eine chirurgische Ablation gemacht. Was haben Sie bei Karin Scheid gemacht? Hierfür haben wir mit speziellen InstruPROF. SALZBERG: Bei Karin Scheid haben wir menten auf der Herzoberfläche Energie eine chirurgische Ablation gemacht. Hierfür verabreicht (Verödung) und somit eine haben wir mit speziellen Instrumenten auf Narbe geschaffen. Diese Narbe hindert die der Herzoberfläche Energie verabreicht (VeröFehlzündungen, welche das Herz in ein dung) und somit eine Narbe geschaffen. Vorhofflimmern versetzen kann. Zusätzlich Diese Narbe hindert die Fehlzündungen, konnten wir das Herzohr mit einem Clip welche das Herz in ein Vorhofflimmern verschliessen, so dass Karin Scheid kein versetzen kann. Zusätzlich konnten wir das Blutverdünner einnehmen muss. Herzohr mit einem Clip verschliessen, so dass Was ist das Spezielle an diesem Verfahren? Karin Scheid kein Blutverdünner einnehmen Vom Prinzip das gleiche wie die Ablation muss. über die Leiste, nur kann auf der Herzoberfläche mit viel mehr Energie gearbeitet Was ist das Spezielle an diesem Verwerden. Die geschaffene Narbe ist nachfahren? haltiger, und auch die Nervenbündel auf Vom Prinzip das gleiche wie die Ablation über der Herzoberfläche sind verödet. Zusätzlich die Leiste, nur kann auf der Herzoberfläche können wir das Herzohr mit einem Clip mit viel mehr Energie gearbeitet werden. verschliessen, was nur von aussen geht. Die geschaffene Narbe ist nachhaltiger, und Kommt es für jeden Patienten in Frage? auch die Nervenbündel auf der HerzoberJeder Patient, welcher schon lange fläche sind verödet. Zusätzlich können Vorhofflimmern hat, oder bei dem die wir das Herzohr mit einem Clip verschliessen, Ablationen nicht geholfen haben. Eine was nur von aussen geht. weitere Patientengruppe ist, welche für eine Ablation nicht in Frage kommt, oder keinen Kommt es für jeden Patienten in Frage? Blutverdünner einnehmen kann/will. Jeder Patient, welcher schon lange Wie lange wirkt es? Vorhofflimmern hat, oder bei dem die Das ist unterschiedlich. Bei Karin Scheid Ablationen nicht geholfen hat. Eine weitere hält es schon mehrere Jahre. Viele unserer Patientengruppe ist, welche für eine Ablation Patienten sehe ich nie wieder. Gelegentlich nicht in Frage kommt, oder keinen Blut(bei ca. 10%) müssen wir nochmals eine Abverdünner einnehmen kann/will. lation über die Leiste machen, dann nennt sich das Verfahren eine Hybridablation. Wie lange wirkt es?
Das ist unterschiedlich. Bei Karin Scheid hält es schon mehrere Jahre. Viele unsere Patienten ichAGnie wieder. Herz & Rhythmussehe Zentrum Praxis im PulsGelegentlich 5 (bei ca. 10%) müssen wir nochmals eine Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Schweiz Ablation über die Leiste machen, dann Tel. +41 44 999 18 88, E-Mail: swiss-ablation@hin.ch nennt sichwww.swiss-ablation.com das Verfahren eine Hybridablation. ■ Web:
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SPIEL, FUN UND VIEL ZU TUN – NICHT NUR IN PEBBLE BEACH Indoor Golf boomt – auch in der Schweiz. Wir haben das Angebot getestet und sind begeistert. Authentizität und Spassfaktor sind hoch, zumal die Trainingsmöglichkeiten beinahe endlos sind. Fabian Ruch
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inmal im Leben den weltberühmten Pebble Beach Golf Links spielen. Das ist der Traum vieler Golferinnen und Golfer. Wir wissen Bescheid. Als wir vor Jahren wieder einmal an der traumhaften kalifornischen Küste in Pebble Beach waren, schreckte uns aber einerseits das sehr hohe Greenfee ab – und andererseits fühlten wir uns angesichts unserer bescheidenen Fähigkeiten auch nicht wirklich bereit für diesen wunderbaren Kurs. Vor ein paar Wochen aber erlebten wir die Faszination dieses Platzes in vielen Facetten. Die herrliche Landschaft. Die schwierigen Greens. Die legendären Löcher. Insbesondere der Abschlag auf der 7, einem steilen Par 3 von nicht einmal 100 Metern Länge. Und das Beste daran war: Wir konnten dieses Loch immer wieder spielen und dabei die mächtigen Bunker hinter dem Grün sowie die wilde
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Brandung des Meeres bewundern. Wir schwangen also das Wedge dutzendfach, verfehlten dabei das Grün meistens, stellten die Wetterbedingungen anders ein – und waren glücklich, als der Ball einmal tatsächlich zweieinhalb Meter neben der Fahne lag. So geht das! Nein, wir waren Ende Oktober leider nicht in Kalifornien. Aber immerhin in Sursee, in einer der vielen Indoor-Golf-Anlagen in der Schweiz. Sie liegt im Industriegebiet und entpuppte sich als Paradies für Golferinnen und Golfer – mit Bar und Lounge, Snacks und Kaffeemaschine. Vor allem aber mit einem Simulator, auf dem über 100 Plätze weltweit bespielbar sind. Unter anderem Pebble Beach. Zu finden sind auf der Software aber auch jede Menge Spiele und Trainingsmöglichkeiten. Zudem gibt es einen PuttView-Simulator mit Neigungen auf dem Grün, um alle Arten von Putts zu üben – auch hier wieder mit zahlreichen Spielen und Herausforderungen, um den Spassfaktor zu erhöhen.
DER MULLIGAN IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT Längst sind in der Schweiz viele Driving-Range-Anlagen mit Simulatoren ausgestattet. Im Winter aber – wir alle kennen es – kann es auch auf überdachten Ranges sehr ungemütlich und garstig sein. Darum erleben Indoor-Golf-Räumlichkeiten in der Schweiz einen regelrechten Boom. «Zu unseren Kunden gehören ambitionierte Spielerinnen und Spieler, die möglichst realitätsgetreu trainieren möchten», sagt Peter Hess, Betreiber der Anlagen in Sursee und Rotkreuz. «Aber oft gibt es auch Buchungen am Abend, weil die Menschen ein paar lustige Stunden zusammen verbringen wollen und tolle Plätze spielen möchten.» Zum Beispiel Pebble Beach. Wir sind begeistert von der Authentizität und der Grafik, dem Detailreichtum und der Komplexität der Simulation. Trifft man beispielsweise einen Baum, prallt der Ball genau so ab wie im richtigen Golferleben. Schläge aus dem Rough und dem Bunker benötigen auf der Matte einen anderen Krafteinsatz, aber vor allem die kurzen Schläge und das Putten sind logischerwei-
se schwieriger vorstellbar und spielbar als draussen auf dem Platz. Doch grundsätzlich ist das Erlebnis hervorragend, was nicht nur an der fantastischen Darstellung der Plätze liegt, sondern auch an den schier unendlichen Möglichkeiten, die eigenen Schläge zu analysieren. Keine der bekannten Golf-Kennzahlen, die nicht verfügbar ist. Und selbst wenn man nur auf einen riesigen, bunten Bildschirm schlägt, fühlen sich die Golfrunden fast wie in echt an. Die anfänglichen Hemmungen legt man schnell ab, bald fliegt alle dreissig Sekunden ein Ball in Sursee durch den Raum – und in Pebble Beach durch die wunderbare Gegend. Halt zu oft kreuz und quer und nicht schnurgerade den Fairways entlang – aber hey, ein paar Pars und sogar einige Birdieputts liegen drin. Und sowieso: Ist man mit einem Schlag nicht zufrieden, ist der Mulligan nur einen Klick am intuitiv bedienbaren und interaktiven Bildschirm entfernt. So macht Golf Spass! Was im Übrigen auch für die Trainingstools gilt, von denen es dermassen viele gibt, dass man fast den Überblick verliert und irgendwann einfach auf der guten, alten (und virtuellen) Range landet. Das System gibt bei jedem Schlag wertvolle Rückschlüsse, sofern man in der Lage ist, die wichtigsten Zahlen richtig zu deuten. Wir arbeiten daran. Und sind fasziniert, welche Möglichkeiten die Software bietet. In angenehmer Kombination mit der Option – wie beim Bowling oder beim Billard – einen Stop an der Self-Service-Bar einzulegen, um mit Freunden etwas zu trinken. Was wir an diesem Morgen Ende Oktober in Sursee jedoch natürlich unterlassen – zumal wir die Zeit nutzen wollen, um den Simulator ausgiebig zu testen. Schnell mal ein paar Löcher auf Pinehurst No. 2 spielen. Kurz den nächsten Ryder-CupPlatz Bethpage Black Course in der Nähe New Yorks testen. Analysieren, wie stark die Streuung mit dem Eisen 7 ist. Check. Check. Check.
DIE ENTWICKLUNG VERLÄUFT RASANT Weniger spektakulär, aber mindestens ebenso hilfreich ist die Putting-Area. Auf dem Grün werden die perfekten Linien eingezeichnet, wenn man das möchte. So kann man sehen, wie der Putt gespielt werden muss. Es ist nur eine von vielen Optionen, die einem hilft, ein besserer Golfer zu werden. Die drei Stunden vergehen jedenfalls sehr schnell. Am Ende möchten wir noch einmal den virtuellen und aufregenden Flug über das wunderbare Loch 18 in Pebble Beach geniessen. Und danach unsere persönliche Tiger Line beim Abschlag probieren. Ohne Erfolg. Der Ball verschwindet stets in den Wellen des Meeres. Egal. Neuer Versuch. Und wieder Wasser. Die Entwicklung im Indoor Golf verläuft rasant, wie uns Trainerinnen und Spieler, Pros und Betreiber in vielen Gesprächen erklären. Auch auf Spielkonsolen gibt es sehr realistische Games, zudem dürften die Fortschritte nicht nur bei den Simulatoren, sondern auch im VirtualReality-Brillenbereich bald für noch bessere Formate sorgen. Und wer schon einmal beispielsweise in Las Vegas war, der weiss, wie exzellent die riesigen Topgolf-Center in den USA sind. Der Marktführer hat längst Ableger auf der ganzen Welt eröffnet, etwa in Deutschland, und wird bestimmt irgendwann auch in die Schweiz drängen. Auch so ist das Angebot in der Schweiz bereits top. Und drei Stunden Indoor Golf zusammen mit drei Kollegen sind pro Person nicht teurer als Bowling oder Billard. Das Center in Sursee ist dank eines Codesystems sogar 24/7 offen, was es theoretisch erlaubt, auch mal gegen Mitternacht noch eine Golflektion einzubauen – statt in den Ausgang zu gehen. Gesünder ist das allemal. Wir werden jedenfalls bestimmt regelmässig auf Indoor-Golf-Anlagen zu finden sein. Um zu trainieren und zu spielen, zu analysieren und zu zocken. Und dabei so oft auf dem Platz in Pebble Beach unterwegs sein, bis wir jeden Bunker und jedes Hindernis kennengelernt haben. Damit wir bestens vorbereitet sein werden. Schliesslich haben wir uns vor ein paar Jahren geschworen: Mit 50 spielen wir dieses Bijou in Kalifornien.
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FOCUS
AUCH SWISS GOLF SETZT AUF INDOOR GOLF Swiss Golf verfolgt die Entwicklung bezüglich Indoor Golf interessiert. «Es ist faszinierend, was in diesem Bereich möglich geworden ist», sagt Swiss Golf National Coach Richard Adby. «Wir benutzen Simulatoren oft, um mit unseren Spielerinnen und Spielern zu arbeiten.» Mittlerweile seien die Bedingungen sehr realistisch, und gerade die Mädchen und Buben könnten spielerisch und mit viel Spass trainieren. Adby erwähnt das Beispiel des österreichischen Topgolfers Bernd Wiesberger, der früher oft Mühe gehabt habe bei Abschlägen mit vielen Bäumen links und rechts. «Er hat dieses Problem unter anderem in den Griff bekommen, weil er oft auf Simulatoren genau solche Drives geübt hat.» Längst haben fast alle der weltbesten Golferinnen und Golfer einen Simulator bei sich zu Hause – was für den Durchschnittsgolfer vermutlich sowohl bezüglich Finanzen als auch Platz eher nicht in Frage kommt. Es ist aber eine Investition, die sich für Profis, Trainer und Verbände lohnt. Auch Swiss Golf hat das erkannt. «Indoor Golf ist eine sehr gute Sache,
«» Indoor Golf ist perfekt für die technische Analyse.
weil man so auch in der Schweiz zwölf Monate im Jahr auf höchstem Niveau trainieren kann», sagt Barbara Albisetti Heath, Director Sport bei Swiss Golf. «Zudem ist es attraktiv, weil es für sehr viel Unterhaltung sorgt, beispielsweise die weltbesten Kurse virtuell zu spielen.» Gleichzeitig könne man den Sport auch interessierten Menschen näher bringen. Die besten Spielerinnen und Spieler der Schweiz trainieren regelmässig an den Simulatoren – nicht nur im Golf-Vital-Center von National Coach Jeremy Carlsen in Kaltbrunn. «Indoor Golf ist perfekt für die technische Analyse», sagt Nora Angehrn, die ebenfalls als National Coach für Swiss Golf arbeitet. Zu ihren Zeiten als professionelle Spielerin habe es diese Möglichkeit noch nicht gegeben. «Indoor Golf erleichtert vieles, weil man im Winter nicht stundenlang fliegen muss, um gute Bedingungen vorzufinden. Man kann die Daten gut verarbeiten und sofort Inputs anbringen.» Mittlerweile könne man vieles ausgezeichnet simulieren, sogar Neigungen auf einem Putting Green. Nora Angehrn sagt, dass es trotzdem wichtig sei, immer wieder auch draussen zu trainieren. «Es hilft, den Ball fliegen zu sehen. Zudem ist die Zeit zwischen den Schlägen elementar, um mit den entstandenen Emotionen wie Frust, Ärger, Wut, Enttäuschung sowie mit Nervosität und Adrenalin umgehen und diese Gedanken verarbeiten zu können.» Im Indoor Golf dauert es immer nur ein paar Sekunden bis zum nächsten Schlag. «Der Mix ist entscheidend», sagt Angehrn. Insbesondere im Hobbybereich würden sich rasch erhebliche Fortschritte erzielen lassen, wenn man beständig eine Indoor-Golf-Session einbaue.
Indoor Golf Performance, Payerne.
ZAHLREICHE MÖGLICHKEITEN IN DER SCHWEIZ Es gibt in der Schweiz mittlerweile Dutzende von Indoor-Golf-Anlagen. Und es werden ständig mehr. Eine davon ist Indoor Golf Performance in Payerne. Mehrere Simulatoren stehen bereit, aber auch andere technologische Tools sowie die Putting-Analyse. «Bei uns wird nicht nur im Winter viel trainiert», sagt Manager und Pro Franck Ollivier. Insgesamt gibt es in Payerne über 300 Golfplätze, die virtuell gespielt werden können, darunter viele weltbekannte Kurse wie Pebble Beach oder St Andrews. Auch die zahlreichen witzigen Spiele sind beliebt. Und wer möchte, kann dank High-Tech-Ausstattung bei jedem Schlag 22 Daten von Schwung, Ball und Flug erhalten. «Wir sind als Pros geschult, all diese Zahlen zu interpretieren», sagt Ollivier. «Wir geben den Kunden Übungen, die es ihnen ermöglichen, ein besseres Niveau zu erreichen und zum Beispiel an Distanz zu gewinnen.» In Zukunft werden in Payerne zudem noch mehr Turniere stattfinden, insbesondere im Jugendbereich. «eSport wird immer wichtiger», sagt Ollivier, «weil es ständig noch realistischer wird.» Der 51-Jährige arbeitet im Sommer als Pro im Golfclub Domaine du Brésil und blickt auf ein Vierteljahrhundert Berufserfahrung zurück. Er sagt, die Entwicklung der Simulatoren sei bemerkenswert und schreite rasant voran: «Dank den Indoor-Golf-Anlagen können wir jetzt ganz gezielt und modern auch im Winter trainieren.»
Nora Angehrn
Nehmen Sie an der 2. Ausgabe der Swiss Golf Indoor Championship teil (ab 1. Dezember). Informationen und Anmeldung durch Scannen des QR-Codes. 18
Entdecken Sie die verschiedenen Indoor-Golf-Anlagen der Schweiz, indem Sie den QR-Code scannen, oder informieren Sie sich im Golfplatzführer Schweiz, der jedes Jahr eine aktualisierte Übersicht dazu präsentiert (gratis erhältlich in allen Golfclubs und DPIs).
DANK INDOOR GOLF AM OMEGA EUROPEAN MASTERS
WARUM FITNESS UND ERNÄHRUNG GERADE IM WINTER BESONDERS WICHTIG SIND
Benjamin Purshouse hat geschafft, wovon viele Golfer träumen: Er durfte am Omega European Masters teilnehmen, obwohl er kein Profi auf einer Tour ist. Die Wildcard hatte der Teaching Pro vom Golf & Country Club Zürich gewonnen, weil er auf einem virtuellen Severiano-Ballesteros-Platz am Simulator überzeugte. Der Genfer war einer von drei Finalisten nach den weltweiten eSport-Qualifikationsphasen des Turniers. Auf dem Platz in Crans-Montana setzte sich Purshouse schliesslich gegen den Schweizer Leo Andeer und den Engländer Josh Hoddy mit einer 70er-Runde durch. «Mir ist klar, dass eSport eine der wenigen Chancen ist, einmal in Crans mitzuspielen», sagt er. «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen.» Der Sohn einer Italienerin und eines Engländers überstand die Vorqualifikationen mit starken Leistungen am Simulator. «Das ist wirklich sehr realistisch», sagt Purshouse, «die Software ist beeindruckend stark.» Der 29-Jährige hatte es zwischen 2017 und 2019 als Profi versucht und danach ein Jahr Pause eingelegt, ehe er sich mit frischer Motivation wieder dem Golfsport zuwandte. «Ich weiss, wie frustrierend Golf sein kann. Darum habe ich diesen Erfolg umso mehr genossen.» Er hält viel von Indoor Golf, weil man da mit viel Spass sein Spiel trainieren könne.
