GOLFSUISSE • Offizielles Magazin von SWISS GOLF • Ausgabe 3 • Juni 2019
GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN VON SWISS GOLF • AUSGABE 3 • JUNI 2019
VP BANK LADIES OPEN ELENA MOOSMANN SCHLÄGT ALLE PROFIS
TOPSPORT
Ü-50 EUROPAMEISTERSCHAFTEN IN ASCONA
TRAVEL
ROMANTISCHE ZIELE IN IRLAND
10. SWISS CHALLENGE
S A NT OS SIEG T IN SEMPA CH
EIN BLICK SAGT ALLES.
DER NEUE RANGE ROVER EVOQUE
Der neue Range Rover Evoque fühlt sich auf unbefestigten Wegen genauso wohl wie in der Stadt und legt dabei die Leistungsfähigkeit eines echten Land Rover an den Tag. Sein Design weiss auf den ersten Blick zu gefallen, wobei seine unverkennbare Silhouette an ein Coupé erinnert. Mit seinen dynamischen Matrix-LED-Scheinwerfern und den animierten Blinklichtern setzt er in jeder Umgebung stilsichere Akzente. Sie sehen schon, der Evoque ist ein wahrer Blickfang. Jetzt bei Ihrem Land Rover Fachmann Probe fahren. landrover.ch
EDITORIAL
SCHNELLER MIT DER FAHNE
D
ie Hälfte des Jahres ist schon wieder vorbei. Mir scheint, alle haben sich an die neuen Golfregeln gewöhnt. «Drinnen oder draussen» ist fast die einzige Frage, die offen bleibt auf den Grüns dieser Welt. Die neue Möglichkeit, die Fahne beim Putten im Loch zu lassen, führt jeweils zu kurzen Diskussionen, aber der positive Effekt sei «enorm», beobachtet beispielsweise Ian Gibbons. «Unsere Turnierrunden in Lipperswil sind mit der neuen Regel im Schnitt locker eine halbe Stunde weniger lang», sagt der Präsident der Golfclub Manager. Ready Golf habe sicher einen Einfluss, aber das Wichtigste sei, «dass man lange Putts schneller mit der Fahne spielt». Er hätte selber nicht gedacht, dass die Spielzeiten so stark sinken, sagt der erfahrene Turnierorganisator. Bei einem Start ab Loch 1 und 10 sei es deshalb schon zu Wartezeiten gekommen, fügt er an. Ganz so sportlich wie die Ostschweizer sind offenbar nicht alle Turnierteilnehmer in den Schweizer Clubs. «Wir rechnen mit rund 15 Minuten Zeitvorteil», heisst es bei einer Blitzumfrage nach den ersten Turniererfahrungen mit den neuen Regeln. Zudem helfe die Fahne gerade bei herkömmlichen Runden für ein schnelleres Spiel. Einziger Nachteil: Die Gefahr von Beschädigungen am Loch steigt. Laut Gibbons habe es nur positive Reaktionen der Mitglieder und Gäste gegeben, das sei bei einer so grossen Umstellung nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Für die positive Überraschung des ersten halben Jahres sorgte die Zugerin Elena Moosmann. Wenige Tage nach ihrem 17. Geburtstag feierte die Amateurin mit dem ersten Schweizer Titel beim VP Bank Ladies Open in Gams den grössten Erfolg ihrer jungen Karriere. Im Rolex Ranking, der Weltrangliste der Profis, erhält sie dafür wertvolle Punkte für eine mögliche Olympia-Qualifikation. Beim neuen Neuchâtel Ladies Open bestätigte Moosmann ihre Form mit dem sechsten Rang, und nach nur vier gewerteten Turnieren ist die Sport-Gymnasiastin bereits die zweitbeste Schweizerin im Rolex Ranking. Dies hinter Albane Valenzuela, die aktuell stark auf einen erneuten Startplatz an den Olympischen Spielen hoffen darf. Die Qualifikation für Tokio 2020 dauert
noch genau ein Jahr. Nachdem Tiger Woods nun sein Interesse angekündigt hat, werden die zweiten «Golf-Spiele» auch bei den Männern die Beachtung finden, die sie verdienen.
Golf Sempach
Kurzfristig freuen wir uns auf die zweite Saisonhälfte, die mit dem Omega European Masters den klaren Schweizer Höhepunkt im Turniergolf ins Wallis bringt. Vor genau 80 Jahren wurde das damalige «Swiss Open» erstmals im Golfclub Crans-sur-Sierre ausgetragen. Ab Seite 56 zeigen wir, was allein in der jüngsten Vergangenheit in die Verbesserung des Golfplatzes investiert wurde und warum Turnierdirektor Yves Mittaz sagt: «Ein Platz ist nie fertig.» Was für einen Golfplatz gilt, passt erst recht für das eigene Golfspiel. Das ist nie fertig. Damit Sie nicht nur mit den neuen Regeln, sondern auch bei bestehenden Bunkern besser zurechtkommen, zeigt Marcus Knight ab Seite 38 ein paar einfache Tipps, wie Sie die «nötigen 500 Gramm Sand» aus dem Bunker befördern können.
Golf Kyburg
Ob Berge, Strand oder Bunker, wir wünschen eine anregende Lektüre von GOLFSUISSE und viele persönliche Highlights in der Natur. Mein persönlicher Tipp auf dem Green: Lassen Sie die Fahne drin, es lohnt sich. Golf Saint Apollinaire Mit sportlichen Grüssen
Stefan Waldvogel
WELCOME TO THE CLUB Leading Golf auf 5 x 18 Holes. Das ist Golf Lifestyle auf drei traumhaften Anlagen. Geniessen Sie First Class Club Service an spektakulärer Lage. Leading Golf beginnt mit Ihrer Mitgliedschaft.
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GOLFSUISSE • Offizielles Magazin von SWISS GOLF • Ausgabe 3 • Juni 2019
GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN VON SWISS GOLF • AUSGABE 3 • JUNI 2019
VP BANK LADIES OPEN ELENA MOOSMANN SCHLÄGT ALLE PROFIS
TOPSPORT
Ü-50 EUROPAMEISTERSCHAFTEN IN ASCONA
TRAVEL
ROMANTISCHE ZIELE IN IRLAND
10. SWISS CHALLENGE
INHALT
Swiss Challenge Sieger Ricardo Santos (Bild: Emanuel Stotzer)
18
SANT OS SIEG T IN SEMPA CH
Planet Golf
Golf & Lebensart: Life, Style, Trends aus der Welt des Golfsports
06
Cover Story
10. Swiss Challenge auf Golf Sempach: Der Sieger und die Highlights beim Jubiläum
18
Hintergrund
Green Tour of Switzerland: Lausanne auch ökologisch sportlich
22
People & Plätze
Der Golfclub Verbier feiert seinen 50. Geburtstag SPONSOR
30
My Game
Equipment: Welche Wedges passen zu mir? Training: Ohne Angst aus dem Bunker Gesundheit: Allergien und Masern
Top Golf
22
Die Europameisterschaft der Senioren und Seniorinnen in Ascona VP Bank Ladies Open: Sensationeller Sieg von Amateurin Elena Moosmann «Pitch&Play» unterstützt das Frauengolf mit neuen Turnieren wie in Neuenburg Der Umbau für das Omega European Masters in Crans-Montana
Travel
Die Highlights zwischen Hamburg und der Hauptstadt Berlin Irland für Romantiker
19th Hole
Curlerin Alina Pätz: «Der Kopf entscheidet»
30
4 GOLFSUISSE 03-19
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Punta Cana
PLANET GOLF Lavaux feiert 20. Geburtstag Schöne Aussicht vom Golfclub Lavaux.
1999 wurde der Golfclub Lavaux dank der finanziellen Unterstützung von ein paar leidenschaftlichen Golfern und von Nestlé eingeweiht. Zwanzig Jahre später benutzen mehr als 850 Mitglieder und viele Gäste den schönen Platz mit Aussicht auf die Waadtländer Voralpen. Neben zahlreichen Club- und Interclubtur nieren hat der Club Ende Mai zum zweiten Mal das Lavaux Ladies Championship durchgeführt. «Dieser Event ist wichtig für unsern Club und
unterstreicht unser Engagement für die Entwicklung des Frauengolfs», betont Manager Yannick Rosset. Die jungen Spielerinnen aus ganz Europa profitierten dabei von den seit drei Jahren unternommenen Sanierungsarbeiten, die in erster Linie ein moderndes Drainagesystem und die Renovation der Abschläge betreffen. «Wir werden diese Erneuerungs arbeiten weiterführen, aber die Aufwertung des Platzes ist schon jetzt deutlich spürbar», freut sich Rosset.
Der Golfclub Lavaux führt auch eine Golfschule für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. Zum zweiten Mal in Folge wurde sie von Swiss Golf als beste Junioren-Golfschule ausgezeichnet. Nach einem festlichen Wochenende für die Mitglieder organisiert der Golfclub Lavaux am 29. Juni das traditionelle Turnier der Präsidenten und Captains der Schweizer Golfclubs.
Neue Vizepräsidentin bei den
Ladies Golf Captains Die Mitglieder der Swiss Association of Ladies Golf Captains (SALGC) trafen sich zur 24. Generalversammlung im Restaurant des wunder schönen Golfplatzes Ascona. Die Präsidentin der SALGC, Muriel Schindler-de Sury, und die zwei Vorstandsmitglieder, Gabriela Marty sowie Ottilia Waser, führten souverän durch die Traktanden. Gabriela Marty, Vizepräsidentin, gab ihren Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. An ihrer Stelle wurde Andrea Klauser, Ladies Captain des Golfclubs Küssnacht am Rigi, gewählt. Die Wanderpokale, offeriert von Swiss Golf für die besten Turnierergebnisse, gingen an Edith Casutt, Domat Ems (brutto), und Linda Gyger Taddei, Lugano (netto). Mehr Infos unter: www.salgc.ch 6 GOLFSUISSE 03-19
Andrea Klauser (links) und Präsidentin Muriel Schindler-de Sury.
PLANET GOLF
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Die Meet n’ Golf Packages können Sie bis am 31. Dezember 2020 beim Welle7 Workspace oder beim Golfpark Moossee buchen. workspace@welle7.ch info@golfpark-moossee.ch
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SWING GLOVE Ausschlaggebend für gutes Golf ist Vertrauen. Die Fähigkeit seinem Schwung zu vertrauen, ist eine der wichtigsten Voraussetzung zu besserem Golfspiel. Die Angst vor schlechten Schlägen bewirkt, dass der Spieler versucht, den Ball zu steuern, statt befreit nach ihm zu schwingen. Das kann nicht funktionieren. Nur unverkrampfte Schwünge lassen den Ball gerade fliegen; ängstliche Schwünge führen oft zu Katastrophen. Swing Glove wird Ihnen helfen, Ihrem Schwung zu vertrauen und die Zurückhaltung zu bekämpfen. Swing Glove unterstützt und stabilisiert die richtige Handgelenkposition während des ganzen Golfschwungs. Swing Glove ermöglicht Ihnen, die bekannten Grundfehler zu vermeiden und Ihr Spiel sofort zu verbessern. Eine leichte und bewegliche Polyäthylenschiene stabilisiert Ihr Handgelenk in der richtigen Position während des ganzen 8 GOLFSUISSE 03-19
Schwunges. Das erstklassige Cabretta-Leder begünstigt einen weicheren Griff und das Trainieren mit Swing Glove fördert das Speichern der richtigen Bewegung in der Muskulatur. Er verhilft Ihnen zu einer Verein fachung Ihrer Gedanken, und somit wird die Qualität Ihrer Schläge erheblich verbessert. www.swingglove.ch
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ASS NACH DER LEGENDE «Es war der Wahnsinn», freut sich Heiner Hofer. «Ein Ass ist an sich schon speziell; dass ich auf der Ehrentafel in Goose Valley direkt unter Gary Player auftauche, macht es einzigartig», erzählt der 70-Jährige vom Golfclub Limpachtal. Aber der Ehre nicht genug. Die südafrikanische Golflegende Gary Player ist nicht nur Platzdesigner, sondern auch Ehrenmitglied im Club. «Er hat mich umarmt, mir gratuliert, und ist für ein Bild hingestanden», sagt Hofer, der mit seiner Frau seit sechs Jahren den Winter jeweils im warmen Südafrika verbringt. Das Ass auf Loch 11 ist bereits sein zweites Hole-in-one. «Das erste, im Wylihof, haben wir ganz normal schweizerisch mit einem Cüpli gefeiert.»
GROSSER AUSVERKAUF BEI GOLF CENTER WALLISELLEN
23 Runden in 24 Stunden! Was viele Hobbygolfer in einem Jahr nicht schaffen, erledigte der ehemalige Profi-Baseballer Eric Byrnes (links im Bild) locker in 24 Stunden. Beim neuen Speedgolf-Weltrekord spielte der Kalifornier mehr als 23 volle Runden. Exakt waren es 420 Löcher! Im Ocean Course des Half Moon Bay Golf in California legte der 43-jährige Amerikaner um 7 Uhr los, schon gut 22 Stunden später war der alte Weltrekord aus dem Jahr 1971 egalisiert. Damals hatte der Australier Ian Colston innerhalb von 24 Stunden immerhin 401 Löcher hinter sich gebracht.
Ab dem 29. Juni verdoppelt sich Ihr Golf Center Wallisellen auf riesige 600 qm. Während des Umbaus schwingen wir aber nicht nur den Hammer, sondern vor allem auch den Rot-Stift. Profitieren Sie während des Umbaus vom 29. Juni bis 20. Juli von absoluten Hammerangeboten auf alle Produkte an Lager. Die Artikel sind bis zu 50 % reduziert. Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich von unserer riesigen Auswahl. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Ihr Golf Center Team Wallisellen
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PLANET GOLF
IMMER JÜNGER Neuer Rekord auf der European Tour: Bei der China Open Anfang Mai erreichte unter anderem auch Yang Kuang (Bild) das Wochenende. Der Junge war da exakt vierzehn Jahre, sechs Monate und zwölf Tage alt und damit der jüngste Spieler auf der regulären European Tour, der einen Cut schaffte. Kuang hatte sich mit dem Sieg bei der Volvo China Junior Match Play Championship für das Turnier qualifiziert und davor auch schon drei Mal auf der PGA Tour Series in China mit den Profis gespielt. Und der nächste «Jüngste» wartet bereits: Der 13-jährige Bing-Wen Ma scheiterte noch am Cut.
Albatros-Trophy
«Bossy geniessen» Zum 10-jährigen Jubiläum von Albatros Training begrüsste Thomas Drobny unter anderem die Skilegende Bernhard Russi und den «Jahrhundert-Hockeygoalie» Lukas Flüeler. Der Chef des Golf Medical Centers der Schulthess Klinik erinnert auch an die Vor geschichte, die vor genau 15 Jahren mit den ersten Golf-Pilates-Kursen begann. Bei der Albatros-Trophy im Golfclub Unterengstringen
Koepka mit Buhrufen zum Triumph Der Amerikaner Brooks Koepka gewann erneut die PGA Championship und krönte damit zwei märchenhafte Jahre. Von all seinen Siegen sei dies «definitiv der befriedigendste», sagte Koepka. Sein Polster nach 54 Löchern war mit sieben Schlägen Vorsprung das grösste der Turniergeschichte, durch vier Bogeys nacheinander auf den Löchern 11 bis 14 schrumpfte es bis auf einen Schlag. Die Zuschauer im US-Bundesstaat New York begannen dann, 10 GOLFSUISSE 03-19
immer lauter Koepkas Verfolger Johnson anzufeuern, und schmähten ihn gar mit Buhrufen. Doch Koepka liess sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen. «Das ist New York», sagte er, «was erwartest du, wenn du halbwegs versagt hast? Ich hatte es ja auch irgendwie verdient.» Vielmehr hätten ihn die Zuschauer dazu gebracht, sich wieder besser zu konzen trieren. «Okay, alles klar, ich habe alle gegen mich. Let’s go!»
war vor allem der «Kurzspiel-Kurs» von André Bossert gefragt. Die Gruppe um Ehrengast Bernhard Russi hätte am liebsten gar nicht aufgehört mit «Bossy geniessen». Bei der äussert grosszügigen Preisverteilung hielten sich die beiden Prominenten Russi und Flüeler diskret zurück. Der Urner hatte auf Loch 4 kleine Orientierungsschwierigkeiten. Er griff von dort das erste Green an.
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DER WEG ZUM VIERTEN MAJOR DER SAISON Wann war die Golfsaison das letzte Mal so spannend? Es kommt uns vor wie eine Ewigkeit... Tiger Woods ist zurück an der Spitze, Brooks Koepka, stärker als je zuvor, führt die Weltrangliste an und Dustin Johnson ist ganz nah dran, seinen Namen erstmals in seiner Karriere auf die Gesamtsiegerliste des Masters und der PGA Championship zu setzen. Ein weiteres Plus: Noch nie war die Saison für Golf-Fans in der Schweiz so einfach zugänglich. Mit Sky Sport und ihrem Streaming-Service ist das Anschauen der Birdies von Tiger, Phil oder Rory live & im Replay so einfach wie ein «Gimme Putt». All dies ohne das Budget zu strapazieren (CHF 19.90 pro Monat), unverbindlich und auf all Ihren Geräten (TV, Computer, Smartphones).
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USA
Mehr Spieler, weniger Plätze Laut dem jährlichen Report der National Golf Foundation stieg die Zahl der aktiven Golfer in den USA erstmals seit 14 Jahren. Die Betreiberorganisation schätzt, dass 24,2 Millionen Menschen auf den Plätzen unterwegs sind. Sie spielten im Schnitt exakt 17,6 Runden pro Jahr. Damit sank die Zahl der gespielten Runden um knapp 5 Prozent auf noch 434 Millionen. Laut Statistik wurden umgerechnet auf 18-Löcher im vergangenen Jahr 12,5 Plätze neu eröffnet, gleichzeitig machten 198,5 Clubs Schluss mit Golf.
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12 GOLFSUISSE 03-19
Der renommierte japanische Sportartikelher steller Mizuno entwickelt mit einem umfang reichen Upgrade seinen seit langem etablierten Shaft Optimizer weiter. Das eingebaute Gyroscope sendet Daten über Bluetooth an die Swing-DNA-Software, um den Lie-Winkel noch präziser zu ermitteln. Mizuno, 1906 in Osaka gegründet, hat seit langem einen guten Ruf auf dem Markt. Mit einer genaueren Anpassung der Golfschläger dank Shaft Optimizer und Swing DNA kann der Golfer nun noch mehr Performance aus seinen Mizuno-Clubs herausholen. Der Optimizer misst fünf Punkte innerhalb des Schwungs mittels der Mizuno-Swing-DNA und empfiehlt dann drei Schäfte, welche am
besten auf die Bewegung des Golfers abgestimmt sind. Via iPad oder iPhone werden die Schwungdaten direkt in die Software übertragen und ausgewertet. Der aktuellen Version des Shaft Optimizers wurde ein Gyro hinzugefügt – mit diesem können selbst die erfahrensten Golf-Fitter den Lie-Winkel schneller und präziser bestimmen als mit der traditionellen Methode des Lie-Tapes und des Lie-Boards. Der neue Mizuno Shaft Optimizer ergänzt das moderne Club-Fitting mit Launch-Monitor sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie unter: golf.mizunoeurope.com.
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PLANET GOLF
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Garmin Ein echter Hingucker Die Golfuhr Garmin Approach S40 überzeugt durch ihre geschmackvolle Aufmachung mit Touch- und Tastenbedienung. Umfassende Funktionen wie AutoShot, Green View mit manueller Pinpositionierung sowie der grafischen Darstellung der wichtigsten Distanzen zu Hindernissen und zum Grün machen sie zu einem verlässlichen Begleiter. Zusätzliche Fitness-Tracking-Funktionen und Sportmodi unterstützen im sportlichen Alltag abseits des Grüns. Im Golfmodus hält die Approach bis zu 15 Stunden, im Smartwatch-Modus bis zu 10 Tage durch. Zudem ist die Uhr mit den CT10 Golfschlägersensoren kompatibel. Befestigt am Ende des Schlägergriffs, zeichnen diese die genaue Position der Schläge und die Schlagweite während der Golfrunde auf. Golfer können so ihre Performance in Echtzeit auf der Uhr verfolgen.
