GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 6 • DEZEMBER 2018
HINTERGRUND
DIE BESTEN VIDEO-GAMES
FÜR SIE UND IHN
WEIHNACHTSGESCHENKE
TRAVEL
TRAUMINSEL MAURITIUS
BROOKS KOEPKA
IM GLÜCKS RAUSCH
JAGUAR F-PACE
BEAUTIFUL FAST CARS.
Der JAGUAR F-PACE kombiniert präzises Handling und elegantes Design mit Alltagstauglichkeit und Effizienz. Moderne Motoren, Aluminium-Leichtbau-Konstruktion und überzeugende FahrassistenzSysteme sorgen beim JAGUAR F-PACE für eine sportliche Performance und einzigartigen Fahrspass. Starten Sie zur Probefahrt. Jetzt bei Ihrem JAGUAR Fachmann. jaguar.ch
THE ART OF PERFORMANCE
EDITORIAL
IHRE BESTE RUNDE
I
Ich bin sicher, Sie konnten den goldenen Herbst in vollen Zügen geniessen, nachdem es im Sommer für viele fast zu heiss war zum Golfen. Dank überdurchschnittlich viel Sonnenschein im Oktober und November liess sich die Saison dieses Jahr herrlich verlängern. Mittlerweile sind die meisten Plätze in der Schweiz geschlossen. Nun heisst es «durchhalten» bis zu den geplanten Golfferien irgendwo an der Sonne. «Wohin geht Ihr?», ist eine der meistgestellten Fragen, die ich während einer Golfrunde im Herbst zu hören bekam. «Wo habt Ihr schon gespielt?», die Standard frage im Gespräch mit anderen Urlaubern, sei es etwa in Südafrika oder einer anderen beliebten Destination für Golfer. In der letzten Ausgabe von GOLFSUISSE in diesem Jahr präsentieren wir Ihnen Reise reportagen von der Trauminsel Mauritius, aus dem thailändischen Hua-Hin und aus Zypern. Damit lässt es sich hoffentlich besser «durchhalten». Die schönen Bilder wecken auf jeden Fall die Vorfreude auf die eigenen Ferien. Die abschliessende Ausgabe zieht wie immer auch eine Saisonbilanz. Der Amerikaner Brooks Koepka gewann zwei Majors, damit war seine Wahl zum Spieler des Jahres quasi festgelegt. Was die meisten wohl nicht wussten: Koepka bestritt sein allererstes Turnier als Profi im Golfclub Sempachersee. Swiss Challenge Turnierdirektor Daniel Weber hatte ihm vor sechs Jahren eine Wildcard vergeben. Allerdings deutete bei dieser Premiere noch wenig auf seine spätere Karriere hin. Mittlerweile liefert sich der 28-Jährige mit Justin Rose ein Kopf-anKopf-Rennen um den ersten Platz auf der Weltrangliste. Dorthin möchte auch Tiger Woods zurück. Was viele nicht für möglich hielten: Der einstige Superstar kann wieder ganz vorne mitspielen. Sein Comeback war das Thema der Saison 2018, daran konnte auch das erfolglose Abschneiden des Amerikaners am Ryder Cup in Paris nichts ändern. Für Europa war der überraschend eindeutige Sieg gegen die gemäss Weltrang liste deutlichen Favoriten das klare Highlight des Jahres. Sicher haben Sie in der langen Saison ebenfalls eine Runde gespielt, die Sie nicht vergessen. Sei es wegen dem ersten Hole-in-
one, einem Traumresultat oder nur einem «Schlag des Lebens». Die beste Runde kann auch die sein, auf der Sie die grosse Liebe oder einfach zu sich selbst fanden. Wir möchten möglichst viele beste Runde sammeln, möglicherweise aus dieser Saison oder auch von früher. Schreiben Sie eine Mail an s.waldvogel@asg.ch und wir veröffentlichen die schönsten Erfolgs erlebnisse unser Leserinnen und Leser im nächsten Magazin und online. Schon seit längerem sammeln wir übrigens auch die besten Leserbilder. Sie finden eine Auswahl auf der Newsseite von golfsuisse.ch. Schöne Ferienfotos, aber auch spezielle Aufnahmen der heimischen Clubs sind höchst beliebt. Sie ergaben bisher 480’000 (!) Clicks auf unserer Webseite. Das ist ein absoluter Rekord. Neben den vielen schönen Bildern finden Sie unter www.golfsuisse.ch unter anderem auch die grosse Übersicht über alle IndoorAnlagen, dazu ganz neu das sensationelle Angebot, um mit speziellen Abos von Swisscom auch mobil zu profitieren. Das nächste Magazin erscheint erst Anfang März, aber das Netz kennt keine Winterpause. Die Profis haben die neue Saison in den USA und Europa bereits begonnen. Wie die beiden Schweizer Joel Girrbach und Marco Iten beim European Tour Event auf Mauritius abschneiden, können Sie online lesen. Die Saisonbilanz der Schweizer Profis und Amateure finden Sie im Heft ab Seite 50. Euch allen wünsche ich möglichst viele «beste Runden» und freue mich über Ihre Mails. Mit sonnigen Wintergrüssen
Stefan Waldvogel
Golf Sempach
Golf Kyburg
Golf Saint Apollinaire
WELCOME TO THE CLUB Leading Golf auf 5 x 18 Holes. Das ist Golf Lifestyle auf drei traumhaften Anlagen. Geniessen Sie First Class Club Service an spektakulärer Lage. Leading Golf beginnt mit Ihrer Mitgliedschaft.
www.golf-sempach.ch l Tel. +41 41 462 71 71 www.golf-kyburg.ch l Tel. +41 52 355 06 06 www.golf-basel.com l Tel. +41 61 205 65 65
INHALT
Brooks Koepka, Spieler des Jahres (Bild: Gettyimages)
Planet Golf
Golf & Lebensart: Life, Style, Trends aus der Welt des Golfsports
Cover Story
Koepka gegen Tiger, die Jahresbilanz
Hintergrund
Die besten Video-Games
06 People & Plätze
Dominique Rey: Der Mann mit zwei Handicaps Privat Partner Golf: Neuerung im Schweizer Golfsport Serie Golf historisch: Die Helfer der Natur
SPONSOR
My Game
Weihnachtsgeschenke für sie und ihn Training: Die Lehren aus der Saison ziehen Gesundheit: So schützen Sie die Handgelenke
32
Top Golf
Die Schweizer Bilanz 2018: Profis und Amateure Nachwuchs-Serie mit Jeremy Freiburghaus
Travel
Trauminsel Mauritius Die Highlights aus Hua-Hin Golfen auf der Götterinsel Zypern
48
19th Hole
Skirennfahrerin Tina Weirather SPONSOR
56 4 GOLFSUISSE 06-18
06
20
26
32 34 36
38 42 44
48 52
56 62 68
72
62 72
Lust auf ein Birdie im Investmentbereich? Werden Sie jetzt im Grundbuch eingetragener Miteigentümer von Schweizer Rendite-Immobilien und erhalten Sie monatlich attraktive Renditen.
PLANET GOLF
So springen Sieger. Von links Marc Röösli (Captain Golfclub Limpachtal), Cédric Meyrat, Frank Menke (Team Captain), Christine Tschanz, Egon Zaugg, Tanja Gfeller, Herbert Schlup, Reena Jani, Marco Allemann, Marianne Stechern, Marc Räz und Roman Steiner.
LIMPACH SIEGT ZUM 3. MAL Coupe Helvétique Wie zuletzt vor drei Jahren gewann das Team vom Golfclub Limpachtal den Coupe Helvétique 2018. Im Final gegen LaLargue gingen schon die drei Foursome-Partien klar an die Limpachtaler. Am Ende setzten sie sich in Sempach gleich mit 8:1 ganz überlegen durch. Im Halbfinal gegen Montreux hatte das Team vom Golfclub Limpachtal eine veritable Aufholjagd benötigt, um knapp in die Entscheidung vorzustossen. Im dritten Endspiel in der Vereinsgeschichte machte die junge Equipe von Beginn weg alles klar. Nach den drei Foursomes stand 6 GOLFSUISSE 06-18
es 3 : 0 für Limpachtal. Den einzigen Punkt für LaLargue holte deren Captain David Marshall im Einzel. Nachdem zwei Spieler auf Loch 14 die Chance zum fünften Sieg ausgelassen hatten, war es Marianne Stechern, die den entscheidenden Punkt auf Bahn 15 mit einem gelochten 2,5-Meter-Putt holte. Der Golfclub Limpachtal ist übrigens der erste Schweizer Golfclub, der den Mannschafts-Cup für Spielerinnen und Spieler mit Handicaps zwischen 10 und 18 nun schon zum dritten Mal gewann, zuletzt 2015 und 2006.
T O B E G N A E L I B O EXKLUSIVES M R E F L O G D N U N E N FÜR GOLFERIN
Golferinnen und Golfer profitieren In der letzten Ausgabe von GOLFSUISSE wurden die NATEL®go Angebote lanciert. Über 1000 Golferinnen und Golfer haben sich zwischenzeitlich angemeldet und profitieren bereits. Und es werden täglich mehr. Jede Golferin und jeder Golfer mit einer ASG-Karte kann von den ausserordentlichen Swisscom-Mobile-Tarifen profitieren. Alle Details zu den NATEL®go Angeboten sind auf der geschützten Website www.mygolfsuisse.ch hinterlegt. Und so geht’s: Mit der ASG-ID – auf der ASG-Karte ersichtlich – können sich Golferinnen und Golfer einloggen und orientieren. Die Buchung erfolgt anschliessend über https://asg.asomo.ch. Drei attraktive Abo-Varianten Mit den Abo-Varianten NATEL®go swiss, NATEL®go neighbours und NATEL®go europe findet jede Golferin und jeder Golfer sein optimales Mobile-Angebot. Förderung des Golfsports «Wir freuen uns sehr, dieses exklusive Angebot allen Golferinnen und Golfern der Schweiz zur Verfügung stellen zu können», sagt ASG-Vorstandsmitglied René Misteli. «Es bietet einen echten Mehrwert für unsere Mitglieder und gleichzeitig profitiert der Golfsport davon, weil von jedem Abo monatlich ein Franken in die Sportförderung zurückfliesst», ergänzt René Misteli. Angebot anschauen: www.mygolfsuisse.ch Angebot buchen: https://asg.asomo.ch
PLANET GOLF
European Tour Final
DAS GROSSE COMEBACK VON DANNY WILLETT Nach dem Masters-Sieg vor zwei Jahren gelang dem Engländer Danny Willett nicht mehr viel. Umso wertvoller ist sein Erfolg beim grossen Saisonfinal der European Tour in Dubai. 2015 hatte Danny Willett beim Omega European Masters in Crans-Mon tana gewonnen, kurz danach siegte er beim Masters in Augusta. Danach kämpfte der Engländer unter anderem mit einer Verletzung und fiel in der Weltrangliste fast aus den Top 500. Im Race to Dubai qualifizierte er sich als 53. nur knapp für das Final. Dort spielte er aber ganz gross auf. Je zwei Runden mit 67 und 68 Schlägen ergaben am Ende einen Vorsprung von zwei Zählern auf seinen Landsmann Matt Wallace und den Amerika ner Patrick Reed. Beim Siegerinterview direkt auf dem 18. Grün brachte der Engländer kaum ein Wort heraus. Er kämpfte mit den Freudentränen. Kurze Zeit später hatte er sich gefasst und sagte unter anderem: «Man weiss nie, wann ein Sieg auf einen wartet, und mit allem, was bisher geschehen ist, war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob es jemals wieder passieren würde.»
MOLINARI GEWINNT DAS RACE TO DUBAI
Keine Überraschung gab es beim Rennen um die Jahreswertung. Nur mit einem Sieg hätte Tommy Fleetwood den Italiener Francesco Molinari noch überholen können. Der Engländer kam nur auf den geteilten 16. Rang. Damit ist Molinari der erste Italiener, dem es gelingt, die Geldrangliste der European Tour zu gewinnen. Er beendet das Final-Turnier mit -6 auf dem geteilten 28. Rang.
Oben: Francesco Molinari sicherte sich wie erwartet die Jahreswertung und den Extra-Bonus. Mitte: Danny Willett feiert den Sieg im Final in Dubai mit seiner Frau Nicole und den beiden Söhnen Noah und Zachariah. Unten: Sichtbar erleichtert, Caddy Sam Haywood. 8 GOLFSUISSE 06-18
Golfreisen Winter 2018/2019
18/2019 Golfreisen 20reise ierreisen, n, Gruppen- und Turn
len. Massgeschneiderte Golf zfahrten und Golfschu trundreisen, Golfkreu Single-Golfreisen, Priva
Südafrika, Vietnam, Marokko, Belek, Teneriffa, Mauritius und vieles mehr...
Arosa baut um Der Golfclub Arosa investiert gut 1,2 Millionen Franken in den Platz. Die alten neun Bahnen werden flacher und sicherer, dazu kommen Cart-Wege für den gesamten 18-Loch-Parcours. «Die heutigen Bahnen 10 bis 18 haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Sie sind seit 1946 nicht wesentlich verändert worden», erklärt Arosa-Präsident Pius Achermann. Deshalb sei es an der Zeit gewesen, den Platz umzubauen. Im Herbst sind die Bagger aufgefahren. Insgesamt 35'000 Kubikmeter Erde werden verschoben, um das Gelände flacher zu machen, teilweise blinde Löcher werden verlegt. Damit erhöhe man das Spielvergnügen, aber auch die Sicherheit, erläutert Achermann. Für den Umbau sind diese neun Löcher in der kommenden Saison geschlossen, ab 2020 spielen die Mitglieder und Gäste wieder auf allen 18 Bahnen. Für die älteren und gehbehinderten Golferinnen und Golfer stehen dann auch durchgängige Cart-Wege zur Verfügung.
Bestellen Sie unseren neuen Katalog unter info@greengolf.ch
Persönliche Beratung 041 248 50 33 www.greengolf.ch
PLANET GOLF
Charlotte Alran schafft
Augusta-
Schulrekord
Die Lausannerin Charlotte Alran holt sich in Las Vegas den ersten Podestplatz in der höchsten Division im US-Collegegolf. Mit der fehlerfreien 65er-Karte zum Schluss spielt sie die beste Runde in der Geschichte der Augusta Universität. Ein 21. Rang war bisher das beste Einzelresultat von Charlotte Alran, die für die «Jaguars» in Augusta antrat. Beim Las Vegas Collegiate Showdown
begann Alran mit einer 75er-Karte eher enttäuschend, steigerte sich dann aber gewaltig. Dank der 66 oder 6 unter Par im zweiten Durchgang egalisierte sie den Schulrekord, einen Tag später gelangen ihr sogar sieben Birdies. Damit sprang sie in der Einzelwertung auf den geteilten dritten Rang. Für Augusta war der dritte Platz im wichtigeren Teamwettbewerb das beste Resultat der jungen NCAA-Saison.
PLATZREKORD von Alessandro Noseda
Beim stark besetzten Federal Amateur Open in Australien spielte Alessandro Noseda vom Golfclub Luzern mit 9 (!) unter Par einen neuen Platzrekord. Dies unter anderem dank dreier Eagles auf seinen ersten neun Bahnen. Am 2. November feierte der Student der Bond University seinen 23. Geburtstag, nur neun Tage später hatte Alessandro Noseda schon wieder Grund zum Anstossen. Nach Runden von 73, 73 und 70 Schlägen gelang ihm im «The Federal Golf Club» in Canberra mit der 63er-Karte ein neuer Platzrekord. «Darauf bin ich natürlich sehr stolz», kommentiert er. Noseda begann die Traumrunde auf Loch 10. Auf Bahn 12 lochte er aus 206 (!) Metern mit dem Eisen 5 zum Ass ein, schon auf Loch 13 folgte ein «normaler» Eagle auf dem Par 5. Eine Art «Hattrick» war der erneute doppelte Schlaggewinn auf dem zweiten Par 5. So lag Noseda schon bei Halbzeit bei 6 unter Par. Mit drei weiteren Birdies spielte sich Noseda zur Rekordrunde und im Turnier noch bis auf Rang fünf vor. 10 GOLFSUISSE 06-18
at-hena Go the smart way.
TITAN «Der unglaublich Schöne»
Marc Chatelain erhält
«SWISS OLYMPIC COACH AWARD» Hohe Auszeichnung für die Europameisterschafts-Medaille mit den Junioren: Marc Chatelain (Mitte) gewinnt den «Swiss Olympic Coach Award 2018» bei den Teams. Der «Swiss Olympic Coach Award» wird seit sieben Jahren in mehreren Kategorien verliehen und dient als Ergänzung zur jeweils im Dezember stattfindenden Wahl zum «Trainer des Jahres». Mit dem 42-jährigen Marc Chatelain wurde erstmals ein Coach des Schweizerischen Golfverbandes ausgezeichnet. Unter seiner Leitung gewannen die Golf-Junioren an den Europameister schaften die Silbermedaille im Teamwettbewerb. Die beiden anderen Preisträger sind Helmut Krug (Swiss-Ski/ Individualsport) und Martin Salmingkeit (PluSport/Behinderten sport). Alle drei erhalten von Swiss Olympic je 5000 Franken als Anerkennung für ihre enorm wichtige Arbeit. Was er mit dem Geld mache, wisse er noch nicht, sagt Chatelain: «Ich war mir der Grösse des Betrages gar nicht bewusst, bevor ich den Scheck erhielt. Ganz sicher werde ich mit meinem Team fein essen gehen.»
Spielend dem Sport helfen Der Weg aufs Podest ist teuer, die Schweizer Lotteriegesellschaften leisten auch im Golf wertvolle Unterstützung. Die Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande freuen sich, seit vielen Jahren einen wichtigen finanziellen Beitrag zum Erfolg im Schweizer Sport zu leisten. Aus ihrem Reingewinn fliessen jährlich Millionen in den Sport; 2017 waren es insgesamt 166 Millionen Franken. Diese gehen einerseits an die kantonalen Sportfonds, andererseits an den nationalen Sport. Dazu gehören Swiss Olympic, der Schweizer Fussball (SFV und SFL), die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) und die Stiftung Schweizer Sporthilfe. Auch der Schweizerische Golfverband profitiert als Mitgliedsver band von Swiss Olympic von den Lotteriegeldern. Dank dem neuen Status als olympische Disziplin erhält die ASG für ihre Trainer pro Jahr 200'000 Franken zusätzlich. Die Beiträge von Swiss Olympic machen ungefähr sieben Prozent des Gesamt¬budgets des Verbands aus. Barbara Albisetti, Direktorin des Schweizerischen Golfverbandes: «Das Geld, dass wir von Swiss Olympic erhalten, ist essentiell für die ASG und die Arbeit mit unseren Elite-Spielern bestimmt.»
• Komplett aus Titan • 200 Watt Low Noise Doppelmotoren • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Titanrahmen nur 8.3 kg
Neu
Titan Trolley edel schön filigran
Ab CHF 2‘190.– SMART RIDER «Der innovative Schweizer» • Aluminium/Carbonfaser Konstruktion • Zwei Schweizer Hochleistungsmotoren (Maxon) • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Energierückgewinnungssystem • USB Anschluss • Diebstahlsicherung • Räder in 4 Farben erhältlich
Ab CHF 2‘750.–
CLASSIC «Der kräftige Bewährte» • Aluminium/Carbonfaser Konstruktion • 180 Watt Doppelmotoren • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • USB Anschluss • Inkl. Zubehör • Räder in 7 Farben erhältlich
CHF 1‘590.–
BASIC plus «Der sportliche Einsteiger» • Aluminium Konstruktion • Dreifach-Farbbeschichtung • 180 Watt Doppelmotoren • Lithium-ION-Akku • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Rahmen/Räder in 7 Farben erhältlich
Ab CHF 990.–
Erhältlich im ausgesuchten Fachhandel sowie im: at-hena Golf Center, Dietikon/ZH Tel 043 495 00 10 shop@at-hena.ch
www.at-hena.ch
PLANET GOLF
RORY McILROY auf dem Jungfraujoch geschlagen Wenige Tage nach dem Ryder-Cup-Triumph in Paris hob Rory McIlroy mit dem Heli Richtung «Top of Europe» ab. Bei der ersten Golf-Challenge auf dem Jungfraujoch musste er sich aber dem Juniorentrio geschlagen geben. Das frühe Aufstehen hat sich für die beiden Juniorinnen vom Golfclub Wylihof gelohnt. Kim Uldry (14) und Tina von Arx (15) fuhren um fünf Uhr morgens mit dem Club-Bus ab, fünf Stunden später durften sie gegen ihr Golf-Idol einen Chipping-Wettbewerb bestreiten. Davor mussten sich die beiden allerdings gegen die anderen Junioren für das Team Schweiz qualifizieren. «Klar sind wir nervös und können es kaum erwarten», freuen sich die beiden Single-Handicapperinnen, kurz bevor der vierfache Major-Sieger mit dem Heli landet. Dieser wirbelt etwas Neuschnee durch die Sonne, und der gut gelaunte Nordire begrüsst jeden der teilnehmenden Junioren herzlich. Bei prächtigstem Wetter auf dem Top of Europe, das passt perfekt als Erholung nach dem anstrengenden Ryder Cup. Für die Fotografen schlägt er ein paar Drives, wohl etwa 360 Meter weit, auf den Aletschgletscher. Dann startet die Golf Challenge, Rory gegen die drei besten Junioren. Als einziger Junge schaffte es der Berner Alexander Brand in die Challenge mit dem Star, dazu die beiden Juniorinnen vom Golfclub Wylihof. Alle drei zielten drei Mal auf die gut 30 Meter entfernte Löcherwand, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Dank den 350 Punkten von Kim Uldry reichte es dem Trio für den Siegerpokal. Rory, mit «bloss drei Versuchen», musste sich knapp geschlagen geben. Den drei Junioren schenkte er zudem einen Putter und allen Beteiligten ein höchst sympathisches Erlebnis in traumhafter Umgebung. Am Schluss der langen SelfieSchleife zückte auch Rory sein Handy, um sich mit seiner Frau Erica zu fotografieren. «Das ist einer der schönsten Orte der Welt und für mich eines der Highlights des Jahres.» 12 GOLFSUISSE 06-18
PLANET GOLF
K
oenig’s Selection
Der Amerikaner Patrick Koenig tourt 2018 im Wohnmobil von Golfplatz zu Golfplatz. Wir zeigen eine kleine Auswahl seiner Fo tografien in der Koenig’s Selection. Diesmal den U.S. Open Platz von 2015 Chambers Bay. Viele weitere Bilder finden Sie unter www.pjkoenig.com
Schnell und stark gespielt Bei der jüngsten Weltmeisterschaft im Speedgolf schaffte der Finne Mikko Rantanen einen neuen Rekord: Im Turning Stone Resort & Casino in Verona/US-Bundesstaat New York umrundete der Finne den Par-72-Shenedoah Course in 55 Minuten und 28 Sekunden und spielte dabei mit den sechs Schlägern in seinem Bag eine 71. Rantanen rannte damit die erste Unter-ParRunde in weniger als einer Stunde bei einer Speedgolf-WM.