Wenn es um Indoor Golf geht, denkt man meistens an die kalte Jahreszeit. Die Plätze in der Schweiz sind teilweise monatelang geschlossen, gesperrt oder nur sporadisch spielbar, deshalb ist das Training drinnen eine wertvolle Alternative – wobei die zahlreichen Indoor-Anlagen natürlich das ganze Jahr geöffnet haben. Was im Winter für Golferinnen und Golfer aber ebenso wichtig ist wie das Feilen am Schwung und an der Technik: die Fitness. «Weil man weniger Zeit auf dem Golfplatz und allgemein in der Natur verbringt, bietet es sich an, im Winter intensiv an allen Aspekten der Fitness zu arbeiten», sagt Leila Üngün. Sie ist seit über 35 Jahren in diesem Bereich tätig und hat sich vor mehr als 20 Jahren auf Golf-Fitness spezialisiert. Selbstverständlich ist es wichtig, konstant und zu jeder Jahreszeit Übungen zu absolvieren, beispielsweise in den Bereichen Stabilisation und Muskelaufbau, Stretching und Kondition. «Aber im Winter kann man gezielt an den Schwachpunkten arbeiten», meint Üngün. Sie arbeitet als Personal Coach auch für das GolfFit Performance Center, das an mehreren Standorten in der Westschweiz Programme anbietet, um individuell und golfspezifisch trainieren zu können. «So ist gewährleistet, dass wir auch gleich Korrekturen anbringen und den Körperzustand regelmässig überprüfen können», sagt Üngün. Die 56-Jährige betont, dass es auch sehr gut sei, wenn man sich zu Hause oder in einem Gym in Form halte. Grundsätzlich könne man als Golferin und Golfer im Winter ein bisschen mehr Gewichte stemmen. Je näher aber der Saisonstart komme, umso besser sei es, an Explosivität und Mobilität zu arbeiten. «Damit man beim Schlag mehr Kraft und Geschwindigkeit generiert.» Üngün ergänzt, dass
«» Mir ist klar, dass eSport eine der wenigen Chancen ist, einmal in Crans mitzuspielen. Benjamin Purshouse
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die Trainingsstunden der weltbesten Profis im Winter im Verhältnis 3:1 (Fitness zu Golf) stehen würden, was die Bedeutung des athletischen Teils des Sports zeige. Gefragt ist gerade nach den Schlemmereien rund um Weihnachten und Neujahr auch Disziplin. Der Januar ist perfekt, um vielleicht einmal auf Alkohol oder Kaffee zu verzichten, damit man mit viel Wasserkonsum den Körper reinigen kann. Gemüse und Früchte und allgemein gesundes Essen helfen ebenfalls, sich besser zu fühlen. «Vor allem Zucker ist toxisch», sagt Leila Üngün. «Er ist in vielen Lebensmitteln und Getränken enthalten, manchmal auch versteckt. Wenn es einem gelingt, weniger Zucker zu konsumieren, ist das eine gute Basis für ein besseres Befinden.» Diese Ratschläge sind den meisten Menschen bekannt. Und doch fällt es vielen schwer, sie zu befolgen. Weil es nie zu spät ist, gesünder zu leben und sich mehr zu bewegen, bietet sich dieser Winter an, um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen – vielleicht gleich in Kombination mit Indoor-Golf-Training.
«» Im Winter kann man gezielt an den Schwachpunkten arbeiten. Leila Üngün
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WIR KÖNNEN IHNEN NICHT BEIBRINGEN, WIE JEREMY GOLF ZU SPIELEN, JEDOCH DIE RICHTIGEN FINANZIELLEN ENTSCHEIDUNGEN ZU TREFFEN.
VERMÖGENSVERWALTUNG
VERMÖGENSDIENSTLEISTUNGEN
ALTERNATIVE ANLAGEN
FAMILY OFFICE
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«ICH WEISS, WAS ICH KANN» In seiner ersten Saison auf der DP World Tour erzählt Jeremy Freiburghaus in einer eigenen Rubrik aus seinem Alltag. Lesen Sie seinen letzten Bericht. Jeremy Freiburghaus
«Eigentlich würde ich Ihnen in dieser letzten Ausgabe viel lieber etwas anderes erzählen. Aber leider habe ich es nicht geschafft, meine Karte auf der DP World Tour zu behalten. Und auch anlässlich der Q-School Anfang November habe ich keine erhalten. Ich werde also 2024 wieder auf der Challenge Tour antreten müssen. Natürlich ist das enttäuschend. Andererseits sind die unglaublichen Erfahrungen, die ich gemacht habe, eine grosse Motivation: Sei es bei Events der Rolex Series, während der beiden PGA-Tour-Turniere, die ich gespielt habe, oder generell auf der DP World Tour, wo alles einfach cooler, angenehmer, grösser und professioneller ist. Ich möchte so schnell wie möglich wieder auf dieser Tour spielen.
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Die Bilanz meiner Saison 2023? Schwierig, schwierig... Bis April hat mir mein Rücken sehr zu schaffen gemacht, und auch danach hat er mich nie wirklich in Ruhe gelassen. Das Problem? Ich habe mein Spiel verloren. Vielleicht, weil ich schmerzbedingt kompensiert habe. Ich habe mir nicht die Zeit genommen, das Problem zu lösen. Aber ich konnte auch nicht stundenlang auf der Driving Range trainieren, denn je mehr Bälle ich schlug, desto stärker wurden die Schmerzen. Am Ende des Jahres war mein Spiel auf der Driving Range zwar manchmal sehr gut, aber auf dem Platz ging dann gar nichts. Der Grund dafür ist einfach: In solchen Negativspiralen geht das Selbstvertrauen nach einer Weile schlicht verloren. Bis zum Saisonauftakt der Challenge Tour Anfang Februar habe ich zum Glück noch etwas Zeit. Die wird mir guttun. Jetzt kann ich abschalten, den Kopf frei bekommen, mich geistig und körperlich erholen, vielleicht meinen Swing anpassen, damit ich weniger Rückenschmerzen habe, und dann arbeiten.
Ich brauche diese Pause. Wahrscheinlich hat mir genau ein solcher Break letztes Jahr gefehlt. Die Saison auf der DP World Tour begann ja bereits im November, nur drei Wochen nach meinem Aufstieg. Das Tempo war höllisch, und das ist wohl nicht ohne Folgen geblieben. Eines ist sicher: Alles, was ich erlebt habe, wird mir helfen, wenn ich zurück auf der Tour bin. Meine Karriere hat zwar einen Dämpfer erhalten. Aber ich weiss, was ich kann.»
«» Ich will so schnell wie möglich auf diese Tour zurück. 21
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SWISS CHALLENGE ALS GOLF-FEST – UND 2025 DIE RÜCKKEHR NACH SEMPACH? Ein Sieger aus Schweden und wunderbares Wetter: Die dritte Ausgabe der Swiss Challenge in Saint Apollinaire im September war die beste bisher. Über die Zukunft des Turniers gibt es spannende Spekulationen. Fabian Ruch
Aller guten Dinge sind drei. Ungefähr so sieht es aus Sicht von Organisator Daniel Weber aus, wenn es um die Swiss Challenge geht. Zum dritten Mal fand das Turnier der European Challenge Tour im Herbst im Golfclub Saint Apollinaire statt, dabei triumphierte der 27-jährige Schwede Adam Blommé. Und Weber zieht ein erfreuliches Fazit: «Diesmal war wirklich alles top, wir sind sehr zufrieden.» 2021 war das Turnier geprägt von Covid-Restriktionen, 2022 von schlechtem Wetter. Im September aber lockten die wunderbaren Bedingungen insgesamt 8000 Zuschauer ans Turnier, zudem sorgte die besondere Konstellation für ein aussergewöhnlich stark besetztes Teilnehmerfeld mit 132 Spielern, die um das Preisgeld von 250 000 Euro kämpften. Weil in der Folgewoche der Ryder Cup auf der Agenda stand, war auf der DP World Tour kein Turnier terminiert, was viele Profis zur Teilnahme in Saint Apollinaire animierte. Gegen Ende der Saison nahmen zudem fast alle Top spieler der European Challenge Tour teil, um sich im Kampf um den Aufstieg in die DP World Tour in eine bessere Position zu bringen. Erstmals setzte
Der Gewinner der Ausgabe 2023: Adam Blommé posiert mit den Freiwilligen der Swiss Challenge.
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sich bei der Swiss Challenge mit Blommé ein Schwede durch – im Stechen gegen Landsmann Jesper Svensson.
ORDENTLICHE, ABER NICHT ÜBERRAGENDE SCHWEIZER Die Schweizer enttäuschten keineswegs, erfüllten jedoch den Wunsch der Organisatoren nicht, am Sonntag in einem der drei letzten Flights vertreten zu sein. «Das hätte für noch mehr Zuschauerinnen und Zuschauer gesorgt», sagt Daniel Weber. Von den sieben Schweizer Professionals und drei Amateuren schafften es vier Profis in die beiden Finalrunden vom Wochenende. Am Ende waren Ronan Kleu und Benjamin Rusch auf Rang 25 (-7) die besten einheimischen Vertreter. Cédric Gugler, Lokalmatador aus Basel, und Robert Foley beendeten das Turnier auf Rang 53 (-2). Joel Girrbach, dem führenden Schweizer im Gesamtranking der European Challenge Tour 2023, gelang der Start an der Swiss Challenge nicht wie gewünscht.
Mit einer Par-Runde am Donnerstag und einer 70er-Runde (-2) am zweiten Turniertag reichte es ihm um einen Schlag nicht, den Cut zu überstehen. Daniel Weber betont, dass es für den Schweizer Golfsport eine tolle Woche gewesen sei. Dazu gehörte der traditionelle Juniors Day von Swiss Golf mit rund 80 Mädchen und Buben zwischen 7 und 14 Jahren, die sich in zahlreichen Wettbewerben beweisen durften. Geht es um den Zustand des Schweizer Golfsports, ist Weber als CEO von ClubGolf ein guter Ansprechpartner. Er sagt, 2023 sei trotz des herrlichen Wetters ab Juni kein überragendes Jahr gewesen, weil es lange sehr nass gewesen sei. Der «gigantische September» könne den verregneten Frühling nicht kompensieren, insgesamt sei es ein ordentliches, aber kein überragendes Jahr.
IN SEMPACH ENTSTEHT EIN BIJOU Der umtriebige Weber organisiert die Swiss Challenge seit 2010. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass das Turnier in naher Zukunft wieder – wie während zehn Jahren und bis 2020 – in Sempach
ausgetragen wird. Schliesslich entsteht dort nach dem schweren Brand ein neuer Gebäudekomplex, der nächstes Jahr eröffnet wird. Die 300 Parkplätze werden in Zukunft nicht mehr oberirdisch sein, sondern in eine Tiefgarage integriert sein mit direkter Anbindung ans Klubhaus. Und nicht zuletzt eröffnet im dritten Quartal 2024 das landesweit grösste Performance Center in Sempach. Weber schmunzelt, wenn er auf das Gerücht einer möglichen Rückkehr der Swiss Challenge in die Innerschweiz angesprochen wird. «Ich kann mir das vorstellen, klar. Wir prüfen alle Möglichkeiten, aber bei so einer Entscheidung reden viele Stakeholder, wie die European Tour oder Swiss Golf, mit.» Sicher ist auf jeden Fall, dass die Swiss Challenge Ende September 2024 noch einmal in Saint Apollinaire über die Bühne gehen wird.
«» Wir prüfen alle Möglichkeiten, aber bei so einer Entscheidung reden viele Stakeholder mit. Daniel Weber
Am Juniors Day nahmen fast 80 Mädchen und Buben zwischen 7 und 14 Jahren teil.
TOTAL FORCE GYM C O A C H I N G P R I V É N U T R I T I O N
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ORDENTLICHE SCHWEIZER AUFTRITTE AN DER AMATEUR-WM Team Switzerland Men: Richard Adby (National Coach), Nicola Gerhardsen,
Die Männer und Frauen von Swiss Golf lieferten an der WATC in Abu Dhabi solide Leistungen ab. Der perfekt organisierte Wettbewerb war für die Schweizer Teams eine wertvolle Erfahrung bei besonderen Verhältnissen. Fabian Ruch
Max Sturdza.
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Ende Oktober blickte die Golfschweiz nach Abu Dhabi. Dort fand die World Amateur Team Championship (WATC) statt, und die Schweiz war bei den Männern und bei den Frauen vertreten. Auch Vertreter von Swiss Golf waren im Rahmen eines Workshops vor Ort und nutzten die Zeit, um wertvolle Kontakte zu knüpfen. «Es war ein toller Anlass», sagt Barbara Albisetti Heath, Director Sport bei Swiss Golf. «Und es war interessant, uns mit Menschen aus aller Welt über die Entwicklungen im Golfsport unterhalten zu können.» Der Ausflug nach Abu Dhabi an die Amateur-WM wird den besten Schweizer Spielerinnen und Spielern immer in Erinnerung bleiben – sicher auch wegen der extremen Hitze und Feuchtigkeit. Es war teilweise über 40 Grad heiss, was der Männer-Nationaltrainer Richard Adby als «besondere Herausforderung» für seine Golfer bezeichnet. «Aber der Platz war in sensationellem Zustand, mit vielen interessanten Löchern.» Die Schweizer Teams bereiteten sich intensiv auf die Weltmeisterschaft vor, zumal das körnige Gras ganz anders war als jenes Gras, das man in Europa kennt. «Es war nicht einfach, damit klarzukommen», sagt Adby. Um mit den aussergewöhnlichen klimatischen Bedingungen wie der enormen Luftfeuchtigkeit umgehen zu können, mussten die Spieler stündlich einen Liter Wasser und isotonische Getränke zu sich nehmen. Der Verschleiss an Handschuhen war angesichts der verschwitzten Körper entsprechend gross.
Marc Keller, Max Sturdza.
Team Switzerland Women: Gabi Tobler (Captain), Yana Beeli, Victoria Levy, Caroline Sturdza, Jeremy Carlsen (National Coach).
MAX STURDZA MIT STARKEM START Das Ziel, unter die Top 18 zu kommen, verfehlten die Männer mit Rang 21 knapp. «Aber gemessen an den Rankings aller Spieler in der Weltrangliste lagen wir vor dem Turnier auf Platz 27», sagt Adby. «So gesehen dürfen wir zufrieden sein.» Max Sturdza (Genf), Nicola Gerhardsen (Breitenloo) und Marc Keller (Schönenberg) lieferten solide Leistungen ab. In der Einzelwertung war Sturdza mit Rang 30 der beste Schweizer, wobei er vor allem in den ersten beiden Runden sehr stark spielte (insgesamt -6). Keller wiederum begann als jüngster Spieler gleich mit einem Eagle und zeigte am Starttag seine beste Leistung (69, -3). Er habe es sehr genossen, seine erste Team-WM zu spielen, es sei eine tolle Erfahrung gewesen, sagt Keller. «Auch wenn die Woche insgesamt nicht so gut verlief wie erhofft, war es super, sich mit den besten Amateurspielern der Welt zu messen.» Platz und Stimmung seien perfekt gewesen. Nicola Gerhardsen wiederum steigerte sich von Runde zu Runde und schloss mit einem starken Ergebnis ab, womit sich die Schweiz am letzten Tag noch um fünf Plätze verbesserte. «Wir sind als Team gut aufgetreten», sagt Trainer Adby, «und haben mit mehreren tollen Runden bewiesen, dass wir an der Spitze mithalten können.» Bei der letzten Austragung in Paris sei das Ergebnis am Ende zwar besser gewesen, der letzte Tag aber sei schlecht verlaufen. «Abu Dhabi
haben wir dagegen mit einem guten Gefühl verlassen», sagt Adby. Er prophezeit allen drei Schweizer Spielern eine schöne Zukunft. «Sie haben sehr gute Anlagen und besitzen das Potenzial, es weit zu bringen», sagt Adby. «Es geht jetzt für sie darum, in Ruhe die nächsten Schritte zu planen.» Die beeindruckend starken Amerikaner setzten sich in Abu Dhabi im Wettstreit der 36 besten Nationen souverän und gleich mit elf Schlägen Vorsprung auf Norwegen und Australien durch. «Zwölf der besten zwanzig Amateure der Welt waren mit dabei», sagt Adby. «Schon nur deshalb war dieser Wettbewerb für unsere Spieler lehrreich.» Max Sturdza benötigte für Rang 30 am Ende 282 Schläge, Nicola Gerhardsen landete mit 290 Schlägen auf Platz 72, während Marc Keller das Turnier mit 296 Schlägen auf Platz 89 beendete.