Golfomania
Räder zum Kombinieren in 10 Farben
Easy Drive
Glückliche Maria Cortesi Maria Cortesi aus Lachen hat gut lachen: Sie ist die glückliche Gewinnerin eines GolfomaniaElektro-Trolleys bei der zweiten Verlosung der Saison. Die Migros GolfCard Spielerin mag die Abwechslung und spielt auf verschiedenen Plätzen im Unterland, sie ist aber auch häufig auf Plätzen im Engadin anzutreffen. Für hügelige Plätze eigenen sich die Elektro-Trolleys von Golfomania dank ihrem breiten Radstand, den grossen Rädern, und serienmässiger Motorbremse besonders gut. Im Showroom von Golfomania in Thalwil übergab Christoph Wolf, Gründer und Partner von Golfomania, Maria Cortesi einen nagelneuen Elektro-Trolley «Easy Drive» im Wert von 1190 Franken. Golfomania verschenkt zu seinem zehnjährigen Bestehen jeden Monat einen Trolley. Mitmachen ist ganz einfach: Unter golfomania.ch/geburtstags geschenk kann man kostenlos an der Verlosung teilnehmen. Vom Jubiläum profitieren können
Ohne Bag: CHF 1890.–, Set mit Cart Bag: CHF 1990.– p Edelstahl-Trolley in bester Verarbeitung p Leistungsstarke Motoren mit leichtem Qualitäts-Akku p Zusammenklappbar und zerlegbar, unter 10 kg p Einfache Handhabung mit Drehknopfregler p 2 Jahre Garantie p In 4 Farben p Wasserdichter Cart Bag in Blau/Grau oder Rot/Schwarz
Alles inklusive nur
CHF 1190.–
p Leichter Aluminium-Elektrotrolley p Leistungsstarker Motor mit leichtem Qualitäts-Akku p Mit einem Handgriff zusammenklappbar, nur 9,8 kg p Einfache Handhabung mit Drehknopfregler p 2 Jahre Garantie p In Silber
aber nicht nur die monatlichen Gewinner der Verlosungen. Golfomania hat ausserdem ein Jubiläums-Set zum Aktionspreis lanciert: Das Top-Modell Fairway Buddy zusammen mit farblich passendem, wasserdichtem Golfbag gibt es als Blue-Line oder Red-Line für 1990 Franken. Sie sparen 190 Franken. www.Golfomania.ch
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Zwei Alpenpässe, ein Golfpass, vier Golfplätze Übernachten Sie in Andermatt und entdecken Sie die Andermatt Golfregion rund um den 18-Loch Andermatt Swiss Alps Golf Course und drei der alpinsten 9-Loch-Golfplätze der Schweiz in Realp, Sedrun und Obergesteln. Mit einem Golfpass spielen Sie auf bis zu vier, innert 30 Autominuten erreichbaren Golfplätzen und profitieren von Green-Fee-Rabatten bis zu 30 %. Weitere Informationen unter andermatt-golf.ch +41 (0)41 888 74 47
Am 26. Mai 1959 gründeten 25 Ladies vom Golfclub Blumisberg die Swiss Senior Ladies. Es gab weder eine GV noch Statuten. «Es waren einfach Golferinnen, die der Meinung waren, dass sich die Seniorinnen organisieren müssen, um den Golfsport zu fördern», sagte Präsidentin Rosmarie Schoch bei den Journées des Dames in Heidental. Interessantes Detail: In diesem Jahr erhält die SSLGA aus dem gemeinsamen Sportfonds von Swiss Golf/ASGI/Migros GolfCard 21’000 Franken. Lucas Eisner, Präsident des Golfclubs Heidental und Vorstand bei Swiss Golf, überbrachte die besten Glück wünsche zum Jubiläum. Ein Champagner-Apéro begleitet von Alphornbläsern und als Jubiläums geschenk ein SSLGA-Seidenfoulard für alle 120 anwesenden Damen rundeten die Feier ab. Als Nachfolgerin von Rosmarie Schoch wählten die Seniorinnen Bettina Fopp (Bild) zur neuen SSLGA-Präsidentin. Anja Heilingbrunner übernimmt das Captain-Amt von Denise Bridevaux.
Ab aufs Meer Exklusiver geht es kaum: Wer im 5-Sterne-Resort «Carrossa» auf Mallorca übernachtet, kann sich obendrein eine kleine Yacht-Auszeit gönnen. Das 2018 eröffnete Hotel, das von der Hoteliersfamilie Hamacher betrieben wird, der auch die österreichischen Hamacher Resorts gehören, bietet von Juni bis Ende September Ausflüge auf der Luxus-Yacht «Greenline NEO Hard Top» an, die für sechs Hotelgäste ausgelegt ist. Der Skipper steuert das Schiff dann entlang der schönsten Buchten Mallorcas. Das Hotel bietet für Golfer ansonsten das sogenannte Premium Golf Package an, das bei sieben Nächten mit Halbpension und vier Greenfees in Alcanada, Capdepera, Canyamal und Son Servera bei 1141 Euro pro Person beginnt.
CHIC AM TEE
Zugegeben, es ist Hochsommer – aber der dauert nicht ewig. Wer sich jetzt schon mal modisch auf die Herbsttage einstimmen möchte, legt sich die Stiefelette Prado von Duca del Cosma zu, die ein hübscher Allzweckschuh ist, den man durchaus auch ausserhalb des Golfplatzes tragen kann. Die Schuhe sind wasserfest, mit Fell abgesetzt und haben ein warmes Innen futter aus Wolle. Farbe: Cognac. Mehr Infos unter www.ducadelcosma.com.
Neuer Brand Store in Zürich Treffpunkt für Innovation, Funktion und Stil
Für Weinkenner Auf der Suche nach einem speziellen Geschenk für eine/n passionierten Golfer/in? Wein aus den Rebbergen berühmter Golfprofis wird mehr und mehr zum Insidertipp. Inzwischen haben sich einige der Herren, darunter Nick Faldo (Bild), Retief Goosen und Ernie Els, mit einer eigenen Vermarktungsgesellschaft und der Website www.golferswines.com zusammengetan. Ernie Els gilt als die Nummer 1 unter den Weinherstellern, der Südafrikaner ist aber bloss mit zwei eher günstigen Weinen vertreten. Die Spitzenprodukte aus dem Haus Els haben dann durchaus auch ihren Preis: Die Flasche Ernie Els Signature 2012, ein Bordeaux aus dem südafrikanischen Stellenbosch, kostet je nach Vertrieb um die 100 Franken, wurde von Wine Spectator aber auch mit 93 Punkten ausgezeichnet.
KOREANISCHE TRENDSETTERINNEN In Südkorea wird das ganz grosse Golfrad bei den Frauen gedreht: Nicht nur, was die sportliche Leistung betrifft, bei der die Asiatinnen nach wie vor unbestritten weltweit die Nummer 1 sind, sondern auch in Sachen Mode. In keinem anderen Golfland der Welt wird dem Outfit der Spielerinnen derartig viel Beachtung geschenkt wie hier. Die Top-Golferinnen sind Fashion Queens. Wer sich Anregungen für die nächste Saison holen will, wirft am besten einen Blick auf Pinterest, wo die besten Outfits der Damen permanent gesammelt werden und die gerne nachgeahmt werden können.
Zürich St. Moritz Hünenberg kjus.com
PLANET GOLF
Jeannine (Finanzchefin, HCP 16.2) und Konstantin (Architekt, HCP 23.7) in Aphrodite Hills, Zypern | Par 70 | Herren 5369 m, Damen 4528 m | Wetter bescheiden | Platzzustand nass.
SIE Sitzt in Daunenjacke und mit Pudelmütze im Golfcart und sortiert ihre Utensilien. Hält einen Moment inne und beobachtet Konstantin, wie er den Ball mit dem Driver links ins Gemüse hookt. Merkt sich wo das Geschoss gelandet ist und sagt, während sie mit Tee und Golfball in der Hand zum Damenabschlag schreitet: «Wenn wir ihn finden okay, wenn nicht, droppst du einfach einen.» Teet auf. Holt aus. Haut drauf. Klettert in den Cart und… los geht’s. Springt an der Stelle wo sie seinen Ball vermutet aus dem fahrenden Cart, stolpert, rollt spektakulär wie eine Stuntfrau ab. Beginnt mit der erfolglosen Suche. Er kurvt mit dem Wägäli kornfeldkreismässig durchs Rough. Sie findet einen TaylorMade 4, er hatte aber mit einem Titleist 33 gespielt. «Nimm einen Strafschlag und spiel den hier.» Ruft, während er umständlich an seiner Hose herumbastelt: «Ich bin ready, ich spiel schon mal.» Haut ihren frühlingsfarbenen Srixon, den mit dem Soft Feel, knapp vors Grün. Schreitet entschlossen zum Ball. Puttet einmal, zweimal. Beim dritten Mal klappt’s. Bogey.
ER Erklärt feierlich, dass sie nun nach den neuen Regeln spielen werden. Ready Golf und ganz ohne Schnickschnack und so. Teet einen nigelnagelneuen Titleist 33 auf und wummert ihn links ins Rough. Gabelt seine Frau auf, die bereits abgeschlagen hat. Kornkreist mit dem Cart rumpelnd durchs Rough. Erfolglos. Bemerkt nicht, wie Jeannine relativ elegant ausgestiegen ist. Inspiziert den TaylorMade, den seine Frau soeben gefunden hat und befindet ihn für gut. Droppt auf Kniehöhe. Findet das oberdoof. Knübelt an seiner fabrikneuen Unterhose rum, die ihn seit dem Frühstück unangenehm zwickt. Findet auch das doof. Säbelt den gefundenen TaylorMade aus dem Gemüse und vors Grün. Macht mit dem Sandwedge ein Häckerli.
Highfivet ihren Mann, nachdem der einen langen Monsterputt versenkt und das Bogey gerettet hat.
Puttet (weil er Angst vor einem langen Rückputt hat) bloss bis in den «Spaghettiteller». Locht aus Versehen ein.
Grübelt seinen TaylorMade aus dem Loch (in dem noch immer die Fahne steckt), geht zügig zum Cart, den er hinter dem Green geparkt hat.
Freut sich, dass Jeannine sich für ihn freut. Streckt ihr profimässig die Bro-Fist entgegen, doch sie will abklatschen.
Kritzelt in voller Fahrt die beiden Resultate in die Scorekarte, kann diese aber nicht zurück ans Lenkrad stecken, da Konschti beim Überqueren der Strasse und in den anschliessenden Kurven zum zweiten Tee ziemlich sportlich unterwegs ist. Nach 3:25 Stunden lochen die beiden auf dem 18. Green ein. Dabei hätten sie es locker unter drei Stunden geschafft – wenn vor ihnen nicht irgendwelche Ewiggestrigen nach den alten Regeln gespielt hätten. Geht schon mal zurück ins Hotel. Legt sich kurz aufs Bett. Schläft mit der Gurpschi-Wasserflasche in der Hand reflexartig ein.
16 GOLFSUISSE 03-19
Fährt für seine Verhältnisse vorsichtig, weil er keine Lust auf Grundsatzdiskussionen mit seiner Beifahrerin hat. Regt sich bis zur Unkenntlichkeit über die doofe «Sperrminorität» vor ihnen auf, die sie neun Löcher lang partout nicht durchlassen will. Nach 3:25 Stunden findet eine ansonsten entspannte Runde ihr Ende. Quatscht mit dem freundlichen Caddie-Master. Latscht ins Hotel, wo seine Frau bereits flach liegt. Denkt an den Erwerb einer neuen Unterhose. Lässt sich in einen Sessel fallen. Schläft «stehend k.O» sitzend ein.
PLANET GOLF
Oberkirch
VIER JAHRE FÜR DREI NEUE BAHNEN Seit Mai bietet der Golfpark Oberkirch bei Sursee einen «turniertaug lichen» Platz an. Der Ausbau von sechs auf neun Löcher dauerte insgesamt vier Jahre. Unter anderem war dafür eine Umzonung mit Volksabstimmung nötig. Dank den zusätzlichen drei Spielbahnen wird der Parcours zu einer echten Alternative zum sehr anspruchsvollen 18-Loch-Platz in Oberkirch. «Mit neun Spielbahnen können neu handicapwirksame Turniere durchgeführt werden, was einem Bedürfnis im Breitensport entspricht», sagt Clubmanager Marco Popp. «Neu stehen nun 36 Löcher auf über 100 Hektaren Land für das Golfspiel zur Verfügung.»
Spielen, spielen, spielen ... ... wie die Grossen. Golf spielen ab fünf Jahren!
Gleichzeitig forciert die Migros ihren vor gut 18 Monaten gebauten Pitch&Putt-Platz als «FunGolf» für Einsteiger. Dies unter anderem mit einer grossen Plakataktion in der Region. Jeden ersten Samstag im Monat dürfen die Kinder gratis spielen, daneben locken diverse Marktstände beim sogenannten «Farmermarkt» die Familien aus der Region an. «Das wird jedes Mal etwas grösser und bringt auch viele Nichtgolfer auf den Platz», freut sich Popp.
Golfurlaub in Kitzbühel
Der erste Flight auf der neuen 9-Loch-Anlage: Felix Meyer, Geschäftsleiter Migros Luzern (links) und Marco Popp, Leiter Migros Golfpark Oberkirch. Unten das Werbeplakat, das in der Region gezeigt wird.
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10. SWISS CHALLENGE
SANTOS SIEGT BEIM JUBILÄUM Ricardo Santos schaut im Final seinem Ball hinterher. 18 GOLFSUISSE 03-19
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Bei seinem letzten Erfolg als Profi schrieb er 2012 Geschichte: Santos war der erste Portugiese, der die Madeira Islands Open gewinnen konnte. Mit einer sensationellen 63 im Final verwandelte er damals einen Rückstand von vier Schlägen in den genau gleich grossen Vorsprung. Das Turnier auf der Insel zählte sowohl zur European als auch zur Challenge Tour. Mit dem Rekordsieg von 22 unter Par holte er sich 2012 die Auszeichnung als bester Neuling auf der European Tour. Gleich darauf hatte Santos sein bestes Jahr mit dem 65. Rang in der Jahreswertung. In den vergangenen drei Jahren spielte der zweifache Familienvater fast ausschliesslich auf der tieferen Challenge Tour. Dank seines starken Starts in die Saison steht Santos nun dort in der Jahresrangliste auf dem zweiten Rang, die besten 15 Ende Jahr erhalten die Tourkarte auf der «grossen» European Tour.
Ein verdienter Schluck nach sieben Jahren ohne Sieg.
Dank eines Superfinish sicherte sich der Portugiese Ricardo Santos den Titel bei der 10. Swiss Challenge in Sempach. Auf einen Sieg hatte er zuletzt sieben Jahre warten müssen. Bester Schweizer wurde Benjamin Rusch auf Platz 25. STEFAN WALDVOGEL
E
r wollte nicht mehr warten mit Feiern. Noch bevor der letzte Flight auf dem 18. Green angekommen war, setzte Ricardo Santos die Champagnerflasche an und gönnte sich einen ganz grossen Schluck. Diskret neben dem Clubhaus, aber unter den Augen des Turnierdirektors, der sich vergeblich beschwerte. «Ich fühle mich unglaublich», freute sich der 36-Jährige. «Seit 2012 konnte ich weder auf der Challenge noch auf der European Tour gewinnen. Nun hat endlich wieder einmal alles zusammengepasst.» In der Woche vor der Swiss Challenge hatte sich Santos in Tschechien auf Rang zwei gespielt. Dort begann er das Turnier mit vier Schlägen Rückstand auf den Engländer Ross McGowan, diese Differenz blieb bis zum Schluss. In Sempach startete der Portugiese mit einer starken 65er-Karte oder sechs unter Par. Damit etablierte er sich im Spitzentrio. Allerdings reichte es ihm bis zur Finalrunde nicht zur Führung. «Vor allem im dritten Durchgang musste ich kämpfen, trotz des zweiten Eagles auf Loch 17 spielte ich nur eine Par-Runde und hatte nichts zu verlieren», fasste er die Ausgangslage für den Finalsonntag zusammen.
WIEDER AUFGEHOLT
Weil Regen angesagt war, fragte er seinen Clubkollegen aus Vilamoura, Vitor Lopes, ob er ihn als Caddie unterstützen würde. Dieser war um einen Schlag am Cut gescheitert und zeigte sich dann höchst beeindruckt von der Leistung seines erfahrenen Landsmannes. «Ich konnte selber viel lernen und freue mich mit ihm über den lang ersehnten Titel», sagte er noch vor dem Griff zur Champagnerflasche. Während der Schlussrunde des mit 185’000 Euro dotierten Turniers lagen die ersten acht Professionals die meiste Zeit nur zwei Schläge auseinander. Auch Ricardo Santos war mit zwei Schlägen Rückstand auf das Leadertrio in den Final gestartet. Mit vier Birdies auf den ersten fünf Bahnen holte er diesen schnell auf. Die zweite 65er-Karte des Turniers reichte dem 36-jährigen Portugiesen für den dritten Sieg auf der Challenge Tour. Vor genau 15 Jahren hatte er ebenfalls ein Turnier in der Schweiz gewonnen. Mit dem Sieg bei den Internationalen Amateurmeisterschaften in Domaine Impérial hatte er sich für das Omega European Masters in Crans-Montana qualifiziert, scheiterte dort aber klar am Cut.
«Seit 2012 konnte ich weder auf der Challenge noch auf der European Tour gewinnen. Nun hat endlich wieder einmal alles zusammengepasst.» «SCHWEIZER REKORD» FÜR RUSCH
Bester Schweizer ist aktuell Benjamin Rusch, nach drei gespielten Turnieren auf der Challenge Tour liegt er auf Rang 80 in der Jahresrangliste. Rusch verfügt in dieser Saison über kein reguläres Spielrecht auf dieser Stufe. Auf der Pro Golf Tour, einem Circuit der dritten Kategorie, liegt der Thurgauer nach 13 Turnieren auf dem fünften Rang. «Ein Platz unter den ersten fünf bleibt sicher mein grösstes Ziel, damit würde ich auf die Challenge Tour zurückkehren», sagte Rusch, der im Juli seinen 30. Geburtstag feiert. Bei der Swiss Challenge klassierte sich Rusch als bester von drei Schweizern im Final auf dem 25. Rang. «Es war eine solide Woche, aber um richtig vorne mitzuspielen, fehlte mir hier der Exploit. Ich war oft nicht nahe genug an der Fahne», kommentierte er seinen Auftritt in der Schweiz. Immerhin hat er über die 72 Löcher keinen Ball verloren, was angesichts des brutal GOLFSUISSE 03-19 19
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JUNIORS DAY, ASG-Schirm und Schweizer Schoggi Das nationale Finale des amerikanischen «Drive, Chip & Putt»-Wett bewerbs in Augusta wird sogar im Fernsehen übertragen. Beim vierten Juniors Day der Swiss Challenge, organisiert von Swiss Golf und der Swiss PGA, wurden sie aber begleitet von zahlreichen Eltern mit ihren Handys und professionellen Fotografen. 80 Kids aus 15 Golfclubs im Alter von 7 bis 14 Jahren traten in der Einzel- und Teamwertung bei der Drive, Chip & Putt Competition in Sempach an. Mit dem modernsten Golf Radar System FlightScope wurde auf der Driving Range beispielsweise die Länge der Abschläge genau gemessen. Dazwischen gab’s für alle einen feinen Hotdog plus eine von Vermo gesponserte Glacé. Trotzdem blieb für die Junioren genug Zeit, um die Golf Professionals zu beobachten. Für alle gab’s zudem einen praktischen Rucksack, das passende Cap, ein Zertifikat und vor allem einen erlebnisreichen Tag. Die Teamwertung ging an den Golfclub Rheinblick, gefolgt von Ennetsee 1. Noch viel näher an den Profis war über Pfingsten Nathan Weber (Bild rechts unten). Der 15-jährige Sohn von Turnierdirektor Daniel Weber hatte am Mittwoch das ProAm mit dem Deutschen Moritz Lampert gespielt. Am Donnerstag und Freitag half er seinem Kollegen Loîc Ettlin als Caddy. Trotz der starken 68er-Runde reichte es dem Amateur nicht für den Finaleinzug. So konnte Lampert am regnerischen und kalten Sonntag mit der Unterstützung durch den Spieler des Elitekaders rechnen. Weil
Lamperts Schirm defekt war, nahm Weber seinen ASG-Schirm mit auf die Runde. «Ich habe ihn nur ausgeliehen und will ihn zurück», sagte er auf eine entsprechende Frage. Der 27-Jährige blieb mit Weber am Bag erstmals ohne Bogey, unter anderem mit einem Chip-in Eagle auf Loch 17 kam Lampert als Clubhaus-Leader zurück. Danach musste er mit ansehen, wie Ricardo Santos bei 15 unter Par noch die letzten Löcher zu Ende brachte und gewann. Wie alle Spieler und Caddies zückte auch Lampert direkt nach der Runde das Handy, während der zumeist sehr lange dauernden Spieltage griff er dagegen mit Vorliebe zur Schokolade. «Habe ich wirklich eine ganze Tafel gegessen?», fragte er seinen jungen Caddie. Dieser war sich nicht ganz sicher. Die kurzfristige Energie holte sich Lampert in der Schweiz mit «90 Prozent Kakao von Lindt». «Ich esse, was ich bekomme. Hier ist das ja überhaupt kein Problem, in einem entlegenen Resort in Tschechien sieht das schon etwas anders aus», erzählte der Deutsche, der seit sieben Jahren als Profi unterwegs ist. 2014 hatte er bereits drei Mal auf der Challenge Tour gewonnen. Seither wartet er auf einen Sieg auf dieser Stufe. Der zweite Rang bei der Swiss Challenge brachte ihn allerdings schon unter die Top 15 in der Jahreswertung. Damit wäre er aktuell auf einem «Aufstiegsplatz».
Lauter zufriedene Kids am Swiss Golf Juniors Day. Unten rechts: Nathan Weber mit Moritz Lampert.
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Oben links: Benjamin Rusch, bester Schweizer der Swiss Challenge 2019. Christofer Blomstrand ging als Co-Leader in den Final.
hohen Roughs alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Der Thurgauer hatte bei seinem sechsten Start zum sechsten Mal den Cut geschafft und damit eine Art Schweizer Rekord. «Lieber würde ich einmal ganz vorne mitspielen», sagte Rusch auf die Frage eines Journalisten.
ITEN WIRD DURCHGEREICHT
Marco Iten schaffte es, mindestens kurzfristig an der Spitze mitzuhalten. Der Zürcher eröffnete das Turnier mit dem gleichen Score wie der spätere Sieger, doch nach der 65er-Karte folgte schon am nächsten Tag der erste Rückschlag mit acht Schlägen mehr. «Ich habe gar nicht schlechter gespielt, es wollte einfach kein Putt fallen», fasst Iten den grossen Unterschied kurz zusammen. Besonders bitter wurde für den bald 29-Jährigen der «Moving Day». Vor allem wegen einer neun auf Bahn 10 fiel Iten in der Rangliste weit zurück. Unter anderem ein verlorener Ball und ein Ball im Wasser führten zum unrühm lichen Rekordresultat an einem einzelnen Loch. Da half auch der gute Schluss mit drei Birdies auf den abschliessenden drei Bahnen nicht mehr
viel. Beim fünften Start auf der Challenge Tour bleibt der geteilte 56. Rang das bisher beste Resultat für Iten. Joel Girrbach, der Sieger aus dem Jahr 2017, konzentriert sich diese Saison stärker auf die European Tour. Sowohl bei der Challenge de Espana als auch bei der Swiss Challenge schaffte er es jeweils nicht ins Wochenende. «Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Vor allem mein langes Spiel hat mich hier im Stich gelassen», kommentierte er sein frühzeitiges Aus. Als dritter Schweizer hatte sich Mathias Eggenberger für den Cut der besten 60 Spieler qualifiziert. «Die Woche war für mich positiv – ich habe solide gespielt, aber zu wenig Birdies gemacht. Aber es ist einfach so. Wenn man auf dem Woodside Course von Golf Sempachersee das Grün auf der falschen Seite verfehlt, wird’s schwierig», fasst er zusammen. «Auf dieser Tour wieder einmal den Cut geschafft zu haben, ist sicher positiv, das kann ich auch für die nächsten Turniere auf der Alps Tour mitnehmen.»