Immobilien an Top-Golfplätzen! www.immo-golf.ch GOLFSUISSE 06-18 13
PLANET GOLF
Europäische Ladies Captains im Wallis Alle zwei Jahre treffen sich Ladies Captains aus Belgien, England und der Schweiz alternierend in einem dieser Länder. Diesen Herbst gastierten 84 Captains bei besten Bedingungen im Wallis. Die Swiss Association of Ladies Golf Captains (SALGC) ist der Zusammenschluss aller Ladies
Captains, Vize Ladies Captains sowie vieler Ex Ladies Captains der ASG-Clubs. Organisiert wurde der europäische Anlass durch die SALGC-Präsidentin Muriel Schindler-de Sury und die beiden Vorstandsmitglieder Gabriela Marty sowie Ottilia Waser. Insgesamt trafen sich 84 Ladies – 34 Belgierinnen, 21 Britinnen und
29 Schweizerinnen – zu vier unterhaltsamen Tagen im Wallis. Sie spielten zwei Team-Wettbe werbe und ein Einzelturnier auf den Plätzen von Leuk, Sion und Crans-Montana. Die Ladies wurden rundum verwöhnt und genossen die perfekten Bedingungen samt den gemeinsamen Apéros in vollen Zügen. www.salgc.ch
BestSecret
BIS 80% RABATT Weihnachtsgeschenke mit bis zu 80 Prozent Rabatt entdecken und sich einen 25-FrankenGutschein sichern! Bei BestSecret finden Sie schönste Geschen kideen für Ihre Liebsten – und das ein oder andere Fashion-Schnäppchen für sich selbst. Entdecken Sie coole Accessoires und edlen Schmuck, aktuelle Designertrends und süsse Kindermode mit Reduktionen bis zu 80 Prozent. Ihr GOLFSUISSE-Special: Profitieren Sie von Ihrem Sofort-Zugang und einem RabattGutschein* im Wert von 25 Franken, der nach Anmeldung bereits in Ihrem Konto hinterlegt ist. Melden Sie sich jetzt direkt und gratis an unter www.bestsecret.ch/golfxmas. *Ihr Gutschein ist an einen Mindestumsatz von 100 Franken gebunden und bis zum 31.12.2018 gültig. Dieses Angebot gilt nur für neue BestSecret-Mitglieder in der Schweiz. 14 GOLFSUISSE 06-18
PLANET GOLF
Ja Public Golf: Sehr klares
Trotz einigen offenen Fragen stimmt eine sehr breite Mehrheit der Clubs den Vorschlägen des Vorstandes zu. Die drei ASG-Regionaltreffen brachten punkto Public Golf und Namenswechsel weitere Klarheit.
Public-Golf-Organisationen neu haben könnten (mit den sieben Golfclubs der Migros kämen sie auf maximal 210 Stimmen), sind es immer noch deutlich weniger als die Sperrminorität bei 283 Stimmen.
Statt wie bisher in zwei separaten Verträgen mit der ASGI und der Migros soll das Verhältnis mit den beiden Public-Golf Organisationen in den Statuten des Verbandes geregelt werden. Die Delegiertenversammlung im nächsten März wird über den gemeinsam erarbeiteten Lösungsvorschlag entscheiden. Für die Statutenänderung ist eine Zweidrittelmehrheit nötig (siehe GOLFSUISSE 5/2018). Die breit angelegte Umfrage bei den ASG-Clubs und den angeschlossenen Vereinigungen zeigt die sehr klare Unterstützung der geplanten Lösung. Bis Ende Oktober haben über 100 der angeschriebenen 123 Stimmberechtigten (Clubs, angeschlossene Vereinigungen, Ehrenpräsiden ten und Ehrenmitglieder) ihre Meinung geäussert. Bei allen zehn Fragen stimmten sie mit einem Ja-Anteil zwischen 82 und 94 Prozent sehr klar zu (siehe Grafik). «Das sind exzellente Resultate, die zeigen, dass wir auf dem Weg des gemeinsamen Wandels schon ein ganzes Stück weitergekommen sind. Aber wir haben auch gesehen, dass es bei den Clubs noch offene Fragen gibt», fasst Reto Bieler die Ausgangslage zusammen.
Zu diskutieren gab an den drei Regionaltreffen in Bad Ragaz, Meggen und Lausanne auch die Vertretung der beiden Public-Golf-Organisatio nen im Vorstand der ASG. Nick Senn, Präsident des Golfclubs Lenzerheide, befürchtet, «dass die ASG die Clubs nicht mehr angemessen vertreten wird». Er könne sich mit der vorgeschlagenen Zweckänderung nicht identifizieren. ASG-Präsident Reto Bieler erinnert dabei noch einmal an den Wertewandel. Der Zeitgeist habe sich geändert, junge Erwachsene wollten nicht mehr besitzen, sondern mieten und teilen. «Wir wollen in erster Linie Mitglieder für unsere Clubs, akzeptieren aber gleichzeitig auch die Greenfee-Spieler der Public-Golf-Organisatio nen», fasst Bieler zusammen. «Clubfreie Golfer sind eine Tatsache, nicht eine Momentauf nahme.» Deshalb sei eine statutarische Lösung sinnvoll und biete für beide Seiten eine wichtige Rechtssicherheit.
GUT FÜR DIE CLUBS
So diskutierten die Captains und Präsidenten an den drei Regionaltreffen den aktuellen Vor schlag punkto Public Golf. Das Memorandum of Understanding sei gut für die Golfclubs. Die ASG erhalte anstelle von 300 Franken neu 50’000 Franken pro Public-Golf-Organisation, sagte beispielsweise ASGI-Präsident Franz Szolansky. «Natürlich hätten wir in den Verhandlungen weniger bezahlen und mehr Stimmen erhalten wollen, aber die Verhandlun gen waren immer fair und transparent.» Mit den maximal 140 Stimmen, welche die
DIE DREI WICHTIGSTEN FRAGEN
1. Sprechen Sie dem Vorstand das Vertrauen aus, dass die angedachten Anpassungen der Weiterentwicklung des Schweizer Golfsports dienen?
92%
2. Würden Sie, Stand heute, den vorgeschlagenen Statutenanpassungen an der DV 2019 zustimmen?
82%
NEUE ZAUBERFORMEL
Gleichzeitig betont er, dass die neuen Personen im ASG-Vorstand «nicht von Amtes wegen, sondern ad personam» gewählt werden. «Es gibt kein statutarisches Recht der beiden Organisati onen auf einen Sitz. Wir wollen den Vorstand im Sinne der Konkordanz bilden, quasi die neue Zauberformel», formuliert Bieler die ersten beiden Vorschläge. An der Delegiertenversam mlung vom März werden sich Franz Szolansky, Präsident der ASGI, und ein Vertreter der Migros der Wahl stellen. Bis dahin sucht der Vorstand das Gespräch mit möglichen Kandida ten aus der Westschweiz. «Eine Frau aus der Romandie wäre uns am liebsten, für konkrete Namen ist es aber noch zu früh», sagt Bieler auf eine entsprechende Frage.
3. Halten Sie den Namen «Swiss Golf» für passend?
86%
Ja
Nein
weiss nicht
GOLFSUISSE 06-18 15
PLANET GOLF
LADIES FIRST
Korda-Duo schafft den Doppelsieg
Zwei bildhübsche Blondinen, zwei LPGASiegerinnen, zwei Schwestern: Nelly und Jessica Korda bieten im internationalen Frauensport im Moment den Stoff, aus dem die Träume sind. Die beiden Jungstars – Jessica ist 25 Jahre, Nelly gerade einmal 20 Jahre alt – haben in diesem Jahr nämlich den Doppelsieg geschafft: Die Ältere holte sich im Februar den Sieg bei der Honda LPGA in Thailand und gewann damit bereits zum fünften Mal auf der LPGA Tour. Die Jüngere schaffte Ende Oktober die Premiere und siegte bei der Swinging Skirts LPGA Taiwan Championship. Geschwistersiege in einer Saison sind auf der LPGA Tour eigentlich extrem selten. Bis 2018 kam es genau einmal dazu. 2018 allerdings sind die Korda-Proetten nicht die ersten mit dem 16 GOLFSUISSE 06-18
Rekordergebnis. Ariya Jutanagarn, Weltranglistenerste, und ihre Schwester Moriya holten sich ebenfalls beide in der Saison 2018 Titel auf der LPGA Tour. Davor gelang 2000 den Geschwistern Annika und Charlotta Sörenstam als einzigen in der Geschichte der LPGA ein Doppelsieg. Die beiden Kordas jedenfalls sind interne Konkurrenz in der Familie gewöhnt. Bei den Kordas dreht sich alles um den Sport: Vater Petr ist ein ehemaliger Tennis-Davis-CupSpieler und gewann 1998 die Australian Open. Die Mutter war ebenfalls Tennisprofi. Die Mädchen selbst spielten zuerst auch Tennis – das aber, so gestand Jessica Korda einmal im Interview, sei einfach zu schweisstreibend gewesen.
RÜCKENWIND FÜR DAS FRAUENGOLF Die Ladies European Tour gewinnt wieder an Attraktivität für Sponsoren und Fans. Mixed ist schwer im Trend – zumindest kommt man zu diesem Fazit, wenn man die Turnierkalender der Saison 2019 in Augenschein nimmt. In Europa nämlich, wo alle drei Touren der Herren, Frauen und Senioren einen schweren Stand gegenüber der deutlich höher dotierten US PGA, LPGA und Champions Tour der Amerikaner haben, kämpft man seit Jahren damit, dass die besten Spieler vorrangig auf US-Boden oder bei den Asiaten spielen, weil es dort entweder um mehr Weltranglisten punkte und Preisgelder oder Antrittsgelder geht. Neue Spielformen sollen jetzt für mehr Fernseh- und Zuschauerattraktivität sorgen und damit am Ende auch für mehr Sponsorengelder. 2019 wird es deshalb zum Beispiel das Mixed Masters in Jordanien vom 4. bis zum 6. April geben, bei dem Herren der Challenge Tour zusammen mit Senioren und weiblichen Proetten antreten. Eine Premiere ist das nicht: 2018 wurden die GolfSixes und auch die European Golf Championships in gemischtem Modus ausgetragen und kamen bei Veranstaltern, Zuschauern und Fernsehstationen gut an. Nachdem die Ladies European Tour 2017 quasi als Bankrott-Objekt galt, kaum Turniere hatte und ihren Geschäftsführer vom Hof jagte, ist jetzt eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren. «Wir haben in Strassburg ein neues Turnier und sind in Spanien, Grossbritannien und Frankreich gut aufgestellt», stellt Tour-Chef Mark Lichtenhein fest. Die Kontakte mit den Turnierveranstaltern in Afrika und Australien wurden wiederbelebt. Die Fatima Bint Mubarak Ladies Open eröffnet die Turniersaison in Abu Dhabi und wurde in eine zweiwö chige Serie mit dem Gary Player Invitational und der Abu Dhabi HSBC Championship gelegt, so dass der Frauensport hier deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.
ES GEHT RICHTUNG
NORDEN GOLF IN STOCKHOLM 16. 06. – 22. 06. 2019 . 6 Übernachtungen im 5* Nobis Hotel Stockholm mit Frühstück . 2 x Green Fee auf dem Stadium Course des Bro Hof Slott Golf Clubs . 1 x Green Fee auf dem Castle Course des Bro Hof Slott Golf Clubs . 1 x Green Fee auf dem Ullna Course . Transfers zu den Golfplätzen . Betreuung durch das golf.extra Team
CHF 2’529 p. P. im DZ | EZ-Zuschlag CHF 569
GOLF-RUNDREISE ISLAND 06. 07. – 13. 07. 2019
Ladies Only in Marrakesch Exklusive Golfreise nur für Ladies, das ist das Konzept von Frank Baumanns «Erdbeerholz». Nach der geglückten Jungfernfahrt zu den Zyprioten zieht es die Erdbeeren nun nach Marrakesch. Vom 22. Februar bis zum 1. März werden dort die schönsten Plätze gespielt, gejubelt, gelacht, gestaunt, gut gegessen, geruht und «gewellnesst». Auf vielfachen Wunsch wurde für die zweite Reise das Fünf-Sterne-Hotel «Fairmont Royal Palm» gebucht, denn frau gönnt sich ja sonst nichts. «Das macht die ganze Geschichte zwar relativ teuer, aber wer weiss, vielleicht können wir ja die eine oder andere unserer Erdbeeren gewinnbringend auf dem Souk verkaufen», lacht Frank Baumann. Neben dem Bestsellerautor und Entertaining Pro sind auch noch der frisch vermählte PGA Golf Pro Dennis Spalinger und die Yogalehrerin Anna Anghelescu mit von der Partie. www.erdbeerholz.ch.
. 3 Übernachtungen im 4* Hotel Canopy by Hilton mit Frühstück . 3 Übernachtungen im 3* Hotel Vos mit Frühstück . 1 Übernachtung im 4* Fosshotel Glacier Lagoon mit Frühstück . 4 Abendessen . 1 x Green Fee auf dem Kidjaberg Course . 1 x Green Fee auf dem Vestman Island Golf Course . 1 x Green Fee auf dem Hornafjördur Course . 1 x Green Fee auf dem Hella Course . 1 x Green Fee auf dem Brautarholt Course . Sämtliche Transfers vor Ort . Betreuung durch das golf.extra Team
CHF 3’949 p. P. im DZ | EZ-Zuschlag CHF 1’045 Ohne Flüge – Flüge und dazugehöriges Golfgepäck bieten wir Ihnen gerne zu tagesaktuellen Preisen an. Basierend auf Wechselkurs Stand 14.11.2018 (1 € = CHF 1’14)
Weitere Informationen unter
events@golf-extra.com golf.extra ist eine Marke der EMU exclusive travel gmbh Allee 18 | D-74072 Heilbronn | Telefon +41 (0)44 . 41903 . 83
www.golf-extra.com
PLANET GOLF
Birgit (DH, HCP 26.7) und Fredy (Zahnarzt, HCP 12.2) in Sagogn | Par 72 | Loch 11 | Par 4 HCP 12 | Herren 333 Meter, Damen 298 | Wetter sonnig | Platzzustand trocken.
SIE Bewundert die Aussicht auf die Rheinschlucht. Fragt, ob das da links unten jetzt dieser Plausch-Abschlag sei, von wo aus aber nur an Einladungs-Turnieren gespielt werde. Vermutet, dass man von dort eine wahnsinnig schöne Sicht aufs Vorderrheintal hat. Sie habe gehört, dass dort bei den Birken schon mal zwei Sex gehabt hätten. Zieht Augenbrauen und Schultern hoch und grinst verschmitzt. Teet den Ball auf. Meint: «Ich spiel schon mal, du mit deiner Länge musst ja noch nicht.» Sagt, dass sie sich ein bisschen rechts halte, weil die Bälle gerne den Schräghang runter ins Biotop rollen würden. Haut drauf. Beobachtet, wie der Ball rechts in die Grasinsel hüpft, die als Ground under repair, kurz GUR gekennzeich net ist. Sagt «Nix passiert, dort kann ich ja straflos drop pen». Wartet bis Fredy draufgehauen hat. Versorgt den Driver, latscht in Richtung GUR. Sucht gar nicht erst, sondern bringt gleich einen neuen Ball ins Spiel. Spielt ihr Lieblingshölzchen rechts oben in den Hang. Der Ball rugälät zum Hunderterpfosten.
h
frankbaumann.c ER Steht allein am Abschlag und geniesst die Aussicht. Beobachtet genervt den entgegenkommenden Flight, der soeben die Trolleys vor dem 15. Green abgestellt hat. Kann nicht draufhauen, weil zwei Spieler noch immer (genau unter seiner geplanten Flugbahn) an ihren Bägs herumhantieren. Macht gelangweilt drei Probeschwünge. Nimmt sich vor, einen Monsterdrive über den GUR, der die Spielbahnen 11 und 15 trennt, zu hämmern, sobald die «Vollpfos ten» weg sind. Muss warten, weil die Herrschaften auf dem 15. Grün nicht vorwärtskommen.
Wirft einen Blick auf den Plauschabschlag unten links, auf welchem vor Jahren zwei Einheimische vom damaligen Captain überrascht und mit zwei Strafschlägen für langsames Spiel gebüsst werden mussten. Denkt‚ das wäre mir nicht passiert (meint die Strafschläge). Auf dem Grün wird fleissig verschoben. Man könnte ja auch mal einen Putt schenken. Mault «Deppentruppe»!
Vermeldet, dass sie in Ilanz unten endlich die neue Migros eröffnet hätten und dass sie beide nachher unbedingt noch schnell dorthin müssten.
Das Grün ist frei, dem Drive steht nichts im Wege. Fast nichts. Der nächste Flight rückt wie Füsiliere der Bourbaki-Armee auf dem Fairway 15 an und latscht ihm direkt vor die «Flinte».
Schlägt ein Eisen 6, rechts in den Hang über dem Grün. Ruft «Komm Bubi! Roll!» und der Ball gehorcht und kommt schön brav drei Meter unterhalb der Fahne zu liegen.
Aufs eigene Fairway driven ist heikel, weil der Ball dann gerne nach links ins Biotop rollt. Straight über die GUR-Grasinsel wäre ideal, denn dann würde der Ball beim Hunderterpfosten landen. Wenn er ihn aber nur ein wenig verzieht, gefährdet er die entgegenkommen den Soldaten.
Betritt das Grün rechtwinklig zum Ball, bessert zwei alte Pitchmarken aus, puttet ohne den Ball vorher zu markieren und ohne zu zielen an die Fahnen stange, von welcher er nach rechts abprallt und in «Gimmi»-Distanz liegen bleibt. Fragt «Geschenkt?» nimmt den Ball auf, bewundert die Aussicht und freut sich auf die neue Migros.
18 GOLFSUISSE 06-18
Der Flight hinter ihnen kommt ans Tee 11. Und er hat noch immer nicht abgeschlagen. Er kann ja nicht, gopfertelli, wie soll er auch? Spielt, im Interesse des «Pace Of Play», ein gewürgtes Eisen 3. Hookt den Ball ins Biotop. Nimmt fluchend die Länge mit. Geht schliesslich mit einer Sieben vom ondulierten Grün. Und findet alles – inklusive schöne Aussicht, neue Migros im Dorf und Sex auf dem Plauschabschlag – scheisse!
PLANET GOLF
GOLFSUISSE 06-18 19
PLANET GOLF
Birgit (DH, HCP 26.7) und Fredy (Zahnarzt, HCP 12.2) in Sagogn | Par 72 | Loch 11 | Par 4 HCP 12 | Herren 333 Meter, Damen 298 | Wetter sonnig | Platzzustand trocken.
SIE Bewundert die Aussicht auf die Rheinschlucht. Fragt, ob das da links unten jetzt dieser Plausch-Abschlag sei, von wo aus aber nur an Einladungs-Turnieren gespielt werde. Vermutet, dass man von dort eine wahnsinnig schöne Sicht aufs Vorderrheintal hat. Sie habe gehört, dass dort bei den Birken schon mal zwei Sex gehabt hätten. Zieht Augenbrauen und Schultern hoch und grinst verschmitzt. Teet den Ball auf. Meint: «Ich spiel schon mal, du mit deiner Länge musst ja noch nicht.» Sagt, dass sie sich ein bisschen rechts halte, weil die Bälle gerne den Schräghang runter ins Biotop rollen würden. Haut drauf. Beobachtet, wie der Ball rechts in die Grasinsel hüpft, die als Ground under repair, kurz GUR gekennzeich net ist. Sagt «Nix passiert, dort kann ich ja straflos drop pen». Wartet bis Fredy draufgehauen hat. Versorgt den Driver, latscht in Richtung GUR. Sucht gar nicht erst, sondern bringt gleich einen neuen Ball ins Spiel. Spielt ihr Lieblingshölzchen rechts oben in den Hang. Der Ball rugälät zum Hunderterpfosten.
h
frankbaumann.c ER Steht allein am Abschlag und geniesst die Aussicht. Beobachtet genervt den entgegenkommenden Flight, der soeben die Trolleys vor dem 15. Green abgestellt hat. Kann nicht draufhauen, weil zwei Spieler noch immer (genau unter seiner geplanten Flugbahn) an ihren Bägs herumhantieren. Macht gelangweilt drei Probeschwünge. Nimmt sich vor, einen Monsterdrive über den GUR, der die Spielbahnen 11 und 15 trennt, zu hämmern, sobald die «Vollpfos ten» weg sind. Muss warten, weil die Herrschaften auf dem 15. Grün nicht vorwärtskommen.
Wirft einen Blick auf den Plauschabschlag unten links, auf welchem vor Jahren zwei Einheimische vom damaligen Captain überrascht und mit zwei Strafschlägen für langsames Spiel gebüsst werden mussten. Denkt‚ das wäre mir nicht passiert (meint die Strafschläge). Auf dem Grün wird fleissig verschoben. Man könnte ja auch mal einen Putt schenken. Mault «Deppentruppe»!
Vermeldet, dass sie in Ilanz unten endlich die neue Migros eröffnet hätten und dass sie beide nachher unbedingt noch schnell dorthin müssten.
Das Grün ist frei, dem Drive steht nichts im Wege. Fast nichts. Der nächste Flight rückt wie Füsiliere der Bourbaki-Armee auf dem Fairway 15 an und latscht ihm direkt vor die «Flinte».
Schlägt ein Eisen 6, rechts in den Hang über dem Grün. Ruft «Komm Bubi! Roll!» und der Ball gehorcht und kommt schön brav drei Meter unterhalb der Fahne zu liegen.
Aufs eigene Fairway driven ist heikel, weil der Ball dann gerne nach links ins Biotop rollt. Straight über die GUR-Grasinsel wäre ideal, denn dann würde der Ball beim Hunderterpfosten landen. Wenn er ihn aber nur ein wenig verzieht, gefährdet er die entgegenkommen den Soldaten.
Betritt das Grün rechtwinklig zum Ball, bessert zwei alte Pitchmarken aus, puttet ohne den Ball vorher zu markieren und ohne zu zielen an die Fahnen stange, von welcher er nach rechts abprallt und in «Gimmi»-Distanz liegen bleibt. Fragt «Geschenkt?» nimmt den Ball auf, bewundert die Aussicht und freut sich auf die neue Migros.