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SCHWEIZERINNEN MIT PECH AM ZWEITEN TAG Das Schweizer Frauenteam kam während des Wettbewerbs der Männer in Abu Dhabi an, konnte sich von den Kollegen wertvolle Tipps abholen und bereitete sich ebenfalls intensiv vor. Caroline Sturdza (Genf), Victoria Levy (Lausanne) und Yana Beeli (Sempachersee) traten eine Woche nach den Männern an und mussten sich mit dem 23. Schlussrang bei ebenfalls 36 teilnehmenden Ländern begnügen. Abgesehen vom zweiten Tag, als die Summe der besten zwei Ergebnisse eine +7 war, fiel die Bilanz dennoch zufriedenstellend aus. «Wir hatten am zweiten Tag kein Glück mit den Startzeiten und
litten unter dem Wind», sagt FrauenNationaltrainer Jeremy Carlsen. «Das hat unsere Ambitionen gebremst, wir mussten uns danach zurückkämpfen.» Am Ende sei das Ergebnis nicht optimal ausgefallen, aber die Schweizerinnen hätten an den anderen drei Tagen ordentlich gespielt. «Und trotz der Enttäuschung am zweiten Tag haben wir immer eine hervorragende Einstellung gezeigt.» Levy beendete das Turnier auf Rang 54, während Sturdza wie auch Beeli beide auf Platz 70 landeten. Den Weltmeistertitel der Amateurinnen holte sich Südkorea. Auch bei den Frauen war die Woche in Abu Dhabi «perfekt organisiert», wie Carlsen sagt. Und Barbara Albisetti Heath strich in ihrem Fazit den Faktor hervor, dass es fantastisch sei, dass die Schweiz mit zwei Teams dabei sein konnte. «Die Amateur-WM ist auch deshalb eine tolle Veranstaltung, weil Spielerinnen und Spieler aus manchmal eher exotischen Golfnationen mitmachen.» Die Schweizer Nationaltrainerin der Girls (U18) Nora Angehrn hat als Spielerin früher an drei WATC teilgenommen. Sie sagt, dass sie diese Wettkämpfe immer in Erinnerung behalten werde. «Meine Erfahrung hat mir gezeigt, wie wertvoll es für die persönliche Entwicklung ist, als Teil eines Teams zu agieren und gemeinsam die Herausforderungen sowie die Höhen und Tiefen einer WM zu durchleben.» Die nächsten AmateurWeltmeisterschaften finden 2025 in Singapur und 2027 in Marokko statt.
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Etwas beobachtet oder selbst betroffen? Die Meldestelle von Swiss Sport Integrity steht allen Personen offen, die eine Meldung über mögliche Verstösse oder Missstände machen wollen – auch in anonymer Form! Die Unabhängigkeit der Stiftung garantiert eine vertrauliche Behandlung und konsequente Aufarbeitung der Meldungen.
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PROS — INTERNATIONALE SIEGE
AND THE WINNERS ARE...
TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
LETAS: PGA Championship Gothenburg LETAS: Rose Ladies Open LETAS: Santander Golf Tour – Zaragoza
Gothenburg (SE) Brocket Hall (UK) La Penaza (ES)
Chiara Tamburlini Chiara Tamburlini Elena Moosmann
JUNIOREN — NATIONALE TURNIERE
AMATEURE — NATIONALE UND REGIONALE TURNIERE TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
Swiss Golf Interclub Championship Swiss Golf Open Championship
Basel Sempachersee St Apollinaire
Swiss Golf National Championship
Bonmont
Swiss Golf International Championship
Domaine Impérial
Swiss Golf West Championship
Bossey
Swiss Golf East Championship
Hittnau
Swiss Golf Central Championship
Sempachersee
Swiss Golf Interclub Series 25+ Swiss Golf Open Championship 25+
Leuk Montreux
Swiss Golf Open G4D Championship Campionato del Ticino
Bonmont Ascona
Championnat du Léman
Basler Meisterschaften
Montreux Domaine Impérial Lausanne Basel
Lausanne (Women A1) Genève (Men A1) Ladina Luder Ben Steinmann Amélie Weber Pedro Messerli Sarah Brentcheneff (FR) Leon Breimer (DEU) Pauline Tainton Raphaël De Sousa (Pro) Tina von Arx Luca Galliano (Pro) Axelle Martin Marc Steinhauser Genève (A) Geraldine Dondit Nicolas Genoud André Lehmann Lana Sudan Nicola Gerhardsen Céleste Mangeat Thomas Lecomte
Mémorial Olivier Barras
Crans-sur-Sierre
The Engadine Amateur Championship
Samedan
Open de Bonmont
Bonmont
Zürcher Meisterschaften
Schönenberg Zumikon Breitenloo
Ella Levy Nicklas Illi Tina von Arx Marco Iten (Pro) Sarah Uebelhart Yannick Beeli Romaine Masserey Michael Rauscher (AT) Sophia Sindersberger Marc Steinhauser
TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
Swiss Golf Interclub Final U18 Swiss Golf National Championship U18
Bonmont Vuissens
Swiss Golf National Championship U16
Vuissens
Swiss Golf National Championship U14
Vuissens
Swiss Golf National Championship U12
Vuissens
Swiss Golf National Championship U10
Vuissens
Swiss Golf Junior Tour Final U18
Limpachtal
Swiss Golf Junior Tour Final U16
Limpachtal
Swiss Golf Final U14
Emmental
Swiss Golf Final U12
Emmental
Swiss Golf Final U10
Emmental
Lausanne Yana Beeli Fridolin Julian Michel Anahie Lohner-Hutzli Yannick Beeli Anahie Lohner-Hutzli Oscar Ostergaard Vivien Chand Kiril Engeli Poretti Mia Heuberger William Harran Ladina Luder Pedro Messerli Anahie Lohner-Hutzli Kai Liam Notteboom Lilya Favre Niklas Kaufmann Vivien Chand Romain Varone Shauna Brunner Maxence Barbier
JUNIOREN — INTERNATIONALE SIEGE TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
PING Junior Solheim Cup (U18) Annika Invitational Europe (U18) Scottish Boys U16 Open Championship
La Zagaleta (ES) Halmstad (SE) Portlethen (UK)
Team Europe, Yana Beeli Yana Beeli Yannick Beeli
SENIOREN — NATIONALE TURNIERE TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
Swiss Golf Interclub 50+ Swiss Golf Open Championship 50+
Bossey Maison Blanche Maison Blanche
International Swiss Senior Amateur Ch.
Samedan
Zumikon (Women A1) Genève (Men A1) Tahina Weber Rabe Richard Heath Andreas Moser
AMATEURE — INTERNATIONALE SIEGE TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
SENIOREN — INTERNATIONALE SIEGE
German International Amateur Ch. Spanish International Amateur Ch. Egyptian Amateur Open
Frankfurt (DEU) Infinitum (ES) El Gouna (EG)
Victoria Levy Nicola Gerhardsen Marc Steinhauser
TURNIER
GASTGEBER
GEWINNER
Marisa Sgaravatti Trophy European Ladies’ Masters Team Ch.
Waterloo (BE) Waterloo (BE)
Team Switzerland 50+ Team Switzerland 65+
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LIKES
In der Rubrik «Likes» geben die besten Spielerinnen und Spieler ihre golferischen Präferenzen an. Nun ist die vor kurzem auf die Ladies European Tour aufgestiegene St. Gallerin Chiara Tamburlini an der Reihe.
CHIARA TAMBURLINI
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LIEBLINGS… …PLATZ Augusta National. Es war eine grosse Ehre, in diesem Frühjahr dort spielen zu dürfen. Der Platz ist unglaublich schön. …TURNIER Das Augusta National Women’s Amateur. Es ist einfach so cool, dass ich dort eingeladen wurde und an diesem Turnier teilnehmen konnte.
…LÖCHER Die Par 5. Ich liebe es, das Green auf diesen Löchern mit zwei Schlägen anzugreifen. Und man hat auf ihnen auch die besten Birdie-Chancen. …SCHLAG Ich weiss nicht warum, aber es ist einfach so, ich spiele immer Draw. …TRAINING Auf dem Putting Green, weil man dort verschiedene Dinge üben kann: Leistung, Technik...
…SCHLÄGER Der Putter. Putten ist meine Stärke und daher mein bevorzugter Spielbereich. VORBILD Albane Valenzuela. Weil sie Schweizerin ist und weil all das, was sie als Vertreterin der «kleinen Schweiz» bereits erreicht hat, grossartig ist.
SCHÖNSTE GOLFERINNERUNG Der NCAA-Titel 2021 mit Ole Miss oder mein erster Erfolg als Profi, den ich in diesem Sommer erzielt habe. GLÜCKSBRINGER Ich habe eine Halskette mit einem kleinen Stein, die ich an den Turnieren immer trage.
SCHÖNSTER MOMENT AUF EINEM GOLFPLATZ Wenn man nach dem Gewinn des NCAA-Titels wieder mit seinen Teamkameradinnen zusammenkommt.
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Leistung: • 7 Übernachtungen im Suite Appartement mit Frühstück • 1 Willkommensaperitif des Hauses • 1 italienisches Buffet am Abend der Anreise • 1 Kochkurs mit der Kochakademie “Io cucino Italiano” mit Trüffeln • 1 Trüffel-Abchlussabendessen im Restaurant des Hotels mit musikalischer Begleitung (Getränke nicht inkludiert) • 2 piemontesische Abendessen mit weissen Trüffeln (Getränke nicht inkludiert)
• 1 Abendessen im Clubhouse Colline di Gavi (Getränke nicht inkludiert)
• 2 Bus Transfer zu den beiden externen Restaurants • 2 Green-Fees auf dem Golf Club Villa Carolina • 1 Green-Fee auf dem Golf Club Colline del Gavi • Souvenir von Italia My Golf • Persönliche Betreuung durch Camillo während der ganzen Woche Preis pro Person: € 1599
SONNTAG, 06.10.2024 - SONNTAG, 13.10.2024
TARTUFO BIANCO E GOLF MIT CAMILLO VILLA RAGGI GOLF & SPA
SUP
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ON TOUR
DER GRANDIOSE TRIUMPH EUROPAS AM RYDER CUP Wer Golf mag und sich mit Stuart Morgan unterhält, vergisst die Zeit. Der 46-Jährige weiss viele Anekdoten aus der nahen und weiten Welt des Golfsports zu erzählen. Und er scheut sich nicht, auch mal eine Meinung mit markigen Worten zu unterstreichen. Zum Beispiel, wenn er sagt: «Der Ryder Cup ist der grösste Event im Golf, daran g ibt es keinen Zweifel.»
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Morgan stuft das Duell zwischen den besten Golfern aus Europa und den USA als bedeutender ein als alle Majors inklusive Augusta. «Es geht um so viel mehr als nur um Geld und Titel. Es geht um Ehre und Ruhm, um Emotionen und einen ausgeprägten Teamgedanken, wie es ihn sonst im Golf nicht gibt.» Stuart Morgan ist in der Golfwelt ganz schön rumgekommen, bei Swiss Golf hat er ein Mandat als Performance Director. Aufgewachsen in Wales, war er früh fasziniert vom Spiel mit dem kleinen Ball. Er realisierte aber, dass
es trotz Fleiss und Ballgefühl für die ganz grosse Karriere nie reichen würde. Bereits mit 19 konzentrierte er sich aufs Coaching, ab 25 war er er auf Profilevel tätig. Er arbeitete auch lange in den USA, zum Beispiel für den legendären Coach David Leadbetter. Aktuell ist er unter anderem Trainer des Schotten Robert MacIntyre, der das siegreiche Team Europe im September am Ryder Cup in Rom vertrat. Und vor zwei Jahren war
Europa hat sich am Ryder Cup in Rom eindrucksvoll für die Niederlage vor zwei Jahren gegen die USA revanchiert. Stuart Morgan, Performance Director bei Swiss Golf, war als Trainer des Schotten Robert MacIntyre dabei – und schwärmt vom Event in den höchsten Tönen. Fabian Ruch
BILANZ
Captain Luke Donald hält die Trophäe hoch, neben seinem Leader Rory McIlroy.
SWISS GOLF
Der Ryder Cup wird seit 1927 ausgetragen, die Amerikaner stehen bei 27 Siegen und 15 Niederlagen, zweimal gab es ein Unentschieden. Bis 1971 traten die USA gegen ein Team aus Grossbritannien an, in den Siebzigerjahren gab es dreimal das Duell USA vs Grossbritannien/Irland – und seit 1979 ist Europa Gegner der Amerikaner. Die Bilanz der europäischen Auswahl in nun 22 Austragungen ist positiv: zwölf Siege, neun Niederlagen und 1989 ein Remis, das als Sieg gewertet wurde, weil Europa als Titelverteidiger antrat.
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ON TOUR
«» Ich werde den Moment nie mehr vergessen, als Bob auf Loch 17 den Sieg sicherstellte und wir uns umarmten. Stuart Morgan
Morgan Coach des Österreichers Bernd Wiesberger, als dieser in Whistling Straits für Europa antrat. Morgan kommt aus dem Schwärmen nicht heraus, wenn es um den Ryder Cup geht: «Die ganze Ambiance ist einfach wunderschön und einmalig. Die besten Golfer der Welt, die sonst immer allein unterwegs sind, formieren sich zu zwei Teams.»
MIT DEM SPIRIT VON SEVE BALLESTEROS Die Austragung 2023 in Rom sei in jeder Beziehung ein Erfolg gewesen, sagt Stuart Morgan. «So gut war die Stimmung noch nie. Das haben auch Leute gesagt, die seit Jahrzehnten dabei sind.» Teilweise verwandelten die Zuschauer den Marco Simone Golf und Country Club beinahe in ein Fussballstadion,
insbesondere auf Loch 1 sowie ab Loch 15 bis 18 sei es laut und ekstatisch gewesen. Zur gelungenen Woche gehörte natürlich der starke Auftritt der Europäer, die sich gegen die USA eindrücklich für die deutliche Niederlage zwei Jahre zuvor revanchierten. Am Sonntagnachmittag wurde es zwar überraschenderweise noch einmal für ein paar Minuten spannend, weil die Amerikaner in den Einzeln kräftig aufholten – aber am Ende setzten sich die Europäer 16,5 zu 11,5 durch. Und Morgans Schützling MacIntyre holte den letzten Punkt gegen Wyndham Clark. «Ich werde den Moment nie mehr vergessen, als Bob auf Loch 17 den Sieg sicherstellte und wir uns umarmten», sagt Morgan.
Einen der Hauptgründe für den deutlichen Sieg der Gastgeber sieht Morgan darin, dass es den Europäern besser gelungen sei, als Einheit aufzutreten und den besonderen Geist des Ryder Cups zu leben. «Die Spieler wussten, dass sie auch Legenden wie den Spanier Seve Ballesteros vertraten. Sie spürten deren Spirit.» Langjährige Leader wie Sergio Garcia und Ian Poulter waren nicht mehr dabei. Die überragenden Rory McIlroy, Jon Rahm und Viktor Hovland brillierten als Stützen, junge Golfer wie Ludvig Åberg gefielen mit forschen Auftritten. Åberg hatte wenige Wochen zuvor am Omega European Masters in Crans-Montana triumphiert.
DER TRAUM: EIN SCHWEIZER SPIELER AM RYDER CUP Und so trat Stuart Morgan die Heimreise nach dem Ryder Cup mit Glücksgefühlen an. Er lebt in Österreich, im Heimatland seiner Frau. Nach längerem Aufenthalt in
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Eine Woche vor dem Ryder Cup wurde in Spanien auch der Solheim Cup ausgetragen. Es war erneut eine sehr spannende Angelegenheit. Bei den zwei vorherigen Ausgaben hatte Europa gegen die USA 14,5 zu 13,5 sowie 15 zu 13 gewonnen. Am 18. Solheim Cup genügte den europäischen Frauen nun ein 14-14, um den Titel zu verteidigen. Die zwei Teams waren bereits mit einem 8-8 in die Einzel gestartet, den entscheidenden Punkt am Sonntag holte dann Carlota Ciganda in ihrer Heimat gegen die Weltranglistendritte Nelly Korda – nach zwei Birdies in Folge auf den Löchern 16 und 17. Die Spanierin war mit vier Punkten aus vier Begegnungen auch die erfolgreichste Spielerin am Solheim Cup 2023. «Es war der Wahnsinn, all dieser Support von meiner Familie und von so vielen Freunden, die dabei waren», sagte Ciganda. Damit steht es im Vergleich zwischen Europa und den USA noch 10-7 für die Amerikanerinnen. In deren Heimat findet 2024 in Gainesville, Virginia, bereits der nächste Solheim Cup statt.
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den USA hatte sich das Paar vor ein paar Jahren entschieden, dass ihre Kinder in Europa zur Schule gehen sollen. Morgan hat sich beruflich vielseitig aufgestellt, seit Ende 2017 arbeitet er rund 50 Prozent für Swiss Golf und begleitet die besten Spieler auf dem Weg nach oben. «Die Österreicher haben es mit Bernd Wiesberger und jetzt Sepp Straka geschafft, Spieler am Ryder Cup zu stellen», sagt Morgan. Und er fragt: «Warum sollte das die Schweiz irgendwann nicht auch schaffen?» Mit der Entwicklung der Schweizer Spieler ist er zufrieden, aber er sagt auch, dass es mindestens eine Dekade benötige, um die Kultur umfassend zu verändern. «Wir sind auf einem guten Weg und müssen Schritt für Schritt weitergehen.» Es ist eher nicht davon auszugehen, dass die Schweiz bereits in zwei oder vier Jahren mit einem Golfer am Ryder Cup mit dabei sein wird. «Aber wenn wir es schaffen würden, uns von dieser besonderen Mischung des europäischen Teams aus Begeisterung, Willen und Lockerheit inspirieren zu lassen, wäre das wunderbar», sagt Morgan. Er geht davon aus, dass die nächste Austragung des Ryder Cups in zwei Jahren auf dem Bethpage Black Course in New York noch einmal eine andere Dimension darstellen wird. «Dieser Platz ist eine riesige Herausforderung. Die Amerikaner werden mit viel Wut im Bauch antreten und von enthusiastischen Zuschauern unterstützt werden.»
SOLHEIM CUP: DIE EUROPÄISCHEN FRAUEN SETZEN SICH DURCH
Stuart Morgans Protegé Robert MacIntyre freudetrunken.