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HINTERGRUND
GREEN TOUR OF SWITZERLAND
LAUSANNE AUCH ÖKOLOGISCH SPORTLICH Der elektrische I-Pace Jaguar in idyllischer Umgebung.
Von einer zusätzlichen Photovoltaikanlage bis zum Fällen der richtigen Bäume: Mit einem umfassenden Masterplan setzt der Golfclub von Lausanne seine Nachhaltigkeitsziele um. Eine wichtige Rolle im bekannt sportlichen Verein spielen die engagierten Mitglieder. STEFAN WALDVOGEL «Wir müssen alle Ressourcen reduzieren, sei es Dünger, Chemie, Wasser oder Energie», stellt Jan Driessens klar. Der gebürtige Niederländer ist seit zwölf Jahren Mitglied im Golfclub Lausanne. Er engagiert sich unter anderem in der Umweltgruppe des Westschweizer Vereins und seit 2019 auch noch im Vorstand von Swiss Golf, wo er für die Kommission Nachhaltigkeit verantwortlich ist. Der Sport sei unter Druck und müsse handeln, fügt er an. Die nordischen Länder, insbesondere seine Heimat, seien schon 22 GOLFSUISSE 03-19
länger aktiv. «Die Niederländer konnten die ökologischen Errungenschaften bei den Golfplätzen schon länger wissenschaftlich beweisen. Dank der getroffenen Massnahmen im Bereich der Biodiversität können bedrohte Arten sich entwickeln oder zurückkommen. Eine unlängst abgeschlossene Studie zeigt, dass 200 von insgesamt 750 Tier- und Pflanzenarten, die auf der IUCN (International Union for Conservation of Nature) Liste von bedrohten Arten stehen, auf Golfplätzen in den Niederlan-
den bereits wieder identifiziert worden sind, im Schnitt 23 Arten pro Golfplatz.
NOCH MEHR FRUCHTBÄUME
Die Schweiz folgt mit einigen Jahren Verspätung, doch auch auf dem Golfplatz von Lausanne habe man zwei Vogelarten entdeckt, die lange Zeit verschwunden waren, nämlich die Ente ‹Fuligule Nyroca› und die Ente ‹Mandarin›. «Zwei Mitglieder der Kommission Nachhaltigkeit, Jean-Paul Humm und Gilbert Bavaud, sind sehr interessiert und engagieren sich speziell für die Vögel und Amphibien», erzählt Clubmanager Pierre Rindlisbacher. Zusammen habe man etwa 30 Nester für die bessere Brut der Vögel in die Bäume gehängt. Ein anderes Projekt hilft den Bienen. Sie zeigen sich dankbar, indem sie pro Jahr rund 100 Kilo Honig produzieren. «Die Damensektion hat zwei Bienenstöcke gestiftet, und die Mitglieder der Greenkeeper-
HINTERGRUND
Mannschaft sind richtige Imker geworden.» Die Fruchtbäume freuen sich ebenfalls über den Besuch der Bienen. Bekanntlich gibt es nur so etwas zu ernten. Schon jetzt verkauft der Club seinen eigenen Schnaps; bald sollen auch nichtalkoholische Säfte für die Mitglieder und Gäste zur Verfügung stehen. «Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Members auch beim Pflücken der Äpfel helfen werden», freut sich Rindlisbacher. Etwa 40 der 1600 (!) Bäume auf dem mit 55 Hektar relativ kleinen Golfparcours sollen in den nächsten drei bis vier Jahren gefällt werden, anderseits werden mehr neue Fruchtbäume gepflanzt. Das tönt auf den ersten Blick nicht sehr ökologisch, ist es aber laut Head-Greenkeeper Laurent Liatard trotzdem. «Wenn wir die richtigen nehmen, gibt es weniger Schatten auf den Greens und wir müssen diese weniger behandeln. Unser Spezialist hat jeden einzelnen Baum auf dem Areal schon geprüft. Da gibt es in den letzten knapp 100 Jahren doch den einen oder anderen Baum, der angeschlagen ist. Zudem werden die Bäume ja mehr als eins zu eins kompensiert, auch wenn dies eine Weile dauert», erläutert der Umweltfachmann und gelernte Ingenieur Driessens.
UNGELIEBTES GRAS «BEKÄMPFEN»
Zum umfassenden Masterplan gehört unter anderem auch die Reduktion der eingesetzten Pestizide, um die «kranken» Greens möglichst schnell wieder gesund werden zu lassen. Laut Driessens habe man den Einsatz von Chemie in den vergangenen Jahren um gut 30 Prozent reduzieren können. In Belgien sind Pestizide bereits ganz verboten. «Mit unseren Initiativen möchten wir in diese Richtung gehen, damit wir schon vorbereitet sind», ergänzt Clubmanager Pierre Rindlisbacher. Lausanne ist bekannt als sehr sportlicher Verein, die Westschweizer dominierten in den vergangenen Jahren unter anderem im Interclub. «Sport und Ökologie ist kein Widerspruch, im Gegenteil», sagt Captain Sergio Fanconi. Einen Kompromiss gebe es aktuell bereits wegen der Greens, fügt der Captain an. «Wir erklären unseren Mitgliedern, wieso wir die Grassorte auf den Greens wechseln. Die Umstellung dauert leider etwas länger als ursprünglich gehofft», erläutert der Captain. Mit einer Mischung aus zwei Sorten von Agrostis bekämpft man in Lausanne die ungeliebte «Poa Anua». Die «einjährige Rispe» ist bekannt für ihren Drang, sich überall zu etablieren. Die neuen Sorten benötigen deutlich weniger Dünger und Pestizide. Um die Empfehlungen der spezialisierten Berater zu befolgen,
Das Clubhaus von Lausanne. Eine der «Öko-Zonen» und einige der 1600 (!) Bäume auf dem Platz. GOLFSUISSE 03-19 23
HINTERGRUND
Das neue Biotop auf Loch 3, der Bewässerungssee bei Bahn 15. Natürliche Nistplätze und das «Enten-Hotel» im Wasser.
werden die Greens nicht mehr so kurz geschnitten wie früher, damit die Agrostis sich schneller ansiedeln kann. Die grösste Investition im bisherigen Masterplan war die computergesteuerte neue Bewässerungsanlage. Statt «flächendeckend» zu spritzen, wird seit vier Jahren jeder Sprinkler individuell angesteuert. Das kostete 1,6 Millionen Franken und musste wie alle grossen Investitionen von den Mitgliedern abgesegnet werden. «Mit diesem neuen System können wir 30 Prozent Wasser einsparen», erläutert Manager Rindlisbacher. Je nach Wetterlage schwankt der Verbrauch zwischen 30’000 und 60’000 Kubikmetern pro Jahr. Davon stammen 20’000 bis 35’000 Kubikmeter aus den eigenen Seen. «Unser Masterplan sieht vor, dass wir zusätzliches Wasser sammeln und in neuen Sammelbecken speichern können.»
NEUE «ÖKO-ZONEN»
Auch an anderen Stellen des Platzes gab es in Lausanne in den vergangenen Jahren mehr 24 GOLFSUISSE 03-19
Platz für die Natur. «Wir haben grössere Flächen, die wir nicht mehr mähen. Das spart Geld und Zeit, hilft aber vor allem auch der Natur», sagt Driessens. Anders als bei einem herkömmlichen Rough, das ebenfalls ab und zu geschnitten wird, gilt in diesen «Öko-Zonen» der «Freedrop». «Wir wollen die Golfer ja nicht bestrafen, sie sollen ebenfalls von der Aufwertung des Platzes profitieren», fasst er zusammen. Für die Members werde gerade mit diesen «Öko-Zonen» sichtbar, was man punkto Biodiversität unternehme. Wir haben zusätzlich bei verschiedenen Bahnen weitere Teiche geplant, um auch die Biodiversität für die Amphibien zu fördern. Beim Loch 3 wurde bereits ein kleiner Teich verwirklicht. «Sie reden über diese Öko-Zonen, und genau dies wollen wir.» Der Golfclub Lausanne ist seit 2018 GEO-zertifiziert, dabei sei neben den Members von Anfang an auch der ganze Mitarbeiterstab involviert gewesen, erzählt Manager Rindlisbacher. Das international anerkannte Öko-Label nennt sein Pro-
gramm «on course». Das bezieht sich einerseits auf den Golf Course als Platz, aber natürlich auch auf «to be on course», also auf Kurs sein. «Das ist ein ständig laufender Prozess, der eigentlich nie beendet ist», illustriert Umweltspezialist Driessens. Der Werkhof der Greenkeeper ist schon länger mit einer Photovoltaik-Anlage ausgerüstet, im nächsten Projekt soll zusätzlich auch die Driving Range überdacht werden. Dort wird dann in Zukunft unter anderem der eigene Strom für die Elektro-Trolleys der Mitglieder produziert. Geplant ist auch die erstmalige Anschaffung von Elektro-Carts, die dann auch dank der Sonne über Nacht wieder aufgeladen werden. Der eigene Strom wird auch für eine Ladestation für elektrische Autos reichen. Beim Besuch von GOLFSUISSE hat der Caddymaster Carlos Duarte mit einem Verlängerungskabel nachgeholfen, um die Batterie des Jaguar I-Pace ab der gewöhnlichen Steckdose zu laden. Allerdings erschrak ich beim Betrachten des Displays etwas: 44 Stunden für die volle Ladung...
HINTERGRUND
RICHTIG LADEN HILFT In Anlehnung an die Grand Tour of Switzerland von Schweiz Tourismus lanciert GOLFSUISSE diese Saison die erste Green Tour of Switzerland. Im elektrischen I-Pace Jaguar fahren wir zu den «grünsten», weil mit dem GEO-Label ausgezeichneten Plätzen der Schweiz. Nach der ersten Station, dem Golfpark Zürichsee, führte die Reise in die Westschweiz, zum Golfclub Lausanne. Dort will ich den «Haushalt»-Stecker testen. Patric Horisberger von Jaguar Schweiz hat mich gewarnt, er sei langsam. Trotzdem bin ich überrascht, wie langsam der Strom in die Batterie fliesst. Erst nach über 44 Stunden wäre sie voll... Da hilft nur ein Blick aufs Navi. Das zeigt alle Ladestationen entlang der Route, und es sind für einen Neuling überraschend viele. Am einfachsten «tankt» man sein Elektro-Auto an einer der vielen Autobahnraststätten. Eine Pause tut meistens gut. Allerdings dauert das Stromladen deutlich länger als das Auffüllen mit Benzin oder Diesel. Ich entscheide mich (etwas naiv) für den 40-Kilowatt-Stecker und erschrecke richtig. «10 Stunden 50 Minuten» zeigt das Display für die volle Ladung. Da bleibt etwas Zeit, um an der Sonne den Laptop zu zücken und zu arbeiten. Dann wird der Drang, nach Hause zu gehen, zu gross. Es muss doch eine schnellere Lösung zu finden sein. Auf dem Navi suche ich nicht nur die nächste, sondern vor allem die schnellste Ladestation. Dank des Doppelsteckers und 50 Kilowatt Gleichstrom fliesst die Energie nun endlich effizient in die Batterien. «1 Stunde 53 Minuten» zeigt das Display, und ich bin froh, dass ich keine volle Reichweite von 400 Kilometern für den restlichen Heimweg benötige. Meine erste Erfahrung mit dem sportlichen Elektro-Jaguar zeigt, richtig laden hilft.
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PEOPLE & PLÄTZE
BAD BELLINGEN BAUT WEITER AUS Im Markgräflerland, «dort wo die Sonne immer scheint», erstellte Unternehmer Heinz Wolters das Drei Thermen Golfresort. Nun plant er sein zweites Hotel. Als die deutschen Krankenkassen bezahlte Bäderkuren erst gekürzt, dann gestrichen haben, gab es ein nicht erwartetes Erwachen. Die Verwaltung der Gemeinden, die von dieser Art Tourismus lebten, musste reagieren. Auch der Bürgermeister von Bad Bellingen war dvon betroffen und wie so viele seiner Kollegen einer, der aus diesem Grund einen Golfplatz haben wollte, um den Tourismus zu generieren. Um die Jahrtausendwende hatte jeder zweite Ortsvorsteher das auf dem Schirm. Der Ortsvorsteher von Bad Bellingen hatte 26 GOLFSUISSE 03-19
Glück. Dass es ein grosses Golfresort würde, hatte sich Bürgermeister Stotz allerdings in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, obwohl die Bausteine Wetter, Landschaft und Verkehrsanbindung exzellente Voraussetzungen aufzeigten, die sofort ansprachen. Bürgermeister Stotz hatte zwar sein Luftschloss Golfplatz, aber nicht die grosse Ahnung, welche Möglichkeiten sich mit dem Standort ergaben. Zufall oder Schicksal, aus Wünschen des Bürgermeisters wurde Wirklichkeit. Ein Wuppertaler Projektentwickler klopfte
an die Rathaustür und bot seine Hilfe an. Nach einer siebenjährigen Planungsphase hatte man Verträge und Baugenehmigungen in trockenen Tüchern. Dann hat wieder der Zufall die Entwicklung beeinflusst. In Braunschweig, Wolfsburg, Hannover, Kassel, Köln, München, Geldern, Neukirchen-Vluyn, Duisburg, Lippstadt Bielefeld und Lage hatte Heinz Wolters Golfplätze gebaut. Sechs Anlagen gehörten noch zu der Bau- und Betreiberfirma Heinz Wolters Golfsportanlagen GmbH & Co, aber der Golfplatz-Bauboom verebbte. Die entscheidende Frage des Selfmade-Unternehmers an seinen Baustellenleiter Mathes war: «Machen wir noch einen?» Mathes antwortete trocken: «Einen machen wir noch». Die Entscheidung, dass die Firma Heinz Wolters GmbH & Co. in das Projekt Golfplatz Bad Bellingen einstieg,
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war somit gefallen, es sollte der letzte Golfplatz für das Bauteam sein. Der Golfplatz wurde gebaut, die Aufgabe eines Landwirtschaftsbetriebs ermöglichte den zusammenhängenden zweiten Golfplatz und Bamlach. Zudem wurde das Markgräflerland Heimat für die Familie. Für das Drei Thermen Golfresort baute Wolters vier Golfplätze mit unterschiedlichsten Spielcharakteren und den landschaftlichen Merkmalen «Am Fuss des Schwarzwalds, Markgräfler Hügellandschaft oder mitten im Wald». Die Plätze sind mit der Zeit zusammengewachsen. Der Bundesverband hat die Bamlacher Anlagen mit vier Sternen bewertet.
HOTEL UND APPARTEMENTS
Heinz Wolters kaufte ein Hotel und liess es auf vier Sterne Standard aufrüsten. Mittlerweile sind dem Hotel 48 Appartements angegliedert und zwei Clubhäuser gebaut oder renoviert worden. Mit einer Langzeitplanung übernahm er zudem ein grosses Grundstück mit der im Flächennutzungsplan eingetragenen Bezeichnung «Sonderfläche Golfhotel B15». Mit dem geplanten Premium Golf- und Tagungshotel Am Quellenhof soll das Golfresort mit vier 18-Loch- und zwei Kurzplätzen allen Ansprüchen entsprechen. Nun ist es so weit.
Ein Konzept und die Planungen sind fertig. Die Umweltgutachten sind in Auftrag, werden abgearbeitet und der Antrag für einen Bebauungsplan ist gestellt. Wie alle Bauträger ist Heinz Wolters bemüht, frühestmöglich Interessenten zu finden, «die sich eine Lebensqualität erwünschen und bei einer Immobilie auf die Rendite schauen. Für Interessenten gibt es in Bad Bellingen ein Teileigentum-Projekt als lohnendes Angebot». Penthouse und Wunsch-Suiten können bereits reserviert werden.
Diverse Impressionen vom Quellenhof-Platz des Drei Thermen Resorts.
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AUSGEZEICHNETER GOLFPLATZ
IN ANDERMATT Die Greens sind hart und schnell, die Wasserflächen zahlreich und die Aussicht von jedem Loch atemberaubend. Der Andermatt Swiss Alps Golf Course steht erst in seiner vierten offiziellen Saison und besticht bereits durch seine tadellose Qualität. Die zwei jungen Golfer Zeno Felder und Frederic Cathomas sind aufstrebende Professionals und nehmen die Herausforderung des schottisch anmutenden Platzes gerne an.
Zeno ist seit drei Jahren Golf-Professional. Der 27-Jährige hat bereits viele Golfplätze im In- und Ausland gespielt und weiss, was einen guten Platz ausmacht. «Ich war echt überrascht, als ich das erste Mal in Andermatt abschlug. Ein hervorragender Platz, der es locker mit anderen 18-Loch Championship Plätzen aufnehmen kann. Wer hier noch nie gespielt und sich den Bedingungen des Hochtals gestellt hat, hat etwas verpasst.»
Der 20-jährige Frederic kennt Andermatt seit seiner Kindheit. Der Sedruner kam her zum Skifahren im Winter oder zum Sportklettern im Sommer. Als sportbegeisterter Jugendlicher fand er auch schon früh Gefallen am Golfspiel. «Der 18-Loch Platz in Andermatt gibt mir die Gelegenheit, auf einer erstklassigen Golfanlage zu spielen. Mit den klimatischen Bedingungen
Der Andermatt Swiss Alps Golf Course wurde bei den Swiss Golf Awards zum besten 18-Loch Platz in der Schweiz gekürt. Das Interesse am Voting war riesig: über 15'000 Personen haben abgestimmt. Gross war daher auch die Freude bei den Golfverantwortlichen. «Als bester Golfplatz der Schweiz gewählt zu werden, ist eine grosse Ehre für das gesamte Golf Team, da ausschliesslich Schweizer Golfer abgestimmt haben.
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auf dieser Höhe ist jedes Spiel wieder anders. Besonders interessant finde ich, dass jedes Loch seinen ganz eigenen Charakter hat.» Da ist zum Beispiel das Loch 13, bei dem man beim Abschlag im Gegenwind mit einer echten Herausforderung konfrontiert wird oder die Bahn 15 mit einem tollen Dogleg entlang der Reuss.
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Andermatt Swiss Alps Golf Course
Golfclubhaus
Dieser Erfolg spiegelt den grossen Einsatz und die tolle Arbeit der vergangenen Jahre wider», erklärt Daniel Speer, Golf Operations Manager vom Andermatt Swiss Alps Golf Course. Löcher: 18, Par 72-Championship Saison: Mai bis Oktober Höhenunterschied: 80 – 100 m Gesamtfläche: 130 ha Länge: Gold 6’334 m, Weiss 6’127 m, Gelb 5'843 m, Blau 5’355 m, Rot 5'083 m Weitere Infos unter andermatt-golf.ch oder +41 (0)41 888 74 47
Zeno Felder
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PEOPLE & PLÄTZE
VERBIER FEIERT SEIN 50-JAHR-JUBILÄUM Vom Clubhaus unten am Platz Les Esserts führt ein Shuttlebus zum Start und zur Driving Range.
Vor genau 50 Jahren gründeten ein paar leidenschaftliche Pioniere den Golfclub Verbier und bauten eine 18-Loch-Pitch&Putt-Anlage. 1992 wurde ein «richtiger» Platz, Les Esserts, eingeweiht. Diesen Sommer feiern die Mitglieder und Gäste den zweitältesten Platz im Wallis. THÉRÈSE OBRECHT HODLER
Wenn man im Winter den Hang Les Esserts in der Nähe des Skilifts Le Rouge auf Skiern hinunterkurvt, ist es schwer vorstellbar, dass hier nach der Schneeschmelze ein Golfplatz zum Vorschein kommt. Es bedurfte der Sachkenntnis und Phantasie eines Golfarchitekten wie Donald Harradine, um einen Platz zu entwerfen, der einerseits golferisch interessant und andererseits für junge und ältere Spielerinnen und Spieler nicht allzu anstrengend ist. Auf Anraten einiger begeisterter Golfer und Verbier-Fans konnte Donald Harradine, dank eines erstaunlichen Kniffs, steile Hänge und anstrengende Aufstiege vermeiden. Er platzierte das Loch 1 zuoberst am Hang und das Loch 18 am tiefsten Punkt. Mit zwei Ausnahmen – den Löchern 15 und 16, die leicht bergauf verlaufen – lässt sich der Platz deshalb praktisch flach oder nur mittels leichter Steigungen oder bergab spielen. Um zum höchsten Punkt des Parcours, dem Start und der Driving Range, zu gelangen, benutzt man 30 GOLFSUISSE 03-19
Shuttlebusse, die einen vom Parkplatz in der Nähe des Clubhauses hinaufbefördern. Die einzige Anstrengung: der 400 Meter lange Fussweg vom Grün 14 zum Abschlag 15 – aber schliesslich treiben wir ja Sport. Ein Golfausflug nach Verbier lohnt sich für alle, die die Ruhe und die alpine Landschaft schätzen. Bei gutem Wetter geniessen die Golferinnen und Golfer einen herrlichen Blick auf das Val de Bagnes, auf die schneebedeckten Gipfel rund um das majestätische Combin-Massiv und auf die Aiguilles du Midi. Mit seinen 5200 Metern, gemessen von den Championship-Tees, ist der Par-69-Parcours ziemlich kurz, aber gleichwohl recht anspruchsvoll. Er erfordert gerade und präzise Schläge. Bei über einem Dutzend Löcher sind vier Bäche im Spiel. Dazu kommen mehrere Doglegs, etwa vierzig Bunker und viele Bäume. Der Kurs ist selektiv, was erklärt, warum Verbier zwischen 1981 (noch ausschliesslich mit
dem Pitch&Putt) und 2018 die Schweizer Interclub-Meisterschaft in verschiedenen Kategorien gewonnen hat.