18 GOLFSUISSE 06-18
Der Flight hinter ihnen kommt ans Tee 11. Und er hat noch immer nicht abgeschlagen. Er kann ja nicht, gopfertelli, wie soll er auch? Spielt, im Interesse des «Pace Of Play», ein gewürgtes Eisen 3. Hookt den Ball ins Biotop. Nimmt fluchend die Länge mit. Geht schliesslich mit einer Sieben vom ondulierten Grün. Und findet alles – inklusive schöne Aussicht, neue Migros im Dorf und Sex auf dem Plauschabschlag – scheisse!
COVER STORY
KOEPKA KONTRA TIGER BILANZ 2018
20 GOLFSUISSE 06-18
Brooks Koepka, Tiger Woods und rechts Koepka’s Coach Claude Harmon III.
COVER STORY
D
er Amerikaner Brooks Koepka gilt als Spieler des Jahres auf der PGA Tour. Doch prägten s peziell auch Tiger Woods und Francesco Molinari die Saison 2018. PETRA HIMMEL GOLFSUISSE 06-18 21
COVER STORY
in diesem Jahr nicht ansatzweise rütteln. In Europa nämlich bleibt Koepka verglichen mit Kollegen wie Jordan Spieth oder auch Dustin Johnson erst einmal der grosse Unbekannte. Dies, obwohl er, als einer der ersten Amerikaner, den Umweg über die europäische Challenge Tour für den Aufstieg an die Weltspitze bestritt. Sein allererstes Turnier als Profi bestritt er 2012 bei der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee, sein 27. Rang deutete damals noch nicht auf seinen rasanten Aufstieg hin. Anfang Oktober galt er auch als Nummer eins der Weltrangliste, bevor ihn Justin Rose mit dem Sieg beim Turkish Open von der Spitze verdrängte.
DAS COMEBACK DES JAHRES: TIGER WOODS
Hier lacht er noch, insgesamt war der Ryder Cup für Brooks Koepka und seine Kollegen eine Enttäuschung.
Überraschend, spektakulär, so spannend wie selten – wer das Golfjahr Revue passieren lässt, landet schnell bei Superlativen. Aufregende Momente gab es am laufenden Band, wobei es schwer fällt, die Nummer 1 unter all den Stars der Saison zu küren. Der Ryder Cup in Paris oder das Comeback von Tiger Woods, ein Team-Spektakel oder das Comeback das Jahres? Schwer zu sagen, was die Öffentlichkeit tatsächlich mehr in Atem hielt.
BROOKS KOEPKA: PLAYER OF THE YEAR DER PGA TOUR
Die Wahl zum Spieler des Jahres der PGA Tour war angesichts von zwei Major-Siegen nicht wirklich eine Überraschung. Major-Rekorde hat der 28-Jährige schliesslich in dieser Saison gleich mehrere aufgestellt. Mit drei Major- Siegen insgesamt zählt Koepka zum illustren Kreis von gerade einmal fünf Profis, welche drei Titel gewannen, bevor sie 29 waren. Und: Eine Titelverteidigung bei der US Open, die Koepka im Juni in Shinnecock Hills schaffte, gelang zuletzt Curtis Strange im Jahr 1989. Die US Open allein zu gewinnen, ist schwer genug. Zwei Jahre in Folge zu siegen, ist nach Ansicht vieler Spieler nahezu unmöglich. 22 GOLFSUISSE 06-18
«Koepka hat eine neue Form von Athletik auf die PGA Tour gebracht. Wir haben die Ergebnisse in diesem Jahr bei seiner wirklich historischen Saison bei den Major-Turnieren gesehen und bei seinem Top Ten Finish beim FedEx Cup», resümierte der Geschäftsführer der PGA Tour Jay Monahan nach der Preisver leihung zum Player of the Year im Oktober. Dabei war der Amerikaner Anfang Saison noch längere Zeit verletzt und hatte beispielsweise das Masters in Augusta auslassen müssen. Mit zwei Begebenheiten in dieser Saison schaffte es Koepka in sämtliche Schlagzeilen – nicht nur der Golfpresse. Beim Ryder Cup verzog der Amerikaner einen Drive und traf eine Zuschau erin ins Gesicht. Corine Remande verlor ein Auge und verklagte in der Folge den Veranstal ter. Überhaupt der Ryder Cup: Auch Koepkas Prügeleinlage mit Dustin Johnson sorgte für reichlich Beachtung auf Social Media und in der bunten Presse – weit mehr als seine zwei Major-Siege der Saison. So erfolgreich der 28-Jährige bei der US Open in Shinnecock Hills und bei der PGA Championship im Bellerive CC auch war, Imagepflege muss Koepka 2019 wohl auf jeden Fall betreiben. Am SuperstarStatus eines Tiger Woods jedenfalls konnte er
Die grösste und «längste» Überraschung des Golfjahres war sicher das Comeback von Tiger Woods. Schliesslich hat uns seine Geschichte von Weihnachten 2017 an bewegt und fasziniert bis heute. Ein 42-Jähriger, abgerutscht auf Position 1199 in der Weltrangliste, versucht nach vier Rücken- und Beinoperationen den Weg zurück an die Spitze. Eine absurde Aktion, ein Marketing-Gag, könnte man meinen – und selbst bei einem Tiger Woods wollte niemand so wirklich an grosse Erfolgschancen glauben. Am 23. September 2018 war aus dem vermeint lichen Marketing-Gag Realität geworden. Da stand der Superstar mit Tränen in den Augen
COVER STORY
vor dem Clubhaus des East Lake Golf Club und hielt zum ersten Mal seit genau 1876 Tagen und zig Rückschlägen wieder einen Pokal in den Händen. Der Amerikaner hatte die Tour
die Einstellung des Jack-Nicklaus-Rekords von 18 Major-Siegen wieder realistisch geworden. Mit dem Ryder Cup dagegen hat er wohl endgültig abgeschlossen. Das weltgrösste Team Event im Golf, eine der grössten Sportver anstaltungen überhaupt, war auch in der Vergangenheit nie sein Ding. Aber in dieser Saison der Woods-Wunder hatten er selbst und die Heerschar seiner Anhänger auch hier auf die Sensation gehofft. Der Ryder Cup 2018 war zweifellos sensationell – die Leistung des Tiger Woods war es nicht. Mit einer Bilanz von 0 : 4 trug er wesentlich zur deutlichen 10,5 : 17,5-Niederlage gegen die Europäer bei.
Der Ryder Cup, da kann man sicher sein, hat in Paris an Unterhaltungswert und Attraktivität gewonnen. Championship gewonnen. «Ich kann es kaum glauben», lautete seine wortkarge Bilanz. «Zu Beginn des Jahres war das hier eine fast unglaubliche Aufgabe. Aber ich habe bewiesen, dass ich Fortschritte machen konnte, und alle Steinchen zusammengesetzt. Auf dem letzten Loch heute musste ich mich wirklich anstren gen, nicht zu weinen.» An die Weltspitze ist der 14-fache Major- Champion damit längst zurückgekehrt. Anfang November wurde Woods auf Position 13 der Weltrangliste geführt. Der Fokus in der Saison 2019 wird nun auf dem nächsten Major-Titel liegen. Für Woods ist nach seinem Comeback
EUROPAS SPIELER DES JAHRES: FRANCESCO MOLINARI
Der Ryder Cup in Paris war ein fulminantes und beeindruckendes europäisches Schauspiel. Bei dieser Veranstaltung, so das Fazit, passte eben einfach alles zusammen. Zwei Teams voller Weltklassespieler und grosser Namen trafen in Paris aufeinander: Dustin Johnson, Rory McIlroy, Tiger Woods, Phil Mickelson oder
Freude pur: Tiger Woods bei seinem ersten Sieg nach 1876 Tagen.
Die Zürcher Privatbanquiers Rahn+Bodmer Co. pflegen ihr Handwerk. Seit 1750.
Rahn+Bodmer Co. Talstrasse 15 8022 Zürich Telefon +41 44 639 11 11 www.rahnbodmer.ch
GOLFSUISSE 06-18 23 Anlageberatung und Vermögensverwaltung
COVER STORY
Justin Rose. Das Who is Who im Golfsport lief auf den Fairways von Le Golf National auf. Dass es im unterlegenen Team der Amerikaner obendrein noch reichlich «menschelte», sich die Herren Dustin Johnson und Brooks Koepka bei der Schlussparty der Europäer ein wenig prügelten und ein beleidigter Patrick Reed in der New York Times vor allem dreckige Wäsche wusch, hat dem Bekanntheitsgrad der Veran staltung nicht geschadet. Der Ryder Cup, da kann man sicher sein, hat in Paris an Unterhal tungswert und Attraktivität gewonnen. Europas neuer Frontmann trug ganz erheblich dazu bei. Francesco Molinari, durch seinen Erfolg bei der British Open ohnehin Europas einziger Major-Sieger dieser Saison, lief in Paris zur Höchstform auf. Fünf Punkte aus fünf Einsätzen, das hat vor dem Italiener noch kein einziger Europäer geschafft. Der ruhige und an sich unauffällige Mann aus Turin avancierte damit zum Player of the Year, zumindest aus
europäischer Sicht. Seine Traumsaison nahm ihren Anfang mit dem Sieg bei der BMW PGA Championship in Wentworth, bald danach kam der Erfolg beim Quicken Loans National, und sie wurde gekrönt vom British-Open-Erfolg in Carnoustie vor Justin Rose. Zum Weltranglistenersten reichte es in diesem Jahr noch nicht, das bleibt wohl ein Ziel für 2019 auf der Liste des Italieners. Zumindest in diesem Punkt war ihm ein Ryder-Cup-Kollege voraus: Justin Rose gebührt in der Jahresbilanz 2018 wohl ebenfalls ein herausgehobener Rang. Der Brite, inzwischen 38 Jahre alt, legte wie Molinari seine bis dato beste Saison hin. Mit einem Sieg auf der US PGA im Mai und der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Turkish Airlines Open im November platzierte er sich nicht nur erstmals in seiner immerhin 20-jähri gen Profikarriere auf Position 1 der Weltrang liste, sondern knackte mit dem Sieg bei den FedEx Cup Playoffs auch noch den grössten
Preisgeld-Topf in den USA. «Dass ich die Nummer 1 der Welt bin, sorgt zwar nicht dafür, dass ich bei jedem Start schon am ersten Tee eins unter liege, aber es ist auf jeden Fall etwas, auf das ich stolz bin», lautete die Bilanz des Mannes, der die Phalanx der Europäer an der Weltspitze anführt. Während Rose und Molinari in dieser Saison für reichlich Aha-Effekte sorgten, hätte man von anderen Europäern wohl mehr erwartet. Der Superstar Rory McIlroy gewann zwar das Arnold Palmer Invitational, konnte bei den Major-Turnieren aber nicht punkten. Es erging ihm ähnlich wie seinen hochfavorisierten amerikanischen Kollegen Justin Thomas, Jordan Spieth oder auch Dustin Johnson: Bei den Major-Turnieren, jenen Veranstaltungen, um die sich an der absoluten Weltspitze eigentlich alles dreht, lief der Kollege Brooks Koepka zum klaren Spitzenreiter der Saison auf.
FRAUEN
22 SIEGERINNEN, EINE DOMINIERT
Ariya Jutanugarn aus Thailand ist die klare Nummer eins bei den Frauen.
24 GOLFSUISSE 06-18
COVER STORY
Open-Sieger und klarer Leader im Team Europa beim Ryder Cup: Der Italiener Francesco Molinari.
Die Schwedin Pernilla Lindberg gewann überraschend bei der ANA Inspiration, rechts nach dem obligaten Sieger-Sprung in den Teich. Ganz oben steht ein komplizierter Name: Ariya Jutanugarn. Seit kurzem 23 Jahre jung, ist die Thailänderin die Nummer 1 der Welt, dazu die herausragende Proette des Jahres. Aggressiv und furchtlos ist das Spiel der Asiatin, die weit grösser und kräftiger ist als ihre ein Stück weit weniger erfolgreiche Schwester Moriya. Schon dreimal siegte die zwei Jahre jüngere Ariya in diesem Jahr, der Erfolg bei der US Women’s Open bedeutete ihren zweiten Major-Titel. Ihr Vorsprung in der Wertung zur «Spielerin des Jahres» war schon drei Turniere vor Schluss der Saison so hoch, dass ihr der Titel nicht mehr zu nehmen war. Im 2018, dem Jahr, in dem sich im Frauengolf eine Reihe neuer Namen in die vordere Reihe drängte, holte Jutanugarn sich zum zweiten Mal in drei Jahren den Titel als erfolgreichste Spielerin.
«Ich habe in dieser Saison gut gespielt, und für mich ist es eine grosse Ehre, meinen Namen wieder auf dem Pokal zu lesen», bilanzierte sie ruhig. Nur ein Sieg für Korea Jutanugarns Dominanz bewirkte zum Teil das Aufbrechen der Phalanx südkoreanischer Proetten, die über Jahre hinweg die vorderen Plätze in allen Bestenlisten für sich beansprucht hatten. Das hat sich inzwischen geändert. 22 verschiedene Spielerinnen siegten 2018 auf der amerikanischen LPGA, die als die weltweit stärkste Tour gilt. Mit Sung-hyun Park holte sich nur eine Südkoreanerin einen der Top-Titel, den der Women’s PGA Championship. Bei der Evian Championship gewann mit Angela Stanford ein Routinier im Frauengolf.
Überraschend aber kamen die europäischen Erfolge bei der ANA Inspiration und der Women’s British Open. Der Schwedin Pernilla Lindberg gelang ein klassischer Aussenseitersieg. Georgia Hall dokumentierte mit ihrem Triumph bei der Women’s British Open, dass sie zu Recht unter den Top Ten der Welt geführt wird. Dort herrscht inzwischen wieder ein etwas ausgeglicheneres Verhältnis. Vier Koreanerinnen waren Anfang November noch immer im illustren Kreis vertreten; Georgia Hall als beste Europäerin, Minjee Lee aus Australien, Lexi Thompson aus den USA und Brooke Henderson aus Kanada sorgten aber doch für eine insgesamt gemischte Szenerie in der Weltrangliste.
GOLFSUISSE 06-18 25
HINTERGRUND
DIE BESTEN
GOLF GAMES 26 GOLFSUISSE 06-18
HINTERGRUND
GOLFSUISSE 06-18 27
Virtuelles Golf auf iPhone oder PlayStation kann wohl kaum mit dem echten Spiel draussen mithalten. Für den Winter sind sie aber eine spielerische Alter native. Hier eine Übersicht über die besten Golf Games aller Zeiten. SEBASTIAN BUROW Kurz nach seinem Comeback in diesem Früh jahr spielte Tiger Woods die Schlussrunde der Honda Classic auf dem PGA National von Palm Beach Gardens mit Sam Burns aus Shreveport, Louisiana. Mit seinem Idol konnte der 21-jäh rige Rookie von der Web.com Tour bis dato nur virtuelle Runden auf der Videokonsole spielen. «Dafür werde ich ewig dankbar sein», sagte der junge Mann im Anschluss an seine Runde leicht schwärmerisch. Burns nahm Woods übrigens zwei Schläge ab, doch die von Verletzungen geplagte Golflegende war wieder im Rampen licht. Ganz real auf dem Platz. Es gibt nicht viele Sportarten, die sich ähnlich gut wie Golf in die virtuelle Welt übertragen lassen. Während der letzten drei Jahrzehnte 28 GOLFSUISSE 06-18
wurde fleissig daran gefeilt, Breaks auf dem Putting-Grün, Backspin und die Energieüber tragung im Impact realistisch zu machen und typische Gesten, Bewegungen und die Mimik grosser Legenden mehr oder weniger gefühls echt greifbar zu animieren. Viele Millionen flossen in die Entwicklung – und in die Taschen der Testimonials wie Tiger Woods.
DIE AUSWAHL
Der Spiele-Gigant Electronic Arts brachte schon 1994 die erste «PGA Tour Golf» auf den Markt, die von 1998 bis 2013 mit dem Zugpferd Tiger Woods punkten konnte. Nach dessen Eskapaden und dem sportlichen Einbruch pausierte EA die Reihe und versuchte 2015 mit «Rory McIlroy PGA Tour» noch einmal einen Neuanfang. Im Mai dieses Jahres wurde bekannt, dass die PGA Tour die Namensrechte an den Entwickler HB Studios vergeben hat, der seit 2014 die «The Golf Club»-Reihe aufbaute.
«THE GOLF CLUB 2019» (PLAYSTATION 4 UND XBOX ONE)
Im Herbst lancierte HB Studios die vielgelobte Ausgabe «The Golf Club 2019», das realitätsnahe Golf-Videospiel für PlayStation 4 und Xbox One für 49.99 Euro. Dabei erfahren die Spieler den harten Weg eines Tour-Profis über die Quali fiying School, Web.com Tour und die PGA Tour bis hin zu den FedExCup-Playoffs. Klar kann man auch hier gegen Freunde oder Golfer aus
aller Welt im Online-Modus spielen. Egal, ob im Matchplay, Vierball oder weiteren Formaten. Wer will, kann sich hier sogar einen eigenen Golfplatz bauen.
«PGA TOUR GOLF III» (SEGA MEGA DRIVE)
Eine grosse Fangemeinde treuer Gamer würde versichern, dass die Serie PGA Tour von Electronic Arts den absoluten Höhepunkt erklommen hatte, noch bevor die kanadischen Entwickler Tiger Woods anheuerten. Fünf PGA-Spiele gab es von Sagas Hitmen Produc tions in 16-Bit mit einfachem Drei-Tap-Steuer schema und bei vielen Spielmöglichkeiten als echter Golfer. Seit drei Jahren heisst das Spiel «Rory McIlroy PGA Tour», wird aber von Electronic Arts nicht mehr weiterentwickelt.
«MARIO GOLF: ADVANCE TOUR» (GAME BOY ADVANCE)
Auch bei Nintendos schnauzbärtigem Maskottchen trifft zu, dass die besten Golf spiele die Möglichkeit bieten, wie ein Profi zu zocken. «Mario Golf: World Tour» wurde designt von Hiroyuki Takahashi und Shūgo Takahashi und am 22. April 2004 mit einem Paukenschlag veröffentlicht. Für die Nintendo- 3DS-Familie zeigen Mario, Luigi & Co. auf dem Golfplatz ihr Können und fordern Spieler aus aller Welt im Online-Modus heraus. Die Mario-Golf-Serie ist bezaubernd zeitlos und
HINTERGRUND
© Andri Pol, Bern
T R O P S N E VON SPIT Z T R O S G N I N I A R T S BI hweiz: der Sc e t t e c Fa illionen t jede d 360 M ahr förder n u s r lo n s o J v Swis ewinn ahr für erem G rstützen wir J Projekte s n u it M n unte meinnützige m. Franke e Soziale g d 0 n 0 u ’0 lt 5 über 1 Sport, Umwe eck ur, lt u K uterzw /g h aus .c slos uf swis Mehr a
GOLFSUISSE 06-18 29
HINTERGRUND
dafür bekannt, dass sie komplexes Golf Gameplay mit Spielelementen verbindet, die es so nur in einem Mario-Spiel geben kann.
«EVERYBODY'S GOLF WORLD TOUR» (PLAYSTATION 3)
Kuhglockengeräusche und ein markantes «Ping», wenn der Ball ins Loch fällt, sorgen bei «Everybodys Golf: World Tour» von Sony für unverwechselbare Action. Die Mechanik mit einem modifizierten Drei-Tasten-System ist entschieden Old School, wie es bei der PGA Tour fast zwei Jahrzehnte zuvor populär wurde. Aber der lässige Stil und die schlagkräftige Optik sorgen nach wie vor für ein einzigartiges (Golf-) Erlebnis.
«THE MASTERS» (PLAYSTATION 3, XBOX 360, WII, MICROSOFT WINDOWS, IOS, MAC OS)
Ein Umdenken von Spiele-Multi Electronic Arts brachte neuen Pep in die Tiger-Woods-Serie. Seit 1998 hatten über mehr als ein Jahrzehnt die jährlichen Neuauflagen den Fortschritt von Xbox 360 und PS3 begleitet, dann kam das Masters. Besonderheiten: Steuerung mit bewegungssen sitivem Controller und historische Herausfor derungen, die bis ins Jahr 1958 zurückreichen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Spielereihe konnte man den geheiligten Boden des Augusta National betreten und die gewaltige Geschichte und Tradition des Masters Tournament selbst erleben. The Masters hat für jeden Golf-Fan etwas zu bieten und gilt (nach wie vor) als absolutes Must-Have-Spiel.
«SID MEIER’S SIM GOLF» (WINDOWS PC)
Sid Meier’s Sim Golf dürfte eher nicht als klas sisches Golfspiel bezeichnet werden, sondern eher als ein Golfresort-Aufbauspiel aus dem Genre Wirtschaftssimulation. Es wurde im Jahr 2002 vom Entwicklerstudio Firaxis unter Sid Meier für den Windows-PC entwickelt und von EA Games veröffentlicht. Ziel des Spiels ist es, mit Tastatur und Maus als Steuerung einen Golfplatz aufzubauen und zu verwalten sowie mit einem Golfspieler an Herausforderungen und Turnieren teilzunehmen.
«LINKS 2004» (XBOX)
Links 2004 zählt noch zu den Urgesteinen, die als Grundlage für moderne Games dienten. Auch wenn hierbei die Schwungmethode eher analog und gealtert herüberkommt und von vielen Spielen seither überholt wurde. Bahnbrechend waren aber immerhin die Online-Modi über Breitband, mit denen man zum ersten Mal und zudem ziemlich flott für die damaligen Verhält nisse gegen Kollegen abschlagen konnte. 30 GOLFSUISSE 06-18
Wem die Auswahl noch nicht genügt, dem präsentieren wir hier neun weitere spezielle Golfspiele in Kurzform. Golf Mobile Einfaches Gameplay mit 3D-Grafik, HDBildern, GPS-Tracking und exakten Nach bildungen berühmter Golfplätze. Golf Star Mobiles Mehrspieler-Golfspiel in Echtzeit mit cooler Grafik, realistischer Spielphysik und verschiedenen Modi. King of the Course Golf 3D-Golfspiel, das realistische Elemente des Sports mit anderen kombiniert. Spieler durchlaufen eine Map und müssen Sterne sammeln. Let’s Golf Fünf Löcher pro Tag gratis spielen, verschie dene Modi, Realitätsnähe und grosse Vielfalt. Nova Golf Sorgt für Unterhaltung mit realistischem Ballflug, 3D-Grafik, anpassbaren Charakteren, verschiedenen Modi und Multiplayer- Möglichkeit.
John Daly’s ProStroke Golf PlayStation-Move-Unterstützung, zahlreiche Spielmodi, 16 aufwendig modellierte Golfplätze und John Daly als möglicher Gegner. Sport Champion In verschiedenen Sportarten können sich bis zu vier Spieler in mehreren Schwierigkeits stufen messen. Wii Sports Mehrere Sportspiele, die über die Wii-Fern bedienung gesteuert werden, was zu einem natürlichen, intuitiven und realistischen Spielerlebnis führt – der Spieler schwingt selbst. Kinect Sports Season Bewegungsgesteuerter Sportspass auf XBox 360 mit mehreren Sportarten, aufregenden Features, abwechslungsreichen Modi, realistischer Bewegungserkennung, witziger Grafik und motivierender Community- Funktion.