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solide Warm-upRoutine
SO SCHLIESST SICH DER KREIS
Es gibt nichts Besseres als eine solide, schrittweise Aufwärm routine, um gut in die Saison zu starten und mittel bis langfristig mehr Kontrolle über Ihr Spiel zu erlangen. EMILIE BRUCHEZ
Haben Sie gute Vorsätze für die neue Golfsaison gefasst? Wollen Sie Ihr durchschnittliches Score verbessern oder die Anzahl Putts pro Runde verringern? Vielleicht Ihre Statistik der Greens in Regulation aufbessern? Distanz gewinnen und konstanter spielen? Gehören Sie zu den Glückspilzen, die diesen Winter an die Sonne gereist sind? Oder zu denjenigen, die bei jedem Wetter oder doch lieber Indoor spielen? In allen Fällen empfehle ich Ihnen für Ihr regelmässiges Training eine Aufwärmroutine. Diese Ratschläge richten sich an alle Spielerinnen und Spieler, unabhängig vom Alter oder von der Spielstärke, und entsprechen meiner Vorstellung von einem strukturierten und effizienten Training.
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In der letzten Ausgabe des Jahres erscheint auch der letzte Artikel aus der Feder unserer Expertin Emilie Bruchez im Swiss Golf Magazin. Wir danken ihr sehr herzlich für ihre wertvollen Ratschläge!
Rory McIlroy beginnt in der Regel zwei Stunden vor seiner Tee-Time mit der Arbeit.
Der Schlüssel zum Fortschritt ist die Wiederholung. Aber Ihr Lieblingssport bleibt für Sie natürlich ein Hobby. Die Frage soll demnach lauten: Wie kann ich mit einem Minimum an Training Spass am Golfspiel haben und gleichzeitig gute Resultate liefern?
PROGRESSIVES WARM-UP In Anlehnung an einen früheren Artikel («Gut trainieren ist besser», Magazin 3/2022) schlage ich Ihnen heute eine schrittweise und systematische Aufwärmroutine vor. Testen Sie sie bei Ihren nächsten individuellen Trainingseinheiten. Leider sehe ich immer noch zu viele Spielerinnen und Spieler, die zwar gute Absichten haben, aber nur zwei oder drei einfache Aufwärmbewegungen machen, dann den Eimer mit den Bällen hinstellen und sich nach dem dritten Schlag ärgern, weil nichts funktioniert. Alle Profis befolgen eine bestimmte Aufwärmroutine, also lassen Sie sich von den Besten inspirieren! Wenn Sie vor jeder Golfrunde die gleiche Routine anwenden, können Sie mit Vertrauen auf den Platz gehen und Ihre Fortschritte feststellen.
Manche brauchen mehr Zeit als andere. Wichtig ist, dass Sie sich selbst kennen, einen Aufwärmplan erstellen und sich die Zeit gut einteilen. Ich werde mich hier auf ein Warm-up konzentrieren, das meiner Lernmethode entspricht. Ich beginne mein Aufwärmen normalerweise in der Nähe des Lochs und bewege mich dann allmählich davon weg. Zuerst verbringe ich 10 bis 15 Minuten auf dem Putting Green, dann chippe ich ebenso lang, dazu kommen noch ein paar Bunkerschläge, bevor ich mich auf der Driving Range so richtig aufwärme, indem ich mein Bewegungsvolumen langsam steigere. Für ein vollständiges Warm-up sollten Sie 45 Minuten bis eine Stunde einplanen. Rory McIlroy, um nur einen zu nennen, hat eine ähnliche Routine – mit dem Unterschied, dass er vor dem Golfspielen noch ins Fitnessstudio geht. Der Nordire beginnt in der Regel zwei Stunden vor seiner Tee-Time mit der Arbeit.
Emilie Bruchez Founder & Owner «Improve together» Swiss PGA Golf Professional Swiss PGA Board Member Folgen Sie mir auf Instagram!
Workshop Gefällt Ihnen diese Routine? Ich schlage Ihnen einen Workshop vor, um sie am 25. März, am 26. März oder am 29. März gemeinsam zu üben. Information und Reservation unter: improvetogether@hotmail.com Die Anzahl Plätze ist begrenzt.
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Alle Wege führen nach Rom
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Nachdem unsere Expertin Emilie Bruchez am Ende des letzten Jahres die «Volumen 1 und 2» behandelt hat, beschreibt sie nun das dritte «Volumen» ihrer Methode, den Full Swing.
Ende September findet in Rom der meistbeachtete Golfevent der Welt statt: der prestigeträchtige Ryder Cup. In diesem Kampf der Titanen treffen die zwölf besten Europäer und die zwölf besten Amerikaner der Gegenwart aufeinander. Ihre Schwünge sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, aber letztendlich sind sie sich jedoch ziemlich ähnlich.
Emilie Bruchez
Die Position am Ende des Backswings ist sehr individuell. Sie wird vor allem durch den Griff, den Morphotyp und die körperlichen Eigenschaften bestimmt. Im Schwung der Profispieler findet man jedoch einige gemeinsame Positionen. Es sind genau diese Positionen, die eine bessere Kontrolle des Spiels gewährleisten. Es gibt unzählige Beispiele für atypische Schwünge. Am bekanntesten ist vielleicht der Swing von Jim Furyk, dem Sieger der US Open 2003. Der Linkshänder Bubba
Die Schlägerposition am Ende des Backswings ist bei Rory McIlroy (r.) und Matthew Wolff sehr unterschiedlich.
Individ
Watson wiederum ist zweifellos einer der kreativsten Spieler, wenn es um die Flugbahn des Balls geht. Dann gibt es noch Bryson DeChambeau mit seiner unglaublichen Kraft. Oder Matthew Wolff mit seinem speziellen Schwungansatz, den nur er beherrscht. Sie alle zeigen, dass die verschiedensten Schlägerbahnen zum Ziel führen.
Die 3D-Sing mit einem vo 3D-Single-P Golfschläge tungen und
Im Moment des Treffpunkts hingegen ist die Position sehr ähnlich.
Mit der Einführung von Analyse-Radargeräten haben wir erkannt, dass die Schlagfläche im Treffmoment zu 80 Prozent für die Flugbahn des Balls verantwortlich ist. Das Streben nach Regelmässigkeit liegt also in der Fähigkeit, diesen «Moment der Wahrheit» zu beherrschen (siehe Bilder). John Jacobs, einer der grössten Golflehrer aller Zeiten
Wir bringen
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Stableford kennt jeder. Wenn man ein Kreuz auf die Scorekarte schreibt, geht es weiter zum nächsten Loch. Auch für mich geht es nun weiter: Nach einer zehnteiligen Artikelserie für das Swiss Golf Magazin ist die Zeit für die Stabsübergabe gekommen. Ich danke dem Verband für diese Chance und das mir entgegengebrachte Vertrauen. In dieser letzten Ausgabe möchte ich meinen allerersten Artikel noch einmal aufgreifen. Er trug den Titel: «Gut trainieren ist besser». Ich kann es nicht oft genug betonen: Nicht die Quantität, sondern die Qualität
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des Trainings gibt den Ausschlag. Auch die besten Spielerinnen und Spieler der Welt arbeiten mit Coaches, die ihnen helfen, Fortschritte zu machen und sich selbst immer wieder mit kritischen Augen zu betrachten. Sie nutzen pädagogisches Material und führen unzählige Übungen durch. Meine Empfehlung: Suchen Sie sich eine lizenzierte Golflehrperson mit Berufsprüfung, um eine qualifizierte Betreuung sicherzustellen. Zusammen setzen Sie die Trainingsschwerpunkte und Ziele fest, messen Ihre Fortschritte und passen die Trainings entsprechend an. Wagen Sie sich aus Ihrer Komfortzone und akzeptieren Sie Veränderungen, so können Sie Hürden überwinden. Für
die meisten Golferinnen und Golfer dürfte Golf ein Freizeitsport sein. Ein Stündchen betreutes Training pro Woche verträgt sich aber auch mit Freizeitsport. Planen Sie einen Vorlauf von 20 Minuten ein, um sich aufzuwärmen. Anschliessend können Sie die Trainingsstunde voll und ganz nutzen. Danach festigen Sie das Erarbeitete in Eigenregie. Es braucht Zeit, bis Veränderungen in Fleisch und Blut übergehen. Vorsicht bei «guten Ratschlägen» von Freudinnen und Freunden, die anscheinend alle Ihre Probleme lösen können! Nach allem, was ich weiss, gibt es kein solches Patentrezept. Eine Lehrperson
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BLEIBEN SIE AUF KURS!
NORDEN
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AUTORIN EMILIE BRUCHEZ Founder & Owner «Improve Together Golf Academy» Swiss PGA Golf Professional Swiss PGA Board Member Scannen Sie den QR-Code, um die verschiedenen Übungen zu entdecken, die ich auf meinem Instagram-Account vorstelle.
LERNEN SIE, IHRE BALLFLUGBAHNEN ZU MEISTERN
WESTEN OSTEN
Nachdem unsere Expertin Emilie
Im Norden Ball höher als die Füsse, im Süden tiefer; im Osten Ball abwärts, im Westen aufwärts.
Bruchez in der letzten Ausgabe die verschiedenen Flugbahnen des Balls behandelt hat, bietet sie diesmal eine Trainingseinheit
SÜDEN
an, die sich mit den Schlägen am Hang befasst. Emilie Bruchez
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In dieser Ausgabe zeigt Ihnen unsere Expertin Emilie Bruchez kreative Spieltechniken, wie Sie die verschiedenen Flugbahnen des Balls, insbesondere den Fade und Draw, meistern können.
Wenn ich meine Schüler und Schülerinnen auf dem Golfplatz begleite, stelle ich sehr oft fest, dass ihnen in Hanglagen Orientierungshilfen fehlen. Unsere mancherorts hügeligen Plätze zwingen uns immer wieder, uns anzupassen, aber wir neigen dazu, uns auf der technischen Ebene zu verheddern. In diesem Artikel möchte ich versuchen, Ihnen ein paar einfache Tipps zu vermitteln, die man sich leicht merken kann.
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Vamos a la playa! Nachdem unsere Expertin Emilie Bruchez die verschiedenen Schwungvolumen behandelt hat, befasst sie sich in dieser Ausgabe mit dem Thema Bunkerschläge. Also ab in den Sand oder Vamos a la playa!
Präzision beim Putten!
Der Bunker ist bei Amateurspielerinnen und -spielern oft unbeliebt. Manchmal kann er sogar Ängste auslösen. Dabei ist das Spiel aus dem Sandbunker so spannend. Ein Schlag aus dem Greenbunker, der gewöhnlich mit einem Sand Wedge gespielt wird, hat etwas Magisches. Schliesslich handelt es sich um den einzigen Golfschlag, bei dem man den Ball nicht berührt. Ist das nicht bemerkenswert? Ich nehme meine Schülerinnen und Schüler gerne mit in den Sand, um vor allem an der Körperhaltung, am Gleichgewicht, am Rhythmus und an der Entspannung zu arbeiten. Bei dieser Trainingseinheit erhält man zudem ein direktes Feedback zu dem, was man tut. Wie oft habe ich schon gehört: «Oh nein, mein Ball liegt im Bunker; ich weiss nicht, wie ich da wieder rauskomme!» Wie der berühmte amerikanische Basketballspieler Kobe Bryant sagte, kommt das Vertrauen von der Vorbereitung. Stellen Sie sich also die Frage: Übe ich genügend oft im Sand?
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Es ist wichtig, dass Sie Ihr Training abwechslungsreich gestalten und alle Spielbereiche berücksichtigen. Denken Sie bei Ihrer nächsten Trainingseinheit daran, auch ein paar Bunkerschläge zu üben. Severiano Ballesteros spielte während seiner ganzen Kindheit am Strand in der Nähe seines Dorfes. Dort entwickelte er die spielerischen Fähigkeiten, die seine golferische Kreativität legendär machten. Professionelle Spielerinnen und Spieler verbringen viel Zeit im Sand. In technischer Hinsicht ist ein Schlag aus dem Greenbunker weniger schwierig als ein Chip aus dem Rough am Rande des Greens. Er ist auf jeden Fall leichter zu kontrollieren.
VIER TIPPS FÜR DEN GREENBUNKER
ÖFFNUNG UND GESCHWINDIGKEIT Konkret gibt es je nach Ausgangslage mehrere Möglichkeiten. Wenn der Bunker sehr tief ist, nehmen Sie am besten ein Lobwedge mit einem Loft zwischen 58 und 60 Grad. Falls Sie keinen solchen Schläger im Bag haben, öffnen Sie die Schlagfläche Ihres Sandwedges, um so eine höhere Flugbahn zu erzielen. Und vergessen Sie nicht, diese Öffnung durch eine etwas höhere Schlägergeschwindigkeit zu kompensieren. Beim Schlag aus dem Greenbunker ist es der Sand, der den Ball antreibt. Ich empfehle Ihnen daher, sich im Sand einen Ein- und Austrittspunkt, ungefähr 3 bis 5 Zentimeter vor und nach dem Ball, vor-
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Nehmen Sie einen breiten und ausge glichenen Stand ein; der Ball liegt leicht in Richtung linker Fuss (für Rechtshänder). Verlagern Sie Ihr Körpergewicht auf das vordere Bein. Wählen Sie einen eher kurzen Griff. Visualisieren Sie einen Eintreff punkt im Sand und führen Sie Ihre Bewegung dezidiert aus.
VIER TIPPS FÜR DEN FAIRWAYBUNKER
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Nehmen Sie einen breiten, ausge glichenen Stand ein; der Ball liegt in der Mitte oder sogar etwas rechts (für Rechtshänder). Verlagern Sie Ihr Körpergewicht leicht auf das vordere Bein. Spannen Sie Ihre Handgelenke nicht zu stark an. Versuchen Sie, den Ball zuerst zu treffen, nicht den Sand.
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n Freude aufs Green!
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nimmt sich zunächst Zeit, um Sie zu beobachten, und erstellt dann eine präzise Diagnose, gefolgt vom passenden Vorgehen. Und all das mit voller Transparenz. Wer weiss, was nicht funktioniert und welche Lösungsansätze es gibt, gewinnt an Selbstvertrauen. Auf dem Platz reicht die Zeit nicht für technische Anpassungen. Daher sind Trainings unabdingbar. Denken Sie auch daran, Ihr Spiel zu planen, bevor Sie an den Abschlag gehen. Im Übrigen gilt: Ohne eine gute Routine und eine passende Strategie läuft gar nichts. Es geht nicht darum, jederzeit und überall so hart und so weit wie möglich zu schlagen. Wenn Sie Ihr Spiel geplant haben, wissen Sie, wie der nächste Schlag aussehen sollte. Gehen Sie Ihre Runde an wie eine Schachpartie. Und gehen Sie mit einer positiven Einstellung auf den Platz. Tragen Sie schlechte Schläge mit Fassung. Um es mit Ben Hogan zu sagen: «Der wichtigste Schlag im Golf ist immer der nächste.» Seien Sie reaktionsfähig. Es ist ein tolles Gefühl, sein Score trotz eines schlechten Abschlags an einem Loch noch zu retten. Nutzen Sie auch die Gelegenheiten, um im Team auf Freundschaftsbasis ganz einfach zum Spass zu golfen. Golf ist ein fantastischer Sport, er packt uns mit Haut und Haar und beschert uns immer und immer wieder starke Emotionen. Und all das unter freiem Himmel und nicht selten in fantastischen Landschaften. Allen Spielerinnen und Spielern wünsche ich gutes Golfen!
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EMILIE BRUCHEZ Gründerin und Eignerin der «Improve Together Golf Academy» Swiss PGA Golf Professional Vorstandsmitglied der Swiss PGA Scannen Sie den QR-Code und entdecken Sie auf meinem Instagram-Account eine Reihe von Übungen.
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DAS HILFT DEM UNTEREN RÜCKEN «Wo tut es den Golferinnen und Golfern am häufigsten weh?» Spitzenreiter ist klar der «Low Back Pain», da die untere Lendenwirbelsäule am meisten unter der etwas unnatürlichen Rotation im Golfschwung leidet. Folgende Übungen helfen dem unteren Rücken.
Um die Frage nach den häufigsten Golferbeschwerden zu klären, hat das Golf Medical Center der Schulthess Klinik kürzlich eine Studie durchgeführt. 143 Teilnehmer aus der Schweiz und 767 Golferinnen und Golfer aus den USA haben an dieser Befragung teilgenommen, welche wöchentlich mit Hilfe einer elektronischen Datenerfassung erfolgte. Dabei ging es auch darum, herauszufinden, ob mit präventiven Übungen den Beschwerden vorgebeugt werden kann. Das Durchschnittsalter der 910 Golferinnen und Golfer war 56 Jahre, das mittlere Handicap 12,9. Es haben sich 733 Männer und 177 Frauen an der Studie beteiligt. Die meisten Beschwerden, welche im Zusammenhang mit dem Golfspiel genannt wurden, konzentrierten sich auf den sogenannten «Low Back Pain» (Kreuzschmerz), gefolgt von den Kniegelenken, dann – mit abnehmender Tendenz – die Schultern, die Hüften, die Handgelenke und die Ellbogen. Der Spitzenreiter ist klar der «Low Back Pain», da die untere Lendenwirbelsäule am meisten unter der etwas unnatürlichen Rotation im Golfschwung zu leiden hat.