OBERFLÄCHENRECHT
«Am schwierigsten war es, die Grundstückparzellen, die grösstenteils privaten Eigentümern, der Gemeinde und einem Konsortium gehören, zusammenzuführen», erklärt Robert Gaillard, seit 2013 Präsident des Golf Clubs Verbier. Das Skiunternehmen Téléverbier entschädigt die verschiedenen Besitzer im Winter und der Golfclub im Sommer. Der Club hat einen Baurechtsvertrag bis 2035, der «glücklicherweise erneuerbar» ist. Das Schwierigste ist, wie man sich leicht vorstellen kann, die Bereitstellung des Parcours im Frühjahr. «Wir teilen uns das Gelände mit Téléverbier. Die Skipiste führt bis hinunter ins Dorf. Schneereste, besonders diejenigen aus Kunstschnee, bleiben jeweils lange liegen. Wir entfernen sie mit Hilfe der
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Wir begleiten Sie, bis wir für Sie das richtige Objekt in Spanien, zum Beispiel an der Costa del Sol, gefunden haben. Während des Herrliche Aussicht auf das Val de Bagnes und das Combin-Massiv. Unten: Das Green von Loch Nr. 5.
gesamten Kaufprozesses – und darüber hinaus. Wie bei diesem Bijou, einer 2015
Pistenfahrzeuge von Téléverbier», erklärt Robert Gaillard. «Vor 1969 und dem Bau der 18-LochPitch&Putt-Anlage Les Moulins besass Verbier zwar einen Golfclub, aber keinen Platz. Die Golferinnen und Golfer mussten in Montreux oder in anderen Clubs der Region spielen», erinnert sich der Präsident. Vor 1969 gab es im Wallis nur den Golfplatz in Crans-Montana. Deshalb war es mehr als verständlich, dass sich in den 80er-Jahren weder die Behörden noch die Naturschützer und schon gar nicht die lokale Bevölkerung der Initiative, 6 bis 7 Millionen Franken in einen «echten» Golfplatz zu investieren, widersetzten. «Ganz im Gegenteil, sämtliche Vertreter der Wirtschaft, der regionale und kantonale Tourismus sowie die Gemeinde Bagnes haben diese Initiative mit Nachdruck unterstützt», freut sich Gaillard im Rückblick. Die erheblichen Erdarbeiten kosteten mehr als 2 Millionen Franken, die eigentlichen Bauarbeiten, das heisst der Bau der Abschläge, Grüns und Bunker und so weiter, etwa 2,5 Millionen Franken, und eine weitere Million wurde für die automatische Bewässerung des gesamten Parcours eingesetzt.
DIE SKISTARS
Schon vor seiner Fertigstellung hatte der Golfclub Verbier mehr als 350 Mitglieder.
Heute sind es 400. Bemerkenswert ist, dass der Akademie 61 Junioren und 33 Kinder angehören. Unter den Mitgliedern befinden sich ehemalige Skistars wie Roland Collombin, Philippe Roux, William Besse sowie der aktuelle Champion Daniel Yule aus dem benachbarten Val Ferret. Zu den Mitgliedern gehören neben den einheimischen Walliserinnen und Wallisern auch eine grosse Anzahl von Golferinnen und Golfern aus der West- und Deutschschweiz sowie Franzosen, Belgier, Engländer und Italiener, die in Verbier oder in der Region Chalets besitzen. Die Eintrittsgebühr kostet 5000 Franken. Mit einem Jahresbeitrag von 1250 Franken können zwischen Mai und November die 18 Löcher in Les Esserts und die Pitch&Put-Anlage Le Moulin benutzt werden. Um das 50-Jahr-Jubiläum würdig zu feiern, organisiert der Club am Samstag, dem 20. Juli, einen offiziellen Anlass, zu dem Politiker sowie die Präsidenten und Captains der Westschweizer und Tessiner Clubs eingeladen werden. Am Sonntag findet ein Clubturnier unter dem Namen «Parcours gourmand» statt. Das traditionelle Raclette und der im Wallis nie fehlende «Coup de Blanc» werden zweifellos dazu beitragen, eine fröhliche Atmosphäre zu schaffen, die auch eine Walliser Spezialität ist.
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MY GAME
«Lefty» Phil Mickelson gilt als einer der Weltbesten mit den Wedges.
SPIELEN SIE DIE RICHTIGEN WEDGES? Beim Umgang mit den Wedges ist ganz besonders viel Gefühl gefragt. Die Auswahl der für Sie passenden Schläger hängt aber vielmehr von hieb- und stichfesten Kriterien ab. Wir klären die grundsätzlichen Fragen. SEBASTIAN BUROW
Sie wissen es natürlich: Auf einer Runde Golf kommt der Putter am häufigsten zum Einsatz. Danach folgen dann aber vermutlich schon die Wedges. Sei es bei einem vollen Annäherungsschlag ins Grün, zum Pitch oder Chip ums Grün herum oder aus dem Bunker nach einer missglückten Annäherung. Und nicht selten ist das Wedge auch der praktikabelste Schläger, wenn es um die Rettung aus dem dichten Gemüse respektive Gestrüpp geht. Ein entsprechendes Augenmerk sollten Sie also auf die Wedges richten. Denn bei den unterschiedlichen 34 GOLFSUISSE 03-19
Herstellern, Bounces, Grinds und Lofts kann man sich schnell für die falsche Kombination entscheiden. Deshalb beantworten wir die wichtigsten Fragen, was Ihnen dabei helfen soll, künftig die richtige Entscheidung zu treffen. Sieben Punkte, auf die Sie beim Wedge-Kauf achten sollten:
WANN SOLLTE MAN EIN WEDGE AUSTAUSCHEN?
In einer umfangreichen Studie kam Titleist zu dem Ergebnis, dass die Abnutzung von Wedges
nach etwa 75 gespielten Runden erste messbare Unterschiede auf das Ergebnis der Schläge hat. Nach weiteren 50 Runden werden die Resultate drastisch schlechter. Beim durchschnittlichen Amateurgolfer, der einmal pro Woche auf den Platz kommt, hält ein Wedge in der Theorie also im Schnitt um die zwei Jahre. Fragt man aber Profis auf der Tour, so verraten sie schon auch mal, dass sie sich von ihren Wedges nur schwer trennen und diese in Relation zu ihrem intensiven Herunterspielen der Grooves doch recht lange im Bag behalten.
Sonntag, 14. Juli 2019:
Migros Golf Challenge Dabei sein ist alles! golfparks.ch/challenge Matchfee: CHF 50.– (zuzüglich Greenfee) Inklusive: Driving Range-Jeton, Startgeschenke, Zwischenverpflegung, Apéro riche
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MY GAME
Phil Mickelson war massgeblich an der Entwicklung der PM Grind Wedges von Callaway beteiligt.
WELCHER HERSTELLER MACHT DIE BESTEN WEDGES?
Die Frage ist in etwa genauso schwierig zu beantworten wie die Frage nach dem besten Auto auf dem Markt. Jeder hat unterschiedliche Ansprüche an ein Wedge, und dementsprechend vielschichtig sollten Sie sich informieren. Die gute Nachricht: Bei den meisten Herstellern können Sie kaum etwas falsch machen. Wenn Ihnen der Schläger gefällt, sind Sie schon einmal auf einem guten Weg. Wenn dann auch noch Bounce, Grind und Loft zu Ihrem Spiel passen, stehen die Chancen gut, dass Sie einen treuen Begleiter für die nächsten Jahre gefunden haben.
und für sämtliche Situationen der richtige Schläger zur Verfügung steht.
WEDGES ZUM EISENSATZ?
Viele Eisensätze werden zusammen mit einem passenden Pitching Wedge angeboten, manchmal sogar mit Gap und Sand Wedge. Beim Pitching Wedge macht das durchaus Sinn. Denn für viele Golfer zählt es als zehntes Eisen und wird nur selten für halbe Schläge oder rund ums Grün eingesetzt. Wer es allerdings vielseitig einsetzen möchte, ist mit einem speziellen Wedge meist besser bedient.
SILBER, SCHWARZ ODER NACHROSTEND
WIE VIELE WEDGES GEHÖREN INS BAG?
Es hängt von den Vorlieben und der Zusammensetzung des restlichen Bags ab, wie viele man tatsächlich benötigt. Üblicherweise bewegt sich die Anzahl der Wedges zwischen drei und vier (inklusive Pitching Wedge).
Die abschliessenden Legierungen (Finishes) sind bei den Wedges vielfältiger als bei irgendeinem anderen Schläger. Viele schwören darauf, dass sie mit Raw Wedges, die nachrosten, über die Zeit mehr Spin erzeugen als mit verchromten Modellen. Am Ende ist die Entscheidung beim Finish Geschmackssache.
WELCHE LOFTS SIND DIE RICHTIGEN?
DIE RICHTIGE KOMBINATION AUS BOUNCE, GRIND UND LOFT
Auch hier gibt es keinen goldenen Weg. Beliebte Kombinationen sind (nach dem PW) 52, 56 und 60 Grad (Vier-Wedge-Variante) oder 54 und 58 Grad (drei Wedges). Am Ende kommt es darauf an, dass die Längenunterschiede zwischen den einzelnen Wedges konstant sind
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CM
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CMY
K
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Wie bei eigentlich allen Schlägern gilt auch bei den Wedges: Wer das passende Werkzeug für sein Spiel finden möchte, kommt um ein professionelles Fitting nicht herum. In diesem Prozess werden nicht nur die passenden Lofts bestimmt, mit denen man gleichmässige Längenabstufungen
erreicht. Auch unterschiedliche Bounces und Grinds haben eine nicht unerhebliche Wirkung auf die Performance und sollten ausprobiert werden, idealerweise unter realen Bedingungen. Hier spielen übrigens auch die Bodenverhältnisse eine wichtige Rolle, also ob Sie bevorzugt auf LinksPlätzen oder eher auf saftig-erdigen ParklandKursen unterwegs sind, oder aber auch, welche Körnung der Bunkersand Ihres Heimatplatzes hat.
WELCHE WEDGES FÜR WEN? Das sind die Empfehlungen für die Wahl der Wedges im Bag: Frauen: Eisen 7 – PW, SW, Hybrid 5, Fairwayholz 7, Driver Bessere Frauen: Eisen 6 – PW, GW, SW, LW, Hybrid 4, Fairwayholz 4, Driver Männer: Eisen 6 – PW, SW, Hybrid 5, Hybrid 4, Fairwayholz 5, Driver Bessere Männer: Eisen 5 – PW, GW, SW, LW, Hybrid 4, Fairwayholz 5 und 3, Driver Tourspieler Herren: Eisen 4 – PW, GW, SW, LW, Hybrid 3, Fairwayholz 3, Driver
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Marcus Knight zeigt was es im Bunker braucht.
500 GRAMM SAND Der Bunkerschlag unterscheidet zwischen guten und schlechten Golfspielern. Dabei geht es «nur» um ein halbes Kilo Sand, aber dies ist der wichtigste Teilr eines jeden Bunkerschlages. MARCUS KNIGHT
Zuallererst möchte ich darauf hinweisen, dass der Bunkerschlag nicht schwierig ist. Es ist aber der riskanteste Schlag auf dem Golfplatz. Sie müssen den Ball mit hoher Geschwindigkeit verpassen! Wenn nicht, wird der Ball wie eine Rakete über die Fahne fliegen. Deshalb steigen viele Amateurgolfer mit Angst in den Bunker.Damit dies nicht passiert: Platzieren Sie den Ball leicht vor dem Zentrum Ihres Standes. Legen Sie 60 Prozent Ihres Gewichts auf den vorderen Fuss. 38 GOLFSUISSE 03-19
Machen Sie einen grossen, komfortablen Rückschwung. Schwingen Sie vorwärts mit viel Geschwindigkeit. Lassen Sie den Schlägerkopf Ihres Sand Wedge 3 Zentimeter unter dem Ball durchgleiten.
DEN BALL VERPASSEN
Regel Nummer 1 im Sandbunker: Treffen Sie nie den Ball! Wir müssen im Grünbunker denselben Schwung machen wie für einen 60-Meter-Pitch. Statt dass wir direkt den Ball
treffen, wollen wir einen «Tunnel» von 3 Zentimeter Tiefe unter dem Ball machen. Dabei hilft es, wenn Sie Ihre Füsse im Sand eingraben, um den Schwungbogen tiefer zu halten. Das bedeutet, dass Ihr Sand Wedge 10 Zentimeter vor dem Ball auf den Sand trifft, unter dem Ball durchgleitet und weitere 10 Zentimeter später den Sand verlässt. Das ergibt einen Divot von 20 Zentimeter Länge, 12 Zentimeter Breite und 3 Zentimeter Tiefe, mit einem Gewicht von etwa 500 Gramm.
MY GAME
DER RICHTIGE SCHLÄGER
Nehmen Sie den Schläger für die richtige Distanz – wie wenn Sie vom Gras aus schlagen würden. Im Sandbunker mit einem hohen Rand benötigen Sie normalerweise ein Sand Wedge mit 56 Grad und einem Aufprallwinkel von 10 Grad. Der Aufprallwinkel verhindert, dass sich der Schlägerkopf zu tief in den Sand bohrt. Wie der Name sagt, prallt der Schläger auf und stösst den Sand vorwärts mit dem Ball darauf. Früher war es wichtig, die Schlagfläche des Sand Wedge zu öffnen, um aus dem Sandbunker zu spielen. Mit dem modernen Design der Sand Wedges – Sohle und Aufprallwinkel – ist das nicht mehr so notwendig. Heute können Sie so zum Ball stehen, dass die Schlagfläche ziemlich rechtwinklig ist. Damit haben Sie mehr Schlagfläche, mit der Sie arbeiten können, und auch die Gefahr eines Socket ist kleiner.
DER SCHWUNG
Anstatt 45 Gramm Ball bewegen Sie zusätzlich 500 Gramm Sand! Das braucht wesentlich mehr Geschwindigkeit als für einen normalen Schlag auf 15 Meter. Das fühlt sich seltsam an, wenn die Fahne unmittelbar vor unserer Nase platziert ist. Am einfachsten ist es, normal hinzustehen, einen grosszügigen Rückschwung zu machen und auszuschwingen, wie bei jedem anderen Golfschlag. Wenn Sie die richtige Tiefe beim Schwung haben, wird der Schläger unter dem Ball durchgleiten und den Sand hinausstossen. Der Ball wird glücklich oben auf dem Sand sitzen, mit ihm auf das Grün fliegen und zur Fahne hin ausrollen.
NICHT WENIGER SAND
Dieses halbe Kilo Sand ist der wichtigste Teil eines jeden Bunkerschlages! So sollte es immer sein: 20 Zentimeter lang, 12 Zentimeter breit und 3 Zentimeter tief und der Ball obendrauf. Wenn Sie etwas weiter weg von der Fahne sind, bitte bleiben Sie dabei. Probieren Sie keinesfalls,
Manchmal fliegen auch mehr als 500 Gramm Sand.
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CHIPPEN? Ich werde immer wieder gefragt, ob es nicht möglich wäre, den Ball hinauszu-chippen, sofern die Bunkerkante nicht zu hoch ist. Und meine generelle Antwort ist: nein. Es gibt Ausnahmen, wenn die Bunkerkante sehr tief und die Fahne am anderen Ende des Grüns platziert ist und ich 25 Meter oder mehr zur Verfügung habe, um den Ball rollen zu lassen. Einen Chip aus dem Sand zu spielen, den Sie millimetergenau treffen müssen, ist viel schwieriger, als 2 bis 4 Zentimeter unter dem Ball durchzuspielen. Putten ist ebenfalls möglich, wenn gar keine Bunkerkante vorhanden ist und die Fahne sehr nahe steht. Stilstudien der Pros.
weniger Sand zu treffen. Es gibt zwei Möglichkeiten hier. Akzeptieren Sie Ihre Situation und nehmen Sie einen Bunkerschlag und zwei Putts in Kauf. Wenn Sie mehr riskieren wollen, bleiben Sie bei den 500 Gramm Sand, aber nehmen Sie einen anderen Schläger wie ein Approach Wedge oder ein Pitching Wedge. Sie müssen jedoch sicher sein, die Bunkerkante überspielen zu können.
DAS GEFÜHL FÜR DIE DISTANZ
Wenn Sie mit dem Sand Wedge üblicherweise 60 Meter weit sind, erreichen Sie mit dem gleichen vollen Schwung etwa 15 Meter vom Bunker – 500 Gramm Sand mit eingeschlossen. Wenn Sie weiter schlagen wollen, nehmen Sie 40 GOLFSUISSE 03-19
wie besprochen ein anderes Eisen. Wenn der Ball kürzer sein soll, müssen Sie die Geschwindigkeit reduzieren durch die Länge des Schwungs oder Gefühl. Ein gutes Bild ist, den Sand so weit zu bewegen, wie der Ball fliegen sollte! Überlegen Sie sich, wie weit der Ball ausrollen wird. Offensichtlich rollt er weiter, sofern Sie ein Approach Wedge oder ein Pitching Wedge nehmen.
DAS RISIKO
Wie ich bereits erwähnt habe, ist der Bunkerschlag der schwierigste im Golf. Ihn richtig auszuführen braucht viel Geschwindigkeit, obwohl die Fahne direkt vor unserer Nase steht. Wenn wir die 3 Zentimeter Tiefe falsch kalkulie-
ren, wissen wir alle, dass die Konsequenzen desaströs sind. Aber das ist das Risiko, das wir einfach akzeptieren müssen. Jede Woche passiert es, dass auf der PGA Tour einige der weltbesten Golfspieler den Ball aus dem Sandbunker ins Nirgendwo toppen. Sie verdienen Millionen mit diesem Spiel. Akzeptieren auch wir dieses Risiko und versuchen unser Glück. Wenn Sie aber die notwendige Geschwindigkeit für 500 Gramm Sand nicht auf Ihren Schläger bringen, werden Sie diesen Schlag nie lernen. Wenn Sie sich aufraffen können, zehn Minuten pro Woche diesen Schlag zu üben, werden Sie künftig grosse Freude am «Strand» haben. www.marcusknight.ch
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Gewinner ist der Netto-Sieger über beide Runden. Aber wie man auch in Form ist und spielt: Im Engadin ist das Golfen immer ein Vergnügen. Manchmal sogar ein tierisches. Gut möglich, dass an Loch 9 plötzlich eine Fuchsmutter mit ihren Jungen beim Putten vorbeischaut. Dass Rehe über die Fairways springen und der hübsche Wiedehopf – ein mit Federhaube und schwarz-weiss bebänderten Flügeln besonders hübsches Exemplar aus der Vogelwelt – zu einem hupartigen Konzert anstimmt. Es ist wie ein kleiner Applaus fürs Spiel. Für ein Turnier, das ein solches und immer besonders ist.
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MY GAME
Allergien belasten immer mehr Menschen.
ALLERGIEN UND MASERN Sie denken, was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Doch Allergien und Masern betreffen beide unser Immunsystem. DR. KERSTIN WARNKE
Bei einer Allergie reagiert unser Körper überschiessend auf eigentlich nicht krankmachende äussere Faktoren, zum Beispiel den Blütenstaub. Unser Körper will diesen Staub loswerden: Die Augen tränen, die Nase läuft, die Bronchien husten. Bei den Masern reagiert unser Immunsystem nicht, wenn wir keine Masern hatten und nicht geimpft wurden. Unser Immunsystem braucht zu lange, um auf Hochtouren zu gelangen. Es verliert den Kampf gegen die Zeit. So entstehen Epidemien. Alle Allergiker hätten am liebsten eine «Impfung» gegen ihre Allergene, und alle, die bereits mal Masern hatten und mit dem Leben 42 GOLFSUISSE 03-19
davongekommen sind, wünschen sich, «hätten wir doch die Impfung gemacht». Damit wären wir bei der Parallele zwischen Allergien und Masern: die Impfung. Wenn Sie Ihre Allergie definitiv loswerden möchten, dann kann man eine sogenannte «Desensibilisierung» versuchen. Ihr Immunsystem muss umlernen. Es muss lernen, das Allergen nicht zu bekämpfen. Das heisst, man spritzt Ihnen in einer niedrigen Dosierung das Allergen, welches Ihr Körper normalerweise als krankmachend erkennt. In dieser tiefen Konzentration wirkt es nicht krankheitsauslösend, und so erkennt Ihr Immunsystem – vorausgesetzt, es klappt – das
Allergen nicht mehr als störend. Langsam wird dann die Dosis gesteigert, so dass Ihr Immunsystem dauerhaft lernt, dieses ursprüngliche Allergen nicht mehr als störend zu erkennen. Bei den Impfungen gegen Masern erhalten wir Anteile des Virus gespritzt. Diese Fragmente des Virus können die ursprüngliche Krankheit nicht selber auslösen. Aber unser Immunsystem erkennt diese Teile als krankhaft und bildet Abwehrstoffe. Die Übertragung kann nicht verhindert werden, da das Masernvirus hoch ansteckend ist. Aber wenn wir geimpft sind, kann unser Immunsystem sofort auf Hochtouren laufen. Es erkennt das Virus,
MY GAME
Ursache ist nicht behandelbar. Es gibt also keine Alternative zur Impfung ausser krank zu werden. Durch die Impfung bildet unser Körper Abwehrstoffe, die er dann für den späteren aktiven Gebrauch abspeichert. Diese Bildung von Abwehrstoffen erklärt die Nebenwirkungen, die manchmal auftreten, wie Rötung und Schwellung an der Impfstelle, Müdigkeit, Unwohlsein. Alle diese Symptome sind nach kurzer Zeit zu 100 Prozent auch wieder verschwunden.