PROMOTION
JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE 2018 Auch dieses Jahr nahmen wieder rund 500 golfbegeisterte Jaguar und Land Rover Liebhaber an den fünf Qualifikationsturnieren der JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE auf einigen der schönsten Golfplätze in der Schweiz teil. Die Sieger der traditionsreichen Turnierserie wurden Mitte September auf dem Golfplatz Wylihof gekürt. Bereits zum 35. Mal durfte die JAGUAR Land Rover Schweiz AG ihre golfbegeisterten Kunden an der JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE begrüssen. An fünf Qualifikationsturnieren zwischen Juni und August traten rund 500 Teilnehmer mit ihren Spielpartnern auf den Golfplätzen von Niederbüren, Montreux, Limpachtal, Engelberg und Sempachersee gegeneinander an, um sich sportlich zu messen. Das beste Brutto-Team wie auch die ersten vier
Netto-Teams konnten sich dabei für das Landesfinale auf dem Platz des Golfclubs Wylihof qualifizieren. Die sportlichen Highlights auf den Golf plätzen und die kulinarischen Genüsse bei den Dinners in den Clubrestaurants wurden von den zahlreichen Aufmerksamkeiten und Give-aways der langjährigen Sponsoren Habanos Intertabak, Titleist, Cross, PerrierJouët sowie ZENITH glanzvoll abgerundet.
Stars neben den Greens waren in diesem Jahr der brandneue I-PACE, der im Juli als erstes Fahrzeug der Jaguar-Familie mit reinem Elektroantrieb lanciert wurde, sowie der Range Rover Velar, der zum «World Design Car of the Year 2018» gekürt wurde. Die Turnierteilnehmer nutzten begeistert die exklusive Gelegenheit zu Probefahrten mit diesen und weiteren aktuellen Modellen von Jaguar und Land Rover.
ERGEBNISSE JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF FINAL 2018 Bruttowertung über 18 Löcher 1. Grünig Daniel GC Rheinblick Müller Christoph GC Rheinblick
Brutto
Netto
Nettowertung über 18 Löcher 1. Kälin Daniel ASGI Mäder Oliver Lägern
24.0 23 9.7
41
2. H eltai Thomas K. Schweiger Patrick
11.9 4.4
30
39
3. Breitenmoser Bruno Waldkirch Breitenmoser Andreas OSGC
9.6 12.5
27
38
Longest Drive Damen, Hole 6 GELB, Champagne Perrier-Jouët Barillon Florence Montreux
192
Longest Drive Herren, Hole 1 BLAU, Habanos Intertabak Wettstein Yves St. Apollinaire
338
Nearest-to-the-Pin, Hole 5 GELB, Cross Kälin Sandra Ybrig
6.60
Nearest-to-the-Line, Hole 9 BLAU, ZENITH D’Incau Nicolas Les Bois
0.81
GC Rickenbach Golf du Rhin-Chalampé
Hcp
4.1 35 3.4
40
m
m
m
m
GOLFSUISSE 06-18 31
PEOPLE & PLÄTZE DOMINIQUE REY
DER GOLFER MIT ZWEI HANDICAPS «International» gibt es nur ein Handicap. Der Genfer Dominique Rey hatte für einige Jahre zwei: Rechtshändig lag sein bestes Handicap bei +2,3, als Linkshänder bei 8. Wie es dazu kam, erzählt er GOLFSUISSE. MARTIN HODLER
«Ich bin, leider oder zum Glück, wie ein Schwamm, der immer wieder Neues aufnehmen will», sagt der heute 53-Jährige, der vor vierzig Jahren zufällig zum Golfsport kam. Damals zügelte seine Familie an die Elfenbeinküste und wohnte im Hôtel du Golf in Abidjan. Da es zu heiss war, um Tennis zu spielen, nahm ihn sein Vater auf den Golfplatz mit. Nach einem Jahr hatte Dominique Rey bereits Handicap 9. Obwohl er Linkshänder ist, habe er mit rechts begonnen, denn im lokalen Golfclub gab es damals keine Links-Schläger. Bereits mit 14 Jahren buchte er seinen ersten Erfolg: Er gewann die Netto-Clubmeisterschaft. Der Preis war noch besser, denn er durfte am ProAm des «Ivory Coast Open» im Flight mit Gary Player teilnehmen, unter den Augen des damaligen Staatspräsidenten Houphouët- Boigny, wie er sich erinnert.
GOLF TOTAL Auch beruflich drehte sich bei Dominique Rey fast alles ums Golfen. Nach dem Abschluss als eidgenössisch diplomierter Sportlehrer besuchte er die San Diego Golf Academy. Rey war unter anderem Projektleiter beim Bau des Golf Club d’Alsace und Manager im Golf & Country Club Basel, und heute ist er Partner der Firma «Le Bureau Office Assistance & Concierges Services SA», die unter anderem Golf-Events und Reisen organisiert. Rey hat einen Sohn, Nicolas (Clubmeister 2018 in Genf, Handicap 0,9), und eine Tochter, Viviane (Handicap 14).
32 GOLFSUISSE 06-18
Nach der Rückkehr in die Schweiz bildete er sich zum Sportlehrer aus, spielte leidenschaftlich Golf und gewann 1988 das Championnat du Léman. 2002 wurde er Amateur-Schweizermeis ter, und drei Jahre später spielte er mit 65 Schlägen den Platzrekord in Bossey. Im Laufe der Jahre war Rey Mitglied sämtlicher National mannschaften und er ist heute noch im Senioren-Team. Trotz dieser Spitzenresultate nennt sich Rey scherzhaft «Poulidor des Schweizer Golfs». Er erlebte Ähnliches wie der französische Radprofi Raymond Poulidor mit seinen drei zweiten und fünf dritten Plätzen bei der Tour de France zwischen 1962 und 1976. Rey musste sich bei den Amateur-Turnieren öfters hinter den damaligen Topspielern, wie Thomas Gottstein, Markus Frank und Carlos Duran, mit einem Ehrenplatz begnügen.
EINE NEUE CHALLENGE: LINKS
Vor acht Jahren bekam Dominique einen Schrecken, wie er für gewöhnliche Golfer fast nicht nachvollziehbar ist: Sein Handicap wurde, nach 25 Jahren im Plusbereich, auf 0,0 angeho ben. Der Anfang vom Ende für einen Topspieler. «So kann das nicht weitergehen! Schrittweise schlechter spielen, das macht keinen Spass», sagte sich Rey. «Eine neue Herausforderung musste her. Eine Situation, die es mir gestattet, mich bis ins hohe Alter kontinuierlich zu verbessern. Sonst macht Golf doch keinen Sinn!» Und so begann er, ausschliesslich links zu spielen, wohl wissend, dass es nicht einfach sein würde, links dasselbe zu fühlen wie im Rechts schwung. Doch auch hier zeigte sich der schnelle Erfolg: Nach nur einem Jahr spielte das Bewegungstalent links Handicap 8. «Zuerst war ich links ein Anfänger, aber nur bezüglich
Körpergefühl. Der Kopf wusste genau, was zu tun ist. Das ist ein Riesenunterschied zu jemandem, der neu mit dem Golfspiel beginnt. Ich hoffte natürlich, mein Niveau rechts trotzdem beibehalten zu können. Das klappte leider nicht. Ich musste deshalb wieder beide Seiten trainieren, nahm von nun an beide Sets auf die Driving Range und schlug regelmässig Bälle rechts- und linkshändig.» Logischerweise stellte sich bald die Frage, ob man überhaupt zwei Handicaps haben kann. Die Antwort vom R&A in St Andrews lautete: Nein, international gibt es nur eines. Ein Club dürfe jedoch ein zweites Handicap ausstellen. Der Golf Club de Genève hat dies im Fall Dominique Rey gemacht mit der Bedingung, dass beim Linksspielen alle 14 Clubs Links schläger sein müssen, auch der Putter. Beim Rechtsspielen ist gemäss Golfregeln hingegen die Wahl der 14 Schläger frei. Je nachdem, ob er rechts- oder linkshändig spielen wollte, musste Rey jeweils ein kleines «d» (droite) oder ein kleines «g» (gauche) neben seinem Namen in die Teilnehmerliste eintragen. Heute besitzt Dominique nur noch eine ASG-Karte, weil er an Turnieren nur noch rechts spielt.
LINKS ODER RECHTS? DRAW ODER FADE?
Was würde Dominique Rey tun, wenn seine beiden Handicaps ein sehr tiefes Niveau erreichen würden? «Dann würde ich ein Set von sieben rechten und sieben linken Clubs wählen. So könnte ich jeweils den Schlag spielen, der mir gefühlsmässig am besten liegt.» Rey ist der Meinung, dass Golf fast ausschliesslich Gefühls sache ist und jeder gute Golfer gewisse Präfe renzen hat. Draw oder Fade, je nach Design der Spielbahn, Links-rechts- oder Rechts-links-Putt,
PEOPLE & PLÄTZE
Rechts und links höchst gefühlvoll: Dominique Rey.
je nach Neigung des Greens zum Loch. Aus diesem Grund verwendet er manchmal beim Rechtsspielen zwei Putter oder den «Double Face Ping Manganese Bronze 1A». Er fragt sich aber auch, ob ein gemischtes Set mit einem Links- und einem Rechts-Driver noch mit Fairplay vereinbar wäre. «Vom Tee aus die jeweils beste Variante wählen zu können, wäre ein riesiger Vorteil für mich und in diesem Sinn unrechtmässig», ist er überzeugt. Rey ist auch ein Gentleman, dem der «Spirit of the Game» am Herzen liegt.
KEIN KARRIEREENDE IN SICHT
Nachdem der Coup mit dem Linksspielen gelungen ist, sucht er bereits wieder einen neuen Challenge, diesmal mit dem Rechtsschwung: Er will nicht mehr, wie ursprünglich gelernt, den Ball mit den Armen und Händen schlagen, sondern primär mit dem Oberkörper «à la Matt Kuchar, Zach oder Dustin Johnson». Das gibt mehr Länge und mehr Regelmässigkeit. Inspiriert wurde er durch den englischen Coach Mike Beaumont und seinen Freund Keith Marriott, Head Pro in Genf, die gegenwärtig an
einer «Modernisierung» des Schwungs von Raphael de Sousa arbeiten. Genau wie beim Umstellen auf Links sagt der Golf-Eventmana ger: «Der Kopf weiss wie, der Körper fühlt es aber noch nicht.» Erst wenn sein Körper die Bälle schlagen kann, ohne dass ihm sein Kopf sagen muss, wie, werde er wieder nationale Turniere spielen, behauptet der 53-Jährige und erhofft sich erneut ein «gewisses Verbesserungs potential». Mit anderen Worten: Er ist auf dem besten Weg, wieder ein Plus-Handicap-Spieler zu werden. GOLFSUISSE 06-18 33
PROMOTION
FÜNF PREMIUM-GOLFCLUBS GRÜNDEN EXKLUSIVEN MITGLIEDERVERBUND
«PRIVATE PARTNER GOLF»
v.l. nach r. Ronnie Zimmermann, Manager GC Gstaad / Roland Meyer, Manager GC Wylihof / René Misteli, Präsident GC Wylihof / Jürg Moning, Manager GC Heidental / Philippe Werren, Präsident GC Gstaad / Markus Steiner, Manager GC Interlaken / René Ringgenberg, Vorstand GC Interlaken / Alfred Braunagel, Vorstand GC Interlaken / Christian Blaser, Vizepräsident GC Gstaad / Mario Rottaris, Manager GC Wallenried / Daniel Gauch, Captain GC Wylihof / Michel Andrey, Präsident GC Wallenried
Die mitgliederorientierten Golfclubs Gstaad-Saanenland, H eidental, Interlaken-Unterseen, Wallenried und Wylihof haben sich am 15. November 2018 zum Premium-Verbund «Private Partner Golf (PPG)» zusammengeschlossen. Diese Innovation im Schweizer Golfsport ermöglicht den Mitgliedern dieser fünf Golfclubs ab 2019 ein freies Spielrecht auf allen PPG-Anlagen. Dieses gilt sowohl für private Runden als auch für Clubturniere. Exklusivität und Mehrwert sind die Devisen der PPG-Initianten. 34 GOLFSUISSE 06-18
PROMOTION
Der Golfmarkt Schweiz hat sich in den letzten 15 Jahren und speziell seit der Entstehung von Organisationen clubfreier Golfer vor zehn Jahren stark verändert. Clubfreie Golfer machen rund 45 Prozent der aktiven Golfer in der Schweiz aus. Sie sind in der Association Suisse des Golfeurs Indépendants (ASGI) und der ASG Migros GolfCard organisiert. Beide Institutionen bieten ihren Mitgliedern attraktive Angebote, basierend auf einer Niedrigpreisstrategie. Demgegenüber besteht eine Vielzahl von privaten Golfclubs und mitgliederorientierten Golfplatzbetreibern, die Eintritts- und jährlich zu entrichtende Mitglie derbeiträge verlangen. Dieser Umstand hat im Golfmarkt eine Polari sierung mit zwei unterschiedlichen Philosophien zur Folge: «pay & play» contra «Members-Clubs». Den Bedürfnissen beider Kundengruppen gleich gerecht zu werden, ist für Anlagebetreiber unmöglich. Zu den veränderten Ansprüchen kommen bewusstere Kaufentscheide in dem Sinn, dass immer mehr Kunden flexibel bleiben und selbst bestimmen möchten, was sie wann und wo konsumieren. Die Bereiche Freizeit und Sport bilden da keine Ausnahme.
besser positionieren,» erklärt Christian Blaser, Vizepräsident des Golfclubs Gstaad. «Gemeinsam werden wir ein familiäres Club leben und die traditionellen Werte des Golfsports leben. Zudem können wir untereinander neue Turnier- und Wettkampfformate austragen, was
den Austausch und das Clubleben enorm bereichern wird,» ist Daniel Gauch, Captain im Golfclub Wylihof überzeugt. «Ich bin sicher, dass sich dieses Modell in der Schweiz bei den Mitglie derclubs im Premiumsegment durchsetzen wird.» so Markus Steiner, Manager GC InterlakenUnterseen.
«DURCH DIE FREIE NUTZUNG VON FÜNF HOCHWER TIGEN GOLFANLAGEN IN DER REGION, KÖNNEN WIR UNSEREN MITGLIEDERN EINEN EXKLUSIVEN MEHRWERT BIETEN. AUCH FÜR NEUGOLFER UND CLUBFREIE SOLL DER CLUBBEITRITT ATTRAKTIVER WERDEN» stellt Jürg Moning, Manager des Golfclubs Heidental erfreut fest.
WESENTLICHER MEHRWERT
Diesen Bedürfnissen tragen nun fünf mitglieder orientierte Golfclubs im Premiumsegment Rechnung. Mit der Gründung des Private Partner Golf-Verbundes wird den Mitgliedern der ihm angehörenden Golfclubs ein wesentlicher Mehrwert geboten, indem sie auf allen PPGAnlagen kostenlos freie Golfrunden und Clubturniere spielen können. Mit diesem Angebotsausbau und der Leistungserweiterung sollen gleichzeitig die Attraktivität eines Clubbeitritts für clubfreie Golfer und Einsteiger gesteigert werden. Die PPG-Gründungsmitglieder haben vereinbart, gemeinsam ihre traditionellen Werte hochzu halten. Ein aktives Clubleben, freundschaftlich und sportlich geprägte Umgangsformen, die Geselligkeit sowie eine den hohen Ansprüchen genügende Gastronomie und ein vorzüglicher Dienstleistungsservice werden ebenso gross geschrieben wie eine gepflegte Infrastruktur mit guter Platzqualität. «Vor zwei Jahren haben wir mit der Erarbeitung des wegweisenden Konzepts begonnen. Viel Arbeit wurde investiert, um einen gemeinsamen Nenner zu finden», sagt Mario Rottaris Manager des Golfclubs Wallenried und Gründungspräsi dent PPG. «Intensive Diskussionen haben ergeben, dass die Individualität einer jeden Anlage beibehalten werden kann. Mit dem PPG können wir heute unseren Mitgliedern einen Mehrwert bieten und unsere Produkte am Markt
PANTONE Red 032 U 100% Cyan PANTONE 108 U PANTONE 347 U
Weitere Auskünfte erteilt: 100% Key Roland Meyer, Geschäftsführer Golfclub Wylihof, 4542 Luterbach Telefon: 032 682 28 28; E-Mail: wylihof@golfclub.ch GOLFSUISSE 06-18 35
PEOPLE & PLÄTZE
SERIE GOLF HISTORISCH (5)
DIE HELFER DER NATUR Er gilt als einer der Gründer der modernen Golfplatz-Architektur: Der Amerikaner Pete Dye.
Stararchitekten und verschiedene Stilformen kennzeichnen die Geschichte der Golfplatz-Erbauer. Die jüngste Herausforderung: der Klimawandel. PETRA HIMMEL
Renaissance oder Gotik, Klassizismus und Moderne: Dass in der Architektur unterschied liche Stile ganze Jahrzehnte geprägt haben, ist allgemein bekannt. Stararchitekten planen herausragende Museen oder Bürotürme, Architekturfans pilgern zu Gebäuden, die eine Epoche geformt haben. In der Golfplatzarchitektur verhält sich die Lage nicht anders – auch wenn die Geschichte der Plätze, die den Golfsport geprägt haben, nur wenigen Golfern ein Begriff ist. Tatsächlich aber sind es Männer wie Old Tom Morris oder Willie Park Jr. in den Frühzeiten, später Pete Dye oder John Fazio Stardesigner, die den Stil all jener Kurse, auf denen wir heute unterwegs sind, wesentlich mitgeprägt haben. Dabei war der Anfang eigentlich so einfach: Die Natur
36 GOLFSUISSE 06-18
PEOPLE & PLÄTZE
Pfund Sterling verlangte er in der Regel als Tageshonorar, dazu die Reisespesen. Zu den herausragenden Plätzen, die er designte, zählen Cruden Bay oder Muirfield. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren es die Küstenplätze, die den Golfsport beherrschten. Die mächtigen Dünen schufen eine perfekte Kulisse, der Wind erschwerte das Spiel und der Sandboden war einfach in der Pflege. Zum Pionier in Sachen Inlandgolfplätze wurde Willie Park Jr., der unter anderem für den international renommierten Platz von Sunning dale bei London verantwortlich ist. Er entdeckte
Unterschiedliche Grassorten wurden für verschiedene Platzflächen verwendet, Eisen bahnschwellen sorgten für die Verstärkung der Konturen bei Bunkern und Grüns. Holzpali saden wurden in Bunkerwänden und vor Inselgrüns verwendet. Zusammen mit Robert Trent Jones, Tom Fazio und auch Jack Nicklaus, der neben seiner Spielerkarriere eben auch als Designer aktiv war, prägte Dye die Golfplatz architektur bis heute. Spektakuläre Erdver schiebungen wurden fast schon Standard, ungewöhnliche Konstruktionen Normalität. In der Wüste Arizonas prangten tiefgrüne Fairways, in Sumpfgebieten entstanden Löcher.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besuchten amerikanische Architekten Grossbritannien und starteten in den USA einen ersten Boom im Golfplatzbau. das brachliegende Stück Land im hügeligen Westen, das durch seine Mischung aus Heide und Bäumen bis heute besticht, und baute 1890 den Platz von Sunningdale. Der allerdings wurde später von H.S. Colt umgebaut, der zu den besten britischen Golfplatzarchitekten zählte.
hatte an den Küsten Schottlands die Dünen geschaffen, die Löcher ergaben sich wie von selbst. Der Old Course in St Andrews, als der älteste Golfplatz der Welt, wird offiziell erstmals 1552 erwähnt. Damals erhielten die Bürger der Stadt vom Erzbischof John Hamilton das Recht verliehen, Golf zu spielen. Der Golfplatz direkt an der Küste entstand ohne die Hilfe von Architekten. Noch 1764 umfasste er 22 Löcher; da einige der Bahnen aber relativ kurz waren, machte man 18 daraus. Seitdem gilt diese Anzahl als Standard der Golfplatzarchitektur.
EIN PFUND ALS TAGESHONORAR
Old Tom Morris, der lange als Greenkeeper in St Andrews arbeitete und dort auch einige Löcher des Old Course umgestaltete, zählte bald zu den führenden Golfplatzarchitekten seiner Zeit. Ein
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besuchten amerikanische Architekten Grossbritannien und starteten in den USA einen ersten Boom im Golfplatzbau. Charles Blair Macdonald aus Chicago plante den ersten US-Meisterschafts platz National Golf Links und inspirierte Kollegen wie George Crump, A.W. Tillinghast und Hugh Wilson zu Plätzen wie Pine Valley, Baltusrol oder Merion. Wobei Pine Valley bis heute als die Nummer 1 aller Golfplätze weltweit gilt. Weit berühmter wurden allerdings andere: Alister McKenzie, ein Schotte, legte zusammen mit Bobby Jones die 18 Löcher von Augusta National an, die bis heute Austragungsort des US Masters sind. Cypress Point ist weniger bekannt, aber kein bisschen schlechter. Sein Landsmann Donald Ross verdiente sich mit der Anlage von Pinehurst No. 2 Meriten.
In den letzten 20 Jahren allerdings ist daneben auch zunehmend ein Trend zurück zur Natur und zum Minimalismus zu erkennen. Das Designer-Duo Ben Crenshaw und Bill Coore sorgt immer wieder mit zurückhaltendem Bau und gleichzeitig herausragenden Golfplätzen für Furore. Der zunehmende Wasser- und Platzmangel, Restriktionen beim Thema Dünger und vermehrte Wasserextreme stellen Golfplatz designer vor neue Aufgaben. Golfplatzbau muss nachhaltig sein und sich den Anforderungen durch das Klima und die zunehmende Bevölke rungsdichte stellen. Ein Golfplatz, einfach in eine Dünenlandschaft gebaut, ist heute zumindest in Europa kaum noch vorstellbar. Der letzte Investor, dem die Realisierung eines solchen Projektes gelang, war Donald Trump. Sein Platz Trump International in der Nähe von Aberdeen ist deshalb bis heute in der Bevölke rung stark umstritten. Inzwischen hat Golfplatz architektur ab und an eben auch durchaus politische Züge. St Andrews aus der Vogelperspektive.