KRÄFTE NEUTRALISIEREN Die untere Lendenwirbelsäule ist deswegen für Golfer eine Problemzone, weil dieser Abschnitt der Wirbelsäule anatomisch mehr zum Beugen und Strecken und nicht zum Rotieren geschaffen ist. Ausgerechnet hier findet am Ende des Rückschwungs, in der Umkehrphase des Rückschwungs zum Durchschwung, eine Rotation und Gegenrotation der einzelnen Lendenwirbel zueinander statt. Es braucht eine starke, tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur, um diese Kräfte zu neutralisieren. Aus diesem Grund haben wir die Übung auf den «Low Back Pain» ausgerichtet, die Nummer 1 der GolfKlagemauer. Interessant an der Studie ist, dass die Verteilung der Beschwerden auf die verschiedenen Körperregionen bei den Golferinnen und Golfern nicht viel anders aussieht als bei der übrigen Bevölkerung. Die Probleme gehen meistens auf bestehende Veränderungen wie Arthrose oder chronische Abnutzung zurück, welche durch den Golfschwung aktiviert werden – unabhängig davon, wie viel man turnt oder nicht turnt.
VORBEUGEN HILFT So überrascht es auch nicht, dass die Teilnehmer der Studie, welche regelmässig turnen, über mehr Beschwerden klagten als diejenigen, die keine Turnübungen praktizieren. Das kann nur so erklärt werden, dass mit den Übungen erst dann angefangen wurde, als die Beschwerden schon aufgetreten waren – also zu spät. Die allgemeinen Fitnessübungen, wie sie auch von uns empfohlen werden, haben in erster Linie einen prophylaktischen Charakter. Sie sollen dafür sorgen, dass das Muskelkorsett so stark ist und die Gelenke so gut stützt, dass die Beschwerden gar nicht erst auftreten. Genau im Sinne von «Hausi» Leutenegger, der einmal sagte: «Quäle deinen Körper, sonst quält er irgendwann dich.» Diese Weisheit wird durch unsere Ergebnisse wissenschaftlich unterstrichen. Das Studienfazit: Golf ist keine Risikosportart und gefährdet unsere Gesundheit nicht stärker als sonstige Aktivitäten des täglichen Lebens. Im Gegenteil, Golf fördert in vielerlei Hinsicht die Gesundheit, das allgemeine Wohlbefinden und die Langlebigkeit. Und, wie auch früher schon so oft gesagt wurde: Vorbeugen ist besser als heilen.
TIPP VON BOSSY Nutzen Sie die Winterzeit und investieren Sie etwas mehr Zeit für Ihre persönliche GolfFitness. Fangen Sie damit auch dann an, wenn Ihnen noch nichts weh tut. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die grosse Muskulatur, sondern speziell auch die kleinen, tiefen Bauchund Rückenmuskeln, deren Hauptaufgabe es ist, die Wirbelsäule zu stabilisieren. Das ist das Beste, was Sie für Ihren unteren Rücken tun können, damit er im Frühling die grossen Rotationskräfte, die beim Golfschwung entstehen, besser abfedern kann.
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Die Schulthess Klinik ist ein Swiss Olympic Medical Center. Das Golf
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Medical Center der Schulthess Klinik
In der Ansprechposition sollte die ganze Wirbelsäule in einer geraden Linie ausgerichtet sein. Auch das Kreuz sollte die grüne Linie ganz oder beinahe berühren. Die tiefen Bauch- und Rückenmuskeln müssen aktiviert werden, bevor man mit dem Golfschwung anfängt. Während des ganzen Golfschwungs sollte das Kreuz möglichst stabil gehalten werden. Damit dies möglich ist, muss man lernen, die Brustwirbelsäule und die Hüfte unabhängig voneinander rotieren zu lassen.
Training, GolfFitness-Training nach der
bietet verschiedene golfspezifische Trainingsprogramme wie Personal Albatros-Methode, Golf-Physiotherapie und Golf-Screening an. Es steht auch ein Indoor-Abschlagplatz zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Ange boten des Golf Medical Centers finden Sie unter www.golfmedcenter.ch.
ÜBUNG Ausgangsstellung: Golfposition, linker Fuss in 90 Grad an der Wand, beide Hände am Golfschläger abstützen. Wichtig ist dabei, den linken Fuss gegen die Wand zu drücken.
Ausführung: Die tiefen Bauchund Rückenmuskeln aktivieren (Bauchnabel leicht zur Wirbelsäule ziehen), den Oberkörper drehen und den rechten Arm diagonal hoch nach hinten zur Wand führen. 4 Mal pro Seite, 3 Serien.
Wichtig: Während der Übung den unteren Rücken möglichst stabil halten. Das rechte Knie darf nicht nach innen kippen! Ziel: Verbesserung der Stabilisation des Unterkörpers und der Rotation der Brustwirbelsäule.
Autoren Prof. Jiri Dvorak, Chefarzt Emeritus Neurologie, Schulthess Klinik Dr. med. Tomas Drobny, Leiter Golf Medical Center Co-Autoren Gabi Tobler, Head Instructor Albatros Training, Elite Fitness Coach Swiss Golf Andre Bossert, Playing Pro, Golfexperte GMC
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SWISS GOLF
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JUNIOR’S CORNER
AUF DEN SPUREN VON ALBANE VALENZUELA Yana Beeli ist eines der grössten Schweizer Golftalente. Im Herbst war sie im siegreichen europäischen Team beim PING Junior Solheim Cup dabei. Die 18-jährige Aargauerin stammt aus einer golfbegeisterten Familie – und steht vor einer interessanten Zukunft. Fabian Ruch
Im August wurde Yana Beeli 18 Jahre alt – und das schönste Geschenk hat sie sich gleich selber erspielt. Dank konstant starker Leistungen qualifizierte sie sich für das europäische Team am PING Junior Solheim Cup im September in Spanien. Zuvor war Albane Valenzuela 2015 die einzige Schweizerin gewesen, die am prestigeträchtigen Anlass teilnehmen durfte. Wenn Beeli von den Erlebnissen auf dem wunderschönen Old Course of La Zagaleta spricht, ist die Begeisterung herauszuhören. «Es war eine überragende Woche mit toller Organisation und grossartigem Golfsport», sagt sie, «und es war der bisherige Höhepunkt meiner Karriere.» Ebenfalls am PING Junior Solheim Cup mit dabei war Nora Angehrn, Swiss Golf National Coach der Girls. Sie fungierte wie 2021 als Vice Captain vom Team Europe. «Diese Nominierung war eine grosse Ehre für mich», sagt Angehrn, «weil sie zeigt, dass meine Arbeit geschätzt wird.» Wie zwei Jahre zuvor in den USA setzte sich die europäische Auswahl erneut gegen die Amerikanerinnen durch, diesmal gleich mit 15-9. Damit schrieb sie Geschichte, denn es war das erste Mal, dass Europa zwei Duelle nacheinander gewann. Yana Beeli steuerte in ihren drei Einsätzen einen Punkt dazu bei. Und obwohl
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sie ihr Einzel trotz ausgezeichneter Vorstellung gegen Yana Wilson äusserst knapp verlor, ist sie sehr zufrieden mit ihren Leistungen: «Ich war vorher natürlich brutal nervös gewesen. Aber dann habe ich es geschafft, jeden Moment zu geniessen und mich auf mein Spiel zu konzentrieren.»
GUTE EINSTELLUNG UND MENTALE STÄRKE Yana Beeli gilt als eines der grössten Talente im Schweizer Golfsport. Sie erhielt bereits als Kleinkind Plastikschläger von ihren golfbegeisterten Eltern und besuchte als Vierjährige ihr erstes Training. Die Aargauerin war ein polysportives Mädchen, sie betrieb auch Tennis, Schwimmen, Volleyball, Reiten und Fussball – und entschied sich mit zwölf Jahren, auf Golf zu setzen. «Damals wurde ich für das Regionalkader Zentralschweiz nominiert», sagt sie. Es habe seither auch schwierige Momente gegeben, zumal sie oft an Turnieren im Ausland unterwegs sei, weit weg von Familie und Freunden. «Aber ich bin an den Herausforderungen gewachsen.» Yana Beeli ist im Gespräch unterhaltsam und wortgewandt. Man spürt, wie reif sie für ihr junges Alter ist. Sie ist vielseitig interessiert, liest gerne, möchte wieder mehr Klavier spielen und vergisst nicht, sich bei allen zu bedanken, die sie auf ihrem Weg begleiten. «Insbesondere Swiss Golf ist eine grosse Hilfe mit den vielen ausgezeichneten Trainings und
der Unterstützung an den Turnieren.» Ihre Nationaltrainerin Nora Angehrn lobt die mentale Stärke Beelis und den Willen der Golferin, sich jeden Tag verbessern zu wollen. «Sie hat eine bemerkenswerte Haltung und Einstellung, was ihr auf dem Platz hilft, wenn es einmal nicht besonders gut läuft.» Meistens allerdings lief die Karriere Beelis bisher wie am Schnürchen. Sie gewann nicht nur in der Schweiz viele Titel wie beispielsweise 2021 die Schweizer Meisterschaften in der U16 und U18 oder dieses Jahr in der U18, sondern überzeugte auch international mit guten Ergebnissen und zwei gewonnenen Turnieren. Die Teilnahme am PING Junior Solheim Cup bedeutete für Yana Beeli auch den Schlusspunkt als U18-Spielerin. Bei Swiss Golf rückt sie nun ins Nationalteam der Frauen nach, an Zielen fehlt es ihr auch in Zukunft nicht. Sie möchte 2024 ein bisschen weniger Turniere bestreiten und sich noch stärker auf den Feinschliff in all den vielen Aspekten des Golfspiels konzentrieren. Insbesondere ihr langes Eisenspiel sei noch ausbaufähig, sagt Beeli. Nationaltrainerin Angehrn wiederum betont, dass es auf dem Weg nach oben nicht nur auf das Können ankomme. Sie zitiert den berühmten Spruch, wonach harte Arbeit Talent schlage, wenn das Talent nicht hart arbeite. «Bei Yana
mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen, weil sie fleissig ist und teamfähig und sowieso eine tolle junge Frau mit erstklassigen Werten.»
DIE ZUKUNFT IN DEN USA Die ehemalige Spitzenspielerin Nora Angehrn lobt zudem die Ehrlichkeit und Verlässlichkeit Beelis sowie ihre Offenheit, auf Inputs einzugehen. «Sie ist in einem guten Umfeld aufgehoben und sehr bodenständig.» Auch Beelis jüngere Brüder Yannick (16 Jahre) und Yanis (13) sind talentierte Golfer, wobei vor allem Yannick in dieser Saison mit starken Ergebnissen brilliert hat. «Wir pushen uns gegenseitig», sagt Yana Beeli, «und können voneinander lernen.» In den nächsten Jahren wird Yana Beeli weiter die Sportkanti in Aarau besuchen, die Matur legt sie 2026 ab. Dann wird sie bereits 21 Jahre alt sein, aber das sei kein Nachteil, findet sie. «Ich kann mich in Ruhe entwickeln und habe genug Zeit, um herauszufinden, wie es weitergeht.»
Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit wird sie danach an ein College in den USA wechseln, dort studieren und von den prächtigen Trainingsmöglichkeiten profitieren. Noch dürfen diese Colleges sie aus regeltechnischen Gründen nicht kontaktieren, aber an Offerten wird es ihr nicht fehlen. Beeli hat sich bereits mit anderen Schweizer Golferinnen unterhalten, die in den USA an Universitäten sind. «Ich werde auf jeden Fall einige Colleges besuchen und mir ein Bild machen, ehe ich mich entscheide», sagt sie. Schritt für Schritt wandelt Yana Beeli also auf den Spuren von Albane Valenzuela. «Ich habe sie noch nie getroffen, aber natürlich ist sie eine Inspiration für alle jungen Schweizer Golferinnen», sagt Beeli. Und es klingt keineswegs überheblich, sondern zielstrebig, wenn sie über ihre Ziele und Träume spricht: «Ich möchte an die Weltspitze.»
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«» Yana hat eine bemerkenswerte Haltung und Einstellung, was ihr auf dem Platz hilft, wenn es einmal nicht besonders gut läuft. Nora Angehrn
INSIDE SWISS GOLF
REGIONALTREFFEN Im Oktober fanden in der ganzen Schweiz die traditionellen Regionaltreffen statt. Swiss Golf nutzte die Gelegenheit, um seine Mitglieder über aktuelle Themen zu informieren und sie dafür zu sensibilisieren. Jérôme Reynard
Swiss Golf begegnete seinen Mitgliedern an den traditionellen Regionaltreffen – dieses Jahr im Golfclub Zürichsee, im Golf Meggen, im Golf & Country Club de Bonmont und im Golf Club Patriziale Ascona. Insgesamt liessen sich 216 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Themen wie die Nachwuchsentwicklung, die Nachhaltigkeit, die Swiss Golf App und auch die Verbandsstrategie 2024–2028 informieren. Gastgeberin war Eveline Fasser Testa, Präsidentin der Kommission Mitglieder, die durch die Anlässe führte.
NACHWUCHSENTWICKLUNG IM FOKUS Ein zentrales Thema waren dabei die Entwicklung der Juniorinnen und Junioren sowie der Wunsch, mehr Talente hervorzubringen. In der Schweiz machen die U18 rund sechs Prozent der Spielerinnen und Spieler aus. Das ist weniger als in unseren Nachbarländern Deutschland (7 Prozent), Österreich (7 Prozent), Frankreich (10 Prozent) oder Italien (11 Prozent). Zudem hatten 2022 von den 6200 Schweizer Junioren lediglich 200 ein Handicap von 4,4 oder tiefer. «Der Verband investiert viel in diesen Bereich, und auch die Clubs spielen an der Basis der Pyramide eine ganz zentrale Rolle», erklärte die Direktorin Sport von Swiss Golf, Barbara Albisetti Heath. «Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Juniorensektionen zu fördern – sei es durch verbesserte Zugänglichkeit, Anpassungen bei den Strukturen oder durch Veranstaltungen. Letztendlich geht es darum, bei den Jugendlichen die Freude am Golfsport zu wecken.» Claudia Wörrle-Krakau, Head of Junior Development, und Gustave Chable, Junior Responsible, gaben denn auch Anregungen zur Weiterentwicklung der Sektionen und zur Unterstützung der Juniorencaptains.
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BIODIVERSITÄT UND ENERGIEEFFIZIENZ Die Managerin Nachhaltigkeit von Swiss Golf, Alicia Moulin, sensibilisierte die Anwesenden für die Wasserproblematik und berichtete über mehrere laufende Projekte, insbesondere im Bereich der Biodiversität. In diesem hat der Verband sein für 2023 gestecktes Ziel erreicht – nämlich in der Lage zu sein, die Quantität und Qualität der Biodiversität auf einem Golfplatz zu messen, um sie anschliessend optimieren zu können. Dieses Vorhaben war dank einer neuen Methode, die auf acht Golfplätzen angewendet wurde, erfolgreich und soll nun auf alle Schweizer Golfplätze ausgeweitet werden. «Die Biodiversität ist für das menschliche Leben auf der Erde zentral», rief Alicia Moulin in Erinnerung. «Sie garantiert fruchtbare Böden und vielfältige Nahrungsmittel, trägt zur Klimaregulierung bei und bildet das Geflecht, das wir zum Leben brauchen. Deshalb müssen wir sie unbedingt erhalten.» Auch das Thema Energiesparen wurde angesprochen. In diesem Zusammenhang informierte die Managerin Nachhaltigkeit die Mitglieder von Swiss Golf über die Partnerschaft zwischen dem Verband und EnergieSchweiz. Dank dieser Zusammenarbeit können die Clubs zu einem günstigen Tarif von sogenannten PEIK-Audits profitieren. Die daraus abgeleiteten Aktionspläne haben sich im Rahmen des Pilotprojekts 2023 bei fünf Clubs bewährt. «Wir sprechen von einem Energiesparpotenzial von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent», fasste Alicia Moulin zusammen. SWISS GOLF APP UND SWISS GOLF CARD Im Bereich Services gab Direktor Michel Follonier einige Statistiken zur Swiss Golf App bekannt. Sie wurde seit dem 27. März 2023 über 40’000-mal heruntergeladen und hatte insbesondere eine beträchtliche Wirkung auf das General Play (früher EDS), wurden doch auf der App zwischen Ende März und Anfang Oktober 43’000 HCP-wirksame Runden registriert. In den Sommermonaten wurde im Vergleich zu 2022 ein Anstieg um 100 Prozent festgestellt.
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Thomas (links) und Stefan Saner von saner consulting
Gute Vorbereitung und Präzision Michel Follonier nutzte die Gelegenheit, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran zu erinnern, dass die digitale Version der Swiss Golf Card in der App verfügbar ist und die Plastikkarte im Idealfall bis 2025 vollständig ersetzen wird. «Aber wir werden nichts beschliessen, ohne vorher unsere Mitglieder zu befragen und Lösungen für ihre allfälligen Bedenken zu finden», fügte der Direktor Services hinzu.
VON EPALINGES NACH BERN Das Schlusswort gehörte dem Vize-Präsidenten des Vorstands, Lukas Eisner. Er stellte einerseits die Schwerpunkte der Verbandsstrategie 2024 bis 2028 vor – Leistungssport, Breitensport, Mitglieder und Nachhaltigkeit –, andererseits die zukünftige Organisation des Verbandes. Dessen Leitung soll durch eine dritte Person verstärkt werden, eine Direktorin oder einen Direktor für Marketing, Kommunikation und Sponsoring. Ausserdem wird der Verband seinen Sitz nicht mehr in Epalinges, sondern in Bern haben. Lukas Eisner informierte die Anwesenden zudem über zwei Neuerungen im Bereich WHS: - Die Möglichkeit, ein individuelles Fourball-Ergebnis an das Handicap anrechnen zu lassen, sofern die Spielerin oder der Spieler mindestens neun Löcher notiert hat, ihr/sein individuelles Ergebnis mindestens 36 Punkte und das Teamergebnis mindestens 42 Punkte beträgt, - die Abschaffung von Appendix Z, der verhinderte, dass ein Handicap auf über 26,5 hinaufgesetzt werden konnte. Diese Massnahmen treten im Laufe des Jahres 2024 in Kraft, sobald die entsprechenden IT-Anpassungen abgeschlossen sind. Swiss Golf dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Golfclub Zürichsee, Golf Meggen, dem Golf & Country Club de Bonmont und dem Golf Club Patriziale Ascona an dieser Stelle nochmals herzlich für ihre Gastfreundschaft.