Bei Masern gibt es keine Alternative zur Impfung. Rechts: Desensibilisierung.
schickt die bereits vorhandenen Abwehrzellen los und tötet es ab.
ALTERNATIVEN ZUR IMPFUNG
Bei den weit verbreiteten Allergien können oftmals Medikamente eine Alternative zur Desensibilisierung sein. Die Allergene in unserem Körper werden durch das Immunsystem bekämpft. Dadurch wird unter anderem ein Stoff gebildet, den man «Histamin» nennt. Es gibt Medikamente, die bewirken sollen, dass weniger Histamin gebildet wird. Diese Präparate wirken gut. Sie haben aber alle die Nebenwirkung, dass sie müde machen. Diese Müdigkeit ist bei den unterschiedlichen «Histaminblockern» verschieden stark ausgebildet. Es macht daher Sinn, unterschiedliche Medikamente auszuprobieren. Weiterhin gibt es Nasentropfen, Augentropfen und Lungensprays, die die lokale Wirkung der Allergene auf die Schleimhäute zu beeinflussen versuchen. Sie wirken also je nachdem auf die Schleimhäute der Nase, der Augen oder der Innenwand der Bronchien stabilisierend und abschwellend. Einige dieser Mittel enthalten Cortison, da dieses maximal
Das Immunsystem der Erwachsenen ist reifer als das der Kinder. Die Erwachsenen, die nicht an ihren Kinderkrankheiten gestorben sind, haben eine Immunität entwickelt. Aber heute müssen wir nicht sterben oder erst lebensgefährlich erkranken, um immun zu werden. Wir können uns impfen lassen. Und noch ein Irrglaube, mit dem wir dringend aufräumen müssen: Kinder entwickeln sich nicht schneller oder besser, wenn sie Kinderkrankheiten durchmachen. Das ist wissenschaftlich durch viele Studien erwiesen! Aber werden sie krank, zum Beispiel durch Mumps, so können sie zukünftig eventuell keine Kinder mehr zeugen. Oder das noch ungeborene Kind stirbt, wie bei den Röteln, wegen extremer Missbildungen noch vor der Geburt. Mein persönlicher Appell: Lassen Sie sich selber und Ihre Kinder entsprechend dem schweizerischen Impfplan impfen. Es ist für die Gesundheit unserer Gesellschaft wichtiger als jemals zuvor.
entzündungshemmend wirkt. Leichte allergische Reaktionen müssen nicht zwingend mit Medikamenten behandelt werden. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass ständige chronische Entzündungen für die allgemeine Gesundheit unseres Körpers nicht gesund sind. Der Körper ist sozusagen in einer ständigen «Bereitschaftssituation». Langfristig und vor allem im Wettkampfsport bedeutet dies eine Reduktion der Leistungsfähigkeit. Stärkere allergische Reaktionen sollten medizinisch behandelt werden.
MASERNINFEKTION
Bei den Masern gibt es schlicht kein Alternative zur Impfung. Ist man nicht geschützt und bekommt Masern, dann kann man nur hoffen, dass unser Immunsystem schlussendlich die Viren erfolgreich bekämpft und den Wettlauf mit der Zeit gewinnt. Die Symptome der Erkrankung, die am Anfang grippeähnlich sind, kann man mit Schmerzmedikamenten behandeln. Den Hautausschlag – sollte er jucken – kann man mit Salben und Gels zu therapieren versuchen. Das ist alles. Die
DR. MED. KERSTIN WARNKE Leitende Ärztin Sportmedizin, Luzerner Kantonsspital; Chief Medical Officer Swiss Olympic bis Rio 2016, Chief Medical Officer Swiss Golf.
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TOP GOLF
Sie ging als Leaderin in den Final, musste sich dort aber der grossen Favoritin Macarena Campomanes aus Spanien geschlagen geben. Am Ende ihrer ersten Europameisterschaft der Seniorinnen blieb Sophie Ducrey nur der unglückliche vierte Rang. Bester Schweizer bei den Männern war Markus Frank. STEFAN WALDVOGEL Schlecht geschlafen habe sie höchstens wegen des heftigen Gewitters, sagt die Lausannerin Sophie Ducrey vor dem Start in die Finalrunde der Europameisterschaften der Seniorinnen und Senioren in Ascona. «Nervös war ich nur auf dem ersten Loch, dann hat sich das schnell gelegt», erzählt die 51-Jährige direkt nach dem «miserablen» Abschluss schon wieder sehr gefasst. «Mit dem Sieg habe ich nicht gerechnet, ich weiss, wie stark und konstant Macarena Campomanes spielt. Mit einem Medaillenplatz wäre ich noch zufrieden, der vierte Rang ist aber doch ein schlechter Lohn, vor allem für meine zweite Runde mit 6 unter Par», sagt Ducrey zu ihrem abschliessenden Tagesergebnis von 79 Schlägen. Als Caddie hatte sie prominente Unterstützung von Lausanne-Präsident Yves Hofstetter. Er musste mit ansehen, wie aus dem kleinen Vorsprung von einem Schlag ein Rückstand von elf Zählern wurde.
Ü50-EUROPAMEISTERSCHAFT IN ASCONA
SOPHIE DUCREY UNDANKBARE VIERTE Genau hingeschaut: Sophie Ducrey an der Senioren EM. 44 GOLFSUISSE 03-19
«Ich habe noch nie gedacht, dass Golf so einfach sein kann», gratulierte er Titelverteidigerin Macarena Campomanes zum klaren Sieg. Für die 55-Jährige mit Handicap + 0,4 (!) ist dies übrigens bereits die dritte Goldmedaille bei den Seniorinnen, dazu kommen noch je eine Silber- und Bronzemedaille. «Dieser Titel ist sicher einer meiner schönsten; vor einem Jahr war ich ganz schlecht gestartet und musste dann noch stark aufholen. Dieses Mal war der Platz nicht ganz so schwer, aber dafür wunderschön», sagt die glückliche Gewinnerin im eleganten roten Kleid.
«REVANCHE» BEI DEN MÄNNERN
Bei den Senioren entschied erst der letzte Putt: Der Schwede Mattias Pernheden beendete das Turnier mit einem langen Birdie-Putt zur starken 66er-Runde oder 5 unter Par. Damit war er nicht mehr einzuholen. «Es war ein harter Kampf für mich, erst auf Loch 17 konnte ich mit
einem Birdie den Engländer Edward Richardson überholen», kommentiert der 53-Jährige nach seiner dritten Europameisterschaft. Vor einem Jahr war Pernheden noch knapp geschlagen worden. «Der Sieg hier in der Schweiz ist eine Art Revanche und freut mich natürlich riesig», sagt der Mann aus Göteborg, der von einem ganzen Team von Schweden unterstützt wurde.
FRANK WAR NAHE DRAN
Markus Frank als klar bester Schweizer Senior kam bei Halbzeit der Finalrunde bis auf einen Schlag an den Leader heran. «Ich habe gut gespielt. Fühlte mich nie so wohl auf den Greens, doch ich hatte ein paar Mal wirklich Pech mit ausgelippten Bällen», kommentierte Frank. Der Europameister von 2017 spielte bei schwül-warmem Wetter als einer von ganz wenigen mit langen Hosen. Frank blieb wann immer möglich im Schatten der vielen Bäume und half sich mit einem Kühltuch um den Hals. «Die Hitze hat mir gegen Ende der Runde schon zu schaffen gemacht», erzählt der Spieler vom OSGC Niederbüren und Vorstandsmitglied bei Swiss Golf. «Insgesamt bin ich aber mit dem Turnier zufrieden. Am zweiten Tag hatte ich bis kurz vor dem Start noch eine Telefonkonferenz,
Die Spanierin Macarena Campomanes hat ihren Titel verteidigt. Der Schwede Mattias Pernheden erhielt eine «Revanche» für den im vergangenen Jahr verpassten Sieg.
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aber dank der Unterstützung meiner Frau Monica konnte ich im Auto noch etwas essen», erzählt der Leiter des Geschäftsbereiches Custom Programme an der Universität aus der «Praxis» des berufstätigen Spitzen-Seniors. Das Gesamtergebnis von –3 nach drei Durchgängen ergab für Frank den geteilten siebten Schlussrang. Zweitbester Schweizer wurde Thomas Murphy vom Golfclub LaLargue. Er steigerte sich von Runde zu Runde und klas sierte sich am Ende auf dem 21. Schlussrang. Andreas Bauer begann das Turnier genau gleich wie sein Clubkollege Markus Frank mit einem starken Tagesergebnis von 69 Schlägen. Danach fiel er auf Platz 36 zurück. Als vierter Schweizer hatte sich Reto Aeberhard vom Golfclub Ybrig für den Final der besten 54 qualifiziert, er beendete das Turnier auf Rang 49.
AMERIKANERIN EXTRA NACH ASCONA
Von den sechs Seniorinnen schaffte ausser Sophie Ducrey keine Schweizerin den Einzug in die Entscheidung um den EM-Titel. Unter den Top 10 auf dem elektronischen Leaderboard taucht aber die amerikanische Flagge auf. Was viele nicht wissen: Wie alle grossen Golfmeisterschaften sind auch die Europameisterschaften der Seniorinnen und Senioren «open». Man muss nicht aus einem europäischen Land stammen, um den Titel und damit wiederum eine Einladung ans US Seniorinnen Open zu bekommen. Gigi Higgis flog mit ihrem Mann extra für die EM von Florida in die Schweiz und war «vollkommen begeistert». «Ich war noch nie hier, spielte diverse grosse Turniere in Europa, aber die Kulisse und der Platz sind wirklich einmalig», erzählt sie auf eine entsprechende Frage vor der Finalrunde. Der Club hat für den heissen Tag sogar noch einen erfahrenen Caddie engagiert. Als Geschenk für die Teilnehmer gab es neben einem edlen Bag Tag aus Leder auch ein perfektes Bild von Profi Patrick Jantet. Dafür bedankte sich die Amerikanerin persönlich und freute sich auf die nächsten Tage als Touristin in Luzern.
BELOHNTES ASS
Oben: Markus Frank auf dem Green. Der Präsident von Swiss Golf, Reto Bieler, als Zuschauer. Unten rechts, die Amerikanerin Gigi Higgis, die aus Florida an die EM im Tessin gereist ist. 46 GOLFSUISSE 03-19
Noch mehr Grund zur Freude hatte Christoph Städler. Der Deutsche hatte zwar den Cut um einen Schlag verpasst, auf dem anspruchsvollen Loch 17 schoss er aber im zweiten Durchgang ein Ass. «Das war mein erstes Hole-in-One seit 1986», verriet er am Galaabend. Damals habe er eine spezielle Versicherung abgeschlossen und seither nie nutzen können. Dank den grosszü gigen Sponsoren blieb auch der Galaabend ohne Kosten. Im Gegenteil erhielt er als Geschenk von der Giardino-Gruppe je zwei Übernachtungen für zwei Personen in den drei Hotels in Ascona, St. Moritz und Zürich.
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EGA-PRÄSIDENT: «PERFEKT ORGANISIERT» Der Europäische Golfverband EGA führt jedes Jahr 20 Turniere durch. EGA-Präsident Pierre Bechmann zeigt sich von der Europameisterschaft der Seniorinnen und Senioren begeistert. Er ist sicher, auch die Mitglieder der gastgebenden Clubs profitieren. Sie waren diese Saison an diversen Events, die von der EGA organisiert wurden. Wie beurteilen Sie die EM in Ascona? Pierre Bechmann: Ein perfekter Ort mit einer perfekten Zusammen arbeit der verschiedenen Organisationen. Der Platz ist ein guter Test für die besten Golferinnen und Golfer; wer nicht ganz so gut spielt, kann die Runde im wunderschönen Park geniessen. Zusammen mit der bekannten Gastfreundschaft der Tourismusregion Ascona gibt es eigentlich fast keine bessere Kombination für eine Europameisterschaft der Senioren. Wie schwierig ist es, geeignete Plätze für die internationalen Events zu finden? Es wird sicher nicht einfacher. Die nationalen Verbände benötigen für ihre Turniere relativ viele Plätze, dazu kommen wir mit unseren Bedürfnissen. Wir sind so abhängig von den Verbänden und deren Clubs. Das Beispiel Ascona zeigt, wie auch ein Club von einem High-Class-Golfevent profitieren kann. Eine EM fordert alle, vom Greenkeeping bis hin zum Restaurant.
Die Members haben meist weniger Freude, wenn der Platz zwischen fünf und sieben Tagen gesperrt ist. Das höre ich auch als Argument. Ich glaube, wenn man es gut erklärt und vorbereitet, sind auch die Members stolz auf einen Grossanlass. Gerade in der Zeit der grossen Individualisierung gehört es für mich dazu, auch den Sport zu unterstützen. Ich finde, ein Clubmitglied sollte stolz sein auf seinen Platz. Für mich ist es so wie mit einem schönen Haus – hier lade ich gern Gäste ein.
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ELENA MOOSMANN SCHLÄGT ALLE PROFIS
Befreite sich auch aus schwierigen Lagen: Elena Moosmann. Putten gehört zu ihren Stärken.
Wenige Tage nach ihrem 17. Geburtstag feierte Amateurin Elena Moosmann mit dem ersten Schweizer Titel beim VP Bank Ladies Open in Gams den grössten Erfolg ihrer jungen Karriere. In der Weltrangliste der Profis erhält sie dafür wertvolle Punkte für eine mögliche Olympia-Qualifikation. STEFAN WALDVOGEL
Doppelte Premiere: Ein neues Format und erstmals eine Schweizerin, welche das Heimspiel der LET Access Series gewinnt. «Etwas Besseres hätte dem Turnier gar nicht passieren können», freut sich OK-Präsident Guido Mätzler direkt nach dem entscheidenden Putt von Elena 48 GOLFSUISSE 03-19
Moosmann. Den sensationellen Sieg holte sich die 17-jährige Zugerin nach einer überzeugenden Qualifikation in zwei 9-Loch-Matches. Wegen des schlechten Wetters konnten nur zwei statt der geplanten drei 9-Loch-Runden ausgetragen werden.
Gegen die Engländerin Hayley Davis war Moosmann im Final zumeist in Front. Unter anderem, weil die Schweizer Amateurin ihren letzten Abschlag ins hohe Gras schoss, wurde es nochmals höchst spannend. «Ich wusste, es ist erst fertig, wenn alles klar ist. Dass ich zwei Matches gegen zwei Profis gewonnen habe, macht es natürlich noch etwas spezieller.» Sie habe versucht, die vielen Zuschauer und Fotografen auszublenden, ebenso das aktuelle Resultat. «Das ist mir ganz gut gelungen. Ich war eigentlich nie richtig nervös», erzählt die überglückliche Amateurin nach ihrem über raschenden ersten Sieg bei einem Profi-Turnier. Schon im Halbfinal gegen die schwedische Proette Emma Nilsson – immerhin die beste Spielerin auf der LET Access des Vorjahres –
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behielt die junge Schweizer Amateurin die Nerven und beendete das Match nach neun Löchern «all square» oder unentschieden. Aufgrund der besseren Klassierung in den Strokeplay-Runden reicht dies Moosmann für den Finaleinzug.
KEINE RANKING-PUNKTE
Während bei grossen nationalen Amateur-Meisterschaften viele Entscheidungen im Matchplay fallen, spielen die Profis kaum noch Turniere in diesem direkten Format «Frau gegen Frau». «Speziell war vor allem, dass die Matches bloss über 9-Loch gespielt wurden, bei den Amateuren sind es sicher 18 oder auch öfters 36 Löcher», sagt Moosmann zum neuen Modus, der beim VP Bank Ladies Open weltweit erstmals angewendet wurde. Moosmann hatte schon in der Qualifikation einen höchst coolen Auftritt beim zweiten Profi-Turnier ihrer Karriere. Zusammen mit Swiss-Golf-Nationalspielerin Klara Wildhaber hatte sie im ersten Durchgang mit fünf unter Par die Tabellenführung übernommen, mit der Österreicherin Isabella Holpfer teilte sie sich den Lead vor der Entscheidung im Kurz-Matchplay. Weil Amateure bekanntlich kein Geld mit Golf verdienen dürfen, ging der Siegercheck über gut 4400 Euro an die Engländerin Hayley Davis.
Putten gehört zu ihren Stärken.
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Für die Amateure bleiben als «Lohn» in der Regel die Punkte für das World Amateur Ranking. Weil die R&A das neue Format mit Kurz-Matchplay nicht anerkannte, gab es anders als üblich keine Ranking-Punkte. Das sei natürlich «etwas blöd» für all die erfolgreichen Amateurinnen, kommentiert Moosmann die negative Überraschung nach dem Turnier.
OLYMPIA WIRD MÖGLICH
Es gibt aber für sie auch eine positive Über raschung: Bei der deutlich wichtigeren Weltrangliste der Profis, dem Rolex Ranking, bringt ihr Sieg nach zwei Runden zwei Punkte für die Olympia-Qualifikation. Dank des Sieges beim VP Bank Ladies Open erhielt Moosmann zudem eine Einladung ans Jabra Ladies Open in Evian. Dort klassierte sie sich auf Rang 40. Nach bloss vier gespielten Profi-Turnieren klassiert sich die Sportgymnasiastin bereits unter den 600 Besten der Welt. Damit ist Moosmann schon die zweitbeste Schweizerin hinter Albane Valenzuela, die sehr gute Chancen hat, nach Rio 2018 in zwei Jahren auch in Tokio an den Olympischen Spielen abzuschlagen.
«Olympia war seit früher Kindheit ein Traum; bisher ging ich davon aus, dass Tokio 2020 etwas knapp ist, aber der Ryder-Cup-Platz von Paris National vier Jahre später würde mich ebenfalls reizen», sagt die 17-jährige Sportlerin auf eine entsprechende Frage. Punkto Handicap ist sie übrigens schon jetzt die beste Golferin der Schweiz: Dies mit unglaublichen plus 5,4 (!).
ÜBERALL LERNEN
Für eine mögliche Olympia-Teilnahme benötigt sie weitere Spitzenresultate bei den Profis, aber vorerst ändert sie wenig an der Saisonplanung. «Mein nächstes Ziel ist der Junior Solheim Cup in Gleneagles. Die ersten Turniere sind ganz gut gelaufen. Ich liege derzeit auf einem der sechs Qualifikationsplätze», erzählt Moosmann. Klar, dass hier nicht mehr sehr viel Zeit für die Schule bleibt. «Im Sommer bin ich wohl etwa die Hälfte der Unterrichtszeit weg», illustriert die Zugerin, welche nach Luzern ins Sportgymi fährt. «Dank unserem sogenannten Tandempartner in der Klasse und guten Onlinetools klappt es», erzählt sie. Vor oder nach den Turnierrunden im Inoder Ausland greift sie zum Laptop oder zum Handy. Nicht, um damit zu spielen, sondern, um
die nächsten Prüfungen vorzubereiten. Noch drei Jahre dauert es bis zur Matura, bis dahin bleibt auch der Beifahrersitz neben Mutter Erika ihr temporärer Arbeitsplatz. Das Talent für den Sport wurde Elena Moosmann wortwörtlich in die Wiege gelegt. Ihre Mutter machte ihre Platzreife genau zu dem Zeitpunkt, als sie mit ihr schwanger war. Dazu kommt, dass die 17-Jährige praktisch neben dem Golfplatz in Hünenberg wohnt. Ihr Talent für die Sportart habe sie beim Minigolfspiel entdeckt. «Das Putten liegt mir immer noch am besten», sagt Moosmann über ihre Stärken. Und wie die Profis trainiert sie dies zu Hause auf der eigenen Indoor-Anlage.
Name: Vorname: Geburtstag: Club: Handicap: Coach: Weltrangliste Amateure: Weltrangliste Profis:
Die Mütze half etwas gegen die Kälte. Swiss Golf-Präsident Reto Bieler mit Klara Wildhaber und Elena Moosmann, die nach dem ersten Tag gemeinsam führten. Der Siegerkuss von Mutter Erika, die auch als Caddie viel geholfen hat.
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Moosmann Elena 20. April 2002 Ennetsee + 5,4 Jeremy Carlsen Platz 85 614
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NEUE REGELN, NEUER MODUS «Gefühlt dauert die Runde bei den Profis doppelt so lang wie an einem normalen Amateur-Turnier», sagt Klara Wildhaber bei der VP Bank Ladies Open in Gams. Die Spielerin vom Golfclub Sempachersee brillierte vorab mit ihrer 67er-Runde. Nach dem wetterbedingten Unterbruch musste sie ihren zweiten Durchgang bei bitterer Kälte am nächsten Morgen zu Ende spielen. Sie klassierte sich nach den Strokeplay-Runden auf dem geteilten vierten Rang, verpasste die Halbfinals aber aufgrund des schlechteren Scores in Runde 2. Trotzdem war die 19-Jährige mit ihrem Auftritt «insgesamt höchst zufrieden». Der neue Modus mit zwei Runden Qualifikation und dem 9-Loch-Matchplay im Final löst bei ihr gemischte Gefühle aus. «Ich finde es cool, dass jemand etwas Neues versucht hat. Nur hat man es nicht richtig durchdacht. Viele Spielerinnen haben nichts verstanden und reklamiert», sagt sie auf eine entsprechende Frage. Besonders bitter für die Amateure: «Ich habe in der Weltrangliste
wegen des Formats keine Punkte erhalten, das macht mich natürlich traurig, weil ich so gut gespielt habe.» Punkto Tempo hat sie sich allerdings getäuscht. Die erste Profi-Runde in der Schweiz mit den neuen Golfregeln dauerte im Schnitt 4 Stunden und 40 Minuten. «Das ist 15 Minuten schneller als vor einem Jahr», sagt Di Barnard, Tour Director der LET Access. Unter anderem dürfen die Spielerinnen nur noch drei statt wie bisher fünf Minuten nach ihren Bällen suchen. «Wir mussten keinen Flight auf die Uhr nehmen, alle waren gut auf die neuen Regeln vorbereitet, und wir mussten eigentlich nur die üblichen Fragen beantworten», fasst Rudi Achermann für die vier Schiedsrichter zusammen. Zum «vernünftigen Ready Golf» gehöre auch, dass man nicht gemeinsam einen Ball suche, sondern die anderen weiterspielen, fügt er an.