PETE DYE: GRÜNDER DER MODERNE
Die 60er- und 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts gelten dabei allgemein als jene Phase, in der die sogenannte Moderne der Golfplatzarchitek tur begann. Als Initialzündung gilt dabei der Bau von Harbour Town Golf Links, den der Amerikaner Pete Dye in South Carolina anlegte. GOLFSUISSE 06-18 37
MY GAME WEIHNACHTEN
GUTE GABEN 25 FÜR GOLFER
Damit Sie gemeinsam mit Ihren Liebsten in der kommenden Saison noch freudvoller golfen können, haben wir einige Geschenke gesammelt, die unter den Weihnachtsbaum passen.
3 ALLES IM GRIFF
JuCad hat gleich mehrere Geschenkideen für Golfer mit hochwertigem Zubehör parat: Im Set III enthalten sind Rädertasche, Schlägertuch, Schlägerbürste, Ball- und Teehalter aus Neopren, Ballmarker-Set, zwölf Titanium-Golfbälle, Pitchgabel, Getränkekühler, Teleskop-Ballangel und 90 extralange Holz-Tees (Einzelpreis gesamt: 150 Euro, Setpreis: 100 Euro). Infos unter: jucad-fanshop.de
1 SUJET-STEMPEL
Das neue Golfballstempel-Geschenkset lässt keine Wünsche offen. Sie können eigene Sujets oder Bilder aus einer grossen Bilddatenbank auswählen und zudem den Stempel auch fixfertig mit Motiv unter den Weihnachtsbaum legen. Die Stempelplatte lässt sich selber auswechseln. Weihnachtsbonus: Velours-Stempeltasche, Stempelfarbe für über zwanzig Nachfüllungen, drei Nassau-Bälle und rotes Geschenk-Bag. Infos unter: crown-golf.ch, Preis: 134.– Franken
4 CARTOON-KALENDER
Mit dem Tischkalender (10,5 × 14,8 cm) von Beat Sigel starten Sie gut gelaunt in die Golfsaison 2019. Zwölf Cartoons zeigen Monat für Monat Golf von der lustigen Seite. Infos unter: sigelbook.ch, Preis: 14.90 Franken plus Versand
2 ÜBER DEN WOLKEN
Verschenken Sie eine Mitgliedschaft bei Swiss Golf Traveller in der Geschenkbox und damit verbunden viele wertvolle Privilegien wie beispielsweise der Gratistransport der Golfausrüstung. Bei der Wahl einer Zwei- oder Drei-Jahres-Mitgliedschaft gibt’s ein Coverbag von Wilson Staff im Wert von 199.– Franken dazu. Infos unter: swiss.com/golf
38 GOLFSUISSE 06-18
5 PING-PUTTER
Der Putter Fetch von Ping besticht durch zwei Besonder heiten: Ein Loch in Golfball grösse in der Mitte ermöglicht es, den Ball ohne Bücken vom Gras oder aus dem Fahnenloch aufzuheben. Und wie alle Modelle der neuen Sigma2-Serie bietet er eine jederzeit verstellbare Schaftlänge, so dass er auch wirklich jedem passt. Infos unter: ping.com, Preis: 285.– Franken
MY GAME
7 GROSSE GESCHENKAUSWAHL
Golf Center hat acht Filialen in der Schweiz und ein überaus umfangreiches Angebot an neuesten Produkten sowie attraktive Sales. Wir raten Ihnen: Schenken Sie doch einen Ausflug und Shopping-Bummel durch einen dieser Stores – vielleicht gepaart mit einem Fitting – und suchen Sie gemeinsam aus, damit das Produkt auch hundertprozentig passt. Hier finden Sie alle Infos zu den Golf Centers: golfcenter.ch
6 KÄLTESCHUTZ-KOLLEKTION
Bei der Herrenkollektion Norse sowie der Damenkollektion Oslo setzt Ping auf PrimaLoft-Gewebe, das vor allem aus dem Berg- und Wintersport bekannt ist. Diese künstlichen Daunenfasern sorgen für einen effektiven, feuchtigkeitsresistenten Kälteschutz, bleiben auch bei Nässe bauschig und trocknen schnell. Infos unter: pingcollection.com, Preise: 175.– Franken (Fleecejacke), 125.– Franken (Windbreaker), 240.– Franken (Herbstjacke)
10 EDLE DRIVES
Eine ganz besondere Freude können Sie mit einem edlen Driver von Honma machen. Um einen dieser Schläger herzustellen, braucht es bis zu hundert Mitarbeiter: So wirbt die Traditionsmarke aus Sakata. Beste Materialien und feinste Handarbeit erklären den Preis. Unser Tipp: Bei der Modell-Linie BeZeal535 (es gibt auch eine Ladies-Linie!) steht der Spielkomfort im Vordergrund und den Driver gibt es schon ab 699 Euro. Infos unter: honmagolf.com
8 RYDER-CUP-BRILLE
Um den Sieg beim Ryder Cup 2018 in Paris in bester Erinnerung zu behalten, eignet sich die Sonnenbrille Bollé Bolt besonders gut. Sie ist ultraleicht, bietet mit Halbkreisrahmen ein weites Sichtfeld und ist mit Wechselobjektiven für jedes Wetter geeignet. Infos: euroshop.rydercup.com, Preis: 170 Euro
9 KOMFORT TRIFFT STIL
Ecco hat seine Serie der Biom-Hybrid-3-Modelle erweitert, die es nun auch in gedeckteren Herbst-/Winterfarben gibt. Die Tri-Fi-Grip-Sohle sorgt für Stabilität, Langlebigkeit und Unterstützung bei der Rotation, und die Verwendung von Gore-Tex soll für hundertprozentige Wasser festigkeit sorgen. Das Racer Yak-Leder ermöglicht trotzdem gute Atmungsaktivität und ist erfreulich strapazierfähig. Infos unter: ecco.com, Preis: 240.– Franken (Boa-Schnürung: 270.– Franken )
11 SWISS EDITION
Der Sherpa Travel Cover ist der kompakte und ergonomische Reisebegleiter mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwei leichtgängige Inline-Rollen sowie ein Ziehgriff sorgen für einen komfortablen Transport. Eine Schuhtasche ist im oberen Bereich mit Klett integriert und kann jederzeit herausgenommen werden. Der Sherpa Travel Cover ist erhältlich in den Farben Rot, Schwarz und Blau. Infos unter: caligarigolf.ch, Preis: 150.– Franken
Unschlagbarer Preis PALKART «P1» Elektro Golf Trolley
• Robuste Konstruktion aus leichtem Alu • Leistungsstarker Motor/180 Watt .— • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • T-Griff für Rechts- und Linkshänder • Rahmen auch in schwarz erhältlich
“ENGLISH & GOLF”
INTERNATIONAL SUMMER SCHOOLS
599
In Colleges -‐ for Boys & Girls Exclusive programs in Ireland, England, Scotland The Experiences of a Lifetime!
Mit Blei-Vlies Akku ab CHF 599.–, mit Lithium-ION Akku ab CHF 699.–
Golf Sport Team Sagl ° Golf Travel Agency ° via chioso 32 ° 6983 Magliaso Promoting Golf & English holiday courses since more than 20 years Tel. 091 606 10 04 ° info@golfsportteam.ch ° www.golfsportteam.ch
ab CHF
at-hena Golf Center Bernstrasse 88, Dietikon/ZH, Tel 043 495 00 10
18052018_Inserat PALKART P1_ ASG 95x60-deutsch_AD.indd 1
www.palkart.ch
PALK ART 18.05.2018 11:23:44
GOLFSUISSE 06-18 39
MY GAME
12 GOURMET-HONIG
Bee-Family ist weit mehr als nur ein Honig und garantiert ein feines Geschenk. Mit dem Kauf des edlen Gourmet-Honigs aus artgerechter Bienenhaltung helfen auch Sie mit, dass die Bienen weiterfliegen. Infos unter: caligarigolf.ch, Preis: 59.– Franken 13 ÜBUNG MACHT DEN MEISTER
14 X-MAS-EDITION
Volvik präsentiert die neuen X-Mas-Verpackungen und macht das Päckchen Bälle zum idealen Geschenkset. Vier Vivid-Golfbälle mit festlichem Aufdruck – garantiert ein Hingucker. Infos unter: caligarigolf.ch, Preis: 20.– und 29.50.– Franken
PhiGolf ist ein Golfsimulator der modernen Art. Sie benötigen nur ein Smartphone, und schon können Sie eine Runde Golf auf einem virtuellen Kurs absolvieren. Zusätzlich gibt es den Driving Range Modus (Analysen) sowie eine Putt- Analyse. Üben Sie zu jeder Zeit an jedem Ort. Infos unter: caligarigolf.ch, Preis: 399.– Franken
16 MIT WEDGES VERTRAUEN
SCHENKEN
15 HANDARBEIT
17 BEREIT FÜR
DIE KÄLTE
An einem Paar WinterSofHandschuhen von FootJoy kommt kaum vorbei, wer bei kälteren Bedingungen auf die Runde gehen will. Der Winter-Golfhandschuh sorgt mit wild lederähnlichem Sure-Grip-Autosuede für beste Griffigkeit; Hand- und Fingerrücken bleiben trocken und warm durch wasserdichtes Weathershield Fleece, und eine Strickmanschette bildet den perfekt wärmenden Abschluss. Infos: footjoy.de, Preis: 33 Euro
Ein wirklich praktisches Geschenk wird ohne Zweifel für besonders grosse Begeisterung sorgen: Verschenken Sie Griffe von Golf Pride – idealerweise inklusive selber aufziehen (Stichwort: doppelseitiges Klebeband und Benzin) auf die Schläger Ihres glücklichen (Golf-)Partners. In Kombination mit der Eigenleistung macht das garantiert besonders viel her. Infos unter: golfpride.com, Preis: ab 19.– Franken pro Stück.
Die SM7-Wedges schenken für jeden Schlag mehr Vertrauen und Wedge-Leistung auf höchstem Tour-Niveau. Mit Progressive-CGDesign, Spin-Milled-Schlagflächen und den exklusiven Tour-Sohlenschliffen bieten die neuen Titleist Vokey Design Wedges mehr Spin, Kontrolle und Schlagkonstanz als je zuvor. Infos unter: titleist.de, Preis: 165 Euro (Stahl), 179 Euro (Graphit)
18 HALTUNGSNOTEN
Mit der Ausrichtungshilfe Aiming verschenken Sie ein praktisches Trainingshilfe-Tool zur Unterstützung, um beim Abschlag eine optimale Position einzunehmen und auch zu wahren. Vibrierende Impulse des 19 Gramm leichten Helfers zeigen an, ob Sie in der Ansprechposition richtig stehen. Infos unter: at-hena.ch, Preis: 179.– Franken
19 EASY DRIVE
Ein besonderes Angebot bietet der neue Golfomania Elektro Trolley Easy Drive mit Lithiumbatterie und Zubehörpaket (Transporttasche, Scorecard- und Schirmhalter, Batteriekorb und Ladegerät) inklusive dem wasserdichten Cart Bag Black’n’white. Infos unter: golfomania.ch, Preis: 1190.– Franken 40 GOLFSUISSE 06-18
MY GAME
20 PARADIES-GUTSCHEIN
Golfers Paradise wurde im Jahr 1987 gegründet – der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Oberrüti –, und seit Beginn sind zufriedene Kunden das oberste Gebot. Schenken Sie einen Wertgutschein für Golf-Equipment, der in einer der zahlreichen Filialen eingelöst werden kann. Infos: golfersparadise.ch/shop/gutschein-kaufen 21 GOLF & WEINGENUSS
22 REGENSCHUTZ
Mit Albatros Golf & Wine liegen Sie genau richtig! Schenken Sie Ihren Liebsten diese Weine mit den einzigartigen Labels mit dem GolfballFeeling. Das Set, bestehend aus den drei Rioja-Rotweinen Birdie, Eagle und Albatros, kommt im 3er-Geschenkkarton. Bezugsquelle: ibervinos.ch, Preis: 73.20.– Franken
Das Nexlite Rain Jacket von Mizuno wird mit einer Wassersäule von 20 000 mm und der Atmungsaktivität von 25 000 g als extrem wasserdicht bei starkem Regen eingestuft. Der Nexlite fühlt sich weich an und ist unglaublich leicht. Abnehmbare Ärmel machen die Jacke über die Jahreszeiten noch vielseitiger. Mit Packtasche zur Minimierung des Stauraums. Infos: golf.mizunoeurope.com, Preis: ca. 150.– Franken
24 ROGUE-
PHILOSOPHIE
23 JUBILÄUMS-FACELIFT
Der TiCad Tango gehört zu den Lieblingen unter den TiCad-Modellen und fällt mit seinen schwungvollen Titankurven sofort ins Auge. Der bereits zum Marktstart mit einem Red Dot Design Award ausgezeichnete Elektrotrolley der hessischen Manufaktur hat anlässlich seines fünfjährigen Jubiläums jetzt ein Facelift erhalten. Infos unter: www.ticad.de, Preis (mit GFK-Rädern): 3190 Euro
Die Rogue-W-Eisen richten sich an Golferinnen mit eher langsameren Schläger kopfgeschwindigkeiten und bieten dabei die beste Kombination aus Distanz, Genauigkeit und Spielbarkeit in einem Callaway-Eisen. Infos: callawaygolf.com, Preis für sieben Eisen: Preis: 1299.– Franken 25 SPEEDBACK JACKPOT
Sie müssen ja nicht gleich die One-Length-Eisen von Bryson DeChambeau setzen, aber mit dem King F9 Speedback Driver von Cobra knacken Sie bestimmt jeden Jackpot. Der PGA-TourStar packte den brandheissen Schläger in Las Vegas erstmals ins Bag und ging direkt als Sieger vom Platz – natürlich mit seinem unverkennbaren Tour Driver Cap von Puma. Infos: cobragolf. com, Preis: zirka 40.– Franken (Puma Cap) und 540.– Franken (Cobra Driver)
C
M
Y
CM
MY
CY
CMY
K
GOLFSUISSE 06-18 41
MY GAME
Autor Marcus Knight aus allen Lagen und Perspektiven.
LEHREN AUS DIESER SAISON ZIEHEN Eine grossartige Saison ist vorbei – ein langer Winter liegt vor uns! Die Frage bleibt: Was lerne ich, das mir hilft, im nächsten Jahr besser zu werden? MARCUS KNIGHT
Das ganze Jahr über verfolge ich meine Schützlinge, wie sie wunderbare Bewegungen auf der Driving Range machen. Wir diskutieren über das Golfspiel, und jedermann scheint klar zu sein, wie das auf dem Platz umgesetzt werden muss. Und doch höre ich die meiste Zeit, dass das auf dem Platz ganz anders war. Der Kopf ist leer oder so voller Schwunggedanken, dass gar nichts mehr geht. Dabei lässt sich die Schwung bewegung in fünf einfache Stufen gliedern: 1. Machen Sie sich ein klares Bild davon, was Sie mit Ihrem Golfschwung machen wollen und warum. 2. Packen Sie diese Gedanken in einen Probeschwung, der zu Ihnen passt. Er sollte sich komfortabel anfühlen, wie Ihr Tanzoder Laufstil. Fühlen, nicht denken. 3. Mit der Zeit sollten Sie diese Bewegung mit dem Ball unbewusst machen können, ohne Checklist. 4. Diesen schönen Vorgang sollten Sie auf den Platz übertragen können. 5. Letztlich wird Ihr einzigartiger Schwung auch unter Druck, während Turnieren oder wichtigen Golfrunden gelingen.
WAS SIE TUN SOLLTEN
Die «Arbeit» des Golfers ist es, SchlägerkopfGeschwindigkeit zu produzieren. Sie müssen 42 GOLFSUISSE 06-18
MY GAME
Risiken auf sich nehmen und mutig sein. Geschwindigkeit ist nicht möglich, wenn Sie nur ruhig und steif dastehen und alles kontrollieren wollen. Sie müssen das Bild eines grossen Schwunges im Kopf haben, der locker ist, um Ihren Kopf, der ruhig bleibt, herumschwingt, den Ball trifft und ausschwingt bis zur End stellung. Dann sind Sie bereit für Schritt 2.
PROBESCHWUNG
Ist nicht jedermanns Probeschwung prächtig anzuschauen? So sollte es sein. Besser als Ihr normaler Schwung. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Probeschwung besser ist. Wenn nicht, haben Sie ein ernsthaftes Problem! Benützen Sie den Moment des Probeschwunges, um die ideale Bewegung zu finden. Der sich anfühlt wie ein Traumschwung, den Sie im Kopf haben; von Ihrem Lieblingsgolfer oder jemandem, dessen Schwung Sie bewundern. Folgen Sie einfach den Bewegungen, wie Kinder, die dem Skilehrer hinterherfahren. Der Probeschwung ist das Letzte, das Sie machen, bevor Sie sich zum Ball begeben. Stellen Sie sicher, dass es eine optimis tische Bewegung ist. Nicht eine, die zusammen gesetzt ist durch eine Checklist in Ihrem Kopf.
AUF DER DRIVING RANGE
Sie haben soeben diesen schönen, fliessenden und optimistischen Probeschwung gemacht. Sie bewegen sich zum Ball, werfen einen letzten Blick auf das Ziel und lassen Ihren Schwung dem Gefühl folgen, das Sie beim Probeschwung hatten. Das Wichtigste dabei ist, dass Sie dem Gefühl vertrauen und die Kontrolle des Körpers aufgeben. Ihr Instinkt und Ihre Intuition wissen genau, was zu tun ist. Auf die gleiche Weise, wie wenn Sie sich in Bewegung setzen, springen oder tanzen. Das Problem liegt darin, dass wir ab einem gewissen Alter nicht mehr so einfach vertrauen; Kontrolle aufzugeben wird schwieri ger. Aber überlegen wir kurz. Es gibt nichts zu verlieren. Wir sind auf der Range. Es sind keine Punkte zu verlieren, und es gibt immer wieder neue Bälle.
JETZT SIND WIR AUF DEM PLATZ
Es gibt drei grosse Unterschiede, wenn wir auf dem Platz spielen: Das Gras ist unterschiedlich lang, wir haben selten eine flache, ebene Balllage und jeder Golfschlag ist «jetzt oder nie». Nun kommt der Moment, wo Sie etwas riskieren müssen – grosse Golfschläge kommen nicht von Sicherheitsschwüngen! Sie brauchen Geschwin digkeit, und Geschwindigkeit ist Risiko. Aber ist es nicht genau das Gefühl von Geschwindigkeit und Explosion des Schlägerkopfes, das uns süch tig macht? Stehen Sie zum Ball, denken Sie an einen perfekten Schlag, machen Sie einen fliessenden Rückschwung – die Geschwindigkeit braucht es erst im Abschwung – und seien Sie bereit für den Abflug!
GOLFTURNIER
Wir alle haben dieses Jahr Turniere gespielt, und die meisten von uns haben ihr Potential nicht abgerufen. Warum? Wir standen vielfach auf der Bremse, kontrollierten unseren Schwung, anstatt an uns zu glauben und es laufen zu lassen. Sie müssen sich vom Gedanken lösen, zwei Punkte an einem Loch zu verteidigen, sondern überzeugt sein, drei oder mehr Punkte zu gewinnen. Sie zahlen Ihre Rechnungen nicht mit dem nächsten Golfschlag. Auch Ihr Job steht nicht auf dem Spiel. Seien Sie locker und ent spannt und erinnern Sie sich, wenn Sie positiv am Ball stehen, dass dies das letzte Mal ist, dass Sie die Chance haben, diesen einen Ball zu einem grandiosen zu machen! Und wenn er nicht herausragend war, gehen Sie beim nächsten Ball durch denselben Ablauf, wieder und wieder – und dann nochmals. Mir ist klar, dass es jetzt Winter ist und kein Golfturnier mehr ansteht. Darum ist das der richtige Moment, Ihnen das zu schreiben. Beginnen Sie mit Schritt 1 sobald als möglich und arbeiten Sie sich durch. Mit Freude und Beharrlichkeit. Sie werden im Frühling vorbereitet sein wie nie zuvor. www.marcusknight.ch
Golf Medical Center – Schulthess Klinik Ihr bester Partner im Flight Medizinische Abklärungen mit schnellem Zugang zu den Spezialisten GolfFitness Training nach der Albatros Methode Weiterbildung für Fachpersonen: SwingFit = Direkte Zusammenarbeit zwischen Golfpros und GolfFitness-Trainer Save the date ! Informationsabend «Golf und die Hand» am 28. Oktober 2019 Inserat_GOLFSUISSE_2018.indd 1
Direct-Line: 044 385 75 52 E-Mail: golf@kws.ch www.schulthess-klinik.ch
GOLF 15.11.2018 11:17:15
GOLFSUISSE 06-18 43
MY GAME
SO SCHÜTZEN SIE DIE HANDGELENKE Unsere Handgelenke sind komplex und werden auf dem harten Winterboden speziell beansprucht. So schützen Sie sich vor möglichen Verletzungen. «Du musst den Schläger halten wie einen kleinen Vogel. So zart, dass du ihn nicht zerquetschst, und so fest, dass er nicht davonfliegt.» Ganz ohne Kraft, wie es der siebenfache Major-Sieger Sam Snead andeutet, geht es leider nicht. Natürlich halten wir den Putter ganz anders als den Driver. Es ist wichtig, sich schlag- und schlägerspezifisch einen festen, aber nicht verkrampften Griff anzueignen und die Handgelenke während des Rück- und Durchschwungs stabil zu halten. Viele Golfer vernachlässigen es, ihre Hand gelenke zu kräftigen, obwohl Verletzungen und Überlastungsschäden dieser einzigen Ver bindung zwischen dem Golfschläger und dem Golfspieler nicht selten vorkommen. Das Handgelenk sollte während des ganzen
Schwungs mit dem Ellbogen und dem Schultergelenk eine Einheit bilden (siehe Bilder «korrekt»). Passiert dies nicht, entstehen ungewohnte Kräfte, etwa durch das Abknicken in den Handgelenken im Rückschwung oder im Treffmoment (siehe Bilder «falsch»). Die Arm- und Handmuskulatur ist der ungewohn ten und unnatürlichen Belastung oft nicht gewachsen und es können Überlastungs beschwerden entstehen.
DIE HÄUFIGSTEN BESCHWERDEN
Um besser zu verstehen, welche Verletzungen das Handgelenk beim Golfen erleiden kann, müssen wir uns kurz mit der Anatomie befas sen. Das Handgelenk ist eine hochkomplexe Struktur mit einer Vielzahl von Knochen, Bändern und Muskeln. Sieben kleine Hand wurzelknochen bilden zusammen mit dem Vorderarm, der Speiche und der Elle das knöcherne Handgelenk. Die Handwurzel ermöglicht die Biegung und Streckung des Handgelenks, während Speiche und Elle im Sinne eines Drehgelenks die Vorderarmrota tion zulassen. Bänder halten die Handwurzel knochen zusammen und ermöglichen einen harmonischen Bewegungsablauf. Die Drehbewegung zwischen Speiche und Elle wird hauptsächlich durch einen faserigen Knorpel, den sogenannten Handgelenks meniskus, geführt. Normale Schläge und die richtige Technik vorausgesetzt, wirken sich im Augenblick des Treffmoments keine allzu grossen Kräfte auf die Handgelenke aus.