SWISS GOLF
Die Firma saner consulting findet mit Sachverstand und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit ideale Nachfolgelösungen. Jeder Golfspieler, jede Golfspielerin kennt die Zufriedenheit, wenn der Ball nach einem gelungenen Putt den Weg ins Loch findet. Glück gehabt? Vielleicht. Meistens aber ist der erfolgreiche Putt das Resultat einer gezielten Strategie. Diese fängt mit einem tauglichen Werkzeug an, bedingt eine gute Portion Konzentration und eine erfolgversprechende Technik. Diese Faktoren sind auch wichtig, wenn es um den Verkauf einer Unternehmung geht. Netzwerk con | cess Die Firma saner consulting kennt den Weg von der ersten Kontaktaufnahme bis zum erfolgreichen Abschluss. Besonders interessant ist die Zugehörigkeit zum Netzwerk con | cess mit 18 spezialisierten und unabhängigen Partnern im ganzen deutschsprachigen Raum. Durch dieses Netzwerk kann saner consulting schnell fundiertes Feedback auf anonymisierter Basis einholen. «Vor einem Verkauf sollten alle möglichen Alternativen für eine Nachfolge durchleuchtet und die aktuelle Situation der Firma analysiert werden», erklärt Stefan Saner. So sei die Frage, ob das Unternehmen zukunftsfähig ist oder für die Zukunft gerüstet werden kann, ein entscheidender Faktor. «Denn so wird die Firma für Interessenten attraktiv.» Pragmatisch, individuell, empathisch Eine weitere Basis für die erfolgreiche Arbeit von saner consulting ist das empathische Verständnis für die Situation rund um den Verkauf einer Firma. Der Inhaber soll voll hinter dem Verkauf stehen können und wissen, dass sein Unternehmen in gute Hände kommt. So kann man sich gelassen und zufrieden neuen Beschäftigungen zuwenden. Zum Beispiel einer erfolgreichen Strategie und Technik beim Putten auf dem Grün.
saner consulting GmbH con | cess M+A Partner Olten | St. Gallen | Neuchâtel 062 212 91 91 info@saner-consulting.ch www.saner-consulting.ch
www.saner-consulting.ch Informationen für Firmeninhaber, welche einen Verkauf in Betracht ziehen. Unter anderem: «Fünf Schritte zum erfolgreichen Verkauf». www.concess.de Seit 1999 stehen die con | cess M+A-Partner im ganzen deutschsprachigen Raum als Spezialisten im Einsatz, wenn es um Unternehmensverkäufe und Nachfolgeregelungen geht. saner consulting ist der exklusive Schweizer Partner.
SUSTAINABILITY
HERAUSFORDERNDER WERTEWANDEL Fachkräftemangel ist eines der grossen Probleme in der heutigen Arbeitswelt. Das gilt auch für die Golfbranche – und ganz besonders für das Greenkeeping. Ein Inputreferat mit Workshop im November zeigte Lösungsansätze auf. Mirjam Fassold
Die Golfbranche, insbesondere das Greenkeeping, steht vor grossen Herausforderungen. Die Umstellung auf eine nachhaltige und (möglichst) pestizidfreie Platzpflege ist eine grosse Aufgabe, der Fachkräftemangel eine andere. Beide Themen standen auf der Agenda des ersten gemeinsamen Herbstworkshops von Swiss Greenkeepers Association (SGA), Association of Swiss Golf Managers & Directors (ASGM) und Swiss Golf, der Anfang November im Kompetenzzentrum Greenkeeping Schweiz in Pfäffikon stattfand. Dabei zeigte die selbständige HR-Expertin Corinne Strigl auf, warum wir in der Schweiz – in allen Branchen – mit einem Fachkräftemangel konfrontiert sind und wie wir diesem begegnen können.
PFLICHTBEWUSSTSEIN UND WORK-LIFE-BALANCE Der Fachkräftemangel in der Schweiz ist nachweisbar: Die Zahl der offenen Stellen hat zwischen 2015 und 2022 um ein Drittel zugenommen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn die demografische Entwicklung ist eindeutig: «In den nächsten neun Jahren werden in der Schweiz eine Million Menschen pensioniert, aber nicht einmal halb so viele rücken nach», erklärt Strigl. Gleichzeitig findet ein Wertewandel in der Arbeitswelt statt.
«» Die Generation Z sucht gezielt nach Arbeitgebern mit einer Nachhaltigkeitsstrategie. Corinne Strigl, HR-Expertin
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Während die «Babyboomer» (1946 bis 1964 geboren) nach dem Motto «erst die Arbeit, dann das Vergnügen» handelten, verlangen jüngere Generationen mehr Mitsprache und eine bessere Work-Life-Balance. «Letzteres ist an sich nichts Schlechtes, eine gesunde Work-Life-Balance ist eine hervorragende Burnout-Prophylaxe», sagt Strigl. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitstellen sind wichtige Anreize für die Generation Y (1981 bis 1995 geboren), die zusammen mit der Generation Z (Jahrgänge 1996 bis 2010) derzeit 47 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz ausmacht. Zudem wünschen sie sich werteorientierte Führungskräfte.
ATTRAKTIVE ANSTELLUNGSBEDINGUNGEN UND NACHHALTIGKEIT Angesichts der langen Arbeitstage und Wochenendeinsätze während der Saison stellt sich die Frage, ob die Golfbranche überhaupt attraktive Arbeitsplätze für die Generationen Y und Z bieten kann. «Ja», ist Strigl überzeugt. «Flexible Arbeitszeiten können auch bedeuten, im Sommer intensiv zu arbeiten und im Winter zu reisen.» Interessant ist aus Sicht der Personalexpertin der Trend zurück zu mehr (arbeitsplatzbezogener) Sicherheit. Jahresverträge mit reduziertem Pensum könnten für die Generation Z attraktiv sein, da sie ein geregeltes Einkommen und die gewünschte Work-Life-Balance ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Karriereplanung: «Fachkräfte zu fördern und damit auch jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben, hilft beiden Seiten», sagt Strigl. Viele Clubs haben dies erkannt; Swiss Golf und die SGA fördern zusammen mit dem Verband Jardin Suisse die schulische Aus- und Weiterbildung von Greenkeepern. «Wenn man vom Wertewandel in der Arbeitswelt spricht, muss man auch das Thema Nachhaltigkeit erwähnen», sagt Strigl. Die Generationen Y und Z suchen gezielt nach Arbeitgebern mit einer klaren Nachhaltigkeitsstrategie. GEO-zertifizierte Golfclubs dürften daher bei den jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gute Karten haben.
SWISS GOLF – JOB
Specialist Services Swiss Golf ist der Dachverband des Golfsports in der Schweiz. Mit über 100 Mitgliedern und mehr als 100’000 Golfern sind wir der siebtgrösste Sportverband von Swiss Olympic. Wir fördern den Golfsport, gestalten den Rahmen offen und attraktiv, unterstützen die Mitglieder und entwickeln unsere Talente hin zu erfolgreichen Spitzensportlern. Wir stehen für Nachhaltigkeit, Gesundheit und lebenslange Freude am Golf. Im Bereich «Services» suchen wir eine/einen Specialist Services.
IHRE AUFGABEN
Jede Generation hat ihre eigenen Werte, aber die Zusammenarbeit kann funktionieren, wie das Beispiel aus dem Buna Vista Golf Sagogn zeigt: Head Greenkeeper Kurt Deflorin und Greenkeeper Flavio Sauer sind ein gut eingespieltes Team.
KOMMT DAS PESTIZIDVERBOT? «Der Einsatz von Pestiziden (PSM) stellt ein Risiko für Golferinnen und Golfer sowie für Mitarbeitende dar», sagt Niels Dokkuma. Die Europäische Kommission diskutiert deshalb ein Pestizidverbot auf Sportplätzen. Im Juni 2022 hat sie einen Verordnungsentwurf vorgelegt, der den PSM-Einsatz in Europa regelt und den einzelnen Staaten keinen Spielraum mehr lässt – unter anderem ist vorgesehen, den PSM-Einsatz auf Sportund Freizeitanlagen ab der zweiten Jahreshälfte 2024 komplett zu verbieten. Dokkuma ist Agronom und beim Europäischen Golfverband EGA für den Bereich Nachhaltigkeit zuständig. Seit rund einem Jahr steht er in ständigem Kontakt mit den EU-Behörden. «Die europäischen Sportverbände sitzen jetzt mit den EU-Vertretern an einem Tisch. Wir konnten zeigen, dass der PSM-Einsatz in der Golfplatzpflege bereits drastisch reduziert wurde und die Biodiversität deutlich zugenommen hat.» Dokkuma hofft nun, dass die EU-Kommission vom kompletten PSM-Verbot abrückt. Er ist sich aber bewusst, wie heikel die Mission der Sportverbände ist: «Wir verhandeln nicht mit der EU-Regierung, wir führen lediglich Gespräche und versuchen Vereinbarungen zu treffen, die den einzelnen Staaten einen gewissen Handlungsspielraum lassen, denn die Rahmenbedingungen bei der Golfplatzpflege sind regional unterschiedlich.» Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass Europa beim PSM-Einsatz auf Golfplätzen weltweit bereits vorbildlich (und sparsam) ist.
Services und Kommunikation • Bearbeitung der Anfragen von Clubs, Vereinen und Golfern • Zusammenarbeit bei der Verwaltung von Informationen wie Mitteilungen, Reglemente usw. (Inhalt, Layout, Struktur) für die Mitglieder (DE, FR) • Vorbereitung von Vorlagen, Dokumenten, Leitfäden usw. für Clubs und Vereine • Beitrag zur Einführung neuer und Verbesserung bestehender Services Spezifische Dossiers, insbesondere Club Support, Verbandsmanagement, Course Rating, Organisations- und IT-Prozesse • Koordination, Planung und Betreuung der Projekte des Bereichs • Organisation von spezifischen Workshops • Verwaltung von Projektdokumenten Veranstaltungen (Forum, Delegiertenversammlung, Mitglieder-Treffen …) • Zusammenarbeit bei der Organisation von Veranstaltungen (administrative und logistische Organisation, Vorbereitung von Präsentationen …) Allgemeine Aufgaben • Redaktion und Übersetzung DE-FR / FR-DE von Briefen, E-Mails usw. • CI/CD-Formatierungen von Dokumenten • Proof Reading und Korrekturen von Dokumenten des Büros/Kollegen • Vertretungen (für bestimmte Aufgaben) bei Abwesenheit/Urlaub von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Services
IHR PROFIL • Höhere Ausbildung in Betriebswirtschaft (oder ähnlich) • Solide Erfahrung im Kundenservice, Projektmanagement und in der Verwaltung • Gute Kenntnisse des Golfsports und Golfmanagements • Perfekte Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache (in Wort und Schrift) sowie gute Englischkenntnisse • Analytisches und konzeptionelles Denken • Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent, Teamgeist • Vielseitig, autonom, proaktiv, lösungsorientiert und pragmatisch
WIR BIETEN • Eine verantwortungs- und anspruchsvolle Tätigkeit in einem dynamischen Sportumfeld • Aktive Teilnahme an innovativen Projekten und der Weiterentwicklung des Dachverbands • Moderne Anstellungsbedingungen und Sozialleistungen
BEWERBUNGEN Gerne erwarten wir Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Diplome und Arbeitszertifikate) an Geneviève Heinicke, HR Business Partner, genevieve.heinicke@swissgolf.ch Eintrittsdatum: sofort oder nach Vereinbarung
SWISS GOLF
SUSTAINABILITY
DACHSSCHÄDEN VORBEUGEN Nachhaltige Platzpflege rückt ins Zentrum. Roland Deplazes, Head Greenkeeper im Golf Club Brigels, hat trotz Prävention immer wieder mit Dachsschäden zu kämpfen. Mirjam Fassold
Von Kleintieren und Vögeln aufgerissene Rasenflächen sind in der zweiten Jahreshälfte leider auch auf vielen Schweizer Golfplätzen ein häufiges Bild. Im Golf Club Brigels sind ab Mitte August jeweils Dachse unterwegs und richten Nacht für Nacht grosse Schäden an, die in den frühen Morgenstunden von den Greenkeepern behoben werden müssen. «Dabei handelt es sich allerdings um Sekundärschäden», erklärt Head Greenkeeper Roland Deplazes. Die Dachse werden von den Engerlingen des Gartenlaubkäfers angelockt, die im Boden unter dem Rasen aufwachsen. «Die Engerlinge ernähren sich von den Rasenwurzeln – das ist der Primär schaden, der im Sommer entsteht und optisch leicht an den braunen Rasenflächen zu erkennen ist.» Für die nachtaktiven Dachse seien Golfplätze ein bequemes Jagdrevier, da die kurz geschnittenen Rasenflächen keine nassen Dachsbäuche verursachen.
KÄFERFALLEN UND PILZINJEKTIONEN Ähnliche Schäden wie die Dachse richten auch die Krähen an. «Die Krähen hören die im Boden fressenden Engerlinge, die Dachse riechen sie», erklärt Deplazes. Um die Zahl der Engerlinge gering zu halten, wird der Head Greenkeeper bereits im Frühsommer aktiv. «Im Juni bekommen wir für vier Wochen Besuch von Hunderttausenden von Gartenlaubkäfern, die ihre Eier auf dem Golfplatz ablegen wollen. Wir stellen dann mit Lockstoff gefüllte Fallen auf und fangen die Käfer ein.» Dort, wo sie sich am wohlsten fühlen – an trockenen, sonnigen und sandigen Stellen. «Rund ein Viertel der Gartenlaubkäfer-Population auf dem Platz können wir so umsiedeln und dadurch verhindern, dass sie ihre Eier auf dem Golfplatz vergraben.» Ganz fernhalten lässt sich der Käfer nicht, und
Dachsschäden zu beheben verlangt von den Greenkeepern viel Handarbeit.
da sich in den angrenzenden Blumenund Landwirtschaftswiesen jedes Jahr Gartenlaubkäfer entwickeln, geht das Spiel im nächsten Juni von vorne los. Führen Engerlingsfrass und Hitze zu sichtbaren Schäden, geht der Greenkeeper mit einem biologischen Mittel dagegen vor: «Wir bringen dann punktuell Metarhizium, einen biologischen Pilz, aus, um den Engerlingsbefall in den Griff zu bekommen.»
STUNDENLANGE HANDARBEIT Schlimmer als die Schäden durch Wurzelfrass seien die eingangs erwähnten Sekundärschäden. «Heuer hatten wir sehr viele Dachsschäden. Sechs Wochen lang mussten wir täglich zwischen drei und fünf Arbeitsstunden investieren, um die Dachsschäden von Hand zu beheben, bevor wir mit der maschinellen Platzpflege beginnen konnten», erklärt Deplazes. Je nach Grösse des Schadens beschränkt sich die manuelle Reparatur auf das Zusammenharken der betroffenen Fläche, oder es wird repariert und neu angesät. In Brigels kehrte erst Ruhe ein, nachdem der Wildhüter eingegriffen hatte.
«» Wir stellen mit Lockstoff gefüllte Fallen auf und fangen die Käfer ein. 48
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PEOPLE & CLUBS
Paolo Quirici siegt an der Swiss Hickory Open Championship Die Swiss Hickory Open Championship 2023 fand Mitte Oktober im Golfclub Lugano statt. Es war das bisher am besten besetzte Hickory-Golfturnier in der Schweiz. Fast ein Dutzend ehemalige und aufstrebende Profis spielten im starken Teilnehmerfeld mit, darunter der frühere italienische Ryder-Cup-Spieler Costantino Rocca und der ehemalige Schweizer European-Tour-Spieler Paolo Quirici. Der Golfclub Lugano, der dieses Jahr sein 100-JahreJubiläum feiert, war ein würdiger Gastgeber, um die Festivitäten mit einem traditionellen HickoryTurnier zu verbinden. Nach einem spannenden Verlauf setzte sich der einheimische Profi und mehrfache Schweizer Meister Quirici mit einer brillanten Par-Runde am zweiten Tag durch.