Nilsson galt allerdings alles andere als «Ready Golf». Die Schweizerin schenkte den Putt, doch Nilsson war sich aus unerklärlichen Gründen nicht sicher, ob sie das annehmen konnte. Trotz guten Zuredens von Coaches und Zuschauern wollte sie auf das OK des Chef-Schiris warten...
Im ersten Matchplay zwischen Elena Moosmann und der schwedischen Proette Emma
An Präzision gewinnt, wer das Ziel im Auge behält.
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85 Spielerinnen waren am Neuchâtel Ladies Open am Start. Hier die Australierin Kristalle Blum.
PITCH & PLAY
«FRAUENGOLF VERDIENT ES, UNTERSTÜTZT ZU WERDEN» Die Agentur Pitch & Play organisiert diese Saison vier LET-Access-Turniere in der Schweiz in der Überzeugung, dass das Frauengolf mehr Unterstützung verdient und – wie das Männergolf – eine gute Show bietet. GOLFSUISSE war beim ersten Neuchâtel Ladies Championship dabei. THÉRÈSE OBRECHT HODLER
Morgane Gaiddon und Benjamin Bruneau von der Agentur Pitch&Play mit Andrew Jennings (v.l.n.r). 52 GOLFSUISSE 03-19
2017 organisierte die von Alexis Sikorsky, einem Unternehmer und leidenschaftlichen Golfer, gegründete Genfer Agentur Pitch & Play ein erstes Turnier der LET Access Series (LETAS) in Bossey, ausserhalb von Genf. Zwei Jahre später veranstaltet Pitch & Play bereits vier LETAS-Turniere in den Clubs von Swiss Golf: Neuchâtel, Lavaux, Bossey und neu auch ein Finale im Oktober in La Largue. Entsprechend heisst die Jahreswertung nun «Road to La Largue». Bis vor kurzem war die Ladies European Tour am Boden. Die Proetten hatten damals wenig Möglichkeiten,
wettkampfmässig zu spielen, und deshalb war die Organisation zusätzlicher LETAS-Turniere dringend erforderlich. «Pitch & Play ist überzeugt, dass professionelle Golferinnen eine bessere Behandlung verdienen und die Möglichkeit erhalten sollten, mehr Turniere zu spielen», sagt Morgane Gaiddon, Event Managerin an der Seite des ehemaligen Teaching Pros Benjamin Bruneau, Development Manager von Pitch & Play. «Ausserdem ist die Mentalität der Proetten viel sportlicher und freundlicher als die der Männer auf der European Tour.
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Sie sind keine Divas, sondern offen und sympathisch, vor allem auch bei den ProAms», fährt Gaiddon fort. «Wir wollen das Image der Proetten verändern, deren Spiel sicherlich weniger kraftvoll, dafür aber präziser und deshalb genauso interessant ist wie das der Männer. Auch mit Frauengolf lässt sich eine Show veranstalten!»
NEUENBURG WAR BEREIT
Anlässlich der Lavaux Ladies Championship 2018 wandte sich Corinne Jacot, Mitglied des neu gebildeten Vorstandes des Golfclubs Neuchâtel, an Pitch & Play. «Wir suchten für unseren Club eine neue Herausforderung sowie ein dynamischeres Image», erklärt Jacot. Zumal die Mehrheit der Mitglieder positiv eingestellt ist und viele Freiwillige zur Mithilfe bereit waren, vom Scoring über das Ausleihen von Carts bis zur Einquartierung der Spielerinnen. Ganz abgesehen vom jungen
Greenkeeping-Team, das sein Können zeigen wollte und sogar auf Instagram veröffentlichte. «Wir haben festgestellt, dass ein solches Turnier den Clubgeist stärkt und alte und neue Mitglieder zusammenbringt», fügt Jacot hinzu und bestätigt, dass der Club für eine Neuausgabe 2020 bereit ist. Der Club investiert zwar kein Geld, stellt aber während fünf Tagen einen perfekt vorbereiteten Platz und genügend Freiwillige zur Verfügung. Die Kosten für ein LETAS-Turnier liegen bei rund 130’000 Euro (davon 40’000 Euro Preisgeld), und die Suche nach Sponsoren ist «weiterhin schwierig». Ein Turnier der LET, der ersten Liga, kostet etwa 600’000 Euro, und das Preisgeld kann bis auf 300’000 Euro ansteigen. «Vor zwei Jahren, als die LET so tief gefallen war, spielten viele Proetten auf der LETAS, und die Veranstalter zogen natürlich die preiswertere Variante vor», sagt Gaiddon. Doch dieses Jahr wurde
unversehens ein LET-Turnier in Sotogrande angesagt, so dass rund fünfzig Spielerinnen mit LET-Spielrecht dem Neuchâtel Ladies Championship fernblieben und die Teilnehmerinnenzahl auf 85 reduziert wurde. «Wir werden die LETAS-Turniere fortsetzen, aber gleichzeitig ist es unser Ziel, im nächsten Jahr die Swiss Open, ein LET-Turnier in der Westschweiz, durchzuführen», kündigt Gaiddon an, ohne bereits Details zu verraten. Angesichts der grossen Herausforderungen hat sich Pitch & Play – das 2016 mit einem Turnier auf der Senior Tour, «Paris Legends», begonnen hatte – diesen Frühling mit SGH Sporting Events, einer englischen Agentur, zusammengeschlossen, die 80 Prozent des Aktienkapitals von Pitch & Play übernommen hat. «Wir haben die gleiche Vision und Zielsetzung, wir wollen das Frauengolf unterstützen und der Schweizer Identität treu bleiben», bestätigt der englische Direktor Andrew Jennings.
Oben: Jae Bowers (England). Unten: Die Siegerin Greta Isabelle Voelker (Deutschland) mit Di Barnard, Tour Director der LET Access Series, und Blaise Godet, Präsident des Golfclubs Neuchâtel. Rechts: Marie Fourquier (Frankreich).
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MOOSMANN UND ROMINGER AUF RANG 6 17 Schweizerinnen nahmen am ersten Neuchâtel Ladies Championship teil. Amateurin Elena Moosmann und Proette Caroline Rominger teilten sich den sechsten Platz. In der ersten Runde wehte eine eisige Bise über den hügeligen Kurs von Neuenburg, der als schwierig bekannt ist. Unter extremen Wetterbedingungen blieb keine einzige Spielerin unter Par. Zwei Wochen nach ihrem sensationellen Sieg in Gams hat sich die 17-jährige Elena Moosmann wie gewohnt hineingekniet und mit +4 ein Top-10-Resultat erzielt. Zwei weitere Schweizer Amateurinnen, Chiara Tamburlini und Klara Wildhaber, lagen bei +6. Die beste Schweizer Proette war Caroline Rominger auf dem 25. Platz, schlaggleich mit Victoria Monod und Natalie Armbrüster. Am zweiten Tag, mit weniger Wind, aber immer noch sehr schnellen Grüns, notierte Caroline Rominger auf dem perfekt hergerichteten Parcours eine 69er-Karte (zehn Schläge weniger als am Vortag!) und gewann zwanzig Ränge im Klassement, nur vier Schläge hinter der führenden Deutschen Greta Isabella Voelker. Infolge der Bedingungen des ersten Tages lag der Cut auf unglaublich hohen +22 (!) nach zwei Durchgängen.
POSITIVE BILANZ
Elena Moosmann, mit ihrem Vater am Bag, spielte ihre beste Runde mit 73 Schlägen im Final. «Meine Eisen waren gut und mein kleines Spiel stabil. Das Putten war etwas schwieriger, aber ich habe trotzdem einige 4- bis 5-Meter-Putts für Birdies eingelocht. Leider hatte ich im hohen Rough einen unspielbaren Ball und kassierte ein Doppelbogey auf Loch 4», sagte die Juniorin aus Zug, die zusammen mit Caroline Rominger sechste wurde. Die Bündnerin hatte mit einer Serie Triplebogey – Birdie – Doppelbogey – Birdie eine turbulente Runde und verlor noch zwei Schläge auf den letzten zwei Löchern. Sie beendete die Runde mit 76 Schlägen und +11 für das Turnier. «Mein Spiel war im Prinzip gut, aber wir sind so schnelle Grüns nicht gewohnt. Das hat mich einige Punkte gekostet», meinte sie. Die 19-jährige Chiara Tamburlini spielte die beste Runde aus Schweizer Sicht. Sie war drei unter Par nach 9 Löchern, verlor aber auf den 54 GOLFSUISSE 03-19
Die Bündnerin Caroline Rominger (oben) und die Zuger Juniorin Elena Moosmann (unten, Mitte) teilten sich den guten 6. Rang.
Backnine vier Schläge. Die gespielte 72 reichte für einen guten 13. Schlussrang. Mit nur einem Schlag mehr glänzte die junge Schweizer Amateurin Victoria Monod (73). Nach einem sensationellen Start (-6 auf den ersten neun Löchern) belegte sie beim 11. Loch noch den 3. Zwischenrang. Dann wurde sie nervös. «Ich konnte den plötzlichen Adrenalinschub nicht kontrollieren. Drei Birdies, und ich könnte gewinnen! Ich wusste, dass dies im Bereich des Möglichen lag. Die Spannung stieg rapide an, und ich begann mich beim Putten zu verkrampfen», bedauerte die Juniorin des Golf Club Domaine Impérial,
die jedoch für die nächsten Turniere Selbstvertrauen getankt hat. Zur positiven Bilanz der Schweizerinnen gehören auch die Resultate von Yael Berger auf Platz 20, Klara Wildhaber (24) und Caroline Sturdza (27). Die Siegerin wurde im Playoff zwischen der Schwedin Annelie Sjoholm und Greta Isabelle Voelker ermittelt. Letztere gewann am ersten Zusatzloch und feierte damit ihren ersten Sieg auf der Profi-Tour. Zahlreiche Mitglieder des Golfclubs Neuenburg applaudierten auf dem 18. Loch, unter ihnen Marie-Christine Schaer, die sich über den «Motivationsschub im Club» freute.
29.08.-01.09.2019
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Association Suisse de Golf
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Tunierdirektor Yves Mittaz (links) und Clubmanager Pascal Schmalen präsentieren stolz ihren neuen Platz.
«DER PLATZ IST NIE FERTIG»
Diesen Frühling endet die vierte und vorerst letzte Etappe beim grossen Umbau im Golfclub Crans-sur-Sierre. Dieser kostete rund 15 Millionen Franken und wird auch von der öffentlichen Hand unterstützt. Für Turnierdirektor Yves Mittaz ist aber klar: «Ein Golfplatz ist nie fertig.» STEFAN WALDVOGEL
Vor der Kamera des Walliser Lokalsenders Canal 9 werden die letzten Rasenbahnen verlegt. Yves Mittaz erklärt dem Journalisten, was warum umgebaut wird. Dies mit Gummistiefeln an den Füssen, Blue Jeans an den Beinen und der schicken Jacke des Kleidersponsors darüber. Bei der Pressekonferenz im Mai präsentierte der Turnierdirektor des Omega European Masters die fast fertige Baustelle. Vor allem die «komplett neuen Bahnen 15 und 16» bereiten ihm viel Freude. «Schau hier zurück, einfach magisch», sagt Yves Mittaz zu Clubmanager Pascal Schmalen, als die beiden auf dem neuen 16. Green stehen. Für die Amateure war die 16. Bahn bisher ein sehr kurzes, schmales Par 4, für die Profis ein sehr langes, schmales Par 3. «Beides hat nicht recht gepasst. Nun haben wir daraus ein echt gutes Par 3 für alle gemacht», erläutert Mittaz. Das neue Green liegt immer noch eingebettet 56 GOLFSUISSE 03-19
zwischen den Bäumen, etwas weiter vorne als bisher, zudem ist es vergrössert worden. Loch 16 galt für die Profis bisher jeweils als schwierigstes Loch, mit dem Umbau dürften hier künftig etwas mehr Birdies und Pars gespielt werden.Deutlich anspruchsvoller zeigt sich Bahn 15. Das Par 5 mit leichter Steigung ist für die Profis mit neu 560 Meter fast 50 Meter länger als bisher. Vor dem Ziel lauert zusätzlich ein Biotop, weil das komplett neue Green deutlich nach links versetzt worden ist.
SCHNELLER BEREIT
«Der Agostis-Rasen aus England ist Mitte April eingetroffen, seit dem ersten Juni können unsere Mitglieder und Gäste bereits auf den neuen Greens spielen», freut sich Clubmanager Pascal Schmalen. Die neuen Fairways sind aus dem gleichen Gras, sie wurden mittels 80 Lastwagenfahrten aus Deutschland ins Wallis transportiert.
«Insgesamt verlegten die Spezialisten aus Deutschland und England total 60’000 Quadratmeter Rasen», erzählt Schmalen von der – vorläufig – letzten Etappe des grossen Umbaus der vergangenen Jahre. «Die Mitglieder müssen dies bei uns nicht finanzieren, das Geld kommt vom Turnier, der öffentlichen Hand oder etwa von der Loterie Romande», sagt er auf eine entsprechende Journalistenfrage. Rund 15 Millionen Franken verbauten die Verantwortlichen in den vergangenen neun Jahren in den Parcours von Severiano Ballesteros. «Das ist wie mit einer Weltcup-Piste im Skifahren, die Infrastruktur muss top sein, wenn man einen Top-Anlass veranstalten will», vergleicht Mittaz, der seit vielen Jahren auch für die diversen Grossanlässe im Winter im Walliser Ferienort arbeitet. Dank der neuen Be- und Entwässerungsanlage sei der Parcours für die
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in Hergestellt z. der Schwei In Apotheken und Drogerien. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. So sah es Mitte April aus (oben). Für das neue Fairway 15 wurden einige Bäume gefällt (mitte). Die Drainagen werden mit Kies bedeckt (unten).
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Die neue Bewässerung auf dem Fairway 15 (links); der See am Loch Nummer 12 wird umgebaut.
Mitglieder und Gäste nun schon rund sechs Wochen früher in einem sehr guten Zustand – ein positiver und wichtiger Nebeneffekt des neuen Bewässerungssystems. «Wir brauchen gut 30 Prozent weniger Wasser», erläutert Mittaz die grosse Investition. Mit einem neuen Teich behalte man künftig zudem mehr vom wertvollen Nass in einem geschlossenen Kreislauf. Der zusätzliche Teich wurde bei Loch 12 ausgehoben. In den vergangenen Monaten bewegten die «Maschinen-Monster» aber auch viel Erde auf den bestehenden Bahnen 12, 14, 15 und 16. Man habe überall die oberste Erdschicht abgetragen, darunter die neue Bewässerungsanlage und Drainagen installiert und dann wieder mit der neuen Rasenschicht belegt, erläutert Mittaz den aufwändigen Umbau.
Auf dem Fairway von Loch 12 entstand so eine deutlich tiefere Landefläche. Von dort können nun auch die Amateure das Green einsehen, welches ebenfalls neu angelegt worden ist. Das Ziel bleibt recht nahe am Wasser, ist aber weniger stark in zwei «Etagen» aufgeteilt als das frühere Grün. Ebenfalls deutlich tiefer wurde das Fairway auf Bahn 14. Hier gibt’s unter anderem zusätzliche Bunker, das neue Grün liegt deutlich näher am See. So wird es für die Profis schwieriger, das Par 5 mit zwei Schlägen anzugreifen. «Wir berücksichtigen alle Bedürfnisse», sagt Yves Mittaz, seien es diejenigen der Sponsoren des Turniers, der Spieler oder auch der Mitglieder und Gäste, die während dem Rest des Jahres bei uns spielen.» Im Mai mussten die Amateure auf die neun Löcher des Ballesteros-Parcours
verzichten. «Die ganz grossen Umbauarbeiten sind vorerst vorbei», sagt Mittaz. Gleichzeitig verkündet er: «Ein Golfplatz ist nie fertig. So ist ein Teil der Greens bereits 25 Jahre alt, diese wollen wir nach und nach neu aufbauen. Am besten eines bis zwei pro Jahr.»
NÄCHSTES GROSSPROJEKT
Ein ganz grosses Projekt muss wohl noch etwas länger warten. Mittaz möchte das Schlussloch mit einer Art Inselgrün auf dem bestehenden Badesee «richtig spektakulär» machen. Man habe die Unterstützung der Gemeinde, sei aber noch intensiv im Gespräch mit den kantonalen Behörden, erklärt der Turnierdirektor. «Es ist etwas kompliziert und braucht sicher noch Geduld und Überzeugungsarbeit, damit es klappen kann.»
DREI STARS UND EINE BUNDESRÄTIN Schon während der letztjährigen Omega European Masters verkündeten die Verantwortlichen die Verpflichtung der drei Superstars Rory McIlroy, Sergio Garcia und Tommy Fleetwood. «Damit hat sich der Vorverkauf der Tickets bereits verdoppelt», freut sich Turnierdirektor Yves Mittaz. McIlroy, Garcia, Fleetwood – die drei Botschafter der Uhrenmarke OMEGA nutzen eine Änderung im Kalender der US PGA Tour. Die FedEx-Cup-Finalserie endet dieses Jahr bereits am 25. August. Das Omega European Masters findet just eine Woche danach statt, weshalb die drei Stars die Möglichkeit haben, ins Wallis zu reisen. Vor genau 80 Jahren organisierte der Golfclub Crans-sur-Sierre das damalige «Swiss Open». Wegen des zweiten Weltkriegs wurde es erst 1948 wiederholt und findet seither ohne Unterbruch immer auf dem gleichen Parcours statt. Beim ersten Turnier 1939 half er noch als Caddy, später spielte er selber mit, und seit 1965 (!) ist Gaston Barras OK-Präsident des Traditionsturniers auf der European Tour. Den gastgebenden Club präsidiert Barras ebenfalls seit 38 Jahren. Bei der kleinen Pressekonferenz liess er es sich nicht nehmen, die Journalisten zum Essen zu begleiten und mit Anekdoten aus der langen Geschichte zu unterhalten. Was wenig bekannt ist: Auch die neue VBS-Chefin Viola Amherd ist Mitglied im Golfclub Crans-sur-Sierre. Die Bundesrätin bekam die Mitgliedschaft von ihrem verstorbenen Vater vererbt und zahlt den Jahresbeitrag. Allerdings wisse er nicht, ob sie Zeit habe, um zu spielen», erzählt Clubmanager Schmalen.
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APPROACH Z80 | APPROACH S40 ®
So wird der Fairway-Rasen verlegt und dann gleich gut bewässert. Das 12. Green von oben und die Handarbeit der Spezialisten von nah.
®
SCHLAG FÜR SCHLAG EIN BISSCHEN BESSER. #BeatYesterday GARMIN.CH
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André Bossert trifft den GOLFSUISSE-Leser Kurt Hollinger in Bad Ragaz.
SWISS SENIORS OPEN
«TOLLER PLATZ, TOLLE TIPPS»
Einmaliges Erlebnis für GOLFSUISSE-Wettbewerbsgewinner Kurt Hollinger. Auf der Trainingsrunde mit André Bossert erhielt er wertvolle Tipps auf einem «fantastischen Platz». STEFAN WALDVOGEL
«Ausser meinem Resultat hat alles gestimmt, es war für mich ein höchst eindrücklicher und spannender Tag», fasst Kurt Hollinger am frühen Abend zusammen. Als glücklicher Gewinner des GOLFSUISSE-Leserwettbewerbs wurde er vom Grand Resort Bad Ragaz zum Medientag vor dem Swiss Seniors Open eingeladen. Schon vor der eigentlichen Pressekonferenz half Turnierbotschafter André Bossert bei der richtigen Ausrichtung auf der Driving Range. Dies mit persönlichen Tipps und einer professionellen Stange als Erinnerung. «Seit der Platzreife vor gut 10 Jahren war ich nie mehr bei einem Pro», erzählt der Aargauer beim gemeinsamen Mittagessen. Er sei schon ziemlich angefressen, fügt Hollinger an. «Aber ich spiele lieber als zu trainieren.» Drei bis vier Mal pro Woche sei er wohl in Otelfingen, erzählt der Inhaber der Migros Golfcard. 60 GOLFSUISSE 03-19
ETWAS NERVÖS AM ABSCHLAG
Für den Techniker beim Schweizer Fernsehen ist Bad Ragaz einer der absoluten «Top-Plätze», die er je gespielt hat. «Klar war ich beim ersten Abschlag etwas nervös, ich habe vorher noch nie mit einem Profi gespielt», erzählt der 59-Jährige mit Handicap 15. André Bossert beruhigte ihn schon auf dem ersten Fairway. «Zuerst schaue ich mir das Spiel an, überlege, was dann Sinn macht», erzählt Bossy aus seiner langen Erfahrung mit Amateuren. «Beim langen Spiel muss ich nicht eingreifen; rund um das Grün stimmt aber deine Ausgangsstellung überhaupt nicht, du arbeitest nur mit den Händen», sagt Bossert schon nach wenigen gespielten Löchern. Mitten auf der Runde zeigt Bossy, wie Kurt den Ball direkt treffen soll. «Man sieht sein Gespür für Technik, ich habe es einmal vorgemacht, danach traf er drei Mal perfekt», lobt der
Tourprofi seinen Schützling für den Tag. «Seine Tipps waren fantastisch, ich werde jetzt wohl etwas mehr trainieren. Man sieht einen Effekt, auch wenn es für das kleine Medienturnier zu früh war», fasst dieser zusammen. Immerhin sei er dort nicht ganz am Schluss der Rangliste gelandet. «Aber auch das wäre mir eigentlich egal gewesen – das Erlebnis, mit André in Bad Ragaz zu spielen, war so oder so einmalig.» Am Swiss Seniors Open selber wird Hollinger nicht dabei sein. «Anfang Juli bin ich in den Ferien, aber fürs nächste Jahr nehme ich mir den Besuch schon mal fest vor.»