AKUTE VERLETZUNGEN
Autoren – Gabi Tobler, Head Instructor Albatros Training – André Bossert, Playing Pro und Golf-Experte GMC – Dr. med. Daniel Herren, Chefarzt Handchirurgie, Schulthess Klinik – Dr. med. Tomas Drobny, Leiter Golf Medical Center, Schulthess Klinik 44 GOLFSUISSE 06-18
Anders ist es aber, wenn der Ball im Rough oder im hohen Gras liegt. Bei diesen Schlägen ist viel Kraft im Handgelenk erforderlich. Schwache Handgelenke reagieren nach kurzer Zeit mit Schmerzen. Verletzungsgefahr droht auch, wenn der Ball in misslicher Lage gespielt werden soll (Steine, Wurzeln, Bäume usw.) und der Schläger abrupt
Falsche Bewegungen
Korrekte Bewegungen
TIPP VON BOSSY Während des Golfschwungs denke ich nicht an die Arbeit meiner Handgelenke. Die Handgelenke folgen im Abschwung einfach der Drehung des Körpers und «releasen» locker und natürlich durch. Mein Motto: «Der Hund wedelt mit der Rute, nicht die Rute mit dem Hund»!
SCHULTHESS KLINIK Die Schulthess Klinik ist ein Swiss Olympic Medical Center. Das Golf Medical Center der Schulthess Klinik bietet verschiedene golfspezifische Trainingsprogramme an, wie Personal Training, Golf Fitness Training nach der Albatros-Methode, Screening und SwingFit. Es steht auch ein Indoor-Abschlagplatz zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Angeboten des Golf Medical Center finden Sie unter www.golfmedcenter.ch
MY GAME
abgebremst wird. Die ganzen Kräfte werden dabei direkt auf die Knochen und Bänder der Handgelenke übertragen. Das Gleiche passiert, wenn Sie im Winter auf sehr hartem Boden spielen. Besonders gefährdet sind dabei der ellenseitige Handgelenksmeniskus und das darüberliegende innere Band. Ein kompletter Riss dieses Bandes hat eine Instabilität des Handgelenks zur Folge.
CHRONISCHE BESCHWERDEN
Beim Golfschlag werden die linke und die rechte Hand unterschiedlich eingesetzt. In der Regel wird die Führungshand stärker beansprucht. So
treten Verletzungen respektive Überlastungs schäden bei Rechtshändern eher links auf, und umgekehrt. Als Folge eines falschen Griffs oder einer falschen Schwungtechnik kann es an den Sehnen des Handgelenks zu Überlastungsschä den kommen. Diese lokalen Entzündungen können verschiedene Sehnen des Handgelenks in Mitleidenschaft ziehen.
eine wichtige Rolle. Die Griffdicke beeinflusst die Kräfte, die sich auf die Hände auswirken.
VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN
Spezifische Kräftigungsübungen machen die Handgelenke für die Belastung beim Golf fit. Treten trotzdem Beschwerden auf, zögern Sie nicht lange, Ihren Pro oder einen Handspe zialisten zu konsultieren.
Um sich im Golf vor Handgelenksverletzungen zu schützen, spielt nicht nur die korrekte Schwungtechnik, sondern auch das Material
Die Flexibilität der Schlägerschäfte hilft, die Belastung der Handgelenke zu reduzieren, und ein guter Zustand der Griffe hilft – wie gute Reifen auf der Strasse – der Haftung in der Hand.
Übung 1
FITNESS FÜRS HANDGELENK Übung 1: Wohltat bei Handgelenksbeschwerden Ausführung: Mit einem Golfball oder Noppenball langsam über die Unterarmmus kulatur rollen und auf den Schmerzpunkten etwas verweilen. Zirka eine Minute pro Arm. Ziel: Lockerung und Entspannung der Unterarmmuskulatur
Übung 2: Ballpressen
Übung 3
Ausführung: Einen weichen Ball oder Tennisball in die Hand nehmen, den Ellbogen auf 90 ° abwinkeln; den Ball drei Sekunden mit allen Fingern so fest wie möglich zusammen pressen; Spannung lösen. 15 Wiederholungen rechts und links. Achtung: Den Kleinfinger nicht vergessen! Ziel: Kräftigung der Finger- und Hand gelenksmuskulatur.
Übung 3: Handgelenkskippe
Übung 2
Ausgangsstellung: Aufrechter Stand, Arm parallel zum Boden ausgestreckt, leichte Hantel (oder PET-Flasche) halten. Ausführung: Die Hand langsam Richtung Boden absenken, so weit wie möglich; die Hand langsam nach oben neigen, bis das Handgelenk ansteht. 10 Wiederholungen rechts und links. Achtung: Alle Finger umklammern die Hantel, der Ellbogen bleibt gestreckt und ruhig. Ziel: Kräftigung der Bänder des Handgelenks.
GOLFSUISSE 06-18 45
T RAVEL
Coaching-Woche mit
FABIENNE IN-ALBON Die erste Trainingswoche mit Fabienne In-Albon war schnell ausverkauft. Nun bietet Golf and Travel im April eine zweite Reise nach Portugal mit täglichem Golf-, Mental-, Fitness- & Ernährungscoaching. Die langjährige Tourspielerin und Olympia-Teilnehmerin gründete nach ihrem Rücktritt die Firma «Fabienne In-Albon Coaching – Go the extra mile!». Die spezielle Saison vorbereitung findet vom 6. bis 13. April in Cascais bei Lissabon statt. Gespielt wird auf den beiden Spitzenplätzen Oitavos Dunes und Quintha da Marinha, dazu gibt es jeden Tag Tipps und Erfahrungsberichte. www.golfandtravel.ch
Kempinski neu im Oman
Dank des Direktflugs der Swiss ist der Oman für Golfer eine ruhigere Alternative zu Dubai. Seit kurzem verwöhnt die Luxusgruppe Kempinski die Gäste in 10 (!) Restaurants. Das jüngste Haus der Gruppe mit Sitz in Genf liegt nahe am Flughafen in der Hauptstadt Muscat. In der Al Mouj Community pulsiert das Leben, ankern 400 Jachten im Hafen. Gleich daneben lockt der Top-Platz Al Mouj, designt von Greg Norman. Einige Löcher verlaufen direkt am Meer entlang mit einer wirklich tollen Sicht. Der Platz ist nicht einfach zu spielen, unter anderem wegen der vielen Bunker. Dank der zentralen Lage des Hotel Kempinski sind auch die drei anderen Plätze des Oman schnell zu erreichen. Noch grösser ist die Auswahl an Restaurants. Bei 310 Zimmern und Suiten stehen gleich 10 verschiedene Restaurants zur Auswahl. Für Green-Golf-Geschäftsführer Roly Petermann ist «Oman mit Golf und Kultur eine absolut lohnenswerte Reise». www.greengolf.ch 54 GOLFSUISSE 06-18
DAVOS KLOSTERS – SPORTS UNLIMITED
Südafrika
Davos Klosters ein Eldorado für Wintersportbegeisterte. Mehr als 300 Kilometer Skipisten und 57 Transportanlagen, 146 Kilometer Langlaufloipen, 75 Kilometer Winterwanderwege und zwei Eissportzentren garantieren Ferienspass in einer herrlich verschneiten Berglandschaft.
Weihnachten für Golfer Letzte Chance: Kurzfristige Golfferien über Weihnachten und Neujahr am Indischen Ozean an der Golf Coast von Südafrika offeriert das 4-Sterne-Boutique-Hotel Albatross, das sich in Schweizer Besitz befindet und in dessen Restaurant ein Spitzenkoch die Gäste verwöhnt. Das Golf Package all inclusive umfasst zwei Wochen Unterkunft mit Frühstück in einer Junior Suite mit atemberaubender Meersicht, zehn Greenfees auf sieben verschiedenen Golf plätzen, 3-Course-Dinner mit X-Mas und New Year Specials im Hotel-Restaurant. Die Golf Coast ist die Riviera der weissen Südafrikaner. Mit sieben Top-Golfplätzen am Indischen Ozean, alle innerhalb kurzer Zeit leicht zu erreichen, ein Eldorado für Golfer. www.albatrossguesthouse.co.za
Die Toplage ist purer Luxus. Direkt neben der Parsenn Bahn und nur 350 Meter zur Langlaufloipe. Ortsbus für alle Zubringer zu den anderen Skigebieten vor dem Haus. Ge mütliches Ambiente im ganzen Haus, aus gezeichnete Küche und Wellnessbereich mit Fitenssraum, drei Saunen, Whirlpool und Behandlungsräumen für Massagen und Kos metikbehandlungen.
Ski Special 3 Nächte inkl. Halbpension, 3-Tages-Skipass
Erste Seehof Davos Ski und Golf Trophy An Ostern präsentiert sich das Skigebiet Parsenn noch verschneit, während der Golfplatz in Alvaneu saftig grün zum Golfen einlädt. Beste Voraussetzungen für das erste «Seehof Davos Ski und Golf Treffen» vom 19. bis 21. April 2019. Das spezielle Oster-Weekend beginnt mit einer Kitchenparty im Hotel Seehof in Davos am Karfreitag. Am Samstagmorgen startet der Riesenslalom samt Après-Ski auf Parsenn, zum Abschluss wird ein Einzel-Stableford über 18-Loch in Alvaneu ausgetragen. Hotel Seehof Davos, www.seehofdavos.ch, Telefon 081 417 94 44
ab CHF 1560 für 2 Personen Für Langlaufeinsteiger 2 Nächte inkl. Halbpension und 2 × 2 Stunden Unterricht und Mietausrüstung
ab CHF 1380 für 2 Personen Wohlfühltage zu zweit 3 Nächte inkl. Halbpension und Verwöhngutschein von CHF 300
ab CHF 1220 für 2 Personen www.seehofdavos.ch Telefon +41 81 417 94 44
TRAVEL
56 GOLFSUISSE 06-18
TRAVEL
TRAUMINSEL MAURITIUS
Die Insel im indischen Ozean gilt als beliebteste Destination für den «Honeymoon». Top-Strände und Traumplätze machen Mauritius auch immer beliebter für Schweizer Golferinnen und Golfer. Speziell: Bei vielen Hotels ist Golf auf den eigenen Plätzen im Preis inbegriffen. STEFAN WALDVOGEL
Öfters direkt am Meer: Île aux cerfs.
GOLFSUISSE 06-18 57
TRAVEL
Oben: Paradis und Tamarina. Unten: Anahita Loch 16 und Heritage Golf.
Kaum eine andere Insel wird so häufig mit dem Paradies verglichen wie Mauritius. Dazu gehören schneeweisse Sandstrände, türkisblau schim merndes Meer, wohlige Wärme und vielfältige Vegetation. Wer von einem der erloschenen Vulkane, die sich im Landesinnern emporrecken, über die Insel blickt, sieht unter sich einen grü nen Smaragd, umgeben vom Indischen Ozean.
HERITAGE WILL AUSBAUEN
90 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche besteht aus Zuckerrohr, doch hat der Tourismus für die Insel mittlerweile praktisch die gleiche grosse Bedeutung wie der Anbau von Zucker. Neben Frischvermählten zieht die Trauminsel immer mehr Golfer an. «80 Prozent unserer Gäste spielen auf dem Heritage-Golf platz», erzählt Michel Fredric, General Manager des Luxushotels Heritage Le Telfair im Süden. Damit werde es auf dem Platz zuweilen «zu eng». Tatsächlich gehört auf dem anspruchsvollen Meisterschaftsplatz genügend Geduld zum Spiel. Alle acht Minuten wird ein Viererflight auf die Reise geschickt. Seit drei Jahren messen sich die Profis der European, Asian und Sunshine Tour regelmässig im Heritage Golf. «Seit dem ersten Afrasia Bank Mauritius Open ist das Interesse 58 GOLFSUISSE 06-18
nochmals gewaltig gewachsen. Wir benötigen unbedingt einen zweiten 18-Loch-Parcours», betont der Franzose. In zwei Jahren schon soll der zweite Platz auf dem riesigen Gelände realisiert werden. Die bestehenden 18-Loch des Heritage Golf Club von Architekt Peter Matkovich führen durch deutlich coupiertes Gelände. Ziemlich heftig ist schon der Start, ab den normalen Männerabschlägen führt das Par 4 fast 400 Meter deutlich nach oben. Zwischendurch wird man mit einem Blick auf den Ozean belohnt, dieser dient allerdings mehr als Hintergrundkulisse, während die Villen, die zum Resort gehören, immer wieder zu sehen sind. Für die Profis ist der Platz 6500 Meter lang, aber von den anderen Teeboxen ist er ebenfalls höchst anspruchsvoll. Ein Cart ist zu empfehlen, auch wenn er nicht im Hotelpreis inbegriffen ist. Die eigentliche Greenfee von umgerechnet 165 Franken entfällt dagegen für die Gäste der gleich daneben liegenden Hotels Heritage Telfair und Awali. Wer es ganz extravagant haben möchte, kann für einen Aufpreis von 150 Euro pro Person die ganze obere Etage des «Château de Bel Ombre»
mieten, der Helikopter-Landeplatz liegt nur wenige Meter daneben. Unser Mitspieler aus Prag lässt sich vom kurzzeitigen Lärm irritieren und schlägt den Ball beim Heli-Anflug auf Bahn 7 prompt ins Wasser.
PARADIS MIT VIEL WASSER
Noch deutlich mehr Wasser umgibt den nahe gelegenen Paradis Golf Club. Damit hatten wir nicht gerechnet: Fast aus dem Nichts heraus regnet es heftig. «Unsere täglichen, kurzen tropischen Regenschauer gewährleisten eine natürliche Bewässerung», sagt Golfdirektor Mario Desvaux de Marigny. Der Platz direkt am Indischen Ozean sei auch schon kurzfristig über schwemmt worden und kurz darauf wieder prob lemlos bespielbar gewesen, erläutert der Chef der Anlage. Paradis selber ist völlig flach und auf den ersten Blick nicht sehr anspruchsvoll. Allerdings verlangen die Tausenden von Kokospalmen entlang den Spielbahnen ein genaues Zielen, dazu kommt wie erwähnt viel Wasser. Zunächst mit diversen Seen, respektive Flussläufen, speziell auf den Backnine, führen die Bahnen teilweise direkt dem Indischen Ozean entlang. Klares Highlight sind die drei Schlusslöcher. Bei der 16 (Par 5) spielt man über die Lagune, das kurze Loch 17
alphagolf.ch
ist einfach nur schön, und dann geht die Runde fast zu schnell zu Ende.
Schwarz bei eindrücklichen 150, bei den «nor malen» gelben Abschlägen immer noch bei 135.
Hier zahlen die Hotelgäste der zur Anlage gehörenden Hotels Paradis und Dinarobin eine symbolische Greenfee von 25 Euro. Ein Cart ist eigentlich nicht nötig, aufgrund der Hitze leisten sich jedoch die meisten Gäste den fahrbaren Untersatz, natürlich mit GPS. Für Pro Marcus Knight, der mit seinen Kunden seit Jahren alle Plätze auf Mauritius bespielt, ist Paradis nach wie vor «der angenehmste und beliebteste Platz bei Schweizer Feriengolfern». Mit über 30’000 verkauften Runden pro Jahr sind hier praktisch gleich viele Leute unterwegs wie im Heritage Golf Course.
Das Meer ist nicht zu sehen, dafür dominiert hier die Natur. Der Starter hatte uns vor den Affen gewarnt, sie schnappten sich auch gern mal ein Handy, erzählt er vor der Runde. So wird alles in den Golftaschen verstaut, doch haben sich die Monkeys längst an die Spielerinnen und Spieler gewöhnt. Bei Loch 5 lassen wir den Cart für den Abschlag alleine. Prompt schleicht sich ein kleiner Affe aus der Schlucht, öffnet den Reissverschluss am Bag und schnappt sich schnell meine Zwischenverpflegung. Klar will er die Banane nicht mehr hergeben, er verteidigt seine Beute auf dem Cart mit einem kräftigen Fauchen. Mit der Banane im Mund setzt er sich dann doch auf den Boden und lässt uns weiterfahren.
TAMARINA: RUHIG, ABER SCHWIERIG
Deutlich ruhiger ist es bei unserem Besuch an der Westküste. Tamarina Golf eröffnete 2006 als erstes Golf-Immobilien-Projekt auf der Insel, die grosszügigen Villen sind im grossen Gelände diskret platziert. Die Fairways bieten augenfällig viel Platz, mit 6886 Metern ab den Profi-Tees rühmt sich Tamarina zudem als längster Course der Insel. Entsprechend liegt das Slope Rating ab
Gleich danach führt ein langes Par 3 ebenfalls über eine eindrückliche Schlucht. Angesichts der Challenge, der Hitze und der gestohlenen Banane sind wir froh über das Halfway House mit den besten Sandwiches. Trotz der erneuten Warnung ab Bahn 10 treffen wir danach keine Affen mehr an, geniessen aber die Ruhe mit
Golfreisen weltweit. ALPHA GOLFTOURS Hofwiesenstr. 22 • 8057 Zürich Tel. 044 206 20 00 • Fax 044 206 20 07 alpha@alphagolf.ch
Oben: Île aux cerfs aus der Luft. Unten: Avalon und Monty Choisy Loch 18.
viel Vogelgezwitscher und menschenleeren Fairways. Spektakulär auch hier der Schluss. Der zweite Schlag auf Loch 18 führt nochmals deut lich tiefer, scheinbar direkt in die Dschungel- Schlucht.
AVALON: HOCH HINAUS
Ähnlich ist das Gefühl auf dem erst vor gut zwei Jahren eröffneten Avalon Golf Estate im südlichen Teil der Insel, nahe dem «Grand Basin». Die Bahnen führen teilweise direkt entlang der üppigen Vegetation mit Schluchten, Flüsschen und Teeplantagen. Aufgrund der erhöhten Lage blickt man von vielen Orten auf das Meer. Die Steigungen sind sehr moderat, trotzdem empfiehlt sich ein Cart, da die Wege zwischen den Abschlägen teilweise recht weit auseinanderliegen. Viel Platz hat man vor allem auf den ersten Bahnen, das Signature Hole ist deutlich kürzer und enger. Das kurze Par 4 auf 60 GOLFSUISSE 06-18
das deutlich tiefer gelegene Grün kann man mit dem Abschlag angreifen, allerdings lauert vor allem rechts dickes Gras. Der Südafrikaner Peter Matkovich ist für das Design zuständig. Am besten sollte man in Avalon spielen, bevor die vielen Villen gebaut werden, aber auch danach dürfte der Platz noch ein Erlebnis bleiben.
MONT CHOISY: NEU IM NORDEN
Obwohl erst im vergangenen November er öffnet, ist der dritte Platz von Peter Matkovich punkto Häuserbau schon deutlich weiter. Mont Choisy heisst der einzige Golfplatz im Norden der Insel. Obwohl man das Meer nie zu Gesicht bekommt, spielt sich Mont Choisy mit den sanft gewellten Fairways wie ein Links Course. Praktisch ohne Bäume, allerdings versehen mit diversen Wasserhindernissen. Öfters grenzen kleine Hügel die Spielbahnen voneinander ab; dank je fünf Par-5- und Par-3-Löchern kommt
vor allem auf den Backnine nie Langweile auf. Ein optisches Highlight ist sicher das kurze Loch 15 mit einem schönen Inselgrün. Zwei Bahnen davor liegt das Wasserhindernis in der Mitte der beiden Fairways. Am ehesten sieht man die frisch gebauten Ferienhäuser auf der Schlussbahn, hier stören sie kaum beim Golfvergnügen. Eigentlich ist der Norden von Mauritius touristisch am längsten und meisten erschlossen, auf einen Golfplatz in der Region mussten die Gäste allerdings lange warten.
ANAHITA WIRD ÜBERBAUT
Deutlich mehr Auswahl an Spitzenplätzen bietet die Ostküste von Mauritius. Genau vor zehn Jahren eröffnete Ernie Els den 18-Loch-Course in Anahita. Perfekt gepflegt und mit teilweise traumhafter Aussicht aufs Meer, vergisst man
TRAVEL
die meisten Schwierigkeiten schnell. Schon das leichteste Loch der Bahn 1 misst 345 Meter ab dem vordersten Männertee; immerhin gibt es für die Ladies meist einen deutlichen Start vorsprung, so dass das Spielvergnügen nicht zu kurz kommt. Die Gäste des Long Beach Hotels müssen nur den in der Hochsaison obligatorischen Buggy separat berappen, auch der Transport im Minibus ist im Zimmerpreis inbegriffen. Wer nach der Golfrunde das wohlverdiente grosse Bier bestellt, zahlt umgerechnet etwas mehr als 10 Franken. «Das kann nicht sein», ereifert sich unsere österreichische Mitspielerin beim ersten Mal. Danach hatte sie sich an die Preise auf der Luxus-Insel gewöhnt. Was direkt ins Auge sticht, sind die vielen Bau stellen entlang des Platzes. Auf der Anlage wer den weitere Villen gebaut, dies mit entsprechen dem Lärm. Auf den Backnine waren bei unserem Besuch erst die Parzellen abgesteckt, doch dürften auch hier bald die Baumaschinen auffahren. Die teuersten Villen direkt am Meer sollen übrigens 15 Millionen Euro kosten. Da relativiert sich der Preis für ein Bier.
gratis aufteen, ein Cart ist – ausser wegen der Wärme – nicht unbedingt nötig
BELLE MARE MIT ZWEI TOP-PLÄTZEN
Für Touristen eher merkwürdig bleibt hingegen, dass die beiden direkt neben dem Hotel Long Beach gelegenen Plätze «Links» und «Legends» nicht bespielt werden können. Sie bleiben den Gästen des Hotels Belle Mare Plage vorbehalten. Auf dem «Legends», dem ältesten 18-LochChampionship-Platz der Insel, treten immer im Dezember die besten Spieler der European Senior Tour zum grossen Finale an. Den Rest des Jahres ist er für die Hotelgäste geöffnet. Zwischen dichtem Mangrovenwald und vielen angelegten Seen ist vor allem präzises Spiel gefordert. Erst gegen Ende der Runde kommt das Meer ins Spiel: Bei Bahn 17 geht es rund 140 Meter übers Wasser
auf ein grosses Green. Speziell sind die rund 60 Hirsche, die sich immer wieder zwischen den Bäumen zeigen und am Abend öfters vor dem Restaurant grasen. Nur fünf Fahrminuten vom Hotel entfernt liegt der 2002 eröffnete «Links Course». Es ist zwar kein Linksplatz, aber das Gelände ist hier schon deutlich hügeliger und eher abwechslungsreich. Immer wieder tauchen spektakuläre Löcher aus dem Nichts auf, so dass es schwerfällt, einzelne hervorzuheben. Auch hier sind die Unterschiede zwischen Männer- und Frauen-Abschlägen teilweise enorm, über die 18 Löcher verteilt sind es 1400 Meter. Die beiden Plätze des Resorts sind mittlerweile bei den inter nationalen Touristen so beliebt, dass ein weiterer Ausbau nötig scheint. Ein dritter Golfplatz ist seit Jahren immer wieder ein Thema, «etwas Konkre tes dazu» gibt es laut den Verantwortlichen von Belle Mare Plage allerdings derzeit nicht.