Weltpremiere am Prothesen-Golfturnier Im Herbst fand in Entfelden erstmals die Prothesen Golf Trophy statt. Mitmachen durften nur Spielerinnen und Spieler mit mindestens einer Gelenkprothese. Organisiert wurde das Turnier von Peter Meier und Sämi Keppler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten vor dem Start für jede Prothese zusätzlich zwei Stableford-Punkte. Ein Golfer war mit vier Prothesen (zwei an den Knien und zwei an den Hüften) am Start. Das Turnier war ein grosser Erfolg und wird von der Schulthess-Klinik weitergeführt. Die Klinik stellte bei der Weltpremiere des Formats ein Team aus zehn ehemaligen Patientinnen und Patienten zusammen mit insgesamt zwanzig verschiedenen Prothesen – es gewann gleich sechs Preise. RED
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Bei den Frauen gewann Carmen Sagarra vom Golfclub Niederbüren knapp vor Szilvia Karpati. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war auch das Skin Game, an dem Altmeister Costantino Rocca mit einem magischen Händchen und einem sensationellen Putt brillierte. Hickory Golf wird in der Schweiz immer beliebter, das diesjährige Turnier war mit fast 90 Spielerinnen und Spielern aus acht Ländern das bisher grösste. Die gesamte Entourage, erweitert durch eine stattliche Anzahl von Zuschauern, feierte in traditioneller Kleidung und in bezaubernder Ambiance mit. RED
GolfVirus entwickelt sich Nachdem die GolfVirus seit 2021 schon mehrmals auf Golf Meggen und im Golf de Lavaux stattgefunden hat, wird der Event nebst den erwähnten auf weitere Standorte ausgedehnt. Die Veranstaltung wird nun auch in Winterberg und Domat/Ems stattfinden. Wie immer wird Michael Sokoll die Anlässe moderieren. Das Konzept bleibt grösstenteils bestehen: Kostenlose Schnupperkurse für Nichtgolfer, Informationen über alte und neue Golfdestinationen, Materialtests (Schläger, Trolleys etc.), die unvergessliche Trickshot-Show mit Jeremy Dale – und neu: eine Putting- und Long-Drive-Meisterschaft. Für Letzteres kann man sich an allen vier Standorten für das grosse Finale am Sonntag, 9. Juni 1924, auf Golf Winterberg qualifizieren. Der Eintritt ist frei und die Daten sind: 26. bis 28. April 2024 Golf de Lavaux 3. bis 5. Mai 2024 Golf Meggen 24. bis 26. Mai 2024 Domat-Ems 7. bis 9. Juni 2024 Winterberg PR
SWISS GOLF
Golfmesse: «Jeder Tag der beste Tag» Vom 1. bis 4. Februar 2024 findet in Zürich die Ferienmesse Fespo statt. Anna Wittig, Projektleiterin der integrierten Golfmesse, spricht im Interview über ihre Premiere in diesem Jahr. Sie freut sich unter anderem über zusätzliche Aussteller für die kommende Ausgabe.
auch neue E-Caddy-Hersteller. Wir decken mit der Messe das ganze Golfspektrum ab; wie im Vorjahr ist beispielsweise Golfers Paradise mit einer grossen Driving Range in Halle 5. Am Samstag gibt es eine grosse Mode-Show, das wird sicher ein Highlight fürs Publikum.
Nach zwei Jahren Zwangspause feierte die Fespo vergangenen Winter ein grosses Comeback. Für Sie persönlich war es die erste Golfmesse als Verantwortliche. Was ist Ihr Kurzfazit? Wir spürten die enorme Reiselust; die Aussteller sagten jeden Tag, heute war der beste Tag. Das ging so von Donnerstag bis Sonntag und entsprechend positiv war das Feedback.
Gibt es sonst noch einen persönlichen Favoriten? Als Messeleiterin ist das nicht ganz einfach (lacht). Die junge deutsche Marke golfmarie macht ganz coole Kleider für Frauen. Die kennt man hier noch kaum, und nach dem Grosserfolg beim ersten Mal sind sie i m Februar wieder in Zürich.
Spüren Sie dies auch bei der Golfmesse 2024? Ja. Wir spüren auch bei den Ausstellern eine grosse Lust auf den direkten Kundenkontakt, wir waren schnell gut gebucht. Unter anderem sind viele neue Reiseveranstalter mit einem Stand bei uns vertreten, dazu kommen beispielsweise interessante Kleidermarken oder
Gibt es andere Neuheiten? Ja, nach mehreren Jahren Unterbruch ist Swiss Golf offiziell wieder an der Golfmesse vertreten, zusammen mit Kommunikationspartner Complemedia. Das freut uns sehr. So hoffen wir, Anfang Februar erneut sagen zu können: Jeder Tag war der beste. SW
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PEOPLE & CLUBS
DER RÜSTIGE JUBILAR UND SEINE FASZINIERENDE GESCHICHTE Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt auch die Ostschweiz ihren Golfclub. In diesem Jahr feiert die Anlage in Niederbüren ihr 75-Jahre-Jubiläum. Den OSGC zeichnet eine interessante Mischung aus Tradition und Moderne aus. Fabian Ruch
Zu Beginn ein paar Kuriositäten und Anekdoten, um sich dem Protagonisten dieser Geschichte zu nähern. Das Gebiet des Ostschweizerischen Golf Clubs (OSGC) in Niederbüren war während der Kriegsjahre vor acht Jahrzehnten ein Pflanzenwerk. Bei der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Golfclub in der Region wurde damals unter anderem auch St. Gallen in Erwägung gezogen. Die Verbindung im OSGC über die Thur wurde in alten Zeiten mit Fähre und Fährmann bewerkstelligt, bevor ein Steg und eine Brücke realisiert wurden.
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Der Caddielohn betrug zu Beginn 1 Franken und 25 Rappen für neun Löcher. Zu Gründerzeiten, 1948, wurden die teuren Golfbälle oft in weisses Papier eingewickelt, das achtlos weggeworfen wurde, was immer wieder Anlass zu Klagen war. Und ein Gründungsmitglied erinnert sich auch heute noch lebhaft daran, wie damals in der legendären Bar des Clubs wilde Tanzabende gefeiert wurden – aus Datenschutzgründen wird auf Details verzichtet. Der rüstige Jubilar jedenfalls hat – auch wegen des 75-Jahre-Jubiläums – 2023 immer noch allen Grund, sich, das Leben und den Golfsport zu feiern. Der OSGC gehört zu den ältesten privaten Clubs
der Schweiz, Besitzer sind die rund 450 Mitglieder. Und die Lage wurde damals klug gewählt – als ostschweizerisches Golfparadies, zentral zwischen St. Gallen und Wil und doch mitten in der Natur. Der Platz liegt eingebettet zwischen der Thur und einer waldreichen Hügellandschaft. Mit seinen nicht ganz 6000 Metern Länge ist der 18-Loch-Championship-Kurs Par 72 eher kurz. Die engen Fairways, die vielseitige Landschaft, unterschiedliches Gewässer und kleine, ondulierte Greens sorgen jedoch für grosse Herausforderungen. Und heute wird deutlich mehr Wert aufs Klima
gelegt als in den Anfangsjahren: Seit 2021 ist der Ostschweizerische Golf Club GEO-zertifiziert und zählt damit zu den naturnahen Golfplätzen der Schweiz mit einem nachhaltigen Golfbetrieb. Zudem wurde er 2022 mit dem SwisstainableZertifikat ausgezeichnet.
EINE ALTE MILITÄRBARACKE ALS ERSTES CLUBHAUS Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Ostschweiz golferisch gesehen noch ein Niemandsland. In der ganzen Schweiz existierten damals gerade einmal sechs 18-Loch- und fünfzehn 9-Loch-Plätze. Dieser Mangel an Spiel-
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möglichkeiten bewog einige golfbegeisterte Geschäftsleute, die ursprünglich Mitglieder der damaligen 9-Loch-Plätze in Bad Ragaz oder Konstanz waren, in der näheren Region nach einem idealen Gelände zu suchen. Fündig wurden der Uzwiler Industrielle und Nationalrat René Bühler und seine Golffreunde in Niederbüren. Sir Guy Campbell, Ex-Captain von St Andrews und international berühmter Golfplatz-Architekt, weilte damals zufällig in der Schweiz und schätzte das Terrain als nahezu
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perfekt ein. Nach zähen Verhandlungen und viel Ü berzeugungsarbeit wurde am 1. Juli 1948 die Zustimmung zum Bau des Platzes erteilt. Knapp fünfzig Interessierte und Neugierige fanden sich zwei Monate später zur Gründungsversammlung im Restaurant Schäfli an der heutigen Golfstrasse in Niederbüren ein. Am gleichen Abend unterschrieben 26 Personen, darunter fünf Frauen, als Gründungsmitglieder des Ostschweizerischen Golfclubs. Zum ersten Präsidenten wählten sie einstimmig René Bühler, der massgeblich daran beteiligt gewesen war, die Behörden, verschiedene Bauern und die Bevölkerung vom Vorhaben zu überzeugen. Kaum waren die letzten Kartoffeln geerntet, wurden 1949 die ersten sechs Spielbahnen gebaut und eröffnet. Das Startkapital betrug 54 000 Franken, finanziert von den ersten OSGC-Mitgliedern mit Eintrittsgebühren und Jahresbeiträgen. Die Unterstützung der Firma Bühler mittels Anteilscheine und grosszügiger Bankdarlehen erlaubte es dem jungen Club, im gleichen Jahr auf neun Löcher zu vergrössern. Als bescheidenes Clubhaus diente vorerst eine alte, ausgediente Militärbaracke, wobei Frauen und Männer die Garderobe gemeinsam benutzten.
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DIE MISCHUNG AUS TRADITION UND MODERNE Nach dem ersten Jahr hatte der OSGC bereits 100 Aktivmitglieder. Die dringlichsten Erneuerungen wie ClubhausErweiterung, Heizung, Pro Shop und Remise für Maschinen konnten dank der diskreten finanziellen Unterstützung durch die Gebrüder Bühler und weiterer Personen Schritt für Schritt realisiert werden. Und so übten die Golfer ab 1957 auf der neueröffneten Driving Range, ein Jahr später wurde die Anlage auf zwölf Loch erweitert. Einzig die beinahe jährlichen Überschwemmungen trübten das sonst unbeschwerte Spiel der mittlerweile rund 200 Mitglieder. Immer wieder kam es zu längeren Platzsperrungen und zusätzlichen Ausgaben. Die Erweiterung auf 18 Loch sowie viele bauliche Massnahmen fielen 1961 in die Präsidialzeit von Max «Puck» Zollikofer, der seit Beginn im Vorstand mitgewirkt hatte. Dem Präsidenten Hans Spengler, zuvor lange Platzchef und Captain des Clubs, wiederum gelang es später, mit der Korporation Niederbüren einen 100-jährigen Pachtvertrag bis Ende 2072 inklusive Vorkaufsrecht und Verlängerungsoption abzuschliessen. Und so entwickelte sich der OSGC in den letzten Jahrzehnten immer weiter. Das Jubiläum in diesem Jahr wurde tüchtig gefeiert, es gab mehrere Turniere, eine Gala, den Tag der offenen Tür und immer wieder Begegnungen, bei denen über die vergangenen 75 Jahre gesprochen wurde. Beispielsweise über die
letzten und umfangreichen Umbauarbeiten an der Anlage in den Jahren 2010 und 2011. Oder über neue Projekte wie die Modernisierung des Clubhauses und der Terrasse. Wichtig ist dem Club eine Mischung aus Tradition und Moderne. So sind einerseits viele Mitglieder dem OSGC seit langer Zeit verbunden, der familiäre Charakter soll erhalten bleiben. Andererseits positioniert sich der Club in seinem aktualisierten Leitbild fortschrittlich und legt beispielsweise Wert darauf, regelmässig in die Nachhaltigkeit zu investieren. Auch unter Walter Hofmann, seit 2018 als neunter Präsident des Clubs im Amt, wird es den Verantwortlichen nicht langweilig werden. Und so können im OSGC weiterhin spannende und witzige Geschichten geschrieben werden. Wie jene, wonach im Jahr 1971 Mitglieder klagten, die Caddies seien am Sonntag nie verfügbar, weil sie auf Befehl des strengen Pfarrers von Niederbüren die Messe besuchen mussten. Oder dass der deutsche Ausnahmegolfer Bernhard Langer 1989 das ProAm in Niederbüren spielte. Sogar Adlige tauchten auf der wunderbaren Anlage mit ihrer speziellen Ambiance auf: Fürst Albert von Monaco spielte – relativ unerkannt – im Herbst 2014 mit Freunden aus verschiedenen Ländern eine 9-Loch-Runde und genoss anschliessend auf der Terrasse Wildspezialitäten.
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CAMILLO IST ZURÜCK – DREI JAHRE IN RENTE WAREN GENUG Camillo Fioroni ist zurück und er ist entschlossener denn je. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Golfbranche hat er sich nun entschieden, dass die dreijährige Pause, respektive das Rentenleben einfach nichts für ihn ist. Er möchte noch einmal voll durchstarten und sich einer neuen Herausforderung stellen.
Die Gelegenheit ergab sich, als sein langjähriger Freund Marco Canonica im November 2022 die Firma «Italia my Golf» gründete. Marco und Camillo kennen sich seit über 15 Jahren und haben bereits in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, angefangen mit Golf- und Opernreisen. Marco begann als Kunde, wurde dann ein enger Freund und heute sind die beiden als Geschäftspartner unterwegs. Die Ergänzung ist perfekt: Camillo Fioroni bringt seine grosse Erfahrung, sein italienisches Flair und sein umfangreiches Beziehungsnetz in der Reisebranche ein, während Marco Canonica im Verkauf, Promotion, Marketing und vor allem mit seinem grossen Netzwerk in der Schweiz zu Hause ist. Auch er organisierte in den letzten 20 Jahren regelmässig Golfreisen nach Italien, wobei das Ganze bei Marco mehr aus einem Hobby entstand. Die Partnerschaft zwischen Camillo und Marco ist eine glückliche Fügung. Camillo ist ursprünglich gelernter Koch und absolvierte anschliessend die Hotelfachschule. Diese Ausbildung war für ihn von grosser Bedeutung, denn sie lehrte ihn, ein ausgezeichneter Dienstleister und Gastgeber zu sein. Camillo erinnert sich gerne an diese Zeit: «Damals habe ich gelernt, ein Gastgeber zu sein. Ich habe dies schon immer gerne gemacht, aber die Ausbildung und die Erfahrung in den Hotels waren weg
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weisende Schritte in meiner Karriere.» 1984, damals noch in Frankfurt ansässig, organisierte er seine erste Trüffelwoche. Nach vielen Jahren in der Gastronomie und der Hotellerie wagte sich Camillo in die Welt der Golfreisen. Seine erste Erfahrung begann in der Toskana. «Ich musste mir damals zuerst ein Buch über Golf kaufen, um zu verstehen, um was es in dieser Branche überhaupt geht», erinnert sich Camillo lachend.
DIE ZWEITE HEIMAT VON MARCO CANONICA Mit «Italia my Golf» möchten Camillo, Marco mit ihren Mitarbeiterinnen ihre insgesamt über 30-jährige Erfahrung in der Golfbranche weiterführen. Marco Canonica hat seit 12 Jahren eine Wohnung direkt neben der Arena di Verona, seine Frau stammt aus Apulien und deren Bruder lebt auf der Insel Elba. Und Camillo kennt Italien natürlich ebenfalls wie seine Westentasche. Er ist ständig unterwegs, von Turin bis Venedig, von Triest bis Bari und von Rom bis Genua. Besonders am Herzen liegen ihm die italienischen Inseln, die er als Schmuckstücke ihres eindrucksvollen Landes betrachtet. Mit Camillo Fioroni und Marco Canonica an der Spitze verspricht «Italia my Golf» unvergessliche Golfreisen durch ganz Italien. Die Kombination von Camillos Leidenschaft für Gastfreundschaft und Italien sowie Marcos Expertise im Bereich Verkauf, Marketing und die Liebe zum Golfsport, versprechen ein einzigartiges Erlebnis für alle Golf-Enthusiasten. Willkommen zurück, Camillo, in der Welt des Golfs und der italienischen Gastfreundschaft!
Marco Canonica, Camillo Fioroni sowie die Mitarbeiterinnen Flavia, Anna Maria und Elena freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme: Telefon CH +41 56 266 40 90 Telefon ITA +39 0584 166 16 41 flavia@italiamygolf.com annamaria@italiamygolf.com www.italiamygolf.com
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TRAVEL
Neujahrs-GolfKreuzfahrt: Emirate, Katar und Oman
Silvester im Vivenda Miranda in der Algarve
Besser kann man kaum ins neue Jahr starten: Spielen Sie Golf in verschiedenen Ländern, ohne Ihre Koffer ein- und auszupacken. Mit der Golf-Kreuzfahrt ab Katar geniessen Sie alle Vorzüge der Costa Toscana und haben die Möglichkeit, an vier Tagen auf den besten Golfplätzen zu spielen. Auf dem Programm stehen The Els Club und Montgomerie in Dubai, Al Mouj in Muscat und Saadiyat Beach in Abu Dhabi. Die Gruppenreise wird von Golfandtravel organisiert und vom Firmenchef Thomas Bächler persönlich begleitet. «Wir hatten die Kreuzfahrt dieses Jahr schon erfolgreich im Angebot. Nun bieten wir die Reise erstmals über Silvester an, und es sind noch einige wenige Plätze frei», sagt Bächler. PR www.golfandtravel.ch
Das Boutique Hotel Vivenda Miranda in Lagos an der wunderschönen Südküste Portugals erfreut sich steigender Beliebtheit unter Golfern. Die einzigartige Lage, die komfortablen, individuell gestalteten Zimmer, die attraktiven Golfpakete, die kreative Küche und nicht zuletzt die hervorragende (deutschsprachige) Gästebetreuung werden von den Gästen seit der Neueröffnung vor zwei Jahren sehr geschätzt. Verbringen Sie einige Tage an der Algarve, feiern Sie Silvester mit einem rauschenden Fest und setzen Sie einen guten Vorsatz fürs neue Jahr gleich in die Praxis um: «Mehr Golf spielen – und das auf den besten Plätzen Europas.» PR www.vivendamiranda.com
Hole-in-one für Investoren: Residenzen Hard Rock Hotel Davos Eine Top-Destination im Winter und viel Golftradition. Wer gleichzeitig Geld verdienen möchte, findet im Hard Rock Hotel Davos eine innovative Lösung: Die exklusiven Residenzen nach dem Prinzip «Buy to use and let». Golfen hat in Davos eine lange Tradition. Bereits 1893 versuchte Sir Arthur Conan Doyle, auf einer Alpwiese Golfbälle zu schlagen – ohne auf grosses Verständnis der Einheimischen zu stossen. Der erste Golfplatz wurde 1927 im Kurpark Davos von Briten angelegt. 1966 wurde die Anlage auf 18 Loch ausgebaut, 1988 um 1,4 Hektaren und 2009 nochmals um 1,8 Hektaren erweitert und modernisiert. 58
Der 9-Loch-Golfplatz in Klosters wurde 2004 durch den international bekannten Golfarchitekten Les Furber aus Kanada so gestaltet, dass er ein abwechslungs reiches Golfspiel ermöglicht. In der nahen Umgebung finden Golfsportler neun weitere Bündner Anlagen. Im Winter ist Davos perfekt fürs Skifahren, Langlaufen oder alle anderen Aktivitäten in den Bergen. Idealer Ausgangspunkt mit interessantem Nebeneffekt für Investoren: das Hard Rock Hotel Davos. Neben seinen
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Stephan Roemer: «Der Boom könnte noch grösser sein» Keine Region hat so lange und so stark unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten wie Asien. Stephan Roemer, CEO von Tourasia und Diethelm Travel, zum fulminanten Comeback etwa bei Thailand-Reisen. Stephan Roemer, welche Reiseziele sind besonders gefragt? Sehr gut gebucht ist Thailand. Wobei der Boom sogar noch grösser sein könnte. Ein grosses Hindernis sind hier die eingeschränkten Flugkapazitäten. Gegenüber 2019 stehen immer noch erst etwa 80 Prozent der Sitze zur Verfügung. Die Flugpreise dürften aufgrund der nach wie vor beschränkten Kapazitäten ansteigen, je näher die Reise rückt. Die Flugkapazitäten sind tatsächlich ein Problem. Trotzdem leisten sich Herr und Frau Schweizer offenbar wieder Fernreisen? Die Nachfrage nach Buchungen im Luxussegment ist spürbar gestiegen. In diesem Jahr ist der Umsatz pro Dossier bei uns um gut 40 Prozent höher als im selben Zeitraum 2019. Klar, die Flüge sind im Vergleich um rund 30 Prozent teurer geworden, gleichzeitig sanken aber die Preise für die Unterkünfte massiv.