BOSSY ALS MITFAVORIT
André Bossert nutzte die Runde unter anderem für die Probe eines neuen Drivers. «Hier in Bad Ragaz benötigte ich diesen selten, aber er gab mir ein gutes Gefühl, und ich traf jedes
Nach dem Training posieren der Tour Pro und sein Schüler mit Ralph Polligkeit (rechts).
Fairway», freut er sich über die gelungene Proberunde. Für den Turnierbotschafter wäre ein Titelgewinn ein Traum. «Ein Sieg in Bad Ragaz wäre cool! Aber man kann einen Sieg nicht programmieren, und man kann ihn auch nicht erzwingen. Als Spieler gibt man bei jedem Turnier alles. Immer. Alles Weitere muss sich ergeben.» Dennoch ist das Heimturnier in Bad Ragaz für Bossy speziell, als Turnierbotschafter steht er beim Swiss Seniors Open verstärkt im Fokus. Daran hat sich der erfolgreichste Schweizer Golfprofessional mit Siegen auf der European Tour, der Challenge Tour und der Staysure Tour mittlerweile gewöhnt: «Es wird für mich in Bad Ragaz von Jahr zu Jahr einfacher, mit dem Druck und den Erwartungen
umzugehen. Konkret: Ich komme je länger, je besser mit der grossen Aufmerksamkeit zurecht, die man mir hier von allen Seiten entgegenbringt.» Was seine Siegchancen beim Heimturnier betrifft, ist Bossert zuversichtlich: «Mittlerweile kenne ich den Platz gut und kann ihn auch gut spielen. Es müsste Anfang Juli drei Tage lang einfach mal alles zusammenpassen.»
WELTKLASSE-FELD
Die Konkurrenz ist dieses Jahr besonders stark. 18 der Top 20 der letztjährigen Order of Merit der Staysure Tour haben ihre Teilnahme am Swiss Seniors Open 2019 zugesagt. Unter ihnen Titelverteidiger Jean-François Remésy. Er führt das Feld zusammen mit dem aktuellen Leader
Golf-Plauschturnier mit doppelten Chancen
der Order of Merit, José Coceres, an. Der Argentinier spielt erst seit letzter Saison regelmässig auf der Staysure Tour, diese Saison hat Coceres bereits zwei Top-4-Klassierungen zu Buche stehen. Und auch Remésy zeigte sich zu Beginn der aktuellen Saison bereits in guter Form, in Italien stand er als Dritter auf dem Podest. Zu den bekanntesten Namen im Feld gehört auch der Masters-Sieger von 1991, der Waliser Ian Woosnam. Beim Swiss Seniors Open 2019 führt Woosnam – erneut – eine beeindruckende Gruppe ehemaliger Ryder-Cup-Spieler an, welcher neben Barry Lane auch Costantino Rocca, Gordon Brand Jr., Jarmo Sandelin, Peter Baker, David Gilford und Philip Walton angehören.
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Sonnenalp-Oberallgäu: Abschlag mit Alpenblick Das Sonnenalp Resort brachte vor 40 Jahren den Golfsport ins Allgäu und setzt bis heute Massstäbe. Mittlerweile gehören drei Plätze zum Angebot des Hauses. Perfekt gepflegt und sensibel eingebettet in die Landschaft. Die Leidenschaft für den Golfsport wird hier täglich neu geweckt; eine ähnlich guteKombination aus Sport, Erholung und Naturerlebnis wird man nur schwer finden.Den Weg zum Abschlag ebnen die Golfschule Sonnenalp sowie die Golfacademy Oberallgäu. Beide offerieren verschiedene Kurse, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Spielers. Die zwei gemütlichen Restaurants direkt an den Plätzen runden das Angebot ab. Zum Beispiel «Golfverliebt»: Fünf Übernachtungen im Sonnenalp Resort und Golfsport inklusive Greenfee ab 1375 Euro pro Person. Weitere Informationen und Buchung: www.sonnenalp.de 62 GOLFSUISSE 03-19
bieten gleichzeitig eine optimale Sicht auf das Golfgeschehen. Ab sofort stehen die ersten Objekte zum Verkauf. Dank ihres sonnigen Standorts und des herrlichen Panoramablicks über das Montseny-Massiv verschmelzen die Räume mit ihrer Umgebung und werden eins mit der Natur. Für die nötige Abgeschiedenheit und ein schattiges Plätzchen an heissen Tagen sorgt der angrenzende Wald. www.pgacatalunya.com Telefon +34 972 472 957
Die unentdeckten Schätze Aberdeens Rund um Aberdeen reiht sich ein Linksplatz an den anderen. Trotzdem gehört die Region zu den wenig entdeckten Schätzen von Schottland. Die zwei bekanntesten Plätze sind der «Balgownie Links» des Royal Aberdeen Golfclub und der «Trump International Aberdeen». Einer der spektakulärsten Linksplätze jedoch ist der «Cruden Bay Championship Golf Course». Er startet zunächst etwas nüchtern, entpuppt sich aber nach und nach als ein grossartiger Golfplatz mit einem einzigartigen Layout, das seinen Tribut selbst von Single Handicappern fordert. Deshalb zählt Cruden Bay für den Reiseanbieter «LinksGolf», der seinen Sitz in Appenzell hat und Golfreisen nach Schottland anbietet, als Geheimtipp. Weitere «must have played»-Plätze der Region sind der «Murcar Championship Golf Links» oder der etwas kürzere «Stonehaven», beide zu fairen Preisen spielbar.
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GOLFREISE • 11 TAGE / 10 NÄCHTE
EXKLUSIVE GOLFREISE MIT JOEL GIRRBACH SÜDAFRIKA BLEIBT EIN PARADIES FÜR GOLFER Mit radikalen Forderungen wie der Enteignung von Weissen machte die südafrikanische Politik Schlagzeilen. Für Golfferien ändert sich nichts. Die südafrikanische Währung, der Rand, hat sich seit den Wahlen im Mai gegenüber dem Schweizer Franken nochmals abgeschwächt. Das heisst, dass Ferien in Südafrika günstiger werden. «Die meisten Golftouristen kehren um die Osterzeit nach Europa zurück. Somit wird es auf den Golfplätzen ruhiger und man hat die Möglichkeit seine ideale Abschlagszeit zu erhalten. Und auch der Platz in seinem bevorzugten Restaurant muss nicht lange im voraus gebucht werden», sagen Walter Eggenberger und Ruth Queisser von Golfbuddies. «Wer also dem europäischen Frühling – meistens etwas regnerisch und kalt – entfliehen will, sollte sich unbedingt Südafrika als Reiseziel vornehmen. Je früher man bucht, desto länger dauert die Vorfreude.» Weitere Infos und Buchung unter: www.golfbuddies.co.za.
HIGHLIGHTS: 6 Greenfees auf den folgenden Plätzen: Glendower, Houghton, Serengeti, Steyn City, Highland Gate und Leopard Creek; 4 Pirschfahrten im Krüger-Nationalpark, Fahrt über die Panorama Route, Reiseleitung und Begleitung auf dem Platz durch Joel Girrbach PREIS PRO PERSON
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«Morgens Greenfee, abends Elphi», so heisst das Motto der Golfregion Hamburg. Elphi nennen es die Einheimischen, Elbphilharmonie heisst das 110 Meter hohe, neue Wahrzeichen in der Hafencity offiziell. Die Karten für die grossen Konzerte seien teilweise schon ein Jahr im Voraus ausverkauft, erzählt der Unterhalter bei der traditionellen Hafenrundfahrt, die auch am jüngsten Publikumsmagneten vorbeiführt. Der Tourismus in der Stadt im Norden boomt: In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen um 88 Prozent. 2018 meldete die offizielle Statistik 7,2 Millionen Gäste, die im Schnitt genau zwei Mal übernachteten. Für die klassischen Sehenswürdigkeiten wie Rathaus, Speicherstadt, Alstersee-Rundfahrt und Reeperbahn reichen zwei Nächte knapp. Golfer sollten deutlich mehr Zeit einrechnen, denn nicht weniger als 68 (!) Golfanlagen locken in der reichen Region rund um Hamburg. Gleich nach dem Omega European Masters in Crans folgt Anfang September das Porsche European Open auf dem Green Eagle Platz im Süden der Stadt. Der Nord Course gehört zu den zehn längsten Plätzen der Welt, bei 17 (!) Löchern kommt Wasser ins Spiel. Die Betreiber tun alles,
damit die Spieler unterwegs Demut lernen können. Wir überlassen den Ausflug in den Süden deshalb den Profis und fahren der Elbe entlang Richtung Westen durch den NobelStadtteil Blankenese. Hier besuchen die Touristen etwa das bekannte Treppenviertel mit seinen verwinkelten Stiegen und Gassen am Elbhang, darunter die Strandtreppe mit 170 Stufen. Golffans machen sich so fit für eine überraschend «bergige» Runde etwas oberhalb der Elbe.
DURCH DEN WALD
Der Hamburger Golf-Club Falkenstein gilt noch immer als bester Platz Deutschlands, dies ohne ein einziges Wasserhindernis. Schlicht, weil der Platz schon 1928 gebaut worden ist und keine künstlichen Hindernisse ausser Bunkern benötigt. Die englischen Golfplatz-Architekten Colt, Morrison und Alison schufen den Parcours in bloss 76 (!) Bautagen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen die Engländer 1945 den Platz und räumten deutschen Spielern lediglich ein zweitägiges Spielrecht ein. Das Clubhaus dürfen sie aber fünf Jahre lang nicht betreten...
Hotel Piz Buin – mit den schönsten und grössten Zimmern von Klosters. Seien Sie unser Gast! Als Gast vom Hotel Piz Buin spielen Sie kostenlos auf dem Golfplatz in Klosters, inklusive Elektro-Golfcart. Wussten Sie, dass innert nur 60 Minuten weitere acht Golfplätze erreichbar sind?
Das historische Gebäude wurde bei unserem Besuch im Mai gerade neu gestrichen, und trotz viel Tradition fühlt man sich als Gast vom ersten Augenblick an willkommen. Am Wochenende kann man nur mit einem Mitglied spielen, unter der Woche kostet der Spass exakt 100 Euro. Falkenstein ist nicht besonders lang, führt aber meist durch den Wald und verlangt deshalb präzise Schläge. Nach einem sanften Einstieg wird der Par-71-Platz schnell knackig anspruchsvoll. Unter anderem mit einem engen Par 5, gefolgt vom 200-Meter-Par 3 mit leicht erhöhtem Green. Falkenstein folgt der leicht hügeligen Natur, diverse Doglegs und die Höhendifferenzen steigern den sportlichen Genuss. Für modernen Luxus wie E-Carts hat es auf dem Traditionsplatz schlicht keinen Platz, dafür dominiert auf vielen Bahnen die Heidelandschaft. Die lila blühenden Pflanzen sind eine Art Wahrzeichen des Clubs. Zusammen mit dem natürlichen Parcours wird der Hamburger Golf-Club e.V. Falkenstein wohl noch länger die Nummer eins in Deutschland bleiben. Kleiner Tipp: Wer vor dem Abflug noch zusätzliche 9-Löcher spielen möchte, kann dies im Golf & Country Club Treudelberg
problemlos tun. Die Anlage im Norden der Stadt liegt bloss neun Kilometer vom Flughafen entfernt. Der zum Steigenberger Hotel Treudelberg gehörende Platz wurde vor zehn Jahren mit einer dritten Schleife erweitert. Die 9-Löcher des C-Parcours bieten die beste Abwechslung, unter anderem mit dem abschliessenden Insel-Grün. Allerdings liegt auch der jüngste Abschnitt in der Landeschneise.
DURCH DIE DÜNEN
Unser Weg führt allerdings nicht zum Flughafen, sondern Richtung Osten aufs Land. Das Ziel heisst WINSTONgolf im 300-Seelen-Dorf Gneven südlich von Rostock in MecklenburgVorpommern. Hier kaufte der holländische Milliardär Wijnand Pon nach der Wende grosse Landwirtschaftsbetriebe und investierte in den Tourismus. In den vergangenen Jahren sind so 45 höchst spannende Golfbahnen entstanden, dazu kommen zwei Boutique-Hotels, die durch die gleiche Gesellschaft betrieben werden. Wie viele Millionen das Projekt gekostet hat, weiss offiziell niemand. Das Ergebnis ist jedenfalls eine Wucht. Schon der 2002 eröffnete WINSTONopen überzeugt mit viel Wasser,
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viel Abwechslung. Auch hier ist schon Bahn 2 das schwierigste Loch mit dem zweiten Schlag über einen grossen See. Gleich danach empfängt uns eine Schafherde, die offenbar etwas Essbares erwartet. Zur perfekten Naturidylle gehört auch das Vogelgezwitscher, später sehen wir einen kleinen Fuchs über das Fairway laufen. Die 18 Löcher bieten alles, was ein Golferherz begehrt, und dies für vergleichsweise günstige 85 Euro. Die Senioren-Tour der europäischen Profis gastiert im Juli bereits zum achten Mal bei WINSTONgolf, nach drei Jahren erstmals wieder auf dem Open-Platz. Der WINSTONlinks war den Profis offenbar zu anspruchsvoll, munkelt man. Trotzdem funktioniert vor allem dieser jüngere 18-Loch-Parcours als Anziehungspunkt für Golffans aus dem ganzen Land und darüber hinaus. Schon die kurze Fahrt zum schicken Clubhaus hat etwas Unwirkliches. Der Weg führt vorbei an meterhohen Sandbergen und gibt vereinzelt den Blick frei auf die grüne Mondlandschaft, die sich dahinter verbirgt. Der kanadische Architekt David Krause durfte sich hier austoben und bewegte mit schwerem Gerät rund 1,2 Millionen Kubikmeter Erde. Die Fairways sind praktisch alle stark gewellt, dazu kommen viele klassische Pot-Bunker. Der Platz liegt weit weg von der Küste, bietet aber durchwegs ein Links-Feeling vom Feinsten. Auch wenn beispielsweise auf den ersten Spielbahnen kleine Wälder zu sehen sind, was auf einem auf Sand gebauten Links-Platz sonst nie vorkommt. Bei unserem Besuch im Frühling war das Wetter schon fast «schottisch». Dank einem lockeren Scramble wird der anspruchsvolle Platz vergleichsweise zahm. Viele Bälle rollen von den Hügeln zurück aufs Fairway, nur wer wirklich kreuz und quer schiesst, wird dafür mit fast unmöglichen Lagen bestraft. Unser Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein Erlebnis ist der WINSTONlinks allemal. Hier kostet der Spass 128 Euro. Nach dem Spiel lohnt sich der Ausflug in die Landeshauptstadt Schwerin, unter anderem wegen des historischen Schlosses. Was wir nicht wussten: Jeden Montag ist das Gebäude für Besucher geschlossen – aber schon der Garten ist die halbstündige Autofahrt wert.
DURCH DIE WIESEN
Von oben: WINSTONlinks, Fleesensee TUI-Course und Fleesensee Schloss Course. 68 GOLFSUISSE 03-19
Die nächste Station in Mecklenburg-Vorpommern ist das Schloss Fleesensee. Als Blücherschloss 1842 erbaut, wurde es noch kurz vor der Wende zu einem Ferienheim gemacht. Mittlerweile ist das Schlosshotel Fleesensee der Kern eines riesigen, offenen Resorts mit dem einzigen Robinson Club in Deutschland, dem Dorfhotel für Familien und dem TUI Blue direkt am See. Gleich 72 (!) Golfbahnen stehen den Gästen zur Verfügung. Dies auf drei ganz unterschiedlichen
Schön umgebaut: Die «Genusswerkstatt» im Golfclub Fleesensee.
18-Loch-Anlagen und zwei 9-Loch-Golfplätzen die sich eher an die Einsteiger richten. Ursprünglich wurden hier über 400 Millionen Euro investiert, das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligte sich in Zeiten des Golfbooms mit 92 Millionen. Wegen finanzieller Probleme stiegen vor fünf Jahre neue Investoren ein. «Wir haben mehrere Millionen in den Umbau der Golfgastronomie mit grosser Aussenterrasse, in Schläger, Equipment, Innovationstechnologien wie TrackMan, Golf-Schule, Eco-Bunker und neue Carts investiert», sagt die Sprecherin der Düsseldorfer 12.18. Investment Management GmbH.
GOLFREGION MECKLENBURG – VORPOMMERN Mit seinen 17 Golfanlagen hat sich das Bundesland Mecklenburg Vorpommern zu einer Golfdestination entwickelt. Bemerkenswert sind die besonderen Angebote für in – und ausländische Touristen. Ziel ist es, die Marke «Golf MV» noch stärker überregional zu positionieren und für das nördliche Bundesland zu werben. Wir sprachen mit Rüdiger Born, dem Präsidenten des Golfverbandes Mecklenburg Vorpommern. Was macht Mecklenburg Vorpommern als Golfland besonders? Ob wir besonders sind, müssen unsere Mitglieder und Gäste entscheiden. Richtig ist aber, dass wir schon flächendeckend über sehr gute Golfanlagen und Angebote verfügen. Von 9-Loch Anlagen für Einsteiger bis zu absoluten Premiumanlagen, die auch international jedem Vergleich standhalten, können Golfinteressierte wählen. Unsere Golfplätze befinden sich in landschaftlich reizvoller Umgebung und sind unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten in die Landschaft integriert. Hier haben Betreiber tatsächlich etwas Besonderes vollbracht.
Allein die kreisförmige GolfArena misst 400 Meter Durchmesser und ist so gross wie acht Fussballfelder. «Hier wurde in wirklich grossen Dimensionen geplant und gebaut», sagt Sven Strüver, dreifacher Sieger auf der European Tour und Head Pro im Fleesensee. So verteilen sich die Gäste auf den grosszügigen Anlagen, insbesondere auf dem 120 Euro teuren Schlossplatz sind wir praktisch allein unterwegs. Den Fleesensee bekommen wir zwar nicht zu Gesicht, dafür aber sonst viel Wasser, zwischen Wald und Wiesen erstreckt sich ein höchst anspruchsvoller Parcours mit einem SlopeIndex von 144 ab Gelb und 140 ab den roten
Abschlägen. Zum Vergleich: Bei einem durchschnittlich schwierigen Golfplatz geht man von einem Slope-Wert von 113 aus. Trotzdem liegt auch hier das eine oder andere Birdie drin, aber nicht unbedingt auf Bahn 14. Das wunderschöne Green des Par 3 ist um ein grosszügig angelegtes Wasserhindernis in einer Waldnische angelegt. Richtig knackig ist dann auch nochmals die 18, welche zurück zum sehr schön renovierten Schlosshotel führt. Bis zum Flughafen Tegel in Berlin sind es bloss 90 Minuten Autofahrt. So bleibt nach so viel Golf genügend Zeit, um auch die Hauptstadt touristisch zu entdecken.
Wie steht es mit Angebote für Touristen? 50% unserer gespielten Golfrunden werden durch Gäste gespielt. Auch der Anteil ausländischer Gäste ist höher als in anderen touristischen Bereichen. Insbesondere auch in der Vor– und Nachsaison bieten alle Anlagen interessante Angebote. Hier lohnt es sich wirklich, endsprechende Informationen einzuholen. Viele Golfplätze haben erstklassige Hotels oder entsprechende Hotelkooperationen, natürlich auch mit zeitgemässen Wellness – Angeboten und sehr guter Gastronomie. Neben dem Erlebnis Golf sind die Schönheiten unseres Landes wie Backsteingotik, Museen oder die Musikfestspiele sehenswert.
Warnemünde. Ein muss ist Winstongolf bei Schwerin.
Das «Golfland MV» hat sich also etabliert? Natürlich haben wir auch noch hin und wieder mit überholten Vorurteilen zu kämpfen. Aber grundsätzlich ist der Golfsport in unserer Region angekommen. Unsere Anlagen legen Wert darauf, dass Golf eine Freizeitaktivität für die ganze Familie ist. Natürlich bieten sie auch Kurse zum Erleben des Golfsports oder Verbesserung der Spielstärke an. Vielleicht ein (Geheim-) Tipp von Ihnen? Von der Insel Rügen war schon C.D. Friedrich fasziniert. Fleesensee als Resort mit mehreren Plätzen, Wittenbeck mit seiner Lage, in jedem Fall Balm auf Usedom mit seinen reetgedeckten Häusern und auf dem Weg dorthin auch
Als Inhaber einer Firmengruppe ist es Ihnen wichtig, dass Golfanlagen auch Wirtschaftsunternehmen sind? Wir befinden uns in einem stärker werdenden Wettbewerb mit anderen Urlaubsdestinationen im In – und Ausland. Auch andere Bundesländer haben den Golftourismus, insbesondere im Werben an ausländischen Gästen entdeckt. Unser Land ist überschaubar und die Entscheidungsträger kennen sich. Alle Involvierten sind gefordert sich neue, höhere Ziele zu setzen und innovative Ideen zu entwickeln.