MIT DEM BOOT AUF DIE INSEL
Gleich gegenüber von Anahita liegt die «Ile aux Cerfs». Hier ist schon die achtmi nütige Hinfahrt im Boot zum Golfplatz ein Erlebnis. Bernard Langer entwarf auf der «Hirschen-Insel» einen anspruchsvollen Championship Course, immer noch mein ganz persönlicher Favorit in Mauritius. Unter ande rem auch, weil dort ausser dem Clubhaus kein Gebäude steht. Neben Golfplatz und Wasser gibt es nichts, das zusammen ist aber mehr als genug. Der Platz beinhaltet neun Seen; er wird von weissen Stränden flankiert, auf denen Einheimische mit Touristen Grillfeste veranstalten, während Golfer versuchen, mög lichst wenig Bälle zu verlieren. Ab den «Langer Tees» der Profis gilt hier ein Slope Rating von unglaublichen 155, ab den «normalen» gelben Abschlägen sind es durchaus spielbare 124. Diverse Bahnen wurden in den vergangenen Jahren etwas leichter gemacht, so die Löcher 8 und 9 sowie vor allem die 18. Hier wurde gar ein neues Green gebaut, trotzdem bleibt der Abschlag über den Mangrovenwald höchst anspruchsvoll. Vor allem auf den zweiten neun Löchern spielt man öfters entlang des Ozeans. Schon fast obligatorisch ist der Fotostopp auf dem zwölften Grün mit dem tiefblauen Wasser im Hintergrund. Das Handy haben erfah rungsgemäss alle dabei, auf jeden Fall ist es auf Ile aux Cerfs gut, genügend Bälle eingepackt zu haben. Die Gäste der Sun R esorts (Long Beach Hotel und Ambre) können auch hier
In Belle Mare Plage spielen die Senioren den Tour-Final. Frecher Affe auf dem Platz von Tamarina. Per Boot fährt man auf die Île aux cerfs. GOLFSUISSE 06-18 61
TRAVEL
Am 14. Grün von Royal Hua Hin muss man sich sputen, dass die Makakenhorde nicht die Bälle vom Grün stibitzt. Aber das ist beileibe nicht die einzige Attraktion dieses königlichen Seebads in Thailand. STEFAN ENGERT
62 GOLFSUISSE 06-18
Black Mountain, wo sonst viel Betrieb herrscht.
TRAVEL
DIE HIGHLIGHTS VON
HUA-HIN
GOLFSUISSE 06-18 63
TRAVEL
Topplätze und typisch thailändischer Tempel.
«No, no, I caddie», sagt Koy, und gibt uns durchaus resolut bereits auf dem ersten Grün zu verstehen, dass es nicht unsere Aufgabe ist, den Ball zu markieren, zu säubern und dann die Puttlinie zu lesen. Sondern ihre und die ihrer Kollegin Hom. Also treten wir artig zur Seite und lassen die beiden jungen Frauen ihre Arbeit tun, bevor wir die Putts, wie von ihnen ange zeigt, auf die Reise schicken. Das ist, wie sich schnell herausstellt, auch die richtige Entschei dung an diesem Morgen im Springfield Royal Country Club, einem 27-Löcher-Resort mit zwei 9-Loch-Schleifen von Jack Nicklaus und einer dritten von Schmidt & Curley. Denn Koy und Hom beherrschen ihren Job. Die Caddies beraten uns kundig bei Distanzen, Schlägerwahl, Spiellinie und Beschaffenheit der Grüns, was sich schon insofern als grosser Vorteil erweist, als wir genug damit zu tun haben, unser Spiel auf diesem anspruchsvollen Platz halbwegs zusammenzuhalten. Tags zuvor sind wir am Nachmittag nach zwölfstündigem Flug in Bangkok gelandet und dann direkt weiter in den Süden gefahren, wo wir nach knapp vier Stunden Fahrt unser Ziel erreichten: Hua Hin, ein kleiner, direkt am Golf von Thailand gelegener Badeort, in dessen Um kreis sich ein knappes Dutzend teils erstklassige 64 GOLFSUISSE 06-18
Golfplätze befinden. Dass Hua Hin nicht direkt angeflogen werden kann, macht die Anreise aus Europa aufwändiger. Andererseits hat die Tatsache, dass Hua Hin nur über einen Provinz flughafen ohne Flugverbindungen ins Ausland verfügt, dem kleinen Städtchen seinen Reiz und Charme bewahrt. Es gibt keinen CharterMassentourismus samt seinen unangenehmen Begleiterscheinungen, die man andernorts in Thailand erleben kann (oder muss). Die Anzahl der Hotels ist überschaubar, und mit dem Angebot an 4- und 5-Sterne-Häusern sowie kleinen Guest Houses eher an gehobene Klientel ausgerichtet.
GOLF FÜR DIE BAHNARBEITER
Wir haben im Hyatt Regency gewohnt, einem exzellenten Hotel am schönsten Strandabschnitt, vorbildlich geführt vom deutschen Hoteldirektor Christian Wurm und sehr zu empfehlen. Nach Hua Hin reisen Städter aus Bangkok, um ein Wochenende am Meer zu verbringen, Individu altouristen aus Skandinavien, Grossbritannien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland, immer mehr Chinesen – und ab und an auch Mitglieder der thailändischen Königsfamilie, die seit den 1920er-Jahren eine palastartige Sommerresidenz in Hua Hin besitzt und so den Ruhm von Thai lands ältestem Seebad begründet hat.
Die Royals waren es auch, die den Golfsport in Hua Hin zum Laufen brachten, wenn auch nicht aus eigener Golfbegeisterung. Um die britischen Bauarbeiter der Eisenbahnstrecke von Bangkok nach Singapur, die direkt durch Hua Hin führt, bei Laune zu halten, genehmigte König Vajravudh den Bau des ersten Golfplatzes in Thailand: Royal Hua Hin, ein altehrwürdiger Parkland Course, auf den wir später noch zu reden kommen.
SPRINGFIELD ROYAL
Doch zunächst zurück an die Tees von Spring field Royal und zu den typischen Challenges des Jack Nicklaus Signature Course, der aus den Schleifen Mountain und Lake Course besteht: wellige Fairways mit vielen Doglegs, Sand, ob in Form klassischer Bunker oder langgezo gener Waste Areas, gut ondulierte Grüns mit kniffligen Breaks – und jede Menge Wasser, natürlich auch als Inselgrün wie auf fast jedem Course des «Golden Bear». Auch wenn man kein Fan des oft sehr stereotypen Designs von Nicklaus ist, muss man zugeben, dass die von ihm geplante A+B-Kombination ein sehr guter Golfplatz ist. Spielbar für jedermann, wenn man vom richtigen der fünf Tees abschlägt, mit gut platzierten Hindernissen und anspruchsvollen Grüns, und auch landschaftlich sehenswert mit
TRAVEL
AZOREN Golf-Bijou im Atlantik
• 7 Nächte inkl. Frühstück • 5 Greenfees wahlweise auf Batalha (27 Loch) und Furnas (18 Loch) • Mietwagen Ford C-Max oder ähnlich Pro Person im Doppel ab Caloura Resort: Pedras do Mar Resort: viel Baumbewuchs seitlich der Fairways und der Gebirgskette als Begleitpanorama.
VIEL BETRIEB IM BLACK MOUNTAIN
Uns hat das Springfield Royal Resort trotz seiner sehr amerikanischen Anmutung gut gefallen. So sind wir neugierig auf das viel gerühmte Black Mountain Resort. Die 2007 eröffnete und neun Jahre später um neun Löcher ergänzte Anlage wirbt damit, «Asiens besten Golfplatz» zu haben. 2009 und 2010 machte die Asian Tour Station, 2011 fand das «Royal Trophy» genannte Match Europa gegen Asien und 2014 die Thailand Classic, das erste European Tour Event Thailands, statt. Die Promotion durch die PGA European Tour hat in Asien grossen Widerhall gefunden. Black Mountain ist fast ganzjährig ein äusserst populäres Ziel für Golfgruppen aus Malaysia, Singapur und vor allem China – und dementsprechend stark besucht, wie auch wir an diesem Vormittag erleben. Ein chinesisches Unternehmen hält einen Corporate-Golf-Tag in Black Mountain ab; gut 80 in gleichfarbige Poloshirts gekleidete Männer wuseln lautstark über die Anlage und durch das pompöse, den Platz überragende Clubhaus. Wir können glücklicherweise vor der Golfgruppe abschlagen und kommen so halbwegs zügig
CHF 810 CHF 1025
über die Runde. Auffallend ist zunächst das satte Grün des in die Ausläufer eines bewaldeten Bergmassivs gebauten Platzes, das einen knackigen Kontrast bietet zum Schwarz der Granitfelsen und zu den steinigen Bachläufen, die den Platz durchziehen und für die Namensgebung gesorgt haben.
Das Arrangement ist ohne Flug. Gerne erstellen wir Ihnen eine unverbindliche Offerte mit Flug.
Vom herausragenden Pflegezustand der Anlage und dem Grossaufwand mit fast 50 Platzarbeitern hatte man uns schon im Vorfeld berichtet – und es stimmt: Man läuft und spielt wie auf grünen Teppichen; auch Semirough, Bunker, Vorgrüns und Grüns sind akkurat gepflegt und top in Schuss. Demzufolge macht das Spiel grosses Vergnügen, wenngleich das vom Australier Phil Ryan verantwortete Design des Platzes den sehr hohen Vorschusslorbeeren nicht ganz gerecht werden kann. Natürlich gibt es einprägsame Golflöcher, etwa bei den Schlägen auf die Insel grüns am 6. Loch, einem Par 5 oder am 11. Loch, einem Par 3 und «Signature Hole» der Anlage. Bedingt durch die Geländestruktur und die Tallage spielt man entweder hinauf Rich tung Berg oder hinunter, ein «up and down» mit erhöhten Tees oder Grüns, das sich zu oft wiederholt, um dem Platz die Extra- oder gar Weltklasse zu bestätigen, mit der sich die Anlage selbst vermarktet. Um nicht missverstanden zu
info@golfbutler.ch www.golfbutler.ch +41 62 390 14 14
Eine andere Traumdestination geplant? Wir beraten Sie gerne!
GOLFSUISSE 06-18 65 golfbutler_golfsuisse_2018_Azoren.indd 1
19.11.2018 12:59:53
TRAVEL
werden: Black Mountain ist ein sehenswerter und auch überdurchschnittlicher Golfplatz, der zu den besten in Hua Hin gehört.
BANYAN BESTICHT VON BEGINN WEG
Aber der beste Platz ist es nicht. Den spielen wir – nach zwischenzeitlichen Abstechern auf die ebenfalls sehr kurzweiligen Plätze von Palm Hills, Lakeview und Sea Pines – kurz vor Ende unserer achttägigen Reise: Der Banyan Golf Club, nur eine Viertelstunde entfernt vom gleichnamigen Villenresort, in dem jeder Gast in einem eigenen Haus untergebracht ist, besticht auf den ersten Blick. Zwar ist auch hier das Gelände hügelig, aber es scheint wie für Golf gemacht. Es gibt Schräglagen, erhöhte Abschläge und ein stetes Auf und Ab. Aber die Fairways verlaufen – anders als in Black Moun tain – in einer natürlichen Selbstverständlich keit über diesen Höhenrücken, so dass man beim Spiel den Eindruck hat, das Design sei weitgehend von der Natur vorgegeben und gar nicht anders machbar. Lange und kürzere Löcher, Doglegs in beiden Spielrichtungen, An spiele über Wasser und knackige Par-3-Löcher folgen in interessantem Wechsel, und ehe man es sich versieht, ist die abwechslungsreiche und sportlich anspruchsvolle Runde, die an den exponierten Stellen wie dem 15. Loch zudem noch herrliche Aussichten Richtung Golf von Thailand und Singtoh Island bietet, auch schon Impressionen abseits der Golfplätze.
66 GOLFSUISSE 06-18
vorbei. Kann es ein grösseres Kompliment für einen Golfplatz geben?
SPEZIELLE AURA IM ROYAL HUA HIN
Ein Erlebnis der besonderen Art ist auch der älteste Golfplatz Thailands. Es beginnt schon bei der Anfahrt zu dem mitten in Hua Hin gelegenen Parkland Course. Man fährt zum Bahnhof mit der alten, aus Holz gefertigten und bunt bemalten Bahnstation aus den 1920erJahren, die für sich schon eine Sehenswürdigkeit ist, überquert die Gleise, fährt auf den Parkplatz und steht schon fast am ersten Tee. Und dann sind da natürlich noch die Affen, vielleicht das Markenzeichen von Royal Hua Hin. Mehrere Grossfamilien von Makaken sitzen in den Bäumen hinter dem 14. Grün und laufen laut schimpfend über das Gelände, sobald sich nähernde Golfer ihre Ruhe stören. Die Caddies berichten, dass die Affen gelegentlich auch die Bälle vom Grün klauen – auch wenn sie dabei vielleicht ein wenig geflunkert haben, nett ist die Geschichte allemal. Der Golfplatz selbst hat nicht den Qualitätsstandard der modernen Plät ze Black Mountain oder Banyan, weder längenund spieltechnisch noch beim Platzzustand, der ein wenig schlampig wirkt. Aber das macht er auf andere Weise wett: Royal Hua Hin hat diese spezielle Aura eines altehrwürdigen, eingewach senen Parkland Courses, und so macht diese Runde durch das grösstenteils flache Gelände
mit den breiten, dicht von Bäumen gesäum ten Fairways und trickreichen Grüns doch grossen Spass. Zudem kann man ihn gut zu Fuss erobern, und er ist auch ein ganzes Stück günstiger als die oben erwähnten Plätze. Ein Wort zu den Greenfees: Sie sind, im Gegensatz zum Essen etwa, nicht ganz so günstig, wie man es in Thailand, das als sehr preiswertes Reiseland bekannt ist, vielleicht erwarten würde. Sie liegen in der Hochsaison, also von Novem ber bis April, zwischen 100 und 120 Franken. Dazu kommen noch einmal 40 bis 50 Franken für Golfcart und Caddiefee inklusive vorgege benem Trinkgeld. Beides, das Fahren mit Cart sowie die Begleitung durch einen weiblichen Caddie, ist auf den grösseren Anlagen meist obligatorisch. Günstiger golfen lässt es sich in der Low Season von Mai bis September, wo man etwa mit der Hälfte rechnen kann.
Für weitere Informationen über Thailand: Thailändisches Fremdenverkehrsamt Zähringerstrasse 16, CH-3012 Bern Telefon: + 41 31 300 30 88 E-mail: info@tourismthailand.ch Online: tourismthailand.ch Instagramm: https://www.instagram.com/ amazingthailand.ch/ Facebook: https://www.facebook.com/ TATSwitzerland/
PROMOTION
DOMINIKANISCHE REPUBLIK
DAS GOLF-PARADIES Die perfekte Symbiose aus male rischen Stränden und attraktiven Top-Golfanlagen machen aus der Dominikanischen Republik das perfekte Reiseziel für Lieb haber des grünen Sports.
Ostküste in nur einer Stunde Fahrtzeit 17 verschiedene Top-Plätze. Zu den Highlights gehören die Golfanlagen des Luxusresorts Casa de Campo Resort & Villas Teeth of the Dog, The Links und Dye Fore. Ergänzt wird das breite Angebot mit dem Cap Cana Punta Espada Golf Course, dem ersten NicklausSignature-Platz der Dominikanischen Republik.
Erst im Oktober 2018 wurde das Land zum vierten Mal von der International Association of Golf Tour Operators (IAGTO) zur besten Golf-Destination der Karibik und Lateiname rikas ernannt. Ende 2017 zeichneten die World Golf Awards die Insel ebenso zum vierten Mal als beste Golf-Destination der Karibik aus. Golffreunde haben noch einen weiteren Grund zur Freude: vom 25. bis 31. März 2019 findet im Puntacana Resort & Club erneut die legändere PGA Tour statt. Die Gäste erwartet der Corales Puntacana Resort & Club Championship auf dem Platz Los Corales von Tom Fazio. Die Anlage besticht durch die sechs am Ozean gelegenen Bahnen zwischen Felsenklippen, Korallenriffen und dem Karibischen Meer. Bereits im März 2018 stellten 130 internationale Golfspieler dort ihr Können unter Beweis und kämpften um Preisgelder von 2,5 Millionen Euro. Mehr als 25’000 Besucher kamen aus aller Welt, um das renommierte Golf-Event live mitzuerleben.
In Puerto Plata, im Norden der Domini kanischen Republik, dürfen sich Golfspieler auf das Schmuckstück von Robert Trent Jones Sr. freuen: Der Playa Dorada Golf Club, der aufgrund seiner aussergewöhnlichen Greens
Golfspieler geniessen über 26 abwechslungs reiche Top-Niveau-Anlagen von namhaften Designern wie Jack Nicklaus, Robert Trent Jones, Nick Faldo oder Pete Dye. Dank der verbesserten Infrastruktur und der Autobahn «El Coral» erreichen Gäste an der Süd- und
besonders beliebt ist. Ergänzt wird das Angebot mit dem Playa Grande Golf Course. Er gilt als jener Golfplatz mit der grössten Anzahl an Löchern der westlichen Hemisphäre – Meer blick inklusive. Designt wurde er einst eben falls vom gefeierten Architekten Robert Trent Jones Sr.; für die Renovierung zeichnet nun sein Sohn Rees Jones verantwortlich. Ebenso in Puerto Plata befindet sich Los Mangos Golf Course von Pete B. Dye, der mit 18 verschiedenen Bahnen, davon neun mit atemberaubendem Meeresblick, für ein unvergessliches Golferlebnis sorgt.
TOURIST BOARD DOMINIKANISCHE REPUBLIK
Hochstr. 54 60313 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 91397878 Fax: +49 69 283430 E-Mail: switzerland@godominicanrepublic.com www.godominicanrepublic.com Facebook: facebook.com/Dominikanische. Republik.TouristBoard/ Instagram: @dominikanische_republik
GOLFSUISSE 06-18 67
TRAVEL
ZYPERN
GOLFEN AUF DER GÖTTERINSEL 68 GOLFSUISSE 06-18
TRAVEL
Die Insel im östlichen Mittelmeer lockt immer mehr Golf-Touristen an. Zypern bietet aber auch viel Geschichte und Kultur. STEFAN WALDVOGEL
Frühaufsteher sind im Vorteil. Nach der Umstel lung auf die Winterzeit geht die Sonne auf der «Götterinsel» bereits kurz nach 17 Uhr unter. Sie versinkt jeden Abend kitschig schön direkt im Mittelmeer, tausendfach fotografiert. Dies nicht nur bei den bekannten Felsen von Petra tou Ro miou. An dieser Stelle wurde der Legende nach Aphrodite geboren, hier entstieg die griechische Göttin der Schönheit und der Liebe dem Meer. Das zieht die Touristen zu Tausenden an. In den Vollmondnächten ist hier noch mehr los, dann schwimmen Dutzende junge Paare um den Fel sen. Wer ihn dreimal umrundet, wird mit ewiger Liebe belohnt, sagen die Zyprioten. Bis heute ist sie eine Art Nationalgöttin und vor allem im Südwesten der Insel allgegenwärtig.
CARTS ONLY
Oberhalb des sagenumwobenen Felsens ziehen sich die weitläufigen Golfbahnen durch die sonnenverbrannte Hügellandschaft. Aphrodite Hills ist der berühmteste und teuerste Platz auf der Insel, zugleich wohl der spektakulärste. Wegen den teilweise sehr grossen Distanzen zwischen den Löchern ist hier ein Cart Pflicht und entsprechend im Greenfee von 143 Euro in der Hochsaison inbegriffen.
Spektakulär: Loch 8 im Aphrodite Golf.
Heute seien 185 Gäste auf der Liste, erklärt der freundliche Starter und mahnt uns, am vorderen Flight «dranzubleiben», viel mehr könne man nicht machen. Alle acht Minuten schickt er eine Gruppe auf den Parcours, der auf zwei grossen, sanft gewellten Hochplateaus immer wieder einen sehr schönen Blick aufs Mittelmeer bietet. Besonders spektakulär ist etwa die Bahn acht, direkt hinter dem Green leuchtet das tiefe Blau des Wassers. Allerdings entsteht gleich dane ben die nächste Luxusvilla im Grossresort, sie könnte künftig den eindrücklichen Blick trüben. «Unverbaubar» ist das zweite Signature Hole gleich davor. Nach einer langen Fahrt in eine tie fe Schlucht schlagen die Spieler ihren Ball über den Abgrund auf das kleine Grün. Obwohl ab Gelb bloss 128 Meter lang, kostet die 7 auf Aph rodite Nerven und viele Bälle. Der rote Frauen abschlag wäre eigentlich auf der anderen Seite der Schlucht, doch beim dritten Versuch schafft auch unsere österreichische Mitspielerin das kleine Abenteuer ab Blau. Die Dropping Zone wird aber rege benutzt. Ein klassisches Wasser GOLFSUISSE 06-18 69
TRAVEL
IMPRESSUM
GOLFSUISSE GOLFSUISSE.CH
Offizielles Organ der ASG Association Suisse de Golf 21. Jahrgang, 6 Ausgaben pro Jahr HERAUSGEBERIN Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges VERLAGSLEITUNG René Misteli, Robert Steuer, Barbara Albisetti CHEFREDAKTOR Stefan Waldvogel, s.waldvogel@asg.ch REDAKTIONSANSCHRIFT Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges info@golfsuisse.ch AUTOREN Petra Himmel Sebastian Burow Martin Hodler Marcus Knight Stefan Engert FOTOGRAFEN Patrick Jantet, Getty Images, Tristan Jones, LET, Emanuel Stotzer, Julien Gregorio/Phovea, Hans-Peter Thoma, e621.ch, Deprezphoto, Crans-Montana, Livio Piatti, Rémy Steiner und Köbi Schenkel. LEKTORAT/ÜBERSETZUNG AGM Services, Thérèse Obrecht Hodler ANZEIGENVERWALTUNG Medien Verlag, Ursula Meier Rudi Dado 3, 7018 Flims Waldhaus T 044 946 01 51 umeier@medienverlag.ch LAYOUT Sigelwerbung, Lyssach, sigel@sigelwerbung.ch DRUCK AVD GOLDACH AG Sulzstrasse 10-12, 9403 Goldach T 071 844 94 44, F 071 844 95 55 www.avd.ch ADRESSÄNDERUNGEN Bei Nichterhalt von GOLFSUISSE, falscher Sprachausgabe, Adressänderungen und weiteren Mutationen wenden Sie sich an den Clubmanager (ASG-Club) oder an die Geschäftstelle (ASGI und ASG GolfCard Migros) MITGLIEDSCHAFTSPRESSE Adressiert per Post zugestellt an alle Mitglieder der ASG-Clubs, ASGI, und ASG GolfCard Migros AUFLAGE Gesamt Deutsch Französisch
68’600 Exemplare 54’600 Exemplare 14’000 Exemplare
WEMF/SW-beglaubigt 2017/18 Gesamt 65’889 Exemplare Deutsch 52’374 Exemplare Französisch 13’515 Exemplare
70 GOLFSUISSE 06-18
TRAVEL
hindernis kommt auf dem 2002 gebauten, gut 300 Meter über dem Meer gelegenen Platz dann aber erst wieder auf der Schlussbahn ins Spiel. Die Fahne steht dort direkt hinter dem langgezogenen See auf der rechten Seite, und dieser «schluckt» eher noch mehr Bälle als die Schlucht auf Bahn 7.