Statt eines klassischen Reisekatalogs bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden neu ein aufwändig produziertes Magazin. Was erwarten Sie sich davon? Wir gehen in unserem Magazin auf Details ein, die die Reisenden oft übersehen. Unsere Erlebnis- und Einkaufstipps und viele weitere Hinweise auf attraktive Angebote werden Asienreisenden neue Dimensionen offenbaren.
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Welches sind Ihre drei TopDestinationen für Golfferien in Thailand? Hua-Hin, das älteste Seebad Thailands. Hier lassen sich Golf- und Badeferien ideal kombinieren. Phuket bietet acht verschiedene Golfplätze und ist bekannt für einige Top-Hotels auf der Halbinsel. Nicht so bekannt, aber durchaus eine Alternative ist Chang Mai im Norden. Zehn Golfplätze, von erholsam bis äusserst anspruchsvoll, sind in den letzten Jahren rund um die Grossstadt angelegt worden. SW
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Hard Rock Hotel Davos: vom lebhaften Restaurant und der Bar, wo an den Wochenenden regelmässig Livekonzerte stattfinden, bis hin zum grosszügigen Fitness- und Wellnessbereich, in dem schon Lenny Kravitz während eines WEF seine Muskeln spielen liess und dadurch die Gäste in helle Aufregung versetzte. Die Nachfrage ist inzwischen so gross, dass der Bau von weiteren 17 Apartments geplant ist. SW www.residencesathrhdavos.com
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Le Pavoniere rangiert unter den besten 40 Plätzen in Italien.
«Wer reist denn mitten im Winter zum Golfen in die Toskana?», fragte uns ein Kollege mit Stirnrunzeln. Zugegeben, das Vorhaben war etwas kühn, doch der Sinn nach etwas Luftveränderung liess den Einwand verpuffen. Beim Zwischenhalt in der Region Modena, dem Epizentrum italienischer Sportwagenschmieden, halfen leider auch warme Kleidung und Pudelmützen wenig. Der Modena Golf & Country Club präsentierte sich in frischer weisser «Pracht», und Clubmanager Davide begrüsste uns mit einem Schulterzucken. «Das wird wohl heute leider nichts», schien seine Mimik zu signalisieren. Ein Bericht über den von Bernhard Langer und Jim Engh gestalteten Platz musste also verschoben werden. Wenn man aber den Rezensionen trauen kann, soll es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Parcours sein.
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Auf dem Weg Richtung Pisa herrschte noch immer mieses Wetter, und man wäre wohl auch in einem Flitzer aus Modena oder Maranello nicht schneller vorangekommen. So langsam machten sich leise Zweifel am ganzen Vorhaben breit, doch am nächsten Tag zeigte sich im Golf Club Bellosguardo die Sonne und die Temperaturen erreichten gegen Mittag immerhin an die 14 Grad. Der 9-Loch-Platz liegt nur ein paar Kilometer vom Geburtsort des grossen Universalgelehrten Leonardo da Vinci entfernt in leicht hügeligem Gelände und ist nicht übermässig lang. Der stark böige Wind, ein paar ansteigende Bahnen und nicht wenige Schräglagen sorgen aber für ausreichend Herausforderung. Die Bahnen haben jeweils zwei verschiedene Teeboxen. So wird beispielsweise aus dem fünften Loch (Par 4, 383 Meter) auf der zweiten Schlaufe ein mächtiges Par 5 mit 500 Metern.
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In der Region Mittelitalien gibt es viele wunderschöne Golfplätze, die Sie im Winter besuchen können. Peter Hodel
SKANA Eine Augenweide mit hohem Schwierigkeitsfaktor ist auch das 13. Loch, bei dem die 165 Meter entfernte, höher gelegene Zielfläche «all carry» erreicht werden muss. Dazu kam der Wind schräg von vorne, so dass ein Fairwayholz zum Einsatz kommen musste. Ein paar tiefer gelegene Fairways waren an einigen Stellen zwar etwas matschig, doch die Greens befanden sich in erstaunlich gutem Zustand; die Aussicht von den höher gelegenen Fahnen auf die schneebedeckten Gipfel des ligurischen Apennin war einfach toll. Die Greenfee von etwa 50 Franken für 18 Loch war angesichts des guten Layouts, der sehr attraktiven Lage und der Gastfreundlichkeit schon fast ein Schnäppchen.
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ZWEI UNTERSCHIEDLICHE NACHBARN Ganz in der Nähe unserer Unterkunft in Tirrenia lagen fast in Driver-Distanz gleich zwei Plätze. Der Cosmopolitan Golf & Country Club ist Teil einer grossen Ferienanlage mit Apartmenthäusern und Pools. Der Platz hat einladend breite Fairways, acht kleine Seen und nur gerade fünfzehn Bunker. Die Bahnen sind nicht sehr lang, nur zwei Par 4 streifen die 380-Meter-Marke, und ein einziges Par 5 führt über 500 Meter. Perfekt für entspannte Runden, auch wenn fünf Greens nahe an Wasserhindernissen liegen. Da waren schon etwas Nervenstärke und Vertrauen in den eigenen Schwung gefragt, besonders an den Löchern 9 und 18 – beides Par 5, wo der dritte Schlag jeweils über Wasser auf ein Halbinsel-Green gezirkelt werden musste. In den Wintermonaten herrscht hier wenig Betrieb. Nur ein paar Einheimische waren
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unterwegs, die es – typisch italienische Lebensanschauung – mit der Abfolge der Spielbahnen nicht so genau nahmen. In der Hochsaison dürfte hier aber «der Bär los sein», für einen Besuch wären Frühjahr oder Spätherbst daher eher zu empfehlen. Gleich neben dem Cosmopolitan liegt der 1967 von Ken (C.K.) Cotton angelegte Golf Club Tirrenia in einem jahrhundertealten Pinienwald. Jede der neun Bahnen ist von den anderen komplett getrennt, und so fühlten wir uns wie in kleinen Refugien. Unbeobachtet zu sein war vor allem bei verzogenen Schlägen in den oft schmalen Waldschneisen angenehm. Auch dieser Platz ist von der reinen Länge (6060 Meter) her kein Monster, doch die teils sehr kleinen Greens und knapp 30 gut platzierten Bunker liessen keinen Übermut aufkommen. Der Tirrenia-Parcours wurde von Golf Digest vor einigen Jahren zum besten 9-Loch-Platz Italiens gekürt. Man gibt sich grosse Mühe, der Auszeichnung gerecht zu werden, und hat auch neben dem Golfsport ein paar Ideen verwirklicht: Jede Bahn trägt einen Begriff aus der lokalen Flora und Fauna. Auf der gut gestalteten Webseite lässt sich Wissenswertes über Dachs und Fuchs, Kork- und Steineiche nachlesen. Das Loch Nummer 8 (SI 1) heisst sinnigerweise «L’istrice», eine
Der Golf Club Bologna hat ein herausragendes Layout und ist selbst im Januar in gutem Zustand.
Vorwarnung vor den Schwierigkeiten. Das Fairway knapp 40 Meter an der breitesten Stelle, zwei Fairwayund zwei Greenbunker, die Puttingfläche mit vielleicht 350 Quadratmetern auch nicht einladend gross – die Bahn ist wirklich wehrhaft wie ein Stachelschwein.
LE PAVONIERE – BY ARNOLD PALMER Wir waren noch nie sonderlich beeindruckt von den schwungvollen Signaturen ehemaliger (und auch aktiver) Weltklassespieler auf Scorekarten. Arnold Palmer soll weltweit rund 230 Plätze gestaltet haben, aber es muss bezweifelt werden, dass er wirklich bei jedem Projekt persönlich vor Ort war. In der Nähe von Prato hat der 2016 verstorbene, siebenfache MajorSieger (oder zumindest sein Designteam) aber wirklich ganze Arbeit geleistet. Der Platz Le Pavoniere besticht schon beim ersten Blick auf die Scorekarte. Von Gelb ist er – trotz starkem Wind, geschätzt bis zu 60 km/h – mit knapp über 6000 Meter auch für Freizeitgolfer pures Vergnügen. Und wer mehr draufhat, kann sein Können ja von Weiss und einem Zuschlag von etwa 430 Metern testen.
Die Bahnen sind sehr abwechslungsreich – mal ein fast 400 Meter langes Par 4, dann wieder ein eher kurzes Par 5 mit 440 Metern. Die kleinen Seen kamen kaum direkt ins Spiel, es sei denn, man produzierte einen monumentalen Pullhook, wie es uns am sechsten Loch passierte. Schon eher musste auf die kleinen, oft nicht direkt sichtbaren Wasserläufe geachtet werden. Die 37 Fairwaybunker liegen oft weit ausserhalb der Spiellinie und kamen nur bei zwei ganz üblen Bananenschlägen ins Spiel. Die Greens hingegen sind teils gut geschützt und überdurchschnittlich gross. Wer seinen Approach an die falsche Stelle befördert, hat nicht nur lange Putts, sondern auch abenteuerliche Breaks vor sich. Nebst dem recht anspruchsvollen, aber sehr fairen Layout ist auch noch der überaus freundliche Service an der Reception, beim Caddymaster und im Restaurant zu erwähnen. Le Pavoniere rangiert nicht zu Unrecht unter den besten 40 Plätzen (Today’s Golfer / Golf Digest) in Italien.
EMILIA ROMAGNA: ZWEITE CHANCE Auf dem Rückweg legten wir noch einen letzten Stopp im Golf Club Bologna ein und hatten diesmal mehr Wetterglück. Der 1958 angelegte Platz gehört zu den zwanzig ältesten in Italien und wurde ebenfalls von Ken Cotton und John Harris gestaltet. Ein bekannter
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Golfführer nennt zwar den dreifachen Open-Champion ship-Sieger Henry Cotton als Designer, doch das ist wohl ein redaktioneller Schnitzer. Der Platz misst von den gelben Tees knapp 5900 Meter. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, und irgendwie ist dem CR von 71.7 und dem SR 127 nicht so recht zu trauen. Die spielerischen Anforderungen sind durchwegs hoch. Viele hängende und teilweise auch enge Fairways sorgten regelmässig für knifflige Lagen. Bei diesen Voraussetzungen sind eben auch nur sieben Fairwaybunker als zusätzliche Erschwernisse nötig. In Green-Nähe wird es auch nicht leichter, da warten fast 40 Sandhindernisse auf ungenaue Annäherungen, und die Puttingflächen setzen dem Ganzen noch die Krone auf. Gerade mal drei Greens könnte man als «flach» bezeichnen, alle übrigen haben zwei Stufen und/oder starke Ondulierungen. Bologna hat ein herausragendes Layout und ist selbst im Januar in gutem Zustand, doch wer hier ohne Plan einfach drauflos spielt, könnte einen gebrauchten Tag einziehen. Da dürften auch die berühmten, sehr leckeren Tortellini im Restaurant keinen Trost mehr bieten.
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19th HOLE
530-MeterRekord-Drive
Tiger und Timberlake wollen Edelbar in St Andrews Nach dem erfolgreichen Start in New York planen Tiger Woods und Justin Timberlake auch im schottischen St Andrews eine Premium Sports und Entertainment Bar. Nicht alle sind begeistert. Trüffelparmesan, Muscheln in Weissweinsauce oder Meeresfrüchtesalat erwartet man nicht unbedingt in einer typischen Sportbar. Beim neuen T-Squared Social in Manhatten funktioniert das Konzept. Dort können sich Gäste beim Bowling, beim Dart und natürlich beim Indoor-Golfen austoben, dazu gibt’s Feines aus der Küche. Investor ist die Nexus Luxury Collection, ein Projekt, hinter dem zwei prominente Namen stehen: Tiger Woods sowie Sänger und Schauspieler Justin Timberlake. Nun soll das nächste Projekt in Schottland starten. Woods und Timberlake haben es auf das örtliche New Picture House Cinema abgesehen, das keine drei Autominuten vom Old Course entfernt liegt und direkt an die Uni von St Andrews grenzt. Das gefällt nicht allen: «Was kommt als Nächstes? Trump kauft den West Sands Beach für ein Hotel? Ich finde das respektlos und ein bisschen frech, um ehrlich zu sein», sagt Neil Dobson, Mitglied des St Andrews Community Councils, gegenüber dem schottischen «The Courier». SW
Erste 60er-Runde im Frauen-College-Golf Lauren Olivares Leon, eine Golferin vom NC State College, spielte ihr erstes Turnier der neuen College-Saison 2023/24. Die Website «Golfstat» zeigte ihr Live-Ergebnis auf dem Platz des Yeamans Hall Clubs in Hanahan als eine 59er-Runde an, bei der sie unglaublicherweise die letzten elf Löcher mit einem Birdie beendet hatte. Dieses Ergebnis hätte sie zur ersten sowohl weiblichen als auch allgemeinen College-Spielerin gemacht, die eine Runde unter 60 Schlägen ins Clubhaus gebracht hat. Allerdings war auf der Website ein kleiner Fehler bei der Übertragung ihres Live-Scores passiert: Auf der siebten Bahn wurde ein Birdie angezeigt, obwohl die Mexikanerin ein Par gespielt hatte. Im Anschluss musste
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sich die junge Golferin mit einem Endergebnis von «nur» einer 60 (-11) zufriedengeben – was aber immer noch den Rekord für die beste Runde im College-Golf der Frauen darstellt. Bislang lag der Rekord für die beste Runde einer College-Spielerin bei 61 Schlägen. Diese nun gebrochene Bestmarke wurde 2013 von Mariah Stackhouse aufgestellt und zuletzt von Anna Zanusso – im Februar 2020 – bestätigt. SW
Der zweifache Weltmeister im Long Drive schlug den Ball mit unglaublichen 389 Stundenkilometern ins Netz. Kurz danach gelang Kyle Berkshire mit 530 Metern – neben dem Temporekord – auch der mit Abstand längste Abschlag. Es gibt lange Drives und sehr lange Drives – und es gibt Drives, deren Länge sich nahezu ausserhalb der Vorstellungskraft befindet. Solche schlägt Kyle Berkshire, Long-DriveChampion aus den USA. Auf dem Rochelle Ranch Golf Course in Rawlins, Wyoming, dem längsten Platz des Bundesstaates, übertraf er nun seine Bestmarken. Auf Loch 12 schickte er seinen Ball auf seine bisher weiteste Reise. Die Kugel flog elf Sekunden durch die Luft und landete in einer Entfernung von 579,66 Yards, also 530 Metern – 23,7 Meter weiter als der alte Rekord. Dabei halfen die Höhe von gut 2000 Metern und ein leichter Rückenwind. Kurz zuvor schaffte er Indoor einen neuen Speed-Rekord. Berkshire schlug den Ball mit unglaublichen 241,6 Meilen pro Stunde ins Fangnetz. Mit den umgerechnet knapp 390 Stundenkilometern verbesserte der 26-Jährige mit den langen Haaren seinen eigenen Speed-Weltrekord vom April. SW
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BIRDIE VIEW
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Offizielles Organ von Swiss Golf 6 Ausgaben pro Jahr Herausgeberin Swiss Golf, 1066 Epalinges Verlag Complemedia AG Davidstrasse 9, 9000 St. Gallen T 071 844 30 40 Verantwortlich für diese Ausgabe Jérôme Reynard jerome.reynard@swissgolf.ch Fabian Ruch fabian.ruch@swissgolf.ch Redaktion Swiss Golf Place de la Croix-Blanche 19, 1066 Epalinges media@swissgolf.ch Autoren Fabian Ruch, Jérôme Reynard, Mirjam Fassold, Peter Hodel, Emilie Bruchez, Stefan Waldvogel Bildquellen Getty Images, Maurice Haas, Emanuel Stotzer / Swiss Challenge, Deprez Photo Services, Mark Runnacles / LET, Let Access Series, Golf Club Brigels, Buna Vista Golf Sagogn, Ostschweizerischer Golf Club, Indoor Golf Performance Payerne, Swiss Hickory Golf, USGA / Steven Gibbons, NC State University, Aerojet Driver Lektorat/Übersetzung Syntax, Thérèse Obrecht Hodler, Nicole Bosson, Isabelle Gavillet, René Stauffer Anzeigenverwaltung Complemedia AG Ursula Meier Rudi Dado 3, 7018 Flims Waldhaus T 044 946 01 51 umeier@medienverlag.ch magazin@comple-media.ch
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