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ROMANTIKTRIP DURCH IRLAND
Traumhaft romantisch: Dromoland Castle. 72 GOLFSUISSE 03-19
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Die Insel ist bekannt für «wilde Linksplätze», doch Irland bietet auch den Liebhabern von schönen Parkland Courses enorm viel. GOLFSUISSE zeigt eine Auswahl von schönen Resorts für den romantischen Trip zu zweit. PETRA HIMMEL
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Castlemartyrs grosszügiges Herrenhaus liegt inmitten einer verträumten Parklandschaft, durch die sich auch der Parklandplatz zieht.
Manchmal steht die Welt Kopf. Nirgendwo anders gilt diese Aussage im Golfreise-Bereich derzeit so wie in Irland. Dreizehn Jahre ist es her, da erlebte die Insel einen Boom. Der Ryder Cup wurde im K Club bei Dublin ausgetragen. Fernsehzuschauer weltweit staunten über den riesigen Hotelbau mit opulenten Säulen und herrschaftlicher Gartenanlage. Wer seine Golf-Ferien in irischen Resorts plante, stiess auf Greenfee-Preise, welche die damals exorbitant hohe 200-Euro-Grenze sprengten, und auf zahlreiche 5-Sterne-Neubauten mit Sicherheitspersonal in Livree vor der Eingangstür. Neben den klassischen Linkskursen mit den bescheidenen Clubhäusern war ein neues LuxusreiseSegment entstanden. Eine Finanzkrise später ist die Golfwelt in Irland eine andere: Im K Club kostet das Golf-Package mit Dinner und 74 GOLFSUISSE 03-19
Idealer könnte der Zeitpunkt für einen Irlandausflug also kaum sein, zumal viele der Resorts mit einem Charme punkten, den man eben nur hier findet. Übernachtung nur knapp mehr als zu Ryder-Cup-Zeiten eine einzige Runde Golf. Im Heritage Resort, an dessen Fairway-Rändern Prachtbauten stehen, zahlt man nie mehr als 65 Euro Greenfee. Die Preise sind verglichen mit Schottland extrem moderat. Nur auf den klassischen Linkskursen wie Waterville oder Ballybunion halten sich durchgängig RekordGreenfees jenseits der 200 Euro.
KLASSE PLÄTZE
Eine Ausgangssituation, die für Liebhaber erstklassiger Parklandplätze kaum besser sein könnte. Dem Preisverfall zum Trotz präsentieren sich die Anlagen von Mount Juliet, Heritage oder dem K Club, die allesamt mit exzellenten Golfplätzen aufwarten können, in einem erstklassigen Pflegezustand. Dem golfkundigen heimischen Publikum kann man schlechte Qualität nicht vorsetzen, zu gross ist die
Sporthotel Ellmau **** Familie Unterlechner · A-6352 Ellmau 50 / Tirol Tel: (0043) 5358 / 3755 · Fax: (0043) 5358 / 2512 555 info@sporthotel-ellmau.com · www.sporthotel-ellmau.com
Traumferien in den Tiroler Bergen Umgeben von der einzigartigen Bergkulisse ist das Sporthotel Ellmau (15 Autominutenentfernt von Kitzbühel) ein Urlaubsparadies der Sonderklasse. Direkt gegenüber der Hotelanlage finden Golffans den 27-Loch-Platz «Wilder Kaiser», das Tor zur grössten Golfregion der Alpen. Durch seine optimale Sonnenlage dauert die Saison an diesem Golfplatz etwas länger als sonst wo. Nach etwa 20 Autominuten erreichen Sie den Kaiserwinkl Golf Kössen. Gäste unseres Hauses dürfen sich über Greenfee-Ermässigungen auf beiden Plätzen freuen. Wahre Golffreaks finden in der Umgebung noch zehn weitere 18-Loch-Plätze um die Herausforderung «Golf» so richtig auszukosten. Das Sporthotel Ellmau bietet auch das perfekte Alternativprogramm. Relaxen in unserem grosszügigem Aussenpool mit Liegewiese, Erlebnishallenbad, Saunalandschaft mit 10 verschiedenen Saunen und Whirlpool. Für Ihren Traumurlaub haben wir sehr ansprechende Pauschalpakete:
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Konkurrenz. In manchen Fällen wird wieder investiert. Im K Club hat man vor drei Jahren einen Hotelanbau hinzugefügt, im Heritage Resort denkt man über den verstärkten Ausbau von Golfschulen nach. In Mount Juliet wurde ein Teil des alten Herrenhauses renoviert, ein neues Clubhaus gebaut, weitere Zimmer hinzugefügt. Man spürt: Es ist Bewegung im Markt. Idealer könnte der Zeitpunkt für einen Irlandausflug also kaum sein, zumal viele der Resorts mit einem Charme punkten, den man eben nur hier findet. Die Ruinen der ersten Gebäude in Castlemartyr stammen noch aus der Zeit des Templerordens. Wer durch die efeuberankte Eingangstür des Herrenhauses geht oder in Dromoland Castle in einem der grossen
Himmelbetten schläft, fühlt sich ein klein wenig versetzt in eine andere Zeit. Hier kann man abschalten, sich in den Spass verwöhnen lassen, beim Afternoon Tea oder abends an der Bar die Golfrunde rekapitulieren lassen. Die Tour über die Plätze zwischen Dublin und Cork nämlich weist keinen einzigen Platz von schlechter Qualität auf. Wer es etwas einfacher mag, ist in Dromoland und Castlemartyr besser aufgehoben, wo die Grüns nicht ganz so tricky sind. Im Heritage Resort, im K Club und in Mount Juliet aber trifft man auf Plätze von Jack Nicklaus, Arnold Palmer und Seve Ballesteros. Das Trio der Major-Sieger hat sich in Irland mit Kursen verewigt, die auch spielstarke Golfer fordern und vom vordersten Abschlag für höhere Handicaps gut machbar sind.
* 7 bzw. 4 Übernachtungen im gebuchten Zimmertyp * Sporthotel – Verwöhnpension * Relaxing – Golf – Massage (50 min) * Startgeschenk * Rundenverpflegung * bevorzugte Startzeitenreservierung * unlimitierte Anzahl an Tagesgreenfee am GC Wilder Kaiser an aufeinander folgenden Tagen * unlimitierte Benützung der Driving Range inkl. Bälle * unlimitierte Benützung von Leihtrolleys 4 Übernachtungen im DZ Landleben ab € 723 pro Person 4 Übernachtungen im DZ Hartkaiser ab € 803 pro Person 7 Übernachtungen im DZ Landleben ab € 1165 pro Person 7 Übernachtungen im DZ Hartkaiser ab € 1305 pro Person Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wir beraten Sie gerne. www.sporthotel-ellmau.com · info@sporthotel-ellmau.com
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Mount Juliet: Fast wie bei Downtown Abbey. Das alte Herrenhaus von Mount Juliet trumpft mit Stil und Atmosphäre.
HIER EINE AUSWAHL FÜR DEN ROMANTISCHEN TRIP ZU ZWEIT: CASTLEMARTYR RESORT
Historie gepaart mit modernem Luxus: Die ersten Gebäude von Castlemartyr wurden 1210 vom Templerorden gebaut. Das 5-SterneResort von heute entstand durch mehrere Neubauten, die für Hotelzimmer und ein riesiges Spa mit 20-Meter-Pool genutzt werden. Der Golfplatz liegt direkt am Hotel. Ein attraktiver Inland-Kurs für jedes Handicap.
MOUNT JULIET RESORT
Verträumt, romantisch und sportlich attraktiv: Mount Juliet ist ein alter Herrensitz, der auf ganzer Linie überzeugt. Golfen, Fischen, Jagen, Reiten: Die Anzahl der Aktivitäten ist gross, die Organisation wird perfekt durch das Personal übernommen. Erstklassige Küche und toller Service. Eine Destination,
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die sowohl Singles als auch Pärchen und Familien anspricht.
THE HERITAGE AT KILLENARD
Ein Parklandplatz vom Feinsten zum Schnäppchenpreis: Für 65 Euro Maximalrate dreht man eine Runde auf einem Spitzenplatz. Das 5-Sterne-Hotel direkt gegenüber überzeugt mit grossen Zimmern, gutem Service und vor allem sehr gutem Spa. Hotel und Golfplatz werden seit der Finanzkrise von unterschiedlichen Eigentümern betrieben, daher muss separat gebucht werden.
THE K CLUB
Ryder-Cup-Feeling zum reduzierten Preis: Der Austragungsort des Ryder Cup 2006 hat unter der Finanzkrise deutlich gelitten. Die Zimmer
und Räumlichkeiten überzeugen aber noch immer. Die beiden 18-Loch-Plätze natürlich ebenso. Eine Übernachtung pro Person mit Golf und Dinner beginnt bei 225 Euro.
DROMOLAND CASTLE
Herausragendes Setting: ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Der Parkland-Golfplatz zieht sich bergauf, bergab entlang von kleinen Seen und Bächen. Entspannend schön und durchaus anspruchsvoll. Erstklassige Küche und sehr guter Service. Hübsches Spa. Auch Fischen und Jagen sind auf dem riesigen Gelände möglich.
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MEKKA FÜR GOLFER IN KÖNIGLICHER IDYLLE
Hua Hin ist bekannt für traumhafte Golfplätze, exzellentes Seafood und luxuriöse Hotelanlagen. Ausserdem verführt der traditionelle Badeort am Golf von Thailand die Besucher mit Schlemmereien, Baumwolle und authentischem Charme. Seit über 80 Jahren fährt die thailändische Königsfamilie im Sommer in ihre Residenz in Hua Hin. Wo es dem König gefällt, gefällt es auch Golfern. Das malerisch in einer weiten Bucht liegende Hua Hin, ist ein Golf-Mekka mit traumhaften Plätzen sowie Design- und Boutique Hotels der gehobenen Preisklasse. Nach Sonnenuntergang werden die Strassen zum Nachtmarkt mit exzellenten Restaurants und Garküchen. Die schmackhaften Meeresfrüchte und Ananas des traditionellen Badeortes am Golf von Thailand sind bei Einheimischen wie bei ausländischen Besu-
chern erühmt. So eindrücklich wie die Schlemmereien sind die farbig bedruckten Hemden und Umhängetücher aus Khommaphat Baumwolle, die man auch meterweise kaufen kann.
AUTHENTISCH UND SCHÖN
Hua Hin ist ein entspannter Ferienort, der wie die ganze Provinz Prachuap Khiri Khan seinen authentischen Charme bewahrt hat. Dieser zeigt sich unter anderem im traumhaft schönen Sandstrand, der unweit des Hafens beginnt und drei Kilometer südlich mit einer Felsspitze endet, auf dem der buddhistische Tempel Wat
Khao Takiab thront. Dieser ist ebenso einen Ausflug wert wie der 11-stufige Wasserfall Pa La-u im immergrünen Dschungel und der Khao Sam Roi Yot National Park mit seinen Kalksteinbergen und Mangrovensümpfen.
FÜR MEHR INFORMATIONEN: Thailändisches Fremdenverkehrsamt Zähringerstrasse 16, 3012 Bern Telefon 031 300 30 88 E-Mail: info@tourismthailand.ch www.tourismthailand.ch Facebook: www.facebook.com/TATSwitzerland/ Instagram: www.instagram.com/amazingthailand.ch/
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ALINA PÄTZ «DER KOPF ENTSCHEIDET»
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Sie ist Single-Handicapperin und vor allem dreifache Curling-Weltmeisterin. Alina Pätz (29) spricht im Interview über die beiden Sportarten, die sich ideal ergänzen und vor allem im Kopf entschieden werden. STEFAN WALDVOGEL
Was fasziniert Sie beim Golf? Alina Pätz: Einerseits der mentale Aspekt, anderseits trifft man auf dem Platz meist coole Leute und ist in der Natur. Eigentlich ist ja Golf ein ständiger Kampf gegen sich selber. Man ist für alles selber verantwortlich, das passt mir. Beim Curling ist man auch alleine, wenn man den Stein abgibt, aber das Team kann nachher noch mit dem Besen einen gewissen Einfluss nehmen. Golf und Curling wird im Kopf entschieden, deshalb machen wir sehr viel Mentaltraining. Wie sind Sie zum Golf gekommen? Meine Eltern haben mich und meinen zwei Jahre älteren Bruder schon früh auf den Platz in Erlen mitgenommen. Ich war wohl etwa sieben. So hat uns der Sport relativ schnell gepackt. Die stärksten Erinnerungen habe ich aus der Zeit des Junioren-Interclubs. Wir waren in Erlen eine wirklich coole Truppe, galten meist als ‹Underdog›, haben uns dabei aber oft sehr gut geschlagen. Ich nehme an, Sie haben gegen Ihren älteren Bruder öfters ein Duell ausgetragen? Duell ist wohl das falsche Wort. Claudio hatte natürlich etwas Vorsprung und wollte vor allem zu Beginn besser sein als ich. Nach einiger Zeit habe ich ihn punkto Handicap eingeholt. Da wir beide stark im Curling engagiert sind, bleiben uns eindeutig zu wenige Gelegenheiten, miteinander zu golfen. Die letzten FamilienGolfferien am Gardasee liegen mittlerweile auch schon vier Jahre zurück. Ihre Eltern haben Sie auch schon früh aufs Curling-Eis mitgenommen; wann haben Sie sich entschieden, auf Curling zu setzen? Bis etwa 15 habe ich relativ viel Golf gespielt und auch im Winter auf der Driving Range trainiert. Danach wurde das Curling immer intensiver. Ich musste mich für eine Sportart entscheiden. Unter anderem, weil es einfacher ist, im Curling an die Spitze zu kommen, begann ich dort professionell zu trainieren. Ich hatte zwischendurch ein- oder zweimal den Gedanken, eine Karriere als Golf-Profi zu versuchen, merkte aber, dass ich dafür wohl zu spät mit dem Sport begonnen habe. Rein finanziell liegen die Preisgelder im Golf und im Curling in ganz anderen Dimensionen. Auch als Weltmeister-Team sind wir Ende Saison froh, wenn die Auslagen für die Reisen etc. edeckt sind und wir nichts ‹draufzahlen› müssen.
Viele Ihrer Konkurrentinnen auf dem Eis sind Profis, werden vom Staat unterstützt. Wieso ist das vergleichsweise kleine Curling-Land Schweiz international so erfolgreich? Die Schweiz hatte immer wieder sehr gute Spieler, doch die Konkurrenz hat in den vergangenen Jahren enorm aufgeholt. Viele internationale Spitzencurler sind mittlerweile Profis, während bei uns höchstens zwei Vollzeit trainieren können. Auch in der Schweiz hat sich seit 2012 viel getan, aber die Entwicklung läuft etwas langsamer. Damit wir weiterhin um Medaillen mitspielen können, braucht es sicher auch bei uns eine Professionalisierung.
Was ist Ihr nächstes Ziel? Beim Curling plant man im Vierjahresrhythmus. Von Olympia zu Olympia. Klar steht hier Bejing 2022 im Fokus.
Golf und Curling wird im Kopf entschieden, deshalb machen wir sehr viel Mentaltraining.
Welcher Golfer-Typus sind Sie? Ich bin schon eher angriffig, lieber die Tigerline über den Wald als sicher vorlegen.
Sie arbeiten Teilzeit bei der Sportvermarktungsagentur Samm Group. Ist es Ihr Ziel, einmal nur vom Curling zu leben? Das wäre schön, aber mindestens in den nächsten Jahren wohl nicht realistisch. Wenn man ein grosses Turnier gewinnt, bringt dies 30᾽000 Dollar Sieggeld. Dies für das Team. Ohne staatliche Förderung ist der Aufwand als Profi nicht zu finanzieren. Wir erhalten Geld von der Sporthilfe und von Sponsoren, aber wie erwähnt deckt dies in erster Linie die Reisekosten zu den Turnieren ab. Seit 2012 sind Sie drei Mal Weltmeisterin geworden, zuletzt in einem dramatischen Final gegen Schweden. Welcher war Ihr schönster Titel? Ich möchte sie eigentlich gar nicht bewerten, alle drei waren sehr schön und nicht miteinander zu vergleichen. Im diesjährigen Final gegen die Schwedinnen spielten Sie den entscheidenden Stein im Zusatzend. Wie nervös sind Sie in solchen Situationen? Ich bin sehr fokussiert, würde aber nicht behaupten, dass ich immer so ruhig bin, wie es von aussen erscheint. Vor dem letzten Stein war ich extrem nervös. Vielleicht habe ich das Glück, dass man mir das weniger ansieht als andern.
Haben Sie ein golferisches Ziel? Eigentlich nicht, ich wäre schon sehr froh, wenn ich mehr zum Spielen kommen würde. Das letzte Curling-Turnier spielten wir im Mai in China. Das Training für den nächsten Winter beginnt schon wenige Wochen danach wieder. Es gibt ja einige Golf&Curling-Turniere, da mache ich sehr gern mit, weil ich dabei gleich beide Leidenschaften ausleben kann.
Gilt das auch beim Curling? Grundsätzlich schon, aber anders als Golf ist Curling ein Teamsport. Der Skip gibt die Taktik vor, entscheidet je nach Situation und Gegner für eine Variante. Beim diesjährigen WM-Titel mit dem CC Aarau war Silvana Tirinzoni der Skip, ich konnte mich so auf die letzten Steine konzentrieren, und wie man sieht, hat es funktioniert.
ALINA PÄTZ Die gebürtige Urdorferin begann als Siebenjährige mit Curling. Ihren ersten grossen internationalen Erfolg feierte sie an der Seite von Sven Michel, mit dem sie seit über zehn Jahren in einer Beziehung lebt. Beide gewannen vor acht Jahren die Curling-Mixed-Doubles-Weltmeisterschaft in den USA. Als erste Spielerin holte Alina Pätz drei WM-Goldmedaillen mit drei verschiedenen Teams. 2012 gewann sie mit dem CC Davos als Ersatzspielerin, drei Jahre später als Skip mit dem CC Baden Regio und diesen Frühling mit dem CC Aarau. Ihr Partner Sven Michel gewann kurz darauf an der Männer-WM in Kanada Bronze. Wenn die beiden ausnahmsweise nicht auf dem Eis sind, gehen sie unter anderem gemeinsam wandern.
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IMPRESSUM
GOLFSUISSE GOLFSUISSE.CH
Offizielles Organ von Swiss Golf 22. Jahrgang, 6 Ausgaben pro Jahr HERAUSGEBERIN Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges
VORSCHAU
VERLAGSLEITUNG René Misteli, Robert Steuer, Barbara Albisetti
SPONSOR
CHEFREDAKTOR Stefan Waldvogel, s.waldvogel@asg.ch REDAKTIONSANSCHRIFT Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges info@golfsuisse.ch
The Open
Nach 68 Jahren zurück in Nordirland. Alles Wichtige zur 148. Austragung des ältesten Majors der Welt, diesen Juli im Royal Portrush.
AUTOREN Petra Himmel Sebastian Burow Thérèse Obrecht Hodler Dr. Kerstin Warnke Marcus Knight Frank Baumann
Green Tour of Switzerland
FOTOGRAFEN Patrick Jantet, Getty Images, Daniel Stauffer Emanuel Stotzer, Hans-Peter Thoma, e621.ch, Deprezphoto, Crans-Montana, Livio Piatti, Rémy Steiner und Köbi Schenkel.
Vierte Station der neuen Serie Green Tour of Switzerland ist der Golfclub Domaine Impérial. Die Westschweizer sind schon lange ökologisch ausgerichtet, tun dies aber sehr diskret.
LEKTORAT/ÜBERSETZUNG AGM Services, Thérèse Obrecht Hodler ANZEIGENVERWALTUNG Medien Verlag, Ursula Meier Rudi Dado 3, 7018 Flims Waldhaus T 044 946 01 51 umeier@medienverlag.ch
People&Plätze
Das Grossprojekt von Gruyère. Die lang gehegten Pläne für Luxus-Immobilien und Hotel neben dem Golfplatz werden konkret.
LAYOUT Sigelwerbung, Lyssach, sigel@sigelwerbung.ch DRUCK AVD GOLDACH AG Sulzstrasse 10-12, 9403 Goldach T 071 844 94 44, F 071 844 95 55 www.avd.ch
Travel
ADRESSÄNDERUNGEN Bei Nichterhalt von G OLFSUISSE, falscher Sprachausgabe, Adressänderungen und weiteren Mutationen wenden Sie sich an den Clubmanager (Swiss Golf-Club) oder an die Geschäftstelle (GolfCard Migros)
Ab in den Norden: Süd-Schweden lockt mit sensationellen Golfplätzen, viel Natur und weiteren Trümpfen. GOLFSUISSE hat für Sie die besten Tipps zusammengestellt.
MITGLIEDSCHAFTSPRESSE Adressiert per Post zugestellt an alle Mitglieder der Swiss Golf-Clubs und GolfCard Migros AUFLAGE Gesamt Deutsch Französisch
19th Hole
68’500 Exemplare 54’600 Exemplare 14’000 Exemplare
WEMF/SW-beglaubigt 2017/18 Gesamt 65’889 Exemplare Deutsch 52’374 Exemplare Französisch 13’515 Exemplare
In der vierten Ausgabe von GOLFSUISSE 2019 finden Sie neben vielen anderen Themen die folgenden Schwerpunkte:
SPONSOR
Prominente reden über sich und das Golfen: Gian Gilli, Chef der Eishockey-Weltmeisterschaft 2020 in der Schweiz. Die nächste Nummer von GOLFSUISSE erscheint am 12. August. In der Zwischenzeit liefern wir Ihnen alle News, Fotogalerien und Videos auf www.golfsuisse.ch.
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Golfen Sie in aller Welt. Am besten mit uns.
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* Gültig auch für Codeshare-Verbindungen von TAP Air Portugal. Andere Codeshare-Verbindungen, alle myAustrian-Holidays-Flüge und Europa üge, die im Economy-Light-Tarif gebucht werden, sind hiervon ausgenommen.