ZU WENIG CARTS
Von Aphrodite Hills sieht man von einigen Stellen aus den «Nachbarclub» Secret Valley, der sich geschickt durch das enge Tal schlängelt. «Beware of Snakes» steht auf diversen Schildern neben den Wasserhindernissen, allerdings sind auch hier die Spuren des trockenen Sommers nicht zu übersehen und die Wasserstände sehr tief. Secret Valley Golf ist ab Gelb bloss 5050 Meter kurz, doch wegen der teilweise engen Spielbahnen sogar etwas schwieriger eingestuft als Aphrodite. Statt des Blicks aufs Meer dominieren hier die gigantischen rötlichen Felsen. Den Parcours kann man bequem laufen; weil die meisten Touristen aber doch lieber im Cart unterwegs sind, werden bei unserem Besuch die Gefährte knapp. «Das nächste Mal müssen Sie unbedingt einen Cart reservieren», rät die nette Frau am Empfang. So reicht es noch knapp für ein älteres Modell ohne Kühlbox. Dank diversen Getränkeautomaten und einem netten Halfway-Service sind wir auf der Runde trotzdem bestens mit Nachschub versorgt. Eher schwierig ist dann hingegen die Getränkebe stellung im Restaurant. Auf meine höfliche Nachfrage, ob sie vergessen ging, reagierte
die Kellnerin nach einem langen Tag sicht lich genervt. Wahrscheinlich hat die deutsche Scramble-Truppe vor uns ihre Birdies schon ausgiebig gefeiert. Wer im Secret Valley gerade aus spielt, wird auf jeden Fall mit golferischen Erfolgserlebnissen belohnt. Und für den kitschig schönen Sonnenuntergang hat es uns ebenfalls noch gereicht.
MINTHIS IM UMBAU
Präzision statt Länge ist auch im ältesten Golf platz Zyperns gefragt. Der Minthis Golf Club wurde 1994 eröffnet. Behutsam hat Designer Donald Steel die 18 Löcher in die historische Landschaft rund um das aus dem 12. Jahr hundert stammende Kloster Minthis oberhalb der Hafenstadt Páfos eingefügt. Viele Olivenund Obstbäume oder Weinreben säumen die hügeligen Spielbahnen auf gut 550 Metern über dem Meeresspiegel. Auf, aber ebenso neben dem Platz wird derzeit sehr viel gebaut, unter anderem Suiten, ein Spa und eine neue Driving Range. Was bleibt, ist unter anderem der schöne Blick auf das Troodos-Bergmassiv und das spektakuläre Inselgrün auf Loch 14. Wegen des aktuellen Umbaus misst der Platz ab Gelb der zeit 5100 Meter, dies bei Par 69 für die Männer und 71 für die Frauen.
SPORTLICHES HIGHLIGHT ELÉA
Gleich neben dem Flughafen von Páfos liegt Eléa Estate, doch von den Flugzeugen hört man auf dem Golfplatz von Designer Sir Nick Faldo nichts. Angelegt auf einer ehemaligen Johan
nisbrotbaum-Plantage, blickt man als Golfer zunächst auf eine Industrieanlage, doch schon bald öffnet sich eine imposante Kulisse mit dem Mittelmeer und der Altstadt von Páfos. Im star ken Kontrast zum dunkelgrünen Paspalum-Gras der Fairways steht der verwitterte Kalkstein, der an vielen Stellen zutage tritt. Hier sind die Tee boxen gepflegter als viele Grüns, die ich schon gespielt habe. Typisch Nick Faldo sind aber auch die teilweise brutal schwierigen Bunker, welche die Ziele verteidigen. Dazu kommen grosse, trickreiche und vor allem sehr schnelle Grüns. Elea ist sicher das sportliche Highlight auf der Golferinsel, da nimmt man die eine oder andere Wartezeit beim Abschlag «sportlich». Bei unserem Besuch staut sich das Spiel speziell auf den Backnine. Etwa, weil sich der Flight vor uns zutraute, das Green aus über 240 Metern an zugreifen, die Bälle dann aber auf halber Distanz liegen blieben... Richtig knackig sind dann bei spielsweise die beiden Schlusslöcher mit je über 400 Meter Länge (ab Gelb), für die Frauen ist die 17 immerhin ein (schwieriges) Par 5. Trotz einiger kurzer Par-3-Bahnen sind in Eléa die Golf-Touristen gefordert, von den vordersten Abschlägen ist der Platz beachtliche 5152 Meter lang. Ab den hintersten Teeboxen sind es sogar monsterhafte 6775 Meter. Zum Glück bleiben diese den Profis überlassen. Der grosse See beim Schlussloch im Aphrodite Golf. Mitte: Impressionen von Secret Valley und Eléa. Darunter: Das Inselgrün von Minthis und die spezielle Stimmung im Eléa Golf.
VOLLER GESCHICHTE Zypern – inklusive seines türkisch besetzten Nordens – steckt voller Ge schichte und ist gesegnet mit einem reichen Kulturerbe. Von der Teilung merkt man als Tourist in der Regel nichts, für einen Ausflug auf den ein zigen Platz im türkischen Teil (Korineum Golf) ist die mehr als zweiein halbstündige Autofahrt für die meisten Gäste von Páfos aus zu weit. Dafür bietet die Vergangenheit genügend Abwechslung für einen golf freien Tag, so etwa die diversen Tempel, Theater, Kirchen, Klöster und Burgen. Die Hafenstadt selber wurde 2017 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt. Neben der renovierten Altstadt sind insbesondere die Königs gräber und der grosse Archäologische Park die Hauptattraktionen. Im Park liegen auf einem riesigen Areal all die Schätze, die Archäologen in den letzten Jahrzehnten bei Ausgrabungen ans Tageslicht beförderten – Funde aus frühchristlicher, fränkischer, vor allem aber aus römischer Zeit. Katakomben, Kirchen, Bäder, Marktplatz, Theater und vier mit Mosaiken gepflasterte Villen. Herausragend dabei ist das Haus des Dio nysos. Es hatte einmal 40 Räume, alle öffentlichen Bereiche rund um das Atrium waren mit aufwendigen Mosaikböden ausgestattet. Dass die Besucher einen Teil dieser Kunstwerke heute (wieder) be wundern können, war übrigens Zufall. Erst 1962 hatte der Bauer Hasip beim Pflügen auf seinem Grundstück neben dem alten Hafens die heute weltbekannten römischen Mosaike entdeckt.
GOLFSUISSE 06-18 71
19 HOLE th
Die Skifahrerin in imposanter Umgebung, inszeniert von Fotograf Remo Ubezio für die «Schweizer Illustrierte».
TINA WEIRATHER
«GOLF IST DAS BESTE MENTALTRAINING» Die Ski-Weltcupsiegerin Tina Weirather ist auch eine leidenschaftliche Kitesurferin. Golfen sei für sie aber das beste Mentaltraining, das man sich vorstellen könne. Als ASGI-Botschafterin redet sie auch über die Parallelen von Ski und Golf. INTERVIEW STEFAN WALDVOGEL
72 GOLFSUISSE 06-18
Was fasziniert Sie am Golfen? Tina Weirather: Es ist vor allem die mentale Seite. Es ist eine grosse Herausforderung, über 18 Löcher konzentriert zu sein und sich von schlechten Schlägen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Diese passieren bekanntlich jedem, doch man kann unterschiedlich damit umgehen. Ich versuche immer positiv zu bleiben, die negativen Emotionen sollen mein Spiel auf dem Platz nicht beeinflussen. Dazu geniesse ich die Ruhe und die Natur. Die allermeisten Golfplätze sind ja an sehr schönen Orten. Hilft Golf auch beim Skirennfahren? Da bin ich mir ziemlich sicher. Für mich ist es das beste Mentaltraining, das ich mir vorstellen kann. Ich habe es früher auch klassisch ver sucht, mit einem Coach fürs Mentale. Das war mir aber oft zu abstrakt. Beim Golfen merke ich immer wieder aufs Neue: Man darf es nicht
19th HOLE
«vermurksen». Wenn ich zu viel will, klappt es ebenso wenig, wie wenn ich zu wenig kon zentriert bin. Wie beim Skifahren. Bei beiden Sportarten geht es sehr viel um die Vorberei tung. Ich stelle mir den idealen Ballflug vor statt zu denken, hoffentlich haue ich den Ball nicht ins Wasser. Ähnlich mache ich es vor einem Rennen, auf der Piste muss ich es dann nur noch passieren lassen. Ein Skirennen ist aber viel schneller vorbei als eine Golfrunde? Das täuscht. Vom Aufstehen über die Besich tigung bis hin zum Start bin ich fokussiert, denke an nichts anderes. Das sind mindestens vier Stunden, wie eine Golfrunde. Ich habe immer noch Mühe, mich über 18 Löcher zu konzentrieren, die richtige Mischung aus Kopf lüften und neu fokussieren zu finden. Aber es ist schon besser geworden, und das merke ich auf der Piste. Während des Rennens reagiere ich instinktiv auf bestimmte Situationen, auf dem Golfplatz fehlt mir dazu die Erfahrung, schliesslich habe ich erst vier handicapwirk same Turniere gespielt. Darum ist der Fokus dort mehr auf dem Technischen, beim Skifahren mehr bei der Körpersprache und der Linie. Wie sind Sie zum G olf gekommen? Ich lernte den Schwung schon als Kind, später spielte ich Tennis, und nicht zuletzt dank meiner Mutterhabe ich vor vier Jahren richtig mit dem Sport begonnen. Ich habe es geliebt, am Abend alleine auf der Range zu stehen, Bälle zu schlagen und herauszufinden, welche Feinheiten welche Auswirkungen haben. Meine Mutter hat mich zu Mario Caligari nach Bad Ragaz mitgenommen, von ihm habe ich viel profitiert. Ich rate jedem, direkt mit einem Teaching Pro zu beginnen, dann lernt man es von Anfang an richtig. Das Umgewöhnen von Bewegungsabläufen ist ja bekanntlich schwie riger, als eine neue Bewegung zu lernen. Haben Sie ein golferisches Ziel? Aktuell nicht, da müsste ich mir mehr Zeit nehmen. Momentan nutze ich meine Ferien zum Kitesurfen, das macht eben auch ziemlich süchtig. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich nach der Skikarriere deutlich mehr golfen werde. Vielleicht peile ich dann sogar ein Single- Handicap an? Es wäre schon cool, einmal gegen meine Freundin Fränzi Aufdenblatten zu gewinnen. Das wäre das Grösste, was ich mir in meiner Golfkarriere erträumen könnte (lacht). Was sind Ihre Stärken auf dem Golfplatz? Alles (lacht). Ich hoffe, dass Fränzi das liest. Aber im Ernst: Die Abschläge und das Chippen sind ganz okay. Auf dem Fairway riskiere ich
immer wie blöd, das geht natürlich oft nach hinten los. Und putten – naja, jeder weiss, dass man es am meisten üben sollte. Aber wer macht das schon? Also ich nicht. Seit drei Jahren treten Sie als Botschafterin für die ASGI auf. Was ist Ihre Hauptaufgabe? Ich möchte mithelfen, das Image des Sports etwas zu korrigieren. Golf ist kein Sport mehr nur für die Reichen. Dank des Public Golf kann man unterschiedliche Plätze spielen, ohne dass es teuer wird im Vergleich zu anderen Hobbys. Ich mache auch an ein paar coolen Events der ASGI mit. Bei der letzten Swiss Golf Week im Wallis hielt ich beispielsweise Vorträge zu den Parallelen zwischen Ski und Golf. Klar ging es dabei auch vorwiegend um den mentalen Bereich. Haben Sie in der Schweiz einen Lieblingsplatz? Spontan würde ich sagen Leuk. Der Linksplatz im Wallis ist für mich ein absolutes Highlight. Sagogn spiele ich auch gern, der ist ebenfalls schwierig, er fordert einen auch mit ein paar Höhenunterschieden. Gams ist gleich bei mir um die Ecke, dort spiele ich am meisten, und die Runden in Bad Ragaz geniesse ich ebenfalls sehr. Aber es bleiben für mich noch viele Plätze zum Entdecken. Gibt es ein Reiseziel, das weit oben auf der Liste steht? Eines Tages will ich mal nach Schottland. Meine Mutter spielte vor einiger Zeit dort und war begeistert. Die Mischung aus Linksplätzen und der speziellen Landschaft würde mich bestimmt auch faszinieren. Kurzfristig gehen wir eher in die Surfferien, aber die Plätze in Schottland werden auch in paar Jahren noch dastehen, da bin ich mir ziemlich sicher (lacht).
PERSÖNLICH Christina Weirather ist ihr offizieller Name, doch alle nennen die Liechtensteiner Skirennfahrerin Tina. Die Super-G-Spezia listin wurde am 24. Mai 1989 in Vaduz geboren. Schon ihre Eltern Harti Weirather und Hanni Wenzel waren bekannte Rennfahrer, beide spielen zudem auch gern Golf. Zu Tinas grössten Erfolgen auf den Skiern gehören unter anderem eine Olympia- und eine WM-Medaille, 38 Weltcup-Podestplätze und der zwei malige Gewinn des Super-G-Weltcups. Weirather trainiert mit dem Schweizer Team, wohnt in Vaduz und ist seit Sommer 2017 mit SRF 3-Moderator Fabio Nay liiert. Als Hobby nennt sie – neben Golf und Kitesurfen – noch ihre Harley.
GOLFSUISSE 06-18 73
KLEINANZEIGEN
GOLF MARKT
INFORMATIONEN, FORMATE/PREISE (CHF)
Medien Verlag Ursula Meier, T 044 946 01 51, umeier@medienverlag.ch | 1/16, 98 x 31, 47 x 66 mm, 400.–, 1/32, 47 x 31 mm, 200.– GOLFSUISSE Nr. 1: erscheint am 4. März 2019. Anzeigenschluss am 12. Februar.
Zu verkaufen 2 Mitgliedschaften/Aktien
MEISTERHAFTES GOLFSPIELEN MIT STILVOLLEM WOHNEN KOMBINIEREN!!
Präsentieren Sie Ihre gesamte Golfanlage als Video!
GOLFCLUB WYLIHOF
Im Frühling 2019 wird der auf 18 Löcher erweiterte Golfplatz Zürichsee In Nuolen/Wangen SZ eröffnet und darf als einer der schönsten Schweizer Golfparks bezeichnet werden. Aus familiären Gründen suchen wir einen Käufer unserer herrlichen, nur 3 Minuten entfernten 4½-Zi.-ATTIKAWOHNUNG.
WWW.GOLFCLUBVIDEO.CH
Tel. 079 435 82 68
GOLF SEMPACHERSEE/ KYBURG/ST. APOLLINAIRE Zu sehr attraktiven Konditionen. Sie können auf 90 Loch spielen. Infos: +41 79 647 06 49 1–3 Mitgliedschaften für
Wir begleiten Sie zum Erfolg!
günstig zu verkaufen. Spielberechtigung auch in Sempach und Saint Apollinaire.
golfemotion.net auflösen statt verdrängen
Tel. 079 407 75 93
Spielberechtigung/Mitgliedschaft
MITGLIEDSCHAFT GOLFCLUB KYBURG/SEMPACHERSEE zu attraktivem Preis zu verkaufen
GOLF SEMPACHERSEE
Oh mein Gott! Treibsand!
Vielleicht sollten wir uns damit abfinden, dass die Golfsaison zu Ende ist...
CHF 17’000.– (Neupreis: CHF 23’000.–) Sie sparen 6’000.–!
Sollte mal mit meiner Frau hier spielen.
Böser Hund!
zu verkaufen 079 341 96 77
René Tanner: 079 635 06 06 tanner@festhalter.ch Spielst du Golf?
Warum fragst du?
f?
Wer war das?!
du?
Herr Graf sollte sich beeilen. Die Sonne geht bald auf! Mo 9 10
1 Spielberechtigung
11 12 13
4 11 18 25
Di
13 20 27
14 21 28
GOLF SEMPACHERSEE Und denk nicht mal dran, ein Puttin gloch zu boren!
15 22 29
9 16 23 30
So
3 10 17 24 31
November Mo
Di
Mi
Do
Fr
7 14 21 28
1 8 15 22 29
44 45 46 47
das ?!
Laufzeit bis Januar 2026 gratis abzugeben Kontakt: Telefon 041 630 02 48 Schätze, das könnte jetzt ein bisschen weh tun ...
48
dass du nur
ibsand!
Kann es sein , noch Golf im
Kopf hast?
4 11 18 25
5 12 19 26
6 13 20 27
Vergiss die schlechten Schläge, Sch atz. Golf hat Sa So auch seine sch 2 3 önen Sei10 9 ten!
16 23 30
17 24
Mami, ich hab dein Headco e ver gefunden!
Zu verkaufen 1 Spielberechtigung und Mitgliedschaft
GOLF SEMPACHERSEE/ KYBURG/ST. APOLLINAIRE Info unter Tel. 076 411 52 52 74 GOLFSUISSE 06-18
Spielberechtigung per sofort
GOLF SEMPACHERSEE Info: Chiffre 1/6/2018, Medien Verlag, Rudi Dado 3, 7018 Flims Waldhaus
Übernahme einer Spielberechtigung
GOLF KYBURG 078 670 36 10
GOLF LOSONE Tel. 079 448 68 86
März
Wird Zei Mi Do t, das s wirFr uns Sa auf den Kli mawande 1 5 6 2 l einstellen 7 12 8 . 19 26
Gott! Tre
Sollte ma meiner Fral mit Kann es sein, u hier dass du nur noch Golf im Kopf hast? spielen. Mami, ich habe dein Headcover gefunden!
Und denk nicht mal dran, ein Puttingloch zu boren!
Schätze, das könnte jetzt ein bisschen weh tun...
Wer war
Oh mein
Böser Hund!
ZU VERSCHENKEN
Günstig abzugeben 2 Anteile (Partnermitgliedschaft)
Vielleicht sollten wir damit abf uns inden, das s die Golfsa ison
zu Ende ist. Immobilien an Top-Golfplätzen! .. www.immo-golf.ch Spielst du Warum fra Gol gst
200.400.-
Vergiss die schlechten Schläge, Schatz. Golf hat auch seine schönen Seiten!
14.90 zzgl. Versand
Wird Zeit, dass wir uns auf den Klimawandel einstellen.
Herr Graf sollte sich beeilen. Die Sonne geht bald auf!
Telefon 079 346 15 62
Landhaus-Villa an exklusiver Lage mit herrlicher Rhein- & Seesicht 1/32 47X31 Ehrwürdige Villa in Stein am Rhein/SH mit 8 Zimmern 1/16 47X62 und weiterem Ausbaupotenzial. Brutto Geschossfläche ca. 313,5 m2, Nutzfläche ca. 243 m2, Grundstück 1614 m2, Kubatur 1640 m3, Baujahr 1983, gepflegt und seht gut unterhalten, Küche, Bäder und Bodenbeläge OG auf Wunsch neu, Doppelgarage und schöne Gartenanlage. VP auf Anfrage Kontakt: Dowa Immobilien AG, 052 624 03 30, info@dowa.ch, www.dowa.ch
Möchten Sie Ihren Yips loswerden? Emotionale Blockaden?
GOLF KYBURG
Mehr Infos auch unter www.homegate.ch (8855 Wangen, 4½-Zi.-Attikawohnung) Oder rufen Sie uns doch schnell an, damit wir das weitere Vorgehen besprechen können. 079 402 51 81.
SEMPACHERSEE/KYBURG/ ST.APOLLINAIRE.
Golf Suisse
Von privat zu verkaufen 2 Spielberechtigungen
Sie befindet sich mit drei überdeckten Terrassen, an traumhafter Lage mit herrlicher Seesicht in Nuolen direkt am ob. Zürichseee mit ca. 185 m2 Wohnfläche und direktem Liftzugang. Exkl. ca. 60 m2 Terrassen, 13 m2 Keller, 13 m2 Hobbyraum & 2 grosszügige Parkplätze in der Einstellhalle. Ruhige, sehr gut besonnte Lage, ausgebauter ÖV. VP 1’770’000.–.
VERKAUFEN
Spielberechtigung – wegen Hirnschlag
Zu verkaufen oder zu vermieten Spielberechtigung
GOLFCLUB SEMPACHERSEE / KYBURG / ST. APOLLINARE kurt.wagner@sunrise.ch +41 79 357 96 00 FÜR EINEN ENTSPANNTEN GOLFURLAUB IN SÜDAFRIKA & MAURITIUS
079 214 19 09 WWW.GOLFBUDDIES.CO.ZA
Zu verkaufen Mitgliedschaft/Aktie
GOLFCLUB WYLIHOF Tel. 079 441 06 54
Beim Golfen gibtʼs schon genug Handicaps. Wir bieten Ihnen Privilegien.
Mehr auf swiss.com/golf
Protieren Sie vom Gratistransport Ihres Golfgepäcks mit SWISS, Edelweiss, Lufthansa und Austrian Airlines.* Erleben Sie Golf in der Schweiz: Nehmen Sie an der beliebten Turnierserie teil oder besuchen Sie das prestigeträchtige Omega European Masters in CransMontana zum halben Preis. Und geniessen Sie weitere exklusive Vorteile, die Golferherzen höherschlagen lassen. swiss.com
Made of Switzerland.
* Gültig auch für Codeshare-Verbindungen von TAP Air Portugal. Andere Codeshare-Verbindungen, alle myAustrian-Holidays-Flüge und Europaüge, die im Economy-Light-Tarif gebucht werden, sind hiervon ausgenommen.